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Fraport und Konzern-Flughäfen: Flugverkehr im Juli

Mit 47.125 Starts und Landungen nahmen die Flugbewegungen im Juli am Flughafen Frankfurt um 1,0 Prozent zu. Die Summe der Höchststartgewichte stieg um 2,4 Prozent auf mehr als 2,9 Millionen Tonnen. Auch das Cargo-Aufkommen erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 178.652 Tonnen.

Passagiere zählte der Flughafen Frankfurt im Juli über 6,9 Millionen, ein Zuwachs von 0,8 Prozent im Vergleich zum bereits im Vorjahr stark ausgelasteten Ferienmonat. Kumuliert über die ersten sieben Monate des Jahres stieg die Zahl der Passagiere um 2,6 Prozent. Die Flughäfen des internationalen Portfolios zeigten ein gemischtes Bild.

Beteiligungen an Flughäfen unter Effekten

Der Airport im slowenischen Ljubljana verbuchte ein Passagier-Plus von 4,2 Prozent auf 207.292 Fluggäste. Die beiden brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre zählten insgesamt etwa 1,3 Millionen Fluggäste und somit ein Minus von 9,9 Prozent. Dieser Rückgang ist unter anderem auf die Insolvenz der brasilianischen Airline Avianca Brasil zurückzuführen, deren Passagieraufkommen temporär nicht vollständig aufgefangen werden konnte.

Mit knapp 2,1 Millionen Passagieren steigerte der Flughafen Lima in Peru sein Fluggast-Aufkommen weiter um 4,9 Prozent. Die 14 griechischen Regionalflughäfen schlossen den Monat mit insgesamt etwa 5,3 Millionen Passagieren ab, ein Minus von 0,8 Prozent. Diese leicht negative Entwicklung geht auf ein konsolidiertes Angebot einiger Airlines in Griechenland zurück.

An den beiden bulgarischen Twin Star-Flughäfen Varna und Burgas ging die Passagierzahl insgesamt um 13,2 Prozent zurück auf rund 1,2 Millionen Fluggäste. Hier setzte sich der bereits in den Vormonaten sichtbare Konsolidierungstrend fort, nachdem die Passagierzahlen an beiden Flughäfen in den vergangenen Jahren rasant gewachsen waren. Der Flughafen im türkischen Antalya hingegen notierte weiter einen starken Zuwachs von 11,7 Prozent auf knapp 5,4 Millionen Fluggäste. Mit etwa 2,2 Millionen Passagieren verbuchte auch der russische Airport in St. Petersburg ein Plus von 4,9 Prozent. Das Fluggast-Aufkommen am Flughafen in Xi’an (China) betrug knapp 4,3 Millionen Passagiere, ein Anstieg um 7,4 Prozent.

American Airlines – B767: Täglich Berlin – Philadelphia

American Airlines baut im Sommer ihre Langstreckenverbindung von Berlin nach Philadelphia aus. Zwischen dem 06. Juni und 07. Oktober 2020 fliegt die Airline dann täglich von Berlin-Tegel an die Ostküste der USA. Die Flüge sind ab sofort buchbar.

Philadelphia ist das größte Drehkreuz von American Airlines im Nordosten der USA. Man hat von hier viele Anschlussmöglichkeiten über den ganzen Kontinent. Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die signifikante Aufstockung der Verbindung Berlin – Philadelphia von aktuell vier Flügen pro Woche hin zu einer täglichen Anbindung ist ein Beweis dafür, dass sich die neue Langstrecke schnell erfolgreich etabliert hat. Berlin ist ein attraktiver Markt für Langstrecken. Die Eröffnung des BER im Oktober 2020 wird es für Airlines noch interessanter machen, Langstreckenverbindungen von und nach Berlin anzubieten. Das ist touristisch und wirtschaftlich gut für die Region.“

Cristian Lizana, Regional Sales Manager für Zentral- und Osteuropa bei American Airlines: „Wir freuen uns sehr, dass American Airlines ab Sommer 2020 die Flüge von Berlin nach Philadelphia auf nunmehr eine tägliche Verbindung erhöhen wird. Der Erfolg, den wir in unserem ersten Jahr in der deutschen Hauptstadt hatten, ist ein Beweis für die großartige Unterstützung, die wir hier in Berlin erfahren haben, und wir freuen uns darauf, im nächsten Jahr noch mehr Gäste auf diesem Flug begrüßen zu können.“

B767 fliegt ab Berlin

Ab Philadelphia haben Reisende viel Anschluss: Bis zu vier Stunden nach Ankunft aus Berlin bietet American Airlines Weiterflüge zu 60 Zielen in den USA und Kanada, darunter Miami, Los Angeles, Boston, Chicago, San Francisco, Orlando, Seattle und Atlanta. Zudem ist American Airlines Mitglied der Oneworld Alliance und kooperiert u.a. mit British Airways, Cathay Pacific oder Qantas.

In diesem Jahr steht die Strecke noch bis zum 28. September viermal wöchentlich im Flugplan ab Berlin. Geflogen wird mit einer Boeing 767-300, die jeweils dienstags, donnerstags, samstags und sonntags in Richtung US-Ostküste abhebt. Start in Tegel ist 10:10 Uhr Ortszeit mit Landung um 13:20 Uhr in Philadelphia. Zurück geht es jeweils montags, mittwochs, freitags und samstags um 18:05 Uhr mit Landung in Tegel um 08:15 Uhr am nächsten Tag.

Segelflugschülerin hat Seilriss beim Start in Augsburg

Die Flugschülerin startete zum dritten Windenstart an diesem Tag allein auf einem doppelsitzigen Segelflugzeug unter Aufsicht eines Fluglehrers am Verkehrslandeplatz Augsburg vom nördlichen Segelfluggelände in Bahnrichtung 25.

Der Start erfolgte um 11:05 Uhr und in einer Schlepphöhe von ca. 100 bis 150 Meter kam es zur Startunterbrechung, weil das Schleppseil gerissen war. Zeugen beobachteten, wie die Normalfluglage des Segelflugzeuges eingenommen wurde und die Bremsklappen ausgefahren wurden.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 08. August 2017
  • Ort: Augsburg
  • Luftfahrzeug: Segelflugzeug
  • Hersteller / Muster: Grob-Werke Burkhart Grob e. K. Unternehmensbereich Luft- und Raumfahrt / Grob 103 A „TWIN II ACRO“
  • Personenschaden: eine Person schwer verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug schwer beschädigt
  • Drittschaden: keiner

Ereignisse und Flugverlauf

Nach Aussagen der Flugschülerin erkannte sie in Bodennähe, dass die zur Verfügung stehende Landefläche für eine sichere Landung auf dem Flugplatzgelände, welches in westlicher Richtung durch einen Bachlauf mit Büschen und eine Straße begrenzt wird, nicht ausreichte. Sie entschloss sich deshalb eine links neben der Startrichtung befindliche Wiese anzusteuern. Der Fluglehrer erkannte nach dem Seilriß, dass die Flugschülerin außerhalb landen muss. Er griff jedoch aufgrund der bodennahen Flugsituation nach eigener Aussage nicht per Funk in die Handlungen ein.

Die Flugschülerin fuhr beim Anflug zur Außenlandefläche die Bremsklappen wieder ein. Das Segelflugzeug kollidierte in geringer Flughöhe mit der linken Tragfläche mit Buschwerk und prallte anschließend mit einer deutlichen Drehung um die Hochachse nach links auf den Boden. Das Luftfahrzeug wurde dabei schwer beschädigt und die Flugschülerin erlitt Wirbelverletzungen.

Flugplatzübersicht des Verkehrslandeplatzes Augsburg mit Startstelle, Windenposition und Unfallstelle
Flugplatzübersicht des Verkehrslandeplatzes Augsburg mit Startstelle, Windenposition und Unfallstelle

Angaben zu Personen

Die 16-jährige Flugschülerin war seit Oktober 2015 in der Segelflugausbildung und hatte nach ihren persönlichen Flugbuchaufzeichnungen eine Flugerfahrung von 113 Starts. Den ersten Alleinflug hatte sie eine Woche vor dem Unfallflug durchgeführt. Danach flog sie weitere zehn Flüge allein, zwei davon am Unfalltag. Am Tag davor wurde von ihr eine Seilrißübung mit Fluglehrer auf einem doppelsitzigen Schulflugzeug absolviert. Ihr flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war ohne Einschränkungen bis zum 24. August 2021 gültig.

Angaben zum Luftfahrzeug

Laut Flughandbuch handelt es sich bei dem Muster um ein doppelsitziges Segelflugzeug in Glasfaser-Verbundbauweise. Die Mitteldecker-Konstruktion mit T-Leitwerk hat eine Spannweite von 17,5 Meter. Das Hauptfahrwerk ist nicht einziehbar. Ein Spornrad und ein Bugrad sind jeweils fest am Rumpf montiert. Das Segelflugzeug ist für den Kunstflug zugelassen.

  • Hersteller: Grob-Werke Burkhart Grob e. K. Unternehmensbereich Luft- und Raumfahrt
  • Muster: Grob G 103 A „TWIN II ACRO“
  • Werknummer: 3772-K58
  • Baujahr: 1983
  • Betriebszeit: 2.841 Stunden

Die letzte Bescheinigung über die Prüfung der Lufttüchtigkeit wurde im April 2017 ausgestellt. Laut Massen-Übersicht betrugen die Leermasse 405 kg und die maximal zulässige Abflugmasse 580 kg. Im Segelflugzeug waren zweimal 7,5 kg Trimmgewichte montiert. Das Segelflugzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und wurde von einem Verein betrieben.

Meteorologische Informationen

Laut Angaben von Zeugen betrug zur Unfallzeit die Sicht mehr als zehn Kilometer, die Wolkenbasis war bei geringem Bedeckungsgrad höher als 5.000 ft. Es fiel kein Niederschlag. Der Wind wehte aus 300° mit fünf bis acht Knoten, die Temperatur betrug 28 °C und der Luftdruck (QNH) lag bei 1.021 hPa.

Angaben zum Flugplatz

Das Segelfluggelände am Verkehrslandeplatz Augsburg (EDMA) befindet sich südlich des Flughafenbetriebes, auf einem Gelände außerhalb des umzäunten Sicherheitsbereiches. Das Gelände verfügt über eine 900 m lange Grasbahn bzw. Windenschleppstrecke für Segelflugzeuge in der Ausrichtung 070°/250° und wird an der Westseite durch einen Bachlauf mit Büschen begrenzt. Zum Unfallzeitpunkt war die Startbahn 25 in Betrieb. Der Flugplatz liegt in einer Höhe von 1.515 ft AMSL.

Flugplatzübersicht des Verkehrslandeplatzes Augsburg
Flugplatzübersicht des Verkehrslandeplatzes Augsburg

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle befand sich außerhalb des Flugplatzgeländes auf einem Wiesengelände, ca. 1.200 Meter westlich von der Startstelle entfernt hinter einem Bachlauf mit Büschen. Das Segelflugzeug kam mit rechts abgelegter Tragfläche und der Flugzeuglängsachse nach Osten gerichtet in seine Endlage. Das komplette Leitwerk war von der Rumpfröhre unmittelbar vorm Seitenleitwerk abgedreht worden. An der Vorderseite der linken Tragfläche, ca. einen Meter von der Flächenwurzel entfernt, war die Beplankung mehrfach aufgeplatzt und in den Rissen befanden sich Zweige, die der Kollision mit dem Buschwerk zugeordnet werden konnte.

Das Titelbild zeigt sich die Beschädigung der linken Tragfläche durch die Hindernisberührung. An der Rumpfunterseite wurden mehrere Beschädigungen festgestellt. Die vordere Cockpitverglasung war zerstört worden. Alle Ruderanschlüsse wurden überprüft. Es ergaben sich bei der Untersuchung keine Hinweise auf technische Mängel am Luftfahrzeug.

Zusätzliche Information

Für den Windenstart wurde eine Doppeltrommel-Schleppwinde vom Baumuster O2-H 320-140 mit einem Motor Mercedes OM403 eingesetzt, dessen Leistung 235 kW betrug. Die letzte Nachprüfung der Winde erfolgte am 23.04.2017. Der 30 jährige Windenfahrer war seit 2003 im Besitz einer Windenfahrererlaubnis.

An dieser Stelle wurde der Untersuchungsbericht summarisch, d.h. ausschließlich mit Darstellung der Fakten, abgeschlossen.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU

Boeing 747 – Lufthansa: Fahrwerk durchstößt Tragfläche

Nachdem 257 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder für den Flug nach Buenos Aires, Argentinien, eingestiegen waren, wurde eine Boeing 747 von der Lufthansa um 22:55 Uhr von der Fluggastbrücke am Terminal 1 abgedockt. Das Flugzeug rollte entlang der Rollwege N5 und N in Richtung Startbahn 18.

Beim Rollen auf die Startbahn brach der Boeing 747 der Lufthansa das rechte Wing Landing Gear (WLG) im Bereich der hinteren Lagerung des Fahrwerkzylinders.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 26. November 2010
  • Ort: Verkehrsflughafen Frankfurt/Main
  • Luftfahrzeug(e): Verkehrsflugzeug
  • Hersteller / Muster: The Boeing Company / B747-400
  • Personenschaden: keiner
  • Sachschaden: Luftfahrzeug schwer beschädigt
  • Drittschaden: keiner

Ereignisse und Flugverlauf

Nach Aussage der Besatzung erhielt sie etwa 300 Meter vor Erreichen der Startbahn 18 die Freigabe zum Aufrollen nach einem startenden Airbus A319. Nachdem sich der A319 in Bewegung gesetzt hatte, wurde langsam auf die Bahn 18 gerollt. Als der A319 erneut anhielt, wurde die B747-400 um 23:10 Uhr auf Höhe des Rollhalts N abgebremst, um das Rollen auf die Startbahn zu verzögern. Die Besatzung gab weiter an, dass zeitgleich mit dem Bremsen auf der rechten Seite ein heftiger lauter Schlag zu verspüren war: „Ähnlich wie wenn man mit einem Auto durch ein tiefes Schlagloch fährt.“

Nach dem Start des A319 entschloss sich die Besatzung langsam auf die Bahn 18 zu rollen und sie dann über den Rollweg L wieder zu verlassen, um die Startbahn nicht zu blockieren und den Vorfall weiter zu untersuchen. Als das Flugzeug außerhalb des Sicherheitsbereiches der Startbahn abgestellt war, verließen die Passagiere das Flugzeug über Fluggasttreppen der Feuerwehr und wurden mit Bussen zum Abfertigungsgebäude gebracht.

Angaben zu Personen

Der 57-jährige verantwortliche Luftfahrzeugführer war im Besitz einer Lizenz für Verkehrspiloten (Flugzeug) (ATPL (A)), ausgestellt nach den Regelungen JAR-FCL deutsch. Die Lizenz wurde erstmalig am 14.03.1985 durch das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ausgestellt und war bis zum 28.02.2015 gültig. Das flugmedizinische Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 war bis zum 30.08.2011 gültig. Der Pilot hatte eine Gesamtflugerfahrung von 19.595 Stunden, davon absolvierte er 7.987 Stunden auf dem betroffenen Muster. Die Musterberechtigung war bis zum 28.02.2011 gültig.

Der 48-jährige erste Copilot war ebenfalls im Besitz der Lizenz für Verkehrspiloten (Flugzeug) (ATPL (A)), ausgestellt nach den Regelungen JAR-FCL deutsch. Die Lizenz wurde erstmalig am 04.05.1992 durch das LBA ausgestellt und war bis zum 28.04.2015 gültig. Das flugmedizinische Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 war bis zum 03.09.2011 gültig. Er hatte eine Gesamtflugerfahrung von 8.434 Stunden, davon absolvierte er 5.310 Stunden auf dem betroffenen Muster. Seine Musterberechtigung war bis zum 28.02.2011 gültig.

Der 56-jährige zweite Copilot war im Besitz einer Lizenz für Verkehrspiloten (Flugzeug) (ATPL (A)), ausgestellt nach den Regelungen JAR-FCL deutsch. Die Lizenz wurde erstmalig am 04.11.1994 durch das LBA ausgestellt und war bis zum 10.06.2015 gültig. Er hatte eine Gesamtflugerfahrung von 13.707 Stunden, davon absolvierte er 7.549 Stunden auf dem betroffenen Muster. Die Musterberechtigung war bis zum 22.06.2011 gültig. Das flugmedizinische Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 war bis zum 20.12.2011 gültig.

Angaben zum Luftfahrzeug

Das Luftfahrzeugmuster B747-430 des Herstellers The Boeing Company ist ein Ganzmetall-Tiefdecker mit Einziehfahrwerk in Bugradanordnung. Angetrieben wurde das Flugzeug von vier Strahltriebwerken, Muster CF 6-80C2B1F, des Herstellers General Electric. Das Flugzeug mit der Werk-Nummer 29101 wurde im Jahr 1998 gebaut. Die Starthöchstmasse betrug 394.625 kg. Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte das Flugzeug eine Abflugmasse von 393,7 Tonnen. Das Flugzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und wurde von einem deutschen Luftfahrtunternehmen betrieben.

Meteorologische Informationen und Flugplatz

Der internationale Verkehrsflughafen Frankfurt/Main (EDDF) verfügte über drei Start- und Landebahnen mit einem Belag aus Beton. Zwei Bahnen haben die Ausrichtung 069° bzw. 249° und die Bezeichnungen 07L/25R bzw. 07R/25L und sind jeweils 4.000 Meter lang und 45 Meter breit. Eine dritte Startbahn mit der Bezeichnung 18 verläuft in Richtung 179°und ist ebenfalls 4.000 Meter lang und 45 Meter breit. Nach Aussage des Flughafenbeauftragten herrschte Dunkelheit, der Wind wehte mit zwei Knoten aus 150 Grad. Die Temperatur betrug -1 Grad C und die Bodensicht 7.000 Meter.

Flugdatenaufzeichnung

Das Flugzeug war ausgerüstet mit einem Flight Data Recorder (FDR) des Herstellers Fairchild, Modell FA2100 p/n 2100-4043-00 mit der Seriennummer 00475 und einem Cockpit Voice Recorder (CVR), ebenfalls von Fairchild, Modell A100S p/n S100- 0080-00 mit der Seriennummer 03007. Die Aufzeichnungen standen der BFU zur Auswertung zur Verfügung.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Der Ort des Ereignisses lag im Bereich des Rollhaltes N der Startbahn 18. Um die Startbahn nicht zu blockieren, hatte das Flugzeug die Bahn über den Rollweg L verlassen und war dort außerhalb des Sicherheitsbereiches stehen geblieben. Die erste Begutachtung des Schadens durch Personal des Luftfahrtunternehmens bzw. des zuständigen Instandhaltungsbetriebes vor Ort auf dem Rollweg L ergab, dass das rechte Wing-Landing-Gear im Bereich des Trunnion, der hinteren Lagerung des Fahrwerkzylinders, gebrochen war (Titelbild). Weiter lagen Beschädigungen im Fahrwerkschacht und an den Fahrwerkklappen vor. Es lief Hydraulikflüssigkeit aus.

Die Tragfläche im Bereich über dem Fahrwerk war durchschlagen (Abb. 2: Durchschlagene R/H Tragfläche, Blick aus dem Fenster). Die Außenhaut des Rumpfes oberhalb der rechten Tragfläche zwischen Station STA 1335 und STA 1350 in Höhe von Stringer STR 21 war nach innen durchstoßen (Abb. 3: Beschädigung in der Außenhaut). Diese Beschädigungen ließen sich auf den aus seinem Füllanschluss herausgedrückten Verschluss-Stopfen des früheren Nivellierungssystems zurückführen.

Abb. 2: Durchschlagene R/H Tragfläche, Blick aus dem Fenster
Abb. 2: Durchschlagene R/H Tragfläche, Blick aus dem Fenster
Abb. 3: Beschädigung in der Außenhaut
Abb. 3: Beschädigung in der Außenhaut

Bei einer ausgedehnten Suche im Bereich des Rollhalts N wurde zwar ein etwa 30 cm langes Bruchstück der hinteren Fahrwerkaufnahme gefunden, aber nicht der Stopfen oder der dazugehörige Sicherungsbolzen. Das defekte Fahrwerk wurde vom Flugzeug demontiert und zusammen mit den sichergestellten Fundstücken zur weiteren Untersuchung nach Hamburg zum Wartungsbetrieb des Flugzeugbetreibers, Lufthansa Technik, transportiert. Dort war die technische Ausrüstung vorhanden, ein Fahrwerk dieser Größe für die weitergehende Untersuchung zu zerlegen.

Untersuchung des Fahrwerks

Die weitere Untersuchung wurde von der BFU geleitet und von Vertretern der amerikanischen Untersuchungsbehörde NTSB und des Flugzeugherstellers begleitet. Unterstützt wurde die Untersuchung von Mitarbeitern des Betreibers aus den Bereichen Wartung und Labor.

Bei der Untersuchung des gebrochenen Outer Cylinders wurde festgestellt, dass es sich bei dem Grundmaterial um AISI 4340M (300M) mit einer generellen Härte von 52HRC handelte. Dies entsprach den Herstellervorgaben. Der Bruchausgang befand sich im Bereich der Füllbohrung für das ehemalige Nivellierungssystem. Eine nähere Betrachtung ergab, dass sich der Bruchausgang am Innendurchmesser unterhalb der Nickelbeschichtung befand. Der Bruchausgang war an der Bruchoberfläche von kleinen bräunlichen Bereichen umgeben.

Die Untersuchung mit dem Rasterelektronenmikroskop bestätigte den Bruchausgang am Innendurchmesser (Abb. 4: Bruchstück mit Bruchausgangsbereich; Abb. 5: Metallographische Aufnahmen vom Bruchausgang; Abb 6: Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme vom Bruchausgang). Der Bruchausgang wies geringfügige Korrosion auf. Der Bruchbeginn verlief transkristallin gefolgt von einem Gewaltbruch, der eine duktile Struktur zeigte. Der Bruch wurde auf Spannungsrisskorrosion zurückgeführt.

Abb. 4: Bruchstück mit Bruchausgangsbereich
Abb. 4: Bruchstück mit Bruchausgangsbereich
Abb. 5: Metallographische Aufnahmen vom Bruchausgang
Abb. 5: Metallographische Aufnahmen vom Bruchausgang
Abb 6: Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme vom Bruchausgang
Abb 6: Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme vom Bruchausgang

Besonderheit: B747-400 ohne Nivellierungssystem

Bei dem gebrochenen Outer Cylinder handelte es sich um eine ältere Version, die ursprünglich für die B747-200/300 verwendet wurde. Diese Flugzeuge verfügten über ein Nivellierungssystem, das einen gleichmäßigen Druck auf alle vier Hauptfahrwerksdämpfer ausübte, um das Flugzeug in der Waage zu halten, wann immer das Flugzeuggewicht von den Fahrwerken getragen wurde. Basierend auf Wartungserfahrungen entfiel das Nivellierungssystem bei dem Muster B747-400.

Um einen Outer Cylinder (aus den früheren Baureihen mit einem Nivellierungssystem) auch für Muster wie die B747-400 verwenden zu können, wurde er vom Hersteller modifiziert, indem der Füllanschluss für das Nivellierungssystem mit einem Stopfen verschlossen wurde. Der Stopfen war mit einem Bolzen gesichert (Abb. 7: Füllanschluss mit Verschlussstopfen). Der Stopfen war dem Druck der Fahrwerk-Stickstofffüllung ausgesetzt. Die Oberfläche der Bohrung, in der der Stopfen saß, war mit Nickel beschichtet.

Abb. 7: Füllanschluss mit Verschlussstopfen
Abb. 7: Füllanschluss mit Verschlussstopfen

Der gebrochene Outer Cylinder des verunfallten Luftfahrzeugs wurde im Jahr 1976 für ein älteres Modell der B747, das mit einem Nivellierungssystem ausgestattet war, hergestellt. Um den Outer Cylinder bei der B747-400 verwenden zu können, wurde der Füllanschluss für das Nivellierungssystem mit einem Stopfen verschlossen.

Aufgrund der Redundanz von vier Hauptfahrwerken, die das Gewicht des Flugzeuges tragen, haben die Fahrwerke der B747 keine Lebensdauerbegrenzung. Sollte ein Hauptfahrwerk ausfallen, sind die drei anderen zertifiziert das Gewicht des Flugzeugs beim Rollen, dem Start und der Landung zu tragen. Daher lagen keine detaillierten Informationen bezüglich der absolvierten Umläufe des gebrochen Fahrwerks vor. Wartungsintervalle bzw. Betriebsstundenzahlen sind für Bauteile, die keiner Lebensdauerbegrenzung unterliegen, auch nicht gefordert.

Zylinder der letzte seiner Art

Schätzungen ergaben, dass der Outer Cylinder etwa 27.750 Umläufe absolviert hatte. Während seines Lebenslaufes wurde er in den Jahren 1996 und 2003 einer Überholung unterzogen. Dabei wurde er u.a. im Bereich des Füllanschlusses überarbeitet, damit der Outer Cylinder in eine B747-400 eingebaut werden konnte. Seit der letzten Überholung hatte er etwa 4.500 Umläufe absolviert.

Der gebrochene Outer Cylinder war der letzte seiner Art, der bei dem Luftfahrtunternehmen verwendet wurde. Bei Instandhaltungsarbeiten wurde er durch einen Outer Cylinder neuer Bauart ersetzt, der ohne Füllanschluss für das Nivellierungssystem hergestellt worden war.

An dieser Stelle wurde der Untersuchungsbericht summarisch, d.h. ausschließlich mit Darstellung der Fakten, abgeschlossen. Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU

DFS zeigt Luftverkehr und deutschen Luftraum in Zahlen

Das Luftverkehrsaufkommen in Deutschland und Europa ist in den ersten sechs Monaten 2019 weiter gestiegen, die Pünktlichkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert: Das ist ein Ergebnis des Mobilitätsberichts, den die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH zusammengestellt hat.

Der DFS Mobilitätsbericht informiert über die wichtigsten Zahlen und Fakten des Jahres 2018 und gibt einen Überblick über die Entwicklungen des ersten Halbjahres 2019. Wie viele Flüge sind an einem Spitzentag im deutschen Luftraum unterwegs? Wie hoch ist die Auslastung an Bord von Flugzeugen? Und was führt eigentlich zu den Verspätungen im Luftverkehr? Der Mobilitätsbericht der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH informiert über das vergangene Jahr und knüpft an mit aktuellen Entwicklungen und einem Ausblick auf das Luftverkehrsaufkommen der nächsten Jahre.

Gründe für Verspätungen - Abflüge
Gründe für Verspätungen – Abflüge

Verspätungen im deutschen Luftraum

Demnach ging die durchschnittliche Verspätung pro Flug in Europa im ersten Halbjahr 2019 auf zwölf Minuten zurück, in der ersten Jahreshälfte 2018 hatte sie noch bei 14,1 Minuten gelegen. Der Anteil der europäischen Flugsicherungen daran sank von 1,5 auf 1,1 Minuten – und das bei wachsendem Verkehr: Bis Ende Juni 2019 wurden im Luftraum über den EU-Mitgliedsstaaten insgesamt rund 4,8 Millionen Flüge gezählt, das sind 2,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Flüge werden vom oberen in den unteren Luftraum verlegt sowie Verkehrsströme lateral verlagert, um Engpässe zu vermeiden.

Jeder dritte Flug führt dabei durch den deutschen Luftraum. Hier registrierte die DFS im ersten Halbjahr 1,61 Millionen Flüge nach Instrumentenflugregeln. Damit hat sich das Wachstum, das im Vorjahrszeitraum noch 3,4 Prozent betragen hatte, auf 1,3 Prozent abgeschwächt. Besonders starke Verkehrszuwächse verzeichneten im ersten Halbjahr 2019 der Flughafen Berlin-Tegel, an dem die Zahl der Starts und Landungen um 15,4 Prozent stieg. Unter den Regionalflughäfen gab es die größten Zuwächse in Memmingen (+17,7 Prozent).

Zukünftige IFR-Verkehrsentwicklung
Zukünftige IFR-Verkehrsentwicklung

Flugrouten effizient

In den 390.000 Quadratkilometern deutschen Luftraums gab es im Jahr 2018 ca 3.346.000 Flüge nach Instrumentenflugregeln IFR. Davon knap 2,3 Mio. Starts und Landungen in Deutschland. Mit 11.024 IRF-Flügen war der 07. September letzten Jahres der verkehrsreichste Tag des Jahres. Trotz steigender Verkehrszahlen ist das Sicherheitsniveau im deutschen Luftraum unverändert hoch. Gleiches gilt für die Streckeneffizienz: Die geflogene Strecke wich im ersten Halbjahr 2019 nur um 1,19 Prozent von der direkten Verbindung ab, der Umweg beträgt damit nicht einmal vier Kilometer – das entspricht Länge einer Landebahn am Frankfurter Flughafen.

Bei der durchschnittlichen Zahl der Flugbewegungen führen die Flughäfen von London die europäischen Metropolregionen mit 3.229 Starts und Landungen deutlich an. Diese verteilen sich auf die fünf Airports Heathrow LHR (41 Prozent), Gatwick LGW (24,1 Prozent), Stansted STN (17 Prozent), Luton LTN (11,5 Prozent) und den City Airport London LCY (6,9 Prozent). Dann folgen die Flughafen-Metropolregionen Paris und Istanbul mit ihren Airports, bis auf Platz 4 der Fraport als größter Einzelflughafen mit 1.403 Flugbewegungen durchschnittlich pro Tag folgt. Nach Amsterdam und Madrid folgt der Flughafen München auf Platz 7.

Verkehrssegmente
Verkehrssegmente

DRF Luftrettung: Alarm an Hubschrauber + Krankenwagen

Die medizinischen Fachgesellschaften machen immer wieder deutlich: Patienten erholen sich bei bestimmten zeitkritischen Diagnosen (sogenannten Tracer-Diagnosen) wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma besser, wenn sie schnellstmöglich nach Notrufeingang in einer für die Erkrankung am besten geeigneten Klinik versorgt werden.

Doch Leitstellen alarmieren in der Regel nicht unbedingt den Rettungshubschrauber der am schnellsten ins Zielklinikum fliegt, sondern das Rettungsmittel, das den Einsatzort am schnellsten erreichen kann. Dabei liegt deren Fokus auf der gesetzlich geforderten Hilfsfrist, sprich der Frage, wie lange es nach dem Notrufeingang dauert, bis medizinische Hilfe beim Patienten eintrifft. „Wertvolle Minuten verstreichen beispielsweise, wenn der Hubschrauber erst nach Eintreffen eines bodengebundenen Notarztes für den Transport in eine Spezialklinik alarmiert wird“, erläutert Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung. Bei solchen Einsätzen zählt für die Patienten jede Minute. Ihre Überlebenschance und Genesung lassen sich aus Sicht der DRF Luftrettung durch die Umsetzung der sogenannten „Next-Best“-Alarmierungsstrategie verbessern.

Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung
Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung

Disposition der (Luft-)Fahrzeuge zur Lebensrettung

Daher arbeiten Fachverbände und Hilfsorganisationen wie die DRF Luftrettung daran, die Disposition von Rettungsmitteln flächendeckend nach der sogenannten „Next-Best“-Strategie umzusetzen. Gemäß dieser Strategie soll der Leitstellendisponent bei Tracer-Diagnosen gleichermaßen zwei Aspekte beachten: die Einhaltung der Hilfsfrist und die sogenannte Prähospitalzeit. Das ist die Zeitspanne zwischen Erkrankung oder Unfall und dem Zeitpunkt, an dem der Patient in einer für ihn optimal geeigneten Klinik versorgt wird. Um diese Zeitspanne möglichst gering zu halten, müssen alle dafür notwendigen Rettungsmittel gleichzeitig alarmiert werden. Hier kommt der Luftrettung gerade in ländlichen Gegenden eine wichtige Rolle zu, denn im Vergleich zu bodengebundenen Rettungsmitteln transportieren Hubschrauber die Patienten unschlagbar schnell in die entsprechende Klinik.

„Die Next-Best-Strategie verdeutlicht, dass zur Verbesserung unserer Notfallversorgung alle Beteiligten beachtet werden müssen, von den Leitstellen über den bodengebundenen Rettungsdienst und die Kliniken bis hin zur Luftrettung. Nur so können wir durch optimale Zusammenarbeit das schützen, was einzigartig und unersetzlich ist: jedes Menschenleben“, appelliert Dr. Huber abschließend.

Disposition der Rettungsmittel nach der "Next-Best"-Alarmierungsstrategie
Disposition der Rettungsmittel nach der „Next-Best“-Alarmierungsstrategie

DRF Luftrettung

An ihren bundesweiten Stationen wurden die rot-weißen Hubschrauber im ersten Halbjahr 2019 über 3.050 Mal aufgrund von Schlaganfällen, akuten Herzkreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkten und schwersten Verletzungen alarmiert. Die 1972 in Echterdingen gegründete heutige DRF Luftrettung leistete im ersten Halbjahr 2019 insgesamt 20.662 Einsätze, davon 19.309 Einsätze von ihren Stationen in Deutschland aus. An 13 der 35 Stationen in Deutschland, Österreich und Liechtenstein sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an sechs Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz. Darüber hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen vom Typ Learjet, ein kleiner Privatjet, Patienten aus dem Ausland nach Deutschland zurück.

Disposition der Leitstelle
Disposition der Leitstelle

Kinderfest am Flughafen Stuttgart war ein großer Erfolg

Zum 25. Großen Kinderfest strömten am Samstag und Sonntag nach polizeilicher Schätzung rund 50.000 große und kleine Gäste an den Flughafen Stuttgart.

Bei perfektem Sommerwetter lockten an beiden Tagen zwischen 11:00 Uhr und 18:00 Uhr über 30 Gratis-Aktionen zum Mitmachen und Austoben für Kinder, Vorführungen von Hundestaffeln und tolle Acts auf den Showbühnen.

Der acht Meter hohe Kletterturm war ebenso dicht umlagert wie die fast 30 Meter lange Zipline der Eurowings
Der acht Meter hohe Kletterturm war ebenso dicht umlagert wie die fast 30 Meter lange Zipline der Eurowings

Der acht Meter hohe Kletterturm war ebenso dicht umlagert wie die fast 30 Meter lange Zipline der Eurowings, an der viele mutige Kinder mit Schwung und gut gesichert entlangsausten. Sehr beliebt beim Publikum war bei dem heißen Sommerwetter die Wasserbaustelle und das Becken mit den kleinen Tretbooten. Bei der Feuerwehr durfte sich der Nachwuchs beim Löschen mit Wasser üben.

Hundestaffeln von Zoll und den Maltesern mit ihren Vorführungen
Hundestaffeln von Zoll und den Maltesern mit ihren Vorführungen

Sommerfreizeit mit Flughafen-Specials

Viel bestaunt wurden die Hundestaffeln von Zoll und den Maltesern mit ihren Vorführungen. Von der Besucherterrasse aus sahen zahlreiche Neugierige den Flugzeugen beim Starten und Landen zu. Bei den zwei Kofferversteigerungen am Samstag durch das Auktionshaus Eppli kamen rund 40 Gepäckstücke für einen guten Zweck unter den Hammer.

30 Gratis-Aktionen zum Mitmachen und Austoben für Kinder
30 Gratis-Aktionen zum Mitmachen und Austoben für Kinder

Erstmals mit dabei zum Jubiläum des Flughafen-Kinderfests war die Toggo Tour mit vielen weiteren Attraktionen und Live-Musik mit angesagten Musik-Acts auf der Bühne. Auf der Gewinnspielbühne wurden an beiden Tagen viele Gewinne verlost. Etliche Glückspilze zogen mit Tickets für den Europa-Park Rust oder die Flammenden Sterne von dannen. Hauptgewinne waren Reise- und Fluggutscheine für die ganze Familie.

Wizz Air nimmt Kutaissi (Georgien) ab Hamburg auf

Wizz Air baut ihre Verbindungen aus Hamburg aus und fliegt ab dem 20. Dezember 2019 erstmals von der Hansestadt nach Kutaissi.

Mit der drittgrößten Stadt Georgiens bedient die ungarische Fluggesellschaft damit ein Ziel, das zuvor noch nie direkt ab Hamburg angeflogen wurde. Kutaissi jetzt jeden Montag und Freitag angeflogen. Das neue Trendziel zwischen Europa und Asien ist für Kultur-, Natur- und Wintersport-Fans interessant. Neben Kutaissi fliegt die Fluggesellschaft Wizz Air ab Hamburg aktuell vier weitere Ziele an: Danzig(Polen), Kiew (Ukraine), Skopje(Nordmazedonien) sowie Varna(Bulgarien). Die Flotte des mit Abstand größten Low-Cost-Carriers in Mittel- und Osteuropa umfasst ausschließlich Flugzeuge der modernen Airbus-A320-Familie.

Klöster, endlose Wildnis und hervorragende Weine

Kutaissi ist mit knapp 150.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Georgiens. Die Umgebung könnte landschaftlich kaum vielseitiger sein: 5.000 Meter hohe Berge, mystische Höhlen und Wasserfälle sowie das Schwarze Meer liegen nah beieinander. Die Küste erreicht man von Kutaissi nach bereits etwa 100 Kilometern Fahrt. Das Land am Kaukasus hat zwar doppelt so viele Einwohner wie Hamburg – diese verteilen sich aber auf eine 92-mal größere Fläche.

Dadurch kommen insbesondere Outdoor-Fans in Georgien voll auf ihre Kosten. Zahlreiche Wandergebiete laden dazu ein, die weitgehend unberührte Natur und die Schönheit des Kaukasus zu erleben. Obwohl der Tourismus im Land Jahr für Jahr Wachstumsraten verzeichnet, gilt die Region nach wie vor als Geheimtipp und ist damit ein Garant für exotische Reiseerlebnisse.

Auch historische Sehenswürdigkeiten und kultureller Reichtum sind in Georgien vielerorts ein Highlight. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kutaissi und der unmittelbaren Umgebung gehören, neben zahlreichen anderen kirchlichen Bauten, die hoch über der Stadt thronende Bagrati-Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert oder die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählende Klosteranlage Gelati unweit der Stadt.

Georgien im Winter: Heliskiing

Auch in den Wintermonaten ist eine Reise lohnenswert: Mit mehreren Skigebieten und insgesamt rund 100 Pistenkilometern ist Georgien für Wintersport-Fans ein Paradies, das mit Pisten oberhalb der 3.000-Meter-Grenze und Heliskiing keine Wünsche offen lässt. Kulinarisch ist ebenfalls einiges geboten: Die georgische Küche wird häufig als eine der ältesten und abwechslungsreichsten der Welt bezeichnet und zeichnet sich vor allem durch ihre regionale Vielseitigkeit aus. Insbesondere der Weinbau hat im Land eine mehrere tausend Jahre alte Tradition und genießt überregionale Bekanntheit.

AirAsia fliegt jetzt erstmals Airbus A330neo

AirAsia hat ihr erstes Flugzeug A330neo von Airbus übernommen. Es wird von der Langstreckenschwester AirAsia X Thailand betrieben werden.

Die A330neo wird über Avolon geleast und es soll noch ein zweites Flugzeug desselben Typs in diesem Jahr hinzukommen. Der modernisierte Großraumjet wird in Bangkok am Flughafen Don Mueang International Airport stationiert. Die Fluggesellschaft will von hier aus ihre Märkte in Australien, Japan und Südkorea ausbauen.

Größter Kunde für A330neo

Dazu bringt der A330-900 für AirAsia X Thailand 377 Sitze in zwei Klassen – 12 Premium Flachbetten und 365 Sitze in der Economy Class. AirAsia hat Erfahrung mit dem Muster. Die Zweiggeselschaft für die Langstrecken AirAsia X betreibt schon 36 Flugzeuge der älteren Version A330-300. Mit 66 bestellten Airlinern für die A330neo ist sie deren größter Kunde.

A350-900 von China Southern fliegt komplett auf Recaro

Auf dem Jungfernflug der brandneuen A350-900 nach Shanghai konnten die Passagiere in allen drei Kabinenklassen – Economy, Premium Economy und Business Class – den Komfort von Recaro genießen.

Die Business Class dieser ersten von zwanzig neuen A350-Maschinen, die China Southern bestellt hat, ist mit den völlig neuen Recaro CL6710 Sitzen in einer versetzten 1-2-1 Anordnung ausgestattet. Dadurch haben alle Passagiere direkten Zugang zu den Gängen. Es ist außerdem das erste Mal, dass CL6710 Sitze auf einer A350 Plattform serienmäßig eingebaut werden. Der CL6710 Sitz in der Business Class kann bis in die vollständige Waagerechte zurückgelehnt werden und bietet dem Passagier reichlich Platz sowie jede Menge Stauraum. Der 18,5-Zoll-Monitor sorgt während des gesamten Flugs für beste Unterhaltung.

Funktion und Sitzkomfort auf Langstrecken im A350

Die neue Premium Economy und Economy Class sind mit Recaro Sitzen des Typs PL3530 und CL3710 ausgestattet. Der PL3530 bietet den Passagieren in der Economy Class ergonomische Sitzpositionen, außergewöhnlich viel Bewegungsfreiheit sowie zusätzliche Optionen zum Verstauen des Gepäcks bei einem sehr komfortablen Sitzabstand von 38 Zoll. Außerdem sorgt die individuell einstellbare Unterschenkellehne des PL3530 für ein Extra an Bequemlichkeit.

A350-900 von China Southern: Neue Recaro CL6710 Sitze in einer versetzten 1-2-1 Anordnung.
A350-900 von China Southern: Neue Recaro CL6710 Sitze in einer versetzten 1-2-1 Anordnung.

Gleichzeitig bietet der CL3710 auch Passagieren in der Economy Class ergonomischen Komfort. Die patentierte sechsfach einstellbare Kopf- und Nackenstütze gewährleistet einen optimalen Gebrauch sowohl für kleinere als auch größere Passagiere. Zusammen mit seinen hochwertigen Bordunterhaltungssystemen und USB-Anschlüssen ist dieser Sitz einer der Besten in seiner Klasse.

China Southern: Riese mit mehr als 600 Flugzeugen

„China Southern, die größte Airline im Asiatisch-Pazifischen Raum, rüstet 20 ihrer A350-900 Maschinen vollständig mit Recaro-Sitzen aus. Zu sagen, ich bin stolz, wäre noch eine Untertreibung“, so Dr. Mark Hiller, Geschäftsführender Gesellschafter von Recaro. „Wir freuen uns, mit unserer Kombination aus Leichtbau, Sitzkomfort und Qualität zur Zufriedenheit der Passagiere von China Southern beitragen zu können. Als starke und zuverlässige Marken haben wir beide das Ziel, unseren Kunden stets das absolut Beste zu bieten – sei es in der Business, Premium Economy oder Economy Class.“ China Southern Airlines ist mit mehr als 600 Flugzeugen und weltweit über 100.000 Mitarbeitern die größte Fluglinie Chinas. China Southern führt täglich mehr als 3.000 Flüge zu 224 Zielorten in 40 Ländern durch.

Recaro-Sitze im A350-900 von China Southern: Eine patentierte sechsfach einstellbare Kopf- und Nackenstütze gewährleistet optimalen Gebrauch.
Recaro-Sitze im A350-900 von China Southern: Eine patentierte sechsfach einstellbare Kopf- und Nackenstütze gewährleistet optimalen Gebrauch.

Flughafen Paderborn-Lippstadt steigert Barrierefreiheit

Um Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Urlaubsstart so angenehm wie möglich zu gestalten, hat der Paderborn-Lippstadt Airport verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Hierfür wurde der Flughafen nun mit der bundesweit einheitlichen Zertifizierung für Barrierefreiheit „Reisen für Alle“ ausgezeichnet.

Barrierefreiheit geprüft
Barrierefreiheit geprüft

Damit ist der Airport nun berechtigt, für die nächsten drei Jahre die Auszeichnung „Barrierefreiheit geprüft“ zu nutzen. Betriebe entlang der gesamten touristischen Servicekette werden von der Initiative „Reisen für Alle“ nach deutschlandweit einheitlichen Kriterien erfasst, bewertet und zertifiziert. Dadurch sollen Menschen mit Mobilitätseinschränkung verlässliche Planungssicherheit über touristische Anbieter erhalten.

Für Anforderungen angepasst

Der Flughafen PAD erfüllt dabei Qualifikationskriterien für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Geh- oder Sehbehinderung. So befinden sich am Paderborn-Lippstadt Airport alle Check-in-Schalter, Sicherheitskontrollen sowie Warteräume im Erdgeschoss des Fluggastgebäudes. Für den Besuch der Reisebüros im Obergeschoss steht den Reisenden im Terminal ein rollstuhlgerechter Aufzug zur Verfügung.

Daneben bietet der Flughafen einen Parkservice für Alleinreisende mit Behindertenausweis mit Kennzeichnung „G“ sowie einen Mobilitätsservice und Abholstationen (Infostellen im Außengelände) an. Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität sollten die gewünschte Hilfeleistung jedoch zur Sicherheit bei der Buchung angeben oder mindestens 48 Stunden vor Reiseantritt über die Fluggesellschaft oder das Reisebüro anmelden.

Barrieren für Mobilität abbauen

„Wir wollen den gesamten Ablauf einer Reise barrierefrei gestalten, damit jeder Mensch Freizeit- und Urlaubsangebote nutzen kann. Die Auszeichnung belohnt unsere Bemühungen und schafft Transparenz für Menschen mit Mobilitätseinschränkung sowie ältere Menschen“, sagt Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH.

Die Initiative „Reisen für Alle“ wurde vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. und vom Verein Tourismus für Alle Deutschland e.V. (NatKo), ins Leben gerufen. Ziel ist es, eine umfangreiche Datenbank über Mobilitätsangebote zu schaffen, die im Internet auf den Seiten der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) sowie der Landesmarketing-Organisationen abgerufen werden kann.

Wizz Air bietet Nonstop-Flüge von Leipzig nach Kiew

Dank Wizz Air gibt es erstmals seit der deutschen Wiedervereinigung wieder Nonstop-Flüge zwischen den beiden Partnerstädten Leipzig und Kiew. Jeweils montags und freitags startet Wizz Air um 14:45 Uhr in die ukrainische Hauptstadt.

Wizz Air, die führende Low-Cost-Airline in Zentral- und Ost-Europa, verbindet ab sofort den Leipzig/Halle Airport mit dem Flughafen Kiew-Schuljany. Auf der Strecke kommt ein Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen zum Einsatz. In etwas mehr als zwei Stunden können Passagiere mit diesem Kiew aus Mitteldeutschland ohne Umstieg erreichen. Zu den touristischen Attraktionen der größten ukrainischen Stadt zählen unter anderem das Goldene Tor, der Majdan-Platz sowie zahlreiche Kirchen und Prachtbauten.

Leipzig/Halle wächst mit Wizz Air

Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden: „Das Engagement von Wizz Air am Leipzig/Halle Airport ist ein großer strategischer Erfolg für unser Unternehmen. Die Airline ist ein starker Partner für weiteres Wachstum, denn der Low-Cost-Bereich verzeichnet in der Luftfahrt-Branche die größten Zuwächse. Unser Ziel ist es, das Flugangebot an den mitteldeutschen Flughäfen konsequent auszuweiten.“ Tickets für die Flüge soll es ab 19,99 Euro geben.

FBB: Bretschneider zu aktuellen Themen am Flughafen BER

Rainer Bretschneider, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung für die Berliner Flughafenbetreiberin FBB, äußerte sich zur aktuellsten Sitzung. Er fasst darin Punkte zu einem Nachtruhekonzept sowie zur Nutzung des ILA-Geländes durch den BER mit.

Rainer Bretschneider sagte folgendes: „Die Gesellschafterversammlung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat sich von der Geschäftsführung über den Stand der Baufertigstellung am BER unterrichten lassen. Außerdem befasste sie sich neben einer Reihe von anderen Punkten mit dem Vorhaben der FBB, die für die ILA relevante ECA-Gesellschaft in Selchow zu erwerben, und mit den zukünftigen Nachtflugzeiten am BER.

Der Baufortschritt am BER und die inzwischen begonnene Wirkprinzipprüfung ist von den Gesellschaftern einhellig begrüßt worden. Dem geplanten Erwerb der ECA-Gesellschaft hat die Gesellschafterversammlung zugestimmt. Damit kann die FBB das ILA-Gelände in den Zeiten nutzen, in denen es nicht für die Messe benötigt wird. An dem Standort soll die Expressfracht gebündelt werden. Mit der Entscheidung ist die ILA über das Jahr 2020 hinaus gesichert.

Auf Vorschlag des Landes Brandenburg erteilte die Gesellschafterversammlung der FBB-Geschäftsführung den Auftrag, ein Konzept zum besseren Schutz der Nachtruhe am BER zu erstellen. Unter Beibehaltung der bestehenden Betriebspflicht am BER soll die FBB mit den Airlines in Verhandlung treten und prüfen, wie sich innerdeutsche Flüge in den morgendlichen Randzeiten von 05:00 Uhr bis 06:00 Uhr vermeiden lassen.

Das Konzept soll außerdem die Weiterentwicklung der Entgeltordnung der FBB beinhalten und in Absprache mit der Flugsicherung lärmmindernde Regelungen im Flugbetrieb enthalten. Der Beschluss dazu ist nach intensiver Debatte im Gremium von den Ländern Berlin und Brandenburg mehrheitlich angenommen worden. Der Gesellschafter Bund schloss sich aus grundsätzlichen Erwägungen nicht an.“

Ryanair fliegt mit geringstem CO2-Ausstoß pro Person

Ryanair veröffentlicht die monatlichen CO₂-Emissionsstatistiken. Demnach hat der low-cost-Carrier im Juli im Durchschnitt 67g CO₂ pro Personenkilometer emittiert.

Ryanair weist nach eigenen Angaben die höchste Passagierauslastung (96 Prozent) bei einer der jüngsten Flotten (durchschnittliches Flugzeugalter sechs Jahre) auf. Damit erzielt Ryanair die niedrigsten CO₂-Emissionen pro Personenkilometer in der Luftfahrtindustrie der Europäischen Union (EU).

CO2-Kennzahlen bei Ryanair im Mai

Ryanairs CO₂-Ausstoß pro Personenkilometer wurde in den letzten zehn Jahren von 82g auf 67g reduziert, während hochpreisige Wettbewerber derzeit über 120g pro Personenkilometer erzeugen.

  • Gesamtzahl Kilometer 18.832 Mio. km
  • Gesamtzahl der Passagiere 14,8 Mio.
  • Gesamte CO₂-Emissionen 1.267 kt
  • CO2 pro Personenkilometer 67g

Flottenerneuerung mit 737 MAX

Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair, sagte: „Ryanair ist Europas grünste und sauberste Fluggesellschaft. Wir haben die jüngste Flotte und die höchsten Auslastungsfaktoren, sodass unsere CO₂-Emissionen pro Personenkilometer 67g betragen. Wir haben uns verpflichtet, diese bis 2030 um nochmals zehn Prozent auf unter 60g pro Personenkilometer zu reduzieren. Im Rahmen des Umweltengagements von Ryanair werden wir über 20 Milliarden US-Dollar in eine Flotte von 210 neuen Boeing 737 Flugzeugen investieren, die vier Prozent mehr Passagiere befördern, aber den Treibstoffverbrauch um 16 Prozent und die Geräuschemissionen um 40 Prozent senken werden.“

Berliner Flughäfen verzeichnen bestes Jahresergebnis

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Das operative Ergebnis (EBITDA) der Berliner Flughafengesellschaft FBB hat im Jahr 2018 mit 118,7 Millionen Euro einen neuen Bestwert erreicht. Das positive operative Ergebnis von Plus 16,7 Prozent ist im Wesentlichen auf die höheren Fluggastzahlen und damit auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.

Die Flughafengesellschaft blickt damit auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 mit deutlichen Zuwächsen im Kerngeschäft zurück. Nach der Kenntnisnahme durch den Aufsichtsrat im Mai hat heute auch die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss festgestellt. Den Geschäftsbericht 2018 des BER-Betreibers finden Sie hier zum abrufen.

Auch am BER geht es voran

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Wir konnten 2018 nicht nur deutlich mehr Passagiere begrüßen, sondern auch betriebswirtschaftlich ein gutes Ergebnis erreichen. Unser Wachstum macht deutlich, dass wir den BER als modernen Hauptstadtflughafen brauchen. Mit dem Start der Wirkprinzipprüfung haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Eröffnung gemacht.“

Heike Fölster, Geschäftsführerin Finanzen der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Sowohl im Aviation-Bereich als auch im Non Aviation-Bereich konnten die Umsatzerlöse trotz der in die Jahre gekommenen Infrastruktur gesteigert werden. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die nicht zuletzt dem hohen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken ist.“

Rettungshubschrauber überwiegend in Bayern im Einsatz

Als europaweiter Experte bei nächtlichen Rettungseinsätzen und Betreiber der drei Nachtflug-Stationen in Bayern gibt die DRF Luftrettung Einblicke in ihre Kompetenzen und stellt ihre moderne Technik vor.

Bayerns Innenminister Herrmann stellt die Einsatzbilanz 2018 vor und betont die große Bedeutung der Luftrettung für die Notfallrettung und den Intensivtransport im Freistaat – gerade auch in der Nacht. Gerade bei akuten Herzerkrankungen und Kreislaufstörungen, neurologischen Notfällen und auch Freizeitunfällen sei die Luftrettung von unschätzbarer Bedeutung, betont der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann.

Rettungshubschrauber fliegen die meisten Einsätze in Bayern
Rettungshubschrauber fliegen die meisten Einsätze in Bayern

Rettungshubschrauber startet in Bayern am häufigsten

Im Freistaat starten die Rettungshubschrauber so oft zu Einsätzen wie in keinem anderen Bundesland – 2018 waren es über 16.600. Die Einsatzzahl der Intensivtransporthubschrauber in Bayern beläuft sich auf über 5.000 Einsätze im Jahr 2018. Mit ihren in Bayern stationierten Hubschraubern trägt die DRF Luftrettung entscheidend dazu bei: Insgesamt wurden 2018 die fünf in München, Nürnberg, Regensburg und Weiden stationierten Maschinen 6.340-mal alarmiert, um Menschen in Not schnelle medizinische Hilfe zu bringen (2017: 6.352 Einsätze).

Die drei Intensivtransporthubschrauber der DRF Luftrettung in Bayern werden als einzige Luftrettungsmittel im Land auch nachts eingesetzt – ebenfalls ein bundesweiter Rekord. Gemeinsam leisteten die Stationen München, Nürnberg (ITH) und Regensburg im Jahr 2018 nachts 997 Einsätze. „Mit unserem Know-how tragen wir in Bayern dazu bei, dass schwer verletzte oder kranke Patienten auch nachts schnell notärztlich versorgt oder in die für sie optimal geeignete Klinik transportiert werden“, sagt Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung.

Dem Standort München kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Laut Herrmann ist hier die Wiege der Luftrettung für ganz Deutschland: Entscheidende Impulse seien immer wieder von Bayern ausgegangen. „So auch beim Thema Nachtflug“, erläutert Dr. Huber. Seit 30 Jahren starten die Luftretter mittlerweile von der Station München aus zu nächtlichen Einsätzen. Mit ihrer großen Erfahrung rund um das Thema Luftrettung bei Dämmerung und Dunkelheit gilt die DRF Luftrettung europaweit als Experte, mit den meisten Flugstunden bei Dunkelheit. Keine andere Luftrettungsorganisation in Deutschland betreibt so viele 24‑h-Stationen: zehn seit Januar 2019.

Nachtflugfähigkeit ist großer Vorteil

„Wir sind auf die Anforderungen nächtlicher Rettungseinsätze bestens spezialisiert“, verdeutlicht Dr. Huber. Die gemeinnützige Organisation hat schon vor Jahren spezielle Verfahren für den Anflug von Einsatzorten bei Nacht entwickelt. Das Konzept umfasst den Einsatz von zwei Piloten mit Instrumentenflugberechtigung (IFR), ein Satellitennavigationssystem mit digitaler Karte, die Einhaltung spezieller Anflugprofile, den Einsatz von Nachtsichtbrillen (NVGs) und für den Instrumentenflug ausgerüstete Hubschrauber mit Hochleistungsscheinwerfern. Ihr nächtliches Einsatzprofil reicht von den Inseln der Nordsee bis zu den Gebirgsketten der Alpen. „Der Nachtflug ist ein wichtiger Bestandteil unserer lebensrettenden Arbeit“, unterstreicht der Vorstand der DRF Luftrettung abschließend. „Wir sind davon überzeugt, dass jedes einzelne Menschenleben unendlich wertvoll und unersetzlich ist. Deshalb müssen wir auch nachts startklar sein.“

Bundesweit setzt die DRF Luftrettung an 29 Luftrettungsstationen in Deutschland sowie an zwei Stationen in Österreich Hubschrauber für die schnelle Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. Pro Jahr leistet sie rund 40.000 Einsätze. Auf dem Titelbild (v.l.n.r.): Dr. Peter Huber (Vorstand DRF Luftrettung) und Joachim Herrmann (Innenminister Bayern) im Gespräch mit Notarzt Dr. Andreas Beyer, Pilot Sascha Netzer und Notfallsanitäter Andreas Adams. Die Tabelle zeigt die Einsatzzahlen der Rettungshubschrauber in Bayern.

StationFunkrufnameAuftragEinsatzzahlen 2018
München„Christoph München“ITH (24h)1.334
Nürnberg RTHChristoph 27″RTH1.427
Nürnberg ITH„Christoph Nürnberg“ITH (24h)848
Regensburg„Christoph Regensburg“ITH (24h)1.491
Weiden„Christoph 80“RTH1.240
Gesamt  6.340

Lufthansa Sommerflugplan legt Fokus auf Nordamerika

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Ab dem Sommerflugplan 2020 profitieren insbesondere Privatreisende von neuen attraktiven Zielen der Lufthansa aus ihren Drehkreuzen in München und Frankfurt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Zielen in Nordamerika.

In Nordamerika erweitert die Lufthansa Group ab dem nächsten Sommer ihr Angebot mit den Zielen Las VegasPhoenixAnchorageOrlandoSeattleDetroit. Zusätzlich kommt in München mit Bangalore ein Ziel in Asien neu in den Flugplan hinzu. Ein Großteil der Flüge erfolgt dabei in Kooperation mit Eurowings, die dazu eine Teilflotte von Airbus A330-Flugzeugen mit 270 Sitzen einsetzt.

Eurowings ab Frankfurt

Eurowings wird bereits ab dem Winterflugplan 19/20, der Ende Oktober startet, an Deutschlands größtem Drehkreuz in Frankfurt präsent sein und Flüge zu den beliebten Urlaubsinseln BarbadosMauritius sowie nach Las Vegas und Windhoek anbieten. Ab München bietet Eurowings bereits seit Sommer 2018 Langstreckenverbindungen zu ausgewählten touristischen Destinationen an.

„Die Lufthansa Group verstärkt ihr Engagement im Münchner Drehkreuz deutlich und setzt durch die Aufnahme von Bangalore den Ausbau zum Asien-Hub fort. Gleichzeitig ist die Lufthansa Group einer der größten Anbieter für Urlaubsreisen in ganz Europa. Die Nachfrage gerade in diesem Bereich steigt stark. Daher werden wir über das bereits geplante Angebot ab Herbst 2019 hinaus unser Langstreckenangebot ab München und Frankfurt gemeinsam mit Eurowings deutlich ausbauen. Über die Zubringerflüge der Lufthansa und die Drehkreuze Frankfurt und München können unsere Gäste künftig noch einfacher die schönsten Plätze der Welt erreichen“, sagt Harry Hohmeister, Mitglied im Vorstand der Deutschen Lufthansa AG und Chief Commercial Officer Network Airlines.

Lufthansa zielt mehr auf Touristik

Lufthansa will bei der Vermarktung der neuen Langstreckenziele ihre Tochter Eurowings mit ihrer weltweiten Vertriebsstärke und qualitativ hochwertigen Services am Boden unterstützen. „Mit den neuen Sommerzielen 2020 ab München und Frankfurt zeigen wir einmal mehr, wie wir die Stärken der beiden Airlines zum Vorteil unserer Kunden kombinieren: Mit einem für Urlauber und Familien maßgeschneiderten Angebot und einem frischen, modernen und innovativen Bordprodukt von Eurowings – unterstützt von der Marketing- und Vertriebspower der Lufthansa. Damit sind wir exzellent aufgestellt und positionieren die Lufthansa Group im wachsenden Markt der touristischen Fernreisen“, sagt Thorsten Dirks, Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG und CEO von Eurowings.

Die neuen Ziele ab München

Seattle (im Bild) wird ab 01. Juni 2020 täglich außer donnerstags angeflogen. Der Flug startet um 15:30 Uhr in München und erreicht um 16:55 Uhr Ortszeit die nordamerikanische Stadt am Pazifik. Der Rückflug hebt um 18.45 Uhr in Seattle ab und ist um 13:50 Uhr in München.

Ein weiteres US-Ziel ab München ist Detroit. Ab dem 04. Mai 2020 fliegt Lufthansa fünfmal pro Woche – jeweils montags, mittwochs, donnerstags, freitags und samstags – in die Stadt im Bundesstaat Michigan. Abflug ist um 12:40 Uhr – die Landung erfolgt um 15:45 Uhr Ortszeit. Der Rückflug nach Deutschland startet um 17:35 Uhr Ortszeit, die Ankunft in München ist um 07:45 Uhr am nächsten Morgen.

Ab dem 31. März 2020 fliegt Lufthansa fünfmal pro Woche – jeweils dienstags, donnerstags, freitags, samstags und sonntags – in die indische Metropole Bangalore. Abflug in München ist um 11:55 Uhr – die Landung erfolgt um 0.05 Uhr Ortszeit am Folgetag. Der Rückflug nach Deutschland startet um 01:45 Uhr Ortszeit, die Ankunft in München ist für 07:30 Uhr geplant. Diese Städte werden alle erstmals ab München mit dem hochmodernen und effizienten Airbus A350-900 angeflogen.

Darüber hinaus bietet die Lufthansa Group zwei weitere US-Ziele ab dem Lufthansa Drehkreuz München an: Ab MUC fliegt Eurowings ab dem 06. April 2020 zweimal die Woche –jeweils montags und freitags – nach Las Vegas. Die Flüge starten um 11:45 Uhr ab der bayerischen Landeshauptstadt und landen um 14:40 Uhr Ortszeit in Las Vegas. Der Rückflug hebt um 16:30 Uhr in Las Vegas ab und landet am nächsten Tag um 12:55 Uhr in München. Diese Verbindungen im Sommer ergänzen die ganzjährig angebotenen Verbindungen in die Glitzermetropole, die Lufthansa dreimal pro Woche ab Frankfurt anbietet.

Ein weiteres US-Ziel ab München ist Orlando. Ab dem 07. April 2020 fliegt Eurowings dreimal pro Woche – jeweils dienstags, donnerstags und sonntags – mit einem Airbus A330 in die Stadt im Sunshine State Florida. Abflug ist um 09:10 Uhr – die Landung erfolgt um 13:55 Uhr Ortszeit. Der Rückflug nach Deutschland startet um 15:45 Uhr Ortszeit, die Ankunft in München ist um 07:20 Uhr am nächsten Morgen.

Die neuen Ziele ab Frankfurt

Von Deutschlands größtem Drehkreuz aus geht es ab dem 29. April 2020 fünfmal pro Woche – jeweils montags, dienstags, mittwochs, freitags und sonntags – mit Eurowings nach Phoenix/Arizona. Der Flug startet um 14:05 Uhr in Frankfurt und ist um 17:05 Uhr Ortszeit am Ziel. Der Rückflug hebt um 18:55 Uhr in Phoenix ab und ist am nächsten Tag um 15:05 Uhr in Frankfurt.

Neu im Sommerflugplan 2020 ab Frankfurt ist die Stadt Anchorage im US-Bundesstaat Alaska. Eurowings fliegt ab dem 01. Juni 2020 dreimal pro Woche –jeweils montags, donnerstags und samstags- dorthin. Der Hinflug hebt um 10:30 Uhr in Frankfurt ab und landet um 11:55 Ortszeit in Anchorage. Zurück geht es um 13:55 Uhr Ortszeit in Alaska, die Landung in Frankfurt erfolgt um 10:45 Uhr am nächsten Tag. Darüber hinaus werden die bereits ab dem Winterflugplan 2019/2020 angebotenen Ziele Windhoek und Las Vegas auch im Sommer 2020 weitergeführt.

OHB liefert Radarsatelliten SARah für die Bundeswehr

SARah weist eine gesteigerte Systemleistung auf und wird aus drei modernen Satelliten mit sich ergänzender Radartechnologie sowie zwei Bodenstationen bestehen. OHB entwickelt und realisiert mit SARah nun auch das zweite satellitengestützte Radar-Aufklärungssystem für die Bundeswehr.

Der Kunde, das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), vertreten durch das BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr), hat kürzlich einen Änderungsvertrag für die Realisierung des SARah-Systems mit OHB System AG abgeschlossen, um auf die aktuellen Bedrohungen im Bereich der IT-Sicherheit und Satellitenkommunikation zu reagieren. Diese Modifizierungen werden zu einer erhöhten Cybersicherheit des Gesamtsystems führen. Bei diesem Änderungsvertrag wurde die bereits optional vereinbarte Betriebsphase an diese neuen Anforderungen angepasst.

Radaraufnahmen immer und überall für die Bundeswehr

Zuverlässig, sicher und hochgenau – das sind die Anforderungen an SARah, schließlich sollen die höchstauflösenden Radarbilder des Systems Entscheidungsträger mit strategisch relevanten Informationen aus einer übergeordneten Perspektive versorgen. Zu jeder beliebigen Stunde, bei allen Wetterverhältnissen und von jedem Ort der Erde. „Bei SARah haben wir uns gemeinsam mit unserem Kunden hohe Ziele gesteckt. Der heutige Auftrag ist ein Beleg dafür, wie wichtig satellitengestützte Radar-Aufklärung und der Schutz des Systems vor unautorisiertem Zugriff ist, wenn es um die Verfügbarkeit unabhängiger Daten für alle Einsatzgebiete geht – egal wo, egal wann,“ so Dr. Ingo Engeln, Mitglied des Vorstandes der OHB System AG.

„Wir fühlen uns für die Aufgaben gut gerüstet. Schließlich hat OHB als Hauptauftragnehmer des Bundesministeriums für Verteidigung das aktuelle satellitengestützte Radar-Aufklärungssystem SAR-Lupe konzipiert und realisiert. Seit 2007 erfüllen unsere fünf Satelliten ihre Funktion einwandfrei und liefern weiterhin Bildprodukte hoher Qualität.“

SARah mit Raum- und Bodensegment

Die OHB System AG wurde mit Entwicklung und Realisierung des SARah Aufklärungssystems betraut. Das Unternehmen ist für das Gesamtsystem, das Einbringen der Satelliten in ihren Zielorbit sowie für den Betrieb der Satellitenkonstellation verantwortlich. Das Raumsegment umfasst zwei auf Reflektortechnologie basierende Satelliten von OHB sowie einen Satelliten mit der Technologie Phased-Array vom Unterauftragnehmer Airbus Defence and Space. Zum Bodensegment des Systems SARah zählen Elemente für die Beauftragung des Systems, für Satellitenkontrolle, Bildverarbeitung und Archivierung, zwei Bodenstationen sowie verschiedene Schnittstellen zum Kunden und anderen Systemen.

Als Hauptauftragnehmer für das künftige SARah System ist OHB für die wichtigsten Funktionen des Bodensegments, für alle Schnittstellen zum Kunden sowie für eine Bodenstation zuständig.

ASSB setzt Spatenstich für Erweiterungsbau in Malaysia

Bei der Airfoil Services Sdn Bhd (ASSB) ist der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau erfolgt. Damit wird die bestehende Fläche des Shops um 5.200 Quadratmeter vergrößert und die Kapazität bis 2020 von derzeit 650.000 Teilen auf 900.000 pro Jahr erhöht.

ASSB, einem 50/50 Joint Venture von MTU Aero Engines AG und Lufthansa Technik AG, hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1991 höchst erfolgreich entwickelt. Der Ausbau des Standorts bekräftigt die Absicht der beiden Joint-Venture-Partner, ihre lokale Präsenz zu stärken und in Malaysia weiter zu investieren.

Airlines brauchen Triebwerke

„Die Nachfrage nach Schaufelreparaturen ist ungebrochen hoch. Wir freuen uns, dass wir mit dieser Erweiterung noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen können“, sagte Wim van Beers, Geschäftsführer von ASSB. „Durch das rasche Wachstum von ASSB sorgen wir nicht nur für Investitionen in der Region um Kuala Lumpur, sondern wir bieten auch hochqualifizierte Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung.“ Das Unternehmen will im Laufe der nächsten drei Jahre weitere 200 Arbeitsplätze schaffen und die Belegschaft auf rund 700 Mitarbeiter vergrößern. ASSB hat ein eigenes betriebliches Ausbildungsprogramm entwickelt und im Jahr 2018 dafür 124 Auszubildende eingestellt.

Das Unternehmen betreut mehr als 80 Kunden auf der ganzen Welt und bietet ein breites Spektrum an Reparaturen für Triebwerksschaufeln an. Im Fokus sind Schaufeln des Hochdruckverdichters (HDV) und der Niederdruckturbine (NDT) von Antrieben für Lang-, Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge, wie etwa dem CF6-80C und dem GP7000 sowie von Triebwerken der CFM56- und V2500-Baureihen. Allein in den vergangenen beiden Jahren konnte ASSB ein Wachstum von 50 Prozent gegenüber 2016 verzeichnen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Tätigkeit des Unternehmens liegt auf Forschung und Entwicklung. Erst kürzlich hat ASSB mehrere Projekte zur Entwicklung von neuen Reparaturverfahren für Schaufeln der nächsten Triebwerksgeneration auf den Weg gebracht, um ihr Produktportfolio in naher Zukunft erweitern zu können.

Zwei Top-Unternehmen der Branche kooperieren

Ziel der Zusammenarbeit zwischen der MTU und Lufthansa Technik war es von Anfang an, ihren Kunden das beste Instandsetzungs-Portfolio für Triebwerksschaufeln am Markt anzubieten. Neben eigenentwickelten Reparaturverfahren und einer guten Grundauslastung des Betriebs steuern die beiden Partner ebenso ihr Know-how bei, kümmern sich um die Ausbildung und sorgen für ein höheres Qualitätsniveau am Standort. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften.

Der Konzern Lufthansa Technik ist mit rund 35 Tochter- und Beteiligungsunternehmen einer der weltweit führenden Anbieter flugzeugtechnischer Dienstleistungen. Das Angebot umfasst das gesamte Service-Spektrum für Verkehrs- sowie VIP- & Special Mission-Flugzeuge, Triebwerke, Komponenten und Fahrwerke in den Bereichen digitale Flottenbetreuung, Wartung, Reparatur, Überholung, Modifikation, Ausstattung und Umrüstung sowie die Herstellung von innovativen Kabinenprodukten.

Austro Control: „VFR Austria“ mit neuen Funktionen

Austro Control hat auf Grundlage von Feedback der Piloten einige Neuerungen in der interaktiven Onlinekarte VFR Austria umgesetzt. Seit Anfang 2019 bietet Austro Control die interaktive Onlinekarte VFR Austria für die allgemeine Luftfahrt kostenlos an.

Nach sechs Monaten VFR Austria kann ein positives Fazit gezogen werden, das neue Produkt wurde von den Luftfahrtteilnehmern sehr gut angenommen. Dank der Livepräsentation am Season Opener 2019 konnten der Bekanntheitsgrad der Onlinekarte gesteigert werden und nützliches Feedback sowie konstruktive Verbesserungsvorschläge gesammelt werden.

VFR Austria nochmals verbessert

  • Stark verbesserter Suchservice, der nebst Suche nach Ortsnamen nun zusätzlich auch die Suche nach Luftfahrtdaten ermöglicht (z.B.: LOAN, CTR LOWW, FIC, FOXTROT, GBG)
  • Neue übersichtlichere Darstellung der Detailinformationen (Infobox) des in der Karte ausgewählten Objektes
  • Direkte Verlinkung auf das relevante AIP-Kapitel in den Detailinformationen (Infobox)
  • Zusätzliche, in der Onlinekarte auswählbare Informationsebenen:
    • MET-Stationen gemäß AIP GEN 3.5 Punkt 3
    • GAFOR-Strecken gemäß AIP GEN 3.5 Punkt 9
  • Alle IFR-Verfahren für unkontrollierte Flugplätze (inkl. Copter-Verfahren)
  • Bessere Unterstützung der in der Luftfahrt üblichen Darstellung der Koordinaten (Grad, Minuten, Sekunden), z.B. in der Infobox und im Suchservice.

ICAO Auslandsbereiche um Österreich darstellbar

Eine häufig gestellte Frage war, ob die Onlinekarte VFR Austria auch Auslandsdaten darstellen kann. Tatsächlich kann in der Onlinekarte auch die offizielle Luftfahrtkarte – ICAO 1:500.000 eingeblendet werden, die auch Auslandsbereiche um Österreich enthält. Dazu muss die Legende (Button links oben) geöffnet werden und die letzte Informationsebene „Aeronautical Chart – ICAO 1:500.000“ sichtbar geschalten werden.

Austro Control: "VFR Austria" mit neuen Funktionen
Austro Control: „VFR Austria“ mit neuen Funktionen

Sie bekommen Onlinekarten nun auch direkt hier. Die österreichische Flugsicherung hat außerdem ein Demovideo für die Benutzung der Onlinekarte VFR Austria erstellt. Eine Kurzanleitung zur Kartenapplikation finden Sie hier.

Ryanair Kundenstatistik: Zufriedenheit & Pünktlichkeit

Ryanair hat seine Juli-Kundenstatistik veröffentlicht. Demnach waren 92 Prozent der Flüge im Juli pünktlich an (84 Prozent im Juli 2018), ausgenommen sind in der Statistik Verspätungen in Zusammenhang mit der Flugsicherung (ATC – Air Traffic Control).

Durch Personalmangel in der Flugsicherung verzögerten sich im Juli 16.500 Ryanair-Flüge – der bisher schlechteste Wert in diesem Jahr. 86 gestrichene Flüge (gegenüber 1.768 im Juli 2018). Insgesamt hat Ryanair im Juli über 81.000 Linienflüge durchgeführt, mit 14,8 Mio. Passagieren und einer Auslastung von 97 Prozent.

Ryanair veröffentlichte zudem für Juli seinen monatlichen Kundenerlebnis-Wert „Rate My Flight“ (Meinen Flug bewerten). Dieser zeigt, dass 85 Prozent der über 131.000 Befragten ihren Flug als „Ausgezeichnet/Sehr gut/Gut“ bewertet haben. Zudem gab es positives Feedback für die Freundlichkeit der Besatzung (91 Prozent), den Bordservice (89 Prozent), das Angebot an Speisen und Getränken (83 Prozent) und für das Boarding (81 Prozent).

Juli – Rate My Flight Ausgezeichnet/Sehr gut/Gut

  • Gesamteindruck 85 Prozent
  • Freundlichkeit der Crew 91 Prozent
  • Bordservice 89 Prozent
  • Gastronomie 83 Prozent
  • Boarding 81 Prozent

Kenny Jacobs, CMO von Ryanair, sagte: „Ryanair beförderte im Juli fast 15 Millionen Passagiere, wobei über 92 Prozent unserer 81.000 Flüge pünktlich ankamen, ohne ATC-bedingte Verspätungen. Während wir weiterhin branchenführende Pünktlichkeit liefern, hatten im Juli Personalmangel und Störungen im Flugsicherungsdienst bedauerlicherweise in ganz Europa enorme Auswirkungen – insbesondere in Frankreich, Deutschland, Spanien, Großbritannien und Österreich. Damit ist Juli der bisher schlechteste Monat 2019 in Bezug auf diese vermeidbaren Verzögerungen.“

Airbus & ESA: Datensatellit EDRS-C sendet aus dem All

Der zweite Satellit der Konstellation des Europäischen Datenrelaissatellitensystems (EDRS) wurde am 06. August um 21.30 CEST (19:30 UTC) Uhr von Arianespace an Bord einer Ariane 5 ECA erfolgreich ins All gestartet.

EDRS kann eine Erdüberwachung in Quasi-Echtzeit bereitstellen, was eine schnellere Reaktion bei Notfällen ermöglicht und die Entwicklung neuer Dienste und Produkte zur Schaffung von Arbeitsplätzen und mehr Wohlstand vorantreibt. Das EDRS, das vom privaten Betreiber Airbus als satellitengestützte Datenautobahn bezeichnet wird, macht sich eine innovative Lasertechnologie zunutze, mit der die von Erdbeobachtungssatelliten für den Transfer von Informationen zum Boden benötigte Zeit drastisch verringert wird.

Perspektive der Satelliten vergrößert

Der jüngste Satellit, EDRS-C, wird den Satelliten EDRS-A ergänzen und in der geostationären Umlaufbahn auf 31 Grad östlicher Länge gemeinsam mit diesem Daten in einer Geschwindigkeit von bis zu 1,8 Gbit/s zur Erde transportieren. Herzstück sind die wesentlich in Deutschland entwickelten und gebauten Laserkommunikationsterminals (LCT).

Durch die geostationäre Position, die höher ist als diejenige klassischer Erdbeobachtungssatelliten in der erdnahen Umlaufbahn, ist die Konstellation in der Lage, eine fast konstante Verbindung mit den niedriger fliegenden Erdbeobachtungssatelliten zu halten, die ansonsten ihre Informationen lediglich während des Sichtkontakts mit ihren Bodenstationen weitergeben können, was mit einer zeitlichen Verzögerung von bis zu 90 Minuten verbunden ist.

Kontakt zur ISS und Instrument für Ka-Band zu Afrika

Anschließend senden die EDRS-Satelliten die Informationen in Quasi-Echtzeit zur Erde. Das EDRS überträgt seit Ende 2016 täglich Aufnahmen der vier Sentinel-Satelliten des Copernicus-Programms zur Erde und wird zudem Informationen von der Internationalen Raumstation weiterleiten, sobald an der Außenseite des europäischen Columbus-Labors eine neue Antenne installiert sein wird.

Gebaut wurde EDRS-C von der OHB System AG auf der Grundlage einer SmallGEO-Plattform. An Bord des Satelliten befindet sich auch die Nutzlast HYLAS-3 von Avanti Communications, mit der satellitengestützte Telekommunikationsdienste im Ka-Band über Afrika und dem Nahen Osten bereitgestellt werden sollen.

Bei dem neuen, unabhängigen europäischen Satellitensystem EDRS handelt es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der ESA und Airbus im Rahmen der Bestrebungen der ESA, sich bei Großprogrammen mit der Industrie zusammenzuschließen und Technologieentwicklungen mit wirtschaftlichem Nutzen zu fördern. Die HYLAS 3 Ka-Band-Nutzlast wurde von der ESA im Auftrag von Avanti Communications als kundeneigenes Gerät an die OHB System AG geliefert.

EDRS-C meldet sich nach dem Start

Der Telekommunikationssatellit EDRS-C, der den zweiten Knotenpunkt des SpaceDataHighways (auch bekannt als European Data Relay System (EDRS)) darstellt, hob am 06.08.2019 planmäßig um 21:30 Uhr MESZ vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana ab. Der vom Raumfahrtsystemhaus OHB System AG entwickelte und gefertigte 3,2 Tonnen schwere SmallGEO-Satellit löste sich nach etwa 30 Minuten planmäßig von der Ariane 5. Wenige Minuten später funkte EDRS-C erste „Lebenszeichen“ aus dem All auf dem Weg in seinen geostationären Zielorbit etwa 36.000 Kilometer über der Erde. Die Separation des Satelliten von der Trägerrakete erfolgte 33 Minuten nach dem Start um 22:03 MESZ, der erste Kontakt zu EDRS-C folgte um 22:07 Uhr MESZ.

„Ich danke Airbus und ESA für das in OHB gesetzte Vertrauen und allen Beteiligten bei OHB sowie unseren vielen Unterauftragnehmern für die gute Zusammenarbeit. Ich freue mich auf den Tag, an dem unser zweiter SmallGEO-Satellit seine Arbeit aufnimmt und den SpaceDataHighway ergänzt“, so Guy Perez, CTO und Vorstand Telekommunikation bei der OHB System AG.

Europas laserbasiertes Datenrelais-System wird in einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und Airbus realisiert. Eine Konstellation geostationärer Satelliten wird über einem Netzwerk von Bodenstationen fixiert werden und mittels innovativer Laserkommunikationstechnologie Daten von Erdbeobachtungssatelliten aus niedrigeren Orbits empfangen und in Breitbandqualität an Bodenstationen in Europa weiterleiten – in nahezu Echtzeit und mit einer Rate von 1,8 Gbit/s. Der von OHB auf Basis der SmallGEO-Plattform entwickelte, gefertigte und getestete Satellit EDRS-C bildet den zweiten Knotenpunkt des Systems und wurde gezielt für die optische Kommunikation ausgelegt. Das Europäische Datenrelais-Satellitensystem EDRS setzt damit einen ganz neuen Standard bei der schnellen Übertragung von großen Datenmengen aus dem Weltraum zur Erde.

Digitalisierung, Raumfahrt, Big Data

Mit dem Bilderbuchstart des ersten eigenen Kommunikationssatelliten EDRS-C am 06. August ist für das EDRS-System ein Meilenstein erreicht: der Grundstock für ein weltweit einzigartiges Netzwerk von geostationären Relais-Satelliten, das mithilfe von Laserterminals Datenvolumen von bis zu 1,8 Gigabit pro Sekunde zur Erde transportieren kann, ist gelegt. Mit einer Beteiligung von rund 235 Mio. Euro (61 Prozent) trägt Deutschland den Hauptanteil im entsprechenden ESA-Programm.

Das Raumfahrtmanagement im DLR steuert im Auftrag der Bundesregierung mit Mitteln des BMWi diese Beiträge. Der Satellit EDRS-C wurde in Deutschland entworfen, gebaut und getestet. Er soll eine geplante Lebensdauer von 15 Jahren erreichen. Die Steuerung der Nutzlasten sowie die Kontrolle des EDRS-C-Satelliten hat das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen im Auftrag von Airbus übernommen.

Wie die Vernetzung mit Seekabeln

Das Relaisystem ist ein bedeutender Schritt der Datenübertragung, die vergelichbar ist mit der erstmaligen Installation von Seekabeln zur Vernetzung der Kontinente im 19. Jahrhundert. Die Satelliten können nun quasi ununterbrochen die Daten, die sie laufend über die Erde sammeln, weitersenden. „In der Vergangenheit waren Satelliten nur jeweils einzeln an eine oder mehrere Bodenstationen angebunden. Mit dem Aufbau von EDRS vollziehen wir einen Paradigmenwechsel hin zu einer optisch vernetzten Satelliteninfrastruktur – mit höherer Sicherheit und Bandbreite ermöglicht EDRS die Datenübertragung der aufgenommenen Bilder und Daten in nahezu Echtzeit“, sagt Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement, und ergänzt: „EDRS-C steckt voller Hochtechnologie aus Deutschland.“

Erdbeobachtungssatelliten vermittelten ein immer genaueres Bild über unseren Planeten, unsere Umwelt und unser Klima. Sie produzierten damit aber auch immer mehr Daten in kürzerer Zeit. Gleichzeitig müssten diese Daten sehr schnell zur Verfügung gestellt werden, damit sie Entscheidungsprozesse optimal vorbereiten und begleiten können.

Umweltschutz konkret verbessert

Bei einer Live-Vorführung am 10. Juli 2019 in Brüssel hatte die europäische „Datenautobahn im All“ ihre Funktionsweise schon demonstriert: Innerhalb weniger Minuten wurden Daten des Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-1 via Laser zum Boden übertragen, um Schiffe und mögliche Ölleckagen zu verfolgen. Normalerweise würde die Übertragung mehrere Stunden dauern.

Der erste Verteilerknoten des Programms, EDRS-A, war bereits am 29. Januar 2016 gestartet und bietet seine Relais-Dienste seitdem für die Datenweitergabe von vier Sentinel-Satelliten des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus an. Die Satelliten nutzen EDRS-A-Dienste täglich und bislang sind mehr als 23.000 Intersatellite-Links erfolgreich zur Erde gesendet worden. EDRS-C wird diese Kapazität nun verdoppeln.

Nach einer Test- und Validierungsphase soll das System mit EDRS-C Ende 2019 voll operationell sein. Parallel zu Bau und Start der bisherigen EDRS-Satelliten geht die technologische Entwicklung weiter: Innerhalb des „ARTES ScyLight“-Programmes der ESA unterstützt Deutschland die Fortentwicklung der LCT-Technologie. So soll unter anderem die Datenrate des Terminals von 1,8 auf 3,6 Gigabit pro Sekunde erweitert und die mögliche Entfernung für die Verbindung von 40.000 Kilometer auf 80.000 Kilometer vergrößert werden.

Airport München: Großes Familienfest am Besucherpark

In der heißesten Zeit des Jahres findet im Besucherpark des Münchner Flughafens am 15. August 2019 von 11:00 bis 17:00 Uhr ein buntes, ausgelassenes Familienfest statt. Der Münchner Airport setzt diesmal auf virtuose Artisten und Meister der Körperbeherrschung.

Großes Rahmenprogramm am Flughafen München

Bei einem Slackline-Workshop wird die Balance trainiert und ein Profi wird seine Slackline-Künste präsentieren. Außerdem werden Jongleure ihr Können zeigen und auch hier sind Groß und Klein zum Mitmachen eingeladen. Riesige, schillernde Seifenblasen sind zu bewundern und es gibt natürlich auch vielfältige Spielestationen zum Austoben. Eine lange Wasserrutsche wird außerdem für Erfrischung sorgen.

Fraport verzeichnet Wachstum im ersten Halbjahr

Höhere Erlöse aus Bodenverkehrsdienstleistungen und Infrastrukturentgelten sowie gestiegene Retail- und Parkierungserlöse waren für das Umsatzwachstum in Frankfurt, unter anderem, ausschlaggebend.

Der Konzern Fraport AG verzeichnete im ersten Halbjahr Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. International trugen vor allem die Konzerngesellschaften Lima Airport Partners und Fraport USA sowie Fraport Greece zum Umsatz-Plus bei. Bereinigt um die Erlöse, die im Zusammenhang mit Ausbauinvestitionen an den internationalen Beteiligungsflughäfen stehen (gemäß IFRIC 12), legten die Umsatzerlöse um 5,2 Prozent auf 1.513,9 Millionen Euro zu.

Ground Handling und Retail & Real Estate

Das operative Ergebnis EBITDA steigerte sich um 10,9 Prozent oder 50,2 Millionen Euro auf 511,5 Millionen Euro. Bereinigt um die Ergebniseffekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 in Höhe von 22,8 Millionen Euro, lag der operative Ergebniszuwachs bei 27,4 Millionen Euro (plus 5,9 Prozent). Der Anstieg ist insbesondere auf die Segmente Ground Handling und Retail & Real Estate in Frankfurt zurückzuführen, die unter anderem von dem Verkehrswachstum profitierten.

Seit dem 01. Januar 2019 regelt die Rechnungslegungsvorschrift IFRS 16 die Leasingbilanzierung neu und betrifft im Wesentlichen die Behandlung der Mietverträge der Konzerngesellschaft Fraport USA. Die Anwendung von IFRS 16 führte zu einer Entlastung des operativen Aufwands und wirkte somit positiv auf das EBITDA. Demgegenüber standen höhere Abschreibungen von 21,6 Millionen Euro und ein um 5,8 Millionen Euro erhöhter Zinsaufwand. Dank eines insgesamt besseren Finanzergebnisses legte das Konzern-Ergebnis im Halbjahr um 24,1 Millionen Euro auf 164,9 Millionen Euro zu (plus 17,1 Prozent).

Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG: „In einem insgesamt schwierigen Umfeld haben wir uns im ersten Halbjahr 2019 ordentlich geschlagen. Insbesondere freut mich, dass wir die Passagierzufriedenheit trotz hoher Spitzenbelastungen weiter steigern und die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen reduzieren konnten. Dennoch wollen wir weiter intensiv daran arbeiten, unsere Prozesse zu optimieren.“

Der operative Cash Flow nahm in den ersten sechs Monaten um 13,0 Prozent auf 367,5 Millionen Euro zu. Der Free Cash Flow hingegen verringerte sich wie prognostiziert deutlich um 282,5 Millionen Euro auf minus 305,7 Millionen Euro. Ursächlich hierfür waren höhere Investitionen in Frankfurt und bei einigen internationalen Konzerngesellschaften.

Passagierzahlen: Fast überall Zuwächse

Der Flughafen Frankfurt verbuchte im ersten Halbjahr 2019 einen Passagierzuwachs von 3,0 Prozent auf über 33,6 Millionen Fluggäste. Auch fast alle internationalen Beteiligungsflughäfen schlossen die ersten sechs Monate mit einem Anstieg beim Passagieraufkommen ab. Lediglich die beiden bulgarischen Airports Varna und Burgas notierten insgesamt einen Rückgang von 12,9 Prozent. Dieser Trend wird sich auch im Laufe des Jahres fortsetzen.

Der Vorstand hält für das Gesamtjahr 2019 weiterhin an seiner Prognose zum Fluggast-Aufkommen in Frankfurt von zwischen etwa zwei bis drei Prozent fest. Er bestätigt zudem den Ausblick bei den finanziellen Kennzahlen. (Prognose Geschäftsbericht 2018: Konzern-EBITDA zwischen etwa 1.160 Millionen Euro und circa 1.195 Millionen Euro, Konzern-EBIT zwischen circa 685 Millionen Euro und rund 725 Millionen Euro, Konzern-EBT zwischen etwa 570 Millionen Euro und etwa 615 Millionen Euro, Konzern-Ergebnis zwischen rund 420 Millionen Euro und rund 460 Millionen Euro).

Datenrakete EDRS-C ins All abgehoben

Der Kommunikationssatellit EDRS-C ist am 06. August 2019 an Bord einer Ariane 5 ECA abgehoben und ist Kernbestandteil des Europäischen Datenrelais System (EDRS) – der „Datenautobahn im All“.

Im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) in Oberpfaffenhofen liefen die Vorbereitungen zum Start der Mission EDRS-C. EDRS kann mithilfe von Satelliten-Laserterminals riesige Datenmengen innherhalb kürzester Zeit vom Weltraum zur Erde übertragen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist mit seinem Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum für den Betrieb der EDRS-Satelliten, Nutzlasten und Empfangsstationen verantwortlich.

Steuerung für Datenkontakte selbst entwickelt

Rund 100 Mitarbeiter des GSOC sind für das EDRS-C-Bodensegment im Einsatz – von der Steuerung im Kontrollraum in Oberpfaffenhofen, über die Bereitstellung der IT-Infrastruktur, bis zur Betreuung der Empfangsstationen in Weilheim. Der Missionsbetrieb für das Gesamtsystem findet bei Auftraggeber Airbus Defence and Space in Ottobrunn statt. Die Startmission der Ariane 5 ECA dauert planmäßig 33:31 Minuten. Sie bringt neben EDRS-C auch noch den Intelsat 39 ins All. Der Start der Rakete ist für die Europa in den Abendstunden angesetzt.

Basis des Datenrelais-Systems sind zwei geostationäre Satelliten, die als Verteiler agieren und Daten von Erdbeobachtungssatelliten aus dem niedrigen Erdorbit zu den Bodenstationen in Europa übertragen. Damit können Daten mit Bandbreiten von bis zu 1,8 Gigabit pro Sekunde übertragen werden. Für die „Intersatellite Links“, der Datenverbindung zwischen den Satelliten, nutzt das GSOC eine eigene Software: „Besonders stolz sind wir auf die Entwicklung eines vollautomatisierten Systems, welches die geplanten Links annimmt, verarbeitet, optimiert und überwacht. Dadurch ist unsere Schicht in der Lage, pro Relay-Satellit bis zu 100 Verbindungen aufzubauen und parallel dazu Wartungen und gegebenenfalls Fehleranalysen durchzuführen“, erklärt Prof. Felix Huber, Direktor des DLR-Raumflugbetriebs und Astronautentraining. So wurden mit dem 2016 gestarteten Verteilerknoten ERDS-A bereits mehr als 23.000 Intersatellite-Links mit einer Verfügbarkeit von mehr als 99,8 Prozent realisiert.

Datenlinks, Antennen und Bahnmanöver

Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum betreut das sogenannte „Bodensegment“. So betreiben die Oberpfaffenhofener das Satellitenkontrollzentrum für EDRS-C sowie die Nutzlasten für EDRS-C und -A. Die Nutzlast an Bord der Satelliten besteht aus den Laserkommunikationsterminals (LCTS) zum Empfang der Daten sowie Ka-Band Antennen zum Weiterleiten der Daten an die Empfangsantennen am Boden. Insgesamt umfasst das Empfangsnetzwerk vier Antennen, die vom GSOC beschafft und ferngesteuert betrieben werden: Die beiden EDRS-Hauptantennen befinden sich auf der DLR-Bodenstation in Weilheim, ergänzt durch je eine Antenne in Redu, Belgien und Harwell, England.

So haben die Betriebsspezialisten in den letzten Wochen und Monaten das Bodensystem eingerichtet, getestet und den Missionsbetrieb in verschiedenen Simulationen trainiert. In den nächsten Tagen wird das GSOC nun den neuen ERDS-C-Satelliten in Betrieb nehmen, gemeinsam mit einem Team aus Ingenieuren des Satellitenhersteller OHB System in Bremen, des Hauptauftragnehmers Airbus DS und ESA-Mitarbeitern als einer der Hauptkunden des Projekts.

„Nach dem Start der Ariane-5-Rakete und dem Aussetzen des Satelliten in einer GEO-Transferbahn gilt es zunächst, eine stabile Verbindung mit dem Satelliten zu bekommen. Dies ist am Anfang die größte Herausforderung, um einen sicheren Satellitenbetriebs zu etablieren“, erklärt EDRS-Projektleiter Ralf Faller am GSOC. Nach dem ersten Kontakt und folgt eine intensive Testphase. Über mehrere Wochen führt das 12-köpfige Team im Kontrollraum auch verschiedene Bahnkorrekturmanöver durch, damit der Satellit seine finale Position im Orbit erreicht und seinen Dienst aufnehmen kann. 15 Jahre lang wird das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen den Satellitenbetrieb und den Datenrelais-Service bereitstellen. Auch den weiteren Aufbau der EDRS-Infrastruktur unterstützt das GSOC und wird die Datenautobahn für die eigenen Erdbeobachtungssatelliten nutzen.

EDRS-Infrastruktur

Das „European Data Relay Satellite System“ EDRS wird im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der Firma Airbus Defence and Space betrieben. In den Aufbau des gesamten EDRS-Bodensegments und die Vorbereitungen des Betriebs investierte das DLR aus Forschungsmitteln 8,7 Millionen Euro. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie stellte 7,5 Millionen Euro zur Verfügung.

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SunExpress A320 fliegt nach Antalya ab Friedrichshafen

SunExpress startet jeweils am Montag und am Donnerstag an die türkische Riviera, einem der schönsten Küstenabschnitte des Mittelmeers. Selbst in den Sommerferien gibt es mit diesem zusätzlichen Angebot noch kurzfristig Kapazitäten für Kurzentschlossene.

Blumen und Zeppelin-Modelle für die Crew gab es als freundliche Begrüßung am Bodensee-Airport Friedrichshafen für den ersten Flug der SunExpress aus Antalya. Mit zwei wöchentlichen Flügen kehrt eine der führenden Fluggesellschaften im touristischen Verkehr mit der Türkei nach Friedrichshafen zurück.

SunExpress A320 startet ab Bodensee

Mit einer modernen Flotte führt SunExpress als Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines wöchentlich bis zu 1.850 Flüge zu 90 Destinationen in der Türkei sowie weiteren Urlaubszielen am Mittelmeer, auf den Kanarischen Inseln, am Roten Meer und Nordafrika durch. 2018 zählte SunExpress knapp zehn Millionen Passagiere. SunExpress wird auf ihren Flügen zwischen dem Bodensee-Airport und Antalya moderne Flugzeuge vom Typ Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen einsetzen.

„Eine tolle Möglichkeit für alle Sonnenhungrigen in der Bodensee-Region, auch kurzfristig an die Türkische Riveria bequem in den Urlaub zu fliegen – eine der derzeit am stärksten nachgefragten Touristikregionen am Mittelmeer.“ so Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH. Die Airline arbeitet mit allen namhaften Reiseveranstaltern zusammen, wobei die Tickets auch direkt online bei der Fluggesellschaft gebucht werden können.

Flughafen BER: Beginn der Wirkprinzipprüfung

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Die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft und der TÜV Rheinland schilderten dem Aufsichtsrat, wie in den letzten Monaten durch die Fertigstellung und TÜV-Abnahme aller sicherheitsrelevanten Gewerke die Voraussetzungen für die Wirkprinziprüfung geschaffen wurden.

Anlässlich der Ende Juli gestarteten Wirkprinzipprüfung am Terminal 1 des Flughafen BER: Zum Beginn der Wirkprinzipprüfung BER hat sich der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft nun zu einer Extrasitzung getroffen. Dabei wurde auch der Ablauf der Tests und der Prüfszenarien für die kommenden Wochen vorgestellt und erläutert.

BER: Es scheint nach Plan zu laufen

Rainer Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Der Beginn der Wirkprinzipprüfung ist ein zentraler Meilenstein auf dem Weg zur Inbetriebnahme. Die Baufertigstellung der brandschutzrelevanten Anlagen war über Jahre das bestimmende Thema in unseren Sitzungen. Dass der TÜV Rheinland nach der Prüfung aller einzelnen Anlagen jetzt die übergreifende Wirkprinzipprüfung begonnen hat, ist im Aufsichtsrat sehr begrüßt worden. Jetzt geht es darum, in den Anstrengungen nicht nachzulassen, um auch die weiteren Aufgaben bis zur Eröffnung erfolgreich zu bewältigen.“

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die Wirkprinzipprüfung ist das Ziel, auf das wir seit Jahren hingearbeitet haben. Wir konnten die zahlreichen Probleme beim Brandschutz lösen und sind dabei in unserem Zeitrahmen geblieben. Wichtige Meilensteine, an denen wir alle hart gearbeitet haben, sind damit geschafft. Das zeigt, der Eröffnungstermin ist verlässlich und belastbar.“

Airbus A220 wird jetzt in den USA gebaut

Airbus hat jetzt offiziell mit der Produktion der A220 in den USA begonnen. Das erste Team von A220-Produktionsmitarbeitern nahm seine Arbeit im Airbus-Montagewerk Mobile in Alabama auf.

Zuvor hatten Angestellte praktische Schulungen in Mirabel, Quebec, Kanada, absolviert, wo sich das A220-Programm und die Hauptendmontagelinie befinden. „Mit der Ausweitung der Produktion von Verkehrsflugzeugen in Mobile auf eine zweite Produktlinie mit 400 zusätzlichen Arbeitsplätzen stärkt Airbus seine Position als wirklich globaler Flugzeughersteller. Gleichzeitig beweist Airbus einmal mehr, dass es ein wichtiger Teil der amerikanischen Fertigungsindustrie ist“, erklärte C. Jeffrey Knittel, Chairman & CEO von Airbus Americas. „Mit Mobile und unserem Netz von Fertigungsstandorten in Asien, Kanada und Europa sind wir strategisch so aufgestellt, dass wir unsere Kunden weltweit besser bedienen können.“

Airbus: Globaler Flugzeugbauer

Airbus hatte im Oktober 2017 den geplanten Ausbau der A220-Produktion in Mobile bekannt gegeben. Anfang dieses Jahres begannen im Mobile Aeroplex in Brookley die Bauarbeiten für die Haupthalle mit der A220-Flowline und weiteren Nebengebäuden für die neue A220. Airbus baut die ersten Flugzeuge zunächst noch in den bestehenden Gebäuden für die A320-Familie sowie in weiteren neugebauten Hallen. Die erste in den USA gebaute A220 – eine A220-300 für Delta Air Lines – soll im dritten Quartal 2020 ausgeliefert werden. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts wird das Werk 40 bis 50 A220-Jets jährlich produzieren.

Die A220 wurde als einziges Flugzeug speziell für den Markt der 100-150-Sitzer entwickelt. Das Flugzeug verbindet unschlagbare Treibstoffeffizienz mit einem für die Single-Aisle-Klasse überragenden Passagierkomfort wie in einem Großraumflugzeug. Dank modernster Aerodynamik, fortschrittlicher Materialien und Pratt & Whitney PW1500G-Getriebefan-Triebwerken der neuesten Generation bietet die A220 einen um mindestens 20 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch pro Sitz im Vergleich zu Flugzeugen der vorherigen Generation.

Die A220 bietet die gleiche Leistung wie größere Single-Aisle-Flugzeuge. Ende Juni 2019 belief sich der Auftragsbestand für die A220 bereits auf 551 Flugzeuge. Die A220 erfüllt alle Voraussetzungen, um den Löwenanteil des Markts der 100- bis -150-Sitzer für sich zu gewinnen. Der Bedarf dieses Segments wird auf 7.000 Flugzeuge in den nächsten 20 Jahren geschätzt.

Europäischer Wirtschaftspartner für die USA

Airbus unterhält enge und langjährige Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Die größten US-Fluggesellschaften betreiben Airbus-Flugzeuge in ihren Flotten. Außerdem ist Airbus ein wichtiger Partner der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtunternehmen und Arbeitnehmer. Das Unternehmen hat allein in den letzten drei Jahren Komponenten und Materialien im Wert von 48 Mrd. US-Dollar von amerikanischen Zulieferern gekauft und damit mehr als 275.000 amerikanische Arbeitsplätze unterstützt.

Zu den Airbus-Standorten in den USA gehören Entwicklungs- und Konstruktionszentren in Kansas und Alabama, Schulungszentren in Florida und Colorado, Materialunterstützung und Hauptverwaltung in Virginia, eine innovative Denkfabrik (A3) in Kalifornien, ein Unternehmen zur Analyse von Drohnendaten (Airbus Aerial) in Atlanta, Georgia, Anlagen zur Fertigung und Montage von Hubschraubern in Texas und Mississippi sowie ein Werk zur Produktion von Satelliten (OneWeb) in Florida.

Lufthansa fliegt DFB-Team als „Official Airline“

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Als „Official Airline“ fliegt Lufthansa die Spieler, Trainer, Mitarbeiter und Delegationsmitglieder des DFB-Teams zu Länderspielen und Turnieren.

Lufthansa hat die Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bis 2022 verlängert. Damit verlängert die Lufthansa als „Offizieller Partner des Deutschen Fußball-Bundes“ ihr Engagement im Fußball.

Siegerflieger der Lufthansa am Start

„Wir freuen uns, die langjährige und gute Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund fortzusetzen. Seit vielen Jahren ist es für uns eine besondere Ehre, die deutsche Nationalmannschaft zu ihren großen Turnieren in die Welt zu fliegen“, sagt Markus Binkert, CCO des Lufthansa Hub München und Senior Vice President Marketing. Höhepunkt der langjährigen Partnerschaft war bislang der Flug im Lufthansa „Fanhansa Siegerflieger„, mit dem die Nationalmannschaft 2014 mit dem WM-Pokal an Bord aus Brasilien nach Deutschland zurückkehrte.

Airline bei EM und WM präsent

Der Vertrag garantiert Lufthansa umfangreiche Rechte und Marketingleistungen des DFB vor allem in den Jahren, in denen unter anderem auch die Fußball-Europameisterschaft und Weltmeisterschaft stattfinden. Lufthansa unterhält eine langjährige Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund.

Zudem ist Lufthansa seit vielen Jahren Partner der Stiftung Deutsche Sporthilfe sowie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Co-Förderer des Deutschen Behindertensportverbands (DBS).

NASA/DLR Design Challenge: Uni Stuttgart Team gewinnt

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Der Studierendenwettbewerb der NASA/DLR Design Challenge widmete sich der Anbindung entlegener Regionen der Erde an die großen Metropolen. Mit ihrem Entwurf HyBird gewann das Team der Universität Stuttgart am 01. August im deutschen Teil.

Bereits zum dritten Mal forderte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA Studierende technischer Universitäten in Deutschland und den USA zu dem Ideenwettbewerb heraus. Gastgeber der Abschlussveranstaltung für die Teams in Deutschland war das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg.

NASA/DLR Design Challenge

Auch dieses Jahr stellen sich die Studierenden hohen Anforderungen der Jury der NASA/DLR Design Challenge an die Leistungsfähigkeit ihrer Entwürfe: Ihre Flugzeugkonfigurationen sollen auf sehr kurzen Start- und Landebahnen einsetzbar sein. Gleichzeitig sollen sie eine akzeptable Reisegeschwindigkeit aufweisen. Neue Technologien aus den verschiedensten Disziplinen waren in die Entwürfe zu integrieren. Einschließlich einer Prüfung von Konzepten, die kurzfristige Nutzungswechsel vom Passagier- hin zum Frachttransport ermöglichen.

Dabei wurde auch folgende Frage untersucht: Kann eine Symbiose von Passagierflügen mit Piloten und automatisierten, unbemannten Frachtflügen die Attraktivität derartiger Flugzeuge für die betreibenden Fluglinien steigern? Fünf Teams aus etwa 40 Studentinnen und Studenten haben innovative Entwürfe eingereicht. Das Kick-off-Meeting fand am 12. April im DLR in Braunschweig statt, einschließlich einer Einführung in die Aufgabenstellung und einer Besichtigung des Standorts.

Ländliche Gebiete effizient erschließen

Das geringe Passagieraufkommen erschwert eine ökonomische Realisierung von Flugrouten in abgelegene Gebiete der Welt stark.

Doppelnutzung als Passagiermaschine

Hier könnte eine Doppelnutzung als Passagiermaschine mit einem Piloten bei Tag und als unbemanntes Frachtflugzeug in der Nacht eine Lösung sein. Lassen sich Gewicht, Geometrie und Antrieb einer Maschine so optimieren, dass kleine Luftfahrzeuge mit CO2- und schadstoffarmen Antrieben ausreichende Reichweiten erzielen? Schaffen das vollelektrische Antriebe? Oder sind Hybridsysteme mit unterstützender Gas- oder Brennstoffzellentechnologie nötig, etwa um die Höchstleistung für den Start zu erbringen?

Denken ‚out of the box‘ bei der NASA/DLR Design Challenge

Frische Ideen und Konzepte für kleine, öko-effiziente Flugzeuge sind gefragt. „Das ist das Ziel, das wir zusammen mit den Luftfahrtkollegen der NASA bei der Design Challenge verfolgen: Wir wollen die Studierenden technischer Studiengänge zum Denken ‚out of the box‘ ermutigen, zum Neu- und gerne auch Querdenken. Sie sollen nicht nur Bestehendes weiterentwickeln, sondern auch ganz neue Wege im Flugzeugdesign gehen“, sagte der Juryvorsitzende und DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke. „Heute ist das Design in der Luftfahrt wieder besonders wichtig. Neue Elemente wie die Elektrifizierung und Automation sind höchst anspruchsvoll und benötigen nie dagewesene Konzepte.“

Konzept für Passagiere und Fracht

Von den durchweg hochwertigen Einreichungen überzeugte die DLR-Jury das Konzept der Universität Stuttgart am meisten. Mit ihrer fundierten Marktanalyse, der Erfüllung aller Auslegungskriterien, einer geschickten Kombination von Technologien und der kreativen Konfiguration des HyBird hatte das Team die entscheidende Nasenlänge voraus: Sie entwarfen einen Schulterflügler mit jeweils einem großen Propeller an den Flügelspitzen (Wing-Tip-Propeller) sowie an den Enden des V-Leitwerks.

Wahl eines Hybrid-Antriebsystems

Die Wahl eines Hybrid-Antriebsystems mit zwei Turbinen zur Energieerzeugung und mit Abschaltmöglichkeit eines Systems im Reiseflug wertete die Jury der NASA/DLR Design Challenge als sehr innovativen Ansatz zur Energieeffizienz. Insbesondere bei Reisegeschwindigkeit ließe sich so ein niedriger Verbrauch realisieren.

„Batterie-Boost“ ermöglicht vollelektrischen Start

Ein „Batterie-Boost“ bis 180 Kilowatt Leistung ermöglicht den vollelektrischen Start. Mit der Position und Größe der Antriebe reduzierten die Studierenden zudem die Lärmemissionen. Die plausible Berechnung der Betriebskosten und das Konzept für die Umrüstung von Passagier- auf Frachtbetrieb rundeten das positive Gesamtbild ab.

Entwurf aDEPt des Teams der RWTH Aachen

Auf dem zweiten Platz folgte das Team der RWTH Aachen mit dem Entwurf aDEPt. Den dritten Platz belegten:

  • Teams der TU Berlin mit dem Entwurf MIRUS
  • TU Dresden mit dem Entwurf Xargo
  • TU Hamburg mit dem Entwurf rAPID

Sie reichten ebenfalls starke Entwürfe mit zahlreichen Innovationen, fundierten Berechnungen und Analysen und neuen Ideen ein. Besondere Highlights waren in diesem Jahr die kurzen Videos. Damit haben die Teams ihre Konzepte medial ergänzt. Die Qualität der Darstellungen der Entwürfe beeindruckte die Jury. Ausdrücklich von der Jury gelobt wurden die TU Berlin und die TU Hamburg für ihre eindrucksvollen Videos und Präsentationen.

Über die NASA/DLR Design Challenge

DLR-Luftfahrtvorstand Henke rief die NASA/DLR Design Challenge zusammen mit NASA-Luftfahrtadministrator Dr. Jaiwon Shin ins Leben. Der Wettbewerb 2018/2019 fand zum insgesamt dritten Mal statt. Jedes Jahr können Studierende technischer Hochschulen in Deutschland und den USA an realen und aktuell noch offenen Fragen der modernen Luftfahrt arbeiten.

Die deutsche Fachjury hat das Gewinnerteam nach den abschließenden Präsentationen gekürt. Der Fachjury gehörten neben DLR-Luftfahrtvorstand Henke die Direktoren verschiedener DLR-Luftfahrtinstitute an. Die Sieger werden im September 2019 zur NASA in die USA reisen. Dort werden sie neben dem amerikanischen Gewinnerteam ihren Designvorschlag im Rahmen eines Symposiums vor Luftfahrtexperten präsentieren.

HyBird – Gewinnerkonzept des Teams aus Stuttgart

Das Team der Uni Stuttgart entwarf einen Schulterflügler mit jeweils einem großen Propeller an den Flügelspitzen (Wing-Tip-Propeller) sowie an den Enden des V-Leitwerks.

HyBird – das Gewinnerkonzept des Teams aus Stuttgart
HyBird – das Gewinnerkonzept des Teams aus Stuttgart

Jury und Studierendenteams der NASA/DLR Design Challenge

Die Abschlussveranstaltung der insgesamt dritten NASA/DLR Design Challenge und die Siegerehrung des deutschen Gewinnerteams fand am Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg statt.

Jury und Studierendenteams der NASA/DLR Design Challenge 2018/2019
Jury und Studierendenteams der NASA/DLR Design Challenge 2018/2019

Reduzierung von Lärmemissionen als NASA/DLR Design Challenge Aufgabe

Der Juryvorsitzende und DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke misst während der Präsentation den Lärmpegel eines Antriebs. Diesen spielten die Studierenden als Tonaufzeichnung in Originallautstärke ein. Eine der anspruchsvollen Anforderungen der diesjährigen NASA/DLR Design Challenge war, dass die Entwürfe möglichst niedrige Lautstärkepegel emittieren.

Juryvorsitzender und DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke
Juryvorsitzender und DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke (2.v.r.)

Team der Uni Stuttgart setzt sich gegen ihre Konkurrenz durch

Die NASA/DLR Design Challenge gewannen 2018/2919 die Studierenden der Universität Stuttgart.

V.l.n.r.: Jonathan Stober, Felix Ladwein, Florian Will, Jonas Mangold und Michael Lang.
V.l.n.r.: Jonathan Stober, Felix Ladwein, Florian Will, Jonas Mangold und Michael Lang.