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CFO Wolfgang Jani verlässt Austrian Airlines

Wolfgang Jani war im April 2018 als Chief Financial Officer (CFO) in den Vorstand berufen worden. Nun nimmt er den erfolgreichen Abschluss des Corona-Finanzierungspakets zum Anlass, sich zurückzuziehen.

Der Finanzchef von Austrian Airlines, Wolfgang Jani, wird die österreichische Fluggesellschaft zum Ende August 2020 verlassen. Er will sich zukünftig neuen Projekten und Herausforderungen außerhalb des Konzerns Lufthansa widmen. Das Vorstandsressort „Finanzwesen“ wird nicht nachbesetzt und ab 01. September 2020 von CCO Andreas Otto, übernommen. Damit verkleinert sich der Vorstand auf CEO Alexis von Hoensbroech, CCO & CFO Andreas Otto und COO Jens Ritter als erweiterter Vorstand.

Durchweg schwierige Zeiten für AUA CFO Jani

Christina Foerster, Vorsitzende des Aufsichtsrats, dazu: „Wolfgang Jani hat gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen das Strategieprogramm #DriveTo25 entwickelt, um das Unternehmen auf das harte Wettbewerbsumfeld in Österreich auszurichten. Für eines der Kernthemen, das Prozesseffizienzprogramm „PE20″, war er Projektinitiator und -sponsor. Hervorgerufen durch die COVID-19 Krise hat sich Wolfgang Jani in den vergangenen Monaten federführend um die Sicherstellung der Finanzierung und um die positive Fortbestehensprognose des Unternehmens gekümmert. Es waren ausnahmslos schwierige und herausfordernde Themen, mit denen er in den mehr als zwei Jahren Amtszeit konfrontiert war. Im Namen von Aufsichtsrat und Vorstand möchte ich unseren großen Dank für seine Arbeit zum Ausdruck bringen. Wir wünschen Wolfgang Jani für den weiteren Weg alles Gute.“

Keime im Hubschrauber: DRF Luftretter verfolgen Viren

Der Transport von Patienten nicht nur mit dem Coronavirus, sondern auch hochinfektiösen Erkrankungen wie Influenza, Tuberkulose oder Meningokokken spielt bei der Luftrettung per Hubschrauber eine immer größere Rolle. Bereits im Herbst 2019 hat sich die DRF Luftrettung daher mit diesem Thema beschäftigt und in Kooperation mit dem Deutschen Beratungszentrum für Hygiene (BZH) in Freiburg einen ersten wissenschaftlich begleiteten Feldversuch gestartet.

Im Rahmen des Projekts wurden an Bord der H145 und der EC135 insgesamt 16 Versuchsdurchgänge durchgeführt, davon elf am Boden und fünf in der Luft. Wie groß ist das Gefährdungspotential der Besatzung im Hubschrauber bei Tröpfchenfreisetzungen durch infektiöse Patienten? Breiten sich Erreger von der Kabine in das Cockpit aus? Fragen, die nicht nur während der Corona-Pandemie besonders dringlich waren. Die Ergebnisse der neuen Untersuchung lassen erste Rückschlüsse über die Verbreitungswege zu, auf die das Hygienemanagement der DRF Luftrettung aufbauen kann.

Wie weit kommen Keime im Hubschrauber?

Im Wesentlichen wurden zwei Szenarien abgebildet und im weiteren Verlauf diversifiziert: ein Worst-Case-Szenario, bei dem ein starker Erregerausstoß simuliert wurde, und ein zweiter Aufbau, bei dem ein wechselnder, leichter Erregerausstoß dargestellt wurde. Die Tröpfchenfreisetzung wurde mittels eines Sauerstoffverneblers in Höhe des Patientenkopfes modellhaft nachgebildet. Der Versuch simulierte freigewordene Tröpfchen zum einen analog zum Hustenstoß/Niesen des spontan atmenden Patienten oder einer Person in der Kabine, zum anderen anhand einer (bewussten oder akzidentellen) Diskonnektion des Beatmungsschlauchs.

Mittels Fluoreszenz wurden die Luftströme und somit die Bewegung der Tröpfchen detektiert, die Verteilung wurde mit ultraviolettem Licht sichtbar gemacht. Um Rückschlüsse daraus ziehen zu können, ob und in welchem Umfang Erreger von der Kabine ins Cockpit gelangen, wurden die Versuche sowohl mit als auch ohne einen Vorhang, der das Cockpit von der Kabine trennt, dargestellt.

Ergebnis: Dauer der Freisetzung reduzieren

Im Allgemeinen lässt sich aus den Versuchen ableiten, dass bei einem spontan atmenden Patienten die Gefahr besteht, dass sich die Erreger nicht nur in der Kabine, sondern auch im Cockpit ausbreiten. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion hängt von verschiedenen Faktoren wie Erregerart, Übertragungsweg und Expositionszeit ab. Im Worst-Case-Szenario, also bei einem massiven Austritt von Tröpfchen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die Erreger nicht nur in der gesamten Kabine auf den Flächen absetzen, sondern sich auch bei einer fehlenden Abtrennung im Cockpit ausbreiten. Bei Vorhandensein eines Vorhangs setzen sich die Partikel darauf ab.

Beim zweiten Versuchsaufbau, einem kurzen Tröpfchenausstoß, der in der Realität mit einem Husten oder einer kurzen Separation vom Beatmungsschlauch gleichzusetzen ist, findet sich ein Niederschlag um den Patienten herum, aber nicht im Cockpit. Daraus lässt sich folgern, dass die Dauer der Tröpfchenfreisetzung die Reichweite und den Grad der Kontamination bestimmt. Variablen wie Lüftungseinstellung von Heiz- oder Frischluft, Flugrichtung oder Flugmanöver wurden mitberücksichtigt.

Aus den Ergebnissen lassen sich unterschiedliche Maßnahmen bezüglich des Patienten- und Arbeitsschutzes ableiten. Nach dem Transport eines hoch infektiösen Patienten ist eine Reinigung aller Oberflächen in der Kabine dringend erforderlich, da aufgrund des beschränkten Platzes das Kontaminationsrisiko offensichtlich höher ist, als in einem normalen Krankenzimmer. Ein weiterer Schutz kann grundsätzlich durch eine Trennung von Cockpit und Kabine erreicht werden. Für die medizinische Besatzung wird das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung als dringend erforderlich angesehen.

Hygienestandards im Hubschrauber

„Das Hygienemanagement der DRF Luftrettung hat es sich zum Ziel gesetzt, die ohnehin in der Notfallmedizin geltenden hohen Hygienestandards über die gesetzlichen Richtlinien hinaus zu optimieren. Vor diesem Hintergrund war auch die Idee dieses wissenschaftlich begleiteten Feldversuchs entstanden. Dass das Thema im Zuge der Corona-Pandemie eine solch aktuelle Brisanz bekommen sollte, war zu Beginn der Versuche nicht abzusehen, macht jedoch umso mehr die Tragweite unserer Arbeit deutlich,“ berichtet Raimund Kosa, Koordinator Hygienemanagement bei der DRF Luftrettung, der das Projekt mit Unterstützung des BZH maßgeblich betreut hat. Begleitet wurde das Projekt zudem vom Wissenschaftlichen Arbeitskreis (WAK) der DRF Luftrettung, der u.a. Forschungsideen- und -vorhaben unterstützt, die zur Optimierung der Luftrettung beitragen.

Die DRF Luftrettung hat im Zuge der Corona-Pandemie Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiter und Patienten ergriffen. Dazu zählen neben dem vorgeschriebenen Einsatz von Persönlicher Schutzausrüstung und den strengen Hygienemaßnahmen an den Hubschrauberstationen auch die Intensivierung hygienespezifischer Schulungen der Besatzungsmitglieder. Zum anderen wurden elf EpiShuttles angeschafft. Mit diesen speziellen Isoliertragen sind die Patienten wie auch die Crew optimal geschützt.

Entwicklungsbedarf bei Desinfektion

Die damit ausgestatteten Stationen sind schneller wieder einsatzbereit, da die besonders aufwändige Desinfektion des Hubschraubers nach Einsätzen mit hochinfektiösen Patienten entfällt. Der Patient liegt unter einer durchsichtigen Abdeckung, kann über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden.

Der wissenschaftlich begleitete Feldversuch bildet die Grundlage für weitere Arbeiten im Hygienemanagement der DRF Luftrettung. Neben der Cockpit-Separation betrifft ein weiterer Aspekt alternative Desinfektionstechnologien, da es bisher aufgrund der Avionik und der Diversifikation der technischen Einbauten kein von den Luftfahrzeugherstellern freigegebenes Verfahren gibt.

Sonnensonde Solar Orbiter: Erste Bilder erwartet

Die ESA will die ersten Aufnahmen von Solar Orbiter, der neuen ESA-Raumsonde zur Beobachtung der Sonne, am 16. Juli 2020 der Öffentlichkeit präsentieren. Auch die beteiligten Wissenschaftler hinter der Mission werden sprechen.

Die am 10. Februar gestartete Mission Solar Orbiter schloss Mitte Juni ihre Inbetriebnahmephase ab und führte eine erste Annäherung an die Sonne durch. Kurz darauf konnten Forscher aus Europa und den USA, die für die zehn Instrumente der Mission verantwortlich sind, zum ersten Mal die gesamte Instrumenten-Suite konzertiert testen.

Solar Orbiter überascht mit Ergebnissen

Trotz der Rückschläge, mit denen die Teams bei der Inbetriebnahme der Raumsonde und ihrer Instrumente inmitten der COVID-19-Pandemie konfrontiert waren, war die erste Abbildungskampagne ein großer Erfolg. „Die ersten Bilder übertreffen unsere Erwartungen“, erklärt Daniel Müller, ESA-Projektwissenschaftler für Solar Orbiter. „Wir sehen bereits Hinweise auf sehr interessante Phänomene, die wir bisher noch nicht im Detail beobachten konnten. Die zehn Instrumente an Bord von Solar Orbiter funktionieren wunderbar und bieten zusammen eine ganzheitliche Sicht auf die Sonne und den Sonnenwind. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass Solar Orbiter dazu beitragen wird, dass wir tiefgehende offene Fragen über die Sonne beantworten können.“

Detailfotos, 77 Mio. km nah am Glutofen Sonne

Noch nie zuvor wurden Aufnahmen von der Sonne aus einer so geringen Entfernung gemacht. Während des ersten Perihels, dem sonnennächsten Punkt auf der elliptischen Umlaufbahn von Solar Orbiter, trennten nur etwa 77 Millionen Kilometer die Sonde von unserem Zentralgestirn, das entspricht etwa der Hälfte des Abstands zwischen Sonne und Erde. Die Raumsonde wird der Sonne noch viel näherkommen. Aktuell befindet sie sich in der Cruise-Phase und kreist in zunehmend engeren Ellipsen um die Sonne. Ab Ende 2021 soll sich die Raumsonde in der Wissenschaftsphase auf nur 42 Millionen Kilometer an die Sonnenoberfläche annähern, näher als der Planet Merkur.

Solar Orbiter ist eine Weltraummission in internationaler Zusammenarbeit zwischen ESA und NASA. Deutschland beteiligte sich an der Entwicklung von sechs der zehn Instrumente an Bord der Mission Solar Orbiter. Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) leitet das Team um das Doppelteleskop PHI (Polarimetric and Helioseismic Imager), das hochauflösende Messungen des Magnetfeldes der Sonne für die volle Sonnenscheibe liefern wird. Die Betreiber der Sonde werden die Umlaufbahn von Solar Orbiter schrittweise neigen, damit die Instrumente zum ersten Mal richtig auf die Pole der Sonne schauen können.

Mission von Ländern und High-Tech Firmen

Das MPS spielt eine wichtige Rolle bei drei weiteren Fernerkundungsinstrumenten: dem Extreme Ultraviolet Imager (EUI), dem Metis Coronagraph und dem Extreme Ultraviolet Imaging Spectroscope SPICE. Die Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU) ist stark am Energetic Particle Detector (EPD) beteiligt. Das Leibniz-Institut für Sonnenphysik (KIS) stellte ein wichtiges System für das PHI zur Verfügung. Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) ist maßgeblich am Röntgenteleskop STIX (Spectrometer/Telescope for Imaging X-rays) beteiligt und hat auch zum Energetic Particle Detector (EPD) beigetragen. Die deutschen Unternehmen Airbus Deutschland, RCD, IABG, ETS, CERANOVIS, CAU, MTA und MTSP waren ebenfalls an der Bereitstellung von Komponenten für die Raumsonde beteiligt.

Österreich beteiligte sich an drei der zehn Instrumente sowie am Solar Orbiter selbst. Die österreichischen Unternehmen Ruag und Siemens waren ebenfalls an der Lieferung von Komponenten für die Raumsonde beteiligt. Auch die Schweiz ist an drei Instrumenten an Bord des Solar Orbiter beteiligt: dem Röntgenspektrometer/Teleskop STIX, mit Principal Investigator Säm Krucker vom Institut für Data Science FHNW, und den Instrumenten EUI (Extreme Ultraviolet Imager) und SPICE (Spectral Imaging of the Coronal Environment).

MTU: Michael Schreyögg bleibt Programm-Vorstand

Michael Schreyögg bleibt fünf Jahre länger Vorstand bei der MTU und wurde vom Aufsichtsrat der MTU Aero Engines AG bis Ende Juni 2026 verlängert.

Als Programm-Vorstand verantwortet er Programmleitung, Vertrieb und die weltweiten Service-Standorte der MTU. Der Beschluss wurde im schriftlichen Umlaufverfahren einstimmig gefasst. „Wir freuen uns, in diesem schwierigen Umfeld weiterhin auf die langjährige MTU- und Branchenerfahrung von Michael Schreyögg und sein starkes Netzwerk mit Kunden und Partnern zählen zu können“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Eberhardt. Schreyögg ist seit Juli 2013 im Vorstand der MTU und seit 1990 im Unternehmen.

USA und Schweiz kooperieren bei Drohnen im Luftraum

Das schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und die US-amerikanische Luftfahrtbehörde (Federal Aviation Administration, FAA) haben dazu eine Absichtserklärung über eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der unbemannten Flugsysteme (Unmanned Aircraft Systems, UAS) abgeschlossen.

Forschung und Entwicklung von Drohnen sowie der Austausch von Ideen, Mitarbeitern und Informationen sollen die Bewältigung der gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen beim Betrieb und bei der sicheren Integration von autonomen Fluggeräten und Coptern in den Luftraum für die USA und die Schweiz erleichtern.

Drohnen: Harmonisierung für innovativen Markt

Die Absichtserklärung schafft einen Rahmen für die künftige Zusammenarbeit des BAZL und der FAA im Hinblick auf die Weiterentwicklung und Harmonisierung nationaler und internationaler Sicherheitsstandards für unbemannte Flugsysteme. Die Zivilluftfahrtbehörden der beiden Länder werden gemeinsame Initiativen und Projekte lancieren, welche im Zusammenhang mit dem Betrieb von UAS für beide Seiten von Interesse und Nutzen sind.

Ungeachtet der erheblichen Unterschiede zwischen den beiden Ländern stehen die Schweiz und die USA mit Blick auf das am schnellsten wachsende Segment der Zivilluftfahrt vor ähnlichen Herausforderungen: Beide Nationen verfügen über höchst innovative Branchen, welche den Luftraum für neuartige Flugbetriebsarten nutzen wollen. Der Austausch über die Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Ansätzen stellt für beide Seiten einen Gewinn dar.

Transponder für Drohnen

Diese Zusammenarbeit wird wertvolle Fortschritte ermöglichen, etwa bei der Fernidentifizierung, das heißt der Fähigkeit von Drohnen, im Flug Informationen auszusenden, welche ihre Identifizierung durch Dritte ermöglichen. Dies soll die Wirksamkeit der Luftraumüberwachung, der Aufsicht und der Durchsetzung geltender Rechtsbestimmungen stärken und so zu einem sicheren Betrieb von Drohnen beitragen.

In der Schweiz ist die Organisationseinheit Innovation und Digitalisierung des BAZL federführend in regulatorischen Fragen rund um unbemannte Flugsysteme. Das BAZL fungiert als zuständige Behörde für die Integration von Drohnen in den Schweizer Luftraum. Auf der US-amerikanischen Seite koordiniert das UAS Integration Office der FAA die Entwicklung von drohnenzentrierten Betriebskonzepten, von Politiken und Anforderungen sowie von Kriterien und Verfahren für die Beurteilung existierender und neuer Systeme.

Bombardier Global Express trotz Corona zur PPI bei Ruag

Ein Bombardier Global Express hat in Oberpfaffenhofen bei München eine Pre-Purchase Inspection (PPI) der Stufe drei erfahren. Die detaillierte Evaluation des Flugzeugs verlief nach Plan, trotz der Herausforderungen, die die COVID-19-Pandemie mit sich bringt.

Die Pre-Purchase Inspection am Business Jet Bombardier Global Express hat Ruag MRO International durchgeführt. Der Vertreter des Käufers legte den Umfang der Inspektion direkt mit dem PPI-Entscheidungstool von Ruag fest. Die klare Definition der Anforderungen für die PPI der Stufe drei im One-Stop-Shop ermöglichte einen zügigen Ablauf des Projekts und eine präzise Ermittlung aller für die Kaufentscheidung relevanten Einzelheiten. Darüber hinaus sorgte das Team von Ruag für die reibungslose Registrierung des neuen Eigentümers und stellte damit die vollständige Dokumentation sicher, so dass ein Vertreter der Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten (Federal Aviation Authority, FAA) das Flugzeug unverzüglich vor Ort abnehmen konnte.

Corona macht Flugzeug-Inspektion komplizierter

Ruag MRO International ist spezialisiert auf optimierte Lösungen für Geschäftsflugzeuge. Alle erforderlichen Leistungen werden innerhalb einer einzigen Standzeit und nach individualisierten, den Kundenbedürfnissen angepassten Zeitplänen erbracht. Das Service-Portfolio umfasst die komplette Palette von Flugzeug- und Komponentenunterhalt (MRO), Wartungschecks, Kabinenmodifikationen, Avionik- und System-Upgrades, Flugzeuglackierung, Modifikationen, Inspektionen vor dem Kauf (PPI), AOG-Fälle sowie Support und Beratung. Das Flugzeug traf während der Anfangsphase der COVID-19-Pandemie bei Ruag MRO International ein. Das verkomplizierte den Inspektionsprozess.

DFS bekommt rund 870 Kilometer Glasfaser-Netzwerk

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Kontrollzentralen, Tower, Funk- und Radarstationen der deutschen Flugsicherung tauschen künftig Informationen über Glasfaser aus. Dafür ergänzt die Deutsche Telekom ihr Netz bis Mitte 2022 um rund 870 Kilometer.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) modernisiert ihr Kommunikationsnetz, dabei betreibt dann die Telekom das gesamte aufgebaute Netzwerk für die DFS. Der Auftrag ist einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in Euro wert und läuft über sieben Jahre.

Digitalisierung in der DFS

„Das neue Glasfasernetz ist ein wichtiger Baustein für die Digitalisierung der Flugsicherung“, sagt Friedrich-Wilhelm Menge, Chief Technology Officer bei der DFS. „Wir wollen unseren Platz unter den führenden Flugsicherungen in Europa weiter ausbauen. Dazu müssen wir Technologien weiterentwickeln und die Potentiale der Digitalisierung und Automatisierung konsequent nutzen. Konkret: Es geht darum, die Sicherheit und die Effizienz im Flugverkehr zu steigern.“

Hagen Rickmann, verantwortlich für die Geschäftskundensparte bei der Telekom Deutschland: „Die Infrastruktur für die Flugsicherung ist systemrelevant. Deshalb hat Sicherheit oberste Priorität: Alle Leitungen sowie die wichtigsten Netz-Komponenten sind mehrfach vorhanden.“ Und ergänzt: „Dies ist einer der ersten größeren Aufträge für unseren neu geschnittenen Geschäftskundenbereich. Seit dem ersten Juli haben wir jetzt alle notwendigen Kompetenzen gebündelt, um solche wichtigen und sicherheitsrelevanten Projekte noch erfolgreicher umzusetzen.“

Von Helgoland bis Kaufbeuren

Das neue Glasfasernetz für die DFS wird insgesamt mehrere zehntausend Kilometer lang und erstreckt sich von Helgoland bis Kaufbeuren. Es verbindet vier Kontrollzentralen, die Tower der 16 internationalen Flughäfen sowie 130 Funk- und Radarstationen in Deutschland. Rund 80 Standorte erhalten erstmals einen Glasfaser-Anschluss. Mehr als 50 neue Anlagen doppeln die Infrastruktur für noch mehr Sicherheit.

MTU Aero Engines droht Stellenabbau wegen Corona

Beim Triebwerksbauer MTU droht bis zum Ende des Jahres 2021 an den deutschen und internationalen Standorten eine Kapazitätsreduzierung von insgesamt rund zehn bis 15 Prozent.

Angesichts der Auswirkungen der Pandemie durch Corona auf die internationale Luftfahrt plant die MTU Aero Engines AG, ihre Personalkapazitäten entsprechend zu reduzieren. Der Schwerpunkt soll dabei auf individuellen Vereinbarungen wie verstärkter Nutzung von Altersteilzeit, Vorruhestandsregelungen und weiteren Angeboten liegen.

Stellschrauben der Kapazität runterdrehen

Daneben umfasst die angestrebte Größenordnung auch bereits eingeleitete Maßnahmen. Dazu zählen ein weitgehender Einstellungsstopp oder nicht erfolgende Nachbesetzungen von freiwerdenden Stellen ebenso wie die Reduktion von Arbeitszeiten. „Die Luftfahrtindustrie wird durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie noch über längere Zeit unter Druck bleiben. Es wird Jahre dauern, bis der Luftverkehr – und damit die Grundlage unserer Aktivitäten im Serien- und Instandhaltungsgeschäft – wieder das Niveau der Vorkrisen-Jahre erreichen wird“, sagte der MTU-CEO Reiner Winkler.

Kapazitätsanpassung durch Kurzarbeit

Die MTU Aero Engines AG ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Derzeit nutzt die MTU an ihren deutschen Standorten die temporären Möglichkeiten der Kapazitätsanpassung durch Kurzarbeit. An den internationalen Standorten, an denen andere gesetzliche Rahmenbedingungen gelten, werden unterschiedliche Maßnahmen zum Kapazitätsabbau umgesetzt.

„Wir haben kein Interesse an betriebsbedingten Kündigungen oder Sozialplänen, und werden unser Vorgehen sehr sorgfältig mit dem Betriebsrat abstimmen. Auch während und nach der Krise wollen wir eine möglichst große Zahl unserer hochqualifizierten Kolleginnen und Kollegen an Bord behalten…“ Die MTU unterhält Standorte weltweit. Im Geschäftsjahr 2019 haben mehr als 10.000 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von über 4,6 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Berliner Flughäfen verzeichnen höhere Fluggastzahlen

Mit den Lockerungen im Reiseverkehr sind die Fluggastzahlen im Juni an den Berliner Flughäfen wieder deutlich gestiegen. Im Juni starteten und landeten 167.891 Passagiere an den Flughäfen Schönefeld und Tegel.

Im Vergleich zum Vormonat Mai (51.979 Passagiere) wurden damit dreimal so viele Fluggäste abgefertigt, was aber dennoch mit nur 5,1 Prozent deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats (Juni 2019: 3.261.495 Passagiere) liegt. Am Flughafen Tegel wurden im Juni 134.598 Fluggäste abgefertigt, ein Minus von 94 Prozent im Vergleich zum Juni 2019. Am Flughafen Schönefeld starteten und landeten 33.293 Passagiere (minus 96,7 Prozent).

Juli wieder bei 20 Prozent

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Im Juni haben viele Fluggesellschaften ihre Verbindungen insbesondere innerhalb Europas langsam wiederaufgenommen. Dieser Trend hat sich im Juli deutlich verstärkt, sodass jetzt wieder 20 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht werden. Dies ist ein wichtiger Schritt in eine neue Normalität. In den nächsten Wochen kommt es vor allem darauf an, dass sich alle konsequent an die umfassenden Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen halten. Wir gewährleisten einen sicheren Flugbetrieb am Boden und wollen damit weiter Vertrauen in sicheres Reisen schaffen.“

Corona hat mit der Pandemie extreme Effekte auf den Flugverkehr. So betrug das Fluggastaufkommen an den Berliner Flughäfen in der ersten Jahreshälfte mit 5.814.744 Passagieren nur ein Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Jan-Jun 2019: 17.454.919 Passagiere). Mit Beginn des Sommerreiseverkehrs sowie der Wiederaufnahme von Strecken durch die Fluggesellschaften ist die Zahl der Flugbewegungen im Juni wieder angestiegen. Insgesamt verzeichneten die Flughäfen der Hauptstadtregion im Juni 3.832 Flugbewegungen, ein Minus von 85,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Am Flughafen Tegel starteten und landeten 1.864 Maschinen (minus 89 Prozent), in Schönefeld 1.968 Maschinen (minus 77,4 Prozent).

Frachtflugzeuge trotzen Corona-Flaute

Der Frachtverkehr bewegte sich trotz rückläufiger Zahlen im Vergleich zum Juni 2019 auf einem stabilen Niveau. Insgesamt wurden über die Frachtanlagen der Berliner Flughäfen 1.393 Tonnen Luftfracht umgeschlagen, ein Minus von 52,9 Prozent. Der Flughafen Schönefeld verzeichnete mit 1.303 Tonnen Luftfracht ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In Tegel hingegen wurden nur 90 Tonnen Luftfracht abgewickelt (minus 95,2 Prozent).

Lufthansa bindet Bodensee-Airport wieder täglich an

Ein Canadair Jet 900 fliegt ab sofort wieder täglich von Friedrichshafen zum Drehkreuz Frankfurt. Am Mittwochabend landete erstmals wieder ein Passagierjet der Lufthansa am Bodensee-Airport.

Bodensee-Airport wieder weltweit angeschlossen

Die ganze Region und insbesondere die Wirtschaft, mit den hier ansässigen Unternehmen, haben nun wieder Dank der Lufthansa Flugverbindungen in die Welt. Über das Star Alliance-Drehkreuz in Frankfurt ist der Bodensee-Airport wieder an das weltweite Streckennetz der Lufthansa angeschlossen. Der Flughafen hat sich auf die Wiederaufnahme des Flugverkehres mit diversen Hygiene-Maßnahmen vorbereitet. Flughafen und Airline haben eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um ihre Gäste und Mitarbeiter in der aktuellen Situation zu schützen.

Geschäftsflüge zurück am Bodensee

„Wir freuen uns sehr über die gestrige Wiederaufnahme der Verbindung der Lufthansa nach Frankfurt. Damit ermöglichen wir insbesondere wieder Geschäftsreisenden eine unkomplizierte Anbindung an viele Destinationen, die in den letzten Wochen nicht oder sehr umständlich zu erreichen waren. Die Flugzeiten sind auf die Anschlussflüge der Lufthansa in Frankfurt abgestimmt. Eine gute Annahme der Verbindung im Markt wird dann auch dafür sorgen, dass die Frequenzen der Flüge sich so entwickeln, dass auch wieder Tagesreisen ermöglicht werden. Die kurzen Wege am Flughafen Friedrichshafen und die unkomplizierten Prozesse sparen Geschäftsreisenden wertvolle Zeit.“, so Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer Bodensee-Airport.

Luftfrachter fordern Reformen: Schneller aus der Krise

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Mit dem Zusammenbruch des weltweiten Passagierverkehrs wurde auch die Luftfracht in Mitleidenschaft gezogen: Größter Treiber des Rückgangs waren die weggefallenen Frachtkapazitäten in den Passagierflugzeugen (Belly).

Rückgang des Luftfrachtvolumens

Mit den Folgen der Covid-19-Pandemie für den Welthandel ging das Luftfrachtvolumen an den deutschen Standorten gegenüber dem Vorjahr merklich zurück: im März um 12 Prozent, im April um 14 Prozent und im Mai um zehn Prozent. Normalerweise werden rund 50 Prozent der Luftfracht nicht in reinen Frachtmaschinen transportiert, sondern als Beiladefracht („Bellyfracht“) in Passagiermaschinen.

Durch die coronabedingte Einstellung vieler Verbindungen standen diese Kapazitäten auch für die Luftfracht nicht mehr zur Verfügung. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf die Warenströme des Wirtschaftsstandorts Deutschland und stellt die Unternehmen und ihre Kunden vor enorme operative Herausforderungen.

Coronakrise verlagerte Güterbedarf

Der reduzierten Kapazität im Luftfrachtmarkt steht eine steigende Nachfrage in bestimmten Produktgruppen gegenüber, in denen es einen Mehrbedarf für schnelle Auslieferungen gibt. Hierzu gehören etwa Medikamente und Schutzausrüstung. Während die Zahl der Gesamtimporte in den letzten Monaten rückläufig war, ist der Import von medizinischen und pharmazeutischen Erzeugnissen nach Deutschland in den Monaten März und April um 19 Prozent gestiegen. Hierbei kommt der Luftfracht eine herausragende Rolle zu, denn in einer sich weiter beschleunigenden Weltwirtschaft ist der Transport eilbedürftiger Güter mit dem Flugzeug unerlässlich.

Air Cargo- und Logistikcommunity diskutiert Lage der Luftfracht

Die aktuelle Lage der Luftfracht und die Rolle von wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen für den Luftfrachtstandort diskutierte die Air Cargo- und Logistikcommunity bei der virtuellen Branchenkonferenz von BDL, BDI und DSLV.

BDL-Präsident Peter Gerber zur Entwicklung der Fracht: „In der Krise zeigt sich die große Bedeutung der Luftfracht für den Wirtschaftsstandort Deutschland und auch für medizinische Versorgungsketten. Die Luftfracht ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Lebensader unserer Gesellschaft. Dabei ist die Luftfracht nicht im gleichen Maße wie der Passagierverkehr eingebrochen, bleibt aber deutlich hinter dem Volumen aus den Vorjahren zurück. Aufgrund der fehlenden Kapazitäten in den Passagiermaschinen und der weltweiten Rezession wird das Frachtgeschäft einige Zeit brauchen, bis es wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt.“

Digitalisierung in der Dokumentation nötig

Gerber appellierte an die Politik, die Krise als Chance für Innovationen in der Logistikpolitik zu nutzen. „Damit unsere Unternehmen die Krise erfolgreich bestehen können, müssen nun vorhandene Digitalisierungs- und Innovationspotenziale auch gehoben werden. Dazu gehört, dass wir zügig Fortschritte machen bei der Umstellung auf digitale Frachtdokumente und dem Datenaustausch mit den zuständigen Behörden sowie dass wir Fördervorhaben aus dem ‚Innovationsprogramm Logistik 2030‘ nun umsetzen. Gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass eine Erholung des Luftfrachtstandorts Deutschland nicht durch neue Hindernisse abgewürgt wird – etwa durch eine weitere Beschränkung von Nachtflugoptionen oder durch uneinheitliche Security-, Zoll- und Steuerverfahren, die den Standort unattraktiv und teurer machen gegenüber unseren europäischen Nachbarn.“

TUI-fly fliegt wieder ab Hamburg Airport

Nach über drei Monaten Pause hebt am 02. Juli mit der X3 2156 wieder eine TUI fly-Maschine vom Hamburg Airport ab. Für die Gäste des Erstfluges ging es damit an Bord einer Boeing 737 in die langerwarteten Sommerferien nach Las Palmas.

Kanaren, griechische Inseln und Portugal

Bis zum Ende der Sommersaison Ende Oktober stehen neben den drei größten Kanareninseln, TeneriffaFuerteventura und Gran Canaria, auch die griechischen Inseln KretaKos und Rhodos sowie die zu Portugal gehörende Insel Madeira im Sonderflugplan des beliebten Ferienfliegers. Zusätzlich bleibt weiterhin eine Boeing 737-800 an der Elbe stationiert. „Bis Ende Oktober bieten wir somit rund 42.000 Sitzplätze in die Sonne und zurück an“, sagt Oliver Lackmann, Geschäftsführer TUIfly GmbH.

Eurofighter auf der Straße nach Kaufbeuren

Die Anwohner von Kaufbeuren dürften nicht schlecht gestaunt haben, als in den gestrigen Nachtstunden ein Kampfflugzeug vom Typ Eurofighter durch die Straßen fuhr.

Der Jet kam aus Lechfeld und bekommt in Kaufbeuren ein neues Zuhause. Da die Runway in Kaufbeuren derzeit geschlossen ist, blieb für den Umzug aber nur die unkonventionelle Route für ein Flugzeug, nämlich die Straße. Mit 11 Metern Spannweite war die sechsstündige Reise nicht ganz unproblematisch. Die Innenstadt von Wertach stellte ein Nadelöhr dar und benötigte allein drei Stunden.

Eurofighter in der Innenstadt

Trotz umfangreicher Planung blieb die Reise nicht ohne unvorhergesehene Schwierigkeiten. So musste auch eine Ampel kurzfristig weichen, um den Tragflächen Platz zu machen. Neben einigen Schaulustigen waren aber die Spezialtransporter letztlich sehr zufrieden. Der Hersteller des Kampfflugzeuges nutzt die Maschinen auch, um im Technischen Trainingscenter der Luftwaffe das Personal wie Flugzeugmechaniker zu schulen.

Airbus A330 MRTT an NATO übergeben

Airbus hat das topmoderne Tankflugzeug A330 MRTT in Spanien an die NATO übergeben. Das Mehrzweck-Transportflugzeug kann damit bald in Dienst gestellt werden.

Der Airbus A330 MRTT (Multi Role Tanker Transport) ist das erste von acht Flugzeugen, dass eine multinationale Einheit, die NATO Multinational MRTT Fleet (MMF) der Länder Belgien, der Niederlande, Spanien, Norwegen, Luxemburg, Tschechische Republik und Deutschland erhält. Nach der Übergabezeremonie steht morgen der Überstellungsflug nach Eindhoven in den Niederlanden an. Dort ist der Hauptstandort, aber eine weitere Basis der MFF wird in Köln (Forward Operating Base) sein.

Tankflugzeug mit Kontaktierungsautomatik

Die A330 MRTT kann neben Air-to-Air-Refueling auch Truppentransporte, Frachtransporte oder Medizinische Evakuierung durchführen. Airbus hat sich damit auch in den USA für die neue Generation an Tankflugzeugen beworben, dort setzt man jedoch auf eine Boeing-Entwicklung auf B767-Basis. Airbus will übergangsweise dennoch mit Lockheed-Martin Dienste mit dem Flugzeug anbieten. Für die Kapazitäten der NATO wurde MFF 2012 von der European Defence Agency (EDA) initiiert. Es garantiert oben genannten Ländern das ausschließliche Recht die NATO-Flugzeuge in einem gemeinsamen Pool zu betreiben.

Baden Airpark: Wizz Air befliegt Rumänien und Bulgarien

Nur kurz nachdem Wizz Air die beiden neuen Strecken Larnaca auf Zypern (ab 04. Juli) und Tirana in Albanien (ab 15. Juli) für den FKB verkündet hat, folgt bereits die nächste Erweiterung des Flugangebots.

Wizz Air fliegt zwei neue Strecken

Ab dem 25. Juli wird das bulgarische Varna (VAR) am Schwarzen Meer immer samstags und dienstags angeflogen. Damit kann dieses Jahr bereits während der baden-württembergischen Sommerferien, die bulgarische Schwarzmeerküste erreicht werden. Rumäniens Hauptstadt Bukarest (OTP) wird ab dem 10. August immer montags, mittwochs und freitags bedient. Auf beiden Strecken wird jeweils ein Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen eingesetzt.

Besondere Hygiene-Regeln

Fürs Reisen gelten weiterhin besondere Hygiene-Regeln: So besteht für die Passagiere und die Kabinencrew Maskenpflicht und die Flugbegleiter tragen Handschuhe. An die Passagiere werden Desinfektionstücher verteilt und die Flugzeuge werden über Nacht desinfiziert. Die Bordmagazine wurden entfernt und beim Kauf an Bord werden die Passagiere um bargeldlose Bezahlung gebeten.

Austrian Airlines erhöht Reiseziele im Süden

Austrian Airlines fliegt ab Juli wieder weitere Ziele an. Immer samstags geht ein Charterflug zum Beispiel nach nach Palma de Mallorca, und auch nach Kroatien gibt es wieder Flüge. Zadar ist ab Juli jeden Montag, Donnerstag und Samstag wieder erreichbar.

Austrian Airlines verdoppelt Flugzahl

Darüber hinaus verdoppelt Austrian Airlines die Anzahl der Flüge nach Dubrovnik und Split auf bis zu sechs Verbindungen pro Woche. Ab Juli geht es zudem täglich nach Thessaloniki (statt viermal die Woche). Nizza wird von vier auf fünf wöchentliche Flüge aufgestockt. Gäste, die ihren Sommerurlaub am Strand verbringen möchten, haben somit eine große Auswahl, denn neben Mallorca, Destinationen an der kroatischen Küste und der Côte d’Azur bietet Austrian Airlines ab Juli auch diverse Verbindungen auf griechische Urlaubsinseln an, darunter KarpathosKosRhodosSantorin oder Zakynthos.

Reisen wird wieder möglich

„Durch die Aufhebung vieler innereuropäischer Reisebeschränkungen, zuletzt zum Beispiel für Spanien, können wir unser Angebot entsprechend erweitern“, sagt Austrian Airlines CCO Andreas Otto. „Natürlich müssen weiterhin die jeweiligen lokalen Sicherheitsbestimmungen beachtet werden, zum Beispiel was das Tragen von Masken betrifft. Ansonsten steht einem Sommerurlaub am Strand allerdings nichts im Weg.“ Austrian Airlines gibt online Informationen zu den Themen Reisen in Zeiten von Corona, Maskenpflicht, Einreisebestimmungen, dem genauen Flugplan oder Umbuchungsregelungen. Die Angaben werden laufend ergänzt.

Lufthansa Aktionäre stimmen Rettungsplan zu

Die Rettung der Lufthansa kann vorwärts gehen. Nach einer Zitterpartie, ob die entsprechende Mehrheit zur Annahme des Rettungspakets durch den deutschen Staat zustande kommt, wurde der Vorschlag bei der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft mehrheitlich angenommen.

Die Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG haben sich dabei für die Annahme der Kapitalmaßnahmen und der Beteiligung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik Deutschland an der Deutschen Lufthansa AG ausgesprochen. Auch die Gewerkschafen der Piloten, Vereinigung Cockpit, sowie der Kabien (UFO), hatten an die Aktionäre appelliert, dem Paket zuzustimmen.

9 Mrd. Euro zur Sicherung der Deutschen Lufthansa

Das Paket sieht Stabilisierungsmaßnahmen und Kredite von bis zu 9.000.000.000 Euro vor. Der WSF wird Stille Einlagen von insgesamt bis zu 5,7 Milliarden Euro in das Vermögen der Deutschen Lufthansa AG leisten. Außerdem wird er im Wege einer Kapitalerhöhung eine Beteiligung von 20 Prozent am Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG aufbauen. Dieser Kapitalerhöhung wurde bei der heutigen Hauptversammlung zugestimmt.

Ebenso stimmten die Aktionäre für die Einräumung von zwei Umtauschrechten für Teile der Stillen Einlagen. Diese Umtauschrechte sollen einerseits den Bund gegen eine Übernahme der Lufthansa und darüber hinaus die Zinszahlungen für die Stille Einlage absichern. Beide Umtauschrechte können beim Eintritt dieser Bedingungen in jeweils weitere fünf Prozent am Grundkapital der Gesellschaft gewandelt werden. Ergänzt wird das Paket durch einen Kredit in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro unter Beteiligung der KfW und privater Banken. Vor Beginn der Hauptversammlung hatte bereits die Europäische Kommission das Stabilisierungspaket genehmigt. Über die Freigabe der Stabilisierungsmaßnahmen in den weiteren Heimatmärkten der Lufthansa Group soll demnächst entschieden werden.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG sagt: „Die Entscheidung unserer Aktionäre sichert der Lufthansa eine Perspektive für eine erfolgreiche Zukunft. Im Namen unserer 138.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danke ich der deutschen Bundesregierung und den Regierungen unserer weiteren Heimatländern für Ihre Bereitschaft, uns zu stabilisieren. Wir Lufthanseaten sind uns unserer Verantwortung bewusst, die bis zu neun Milliarden so schnell wie möglich an die Steuerzahler zurückzuzahlen.“

Lufthansa behält Liquidität

Durch den Beschluss der Hauptversammlung ist die Liquidität des Unternehmens nachhaltig gesichert. Die Unternehmen der Lufthansa Group arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Geschäftstätigkeit wieder hochzufahren. So werden die Flugpläne der Airlines in den kommenden Wochen weiter konsequent ausgebaut. Anfang kommender Woche wird der Flugplan für die nächsten Wochen veröffentlicht. Er sieht vor, bis September wieder 90 Prozent aller ursprünglich geplanten Kurzstreckenziele und 70 Prozent aller Langstreckendestinationen in das Programm aufzunehmen.

Die außerordentliche Hauptversammlung verfolgten rund 30.000 Aktionäre. Insgesamt waren 39,0 Prozent des Grundkapitals vertreten. Davon stimmten 98 Prozent des anwesenden Kapitals für die Annahme der Beschlussvorlage der Gesellschaft. Damit stimmte deutlich mehr als die notwendige Zweidrittelmehrheit für die Annahme. Nachteilig für die Fluggesellschaft könnte die Aufgabe von Slots, also Landerechten an Flughäfen, sein, die im Zuge der Rettung eintreten kann.

Flugangebot ab Berlin: Über 70 Flugziele zu erwarten

Die Zahl der Ziele an den Flughäfen von Berlin nehmen zu Beginn der Sommerferien in Berlin und Brandenburg wieder zu. Nach dem Ausfall der Luftfahrt im Zuge der Reisebeschränkungen wegen Corona bieten sich somit wieder Urlaube im Ausland an.

Von Schönefeld und Tegel fliegen gerade wieder 31 Airlines zu 52 Destinationen in 31 Ländern. Anfang Juli soll sich das Streckenangebot mit der Wiederaufnahme weiterer Verbindungen durch die großen Airlines easyJet und Ryanair noch einmal deutlich erhöhen. Berlins Flughäfen erwarten dann wieder über 10.000 tägliche Gäste. Erwartet wird diesen Sommer ein Angebot von über 70 Zielen.

Passage und Geschäfte am Airport wieder in Betrieb

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Anders als in den Osterferien kann man in den Sommerferien endlich wieder in den Urlaub fliegen. Bereits jetzt haben die Airlines schnell und deutlich auf die neue Situation reagiert. Seit den Lockerungen im Reiseverkehr haben wir einen Anstieg der Passagierzahlen sowie des Flugangebots im Linienverkehr. Ab der nächsten Woche werden wir einen signifikanten Sprung sehen, insbesondere in zahlreiche europäische Urlaubsregionen. Dabei werden wir darauf achten, dass das Abfliegen und Ankommen sicher und verlässlich unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften abläuft. Um die notwendigen Sicherheitsabstände einzuhalten, werden ab Juli sowohl in Tegel als auch in Schönefeld wieder alle Terminalbereiche genutzt.“

Flugangebot ab Berlin

Mit 52 Destinationen in 31 Ländern bietet der Berliner Flugplan bereits wieder ein breites Angebot, das für Geschäftsreisende, ethnische Verkehre und Urlauber interessant ist. Neben London (British Airways), Paris (Air France), Amsterdam (KLM), Helsinki (Finnair), Zürich (Swiss) und weiteren Zielen, die auch während der Reiseeinschränkungen angeflogen wurden, sind z.B. mit BarcelonaMailandRomLissabonEdinburgh (Ryanair), Brüssel (Brussels Airlines), Luxemburg (Luxair), Reykjavík (Icelandair), Wien (Austrian Airlines) aber auch Riga und Tallinn (airBaltic) oder Kyjiw und Chişinău (Wizz Air) viele Metropolen und Städte in Europa und Osteuropa wieder bzw. wieder häufiger ab Berlin erreichbar. Zusätzlich wurde der Linienverkehr zu Zielen in der Türkei (Turkish Airlines, SunExpress, Pegasus) wiederaufgenommen. Innerdeutsch werden Frankfurt und München (Lufthansa), KölnDüsseldorfStuttgart (Eurowings) und Saarbrücken (DAT) mehrfach pro Woche angeflogen.

Gastronomie- und Einkaufsangebot an beiden Berliner Flughäfen

Parallel zum Anwachsen des Flugverkehrs nimmt auch das Gastronomie- und Einkaufsangebot an beiden Flughäfen wieder zu. So sind z.B. die Almhütte und der Quickers am Flughafen Schönefeld, die Essbahn oder die Apotheke in Berlin-Tegel bzw. die Autovermieter an beiden Flughäfen geöffnet. Die Öffnungszeiten sind teilweise noch eingeschränkt, d.h. sie sind an den Flugzeiten ausgerichtet. Mit dem weiteren Anstieg des Flugbetriebs Anfang Juli werden weitere Angebote folgen.

Reisehinweise differenziert

Auch wenn die Reisewarnung teilweise aufgehoben wurde, sollten sich Passagiere vor Reiseantritt informieren, da es auch weiterhin zu Beschränkungen oder Quarantäneauflagen durch die jeweiligen Reiseländer kommen kann. Tagesaktuelle Informationen bietet das Auswärtige Amt. Abstandsregeln und weitere Vorgaben zum Infektionsschutz haben die Flughäfen hier mitgeteilt.

ISS-Nutzung von ESA und Airbus: Vertrag verlängert

Die europäische Raumfahrtagentur ESA hat den jährlichen Vertrag zur Verlängerung der Nutzung von Teilen der Raumstation ISS durch Airbus verlängert. Die Zusammenarbeit dient der kommerziellen Nutzung der Raumstation als Erdbeobachtungsposten.

Auf der ISS (International Space Station) müssen alle Systeme zuverlässig arbeiten, für die Forschung und die Sicherheit der Astronauten. Die ESA leitet ein internationales Team, das für den reibungslosen Betrieb der Lebenserhaltungssysteme, Energieversorgung und Flugkontrolle verantwortlich ist. Hinzu kommen Forschungsmaterialien und die Ladung im Columbus-Modul, dem europäischen Bauteil der ISS.

Raumstation als komplexe Maschine

Der Vertrag mit Airbus hat ein Volumen von 16 Mio. Euro und läuft bis Jahresende. Darin werden Leistungen für die Vorbereitung von Experimenten, Missionen samt Einrichtung neuer Güter für die ISS, Wartung und Reparatur, Softwarelösungen sowie Ingenieursdienstleistungen erbracht.

Von Airbus stammt auch das Modul Columbus sowie die völlig autonomen Transporter ATV, die mittlerweile im neuen Orion-Raumschiff der NASA fortbestehen. Seit Kurzem gibt es auch die neue Plattform ‘Bartolomeo’ auf der ISS, die als Interface für Kommerzielle Geräte weitere Möglichkeiten erschließt.

DFS: Dr. Kerstin Böcker wird neue Personalchefin

Dr. Kerstin Böcker (56) wird zum 15. August neue Geschäftsführerin Personal und Arbeitsdirektorin bei der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in Langen. Dr. Böcker verfügt über rund 25 Jahre Erfahrung im Personalwesen und war zuletzt Mitglied der Geschäftsführung der thyssenkrupp System Engineering GmbH in Heilbronn.

Als Chief Human Resources Officer und Arbeitsdirektorin war Kerstin Böcker dort seit 2014 verantwortlich für die Themen Personal, Arbeitssicherheit und Gesundheit, Umwelt & Energie, Informationssicherheit und Datenschutz. Davor arbeitete sie von 2007 bis 2014 in unterschiedlichen Führungsfunktionen im Personalbereich der thyssenkrupp AG. Sie tritt in der neuen Funktion die Nachfolge von Dr. Michael Hann an, der am 13. Februar 2020 verstorben ist.

Kerstin Böcker mit Erfahrung in der Luftfahrtindustrie

Vor ihrem Einstieg im thyssenkrupp-Konzern war Dr. Böcker in verschiedenen leitenden Positionen im Personalwesen unter anderem bei der Infineon Technologies AG in München, DaimlerChrysler Services AG, Berlin, und der Mercedes-Benz Credit Corporation in den USA tätig. Ihre berufliche Karriere startete die promovierte Juristin und Diplomkauffrau nach Abschluss ihrer Studien an der Universität Bayreuth 1994 im Personalbereich der Daimler-Benz Aerospace AG in München.

Dr. Tamara Zieschang, Aufsichtsratsvorsitzende der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH: „Ich freue mich, dass Frau Dr. Böcker mit ihrer Expertise die DFS Geschäftsführung als Chief Human Resources Officer und Arbeitsdirektorin verstärken wird. Sie verfügt über eine langjährige, breite Erfahrung im Bereich Human Resources und wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das gesamte Team der DFS und die Zusammenarbeit zu stärken. Ich wünsche Frau Dr. Böcker viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe.“

„Mit Frau Dr. Böcker gewinnt die DFS Deutsche Flugsicherung eine ausgezeichnete Nachfolgerin für die Position Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor. Mit Blick auf die sich wandelnden Anforderungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Regulierung, Digitalisierung und Modernisierung wird es eine Kernaufgabe sein, die Etablierung agiler Arbeitsformen im Unternehmen zu forcieren, die digitalen Kompetenzen weiterzuentwickeln und den dafür notwendigen Kulturwandel in der Unternehmensgruppe zu begleiten. Frau Dr. Böcker bringt genau diese Kompetenzen mit, die wir für die Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe benötigen. Im Namen der Geschäftsführung und der gesamten Belegschaft heiße ich Frau Dr. Böcker herzlich willkommen bei der DFS“, sagt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, CEO der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH.

Ryanair bietet Direktflug Dortmund – Wien

Ryanair wird in den Sommermonaten Wien vom Dortmund Airport aus zunächst drei Mal wöchentlich anfliegen. Für den Winterflugplan ist eine Aufstockung der Frequenz geplant.

Ryanair Erstflug nach Wien

Die irische Airline Ryanair hob zum Erstflug nach Wien ab. Guido Miletic, Abteilungsleiter Marketing & Sales am Dortmund Airport und Flughafensprecherin Davina Ungruhe begrüßten die Crew auf dem Vorfeld. Ryanair fliegt montags, mittwochs und freitags am späten Nachmittag bzw. frühen Abend aus Wien nach Dortmund und wieder zurück und ergänzt so das bestehende Angebot der Wizz Air auf der Strecke. Denn die ungarische Airline Wizz Air bedient die Strecke vormittags.

„Wir freuen uns, dass unsere Passagiere durch die Streckeneröffnung noch mehr Flexibilität gewonnen haben. „Knapp 108.000 Fluggäste nutzten im vergangenen Jahr bereits die Verbindung nach Wien – damit ist die österreichische Hauptstadt eins der beliebtesten Ziele ab dem Dortmund Airport. Beim Reisen gelten weiterhin Hygieneregeln, die geben Airlines oder das Auswärtige Amt auf seiner Webseite.

Plasma-Experimente auf der ISS dank Homeoffice

Das Corona-Virus stört auch die Abläufe der Forscher im All – die Reiseeinschränkungen verhinderten beinahe die Steuerung des Plasmakristall-Labors PK-4 auf der ISS. Nun hat die Forschungsgruppe vom DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum ihre einwöchige Versuchsreihe dennoch erfolgreich abgeschlossen – von Oberpfaffenhofen aus.

Das Plasmakristall-Labor PK-4 ist eine Kooperation der europäischen Weltraumorganisation ESA – European Space Agency und der russischen Raumfahrtbehörde ROSKOSMOS, unter wissenschaftlicher Führung der Gruppe Komplexe Plasmen des DLR-Instituts für Materialphysik im Weltraum (ehemals am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, MPE) und der russischen Akademie der Wissenschaften (Joint Institute for High Temperatures, JIHT).

Glücksfall Oberpfaffenhofen – „Homeoffice“ der besonderen Art

Normalerweise wären die Forscher jetzt in Toulouse, da sie nur von dort aus ihr Plasmakristall-Labor PK-4 steuern können, das sich seit 2015 an Bord der Internationalen Raumstation ISS befindet. Die Corona-Pandemie machte die Reise von Oberpfaffenhofen zum CADMOS-Kontrollzentrum nach Frankreich jedoch unmöglich. Die monatelang vorbereiteten Experimente in der Schwerelosigkeit drohten auszufallen. Doch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhielten „naheliegende“ Unterstützung: Die Standortkollegen vom Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum stellten ihre Ressourcen zur Verfügung und richteten ein „Homeoffice“ der besonderen Art ein.

Dank der speziell eingerichteten IT- und Kommunikationskanäle konnten sie, unter Berücksichtigung sämtlicher COVID-19 Schutzmaßnahmen, die Messungen am Bildschirm mitverfolgen und den Ablauf abstimmen – so, als ob sie im Kontrollraum von Toulouse säßen. Die Experimente an Bord der ISS führte der russische Kosmonaut Anatoli Ivanishin unter Anleitung der Plasmaforscher durch.

„Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum war ein Glücksfall für uns in Oberpfaffenhofen. Die Kolleginnen und Kollegen haben uns in dieser Ausnahmesituation wunderbar unterstützt und hier erstmals die wissenschaftliche Betreuung übernommen. Wir freuen uns sehr, dass wir per Video- und Tonübertragung durchgehend mit der Experimentsteuerung im Kontrollzentrum von Toulouse und mit Kosmonaut Anatoli Ivanishin auf der ISS verbunden waren“, sagt Dr. Mikhail Pustylnik, PK-4 Projektwissenschaftler in der DLR-Forschungsgruppe Komplexe Plasmen am DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum. Mit dem Betrieb des europäischen Columbus-Moduls betreut das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum bereits die ESA-Experimente auf der ISS und kennt das PK 4-Labor.

Grundlagenforschung über Materie

Plasma ist ionisiertes Gas aus dem rund 99 Prozent der sichtbaren Materie des Weltalls beschaffen ist. Sterne wie die Sonne bestehen aus Plasma. Wenn in dem leitfähigen Gas zusätzlich Staubteilchen oder andere Mikropartikel enthalten sind, werden diese hoch aufgeladen und es entsteht ein „komplexes Plasma“: In der Schwerelosigkeit können sich die Teilchen frei im Raum ausbreiten und bilden geordnete dreidimensionale Kristallstrukturen. Die Teilchen verhalten sich dabei ähnlich wie Atome in einem Festkörper oder einer Flüssigkeit. Die Aufzeichnungen des Plasmakristall-Labors PK-4 machen diese Vorgänge sichtbar. Mit jeder neuen Experimentreihe gewinnt die Plasmaforschung fundamentale Erkenntnisse für das Lehrbuchwissen der Zukunft. Daraus lassen sich vielfältige Anwendungen ableiten, unter anderem Plasmatechnologien für die Mikrochip-Produktion, den medizinischen Bereich oder für künftige Raumfahrtmissionen.

Die aktuellen Strömungsversuche mit PK-4 könnten zum Beispiel dabei helfen, die Ausbreitung von Schockwellen besser zu verstehen. ISS-Besatzungsmitglied und Experimentator Ivanishin heizte die Mikroteilchen mit kurzen elektrische Pulsen auf, um sichtbar zu machen, wie sich die kinetische Energie bei einer Schockwelle ausbreitet und welche Wechselwirkungen auf Teilchenebene stattfinden. Das Einsetzen und Abklingen von turbulenten Strömungen wurde in mehreren Versuchen ergänzend untersucht.

Mithilfe von Laserstrahlen erzeugte das Experimentteam außerdem Scherflüsse in der komplexen Plasma-Flüssigkeit. Die Messungen bauen auf den Ergebnissen der vergangenen Experimentreihe auf und geben Aufschluss über die Zähigkeit von Flüssigkeiten. Neben der Oberflächenspannung gehört diese Viskosität zu den wichtigsten Eigenschaften einer Flüssigkeit. Zusätzlich untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DLR die dynamischen Strukturen von Plasmakristallen. Kosmonaut Ivanishin nutze dazu eine neue Experimentmöglichkeit, um Plasmakristalle zu zerstören. Er schaltete den Strom an der Plasmakammer aus, um die Gasentladung zu stoppen und schaltete den Strom dann sofort wieder an. In der tomographischen 3D-Aufzeichnung können die Forscher genau nachvollziehen, wie die Plasmakristalle dadurch schmelzen und re-kristallisieren, wenn die Ladung wieder aktiviert wird.

Airport München: DHL baut Expressfracht aus

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DHL Express Deutschland verfügt bereits im bestehenden Frachtzentrum des Münchner Flughafens als Mieter über eine Hallenfläche. Die Inbetriebnahme des eigenen, dann sechsmal größeren Standortes ist für 2022 geplant.

DHL Express plant, errichtet und betreibt das neue Gebäude und pachtet dafür das Grundstück von der FMG. Den Vertrag über die Realisierung des neuen Frachtgebäudes am Münchner Airport haben DHL Express Deutschland und die Flughafen München GmbH (FMG) nun abgeschlossen. Der Neubau wird auf der Fläche der heutigen Parkplätze P80 und P80 West entstehen und eine Bruttogeschossfläche von mehr als 8.000 Quadratmetern umfassen. Erstmals erfolgte die Vertragsunterzeichnung der Partner aufgrund der aktuellen Einschränkungen digital.

DHL am MUC: Kapazitäten an der Grenze

In den vergangenen Jahren verzeichnete DHL Express an seinem Münchner Gateway einen starken Anstieg der Import- und Exportmenge. „Mit diesem Wachstum konnte das bisherige Gebäude nicht mithalten“, erläutert Markus Reckling, Managing Director DHL Express Deutschland, die Notwendigkeit des 70 Millionen Euro schweren Investitionsprojekts. „Nachdem wir im letzten Jahr bereits unser Service Center in Unterschleißheim für 13 Millionen Euro modernisiert und erweitert haben, ist der Neubau unseres Gateways am Flughafen der nächste Schritt des Infrastrukturplans, mit dem wir uns klar zu unserer Präsenz in der Region München bekennen.“ so Reckling zu weiteren Investition trotz der momentan schwierigen wirtschaftlichen Lage.

Zudem wird die neue Station die Sicherheitsanforderungen der Transported Asset Protection Association (TAPA) erfüllen und die weltweit anerkannte Zertifizierung TAPA Klasse A als höchste Sicherheitsstufe im Lufttransport erhalten. Flughafenchef Jost Lammers begrüßt die Entscheidung des Express-Dienstleisters, am Flughafen München konsequent auf Wachstum zu setzen: „Das ist gerade in diesen für die Luftfahrt so schwierigen Zeiten ein wichtiges Signal und ein großer Vertrauensbeweis für den Standort München. Das verstärkte Engagement von DHL Express wird unser Profil als Logistikstandort schärfen und erhebliche Impulse für den Luftfrachtverkehr liefern.“

Flughäfen in Berlin verzeichnen deutlichen Fluganstieg

Der Flugverkehr in Schönefeld und Tegel ist wieder spürbar angestiegen. Gegenüber der letzten Woche, vor Aufhebung der Reisewarnung für die EU-Länder sowie vier weitere Schengen-Staaten und Großbritannien, haben sich die Passagierzahlen mehr als verdoppelt.

Etwa 8.000 Passagiere werden aktuell täglich an beiden Flughäfen von Berlin abgefertigt. Bereits vor dem Ferienbeginn fliegen ab Schönefeld und Tegel 31 Airlines zu 52 Destinationen in 31 Ländern. Anfang Juli wird sich das Streckenangebot noch einmal deutlich erhöhen. Die Zahl der täglichen Gäste wird dann regelmäßig weit über 10.000 liegen und in den Wochen danach weiter ansteigen. Erwartet wird diesen Sommer ein Angebot von etwa 70 Zielen.

Reiseverkehr läuft wieder an

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Wir alle, auch die Airlines und die Berliner Flughäfen, registrieren eine spürbare Zunahme der Reisebereitschaft. Wir freuen uns, dass die Fluggesellschaften schnell und umfangreich auf die Aufhebung der Reisebeschränkung in Europa reagiert haben. Der Flugverkehr steigt in den letzten Tagen erheblich, die Airlines stocken ihr Angebot deutlich auf. Nach Wochen des Stillstands ist das ein gutes Zeichen für den Flughafenstandort, die Wirtschaft und den Tourismus in der Hauptstadtregion.“

Die Flughafenbetreiber haben sich auf die Zunahme des Luftverkehrs in den kommenden Wochen vorbereitet. Mit vielen Maßnahmen in den Terminals sowie an den Sicherheitskontrollen und beim Boarding wird sichergestellt, dass die Passagiere an den Flughäfen Schönefeld und Tegel auch unter Corona-Bedingungen gesundheitlich sicher ihren Flug antreten können. 

Dazu gehören Abstandsmarkierungen auf dem Boden in den Check-in-Bereichen, an der Sicherheitskontrolle und an den Gepäckausgaben, Plexiglas-Trennscheiben, um Reisende und Mitarbeiter zu schützen und berührungslose Spender zur Händedesinfektion.

Regeln für Reisende am Flughafen

Da einige Prozesse am Flughafen somit länger dauern, werden Reisende gebeten, zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Prozesse wie Check-in und Sicherheitskontrollen sollen möglichst kontaktlos erfolgen, daher sollten Reisende online einchecken und ihre Bordkarte z.B. direkt auf das Smartphone laden. Regeln für Passagiere:

  • 1,5 Meter Abstand halten
  • Mund-Nasen-Schutz im Terminal tragen
  • Pro Passagier nur ein Handgepäck
  • Online Check-in nutzen
  • Zwei Stunden vor Abflug am Flughafen sein
  • Direkt nach Ankunft das Terminal verlassen

Fünfblattrotor auf H145 bekommt EASA-Zulassung

Airbus Helicopters’ five-bladed

Die H145 mit dem neuen Fünfblattrotor hat jetzt die Zulassung durch die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA erhalten. Damit wird der Weg frei, den neuen Hubschrauber ab diesem Sommer an Kunden auszuliefern.

Diese Zulassung der H145 durch die EASA (European Union Aviation Safety Agency) deckt die volle Bandbreite an Fähigkeiten ab. Sowohl im Einzelpilotierung und Instrumentenflug IFR sowie Einzeltriebwerkssteuerung (single engine operation) nach Cat.A/VTOL, dazu mit der Erlaubnis für Nachtlflüge unter Einsatz von Nachtsichtgeräten.

Fünfblattrotor für H145 nachrüstbar

Das Muster H145 ist mit modernster Avionik ausgestattet. Der lagerlose Fünfblattrotor soll zudem den Wartungsaufwand reduzieren. Bruno Even, CEO des Herstellers Airbus Helicopters, lobt die H145 mit Fünfblattrotor als die Steigerung an Leistung eines sehr robusten und bewährten Verkaufsschlagers, nach der Kunden gefragt haben. Der Fünfblattrotor verbessert die Steigleistung und Tragkraft des Hubschraubers, sodass die H145 einen noch besseren Platz im Markt der leichten, zweimotorigen Hubschrauber einnimmt. Weitere Leistungsdaten dieser H145 finden Sie hier.

Hamburg Airport: Sommerziele kehren zurück

Am Hamburg Airport kehren klassische Urlaubsziele wie Spanien, Griechenland, Türkei, Kroatien und Italien zurück in den Flugplan. Viele Fluggesellschaften haben angekündigt, ihr Streckenangebot ab Hamburg aufgrund der großen Nachfrage in den Sommerferien noch stärker auszuweiten.

Anstieg des Flugangebots um ca. 75% erwartet

Durch die Lockerung der Reisebeschränkungen innerhalb Europas rückt der Sommerurlaub 2020 in greifbare Nähe. Bis Mitte Juli rechnet Hamburg Airport mit einem Anstieg des Flugangebots um ca. 75 Prozent – voraussichtlich mehr als 70 Ziele werden dann wieder angeflogen. Aktuell sind es noch rund 40 Destinationen.

„Bei den Norddeutschen wächst die Lust auf Urlaub in der Sonne – und jetzt kommen fast täglich neue Flugziele hinzu, sodass es immer mehr Auswahl gibt“, sagt Katja Bromm vom Hamburg Airport. „Aufgrund der seit Anfang der Woche gelockerten Reisebeschränkungen ergeben sich viele neue Möglichkeiten für die Sommerferien. Wir freuen uns, dass die Fluggesellschaften auf diese Nachfrage reagieren und unsere Passagiere ab Hamburg an ihr Lieblingsurlaubsziel fliegen. Wir am Flughafen sorgen mit umfassenden Abstands- und Hygienemaßnahmen dafür, dass sich unsere Gäste wohl und sicher fühlen können.“

Ziele ab Hamburg Airport

Eurowings fliegt neben innerdeutschen Zielen schon jetzt nach Palma de MallorcaSplit und Rjieka in Kroatien, Catania auf Sizilien, ThessalonikiPristina im Kosovo, SalzburgZürichWien und London. Ab Ende Juni sollen weitere Sonnenziele ab Hamburg angeflogen werden: Neben Barcelona sind Verbindungen zur spanischen Urlaubsinsel Ibiza, nach Faro in Portugal und nach Olbia auf Sardinien geplant.

Condor hat ebenfalls angekündigt, ihren Sommerflugplan ab Ende Juni wieder sukzessive ab Hamburg aufzunehmen. Als erstes nimmt die Airline Palma de Mallorca auf, danach folgen ab Anfang Juli Gran CanariaLanzaroteKorfuFuerteventuraKretaKosRhodosTeneriffa, Zakynthos und Jerez de la Frontera. Zuletzt nimmt Condor ihre Strecke nach Antalya wieder auf.

Air France startet seit Anfang Juni wieder nach Paris, auch Air Baltic fliegt bereits jetzt wieder nach Riga. Aegean Airlines plant zudem, Hamburg Airport ab Ende Juni wieder mit Athen zu verbinden, und SAS Scandinavian Airlines hat in dieser Woche ihre Flüge nach Kopenhagen wieder aufgenommen. Auch Lufthansa, Austrian Airlines und SWISS fliegen bereits jetzt wieder vermehrt zu ihren jeweiligen Zielen Frankfurt und München, Wien und Zürich.

SunExpress fliegt seit Mitte Juni wieder nach Antalya und Izmir, auch Corendon will ab Ende Juni ihre Verbindungen zu den beiden Ferienzielen in der Türkei sowie nach Kreta wieder aufnehmen. Pegasus Airlines bietet ab Mitte Juni wieder Flüge nach Istanbul an.

Turkish Airlines fliegt aktuell wieder nach Istanbul, vorerst fünfmal wöchentlich. Zudem verbindet Turkish Airlines Hamburg Airport in der Hochsaison von Mitte Juni bis Anfang September mit den türkischen Zielen AnkaraAdanaElazig und Izmir sowie ganz neu KayseriSamsun und Gaziantep. Und auch Ryanair kündigt an, voraussichtlich ab Ende Juni wieder AlicanteBarcelona und London anzufliegen. Bereits jetzt verbindet die Airline Hamburg wieder mit der Sonneninsel Mallorca.

TUIfly hebt ab Anfang Juli außerdem zu den Sonnenzielen Madeira, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, Kreta und Kos ab. TAP Air Portugal nimmt die beliebte Strecke Hamburg – Lissabon ab dem 01. Juli wieder auf und bedient die Strecke dann mit einem täglichen Flug.

Reiseregeln beachten zu Corona

Alle Passagiere sollten sich vor dem Check-In über die Hygieneregeln auf der Reise informieren. Bei den Airlines sowie am Flughafen. Der Flughafen Hamburg hat vor Ort Maßnahmen ergriffen, die das Einhalten der inzwischen gelernten Abstands- und Hygienevorschriften erleichtern sollen. Dazu gehören unter anderem eine Maskenpflicht, Markierungen am Boden und auf Sitzflächen, Plexiglasscheiben und Desinfektionsspender. Damit alle sicher reisen können, ist es wichtig, dass sich die Fluggäste an die Vorschriften halten und auf sich selbst sowie andere achten. Mit einem mobilen Serviceteam in den Terminals sowie auf der Fluggast-Pier setzt der Flughafen auf zusätzliche Unterstützung und Aufklärung für alle Passagiere. Die Angaben sind ohne Gewähr. Exakte Fluginformationen gibt es bei den Airlines.

Corendon fliegt ab Bodensee-Airport auch nach Kayseri

Corendon Airlines erweitert ihre Destinationen ab Bodensee-Airport: Bereits ab 28. Juni sind Nonstopflüge nach Kayseri geplant.

Mit einem Flug pro Woche, immer sonntags, ist die im Inland gelegene, türkische Großstadt Kayseri dann wieder mit Friedrichshafen verbunden. Zum Einsatz kommen modernste Flugzeuge vom Typ Boeing 737-800. Damit erweitert Corendon Airlines ihr Sommerflugprogramm am Bodensee-Airport. Neben Kayseri sind im Sommerflugplan AntalyaHurghadaHeraklion und Rhodos ab Friedrichshafen geplant. Im Winter 20/21 sind die kanarischen Inseln Fuerteventura und Gran Canaria mit Corendon Airlines ab Friedrichshafen direkt erreichbar.

„… Wir freuen uns, dass wir seit drei Jahren mit Corendon eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Streckennetzes für die Bodensee-Region erreichen. Kayseri ist eine historisch bedeutende Stadt und stets eine Reise wert. Dies gilt für Städtereisende wie auch besonders für Besucher von Freunden und Familien.“, so Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer Bodensee-Airport.

Dortmund Airport war vor Corona auf gutem Weg

Nachdem bereits in der März-Sitzung des Aufsichtsrates der Flughafen Dortmund GmbH das vorläufige Jahresergebnis 2019 vorgestellt wurde, bestätigte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC) jetzt den Jahresabschluss von minus 10,36 Millionen Euro mit einer Verbesserung gegenüber dem Jahr 2018 umfast 3,8 Millionen Euro.

Das EU-Betriebsergebnis (Jahresergebnis ohne Abschreibungen, Zinsen und hoheitliche Kosten) konnte erneut auf nunmehr minus 382.000 Euro verbessert werden. „Wir haben damit bereits zum sechsten Mal in Folge unser Betriebsergebnis verbessert. Grund dafür waren unter anderem steigende Erlöse, die vor allem aus einem deutlichen Passagierzuwachs resultierten. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass wir in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie von einer deutlichen Verschlechterung des Jahresergebnisses ausgehen. Ohne Covid-19 hätten wir 2020 unser Ziel eines ausgeglichenen Betriebsergebnisses erreicht.“, so Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager.

Lichtblicke und Liquidität

Der Dortmund Airport ging bisher davon aus, dass in Folge der dramatischen Einbrüche im Luftverkehr ein Covid-19-Schaden durch Erlösausfälle in Höhe von 20 Mio. Euro entstehen würde. Prioritär sind die Aktivitäten deshalb darauf ausgerichtet, trotz wegbrechender Erlöse die Liquidität zu sichern und das Minus so gering wie möglich zu halten. Dazu dienen die Nutzung vorhandener Liquiditätsreserven, die Ausschöpfung der notifizierten Beihilfespielräume, separate Covid-19 Notlagenbeihilfen und die Einführung von Kurzarbeit. Die Stationierung von drei Luftfahrzeugen am Dortmund Airport ab August 2020 wird sich kompensierend auf die Umsatzsituation auswirken und die Erlöseinbrüche dämpfen, so dass der Schaden am Jahresende deutlich geringer ausfallen dürfte.

Suche nach Kostendeckung

Ein weiteres Mittel, um die Liquidität zu sichern, ist die Rückstellung von geplanten Investitionen in Höhe von gut 1,5 Mio. Euro. Dies hat der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung zur Kenntnis genommen. So werden zum Beispiel die Ausschreibungsverfahren für neue Betriebsfahrzeuge zurückgestellt. „Fakt ist, dass der Dortmund Airport ohne eigenes Verschulden in die finanzielle Notlage geraten ist. Die staatlichen Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten durch Reise- und Kontaktrestriktionen waren richtig und notwendig. Dennoch müssen die entstandenen kollateralen Schäden auch mit staatlicher Hilfe wieder ausgeglichen werden. Deshalb werben wir gemeinsam mit unserem Flughafenverband ADV beim Bund für Zuschüsse, die zumindest die Kosten der im staatlichen Interesse weiterhin gewährleisteten Betriebsbereitschaft kompensieren. Flughäfen beanspruchen die gleiche Behandlung wie sie beispielsweise Fluggesellschaften oder Busbetriebe erhalten“, so Mager abschließend.

Wizz Air fliegt nach Belgrad ab Köln Bonn Airport

Belgrad, die Hauptstadt von Serbien, ist eine der spannendsten Städte Osteuropas: Ab dem 17. Juli verbindet der ungarische Low-Cost-Carrier Wizz Air auch Köln Bonn dreimal pro Woche mit der schönen Stadt.

Das „Tor zum Balkan“ wird montags, mittwochs und freitags mit einem Airbus A321 angeflogen (Start: 21:55 Uhr in Köln/Bonn, Ankunft in Belgrad: 23:55 Uhr). Der Rückflug findet an denselben Tagen statt (Abflug in Belgrad: 19:10 Uhr, Ankunft in Köln/Bonn: 21:20 Uhr).

Belgrad als Wunschziel für Köln Bonn Airport

„Osteuropa ist ein sehr wichtiger Markt für uns. Belgrad stand als Destination schon lange auf unserer Wunschliste. Wir freuen uns sehr, unseren Passagieren dieses außergewöhnliche Reiseziel erstmals nach vielen Jahren wieder anbieten zu können. Die größte Stadt Serbiens ist mit ihrem breiten Kulturangebot für Individualtouristen interessant, als Messe-, Wirtschafts- und Medienzentrum des Landes aber auch für Geschäftsreisende“, erklärt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Belgrad ist Ziel für einen Städtetrip

Die malerisch an der Mündung der Save in die Donau gelegene Metropole hat rund 1,34 Millionen Einwohner. Eine imposante, mittelalterliche Festung, zahlreiche serbisch-orthodoxe Kirchen und viele sozialistische Prachtbauten machen Belgrad zu einem vielseitigen Ziel für einen Städtetrip. Zu entdecken sind unter anderem eine lebendige Club-, Kunst- und Gastroszene. Belgrad ist das neunte Ziel der Wizz Air ab Köln/Bonn. Die Flüge sind ab jetzt buchbar.

Airport City am Flughafen Wien erhält Immo-Award

Zum dritten Mal in Folge zeichnet das European Real Estate Brand Institute (REB-Institute) die Airport City am Flughafen Wien als stärkste Immobilienmarke Österreichs in der Kategorie „Business Campus“ aus. Wesentliche Erfolgsfaktoren dafür sind die ausgeprägte Nachhaltigkeit, der hohe Innovationsgrad und das kompetente Standortmanagement. Die Airport City setzte sich bei den European Real Estate Brand Awards gegenüber 150 Unternehmen, die von 7.000 Branchenexperten bewertet wurden, durch.

Neuer Office Park 4 bringt zusätzliche 26.000 m² Fläche

„Nachhaltigkeit, Innovation und Multifunktionalität sind die wichtigsten Eckpfeiler der Airport City am Flughafen Wien und wir freuen uns, dass das in der internationalen Immobilienbranche auch anerkannt wird. Unternehmen finden in der Airport City ihren perfekten Betriebsstandort mit allen Vorteilen des Verkehrsknotenpunkts Flughafen Wien mit seiner Multimodalität und seinem vielfältigen Dienstleistungsangebot. Das Interesse von Betrieben sich hier anzusiedeln, ist weiterhin groß und der neue Office Park 4 wird dafür zusätzliche 26.000 m² Büro- und Conferencingfläche bringen.“, freut sich Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG über die Auszeichnung.

„Zum dritten Mal in Folge werden wir vom REB-Institut ausgezeichnet und darüber freuen wir uns sehr. Die Airport City bietet Unternehmen perfekte Voraussetzungen für ihren Standort, wie die unmittelbare Nähe zu den Flughafen-Terminals, sowie zur Autobahn und Fernzuganbindung, umfangreiche Nahversorgungseinrichtungen, Nächtigungskapazitäten sowie Gesundheits- und ein Fitnesszentrum.“, stellt Mag. Wolfgang Scheibenpflug, Bereichsleiter des Immobilien- und Standortmanagements der Flughafen Wien AG, fest.

REB-Institute, die führende Plattform zur Evaluierung von Unternehmensmarken

Das European Real Estate Brand Institute ist die führende Plattform zur finanz- und verhaltenswissenschaftlichen Evaluierung von Unternehmensmarken der europäischen Immobilienwirtschaft. Die jährlich durchgeführte Real Estate Brand Value-Studie liefert wissenschaftlich abgesicherte valide Daten zur Markenpositionierung. 2020 wurde die Studie zum zwölften Mal in Folge durchgeführt. Fachmeinungen von 109.000 Experten der Immobilienbranche zu mehr als 1.000 Marken aus 45 europäischen Märkten wurden 2020 evaluiert.