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Flughafen Wien nimmt ersten neuen Hangar in Betrieb

Der erste der beiden Hangars (8) ist bereits fertiggestellt, die Inbetriebnahme des zweiten Hangars (9) ist für Herbst vorgesehen. Insgesamt wird die VAH dann über vier Großhangars mit einer Gesamtfläche von rund 16.000 Quadratmetern verfügen.

Die Flughafen Wien AG errichtet für ihr Tochterunternehmen, die Vienna Aircraft Handling GmbH (VAH), bis Herbst zwei neue Hangars für die General Aviation. Damit reiht sich der General Aviation-Standort am Flughafen Wien unter die Top 10 der Business Aviation Airports in Europa ein. Offiziell eröffnet wurde Hangar 8 jetzt von den Vienna Aircraft Handling-Geschäftsführern Mag. Michael Zach und Joubin Pour MBA. Beide Hangars werden insgesamt 55 mal 65 Meter groß sein. Die Einfahrtshöhe liegt bei zehn Metern. Hangar 8 und 9 bieten ausreichend Platz für Luftfahrzeuge bis zum Businessjet-Typ Bombardier Global.

General Aviation am Flughafen Wien

Das General Aviation Center der VAH am Flughafen Wien besticht durch seine unmittelbare Nähe zu Wien (30 Minuten Anfahrtszeit vom bzw. zum Stadtzentrum), den 24/7-Betrieb und seine ausgezeichnete Infrastruktur. Das Angebot reicht von Passagier-Lounges, Crew Ruheräume und einem Restaurant über ausreichende Parkmöglichkeiten direkt neben dem Terminalgebäude bis hin zu individuellen, maßgeschneiderten Serviceleistungen. Die VAH betreibt das General Aviation Center und ist seit mehr als 20 Jahren fixed-base operator am Flughafen Wien.

Flughafenchefs wollen „Netto Null“ CO2-Emissionen

Kürzlich haben die deutschen Flughafenchefs das Ziel „Netto Null“ bis 2050 formal beschlossen. Bis 2050 sollen die CO2-Emissionen sogar auf Netto Null runtergefahren werden. Um das Ziel „Net Carbon Emissions by 2050“ zu erreichen, werden künftig konkrete Maßnahmen in mehreren Bereichen realisiert.

„Mit dem Ziel Net Carbon Emission weisen die deutschen Flughäfen den Weg zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Luftverkehr“, erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Damit bauen die Flughäfen ihre Vorreiterrolle beim Klimaschutz weiter aus und leisten einen wichtigen und nachweisbaren Beitrag zur Dekarbonisierung des Luftverkehrs: Von 2010 bis 2018 haben die ADV-Airports die CO2-Emissionen um 24 Prozent verringert. Pro Passagier ist das eine Reduzierung um 42 Prozent! Bis 2030 streben die ADV-Verkehrsflughäfen eine gemeinsame CO2-Reduzierung von 50 Prozent an.

CO2-Reduktion mit Struktur

In erster Linie wollen die Flughäfen das Klimaziel durch Reduktion des eigenen CO2-Ausstoßes (Scope 1 und 2) erreichen. Der CO2-Footprint eines Flughafens errechnet sich nach den Regeln des international anerkannten Greenhouse Gas Protocol. Dabei wird zwischen drei Emissionsbereichen unterschieden, den sogenannten Scopes 1 bis 3. Die Klimaschutzstrategie der Flughäfen bezieht sich auf die Scopes 1 und 2. Sie zielt auf sämtliche Emissionen, die von einem Flughafen direkt beeinflusst werden kann. Dazu zählen seine Energieversorgung (Energieerzeugung, Energiezukauf), Flughafenspezifische Anlagen (Beleuchtung/Befeuerung, Fluggastbrücken, Gepäckförderanlagen), Gebäudetechnik (Terminals, Neubauten, Bürogebäude) und Fuhrpark/Mobilität (E-Mobility, Kraftstoffnutzung). Scope 3 umfasst die Emissionen Dritter auf dem Flughafengelände, wie am Flughafen ansässige Unternehmen und Kunden. Hier setzen die Flughäfen auf Maßnahmen, wie Kooperationen, Klimaallianzen und finanzielle Anreize, wie umweltbezogene Entgelte.

Vier Handlungsfelder haben die Flughäfen im Fokus

Energieversorgung: Ausschöpfung der regionalen Möglichkeiten zur klimafreundlichen Energieversorgung, Energieerzeugung- und Versorgung durch den Einsatz regenerativer Energien (z.B. Solarstrom, Windkraft).

Gebäudetechnik: Optimierung der Klimatisierung von Terminals, Bau nachhaltiger Gebäude mit niedrigem Energieverbrauch, energetische Optimierung von Neubauprojekten, Terminals und Bürogebäuden.

Fuhrpark/Mobilität: Umstellung der Fahrzeuge auf dem Vorfeld auf alternative Antriebe, Ausbau und Umstellung auf Elektromobilität bzw. alternative Kraftstoffe.

Flughafenspezifische Anlagen: Umstellung der Befeuerung von Start- und Landebahnen auf LED-Technologie, Optimierung von Fluggastbrücken und Gepäckförderanlagen Darüber hinaus unterstützen die Flughäfen die Fluggesellschaften (Scope 3*) bei der CO2-Reduktion.

Umsetzung am Betriegsgelände Flughafen

Die Versorgung der Flugzeuge mit Bodenstrom (GPU) hilft die Abgas- und Lärmbelastung durch Hilfstriebwerke zu begrenzen. Die Rollverkehre der Flugzeuge sollen durch Schleppverfahren reduzieren werden. Umweltbezogene Entgelte geben den Airlines einen Anreiz, noch emissionsärmere Flugzeuge einzusetzen.

Im langfristigen Ausblick beschreibt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel den Weg zur Dekarbonisierung des Luftverkehrs: „Neben technischen Entwicklungen und Einsparungen kommt es auf den verstärkten Einsatz regenerativer Treibstoffe an. Um den Luftverkehr zukunftsfähig zu machen, müssen synthetische Kraftstoffe entwickelt werden, die klimaneutral hergestellt werden. Unter heutigen Bedingungen ist dieser Kraftstoff auf dem Weltmarkt drei- bis fünfmal so teuer wie herkömmliches Kerosin. Damit die Fluggesellschaften den Treibstoff auch tanken können, muss dieser zu wettbewerbsfähigen Preisen und in großen Mengen hergestellt werden. Die deutschen Flughäfen begrüßen deshalb ausdrücklich das von Umweltministerin Svenja Schulze angekündigte BMU-Aktionsprogramm für strombasierte Brennstoffe.“

Hubschrauber der DRF Luftrettung fliegt Blutprodukte

Der DRF Luftrettung und der Universitätsmedizin Greifswald ist es gemeinsam gelungen, ein wissenschaftlich geprüftes Verfahren zu etablieren, mit dem der schnelle Transport der Blutprodukte mit dem Hubschrauber möglich ist.

Ab heute führt der Hubschrauber der DRF Luftrettung der Station Greifswald als erster in Deutschland optional nicht nur Blut- sondern auch Plasmakonserven bei seinen Einsätzen mit. Das ist insbesondere für Notfallpatienten mit massivem Blutverlust entscheidend, die durch schnelle Gabe von Blut und Blutprodukten direkt am Einsatzort gerettet werden können.

Rügen: Schnelle Hilfe per Hubschrauber

„Aufgrund ihrer Schnelligkeit erreichen unsere Hubschrauber schwer verletzte oder erkrankte Notfallpatienten häufig als erstes Rettungsmittel. Nach der erfolgreichen Erprobung des Verfahrens beabsichtigen wir daher, an ausgewählten Stationen der DRF Luftrettung Blut und Gerinnungsprodukte als festen Bestandteil des Hubschraubers mitzuführen“, so Dr. Jörg Braun, Fachbereichsleiter Medizin der DRF Luftrettung.

Wie wichtig diese schnelle Bereitstellung im Notfall ist, wird insbesondere in ländlich geprägten Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern deutlich: „Auf einer Insel wie Rügen dauert der Transport bis zur geeigneten Klinik deutlich länger als zehn Minuten“, bestätigt Gregor Jenichen, Notarzt der Universitätsmedizin Greifswald. „Dabei ist diese Zeit entscheidend: Blutpräparate, die sehr schwer Verletzte direkt am Einsatzort erhalten, können daher lebensrettend sein.“ Auch Dr. Timm Laslo vom Landkreis Vorpommern-Greifswald als Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes begrüßt die Etablierung dieses Projektes. So könne mit Hilfe dieses Projektes die Versorgungsqualität weiter erhöht werden.

Tests bei Flügen erfolgreich

Bis der Start des Projekts möglich war, wurde im Echtbetrieb an der Station der DRF Luftrettung in Greifswald der Einfluss der besonderen Lager- und Transportbedingungen im Hubschrauber auf die Qualität der Blutbestandteile und den Gerinnungsfaktor in zahlreichen Tests untersucht. „Mit dem nun erarbeiteten Verfahren zur sicheren Nutzung von Blutprodukten in der Luftrettung verbessern wir die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung nachhaltig“, erklärt Dr. Krystian Pracz, Vorstand der DRF Luftrettung. Die Stiftung der DRF Luftrettung hatte die Forschungen zusätzlich zur praktischen Zusammenarbeit auch finanziell in Höhe von 15.000 Euro unterstützt.

Diamond DA62 erhielt Zulassung in China

Der chinesische Flugzeughersteller Diamond Aircraft hat für die DA62 die Zulassung erhalten. Liqun (Frank) Zhang, CEO von Diamond Aircraft Austria, zeigte sich hocherfreut, da man in China einen großen Markt für das Muster sehe.

 

Die Diamond DA62 für bis zu sieben Passagiere in drei Reihen wird von den Chinesen auch als fliegendes SUV beschrieben. Das Kolbenflugzeug aus Verbundwerkstoffen ist technologisch state-of-the-art das fortschrittlichste Kleinflugzeug im Reich der Mitte.

 

DA62 mit Potenzial in China

 

Damit soll sich das Flugzeug auch für Chauffeurdienste eignen: ein privat angestellter Pilot kann das Flugzeug steuern, während der Besitzer mobil ist und keine eigene Fluglizenz benötigt. Denn die geräumige Kabine, Sauserstoffversorgung für Flughöhen bis 20.000 ft (6.100 Meter), elektronische Antriebssteuerung, Garmin G1000 NXi Avionik und Flight Into Known Icing (FIKI) ermöglichen Spitzenwerte bei Sicherheit und Einsatzmöglichkeiten. Laut Diamond Aircraft sind bereits 120 Fluzgeuge der DA62 weltweit verkauft. Die erste DA62 soll noch im September ausgeliefert werden.

Flughafen Stuttgart setzt auf Panther Löschfahrzeuge

Panther Löschfahrzeuge neu am Flughafen Stuttgart: Der Airport hat rund vier Millionen Euro investiert, um bei den Löschfahrzeugen auch zukünftig auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Denn Sicherheit hat im Flugverkehr höchste Priorität, sowohl in der Luft als auch am Boden.

Mit vier neuen Löschfahrzeugen des Typs Panther des Weltmarktführers Rosenbauer zieht eine neue Generation in die Flotte der Flughafenfeuerwehr ein. Mit jeweils 12.000 Litern Wasser, 750 Litern Schaummittel und 250 Kilogramm Löschpulver an Bord sind die Panther für jeden Ernstfall gerüstet.

Flughafenfeuerwehr mit Löschfahrzeug-Simulator

Mit seinem 750 PS-Motor beschleunigt der Panther 6×6 in weniger als 32 Sekunden von 0 auf 80 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h. So kann die Feuerwehr gemäß den Vorgaben für internationale Verkehrsflughäfen binnen drei Minuten an jedem Punkt auf dem Vorfeld zur Stelle sein. Die rund 90 Mitarbeiter der Feuerwehr trainieren den Einsatz sprit- und klimaschonend auch an ihrem Fahrzeug-Simulator. Dieser bildet das Original-Cockpit der neuen Panther mit sämtlichen Bedienelementen ab.

Original-Cockpit der neuen Panther mit sämtlichen Bedienelementen
Original-Cockpit der neuen Panther mit sämtlichen Bedienelementen

Fünf Bildschirme als Panorama-Fensterscheiben ermöglichen dabei realitätsnahe Übungen. Zwei Drittel der Ausbildung können im Simulator stattfinden, das spart rund 280 Liter Treibstoff und 165 Kubikmeter Löschmittel pro Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau, teilte der Flughafen Stuttgart mit.

Panther Löschfahrzeuge: Fünf Bildschirme als Panorama-Fensterscheiben ermöglichen dabei realitätsnahe Übungen
Panther Löschfahrzeuge: Fünf Bildschirme als Panorama-Fensterscheiben ermöglichen dabei realitätsnahe Übungen

Flughafen München baut Terminal am Newark Airport

Die Munich Airport International GmbH wird mittels einer eigens dafür gegründeten US-Gesellschaft das derzeit im Bau befindliche 2,7 Milliarden Dollar teure Terminal One an dem stark frequentierten amerikanischen Drehkreuz unter dem Namen EWR Terminal One LLC betreiben.

Die weltweit agierende Munich Airport International GmbH (MAI), eine Tochtergesellschaft der Flughafen München GmbH (FMG), und die Port Authority of New York and New Jersey (PANYNJ) haben sich auf eine umfassende Kooperation bei der Neugestaltung und Weiterentwicklung des Newark Liberty International Airports (EWR) geeinigt.

Terminal mit hohen Standards

Nach der Fertigstellung des Terminals wird diese Gesellschaft die Betriebs-, Wartungs- und Konzessionsfunktionen überwachen. Terminal One ersetzt das in die Jahre gekommene Terminal A und soll bis 2022 voll funktionsfähig sein. Bis dahin wird die MAI über ihre US-Tochter auch kurzfristige Verbesserungen der Service- und Aufenthaltsqualität im bestehenden Terminal A vornehmen. „Wir wollten einen Partner nach Newark holen, der in den Bereichen Kundenservice und Konzessionsmanagement weltweites Ansehen genießt und haben mit der MAI genau das richtige Unternehmen gefunden“, sagt Kevin O’Toole, Vorsitzender der Port Authority, zum Know-how aus München.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Port Authority bei diesem spannenden Projekt und darauf, das neue Terminal One mit erstklassigen operativen Prozessen und Serviceleistungen zu betreiben“, erklärt Dr. Ralf Gaffal, Geschäftsführer der Munich Airport International. Thomas Weyer, Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur der FMG, sieht die künftige Zusammenarbeit mit dem Flughafen Newark als Bestätigung der Leistungsfähigkeit der MAI: „Managementverträge sind ein wichtiger Baustein für das erfolgreiche Wachstum der MAI und stärken unsere internationale Präsenz.“

Gates für Großraumflugzeuge in Newark

Das gegenüber dem bisherigen Abfertigungsgebäude deutlich erweiterte Terminal One bietet künftig auf drei Ebenen Platz für etwa 13,6 Millionen Passagiere pro Jahr. Den Fluggästen sollen sich hier auf einer Fläche von rund einer Million Quadratmetern modernste digitale Technologien sowie exzellenten Gastronomie- und Einzelhandelsangebote präsentieren. An den insgesamt 33 Abflug-Gates – fünf mehr als im bestehenden Terminal A – können auch Großraumflugzeuge abgefertigt werden. Dank des erweiterten Flächenangebotes gibt es mehr Platz für Check-in-Einrichtungen, Sicherheitskontrollen und die Gepäckausgabe.

Flugverspätungen: Flug­ha­fen­ver­band ADV zieht Bilanz

Beson­ders in den ver­kehrs­rei­chen Som­mer­mo­na­ten wer­den Zuver­läs­sig­keit und Pünkt­lich­keit im Luft­ver­kehr wie­der auf eine harte Probe gestellt. Der Flug­ha­fen­ver­band ADV zieht Bilanz mit positivem Ausblick.

Die gute Nach­richt für die Flug­gäste: Trotz neuer Spit­zen­werte zu Beginn der Som­mer­fe­rien bei der Zahl der Rei­sen­den und bei den Flugbe­we­gun­gen hat sich die Pünkt­lich­keit deut­lich ver­bes­sert. Auch ist die Zahl der Flug­strei­chun­gen an allen deut­schen Flug­hä­fen stark zurück­ge­gan­gen. Sor­gen­voll stim­men die flug­si­che­rungs­be­ding­ten Verspä­tun­gen. Die Flug­ge­sell­schaf­ten hin­ge­gen haben durch zahl­rei­che Maß­nah­men erfolg­reich ihre Flug­pläne sta­bi­li­siert.

Flugausfälle rückläufig

Die struk­tu­rier­ten Rück­mel­dun­gen der Flug­hä­fen zur Pünktlichkeitsentwick­lung fasst ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Bei­sel wie folgt zusam­men: „Erfreu­lich ist, dass wir an allen Stand­or­ten, ob groß oder klein, ob Dreh­kreuz oder dezen­tra­ler Flug­ha­fen, eine deutliche Reduzierung von Flug­strei­chun­gen sowie eine ver­bes­serte Pünkt­lich­keit verzeich­nen. Nur in Ein­zel­fäl­len kam es an den Passagierkon­trol­len zu län­ge­ren War­te­zei­ten. Ich bin zuver­sicht­lich, dass auch für den noch bevor­ste­hen­den Feri­en­start in Bay­ern und Baden-Württemberg Ende Juli ein ver­gleich­ba­res Resü­mee gezo­gen wer­den kann“.

Die von den Flug­hä­fen ergrif­fe­nen, zahl­rei­chen Maß­nah­men zei­gen Wirkung. Der Betrieb an den Flug­hä­fen läuft sta­bil. Die Ver­bes­se­rung der Pünkt­lich­keit lässt sich auf folgendes Maßnahmen-Portfolio zurückführen:

  • Auf­sto­ckung des Per­so­nals in den Boden­ver­kehrs­diens­ten insbesondere in Spit­zen­zei­ten, z.B. durch fle­xi­ble und anreiz­ba­sierte Dienst­plan­ge­stal­tung
  • Opti­mierte Zufüh­rung der Flug­gäste zu allen Kon­troll­stel­len einschließ­lich sog. „fast lanes“, um die vor­han­de­nen Kontrollkapazitä­ten allen Flug­gäs­ten bedarfs­ge­recht zur Ver­fü­gung zu stel­len und War­te­zei­ten ins­ge­samt zu mini­mie­ren
  • Ver­grö­ße­rung der Flä­chen für Sicher­heits­kon­trol­len und Schaf­fung neuer Kon­troll­spu­ren an zahl­rei­chen Stand­or­ten
  • An eini­gen Flug­hä­fen mit einer Nacht­schlie­ßung früh­zei­ti­gere Betriebs­starts am Mor­gen für Check-In und Kon­troll­spur­öff­nun­gen
  • Inno­va­tio­nen bei der Passagier- und Hand­ge­päck­kon­trolle, z. B. Tests von zukunfts­wei­sen­der Kon­troll­tech­nik an ein­zel­nen Flughäfen
  • Ver­tiefte Zusam­men­ar­beit mit der Bun­des­po­li­zei zur Orga­ni­sa­tion der Abfer­ti­gung bei den Grenz­kon­trol­len
  • Pro­jekte für eine ver­stärkte Auto­ma­tion sowie für einen bes­se­ren Daten­aus­tausch zur Pla­nung des Per­so­nal­ein­sat­zes und der Schalter­be­set­zung
  • Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men und Umbau­ten für eine ver­bes­serte Nut­zung zusätz­li­cher Flä­chen für Pas­sa­giere und Flug­zeuge
  • Struk­tu­rier­ter Stand­ort­dia­log zur Umset­zung der Optimierungsmaß­nah­men mit den Sys­tem­part­nern Air­lines, Flugsiche­rung und Hand­ling
  • Breite Öffent­lich­keits­kom­mu­ni­ka­tion zur Vor­be­rei­tung der Fluggäste zum Auf­ent­halt am Flug­ha­fen, z.B. recht­zei­ti­ges Eintreffen, rich­ti­ges Packen

Trotz des zuver­sicht­lich stim­men­den Feri­en­starts warnt Hauptgeschäftsfüh­rer Bei­sel: „Die Anstren­gun­gen der Flug­hä­fen und Sys­tem­part­ner müs­sen wei­ter­ge­hen. Denn erst in den kom­men­den Tagen und Wochen zeigt sich, wie trag­fä­hig und sta­bil die Abläufe sind, wenn Ter­mi­nals, Vor­fel­der und auch der von der Flug­si­che­rung kon­trol­lierte Luft­raum dau­er­haft Höchst­be­las­tun­gen aus­ge­setzt sind. Die Flug­hä­fen unter­neh­men alles, was in ihrem Ein­fluss­be­reich steht, um einen sta­bi­len Flug­be­trieb sicher­zu­stel­len. Ein Som­mer­chaos wie 2018 darf sich nicht wie­der­ho­len.“

Die Flug­hä­fen brau­chen aller­dings auch die Unter­stüt­zung aus der Politik. Der Flug­ha­fen­ver­band ADV rich­tet des­halb eine klare For­de­rung an die Ent­schei­der in Bund und Län­dern: Eine bedarfs­ge­rechte Erweiterung der Flug­hä­fen ist unaus­weich­lich. Die Kapa­zi­täts­re­ser­ven an den gro­ßen Stand­or­ten sind zuneh­mend erschöpft.

Airport Friedrichshafen: Airlines sind Wachstumsträger

Wachstumsträger waren vor allem Lufthansa, Turkish Airlines und SUN-AIR, die im Juni 2018 die Bedienung der innerdeutschen Strecke nach Düsseldorf aufnahm sowie noch Germania.

Mit einem deutlichen Plus von 4,6 Prozent bei den Passagieren konnte der Bodensee-Airport Friedrichshafen das Jahr 2018 abschließen. Insgesamt nutzten 540.782 Fluggäste den Airport.

Airlines am Bodensee Airport

Nach der Insolvenz von Germania im Februar 2019 verstärken in der Touristik fünf neue Airlines das Angebot:

  • Corendon Airlines (AntalyaHurghada)
  • Lauda (Palma de Mallorca)
  • SunExpress (Antalya)
  • Tailwind (Antalya)
  • Bulgarian Air Charter (Varna/Bulgarien)

Damit können kurzfristig knapp 40 Prozent der von Germania angebotenen Kapazitäten zurück gewonnen werden.

Corendon Airlines (AntalyaHurghada), Lauda (Palma de Mallorca), SunExpress (Antalya), Tailwind (Antalya) und Bulgarian Air Charter (Varna/Bulgarien). Damit können kurzfristig knapp 40 Prozent der von Germania angebotenen Kapazitäten zurück gewonnen werden.

Im Linienverkehr kommt ab 01. August 2019 neu der serbische National Carrier Air Serbia (zweimal wöchentlich nach Nis) in den Flugplan. Ihre Kapazitäten erhöht haben British Airways operated by SUN-AIR (die seit Januar 2019 insgesamt elf Mal wöchentlich Hamburg bedienen) und Turkish Airlines mit geplanten täglichen Flügen nach Istanbul.

Wirtschaftliche Entwicklung

Mit einem um 19 Prozent verbesserten Betriebsergebnis (EBITDA) erwirtschaftet der Bodensee-Airport im operativen Geschäft einen positiven Ertrag von 1,2 Mio. Euro. Das Jahresergebnis ist mit einem Fehlbetrag von 1,9 Mio. EUR durch hohe Abschreibungen und durch größere Sonderaufwendungen (u.a. Rückstellungen) geprägt. In 2018 wurden die Maßnahmen der finanziellen Restrukturierung umgesetzt und höhere Investitionen sowie Sondertilgungen von Fremdkapital vorgenommen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) belegt, dass der laufende Betrieb des Bodensee-Airport Friedrichshafen – im Gegensatz zu vielen anderen Regionalflughäfen – wie in den vergangenen Jahren wirtschaftlich erfolgt. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für die zukünftige Entwicklung des Flughafens erfüllt, da die EU bei einem negativen EBITDA-Ergebnis ab 2024 keine Betriebsbeihilfen mehr zulässt.

Investitionen und Tilgungszahlungen

Die finanzielle Entwicklung wird vor allem von den betriebsnotwendigen Investitionen in Höhe von 1,4 Mio. Euro und Tilgungszahlungen in Höhe von 2,1 Mio. Euro (davon 1,0 Mio. Euro Sondertilgung) geprägt. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass der Flughafen im Gegensatz zu 16 anderen Flughäfen in Deutschland die Flugsicherungskosten in Höhe von 1,5 Mio. Euro selber zu tragen hat – was eine wesentliche Belastung für das Jahresergebnis des Bodensee-Airport Friedrichshafen darstellt.

Belavia Belarusian Airlines fliegt Minsk mit Embraer

Belavia Belarusian Airlines fliegt jetzt mit einem Embraer aus Minsk an. Passagiere haben ab sofort vier Mal pro Woche die Möglichkeit von München in die belarussische Hauptstadt zu fliegen.

Der Flug nach Minsk dauert nur zwei Stunden. Immer montags, donnerstags, freitags und sonntags um 14:15 Uhr startet eine Embraer E175 der Belavia Belarusian Airlines in die Zwei-Millionen-Metropole. Der Flughafen Minsk bietet Reisenden ein hervorragendes Streckennetz mit attraktiven Anschlussverbindungen zum Beispiel nach Kasachstan, Usbekistan und Armenien. Aber auch Ziele wie die libanesische Hauptstadt Beirut oder Baku in Aserbaidschan stehen dort auf dem Flugplan.

Stadt und Land um Minsk entdecken

Minsk ist eine Stadt der Begegnung, für viele Reisende aber nach wie vor touristisches Neuland: Die idyllisch am Fluss Swislatsch gelegene Innenstadt besticht mit historischen Gebäuden und futuristischer Architektur aber auch hippen Cafés und Restaurants. Das Umland ist geprägt von unberührter Natur. Im National Park Naratschsee können Urlauber inmitten von tausenden Hektar Wald wandern, angeln oder Fahrradtouren unternehmen.

Bombardier Global 7500 auf Schweizer Flugplatz gelandet

Bombardier schickte seinen neuen, geräumigsten serienmäßigen Business Jet Global 7500 auf seine Reise in den Mittleren Osten durch die Schweiz. Dort hat das Geschäftsreiseflugzeug seine Fähigkeiten für kurze Pisten bewiesen.

Der Global 7500 machte Station auf dem Flughafen Gstaad Saanen des Alpenstaates. Die besonderen Flügel des Global 7500 wurden auch für besonderen Auftrieb designt. Mit den Klappen und Vorflügeln ist er nicht nur für hot-and-high-Bedingungen gerüstet, sondern auch für kurze Start- und Landestrecken und große Reisehöhen, wie die nur 1.400 Meter lange Landebahn des privaten Flugplatzes Saanen (ICAO: LSGK) bei Gstaad.

Business Jet für weniger Jetlag

Der Business Jet von Bombardier weist aber auch eine überaus große Vier-Zonen-Kabine auf. Darin soll für Reisende zudem das speziell für diesen Flugzeugtyp entwickelte Beleuchtungssystem „Soleil“ (franz.: Sonne) ein tageslichttreues Ambiente realisieren. Dies soll den Tagesrhythmus unterstützen und Jetlag reduzieren.

Asteroidenlander MASCOT liefert Antworten und Bilder

Asteroidenlander MASCOT liefert die Antwort: Bisher wurden auf der Erde nur wenige sogenannte chondritische Meteorite gefunden, die als Bruchstücke zu den sehr häufig im Sonnensystem vorkommenden C-Typ Asteroiden passen. Das hat mit des Beschaffenheit der Uralten Materials zu tun.

MASCOT landete nach dem Entlassen von Hayabusa2 im freien Fall mit Schrittgeschwindigkeit auf Asteroid Ryugu. Sechs Minuten nach dem Abtrennen von Hayabusa2 in 42 Meter Höhe berührte das Landemodul am Ende einer ballistischen Flugbahn zum ersten Mal den Boden des Asteroiden und hüpfte mehrere Meter weiter, ehe das zehn Kilogramm schwere Experimentenpaket zur Ruhe kam.

Hayabusa2 und MASCOT

Hayabusa2 ist eine Weltraummission der japanischen Raumfahrtagentur JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) zum erdnahen Asteroiden Ryugu. Der deutsch-französische Lander MASCOT an Bord von Hayabusa2 wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in enger Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES (Centre National d’Études Spatiales) entwickelt und gebaut. „MASCOT hat die breiten Kompetenzen des DLR in der Raumfahrtforschung zusammengebracht von der Entwicklung, Erprobung und zuverlässigen Integration bis zur Expertise in der wissenschaftlichen Erkundung des Sonnensystems“, sagt Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und Technologie.

Betrieb und Steuerung des MASCOT-Landers und seiner Experimente erfolgen durch das DLR mit Unterstützung der CNES und im Austausch mit der JAXA. Das DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen entwickelte federführend zusammen mit CNES den Lander und testete ihn. Das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Braunschweig war für die stabile Struktur des Landers zuständig.

„C-Klasse“: Atmosphäre wirksamer Schutz für die Erde

Ryugu und andere Asteroiden der häufig vorkommenden „C-Klasse“ bestehen aus poröserem Material als bisher angenommen. Dies begründet die ausgesprochen gute Nachricht: Nämlich, dass unsere Atmosphäre einen erhöhten Schutz der Erde vor den häufig vorkommenden C-Typ-Asteroiden bietet, die immerhin 75 Prozent aller Asteroiden stellen (das „C“ steht für das chemische Symbol für das Element Kohlenstoff). Kleine Bruchstücke ihres Materials sind einfach zu fragil, um bei einer Kollision mit der Erde den Eintritt in die Atmosphäre zu überstehen. Damit ist die Ursache für das beobachtete Defizit dieses Typs in den Meteoritensammlungen der Erde gefunden. Zu diesen Erkenntnissen kommen Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in ihrem publizierten wissenschaftlichen Aufsatz.

Die Ergebnisse basieren auf hochaufgelösten Messungen der Oberflächentemperatur mit dem DLR-Radiometer MARA an Bord der deutsch-französischen Landesonde. MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) landete am 03. Oktober 2018 im Rahmen der japanischen Hayabusa2-Mission auf dem knapp einen Kilometer großen Asteroiden Ryugu und sendete spektakuläre Bilder und physikalische Messungen von der Asteroidenoberfläche zur Erde.

„Ryugu hat uns überrascht“, sagt Dr. Matthias Grott, wissenschaftlicher Leiter des Radiometerexperiments MARA vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin und Erstautor der Studie. „Wir sehen auf dem Asteroiden ausschließlich größere Brocken, die hochporös und wahrscheinlich sehr fragil sind.“ Frühere teleskopische Infrarot-Aufnahmen solch kohlenstoffreicher Asteroiden von der Erde aus interpretierten die Forscher in Hinblick auf ihre thermischen Eigenschaften als Körper , die von sand- bis kieselgroßen Partikeln bedeckt sind.

Poröses Urgestein hinterlässt kaum Spuren

Chondren sind kleine, millimetergroße Gesteinskügelchen, die sich im solaren Urnebel vor 4,5 Milliarden Jahren gebildet haben und als Urbausteine der Planetenentstehung gelten. „Wir können nun bestätigen, dass Bruchstücke dieser Asteroiden sehr wahrscheinlich beim Eintritt in die Erdatmosphäre weiter zerfallen und in der Folge meist vollständig verglühen, so dass es nur die größten Bruchstücke heil bis auf die Erdoberfläche schaffen“, erklärt Grott. „Das ist der Grund, warum Meteoritenfunde als Zeugen dieses Asteroidentyps auf der Erde so selten sind.“

Ryugu selbst ist ein C-Klasse-Asteroid, ein als kohlenstoffreich eingeschätzter Vertreter der ältesten Körper des viereinhalb Milliarden Jahre alten Sonnensystems: ein „Urbaustein“ der Planetenentstehung und in diesem Falle auch einer von 17.000 bekannten erdbahnkreuzenden Asteroiden. Bis zu welcher Asteroidengröße dieser Schutz wirksam ist, müssten aber weitere Forschungsarbeiten erst noch zeigen.

Das internationale Forscherteam um Dr. Matthias Grott hatte auf Ryugu während dessen etwa siebeneinhalbstündigen Tagesganges das Ansteigen und Abfallen der Oberflächentemperatur bestimmt, indem die von der Oberfläche bei Tag und Nacht abgestrahlte Infrarotstrahlung mit dem Radiometer MARA gemessen wurde. Aus den MARA-Messungen ließen sich die thermischen Eigenschaften sowie die Festigkeit des Materials schlussfolgern. Die Daten von MASCOT wurden zur japanischen Raumsonde Hayabusa2 übertragen. Dabei befand sich die Sonde in einer Beobachterposition drei Kilometer über dem Asteroiden. Von dort wurden alle Messungen und Betriebsdaten von MASCOT zur Erde übermittelt.

Auf der Oberfläche bewegte sich MASCOT mit Hilfe eines rotierenden Schwungarms fort. So konnte MASCOT auf die „richtige“ Seite gedreht werden und sogar Sprünge auf der Asteroidenoberfläche vollführen. Insgesamt war MASCOT 17 Stunden auf Ryugu aktiv, eine Stunde mehr, als vorausberechnet. Ryugu hat nur ein 66.500stel der Anziehungskraft der Erde, sodass der kleine Schwung hierfür ausreichte: Eine technische Innovation für eine ungewöhnliche Form der Mobilität auf einer Asteroidenoberfläche. Aktuell dauert die Mission Hayabusa2 am Asteroiden Ryugu noch bis Ende dieses Jahres an, mit dem Ziel, Proben des Asteroidenmaterials bis Ende 2020 zur Erde zurück zu bringen. Vor wenigen Tagen hatte Hayabusa2 zum zweiten Mal erfolgreich Proben des Asteroiden genommen.

Bilder zur Asteroidenlandung

MASCOT-Radiometer MARA: Das Radiometer MARA wird genutzt, um die Oberflächentemperatur auf dem Ryugu in hoher Auflösung zu vermessen sowie die Temperaturunterschiede beim Tag-/Nachtwechsel auf dem Asteroiden.
MASCOT-Radiometer MARA: Das Radiometer MARA wird genutzt, um die Oberflächentemperatur auf dem Ryugu in hoher Auflösung zu vermessen sowie die Temperaturunterschiede beim Tag-/Nachtwechsel auf dem Asteroiden.
Oberfläche Ryugus aus wenigen Metern Entfernung: Die etwa 20 Bilder, die mit der Kamera MASCAM auf dem MASCOT-Lander während des Abstiegs aufgenommen wurden, zeigen eine extrem zerklüftete, von zahlreichen kantigen Gesteinsbrocken übersäte Oberfläche. Ryugu, ein viereinhalb Milliarden Jahre alter erdbahnkreuzender Asteroid der kohlenstoffreichen C-Klasse, zeigt den Wissenschaftlern ein Antlitz, das sie so nicht erwartet hatten, obwohl schon mehr als ein Dutzend Asteroiden von Raumsonden aus der Nähe erkundet wurden. Auf dieser Nahaufnahme sind keinerlei Flächen zu sehen, die von Staub bedeckt sind, dem Regolith, der durch die Zertrümmerung von Gestein infolge der Ausgesetztheit gegenüber Mikrometeoriten und energiereicher kosmischer Partikel über Milliarden von Jahren entsteht. Das Bild aus dem turbulent sich drehenden MASCOT-Lander entstand aus einer Höhe von etwa zehn bis zwanzig Metern.
Oberfläche Ryugus aus wenigen Metern Entfernung: Die etwa 20 Bilder, die mit der Kamera MASCAM auf dem MASCOT-Lander während des Abstiegs aufgenommen wurden, zeigen eine extrem zerklüftete, von zahlreichen kantigen Gesteinsbrocken übersäte Oberfläche. Ryugu, ein viereinhalb Milliarden Jahre alter erdbahnkreuzender Asteroid der kohlenstoffreichen C-Klasse, zeigt den Wissenschaftlern ein Antlitz, das sie so nicht erwartet hatten, obwohl schon mehr als ein Dutzend Asteroiden von Raumsonden aus der Nähe erkundet wurden. Auf dieser Nahaufnahme sind keinerlei Flächen zu sehen, die von Staub bedeckt sind, dem Regolith, der durch die Zertrümmerung von Gestein infolge der Ausgesetztheit gegenüber Mikrometeoriten und energiereicher kosmischer Partikel über Milliarden von Jahren entsteht. Das Bild aus dem turbulent sich drehenden MASCOT-Lander entstand aus einer Höhe von etwa zehn bis zwanzig Metern.
Dicht am Asteroiden Ryugu: Am 20. Juli 2018 nahm die optische Teleobjektivkamera (ONC-T) der japanischen Hayabusa2-Sonde den Asteroiden Ryugu aus sechs Kilometern Entfernung auf. Gut erkennbar sind die zahlreichen großen Felsbrocken auf der Asteroidenoberfläche sowie der große Krater in der Bildmitte. Ein Pixel entspricht etwa 60 Zentimetern.
Dicht am Asteroiden Ryugu: Am 20. Juli 2018 nahm die optische Teleobjektivkamera (ONC-T) der japanischen Hayabusa2-Sonde den Asteroiden Ryugu aus sechs Kilometern Entfernung auf. Gut erkennbar sind die zahlreichen großen Felsbrocken auf der Asteroidenoberfläche sowie der große Krater in der Bildmitte. Ein Pixel entspricht etwa 60 Zentimetern.
Asteroidenlander MASCOT: Im Inneren des 30 mal 30 mal 20 Zentimeter großen Landers MASCOT sind insgesamt vier Instrumente eingebaut: Mit einem Radiometer und einer Kamera des DLR sowie einem Spektrometer und einem Magnetometer der TU Braunschweig sollen die mineralogische und geologische Zusammensetzung der Asteroidenoberfläche untersucht und Oberflächentemperatur sowie Magnetfeld des Asteroiden ermittelt werden. Dabei erhält MASCOT durch einen eingebauten Schwungarm die nötige Bewegungsenergie für die Hüpfmanöver auf der Oberfläche.
Asteroidenlander MASCOT: Im Inneren des 30 mal 30 mal 20 Zentimeter großen Landers MASCOT sind insgesamt vier Instrumente eingebaut: Mit einem Radiometer und einer Kamera des DLR sowie einem Spektrometer und einem Magnetometer der TU Braunschweig sollen die mineralogische und geologische Zusammensetzung der Asteroidenoberfläche untersucht und Oberflächentemperatur sowie Magnetfeld des Asteroiden ermittelt werden. Dabei erhält MASCOT durch einen eingebauten Schwungarm die nötige Bewegungsenergie für die Hüpfmanöver auf der Oberfläche.
Asteroidenlander MASCOT an Bord der Raumsonde Hayabusa2: Eine 3.200 Millionen Kilometer weite Reise liegt hinter der japanischen Raumsonde Hayabusa2 mit dem deutsch-französischen Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) an Bord.
Asteroidenlander MASCOT an Bord der Raumsonde Hayabusa2: Eine 3.200 Millionen Kilometer weite Reise liegt hinter der japanischen Raumsonde Hayabusa2 mit dem deutsch-französischen Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) an Bord.

Boeing P-8A Poseidon beim Erstflug für Royal Air Force

Boeing hat die erste P-8A Poseidon für die Royal Air Force (RAF) des Vereinigten Königreichs abheben lassen. Das Flugzeug UK P-8A startete vom Werk in Renton und war 90 Minuten in der Luft.

Die erste Poseidon für das Vereinigte Königreich durchlief grundlegende Tests, bevor sie nun in die nächste Phase eintritt, wo die P-8A mit den militärischen Systemen ausgerüstet wird. Dem Start und der Landung wohnten Mitglieder des britischen Verteidigungsministeriums sowie der RAF bei. Diese P-8A trägt die Werksnumemr ZP801. Bis zu ihrer Ankunft in Schottland ist es allerdings noch etwas hin.

P-8A für Seestreitkräfte

Jetzt geht es für die erste von neu P-8A erst mal nach Tukwila, wo die Systeme für maritime Überwachung und Aufklärung installiert werden. P-A8 Poseidon ZP801 soll aber noch dieses Jahr an die RAF übergeben werden. Nach der Schulung des Personals der RAF in der U.S. Naval Air Station Jacksonville soll das Muster dann die Flotte bilden für anti-U-Boot-, anit-Schiff-Fähigkeiten, Schutz der eigenen atomaren Abschreckung sowie der Flugzeugträger der Queen Elizabeth-Klasse.

eROSITA Röntgenteleskop blickt ins Universum

Eine Proton-Rakete brachte die Raumsonde SRG vom Kosmodrom Baikonur mit dem deutschen Röntgenteleskop eROSITA und seinem russischen Partnerinstrument ART-XC in Richtung zu ihrem 1,5 Millionen Kilometer entfernten Ziel – dem Lagrange-Punkt 2.

Samstag brach die Röntgen-Raumsonde mit dem Gerät Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG) von der kasachischen Steppe aus zu einer mit Spannung erwarteten Reise in den Kosmos auf.

eROSITA – sieben Röntgenaugen blicken ins Universum

Das deutsche Teleskop für eROSITA (extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array) setzt sich aus zwei Kernbestandteilen zusammen: seiner Optik und seinen Detektoren. Erstere besteht aus sieben parallel ausgerichteten Spiegelmodulen. Jedes Modul hat einen Durchmesser von 36 Zentimetern und besteht aus 54 ineinander geschachtelten Spiegelschalen, deren Oberfläche aus einem Paraboloid und einem Hyperboloid (Wolter-I-Optik) zusammengesetzt ist.

Die Spiegelmodule sammeln hochenergetische Photonen aus dem Gamma- und Röntgenbereich und leiten diese an die CCD-Röntgenkameras weiter, die speziell für eROSITA in unserem Halbleiterlabor in Garching entwickelt wurden. Sie bilden den zweiten Kernbestandteil von eROSITA und sitzen im Brennpunkt jedes Spiegelsystems, erklärt Dr. Peter Predehl, eROSITA-Projektleiter beim Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik. An seinem Arbeitsplatz, dem Ort des Kräftegleichgewichts L2, angekommen wird eROSITA die gigantischste kosmische Inventur des heißen Universums beginnen.

Röntgenaufnahme Schlüssel für Kosmologie

Das deutsche Weltraumteleskop wird dafür mit seinen sieben Röntgendetektoren den gesamten Himmel abtasten und nach heißen Quellen wie Galaxienhaufen, aktiven Schwarzen Löchern, Supernova-Überresten, Röntgendoppelsternen und Neutronensternen suchen und kartieren. Die Röntgenaugen von eROSITA sind die besten auf einem Weltraumteleskop überhaupt. Ihre Kombination aus Lichtsammelfläche, Gesichtsfeld und Auflösung machen sie circa 20-mal empfindlicher wie das deutsche Teleskop ROSAT in den 1990er Jahren. Insbesondere soll das deutsche Teleskop aber dazu beitragen, das Rätsel der Dunklen Energie zu lösen.

Dunkle Energie ‚kosmischer Kraftstoff‘

Unser Universum dehnt sich seit dem Urknall aus. Noch bis in die 1990er-Jahre dachte man, dass diese kosmische Expansion langsamer wird und irgendwann stehen bleibt. Dann kamen die Astrophysiker Saul Perlmutter, Adam Riess und Brian Schmidt. Sie beobachteten Sternenexplosionen, die weit sichtbar sind und immer gleich viel Licht abstrahlen. Sie vermaßen ihre Entfernungen und konnten es selbst kaum glauben.

Das Universum wird bei seiner Ausdehnung gar nicht langsamer, sondern schneller! Mit dieser Erkenntnis haben die Forscher die Wissenschaft auf den Kopf gestellt. Dafür bekamen im Jahr 2011 den Nobelpreis für Physik verliehen.

Doch die entscheidende Frage blieb: „Welcher ‚kosmische Kraftstoff‘ treibt das Universum an? Weil man diese Frage bis heute nicht beantworten kann und seine Zutaten nicht kennt, nannte man diesen Beschleuniger einfach Dunkle Energie. eROSITA wird nun versuchen, dem Grund dieser Beschleunigung auf die Spur zu kommen“, erklärt Thomas Mernik, eROSITA-Projektleiter beim DLR Raumfahrtmanagement.

Röntgenbilder von heißen Galaxienhaufen

In Wirklichkeit kennen gerade einmal die Zutaten von vier Prozent seiner Energiedichte, denn so winzig ist der Anteil von „normaler“ Materie wie Protonen und Neutronen an der „Rezeptur des Weltalls“. Die anderen 96 Prozent sind ein Rätsel. Man vermutet heute, dass ca. ein Viertel die Dunkle Materie beisteuert – ein weiteres großes Rätsel der Astronomie. Der größte Anteil mit geschätzten 70 Prozent macht allerdings die Dunkle Energie aus.

Um ihr auf die Spur zu kommen, müssen Wissenschaftler etwas unvorstellbar Großes und extrem Heißes beobachten: „Galaxienhaufen setzen sich aus bis zu einigen tausend Galaxien zusammen, die sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten im gemeinsamen Schwerefeld bewegen. In ihrem Inneren sind diese merkwürdigen Gebilde von einem dünnen, unvorstellbar heißen Gas durchdrungen, das sich durch seine Röntgenstrahlung beobachten lässt.

Genau hier kommen die Röntgenaugen von eROSITA ins Spiel. Mit ihnen beobachten wir Galaxienhaufen und schauen, wie sie sich im Universum bewegen und vor allem, wie schnell sie das tun. Diese Bewegung wird uns dann hoffentlich mehr über die Dunkle Energie verraten“, erklärt DLR-Projektleiter Thomas Mernik.

Außerdem sollen weitere heiße Phänomene wie aktive Schwarze Löcher, Supernova-Überreste sowie Röntgendoppel- und Neutronensterne beobachtet und lokalisiert werden. Dafür durchmustert eROSITA alle sechs Monate den gesamten Himmel und erstellt in vier Jahren eine tiefe und detaillierte Karte des Universums im Röntgenbereich.

Start Proton-Rakete mit SRG und eROSITA

Das Bild zeigt den Start der Proton-Trägerrakete mit der Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG), dem deutschen Röntgenteleskop eROSITA und seinem russischen Partnerinstrument ART-XC an Bord vom Kosmodrom Baikonur. Das Röntgenteleskop und ART-XC sind auf der Navigator-Plattform installiert.

Die Navigator-Plattform versorgt die Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma mit Energie, schickt gewonnenen Daten zur Erde und treibt gleichzeitig die Raumsonde an.

Landesentwicklung NRW: Alle Flughäfen landesbedeutsam

Alle sechs internationalen Verkehrsflughäfen in Nordrhein-Westfalen werden nun im Rahmen eines desdezentralen Flughafensystems gleichermaßen als landesbedeutsame Flughäfen eingestuft. Bisher war den Flughäfen Paderborn-Lippstadt, Weeze und Dortmund lediglich eine regionale Bedeutung eingeräumt worden.

Auch der Flughafen Dortmund ist damit wieder landesbedeutend. Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat die Änderung des Landesentwicklungsplans NRW dahingehend beschlossen. Damit werde die willkürliche Unterscheidung zwischen regional- und landesbedeutsamen Flughäfen aufgehoben, so der Airport.

Landesentwicklungsplan NRW mit Vernunft

Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager begrüßt die Änderung: „Dass die willkürliche Differenzierung in landes- und regionalbedeutsame Flughäfen aufgehoben wurde, ist eine sachgerechte, von Vernunft und Weitsicht geprägte Entscheidung. Die nicht akzeptablen Wettbewerbsverzerrungen, entzogenen Entwicklungsperspektiven und die fragwürdigen Eingriffe in geschützte Rechtspositionen der betroffenen Flughäfen durch den bisher geltenden Landesentwicklungsplan gehören damit der Vergangenheit an. Es freut mich sehr, dass unsere Argumente gehört wurden und sich der Flughafen Dortmund nun bedarfsgerecht entwickeln kann. Ich danke allen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die sich gemeinsam mit dem Dortmund Airport dafür eingesetzt haben.“

Airbus Helicopters erneuert Führungsgremium

Airbus Helicopters wird am 01. September 2019 ein neues Executive Committee ernennen, um die Vereinfachung der Organisationsstrukturen und die funktionsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens voranzutreiben.

Folgende Änderungen im Executive Committee von Airbus Helicopters sind vorgesehen: 

Alain Flourens, derzeit Executive Vice-President Industry, wird zum Executive Vice-President Operations ernannt, in der Industry und Procurement integriert sind. 

Wolfgang Schoder, derzeit Executive Vice-President Light Helicopters and Governmental Programs, wird zum Executive Vice-President Strategy ernannt und bleibt General Manager von Airbus Helicopters Deutschland und Beauftragter für die deutschen Regierungskunden.

Matthieu Louvot, derzeit Executive Vice-President Customer Support & Services, wird zum Executive Vice-President Airbus Helicopters Programs ernannt. Er übernimmt zunächst zum 01. September 2019 den Bereich Light Helicopters and Governmental Programs von Wolfgang Schoder. Ab 1. Januar 2020 wird er die Leitung der neu zusammengeführten Organisationseinheit Airbus Helicopters Programs übernehmen. 

Christoph Zammert, derzeit Head of Program Support, wird zum Executive Vice-President Customer Support & Services ernannt und tritt dem Airbus Helicopters Executive Committee bei.

Mathilde Royer, derzeit Head of Global Set-up Optimization, wird zum Digital Transformation Officer & Head of Company Transformation ernannt und tritt dem Airbus Helicopters Executive Committee bei.

Airbus Helicopters führt Einheiten zusammen

„Die Vereinfachung unserer Organisation steht im Einklang mit unserem Ziel, schlanker und effizienter zu werden und die Kooperation innerhalb des Unternehmens weiter zu entwickeln. Dazu haben wir einige Funktionen in einzelnen Organisationseinheiten wie Programs, Quality and Aviation Safety und Operations zusammengeführt. Durch die Aufnahme von Strategy sowie der Funktionen Digital Transformation (DTO) und Company Transformation in das Executive Committee stellen wir wichtige Weichen für unser künftiges Geschäft“, sagte Bruno Even, CEO von Airbus Helicopters. „Ich bin überzeugt, dass das neue Team die Leistung des Unternehmens weiter stärken und Vorteile für unsere Kunden bringen wird“, fügte er hinzu.

Übernahme in Italien

Unterdessen gab der Hubschrauberhersteller die Übernahme des langjährigen Vertriebspartners Aersud Elicotteri in Italien bekannt. Damit baut Airbus Helicopters seinen lokalen Kundenservice effektiv aus. Aerosud, in der Nähe des norditalienischen Verona gelegen, hat eine Schlüsselrolle für den Hubschraubermarkt des Landes gespielt. Mit Aersud Elicotteri will sich Airbus Helicopters neu in dem Markt aufstellen.

Insbesondere was den Luftverkehr und die Notfallmedizin durch einmotorige H125 und zweimotorige H145 angehe, habe Airbus Helicopters viele Marktanteile durch deren Anpassungen an das bergige Gelände gewinnen können.  Mehr als 250 Hubschrauber sind in Italien bei über 90 Betreibern im Einsatz. Der Dienstleister ist seit fünf Jahrzehnten aktiv und wird nun vollkommen in das Servicezentrum des Herstellers integriert.

Flughafen Leipzig Halle verzeichnet Passagierzuwachs

Von Januar bis Juni zählte der Flughafen Leipzig Halle 1.138.987 Passagiere. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 4,9 Prozent.

Eurowings fliegt touristisch ab Sachsen, der Schwerpunkt am Flughafen Leipzig Halle ist aber das Frachtgeschäft. Der Airport kann rund um die Uhr angeflogen werden.

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Das Frachtaufkommen stieg in dem Zeitraum um 0,5 Prozent auf 609.644 Tonnen. Die Zahl der Flugbewegungen (Starts und Landungen) erhöhte sich um 0,9 Prozent auf 38.659.

Mondfinsternis: Auch Jupiter, Saturn und ISS zu sehen

Seit Dezember vergangenen Jahres steht der Erdbegleiter weltweit im Licht des öffentlichen Interesses und zieht viele Menschen in seinen Bann. Das hat nicht nur mit dem Jubiläum der Mondlandung zu tun. Nun steht in den späten Abend- und Nachtstunden des 16. Juli, dem einstigen Starttag der Apollo-11-Mission, auch noch eine sichtbare partielle Mondfinsternis an.

Dem Jubiläum der Mondumrundung am 24. Dezember 2018 vor 50 Jahren in der Apollo-8-Mission, kurz darauf die Landung der chinesischen Mondsonde Chang’e 4 um 03:26 Uhr am 03. Januar 2019 auf der Mondrückseite folgte in den Morgenstunden des 21. Januar 2019 eine eindrucksvoll zu sehende totale Mondfinsternis. Anders als bei der letzten Mondfinsternis im Januar wird hierzulande die Internationale Raumstation ISS zur selben Zeit, in der der Mond durch den Erdschatten zieht, sogar zweimal am Himmel zu sehen sein.

Apollo 11-Mission
Apollo 11-Mission

„Der Mond steht in diesem Jahr zweifellos im Brennpunkt der Öffentlichkeit, weil wir das 50-jährige Jubiläum der ersten bemannten Mondlandung feiern. Bereits im Vorfeld des 20./21. Juli 2019 wurde und wird in etlichen Veranstaltungen, in Vorträgen, in Filmen und Texten an dieses historische Ereignis erinnert und das hat den Mond als Ziel künftiger astronautischer Expeditionen bei Vielen aufleben lassen“, erklärt Astronom Dr. Manfred Gaida vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn.

Wenn der Mond in den Schatten tritt

Da der Mond hierzulande teilverfinstert aufgeht und während der Finsternis selbst in Bayern eine Höhe von weniger als 20 Grad über dem Horizont erreicht, wird er aufgrund der sogenannten Mondtäuschung dem Betrachter vermutlich etwas größer vorkommen, als wenn er höher am Himmel stünde. Verantwortlich für diesen Effekt ist eine optische Täuschung. In Mitteleuropa dürfen wir uns jedenfalls ab der Mitte der Finsternis auf eine relativ gute Sicht freuen, wenn sich der Erdbegleiter dann noch für anderthalb Stunden teilweise im Kernschatten der Erde aufhält und braun- bis kupferrot leuchtet. Doch was ist die Ursache für dieses eigenartige Farbenspiel während einer Mondfinsternis?

Heute weiß man, dass die Ursache für die auffallende Färbung des Mondes, wenn er im Kernschatten verschwindet, darin liegt, dass das langwellige rote Licht der Sonnenstrahlen in der irdischen Atmosphäre gebrochen und in Richtung der Oberfläche des Erdbegleiters gelenkt wird, während die kurzwelligen blauen Lichtwellen vollständig in der Erdatmosphäre in alle Richtungen gestreut werden. Zusätzlich verstärken Staub, Asche und Aerosole in der Hochatmosphäre die Färbung, die nahezu jede Mondfinsternis zu einem spektakulären Ereignis werden lässt.

Mondfinsternis: Auch Jupiter, Saturn und ISS zu sehen
Mondfinsternis: Auch Jupiter, Saturn und ISS zu sehen

Verlauf der Mondfinsternis

Die Halbschattenfinsternis beginnt um 20:42 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Zu diesem Zeitpunkt steht der Vollmond noch unter dem Horizont und bleibt unsichtbar. Erst nach einer guten Dreiviertelstunde, gegen 21:30 Uhr MESZ, geht er auf, wird dann aber in den horizontnahen Dunstschichten in der sogenannten bürgerlichen Dämmerung voraussichtlich nur schwierig auszumachen sein. Der Begriff „bürgerliche Dämmerung“ bezeichnet die frühe Phase des Tag-Nacht-Übergangs, wenn die Sonne erst knapp, das heißt bis maximal sechs Grad, unter dem Horizont steht und Lesen im Freien noch möglich ist.

Um 22:02 Uhr MESZ beginnt der Mond langsam in den Kernschatten der Erde einzutauchen – dann ist auch die bürgerliche Dämmerung zu Ende gegangen – und er steht jetzt von Hamburg bis zur Zugspitze nur wenige Grad über dem Horizont. Erst ab Mitte der Finsternis, ab 23:31 Uhr MESZ, hat er – je nach geographischer Breite des Standorts – eine akzeptable Höhe zwischen acht und 15 Grad erreicht. Rund zwei Drittel des Vollmonddurchmessers befinden sich nun in der Kernschattenzone.

Ab diesem Zeitpunkt wandert die partiell verfinsterte Mondscheibe nach und nach wieder aus dem Kernschatten heraus, bis sie sich um 01:00 Uhr MESZ des darauffolgenden Tages wieder völlig in der Halbschattenzone befindet. Nun dauert es noch gut eineinviertel Stunden, bis der Mond den Erdschatten ganz verlassen hat. In diesem Zeitraum ist die Höhe des Mondes über dem Horizont nahezu unverändert bei zirka 17 Grad, und er bleibt noch bis zum Ende der Nacht zu sehen.

Die partielle Mondfinsternis am 16./17. Juli 2019, Kontaktzeiten in MESZ:

  • 20:44 Uhr Eintritt des Mondes in den Halbschatten
  • 22:02 Uhr Eintritt des Mondes in den Kernschatten
  • 23:31 Uhr Mitte der Finsternis
  • 01:00 Uhr Austritt des Mondes aus dem Kernschatten
  • 02:18 Uhr Austritt des Mondes aus dem Halbschatten
Mondfinsternis
Mondfinsternis

Gasriesen Jupiter und Saturn beim Mond

Ebenfalls sind während der Finsternis – eine gute, freie, horizontnahe Sicht vorausgesetzt – die beiden Planeten Jupiter und Saturn als auffallend helle, ruhig leuchtende Objekte im Süden zu sehen. Der etwas hellere Jupiter steht dabei, bezogen auf die exakte Südrichtung, „rechts“ und der Planet Saturn „links“. Zugleich ist der Mond zur Zeit der Finsternis nur etwa fünf Bogengrad östlich vom Ringplaneten entfernt. Noch näher am Mond steht der Zwergplanet Pluto. Der ist aber infolge seiner Sonnenferne so lichtschwach, dass man ihn allenfalls mit Hilfe eines Teleskops fotografisch auffinden kann. Mit einem handelsüblichen 10×50-Fernglas lässt sich hingegen schon die Ringstruktur des Saturn erahnen.

Tipps für die Beobachtung

Die Beobachtungsbedingungen sind in ganz Deutschland, klare Sicht vorausgesetzt, insbesondere für die zweite Halbzeit der Finsternis günstig. Während der partiellen Verfinsterung ist der Süden etwas bevorzugt, denn dort steht der Mond rund doppelt so hoch wie in Norddeutschland über dem Horizont. In jedem Fall ist es notwendig, sich einen Beobachtungsplatz zu suchen, von dem aus in südöstlicher Richtung ein freier Blick bis zum Horizont ohne störende irdische Lichtquellen möglich ist.

Noch beeindruckender ist gleichwohl die Beobachtung mit Hilfe eines Fernglases oder kleinen Teleskops. Ein Objektiv mit Stativ macht das Beobachten deutlich angenehmer. Die nächste, von Mitteleuropa aus einigermaßen gut sichtbare Mondfinsternis wird sich übrigens erst in rund drei Jahren, am 16. Mai 2022, ereignen, kalendarisch zwischen dem 50. Jahrestag der Apollo-16- und der Apollo-17-Mission.

Auch die ISS ist zu sehen

Kurz nach 23:01 Uhr wird auch die Internationale Raumstation ISS etwa zehn Grad oberhalb des teilverfinsterten Mondes als auffallend heller Lichtpunkt am Himmel erscheinen. Dabei erreicht sie, bezogen auf die Mitte Deutschlands, eine maximale Höhe von rund 25 Grad über dem Horizont. Ein zweiter Durchgang beginnt um 00:37 Uhr MESZ.

Diesmal wird die ISS sehr hoch am Himmel aufsteigen, nahe am Zenit vorbeiziehen und infolgedessen markant und hell am Firmament zu sehen sein. Die ISS überzieht als gleißend heller Punkt mit bloßem Auge unübersehbar den Himmel und ist etwa Minuten im günstigsten Fall zu sehen. Wer Konturen der Raumstation erkennen will, sollte ein Teleskop nutzen und das schnelle, manuelle Nachführen zuvor üben. Es eignet sich das Beobachten von Flugzeugen als bewegte Ziele. Die ISS ist jedoch noch schneller am Himmel unterwegs.

A320neo fliegt für Atlantic Airways zu Färöer Inseln

Flüge zu den Färöer Inseln finden bald mit einem nagelneuen Flugzeug statt. Atlantic Airways, der Flag Carrier der autonomen Inselgruppe, hat ihren ersten A320neo erhalten.

A320neo MSN8918 wird über die Air Lease Corporation geleast. Für die Flüge zu den Färöer und von dort aufs europäische Festland treiben LEAP-1A von CFM International das Flugzeug mit kompletter Economy-Kabine an. Die Airline betreibt bereits drei A320-Airliner, genauer zwei A319ceo und eine A320ceo. Zwei weitere A320neo sollen noch in die Flotte kommen.

Flughafen Frankfurt zählt mehr Passagiere und Flüge

Der Flughafen Frankfurt zählte im Juni knapp 6,6 Millionen Passagiere, ein Zuwachs von 3,4 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Mit 45.871 Starts und Landungen nahm die Zahl der Flugbewegungen um 1,4 Prozent zu.

Auch die Summe der Höchststartgewichte am Fraport stieg um 1,7 Prozent auf rund 2,8 Millionen Tonnen an. Lediglich das Cargo-Aufkommen verringerte sich um 4,7 Prozent auf 174.392 Tonnen. Der Rückgang basiert vor allem auf der schwachen weltweiten Konjunktur sowie der im Vergleich zum Vorjahr späteren Lage der Feiertage Pfingsten und Fronleichnam.

Über 240.000 Passagiere an einem Tag

Zu Beginn der Sommerferien in Hessen und Rheinland-Pfalz erreichte der Flughafen Frankfurt am 30. Juni mit 241.228 Fluggästen einen neuen Tageshöchstwert (bisher 237.966 Fluggäste am 29. Juli 2018). „Trotz des sehr hohen Passagieraufkommens zu Ferienbeginn lief der Betrieb stabil und deutlich besser als noch im vergangenen Jahr. Das zeigt, dass die Maßnahmen greifen, die wir und die beteiligten Partner getroffen haben. Auch in den kommenden Wochen wird die Auslastung in Frankfurt sehr hoch bleiben“, bilanziert Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

Das erste Halbjahr schloss der Flughafen Frankfurt mit einem Plus von 3,0 Prozent auf über 33,6 Millionen Fluggäste ab. Die Flugbewegungen und auch die Höchststartgewichte nahmen jeweils um 2,1 Prozent auf 252.316 Starts und Landungen beziehungsweise auf knapp 15,6 Millionen Tonnen zu. Das Cargo-Aufkommen ging um 2,8 Prozent auf annähernd 1,1 Millionen Tonnen zurück.

Beteiligungen des Fraports legen weiter zu

Die Flughäfen des internationalen Portfolios entwickelten sich in den ersten sechs Monaten überwiegend positiv. Der Airport im slowenischen Ljubljana verzeichnete einen Anstieg von 3,4 Prozent auf 859.557 Passagiere (im Juni plus 6,7 Prozent auf 188.622 Fluggäste). Die beiden brasilianischen Flughäfen Porto Alegre und Fortalezalegten zusammen um 8,5 Prozent auf etwa 7,4 Millionen Passagiere zu (im Juni plus 0,6 Prozent auf rund 1,2 Millionen Fluggäste).

Der Flughafen Lima in Peru schloss das erste Halbjahr mit einem Plus von 6,2 Prozent auf rund 11,3 Millionen Passagiere ab (im Juni plus 7,9 Prozent auf etwa 1,9 Millionen Fluggäste). Die 14 griechischen Flughäfen verbuchten einen Zuwachs von 2,7 Prozent auf rund 10,9 Millionen Passagiere (im Juni plus 2,1 Prozent auf etwa 4,5 Millionen Fluggäste).

Das Aufkommen an den beiden bulgarischen Airports Burgas und Varna ging insgesamt um 12,9 Prozent auf etwa 1,4 Millionen Passagiere zurück (im Juni minus 12,4 Prozent auf 858.043 Fluggäste). Nach einem starken Wachstum in den vergangenen drei Jahren konsolidiert sich der Markt derzeit auf der Angebotsseite. Mit einem Plus von 8,1 Prozent und rund 13,2 Millionen Passagieren schloss der Airport im türkischen Antalya die ersten sechs Monate ab (im Juni plus 10,0 Prozent auf knapp 4,8 Millionen Fluggäste). Der Flughafen im russischen St. Petersburg steigerte sich um 10,3 Prozent auf fast 8,8 Millionen Passagiere (im Juni plus 3,8 Prozent auf etwa 2,0 Millionen Fluggäste). Der Flughafen Xi’an (China) wuchs um 6,2 Prozent auf 22,9 Millionen Passagiere (im Juni plus 4,3 Prozent auf etwa 3,8 Millionen Fluggäste).

EuGH: Entschädigung bei Flugverspätung anderer Airline

Airlines müssen Passagieren Entschädigungen leisten, auch wenn der Anschluss außerhalb Europas stattfindet und Verspätung hat.

Luftfahrtunternehmen, deren Passagiere Verspätung erleiden, müssen unter Umständen auch dann Entschädigung leisten, wenn der Anschlussflug durch eine andere Airline durchgeführt wurde. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Auch wenn die Airline nur den ersten Teilflug durchgeführt hat, ist sie verpflichtet, den Fluggästen einen Ausgleich zu leisten, wenn es bei der Ankunft des zweiten Teilflugs, der von einem Luftfahrtunternehmenvon außerhalb der Gemeinschaft durchgeführt wurde, zu einer großen Verspätung gekommen ist.

Verspätung des Fluges und Airline nicht in Europa

Elf Fluggäste nahmen bei dem tschechischen Luftfahrtunternehmen České aerolinie eine einheitliche Buchung für einen Flug von Prag (Tschechische Republik) über Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) nach Bangkok (Thailand) vor. Der erste Teilflug dieses Fluges mit Umsteigen, der von České aerolinie durchgeführt wurde und von Prag nach Abu Dhabi ging, wurde entsprechend dem Flugplan durchgeführt und kam pünktlich in Abu Dhabi an. Dagegen war der zweite Teilflug, der im Rahmen einer Codesharing-Vereinbarung von Etihad Airways, einem Luftfahrtunternehmen von außerhalb der Gemeinschaft, durchgeführt wurde und von Abu Dhabi nach Bangkok ging, bei der Ankunft um mehr als acht Stunden verspätet. Diese Verspätung – mehr als drei Stunden – kann nach der Verordnung über Fluggastrechte dazu führen, dass Fluggästen ein Anspruch auf einen Ausgleich zusteht.

Die Fluggäste erhoben bei den tschechischen Gerichten Klage gegen České aerolinie auf Leistung des in der Verordnung über Fluggastrechte vorgesehenen Ausgleichs. České aerolinie stellt vor diesen Gerichten allerdings die Begründetheit der Klagen mit der Argumentation in Abrede, dass sie für die Verspätung des Fluges von Abu Dhabi nach Bangkok nicht in Haftung genommen werden könne, da dieser Flug von einem anderen Luftfahrtunternehmen durchgeführt worden sei. Der mit dem Rechtsstreit in zweiter Instanz befasste Městský soud v Praze (Stadtgericht Prag, Tschechische Republik) möchte vom Gerichtshof wissen, ob České aerolinie zur Zahlung des Ausgleichs nach der Verordnung über Fluggastrechte verpflichtet ist.

In seinem jetzigen Urteil weist der Gerichtshof zunächst darauf hin, dass ein Flug mit ein- oder mehrmaligem Umsteigen hier der Gegenstand einer einzigen Buchung war und für die Zwecke des in der Verordnung vorgesehenen Ausgleichs eine Gesamtheit darstellt. Damit fällt ein Flug mit Umsteigen, dessen erster Teilflug im Gebiet eines Mitgliedstaats, hier Prag, startet, in den Anwendungsbereich der Verordnung, auch wenn sein zweiter Teilflug mit Abflug- und Zielort in einem Drittstaat außerhalb der Europäischen Union von einem Luftfahrtunternehmenvon außerhalb der Gemeinschaft durchgeführt wurde.

Bedingung für Ausgleich

Zu der Frage, ob České aerolinie, das Luftfahrtunternehmen, das den ersten Teilflug des Fluges mit Umsteigen durchgeführt hat, zur Zahlung des Ausgleichs verpflichtet werden kann, der aufgrund der großen Verspätung bei der Ankunft des zweiten, von Etihad Airways durchgeführten Teilflugs geschuldet ist, stellt der Gerichtshof fest, dass nach der Verordnung für Fluggastrechte die Verpflichtung zur Leistung des Ausgleichs an die Fluggäste ausschließlich auf dem ausführenden Luftfahrtunternehmen des betroffenen Fluges lastet.

Hierzu weist der Gerichtshof darauf hin, dass für die Einstufung eines Luftfahrtunternehmens als ausführendes Luftfahrtunternehmen u.a. dargelegt werden muss, dass dieses Unternehmen den fraglichen Flug tatsächlich durchgeführt hat. Da České aerolinie im Rahmen eines mit den betroffenen Fluggästen geschlossenen Beförderungsvertrags tatsächlich einen Flug durchgeführt hat, kann sie als ausführendes Luftfahrtunternehmen eingestuft werden. Der Gerichtshof kommt folglich zu dem Ergebnis, dass České aerolinie unter den Umständen der vorliegenden Rechtssache grundsätzlich für den in der Verordnung vorgesehenen Ausgleich wegen der großen Verspätung bei der Ankunft des Fluges mit Umsteigen nach Bangkok haftet, obwohl die große Verspätung auf dem Flug von Abu Dhabi nach Bangkok entstanden und Etihad Airways zuzurechnen ist.

Airline, die am Ende zahlt

In diesem Sinne unterstreicht der Gerichtshof insbesondere, dass sich ein ausführendes Luftfahrtunternehmen, das den ersten Teilflug eines Fluges mit ein- oder mehrmaligem Umsteigen durchgeführt hat, der Gegenstand einer einzigen Buchung war, nicht auf die mangelhafte Durchführung eines späteren, von einem anderen Luftfahrtunternehmen durchgeführten Teilflugs zurückziehen kann.

Schließlich weist der Gerichtshof darauf hin, dass die Verordnung über Fluggastrechte einem ausführenden Luftfahrtunternehmen, das wegen großer Verspätung eines Fluges mit Umsteigen, der Gegenstand einer einzigen Buchung war und im Rahmen einer Codesharing-Vereinbarung zum Teil von einem anderen Luftfahrtunternehmen durchgeführt wurde, Passagieren einen Ausgleich leisten musste, das Recht vorbehält, gegen dieses andere Unternehmen vorzugehen, um Ersatz für diese finanzielle Belastung zu erhalten.

Bombardier Challenger 350 bei 300 ausgelieferten Jets

Der Business Jet Bombardier Challenger 350 ist der erste aus der Kategorie der mittleren und großen Jets, der die Stückzahl von 300 Auslieferungen erreicht hat.

 

300 Jets Challenger 350: Dieser Meilenstein wird nur fünf Jahre nach Einführung des Flugzeugs in den Markt verzeichnet. Die Kanadier führen das auf den hohen Komfort in der Kabine und den ruhigen Reiseflug im Challenger 350 zurück, was das Flugzeug bei Kunden so beliebt macht.

Bombardier Challenger 350 mit mehr Reichweite

Und dabei arbeitet Bombardier bereits an der Überarbeitung des Business Jets. Ein Head-up Display (HUD) und Enhanced Vision System (EVS), state-of-the-art Geräuschunterdrückung sollen dazu kommen wie auch eine Designauffrischung fürs Cockpit. Aber auch die Reichweite soll um 1.500 NM größer ausfallen. Bombardier baut die Challenger-Jes in Montreal, Quebec.

 

Bombardier Challenger 350
Bombardier Challenger 350

 

Dort finden von der Endmontage, der Ausstattung und den ersten Flugtests auch die Übergaben an die Kunden von Challenger 350 und Challenger 650 statt. Ein Challenger 350 Business Jet befördert bis zu zehn Passagiere, dabei bleibt das Gepäckabteil in jeder Flughöhe komplett zugänglich. Und dabei sind Strecken wie von New York City nach London, möglich, wie Bombardier mitteilt.

Flughafen Wien: Vier Jahre Baustelle für 500 Mio. Euro

Der Flughafen Wien wird jetzt vier Jahre eine Baustelle sein, soll dann aber in neuem Glanz erstrahlen. Mit einer Großinvestition von rund 500 Mio. Euro bis 2023 werden dazu Terminal 2 und Pier Ost modernisiert sowie ein 70.000 m² großes Zusatzgebäude, die „T3-Süderweiterung“, errichtet.

Die Modernisierung und Erweiterung der Terminals am Flughafen Wien-Schwechat soll den realen Wachstums- und Zukunftsperspektiven gerecht werden, auch in Bezug auf Investitionen für die dritte Piste. Dies kann die Bedeutung des Flughafens als wichtige internationale Drehscheibe für die Ostregion weiter stärken. Durch die umfangreiche Erweiterung der Shopping- und Gastronomieangebote die Rentabilität des Unternehmens deutlich gesteigert werden. Die neue Süderweiterung auf aktivierten Bohrpfählen errichtet, wodurch Erdwärme genutzt wird.

Großbaustelle Flughafen Wien

„Zuverlässigkeit und Komfort sind essentiell für zufriedene Flugreisende, vor allem wenn die Passagierentwicklung so boomt wie derzeit am Standort Wien. Qualität und Sicherheit haben für uns höchste Priorität. Mit den Grossinvestitionen soll die Terminallandschaft schöner und komfortabler werden, unsere Passagiere werden eine völlig neue Aufenthaltsqualität erleben. Bis der Flughafen Wien 2023 schließlich in neuem Glanz erstrahlt und hoffentlich den 5. Stern gewinnt, wird er aber eine Großbaustelle sein, wofür wir unsere Passagiere und Kunden schon jetzt um Verständnis bitten“, erläutern die Vorstände der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner.

„Wien ist eine der beliebtesten Tourismusdestinationen weltweit, die Nächtigungszahlen legen stetig zu. Mehr als die Hälfte unserer Gäste kommt mit dem Flugzeug und der Flughafen Wien ist damit eine wichtige Visitenkarte für die Stadt. Die Schönheit der Stadt, ihre Tradition und Kultur spiegeln sich in den geplanten Terminalmodernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen wider. Bereits heute ist der Flughafen Wien ein wichtiges Drehkreuz für den gesamten Wirtschafts- und Tourismusstandort Wien und mit den geplanten Investitionen stellt der Airport wichtige Weichen für die Zukunft“, sagt Dr. Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien.

Terminal 2 mit zusätzlicher Gepäcksausgabe

Startschuss ist die Erneuerung der gesamten Gebäudeinfrastruktur des Terminal 2, Wände, Fußböden und Beleuchtung werden erneuert und die Dachkonstruktion umfassend saniert. Erbaut in den 60er-Jahren zählt der Terminal 2 zu den ältesten Gebäuden am Flughafen-Standort. Zwischen den Terminals 1 und 3 gelegen wird der Terminal 2 künftig eine zentrale Funktion für den Betrieb einnehmen: Von dort gelangen Passagiere über eine neue zentrale Sicherheitskontrolle in den dahinter liegenden Einkaufs- und Gastronomie-Bereich, sowie zur Grenzkontrolle und den B-, C- und D-Gates. Für dort ankommende Passagiere entsteht ein eigener Gepäcksausgabe-Bereich mit drei Ausgabebändern. Die Inbetriebnahme wird aus heutiger Sicht bis Jahresende 2020 erfolgen.

Komfort beim Aufenthalt im neuen Pier Ost

Der Pier Ost mit den D-Gates wird ebenfalls komplett modernisiert. Künftig werden Passagiere dort weitläufige Aufenthaltsbereiche mit hochwertigen Shopping- und Gastronomieangeboten vorfinden, die bisherigen Trennwände und dezentralen Sicherheitskontrollen werden abgebaut. Der Start der Umbauarbeiten im Pier Ost ist für Jahresbeginn 2021 vorgesehen, der Passagierbetrieb wird während der Bauarbeiten auf andere Gate-Bereiche umgeleitet werden. Zu Jahresbeginn 2023 werden die Arbeiten abgeschlossen sein und der neu gestaltete Pier Ost in Betrieb gehen.

„T3-Süderweiterung“: Non-Schengen und Non-Aviation

Herzstück des Flughafen-Terminalentwicklungsprogramms ist die geplante Süderweiterung: In einem eigenen Gebäude werden auf rund 70.000 m² komfortable Aufenthalts- und Lounge-Bereiche, zusätzliche Bus-Gates sowie zahlreiche neue Shopping- und Gastronomieflächen mit über 30 neuen Outlets entstehen. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf österreichischer Kulinarik und lokalen Marken liegen, unter anderem sollen die bekanntesten Gastronomiebetriebe Wiens und Österreichs hier vertreten sein.

Um die richtigen Partner zu finden, startet der Flughafen Wien Anfang 2020 mit den Ausschreibungsverfahren. Das neue Gebäude schafft auch eine bequemeTransferverbindung zwischen den F-, G- und D-Gates. Die zentrale Sicherheitskontrolle aus dem Terminal 3 wird künftig in der neuen Süderweiterung zu finden sein – damit entsteht auch mehr Aufenthaltsfläche im Terminal 3. Beginn der Bauarbeiten ist für Mitte 2020 vorgesehen, Mitte 2023 soll die neue Süderweiterung in Betrieb gehen.

Lufthansa steigerte Sitzkilometer und Passagiere

Die angebotenen Sitzkilometer der Gruppe Lufthansa lagen um 2,9 Prozent über dem Vorjahr, gleichzeitig konnte der Absatz um 4,9 Prozent gesteigert werden. Daraus ergibt sich ein Sitzladefaktor, der mit 85,2 Prozent um 1,6 Prozentpunkte höher ausfällt als im Juni 2018.

Im Juni 2019 haben die Airlines der Lufthansa Group rund 13,8 Millionen Fluggäste an Bord ihrer Flugzeuge begrüßt. Dies entspricht einer Steigerung von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Insgesamt haben die Airlines im ersten Halbjahr 2019 rund 68,9 Millionen Fluggäste befördert – erneut so viele wie nie zuvor. Dabei wurde eine Auslastung von 80,8 Prozent erreicht. Auch dies ist ein historischer Höchststand für das erste Halbjahr. Das Frachtangebot lag im Juni um 7,2 Prozent über dem Vorjahr, die abgesetzten Tonnenkilometer waren um 3,3 Prozent niedriger. Daraus ergibt sich ein um 6,4 Prozentpunkte niedrigerer Nutzladefaktor von 58,8 Prozent.

Passage im Netzwerk

Lufthansa selbst hat im Juni rund 6,6 Millionen Fluggäste in ihren Flugzeugen befördert und damit 2,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Einem im Juni um 3,9 Prozent höheren Angebot an Sitzkilometern stand ein um 5,5 Prozent höherer Absatz gegenüber. Der Sitzladefaktor lag mit 85,5 Prozent um 1,3 Prozentpunkte über dem des Vorjahresmonats. Die Netzwerk-Airlines Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines haben im Juni insgesamt rund 10,0 Millionen Fluggäste befördert und damit 3,7 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Das Angebot in Sitzkilometern wurde im Juni um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet. Der Absatz stieg im gleichen Zeitraum um 5,3 Prozent. Damit erhöhte sich der Sitzladefaktor um 1,2 Prozentpunkte auf 85,3 Prozent. Besonders stark gewachsen sind die Netzwerk-Airlines am Drehkreuz Zürich, wo die Zahl der Fluggäste gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,8 Prozent gestiegen ist, gefolgt von Wien (+4,7 Prozent), Frankfurt (+1,4 Prozent) und München (+0,7 Prozent). Auch das zugrundeliegende Angebot wurde unterschiedlich stark erhöht: in München um 10,7 Prozent, in Zürich um 4,9 Prozent, in Wien um 1,2 Prozent und in Frankfurt um 0,6 Prozent.

Passage im Low-cost

Eurowings (inklusive Brussels Airlines) hat im Juni rund 3,8 Millionen Fluggäste befördert, davon über 3,5 Millionen auf Kurzstreckenflügen und 267.000 auf Langstreckenflügen. Dies entspricht einer Steigerung von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einem im Juni um 1,1 Prozent verringertem Angebot stand ein um 3,0 Prozent erhöhter Absatz gegenüber, woraus sich ein um 3,4 Prozentpunkte höherer Sitzladefaktor von 85,1 Prozent ergibt.

Auf der Kurzstrecke wurden im Juni die angebotenen Sitzkilometer um 3,7 Prozent erhöht, die verkauften Sitzkilometer stiegen im gleichen Zeitraum um 6,7 Prozent. Daraus ergibt sich auf diesen Flügen ein um 2,4 Prozentpunkte höherer Sitzladefaktor als im Juni 2018 von 86,0 Prozent. Auf der Langstrecke ist der Sitzladefaktor im selben Zeitraum um 5,1 Prozentpunkte auf 82,8 Prozent gestiegen. Hier stand einem um 11,2 Prozent verringertem Angebot ein um 5,4 Prozent niedrigerer Absatz gegenüber.

Blutkonserven: Transport im Hubschrauber

Um Blutprodukte zukünftig im Rettungshubschrauber optimal mitführen und direkt am Einsatzort verwenden zu können, werden mögliche Auswirkungen auf die Konserven durch die Lagerung und den Transport im Hubschrauber untersucht.

Leidet ein Notfallpatient unter massivem Blutverlust, schwebt er unmittelbar in Lebensgefahr. In diesem Fall kann die schnelle Gabe von Blut und Blutprodukten direkt am Einsatzort lebensrettend sein, wozu sich ein Rettungshubschrauber anbietet. „Ziel der Universitätsmedizin Greifswald ist es, in Kooperation mit der Hubschrauberstation der DRF Luftrettung, ein wissenschaftlich geprüftes Verfahren zur sicheren Nutzung von Blutprodukten in der Luftrettung zu erarbeiten – und so die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern“, erklärt Dr. Krystian Pracz, Vorstand der DRF Luftrettung. „Deshalb hat sich die DRF Luftrettung entschieden, das Projekt der Universitätsmedizin Greifswald zusätzlich zur praktischen Zusammenarbeit auch mit Fördergeldern in Höhe von 15.000 Euro zu unterstützen.“

Notfallmedizin: Schnelligkeit über Luftweg

Mit dem erstmals in dieser Form wissenschaftlich geprüften Verfahren sollen Blut- und Plasmakonserven im Rettungshubschrauber sicher bereitgestellt und im Notfall für die Patientenversorgung eingesetzt werden können. „Aufgrund ihrer Schnelligkeit erreichen unsere Hubschrauber schwer verletzte oder erkrankte Notfallpatienten häufig als erstes Rettungsmittel. Nach der erfolgreichen Erprobung des Verfahrens beabsichtigen wir jetzt, an ausgewählten Stationen der DRF Luftrettung Blut und Gerinnungsprodukte als festen Bestandteil des Hubschraubers mitzuführen“, so Dr. Jörg Braun, Fachbereichsleiter Medizin der DRF Luftrettung. Aktuell steht das Projekt kurz vor der Umsetzung in den Echtbetrieb.

Flughafen München verzeichnet erneuten Passagierrekord

In den neuesten Zahlen, die der Vorsitzende der Flughafen München GmbH (FMG), Dr. Michael Kerkloh, zeigte, steht mit mehr als 22,7 Millionen Reisenden erneut ein Passagierrekord.

Das Fluggastaufkommen am Münchner Airport hat in den ersten sechs Monaten des Betriebsjahres 2019 deutlich zugelegt. Gegenüber dem ersten Halbjahr des vergangenen Jahres ist das Flugastaufkommen um rund fünf Prozent angestiegen. Die Anzahl der Starts und Landungen erhöhte sich im gleichen Zeitraum um fast drei Prozent auf rund 205.000 Flugbewegungen. Bei der Luftfracht, die gegenwärtig europaweit Rückgänge verzeichnet, wurde am Münchner Flughafen im ersten Halbjahr eine Tonnage von rund 163.000 Tonnen registriert. Das entspricht einem Minus von knapp sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Flüge in die Ferne wachsen immer weiter

Wichtigster Wachstumsmotor am Flughafen München bleibt die stetig steigende Nachfrage im internationalen Reiseverkehr. So wurden auf den internationalen Strecken von und nach München im ersten Halbjahr 2019 rund eine Million Fluggäste, mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, befördert. Dabei wächst insbesondere der Interkontinentalverkehr überproportional: Der Anstieg des Passagieraufkommens auf den Langstrecken fiel mit 10,6 Prozent mehr als doppelt so hoch wie innerhalb Europas (plus 4,5 Prozent) aus.

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Selbstverpflichtung zur Dekarbonisierung

Mit Blick auf die Klimawirkung des Luftverkehrs verwies Flughafenchef Kerkloh auf die Initiative von über 190 europäischen Flughäfen, die sich im Rahmen der Generalversammlung des Flughafenverbandes ACI-Europe vor zwei Wochen zu einer konsequenten Dekarbonisierung verpflichtet haben. Der Flughafen München und die anderen Unterzeichner der „Net-Zero-Carbon“-Resolution wollen ihre CO2-Emissionen spätestens bis zum Jahr 2050 komplett auf Netto Null absenken und den unvermeidlichen Rest durch technologische Maßnahmen wieder aus der Atmosphäre entfernen.

Michael Kerkloh: „Flugverbote oder der individuelle Verzicht auf Flugreisen sind nach meiner Überzeugung keine tragfähigen Optionen für eine vernetzte Weltgemeinschaft. Denn eines sollte man in dieser Diskussion keinesfalls aus den Augen verlieren: Der Luftverkehr produziert eben nicht nur Emissionen. Er produziert kulturellen Austausch, menschliche Begegnungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit in einer globalen Dimension. Mehr noch: Luftverkehr produziert Weltoffenheit, Arbeitsplätze und Wohlstand. Gerade aufgrund der völkerverbindenden Qualität des Fliegens lohnt es sich, die Kräfte zu bündeln und gemeinsam für einen nachhaltigen und klimaverträglichen Luftverkehr einzutreten. Wir werden als Flughafen München unseren Beitrag dazu leisten.“



20192018Veränderung
Passagieraufkommen Gewerblicher Verkehr22.745.00021.711.314+ 4,8 Prozent
Flugzeugbewegungen Gesamtverkehr204.800199.334+ 2,8 Prozent
Frachtumschlag (in Tonnen) geflogene Luftfracht162.600172.626– 5,8 Prozent

Fraport integriert FlightAware ELDT zur Optimierung

Fraport wird die erwartete Ankunftszeit (ELDT) von FlightAware als zusätzliche Datenquelle in die Systemlandschaft einbinden. Möglich wird dies durch FlightAwares Firehose-Datenstrom, der globales Flighttracking in Echtzeit erlaubt.

Die Fraport AG kooperiert künftig mit dem Flugdatenanbieter FlightAware und setzt auf seine Prognosedaten „Erwartete Landezeit“ (ELDT – Estimated Landing Time), um am Heimatflughafen in Frankfurt betriebliche Abläufe noch besser vorausplanen und optimieren zu können. Der Flughafenbetreiber gehört zu den international führenden Unternehmen im Airport-Business und ist international an 30 Flughäfen aktiv.

Machine Learning wertet Daten aus

Das US-amerikanische Unternehmen FlightAware ist als Betreiber der weltweit größten Flighttracking-Plattform bekannt und zählt zu den führenden Anbietern von Digitalanwendungen in der Luftfahrtbranche. Durch die Zusammenarbeit mit FlightAware erhält Fraport künftig Daten über die aktuelle Position von Flugzeugen, deren Flugstatus sowie die ELDT der Flüge nach Frankfurt. Die von FlightAware zur Errechnung der ELDT eingesetzten Kalkulationsmodelle basieren auf dem Prinzip des maschinellen Lernens und werden somit fortlaufend optimiert. Die Modelle zählen zu den Premiumprodukten des Digitalanbieters, der sein System modernster Vorhersagetechnologie unlängst der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

Der Flughafen hat bereits Verfahren zur Steuerung von Zielzeiten getestet. Dabei werden im Zusammenspiel mit Airline und Flugsicherung schon vor der Ankunft am Flughafen die Flugzeuge beteiligt. Eine Anpassung der Geschwindigkeit kann helfen, die Flugbewegungen flüssiger am Airport zu ordnen. Auch so lässt sich die Leistungsfähigkeit durch bessere Nutzung von Slots erhöhen. Im Zusammenspiel mit der neuen Datenquelle könnten sich hier noch mehr Synergien ergeben.

Für die Kalkulationsmodelle von FlightAware werden die Flugrouten und Zeitdaten von mehreren hunderttausend Flügen statistisch ausgewertet sowie die wichtigsten Einflussfaktoren auf die verbleibende Flugdauer bestimmt. Anhand dieser Daten können präzise Prognosezeiten in Echtzeit vom System berechnet werden. Fraport wird die von FlightAware ermittelten Daten als zusätzliche Information den eigenen operativen Systemen und Analyseplattformen zur Verfügung stellen. So lassen sich flugbetriebliche Prozesse am Frankfurter Flughafen künftig weiter optimieren, etwa durch die zeitgenaue Bereitstellung von Bodenabfertigungspersonal.

Evolution der Analyse: Vorausschau schafft Effizienz

„In der Vergangenheit wurden unsere Daten in der Regel nur für die Analyse von vergangenen oder aktuellen Flugbewegungen eingesetzt. Daher ist der Einsatz unserer ELDT durch Fraport zur Planung künftiger Flugereignisse ein bedeutender Schritt für unser Unternehmen“, hob Daniel Baker, Gründer und Geschäftsführer von FlightAware, hervor. „Dies wird sich zweifelsohne auch auf die mehr als 70 Millionen Passagiere positiv auswirken, die jährlich von Frankfurt aus reisen.“

„Mit der von FlightAware entwickelten innovativen Technologie zur Flugvorhersage können wir den Flugbetrieb in Frankfurt noch effizienter gestalten“, erläutert Dr. Pierre Dominique Prümm, Vorstand Aviation und Infrastruktur der Fraport AG, die künftige Zusammenarbeit mit dem US-Digitalanbieter. „Die vom System gelieferten Echtzeitdaten sind ein hocheffizientes Tool, mit dem wir unsere operativen Abläufe passgenau vorausplanen können. Sowohl unsere Airline-Kunden als auch die Fluggäste werden davon profitieren – gemäß unserem Claim, allen Passagieren eine ‚Gute Reise‘ zu ermöglichen.“

137 interkontinentale Destinationen

Als Flughafen mit den weltweit meisten Direktverbindungen spielt Frankfurt eine wichtige Rolle insbesondere auch im europäischen Passagierverkehr. Im aktuellen Sommerflugplan fliegen 94 Airlines von Frankfurt 306 Destinationen in 98 Ländern an. Die 137 interkontinentalen Destinationen, die im Sommer 2019 angeflogen werden, heben die Stellung Frankfurts als bedeutendes internationales Luftverkehrsdrehkreuz hervor. Zudem werden am Frankfurter Flughafen durchschnittlich 1.500 Flüge pro Tag abgefertigt und damit mehr als an jedem anderen europäischen Airport.

Austro Control hat Flugverspätungen unter Kontrolle

Austro Control verweist auf eine besonders effiziente Abwicklung des Flugverkehrs in der An- und Abflugkontrolle im Tower am Flughafen Wien, wodurch sich Verspätungen im Rahmen hielten.

Trotz einer Verkehrszunahme von 14 Prozent bei An- und Abflügen am Flughafen Wien konnte die österreichische Flugsicherung die Verspätungssituation in diesem Sommer bisher stabil halten, ein Chaos ist ausgeblieben. Für Passagiere hat es kaum spürbare Auswirkungen des erhöhten Flugverkehrsaufkommens gegeben.

Flugrouten aus Deutschland verlagert

Etwas anders stellt sich die Situation im österreichischen Luftraum im Überflug dar. Aufgrund von Kapazitäts-Engpässen in ganz Europa wird der Flugverkehr in immer größerem Ausmaß auf Flugrouten durch Österreich verlagert. Benachbarte Flugsicherungen, zum Beispiel in Deutschland, bieten einzelne Flugstrecken aufgrund von Personalmangel zum Teil gar nicht mehr an. Zuletzt sind dadurch zusätzliche zehn Prozent an Flugverkehr durch Österreich gelotst worden, und das bringt auch in Österreich die Kapazität der Flugsicherung an ihre Grenzen.

Im Sinne der gesamteuropäischen Netzwerkverantwortung übernimmt Austro Control somit zusätzlichen Flugverkehr, wenngleich Verspätungen dann nicht immer zu vermeiden sind. Dazu kommt, dass sich in Österreich die topographisch besonders herausfordernde Lage zuletzt mit immer massiveren Gewitter-Phänomenen bemerkbar macht, die den Flugverkehr ebenfalls beeinträchtigen und so zu wetterbedingten Verspätungen in der Statistik führen. Wie auch die deutsche Flugsicherung DFS hat Austro Control eine Ausbildungsoffensive gestartet, um dem Fluglotsen-Mangel zu begegnen. Pro Jahr sollen 40 neue Fluglotsen aufgenommen werden und damit in den nächsten Jahren sukzessive zu einer Entlastung der Situation im Flugverkehr beitragen.

Airbus A321LR fliegt erstmals bei Azores Airlines

Azores Airlines hat von Airbus das erste von dreien dieser Flugzeuge erhalten. Die Long Range-Version der A321 fliegt bis zu 4.000 NM (7.400 km) und erfüllt als kleinstes Flugzeug die Langstreckenleistung.

Die A321LR für Azores Airlines werden über Air Lease Corporation (ALC) geleast. Die Bestellung war vor drei Jahren aufgegeben worden. Die Triebwerke werden die CFM LEAP-1A und befördern in den 190 Passagiere in zwei Klassen. 16 Sitze sind in der Business Class und 174 in der Economy.

Im Standardrumpf nach Nordamerika

Airbus hat bereits eine Version mit noch größerer Reichweite angekündigt. Mit den A321LR – echten Langstreckenjets aus der Einzelgangkategorie – wollen die Portugiesen ihr Netzwerk ausbauen und mit Routen nach Nordamerika wachsen. Azores Airlines hat bereits fünf Flugzeuge von Airbus in der Flotte: drei A320ceo und seit letztem Jahr zwei A321neo.

Flughafen Zürich: Maßnahmen zu den Sommerferien

Der Start der Sommerferien im Einzugsgebiet des Flughafens Zürich sorgt ab dem kommenden Wochenende erneut für Hochbetrieb am größten Schweizer Airport. Mit ein paar einfachen Maßnahmen gelingt Passagieren aber ein reibungsloser Reisebeginn.

Der Start der Sommerferien führt auch in diesem Jahr zu einem Großandrang am Flughafen Zürich. An zahlreichen Tagen werden in den kommenden Wochen mehr als 100.000 Passagiere über das „Schweizer Tor zur Welt“ abfliegen, ankommen oder umsteigen. Für die Spitzentage werden mehrmals über 110.000 Passagiere erwartet. Das hohe Passagieraufkommen erfordert von allen Flughafenpartnern eine gute Vorbereitung und Koordination. Die nachfolgend aufgeführten Tipps für Passagiere unterstützen einen reibungslosen Start in die Ferien ab dem Flughafen Zürich.

Vorab einchecken

Je nach Fluggesellschaft können Passagiere bereits zuhause per Web- oder Mobile-Check-in einchecken und Gepäcketiketten ausdrucken. Das erleichtert und beschleunigt die Gepäckabgabe am effektiven Abreisetag. Einige Fluggesellschaften bieten zudem die Möglichkeit für ein Vortages- oder Vorabend-Check-in direkt am Flughafen Zürich, bei dem auch das Gepäck aufgegeben werden kann. Informationen zu den verschiedenen Check-in-Methoden und Schalteröffnungszeiten finden sich auf der Website des Flughafens oder der jeweiligen Fluggesellschaft.

Richtig Packen

Passagieren wird empfohlen, sich auf der Website des Flughafens oder bei ihrer Fluggesellschaft vor Reiseantritt gut über die geltenden Gepäckvorschriften zu informieren. E-Zigaretten, lose Batterien und Ladegeräte mit Akku sowie Powerbanks dürfen nicht ins aufgegebene Gepäck, sondern sind im Handgepäck zu transportieren. Dabei müssen Batterien gegen Kurzschluss gesichert sein, indem entweder die Pole mit Klebeband abdeckt werden oder jede lose Batterie einzeln in eine Schutzhülle gelegt wird. Bei Batterien ab 100 Wattstunden gilt eine Beschränkung auf maximal zwei Batterien pro Passagier. Im Gepäck generell verboten sind Energieträger mit einer Leistung von über 160 Wattstunden sowie Gefahrgüter wie Feuerwerk, Wunderkerzen und Gaskartuschen.

Reibungslos durch die Sicherheitskontrolle

Am Tag der Reise ist es aufgrund des hohen Passagieraufkommens ratsam, mindestens zwei Stunden vor Abflug – für Direktflüge in die USA drei Stunden vorher – am Flughafen Zürich einzutreffen. An der Sicherheitskontrolle müssen im Handgepäck mitgeführte elektronische Geräte wie Laptops, Tablets oder Kameras sowie sämtliche Flüssigkeiten vorgezeigt werden. Flüssigkeiten, Gels, Crèmes und Sprays sind im Handgepäck nur in Behältern bis zu maximal 100 Millilitern erlaubt. Sie müssen in einem wieder verschliessbaren, transparenten Plastikbeutel mit maximal einem Liter Fassungsvermögen verstaut werden. Pro Person darf nur ein Beutel mitgeführt werden.

Flüssigkeiten in Behältern mit mehr als 100 Millilitern sind nur im eingecheckten Gepäck erlaubt. Ausnahmen gelten für Baby- und Spezialnahrung oder Medikamente. Im Handgepäck verboten sind jegliche Arten von scharfen Gegenständen wie Scheren und Messern mit einer Klingenlänge von über sechs Zentimetern. Beides darf aber im aufgegebenen Gepäck mitgenommen werden. Pro Person ist ein Feuerzeug erlaubt, das der Passagier auf sich tragen muss.

Passkontrolle mit automatisierten Schleusen

Passagiere haben mehrere Möglichkeiten für einen effizienten Grenzübertritt. So gibt es in der Passkontrollhalle acht automatisierte Schleusen zur Einreise sowie fünf automatisierte Schleusen für die Ausreise zu den Gates E. Bei einer automatisierten Passkontrolle übertritt ein Passagier selbständig die Schengen-Grenze, indem die biometrischen Daten des Passes genutzt werden.

Die automatisierten Schleusen können von Schweizer, EU- oder EWR-Bürgern über 18 Jahren mit einem biometrischen Pass benutzt werden. Es werden keine Personendaten gespeichert und die Nutzung ist freiwillig. Die bedienten Passkontrollschalter stehen weiterhin zur Verfügung. Passagiere sind gebeten, insbesondere auch die Hinweise der Kantonspolizei Zürich zum Reisen mit Kindern und für alleinreisende Kinder zu beachten.

Essen und Einkaufen am Flughafen Zürich

Am Flughafen Zürich bieten mehr als 50 Gastronomiebetriebe und über 120 Shops den Passagieren und Besuchern ein großes Angebot. In den beiden Arrival-Duty-Free-Shops können Passagiere auch bei der Ankunft zollfrei einkaufen. Die Restaurants und Geschäfte im Passagierbereich öffnen in der Regel eine Stunde vor dem ersten Flug und schliessen nach dem Aufruf des letzten Fluges.

Flughafen Wien: Mehr Kompetenzen für Standortanwalt

Damit werde sichergestellt, dass mit den Projekten verbundene positive Effekte auf den Wirtschaftsstandort, wie Schaffung von Jobs und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, stärker sichtbar gemacht würden.

Im Unterschied zu seinen acht Bundesländer-Kollegen in Österreich soll der Wiener Standortanwalt Alexander Biach (Bildmitte) zusätzlich zum im Bundesgesetz verankerten Mitspracherecht bei UVP-pflichtigen Infrastrukturprojekten auch größere Projekte begleiten, bei der keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist. Damit das möglich ist, hat die Stadt Wien die Kompetenzen des Standortanwalts per Erlass ausgedehnt. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (rechts im Bild) und Wirtschaftskammer-Wien-Präsident Walter Ruck (links) haben die neue Institution des Wiener „Standortanwalts“ präsentiert.

Förderer von Infrastruktur

Angesiedelt ist der Standortanwalt bei der Wirtschaftskammer und soll als ein Fürsprecher für Infrastrukturprojekte agieren, betonte Wirtschaftskammer-Wien-Präsident Ruck: „Mit dem Wiener Standortanwalt entwickeln wir die im letzten Jahr geschlossene Zukunftsvereinbarung zwischen Stadt und Wirtschaftskammer Wien weiter.“

Notwendige Infrastrukturprojekte, deren Umsetzung bisher durch lange Verfahren verzögert wurden, könnten in Zukunft rascher abgewickelt werden, so Ruck. Wien stehe im internationalen Standortwettbewerb mit anderen Metropolen – um langfristig „vorne mitzuspielen“, brauche es eine moderne Infrastruktur mit guten Straßenverbindungen, Flughafen, Bahn bis hin zu Datennetzen.

Der Wiener Standortanwalt Biach sieht seine Rolle als „Fürsprecher und Unterstützer von Infrastrukturprojekten“, wie er betonte. Dabei gehe es nicht um ein „Gegeneinander von Standortanwalt und Umweltschutz“, vielmehr wolle er aufzeigen, „dass moderne Infrastruktur wirtschaftsbelebend und gleichzeitig umweltfreundlich ist“. Seine Aufgabe sei es, die volkswirtschaftlichen Effekte von Projekten – von Arbeitsplätze und Löhne über zusätzliche Steuereinnahmen bis hin zu langfristigen Effekten für das Bruttoregionalprodukt – aufzuzeigen und als Argumente für ein Projekt in das Behördenverfahren einzubringen. Um diese positiven Auswirkungen darzustellen, will der Standortanwalt ein neues Berechnungstool anwenden, das von der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsforschung entwickelt wurde.

Der Standortanwalt wurde 2016 von der Wirtschaftskammer Wien erstmals vorgeschlagen. Hintergrund waren jahrelange geringe Fortschritte bei Infrastrukturprojekten wie der sechsten Donauquerung oder dem Ausbau des Flughafens Wien. Während die Standortanwälte in den acht anderen Bundesländern ausschließlich bei UVP-pflichtigen Verfahren eine Möglichkeit der Stellungnahmen haben, hat Wien die Kompetenzen des Standortanwalts ausgebaut. Über die Bauordnung und das Wiener Elektrizitätswirtschaftsgesetz wird es dem Wiener Standortanwalt ermöglicht, auch wichtige Infrastrukturprojekte ohne UVP-Pflicht zu begleiten.

Beschleunigung für Ausbau am Airport

Der Flughafen Wien begrüßt die Ausweitung der Kompetenzen des Wiener Standortanwalts Alexander Biach. „Gerade für den nachhaltigen Ausbau der Infrastruktur ist es wichtig, dass Projekte rasch abgewickelt und dabei stets die Interessen von Wirtschaft und Umwelt gewahrt werden. Mit den ausgeweiteten Kompetenzen des Wiener Standortanwalts sehen wir diesen Anspruch bestens erfüllt“, halten die Vorstände der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner fest.