Jugend forscht am Flughafen München
Jugend forscht am Flughafen München (Foto: Alex Tino Friedel, © Flughafen München)
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Förderung junger Talente durch regionalen Wissenschaftswettbewerb am Flughafen München

Der wird zum 23. Mal als Austragungsort für den renommierten Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ genutzt. Unter dem diesjährigen Motto „Maximale Perspektive“ treten 79 engagierte Jugendliche aus den Landkreisen Freising, Erding und dem Münchner Umland gegeneinander an, um ihre innovativen und wissenschaftlich fundierten Projekte vorzustellen. Dabei reicht das Alter der jungen Forscherinnen und Forscher von zehn bis neunzehn Jahren. Die Veranstaltung bietet damit eine ideale Plattform, um junge Talente in verschiedenen Gebieten der Wissenschaft und zu fördern und ihnen erste Einblicke in praxisnahe Berufsfelder zu ermöglichen.

Der Fokus der Arbeiten liegt insbesondere auf den Fachbereichen Arbeitswelt, , , /, Geo- und Raumwissenschaften, sowie Technik. Die Vielfalt der Disziplinen macht deutlich, wie breit das Spektrum an Interessen und Kompetenzen unter den Teilnehmenden ist. Die unterschiedlichen Blickwinkel und Herangehensweisen an wissenschaftliche Fragestellungen spiegeln die Innovationskraft und Neugier der nächsten Generation wider.

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Bedeutung und Engagement der Flughafen München GmbH für Wissenschaftsnachwuchs

Die GmbH (FMG) unterstützt den bereits seit über zwanzig Jahren mit großem Engagement. Durch die Förderung dieses Wissenschaftsfestivals leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur künftiger Fachkräfte und stärkt das Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Berufen. Die Präsenz eines so bedeutenden Wirtschaftszentrums als Partner erhöht zudem die Sichtbarkeit des Wettbewerbs und motiviert junge Menschen, sich mit ihren Zukunftsperspektiven auseinanderzusetzen.

Die Veranstaltung bietet den Jugendlichen zudem die Möglichkeit, Kompetenzen wie selbstständiges Arbeiten, kritisches Denken und die Präsentation eigener Forschungsergebnisse zu entwickeln. Insgesamt 30 Experten aus Wissenschaft und bilden die Jury, die die Projekte nach wissenschaftlicher Qualität, Kreativität und Umsetzbarkeit bewertet. Die Auswahl der Siegerarbeiten belohnt damit nicht nur die beste Forschung, sondern fördert auch praxisnahe Lösungsansätze aus verschiedenen Richtungen.

Spannende Projekte: Von historischer Luftfahrt bis zu Gentechnik und Künstlicher Intelligenz

Besondere Aufmerksamkeit verdienen einige herausragende Beiträge von Schulgruppen aus dem Münchner Umland. So widmen sich Schülerinnen der Erzbischöflichen Mädchenrealschule Heilig Blut in Erding dem Nachbau eines Modells der „Spirit of St. Louis“, jenem , mit dem Charles Lindbergh 1927 die erste Nonstop-Nordatlantiküberquerung vollbrachte. Ihre Arbeit kombiniert technisches Modellbauwissen mit physikalischen Prinzipien und beleuchtet zudem die historischen Herausforderungen damaliger Flugtechnik. Durch diese Herangehensweise entsteht ein interdisziplinäres Projekt, das Geschichte, Physik und Technik verknüpft und so zur Perspektivenerweiterung junger Menschen beiträgt.

Ebenso innovativ ist das Projekt „CRISPR GenieLAB“, entwickelt von zwei Gymnasiasten aus Unterschleißheim. Hier wird moderne Gentechnik mit Methoden der Künstlichen Intelligenz vereint. Mittels Machine Learning trainieren die Jugendlichen verschiedene Modelle auf öffentlichen CRISPR-Datensätzen. Ziel ist es, Biologinnen und Biologen bei der Auswahl von gRNA-Kandidaten zu unterstützen, um die Forschung effizienter und zielgerichteter zu gestalten. Diese Verbindung von Biotechnologie und Informatik zeigt exemplarisch den interdisziplinären Charakter moderner Wissenschaft und die Zukunftschancen in sogenannten „„-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).

Besuchsmöglichkeiten und öffentlicher Austausch am LabCampus 52

Interessierte Personen sind eingeladen, die Ausstellung der unterschiedlichen Projekte am 25. Februar 2026 von 11 bis 17 Uhr und am 26. Februar 2026 von 10 bis 13 Uhr vor Ort zu besuchen. Der Veranstaltungsraum im LabCampus 52, in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, bietet einen modernen Rahmen für lebendige Gespräche zwischen den Teilnehmenden und Besuchern. Dabei besteht die Chance, sich direkt mit den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auszutauschen, Fragen zu stellen und praktische Einblicke in die Arbeiten zu erhalten.

Diese Begegnungen fördern nicht nur den Dialog zwischen Wissenschaftsnachwuchs und Öffentlichkeit, sondern stärken zugleich die regionale Vernetzung und das Bewusstsein für die Bedeutung von Bildung und Forschung in der Gesellschaft.

Fazit: Eine Plattform für neue Perspektiven und wissenschaftlichen Nachwuchs

Der Wettbewerb unterstreicht die Relevanz, junge Talente in wissenschaftlichen und technischen Disziplinen frühzeitig zu fördern und ihre Projekte sichtbar zu machen. Die Teilnahme am Regionalwettbewerb in unmittelbarer Nähe eines internationalen Flughafens symbolisiert die Verknüpfung von Innovation, Forschung und Wirtschaftsleben. „Jugend forscht“ bietet somit eine einzigartige Gelegenheit, Perspektiven zu maximieren – im wahrsten Sinne des Mottos.

Das Engagement der beteiligten Schülerinnen und zeigt ebenso wie das der unterstützenden Organisationen, wie wichtig es ist, neue Wege in Wissenschaft und zu erkunden. Die präsentierten Arbeiten tragen dazu bei, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, neue Talente zu entdecken und die Begeisterung für innovative Themen zu stärken. Die Verbindung von Theorie und Praxis wird insbesondere durch Projekte wie die Analyse historischer oder den von Künstlicher Intelligenz in der Gentechnik erlebbar.

Insgesamt trägt der Wettbewerb maßgeblich dazu bei, junge Menschen frühzeitig für MINT-Fächer zu begeistern und Ihr Interesse an zukunftsweisenden Berufsfeldern zu wecken. Die Blickrichtungen der Teilnehmenden spiegeln nicht nur aktuelle wissenschaftliche Herausforderungen wider, sondern öffnen zugleich den Horizont für künftige Entwicklungen.

Die Region München profitiert daher langfristig von dem Engagement im Bereich der , die weit über den eigentlichen Wettbewerb hinaus Wirkung zeigt. Das Zusammenspiel zwischen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft definiert den Standort München als einen Motor für Innovation und erstklassige Zukunftschancen im internationalen Wettbewerb.

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Mit den Gewinnern freuten sich von links: Rolf Klingenschmidt (Patenbeauftragter der Flughafen München GmbH), Kerstin Bräckle (Wettbewerbsleiterin) und Michaela Kaltwasser (Öffentlichkeitsarbeit Jugend forscht Akademie Hamburg).

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Christian Lechner
Christian Lechner ist erfahrener Fachjournalist im Bereich Luftfahrt mit 20 Jahren Erfahrung und Herausgeber von Luftfahrtmagazin.de. Mit seiner jahrelangen Erfahrung liefert er präzise Analysen, spannende Hintergrundberichte und inspirierende Einblicke in die Luftfahrtindustrie - immer mit Fokus auf Innovation und Qualität.