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20 Jahre Plasma-Forschung auf der Raumstation ISS

Plasmaforschung im All ermöglicht neue Anwendungsfelder, basierend etwa auf den Entwicklungen der miniaturisierten raumfahrttauglichen Laborsysteme. Bereits die erste ISS-Crew hatte Plasmaforschung auf ihrer Agenda und am 03. März 2001 fiel der Startschuss für die ersten Langzeitversuche unter Schwerelosigkeit.

Seit 20 Jahren sind sie eine zuverlässige Quelle für neue Einsichten in der Physik: die Plasmakristall-Experimente an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Grundlagenwissen für die Lehrbücher der Zukunft ist das Hauptziel dieser Forschung. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich verschiedene Anwendungen ableiten, insbesondere in den Bereichen Medizin, Umweltschutz, Raumfahrt sowie bei Halbleiter- und Mikrochiptechnologien. Die aktuelle Crew wird nun Ende März die neueste Experimentreihe durchführen, unter der Leitung des erfahrenen Forschungsteams am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen.

Plasma ist ionisiertes Gas und wird vielfältig technisch genutzt, zum Beispiel in Leuchtstoffröhren oder Plasmafernsehern. „Für die Forschung zu komplexen Plasmen bietet die Schwerelosigkeit die einzige Möglichkeit den gesamten, wissenschaftlich interessanten Parameterraum zu untersuchen. Sie ist prädestiniert für die ISS“, sagt Gruppenleiter Dr. Hubertus Thomas vom DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum.

Astronaut Thomas Reiter mit wichtiger Aufgabe

Auf der Erde ist Plasma sehr selten; in ihrer natürlichen Form kommt es zum Beispiel als Blitz vor. Im Weltraum hingegen befindet sich 99 Prozent der sichtbaren Materie im Plasmazustand. Dazu zählen Sterne, darunter die Sonne, oder die Ionosphäre von Planeten. Wenn in dem elektrisch geladenen Gas zusätzlich Staubteilchen oder andere Mikropartikel enthalten sind, entstehen sogenannte „komplexe Plasmen“, die kristalline Strukturen bilden können.

Neben der ausgeklügelten Technologie und Hardware sind auch die „Ausführenden“ an Bord der ISS für das Gelingen der Versuchsreihe wesentlich. Der ESA-Astronaut Thomas Reiter hatte bisher als einziger Deutscher diese Rolle inne. Im Rahmen der Mission Astrolab bediente er im August und Oktober 2006 das Plasmakristall-Labor PK-3 Plus.

„PK-3 Plus war ein wirklich interaktives Experiment. Nach der Inbetriebnahme hatte ich bei vielen Versuchsserien direkte Funkverbindung zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Boden. Die Schilderung meiner Beobachtungen erlaubten es ihnen Modifikationen der verschiedenen Versuchsparameter durchzugeben, die ich dann an dem Plasmakristall-Labor einstellte. Es war faszinierend – trotz der großen Entfernung zur Bodenstation war man Teil eines Forschungsteams. Die Zusammenarbeit war nicht nur hochinteressant, sie hat auch riesigen Spaß gemacht! PK 3 Plus war auch ein Beispiel dafür, dass Grundlagenforschung auch ganz unerwartete Anwendungen für den Alltag auf der Erde haben kann“, erinnert sich Thomas Reiter, der mit Astrolab als erster Europäer eine Langzeitmission auf der ISS absolvierte und heute als ESA-Koordinator internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors tätig ist.

Sternenstaub verstehen

Als Experimentatoren sehen, denken und handeln die Astronauten mit. Für die Wissenschaftler am Boden können sie auf unterwartete Situationen reagieren oder auf neue Erkenntnisse eingehen. Ein besonderes glückliches Händchen bewies Kosmonaut Juri Baturin während der Experimentreihe im Mai 2001: In der Laborkammer ließ sich das Plasma nicht zünden. Der Kosmonaut setzte das Experiment jedoch fort und schüttelte Mikropartikel in das neutrale statt geladene Gas der Kammer. Zum Erstaunen der Wissenschaftler waren die Teilchen sowohl positiv als auch negativ geladen und formten durch die starke elektrische Anziehung in Sekundenbruchteilen ein großes Agglomerat von mehreren Millimeter Durchmesser und weitere „Klümpchen“. Anhand dieser Beobachtung könnte das bisherige Rätsel der Planetenentstehung gelöst werden, wie die erste Phase der Agglomeration von Teilchen mit einer Größe von Mikrometern vonstattengeht.

Hier zeigt sich auch die Nähe des Forschungsthemas zu natürlichen staubigen Plasmen, die in unserem Sonnensystem zum Beispiel in den Ringen des Saturns oder auf dem Mond vorkommen. „Der Staub ist eines der größten Probleme auf dem Mond! Gerade für die kommenden Mondmissionen sind die grundlegenden Erkenntnisse der Plasmaforschung auf der ISS wichtig, um die Eigenschaften von Mondstaub genauer zu verstehen und besser damit umgehen zu können“, erklärt Thomas. Der Staub im Sonnenplasma ist aufgeladen, kann dadurch sogar schweben und hat einen stark haftenden Effekt. Da Mondstaub scharfkantig ist, führt dies zu erhöhtem Verschleiß von Oberflächen und Instrumenten und stellt ein gesundheitliches Risiko für die Astronauten dar.

Physik gewinnt an Wissen 

Mit über 100 wissenschaftlichen Veröffentlichungen zählen die Plasmakristall-Experimente zu den erfolgreichsten Forschungsprojekten auf der ISS. Mehrfach haben die Erkenntnisse daraus das Lehrwissen der Physik erweitert und revidiert. So konnte das Team rund um Dr. Hubertus Thomas auch nachweisen, dass ein komplexes Plasma ein neuer Zustand der weichen Materie ist. In der Schwerelosigkeit breiten sich die geladenen Mikroteilchen frei im Raum aus und bilden geordnete dreidimensionale Kristallstrukturen, sogenannte „Plasmakristalle“. Deren Entdeckung im Jahr 1994 veränderte die Lehrmeinung in der Physik grundlegend, da Plasma bisher als ungeordnetster Zustand der Materie galt.

Die Experimente an Bord der ISS machen physikalische Prozesse auf atomarer Ebene sichtbar. Wie in Zeitlupe lassen sich die Bewegung von einzelnen „Atomen“ und ihre Wechselwirkungen nachverfolgen. In den letzten 20 Jahren gewannen die Wissenschaftler dadurch einzigartige Einblicke in die Bildung von großen Kristallstrukturen und langen Ketten, die Ausbreitung von Wellen, zu Scherströmungen und zu den Fließeigenschaften von komplexen Plasmen. Mit den Untersuchungen an dem Modellsystem tragen die Plasmaforscher dazu bei, die dynamischen Prozesse und Phänomene besser zu verstehen und das Grundlagenwissen in der Physik zu erweitern.

Die Faszination für das Weltall schwingt dabei immer mit: „Manchmal sieht man den Überflug der ISS am Himmel und wenn ich mir vorstelle, dass da unser Labor ist und ein Kosmonaut dort gerade ein Plasmakristall-Experiment durchführt, dann finde ich das faszinierend. Wir haben nicht nur unser Labor im Keller, sondern auch auf dem extremsten Außenposten der Menschheit – das ist auch nach 20 Jahren immer noch etwas ganz Besonderes“, so Thomas. Vom 22. bis 29. März 2021 finden die nächsten Plasmakristall-Experimente wieder in rund 400 Kilometer Höhe statt.

Internationale Station der Zusammenarbeit

Das erste Plasmakristall-Labor „PKE-Nefedov“ war von 2001 bis 2005 im Einsatz, gefolgt von „PK-3 Plus“ für weitere sieben Jahre. Seit 2014 ist das Labor „PK-4“ in Betrieb und ist wie die vorangegangenen Projekte eine deutsch/europäisch-russische Erfolgsgeschichte. PK-4 ist eine Kooperation der europäischen Weltraumorganisation ESA und der russischen Raumfahrtbehörde ROSKOSMOS, mit wissenschaftlicher Führung der Gruppe „Komplexe Plasmen“ des DLR-Instituts für Materialphysik im Weltraum (ehemals am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, MPE) und der russischen Akademie der Wissenschaften (Joint Institute for High Temperatures, JIHT).

Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR derzeit gemeinsam mit NASA, ESA, ROSKOSMOS und den weltweit führenden Wissenschaftlern die Möglichkeiten für ein Nachfolge-Experiment von PK-4 mit dem Namen „COMPACT“. Auf den Bildern: Die ISS; Kosmonaut Valery Tokkarev im Januar 2006 mit dem 2. Labor PK-3 Plus installiert im russischen Svesda Modul; Astronaut Thomas Reiter während seiner Astrolab Mission auf der ISS bei der Bedienung des PK-3 Plus Kontrollcomputers im Juli 2006; Das Plasmakristall-Labor PK-4.

Passagiereinbruch am Flughafen Berlin verstärkt

Das Passagieraufkommen am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt ist im vergangenen Monat aufgrund der Pandemie und des fortdauernden Lockdowns erneut zurückgegangen. Insgesamt lag das Passagieraufkommen im vergangenen Februar bei weniger als sieben Prozent des Niveaus vom Februar 2020.

Diesen Februar wurden am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt 146.945 Fluggäste abgefertigt. Das sind noch einmal gut 60.000 weniger als im Vormonat. Bereits im Januar 2021 waren die Passagierzahlen extrem niedrig. Die deutschen Grenzen waren wegen der Pandemie für den Reiseverkehr im März 2020 weitgehend geschlossen worden.

Frachtverkehr sinkt nur um knapp die Hälfte

Im vergangenen Februar starteten oder landeten rund 3.000 Flugzeuge am BER. Ein Jahr zuvor wurden an den Flughäfen Schönefeld und Tegel noch fast 20.000 Flugbewegungen gezählt. Das ist ein Rückgang von fast 85 Prozent. Bei der Luftfracht sind die Einbrüche weniger dramatisch als im Passagierverkehr. Im Februar 2021 wurden etwa 1.530 Tonnen Luftfracht bewegt. Im Vergleich zum Februar 2020 ist damit der Frachtverkehr um rund 43 Prozent zurückgegangen.

Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Der massive Rückgang der Passagierzahlen hat an allen deutschen Flughäfen einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die umfassenden Quarantänebestimmungen wegen der Covid-19-Pandemie führten dazu, dass der Flugbetrieb fast vollständig zum Erliegen kam. Doch die Menschen wollen fliegen, sie sehnen sich nach Urlaub und wollen ihn buchen. Diese Träume werden aber erst wahr, wenn es mehr Sicherheit beim Reisen gibt. Dafür ist eine wirksame Impf- und Teststrategie dringend notwendig.“

Austrian Airlines verabschiedet die erste Boeing 767

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Die erste Boeing 767-300ER mit der Registrierung OE-LAT hat Wien in Richtung USA verlassen. Die Maschine wird unter der Flugnummer OS 1411 zunächst nach Bangor im US-Bundesstaat Maine fliegen, wo die Verzollung abgewickelt wird. Nach diesem Zwischenstopp geht es unter der Flugnummer OS 1413 weiter zum finalen Bestimmungsort, dem Pinal Airpark in Arizona.

„Servus“ OE-LAT

Vor dem Abflug aus Wien wurde die Maschine noch gebührend verabschiedet. Mitarbeiter der Austrian Airlines Technik schrieben Grußbotschaften an die Bugfahrwerkstür des Fliegers. Auch die Austrian Airlines Crew, welche die Maschine überstellt, sagte vor dem Start noch einmal „Servus“.

Mehr als 19.000 Landungen und rund 133.000 Flugstunden

Die OE-LAT wurde 1991 ausgeliefert und war ab Dezember dieses Jahres bei Lauda Air im Einsatz. Nach der vollständigen Übernahme der Lauda Air im Jahr 2004 wurde die Maschine in die Austrian Airlines Flotte integriert. Seit 1991 hat der Flieger über 19.000 Landungen und rund 133.000 Flugstunden absolviert. Das entspricht über 15 Jahren in der Luft.

OE-LAX und OE-LAW folgen

Die OE-LAT ist die erste von drei Boeing 767-300ER, welche die Austrian Airlines Flotte dieses Jahr verlassen. Der nächste Überstellflug ist im Mai mit der OE-LAX geplant. Die OE-LAW folgt im Laufe des Jahres. Alle drei Maschinen gehen an das US-Unternehmen MonoCoque Diversified Interests.

Malta Air und VC fordern Kurzarbeitsleistungen für Piloten

Die Vereinigung Cockpit (VC) und Malta Air fordern gemeinsam die Bundesagentur für Arbeit und die Bundesregierung auf, die Mitarbeiter von Malta Air in Deutschland während der COVID-19-Krise genauso zu behandeln wie ihre Kollegen von anderen Fluggesellschaften. Die Agentur möge ihre ursprüngliche Entscheidung gelten lassen, wonach für in Deutschland ansässige Piloten Kurzarbeitergeld zu zahlen ist.

Beschäftigungssicherung und Vermeidung von Arbeitsplatzverlust

Im Zuge der COVID-19-Krise hat Malta Air mit der Vereinigung Cockpit Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung der Piloten und Vermeidung des Verlustes von Arbeitsplätzen in Deutschland ausgehandelt. Hierzu gehören Maßnahmen wie signifikante vorübergehende Lohnkürzungen und reduzierte Arbeitszeiten, kombiniert mit Ausgleichszahlungen, die auf der Grundlage des SGB III berechnet werden. Die Gewerkschaft und der Arbeitgeber erwarten von der Bundesagentur für Arbeit, dass sie für diese in Deutschland ansässigen Arbeitnehmer, die in Deutschland arbeiten und deutsche Steuern sowie deutsche Sozialversicherungsbeiträge zahlen, Kurzarbeitergeld gewährt.

Die Entscheidung der deutschen Regierung (insbesondere der Agentur für Arbeit Köln), den in Deutschland angestellten Crews von Malta Air das Kurzarbeitergeld vorzuenthalten, schafft unnötigerweise weitere Unsicherheit für die Beschäftigten in einer der am stärksten von der Krise betroffenen Branchen. Während diese Entscheidung Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten vor dem zuständigen Sozialgericht war und ist, ist es das Ziel von Malta Air, die Kurzarbeitsregelungen einschließlich angemessener sozialer Garantien und Kündigungsschutz für ihre Crews mindestens bis zum 31. Dezember 2021 fortzuführen.

Sprecher von Malta Air: „In einer Zeit, in der andere Fluggesellschaften staatliche Beihilfen in Milliardenhöhe erhalten, sollte die deutsche Regierung Piloten und Crews bei Malta Air nicht im Stich lassen, indem sie Sozialversicherungsleistungen verweigert. Die COVID-19-Krise hat der Luftfahrtindustrie extrem zugesetzt und obwohl wir hart daran gearbeitet haben, die Arbeitsplatzverluste in Deutschland so gering wie möglich zu halten, benötigen die Piloten und die Crews die Unterstützung ihrer Regierung in Form dieser Leistungen, zumal sie alle deutsche Steuern und Sozialabgaben zahlen.

Malta Air ist einer der größten Arbeitgeber im Luftverkehr in Deutschland mit über 1.000 Piloten und Crew-Mitgliedern an unseren deutschen Basen. Es ist wichtig, dass sich die deutsche Regierung für den Schutz dieser essenziellen Arbeitskräfte einsetzt und die außerordentlichen Herausforderungen berücksichtigt, denen die Luftfahrtindustrie derzeit gegenüber steht. Gemeinsam mit der Vereinigung Cockpit fordern wir sowohl die Kölner Agentur für Arbeit als auch die Bundesregierung auf, diese diskriminierende Nichtgewährung der Unterstützung zu beenden.“

Janis Schmitt, Sprecher der Vereinigung Cockpit: „Die Pilotinnen und Piloten der Malta Air zahlen in Deutschland volle Steuern und Sozialabgaben. Deshalb haben sie auch vollen Anspruch auf Kurzarbeitergeld und alle anderen Sozialleistungen. Wir finden es inakzeptabel, wenn die deutsche Agentur für Arbeit diesen Anspruch verweigern könnte. Sowohl Italien, Frankreich, Portugal, Spanien, Großbritannien als auch Belgien haben die Ryanair Group als Arbeitgeber mit allen Rechten und Pflichten anerkannt und entsprechende Leistungen im Zusammenhang mit Kurzarbeit an die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezahlt.

Schutz durch das deutsche Arbeitsrecht

Die VC hat bei Malta Air durch einen VTV (Vergütungs-Tarifvertrag) insbesondere den Schutz durch das deutsche Arbeitsrecht ausgehandelt. Daher ist es sehr enttäuschend zu sehen, dass das Flugpersonal nun von der Regierung eine Behandlung zweiter Klasse erfährt. Der Staat sollte auf der Seite der in Not geratenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen und nicht gegen deren Interessen handeln.“

Verkauf von RUAG Aerospace an General Atomics Europe abgeschlossen

Mit der Eigentumsübertragung (vertragliches Closing) von RUAG Aerospace Services GmbH an General Atomics Europe (GA-Europe) sind alle Gesellschaftsanteile an den neuen Besitzer übergegangen. Damit ist der Verkaufsprozess rechtlich abgeschlossen. GA-Europe übernimmt neben allen Geschäftstätigkeiten auch alle rund 420 Mitarbeitenden. Am Standort Oberpfaffenhofen beschäftigt RUAG International weiterhin 800 Mitarbeitende im Flugzeugstrukturbau (RUAG Aerostructures) – dieser Geschäftsbereich ist vom Verkauf nicht tangiert.

Felix Ammann, bisheriger Geschäftsführer der RUAG Aerospace Services GmbH, sagt: „Wir freuen uns sehr über den erfolgreichen Abschluss und wünschen General Atomics Europe für die Zukunft viel Erfolg. Wir sind überzeugt, dass sie ausgezeichnete Voraussetzungen mitbringen, die Geschäftstätigkeiten erfolgreich weiterzuführen und die Arbeitsplätze nachhaltig für die Zukunft zu sichern.“

Harald Robl, Geschäftsführer von General Atomics Europe, ergänzt: „GA-Europe verstärkt mit dieser Akquisition ihre Marktpositionierung im Luftfahrtgeschäft nachhaltig. Wir haben ein strategisches Zukunftskonzept entwickelt, das für den Standort Oberpfaffenhofen trotz der gegenwärtigen Wirtschaftskrise weit über die bestehenden Geschäftsfelder hinaus neue Wachstums- und Wertschöpfungsperspektiven eröffnen wird.

Eine entsprechende Vereinbarung (Signing) für die Übernahme der Geschäftstätigkeiten der RUAG Aerospace Services GmbH haben beide Unternehmen bereits am 30.09.2020 unterzeichnet (Mitteilung vom 15.10.2020). Der Verkauf erfolgt in Übereinstimmung mit dem am 15. März 2019 vom Schweizer Bundesrat genehmigten Konzept zur Entflechtung und Neuausrichtung von RUAG International. Über die vertraglichen Bedingungen haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Weiterentwickelt und ausgebaut

RUAG International übernahm 2002 die zwei Bereiche Services und Components des damaligen deutschen Flugzeugbauers Fairchild Dornier. Nach der Übernahme entstanden daraus RUAG Aerospace Structures GmbH (RUAG Aerostructures) und RUAG Aerospace Services GmbH.

Mit dem Transfer des Services-Bereich ergänzte die damalige RUAG das Produkt- und Serviceportfolio mit der Herstellung der Dornier 228 und dessen Customer Support, wie auch Unterhalt an Business Jets und Militärhelikoptern. So begann RUAG 2007 die Weiterentwicklung der Do228 zur Do228 Next Generation, und 2009 nahm RUAG die Produktion des Flugzeugs wieder auf. Der erfolgreiche Erstflug des neuen Serienflugzeugs erfolgte am 30. Juli 2010. Bis heute wird die Do228 NG in Oberpfaffenhofen hergestellt und der Customer Support betreut Kunden weltweit.

Neue Aufträge am NH90 der Deutschen Bundeswehr

Im Bereich Unterhalt von Militärhelikoptern konnten neue Aufträge am NH90 der Deutschen Bundeswehr gesichert werden. Damit ist der Standort gut für die Zukunft aufgestellt. Bei den Business Jets fokussierte sich das Unternehmen darauf, Mehrwert für die Kunden zu kreieren mittels ihres „one-stop shop“ Ansatzes. So wurde dank des verbesserten Kundenerlebnisses auch die Position am Markt gestärkt.

Emirates Economy Class: Buchung von leeren Nachbarsitzen möglich

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Durch die neue Möglichkeit, bis zu drei freie, benachbarte Sitze auf ihrem Flug hinzu zu buchen, können Kunden der Emirates Economy Class ab sofort noch mehr persönlichen Freiraum und Privatsphäre an Bord genießen.

Preise für Leerplätze

Diese Sitzplätze werden allen Economy-Class-Kunden mit einer bestätigten Buchung am Check-in-Schalter des Flughafens vor Abflug angeboten und kosten je nach Flugstrecke zwischen 55 und 165 US-Dollar pro leerem Sitzplatz, zuzüglich Steuern. Eine Buchung von Leerplätzen im Voraus ist nicht möglich, da diese von der Verfügbarkeit abhängen.

Emirates hat das neue Sitzplatzangebot auf der Basis von Kundenfeedback eingeführt und spricht damit die Bedürfnisse von Fluggästen an, die zusätzliche Privatsphäre und Platz wünschen, aber in der Economy Class reisen möchten. Dazu gehören beispielsweise Paare, die eine ganze Reihe für sich allein haben möchten (maximal drei Sitze in derselben Reihe) oder Eltern, die mit Kleinkindern reisen.

Vielzahl von Sitzplatzprodukten für Economy Class-Kunden

Darüber hinaus bietet Emirates eine Vielzahl von Sitzplatzprodukten für Economy Class-Kunden an, aus denen diese sich ihren Lieblingssitzplatz je nach ihren persönlichen Bedürfnissen auswählen können:

  • Sitze in der Notausstiegsreihe, die zusätzlichen Platz bieten (unterliegen Sicherheitsanforderungen)
  • Zwillingssitze: Sitze in einer Zweierreihe im hinteren Bereich der Boeing 777 und auf dem Oberdeck der Zwei-Klassen-A380-Jets
  • Bevorzugte Sitze: Sitze im vorderen Teil der Kabine und auf dem Oberdeck der A380 (Zwei-Klassen-Konfiguration)
  • Reguläre Sitze: alle anderen Economy-Sitze

Diese Sitze werden kostenlos oder gegen Gebühr angeboten, je nach Emirates Skywards-Mitgliedschaftsstufe des Kunden, Tarifart oder der Zeit bis zum Abflug.

Rabatte auf Übergepäcktarife

Emirates hat außerdem Rabatte auf Übergepäcktarife eingeführt, damit Kunden, die aus besonders wichtigen Gründen reisen, alles Notwendige mit nach Hause nehmen können. Diese Ermäßigungen liegen je nach Strecke zwischen 35 und 60 Prozent im Vergleich zu den normalen Tarifen und müssen bis zu vier Stunden vor Abflug über emirates.com, über das Service Center oder in einem Emirates-Verkaufsbüro im Voraus gebucht und bezahlt werden.

Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen

Emirates-Kunden können mit der Gewissheit reisen, dass an jedem Reiseabschnitt die aktuellen Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Zudem investiert die Fluggesellschaft kontinuierlich in kontaktlose, technische Lösungen, die den Fluggästen einen nahtlosen Weg vom Check-in bis zum Boarding-Gate durch den Flughafen Dubai ermöglichen.

Buchungsrichtlinien und Multi-Risiko-Versicherungsschutz

Emirates ist mit seinen innovativen Produkten und Dienstleistungen, die auf die Bedürfnisse der Reisenden in dieser herausfordernden Zeit eingehen, führend in der Branche. Dazu gehören Serviceinitiativen wie flexible Buchungsrichtlinien, Multi-Risiko-Versicherungsschutz und die Unterstützung treuer Kunden bei der Erhaltung ihrer Meilen und ihres Vielfliegerstatus‘.

Segmented Approach am Fraport auch bei Tage

Die Flugverkehrszahlen sind durch Corona sehr stark zurückgegangen. Am Flughafen Frankfurt starten und landen aktuell pro Tag nur noch rund 500 Flugzeuge – im Jahr 2019 waren es noch rund 1.500 Bewegungen pro Tag. Dieser Verkehrsrückgang erlaubt es, lärmentlastende Verfahren für die Region Rhein-Main häufiger zu nutzen.

Segmentierter Approach bedeutet einen kürzeren Endanflug und damit die Umfliegung dichtbesiedelter Städte und Gemeinden. Ab dem 01. März 2021 wird am Flughafen Frankfurt die Nutzung des sogenannten „Segmented Approach“ für Anflüge aus dem Süden tagsüber erprobt. Das GPS-basierte Verfahren vermeidet große Städte, hat damit Potenzial zur Lärmentlastung in der Region Frankfurt und ist durch kürzere Flugwege kerosinsparend und damit umweltfreundlicher.

Nachtanflug Segmented Approach jetzt auch bei Tage

Die Nutzung dieses Verfahrens ist schon seit zehn Jahren möglich, bislang erfolgte das nach 23:00 Uhr, wenn Flugzeuge verspätet noch während der eigentlichen Nachtflugbeschränkungen landen durften. Die Erfahrungen aus diesen Jahren haben gezeigt, dass das Verfahren nun einerseits hinreichend erprobt und vor allem sicher fliegbar ist. Aktuell bietet sich durch geringe Verkehrsmengen die besondere Chance für die vermehrte Nutzung des Verfahrens auch über den Tag hinweg. Inwieweit sich ein solches Verfahren am Tage und bei höheren Verkehrsmengen integrieren lässt, soll nun anhand eines Probebetriebes analysiert werden.

Ab dem 01. März werden Flugzeuge bei Betriebsrichtung 25 (Westwind) die großen Städte Offenbach und Hanau umfliegen, bei Betriebsrichtung 07 (Ostwind) die Stadt Mainz. Stattdessen folgen die Flugzeuge Routen, die später auf den Endanflug eindrehen und über weniger dicht besiedelte Gebiete führen. Getestet wird der segmentierte Anflug zunächst ausschließlich für Flugzeuge, die aus dem Süden kommen.

Offenbach, Hanau und Mainz werden umflogen

Insbesondere die Zeitfenster am frühen Morgen zwischen 05:00 und 07:00 Uhr, außerdem der Nachmittag von 13:00 bis 18:00 Uhr sowie die Betriebsstunden zwischen 20:00 und 23:00 Uhr scheinen aus Expertensicht für einen Einsatz des „Segmented Approach“ geeignet. Je nach Verkehrssituation werden Anflüge jedoch auch weiterhin das übliche Anflugverfahren mit langem, geraden Endanflug nutzen können.

Die DFS hat die zeitliche Ausweitung des Anflugverfahrens in enger Zusammenarbeit mit der Lufthansa Group analysiert und vorbereitet – ab dem 01.03. steht es jedoch allen Fluggesellschaften zur Verfügung. „Ich freue mich sehr, dass wir die verkehrsarme Zeit gemeinsam mit unseren Kunden sinnvoll nutzen können“, so Dirk Mahns, COO der DFS. „So können wir in Krisenzeiten direkte und kerosinsparende, damit also effizientere und umweltfreundliche Verfahren ermöglichen“ so Mahns weiter.

Probebetrieb startet

„Die Lufthansa Gruppe investiert seit vielen Jahren in moderne Navigationstechnologien und Pilotentrainingsprogramme, um Verfahren für lärmarmes und ökoeffizientes Fliegen nutzen zu können. Daher begrüßen wir es sehr, dass wir gemeinsam mit der DFS die Vorbereitung zur vermehrten Nutzung des „Segmented Approaches“ in Frankfurt erfolgreich abschließen konnten und ab dem 01. März mit dem Probebetrieb starten“ sagt Ola Hansson, COO & Accountable Manager der Lufthansa Airlines.

„Damit besteht die Chance, dauerhaft weitere wertvolle Beiträge zur Nachhaltigkeit in der Region zu erzielen, falls der Probebetrieb später in bestimmten Tageszeiten in den Regelbetrieb übergehen kann“ so Hansson weiter. Der Probebetrieb wird durch ein Lärmmonitoring unter der Federführung der Fluglärmschutzbeauftragten begleitet werden. Erste Erkenntnisse werden voraussichtlich im Herbst 2021 vorliegen.

Lufthansa setzt im Sommer mehr auf Urlaubsziele

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Lufthansa will mit den Airlines ihrer Group im Sommer klassische Urlaubsziele ins Visier nehmen und dabei ab Frankfurt im Laufe des Sommers rund 20 neue Urlaubsziele und ab München 13 neue Sommerdestinationen ins Programm stellen.

Schwerpunkte sind dabei Touristische Flugreisen in die Karibik, auf die Kanarischen Inseln und nach Griechenland. Wirksame Impfstoffe, umfangreiche Testangebote und klare Hygienekonzepte der Flughäfen und Airlines seien gute Voraussetzungen dafür, dass der Sommer 2021 wieder für die langersehnte Urlaubsreise genutzt werden kann.

Nachholbeffekt an Urlaubsreisen erwartet

„Unser touristisches Programm für den Sommer 2021 ist so stark wie nie zuvor. Wir gehen davon aus, dass viele Länder die Reiserestriktionen zum Sommer hin lockern werden, nachdem mehr und mehr Menschen geimpft worden sind. Wir wissen, dass die Nachfrage stark steigt, sobald Reiserestriktionen fallen – und dafür sind wir mit unserem hervorragenden Angebot bestens gerüstet. Es gibt eine große Sehnsucht nach Urlaub – entsprechend stark wird der Nachholeffekt im Sommer sein,“ sagt Harry Hohmeister, Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG.

Lufthansa bietet touristische Flugreisen nach Griechenland
Lufthansa bietet touristische Flugreisen nach Griechenland (Foto: Lufthansa)

Neben den beliebten Städte- und Urlaubszielen werden die Schwerpunkte in Europa auf den Kanarischen Inseln und Griechenland liegen. Ab Frankfurt und München wird es dann noch einfacher sein, seine Trauminsel zu erreichen. Neu ab Frankfurt sind außerdem Zypern (Paphos), Kroatien (Rijeka), Italien (Lamezia Terme), Tunesien (Djerba), Ponta Delgada (Azoren/Portugal) und Bulgarien (Varna). Ab München geht es zum ersten Mal nach Jerez (Spanien) und zu den griechischen Destinationen ChaniaMykonosKosKavallaZakynthos und Preveza. Neu im Sommer ist darüber hinaus Hurghada in Ägypen.

Eurowings Discover für Fernreisen

Auf der Langstrecke bietet Eurowings Discover, die neue touristische Langstreckenairline der Lufthansa Group, zahlreiche Fernziele ab Frankfurt an. Erstmals geht es dreimal wöchentlich nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik und zweimal wöchentlich nach Mombasa (Kenia) mit Weiterflug auf die Trauminsel Sansibar (Tansania). Ab Juni gibt es eine weitere Premiere: Erstmals startet dreimal wöchentlich ein Direktflug nach Anchorage in Alaska (USA).

Darüber hinaus wird das attraktive Urlaubsziel Mauritius nicht nur im Winter angeboten, sondern steht ab 2021 auch zweimal wöchentlich auf dem Sommerflugplan. Das gleiche gilt für das Lufthansaziel Malé auf den Malediven, das im Sommer ab Frankfurt bis zu dreimal in der Woche angeflogen wird und damit ein Ganzjahresziel wird.

Und wer jetzt schon an seinen nächsten Winterurlaub fern ab von Eis und Schnee denkt, kann seine Urlaubsreise ab sofort planen. So geht es erstmals ab dem 01. November mit Eurowings Discover dreimal wöchentlich von Frankfurt nach Montego Bay auf Jamaika und zum ersten Mal ab dem 02. November vom Rhein-Main Airport dreimal in der Woche nach Varadero auf Kuba. Darüber hinaus werden bereits bestehende touristische Langstreckenverbindungen ab Frankfurt ausgebaut.

Flüge umbuchen

Eine rechtzeitige Buchung der Flüge lohnt sich. Denn die Sommerflüge 2021, die bis zum 31. Mai 2021 gekauft werden, können bis dahin beliebig oft kostenfrei umgebucht werden. Danach ist noch eine weitere gebührenfreie Umbuchung möglich. Mehrkosten können entstehen, wenn beispielsweise bei einer Umbuchung auf ein anderes Datum oder zu einem anderen Reiseziel die ursprüngliche Buchungsklasse nicht mehr verfügbar ist.

Condor Passagierflugzeug fliegt Pakete für DHL

Ferienflieger Condor hebt ab sofort mit vier Boeing 767 im Auftrag von DHL Express, dem weltweit führenden Anbieter von Express-Dienstleistungen, ab.

Damit können in Zeiten der Passagierflaute Flugzeuge für Fracht genutzt und Kapazitätsengpässe bei DHL bedient werden. Die ersten Fracht-Flüge im Rahmen der Partnerschaft starteten diese Woche. Die Condor-Flieger werden in Europas größtem DHL Express Hub in Leipzig abgefertigt und transportieren die Sendungen auf insgesamt drei Routen nach Shannon in Irland, Mailand-Malpensa in Italien und Köln. Perspektivisch ist auf diesen Flügen auch der Transport von Covid-19 Impfstoffen möglich. Die Partnerschaft ist zunächst bis Ende Mai befristet.

Luftfracht boomt bei Corona, Reiseflieger umgebaut

Bereits seit April vergangenen Jahres führt Condor vermehrt Frachtflüge durch und hat bislang neben E-Commerce Waren hauptsächlich medizinische Schutzausrüstung wie Millionen von Mund-Nasen-Schutzmasken, Schutzanzüge und Handschuhe transportiert. In diesem Zuge wurde auch ein Teil der Boeing 767-Flotte zu reinen Frachtflugzeugen umfunktioniert und die Sitze ausgebaut. Zwischenzeitlich waren 14 von 16 Boeing 767 ausschließlich für Fracht-Flüge im Einsatz. Hierfür hat Condor ebenfalls spezielle Cargo Supervisor ausgebildet und eingesetzt, die eine reibungslose Durchführung sicherstellen.

„Diese feste Partnerschaft zwischen Cargo und Passage ist bislang einzigartig“, ergänzt Markus Otto, Senior Vice President Aviation Europe bei DHL Express. „Sie ermöglicht uns noch schneller und flexibler auf die weiterhin hohe Kundenachfrage nach internationalem Express-Versand zu reagieren. Durch die zusätzlichen Condor-Kapazitäten können wir unsere Service-Qualität und unsere Laufzeiten weiter verbessern und unseren Wachstumskurs fortsetzen.“

Know-how bei Luftfracht erworben

„Wir haben bereits im letzten Jahr vermehrt Cargo-Flüge durchgeführt und unsere Expertise hier ausgebaut. Wir freuen uns sehr, jetzt auch mit einem so erfahrenen Partner wie DHL Express zusammenzuarbeiten“, sagt Christian Schmitt, COO von Condor. „Die Partnerschaft zeigt auch, dass Condor sich in besonderen Situationen flexibel an Gegebenheiten anpassen kann und so in Zusammenarbeit mit DHL einen wichtigen Teil zur internationalen Lieferkette beiträgt.“

Für die Express-Sparte der Deutsche Post DHL Group ist die Partnerschaft Teil eines Maßnahmenprogramms um die weltweit steigenden Express-Volumina zu bedienen und kontinuierlich zu wachsen. Bereits Anfang des Jahres hatte das Unternehmen den zusätzlichen Kauf neuer Großraumflugzeuge des Typs Boeing 777F angekündigt. Neben den Frachtflügen bleibt Condor aber auch dem Urlaubssegment treu: Condor steuert als Deutschlands beliebtester Ferienflieger derzeit die Kanaren, Ägypten, Kuba, die Malediven und die Dominikanische Republik an.

Flughafen Wien will schnell europaweiten Impfpass

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Wer geimpft oder negativ auf Corona getestet ist, soll auch wieder reisen dürfen, wenn es nach dem Flughafen Wien geht. Der Airport unterstützt den Vorstoß von Bundeskanzler Kurz für einen europaweiten Impfpass.

Bei den Lockerungen fürs Reisen wünscht sich der Flughafen, dass die Politik aufs Tempo drückt. Keinesfalls solle man bis April warten, dann wäre wieder alles zu spät. „Der Vorstoß von Bundeskanzler Kurz für einen europaweiten Impfpass nach dem Vorbild Israels ist eine wichtige Initiative, um sicherzustellen, dass coronafreier Tourismus im Sommer 2021 wieder möglich wird. Sollte keine europaweit einheitliche Regelung zustande kommen, dann wäre auch eine „Koalition der Willigen“, also jener Länder in der EU, die das wie Österreich wollen, sinnvoll“ erklärte Flughafen Wien-Vorstand Dr. Günther Ofner zum Vorschlag des Bundeskanzlers.

Luftfahrt für Tourismusland Österreich essenziell

„Wer geimpft oder getestet ist, soll auch wieder reisen können sowie an Kultur- oder Sportveranstaltungen teilnehmen können, ein digitaler Impf- und Testnachweis wäre die entscheidende Voraussetzung dafür. Millionen Menschen wünschen sich wieder, ihren Urlaub genießen zu können. Europaweit hängen auch Millionen Arbeitsplätze davon ab, ob im heurigen Sommer coronasicherer Tourismus und Kulturbetrieb mit Publikum möglich sind. Gerade für das Tourismusland Österreich ist das von allergrößter Bedeutung. Notfalls sollte Österreich auch allein diese Initiative umsetzen. Keinesfalls sinnvoll sei es, mit der Entscheidung bis April zuzuwarten, denn dann geht sich das bis zum Sommer nicht mehr aus – die Entscheidung muss jetzt getroffen werden“ sagte Günther Ofner abschließend.

Prof. Jan Wörner verlässt überraschend ESA als Chef

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Acht Jahre, von 2007 bis 2015, war Prof. Johann-Dietrich „Jan“ Wörner Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seit 2015 leitete er die europäische Raumfahrtagentur ESA als deren Generaldirektor.

Jan Wörners persönliche Motivation für den Vorstandsvorsitz beim DLR und als ESA-Generaldirektor war die Begeisterung für die Technik, vor allem die Faszination für die Raumfahrt. „Die Information, dass Prof. Jan Wörner bereits am 28. Februar 2021 aus dem Amt als ESA-Generaldirektor ausscheiden wird, haben wir mit Bedauern zur Kenntnis genommen. In seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender des DLR und als Chef der ESA hat er die nationale wie auch die internationale Raumfahrt entscheidend geprägt“, betont Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR.

„Mit seinen mutigen Entscheidungen und Impulsen hat Prof. Jan Wörner die ESA stark gemacht und ihr den Weg in die Zukunft geebnet. Darüber hinaus hat er den Ausbau des Programmbereichs Weltraumsicherheit maßgeblich vorangetrieben. Vor allem aber hat er mit großem Verhandlungsgeschick bei der unglaublich erfolgreichen Ministerratskonferenz Space19+ in Sevilla dafür gesorgt, die europäische Raumfahrt finanziell hervorragend auszustatten und wichtige Impulse Richtung Kommerzialisierung und NewSpace zu setzen“, sagt Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der deutschen Raumfahrtagentur, die im Auftrag der Bundesregierung das deutsche ESA-Geschäft steuert.

Stationen bei DLR und ESA

In der Amtszeit von Prof. Wörner beim DLR wurden spannende und neue Themen umgesetzt. Die Diversität im DLR fand besondere Beachtung in der neuen Strategie und ein Graduate Program wurde aufgelegt. Ein DLR weites Wissensmanagement wurde eingeführt und die Kommunikation neu und erfolgreich ausgerichtet. Mit dem Intensivieren der internationalen Aktivitäten erhielt das DLR eine größere Sichtbarkeit, unter anderem durch die Eröffnung eines Büros in Tokyo. Zudem wuchs das DLR von 5.400 auf 8.000 Mitarbeitende. Viele richtungsweisende Investitionen erfolgten.

Die Energie- und Verkehrsforschung wurden einem neu etablierten Vorstandsbereich zugeordnet, was mit einer größeren Eigenständigkeit verbunden war. Mit der Sicherheitsforschung bekam das DLR einen ersten Querschnittsbereich. Als Leiter der deutschen Delegation in der ESA war Prof. Wörner aktiv an den Beschlüssen der ESA-Ministerratskonferenz in Neapel zum europäischen Ariane-Programm beteiligt. Auch die Diskussionen über ein Moon Village gehen auf eine Idee von Prof. Wörner zurück.

Columbus auf der ISS, die Flüge des europäischen Transportraumschiffs ATV, die Einführung des Forschungsflugzeuges A320 ATRA, die erfolgreiche Landung von Philae auf dem Kometen 67P – Missionen und Vorhaben, an denen das DLR und Jan Wörner in den Jahren von 2007 bis 2015 aktiv beteiligt waren. Der Einsatz der Falcon 20E „Volcano Ash Hunter“ des DLR zur Erforschung der Folgen eines Vulkanausbruches auf Island geht ebenfalls maßgeblich auf seine Initiative zurück.

Jan Wörner: „Vorwärts zum Mond“

Auf dem Bild von 2019: Vertreter aus Industrie, Astronautik, Raumfahrt- und Planetenforschung zeigten beim DGLR-/DLR-Symposium „First Moon Landing“ im Technik Museum Speyer Möglichkeiten auf, wie Pläne für zukünftige Mondmissionen in die Mondumlaufbahn, aber auch Vorstellungen für robotische und astronautische Landungen auf dem Mond Realität werden könnten. Im Schlusswort sagte ESA-Generaldirektor Professor Jan-Dietrich Wörner: „Werden wir zum Mond zurückkehren? Nein, wir wollen nicht zurück zum Mond, sondern es sollte heißen vorwärts zum Mond, und von dort weiter!“

Piloten- und Touristikverbände drängen auf Lockerung

Vor dem außerordentlichen Treffens der Tourismusminister am 01. März fordern 14 europäische Verbände der Luftfahrt- und Tourismusindustrie die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft auf, sich für die Koordinierung aller restriktiven Maßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 einzusetzen.

Die Vereinigung Cockpit schließt sich als Mitglied der European Cockpit Association (ECA) sowie der Europeans for fair Competition (E4FC) den Forderungen an. Die Industrie- und Arbeitnehmerverbände appellieren in einem gemeinsamen offenen Brief, das Motto der Präsidentschaft, „Time to deliver: a fair, green and digital recovery“ („Zeit zu liefern: Eine faire, grüne und digitale Erholung“), ernst zu nehmen.

Mehr Tests, weniger Freiheitseinschränkungen

Sie skizzieren mehrere Maßnahmen, die die Wiederaufnahme des internationalen Reiseverkehrs ermöglichen könnten. Kernforderung ist eine europaweite Koordinierung von Reisebeschränkungen, Impfbescheinigungen und Testanforderungen. Damit könnten die negativen Auswirkungen auf Tourismus und Flugverkehr minimiert werden. Die Forderungen der Verbände für eine EU-Harmonisierung in folgenden Bereichen:

  • Flächendeckender Einsatz von erschwinglichen, zuverlässigen und schnellen Tests, um die derzeitigen Reisebeschränkungen zu lockern
  • Aufhebung der Quarantäneanforderungen für Flugreisende, die bereits negativ getestet wurden
  • Klare und verständliche Informationen über Zeitpunkt und Ausnahmen von COVID-19-Tests
  • Befreiung von geimpften Reisenden von Tests, Quarantänen und anderen Einschränkungen
  • Forderung von Impfungen nicht als Vorbedingung für Reisen, sondern als Hilfe für die Wiederaufnahme von Flugreisen.

„Momentan sind hunderttausende Arbeitsplätze in Gefahr“, sagt Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit. „Die EU kann hier gegensteuern, aber sie muss jetzt endlich kraftvoll handeln. Ein klares und präzises Paket von koordinierten Maßnahmen in ganz Europa kann das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherstellen und ist die einzige Chance, die kommende Sommersaison zu retten. Wenn die EU künftig die notwendigen Restriktionen umfassend koordiniert und damit so gering wie möglich hält, können wir unsere Branche wiederbeleben.“

Austro Control vergibt erstes Zertifikat LUC für Drohne

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Austro Control hat das erste Betreiberzeugnis Light UAS Operator Certificate (LUC) in Europa ausgestellt. Das Zertifikat geht an die Firma Firma Schiebel für ihren unbemannten Hubschrauber CAMCOPTER® S-100.

Das Light UAS Operator Certificate von Austro Control regelt die unbemannte Luftfahrt im zivilen Luftraum. Im Rahmen des LUC werden die Anwendungsmöglichkeiten des CAMCOPTER® S-100 weitreichend um europaweite, zivile Flugdienstleistungen erweitert. Das LUC-Zertifikat ist Teil der mit 31.12.2020 in Kraft getretenen EU-Drohnen-verordnung. Mit der Verleihung des LUC wird es Herstellern unbemannter Luftfahrzeugen ermöglicht, im Rahmen der Zulassungsbedingungen kommerzielle Flugdienstleistungen anzubieten, ohne eine separate behördliche Autorisierung zu beantragen.

UAS können mit Zertifikat Fahrt aufnehmen

Als internationales Zertifikat ist die Einführung des LUC von großer Bedeutung für den gesamten Markt der unbemannten Luftfahrzeuge. In einem umfangreichen Prozess konnte Schiebel alle von Austro Control geforderten Kompetenzen erfolgreich nachweisen. Flugdienstleistungen des CAMCOPTER® S-100 können nun europaweit effizienter gestaltet werden und vervielfachen die Anwendungsmöglichkeiten im zivilen Bereich. Die entbürokratisierte Neuregelung überträgt zu gleichen Teilen Kompetenzen und Verantwortung an das Unternehmen, um ein größtmögliches Maß an Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten. Hannes Hecher, CEO von Schiebel, erklärt: „… Ab sofort sind wir europaweit in der Lage, Einsätze wie die Überwachung von Versorgungsleitungen, Katastrophenschutz, Grenzsicherung und Umweltschutz, im Rahmen der Zulassungsbedingungen, selbst zu autorisieren.“

Valerie Hackl, Geschäftsführerin Austro Control, sagt: „Mit der Ausstellung des ersten europäischen LUC-Zertifikats konnte sich Austro Control auch auf diesem europaweit völlig neuen Gebiet als zuverlässiger und innovativer Partner für die österreichische Luftfahrtindustrie erweisen, insbesondere wenn es um die schnelle und effiziente Umsetzung neuer Vorschriften geht. Mit diesem Zertifikat verschafft Austro Control österreichischen Unternehmen wie Schiebel gute Voraussetzungen im Wettbewerb und ermöglicht ihnen, ihre internationale Marktposition zu stärken“, so Valerie Hackl, Geschäftsführerin Austro Control.

„Ich gratuliere Schiebel zum Erhalt des LUC und zum Erreichen dieses Meilensteins – und das als erstes Unternehmen in ganz Europa. Dies ist ein großartiges Beispiel für den hohen Innovationsstand in Österreich und gleichzeitig ein Entwicklungssprung für die gesamte europäische Luftfahrtindustrie. Die Verleihung zeigt auch, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Behörden in Österreich funktioniert und wie sehr diese auf die Unterstützung von Innovationen und unseren internationalen Marktführern abzielt,“ so Magnus Brunner, Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, zuständig für den Bereich Luftfahrt.

Mars-Landung: Rover testet Technik für Menschen

Die NASA und Forscher weltweit feiern die erfolgreiche Landung des Rovers Perseverance auf dem Mars. Nach 203 Tagen und 472 Mio. Kilometern durchs All ist das modernste Gefährt, das die Menschheit je gebaut haben dürfte, per Himmelskran auf dem Roten Planeten abgeseilt worden.

Perseverance beinhaltet gleich mehrere Neuheiten: Zum einen soll der kleine Copter Ingenuity durch die Landschaft fliegen und Luftaufnahmen machen. Zum anderen soll das Marsfahrzeug Proben sammeln, die später einmal abgeholt und zur Erde gebracht werden sollen.

Perseverance soll alte Mikrobiologie aufspüren

Der Schwerpunkt dieser Marsmission ist die Suche nach Spuren von mikrobiellem Leben auf dem Nachbarplaneten. Aber auch Gesteinsanalysen mittels PIXL und SHERLOC (Planetary Instrument for X-ray Lithochemistry bzw. Scanning Habitable Environments with Raman & Luminescence for Organics & Chemicals), UV-Laser uns Spektrometer sowie MOXIE (Mars Oxygen In-Situ Resource Utilization Experiment), das als Demonstrator Sauerstoff vor Ort produzieren soll um einmal Menschen versorgen zu können, sind an Bord.

Als Landestelle hat die NASA für das 1.026 kg schwere Fahrzeug den Krater Jezero, der ca. 45 Kilometer im Durchmesser ist, ausgewählt. Angetrieben wird der Rover Perseverance von einem Multi-Mission Radioisotope Thermoelectric Generator (MMRTG). In der Galerie ist die Übertragung aus dem NASA-TV abgebildet, als die Daten über die autonome Marslandung eintrafen.

Piloten warnen vor Einzelpilotierung von Airlinern

Die EASA möchte künftig das Thema „Reduced Crew / Single Pilot Operations“ vorantreiben. Verschiedenen Berichten zufolge äußerte sich Behördenchef Patrick Ky entsprechend. Es könnten dem Chef der europäischen Flugaufsichtsbehörde EASA zufolge sogar Lockerungen folgen, um ganze Flüge mit nur einem Piloten durchzuführen.

Ky hatte demnach vorgeschlagen, dass es bald lockerere Regelungen für die Reiseflugphase geben könne. „Die Vereinigung Cockpit sieht diese Bestrebungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehr kritisch und hat eine eindeutige Position: Die Reduzierung der Cockpitbesatzung auf einen einzelnen Piloten oder eine einzelne Pilotin lehnen wir unabhängig von der Flugphase ab“, sagt Björn Reimer, Vorstand Flight Safety der Vereinigung Cockpit (VC). „Mit den aktuellen technischen Möglichkeiten würden Reduced Crew Operations das sehr hohe Sicherheitsniveau in der Verkehrsluftfahrt gefährden. Der Erhalt und die Erhöhung der Flugsicherheit müssen auch künftige Vorrang vor ökonomischen Interessen haben.“

Gefahr für Flugsicherheit durch weniger Crew?

Die VC wird der Diskussion um neue Technologien, die auch zu Flügen mit reduzierter Crew führen könnten, zu gegebener Zeit nicht ausweichen. Im Sinne der Flugsicherheit warnt der Berufsverband zum jetzigen Zeitpunkt allerdings dringend davor, entsprechende Technologien vorschnell zuzulassen.

Jetzt und bis zur Rückkehr zu einem „New Normal“ gibt es im gesamten System Luftfahrt unter dem Stichwort „Return to normal Operations“ viele flugsicherheitsrelevante Themen, die die Aufsichtsbehörden auch weiterhin mit Priorität behandeln sollten, anstatt eine Debatte um Flüge mit reduzierter Crew zu befeuern.

Die Arbeitsbelastung ist für einzelne Piloten in kritischen Situationen signifikant höher als im Zwei-Personen-Cockpit. Es wird auf absehbare Zeit nicht möglich sein, einen Ausfall des verbleibenden Menschen im Cockpit durch das System zu kompensieren. Deshalb besteht die erhebliche Gefahr, dass das aktuelle Sicherheitsniveau mit Reduced Crew Operations nicht aufrecht erhalten werden kann. Der Verlust der menschlichen Redundanz könnte daher den bisherigen Trend der Erhöhung der Sicherheit durch steigende Automation gefährden.

Flugzeug fliegt, Pilot am Boden

Auch eine Verlagerung eines Piloten aus dem Cockpit in eine Bodenkontrollstation bewertet die VC als sicherheitskritisch. Momenten ist eine entsprechende Datalink-Infrastruktur technisch in Bezug auf Cybersecurity und Latenz der Datenübertragung für den gewerblichen Luftverkehr nicht realisierbar. Dies würde außerdem die Zusammenarbeit der Piloten erheblich beeinträchtigen, was den Aufbau eines adäquaten Situationsbewusstseins in Frage stellt.

Weitere schwerwiegende Hindernisse für den Flugbetrieb mit nur einem Menschen im Cockpit sind Faktoren wie Ermüdung/Erschöpfung und ein möglicher kompletter Ausfall der Handlungsfähigkeit. Dies könnte mit nur einem Menschen im Cockpit nicht angemessen kompensiert werden. Medizinische und Lizenzierungsbestimmungen sind ebenso noch ungeklärt, so die VC.

Paderborn/Lippstadt Airport zur Betriebsfeuerwehr NRW ernannt

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Der Flughafen Paderborn/Lippstadt ist nach intensiver Planung und sorgfältiger Umstrukturierung zur Betriebsfeuerwehr NRW ernannt worden. Im Rahmen der Insolvenz in Eigenverwaltung wurde diese Neustrukturierung nun erfolgreich umgesetzt.

Die Planung einer Feuerwehr im 24-Stunden-Dienst existiert schon lange am dortigen Airport. Dieser Prozess wurde nun in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Büren, dem Kreis Paderborn sowie der Bezirksregierung Detmold und Münster gestaltet. Bereits seit Dezember ist die Betriebsfeuerwehr im sogenannten „Rendezvous-System“ gemeinsam mit der Feuerwehr Büren für die Gebäude und Betriebsflächen am Flughafen Paderborn/Lippstadt zuständig. Der Paderborn-Lippstadt Airport wird weiterhin, wie gewohnt, als Verkehrsflughafen im 24-Stunden-Betrieb Flugzeuge bis zur Kategorie E, was einer Boeing 777 entspricht, abfertigen.

Am 18. Dezember 2020 hat Bürgermeister Schwuchow im Namen der Stadt Büren die Urkunde „Anerkennung zur Betriebsfeuerwehr-NRW“ an den Flughafen übergeben. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Büren, der Feuerwehr Büren, dem Kreis Paderborn sowie der Bezirksregierung Detmold und Münster verlief äußerst erfolgreich und wir sind sehr zufrieden mit dem gemeinschaftlichen Arbeitspapier, das die Zusammenarbeit der Feuerwehr am Flughafen und den öffentlichen Organisationen regelt.“, freut sich der Leiter der Feuerwehr Roland Kempkensteffen.

Feuerwehr auch für Bodenverkehrsdienste

Zur Neuaufstellung der Feuerwehr gehört auch der Umbau eines Hangars zum Feuerwehrstützpunkt mit Ruheräumen, der eine weitere Investition von rund 500.000 Euro bedeutet. Ebenso wurden drei neue Löschfahrzeuge angeschafft, um auch bei reduziertem Personalstamm und Übernahme anderer Aufgaben der Mitarbeiter im Flughafenbetrieb weiterhin 24 Stunden am Tag innerhalb von 180 Sekunden an jedem Ort des weitläufigen Flughafengeländes einsatzbereit zu sein. Die 45 Mitarbeiter der Betriebsfeuerwehr werden zukünftig neben den Bereitschaftsdiensten auch Aufgaben der Bodenverkehrsdienste am Flughafen übernehmen.

MTU Aero Engines bleibt in der Corona-Krise erfolgreich

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MTU Aero Engines hat ihre vorläufigen Geschäftszahlen 2020 vorgelegt: Der Umsatz erreichte 3.977 Mio. Euro nach 4.628 Mio. Euro im Jahr 2019. Die AG hat damit ein operatives Ergebnis1 in Höhe von 416 Mio. Euro erzielt (2019: 757 Mio. Euro). Die Ergebnismarge betrug 10,5 Prozent (2019: 16,4 Prozent). Der Gewinn nach Steuern2 lag 2020 bei 294 Mio. Euro; 2019 waren es 538 Mio. Euro.

Agiles Handeln in der Pandemie-Krise

„Unser rasches und entschlossenes Handeln angesichts der Corona-Krise hat sich ausgezahlt. Wir haben die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gut gemeistert und auch im Krisenjahr 2020 respektable Ergebnisse erzielt“, resümierte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG. „Während unser Umsatz 2020 aufgrund geringerer Instandhaltungs-Volumina und der ungünstigen Dollarkursentwicklung am unteren Ende unserer Zielspanne lag, konnten wir unsere Ergebnisprognose sogar leicht übertreffen.“

Die MTU hatte ihren Ausblick vor dem Hintergrund der Corona-Krise Ende Juli angepasst und nach neun Monaten präzisiert. Das Unternehmen hatte eine bereinigte EBIT-Marge von etwa zehn Prozent prognostiziert und hatte erwartet, dass sich operatives Ergebnis und bereinigter Gewinn nach Steuern gleichermaßen entwickeln. Für den Umsatz hatte die MTU einen Zielkorridor zwischen vier und 4,2 Mrd. Euro ausgegeben. Winkler weiter: „Für 2021 erwarten Experten eine beginnende Erholung unserer Branche. Das dürfte sich mit einer leichten Aufwärtsbewegung in unseren Geschäftszahlen niederschlagen.“

MTU Aero Engines 2021

2021 dürfte sich die zivile Instandhaltung mit einem Umsatzplus von etwa 15 bis 25 Prozent am deutlichsten von den Auswirkungen der Corona-Krise erholen. Der Umsatzbeitrag des Getriebefans dürfte dabei stark zunehmen. Auf ihrem Kapitalmarkttag im November 2020 hatte die MTU für die zivile MRO zunächst ein Plus im Zwanziger-Prozentbereich angenommen. Ein Umsatzzuwachs im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wird im zivilen Ersatzteilgeschäft erwartet. Auf dem Kapitalmarkttag war eine leichte Zunahme für das zivile Ersatzteilgeschäft in Aussicht gestellt worden. Im zivilen Seriengeschäft rechnet die MTU mit einem leichten Umsatzzuwachs. Hier hatte sie bisher einen stabilen Umsatzbeitrag erwartet.

Das Militärgeschäft ist von der Corona-Krise nicht betroffen und dürfte 2021 erneut leicht wachsen. Insgesamt geht die MTU von einem Umsatz zwischen 4,2 und 4,6 Mrd. Euro aus. Die bereinigte EBIT-Marge dürfte zwischen 9,5 und 10,5 Prozent liegen. Gewinn nach Steuern und bereinigtes Ergebnis dürften sich gleichermaßen entwickeln. Die Cash Conversion Rate, die das Verhältnis von Free Cashflow zu bereinigtem Gewinn nach Steuern ausdrückt, dürfte sich 2021 im mittleren zweistelligen Prozentbereich bewegen (2020: 36 Prozent). Finanzvorstand Peter Kameritsch ergänzte: „Wir werden die Marktsituation weiter genau beobachten und unser stringentes Liquiditätsmanagement fortführen. Zusätzliche Sicherheit gibt uns der Liquiditätsspielraum, den wir uns im letzten Jahr erarbeitet haben.“ Die MTU hat ihre Liquiditätsreserven im Jahr 2020 deutlich aufgestockt, indem sie eine bestehende Kreditlinie um 100 Millionen Euro auf 700 Millionen Euro erweitert, ein Schuldscheindarlehen über 100 Millionen Euro aufgenommen sowie eine Unternehmensanleihe im Gesamtwert von nominal 500 Millionen Euro erfolgreich platziert hat.

Umsatzplus im militärischen Triebwerksgeschäft

Das Militärgeschäft ist von der Corona-Krise nicht betroffen. Hier erzielte die MTU 2020 ein Umsatzplus von fünf Prozent auf 483 Mio. Euro (2019: 459 Mio. Euro). Hauptumsatzträger war der Eurofighter-Antrieb EJ200. „2020 ist die Entscheidung über den Ersatz der ersten Eurofighter-Tranche gefallen. Das trägt zur Absicherung unseres Umsatzes im Militärgeschäft bei“, ergänzte Winkler. „Der Fokus für die Zukunft im militärischen Segment liegt auf der nächsten europäischen Kampfflugzeug-Generation, die wir mit der Next European Fighter Engine unterstützen.“

Umsatzrückgang im zivilen Triebwerksgeschäft

Das zivile Triebwerksgeschäft verzeichnete 2020 den deutlichsten Umsatzrückgang: Hier ist der Umsatz um 32 Prozent von 1.537 Mio. Euro auf 1.052 Mio. Euro gesunken. „In den Umsatzzahlen spiegeln sich die Produktionskürzungen bei Airbus und Boeing sowie rückläufige Flugzeug-Auslieferungen wider“, so Winkler. Die wichtigsten Umsatzträger im zivilen OEM-Geschäft waren das PW1100G-JM für die A320neo und das V2500 für die klassische A320-Familie. „In unserem Abschluss 2020 haben wir berücksichtigt, dass Boeing den Markteintritt der Boeing 777X verschoben und die Produktionsvolumina reduziert hat. Das hat zu einer Wertberichtigung unserer Investitionen in den 777X-Antrieb GE9X geführt, die im Ergebnis als Sondereinfluss bereinigt ist“, so Winkler weiter.

Umsatzrückgang der zivilen Instandhaltung

Der Umsatz der zivilen Instandhaltung ist um 7 Prozent auf 2.522 Mio. Euro zurückgegangen (2019: 2.711 Mio. Euro). „Mit dem Retrofit-Programm für den Getriebefan konnten wir den Umsatzrückgang im Kerngeschäft weitgehend kompensieren und den Umsatzverlust wie prognostiziert auf einen mittleren einstelligen Prozentsatz begrenzen“, sagte Winkler. Im Rahmen des GTF-Retrofit-Programms führt die MTU Garantie-Arbeiten für das PW1100G-JM durch. Hauptumsatzträger in der zivilen MRO waren das V2500 und das PW1100G-JM. „2020 haben wir neue MRO-Aufträge im Wert von über 5 Mrd. $ gewonnen. Dass wir auch in Krisenzeiten solche Erfolge erzielen konnten, ist ein Beleg für unser attraktives Service-Angebot und für unseren guten Ruf in der Branche“, ergänzte Winkler.

Auftragsbestand bei 18,6 Mrd. Euro

Der Auftragsbestand der MTU lag Ende des Jahres bei 18,6 Mrd. Euro nach 19,8 Mrd.Euro im Vorjahr. „Da wir lediglich Verschiebungen, aber kaum Stornierungen verzeichnet haben, ist das ein noch immer hohes Niveau, das unsere Auslastung rein rechnerisch für mehr als 4 Jahre absichert“, sagte Winkler. Die meisten Aufträge entfallen auf das V2500 und die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, insbesondere das PW1100G-JM.

Das Ergebnis ist im Geschäftsjahr 2020 sowohl im OEM-Geschäft als auch in der zivilen Instandhaltung zurückgegangen. Im OEM-Geschäft erzielte die MTU 2020 ein operatives Ergebnis in Höhe von 280 Mio. Euro nach 496 Mio. Euro im Jahr 2019. Winkler: „Hier schlägt sich ergebnismindernd nieder, dass der Umsatz sowohl im zivilen Seriengeschäft als auch im Ersatzteilgeschäft organisch im Zwanziger-Prozentbereich abgenommen hat.“ Die EBIT-Marge im OEM-Geschäft erreichte 18,2 Prozent (2019: 24,8 Prozent).

Das Ergebnis der zivilen Instandhaltung lag 2020 bei 136 Mio. Euro (2019: 261 Mio. Euro), die Marge bei 5,4 Prozent (2019: 9,6 Prozent). „In der zivilen Instandhaltung hatte vor allem der hohe Getriebefan-Arbeitsanteil negative Auswirkungen auf die Marge“, so Winkler.

Dividende: Vorschlag am 09. März

„Bei unseren Aktionärinnen und Aktionären möchten wir uns für ihr Vertrauen und ihre Treue in Krisenzeiten bedanken und für das Geschäftsjahr 2020 wieder eine Dividende ausschütten“, sagte Kameritsch. „In der bilanzfeststellenden Sitzung am 09. März schlagen wir dem Aufsichtsrat daher vor, der Hauptversammlung eine Dividende von 1,25 Euro zur Abstimmung vorzulegen.“ Für 2019 war vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie lediglich die gesetzliche Mindestdividende in Höhe von 0,04 Euro je Aktie zur Ausschüttung gekommen.

Forschung und Entwicklung

2020 sind 186 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung geflossen (2019: 214 Mio. Euro). „Mit unserer F&E-Tätigkeit bereiten wir die Zukunft der Luftfahrt vor“, betonte Winkler. „Unser langfristiger Fokus liegt auf emissionsfreiem Fliegen und hier vor allem den Themenbereichen Wasserstoff und fliegende Brennstoffzelle.“ Neben diesen F&E-Arbeiten und Technologiestudien für zukünftige Antriebsgenerationen hat sich die MTU im Schwerpunkt mit den Getriebefan-Programmen und ihrer Weiterentwicklung sowie dem GE9X für die Boeing 777X beschäftigt.

Free Cashflow bei 105 Mio. Euro

Die MTU erreichte 2020 einen Free Cashflow in Höhe von 105 Mio. Euro nach 358 Mio. Euro im Jahr 2019. „Damit haben wir unser Ziel, das Jahr 2020 mit einem deutlich positiven Free Cashflow abzuschließen, voll erreicht“, so Kameritsch.

Die Netto-Auszahlungen in Sachanlagen sind 2020 von 299 Mio. Euro auf 179 Mio. Euro zurückgegangen. „Angesichts der Corona-Krise haben wir Ausgaben nach Möglichkeit zurückgestellt, ohne dabei jedoch die Zukunftsfähigkeit der MTU zu gefährden. Automatisierung und Digitalisierung sind zentrale Themen, in die wir investieren, um unsere Technologie- und Kostenführerschaft weiter auszubauen“, erläuterte Winkler.

Zahl der Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2020 hatte die MTU 10.313 Mitarbeiter (31.12.2019: 10.660 Mitarbeiter). „Im Rückgang zeigen sich unsere Maßnahmen zur Anpassung der Personalkapazitäten“, ergänzte Winkler. Bis Ende 2021 soll die Kapazitätsanpassung vollständig erfolgt sein. In ihrem Rahmen reduziert die MTU ihre Personalkapazitäten um zehn bis 15 Prozent und hat 2020 entsprechende Restrukturierungsrückstellungen gebildet, was im Ergebnis als Sondereinfluss bereinigt wird. Die MTU Aero Engines AG will ihren Geschäftsbericht am 09. März 2021 veröffentlichen. Die hiesigen Angaben sind vorläufige Zahlen – vorbehaltlich Zustimmung des Aufsichtsrats.

Luftfahrt fordert Aussetzung des Katar-Abkommens CATA

Die Piloten der Vereinigung Cockpit warnen vor einer schädlichen Wirkung des EU-Katar-Luftverkehrsabkommens CATA. Die EU-Kommission hat im März 2019 mit dem Staat Katar ein umfassendes Luftverkehrsabkommen geschlossen.

CATA (Comprehensive Air Transport Agreement) wäre angesichts der aktuellen Luftfahrtkrise im Zuge der Coronapandemie verantwortungslos. Unternehmen, Gewerkschaften, Abgeordnete und die Vorsitzende des Transport-Komitees des EU-Parlaments, Karima Delli sprechen sich daher für einen Aufschub aus. Die EU-Kommission sollen Stimmen hören und das Abkommen zumindest pausieren.

Open Skies mit Katar zum Schaden für Luftfahrtbranche?

VC-Vorständin für Internationales, Maria-Pascaline Murtha, erklärt: „Der Luftverkehr ist durch COVID-19 vollkommen unverschuldet in die schwerste Krise der Branchengeschichte gestürzt worden. Zu diesem absolut kritischen Zeitpunkt staatlich subventionierten Airlines aus Drittstaaten eine massive Ausweitung des Marktzugangs in Europa zu gewähren wäre unverantwortlich und würde unzählige Jobs in der Europäischen Union gefährden. Frau Kommissarin Valean, bitte tun Sie das Richtige für unsere europäische Luftverkehrswirtschaft und ihre Beschäftigten und pausieren Sie das CATA-Abkommen!“

Nach Ansicht der Branchenvertreter würde die Grundidee eines Open-Skies-Abkommens mit Katar aufgrund der COVID-19-Krise derzeit den europäischen Interessen in Wirtschaft und Beschäftigung diametral zuwiderlaufen. Eine Aktivierung ist daher nicht angemessen. Laut Berichten befindet sich CATA derzeit im Prozess der Finalisierung innerhalb der Kommission, anschließend müsste auch noch der Europäische Rat zustimmen.

RUAG Space: Umstrukturierung mit Stellenabbau

RUAG Space muss sparen um auf ein verändertes Marktumfeld zu reagieren. RUAG Space will sich dazu flacher organisieren und damit die Basis für mehr Wachstum schaffen. Dem fallen auch bis zu 100 Stellen zum Opfer.

Das Raumfahrtgeschäft von RUAG International wird derzeit im Rahmen des Projekt Ambition 21 reorganisiert als Reaktion auf ein verändertes Marktumfeld und eine unbefriedigende Performance im Jahr 2020. Der Fokus liegt auf der Stärkung der Position von RUAG Space in Europa als führender Zulieferer der Raumfahrtindustrie, im selektiven Ausbau des Subsystemangebots und im weiteren Ausbau des Geschäfts von RUAG Space in den USA und global. Die Umstrukturierung tritt ab drittem Quartal 2021 in Kraft und beinhaltet auch einen Abbau von bis zu 100 der heute 1.300 weltweiten Stellen bis Ende 2021.

Spitzenposition beim Know-how behalten  

Die neue Organisation wird die bestehende Matrix-Organisation von RUAG Space ab dem dritten Quartal 2021 ersetzen. Als Reaktion auf das sich verändernde Marktumfeld mit neuen Marktteilnehmern und einem Bedarf an industrialisierten Prozessen hat sich die bestehende Organisation als zu komplex und nicht agil genug erwiesen. „RUAG Space ist ein Powerhouse, das zu unzähligen erfolgreichen Missionen beigetragen hat.

Wir wollen unsere Weltklasse-Expertise auf das nächste Level bringen. Deshalb werden wir unsere Arbeitsweise vereinfachen und die Weichen stellen, um Innovation, Agilität und globale Zusammenarbeit an den 12 Standorten von RUAG Space in sechs verschiedenen Ländern zu fördern“, sagt Luis De León Chardel, Executive Vice President ad interim von RUAG Space.

Organisation verschlanken entlang funktionaler Kompetenzen

Die neue Organisation von RUAG Space wird das Know-how des Unternehmens global entlang funktionaler Kompetenzen bündeln. Im Kern sind es zwei Business Units, die für das Management grosser Raumfahrtprogramme für Satelliten und Trägerraketen zuständig sind, sowie globale Querschnittsfunktionen, die es RUAG Space ermöglichen, durch einheitliche und globale Prozesse das volle Potenzial auszuschöpfen. So sorgt eine weiterentwickelte, weltweit ausgerichtete Key-Account- und Vertriebsorganisation in Zukunft für noch mehr Kundennähe und Wachstum.

Eine neue Einheit Business Development & Strategy wird dem angestrebten Wachstum insbesondere in den USA in den kommenden Jahren weiteren Schwung verleihen. Die neue Organisation weist im Vergleich zur bestehenden eine geringere Komplexität auf und wird durch weniger organisatorische Schnittstellen und eine bessere Ausnutzung der Unternehmensressourcen zu mehr Effizienz führen. Mit der neuen Organisation ist das Unternehmen optimal aufgestellt, um wichtige Marktchancen zu nutzen und die Position von RUAG Space als wettbewerbsfähiges globales Raumfahrtunternehmen langfristig zu sichern.

Stellenabbau erforderlich

Aufgrund der gesunkenen Profitabilität infolge von Verzögerungen in verschiedenen Raumfahrtprogrammen, die durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie noch verschärft wurden, muss RUAG Space die Entwicklung hin zu einer schlankeren Organisation beschleunigen und überlappende Ressourcen abbauen. Daher wird das Unternehmen im Rahmen der Reorganisation bis Ende 2021 bis zu 100 der heute rund 1.300 Stellen an den Standorten in Österreich, Schweden und der Schweiz abbauen.

Es ist noch nicht klar, wie viele Mitarbeitende betroffen sein werden, da ein Teil der Kürzungen durch natürliche Fluktuation und Pensionierungen erfolgen wird. Wo immer möglich, werden Anschlussmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Konzerns RUAG gesucht. In der Schweiz gilt für allfällige Entlassungen der Sozialplan des Unternehmens. Derzeit läuft ein interner Prozess, um die spezifischen Auswirkungen pro Land zu definieren. Wie es die jeweiligen Gegebenheiten und Gesetze erfordern, werden die Betriebsräte, Arbeitnehmervertretungen sowie Gewerkschaften in den Ländern in diesen Prozess einbezogen, um angemessene Lösungen zu finden.

Landung und Start für Rover und Hubschrauber auf Mars

Mars-Landung der NASA: Mit dem Rover Perseverance, stand nicht nur die präziseste Landung auf dem Roten Planeten an, die es je gegeben hat. Das Fahrzeug hat auch einen Kopter an Bord. Auch das DLR war an der Mission beteiligt.

Der Mars-Rover Perseverance (Beharrlichkeit) sollte am 18. Februar 2021 um 21:38 Uhr (MEZ) mit knapp 19.500 Kilometer pro Stunde in die Marsatmosphäre eintreten. In sieben entscheidenden Minuten bremst das Raumfahrzeug dann mit Hitzeschild, Fallschirm und Bremstriebwerken auf null, um den Rover um 21:45 Uhr (MEZ) an Seilen schwebend im Krater Jezero abzusetzen.

Banges Warten in der Kommandozentrale

Wegen der Signallaufzeit von etwa elf Minuten vom Mars zur Erde sollte die Bestätigung der Landung frühestens um 21:55 (MEZ) im Kontrollzentrum der NASA im Jet Propulsion Laboratory (Pasadena, Kalifornien) eintreffen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist im Wissenschaftsteam der Mission Mars 2020 vertreten und an der Auswertung der Daten und Bilder beteiligt. Perseverance wird nach Anzeichen von früherem Leben suchen und Gesteinsproben sammeln, die schließlich mit Folgemissionen zur Erde zurückgebracht werden sollen.

Mars-Helikopter "Ingenuity"
Mars-Helikopter „Ingenuity“: Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt wird bei der Mission Mars 2020 ein Fluggerät mitgeführt: Der nur 1800 Gramm schwere Helikopter Ingenuity („Einfallsreichtum“) soll sich in der dünnen Marsatmosphäre autonom bis zu fünf Meter über die Landestelle von Perseverance erheben und Fotos der Umgebung machen. Tests auf der Erde haben gezeigt, dass dies mit der ultraleichten Hubschrauberdrohne auch in der im Vergleich zur Erde mehr als hundertmal dünneren Marsatmosphäre möglich sein wird. Die Spannweite der Rotorblätter beträgt 120 Zentimeter, sie werden mit 2400 Umdrehungen pro Minute rotieren. Die Energie von 350 Watt während der zunächst geplanten fünf Demonstrationsflüge wird durch Solarzellen und Lithiumionenbatterien geliefert. (© NASA/JPL-Caltech)

Beim Landevorgang ist erstmals geplant, Geräusche und hoch aufgelöste Videoaufnahmen zur Erde zu übertragen. Der bisher komplexeste Rover der NASA trägt mehr Kameras als jede andere interplanetare Mission der Raumfahrtgeschichte. 19 Aufnahmesysteme befinden sich auf dem Rover selbst, hinzu kommen vier Kameras auf anderen Teilen des Raumfahrzeugs, die Aufnahmen des Eintritts, Abstiegs und der Landung aufzeichnen.

Perseverance: Expedition im Krater Jezero

Nach der Landung und Systemchecks beginnt sofort die erste Erkundung der Umgebung. Mit der 3D-Kamera Mastcam-Z ist von einem zwei Meter hohen Mast die Aufnahme, Übertragung und Prozessierung eines ersten farbigen 360-Grad-Panoramas in 3D programmiert. Anschließend werden über mehrere Tage alle Systemkomponenten geprüft, ehe die wissenschaftliche Mission beginnt. Der Mars-Rovers Perseverance soll das Innere des 45 Kilometer großen Einschlagskraters Jezero auf dem Mars erkunden. An der Basis von Sedimenten soll Perseverance in den feinkörnigen Gesteinsschichten nach fossilem mikrobiellem Leben suchen und Proben für einen späteren Transport zur Erde einsammeln.

Klimaschutz der Luftfahrt in Zeiten der Krise

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Während sich große Teile des Luftverkehrs durch die Coronapandemie in der längsten und tiefsten Krise befinden, will die deutsche Luftverkehrswirtschaft nach vorne schauen und benennt Handlungsfelder für eine nachhaltige Luftverkehrspolitik in der nächsten Legislaturperiode.

Die Branche begrüßte, dass sich Bund und Länder auf Überbrückungszuschüsse als Ausgleich für die Vorhaltekosten von Flughäfen geeinigt haben. Aber sei es noch wichtiger, zügig mit einer kontrollierbaren Teststrategie die kaum kontrollierbaren Quarantänebestimmungen zu ersetzen. Sonst bleibe die notwendige Mobilität erschwert. Damit die wirtschaftliche Stabilisierung des wichtigen Verkehrsträgers Luftfahrt aber auch nachhaltig möglich wird, hält der BDL es weiterhin für erforderlich, wettbewerbsverzerrende Maßnahmen, die zu Lasten der eigenen internationalen Luftverkehrsdrehkreuze und der hier operierenden Fluggesellschaften gehen, in der künftigen Luftverkehrspolitik abgebaut werden. Dies sei gerade deswegen erforderlich, weil in der nächsten Legislaturperiode wichtige Entscheidungen für notwendige Fortschritte beim Klimaschutz im Luftverkehr anstehen.

Luftfahrt vor Herausforderungen

BDL-Präsident Peter Gerber stellte die Vorschläge und Forderungen der Branche angesichts der aktuellen Krise am Montag in Berlin vor: „Wir unterbreiten heute konkrete Vorschläge für eine Luftverkehrspolitik, mit der sich die ökonomisch und ökologisch nachhaltige Entwicklung des Luftverkehrs stärken lässt. Unsere Vorschläge erfordern das entschlossene Handeln der Unternehmen ebenso wie der Politik. Hierbei sehen wir drei Handlungsfelder: erstens die wirtschaftliche Stabilisierung der Unternehmen und ihrer Arbeitsplätze, zweitens messbare Fortschritte beim Klimaschutz im Luftverkehr und drittens die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Flughafeninfrastruktur. Die Handlungsfelder sind aufs Engste miteinander verknüpft. Denn wirksamer Klimaschutz lässt sich am ehesten mit wirtschaftlich gesunden Unternehmen erreichen, die über die notwendige Investitionskraft und Infrastruktur verfügen.“

Weitere Fortschritte beim Klimaschutz sieht der BDL vor allem in einem gemeinsamen Engagement von Politik, Industrie und Luftverkehrswirtschaft für das CO2-neutrale Fliegen. „Der Austausch älterer Flugzeuge durch energieeffizientere, der aufgrund der pandemiebedingt starken Verschuldung unserer Unternehmen gebremst wurde, ist das seit Jahren wirksamste Instrument, um die Treibhausgasemissionen beim Fliegen zu senken. Deswegen wollen wir zusammen mit der Politik dafür sorgen, dass die Investitionskraft für diese klimaschützenden Innovationen wieder gestärkt wird“, sagte BDL-Präsident Gerber. Neben der Flottenerneuerung sieht die Branche den Ersatz des fossilen Kerosins durch nachhaltige Flugkraftstoffe wie etwa Power-to-Liquid-Kraftstoffe (PtL) als den mittelfristig weitgehendsten Hebel für das CO2-neutrale Fliegen. Mit der PtL-Roadmap, die zurzeit zwischen Bund, Ländern, Luftfahrt und Industrie finalisiert wird, liege ein mit allen Akteuren abgestimmtes Konzept für die Markteinführung von Power-to-Liquid-Kraftstoffen vor.

Lösung aus der Wirtschaft fördern

Damit der Markthochlauf dieser deutlich teureren Kraftstoffe auch bezahlbar wird, schlägt der BDL vor, dass die Einnahmen aus der von den Fluggesellschaften zu zahlenden Luftverkehrssteuer genutzt werden, um die Mehrkosten auszugleichen. Im Hinblick auf die Instrumente einer kompensierenden CO2-Bepreisung spricht sich die Branche für die Weiterentwicklung des Europäischen Emissionshandels und des internationalen Klimaschutzinstruments CORSIA aus. Dies sei wettbewerbsneutral. Wenn diese Instrumente weiterentwickelt würden und die staatlichen Einnahmen daraus auch in den Klimaschutz fließen, dann dienten sie einer angemessenen CO2-Bepreisung. Um Dumpingpreise im Luftverkehr zu verhindern, fordert der BDL die künftige Bundesregierung auf, sich für eine entsprechende EU-Regulierung einzusetzen, damit Flugtickets künftig nicht zu einem Preis unterhalb der anwendbaren Steuern, Zuschläge, Entgelte und Gebühren verkauft werden dürfen.

Beim Thema der Flughafeninfrastruktur warnt der BDL vor kurzsichtigen Entscheidungen. Die Infrastrukturentwicklung in Deutschland dürfe sich nicht am aktuellen Verkehrsaufkommen in der Covid-19-Pandemie orientieren, sondern müsse mit Weitsicht am künftigen Mobilitätsbedarf des Wirtschaftsstandorts Deutschland ausgerichtet werden. Zu den Maßnahmen für die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Infrastruktur zählt der BDL die kontinuierliche Verbesserung des Systems der staatlichen Luftsicherheitskontrollen, die Unterstützung von geplanten Kapazitätserweiterungen durch die Politik und einen Bestandsschutz für die ohnehin stark eingeschränkten Betriebszeiten an den Flughäfen.

Einstieg bei Hot Load: Übung der Fallschirmjäger

Hubschrauber vom Typ NH-90 und UH 60 Black-Hawk üben gemeinsam mit zwei Zügen aus dem Fallschirmjägerregiment 31 aus Seedorf am Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit.

Bei der Operation Blizzard trainieren die Fallschirmjäger die Luftbeweglichkeit in einem Angriffsszenario. Einen luftbeweglichen Einsatz zu planen und zu koordinieren ist aufgrund der vielen Akteure und Einflussfaktoren komplex. Zwei Ziele müssen die Fallschirmjäger zeitgleich angreifen. Damit die Operation Blizzard koordiniert ablaufen kann, darf die Aufmerksamkeit keinen Moment nachlassen.

Die wenigen, verfügbaren Hubschrauber können nur eine gewisse Menge an Last transportieren. Die Truppe muss also priorisieren: Was wird sofort, beim ersten Anflug gebraucht und was kann mit der zweiten Welle fliegen? Werden zuerst schwere Waffen benötigt oder mehr Soldaten? Was passiert, wenn die Hubschrauber beschossen werden und ausweichen müssen? Wenn zwei Ziele zeitgleich angegriffen werden, müssen die Soldaten noch präziser planen und gleichzeitig flexibler agieren.

Auf Cold Load folgt Hot Load

Um sicherzustellen, dass jeder bei der luftbeweglichen Operation immer genau weiß, was zu tun ist, werden alle Phasen im Ausbildungs- und Übungszentrum Celle Schritt für Schritt erklärt, erarbeitet und erprobt. Der Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Zusammenarbeit mit dem Luftfahrzeug. Um eine so intensive Ausbildung in Pandemiezeiten durchführen zu können, war nicht zuletzt auch die Abstimmung mehrerer Hygienekonzepte noch vor Übungsbeginn erforderlich.

In Celle angekommen, steht alles im Zeichen von Ausbildung und Übung. Nach vielen Unterrichtseinheiten und Einweisungen geht es noch in der ersten Woche ins praktische Training. Ein taktisch professionelles Vorgehen anstelle von „planlosem Gewusel“ funktioniert nur, wenn jeder genau weiß, was er wann tun muss und wo er wann zu sein hat. Im Cold Load, beim Üben an der stehenden Maschine, erklären die Luftfahrzeugbesatzungen das richtige Verhalten. Hier sind Fingerspitzengefühl und Konzentration gefragt: Im Hubschrauber ist es eng und Platzwechsel sind schwierig, also gilt es in der richtigen Reihenfolge einzusteigen. An diesen Cold Load schließt sich der Hot Load an. Bei dann laufenden Triebwerken ist allerdings keine Zeit mehr für Fragen, denn im schnellen Wechsel zwischen den Landezonen bleiben die Luftfahrzeuge nur kurz am Boden. Beim häufigen Auf- und Absitzen unter Realflugbedingungen vertiefen sich die Inhalte rasch und nachhaltig.

Traumasimulator: Puppe mit Puls

Für die als Sanitäter eingeteilten Ersthelfer A und B hält der Celler Fliegerarzt in der zweiten Woche noch eine besondere Herausforderung bereit. Mit dem eigens angeforderten Caesar-Traumasimulator, einer Trainingspuppe mit verschiedenen simulierten Verletzungen, fordert Oberstabsarzt Tim Grübbel den Soldaten viel Urteilsvermögen und Können ab. Sie müssen an dem Modell ein Tourniquet, ein Abbindesystem zur Blutstillung, anlegen, den „Verwundeten“ über einen Autoinjektor mit Morphin versorgen oder verschiedene Zugänge für Injektionen, auch am Brustbein, legen.

Der Traumasimulator reagiert wie ein echter Mensch. Er kann reden, schreien und atmen, hat eingebaute Blutgefäße und einen veränderbaren Puls. An ihm kann mit komplizierten Verletzungsmustern geübt werden, bei denen Verwundetendarsteller naturgemäß an ihre Grenzen kommen. So wird beispielsweise eine stark spritzende Blutung nur gestoppt, wenn das Tourniquet richtig sitzt. Symptome und Verhalten des Simulators geben unmittelbar Rückmeldung, ob der Patient sich beispielsweise einem Schock nähert oder sich stabilisiert, ob er Atemprobleme entwickelt oder das Bewusstsein verliert.

„Diese Art praktische Arbeit an einem Verwundeten erfordert eine Menge Material und Zeit“, erklärt Grübbel. „Nehmen Sie sich zehn Sekunden zur Lagebeurteilung, bevor Sie anfangen, stimmen Sie sich im Team ab. Um verwundete Kameraden zu retten, ist nicht nur die „Golden Hour“ wichtig, sondern auch die „Platinum 10 Minutes“, die noch wichtigeren ersten zehn Minuten. Mit den richtigen Notfallmaßnahmen und möglichst zügigem Weitertransport haben auch schwer und mehrfach Verwundete eine Chance, stabilisiert und gerettet zu werden“, gibt er den Soldaten mit auf den Weg.

Übung mit Vorbereitung

Schwerpunkt des zweiwöchigen Übungsdurchgangs ist die Abschlussübung im Gelände, ein luftgestützter Einsatz auf zwei Zielobjekte. Nachdem in den einzelnen Übungs- und Ausbildungsabschnitten die Befähigung zu luftbeweglichen Operationen aufgebaut und vereinheitlicht wurde, fordert die abschließende Übung die Verknüpfung und Anwendung aller gelernten Inhalte. Von Planung und Befehlsausgabe über die Gefechtsphase bis hin zum Ausweichen durch die Luft liegt die Operation Blizzard in der Hand der Übungstruppe. Drei leichte Transporthubschrauber stehen zur Verfügung, um die zwei Züge in die Einsatzräume zu verbringen. In zwei Wellen werden die Fallschirmjäger im luftgestützten Einsatz angelandet, an beiden Zielen gilt es, trotz Feindkontakt, Führungsunterlagen sicherzustellen.

Überlegenheit bei Feindkontakt

Im Gegensatz zur ebenso zeitintensiven wie aufwendigen Planung gestaltet sich der eigentliche Einsatz eher kurz. Kaum sind in der Nähe der Ziele Hubschrauber zu hören, dauert es nur noch wenige Augenblicke, bis die Fallschirmjäger am Boden sind. Die letzten Meter legen sie zu Fuß zurück. Wie zu erwarten, gibt es an beiden Zielen Gefechte mit den Feindkräften, aber die Geschwindigkeit zahlt sich aus: Überraschung und örtliche Überlegenheit eigener Kräfte bringen Erfolg. Noch ehe feindliche Reservekräfte eintreffen, wird Feind geworfen, Führungsmaterial sichergestellt und eigene Verwundete stabilisiert und ausgeflogen.

„Luftbewegliche Kräfte sind im gesamten Aufgabenbereich und lntensitätsspektrum wesentliche Elemente der Operationsführung von Landstreitkräften“, ruft Oberstleutnant Stones den Soldaten in der Schlussbesprechung in Erinnerung. „Um bei Lageänderungen reaktionsfähig zu bleiben, mussten Sie ein Verständnis für Luftbeweglichkeit und deren Auswirkung auf die eigene Planung entwickeln. Das Szenario bedeutete hohe psychische und physische Belastung. Es wurde eigenständig geplant, abgestimmt und durchgeführt, die Aufträge wurden erfüllt“, resümiert Stones. „Ich halte das Ausbildungsziel für erreicht. Alles Gute, Allzeit Glück ab und bis zum nächsten Mal“, sagt er abschließend.

Heiße Dusche für Boeing 787 Dreamliner bei klirrender Kälte

Bei tiefen Temperaturen ist für Flugzeuge vor dem Start meist eine Enteisung nötig, wie hier bei dieser Boeing 787 Dreamliner, die den Flughafen Stuttgart als Frachtmaschine besucht hat.

Flugzeugenteisung mit Heißwasser-Glykol-Gemisch

Flugzeugenteisung funktioniert mit einem biologisch abbaubaren Heißwasser-Glykol-Gemisch. Damit werden Tragflächen und andere wichtige Flugzeugteile abgesprüht. Was nach der heißen Dusche abtropft, wird in den Rückhaltebecken des Flughafens gespeichert und vorbehandelt, bevor es an die Kläranlagen in den Nachbarorten geht. Dort werden die Reste der Enteisungsmittel als externe Kohlenstoffquelle zur Optimierung biologischer Prozesse genutzt.

Armin Wittershagen ist Leiter für „Real Estate“ am CGN

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Armin Wittershagen leitet bei der Flughafen Köln/Bonn GmbH seit 01. Februar den neuen Geschäftsbereich „Real Estate“. Der 57-jährige Diplom-Ingenieur Architekt verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Entwicklung gewerblicher und wohnwirtschaftlicher Immobilienprojekte.

Armin Wittershagen war unter anderem 15 Jahre in verschiedenen Positionen für den Baukonzern Hochtief tätig. „Ich freue mich, mit Armin Wittershagen einen ausgewiesenen Fachmann für unseren neu geschaffenen Bereich ‚Real Estate‘ an Bord zu haben“, so Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. „Unser Ziel ist es, in diesem Geschäftsbereich neue, zukunftsfähige Konzepte zu schaffen und kreative Ideen umzusetzen.“

Projektentwickler für EASA in Köln

Als Leiter „Projektentwicklung“ verantwortete Wittershagen einst für Hochtief alle gewerblichen Projekte im Wirtschaftsraum Köln/Bonn – wie etwa den Neubau der Zentrale der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA am Kölner Rheinufer. Seine jüngste berufliche Station führte Armin Wittershagen zur Kölner Immobiliengruppe Metropol, bei der er seit 2017 als Geschäftsführer „Projektentwicklung“ tätig war. Der neue Geschäftsbereich „Real Estate“ bei der Flughafen Köln/Bonn GmbH soll unter anderem die Vermietung der Immobilien am Airport fördern und die „Airport City“ sowie weitere Bauvorhaben, wie den Neubau des Hotels, vorantreiben.

Lockdown-Zuschüsse für die 12 größten Flughäfen

Die Finanzierungsbeiträge von Bund und Ländern für Flughäfen umfassen 400 Millionen Euro. Diese Gelder erhalten die zwölf größten Flughäfen, die laut Einschätzung des Bundes „von verkehrspolitisch hoher Bedeutung“ sind.

Die Bundesrepublik Deutschland hatte gestern Abend beschlossen, sich mit 200 Millionen Euro nicht rückzahlbarer Zuschüsse an den Kosten der Offenhaltung während des ersten Lockdowns von März bis Juni 2020 zu beteiligen. Auch der Flughafen Münster/Osnabrück soll eine entsprechende Unterstützung erhalten. Der FMO ist damit der einzige Flughafen in Westfalen, der von den Bundeshilfen profitieren wird.

Zuschuss statt Schließung

FMO-Geschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz äußerste sich sehr erfreut über die Beschlüsse aus der Bundeshauptstadt: „Auf ausdrücklichen Wunsch der Politik haben wir im vergangenen Jahr den FMO offen gehalten. Wir waren dabei ein wichtiges Glied in der Lieferkette für eilige Fracht und Organtransporte, aber auch der Airport für zahlreiche Businessflieger der hiesigen Wirtschaftsregion. Die Einschätzung des Bundes, den FMO als Airport mit verkehrspolitisch hoher Bedeutung zu klassifizieren, zeigt unseren besonderen Stellenwert nicht nur für unsere Region, sondern auch im deutschen Flughafensystem“, so Prof. Schwarz weiter.

FMO rechnet mit Förderrichtline des Bundes

„Diese Positionierung der Bundesregierung entspricht wohl eher den realen Gegebenheiten, als solche Überlegungen, die sich mit Gutachten zur Schließung des FMO beschäftigen“, sagte der FMO-Geschäftsführer. Der FMO rechnet bis Anfang März mit einer Förderrichtline des Bundes, aus der sich konkrete Anhaltspunkte zur Förderhöhe, Antragsmodalitäten und Auszahlungsbedingungen ergeben werden.

Bell liefert die erste Bell 505 NXi nach Europa aus

Bell Textron, ein Unternehmen der Textron Inc. (NYSE: TXT), hat kürzlich die erste EASA zertifizierte Bell 505 NXi an einen Firmenkunden in Europa ausgeliefert. Die Übergabe erfolgte im Werk von Bell Textron Prag.

Mit der neuesten Garmin-Avionik und dem zweikanaligen FADEC-gesteuerten Triebwerk ist die Bell 505 NXi in ihrer Klasse der fortschrittlichste Helikopter am Markt.

Bell 505 – Garmin NXi Highlights

  • Dual-Core-Prozessoren reduzieren die Ladezeiten um mehr als 50 %
  • LED-Hintergrundbeleuchtung und verbesserte Displays sorgen für eine höhere Auflösung und Helligkeit
  • Einfacher LRU-Austausch über die automatisch geladene Softwareerkennung
  • VFR/IFR-Karten über das Multifunktionsdisplay (MFD) verfügbar
  • Erweiterte horizontale Situationsanzeige (HIS) mit Karten-, Verkehrs- und Geländeanzeigen
  • Optionaler drahtloser Datenlink ermöglicht das einfache Laden von Flugplänen und Datenbanken über ein kompatibles Mobilgerät

Fast 300 Bell 505 Helikopter sind in mehr als 55 Ländern auf sechs Kontinenten im Einsatz. Zusammen haben sie mehr als 50.000 Flugstunden absolviert. Der Helikopter ist für ein angenehmes, effizientes Flugerlebnis konzipiert. Er bietet zudem einen erheblichen Mehrwert für private, öffentliche oder medizinische Betreiber.

Bundeswehr spürt Blindgänger im Moor mit Drohne auf

Man könnte meinen, eine besonders laute Hornisse treibe ihr Unwesen,  läge nicht eine 15 cm dicke Schicht aus Eis und Schnee über dem Moor der Tinner Dose. Es ist es Februar, dort auf dem Schießplatz der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91).

Das Summen geht nicht auf ein Insekt zurück, sondern auf eine Drohne. Die Drohne sucht für das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZ) Leer nach Blindgängern. „Wir sehen derzeit große Ansammlungen von Birken, die im Moor wachsen, und die wir eigentlich dringend abmähen müssten“, erläutert Regierungsdirektor Klaus Steinl die Aktion. Er leitet das BwDLZ Leer, das für die Pflege des Moors zuständig ist. „Bevor wir mit unseren Moorraupen aber ins Gelände fahren und mähen können, müssen wir erst das Gelände auf Blindgänger überprüfen.“

Waffentests seit über 100 Jahren

Die Gefahr von Blindgängern besteht wegen der Waffentests, die bereits seit dem 19. Jahrhundert im Moor nördlich von Meppen durchgeführt werden. „Uns stehen natürlich keine detaillierten Unterlagen von der gesamten Nutzung unseres Schießplatzes der vergangenen knapp 150 Jahre zur Verfügung. Das sieht bei unseren eigenen Versuchen der letzten zwei Jahrzehnte natürlich anders aus“, sagt der Direktor der WTD 91, Frank Dosquet.

Die Erprobungen der WTD sind auch der Grund, weshalb die Birken verschwinden müssen. „Einerseits brauchen wir das Moor als Zielgebiet, um unseren wehrtechnischen Auftrag zu erfüllen“, erklärt Dosquet, warum seine Dienststelle die Birken vom BwDLZ beseitigen lassen will. „Andererseits wollen und müssen wir die Tinner Dose allein aus Umweltschutzgründen erhalten, da es sich um ein einzigartiges Hochmoorgebiet handelt.“

Drohne scannt 100 Hektar

Eine Drohne wurde als besonders schnelle Methode der Untersuchung gewählt. „Wir wollen ja möglichst bald mähen, damit die Birken das Moor nicht weiter beschädigen können. Sie entziehen dem Moor nämlich das Wasser und vermehren sich rasant“, sagt BwDLZ Bundeswehr-Dienstleistungszentrum-Leiter Steinl. „Ohne Drohne hätten wir womöglich mit Menschen ins Moor gehen und per Hand nach Blindgängern suchen müssen“. Das wäre nicht nur schädlich für Tiere und Pflanzen gewesen, sondern hätte auch länger gedauert und mehr gekostet.

Drohne blickt mehrere Meter tief ins Moor

Rund 100 Hektar untersucht die Drohne derzeit in einem ersten Schritt. Mithilfe des Erdmagnetfeldes kann die Drohne mit ihren Sensoren mehrere Meter tief ins Moor schauen. „Die Ergebnisse sind bislang sehr vielversprechend“, so Klaus Steinl. „Wenn es so weitergeht, wollen wir die gesamte Fläche von über 400 Hektar auch per Drohne untersuchen lassen.“ Mit den Daten der Drohne könnte dann in einem nächsten Schritt ein Kampfmittelräumdienst die gefährliche Munition auf den Meter genau lokalisieren und beseitigen. Anschließend könnte das Mähen dann beginnen.

Slot-Waiver beschlossen: Weniger Druck für Airlines

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) begrüßt die Entscheidung des EU-Parlaments, die Regelung zur Slot-Zuteilung anzupassen. Allerdings bleibe die EU hinter den Regelungen in wichtigen Wettbewerbsländern zurück.

Für den Sommerflugplan 2020 und den Winterflugplan 2020/2021 wurde der sogenannte „Slot Waiver“ beschlossen, d.h. eine vorübergehende Aussetzung der sogenannten 80/20-Regel bei der Zuteilung von Slots an den Flughäfen. Das hat dabei geholfen, ökonomisch wie ökologisch unverantwortbare Leerflüge in Europa zu vermeiden.

Slots: das strategische Kapital von Hub-Airlines

Fluggesellschaften, die an einem Flughafen einen Flug durchführen wollen, brauchen für den Start und die Landung jeweils ein Zeitfenster, die Slots. Viele Flughäfen haben abhängig von ihrer Infrastruktur nur eine begrenzte Anzahl solcher Slots. Große Flughäfen, die in Normalzeiten an ihrer Kapazitätsgrenze operieren, unterliegen daher der 80/20-Regelung. Das heißt, wenn eine Fluggesellschaft einen Slot hat, dann muss sie ihn in einer Flugplanperiode auch mindestens zu 80 Prozent nutzen, um diese Zeitfenster auch in der nächsten Flugplanperiode weiter nutzen zu können. Ansonsten verfällt der Slot und kann ggf. an einen Wettbewerber gegeben werden. Grundlage dafür ist die europäische Slotverordnung.

In einer akuten Krisenaktion wie der jetzigen ist diese Regelung allerdings äußerst kontraproduktiv, da ein Großteil der Slots zu verfallen droht. Die Fluggesellschaften können nur auf zwei Weisen reagieren: Entweder sie lassen die Slots verfallen, was die über viele Jahren aufgebauten Streckennetzwerke über die Hubs zerstören würde und daher gesamtwirtschaftlich schadet, oder sie lassen leere Flugzeuge fliegen, nur um die Slots irgendwie zu halten, was ökonomisch wie ökologisch desaströs wäre. Aus diesem Grund ist diese Regelung auch bei vergangenen Krisen wie dem SARS-Ausbruch, dem 11. September 2001, dem isländischen Vulkanausbruch und der Weltwirtschaftskrise durch einen sogenannten „Slot Waiver“ vorübergehend ausgesetzt worden.

BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow: „Die Wiederaufnahmephase des Luftverkehrs wird sehr viel länger anhalten, als dies zunächst absehbar war. Daher halten es die deutschen Flughäfen und Fluggesellschaften für dringend erforderlich, die Regelungen zur Slotallokation weiter der aktuellen Situation anzupassen. Mit der heutigen Entscheidung des EU-Parlaments können viele ökonomisch und ökologisch unsinnige Leerflüge vermieden werden. Dennoch bleibt schwer verständlich, warum die europäischen Institutionen hinter dem Vorschlag einer vollständigen Aussetzung der 80/20-Regelung zurückbleiben, der von wichtigen Wettbewerbsländern wie den USA und Großbritannien umgesetzt wurde.“

Einbruch des Luftverkehrs bis 2025

Die europäischen Institutionen hatten sich zum ersten Lockdown darauf verständigt, die Regelungen zur Zuteilung der Start- und Landerechte an den europäischen Flughäfen dem pandemiebedingten Nachfrageeinbruch anzupassen. Aufgrund der weiteren pandemiebedingten Reisebeschränkungen ist jedoch ein Ende des Nachfrageeinbruchs nicht in Sicht: Aktuell verzeichnet die deutsche Luftfahrt in Deutschland weniger als zehn Prozent der Passagiere, mit dem Erreichen der Passagierzahlen von 2019 wird nicht vor Mitte des Jahrzehnts gerechnet. Vor diesem Hintergrund hatten sich bereits im Herbst 2020 Flughäfen, Fluggesellschaften und die Slot-Koordinatoren weltweit auf einen ausgewogenen Vorschlag verständigt, um Fehlanreize für teure und umweltschädliche Leerflüge zu vermeiden.

Der im Dezember von der EU-Kommission vorgestellte Entwurf blieb weit hinter diesem Vorschlag zurück und reichte nicht aus, um wirtschaftliche Verwerfungen und Leerflüge zu vermeiden. Mit der heutigen Entscheidung des EU-Parlaments und der vorherigen Positionierung des Europäischen Rates wird der Kommissionsentwurf an entscheidender Stelle nachgebessert: Der Beschluss erlaubt es den Fluggesellschaften nun, wichtige Slots zu halten, auch wenn sie diese pandemiebedingt nur 25 Prozent abfliegen können. Damit passt die EU die Regeln zur Slot-Zuteilung und zur vorübergehenden Rückgabe von Slot-Serien an, bleibt aber hinter der Forderung von Flughäfen, Fluggesellschaften und Slot-Koordinatoren zurück, Slot-Serien vor Beginn der Sommerflugplanperiode auch komplett zurückgeben zu können. Dies birgt die Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen, denn in wichtigen Wettbewerbsländern wie den USA und Großbritannien wurde der „Slot-Waiver“ einfach verlängert, um Leerflüge verlässlich auszuschließen.

Slot-Waiver wird modifiziert

Gleichzeitig forderte der BDL die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten dazu auf, die Zeit der aktuellen harten Lockdowns zu nutzen, um praktikable Lösungen für das Reisen unter Pandemiebedingungen zu finden. Aktuell seien wir in einer sehr schwierigen Phase der Pandemie, in der Reisen nur sehr eingeschränkt möglich ist. Doch nach dem Ende des vorübergehenden harten Total-Lockdowns müsse Reisen wieder möglich werden, damit notwendige Geschäftsreisen wie auch private Reisen auch unter den Bedingungen der Pandemie stattfinden können. Dazu müssen die kaum kontrollierbaren Quarantänepflichten durch eine wirksame und gut kontrollierbare Teststrategie ersetzt werden – auch im Sinne eines effektiven Gesundheitsschutzes. Zudem müssen Grenzschließungen vermieden werden und Risikogebiete differenzierter und realistischer ausgewiesen werden.

Die nun beschlossene Anpassung der Regelung in der EU setzt die Regelung nicht aus, sondern passt sie an: Fluggesellschaften können zu Beginn einer Flugplanperiode 50 Prozent ihrer Slots vorübergehend zurückgeben, von den verbleibenden 50 Prozent müssen sie dann die Hälfte auch tatsächlich fliegen, um das Zeitfenster nicht zu verlieren.

Wizz Air fliegt von Dortmund nach Burgas (Schwarzmeerküste)

Zwischen dem 10. Juni und dem 11. September haben Passagiere die Chance, ab dem Dortmund Airport nach Burgas zu reisen. Wizz Air fliegt die Stadt in Bulgarien dienstags, donnerstags und samstags an. „Damit ermöglichen wir unseren Fluggästen aus Dortmund und der Region während der Sommermonate an die Schwarzmeerküste zu fliegen“, so Wizz Air Sprecher Andras Rado. Die Flüge sind bereits jetzt buchbar.

Nach Sofia, Varna und Burgas ab Dortmund Airport

Neben Sofia und Varna ist Burgas die dritte Stadt in Bulgarien, die Reisende direkt ab Dortmund erreichen können. Es ist bereits das 46. Ziel, das Wizz Air im Sommer ab dem Dortmund Airport anfliegen möchte.

Austrian Airlines streicht Umbuchungsgebühr bis Ende Mai

Ende August 2020 hat Austrian Airlines ihre Tickettarifstruktur geändert, um Passagieren mehr Flexibilität bei der Reiseplanung zu ermöglichen. Seitdem ist die Umbuchungsgebühr für sämtliche Tarife ausgesetzt. Dieses Tarifangebot wurde erneut verlängert und gilt nun bis Ende Mai 2021.#

Gebührenfreie Umbuchung

Bei Buchung und Ticketausstellung bis 31. Mai 2021 entfällt bei sämtlichen Flugtickets die Umbuchungsgebühr, unabhängig vom gebuchten Tarif. Bis Ende Mai können Passagiere beliebig oft gebührenfrei umbuchen. Danach ist noch eine weitere gebührenfreie Umbuchung möglich. Die Regelung gilt für alle Neubuchungen weltweit auf Kurz-, Mittel- und Langstreckenflügen. Sollte die ursprüngliche Buchungsklasse beispielsweise durch Änderung des Datums oder des Reiseziels nicht mehr verfügbar sein, kann eine Aufzahlung erforderlich werden.

Auch jene Tickets, die bis einschließlich 31. August 2020 ausgestellt wurden, können bis 31. Mai 2021 umgebucht werden.