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UL P 92 Echo in Arnstadt-Alkersleben abgestürzt

Am Unfalltag trafen sich der Pilot eines Ultraleichtflugzeuges P 92 Echo und sein Freund am Verkehrslandeplatz Arnstadt-Alkersleben, um einen Flug zur Wasserkuppe zu unternehmen. Nach Zeugenaussagen hatte der Pilot sein Ultraleichtflugzeug (UL) bereits am Vortag vorbereitet und vollgetankt.

Nach Angaben des Flugleiters kontaktierte ihn der Pilot um 11:15 Uhr über Funk und bekam zum Start die Piste 27 genannt. Um 11:22 Uhr meldete sich der Pilot am Rollhalt der Piste 27 abflugbereit. Der folgende Startlauf und das Abheben des Luftfahrzeuges seien unauffällig gewesen, den weiteren Abflug habe er nicht beobachtet.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 26. September 2018
  • Ort: Alkersleben
  • Luftfahrzeug: Ultraleichtflugzeug
  • Hersteller / Muster: Costruzioni Aeronautiche Tecnam S.r.l. / P 92 Echo
  • Personenschaden: Zwei Personen tödlich verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug zerstört
  • Drittschaden: Flurschaden

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

Nach ca. 30 Sekunden habe der Flugleiter, nachdem er den Start der P 92 Echo in das Hauptflugbuch eingetragen hatte, das UL ca. 700 Meter südlich des Flugplatzes in 80 bis 100 Meter über Grund im Gegenanflug gesehen. Seiner Einschätzung nach sei das UL mit geringer Geschwindigkeit geflogen. Der Pilot habe die Meldung über Funk abgegeben: „Ich habe Probleme. Ich komm nochmal zurück zum Platz.“ Die Sendetaste im UL sei bis zum Aufschlag gedrückt gewesen, ohne dass Weiteres vom Piloten gesagt worden wäre.

Im weiteren Flugverlauf sei das UL nahezu nahtlos von der dritten Kurve der Süd-Platzrunde, einer Queranflugkurve, in die vierte Kurve, eine Endanflugkurve, geflogen. In der letzten Kurve vergrößerte sich die Querneigung des UL stetig auf 60 bis 70°, wobei seine Nase dann etwa 20 bis 25° geneigt gewesen sei. Die Endanflugrichtung habe es überkurvt. In 30 bis 40 Meter über Grund habe sich die Längsneigung etwas verringert, bevor das UL hinter einer Baumreihe verschwand. Kurz nach dem Aufprall des UL auf den Boden sei ein Brand entstanden.

Angaben zu Personen

Der 69-jährige Pilot war seit dem 20. April 2004 im Besitz eines Luftfahrerscheins für Luftsportgeräteführer. Sein medizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse LAPL war bis zum 12.01.2019 gültig. Die Gesamtflugerfahrung des Piloten konnte nicht genau ermittelt werden. Aus den Auszeichnungen des teilweise verbrannten Bordbuchs des UL ergaben sich seit dem 10.09.2012 eine Flugzeit des Piloten von ca. 470 Stunden und 520 Starts und Landungen. In den letzten 30 Tagen war der Pilot demnach ca. 23 Stunden geflogen.

Angaben zum Luftfahrzeug

Beim Luftfahrzeug Tecnam P 92 Echo handelt es sich um ein zweisitziges Ultraleichtflugzeug in Metallbauweise, mit Flügeln in Hochdecker- und einem Fahrwerk in Bugrad-Anordnung. Das Luftfahrzeug wird von einem Kolbenmotor mit integriertem Reduktionsgetriebe über einen Zweiblatt-Propeller mit fester Steigung angetrieben.

  • Hersteller: Costruzioni Aeronautiche Tecnam S.r.l.
  • Muster: P 92 Echo
  • Werknummer: 596
  • Baujahr: 2001
  • MTOM: 450 kg
  • Betriebsstunden: ca. 2 976 Stunden
  • Triebwerk: Rotax 912 ULS
  • Rettungsgerät: BRS 5UL

Das Ultraleichtflugzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen. Die letzte Jahresnachprüfung wurde am 30. Oktober 2017 bei 2.868 Betriebsstunden durchgeführt. Danach wurden ca. 108 Stunden mit dem Ultraleichtflugzeug geflogen. Das Triebwerk wurde im Mai 2012 gewechselt und hatte bis dahin eine Betriebszeit von 596 Stunden.

Es bestand eine Unstimmigkeit in der Gesamtbetriebszeit zwischen den Betriebsstundenaufzeichnungen des Halters mit 2.976 Stunden und dem fest eingebauten Betriebsstundenzähler im UL, der 3.589 Stunden anzeigte. Die Leermasse des Luftfahrzeuges betrug 292,5 kg, die maximal zulässige Zuladung 157,5 kg laut Gewichts- und Ausrüstungsverzeichnis vom 12. April 2014. Der Tank des UL fasste zweimal 35 l Kraftstoff, was einer Masse von 50,4 kg entspricht. Nach Angaben von Zeugen wogen Pilot und Fluggast zusammen ca. 170 kg.

Meteorologische Informationen

Laut Angaben der Flugleitung des Verkehrslandeplatzes Arnstadt-Alkersleben, herrschten Sichtflugwetterbedingungen, die Sicht betrug über 30 km, der Wind wehte aus 220° mit sechs bis acht Knoten (kt). Es befand sich in über 5.000 Fuß (ft) eine 4/8-Bewölkung und die Temperatur betrug 12 °C.

Laut der Routinewettermeldung (METAR) des 18 km nordnordwestlich vom Verkehrslandeplatz Arnstadt-Alkersleben gelegenen Flughafens Erfurt-Weimar (EDDE), Ausgabezeit 11:20 Uhr, herrschten dort folgende Wetterbedingungen: Wind: 210°, 4 kt. Bewölkung und Sicht: CAVOK-Bedingungen (Sicht zehn km oder mehr, keine Wolken unter 5.000 ft über Grund bzw. unterhalb der höchsten Sektormindesthöhe, keine Cumulonimbus (CB) und keine signifikanten Wettererscheinungen am Flugplatz oder der näheren Umgebung).

  • Temperatur: 12 °C
  • Taupunkt: 1 °C
  • Luftdruck: 1.035 hPa

Funkverkehr

Es bestand Sprechfunkverbindung zwischen dem UL-Piloten und der Flugleitung des Verkehrslandeplatzes Arnstadt-Alkersleben. Der Sprechfunkverkehr wurde nicht aufgezeichnet.

Angaben zum Flugplatz

Der Verkehrslandeplatz Arnstadt-Alkersleben verfügt über eine befestigte Piste mit einer Länge von 870 Meter und einer Breite von 23 Meter und der Ausrichtung 091°/271°. Der Flugplatz-Bezugspunkt liegt auf einer Höhe von 1.145 ft AMSL. Die Rollwege, die Abstellflächen, das Gebäude der Flugleitung sowie die Flugzeughallen befinden sich nördlich der Piste.

Flugdatenaufzeichnung

Im UL wurde ein Tablet-Computer mit dem Flugnavigationsprogramm Flymap für das Betriebssystem Android betrieben. Das Gerät wurde von der BFU ausgelesen. Im Flugnavigationsprogramm waren flugvorbereitende Daten für einen Flug zur Wasserkuppe hinterlegt. Die Datenaufzeichnungen des Unfallfluges beginnen um 11:22 Uhr und enden um 11:24 Uhr. Es wurden die Parameter erfasst: geografische Länge und Breite, Flughöhe, Kurs, Geschwindigkeit über Grund und Zeit. Das Aufzeichnungsintervall der Software betrug drei Sekunden.

Die Daten belegen, dass das UL in Startrichtung abgeflogen und 20 Sekunden nach Beginn der Datenaufzeichnung mit einer Linkskurve in den Gegenanflug geflogen war. Nach 42 Sekunden in einer nahezu gleichbleibenden Flughöhe war eine Richtungsänderung von 104° auf 308° innerhalb von neun bis 12 Sekunden erfolgt, dabei hatte das UL an Flughöhe verloren. Die aufgezeichnete Geschwindigkeit über Grund variierte zwischen 28 und 24 kt.

Flugunfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle befand sich ca. 325 Meter südöstlich der Pistenschwelle 27 des Verkehrslandeplatzes Arnstadt-Alkersleben auf einem Acker. Das Bild zeigt die Unfallstelle der P 92 Echo in Blickrichtung Nord. Erste Spuren einer Bodenberührung des UL stammen vom Propeller und Motor. Das Wrack lag 5,80 Meter nordwestlich der Einschlagstelle, die einen Durchmesser von ca. zwei Meter aufwies, worin sich Teile des Propellers, Plexiglas und Metallteile fanden. Die linke Tür und Teile der Bugradverkleidung lagen 1,5 Meter nordwestlich der Aufschlagstelle, die linke Landeklappe lag 9,70 Meter nördlich und das linke Hauptfahrwerk 11,60 Meter nordwestlich davon.

Vom Brandspant bis zum Ende der Rumpfröhre war der Rumpf ausgebrannt. Am Höhenleitwerk waren Spuren einer Hitzeeinwirkung feststellbar, das Seitenleitwerk war nahezu unbeschädigt. Am Rumpfhinterteil waren die Steuerstange für das Höhenruder und die Steuerseile für das Seitenruder und die Trimmung vorhanden. Die Ruderansteuerungen waren verbunden und konnten zum Teil nachvollzogen werden.

Die linke Tragfläche war im Außenbereich gestaucht. Die Tragflächenoberseite war verbrannt, das Metall im Tragflächenwurzel- und Tankbereich zum Teil geschmolzen. Die rechte Tragfläche war ebenfalls durch den Brand beschädigt und im Tragflächenaußenbereich ausgebrannt.

Das Rettungssystem hatte sich laut dem Ersthelfer vor Ort vermutlich durch den Brand ausgelöst. Bei der Annäherung an das Wrack, habe er einen lauten Knall gehört. Das Triebwerk ließ sich an der Luftschraubennabe durchdrehen. Die Zündkerzen zeigten ein unauffälliges Verbrennungsbild. In den Schwimmerkammern des Vergasers und den Kraftstoffleitungen zum Triebwerk befand sich Restkraftstoff.

Brand und Überlebensaspekte

Nach dem Aufprall auf den Boden entstand ein Brand. Das UL war mit einem Rettungssystem BRS 5UL ausgestattet. Das Rettungssystem war nicht im Flug ausgelöst worden.

An dieser Stelle wurde der Untersuchungsbericht summarisch, d.h. ausschließlich mit Darstellung der Fakten, abgeschlossen.
Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit. Quelle und Bilder, soweit nicht anders angegeben: BFU

Airbus und Amprius bauen Akkus für extreme Luftfahrt

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Eine Beteiligung von Airbus Defence and Space zu Amprius soll den Ausbau der Produktionskapazität fördern und Batterien mit höherer Energiedichte für Luftfahrtinnovationsprogramme von Airbus Defence and Space wie dem hoch fliegenden Pseudosatelliten (HAPS) Zephyr und Urban Air Mobility bereitstellen.

Airbus Defence and Space ist dazu eine Partnerschaft mit den Kapitalgebern des US-amerikanischen Batterieherstellers Amprius eingegangen. Die Finanzierung dient dazu, die Entwicklung moderner Batteriespeicher mit Silizium-Nanodraht-Anoden-Technologie voranzutreiben.

Zephyr: Batterietechnik für Pseudosatelliten

Eigentliches Ziel des Zephyr-Systems ist es, persistente Dienste kostengünstig auf lokaler Ebene mithilfe eines wiederverwendbaren, solarelektrisch betriebenen Flugzeugs anzubieten und dabei eine breite Anwendungspalette abzudecken: etwa die Meeresüberwachung und dazugehörige Einsätze, Grenzschutzmissionen, Kommunikation, Lokalisierung und Überwachung von Waldbränden oder Navigation. Die Ultraleichtdrohne Zephyr wiegt bei einer Spannweite von 25 Metern kaum 75 Kilogramm. Sie fliegt über dem Wetter (Wolken, Strahlströme) und dem normalen Luftverkehr und soll gezielt für lokale oder regionale Missionen eingesetzt werden.

Für den nötigen Antrieb sorgt modernste Batterietechnik. Sowohl die zusätzliche Produktionskapazität bei Batterien der neuen Generation als auch die Forschung an künftigen Batteriekonzepten sollen dank der Kooperation Zephyr zugute kommen. Amprius, Inc. als ein führender Hersteller von Akkus auf Basis von Lithium-Ionen, verschafft dem Solarsegler hohe Speicherkapazität und die höchste Energiedichte aller auf dem Markt erhältlichen Batteriesysteme. Hauptsitz des Unternehmens ist Fremont (Kalifornien, USA), wo sich ein Forschungs- und Entwicklungslabor sowie ein Pilotwerk für die Produktion von Silizium-Nanodraht-Anoden und -Zellen befinden.

Auf Höhe der Concorde

Zephyr besitzt die Fähigkeit, sich konkret auf ein bestimmtes Zielgebiet (das Hunderte Meilen umfassen kann) zu konzentrieren und ist daher ideal für lokale ISR-Missionen (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance – Informationsgewinnung, Überwachung und Aufklärung) mit hoher Persistenz geeignet. Dabei bietet es, ähnlich einem Satelliten, jedoch mit höherem Aufläsungsvermögen, Kommunikations- und Erdbeobachtungsdienste über lange Zeiträume und ohne jede Unterbrechung. Das einzige Zivilflugzeug, das in dieser Höhe geflogen ist, war die Concorde; ansonsten können nur die militärischen Aufklärer U-2 und SR-71 „Blackbird“ in vergleichbaren Höhen eingesetzt werden. Zephyr hat mehrere Weltrekorde aufgestellt, unter anderem im Jahr 2018 für die längste Flugdauer ohne Betankung. Bei seinem Erstflug blieb der Zephyr S, das erste Produktionsmodell des Luftfahrzeugs, mehr als 25 Tage in der Luft und erreichte dabei Flughöhen von über 21 Kilometern.

„Diese Partnerschaft stärkt die Verbindung zweier Marktführer und führt die neueste Batteriegeneration auf dem Markt mit dem fortschrittlichsten HAPS-Programm zusammen. Zephyr ist derzeit der einzige vollständig solarbetriebene HAPS, der in der Stratosphäre in einer durchschnittlichen Flughöhe von 70.000 Fuß (21 Kilometern) betrieben wird. Er stellt persistente satellitenähnliche Dienste auf lokaler Ebene bereit und deckt ein breites Spektrum von Anwendungen und Aufgabenstellungen ab“, erklärt Jana Rosenmann, Head of Unmanned Aerial Systems bei Airbus.

Amprius brachte 2013 als erster Hersteller Lithium-Ionen-Batterien mit 100 Prozent Silizium-Anoden auf den Markt und produziert handelsübliche Batterien. Zu den Produkt- und Technologieplattformen des Unternehmens gehören vollständig aus Silizium bestehende Nanodraht-Anoden, Silizium-Graphit-Anoden, lithiumreiche Kathoden und speziell für Silizium ausgelegte Hochspannungselektrolyte.

Extremleistung der Akkus hilft Fluganwendungen

Amprius-Batteriesysteme mit hoher Energiedichte eignen sich für Smartphones, Wearables, Drohnen, Roboter, Luftfahrzeuge, elektrische Transportmittel und militärische Ausrüstung. „Wir freuen uns sehr, mit Airbus zusammenzuarbeiten und Batterien für das Zephyr-Programm zu liefern“, so Jon Bornstein, COO von Amprius. „Der Einbau der Lithium-Ionen-Batterien mit vollständig aus Silizium bestehender Nanodraht-Anode von Amprius in die Zephyr-Plattform ist eine wichtige Bestätigung dieser Technologie. Auch die Entwicklung von Hochenergiezellen für Urban Air Mobility eröffnet spannende Möglichkeiten für die Erschließung neuer Märkte in der Luftfahrt.“

Zephyr ist das weltweit führende solargetriebene unbemannte Fluggerät in der Stratosphäre. Es wird sowohl militärischen als auch zivilen Kunden neue optische, sensorische und kommunikative Möglichkeiten bieten. Zephyr besitzt das Potenzial, das Katastrophenmanagement zu revolutionieren, unter anderem durch die Überwachung der Ausbreitung von Waldbränden oder Ölteppichen. Es ermöglicht nicht nur eine konstante Überwachung ökologischer Veränderungen, sondern auch die Kommunikation mit den entlegensten Teilen der Erde.

Cirrus Vision Jet: Automatische Landung per Knopfdruck

Cirrus Aircraft führt eine neue Sicherheitsfunktion in seinen Flugzeugen ein: Safe ReturnTM, eine nicht ganz simple Funktion zum automatischen Landen, die per einfachem Knopfdruck ausgelöst wird.

Damit sollen Passagiere im Vision JetTM eine Funktion für Notfälle erhalten, um das Flugzeug zum nächsten Flugplatz und sicher zu Boden zu bringen. Safe Return übernimmt die Kontrolle übers Flugzeug und steuert automatisch den nächstgelegenen Flugplatz an. Auch kommuniziert es mit der Flugsicherung. Safe Return ist mit dem Flugzeug-Fallschirm CAPS® (Cirrus Airframe Parachute System®) das zweite Sicherheitssystem für die neueste Version des einstrahligen Kleinflugzeuges von Cirrus, den G2 Vision Jet.

Vision Jet steuert Airport bis zur Landung an

Zean Nielsen, CEO von Cirrus Aircraft, nennt Safe Return „den nächsten Schritt zum autonomen Fliegen“. Der Not-Knopf ist einfach in der Kabine des Vision Jet zugänglich. Per Knopfdruck übernimmt Safe Return die Steuerung, analysiert das Terrain, und per Datenabgleich entscheidet es sich für den bestgeeigneten Flughafen. Gleichzeitig nimmt das System Kontakt zur Flugsicherung auf. Es nutzt das Perspective Touch+TM Flight Deck von Garmin® und analysiert daraus sämtliche Daten wie die Menge an Treibstoff im Tank und wählt am Zielflughafen den Anflug und je nach Windverhältnissen eine Piste aus.

Cirrus Vision Jet: Neue Funktionen eingeführt

Dabei werden neue Funktionen genutzt wie Autothrottle, das dieses Jahr im G2 Vision Jet eingeführt wurde. Die automatische Flugkontrolle ermöglicht die Geschwindigkeits- und Höhenregelung sowie die Route. Automatisch wird die ATC auch mit auf der Notruffrequenz 121,5 informiert, regelmäßig werden Fluginformationen übermittelt. Das System steuert auch automatisch die Klappen und kann das Fahrwerk ausfahren. Schlussendlich bleibt das Flugzeug stehen. Der Pilot kann den Knopf jedoch inaktivieren.

Austro Control sucht Nachwuchs: Beruf Fluglotse/Fluglotsin

Am Nationalfeiertag der Alpenrepublik war die Flugsicherung bei den Hotspots, der Leistungsschau des Bundesheeres am Wiener Heldenplatz und am Innsbrucker Flughafenfest, mit der Austro Control Crew vor Ort.

Ausbildungsmodalitäten bei Austro Control

Tausende Besucherinnen und Besucher informierten sich in zahlreichen Gesprächen über die spezifischen Ausbildungsmodalitäten und ließen sich von Experten vor Ort durch die faszinierende Welt der Flugsicherung führen. Mit „Startfrei“ wirbt Austro Control österreichweit für den Beruf des Fluglotsen/der Fluglotsin.

Flugsicherung direkt kennenlernen

Als absoluter Magnet zog die Flugsicherungskonsole – das Arbeitsgerät der Fluglotsen/-innen – die Aufmerksamkeit der Besucher in den Bann, gibt sie doch zusammen mit den fachkundigen Erläuterungen unserer Profis einen anschaulichen Einblick in die tägliche Arbeit des Fluglotsen/der Fluglotsin.

„Startfrei“ zur Karriere als Fluglotse/Fluglotsin

Gesucht werden Maturantinnen und Maturanten, die luftfahrtbegeistert sind und sich der Herausforderung einer anspruchsvollen Ausbildung stellen wollen. Auswahltermine finden laufend statt und Bewerbungen sind jederzeit möglich.

Austro Control sucht Nachwuchs: Beruf Fluglotse/Fluglotsin
Austro Control sucht Nachwuchs: Beruf Fluglotse/Fluglotsin

Flughafen Hamburg nimmt Portal FAIR@Link in Betrieb

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Am Flughafen Hamburg geht das neue Portal FAIR@Link – nach sechsmonatiger Testphase – für die digital unterstützte Air Cargo Abfertigung im Cargo Center in Betrieb.

Der Luftfrachtmarkt hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Expressdienstleister haben neue Maßstäbe für den Versand von Luftfrachtgütern gesetzt, die insbesondere auf schnellere Durchlaufzeiten setzen und damit den klassischen Luftfrachtmarkt unter Druck setzen.

FAIR@Link: Schritt ins Digitale

Mehr Nachhaltigkeit und Transparenz sowie schnellere und effizientere Prozesse für die an den Umschlagsprozessen beteiligten Unternehmen, das sind die Ziele des Flughafens zusammen mit einer Pilotgruppe und dem Softwarespezialisten DAKOSY. Als einer der ersten deutschen Flughäfen hat Hamburg Airport reagiert und die Digitalisierung der Prozesse vorangetrieben, bestätigt Alexander Müller, Leiter Cargo am Hamburg Airport: „Die neue Plattform ist für uns ein wichtiger Schritt in die digitale Zukunft. Mit FAIR@Link können wir die Umschlagsprozesse entscheidend verbessern und das steigende Verkehrsaufkommen landseitig effizienter abwickeln. Gleichzeitig steigern wir die Nachhaltigkeit und fördern ein umweltverträgliches Wachstum des Standorts.“

Über FAIR@Link können die Spediteure Zeitfenster für die Anlieferung buchen. Es resultieren verkürzte Abfertigungs- und Wartezeiten, mehr Transparenz entlang der Transportkette und eine verbesserte Dokumentation für die Handlingagenten, da sie die Daten nicht mehr neu erfassen müssen – was wiederum Fehler vermeidet und Zeit einspart. Besonderer Vorteil der Digitalisierung ist, dass durch das System die Export-Zollanmeldungen vorbereitet und bei Einfahrt in den Zollamtsbezirk Hamburg-Flughafen automatisch und elektronisch dem Zoll gestellt werden können.

Slotbuchung sorgt für bessere Planbarkeit

Alle Teilnehmer konnten bereits in der Pilotphase spürbare Verbesserungen in ihren Abläufen feststellen. Zu den Pilotteilnehmern zählten neben Hamburg Airport und DAKOSY die Spediteure CROSS FREIGHT, Delta-Stallion, a.hartrodt und SABLE, die Handlingagenten LUG und Swissport, das Zollamt Hamburg-Flughafen sowie der Verein Hamburger Spediteure. Für die Spediteure bringt Jens Sorgenfrei, Geschäftsführer der CROSS FREIGHT Internationale Speditionsges. mbH, die Vorteile auf den Punkt: „Über FAIR@Link vorangemeldete Transporte werden von den Handlingagenten am Airport bevorzugt abgefertigt. Durch die Slot-Termine sparen wir täglich einige Stunden ein. Die Prozesse sind planbarer. Insgesamt profitieren wir bei der Zoll- und der Rampenabfertigung.“

Ebenfalls positiv äußert sich Dr. Jürgen Vogt, Geschäftsführer der LUG Hamburg für die Handlingagenten: „Mit der Slotbuchung erhalten wir bereits vor Ankunft der Ware alle Informationen in unser EDV-System. Die Daten müssen bei der Dokumentenannahme nicht erneut erfasst werden. Dadurch realisieren wir deutliche Zeiteinsparungen und beschleunigen den Annahmeprozess. Wir gewinnen mit FAIR@Link mehr Transparenz über die Prozesse und können unsere Kapazitäten hinsichtlich der Rampen- und Personalverfügbarkeit besser steuern.“

DAKOSY unterstützt Digitalisierungsprozess am Hamburger Flughafen

Die Plattform wurde von DAKOSY entwickelt, die auch das Port Community System für den Hamburger Hafen und das Cargo Community System für den Frankfurter Flughafen betreibt. Ulrich Wrage, Vorstand der DAKOSY, freut sich, dass sein Unternehmen den Digitalisierungsprozess am Hamburger Flughafen unterstützen kann: „Durch Vernetzung und intelligente Prozessunterstützung kann FAIR@Link die physischen Prozesse zwischen den Unternehmen optimieren und eine deutlich schnellere und transparentere Abwicklung erreichen. Darüber hinaus fördert die Plattform die ökologischen Aspekte, denn eine optimierte Verkehrsteuerung und verringerte Abfertigungs- und Wartezeiten führen zu CO2-Einsparungen. Und nebenbei wird auch Papier gespart.“

Airbus veröffentlicht Geschäftszahlen per 3. Quartal

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Airbus SE hat seine konsolidierten Ergebnisse für die ersten neun Monate 2019 veröffentlicht. Der Auftragsbestand bei Airbus belief sich zum 30. September 2019 auf 7.133 Zivilflugzeuge. Die Zahl der Nettobestellungen bei Hubschraubern lag bei 173 (9M 2018: 230 Hubschrauber), darunter 12 Maschinen vom Typ H135 im dritten Quartal.

Der Auftragseingang nach Wert bei Airbus Defence and Space betrug insgesamt 6,1 Mrd. Euro. Dieser umfasste im dritten Quartal wichtige Vertragsabschlüsse bei Space Systems. Die Zahl der Bruttobestellungen für Zivilflugzeuge betrug insgesamt 303 (9M 2018: 311 Flugzeuge), darunter allein im dritten Quartal 20 A330neo und 22 A350 XWB; die Nettobestellungen lagen bei 127 Flugzeugen (9M 2018: 256 Flugzeuge). „Die Finanzergebnisse der ersten neun Monate spiegeln in erster Linie die Performance im Zivilflugzeuggeschäft wider und sind sowohl auf den Produktionshochlauf bei der A320neo als auch auf die Fortschritte beim A350-Programm zurückzuführen“, erläutert Guillaume Faury, Chief Executive Officer von Airbus.

Industriehochlauf für Airbus A320neo und A350 XWB

„Unser Fokus liegt hauptsächlich auf dem Produktionshochlauf bei der A320neo-Familie und der Verbesserung der industriellen Abläufe, während wir gleichzeitig die höhere Komplexität bei der ACF-Version der A321 managen. Unsere Auslieferungszahlen in den ersten neun Monaten und die überarbeitete Auslieferungsprognose für das Jahr spiegeln die grundlegenden Maßnahmen wider, mit denen wir einen effizienteren Auslieferungsfluss in den nächsten Jahren gewährleisten werden. Dies erfolgt im Hinblick auf die für 2021 angestrebte Produktionsrate von monatlich 63 Flugzeugen der A320-Familie. Die Free Cash Flow-Prognose für das Gesamtjahr haben wir angepasst, um der geänderten Auslieferungsprognose Rechnung zu tragen, während die Zielvorgabe für das bereinigte EBIT beibehalten wird. Unser Fokus liegt darauf, unsere Kundenzusagen einzuhalten und das Produktionssystem der Zukunft vorzubereiten.“

Der Konzernumsatz erhöhte sich auf 46,2 Mrd. Euro (9M 2018: 40,4 Mrd. Euro). Dies ist insbesondere auf den Anstieg bei den Auslieferungen, einen günstigen Mix und die positive Entwicklung der Wechselkurse zurückzuführen. Insgesamt wurden 571 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert (9M 2018: 503 Flugzeuge), davon 33 A220, 422 Maschinen der A320-Familie, 34 A330, 77 A350 und fünf A380. Airbus Helicopters lieferte 209 Maschinen aus (9M 2018: 218 Hubschrauber). Die Umsatzzahlen blieben stabil, da das Wachstum im Bereich Services die zeitliche Staffelung bei Umsätzen der Programme ausglich. Im September wurde die tausendste Super Puma ausgeliefert. Der Umsatzanstieg bei Airbus Defence and Space wurde in erster Linie von der Geschäftstätigkeit von Military Aircraft getragen.

Das konsolidierte bereinigte EBIT – eine alternative Finanzkennzahl und ein Schlüsselindikator zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung wesentlicher Aufwendungen oder Erträge aus Rückstellungsveränderungen für Programme, Restrukturierung oder Währungsschwankungen sowie Veräußerungsgewinne/-verluste aus dem Verkauf oder Erwerb von Unternehmen – stieg auf 4.133 Mio. Euro (9M 2018: 2.738 Mio. Euro) und wurde in erster Linie von der Performance im zivilen Flugzeuggeschäft von Airbus getragen.

Das bereinigte EBIT von Airbus verzeichnete einen kräftigen Anstieg auf 3.833 Mio. Euro (9M 2018: 2.340 Mio. Euro), was insbesondere dem A320-Produktionshochlauf, dem Premium Pricing der NEO-Version, einer verbesserten finanziellen Performance des A350-Programms und der günstigen Entwicklung der Wechselkurse, die bereits im ersten Halbjahr 2019 eintrat, zu verdanken ist.

Beim A320-Programm waren 338 der insgesamt 422 Auslieferungen NEO-Versionen. Der Produktionshochlauf der ACF-Version (Airbus Cabin Flex) der A321 dauert an und bleibt herausfordernd. Das ACF-Programm wird im vierten Quartal 2019 weiter hochgefahren, wobei die Verbesserung des industriellen Reifegrads des Programms auch im Jahresverlauf 2020 herausfordend sein wird. Airbus sondiert weiterhin Möglichkeiten, den Anteil der A321 an der aktuellen Produktionskapazität der A320-Familie zu erhöhen. Der Produktionshochlauf bei der A330neo setzte sich fort: 26 der insgesamt 34 im Neunmonatszeitraum ausgelieferten A330 waren A330neo. Bei der A350 wurden weiterhin gute Fortschritte erzielt; die laufenden Kosten nähern sich den Zielvorgaben an. Damit ist das Programm auf gutem Weg, die Gewinnschwelle dieses Jahr zu erreichen.

Airbus Projekte und Kampagnen: Fortschritte in den Sparten

Das bereinigte EBIT von Airbus Helicopters blieb mit 205 Mio. Euro stabil (9M 2018: 202 Mio. Euro) und spiegelt einen höheren Beitrag aus dem Services-Geschäft wider, der durch einen ungünstigeren Auslieferungsmix teilweise kompensiert wurde. Airbus Defence and Space verzeichnete ein bereinigtes EBIT von insgesamt 355 Mio. Euro (9M 2018: 409 Mio. Euro), das vor allem den Aufwand zur Unterstützung laufender und künftiger Kampagnen widerspiegelt. Der Fokus der Division liegt vor allem auf einer Verbesserung der Performance in allen Geschäftsfeldern.

Zehn A400M-Militärtransportflugzeuge wurden ausgeliefert. Damit befanden sich zum 30. September 2019 84 dieser Maschinen im Betrieb. Im dritten Quartal wurden wichtige Meilensteine auf dem Weg zur vollen Einsatzfähigkeit des Flugzeugs erreicht. Dazu zählten das erfolgreiche Absetzen von 58 Fallschirmjägern aus einer Seitentür und das gleichzeitige Absetzen von 80 Fallschirmjägern aus beiden Seitentüren in einem Durchgang sowie Hubschrauber-Luftbetankungsübungen mit einer H225M.

Der Mittelabfluss bei der A400M reduziert sich, die Entwicklung entspricht in diesem Bereich jedoch noch nicht den Zielvorgaben. Airbus wird seine Entwicklungstätigkeiten mit Blick auf die Einhaltung des überarbeiteten Zeitplans für den Fähigkeitsaufwuchs fortsetzen. Die Nachrüstungsarbeiten schreiten gemäß dem Zeitplan voran, der mit den Kunden vereinbart wurde. Insbesondere bei den Exporten bleiben Herausforderungen weiterhin bestehen.

Die konsolidierten Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 2.150 Mio. Euro (9M 2018: 2.103 Mio. Euro). Das konsolidierte berichtete EBIT erhöhte sich auf 3.431 Mio. Euro (9M 2018: 2.683 Mio. Euro), einschließlich Nettoanpassungen in Höhe von -702 Mio. Euro. Diese Anpassungen beinhalteten:

  • einen negativen Beitrag in Höhe von -253 Mio. Euro aufgrund der Differenz von Dollar-Zu- und ‑Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und aufgrund bilanzieller Neubewertungen;
  • eine Belastung in Höhe von -221 Mio. Euro, davon -13 Mio. Euro im dritten Quartal 2019, aufgrund der anhaltenden Aussetzung von Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter an Saudi-Arabien durch die Bundesrepublik Deutschland, die nun bis März 2020 verlängert wurde;
  • eine Belastung in Höhe von -158 Mio. Euro durch Kosten im A380-Programm, davon ‑22 Mio. Euro im dritten Quartal 2019, im Zuge der fortlaufenden Einschätzung der Wiedereinbringbarkeit von Ressourcen und der vierteljährlichen Prüfung der Drohverlustrückstellungen;
  • weitere Aufwendungen in Höhe von -70 Mio. Euro.

Der konsolidierte Gewinn je Aktie lag bei 2,81 Euro (9M 2018: 1,88 Euro) und umfasste negative Auswirkungen aus dem Finanzergebnis, insbesondere im Zusammenhang mit Verlusten aus Wechselkurs-Effekten bereits im zweiten Quartal 2019, die auf die weitere Aussetzung der Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter zurückzuführen sind. Das Finanzergebnis lag bei -233 Mio. Euro (9M 2018: -413 Mio. Euro). Die finanziellen Auswirkungen der Aussetzung von Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter sowie die Neubewertung von Steueransprüchen und -verbindlichkeiten wirkten sich auch auf den effektiven Steuersatz aus. Das konsolidierte Konzernergebnis (Net Income)1 lag bei 2.186 Mio. Euro (9M 2018: 1.453 Mio. Euro).

Der konsolidierte Free Cash Flow vor Fusionen und Übernahmen sowie Kundenfinanzierungen belief sich auf -4.937 Mio. Euro (9M 2018: -4.169 Mio. Euro) und spiegelt insbesondere den Aufbau von Nettoumlaufvermögen für künftige Auslieferungen wider, einschließlich der kurz vor der Auslieferung stehenden Flugzeuge in späten Produktionsphasen. Der konsolidierte Free Cash Flow betrug -5.127 Mio. Euro (9M 2018: ‑3.928 Mio. Euro).

Die konsolidierte Nettoliquidität belief sich zum 30. September 2019 auf 5,6 Mrd. Euro (Jahresende 2018: 13,3 Mrd. Euro), nachdem im zweiten Quartal 1,3 Mrd. Euro an Dividenden für das Jahr 2018 gezahlt wurden. Die Bruttoliquidität belief sich zum 30. September auf 17,8 Mrd. Euro (Jahresende 2018: 22,2 Mrd. Euro).

Drohende US-Zölle auf Flugzeuge von Airbus

Angesichts der jüngsten Entwicklungen im WTO-Streit hat der US-Handelsbeauftragte (United States Trade Representative – USTR) entschieden, mit Wirkung zum 18. Oktober 2019 Zölle auf Airbus-Verkehrsflugzeuge zu erheben, die aus der EU in die USA importiert werden. Die Zölle betreffen, wie angekündigt, keine Komponenten, die von Europa nach Mobile, USA geliefert werden.

Airbus arbeitet mit seinen US-amerikanischen Kunden am Management der Konsequenzen dieser Zölle. Eine mögliche Entscheidung der EU, Zölle auf US-Produkte zu erheben, sollte zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Airbus setzt sich weiterhin für eine Verhandlungslösung ein2.

Ausblick: Neuer Rekord von 860 Flugzeugen

Der Ausblick des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2019 basiert auf der Erwartung, dass Weltwirtschaft und Luftverkehr gemäß den vorherrschenden unabhängigen Prognosen wachsen. Diese beruhen auf der Prämisse, dass es zu keinen größeren Turbulenzen kommt. Die Prognosen für Gewinn und Free Cash Flow für das Jahr 2019 werden vor Fusionen und Übernahmen ermittelt.

  • Airbus strebt für 2019 an, rund 860 Zivilflugzeuge zuliefern, auf Basis des überarbeiteten Lieferplans.
  • Auf dieser Grundlage gilt: Airbus behält die erwartete Steigerung des bereinigten EBITs um ca. 15 Prozent gegenüber 2018 bei.

Airbus erwartet jetzt einen Free Cash Flow vor Fusionen und Übernahmen sowie Kundenfinanzierungen von ca. drei Mrd. Euro.

Airbus: konsolidierte Neunmonatsergebnisse

Beträge in Euro.

Airbus, konsolidiert9M 20199M 2018Veränderung
Umsatz, in Mio.46.16840.421+14%
davon Verteidigung, in Mio.6.231 6.141+1%
EBIT (bereinigt), in Mio.4.133 2.738+51%
EBIT (berichtet), in Mio.3.431 2.683+28%
Forschungs- undEntwicklungsaufwendungen,in Mio.2.150 2.103+2%
Konzernergebnis (Net Income)1, in Mio.2.1861.453+50%
Gewinn je Aktie2,81 1,88+49%
Free Cash Flow (FCF), in Mio.-5.127-3.928
Free Cash Flowvor Fusionen & Übernahmen, in Mio.-4.902-4.342
Free Cash Flow vor Fusionen & Übernahmenund Kundenfinanzierungen, in Mio.-4.937-4.169
Airbus, konsolidiert30. September 201931. Dezember 2018Veränderung
Nettoliquidität, in Mio.5.57613.281-58%
Mitarbeiter135.978133.671+2%

Nach GeschäftsbereichUmsatzEBIT (berichtet)
(Beträge in Mio. €)9M20199M2018Veränderung9M20199M2018Veränderung
Airbus35.57230.478+17%3.4052.238+52%
Airbus Helicopters3.7123.755-1%203179+13%
Airbus Defence and Space7.7067.051+9%83479-83%
Transversal & Eliminierungen-822-863-260-213
Summe46.16840.421+14%3.4312.683+28%

Nach GeschäftsbereichEBIT (bereinigt)
(Beträge in Mio. €)9M20199M2018Veränderung
Airbus3.8332.340+64%
Airbus Helicopters205202+1%
Airbus Defence and Space355409-13%
Transversal & Eliminierungen-260-213
Summe4.1332.738+51%

Nach GeschäftsbereichAuftragseingang (netto)Auftragsbestand


9M 20199M 2018Veränderung30. September 201930. September 2018Veränderung
Airbus, in Stückzahlen127256-50%7.1337.383-3%
Airbus Helicopters, in Stückzahlen173230-25%681704-3%
Airbus Defence and Space, in Mio. €6.0644.988+22%n. z.n. z.n. z.

Der Umsatz im dritten Quartal 2019 war stabil. Der Rückgang der Auslieferungszahlen bei Zivilflugzeugen wurde durch eine günstige Wechselkursentwicklung sowie den höheren Umsatz von Airbus Defence and Space ausgeglichen.

Das bereinigte EBIT für das dritte Quartal 2019 war stabil, da der Rückgang der Auslieferungszahlen bei den Zivilflugzeugen durch die Umstellung auf die NEO-Version und Fortschritte im A350-XWB-Programm ausgeglichen wurde.

Das berichtete EBIT für das dritte Quartal 2019 ging um 14 Prozent zurück. Hier sind Nettoanpassungen in Höhe von € -266 Mio. berücksichtigt, die in diesem Quartal erfasst wurden. Die Nettoanpassungen für das dritte Quartal 2018 lagen bei € -13 Mio.

Das Konzernergebnis im dritten Quartal 2019 war stabil, was vor allem auf das niedrigere berichtete EBIT zurückzuführen war, das durch ein verbessertes Finanzergebnis und einen niedrigeren effektiven Steuersatz ausgeglichen wurde.

Fußnoten:
1. Airbus SE verwendet weiterhin den Begriff Konzernergebnis (Net Income). Das Konzernergebnis ist identisch mit dem Ergebnis, das den Eigentümern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht.
2. Einzelheiten zum WTO-Streit entnehme man dem Jahresabschluss und insbesondere Anmerkung 23 „Litigation and Claims“ der „Unaudited Condensed Interim Financial Information of Airbus SE for the nine-month period ended 30 September 2019“ auf der Airbus-Seite.

Herdeffizienz: Ryanair kompensiert Flug-CO2

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Ryanair bezifferte, dass die Spenden ihrer Passagiere 280.000 Tonnen CO2 durch die Verteilung von Tausenden von kraftstoffsparenden Kochherden in Uganda ausgeglichen haben.

Das „Improved Cookstoves Project“ von Ryanair wird in Partnerschaft mit First Climate von Ryanair-Kunden über das Klimaschutzprogramm der Airline finanziert, das die Möglichkeit bietet, die CO₂-Kosten von Flügen durch eine freiwillige Spende an die Umweltpartner von Ryanair am Ende des Buchungsprozesses auszugleichen.

Flugreisen: CO2-Kompensation durch Herde

Über 90 Prozent der Ugander (und fast drei Milliarden Menschen weltweit) kochen täglich über offenem Feuer oder auf einfachen Holzkohle-Öfen. Die verwendete Holzkohle oder das Holz setzt Toxine, Rauch und Treibhausgase wie CO2 und Methan frei, die beide zum Klimawandel beitragen. Darüber hinaus gehen jedes Jahr zwei Prozent der Waldfläche Ugandas verloren, wobei die Nutzung von Brennholz der zweitgrößte Treiber der Entwaldung nach der Landrodung ist.

Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair, sagte: „Wir freuen uns, dass immer mehr Kunden mit freiwilligen Spenden im Rahmen unserer Carbon Offset Initiative dazu beitragen. Projekte wie die „Improved Cookstoves“ von First Climate beweisen, dass diese Spenden bedeutende und greifbare Ergebnisse für Umwelt und Gesellschaft bringen… Wir danken ihnen aufrichtig, dass sie solche Projekte ermöglicht haben.“

CEO von First Climate Jochen Gassner sagte: „Nur dank freiwilliger Verpflichtungen von Ryanair und den Passagieren können Projekte wie das Uganda Improved Cookofoves Project umgesetzt werden. Dieses Engagement ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und trägt auch dazu bei, das Leben von Tausenden von lokalen Familien zu verbessern. Wir sind dankbar für die Unterstützung, die wir für das Projekt erhalten.“

Flughafen Hamburg initiiert weiteren Lärmschutz

Lärmschutzmaßnahmen für Häuser im Nahbereich des Flughafens Hamburg, die erstmals an einem Programm teilnehmen können, sollen finanziert werden. Das Fördergebiet umfasst einen Umkreis von 1.300 Metern um das Startbahnkreuz.

Gemeinsam mit den Fluggesellschaften, die Hamburg Airport regelmäßig nutzen, startet der Flughafen zum 01. Dezember 2019 ein neues, freiwilliges Lärmschutzprogramm. Damit werden  1.600 Haushalte außerhalb der bestehenden gesetzlichen Schutzzonen werden mit dem neuen Programm zusätzlich gefördert.

Fluglärm für Anwohner ein Thema

„Die Initiative zeigt, dass der Flughafen und die Fluggesellschaften das Thema Lärmschutz sehr ernst nehmen. Ich kann die Bürgerinnen und Bürger nur auffordern, das Angebot auch in Anspruch zu nehmen“, sagt Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg.

Das neue, freiwillige Lärmschutzprogramm stärkt den passiven Schallschutz weit über die gesetzlichen Forderungen hinaus und ist ein Baustein des 16-Punkte-Plans vom Hamburger Senat. „Zusammen mit unseren Airline-Partnern gehen wir einen Schritt weiter für noch mehr Schallschutz und fördern Haushalte außerhalb der gesetzlichen Schutzzone im Nahbereich“, sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. „Damit erweitern wir unser jahrelanges, gemeinsames Engagement für die Flughafen-Nachbarschaft.“

Auch Ralf Teckentrup, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), unterstreicht die Bedeutung der gemeinsamen Initiative: „Die Fluggesellschaften möchten mit dem neuen Programm einen weiteren Beitrag dazu leisten, die Mobilitätsbedürfnisse unserer Bevölkerung mit den Interessen der Flughafen-Anwohner in Einklang zu bringen. Auch unser Ziel ist es, die in der Nähe des Flughafens Hamburg unvermeidlichen Belastungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren und die Anwohner so weit wie möglich zu entlasten.“

Michael Hoppe, Generalsekretär des Board of Airline Representatives in Germany (BARIG): „Mit dem neuen Programm setzen wir mit Augenmaß unser Engagement in diesem Bereich und die jahrzehntelange gute Partnerschaft mit dem Flughafen bei Schallschutzprojekten fort und leisten einen weiteren Beitrag für mehr Lärmschutz der Anwohner.“

Ergänzungen der gesetzlichen Vorgaben

Das freiwillige Förderprogramm ergänzt das aktuell laufende 9. Lärmschutzprogramm nach dem bestehenden Fluglärmgesetz. Bereits bearbeitete Anträge werden, auf Antrag des Eigentümers, vom Flughafen für eine weitere mögliche Förderung überprüft. Die rund 1.600 Haushalte, die für die freiwillige Förderung in Frage kommen, sowie die ca. 400 Haushalte als mögliche Zweitantragsteller, sollen per Flyer über die Details des neuen Programms informiert werden. Die Antragsunterlagen werden rechtzeitig auf der Internetseite von Hamburg Airport zum Herunterladen bereitgestellt.

Das freiwillige Lärmschutzprogramm von Hamburg Airport und den hier verkehrenden Fluggesellschaften wird in Anlehnung an das gesetzliche Lärmschutzprogramm umgesetzt und läuft längstens bis Anfang 2022. Es gilt für Aufenthalts- und Schlafräume. Gefördert werden unter anderem der Einbau von Schallschutzfenstern und automatischen Schließeinrichtungen für Fenster, aber auch die Installation von Schalldämmlüftern in Schlaf- und Kinderzimmern.

„Blue Flag“: Luftwaffe sendet Eurofighter nach Israel

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Sechs Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter und etwa 140 deutsche Soldatinnen und Soldaten werden für eine gemeinsame Luftkampfübung in diesen Tagen auf die Luftwaffenbasis Owda im Süden Israels verlegt.

Luftkampfübung „Blue Flag“

„Blue Flag“ ist eine internationale Luftkampfübung der Israelischen Luftwaffe. Nach der Premiere in 2017 nimmt die Deutsche Luftwaffe erneut an „Blue Flag“ in Israel teil. Vom 03. bis zum 14. November 2019 werden über der Negev-Wüste verschiedene Luftoperationen in unterschiedlichen Szenarien im multinationalen Verbund geübt. Neben Jets aus dem Gastgeberland werden auch Kampfflugzeuge aus den USA, Italien und Griechenland in das Übungsgeschehen eingebunden sein, welches u.a. den Luftkampf und auch Luft-Boden-Einsätze beinhaltet.

Luftwaffe: Eurofighter üben in Israel

Der Großteil der deutschen Soldaten sowie die sechs Eurofighter kommen aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ im ostfriesischen Wittmund. Oberstleutnant Manuel Last steht an der Spitze des deutschen Kontingents: „Es ist mir eine Ehre, das Kommando in Israel anführen zu dürfen. Natürlich war es viel Arbeit, bei der Vorbereitung alle Fäden zusammenzuführen. Jedoch erwartet uns alle eine spannende Aufgabe, da es sich um keine klassische NATO-Übung handelt. Es wird besonders interessant sein, die Verfahren unserer israelischen Freunde zu verfolgen und mit ihnen vor Ort zusammenzuarbeiten.“

Deutsche Teilnahme an „Blue Flag“

„Blue Flag“ findet seit 2013 im zweijährigen Rhythmus statt. 2017 nahmen erstmals deutsche Kampfflugzeuge (im Bild) an der Übung in Israel teil. Die erneute deutsche Teilnahme 2019, fast 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, ist für die Luftwaffe Ausdruck der äußerst konstruktiven, vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Luftstreitkräften, wie sie sich auch bei der Ausbildung deutscher Heron-Crews in Israel widerspiegelt.

IndiGo bestellt 300 Flugzeuge Airbus A320neo

IndiGo, eine Airline aus Indien, hat bei Airbus 300 Passagierflugzeuge bestellt. Der feste Auftrag gilt der Flugzeugfamilie A320neo und ist eine der größten Bestellungen für Airbus überhaupt.

IndiGo kauft die Muster A320neo, A321neo und den Langstreckenjet A321XLR. Die Flotte von IndiGo wird damit auf 730 bestellte Airliner der A320neo-Familie anwachsen. Auch Indien ist für die Luftfahrt ein Wachstumsmarkt, den die low-cost-Fluggesellschaft, größter Kunde von Airbus-Passagierflugzeugen, noch besser bedienen will.

IndiGo bestellt 300 Flugzeuge Airbus A320neo
IndiGo bestellt 300 Flugzeuge Airbus A320neo

Fleißige Flieger von A320neo

IndiGo ist schon eine der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften weltweit. Sie flottete ihren ersten A320neo 2016 ein, und auch jetzt sind es mit schon 97 Flugzeugen die meisten A320neo in einer Flotte, neben schon 128 A320ceo. Über den üblichen Preisrabatt anlässlich einer Großbestellung teilte Airbus nichts mit. Der Listenpreis liegt bei rund 30 Mrd. US-Dollar.

IndiGo bestellt 300 Flugzeuge Airbus A320neo
IndiGo bestellt 300 Flugzeuge Airbus A320neo

CH-53K von Rheinmetall und Sikorsky: Logistik am LEJ

Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung wollen Sikorsky und der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall am Flughafen Leipzig/Halle ein Logistikzentrum sowie ein Fleet-Management-Center für die CH-53K aufbauen.

Sikorsky und Rheinmetall bewerben sich aktuell mit einem Konsortium aus mehr als zehn führenden deutschen Technologieunternehmen, darunter MTU Aero Engines, Autoflug, Hydro, Hensoldt, ZF Friedrichshafen sowie Rohde & Schwarz, mit dem CH-53K „King Stallion“ um die Nachfolge im Beschaffungsprojekt „Schwerer Transport­hubschrauber“ (STH). Dies könnte die Ansiedlung zahlreicher Arbeitsplätze bedeuten sowie den Wirtschaftsstandort Leipzig und den hiesigen Flughafen erheblich stärken. Die Bundeswehr will Anfang 2021 über die Vergabe des neuen Transporthubschraubers entscheiden.

Flughafen Leipzig/Halle: Instandhaltung der CH-53K

Über ihre Absicht, das für den Betrieb des Hubschraubers notwendige Zentrum in Leipzig errichten zu wollen, informierten Rheinmetall und der renommierte US-Hubschrauberhersteller Sikorsky, ein Unternehmen von Lockheed Martin, bereits Vertreter der Landespolitik, der Wirtschaftsförderung Sachsen sowie des Flughafenbetreibers.

Mike Schmidt, Geschäftsführer Rheinmetall Aviation Services GmbH: „Wir befinden uns in fortgeschrittenen Gesprächen zu einem Logistik- und Projektsteuerungs-Hub am Leipziger Flughafen. Wir freuen uns über die bislang sehr positive Resonanz. Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung könnte in Leipzig die Versorgung des neuen Bundeswehr-Transporthubschraubers sowie die Projektsteuerung zentral und effizient durchgeführt werden. Auch denken wir bei der Rheinmetall Aviation Services darüber nach, den Firmensitz nach Leipzig zu verlegen. Für die Region würde das Projekt eine Ansiedlung wichtiger Industrie und damit verbundener Arbeitsplätze bedeuten.“

Christian Albrecht, International Business Development Manager bei Sikorsky und ehemaliger Hauptmann beim Hubschraubergeschwader 64 in Holzdorf, ergänzte: „Wir haben in Deutschland ein starkes Industrieteam aufgebaut, das die Verfügbarkeit der CH-53K-Flotte für die Luftwaffe sicherstellen wird. 70 Prozent der Wartungsarbeiten sollen in Deutschland stattfinden. Mit unseren Plänen für einen Hub am Leipziger Flughafen legen wir den Grundstein, um der Bundeswehr einen über mehrere Jahrzehnte zuverlässigen Hubschrauber anbieten zu können.“

Zentrum für intelligentes Flottenmanagement

Neben der Nutzung existierender Hangars und Lagerflächen am Flughafen Leipzig/Halle sehen die Pläne von Sikorsky und Rheinmetall die Unterbringung eines Flotten-Management-Zentrums vor, in dem technische Daten der Hubschrauber ausgewertet werden können. Der CH-53K ist der modernste, intelligenteste und leistungsfähigste schwere Transporthubschrauber, der je gebaut wurde.

Als solcher verfügt der Hubschrauber über ein integriertes „Health & Monitoring System“ (IVHMS), das den Betrieb des gesamten Luftfahrzeugs überwacht, den Wartungsbedarf wichtiger Bauteile erkennt und deren Instandhaltung vereinfacht. Zusätzlich sollen Teile des Projektteams direkt am Flughafen angesiedelt werden. Die Frist zur Abgabe eines Angebots für STH endet im Januar 2020. Anfang 2021 soll die Entscheidung über die Vergabe fallen.

KLM im Codeshare mit Gulf Air bis Indien

KLM Royal Dutch Airlines hat jetzt ein Codesharing mit Gulf Air gestartet. Beide Fluggesellschaften tauschen auf bestimmten Strecken die Flugnummern.

Die Nationale Airline des Königtums Bahrain Gulf Air und KLM haben damit begonnen, ein Memorandum of Understanding (MoU) umzusetzen. Gulf Air bietet nun GF-Flugnummern auf von KLM geflogenen Strecken von Bahrain nach Amsterdam und von Amsterdam nach Frankfurt an.

KLM erweitert Streckennetz

Im Gegenzug werden Flüge auf Strecken von Gulf Air ab Bahrain nach Sialkot, Karachi, Lahore und Peshawar mit KL-Flugnummern bedient. Die europäische Airline baut somit ihr Netzwerk in den Mittleren Osten aus, den sie als starken Markt für Geschäftsreisende und Urlauber betrachtet. Bis hin nach Indien bieten sich nun mehr Umsteigemöglichkeiten aus den Niederlanden.

Flughafen Stuttgart erhält E-Schlepper fürs Vorfeld

Zuwachs für die Elektroflotte des Flughafen Stuttgart: Seit kurzem transportieren vier mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestattete Cargo-Schlepper Frachtgüter von und zu den Maschinen.

Cargo-Schlepper am Flughafen Stuttgart

Die neuen E-Fahrzeuge der Firma Goldhofer aus Ostfildern ersetzen die bisherigen Diesel-Modelle. Über 36.000 Tonnen Luftpost und Luftfracht werden jährlich in Stuttgart umgeschlagen.

Ziel: Emissionsfreier Flughafenbetrieb bis 2050

Seit 2013 elektrifiziert der schwäbische Landesairport schrittweise seinen Abfertigungsbetrieb mit dem Ziel eines emissionsfreien Flughafenbetriebs bis 2050.

Beschwerde von Parndorf gegen dritte Piste abgelehnt

Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat die Behandlung der Beschwerde der Gemeinde Parndorf gegen den Bau der dritten Piste am VIE abgelehnt. Nach der Zurückweisung durch das Bundesverwaltungsgericht im Juni 2019 sieht der Flughafen Wien darin einen weiteren Beleg für die Substanzlosigkeit dieser Beschwerde.

Bereits seit längerem beschäftigt die Gemeinde Parndorf die österreichischen Behörden mit der Behauptung, die Gemeinde sei über das seit 2007 laufende UVP-Projekt der dritten Piste am Flughafen Wien nicht informiert worden und hätte daher ihre Stellungnahmerechte nicht wahrnehmen können. Das Bundesverwaltungsgericht hat dazu unter anderem festgestellt, dass die Kundmachungen im UVP-Verfahren gesetzeskonform vorgenommen wurden und die Gemeinde aufgrund ihrer Entfernung zum Flughafen nicht als „betroffen“ anzusehen ist, weil die Vorgaben der Luftverkehr-Lärmimmissionsschutzverordnung eingehalten werden.

Piste Wien: Keine verfassungsrechtliche Frage

Außerdem ist laut Bundesverwaltungsgericht davon auszugehen, dass die Gemeinde aufgrund der medialen Berichterstattung außerdem bereits lange vor der behördlichen Kundmachung vom Projekt Dritte Piste Kenntnis hatte. Das BVwG hat daher die Beschwerde abgewiesen. Der danach von der Gemeinde Parndorf angerufene Verfassungsgerichtshof hat nun die Behandlung dieser Beschwerde abgelehnt, weil dafür keine verfassungsrechtliche Frage zu klären ist, und die Entscheidung an den Verwaltungsgerichtshof (VwGH) abgetreten.

Aus Sicht des Flughafen Wien bestätigt diese Entscheidung einmal mehr, dass der Vorwurf der Gemeinde Parndorf, über eines der größten und längsten UVP-Verfahren des Landes nicht ausreichend informiert gewesen zu sein, ins Leere geht. Bedauerlich ist allerdings, dass zur Bearbeitung dieser absurden Argumentation und trotz juristischer Aussichtslosigkeit beträchtliche Behördenressourcen auf Steuerzahlerkosten gebunden werden, ohne dass die Urheber den verursachten Schaden auch ersetzen müssen.

Badeurlaub und Winterspaß: easyJet Flugziele ab Berlin

Berliner erhalten mit easyJet ab ihren beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld sechs neue Flugzielen im Winterflugplan 2019/2020. Zusätzlich werden diesen Winter die beliebten Verbindungen nach Agadir in Marokko, Hurghada in Ägypten, Akaba in Jordanien sowie auf die Kanarischen Inseln Lanzarote und Las Palmas wieder aufgenommen.

Von der europäischen Städtereise, über Bade- und Erholungsurlaub bis zum aktiven Winterspaß: Mit den neuen Strecken nach Brüssel, Nantes, Åre Östersund, Funchal, Marsa Alam und Marrakesch ist für jede Zielgruppe etwas dabei.

Primus easyJet in Berlin

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „easyJet ist die größte Airline in der Hauptstadtregion und baut ihre Stellung weiter aus. Mit Östersund in Schweden kommt zum Beispiel eine Stadt hinzu, die von den Berliner Flughäfen bisher noch nicht angeflogen wurde. Insgesamt bietet easyJet im kommenden Winter von Schönefeld und Tegel aus insgesamt rund 80 Verbindungen an. Wir freuen uns über die erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Stephan Erler, Country Manager Deutschland bei easyJet: „Wir freuen uns sehr, unseren Fluggästen in Berlin und Brandenburg mit unserem Winterflugplan rund 80 attraktive Verbindungen anbieten zu können und unsere führende Position am Standort Berlin weiter zu festigen…“ Reisenden können die neue easyJet App-Funktion Look&Book nutzen, um Flüge direkt anhand eines Fotos zu buchen. So kommt man unkompliziert und mit nur wenigen Klicks ans Traumziel.

Winterstrecken von easyJet ab Berlin

easyJets Winterflugplan führt neue Städte- sowie Sonnen- und Winterziele ein und bewährtes fort. Manche Verbindungen starten in den nächsten Wochen.

  • Ab Berlin-Tegel können Reisende diesen Winter mit den neuen ganzjährigen Verbindungen nach Nantes in der französischen Bretagne sowie in die belgische Hauptstadt Brüssel die Schönheit Europas entdecken. Beide Destinationen werden ab dem 28. Oktober bedient. Nantes wird jeweils montags und freitags angeflogen. Brüssel steht täglich im Berliner Flugplan der Airline.
  • Die Sonnenziele Marsa Alam in Ägypten und Funchal auf der portugiesischen Blumeninsel Madeira locken ab dem 02. November Badeurlauber, Wassersportler und Sonnenhungrige. Ab Berlin-Tegel wird Marsa Alam einmal wöchentlich (samstags) angeflogen. Nach Funchal geht es zweimal wöchentlich (jeweils mittwochs und freitags).
  • Winterurlauber können mit der beliebten schwedischen Wintersportregion Östersund ein neues Skigebiet entdecken. Ab dem 15. Dezember fliegt easyJet ab Berlin-Tegel einmal wöchentlich (sonntags) neu Åre Östersund an.
  • In die rote Stadt Marrakesch in Marokko fliegt easyJet ab Berlin-Schönefeld ab dem 05. November. Die Verbindung wird zweimal wöchentlich (jeweils dienstags und samstags) angeboten.

Städteziele ab Dortmund Airport

Während der zweiwöchigen Herbstferien in Nordrhein-Westfalen nutzten 129.836 Passagiere den Dortmund Airport. Das sind 19,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Damit setzt sich der Wachstumstrend am Dortmunder Flughafen fort. Viele Fluggäste nutzten die Herbstferien, um noch einmal in die Sonne zu fliegen: Knapp 11.000 Passagiereflogen vom Dortmund Airport nach Mallorca.

Städte als Hauptziele ab Dortmund

Noch beliebter war nur die Verbindung von Dortmund nach Kattowitz mit knapp 11.200 Fluggästen. Zu den beliebtesten Städten zählten darüber hinaus London und Bukarest vor München und Sofia. „Der anhaltende Wachstumstrend stimmt uns zuversichtlich, dass wir die Zielmarke von 2,5 Millionen Passagieren bis zum Ende des Jahres 2019 ungehindert erreichen werden“, so Flughafen-Chef Udo Mager. Bisher nutzten 2019 knapp 2,26 Mio. Passagiere den Dortmund Airport für ihre Reise.

Lauda fliegt ab Flughafen Münster/Osnabrück nach Wien

Pünktlich um 09:10 Uhr startete der erste Flug von Lauda mit 178 Passagieren vom Flughafen Münster/Osnabrück nach Wien. Vor dem Abflug wurde die Crew des Erstfluges standesgemäß mit Blumen auf dem Vorfeld begrüßt.

Vom FMO nach Wien

Viermal pro Woche geht es ab sofort mit den rot-weißen Fliegern vom FMO in die österreichische Hauptstadt. Geflogen wird immer montags, mittwochs, donnerstags und freitags mit einem modernen Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen. „Mit Wien haben wir endlich wieder das Ziel im Flugplan, das insbesondere von den Unternehmen in der Region am häufigsten nachgefragt wurde“, freute sich FMO-Geschäftsführer Prof. Dr. Rainer Schwarz. Wien ist für Geschäftsreisende und Städtetouristen ein lohnendes Ziel.

Wien bietet viel zu sehen

Kaum eine Metropole in Europa ist so vielfältig. Von den historischen Schlössern, schönen Parks, der berühmten Hofreitschule, den Wahrzeichen der Stadt, wie dem Stephansdom oder dem Wiener Riesenrad, ist jeder Besucher sofort in den Bann gezogen. Auch Shopping-Liebhaber kommen gerade in der Weihnachtszeit in der österreichischen Hauptstadt voll auf ihre Kosten.

Crew des Erstfluges
FMO-Geschäftsführer Prof. Rainer Schwarz (r.), begrüßte die Crew des Erstfluges um Kapitän Eduard Inreiter (l.) gemeinsam mit FMO-Marketingleiter Andrés Heinemann (2.vr.) und Mathias Richter, FMO Aviation Marketing (4.v.r.).

Lockheed C-130 Hercules: 2.600 Flugzeuge ausgeliefert

Bei Lockheed Martin im Werk in Marietta, Georgia, wurde jetzt die 2.600. C-130 Hercules ausgeliefert. Das Flugzeug geht an die Cannon Air Force Base, New Mexico.

Das Programm C-130 Hercules als taktischer Lufttransporter wurde vor drei Tagen an das Spezialkommando der Air Force überstellt. Als MC-130J Commando II Special Operations fliegt die Hercules bei dem Geschwader der Special Operations im US-Bundesstaat New Mexico. In Marietta werden sämtliche C-130 gebaut.

Kürzlich haben die weltweiten Hercules und ihre Nachfolger Super Hercules die Marke von zwei Millionen Flugstunden erreicht. Insgesamt fliegt das taktische Transportflugzeug bei 20 Nationen.

Lufthansa Economy Light Tarif für weitere Srecken

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Der „Economy Light Tarif“ ist sukzessive für weitere interkontinentale Strecken von Austrian Airlines, Lufthansa und SWISS verfügbar. Richtung Nordamerika gibt es das Angebot bereits seit Sommer des letzten Jahres.

Gepäck dazu buchen

Der Tarif richtet sich als günstigste Wahl an preisbewusste Passagiere, die nur mit Handgepäck reisen möchten und auf Ticketflexibilität verzichten. Passagiere können bei Bedarf gegen Gebühr ein Gepäckstück individuell dazu buchen. Mahlzeiten und Getränke an Bord sind für die Passagiere weiterhin kostenlos.

Lufthansa Economy Light Tarif ist exklusiv online buchbar

Der neue Tarif ist exklusiv über Austrian, lh und swiss online sowie bei den Vertriebspartnern der Lufthansa Group buchbar, für die die Tarife über die direkte Schnittstelle (Direct NDC API) verfügbar sind.

Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden: Neuer Winterflugplan

Im aktuellen Winterflugplan am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) gibt es neue und bewährte Flugverbindungen. 

Flugziele ab Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden

AlicanteLondonMalagaMoskauPortoRomTel Aviv können in diesem Winter direkt ab dem Karlsruhe / Baden-Baden erreicht werden.

Zum Ende der Sommerzeit startet TUIfly ab Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden jeweils einmal pro Woche auf die kanarischen Inseln FuerteventuraGran Canaria und Teneriffa-Süd sowie ins ägyptische Hurghada. Im Auftrag des Reiseveranstalters FTI fliegt die Fluggesellschaft FlyEgypt ab dem vierten Februar einmal pro Woche ebenfalls vom FKB nach Hurghada.

Neue Flüge nach Süd und Ost ab Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden

Ryanair bietet mit der marokkanischen Königsstadt Fès und der ukrainischen Hauptstadt Kyiv (Kiew), jeweils zweimal pro Woche spannende neue Städtereiseziele, die entdeckt werden wollen. Neu im Winterflugplan 2019/2020 des FKB sind die Wizz Air Flüge nach Sibiu und Timisoara in Rumänien und Skopje in Nordmazedonien. Alle drei Ziele werden jeweils zweimal wöchentlich bedient. Die Fluggesellschaft Air Serbia rundet mit zwei wöchentlichen Flügen ins serbische Niš das Angebot an neuen Strecken ab.

Fraport Terminal 2 feiert 25. Geburtstag

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Vor 25 Jahren landete das erste Flugzeug am Terminal 2: Eine Boeing 747 der Cathay Pacific aus Hongkong mit 350 Passagieren an Bord. Seit dem offiziellen Betriebsbeginn am 24. Oktober 1994 nutzten rund 200 Millionen Reisende das Terminal 2 als Startpunkt, Zwischenstopp oder Ziel ihrer Reisen.

Mit dem Bau von Terminal 2 setzte der Flughafenbetreiber Fraport in den 1990er-Jahren neue Maßstäbe in der Terminalplanung: Mit einer Gesamtfläche von 430.000 m² war das Terminal 2 als weltweit erstes Terminal für die neue Generation von Großraumflugzeugen ausgelegt. Noch bevor der Flugzeugtyp A380 serienreif war, stellte Fraport damit die Weichen für ein zukunftsfähiges Terminal. Zur Eröffnung im Jahr 1994 bezogen zunächst 18 Airlines den neuen Gebäudekomplex. Seitdem hat sich die Anzahl der Airlines fast vervierfacht. Über 60 Fluggesellschaften aus aller Welt starten heute von Terminal 2 und rund 80.000 Flüge im Jahr werden darüber abgewickelt. Eine optimale Anbindung zwischen Terminal 1 und 2 gewährleistet die Hochbahn „Sky Line“ – binnen 90 Sekunden können Passagiere mit der autonomen Bahn zwischen den beiden Terminals pendeln.

Terminals für immer mehr Flugpassagiere

Bei der Gestaltung des Terminalgebäudes setzten der Flughafenbetreiber Fraport und das Architekturbüro JSK aus Frankfurt ebenfalls neue Standards. Die lichtdurchflutete Terminalhalle mit der 30 Meter hohen Glasfassade sorgt für ein angenehmes Flughafenerlebnis für Reisende und Beschäftigte. Großer Beliebtheit erfreut sich auch die 1.800 m² große Aussichtsterrasse, die mittlerweile zu einem der gefragtesten Ausflugsziele in der Region zählt.

Ein tragisches Ereignis gab es am 02. März 2011, als ein Attentat auf einen Bus vor dem Terminalgebäude das Rhein-Main-Gebiet erschütterte. Zwei Personen kamen ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt. Als Folge des Anschlags wurden alle bereits bestehenden Sicherheitsmaßnahmen ergänzt. Mit dem Bau von Terminal 2 legte Fraport einen wichtigen Grundstein für die Zukunftsfähigkeit des Frankfurter Flughafens und sicherte damit Frankfurts Rolle als eines der führenden europäischen Drehkreuze. Während in den Anfängen des Terminal 2 bis zu 100.000 Fluggäste am Flughafen Frankfurt starteten und landeten, sind es heute zu Spitzenzeiten mehr als 240.000 Passagiere pro Tag. Daher wünscht sich der Flughafen auch ein neues Terminal 3.

Airbus A220 auf Demo-Tour in der Pazifikregion

Airbus schickt ihr neuestes Familienmitglied, die A220, auf eine Demonstrationstour in die Pazifikregion. Für die Tour least Airbus eine A220-300 von airBaltic aus Lettland.

Die erste Station auf der Reise ist der pazifische Inselstaat Vanuatu, in dem die A220-Erstkundin Air Vanuatu beheimatet ist. Das Flugzeug soll insgesamt neun Ziele in sieben Ländern besuchen. Auf dem Rückflug nach Europa sind auch drei Stopps in Asien geplant.

Das Flugzeug wird Australien (Sydney und Brisbane), Neuseeland (Auckland), Neukaledonien (Noumea) und Papua-Neuguinea (Port Moresby) besuchen. Auf dem Rückflug wird das Flugzeug Stopps in Kambodscha (Phnom Penh) und Indien (Bangalore und Neu-Delhi) einlegen. An jedem Stopp sind Vorführungen im Freigelände sowie Demonstrationsflüge für Führungskräfte von Fluggesellschaften und andere geladene Gäste geplant.

A220 Flugzeug für Inselstaaten

Die A220 ist mit ihrer Kombination aus Kapazität und Reichweite von bis zu 3.400 Nautischen Meilen für den Flugbetrieb im Pazifikraum laut Airbus besonders geeignet. Darunter für Kurz- und Mittelstreckenflüge zwischen den verschiedenen Inselstaaten sowie für längere Strecken nach Australien und Neuseeland. Die A220-300 von airBaltic ist für 145 Passagiere in einer Einklassenkabine bestuhlt. Wie bei allen A220-Jets sind in der Kabine in Zwei zu Drei-Anordnung pro Reihe eingebaut. Die Kabine ist die geräumigste in ihrer Größenkategorie. Sie bietet breitere Economy-Sitze und große Gepäckablagefächer über den Sitzen.

Die A220-Familie besteht aus den A220-100 für 100 bis 135 Passagiere, während die größere A220-300 in typischer Airline-Bestuhlung 130 bis 160 Passagiere aufnehmen kann. Bis Ende September 2019 hat Airbus 525 Bestellungen für die A220 von Kunden aus aller Welt verbucht. Davon sind 90 Jets bereits bei sechs Betreibern im Einsatz.

DESIS auf der ISS übernimmt Erdbeobachtung in Farbe

Das Instrument DESIS auf der Raumstation ISS ist das leistungsstärkste hyperspektrale Erdbeobachtungsinstrument im Erdorbit. Seine hochaufgelösten Daten liefern die Basis, um Maßnahmen für den Umweltschutz zu entwickeln oder die effizientere, ökologischere Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zu unterstützen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die US-amerikanische Firma Teledyne Brown Engineering (TBE) informierten während des Internationalen Astronautischen Kongresses (IAC) in Washington, D.C. über die Aufnahme des operationellen Betriebs des DLR Earth Sensing Imaging Spectrometers: DESIS.

ISS als Erdbeobachtungssatellit

„Großartig, diese Mission ist schon jetzt ein voller Erfolg“, ist DLR-Raumfahrtvorstand Prof. Hansjörg Dittus überzeugt. „Das Monitoring der Veränderungen unserer Umwelt und die Suche nach Ressourcen gehören in der heutigen Zeit zu den wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft.“

Das hyperspektrale Erdbeobachtungsinstrument verfügt über eine weltweit einzigartig hohe Aufnahmequalität. Aus dem 400-Kilometer-Orbit der ISS sammelt das Sensorsystem Bilddaten in 235 eng beieinander liegenden Spektralbändern. Es hat eine räumliche Bodenauflösung von 30 Metern und eine spektrale Auflösung von 2,55 Nanometern. Dadurch wird die Informationstiefe von Erdbeobachtungsdaten deutlich angehoben.

Außerdem sind die Daten so schnell verfügbar, dass sie unter anderem Rettungskräften im Katastrophenfall zeitnah detaillierte Vor-Ort-Informationen liefern. So konnten mit DESIS-Daten auch Plastikinseln und Ölteppiche auf den Ozeanen identifiziert werden. Vor wenigen Monaten konnten durch die hohe räumliche Auflösung von DESIS erstmals seltene Erden aus dem All detektiert werden. Auch die Untersuchung von Korallenriffen ist mit den von DESIS gelieferten Daten möglich.

Umweltauswirkungen der Landwirtschaft auf die Küstenregion bei Sierpe, Costa Rica
Umweltauswirkungen der Landwirtschaft auf die Küstenregion bei Sierpe, Costa Rica: Die Wasserqualität des Pazifikküstengebiets im Bereich des Feuchtgebietes Térraba Sierpe in Costa Rica wurde auf Einträge aus Abwässern und landwirtschaftlicher Aktivitäten ausgewertet. Zu sehen sind neben dem RGB-Bild (sichtbarer Bereich des elektromagnetischen Spektrums, Bild 1) die relevanten Auswertungen für Schwebstoffe (Bild 2), für den Gelbstoff (Colored Dissolved Organic Matter, kurz CDOM), also gelöstes organisches Material (Bild 3), sowie für Phytoplankton (Bild 4). Da Phytoplankton an der ersten Stufe der Nahrungskette steht, ist der Zusammenhang wichtig. Die Auswirkungen von landwirtschaftlicher Düngung auf die Gewässer werden damit sichtbar.

Plastik im Ozean und Seltene Erden finden

Bereits kurz nach der Inbetriebnahme von DESIS waren die ersten Aufnahmen verfügbar. Wissenschaftler analysieren die Daten und können aus ihnen Informationen über die Veränderungen im Ökosystem der Erdoberfläche und von Wasserflächen ableiten. So lässt sich zum Beispiel der Gesundheitszustand von Wäldern beurteilen. Sie helfen auch bei der Bewertung landwirtschaftlicher Flächen, um aussagekräftige Ertragsprognosen zu treffen.

„Mit DESIS stehen dem DLR nun begehrte hyperspektrale Daten aus dem All für die Forschung zur Verfügung“, fasst DLR-Gesamtprojektleiter Uwe Knodt die jüngsten Erfolge zusammen. „Wir bekommen Anfragen nach Daten aus aller Welt.“ Viele Länder haben bereits hyperspektrale Weltraummissionen, allerdings ist noch kein Projekt mit vergleichbarer Aufnahmequalität zu finden. Den kommerziellen Vertrieb von Daten übernimmt Teledyne Brown Engineering. Für wissenschaftliche Zwecke können Forschungseinrichtungen Daten über das DLR beziehen. Details hierzu sind auf der DESIS-Seite des Earth Observation Centers (EOC) unter der Rubrik „Data Access“ beschrieben.

Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst installierte die Hyperspektralkamera Ende August 2018 auf der Erdbeobachtungsplattform MUSES (Multiple User System for Earth Sensing) auf der Internationalen Raumstation ISS. Möglich wurde das Projekt durch eine einzigartige Partnerschaft mit Teledyne Brown Engineering (TBE). Dadurch konnte Geld – insbesondere für den teuren Start ins All – gespart werden. Auch bei der Finanzierung des Spektrometers hat TBE geholfen. DESIS ist damit ein sehr effizientes Raumfahrtprojekt. Die Ergebnisse setzen einen neuen Maßstab für Hyperspektral-Missionen.

Einsatzgebiet Costa Rica: DESIS-Daten für Wasserqualitätsstudien
Einsatzgebiet Costa Rica: DESIS-Daten für Wasserqualitätsstudien für die landwirtschaftliche Nutzung der Region Sierpe: Die DESIS-Aufnahme vom 25. April 2019 zeigt das Küstengebiet von Sierpe, Costa Rica. Zu sehen ist das RGB-Spektrum (die Bänder 16,59 und 98 mit den Wellenlängen 440, 550 und 650 Nanometer). DESIS liefert mit seinen Hyperspektralbildern die Datenbasis für Wasserqualitätsstudien im landwirtschaftlich genutzten National Wetland Térraba Sierpe in Costa Rica.

Flughafen München lädt zum Winter- und Weihnachtsmarkt

Vom 15. November bis 29. Dezember 2019 öffnet der Weihnachts- und Wintermarkt am Flughafen München täglich von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr seine Tore. Die mehr als 40 Stände bieten unter anderem Kunsthandwerk, Schmuck, Spielwaren und kulinarische Köstlichkeiten wie Dampfnudeln oder Flammkuchen an.

Am Flughafen München findet zum 21. Mal der jetzt so genannte Weihnachts- und Wintermarkt auf der größten überdachten Freifläche Europas statt – dem MAC-Forum. Passagiere und Gäste finden inmitten des Reisetrubels eine besinnliche Oase, können sich bei einer heißen Tasse Glühwein aufwärmen und Weihnachtsgeschenke einkaufen.

Schlittschuhlaufen und Livemusik am Airport

Das Highlight des Weihnachts- und Wintermarkts am Flughafen München ist die 625 Quadratmeter große Eisfläche, die Groß und Klein zum Schlittschuhlaufen einlädt. Jeden Donnerstag ab 18:00 Uhr verwandelt sie sich zudem in eine „Eisdisco“, in der ein DJ alle Besucher zum „Eistanz“ animiert. Das ist aber nicht alles an musikalischem Programm. Immer dienstags bis sonntags gibt es ab 18:00 Uhr Livemusik mit einem bunten Programm aus Jazz, Funk, Swing, Rock, Reggae und Pop.

Spirit Airlines bestellt 100 Airbus der A320neo-Familie

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Spirit kündigte bei Airbus verbindliche Bestellungen an, die sich aus der, A319neo und A321neo zusammensetzen. Damit will das Unternehmen Kapazitäten für das zukünftige Wachstum seiner Flotte schaffen.

Airbus und Spirit Airlines haben sich in einer Absichtserklärung darauf verständigt, dass die in den USA ansässige Fluggesellschaft bis zu 100 Flugzeuge der A320neo-Familie erwerben wird. „Für Spirit ist diese neue Vereinbarung ein weiterer Meilenstein“, erklärt Ted Christie, President und CEO von Spirit Airlines. „Durch die zusätzlichen Flugzeuge ist Spirit in der Lage, weiter zu wachsen. Wir werden neue Destinationen ins Angebot aufnehmen können und unser Netzwerk weiter ausbauen, das sich auf die USA, Lateinamerika und die Karibik erstreckt…“

A320neo bringt auch bei Low Cost Profit

„Die Airbus A320-Familie hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie Spirit ein starkes Fundament für sein bemerkenswertes Wachstum bietet“, so Airbus Chief Commercial Officer Christian Scherer. „Die anhaltende Begeisterung, die Spirit für unsere A320neo zeigt, ist für uns wirklich bereichernd. Wir freuen uns, die Airline und ihr Team künftig noch über viele erfolgreiche Jahre eng begleiten zu dürfen.“ Spirit ist eine Low Cost-Airline in Amerika mit Sitz in Florida.

Die A320neo-Familie, zu der die A319neo, A320neo und A321neo gehören, ist ein echtes Erfolgsprodukt. Sie weist die breiteste Kabine in der Single-Aisle-Kategorie auf, verbraucht mindestens 20 Prozent weniger Treibstoff und bietet einen um 50 Prozent verringerten Lärmteppich gegenüber Flugzeugen der vorherigen Generation. Bis Ende September 2019 verzeichnete Airbus für diese Flugzeuge mehr als 6.650 Festbestellungen von knapp 110 Kunden.

Radar-Experten in Deutschland über Umwelt-Erkentnisse

Die deutschen Satellitenmissionen TerraSAR-X und TanDEM-X liefern seit 2007 und 2010 einzigartige Erdbeobachtungsdaten, aus denen vielseitige Erkenntnisse über unsere Umwelt und ihre Veränderungen gewonnen werden können. Essenziell, da sich unsere Umwelt seit Beginn der Industrialisierung rasanter verändert als zuvor.

Wissenschaftliche Nutzer aus der ganzen Welt sind am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen zusammengekommen, um im Rahmen des „TerraSAR-X und TanDEM-X Science Meetings“ die aus den Daten gewonnenen Ergebnisse auszutauschen und Anforderungen an künftige Fernerkundungstechnologien zu formulieren.

Deutsches Satelliten-Tandem einzigartig

In mehr als 100 Präsentationen offenbart sich vom 21. bis 24. Oktober 2019 der neueste Stand der Forschung. Begleitend dazu stellt der TanDEM-X-Blog Vorträge aus dem „Science Meeting“ vor und skizziert, in welcher Weise die Daten der zwei Radarmissionen Forscher weltweit unterstützen.

„Die Teilnahme von mehr als 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 40 Ländern ist ein Beleg für das große Interesse an den Daten beider Satellitenmissionen. Auch wenn heute mehr als 25 Radarsatelliten im Einsatz sind, ist nur TanDEM-X mit seinem einzigartigen Formationsflug in der Lage, Bilder in 3D und in hoher Auflösung zur Verfügung zu stellen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Alberto Moreira, Direktor des DLR-Institutes für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme und Principal Investigator der TanDEM-X-Mission.

Anwendungen in der Forschung

Radarsensoren haben für die Erdbeobachtung besondere Bedeutung, da sie unabhängig vom Wetter und zu jeder Tages- oder Nachtzeit Aufnahmen liefern. Vom Weltall aus können sie große Gebiete, mehr als hundert Kilometer lang, erfassen. Die zivilen Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X sind aktuell noch im Betrieb und könnten noch mehrere Jahre für die Forschung genutzt werden.

Internationale Forschungseinrichungen und Organisationen verwenden die bisherigen Daten, um beispielsweise Naturgefahren wie Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis zu analysieren. „Hochauflösende und langfristige Datenerfassungspläne sind unerlässlich, um Vulkangefahren zu untersuchen und damit zu einem verbesserten Frühwarnsystem beizutragen“, erklärt Dr. Thomas Walter vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ).

Tsunami: Was passiert im Vulkan?

Am 22. Dezember 2018 traf ein heftiger Tsunami die indonesische Vulkaninsel Krakatau, der Hunderte von Menschen tötete und die Küstenregionen von Java und Sumatra verwüstete. Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen und der intensiven Vulkanaktivitäten waren direkte Einblicke in den Vulkan nicht möglich und die Einzelheiten unklar. Die TerraSAR-X-Radaraugen haben in dieser Situation dazu beigetragen, die tiefgreifenden Veränderungen durch die Katastrophe von Anak Krakatau 2018 besser zu verstehen.

Der Zusammenbruch des Vulkans wurde auch durch unabhängige seismische und Infraschalldaten beobachtet, doch erst die TerraSAR-X-Daten lieferten die nötige Auflösung. So war es den Wissenschaftlern anhand der Radardaten möglich, morphologische Details des Zusammenbruchs auszuwerten, eine Zunahme des Inselumfangs in anderen Teilen nachzuvollziehen und das Gebiet nach dem Absetzen des neuen vulkanischen Materials zu untersuchen.

Gletscherchmelze genau vermessen

Der Blick aus dem All kann auch sehr genaue Auskünfte über die Veränderungen von Gletschern und Eisschilden geben. Die teils drastischen Entwicklungen müssen regelmäßig beobachtet werden und sind im Zusammenhang der globalen Erderwärmung zu sehen. Einen wahren Datenschatz liefert hier das TanDEM-X-Höhenmodell – noch nie zuvor wurden Grönland und die Antarktis umfassend und mit so hoher Genauigkeit vermessen.

Grönlands schnellster Gletscher, Jakobshavn Isbrae, produziert das größte Volumen an Eisbergen der nördlichen Hemisphäre. In den letzten zwei Jahrzehnten hat dieser Gletscher seine Geschwindigkeit mehr als verdoppelt, so dass er allein in den Jahren 2000 bis 2010 den Meeresspiegel um einen Millimeter erhöht hat. Die Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X begannen 2009 mit der intensiven Überwachung dieses Gletschers und zeigten die enormen und unerwarteten Geschwindigkeitsschwankungen.

„Dieselben Prozesse, die zur jährlichen Variation beitragen, werden den Gletscher auch in Zukunft beschleunigen, da sich das Klima weiter erwärmt. Daher ist die langfristige Überwachung der Gletscher Grönlands und der Antarktis durch Fernerkundungssatelliten so wichtig, um zu verstehen, wie sich der Meeresspiegel auf die Küstengemeinden der Welt auswirken wird“, erzählt Ian Joughin vom Polar Science Center des Applied Physics Lab von der University of Washington.

DRL und NASA: Methoden zu Kohlenstoffspeicher Wald verknüpft

Einen immanenten Einfluss auf das Klima haben die weltweiten Wälder, auch wenn das Ausmaß ihres Einflusses, wie in aktuellen Studien bemessen, umstritten ist. Sie stellen aber in jedem Falle einen der wichtigsten Kohlenstoffspeicher dar. Bei Veränderungen wie Abholzung oder Brandrodung kann es schnell zu einem Ungleichgewicht kommen. Wieviel Kohlenstoff gespeichtert wird, hängt unter anderem von der Baumhöhe ab. DLR- und NASA-Wissenschaftler arbeiten an der Erstellung einer einzigartigen globalen Waldhöhenkarte: Die NASA-Wissenschaftler arbeiten mit dem GEDI-System (Global Ecosystem Dynamics Investigation), das regional begrenzte aber sehr genaue Waldhöhendaten liefert.

Das DLR-Team erstellt die Waldhöheninformationen aus der TanDEM-X-Mission, die die Daten global aber in einer reduzierteren Genauigkeit liefern kann. Einzigartig ist die Verschneidung dieser beiden Datensätze zu einem hochgenauen globalen Waldhöhenprodukt. Beim „Science-Meeting“ in Oberpfaffenhofen werden nun erste Ergebnisse dieser Kooperation gezeigt. „Das Wissen über die genauen Waldhöhen wird die regionalen und globalen Klimamodelle zur Prognose von freiem Kohlenstoffdioxid signifikant verbessert“, erklärt DLR-Wissenschaftler Kostas Papathanassiou vom Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme.

Wälder in 3D: Tandem-L wird noch mehr sehen

Ziel der hochinnovativen Radarmission Tandem-L ist es, wichtige Umwelt- und Klimaparameter global und in hoher zeitlicher Auflösung zu erfassen: Alle acht Tage sollen zwei Radarsatelliten die Landmasse der Erde dreidimensional abbilden. Dadurch können dynamische Prozesse der Erde zeitnah und systematisch erfasst werden. Erdbebenforscher und Risikoanalysten wären in der Lage, Deformationen der Erdoberfläche millimetergenau zu verfolgen. Gletscherbewegungen und Schmelzprozesse in den Polarregionen könnten regelmäßig und dadurch noch genauer ermittelt werden. Die Erdbeobachtungsdaten der drei Radarsysteme sollen sich komplementär ergänzen.

Im Vergleich zu den beiden aktuellen Missionen wird Tandem-L mit einer längeren Wellenlänge betrieben. Mit der Wellenlänge von rund 24 Zentimeter kann die Vegetation durchdrungen werden, so dass die Flächenstrukturen des Untergrunds sichtbar werden. Dank neuer Technologien und Aufnahmeverfahren, wie der polarimetrischen SAR-Interferometrie, kann auch ein Wald dreidimensional kartiert werden. Hieraus werden dann die Waldhöhen berechnet und die Biomasse indirekt abgeschätzt – auf globaler Ebene ist dies bisher nicht möglich.

Wissenschaftler unterschiedlicher Helmholtz-Zentren, die an den Vorstudien der Mission beteiligt sind, stellen nun ihre Ergebnisse in Oberpfaffenhofen vor und erörtern, welche tragende Rolle Tandem-L zur Beantwortung von umweltrelevanten Herausforderungen spielen kann. Mit dem „TerraSAR-X und TanDEM-X Science Meeting“ steht den insgesamt 250 internationalen Teilnehmern eine Plattform zur Verfügung, den gemeinsamen Forschungsbedarf zu identifizieren und die Zukunft der Erdbeobachtung einzuleiten.

Lufthansa und DB bauen ICE-Zubringer nach Frankfurt aus

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Zusätzliche ICE-Angebote bieten bessere Verbindungen für die An- und Abreise mit Lufthansa am Frankfurter Airport und ermöglichen einen bequemen Umstieg auf den Flug.

Lufthansa baut dazu mit der Deutschen Bahn (DB) die Express Rail Strecken aus Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Aachen und Ulm aus. Ab dem Fahrplanwechsel der Bahn Mitte Dezember fahren vom Kölner Hauptbahnhof pro Woche 119 Lufthansa-Express-Züge zum Frankfurter Flughafen, statt bisher 77.

Das Angebot auf der Strecke von und nach Düsseldorf wird auf 105 ICE-Züge verdoppelt. Kunden aus Stuttgart können künftig wöchentlich 77 Verbindungen nutzen, ab und nach Aachen und Ulm fahren dann 42 bzw. 49 Express Rail Züge pro Woche. Alle Strecken sind ab sofort buchbar.

Kostenlose Umbuchung bei Zugverspätung

Mit Express Rail bietet die Lufthansa eine durchgängige Buchung von Zubringer-Zügen zum Frankfurter Flughafen an. Bei unerwarteter Verspätung von Zug oder Flug bucht Lufthansa die Gäste kostenlos um. Miles&More-Meilen werden gutgeschrieben und LH-Business-Class-Passagiere reisen in der 1. Klasse der Deutschen Bahn und haben Zutritt zu den DB-Lounges.

Harry Hohmeister, Mitglied des Vorstandes Deutsche Lufthansa AG: „Einfach buchen, problemlos umsteigen, direkte Anbindung an die Welt. Wir setzen auf eine effiziente und nachhaltige Vernetzung der Verkehrsträger. Das nutzt nicht nur unseren Kunden, das ist auch gut für die Umwelt. Je zuverlässiger, attraktiver und leistungsfähiger die Anbindung der Flughäfen an das ICE-Netz ist, desto mehr Passagiere können mit der Bahn ihre Reise beginnen.“ Derzeit bietet Lufthansa den Express-Rail Service für 14 deutsche Städte an. Neben den genannten sind das Dortmund, Göttingen, Kassel, Erfurt, Würzburg, Nürnberg, Freiburg, Karlsruhe, Mannheim. Weitere Strecken sind geplant.

MTU und Serbien kooperieren bei Luftfahrt-Ausbildung

Die MTU Aero Engines AG und die Regierung der Republik Serbien haben eine Kooperationserklärung (Memorandum of Cooperation, MoC) über die enge Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Fachkräften unterzeichnet.

Ziel ist es, die besonderen Anforderungen der Luftfahrtindustrie in den Lehrplänen der Berufsschulen zu verankern. Damit wird die Grundlage geschaffen, zukünftig Berufe aus dem Bereich der Luftfahrtindustrie im bewährten dualen System auszubilden.

Serbien strategisch für Luftfahrt ausbauen

Hintergrund dieser verstärkten Zusammenarbeit ist das Vorhaben der MTU, in Serbien einen neuen Standort für die Reparatur von Triebwerksteilen zu errichten. Der Standort wird in Nova Pazova in der Nähe von Belgrad entstehen und soll seinen Betrieb im Laufe des Jahres 2022 aufnehmen. Die dafür neu gegründete serbische Tochtergesellschaft, die MTU Maintenance Serbia d.o.o., hat die ersten Mitarbeiter bereits erfolgreich an Bord genommen. Sie werden den weiteren Aufbau der Belegschaft in den kommenden Monaten intensiv vorantreiben.

Ausbildung von Fachkräften

Parallel zum Bau des neuen Standorts wird die MTU auch die entsprechenden Fachkräfte ausbilden. Dies erfolgt auf der Grundlage der nun geschlossenen Vereinbarung an örtlichen Berufsschulen sowie durch Trainingsmaßnahmen an den Standorten der MTU in Deutschland.“Bis zum Jahr 2027 soll unser Standort in Serbien auf rund 440 Mitarbeiter wachsen – und unser klares Ziel dabei ist, dieses Wachstum aus Serbien heraus zu schaffen“, sagt Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines.

2,3 Mio. MTU-Reparaturstunden im Jahr

Die Instandhaltung von zivilen Flugzeugtriebwerken wächst kontinuierlich und ist ein wesentlicher Treiber für den Geschäftserfolg der MTU. Der zusätzliche Standort in Serbien bietet der MTU Flexibilität und stärkt die globale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Die bestehenden Standorte ermöglichen der MTU jährlich rund 1,9 Millionen Reparaturstunden. Der zusätzliche Standort steigert die Kapazität um rund 400.000 Reparaturstunden pro Jahr.

Duales Ausbildungssystem entscheidend

„Wir sind überzeugt davon, dass wir in Serbien motivierte Fachkräfte für die Luftfahrtindustrie gewinnen können. Ein gestärktes duales Ausbildungssystem ist entscheidend, um die notwendigen fachlichen Grundlagen für eine Hightech-Branche wie die Luftfahrt sicherzustellen.“ so Schreyögg.

MTU exportiert "Duales System" für Luftfahrt in Serbien
MTU exportiert „Duales System“ für Luftfahrt in Serbien

Flughafen Friedrichshafen: Sommerziele auch im Winter

Insgesamt zehn Nonstop-Ziele stehen im Winterflugplan in Friedrichshafen: Die Touristikairline Corendon Airlines wird während der gesamten Wintersaison wöchentliche Flüge nach Hurghada und auch nach Antalya anbieten.

Flüge in die Türkei, Serbien, Mazedonien und Serbien-Herzegowina

Erstmals werden damit auch während der Wintersaison Flüge nach Antalya ab Bodensee-Airport angeboten. Auch die im Sommer neu eingeführte Verbindung der Air Serbia nach Nis wird zweimal wöchentlich weiter geflogen. Ebenso bleibt das Angebot der Wizz Air stabil, die mit preisgünstigen Flügen in die nordmazedonische Hauptstadt Skopje (zweimal pro Woche) und nach Tuzla (zweimal pro Woche) in Bosnien-Herzegowina das Angebot nach Südosteuropa abrundet.

Low Cost-Flüge und Langstrecke über Hubs

Vom Bodensee direkt an die Themse geht es mit easyJet. Die Low Cost Airline fliegt nonstop von Friedrichshafen am Mittwoch, Samstag und Sonntag nach London-Gatwick und ermöglicht damit einen interessanten Citytrip in die britische Hauptstadt London.

SUN-AIR wird neben Hamburg und Düsseldorf (bis zu zweimal täglich) auch im Winter bis zu vier Flüge nach Toulouse anbieten. Mit vier täglichen Flügen nach Frankfurt an allen Wochentagen bietet Lufthansa eine hervorragende Anbindung in ihr weltweites Streckennetz. Damit sind alle wichtigen Umsteigeverbindungen über das Star-Alliance-Drehkreuz bequem und effizient erreichbar.

Gute Aussichten für den nächsten Sommer

Zwar setzt Turkish Airlines für die Winterflugplanperiode die täglichen Linienflüge nach Istanbul zunächst aus, wird aber ab Ende März 2020 den Bodensee-Airport dann wieder täglich anfliegen. LAUDA hat bereits vier Flüge pro Woche nach Palma de Mallorca zur Buchung freigegeben und Corendon Airlines wird bis zu viermal pro Woche nach Antalya und einmal wöchentlich nach Hurghada abheben. Neu aufnehmen wird Corendon Airlines außerdem Flüge nach Rhodos und Kreta, die je zweimal wöchentlich bedient werden. Auch diese Flüge sind über die Reisebüros oder direkt bei der Airline bereits buchbar.

Austrian Airlines bietet Transfer-Anschluss mit FlixBus

Austrian Airlines erweitert ihr Digitalangebot und die Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern. Seit Oktober können Passagiere in einem sechsmonatigem Testlauf direkt im Anschluss ihrer Buchung Tickets des Fernbusanbieters FlixBus kaufen.

Weiterreise mit FlixBus

Fluggäste können ihre Anreise zum, oder Weiterreise vom Flughafen Wien oder anderen Austrian-Destinationen buchen und vom internationalen Streckennetz des Fernbusunternehmens FlixBus profitieren. Dank der Digitalplattform des 2018 gegründeten Berliner Start-Up Yilu, können Austrian Airlines-Passagiere ihr Busticket buchen, ohne die digitale Umgebung der Airline zu verlassen.

Anbindung ans Drehkreuz Wien und FlixBus-Tickets

Zu den wichtigsten Direktverbindungen vom bzw. zum Flughafen Wien zählen Städte wie Maribor, Brünn oder Győr. Gesamt ist der Flughafen an rund 50, vorwiegend internationale, Destinationen angebunden. Auch für die nahtlose Weiterreise am Zielort können Passagiere FlixBus-Tickets buchen. Der Fernbusanbieter bedient mehrere europäische Flughäfen, unter anderem die Austrian Airlines Destinationen Oslo, Hamburg, Zürich oder Brüssel.

Mark Meusch, Yilu CEO erklärt das Konzept des Start-Ups: „Yilu stellt eine smarte End-to-End Reiseplattform zur Verfügung, die es Fluggesellschaften und anderen Unternehmen der Tourismusindustrie erlaubt, personalisierte digitale Leistungen, Empfehlungen und Informationen entlang der Reisekette anzubieten. Unser Ziel ist es, Reiseerlebnisse noch angenehmer zu machen und gleichzeitig einen Mehrwert für unsere Partner zu schaffen.“