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Bombardier gibt A220-Anteile an Airbus ab

Flugzeugbauer Airbus und die Regierung von Québec haben sich zusammen mit Bombardier in Kanada darauf geeinigt, die Anteile am Flugzeugprogramm A220 weiter zu transferieren.

Bombardier hatte die Flugzeuge einst als C-Series komplett zur Marktreife entwickelt, löst sich aber komplett vom Zivilflugzeuggeschäft. Dazu geben die Kanadier ihre Anteile an Airbus ab, das damit 75 Prozent an dem A220-Programm halten wird. Die übrigen 25 Prozenz bleiben bei der Regierung des Bezirks Québec. Airbus ist in dem nordamerikanischen Land als Airbus Canada Limited vertreten. Die Transaktion wird umgehend vollzogen.

Bombardier erhält dafür insgesamt 591 Mio. Dollar von Airbus. Auch hat Airbus damit die Produktionseinheiten von Bombardier für die die A220 und A330 in Saint-Laurent, Québec, übernommen. Eine Airbus-Tochter, Stelia Aéronautique Saint Laurent Inc, wird dort für eine Übergangszeit von zunächst drei Jahren Cockpit- und Rumpfteile für die A220 herstellen sowie Aufgaben für die A330 übernehmen. Später sollen die Arbeiten für A220 zum Stelia Aerospace-Werk in Mirabel verlagert werden. Airbus will die A220 zusätzlich auch in Mobile, USA bauen.

50 Bestellungen für Airbus A220-300

Die A220-Familie zielt auf das Segment von 100 bis 150 Sitze und komplementiert die Airbus-Familie, die mit den A320 von 150 bis 240 reicht. Der Flugzeugmarkt im Bereich Einzelgang ist der Löwenanteil am Airlinermarkt. Durch die Vertriebsstärke von Airbus hat daben die A220 viel mehr Resonanz erfahren. Bis Ende Januar wurden insgesamt 658 Flugzeuge der A220 bestellt und 107 ausgeliefert. Einen weiteren Erfolg feiert Airbus jetzt mit der Airline Green Africa Airways aus Nigeria. Die hat ein Memorandum of Understanding (MoU) für 50 Flugzeuge A220-300 unterzeichnet. Sie fliegen mit neuesten Triebwerken PW1500G von Pratt & Whitney.

Amazon am Airport LEJ: Beginn für Cargo-Halle

Amazon erweitert seine Aktivitäten am Flughafen Leipzig/Halle. Hierfür soll im Südteil des Flughafengeländes neben dem bestehenden World Cargo Center eine rund 20.000 qm große Frachthalle entstehen.

Amazon bekommt neue Halle

Ziel sind bessere operationelle Abläufe beim Verladen der Sendungen. Die vorbereitenden Erdarbeiten sollen in den kommenden Tagen starten, die Bauarbeiten nach Vorliegen der behördlichen Genehmigungen. Die Flächen in der neuen Halle sollen im Laufe des Jahres zur Verfügung stehen. Durch den Ausbau entstehen 200 Arbeitsplätze.

Cargo- und Logistikdrehkreuz Leipzig/Halle

2019 wurden am Leipzig/Halle Airport rund 2,62 Millionen Fluggäste und 1,24 Millionen Tonnen Luftfracht registriert. Der Leipzig/Halle Airport ist damit der zweitgrößte Frachtflughafen in Deutschland. Auch DHL hat hier einen wichtigen Umschlagplatz. Auf seinem 1.400 Hektar großen Areal sowie im Umfeld verfügt der Flughafen Leipzig/Halle über weitere freie Entwicklungsflächen, die logistik- und luftfrachtaffinen Unternehmen beste Voraussetzungen bieten. Der Airport ist an die Autobahnen A 9 und A 14 angebunden und verfügt über einen in das Zentralterminal integrierten Bahnhof. Vom Bahnhof und Parkhaus gelangen Passa-giere direkt in den Check-in-Bereich.

Airbus Nurflügler: Demonstrator MAVERIC

Airbus hat mit MAVERIC sein Nurflügler-Testflugmodel vorgestellt, mit dem diese Technologie des Fliegens weiter erforscht wird.

MAVERIC (Model Aircraft for Validation and Experimentation of Robust Innovative Controls) ist ein zwei Meter lange Modellflugzeug und ein maßstabsgetreuer Entwurf einer möglichen künftigen Flugzeuggeneration. Die Spannweite beträgt 3,2 Meter mit einem Abdruck von ca. 2,25 Quadratmetern. Verglichen mit heutigen Flugzeugen soll dieses Design laut Airbus noch einmal 20 Prozent an Treibstoff einsparen können.

Kabine: Platz im Flugzeug wie nie zuvor

Das ist aber nicht der Einzige Vorteil. Nurflügler ermöglichen auch ganz neue Lösungen zur Integration von Antriebstechnologien, Kabineneinrichtungen und der Gestaltung des Reiseerlebnisses für Passagiere durch ein viel größeres Raumangebot. Allerdings dürfte die riesige Konstruktion auch besondere Herausforderungen an die Sicherheitskonzepte und die Prozesse zur Bodenabfertigung stellen. MAVERIC wurde 2017 ins Leben gerufen und startete erstmals im Juni letzten Jahres. Seitdem befindet sich das Modellflugzeug in fortwährenden Testkampagnen. Auch wenn es noch keinen Zeitplan für einen Airliner als „Blended Wing“ gibt, kann der Demonstrator schon vorher zu Kenntnissen für fortschrittlicheres und sparsameres Fliegen beitragen.

Der weltmarktführer für Passierflugzeuge Airbus arbeitet aber nicht nur an dem Nurflügler. Im AirbusUpNext genannten Forschungskatalog befinden sich gleichzeitig weitere Demonstratoren in der Erprobung, wie zum Beispiel der E-FAN X für den hybrid-elektrischen Antrieb; fello’fly, bei dem in V-förmigem Formationsflug Treibstoff gespart werden kann; und schließlich automatisches Starten mit ATTOL (Autonomous Taxi Take-Off & Landing).

Boeing 737-800BCF bringt Betreibern Mehrwert

BBAM und Boeing wollen gemeinsam 737 zu Frachtflugzeugen umbauen. Drei Maschinen werden als 737-800 Boeing Converted Freighters (BCF) für den Flugzeugverleaser ausgerüstet.

Der Bedarf für die Frachtflugzeuge kommt vom stark wachsenen E-Commerce. Immer mehr Wahren sollen immer schneller über Kontinente transportiert werden. BBAM ist einer der weltweit größten Betreiber von Next-Generation 737. Die drei BCF sollen aus der bestehenden Flotte umgewandelt werden und so noch jahrelang profitabel eingesetzt werden.

Marktstärke der Boeing 737-800BCF

BBAM ist der weltweit größte Leasinggeber für Airliner-Jets seiner Art, der ausschließlich Dritt-Investoren-Kapital verwaltet. Über 200 Arlines gehören zum Portfolio, bei einer Vermögensverwaltung von über 27 Mrd. US-Dollar. Der Hauptsitz ist in San Francisco, Büros befinden sich aber auch in Tokio, Singapur, Zürich, Dublin und Santiago.

Boeing will aufgrund hoher Nachfrage für die 737-800BCF diesen Sommer ein Umrüstungsprogram mit Guangzhou Aircraft Maintenance Engineering Company Ltd. (GAMECO) starten. GAMECO General Manager Norbert Marx lobte die Boeing Converted Freighters als Marktführer.

Die so geschaffenen 737-800BCF basierend auf der Next-Generation 737 fassen bis zu 52.800 Pfund (23,9 Metrische Tonnen) an Fracht. Das Progamm 737-800BCF wurde 2018 vom Flugzeugbauer gestartet und hat bisher 130 Bestellungen und Absichten. Boeing erwartet einen Markt von 2.820 Frachtflugzeugen weltweit, davon 1.220 aus Passagierflugzeugen umgewandelte.

Airport CGN: Foodtruck bringt Essen auf Rädern

Frühstück, Snacks und Mittagessen: Ab dieser Woche können sich die Mitarbeiter des Köln Bonn Airport am flughafeneigenen Foodtruck verpflegen. Betrieben wird das neue Mobil von LZ-Catering, dem Anbieter, der auch die beiden Betriebsrestaurants des Airports betreibt. Der Foodtruck ist in Anspielung auf den Namensgeber des Airports, Konrad Adenauer, mit „Konni kommt“ gebranded.

Täglich steuert ein neuer FoodTruck mit Essen auf Rädern in zwei Runden – morgens und mittags – neun Stationen am Airport an. Alle Beschäftigten auf dem Flughafengelände profitieren von dem neuen Angebot, so auch die Mitarbeiter von Eurowings: Der Foodtruck hält auch am Firmensitz der Airline.

Weg zur Kantine für Manche zu weit

„Durch unseren neuen Foodtruck schaffen wir gemeinsam mit LZ-Catering eine unkomplizierte und mobile Ergänzung unseres bisherigen Angebots. So können sich auch diejenigen Mitarbeiter mit gesundem und vollwertigem Essen versorgen, für die sich der Besuch der beiden Betriebsrestaurants nicht anbietet – etwa an etwas abgelegeneren Einsatzorten auf dem Flughafengelände“, sagt Torsten Schrank, Geschäftsführer der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Zum Sortiment von „Konni kommt“ gehören unter anderem belegte Brötchen, Bagels und Focaccia, Frikadellen, Würstchen und Wraps, Müsli, Erfrischungsgetränke und Süßwaren. Auf der Mittagsrunde sind zusätzlich auch Speisen aus dem täglichen Angebot der Betriebsrestaurants, vegetarische Varianten und verschiedene Salate dabei.

Boeing CMV-22B Osprey hat Premiere bei der US-Navy

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Boeing hat jetzt den ersten Kipprotor CMV-22B Osprey an die US-Marine geliefert. Diese Variante der V-22 soll insbesondere für den Material- und Truppentransport auf Flugzeugträgern eingesetzt werden.

Die CMV-22B soll durch eine bessere Vielseitigkeit die Fähigkeiten der Streitkräfte auch im Kampfeinsatz erhöhen. Die Marine hat die V-22 Osprey von Bell und Boeing geordert, um damit die alternden C-2A Greyhound zu ersetzen.

CMV-22B Osprey verbessert Truppen- und Teiletransport

Bell und Boeing sollen 48 der Kripprotorflieger an die US-Marine liefern. Ihren Erstflug hatte das Muster CMV-22B im Dezember. Die ersten V-22 sind bei der US-Navy seit 2007 im Einsatz. Die CMV-22B sollen an den Naval Air Station North Island in San Diego und der Naval Air Station Norfolk stationiert werden.

Marine von Frankreich startet mit vier zivilen H160

Die Französische Beschaffungsbehörde für das Militär DGA (Direction Générale de l’Armement) will vier Hubschrauber der Zivilreihe H160 beschaffen. Dazu hat sie einen Vertrag mit drei Partnern abschließen.

Die H160 sollen bei der französichen Marine für SAR (Search And Rescue) eingesetzt und ab 2022 geliefert werden. DGA will die Hubschrauber mit Airbus Helicopters, Babcock, und Safran Helicopter Engines betreiben. Die H160 soll die Versorgung der Marine in kritischen Missionen gewährleisten, während die alternden Alouette III außer Dienst gehen und die Guépard noch nicht eingeflottet werden.

H160M Guépard in den Streitkräften

Die H160 sollen ihre Mission zehn Jahre ausfüllen. Während Airbus Helicopters auch die Verfügbarkeit durch Teileversorgung gewährleistet, profitiert der Hersteller umgekehrt von den gesammelten Betriebsdaten, um die militärische Version der H160 und der nachgeschalteten Systeme zu optimieren. Die H160 mit ihrem markanten und innovativen, geknickten Hauptrotor wurde zunächst für zivile, geschäftliche, medizinische und offshore-Missionen entwickelt. Ihre ersten Indienststellungen sollen noch dieses Jahre erfolgen. Die militärische Version H160M läuft bei den französichen Streitkräften unter der Bezeichnung Guépard und soll ab 2026 eingeflottet werden. Von der Guépard sollen in einem gemeinsamen Programm HIL für leichte Hubschrauber (Hélicoptère Interarmées Léger) insgesamt 169 H160M beschafft werden.

Solar Orbiter per Umwege in Richtung Sonne gestartet

Solar Orbiter startete zur Sonne. Bilderbuchmäßig um 05:03 Uhr mitteleuropäischer Zeit 23:03 Uhr hob die Sonde an Bord einer Atlas-V-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida (USA) auf ihre lange Reise durch das All ab.

Solar Orbiter wird uns erstmals Detailaufnahmen von den Polregionen der Sonne liefern und helfen, grundlegende Fragen zur Sonnenphysik zu beantworten. „Auf ihrem Zielorbit angekommen, wird sich die Sonde unserem Zentralgestirn bis auf 42 Millionen Kilometer annähern und auch erstmalig detaillierte Bilder von den Polregionen der Sonne liefern können“, erklärt Carsten Henselowsky, Solar-Orbiter-Projektleiter im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Wir wollen mit der Mission unter anderem erforschen, wie der Sonnenwind entsteht und wie das Magnetfeld der Sonne erzeugt wird.“

Wie beeinflusst die Sonne die Heliosphäre?

Einzigartig an der Mission ist nicht nur die erstmalige Aufnahme der Polarregionen mit hochauflösenden optischen Instrumenten, sondern auch die Kombination von Fernerkundung mittels Teleskopen und In-Situ-Messungen im direkten Umfeld des Sterns. Mindestens sieben Jahre lang soll Solar Orbiter die Sonne auf einer elliptischen Bahn umrunden und unter anderem Informationen über elektrische Felder, energiereiche Teilchen und seismische Wellen sammeln. Dabei kommt die Sonde dem Stern mit einer minimalen Distanz von 42 Millionen Kilometern so nahe, dass Raumfahrzeug und Instrumente vor große Herausforderungen gestellt werden: Sie müssen Temperaturen von minus 180 bis zu mehr als 500 Grad Celsius standhalten können.

Wissenschaftler hoffen, mit Hilfe der Daten von Solar Orbiter die Vorgänge in der Heliosphäre – also in der Sonnenatmosphäre, die unser Sonnensystem wie eine große Plasmablase ausfüllt – besser verstehen zu können. „Die neuen Erkenntnisse sollen aber nicht nur für die Weltraumforschung genutzt werden“, so Henselowsky. „Sie sollen auch dazu beitragen, Infrastruktursysteme auf der Erde und im erdnahen Raum besser schützen zu können. Denn die Sonne hat nicht nur Auswirkungen auf unser Klima, sondern auch auf das so genannte Weltraumwetter. Sonnenstürme beeinträchtigen etwa unsere elektrischen Systeme sowie Satelliten und deren Kommunikations- und Navigationsdienste.“

Per Venus zum Zentralgestirn

Während des Betriebs von Solar Orbiter soll bei der wissenschaftlichen Datenauswertung eine Zusammenführung der Messdaten mit denen anderer Missionen erfolgen. Hiermit werden frühere Messungen weitergeführt. Es finden aber auch ergänzende Messungen in Abstimmung mit laufenden Missionen, wie etwa der 2018 gestarteten NASA-Mission Parker Solar Probe statt, um so Wissenslücken aus früheren Missionen aufzufüllen.

Für ihren langen Weg zur Sonne muss die Sonde Solar Orbiter mehrfach Schwung holen, um Treibstoff einzusparen. Für diese Swing-by-Manöver werden die Anziehungskräfte von Erde und Venus genutzt. Etwas mehr als eineinhalb Jahre dauert die Reise ins All, bevor Solar Orbiter den wissenschaftlichen Ziel-Orbit erreicht. Bereits während dieser Transferphase werden die In-Situ-Instrumente ihre wissenschaftlichen Messungen beginnen. Erst danach, im eigentlichen Wissenschaftsorbit um die Sonne, kommen auch die Fernerkundungsinstrumente zum Einsatz.

Deutschland mit großem Anteil

An sechs der zehn Instrumente auf Solar Orbiter sind deutsche Forschungseinrichtungen und Institute beteiligt. Deutsches Hauptinstrument ist das in internationaler Kooperation unter der Gesamtleitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen entwickelte Instrument PHI (Polarimetric and Helioseismic Imager), mit Beteiligung das Kiepenheuer Institut für Sonnenphysik (KIS) in Freiburg. Ziel von PHI ist die Bestimmung der Magnetfeldrichtung und der Geschwindigkeiten der Materie in der solaren Photosphäre.

Beteiligt ist das MPS außerdem an den Instrumenten EUI (Extreme Ultraviolet Imager) zur Erstellung von Bildsequenzen der verschiedenen Atmosphärenschichten der Sonne, METIS (Multi Element Telescope for Imaging and Spectroscopy) zur Abbildung der Korona im nahen und extremen Ultraviolett-Bereich sowie SPICE (Spectral Imaging of the Coronal Environment), das die Plasmaeigenschaften der Sonnenkorona untersuchen soll.

Die Eigenschaften von suprathermalen und energiereichen Teilchen des Sonnenwindes soll das Instrument EPD (Energetic Particle Detector) messen, zu dem die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verschieden Sensoren beigesteuert hat. An dem abbildenden Röntgentelelskop STIX (Instrument Spectrometer Telescope for Imaging X-rays) ist das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) beteiligt.

Die Mission Solar Orbiter wird unter der Gesamtleitung der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit starker Beteiligung der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA durchgeführt. Entwicklung und Bau der wissenschaftlichen Instrumente und der Solar-Orbiter-Sonde sowie der wissenschaftliche Betrieb und die Aufbereitung der gewonnenen Daten wird vom DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Luftverkehrswirtschaft: Teure Tickets, aber mehr Flüge

Zweimal im Jahr legt der BDL Kennzahlen zur Lage der deutschen Luftverkehrswirtschaft vor und ordnet diese anhand von internationalen Vergleichszahlen ein. Weltweit ist die Nachfrage nach Luftverkehr im Vorjahr weiter gewachsen.

Mit 4,2 Prozent im globalen Passagierverkehr hat sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr aber leicht abgeschwächt. Im Frachtverkehr hat sich die weltweite Nachfrage mit einem Rückgang um 3,3 Prozent sogar reduziert. Die Verkehrsleistung der deutschen Fluggesellschaften wuchs um 1,3 Prozent und damit unter dem weltweiten wie auch dem europäischen Schnitt. Ausschlaggebend hierfür war vor allem die Insolvenz von Germania im Januar 2019.

Passagierzahlen in Deutschland stiegen

Die deutschen Flughäfen konnten die Zahl der an- und abfliegenden Passagiere im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent steigern. Dabei hat sich das Wachstum an den deutschen Flughäfen im Jahresverlauf deutlich abgeschwächt: Während die Nachfrage im ersten Halbjahr noch um 4,2 Prozent wuchs, war sie in der zweiten Jahreshälfte mit -0,7 Prozent rückläufig. Dieser Rückgang lässt sich vor allem auf die abnehmende wirtschaftliche Dynamik in Deutschland zurückführen sowie auf den Abbau von Überkapazitäten, die nach der Insolvenz von Air Berlin durch die Fluggesellschaften zunächst überproportional aufgebaut worden waren.

Zum Jahresbericht 2019 sagt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Die wirtschaftlichen Entwicklungen sind nicht spurlos am Luftverkehr vorbeigegangen. Dennoch ist die Nachfrage nach Luftverkehr weltweit weiter gewachsen. Daher halten wir es für umso dringlicher, das Fliegen noch stärker in Einklang mit dem Klimaschutz zu bringen.“

Prof. Scheurle erneuert die Vorschläge der Branche, gemeinsam mit der europäischen Politik Fortschritte bei der Herstellung und Markteinführung von regenerativen Kraftstoffen zu machen, um das CO2-neutrale Fliegen zu ermöglichen: „Der europäische Flickenteppich von nationalen Luftverkehrsteuern muss endlich beendet werden. Die unterschiedlichen Steuern sollten harmonisiert und das Aufkommen daraus für die Förderung von innovativen Technologien wie regenerativen Kraftstoffen verwendet werden.“ Nationale Alleingänge, wie etwa die Erhöhung der deutschen Luftverkehrsteuer zum 01. April dieses Jahres, seien hingegen kontraproduktiv. Diese reduzieren keine CO2-Emissionen, sondern verschieben sie lediglich zu ausländischen Wettbewerbern. So haben die deutschen Fluggesellschaften weiter Marktanteile an den hiesigen Flughäfen verloren: Seit 2012 ist ihr Marktanteil um 12 Prozentpunkte zurückgegangen – von 67 auf 55 Prozent im Vorjahr.

Sondereffekte hemmen globales Wachstum

Der Blick nach vorn zeigt für 2020 weiter ein weltweites Wachstum der Nachfrage. Der Weltverband der Fluggesellschaften IATA prognostiziert ein Wachstum von 4,1 Prozent für den Passagierverkehr und von 2,0 Prozent für den Frachtverkehr. Für den Verkehr mit Deutschland lassen die Flugpläne im laufenden Jahr indes einen Rückgang des Angebots um 1,8 Prozent erwarten. Die eingetrübte Konjunktur, die andauernden Handelskonflikte, die Unsicherheiten durch den Brexit sowie die Folgen der Coronavirus-Epidemie wirken weiter dämpfend auf die Luftverkehrsnachfrage.

Trotz dieses Rückgangs liegt das Flugangebot ab deutschen Flughäfen immer noch 9 Prozent über dem Angebot im Jahr 2016, also dem letzten Jahr, in dem die Air Berlin noch voll im Markt war. Die aktuelle Reduktion des Angebots ist also weniger davon getrieben, dass die Menschen nicht mehr fliegen wollen. Es markiert vielmehr das Ende des Prozesses infolge der Air-Berlin-Insolvenz, bei dem deutsche und ausländische Fluggesellschaften die entstandene Kapazitätslücke zunächst aufgefüllt und das Angebot dann schrittweise an die Nachfrage angepasst haben.

Luftverkehrsmarkt aufgegliedert

  • Fluggesellschaften: Weltweit ist die Verkehrsleistung der Fluggesellschaften 2019 um 4,2 Prozent gewachsen. Dies bedeutet eine deutliche Abkühlung gegenüber dem Vorjahr mit 6,5 Prozent. Die deutschen Fluggesellschaften konnten ihre Verkehrsleistung mit 1,3 Prozent leicht steigern, blieben aber unter dem Niveau des globalen Wachstums und auch unter dem europäischen Schnitt (4,2 Prozent). Dies ist vor allem eine Folge der Insolvenz von Germania im Januar 2019.
  • Flughäfen: Die deutschen Flughäfen konnten ihr Passagieraufkommen im Jahr 2019 um 1,5 Prozent steigern. Insgesamt begrüßten sie 248 Mio. an- und abreisende Fluggäste. Dabei hat sich das Wachstum im Jahresverlauf deutlich abgeschwächt: Im ersten Halbjahr 2019 betrug das Wachstum noch 4,2 Prozent, im zweiten Halbjahr war die Nachfrage mit -0,7 Prozent dann rückläufig.
  • Flugbewegungen: 2019 gab es 3,3 Millionen kontrollierte Flüge im deutschen Luftraum, das sind 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist nach fünf Jahren mit steigenden Wachstumsraten im deutschen Luftraum erstmals ein Verkehrsrückgang zu beobachten. Die Entwicklung der Flugbewegungen spiegelt den Trend für das Jahr 2019 wider. Wuchsen die Bewegungen im ersten Halbjahr noch um 1,3 Prozent, gingen sie im zweiten Halbjahr um 1,9 Prozent zurück. Der deutsche Luftraum blieb mit 3,3 Millionen kontrollierten Flügen der am stärksten frequentierte in Europa.
  • Marktanteile: Kamen die deutschen Fluggesellschaften im Jahr 2012 noch auf einen Marktanteil von 67 Prozent an den deutschen Flughäfen, sank dieser bis 2019 auf 55 Prozent. Das heißt, seit 2012 ging fast das gesamte Wachstum an ausländische Fluggesellschaften. Die Entwicklung im letzten Jahr war auch durch die Insolvenz der Germania geprägt. Hierdurch verloren die deutschen Fluggesellschaften Marktanteile in Höhe von 1,5 Prozent.
  • Pünktlichkeit: Gegenüber 2018 hat sich die Pünktlichkeit im europäischen wie auch deutschen Luftverkehr seit Februar kontinuierlich verbessert. Dabei konnte die Pünktlichkeit an den deutschen Flughäfen stärker gesteigert werden als an anderen großen europäischen Flughafenstandorten. Die Maßnahmen, die die Branche im Oktober 2018 mit der Politik vereinbart und umgesetzt hat, haben 2019 Wirkung gezeigt: Die Fluggesellschaften haben dazu die Zahl ihrer Reserveflugzeuge in Summe mehr als verdoppelt, ihre Flugpläne überarbeitet und am Boden und in der Luft zusätzliche Pünktlichkeitspuffer eingebaut. Die Flughäfen haben über 3.000 Beschäftigte außer Plan eingestellt, um Personalengpässe auszugleichen und darüber hinaus zusätzliche Flächen für die staatlich organisierten Passagier- und Gepäckkontrollen zur Verfügung gestellt. Die Flugsicherung hat Ausbildungskapazitäten erhöht, mit den Mitarbeitern Vereinbarungen für Mehrarbeit getroffen und Flüge auf einigen Strecken auf niedrigere Flughöhen abgesenkt, um den oberen Luftraum zu entlasten. Da die Nachfrage nach Luftverkehr weiter zunimmt, bedarf es weiterer Fortschritte bei der Beseitigung von strukturellen Engpässen, insbesondere bei der Verbesserung des Luftraummanagements in Europa und bei den Sicherheitskontrollen speziell an den deutschen Flughäfen.
  • Ticketpreise: Die Ticketpreise für Flugziele innerhalb Europas sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Innerhalb Deutschlands sind die Ticketpreise im letzten Jahr nicht gestiegen, allerdings ist das Flugzeug aktuell bereits deutlich teurer als etwa der Bahnverkehr. Eine Analyse der Ticketpreise im Bahn- und Luftverkehr für die wichtigsten Städteverbindungen, auf denen sowohl das Flugzeug als auch die Bahn verkehren, kommt zu dem Ergebnis, dass die Nutzung der Bahn in 83 Prozent der untersuchten Reisefälle billiger war als der Flug.
  • Luftfracht: Der weltweite Luftfrachtverkehr nahm im Jahr 2019 um 3,3 Prozent ab. Dabei ist die Nachfrage für die europäischen Frachtfluggesellschaften mit 1,8 Prozent nicht so stark eingebrochen wie die Nachfrage weltweit. Die deutschen Flughäfen verzeichnen ei-nen Rückgang der Frachtmenge von 3,2 Prozent. Wesentliche Treiber für den Rückgang waren ein insgesamt eher rückläufiger Welthandel, Handelskonflikte sowie Sicherheits- und Handelsrisiken. Frankfurt blieb auf einer Höhe mit Paris 2019 der größte Frachtflughafen Europas, auch Leipzig/Halle und Köln/Bonn sind unter den großen Frachtflughäfen Europas.
  • Ausblick: Die IATA erwartet für den globalen Passagierluftverkehr mit 4,1 Prozent ein leicht geringeres Wachstum als im Jahr 2019, für den globalen Passagierfrachtverkehr ein Wachstum der Nachfrage in Höhe von 2,0 Prozent. Die Analyse des veröffentlichten Flugangebotes lässt erwarten, dass der Luftverkehr mit Deutschland im Jahr 2020 gemessen in Sitzen um 1,8 Prozent zurückgehen wird. Allerdings liegt das Flugangebot damit immer noch neun Prozent über dem Angebot im Jahr 2016, also dem letzten Jahr, in dem die Air Berlin noch voll im Markt war.

Für den Jahresbericht sog der BDL unterschiedliche aktuelle Quellen heran: die konsolidierten Zahlen der BDL-Mitgliedsunternehmen, weltweite Vergleichszahlen der internationalen Verbände IATA und ACI sowie Daten des Statistischen Bundesamtes und der europäischen Flugsicherungsorganisation Eurocontrol.

KC-130J Tankflugzeug Super Hercules in Frankreich

Frankreich hat die zweite neue Super Hercules KC-130J aus Marietta in Georgia entgegengenommen. Das Land hat insgesamt vier Flugzeuge unterschiedlichen Typs bei Lockheed Martin in Auftrag gegeben.

Geliefert wurden dabei zwei C-130J-30 militärische Luftfrachter sowie zwei KC-130J Tankflugzeuge. Die Maschinen wurden über das Verkaufsprogramm des US-Militärs beschafft. Die Transportflugzeuge C-130J-30 wurden schon vor zwei Jahren an die französische Luftwaffe geleifert und die erste KC-130J letzten September.

Die Flugezeuge werden gemeinsam mit den übrigen Super Hercules C-130H von Frankreich betrieben. Frankreich ist damit das 17. Land, das die C-130J für den Transport- und Luft-zu-Luftbetankungen nutzt. Die Nachfolgerin der Hercules kann dabei Starrflügler und Hubschrauber im Flug betanken. Auch Deutschland will C-130J-30/KC-130J einflotten und diese gemeinsam mit Frankreich betreiben.

MTU Maintenance versorgt CF34 der CityFlyer E-Jets

Die MTU Maintenance und BA CityFlyer haben ihren Exklusivvertrag über die Instandhaltung der CF34-8E- und -10E-Triebwerke der Airline bis Ende 2023 verlängert.

Die MTU Maintenance ist der weltweit führende Anbieter von maßgeschneiderten Serviceleistungen für zivile Luftfahrtantriebe. Sie bietet Betreibern von CF34-Triebwerken ein breites Spektrum von passgenauen und intelligenten Servicelösungen an, das alle Aspekte der Triebwerksinstandhaltung abdeckt, einschließlich Leasing und Asset Management, Vor-Ort-Leistungen, Engine Trend Monitoring sowie Leistungen für Anbaugeräte und sogenannte Line Replaceable Units (LRUs).

Etablierte Expertise mit CF34

„Die MTU Maintenance unterstützt uns bereits seit 2010 zuverlässig mit ihren wirtschaftlichen Instandhaltungslösungen“, sagt Mark Leather, Head of Engineering von BA CityFlyer. „Wir freuen uns über die Vertragsverlängerung und natürlich auf die weitere Zusammenarbeit mit der MTU Maintenance. Die MTU kennt unsere Bedürfnisse und weiß, welche On-Wing- und Off-Wing-Leistungen wir benötigen. Wir schätzen das Angebot an flexiblen und intelligenten Lösungen… durch die MTU sehr.“

„Wir sind Triebwerksexperten für die CF34-Flotte und haben bisher über 1.300 Shopvisits bei dieser Triebwerksfamilie durchgeführt“, so Martin Friis-Petersen, Vertriebs- und Marketingchef für die zivilen MRO-Aktivitäten der MTU Aero Engines. „Wir wollen BA CityFlyer den exzellenten und maßgeschneiderten Service bieten, den sie von der MTU gewohnt sind“.

MTU Maintenance versorgt CF34 der CityFlyer E-Jets
MTU Maintenance versorgt CF34 der CityFlyer E-Jets

Embraer Jets starten aus London

BA CityFlyer ist eine hundertprozentige Tochter von British Airways. Die Regionalfluggesellschaft betreibt eine Flotte von 24 Maschinen der Typen Embraer E190 and E170 und fliegt von ihrem Heimatflughafen London City Airport Ziele in ganz Großbritannien und Europa an. An den Wochenenden, wenn weniger Geschäftsreisende zu befördern sind, fliegt die Airline Urlauber von anderen Flughäfen in Großbritannien, zum Beispiel London Stansted und Manchester, zu Ferienzielen in Griechenland, Portugal und Spanien.

Die Arbeiten werden bei der MTU Maintenance Berlin-Brandenburg durchgeführt, die seit nunmehr gut 15 Jahren im Besitz einer GE-Lizenz für die Reparatur und Überholung der CF34-Familie ist. Mit dem Abschluss des Ausbaus des MRO-Shops in 2019 wurde die Kapazität um 30 Prozent erhöht, um die Kunden noch besser und effizienter bedienen zu können.

Pilatus PC-24: Zulassung auf Schlamm und Schnee

Pilatus hat die Zertifizierung für den PC-24 für Starts und Landungen auf Gras sowie auf nasser Erde und Schnee erhalten. Das macht den PC-24 zum weltweit am flexibelsten einsetzbaren Business Jet überhaupt.

Pilatus hat für den PC-24 Super Versatile Jet die komplette, angestrebte „Rough Field“-Zertifizierung erhalten. Bereits 2018 wurde der PC-24 für Operationen auf trockenem Sand und Schotter zertifiziert. Um den Super Versatile Jet für den Betrieb auf Naturpisten und unter weiteren Bedingungen zu zertifizieren, wurde 2019 eine umfangreiche Nachzertifizierungs-Testkampagne durchgeführt. Sämtliche PC-24 können ab sofort auf nassen und schneebedeckten Naturpisten operieren.

Flugplätze für Pilatus PC-24 verdoppelt

Der PC-24 wurde von Beginn an für den Einsatz auf Naturpisten entwickelt. Seine herausragenden Leistungen auf kurzen sowie unbefestigten Landebahnen eröffnen ein unerreichtes Maß an Flexibilität und neuen Möglichkeiten. Verglichen mit den aktuell auf dem Markt angebotenen Business Jets hat man mit dem PC-24 Zugang zu fast doppelt so vielen Flugplätzen weltweit. Mehr Flugplätze heißt mehr Möglichkeiten – man ist schneller am Ziel, was den Geschäftsreisenden wertvolle Zeit spart.

Oscar J. Schwenk, Verwaltungsratspräsident von Pilatus, schwärmt: „Ich freue mich sehr, dass die umfangreichen Tests erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Unser PC-24 hat bewiesen, dass er sämtliche Missionen fliegen kann, für welche wir ihn entwickelt haben. Der Royal Flying Doctor Service of Australia und weitere Betreiber in Nordamerika und Afrika fliegen bereits heute regelmäßig auf Naturpisten und beweisen damit, wie einzigartig der PC-24 ist. Solche Fähigkeiten erhält man nur mit dem Super Versatile Jet!“

Tests auf Kontinenten: Gras, Schlamm, Schotter

Gemäß der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) müssen Tests für die Zertifizierung von Starts und Landungen auf unterschiedlichen Pisten durchgeführt werden. Nach diversen Standortprüfungen wurden Landebahnen in Amerika und Europa evaluiert.

Die Graspiste in Goodwood, England wurde dank hervorragenden Eigenschaften für die Tests auf trockenem Gras gewählt. Weitere Resultate auf Gras erflog der PC-24 in Kunovice in der Tschechischen Republik, in Poitiers in Frankreich sowie in Duxford, England. In Woodbridge, England wurden aufwändige Gegebenheiten teilweise reproduziert, um sämtliche Testvorgaben für Starts und Landungen auf Schlamm zu erfüllen. Außerdem war der PC-24 auch im Norden Amerikas im Einsatz: In Kuujjuaq in Kanada wurden Tests auf schneebedeckten Schotterpisten durchgeführt.

Corendon fliegt ab Airport Weeze zu weiteren Zielen

Wie die Fluggesellschaft Corendon ankündigte, wird sie in der kommenden Sommersaison ab Weeze einen neuen Flug zu den griechischen Inseln Kreta (Heraklion) und Rhodos anbieten.

Die türkische Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines verstärkt ihr Angebot ab dem niederrheinischen Flughafen Weeze. Wöchentlich angeflogen wird außerdem Hurghada, das Ferienparadies am Roten Meer. Bereits im Dezember hatte Corendon Airlines den Airport Weeze mit zwei wöchentlichen Verbindungen nach Antalya als neuen Abflughafen in ihr Programm aufgenommen. Auf allen Routen wird eine moderne Boeing 737-800 mit 189 Sitzplätzen eingesetzt.

Optimismus bei Tourismus ab Niederrhein

Flugtickets können ab sofort online und im Reisebüro gebucht werden. Dort sind auch die die Pauschalreisen namhafter Reiseveranstalter mit den Corendon – Flügen ab Weeze verfügbar. Fatih Tunc, Produktmanager von Corendon Airlines sagte: „Unser neuer Abflughafen Weeze ist gut erreichbar, die Wege sind kurz und besonders Familien mögen den stressfreien Ferienbeginn an einem regionalen Flughafen. Wir sind überzeugt, dass die vier Ferienziele, die wir im Sommer erstmals vom Airport Weeze aus anbieten, bei den Kunden am Niederrhein und in den Niederlanden sehr gut ankommen.“

Flughafengeschäftsführer Ludger van Bebber sagte: „Wir freuen uns über die Entscheidung unseres Partners Corendon Airlines, im Sommer nun gleich vier neue Ferienflugziele ab Weeze anzubieten. Eine sehr gute Nachricht für unsere Kunden und für die Reisebüros in unserer Region.“

Flüge von Corendon ab Flughafen Weeze

Antalya – Samstags ab 13.06.

  • NRN – AYT 18:15 – 22:55
  • AYT – NRN 14:25 – 17:25

Antalya – Mittwochs ab 17.06.

  • NRN – AYT 17:55 – 22:35
  • AYT – NRN 14:05 – 17:05

Rhodos – Freitags ab 26.06.

  • NRN – RHO 15:50 – 20:20
  • RHO – NRN 12:20 – 15:00

Heraklion – Mittwochs ab 01.07.

  • NRN – HER 18:40 – 23:00
  • HER – NRN 15:00 – 17:40

Hurghada – Mittwochs ab 01.07.

  • NRN – HRG 20:45 – 01:35
  • HRG – NRN 14:30 – 19:55

Big Lift für 40-Meter-Radioteleskop in Chiang Mai

Der Mainzer Spezialist für Antennen- und Teleskopanlagen, MT Mechatronics GmbH (MTM) hat im thailändischen Chiang Mai mit dem Big Lift, einen weiteren Meilenstein zur Fertigstellung des 40-Meter-Radioteleskops für das nationale National Astronomical Research Institute of Thailand (NARIT) gesetzt. Bei dem Big Lift wurde der 250 Tonnen schwere Reflektor auf die Stahlunterkonstruktion gehoben. Es arbeitet im Frequenzbereich fünf bis 100 Gigahertz (GHz). Die Fertigstellung des Teleskops und die Übergabe an das NARIT sind für Ende Juni 2020 geplant.

Turning-Head-Modell mit einem drehbaren Reflektor

Im Norden Thailands, rund eine Stunde Autofahrt von der Stadt Chiang Mai entfernt, mitten im Wald thront das rund 45 Meter hohe Radioteleskop, mit dem der Mainzer Teleskopbauer MTM einen entscheidenden Schritt in die Erschließung eines neuen Absatzgebietes geht. „Wir wissen, dass der thailändische Markt künftig weitere Projekte im Bereich Antennen- und Teleskopbau bereit hält und hoffen, Folgeaufträge zu erhalten. Unsere Expertise konnten wir mit dem Bau des Turning-Head-Modell eindrücklich unter Beweis stellen“, sagt MTM-Projektleiter Steffen Hartmann.

F-18 Super Hornet als EA-18G Growler im Drohneneinsatz

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Boeing und die Navy in den USA haben jetzt gleich zwei F-18 Super Hornet zu Drohnen gemacht, die automatisch von einem Stützpunkt aus flogen.

Selbstständige Steuerungstechnik

Die EA-18G Growler führten dabei autonom ein Flugexperiment durch, um die selbstständige Steuerungstechnik erstmals zu erproben. Ein dritter Growler begleitete die beiden Flugzeuge dabei zur Kontrolle. Das Flottenexperiment (FLEX) fand zum jährlichen Navy Warfare Development Command, an der Naval Air Station Patuxent River, statt. In vier Flugstunden wurden dabei 21 Testziele in der Mission erreicht.

Missionen unbemannt fliegen

Der Kampfjet F/A-18 Super Hornet kann als EA-18G Growler (auf dem Archivbild) mit Störelektronik ausgerüstet werden und ist begleitend bei allen taktischen Einsätzen von Kampfjets aktiv. Mit der autonomen Version rücken gänzlich unbemannte Angriffe näher. Eine einzelne Aircrew kann so mehrere Flugzeuge steuern und einsetzen.

Solar Orbiter: Reise zum Mittelpunkt des Sonnensystems

Der Start von Solar Orbiter in einer Atlas V war für den 09. Februar geplant. Damit erblickt die Sonde Sonnenlicht erstmals wieder auf ihrer Reise zum Mittelpunkt des Sonnensystems. Solar Orbiter, die von Airbus gebaute Raumsonde zur Erforschung unserer Sonne, befindet sich hinter den Fairings, der Kapselspitze auf der Rakete.

Die ESA (European Space Agency) will mit dieser Sonde ein Verständnis davon bekommen, wie unsere Sonne die riesigen Plasmablasen um unserer Sonnensystem hervorbringt und damit auch die Planeten beeinflusst.

Näher an der Sonne als Merkur

Der Solar Orbiter hat zehn Instrumente an Bord, um an seinem Standpunkt zu messen, aber auch über Kameras und Spektrographen, um entfernte Phänomene wie geladene Partikel nahe an der Sonne zu messen. Dennoch soll sich Solar Orbiter, der im Vereinigten Königreich gebaut wurde, alle fünf Monate besonders nahe an unser Zentralgestirn heranbegeben. Die kürzeste Distanz wird Solar Orbiter dabei bis auf 42 Mio. Kilometer an den Gasriesen heranführen, was näher ist al der innerste Planet Merkur. Damit können die ESA-Forscher quasi geostationär manche Bereiche auf der Sonne über mehrere Tage hinweg beobachten. Spannend sind diese Erkenntnisse zur Erforschung von Flares und Sonneneruptionen.

SolarBlack: Temperaturen von über 500 °C

Die Sonde muss dabei Temperaturen von über 500 °C aushalten können. Dabei wird sich die Sonde hinter ihrem Sonnenschild verbergen, der eine besondere Beschichtung, SolarBlack genannt. Manche Geräte benötigen damit sogar wieder eine Heizung, um optimal zu funktionieren.

2012 erhielt Airbus in Stevenage den Auftrag von der ESA für den Solar Orbiter, der auch von den Sonden Soho und Ulysses profitiert. Nach acht Jahren von Planung und Bau der Sonde erhalten Sonnenforscher damit nun ein nie dagewesenes Observatorium für unser Zentralgestirn. Die Mission soll zehn Jahre dauern.

Brexit: Flüge und Kontrollen unverändert

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Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union hat keinerlei Auswirkungen auf die Flüge dorthin, wie der Flughafen Dortmund mitteilt. Ryanair und Easyjet verbinden London weiterhin durchschnittlich neun Mal wöchentlich mit DTM.

Bequem von Dortmund nach London fliegen ist auch nach dem Brexit noch möglich. Die Einreiseformalien ändern sich ebenfalls in diesem Jahr nicht. Für die Einreise nach Großbritannien reicht für Staatsbürger aller EU-Länder ein gültiger Personalausweis. Da Großbritannien dem Schengen Abkommen nicht beigetreten ist, gab es bereits vor dem Brexit Grenzkontrollen, die fortgeführt werden.

Verhandlungen stehen an

Auch auf die Zollbestimmungen hat der Brexit in diesem Jahr keine Auswirkungen. Die Übergangsfrist, während der die Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien neu geregelt werden, dauert mindestens bis zum 31. Dezember 2020. In dieser Zeit wird z. B. über Start- und Landerechte, Sicherheits- sowie Handels- und Zollbestimmungen verhandelt.

Pharma-Hub: Leipzig/Halle erhält CEIV-Zertifikat

Nach einem einjährigen Prozess zertifizierte der Airline-Dachverband IATA die PortGround GmbH. Der Flughafen Leipzig/Halle ist Europas fünftgrößtes Luftfrachtdrehkreuz und jetzt mit der CEIV-Pharma-Zertifizierung in der Lage, rund um die Uhr zeitkritische und temperaturempfindliche Pharmasendungen abzufertigen.

Die internationale Klassifizierung CEIV steht für Center of Excellence for Independent Validators in Pharmaceutical Logistics. Sie bestätigt den zuverlässigen Umgang mit sensiblen Pharmagütern nach internationalen Standards. Portground gehört wie der Flughafen zur Mitteldeutschen Flughafen AG und ist auf Flugzeug- und Frachtabfertigung spezialisiert. „Mit dem Qualitätssiegel CEIV Pharma erweitern wir unser Geschäftsfeld und verfügen nun über einen durchgängig zertifizierten Prozess für sensible Pharmagüter. Damit können wir die komplette Abfertigung am Flughafen Leipzig/Halle aus einer Hand gewährleisten – von der Frachtanlieferung, über Aufbau und Einlagerung, bis zur Verladung ins Flugzeug“, betont Alexander König, Geschäftsführer der PortGround GmbH.

Qualifikation zum Pharma-Hub

Die Zertifizierung verlangt ein adäquates Qualitätsmanagement und regelmäßige Schulungen aller Prozessbeteiligten. Außerdem ist eine geeignete Infrastruktur erforderlich. Diesbezüglich hatte der Flughafen Leipzig/Halle bereits 2017 mit einem neuen Kühllager im World Cargo Center die Grundlage geschaffen. Es verfügt über einen direkten Vorfeldzugang und garantiert somit kurze Transportwege von und zum Flugzeug sowie auch zum LKW.

Mit einem Aufkommen von rund 1,24 Millionen Tonnen im Jahr 2019 ist der Leipzig/Halle Airport das fünftgrößte Luftfrachtdrehkreuz Europas. Der Airport verfügt über eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis für Frachtflüge sowie eine direkte Anbindung an das transeuropäische Autobahn- und Schienennetz. Das Start- und Landebahnsystem umfasst zwei parallele Runways mit einer Länge von je 3.600 Metern, die auch unter CAT-III-b-Bedingungen unabhängig voneinander genutzt werden können.

Corendon macht Izmir zum Direktziel ab Bremen

Mitten im kommenden Sommer ab 12. Juni nimmt Corendon Airlines ab Bremen neben Antalya auch Izmir in ihren Flugplan auf. Ab dann geht’s montags und freitags ab Bremen Airport in die türkische Stadt an der Ägäis-Küste.

Von den Einheimischen wird Izmir liebevoll „Perle der Ägäis“ genannt und das zurecht: Die drittgrößte Stadt, deren Geschichte bis in das dritte Jahrtausend v. Chr. zurückgeht, ist aufregend, bezaubernd, orientalisch. Izmir wird Direktziel ab Bremen.

Kultur und Komfort in angenehmem Klima

Izmir vereint alte Kunstschätze und moderne Bauwerke perfekt zu einem sehenswerten Ensemble. Auf der Sightseeing-Liste sollte das Wahrzeichen der Stadt, der Uhrenturm Saat Kulesi stehen, der mit seiner detailreichen und filigranen Bauart beeindruckt. Danach geht’s weiter zum Kemeralti-Basars, durch quirlige und duftende Gassen, die den Charme des alten Orients versprühen. Und auch hier gilt, wie auf allen Basaren: Handeln gehört beim Kauf von orientalischen Gewürzen und Mitbringsel für die Lieben daheim zum guten Ton.

Wem es danach nach einer köstlichen Stärkung gelüstet, der wird direkt neben dem Bazdurak Cami Fischmarkt fündig, denn hier gibt es frische Meeresfrüchte in bester Qualität. In Izmir kommt aber auch der Bade- und Strandurlaub nicht zu kurz: Nicht weit von der Stadt entfernt befinden sich berühmte Badeorte wie beispielsweise Cesme und Kusadasi mit tollen Hotels und natürlich auch Stränden, die zum Sonne tanken, relaxen und Seele baumeln einladen.

Reise in eine andere Epoche

Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich das lebhafte Nachtleben Izmirs. Das aufregendste Party-Viertel befindet sich im Stadtteil Alsancak. Hier findet sicherlich jeder eine Party-Location ganz nach seinem Geschmack. Wem das noch nicht reicht, der zieht einfach weiter durch Konak – auch hier gibt es Cocktailbars und Live-Musik für einen gelungenen Tagesausklang. Und wer gerne noch etwas antike Luft schnuppern möchte, sollte auf seiner Bucket List unbedingt einen Ausflug nach Ephesos einplanen.

Rund eine Stunde entfernt von Izmir bestaunt man die zum Teil gut erhaltenen antiken Ruinen und fühlt sich dabei um einige Jahrtausende in der Zeit zurückversetzt. Montags und freitags ab 12. Juni mit Corendon Airlines von Bremen nach Izmir. Dienstags und sonntags nach Antalya. Die Flüge sind ab sofort buchbar.

Lufthansa Winterangebot ab München zu Inseln und Meer

Lufthansa baut ab Ende Oktober das Urlaubsangebot weiter aus und bietet vier zusätzliche Ferienziele ab München an. Die drei Kanarischen Inseln können Gäste der Lufthansa damit wieder nonstop erreichen, ganz neu ist die griechische Stadt Thessaloniki als Ziel.

Mit den neuen Verbindungen nach TeneriffaFuerteventura und Gran Canaria bietet Lufthansa künftig Direktflüge zu den drei größten der insgesamt sieben kanarischen Inseln an.

Mildes Klima: Im Winter in den Süden

Auf die Sonneninseln im Atlantik geht es viermal pro Woche: nach Teneriffa an jedem Samstag und Sonntag, samstags nach Fuerteventura und sonntags nach Gran Canaria. Das milde Klima macht die spanische Inselgruppe auch im Winter zu einem attraktiven Urlaubsziel. Die spanischen Inseln werden mit einem Airbus A321 angeflogen.

Thessaloniki lockt mit Städtetrip

Nach Thessaloniki fliegt Lufthansa wintermüde Urlauber im kommenden Herbst dreimal in der Woche mit einem Airbus A320. Ab Ende Oktober geht es an jedem Dienstag, Donnerstag und Samstag von München in die griechische Hafenstadt. Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands, lockt nicht nur mit traumhaften Stränden, sondern ist mit ihrer historischen Altstadt ein ideales Ziel für einen Städtetrip.

Hamburg Airport verzeichnet 68,8% Privatreisen

Insgesamt sind über zwei Drittel (68,8 Prozent) der Passagiere am Hamburg Airport privat unterwegs, knapp ein Drittel (31,2 Prozent) reist aus beruflichen Gründen. Bei den Privatreisen haben Urlaub und Erholung an Bedeutung gewonnen.

Hamburg Airport ist der Startpunkt in die schönste Zeit des Jahres: Fast jeder dritte Passagier nutzt den Hamburger Flughafen, um in den Urlaub zu fliegen. Der zweithäufigste Reisegrund ist der Besuch von Freunden und Verwandten – fast jeder vierte Fluggast gibt an, aus diesem Anlass zu fliegen. Das ist das Ergebnis der Fluggastbefragung im Gesamtjahr 2019.

Urlaub und Freunde als Ziel

31,2 Prozent der Fluggäste fliegen in den Urlaub oder zur Erholung, 1,7 Prozentpunkte mehr im Vergleich zum Vorjahr. Der Besuch von Freunden und Verwandten nimmt mit 24,1 Prozent der Passagiere ebenfalls weiterhin einen hohen Stellenwert bei den Reisenden ein. Städte- und Kulturreisen werden zudem immer beliebter: 9,4 Prozent der Reisenden, also 1,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, nutzen Hamburg Airport aus diesem Anlass.

Bei den beruflichen Reisen liegen Flüge aufgrund von Geschäftsterminen mit 22,3 Prozent deutlich vorne (+2,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr). Im Durchschnitt unternehmen die Passagiere am Hamburg Airport sieben Flugreisen pro Jahr, eingerechnet sind dabei auch berufliche Vielflieger.

Weniger Flüge bei mehr Passagieren

Im Jahr 2019 nutzten insgesamt 17,3 Millionen Menschen den Hamburger Flughafen. Damit war die Nachfrage mit einem Plus von 0,4 Prozent erneut etwas höher als im Vorjahr. Die Anzahl der Starts und Landungen ist hingegen um 0,8 Prozent gesunken. Die Zahlen basieren auf der Fluggastbefragung des Hamburg Airport im Gesamtjahr 2019. Hierfür wurden 20.034 persönliche Interviews mit Passagieren am Flughafen Hamburg im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019 durchgeführt. Diese Stichprobengröße ist repräsentativ für alle Fluggäste am Hamburg Airport im Befragungszeitraum.

Lufthansa Group erzielt Climate Scoring Ergebnis „B“

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Die Lufthansa Group hat in der Klimawandelberichterstattung 2019 der gemeinnützigen Rating-Organisation CDP das Climate Scoring Ergebnis „B“ erzielt. CDP führt jährlich das weltweit größte Klimaranking durch, in das umfangreiche Informationen und Daten zu CO2-Emissionen sowie Reduktionsstrategien und Klimarisiken der teilnehmenden Unternehmen einfließen.

Der LH-Airline-Konzern ist damit wie im Vorjahr erneut im zweithöchsten Ranking-Band gelistet und belegt damit einen der vorderen Plätze unter den Fluggesellschaften.

Es braucht alternative Kraftstoffe

„Die erneut gute Bewertung im globalen CDP-Ranking bestätigt uns in unserem Engagement für eine nachhaltige Zukunft. Ein Schlüssel auf dem Weg dahin ist der Einsatz nachhaltiger alternativer Kraftstoffe. Bereits heute haben Reisende weltweit die Möglichkeit, über unsere Plattform ‚Compensaid‘ mit Sustainable Aviation Fuel CO2-neutral zu fliegen“, so Christina Foerster, Vorstand Customer & Corporate Responsibility der Deutschen Lufthansa AG.

Die Lufthansa Group beteiligt sich seit 2006 an der CDP-Berichterstattung und informiert damit relevante Interessengruppen transparent über ihre Klimaschutzstrategie und Maßnahmen zur CO2-Reduktion. Die CDP-Daten fließen zu großen Teilen auch in andere Bewertungen führender Ratingagenturen ein. CDP Climate Scores werden jährlich auf einer Skala von „A“ (bestes Ergebnis) bis „D-“ vergeben. Unternehmen, die keine oder nur unzureichende Informationen zur Verfügung stellen, werden mit „F“ gekennzeichnet.

Airbus A320neo erstmals bei Batik Air eingeflottet

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Ein erster Airbus A320neo für Batik Air ist jetzt bei der Airline angekommen. Die Fluglinie, die zur Lion Group aus Indonesien gehört, hat den Flottenneuzugang am Flughafen Soekarno-Hatta in Jakarta gefeiert.

Der A320neo ist der 46. Airbus für Batik Air; die Flotte umfasst bisher 44 A320 und einen Langstreckenjet A330-300. Das neue Flugzeug beherbergt 156 Sitze, davon 12 in der Business Class und soll auf inländischen Strecken eingesetzt werden.

MTU Maintenance integriert Galvanik-Spezialist Krauss

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In Zukunft gehören diverse galvanische Verfahren für Neu- und Reparaturteile zum Angebot von MTU wie beispielsweise Hartverchromen, Verkadmen und Vernickeln, Chrom- und Schwefelsäureanodisieren, Aufbringen von chemischen Konversionsschichten, Passivieren von Stahl sowie Ätzen und Brünieren.

Die MTU Maintenance hat ihr Portfolio an Reparaturverfahren im Raum Berlin-Brandenburg breiter aufgestellt, und zwar durch die Übernahme der Krauss GmbH, einem bisherigen Zulieferer der MTU. Das Unternehmen geht in der neu gegründeten MTU Maintenance Coating Services GmbH auf, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der MTU Maintenance Berlin-Brandenburg GmbH mit Sitz in Ludwigsfelde.

Wachstum bei Know-how und Kunden

Dipl.-Ing. Jan Bierkamp hat operativ zum 01. Februar 2020 als Geschäftsführer die Leitung der MTU Maintenance Coating Services GmbH übernommen. Das Unternehmen hat 35 Mitarbeiter und verfügt über eine Betriebsfläche von 2.000 Quadratmetern. „Ich freue mich darauf, durch meinen Einsatz für eine reibungslose Fortsetzung des Geschäftsbetriebs zu sorgen. Dass namhafte Bestandskunden wie Lufthansa Technik AERO Alzey GmbH, Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG Dahlewitz und PRÄWEST Präzisionswerkstätten Dr.-Ing. Heinz-Rudolf Jung GmbH & Co. KG ihr Vertrauen in uns setzen, ist ein großer Erfolg für unser neu gegründetes Unternehmen“, sagt Bierkamp, der rund 15 Jahre Erfahrung an unterschiedlichen MTU-Standorten gesammelt hat.

„Wir decken durch diese Übernahme nicht nur unseren eigenen Bedarf, sondern bieten in der bewährten MTU-Qualität auch unseren Kunden die sehr gefragten Fertigungsverfahren an, für die es teils nur wenige Zulassungen auf dem weltweiten Markt gibt“, sagt André Sinanian, Geschäftsführer der MTU Maintenance Berlin-Brandenburg GmbH. Die MTU hat am Standort Ludwigsfelde in 2018 und 2019 rund 30 Millionen Euro investiert. Die Investitionen in die kontinuierliche Modernisierung und Ausbau von Anlagen und Infrastruktur setzt sie in 2020 fort, dies umfasst auch die neue Tochtergesellschaft MTU Maintenance Coating Services.

Die MTU Maintenance Berlin-Brandenburg wächst kontinuierlich, sowohl im Bereich der Instandsetzung von zivilen Luftfahrantrieben als auch bei Industriegasturbinen, für die der Standort unter dem Markennamen MTU Power das Kompetenzzentrum innerhalb des MTU-Konzerns ist. Das Wachstum betrifft nicht nur das Portfolio, sondern auch Betriebsfläche, Umsatz und Mitarbeiterzahl.

NASA schaltet Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer ab

Nach mehr als 16 erfolgreichen Jahren hat die NASA ihr Infrarotteleskop im All aufgegeben. Spitzer war seinerzeit das leistungsfähigste Teleskop für Infrarotlicht, das im All eingesetzt wurde.

Um 17:30 Uhr unserer Zeit verkündete Joseph Hunt, Programmmanager für Spitzer bei der NASA, das offizielle Ende der Mission. Spitzer war 2003 gestartet worden und war eines der vier großen Observatorien der NASA im All, nebem dem Hubble Spacetelescope, dem Röntgenteleskop Chandra X-ray und dem Compton Gamma-Observatorium. Gerade die Teleskope für verschiedene Wellenlängenbereiche vervollständigen erst das Bild des Universums.

Infrarot-Astronomie lichtet den Blick

Zu den Beobachtungszielen gehörten in den 16 Jahren neben dem tiefen Universum in Staubwolken und ferne Galaxien auch unser Sonnensystem mit Kometen und Asteroiden, und auch bis dahin unbekannter weiterer Ring um den Saturn wurde entdeckt. Die Forschung zur Entwicklung von Galaxien und die Sternenentstehung werden noch lange von den gesammelten Daten des Auges profitieren, dessen Lied sich nun geschlossen hat. Ein besonderes Highlight ist dabei die Entdeckung des siebten erdengroßen Exoplaneten im System TRAPPIST-1, die größte Anzahl an terrestrischen Planeten, die überhaupt um einen einzelnen Stern gefunden wurde – und dies samt Charakerisierung von seiner Masse und Dichte.

Auf den Planeten aus TRAPPIST-1 wurden dafür über 1.000 Beobachtungsstunden aufgewandt. 2016 dann wurde gemeinsam mit Hubble die enfernteste, überhaupt bekannte Galaxie abgebildet. Alle Daten sind in der Spitzer-Datenbank frei zugänglich. Schon einmal wurde 2018 die Lebensdauer von Spitzer bis heute verlängert. Damals wollte man die Ressourcen für das neue James Webb Weltraumteleskop bündeln, das auch im Infrarotbereich sehen können wird. Doch für den Übergang nutzte man Spitzer dann doch noch länger, um die neuen Beobachtung besser vorzubereiten. Das James Webb Teleskop soll nächstes Jahr gestartet werden.

Spitzer ging schon länger das Helium aus

Spitzer war das empflindlichste Infrarotteleskop seiner Zeit. Zwar hatte die NASA schon vorherige Infrarotteleskope ins All geschossen, doch mit Spitzer gelang ein tieferer Blick und ins weitere Infrarot als bisher. Insbesondere die Feuchtigkeit der Erdatmosphäre schirmt Infrarot ab, was diese Erkenntnisse so nur vom All aus möglich macht. Dabei durchdringt Infrarot insbesondere Staub im All besser, was umgekehrt einen tieferen Blick ins Innere von Staubwolken und Sternentstehungsgebieten ermöglicht. Auch die Entschlüsselung der Atmosphären von Exoplaneten wurde so möglich. Hier zeigt die NASA einige besonders beeindruckende Bilder des Teleskops Spitzer.

Dabei kam die eigentliche Infrarotmission von Spitzer schon 2009 zu ihrem Ende. Denn um überhaupt Infrarotlicht – Wäremestrahlung – unverfälscht detektieren zu können, müssen die Messgeräte noch viel kälter als eiskalt sein. Kontinuierlich verdampfendes, flüssiges Helium an Bord wird genutzt, um so die Aufnahmetechnik, die beiden Sensoren Infrared Spectrograph (IRS) und Multiband Imaging Photometer for Spitzer (MIPS), herunterzukühlen. Jedoch ist der Vorrat an Helium nach sechs Jahren schon verbraucht gewesen. Die Hauptmission von Spitzer war da aber schon mit allen Zielen erfolgreich erfüllt. Seitdem wurde das Teleskop aber für andere Wellenlängenbereiche genutzt. Dazu wurden noch zwei Wellenlängenkanäle eines Dritten Instruments an Bord, der Infrared Array Camera (IRAC), eingeschaltet. So konnten die Techniker der NASA dem Teleskop nochmals über zehn Jahre wissenschaftliche Produktivität verschaffen.

Gebaut wurde Spitzer von Lockheed Martin in Sunnyvale, Kalifornien. Die Optik und das Temperaturmanagement kam von Ball Aerospace and Technologies Corporation in Boulder, Colorado, sowie in Zusammenarbeit mit der Cornell University das Instrument IRS und mit der University of Arizona das MIPS in Tucson. Die NASA baute im Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, das Instrument IRAC unter der wissenschaftlichen Leitung des Harvard Smithsonian Astrophysics Observatory in Cambridge, Massachusetts. Gesteuert wurde die Raumsonde vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena.

Condor gibt Sommer-Reiseziele ab Berlin bekannt

Nach der angekündigten Stationierung eines weiteren Flugzeugs in Berlin und der Übernahmen durch den Eigner von LOT legt Condor weiter nach und nennt neue Ferienziele ab Berlin.

Im Sommer 2020 startet der Ferienflieger Condor aus Berlin-Schönefeld (SXF) zu Zielen für den Urlaub rund ums Mittelmeer. Mit einem Airbus A320, in Berlin stationiert, kehrt damit Deutschlands beliebtester Ferienflieger in die Hauptstadt zurück. Zusammen mit dem Flughafen Leipzig/Halle, wo Condor den größten Passagieranteil unter den Airlines hat, fliegt Condor dann von den zwei großen Flughäfen im Osten der Bundesrepublik.

Flugziel nur von Condor ab Berlin

Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Condor-Geschäftsführung: „Wir freuen uns, nun doch mit Abflügen aus Berlin zum Flughafen Berlin-Schönefeld zurückzukehren. Das große Engagement der Reiseveranstalter erleichtert die wirtschaftliche Entscheidung, Verbindungen zu den beliebten Reisezielen der Berliner und Brandenburger anzubieten. Die beliebte Insel Samos im Ägäischen Meer wird Condor sogar als einzige Airline aus Berlin anbieten. Mit der Rückkehr nach Berlin ist der Ferienflieger Condor an allen großen Airports vertreten.“

Neues Flugprogramm

Kanarische Inseln

  • Gran Canaria (LPA): mittwochs und sonntags
  • Fuerteventura (FUE): donnerstags und samstags
  • Teneriffa (TFS): montags und freitags

Griechenland

  • Heraklion (HER): montags und donnerstags
  • Rhodos (RHO): samstags
  • Samos (SMI): dienstags

Italien

  • Olbia (OLB): mittwochs und sonntags

Condor mit Business Class

Im Sommer gibt es ab Berlin die neu eingeführte Business Class mit einem exklusiven Lounge-Zugang, einem freien Mittelsitz in den vorderen Reihen des Flugzeugs, kostenfreien Getränke- und Menüoptionen, zusätzlichem Hand- und Aufgabegepäck, kostenfreiem Sportgepäck und vielen weiteren Vorzügen. Parallel erweitert Deutschlands beliebtester Ferienflieger die Tarifoptionen in der Economy Class: „Economy Best“ bietet unter anderem mehr Hand- und Aufgabegepäck sowie eine kostenfreie Sitzplatzreservierung. Der neue Tarif ergänzt den klassischen Economy Class-Tarif und den „Economy Light“-Tarif, in dem Gäste besonders günstig nur mit Handgepäck reisen.

Standortfaktor Deutschland: News aus Luft- & Raumfahrt

Für Deutschland als Hochtechnologie- und Exportnation ist Spitzenforschung ein unverzichtbarer Standortfaktor. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR stellte jetzt Kernprojekte seiner Forschungsdisziplinen vor. Mit Synthetischen Kraftstoffen, einem Testfeld für autonomes Fahren und einem neuen Forschungsflugzeug erklärt das DLR die Strategie „Zukunftstechnologien für die Gesellschaft 2030“ und verweist auf die Bedeutung von interdisziplinärer Arbeitsweise der Forschungsbereiche für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

„Die gesellschaftliche Diskussion über die ökologischen Konsequenzen unseres täglichen Handelns ist längst auf den Straßen, Plätzen und Schulhöfen angekommen“, betont Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Im DLR forschen wir vom Weltraum bis unter die Wasseroberfläche an den Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels. Mit ausgefeilten Methoden der künstlichen Intelligenz können wir enorme Datenmengen auswerten. Gleichzeitig entwickeln wir in 47 DLR-Instituten innovative Technologien für die aktuellen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Das sind insbesondere nachhaltige Mobilität und Energieversorgung, Digitalisierung sowie die Sicherheit kritischer Infrastrukturen. Forschung ist die Grundlage für wirksame Lösungen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.“

Mobilität und Nachhaltigkeit in den Elementen

Um Mobilität klimaverträglich zu gestalten, intensiviert das DLR im Jahr 2020 die Forschung an synthetischen Treibstoffen und alternativen Antrieben – für die Luftfahrt, den bodengebundenen Verkehr und die Seefahrt. Synthetische Brennstoffe auf Basis regenerativer Ressourcen lassen sich so „designen“, dass sie optimal verbrennen und dabei zu weniger Schadstoffen in der Atmosphäre führen. In einer Studie wurden batterie-elektrische und eine hybridelektrische Antriebskonfiguration für Luftfahrzeuge untersucht. Beide Konfigurationen sind technisch realisierbar und flugfähig. Die Konzeptstudie belegt die technische Machbarkeit von elektrischen Flugantrieben im 500-Kilowatt-Bereich.

ISTAR: Falcon mit digitalem Flugzeug-Zwilling

Das DLR empfängt sein neues Forschungsflugzeug ISTAR (In-flight Systems and Technology Airborne Research). Dieser „fliegende Simulator“ wird die DLR-Flotte um einen leistungsstarken Versuchsträger erweitern. Er erlaubt, neue umweltfreundliche Flugzeugkonfigurationen unter realistischen Bedingungen zu testen. Zudem wird für den ISTAR ein digitaler Zwilling geschaffen, der ihn sein gesamtes Flugzeugleben begleiten wird.

Im Bereich unbemanntes Fliegen nimmt das DLR eine Architektenrolle ein. Durch seine zahlreichen Institute verfügt es über die notwendigen und europaweit einzigartigen Forschungskompetenzen, um Herausforderungen wie Antriebe, Energiespeicher, Flugführung, Zulassung und Akzeptanzforschung bis zur erfolgreichen Einführung von unbemannten Flugsystemen zu bewältigen. Im Nationalen Erprobungszentrum in Cochstedt (Titelgrafik) wird diese Forschung zusammengeführt und neue Technologien getestet.

Weltraumbeobachtung, Exoplaneten und Rover auf Mars

2020 beginnt die Umsetzung der Ergebnisse der letzten ESA-Ministerratskonferenz. Deutschland ist international führend in der Erdbeobachtung – sowohl wissenschaftlich, technologisch als auch in der Nutzung und Verarbeitung von Daten zur Analyse des Systems Erde. Mit rund 520 Millionen Euro stärkt die Bundesrepublik ihre Führungsrolle im operationellen europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus. Zudem beteiligt sich Deutschland mit etwa 170 Millionen Euro am wissenschaftlichen Programm FutureEO. Für das neue Programm „Globale Entwicklungshilfe“ (GDA) wurden zehn Millionen Euro gezeichnet. Darüber hinaus unterstützt Deutschland unter anderem eine Arktis-Kleinsatellitenmission zur Verbesserung der kurz- und mittelfristigen Wettervorhersage in der Arktisregion mit 7,5 Millionen Euro.

Ab Ende 2020 soll die Ariane 6 als neue europäische Trägerrakete Nutzlasten ins All bringen. Deutschland beteiligt sich mit insgesamt etwa 90 Millionen Euro an den Entwicklungskosten. Zudem sollen im Dezember weitere Satelliten der Galileo-Familie starten, die ESA-Sonde Solar Orbiter brach am 07. Februar 2020 mit wesentlichen deutschen Beiträgen Richtung Sonne auf und auch die Sentinel-Satellitenfamilie erhielt Zuwachs: Der Erdbeobachtungssatellit Sentinel-6 soll nach seinem Start am 15. November hochpräzise die Topografie der Meeresoberflächen vermessen.

Weltraumradar aus Deutschland

Bereits Ende November 2019 empfing das weltweit einzigartige Radarsystem GESTRA (German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar) erste Signale von Weltraumobjekten. Das in Deutschland mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) entwickelte und gebaute Radar kann Weltraumschrott und aktive Raumfahrtsysteme im erdnahen Orbit beobachten. Ab Herbst 2020 soll GESTRA seinen operationellen Betrieb starten und einen signifikanten Beitrag zur Sicherheit im Weltraum auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene liefern.

Im Dezember 2019 startete das ESA-Weltraumteleskop CHEOPS (CHaracterising ExOPlanets Satellite) in seine Erdumlaufbahn. Dort wird es Planeten außerhalb des Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten, auf ihre Größe, Dichte und mögliche Atmosphäre hin untersuchen. Das DLR ist mit Hardware, Aufnahmesensor und Sensorsteuerelektronik sowie in der Datenauswertung beteiligt.

Auf die Suche nach Spuren von Leben wird sich der europäische Mars-Rover im ESA-Programm ExoMars 2020 begeben. Mobil und mit Mess- und Analyseinstrumenten der neusten Generation ausgestattet, nimmt der Rover Boden- und Bohrproben und analysiert sie direkt in seinem Labor. Die DLR-Planetenforschung ist mit der PanCam, einer Stereo-Panoramakamera, sowie der High-Resolution Camera (HRC), einer hochauflösenden Kamera mit Teleobjektiv, an der Marsmission beteiligt.

Raumschiff Orion und „Made in Germany“ auf dem Mond

Mit dem wesentlich in Deutschland entwickelten Europäischen Servicemodul (ESM) soll das US-amerikanische Orion-Raumschiff Ende 2020/Anfang 2021 ins All starten, zum Mond fliegen und wieder zurück zur Erde kommen. Für zukünftige astronautische Langzeitmissionen zum Mond und zum Mars bedarf es spezieller Maßnahmen, um den menschlichen Körper vor Strahlenbelastung im All zu schützen.

Auf dem ersten Mondflug der Orion-Kapsel der NASA werden zwei Messkörper, die DLR- und ISA-Phantome Helga und Zohar, als „Passagiere“ an Bord sein. Mit ihnen messen die DLR-Forschenden die Weltraumstrahlung und testen die Wirksamkeit der im Projekt MARE entworfenen Strahlenschutzweste AstroRad.

H145 Rettungshubschrauber: Schweden baut Flotte aus

Schwedens Luftrettungsdienst – Svensk Luftambulans – hat drei neue H145 samt neuer Rotortechnologie geordert. Auf der Heli Expo 2020 kündigte der Hersteller an, auch drei ältere Hubschrauber des Musters zu erneuern.

Damit werden die bisherigen H145 auf den selben technischen Stand gebracht wie die neuen. Die Hubschrauber erfahren dadurch eine Leistungssteigerung in mehreren Bereichen, zumal sie auch den neuen Fünfblattrotor erhalten. Die Neuerung bringt dem Muster eine größere Tragkraft um 150 kg auf 3.800 kg – etwa soviel wie sein eigenes Leergewicht. Der lagerlose Hauptrotor macht den Flug zudem ruhiger.

H145 für Rettungsdienst bewährt

Svensk Luftambulans ordert die neuen H145 zudem mit dem wACS (Wireless Airborne Communication System). Damit wird eine bidirektionale Datenverbindung über zur Maschinenwartung hergestellt. Die verstärkte Flotte dient den beiden schwedischen Bezirken Norrbotten und Vasterbotten, welche wie schon bisher Värmland, Dalarna, Västra Götaland und Uppsala, vom Hubschrauber-Rettungsdienst versorgt werden. Die neuen H145 sollen in den nächsten zwei Jahren geliefert werden.

NASA ordert drei H135 für das Kennedy Space Center

Die US-Raumfahrtbehörde NASA will für ihre Raketenstartplätze drei neue Hubschrauber von Airbus kaufen und wird damit erstmals Kunde von Airbus Helicopters. Die Order für drei H135 wurde auf der der aktuellen Heli-Expo im kalifornischen Anaheim mitgeteilt.

H135 begleiten Raketenstarts

Die Hubschrauber werden am Kennedy Space Center der NASA in Florida stationiert. Hier sollen die H135 bei Raketenstarts begleiten, für Sicherheit sorgen, Medizinische Flüge durchführen oder einfach Personal transportieren. Die ersten zwei H135 soll die NASA noch diesen Sommer erhalten.

Vielseitigkeit der H135 überzeugt NASA

Dave Ramsey, Chef des Flugbetriebs am Kennedy Space Center, lobte die Hubschrauber der Europäer. Die NASA habe sich für Airbus entschieden, weil sie alle Missionsanforderungen der NASA erfüllen konnten. Dazu zählen Personendisposition, luftgestützte Gesetzesvollstreckung, Feuerbekämpfung aus der Luft, Waffenübungen und Betrieb über Wasser. Die H135 wird mit der Avionik Helionix von Airbus ausgeliefert.

Dr. Max Kownatzki designierter CEO von SunExpress

Dr. Max Kownatzki übernimmt vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats von SunExpress zum 15. April 2020 die Geschäftsführung des Unternehmens. Er folgt auf Jens Bischof, der CEO von Eurowings wird. Kownatzki, derzeit Senior Vice President Network & Partnership Management Hub Airlines der Lufthansa Group, übernimmt die Führung einer der größten Fluggesellschaften im touristischen und ethnischen Verkehr zwischen Deutschland und der Türkei. SunExpress ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Group und Turkish Airlines.

Die Ferienfluggesellschaft zählt jährlich über zehn Millionen Passagiere und hat im vergangenen Jahr mit 84 Flugzeugen die größte Flotte ihrer 30-jährigen Unternehmensgeschichte betrieben. Die Airline beschäftigt aktuell rund 4.200 Mitarbeiter. Max Kownatzki wird in seiner neuen Funktion zukünftig zwischen dem Unternehmenssitz in Antalya und der deutschen Niederlassung in Frankfurt pendeln.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Dr. Max Kownatzki als CEO für SunExpress gewinnen konnten. Als ausgewiesener Airline-Experte mit beeindruckendem strategischen Hintergrund wird er den erfolgreich eingeschlagenen Wachstumskurs der SunExpress fortsetzen und sie weiter als starke Marke im intensiven europäischen Wettbewerbsumfeld positionieren“, sagt İlker Aycı, Vorsitzender des Aufsichtsrats von SunExpress.

Stratege und Verkehrspilot Max Kownatzki

Max Kownatzki (47) begann seine Karriere 2002 bei der Strategieberatung Oliver Wyman in New York und München. Dort betreute er bis 2013 in verschiedenen leitenden Funktionen Kunden aus dem Bereich Luftfahrt, mit einem besonderen Fokus auf strategische Allianzen und kommerzielle Themen.

2013 wechselte er als Strategiechef ins Management der australischen Jetstar Group, einer Tochter von Qantas Airways. 2015 ging er zur Lufthansa, wo er zunächst als Chief Commercial Officer bei Eurowings Europe und im Wings Project die Etablierung und Entwicklung des Unternehmens begleitete. Im Anschluss leitete er als Senior Vice President das Business Development der Eurowings. Seit 2017 verantwortete er bei der Lufthansa Group die Netzplanung und strategische Allianzen der Hub Airlines Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines. Max Kownatzki hat in St. Gallen in der Schweiz Wirtschaft studiert und im Anschluss promoviert. Er besitzt sowohl die deutsche als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft und verfügt über eine Verkehrspiloten-Lizenz.