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Airbus Group legt erste Quartalszahlen vor

Die Airbus Group hat die Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht, die den klaren Fokus des Unternehmens auf Programmmanagement und das Erreichen der operativen Meilensteine zeigen.

Der Auftragseingang2 der Airbus Group belief sich auf 21,1 Mrd. Euro (Q1 2013: 49,5 Mrd. Euro), der Auftragsbestand2 lag zum 31. März des Jahres bei 683,2 Mrd. Euro (Vorjahresende: 680,6 Mrd. Euro). Airbus verbuchte 103 Nettobestellungen für Verkehrsflugzeuge (Q1 2013: 410 Nettobestellungen), einschließlich 20 A380 für Amedeo. Der Auftragseingang bei Airbus Helicopters stieg um 50 Prozent und blieb bei Airbus Defence and Space weitgehend stabil, getragen von einer soliden Wachstumsdynamik im Space-Systems-Geschäft.

Weitere Restrukturierungspläne – Alle Divisionen mit Umsatzplus

„Im ersten Quartal hat der Konzern weitere Fortschritte erzielt und den Umsatz und den Gewinn je Aktie gesteigert“, sagte Tom Enders, CEO der Airbus Group. „Wir bestätigen unseren Ausblick, doch im verbleibenden Geschäftsjahr stehen noch einige Herausforderungen bevor. Wir werden uns weiterhin stark auf die Umsetzung unserer Programme und unserer verschiedenen Verbesserungs- und Restrukturierungspläne konzentrieren.“

Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 12,6 Mrd. Euro (Q1 Vorjahr: 12,1 Mrd. Euro), alle drei Divisionen trugen positiv dazu bei. Airbus Helicopters erzielte mit einer Auslieferungszahl von 74 Hubschraubern (Q1 2013: 58 Hubschrauber) eine Steigerung im zweistelligen Bereich. Airbus verbuchte einen Umsatzanstieg. Ein günstigerer Mix bei den Auslieferungen, der im Vergleich zum Vorjahr zwei zusätzliche A380 enthielt, glich den auf 141 Zivilflugzeuge reduzierten Gesamtlieferumfang aus (Q1 Vorjahr: 144 Auslieferungen). Der Umsatz von Airbus Defence and Space erhöhte sich um drei Prozent dank des guten Programmmanagements im Bereich Space Systems. Im ersten Quartal erfolgten zwei Ariane-5-Starts.

Das EBIT* vor Einmaleffekten – die Kennzahl zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten aus Rückstellungsveränderungen für Programme und Restrukturierungen oder Währungsschwankungen – belief sich auf 700 Mio. Euro für die Airbus Group (Q1 Vorjahr: 734 Mio. Euro) und 527 Mio. Euro für die Division Airbus (Q1 Vorjahr: 608 Mio. Euro). Das EBIT* vor Einmaleffekten bei Airbus spiegelt die Verbesserung im operativen Geschäft wider, wurde jedoch durch vorgezogene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) sowie durch Unterstützungskosten für die A350 XWB belastet.

Das EBIT* vor Einmaleffekten kletterte bei Airbus Helicopters dank gestiegener Auslieferungen auf 58 Mio. Euro (Q1 Vorjahr: 20 Mio. Euro) und blieb bei Airbus Defence and Space stabil bei 85 Mio. Euro (Q1 Vorjahr: 84 Mio. Euro). Die EBIT*-Marge des Konzerns vor Einmaleffekten lag bei 5,5 Prozent.

Alugzeugprogramme: Gewinnschwelle beim A380 für 2015

Das A350-XWB-Programm bewegt sich nach über 1.600 absolvierten Flugteststunden weiter in Richtung Zulassung: Vier der fünf Entwicklungsflugzeuge fliegen bereits, die ersten beiden Kundenflugzeuge befinden sich jetzt in der Montagelinie, die Zulassung ist für das dritte Quartal vorgesehen und die Indienststellung soll Ende des Jahres erfolgen.

Das A380-Programm reift zusehends. Die ersten Sechsjahres-Wartungsprüfungen sind angelaufen und Airbus trägt den in Tests und im Betrieb gewonnenen Erfahrungen Rechnung. Zugleich erzielt das Programm Fortschritte im Hinblick auf das Erreichen der Gewinnschwelle im kommenden Jahr.

Bei Airbus Helicopters ist der industrielle Hochlauf des EC175-Programms im Gange, die Indienststellung ist für das vierte Quartal des Jahres geplant. Bei Airbus Defence and Space schreitet der A400M-Produktionshochlauf voran, die Auslieferung des ersten Flugzeugs an die türkische Luftwaffe erfolgte Anfang April. Im weiteren Verlauf werden die militärischen Fähigkeiten des Transportflugzeugs – in Abstimmung mit den Kunden – schrittweise ausgebaut.

Gewinn je Aktie verdoppelt

Das berichtete EBIT*3 stieg um 22 Prozent auf 719 Mio. Euro (Q1 Vorjahr: 589 Mio. Euro) und enthielt einen positiven Beitrag von 19 Mio. Euro aufgrund der Differenz von Dollar-Zu- und Abflüssen sowie bilanzieller Neubewertungen nach einer Aufwendung von 131 Mio. Euro im Vorjahr. Das Finanzergebnis lag bei -107 Mio. Euro (Q1 Vorjahr: -273 Mio. Euro), das Konzernergebnis4 stieg auf 439 Mio. Euro (Q1 Vorjahr: 227 Mio. Euro). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von 0,56 Euro (Q1 2013: 0,28 Euro).

Konzernergebnis und Gewinn je Aktie spiegeln auch vorteilhafte Wechselkurseffekte wider, Gewinn je Aktie profitierte zusätzlich von der Reduzierung der Aktienzahl durch das Rückkaufprogramm. Die Aufwendungen des Konzerns für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen auf 727 Mio. Euro (Q1 Vorjahr: 617 Mio. Euro). Gründe dafür sind insbesondere das F&E-Profil von Airbus und das erhöhte Investitionsaufkommen im Zusammenhang mit den Hubschraubermodellen EC175 und EC145 T2 bei Airbus Helicopters.

Der Free Cash Flow vor Übernahmen verbesserte sich auf -2.034 Mio. Euro (Q1 Vorjahr: -3.162 Mio. Euro), blieb jedoch aufgrund der Saisonalität des Geschäfts sowie dem Bedarf an Nettoumlaufvermögen für Schlüsselprogramme negativ. Die Nettoliquidität belief sich Ende des ersten Quartals auf 6,5 Mrd. Euro (Jahresende Vorjahr: 8,5 Mrd. Euro) bei einer Bruttoliquidität von 13,1 Mrd. Euro.

Konzern-Ausblick

Der Ausblick der Airbus Group für das aktuelle Geschäftsjahr basiert auf der Erwartung, dass Weltwirtschaft und Luftverkehr gemäß den vorherrschenden unabhängigen Prognosen wachsen und dass es zu keinen größeren Turbulenzen kommt. In diesem Jahr dürften die Auslieferungen bei Airbus – einschließlich der ersten A350 XWB – in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Die Zahl der Bruttobestellungen für Zivilflugzeuge dürfte die der Auslieferungen übersteigen. Bei einem Wechselkurs von 1 Euro = 1,35 US-Dollar rechnet die Airbus Group mit stabilen Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr.

Auf Basis des EBIT* vor Einmaleffekten erwartet die Airbus Group für dieses Jahr eine moderate Steigerung der Umsatzrendite und bestätigt ihr Umsatzrenditeziel von sieben bis acht Prozent für das kommende Jahr5. Die Entwicklung des EBIT* sowie des Gewinns je Aktie* der Airbus Group wird von der Fähigkeit abhängen, Belastungen durch Einmaleffekte gering zu halten. Einmaleffekte sollten sich nach derzeitigem Stand auf folgende potenzielle Belastungen beschränken: auf das A350-XWB-Programm und auf Währungseffekte aufgrund der Differenz von Dollar-Zu- und Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie auf bilanzielle Neubewertungen. Das A350-XWB-Programm birgt weiterhin Herausforderungen. Jede Änderung des Zeitplans und der Kostenannahmen könnte zunehmend höhere Rückstellungen zur Folge haben. Die Airbus Group strebt für dieses Jahr einen ausgeglichenen Free Cash Flow vor Übernahmen an.

Airbus Group hat einen Umsatz von 57,6 Mrd. Euro (angepasst) im Vorjahr und rund 139.000 Mitarbeitern (angepasst). Zum Konzern gehören die Divisionen Airbus, Airbus Defence and Space und Airbus Helicopters. Die rechtliche Umfirmierung von European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V. („EADS N.V.“) zu Airbus Group N.V. steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Hauptversammlung am 27. Mai.)

Anmerkungen zu den Grafiken und dem Text

  • Die Zahlen für das Vorjahr wurden angepasst, um die Rechnungslegung nach IFRS 10 und IFRS 11 darzustellen. Wo erforderlich, wurden auch die Kennzahlen der Divisionen angepasst, um der seit Januar bestehenden neuen Konzernstruktur Rechnung zu tragen.
  • Beiträge und Bestände aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand basieren auf Listenpreisen.
  • Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten.
  • Die Airbus Group verwendet weiterhin den Begriff Konzernergebnis (Net Income). Das Konzernergebnis ist identisch mit dem Ergebnis, das den Eigentümern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht.
  • Umsatzrendite auf Basis des EBIT* vor Einmaleffekten einschließlich Berücksichtigung der Verwässerung durch A350 XWB bei einem Euro-/Dollar-Wechselkurs von 1,35.
  • Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten.

Fraport-Konzern mit April-Zahlen und Sondereffekten

Die Fraport AG hat an ihrem Heimatstandort Frankfurt im April gut 4,7 Millionen Fluggäste begrüßt. Dies entspricht einem leichten Zuwachs von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Verkehrsstatistik des Flughafenbetreibers war im Berichtsmonat durch zum Teil gegenläufige Sonder- und Basiseffekte geprägt. Im April 2013 waren durch den Streik des Lufthansa-Bodenpersonals rund 950 Flüge annulliert worden, über 100.000 Fluggäste waren betroffen.

In der ersten Aprilwoche 2014 führten die dreitägigen Arbeitsniederlegungen der Vereinigung Cockpit zu rund 2.160 Annullierungen – hiervon wurden in Frankfurt zirka 250.000 Passagiere beeinträchtigt.

Cargo durch Streik und Feiertage verringert

Das Cargo-Aufkommen sank im Berichtsmonat um 1,2 Prozent auf 171.909 Tonnen – neben streikbedingten Ausfällen von Transportkapazitäten ist der Rückgang auch der Verschiebung des Osterfestes in den April und einer damit einhergehenden Ausdünnung des Cargo-Geschäftes rund um die Feiertage geschuldet.

37.632 Starts und Landungen entsprechen einem Rückgang um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch die Zahl der Höchststartgewichte verringerte sich um 0,9 Prozent auf knapp drei Millionen Tonnen.

Internationale Flughafen-Töchter weiter mit Wachstum

Im internationalen Portfolio entwickelten sich die Fraport-Konzernflughäfen im April erfreulich positiv. Den peruanischen Flughafen in Lima nutzten knapp 1,2 Millionen Passagiere, was einem Plus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die bulgarischen Flughäfen in Burgas und Varna zählten gemeinsam 59.328 Fluggäste (plus 25,4 Prozent).

Im Berichtsmonat begrüßte der türkische Flughafen in Antalya rund 1,7 Millionen Fluggäste (plus 12,6 Prozent). Mit 951.904 Passagieren wuchs der russische Flughafen St. Petersburg um 8,3 Prozent, am deutschen Airport in Hannover-Langenhagen stieg das Fluggastaufkommen auf 435.205 (plus 3,3 Prozent). Der chinesische Flughafen in Xi`an verzeichnete 2,4 Millionen Passagiere (plus 11,7 Prozent).

20 Jahre Atmosphären-Forschung huckepack in Airbus-Langstreckenflugzeugen

Für Wettervorhersagen, und noch mehr für Klimabeobachtung sind lückenlose Daten über das Geschehen in der Atmosphäre über lange Zeiträume enorm wichtig. Airbus feiert heute zusammen mit Partnern, Nutzern und der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft das 20-jährige Jubiläum des ersten Flugs im Rahmen eines sochen Messprogrammes, des Forschungsprojekts MOZAIC (Measurement of Ozone by Airbus in-service Aircraft). Mit diesem Projekt leistet der Flugzeughersteller Unterstützung zur Verbesserung solcher wissenschaftlicher Erkenntnisse im Bereich der Klimaforschung.

20 Jahre nach der Einführung von MOZAIC fliegen sieben mit Messvorrichtungen ausgestattete Airbus-Großraumflugzeuge (sechs A340-300 und eine A330) täglich und auf internationalen Strecken bei am Programm beteiligten Fluggesellschaften: Lufthansa, China Airlines, Air France, Iberia, Cathay Pacific und Air Namibia.

Wichtige Daten für Klimamodelle

"Es gibt heute weder ein atmosphärisches noch ein klimatisches Modell, das nicht die enormen Datenbanken von MOZAIC und IAGOS* nutzt, um seine Ergebnisse anzupassen", erklärte Rainer Von Wrede, Head of Environment for Engineering and Resarch & Technology von Airbus. "Dank unserer Beteiligung und den starken Partnerschaften mit Fluggesellschaften, Laboren und Instituten hat die wissenschaftliche Gemeinschaft einen wesentlich besseren Kenntnisstand über die Atmosphäre und den Klimawandel."

Das in 1993 eingeführte europäische Programm MOZAIC entwickelte sich 2005 zu einer europäischen Forschungsinfrastruktur mit der Bezeichnung IAGOS-DS (In-Service Aircraft for a Global Observing System) und in 2011 zu IAGOS-ERI. Mit diesem Programm werden die weltweiten langfristigen Messmöglichkeiten an Bord von Airbus-Langstreckenflugzeugen verbessert.

Flugzeugparameter mit atmosphärischen Daten erfasst

Die gesammelten Daten, zu denen auch fast in Echtzeit bereitgestellte Daten für die Vorhersage von Wetter, Klima und Luftqualität gehören, werden geprüft und zur MOZAIC/IAGOS-Datenbank hinzugefügt, auf die die internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaften und politischen Entscheidungsträger freien Zugriff haben. Die Messgeräte sammeln wichtige, für die Forschung erforderliche Informationen und verbinden dabei Flugzeugparameter wie Datum und Uhrzeit, Geolokalisierung, Windrichtung und -geschwindigkeit, Temperatur, Druck, mit atmosphärischen Daten, wie Ozon-, Wasserdampf- und Kohlenmonoxid-Konzentrationen.

Seit dem ersten Flug im August 1994 mit einer A340 von Air France von Caracas nach Bogota wurden auf mehr als 41.000 kommerziellen Flügen Daten gesammelt und zur MOZAIC/IAGOS-Datenbank hinzugefügt.

Ryanair zum 15-jährigen Jubiläum in Deutschland: One-Way-Flüge ab 15 Euro

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Was vor 15 Jahren mit 90.000 jährlichen Passagieren begann hat sich deutlich verändert: Ryanair wird in 2014 8,6 Millionen Passagiere transportieren. Ab Düsseldorf-Weeze, ca. 70 km von Düsseldorf entfernt an der A 57 gelegen, bietet der irische Carrier im aktuellen Sommerflugplan 40 Strecken nach Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Marokko, Polen, Portugal, Schweden, Spanien sowie Zypern an.

Um das 15-jährige Jubiläum gebührend zu feiern und um sich bei den Passagieren zu bedanken, bietet die Fluggesellschaft ausgewählte Verbindungen ab Düsseldorf-Weeze bei einem einfachen Flug, inklusive der passagierbezogenen Steuern und Gebühren, ab 15,00 Euro an. Mit dabei sind Mailand Bergamo, Pescara und Edinburgh. Diese Aktionstickets sind im Juni gültig und können bis Montag, den 19. Mai 2014 um Mitternacht, gebucht werden.

Feuerwehrübung und Sperrung am Flughafentunnel Stuttgart

Am Freitag, 16. Mai 2014, wird der Flughafentunnel der B 312 in Filderstadt-Bernhausen wegen einer Rettungsübung der Feuerwehr ab 20:00 Uhr für den Verkehr gesperrt. Auch durch die Anfahrt der beteiligten Feuerwehren zu Beginn der Übung kann es kurzfristig zu Verkehrsbehinderungen kommen. Der Tunnel wird von Dienstag, 13. Mai 2014, bis einschließlich Freitag, 23. Mai 2014 wegen Reinigungs- und Wartungsarbeiten jeweils nachts zwischen 21:00 Uhr und 05:00 Uhr gesperrt.

Für die Feuerwehrübung am Freitag, 16. Mai beginnt die Sperrung bereits um 20:00 Uhr. Die Buslinien 74 und 76 werden entsprechend umgeleitet und auch für den allgemeinen Verkehr werden Ausweichmöglichkeiten vor Ort ausgeschildert.

Flugzeug-Sternwarte SOFIA liefert erste Fern-IR-Bilder zur Sternentstehung

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Bei seinem ersten wissenschaftlichen Einsatz hat das neue Flugzeug-basierte Ferninfrarot-Spektrometer FIFI-LS (Field-Imaging Far-Infrared Line Spectrometer) die Geburt neuer Sterne im Orionnebel sowie in neun weiteren Himmelsregionen erforscht.

Das Instrument an Bord der fliegenden Sternwarte SOFIA (Stratosphären-Observatorium Für Infrarot-Astronomie) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat wichtige Daten zur Sternentstehung gesammelt und gleichzeitig seine Einsatzfähigkeit unter Beweis gestellt. Neben dem Ferninfrarot-Spektrometer GREAT auf der umgebauten Boeing N747NA ist somit das zweite deutsche SOFIA-Instrument erfolgreich in die Betriebsphase gestartet.

Sternentstehung nach Abkühlung von Staub- und Gaswolken

Rund 1.300 Lichtjahre von der Erde entfernt in unserer Milchstraße liegt der Orionnebel. Diese Himmelsregion ist für die Wissenschaft deshalb interessant, weil es sich dabei um eines der aktivsten Sternentstehungsregionen in unserer Galaxis handelt. Mit FIFI-LS untersuchten die Wissenschaftler speziell das Becklin-Neugebauer-Objekt, eine Molekülwolke, die sowohl junge Sterne als auch dichtes Gas enthält, welches immer noch neue Sterne bildet.

Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich das heiße Gas in dieser Region von anfangs etwa 100 Kelvin (-173 Grad Celsius) auf rund zehn Kelvin (-263 Grad Celsius) abkühlt, denn nur dann sinkt auch der Druck innerhalb der Wolke und sie kann sich ausreichend verdichten, um Sterne zu bilden.

Für die Abkühlung sorgen Elemente wie Sauerstoff und Kohlenstoff, welche die Wärme aus dem Inneren der Wolke nach außen abstrahlen. Wie dieser Kühlungsprozess im Detail funktioniert, will Leslie Looney, leitender Wissenschaftler des Projekts von der University of Illinois, herausfinden: "Sauerstoff und Kohlenstoff strahlen einen erheblichen Teil der Wärmeenergie der Wolke bei ganz bestimmten Wellenlängen im Ferninfraroten ab, die wir hervorragend mit FIFI-LS detektieren können." SOFIA ist derzeit das einzige Observatorium, mit dem Beobachtungen bei diesen ferninfraroten Wellenlängen möglich sind.

Testflüge der Fliegenden Sternwarte – Heimatbasis Palmdale

Bei den insgesamt drei Wissenschaftsflügen, die am 21., 23. und 25. April 2014 stattfanden, nahm FIFI-LS außerdem neun weitere Infrarot-Objekte ins Visier, darunter auch das Zentrum unserer Milchstraße. "Mit FIFI-LS kommt auf SOFIA jetzt eines der modernsten Ferninfrarot-Spektrometer zum Einsatz", betont SOFIA-Projektleiter Alois Himmes vom DLR. "Zusammen mit GREAT und vier weiteren Spektrometern und Kameras der NASA stehen den Wissenschaftlern nun insgesamt sechs Instrumente zur Erforschung des Infrarot-Himmels zur Verfügung."

Bereits im November 2013 wurde FIFI-LS nach Palmdale, Kalifornien geliefert, wo sich die Heimatbasis der fliegenden Sternwarte SOFIA befindet, und abschließend für seinen ersten Einsatz vorbereitet. Anfang März und Mitte April 2014 fanden jeweils zwei erfolgreiche Testflüge statt, auf denen Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker die Funktions- und Leistungsfähigkeit des Spektrometers ausgiebig überprüfen konnten.

Entwickelt und gebaut wurde FIFI-LS zunächst vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) in Garching und ab 2012 vom Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) der Universität Stuttgart unter der Leitung von Alfred Krabbe. Das an der Universität Stuttgart angesiedelte Deutsche SOFIA Institut (DSI) koordiniert für die deutsche Seite den Betrieb der fliegenden Sternwarte.

Erster Airbus A300: Indienststellung vor 40 Jahren

Airbus feiert die erste Indienststellung eines A300B vor 40 Jahren bei Erstkunde Air France. Schon damals zeigte Airbus seine Strategie wegweisender Innovationen: so war der Airbus A300B das erste Großraumflugzeug mit zwei Triebwerken.

Damit legte Airbus einen Eckstein zum Erfolg, zu dem auch das Programm beitrug, was den europäischen Hersteller heute zum größten Flugzeugbauer der Welt machte. Seit 1974 wurden 878 Maschinen der Flugzeugfamilie A300/A310 gebaut, und bis heute sind sogar noch über 400 Maschinen des Typs bei 65 Betreibern in Dienst.

Austrian Airlines mit starken Zahlen für April – Nordamerika bringt Wachstum

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Die Austrian Airlines Group hat im April 2014 über eine Million Passagiere befördert. Das entspricht einem Plus gegenüber Vorjahr von 8,2 Prozent. Dieser Zuwachs resultiert insbesondere aus dem starken Wachstum bei den Nordamerika-Flügen. Unter anderem ist aber auch Ostern in diesem Jahr in den April gefallen, während es im vergangenen Jahr im März war. Die Kapazität wurde um 10,8 Prozent erhöht. Die Passagierkilometer (RPK) sind um 16,9 Prozent gestiegen. Die Auslastung verbesserte sich somit um 4,2 Prozentpunkte auf 80,7 Prozent.

Im Zeitraum Januar bis April 2014 sind über 3,2 Millionen Passagiere mit Austrian Airlines geflogen. Das sind um 0,7 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr. Die Kapazität wurde um 3,2 Prozent erhöht. Die Passagierkilometer (RPK) sind um 5,2 Prozent gestiegen. Die Auslastung ist um 1,5 Prozentpunkte auf 76,1 Prozent gesteigert worden.

"Wir haben uns in einem schwierigen Marktumfeld gut behauptet. Wir befördern mehr Passagiere und steigern die Auslastung – und zwar trotz der niedrigeren Nachfrage in den Krisenregionen im Nahen Osten, Russland und Ukraine," erklärt Karsten Benz, Chief Commercial Officer von Austrian Airlines. "Erfreulich entwickelt sich Nordamerika, insbesondere unsere Flüge nach Chicago."

Europaverkehr legt zu

Im April 2014 sind rund 849.600 Passagiere in Europa mit Austrian Airlines geflogen. Das sind um 6,1 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr. Die Auslastung ist um 2,6 Prozentpunkte auf 78,8 Prozent gestiegen.

Im Zeitraum Januar bis April 2014 sind in Europa über 2,7 Millionen Passagiere mit Austrian Airlines geflogen. Das sind um 0,1 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr. Die Auslastung ist um 0,3 Prozentpunkte auf 72,8 Prozent gestiegen.

Interkontinental mit 20 Prozent Plus im April

Im April 2014 sind rund 153.200 Passagiere mit Austrian Airlines auf Interkontinental-Flügen geflogen. Das sind um 21,7 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr. Die Auslastung ist um 5,6 Prozentpunkte auf 82,4 Prozent gestiegen.

Im Zeitraum Januar bis April 2014 sind über 507.700 Passagiere mit Austrian Airlines auf der Langstrecke geflogen. Das sind um 5,4 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr. Die Auslastung ist um 2,3 Prozentpunkte auf 79,1 Prozent gestiegen.

Verkehrsleistung April Januar bis April
2014 Veränderung zum Vorjahr in % 2014 Veränderung zum Vorjahr in %
Ausgelastete Passagier-Km (RPK) Mio 1.583,0 16,9 5.209,6 5,2
Europa 724,0 6,8 2.350,1 -0,4
Interkontinental 859,0 27,0 2.859,5 10,2
Angebotene Sitz-Km (ASK) Mio 1.962,0 10,8 6.845,0 3,2
Europa 919,1 3,3 3.228,9 -0,8
Interkontinental 1.042,9 18,3 3.616,1 7,0
Passagierfaktor % 80,7 4,2 P. 76,1 1,5 P.
Europa 78,8 2,6 P. 72,8 0,3 P.
Interkontinental 82,4 5,6 P. 79,1 2,3 P.
Beförderte Passagiere in 1.000 1.002,8 8,2 3.244,5 0,7
Europa 849,6 6,1 2.736,8 -0,1
Interkontinental 153,2 21,7 507,7 5,4
Ausgelastete Tonnen-Km (RTK) Mio 187,7 18,7 631,6 8,3
Europa 72,7 7,3 235,8 -0,2
Interkontinental 115,0 27,3 395,7 14,1
Angebotene Tonnen-Km (ATK) Mio 254,9 14,2 889,0 6,1
Europa 97,4 4,0 340,8 -1,0
Interkontinental 157,5 21,6 548,3 11,0
Gewichtsladefaktor % 73,7 2,8 71,0 1,5 P.
Europa 74,7 2,3 69,2 0,5 P.
Interkontinental 73,0 3,3 72,2 2,0 P.  

 

„Call Your Mom“ weltweit zum Muttertag am Flughafen Frankfurt

Den Tag gemeinsam verbringen – für viele Familien ist das zum Muttertag selbstverständlich. Aber was, wenn die Mutter ganz weit weg ist? In Vietnam zum Beispiel. Oder im Kongo? Fraport ließ sich dazu was einfallen.

Mit "Call Your Mom" konnten Passagiere und Besucher am Flughafen Frankfurt drei Minuten kostenlos mit ihrer Mutter telefonieren. Egal wo diese sich gerade aufhält. Zahlreiche Familien brachte Fraport so zumindest für einen kurzen Moment zusammen.

Die Aktion war eines der Highlights am gestrigen Muttertag auf dem größten Luftverkehrsdrehkreuz Deutschlands. Am "Airlebnis Muttertag" verwandelt Fraport den Flughafen in ein Ausflugsziel für die ganze Familie. Über den ganzen Flughafen verteilt waren Künstler unterwegs, die die Familien unterhielten. Eine Karikaturistin etwa zeichnete Groß und Klein mit schneller Feder oder ein Zauberer sorgte für Spannung und Staunen. Auf insgesamt drei Bühnen spielten zahlreiche Bands, darunter auch das Blasorchester Büttelborn oder die Angels on Air, der Chor der Lufthansa. Ihre Interpretation von "Happy" von Pharell Williams stand dabei stellvertretend für die beeindruckende Stimmung, die den Tag über herrschte.

Wellness-Aktionen und Gewinnspiel

Im Fokus standen bei allen Aktionen natürlich immer die Mütter. Sie erhielten eine Rose, ein Glas Sekt oder ließen sich mit einer Nackenmassage verwöhnen. In einer Wellness Ecke erwartete sie unter anderem eine professionelle Hautanalyse. Über 5.000 Besucherinnen und Besucher genossen den Muttertag am Frankfurter Flughafen. Sie wanderten durch die Terminals, ließen sich von der Stimmung auf der Besucherterrasse beeindrucken oder entdeckten den Flughafen bei einer Rundfahrt.

Auch für Kinder gab es viel zu sehen und zu tun. Neben Clowns, Stelzenläufern und Kinderschminken konnten sie für ihre Mütter kleine Präsente erspielen. Sie mussten dafür ein Herz für ihre Mutter malen, ihnen an einer Karaoke-Station ein Ständchen singen oder Eissorten erraten.

Gleichzeitig nahmen sie damit auch bei einem Gewinnspiel teil. Neben vielen weiteren wertvollen Preisen waren die beiden Hauptgewinne dabei ein Wellness-Wochenende in Bad Homburg sowie ein topaktuelles Smartphone.

Kinder können Flughafen Dresden am Erlebnistag erkunden

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Am Sonntag, 01. Juni, öffnet der Flughafen Dresden International seine Türen speziell für kleine Luftfahrtfreunde ab 5 Jahre. Der "Erlebnistag für Kinder" besteht aus einer spannenden Flughafen-Tour sowie Sport, Spiel und Spaß bei der Flughafenfeuerwehr.

Der Kinder-Erlebnistag startet mit einem Terminal-Rundgang und einer Sicherheitskontrolle. Danach beobachten die kleinen und großen Gäste aus dem Vorfeldbus heraus die Flugzeugabfertigung. Dabei besteht die Möglichkeit, je nach Verkehrslage Starts und Landungen zu fotografieren und zu filmen.

Löschen mit der Flughafenfeuerwehr

Nach Besichtigung der Technikhalle folgt der Höhepunkt des Erlebnistages – der Besuch der Flughafenfeuerwehr. Die Mitarbeiter demonstrieren einen Löschvorgang, Fahrzeug-Besichtigungen und Rundfahrten stehen ebenfalls auf dem Programm. Auf Geschicklichkeit und Fitness kommt es auf dem Sportgelände der Feuerwehr beim Hindernislauf, Zielspritzen mit kleinen Feuerwehrschläuchen und Tischtennis an.

Die Besten erhalten kleine Präsente als Preise. Natürlich gibt es auch eine Hüpfburg zum Austoben und das beliebte Kinderschminken. Gästeführer und Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr sind zur Erklärung und Kinderbetreuung vor Ort. Kleine Speisen und Getränke gibt es auf Selbstzahlerbasis.

Zwei Veranstaltungen mit Start im Terminal

Für die Veranstaltung gibt es zwei Termine, die erste läuft von 09:00 bis 12:30 Uhr, die zweite von 14:00 bis 17:30 Uhr. Der Preis beträgt für Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren zehn Euro, für Erwachsene 15 Euro. Eine Reservierung ist unbedingt erforderlich (0351-8813300). Die Veranstaltung beginnt und endet jeweils an der Flughafen-Information im Terminal.

Kurze und barrierefreie Wege kennzeichnen das aus einem Hangar der Luftfahrtindustrie entstandene Terminal. Unter seinem Dach vereinen sich alle Bereiche für Abflug und Ankunft. Außerdem beherbergt es Dresdens größten Reisemarkt sowie ein Konferenz- und Event-Center mit freiem Blick auf die Flugzeuge. Der Kundendienst ist mit dem Siegel "ServiceQualität Deutschland, Stufe II" zertifiziert.

Airbus A350 besteht Wet Runway Tests

Flugzeugbauer Airbus schickt seinen neuen Flieger weiter durch die Zulassungstests. Nun hat das Modell A350 XWB gezeigt, dass es auch auf nasser Piste betrieben werden kann.

Bei den Tests in Istre, Frankreich, fuhr das Flugzeug mit der Seriennummer MSN004 durch einen Trog mit mindestens 22 Millimeter Wassertiefe, und das bei verschiedenen Geschwindigkeiten zwischen 60 und 160 Knoten. Damit wird zeigt, wie sich das Flugzeug auf regennasser Bahn verhält, und es konnte sichergestellt werden, dass weder das Wasser unter dem Flugzeug noch die Spritzer, die durch das Bugfahrwerk erzeugt werden, in die Triebwerke oder die APU gelangen.

Für die Untersuchungen wurden Rillen auf der Fahrbahn mit Wasser gefüllt, sodass das Flugzeug durch einen Pool von 100 Metern Länge und 29 Metern Breite fahren konnte. Verschiedene Szenarien wurden dabei getestet, inklusive Schubumkehr. Das Airbus Design Office wertet die Ergebnisse nun aus und extrapoliert sie auf typische Betriebsbedingungen.

Das A350 XWB-Zulassungsverfahren kommt bei Airbus damit gut voran. Es soll im Dritten Quartal abgeschlossen werden, und Qatar Airways soll als Erstkunde das erste Flugzeug noch im Vierten Quartal 2014 erhalten.

Lufthansa-Zahlen für April durch Streik mit Minus

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Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group haben im April insgesamt 8,6 Millionen Fluggäste befördert, 0,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Flüge lag konzernweit um 6,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, unter anderem bedingt durch den Einsatz größerer Flugzeuge im Rahmen der laufenden Flottenmodernisierung. Dabei waren die Passagierflugzeuge des Konzerns im Durchschnitt zu 79,5 Prozent besetzt.

Im Vorjahresvergleich entspricht dies einer Verbesserung der Auslastung um 1,3 Prozentpunkte. Das Angebot (gemessen in angebotenen Sitzkilometern) lag um 1,2 Prozent niedriger, der in verkauften Sitzkilometern gemessene Absatz stieg gegenüber dem Vorjahr nur leicht, um 0,4 Prozent. Ausschlaggebend für die geschmälerte Verkehrsleistung des Konzerns im April war vor allem der Streik der Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" vom 02. bis 04. April. Rund 3.800 Lufthansa-Flüge hatten in diesem Zeitraum nicht stattfinden können.

Tochterunternehmen: Pilotenstreik mit deutlicher Auswirkung

Die Zahl der von Lufthansa und Germanwings beförderten Fluggäste sank entsprechend im Vergleich zum Vorjahr im April um 2,7 Prozent auf insgesamt 6,1 Millionen Fluggäste. Die durchschnittliche Auslastung der Flugzeuge der beiden Airlines lag um 1,1 Prozentpunkte höher, nämlich bei 78,1 Prozent. Die angebotene Kapazität, das heißt die zum Verkauf angebotenen Sitzkilometer, sank bei Lufthansa und Germanwings im April um 3,5 Prozent, der Absatz um 2,1 Prozent.

Der Rückgang bei Angebot und Absatz war weitestgehend streikbedingt. Mit Swiss flogen im April 1,5 Millionen Fluggäste, 3,0 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Sitzladefaktor betrug 84,4 Prozent (-0,1 Prozentpunkte). Austrian Airlines beförderte 1,0 Millionen Fluggäste, 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auslastung der Flugzeuge stieg bei Austrian Airlines um 4,3 Prozentpunkte auf 80,7 Prozent.

Die Verkehrsleistung von Lufthansa Cargo war ebenfalls durch den Streik beeinträchtigt. Die Gesellschaft beförderte im April 122.000 Tonnen Fracht und Post, ein Minus von 11,3 Prozent. Das Angebot verringerte sich im Vorjahresvergleich um 9,1 Prozent, der Absatz sank um 10,6 Prozent. Die Auslastung sank bei Lufthansa Cargo entsprechend auf 68,3 Prozent (minus 1,2 Prozentpunkte). Insgesamt transportierte der Konzern 143.000 Tonnen Fracht und Post (minus 9,7 Prozent). Das Angebot (gemessen in Fracht-Tonnenkilometern) sank um 7,8 Prozent, der Absatz um 8,1 Prozent. Der Fracht-Nutzladefaktor lag entsprechend höher bei 68,3 Prozent (minus 0,2 Prozentpunkte).

Lufthansa-Zahlen für April im Überblick

  Monat Veränderung zum Vorjahr in Prozent Kumulativ Veränderung zum Vorjahr in Prozent
Lufthansa Passage Airlines1
Fluggäste in 1.000 6.082 – 2,7 21.858 + 0,3
Angebotene Sitzkilometer (Mio.) 15.440 – 3,5 57.760 – 1,0
Verkaufte Sitzkilometer (Mio.) 12.060 – 2,1 43.711 – 1,2
Sitzladefaktor (Prozent) 78,1 + 1,1P. 75,7 – 0,2P.
Zahl der Flüge 55.586 – 7,4 216.744 – 1,7
Swiss (inkl. Edelweiss)
Fluggäste in 1.000 1.482 + 3,0 5.202 – 0,7
Sitzladefaktor (Prozent) 84,4 – 0,1P. 80,5 – 0,5P.
Zahl der Flüge 13.647 – 1,0 52.106 – 3,5
Austrian Airlines
Fluggäste in 1.000 1.003 + 8,3 3.245 + 0,8
Sitzladefaktor (Prozent) 80,7 + 4,3P. 76,1 + 1,5P.
Zahl der Flüge 10.900 – 3,5 40.304 – 4,3
Lufthansa Cargo AG
Fracht/Post in 1.000 t 122 – 11,3 524 – 3,1
Angeb. Fracht-Tonnenkm (Mio.) 929 – 9,1 3.792 – 1,3
Verk. Fracht-Tonnenkm (Mio.) 634 – 10,6 2.697 – 1,0
Fracht-Nutzladefaktor (Prozent) 68,3 – 1,2P. 71,1 + 0,2P.
Zahl der Flüge 734 – 25,5 3.297 – 12,3
Lufthansa Konzern2
Fluggäste in 1.000 8.566 – 0,6 30.305 + 0,2
Sitzladefaktor (Prozent) 79,5 + 1,3P. 76,6 – 0,1P.
Zahl der Flüge 80.867 – 6,1 312.451 – 2,5

1. Inklisive Lufthansa Regional und Germanwings

2. Lufthansa Passage Airlines (inklusive Germanwings), Swiss (inklusive Edelweiss), Austrian Airlines

ILA Berlin: Technologie aus USA und NASA-Chef Bolden

Die ILA 2014 rückt näher. Für die US-amerikanischen Aussteller stellt die Berlin Air Show die wichtigste Luftfahrtmesse in Kontinentaleuropa dar. Die Amerikaner sehen die Messe als Plattform für US-Firmen, um mit Partnern und Kunden aus ganz Europa und darüber hinaus Kontakte zu knüpfen und Geschäfte anzubahnen.

Entsprechend stark ist in diesem Jahr die Beteiligung in den Hallen, auf dem Freigelände und im Flugprogramm. In Halle 6 sind wichtige Unternehmen der US-Verteidigungsindustrie vertreten. Zu ihnen gehören General Atomics, Aeronautical Systems und Sikorsky ebenso wie Spezialhersteller wie FLIR Systems oder Teledyne Controls. Raytheon ist mit einem eigenen Chalet vertreten.

Ersatzteile selber Herstellen: Erweiterter 3D-Druck

Nach Aussagen von Pratt & Whitney wird in Zukunft jeder Wartungs- und Instandhaltungsbetrieb im Wege der additiven Fertigung, also dem erweiterten 3D-Druck, seine eigenen Ersatzteile herstellen. Auf der ILA 2014 kann man sich schon jetzt über Pratts neue Getriebefan-Modelle informieren, wie zum Beispiel den PurePower PW1100G-JM, der von Lufthansa Anfang April für 30 weitere A320neo Modelle ausgewählt worden ist. Neben den etablierten Herstellern gibt es interessante Neuzugänge wie den des Teilelieferanten Infinity Air.

Traditionell stark ist auch die U.S. Air Force vertreten, unter anderem mit dem Transportflugzeug Lockheed Martin C-130 J Hercules, der C-17 Globemaster III, die unmittelbar vor der ILA 1998 anlässlich des 50. Jahrestages der Berliner Luftbrücke auf den Namen "Spirit of Berlin" getauft wurde, den Hubschraubern Boeing UH-60L Black Hawk und Boeing Apache AH-64D sowie mit dem Kampfflugzeug Lockheed Martin F-16.

NASA-Chef: Neue Kooperation in der Raumfahrt

Erstmals wird auch NASA Administrator Charles Bolden Gast der diesjährigen ILA sein. Am 20. Mai wird er ein neues transatlantisches Kooperationsprojekt in der Raumfahrt präsentieren. Am Nachmittag wird mit dem ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain, NASA Administrator Charles Bolden, dem DLR Vorstandsvorsitzendem Johann-Dietrich Wörner sowie dem BDLI-Vizepräsidenten "Raumfahrt", Evert Dudok, eine hochrangig besetzte Paneldiskussion in der Raumfahrthalle stattfinden.

Vereinigung Cockpit kündigt Widerstand gegen Tarifeinheit per Gesetz an

Die Vereinigung Cockpit e.V. kritisiert das Vorhaben der Bundesregierung, die Tarifeinheit gesetzlich zu regeln, und fordert, dass der DGB dieses Vorhaben der großen Koalition ablehnt. Der Eingriff in den Bestand und die Betätigung organisierter Arbeitnehmer auch in „Spartengewerkschaften“ durch den Gesetzgeber müsse unterbunden werden. Eine gesetzliche Einführung der Tarifeinheit, wie es im Koalitionsvertrag vorgesehen ist, verstoße gegen die verfassungsmäßigen Rechte der Arbeitnehmer und Gewerkschaften, so die VC.

Tarifeinheit verletzt das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit

Gesetzliche Tarifeinheit führt zu einer Aushöhlung der Tarifautonomie, des Streikrechts und der Vereinigungsfreiheit. Spartengewerkschaften zeichnen sich durch wirkungsvolle Vertretung spezifischer Belange von Arbeitnehmern einer bestimmten Berufsgruppe aus. Dieser Vorteil ginge bei einer gesetzlich verankerten Tarifeinheit verloren.

„Der DGB sollte sich der Gefahr bewusst sein, dass jeder gesetzgeberische Eingriff in diesem Bereich alle Arbeitnehmer in Deutschland betrifft und die Kapitalseite zu weiteren Eingriffen in die Grundrechte der Beschäftigten ermuntern wird“, so Ilja Schulz, Präsident der Vereinigung Cockpit e.V. „Wir werden uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln hiergegen zur Wehr setzen.“

In einer aktuell von der ARD beauftragten Umfrage sprachen sich mehr als zwei Drittel der Bürger dafür aus, dass „weiterhin auch kleine Gewerkschaften entscheiden sollen, ob verhandelt oder gestreikt werden soll“.

airberlin komplett mit FullFlat-Sitzen auf Langstrecken

Der letzte Airbus A330-200 wurde kürzlich mit der neuen airberlin Business Class ausgestattet. Damit ist airberlin ab sofort die einzige deutsche Airline mit vollständig horizontalen FullFlat Sitzen auf jedem Business Class Langstreckenflug.

Durch eine überwiegende Einzelplatzbestuhlung genießen Gäste eine gesteigerte Privatsphäre und Zugang zum Gang von jedem Platz. Gourmet-Verköstigung und Spitzenweine aus dem Hause Sansibar runden das exklusive Reiseerlebnis ab.

Mehdorn widerspricht Finanzminister Görke zur Kostensteigerung des BER

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH gab zu den öffentlichen Äußerungen von Brandenburgs Finanzminister und FBB-Aufsichtsratsmitglied Christian Görke in Bezug auf die Kostenentwicklung am BER eine Klarstellung ab: Der entstandene Eindruck, der BER sei ausschließlich aufgrund von Planungsfehlern und Baumängeln teurer geworden, ist falsch. Um den Flughafen zügig und verlässlich in Betrieb zu nehmen und schlussendlich zum Erfolg zu führen, ist auch eine sachlich richtige Diskussion aller Beteiligten notwendig.

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Dass die bis zur Inbetriebnahme geplanten Gesamtkosten für den BER höher liegen als noch vor Baubeginn geplant, ist keine neue Erkenntnis. Die Äußerungen von Herrn Görke sind insofern ärgerlich, weil er weiß, dass der BER über all die Jahre entsprechend den Anforderungen gewachsen ist. Ursprünglich wurde für 17 Mio. Passagiere pro Jahr und mit einem Betrag von 2,4 Mrd. Euro geplant. Heute planen und bauen wir für ca. 27 Mio. Fluggäste pro Jahr. Die erfolgten und geplanten Kapazitätserweiterungen kosten mehr Geld und Zeit – das ist weder neu noch ein Skandal."

Schönefeld gegen Kapazitätslücken der Zukunft

Dabei gehe es um eine marktkonforme Kapazitätsanpassung, wie es bei allen Flughäfen der Welt auch sei. Derzeitige Prognosen gehen davon aus, dass die Passagierzahlen auch in Zukunft steigen werden. "Wenn wir keine Verkehre abweisen wollen, müssen wir weitere Maßnahmen ergreifen, um die Infrastruktur-Kapazitätslücke zur Flughafeninbetriebnahme zu kompensieren. Hier prüfen wir die Weiternutzung des alten Terminals in Schönefeld.", so Mehdorn

Zu den Gesamtkosten für den BER kommen von Beginn an nicht eingeplante Schallschutzmaßnahmen im Wert von rund 700 Mio. Euro hinzu. Diese Sachverhalte wurden bereits in den Aufsichtsratsgremien thematisiert und werden dort zur Entscheidung vorgelegt.

Stuttgart – Gazipasa: Boeing 737-800 von SunExpress

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Die Fluggesellschaft SunExpress hat eine weitere Maschine am Flughafen Stuttgart stationiert und fliegt ab jetzt zweimal pro Woche nach Gazipasa. Immer Montag und Freitag startet die Boeing 737-800 zu dem rund dreieinhalbstündigen Flug an die türkische Riviera.

Für Urlauber ist dies eine komfortable Alternative zu einer Anreise via Antalya: So sind es von Gazipasa aus nur etwa 40 Kilometer bis zum Badeort Alanya, eine deutlich kürzere Strecke als von Antalya her, das etwa 135 Kilometer entfernt ist. Nach Side und den umliegenden Ferienorten ist es von Gazipasa aus ebenfalls nicht weit.

Die Fluggesellschaft SunExpress, eine gemeinsame Tochter der Lufthansa und der Turkish Airlines, fliegt von Stuttgart aus u.a. auch Antalya, Istanbul und Izmir an. Die Fluggesellschaft, die 1989 gegründet wurde, beförderte im Jahr 2013 insgesamt rund 6,7 Millionen Passagiere. Weitere neue Ziele der SunExpress ab Stuttgart sind neben Gazipasa auch Teneriffa, Fuerteventura, Rhodos und Heraklion.

„Blue Dot“: In drei Wochen fliegt Astronaut Alexander Gerst ins All

Das letzte Examen in Russland ist frisch bestanden, viereinhalb Jahre weltweites Astronautentraining sind geschafft – und nun sind es nicht einmal mehr drei Wochen, bis der nächste deutsche Astronaut Alexander Gerst für sechs Monate den Boden unter den Füßen verliert.

Am 28. Mai 2014 startet der 38-Jährige um 21:56 Uhr (Mitteleuropäische Zeit) an Bord einer Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS. Sechs Stunden nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan wird er mit seinen Kollegen, dem amerikanischen Astronauten Reid Wiseman und dem russischen Kosmonauten Maxim Suraev, an dem Forschungslabor im All andocken. "Umso näher der Start rückt, desto entspannter bin ich", sagt der Astronaut, der zum ersten Mal ins All fliegt.

Astronauten-Training von Houston bis Tokio

Angefangen hat alles im Mai 2009, als die Europäische Weltraumorganisation ESA den Vulkanforscher aus über 8400 Bewerbern für das Astronautenkorps auswählte. Seitdem hat Alexander Gerst einen Ausbildungsmarathon auf mehreren Kontinenten absolviert: "Ich bin etwa alle drei Wochen zum nächsten Trainingsort gereist."

Simulationen der Landung nach seinem Weltraumaufenthalt, Unter-Wasser-Training für die Ausstiege aus der ISS, Russisch-Unterricht oder auch Zentrifugenfahrten, bei denen die achtfache Schwerkraft für eine kurze Zeit auf den Astronauten einwirkte – ein großes Team aus Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der ESA, der NASA, der japanischen Raumfahrtagentur JAXA und der russischen Raumfahrtagentur ROSKOSMOS bereitete Gerst auf seine Aufgaben in der ISS vor.

Im letzten halben Jahr trainierte der Astronaut verstärkt die verschiedenen Experimente, die er in der Schwerelosigkeit als "verlängerter Arm" der Wissenschaftler am Boden durchführen wird. Nun findet das Pendeln zwischen Houston, Moskau, Tokio und Köln ein Ende, und für Alexander Gerst beginnt seine Quarantänezeit am Weltraumbahnhof Baikonur, in der er nur eingeschränkten Kontakt zu einem kleineren Kreis an Betreuer haben wird. Wie sein Start ablaufen wird, hat der 38-Jährige bereits im November 2013 fast hautnah erfahren können.

"Blue Dot"-Mission: Mit 26 Mio. PS ins All

Damals stand er als Ersatzmann, als Mitglied der Backup-Crew, neben der Rakete, mit der eine Crew zur Raumstation startete. "Da ist man bis zum Schluss dabei, man hilft der Crew, den Raumanzug anzulegen, man steht direkt bei der Rakete, wenn sie einsteigen", erinnert sich Gerst. "Das ist der Moment, in dem man denkt: In einem halben Jahr sitzt Du auf diesem Ding." Schon damals, sagt er, wäre er am liebsten eingestiegen und mitgeflogen, auch wenn man dabei auf 300 Tonnen Treibstoff sitze und 26 Millionen PS das Team ins All befördern.

166 Tage – bis zum 10. November 2014 – wird Alexander Gerst im All verbringen und auf der ISS leben und arbeiten. Der Geophysiker nennt seine Mission "Blue Dot" – nach einem Foto der Raumsonde Voyager, das die Erde in den Worten des US-Astronomen Carl Sagan gerade einmal als "pale blue dot", als blassen blauen Punkt, zeigte. "Aus dem Weltall sieht man, dass die Erde eine kleine Kugel aus Stein ist, mit einer ganz dünnen Atmosphäre – und das ist alles, was uns Menschen schützt vor der Strahlung aus dem Weltall, was uns das Leben ermöglicht. Und wir gehen nicht gut damit um", sagt Gerst.

Experimente zur Medizin und Materialphysik im Schmelzofen

Während seines Aufenthalts wird Gerst rund 100 Experimente aus den verschiedensten Bereichen von der Materialphysik über die Raumfahrtmedizin bis hin zu Biologie durchführen. 25 dieser Experimente finden unter Führung deutscher Projektwissenschaftler oder mit deutscher Industriebeteiligung statt.

Ein Highlight für ihn: die Installation und Inbetriebnahme des Elektromagnetischen Levitators, eines Schmelzofens, der mit dem europäischen Transporter ATV-5 voraussichtlich im Juli zur Raumstation befördert wird. Seine Arbeit im europäischen Forschungslabor Columbus wird dabei aus dem Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum GSOC (German Space Operations Center) des DLR in Oberpfaffenhofen sowie europaweit aus Nutzerkontrollzentren wie dem MUSC (Microgravity User Support Center) des DLR in Köln betreut.

"Der Moment, auf den ich mich am meisten freue, ist der Blick zurück zur Erde", sagt Gerst. Aus der kleinen Sojus-Kapsel, in der die drei Astronauten Ende Mai auf engstem Raum sitzen werden, wird dies kaum möglich sein. "Den ersten richtigen guten Blick hat man, wenn man in die Raumstation schwebt, seine Kameraden begrüßt hat und dann zum ersten Mal aus der Aussichtskuppel Cupola auf die Erde hinunterschaut."

CAA: Passivradare sollen Management des Flugverkehrs verbessern

Airbus Defence and Space (ehemals Cassidian) wurde von der britischen Zivilluftfahrtbehörde CAA (Civil Aviation Authority) mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie über den Einsatz der neuesten Radartechnologie zur Verbesserung des Flugverkehrsmanagements beauftragt.

Dieses neuartige System hat das Potenzial für eine überaus kosteneffiziente und zuverlässige Nutzung. Passivradare gelten im Vergleich mit den heutigen Systemen an zivilen Flughäfen als extrem zuverlässig und wirtschaftlich, da nach derzeitiger Auslegung pro Flugplatz nur ein einziger Radarsender benötigt wird, um ausreichend Signale zu erzeugen. Nach dem "Vier-Augen-Prinzip" könnte durch mehrere Passivradare mit verschiedenen Sendern die Ortungsleistung sogar verbessert werden.

Passivradar ohne schwenkbare Antenne

Konventionelle Radare nutzen zur Abtastung des Luftraums eine schwenkbare Antenne, die Funkwellen abstrahlt und die von den Flugzeugen zurückgeworfenen Signale empfängt. Airbus Defence and Space hat ein so genanntes Passivradar entwickelt, das keine eigenen Strahlen aussendet, sondern zur Objektortung die Reflektionen von anderen Sendern, wie etwa Rundfunk- oder Fernsehstationen, auswertet.

Die Position eines Flugzeugs kann dabei aus den Unterschieden zwischen den ursprünglich ausgesandten und den vom Flugzeug reflektierten Signalen ermittelt werden. Da das Passivradar bereits vorhandene Signale verwendet, muss keine zusätzliche Strahlung erzeugt werden (was vor allem in besiedelten Gebieten von Vorteil ist), sind Frequenzbereiche für eine andere Nutzung frei und entfällt das Problem irreführender Reflektionen von Windkraftanlagen.

Aufgrund der steigenden Zahl an Windkraftanlagen in Großbritannien kann es beim Einsatz der heutigen Aktivradare zu irreführenden Reflektionen und Interferenzen kommen. Dieser unerwünschte Effekt lässt sich über eine intelligente Anordnung mehrerer Passivradare verhindern. Abgesehen davon hat Airbus Defence and Space aber bereits eine software- und hardwareseitige Neuentwicklung im Radarbereich parat, mit der sich die Interferenzen von Windkraftanlagen deutlich abschwächen lassen.

Passive Flugzeug-Ortung auf 200 Kilometern Entfernung

Airbus Defence and Space hat 2006 mit der Entwicklung des Passivradars begonnen und auch bereits ein einsatzfähiges System demonstriert, das Ultraleichtflugzeuge auf viele Kilometer mit einer Genauigkeit bis zu 20 Metern und größere Maschinen bis in 200 Kilometern Entfernung orten kann. Damit ist das Unternehmen einer der Pioniere dieser Technologie und derzeit führend in diesem Bereich.

Nach Airbus Defence and Space könnte diese ursprünglich für die militärische Nutzung entwickelte Technologie auch eine künftige Umgestaltung des gesamten Flugverkehrsmanagements mit sich bringen. Passive Radare können überdies dazu beitragen, Frequenzbereiche für die Nutzung des kommenden 5G-Netzes frei zu machen.

Airbus Defence and Space ist die Division des Airbus-Konzerns, die aus der Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten von Cassidian, Astrium und Airbus Military entstanden ist. Sie erzielt mit etwa 40.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 14 Mrd. Euro.

Galileo FOC-Satelliten vor dem Start: Betankung und fit-Check in Kourou

Die ersten beiden Galileo FOC-Satelliten sind am Mittwoch, 07. Mai 2014, sicher in ihrem Reinraum in Kourou angekommen. Das meldete der für die Galileo Startkampagne verantwortliche OHB-Manager Alain Pajonk. Der im September 2013 etablierte Zeitplan konnte eingehalten werden.

Die beiden Galileo FOC-Satelliten mit den Namen "Doresa" und "Milena" sind am Mittwoch, 07. Mai 2014 um 02:00 Uhr Ortszeit auf dem internationalen Flughafen Félix Éboué in Französisch-Guayana gelandet. Sie verbrachten den Tag zum Akklimatisieren im sog. Airlock, bevor sie ihr neues Zuhause, den Reinraum S1A, beziehen durften.

Nach dem erfolgreichen Flight Readiness Review (FRR) für beide Galileo FOC-Satelliten in der vergangenen Woche, konnten sie ihre Reise in das französische Übersee-Département antreten. "Dank der guten Kooperation zwischen den beteiligten Industrieteams und den Experten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, als unser Auftraggeber, konnte OHB das FRR erfolgreich bestehen", sagt OHB Direktor für Navigation Wolfgang Paetsch, der die Startvorbereitungen in Kourou persönlich unterstützt.

Startvorbereitungs-Programm der Satelliten läuft

Mit der Ankunft der beiden ersten Galileo FOC-Satelliten in Kourou wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Dank der großen Leistung des Galileo-Teams geht es nun mit Spannung dem Start entgegen. Die beiden Navigationssatelliten werden nun auf ihren Start vorbereitet, dazu stehen auf dem Programm ein mechanischer fit-Check, die finale Überprüfung der Flugparameter und die Betankung. Dass die Galileo-Positionierung funktioniert, hat das System bereits bei Tests mit den ersten Satelliten unter Beweis gestellt.

Der dritte Galileo FOC-Satellit "Adam" wird derzeit bei den European Test Services (ETS) im niederländischen Noordwijk unter Weltraumbedingungen auf Herz und Nieren getestet. Der vierte Galileo FOC-Satellit "Anastasia" wird bei OHB in Bremen den finalen Tests unterzogen, bevor er die Reise ins Testzentrum der ESTEC nach Noordwijk antritt.

22 FOC-Satelliten von OHB – Namen aus Malwettbewerb

Abgesehen von diesen vier Satelliten wird in den Reinräumen von OHB parallel an weiteren zehn Satelliten gearbeitet. OHB System ist verantwortlicher industrieller Hauptauftragnehmer für die insgesamt 22 Galileo FOC-Satelliten. Die Galileo-Satelliten wurden nach den Vornamen von Kindern benannt, die im Jahr 2011 einen von der Europäischen Kommission ausgeschriebenen Malwettbewerb gewonnen hatten.

Die FOC- (Full Operational Capability) Phase des Galileo-Programms wird von der Europäischen Union finanziert und durchgeführt. Die Europäische Kommission und die ESA haben eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der die ESA als Entwicklungs- und Beschaffungsagentur im Auftrag der Kommission handelt.

Romantische Reisen von Rhein bis Main: Kooperation der Flughafenregion

Main, Neckar, Saar, Mosel und Rhein: An Flüssen herrscht rund um den Frankfurter Flughafen (FRA) wahrlich kein Mangel. Und jeder davon hat seine eigene, einzigartige Atmosphäre: Historische Altstädte treffen auf malerische Landschaften, Weinkultur trifft auf Wolkenkratzer.

Nun haben sich Tourismusorganisationen und Unternehmen auf Initiative von Fraport und Eurotours zu einer Plattform zusammengeschlossen: FRA – Gateways to Europe.

Reichtum der Region erschließen – Buchungstool erweitert

"Diesen Sommer kommen Menschen aus weltweit fast 300 Destinationen an den Flughafen Frankfurt. Wir wollen sie dazu motivieren, über FRA den Reichtum der Region zu erleben und in unserer Funktion als Tor nach Deutschland auch den Tourismus stärken", so Pierre Dominique Prümm, Leiter Flug- und Terminalbetrieb, Unternehmenssicherheit der Fraport. FRA – Gateways to Europe wird internationalen Einkäufern erstmals auf dem GTM Germany Travel MartTM, der von 11. bis 13. Mai 2014 in Bremen stattfindet, präsentiert.

Einzigartig an der Kooperation ist die gemeinsame Vertriebsplattform, über die romantische Angebote aus der Auswahl zentral ausgesucht werden können. "Ich bin ganz begeistert von der Kooperationsbereitschaft der Projektpartner im Allgemeinen und der großartigen Unterstützung beim Kreieren von neuen Reiseprodukten im Speziellen. Dadurch wird es uns möglich, wirklich individuell zusammengestellte Reisehighlights für unsere internationalen Kunden zu gestalten. Ab Herbst wird dies dann auch online über unser entsprechend erweitertes Buchungstool möglich sein", ist Franz Gredler, Bereichsleiter Business Development und Prokurist von Eurotours, sehr zufrieden.

Eintauchen in Romantik der Märchenstraße und der Weingegend

Gemäß dem Motto "Riverside Romance in the Heart of Germany" sind Frankfurt, Mainz und Wiesbaden ebenso im Boot wie das Saarland, die Städte Rüdesheim und Heidelberg sowie das Weinkulturland Mosel. Auf der Deutschen Märchenstraße können die Besucher eintauchen in die faszinierende Welt der Gebrüder Grimm. Darüber hinaus wird das Projekt begleitet von dem Schifffahrtsunternehmen Köln-Düsseldorfer (KD) und der Deutschen Bahn.

"Riverside Romance" wird international von allen Kooperationspartnern beworben – etwa auf Messen, Workshops oder Roadshows. Im Fokus stehen Veranstaltungen in den arabischen Ländern, Indien, Russland und China. Die hohe Zahl an Partnern ermöglicht dabei die Sichtbarkeit der Plattform auch dort, wo nur einzelne Partner teilnehmen.

"Mit dem Buchungsportal wird Frankfurt Rhein-Main stärker miteinander vernetzt und das Image als attraktives Reiseziel intensiviert. Das Angebot einer Flusskreuzfahrt ist bereichernd, denn Frankfurt liegt direkt am Main und ist ein wichtiger Ort für Flusskreuzfahrten", so Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt.

Durch breite Aufstellung neue Zielgruppen erschließen

"Die Mainzplus Citymarketing GmbH mit dem Bereich Mainz Tourismus freut sich, ein Teil dieses starken Bündnisses zu sein. Nur durch die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern und dem international agierenden Reiseveranstalter Eurotours ist es möglich, die einzigartige touristische Vielfalt im Rhein-Main-Gebiet und der Umgebung mit einem Produkt weltweit zu vermarkten. Wir haben die Chance, gemeinsam mit einem tollen Angebot neue Zielgruppen zu erschließen", so August Moderer, Geschäftsführer von Mainzplus.

"Wiesbaden profitiert in dieser Kooperation von der überregionalen Vernetzung der touristischen Leistungsträger und erhöht durch diese seine nationale und internationale Wahrnehmung", erläutert Martin Michel, Geschäftsführer der Wiesbaden Marketing GmbH die neue Vermarktungsinitative. "Durch diese Initiative wird eine Region für den Gast erlebbar", so Michel weiter.

ILA Berlin: 3D-Druck und Laser-Schmelztechnologie

Die Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries, wird am 20. Mai um 09:15 Uhr das Internationale Suppliers Center (ISC) in Halle 1 der ILA 2014 eröffnen. Auf 6.000 Quadratmetern Hallenfläche beteiligen sich dort 330 Aussteller aus 27 Ländern. Das ISC hat sich im Rahmen der ILA Berlin Air Show zu der zentralen Marketingplattform für die gesamte Zuliefererindustrie etabliert. Unternehmen aller Produktsparten des Aerospace-Marktes finden hier einen auf ihre spezifischen Belange zugeschnittenen Marktplatz.

Exklusiv für die ISC-Aussteller werden an den drei so genannten International Buyers‘ Days Kundengespräche mit Experten renommierter OEM und 1st Tier Supplier stattfinden. Angekündigt haben sich 75 hochrangige Vertreter aus Einkauf sowie Forschung und Entwicklung. Diese haben bereits im Vorfeld der Messe über 1.000 Gesprächstermine mit den ISC-Ausstellern vereinbart.

Premiere für High Tech-Produkte und Präzisionsteilefertigung

Unter anderem werden im ISC High Tech-Produkte sowie neueste Technologien präsentiert. Das Unternehmen SLM Solutions stellt beispielsweise als einer der führenden Anbieter metallbasierter additiver Fertigungstechnologie (auch allgemein als 3D-Druck bezeichnet) erstmals seine selektive Laser-Schmelztechnologie vor (Halle 1, Stand 1806). Gezeigt werden neuesten Entwicklungen und Anwendungen der additiven Fertigungstechnik für den Aerospace-Markt. In Berlin stellt SLM Solutions die selektive Laserschmelzanlage SLM 280HL aus.

Ebenfalls eine Premiere: Als neues Element die Sonderschau „Innovative Präzisionsteilefertigung“ integriert (Halle 1, Stand 1908). Acht Mitglieder des Machining Innovation Network e.V. (MIN) mit Sitz im niedersächsischen Varel werden in Halle 1 demonstrieren, wie ein stabiler, kosteneffizienter und qualitativ hochwertiger Zerspanungsprozess gelingen kann. Erstmalig werden live auf zwei Werkzeugmaschinen anspruchsvolle Flugzeug-Bauteile zerspant.

Die ILA 2014 findet vom 20. bis 25. Mai auf dem Berlin ExpoCenter Airport statt. Das ISC in Halle 1 öffnet seine Tore ausschließlich an den drei Fachbesuchertagen vom 20. bis 22. Mai.

airberlin setzt Anleihen-Platzierung für 550 Mio. Euro um

airberlin hat die angekündigte Rekapitalisierung durch die Platzierung neuer Anleihen und die von Etihad Airways gezeichnete nachrangige, unbefristete Wandelanleihe erfolgreich umgesetzt. Die Rekapitalisierung mit einem Gesamtvolumen von 550 Millionen Euro wird damit die Eigenkapital- und Liquiditätsposition von airberlin nachhaltig stärken. Durch zwei neue Anleihen, jeweils eine in Euro und eine in Schweizer Franken, hat airberlin insgesamt 252 Millionen Euro eingenommen. Investoren der in den Jahren 2014 und 2015 fälligen Anleihen, haben ihre Anteile in einem Gesamtbetrag von 12,63 Millionen Euro in die neue Anleihe umgetauscht.

Die Differenz zu den 252 Millionen Euro bildet den Liquiditätszufluss für airberlin. Das Unternehmen wird den Erlös der zwei neuen Anleihen für allgemeine Unternehmenszwecke bis zur Höhe von 150 Millionen Euro sowie zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten verwenden. Die Euro-Anleihe in Höhe von 170 Millionen Euro hat einen jährlichen Zinssatz in Höhe von 6,75 Prozent. Die aus einem Volumen von 100 Millionen Schweizer Franken bestehende Anleihe einen jährlichen Zinssatz in Höhe von 5,625 Prozent.

Zielmarke von 100 Millionen Euro nicht erreicht

airberlin Chief Financial Officer Ulf Hüttmeyer sagte: "Mit dieser Rekapitalisierung ist es uns gelungen, unser Eigenkapital und die Liquiditätsausstattung von airberlin deutlich zu stärken. Gleichzeitig verringern wir die Nettoverschuldung und haben niedrigere Zinsleistungen zu erbringen. Beim Umtausch haben wir zwar die erhoffte Zielmarke von 100 Millionen Euro nicht erreicht; allerdings werden wir den Liquiditätszufluss, der signifikant höher als erwartet ist, nutzen, um bei günstigen Marktbedingungen die anstehenden fälligen Anleihen in dem angestrebten Umtauschvolumen zu adäquaten Preisen am Markt zurückzukaufen."

Boeing 737-800 von SunExpress neu in Nürnberg stationiert

Das Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines stationiert im Sommer 2014 erstmals ein Flugzeug am Airport Nürnberg und startet bis zu zwanzigmal pro Woche in den sonnigen Süden: Der Erstflug der Boeing 737-800 ging Donnerstag, den 08. Mai 2014, von Nürnberg nach Heraklion auf Kreta.

Auf dem Bild werden Flugkapitän Roger Zimmermann und seine Crew von Flughafen-Marketingleiter Jürgen Kohstall (2.v.l.) am Airport Nürnberg begrüßt. Die Kissen stehen als Symbol für den sogenannten "Overnight-Stop", da die Boeing 737 ist nachts in Nürnberg bleibt.

Neben der griechischen Insel sind acht weitere Ziele in der Türkei, auf den Kanaren und am Roten Meer im Direktflug mit SunExpress zu erreichen, unter anderem sind die türkischen Linienflugziele Ankara und Adana neu im Plan. Tickets werden größtenteils über verschiedene Reiseveranstalter vermarktet, sind teilweise aber auch als Nur-Flug Einzelplätze buchbar.

Boeing 737-800 beim Over-Night-Stop in Nürnberg gewartet

SunExpress ist eine der größten Fluglinien zwischen Deutschland und der Türkei. Die Airline baut mit der Stationierung des Flugzeuges in Nürnberg seine Präsenz am Airport deutlich aus. In Ruhephasen, wie im täglichen Over-Night-Stop, ist die Boeing 737-800 in Nürnberg geparkt und wird hier technisch gewartet.

Der Erstflug des neu stationierten SunExpress Flugzeuges läutet den Sommer am Airport Nürnberg ein: Reisende kommen im Sommerflugplan von Nürnberg zu mehr als 50 Nonstop-Zielen. Das touristische Angebot wurde um fünf Destinationen erweitert. Daneben haben Reiseveranstalter und Fluggesellschaften ihre Kapazitäten für Urlauber erhöht. Die Airlines nutzen damit das große Potential in der Metropolregion und die Reiselust der Franken.

Leipzig/Halle und Zhengzhou: Drehscheiben zwischen Europa und China

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Die Henan Province Airport Group und die Mitteldeutsche Airport Holding verbindet künftig eine strategische Flughafenkooperation. Sie hat das Ziel, gemeinsam Luftfrachtverkehrsverbindungen zu entwickeln und die Standorte als zentrale Drehscheiben für die Verteilung von Warenströmen in China und Europa zu stärken. Diese Vereinbarung wurde am Donnerstag, 08. Mai, in der Messestadt im Beisein des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung unterzeichnet.

Das Interesse der Chinesen ist eine Bestätigung dafür, dass sich der Ausbau und die Investitionen in den Flughafen- und Logistikstandort Leipzig/Halle gelohnt haben. Man erwarte darüber hinaus ein verstärktes Engagement asiatischer Investoren aus Industrie und Handel, so Oberbürgermeister Jung bei der Vertragsunterzeichnung.

Industrie in China zunehmend im Inland

Die chinesische Zentralregierung in Peking lenkt derzeit verstärkt Industrieansiedlungen in neue innerchinesische Entwicklungsgebiete. Dafür ist es notwendig, auch entsprechende globale Logistikketten und die dazugehörigen Dienstleistungen zu schaffen. Für dieses Vorhaben suchen die Verantwortlichen aus der chinesischen Politik und Wirtschaft geografisch gut gelegene Standorte in Europa, von denen sie ihre Waren in kurzer Zeit und hoher Qualität aufnehmen und verteilen können.

"Mit Leipzig/Halle, dem fünft größten europäischen Frachtflughafen, haben wir einen vielversprechenden Partner für die Vernetzung unserer aufstrebenden Region mit dem europäischen Kontinent gefunden. Unsere Wahl ist auf Leipzig/Halle gefallen, weil wir die zentrale Lage des Flughafens, dessen hervorragende intermodale Verkehrsanbindung sowie die uneingeschränkten Betriebszeiten schätzen. Unter diesen Voraussetzungen erwarten wir eine konstruktive und ergebnisreiche Zusammenarbeit", sagte An Huiyuan, Chairman der Henan Province Airport Group.

Leipzig/Halle ideal für Transport mit Zhengzhou

Leipzig/Halle ist hier mit seiner 24-Stunden-Betriebsgenehmigung für Luftfrachtverkehre als ideal für den Warentransport zwischen Europa und China von den Verantwortlichen in Zhengzhou eingestuft worden. Im Gegensatz zu anderen Standorten mit eingeschränkten Betriebszeiten können Fluggesellschaften so zusätzliche Standzeiten innerhalb der globalen Transportkette vermeiden.

"Mit dem Zhengzhou Xinzheng International Airport erweitern wir unser globales Kooperationsnetz auf nunmehr vier asiatische und zwei amerikanische Partnerflughäfen. Damit werden wir künftig noch intensiver an der Entwicklung neuer sowie dem Ausbau bestehender Luftfrachtverbindungen arbeiten können", zeigte sich Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG, überzeugt. Der Vorteil, rund um die Uhr Luftfracht abfertigen zu können, dürfte zusätzliche Warenströme über Leipzig/Halle lenken. Damit werden am Flughafen und im Umland nicht nur bestehende Arbeitsplätze gesichert, sondern auch neue entstehen.

Die Henan Province Airport Group Co., Ltd. ist eine staatliche Kapitalgesellschaft mit einem eingetragenen Kapital von 20 Millionen Yuan. Sie wurde mit dem Ziel, den Zhengzhou Xinzheng International Airport zu verwalten, gegründet.

Der Zhengzhou Xinzheng International Airport ist einer der acht regionalen Luftfahrtdrehkreuze in China, die über das Potenzial verfügen, sich zu einem internationalen Fracht- und Passagierhub zu entwickeln. Im Jahr 2013 wurden in Zhengzhou 13,14 Millionen Passagiere und 255.700 Tonnen Fracht abgefertigt. Damit belegte der Flughafen Platz 18 im Ranking der innerchinesischen Passagierflughäfen und Platz 12 im Ranking der innerchinesischen Frachtflughäfen. Das Streckennetz reicht von China und Südostasien bis nach Europa und Amerika.

Die Mitteldeutsche Airport Holding ist die Dachmarke der Mitteldeutschen Flughafen AG, eines Unternehmens der öffentlichen Hand. Zum Konzern gehören die Tochtergesellschaften Leipzig/Halle Airport, Flughafen Dresden International und PortGround.

Im Jahr 2013 zählte der Konzern 90.647 Flugzeugbewegungen und rund vier Millionen Fluggäste sowie 887.281 Tonnen Fracht. Der Konzern beschäftigte 2013 direkt 1.047 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An den Standorten der Mitteldeutschen Flughafen AG waren 2013 insgesamt 9.478 Menschen in den verschiedenen Unternehmen und Behörden tätig.

Internatipnale Flughafen-Kooperationen der Airport Holding

Seit 2012 besteht eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Mitteldeutschen Airport Holding – für den Leipzig/Halle Airport und der Shanghai Airport Authority – für den Shanghai Pudong International Airport. Das Abkommen beinhaltet die Entwicklung neuer und den Ausbau bestehender Luftfrachtverbindungen, eine gemeinsame Marktbearbeitung und Kundenakquise sowie einen Informations- und Personalaustausch.

Bereits seit Oktober 2010 unterhält die Mitteldeutsche Airport Holding eine Kooperation mit der Shenzhen Airport Group. Die Vereinbarung umfasst ebenfalls eine gezielte Zusammenarbeit auf den Gebieten der Marktbearbeitung und Kundenakquise sowie einen regelmäßigen Informations- und Personalaustausch.

2013 schloss der Leipzig/Halle Airport mit dem Memphis International Airport sowie dem Cincinnati/Northern Kentucky International Airport Kooperationsvereinbarungen zur engeren Zusammenarbeit im internationalen Luftfrachtmarkt ab.

Allgäu Airport: Eigener Strom aus neuem Blockheizkraftwerk

Der Allgäu Airport zählt schon seit langem zu den Energieproduzenten, da er bereits im Jahr 2004 das Fernwärmeheizkraft der Bundeswehr übernommen und ständig modernisiert hat. Ergänzt wird die Anlage, die bisher über 30 Gebäude am Flughafen versorgt, nun um ein soeben in Betrieb genommenes eigenes Blockheiz-Kraftwerk.

Es erzeugt Strom und Wärme und hilft, künftig Energie effizienter zu einzusetzen. „Damit verbessern wir unsere Energiebilanz und machen uns energetisch fit für die Zukunft“, betont Allgäu Airport Geschäftsführer Ralf Schmid. Der so gewonnene Strom deckt rund die Hälfte des am Airport benötigten Bedarfs ab.

Die im Zuge der Wärme-Kraft-Koppelung erzeugte thermische Energie wird in das bestehende Fernwärmenetz gespeist. Das mit einem Gasmotor betriebene Blockheiz-Kraftwerk soll jährlich rund 6.000 Stunden in Betrieb sein und verfügt über eine elektrische Leistung von 250 kW und eine thermische Leistung von 290 kW. Insgesamt wurden in die neue Anlage rund 550.000 Euro investiert. Bilder und Quelle: Allgäu Airport.

Geruch in der Kabine: Reale Flug-Unfallgefahr für Passagierflugzeuge

Der aktuelle Studienbericht der BFU zur Kabinenluft in Flugzeugen kommt zum Schluss, dass in wenigen Fällen die Sicherheitsreserven soweit reduziert waren, dass eine hohe Unfallwahrscheinlichkeit bestand. Das Gefahrenpotenzial ist aber wohl enorm hoch: Schon 2002 hatte die US-amerikanische Luftsicherheitsbehörde FAA erkannt, dass keines der heute fliegenden Flugzeuge die existierenden Zulassungsvorschriften einhält.

„Die Aussage der BFU deckt sich mit unseren Kenntnissen über Vorfälle, bei denen ein oder mehrere Cockpitmitglieder aufgrund von Geruchsvorfällen massiv in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt waren und somit eine Gefährdung des Fluges vorlag“, so Jörg Handwerg, Pressesprecher der Vereinigung Cockpit.

Fume Events: Deutliche Beeintrachtigung für Besatzung

Weiter führt die BFU aus: „Verunreinigungen der Kabinenluft durch Fume Events (…) haben zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Flugzeuginsassen geführt und Mitglieder der Kabinenbesatzungen in ihrer Arbeitsleistung beeinträchtigt.“ Eine Reihe von Beispielfällen belegen diese Tatsachen, bis hin zur Bewusstlosigkeit von Crew-Mitgliedern. Auch Passagiere sind betroffen, berichtet die BFU, kam es schon zu von der BFU als „Schwere Störung“ eingestuften Fällen.

Unzureichende und inhomogene Vorschriften im Bereich der Luftversorgungsqualität aus den unterschiedlichen Quellen an Bord werden kritisiert. Die Bauvorschrift CS 25.831, die vorschreibt, dass die Kabinenluft „frei von schädlichen oder gefährlichen Substanzkonzentrationen sein muss“, wird nicht eingehalten, da die Europäische Behörde für Flugsicherheit (EASA) laut Bericht lediglich auf Kohlenmonoxid und Kohlendioxid prüft.

„Schweres Versäumnis“ der EASA

Schon 2002 hatte die amerikanische Luftsicherheitsbehörde FAA festgestellt, dass ihrer Ansicht nach kein Flugzeug heutzutage die Zulassungsvorschriften einhält. Bisher beteiligte sich die EASA, trotz Einladungen an mehreren Branchenkonferenzen zu diesem Thema, nicht und wird somit aus Sicht der Vereinigung Cockpit ihrer Aufgabe nicht gerecht. Jörg Handwerg: „Die Taktik, sich Augen und Ohren zu zuhalten, damit man nicht etwa Erkenntnisse erlangt, die Handlungen erfordern würden, ist ein schweres Versäumnis.“

Nicht nachvollziehbar bleibt, wieso der Fall einer Besatzung eines A330-200, wo es zu einem Krankenhausaufenthalt von mehr als 48 Stunden kam, nicht als Unfall, wie es das Gesetz fordert, eingestuft wurde. Das Gesetz unterscheidet nicht zwischen Diagnostik und Therapie, sondern einziges Kriterium ist ein Krankenhausaufenthalt von mehr als 48 Stunden.

Auch der Fall der Germanwings in Köln bei dem beide Piloten massive Probleme im Anflug bekommen haben, nachdem sie einen ungewöhnlicher Geruch wahrgenommen hatten, wurde unverständlicherweise nicht als Unfall eingestuft, obwohl nicht nur eine lange Erkrankung des Copiloten folgte, sondern hohe Entzündungswerte eine Organschädigung belegten, was als ein weiterer Grund für eine Einstufung als Unfall gereicht. Nicht nur die Zulassungsbehörde EASA, sondern auch Hersteller müssten endlich ihre Hausaufgaben machen, um die Risiken für Flüge und Gesundheit von Passagieren und Besatzungen zu vermeiden, so Jörg Handwerg.

R66 Hubschrauber nun auch mit Zulassung für China

R66 Turbine von Robinson Helicopter hat nun, vier Jahre nach der FAA-Zulassung fast zeitgleich mit der EASA-Zulassung Ende April, auch die Zulassung der chinesischen Flugaufsichtsbehörde CAAC erhalten.

Durch die EASA-Mitgliedsstaaten werden es nun über 50 Länder, in denen die R66 ihre Typen-Zulassung erhalten hat. Dazu gehören u.a. die europäischen EASA-Mitgliedsstaaten, Australien, Brasilien, Kanada, Japan, Russland, Südafrieka und die USA.

Für Robinson ist das ein weiterer wichtiger Erfolg, zumal zwei Drittel der Verkäufe an ausländische Kunden gehen. China lockert die Bestimmungen für den Luftverkehr, Investitionen in die Allgemeine Luftfahrt steigen über Trainings und Infrastruktur, Hubschrauber werden dabei eine immer größere Rolle spielen.

Die fünfsitzige R66 ist ein Hubschrauber mittlerer Größe und einem Preis von 839.000 US-Dollar. Mit niedrigeren Wartungskosten soll die R66 in dem Marktumfeld gleiche bzw. bessere Leistung zeigen als die Wettbewerber, bei allerdings niedrigeren Kosten. Derzeit gibt es allein in Europa 16 R66-Servicestationen, darunter 13 zugelassenen Händlern.

Bisher wurden schon über 500 Maschinen der R66 ausgeliefert, und weisen nach Schätzung eine Flotten-Betriebsstundenzahl von 160.000 auf. Auf die Wünsche von Kunden hin sind die Robinson-Helikopter seit kurzem auch mit Glass- und Touch-Screen-Avionik erhältlich.

Flugzeugteile-Börse im Technik-Museum Speyer Hangar 10

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Wo werden heute noch Holzpropeller von Flugzeugen aus dem ersten Weltkrieg oder Teile eines Starfighters angeboten? Diese Frage stellen sich zahlreiche Flugzeugenthusiasten in ganz Europa. Die Antwort darauf ist ganz einfach, denn auf der 37. Internationalen-Flugzeug-Veteranen-Teile-Börse gibt es alles was das "Sammler-Herz" begehrt. Die Börse wird in direkter Nähe des Flugplatzes Speyer, in der Event-Halle Hangar 10 des Technik Museum Speyer veranstaltet.

Die Traditionsveranstaltung öffnet ihre Türen am Samstag, 08. November 2014 von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Ca. 70 Aussteller zeigen an diesem Tag ihre seltenen Flugzeugteile, die sie verkaufen, tauschen, oder über die sie einfach nur fachsimpeln. Die Anbieter kommen unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich, der Schweiz, England, den Niederlanden, Polen und der Tschechischen Republik.

Man findet Instrumente und Propeller aus dem ersten Weltkrieg, Jet-Helme aus den Siebzigern und noch vieles mehr. Ein großer Bestandteil der Börse werden auch diesmal wieder Teile von Warbirds, wie Messerschmitt Me 109 und Focke Wulf Fw 190 sein. Aber auch Bücher, Zeichnungen, Fotos und historische Kleidung werden reichhaltig angeboten. Für junge Besucher gibt es ein großes Angebot an Flugzeugmodellen und der dazu gehörenden Literatur. Eintrittskarten gibt es an der Tageskasse für sechs Euro. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

Fraport mit Steigerung bei Umsatz und Ergebnis

Die Fraport AG bilanziert im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014 positive Finanzzahlen, die im Wesentlichen vom Verkehrswachstum an allen Konzern-Flughäfen getragen wurden. Der bereinigte Konzern-Umsatz stieg um 5,4 Millionen Euro beziehungsweise 1,1 Prozent auf 517,3 Millionen Euro. Das Konzern-EBITDA verbesserte sich um 13 Millionen Euro beziehungsweise 10,7 Prozent auf 134,5 Millionen Euro und das Konzern-Ergebnis lag in Höhe von sechs Millionen Euro um 1,5 Millionen Euro über dem Vorjahreswert.

Am Standort Frankfurt stiegen in den ersten drei Monaten des Jahres das Passagieraufkommen (plus zwei Prozent), die Flugbewegungen (plus 1,1 Prozent), die Höchststartgewichte (plus 2,1 Prozent) und auch die Cargo-Tonnage (plus 4,5 Prozent) und das trotz einer Vielzahl an Flugannullierungen im Zusammenhang mit Streikmaßnahmen.

Mehr Cash Flow durch weniger Investition

Begünstigt war die positive Entwicklung durch einen vergleichsweise milden Winter. Konzernweit entwickelten sich auch die Passagierzahlen an den Beteiligungsflughäfen in Lima, Antalya, St. Petersburg und Xi’an weiterhin positiv.

Die gute operative Entwicklung und ein im Vorjahresvergleich niedrigeres Investitionsvolumen führten zu einem deutlichen Anstieg des Free Cash Flows um 65,9 Millionen Euro auf 19,5 Millionen Euro. Die Zahlen zeugen von einem guten Jahresstart. Auch aufgrund einer weiter wachsenden Nachfrage im Luftverkehr werde die Entwicklung des Fraport-Konzerns positiv. Den Ausblick auf das Gesamtjahr wird bestätigt und weiterhin eine Entwicklung oberhalb des Vorjahresniveaus erwartet, sagte Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte die vorgelegten Zahlen.

Segmente am Flughafen Frankfurt im Überblick

Der Umsatz im Segment Aviation stieg in den ersten drei Monaten auf 189,4 Millionen Euro (plus 2,4 Prozent). Wesentliche Gründe waren die gestiegene Passagierzahl am Standort Frankfurt sowie die Anhebung der Flughafen-Entgelte zum 1. Januar 2014 um durchschnittlich 2,9 Prozent. Im vergleichsweise milden Winter fielen die Aufwendungen für Winterdienstleistungen deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Das Segment-EBITDA stieg aufgrund der positiven Umsatz- und der rückläufigen Aufwandsentwicklung deutlich auf 30,3 Millionen Euro (plus 56,2 Prozent). Nahezu konstante Abschreibungen führten zu einem Segment-EBIT von 1,6 Millionen Euro (plus 11,0 Millionen Euro).

Retail & Real Estate: Mit 106,5 Millionen Euro lagen die Umsatzerlöse des Segments Retail & Real Estate im ersten Quartal 2014 unter dem Wert des Vorjahresquartals (minus 1,1 Prozent). Während die rückläufigen Umsätze im Bereich Real Estate im Wesentlichen auf geringere Energie- und Versorgungsleistungen aufgrund des milden Winters zurückzuführen waren, ließen sich die niedrigeren Retail-Umsätze vor allem auf eine rückläufige Passagierzahl auf interkontinentalen Verbindungen zurückführen.

Im Vergleich zu Passagieren auf kontinentalen Verbindungen weisen die Passagiere auf interkontinentalen Strecken ein überdurchschnittlich hohes Kaufverhalten auf, die Kennzahl „Netto-Retail-Erlös pro Passagier“ sank korrespondierend auf 3,69 Euro (minus 1,3 Prozent). Trotz des rückläufigen Umsatzes stieg das Segment-EBITDA aufgrund rückläufiger operativer Aufwendungen aus geringeren Energie- und Versorgungsleistungen um zwei Millionen Euro auf 82,4 Millionen Euro (plus 2,5 Prozent). Das Segment-EBIT stieg auf 61,9 Millionen Euro (plus 2,7 Prozent).

Die höhere Passagierzahl und die Anhebung der Infrastrukturentgelte führten im ersten Quartal 2014 im Segment Ground Handling zu einem leichten Umsatzanstieg auf 148,7 Millionen Euro (plus 0,5 Prozent). Trotz der Tariferhöhungen konnte der Personalaufwand durch einen optimierteren Personaleinsatz im ersten Quartal 2014 verringert werden. Im Zusammenhang mit dem Umsatzanstieg und den geringeren Personalaufwendungen verbesserte sich das Segment-EBITDA um 2,7 Millionen Euro, lag allerdings mit minus 2,8 Millionen Euro weiterhin im negativen Bereich. Auch das Segment-EBIT konnte um 2,9 Millionen Euro gesteigert werden, lag aber ebenfalls mit minus 11,9 Millionen Euro weiterhin im negativen Bereich.

Segment External Activities & Services wies im ersten Quartal 2014 einen Umsatzrückgang um 14 Millionen Euro auf 75,1 Millionen Euro aus (minus 15,7 Prozent). In Höhe von 15,5 Millionen Euro war die Umsatzreduzierung einzig auf die geringere Erfassung ergebnisneutraler kapazitativer Investitionen in den Konzern-Gesellschaften Twin Star und Lima in Verbindung mit der Anwendung von IFRIC 12 zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt erhöhte sich der Segment-Umsatz auf 72,7 Millionen Euro (plus 2,1 Prozent). Grund für die positive Umsatzentwicklung war im Wesentlichen das Passagierwachstum in Lima, das den negativen Währungskurseffekt aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro kompensierte.

Der operative Aufwand des Segments sank vor allem aufgrund geringer kapazitativer Investitionen in den Konzern-Gesellschaften Twin Star und Lima. Das Segment-EBITDA reduzierte sich trotz der positiven organischen Umsatzentwicklung auf 24,6 Millionen Euro (minus 9,6 Prozent). Wesentlicher Grund dafür waren einmalige Vorjahreserträge im Bereich der IT-Dienstleistungen am Standort Frankfurt. In Höhe von 9,6 Millionen Euro lag das Segment-EBIT unter dem Wert des Vorjahres (minus 31,9 Prozent).