Nanosatelliten bringen Big Data zur Erde

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Satelliten sind für das heutige Leben nicht mehr wegzudenken. Ob für Navigation, Kommunikation, Umwelt- und Klimamonitoring oder die Wettervorhersage. Doch diese Hochleistungsmaschinen generieren riesige Datenmengen, die nicht so einfach auf die Erde zu bekommen sind und hernach Supercomputer füttern.

Nutzer der Daten benötigen oft nur einen Kleinen Ausschnitt der der Daten, müssen aber trotzdem eine riesiege Datei dwonloaden. Die Raumfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs hat den Start von zwei Nanosatelliten unterstützt, die der Datenübertragung dienen. Diese stammen von Spire Global, einem Betreiber eines Netzwerks solcher kleiner Satelliten. Diese beiden sammeln und verarbeiten gezielt Daten von anderen Satelliten, bevor sie sie zur Erde weiterleiten. Das macht Bandbreite frei und ermöglicht weitere Dienste und Nutzer.

Umstrukturierung in der Raumfahrtpolitik

Hergestellt wurden die Nanosats in Glasgow, was sich als Schmiede für diese Kategorie von Satelliten etabliert. Zukünftig will das Vereinigte Königreich auch selbst vom Test bis zum Start ins All Fähigkeiten etablieren, zumal der Brexit zu einer gewissen Unabhängigkeit zwingt. Die Briten haben dazu ein Regierungsprogramm zur Industriestrategie für die Raumfahrt aufgelegt.

Die jetzigen Satelliten wurden noch in Russland gestartet. Sie wurden auch unter europäischer Ägide ins Leben gerufen. Das Pionierprogramm der ESA (European Space Agency) Advanced Research in Telecommunications Systems (ARTES) half hier, Neuheiten in erfolgreiche kommerzielle Entwicklungen zu transferieren.

Christian Lechner
Christian Lechner
Fachjournalist im Bereich Luftfahrt mit 20 Jahren Erfahrung, Inhaber einer Pilotenlizenz und Herausgeber von Luftfahrtmagazin.de. Er liefert präzise Analysen, spannende Hintergrundberichte und inspirierende Einblicke in die Luftfahrtindustrie – stets mit Fokus auf Innovation und Qualität.

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