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DLR zeigt Raumfähre auf der SpaceTech Expo in Bremen

Das DLR-Raumfahrtmanagement zeigt auf der SpaceTech Expo das in Europa entwickelte Servicemodul (ESM) des neuen NASA-Crew-Raumschiffes Orion. Das ESM ist das Herzstück des Orion-Raumschiffs und sitzt unterhalb der Crew-Kapsel.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat auf der SpaceTech Expo vom 19. bis zum 21. November 2019 in Bremen einen Stand mit Exponaten in Halle 5. An der Standnummer E42 zeigt das DLR Modelle aus der Raumfahrt und Transferthemen, die den Weg aus der Forschung in die Anwendung finden.

Servicemodul für das Orion-Raumschiff

Das ESM für die amerikanische Raumkapsel Orion beinhaltet das Haupttriebwerk und liefert über vier Solarsegel den Strom. Außerdem reguliert es Klima und Temperatur im Raumschiff und lagert Treibstoff, Sauerstoff und Wasservorräte für die Crew. Das Orion-Raumschiff und damit auch das ESB gelten als zentraler Meilenstein für künftige bemannte Explorationsmissionen zum Mond, aber auch zum Mars und darüber hinaus.

Das europäische Konsortium, welches das ESM baut, steht unter der Führung von Airbus Defence and Space in Bremen. Insgesamt sind Firmen aus zehn ESA-Ländern sowie den USA beteiligt. Der unbemannte Erstflug von Orion ist für 2021 geplant.

Wiederverwendbare Raketen

Als Zukunft des Weltraumzugangs gelten wiederverwendbare Raumtransportsysteme. Das Bremer DLR-Institut für Raumfahrtsysteme stellt zwei unterschiedliche Technologien zu diesem Thema vor. CALLISTO (Cooperative Action Leading to Launcher Innovation in Stage Toss back Operations) ist ein wiederverwendbarer Demonstrator für eine VTVL-Senkrechtstart- und landeraketenstufe.

Wiederverwendbare Trägersystemen könnten die Startkosten reduzieren und die Einsetzbarkeit des Trägersystems verbessern. Während Testflügen soll Wissen gesammelt werden, um Technologien zu demonstrieren, die für die Entwicklung und Nutzung einer betriebsfähigen, wiederverwendbaren VTVL-Raketenstufe erforderlich sind. CALLISTO wird gemeinsam von DLR, JAXA und CNES entwickelt, gebaut und getestet.

Ein anderes Konzept verfolgt das ReFEx (Reusability Flight Experiment). Es soll Flug- und Auslegungsdaten von sowie Betriebserfahrung mit geflügelten erst-Stufen von wiederverwendbaren Trägerraketen bereitstellen. Als solches wird das ReFEx als kleiner Technologiedemonstrator agieren und soll im Jahr 2022 starten. Schlüsseltechnologien sind u.a. ein spezielles aerodynamisches Design, eine fortschrittliche Lenkung, Navigation und Steuerung sowie eine fortschrittliche Sensorik zur Fahrzeugüberwachung.

Von der Forschung in die Anwendung

Das DLR fördert den Technologietransfer von der Spitzenforschung in die Anwendung und stellt die Ausgründung Black Engine Aerospace UG vor. Das Spin-off aus dem DLR-Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie aus Stuttgart hat seinen Ursprung in dem dort entwickelten transpirationsgekühlten keramischen Hochleistungs-Raketenantrieb für Micro- und Mini-Launcher, der Black Engine Technologie.

Drohnenflug: Was ist wo erlaubt? Neue Regelungen

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Austro Control informierte im Rahmen einer gemeinsamen Konferenz mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit über die mit dem neuen Europäischen Regulativ verbundenen Neuerungen. Ab Juli 2020 gelten in der Europäischen Union einheitliche Regeln für die Drohnennutzung.

Ab 2020 wird das Fliegen mit Drohnen staatenübergreifend reguliert. Drohnen erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Allein 2018 hat Austro Control rund 2.900 Genehmigungen erteilt. Von Vermessung über Logistik bis hin zu Umweltmanagement – für unbemannte Luftfahrzeuge werden laufend neue Anwendungsgebiete erschlossen. Um die Chancen der Technologie „Drohne“ nicht ungenützt zu lassen, gleichzeitig jedoch ein größtmögliches Maß an Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten, hat die Europäische Union europaweit gültige Regelungen für die Drohnennutzung erlassen, die ab dem 1.7.2020 in allen Mitgliedsstaaten gelten.

Österreichs Regeln als Vorbild für Europa

Die Nutzung von Drohnen wirft viele Fragen auf. Wo darf ich meine Drohne fliegen lassen? Wann wird eine Genehmigung benötigt? In Österreich gilt seit 2014 das novellierte Luftfahrtgesetz, das erstmalig den Einsatz von Drohnen ermöglicht. „Mit diesem Regulativ hat Österreich in Europa eine Vorreiter-Rolle übernommen“, erklärt Mag. Philipp Piber, Leiter Drone Competence Center, Austro Control. „Dabei gilt: Die Höhe des Risikos definiert die Auflagen. Das ist ein Ansatz, den wir entwickelt haben und der von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), die an dem gesamteuropäischen Regelwerk gearbeitet hat, übernommen wurde.“

Regeln und Kennzeichenpflicht

Eine repräsentative Befragung des KFV zu Thema Drohnen zeigt: Der Wunsch nach gesetzlichen Vorgaben zur Nutzung von Drohnen ist in der Bevölkerung stark ausgeprägt: So befürworten 62 Prozent der Befragten eine starke Regulierung seitens des Staates. Lediglich sechs Prozent sprechen sich für eine uneingeschränkte Privatnutzung aus. Abhängig von Gewicht und Einsatzbereich werden Drohnen künftig in drei Kategorien unterteilt: „Offen“, „Spezifisch“ und „Zertifiziert“. Für den Großteil der Nutzer ist die Kategorie „Offen“ relevant. Sie umfasst – je nach Einsatzgebiet – Drohnen mit einem Gewicht von bis zu 25 kg.

„Eine der wesentlichen Neuerung im neuen Regulativ ist, dass in der Kategorie „Offen“ die bisherige Genehmigungspflicht durch eine reine Registrierung ersetzt wird. Drohnenbetreiber müssen sich ab 01.07.2020 bei Austro Control registrieren und bekommen eine eindeutige Betreibernummer zugewiesen. Diese muss auf allen verwendeten Drohnen mit einem Gewicht ab 250 Gramm angebracht werden. Die Registrierung ist vergleichbar mit einem Autokennzeichen – sie ermöglicht eine bessere Nachvollziehbarkeit bei Verstößen“, so Piber.

Spielzeug bleibt ausgenommen

Die Kompetenz des Piloten muss künftig mittels eines Tests nachgewiesen werden, wobei auch hier gilt, dass die Anforderungen vom Risiko des beabsichtigten Betriebs abhängig sind. Für Drohnen mit einem Gewicht von unter 250 Gramm – den sogenannten „Spielzeugdrohnen“ – sind auch künftig weder Registrierung noch Test nötig. Ausnahme: Ist eine Kamera in die Drohne integriert, besteht unabhängig vom Gewicht eine Registrierungspflicht.

Die neue Verordnung wird in allen EU-Ländern gelten. Die Schweiz hat bereits angekündigt, wesentliche Bestimmungen in ihr nationales Recht aufzunehmen. Die Registrierung wird dann via online-Formular auf der dronespace.at Website Austro Control möglich sein. Die Details dazu sind derzeit in Ausarbeitung.

Regeln für den sicheren Drohnenflug

Bis 250 Gramm gelten Drohnen als Spielzeug und dürfen auf eine Maximalhöhe von 30 Metern aufsteigen. Ab 250 Gramm ist eine Bewilligung von Austro Control sowie eine Haftpflichtversicherung für die Drohne erforderlich. Derlei Drohnen unterliegen dem Luftfahrtgesetz, die maximal erlaubte Flughöhe beträgt 150 Meter bei ständigem Sichtkontakt.

Es ist nicht erlaubt, überall mit einer Drohne zu fliegen. So ist z.B. an Orten in Flughafennähe, Militäreinrichtungen, in Flugbeschränkungsgebieten kein bzw. nur eingeschränkter Betrieb erlaubt. Alle Informationen zum sicheren Betrieb von Drohnen, inklusive standortbezogener Abfrage über die Luftraumstruktur sind auf der Smartphone APP dronespace der Austro Control zu finden.

Ohne Bewilligung mit einer Drohne in Österreich zu fliegen, stellt eine Verwaltungsübertretung dar. Das Strafausmaß beträgt bis zu 22.000 Euro.

Boeing 777 ecoDemonstrator aus Seattle in Frankfurt

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Boeings ecoDemonstrator macht Station am Flughafen Frankfurt und präsentiert sich Besuchern und Forschern. Insgesamt 50 Projekte, mehr als je zuvor, werden dieses Jahr mit einer zum fliegenden Prüfstand umgerüsteten Boeing 777 erprobt.

Boeing und Fraport präsentieren mit der Boeing ecoDemonstrator European Expo zukunftsweisende Luftfahrttechnologien am Flughafen Frankfurt. Mehr als 1.000 Gäste, darunter führende Vertreter der Branche, sowie Schüler, Studierende und Mitarbeiter der beiden Unternehmen, haben sich zu der zweitägigen Ausstellung angemeldet und werden rund um den Boeing ecoDemonstrator 2019 spannende Technologie aus nächster Nähe kennenlernen.

Innovation der Luftfahrt heißt Zusammenarbeit

„Wir freuen uns, gemeinsam mit Boeing Gastgeber der ecoDemonstrator European Expo am Flughafen Frankfurt zu sein,“ erklärte Dr. Pierre Dominique Prümm, Vorstand Aviation and Infrastruktur der Fraport AG. „Die Technologieprojekte, die auf der Expo gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Universitäten und Forschungsinstituten präsentiert werden, sind beispielhaft dafür, wie die Branche zusammenarbeitet, um künftige Herausforderungen an die Luftfahrt gemeinsam anzugehen.“

Der ecoDemonstrator 777 ist am Montag am Flughafen Frankfurt gelandet. Der Flug von Seattle, USA, wurde mit einer Beimischung von nachhaltigem Treibstoff durchgeführt. Alle Testflüge, einschließlich des Abfluges von Frankfurt am Donnerstag dieser Woche, werden mit einer Mischung aus nachhaltigem Treibstoff betankt, um CO2-Emissionen zu reduzieren und die Einsatzbereitschaft des Treibstoffs aufzuzeigen. „Mit dem ecoDemonstrator erprobt und validiert Boeing zukunftsweisende Technologien nicht nur im Labor, sondern auch in der Luft. Ziel ist es, das Fliegen sicherer, nachhaltiger, effizienter und angenehmer zu machen“, betont Sir Martin Donnelly, President Boeing Europe. „Dabei liegt Boeing besonders an der engen Zusammenarbeit mit internationalen Partnern sowie dem Austausch der gewonnenen Erkenntnisse um Innovationen in der Luftfahrt voranzubringen.“

Boeing forscht in Frankfurt

Boeing beschäftigt in Deutschland mehr als 1.000 direkte Mitarbeiter, betreibt zwei Forschungsstandorte in Deutschland und investiert in ein wachsendes Portfolio von Forschungs- und Technologieprojekten mit deutscher Industrie, Universitäten und Forschungseinrichtungen. In diesem Jahr sind über ein Dutzend Forschungs- und Industriepartner an den Tests auf dem fliegenden Prüfstand beteiligt, darunter mehrere in Deutschland ansässige Firmen, Universitäten und Forschungsinstitute wie das DLR, Diehl Aviation, Fraport AG sowie die Kaiserslauterner Adient Aerospace. Boeing Digital Solutions & Analytics, Teil des Geschäftsbereichs Boeing Global Services, hat nicht weit vom Flughafen Frankfurt einen Standort mit ca. 450 Beschäftigten und wirkt als wichtiger Partner am Programm des ecoDemonstrator und der European Expo mit. Die 2019 getesteten Projekte decken unterschiedliche Arbeitsbereiche ab, darunter:

Sicherheit und Effizienz

Ein digitales Kommunikationssystem, das Flugsicherung, Piloten und Airline Operations Center verbindet und während des Flugs von Seattle nach Frankfurt im Einsatz war, verbessert zum einen die Sicherheit durch Verringerung von Frequenzengpässen und erhöht zum anderen die Effizienz durch Optimierung der Flugrouten im Hinblick auf Treibstoffverbrauch und Schadstoffemissionen.

Eine Technologie, die gemeinsam von Boeing und der NASA entwickelt wird, mit dem Namen Shape Memory Alloy, ermöglicht die Bewegung von Wirbelgeneratoren auf den Tragflächen in Abhängigkeit von der Temperatur. Die schmalen, Wirbel erzeugenden Rippen stellen sich unter dem Einfluss der bei Start und Landung höheren Temperaturen auf und verbessern das aerodynamische Verhalten des Flugzeugs. Bei den in Reiseflughöhe kälteren Temperaturen schmiegen sie sich zur Verringerung des Luftwiderstands an die Tragfläche an.

Nachhaltige Werkstoffe

Für die Aluminium-Strukturen des Flugzeugs wird ein chromatfreier Korrosionsschutz getestet, um die Gefahr der Gesundheitsbelastung in der Produktion zu reduzieren. Ein feuchtigkeitsabsorbierender Bodenbelag aus Recycling-Verbundwerkstoff wird in einer der Bordtoiletten erprobt. Der Bodenbelag der Kabine besteht aus recyclebaren Teppichfliesen.

Zuverlässigerer Flugbetrieb und mehr Passagierkomfort

Zur Evaluierung steht außerdem vernetzte Kabinentechnik mit intelligenten Bordküchen-, Sitz- und Bordtoiletten-Systemen an. Die von den Systemen übermittelten Echtzeitinformationen melden der Crew Funktionsstörungen von Einrichtungsgegenständen oder die Lagerorte für Speisen und Getränke. Über einen längeren Zeitraum hinweg können diese Systeme Predictive Analytics Lösungen unterstützen und zur Effizienz und Verlässlichkeit des Flugbetriebs beitragen. So kann die Vorratsplanung für das Catering verbessert oder der Austausch von Kabinenausstattungen stattfinden, bevor Defekte auftreten.

100 Technologien in fünf Flugzeugen

Seit dem ersten Flug eines ecoDemonstrators im Jahr 2012 wurden über 100 Technologien in fünf Flugzeugen erprobt. Mehr als ein Drittel der Technologien wurden von Boeing oder einem Programmpartner anschließend implementiert. An knapp der Hälfte wird weiter gearbeitet.

UFO bietet Friedenspflicht für Lufthansa-Airlines

UFO, die Unabhängige Flugbegleiter Organisation, reagierte mit Statements auf die Meldung von Carsten Spohr, in der er eine Friedenspflicht für alle Konzerntöchter der Lufthansa forderte.

„Wir wollten bis heute 23:59 Uhr bei allen Konzernairlines, wie auch zuvor bei Lufthansa, eine verbindliche Friedenspflicht vereinbaren. Es wurde zwar in allen Airlines gesprochen, aber die Zeit hat nicht dafür gereicht, den Prozess abzuschließen“, konstatiert Daniel Flohr, stellvertretender UFO-Vorsitzender.

Friedenspflicht für alle als Etappenziel

„Allerdings halten wir eine umfassende Friedenspflicht für wichtig, um in der Öffentlichkeit, bei den Gästen und unseren Kollegen Planungssicherheit herzustellen und dem Schlichtungsverfahren überhaupt eine realistische Chance zu geben“, bekräftigt der Beauftragte des UFO-Vorstands, Nicoley Baublies.

Man sei sich daher einig mit Herrn Spohr und auch bereit, unter anderem die Friedenspflicht, entsprechend der bereits mit Lufthansa getroffenen Vereinbarungen zur Schlichtung, ad hoc auf alle Konzerntöchter auszuweiten, so UFO.

Airbus lernt von Mutter Natur: Fliegen im Windschatten

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Airbus hat ein neues Forschungsprojekt vorgestellt, mit dem Flugzeuge auf Langstrecken quasi im Verbund fliegen, und so Treibstoff einsparen: fello’fly.

fello’fly ist dabei eine Form von Biomimikry, also eine Nachahmung von Konzepten aus der Natur, die immer noch die beste Erfinderin ist. Airbus-Forscher wollen nun Luftströmungen, die ein Flugzeug beim Flug hinter sich erzeugt, als Auftrieb nutzen. Gewissermaßen ein Fliegen im Windschatten. In fello’fly soll dazu ein Demonstrator einem Jet folgen und auf dies Weise Treibstoff einsparen. Auf Langstrecken spricht Airbus von einer Kerosineinsparung von fünf bis zehn Prozent, da der Schub in den Triebwerken reduziert werden könne.

Windschattenflug: Probebetrieb noch vor 2025?

Wichtig dafür seien aber Assistenzsysteme für Piloten, damit das Folgeflugzeug genau in der Spur des Auftriebs bleibt. Auch setzt sich der Flugzeughersteller bereits mit Fluggesellschaften und der Flugsicherung zusammen, um Bedingungen und Lösungen für solch einen Nachflug-Betrieb zu klären. Schon im neuen Jahr will Airbus dazu zwei seiner A350 nutzen, um mit Testflügen zum Windschattenflug zu beginnen.

Airbus stellt diese Innovation in den Kontext der Ziele der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO zur Reduktion der Emissionen in der Luftfahrt sowie des CAEP (Committee on Aviation Environmental Protection). Die erste Einsatzreife (Entry-Into-Service, EIS) peilt Airbus schon für vor 2025 an. Ein ambitioniertes Vorhaben, aber schaffbar.

Airbus: Großauftrag über 120 Flugzeuge für Air Arabia

Airbus hat eine Großbestellung über 120 Flugzeuge der modernen Familie A320neo eingefahren. Air Arabia aus dem Mittleren Osten will verschiedene Muster aus der Familie, auch für Langstrecken, kaufen.

Air Arabia ist die erste und größte Billigfluggesellschaft aus Nordafrika und dem Mittleren Osten und hat bei Airbus 120 Flugzeuge für das Flottenwachstum geordert. Die Bestellung setzt sich aus 73 A320neo, 27 A321neo und 20 Flugzeugen der kleinen Langstreckenversion A321XLR zusammen. Unterzeichnet wurde der Kauf im Beisein von Air Arabias Vorsitz Scheich Abdullah Bin Mohammed Al Thani, Adel Al Ali, dem Chief Executive Officer der Airline Adel Al Ali und Guillaume Faury, Airbus Chief Executive Officer, auf der Dubai Airshow.

Flotte komplett von Airbus

Air Arabia betreibt eine reine Airbus-Flotte mit derzeit 54 Flugzeugen der Reihe A320, darunter auch A321LR. Alle Flugzeuge werden in einer Einklassenkabine geliefert. Deren Weiterentwicklung ist die A321XLR mit der größten Reichweite im Flugzeugsegment mit Einzelgang. Diese A321XLR (Xtra Long Range) soll, ab 2023 im Dienst, noch einmal 15 Prozent weiter fliegen und Strecken von 4.700 Seemeilen schaffen.

Dreamliner für Egyptair und 787-Testflugzeug für Etihad

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Egyptair bezieht weitere 787 Dreamliner. Die nordafrikanische Airline will zwei Flugzeuge über AerCap leasen. Seit der letzten Dubai Airshow 2017 erneuert die Fluggesellschaft damit weiter ihre Flotte durch die sparsameren Langstreckenjets, so Boeing.

Egyptair hat dieses Jahr den Dreamliner 787-9 in Dienst gestellt. Der Langstreckenjet bedient direkt die Route von Kairo unter anderem nach Washington DC. Der Deramliner hat die Erwartungen der Airlnie erfüllt, so CEO der Egyptair Holding Ahmed Adel. Dieses Angebot an bezahlbaren Flügen wolle man zu weiteren Zielen mit der neuen 787-9 ausbauen.

Zudem hat Egyptair für ihr Dreamliner-Flottenamanagement ein Teile-Abkommen mit Beoing geschlossen. Mit der Versorgung kritischer Bauteile ist es der Airline möglich, schneller auf Fahrwerke oder Austauschtriebwerke zurückzugreifen. AerCap will insgesamt acht Dreamliner an die Ägypter verleasen.

Dreamliner von Etihad als Testflugzeug

Auf der Dubai Airshow gab Boeing außerdem bekannt, dass es einen Dreamliner von Etihad gemeinsam als Testflugzeug zur Erprobung neuer Technologien nutzen will. Der Dreamliner stehe bei Etihad für Innovation, Produktivität und Nachhaltigkeit, so Tony Douglas, Group Chief Executive der Etihad Aviation Group. Der extra gekennzeichnete Dreamliner soll als fliegendes Labor dienen und ab nächstem Jahr in regulären Passagierflügen von Etihad eingesetzt werden.

Auch Etihad Airways will Dienstleistungen von Boeing für ihre Dreamliner um Fahrwerke und wichtige Teile zu bezeihen und auch Triebwerke schnell auszuwechseln (QEC, Quick Engine Change). Etihad und Boeing arbeiten auch schon länger zusammen, um die Entwicklung nachhaltiger Flugkraftstoffe in der Region voranzubringen.

Flughafen Zürich kämpft mit Baulärm

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Für die Erweiterung und Erneuerung der Gepäcksortieranlage wurden zwischen dem Operation Center und dem Terminal 1 zur Baugrubensicherung Spundwände in den Boden gerammt. Diese müssen nun entfernt werden.

Flughafen Zürich: Rohbau fertiggestellt

Da der Rohbau bereits fertiggestellt ist, werden die Spundwände zwischen dem 18. November und dem 20. Dezember wieder herausgezogen. Aus ablauftechnischen Gründen können diese lärmintensiven Arbeiten nur in den Tagesrandstunden und teilweise nachts außerhalb der Flughafenbetriebszeiten ausgeführt werden.

SunExpress bestellt zehn weitere Boeing 737 MAX 8

SunExpress zieht ihre Option zum Kauf zehn weiterer 737 MAX 8 von Boeing. Die Flugzeuge werden für die Flottenerneuerung des Urlaubsfliegers verwendet. Sofern die Flugerlaubnis für das Flugzeug wieder erteilt wird.

SunExpress hat schon früher 32 Flugzeuge der 737 MAX bei Boeing bestellt, nun kommen noch einmal Maschinen für 1,2 Mrd. US-Dollar nach Listenpreisen hinzu, wie der Flugzeugbauer auf der Dubai Airshow mitteilte. Momentan darf weltweit noch keine 737 MAX für Passagierflüge eingesetzt werden. Doch Jens Bischof, CEO bei SunExpress steht weiter hinter der Entscheidung für die 737 MAX 8 aufgrund ihrer Effizienz und den Vorteilen im Betrieb. Man habe volles Vertrauen in Boeing, dass sie die 737 MAX als absolut sicheres und zuverlässiges Flugzeug liefern. Daher werden die Optionen in feste Bestellungen umgewandelt. Dennoch müsse natürlich erst von allen Behörden die Flugtüchtigkeit für das Muster sicher bezeugt werden.

B737 NG und MAX als Flotte

SunExpress wird von Lufthansa und Turkish Airlines betrieben. Die Urlaubsfluggesellschaft betreibt Boeing 737 NG und steuert hauptsächlich Ziele in der Türkei und Mittelmeerregion an. Mit über 100 Zielen beförderte die Airline letztes Jahr knapp zehn Mio. Passagiere. Die 737 MAX ist eine Flugzeugfamilie für 130 bis 230 Sitze und kann bis zu 3.850 Seemeilen (7.130 km) fliegen. Angetrieben werden sie von modernen Triebwerken von CFM International, den LEAP-1B. Boeing will die gegroundeten Flugzeuge möglichst noch im Dezember wieder zulassen.

Garuda Indonesia bekommt ersten Airbus A330-900

Der erste Airbus A330-900 für Garuda Indonesia ist jetzt überstellt worden. Die Fluglinie hat 14 Flugzeuge des überarbeiteten Großraumprogramms von Airbus bestellt.

A330 auf Regional- und Langstrecken

Garuda betreibt schon jetzt 24 klassische Airbus A330 auf Regional- und Langstrecken. Mit der verbesserten Treibstoffeffizienz und Reichweite der A330neo (gebaut in den Versionen A330-800 und A330-900) werden neue Strecken möglich. Garuda will mit ihrer A330neo von Jakarta auch Ziele in Europa ansteuern.

Airbus A330 profitiert vom A350 XWB

In den A330-900 für die indonesische Fluggesellschaft finden 301 Passagiere Platz. Neben der Economy gibt es 24 Sitze als Busines Class. Neben neuesten Trent 7000-Triebwerken von Rolls-Royce kommen auch ähnlich wie beim A350 XWB Flossen an den Flügeln zum Einsatz, welche die Effizienz auf Langstrecken erhöhen.

Sundair Airline fliegt nonstop nach Korfu ab Dresden

Vom 05. Mai bis 27. Oktober des kommenden Jahres bringt die Airline Sundair immer dienstags Urlauber auf die sonnenreiche Insel vor der griechischen Nordwestküste.

Korfu, Rhodos, Kos und Heraklion ab dem nächsten Sommerflugplan

In der kommenden Sommersaison stockt die Fluggesellschaft Sundair ihr Angebot ab Dresden auf und fliegt nun auch nach Korfu. Für das neue Ziel sind bereits Pauschalreisen buchbar. Flugtickets erhalten Erholungssuchende demnächst auch online bei der Airline. „…Wir freuen uns, dass wir neben RhodosKos und Heraklion ab dem nächsten Sommerflugplan vier Ziele auf den griechischen Inseln anfliegen werden“, so Marcos Rossello, Geschäftsführer von Sundair, über die Dresden-Ziele.

Winterflugplan: Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, Hurghada und Marsa Alam

Sundair steuert im Sommerflugplan 2020 insgesamt neun Ziele von Dresden an. Am Airport der sächsischen Landeshauptstadt werden deshalb zwei Flugzeuge vom Typ A320 stationiert. Im aktuellen Winterflugplan hebt die Fluggesellschaft nach FuerteventuraGran Canaria und Teneriffa ab. Mit Hurghada und Marsa Alam haben Erholungssuchende zudem zwei sonnenreiche Alternativen, die mit Sundair ab Dresden nonstop erreichbar sind.

Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG, betont: „Erst im Mai dieses Jahres hat Sundair eine Basis am Flughafen Dresden eröffnet und wird mit einem weiteren hier stationierten Airbus sein Engagement ausbauen. Es freut uns sehr, dass Korfu nun ein schnelles Comeback im Dresdner Flugplan erlebt und damit auch im Sommer 2020 eines der beliebtesten griechischen Urlaubsziele nonstop erreichbar ist.“

Biman Bangladesh Airlines bestellt größere Dreamliner

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Boeing wird zwei neue 787 Dreamliner an Biman Bangladesh Airlines liefern. Die Fluggesellschaft hat bereits ein dichtes Heimnetzwerk und für das internationale Geschäft die 787-8 in ihrer Flotte.

Langstreckennetz bis nach Europa

Durch die größere 787-9 will Biman ihr Langstreckennetz bis nach Europa ausbauen. Erst letzten Monat hat die Airline mit der 787-8 erstmals die Strecke von Dhaka nach Medina in Saudi Arabien bedient. Das Muster Dreamliner ist hierbei der Marktöffner für die Langstrecke gewesen. Die größere Version für Bimnan schafft bis zu 13.900 km.

Schulung per Jeppesen Flite Deck Pro X EFB

Biman war zunächst als ungenannter Kunde für die zwei Flugzeuge geführt, wurde aber nun auf der Dubai Airshow bekanntgegeben. Ihre 787-9 sollen drei Klassen erhalten und insgesamt bis zu 298 Passagiere aufnehmen können. Die zwei Dreamliner kosten nach Listenpreisen zusammen 585 Mio. US-Dollar. Boeing schult auch das fliegende Personal der Fluggesellschaft aus Bangladesch, unter anderem mit dem elektronischen Flughandbuch Jeppesen Flite Deck Pro X EFB.

Airbus Großauftrag: Emirates bestellt 50 neue A350-900

Emirates hat eine Großbestellung von A350-900 in Auftrag gegeben. Es ist ein komplett neues Muster in der Flotte. Airbus soll 50 Flugzeuge liefern, wie auf der Dubai Airshow 2019 vereinbart wurde. Eine überaus positive strategische Entscheidung für den europäischen Hersteller.

Scheich Ahmed begrüßte die 50 A350 XWB

Die A350-Flugzeugbestellung wurde von seiner Sheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum und Airbus-Chef Guillaume Faury unterzeichnet. Der Scheich Ahmed begrüßte die 50 A350 XWB für den Flottenausbau der nationalen Airline Emirates. Die Flugzeuge fliegen mit Triebwerken von Rolls-Royce, den Trent XWB.

Emirates: Flotte mit A350, A380 und B777

Für Emirates ist die A350 XWB ein Meilenstein und ein neues Kapitel. Denn bisher fliegt die arabische Airline in ihrem weltweiten Streckennetz, ausschließlich Boeing 777 und den Riesenairbus A380. Die Fluggesellschaft hat sich damit auf den Markt der internationalen Drehkreuz-Verbindungen spezialisiert. Airbus bietet eine Ultralangstreckenversion basierend auf der A350-900 mit bis zu 17.900 km Reichweite an.

Kampfhubschrauber H145M in Luxemburg eingeflogen

Luxemburg hat jetzt die erste H145M in Mehrzweckausführung überstellt bekommen. Damit startet auch ein Trainingspaket und ein zweiter Hubschrauber soll noch in diesem Jahr dazukommen.

Militärische Ausstattung der H145M

Die militärische H145M von Airbus Helicopters erhält dazu eine schnelle Seilwinde mit Flaschenzug, eine leistungsfähige Kamera mit Suchscheinwerfern und ist bereit für Nachrüstungen zum Angriffsschutz. Der Hubschrauber wird am Flughafen Findel Airport stationiert und wurde dort nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die MTOW der H145M beträgt 3,7 Tonnen. Neben Spezialkräftetransport kann sie auch Krankentransport und Aufklärung in Nachteinsätzen leisten.

Leisester Kampfhubschrauber H145M

Die H145M wurde erstmals 2015 an die Bundeswehr ausgeliefert. Weitere Länder haben das Muster bestellt, für das auch ein Waffensystem verfügbar ist. Antrieb erhält der Hubschrauber von zwei Safran Arriel 2E-Triebwerken mit der komplett elektronischen Leistungssteuerung (FADEC). Laut

Airbus testet Sentinel-6 für den Weltraum in Ottobrunn

Im Raumfahrtzentrum der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (IABG) in Ottobrunn bei München testen gerade Raumfahrtingenieure von Airbus den Satelliten Copernicus Sentinel-6A auf seine Einsatztauglichkeit im Weltall.

Copernicus Sentinel-6 ist eine operationelle Altimetrie-Mission, mit der die Vermessung der Ozeantopografie im nächsten Jahrzehnt fortgesetzt wird. Im Rahmen der Testkampagne, die noch bis zum Frühjahr 2020 läuft, stellt Airbus sicher, dass der Satellit den starken Belastungen beim Start und der rauen Umgebung des Weltraums standhält.

Detektiv für den weltweiten Meeresspiegel

Sentinel-6 ist mit einem Radarhöhenmesser für hochpräzise, zeitnahe Beobachtungen der weltweiten Meeresspiegelhöhen ausgestattet. Die Veränderung der Meeresspiegelhöhen ist ein wichtiger Indikator für den Klimawandel und die operative Ozeanografie. Sentinel-6 kartiert alle zehn Tage bis zu 95 Prozent der eisfreien Meeresoberfläche und liefert wichtige Informationen über Windgeschwindigkeiten, Meeresströmungen und Wellen, die für die Sicherheit auf See von Bedeutung sind.

Infolge der Erderwärmung steigen die globalen Meeresspiegel derzeit um durchschnittlich 3,3 Millimeter jährlich – mit möglicherweise dramatischen Konsequenzen für Länder, deren Küsten dicht besiedelt sind. Diese Erkenntnisse durch den Satelliten sollen es Regierungen und Institutionen helfen, küstennahe Regionen auf die Veränderungen vorzubereiten. Die Daten sind nicht nur für Katastrophenschutzorganisationen sehr wertvoll, sondern auch für Behörden, die Städteplanung und Gebäudesicherungen.

Satellit ist Datenproduzent für Nutzer aller Welt

Jeder Satellit wiegt etwa 1,5 Tonnen. Ab November 2020 wird Sentinel-6A als erster der beiden Sentinel-6-Satelliten die 1992 begonnenen satellitengestützten Messungen der Meeresoberflächen fortführen. Sentinel-6B soll 2025 folgen. Copernicus Sentinel-6 baut auf dem Erbe der Jason-Satelliten zur Vermessung der Ozeantopografie und den ESA-Missionen CryoSat-2 und Sentinel-2 sowie auf Grace (die unter der industriellen Führung von Airbus entstanden sind) auf.

Unter der industriellen Führung von Airbus wurden zwei Sentinel-6-Satelliten für das europäische Umwelt- und Sicherheitsprogramm Copernicus entwickelt. Sentinel-6 gehört zwar zu den Copernicus-Satellitenmissionen der Europäischen Union, wird aber auch dank der internationalen Zusammenarbeit zwischen der ESA, der NASA, der NOAA und der Eumetsat verwirklicht.

Luftverkehrssteuer: Piloten kritisieren Bundesregierung

Der vom Deutschen Bundestag beschlossene nationale Alleingang zur Erhöhung der Luftverkehrssteuer werde als rein fiskalische Maßnahme keine Verbesserung für den Klimaschutz bringen. Was die deutsche Regierung versucht, bedeute eine massive Mehrbelastung der eigenen Branche und gefährde Arbeitsplätze. Eine wirksame CO2-Reduktion sei nur über technische Innovationen und Investitionen in effizientere Technologien erreichbar. Die Vereinigung Cockpit bekennt sich in ihrer Klimaschutz-Policy klar zu einem nachhaltigen und langfristig klimaneutralen Flugverkehr. Die Piloten fordern aber, dass Lenkungsmaßnahmen nur eingeführt werden dürfen, wenn sie international koordiniert und wettbewerbsneutral stattfinden. Das ist im Falle dieser Ausweitung der Luftverkehrssteuer als deutsche Insellösung nicht der Fall.

Luftfahrt: Hilfreich wären alternative Kraftstoffe

Zur Entscheidung des Bundestages, die Luftverkehrssteuer in Deutschland zu erhöhen, erklärt Robert Spürk, Vizepräsident der Vereinigung Cockpit: „Diese rein fiskalische Maßnahme wird keine Verbesserung für den Klimaschutz bringen. Sie wirkt sogar kontraproduktiv, da der Branche Geld für Investitionen in sparsamere Flugzeuge entzogen wird. Wenn diese Mehrbelastungen nicht 1zu1 an die Kunden weitergegeben werden können, sehen wir durch zu erwartende Verlagerungseffekte der Verkehrsströme ins Ausland viele Jobs bei deutschen Airlines in Gefahr. Noch vor wenigen Wochen hatten sich Bund, Länder, Gewerkschaften und Luftfahrtunternehmen mit der Leipziger Erklärung auf der 1. Nationalen Luftfahrtkonferenz darauf verständigt, mit gemeinsamen Kräften an der Markteinführung alternativer Kraftstoffe (Power-to-Liquid) zu arbeiten. Die jetzt getroffenen Beschlüsse laufen diesem vielversprechenden Plan zuwider.“

Gerade die überproportionale Steigerung der Steuer auf europäische Ziele ist aus Sicht der Vereinigung Cockpit nicht nachvollziehbar, da diese Flüge bereits vollumfänglich in den Emissionshandel einbezogen sind und sich die Luftverkehrsbranche bereits 2016 im internationalen Abkommen CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) auf die globale Regulierung ihrer Treibhaus-Emissionen verständigt hat, die nun in mehreren Stufen von der Internationalen Zivilluftfahrtsorganisation ICAO umgesetzt wird.

Airbus A350 XWB an Fiji Airways geliefert

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Fiji Airways ist jetzt die erste Airline aus der Südpazifikregion, welche einen Airbus A350 XWB betreibt. Die Fluggesellschaft hat den Langstreckenjet in Toulouse übernommen.

Der Airbus ist ein A350-900 XWB für Fiji Airways und der erste von zweien, welche üer die in Dubai ansässige DAE Capital geleast werden. Die Fluggesellschaft will das Muster auf den Routen von Nadi nach Los Angeles und Sydney einsetzten. Davon soll der Tourismus auf den Fiji-Inseln profitieren.

Economy im Airbus A350-900: Sitze mit viel Platz

Die A350-900 werden dazu in zwei Klassen mit 334 Sitzen bestuhlt. 33 davon als Full Flat Business Class-Sitze. Von den 301 Sitzen in der Economy Class erhalten 39 mit BULA SPACE Extraplatz für mehr Beinfreiheit. Derzeit betreibt Fiji Airways eine Flotte von sechs A330. Für die neueren A350 XWB vermeldete Airbus kürzlich 913 feste Bestellungen von 50 Kunden weltweit.

Norwegian fliegt nach Alicante & Kopenhagen ab Hamburg

Zum Sommerflugplan des kommenden Jahres nimmt die Fluggesellschaft Norwegian Verbindungen nach Alicante (Spanien) und Kopenhagen (Dänemark) ab Hamburg auf.

Dadurch haben Hamburger Passagiere noch mehr Auswahl an Flügen zu diesen beiden Zielen. Nach Alicante an der spanischen Costa Blanca wird Norwegian zweimal pro Woche jeweils donnerstags und sonntags fliegen, in die dänische Hauptstadt Kopenhagen geht es ebenfalls zweimal wöchentlich montags und freitags.

Norwegian fliegt neue Boeing 737

„Wir freuen uns sehr darüber, dass Norwegian noch stärker auf Hamburg setzt und die Angebotsvielfalt für unsere Passagiere ausweitet“, sagt Gesa Zaremba, Senior Manager Traffic Delevopment am Hamburg Airport. „Dies ist ein positives Zeichen für Hamburg und die Metropolregion. Die Nachfrage nach attraktiven Flugzielen ist ungebrochen hoch und diesem Wunsch kommen wir gemeinsam mit unserem Partner Norwegian gerne nach.“ Die Strecken werden mit Flugzeugen des Typs Boeing 737-800 bedient.

Insgesamt sechs Flugziele wird Norwegian im Sommerflugplan 2020 mit Hamburg verbinden und legt dabei den Fokus auf das spanische Festland, die Kanaren und Skandinavien. Neben Alicante und Kopenhagen steuert die Fluggesellschaft in der Sommersaison Oslo, Málaga, Gran Canaria und Teneriffa an.

Umweltschonende Boeing 737-800 Flotte

„Wir freuen uns sehr über die Aufnahme der neuen Strecken. Durch sie können wir noch mehr deutsche Kunden an Bord unserer brandneuen und umweltschonenden Boeing 737-800 Flotte, die sämtlich über kostenloses WLAN verfügt, willkommen heißen“, sagt Magnus Thome Maursund, Senior Vice President Commercial Short Haul bei Norwegian.

Ihren Erstflug am Hamburg Airport feierte Norwegian im Oktober 2005 nach Oslo – damit ist die Fluggesellschaft seit über 14 Jahren ein fester Partner des Flughafens. Tickets für alle Sommerziele von Norwegian sind ab sofort buchbar.

AUA fliegt ab Wien nonstop nach Boston und Chicago

Austrian Airlines startet ab Ende März 2020 mit Flügen von Wien nach Boston. Österreichs Homecarrier wird die US-Metropole an der Ostküste zunächst vier Mal und ab Mitte April sechs Mal pro Woche anfliegen.

Ab dann wird Boston täglich außer montags bedient. Zum Einsatz kommt eine Boeing 767, welche über 211 Sitzplätze verfügt.

Boston im Sommerflugplan 2020

„Wir freuen uns sehr über diese neue, attraktive Destination. Boston ist eine Stadt mit großer historischer Bedeutung – wie Wien“, sagt Austrian Airlines CCO Andreas Otto. „Auch aus geschäftlicher Sicht ist die Stadt eine Reise wert, nicht zuletzt, weil Boston mit Harvard und dem MIT zwei der besten Universitäten der Welt beheimatet.“ Die Reisedauer zum 6.500 Kilometer entfernten Boston beträgt rund neun Stunden. Flüge sind ab sofort buchbar. Tickets soll es ab 399 Euro hin und retour inklusive Steuern und Gebühren geben.

StreckeFlugnummerFlugtageAbflug – Ankunft (Lokalzeiten)
Wien – BostonOS 91Täglich außer montags13:25 – 16:30
Boston – WienOS 92Täglich außer montags18:15 – 08:25 (am nächsten Tag)

Boeing 777 für Flüge nach Chicago

Von der Strecke Wien – Chicago gibt es ebenfalls Positives. Aufgrund der hohen Nachfrage wird Austrian Airlines ab Ende März 2020 konstant eine Boeing 777 auf dieser Route einsetzen. Bisher hat eine Boeing 767 zwei der sieben wöchentlichen Flüge übernommen. Durch diese Änderung wird die Kapazität auf dieser Strecke bedeutend aufgestockt, da die Boeing 777 knapp 100 Sitzplätze mehr hat als die Boeing 767.

Flughafen Wien verzeichnet weiteren Passagierzuwachs

Die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice verzeichnete mit insgesamt 30,1 Mio. Passagieren von Januar bis September einen Passagierzuwachs (Aufrollung der Verkehrsdaten) von 16,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

„Umsatz und Ergebnis der Flughafen-Wien-Gruppe haben sich verbessert, das Wachstum schwächt sich aber erwartungsgemäß ab. Der neue Office Park 4 wird plangemäß im Mai des kommenden Jahres in Betrieb gehen. Der Airport ist auf Wachstumskurs, aber mit Verantwortung: Seit 2011 konnten die CO2-Emissionen um rund 70 Prozent pro Verkehrseinheit und der Energieverbrauch um 40 Prozent gesenkt werden. Ende 2020 wird der Flughafen sieben Photovoltaik-Anlagen auf 16.000 m² betreiben. Schon bald wird der Flughafen Wien CO2-neutral arbeiten, trotz Verkehrs- und Standortwachstums“, erläutert Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

„Die Passagier- und Frachtentwicklung schwächt sich ab, die Luftfahrt bleibt aber langfristig weiterhin eine Wachstumsbranche. Im dynamischen Wettbewerb am Standort Wien konnten die Lufthansa-Gruppe mit Austrian Airlines und Eurowings, sowie auch Lauda, Wizz Air, Level und viele andere bei Passagieren und Flugbewegungen zulegen. Für das Gesamtjahr erwarten wir rund 31 Mio. Reisende. Der neue Winterflugplan bietet zahlreiche neue Destinationen, Wirtschaft und Tourismus profitieren von zahlreichen neuen Flugverbindungen und Frequenzaufstockungen“, erläutert Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Verkehrsentwicklung in den drei Quartalen

Am Standort Wien stieg die Zahl der Passagiere von Januar bis September um 19,5 Prozent auf 23.956.086 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm dabei in den ersten drei Quartalen um 23,9 Prozent, die Anzahl der Transferpassagiere um 5,9 Prozent zu. Die Zahl der Flugbewegungen stieg von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,2 Prozent auf 201.979 Starts und Landungen an.

Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) stieg von 76,7 Prozent auf 77,5 Prozent in Q1-3. Das Frachtaufkommen ging im selben Zeitraum um 4,8 Prozent auf 207.820 Tonnen (Luftfracht und Trucking) zurück. Der Flughafen Malta verzeichnete im Q1-3/2019 ein Plus von 6,5 Prozent auf 5.636.326 Passagiere. Der Flughafen Kosice verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Passagierplus um 5,5 Prozent auf 471.140 Reisende.

Plus bei Umsatz auf 642,9 Mio. Euro

Im Q1-3 sind die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe um 7,8 Prozent auf € 642,9 Mio. gestiegen und das EBITDA hat sich um 10,2 Prozent auf € 313,1 Mio. verbessert. Das EBIT verbesserte sich um 12,9 Prozent auf € 215,0 Mio. Das Nettoergebnis vor Minderheiten stieg um 14,4 Prozent auf € 152,1 Mio,. das Nettoergebnis nach Minderheiten stieg um 14,7 Prozent auf € 138,7 Mio. Die Nettoverschuldung konnte auf € 126,3 Mio. reduziert werden (01.01.: € 198,2 Mio.; Nettoverschuldung angepasst um Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16; Vergleichswert Jahresbeginn entsprechend angepasst). Der Free-Cashflow lag bei € 143,7 Mio. (Q1-3: € 117,5 Mio.).

Umsatz und Ergebnisentwicklung in den Segmenten

Die Umsätze des Segments Airport stiegen im Q1-3 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,6 Prozent auf € 310,1 Mio. Das Segment-EBIT verbesserte sich auf € 94,1 Mio. (Q1-3/Vorjahr: € 87,2 Mio.). Das Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen verzeichnete ein Umsatzplus von 1,1 Prozent auf € 122,2 Mio. Das Segment-EBIT belief sich auf € 5,3 Mio. (Q1-3/2018: € 7,7 Mio.). Darin sind auch die Sicherheitsdienstleistungen der VIAS, die Abfertigungsdienstleistungen der Vienna Aircraft Handling (VAH) und der Vienna Passenger Handling Services (VPHS) sowie die Leistungen der GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. enthalten.

Im Segment Retail & Properties legten die Umsätze in den ersten neun Monaten um 12,8 Prozent auf € 120,6 Mio. zu. Das Segment-EBIT legte auf € 66,2 Mio. (Q1-3/2018: € 53,8 Mio.) zu. Die Umsätze des Segments Malta stiegen um 9,2 Prozent auf € 77,3 Mio. Das Segment-EBIT belief sich auf € 41,7 Mio. (Q1-3/2018: € 36,6 Mio.). Die Umsätze der Sonstigen Segmente lagen im Q1-3/2019 bei € 12,8 Mio. (Q1-3/2018: € 12,3 Mio.). Das Segment-EBIT betrug € 7,7 Mio. (Q1-3/2018: € 5,1 Mio.).

Investitionen

In den ersten neun Monaten wurden in Summe € 123,2 Mio. investiert. Die größten Investitionen (unter Berücksichtigung von Anzahlungen) betreffen den Office Park 4 mit € 15,0 Mio., die Errichtung der Hangars 8 und 9 mit € 9,8 Mio. und die Terminalentwicklungsprojekte in Höhe von € 28,9 Mio. Am Flughafen Malta wurden € 12,8 Mio. investiert.

Verkehrsentwicklung im Oktober

Im Oktober 2019 stieg das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) um 9,9 Prozent auf 3,6 Mio. Reisende an. Kumuliert von Januar bis Oktober nahm das Passagieraufkommen um 15,8 Prozent auf 33,7 Mio. Reisende zu. Auch der Standort Flughafen Wien verzeichnete ein starkes Passagierplus von 18,4 Prozent auf 26.804.143 Reisende im Zeitraum Januar bis Oktober.

Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen im Oktober um 10,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 2.848.057 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm mit einem Plus von 9,9 Prozent stark zu, die Anzahl der Transferpassagiere stieg um 11,4 Prozent. Die Flugbewegungen nahmen im Oktober mit plus 3,8 Prozent ebenfalls zu. Beim Frachtaufkommen verzeichnete der Flughafen Wien einen Rückgang um 2,8 Prozent im Vergleich zum Oktober des Vorjahres.

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa stieg im Oktober um 6,2 Prozent an, nach Osteuropa nahm das Passagieraufkommen um 16,6 Prozent zu. In den Fernen Osten nahm das Passagieraufkommen im Oktober 2019 um 10,6 Prozent zu, jenes in den Nahen und Mittleren Osten stieg um 18,3 Prozent. Nach Nordamerika legte das Passagieraufkommen mit einem Plus von 27,4 Prozent stark zu und nach Afrika entwickelte sich das Passagieraufkommen mit Plus 17,1 Prozent ebenfalls positiv. Ein starkes Passagierplus gab es im Oktober für den Flughafen Malta mit einem Zuwachs um 8,8 Prozent. In Kosice stieg das Passagieraufkommen um 5,9 Prozent.

Flughafen Stuttgart kündigt ILS-Messflüge bei Nacht an

In den Nächten von Montag, 25. November bis Mittwoch, 27. November 2019 sind am Flughafen Stuttgart Anflüge von Westen und Osten her kommend auf die Landebahn geplant.

Instrumentenlandesystem (ILS) wird neu vermessen

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wird in der letzten Novemberwoche das Instrumentenlandesystem (ILS) am Flughafen bei Nacht neu vermessen. Falls das Wetter an den diesen Terminen für die Durchführung zu schlecht ist, müssten Anflüge auch in der Nacht auf den Donnerstag, 28. November nachgeholt werden.

Propellerflugzeug im Einsatz

Üblicherweise wird dazu ein zweimotoriges Propellerflugzeug eingesetzt. Flugsicherung und Flughafen Stuttgart bitten für eventuelle Ruhestörungen um Verständnis. Die Messflüge sind gesetzlich regelmäßig vorgeschrieben und notwendig, um die Funktion des Instrumentenlandesystems zu gewährleisten.

OE-LZD: Airbus A320 aus USA jetzt bei Austrian Airlines

Der 37. Airbus A320 von Austrian Airlines ist um 12:28 Uhr unter der Flugnummer OS 461 zum Erstflug nach London Heathrow aufgebrochen. Rund zwei Stunden später landete er um 13:23 Uhr an seinem Zielort.

Der Jet mit der Registrierung OE-LZD ist der erste von zusätzlichen Airbus-Flugzeugen, welche Austrian Airlines in den nächsten Jahren einflotten wird. Die Jets ersetzen sukzessive die Turboprop Maschinen vom Typ Dash 8-400. Im Zuge der Flottenharmonisierung wird Austrian die dezentralen Flüge aus den Bundesländern nach Deutschland an die Lufthansa Group abgeben und ihre Flottenstärke am Hub Wien bündeln, um den Anflug der Billigflieger besser abzuwehren.

Die OE-LZD wurde zum ersten Mal im Oktober 2012 zugelassen und ist mit CFM Triebwerken der Type CFM56-5B4/3 ausgestattet. Der Lessor Aviation Capital Group hat das Flugzeug am 07. Oktober 2019 von Jacksonville nach Wien überstellt. In Jacksonville wurde der Übernahmecheck durchgeführt. In Wien wurden seit der Ankunft kleinere Kabinenumbauten vorgenommen, sowie auch das Emergency Equipment auf AUA-Standard gebracht. In einer zweiten Umbauphase, die Mitte 2020 erfolgen soll, wird das Flugzeug mit der Lufthansa Group Standard-Kabine und dem neuen Geven-Sitz ausgestattet.

Flottenumbau: Weitere gebraucht-A320 folgen

„Wir ersetzen unsere Turboprop-Flotte Schritt für Schritt durch effizientere A320 Flugzeuge. Am Hub Wien bündeln wir dadurch unsere Kräfte und schaffen mit den größeren Flugzeugen auch geringere Stückkosten“, erklärt Projektleiterin Marlis Brichta die Entscheidung. „Mit der neuen Lufthansa Group Standard-Kabine bieten wir unseren Passagieren in Zukunft auch mehr Komfort auf Kurz- und Mittelstreckenflügen“, ergänzt sie. Der zweite zusätzliche Airbus, der bei Austrian zum Einsatz kommen soll, ist ebenfalls bereits in Wien gelandet und soll im Dezember zu seinem Erstflug abheben.

Die Überstellung von den zwei weiteren Jets soll in den nächsten Wochen folgen. Die ersten vier Jets flogen vormals bei Avianca Brasil. Zwei weitere Jets, die zuvor bei Juneyao geflogen sind, sollen Anfang 2020 in Wien in Empfang genommen werden. Zwei der 18 Dash 8-400 Turboprops haben die Austrian-Flotte bereits verlassen, ein weiteres Flugzeug folgt noch heuer. Dann werden die Flugzeuge schrittweise bis 2021 die Austrian-Flotte verlassen.

Lufthansa verzeichnet Plus bei Absatz und Auslastung

Die angebotenen Sitzkilometer der Fluggesellschaften aus dem Hause Lufthansa lagen letzten Monat um 1,4 Prozent über dem Vorjahr, gleichzeitig konnte der Absatz um 2,7 Prozent gesteigert werden. Daraus ergibt sich ein Sitzladefaktor, der mit 82,8 Prozent um 1,0 Prozentpunkte höher ausfällt als im Oktober 2018.

Im Oktober 2019 haben die Airlines der Lufthansa Group damit rund 13,3 Millionen Fluggäste an Bord ihrer Flugzeuge begrüßt. Dies entspricht einer Steigerung von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das Frachtangebot lag im Oktober um 1,7 Prozent über dem Vorjahr, die abgesetzten Tonnenkilometer sanken um 3,0 Prozent. Daraus ergibt sich ein um 3,0 Prozentpunkte niedrigerer Nutzladefaktor von 62,4 Prozent.

Netzwerk-Airlines: 9,8 Millionen Passagiere

Die Netzwerk-Airlines Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines haben im Oktober insgesamt rund 9,8 Millionen Fluggäste befördert und damit 2,5 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Das Angebot in Sitzkilometern wurde im Oktober um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet. Der Absatz stieg im gleichen Zeitraum um 4,4 Prozent. Damit erhöhte sich der Sitzladefaktor um 0,9 Prozentpunkte auf 82,8 Prozent.

Drehkreuze Zürich und Wien ziehen besonders an

Am stärksten gewachsen sind die Netzwerk-Airlines an den Drehkreuzen Zürich und Wien mit einem Passagierwachstum von je 4,4 Prozent. In München betrug das Wachstum 1,4 Prozent. In Frankfurt sanken die Passagierzahlen um 0,2 Prozent. Auch das Angebot in Sitzkilometern veränderte sich unterschiedlich stark. In München wurde das Angebot um 9,6 Prozent ausgeweitet, in Frankfurt um 2,1 Prozent, in Wien um 0,5 Prozent und in Zürich um 0,2 Prozent.

Lufthansa hat im Oktober rund 6,5 Millionen Fluggäste in ihren Flugzeugen befördert und damit 1,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Einem im Oktober um 4,7 Prozent höheren Angebot an Sitzkilometern stand ein um 5,8 Prozent höherer Absatz gegenüber. Der Sitzladefaktor stieg um 0,8 Prozentpunkte auf 82,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Eurowings beförderte 3,6 Millionen Passagiere

Eurowings (inklusive Brussels Airlines) hat im Oktober rund 3,6 Millionen Fluggäste befördert, davon rund 3,3 Millionen auf Kurzstreckenflügen und rund 260.000 auf Langstreckenflügen. Dies entspricht einer Verringerung von 2,3 Prozent auf der Kurzstrecke und einer Verringerung von 6,5 Prozent auf der Langstrecke gegenüber dem Vorjahr. Einem im Oktober um 6,5 Prozent verringerten Angebot stand ein um 4,8 Prozent verringerter Absatz gegenüber, woraus sich ein um 1,5 Prozentpunkte höherer Sitzladefaktor von 82,9 Prozent ergibt.

Auf der Kurzstrecke wurden im Oktober die angebotenen Sitzkilometer um 3,6 Prozent verringert, die verkauften Sitzkilometer sanken im gleichen Zeitraum um 2,5 Prozent. Daraus ergibt sich auf diesen Flügen ein um 0,9 Prozentpunkte höherer Sitzladefaktor als im Oktober 2018 von 83,1 Prozent. Auf der Langstrecke ist der Sitzladefaktor im selben Zeitraum um 2,7 Prozentpunkte auf 82,5 Prozent gestiegen. Hier stand einem um 12,6 Prozent verringertem Angebot ein um 9,6 Prozent gesunkener Absatz gegenüber.

ESA-Programm: Erdbeobachtung per Radarsatellit

Erdbeobachtungssatelliten wie die Sentinels des europäischen Programms Copernicus, die deutschen Radarsatelliten des TanDEM-X-Duos, oder die Earth-Explorer-Satelliten des Living-Planet-Programms der ESA liefern umfangreiche Geo- und Klimainformationen vom Weltraum aus. Im Interview gibt Godela Rossner, Gruppenleiterin in der Abteilung Erdbeobachtung des DLR Raumfahrtmanagements, einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen.

Neue Satellitengenerationen sind in Planung oder schon im Bau. Die deutsche Expertise in Radartechnologie und die europäischen Projekte der ESA zur Erdüberwachung liefern einen wichtigen Beitrag zum Verständnis unseres Planeten. Was dabei mit den elektronischen Augen aus dem All alles möglich ist, zeigen beispielhaft die Bilder.

„Punktewolke“ Berlin: Vertikale Vermessung des Hauptbahnhofs

Mittels Fernerkundungsdaten des DLR wurde der Berliner Hauptbahnhof mit seiner Stahlkonstruktion im Laufe eines Jahres vertikal vermessen. In der warmen Jahreszeit dehnen sich die Materialien aus, im Winter kommt es wieder zu einem Rückgang.

Mit Hilfe eines luftgestützten Hyperspetralsensors im Flugzeug wurden Daten der geplanten EnMAP-Mission simuliert. Gemessen wurde der Tongehalt von Böden in der Nähe der Stadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern.

EnMAP – der deutsche Hyperspektralsatellit: EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Programme) ist ein deutscher Satellit mit einem hyperspektralen Sensor zur Erdbeobachtung. Das letzte Foto zeigt New York City, aus dem Weltall gesehen: Erdbeobachtungssatelliten erlauben uns einen Blick auf die Infrastruktur von Städten von oben. Mit Hilfe neuer Anwendungen wird es zukünftig möglich sein, den Zustand von technischen Bauwerken auch aus dem Weltall zu monitoren.

Dies sind Beispiele für Fernerkundung mit modernster Technologie, die sich auf den Globus anwenden lassen. Satelliten mit High-Tech-Sensoren sind aber nur der erste Schritt. Sie generieren Unmengen an Daten, und diese zu speichern, zu prozessieren und auszuwerten, bedeutet nicht nur Superrechnerkapazitäten, sondern noch einmal viel Know-how und Arbeit. Wie lassen sich diese Daten nun mit größtmöglichem Gewinn für die Gesellschaft nutzen? Wie kann der Transfer von der Wissenschaft in konkrete Anwendungen für Wirtschaft und öffentliche Einrichtungen gelingen?

Interwiew mit Godela Rossner, Gruppenleiterin für Erdbeobachtung im DLR Raumfahrtmanagement

Welche neuen und spannenden Einsatzmöglichkeiten bieten die Geodaten aus dem All?

Grundsätzlich gibt es eine enorme Bandbreite an Anwendungsmöglichkeiten der Erdbeobachtung. Das reicht vom Umgang mit den natürlichen Ressourcen in Land- und Forstwirtschaft über den Umweltschutz von Landflächen und Gewässern bis hin zur Risikovorsorge und zum Katastrophenmanagement. Auch die unverzichtbaren satellitengestützten Informationen zu Klimawandel und Treibhausgasemissionen, gehören dazu. Der Markt für Erdbeobachtungsanwendungen wächst, das bestätigen auch die steigenden Zahlen für Unternehmen und Services in Europa. Das liegt vor allem am europäischen Copernicus-Programm, mit dem Erdbeobachtungsdaten kontinuierlich verfügbar geworden sind.

Es ist deshalb davon auszugehen, dass wir zukünftig noch viele weitere Anwendungen der Erdbeobachtung sehen werden und der Kreis der Nutzer weiter wächst. Bei Infrastrukturprojekten besteht zum Beispiel noch großes Potenzial für erdbeobachtungsgestützte Anwendungen. Mit Hilfe von Radarsatelliten können wir inzwischen Bewegungen der Erdoberfläche oder von Bauwerken im Millimeter-Bereich erfassen. So können zum Beispiel Bodensenkungen, die in Bergbauregionen auftreten können, genauestens kartiert werden.

Diese Präzision ließe sich auch für die Planung und den Bau von Straßen, Brücken oder Tunnelanlagen einsetzen. So können etwa vorab grundlegende Fragen zur Stabilität anhand der vorhandenen Daten geklärt werden: Wie fest ist der Untergrund, und wie ist die geologische Situation? Aber auch die Begutachtung von technischen Bauwerken mittels Satellitendaten ist möglich. Sie kann zukünftig dazu beitragen, dass Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden, bevor größere Schäden auftreten.

Gibt es neben der Infrastruktur noch weitere innovative Anwendungsfelder?

Ein anderes spannendes Feld ist die satellitengestützte Geodäsie. Mit den Schwerefeld-Missionen GRACE und GRACE Follow-On liegen uns seit 2002 Informationen zu Massenveränderungen der Erde vor. Diese Daten geben uns einen einzigartigen Einblick in die Veränderungen der Wasser- und Eismassen der Erde.

Wenn Grundwasservorkommen leergepumpt werden, können wir das nun erkennen. Aber auch das Ausmaß der Gletscherschmelze lässt sich auf diese Weise genau bestimmen, sowie der Anstieg des Meeresspiegels – und das unabhängig von der Wassertemperatur. All dieses Wissen kann dazu beitragen, den Wasserhaushalt regenerationsfähig zu halten und längerfristige Trends zu erkennen.

Europäische Erdbeobachtungssatelliten liefern bereits zahlreiche Daten. Was sind die Besonderheiten der zukünftigen deutschen EnMAP-Mission?

Die deutsche Satellitenmission EnMAP soll im Jahr 2021 ins All starten. Eine ihrer Besonderheiten ist, dass sie in der Lage sein wird, den Gehalt von Tonmineralen und organischer Substanz im Boden zu ermitteln. Beides sind wichtige Faktoren für die Fruchtbarkeit eines Bodens sowie dessen Fähigkeit, Wasser zu speichern. Auch kann mit EnMAP der Blattwassergehalt von Pflanzen bestimmt werden – das ist bislang einzigartig.

Gerade in Zeiten von zunehmendem Klima- und Dürrestress für die Pflanzen sind dies wichtige Informationen für die Land- und Forstwirtschaft. In Deutschland werden annähernd 47 Prozent der Fläche landwirtschaftlich genutzt, rund 70 Prozent davon sind Ackerflächen. Die Mission kann dazu beitragen, die landwirtschaftliche Nutzung in Zeiten des Klimawandels nachhaltig zu gestalten.

EnMAP ist ein so genannter „Umweltsatellit“. Inwiefern unterstützt die Mission den Umweltschutz?

Der Satellit besitzt eine einzigartige Sensorik, mit der sich beispielsweise die Eigenschaften von Pflanzen oder auch die Wasserqualität von Binnen- und Küstengewässern bestimmen lassen. Das sind Informationen, die uns helfen, die weltweiten Umweltveränderungen zu verstehen – denn sie ermöglichen es uns, auch eine leichte Abwandlung von Lebensräumen frühzeitig zu erkennen.

Müll und Schadstoffe im Wasser und an der Bodenoberfläche können von EnMAP ebenfalls aufgespürt werden. Der Plastikmüll im Meer lässt sich mit EnMAP entdecken und sogar nach seiner Art unterscheiden. Ebenso kann der Satellit Ölteppiche nicht nur erkennen, sondern auch die Zusammensetzung des Öls nachweisen. Mit Hilfe dieser Verfahren können so Zonen mit hoher Umweltverschmutzung lokalisiert werden. Verunreinigungen treten aber auch oberflächlich in Böden auf, etwa als Altlast ehemaliger Tankstellen- oder Industriegelände.

Vom 12. bis zum 13. November 2019 findet in Köln die Konferenz „Neue Perspektiven der Erdbeobachtung“ statt. Welche Ergebnisse erhoffen Sie sich von der Veranstaltung?

Mit der Konferenz möchten wir Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen und Start-ups zusammenbringen. Die Experten werden aktuelle Ansätze für erdbeobachtungsgestützte Anwendungen aus unterschiedlichsten Anwendungsbereichen vorstellen und diskutieren. Dabei geht es nicht nur um die Vernetzung und den gegenseitigen Austausch, sondern wir suchen ganz gezielt nach neuen Ansätzen für konkrete Anwendungen.

Hier gilt es auszuloten, wo die Potenziale der Satellitenerdbeobachtung liegen und wie diese Informationen aufbereitet werden müssen, um in politisches und wirtschaftliches Handeln umgesetzt werden zu können. Kurz gesagt: Wie müssen die Anwendungen aussehen, um erfolgreich zu sein? Zukunft entsteht aus Ideen, und die wollen wir hier entwickeln.

Das Interview führte Diana Gonzalez.

Flughafen Frankfurt meldet Passagierplus im Oktober

Der Flughafen Frankfurt zählte im Oktober 2019 etwa 6,4 Millionen Fluggäste, ein Plus von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Kumuliert über die ersten zehn Monate des Jahres stieg die Zahl der Passagiere um 2,2 Prozent.

Die Zahl der Flugbewegungen nahm im Oktober um 1,3 Prozent auf 45.938 Starts und Landungen ab. Die Summe der Höchststartgewichte reduzierte sich leicht um 0,3 Prozent auf rund 2,8 Millionen Tonnen. Das Cargo-Aufkommen ging um 7,3 Prozent auf 179.273 Tonnen zurück. Insgesamt spiegelten sich das schwächere weltweite Wirtschaftswachstum und Angebotsreduzierungen sowie Insolvenzen einzelner Airlines in der Verkehrsentwicklung im Oktober wider.

An den Flughäfen

Auch an einigen internationalen Beteiligungsflughäfen wirkten sich diese Effekte aus. Der slowenische Airport in Ljubljana zählte 99.231 Fluggäste (minus 38,5 Prozent). Die beiden brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre notierten gemeinsam einen Rückgang von 2,5 Prozent auf etwa 1,3 Millionen Fluggäste. Der Flughafen Lima (Peru) verbuchte einen Anstieg von 2,6 Prozent auf fast 2,0 Millionen Passagiere. Die 14 griechischen Regionalflughäfen wuchsen insgesamt um 1,6 Prozent auf rund 2,5 Millionen Passagiere.

Das Aufkommen an den beiden bulgarischen Twin Star-Flughäfen verringerte sich um 5,7 Prozent auf 145.772 Fluggäste. Der Airport in Antalya (Türkei) steigerte hingegen die Passagierzahlen um 10,7 Prozent auf rund 4,1 Millionen Passagiere. Ebenfalls einen Anstieg verzeichnete der Flughafen in St. Petersburg (Russland) mit einem Plus von 10,6 Prozent auf rund 1,7 Millionen Fluggäste. Mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent erhöhte der chinesische Airport in Xi’an seine Passagierzahlen auf über 4,1 Millionen Fluggäste.

QuNET: Deutsche Quantenverschlüsselung über Satellit

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Das Kick-Off der ersten Projektphase der Forschungsinitiative QuNET (Quantum Network) fand statt. Ziel der Initiative ist es, in Deutschland die Grundlagen für ein nationales Quantennetzwerk zu schaffen.

Wie können Daten sicher übertragen werden? Eine Frage, die sich in der digitalen Welt von heute immer dringender für Behörden und Unternehmen, insbesondere im Kontext von Industrie 4.0, und auch für Privatpersonen stellt. Benötigt werden Lösungen, die auch den Sicherheitsanforderungen kommender Jahre und Jahrzehnte gewachsen sind. In einer ersten Projektphase „QuNET-alpha – Demonstrationsexperiment zur Kommunikation unter Einsatz von Quantentechnologien“ ist bis werden jetzt die Grundlagen für sichere Quantenkommunikationsprojekte gelegt.

Verschlüsselung: Den Schlüssel sicher um die Welt tragen

Bei der Verschlüsselung geht es darum, beispielsweise bei einem Text aus Wörtern jedes Wort durch ein bestimmtes, anderes Wort zu ersetzen – quasi ein Codewort einzusetzen. Aber nicht nur Wörter, sogar einzelne Buchstaben kann man durch andere Zeichen ersetzen. Entschlüsseln kann man einen Text dann nur, wenn man weiß, welchen gezeigten Buchstaben man wieder mit welchem gemeinten Buchstaben austauschen muss. Dieses Wissen ist der sogenannte Schlüssel.

Um es einem heimlichen Mitleser möglichst schwierig zu machen auf den echten Text zu kommen, nutzt man einen möglichst großen Pool an Fantasie-Buchstaben, aus denen man enorm viele Kombinationen durchprobieren müsste, um wieder einen lesbaren Text zu erhalten. Um also sicher zu kommunizieren, müssen beide, Sender und Empfänger, zunächst einen Schlüssel sicher austauschen. Die gilt für die herkömmliche, wie für die Quantenkommunikation.

In Sachen Zukunftstauglichkeit sticht die Quantenverschlüsselung besonders hervor. Sie ermöglicht es, die Sicherheit der Datenübertragung auf auch noch die Gültigkeit grundlegender Gesetze der Quantenphysik zurückzuführen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sucht nach praxistauglichen Lösungen der satellitenbasierten Quantenkommunikation, um Schlüssel über große Distanzen hinweg sicher zu vereinbaren. Bisher ist dies nur über wenige 100 Kilometer möglich. Unter Einsatz von Satelliten können Schlüssel hingegen prinzipiell zwischen beliebigen Orten auf der Erde vereinbart werden. Die Forschungsinitiative QuNET wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik geleitet.

Protokolle der Quantenkommunikation erfordern die Handhabung einzelner Photonen, also Lichtteilchen. Dafür muss die Übertragung sehr effizient sein, das heißt, möglichst viele der gesendeten Photonen müssen zur Schlüsselerzeugung beitragen. Außerdem müssen Fremdeinstrahlungen vermieden werden. Die Atmosphäre ist dabei sowohl im Bezug auf Dichteschwankungen als auch durch Streuprozesse störend.

Das DLR-Team trägt in der ersten Projektphase ein Testsystem am Boden bei, das verschiedene Quanten-Quellen und -Empfänger verbinden wird. Dazu können die Wissenschaftler auf eigene frühere Entwicklungen zurückgreifen: Insbesondere wird die Systemtechnik des OSIRISv3-Laserkommunikationsterminals als Basis der Sendeeinheit für die Quantenkommunikation genutzt, während auf der Empfängerseite Entwicklungen aus dem Multi-Terrabits-pro-Sekunde-Übertragungssystem THRUST genutzt werden.

Novum der Kommunikation aus Deutschland

Das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation befasst sich mit der Konzeption und Analyse von Systemen in Anwendungen der Raumfahrt, Luftfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit. Das Spektrum der Arbeiten reicht von Grundlagenfragen bis hin zu Technologiedemonstrationen. Eine besondere Demonstration gelang Mitarbeitenden des Instituts gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München im Jahr 2011. Erstmals wurde erfolgreich zwischen einem Flugzeug und einer Bodenstation ein Quantenschlüssel erzeugt – ein wichtiger Schritt hin zu einer weltweiten abhörsicheren Datenkommunikation.

Die erste Projektphase „QuNET-alpha – Demonstrationsexperiment zur Kommunikation unter Einsatz von Quantentechnologien“ ist bis Ende 2020 angesetzt. Zum QuNET-Forschungsverbund gehört das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik als Koordinator sowie das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik (Heinrich-Hertz-Institut) und das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Airbus Hubschrauberdrohne VSR700 zum Erstflug gestartet

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In Absprache mit der für die Flugfreigabe zuständigen Luftfahrtbehörde wurde die VSR700 zur Sicherung der Flugtestzone bei ihrem Erstflug zunächst noch mit Seilen am Boden gesichert. In weiteren Phasen wird die VSR700 nun für den freien Flug vorbereitet und das Testprogramm schrittweise ausgeweitet.

VSR700 basiert auf der Cabri G2 von Hélicoptères Guimbal

Der Prototyp des unbemannten Drehflüglers VSR700 von Airbus Helicopters hat seinen Erstflug in einem Drohnen-Testzentrum nahe Aix-en-Provence in Südfrankreich absolviert. Die VSR700 hat mehrere Starts und Landungen durchgeführt, der längste Flug dauerte zehn Minuten. Die VSR700 basiert auf der Cabri G2 von Hélicoptères Guimbal und gehört zur Klasse der unbemannten Flugsysteme mit 500 bis maximal 1.000 kg Startgewicht. Sie bietet in diesem Segment laut Airbus das beste Verhältnis von Nutzlastkapazität, Reichweite und Betriebskosten.

Der erstmals im Flug getestete VSR700-Prototyp stellt eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem optional pilotengesteuerten Demonstrator dar, der 2017 seinen Erstflug absolvierte und auf einer modifizierten, für autonomen Flugbetrieb ausgerüsteten Cabri G2 basierte.

Guimbal stellt ausgereifte Helikopterdrohne G2

„Die VSR700 ist ein ausgereiftes unbemanntes Flugsystem. Mit dem technischen Know-how sowie der langjährigen Erfahrung von Airbus Helicopters mit hochentwickelten Autopilotsystemen können wir modernen Streitkräften ganz neue Fähigkeiten zur Verfügung stellen“, erklärte Bruno Even, CEO von Airbus Helicopters. „Dieser erste Flug des VSR700-Prototyps ist ein wichtiger Programmmeilenstein. Damit nähern wir uns dem betriebsfähigen Demonstrator, mit dem die französische Marine zusammen mit Naval Group 2021 Versuchsflüge durchführen wird.“

SMK bei Lufthansa: UFO akzeptiert ver.di-Lösung

Rund drei Viertel der 3.500 SMK Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Lufthansa arbeiten in einem Modell, das die saisonalen Spitzen abdeckt. Dies bedeutet, dass diese Mitarbeiter in der Kabine im Winter weniger und Sommer mehr als der Durchschnitt der übrigen Kollegen eingesetzt werden.

Lufthansa und ver.di haben sich auf die Zahlung einer monatlichen Zulage für die im saisonalen „SMK-Modell“ angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa Kabine geeinigt. UFO trägt dieses Ergebnis im Sinne einer tarifeinheitlichen Vorgehensweise mit und hat einen entsprechenden Tarifvertrag unterschrieben.

Vergütungszulage für TV SM

Der Großteil der rund 3.500 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, deren Beschäftigungsbedingungen im „Tarifvertrag Saisonalitätsmodell Kabine“ (TV SMK) festgelegt sind, erhält über die Wintermonate eine Vergütungszulage von insgesamt 1.600 Euro. Dies gilt für alle Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, die mit dem SMK-Arbeitszeitvolumen von 83 Prozent angestellt sind.

Die Zulage wird rückwirkend ab 01. November 2019 und je nach Beschäftigungsmodell für vier bzw. sechs Monate gewährt. Dieser Zeitraum fällt in den Winterflugplan, der aufgrund der saisonalen Flugplananpassungen typischerweise beschäftigungsschwächer und für die SMK Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter damit auch einkommensschwächer ist.

Noch keine echte Neuregelung

Die nun verhandelte Zulagenlösung ist keine abschließende Neuregelung des aktuellen Einstiegsmodells. Aber sie ist eine schnelle Lösung, um Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern, deren Verdienstmöglichkeiten durch das Saisonalitätsmodell in den Wintermonaten begrenzt sind, die Vergütung in dieser Zeit zu erhöhen. Eine grundsätzliche Neugestaltung des Modells soll spätestens mit Ende des Sommerflugplans 2020 erfolgt sein.

ECR Eurofighter Kampfflugzeug mit Mehrrollen-Fähigkeit

Eurofighter mit ECR – diese Rollenerweiterung soll die Durchhaltefähigkeit und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit von Luftstreitkräften in feindlichen Gebieten erhöhen und die Mehrrollen-Fähigkeit des Kampfflugzeuges verbessern.

Bei der International Fighter Conference in Berlin haben Airbus und seine Partner erste Details zum neuen Konzept für die elektronische Kampfführung, Electronic Combat Role – ECR, für den Eurofighter veröffentlicht. Der Eurofighter ist der Stützpfeiler der deutschen Luftverteidigung. Mit mehr als 600 beauftragten Flugzeugen und 100.000 Arbeitsplätzen ist er zudem das derzeit größte europäische Rüstungsprogramm.

Vernetzte Fähigkeiten zur elektronischen Kampfführung sind essentiell für alle zukünftigen luftgestützten Militäreinsätze. Eine Erstbefähigung des Eurofighter ECR soll es 2026 geben. Mit weiteren Entwicklungsschritten soll der Kampfjet als Eurofighter ECR einmal im Future Combat Air System (FCAS) münden.

Elektronische Kampfführung mit Kontrolle aus Deutschland

Der Eurofighter ECR werde demnach dazu fähig sein, sowohl passiv Luft-Boden Systeme aufzuklären als auch aktiv diese zu stören. Dazu wird das Flugzeug mit einer Vielzahl and modularen Konfigurationen für Electronic Attack (EA) und die Unterdrückung/Zerstörung feindlicher Luftverteidigung (SEAD/DEAD) ausgestattet werden können. Modernste Escort Jammer Technologie aus Deutschland garantiert eine nationale Kontrolle über kritische Missionsdaten und Datenanalysen. Das ECR Konzept sieht zudem eine neue zweisitzige Cockpitkonfiguration mit multifunktionalem Panoramic-Touch-Display und einem Missionscockpit für den Rücksitz vor.

Militärische Schlüsseltechnologie in Deutschland

Das Konzept wurde von den führenden Luftfahrtunternehmen Airbus, Hensoldt, MBDA, MTU, Premium Aerotec und Rolls-Royce entwickelt und wird von den deutschen Industrieverbänden BDSV und BDLI unterstützt. Es zielt auf den von der deutschen Luftwaffe geäußerten Bedarf einer luftgestützten Fähigkeit zur elektronischen Kampfführung ab. Nur das Eurofighter ECR Konzept sei laut der Firmen in der Lage, diese Fähigkeit im Rahmen nationaler Souveränität abzubilden und gleichzeitig militärische Schlüsseltechnologie in Deutschland zu sichern.

Airbus CTO Grazia Vittadini besuchte DLR Göttingen

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Als Grazia Vittadini, ihres Zeichens Chief Technology Officer und Technik-Chefin von Airbus, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Göttingen (DLR) besuchte, ging es ihr im Potenziale der Luftfahrtforschung für sauberere Flugzeuge. Wichtiges Thema war das Verhältnis zwischen Computersimulation und Windkanalexperiment.

Simulation und Tests im Windkanal wie beim DLR spielen eine wichtige Rolle bei der Erforschung moderner und umweltfreundlicherer Flugzeuge. „Zwar können numerische Methoden immer mehr leisten, aber Experimente im Windkanal werden weiterhin von Bedeutung sein – um Computermodelle zu überprüfen und neue physikalische Phänomene zu erkunden“, sagt Prof. Lorenz Tichy, Direktor des DLR-Instituts für Aeroelastik gegenüber der CTO Grazia Vittadini.

Am Transsonischen Windkanal: Grazia Vittadini (Mitte) mit Prof. Lorenz Tichy, Direktor des DLR-Instituts für Aeroelastik (links von ihr) und Prof. Andreas Dillmann, Direktor DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik (rechts von Vittadini).
Am Transsonischen Windkanal: Grazia Vittadini (Mitte) mit Prof. Lorenz Tichy, Direktor des DLR-Instituts für Aeroelastik (links von ihr) und Prof. Andreas Dillmann, Direktor DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik (rechts von Vittadini).

Windkanalversuche in Deutschland

Vittadini besichtigte unter anderem den Transsonischen Windkanal Göttingen. Dabei handelt es sich um einen der bedeutendsten Forschungswindkanäle Deutschlands, er wird seit 1963 in Göttingen betrieben. Seit den Anfängen der Airbus-Familie bis zum A400M wurden zahlreiche Flugzeuge und Hubschrauber hier untersucht. Betrieben wird der Windkanal von der Stiftung Deutsch-Niederländische Windkanäle (DNW), einer 1976 gegründeten gemeinsamen Tochter des DLR und des Niederländischen Luft- und Raumfahrtlaboratoriums (NLR).

Das DLR präsentierte Grazia Vittadini außerdem seine Tätigkeiten auf dem Gebiet der Aerodynamik und Strömungstechnik sowie in der Turbinenforschung. Vittadini wurde im Mai 2018 zum Chief Technology Officer von Airbus ernannt. Zugleich ist Frau Vittadini Mitglied des Executive Commitees von Airbus, des Board of Directors der Airbus Foundation und des Diversity Steering Commitees.