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DLR testet unbemannte Paket-Drohnen über Cochstedt

Unbemannte Tragschrauber-Drohne absolviert Flugversuche am Flughafen Cochstedt

Mit den Projekten ALAADy (Automated Low Altitude Air Delivery) und ALAADy-Demonstrator forscht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am automatisierten unbemannten Lufttransport in niedrigen Flughöhen und testet unbemannte Paket-Drohnen über Cochstedt. Das DLR untersucht den Transport größerer Frachtstücke mit der Entwicklung einer Tragschrauber-Drohne.

Hubschrauber als Paketdrohnen sollen humanitäre Hilfsgüter oder dringend benötigte Ersatzteile flexibel, sicher und kostengünstig an den gewünschten Zielort transportieren können. Im Juli 2019 hat das DLR erfolgreiche Flugversuche am Flughafen Cochstedt mit dem unbemannten Fracht-Tragschrauber durchgeführt. Im DLR-Projekt ALAADy-Demonstrator stehen der Aufbau und die Erprobung eines unbemannten und automatischen Flugversuchsträgers basierend auf einem Tragschrauber im Vordergrund.

„Wir entwickeln und erproben im Programm Luftfahrtforschung des DLR einen Demonstrator für den unbemannten Frachttransport und eröffnen damit die Perspektive, Lasten von bis zu 200 Kilogramm auf Distanzen bis zu 500 Kilometern im bodennahen Luftraum zu befördern“, sagt DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke. „Unterhalb des regulären Luftverkehrs ermöglicht das Konzepteinen flexiblen Betrieb auf regionalen Strecken abseits besiedelter Gebiete.“

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Ladefläche für Pakete statt Passagiere

Die Paketzustellung aus der Luft ist ein Zukunftsthema mit breitem Anwendungspotenzial. Daher testet das DLR unbemannte Paket-Drohnen. Mit der umfangreichen Modifikation eines 450 Kilogramm schweren Tragschraubers hin zu einer experimentellen „Transportdrohne“ mit Ladefläche haben die DLR-Forscher im Projekt ALAADy-Demonstrator eine der aktuell größten zivilen unbemannten Luftfahrzeugsysteme entwickelt. Das Fluggerät wurde umfangreich mit Sensoren, Aktuatoren, einem Flugsteuerungsrechner sowie weiterer Soft- und Hardware für den automatisierten Flug nachgerüstet. „Dieser Technologiedemonstrator ist bestens geeignet, um die am DLR entwickelten Konzepte für den tieffliegenden Lufttransport mit deutlich größeren Nutzlasten, als den bisher untersuchten, zu validieren“, sagt ALAADy-Projektleiter Johann Dauer vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik in Braunschweig.

Bei den aktuellen Flugversuchen am Nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme in Cochstedt hat das Entwicklerteam den unbemannten Tragschrauber zunächst manuell per Funkverbindung gesteuert, wie es auch bei Modellflugzeugen üblich ist. So konnten alle Sicherheitsmaßnahmen im praktischen Flug erprobt, alle Systemkomponenten getestet und die Flugtüchtigkeit der neu entwickelten Transportdrohne nachgewiesen werden.

„Tragschrauber haben den besonderen Vorteil einer inhärenten Sicherheit“, betont Dr. Sven Lorenz, der am DLR-Institut für Flugsystemtechnik Aufbau und Probebetrieb des Technologie-Demonstrators leitet, die Vorzüge der Konfiguration. „Das bedeutet, dass der frei drehende Rotor im Falle eines Fehlers eine sanfte Landung wie an einem Fallschirm ermöglicht.“

Flugversuche zeigen, dass Tragschrauber eine geeignete Konfiguration für den unbemannten Lufttransport sind. Im Fokus steht der bodennahe Lastentransport bis 200 Kilogramm. Für den automatisierten Flug wurde der Tragschrauber aufwendig umgerüstet.

Nach und nach übernimmt der Computer

Die Frachtdrohne hat mittlerweile in Flugversuchen mehrere Platzrunden in bis zu 150 Meter Höhe und mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 Kilometer pro Stunde absolviert. Die Versuchsflügen konnten zeigen, dass Tragschrauber eine geeignete Konfiguration für unbemannten Lufttransport sind. Die manuellen Flüge schaffen nun die Grundlage dafür, das Fluggerät nun Schritt für Schritt zu automatisieren. Die Rechner übernehmen dann nach und nach alle Aufgaben, die sonst ein Mensch im Luftfahrzeug oder vom Boden aus erledigen müsste. „Im nächsten Schritt soll der unbemannte Tragschrauber seinen ersten automatischen Flug absolvieren“, sagt Lorenz. „Wir entwickeln nun neue automatische Flugsteuerungsfunktionen für alle Flugphasen: das heißt für Rollen, Start, Reiseflug und Landung.“

Eine besondere Herausforderung in der Modifikation der Soft- und Hardware für den automatisierten Flug lag in der Auslegung der Aktuatoren etwa für die Steuerung des Gashebels oder des Roll- und Nickwinkels des Rotorkopfes. Da marktübliche Aktuatoren die speziellen Anforderungen an die Steuerung des unbemannten Frachttransporters nicht erfüllten, haben die DLR-Wissenschaftler für den ALAADy-Demonstrator eigens angepasste Aktuatoren entwickelt.

Die Erkenntnisse aus dem Projekt und den Flugversuchen sind ein wichtiger Grundstein dafür, zukünftig unbemannte Luftfahrzeuge dieser Größe kostengünstig und sicher außerhalb bisher einzurichtender Sperrgebiete zu betreiben. „Dabei sind die Einbindung in eine Logistikkette, die betriebsbezogene Risikobewertung, das automatische Überwachen des Systemzustands mit einem Sicherheitsmonitor sowie die Entwicklung von Strategien zur Risikoreduzierung weitere Ziele der DLR-Forschung im Bereich unbemannter tieffliegender Lufttransport“, erklärt Dauer.

Erste Flugversuche fanden bereits seit 2018 statt. In den Flugversuchen wird Schrittweise die Automatisierung der Flugabläufe erprobt. Die rechtlichen Randbedingungen für den Betrieb unbemannter Flugversuchsträger dieser Klasse sowie die Einbindung in klassische Luftfrachtketten werden ebenfalls erarbeitet.

An den Projekten, die aus dem Programm Luftfahrtforschung des DLR finanziert werden, sind acht DLR-Institute und Einrichtungen beteiligt: Institut für Flugsystemtechnik, Institut für Flugführung, Lufttransportsysteme, Flugexperimente, Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr, Institut für Kommunikation und Navigation, Institut für Technische Thermodynamik sowie das Institut für Aeroelastik.

Erprobungszentrum für UAS in Cochstedt

DLR testet unbemannte Paket-Drohnen über Cochstedt: Unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) werden bereits heute unter anderem in der Katastrophenhilfe sowie für den Medikamententransport in entlegene Gebiete eingesetzt. Neben derartigen Spezialeinsätzen erfährt die gesamte Branche der unbemannten Luftfahrt derzeit ein rasantes Wachstum einhergehend mit der Entwicklung neuer Konzepte und Technologien. Doch Entwicklung und Test sowie Bau und Betrieb von UAS stellen Wissenschaft und Wirtschaft – insbesondere unter Gesichtspunkten des Themas „Urban Air Mobility“ (luftgestützte Mobilitätslösungen in und zwischen besiedelten Gebieten) – vor neue Herausforderungen.

Aus Zulassungsgründen wird es erforderlich sein, diese neuartigen Systeme unter realen Bedingungen in einer kontrollierten Umgebung umfassend zu erproben und zu qualifizieren. Hinzu kommt die Erforschung der Akzeptanz und Wirkung von UAS in der Gesellschaft insbesondere hinsichtlich Lärm, Sicherheit und Umwelteinflüssen sowie die Klärung offener Gesetzgebungsfragen. Durch den Aufbau des Erprobungszentrums in Sachsen-Anhalt soll zusammen mit den bereits laufenden Aktivitäten auf Länderebene ein in Europa einmaliges hochinnovatives Forschungsnetzwerk etabliert werden, um die Entwicklung des unbemannten Fliegens zu erforschen, zu erproben und aus Deutschland heraus mitzugestalten.

Missionsbezogene Flugfreigabe

Die Nachweisführung für die erfolgten unbemannten Flugversuche basiert auf dabei auf einem neuartigen Konzept, dem Specific Operations Risk Assessment (SORA) der Joint Authorities for Rulemaking on Unmanned Systems (JARUS). Im Gegensatz zu klassischen Nachweisverfahren, bei denen die Sicherheit eines Flugsystems für den allgemeinen Betrieb nachgewiesen wird, steht bei SORA der spezielle Anwendungsfall des unbemannten Luftfahrzeugs im Vordergrund.

Es wird das Risiko abgeschätzt, das vom speziellen Anwendungsfall ausgeht und die dafür passenden Maßnahmen ermittelt, um die Sicherheit des Betriebs zu gewährleisten. Das Konzept einer missionsbezogenen Flugfreigabe für unbemannte Luftfahrzeuge soll die Balance zwischen der notwendigen Sicherheit und dem wirtschaftlichen Betrieb von Drohnen ermöglichen.

MTU Aero Engines Geschäftszahlen auf Rekordkurs

Im ersten Halbjahr hat die MTU einen Umsatz in Höhe von 2.243,0 Mio. Euro erwirtschaftet, 4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2018 (Januar bis Juni 2018: 2.148,6 Mio. Euro).

Die MTU Aero Engines AG erhöht zum Halbjahr ihre Prognose. Für 2019 rechnet das Unternehmen jetzt mit einer bereinigten EBIT-Marge von rund 16 Prozent. Der bisherige Zielwert lag bei etwa 15,5 Prozent (2018: 14,7 Prozent). „Die Erhöhung des Ergebnisausblicks spiegelt vor allem zwei Faktoren wider: Die Geschäftsentwicklung unseres chinesischen Standorts MTU Maintenance Zhuhai ist noch etwas positiver als erwartet. Außerdem hat sich der Produktmix etwas verbessert“, sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG.

Der bereinigte Gewinn nach Steuern dürfte analog zum bereinigten EBIT zunehmen (EBIT bereinigt, 2018: 671,4 Mio. Euro; Net Income bereinigt, 2018: 479,1 Mio. Euro). Die Cash Conversion Rate, die als das Verhältnis von Free Cashflow zu bereinigtem Gewinn nach Steuern definiert ist, soll 2019 zwischen 65 und 70 Prozent liegen. Bisher hatte die MTU 55 bis 65 Prozent als Zielspanne ausgegeben (2018: 42 Prozent).

Gewinn nach Steuern steigt zweistellig

Bereinigt um Sondereffekte aus der konzerninternen Umstellung von Abrechnungsprozessen hätte das Umsatzwachstum in Euro für das Halbjahr etwa 12 Prozent betragen. Das operative Ergebnis stieg um neun Prozent von 334,6 Mio. Euro auf 365,2 Mio. Euro. Die Ergebnismarge verbesserte sich von 15,6 Prozent auf 16,3 Prozent. Der Gewinn nach Steuern legte um zehn Prozent zu und erreichte 261,0 Mio. Euro (Januar bis Juni 2018: 237,0 Mio. Euro). Winkler: „Damit halten wir die MTU auf Rekordkurs.“

Ihre Umsatzprognose lässt die MTU unverändert bei rund 4,7 Mrd. Euro (2018: 4,6 Mrd. Euro). Dabei dürfte das zivile Seriengeschäft organisch im niedrigen Zehner-Prozentbereich wachsen und das zivile Ersatzteilgeschäft um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz. Im Militärgeschäft geht die MTU von einem Umsatzanstieg von rund 10 Prozent aus. Das organische Wachstum der zivilen Instandhaltung wird im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet.

Das höchste Umsatzplus erzielte die MTU im ersten Halbjahr im zivilen Triebwerksgeschäft: Hier stieg der Umsatz um 13 Prozent von 687,0 Mio. Euro auf 773,0 Mio. Euro. Die höchsten Umsatzanteile entfielen auf das V2500 für die klassische A320-Familie und das PW1100G-JM für den Airbus A320neo. Im militärischen Triebwerksgeschäft hat der Umsatz um neun Prozent auf 216,0 Mio. Euro zugenommen (Januar bis Juni 2018: 198,8 Mio. Euro). Hauptumsatzträger war der Eurofighter-Antrieb EJ200.

Der Umsatz der zivilen Instandhaltung ist mit 1.287,3 Mio. Euro stabil geblieben (Januar bis Juni 2018: 1.288,5 Mio. Euro). „Organisch hat der Umsatz der zivilen MRO um etwa sieben Prozent zugenommen“, ergänzte Finanzvorstand Peter Kameritsch. „Das zeigt das stetige Wachstum dieses Geschäftssegments, von dem wir auch mit dem Ausbau unseres Portfolios und unserer Standorte profitieren.“ Wichtigster Umsatzträger in der zivilen MRO war das V2500.

Instandhaltung stark, Rekord bei Aufträgen

Mit 18,5 Mrd. Euro lag der Auftragsbestand am Halbjahresende erneut auf Rekordniveau (31.12.2018: 17,6 Mrd. Euro). „Zu diesem anhaltend starken Wert hat der OEM-Bereich ebenso beigetragen wie das MRO-Geschäft. Das spiegelt sich auch in der Zusammensetzung des Auftragsbestands wider, in der das V2500 und die Pratt & Whitney Getriebefans (GTF) die zentrale Rolle spielen“, so Winkler. Insbesondere mit den GTF hat die MTU auch auf der Paris Air Show gepunktet und Aufträge in Höhe von rund 1,3 Mrd. US-Dollar eingesammelt. Im Auftragsbestand sind die Messe-Aufträge noch nicht enthalten.

Das Halbjahresergebnis der MTU ist vor allem in der zivilen Instandhaltung stark gestiegen: Hier legte das bereinigte EBIT um 16 Prozent von 105,5 Mio. Euro auf 122,3 Mio. Euro zu. Die Ergebnismarge stieg um 1,3 Prozentpunkte von 8,2 Prozent auf 9,5 Prozent. „Zu dieser starken Margenentwicklung hat insbesondere die MTU Maintenance Zhuhai beigetragen“, ergänzte Kameritsch. Im OEM-Geschäft hat die MTU ihr Halbjahresergebnis um sechs Prozent auf 242,5 Mio. Euro gesteigert (Januar bis Juni 2018: 228,9 Mio. Euro). Die Ergebnismarge erreichte 24,5 Prozent nach 25,8 Prozent im ersten Halbjahr 2018. Kameritsch: „Die Marge konnten wir trotz des starken Anstiegs im Seriengeschäft auf einem hohen Niveau halten.“

Weiterentwicklung der Getriebefan-Programme vorangetrieben

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der MTU haben um 13 Prozent auf 112,0 Mio. Euro zugenommen (Januar bis Juni 2018: 99,2 Mio. Euro). Mit ihren F&E-Aktivitäten bereitet sich die MTU aktiv auf die Zukunft vor: Im Schwerpunkt hat sie die Weiterentwicklung der Getriebefan-Programme vorangetrieben und sich intensiv mit Technologiestudien und F&E-Arbeiten für zukünftige Antriebsgenerationen beschäftigt. „Das jüngste Beispiel aus unserer Technologie-Roadmap ist unser Engagement beim neuen E-hybriden Kleinflugzeug Silent Air Taxi“, ergänzte Winkler.

Der Free Cashflow lag mit 235,4 Mio. Euro um 77 Prozent deutlich über dem Wert am Halbjahresende 2018 (132,7 Mio. Euro). Die Netto-Auszahlungen in Sachanlagen sind im ersten Halbjahr um 12 Prozent von 88,8 Mio. Euro auf 99,0 Mio. Euro gestiegen. Die Belegschaft der MTU hat sich im Vergleich zum Jahresende 2018 um fünf Prozent auf 10.206 Mitarbeiter vergrößert (31. Dezember 2018: 9.731 Mitarbeiter). „Im Zuge unseres weltweiten Standortausbaus haben wir über die gesamte MTU-Gruppe hinweg neue Mitarbeiter eingestellt. Besonders stark gewachsen sind die Standorte in München, Hannover und Polen“, so Winkler.

BER-Eröffnung bis 2020: Wirk-Prinzip-Prüfungen beginnen

Beim Flughafen BER hat die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) in den letzten Monaten zusammen mit ihren Dienstleistern und Baufirmen die Voraussetzungen geschaffen, um die übergreifenden Wirk-Prinzip-Prüfungen (WPP) des Fluggastterminals T1 zu starten.

Von den insgesamt zwölf prüfpflichtigen Anlagengruppen im neuen Flughafen BER waren bereits zehn mit positivem Ergebnis durch die Prüfsachverständigen bescheinigt und somit bereit zur WPP. In den letzten Tagen wurde die Prüfung der Anlagengruppe 05 (Brandmelde- und Alarmierungsanlagen) erfolgreichabgeschlossen. Auch in der Anlagengruppe 06 (Sicherheitsstromversorgung / Sicherheitsbeleuchtung) ist die Mängelabarbeitung soweit fortgeschritten, dass der Beginn der WPP erfolgen kann.

Eröffnung bis 2020 erwartet

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Der Beginn der übergeordneten Wirk-Prinzip-Prüfungen noch im Juli bestätigt unseren Terminplan bis zur Eröffnung des BER im Oktober 2020. Mein besonderer Dank gilt der Projektleitung des FGT und den Kompetenzteams, die in den letzten Wochen mit aller Kraft die Voraussetzungen für den Beginn dieser abschließenden Prüfung geschaffen haben.“

Qantas fliegt Australien-Route nonstop mit Boeing 787

Australier können bald direkt von Brisbane nach Chicago und San Francisco fliegen. Möglich macht das der Dreamliner, der diese Strecke nonstop bewältigt.

Qantas, die Fluggesellschaft von Down Under, setzt dazu ihren Boeing Dreamliner 787-9 ein. Qantas erhöht damit ihr Nonstop-Netzwerk bon Brisbane in die USA von einem auf drei Ziele. Nach behördlicher Genehmigung will Qantas dazu eine Zusammenarbeit mit American Airlines umsetzen.

San Francisco wollen die Australier ab dem 09. Februar drei Mal pro Woche anfliegen. Nach Sydney und Melbourne wird damit die Ostköste Australia noch besser an Kalifornien angebunden. Chicago wird ab 20. April angeflogen, und das viermal pro Woche. Mit Rückreise spart man laut Qantas mehr als sechs Stunden durch den Direktflug. Mit American Airlines gibt es dann Anschlüsse nach ganz Nordamerika. Mit der Flugnummer QF85/86 will die Airline dem Footballteam der 1985 Chicago Bears Tribut zollen, die 1986 den Superbowl gewannen und vielen als eines der besten Teams überhaupt gelten.

Viertlängster Flug der Welt

Der Direktflug von von Brisbane nach Chicago wird mit einer Distanz von 14.326 km der viertlängste Linienflug der Welt sein, dazu der zweitlängste von Qantas. Die Strecke soll im Dreamliner, je nach Windverhältnissen, ca. 16:20 Stunden dauern. Das Flugzeug schafft damit erstmals eine Direktverbindung für Australier in die drittgrößte Stadt der USA. Ein angenehmes Ambiente mit gemütlichen Sitzen und intelligenter Beleuchtung soll auf dem Langstreckenflug dem Jet Lag entgegenwirken. Für einen Hin- und Rückflug von Brisbane nach Chicago will Qantas in der Economy-Class 1.299 Australische Dollar (ca. 814 Euro) verlangen. Nach San Francisco soll es entsprechend ab 999 Dollar (ca. 626 Euro) gehen. Die Flüge sind bereits buchbar.

Luftfahrtbranche Deutschland spürt getrübte Konjunktur

Das Wachstum in der globalen Luftfahrtbranche hat sich im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr abgekühlt. Weltweit wuchs der Passagierverkehr um mehr als vier Prozent, der Frachtverkehr hingegen ging sogar um mehr als drei Prozent zurück, wie der Bundesverband der Luftverkehrswirtschaft vorrechnet.

Das Wachstum in der Luftfahrt gedämpft haben vor allem die abgeschwächte Konjunktur sowie Handelskonflikte wie zwischen den USA und China. Die Verkehrsleistung der deutschen Fluggesellschaften wuchs im Schnitt um 4,0 Prozent und damit unterhalb des weltweiten wie auch des europäischen Durchschnitts der Luftfahrtbranche. Hierbei hat sich die Insolvenz von Germania im Januar 2019 dämpfend ausgewirkt.

Pendeleffekt durch Pleite der Air Berlin

Die deutschen Flughäfen konnten die Zahl der Passagiere um 4,2 Prozent steigern. Damit liegt das Wachstum zwar über dem weltweiten Schnitt und auf Höhe des europäischen Durchschnitts, doch das etwas höhere Wachstum in Deutschland ist im Wesentlichen ein statistischer Basiseffekt: Im letzten Jahr war die Kapazitätslücke infolge der Air Berlin-Insolvenz in den ersten sechs Monaten noch nicht vollständig wieder aufgefüllt – im ersten Halbjahr 2019 ist diese Kapazität wieder komplett im Markt, was zu der vergleichsweise hohen Wachstumsrate führt. Die veröffentlichten Flugpläne deuten darauf hin, dass das Wachstum im Verkehr ab deutschen Flughäfen im weiteren Jahresverlauf abnehmen wird.

Zur heute vorgelegten Halbjahresbilanz der Branche sagte Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Das Wachstum im Luftverkehr hält an, allerdings spürt die Branche die Folgen der eingetrübten Konjunktur. Leider hält der Trend an, dass die deutschen Fluggesellschaften in viel zu geringem Maße von diesem Wachstum profitieren, das seit 2012 vor allem an ausländische Wettbewerber geht.“

Deutschland verliert Anschluss

Der Marktanteil der deutschen Fluggesellschaften in ihrem Heimatmarkt ist weiter zurückgegangen. Seit 2012 haben die deutschen Fluggesellschaften an den hiesigen Flughäfen elf Prozentpunkte beim Sitzplatzangebot verloren – der Marktanteil ist von 67 Prozent auf 56 Prozent im Jahr 2019 gesunken. Auch die Entwicklung der Anbindungsqualität Deutschlands wirft Fragen auf. Deutschland verfügt zwar über eine sehr gute Konnektivität auf dem Luftweg mit vielen Direktverbindungen in die ganze Welt.

Doch während die Gesamtzahl der von Deutschland aus direkt zu erreichenden Ziele seit 2012 weitgehend stabil ist, geht die Zahl der Direktverbindungen nach Asien zurück. Dies ist besonders bemerkenswert, weil diese Region über die dynamischste wirtschaftliche Entwicklung verfügt und auch die Luftverkehrsnachfrage dort weiter wächst. Der Verlust von Direktverbindungen in den asiatischen Raum zeigt, dass ein erheblicher Anteil dieser Verkehre nicht mehr direkt ab Deutschland abgewickelt wird, sondern über Drehkreuze von Wettbewerbern mit besseren Standortbedingungen, insbesondere im Nahen Osten und Istanbul.

Biokraftstoffe würden Klima helfen

Vor diesem Hintergrund betonte Matthias von Randow die Bedeutung von wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen: „Die deutschen Luftverkehrsunternehmen haben ohnehin eine Reihe von Lasten zu schultern, die ihre ausländischen Wettbewerber so nicht kennen, wie etwa die im nationalen Alleingang eingeführte Luftverkehrsteuer. Weitere nationale Alleingänge mit zusätzlichen Steuern und Abgaben wären der völlig falsche Weg. Sie würden Verkehr und damit CO2-Emissionen nicht verringern, sondern nur zu Wettbewerbern im Ausland verschieben.“

Klimaschutz sei eine zentrale Zukunftsaufgabe für die Luftverkehrswirtschaft und die Politik, dabei setze sich die Branche aber für innovations- und marktbasierte Instrumente ein, die tatsächlich etwas für den Klimaschutz bringen, anstatt Emissionen nur zu verlagern. „Dem Klima wäre tatsächlich geholfen, wenn die Politik das Aufkommen aus der Luftverkehrsteuer in die Förderung von innovativen Technologien stecken würde, etwa die Markteinführung eines regenerativen Kraftstoffs. Hierbei brauchen wir dringend Fortschritte, damit wir unserem Ziel des CO2-freien Fliegens näherkommen.“

Die Pünktlichkeit hat sich im gesamten europäischen Luftverkehr in der ersten Jahreshälfte etwas verbessert. Insbesondere an den deutschen Flughafenstandorten sind die Verspätungen zurückgegangen. Die Maßnahmen, die die Luftverkehrsunternehmen der Politik zugesagt haben, um den Flugbetrieb zu stabilisieren, zeigen also ihre Wirkung. Dennoch steht die Luftfahrtbranche vor Herausforderungen: „Die weiter steigende Nachfrage im Luftverkehr stellt nach wie vor eine enorme Herausforderung für die luft- und bodenseitige Infrastruktur sowie für die Flugbetriebe dar. Für eine wirklich nachhaltige Lösung brauchen wir weitere Fortschritte bei der Behebung der strukturellen Kapazitätsengpässe, insbesondere bei der Organisation der Flugsicherung in Europa und bei den staatlichen Sicherheitskontrollen an den deutschen Flughäfen.“

Luftverkehrswirtschaft im ersten Halbjahr

Fluggesellschaften

Der weltweite Luftverkehr ist im ersten Halbjahr 2019 um 4,6 Prozent gewachsen und damit weniger stark als im ersten Halbjahr 2018 (6,8 Prozent). Die europäischen Fluggesellschaften zeigen im internationalen Vergleich das dynamischste Wachstum und konnten um 6,4 Prozent zulegen. Die Verkehrsleistung der deutschen Fluggesellschaften ist im Schnitt um 4,0 Prozent gewachsen. Dabei hat sich der Marktaustritt von Germania im Januar 2019 dämpfend ausgewirkt – ohne die Insolvenz der Germania hätte das Wachstum 5,8 Prozent betragen. Die deutschen Fluggesellschaften verlieren in Summe Marktanteile in ihrem Heimatmarkt: Seit 2012 ist ihr Marktanteil beim Sitzplatzangebot um elf Prozent zurückgegangen – von 67 Prozent auf 56 Prozent. Das heißt, seit 2012 ging fast das gesamte Wachstum in Deutschland an ausländische Fluggesellschaften, die durchschnittlich um 7,5 Prozent pro Jahr wachsen konnten, während deutsche Gesellschaften im Schnitt nur um 0,4 Prozent pro Jahr zulegen konnten.

Flughäfen

Von Januar bis Juni begrüßten die deutschen Flughäfen 117 Millionen Passagiere und konnten somit um 4,2 Prozent zulegen. Damit liegt das Wachstum leicht über dem weltweiten (3,6 Prozent) und europäischen (4,1 Prozent) Schnitt. Doch diese höhere Wachstumsrate ist im Wesentlichen ein statistischer Basiseffekt: Infolge der Air Berlin-Insolvenz waren im ersten Halbjahr 2018 noch nicht alle Kapazitäten wieder verfügbar; im ersten Halbjahr 2019 ist diese Lücke aber komplett aufgefüllt, was zu der vergleichsweise hohen Wachstumsrate führt. Es gibt große Unterschiede dabei, wie sich die deutschen Flughäfen entwickeln: Während die großen Flughäfen umfänglich am Wachstum teilnehmen und die wegfallenden Kapazitäten von Air Berlin und Germania größtenteils ersetzen konnten, ist die Situation bei den mittleren und kleinen Flughäfen angespannt.

Innerdeutscher Flugverkehr

Die Nachfrage im innerdeutschen Flugverkehr ist mit 11,6 Millionen Passagieren stabil und trägt nicht zum Wachstum bei (in der ersten Jahreshälfte 2012 gab es 11,7 Millionen Passagiere). Aufgrund des Ausbaus der Bahnverbindung zwischen Berlin und München hat auf dem Streckenabschnitt zwischen Berlin und Nürnberg eine Verlagerung auf die Schiene stattgefunden. Die Flugstrecke wurde mittlerweile eingestellt. Auf der Flugverbindung zwischen Berlin und München ist kein Nachfragerückgang festzustellen.

Flugbewegungen

Die von der DFS Deutsche Flugsicherung kontrollierten Flugbewegungen haben im ersten Halbjahr 2019 um 1,3 Prozent zugenommen. Damit sind sie deutlich schwächer gewachsen als in den Jahren 2016 bis 2018. So lag das Wachstum im ersten Halbjahr 2018 bei 3 Prozent. Im Gesamtjahr wird die Wachstumsrate voraussichtlich zwischen 0,5 und einem Prozent liegen. Der deutsche Flugsicherungsraum bleibt mit 3,3 Millionen kontrollierten Flügen im Jahr 2018 weiter der am höchsten frequentierte in Europa.

Pünktlichkeit

Die Pünktlichkeit im europäischen Luftverkehr hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Die Maßnahmen, die die Branche im Oktober 2018 mit der Politik vereinbart und umgesetzt hat, zeigen Wirkung: Die Fluggesellschaften haben dazu die Zahl ihrer Reserveflugzeuge in Summe mehr als verdoppelt, ihre Flugpläne überarbeitet und am Boden und in der Luft zusätzliche Pünktlichkeitspuffer eingebaut. Die Flughäfen haben über 3.000 Beschäftigte außer Plan bereitgestellt, um Personalengpässe auszugleichen und darüber hinaus zusätzliche Flächen für die staatlich organisierten Passagier- und Gepäckkontrollen zur Verfügung gestellt. Die DFS Deutsche Flugsicherung hat ihre Ausbildungskapazitäten erhöht, mit den Mitarbeitern Vereinbarungen für Mehrarbeit getroffen (u.a. freiwillige Zusatzschichten, längere Verweildauer im Lotsendienst) und Flüge auf einigen Strecken auf niedrigere Flughöhen abgesenkt, um den oberen Luftraum zu entlasten.

Ticketpreise

Die Ticketpreise für Flüge ab deutschen Flughäfen sind im bisherigen Jahresverlauf im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 1 bis 2 Prozent angestiegen. Im April lagen die Preise aufgrund von saisonalen Effekten (Ostern) um 5,8 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Luftfracht

Die Nachfrage nach Luftfracht sank im ersten Halbjahr des Jahres deutlich – und das weltweit. Während das Wachstum im Vorjahreszeitraum noch 5,3 Prozent betrug, nahm es zwischen Januar und Mai 2019 um -3,3 Prozent deutlich ab. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den schwächelnden Welthandel sowie Handelskonflikte zurückzuführen. Im weltweiten Vergleich brach die Nachfrage für die europäischen Frachtfluggesellschaften mit 1,5 Prozent aber deutlich geringer ein. Deutschland ist mit gleich drei Standorten unter den Top-Frachtflughäfen in Europa. Frankfurt bleibt in der ersten Jahreshälfte 2019 der größte Frachtflughafen Europas, auch Leipzig/Halle und Köln/Bonn sind unter den großen Frachtflughäfen Europas.

Ausblick

Die abgekühlte Konjunktur wird sich auch im zweiten Halbjahr 2019 auf die Luftverkehrsnachfrage auswirken. Das Sitzplatzangebot ab deutschen Flughäfen wächst nur noch wenig, da der Auffülleffekt der Air Berlin-Insolvenz Mitte des Jahres weitgehend abgeschlossen ist. Auf das Gesamtjahr bezogen, wird die bisher angemeldete Sitzplatzkapazität ab deutschen Flughäfen um 2,3 Prozent wachsen.

Zweimal im Jahr legt der BDL Kennzahlen zur Lage der deutschen Luftverkehrswirtschaft vor und ordnet diese anhand von internationalen Vergleichszahlen ein. Für den Jahresbericht zieht der BDL unterschiedliche aktuelle Quellen heran: die konsolidierten Zahlen der BDL-Mitgliedsunternehmen, weltweite Vergleichszahlen der internationalen Verbände IATA und ACI sowie Daten des Statistischen Bundesamtes und der europäischen Flugsicherungsorganisation Eurocontrol.

Boeing verzeichnet Milliardenverlust durch 737 MAX

Boeing hat unter dem Eindruck der Problematik mit der 737 MAX die Geschäftszahlen für das zweite Quartal bekanntgegeben. Die Erlöse des Konzerns liegen 35 Prozent niedriger als im Vorjahr mit 15,8 Mrd. US-Dollar bei einem Nettoverlust von 2,942 Mrd. US-Dollar für das Quartal.

Im Letzten Jahr hatte es noch fast 2,2 Mrd. US-Dollar Gewinn gegeben. Boeing hat aufgrund des Groundings der neuen Flugzeugfamilie 737 MAX aus Sicherheitsgründen mit deutlichen Auswirkungen gerechnet. Da die Neuzulassung des Flugzeuges, für das immer noch ein Softwareupdate des Bordcomputers erarbeitet wird, nicht feststeht, können auch die gesamten Kosten dafür noch nicht beziffert werden, so Boeing. Neben der Software selbst, die am Piloten vorbei massive Steuerbefehle ans Flugzeug geben konnte, steht auch der Zulassungsprozess an sich unter genauer Beobachtung.

Boeing kann Flugzeuge nicht ausliefern

Deutlich brach bei Boeing auch die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge ein. Da die 737 MAX, die mit Abstand häufigsten nach Kategorie von Verkehrsflugzeugen, nicht ausgeliefert werden können, sammeln sich die Maschinen beim Hersteler und dürfen nur für Überführungs- und Testflüge geflogen werden. Während im Vorjahreszeitraum 194 Zivilflugzeuge ausgeliefert wurden, waren es im zweiten Quartal 2019 nur noch 90, ein sattes Minus von 54 Prozent. An Kunden übergeben wurden aber 42 787 Dreamliner, zwei Frachtflugzeuge der B777 für DHL und sechs Frachter 767 für FedEx.

Aufgrund von Triebwerksproblemen für das neue Flugzeug 777X verzögert sich der Erstflug bis ins Jahr 2020. Während die Vorarbeiten zu den Testflügen gut verliefen, verzögere sich daher aber die geplante Erstauslieferung möglicherweise über 2020 hinaus. Insgesamt habe Boeing Aufträge für über 5.500 Flugzeuge zu einem Listenpreis von über 390 Mrd. US-Dollar.

Egyptair fliegt Boeing 787 Dreamliner mit Biosprit heim

Boeing hat Egyptair ihren fünften 787 Dreamliner übergeben. Die Airline bekommt den Langstreckenjet über Leasing von AerCap. Auf dem Flug ins neue Zuhasue wurde der Dreamliner für die 5.925 NM (10.973 km) von Seattle nach Kairo mit Biosprit betankt.

Bestehend aus leichten Kompositwerkstoffen und mit modernen Triebwerken sind die Boeing 787 20 bis 25 Prozent sparsamer als die Flugzeuge, die sie bei den Airlines ersetzen. Seit der ersten Einflottung im Jahre 2011 waren das 37 Mrd. Pfund Treibstoff, wie Boeing vorrechnet. So viel, als würde man ein Jahr lang zehn Mio. Autos von der Straße nehmen.

Dreamliner fliegt mit Biosprit im Kerosin

Die Beimischung von Biotreibstoff kam dabei von World Energy, das eine Raffinerie im kalifornischen Paramount betreibt. Hier sollen erstmals Biotreibstoffe für Flugzeuge im kommerziellen Umfang hergestellt werden. Das Substrat dafür stammt dabei aus landwirtschaftlichen Abfällen, die als zugelassener Treibstoff dem Kerosin beigemengt werden. Damit werden keine Modifikationen am Flugzeug oder den Triebwerken nötig.

Egyptair hat 2017 sechs 787-9 Dreamliner bestellt. Die Langzeitvereinbarung mit AerCap aus Dublin bedeutet einen erfahrenen Partner für die Ägypter. AerCap ist der größte Kunde für den Dreamliner. Das Unternehmen bestitzt, verwaltet und bestellte 114 Flugzeuge bei Boeing.

Flughafen Wien plant CO2-Neutralität bis 2030

Der Flughafen Wien selbst will alle dienstlichen Flüge durch den Kauf von CO2-Zertifikaten, z.b. von Climate Austria kompensieren. Diese Möglichkeit steht allen offen, die wegen des CO2-Verbrauchs Bedenken haben. Dies wird leider derzeit von weniger als einem Prozent der Passagiere genutzt.

„Nachhaltigkeit und Energieeffizienz haben für uns bereits seit 2011 höchste Priorität, durch unser umfassendes Nachhaltigkeitsmanagement in allen Unternehmensbereichen können wir das Ziel, bis 2030 einer der ersten CO2-neutralen großen Airports zu werden, erreichen. Für uns ist Klimaschutz kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte, tägliche Praxis“, erklärte Flughafen Wien AG-Vorstand Dr. Günther Ofner.

Keine Schuldzuweisungen in Sachen Klima

Und weiter: „Dem Klima helfen nur konkrete Maßnahmen, nicht aber vorurteilsgetriebene Schuldzuweisungen oder Symbolpolitik. Auf politischer Ebene wäre die rasche Umsetzung des einheitlichen europäischen Luftraumes „Single European Sky“ für die Luftverkehrs-kontrolle eine vorrangige Maßnahme, wodurch mehr als 10 Prozent des Kerosins eingespart, aber auch Verspätungen und Staus reduziert würden. Besonders dringlich ist der Bahnausbau Richtung Bratislava.“

„Wichtig ist auch die Konzentration der Forschung auf die Entwicklung alternativer Antriebsmittel und neuer Antriebstechnologien. Als erster Industriezweig geht es für den Luftverkehr mit dem europäischen Zertifikatehandel (ETS) und der weltweiten CORSIA-Regel ein System, um CO2-neutral zu wachsen. Angesichts der bestehenden Ticketsteuer, die 70 Mio. Euro im Jahr einbringt, sowie der Pflicht der Airlines, CO2-Zertifikate zu kaufen, ist der Ruf nach neuen Steuern fragwürdig, vor allem, wenn sie auf Länderebene und nicht europaweit bzw. global eingeführt werden.“

Energieverbrauchsreduktion und -optimierung

Mit der Smart City Steuerungssoftware soll der Energieverbrauch weiter gesenkt und optimiert werden – dieses einzigartige Instrument soll auch global vermarktet werden. Weiters wird auf CO2-freien Strom und Wärmebezug Wert gelegt, auch durch eine Biomassenahwärmeanlage.

Photovoltaikanlagen auf 23.700 m2 erweitert

Im August dieses Jahres geht die vierte Photovoltaikanlage mit 8.000 Quadratmetern bebauter Fläche in Betrieb. Dadurch vergrößert sich die Gesamtfläche der PV-Anlagen am Areal des Flughafen Wien auf 23.700 Quadratmeter. Pro Jahr werden rund 1,8 Mio. Kilowattstunden produziert. Damit könnte der Jahresstrombedarf von etwa 600 Haushalten gedeckt werden. Die Planungen für die fünfte Photovoltaikanlage laufen bereits.

Ausbau der Elektroflotte am Flughafen Wien

Aktuell besteht der E-Fuhrpark der Flughafen Wien AG aus mehr als 380 E-Fahrzeugen. Das größte Potenzial, um Treibstoff und damit CO2 einzusparen, liegt vor allem darin, Nutzfahrzeuge für die Abfertigung elektrisch zu betreiben. Dazu laufen derzeit mehrere Projekte: So werden Cateringfahrzeuge nach und nach durch elektrische ersetzt.

Die Umstellung der Groundpowerunits von dieselbetriebenen Generatoren auf Akkubetrieb wird gerade getestet und die Anschaffung von ca. 40 E-Passagierbussen steht unmittelbar bevor. Dafür investiert der Flughafen Wien bis 2020 mehr als 30 Millionen Euro. Durch die neuen E-Fahrzeuge soll sich der Dieselverbrauch um mindestens 1 Mio. Liter pro Jahr reduzieren. Außerdem gibt es seit kurzem die weltweit erste E-Ladestation mit der Chakratec Schwungmassenspeicher-Technologie am Kurzparkplatz K3 auf der Ankunftsebene. Weitere große Anlagen sind in Planung.

Nachhaltiges Bauen – Umwelt-Vorzeigeprojekt Office Park 4

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz dominieren auch die Bauprojekte am Flughafen Wien. Modernste Gebäudetechnik-Lösungen, eine optimierte Wärme-Dämmung und Fassadengestaltung kommen zum Einsatz. Eine große Rolle spielt hier die Geothermie, das Heizen und Kühlen mit thermischer Energie. Nicht umsonst wurde die Airport City Vienna im Jahr 2014 als erstes Gewerbegebiet in Österreich mit dem ÖGNI-Zertifikat für nachhaltige Immobilienentwicklung ausgezeichnet. Der neue Office Park 4 erhielt schon vor seiner Inbetriebnahme im Mai 2020 das ÖGNI-Vorzertifikat in Platin für die umfangreiche Integration von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

LED für Lichtanlagen, Gebührenmodell für leisere Flugzeuge

Weitgehend abgeschlossen ist die Umstellung der Lichtsysteme und Werbeanlagen in den Flughafen-Einrichtungen auf LED. Ebenso werden Maßnahmen zur Verringerung der Fluglärmbelastung gesetzt: Mit einem neuen Lärmgebührenmodell werden Airlines motiviert, mit leiseren Flugzeugen nach Wien zu kommen. Gerade neue Flugzeugtypen mit neuen Triebwerkstechnologien verzeichnen deutlich bessere Lärmwerte als alte Fluggeräte und diese Maßnahme ist ein Anreiz für Airlines, künftig verstärkt neue und leisere Flugzeuge einzusetzen.

Luftverkehr in Deutschland verzeichnet Rückgang um 1,7%

Nach vielen Jahren des ungebremsten Wachstums im weltweiten Luftverkehr mit immer mehr Flügen, Passagieren und Flugverbindungen zeichnet sich derzeit eine Abkühlung der Entwicklung ab.

Im Global Aviation Monitor (GAM) wird vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr wird die aktuelle Situation des weltweiten, europäischen und deutschen Luftverkehrs erfasst und eine Kurzfristprognose für die nächsten drei Monate erstellt. Um lediglich 1,5 Prozent konnten zuletzt die weltweiten Flugbewegungen im Passagierflugverkehr in einem Juni noch zulegen: von 3,3 Millionen im Juni 2018 auf nun knapp 3,4 Millionen im Juni dieses Jahres. Dies zeigt der aktuelle Global Aviation Monitor, der 3.500 Flughäfen und 850 Fluggesellschaften weltweit erfasst. Für Deutschland zeigt die Studie sogar einen Rückgang des Flugverkehrs um 1,7 Prozent.

Asien, Nordamerika, dann Europa

Mit mehr als einer Million Starts pro Monat ist Asien seit mehreren Jahren der weltweit größte Markt im globalen Luftverkehr. Rund 30 Prozent aller Flüge werden hier abgewickelt. Nach Jahren des starken Anstiegs wächst die Zahl der Flugbewegungen des aufstrebenden Kontinents gegenüber dem Vorjahr aber nur noch um zwei bis drei Prozent. „Die nachlassende Wachstumsdynamik in Asien wirkt sich besonders stark auf die weltweit nachlassenden Zuwachs an Flügen und Flugverbindungen aus“, erklärt Studienleiter Dr. Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr in Köln. „Die zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheiten spielen hier eine wesentliche Rolle.“

Auf dem zweiten Platz folgt Nordamerika mit einem Gesamtanteil am weltweiten Luftverkehr von 27 Prozent. Schon seit einiger Zeit sind dort nur noch geringe Wachstumsraten zwischen zwei und drei Prozent zu beobachten. Europa liegt mit 832.000 Starts pro Monat und einem Anteil von 24,7 Prozent weltweit auf Platz drei. In den letzten beiden Jahren ist der europäische Markt von zunächst fünf Prozent Wachstum auf inzwischen nur noch 1,2 Prozent abgerutscht.

„In Deutschland folgten dem Rückgang 2017 durch die Air Berlin-Pleite hohe Wachstumsraten im Jahr 2018“, erklärt Berster. „Dadurch konnte die entstandene Lücke wieder gefüllt werden.“ Mittlerweile liegen die aktuellen Werte mit 87.900 Starts pro Monat rund 1,7 Prozent unter den 89.400 monatlichen Starts vom Juni 2018.

Für das dritte Quartal 2019 prognostiziert die DLR-Studie auf europäischer und globaler Ebene ein weiter verhaltenes Wachstum bei den Flugbewegungen zwischen einem und zwei Prozent. In Deutschland erwarten die Wissenschaftler eher eine weitere Stagnation.

Düsseldorf und Stuttgart legen zu

Einige größere Flughäfen in Deutschland entwickeln sich gegen den Trend: Im Juni 2019 haben die Flughäfen Düsseldorf und Stuttgart zwischen zwei und vier Prozent mehr Flüge abgewickelt als noch im Vorjahr. Dieser Anstieg geht vor allem auf den starken Ausbau der Angebote von Eurowings und Easyjet in Düsseldorf und von Laudamotion und easyJet in Stuttgart zurück. Auch der Flughafen Köln-Bonn profitiert von der Offensive des britischen Low Cost Carriers easyJet, musste jedoch auch Rückgänge beispielsweise bei Flybe hinnehmen.

Ein Negativtrend ist hingegen an einigen kleineren Flughäfen wie Weeze oder Frankfurt-Hahn festzustellen. Der Rückzug der Ryanair von den kleineren Standorten führt hier zu schrumpfenden Flugbewegungen. „Wir bemerken, dass sich einige Low Cost Carrier verstärkt auf größere Standorte konzentrieren und sich von den kleinen Flughäfen mehr und mehr zurückziehen“, sagt Berster.

USA hat die größten Airlines

Gemessen an der Anzahl der Flugbewegungen ist American Airlines mit mehr als 200.000 Starts im Juni 2019 die größte Fluggesellschaft der Welt, gefolgt von Delta Air Lines und United Airlines, die in der Vergangenheit alle durch Übernahmen anderer Gesellschaften stark gewachsen sind. Auf den Plätzen vier, fünf und acht folgen die Low Cost Carrier Southwest Airlines, Ryanair und easyJet. Dazwischen befinden sich auf den Rängen sechs und sieben die großen asiatischen Airlines China Eastern und China Southern.

Mit IndiGo, Jetblue und Azul zählen weitere Low Cost Carrier aus den verschiedenen Kontinenten zu den 25 größten Fluggesellschaften der Welt. Auf dem Foto: Der Frankfurter Flughafen ist weiterhin der größte Flughafen Deutschlands. Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft.

SUN-AIR fliegt Toulouse ab Friedrichshafen

SUN-AIR bietet mit dem Ziel Toulouse ab Friedrichshafen neben Düsseldorf und Hamburg bereits die dritte Nonstop-Destination mit Jet-Komfort ab dem Bodensee-Airport an.

Der Flug nach Toulouse ab 10.09. durch SUN-AIR bedeutet eine deutliche Aufwertung der Strecke, die von der französischen Regionalfluggesellschaft TwinJet übernommen wird. Mit bis zu vier Flügen pro Woche wird SUN-AIR die südfranzösische Luftfahrtmetropole mit dem Bodensee-Airport Friedrichshafen verbinden. Für diese Flüge wird SUN-AIR ein drittes Flugzeug fest am Bodensee-Airport stationieren und hier zusätzliches Personal einstellen.

Jet Dornier 328 mit 32 Plätzen

Die dänische Regionalfluggesellschaft SUN-AIR arbeitet als Franchisepartner von British Airways im Flugbetrieb und in der Vermarktung intensiv mit dem britischen Flag Carrier zusammen. Zum Einsatz kommen Jetflugzeuge vom Typ Dornier 328, die mit 32 Sitzen ausgestattet sind. Die Do 328 wurde auch als Turboprop gebaut. Angeboten wird ein an der Business Class orientierter Bordservice mit einem entsprechenden Snackangebot und Getränken

Die seit 40 Jahren im Regionalflugverkehr tätige SUN-AIR ist bereits seit August 1996 Franchise Partner von British Airways (BA). Alle Flüge werden unter BA-Flugnummer durchgeführt und die Flugzeuge sind in British Airways-Farben lackiert. Für Passagiere wichtig: die Buchungen werden über das weltweite Reservierungssystem der BA getätigt, der Online-Check In erfolgt über die BA-Website, es kann auch das BA Vielfliegerprogramm Executive Club genutzt werden.

Die SUN-AIR wurde 1978 in Billund/Dänemark als Regionalfluggesellschaft gegründet. Die Airline hat 230 Angestellte und verfügt über 25 Flugzeuge im Eigenbesitz, davon 16 Dornier 328 JET. Seit Juni 2018 ist die Airline mit Flügen nach Düsseldorf und seit Januar 2019 nach Hamburg erfolgreich in Friedrichshafen vertreten.

Drei Flugzeuge am Bodensee stationiert

Kristian Tvergaard, Commercial Director der SUN-AIR: „Viele Kunden konnten auf unserem innerdeutschen Angebot nach Düsseldorf und Hamburg kennen lernen. Jetzt freuen wir uns, dass wir unser hochwertiges Angebot internationalisieren und nach Toulouse erweitern können. Vor allem Geschäftsreisenden der Luft- und Raumfahrtindustrie, die in Toulouse und in der Bodensee-Region stark verankert ist, profitieren von diesem Angebot – beide Regionen sind innerhalb von weniger als zwei Stunden bequem erreichbar. Dass wir dazu jetzt bereits einen dritten Jet fest am Bodensee-Airport Friedrichshafen stationieren, zeigt unsere große Verbundenheit mit der Bodensee-Region und deren Marktpotenziale.“

Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH: „Nicht nur zwei traditionsreiche Zentren der europäischen Luft- und Raumfahrt können jetzt mit diesem Linienflugangebot nach Toulouse effizient verbunden werden – auch zwei interessante touristische Regionen.“ Buchungen werden voraussichtlich ab Anfang August über alle Reservierungssysteme möglich sein.

Flughafen München: Ferienprogramm mit Fliegerwoche

Auch in diesem Sommer bietet der Flughafen München wieder Ferienfreizeitangebote für Groß und Klein. Das Programm beginnt am 29. Juli mit einer „Fliegerwoche“, in der sich alles um das Thema Flugzeuge dreht.

Im Zeitraum bis zum 06. September können sich Flughafenfans auf ein abwechslungsreiches Programm am Airport freuen, mit dem man insbesondere mit Kindern die Welt des Fliegens kennen lernen kann. Im Besucherpark werden dazu sechs Themenwochen mit Spiel- und Bastelaktionen veranstaltet.

Reisen mit Kindern am Flughafen erleben

Kleinere Luftfahrtfans können sich auf einer Flieger-Hüpfburg austoben oder den „Pilotenschein“ am Mini-Airport erwerben. In der darauffolgenden „Weltreisewoche“ lernen Besucher bei einem Quiz Europa besser kennen und können auf dem Weltenspielplatz ihre Fertigkeiten beim Goldwaschen in Australien oder dem Trommelworkshop in Afrika testen. Vom 12. bis zum 16. August geht es bei der „Zukunftswoche“ um die Welt von morgen. Es warten unter anderem modernste Elektromaschinen und futuristische LED-Technik auf die Gäste.

In der „Airport-Entdecker-Woche“ vom 19. bis 23. August können Groß und Klein Bayerns Drehkreuz hautnah erleben und Geheimnisse rund um den Flughafen lüften. Bei der sich anschließenden „Kinderland-Kreativ-Woche“, die vom 26. bis zum 30. August dauert, ist vor allem Fantasie gefragt. Das Kinderland-Team erwartet in dieser Zeit alle Bastelfreunde im Besucherpark. Zu guter Letzt wird es noch einmal richtig spannend. Vom 2. bis 6. September gibt es unterschiedlichste Blaulichtfahrzeuge zu bestaunen: Zoll, Polizei und viele weitere Einsatzkräfte melden sich zum Dienst im Besucherpark.

Programm mit Mehrwert auf Reisen

Der Airport-Shop im Besucherpark ist während der Sommerferien täglich von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet, die Aktionen finden jeweils von 11:00 bis 17:00 Uhr statt. Das Kinderland im Munich Airport Center bietet während der Sommerferien wieder viele verschiedene Workshops an. Immer dienstags und donnerstags werden die Teilnehmer zu kleinen Künstlern.

So werden zum Beispiel am 30. Juli und am 22. August persönliche Sommershirts gestaltet. Unter dem Motto „Langeweile kommt hier nicht auf“ können sich kreative Köpfe am 01. August und 27. August Spiele für lange Reisen basteln. Die betreuten Workshops finden unter professionaler Anleitung jeweils von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr und von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich und für das anfallende Material wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 15 Euro erhoben.

ATP Flugschule kauft 100 Cessna Skyhawk

Cessna kann auf der Experimental Aircraft Association (EAA) AirVenture einen neuen Großauftrag für die Skyhawk verkünden. Die Flugschule ATP Flight School nimmt eine bis zu dreistellige Anzahl an Flugzeugen.

Die amerikanische Flugschule betreibt eine Flotte von über 375 Flugzeugen und hat erst im Vergangenen Jahr 20 Cessna Skyhawk eingeflottet. Mit den bis zu 100 Flugzeugen soll die Flotte bis 2023 erweitert und teilweise ersetzt werden. ATP Flight School ist einer der größten Skyhawk-Betreiber weltweit und hat 36 Schulungszentren in den USA. Die neuen Flugezuge kommen ausschließlich für Anwärter auf die Verkehrspilotenlizenz ATPL zum Einsatz.

Cessna Skyhawk für Pilotenausbildung

Die stabilen Flugeigenschaften und Verlässlichkeit des Musters über Jahrzehnte machen die Cessna Skyhawk zu einem Schulungsflugzeug der Wahl. Zudem kommt das einmotorige Kolbenflugzeug, auf dem die Schüler erstmals Fliegen lernen, mit moderner Avionik.  Cessna liefert die Skyhawt mit dem modernen Garmin G1000 NXi aus. In der ATP-Flugschule werden montatlich 31.000 Flugstunden mit dem Muster geflogen. Mit 870 Pflund Nutzlast können zudem mehrere Flugschüler an Bord Platz nehmen. Von der Skyhawk wurden laut Cessna weltweit schon mehr als 44.000 Flugzeuge in Dienst gestellt.

MTU Maintenance und JetBlue: Exklusivvertrag für V2500

MTU Maintenance hat mit der US-Fluggesellschaft JetBlue Airways einen Exklusivvertrag über die Instandhaltung der V2500-Pre-Select-Flotte der Airline abgeschlossen.

Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 13 Jahren und umfasst die Instandhaltung, Reparatur und Überholung der Triebwerke durch MTU Maintenance 2020 bis 2033. Mit diesem Vertrag erhöht sich das Gesamtvolumen der in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bei der MTU Maintenance eingegangenen Aufträge auf 4,5 Milliarden US-Dollar.

JetBlue großer Carrier in den USA

JetBlue Airways ist eine Billigfluglinie mit Sitz in New York (USA) und führt täglich 1.000 Flüge durch. Die Fluggesellschaft bedient dabei mehr als 100 Ziele in den USA, in der Karibik sowie in Lateinamerika und plant, ihren Flugbetrieb 2021 auch auf Europa auszuweiten. „Wir schätzen die MTU als verlässlichen Partner, der uns nun in dieser Phase im Lebenszyklus unserer V2500-Triebwerke mit intelligenten Strategien unterstützen wird“, sagt Warren Christie, Senior Vice President Safety Security and Fleet Operations von JetBlue.

Im Jahr 2018 hat das Unternehmen mehr als ein Drittel aller Shopvisits dieses Triebwerkstyps V2500 abgewickelt. Zu den Kunden der MTU Maintenance zählen über 90 Airlines aus der ganzen Welt. Um diese vor Ort optimal bedienen zu können, wird das V2500 an drei internationalen Standorten der MTU Maintenance betreut: In Hannover (Deutschland) wird es seit 1989 instand gehalten und in Zhuhai (China) seit 2003. Im Jahr 2017 nahm die MTU Maintenance Canada in Vancouver das V2500-Programm in ihr Portfolio auf. Die Zusammenarbeit der MTU Maintenance, dem weltweit führende Anbieter von zugeschnittenen Serviceleistungen für zivile Luftfahrtantriebe, pflegt JetBlue seit dem Jahr 2005.

„Dies ist einer der größten Aufträge, den wir je erhalten haben. Wir sind stolz, dass JetBlue uns mit der Betreuung ihrer V2500-Pre-Select-Triebwerke beauftragt hat. Dank unseres Know-hows auf dem Gebiet des Flottenmanagements können wir JetBlue wirtschaftliche Lösungen für den Betrieb ihrer Flotte bis zur Außerdienststellung anbieten“, kommentiert Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines, den Vertragsabschluss.

MTU Maintenance und JetBlue: Exklusivvertrag für V2500
MTU Maintenance und JetBlue: Exklusivvertrag für V2500

Maintenance mit Spezialisierung

Die Vereinbarung enthält zahlreiche Komponenten des SAVEPlus-Servicepakets der MTU Maintenance. Dieses Angebot richtet sich speziell an Betreiber älterer Triebwerke und bewirkt hier Kostenoptimierung. „Unser Spezialgebiet sind maßgeschneiderte Lösungen rund um den gesamten Triebwerkslebenszyklus. Die Zeiten von standardisierten MRO-Leistungen nach Schema F sind vorbei. Die Zukunft unserer Branche liegt im Flottenmanagement auf der Grundlage von technischer Expertise und weitreichenden Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die MTU ist führend darin, für jedes einzelne Triebwerk einer Flotte passgenaue Lösungen zu entwickeln und maximiert so die Verfügbarkeit bei deutlich geringeren Kosten für die Airline.“

Mit intelligenten Lösungen unterstützt die MTU JetBlue beim Flottenmanagement und bietet Leistungen, wie z.B. Engine Trend Monitoring, Zerlegung und Wiederverwertung von einsatzfähigen Teilen. Damit senkt sie die Instandhaltungskosten in dieser späten Phase der Triebwerkslebensdauer und steigert zugleich die Planbarkeit und Flexibilität. Zudem besteht die Möglichkeit, sogenannte Green-Time Engines oder Leasingtriebwerke zu nutzen. Dies und die gemeinsamen Anstrengungen für einen geringeren Kraftstoffverbrauch der Triebwerke wird die Instandhaltungs- und Betriebskosten von JetBlue weiter senken.

Reiseziele-Umfrage-Ranking: Ryanair zeigt Sommertrend

Ryanair hat die Ergebnisse seiner Reiseumfrage für den Sommertrend bekannt gegeben. Die beliebtesten Sommerziele der Reisenden bei Ryanair liegen in Spanien. Es sind Mallorca, Alicante und Malaga.

Familien, die mit Ryanair fliegen, schwimmen jedoch gegen den Strom: Deren Top 3-Reisziele sind Zypern, Tel Aviv (Israel) und Lanzarote. Paare zieht es insbesondere auf das sonnenverwöhnte Ibiza, Mallorca und Teneriffa. Bei Studenten sind in diesem Jahr Zadar (Kroatien), Sevilla und Barcelona beliebte Sommerziele. Wenig überraschend ist, dass die Routen mit den meisten 20- bis 30-Jährigen von Großbritannien (Birmingham, East Midlands, Liverpool) nach Ibiza führen.

Günstige Reiseziele mit Ryanair im Kommen

Um einen weiteren Sommer mit günstigen Tarifen zu feiern, hat Ryanair einen Super Sommerschlussverkauf mit 20 Prozent Rabatt auf Reisen zwischen September und November gestartet. Ryanair-Kunden können somit einen Last-Minute-Deal für ihren Urlaub abschließen. Dieses Angebot kann ab sofort bis Donnerstag, 25. Juli, um Mitternacht gebucht werden.

Alejandra Ruiz von Ryanair sagte: „Spanien hat sich in diesem Jahr laut unserer Sommertrends-Reiseumfrage als Europas beliebtestes Sommerziel durchgesetzt. Es ist aber auch interessant zu sehen, dass die Nachfrage nach aufstrebenden Reiseziele steigt – mit Zielen wie Zypern und Tel Aviv, die besonders bei Familien beliebt sind, und Zadar in Kroatien, einem Favoriten von Studenten…“

Airbus A400M meisterte Absetzen von 50 Fallschirmjägern

Airbus konnte mit der A400M in einem einzigen Durchgang das Absetzen der 50 Fallschirmjäger aus einer Seitentür demonstrieren und damit den nächsten wichtigen Schritt zu ihrer vollen Leistungsfähigkeit als Lufttransporter der neuen Generation erbringen.

Die Flugerprobungskampagne der A400M zur Absetzung von 58 Fallschirmjägern aus einer Seitentür wird bis zur endgültigen Qualifikation fortgesetzt. Der gleichzeitige Absatz aus beiden Seitentüren ist für das Jahr 2020 geplant, die volle Kapazitätsstufe wird 2021 erreicht werden.

ESA-Astronaut Luca Parmitano auf der ISS angekommen

ESA-Astronaut Luca Parmitano ist im Rahmen seiner Mission „Beyond“ an Bord der Internationalen Raumstation ISS angekommen, womit das Team der neuen Expedition 60 seine Arbeit aufnehmen kann.

Parmitano und seine Mannschaftsmitglieder, der NASA-Astronaut Andrew Morgan und der russische Kosmonaut Alexander Skworzow, waren am 20. Juli 2019 um 18:28 Uhr MESZ vom Kosmodrom in Baikonur aus gestartet und dockten nach einem sechsstündigen Flug an Bord ihrer Sojus MS-13 am 21. Juli um 00:48 Uhr MESZ an der ISS an. Nach einer gründlichen Überprüfung der Dichtungen konnten die NASA-Astronauten Christina Koch und Nick Hague sowie der russische Kosmonaut und derzeitige ISS-Kommandant Alexej Owtschinin die neuen Mannschaftmitglieder um 03:04 Uhr schließlich an Bord willkommen heißen.

Mit dem Rückflug des Kosmonauten Owtschinin zur Erde bzw. der Beendigung der Expedition 60 wird Parmitano im Herbst auch die Rolle des ISS-Kommandanten für die anschließende Expedition 61 übernehmen, womit nach den ESA-Astronauten Frank De Winne (2009) und Alexander Gerst (2018) zum dritten Mal ein europäischer Astronaut und zum ersten Mal ein italienischer ESA-Astronaut diese Funktion innehaben wird.

Fernsteuerung für Mondroboter

Luca Parmitano war bereits als Astronaut der ESA auf der Raumstation. In den kommenden sechs Monaten wird Parmitano die Durchführung von mehr als 50 europäischen und 200 internationalen Experimenten unterstützen. Hierzu gehören z. B. Untersuchungen, wie sich die Schwerelosigkeit auf bestimmte Aspekte des menschlichen Körpers auswirkt oder wie Astronauten Roboter zur Exploration des Mondes fernsteuern könnten.

ESA-Astronaut Luca Parmitano
ESA-Astronaut Luca Parmitano

Für De Winne, heute Leiter des Astronautenzentrums der ESA in Köln, beweist Parmitanos Ernennung zum ISS-Kommandanten die Anerkennung der Rolle der ESA im Kreise der internationalen Raumfahrtagenturen: „Wir sind verlässlich und man verlässt sich auf uns“, so De Winne. „Und das nicht nur bei dem Gerät, das wir liefern, sei es für die Raumstation oder das neue Service-Modul für das Raumfahrzeug Orion, sondern auch bei der Organisation der Mannschaftstätigkeiten an Bord. Ich denke, die Investitionen der ESA-Mitgliedstaaten haben hier zu sehr bemerkenswerten Resultaten geführt.“

Angesichts von Parmitanos Starttermin genau 50 Jahre nach der ersten Apollo-Mondlandung erscheint es nur logisch, dass er Experimente durchführen wird, die den Weg für künftige Weltraumexplorationsvorhaben ebnen sollen. Zu diesen Experimenten zählt beispielsweise BioRock. Es soll Wissenschaftlern helfen zu verstehen, ob für den biologischen Abbau von Substanzen auf der Erde eingesetzte Mikroben ihre Arbeit auch auf anderen Himmelskörpern verrichten könnten und wie sich Bakterienstämme auf Gesteinen im Weltraum vermehren.

Darüber hinaus wird Parmitano das Life Support Rack der ESA erproben und nutzen, mit dem Kohlendioxyd in zum Atmen nutzbaren Sauerstoff umgewandelt werden kann. Dieses Gerät ist Teil der von der ESA anvisierten Fähigkeit, Astronauten unabhängig vom Planeten Erde im All dauerhaft überlebensfähig zu machen. Parmitano wird ferner von der ISS aus einen auf der Erde befindlichen Rover bedienen, um Fernsteuerungsfunktionen zu testen, die auch auf dem Mond zum Einsatz kommen könnten.

Vorarbeit für Mondmission Heracles der ESA

Die Ergebnisse dieser Experimente werden in den Beitrag der ESA zum Lunar Gateway und zur Mondmission Heracles einfließen, die im Rahmen von Gemeinschaftsvorhaben mit ihren internationalen Partnern verwirklicht werden sollen. „Der heutige Flug ist auch Teil unserer künftigen Reise in Richtung Mond“, verkündete ESA-Generaldirektor Jan Wörner. „Wir freuen uns gemeinsam mit unseren internationalen Partnern darauf, Mitglieder einer neuen Generation von Entdeckern des Weltraums zu werden und allen unseren Mitgliedstaaten Forschungsmöglichkeiten und einen Zugang zum Weltraum eröffnen zu können.“

Ausstieg in den Weltraum

Luca Parmitano hat sich auch auf Außenbordeinsätze vorbereitet, bei denen er mit Teams am Boden zusammengearbeitet hat, die neue Verfahren und Werkzeuge zur Reparatur des Alpha-Magnetspektrometers (AMS-02) entwickelt haben. Bei dem im Jahr 2011 an der Außenseite der Raumstation angebrachten AMS-02 handelt es sich um einen Teilchenphysik-Detektor zur Erfassung kosmischer Strahlung, von dem sich Wissenschaftler einen Beitrag zum Verständnis der dunklen Materie sowie der Antimaterie erhoffen. Das Spektrometer war ursprünglich nur für eine dreijährige Nutzung im Weltraum ausgelegt, arbeitete jedoch so reibungslos, dass sein Einsatz verlängert wurde. Allerdings müssen hierfür drei seiner vier Kühlpumpen bei einem anspruchsvollen Außenbordeinsatz repariert werden.

Mission Beyond

Parmitanos Mission „Beyond“ ist Teil der langfristigen Vision der ESA, die eine erstmalige Entsendung europäischer Astronauten über die Erdumlaufbahn hinaus vorsieht und Europa als Schlüsselpartner bei der bemannten Exploration des Sonnensystems etablieren will. Ziel der ESA ist es, in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern allen Bürgern in Europa zu neuen Erkenntnissen, Innovationen und Inspirationen zu verhelfen und Wissenschaftlern mit neuen ISS-Einrichtungen, wie etwa dem 2018 im Columbus-Modul eingerichteten Dienst für internationale kommerzielle Experimente (ICE Cubes), den Zugang zu Forschungsmöglichkeiten zu erleichtern.

„Die Erfahrungen, die wir heute in der niedrigen Erdumlaufbahn gewinnen, werden es der nächsten Generation ermöglichen, bei ihren fortlaufenden Entdeckungen noch weiter vorzustoßen. Wenn wir erneut zum Mond und darüber hinaus bis zum Mars fliegen wollen, müssen wir wissen, wie wir in diesen anderen Welten überleben und arbeiten können. Auf dem Weg dahin stellt die Internationale Raumstation einen wichtige Etappe dar“, so Parmitano.

Airbus ACH160 „Exclusive-Version“ befliegt Philippinen

Airbus Helicopters wird eine erste ACH160 nach Südostasien ausliefern. Der Erstkunde für den Business-Hubschrauber in der Region kommt von den Philippinen.

Die ACH160 wird dort für private Flüge auf dem Archipel eingesetzt werden. Dazu erhält der Hubschrauber einige Extras. In der Exclusive-Version erhält die ACH160 zwei weiter öffnende Türen mit elektrischen Stufen, die das Eintreten in die Kabine erleichtern. Acht Passagiere finden in dem Hubschrauber Platz, der sich mit einem Fenestron und besonders designten Rotorblättern eindeutig abhebt.

ACH160 Zivil- und Businesshubschrauber

Leistung, Komfort aber auch Style sollen die ACH160 so für das Segment Business herausstellen. Die digitale Avionik Helionix ist dazu an Bord wie auch Ausstattungen aus Handarbeit für ein ruhigeres Flugerlebnis. Die ACH160 wird ab 2020 ausgeliefert und soll es auch in Versionen für kommerziellen Personentransport, Offshore-Dienste und Aufgaben der Öffentlichen Hand geben.

Flughafen Stuttgart fährt Sonderschichten zur Reisezeit

Alle 24 Spuren der Passagierkontrollen werden zum Ferienstart am Flughafen Stuttgart geöffnet sein, dennoch dürfte es beim Check-in und an den Sicherheitskontrollen länger dauern. Über das gesamte Wochenende sollten Fluggäste deshalb spätestens zweieinhalb Stunden vor dem Abflug am Airport sein.

Die Check-in-Schalter und die Sicherheitskontrollen sind am ersten Ferienwochenende morgens bereits ab 03:30 Uhr geöffnet. Zum Start der Sommerferien rechnet der Flughafen Stuttgart mit vollen Terminals. Bis zu 50.000 an- und abfliegende Passagiere werden am Freitag, 26. Juli 2019 in den Terminals erwartet.

Boarding 45 Minuten vor Abflugzeit

Passagieren wird empfohlen generell genügend Zeit für Anreise und Parken, für Check-in und die Sicherheitskontrollen einplanen. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, verliert keine Zeit mit Parken. Es empfiehlt sich, bereits vorab online einzuchecken oder den bereits von mehreren Airlines angebotenen Self Bag Drop zu nutzen. Etwa 45 Minuten vor der angegebenen Abflugzeit sollten Reisende in ihrem Gate sein, dann beginnt in der Regel das Boarding für den Flug.

Kostenfreie Unterstützung für Reisende mit Handicap

Reisende mit Handicap können kostenfreie Unterstützung für Check-in und Boarding in Anspruch nehmen, wenn sie dies z.B. bei der Buchung des Fluges oder spätestens 48 Stunden vor Abflug angemeldet haben. Klimabewusste Passagiere können ihren Flug direkt vor Reiseantritt an der Station der Non-profit-Organisation atmosfair in Terminal 1 auf der Abflugebene oder online kompensieren. Über die gesamte Ferienzeit rechnet der Landesflughafen mit etwa 2,2 Mio. Fluggästen.

Rettungshubschrauber für invasive Notfallmedizin in Mannheim

Die Anwendung invasiver Notfalltechniken direkt am Einsatzort stabilisiert Perikardtamponade bereits vor dem Transport mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik und hilft weiterhin, fulminante Blutungen zu kontrollieren. Die Fortbildung weiterer Stationen der DRF Luftrettung in diesem Bereich ist in Planung.

Die DRF Luftrettung hat das gesamte medizinische Team für den Hubschrauber der Station in Mannheim am Universitätsklinikum Heidelberg für sogenannte Penetrierende Verletzungen des Thorax oder oberen Abdomens geschult: Alle Notärzte und Notfallsanitäter (HEMS-TC) können die erweiterten invasiven Notfalltechniken am Einsatzort anwenden. Verletzungen der sogenannten „cardiac box“ sind aufgrund von Hämorrhagie und Perikardtamponade eine akute vitale Bedrohung. Daher sind noch vor Ort Maßnahmen zur Sicherung der Vitalfunktionen nötig.

Baden Airpark: Online-Reiseprozesse sparen Zeit

Während der Ferienzeit werden täglich über 5.000 Passagiere am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) erwartet, die aus dem mehr als 40 Flugziele umfassenden FKB-Sommerflugplan ihre Urlaubsdestinationen ausgewählt haben.

Mit den Sommerferien in Baden-Württemberg nähert sich die diesjährige Sommer-Reisewelle am FKB, auch für Business-Reisende relevant, ihrem Höhepunkt. Eine gute Reisevorbereitung hilft den Fluggästen, dass trotz des zur Ferienzeit deutlich erhöhten Passagieraufkommens, der Start in den wohlverdienten Urlaub stressfrei gelingt.

Reise planen ab Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden

Treppenfahrzeug am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB)
Treppenfahrzeug am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB)

Die Anreise an den Flughafen sollte auch für Geschäftsreisende frühzeitig erfolgen. Es empfiehlt sich, längere Anreisezeiten einzuplanen, die Verkehrsnachrichten zu prüfen, sich vorab über die Parkmöglichkeiten am Flughafen zu informieren und sich spätestens zwei Stunden vor dem geplanten Abflug an den entsprechenden Check-In Schaltern einzufinden. Das Anstehen am Check-In Schalter spart sich, wer bereits von zu Hause aus online eincheckt. Mit Hilfe von Websites und Apps der Fluggesellschaften lassen sich viele Reiseprozesse bereits vorab online bequem regeln und vorbereiten.

Vorbereitung auf Sicherheitskontrollen

Nach der Gepäckaufgabe ist es am besten, wenn sich die Passagiere direkt und zügig zu den Sicherheitskontrollen begeben. Gut vorbereitetes Handgepäck, das den jeweiligen Bestimmungen der Fluggesellschaft entspricht, kann die Sicherheitskontrollen beschleunigen, insbesondere wenn die Vorschriften zur Mitnahme von Flüssigkeiten eingehalten werden. Je Fluggast sind 100 Milliliter pro Gefäß in einem maximal einen Liter fassenden, durchsichtigen und wieder verschließbaren Beutel erlaubt.

Das erweiterte gastronomische Angebot im Biergarten und der Kinderspielplatz im Sicherheitsbereich verkürzen dann die verbliebene Wartezeit und lassen den Urlaub schon am Flughafen entspannt beginnen.

Flughafen Köln Bonn: Loch im Zaun sorgte für Verspätung

Am Samstagmorgen wurde bei einer routinemäßigen Kontrolle ein Loch im Außenzaun des Flughafen Köln/Bonn gefunden. Das Loch im nordwestlichen Bereich des Zaunes wurde umgehend gesichert und verschlossen.

Bundespolizei im Einsatz

Die Bundespolizei, der Zoll sowie die Flughafensicherheit führten nach Auffinden des Loches umfangreiche Kontrollen des Geländes durch. Diese verliefen unauffällig. Das Flughafengelände wird weiterhin verstärkt bestreift. Die Zuständigkeit bei diesem Einsatz liegt bei der Bundespolizei.

Flüge starteten mit Verspätung

Herausgehende Flugzeuge wurden zeitweise zusätzlich manuell kontrolliert. Durch die Maßnahmen kam es kurzzeitig zu Beeinträchtigungen im Flugbetrieb, Verspätungen bei Abflügen waren die Folge. Ankünfte waren nicht beeinträchtigt. Insgesamt waren am Köln Bonn Airport an diesem Tag 261 Flüge (138 Starts, 123 Landungen) geplant.

Farnborough Airshow: Vorschau auf das kommende Jahr

In genau einem Jahr beginnt die nächste Farnborough International Airshow 2020. Eine kurze Vorschau zeigt die Themen, welche von den Veranstaltern für die Luftfahrtmesse in den Fokus genommen werden.

Die Macher der Messe geben einen Höchstwert bei den Buchungen an, sodass es nur noch Reste an Ausstellungsflächen für die kommende Farnborough International Airshow gibt. Die Zahl internationaler Pavillons sei schon jetzt so hoch wie noch nie. Das Herz der Show sei Urban Air, aber auch andere Kapitel der Luftfahrt inklusive Militär auf dem Flying Display bleiben natürlich nicht aus. Folgende Themen werden auf der Messe im Innovation Hub aufgestellt:

Urban Air

Ganz neu wird diesmal die Urban Air Zone Innovatoren beherbergen, welche an der technologischen Entwicklung dieses am schnellsten wachsenden Marktes der Luftfahrt arbeiten.

Aerospace 4.0

Die vierte industrielle Revolution zielt auf digitale Technologien und verändert bereits heute die Produktion in der Luft- und Raumfahrt. Der Bereich wächst dieses Mal auf der Farnborough International Airshow um 60 Prozent.

Research and Innovation

Ein besonderse Augenmerk bekommt auch die Zusammenarbeit von Industrie und Forschungseinrichtungen. Joint Ventures zwischen etablierten Unternehmen und Technischen Universitäten sowie nachgeschaltete Entwickler und Agenturen.

Cargo

Der wachsende e-Commerce lässt das Frachtaufkommen immer mehr wachsen und spielt damit auch eine immer größere Rolle für die Weltwirtschaft. Die Farnborough International Airshow will auf einzigartige Weise die Gelegenheit bieten, Frachter am Boden, in der Luft und beim Be- und Entladen zu zeigen.

Space

Die Airshow will auch mehr als sonst zuvor eine Raumfahrtausstellung werden. Auch wird China hier so groß wie nie zuvor vertreten sein.

Dazu kommen noch das Kommunikationsnetzwerk FINN Sessions, mit dem man über bestimmte Events und Themen auf der Farnborough International informiert werden kann mit einem besonderen Programm am 23. Juli. Am Freitag der Luftfahrtwoche gibt es zudem einen Karrieretag für Interessierte und Experten aus dem Aerospace. Dieser soll die Zuliefererseite und Innovatoren mit deren neuen Ideen zusammenbringen.

Galileo: Nach Ausfall wieder regulärer Testbetrieb

Der technische Zwischenfall zum Ausfall von Galileo entstand durch eine Fehlfunktion der Anlagen in den Galileo-Kontrollzentren, die die Zeit und Bahnvorhersagen berechnen und für das Prozessieren der Navigationsnachricht verwendet werden. Aber nicht alle Services waren betroffen.

Galileo, das europäische Satellitennavigationssystem, läuft noch im Probebetrieb (Initial Services) bis 2020. Der Testbetrieb, der kürzlich einen Ausfall erfuhr, ist jetzt wiederhergestellt worden. Es gab einen technischen Zwischenfall im Zusammenhang mit seiner Infrastruktur am Boden. Der Vorfall führte zu einer vorübergehenden Unterbrechung der global verfügbaren Galileo-Navigations- und Zeit-Dienste, mit Ausnahme des Galileo Such- und Rettungs-Service.

SAR über Galileo blieb intakt

Der sogenannte Search-and-Rescue-Dienst, der für die Lokalisierung und Hilfe von Menschen in Not-Situationen wie im Meer oder auf Bergen verwendet wird, war davon nicht betroffen und blieb betriebsbereit. Die Störung beeinträchtigte verschiedene Elemente in den Kontrollzentren in Fucino (Italien) sowie am DLR-Standort in Oberpfaffenhofen.

Ein Team von Experten des Galileo Service Operators unter Führung der Spaceopal GmbH arbeitete mit Hochdruck und in enger Abstimmung mit der European GNSS Agency (GSA) sowie der Zulieferindustrie für die Bodensysteme und der europäischen Raumfahrtagentur (ESA) an der Behebung der Fehlfunktion. Aufgrund der technischen Komplexität des Systems und Analyse der Fehlerabhängigkeiten benötigten diese Anstrengungen mehrere Tage bis zur Bestätigung der Wiederaufnahme des Probebetriebs am 18. Juli.

Galileo von strategische Bedeutung

Eine unabhängige Untersuchungskommission analysiert nun für die EU-Agentur GSA und die EU-Kommission als programmverantwortliche Behörde die genaueren Umstände und Auslöser des Ausfalls, um das System in der Erprobungsphase kontinuierlich zu verbessern. Galileo bietet den Initial Service seit Dezember 2016 an. Während dieser „Pilot-Anfangsphase“ vor der „voll-operativen Dienstleistungs-Phase“ (Galileo FOC) werden Galileo-Signale in Kombination mit anderen Satellitennavigationssystemen verwendet, was die Erprobung und Erkennung von technischen Problemen während der schrittweisen Inbetriebnahme ermöglicht. In der voll-operativen Phase wird Galileo unabhängig von anderen Satellitennavigationssystemen funktionieren.

Galileo ist ein Hochtechnologie Flaggschiff-Programm der EU und stellt Navigations-Dienste für die Bürger zur Verfügung. Schon jetzt gibt es 700 Millionen Endgeräte, die neben anderen Satellitennavigationsdiensten auch Galileo-Signale verarbeiten können. Galileo trägt als weiteres unabhängiges und autonomes Satellitennavigationssystem entscheidend dazu bei, dass die globale Verfügbarkeit und Genauigkeit von GNSS Diensten für jeden Bürger spürbar verbessert wird.

Ryanair fliegt Bremen – Girona (Barcelona) ab Winter

Ryanair kündigte jetzt eine neue Winterroute von Bremen nach Girona Barcelona an, die zweimal wöchentlich im Rahmen des erweiterten Bremer Winterflugplans 2019 geflogen wird.

Bremer Reisende können nun ihren Flug nach Girona, circa 80 km nordöstlich des Zentrums von Barcelona, bis März 2020 buchen und weitere Verbesserung der Kundenbetreuung durch Ryanair erwarten. Dazu sollen Pünktlichkeit, eine Kundenbetreuungscharta zur Bearbeitung von EU261 Schadensfällen in zehn Tagen, neuer 24/7-Support und 48 Stunden kostenloses Buchungen ändern zählen.

Zur Feier der neuen Route hat Ryanair einen Sitzplatzverkauf mit Tarifen ab 19,99 Euro für Reisen zwischen Oktober und November gestartet, der bis Sonntag (21. Juli) um Mitternacht nur direkt online gebucht werden kann.

Lion Air least ihren ersten Airbus A330neo

Lion Air aus Indonesien hat ihren ersten Großraumjet vom Typ Airbus A330-900 bekommen. Der Flag Carrier des Landes wird damit zum ersten Betreiber des neuen Flugzeugs A330neo in Asien-Pazifik.

Lion Air least den A330neo über BOC Aviation, zu dem noch neun weitere A330neo kommen sollen. Die Fluggesellschaft will damit die Langstrecken nach aus Indonesien heraus bedienen, wozu auch viele Pilgerreisende erwartet werden, so auf den Strecken von Makassar, Balikpapan und Surabaya nach Jeddah und Medina in Saudi Arabien.

Diese Flüge können bis zu 12 Stunden dauern. Die A330-900 der Lion Air sind dafür ein einer Einklassenkabine mit für 436 Passagiere bestuhlt.

Lion Air least ihren ersten Airbus A330neo
Lion Air least ihren ersten Airbus A330neo

Sundair Winterflugplan: Ab Dresden auf die Kanaren

Anfang Mai startete Sundair erstmals von ihrer neu eröffneten Basis in Dresden mit einem Flug auf die griechische Insel Kos. Seither hat die junge Stralsunder Airline mit HeraklionRhodos und Antalya weitere Sommerdestinationen in ihr Streckennetz aufgenommen.

Am 27. Oktober startet der Winterflugplan am Flughafen Dresden und Sundair verbindet die sächsische Landeshauptstadt mit den Urlaubszielen FuerteventuraGran CanariaTeneriffaHurghada und Marsa Alam.

Auf den Kanarischen Inseln erwarten Urlauber ganzjährig angenehme Temperaturen, tolle Landschaften sowie endlos lange Badestrände. Mit Sundair erreichen Urlauber ab Dresden je einmal wöchentlich die Insel der Vielfalt Gran Canaria, die Sonneninsel Fuerteventura, sowie die größte Insel der Kanaren Teneriffa.

Das Rote Meer besticht als Bade- und Tauchparadies vor allem durch die durchgehend sommerlichen Temperaturen sowie den traumhaften Stränden und dem türkisblauen Meer. Auch Freunde des Tauchsports kommen beim Entdecken der vielfältigen Korallenriffe voll auf ihre Kosten. Sundair fliegt Urlauber im Winterflugplan dreimal wöchentlich von Dresden nach Hurghada. Ab Februar 2020 ergänzt je ein wöchentlicher Flug nach Marsa Alam in Ägypten das Streckennetz der Airline.

Sundair startet mit A320 in Dresden durch

„Nach dem sehr guten Start in Dresden seit unserer Stationseröffnung am 01. Mai in diesem Jahr, freuen wir uns auf eine ebenso erfolgreiche Wintersaison am Flughafen mit vielen zufriedenen Gästen, die mit Sundair in ihren Urlaub starten. Unser Destinationsportfolio bietet den Reisenden eine breite Vielfalt an Möglichkeiten: Von Erholung am Strand bis zu einem Aktivurlaub mit Wanderungen oder Tauchgängen“, so Marcos Rossello, Geschäftsführer der Sundair.

Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG und Geschäftsführer der Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle, betont: „Die Kanaren zählen am Flughafen Dresden seit vielen Jahren zu den beliebtesten Winterzielen. Umso mehr freut es mich, dass nach einer kurzen Unterbrechung Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa wieder im Flugplan stehen. Mit Hurghada und Marsa Alam haben Erholungssuchende zudem zwei sonnenreiche Alternativen, die mit unserem Partner Sundair nonstop ab Dresden erreichbar sind.“

Sundair Winterflugplan am Flughafen Dresden

BeginnEndeFlugtagUmlauf
04.11.2019 20.04.2020 Montag Dresden – Fuerteventura – Dresden
05.11.2019 28.04.2020 Dienstag Dresden – Hurghada – Dresden
06.11.2019 15.04.2020 Mittwoch Dresden – Teneriffa – Dresden
07.11.2019 30.04.2020 Donnerstag Dresden – Hurghada – Dresden
07.02.2020 17.04.2020 Freitag Dresden – Marsa Alam – Dresden
02.11.2019 18.04.2020 Samstag Dresden – Hurghada – Dresden
03.11.2019 26.04.2019 Sonntag Dresden – Gran Canaria – Dresden

Austrian Airlines kauft sechs gebrauchte Airbus A320

Der erste dieser Jets soll bereits im August überstellt werden. Schon in den nächsten Tagen erhält er das rot-weiß-rote Austrian Farbenkleid in Jacksonville/USA.

Der im Januar 2019 angekündigte Flottenumbau hin zu Airbus A320 bei Austrian Airlines nimmt Gestalt an: Die Fluggesellschaft konnte sich jetzt sechs zusätzliche Flugzeuge des Typs A320 sichern. Insgesamt sollen bis 2021 zehn zusätzliche Jets die 18 Turboprop Maschinen des Typs Dash 8-400 ersetzen. Austrian wird ihre Flotte an Airbus dadurch von 36 auf 46 Flugzeuge vergrößern. Die gesamte Austrian Airlines Flotte besteht per 30. Juni 2019 aus 82 Flugzeugen.

Schlag im Konkurrenzkampf

„Diese sechs zusätzlichen A320 sollen auch als klares Signal an die Billig-Konkurrenz verstanden werden. Wir verteidigen unsere Marktposition und sind fest entschlossen, für unsere Kunden zu kämpfen“, erklärt Austrian Airlines CCO Andreas Otto den strategischen Flottenumbau.

Vier der sechs zusätzlichen Jets, vom Typ A320, werden von der Leasingfirma Aviation Capital Group angemietet und sind bis vor Kurzem bei Avianca Brasil geflogen. Diese befinden sich teilweise bereits beim notwendigen Übergabe-Check. Das erste Flugzeug soll Mitte August überstellt werden. Ende August, sowie im September und Oktober sind weitere Flugzeugübernahmen geplant. Nach den notwendigen Umbauten und Adaptierungen soll die erste Maschine bereits im Dezember für Austrian abheben. Für Anfang 2020 ist dann die Übernahme zwei weiterer Airbus Jets von CDB Aviation geplant, welche bis dahin beim Star Alliance Connecting Partner Juneyao Airlines geflogen sind.

Dash-Ausflottung in vollem Gange 2019 hat Austrian Airlines bereits zwei Dash Flugzeuge aus der Flotte genommen. In diesem Jahr ist noch die Abgabe einer weiteren Maschine geplant. 2020 sollen dann neun Turboprops die Austrian Airlines Flotte verlassen, sechs weitere folgen noch 2021.

Neuzugänge der Flotte: Airbus A320 im Detail

KennzeichenBaujahrTypeTriebwerkÜbernahme (geplant)Früherer/ derzeitiger Betreiber
OE-LZASeptember 2007A320-214 CFM56-5B4/PJanuar 2020Juneyao
OE-LZB Oktober 2007 A320-214 CFM56-5B4/P Januar 2020 Juneyao
OE-LZC September 2012 A320-214 CFM56-5B4/3 August 2019 Avianca Brasil
OE-LZDOktober 2012A320-214CFM56-5B4/3August 2019Avianca Brasil
OE-LZESeptember 2013 A320-214CFM56-5B4/3September 2019Avianca Brasil
OE-LZFNovember 2013A320-214CFM56-5B4/3Oktober 2019Avianca Brasil

NH90 Sea Lion für Deutsche Marine zeigt Fähigkeiten

Der NH90 Sea Lion für die Deutsche Marine hat im Juli die Demonstrationsflüge für die erforderlichen Rollen – inklusive Such- und Rettungsmissionen (SAR) – erfolgreich absolviert.

Beteiligt bei der Bewährungsprobe für den NH90 waren Vertreter der Marine und der Bundeswehrbeschaffungsbehörde BAAINBw. Die Tests beinhalteten unter anderem Einsätze mit der Rettungswinde, Überprüfung der Marineaufklärungsfähigkeiten sowie das Entladen von Spezialkräften inklusive eines Schlauchboots. Die Auslieferung der ersten NH90 Sea Lion ist für Ende 2019 geplant. Insgesamt hat die Bundeswehr 18 dieser Hubschrauber bestellt.

Flughafencheck: Airport München und Leipzig/Halle vorne

Experten der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) verfassen regelmäßig Berichte zur Sicherheit von Flughäfen, den Flughafencheck. Dies oft in Kooperation mit deren Local Runway Safety Teams (LRST). Am besten schneiden die Airports München, Leipzig/Halle, Stuttgart und Bremen ab.

Aktuell heben die Piloten bauliche Veränderungen in Berlin/Tegel und Dortmund besonders positiv hervor. Immer mehr deutsche Verkehrsflughäfen schätzen den Input der VC-Experten in ihren LRST für den Flughafencheck. „Wir begrüßen die Entwicklung, dass immer mehr Flughäfen auf die Expertise der VC-Experten setzen und diese an den Local Runway Safety Teams beteiligen,“ so Janis Schmitt, Sprecher der Vereinigung Cockpit.

Flughafencheck: immer mehr Sicherheit

Die Arbeitsgruppe Airport and Ground Environment (AGE) der Vereinigung Cockpit unterzieht die deutschen Verkehrsflughäfen bereits seit 1978 einem jährlichen Sicherheitscheck. Seit 1996 werden auch Regionalflughäfen in die Untersuchung einbezogen, insofern dort nennenswerter Linienverkehr stattfindet. Als Grundlage für die Untersuchung dient ein kontinuierlich an die sich veränderten Anforderungen angepasster Kriterienkatalog, der nicht nur die internationalen Vorschriften, sondern auch die aus Pilotensicht sinnvolle und für eine optimale Sicherheit notwendige Ausrüstung von Flughäfen umfasst.

Bei den LRST handelt es sich um Gremien, die von der Internationalen Zivilen Luftfahrtorganisation (ICAO) ins Leben gerufen wurden, um alle Beteiligten am Flughafengeschehen, explizit auch die lokalen Pilotenverbände, an einen Tisch zu bringen. In den LRST werden sicherheitsrelevante Vorkommnisse erörtert und daraus Maßnahmen zur Verbesserung der Flugsicherheit abgeleitet.

Beleuchtung für Windsäcke

Ebenso positiv sehen die fliegenden Fachleute die baulichen Veränderungen in Dortmund (DTM) und Berlin/Tegel (SXF). In Dortmund sind jetzt an den Aufrollpunkten zur Piste Runway Guard Lights installiert. In Berlin Tegel wurden neue Windsäcke installiert, die nachts beleuchtet und von jedem Bahnkopf aus sichtbar sind. Piloten erhalten so eine unmittelbare und verzögerungsfreie Windinformation.

An anderer Stelle gibt es jedoch noch viel zu tun. „Für das kommende Jahr steht das Thema Runway Incursions auf unserer Agenda, da gibt es nach wie vor zu viele Zwischenfälle, die mit besserer Ausrüstung bzw. deren veränderter Nutzung, vermeidbar wären,“ erklärt Schmitt. Im Mittelfeld des diesjährigen Flughafenchecks der VC bewegen sich beispielsweise die Flughäfen Hamburg, Hannover und der Allgäu Airport Memmingen. Schlusslicht ist demnach der Flughafen Mannheim (MHG,EDFM).

Ausbildung bei AUA: Studienprogramm Luftverkehrsmanager

Neben klassischen Inhalten der Betriebswirtschaft lernen die Studierenden in ihrem Aviation Management Studium alles was es braucht, um ein Luftverkehrsunternehmen erfolgreich zu managen. Während der vorlesungsfreien Zeiten durchlaufen die Teilnehmer ein Airline Trainee Programm bei Austrian Airlines in Wien-Schwechat.

Ab sofort können sich interessierte Maturantinnen und Maturanten oder auch Quereinsteiger bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 30. August 2019. „Wir möchten einen Digitalisierungsschub einleiten und suchen dafür nach digitalen Piloten“, umschreibt Jens Ritter, Accountable Manager bei Austrian Airlines, den neuen Schwerpunkt des dualen Studiums „AIRcelerate“ bei Austrian Airlines in Kooperation mit der Hochschule Worms. Hierbei geht es darum, zukünftige Expertinnen und Experten zu finden, die der österreichischen Fluglinie helfen sollen, die Abläufe im Flugbetrieb zu automatisieren und zu digitalisieren.

Sieben Semester samt Equipment

Das Studienprogramm für zukünftige Luftverkehrsmanager startet für fünf Studenten im März 2020 zum dritten Mal. Das siebensemestrige Bachelorstudium an der University of Applied Sciences Worms absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer innerhalb von 3,5 Jahren und erhalten nach erfolgreichem Abschluss des Studiums den Titel „Bachelor of Arts“.

Neben der Chance, ein vierwöchiges Charity-Auslandsprojekt zu organisieren, können die Studentinnen und Studenten auch ein Semester im Ausland studieren (u.a. in den USA, Kanada oder Hongkong). Da die Teilnehmer von Beginn an bei Austrian angestellt sind, erhalten sie auch zahlreiche Mitarbeiterbenefits, wie z.B. das vergünstigte Fliegen. Während der Praxisphasen bekommen die Teilnehmer eine Vergütung von 1.019,70 Euro pro Monat. Zusätzlich übernimmt Austrian alle Studien-, Reise- und Ausbildungskosten und stattet die Teilnehmer mit einem Laptop für die Uni aus.