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Lufthansa und UFO verhandeln wieder Schlichtung

Vertreter der Lufthansa und der UFO haben sich zu einem ersten Gesprächstermin getroffen, um im Sinne von Kunden und Mitarbeitern eine Eskalation in der laufenden Tarifauseinandersetzung zu vermeiden.

Schlichtung bei Lufthansa in Arbeit

Beide Seiten wollen in den kommenden 48 Stunden intensiv daran arbeiten, einen gemeinsamen Weg in eine umfangreiche Schlichtung bei Lufthansa und gleichzeitiger Friedenspflicht bei ihren Konzerntöchtern zu erarbeiten. Dies könnte nach Ansicht von Lufthansa beispielsweise durch ein moderiertes Verfahren bei den Tochter Airlines Germanwings, Eurowings, Lufthansa Cityline und SunExpress gelingen.

Frist bis Donnerstag

Die zunächst vereinbarte Schlichtung war von Lufthansa letzte Woche überraschend wieder zurückgezogen worden. Beide Seiten haben für die neuerlichen Gespräche in den nächsten zwei Tagen Stillschweigen vereinbart.

„Aufgrund der wiederaufgenommenen Gespräche werden wir am Donnerstag keine Arbeitskämpfe verkünden, sondern im besten Fall eine Lösung, im schlechtesten Fall ein Scheitern. Im Falle eines Scheiterns beraten die UFO-Gremien dann über die weitere Vorgehensweise“, so Daniel Flohr, stellvertretender Vorsitzender der UFO.

Super Guppy fliegt Raumschiff Orion zum Härtetest

In einer riesigen Vakuumkammer beginnt für das neue Raumschiff der USA Orion nun die heiße, mehrmonatige Testphase. Ein Team von Ingenieuren und Technikern von Airbus, der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA, Lockheed Martin und der NASA stehen bereit, um das Raumfahrzeug unter simulierten, extremen Weltraumbedingungen auf Herz und Nieren zu testen.

Das Raumschiff Orion wurde mit einem Flugzeug vom Typ Super Guppy vom Kennedy Space Center am 24. November 2019 zur weltweit größten Thermal-Vakuumkammer der NASA geflogen. Dort beginnt nun die heiße, mehrmonatige Testphase für das Raumfahrzeug. Die Super Guppy landede in Mansfield, Ohio, und Orion wird am 26. November nach Plum Brook/Sandusky, Ohio, transportiert.

Sonnenhitze und frostige Kälte für Raumschiff Orion

„Mit den Tests werden wir zeigen, dass die Systeme des Raumfahrzeuges wie geplant funktionieren und gleichzeitig einen sicheren Betrieb für die Astronauten bei zukünftigen Missionen gewährleisten – sowohl am Boden als auch an Bord“, sagte Matthias Gronowski, Chefingenieur für das Europäische Servicemodul, das Airbus im Auftrag der ESA für die NASA in Bremen baut.

Die Tests werden in zwei Phasen in der größten Vakuumkammer der Welt auf dem Glenn Test Center der NASA in Plum Brook, Sandusky, Ohio, durchgeführt. Zunächst gibt es einen 63-tägigen Thermaltest. Dabei werden die elektrischen Systeme von Orion unter Vakuum- und Temperaturbedingungen eingeschaltet, um so die Umgebungsbedingungen im Weltraum zu simulieren. Während dieser Phase wird das Raumschiff extremen Temperaturen von ca. -115 bis 75 Grad Celsius ausgesetzt sein, um das Verhalten des Raumschiffes in Sonnenlicht bzw. Schatten im Weltraum zu reproduzieren.

Die zweite Phase ist ein elektromagnetischer Verträglichkeitstest, der etwa 14 Tage dauert. Jede elektronische Komponente gibt eine Art elektromagnetisches Feld ab, das die Leistung anderer Elektronik in der Nähe beeinträchtigen kann. Diese Tests stellen sicher, dass die Elektronik des Raumschiffs bei gleichzeitigem Betrieb einwandfrei funktioniert.

Testflug auf SLS für 2020 geplant

„Dies ist ein sehr wichtiger Meilenstein für die Reise zum Mond“, sagte Gronowski aus. „Seit drei Jahren arbeitet das internationale Team auf diesen Punkt hin, in den letzten Monaten haben wir das Crew Modul (Astronautenkapsel) und das Europäische Service Modul im Kennedy Space Center mechanisch und elektrisch verbunden. Nun kommt es darauf an, dass wir zeigen können, dass das Service Modul unter den extremen Bedingungen des Weltraums funktioniert.“

Nach erfolgreichen Tests wird Orion zum Kennedy Space Center der NASA zurückkehren, wo es mit der Integration mit der neuen Space Launch System (SLS)-Rakete und anderen Vorbereitungen vor dem Start von Artemis I beginnen wird. Das Europäische Service Modul der ESA sorgt für Antrieb, Energieversorgung, Luft und Wasser für die Astronauten sowie die Thermalkontrolle des ganzen Raumschiffes.

Der erste Start – ohne Astronauten – ist für Ende 2020 geplant. Artemis I wird einmal um den Mond herum und wieder zur Erde führen. Bei Airbus in Bremen wird bereits am zweiten Orion Service Modul gebaut, mit dem dann (2022 / 2023) erstmals Astronauten zum Mond und zurück zur Erde fliegen werden.

Heli-Union macht Wartung für H225M Caracal und Cougar

Auf Initiative der französischen Verteidigungsministerin Florence Parly kam es jetzt zum ersten Vertrag für die Wartung der französischen Hubschrauber H225M Caracal.

Support-Vertrag mit Heli-Union

Airbus Helicopters hat dazu mit der Heli-Union einen weltweiten Support-Vertrag unterzeichnet, um den Flugbetrieb von Hubschraubern der Muster H225M Caracal und Cougar zu unterstützen. Die Hubschrauber fliegen bei der Armee und der Luftwaffe Frankreichs.

Flugbereitschaft der Hubschrauber erhöhen

Airbus Helicopters zeichnet verantwortlich für den gesamten Support und verpflichtet sich, die Zahl der in Wartung befindlichen Hubschrauber sowie die Dauer der Wartungszyklen für jeden Hubschraubertyp um bis zu 20 Prozent zu reduzieren. Dazu soll die Downtime durch verbesserte Logistik und Technische Bereitschaft verringert werden.

In Zusammenarbeit mit Heli Union ist auch ein Wartungscenter im Gespräch, das nahe der des Stützpunktes in Pau im Südwesten Frankreichs entstehen könnte. Bei den französischen Streitkräften fliegen 18 H225M Caracal und 26 Cougar.

Flughafen Zürich: Nachfolge der Airport Scopes mit ETH

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Die eigens für den Flughafen Zürich entwickelten medialen Ferngläser auf der Zuschauerterrasse B haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Für die Ablösung der sogenannten Airport Scopes arbeitet die Flughafen Zürich AG nun auch mit Studierenden der ETH Zürich zusammen.

Die Flughafenbetreiberin erhofft sich von der Zusammenarbeit mit der ETH Zürich innovative Lösungen. In einem ersten Schritt wird das internationale Team von vier ETH-Studentinnen und Studenten rund um Dr. Martin Oswald Grundlagenforschung im neuen Studienkurs „Mixed Reality Lab“ betreiben.

Augmented Reality in den Airport Scopes

Die fix installierten Airport Scopes auf der Zuschauerterrasse erfreuen sich seit der Einführung 2011 großer Beliebtheit, haben aber mittlerweile das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die eigens für den Flughafen Zürich entwickelten medialen Ferngläser ermöglichen es, die reale Umgebung zu betrachten und dabei fixe und mobile Punkte anzupeilen, um Informationen virtuell abzurufen.

So sind rund 20 fixe Objekte wie der Tower, das Airside Center oder die Werften, programmiert. Zudem können Linienflugzeuge anvisiert werden, worauf Informationen zum Flugzeugtyp, zur Fluggesellschaft und zum Herkunfts- beziehungsweise Zielort des Fluges erscheinen.

Abgelöst werden sollen die Airport Scopes durch eine „bring your own device“-Lösung, die es Besuchern ermöglicht, mittels Smartphone Informationen zu fixen und mobilen Punkten zu erhalten. Ziel der Kooperation mit der ETH ist es, bis Ende Jahr Konzepte für zusätzliche Module der angedachten Lösung zu entwickeln.

Die besten Modulkonzepte der Studierenden werden an die Berliner Agentur ART+COM Studios weitergegeben, in deren Händen die Konzeption und die Umsetzung des neuen medialen Angebots auf der Zuschauerterrasse B liegt. ART+COM Studios war es auch, die vor knapp zehn Jahren die medialen Ferngläser für den Flughafen Zürich entwickelt hat.

Flughafen Zürich als Ausflugsziel

Die Flughafen Zürich AG erhofft sich, speziell im Bereich des Besucherangebots, eine langfristige Zusammenarbeit mit der ETH Zürich. Der Flughafen Zürich ist auch als Ausflugsziel beliebt. Im nächsten Jahr soll der Park als neuer Begegnungs- und Erholungsort direkt neben THE CIRCLE die Attraktivität des Ausflugsziels Flughafen Zürich bedeutsam erhöhen.

MTU Maintenance: Triebwerkservice für Malaysia Airlines

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MTU Maintenance wird gemäß der Vereinbarung, die eine Laufzeit von zehn Jahren hat, die Triebwerke der Airline Malaysia Airlines Berhad bis zu ihrer Ausmusterung überholen, stellt bei Bedarf Leihtriebwerke zur Verfügung und sorgt für die Überwachung und den gezielten Einsatz von lebensdauerbegrenzten Bauteilen.

Die MTU Maintenance und Malaysia Airlines Berhad haben dazu nun einen Vertrag für die mehr als 100 Triebwerke des Typs CFM56-7B der Fluglinie unterzeichnet. Malaysia Airlines ist die nationale Fluggesellschaft Malaysias und befördert täglich rund 40.000 Fluggäste auf über 300 Flügen zu 59 Zielen weltweit.

Ergebnis verbessern durch mehr Flugzeit

„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit der MTU Maintenance“, so Captain Izham Ismail, Chief Executive Officer von Malaysia Airlines. „Wir sind davon überzeugt, dass die MTU mit ihrem flexiblen und zuverlässigen Service die Sicherheit unserer Maschinen vom Typ Boeing 737-800 in der Luft gewährleisten und uns dabei helfen wird, die Kosten pro Flugstunde zu senken und unser Ergebnis dadurch zu verbessern.“

„Dem Volumen nach ist dieser Vertrag der größte, den die MTU Maintenance je beim CFM56-7B erhalten hat“, fügt Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines, hinzu. „Die MTU ist sehr stolz, Malaysia Airlines mit ihren hervorragenden, intelligenten Lösungen für die CFM56-7B-Triebwerke, die allmählich ans Ende ihres Lebenszyklus kommen, unterstützen zu können. Wir freuen uns darauf, die Flotte von Malaysia Airlines proaktiv zu betreuen, den Einsatz der Triebwerke zu optimieren und unserem Kunden dabei zu helfen, Kosten zu sparen.“

Triebwerksfürsorge individuell

Für neuere Triebwerke wird die MTU Maintenance Leistungen aus ihrem Paket PERFORMPlus erbringen, mit denen durch optimiertes Flottenmanagement, Engine Trend Monitoring, Vor-Ort-Serviceleistungen und Bereitstellung von Leasing-Triebwerken die Zeit am Flügel verlängert werden kann. Hinzu kommt eine Reihe von Produkten aus dem Paket SAVEPlus, das speziell für ältere Triebwerke konzipiert ist und mit dem die Kosten gegen Ende des Lebenszyklus mit smarten Strategien so gering wie möglich gehalten werden. Die Arbeiten für Malaysia Airlines werden bei der MTU Maintenance Zhuhai durchgeführt.

Die Nachfrage nach Leistungen für diese Antriebssysteme ist anhaltend hoch: Allein im Jahr 2018 entfiel mehr als ein Drittel aller Aufträge auf dieses Triebwerk. Die Antriebe der CFM56-Baureihe werden an drei Maintenance-Standorten der MTU – Hannover, Vancouver und Zhuhai – gewartet. Bei maßgeschneiderten Serviceleistungen für die Baureihe CFM56 sieht sich die MTU Maintenance als ist die Nummer eins der unabhängigen Instandhalter.

Emirates und SpiceJet beschließen Codeshare & Interline

Emirates und SpiceJet schließen ein Codeshare- und Interline-Abkommen. Damit bekommen die Passagiere der indischen SpiceJet Anschluss an die Ziele der arabischen Airline. Für SpiceJet ist es das erste Codesharing überhaupt.

Der Codeshare zwischen Emirates und SpiceJet muss noch behördlich genehmigt werden. Dann kann es ab nächstem Jahr losgehen. Reisende können auf gemeinsamen Strecken der Airlines besser auswählen, was die Destinationen Ahmedabad, Mumbai, Cochin und Neu-Delhi betrifft. Bei Emirates kann man nun einfach Flüge ab Dubai nach Amritsar, Calicut, Mangaluru, Madurai, Jaipur und Pune buchen, die von SpiceJet geflogen werden. Auch weitergehende Ziele in Indien von SpiceJet können direkt mit Emirates-Flugnummern gebucht werden.

Expansion: Fernziele mit Emirates

Noch früher geht es mit dem Interlining der beiden Fluglinien los, wo zunächst Flugverbindungen auf einander abgestimmt werden. Hier sind Flüge schon buchbar, die am 15. Dezember starten. SpiceJet führt täglich 630 Flüge durch. Die Flotte besteht aus 82 Boeing 737, 32 Bombardier Q-400 und vier B737 Frachtflugzeugen. Mit dem Abkommen soll die eigene Expansionsstrategie ergänzt werden, indem man nun Strecken bis Europa und Amerika und Afrika anbieten kann, so Ajay Singh, Chairman und Managing Director von SpiceJet.

Ungarn erhält Militärhubschrauber H145M von Airbus

In Ungarn sind die ersten zwei Hubschrauber H145M angekommen. Die militärische Variante des zweimotorigen Hubschraubers fliegt fortan in Ungarns Verteidigung.

Waffensystem HForce

Ungarn hat insgesamt 20 H145M bestellt, die auch das Waffensystem HForce erhalten. Damit lassen sich eine Reihe ballistischer sowie Lenkraketen für Boden- und Luftziele abfeuern. Auch hat Ungarn 16 schwerere Hubschrauber H225M bestellt, die ebenfalls HForce erhalten werden.

Militärische Ausstattung der H145M

Die H145M sind mit schnellem Abseilsystem, hochauflösenden Kameras, Lasthaken und einem Kit für Krisenfälle ausgestattet. Dazu kommt elektronische Abwehrfunktionen und Projektilschutz. Die H145M bewirbt Airbus als im Einsatz bewährt.

Ariane 5 bleibt am Boden: Satelliten müssen warten

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Verschiebung für den Flug VA250 der Ariane 5 bei Arianespace in Kourou. Laut Raketenbetreiber gab es kurz vor dem anvisierten Start ein Problem in der Energieversorgung.

Satelliten TIBA-1 und Inmarsat GX5 an Bord

Die Ariane 5 hat zwei Passagiere an Bord: die Satelliten TIBA-1 und Inmarsat GX5 – sie bleiben solange im Stand-by. Die Ariane 5 stand bereits auf dem Startplatz in Französisch Guyana, war vollgetankt und wartete auf den Countdown, als es 20 Minuten (H0-20) vor dem Abflug im Bodensegment zu einer Störung der Energieversorgung kam. Der Start wurde kurzfristig abgesagt und der Treibstoff aus der Rakete abgepumpt.

Startfenster für Ariane 5 am Dienstag

Das Startfenster für Flight VA250 war am 22.11. für 95 Minuten geöffnet, der Start sollte um 18:08 Uhr Ortszeit in Französisch Guyana stattfinden. Für die Ariane 5 ist Flight VA250 der vierte Start in diesem Jahr. Die Satelliten bringen es samt doppel-Satellitensattel auf ca. 10.479 kg. TIBA-1, von Airbus für Ägypten gebaut, wird dabei 27 Minuten vor dem darunter befindlichen Inmarsat freigesetzt. GX5 soll Datendienste für Inmarsat leisten und 34 Minuten nach dem Start entlassen werden. Momentan wird der Start für das nächste Zeitfenster am Dienstag, 26.11. um 18:08 bis 19:53 Uhr Ortszeit (ab 22:08 deutscher Zeit) angesetzt.

Boeing 737 MAX 10 feiert Debüt in Renton

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Bei Beoing in Renton hat das erste Flugzeug der 737 MAX 10 für ihr Debüt die Halle verlassen. Boeing feierte die Fertigstellung der größten MAX-Variante mit den Mitarbeitern.

Wiederzulassung der Flugzeugfamilie

Boeing steht immer noch unter Druck um die Wiederzulassung der Flugzeugfamilie nach zwei Abstürzen. Die korrigierte Steuerungssoftware befindet sich in der Neuzulassung. Die Beoing 737 MAX 10 soll bis zu 230 Passagiere aufnehmen können. Boeing bewirbt sie mit den niedrigsten Kosten pro Passagierkilometer von allen Flugzeugen mit Einzelgang.

Boeing 737 MAX 10 startet bald

Nach der Fertigstellung des Flugzeugs folgen jetzt Systemchecks und Testläufe der Triebwerke am Boden. Zum ersten Mal fliegen soll die Boeing 737 MAX 10 nächstes Jahr. Für das größte Flugzeug der Familie, 737 MAX 10, vermeldet Boeing ca. 550 Bestellungen und Absichten.

Briten kommunizieren 50 Jahre mit Skynet von Airbus

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Airbus feiert ein besonderes Jubiläum: Seit 50 Jahren kann sich das britische Verteidigungsministerium (MoD) bei der sicheren militärischen Satellitenkommunikation weltweit auf Skynet-Satelliten verlassen. Und es gibt doppelten Anlass zum Feiern – Airbus blickt in diesem Jahr auch auf 50 Jahre Unternehmens­geschichte zurück.

Am 22. November 1969 startete Skynet 1A von Cape Canaveral, Florida, in einen geostationären Orbit. Kaum ein Jahr später folgte Skynet 1B, der den Streitkräften die sichere Kommunikation über Sprachverbindungen, Fax und sogar Telegramm ermöglichte. In den 50 Jahren seit dem Start des ersten Skynet-Satelliten hat Airbus 25 militärische Kommunikationssatelliten für Verteidigungsministerien weltweit gebaut. 1974 starteten zwei Skynet-2-Satelliten. Einer davon fiel wegen eines Problems mit einem Raketentriebwerk des Satelliten aus, aber Skynet 2B erfüllte seinen Dienst mehr als 20 Jahre lang.

Skynet 1: zwei sichere Sprachkanäle

Die ersten Skynet-Satelliten hatten etwa die Größe eines kleinen Kühlschranks und boten nur zwei Sprachkanäle. Dagegen haben die vier Satelliten der heutigen Skynet-5-Flotte ein Startgewicht von mehr als sechs Tonnen und erreichen die Größe eines kleinen Lkw. Die durchschnittliche Leistung eines Skynet-5-Satelliten beträgt 4,7 kW, was in etwa der eines typischen britischen Haushalts entspricht.

Richard Franklin, Leiter von Secure Communications bei Airbus Defence and Space, sagte: „Dafür zu sorgen, dass Großbritannien in der sicheren Militärkommunikations­technologie und den entsprechenden Diensten seine führende Position behält, war in den vergangenen 50 Jahren ein Eckpfeiler des Ansatzes von Airbus. Skynet bietet ein erstklassiges Leistungsvermögen für Großbritannien und wir freuen uns darauf, unsere Streitkräfte auch für die nächsten 50 Jahre in schwierigen Einsatzgebieten mit Innovationen für ihre zukünftigen Aufgaben zu unterstützen – mit eigenen Investitionen und gemeinsam mit einem Netzwerk aus kleinen und mittleren Unternehmen sowie anderen Partnern, um die bestmöglichen Lösungen zu entwickeln, die den sich ändernden Kundenanforderungen gerecht werden.“

Skynet 4: Satelliten schon 29 Jahre im Dienst

Die Nachfolgegeneration Skynet 4 gewährleistete mit sechs Satelliten sichere Kommunikation weltweit. Ursprünglich für eine Betriebsdauer von 15 Jahren im geostationären Orbit ausgelegt, ist diese Generation nach wie vor im Einsatz. Skynet 4 ist mit 29 Jahren die am längsten funktionierende Satellitenkonstellation und erbringt weiterhin wichtige Kommunikationsleistungen.

Die aktuelle Satellitenfamilie ist Skynet 5. Seit über 16 Jahren funken diese vier Satelliten von Airbus, die auch im Auftrag des britischen Verteidigungsministeriums vom Hersteller betrieben werden, die Kommunikation außerhalb des Sichtkontakts (Beyond Line of Sight). In diesem Zeitraum kam den Skynet-5-Satelliten eine zentrale Rolle dabei zu, für die Verbindung der Streitkräfte im Einsatzgebiet untereinander und mit den Stützpunkten in Großbritannien zu sorgen. Außerdem sorgen die Satelliten dafür, dass die Soldaten über den WelComE-Dienst mit ihren Familien zu Hause in Verbindung bleiben. Airbus arbeitet mittlerweile an der nächsten Generation, Skynet 6, die auch weiterhin wichtige Kommunikationsdienste für das britische Verteidigungsministerium erbringen wird.

Airbus H160-Team für Hubschrauber-Rotor ausgezeichnet

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Das innovative Rotorblatt ist beim H160 von Airbus Helicopters bereits serienmäßig im Einsatz.

Am 21. November hat die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) das Team H160 Blue Edge/ERATO mit der Ehrennadel der deutschen Luftfahrt ausgezeichnet. Die DGLR verleiht die Ehrennadel der deutschen Luftfahrt für hervorragende Verdienste eines Teams um die Entwicklung der Luftfahrt.

Neuartiger Rotor für Hubschrauber

Das Team aus Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der entsprechenden französischen Forschungseinrichtung ONERA (Office national d’études et de recherches aérospatiales) und von Airbus Helicopters entwickelte in den Projekten ERATO und Blue Edge ein neuartiges Hubschrauber-Rotorblatt, das bei gleicher aerodynamischer Leistung deutlich weniger Lärm verursacht.

Ihr gemeinsames Ziel war es, einen Rotor zu entwerfen, dessen Lärmabstrahlung durch Blattwirbelinteraktionen wesentlich geringer, aber dessen sonstige aerodynamische Eigenschaften mindestens genauso gut wie ein vergleichbarer Referenzrotor sind. Um diese Ergebnisse zu erreichen, musste das Team H160 Blue Edge (vorgestellt auf der Paris Air Show)/ERATO verschiedene Wissenschaftsdisziplinen wie Aerodynamik, Rotordynamik, diverse Bereiche der Versuchs- und Messtechnik sowie Aeroelastik vereinen. Schon damals nahm das heutige Airbus Helicopters beratend am Projekt teil, war jedoch kein formales Teammitglied.

Lärm: Emission, die es zu reduzieren gilt

„Die Lärmbelästigung ist eines der kritischsten Probleme für die Akzeptanz von Hubschraubern in der Bevölkerung“, sagte Prof. Rolf Henke, Präsident der DGLR, der die Auszeichnung im Rahmen des DGLR-Jahresempfangs in Berlin überreichte. „Das Team Blue Edge/ERATO hat es durch eine konsequente Nutzung wissenschaftlicher Methoden vom grundlegenden physikalischen Verständnis der Lärmentstehung bis zur Fertigung eines marktreifen Produkts geschafft. Der bahnbrechende neue Rotor ist eine außergewöhnliche Teamleistung, auch weil dadurch die Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen und der Industrie insbesondere zwischen Deutschland und Frankreich erheblich gestärkt wurde.“

Eine Minderung von Hubschrauberlärm bei Landung und Start ist besonders für Rettungshubschrauber von großer Bedeutung, da diese oft in dicht besiedelten Gebieten betrieben werden müssen. Die dominanten Lärmquellen am Hauptrotor eines Hubschraubers unterscheiden sich in den Hochgeschwindigkeitsimplus- (HSI, High-Speed Impulsive) und den vor allem im Landeanflug auftretenden Blattwirbelinteraktionslärm (BVI, Blade Vortex Interaction). Dieses Wissen nutzten DLR und ONERA, als sie sich 1991 zum ERATO-Team (Etude d’un Rotor Aéroacoustique Technologiquement Optimisé) zusammenschlossen.

Rotor leiser und sparsamer

Das jetzt entstandene ERATO-Rotorblatt ist optisch gut durch sein gezacktes Profil zu erkennen, wo üblicherweise eine Gerade die Form darstellt. Der neue Rotor zeichnet sich durch herausragende aeroakustische Eigenschaften bei einer gleichzeitigen Verringerung des Leistungsbedarfs um bis zu neun Prozent im Vorwärtsflug aus. Erzielt wurde dies durch eine geschickte Profiltiefenverteilung und Verwindung, die Rückwärtspfeilung der Blattspitze sowie neu entwickelte Profile.

Auf dem Rotorprüfstand von Airbus Helicopters zeigten sich jedoch noch Einschränkungen in der Schwebeflugleistung. Daraufhin initiierten Airbus Helicopters und ONERA das Blue-Edge-Projekt, das einen Rotor hervorbringen sollte, der die Stärken des ERATO-Rotors enthält, die Schwäche im Schwebeflug behebt und über eine strukturelle Auslegung verfügt, die den industriellen Anforderungen an dynamische Stabilität in allen Flugzuständen und an die Serienproduktion standhält.

Das entworfene Rotorblatt ist durch einen ungewöhnlichen Grundriss mit einer kombinierten Vorwärts- und Rückwärtspfeilung gekennzeichnet. Andere Rotorblätter an Serienhubschraubern haben Rechteckblätter mit einer leicht modifizierten Blattspitze, die aber bei weitem nicht die geringe Lärmabstrahlung des Blue-Edge-Rotors erreichen. Airbus Helicopters setzt den Rotor erstmals serienmäßig im Mehrzweckhubschrauber H160 ein.

Calmar-Schallschutz am Flughafen Bremen: Letzte Frist

Calmar bietet Anrainern innerhalb der Schallschutzzonen statt des behördlichen Verfahrens zusätzliche Möglichkeiten zur schnellen und unbürokratischen Erstattung von Schallschutzmaßnahmen in Aufenthalts- und Schlafräumen sowie fachkundige Beratung bei individuellen Fragen.

Ein Jahr früher als gesetzlich vorgeschrieben ist der Flughafen Bremen schon Ende 2013 mit seinem freiwilligen Schallschutzprogramm Calmar gestartet. Durch das Programm tritt der Flughafen Bremen seitdem in den direkten Austausch mit seinen Nachbarn. „Der Schallschutz am Flughafen ist uns besonders wichtig. Mit Calmar sind wir in den vergangenen sechs Jahren in einen nachbarschaftlichen Dialog mit den Anwohnern des Flughafens getreten, um gemeinsam individuelle Lösungen zu finden“, erläutert Flughafen-Chef Elmar Kleinert das Programm.

Finanzielle Leistungen und Gutachter beanspruchen

Das Calmar-Programm beinhaltet seit sechs Jahren, neben Gesprächen auch Begehungen vor Ort. Zudem können Anwohner finanzielle Risiken und Vorleistungspflichten vermeiden, indem sie beispielsweise auf die eigene Beauftragung eines kostspieligen Gutachtens verzichten können. Außerdem wird vor der Durchführung von Arbeiten der Umfang der Erstattung vereinbart.

„Mit Calmar bieten wir als Flughafen berechtigten Anwohnern eine einfache und unkomplizierte Lösung für Schallschutzmaßnahmen an und hoffen, dass sich bis zum Ende der Frist am 23. Dezember noch Anwohner bei uns melden werden, um Calmar in Anspruch zu nehmen. Es wäre schade, wenn das Programm ausläuft, ohne sein ganzes Potential entfaltet zu haben“, so Kleinert weiter.

Flughafen-Anwohner innerhalb des Lärmschutzbereichs gefragt

Von Anfang an war das Schallschutzprogramm in Bremen auf einen Zeitraum bis zum 23. Dezember 2019 ausgelegt und begrenzt, da geltende Rechtsgrundlagen dies so vorsehen. Der Flughafen ging aus eigener Initiative bereits ein Jahr vorher mit Calmar an den Start. Schon viele Eigentümer von berechtigten Immobilien in der Nachtschutzzone und Tagschutzzone 1, haben sich beim Flughafen gemeldet.

Eigentümer und Anwohner innerhalb des Lärmschutzbereichs, die das Verfahren bislang noch nicht in Anspruch genommen haben, können sich noch bis zum 23. Dezember 2019 bei der Senatorin für Wissenschaft und Häfen oder der Flughafen Bremen GmbH melden. Nach Ablauf der Frist können nach derzeitiger Sach- und Rechtslage keine Ansprüche mehr geltend gemacht werden.

Thomas Cook meldet Insolvenz an

Die Thomas Cook GmbH und die Thomas Cook Touristik GmbH haben einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens einreichen müssen. Auch über die Thomas Cook International AG mit Sitz in Pfäffikon in der Schweiz wurde der Konkurs eröffnet.

Der reguläre Geschäftsbetrieb musste eingestellt und jeglicher Verkauf von Reisen aus dem Portfolio der Thomas Cook-Veranstalter gestoppt werden. Dies betrifft die Marken Thomas Cook Signature, Thomas Cook Signature Finest Selection, Neckermann Reisen, Bucher Reisen, Öger Tours und Air Marin sowie Thomas Cook International.

Leider können daher alle Gäste der genannten Veranstaltermarken ihre Reise aus insolvenzrechtlichen Gründen nicht antreten.

Pauschalreise mit beigefügtem Sicherungsschein

Gäste, die eine Pauschalreise mit beigefügtem Sicherungsschein gebucht haben, wenden sich für Informationen zum weiteren Vorgehen an den von der Zurich Insurance plc Niederlassung für Deutschland beauftragten Dienstleister KAERA, www.kaera-ag.de.

Buchung ohne Sicherungsschein

Kunden, die eine Reise über die deutschen Veranstaltermarken gebucht haben, die nicht durch einen Sicherungsschein abgesichert ist, können mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird öffentlich bekannt gegeben.

Kunden der Thomas Cook International AG (TCI), deren Reisen nicht durch einen Sicherungsschein abgesichert sind, können ihre Forderungen beim Schweizer Insolvenzverwalter anmelden.

Formular zur Einreichung der Forderung

Zur Einreichung der Forderung stehen auf der Homepage des Konkursamtes Höfe unter https://www.notariat-hoefe.ch/Dienstleistungen/Thomas-Cook-International-AG ein Formular und weiterführende Informationen zur Verfügung.

Buchungen der untenstehenden weiteren Veranstalter sind nicht betroffen. Kunden der unten aufgeführten Veranstalter werden gebeten, sich bei Fragen, die ihre Reise betreffen, direkt an den jeweiligen Veranstalter zu wenden.

  • Dertouristik Gruppe (Dertour/Meiers/ITS/JAHN)
  • FTI-Gruppe (5vor Flug/BigXTRA/FTI)
  • Schauinsland Reisen
  • TUI-Gruppe
  • LMX Reisen
  • VTOURS
  • AMEROPA
  • Alltours (inkl Byebye)
  • ETI Reisen
  • L’TUR
  • TROPO
  • OLIMAR
  • HLX
  • TOURVITAL
  • KIWI TOURS
  • Aldiana

Quelle: Thomas Cook

Ariane fliegt erneut mit RUAG Space Technologie ins All

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Am 22. November soll die europäische Rakete Ariane 5 vom Guyana Space Center in Kourou, Französisch-Guayana, abheben. Dabei werden ein Inmarsat-Mobilkommunikationssatellit sowie TIBA-1, ein Kommunikationssatellit für die ägyptische Regierung, ins Weltall befördert. Inmarsats Kommunikationssatellit soll zuverlässige mobile Breitbandkonnektivität in Europa, dem Mittleren Osten und Asien ermöglichen. 

Gesteuert und geschützt von RUAG Space

Wenn die Ariane 5 mit den beiden Kommunikationssatelliten startet, ist Technologie von RUAG Space beteiligt. Seit 1979 schützt die Nutzlastverkleidung von RUAG Space die Fracht der europäischen Trägerrakete – so auch dieses Mal. Die Nutzlastverkleidung schützt die empfindlichen Satelliten vor dem Start vor Wind und Wetter. Während des Flugs schützt sie insbesondere vor Lärm, der Reibungshitze und den mechanischen Lasten. In rund 120 km Flughöhe werden die Halbschalen in präzisen kontrollierten Prozessen voneinander und von der Rakete getrennt. 

Herstellung von Ariane 5-Nutzlastverkleidungen in Emmen
Herstellung von Ariane 5-Nutzlastverkleidungen in Emmen, © RUAG Space

Elektronik von RUAG Space mit an Bord

Neben der Nutzlastverkleidung wird beim Start auch wieder Elektronik von RUAG Space mit an Bord sein. Das Raumfahrtunternehmen hat auch den Bordcomputer, das „Gehirn“ der Rakete geliefert, welches am schwedischen Standort hergestellt wird. „Seit fast 40 Jahren werden unsere Nutzlastverkleidung und Bordcomputer für die Trägerrakete Ariane eingesetzt. Wir sind stolz, Teil einer weiteren Mission zu sein“, sagt Peter Guggenbach, CEO von RUAG Space.

Peter Guggenbach, CEO RUAG Space
Peter Guggenbach, CEO RUAG Space, © RUAG Space

Lufthansa zieht Klage gegen UFO zurück

Lufthansa wird ihr vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht anhängiges Verfahren zur Überprüfung des Gewerkschaftsstatus der UFO nicht weiterverfolgen. Das Unternehmen wird die Klage am kommenden Montag zurücknehmen. 

Klage zurückgezogen: Signal der Deeskalation

„Wir wollen damit ein Signal der Deeskalation senden und Lösungsräume in einer schwierigen, festgefahrenen Situation eröffnen. Vor allem im Interesse unserer Kabinenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter brauchen wir konkrete Ergebnisse für drängende Themen. Dies lässt sich nur im Dialog erreichen“, sagt Dr. Detlef Kayser, Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa AG und für das Ressort Airline Resources und Operations Standards verantwortlich.

Boeing Starliner auf Atlas V Rakete bereit für ISS-Flug

Der Starliner CST-100 ist das wiederverwendbare Crew-Schiff von Boeing und steht kurz vor seinem ersten Flug zur Raumstation ISS.

Jetzt wird der Starliner auf der neuen Rakete Atlas V des amerikanischen Trägerprogramms ULA (United Launch Alliance) montiert und wartet auf den Start. Die Atlas V wird derzeit am Space Launch Complex-41 in Cape Canaveral für ihren Flug am 17. Dezember vorbereitet.

Der Starliner nahm bereits Platz auf der Oberstufe der Rakete, wo er im Kennedy Space Center der NASA montiert wurde. Zum Startplatz selbst wird die Rakete zwei Tage vor dem Start manövriert. Es sind etwa 800 Meter zur Startfläche. Im Gegensatz zur Atlas V, die seit 2002 80 Starts leistete, ist der Starliner CST-100 ein völlig neues Projekt der USA, die ihre Raumfahrt von privaten Unternehmen erfüllen lassen will. Nur noch weitere Ziele jenseits des Low-Earth-Orbits sollen von der NASA selbst realisiert werden.

Space Shuttle-Astronaut von Boeing an Bord

Die Atlas V mit dem Starliner ragt 52 Meter in den Himmel. 725 Tonnen Schubkraft (über 7.100 kN) schießen die Rakete beim Start in die Umlaufbahn. Dieser erste Flug zur International Space Station ISS transportiert nur Fracht. Beim ersten bemannten Flug, den Boeing auch für die NASA realisieren soll, kommt ein anderes Modell zum Einsatz um den Astronauten von Boeing Chris Ferguson mit Astronauten der NASA Mike Fincke und Nicole Mann zur ISS zu bringen.

Ferguson ist der der Commander, der auch die letzte Mission einer Space Shuttle-Mission kommandierte. Das war 2011. Mit dem Starliner wollen die USA erstmals wieder selbstständig in der Lage sein, Astronauten ins All zu schießen. Bisher sind sie dafür auf russische Sojuz angewiesen.

Notfallalarm am Flughafen Friedrichshafen

Notfallalarm am Flughafen Friedrichshafen am Freitag, 22.11.19. Der Bodensee-Airport führt eine Notfallübung durch. Der Passagierflugbetrieb läuft planmäßig.

Notfall-Simulation am Flughafen Friedrichshafen

Dabei soll ein Notfall realitätsnah simuliert werden, in dem vor allem die Koordination der verschiedenen Rettungsdienste am Flughafen FDH im Mittelpunkt steht. Es ist mit keinen Beeinträchtigungen für Passagiere, Bringern und Abholern zu rechnen. Es kann kurzzeitig zu einem etwas erhöhten Verkehrsaufkommen durch die verschiedenen teilnehmenden Einsatzkräfte kommen. Die Übung am FDH ist für 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr angesetzt.

Übungsstandards nach ICAO

Flughäfen führen nach den Standards der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO solche Übungen regelmäßig durch.

Multibeam-Antenne: Airbus Weltneuheit für Satelliten

Die elektronisch schwenkbare Antenne ELSA+ (ELectronically Steerable Antenna+) von Airbus eröffnet eine neue Dimension der kommerziellen europäischen Satellitenkommunikation.

Airbus, ESA und Eutelsat haben bei Airbus in Madrid eine bahnbrechende neue Nutzlast vorgestellt: die aktive Multibeam-Antenne. Erstmals kann die Leistung eines Kommunikationssatelliten bei Bedarf per Softwaresteuerung flexibel an das Geschäftsmodell der Kunden angepasst werden.

„Beam Hopping“ für jeden einzelnen Strahl

Die elektronisch schwenkbare Empfangsantenne arbeitet im Ku-Band mit acht unabhängigen rekonfigurierbaren Beams. Diese inhärente Flexibilität ermöglicht dem Betreiber, die Funkfrequenzstrahlen über dem Abdeckungsgebiet neu auszurichten, und bietet damit eine bisher unerreichte Vielseitigkeit bei Multimedia- und Übertragungsdiensten. Zudem können diese Fähigkeiten entweder separat für jeden Strahl oder simultan umgesetzt werden, mit der Möglichkeit zwischen weit mehr als zehn vordefinierten verschiedenen Konfigurationen pro Strahl zu wechseln („Beam Hopping“).

Neu ist auch die Fähigkeit der Antenne, mögliche – beabsichtigte oder unbeabsichtigte – Interferenzen zu reduzieren, da sie jede Störungsquelle lokalisieren und ausblenden kann. Die neue Antennentechnologie ist die ideale Ergänzung zu den rein digitalen Nutzlasten der neuen Generation, bei denen der Betreiber Orbitposition, Frequenzen und Leistung des Satelliten verändern kann.

Know-how aus Spanien

ELSA+ basiert auf Entwicklungen wie DRA/ELSA für Hispasat 36W1, IRMA (In-orbit Reconfigurable Multibeam Antenna) an Bord von SpainSAT für sichere militärische Kommunikation sowie der aktiven Antenne der Gaia-Mission, über die zur Kartierung von Milliarden von Sternen enorme Datenmengen übertragen werden. Diese Systeme arbeiten alle erfolgreich im Orbit. Airbus Defence and Space in Spanien ist Hauptauftragnehmer für dieses hochmoderne Instrument, das über einen Zeitraum von vier Jahren entwickelt wurde. Unter der Führung von Airbus wurde das Hightech-System von einem Konsortium aus 12 europäischen Unternehmen gebaut, von denen acht in Spanien ansässig sind.

„Mit ELSA+ begeben wir uns in der Satellitenkommunikation auf völlig neues Terrain. Dies wird der Ausgangs- und Referenzpunkt für künftige Missionen sein“, sagte Fernando Varela, Head of Airbus Space Systems in Spanien. „Wir entwickeln die Technologie ständig weiter, und Airbus arbeitet bereits an der künftigen Antennengeneration für das SPAINSAT-NG-Programm.“

ESA befördert Innovationen

Mit dieser neuen Entwicklung für Eutelsat Quantum positioniert sich Airbus Spanien als europaweit führender Anbieter aktiver Antennen. Das Projekt wurde durch die Unterstützung von CDTI (Spanish Centro para el Desarrollo Tecnológico Industrial) und europäischer Weltraumorganisation ESA ermöglicht. Quantum ist ein ARTES Partnerprojekt zwischen den Herstellern Airbus und Surrey Satellite Technology Ltd., dem Betreiber Eutelsat und ESA. Die Partnerschaftsprojekte der ESA zielen darauf ab, wirtschaftlichen und wettbewerbsorientierten Fortschritte zu erzielen, indem die Industrie bei großen Programmen zusammenarbeiten.

Startgewicht von 3,5 Tonnen und 15 Jahre Lebensdauer

EUTELSAT QUANTUM stellt mit seinen völlig neuen Individualisierungsmöglichkeiten und seiner bisher unerreichten Flexibilität einen revolutionären Schritt im Bereich der kommerziellen Satelliten dar. Abdeckung, Frequenz und Leistung werden im Orbit weitgehend rekonfigurierbar sein, sodass die Mission einschließlich der Orbitposition völlig neu ausgerichtet werden kann. Der Satellit besitzt ein Startgewicht von 3,5 Tonnen und eine Lebensdauer von 15 Jahren. Der Start von EUTELSAT QUANTUM ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant.

Flug­ha­fen­ver­band ADV alar­miert über EuGH-Urteil

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Der EuGH hat heute eine wichtige Entscheidung zur Genehmigungspraxis der Flughafenentgelte getroffen – mit negativen Folgen für Deutschland.

Bisher war es nach der Rechtsprechung nicht zulässig, dass Airlines vor den Verwaltungsgerichten gegen eine behördliche Entgeltgenehmigung klagen. Vielmehr wurden die behördlich genehmigten Entgelte im Streitfall einer zivilgerichtlichen Überprüfung zugeführt. Nationale Gerichte hatten darin keine rechtliche Benachteiligung der Airlines gesehen und ihre Klagen abgewiesen.

Nach den bestehenden Regelungen sind die Flughäfen ohnehin zu höchster Transparenz bei der Kalkulation der Entgelte verpflichtet. Vor jeder Entgeltanpassung finden umfangreiche Nutzerkonsultationen statt. Tatsächlich haben die großen Airlines aufgrund ihrer starken Marktstellung einen klaren Verhandlungsvorteil, wenn es um die Festsetzung der Flughafenentgelte geht.

Flughäfen: Airlines an Kosten beteiligen

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel sieht in dem EuGH-Entscheid eine bedrohliche Entwicklung: „Die großen Airlines spielen ihre Marktmacht gegenüber den Flughäfen immer mehr aus. Es gibt in Deutschland nicht einen Flughafen, an dem die zwei größten Airlines weniger als 60 Prozent Marktanteil haben. Flughäfen wird es zunehmend unmöglich, kostendeckende Entgelte zu erzielen.“ Der Flughafenverband ADV richtet deshalb einen dringenden Appell an die zuständigen Genehmigungsbehörden der Länder. Flughafenentgelte müssen künftig nach der Genehmigung sofort zum Vollzug gestellt werden.

„Die Airlines sind hier auf einem gefährlichen Weg. Wenn sie sich immer weiter aus der Nutzerfinanzierung zurückziehen, müssen am Ende die Steuerzahler in Form von Zuwendungen der öffentlichen Hand die Zeche zahlen. Das kann nicht die gewollte Lösung sein. Das wäre ein fatales Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, warnt der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes.

Flughäfen in Sorge

Die Flughäfen sind nach dem EuGH-Urteil in Sorge. Airlines können über den Umweg einer geänderten gerichtlichen Zuständigkeit, den gesetzlich verankerten Genehmigungsprozess verlangsamen oder gänzlich aufhalten und so den Verhandlungsdruck auf die Flughäfen weiter verschärfen. Von der Bundesregierung erwarten die Flughäfen, die unverzichtbare Rolle der Landesbehörden im Genehmigungsprozess bei der EU-Kommission auch zukünftig sicherzustellen.

Mega-Feuerwache am Flughafen Frankfurt feiert Richtfest

An dieser Planung hat die Feuerwehr intensiv mitgearbeitet, und so findet eine der größten Flughafenfeuerwehren Europas auf ca. 22.000 Quadratmetern künftig beste Arbeitsbedingungen: vier Fahrzeughallen, Trainingscenter mit Chemie-Lehrsaal, Treppenturm, Atemschutzparcours, Werkstätten für Geräte und Fahrzeuge, Multifunktionshalle und Büros.

In 20 Arbeitsgruppen ist gemeinsam mit den Bau-Experten im Unternehmen das Optimum entstanden: der Plan für eine moderne und hochfunktionale Feuer- und Rettungswache. Nun beginnt der Innenausbau des sechsgeschossigen Bauwerks. „Dass die künftigen Nutzer so intensiv in die Planung eingebunden sind, nützt allen Beteiligten, weil wir passgenau das liefern, was später optimalen Arbeitsprozessen dient“, betont Dr. Ulrich Kipper, Leiter des Zentralen Infrastrukturmanagements am Flughafen Frankfurt. Innerhalb von drei Minuten müssen die Einsatzkräfte jeden Punkt am Flughafen erreichen. Im nächsten Jahr soll die neue Feuer- und Rettungswache 1 im Süden des Flughafens Frankfurt in Betrieb gehen. Jetzt feiert die Fraport AG den fertigen Rohbau.

Nur noch drei Wachen am Flughafen

Rund 80 Millionen Euro investiert die Fraport AG in den Neubau. Sobald dieser Mitte nächsten Jahres nach drei Jahren Bauzeit in Betrieb geht, stellt das Unternehmen von vier auf drei Feuerwachen auf dem Flughafen um. Dafür hatte das damalige Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung 2016 grünes Licht gegeben. „Die gezielte Auswahl der Standorte, ein konzentrierter Personaleinsatz und die neuen Sicherheitsregeln der Europäischen Agentur für Flugsicherheit haben es ermöglicht, auf drei Wachen zu reduzieren“, erklärt Feuerwehr-Chef Karl-Christian Hahn.

Qualmende Mülleimer, erste Hilfe beim Verkehrsunfall und der Einsatz am Großraumflugzeug – die Aufgaben der Flughafenfeuerwehr sind vielseitig. Pro Jahr rückt die Feuerwehr am Airport im Schnitt 5.000 Mal zu Einsätzen aus, der Rettungsdienst 7.000 Mal. In der neuen Feuer- und Rettungswache werden etwa 150 Menschen arbeiten. Im Trainingscenter werden jedes Jahr rund 32 Brandmeister neu ausgebildet. Zudem werden hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Bedienung der Handfeuerlöscher eingewiesen und es gibt Speziallehrgänge für den Umgang mit Gefahrgutunfällen sowie der Flugzeugbergung.

Fluggastbefragung: Was Flugreisende in Hamburg bewegt

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Fast jeder zweite Privatreisende ab Hamburg Airport freut sich am meisten auf Sonne und gutes Wetter. Das ergibt die Fluggastbefragung im dritten Quartal.

Norddeutscher kann damit der größte Wunsch für den Urlaub nicht sein. Anders sieht es bei jenen aus, die mit dem Flugzeug nach Hamburg reisen: Sie freuen sich vor allem darauf, Zeit mit lieben Menschen zu verbringen, auf Sightseeing und Kultur – und nur optimistische 15 Prozent auf Sonnenschein.

Sonne, Sightseeing, Kultur, Freunde oder Shoppen?

Von allen befragten Passagieren, die aus privaten Gründen von Hamburg aus in die Ferne fliegen, sehnen sich 45 Prozent vor allem nach Sonnenschein. Weitere 40 Prozent geben an, sich am meisten auf Erholung und Relaxen zu freuen. Knapp dahinter landet der Wunsch danach, Zeit mit lieben Menschen (35 Prozent) zu verbringen. Letzteres dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass der Anteil von Besuchsreisen bei Freunden und Verwandten in den vergangenen Jahren gestiegen ist. Immerhin noch jeder Vierte möchte Städte erleben und freut sich auf Sightseeing. Party, Shoppen und Bummeln hingegen spielen bei der Vorfreude eine untergeordnete Rolle.

In Hamburg fremde Kulturen entdecken

Befragt man jene Passagiere, die aus privaten Gründen in Hamburg landen und nicht abfliegen, verschieben sich die Ergebnisse: „Zeit verbringen mit lieben Menschen“ steht mit 54 Prozent auf Platz 1, erst danach folgen die Vorfreude auf Sightseeing (37 Prozent) sowie ein kulturelles Programm mit Theater-, Musical- oder Museumsbesuchen (20 Prozent). Elf Prozent möchten in Hamburg und der Region fremde Kulturen entdecken.

Über die Fluggastbefragung

Die Zahlen basieren auf der Fluggastbefragung des Hamburg Airport im dritten Quartal. Hierfür wurden 5.560 persönliche Interviews mit Passagieren am Flughafen Hamburg im Zeitraum vom 01. Juli bis 30. September durchgeführt. Diese Stichprobengröße ist repräsentativ für alle Fluggäste am Flughafen Hamburg im Befragungszeitraum.

Moody’s A1-Rating für FBB dank Gesellschafter

Die Ratingagentur Moody’s bescheinigt der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) in ihrer jährlichen Unternehmensbewertung auch in diesem Jahr eine überdurchschnittlich gute Bonität.

A1-Rating zeigt Potenzial des BER

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Moody’s hat der Flughafengesellschaft erneut ein gutes Rating gegeben und damit die finanzielle Zukunftsfähigkeit des Unternehmens bestätigt. Die Ratingagentur hat natürlich auch gesehen, dass die lange verzögerte Eröffnung des BER eine große unternehmerische und finanzielle Herausforderung war, die nur durch die Unterstützung der Gesellschafter bestanden werden konnte. Dass der Flughafen trotz dieser Belastung mit „A1″ bewertet wurde, zeigt das Potenzial, das der BER als wichtige Verkehrsinfrastruktur der Hauptstadtregion auch in Zukunft haben wird.“

Airport für die Region Berlin

Ausschlaggebend für die sehr gute Bewertung „A1“ waren, neben dem Umstand, dass die drei Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund selbst über sehr gute Ratings verfügen, wesentliche Stärken der FBB. Hierzu zählen insbesondere der hohe von Anteil Direkt- bzw. Punkt-zu-Punkt Verkehren und die Tatsache, dass die FBB den Kapazitätsausbau vorantreibt. Darüber hinaus attestierte Moody’s der FBB eine wichtige Alleinstellungsposition in der Hauptstadtregion. Ebenfalls ausschlaggebend für die Bewertung war die Aussicht, am BER mehr Entgelte pro Passagier realisieren zu können.

Heike Fölster, Geschäftsführerin Finanzen der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die Tatsache, dass wir seit nunmehr vier Jahren auch im Branchenvergleich ein überdurchschnittlich gutes Rating erhalten, ist auch eine Bestätigung der soliden Finanzierung des Unternehmens. Das Rating zeigt zudem, dass die Flughafengesellschaft ein sehr verlässlicher Kreditnehmer und ein sicheres Investment ist.“

Emirates bestellt Flotte an Boeing 787-9 Dreamlinern

Emirates hat auf der Dubai Airshow den nächsten großen Auftrag für Langstreckenflugzeuge erteilt – diesmal an Boeing. Die auf Langstreckenverkehr ausgerichtete Airline ordert Flugzeuge vom mittelgroßen Dreamliner 787-9.

Für den größten Dreamliner 787-10 hat Emirates schon früher ein Abkommen über 40 Flugzeuge unterzeichnet. Emirates betreibt bisher ausschließlich A380 und B777 für ihre Langstrecken. Die Fluglinie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist schon der größte Auftraggeber für die neue Boeing 777X mit 126 bestellten Flugzeugen und 155 Boeing 777 in der Flotte. Jetzt hat die Airline noch einmal 30 Boeing 787-9 Dreamliner dazubestellt.

Umwandlung von bestellten Boeing 777

Auch wurde vereinbart, dass von den bisher bestellten Tripleseven ebenfalls 30 in 787-9 umgewandelt werden können. Den 63 Meter langen 787-9 Dreamliner fliegt in typischerweise zwei Klassen 296 Passagiere eine Strecke von 7.530 Seemeilen (13.950 Kilometer). Aus dem Dreamliner-Programm wurden laut Boeing bisher über 1.400 Flugzeuge bestellt. Erst Anfang der Woche hatte Emirates eine Bestellung über 50 Langstreckenflugzeuge A350 XWB bei Airbus unterzeichnet.

Nationale Luftraumstrategie für Deutschland

Bei der IATA-Konferenz „Wings of Change“ in Berlin haben die Deutsche Flugsicherung DFS sowie die deutschen Fluggesellschaften im Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften e.V. (BDF) eine gemeinsame nationale Luftraumstrategie für Deutschland angekündigt.

Entwicklung des Luftverkehrsmanagements

Auf Impuls der International Air Transport Association (IATA) wollen die DFS, die Lufthansa sowie der BDF an einer zukunftsfähigen Entwicklung des Luftverkehrsmanagements in Deutschland arbeiten. Kernstück der Strategie ist ein umfassendes Arbeitsprogramm für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Luftraummanagements. „Die gemeinsame Strategie zeigt die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Luftraumnutzern und Flugsicherung. Wir begrüßen diese Kooperation als Grundlage und als wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung des Luftraums und eines bedarfsgerechteren Luftverkehrsmanagements. Die nötigen Anstrengungen zur Optimierung der Luftraumstruktur, zur Vereinheitlichung von Technologien und Standards im europäischen Luftraum werden nur in enger und gleichberechtigter Kooperation aller Systempartner die gewünschten Nachhaltigkeits- und Effizienzgewinne bringen“, erklärte Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS.

Player und Prozesse in der Luftfahrt besser verzahnen

Mit einer Nationalen Luftraumstrategie sollen Kapazitätsengpässe überwunden werden, die den Luftverkehr in Deutschland heute schon limitieren. Kluges Luftverkehrsmanagement würde viele betriebliche Einschränkungen überflüssig machen, Flugzeuge könnten dadurch deutlich effizienter eingesetzt werden und klimaschonender fliegen, führte Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa, aus.

Die Nationale Luftraumstrategie für Deutschland zielt auf die ganzheitliche Optimierung von Lufträumen und ihrer Struktur, die Nutzung modernerer Flug- und Flugsicherungsverfahren, einschließlich der dafür notwendigen Technologien, sowie eine gezielte Einbeziehung der verschiedenen Luftraumnutzer und weiterer Interessensgruppen. Die Vision der Initiatoren ist ein nationales Luftverkehrsmanagement-System, das integraler Bestandteil des europäischen Luftraumnetzwerks ist. BDF-Geschäftsführer Dr. Michael Engel: „Das System soll nachhaltiger betrieben werden, erforderliche Kapazitäten und ein hohes Maß an Stabilität gewährleisten können. Die Strategie schafft eine fehlende Verbindung zur Initiative für einen einheitlichen europäischen Luftraum (SES) und ist hierzu komplementär.“

UFO: Streiks bei Lufthansa drohen erneut

Nach Streik bei der Lufthansa durch das Kabinenpersonal droht nun eine erneute Verschärfung. Zwar hatten sich beide Parteien auf eine Schlichtung mit Friedenspflicht geeinigt. Das das sei von Lufthansa nun aufgekündigt worden, so die Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO).

Zustimmung zur Schlichtung mit UFO widerrufen

Damit drohen womöglich erneut Streiks bei Lufthansa. Wie die Organisation der Kabinenvertretung UFO mitteilte, hat die Fluggesellschaft die Zustimmung zur Schlichtung mit UFO widerrufen. Dabei hatte sich Lufthansa erst versöhnlich gezeigt und mit UFO ein umfassende Vereinbarung über die weiteren Verhandlungen unterzeichnet.

Auch die Kabinengewerkschaft war entgegengekommen und hatte Lösungen anderer Tarifpartner der Lufthansa übernommen. Eine Friedenspflicht für alle Airlines des Konzerns war im Gespräch. Über das weitere Vorgehen und den Rückzug von Lufthansa will UFO am heutigen Mittwoch informieren.

Euclid-Teleskop: Herzstück des Nutzlastmoduls

Das Euclid-Teleskop zur Erforschung des Dunklen Universums als Teil des Nutzlastmoduls ist das größte je bei Airbus entworfene und integrierte Instrument mit bisher unerreichter optischer Leistung.

In den Reinräumen von Airbus nimmt die Euclid-Mission Gestalt an: Die Montage des Teleskops ist nahezu abgeschlossen. Es bildet das Herzstück des Nutzlastmoduls, für das Airbus im Rahmen der Euclid-Mission der europäischen Raumfahrtbehörde ESA verantwortlich ist.

„Dieses Teleskop ist das komplexeste, das wir je entworfen und gebaut haben. Es muss bei extrem niedrigen Temperaturen von rund -170 °C arbeiten. Dabei profitiert es vom erstklassigen Airbus-Know-how in Sachen Siliziumkarbidtechnologie für den Weltraum, die sich bereits im Rahmen der Herschel- und Gaia-Missionen der ESA im Orbit bewährt hat“, sagte Philippe Pham, Leiter Earth Observation, Navigation and Science bei Airbus. Industrieller Hauptauftragnehmer der Euclid-Mission ist Thales Alenia Space (TAS).

Extreme Bedingungen für höchste Leistungklasse

Euclid wird tiefe und hochauflösende Aufnahmen des Himmels machen. Das Raumfahrzeug wird sich dabei alle 80 Minuten einmal drehen. In einer sechsjährigen Beobachtungsphase, in der mehr als ein Drittel des gesamten Himmels abgedeckt wird, soll Euclid die Formen und Entfernungen von über einer Milliarden Galaxien messen.

Nachdem der Träger am Grundgerüst montiert wurde (beide Strukturen bestehen zu 100 Prozent aus Siliziumkarbid), schließen die Airbus-Ingenieure nun die finale Integrationsphase ab: die optische Ausrichtung. Im Anschluss an die Montage wird das Teleskop zu Thales Alenia Space transportiert, wo es weiter getestet und auf die Plattform montiert wird.

Die gesamte Nutzlastintegration setzt extreme Reinheitsbedingungen voraus. Die optische Ausrichtung erfordert darüber hinaus stabile Temperaturen und Vibrationsfreiheit. So wird beispielsweise während der mechanischen Montage die Präzision in Mikrometern gemessen, bei der optischen Ausrichtung hingegen liegt die Präzisionsskala im Nanometer-Bereich (eine Million Nanometer sind ein Millimeter).

Giuseppe Racca, Projektmanager des Euclid-Programms der ESA, sagte: „Euclid ist die zweite ‚Mittelklasse‘-Mission des Cosmic-Vision-Programms der ESA. Mit dem Ziel, der beschleunigten Ausdehnung des Universums auf den Grund zu gehen, wird Euclid die Geometrie des dunklen Universums so genau wie noch nie kartieren. Dafür brauchen wir die engagierte Zusammenarbeit von Hunderten Laboren und anderen Einrichtungen aus 16 Ländern, hauptsächlich aus Europa, aber auch aus Amerika. Ein sprichwörtlich universales Team, um die Geheimnisse des Universums zu lüften.“

Top-Teleskop mit Komplexer Instrumentierung

Besonderheiten des Euclid-Nutzlastmoduls sind sein leichtes Teleskop aus 100 Prozent Siliziumkarbid, seine exzellente thermische Stabilität und seine Einsatztemperatur von -140 °C, die es für den nahen infraroten Spektralbereich unsichtbar macht. Ein Spiegel mit 1,2 Metern Durchmesser ermöglicht beugungsbegrenzte Beobachtungen von lichtschwachen Galaxien bis hin zur Größenklasse 24,5 und ein Korsch-Teleskop mit drei Spiegeln liefert Licht an seine beiden Forschungsinstrumente, den Visible Imager (VIS) und das Nahinfrarotspektroskop (Near-Infrared Spectrophotometer – NISP).

VIS und NISP werden bei sehr tiefen Temperaturen betrieben (VIS-Fokalebene bei -115 °C, NISP bei -180 °C), wohingegen die Elektronik des VIS bei 20 °C laufen muss. Die beiden Instrumente werden vom Euclid-Konsortium entwickelt und von der ESA an Airbus und Thales Alenia Space geliefert.

GECAS bestellt Airbus A321XLR und A330neo

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Das Flugzeugleasing-Unternehmen des US-Industrieriesen General Electric GECAS (GE Capital Aviation Services) hat die Langstreckenflugzeuge bei Airbus bestellt. Airbus liefert fest 12 A330neo und 20 A321XLR.

GECAS Bestellung umfasst 588 Flugzeuge

Von den 20 A321XLR sind allerdings nur 13 eine neue Order, sieben werden von bisher bestellten A321 in die Langstreckenversion umgewandelt. hat damit insgesamt 45 Flugzeuge an A330 bestellt, und von allen Varianten der Familie A320 sogar 588 Flugzeuge. Airbus verfolgt eine Strategie der kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Auf die A320 folgen damit die neueren A320neo-Flugzeuge (samt A321XLR), auf die A330 die neueren A330neo als -800 und -900. Diese sollen 25 Prozent weniger Treibstoff pro Sitz verbrauchen als die älteren Wettbewerber.

Airlines wollen A320XLR

Für die die A321XLR, welche gegenüber der derzeitigen A321LR ab 2025 durch Extratanks noch einmal eine erhöhte Reichweite von über 8.400 Kilometer bringen soll, gibt es in dem Segment garkeinen Wettbewerber. Auf der Dubai Airshow vezeichnete das Muster auch einen Großauftrag von flynas aus Saudi Arabien mit zehn A321XLR. Auch easyJet, mit 480 bestellten Flugzeugen Europas größter Betreiber der A320-Familie, hat jetzt 12 weitere A320neo nachbestellt.

Drohnen Demonstrator testet aeroelastischen Flügel

Der FLEXOP-Flugdemonstrator mit aeroelastischem Flügel hob am 19. November zu seinem Erstflug ab. Während des rund 25-minütigen Fluges über dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen konnten verschiedene Flugmanöver erfolgreich getestet werden.

Forschern unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, neue Technologien für leichtere, aber trotzdem äußerst stabile Tragflächen zu entwickeln. Mithilfe der neuartigen Flügel könnte das Fliegen bald umweltfreundlicher und günstiger werden. Auf dem Flugplatz Oberpfaffenhofen hoben die sogenannten aeroelastischen Flügel jetzt zum ersten Mal ab. Auch Airbus und weitere Universitäten sind am Projekt beteiligt.

Problem: Flattern langer Flügel

Flügel mit größerer Spannweite und geringerem Gewicht erzeugen weniger Widerstand – und sind daher energieeffizienter. Durch den effizienteren Auftrieb könnte zukünftig Kerosin eingespart und so die Emissionen und Kosten verringert werden. Der limitierende Faktor für den Bau solcher Flügel ist das aerodynamische Phänomen des Flatterns. Durch den Luftwiderstand sowie Windböen schaukeln sich die Schwingungen der Tragflächen immer weiter auf – wie bei einer Fahne im Wind.

„Das Flattern führt zur Materialermüdung. Das kann sogar so weit gehen, dass der Flügel abreißt“, erklärt Sebastian Köberle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am TUM-Lehrstuhl für Luftfahrtsysteme. Zwar beginnt jeder Flügel bei einer bestimmten Geschwindigkeit zu flattern – aber kürzere und dickere Flügel besitzen strukturell eine höhere Steifigkeit und damit Stabilität. Flügel mit mehr Spannweite genauso stabil und steif zu bauen, würde viel mehr Gewicht bedeuten. Im europäischen Projekt FLEXOP (Flutter Free FLight Envelope eXpansion for ecOnomical Performance improvement) arbeiten Wissenschaftler aus sechs Ländern daher an neuen Technologien, die das Flattern unter Kontrolle bringen und es gleichzeitig erlauben, die Flügel leichter zu bauen.

Flügel weicht Wind aus

Die Forscher der TUM sind für die Konzeption und Durchführung der Flugversuche verantwortlich, die das tatsächliche Verhalten der zwei neuartigen Tragflächen zeigen, die im Projekt entwickelt wurden: Der aeroelastische Flügel und der Flatterflügel. Dazu bauten die Wissenschaftler der TUM zunächst den dreieinhalb Meter langen und sieben Meter breiten Flugdemonstrator und integrierten die Systeme der europäischen Partner.

Bei der besonders leichten Tragfläche, die nun zum ersten Mal gestartet ist, handelt es sich um den sogenannten aeroelastisch optimierten Flügel, der vom DLR in Göttingen in Zusammenarbeit mit der Universität Delft entwickelt wurde. Er besteht aus Kohlefasern. Durch eine spezielle Ausrichtung der Fasern beim Aufbau des Flügels konnten die Forschenden sein Biege- und Torsionsverhalten beeinflussen. „Wird der Flügel durch die Luftkräfte gebogen, dreht er sich gleichzeitig und weicht den Lasten der Anströmung sozusagen aus“, sagt Prof. Dr. Wolf-Reiner Krüger vom Göttinger DLR-Institut für Aeroelastik.

Drohnen Flugtest mit Flattergeschwindigkeit

Mithilfe der Referenzflügel arbeiteten die Forscher der TUM im Vorfeld daran, den Flugdemonstrator automatisiert vorgegebene Flugversuchsmuster fliegen zu lassen. Sie erarbeiteten die optimalen Einstellungen und entwickelten Handbücher und Checklisten für die Flugversuche. „Der Flugdemonstrator soll mit den neuartigen Flügeln so schnell fliegen, dass diese theoretisch flattern müssten“, erklärt Köberle. „Bei solch hohen Geschwindigkeiten müssen wir sicher sein, dass nichts schiefgeht.“

Das Fluggerät muss vom Boden aus zu jedem Zeitpunkt zu sehen sein, sodass die Forscher jederzeit eingreifen können. Das bedeutet, dass die Flugmanöver in einem engen Radius von einem Kilometer geflogen werden. Nachdem die komplexen Vorarbeiten abgeschlossen waren, folgte der umfängliche Versuchsflug. „Es hat alles so geklappt, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagt Köberle. „Jetzt beginnt die Datenauswertung.“

Aktive Klappenregelung im „Flatterflügel“

Ein weiterer im Projekt entwickelter supereffizienter Flügel ist der sogenannte „Flatterflügel“. Dabei handelt es sich um einen Entwurf der TUM. Er besteht aus Glasfasern. Kommt es zum Flattern, werden die äußeren Klappen ausgeschlagen. Sie wirken dabei wie Dämpfer. „Die eingebaute am DLR entwickelte aktive Regelung der Klappen vergrößert die Möglichkeiten für eine wesentlich leichtere Bauweise maßgeblich“, sagt Dr. Gertjan Looye vom Oberpfaffenhofener DLR-Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik, der den DLR-Anteil am Projekt leitet.

Ein zweites Flugregelungssystem wird vom Computer and Automation Research Institute der ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA SZTAKI) entwickelt. Der Projektleiter Bálint Vanek von MTA SZTAKI ergänzt: „Mit einem solchen Flügel könnten künftig 20 Prozent mehr Fracht transportiert werden oder sieben Prozent Treibstoff eingespart werden.“ Diese Technologie ist besonders komplex. Daher werden die Tests an diesem Flügel erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Zuvor waren beide Varianten des supereffizienten Flügels bereits bei Standschwingungsversuchen am DLR-Standort Göttingen getestet worden.

Air Senegal: Vorverhandlung für acht Airbus A220

Air Senegal, die nationale Fluglinie des Senegal, hat mit Airbus ein Memorandum of Understanding (MoU) für acht A220-300 unterzeichnet.

Air Senegal ist mit der A220 erneut an der Spitze, was neue Flugzeugmuster angeht. Schon früher in diesem Jahr hat die Fluggesellschaft als Erste aus Afrika den neuen Großraumjet A330neo eingeflottet. Ibrahima Kane, CEO von Air Senegal, sagte, die A220 werde helfen, nicht nur zur Entwicklung des Kurzstreckennetzes in Afrika, sondern auch des Langstreckennetzes nach Europa beitragen.

530 Bestellungen für die A220

Die A220 wird in den Versionen -100 und -300 gebaut und deckt das Segment von 100 bis 150 Sitze ab. Airbus gibt nun schon 530 Bestellungen für das von Bombardier entwickelte Flugzeug an.

Air Astana will 30 Boeing 737 MAX 8 für FlyArystan

Gute Nachrichten für Boeing und die 737 MAX. Air Astana will 30 neue Flugzeuge des Typs 737 MAX 8 bestellen. Die Maschinen sollen bei der Low-cost Airline FlyArystan aus Kasachstan eingesetzt werden.

Boeing 737 MAX 8 im Wert von 3,6 Mrd. US-Dollar für Low-cost Airline FlyArystan

Der Kauf von 30 B737 MAX 8 hat nach Listenpreis einen Wert von 3,6 Mrd. US-Dollar, auf der Dubai Airshow haben Hersteller und Airline ein Letter of Intent unterzeichnet. Air Astana nahm 2002 mit Boeing 737 NG den Flugbetrieb auf und steuert Ziele von Zentralasien bis China und Europa an. Ihre Flotte beinhaltet 38 Boeing 767-300ER, Boeing 757-200, Embraer E190/E2 und Flugzeuge der Familie Airbus A320/A321 (CEO/NEO/LR).

FlyArystan: Airline für low-cost gegründet

Für den wachsenden Low-cost-Markt startete das Unternehmen im Mai FlyArystan. Ab nächsten Monat sollen Flüge nach Moskau starten. Die derzeit noch mit Flugverbot belegte 737 MAX wartet derzeit noch auf das Softwareupdate, das ihr wieder zur Zulassung verhelfen soll. Von Großbestellungen des Musters wie beim Konkurrenzmodell A320neo war zuletzt weniger zu hören.