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Die Vereinigung e.V. kritisiert das Vorhaben der Bundesregierung, die Tarifeinheit gesetzlich zu regeln, und fordert, dass der DGB dieses Vorhaben der großen Koalition ablehnt. Der Eingriff in den Bestand und die Betätigung organisierter Arbeitnehmer auch in „Spartengewerkschaften“ durch den Gesetzgeber müsse unterbunden werden. Eine gesetzliche Einführung der Tarifeinheit, wie es im Koalitionsvertrag vorgesehen ist, verstoße gegen die verfassungsmäßigen Rechte der Arbeitnehmer und Gewerkschaften, so die .

Tarifeinheit verletzt das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit

Gesetzliche Tarifeinheit führt zu einer Aushöhlung der Tarifautonomie, des Streikrechts und der Vereinigungsfreiheit. Spartengewerkschaften zeichnen sich durch wirkungsvolle Vertretung spezifischer Belange von Arbeitnehmern einer bestimmten Berufsgruppe aus. Dieser Vorteil ginge bei einer gesetzlich verankerten Tarifeinheit verloren.

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„Der DGB sollte sich der Gefahr bewusst sein, dass jeder gesetzgeberische Eingriff in diesem Bereich alle Arbeitnehmer in betrifft und die Kapitalseite zu weiteren Eingriffen in die Grundrechte der Beschäftigten ermuntern wird“, so Ilja Schulz, Präsident der e.V. „Wir werden uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln hiergegen zur Wehr setzen.“

In einer aktuell von der ARD beauftragten Umfrage sprachen sich mehr als zwei Drittel der Bürger dafür aus, dass „weiterhin auch kleine Gewerkschaften entscheiden sollen, ob verhandelt oder gestreikt werden soll“.

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Thomas Zimmermann
Thomas Zimmermann ist Redaktionsleiter bei Luftfahrtmagazin.de und erfahrener Fachjournalist im Bereich Luftfahrt mit 15 Jahren Erfahrung und einem tiefen Wissen und großer Leidenschaft für Luftfahrtdesign, nachhaltige Innovationen und Luftverkehrspolitik. Mit einem klaren Blick für Fakten, berichtet er seit Jahren fundiert und prägnant über die Entwicklungen am Himmel.