Landung und Start für Rover und Hubschrauber auf Mars

Der Rover Perseverance
Der Rover Perseverance: Der Mars-2020-Rover Perseverance untersucht mit seinem Roboterarm Gesteine auf dem Mars. Das sechsrädrige Gefährt von der Größe eines Kleinwagens und einer Masse von etwas mehr als 1000 Kilogramm hat insgesamt sieben Instrumente und 23 Kameras an Bord. Auf seinem zwei Meter hohen Mast ist unter anderem die Mastcam-Z angebracht, eine Panoramakamera mit Stereo- und Zoomfunktion, in deren Wissenschaftsteam auch Mitarbeiter des DLR vertreten sind. Am Arm des Rovers befindet sich ein ‚berühmtes‘ Detektiv-Paar: SHERLOC und WATSON: Ein Raman-Spektrometer mit UV-Laser, das unter anderem organische Verbindungen zerstörungsfrei aus der Distanz aufspüren kann, und eine hochauflösende Farbkamera für Mikroskopaufnahmen. (© NASA/JPL-Caltech)
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Mars-Landung der NASA: Mit dem Rover Perseverance, stand nicht nur die präziseste Landung auf dem Roten Planeten an, die es je gegeben hat. Das Fahrzeug hat auch einen Kopter an Bord. Auch das DLR war an der Mission beteiligt.

Der Mars-Rover Perseverance (Beharrlichkeit) sollte am 18. Februar 2021 um 21:38 Uhr (MEZ) mit knapp 19.500 Kilometer pro Stunde in die Marsatmosphäre eintreten. In sieben entscheidenden Minuten bremst das Raumfahrzeug dann mit Hitzeschild, Fallschirm und Bremstriebwerken auf null, um den Rover um 21:45 Uhr (MEZ) an Seilen schwebend im Krater Jezero abzusetzen.

Banges Warten in der Kommandozentrale

Wegen der Signallaufzeit von etwa elf Minuten vom Mars zur Erde sollte die Bestätigung der Landung frühestens um 21:55 (MEZ) im Kontrollzentrum der NASA im Jet Propulsion Laboratory (Pasadena, Kalifornien) eintreffen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist im Wissenschaftsteam der Mission Mars 2020 vertreten und an der Auswertung der Daten und Bilder beteiligt. Perseverance wird nach Anzeichen von früherem Leben suchen und Gesteinsproben sammeln, die schließlich mit Folgemissionen zur Erde zurückgebracht werden sollen.

Mars-Helikopter "Ingenuity"
Mars-Helikopter “Ingenuity”: Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt wird bei der Mission Mars 2020 ein Fluggerät mitgeführt: Der nur 1800 Gramm schwere Helikopter Ingenuity („Einfallsreichtum“) soll sich in der dünnen Marsatmosphäre autonom bis zu fünf Meter über die Landestelle von Perseverance erheben und Fotos der Umgebung machen. Tests auf der Erde haben gezeigt, dass dies mit der ultraleichten Hubschrauberdrohne auch in der im Vergleich zur Erde mehr als hundertmal dünneren Marsatmosphäre möglich sein wird. Die Spannweite der Rotorblätter beträgt 120 Zentimeter, sie werden mit 2400 Umdrehungen pro Minute rotieren. Die Energie von 350 Watt während der zunächst geplanten fünf Demonstrationsflüge wird durch Solarzellen und Lithiumionenbatterien geliefert. (© NASA/JPL-Caltech)

Beim Landevorgang ist erstmals geplant, Geräusche und hoch aufgelöste Videoaufnahmen zur Erde zu übertragen. Der bisher komplexeste Rover der NASA trägt mehr Kameras als jede andere interplanetare Mission der Raumfahrtgeschichte. 19 Aufnahmesysteme befinden sich auf dem Rover selbst, hinzu kommen vier Kameras auf anderen Teilen des Raumfahrzeugs, die Aufnahmen des Eintritts, Abstiegs und der Landung aufzeichnen.

Perseverance: Expedition im Krater Jezero

Nach der Landung und Systemchecks beginnt sofort die erste Erkundung der Umgebung. Mit der 3D-Kamera Mastcam-Z ist von einem zwei Meter hohen Mast die Aufnahme, Übertragung und Prozessierung eines ersten farbigen 360-Grad-Panoramas in 3D programmiert. Anschließend werden über mehrere Tage alle Systemkomponenten geprüft, ehe die wissenschaftliche Mission beginnt. Der Mars-Rovers Perseverance soll das Innere des 45 Kilometer großen Einschlagskraters Jezero auf dem Mars erkunden. An der Basis von Sedimenten soll Perseverance in den feinkörnigen Gesteinsschichten nach fossilem mikrobiellem Leben suchen und Proben für einen späteren Transport zur Erde einsammeln.

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