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Luftraum Schweiz: skyguide überwacht Flüge in Rekord

Der Luftverkehr nahm im vergangenen Jahr in der Schweiz nur moderat zu und lag damit deutlich unter den Prognosen. Die Gesamtbewegungen im von skyguide bewirtschafteten und überwachten Luftraum über der Schweiz und in den delegierten Gebieten stiegen um 0,5 Prozent.

skyguide erfüllte Leistungsvorgaben der Schweizer Luftwaffe

Die Schweizer Landesflughäfen Genf und Zürich verzeichneten 0,8 Prozent weniger Landungen und Starts als im Vorjahr. Die durch die Flugsicherung verursachten Verspätungen blieben auch 2019 gering. Auch die Leistungsvorgaben der Schweizer Luftwaffe konnte skyguide 2019 vollumfänglich erfüllen und damit die erfolgreiche zivil-militärische Integration weiter stärken.

Neue Spitzenzahlen aus dem Schweizer Luftraum

Der Luftverkehr in Europa verzeichnete 2019 zunächst ein solides Wachstum, bevor im Hochsommer eine Verlangsamung eintrat und im letzten Quartal der Verkehr zurückging. Mit durchschnittlich 3.575 Flügen pro Tag übertraf skyguide den bisherigen Rekorddurchschnitt von 2018 (3.558 Flüge). Der Spitzentag war der 28. Juni mit 4.522 Flügen. skyguide kontrollierte 2019 etwas mehr als 1,3 Millionen Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR), was einem neuen Rekord entspricht.

Bewährte zivil-militärische Partnerschaft

Sehr erfreulich gestaltete sich 2019 die Partnerschaft mit der Schweizer Luftwaffe. skyguide erreichte 99,5% der in der Leistungsvereinbarung mit der Luftwaffe definierten Serviceleistung (Durchschnitt aller Luftwaffen-Stützpunkte). Auch die militärische Einsatzzentrale ADDC (Air Defense and Direction Center) in Dübendorf erzielte eine Serviceleistung von 96,3%. Damit hat skyguide die Leistungsziele der Luftwaffe erfüllt.

Im vergangenen Jahr begleiteten die militärischen Flugverkehrsleiterinnen und -leiter von skyguide 289 „live und hot missions“ (Luftpolizei-Einsätze und Ernstfälle) sowie 2’020 taktische Einsätze. Insgesamt begleitete skyguide 2019 94.519 militärische Flugbewegungen. Auch auf den zivilen Regionalflugplätzen wurde die erwartete Flugsicherungs-Leistung durch skyguide vollumfänglich zur Verfügung gestellt.

Schwaches Verkehrswachstum in der Schweiz

Eurocontrol hatte für 2019 Wachstumsraten von +5,6% für den oberen Luftraum Zürich, +2,5% für den unteren Luftraum Zürich sowie +5% für den oberen Luftraum Genf und +0,3% für den unteren Luftraum Genf prognostiziert. Tatsächlich entwickelte sich 2019 in der Schweiz das Wachstum nur schwach. Es verzeichnete ein Plus von 1,1% im oberen sowie 0,2% im unteren Luftraum in Genf. Das Wachstum im Luftraum Zürich 2019 ging im oberen Luftraum um 0,1% zurück und nahm um 0,1% im unteren Luftraum zu. Besonders deutlich fiel der Rückgang in der zweiten Jahreshälfte in der Bezirksleitstelle Zürich mit -3,4% aus. Dies ist jedoch vor dem Hintergrund der sehr hohen Zuwächse in der Bezirksleitstelle Zürich im Jahr 2018 zu sehen.

Die An- und Abflugzahlen der Flughäfen gingen um 0,8% zurück. Das Verkehrsaufkommen der Schweizer Landesflughäfen ging in Genf um 0,6% und in Zürich um 0,9% zurück.

Instrumentenflüge 2019

20192018Veränderung
Instrumentenflüge 1.304.910 1.298.754 +0,5%
davon Überflüge 822.313 808.445 +1,7%

Hohe Pünktlichkeit der Flugsicherung insgesamt

Im Bereich der Pünktlichkeit hat skyguide von der Europäischen Kommission ehrgeizige Leistungsziele erhalten. Trotz der hohen Anzahl Flüge konnte skyguide 2019 eine leichte Verbesserung der Pünktlichkeit verzeichnen. 96,7% (Vorjahr: 96,5%) aller Flüge wurden ohne Verspätung durch die Flugsicherung abgewickelt. Damit erfüllte skyguide die Anforderungen des European Performance Plan.

Airbus macht Transportflugzeug C295 zum Tankflugzeug

Airbus hat das taktische Transportflugzeug C295 erfolgreich auch als Tankflugzeug getestet. Bei dem air-to-air (AAR)-Manöver waren eine weitere C295 sowie ein Kampfjet beteiligt.

Flugzeug der spanischen Luftwaffe von Sevilla

Die Luftbetankung wurde mit einem Flugzeug der spanischen Luftwaffe von Sevilla aus operiert. Dabei wurde über ein optional montierbares AAR-System bei Geschwindigkeiten von 100 bis 300 Knoten in fünf Kontakten insgesamt 1,5 Tonnen Treibstoff umgefüllt.

C295 Tankflugzeug mit AAR-Fähigkeit

Die C295 erweitert mit der Betankung von Flugzeugen, Hubschraubern und Kampfjets ihre Fähigkeiten für die Betreiber wesentlich. Die Übungen fanden bei Tage und bei Nacht statt. Dabei wurde auch die Annäherung einer F18 der Spanier bei 210 Knoten für eine mögliche Luft-zu-Luft-Betankung durchgeführt.

Airbus C295 Tankflugzeug bei der Luft-zu-Luft-Betankung
Airbus C295 Tankflugzeug bei der Luft-zu-Luft-Betankung

Airbus Helicopters verpasst H125 volle Triebwerks-Power

Airbus Helicopters kündigte auf der Heli-Expo in Kalifornien eine Leistungssteigerung für die Hubschrauber H125 an. Dafür kommen die Triebwerke Arriel 2D von Safran auf ihre volle Leistung.

Die neuen Leistungsdaten sollen bis zum Sommer ihre Zulassung erhalten, und werden bei allen neuen H125 serienmäßig eingebaut – und das ohne Aufpreis. Ein Retrofit soll ab Ende des Jahres per Softwareupgrade für alle VEMD-ausgestatteten H125 (AS350 B3e) erhältlich sein. Zudem soll das Situationsbewusstsein der Piloten mit einem vereinfachten Instrumentenpanel mit dem Garmin G500H TXI Touchscreen verbessert werden.

Volle Leistung für das Arbeitstier H125

Die Tragkraft des Hubschraubers steigt damit um bis zu 140 kg, während die Steighöhe der H125 im Schwebeflug um 1.500 Fuß ansteigt auf nun bis zu 12.600 ft. Dabei holt Airbus Helicopters noch einmal mehr Leistung heraus, wenn die H125 mit dem speziellen Stabilisierungssystem BLR Fast Fin® für den Heckrotor ausgestattet wird. Dann werden es sogar bis zu 190 kg mehr Last und die Schwebehöhe OGE steigt auf bis zu 13.400 ft.

Auf der Heli-Expo zeigen die Europäer zudem einige Features wie ein Remote FLI der kalifornischen AKV Inc., womit man die Maschinendaten per Bluetooth aufs Handy bekommen kann, oder das Maximum Pilot View Kit von Swiss Rotors Services, was ebenfalls den Piloten unterstützt.

Über 4.000 H125 im Dienst

Weltweit sollen über 4.000 H125 im Dienst sein, in den letzten Zehn Jahren hat Airbus Helicopters 630 H125 ausgeliefert, was einen Marktanteil von 74 Prozent aus macht. Im Bereich der Luftgestützten Arbeitsdienste sind derzeit 1.600 H125/AS350 im Einsatz, so der Hersteller.

Boeing bekommt Übernahme-OK für Embraer in Brasilien

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Boeing und Embraer nehmen eine weitere Hürde auf dem Weg zur Übernahme der US-Amerikaner des brasilianischen Flugzeugbauers. Die brasilianische Aufsicht CADE hat ihre Zustimmung zu dem Deal gegeben.

Boeing und Embraer: Einstieg ohne Bedingungen

Boeing und Embraer können gemäß vom CADE (Administrative Council for Economic Defense) und dem General-Superintendence in Brasilien den Einstieg ohne Bedingungen durchführen. Damit wurde der Investition von den USA, China, Japan, Südafrika, Montenegro, Kolumbien und Kenia gebilligt. Die brasilianische Erlaubnis soll nun in den nächsten 15 Tagen finalisiert werden, falls die übrigen Kommissare von CADE keine weitere Prüfung fordern. Begleitend durch diese Prozesse laufen auch mit der Europäischen Kommission seit 2018 Gespräche.

E-Jet von Embraer bei Boeing

Embraer baut Business Jets, Turboprops, Zivilflugzeuge und Militärflugzeuge. Für die Regionaljets von Embraer gründen beide Hersteller ein Joint Venture (Boeing Brasil – Commercial), an dem Boeing 80 Prozent halten wird und 20 Prozent bei Embraer verbleiben. Das zweite Joint Venture (Boeing Embraer – Defense) wird sich um den Militärischen Transporter KC-390 Millennium drehen, an dessen die Amerikaner 49 Prozent halten, während 51 Prozent bei den Brasilianern bleiben.

Boeing erweitert mit der Übernahme der Regionaljets von Embraer ihr Portfolio nach unten. Die E-Jets bieten bis 130 Sitze. Boeing zieht damit gewissermaßen nach, nachdem Airbus bereits die Regionaljets der kanadischen Bombardier übernommen hat. Die als CS100 und CS300 entwickelten Jets für bis 150 Sitze werden jetzt als Airbus A220 vermarktet und sollen auch im Airbus-Werk in den USA produziert werden.

Pilotenmangel in Deutschland: ADAC nutzt US-Flugschule

Die ADAC Luftrettung mit Sitz in München kooperiert ab sofort mit einer der größten US-amerikanischen Flugschulen, der Hillsboro Aero Academy (HAA) in Portland/Oregon.

Ausbildung zum Rettungshubschrauberpiloten

Die ADAC Luftrettung geht aufgrund des sich in Deutschland abzeichnenden Fachkräftemangels im Rettungsdienst neue Wege bei der Rekrutierung von Rettungshubschrauberpiloten. Ziel des gemeinnützigen Unternehmens ist es, junge Menschen für die „Rettungsfliegerei“ zu begeistern und geeigneten Bewerbern nach einer fundierten Ausbildung in den USA einen Cockpitarbeitsplatz in Deutschland anzubieten. Einen entsprechenden Vertrag für die strategische Partnerschaft besiegeln Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, und Natalia Cimpean, Chief Operations Officer HAA, auf der Heli-Expo, der weltgrößten Helikoptermesse in Los Angeles.

Die HAA wurde 1980 gegründet und hat in den USA derzeit vier Standorte, davon drei im Bundesstaat Oregon im Nordwesten der USA: Hillsboro und Troutdale in Portland als Standorte für die Hubschrauberausbildung und Redmond sowie North Las Vegas, Nevada. Dort wurden bis heute mehr als 12.000 Piloten für Flugzeuge und Hubschrauber aus 75 Ländern ausgebildet. Pro Jahr bringt es die HAA auf mehr als 85.000 Flugstunden. Das Unternehmen, das den höchsten zertifizierten Safety Standard besitzt (IS-BAO) hat 330 Mitarbeiter, darunter 162 Fluglehrer und 40 zertifizierte Luftfahrtmechaniker.

Ausbildung samt erster Berufserfahrung als Pilot

Das eigens entwickelte neue ADAC Luftrettungs-Ausbildungsprogramm, zu dem es im März und April bereits erste Informationsveranstaltungen in München, Bonn und Friedrichshafen gibt, richtet sich in erster Linie an Bewerber aus dem deutschsprachigen Raum. Und zwar sowohl an Interessenten ohne Flugerfahrung als auch an Piloten, die sich bereits in der Ausbildung befinden oder sie schon abgeschlossen haben. Die Berufspilotenausbildung inklusive Fluglehrerlizenz für den Hubschrauber dauert an der HAA zwölf bis 15 Monate. Verbunden damit ist eine Visa-Erteilung, die den Piloten im Anschluss an ihre Ausbildung eine bis zu zweijährige Arbeitserlaubnis in den USA ermöglicht, um die für diesen Beruf so wichtige Flugerfahrung zu sammeln. Sie ist Voraussetzung, um später in Deutschland eine Anstellung als Pilot zu finden.

Während der insgesamt rund dreijährigen Ausbildungszeit werden die Flugschüler künftig eng von Mentoren der ADAC Luftrettung begleitet und auf die Arbeit als Rettungshubschrauberpilot vorbereitet. Zudem werden besonders auf den Luftrettungsdienst zugeschnittene Praxiselemente in die Ausbildung integriert. Im Durchschnitt kehren die Absolventen der HAA mit 1.000 bis 1.200 Flugstunden im Logbuch in ihre Heimat zurück – eine gute Basis für den Berufseinstieg. Wer für die ADAC Luftrettung fliegen möchte, muss nämlich 1.000 Flugstunden absolviert haben, mindestens 500 davon im Rettungsdienst oder einer vergleichbaren Tätigkeit.

Mangel an Lizenzen der Änderungen der Bundeswehr

„Die Kooperation mit der HAA ist ein weiterer Baustein bei der Personalgewinnung, mit dem wir unsere Nachwuchsrekrutierung auf ein innovatives und zukunftsfähiges Fundament stellen. So können wir frühzeitig Engpässe bei der Besetzung von neuen oder freiwerdenden Stellen vermeiden und die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung aus der Luft auch in Zukunft garantieren“, sagt Frédéric Bruder. „Wir sind sicher, dass wir mit diesem Programm eine weitere deutsch-amerikanische Erfolgsgeschichte schreiben“, erklärt Natalia Cimpean.

Für die Betreiber von Luftrettungsstationen in Deutschland wird es immer schwieriger, geeignete und ausreichend qualifizierte Piloten für das Cockpit eines Rettungshubschraubers zu gewinnen. Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels ist, dass die Bundeswehr aufgrund von Umstrukturierungen deutlich weniger Helikopterpiloten ausbildet als früher – womit auch der Nachwuchs für Rettungshubschrauber fehlt. Dasselbe Problem gibt es übrigens für die Branche der Berufskraftfahrer, wo durch den Wegfall der Wehrpflicht ebenfalls Personal mit LKW-Führerschein massiv fehlen.

Für Hubschrauberpiloten rechnet die ADAC Luftrettung allein in den nächsten zehn Jahren rechnet mit 100 bis 200 zu besetzenden Stellen. Die Zahl ist so hoch, weil die europäische Luftfahrtaufsicht EASA die maximale Dienstzeit pro Tag weiter reduzieren möchte und Einsatzbeschränkungen für ältere Piloten drohen. Zudem nimmt die Zahl der Stationen mit erweiterten Einsatzzeiten bis in die Abend- und Nachtstunden zu. Auch weil die medizinische Versorgung im ländlichen Raum in vielen Regionen immer schwieriger wird.

Pilotenmangel in Deutschland: ADAC nutzt US-Flugschule
Rettungshubschrauberpiloten: Wer für die ADAC Luftrettung fliegen möchte, muss nämlich 1.000 Flugstunden absolviert haben, mindestens 500 davon im Rettungsdienst oder einer vergleichbaren Tätigkeit.

Hubschrauberpilot in den USA billiger

Eine zusätzliche Einstiegshürde in den Beruf sind neben den hohen europäischen Voraussetzungen für den Einsatz als Pilot in den HEMS (Helicopter Emergency Medical Services) die hohen Kosten der Ausbildung. In Deutschland liegt sie im sechsstelligen Bereich, in den USA durchschnittlich bei 83.000 US-Dollar. Daher muss laut ADAC Luftrettung auch über neue Möglichkeiten der Finanzierung, etwa in Form von Darlehen, nachgedacht werden.

Die ADAC Luftrettung, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert, gehört mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen zu den größten Luftrettungsorganisationen Europas. Für die Organisation, die ein Tochterunternehmen der gemeinnützigen ADAC Stiftung ist, arbeiten mehr als 1000 Menschen, darunter rund 160 Piloten, etwa 260 Notfallsanitäter (TC HEMS) und circa 580 Notärzte. Pro Jahr starten die Crews zu mehr als 50.000 Einsätzen.

Flughafen München begrüßte Condor-Rettung

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Die FMG, Betreibergesellschaft des Flughafens München, begrüßte die Übernahme der Ferienfluggesellschaft Condor durch die polnische PLG. Auch aus der Kabine gab es schon Lob.

Die von Vertretern der Fluggesellschaft Condor und der PGL, der Muttergesellschaft der polnischen Airline LOT, erzielte Einigung über den Verkauf der traditionsreichen deutschen Ferienfluggesellschaft wird von der Flughafen München GmbH begrüßt. „Die Condor ist seit vielen Jahren ein wichtiger und zuverlässiger Partner des Münchner Flughafens. Wir freuen uns sehr darüber, dass die Airline die jüngsten Turbulenzen so gut überstanden hat und in der neuen Konstellation nun wieder über eine ausgezeichnete Entwicklungsperspektive verfügt“, erklärte Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH.

Damit haben die Passagiere der Condor am Münchner Flughafen die Gewissheit, auch künftig in bewährter Weise zu ihren Urlaubszielen befördert zu werden. Seit Eröffnung des neuen Flughafens im Mai 1992 hat die Condor auf mehr als 160.000 Flügen über 28 Millionen Passagiere von und nach München geflogen.

Auch Kabinenvertreter begrüßten Investition

Auch die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hatte den Kauf der Condor durch die polnische Airline LOT umgehend begrüßt, aber zugleich an die Anstrengungen erinnert, um in der schwierigen Übergangszeit keine Kündigungen zu erleben. „Nach der extremen Unsicherheit für die Condorianer in den letzten Monaten, ist es eine sehr gute Nachricht, dass nun ein Käufer gefunden ist. Mit der LOT übernimmt eine selbst auf Wachstum ausgerichtete Airline mit dementsprechender Power die Verantwortung für fast 5.000 Condorianer“, so Sylvia De la Cruz, UFO-Vorsitzende und Aufsichtsratsmitglied der Condor.

Wie für das Condor-Management sei nun auch für die übrige Belegschaft der Fortbestand im Unternehmen das obeste Ziel. Die Arbeitsbedingungen müsten nun fair und wie vereinbart umgesetzt werden, damit alle Kabinenmitarbeiter an Bord bleiben, so UFO-Verhandlungsführer Nicoley Baublies.

Bartolomeo Plattform für ISS bei der NASA angekommen

Die Forschungsplattform Bartolomeo, die von Airbus mit der ESA gebaut wurde, ist jetzt in den USA im Kennedy Space Center in Florida angekommen. Im März soll sie zur Internationalen Raumstation ISS geflogen werden.

Bartolomeo soll eine Plattform zur Unterbringung wissenschaftlicher und privater Instumente werden, um die ISS als Basis zum Beispiel für Erdbeobachtungen zu nutzen. Die Vorrichtung hat dazu 12 Nutzlastplätze, über die die Instrumente mit Energie und eine Datenanbindung an die Erde versorgt werden. Airbus vermarktet Plätze auf der Plattform, die nicht nur für private Forschungsbetreiber, sondern auch für Datendienstleister genutzt werden können.

Bartolomeo: Private Nutzung der ISS

Durch die Anbringung als Huckepack auf der ISS hat die Plattform eine komfortable Umlaufbahn 400 km über der Erde und immer freie Sicht auf den Planeten Erde. Geeignet nicht nur für visuelle Beobachtung, sondern auch für den Klimawandel und die Messung von Stickoxiden und CO2 in der Atmosphäre.

So hat die ESA bereits den ersten Platz für ein norwegisches Experiment gebucht. Es soll die Plasmadichte in der Erdatmosphäre messen. Die Multi-Needle Langmuir Probe (m-NLP) dazu kommt von der University of Oslo und dem norwegischen Unternehmen Eidsvoll Electronics. Laut Airbus ist m-NLP derzeit das weltweit einzige Instrument das in der Lage ist, diese Plasmadichten der Ionosphäre im Skalenbereich von weniger als einem Meter zu messen. Es lassen sich ganz neue Karten der Plasmadichte vom Äquator bis zu den mittleren Breiten erstellen, um die dynamischen Prozesse dort zu erforschen.

Bartolomeo Funktionstest im Kennedy Space Center

Mit ihrem relativ niedrigen Erdorbit kann von Bartolomeo auf der ISS aus die Plasmadichte in der Ionosphäre gut gemessen werden. Denn die Raumstation kommt nahe an die Spitzen der Plasmadichte dieser Atmosphärenschicht heran. Jetzt aber wird Bartolomeo erstmal inspiziert und mit der NASA einem letzten Funktionstest im Kennedy Space Center unterzogen. Der Start ist mit einer Dragon-Kapsel von SpaceX vorgesehen. Starttermin ist derzeit der 02. März.

Flughafen BER sucht 20.000 Komparsen für Testbetrieb

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Der Probebetrieb am BER soll für einen möglichst flüssigen Start des BER zur Eröffnung am 31. Oktober 2020 sorgen und ist ein wichtiger Bestandteil des sogenannten ORAT-Programms.

Die Anreise der Komparsen erfolgt bis 09:30 Uhr mit dem Auto oder mit einem Bus ab dem Flughafen Schönefeld. Der Bahnhof unter dem Terminal ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Betrieb. Ein VBB-Ticket im Tarifbereich ABC erhalten die Komparsen bei Bedarf mit der Anmeldebestätigung.

Tausende Komparsen für 30 Betriebstage Test am BER

Die Anmeldung für den Probebetrieb am BER ist ab sofort möglich. Insgesamt werden rund 20.000 Freiwillige gesucht, die den BER bereits vor seiner Eröffnung testen und alle Prozesse auf die Probe stellen. Die Anmeldung erfolgt über die Webseite hier. Die Interessierten geben ihre persönlichen Daten an und können aus allen verfügbaren Terminen wählen. Der erste Probebetriebstag ist eine Bahnhofsevakuierung am 29. April. Die weiteren Tests finden ab dem 23. Juni statt und enden am 15. Oktober.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Der Probebetrieb ist ein international etablierter Standard, der uns helfen wird, den BER so reibungsarm wie möglich zu eröffnen. Alle wesentlichen Nutzer werden zusammen mit den Komparsen die Flughafensysteme und Kernprozesse erproben. Wir freuen uns, wenn viele Berliner und Brandenburger bei der Generalprobe dabei sind, uns helfen, noch Verbesserungen vornehmen zu können und ihren Flughafen schon vor der Eröffnung kennen lernen.“

Jeder Interessierte hat die Möglichkeit sich für zwei Termine zu registrieren. Falls gewünschte Termine ausgebucht sind, besteht die Möglichkeit, sich auf einer Warteliste vormerken zu lassen. Sobald Plätze frei werden, erhalten die Registrierten eine E-Mail und können nachrücken.

Flughafen BER: Ablauf des Probebetriebs

Ab 09:30 Uhr erfolgt die Registrierung der Teilnehmenden, die ihre Anmeldebestätigung und ihren Ausweis vorzeigen müssen. Ab 10:30 Uhr erfolgt die Einweisung in den Probebetrieb. Die Komparsen proben in der Regel ein spezifisches Abflug- oder Ankunftsszenario. Je nach Vorgabe des Szenarios nehmen sich die Komparsen außerdem die benötigten Gepäckstücke von den Kofferbändern.

Ab 11:30 Uhr startet der Probebetrieb mit einem Abflug, dazu müssen die Komparsen etwa zum Check-in-Counter, Gepäck aufgeben und die Sicherheitskontrolle durchlaufen. Vom Abfluggate geht es statt in ein Flugzeug in einen Bus, der die Komparsen zur Ankunft bringt.

Weitere mögliche Tests sind zum Beispiel das Umsteigen oder die Evakuierung des Terminals. Zum Abschluss gegen 15:30 Uhr geben die Komparsen ihr Feedback zum Tag ab. Notfallübungen und Massenprobetermine sind bei der Anmeldung besonders gekennzeichnet und können von dem typischen Ablauf abweichen.

Standard zum Probebetrieb am BER

ORAT steht für „Operational Readiness und Airport Transfer“. Das Programm ist ein international etablierter Standard bei der Inbetriebnahme von Flughäfen und ist bei der FBB bereits im Oktober 2018, also zwei Jahre vor der Inbetriebnahme, gestartet. Mit dem ORAT-Programm wird aus einem Gebäude ein funktionierender Flughafen. Die Mitarbeitenden der Flughafengesellschaft und allen Dienstleistern und Partnern, zum Beispiel der Bundespolizei und der Sicherheitsdienstleister, der Airlines und Bodenverkehrsdienste, aber auch die Mieter der Shops und Gastronomieeinheiten, müssen sich zum Start des Flugbetriebs mit den örtlichen Gegebenheiten auskennen und alle Systeme verstehen und bedienen können.

ORAT in drei Stufen

Bereits seit Januar durchlaufen alle Mitarbeitenden deshalb eine Topographie-Schulung, in der die Grundlagen zu den neuen Arbeitsplätzen wie Anfahrtswege, Zugänge, Aufbau Terminal und Vorfeld vermittelt werden. Der Probebetrieb wird sich, als Test unter nahezu echten Bedingungen, ab April in drei aufeinander aufbauenden Phasen anschließen: ORAT Basis, ORAT Integration und ORAT Final.

In der Phase ORAT Basis (30.04. – 18.06.) werden die Angestellten nach ihren erfolgten Schulungen erneut eingebunden, um Prozess- und Systemschulungen zu erhalten und am Probebetrieb teilzunehmen. Die Mitarbeitenden nutzen die neue Infrastruktur, Systeme und Prozesse zur praktischen Übung noch vor der Einbindung von Komparsen.

Während ORAT Integration (23.06. – 20.08.) wird die Komplexität gesteigert und die Komparsen werden als Fluggäste die Prozesse am Flughafen mit durchlaufen. In den Schulungen und im Probebetrieb werden zusätzlich Spezialprozesse, Sonderverfahren, Systemausfälle und Notfälle geprobt. Darüber hinaus wird ab dieser Phase der Sicherheitsbereich des Flughafens simuliert und Terminal 2 in den Probebetrieb integriert.

Sicherheitsbereich im Flughafen BER aktiviert

Die abschließende Phase ORAT Final (25.08. – 15.10.) wiederholt wesentliche und erneut zu erprobende Inhalte aus ORAT Basis und ORAT Integration. Der Sicherheitsbereich des Airports ist ab ORAT Final aktiviert. Die Komparsen werden an insgesamt 30 Probebetriebstagen eingesetzt. Ab 23. Juni finden die Test immer dienstags und donnerstags mit jeweils 600 Freiwilligen statt. Hinzu kommt am 29. April eine Bahnhofsevakuierung mit 800 Teilnehmern. Ab März werden zusätzlich vier Samstage zur Buchung freigegeben. Für diese Tage werden jeweils 1.000 Teilnehmer gesucht.

Boeing 777X beim Erstflug: 777-9 über Washington

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Boeing hat die neue 777X erstmals fliegen lassen. Nach dem 787 Dreamliner und der 737 MAX ist es rund sechs Jahre nach Programmstart das dritte neue zivile Flugzeugprogramm innerhalb weniger Jahre.

Die Boeing 777X baut auf der klassischen Triple-Seven auf, nutzt aber Technologien wie beim Dreamliner für den Leichtbau. Der Erstflug der 777X fand vom Paine Field in Everett aus statt und startete um 10:09 Uhr Ortszeit am Freitag. Der Flug dauerte 03:51 Stunden und ging über den Bundesstaat Washington, bis das Flugzeug in Seattle bei Boeing landete. Ursprünglich war der Jungfernflug noch für letztes Jahr gesehen.

Boeing 777X am Anfang ihrer Flugerprobung

Capt. Van Chaney nannte es einen schönes Fliegen in der Boeing 777X, und der Test war sehr gewinnbringend. Während er, der Chefpilot zur Evaluierung der B777 und B777X mit dem obersten Chefpiloten von Boeing, Craig Bomben, das Flugzeug steuerte, erhielten die Entwickler am Boden Daten aus der Steuerung und den Bauteilen in Echtzeit übermittelt. Man wird sich bei Boeing alle Mühe geben, die Entwicklung und Tests korrekt und transparent zu machen, da der Flugzeugbauer seit dem Grounding der 737 MAX besonders kritisch beäugt wird.

Die Maschine ist die erste von vier expliziten Testflugzeugen des Musters 777-9 und trägt die Werksnummer WH001. Neben weiteren Flugtests gehen aber auch die Prüfungen am Boden noch weiter. Die Entwickler müssen die Sicherheit unter verschiedensten Bedingungen wie Hitze und Kälte belegen. Einmal im Flugdienst soll die 777X zehn Prozent weniger Treibstoff und Betriebskosten verursachen als der Wettbewerb. Das soll nicht nur durch die neuen Triebwerke GE9X, sondern auch durch leistungsfähigere Flügel aus Verbundwerkstoffen erreicht werden.

Boeing will die erste 777X 2021 ausliefern. 340 Bestellungen und Absichten haben die Amerikaner schon, darunter große Langstrecken-Airlines wie Lufthansa, ANA, British Airways, Cathay Pacific Airways, Emirates, Etihad Airways, Qatar Airways und Singapore Airlines.

Flugzeugfamilie Boeing 777X

Zur Reihe 777X gehören bisher die the 777-8 und the 777-9.

Flugzeug777-8777-9
Anzahl der Sitze (mit zwei typischen Klassen)384 Passagiere426 Passagiere
TriebwerkeGE9X von GE Aviation

Reichweite

8.730 Seemeilen (16.170 km)7.285 Seemeilen (13.500 km)
Spannweite:Extended: 235 ft, 5 in. (71,8 m) – On ground: 212 ft, 8 in (64,8 m)

Länge777-8: 229 ft (69,8 m)777-9: 251 ft, 9 in (76,7 m)

Eigner von LOT aus Polen übernimmt Condor

Die Polish Aviation Group (PGL), Eigentümerin der polnischen Fluggesellschaft LOT Polish Airlines (LOT), kündigte die Übernahme von Condor an und führt die Urlaubs-Airline nach der Pleite der Muttergesellschaft Thomas Cook sicher aus dem Schutzschirmverfahren. Lazard und Pekao fungierten als Investmentbanken und White & Case als Rechtsberater der PGL. Rothschild & Co fungierte als Investmentbank und Noerr als Rechtsberater von Condor.

Mit dem Fokus auf weiteres Wachstum in Deutschland sowie in angrenzenden Märkten soll Condor zur zentralen Säule der PGL Tourismusstrategie und eine führende europäische Ferienfluggesellschaften werden. Condor soll zudem weiter mit dem bestehenden Management und unter ihrer eigenen Marke in Deutschland operieren.

Neuer Garant und Perspektive – Kredit kommt zurück

Passagiere, Partner und Mitarbeiter erhalten dadurch dauerhafte Sicherheit und für ihre Zukunft. Der Zusammenschluss von LOT und Condor in der PGL Group schafft eine der führenden Luftfahrtkonzerne in Europa mit den Kernmärkten Deutschland und Polen. Auch der von der deutschen Bundesregierung und dem Land Hessen verbürgte Überbrückungskredit der KfW soll vollständig zurückgezahlt werden.

„Die Übernahme der Condor passt perfekt zur Strategie der PGL. Der Kauf sichert die Zukunft von Condor und bietet damit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kunden sowie Partnern Stabilität und eine großartige Perspektive. Wir wollen die traditionsreiche Marke Condor in Deutschland weiterentwickeln und diese auch in andere europäische Märkte einführen. Wir heißen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Condor von ganzem Herzen in der PGL-Familie willkommen und laden sie ein, gemeinsam eines der größten Luftfahrtunternehmen Europas aufzubauen,“ sagt Rafał Milczarski, Vorsitzender der Geschäftsführung von PGL.

Planungssicherheit für Expansion der Urlaube

„Wir freuen uns, dass Condor als Deutschlands beliebteste Ferienfluggesellschaft mit PGL und LOT stabile, erfahrene und sich dynamisch entwickelnde Partner gewonnen hat, die die Zukunft unseres Unternehmens sichern. Zusammen werden wir doppelt so viele Passagiere bedienen und damit eine der größten Luftfahrtgesellschaften und eine führende Ferienfliegergruppe in Europa bilden. Unsere Partner und Kunden können ihre Urlaubsflüge mit Condor sicher planen,“ sagt Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Geschäftsführung von Condor.

Durch den Zusammenschluss von LOT und Condor entsteht einer der führenden europäischen Luftfahrtkonzerne mit mehr als 20 Millionen jährlichen Fluggästen. Condor wird weiterhin unter ihrem derzeitigen Management geführt werden und gleichzeitig von der erweiterten Konnektivität und den operativen Synergien zwischen den Fluggesellschaften profitieren. Die Kunden von Condor werden auch zukünftig die gewohnte Qualität, Service und Zuverlässigkeit genießen, die das Unternehmen zur führenden Marke für Ferienflüge und zum bevorzugten Partner für Reiseveranstalter in Deutschland und darüber hinaus gemacht haben.

Das von PGL unterbreitete Angebot zur Übernahme von Condor wurde als das attraktivste für Condor, seine Mitarbeiter, Partner, Lieferanten und Kunden ausgewählt. Die Transaktion wird voraussichtlich bis April 2020 abgeschlossen sein, sobald die üblichen kartellrechtlichen Genehmigungen vorliegen und Condor das Schutzschirmverfahren beendet hat. Die Investition von PGL wird es Condor ermöglichen, das von der KfW erhaltene Darlehen vollständig zurückzuzahlen.

PGL ist das führende Luftfahrtunternehmen in Mittel- und Osteuropa

PGL besitzt die polnische Fluggesellschaft LOT, eine der ältesten und am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften in Europa mit den Drehkreuzen Warschau und Budapest. Im Jahr 2019 beförderte die LOT über 10.000.000 Fluggäste, mehr als doppelt so viele wie vier Jahre zuvor. Sie betreibt eine Flotte von 80 Flugzeugen, darunter 15 Boeing 787 Dreamliner. Die PGL-Gruppe erzielte 2019 einen Umsatz von rund 1,9 Milliarden Euro.

Condor betreibt eine Flotte von über 50 Flugzeugen, die von der Tochtergesellschaft Condor Technik GmbH nach höchsten Sicherheitsstandards an den Standorten Frankfurt und Düsseldorf gewartet werden. Im Geschäftsjahr 2018/19 erwirtschaftete die Condor Flugdienst GmbH einen operativen Gewinn in Höhe von rund 57 Millionen Euro und einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro.

Verkehrsminister sieht Gründe für kleinere Flughäfen

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In einem Spitzengespräch mit dem Flughafenverband ADV machte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer deutlich, dass auch kleinere Flughafenstandorte einen wichtigen Beitrag für das Mobilitätsangebot in Deutschland leisten und für eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse sorgen.

Das Luftverkehrskonzept des Bundesverkehrsministeriums räumt den kleineren Verkehrsflughäfen „einen wichtigen Stellenwert im Flughafensystem Deutschlands“ ein. „Das Bundesverkehrsministerium wird sich weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass diese wichtige Funktion regionaler Flughäfen gestärkt wird“, so Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Kleinere Flughäfen werden noch wichtiger

Für die Anbindung der Regionen an die internationalen Hub-Flughäfen kommt diesen Flughäfen eine bedeutende Rolle zu. Sie sind ein wichtiger Standortfaktor für die Konnektivität einer Region und Attraktivität zur Ansiedlung von Unternehmen sowie zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse.

„Mobilitätsangebote müssen flächendeckend vorhanden sein. Klar ist, dass an den großen deutschen Flughäfen das Passagier- und Frachtaufkommen in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen ist und auch noch weiter steigen wird. Wir brauchen aber auch weiterhin gut aufgestellte kleinere Flughafenstandorte für die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse und für Mobilitätsangebote der Zukunft“, so Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Kleinere Flughäfen gewinnen durch die Entwicklung neuer Mobilitätsformen weiter an Bedeutung. Der zunehmend an seine Grenzen stoßende bodengebundene Verkehr soll durch intelligente Luftverkehrslösungen entlastet werden: Urban Air Mobility. Hierbei geht es in erster Linie um die Verlagerung bestimmter Verkehre auf autonome Flugtaxis. Ziel ist, künftig stauträchtige Innenstadtverbindungen zu umgehen.

Urban Air Mobility: Neue Fluggeräte in Entwicklung

Aktuell werden marktführend von den Unternehmen Volocopter, Lilium und Airbus Prototypen von autonomen und elektrisch betriebenen Luftfahrzeugen entwickelt. Diese Unternehmen engagieren sich für die Entwicklung von Urban Air Mobility. Dazu stehen sie in engem Kontakt mit den Flughafengesellschaften, um eine Anbindung von Flugtaxis an den Flughäfen zu entwickeln.

Ein alternativer Regionalluftverkehr unterstreicht die Wichtigkeit der kleineren Flughäfen in der Fläche und sichert die Konnektivität der Regionen. Eine zusätzlich wichtige Funktion kann diesen Flughäfen als Logistikplattformen für Frachtdienste mit Drohnen zukommen. DHL, UPS, Amazon und andere testen bzw. erproben seit Jahren die Logistik der Zukunft, bei der im Rahmen der Frachttransportkette Paketdrohnen eine wesentliche Bedeutung zukommen kann.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer erklärte, dass zur Sicherstellung der Produktentwicklung von Flugtaxis und autonomen Fliegens der Erhalt von Flughafeninfrastrukturen in den Regionen sichergestellt werden muss. Politisch derzeit leichthin geäußerte Forderungen nach einer Reduzierung der Flughafenvielfalt sind mit Blick auf die Chancen der Entwicklung von Flugtaxis und von Produkten des autonomen Fliegens zurückzuweisen.

Dr. Stefan Schulte, Präsident des Flughafenverbandes ADV dankt dem Minister für sein klares Bekenntnis: „Ich freue mich, dass das BMVI die Sichtweise der deutschen Flughäfen unterstützt und für einen innovativen deutschen Wirtschafts- und Logistikstandort eintritt, in dem sich kleinere und größere Flughafenstandorte sinnvoll ergänzen und im europäischen Wettbewerb behaupten können.“

Mikrobiologie unter Marsbedingungen in Stratosphäre

Bakterien und Pilze gehören zur Natur und auch zum Menschen. Einmal mehr diente ein Stratosphärenballon als Testfeld spätere Experimente im All. „Bakterien werden in der Raumfahrt bereits seit den Apollo-Missionen erforscht. Auch Pilze sind ‚weltraumrelevante Organismen‘. Die Forschung an ihnen steckt allerdings erst in den Anfängen“, sagt Prof. Dr. Ralf Möller, Mikrobiologe am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln.

Astrobiologen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) schickten im September 2019 einen ganzen „Zoo“ aus Mikroorganismen wie Bakterien und Schimmelpilze mit einem Stratosphärenballon der US-amerikanischen Raumfahrtagentur NASA auf eine neunstündige Reise bis 30 Kilometer über der Erde. Dort hat die Erdatmosphäre eine deutlich verminderte Schutzwirkung. Temperatur, Atmosphäre, Strahlung und Druck ähneln eher den Bedingungen auf dem Mars.

Hartes UV zuviel für die Bakterien

Die Proben des MARSBOx-Projekts wurden vom DLR-Team in den vergangenen Wochen analysiert, jetzt liegen die vorläufigen Ergebnisse der Biologieexperimente vor: Bakterien sind zu einem Großteil abgetötet worden. Vor allem die starke UV-Strahlung machte den Bakterien zu schaffen. Nur wenige Staphylokokken, Keime im menschlichen Körper, überlebten die Reise.

Sporen von Schimmelpilzen dagegen haben unter den extremen Bedingungen in der Stratosphäre besser überlebt. Die Zusammenarbeit von Möllerl Team mit dem Ames Research Center der NASA bei dem Stratosphärenflug bot die Chance, einen Probenträger unkompliziert und kostengünstig fliegen zu lassen. Viele der Bakterien und Pilze sind zum ersten Mal in großer Höhe getestet worden.

Pilze: mehr Resistenz und DNA-Reparatur

Dass bestimmte Pilze bei diesen extremen atmosphärischen Bedingungen resistenter sind, erklärt Ralf Möller so: „Schimmelpilze bilden zur Verbreitung Sporen aus, die sehr resistent gegenüber extremen Umweltbedingen wie Trockenheit und Strahlung sind. Außerdem haben Pilze sehr effiziente Schutzmechanismen vor Strahlung wie etwa starke schwarze Pigmentierung und eine effektive DNA-Reparatur.

Viele Bakterien haben zwar ähnliche Eigenschaften, jedoch sind die Schimmelpilzsporen eindeutig resistenter gegenüber den extremen Marsbedingungen als die von uns getesteten Bakterien. Die Ergebnisse zeigen uns, wie wichtig es ist, weiter an Mikroorganismen und insbesondere an Pilzen und ihren Überlebenseigenschaften im Weltraum zu forschen – nicht zuletzt für die Gesundheit der Astronauten auf Langzeitmissionen zu Raumstationen oder später zu Habitaten auf Mond und Mars.“

Mikroorganismen – heikel in der Raumfahrt

Ob äußerlich auf der Haut oder im Organismus, viele Arten sind harmlos oder sogar nützlich. Es gibt aber auch solche, die ernsthafte Erkrankungen auslösen. Auf Raumstationen oder in zukünftigen Reisen zu anderen Planeten stellen sie unsichtbare Gefahren für die Raumfahrerinnen und Raumfahrer dar. Zudem geht es um die sogenannte Planetary Protection: Werden mit Bakterien oder Pilzen besetzte Lander, Rover oder andere Raumfahrzeuge auf Planeten und Himmelskörpern abgesetzt, könnten sie die Oberfläche kontaminieren.

Für das Team des DLR geht die Forschung an Mikroorganismen unter Weltraumbedingungen bald weiter: Bereits im Sommer 2020 sollen Proben für eine große Testkampagne zur Internationalen Raumstation ISS gebracht werden, um Kurz- und Langzeiteffekte bei Schwerelosigkeit zu untersuchen.

Bau am PAD: Flugzeuge am Vorfeld neu positioniert

Am Paderborn-Lippstadt Airport werden derzeit vier Flugzeug-Abfertigungspositionen auf dem Flughafen-Vorfeld grundhaft erneuert. Die Maßnahme stellt nicht nur sicher, dass auch weiterhin die Umweltauflagen für den Betrieb der Fläche eingehalten werden.

Positionierung der Flugzeuge am PAD angepasst

Zugleich wird die auch Positionierung der Flugzeuge angepasst, um die Abfertigungsprozesse weiter zu optimieren. Es handelt sich dabei um die Flächen, auf denen Flugzeuge am PAD parken und abgefertigt werden.

Im Frühjahr 2019 wurden bereits in einem ersten Bauabschnitt die Abscheider für das Niederschlagswasser erneuert. Darauf aufbauend werden nun die Abfertigungsflächen des aktuellen Bauabschnitts ausgeführt. Darin enthalten sind die Herstellung der neuen Vorfeldfläche aus Beton, neue Entwässerungsleitungen sowie Leerrohr-, Kabel- und Markierungsarbeiten.

Weniger LKW-Verkehr – Flugbetrieb bleibt

Durch ein intelligentes Bodenmanagement sowie einer Baustoffverwertung vor Ort wird ein wesentlicher Umfang von LKW-Transporten eingespart. So wird unnötiger Fahrzeuglärm und Energieverbrauch vermieden. Nach derzeitiger Planung sollen die Arbeiten im April dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Baumaßnahme ist Teil eines Investitionsprogramms, bei dem neben der Sanierung von Flughafenflächen vor allem technische Ausrüstungen und Anlagen modernisiert werden. Dies geschieht, um auch langfristig die geforderten Standards zu erfüllen. Einschränkungen auf den reinen Flugbetrieb gibt es nicht. Für die Fluggäste am PAD wurde übergangsweise ein Bustransfer eingerichtet, der sie vom Terminal zu den Flugzeugen bringt.

Point Merge hat am Flughafen Leipzig/Halle ausgedient

Die Deutsche Flugsicherung DFS hat neue Anflugverfahren für den internationalen Verkehrsflughafen Leipzig/Halle erarbeitet, die zum 30. Januar 2020 eingeführt wurden. Dies ist notwendig, um auch in Zukunft das Verkehrswachstum am zweitgrößten Cargo-Flughafen Deutschlands bewältigen zu können.

Der Verkehr am Flughafen Leipzig/Halle ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. 2019 wurden mehr als 75.000 Starts und Landungen gezählt, fast 30 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Hauptgrund dafür ist der Frachtverkehr: Das Logistikunternehmen DHL hat am Flughafen Leipzig/Halle sein Frachtdrehkreuz für Europa aufgebaut, andere Cargo-Airlines sind ebenfalls in Leipzig aktiv. Für die nächsten Jahre plant DHL weiteres Kapazitätswachstum: Die Zahl von derzeit rund 65 Starts und Landungen in der Nacht soll weiter erhöht werden.

Point Merge Anflüge ausgereizt

Dieser Anstieg lässt sich mit dem bislang in Leipzig genutzten Anflugverfahren Point Merge nicht bewältigen: Bei Point Merge ist das Kapazitätslimit bereits heute erreicht. Deshalb hat die DFS neue Anflugverfahren für den Flughafen Leipzig/Halle erarbeitet, die zum 30. Januar eingeführt wurden. Im Unterschied zu Point Merge machen es diese Verfahren möglich, bei hohem Verkehrsaufkommen die beiden parallel verlaufenden Pisten grundsätzlich unabhängig voneinander zu nutzen – Potenzial für das weitere Verkehrswachstum, das am Flughafen Leipzig/Halle erwartet wird. Die von der DFS geplanten Anflugverfahren für den Flughafen Leipzig/Halle wurden zum 30. Januar 2020 vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) erlassen und veröffentlicht.

Abflug über Autobahn

Die Nutzung beider Pisten ist vor allem in den besonders verkehrsreichen Nachtstunden notwendig. Mit der Einführung des Parallelbahnbetriebs für Anflüge kommt die DFS auch den Empfehlungen für eine gleichmäßigere Nutzung der beiden Pisten nach. Die neuen Anflugverfahren für beide Betriebsrichtungen sind so konzipiert, dass die Belastung der Anwohner durch Fluglärm so weit wie möglich minimiert wird. Mit den Verfahren folgt die DFS einem Vorschlag der Fluglärmkommission. Auf Wunsch dieses Gremiums hatte die DFS die favorisierte Variante noch einmal modifiziert und Teile der Abflugstrecke in südlicher Richtung über die dort verlaufende Autobahn A 38 verschoben.

Luftwaffe lädt zur militärhistorischen Tagung in Berlin

Das Kommando Luftwaffe gibt einen Ausblick auf die 7. Militärhistorische Tagung der Luftwaffe. Im März wird die Tagung in Berlin abgehalten und diskutiert dabei auch hochmoderne Angelegenheiten von Militärtechnologie und internationaler Sicherheitslage. Die Luftwaffe will auch die interessierte Öffentlichkeit zur Tagung einladen.

Die 7. Militärhistorische Tagung der Luftwaffe 2020 findet vom 17.03. bis 18.03.2020 im H 4/H 2 Hotel in Berlin statt. Neben historischen Betrachtungen geht es auch um die gegenwärtige Lage sowie Entwicklungen in der Zukunft.

INF, NATO, Nukleare Teilhabe

Inhaltlicher sollen durch mehrere Referenten Aspekte der Nuklearen Teilhabe sowie autonom fliegende Waffensysteme einen Schwerpunkt der Tagung bilden. Punkte aus dem Programm sind etwa „Funktion der nuklearen Abschreckung in der NATO“, mit Brigadegeneral Marcus Ellermann (NATO DNV AL 2), „Entwicklung und Auswirkungen des INF-Vertrages“ Jun.-Prof. Dr. Andreas Lusch (Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung Berlin, Fachbereich Nachrichtendienste) und zu Kampfdrohnen der „Einsatz von teilautonomen Systemen durch none state actors / state actors“ von Oberstleutnant Dr. Markus Reisner (Theresianische Militärakademie Wien). Unbemannte Systeme werden aber nicht nur auf ihre Möglichkeiten und Risiken, sondern auch auf ihre ethischen Dimensionen hin untersucht. Hierzu spricht der Evangelische Militärbischof Dr. Sigurd Rink.

Tagung der Luftwaffe: Anmeldung für jedermann

Als Referenten für die Militärhistorische Tagung der Luftwaffe haben sich auch Mitglied des Deutschen Bundestages Dr. Tobias Lindner sowie als Moderator einer Podiumsdiskussion der Journalist Thomas Wiegold angekündigt.

Dort gibt es auch Möglichkeiten zur Anmeldung für eine Unterkunft. An der 7. Militärhistorischen Tagung der Luftwaffe können alle Angehörigen des MilOrgBer Lw, interessierte Angehörige des BMVg sowie anderer OrgBer, Reservisten und ehemalige Angehörige der Luftwaffe, aber auch einfach interessierte Personen teilnehmen.

Leipzig/Halle und Dresden spüren Effekte auf Jahreszahlen

Während der Flughafen Leipzig/Halle mit dem zweithöchsten Passagieraufkommen seiner Geschichte sowie einem neuen Frachtrekord positive Zahlen schreiben konnte, machte sich am Flughafen Dresden das Aus des Ferienfliegers Germania bemerkbar.

Rund 4,2 Mio. Fluggäste starteten und landeten 2019 auf den beiden mitteldeutschen Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle. Insgesamt lag das Passagieraufkommen an den Mitteldeutschen Flughäfen wegen des Germania-Effekts 2,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Flugbewegungen an beiden Airports ging um 1,8 Prozent auf 107.563 Starts und Landungen zurück. Der Frachtumschlag am Flughafen Leipzig/Halle stieg entgegen des bundesweiten Trends zum fünfzehnten Mal in Folge und wuchs auf rund 1,24 Millionen Tonnen an.

Flughafen Leipzig/Halle: Rekordwert beim Frachtumschlag

Der Flughafen Leipzig/Halle verzeichnete im vergangenen Jahr mit 2.618.772 Fluggästen das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte. Das Aufkommen lag 1,9 Prozent über dem Vorjahr. Getragen wurde das Wachstum von der Entwicklung im Touristikverkehr. Besonders positiv entwickelte sich die Nachfrage zu Zielen in Tunesien, Spanien und der Türkei. Außerdem trugen neue Flugangebote zum Wachstum bei, beispielsweise die zwei Mal wöchentlich angebotene Verbindung von Wizz Air nach Kiew (Kyjiw).

Mit 78.980 Starts und Landungen lag die Zahl der Flugbewegungen am Flughafen Leipzig/Halle nahezu auf Vorjahresniveau (- 0,3 Prozent). Das Luftfrachtaufkommen am Leipzig/Halle Airport, Europas fünftgrößtem Frachtdrehkreuz, erhöhte sich 2019 zum 15. Mal in Folge auf 1.238.343 Tonnen, was einem Zuwachs von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Flughafen Dresden

Am Flughafen Dresden lag das Passagieraufkommen mit 1.598.784 Fluggästen 9,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang ergibt sich aus der Insolvenz der Germania, mit der 2018 noch jeder fünfte Fluggast in Dresden geflogen war. Mit Fluggesellschaften wie Sundair, Corendon Airlines und Lauda konnte die Angebotslücke zu beliebten Urlaubszielen schnell geschlossen werden.

Bei Palma de Mallorca, Hurghada und den griechischen Inseln lagen die Passagierzahlen über dem Vorjahresniveau. Außerdem verzeichneten die Linien- und Low-Cost-Verbindungen 2019 deutliche Passagierzuwächse. Die Zahl der Flugbewegungen in Dresden lag mit 28.583 Starts und Landungen 5,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

DFS Deutsche Flugsicherung: Dirk Mahns wird neuer COO

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) organisiert ihre Geschäftsführung für den operativen und technischen Bereich neu. Das hat der DFS-Aufsichtsrat am 21. Januar 2020 einstimmig beschlossen.

Dirk Mahns übernimmt zum 01. Februar 2020 die Aufgaben des Chief Operating Officer (COO) der DFS. Er löst damit Robert Schickling als Geschäftsführer für den operativen Betrieb ab, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch Ende Januar 2020 verlässt.

Komplettiert wird die Unternehmensführung durch Friedrich-Wilhelm Menge. Bereits im Dezember hatte der Aufsichtsrat entschieden, die Geschäftsführung zu erweitern und ihn zum 01. März 2020 in die neugeschaffene Position des Chief Technical Officer (CTO) in die DFS-Geschäftsführung zu berufen.

Aufgliederung in der DFS

Mit der Erweiterung der Geschäftsführung ist die Führungsstruktur der DFS ab März in vier funktionale Bereiche gegliedert. Die Geschäftsverteilung und Aufgaben des Geschäftsführungsbereichs für Verwaltung, Strategie, Finanzen, Recht, Regulierung und Kommunikation unter der Leitung von Prof. Klaus-Dieter Scheurle sowie der Personalbereich von Dr. Michael Hann bleiben unverändert.

Die Managementverantwortung und die Aufgaben des ehemaligen Bereichs Betrieb werden geteilt. Als neuer COO verantwortet Dirk Mahns als Geschäftsführer Betrieb die Entscheidungen über das operative Geschäft in den Bereichen Flugverkehrsdienste, Luftraummanagement und Flugberatungsdienst. Er wird sich künftig verstärkt auf die strategische Weiterentwicklung der Kapazitätsplanung und betriebliche Aus- und Weiterbildung für das operative Flugsicherungspersonal konzentrieren sowie auf das Produkt- und Projektmanagement für Flugsicherungssysteme.

Mahns: Elektrotechniker und Militärischer Fluglotse

Nach einer Ausbildung zum militärischen Fluglotsen in Kaufbeuren und einem Studium an der Universität der Bundeswehr München mit Abschluss als Diplom-Ingenieur Elektrotechnik startete Dirk Mahns seine Karriere zunächst als Fluglotse und Projekt-Manager bei Eurocontrol in Maastricht. Bereits seit 20 Jahren ist er bei der DFS tätig – unter anderem als Leiter der Kontrollzentrale Langen. In der Folge verantwortete er als Geschäftsführer der DFS-Tochtergesellschaften The Tower Company und DFS Aviation Services das Drittgeschäft der Deutschen Flugsicherung. Seit Anfang 2019 war er Leiter aller Kontrollzentralen der DFS.

Menge: Informatiker in Verkehrsbetrieb

Friedrich-Wilhelm Menge trägt in der neuen Funktion als CTO die Verantwortung auf Geschäftsführungsebene für Forschung und Entwicklung und das IT-Architekturmanagement sowie für Kommunikations-, Navigations- und Überwachungsdienste. Darüber hinaus verantwortet er das Produktmanagement dieser Systeme sowie das System-Management für technische Systeme, die Entwicklung von Softwareprodukten, die betriebswirtschaftliche und administrative Informationstechnik, das Facility Management und die Logistik.

Der Diplom-Informatiker Friedrich-Wilhelm Menge kommt von den Berliner Verkehrsbetrieben. Er begann seine berufliche Laufbahn 1993 in der Mobilfunksparte des Mannesmann-Konzerns und bringt insgesamt 25 Jahre operative und administrative Erfahrung in unterschiedlichen Aufgaben bei diversen Unternehmen in den Bereichen IT-Services, Telekommunikation sowie Mobilitätsdienstleistung mit, davon 20 Jahre in verantwortlichen Positionen. Zuletzt war er als Chief Information Officer der Berliner Verkehrsbetriebe verantwortlich für die gesamte Informationstechnologie des Unternehmens.

„Dr. Hann und ich sind überzeugt, dass wir mit Dirk Mahns und Friedrich-Wilhelm Menge die Geschäftsführung mit fachlich versierten und kompetenten Persönlichkeiten verstärken. Beide bringen ein breites Erfahrungsspektrum mit und stehen für Kontinuität und Fortschritt. Sie werden die Leistungsfähigkeit der DFS-Unternehmensgruppe weiterentwickeln sowie die notwendige Modernisierung und Automation der administrativen und operativen Prozesse vorantreiben. Wir freuen uns auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Robert Schickling danken wir für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen sieben Jahren als Geschäftsführer der DFS“, sagt DFS-CEO Prof. Klaus Dieter Scheurle.

Erstflug des neuen Osprey CMV-22B bei Bell

Erstflug für den neuen Kipprotor Osprey CMV-22B. Boeing und Bell haben das erste Flugzeug der erneuerten Version bei Bell im Amarillo Assembly Center damit startklar.

Beim US-Marine Corps und der US-Air Force im Einsatz

Der CMV-22B Osprey ist eine Weiterentwicklung der MV-22 und CV-22, welche beim US-Marine Corps und der US-Air Force im Einsatz sind. Die neuen CMV-22B Osprey sollen bei der Navy die C-2A Greyhound ersetzen. Deren Aufgabe bestand insbesondere im Transport von Personal, Post, Versorgungsgütern und Expressfracht von landgestützten Posten zu den Flugzeugträgern auf dem Meer.

Ersatzteile für Jets auf Flugzeugträger

Bell und Boeing haben den „Fischadler“ genannten, markanten CMV-22B Osprey für die Navy insbesondere wegen der größeren Reichweite von 1.150 Seemeilen und Frachtkapazität entwickelt. So kann die Maschine zwischen Flugzeug und Hubschrauber auch größere Teile des Triebwerks für den neuen Kampfjet F-35 transportieren. Dies erhöht die Einsatzbereitschaft der Flotte auf den Flugzeugträgern. Die erste CMV-22B Osprey soll noch in diesem Halbjahr an das für Flugtests zuständige Geschwader, Air Test and Evaluation Squadron (HX) 21, ausgeliefert werden.

München bleibt nachgefragtestes Ziel ab Hamburg Airport

Im vergangenen Jahr zog es die meisten Passagiere des Hamburger Flughafens in die bayerische Landeshauptstadt München. Damit bildet München wie im vergangenen Jahr unverändert Platz 1 der nachgefragtesten Ziele ab Hamburg Airport.

München auf Platz 1

Auf den Plätzen 2 und 3 der Top Ten Ziele des Vorjahres befinden sich ebenfalls wie im letzten Jahr Frankfurt am Main und London. Die Reihenfolge ergibt sich nach der Gesamtzahl der Passagiere (abfliegend und ankommend), inklusive am Zielflughafen umsteigender Fluggäste. Das unangefochten beliebteste Badeziel der norddeutschen Passagiere ist Mallorca – die Inselhauptstadt Palma de Mallorca wurde am vierthäufigsten ab Hamburg Airport angeflogen. Mit Stuttgart belegt ein ebenfalls süddeutscher Flughafen den fünften Platz im Ranking.

Top Ten Ziele 2019 ab Hamburg Airport

  1. München (2018: München)
  2. Frankfurt a. M. (2018: Frankfurt a. M.)
  3. London (2018: London)
  4. Palma de Mallorca (2018: Palma de Mallorca)
  5. Stuttgart (2018: Zürich)
  6. Wien (2018: Stuttgart)
  7. Zürich (2018: Wien)
  8. Düsseldorf (2018: Istanbul)
  9. Antalya (2018: Düsseldorf)
  10. Amsterdam (2018: Amsterdam)

Insgesamt flogen im Jahr 2019 rund 70 Airlines ab Hamburg Airport zu ca. 130 nationalen und internationalen Zielen, über 1.000 Ziele auf der ganzen Welt konnten mit nur einmal Umsteigen erreicht werden.

H145 für militärische Pilotenschule in Großbritannien

Bei den britischen Militärpiloten fliegen schon 29 H135 und drei H145, die dort Juno und Jupiter genannt werden. Die neuen Hubschrauber sollen noch in diesem Jahr an die UKMFTS geliefert werden.

H145 für die militärische Flugschule UKMFTS

Airbus Helicopters liefert vier weitere H145 für die militärische Flugschule UKMFTS (UK Military Flight Training System) ins vereinigte Königreich. Die Hubschrauber werden von Ascent Flight Training Management Ltd betrieben, und hauptsächlich bei der Royal Air Force in Shawbury und Valley für das Verteidigungsministerium betrieben.

In Hubschrauberschule bewährt

Auf den H145 sollen sowohl Piloten wie auch nachgeschaltetes Personal geschult werden. Beide, Juno und Jupiter haben bereits Absolventen hervorgebracht. Airbus Helicopters zählt bei der Hubschrauberfamilie H145 über 5,5 Mio. Flugstunden zusammen, bei einer weltweiten Flotte von mehr als 1.300 Einheiten.

Boeing 737 MAX fliegt wohl nicht vor Mitte des Jahres

Flugzeugbauer Boeing erwartet die Wiederzulassung des Unglücksfliegers 737 MAX nicht vor Mitte des Jahres. Wie das US-Luftfahrtunternehmen mitteilte, sei dies eine Einschätzung, die auf die Erfahrung regulatorischer Abläufe beruhe.

Boeing hatte im Herbst noch mit einer Flugerlaubnis des neuen Flugzeuges bis Jahresende gerechnet. Derlei suggestiv wirkende Verlautbarungen kamen allerdings bei der ebenfalls in Kritik stehenden Behörde FAA nicht gut an. Nach Stand des Wissens waren sowohl bei der Programmierung der fehlerhaften Flugsteuerungssoftware MCAS, bei der internen Prüfung des Flugzeugs, dem (nicht-)Informieren der Airlines und Piloten sowie in der Zulassungsbehörde selbst unzulässige Praktiken mitverantwortlich, dass zwei nagelneue Maschinen mit insgesamt 346 Menschen an Bord abstürzten.

Verzögerung für gesamte Luftfahrtbranche

Boeing stellte an den Anfang der neuesten Mitteilung den Hinweis, dass es alleine den Behörden weltweit obliegt, die neue Zulassung zu erteilen. Man wolle jedoch Airlines und Luftfahrtbetreibern eine Einschätzung geben, mit welchem Zeitraum sie noch ohne die 737 MAX planen müssen. Da die Luftfahrt an sich weltweit boomt trifft das Grounding eines modernen Musters samt Produktionsstopp die Airlines hart.

Neue Routen können nicht bedient werden, und Airlines, die auf die 737 MAX setzen, müssen umdisponieren, wie zum Beispiel Ryanair. Glücklich kann sich dagegen Lufthansa schätzen, auf Airbus gesetzt zu haben. Sie hatte ihre letzte 737 ohnehin vor drei Jahren ausgeflottet. Wann die 737 MAX wieder fliegen darf, hängt neben der mittlerweile korrigierten Software MCAS zudem vom Schulungskatalog für Piloten ab, das ebenfalls zugelassen werden muss.

Coronavirus: Flughäfen in Deutschland sind gewappnet

An deutschen Flughäfen stehen die erforderlichen medizinischen Kapazitäten für einen Ernstfall mit dem Coronavirus bereit. Grundlage für die Weiterentwicklung von Notfallplänen sind Erkenntnisse und Vorschriften der Weltgesundheitsorganisation.

Die Entwicklung und Verbreitung der neuartigen Lungenkrankheit aus China – das Coronavirus – wird auch in Deutschland mit höchster Aufmerksamkeit beobachtet. Die Situation einer möglichen Einschleppungsgefahr hierzulande wird durch die zuständigen Behörden fortlaufend neu bewertet. An den deutschen Flughäfen gibt es für den Ernstfall detaillierte Notfallpläne mit klaren Prozessabläufen, wie der Flughafenverband ADV erläutert.

Derzeit noch keine Reisebeschränkungen

Für die derzeitige Lungenkrankheit aus China wurden von der WHO, dem Auswärtigen Amt oder dem Robert-Koch-Institut als zuständige Organe bislang keine Reisebeschränkungen erlassen. Die deutschen Flughäfen sind für den Umgang mit Verdachtsfällen des Coronavirus vorbereitet und stehen mit den zuständigen Behörden in engem Kontakt.

Die Internationalen Gesundheitsvorschriften der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sehen für Deutschland fünf Flughäfen vor, die zum Schutz der öffentlichen Gesundheit so genannte Kernkapazitäten vorhalten müssen. Im Falle der Ankunft eines Passagierflugzeuges, das einen Verdachtsfall an Bord hat, würde die betreffende Maschine zu einem dieser Flughäfen umgeleitet. In Deutschland zählen dazu Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München und Berlin.

Coronavirus: Zuständigkeit der Länder – Lehren aus SARS

Grundsätzlich sind die Gesundheitsbehörden der jeweiligen Bundesländer zuständig für die Umsetzung der Maßnahmen. Notfallpläne für den Umgang mit gefährlichen Infektionen auf deutschen Flughäfen existieren seit Jahren und haben sich in der Vergangenheit bewährt. „Dass die Prozessketten zuverlässig funktionieren, haben die Flughäfen bewiesen – so etwa 2003 bei SARS, 2006 bei einem Fall von Lassafieber oder 2009 im Zuge der Ausbreitung der Schweinegrippe“, erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Lufthansa und eDreams ODIGEO: Partner im NDC Program

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eDreams ODIGEO, Europas größtes Online-Reiseunternehmen und einer der größten europäischen E-Commerce-Anbieter und die Lufthansa Group haben eine neue Vertriebspartnerschaft auf Basis der New Distribution Capability (NDC) der IATA unterzeichnet. Lufthansa will Reisekunden damit ein modernes Buchungserlebnis ermöglichen.

Die strategische Vereinbarung betrifft alle vier führenden Reisebüro-Marken von eDreams ODIGEO (eDreams, Opodo, Travellink und GO Voyages) weltweit sowie die Lufthansa Group Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines.

Mit dem Beitritt von eDreams ODIGEO zum „NDC Partner Program“ der Lufthansa Group Airlines haben Reisende Zugriff auf die „NDC Smart Offer“, die besten Tarife und exklusiven Zusatzleistungen der Fluggesellschaften des Lufthansa Konzerns. Alle 18 Millionen Kunden von eDreams ODIGEO profitieren ab sofort auf 261 Buchungsplattformen von einem verbesserten Einkaufserlebnis. Zusätzlich haben eDreams ODIGEO und die Lufthansa Group eine bevorzugte Partnerschaft für gemeinsame Innovationsinitiativen vereinbart.

Impulse für Buchung und E-Commerce

„Als Europas größtes Online-Reiseunternehmen sind wir bestrebt, unser Produkt- und Serviceangebot ständig zu verbessern, um ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit zu gewährleisten“, sagt Pablo Caspers, Chief Air Supply & Advertising Officer, eDreams ODIGEO. „Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit einer der weltweit führenden Airline-Gruppen zu stärken, da unsere gemeinsamen Kunden dadurch noch bessere Produkte und Dienstleistungen genießen können. Außerdem werden wir durch die Zusammenarbeit Innovationen und Technologie in der Reise- und E-Commerce-Branche fördern, von denen letztendlich Millionen von Verbrauchern weltweit Nutzen ziehen.“

„Wir arbeiten kontinuierlich daran, unseren Kunden ein erstklassiges Reiseerlebnis mit qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen zu bieten“, betont Thomas Eggert, Senior Director Global & Strategic Corporate Accounts, Lufthansa Group. „Durch diese strategische Vereinbarung mit einem der weltweit größten Online-Reiseunternehmen werden noch mehr Fluggäste von unseren NDC Smart Offers profitieren können. Wir freuen uns, mit eDreams ODIGEO zusammenzuarbeiten, um die Zukunft des Reisens innovativ mitzugestalten.“

DAT fliegt innerdeutsch von Berlin nach Saarbrücken

Saarbrücken hat sowohl für Kultur- als auch für Naturfans vieles zu bieten. Zudem sind über Saarbrücken auch Ziele in Frankreich und Luxemburg schnell zu erreichen.

Danish Air Transport (DAT) fliegt von Berlin-Tegel zum Flughafen Saarbrücken

Die Fluggesellschaft Danish Air Transport (DAT) fliegt neu von Berlin-Tegel zum Flughafen Saarbrücken (SCN), geflogen wird mit einem Flugzeug vom Typ ATR 72-600, das 72 Passagieren Platz bietet. Montags bis freitags geht es ab sofort dreimal täglich in die saarländische Landeshauptstadt, samstags einmal und sonntags zweimal pro Tag.

Die Verbindung ist insbesondere für Geschäftsreisende in Richtung Berlin interessant, jedoch auch für Reisende aus der Hauptstadtregion. DAT hat die Strecke zu Jahresbeginn nahtlos von Luxair übernommen. Die Flugzeit beträgt eine Stunde und vierzig Minuten.

DATs erste Verbindung in Deutschland

Patrick Muller, Leiter Operations der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Willkommen in Berlin! Wir freuen uns, mit DAT eine Airline gefunden zu haben, die die Kontinuität der Verbindung Berlin-Saarbrücken sicherstellt und wünschen alles Gute in Berlin.“

Jesper Rungholm, Geschäftsführer Danish Air Transport: „Wir freuen uns sehr, dass wir neben unseren Routen in Dänemark, Norwegen, Schottland und Italien nun erstmals auch eine Verbindung in Deutschland anbieten können. Auch auf der Strecke Saarbrücken – Berlin steht DAT als echtes europäisches Unternehmen für Kompetenz im Fliegen, höchste Sicherheitsstandards sowie großes Servicebewusstsein gegenüber unseren Passagieren.“

Flughafen Basel-Mulhouse: Neues Hoch am EuroAirport

Die Passagierzahlen am EuroAirport erreichten im Vorjahr mit 9.090.312 Reisenden ein neues Hoch. In den letzten vier Monaten schwächte sich das Wachstum am Flughafen Basel-Mulhouse im Vergleich zur Vorjahresperiode ab. Speziell die Expressfracht als wichtiges Dienstleistungsfeld für die Regionalwirtschaft wuchs im abgeschlossenen Jahr ebenfalls.

Frachtverkehr rückläufig

Der Frachtverkehr entwickelte sich dagegen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt rückläufig. 2019 entwickelt sich das Frachtgeschäft mit insgesamt 106.075 Tonnen rückläufig (-3,7 Prozent). Das Vollfrachtgeschäft ging um 14 Prozent auf 13.518 Tonnen zurück. Beim Luftfrachtersatzverkehr wurde 44.530 Tonnen (-5,9 Prozent) verzeichnet. Die Expressfracht stieg um zwei Prozent auf 48.027 Tonnen an.

Die Anzahl Flugbewegungen (Starts und Landungen) am Flughafen Basel-Mulhouse beim gewerblichen Passagier- und Frachtverkehr (Linien- und Charterflüge) stieg um 3,4 Prozent und entsprach mit 81.533 Bewegungen gut 82 Prozent der gesamten Flugbewegungen von total 99.313 (+2,1 Prozent).

Luftfahrt in Klimadiskussion

Die Diskussionen zur Verringerung der Klimaauswirkung des Luftverkehrs haben 2019 europaweit und auch für den EuroAirport an Bedeutung gewonnen. Das Thema wurde insbesondere in der im Juni 2019 vom Verwaltungsrat verabschiedeten Strategie 2030 des EuroAirport aufgenommen. Der Flughafen Basel-Mulhouse hat den strategischen Auftrag, die Luftverkehrs-Anbindung der trinationalen Region an die wichtigen europäischen Zentren – unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsgrundsätze – sicherzustellen. Die Nachfrage nach effizienten Flugverbindungen ist in der trinationalen Region nach wie vor hoch.

Die Herausforderung lautet: Die Balance finden zwischen dem wirtschaftlichen Anspruch der Region, den Schutzbedürfnissen der Flughafen-Anrainer und einer umweltbewussten Bevölkerung sowie der sozialen Verantwortung als einer der grössten Arbeitgeber in der trinationalen Region gerecht zu werden. Das Austarieren der ökonomischen, der sozialen und der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit bildet die Handlungsmaxime für alle Aktivitäten am EuroAirport. Als strategische Handlungsfelder definierte der Flughafen die Bereiche Kundenorientierung, Nachhaltigkeit und Umwelt, „Safety und Security“ sowie die französisch-schweizerische Zusammenarbeit.

„Top Efficiency Excellence Award“

Im Juli 2019 wurde der EuroAirport von unabhängigen Experten der Air Transport Research Society (ATRS) als effizientester europäischer Flughafen bis 15 Millionen. Passagiere im 2019 ausgezeichnet. Der Award zeigt, dass der Flughafen sich in einem internationalen Wettbewerbsumfeld behaupten kann. Schwergewichtig erfolgten 2019 Kapazitätsanpassungen und Modernisierungen im Ankunftsbereich, die Erhöhung der Anzahl der Passkontrollstellen beim Abflug und bei der Ankunft sowie die Verbesserung der Parkplatzsituation.

Mit erstmals 9,1 Millionen Reisenden verzeichnete der Flughafen rund sechs Prozent mehr Passagiere (2018: 8,6 Millionen). Die Zunahme liegt auf dem Niveau der Wachstumszahlen von europäischen Flughäfen vergleichbarer Größe. Die Zahl der kommerziellen Flugbewegungen (Starts und Landungen von Passagier- und Frachtflügen inkl. Charter) stieg um 3,4 Prozent auf 81.533.

Expressfracht – Standbein des EuroAirport

Die Expressfracht, ein wichtiges Standbein des EuroAirport, wuchs 2019 erneut, zwei Prozent mehr Express-Güter aus der Region und für die Region wurden in Basel-Mulhouse abgefertigt. Mit minus 14 Prozent zeigte sich dagegen das Vollfrachtgeschäft rückläufig. Der Anteil des Luftfracht-Ersatzverkehrs per Lastwagen sank ebenfalls (minus 5,9 Prozent). Insgesamt reduzierte sich das Frachtgeschäft um minus 3,7 Prozent auf 106.075 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt der EuroAirport im Trend, der Rückgang des Frachtverkehrs kann europaweit beobachtet werden.

Im dritten strategischen Geschäftsbereich, der Industrie, erfolgte 2019 der Baubeginn des fünften Hangars der AMAC Aerospace. Dieser wird voraussichtlich 2020 fertiggestellt. Die Industrie trägt mit über 2.000 Mitarbeitenden massgeblich zur regionalen Wertschöpfung des Flughafenstandorts bei. Für 2020 rechnet der EuroAirport mit einer Stabilisierung der Passagier- und Frachtzahlen auf dem Niveau von 2019.

Herausforderung Lärmschutz

Mit Blick auf den Fluglärm zwischen 23:00 und 24:00 Uhr, in welcher der Luftverkehr die Lebensqualität der Anwohner am stärksten stört, konnten die im Frühjahr 2018 gesetzten Ziele mit Maßnahmen in eigener Kompetenz bisher nicht erreicht werden. Die Flughafenleitung hat deshalb entschieden, zusammen mit den Behörden weitergehende Schritte einzuleiten, um den Lärm in der zweiten Nachtstunde deutlich zu reduzieren. Dies erfolgt im Rahmen des gesetzlich vorgegebenen Verfahrens des ausgewogenen Ansatzes (sog. „approche équilibrée“) gemäß der EU-Verordnung 598/2014.

Im September 2019 begannen im Auftrag der Luftfahrtbehörden zwei unabhängige Beratungsfirmen mit den Vorarbeiten. Dabei werden mehr als 90 Flughafenpartner angehört, darunter Vertreter von Gemeinden, Kantonen, Fluggesellschaften und Anwohnerverbänden. Die letzten Interviews werden bis Ende Januar 2020 abgeschlossen sein. Der Verwaltungsrat des EuroAirport wird gestützt darauf den französischen Luftfahrtbehörden im Frühling 2020 verstärkte Lärmschutzmaßnahmen beantragen.

Begrenzende Lärmkurve geplant

Langfristig soll als Voraussetzung für die weitere Entwicklung des EuroAirport eine sogenannte begrenzende Lärmkurve definiert werden. Sie sieht eine Begrenzung des maximal zulässigen Lärms vor, der auch bei Ausbau- und Optimierungsmaßnahmen nicht überschritten werden darf. Auf Anstoß des Flughafens wird die im französischen Lärmvorsorgeplan PPBE ursprünglich für 2022 vorgesehene Maßnahme vorgezogen. Die entsprechenden Arbeiten haben bereits begonnen, so dass bald möglichst Planungssicherheit bezüglich der zukünftigen Lärmentwicklung besteht.

In Bezug auf den eigenen CO2-Fussabdruck verfolgt der EuroAirport einen Aktionsplan mit dem Ziel, die eigenen CO2-Emissionen pro Verkehrseinheit (ein Passagier bzw. 100 kg Fracht) bis 2022 um 20 Prozent gegenüber 2015 zu senken. Im Rahmen des Airport Carbon Accreditation-Zertifizierungssystems analysiert der EuroAirport kontinuierlich seine Möglichkeiten zur weiteren CO2-Reduktion und optimiert die eigenen Betriebsabläufe.

„Safety & Security“: Laufende Weiterentwicklung

Zu den strategischen Handlungsfeldern des EuroAirport gehört auch die stetige Verbesserung der Sicherheitsabläufe. Um die Wartezeiten für Passagiere bei der Passkontrolle sowohl beim Abflug als auch bei der Ankunft zu verringern, hat der Flughafen 2019 zusätzliche Kontrollstellen für die Polizei und das Grenzwachtkorps erstellt. In der Halle 1 auf der französischen Seite wurden zudem die Kapazitäten bei der Sicherheitskontrolle erweitert. Ende Jahr wurden die ersten Anlagen zur automatischen Passkontrolle installiert.

Französisch-schweizerischer Airport

2019 haben Vertreter Frankreichs und der Schweiz gemeinsam das 70-jährige Jubiläum des Staatsvertrags gefeiert, welcher bis heute die Grundlage des ersten und einzigen binationalen Flughafens der Welt bildet. Unerlässlich für diese Erfolgsgeschichte ist auch die enge Einbindung der deutschen Partner. Mehrere zentrale Zukunftsprojekte verkörpern diesen grenzüberschreitenden Charakter des EuroAirport als Tor zur gesamten trinationalen Region.

So verbindet zum Beispiel der geplante Bahnanschluss des EuroAirport die grenzüberschreitenden französischen TER- und schweizerischen S-Bahnnetze. Nach der Inbetriebnahme wird die neue Direktverbindung zwischen Frankreich und der Schweiz den täglichen Verkehr substanziell erleichtern und insbesondere zu einer markanten Verlagerung des Straßenverkehrs auf die Schiene führen. In einem zweiten Schritt, nach der Inbetriebnahme des sogenannten „Herzstücks“ in Basel, wird der Flughafen auch von Deutschland her direkt angebunden sein.

Anteil des Öffentlichen Verkehrs

Die Bahnanbindung des Flughafens Basel-Mulhouse wird somit die Qualität der Erreichbarkeit deutlich verbessern und den Anteil des Öffentlichen Verkehrs steigern. Die Planungsarbeiten werden 2020 fortgesetzt. Nach den erforderlichen Anhörungen sowie der behördlichen Genehmigung des Projektes sind die Bauarbeiten für den Zeitraum zwischen 2024 und 2028 geplant.

Airbus will A321neo auch in Frankreich bauen

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Airbus hat in einer strategischen Entscheidung beschlossen, das Muster A321neo künftig auch in Toulouse zu bauen.

Airbus ist als Flugzeugbauer weltweit aufgestellt und hat Endmontagelinien für die Flugzeuge der A320-Familie, die mit Abstand am häufigsten verkauft wird, von den USA, in Europa und auch in China. In Europa spielt dabei das Werk in Hamburg-Finkenwerder die Schlüsselrolle. Großraumjets werden hauptsächlich in Frankreich gebaut. Nun soll auch eine A320-Montagelinie in Toulouse entstehen.

Bis Mitte 2022 soll die Einheit Lagardère in Toulouse, wo derzeit noch der Riesenjumbo A380 gebaut wird und dessen Ende besiegelt ist, für die A321 verwendet werden. Zunächst sollen dort eine digitale Linie errichtet werden, mit der die A320-Produktion auf den modernsten Stand gebracht werden soll.

Airbus muss Produktion ausweiten

Airbus verbucht eine enorme Nachfrage nach seinen Flugzeugen. Die A321neo hat dazu einige Modifikationen erfahren, sodass dieses Flugzeug als LR (Long Range) und XLR (eXtra Long Range) erhältlich ist und im Markt eine Alleinstellung einnimmt. Die A321XLR soll es ab 2023 dann auf eine Reichweite von 4.700 Nautischen Meilen bringen.

Flugverbot der Boeing 737 MAX pusht Airbus

Nicht zuletzt durch das weltweite Flugverbot der Konkurrenz-Maschinen Boeing 737 MAX erhält Airbus einen immer größeren Anteil an Bestellungen. Über 7.000 A320neo sind laut Airbus bereits verkauft. A321 wurden bisher von Airbus nur in Hamburg und in Mobile in den USA gebaut.

Flughafen Wien Passagierrekord: Slots werden knapp

Die Flughafen-Wien-Gruppe (inklusive der Beteiligungen Malta und Kosice) verzeichnete im Vorjahr 39,5 Mio. Reisende (+15,0 Prozent). 2020 wird die Kurve voraussichtlich abflachen, der Ausblick bleibt aber positiv: Die Flughafen-Wien-Gruppe rechnet mit einem Passagierwachstum von drei bis vier Prozent sowie Steigerungen bei Umsatz, EBITDA und Nettoergebnis.

Der Flughafen Wien selbst erreichte mit 31,7 Mio. Reisenden (+17,1 Prozent) einen neuen Passagierrekord. Für den Standort Wien wird im Jahr 2020 ein Passagierplus von drei bis fünf Prozent erwartet. Die hohe Auslastung führt dazu, dass ab 2020 keine weiteren Slots in den Spitzenzeiten verfügbar sein werden, was künftig nur noch ein sehr gebremstes Wachstum ermöglichen wird.

40 Mio. Passagiere in der Flughafen-Wien-Gruppe

„2019 verzeichnete der Flughafen Wien erstmals mehr als 31 Mio. Passagiere, wir zählen damit zu den 20 größten Airports Europas. Der mit dem Wegfall der AirBerlin-Gruppe seit 2018 eingetretene Aufholeffekt bei der Low Cost-Entwicklung in Wien wird etwas abflachen, für 2020 erwarten wir voraussichtlich ein Passagierwachstum von drei bis fünf Prozent in Wien. Trotz des gestiegenen Passagieraufkommens ist es uns, auch gemeinsam mit Austrian Airlines, gelungen, die Pünktlichkeit zu verbessern. Wien war 2019 der drittpünktlichste Airport seiner Klasse in Europa, weltweit sind wir auf Platz 15. Unsere Qualitätsmaßnahmen greifen also und wir setzen unseren Weg, ein 5-Star-Airport zu werden, konsequent fort. Unser Terminalentwicklungsprogramm ist dafür ein wesentlicher Baustein und bereits voll im Gange: Ende 2020 eröffnet der modernisierte Terminal 2 und ab 2023 bieten der neu gestaltete Pier Ost sowie die neue Süderweiterung ein neues, hochqualitatives Aufenthalts-, Einkaufs- und Gastronomieerlebnis für die Passagiere“, erläutert Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Dividende, Umsatz und Gewinn legen zu

„2019 war ein starkes Jahr für die Flughafen Wien AG und die Aktionäre, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwartet ein deutlicher Dividendenanstieg mit einer auf 60 Prozent erhöhten Ausschüttungsquote. Trotz schwächerem Verkehrswachstum erwarten wir einen höheren Umsatz von über 870 Mio. Euro und einen Gewinnanstieg auf über 180 Mio. Euro. Der Flughafen Wien entwickelt sich also weiterhin sehr gut und die Airport City wächst: Im Mai 2020 eröffnet der neue Office Park 4 mit über 26.000 m² Bürofläche und das Interesse am Flughafen als Betriebsstandort ist ungebrochen hoch.

Heuer werden rund 25.000 Menschen am Standort beschäftigt sein. Der Flughafen wächst mit Verantwortung: 2019 konnten wir den Energieverbrauch pro Passagier um über 20 Prozent sowie auch den CO2-Ausstoß weiter senken. Ab 2020 wird ein großangelegtes Photovoltaik-Programm gestartet, 2020 werden bereits über 3 Mio. Kilowattstunden Strom aus Photovoltaik erzeugt, dieser Wert soll in den nächsten Jahren auf rund 30 Mio. kWh verzehnfacht werden… Vom neuen Regierungsprogramm erwarten wir positive Impulse, vor allem durch die angekündigte KöSt-Senkung, den Ausbau der Bahn Richtung Bratislava und das Bekenntnis zum einheitlichen, europäischen Luftraum (Single European Sky), das sollte die negativen Folgen der höheren Ticketsteuer überkompensieren“, erklärt Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

31,7 Mio. Passagiere am Flughafen Wien

Am Standort Wien knackte der Flughafen Wien erstmals in seiner Geschichte die 31 Millionen-Marke und zählte mit 31.662.189 Passagieren im Jahr 2019 um 17,1 Prozent mehr Reisende als im Vorjahr. Positiv wirkten sich vor allem die Langstreckenverbindungen, sowie neue Flugverbindungen und Frequenzerweiterungen der Airlines aus. Gestiegen sind sowohl das Passagieraufkommen im Transferverkehr (+7,6 Prozent) als auch die Anzahl der Lokalpassagiere (+20,0 Prozent). Die Anzahl der Starts und Landungen legte um plus 10,7 Prozent zu und die Sitzplatzauslastung (Sitzladefaktor) stieg um 1,3 Prozentp. auf 77,3 Prozent. Das Frachtaufkommen verzeichnete im Jahr 2019 ein Minus von 3,9 Prozent.

Wachstum in allen Richtungen

Die Anzahl der abfliegenden Passagiere nach Osteuropa stieg 2019 um 21,6 Prozent, das Passagieraufkommen nach Westeuropa nahm im Jahr 2019 mit 15,3 Prozent stark zu. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika stieg um 30,3 Prozent. In den Fernen Osten wurde ein Zuwachs um 13,7 Prozent und in den Nahen und Mittleren Osten um 16,3 Prozent verzeichnet. Ebenso stieg die Anzahl der Reisenden nach Afrika mit plus 22,3 Prozent.

Top Ziele: London, Bukarest, Bangkok

Das höchste Passagieraufkommen verzeichnete die Destination London mit 707.237 abgeflogenen Passagieren, gefolgt von Frankfurt mit 562.166 abgeflogenen Passagieren und Berlin mit 514.974 abgeflogenen Passagieren. In der Region Osteuropa war Bukarest mit 312.843 abgeflogenen Passagieren die Destination mit dem höchsten Passagieraufkommen vor Moskau mit 301.126 abgeflogenen und Kiew mit 250.744 abgeflogenen Fluggästen. In der Region Naher und Mittlerer Osten lag Tel Aviv mit 299.119 abgeflogenen Passagieren vor Dubai mit 211.893 und Doha mit 116.397 abgeflogenen Reisenden. Die meisten abfliegenden Passagiere auf der Langstrecke verbuchte Bangkok mit 178.010 Fluggästen, gefolgt von Taipei mit 139.772 und Tokio mit 108.814 Fluggästen.

Fluggesellschaften ab Wien

Im Ranking der Airlines gemessen am Passagieranteil führt Austrian Airlines mit 43,2 Prozent vor Lauda mit 8,4 Prozent und Eurowings mit 7,2 Prozent, Wizz Air mit 6,6 Prozent und easyJet mit 3,9 Prozent, sowie Lufthansa mit 2,3 Prozent und LEVEL mit 1,9 Prozent. Unter den Top-Ten-Airlines am Flughafen Wien liegen außerdem Turkish Airlines mit einem Anteil von 1,7 Prozent am Gesamtpassagieraufkommen, British Airways mit 1,4 Prozent und SWISS mit 1,4 Prozent. 2019 wurde der Flughafen Wien von 77 Fluglinien regelmäßig angeflogen, die 217 Destinationen in 68 Ländern bedienten.

Gute Entwicklung bei den internationalen Beteiligungen

Der Airport Malta verzeichnete im Jahr 2019 mit 7.310.289 Passagieren ein Rekordergebnis und ein Plus von 7,4 Prozent im Vergleich zu 2018. Kosice Airport verzeichnete mit 555.325 Passagieren im Jahr 2019 ein Plus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Impulse für das erwartete Passagierwachstum sind aus heutiger Sicht unter anderem neue Streckenaufnahmen nach Boston durch Austrian Airlines sowie Verbindungsaufnahmen auf der Kurz- und Mittelstrecke durch Belavia, Lauda, Wizz Air und andere.

Umsatz, EBITDA und Gewinn

Für 2020 wird eine Steigerung beim Umsatz auf mehr als 870 Mio. Euro und eine Steigerung beim EBITDA auf über 395 Mio. Euro erwartet. Das Nettoergebnis wird aus heutiger Sicht bei mindestens 180 Mio. Euro liegen. Für Investitionen sind im Jahr 2020 rund 230 Mio. Euro vorgesehen.

Verkehrsentwicklung 2019 am Flughafen Wien (VIE)2019Veränderung zu 2018 in %
Passagiere31.662.189+17,1
   Lokalpassagiere24.318.315+20,0
   Transferpassagiere7.189.864+7,6
Flugbewegungen (an + ab)266.802+10,7
MTOW in Tonnen10.878.054+13,6
Cargo in Tonnen (Luftfracht und Trucking)283.806-3,9
   Luftfracht in Tonnen204.740-5,2
   Trucking in Tonnen79.066-0,6

Heli-Expo: Airbus Helicopters ACH Aston Martin Edition

Airbus Helicopters präsentierte auf der Heli-Expo seine Kooperation mit Aston Martin als Angebot für Geschäftskunden und zeigte in Halle B eine H125, einen Business Hubschrauber ACH130 in der Aston Martin Edition und eine H175.

Die H125, auf der Heli-Expo Ende Januar im Anaheim Convention Center in Kalifornien, ist dabei die bisher modernste Variante des Hubschraubers, die Verbesserungen für luftgestützte Arbeiten erhielt. Die ACH130 hat den Luxusautohersteller Aston Martin als Partner.

Der Hubschrauber geht in dieser Version auf die 2017 gestartete Private & Business Aviation Hubschrauberplattform insbesondere mit den ACH145 und ACH160 von Airbus Corporate Helicopters (ACH). Die H175 am Airbus-Stand war eine Konfiguration, wie sie für Offshore-Transporte genutzt wird. Auch eine H160 beleuchtete die Möglichkeiten für ein weiteres Feld: dem medizinischen Transport.

Zivile Hubschrauber in vielen Konfigurationen

An dem Stand konnte man auch alles über Services, Schulungen und Vertragsmodelle der Hubschrauber des europäischen Herstellers erfahren. Leistungsfähiger Support spielt eine immer größere Rolle für die zuverlässige Verfügbarkeit von Luftfahrgeräten.

Neben dem Stand hatte Airbus Helicopters aber auch auf dem Static Display eine starke Präsenz. Hier wurde eine AS332 zur Brandbekämpfung der Heli Austria gezeigt, eine H125 einmal von Brainerd Helicopters wie sie für Arbeiten aus der Luft genutzt sowie eine H125 der Polizei LAPD, wie sie für die Sicherheitsbehörden konfiguriert ist. Hinzu kam eine H145 der San Diego Gas & Electric, und noch ein Vahana Demonstrator, der gerade erst seine Flugtestkampagne abgeschlossen hatte.

Avionik Garmin TXi und maßgeschneidertes Interieur

Aber die Hubschrauber blieben nicht nur auf dem Boden. Demos konnten die Besucher der Hubschraubermesse bei der H125 erleben, die mit der neuen Avionik von Garmin TXiTM ausgestattet ist, bei der H135 und der ACH130 mit maßgeschneidertem Interieur.

Avionik Garmin G5000 für die alten und neuen Learjets

Business Jet-Hersteller Bombardier hat von der US-Luftfahrtbehörde FAA die Zulassung für die neue Avionik Garmin G5000 für die Learjets erhalten.

Learjet In wenigen Monaten wird die G5000 Avionik mit dem neuesten Flugzeug der Familie, dem Learjet 75 Liberty, standardmäßig ausgeliefert werden. Der Learjet 75 Liberty soll Mitte des Jahres erstmals in Flugdienst gehen. Auch die anderen Learjets werden ab sofort mit der neuen Cockpit-Technik ausgestattet. Für die älteren, im Flugdienst befindlichen Learjet 70 und und Learjet 75 soll schon sehr bald ein Retrofit verfügbar sein.

Avionik für verbesserte Flugleistung

Die Avionik Garmin G5000 nimmt dem Piloten weitere Aufgaben ab, sie soll die Start- und Landeberechnungen beschleunigen sowie das Navigieren beim Steigflug, Sinkflug und Cruisen. Optional gibt es FANS 1/A+ zum Zugang effizienter und bevorzugter Routen. Hinzu kommt Konnektivität und Interoperabilität mit Apps der Avionik. Bombardier bewirbt den Learjet 75 Liberty als kostengleich im Betrieb wie ein kleiner Business Jet von leichten Kategorie von Wettbewerbern, wobei er die größte Kabine, höchste Geschwindigkeit, den ruhigsten Reiseflug und die größte Reichweite aufweise.

Flugverkehr im deutschen Luftraum verzeichnet Rückgang

Im Vorjahr waren 3,334 Mio kontrollierte Flüge im deutschen Luftraum unterwegs, das sind 0,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damit ist nach fünf Jahren mit steigenden Wachstumsraten im deutschen Luftraum erstmals ein Verkehrsrückgang zu beobachten, teilt die Deutsche Flugsicherung mit.

Flugverkehrszahlen in Deutschland zuvor gestiegen

In den Jahren 2014 bis 2018 waren die Flugverkehrszahlen im deutschen Luftraum beständig gestiegen (2014 um 0,9 Prozent; 2015 um 1,6 Prozent; 2016 um 2,6 Prozent; 2017 um 3,3 Prozent und 2018 um 4,2 Prozent). Verkehrsreichster Tag des Jahres 2019 war der 04. Juli mit insgesamt 11.012 Flügen. Er blieb damit knapp unter dem Rekordtag des Vorjahres (11.024 Flüge am 07. September 2018).

Nachdem schon in 2015 die Drei-Millionen-Marke durchbrochen worden war, rechneten Experten für Verkehrsprognosen bei DFS und EUROCONTROL mit einem baldigen Anstieg auf 3,5 Millionen Flüge im deutschen Luftraum. Diese Erwartung hat sich im Jahr 2019 nicht bestätigt. Nachdem die Verkehrszahlen von Januar bis Mai über den Werten der jeweiligen Vorjahresmonate gelegen hatten, zeigte sich in der zweiten Jahreshälfte eine rückläufige Tendenz. Unter dem Strich wurden 3,334 Millionen Flüge im deutschen Luftraum gezählt (2018: 3,346 Millionen).

Überflüge und Regionalairports mit Rückgang

Die Entwicklung der einzelnen Verkehrssegmente verlief dabei unterschiedlich: Der leichte Rückgang um 0,1 Prozent bei den Starts und Landungen insgesamt (2,294 Millionen) verteilt sich ungleich auf internationale Verkehrsflughäfen und Regionalflughäfen. Während es 2019 bei den internationalen Flughäfen einen leichten Zuwachs um 0,1 Prozent auf 2,132 Millionen Starts und Landungen gab, zeigte sich bei den Regionalflughäfen mit 162.558 Starts und Landungen ein Minus von -3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Überflüge, also der Flüge, die in Deutschland weder starten noch landen, reduzierte sich im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent. Waren es in 2018 noch 1,297 Millionen, so durchquerten in 2019 insgesamt 1,290 Millionen Flüge den deutschen Luftraum.