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Hamburg Airport: Erneute Behinderungen für Autofahrer

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A7-Sperrung im Dezember Hamburg Airport per S-Bahn

Von Freitag, 06. Dezember 22:00 Uhr, bis Montag, 09. Dezember 2019 05:00 Uhr, wird es eine notwendige, 55-stündige A7-Sperrung geben. Dabei wird die Autobahn, wie schon im Oktober, zwischen den Anschlussstellen HH-Schnelsen-Nord und HH-Eidelstedt in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt.

Aufgrund der erheblichen Verkehrseinschränkungen sollten Passagiere und Besucher, die mit dem Auto zum Hamburg Airport anreisen möchten, wesentlich mehr Zeit einplanen. Eine gute Alternative sind die öffentlichen Verkehrsmittel: Vom Hauptbahnhof aus fährt die S-Bahnlinie S1 direkt zum Hamburg Airport, die Fahrt dauert nur 25 Minuten.

Czech Airlines bestellt Airbus A220-300 und A321XLR

Czech Airlines hat vier Airbus A220-300 bestellt und eine frühere Bestellung über drei A320neo auf die reichweitenstärkere A321XLR umgeschrieben.

Mit den beiden treibstoffeffizienten Flugzeugtypen wird Czech Airlines ihre bestehende Flotte von sechs A319 und einer A330-300 verstärken und ihr Streckennetz auf weitere Märkte ausweiten. Die Airline wird auch von der Kommunalität der Flugzeuge der Airbus-Familie profitieren. Die A220-300 wird für 149 Passagiere bestuhlt, während die A321XLR eine hoch komfortable Zweiklassenkabine mit 195 Sitzen erhalten wird.

Flugzeuge für besondere Reichweite

„Die A220 und A321XLR passen sehr gut zu unserer langfristigen Geschäftsstrategie, die auf die Erweiterung unseres Streckennetzes ausgerichtet ist. Diese Flugzeuge werden Czech Airlines einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen und die Kapazität auf unseren Linienflügen erhöhen. Ich bin sicher, dass diese Entscheidung bei unseren Passagieren sehr gut ankommen wird, da die Flugzeuge mit ihren völlig neu konfigurierten Kabinen erstklassigen Komfort auch auf Langstreckenflügen bieten werden“, sagte Petr Kudela, Chairman of the Board von Czech Airlines.

„Czech Airlines hat sich für eine erfolgreiche Kombination entschieden. Die A220 hat sich in Europa bestens bewährt. Ihre hohe tägliche Auslastung ist ein klarer Beleg für ihre Vielseitigkeit“, sagte Christian Scherer, Chief Commercial Officer von Airbus. „Die A321XLR ist das Flugzeug mit der größten Reichweite in unserer A320-Familie. Passagiere können nun ohne Einbußen beim Komfort noch weiter fliegen. Zugleich wird Czech Airlines von einem deutlich geringeren Treibstoffverbrauch beim Ausbau ihres Streckennetzes profitieren.“

Triebwerk bringt Leistungsschub für Airbus A220 und A320

Die A220 wurde als einziges Flugzeug eigens für den Markt der 100 bis 150 Sitze entwickelt. Dank modernster Aerodynamik, fortschrittlicher Materialien und Pratt & Whitney PW1500G-Getriebefan-Triebwerken der neuesten Generation verbraucht der Jet im Vergleich zu Flugzeugen der vorherigen Generation pro Sitz mindestens 20 Prozent weniger Treibstoff, stößt signifikant weniger CO2 aus und fliegt außerdem leiser. Die A220 bietet die gleiche Leistung wie größere Single-Aisle-Flugzeuge. Airbus hat bis Ende September 2019 bereits 525 Bestellungen für die A220 verbucht.

A321XLR für noch mehr Reichweite und Nutzlast

Die A321XLR ist der nächste evolutionäre Schritt von der A321LR. Mit diesem Flugzeug reagiert Airbus auf die Nachfrage des Marktes nach noch mehr Reichweite und Nutzlast und erhöht die Wertschöpfung für die Fluggesellschaften. Neben Ab 2023 wird sie eine beispiellose Reichweite von maximal 4.700 nm bieten und 30 Prozent weniger Treibstoff pro Sitz verbrauchen als Konkurrenzprodukte der vorherigen Generation. Airbus hat für die A320neo-Familie bisher mehr als 6.650 Bestellungen von rund 110 Kunden erhalten.

Airbus A321neo von Czech Airlines
Airbus A321neo von Czech Airlines

Boeing 737 MAX: Neue Flugsoftware im Trockenversuch

Boeing kommt nach eigenem Bekunden bei den Aktivitäten rund um die 737 MAX weiter voran. Die Arbeit läuft an vielen Fronten, so müssen neben der Aufarbeitung für die Opfer der Abstürze zweier Flugzeuge nun die Verbesserungen an der Flugsoftware, den neuen Zulassungstests, Schulungsmaterialien für die Piloten sowie die Zusammenarbeit mit den weltweiten Zulassungsbehörden umgesetzt werden.

Nach zwei Abstürzen nagelneuer Flugzeuge Boeing 737 MAX steckt der Flugzeugbauer in einer tiefen Vertrauenskrise. Nach den Unlgücken waren nicht nur fehlerhafte und offenbar verheimlichte Funktionen der Flugsteuerungssoftware aufgedeckt worden. Auch Verfahren und Prozesse der Sicherheitskultur innerhalb des Unternehmens wurden scharf kritisiert. Erschwerend für die Branche kommt hinzu, dass auch Zulassungsaktivitäten von der Behörde FAA zu eng mit dem Hersteller selbst verflochten waren. Seit Monaten ist die 737 MAX nun weltweit für den Passagierverkehr gegroundet. Zum Fehldesign beigetragen haben soll auch Zeitdruck, um das neue Flugzeug möglichst schnell auf den Markt zu bringen.

Aufwändige Aufarbeitung, Korrektur und neue Tests

Im Zentrum des Verdachts steht das Assistenzsystem Maneuvering Characteristics Augmentation System (MCAS) als Unglückursache für die Abstürze. Dieses greife weit häufiger und stärker in die Flugsteuerung zur Trimmung der Maschine ein, als es die Piloten wissen konnten. Erst letzte Woche kursierte ein Schreiben eines ehemaligen Testpiloten von Boeing, der schon im Simulator für die 737 MAX ein unerwartetes Eingreifen in die Steuerung bemerkte.

Boeing teilte mit, dass dies jedoch mit einer von mehreren Testversionen von MCAS für langsame Fluggeschwindigkeiten geschehen sei und es damals nicht die finale Softwareversion war. Mittlerweile verzeichnet Boeing aber Fortschritte bei der Behebung der Fehler und bei den erneuten Zulassungen. 100 Mio. US-Dollar stellt Boeing den Betroffenen und Hinterbliebenen der zwei verunglückten Flugzeuge bereit.

Softwareupdates und Testflüge

Boeing hat das MCAS auf den MAX geupdatet. Dabei wurden drei zusätzliche Sicherheitsebenen eingefügt, um Abstürze wie die geschehenen zu verhindern. Die Software verzeichnet nun über 1.500 Flugstunden auf Test- und Rangierflügen. Ein zweites Update für eine weitere Redundanz des Steuercomputers, wie im Juni angekündigt, macht ebenso Fortschritte. 545 Beobachter von über 140 Kundenairlines und Behörden haben sich schon an den Simulatoren mit dem neuen MCAS vertraut gemacht. Letzte Woche konnte Boeing dann einen Trockenlauf für den neuen Zulassungsflug durchführen.

Boeing: Mehr Transparenz im Namen der Sicherheit

Parallel laufen Veranstaltungen überall auf der Welt, um Airlines und Behörden über die Fortschritte zu informieren und nach der Wiederzulassung die 737 MAX so schnell wie möglich wieder in den Flugbetrieb zu überführen. Der Flugzeughersteller unterwirft fünf Monate zudem seine Richtlinien einem extra eingerichteten Kommittee, um Empfehlungen für Verbesserungen zu erhalten. Das Board of Directors hat Aufgaben von Dennis Muilenburg, Boeing-Präsident und CEO, gelöst, damit der sich besser auf die derzeitigen Herausforderungen fokussieren kann.

Auch das anonyme Meldesystem für Mitarbeiter, über das Sicherheitsbedenken und relevante Vorkommnisse mitgeteilt werden können, soll erweitert werden. Boeing mache weiter Fortschritte, um die 737 MAX wieder zum Fliegen zu bringen, die Verbesserungen werden die MAX zu einem der sichersten Flugzeuge machen, die je geflogen sind, so Muilenburg.

Fraport Winterflugplan: Neuheiten und Insolvenzen

Der Winterflugplan am Flughafen Frankfurt (FRA) bietet wieder mit 88 Fluggesellschaften Passagierflüge zu weltweit 259 Reisezielen in 99 Ländern.

Frankfurt bietet damit als Deutschlands wichtigstes internationales Luftverkehrsdrehkreuz die meisten interkontinentalen Ziele. Der Winterflugplan gilt bis 28. März 2020.

Flugplanneuheiten ab Flughafen Frankfurt

Neu abheben in Frankfurt wird kommenden Winter Corendon (XC) und Corendon Europe (XR) mit regelmäßigen Flügen nach Izmir (Türkei) und Marrakesch (Marokko). Auch Eurowings (EW) fliegt in Kooperation mit Lufthansa (LH) erstmals im kommenden Winter ab FRA. Mit je drei Verbindungen pro Woche nach BarbadosMauritius und Las Vegas (USA) nimmt EW ab Winter Frankfurt ins Programm. Alle drei Ziele fliegt auch Condor (DE) im Winter an. Außerdem bietet EW zukünftig drei Flüge pro Woche nach Windhoek (Namibia) an. Air Namibia (SW) fliegt die Hauptstadt Namibias täglich an.

Lufthansa behält die seit Sommer angebotenen fünf Flüge pro Woche in die texanische Stadt Austin (USA) im Programm. Auch die beiden täglichen Flüge in die US-Metropole Chicago bietet LH in der kommenden Wintersaison an. Nach Tampa ins sonnige Florida (USA) startet LH auch zukünftig sechs Mal pro Woche ab FRA. Zum Skifahren in die Rocky Mountains geht es mit United Airlines (UA): Nach Denver im US-Bundestaat Colorado fliegt UA auch kommenden Winter mit sechs wöchentlichen Verbindungen. Mit Samana und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik hat Condor (DE) zwei karibische Sonnenziele wieder in das Winter-Programm ab FRA genommen.

Flugbetrieb am Fraport gestoppt: Insolvenzen und 737 MAX

Im Kontinentalverkehr nicht mehr in FRA vertreten sind aufgrund von Insolvenz die WOW Air (WW), Adria Airways (JP) und flybmi (BM). Auch Azores Airlines (S4) und Ural Airlines (U6) fliegen im kommenden Winterflugplan nicht mehr nach Frankfurt. „Das Wachstum auf den interkontinentalen Strecken untermauert die bereits hervorragende Konnektivität am Flughafen Frankfurt. Die weltweite konjunkturelle Abschwächung mit den geopolitischen Risiken, die Konsolidierung auf dem Europäischen Luftverkehrsmarkt sowie Kapazitätsprobleme bei einigen Airlines durch das Grounding der Boeing 737 MAX sind aber auch am Standort Frankfurt zu spüren. In diesem schon schwierigen Umfeld wird die geplante Anhebung der Luftverkehrsteuer den deutschen Luftverkehrsmarkt im internationalen Wettbewerb weiter schwächen“, sagt Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte.

Insgesamt starten in dieser Winterflugplan-Periode 4.130 Passagierflüge pro Woche. Das sind vier Prozent weniger als im Vorjahr. Davon entfallen 630 Flüge auf innerdeutsche, 960 auf interkontinentale und 2.540 auf europäische Strecken. Das Sitzplatzangebot liegt bei 760.000 Plätze pro Woche und damit etwa 2,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Sitzplatzangebot im Interkontverkehr steigt um knapp zwei Prozent auf 280.000 Plätze pro Woche. Genannte Veränderungen beziehen sich auf den Vergleich zum Winterflugplan 2018/2019.

Boeing VIP 787 Dreamliner für 564 Mio. US-$ verkauft

Boeing soll zwei VIP-Versionen des Langstreckenjets 787-9 liefern. Ein Kunde hat die zwei Dreamliner bestellt, wie beim Jahrestreffen der National Business Aviation Association mitgeteilt wurde.

Boeing Dreamliner Listenpreis: 564 Mio. US-Dollar

Die Dreamliner in Business-Ausstattung wurden für einen Listenpreis von 564 Mio. US-Dollar bereits im August geordert, der Kunde möchte unerkannt bleiben. Gleich zwei Flugzeuge zu bestellen könnte auf ein Charter-Unternehmen hindeuten. Als Boeing Business Jets (BBJ) erreichen die modernen 787-9 eine weltweite Reichweite. Eine BBJ 787-9 kann 9.485 Nautische Meilen (ca. 17.566 km) zurücklegen, Flüge von London nach Sydney oder Tokio nach Cape Town nonstop sind damit kein Problem. Dabei fällt das Reisen durch höheren Kabinendruck und größere Fenster angenehmer als bei älteren Flugzeugen aus.

Dreamliner 787 mit mehr Platz für Einrichtungen

Boeing kann jeden Typen seiner Passagierflugzeuge zum Business Jet machen. Die modernen BBJ 787 finden bei Staaten und Privaten Abnehmer. Im BBJ 787-9 stehen dabei 257,8 Quadratmeter zum Einrichten mehrerer Räumlichkeiten zur Verfügung, auf denen sich verschiedenste Designs realisieren lassen. Boeing verzeichnet für das Programm 787 Dreamliner über 1.450 Bestellungen von mehr als 80 Kunden.

Boeing VIP 787 Dreamliner für 564 Mio. US-$ verkauft
Boeing VIP 787 Dreamliner für 564 Mio. US-$ verkauft

eROSITA liefert faszinierende Röntgenfotos aus dem All

Röntgenstrahlung verrät uns viel über unser Universum und die vom deutschen Teleskop eROSITA (extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array) jetzt gemachten Bilder geben einen Vorgeschmack, auf neue Einblicke in Galaxienhaufen, aktive Galaxienkerne, Supernova-Überreste und Röntgendoppelsterne.

Diese Galaxienkerne und Sternenexplosionen haben eines gemeinsam, sie sind unglaublich heiß und senden deshalb Röntgenstrahlung aus. Und dafür braucht es ein besonderes Auge. Vom 17. bis zum 19. Oktober 2019 haben nun alle sieben „Röntgenaugen“ von eROSITA ihre ersten gemeinsamen Bilder des heißen Universums aufgenommen.

„Ein First Light Ereignis ist immer ein bewegender Moment. Nach vielen Jahren der Vorbereitung, des Baus und nach einem Bilderbuchstart in der kasachischen Steppe sehen wir nun, dass sich alle Anstrengungen gelohnt haben. Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik hat hier ganze Arbeit geleistet und wir sind sehr froh, dass diese wichtige deutsche Mission nun ihre Arbeit aufnehmen kann“, freut sich Dr. Thomas Mernik, eROSITA-Projektleiter im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dessen Unterstützung eROSITA vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) gebaut wurde, in Washington, DC.

Dort, auf dem 70. International Astronautical Congress 2019, und in Deutschland am MPE in Garching wurde das Ereignis gemeinsam mit den russischen Partnern entsprechend gefeiert. Denn neben dem deutschen Röntgenteleskop ist auch das russische ART-XC mit an Bord der russischen Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG).

Galaxienhaufen A3391 und A3395
Links: Die beiden interagierenden Galaxienhaufen A3391, oben im Bild, und A3395, unten mit zwei Komponenten, demonstrieren eROSITAs hervorragende Sicht auf das ferne Universum. Sie wurden in einer Reihe von Aufnahmen mit allen sieben eROSITA-Teleskopmodulen am 17. und 18. Oktober 2019 beobachtet. Die einzelnen Bilder wurden verschiedenen Analysetechniken unterzogen und dann unterschiedlich eingefärbt, um die verschiedenen Strukturen hervorzuheben.

Rechts:Die Farben Rot, Grün und Blau beziehen sich auf die drei verschiedenen Energiebänder von eROSITA. Man sieht die beiden Haufen deutlich als neblige Strukturen, bei denen das extrem heiße Gas (mehrere zehn Millionen Grad) im Raum zwischen den Galaxien hell im Röntgenlicht leuchtet. Das linke Bild hebt die „Brücke“ oder das „Filament“ zwischen den beiden Haufen hervor und bestätigt den Verdacht, dass diese beiden riesigen Strukturen tatsächlich dynamisch interagieren. Die eROSITA-Beobachtungen zeigen auch Hunderte von punktförmigen Quellen, die entweder entfernte supermassereiche Schwarze Löcher oder heiße Sterne in der Milchstraße markieren.

„First Light“: Elektronik macht Probleme

eROSITA besteht aus sieben einzelnen Teleskopmodulen, die das einfallende Röntgenlicht aus den heißen Quellen des Universums sammeln. Seit dem Start von SRG am 13. Juli 2019 haben die Techniker und Astrophysiker des MPE an der Inbetriebnahme des Teleskops gearbeitet. Zunächst wurden nur einzelne Komponenten angeschaltet und vorsichtig nach und nach auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Doch kam es in den ersten Wochen nach der Inbetriebnahme gelegentlich in einzelnen Teleskopmodulen zu einem Fehlverhalten der Elektronik.

So wurden Parameter ohne erkennbaren Grund verstellt. „Um möglichen Schaden vom Instrument abzuwenden, wurden die Module „schlafen geschickt“ und einzelne Bauteile nur sehr vorsichtig wieder „aufgeweckt“, um sie einzeln zu testen. Als „Übeltäter“ steht die kosmische Strahlung im Verdacht, die kleine Änderungen in manchen Bausteinen ausgelöst haben könnte. Mittlerweile sind wir zu der Auffassung gelangt, dass das Risiko vertretbar ist, so dass eROSITA nach einer kurzen Verzögerung nun den Betrieb aufgenommen hat“, erklärt Thomas Mernik erleichtert. Seit dem 13. Oktober 2019 beobachten alle sieben Module des Röntgenteleskops gleichzeitig den Himmel mit ihren maßgeschneiderten CCD-Kameras.

Historischer Moment im Leben eines Teleskops

„Nun ist der historische Moment im Leben eines Teleskops gekommen, an dem wir zum ersten Mal sehen können, wie gut das Gesamtsystem tatsächlich ist. Mit der Aufnahme von der großen Magellanschen Wolke hat eROSITA eindrucksvoll bewiesen, zu welcher Leistung dieses Instrument fähig ist. Wir sehen ein gestochen scharfes Bild mit erstaunlich wenig Hintergrundrauschen. Diese ersten Eindrücke lassen auf großartige Ergebnisse in den kommenden Jahren hoffen“, freut sich Thomas Mernik. Bei der Röntgenquelle handelt es sich um einen „alten Bekannten“, der bereits mit anderen Teleskopen wie XMM-Newton beobachtet worden ist.

„Wir haben uns für die große Magellansche Wolke entschieden, weil sie schon oft mit anderen Röntgenteleskopen beobachtet worden ist. Der direkte Vergleich mit früheren Aufnahmen zeigt die wahre Leistungsfähigkeit von eROSITA. XMM-Newton beobachtet hauptsächlich speziell ausgewählte Objekte und sieht sie deshalb besonders detailreich. eROSITA liefert genauso detailreiche Aufnahmen – allerdings vom gesamten heißen Universum. Zum anderen haben wir diese Region ausgewählt, weil sie mit „nur“ 170.000 Lichtjahren Entfernung unserem Sonnensystem sehr nahe liegt“, erklärt Thomas Mernik.

Bei dem zweiten beobachteten Motiv – den zwei verschmelzenden Galaxienhaufen A3391 und A3395 – ist das Gegenteil der Fall. „Beide Galaxienhaufen liegen 800 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Hier wollten wir mal sehen, wie weit eROSITA ins heiße Universum schauen kann und wie klar auf diese unvorstellbar große Distanz die Aufnahmen noch sind. Das brillante Ergebnis hat uns alle überrascht“, freut sich Mernik. eROSITA wird in den kommenden Monaten noch weitere solche Aufnahmen machen, um das ganze Leistungsspektrum des deutschen Röntgenteleskops zu überprüfen.

Die Sonde Spektrum-Röntgen-Gamma ist nach mehr als drei Monaten Flugzeit nun in einen Orbit um den Lagrange-Punkt 2, der von der Sonne aus betrachtet 1,5 Millionen Kilometer hinter der Erde liegt, eingeschwenkt. Von hier aus wird eROSITA mit einer Durchmusterung des gesamten Himmels beginnen, um eine Karte der heißen Strukturen im Universum zu erstellen.

Himmelskarte des Universums im Röntgenbereich

Ein Röntgenteleskop sieht die Materie im Universum, die besonders heiß ist. Typische Röntgenquellen sind beispielsweise Doppelsternsysteme, in denen ein normaler Stern wie unsere Sonne, sich mit einem Neutronenstern oder einem schwarzen Loch umkreist. Hier wird dem Stern durch die starke Anziehungskraft des kompakten Begleiters Masse in Form von Gas abgesogen. Dieses Gas fällt dann auf eine Scheibe, welche das schwarze Loch umgibt. Dabei heizt es sich zu extrem hohen Temperaturen auf und sendet Licht im Röntgenbereich aus, das wiederum von Röntgenteleskopen gesehen werden kann.

eROSITA wurde aber auch entwickelt, um Aktive Galaxienkerne (AGN) zu beobachten. Dies sind supermassereiche schwarze Löcher mit vielen Millionen Sonnenmassen. Auch sie sind von heißen Scheiben umgeben, die im Röntgenbereich gut zu beobachten sind. Ein besonderer Schwerpunkt der Mission liegt allerdings auf der Entdeckung und Kartierung von Galaxienhaufen. Diese bestehen aus mehreren hundert Galaxien und saugen durch ihre Schwerkraft Gas aus ihrer Umgebung ein. Das einströmende Gas erhitzt sich und strahlt intensiv im Röntgenbereich.

Dunkle Energie

Im Laufe der Missionsdauer wird eROSITA bis zu 100.000 Galaxienhaufen finden und kartieren. Dafür durchmustert eROSITA alle sechs Monate den gesamten Himmel und erstellt in vier Jahren eine tiefe und detaillierte Karte des Universums. Diese gigantische kosmische Inventur des heißen Universums wird uns helfen, die Struktur des Kosmos und dessen Entwicklung besser zu verstehen. Denn speziell die Expansion des Universums bereitet den Astronomen großes Kopfzerbrechen.

Aus bislang ungeklärten Gründen beschleunigt sich diese Ausdehnung immer weiter. Jene geheimnisvolle Kraft die das Universum auseinandertreibt nennen wir Dunkle Energie. „Da eROSITA uns hilft, die Dynamik der größten Strukturen im Universum besser zu verstehen, lernen wir auch mehr über die kosmische Expansion. eROSITA liefert uns somit Parameter, um der Lösung des Rätsels um die Dunkle Energie näher zu kommen“, erklärt Thomas Mernik.

Spektrum-Röntgen-Gamma SRG

Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG) ist eine Raumfahrtmission mit vielen Partnern. Auf russischer Seite sind die Raumfahrtagentur Roskosmos, der Raumfahrtkonzern Lavochkin sowie das Institut für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften (IKI) eingebunden. Das deutsche Röntgenteleskop eROSITA wurde mit der Unterstützung des DLR Raumfahrtmanagements vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik in Garching gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) Potsdam sowie den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Hamburg und Tübingen entwickelt und gebaut.

Zudem bereiten die Universitäten München und Bonn die wissenschaftliche Auswertung der eROSITA-Daten mit vor. Die am deutschen Teleskop beteiligten Partnerinstitute haben Software für die Datenanalyse, Missionsplanung und Simulationen erstellt sowie Teile der Hardware beigestellt. Die hauptsächliche Hardwareverantwortung lag aber im Wesentlichen beim MPE. Hier wurden viele Komponenten entwickelt und zum Teil in Partnerschaft mit ausgewählten Industrieunternehmen gefertigt. Auch der Zusammenbau des Teleskops fand in Garching statt. Von hier aus wurde das Teleskop nach Moskau verbracht, um gemeinsam mit dem russischen Teleskop auf die Satellitenplattform integriert zu werden.

Flughafen Dortmund: 39 Winterziele in 22 Länder

Ab Flughafen Dortmund werden im Winter neben Metropolen wie London, Budapest oder Wien, auch kleinere Städte wie Riga und Krakau angesteuert. Wintersportfans kommen zum Beispiel in Kutaissi (Georgien) auf ihre Kosten.

Dortmunder Winterflugplan fliegt in 22 Länder

Der Dortmunder Winterflugplan hat insgesamt 39 Ziele in 22 verschiedenen Ländern. Wer es lieber sonnig mag und den kühleren Temperaturen entfliehen möchte, kann Flugverbindungen vom Dortmund Airport nach PortoThessaloniki oder Palma de Mallorca nutzen.

Flüge werden erweitert

Kattowitz und München gehören seit Jahren zu den beliebtesten Zielen ab Dortmund Airport. Das Angebot auf den Strecken wird nun weiter ausgebaut. Während der Wintermonate fliegt Eurowings montags bis freitags vier statt bisher drei Mal täglich nach München. Kattowitz wird neben der ungarischen Airline Wizz Air auch von Ryanair angeflogen. So haben Fluggäste die Möglichkeit,zwischen 24 Abflügen pro Woche in Polens Süden zu wählen.

Guido Miletic, Abteilungsleiter Marketing & Sales am Dortmund Airport ist zufrieden mit dem Winterflugplan: „Wir freuen uns, dass wir unseren Fluggästen auch in den Wintermonaten ein umfassendes und vielfältiges Destinations-Angebot bieten können. Mit der Frequenzerhöhung auf unseren beliebtesten Strecken bieten wir allen Passagieren noch mehr Flexibilität.“

Eurofighter Typhoon: Verbessertes Abwehrsystem folgt

Der Eurofighter soll für die Zukunft besser ausgerüstet werden, um die Sicherheit auch bei neuen Szenarien zu gewährleisten. Dazu soll das DASS (Defensive Aids Sub System) für den Eurofighter Typhoon weiterentwickelt werden.

Das Konsortium um das Bordsystem DASS (Leonardo, Elettronica, Indra und Hensoldt), hat dazu auf der EuroDASS Future Capability Conference das Konzept „Praetorian Evolution“ für ein neues DASS ins Leben gerufen. Dabei waren Militär- und Industrievertreter aus Großbritannien, Italien, Spanien und Deutschland. Das bestehende DASS rüstet den Eurofighter Typhoon mit Schutz gegen Infrarot- bzw. Wärme- und radargelenkte Flugkörper. Auch Tarnkappenfunktionen und Situationsbewusstsein werden über DASS realisiert. Doch in Zukunft sind auch so genannte Integrated Air Defence Systeme (IADS) auf dem Gefechtsfeld, die eine neue Art der Bedrohung darstellen.

Praetorian Evolution: Gefechtsfeld vernetzt sich

Praetorian Evolution stellt eine Roadmap für DASS beim Typhoon dar, welche auch für die nächsten Jahrzehnte einen Schutz gewährleistet. Der jetzt verkündete Start folgt der Eurofighter Typhoon Long Term Evolution (LTE)-Studie von Anfang des Jahres. DASS für die Eurofighter Typhoons müssen neue Qualitäten und vernetzte Fähigkeiten mitbringen, die Firmen von EuroDASS wollen zudem im Konzept Praetorian Evolution als volldigitale Architektur auch die Kosten- und Upgradefunktionen in Zukunft bewältigen können.

Bombardier Business Jet Global 5500 erhöht Reichweite

Bombardier erreicht für seinen Business Jet Global 5500 eine noch größere Reichweite. Bei Mach 0,85 Reisegeschwindigkeit soll das Flugzeug 5.900 Nautische Meilen schaffen.

Laut Bombardier erreicht der Global 5500 damit mehr Ziele als jeder andere Business Jet in seinem Segment. Denn der nächste und kleinere Wettbewerber schafft nur 700 Seemeilen weniger. Damit schafft der Global 5500 aber die Verbindung über den Atlantik nonstop von Westeuropa mit die USA.

Neueste Technik für mehr Flugleistung

Möglich macht das auch das neue Triebwerk von Rolls-Royce, Pearl 15, mit einem Nebenstromverhältnis von 4,8:1 und Schub von 15.150 lb (67,39 kN, nach ISA +15). Das mit gekühlten Schaufeln und weiteren Innovationen bestückte Triebwerk kommt auch im Global 6500 zum Einsatz. Beide Business Jets haben diesen Monat ihre Zulassung sowohl in Kanada, als auch in Europa erhalten.

Bombardier Business Jet Global 5500 erhöht Reichweite
Bombardier Business Jet Global 5500 erhöht Reichweite

Airport Weeze: Ryanair fliegt Linie nach Kiew (Ukraine)

Mit Kyiv (Kiew) nimmt der irische Lowcost-Carrier Ryanair einen zweiten Flughafen in der Ukraine in sein Programm.

Ryanair bietet seit Sonntag ein weiteres Ziel ab Airport Weeze an: Den mit 182 Passagieren besetzten Premierenflug nach Kiew verabschiedeten Vladyslav Yehorov, Generalkonsul der Ukraine, und Airport-Geschäftsführer Ludger van Bebber am Sonntag gemeinsam auf dem Rollfeld.

Pünktlich um 16:05 Uhr hob Flug 2748 am Airport Weeze nach Kyiv (Kiew) ab. Zuvor gab es für den Premierenflieger in die ukrainische Hauptstadt ein besonderes Verabschiedungskomitee: Vladyslav Yehorov, in Düsseldorf ansässiger Generalkonsul der Ukraine, besuchte den Flughafen am Niederrhein anlässlich des Erstflugs. „Wir freuen uns über das neue Ryanair – Flugziel Kyiv, die Hauptstadt der Ukraine. Ein ausgezeichnetes Angebot für Geschäfts- und Privatreisende aus unserem Deutsch-Niederländischen Einzugs-bereich“, sagte Airport-Geschäftsführer Ludger van Bebber.

Flugziel Kiew: Metropole für Kultur und Wirtschaft

Kyiv (Kiew) ist ab sofort zweimal wöchentlich (jeweils sonntags und donnerstags) von Weeze aus zu erreichen – und natürlich retour. Sie ist das zweite Ziel in der Ukraine, das Ryanair vom Niederrhein aus anfliegt: Die Ryanair-Verbindung nach Lviv (Lemberg) gibt es bereits seit 2018 im Weeze-Angebot des irischen Lowcost-Carriers. Das Ziel im Westen der Ukraine, nahe der polnischen Grenze, ist bestens gebucht. Lviv wird im Winterflugplan dreimal pro Woche angeflogen: mittwochs, freitags und sonntags.

Kiew ist die größte Stadt der Ukraine und bedeutendes Wirtschafts- und Bildungszentrum sowie Universitätsmetropole. Mit Museen, Theatern, einer Wallfahrtsstätte sowie umgebender Natur ist die Stadt bei Touristen sehr beliebt. EU-Bürger benötigen für die Einreise kein Visum.

DFS: Militärische Fluglotsen-Ausbildung in Kaufbeuren

Die DFS hat ihr neues Schulungszentrum in Kaufbeuren eingeweiht. In unmittelbarer Nähe zum Fliegerhorst bildet ihr Tochterunternehmen Kaufbeuren ATM Training GmbH militärisches Flugsicherungspersonal aus.

Die Auszubildenden, die in Kaufbeuren ihr Training absolvieren, lernen ab sofort in einer neuen Umgebung. Am Montag hat die DFS die KAT-Akademie Kaufbeuren eröffnet. Der Ausbildungs-Campus umfasst auch zwei Unterkunftsgebäude für bis zu 80 Lehrgangsteilnehmer. Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung, und der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder übergaben symbolisch den Schlüssel für das neue Gebäude an die Geschäftsführung der Kaufbeuren ATM Training GmbH (KAT). Das DFS-Tochterunternehmen bildet pro Jahr bis zu 80 angehende Lotsen, Flugberater und anderes militärisches Flugsicherungspersonal aus.

Bislang fand die Ausbildung, auf mehrere Gebäude verteilt, auf dem Gelände des Fliegerhorstes Kaufbeuren statt. Die Bundeswehr hatte Anfang 2017 die Ausbildungsverantwortung an die KAT übergeben. Die Bauarbeiten für das neue Schulungszentrum haben insgesamt rund zwei Jahre gedauert. Ursprünglich war die Einweihung der KAT-Akademie erst für 2020 vorgesehen. „Wir eröffnen also nicht nur pünktlich, sondern sogar früher als geplant“, sagte Prof. Scheurle.

DFS Fluglotsen-Ausbildung fürs Militär in Kaufbeuren

Hightech mit 360-Grad-Towersimulator

Die KAT-Akademie hat eine Fläche von 2.400 Quadratmetern. Auf drei Stockwerken befinden sich Simulator- und Schulungsräume sowie Büros. Herzstück ist der 360-Grad-Towersimulator, der den Arbeitsplatz in einer Towerkanzel perfekt abbildet. 16 Laser-Projektoren erzeugen ein umlaufendes, hochauflösendes Bild, das einen virtuellen Militärflughafen mit startenden, landenden und rollenden Flugzeugen zeigt. Auch die übrigen, ehemaligen Bundeswehr-Simulatoren hat die DFS durch eine moderne, digitale Infrastruktur ersetzt.

Auf dem 13.400 Quadratmeter großen Ausbildungs-Campus befinden sich außerdem zwei Unterkunftsgebäude für bis zu 80 Teilnehmer. Die DFS hat die Gebäude von der Bundeswehr übernommen und innen wie außen aufwendig modernisiert. Insgesamt hat die DFS in den Neubau der KAT-Akademie, die Sanierung der Unterkünfte und die technische Ausrüstung einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. „Es ist eine Investition in die Qualität der militärischen Flugsicherungsausbildung am Standort. Sie hat eine 60-jährige Tradition, der wir uns verpflichtet fühlen“, betonte Prof. Scheurle.

Mit dem Ausbildungs-Campus in Kaufbeuren steht nun eine moderne und unabhängige Trainingseinrichtung für das militärische Flugsicherungspersonal zur Verfügung. „Der Neubau der KAT-Akademie war die richtige Entscheidung, denn dieser Bau ist ein Gewinn – für die Region, die Stadt Kaufbeuren und die rund 80 KAT-Mitarbeiter, vor allem aber für das militärische Personal, das hier ausgebildet wird“, sagte Prof. Scheurle bei der Eröffnungsfeier.

Flughafen Hamburg: Winterziele mit bekannten Namen

In der Wintersaison 2019/2020 sind insgesamt 53.000 Flüge am Hamburger Flughafen geplant, das sind rund 330 Flüge pro Tag. Damit liegt das Angebot auf Vorjahresniveau.

Am Hamburg Airport tritt am 27. Oktober 2019 der neue Winterflugplan in Kraft. Er ist bis zum 28. März 2020 gültig. Fast 8,3 Millionen Sitze sind im Verkauf, also durchschnittlich 157 Sitze pro Flug. Die Fluggesellschaften bieten den Passagieren eine vielfältige Auswahl an Sonnen-, Ski- und Städtezielen an. Insgesamt steuern rund 60 Airlines ca. 130 Ziele direkt ab Hamburg Airport an.

„Pünktlich zur Umstellung der Uhren startet unser neuer Winterflugplan. Durch das abwechslungsreiche Streckenangebot können unsere Fluggäste schnell und bequem von Winter in die Sonne fliegen oder innerhalb weniger Flugstunden zu den schönsten Skipisten Europas reisen. Der Luftfahrtmarkt ist auf Konsolidierungskurs, das Streckenangebot ab Hamburg liegt auf dem Niveau des Vorjahres“, sagt Dr. Jörgen Kearsley, Leiter Aviation Marketing am Hamburg Airport.

Ausbau bestehender Strecken

Auf drei beliebten Verbindungen vergrößert sich das Angebot für Hamburger Passagiere, weil weitere Fluggesellschaften dorthin fliegen. So nimmt Ryanair ab dem 27. Oktober eine Flugverbindung ins polnische Danzig auf und fliegt dreimal pro Woche jeweils mittwochs, freitags und sonntags dorthin. Die einstige Hansestadt liegt direkt an der Ostseeküste im Norden von Polen und überzeugt mit einer über tausendjährigen Geschichte, einem vielfältigen Kulturangebot und zahlreichen architektonischen Highlights im Bauhausstil.

Ebenfalls ab dem 27. Oktober fliegt Eurowings einmal täglich nach Oslo. Die Verbindung in die norwegische Hauptstadt kehrt nach einer kurzen Pause zurück in das Hamburger Streckennetz der Fluggesellschaft. Oslo hat nicht nur für Städtetrips viel zu bieten, sondern ist auch ein idealer Ausgangspunkt zu den norwegischen Fjorden oder in nahegelegene Skigebiete. Corendon Airlines steuert ab dem 07. November einmal pro Woche immer donnerstags Hurghada an. Der ägyptische Badeort am Roten Meer lockt Hamburger Passagiere auch im Winter mit weiten Sandstränden und bunten Tauchrevieren.

Darüber hinaus stockt Pegasus Airlines ihre bestehende Verbindung nach Istanbul-Sabiha Gökçen von sieben auf zehn wöchentliche Flüge auf. In Istanbul profitieren Flugreisende von einer umfangreichen Auswahl an Umsteigeverbindungen, zum Beispiel nach Zentralasien, in den Nahen Osten und zu weiteren Zielen in der Türkei, aber auch Städtereisende kommen in der beeindruckenden Metropole auf ihre Kosten.

Ski-Urlaube ab Hamburg bleiben Trend

Von Hamburg schnell und bequem auf die Skipiste – das ist auch im Winterflugplan 19/20 beliebt bei den Reisenden. Insgesamt zehn Ziele, die ab Hamburg Airport angeflogen werden, bieten ideale Ausgangspunkte in nahegelegene Skigebiete. Verschiedene Airlines decken mit einem umfangreichen Angebot die wichtigsten Wintersportziele Europas ab. Ein besonderer Vorteil für die Passagiere ist, dass die Mitnahme von Skigepäck je nach Verfügbarkeit bei vielen Airlines schon im Ticketpreis enthalten ist.

Ins österreichische Innsbruck gelangen die Hamburger Passagiere ab dem 28. November schnell und bequem mit Eurowings. Die Kulturstadt Salzburg wird von gleich zwei Fluggesellschaften angesteuert: Sowohl Eurowings als auch easyJet fliegen ab Hamburg direkt dorthin. Auch die beliebte österreichische Hauptstadt Wien kann als Ausgangspunkt für Skiurlaube dienen und wird sowohl von Eurowings als auch von Austrian Airlines angeflogen. Neben den österreichischen sind auch die schweizerischen Alpen berühmt für ihre Skipisten. Ab Hamburg fliegt easyJet die Passagiere nach Basel und Genf. Auf der Strecke nach Zürich können Schneeliebhaber zwischen verschiedenen Airlines wählen: SWISS und Eurowings steuern die Schweizer Metropole an.

Ab München gelangt man schnell in die Skigebiete der bayerischen Alpen – in die Landeshauptstadt gelangen die Hamburger Fluggäste mit Lufthansa und Eurowings. British Airways Franchise SUN-AIR bringt Schneeliebhaber zudem nach Friedrichshafen, von wo es nicht mehr weit in den Vorarlberg (Österreich) ist. Zudem fliegen Eurowings und Ryanair im Winter nach Mailand und bringen Skiurlauber damit an den Rand der italienischen Alpen. Auch fernab der Alpen existieren attraktive Skigebiete in Europa: Schöne und selten überfüllte Skipisten finden sich beispielsweise in Norwegen, gut angebunden ab Oslo, welches von Eurowings, SAS und Norwegian mit Hamburg verbunden wird.

Ryanair in Hamburg ohne Basis

Ryanair wird mit Wirkung zum 08. Januar 2020 ihre Basis am Hamburg Airport schließen. Das bedeutet, dass Ryanair ihre zwei fest stationierten Flugzeuge sowie die in Hamburg stationierten Beschäftigten vom Flughafen abziehen wird. Trotzdem bleibt Ryanair ein starker Partner des Hamburger Flughafens und fliegt auch nach der Basisschließung ab Hamburg zu zahlreichen attraktiven Zielen: Im Winter 19/20 wird die Airline 17 Ziele ab Hamburg anfliegen, im Sommer 2020 sind es immer noch 14 Ziele. Hamburg ist ein starker Markt und der Flughafen wird für seine Passagiere daran arbeiten, die Auswahl auf den entfallenen Ryanair-Strecken zu ersetzen.

UFO und Lufthansa: Hin und Her im Streik-Streit

Im Streit um die Berechtigung der Gewerkschaft UFO, mit der Lufthansa in Tarifverhandlungen zu treten, geht es hin und her. Nach angekündigten und wieder abgesagten Streiks, wurden dennoch an vielen Flughäfen am Wochenende von Angestellten der Kabine die Arbeit niedergelegt.

Die Lufthansa hatte zuletzt in einem Punkt, einer tariflichen Erhöhung auf 2%, zugestimmt. Daraufhin wollte die Gewerkschaft UFO nicht mehr streiken, doch hat sie weitere Forderungen gestellt, die auch Regelungen für die Angestellten der Konzerntöchter betrafen. Da Lufthansa hier jedoch nicht einlenkte wurde bei den Airlines schließlich zum Arbeitskampf aufgerufen, dem einige, wenn auch nicht alle Angestellten bei UFO, nachkamen. In Folge dessen fielen für Reisende relativ kurzfristig Flüge aus. Die Organisation UFO verlängerte die Streiks am Sonntag dann noch einmal bis 24:00 Uhr.

Streit um mehr als nur Tarife

Lufthansa bezweifelt wiederum die Rechtmäßgkeiten der Maßnahmen, da nach dem Ausscheiden einer ordentlichen Personalie die UFO derzeit gar kein legitimer Verhandlungspartner für Tarifangelegenheiten sei. Hintergrund sind hier zurückgeforderte Gehaltszahlungen von UFO-Funktionären, die zu Unrecht geleistet worden sein sollen. In einer Meldung and die Kabinenmitarbeiter teilten die Arbeitgeber Folgendes mit: „Durch einen rechtswidrigen Streik mitten in den Herbstferien werden Eure Arbeitsplätze gefährdet und unser gemeinsames Unternehmen bewusst geschädigt.“

In den betroffenen Betrieben geht es um Gehaltserhöhung, betriebliche Altersvorsorge und Teilzeitregelungen. Teilweise liegen schon Vereinbarungen zu diesen Themen vor, die Umsetzung der Forderungen wäre nach Ansicht von UFO schnell zu machen. „Ein solches Vorgehen lässt leider nicht vermuten, dass es zu einer Einigung hinsichtlich unserer Forderungen kommen kann, sodass wir diesen Schritt als notwendig erachten und insgesamt von einer langen Auseinandersetzung mit massiven Streiks ausgehen müssen“, erklärt Flohr nach der Mitteilung die Streikverlängerung.

Erneuter Streik für Sonntag geplant

Die Gewerkschaft forderte mit einer Frist bis Mittwoch zu weiteren Verhandlungen auf. Doch darauf folgte die Absage: Gespräche finden auch zu diesen Forderungen nicht statt. In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Diese arbeitgeberseitige Zusage ist eindeutig keine Erfüllung Ihrer Tarifforderung.“ UFO sah hierin eine bewusste Provokation der UFO durch die Lufthansa, um den für Sonntag geplanten Streik bei der Muttergesellschaft wieder aufleben zu lassen.

H145 Retrofit mit Fünfblattrotor: Umrüstung durch DRF

Die Hubschrauber des Typs H135 mit Helionix und H145 starteten am 16. Oktober 2019 bei herbstlichem Sonnenschein zu ihrem Überführungsflug von Donauwörth in die Werft der DRF Luftrettung. Dort will die Rettungsflugwacht selbst die Umrüstung der H145 auf fünf Rotorblätter vornehmen.

Ab dem vierten Quartal 2020 wird die DRF Luftrettung ihre Hubschrauber des Typs H145 von vier auf fünf Rotorblätter umrüsten. Sobald das Zulassungsverfahren bei Airbus Helicopters abgeschlossen ist, werden die sogenannten SB Retrofit-Kits an den Luftrettungsbetreiber geliefert. Die Werft der DRF Luftrettung wird die Umrüstung auf H145 Retrofit auch für externe Drittkunden anbieten.

H145: Fünfblattrotor als Nachrüstung

Der von Airbus Helicopters für das Hubschraubermodell H145 entworfene Fünfblatt-Hauptrotor soll dann Einzug in die rot-weiße Flotte der DRF Luftrettung halten. Ab Ende nächsten Jahres will die Luftrettungsorganisation nach und nach ihre gesamte H145-Flotte entsprechend umrüsten. Mit dem neuen Rotorsystem stehen insgesamt 150 Kilogramm mehr Tragkapazität zur Verfügung. Zu den weiteren Vorteilen gehören ein erhöhter Flugkomfort sowie ein geringerer Wartungsaufwand. Die EASA-Zertifizierung der verbesserten H145 wird Mitte 2020 erwartet.

„Gerade bei Einsätzen mit großen Flughöhen, beispielsweise in den Alpen, oder mit besonderem medizinischem Equipment kann jedes Kilogramm zählen“, erläutert Dr. Krystian Pracz. Für das Retrofit-Programm werden die Techniker in der Werft der DRF Luftrettung umfassend geschult und können anschließend auch Drittkunden die Umrüstungsleistung auf H145 Retrofit anbieten.

Flottenerneuerung der DRF Luftrettung

Die Umrüstungen auf die H145 Retrofit wurden am vergangenen Mittwoch in Donauwörth verkündet. Die Bekanntgabe war verbunden mit der Übergabe von zwei neuen Maschinen von Airbus Helicopters an die DRF Luftrettung auf Basis des bestehenden Rahmenvertrages: eine Maschine des Typs H135 mit Helionix und eine des Typs H145.

„In den kommenden Jahren planen wir unsere gesamte Flotte auf zwei Modelle umzustellen. Danach werden unsere Luftretter mit den Mustern H135 und H145 fliegen. Das bedeutet neben dem Einsatz von hochmodernen Hubschraubern für die Rettung von Menschenleben auch eine höhere Effizienz für unsere Flottenwartung sowie die Schulung unseres Personals“, erläutert Dr. Krystian Pracz. Derzeit wird ein neuer Rahmenvertrag zwischen Airbus Helicopters und der DRF Luftrettung erarbeitet, der auch die geplanten Umrüstungen auf fünfblättrige H145-Hubschrauber umfasst.

Rekordflug Qantas 787-9: New York – Sydney non-Stop

Qantas, die australische Fluggesellschaft, setzt an zu einem neuen geschichtsträchtigen Langstreckenflug. Mit besonderer Vorbereitung und wenigen Passagieren funktioniert ein Flug zwischen Sydney und New York non-Stop.

Quatntas Forschungsflug „Project Sunrise „

Der Forschungsflug, wie Qantas ihn nennt, läuft unter dem Namen Project Sunrise, in Anlehnung an den ersten Flug, der zwei Sonnenaufgänge erlebte und noch zu Zeiten des zweiten Weltkriegs durchgeführt wurde.

Auf dieser neuen Ultralangstrecke, der noch nie kommerziel bedient wurde, nehmen nur 50 Passagiere an Bord eines Boeing 787-9 Dreamliners Platz. Die Flugnummer ist denn auch Qantas Flight 7879. Der Rekordflug wird mit einem nagelneuen Flugzeug von Boeing durchgeführt. Der Dreamliner hebt um 09:00 Ortszeit in New York John F Kennedy Airport ab und fliegt direkt nach Sydney, bevor das Flugzeug im regulären Liniendienst eingesetzt wird.

Quantas will Daten zu Ultralangstrecken sammeln

Der Flug 7879 heißt Forschungsflug weil Qantas Daten sammeln möchte über das Reiseerlebnis von Passagieren und die Belastung der Crew. Wie lässt sich der Jetlag limitieren? Wie Ermüdung bei der Crew entgegenwirken auf solchen Ultralangstreckenflügen? Was sind optimale Arbeits- und Ruhezeiten. Dann ist die Entscheidung zu treffen, ob diese Flüge regelmäßig durchgeführt werden sollen. In dem Falle würden sie Ab 2022/23 starten.

Qantas mit Langstreckenerfahrung

Im letzten März startete die Airline von Down Under den einzigen Direktflug von Australien nach Europa, nämlich von Perth nach London. Für die jetzt getestete Strecke ist nicht einmal der Langstreckenjet Dreamliner ausgelegt. Doch die 787-9 kann die 16.200 Kilometer (10.200 Meilen) von Sydney nach New York schaffen, wenn nur 50 Passagiere mit begrenztem Gepäck und keine Fracht als Belly mitgenommen werden. Das vollgetankte Flugzeug wird dann planmäßig 19 Stunden in der Luft sein, was gegenüber der Umstiegsverbindung in Los Angeles fast dreieinhalb Stunden Flugzeit einspart.

Quantas Rekordflug mit der „Kookaburra“

Den Rekordflug fliegt die Boeing 787-9 mit der Registrierung VH ZNI, genannt „Kookaburra“. Vier Piloten steuern das Flugzeug auf der Reise, mit einer Gesamtflugerfahrung von 67.000 Flugstunden. Die Maximalbetankung macht etwa 101.000 kg (soviel wird auch von Perth nach London getankt) Treibstoff aus. Davon sollen noch 6.000 kg nach der Landung, äquivalent zu 90 Minuten weiterer Flugzeit, übrig bleiben. Das maximale Startgewicht (MTOW) der Beoing 787-9 liegt bei 254.000 kg.

Flug QF 7879 von JFK nach SYD wird mit 233.000 kg Startgewicht abheben. Damit ist grob die Hälfte des Startgewichts Kerosin. Zudem fliegt der Dreamliner bei 85 Prozent der Schallgeschwindigkeit mit 930 km/h. Die Reisehöhe wird in den ersten Stunden bei 36.000 Fuß (12 km) liegen, wenn der Treibstoff verbraucht und das Flugzeug leichter wird, soll die Reiseflughöhe auf 40.000 Fuß erhöht werden.

Airbus entlässt ESA-Raumsonde Solar Orbiter zum Start

Solar Orbiter, die Flaggschiffmission der europäischen Weltraumorganisation ESA zur Erforschung der Sonne, hat alle Tests abgeschlossen und ist bereit für den Transport nach Cape Canaveral, wo die Mission im Februar 2020 starten soll.

Der erste Teil der Reise ist 8.000 Kilometer lang und doch ist es nur ein winziges Teilstück, denn das Ziel ist die Sonne: Die ESA-Raumsonde Solar Orbiter ihren Weg am frühen Morgen des 06. Februar 2020 antreten und einen dreieinhalbjährigen Flug durch das Weltall beginnen. Ihr Ziel ist es, das Zentrum unseres Sonnensystems, die Sonne und die sie umgebende Heliosphäre, zu erforschen.

An Bord der Sonde sind zehn hochspezialisierte wissenschaftliche Instrumente. Vier Forschungseinrichtungen und Institute in Deutschland haben wichtige Beiträge dazu geliefert. Das DLR Raumfahrtmanagement in Bonn fördert Entwicklung und Bau der wissenschaftlichen Instrumente sowie der Solar-Orbiter-Sonde mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Extreme fordern Grenze des machbaren

Die starke Annäherung an die Sonne bedeutet, dass manche Teile der Raumsonde Temperaturen von bis zu 500 Grad Celsius aushalten müssen, während andere im ständigen Schatten eisigen Temperaturen von bis zu minus 180 Grad Celsius ausgesetzt sind. Damit die hochempfindlichen Instrumente Magnetfelder und Teilchen der Sonne messen können, muss die Sonde selbst für die Sensoren unsichtbar sein. Das hat uns an die Grenzen des technisch Machbaren geführt.

„Die Solar-Orbiter-Raumsonde hat eine fast zehnjährige Design-, Entwicklungs- und Testphase hinter sich. Ende 2018 wurde sie bei Airbus in Stevenage (Großbritannien) fertiggestellt und nach Deutschland zur IABG nach Ottobrunn bei München transportiert“, erklärt Carsten Henselowsky, Solar-Orbiter-Projektleiter im DLR Raumfahrtmanagement. Der Orbiter wurde bei der IABG in den vergangenen Monaten auf Herz und Nieren geprüft. Hierbei standen insbesondere die Prüfung der sogenannten strukturellen Integrität sowie die thermischen und mechanischen Eigenschaften durch Vibrations-, Strahlungs- und Thermal-Vakuum-Tests auf dem Plan. Zu den mechanischen Funktionstests gehörte auch die Überprüfung des Entfaltens der beiden Solarpanele der Sonde. Auch die elektrischen Funktionen der Sonde und die Einhaltung der hohen Anforderungen der einzelnen wissenschaftlichen Instrumente sowie die Übertragung der Daten wurden bei der IABG verifiziert.

„Am Kennedy Space Center angekommen, werden letzte Vorbereitungen für den Start mit einer Atlas-V-Trägerrakete der NASA im Februar 2020 erfolgen“, so Carsten Henselowsky. Solar Orbiter ist ein Projekt aus dem Wissenschaftsprogramm der ESA. Die NASA ist ebenfalls stark an dem Projekt beteiligt. Deutschland ist mit rund 20 Prozent größter Beitragszahler im ESA-Wissenschaftsprogramm. Das DLR Raumfahrtmanagement steuert die deutschen ESA-Beiträge.

Noch nie der Sonne so nahe

Noch nie ist eine Raumsonde der Sonne so nahegekommen. Am sonnennächsten Punkt wird Solar Orbiter der Sonne mit einem Abstand von 0,28 Astronomischen Einheiten (AE) – das entspricht etwa einer Entfernung von 42 Millionen Kilometern – näher sein als der Planet Merkur. Hier ist das Sonnenlicht dreizehnmal so intensiv wie für die Satelliten in der Erdumlaufbahn. Im Laufe der Mission wird sich die Raumsonde aus der Ekliptikebene herausbewegen. So sind Langzeitbeobachtungen eines Ausschnitts der Sonnenoberfläche und ein Blick auf die Pole der Sonne möglich.

Ziel der Mission ist die Untersuchung von physikalischen Phänomenen und Prozessen sowohl auf der Sonnenoberfläche als auch in ihrem Inneren. Die Sonde wird auch die innere Heliosphäre untersuchen, also den Bereich um die Sonne, der stark vom Sonnenwind, den solaren Magnetfeldern und energetischen Teilchen bestimmt wird. Die Mission soll Antworten geben auf eine zentrale Frage der Sonnenphysik: Wie erzeugt und beeinflusst die Sonne die Heliosphäre?

Die Heliosphäre ist ein einzigartiger Bereich des Weltraums, in dem fundamentale physikalische Prozesse aus der solaren, astrophysikalischen und Plasmaphysik im Detail untersucht werden können. Diese physikalischen Bedingungen lassen sich in Labors auf der Erde nicht reproduzieren und können zudem aus der Ferne – über astronomische Distanzen hinweg – nicht untersucht werden. Hierfür sind Messungen nahe der Sonne erforderlich, denn nur dort sind die Feld- und Teilchenumgebung noch vergleichsweise ursprünglich und unbeeinflusst.

Für diese Untersuchungen ist Solar Orbiter mit zehn Instrumenten ausgestattet, die zum einen die physikalischen Eigenschaften des Sonnenwinds im direkten Umfeld der Sonde (In-situ) vermessen. Zum anderen wird die Sonde mit hochauflösenden Fernerkundungsinstrumenten (Remote-Sensing) die Sonnenoberfläche und die Atmosphäre der Sonne erforschen. So wird es möglich sein, die Auswirkungen von Ereignissen auf und im Inneren der Sonne, wie etwa koronalen Masseauswürfen, zu untersuchen. Die Mission soll fast acht Jahre dauern.

Solar Orbiter – Instrumente mit deutscher Beteiligung

  • EPD – Energetic Particle Detector: Messung der Eigenschaften suprathermaler und energetischer Teilchen; Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Kiel
  • EUI – Extreme Ultraviolet Imager: Aufnahme von Bildsequenzen der Atmosphärenschichten der Sonne von der Photosphäre bis in die Korona; Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
  • METIS – Multi-Element Telescope for Imaging and Spectroscopy: Koronagraph zur Abbildung der Korona im nahen und extremen Ultraviolett-Bereich (UV und EUV); Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
  • PHI – Polarimetric and Helioseismic Imager: Bestimmung des Magnetfeldvektors und der Geschwindigkeiten der Materie in der solaren Photosphäre (Helioseismologie); Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (PI-Institut) und Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik
  • SPICE – Spectral Imaging of the Coronal Environment: Abbildende EUV-Spektroskopie zur Charakterisierung der Plasmaeigenschaften der Sonnenkorona; Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
  • STIX X-Ray Spectrometer/Telescope: Abbildende Spektroskopie der thermalen und nicht-thermalen Röntgenstrahlung; Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam

BER bekommt Gepäckförderanlage – BER-Termin bleibt

Der Aufsichtsrat hat sich schwerpunktmäßig mit dem Stand des Ausbauprogramms BER beschäftigt. Im Mittelpunkt standen dabei der Baufertigstellungsstatus des Terminal T2 und der Stand der Vorbereitungen zum Bau des Terminal T3.

Zum Terminal T3 berichtete die Geschäftsführung, dass die Projektentwicklung weitgehend abgeschlossen ist und die detaillierten Untersuchungen ergeben haben, dass mit dem T3 ca. 15 Millionen Passagiere auf einem hohen Service-Niveau abgefertigt werden können. Die weitere Ertüchtigung von Schönefeld-Alt (SXF) und Fragen der Medienerschließung rundeten die Diskussion ab.

Verzug bei T2 möglich – Termin für BER bleibt

Zum Baufortschritt am Terminal T2 wurde dem Aufsichtsrat von der Geschäftsführung berichtet, dass nach wie vor eine termingerechte Fertigstellung angestrebt wird. So startet der Einbau der Gepäckförderanlagen in wenigen Tagen. Die Geschäftsführung erläuterte dem Aufsichtsrat in diesem Zusammenhang auch, dass ein nicht vollständig auszuschließender Verzug bei der Inbetriebnahme des T2 weder den Start des BER noch die Schließung des Flughafens Tegel gefährden würde.

Rainer Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Obwohl die Flughafengesellschaft auf die Inbetriebnahme des BER im Oktober 2020 fokussiert ist, muss dennoch über dieses wichtige Datum hinausgedacht werden. Der Aufsichtsrat hat sich deshalb heute u.a. über den Stand der Planungen des Terminal T3 informieren lassen. Der laufende Planungsprozess zeigt deutlich, dass aus früheren Planungen gelernt wurde und die FBB gewillt ist, planerische Fehler nicht zu wiederholen.“

Lufthansa Streik von UFO abgesagt

Die Lufthansa hat, bevor die Kabinengewerkschaft UFO mit der Ausweitung der Arbeitskampfmaßnahmen an die Öffentlichkeit gegangen ist, eine freiwillige Gehaltserhöhung von zwei Prozent angekündigt.

Erst sah es nach neuen Streiks bei der Lufthansa aus. Nachdem die Arbeitgeber die Forderungen der UFO abgelehnt und Verhandlungen mit UFO zurückgewiesen hatten, hatte UFO alle Kabinenmitarbeiter in den deutschen Konzernflugbetrieben, also auch der Töchter-Airlines, zu Streiks am Sonntag in ganz Deutschland aufgerufen. Zusätzlich zu dem schon am 14.10.2019 angekündigten Streik bei Lufthansa sollten alle Mitarbeiter von SunExpress Deutschland, Lufthansa CityLine, Germanwings und Eurowings zu einem befristeten Streik in der Zeit von 05:00 bis 11:00 Uhr auf. Alle Mitglieder der Konzernairlines sollten ab dem Abend und bis zum 01.11.2019 in Urabstimmungen entscheiden, um in unbefristete Ausstände zu treten. Dazu kommt es jetzt nicht mehr.

Lufthansa lenkt ein

„Damit erfüllt Lufthansa die Tarifforderung und die UFO-Tarifkommission hat beschlossen, den für Sonntag geplanten Warnstreik bei Lufthansa abzusagen… Unseren Kollegen geht es allerdings nicht um Schachzüge, sondern darum, die drängenden Tarifthemen zu lösen. Wir begrüßen die Lösungsbereitschaft der Lufthansa und arbeiten nun die Liste an weiteren drängenden Tarifthemen des Forderungspakets ab. Dies heißt auch, dass es der Kabine gelungen ist, dem Management klar zu machen, dass der bisher eingeschlagene Weg der Einschüchterungen nicht funktionieren wird“, so Daniel Flohr, stellvertretender Vorsitzender der UFO.

Mit der folgenden Kommunikation hat sich UFO heute diesbezüglich an ihre Mitglieder bei Lufthansa gewandt: Lufthansa erfüllt erste Tarifforderung bei Lufthansa und zahlt zwei Prozent – der Warnstreik bei Lufthansa am Sonntag wird abgesagt.

DRF Luftrettung Stuttgart: 25.000 Einsätze in 30 Jahren

Seit über 30 Jahren ist die DRF Luftrettung ein unverzichtbarer Bestandteil der notfallmedizinischen Versorgung in Baden-Württemberg. Anfang Oktober diesen Jahres leistete der hochmodern ausgerüstete Hubschrauber des Typs EC145, stationiert für Stuttgart am Flugplatz Pattonville, seinen 25.000. Einsatz.

Das Jubiläum wurde im Rahmen einer Feierstunde mit geladenen Gästen gefeiert und Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG, bedankte sich in seiner Rede zunächst bei den Stuttgarter Luftrettern. Die nun 30 Jahre Dienst im Namen der Luftrettung unterstreichen den stetigen Einsatz unserer gemeinnützigen Organisation für das Wohl der Menschen in dieser Region.

500 Intensivtransporte im Jahr per Hubschrauber

Zudem hob er die Spezialisierung der Station auf Intensivtransporte, die die Crew bis in die Nachbarländer Österreich, Schweiz und Frankreich führte, hervor. „Mit fast 500 Intensivtransporten im vergangenen Jahr ist ‚Christoph 51‘ unverzichtbar für dringende Intensivtransporte in Baden-Württemberg. Nur durch optimale Zusammenarbeit können wir das Beste für unsere Patienten leisten. Vielen Dank für die letzten 30 Jahre Hand in Hand“, betont Huber und bedankt sich damit bei allen Partnern vor Ort.

Im Anschluss hob Staatssekretär Wilfried Klenk MdL aus dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg bei seinem Grußwort ebenfalls den Einsatz der Station Stuttgart für 30 Jahre Luftrettung in der Region hervor. Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart, schloss sich diesen Worten an und unterstrich die Wichtigkeit der Luftrettung für eine lückenlose Versorgung im Stuttgarter Raum.

Airbus H225M für Kuwait bei ersten Testflügen

Bei Airbus Helicopters ist die erste militärische H225M, die für Kuwait bestimmt ist, zu ihren ersten Testflügen abgehoben.

114.000 Flugstunden des Mehrzweck-Musters H225M

Die H225M soll noch dieses Jahr an Kuwait übergeben werden. Kuwait hat vor drei Jahren 30 Hubschrauber des leistungsstarken Mehrzweck-Musters bestellt. Sie sollen bei den Luftstreitkräften und der Küstenwache von Kuwait eingesetzt werden. Laut Hersteller sind derzeit 95 H225M weltweit in Betrieb, zusammen mit mittlerweile 114.000 Flugstunden.

Flughafen Zürich: Gepäcksortieranlage bis 2025 erneuert

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Am Flughafen Zürich wird gerade die Gepäcksortieranlage in mehreren Etappen umfassend erneuert und erweitert. Dies geschieht, weil unter anderem wichtige Anlageteile bald das Ende ihrer Lebensdauer erreichen und ersetzt werden müssen. Es ergeben sich hierdurch Änderungen für Passagiere.

Die Gepäcksortieranlage (GSA) ist eine zentrale Infrastruktur für die Passagierabfertigung am Flughafen. Derzeit erreichen wichtige Anlageteile bald das Ende ihrer Lebensdauer und müssen ausgetauscht werden. Zudem müssen zukünftig aufgrund neuer EU-Vorschriften die bestehenden Geräte für die Sicherheitskontrolle des aufgegebenen Gepäcks ersetzt werden. Auch sorgt die wachsende Verkehrsentwicklung dafür, dass die bestehende GSA in wenigen Jahren an ihre Kapazitätsgrenze stoßen wird.

Änderungen für Passagiere im Check-in 2 des Flughafen Zürich

Das im Bereich Check-in 2 und Check-in 3 aufgegebene Gepäck wird heute mit einem unterirdischen Transportsystem in die zentrale Sortierung befördert. In den nächsten Monaten wird dieses Transportsystem schrittweise durch ein leistungsfähigeres ersetzt. Während dieser Umstellung wird sich die Transportkapazität reduzieren. Deshalb wird ein Teil des Gepäcks während rund zwei Monaten mit Gepäckwagen statt auf Gepäckbändern in die zentrale Sortierung eingeschleust. Von dieser temporären Umstellung betroffen ist ein Teil der Passagiere, die im Bereich Check-in 2 einchecken.

Flughafen Zürich investiert CHF 500 Mio.

Die Passagiere werden auf der Website und mit Informationstafeln vor Ort informiert. Außerdem steht Flughafenpersonal vor Ort im Einsatz, um die Gepäckabfertigung und Wegweisung zu unterstützen. Die Flughafen Zürich AG investiert aus eigenen Mitteln rund CHF 500 Mio. in die Erneuerung und Erweiterung der GSA. Die erste Etappe des Anlagenersatzes beginnt am 21. Oktober und dauert voraussichtlich zwei Monate. Die gesamte Erneuerung soll voraussichtlich im 2025 abgeschlossen sein.

Airbus Business-Helis ACJ319 und ACH145 auf der NBAA

Auf der NBAA, der National Business Aviation Association, zeigt Airbus die Geschäftsreise-Versionen von Flugzeugen und Hubschraubern mit den ACJ319 und ACH145.

Die NBAA findet vom 22. bis 24. Oktober in Las Vegas statt und Airbus ist dort auf dem Stand N5216 und auf dem Static Display an Platz SD1110 zu finden. Airbus Corporate Jets (ACJ) und Airbus Corporate Helicopters (ACH) sind damit die einzigen Starr- und Drehflügler als Business-Luftfahrzeuge aus einer Herstellerhand. Airbus vermarktet sie seit 2017 als Business Aviation von Airbus.

Airbus Business-Helis ACJ319 und ACH145 auf der NBAA
Airbus Business-Helis ACJ319 und ACH145 auf der NBAA

Höchster Reisekomfort auf allen Luftwegen

Die ACH145 wird auf der NBAA mit einer besonderen, in der Region gefertigten Business-Ausstattung gezeigt. Eine Aufbaut zeigt zudem die Innenkabine einer ACH145 im Mercedes Benz-Style in Originalgröße. Zudem wird ein Modell des neuen H145 mit Fünfblattrotor im Maßstab 1:5 gezeigt.

Business Jets, die auf Airlinern basieren, ermöglichen deutlich mehr Komfort und Möglichkeiten luxuriöser Ausgestaltung. So wird die ACJ319 gezeigt, die einem Aufenthaltsbereich sowie ein Konferenz/-Speisesaal bietet sowie zwei Privatgemächer, die beide auch als Lounge oder Badezimmer mit Dusche ausgestaltet werden können. Das Charterflugzeug für VVIP wird von Comlux ausgestellt. Weltweit fliegen laut Airbus etwa 200 Airbus Corporate Jets.

Airbus will auch das Vahana Alpha Two zeigen, die Nachfolgeversion des elektrischen VTOL. Die Erstversion dieses autonomen Senkrechtstarters aus Eigenentwicklung, Vahana Alpha One, hat kürzlich im Entwicklungszentrum in Pendleton, Oregon, ihren 114. Testflug absolviert. Die Konzeptstudie ist in der Innovation Area in Hall D zu sehen.

SLS von Boeing: NASA will zehn Hauptstufen

Die NASA hat jetzt bei Boeing den Vertrag für den Bau von zehn Hauptstufen-Trägersystemen und dazu Oberstufen des Space Launch Systems in die Wege geleitet, um weitere Artemis-Missionen des amerikanischen Raumfahrtprogramms durchzuführen.

Die NASA will demnach für die SLS genannten Raketen und acht zugehörige Oberstufen bauen lassen. In den Artemis genannten Missionen wollen die USA bis zum Mond, „womöglich“ Mars, wie die NASA schreibt sowie ins tiefere Weltall vordringen. Dazu reisen Crews im 27 metrischen Tonnen umfassenden Orion-Fahrzeug durchs All. Boeing ist als Hauptauftragnehmer für die Hauptstufe, die Flugsteuerung und die Anpassungen der Oberstufen verantwortlich.

SLS mit neuer Technik aus altem Standort

Boeing hat bereits die erste Rakete der SLS in einem Hauptvertrag für die NASA entwickelt und gebaut. Dazu wurden auch die Fertigungsanlagen auf deinem Gelände in New Orleans, der Michoud Assembly Facility (MAF) erneuert. Dort wurden die Testteile der SLS-Struktur sowie die Werkzeuge gefertigt. Die zweite Hauptstufe wird gleichzeitig auch schon im MAF gebaut.

Austro Control auf Bewerbungstour durch Österreich

Unter dem Motto „Startfrei zur Karriere als Fluglotsin oder Fluglotse“ ist Austro Control wieder in Österreich unterwegs, um über Interessierte und Bewerber über den Beruf in der Flugsicherung zu informieren.

Graz, Innsbruck und Wien lauten die kommenden Stationen der „Startfrei.at“ – Tour von Austro Control. Eine authentische Radarkonsole, eine virtuelle Reise durch den österreichischen Luftraum mittels VR Brille und ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der Flugsicherung sind nur einige der Highlights, die Besucherinnen und Besucher beim Austro Control Stand erwarten.

Termine zu Startfrei – Fluglotsen gesucht

Gesucht werden Maturantinnen und Maturanten, die luftfahrtbegeistert sind und sich der Herausforderung einer anspruchsvollen Ausbildung stellen wollen. Auswahltermine finden laufend statt und Bewerbungen sind jederzeit möglich.

ESA-Satellit CHEOPS tritt Flug an

CHEOPS ist ein Gemeinschaftsprojekt der ESA und der Schweiz. Ziel der mindestens dreieinhalb Jahre dauernden Mission ist die Suche nach Exoplaneten anhand von Helligkeitsveränderungen, die durch das Vorbeiziehen eines Planeten vor seinem Stern entstehen. Jetzt trat der Satellit schon mal den Luftweg an.

CHEOPS ist der erste explizite ESA-Satellit für die Erforschung von Exoplaneten. Die am Airbus-Standort in Madrid gebaute high-Tech-Maschine CHEOPS (CHaracterising ExOPlanet Satellite) ging in einem Frachtflugzeug auf die Reise zum Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Dort wird er für den Start vorbereitet und soll Mitte Dezember von einer Sojus-Trägerrakete in die Umlaufbahn gebracht werden.

Nobelpreis für Schweizer Forscher zum Projekt

Airbus ist auch für die erste Phase der Satellitenmission (Launch and Early Orbit Phase) sowie die In-Orbit-Abnahme zuständig und wird den Satelliten danach an die Europäische Weltraumorganisation (ESA) „übergeben.“ Der Satellit wird auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn in 700 km Höhe positioniert. Der diesjährige Nobelpreis für Physik ging an den Schweizer Michel Mayor, der davon letzte Woche in Madrid erfuhr. Mayor ist einer der ersten Europäer, der Exoplaneten erforschte und damit die Basis für Missionen wie CHEOPS legte.

Reiseveranstalter buchen Condor-Kontingente für Zypern

Condor nimmt ein neues Ziel in den Sommerflugplan 2020 auf und fliegt acht Mal pro Woche nach Paphos auf Zypern. Paphos wurde 2017 als erste Stadt Zyperns zur Kulturstadthauptstadt Europas ernannt.

Alle großen deutschen Reiseveranstalter haben bereits Kontingente bei Condor gebucht und werben mit einem attraktiven Zypern-Programm für einen Traumurlaub am Mittelmeer. „Zypern ergänzt unseren Flugplan ideal und wir bauen unser Streckennetz rund um das Mittelmeer durch Paphos weiter aus“, so Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Condor-Geschäftsführung. „Wir sind überzeugt von Zypern und der wachsenden Bedeutung des EU-Landes für den europäischen Tourismus. Condor ist als Ferienflieger deshalb der passende Partner für eine enge Zusammenarbeit mit dem zypriotischen Tourismusministerium und der gesamten Branche. Wir freuen uns darauf, diese Partnerschaft zu intensivieren.“

Paphos im Grünen

Im grünen Westen der Insel gelegen, ist Paphos auch bekannt für seine historischen Stätten und archäologischen Funde, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Das milde Klima und der Mix aus Sonne, Meer und beeindruckenden Landschaften macht Zypern ganzjährig zu einem der attraktivsten Urlaubsziele am Mittelmeer. Savvas Perdios, Tourismusminister Zypern, zeigt sich hocherfreut: „Condor ist ein großartiger Gewinn für die zypriotische Tourismusbranche. Gemeinsam werden wir Zypern als Ganzjahresdestination weiterentwickeln und arbeiten bereits aktiv an der Ausgestaltung.“

Eleni Kaloyirou, CEO Hermes Airports: „Der Flughafen Paphos ist das ganze Jahr über der ideale Ausgangspunkt für einen Urlaub auf Zypern. Wir freuen uns sehr über den Beginn dieser Partnerschaft und begrüßen Condor an unserem modernen Flughafen.“ Die Flüge starten ab Frankfurt, München, Düsseldorf und Leipzig immer montags und freitags und sollen ab 99,99 Euro buchbar sein.

Terroristen im Flugzeug: ICAO mahnt zur Zusammenarbeit

Zur 40. Versammlung der international Zivilluftfahrtorganisation ICAO ging es bei einer Sonderveranstaltung um Terrorismusbekämpfung, und was Staaten bei der Zusammenarbeit mit den Luftfahrtunternehmen noch verbessern sollten.

Terrorismusbekämpfung

So traf bei der ICAO deren Secretary General Dr. Fang Liu mit Vladimir Voronkov (Bildmitte), Untersekretär der Antiterrorismusstelle UNOCT (UN Counter-Terrorism Office). Auch Michèle Coninsx, Executive Director des UN CTED (Counter-Terrorism Committee Executive Directorate) sowie John Brandolino, Director for Treaty Affairs im UN-Büro zu Drogen und Gewalt (UN on Drugs and Crime, UNODC), erörteten Handlungsbedarf bei der internationalen Zusammenarbeit gegen terroristische Kämpfer. Hauptsächlich ging es dabei um die Resolution des UN-Sicherheitsrates 2396 von 2017, das den Nutzen von erweiterten Passagierinformationen vorsieht. Diese API (Advanced Passenger Information) und Passagierlisten (Passenger Name Records, PNR) sollen helfen, die Bewegungen von terroristischen Kämpfern zu ermitteln.

Nicht alle Länder machen mit

Die anwesenden Vertreter von Staaten wurden von allen UN-Stellen aufgesucht und stellten wiederum ihre Arbeiten zur Umsetzung der Resolution 2396 vor. Viele Staaten hätten noch deutlichen Verbesserungsbedarf, um diese Arbeit zu unterstützen. Für die ICAO betonte Dr. Liu, dass nur 70 der 193 Mitgliedsländer die API übernommen hätten, und nur 27 hätten das PNR implementiert. Sie ermutigte die Delegierten zur weltweiten Umsetzung dieser Werkzeuge über die Teilnahme an TRIP, dem strategischen Traveller Identification Programme der ICAO.​

Airbus und Delta starten digitale Allianz

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Airbus und Delta Air Lines wollen gemeinsam die vorausschauende Wartung weiterentwickeln und starten dazu eine digitale Allianz. Schon ab 2020 soll es für Airlines als Kunden Lösungen für die Teileüberwachung ihrer Flugzeuge geben.

Vorausschauendes Teilemanagement wird für Airlines zunehmend wertvoll. Bei wachsenden Flotten können so gezielter Einzelteile von Flugzeugen oder Triebwerken bereitgehalten oder beschafft werden, noch bevor das Teil wirklich ausfällt und ein Flugzeug nicht fliegen kann. Mit einem Digitalen Zwilling eines jeden Triebwerks etwa kann solch eine Überwachung schon umgesetzt werden.

Airbus und Delta starten digitale Allianz
Airbus und Delta starten digitale Allianz

Digital trifft Hardware: Airbus und Delta

Szenarien mit vorausschauendem Teilesupport sind insbesondere für große Flotten eines Musters geeignet, da hier große Datenmengen über den Flugebetrieb gesammelt werden können. Auch Airbus selbst als Hersteller kann hier ein Potenzial heben. Airbus stellt für die Zusammenarbeit seine einheitliche digitale Plattform Skywise bereit, worüber flottenübergreifend die Expertise zu Flugzeugzellen, Systemen und Triebwerken gebündelt werden sollen. Zum analytischen Können von Airbus bringt Delta Air Lines wiederum als sehr große Fluggesellschaft ihre Erfahrung im Flugzeugmanagement mit vorausschauendem Wartungsbetrieb ein, wie Don Mitacek, Senior Vice President Technical Operations von Delta, erläutert. So trifft Hersteller-Expertise auf Praxis-Know-how.

Don Mitacek, Senior Vice President Technical Operations von Delta (links im Bild)
Don Mitacek, Senior Vice President Technical Operations von Delta (links im Bild)

Beide, der Flugzeugbauer und die Fluggesellschaft, arbeiten schon länger auch technisch zusammen. Seit 2018 nutzt Delta Skywise für die vorausschauende Teileversorgung bei ihren A320 und A330, einer Flotte von ca. 400 Flugzeugen. Auch für die neue A220 nutzt Delta das FHS (Flight Hour Services). Dennoch sei diese digitale Zusammenarbiet mit Delta weltweit die erste ihrer Art, sagt Norman Baker, Senior Vice President vom Head of Digital Solutions bei Airbus.

Airlines am Flughafen Hamburg wechseln ins Terminal 1

In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober wechseln die Fluggesellschaften Aer Lingus, Iberia, Tarom, Vueling, Aegean Airlines und LOT Polish Airlines von Terminal 2 ins Terminal 1 des Hamburger Flughafens. Für Flugreisende sind der Check-in und die Gepäckaufgabe für Flüge mit diesen Fluggesellschaften ab dem 23. Oktober dann vorläufig nur noch in Terminal 1 möglich.

Temporärer Umzug ins Terminal 1

Grund für den temporären Umzug sind Baumaßnahmen im Rahmen der laufenden Erneuerung der Gepäckförderanlage in Terminal 2, die voraussichtlich im Mai 2020 abgeschlossen werden. Nach dem Ende der Arbeiten ziehen die Fluggesellschaften zurück ins Terminal 2.

Hamburg Airport empfiehlt seinen Passagieren, sich vorab zu informieren, in welchem Terminal sich ihre Fluggesellschaft befindet, und rechtzeitig zum Flughafen anzureisen. Auch Flugreisende der Airlines, die nicht vom Umzug betroffen sind, werden gebeten, sich zwei Stunden vor dem Abflug am Check-in einzufinden, da es aufgrund einer verringerten Anzahl an Check-in-Schaltern in Spitzenzeiten zu verlängerten Wartezeiten kommen kann.

Neue Röntgengeräte und Förderbänder

Erneuerung der Gepäckförderanlage und neue Self Bag Drop Automaten Hamburg Airport erneuert seit November 2018 bis Mai 2020 die Gepäckförderanlage im Terminal 2. So sorgt der Flughafen dafür, dass die rund 25 Jahre alte Anlage weiterhin leistungsfähig bleibt, und modernisiert zudem die eingebaute Technik. Die Arbeiten finden bei laufendem Betrieb statt. Die Gepäckausgabe ist von der Baumaßnahme nicht betroffen: Das nach der Landung in Hamburg ankommende Gepäck kann wie gewohnt in Terminal 2 bearbeitet und ausgegeben werden.

Self Bag Drop Automaten

In den nun stattfindenden Bauphasen werden nacheinander die Check-in-Reihen 9 und 10 sowie 7 und 8 gesperrt, um die darunter liegende Gepäckfördertechnik zu erneuern. Parallel werden in Terminal 1 die Röntgengeräte, die zum Durchleuchten des Gepäcks verwendet werden, ausgetauscht, wodurch der Flughafen für noch mehr Sicherheit sorgt. Im Rahmen der Baumaßnahmen werden in Terminal 2 zudem zehn weitere Self Bag Drop Automaten installiert. Ab voraussichtlich Mitte Mai stehen den Flugreisenden mit den 20 Geräten in Terminal 1 dann insgesamt 30 Automaten zur selbstständigen Gepäckaufgabe zur Verfügung.

Flughafen München bietet besondere Flugziele im Winter

Parallel zur Zeitumstellung beginnt am Flughafen München der neue Winterflugplan. Er tritt am Sonntag, den 27. Oktober 2019, in Kraft und gilt bis Samstag, den 28. März 2020. Während der Winterflugplanperiode stehen den Reisenden ab München insgesamt 194 Ziele in 69 Ländern zur Verfügung.

Ende Oktober ist es wieder soweit, der neue Winterflugplan tritt am Sonntag, den 27. Oktober 2019, in Kraft und gilt bis Samstag, den 28. März 2020. Passagiere können zu 16 Flughäfen in Deutschland und 127 Destinationen in Europa starten. Für Fernreisende gibt´s ab Flughafen München 51 Ziele.

Nonstop München – Sao Paolo

Mit dem Flugplanwechsel rückt der südamerikanische Kontinent durch ein zweites von München aus angeflogenes Nonstop-Ziel näher an die Isar. Lufthansa nimmt eine Verbindung nach Sao Paulo auf und wird die brasilianische Metropole jeweils montags, donnerstags und samstags von München aus anfliegen. Zum Einsatz kommt dabei ein Airbus A350, das derzeit leiseste und sparsamste Langstreckenflugzeug. Bereits seit November 2018 verbindet die kolumbianische Avianca München fünf Mal pro Woche mit Bogotá. In Richtung Nordamerika wird die amerikanische Fluggesellschaft United die Pazifik-Metropole San Francisco von München aus erstmals auch in der Winterflugplanperiode sechs Mal in der Woche anfliegen.

Neues nach Asien – LH fliegt in Eurowings

Neuigkeiten gibt es auch im Reiseverkehr nach Asien. Lufthansa setzt in der Winterflugplanperiode auf der Strecke nach Shanghai ab München erstmals einen Airbus A380 ein. Dabei handelt es sich um das größte Passagierflugzeug der Welt. Zudem wird Lufthansa auch in den Wintermonaten täglich einen Flug nach Osaka in Japan anbieten.

Im touristischen Segment erweitert Lufthansa ihr Angebot zu Zielen in der Karibik. Jeweils einmal in der Woche werden das kubanische Santa ClaraBridgetown (Barbados) sowie La Romana und Punta Cana (Dominikanische Republik) angeflogen. Lufthansa setzt dabei Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A330 der Tochtergesellschaft Eurowings ein.

Lufthansa baut Streckennetz in Europa aus

Innerhalb Europas startet Lufthansa ab München zu vier neuen Zielen. Nach Tromsø in den hohen Norden Norwegens geht es ab Ende November zwei Mal wöchentlich. Außerdem fliegt Lufthansa ab November drei Mal wöchentlich nach Tallinn in Estland. Ab Februar 2020 startet die Fluggesellschaft sechsmal wöchentlich ins englische Newcastle. Neu ist auch eine tägliche Verbindung der Lufthansa in die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Die Airline übernimmt damit einen Teil der Flüge der Adria Airways.

Norwegian erweitert ihr Streckennetz um die dänische Hauptstadt Kopenhagen. Diese wird drei Mal in der Woche ab München bedient. Die weißrussische Hauptstadt Minsk steht mit vier wöchentlichen Flügen der Airline Belavia auf dem Winter-Programm des Flughafen München. Air France stockt ihr Programm nach Paris um einen sechsten täglichen Flug auf. Vueling fliegt bereits seit dem späten Sommer fünf Mal in der Woche nach Florenz und führt diese Flüge auch in der Winterflugplanperiode fort.