help alliance: Deutschland-Projekt fördert Berufsstart

Mitarbeiter der Lufthansa rufen vier neue Projekte ins Leben, um Nöten in der Gesellschaft zu begegnen und Menschen konkret zu unterstützen. Das Motto lautet “Jungen Menschen einen guten Start ins Leben geben”. Die Projekte werden von der gemeinnützigen Hilfsorganisation des Konzerns help alliance gefördert, ausgestaltet und gesteuert.

Alle neuen Initiativen beinhalten die Förderschwerpunkte Bildung, Arbeit und Einkommen und somit die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Die Besonderheit: Die bereits bestehenden Projekte wurden von Mitarbeitern der Lufthansa Group vorgeschlagen und werden auch von diesen betreut.

Perspektivisch möchte die Lufthansa Group ihren Mitarbeitern in den neuen Deutschland-Projekte der help alliance auch Corporate Volunteering anbieten und damit deren gemeinnütziges Engagement in sozialen Projekten während der Arbeitszeit fördern. Die Ausweitung des Engagements ist Teil eines umfangreichen Maßnahmenpakets in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft, das die Lufthansa Group im März 2019 aufgesetzt hat.

Berufsstart für junge Frauen fördern

Rund 17.000 Frauen in Deutschland suchen jährlich mit ihren Kindern in Frauenhäusern Zuflucht. Laut der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte sind in Deutschland rund 35 Prozent der Frauen seit ihrem 15. Lebensjahr von körperlicher oder sexualisierter Gewalt betroffen. Für einige dieser Mädchen und jungen Frauen ist das Mädchenhaus in Frankfurt ein sicherer Zufluchtsort. Mädchen werden hier unterstützt, ein gewalt- und angstfreies sowie selbstbestimmtes Leben führen zu können. Vom regelmäßigen Mädchentreff über Beratungsgespräche und persönlichem Empowerment oder auch der Möglichkeit einer sicheren Unterbringung – für die Mädchen gibt es verschiedene Angebote auf dem Weg zu diesem Ziel.

Lotsen für eine starke Zukunft

Ziel des Projektes in Hamburg ist es, Personen, die selbst einen Migrationshintergrund haben und schon seit einiger Zeit in Deutschland leben, zum Integrationsförderer auszubilden. Die ausgebildeten “Lotsen” werden in Themen wie Berufsorientierung, Sozialberatung und Gesundheit unterrichtet. Nach der Ausbildung können sie Menschen, die ein ähnliches Schicksal haben, bei der Berufs- oder Ausbildungswahl unterstützen und ihnen dabei helfen Sprach- und Kulturbarrieren zu überwinden. Durchschnittlich soll jeder Lotse pro Quartal drei bis vier Menschen unterstützen.

Berufe finden mit Job Buddies

Das Projekt in Frankfurt ermöglicht Menschen mit und ohne Fluchthintergrund, sich bei gemeinsamen Aktivitäten kennen zu lernen. Basis der Treffen bildet das gemeinsame Kochen und Essen – denn Essen verbindet und ist eine gute Möglichkeit, sich über verschiedene Kulturen auszutauschen. Das Job-Buddy-Programm, das Geflüchtete beim Einstieg in die deutsche Arbeitswelt unterstützen soll, ist Kern des Projekts. Bei dem fünfmonatigen Mentoring-Programm helfen lokale Arbeitnehmer den Geflüchteten durch eine Patenschaft beispielsweise beim Schreiben einer Bewerbung oder bei der Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch.

Lerncafé für leichtere Integration

Im Lerncafé in Hattersheim bei Frankfurt am Main erhalten sozialbenachteiligte Menschen – viele von Ihnen sind alleinerziehend, arbeitslos oder haben einen Migrationshintergrund – nachhaltige Förderangebote. Damit sprachliche und kulturelle Barrieren abgebaut werden und den Familien und auf lange Sicht den Kindern die deutsche Sprache und Kultur nähergebracht wird, gibt zum Beispiel es einen “Mama lernt Deutsch”-Kurs. Durch das Angebot einer Kinderbetreuung kommen auch die Kinder frühzeitig mit der deutschen Sprache in Berührung. Die dort erlernten Sprachkenntnisse ermöglichen den Kindern einen leichteren Start in die Schule und den Kindergarten. Langfristig erhöhen sich dadurch ihre Chancen auf gleichwertige schulische Ausbildung.

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