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Vorfeld Flughafen Hamburg: Achte Bauphase abgeschlossen

Das Baufeld am Flughafen Hamburg steht wieder für den Flugbetrieb zur Verfügung. Über den Jahreswechsel ist Stillstand beim Bau, bevor Anfang 2020 die Arbeiten im neunten Abschnitt starten.

Hamburg Airport hat jetzt die achte Phase der grundhaften Vorfeld-Erneuerung planmäßig abgeschlossen. Bis Ende 2020 soll das gesamte, 330.000 Quadratmeter große Vorfeld 1 grundhaft erneuert sein. Insgesamt investiert Hamburg Airport rund 120.000.000 Euro in das Projekt.

Leitungen, technische Einrichtungen und Oberfläche

„Mit dem Abschluss der Bauphase 8 haben wir einen weiteren Meilenstein der grundhaften Vorfeld-Erneuerung geschafft. Die Arbeiten bei laufendem Flugbetrieb sind eine große Herausforderung, die wir bisher sehr gut meistern konnten – alles läuft nach Plan. Im kommenden Jahr treten wir mit der Erneuerung der letzten beiden Bauabschnitte den Endspurt an. Ende 2020 haben wir dann ein komplett erneuertes Vorfeld 1, das fit für den Flugbetrieb der kommenden Jahrzehnte ist“, sagt Martin Helf, Gesamtprojektleiter der grundhaften Vorfeld-Erneuerung im Geschäftsbereich Real Estate Management am Hamburg Airport.

Die Vorfeld-Erneuerung ist notwendig, da die Nutzbarkeit der 40 bis 60 Jahre alten Betonflächen in absehbarer Zeit aufgebraucht sein wird. Dabei werden sämtliche Leitungen, technische Einrichtungen sowie die Oberfläche grundhaft erneuert. Um den laufenden Flugbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, werden die Arbeiten abschnittsweise ausgeführt. Aktuell wurden bereits acht von zehn Bauphasen planmäßig abgeschlossen.

Effizientere Flugzeugwege

Im Zuge der Vorfeld-Erneuerung hat Hamburg Airport die Linienführung und Beschriftung – das sogenannte Vorfeld-Layout – neu geordnet und an die aktuellen EASA- und ICAO-Standards angepasst. Dabei ist eine Doppelrollgasse entstanden, die im Juni 2019 in Betrieb gegangen ist. Dadurch können nun zwei Flugzeuge bis zur Größe einer A320 oder B737 aneinander vorbei gelotst werden, ohne dass eine der beiden Maschinen warten muss.

Mittelfristig soll der Hamburger Flughafen das innovative Leitverfahren „Follow the Greens“ erhalten: Hierbei weisen in den Boden eingelassene grüne Lichtbänder den Piloten den Weg zum Start oder zur richtigen Parkposition. Sie erscheinen automatisch und dynamisch vor dem rollenden Flugzeug und erlöschen dahinter wieder. Die baulichen Voraussetzungen für „Follow the Greens“ werden im Rahmen der grundhaften Erneuerung des Vorfeldes 1 umgesetzt. Dadurch werden die Rollzeiten der Flugzeuge verkürzt.

MTU & Safran: 50%-Kooperation beim FCAS Fighter-Antrieb

MTU Aero Engines und Safran Aircraft Engines werden bei der Entwicklung des Triebwerks für die nächste Kampfflugzeuggeneration auf Augenhöhe zusammenarbeiten.

FCAS (Future Combat Air System)

FCAS (Future Combat Air System), das zukünftige europäische Luftverteidigungssystem, macht damit einen weiteren Schritt voran. MTU Aero Engines und Safran Aircraft Engines, beides Triebwerksspezialisten, haben sich über die Details ihrer Partnerschaft verständigt. Safran Aircraft Engines entwickelt, produziert und betreut in selbst und in Partnerschaften zivile und militärische Triebwerke. Über CFM International, das Safran Aircraft Engines und GE zu je 50 Prozent gehört, ist Safran Aircraft Engines der weltweit führende Anbieter von Triebwerken für zivile Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge.

MTU im Joint Venture für FCAS-Antrieb

„Mit dieser Vereinbarung unterstreichen Safran Aircraft Engines und MTU Aero Engines ihre Bereitschaft, das Programm effizient zu führen. Grundlagen dafür sind eine Partnerschaft auf Augenhöhe und klare Verantwortlichkeiten“, sagten Olivier Andriès, CEO von Safran Aircraft Engines, und Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines. „Safran und MTU wollen den Luftstreitkräften eine neuartige Triebwerksarchitektur zur Verfügung stellen. Diese ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit im Einsatz.“

Die beiden Triebwerkshersteller vereinbarten, bis Ende 2021 ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) im Verhältnis von 50:50 zu gründen. Über diese Gesellschaft werden Safran Aircraft Engines und MTU Aero Engines die Entwicklung, Produktion und Instandhaltungsdienstleistungen des neuen Triebwerks für die nächste Kampfflugzeuggeneration (Next-Generation Fighter, NGF) steuern.

Vereinbarung der industriellen Partner

Die Vereinbarung der industriellen Partner baut auf der Absichtserklärung auf, die die beiden Unternehmen im Februar 2019 abgegeben hatten. Darin ist festgelegt, dass Safran Aircraft Engines für die Auslegung und Integration des Triebwerks leiten wird, während MTU Aero Engines bereits mit dem Beginn der Entwicklungsphase die Führungsrolle bei allen Themen rund um Instandhaltung und Support während des Betriebs übernehmen wird.

In der ersten Phase des Forschungs- und Technologieprogramms (Phase 1A) folgen die beiden Unternehmen Safran Aircraft Engines dem von Frankreich und Deutschland für das FCAS-Programm vorgegebenen Vertragsmodell. Für diesen Zeitraum agiert die MTU Aero Engines als Auftragnehmer von Safran Aircraft Engines.

Air Corsica erhält ihren ersten Airbus A320neo

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Air Corsica hat ihren ersten Airbus der neuen Generation A320neo erhalten. Die Fluggesellschaft mit Sitz auf der Insel Korsika hat zwei Maschinen des Typs bestellt.

Die A320neo werden von ICBC Leasing an Air Corsica verleast, die Fluglinie ist damit der dritte französische Betreiber dieses Musters. Air Corsica hat die A320neo mit den Treibwerken von CFM International, den LEAP-1A, gewählt.

Single-Class-Layout im A320neo

Mit einer Einklassenkabine haben an Bord 186 Passagiere Platz. Dabei hat jeder Passagier USB-Anschlüsse fürs Aufladen an seinem Platz. Die korsische Fluggesellschaft will mit den neuen A320neo ältere Flugzeuge in ihrer Flotte ersezten. Für ihre Ziele im europaweiten Netzwerk betreibt sie derzeit sechs Airbus A320.

Condor feiert Passagierekord in Hamburg

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Condor hat ihren 1.000.000. Passagier des Jahres 2019 in Hamburg begrüßt. Condor, die nach Passagierzahlen viertgrößte Airline am Hamburger Flughafen, hat die Marke in der Hansestadt damit erstmals überschritten.

1 Million Passagiere in nur einem Jahr

Hamburg Airport und die Airline feierten das Jubiläum von über einer Million Passagieren in nur einem Jahr: Die Jubiläumspassagierin wurde von Suneel Pathak, Stationsleiter von Condor am Hamburg Airport, Dr. Jörgen Kearsley, Leiter Aviation Marketing am Hamburg Airport, sowie Lara Münch, Manager Traffic Development & Sales am Hamburg Airport, mit einem Condor-Fluggutschein überrascht.

„Wir sind stolz, dass wir 2019 erstmals die magische Marke von einer Million Condor-Gästen ab Hamburg knacken. Das zeigt einmal mehr, dass Condor Deutschlands beliebtester Ferienflieger ist“, so Christian Schmitt, Geschäftsführer Operations von Condor an dem Flughafen. „Hamburg Airport ist für uns ein wichtiger und zuverlässiger Partner und wir freuen uns auf die weiterhin gute Zusammenarbeit in der Zukunft.“

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport: „Dass Condor am Hamburg Airport weiter wächst, ist ein positives Zeichen für unsere Fluggäste. Im aktuellen Winterflugplan und auch im kommenden Sommerflugplan bietet Condor den Hamburger Passagieren eine vielfältige Auswahl an Urlaubszielen. Condor ist und bleibt ein starker Partner für uns.“

Preveza neues Condor-Ziel ab Hamburg

Komplett neues Condor-Ziel ab Mai 2020 Für den Sommerflugplan 2020 hat Condor bereits einen weiteren Ausbau ihres Engagements am Hamburg Airport angekündigt: Ab dem 26. Mai fliegt die Fluggesellschaft einmal wöchentlich immer dienstags von Hamburg nach Preveza an der Westküste Griechenlands.

Bei Preveza handelt es sich um ein komplett neues Ziel im Flugplan von Hamburg Airport, das vorher nicht direkt ab der Hansestadt angeflogen wurde. Die Hafenstadt ist ein idealer Ausgangspunkt für Badeurlaube auf der nahegelegenen Halbinsel Lefkas und bietet damit beste Voraussetzungen für Sonnenliebhaber.

Condor Sommerflugplan ab Hamburg

Insgesamt wird Condor im Sommerflugplan 2020 voraussichtlich 18 Ziele ab Hamburg ansteuern. Auch im aktuellen Winterflugplan fliegt Condor Hamburger Fluggäste vom Winter in die Sonne: Insgesamt neun Ziele in Spanien, Portugal, Ägypten und der Türkei hat die Airline momentan in ihrem Hamburger Programm. Alle Winter- und Sommerziele von Condor sind im Reisebüro oder online direkt schon buchbar.

Austrian Airlines mit neuem Sommerflugplan ab Wien

Durch die strategische Konzentration ihrer Kapazitäten in Wien stehen bei Austrian Airlines viele neue sowie verstärkt angeflogene Destinationen im Programm, zum Beispiel in Griechenland, Italien oder Spanien.

Auf der Langstrecke feiert Boston am 29. März 2020 seinen Premierenflug. Noch nie war Österreich direkt mit der US-Metropole verbunden. Im Vergleich zum Vorjahr wird Austrian Airlines im kommenden Sommer rund 40 Flüge mehr pro Woche ab Wien anbieten. Start des Flugplans ist der 29. März 2020. „Wir freuen uns, im kommenden Sommer Rom und Barcelona wieder an unser Netzwerk anbinden zu können. Auch Klassiker wie MykonosZakynthos und weitere beliebte Urlaubsziele in Griechenland werden 2020 von uns direkt angeflogen“, sagt Austrian Airlines CCO Andreas Otto.

Urlaubsziele im Fokus

Im Sommer fliegt Austrian Airlines bis zu 70 Mal pro Woche zu 19 Destinationen in Griechenland. Das sind bis zu 12 wöchentliche Flüge mehr als im Vorjahreszeitraum. Neu im Angebot sind die Küstenstadt Kavala sowie die Insel SamosRhodos wird von drei auf acht wöchentliche Flüge aufgestockt, Heraklion wird mit 7 Verbindungen pro Woche dreimal öfter angeflogen. Korfu und Kos bekommen eine zusätzliche Verbindung und stehen somit bei fünf bzw. drei wöchentlichen Flügen. Klassiker wie Zakynthos, KarpathosMykonos oder Skiathos sind weiterhin Ziele im Sommer bei Austrian Airlines.

Italien bleibt ein beliebtes Urlaubsziel

Auch Italien bleibt ein beliebtes Urlaubsziel und ist daher mit 13 Destinationen im Programm. Rom ist hierbei neu im Angebot. dreimal täglich geht es in Richtung der Stadt am Tiber. Sardinien-Liebhaber profitieren von drei zusätzlichen Verbindungen nach Olbia (insgesamt sechs Flüge pro Woche) sowie einem weiteren Flug nach Cagliari (insgesamt drei Flüge pro Woche). Palermo auf Sizilien wird von einer auf zwei wöchentliche Verbindungen aufgestockt. Insgesamt fliegt Austrian bis zu 138 Mal pro Woche zu Destinationen in Italien – eine Erhöhung von 26 Flügen pro Woche im Vergleich zum Sommerflugplan 2019.

Kanaren und Balearen sehr beliebt

Spanienurlauber haben – neben der Neuaufnahme von Barcelona mit zwei täglichen Flügen – eine große Auswahl an Verbindungen auf die Kanarischen und die Balearischen Inseln. So geht es jeweils einmal pro Woche nach Gran CanariaFuerteventura und Teneriffa sowie zweimal nach Ibiza und einmal nach Menorca.

Kernmärkte bleiben

Im kommenden Sommer fliegt Austrian Airlines ab Wien rund 280 Mal pro Woche zu 9 Destinationen in Deutschland. Neu dabei ist Nürnberg, das bis zu zweimal täglich bedient wird. Auch Zentral- und Osteuropa sind erneut stark im Programm vertreten. Im kommenden Sommer wird der österreichische Homecarrier in Summe 33 Destinationen bis zu 440 Mal pro Woche anfliegen. Dazu zählt seit neuestem auch die kroatische Küstenstadt Zadar, welche täglich bedient wird.

Boston und Tokio früher im Programm

Am 29. März 2020 startet der erste Austrian Airlines Flug nach Boston. Die US-Metropole wird zunächst viermal und ab Mitte April sechsmal pro Woche angeflogen. Die Verbindung nach Tokio, welche Austrian Airlines nur im Sommer fliegt, wird aufgrund der hohen Nachfrage und frei gewordener Kapazitäten zwei Wochen früher als geplant aufgenommen. In dieser Zeit wird eine Boeing 767 die Strecke viermal pro Woche bedienen. Im regulären Sommerflugplan wird die Verbindung nach Japan wie gewohnt täglich mit einer Boeing 777 durchgeführt.

Airbus testet Marsfahrzeug ExoMars im Vakuum

Die Erprobung des ExoMars Rovers bei Airbus in Toulouse geht mit dem Beginn des Thermal-Vakuum-Tests (TVAC), der etwa 18 Tage dauern wird, in die nächste Phase.

Vorbereitungstests in Toulouse

Der Rover befindet sich bereits seit Ende August in Toulouse und wird dort einer Reihe von Vorbereitungstests für den Flug zum Roten Planeten im Jahr 2020 unterzogen. Der erste europäische Rover, der auf dem Mars nach Spuren von Leben suchen soll, ist Teil des ExoMars-Programms der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

ExoMars ist ein Programm der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos unter Beteiligung der NASA. Während des TVAC-Tests wird der Rover aufgeheizt und abgekühlt, um die großen Temperaturschwankungen auf seiner Reise durch das Weltall und auf der Marsoberfläche zu simulieren. Der Rover wird dabei zwei „heißen“ und zwei „kalten“ Marstagen (Sols) ausgesetzt – ein Sol ist 24 Stunden, 39 Minuten und 35 Sekunden lang.

Startfenster für ExoMars 2020

Das Team vom Airbus-Standort Stevenage arbeitet Hand in Hand mit Thales Alenia Space und den Airbus-Kollegen in Toulouse, um sicherzustellen, dass der Rover für die nächste Phase seiner Reise bereit ist: die Integration in das Landemodul des Gesamtsystems, die in Cannes stattfinden wird. Danach wird der Rover zum Start nach Baikonur transportiert. Im Juli/August 2020 gäbe es ein passendes Startfenster.

Teams und Partner

Thales Alenia Space trägt die Hauptverantwortung für die ExoMars-Mission; weitere Industriepartner sind OHB (Trägermodul) und Lawotschkin (Landemodul). Die Integration der Rover-Systeme erfolgte bei Airbus in Großbritannien, wobei Thales Alenia Space die Analytical Laboratory Drawer, OHB die komplexen Labormechanismen, Leonardo den Bohrer und neun weitere Teams aus den ESA-Mitgliedsstaaten sowie NASA/JPL und IKI/Roskosmos die Pasteur-Nutzlast beigesteuert haben.

Condor fliegt wieder unter eigener Flagge

Condor startet nach der Insolvenz der Muttergesellschaft unternehmerisch neu durch und gibt sich dazu auch ein neues Logo. Das neue Design wurde kürzlich vor den Condorianerinnen und Condorianern enthüllt, und schon tritt die Boeing 767 ihren ersten Flug damit an.

Die Boeing 767 mit der Kennung D-ABUF startet mit dem nicht ganz neuen Motiv von Condor im Leitwerk Richtung Cancun in Mexiko. In den kommenden Wochen werden sukzessive sämtliche Leitwerke mit dem neuen Design versehen.

Fluggesellschaft muss rechtlich neu erscheinen

„Nach der endgültigen Trennung von Thomas Cook müssen aus markenrechtlichen Gründen der Thomas Cook-Schriftzug und das Herz-Logo komplett entfernt werden“, so Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Geschäftsführung von Condor. „Das Condor-Logo kehrt also nach 16 Jahren in die Leitwerke unserer Flugzeuge zurück, was die Condorianerinnen und Condorianer sehr stolz macht. Condor und unser Logo ist eine starke Marke, die seit 64 Jahren für Deutschlands beliebtesten Ferienflieger steht.“

Leitwerke umkleben

Die Leitwerke der Condor-Flotte werden in den kommenden Wochen im Rahmen ihrer regulären Wartungen umgeklebt. An der restlichen Lackierung ändert sich nichts. Künftig werden dann auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke Flugzeuge der Typen Airbus A320, A321, Boeing 757 und Boeing 767 im Condor-Design unterwegs sein.

Bodensee-Airport macht London Stansted zum Direktziel

Mit Stansted kommt damit neben Gatwick ein zweiter Londoner Flughafen in den Flugplan, der vom Bodensee-Airport nonstop erreichbar ist. Jet2 ist die drittgrößte Fluggesellschaft in Großbritannien und fliegt von neun britischen Flughäfen über 60 Destinationen an.

Ab 21. Dezember wird mit Jet2, die führende britische Ferienfluggesellschaft, Flüge von London-Stansted nach Friedrichshafen anbieten, die sich vor allem an Skitouristen richten. Die 2003 gegründete Jet2 betreibt derzeit eine Flotte von mehr als 90 Flugzeugen. Zwischen 21. Dezember 2019 und 11. April 2020 wird die Strecke von der Fluglinie zwischen Friedrichshafen und London-Stansted mit einem wöchentlichen Flug bedienen. Zum Einsatz kommen hochmoderne Boeing 737-800 mit 189 Sitzen.

Flughafen Stansted ideal für London-Trips

Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH: „Ich freue mich, dass neben unseren Verbindungen nach London-Gatwick nun auch der nordöstlich von London gelegene Flughafen Stansted direkt angeflogen wird. Diese Flüge können frei gebucht werden und bieten somit einen idealen Ausgangspunkt nicht nur für London-Trips, sondern auch für Reisen nach Cambridge oder in die touristisch interessanten englischen Grafschaften Suffolk und Norfolk. Außerdem begrüßen wir, dass jetzt auch Skitouristen aus dem Nordosten Englands unseren Flughafen nutzen können.“

Ski-Tourismus von der Insel

Die Flüge der jet2 werden vor allem von britischen Skitouristen genutzt, sind aber auch online und über die gängigen Reiseportale ohne Einschränkungen für alle Interessierten buchbar.

DFS Flugsicherung erneut startklar für BER-Eröffnung

Die Geschäftsführung der DFS begrüßt die Festlegung eines konkreten Termins für die Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtflughafens BER durch die FBB-Geschäftsführung. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), hat den konkreten Eröffnungstermin des Hauptstadtflughafens BER bekanntgegeben.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH steht nun abermals in den Startlöchern. „Nach Jahren der Unklarheit und Terminverschiebungen haben wir nun eine Grundlage, auf der wir planen können“, sagt DFS-Chef Prof. Klaus-Dieter Scheurle. „Die DFS hat bereits mit ihren Vorbereitungen für diesen Termin begonnen. Wir sind auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen und freuen uns darauf, wenn der Flughafen im Oktober nächsten Jahres startet.“

Mittlerweile viel mehr Passagiere in Berlin

Seit dem 25. März 2012 ist der neue DFS-Kontrollturm für den BER in Betrieb; von dort wird seither der Verkehr des Schönefelder Flughafens kontrolliert. Seit der ursprünglich geplanten Inbetriebnahme vor acht Jahren haben sich die Rahmenbedingungen am BER erheblich gewandelt. So ist der Luftverkehr in der Bundeshauptstadt seit 2012 um 20 Prozent gestiegen, das Passagieraufkommen sogar um fast 40 Prozent. Die Folge waren zahlreiche Änderungen am Boden – von der Einführung einer virtuellen Trennlinie durch das Hauptvorfeld bis zur Weiternutzung des Schönefelder Terminals.

Daraus resultieren neue betriebliche Herausforderungen für die DFS. Unter anderem müssen die Luftfahrzeuge nun in der Luft statt am Boden sortiert werden, um lange Rollwege und Bahnkreuzungen zu vermeiden. „Dies macht die tägliche Arbeit der Fluglotsen deutlich komplexer. Wir werden deshalb das erste Jahr auch nutzen, um Erfahrungen zu sammeln. Dort, wo es notwendig ist, werden wir dann Betriebsverfahren anpassen“, sagt Prof. Scheurle.

DFS Flugsicherung ist startklar

Das Training der künftigen Flug- und Rollverfahren am BER erfolgt im Simulator maßgeschneidert für alle betroffenen Lotsen – sowohl in der Kontrollzentrale Bremen als auch für den Tower BER. Für das Training der Berliner Towerlotsen hat die DFS eigens einen 3D-Simulator vor Ort aufgebaut.

„Angesichts des gestiegenen Verkehrs ist es eine herausfordernde Aufgabe, alle Fluglotsen für die BER-Verfahren zu trainieren und gleichzeitig den Betrieb an beiden Berliner Flughäfen ohne Einschränkungen aufrecht halten zu können. Aber wir sind darauf vorbereitet und werden, wie schon 2012, pünktlich bereit sein“, sagt der CEO.

Flughafen BER Eröffnung erneut final festgelegt

Der BER hat einen neuen, finalen Eröffnungstermin: am 31.10.2020 soll der neue Hauptstadtflughafen Berlin eröffnet werden.

BER-Eröffnung am 31.10.2020 geplant

Diesen Termin nannte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup soeben dem Aufsichtsrat. Es scheint fast glaubhaft, dass dieser Termin diesmal gehalten werden kann. Der Oktober 2020 war schon länger im Gespräch, dieser wird nun zeitlich ausgereizt. Jedoch waren auch wesentliche Fortschritte beim Bau des BER zur vermelden.

Probleme, Chaos, Fehler beim Bau des BER

Für Probleme sorgte insbesondere ein nicht funktionierender Brandschutz. Fehlplanung, politische Vorgaben und eine Subunternehmerkultur, bei der Technische Zeichner ganze Pläne erstellten sorgten für Chaos und konzeptionelle Fehler.

Bau des BER überdauerte zahlreiche Manager

Die Fertigstellung des BER überdauerte mehrere Geschäftsführer und Technische Leiter. Kürzlich wurde bekannt, dass der Betriebsleiter der Betreibergesellschaft FBB, Carsten Wilmsen, das Unternehmen Ende Mai 2020 auf eigenen Wunsch verlassen will. Er möchte sich beruflich außerhalb der Luftverkehrsbranche weiterentwickeln. Herr Wilmsen bleibt aber als Betriebsleiter Bau & Technik bis zur Baufertigstellungsanzeige des Terminal 2 – vertraglich für den 15. Mai 2020 zugesagt – an Bord und für dieses Projekt voll verantwortlich.

100. Airbus A220 Jet aus Kanada für airBaltic bestimmt

Airbus hat mit einer Zeremonie am Hauptsitz des Flugzeugprogramms im kanadischen Mirabel die Fertigstellung der 100. für einen Kunden gebauten A220 gefeiert. Die A220-300 ist für die lettische Fluggesellschaft airBaltic bestimmt, die ihren Hauptsitz in Riga hat. Der Single-Aisle-Jet hat eine völlig neu gestaltete komfortable Kabine mit 149 Sitzen erhalten und präsentiert sich in modernisierten airBaltic-Farben.

Airbus produziert die A220-Familie in der Haupt-Endmontagelinie für das Programm am Standort Mirabel und seit Kurzem auch in einer zweiten Montagelinie in Mobile, Alabama. Die weltweit erste A220 (frühere Bezeichnung C Series) wurde im Juni 2016 an den A220-100-Erstbetreiber SWISS übergeben.

airBaltic hat als Erstbetreiber der A220-300 ihr erstes Flugzeug dieses Typs am 28. November 2016 entgegengenommen und ihre A220-300-Order seitdem zwei Mal aufgestockt. Die lettische Airline ist so mit 50 bestellten Flugzeugen zum derzeit größten europäischen A220-Kunden geworden. 20 A220-300 fliegen bereits bei airBaltic.

Flugzeug A220 ermöglicht neues Geschäftsmodell

Die Treibstoffeffizienz und ausgezeichnete Leistung dieses Airbus-Produkts sind entscheidende Faktoren für airBaltic, die auf eine reine A220-Flotte als Rückgrat ihres neuen Geschäftsmodells setzt. Die Fluggesellschaft bedient mit ihren A220 verschiedene Ziele in Europa, Russland sowie im Nahen Osten. Sie betreibt auch die längste derzeit mit einer A220 beflogene Verbindung – den 6,5-Stunden-Flug von Riga nach Abu Dhabi.

Die A220 wurde ursprünglich von Bombardier als C Series entwickelt und ausgeliefert. Der Single-Aisle-Jet ist als einziges Flugzeug eigens für den Markt der 100-150-Sitzer konzipiert. Er verbindet unschlagbare Treibstoffeffizienz mit einem für diese Kategorie überragenden Passagierkomfort wie in einem Großraumflugzeug. Dank modernster Aerodynamik, fortschrittlicher Materialien und Pratt & Whitney PW1500G-Getriebefan-Triebwerken der neuesten Generation verbraucht der Jet im Vergleich zu Flugzeugen der vorherigen Generation pro Sitz mindestens 20 Prozent weniger Treibstoff, stößt signifikant weniger CO2 aus und fliegt außerdem leiser.

530 Festbestellungen der A220 per Oktober

Die A220 bietet die gleiche Leistung wie größere Single-Aisle-Flugzeuge. Fast 100 Flugzeuge der A220 fliegen bereits bei sechs Betreibern auf vier Kontinenten. Bis Ende Oktober 2019 hatte Airbus für diese Familie 530 Festbestellungen von über 20 Kunden aus aller Welt verbucht.

MC-21-300: Viertes Testflugzeug in Irkutsk fertig

In den Irkutsk Flugzeugwerken wurde das vierte Testflugzeug MC-21 fertiggestellt. Die Irkut Corporation hat die Systemprüfungen für die ersten Flugtests abgeschlossen.

Zwei MC-21-300 Prototypen durchlaufen Belastungstests

Die MC-21-300 wurde gestern von der Final Assembly zur Abteilung Flugtests überstellt. Bei der Fertigstellung hatten die Russen mittlerweile Erfahrung. Drei Prototypen der MC-21 wurden schon gebaut und absolvieren das Testflugprogramm und Zulassungsverfahren. Zwei befinden durchlaufen Belastungstests.

ADV: Reichhart zum Vorsitz im Verwaltungsrat gewählt

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An die Spitze des ADV-Verwaltungsrates wurde Dr. Hans Georg Reichhart, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, gewählt.

Im Rahmen der Jahrestagung des Flughafenverbandes wurde damit turnusmäßig der ADV-Verwaltungsrat für drei Jahre neu gewählt. Nach der Satzung der ADV ist der Verwaltungsrat das höchste Entscheidungsgremium des Verbandes. Seit über sechs Jahrzehnten gehören dem ADV-Verwaltungsrat Vertreter der Bundesländer, der Kommunen, der Industrie- und Handelskammern, des Deutschen Städtetages sowie zahlreicher öffentlicher Körperschaften an. Für die Gesetzgebung relevante Fragestellungen der Flughafenpolitik kommen hier zur Sprache. Das Gremium zeugt von der Verankerung der Flughäfen in ihren Bundesländern und Regionen.

Bedingungen für Luftfahrt in Deutschland verbessern

Der frisch gewählte Verwaltungsratsvorsitzende Reichhart dankte dem Gremium für das in ihn gesetzte Vertrauen und erklärte: „Ich freue mich auf einen engagierten Dialog zwischen Behörden, Ländervertretern und den Flughäfen. Gemeinsam werden wir darauf hinwirken, dass die Rahmenbedingungen für einen wirtschaftlichen und nachhaltigen Flughafenstandort Deutschland verbessert werden.“ Die Amtszeit des neuen ADV-Verwaltungsrates beginnt am 01. Januar 2020 und endet am 31. Dezember 2022.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde erneut Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsdezernent der Stadt Nürnberg, bestellt. Der Vertreter der Kommunen erklärte zu den Zielen seines Wirkens: „Zunehmend viele Flughäfen leiden unter Streckenstreichungen und Verkehrsrückgängen. In Zeiten, in denen die wirtschaftlichen Ergebnisse der Flughäfen zurückgehen, ist es umso wichtiger, die Bedeutung der Flughäfen für deren Regionen als unverzichtbarer Standortfaktor und Impulsgeber für die lokale Wirtschaft herauszustellen. Das muss auch dem Bund und der EU deutlich gemacht werden.“

ADV-Präsident Dr. Stefan Schulte gratulierte den Gewählten: „Mit der heutigen Wahl des Verwaltungsrates festigen wir die enge Verbindung von Flughäfen mit Bundesländern und Kommunen. In den kommenden Monaten stehen für die Flughäfen im Bund und im Bundesrat bedeutsame Entscheidungen an. Der Verwaltungsrat hilft uns, wichtige Einschätzungen von den relevanten Entscheidern zu erhalten.“

Militärflugplatz Dübendorf: Zivile Luftfahrt schwierig

Im Zusammenhang mit der Umnutzung des Militärflugplatzes Dübendorf in ein ziviles Flugfeld sind wichtige Fragen aufgetaucht, die bei der Planung des Projekts 2013 nicht berücksichtigt worden sind.

Zum einen haben Abklärungen ergeben, dass der vorgesehene Flugbetrieb in Dübendorf aus Sicherheitsgründen größeren Koordinationsbedarf mit dem Flughafen Zürich auslöst als ursprünglich angenommen. Zum anderen hat sich gezeigt, dass Grundstücke derart tief überflogen würden, dass die Eigentumsrechte der Grundeigentümer entgegen den bisherigen Planungen allenfalls beschränkt werden müssten. Die Flugplatz Dübendorf AG, die vom Bund 2014 den Zuschlag für den Betrieb erhalten hatte, verfügt jedoch nicht über die dazu nötige Befugnis zur Enteignung. Dafür wäre eine Konzession erforderlich.

Das UVEK hat den Kanton Zürich über diese Entwicklungen und die neue Ausgangslage informiert. Zu den sicherheitstechnischen Aspekten wird das UVEK zudem eine Studie in Auftrag geben. Der Bund wird das weitere Vorgehen in Rücksprache mit dem Kanton Zürich klären, um tragfähige Lösungen für die Zukunft der zivilen Luftfahrt in Dübendorf zu entwickeln. Der Aufbau des Innovationsparks ist von den neuen Entwicklungen nicht betroffen.

Im August 2014 beschloss der Bundesrat für das Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf eine Dreifachnutzung mit Innovationspark, militärischer Bundesbasis und zivilem Flugfeld. Den Zuschlag zum Betrieb dieses zivilen Flugfelds erhielt gestützt auf eine öffentliche Ausschreibung die Flugplatz Dübendorf AG (FDAG). Die FDAG soll in Dübendorf ein Flugfeld in erster Linie für die Geschäftsluftfahrt betreiben und hierfür eine Betriebsbewilligung erhalten.

Koordination mit Airport Zürich schwierig

Im Verlaufe der Planungsarbeiten hat sich gezeigt, dass private Grundstücke derart tief überflogen würden, dass sich Grundeigentümer bei einer zivilen Nutzung des Flugfelds dagegen wehren könnten. Um von den Grundeigentümern eine Duldung der Überflüge erwirken zu können, müssten diese entgegen den bisherigen Planungen allenfalls in ihren Eigentumsrechten beschränkt werden. Die FDAG verfügt jedoch nicht über die dazu nötigen Enteignungsrechte. Dafür bräuchte die FDAG eine Konzession. Eine Konzession wäre auch bei anderen Betriebsmodellen notwendig, bei denen eine vergleichbare zivilaviatische Nutzung vorgesehen ist.

Im Rahmen der Planungsarbeiten hat sich zudem gezeigt, dass sich die Koordination des Flugbetriebs in Dübendorf mit dem des Flughafen Zürich schwieriger gestaltet als ursprünglich vorgesehen war. Zwischen dem geplanten Flugbetrieb in Dübendorf und dem Flugbetrieb des Flughafens Zürich bestehen enge Abhängigkeiten bei der Nutzung des Luftraums. Teilweise überlappen sich die Luftraum-Schutzbereiche, sodass aus Sicherheitsgründen eine stärkere Abstimmung zwischen den beiden Infrastrukturen notwendig ist. Linien- und Charterflüge auf dem Landesflughafen Kloten genießen dabei gegenüber der in Dübendorf geplanten Geschäftsfliegerei Priorität. Eine Reduktion der Kapazitäten beim Flughafen Zürich zugunsten von Dübendorf ist deshalb keine Option.

UVEK: Gutachten des Bundesamts für Justiz

Das Generalsekretariat des UVEK wurde vom BAZL am 21. Mai 2019 über diese Entwicklungen informiert. Aufgrund der neuen Erkenntnisse und nach Sichtung der einschlägigen Unterlagen hat das UVEK beim Bundesamt für Justiz (BJ) am 17. September 2019 ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das Gutachten sollte die verfahrensrechtlichen Fragen rund um eine Konzessionierung klären sowie darlegen, ob bei einer allfälligen Erteilung einer Betriebskonzession ein ordentliches Ausschreibungs- oder Einladungsverfahren erforderlich wäre. Das Gutachten liegt seit dem 21. November 2019 vor.

Es zeigt auf, dass folgende Schritte zwingend sind, sollte der Weg Richtung Betriebskonzession eingeschlagen werden: Im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) müssten der Konzeptteil geändert und das Objektblatt neu ausgestaltet werden. Zudem wäre ein Konzessionsverfahren durchzuführen. Dieses könnte mit dem ohnehin erforderlichen Umnutzungsverfahren kombiniert werden. In Bezug auf eine erneute Ausschreibung kommt das Gutachten zum Schluss, dass bei einem Start des Konzessionsverfahrens nach dem 01. Januar 2021 bzw. nach Inkrafttreten des revidierten Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen davon auszugehen ist, dass für eine Konzessionierung eine neuerliche Ausschreibung erforderlich wäre.

Gemäß heutigem Kenntnisstand ist absehbar, dass ein allfälliges Verfahren zur Erteilung einer Betriebskonzession mehrere Jahre in Anspruch nehmen würde. Zusätzlich zu den im Gutachten des BJ geschilderten Verfahrensschritten sind eine Plangenehmigung und ein genehmigtes Betriebsreglement erforderlich.

Studie: Zivilflug am Flugplatz Dübendorf realisierbar?

Das UVEK hat den Kanton Zürich vorab über die neuen Entwicklungen und Abklärungen informiert. Der Bund wird auch das weitere Vorgehen in enger Rücksprache mit dem Kanton Zürich klären, um tragfähige Lösungen für die Zukunft der zivilen Luftfahrt in Dübendorf zu entwickeln. Das UVEK hat auch den Bundesrat sowie die FDAG informiert.

Das UVEK hat zusätzlich beschlossen, die sicherheitstechnischen Aspekte für den Luftraum vertieft abklären zu lassen. Das UVEK bereitet derzeit die Eckwerte für einen Studienauftrag vor. Die Studie soll Klarheit darüber schaffen, ob der Flugbetrieb in Dübendorf überhaupt wie 2014 geplant realisierbar ist, ohne die Kapazitäten beim Flughafen Zürich einzuschränken.

Eine Expertengruppe unter Beteiligung von Skyguide, Luftwaffe und BAZL hat bislang keine Lösung finden können, die den hohen Sicherheitsanforderungen unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Priorisierung des Flugverkehrs in Zürich genügt. In der Ausarbeitung des Sachplans zur Infrastruktur Luftfahrt sind die neuen Erkenntnisse und laufenden Abklärungen noch nicht berücksichtigt. Die Überarbeitung des SIL-Objektblatts kann daher derzeit nicht abgeschlossen werden.

Plan: Innovationspark und militärische Nutzung

Nicht direkt betroffen von den neuen Entwicklungen ist der Innovationspark auf dem Areal des Militärflugplatzes. Die Arbeiten am Innovationspark können wie geplant fortgeführt werden. Die erste Ausbauetappe hat mit der Umnutzung bestehender Hallen im westlichen Teil des Flugplatzgeländes bereits begonnen.

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) will den Militärflugplatz Dübendorf weiterhin mindestens als Helikopterbasis nutzen. Der heutige Flugbetrieb wird unter der Leitung der Luftwaffe bis auf weiteres weitergeführt. Auch die Blaulicht-Organisationen können den Flugplatz weiterhin nutzen.

Flughafen München begrüßt mit 19 Meter Weihnachtsbaum

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Pünktlich zum ersten Adventswochenende begrüßt ein prächtiger 19 Meter hoher Weihnachtsbaum in glitzerndem Gewand alle Passagiere und Besucher an der Zentralallee des Münchner Flughafens.

19 Meter Weihnachtsbaum mit 2.700 LEDs am Airport MUC

Der Airport MUC empfängt alle zu Lande Anreisenden mit einem leuchtenden Weihnachtsbaum. Die prächtige Fichte kommt aus dem oberbayerischen Wackersberg in der Nähe von Bad Tölz. Für die stimmungsvolle Beleuchtung des Weihnachtsbaumes sorgen insgesamt rund 2.700 stromsparende LED-Lämpchen. Der 19 Meter hohe Christbaum begrüßt alle ankommenden Fluggäste entsprechend landeinwärts am Münchner Flughafen.

Fachausschüsse im Flughafenverband ADV neu besetzt

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Die Vorsitzenden der zehn Fachausschüsse verantworten maßgeblich die inhaltliche Ausrichtung und Positionierung der ADV.

Die Fachausschüsse sind das Herzstück des Flughafenverbandes ADV. Jeder Fachausschuss wird von einem Geschäftsführer oder Vorstand eines Flughafens geleitet. „Wer erfolgreich sein möchte, muss sich entwickeln. Auf künftige Herausforderungen bereiten sich die Flughäfen im Fachaustausch stetig vor: mit der bedarfsgerechten Entwicklung einer auf Nachhaltigkeit ausgelegten Infrastruktur, mit einem verantwortungsbewussten, umweltorientierten Management, mit intelligenten digitalen Prozesslösungen für höchste Qualität im Flugbetrieb und klugen Synergien für eine verbesserte Wirtschaftlichkeit“, erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel in Frankfurt.

Vorsitzende neu im ADV-Fachausschuss für 2019/2020

  • ADV-FA Infrastruktur: Dr. Arina Freitag (Flughafen Stuttgart)
  • ADV-FA Luftfracht und Logistik: Götz Ahmelmann (Flughafen Leipzig/Halle)

Bleibende Voritze in den ADV-Ausschüssen

  • ADV-FA Bodenverkehrsdienste: Michael Hanné (Flughafen Düsseldorf)
  • ADV-FA Non-Aviation: Andrea Gebbeken (Flughafen München)
  • ADV-FA Operations und Security: Elmar Kleinert (Flughafen Bremen)
  • ADV-FA Personal: Michael Müller (Flughafen Frankfurt)
  • ADV-FA Recht und Sicherheit: Walter Schoefer (Flughafen Stuttgart)
  • ADV-FA Umwelt: Udo Mager (Flughafen Dortmund)
  • ADV-FA Verkehr: Dr. Michael Hupe (Flughafen Nürnberg)
  • ADV-FA Wirtschaft: Dr. Matthias Zieschang (Flughafen Frankfurt)

„Durch die ADV-Facharbeit hat sich die ADV als vertrauensvoller und kompetenter Berater von Ministerien, Politik und Medien etabliert. Ohne die Fachausschüsse würde das Herzstück des Verbandes fehlen“, kommentiert der ADV-Hauptgeschäftsführer die Wahl der Fachausschussvorsitzenden. An der Facharbeit der ADV beteiligen sich die Flughäfen aus Deutschland, Österreich, Ungarn und der Schweiz. Auf dem Foto: Götz Ahmelmann und Dr. Arina Freitag.

SAS übernimmt ihren ersten Airbus A350 XWB

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Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat ihre erste A350-900 übernommen und wird damit zum neuesten Betreiber des effizienten Großraumflugzeugs.

SAS betreibt Airbus-Flotte von 68 Flugzeugen

SAS hat insgesamt acht A350-900 bestellt. Sie betreibt derzeit eine Airbus-Flotte von 68 Flugzeugen: 51 Flugzeuge der A320-Familie, 17 Flugzeuge der A330- und A340-Familie. In den kommenden Jahren wird SAS als Teil einer umfassenden Flottenmodernisierung 54 weitere Flugzeuge der A320neo-Familie und die verbleibenden sieben A350-900 im Rahmen von direkten Kaufverträgen und Leasingverträgen übernehmen.

Extraklasse Plus bei SAS

Die A350-900 von SAS (Scandinavian Airlines) bietet eine moderne und überaus komfortable Dreiklassenkabine mit 300 Sitzen: 40 Sitze in der Business Class, 32 Sitze in der Plus Class und 228 Sitze in der Go Class. Am 28. Januar 2020 wird die Airline das neue Flugzeug auf ihrer Langstreckenverbindung Kopenhagen – Chicago einsetzen. Später soll das Flugzeug weitere internationale Ziele anfliegen – unter anderem in Nordamerika und Asien.

A350 XWB mit modernen aerodynamischen Flügeln

Die A350 XWB wurden mit modernen aerodynamischen Flügeln, unter Verwendung von Kohlefaserverbundwerkstoffen für Rumpf und Flügel sowie neuen treibstoffeffizienten Triebwerke von Rolls-Royce entwickelt. Diese fortschrittlichen Technologien führen zu einer ganz neuen Betriebseffizienz mit einer Einsparung des Treibstoffverbrauchs und der Emissionen um 25 Prozent.

Airnus A350 XWB mit Flüsterkabine

Die „Airspace by Airbus“-Kabine der A350 XWB ist laut Airbus der leiseste Passagierraum unter allen Großraumjets. Airbus hat für die A350 XWB-Familie bis Ende Oktober 2019 913 Festbestellungen von 50 Kunden weltweit verbucht.

MTU Aero Engines erwartet weiteres Wachstum

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Im kommenden Geschäftsjahr dürfte das Wachstum der MTU Aero Engines AG aus den zivilen Bereichen kommen – aus dem zivilen Serien- und Ersatzteilgeschäft ebenso wie aus der zivilen Instandhaltung. Das Militärgeschäft dürfte stabil bleiben.

MTU gibt Ausblick auf das kommende Jahr

Die MTU Aero Engines AG hat auf ihrem Kapitalmarkttag einen ersten Ausblick auf das Jahr 2020 veröffentlicht. Die MTU erwartet 2020 eine Zunahme des operativen Ergebnisses im hohen einstelligen Prozentbereich. Die Cash Conversion Rate, die das Verhältnis von Free Cashflow zu bereinigtem Gewinn nach Steuern ausdrückt, dürfte etwa 70 Prozent erreichen. Auf längere Sicht bieten alle Geschäftssegmente der MTU Wachstumspotenzial. „Damit halten wir Kurs und setzen unseren profitablen Wachstumskurs unvermindert fort“, resümierte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG.

MTU profitiert von weltweitem Wachstum

2020 dürften die zivile Instandhaltung und das zivile Seriengeschäft die am stärksten wachsenden Segmente sein. Im MRO-Kerngeschäft rechnet die MTU mit einem Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich. Hier profitiert das Unternehmen von seiner starken Marktposition als unabhängiger Instandhalter ebenso wie von seinen MRO-Partnerschaften mit den OEMs. Aufgrund notwendiger Upgrades dürften 2020 die Instandhaltungsaktivitäten für neue Triebwerksprogramme wie den A320neo-Antrieb PW1100G-JM zunehmen. „Unsere Kunden schätzen das umfangreiche Serviceangebot der MTU Maintenance und unsere Zuverlässigkeit. Das Auftragsvolumen wird 2019 über sechs Milliarden Dollar liegen und so eine langfristige Auslastung sichern“, so Programm-Vorstand Michael Schreyögg.

Wachstum in der zivilen Instandhaltung

Das anhaltende Wachstum in der zivilen Instandhaltung unterstützt die MTU mit dem Ausbau ihrer Kapazitäten. So wird Ende 2019 das Instandhaltungs-Joint Venture für Getriebefans, die EME Aero in Polen, in Betrieb genommen. In Serbien entsteht ein neuer Reparaturstandort, der 2022 an den Start gehen soll, und das Erweiterungskonzept der MTU Maintenance Zhuhai in China wird konsequent umgesetzt. Finanzvorstand Peter Kameritsch: „Damit schaffen wir die Basis für langfristiges Wachstum in der MRO. Wir gehen davon aus, unseren Umsatz in der zivilen Instandhaltung in den kommenden zehn Jahren zu verdoppeln.“

Auch im zivilen Seriengeschäft erwartet die MTU 2020 einen hohen einstelligen prozentualen Umsatzanstieg. Haupttreiber für das Umsatzplus dürfte das PW1100G-JM sein. „Der Getriebefan hat sich als modernste Antriebstechnologie durchgesetzt“, so Schreyögg. „Wir rechnen damit, dass bis zum Jahr 2030 etwa 15.000 Getriebefans beim Kunden im Einsatz sind.“ Optimierungen im zivilen Seriengeschäft erreicht die MTU durch die konsequente Erhöhung des Automatisierungsgrads. „Dadurch sinken Durchlaufzeiten, Kosten und das Working Capital. Gleichzeitig erreichen wir eine bessere Prozess-Stabilität und Qualität“, so Technik-Vorstand Lars Wagner.

Kompetenzen der MTU fortentwickeln

Einen Fahrplan für die Zukunft im zivilen Seriengeschäft hat die MTU in ihrer Technologie-Roadmap festgeschrieben. „Sie umfasst evolutionäre Ansätze wie die Weiterentwicklung des Getriebefans ebenso wie revolutionäre neue Antriebskonzepte für die Flugzeuge der Zukunft“, erläuterte Wagner. Bei Antrieben künftiger Generationen will die MTU eine noch stärkere Rolle spielen als bisher. Winkler: „Hier wollen wir unsere Kompetenzen noch umfassender einbringen als heute. Wir peilen bei zukünftigen neuen Triebwerksprogrammen an, den MTU-Anteil auf etwa 25 Prozent zu erhöhen.“

Umsatz des zivilen Ersatzteilgeschäfts der MTU

Der Umsatz des zivilen Ersatzteilgeschäfts dürfte 2020 um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz zunehmen. Hauptumsatztreiber ist hier der A320-Antrieb V2500. Zunehmend an Bedeutung gewinnt das GEnx für die Boeing-Modelle 787 und 747-8: Die GEnx-Flotte ist bereits sehr groß, aber noch immer im Wachstum begriffen.

Den Umsatz im militärischen Geschäft erwartet die MTU 2020 stabil. „Dank unserer Position als führender deutscher Partner mit voller Systemfähigkeit haben wir im Militärbereich gute Perspektiven“, so Schreyögg. „Hier dürften uns die Zunahme des deutschen Verteidigungsbudgets verbunden mit anstehenden Entscheidungen über einen Ersatz des Tornados und der ersten Eurofighter-Tranche ebenso zugutekommen wie die nächste europäische Kampfflugzeug-Generation, die wir mit der Next European Fighter Engine unterstützen.“

Finanzstärke der MTU durch Wandelschuldverschreibung

Kameritsch ergänzte zusammenfassend: „Trotz des hohen Investitionsbedarfs, den der Ausbau unseres Geschäfts und das unverminderte Wachstum mit sich bringen, belegt unser Ausblick auf eine Cash Conversion Rate von etwa 70 und ein hohes einstelliges prozentuales Plus beim operativen Ergebnis die Finanzstärke der MTU.“ Die MTU hatte 2019 ihre Kapitalstruktur optimiert, unter anderem durch die Ausgabe einer neuen Wandelschuldverschreibung und den Teilrückkauf einer ausstehenden Wandelschuldverschreibung.

Flughafen-Chefs: Falsche Zeit für Regulierungen

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Anlässlich ihrer Jahrestagung in Frankfurt fordern die CEOs der ADV-Flughäfen bessere Rahmenbedingungen für einen verantwortungsbewussten, klimaschonenden und wettbewerbsfähigen Flughafenstandort.

„Innerhalb weniger Monate hat sich die Lage für den Luftverkehr zugespitzt. Die konjunkturelle Abschwächung, Handelskonflikte, Lieferschwierigkeiten von Boeing sowie die Marktkonsolidierung und Insolvenzen bei den Airlines führten zuletzt zu einem Rückgang der Passagierzahlen und zu einem Einbruch der Luftfracht. Das sind keine guten Nachrichten für unser Land, zumal der Luftverkehr die Anbindung an die globalen Wirtschaftszentren und Handelsströme sicherstellen soll. Und es ist definitiv der falsche Zeitpunkt, unsere Unternehmen und den Luftverkehr mit überzogenen Regulierungen und einseitigen nationalen Belastungen wie die Erhöhung der Luftverkehrsteuer zu belasten“, fasst ADV-Präsident Stefan Schulte die Entwicklung seit Jahresbeginn zusammen.

Abgaben am Standort Deutschland steigen

Die deutschen Flughäfen stehen in einem harten Wettbewerb zu anderen Standorten in Europa, wenn es um die Stationierung von Flugzeugen und um die Aufnahme von neuen Flugstrecken geht. Gleichzeitig möchten die ADV-Flughäfen Vorreiter beim Klima- und Lärmschutz sein. „Nur ein leistungsstarker Luftverkehr kann seiner Verantwortung gerecht werden. Die Flughäfen werden hunderte Millionen Euro für ihre „CO2 Net Zero Agenda“ investieren müssen. Unsere Branche braucht politische Unterstützung und keine weiteren Mühlsteine um den Hals“, bringt Stefan Schulte das Dilemma der Flughäfen auf dem Punkt.

Nur noch acht deutsche Flughäfen können im Oktober positive Passagierzahlen aufweisen. Gleichzeitig soll ab April 2020 in Deutschland die Luftverkehrsteuer um bis zu 74 Prozent erhöht werden. In keinem anderen europäischen Land müssen dann Reisende beim Abflug eine höhere Abgabe entrichten. „Selten ist durch einen staatlichen Eingriff der Wettbewerb in einer Branche derart verzerrt worden“, so ADV-Präsident Stefan Schulte.  Eine Wettbewerbsgleichheit mit den europäischen Nachbarn kann gelingen, wenn Sonderbelastungen der deutschen Luftverkehrswirtschaft reduziert werden. Eindringlich formulieren die Flughafenchefs ihre drei wichtigsten Anliegen:

1. Absenkung und Deckelung der Luftsicherheitskosten

Dringend geboten ist eine Absenkung und Deckelung der Luftsicherheitskosten. Zurecht wird im Koalitionsvertrag anerkannt, dass die Passagier- und Handgepäckkontrollen eine hoheitliche Aufgabe sind. Der Bund muss sich zu seiner Verantwortung bekennen. Weiterhin besteht Handlungsbedarf bei der Neuordnung der Luftsicherheitskontrollen. Diese müssen effektiv, wirtschaftlich effizient und passagierfreundlich gestaltet werden.

2. Klimaschutzstrategie anerkennen und fördern

Es ist die zentrale Zukunftsfrage, dass der Luftverkehr nachhaltig und klimaneutral wächst. Die ADV-Flughäfen als Infrastrukturanbieter nehmen ihre Verantwortung ernst und haben sich bereits 2009 auf eine gemeinsame Klimaschutzstrategie verständigt. Von 2010 bis 2018 haben die ADV-Airports ihre CO2–Emissionen pro Passagier um 42 Prozent verringert. Bis 2030 wird eine CO2–Reduktion von 50 Prozent angestrebt und bis 2050 sollen die CO2–Emissionen sogar auf Netto Null runtergefahren werden. Flughäfen sind damit bereits heute nachhaltige und zuverlässige Wirtschaftsmotoren.

Möchte man wirklich etwas für den Klimaschutz tun, dann sollten die Einnahmen aus der Luftverkehrsteuer für klimaschützende Maßnahmen im Luftverkehr eingesetzt werden. Hier gehören Anreize für CO2–neutrales Flugbenzin, Markthochlauf von PtX-Anlagen, eMobilität in den Bodenverkehrsdiensten der Flughäfen, energieeffizientere Terminalanlagen, etc. Hierzu bedarf es großer finanzieller Anstrengungen. Dies ohne größere Wettbewerbsverzerrungen umzusetzen, muss das Ziel von Politik und Wirtschaft sein.

3. Wettbewerbsfähige Betriebszeiten – mehr Rechts- und Planungssicherheit

Eine leistungsfähige Infrastruktur muss effizient und wirtschaftlich genutzt werden können. Dafür sind wettbewerbsfähige Betriebszeiten und nachtoffene Express- und Frachthubs unerlässlich. Erforderliche Kapazitätserweiterungen müssen an den Standorten umgesetzt werden, um Kapazitätsengpässen entgegenzuwirken.

Stefan Schulte abschließend: „Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland weiter zu stärken, die Klimaziele nicht aus den Augen zu verlieren und zukunftssichere Arbeitsplätze bereitzustellen, muss das Ziel aller Akteure sein. Dafür sind die deutschen Flughäfen mehr denn je auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen. Die ADV-Verkehrsflughäfen wünschen sich ein klares Bekenntnis für eine nachhaltige und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.“

Lufthansa ohne Friedenspflicht zu Schlichtung bereit

Lufthansa will „der Gewerkschaft UFO“ jetzt auch ohne verbindliche Friedenspflicht bei den Tochter-Fluggesellschaften Eurowings, Germanwings und CityLine einen umfassenden Schlichtungsprozess anbieten, um den Einstieg in eine „große“ Schlichtung mit UFO noch zu ermöglichen.

Moderationsprozess bei Germanwings

Der Verzicht auf die Zusicherung einer Friedenspflicht würde mit einem Moderationsprozess bei Germanwings verbunden, in dem alle offenen Tariffragen besprochen werden können. Über die Frage, ob ein etwaiger Moderationsprozess bei Germanwings mit oder ohne verbindliche Friedenspflicht erfolgen kann, ist Lufthansa offen und gesprächsbereit.

Große Schlichtung bleibt Ziel

Dieses Zugeständnis hat Lufthansa der UFO in den konstruktiven Gesprächen der vergangenen Tage gemacht. Lufthansa setzt weiter alles daran, eine „große“ Schlichtung mit UFO für die Kernmarke zu vereinbaren, um die drängenden Probleme der Kabinenmitarbeiter zu lösen. Kommt diese Form der Schlichtung nicht zustande, soll die tarifliche Schlichtung unter der Leitung der beiden Schlichter Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise fortgesetzt werden.

Flughafen München eröffnet „Mitarbeiterhotel“

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In Hallbergmoos, einer Nachbargemeinde des Airports München, bietet der Konzern in der Lilienthalstraße ab sofort voll ausgestattete „Serviced Apartments“ in einem Gebäude an, das zuvor ausschließlich als Büroimmobilie genutzt worden ist.

Die Flughafen München GmbH (FMG) schafft damit neuen Wohnraum für ihre Mitarbeiter. Die ersten Mieter sind bereits eingezogen, ab Anfang Dezember stehen sämtliche 132 Wohneinheiten in dem neuen „Mitarbeiterhotel“ schlüsselfertig zur Verfügung. Interessenten haben die Wahl zwischen Ein- und Zwei-Betten-Apartments. Die Aufenthaltsdauer ist auf maximal sechs Monate befristet. Die Modalitäten zur Vergabe der Apartments haben die FMG und der Betriebsrat des Unternehmens in einer Vereinbarung festgelegt.

Wohnraum für Konzern-eigene Belegschaft

Das Angebot, das bereits auf eine breite Resonanz stößt, richtet sich vor allem an neue Mitarbeiter der FMG und ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, die in der Flughafenregion Fuß fassen wollen. Unterstützt werden sollen mit dem neuen Angebot gerade Bewerber aus weiter entfernten Regionen. Ihnen soll der Start erleichtert werden, indem sie die Möglichkeit bekommen, sich in Ruhe nach einer dauerhaften Wohnung umsehen zu können. Auch Angestellte von Fremdfirmen, die auf dem Campus ansässig sind, können bei entsprechenden Vakanzen von dem neuen Angebot in Hallbergmoos profitieren.

„Wir engagieren uns intensiv beim Thema Wohnraum für Beschäftigte, um im Wettbewerb um Arbeitskräfte mit zusätzlichen Vorteilen zu punkten. In den letzten Monaten ist viel passiert: Von langfristig zu mietenden Reihenhäusern in Flughafennähe bis hin zu befristeten Wohnungen in München, umfasst das Angebot verschiedene Ausstattungen und Preiskategorien. Mit den Serviced Apartments in Hallbergmoos haben wir ein tolles Angebot besonders für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die neu zu uns kommen und sich noch in der Flughafenregion orientieren“, erklärte Dr. Robert Scharpf, Personalchef der FMG, zum Engagement des Flughafens.

Starthilfe für neue Mitarbeiter

Management und Arbeitnehmervertreter der Flughafen München GmbH (FMG) ziehen bei der Bereitstellung von kostengünstigem Wohnraum für neue Mitarbeiter an einem Strang. Die neuen Wohnräume sollen dazu beitragen, die Attraktivität der Arbeitsplätze am Airport zu steigern, indem sie neuen Mitarbeitern den Einstieg erleichtern. Damir Lucic (rechts) ist einer der neuen Flughafenbeschäftigten, die von den Angeboten der FMG profitieren. Der Kroate, der sich hier zusammen mit FMG-Personalchef Robert Scharpf (links) und Betriebsrat Vahdet Kizilkaya dem Fotografen präsentiert, hat kürzlich seine Arbeit bei der AeroGround aufgenommen und ist seither für diese Tochtergesellschaft der FMG bei der Flugzeugabfertigung auf dem Vorfeld im Einsatz.

Bluttransport per Rettungshubschrauber „Christoph 53“

Die Hubschrauber-Besatzung der Station Mannheim der DRF Luftrettung hat am Dienstag erstmals Blut- und Plasmakonserven eingesetzt. Bei einem Arbeitsunfall in der Metropolregion Rhein-Neckar wurde eine Person schwer verletzt. Der Patient konnte durch eine schnelle Transfusion gerettet werden.

In Kooperation mit der Besatzung des nachalarmierten Medical-Intervention-Cars (MIC) der Universitätsmedizin Heidelberg konnte er noch am Einsatzort mit Hilfe der Transfusion aus dem Hubschrauber stabilisiert und zur Notoperation und weiteren Versorgung in das Universitätsklinikum Heidelberg geflogen werden. Für den Patienten, der sich eine tiefe, stark blutende Stichverletzung im Oberkörper zugezogen hatte, war die schnelle Verfügbarkeit der Blutprodukte lebensrettend.

Blutkonserven neu an Bord

„Christoph 53“ führt seit zwei Wochen Blutprodukte bei seinen Einsätzen mit. „Wir tragen damit zur Verbesserung der Patientenversorgung in der Region bei“, so Dr. Marcus Rudolph, Notarzt an der Station Mannheim. „Thoraxverletzungen durch Unfälle sind oft auch mit massiven Blutverlusten verbunden. Dass wir Blutprodukte an Bord des Rettungshubschraubers mitführen, kann den Tod durch Verbluten wie im aktuellen Fall vermeiden.“

Fraport und Swissport: Grundstein für Luftfrachthalle

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Die Fraport AG und die Swissport Cargo Services Deutschland GmbH haben den Grundstein für eine neue Frachtabfertigungshalle gelegt. Ein Meilenstein für die weitere Entwicklung des Luftfrachtstandorts Frankfurt.

Neubau in der CargoCity Süd

Mit dem Neubau in der CargoCity Süd wird Swissport seine Handling-Kapazitäten um fast 50 Prozent ausbauen. Die Immobilie entspricht sämtlichen Anforderungen modernsten Luftfracht-Handlings. So verfügt das Hallenkonzept über ein Material Handling System, mit dem Container und Paletten automatisiert in die Halle ein- und ausgelagert werden können. Für Kunden aus der Pharmaindustrie erweitert Swissport ihr Angebot an speziell temperierten Lagerflächen. Die Ausstattung des neuen Frachtzentrums ist an den strengen Kriterien der IATA ausgerichtet und soll nach Inbetriebnahme CEIV Pharma zertifiziert werden.

Moderne Luftfrachthalle für 200.000 Tonnen im Jahr

Ferner entsteht auf dem Dach der Frachthalle die erste große Photovoltaik-Anlage am Flughafen Frankfurt. Sie soll künftig pro Jahr rund 1,5 Mio. kWh Strom erzeugen. Damit ließen sich mehr als 450 Haushalte mit vier Personen ein Jahr lang mit Strom versorgen. Fraport setzt damit verstärkt auf eigenverantwortlich erzeugte, erneuerbare Energie für die Deckung des Strombedarfs am Konzern-Standort Frankfurt.

Der Flughafen Frankfurt gilt weltweit als beispielhaft für die Entwicklung eines erfolgreichen Logistik-Hubs. Fast 50 Prozent des deutschen Luftfrachtvolumens werden hier abgewickelt – 2018 waren es über zwei Millionen Tonnen. Damit gehört FRA weltweit zu den Top Ten. „Fraport betreibt in Frankfurt den größten Cargo-Hub Europas. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir gemeinsam mit unserem langjährigen Kunden Swissport weiterschreiben“, erklärt Felix Kreutel, Bereichsleiter Immobilien und Grundstücke der Fraport AG. „Dazu optimieren wir kontinuierlich unser Service- und Produktangebot und bieten intelligente Infrastrukturlösungen für unsere Kunden.“

Für Swissport wird der Neubau das weltweit viertgrößte Frachtzentrum. Pro Jahr sollen in Frankfurt bis zu 200.000 Tonnen Luftfracht für Airline- und Speditionskunden umschlagen werden. „Wir freuen uns darauf, unseren Kunden ab Herbst 2020 individuelle Air Cargo Services in einer der modernsten und nachhaltigsten Luftfrachthallen Europas anbieten zu können“, sagt Willy Ruf, Senior Vice President Central & Eastern Europe von Swissport, anlässlich der heutigen Grundsteinlegung. „Der Flughafen Frankfurt bleibt damit einer der wichtigsten Luftfrachtstandorte im weltumspannenden Swissport-Netzwerk.“

Luftfrachthalle – Kapazitäten in Zahlen

  • Kapazität: über 200.000 Tonnen pro Jahr
  • Lagerfläche: 17.000 Quadratmeter
  • Büro- und Sozialfläche: 2.400 Quadratmeter
  • Außen-/Rangierflächen: 12.500 Quadratmeter
  • Temperaturzonen im Pharma-Center:
  • – 1.300 Quadratmeter (15 – 25°C)
  • – 280 Quadratmeter (2 – 8°C)
  • 31 Tore für Lkw/Transporter, davon fünf inklusive Truck-Docks für ULD-Handling

Die Fertigstellung und Übergabe des Gebäudes an Swissport sind für Anfang des dritten Quartals 2020 vorgesehen. Die Planung der Luftfrachthalle erfolgte durch M&P Architekten, die Generalunternehmerleistung wird von Goldbeck erbracht.

Bundeswehr verweigert Flugbetrieb der NH90 Sea Lion

Der erste NH-90 Sea Lion war am 24. Oktober 2019 vom Hersteller Airbus Helicopters übergeben worden. Doch die Bundeswehr will die Hubschrauber zunächst nicht benutzen.

Die NH90 Sea Lion wurden an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) übergeben, doch die Hubschrauber seien noch nicht fertig dokumentiert. Beim NH90 sieht die Bundeswehr den sicheren Betrieb nicht gewährleistet, da ihn die Soldatinnen und Soldaten ohne vollständige Dokumentation nicht sicher handhaben können. Im Falle des NH-90 Sea Lion sieht die Bundeswehr aufgrund „unzureichender und lückenhafter technischer Dokumentation“ der NH-90 Sea Lion noch nicht gegeben.

Dokumente zur NH90-Wartung lückenhaft

Die Bundeswehr könne daher zum jetzigen Zeitpunkt einen Flugbetrieb durch die Frauen und Männer der Marine nicht verantworten. Bei der Technischen Dokumentation sei bei mehr als 150 Punkten dringender Nachbesserungsbedarf festgestellt worden. Die Bilddokumentation zur Wartung habe Lücken und notwendige Informationen zur planmäßigen Instandhaltung fehlen teilweise ganz. In vier Jahren ist die volle Einsatzreife des Hubschraubers anvisiert, die Marine will 18 Hubschrauber der NH-90 Sea Lion einflotten.

Die Hubschrauber werden zwar abgenommen, aber nicht eingeflottet. Airbus Helicopters wurde aufgefordert, die noch bestehenden Fehler schnellstmöglich zu beheben. Schon einmal fiel Airbus unangenehm auf, als die ersten Flugzeuge der A400M erheblich verspätet und in unfertiger Erscheinung ausgeliefert worden waren. Das Flugzeug befindet sich immer noch im Fähigkeitsaufwuchs. Die aktuelle Verzögerung beim NH90 hate aber keine Auswirkungen auf die Herstellung der vollen Einsatzreife des Hubschraubers, so die Bundeswehr. Und die Marine könne auch die an sie gestellten Aufträge vollumfänglich erfüllen.

Zakynthos und Rhodos neu im Lufthansa Sommerflugplan

Griechenland bleibt weiterhin beliebtes Trendziel vieler Urlaubsreisender und so bietet Lufthansa ab Sommer 2020 zwei weitere Destinationen an, um die „schönsten Wochen des Jahres“ im östlichen Mittelmeer zu verbringen.

14 wöchentliche Verbindungen zu fünf griechischen Inseln

Mit Zakynthos ab München und Rhodos ab Frankfurt kommen zwei attraktive Inseln neu in den Flugplan. Damit bietet Lufthansa im Sommer 2020 allen Sonnenhungrigen, neben den Flügen nach Athen und Thessaloniki, insgesamt bis zu 14 wöchentliche Verbindungen zu fünf griechischen Inseln an. So viele, wie nie zuvor. Flüge können online, telefonisch, bei den Lufthansa Reisebüropartnern sowie an den Lufthansa Verkaufsschaltern an den Flughäfen gebucht werden.

Flug nach Zakynthos ab München

Zakynthos heißt das neue Ziel ab München, das ab dem 04. April 2020 erstmals im Flugplan steht. Die Insel im Westen Griechenlands fliegt Lufthansa jeden Samstag mit einem Airbus A321 an. LH1762 startet in München um 14:45 Uhr und landet in Zakynthos um 18:00 Uhr. Der Rückflug LH1763 bringt die Urlauber um 19:00 Uhr zurück nach München. Die Landung um 20:25 Uhr ist ideal, um Anschlussflüge im In- und Ausland zu erreichen. Ab dem 03. Juni kommt eine weitere wöchentliche Verbindung nach Zakynthos hinzu. Dann hebt jeden Mittwoch um 15:45 Uhr ein Airbus A320 in Richtung Griechenland ab.

Flug nach Rhodos ab Frankfurt

Ebenfalls ab dem 04. April fliegt Lufthansa einmal wöchentlich Rhodos im Südosten von Griechenland ab Frankfurt an. Jeden Samstag hebt ein Lufthansa Airbus A320 mit der Flugnummer LH1258 jeweils um 13:00 Uhr in Richtung Griechenland ab. Die Landung in Rhodos ist für 17:10 Uhr geplant. Der Rückflug von LH1259 startet um 18:10 Uhr, die Landung in Frankfurt ist für 20:30 Uhr vorgesehen. Ab dem 06. Juni bis zum 15. September kommt eine weitere wöchentliche Verbindung hinzu. Dann ist Rhodos auch jeden Dienstag erreichbar. Abflug ist dann jeweils um 12:10 Uhr.

Flughafen Berlin-Tegel: ILS-Messflüge bei Nacht

Am Flughafen Berlin-Tegel wird bald eine Flugvermessung durchgeführt. Die Deutsche Flugsicherung DFS überprüft dabei das Instrumentenlandesystem (ILS).

Beechcraft King Air 350 Vermessungsflüge im Einsatz

Das ILS ermöglicht es den Piloten, auch bei schlechten Witterungsverhältnissen und nahezu ohne Sicht sicher zu landen. Hierzu muss die Genauigkeit der gesendeten Signale regelmäßig vermessen und somit überprüft werden. Dabei kommt eine zweimotorige Propellermaschine vom Typ Beechcraft King Air 350 zum Einsatz. Die Vermessungsflüge sind also eine Art TÜV für das ILS: Ähnlich wie bei einem Auto, verlieren die Flugsicherungsanlagen ihre technische Freigabe, wenn sie nicht in regelmäßigen Intervallen kontrolliert werden.

Überprüfungsflüge trotz Nachtflugbeschränkungen erlaubt

Die Vermessungsflüge am Flughafen Tegel sind in der Nacht vom 29. zum 30. November sind in der Zeit von 23:00 Uhr bis voraussichtlich 03:00 Uhr geplant. Trotz der Nachtflugbeschränkungen am Flughafen Tegel dürfen technische Überprüfungsflüge auch während der Nacht stattfinden. Aufgrund des aktuell hohen Verkehrsaufkommens am Flughafen Tegel ist es daher notwendig, für die Vermessung des ILS in die Nachtstunden auszuweichen. Die anstehenden Messungen betreffen die ILS-Anlage der Nordpiste („26 R“ – für Anflüge aus Richtung Osten). Sollte die Vermessung wetterbedingt nicht in der genannten Nacht stattfinden können, verschiebt sie sich um eine Woche nach hinten.

KLM Cityhopper bestellt Recaro für Embraer 195-E2

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Recaro Aircraft Seating wurde von KLM Cityhopper, der regionalen Fluglinie von KLM, als Ausstatter der 21 Embraer 195-E2, die sie kürzlich bestellt haben, ausgewählt. Jedes Flugzeug erhält eine Kombination aus BL3710 und SL3710 Sitzen von Recaro, deren Auslieferung im Herbst 2020 startet.

Recaro punktet mit leichten Sitzen für die Passagiere in Flugzeugen. Mit einem Gewicht von nur acht Kilogramm ist der SL3710 das Leichtgewicht in seiner Kategorie. Das ergonomisch optimierte Design des Sitzes, für den sich regionale Fluglinien gern entscheiden, ist sowohl für die Passagiere als auch die Fluggesellschaft ein Gewinn – mit ihm lassen sich Treibstoffkosten reduzieren, ohne den Komfort der Passagiere zu beeinflussen.

Innovation für die Luftfahrt

Der Recaro BL3710 war im Oktober am Stand von KLM Cityhopper beim Tag der offenen Tür zu sehen. Zu der Feier zum 100. Geburtstags des Unternehmens, wurden rund 65.000 Gäste erwartet. Mit Sitz in Amsterdam und einer Flotte von 200 Flugzeugen, ist es die älteste Airline der Welt, die noch unter ihrem ursprünglichen Namen betrieben wird. Der BL3710 mit seinem ergonomischen Design und innovativen Ausstattungsoptionen ist ein hochmoderner Sitz und gilt als Meister der Kurz- und Mittelstrecke. Das Prizip des Sitzes lässt bietet den Airlines, die sich durch Design und Service voneinander abheben, eine umfangreiche Auswahl an Armlehnen, Polstern und Stauraum.

Der Hersteller Recaro stellt jedoch auch das „Driving comfort in the sky“ in den Vordergrund, eine untrennbare Einheit von Funktion, Ergonomie und Ästhetik. Mit 132 Sitzplätzen an Bord, wird das Flugzeug 195-E2 das größte der KLM Cityhopper-Flotte und ermöglicht damit deren Wachstum. Die Partnerschaft dieser beiden innovativen Luftfahrtunternehmen wird zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsinitiative „Fly Responsibly“ von KLM und des Engagements von Recaro bei der Entwicklung nachhaltigerer Sitze beitragen.

Lufthansa: Verkauf des Europageschäfts der LSG

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Die Lufthansa Group bestätigt den Beschluss des Vorstands, das europäische Geschäft der LSG Group an Gategroup zu verkaufen. Der Verkauf ist Teil der neuen Strategie der Lufthansa Group, sich künftig stärker auf das Airline Geschäft zu konzentrieren.

Gleichzeitig bietet der Verkauf dem neuen Eigentümer die Möglichkeit, das Catering-Geschäft weiter zu entwickeln. Ein möglicher Verkauf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung weiterer Gremien, insbesondere des Aufsichtsrats der Deutschen Lufthansa AG, sowie der Genehmigung durch die Kartellbehörden.

Leipzig/Halle Airport: Passagierplus und Frachtrekord

Im Oktober dieses Jahres sind am Leipzig/Halle Airport, Europas fünftgrößtem Luftfrachtdrehkreuz, 112.587 Tonnen umgeschlagen worden. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Zuwachs von 6,5 Prozent. Damit konnte ein neuer absoluter Rekordmonat in der Unternehmensgeschichte verzeichnet werden.

„Die Passagierentwicklung im Ferienmonat Oktober belegt, Leipzig/Halle ist dank bester Erreichbarkeit ein attraktiver Abflughafen für Urlaubsreisende aus ganz Ostdeutschland“, betont Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG, und ergänzt: „Der neuerliche Rekordwert beim Luftfrachtaufkommen unterstreicht einmal mehr, dass unser Flughafen zu den am dynamischsten wachsenden Cargo-Airports weltweit zählt.“

Herbstferien bringen mehr Passagiere

Mit 309.841 Fluggästen weist das Passagieraufkommen im Oktober einen Zuwachs von 3,8 Prozent auf. Dies ist das stärkste Monatsergebnis seit rund zwölf Jahren. Zugleich liegt das Monatsergebnis damit deutlich über dem bundesdeutschen Trend, der im Oktober ein Minus von 1,4 Prozent aufweist.

Getragen wird diese Entwicklung von den zeitlich versetzten Herbstferien in den Bundesländern Berlin und Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Sachsen. Wachstumsträger sind Flüge zu Reisezielen in Ägypten, Italien, Kroatien, Spanien, Tunesien und der Türkei. Von Januar bis Oktober stieg das Passagieraufkommen am Flughafen Leipzig/Halle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent auf 2.332.107 Fluggäste.

Frachtumschlag mit neuem Rekordwert

Im Zeitraum Januar bis Oktober stieg das Frachtaufkommen um 1,3 Prozent auf 1.025.193 Tonnen. Der Frachtumschlag am Leipzig/Halle Airport steigt seit 13 Jahren in Folge und liegt aktuell deutlich über dem bundesdeutschen Trend, der im Oktober ein Minus von 3,6 Prozent verzeichnete.

Flugbewegungen am Flughafen Leipzig/Halle

Die Zahl der Flugbewegungen am Flughafen Leipzig/Halle liegt im Oktober mit 7.348 Starts und Landungen 1,9 Prozent über dem Wert des Vorjahres. In den ersten zehn Monaten erhöhte sich die Zahl der Flüge um 0,2 Prozent auf 66.661. Die Flughafen Leipzig/Halle GmbH ist ein Tochterunternehmen der Mitteldeutschen Flughafen AG. 2018 wurden rund 2,57 Millionen Fluggäste und 1,22 Millionen Tonnen Luftfracht registriert. Der Leipzig/Halle Airport ist damit der zweitgrößte Frachtflughafen in Deutschland und Nummer 5 in Europa. Besucher und Familien lädt der Flughafen Leipzig/Halle übrigens am Sonntag Ersten Advent zu Weihnachtsmärchen und Chorkonzert ein.

Condor steigerte Passagierzahlen und EBIT

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Die Condor Flugdienst GmbH verbessert sich in wesentlichen Kennzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 trotz des schwierigen zweiten Halbjahres.

Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Condor Flugdienst GmbH, zeigte sich mit diesem Ergebnis hoch zufrieden: „Wir sind ein operativ gesundes und profitables Unternehmen. Unsere Kennzahlen und der erneut gestiegene Gewinn unterstreichen das. Damit baut Condor ihre Marktführerschaft im touristischen Ferienfluggeschäft weiter aus.“ 

Mehr Sitzplätze und Gäste steigern Ergebnis

Dank eines disziplinierten Kostenmanagements konnte das bereinigte Geschäftsergebnis (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 32,4 Prozent auf 57 Millionen Euro gesteigert werden. Die Anzahl beförderter Fluggäste wurde bei einer Kapazitätssteigerung um 4,5 Prozent auf 9,4 Millionen (+6,9 Prozent) gesteigert. Trotz einer langen Sonnenperiode im Sommer 2019 verzeichnete Condor mit stabilen Yields und einem stabilen Sitzladefaktor von rund 90 Prozent eine Umsatzsteigerung um sechs Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

Um sich von einer Mithaftung für Verbindlichkeiten der insolventen ehemaligen Konzernmutter Thomas Cook Group plc zu befreien, hatte sich die Condor Ende September in ein so genanntes vorläufiges Schutzschirmverfahren begeben. Damit erlangt das Unternehmen die volle Unabhängigkeit von der insolventen Thomas Cook Group plc und zugleich mehr Sicherheit für seine eigene Zukunft. Die Bundesregierung und die hessische Landesregierung haben Condor einen staatlich verbürgten Überbrückungskredit in Höhe von 380 Mio. Euro gewährt. In einem strukturierten Bieterverfahren zeigt sich ein hohes Interesse von strategischen und Finanz-Investoren an einer Übernahme von Condor.

Buchungen über Erwartungen

Gegenwärtig übertreffe die aktuelle Buchungsentwicklung die Erwartungen, so Ralf Teckentrup weiter: „Das ist auch ein deutlicher Vertrauensbeweis der Reiseveranstalter, der Reisebüros und unserer Endkunden.“ Der weggefallene Passagieranteil der deutschen Thomas Cook-Kunden von ca. 15 Prozent wird durch die gute Nachfrage kompensiert. Unterdessen konnte Condor das Streckenangebot mit den neuen Sommerzielen auf der Kurz- und Mittelstrecke, wie Paphos (Zypern), Tivat (Montenegro) und Toulon (Frankreich), erweitern. Weitere Destinationen und Ziele befinden sich derzeit in Prüfung.

Eine der pünktlichsten Airlines in Europa

Condor gehört zu den pünktlichsten Fluggesellschaften in Europa. Mit zahlreichen Maßnahmen, die im Rahmen des Luftfahrtgipfels in Hamburg vereinbart wurden, konnte die Pünktlichkeit nach dem schwierigen Sommer 2018 ausgebaut werden. Im Geschäftsjahr 2018/19 sind rund 80 Prozent aller Condor-Flüge pünktlich abgeflogen. Der relevante Anteil längerer Verspätungen wurde auf ein historisches Tief reduziert.

Basis der profitablen Entwicklung von Condor ist auch der kontinuierliche Fokus auf ein straffes Kosten- und Ergebnismanagement. Insgesamt wurden auf Basis des Geschäftsjahrs 2016/17 maßnahmenbezogene Ergebnisverbesserungen in Höhe von rund 54 Millionen Euro erzielt. Grundlage war eine Reduktion der Condor-eigenen Stationen von zwölf auf acht sowie vielfältige Maßnahmen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz. Dazu gehören beispielsweise verbesserte Instandhaltung durch verbesserte Materialversorgung und Einkaufsprozesse, optimierte Planungs- und Produktionsabläufe durch weitere Standardisierungen sowie Maßnahmen zur Optimierung der technischen Zuverlässigkeit. Zudem wurden die Nebenerlöse pro Passagier um 18 Prozent gesteigert.

Ausblick: für Condor auf gutem Wege

Ralf Teckentrup weiter: „Ich bin zuversichtlich, dass wir nach dem voraussichtlichen Abschluss des Schutzschirmverfahrens im Frühjahr 2020 operativ und wirtschaftlich so stabil aufgestellt sein werden, dass wir unsere Position als beliebtester Ferienflieger Deutschlands weiter festigen können. Rund 5.000 Condorianerinnen und Condorianer sind dankbar für das Vertrauen und den großen Zuspruch, den wir von allen Seiten erfahren haben. Das Condor Team ist hoch motiviert, gemeinsam die weiteren wichtigen Schritte zur Sicherung unserer Zukunft zu gehen. Wir danken allen Kunden, Vertriebs- und Geschäftspartnern und allen Beteiligten dafür, dass sie auch in schwieriger Zeit immer an uns glauben und uns unterstützen.“