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Airbus entwickelt CO3D-Erdbeobachtungsprogramm für CNES

Die französische Raumfahrtbehörde CNES hat den Auftrag für die CO3D-Konstellation (Constellation Optique 3D) an Airbus vergeben. Airbus wird ein globales, hochauflösendes digitales Oberflächenmodell (Digital Surface Model – DSM) erstellen.

Stereobilder mit einer Auflösung von 50 cm

Nach dem für Ende 2022 erwarteten Start, wird die von Airbus gebaute CO3D-Konstellation mit vier identischen Satelliten täglich weltweit Stereobilder mit einer Auflösung von 50 cm liefern. Die erfassten Daten werden in eine von Airbus betriebene cloudbasierte Verarbeitungskette mit integrierten Algorithmen von CNES eingespeist, um eine hochmoderne 3D-Karte der Landmasse der Erde zu erstellen.

Die für ein Gewicht von rund 300 kg ausgelegten CO3D-Satelliten ergänzen die Airbus-Flotte optischer und radargestützter Satelliten und stärken die Fähigkeit des Unternehmens, den wachsenden Anforderungen besonders anspruchsvoller Anwendungen gerecht zu werden. Als erste Vertreter einer neuen Generation innovativer, rein elektrischer Plattformen erschließen die extrem wendigen Satelliten ganz neue Wege, Bilder zu erfassen, zu verarbeiten und zur Erde zu übertragen. Zusammen mit den vier Pléiades-Neo-Satelliten bietet die CO3D-Konstellation bisher unerreichte Aktualisierungsraten für sehr hochaufgelöste Bilder.

Weltweite Erdbeobachtung

„CO3D ist ein wichtiger Schritt für die weltweite Erdbeobachtung und wird mithilfe der innovativen Technologie von Airbus den Zugang zu sehr hochaufgelösten 3D-Daten revolutionieren“, sagte Jean-Marc Nasr, Head of Space Systems bei Airbus. „Dieser Auftrag bestätigt, dass Airbus ein Partner ist, dem die CNES und die französischen Behörden vertrauen, und stärkt unsere führende Marktposition in Europa und dem Rest der Welt.“

CNES und Airbus haben mit diesem Projekt eine vertrauensvolle Partnerschaft geschlossen. Eine integrierte und agile Steuerung zwischen beiden Partnern wird es ermöglichen, die Mission so zu optimieren, dass sowohl private als auch öffentliche Bedürfnisse abgedeckt werden. Die von der CO3D-Konstellation gesammelten Daten stehen wissenschaftlichen und militärisch-institutionellen Partnern des Programms zur Verfügung.

Partnerschaft

Während der Vertragsunterschrift erklärte Jean-Yves Le Gall, Präsident von CNES: „Die neue Generation der optischen Satellitenkonstellation CO3D verkörpert französischen Ehrgeiz und Einfallsreichtum und eröffnet eine neue Ära der Erdbeobachtung. Die Konstellation ermöglicht eine höhere Bildwiederholrate, eine verbesserte Leistung und eine bessere Ausfallsicherheit. Diese Partnerschaft zwischen CNES und Airbus verdeutlicht die französische Stärke in der Erdbeobachtung aus dem All.“

Flughafen Stuttgart: Großes Festwochenende

Der Flughafen Stuttgart feiert zum 25. Mal sein Großes Kinderfest – diesmal mit einem ganzen Festwochenende.

Am Samstag und Sonntag, 10. und 11. August 2019 gibt es am Airport und auf der benachbarten Messepiazza jeweils 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr viele tolle Gratis-Aktionen zum Mitmachen. Der Samstag startet gleich mit einer Hauptattraktion: Bei zwei Kofferversteigerungen gehen rund 40 Gepäckstücke zu einem guten Zweck in Auktion. Ein weiteres Highlight ist ein acht Meter hoher Kletterturm und eine rund 30 Meter lange Zipline von Eurowings, an der mutige Kinder mit Schwung entlangsausen können.

Polizei am Flughafen mal unterhaltsam

Erstmals mit dabei ist die Toggo Tour mit vielen weiteren Attraktionen und Live-Musik mit angesagten Musik-Acts auf der Bühne. Auf der Gewinnspielbühne auf der Messepiazza werden an beiden Tagen viele tolle Gewinne verlost. Glückspilze können zum Beispiel Tickets für den Europapark Rust, die Flammenden Sterne oder mehrere Gutscheine für eine Flugreise gewinnen. Hauptgewinne sind zwei Hotelaufenthalte von je einer Woche in Fuerteventura und Ägypten für zwei Erwachsene und zwei Kinder ab Stuttgart.

Dazu gibt es viele Möglichkeiten, sich richtig auszutoben: Ein Pumptrack für Zweirad-Artisten, ein Fun-Tower für Kletterkünstler, eine Torwand für Nachwuchs-Kicker oder mehrere Hüpfburgen bieten Spaß und Bewegung die Menge. Mit dabei sind beim Jubiläumfest neben der Pferdestaffel der Landespolizei auch die Hundestaffeln des Zolls und der Malteser: Sie zeigen in ihren Vorführungen auf der Messepiazza, wie Personen aufgespürt oder versteckte Objekte erschnüffelt werden.

Familienfest am Flughafen Stuttgart
Familienfest am Flughafen Stuttgart

Formalien fürs Vorfeld beachten

Neugierige haben Gelegenheit zu gratis Vorfeld-Führungen. Wer teilnehmen möchte, muss sich vorab online über die Flughafenwebsite anmelden. Für alle offen ist an diesem Tag die Besucherterrasse, von der aus sich das Geschehen auf dem Vorfeld und das Starten und Landen der Flugzeuge prima beobachten lassen. Bei gutem Wetter erwartet der Flughafen Stuttgart mehr als 20.000 Besucher, die sich auf dem Festgelände und auf der Besucherterrasse tummeln werden.

Für die Anfahrt zum Flughafen empfehlen sich die öffentlichen Verkehrsmittel, bei den S-Bahnlinien werden für das Kinderfest Langzüge eingesetzt. Besucher des Kinderfests, die mit dem Auto kommen, können im Parkhaus P 20 (Boschparkhaus über der Autobahn A 8) für eine Sonderpauschale von 2,50 Euro parken. Gezahlt wird das Ticket an den Kassenautomaten des Parkhauses direkt vor Ort.

Flughafen Köln/Bonn: Antalya ist Reiseziel Nr. 1

In wenigen Tagen wird am Köln Bonn Airport mit dem Beginn der Sommerferien in NRW die größte Reisewelle des Jahres erwartet. Die Sommerferien sind am Flughafen eine sehr arbeitsintensive und spannende Zeit.

In der Zeit vom 12. Juli bis zum 27. August werden mehr als 2,01 Millionen Passagiere am Flughafen erwartet, etwas weniger Fluggäste als in den Sommerferien des Vorjahres (-4%). In Spitzenzeiten werden bis zu 150 Luftsicherheitsassistenten an den Kontrollstrecken im Einsatz sein. Die Passagierkontrollen führt Kötter Aviation Security im Auftrag der Bundespolizei durch.

Häufiges Zielland: Türkei

Besonders viele Passagiere nutzen den Flughafen jedes Jahr am ersten und am letzten Ferienwochenende. Am Hinreisewochenende (12. bis 14. Juli) rechnet der Köln Bonn Airport mit knapp 127.000 Reisenden. Allein am Freitag finden 340 Starts und Landungen statt, am gesamten Wochenende sind es über 900. Am letzten Ferienwochenende (23. bis 25. August) werden rund 133.000 Passagiere erwartet. Der passagierstärkste Tag mit über 48.000 Fluggästen ist voraussichtlich der 23. August, der letzte Freitag in den Ferien.

Als beliebtestes Sonnenziel löst Antalya in diesem Jahr Palma de Mallorca ab. Der Badeort an der Türkischen Riviera wird in den Sommerferien über 80 Mal wöchentlich ab Köln/Bonn angeflogen. Der „Klassiker“ Mallorca liegt auf Platz 2, und gefolgt von Istanbul und Ankara. Insgesamt stehen jede Woche rund 425 Flüge zu Sonnen- und Badezielen auf dem Programm. Bei Städtereisenden sind vor allem BerlinMünchenLondonHamburg und Wienbeliebt. Die gefragtesten Reiseländer insgesamt sind in diesem Jahr wieder die Türkei, Spanien und Italien.

Anreise zum Flughafen

Für einen entspannten Start in die Ferien sollten Passagiere mehr Zeit als gewöhnlich für den Check-In und die Sicherheits-kontrollen einplanen. Fluggäste können sich entweder online beim Flughafen oder in der CGN-Airport-App über die aktuellen Wartezeiten an den Sicherheitskontrollstellen informieren. Weitere Informationen zur Anreise erhalten Reisende bei ihrer Fluggesellschaft und im Terminal-Service.

Am Köln Bonn Airport stehen für die Passagiere insgesamt rund 12.600 Parkplätze in drei Parkhäusern zur Verfügung. Wer seinen Parkplatz online bucht, bekommt die günstigsten Tarife, die aktuell verfügbar sind. Der Flughafen empfiehlt den Urlaubern, sich vorab auf der Homepage über die aktuelle Belegung der Parkhäuser zu informieren. Die Einfahrt auf das Flughafengelände ist für Fahrer, die Passagiere bringen oder abholen, zehn Minuten kostenlos. Sollte der Aufenthalt länger dauern, stehen in den Parkhäusern 2 und 3 kostengünstige Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Regeln für Handgepäck

Wer sein Handgepäck bewusst packt, spart an der Sicherheitskontrolle Zeit: Scharfe, spitze Gegenstände gehören nicht ins Handgepäck – auch das Nageletui und das Taschenmesser fürs Picknick sollte man im Koffer verstauen. Flüssigkeiten und Crèmes sind erlaubt, solange jedes einzelne Fläschchen nicht mehr als 100 ml groß ist (insgesamt nicht mehr als ein Liter). Die Flüssigkeiten müssen in einem durchsichtigen 1-Liter-Plastikbeutel mit Zip-Verschluss verstaut sein.

„Family Lane“ für Eltern mit Kindern

Für Familien mit Kindern steht im Terminal 1 eine „Family Lane“ zur Verfügung. Die Kontrollgeräte in der „Family Lane“ sind so groß, dass auch Kindersitze und Buggys problemlos durchleuchtet werden können. Das Personal ist zudem speziell für den Umgang mit kleinen Kindern ausgewählt und geschult.

Luftverkehr: Optimierung an Flughäfen

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) haben den Abschlussbericht zu ihrem gemeinsamen Projekt „Prozessoptimierung der Passagiersteuerungs- und Sicherheitskontrollverfahren“ vorgestellt.

Aufgrund einer Vereinbarung aus dem Jahre 2013 untersuchten die Projektpartner anhand verschiedener Projekte, wie es möglich ist, bei der Durchführung einer Flugreise die Priorität der Sicherheit mit einer möglichst hohen Effizienz und Kundenfreundlichkeit zu verbinden. Die hierzu identifizierten 21 Maßnahmenpakete wurden in drei Pilotprojekten an den Flughäfen in Köln/Bonn, Hamburg und Berlin Schönefeld erprobt.

Kontrolle: Überholen erlaubt

Am Flughafen in Köln/Bonn wurde u.a. eine umfassend neue Kontrollfläche („Easy Security“) sowie veränderte Prozesse bei der gesamten Passagierkontrolle erprobt. Diese ermöglichen eine Parallelisierung der Kontrollprozesse, bei der u.a. Passagiere die Möglichkeit haben, langsamere Passagiere zu überholen, um einen störungsfreien Passagierfluss zu gewährleisten. Am Flughafen Berlin Schönefeld wurde mit einem neuen Vertragsmodell ein Anreizsystem zur Qualitäts- und Effizienzerhöhung der Sicherheitsdienstleister erfolgreich getestet.

Die deutsche Luftverkehrswirtschaft ermöglicht Mobilität für jährlich über 200 Millionen Fluggäste und trägt mit dem Transport von Außenhandelswaren im Wert von über 200 Milliarden Euro zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei.

Ministerialdirektorin Dagmar Busch, Leiterin der Abteilung Bundespolizei im BMI sagte zu den neuen Verfahren: „Die Pilotprojekte an den Flughäfen in Köln/Bonn, Hamburg und Berlin Schönefeld sind ein hervorragendes Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation von Behörden und Industrie. Es war gut, dass alle Beteiligten ihre Erfahrungen und Kompetenzen einbringen und dadurch Optimierungspotenziale identifizieren konnten. In den Pilotprojekten vor Ort konnten diese Potenziale in der Praxis erfolgreich erprobt werden. Dies wäre den beiden Projektpartnern für sich alleine niemals möglich gewesen.“

Airbus C295 im Dienst für die Regierung von Kanada

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Eine C295 von Airbus für die Regierung von Kanada hat jetzt erfolgreich ihren Jungfernflug absolviert.

Das Flugzeug ist für die Royal Canadian Air Force (RCAF) bestimmt und Teil des Austauschprogramms für Starrflügler der Such- und Rettungseinheit, dem Fixed Wing Search and Rescue Aircraft Replacement (FWSAR)-Programm. Darin sollen 16 Flugzeuge geliefert und kompletter Service von Bereitstellung, Training samt Schulungszentrum in Comox und Wartung geleistet werden. Im Sommer beginnt die Ausbildung der RCAF-Crews in Sevilla.

Produktion von C295 für Kanada

Die C295 soll noch dieses Jahr übergeben werden und beim RCAF in den Betriebstest gehen. Das Flugzeug für den Kanadischen Kunden heißt CC-295 (Canadian Customer). Es hob vom Standort Sevilla in Spanien ab und war 01:27 Stunden in der Luft.

Während die erste Maschine das Testflugprogramm angetreten hat, befinden sich fünf weitere schon in verschiedenen Stadien des Baus. Hinzu kommen sieben Flugsimulatoren und Übungsgeräte, die derzeit noch getestet werden. Auch vor Ort wird Wertschöfpung geschaffen. Schon im Januar wurden laut Airbus für FWSAR 86 Prozent des in-Service-Supports in Kanada von dortigen Firmen erbracht.

Dortmund Airport verzeichnet Passagier-Rekord

Den Dortmund Airport nutzten im 1. Halbjahr 1.268.001 Fluggäste. Damit flogen von Januar bis Juni so viele Passagiere vom und zum Airport, wie noch nie in diesem Zeitraum zuvor.

Gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2008 konnte die Zahl der Fluggäste um acht Prozent gesteigert werden, im Vergleich zum Vorjahr sogar um 21 Prozent. Flughafen-Chef Udo Mager: „Das Wachstum bestätigt die für das Jahr 2019 formulierte Erwartung, insgesamt mehr als 2,5 Millionen Passagiere am Dortmund Airport begrüßen zu dürfen.“

Passagiere nutzen Strecken

Die Steigerung der Fluggastzahlen liegt vor allem in zahlreichen neuen Stecken begründet. Unter anderem wurden TiranaPristina und Chisinau im ersten Halbjahr 2018 noch nicht angeflogen. Auch die Strecke von Dortmund nach Wien wurde zum Ende des Jahres 2018 wieder aufgenommen. Mittlerweile wird diese Destination sogar täglich angeflogen. „Die vielen Streckeneröffnungen im Laufe des Jahres 2018 zeigen erst jetzt ihre volle Wirkung. Obwohl die Ziele noch nicht lange auf dem Flugplan stehen, sind diese bereits sehr gut ausgelastet und etabliert“, erklärt Guido Miletic, Abteilungsleiter Marketing & Sales am Dortmund Airport.

Auch im 1. Halbjahr 2019 wurde das Streckennetz erweitert. Eurowings und Wizz Air stockten ihr Angebot von Dortmund auf und fliegen die Urlaubsziele Usedom und Palanga an. Vom Dortmunder Flughafen werden derzeit 41 Ziele von fünf Airlines nonstop angeflogen. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf Destinationen in Osteuropa. Mit knapp 140.000 Fluggästen im 1. Halbjahr 2019 war Kattowitz dasbeliebteste Ziel der Reisenden. Auch die Verbindungen nach London (ca. 107.000 Passagiere) und Mallorca (ca. 82.000 Passagiere) erfreuten sich großer Beliebtheit.

Nanosatelliten bringen Big Data zur Erde

Satelliten sind für das heutige Leben nicht mehr wegzudenken. Ob für Navigation, Kommunikation, Umwelt- und Klimamonitoring oder die Wettervorhersage. Doch diese Hochleistungsmaschinen generieren riesige Datenmengen, die nicht so einfach auf die Erde zu bekommen sind und hernach Supercomputer füttern.

Nutzer der Daten benötigen oft nur einen Kleinen Ausschnitt der der Daten, müssen aber trotzdem eine riesiege Datei dwonloaden. Die Raumfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs hat den Start von zwei Nanosatelliten unterstützt, die der Datenübertragung dienen. Diese stammen von Spire Global, einem Betreiber eines Netzwerks solcher kleiner Satelliten. Diese beiden sammeln und verarbeiten gezielt Daten von anderen Satelliten, bevor sie sie zur Erde weiterleiten. Das macht Bandbreite frei und ermöglicht weitere Dienste und Nutzer.

Umstrukturierung in der Raumfahrtpolitik

Hergestellt wurden die Nanosats in Glasgow, was sich als Schmiede für diese Kategorie von Satelliten etabliert. Zukünftig will das Vereinigte Königreich auch selbst vom Test bis zum Start ins All Fähigkeiten etablieren, zumal der Brexit zu einer gewissen Unabhängigkeit zwingt. Die Briten haben dazu ein Regierungsprogramm zur Industriestrategie für die Raumfahrt aufgelegt.

Die jetzigen Satelliten wurden noch in Russland gestartet. Sie wurden auch unter europäischer Ägide ins Leben gerufen. Das Pionierprogramm der ESA (European Space Agency) Advanced Research in Telecommunications Systems (ARTES) half hier, Neuheiten in erfolgreiche kommerzielle Entwicklungen zu transferieren.

Berliner Flughäfen verzeichnen 11,9% mehr Passagiere

Die Reisenden an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel haben im ersten Halbjahr 2019 zahlenmäßig zugenommen. Insgesamt flogen 17.455.162 Passagiere von und nach Berlin. Das ist eine Steigerung um 11,9 Prozent. Die Flugbewegungen haben um 7,5 Prozent auf 145.042 zugelegt.

Am Flughafen Schönfeld sind 5.662.974 Passagiere gestartet bzw. gelandet. Die Flugbewegungen liegen bei 48.202. In Tegel sind die Passagierzahlen auf 11.792.188 gestiegen. In den ersten sechs Monaten gab es am Flughafen Tegel 96.840 Flugbewegungen. Die Angaben beruhen auf dem vorläufigen Verkehrsbericht Juni 2019.

Daldrup: Gutes Halbjahr für FBB

Flughafenchef Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup: „Die Hauptstadtregion ist und bleibt eine hochattraktive Destination. Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Gemeinsam konnte das starke Fluggastaufkommen gut bewältigt werden. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 wurden fast 1,9 Millionen Passagiere mehr abgefertigt. Dass die Flughäfen das Wachstum so gut bewältigen, ist das Ergebnis der harten und engagierten Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FBB, von unseren Partnern und den Dienstleistern. Für ihren großen Einsatz möchte ich mich im Namen der Flughafengesellschaft ausdrücklich bedanken.“

Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern: ZKI liefert Daten

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Am 02. Juli 2019 hat das Institut für Optische Sensorsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einer speziellen Version des Modular Aerial Camera System (MACS) weite Teile der Waldbrände auf dem Truppenübungsplatz bei Lübtheen kartiert.

In Mecklenburg-Vorpommern ereignet sich zurzeit der schwerste Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) im Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) wurden den Einsatzkräften zeitnah aktuelle Lagebildkarten der betroffenen Regionen zur Verfügung gestellt.

Luftgestützte Erfassung mit MACS

Die Waldbrände bei Lübtheen wurden zwischen 16:50 Uhr und 17:20 Uhr mehrfach überflogen und neben hochauflösenden Luftbildern wurden mit MACS Wärmebilder erstellt, die das Geschehen aus der Luft mit einer Bodenauflösung von einem Meter zeigen. Nach der Landung um 18:00 Uhr konnten gegen 21:00 Uhr die ersten Lagebildkarten an die Einsatzkräfte in Mecklenburg Vorpommern übermittelt werden.

MACS-Thermaldaten im Lagebildformat des ZKI
MACS-Thermaldaten im Lagebildformat des ZKI

Durch ein patentiertes Verfahren des DLR können die Luftbildaufnahmen und Thermalbilder in Echtzeit lagerichtig in eine digitale Karte projiziert werden. Die daraus resultierenden Bildmosaike können den Einsatzkräften schnell zur Verfügung gestellt und direkt in bestehenden Geoinformationssystemen genutzt werden. Die Temperaturinformation der Thermalbilder erlaubt die Erkennung von Feuern unter Baumkronen und Rauchwolken sowie die Bewertung der Intensität der Brände.

Sensoren auf Satelliten für Erfassung

Bei dem Thema Waldbrand bieten sich generell optische sowie thermale Fernerkundungsdaten an. Im Fall von den Waldbränden bei Lübtheen wurde durch das ZKI eine frei verfügbare Sentinel-2-Aufnahme herangezogen, bei der besonders ein Falschfarbenbild einen hohen Informationsgehalt zu den aktuellen Bränden bietet. Auf jeweils einer Terra- sowie Aquaaufnahme mit dem Sensor MODIS sind außerdem die Rauchsäulen klar erkennbar.

Sentinel-2 Falschfarbenbild: Der Satellit liefert dieses Falschfarbenbild mit aktiven Feuern
Sentinel-2 Falschfarbenbild: Der Satellit liefert dieses Falschfarbenbild mit aktiven Feuern

Auch wurde von European Space Imaging (EUSI) eine höchstaufgelöste GeoEye-1-Szene aufgenommen. Aus Daten der beiden Sensoren VIIRS und MODIS konnten zudem Brandherde verschiedener Zeitpunkte generiert werden. Durch den Service European Forest Fire Information System (EFFIS) konnten auch die Brandflächen unterschiedlicher Zeitpunkte analysiert werden.

Das ZKI kann in akuten Situationen alle satelliten- und luftgestützten Informationen zusammentragen, bereitet die Daten auf, analysiert sie und fügt wesentliche Geoinformationen hinzu, die vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) bezogen wurden. So können ad-hoc leicht verständliche und gehaltvolle Lagebildprodukte der betroffenen Region erstellt werden. Informationen über die Evakuierungssituation vor Ort werden vom Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum (GMLZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) an das ZKI getragen.

ZKI-Lageraum: Kartierungen zu den Bränden bei Lübtheen im Lageraum, wo die Daten zusammenfließen
ZKI-Lageraum: Kartierungen zu den Bränden bei Lübtheen im Lageraum, wo die Daten zusammenfließen

Informationen bester Qualität für Hilfskräfte

Aufgrund des großen ZKI-Nutzerkreises können die erstellten Produkte an die jeweiligen Interessenten direkt verteilt werden. Aktuell steht das ZKI in engem Austausch mit dem Technischen Hilfswerk (THW), dem GMLZ sowie mit der Einsatzleitung vor Ort, an die es seine Karten und teilweise auch die Rohdaten sofort weiterleitet. Die vom ZKI generierten Produkte sind auch für die Öffentlichkeit frei zugänglich und können auf der ZKI-Aktivierungsseite heruntergeladen werden.

Durch weitere geplante Befliegungen und Satellitenbildaufnahmen setzt das ZKI die Bearbeitung fort und führt ein Monitoring der Krisensituation weiterhin durch. So konnte das Gebiet am Donnerstag, 04. Juli 2019 in Abstimmung mit der Einsatzleitung nochmals überflogen werden. Die dabei gewonnenen Bild- und Thermaldaten zeigen deutlich reduzierte Brandflächen und werden ebenfalls über das ZKI aufbereitet, verteilt und über die Kanäle bereitgestellt.

Fraport Flugverkehr von Bombenentschärfung betroffen

Durch die Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird am Sonntag im Frankfurter Ostend eine große Evakuierung der Bevölkerung notwendig. Auch der Luftraum ist von den Aktivitäten des Kampfmittelräumdienstes betroffen.

Bei Ostwind („Betriebsrichtung 07“) sind die Abflüge betroffen, die in Richtung Osten führen. Nicht alle Abflugverfahren stehen zur Verfügung, denn sie führen teilweise über den betroffenen Luftraum. Dieser muss umflogen werden, hierdurch können Kapazitätseinschränkungen entstehen. Die Aufgabe der Flugsicherung ist es, den Verkehr auch in solch außergewöhnlichen Situationen sicher durch den Luftraum zu führen. Entstehen dabei Verzögerungen, so sind diese der sicheren Verkehrsabwicklung geschuldet. Es wird zu Auswirkungen kommen, deren Umfang jedoch abhängig von der Wetter- bzw. besonders der Windsituation sind.

Flugverkehr weicht auf Parallelbahn aus

Bei Westwind wird es zu einer veränderten Anflugsituation kommen. Die Anflugverfahren zur Nordwestlandebahn sind nicht nutzbar, alle Landungen müssen auf das Parallelbahnsystem geführt werden. Auch in dieser Situation ist mit Verzögerungen zu rechnen. Als Zeitraum für alle diese Maßnahmen wurde vom Kampfmittelräumdienst die Zeit von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr definiert.

Auch die Zeitdauer der Bombenentschärfung hat natürlich Auswirkungen: Je kürzer und schneller sie erfolgt, desto weniger groß werden die Folgen für den Betrieb des Flughafens sein. Flugsicherung und Kampfmittelräumdienst stehen in engem Kontakt und werden alle Aktivitäten miteinander abstimmen.

DFS vermeldet Glow Track & Hauptreisezeit am Himmel

Mit dem Beginn der Sommerferien hat auch die Hauptreisezeit begonnen. Nicht nur in Deutschland, in ganz Europa war der Luftraum voll. Am 28. Juni wurden europaweit mehr als 37.000 Flüge an einem einzigen Tag kontrolliert – das ist mehr als jemals zuvor. Fast jeder dritte Flug führt durch den deutschen Luftraum, wegen seiner zentralen Lage eine der am dichtesten beflogenen Regionen Europas.

1,61 Millionen IFR-Flüge im 1. Halbjahr

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat die DFS im deutschen Luftraum 1,61 Millionen Flüge nach Instrumentenflugregeln registriert – das sind rund 21.000 Flüge mehr als in der gleichen Zeitspanne des vergangenen Jahres. Im Juni 2019 wurden 304.374 Flüge gezählt. Damit alle diese Flüge möglichst ohne Verspätung an ihr Ziel kommen, hat die DFS Deutsche Flugsicherung bereits im Vorfeld zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Mit Erfolg: Die flugsicherungsbedingte Verspätung im deutschen Luftraum lag im Juni 2019 bei 106 Sekunden pro Flug, das sind 15 Sekunden weniger als im Vorjahresmonat. 

Ausbildung neuer Fluglotsen

Gemeinsam mit den Kontrollzentralen der Nachbarländer werden seit Ende April Flüge auf einigen Strecken abgesenkt, um den überlasteten oberen Luftraum zu entzerren. Zudem haben viele Mitarbeiter im operativen Bereich bereits vom 1. Juni an freiwillige Zusatzschichten übernommen, über ihre eigentliche Arbeitszeit hinaus. Auch die Ausbildung neuer Fluglotsen läuft trotz Sommerferien auf Hochtouren. Von den 122 jungen Menschen, die bis Ende 2019 ihre Ausbildung begonnen haben sollen, nehmen bereits 54 Auszubildende am Unterricht in der Akademie in Langen teil. Auch in 2020 wird dieser Trend fortgesetzt, die Zahl der Azubis wird auf 146 steigen.

Durch diese und weitere Maßnahmen trägt die DFS besonders in der verkehrsreichen Sommerreisezeit ihren Teil zur Pünktlichkeit im Luftverkehr bei. Allerdings machen flugsicherungsbedingte Verzögerungen nur einen geringen Teil der gesamten Verspätung aus. Nach Angaben der europäischen Flugsicherungsagentur Eurocontrol betrug von Januar bis Mai 2019 die durchschnittliche Verspätung pro Flug 11,3 Minuten, fast die Hälfte davon wurde von den Airlines verursacht. Der Anteil der europäischen Flugsicherungen lag in den ersten fünf Monaten bei weniger als einer Minute.

Glow Track mit 11.024 gezählten Flügen an einem Tag

Der verkehrsreichste Tag: Glow Track am Freitag, 07. September 2018

Der verkehrsreichste Tag

Auf die Fluglotsen der DFS ist Verlass – das zeigt der bisher verkehrsreichste Tag in der Geschichte der DFS. Am 07. September 2018 wurden 11.024 Flüge im deutschen Luftraum gezählt. Damit sorgen die Mitarbeiter der DFS bis heute dafür, dass Passagiere pünktlich und vor allem sicher ans Ziel kommen. 

Boeing und ESG: Transporthubschrauber der Bundeswehr

Boeing und die in Bayern ansässige ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH kooperieren im Rahmen des Wettbewerbs um einen neuen Schweren Transporthubschrauber (STH) der Bundeswehr und haben heute auf dem 31. Internationalen Hubschrauber Forum in Bückeburg eine entsprechende Vereinbarung bekanntgegeben. Die Vereinbarung unterstützt das Angebot des H-47 Chinook im deutschen Wettbewerb  für den geplanten STH und umfasst sowohl In-Service-Support als auch verschiedene Lifecycle-Services.

In-Service-Support-Netzwerk im Ausbau

Mit dieser Kooperation baut Boeing sein In-Service-Support-Netzwerk weiter aus und nutzt die Expertise der ESG bei der Bereitstellung innovativer und hochkomplexer Lösungen für die Bundeswehr. Dazu zählen lokal ausgerichtete Logistikdienstleistungen, die sich positiv auf die Effizienz, Zuverlässigkeit und Technologie der gesamten STH-Lösung auswirken werden. Als neues Mitglied des hochqualifizierten Industrieteams von Boeing wird die ESG den STH im Laufe des gesamten Lebenszyklus unterstützen.

„Wir sind überzeugt, dass wir einen wertvollen Beitrag zum zukünftigen Betrieb des H-47 Chinook in der Bundeswehr leisten können und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Boeing“, sagte Kai Horten, Geschäftsführer der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

Michael Hostetter, Vice President Boeing Defense, Space & Security Germany, fügte hinzu: „Die ESG verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Wir freuen uns, die ESG als Partner des Industrieteams für den deutschen H-47 Chinook willkommen zu heißen. Wir bauen auf ein starkes Team, das in den nächsten 40 bis 50 Jahren die Instandhaltung und Wartung des Chinook sicherstellen wird. Damit integrieren wir zusätzliche Kompetenzen, Mehrwert und lokale Expertise in die hocheffiziente Plattform und Logistiklösung. Gleichzeitig werden die Zuverlässigkeit und der Low-Risk-Ansatz beibehalten, die zum Markenzeichen des Chinook-Programms geworden sind.“

Langfristige Unterstützungs- und Trainingslösung

Der Industrieplan von Boeing wird der Bundesregierung eine langfristige Unterstützungs- und Trainingslösung vor Ort bieten. Diese umfasst die Wartung der Hubschrauber, die Ausbildung der Crew sowie technisches Training, Forschungs-, Entwicklungs- und Technologielösungen sowie die Integration von Kommunikations- und Missionssystemen.

„Mit dem Industrieteam für den H-47 Chinook eröffnet Boeing Unternehmen in Deutschland die Möglichkeit, sich dem Zuliefernetzwerk von Boeing anzuschließen“, sagte Dr. Michael Haidinger, President Boeing Deutschland. „Boeing schätzt die Technologieexpertise der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und baut die Geschäftsmöglichkeiten für sein Zuliefernetzwerk in Deutschland in allen Boeing Geschäftsbereichen Commercial, Defense, Space and Security sowie Global Services kontinuierlich weiter aus.“

Boeing H-47 Chinook

Boeing fokussiert sich darauf, seinen Kunden eine risikoarme, bewährte und zuverlässige Lösung pünktlich und zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis anzubieten. Der Boeing H-47 Chinook ist ein hochmoderner, zuverlässiger, bezahlbarer Multi-Missionshubschrauber. Mit mehr als 950 Fluggeräten in 20 Ländern, darunter 8 NATO-Mitgliedsstaaten, wird der Chinook bis 2065 und darüber hinaus sofortige weltweite Interoperabilität bei niedrigsten Betriebs- und Anschaffungskosten ermöglichen.

Boeing und sein deutsches Industrieteam stehen bereit, die Bundeswehr sowie diejenigen zu unterstützen, die den Helikopter in den nächsten Jahrzehnten fliegen und warten werden.

Flughafen Wien schließt Partnerschaft mit Kühne + Nagel

Rasche und punktgenaue Abfertigung von temperatursensiblen Arzneiwaren rund um die Uhr ist die Kernkompetenz des Vienna Pharma Handling Center (VPHC) am Flughafen Wien. Als einziger Airport in Mitteleuropa bietet der Pharmahub Wien den Fracht- und Logistikunternehmen eine komplette End-to-End-Lösung für medizinische Produkte aus einer Hand und gewährleistet damit eine durchgängige Kühlkette, schnelle Abfertigungsprozesse sowie kurze Umschlagzeiten zwischen Luftfahrt und Landverkehr. Kühne + Nagel nützt dieses hochspezialisierte Service ab sofort als „Preferred Partner“ für das Handling seiner Pharma-Sendungen. Im Rahmen der Partnerschaft profitiert das weltweit agierende Speditions- und Logistikunternehmen von einem eigenen Abfertigungsbereich, der noch größere Flexibilität im Handling verspricht.

„Ein schneller Warenumschlag ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Frachtverkehr. Über den Pharmahub Wien können wir 23 Länder innerhalb von eineinhalb Tagen und 15 Länder sogar binnen 24 Stunden Fahrzeit mit Medikamenten versorgen. Kühne + Nagel setzt auf unsere Fachkompetenz und hohe Flexibilität, worüber wir uns sehr freuen“, so Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

„Durch die Partnerschaft mit dem Flughafen Wien kann Kühne + Nagel seinen Kunden aus der Pharma- und Healthcare-Industrie in Österreich und den umliegenden Ländern einen noch besseren Service liefern. Im Rahmen von KN PharmaChain erhalten Kunden Zugang zu einer industriespezifischen, GxP-konformen Lösung mit weltweit einheitlich hohen Qualitätsstandards“, kommentiert Heiko Schuhmacher, Luftfrachtleiter Europa bei Kühne + Nagel.

„Sämtliche Leistungen wie Verpacken, Lagern sowie Be- und Entladungen von temperaturgeführten Containern können nun auf einer exklusiven Abfertigungsfläche angeboten werden. Ein zusätzlicher Vorteil der Partnerschaft ergibt sich aus dem rollfeldnahen Standort des Pharma Handling Centers. Dieser ermöglicht eine durchgehende Kühlkette für unsere Sendungen zum und vom Flugzeug, was bisher am Flughafen Wien nicht möglich war“, bekräftigt Patrick Mair, Luftfrachtleiter Kühne + Nagel Österreich.

Vienna Pharma Handling Center – Erstklassige Abfertigung von Arzneiwaren

Das Vienna Pharma Handling Center wurde im Dezember 2018 eröffnet. Es ist Teil des Air Cargo Centers und, sowohl von der Straße, als auch vom Vorfeld zugänglich. In der Halle befinden sich zwei voneinander getrennte Temperaturbereiche, ein 1.500 m2 großer Raum für die Abfertigung von Arzneiwaren bei 15 bis 25 Grad Celsius und weitere 153 m2 für die Kühlung auf 2 bis 8 Grad Celsius. Im VPHC werden ausschließlich pharmazeutische Produkte abgefertigt. Für die Errichtung der Halle hat der Flughafen Wien rund 1,8 Millionen Euro investiert.

DLR für Aeroelastik: Flugzeugflügel im Flatter-Test

Zukünftige Flugzeuge sollen leichter und dadurch sparsamer im Kerosinverbrauch sein. Darum hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) jetzt im Rahmen eines EU-Projekts zwei neuartige Flügel getestet, deren Bauweise bislang nicht möglich war.

Die Reduzierung von Gewicht gilt neben sparsameren Triebwerken und schlankeren Flügeln als wichtigster Weg, den Treibstoffverbrauch im Luftverkehr zu verringern. Bei Flugzeugflügeln ist die Möglichkeit, mit herkömmlichen Bauweisen Gewicht einzusparen, praktisch ausgeschöpft. Da Flugzeugflügel hohe Belastungen aushalten müssen, sind sie besonders stabil gebaut. Früher bestanden sie aus dem Leichtmetall Aluminium, heutzutage zu immer größeren Teilen aus Kohlefasern.

Flügel könnten viel leichter sein

Das EU-Projekt FLEXOP, in dem sich Forschungseinrichtungen aus sechs Ländern zusammengeschlossen haben, hat sich zum Ziel gesetzt, neuartige Möglichkeiten im Flügel-Design zu untersuchen. Die Forscher haben zwei unterschiedliche Varianten, die eine Gewichtsreduzierung versprechen, entworfen und zusammen mit einem Standardflügel als Modell gebaut. Um die Wirksamkeit der neuen Flügelbauweisen zu untersuchen, wurden sie nun im DLR-Institut für Aeroelastik in Göttingen in einem sogenannten Standschwingungsversuch getestet.

Das Modell des Standardflügels besteht aus Kohlefasern und ist wie bei einem klassischen Verkehrsflugzeug. Der erste innovative Flügelentwurf, der sogenannte ‚Flatter-Flügel‘, ist ein Entwurf der Technischen Universität München. Dieser aus Glasfaser bestehende Flügel ist bewusst so ausgelegt, dass er in den gefährlichen Zustand des ‚Flatterns‘ kommen kann. Ähnlich wie eine Fahne im Wind schaukeln sich dabei Schwingungen immer stärker auf, bis es zu einem Bruch kommt. Ein neuartiges Flugregelsystem, das vom DLR-Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik in Oberpfaffenhofen entwickelt wird, soll verhindern, dass ein solch kritischer Zustand eintritt.

Die äußeren Klappen an der Flügelhinterkante werden so gesteuert, dass sie wie Dämpfer wirken. Der Flügel kann hierdurch wesentlich leichter konstruiert werden und eine höhere Streckung haben, also schlanker sein. „Die aktive Regelung vergrößert die Möglichkeiten für eine wesentlich leichtere Bauweise maßgeblich“, sagt Gertjan Looye, Koordinator für die DLR-Beteiligung am Projekt. Ein zweites Flugregelungssystem wird vom Computer and Automation Research Institute der ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA SZTAKI) entwickelt. Der Projektleiter Bálint Vanek von MTA SZTAKI ergänzt: „Mit einem solchen Flügel könnten künftig 20 Prozent mehr Fracht transportiert oder sieben Prozent Treibstoff eingespart werden.“

Aeroelastischer Flügel 20 Prozent leichter

Ein weiterer Flügel im Test ist der so genannte aeroelastische Flügel. Dieser wurde vom DLR- Institut für Aeroelastik zusammen mit der Universität Delft entwickelt. Er besteht zwar auch aus Kohlefasern, verfügt aber über besondere Eigenschaften: „Unter Belastung biegt sich der neue Flügel nicht nur, verdreht sich auch deutlich stärker als heutige Tragflächen“, sagt Versuchsleiter Yves Govers vom DLR Göttingen. Dadurch kann der aeroelastische Flügel den größten Lasten im Flug quasi ausweichen und ist genauso stabil wie der Standardflügel – obwohl er 20 Prozent leichter ist. Möglich macht dies ein speziell optimierter, unkonventioneller Lagenaufbau des Werkstoffs.

Standschwingungsversuche sind ein wichtiger Bestandteil des Testprogramms von Flugzeugprototypen. Für jedes neue Flugzeugmuster muss dessen Flattersicherheit nachgewiesen werden. Auf dem Gebiet der Standschwingungsversuche ist das DLR-Institut für Aeroelastik führend und hat bereits Prototypen großer Verkehrsmaschinen wie den Airbus A380, A350 oder zuletzt den Beluga XL auf ihr Schwingungsverhalten hin vermessen. In der zweiten Jahreshälfte 2019 sollen die Flügel-Modelle auch in einem Flugversuch in Oberpfaffenhofen getestet werden.

Airport Weeze: Airline Exxaero für Privatjets gegründet

Vertreter des Luftfahrtbundesamts zertifizierten das Unternehmen nun in Weeze für den Flugbetrieb.

Solid Handling, langjähriger Abfertiger von Privatflugzeugen am Airport Weeze (ICAO: EDLV), hat die deutsche Fluggesellschaft Exxaero gegründet. Ab sofort ist ein Exxaero-Jet am Airport Weeze stationiert, weitere Flugzeuge sollen folgen. Mit einem sechssitzigen Jet vom Typ Hawker Beechcraft Premier 1 startet die neu gegründete Fluggesellschaft „Exxaero“ ab sofort am Airport Weeze. Vertreter des Luftfahrtbundesamtes verliehen der GmbH heute das Air Operator Certificate (AOC), eine Betriebsgenehmigung als Luftfahrtunternehmen. Den Bereich des Ground Handlings kleiner Jets am Airport Weeze betreibt Solid Handling weiterhin.

Markt für Geschäftskunden in Deutschland

Für die Exxaero GmbH, hinter der das Abfertigungsunternehmen Solid Handling und die holländische Exxaero B.V. steht, öffnet sich damit ein weiteres Geschäftsfeld auf dem wichtigen deutschen Markt. In den Niederlanden ist die Fluggesellschaft Exxaero B.V. seit einigen Jahren im Bereich Privatjets bereits mit neun Flugzeugen unterwegs und nutzte dabei auch die Infrastruktur des Airport Weeze für Starts und Landungen. „Weil wir bereits viele deutsche Firmenkunden mit eigenen Flugzeugen haben, lag es nahe, auch in Deutschland eine Flugbetriebsgesellschaft zu gründen“, erklärt Exxaero-Betriebsleiter Rogier Buijs.

„Für unsere Kunden übernehmen wir das Management ihrer Geschäfts- und Privatflugzeuge. Mit dem neuen AOC in Deutschland können wir unseren Kunden einen Full Service oder auch maßgeschneiderte Lösungen bieten. So sorgen wir für den kompletten Betrieb, Lizenzen nach EASA- Standard, für Wartung und Reparaturen und auch für die Vermarktung der Flugzeuge, wenn Kunden freie Kapazitäten haben.“

Airport Weeze wird Basis für fünf Jets

Der Sitz der Exxaero GmbH ist der Airport Weeze, dort ist auch der erste Flieger stationiert, den das Unternehmen betreut. Das Flugzeug „Hawker Beechcraft Premier 1“ bietet bis zu sechs Passagieren Platz und wird für Ziele innerhalb Europas eingesetzt. „Dabei soll es aber nicht bleiben, denn die Nachfrage nach Privatjets ist groß“, sagt Rogier Buijs. „Wir werden innerhalb eines Jahres vier weitere Flugzeuge deutscher Kunden in Weeze stationieren.“ Die Exxaero GmbH beschäftigt in Weeze derzeit fünf Mitarbeiter und vier Piloten für das erste Flugzeug.

Seit Eröffnung des Airport Weeze für den zivilen Flugverkehr im Jahre 2003 kümmert sich die Exxaero GmbH um die Abwicklung der nicht im Flugplan stehenden Flieger. Vor allem die Betreiber von Privatjets – etwa für Geschäftsreisen – nutzen den Service, der das gesamte Bodenhandling – von Sicherheitskontrolle bis zur Fahrt zum Flieger auf dem Rollfeld – beinhaltet. „Solid Handling ist von Beginn an als absolut zuverlässigerPartner aufgetreten“, sagt Ludger van Bebber, Geschäftsführer des Flughafens. „Wir freuen uns sehr, dass das Unternehmen nun mit einer eigenen, in Deutschland registrierten Flugbetriebsgesellschaft weitere Geschäftsbereiche erschließt.“ Solid Handling beschäftigt am Airport Weeze für die Abfertigung und die Kundenbetreuung sechs Mitarbeiter.

Flughafen Karlsruhe (FKB): Passagerekord im 1. Halbjahr

Am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) wurden im ersten Halbjahr über 600.000 Passagiere gezählt. Dies entspricht einem Zuwachs um rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (560.000 Passagiere) und ist somit das bisher beste Halbjahresergebnis in der Geschichte des FKB.

Die in der Region wieder gestiegene Nachfrage nach den Eurowings-Flügen zwischen dem FKB und Berlin und die große Beliebtheit der bereits bestehenden und neuen Wizz Air Flugangebote nach BelgradSkopjeSibiu und Tuzla haben zu diesem Ergebnis beigetragen. Zusätzliche neue Strecken wie NisTemeswarKyiv-BoryspilFès und Kutaissi, die im Jahresverlauf noch aufgenommen werden, garantieren weitere Wachstumsimpulse.

Passagerekord im Visier

Dieses erweiterte Flugangebot veranlasst Baden-Airpark Geschäftsführer Manfred Jung zu einer Prognose „von über 1,3 Millionen Passagieren am FKB im Jahr 2019. Somit werden wir nach unserem Rekordjahr 2012, in dem fast 1,3 Millionen Fluggäste den FKB für ihre Reisen nutzten, dieses Jahr unser bisher bestes Passagierergebnis erzielen“.

Bombardier enthüllt den Learjet 75 Liberty

Bombardier hat den neuen Learjet 75 Liberty enthüllt. Diese Plattform eines leichten Business Jets bietet sechs Sitze und will angenehmes und sanftes Reisen ermöglichen.

Der Listenpreis für das Flugzeug soll bei 9,9 Mio. US-Dollar liegen. 2020 will Bombardier die ersten Learjet 75 Liberty ausliefern. Eine geräumige Kabine und Leistungsverbesserungen sollen einen echten Fortschritt in dieser Kategorie bewirken, erklärte David Coleal, President von Bombardier Aviation. Bei gleichen Betriebskosten sollen Betreiber des Learjet 75 Liberty mehr von dem Flugzeug haben als bei der Konkurrenz.

Learjet 75 Liberty überholt andere

So ist der Jet das schnellste Flugzeug der leichten Business Jets und fliege auch weiter. 2.080 Nautische Meilen Reichweite verbinden nonstop Las Vegas und New York, Seattle und Washington, Mexico City und San Francisco. Zugelassen wird der Learjet 75 Liberty nach den strengeren Regeln Part 25 der Flugaufsichsbehörde FAA. Diese werden bei kommerziellen Airlinern angewandt, wohingegen die meisten Jets der leichten Kategorie nur nach Part 23 zertifiziert sind, so Bombardier.

Raumschiff Orion: Test des Rettungssystems bestanden

Das Startsystem für Orion, die neue Raumkapsel für bemannte Missionen der Nasa, hat einen wichtigen Sicherheitstest bestanden.

Lockheed Martin hat das Notfallsystem beim Start, das Ascent Abort System (AAS), welches bei einem Zwischenfall nach dem Start der Rakete die Astronauten in Sicherheit bringen soll, getestet. Der US-Rüstungskonzern ist Hauptauftragnehmer des Raumfahrzeugs Orion für die Nasa, in dem auch viel Technik aus Europa steckt, und hat auch das AAS entwickelt und gebaut. Das AAS ist laut Hersteller das beschleunigungs- und schubstärkste Rettungssystem, das je entwickelt wurde und weltweit einzigartig. Der erfolgreiche Ascent Abort-2 Testflug ist ein wesentlicher Meilenstein für bemannte Missionen zu Mond und Mars mit Orion.

Astronauten bei Startabbruch in Sicherheit

Der Teststart wurde gestern früh von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida durchgeführt. AA-2 ist der zweite und letzte Test dieses Systems, dass nun seine Einsatzreife bewiesen hat. Der erste Test 2010 simulierte einen statischen Absprung der Einheit von der Startplattform. Das Rettungssystem funktioniert ähnlich wie ein Schleudersitz in einem Düsenjäger. Bei dem Test hatte AAS eine Nachbaut der Orionkapsel geladen und wurde von einer modifizierten Rakete Peacekeeper gestartet. Bei 31.000 ft (ca. 9.450 Meter) und schon fast 1.600 km/h wurde im Bordcomputer die Abbruchsequenz ausgelöst.

Die Düsen zum Startabbruch, die sich an der Spitze befinden, zündeten mit 400.000 Pfund Schub (über 18 Tonnen) und zogen die Kapsel vom Trägersystem weg. AAS führte die Orionattrappe bei dem Test in ein Umkehrmanöver und entließ sie für einen weiteren Sinkflug. Fallschirme öffneten sich und brachten die Kapsel für eine sanfte Landung ins Meer. Laut Lockheed Martin funktionierte der Testflug tadellos. Damit kann 2020 der anvisierte erste Probeflug einer echten Orionkapsel weiterverfolgt werden. Bei der Nasa befindet sie sich für die Mission Artemis 1, einem unbemannten Flug zum Mond, bereits zur Vorbereitung im Kennedy Space Center.

Wizz Air fliegt ab Dortmund nach Ohrid (Mazedonien)

Vor genau 15 Jahren hob der erste Flieger der Wizz Air vom Dortmund Airport nach Kattowitz ab. Zum Jubiläum wurde jetzt eine neue Strecke eingeweiht. 

Die ungarische Airline fliegt seit dem 02. Juli immer Dienstag und Samstag nach Ohrid in Nordmazedonien. Ohrid ist damit die 30. Destination der Airline vom Dortmund Airport aus. Das Streckennetz ab dem Ruhrgebiet wurde über die letzten 15 Jahre immer mehr ausgebaut. So erreichte Wizz Air im vergangenen Jahr mit 1,45 Millionen Passagieren ab Dortmund einen vorläufigen Höchststand.

Anteil am Wachstum nach Osteuropa

Guido Miletic, Abteilungsleiter Marketing & Sales am Dortmund Airport, kennt die Gründe: „… Die Strecken nach Osteuropa sind im Ruhrgebiet gut etabliert und werden von Geschäftsreisenden, Touristen und Fluggästen, die Familien in ihren Herkunftsländern besuchen wollen, gern genutzt. Die hohe Auslastung auf allen Strecken und das große Einzugsgebiet sind gute Argumente für den Standort Dortmund.“

Andras Rado, Corporate Communication Manager der Wizz Air, erläutert: „Es ist uns eine große Freude, dass wir die letzten fünfzehn Jahre von und nach Dortmund fliegen durften. Dortmund ist seit Beginn unserer Geschäftstätigkeit ein stabiler Punkt in unserem umfangreichen Streckennetz. Seit unserem ersten Flug haben wir über 13.000.000 Passagiere von und nach Dortmund befördert. Es freut uns sehr, dass wir unsere Zusammenarbeit gemeinsam weiterentwickelt haben und vom Ruhrgebiet aus zu 30 Destinationen in 15 Länder fliegen! …“

Ohrid als Geheimtipp für Urlauber

Die nordmazedonische Stadt gilt vor allem aufgrund des Ohridsees als Geheimtipp für Urlauber. Er ist einer der ältesten Seen weltweit und lädt mit klarem Wasser in Trinkwasserqualität zum Schwimmen und Entspannen ein. Mit seinem eher mediterranen Klima ist Ohrid der ideale Ort, Badeurlaub und Sightseeing zu verbinden. Die Altstadt, die Festungsanlage Kale sowie kleine Kirchen locken viele Urlauber an. Auf dem Foto: Guido Miletic, Abteilungsleiter Marketing & Sales am Dortmund Airport mit Sprecherin Davina Ungruhe begrüßten die Wizz Air-Crew zum Erstflug von Dortmund nach Ohrid.

EASA Formalien für Zulassung von VTOL Flugtaxis

Die EASA gab jetzt in der EU den ersten Teil eines Komplexes für den sicheren Betrieb von hybriden und elektrisch angetriebenen, senkrecht startenden Luftfahrzeugen bekannt. Damit soll auch den Flugtaxis der Weg geebnet werden.

Die VTOL (Vertical Take-Off and Landing) sollen nämlich ein Regelwerk erhalten, das der Industrie die Entwicklung und Investitionen ermöglicht und Nutzern Sicherheit und Klarheit innerhalb des europäischen Marktes. Die neuen Sicherheitsregelungen betreffen VTOL Personenbeförderungssysteme, die schwerer als Luft sind, also keine Ballone oder Ähnliches und in die leichte Kategorie fallen. Diese nutzen Hubpropeller und Schub um zu steigen und sich steuern zu lassen. In der Kategorie können maximal neun Personen mit einer Gesamtstartmasse von maximal 3.175 kg fliegen.

Zulassung nach Betriebszweck

Es soll zwei Kategorien bei der Zulassung geben: Basic und Enhanced. Während eine Untscheidung bei der Lufttüchtigkeit, etwa in IFR und VFR schon besteht, können je nach Einsatzzweck hierbei andere Größenordnungen für Sicherheitsstandards angewandt werden, wie der Schutz Dritter bei Flügen im Individualverkehr über verkehrsreichen Gebieten oder beim kommerziellen Personentransport, wie etwa Flugtaxis. So sollen Hersteller Betriebsbestimmungen für die erwiesenen, Sicherheitsstufen ihrer Flugzeuge erarbeiten können, mit der Möglichkeit von Anpassungen an örtliche Besonderheiten.

Die bisherigen Regeln in der Luftfahrt wurden für Starrflügler, Motorflugzeuge, Ballone und Segelflugzeuge entworfen. Ihr Antrieb erfolgte meistens durch Kolben- oder Turbotriebwerke mit fossilen Kraftstoffen. Die völlig neuen Technologien und Konzepte erfordern nun eine Überarbeitung dieses Regelwerkes für den Lufttransport. Die EASA arbeitet hierfür mit Beratern und einer Maßnahme fürs Regelwerk (Rulemaking Tasks, RMT.0731) zusammen um die Regeln effizienzbasiert zu entwerfen oder bestehende anzupassen. Für die besonderen Konditionen der VOTL hat die Behörde einen Katalog als Download online zusammengestellt.

Flughafen Stuttgart: Flughafenführungen in den Ferien

Für Flugbegeisterte gibt es in den Sommerferien extra Flughafenführungen. Bei der Tour über den Airport sehen die Besucher, wie die Flugzeuge auf dem Vorfeld für den Start bereitgemacht werden, sie werfen einen Blick in den großen Gepäckverteiler und können bei einem Zwischenstopp auf dem Vorfeld die Flugzeugabfertigung aus der Nähe betrachten.

Ferientouren und Kinderfest

Am Flughafen Stuttgart finden die rund zweistündigen Ferientouren von Samstag, 03. August 2019 bis Sonntag, 01. September 2019 immer samstags und sonntags statt, das Kinderfest-Wochenende am 10./11. August ist ausgenommen. Die Rundgänge starten jeweils um 11:00 Uhr. 

Preise

Die Teilnahme kostet für Erwachsene neun Euro, für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren nur fünf Euro. Kinder unter sechs Jahren dürfen kostenlos teilnehmen. Bezahlt wird in bar zu Beginn der Führung.

Flughafenführung im Sicherheitsbereich

Bei der Führung geht es auch in den Sicherheitsbereich des Flughafens, deshalb dürfen Besucher Gegenstände wie z. B. Taschenmesser oder Scheren nicht mitnehmen, auch Getränkeflaschen sind jenseits der Passagierkontrollen nicht erlaubt. Eine telefonische Anmeldung vorab ist zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist möglich ab sofort unter der Tel. 0711-9483754, immer montags bis donnerstags zwischen 13:30 bis 15:30 Uhr.

Airport-Tests für weniger Wirbelschleppen

Rund zehn Kilometer Sicherheitsabstand müssen kleine und mittlere Flugzeuge sicherheitshalber zu vorausfliegenden schwereren Maschinen einhalten. Der Grund sind Wirbelschleppen, die insbesondere kurz vor dem Aufsetzen eines nachfolgenden Flugzeugs eine energiehaltige gefährdende Wirkung entfalten können.

Entstehung von Wirbelschleppen

Wirbelschleppen sind langlebige Luftwirbel, die jedes Flugzeug hinter sich erzeugt. Sie rollen sich an den Flügelspitzen auf, wo der Unterdruck der Tragflächenoberseite und der Überdruck der Tragflächenunterseite zusammentreffen. Die mächtigen Wirbel können dicht nachfolgende Maschinen empfindlich auf ihrer Flugbahn stören und auch am Boden an Gebäuden zu Schäden führen. Gerade für kleinere Maschinen sind Wirbelschleppen großer Jumbojets bedrohlich. Sie müssen einen erweiterten Sicherheitsabstand einhalten.

Austro Control und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeiten nun am Flughafen Wien gemeinsam mit weiteren Partnern daran, Wirbelschleppen im Anflugbereich zu entschärfen und damit die Sicherheit weiter zu erhöhen. Dafür verwenden die Forscher eine DLR-patentierte Konfiguration parallel angeordneter Bodenplatten, die Wirbelschleppen schneller zerfallen lässt. Mit einem Lasermessgerät (Lidar) wird das Verhalten der Wirbelschleppen detailliert für nachfolgende Auswertungen aufgezeichnet.

Wirbelschleppen zerfallen schneller

Ziel dieses im Rahmen des EU-Forschungsprogramms SESAR geförderten Projekts „Wake turbulence separation optimisation“ ist es, die Wirksamkeit der Platten an einem großen Flughafen nachzuweisen. Im Wasserschleppkanal, Strömungssimulationen und vorausgegangenen Flugversuchen am DLR-Standort Oberpfaffenhofen konnte dieser Nachweis bereits erbracht werden. „Allererste Auswertungen der neuen Messungen in Wien zeigen, dass auch dort die Wirbelschleppen in der Nähe der Platten tatsächlich deutlich schneller zerfallen“, sagt Dr. Frank Holzäpfel vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre. Es ist geplant in den nächsten zwei Jahren an der Spezifikation und Herstellung einer permanenten Einrichtung dieser Platten zu arbeiten.

„Das Projektteam hat Großes geleistet, um die Erprobung dieses bislang einzigartigen Systems bei Vollbetrieb auf einem stark frequentierten Flughafen zu ermöglichen. Erste Ergebnisse sind sehr erfreulich und sollte sich die Wirksamkeit der Plate-Lines wie angenommen umfassend bestätigen, können diese in Zukunft an allen Flughäfen für gesteigerte Sicherheit und mehr Kapazität sorgen.“, sagt Christian Kern, Leiter Air Traffic Management bei Austro Control.

Platten für mehr Slots?

Während die Wirbel in höheren Luftschichten meist schnell absinken, verdriften und sich schließlich auflösen, verharren sie gelegentlich einige Zeit kurz vor der Landebahn, knapp über dem Boden. Genau dort setzen nachfolgende Flugzeuge zur Landung an. Um die zirkulierenden Wirbel vor einer Landebahn schneller abzuschwächen, wird ein System parallel hintereinander angeordneter Platten, die sogenannte Plate Line, aufgestellt. An den in Wien etwa neun Meter langen und viereinhalb Meter hohen Platten bilden sich Sekundärwirbel, die die eigentlichen Wirbelschleppen deutlich schneller zerfallen lassen.

Der Bau neuer Start- und Landebahnen auf etablierten Flughäfen ist mit einem immensen Aufwand verbunden, wobei oft Siedlungsgebiete von den Erweiterungen betroffen sind. Gelingt es zukünftig, unter voller Gewährleistung der Sicherheit, Flugzeuge dichter hintereinander landen zu lassen, könnten bestehende Systeme effektiver genutzt werden und Bahnerweiterungen ließen sich vermeiden.

Austro Control ermöglicht Tests im live-Betrieb

Das Projekt entspringt einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen Austro Control und dem DLR zum Thema „Wake Turbulence“. Das DLR hat die Plate Lines entwickelt und führt die Messungen der Wirbelschleppen vor Ort durch. Austro Control hat den Aufbau der Platten ermöglicht und im Vorfeld eine entsprechende Sicherheitsanalyse durchgeführt. Ebenso wird die Datenauswertung unterstützt und es werden Radar- und Flugplandaten beigesteuert. Austro Control testet gemeinsam mit den Partnern die Wirksamkeit der Platten im Live-Betrieb. Weiteres umfangreiches meteorologisches Messequipment wird von den Firmen Leonardo Germany GmbH und Radiometer Physics GmbH zur Verfügung gestellt.

Das Mikrowellenradiometer RPG liefert das vertikale Temperatur- und Feuchtigkeitsprofil und misst damit die atmosphärische Stabilität. Das neuartige Wolkenradar wird erstmals auf einem Flughafen getestet und bietet einen tiefen Einblick in die Wolkendynamik wie Windrichtung und -scherung in komplexen Wolken- und Niederschlagsszenarien.

Zusätzlich zu diesen neuartigen Sensoren wird die meteorologische Situation ständig durch eine Kombination aus einer ganzen Reihe von Sensoren überwacht: einem Scan-Doppler-Lidar (LEOSPHERE), einem Dual-Polarisations-Doppler-Radar (LEONARDO Deutschland) und einer Sicht- und Infrarotkamera (FLIR), die alle von LEONARDO Deutschland bereitgestellt werden, sowie einem Sodar/RASS, das die von ACG betriebenen Standard-AWOS-Sensoren ergänzt.

Wie Fotos zeigen: Auch die Wirbelschleppen des riesigen A380 werden durch die Platten geschwächt. Endanflug über die Plate Line am Localizer. Eine Plate Line besteht aus acht Elementen, die jeweils 4,5 Meter hoch und neun Meter lang sind.

Cessna Business Jets mit Garmin G5000 verfügbar

Cessna will die Business Jets Excel und Citation XLS mit dem Avioniksystem Garmin International G5000 austatten. Das integrierte Flight Deck ist jetzt für die Flugzeuge verfügbar.

Das G5000 verpasst dem Cockpit eine Modernisierung, löst veraltete Technik ab und erfüllt damit behördliche Vorgaben. Auch die Betriebskosten sollen sinken, während das Situationsbewusstsein der Piloten steigt. Dies geschieht über drei Bildschirme im Breitformat, deren Anzeige unterteilt werden kann. Die Touchdisplays zeigen über das georeferenzierte Garmin SafeTaxi Flughafendiagramme an.

Excel: Neue Funktion mit der Avionik

Mit dem G5000 erhält die Cessna Excel auch erstmals einen in den Autopiloten integrierten Notsinkmodus, der sich selbst aktiviert falls der Kabinendruck verloren geht. Mit dem PBN/RNP 0.3 und LPV/APV Approach in der Avionik sind zudem niedrigere Anflüge an Flughäfen möglich. Das Avionikupgrade ist in Cessna Service-Centern oder über Garmin erhältlich.

A400M schließt Global Support Step 2 Vertrag mit OCCAR

Airbus hat einen neuen A400M Global Support Step 2 Vertrag mit der Beschaffungsagentur OCCAR (Organisation for Joint Armament Co-operation) abgeschlossen. Dabei handelt es sich um den ersten Supportvertrag für alle am A400M-Programm beteiligten Staaten.

Mit der Neuverhandlung wird das multinationale Programm im Auftrag der Erstkundennationen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Türkei, Belgien und Luxemburg gemanagt. Der Vertrag ersetzt den 2016 unterzeichneten Step-1-Vertrag, der Supportleistungen für Frankreich, Spanien und Großbritannien vorsah. Damit profitieren alle Nationen künftig von einem voll integrierten Katalog an Standardservices, basierend auf gemeinsam genutzten Ressourcen und Anlagen, die speziell auf die Anforderungen der A400M-Kunden zugeschnitten sind – vom Support am Boden über Lufttüchtigkeit, Wartung und Instandhaltung bis zum Ersatzteilservice.

Airbus A400M: Betriebliche Details geregelt

Der leistungsbasierte Vertrag schafft neue Rahmenbedingungen für partnerschaftlich ausgerichtete Servicekonzepte auf Basis von Pooling und Sharing, die der Industrie den und Betreibern ermöglichen, neue Bereiche der Zusammenarbeit, Konzepte und Services anzuwenden. Die modulare Struktur der Services ermöglicht zudem eine individuelle Anpassung der Lösungen an spezifische operative Anforderungen.

Aus dem von Airbus gesteuerten Pooling und Sharing von Ressourcen ergeben sich für die A400M-Kunden wesentliche Kostenersparnisse unter Beibehaltung der bisherigen hohen Servicestandards. Mit dieser neuen Phase des Vertrags über den A400M Global Support, der bis Ende 2023 läuft, erweitert sich der Kreis der Nationen, die von dem Servicepaket profitieren. Nach Frankreich, Großbritannien und Spanien, die bereits Teil des Step-1-Vertrags waren, kommen nun außerdem die Türkei, Deutschland, Belgien und Luxemburg hinzu.

Militärtransporter in die Zukunft führen

Alberto Gutiérrez, Head of Military Aircraft bei Airbus Defence and Space: „Mit diesem Servicevertrag entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden innovative Lösungen, die es in dieser Form noch nie in einem militärischen Programm gegeben hat. Nach der Einigung mit den Erstkunden über die A400M-Vertragsanpassung ist dies ein weiteres eindeutiges Signal, dass wir durch konstruktive Zusammenarbeit die Zukunft des A400M-Programms sichern.“

Gary Palmer, A400M Programme Manager bei OCCAR: „Der Vertrag über den A400M Global Support umfasst mehr als 40 aufeinander abgestimmte Services – ein vollständiger Service-Pool, der vom Support am Boden bis zur Lufttüchtigkeit und von Instandhaltung und Wartung bis zum Ersatzteilservice reicht. Für dieses kollaborative Modell gilt: Je mehr Nationen sich an dem Pool beteiligen, desto effizienter werden die Services für alle Beteiligten.“

Christoph 70 feiert 25 Jahre Luftrettung in Jena

Im Juni 1994 hob der am Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 70“ das erste Mal ab – damals noch unter dem Rufnamen „SAR77“.

Auf 25 erfolgreiche Jahre blickt die Luftrettung am Standort Jena in diesen Tagen zurück. Mit dem Rückzug der Bundeswehr aus der zivilen Luftrettung übernahm damals nach knapp vier Jahren im Januar 1998 die gemeinnützige ADAC Luftrettung die Station. Seit Inbetriebnahme starteten die Crews zu mehr als 30.000 oft lebensrettenden Einsätzen – rund 27.500 davon absolvierten die fliegenden Gelben Engel. Damit ist die ADAC Luftrettungsstation eine wichtige Säule der notfallmedizinischen Versorgung in der Region. 

27 Personen leisten Luftrettung in Jena

Von frühestens 07:00 Uhr bis Sonnenuntergang fliegt „Christoph 70“ zu Verletzten und Hilfebedürftigen. Der Einsatzradius des hochmodernen Rettungshubschraubers vom Typ EC135 umfasst rund 70 Kilometer. Die Crew des Rettungshubschraubers besteht aus je einem Notarzt, Notfallsanitäter (TC HEMS) und Piloten. Am Standort Jena sind insgesamt 27 Teammitglieder im wechselnden Einsatz – 19 Notärzte des Zentrums für Notfallmedizin des Universitätsklinikums, fünf Notfallsanitäter (TC HEMS) des DRK-Kreisverbandes Jena-Eisenberg-Stadtroda und drei Piloten der ADAC Luftrettung.

Die gemeinnützige ADAC Luftrettung ist Ende März den 1.000.000. Einsatz seit 1970 geflogen – eine im Rettungsdienst aus der Luft bisher unerreichte Zahl. Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung, die ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung ist, mehr als 1.000 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 260 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 580 Notärzte.

Die Koordination der Einsätze erfolgt über die Zentrale Leitstelle Jena. 2018 lag die Zahl der Einsätze von „Christoph 70“ bei 1.257. Im ersten Halbjahr 2019 liegt sie bereits erneut bei mehr als 600. Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, lobt „die hohe Professionalität und das große Engagement der Crew“. „Luftrettung ist Teamarbeit“, ergänzt er. Sein Dank gilt daher vor allem auch dem Thüringer Landesverwaltungsamt als Aufgabenträger und den langjährig vertrauten und bewährten Partnern in Jena.

Christoph 70 feiert 25 Jahre Luftrettung in Jena
Christoph 70 feiert 25 Jahre Luftrettung in Jena

Wenn‘s schnell gehen muss: Hubschrauber im Einsatz

„Dass diese Zusammenarbeit bereits so lange erfolgreich funktioniert, ist wirklich ein Grund zur Freude“, so PD Dr. Jens Maschmann, Medizinischer Vorstand am Universitätsklinikum Jena (UKJ). „Die sehr gut ausgebildeten Notärzte, Notfallsanitäter und Piloten tragen mit ihrer Expertise dazu bei, dass die Luftrettung am Standort Jena eine tragende Säule der medizinischen Versorgung in der Region darstellt.“ Anforderungsgrund Nummer eins mit 48 Prozent waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen von „Christoph 70“ im Jahr 2018 internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen , gefolgt von neurologischen Notfällen (17 Prozent), Freizeitunfällen (14 Prozent) und Verkehrsunfällen (sieben Prozent). Acht Prozent der Einsätze der Station in Jena waren Kindernotfälle/-unfälle. 85 Prozent der Einsätze 2018 erfolgten dabei in Thüringen, 13,5 Prozent entfielen auf Sachsen-Anhalt, auf Bayern ein Prozent und auf Sachsen 0,6 Prozent.

Gerade in ländlichen Regionen, wo es oft an Notärzten mangelt, ist der Rettungshubschrauber häufig der schnellste und einzige Weg, den Notarzt zeitgerecht zu schwer verletzten oder kranken Menschen zu bringen – und diese schonend in eine geeignete Klinik zu transportieren. „Gegen die Zeit und für das Leben“ heißt dabei die Maxime der Luftretter. Patienten, die innerhalb der „Golden Hour“ in Spezialkliniken gebracht und versorgt werden können, haben deutlich bessere Chancen zu überleben und vollständig zu gesunden.

Boeing 777 wird Testflugzeug für 50 Projekte

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Boeing legt eine neue Runde an Testflügen mit einem ihrer Technologiedemonstratoren auf. Der Hersteller will dazu eine B777 einsetzen, die noch dieses Jahr als Testmaschine für 50 Projekte abheben soll.

 

Die Ziele sind dabei breit gefächert. Von neuen Technologien fürs Fliegen, für mehr Effizienz und auch für ein besseres Reiseerlebnis soll die Boeing 777 Erfahrungswerte unter Realbedingungen sammeln. Die Tripleseven stößt mit den Tests zum Programm der ecoDemonstrator, wie Boeing diese Testplattformen nennt. Bisher wurden dabei auch kleinere Flugzeuge eingesetzt.

 

Vorteile mit Boeing 777

 

Die 777 soll ein schnelleres Vorankommen beim Erproben von Technologien und höhere Aussagewerte der Daten bewirken. Die B777 ecoDemonstrator soll so dieses Jahr unter anderem:

 

  • Durch einen Datenaustausch zwischen der Flugsicherung, dem Flightdeck und dem Operations Center der Fluggesellschaft das Routing der Flugzeuge verbessern. Das erhöht die Effizienz und die Sicherheit
  • Mittels einer App im Electronic Flight Bag eine erweiterte Kommunikation für Piloten bereitstellen, um Piloten Informationen für ein Rerouting bei Wetterwarnungen automatisch zukommen zu lassen.
  • Intelligente Kabinenelemente testen um die Bordküche und Toilette beispielsweise besser klimatisieren zu können.
  • Kameras testen, damit die Passagiere mehr davon sehen was sich außen am Flugzeug abspielt.

 

Boeing hat den ersten ecoDemonstrator 2012 abheben lassen. Fünf Flugzeuge, eine 737-800, ein 787-8 Dreamliner, eine 757, eine Embraer E170 und eine 777 Freighter haben letztes Jahr 112 Technologien im Flug erprobt. Ein Drittel dieser Innovationen wurden von Boeing oder seinen industriellen Partnern aufgegriffen. Die Hälfte wird weiter erprobt und entwickelt, der Rest wurde laut Boeing abgeschlossen, als man alle Erkenntnisse gewonnen hatte.

 

ecoDemonstrator landet in Deutschland

 

Zu den derart entwickelten Technologien gehören Apps fürs iPad, die zum Beispiel den Piloten in Echtzeit mitteilen, wie sie Treibstoff und Emissionen sparen können. Ebenso eine Art Einparkkamera, mit der die Flugzeugführer Hindernisse am Boden besser erkennen können. Auch die iCabin, eine besser vernetzte Kabine, steht auf der Agenda wenn die nächsten Flüge im Herbst stattfinden. Dabei soll das Flugzeug auch nach Deutschland kommen. In Frankfurt sollen die Projekte Regierungsvertretern präsentiert werden. Das Gros dieser Flüge soll zudem mit nachhaltigem Kraftstoff geflogen werden.

Flughafen Dortmund: Deutschlands pünktlichster Airport

Der Dortmunder Flughafen ist der pünktlichste Flughafen Deutschlands. Dieses Ergebnis zeigen Daten von Offical Airline Guide OAG, der weltweit führende Anbieter von Flugdaten. Demnach starteten und landeten 85 Prozent der Flieger in den vergangen zwölf Monaten pünktlich.

Auch weltweit gehört der Dortmund Airport damit zur Spitze. Bei der Analyse der vergangenen zwölf Monate wurden alle Flughäfen berücksichtigt, die mehr als 600 Starts und Landungen im Monat verzeichnen. Für mindestens 80 Prozent der Flüge mussten Daten zur Verfügung stehen, um als Flughafen in die Studie miteinbezogen zu werden. Als einziger Deutscher Flughafen bekam er im Ranking eine 5-Sterne-Bewertung. Diese erlangen alle Airports, die weltweit in punkto Pünktlichkeit zu den Top Ten gehören.

Airport: Alles muss reibungslos laufen

Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager ist erfreut über die Auszeichnung: „Das erneut sehr gute Abschneiden im Pünktlichkeits-Ranking ist ein Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Effizienz der Prozesse und das Zusammenwirken mit unseren Systempartnern, wie Bezirksregierung, Sicherheitsdienstleister, Zoll und Bundespolizei. Nur eine gute Zusammenarbeit ermöglichtdie reibungslose Abfertigung. Es ist eine schöne Anerkennung, dass die Bemühungenaller Beteiligten durch die 5-Sterne-Auszeichnung belohnt werden.“

Wizz Air fliegt Nonstop nach Kutaissi (Georgien)

Mit Kutaissi bekommt Karlsruhe noch in diesem Jahr ein weiteres neues interessantes Flugziel. Ab dem 18. Dezember 2019 wird Wizz Air neu zweimal wöchentlich (mittwochs und sonntags) Nonstop-Flüge zwischen Kutaissi (KUT) und dem Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) anbieten.

Trendziel Georgien: Dort hat Wizz Air nun seine Flotte um zwei weitere Flugzeuge erweitert und startet jetzt von dort Karlsruhe / Baden-Baden, Frankfurt Hahn, Hamburg und Nürnberg nonstop an. Kutaissi, das heißt mächtige Berge, das Schwarze Meer, Weinanbau und kulinarische Köstlichkeiten ganz nah. Und Georgien hat sich vom Geheimtipp zum Trendziel entwickelt. Schnell und preiswert erreicht man das Land an der Schnittstelle zwischen Asien und Europa nun mit einer Reihe neuer Flüge, die Wizz Air, eine der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften in Europa und der größte Low Cost Carrier in Zentral- und Ost-Europa, jetzt ab mehreren deutschen Flughäfen aufgelegt hat.

Wizz Air baut Deutschland-Anbindung aus

Zurzeit verbindet Wizz Air Deutschland mit dem Land in Vorderasien, das von seinen Bewohnern gerne als Balkon Europas bezeichnet wird, bereits mit Flügen ab Berlin-Schönefeld, Dortmund, Friedrichshafen und Memmingen nach Kutaissi, der zweitgrößten Stadt des Landes. „Deshalb freut es uns sehr, dass wir nun weitere deutsche Städte mit Georgien verbinden können“, erklärt Andras Rado, Communication Manager der Fluggesellschaft. So fliegt sie ab 18. Dezember ab Karlsruhe / Baden-Baden zwei Mal wöchentlich nach Kutaissi. Am 19. Dezember erfolgt der Erstflug ab Frankfurt Hahn, das künftig drei Mal wöchentlich Georgien-Flüge ermöglichen kann.

Ab 20. Dezember startet die zwei Mal pro Woche stattfindende Verbindung von Hamburg nach Kutaissi. Im nächsten Jahr kommt eine weitere Strecke hinzu: Ab 03. Juli 2020 geht es zwei Mal pro Woche nonstop von Nürnberg nach Georgien. Das Land zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer hat in den letzten Jahren eine rasante touristische Karriere absolviert. Georgien gilt als Ursprungsland des Weinanbaus mit eigenständigem Charakter, autochthonen Rebsorten und einer Tradition, die über 8.000 Jahre zurückreicht. Sehr geschätzt wird auch die Küche des Landes, die für hohe Qualität und regionale Abwechslung steht. Die georgische Tafel, die so genannte „Supra“, beeindruckt durch eine breite Palette verschiedener Gerichte.

Spezialreisen: Guides mit Wüste, Wandern und Bergen

Auch Wanderer und Bergsteiger haben Georgien längst entdeckt. Ob Hochgebirge, Küstenregion oder Steppenwüste – das Terrain ist vielseitig und reizvoll. Eine Reihe von Spezialreiseveranstaltern bietet geführte Touren und Reisen an. Die neuen Flüge nach Kutaissi soll es bereits bei Wizz Air online zu Preisen ab 29,99 Euro geben. Wizz Air fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe / Baden-Baden, Berlin, Hannover, Frankfurt, Bremen und Leipzig.

MTU Aero Engines: Nachhaltigkeitsbericht

Was die MTU Aero Engines als Deutschlands bedeutendster Triebwerkshersteller in Sachen Nachhaltigkeit vorgenommen hat und was bereits erreicht wurde, dokumentiert ihr neu erschienener Nachhaltigkeitsbericht 2018.

Beim Klimaschutz hat sich die Luftfahrt so ehrgeizige Ziele gesetzt wie keine andere Mobilitätsbranche. Daher hat sich auch die MTU zur Nachhaltigkeit einen breiten Ansatz. „Die Umsetzung unserer Clean Air Engine Agenda wird bis zum Jahr 2050 die CO2-Emissionen von Luftfahrtantrieben um 40 Prozent und die Lärmemissionen sogar um 65 Prozent senken. Die erste Stufe dieses ehrgeizigen Vorhabens haben wir mit den Getriebefantriebwerken erreicht. An der zweiten Generation des Antriebs arbeiten wir bereits intensiv, damit er noch sparsamer, umweltverträglicher und leiser wird“, sagt MTU-CEO Reiner Winkler. „Das klare Ziel ist aber eine klimaneutrale Luftfahrt, ohne Abstriche bei der Produktqualität und der Flugsicherheit“, so Winkler weiter.

Nachhaltigkeit auch im Unternehmen

Aber auch beim Thema Mitarbeiter hat sich das Unternehmen viel vorgenommen. Gerade angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Erwartungen an Luftfahrtunternehmen wird die Qualifizierung der Mitarbeiter immer wichtiger. Die MTU fördert ihre Mitarbeiter und investiert in zukunftsfähige Arbeitswelten. Der Nachhaltigkeitsbericht widmet sich dem ebenso wie den neuen Führungswerten, die im vergangenen Jahr entwickelt wurden: We transform, we empower, we create trust. „Sie bilden das Gerüst unserer Führungskultur, mit der wir die MTU erfolgreich in die Zukunft führen wollen“, sagt Winkler.

Nachhaltigkeit endet nicht am Werkstor. Die MTU betrachtet daher auch die vorgelagerte Lieferkette. Der Bericht stellt vor wie gewährleistet wird, dass die Ansprüche der MTU auch von den mehr als 7.000 Lieferanten eingehalten werden. Zum nachhaltigen Wirtschaften zählt für das Unternehmen auch die Förderung übergeordneter Belange wie sie etwa in den globalen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen aus der Agenda 2030 formuliert sind. Erstmals sind diese nun ein wesentlicher Bestandteil der Berichterstattung. Aus diesen 17 Sustainable Development Goals (SDG) haben für die MTU acht Nachhaltigkeitsziele besondere Relevanz, darunter hochwertige Bildung, Klimaschutz oder Nachhaltigkeit in Konsum und Produktion.

Produktverantwortung steht für die MTU im Fokus, dennoch bedeutet Nachhaltigkeit weit mehr als Klimaschutz und ein sicherer Flugbetrieb. Sie umfasst eine ressourcen- und umweltschonende Produktion und Instandhaltung genauso wie faire, sichere Arbeitsbedingungen, gleiche Chancen für alle Mitarbeiter und eine hochwertige Aus- und Weiterbildung. Darüber hinaus ist Compliance für das Unternehmen ein wesentlicher Teil der Unternehmenskultur und die Digitalisierung des Unternehmens spielt vor dem Hintergrund nachhaltiger Innovationen eine Rolle. In dem Bericht legt das Unternehmen hier Rechenschaft nach internationalen Standards (Global Reporting Initiative und Prinzipien des UN Global Compact) über seine Nachhaltigkeitsaktivitäten ab.

Flughafen Stuttgart: Elektroflugzeuge landen gratis

Ab sofort gelten am Flughafen Stuttgart neue Start- und Landeentgelte. Mit den neuen Gebühren soll der Einsatz moderner Technologien begünstigt werden.

Der Stuttgart Airport stellt ab sofort etwa elektrische Antriebe besser, ebenso alternative Kraftstoffe. Flugzeuge mit rein elektrischen Antrieben können ein Jahr lang ohne Gebühr am Flughafen landen. Dies dürften auch bei Kleinflugzeugen allerdings nur eine geringe Anzahl an Luftfahrzeugen betreffen. Für den Einsatz alternativer Kraftstroffe verteilt der Flughafen ein Budget an Vergünstigungen von insgesamt 500.000 Euro. Fluggesellschaften können davon profitieren, indem sie einen Nachlass von bis zu 300 Euro pro 1.000 Liter alternativen Kraftstoff einsetzen.

Steuerung durch Landegebühren

Mit solche differenzierten Gebühren für Airlinersetzen Flughäfen immer häufiger Anreize, um umweltschonendere Flugzeuge einzusetzen, aber auch leisere Flugzeuge zu nutzen. Moderne Flugzeuge bieten in der Regel beides. Laut Betreiber gesellschaft FSG nimmt der Stuttgarter Flughafen damit als erster in Deutschland Vergünstigungen für elektrische Antriebe derart in seine Gebührenordnung auf.

Für die nachhaltigen Flugkraftstoffe müssen durch Beimischungen mindestens 60 Prozent CO2 gegenüber fossil erzeugtem Kerosin eingespart werden. Für verwendeten Wasserstoff und den Kohlenstoff, der zum Beispiel aus der Zementproduktion als erneuerbare Quelle stammt, muss die elektrische Energie ebenfalls erneuerbar erzeugt worden sein.