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Ariane 5 startet mit T-16 von Airbus und Eutelsat 7C

Ariane 5 ist mit dem von Airbus gebauten Telekommunikationssatelliten T-16 von Kourou, Französisch-Guayana, aus erfolgreich richtung Umlaufbahn gestartet. Insgesamt brachte die Rakete über 10,6 Tonnen Nutzlast ins All.Anzeige

Die Rakete hob vom Startplatz ELA-3 in Französisch-Guyana ab. T-16 ist der 50. von Airbus gebaute Satellit, der auf der bewährten geostationären Plattform Eurostar E3000 basiert. Er wird Hochleistungs-Satellitenkapazität für hochverfügbare TV-Übertragungsdienste, einschließlich der Kompensation der Regendämpfung, Bereit stellen.

Chemischer Antrieb für schnelle Reise

Der flexible Satellit lässt sich von fünf Orbitalpositionen aus (von 99 West bis 119 West) betreiben und wird die kontinentalen USA, Alaska, Hawaii und Puerto Rico abdecken. Mit einer Startmasse von 6.330 kg und einer Leistung von 18kW ist er für eine Lebensdauer von 15 Jahren im Orbit ausgelegt.

Jean-Marc Nasr, Head of Airbus Space Systems, sagte: „Der T-16 ist einer unserer leistungsfähigsten Direct-to-home-Satelliten mit einer Rekordzahl von +180 Hochleistungsverstärkern. Er ist in der Lage, Hunderte von Ultra-HD-4K-Videodienstleistungen an Endkunden in den gesamten USA zu übertragen. Unsere Eurostar-Satelliten haben zusammengerechnet bereits mehr als 800 Betriebsjahre in der Umlaufbahn absolviert. Das ist ein echter Doppelerfolg für uns, da wir gleichzeitig auch den 104. Start der Ariane 5 feiern.“

Ariane 5 startet mit T-16 von Airbus und Eutelsat 7C
Ariane 5 startet mit T-16 von Airbus und Eutelsat 7C

Zweiter Satellit auf der Ariane 5

Nach dem Start und der Abtrennung von der Trägerrakete wird der E3000-Satellit den geostationären Orbit mithilfe seines eigenen chemischen Antriebssystems in ungefähr einer Woche erreichen. T-16 wird im Ku-, Ka- und Reverse-Band Übertragungsdienste mit hoher Sendeleistung bieten. Als zweite Nutzlast beförtderte das Trägersystem noch einen Eutelsat ins All. EUTELSAT 7C wurde von Maxar Technologies in den USA gebaut. Der rein elektrisch über Ionen angetriebene Satellit für Telekommunikation hatte ca 3.400 kg Masse am Start und eröffnet Kapazitäten für hunderte Digitalkanäle für die Region Subsahara, Afrika. Von Arianespace war VA248 der fünfte Start in diesem Jahr, und der zweite der Schwerlastrakete Ariane 5.

Airbus verkaufte 363 Flugzeuge auf der Paris Air Show

Airbus hat auf der Paris Air Show Geschäfte über 363 neue Flugzeuge abgeschlossen. Darunter 149 feste Bestellungen und 214 Absichten.

Zusätzlich konnte Airbus noch 352 Umwandlungen bestehender Bestellungen hin zu größeren Flugzeugen verbuchen. Meistens dabei von der populären A320-Familie zur A320neo, und diese wiederum zur neu vorgestellten Extremlangstreckenversion in dem Segment, der A321XLR. Diese Version erhielt Absichten für 79 Flugzeuge, 99 Konversionen und 48 feste Bestellungen. Auf der Luftfahrtshow in Le Bourget fand aber auch die neue A220 Abnehmer für 85 Flugzeuge. An A330neo wurden 24 Maschinen bestellt oder beabsichtigt.

Airbus und Lockheed Martin beim A330 MRTT

Airbus und Lockheed Martin hatten sich auf der Paris Air Show zu einem „Tanker Talk“ getroffen. Beide Unternehmen wollen den US-Streitkräften den Airbus A330 Multi Role Tanker Transport (A330 MRTT) als Service für den Bedarf anbieten, bis die in Entwicklung und Zulassung befindliche KC-46 in vollem Umfang verfügbar ist.

Wie Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space, sagte, hat die A330MRTT für das US-Militär seit 2014 bereits Luftbetankungen in Kampfmissionen erfolgreich durchgeführt. Die A330MRTT sei das erfolgreichste und fähigste Tankerplattform weltweit mit erwiesener Vielseitigkeit und Kapazität, ergänzte Alberto Gutiérrez, Leiter von Airbus Military Aircraft.

Airbus auf der Paris Air Show
(v.l.n.r.) Alberto Gutierrez von Airbus Military Aircraft; Michele Evans, Executive Vice President von Lockheed Martin Aeronautics und Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space.

Mallorca-Flüge: Low-Cost Streikchaos befürchtet

Die Spanische Pilotenvereinigung SEPLA sieht mitten in der Urlaubszeit Ungemach für die den Mallorca-Touristen. Deutsche Urlauber könnten im Streikchaos der Eurowings auf dem Weg nach Mallorca schon am Flughafen stranden.

Grund hierfür ist die mittlerweile sehr angespannte Stimmung des gesamten Flugpersonals der Eurowings Station Palma de Mallorca nach einem über acht Monate anhaltenden Verhandlungsmarathon. Die deutsche Pilotenvereinigung Cockpit teilt die Auffassungen der spanischen Kollegen. Flugreisende mit gebuchten Eurowings-Tickets sollten in den kommenden Wochen aufmerksam sein.

„Die Fronten sind nach der langen Zeit ohne Einigung extrem verhärtet, so dass nach dem anstehenden letzten Verhandlungstermin am 27. Juni 2019 die Situation weiter in Schieflage geraten könnte. Ich hoffe sehr, dass das Ergebnis als akzeptabel zu werten sein wird und dem Flugpersonal nicht auf den Magen schlägt. Das könnte arge Folgen für alle Mallorca Urlauber in der Hauptreisezeit haben“, so ein Insider.

Bedingungen schlechter, Fronten verhärtet

Wie angespannt das Verhältnis zwischen Flugpersonal und Geschäftsführung mittlerweile ist, wurde kürzlich mehr als deutlich. Während die Geschäftsführung am 06. Juni 2019 insgesamt alle „80“ Piloten und „140“ Flugbegleiter zu einem Zusammentreffen eingeladen hat, wurde dieses Treffen vom gesamten Personal geschlossen gemieden. Kein einzige/r Pilot/in oder Flugbegleiter/in ist im von der Geschäftsleitung angemieteten Tagungsräumen erschienen.

Stattdessen antwortete die Belegschaft mit einem offenen Brief, welcher uns vorliegt. Im Vergleich zu ihren deutschen und österreichischen Kollegen gibt es für die Piloten und Flugbegleiter der Eurowings Station Palma keinerlei Tarifverträge. Wichtige Arbeitszeitbegrenzungen, Ruhezeitenregelungen und soziale Absicherung fehlen.

Hinzu kommt eine Vergütung, die zum Teil 50 Prozent unter denen der tarifierten Kollegen liegt und durchaus als Lohndumping bezeichnet werden darf. Ganz besonders, wenn man bedenkt, dass das spanische Personal regelmäßig an den deutschen Eurowings Stationen eingesetzt wird und zusammen im selben Flugzeug arbeitet. Es bleibt zu hoffen, dass das Verhandlungsfinale positiv verläuft, ansonsten steht den Urlaubern eine ungewisse An- und Abreise auf die Lieblingsinsel der Deutschen bevor.

MTU erhält Triebwerk-Aufträge von rund 1,2 Mrd. Euro

Die Aufträge für Deutschlands führenden Triebwerkshersteller MTU Aero Engines resultieren vor allem aus Bestellungen und Absichtserklärungen für die Getriebefan-Triebwerke (GTF) der PW1000G-Familie für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge.

Das diesjährige Branchentreffen der Luftfahrt in Paris endet für die MTU Aero Engines mit einem Auftragseingang in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro; nach Listenpreis). Getriebefans sorgen für rund 95 Prozent des Bestellvolumens während der Paris Air Show. Zudem gab es einen Auftrag für den Langstreckenantrieb GEnx, an dem die MTU ebenfalls beteiligt ist.

Air Show in Paris bringt Abkommen auf den Weg

Die jüngsten Aufträge für die MTU ergeben sich vorwiegend aus Bestellungen für Airbus-Flugzeuge. Die größte Einzelorder platzierte JetSMART mit Triebwerken für 85 Flugzeuge der A320neo-Familie. Antriebe für weitere insgesamt 142 Flugzeuge dieser Kategorie entfallen auf mehrere unbenannte Kunden.

Die mexikanische Fluggesellschaft Viva Aerobus entschied sich für den Getriebefan als Antrieb für 41 Flugzeuge vom Typ A321neo. Zudem orderten die SMBC Aviation Capital und die Aviation Capital Group für je 20 Flugzeuge dieser Familie.

Bestellungen für Langstreckenversion A321XLR

Bei den Bestellungen für die während der Paris Air Show vorgestellte Langstreckenversion A321XLR stehen die Triebwerksentscheidungen noch weitgehend aus. Nur bei den vier Flugzeugen für Middle East Airlines steht bereits fest, dass sie über GTF-Antriebe verfügen werden. Die Aufträge von Air Lease für 50, von Nordic Aviation Capital für 20 und von Delta Airlines für fünf Flugzeuge vom Typ A220 stärken den Auftragseingang der MTU zusätzlich.

Über ihren Anteil am GEnx-Programm profitiert die MTU von den Bestellungen für die Boeing 787. Korean Air entschied sich für 30 Flugzeuge dieses Typs. „Moderne und effiziente Antriebe bestimmen die Zukunft der MTU im zivilen Triebwerksgeschäft,“ kommentiert MTU-Vorstandsvorsitzender Reiner Winkler die Auftragslage. Das zeige sich erneut beim großen Erfolg der Getriebefan-Familie und des GEnx-Antriebs der Paris Air Show.

Dafür forscht die MTU gleichzeitig an Möglichkeiten der technologischen Weiterentwicklung, um bereits heute mit nachhaltigen Kraftstoffen (eFuels) zu fliegen sowie mit alternativen Antriebskonzepten, etwa hybrid-elektrischem Fliegen, bis hin zur Brennstoffzelle. Mit der angekündigten Beteiligung der MTU am Kleinflugzeug Silent Air Taxi unterstreicht der Triebwerkshersteller sein Engagement für Zukunftsinnovationen in der Luftfahrt.

Airbus verzeichnet weitere Großaufträge für neue A321XLR

Qantas Airways Limited hat sich von der verlängerten Reichweite der A321 überzeugen lassen. Die Airline aus Australien wandelt 26 Flugzeugbestellungen der A320neo in die neue A321XLR um und nimmt gleich noch zehn Flugzeuge mehr.

Zur Qantas Group gehört auch die low-Cost Airline Jetstar. Mit den Flugzeugen für bis zu 8.704 km Reichweite sollen die Punkt-zu-Punkt-Verbindungen von Australien, Asien und der Südpazifikregion ausgebaut werden. 

Airbus unterzeichnet weitere Großaufträge für neue A321XLR
Airbus unterzeichnet weitere Großaufträge für neue A321XLR

A321XLR überzeugt Airlines

Auch Indigo Partners will mit drei Airlines 50 Flugzeuge des Langstreckenjets mit Standardrumpf ordern. 32 Flugzeue des Airbus A321XLR werden bestellt, 18 bereits georderte A320neo sollen in die XLR-Version umgewandelt werden. So sieht es das Memorandum of Understanding mit Airbus vor. Indigo Partners LLC, hat seinen Sitz in Phoenix, Arizona, und ist an den vier low-Cost-Airlines Frontier Airlines (U.S.), JetSMART (Chile), Volaris (Mexico) und Wizz Air (Ungarn) beteiligt. 20 Airbus A321XLR sind für Wizz Air bestimmt, 18 für Frontier und 12 für JetSMART.

Als weitere Order aus dem Osten für das Segment kommen 25 Flugzeue für China Airlines (CAL) hinzu. Ein Memorandum of Agreement beinhaltet 14 Airbus A320neo fest und weitere elf über Leasing. CAL ist bereits ein Airbus-Betreiber mit 23 A330 und 14 A350 XWB.

IAG vergibt Großauftrag über 200 Boeing 737 MAX

Boeing 737 MAX bekommt einen Großauftrag für die 737 MAX. Die International Airlines Group (IAG), einer der größten Airline-Gruppen, hat bei Boeing 200 Flugzeuge der neuen Generation bestellt.

Es ist eine gute Nachricht für Boeing auf der Paris Air Show. Der Deal hat nach Listenpreisen einen Wert von über 24 Mrd. US-Dollar. IAG ist die Dachgesellschaft von Aer Lingus, British Airways, Iberia, Vueling und LEVEL, die insgesamt über 113 Mio. Passagiere im Jahr befördern. IAG hat dieses Jahr bereits die neue 777X geordert, die zu den bisherigen Tripleseven und 787 Dreamliner hinzukommen sollen.

Baldige Wiederaufnahme der 737 MAX erwartet

Boeing und die ersten Airlines mit der neuen 737 MAX mussten dieses Flugzeug grounden, nachdem zwei Maschinen mit vielen Passagieren an Bord abestürzt waren. Willie Walsh, CEO von IAG, zeigte sich aber sehr zuversichtlich, was den künftigen Flugbetrieb angeht. „Wir haben großes Vertrauen in Boeing und erwarten, dass das Flugzeug in den nächsten Monaten eine erfolgreiche Wiederindienststellung erfahren wird, wenn die Behörden die Erlaubnis gegeben haben.“ Dazu steht ein Update des Bordcomputers aus, das sich zZt. noch in der Zulassung befindet.

IAG will eine Kombination aus 737 MAX 8 für bis zu 178 Passagier in zwei Klassen betreiben, sowie die bisher größte Version 737 MAX 10 für bis zu 230 Passagiere. Dabei werden die MAX-Modelle noch nicht genau aufgeteilt. Sie werden später für die Fluggesellschaften LEVEL udn Vueling eingesetzt. Die Gruppe IAG betreibt derzeit 582 Flugzeuge und steuert damit 268 Destinationen an.

MTU baut Reparaturwerk in Nova Pazova (Serbien)

Die MTU hat sich für Nova Pazova als Standort ihres neuen Reparaturwerks entschieden. Die Gemeinde liegt rund 25 Kilometer nördlich des internationalen Flughafens von Belgrad. Das Unternehmen wird ein Werk für die Reparatur von Triebwerksteilen mit einer Kapazität von rund 400.000 Reparaturstunden pro Jahr errichten.

Damit ergänzt die MTU ihre heutige Kapazität von rund 1,9 Millionen jährlichen Reparaturstunden an den bestehenden Standorten. Der neue Standort soll seinen operativen Betrieb im Lauf des Jahres 2022 aufnehmen. Er wird von der MTU Maintenance Serbia d.o.o. betrieben werden, einer demnächst zu gründenden 100-prozentigen Tochtergesellschaft der MTU. Der Baubeginn soll im Herbst 2020 erfolgen.

Die Instandhaltung von zivilen Flugzeugtriebwerken ist ein wesentlicher Treiber für den Geschäftserfolg der MTU. Der Triebwerkshersteller und einer der weltweit größten Instandhalter sucht für die geplante Entwicklung mehrere Hundert neue Mitarbeiter und rechnet mit einem steilen Anstieg der Belegschaftszahlen in den ersten Jahren des Betriebs.

MTU baut Reparaturwerk in Nova Pazova (Serbien)
MTU baut Reparaturwerk in Nova Pazova (Serbien)

Globales Wachstum für MTU Instandhaltung

Während ihres Aufenthalts auf der Luftfahrtmesse in Paris besuchte Serbiens Premierministerin Ana Brnabić die MTU und stellte die Pläne ihrer Regierung für einen nationalen Luftfahrt-Cluster vor.

„MTU Aero Engines ist unser Partner der Wahl, um den Kern einer zukünftigen Luftfahrtinitiative in Serbien zu formen. Wir wollen um die Investition der MTU herum einen starken Luftfahrt-Cluster schaffen und dafür weitere Partner gewinnen. Gut ausgebildete und hoch motivierte Menschen sind unser wichtigstes Gut, um Serbien als attraktiven Standort für die globale Luftfahrtindustrie zu etablieren.“

Aufbauend auf der Anfang Mai dieses Jahres von der MTU und der serbischen Regierung unterzeichneten Absichtserklärung hat Premierministerin Ana Brnabić heute wesentliche Verwaltungsdokumente an Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines, übergeben. Diese bilden die Grundlage für die bevorstehenden Aktivitäten der MTU in Serbien. Im Verlauf dieses Jahres wird die MTU ein Projektbüro in Belgrad einrichten. Ein Kernteam koordiniert den Aufbau des neuen Standorts, zum Beispiel durch die Auswahl lokaler Zulieferer.

„Der Aufbau dieses neuen Standorts ist Teil der weltweiten Wachstumsstrategie der MTU“, sagte Schreyögg. „Das Instandhaltungsgeschäft wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, investieren wir in unsere bestehenden Standorte und bauen unser heutiges Netzwerk mit diesem Reparaturwerk für Triebwerksteile aus. Operative Flexibilität ist entscheidend, um auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähige Leistungen anzubieten. Mit der Bezeichnung Serbia im Namen unserer lokalen Tochtergesellschaft unterstreichen wir unsere Zuversicht, ein wertvoller und verlässlicher industrieller Akteur in Serbien zu werden.“

Airbus sucht Allianzen für den künftigen EU-Fighter FCAS

Airbus hat nach der Demonstrator-Präsentation für das künftige Luftkampfsystem FCAS zum Beginn der aktuellen Paris Air Show nun Pläne für eine enge Kooperation mit innovativen Technologie-Akteuren wie Startups, KMU und Forschungseinrichtungen mit Softwareschwerpunkt angekündigt.

Durch Partnerschaften mit innovativen Akteuren erschließt Airbus neue Ideen, Technologien und Forschungsinitiativen für das Future Combat Air System (FCAS), dem umfangreichsten und ehrgeizigsten Projekt der europäischen Militärluftfahrt. Im Verlauf der Paris Air Show 2019 wird Airbus nun für ausgewählte europäische Startups spezielle Pitching-Sessions abhalten, die von Starbust organisiert werden.

Digitalisierung auch für Militärtechnik

Bruno Fichefeux, Head of FCAS bei Airbus, sagte: „Künstliche Intelligenz, Data Analytics und Cybersicherheit sind zu einem integralen Bestandteil der Verteidigung geworden und sind auch für das FCAS unabdingbar. Durch die Kooperation mit innovativen Startups, Forschungseinrichtungen und anderen Akteuren stellen wir sicher, dass wir stets an der Spitze der Entwicklungen stehen und unverbrauchte Ideen und Ansätze auf den Tisch bringen. Dies ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie sehr wir bei großen Industrieprojekten die Grenzen des Möglichen neu definieren.“

Airbus hat außerdem damit begonnen, mithilfe seiner Initiativen wie Airbus BizLab und Airbus Ventures nach geeigneten Partnern zu suchen. Dieser Schritt ergänzt das Entwicklungsmodell für das FCAS und unterstreicht Airbus´ Position als Innovationsführer auf dem Gebiet der Verteidigung.

Teleskop eROSITA: Bald Antwort auf die Dunkle Energie?

Von einem Ort des gravitativen Kräftegleichgewichts aus wird eROSITA (extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array) die gigantischste kosmische Inventur des heißen Universums beginnen.

Am 21. Juni 2019 wird die Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG) von der kasachischen Steppe aus zu einer spannenden Reise aufbrechen. Eine Proton-Rakete bringt die Raumsonde vom Kosmodrom Baikonur mit dem deutschen Röntgenteleskop eROSITA und seinem russischen Partnerinstrument ART-XC zu ihrem 1,5 Millionen Kilometer entfernten Ziel – dem Lagrange-Punkt 2.

High-Tech made in Germany

Das deutsche Weltraumteleskop wird dafür mit seinen sieben Röntgendetektoren den gesamten Himmel beobachten und nach heißen Quellen wie Galaxienhaufen, aktiven Schwarzen Löchern, Supernova-Überresten, Röntgendoppelsternen sowie Neutronensternen suchen und sie kartieren. „eROSITA’s Röntgenaugen sind die besten, die jemals auf einem Weltraumteleskop gestartet sind. Ihre einmalige Kombination aus Lichtsammelfläche, Gesichtsfeld und Auflösung machen sie circa 20-mal so empfindlich wie das deutsche Teleskop ROSAT in den 1990-er Jahren – High-Tech made in Germany.

So wird eROSITA uns dabei helfen, die Struktur des Kosmos und dessen Entwicklung besser zu verstehen. Insbesondere wird das deutsche Teleskop aber dazu beitragen, das Rätsel der Dunklen Energie zu lösen“, betont Dr. Walther Pelzer, Vorstand im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zuständig für das Raumfahrtmanagement, mit dessen Unterstützung eROSITA vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) gebaut wurde.

Teleskop eROSITA
Teleskop eROSITA

‚Kosmischer Kraftstoff‘ beschleunigt Universum: Dunkle Energie

Unser Universum dehnt sich seit dem Urknall kontinuierlich aus. Noch bis in die 1990er-Jahre hatte man gedacht, dass diese kosmische Expansion langsamer wird und irgendwann zum Stillstand kommt. Doch dann kamen die Astrophysiker Saul Perlmutter, Adam Riess und Brian Schmidt. Sie beobachteten Sternenexplosionen, die weit sichtbar sind und immer gleich viel Licht abstrahlen. Sie vermaßen ihre Entfernungen und konnten es selbst kaum glauben. „Die beobachteten Supernovae Typ1a waren weniger hell, als man eigentlich erwartet hatte. Damit war klar: Das Universum wird bei seiner Ausdehnung nicht langsamer – ganz im Gegenteil.

Es nimmt Fahrt auf und wird mit wachsender Geschwindigkeit immer weiter auseinandergetrieben“, erklärt Dr. Thomas Mernik, eROSITA-Projektleiter beim DLR Raumfahrtmanagement. Mit dieser Erkenntnis haben die drei Forscher die Wissenschaft auf den Kopf gestellt und bekamen im Jahr 2011 den Nobelpreis für Physik verliehen. Doch Saul Perlmutter, Adam Riess und Brian Schmidt lassen uns mit einer entscheidenden Frage zurück: „Welcher ‚kosmische Kraftstoff‘ treibt das Universum an? Weil man diese Frage bis heute nicht beantworten kann und seine Zutaten nicht kennt, nannte man diesen Beschleuniger einfach Dunkle Energie. eROSITA wird nun versuchen, dem Grund dieser Beschleunigung auf die Spur zu kommen“, erklärt Thomas Mernik.

Galaxienhaufen – ein Schlüssel zur Dunklen Energie

In Wirklichkeit wissen wir nicht viel über unser Universum. Wir kennen gerade einmal die Zutaten von vier Prozent seiner Energiedichte, denn so winzig ist der Anteil von „normaler“ Materie wie Protonen und Neutronen an der „Rezeptur des Weltalls“. Die anderen 96 Prozent sind ein Rätsel. Man vermutet heute, dass 26 Prozent die Dunkle Materie beisteuert. Der größte Anteil mit geschätzten 70 Prozent macht allerdings die Dunkle Energie aus.

Um ihr auf die Spur zu kommen, müssen Wissenschaftler etwas unvorstellbar Großes und extrem Heißes beobachten: „Galaxienhaufen setzen sich aus bis zu einigen tausend Galaxien zusammen, die sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten im gemeinsamen Schwerefeld bewegen. In ihrem Inneren sind diese merkwürdigen Gebilde von einem dünnen, unvorstellbar heißen Gas durchdrungen, das sich durch seine Röntgenstrahlung beobachten lässt.

Genau hier kommen die Röntgenaugen von eROSITA ins Spiel. Mit ihnen beobachten wir Galaxienhaufen und schauen, wie sie sich im Universum bewegen und vor allem, wie schnell sie das tun. Diese Bewegung wird uns dann hoffentlich mehr über die Dunkle Energie verraten“, erklärt DLR-Projektleiter Thomas Mernik.

Kosmische Inventur des gesamten heißen Universums

Doch nicht nur die Bewegungsmuster der Galaxienhaufen interessieren die Wissenschaftler. Sie wollen diese Gebilde zählen und kartieren. Bis zu 100.000 solcher Haufen sollen die Röntgenaugen von eROSITA „einfangen“ – mehr als jemals zuvor beobachtet wurden. Außerdem sollen weitere heiße Phänomene wie aktive Schwarze Löcher, Supernova-Überreste sowie Röntgendoppel- und Neutronensterne beobachtet und lokalisiert werden.

Dafür durchmustert eROSITA alle sechs Monate den gesamten Himmel und erstellt in vier Jahren eine tiefe und detaillierte Karte des Universums im Röntgenbereich. Auf diese Weise wird eROSITA die gigantischste kosmische Inventur des heißen Universums durchführen und uns so dabei helfen, die Struktur des Kosmos und dessen Entwicklung besser zu verstehen.

eROSITA – sieben Röntgenaugen, unerreicht

Das deutsche Teleskop setzt sich aus zwei Kernbestandteilen zusammen: seiner Optik und seinen Detektoren. Erstere besteht aus sieben parallel ausgerichteten Spiegelmodulen. Jedes Modul hat einen Durchmesser von 36 Zentimetern und besteht aus 54 ineinander geschachtelten Spiegelschalen, deren Oberfläche aus einem Paraboloid und einem Hyperboloid (Wolter-I-Optik) zusammengesetzt ist. „Die Spiegelmodule sammeln hochenergetische Photonen und leiten diese an die CCD-Röntgenkameras weiter, die speziell für eROSITA in unserem Halbleiterlabor in Garching entwickelt wurden.

Sie bilden den zweiten Kernbestandteil von eROSITA und sitzen im Brennpunkt jedes Spiegelsystems. Diese hochempfindlichen Kameras sind die besten ihrer Art und bilden gemeinsam mit den Spiegelmodulen ein Röntgenteleskop, dessen Kombination aus Lichtsammelfläche und Gesichtsfeld unerreicht ist“, erklärt Dr. Peter Predehl, eROSITA-Projektleiter beim Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik.

eROSITA auf den Bildern

Spektrum-Röntgen-Gamma ist fertig für den Start: Das deutsche Röntgenteleskop eROSITA und sein russisches Partnerinstrument ART-XC sind auf der Navigator-Plattform installiert. Die Navigator-Plattform versorgt die Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma mit Energie, schickt gewonnenen Daten zur Erde und treibt gleichzeitig die Raumsonde an. Den ersten Kernbestandteil des Weltraumteleskops eROSITA bilden die sieben parallel ausgerichteten, identischen Spiegelmodule. Jedes hat einen Durchmesser von 36 Zentimetern und besteht aus 54 ineinander geschachtelten Spiegelschalen, deren Oberfläche aus einem Paraboloid und einem Hyperboloid (Wolter-I-Optik) zusammengesetzt ist. Sie sammeln hochenergetische Photonen und leiten diese an die Röntgenkameras weiter.

Kameras von eROSITA: Der zweite Kernbestandteil des Teleskops sind die Röntgenkameras. Im Brennpunkt jedes Spiegelsystems sitzt ein hochempfindlicher CCD-Detektor, der speziell für eROSITA im Halbleiterlabor der Max-Planck-Gesellschaft entwickelt wurde. Diese Detektoren sind eine Weiterentwicklung bereits existierender Röntgen-CCD-Kameras.

PAD Airport: Highlights der Erlebnismesse GATE

Am 15. und 16. Juni waren tausende Besucher an den Flughafen Paderborn-Lippstadt gekommen, um bei sommerlichen Temperaturen und viel Sonnenschein das Event-Programm zu genießen.

Highlights der GATE Erlebnismesse

Die rund 80 Aussteller, die auf der 20.000 qm großen Ausstellungsfläche im Innen- und Außenbereich des Flughafens und am Quax-Hangar neue Produkte und Dienste präsentierten, zeigten sich mit dem Andrang bei der diesjährigen Erlebnismesse GATE zufrieden. Zu den Highlights zählten nicht nur das Torwandschießen mit dem ehemaligen Arminia Bielefeld-Star Ansgar Brinkmann, Live-Musik der The Voice Kids Finalistin Pia Golüke und der Band Goodbeats.

Blaulicht- und Flugzeugoldtimerausstellung

Auch Open-Air-Kino-Vorführungen sowie die Blaulicht- und Flugzeugoldtimerausstellung passend zum 50-jährigen Jubiläum des Paderborn-Lippstadt Airports waren Attraktionen. Die jüngeren Besucher kamen im Kinderparadies mit einer Hüpfburg sowie den Auftritten von Eiskönigin Elsa, Schneemann Olaf und Feuerwehrmann Sam auf ihre Kosten.

Airbus Helicopters gratuliert ADAC Luftrettung

Auf der Paris Air Show hat Airbus Helicopters den 1.000.000. Einsatz der gemeinnützigen ADAC Luftrettung aus München feierlich gewürdigt.  Die ADAC Luftrettung war Ende März den 1.000.000. Einsatz geflogen – eine im Rettungsdienst aus der Luft bisher unerreichte Zahl.

Im November 1970 wurde der erste zivile permanent betriebene Rettungshubschrauber in Dienst gestellt – die Geburtsstunde der Luftrettung in Deutschland. Der Startschuss fiel in München mit einer BO105. Später wurde die Flotte sukzessive um Rettungshubschrauber der neuesten Generation erweitert – die Hubschraubermodelle BK117 / EC145, EC135 und seit 2015 den H135 und den H145. „Der Erfolg ihrer Missionen ist unser Antrieb bei Airbus Helicopters. Vielen Dank für ihr Vertrauen und für unsere jahrzehntelange Partnerschaft,“ gratulierte CEO Bruno Even dem Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, Frédéric Bruder, bei einer Feierstunde am Rande der weltgrößten Luftfahrtmesse.

ADAC mit modernsten Hubschraubern

In dieser Zeit hat sich die ADAC Luftrettung nicht nur mit leistungsstarken und zuverlässigen Rettungshubschraubern vergrößert, sondern zu einem Akteur weiterentwickelt, der die an der Luftrettung beteiligten Disziplinen Luftfahrt und Medizin zusammenführt und gemeinsam schult. „Unser Fokus liegt auf dem höchsten Maß an Patienten- und Flugsicherheit“, betonte Geschäftsführer Frédéric Bruder. „Um dies sicherzustellen schulen und trainieren wir unsere Crews interdisziplinär in Seminaren und im Simulator. Und wir stellen sicher, dass unsere einsatzbezogene Erfahrung in unserer Organisation systematisch weitergegeben wird.“

An Bruno Even übergab Frédéric Bruder im Beisein von Dr. Wolfgang Schoder, CEO Airbus Helicopters Germany, und Thomas Hein, Head of Sales Western Europe Airbus Helicopters, symbolisch den 1.000.000. Einsatzhelm. „Airbus begleitet uns bereits seit vielen Jahren als Hersteller unserer Rettungshubschrauber und hat damit zu dieser Leistung, die in die Geschichte unserer Organisation und auch der Luftrettung in Deutschland eingeht, beigetragen“, erklärte Bruder.

Dreamliner von China Southern Airlines verbindet Wien mit China

China Southern Airlines, die größte Airline Asiens, verbindet dreimal wöchentlich Wien mit Ürümqi und Guangzhou in der Volksrepublik China.

Als größte Fluglinie Asiens und eine der größten weltweit (nach Flottenstärke) betreibt China Southern eine beachtliche Flotte an 840 Flugzeugen der Marken Boeing und Airbus. Zwei bedeutende Regionen in Nordwest- und Südchina sind mit ihr erstmals ab Wien erreichbar. China Southern kommt ab Juni jeweils Dienstag, Donnerstag und Samstag in Wien an. Auf der neuen Verbindung kommt eine Boeing 787 Dreamliner zum Einsatz. Eröffnet wurde die neue Flugverbindung gestern im Rahmen des Erstfluges von Flughafen Wien-Vorstand Mag. Julian Jäger, Norbert Kettner, Direktor des WienTourismus und Han Wensheng, COO von China Southern Airlines.

Erstes Ziel Wien

„China ist ein wichtiger Wachstumsmarkt für den Flughafen Wien und einer der bedeutendsten Handelspartner Österreichs. Seit Jahresbeginn ist das Passagieraufkommen von Wien in den Fernen Osten um 29 Prozent gestiegen. Mit China Southern Airlines begrüßen wir Asiens Top-Carrier und einen kräftigen Partner um diese Region noch besser zu erschließen. Mit Ürümqi im Nordwesten und Guangzhou im Süden sind gleich zwei bedeutende Metropolen in China erreichbar. Wien ist die erste Destination in Zentraleuropa im Streckennetz von China Southern Airlines und wir freuen uns sehr über den neuen Standortpartner“, begrüßt Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, die neue China-Verbindung.

„China ist mittlerweile zum weltgrößten Reisemarkt herangewachsen. Wien kann dieses Potenzial dank exzellenter Flugverbindungen voll ausschöpfen und hat im Vorjahr bereits über eine halbe Million Nächtigungen aus China verzeichnet. Nach London und Paris ist der Großraum Wien das am drittstärksten besuchte Städteziel chinesischer Gäste in Europa, gut ein Drittel aller chinesischen Nächtigungen in Österreich entfällt auf Wien. Die neue Flugverbindung ist ein wichtiger Meilenstein in der Marktbearbeitung des WienTourismus – ich heiße China Southern Airlines herzlich willkommen in Wien!“, erklärt Tourismusdirektor Norbert Kettner.

„Der erfolgreiche Start der Verbindung Guangzhou – Ürümqi – Wien ist ein mutiger und aufregender Schritt um China Southern zu einer internationalen, netzwerkorientierten Fluggesellschaft zu entwickeln. Diese neue Route wird die Zusammenarbeit zwischen China und Österreich in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Tourismus, Kultur und anderen Bereichen erheblich fördern. Sie wird auch die Konnektivität auf der Strecke verbessern und den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen China und den Nachbarländern Österreichs, einschließlich Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Italien, erleichtern. Alle unsere Bemühungen dienen dazu, den Austausch, die Entwicklung und den Wohlstand Chinas und Europas, der beiden größten Volkswirtschaften der Welt, voranzutreiben und werden einen wesentlichen Beitrag zur Belt and Road Initiative leisten“, sagte Han Wensheng, Chief Operating Officer von China Southern Airlines.

Verbindung zur Fabrik der Welt

China Southern Airlines bedient von Wien aus gleich zwei Destinationen in China: Zunächst hebt die Airline nach Ürümqi ab, der Hauptstadt der autonomen Region Xinjiang Uygur im Nordwesten Chinas. Die Stadt liegt direkt an der historischen und auch geplanten „neuen“ Seidenstraße, die die Wirtschafts- und Produktionsstandorte Asiens mit Europa verbindet. Anschließend geht der Flug weiter in die bedeutende Industrie- und Handelsstadt Guangzhou, die auch als „Fabrik der Welt“ bezeichnet wird.

Mit über zehn Millionen Einwohnern ist sie bedeutendste Metropole im Perlflussdelta, einer der größten zusammenhängenden Stadtlandschaften weltweit. Die Airline betreibt in Guangzhou ihre Basis, von wo aus Passagiere mit China Southern Airlines zahlreiche weitere Reiseziele bequem erreichen können. Übrigens: Das offizielle Symbol der Stadt Guangzhou ist der „Kapokbaum“, eine stilisierte, feuerrote Blüte des Asiatischen Baumes ziert auch das Logo von China Southern Airlines.

MTU präsentiert zukünftige Luftfahrtantriebe in Paris

Auf der Paris Air Show präsentiert die MTU Aero Engines seine Ideen und Konzepte für zukünftige Luftfahrtantriebe: evolutionäre Ansätze für die nächste Antriebsgeneration sowie revolutionäre Konzepte für die Zeit nach 2050.

Für Technik-Vorstand des Unternehmens, Lars Wagner, hatte die MTU  Aero Engines noch nie in ihrer Unternehmensgeschichte so zukunftsweisende Antworten. „Im zivilen Bereich forschen wir gleichzeitig an evolutionären Ansätzen, die sich bereits heute mit nachhaltigen Kraftstoffen, eFuels, betreiben lassen, sowie alternativen Antriebskonzepten, etwa hybrid-elektrisches Fliegen, bis hin zur Brennstoffzelle“, konstatiert Wagner.

Zivile Luftfahrt im Jahr 2050

Mit ihrer Beteiligung am Getriebefan-Triebwerk (GTF) von Pratt & Whitney bestimmt die MTU schon heute eindrucksvoll das Geschehen in der Gegenwart und schickt sich an, die Zukunft so nachhaltig wie noch nie zuvor in ihrer Unternehmensgeschichte zu beeinflussen: Die zweite GTF-Generation bietet noch deutliche Potenziale und soll weiter optimiert nochmals ganz gravierende Emissionseinsparungen bringen. Mitte der 2030er-Jahre sollen die neuen Antriebe in der Luft sein.

Damit geben sich die MTU-Experten aber nicht zufrieden, sondern richten ihren Blick weiter in die Zukunft. Als einige der wenigen Zukunftsdenker weltweit machen sie sich zusammen mit Partnern aus Industrie und Forschung bereits Gedanken über zivile Antriebe, die nach 2050 fliegen könnten. „Für diese Zeit erarbeitet die MTU heute schon revolutionäre Antriebskonzepte, um die ambitionierten Flightpath-2050-Ziele zu erreichen“, konstatiert Entwicklungschef Dr. Jörg Henne und ergänzt: „Die neuen Antriebslösungen müssen über den heutigen Stand der Technik hinausgehen. Das größere Ziel lautet: emissionsfreies Fliegen.“

MTU präsentiert zukünftige Luftfahrtantriebe in Paris
MTU präsentiert zukünftige Luftfahrtantriebe in Paris

Antrieb mit Kolbenverdichter und nasse Verbrennung

Die MTU Aero Engines, Deutschlands führender Triebwerkshersteller, entwickelt hierfür zwei konkrete Antriebskonzepte – den Composite Cycle und das STIG Cycle Engine. Die bewährte Fluggasturbine wird mit völlig neuen Technologien kombiniert: Beim Composite-Cycle-Ansatz soll das herkömmliche Hochdruck-Verdichtersystem durch einen Kolbenverdichter und -motor ergänzt werden. „Damit könnten wir den thermischen Wirkungsgrad deutlich steigern“, schildert Dr. Stefan Weber, Leiter Technologie und Vorauslegung.

Beim STIG Cycle Engine wird ein Dampfkraftprozess in den Gasturbinenprozess integriert. Eine Gasturbine mit Wasserdampfeinspritzung soll zur Anwendung kommen, um die Wärme des Abgasstrahls dem Prozess innerhalb des Triebwerks wieder zuzuführen. Die nasse Verbrennung würde sowohl die CO2- als auch die NOx-Schadstoffemissionen deutlich verringern. „Welcher Ansatz letztlich das größere Potenzial hat und wirtschaftlich realisierbar ist, muss sich zeigen“, konstatiert Weber. Sollte sich das STIG Cycle Engine durchsetzen, bedarf es einer neuen Flugzeugarchitektur, denn mit der bestehenden Konfiguration wird das nicht umsetzbar sein.

Nachhaltige, regenerative Kraftstoffe

Gleichzeitig laufen Arbeiten an weiteren Aktivitäten für synthetisches Kerosin als Erängzung zu neuen Triebwerken. „Wir würden mit ihnen zwar einen deutlichen Beitrag leisten, werden die Vorgaben aber auf keinen Fall komplett umsetzen können. Was uns dazu noch fehlt, muss durch die Entwicklung nachhaltiger Kraftstoffe hereingeholt werden.“ Man müsse weg von der Verbrennung fossiler Brennstoffe hin zu nachhaltigen, regenerativen Kraftstoffen. Weber: „Deren Einsatz wollen wir einfordern.“

Gute Ansätze zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe bieten die Solarenergie sowie Strom – sofern er nachhaltig erzeugt wird. Letztere Technologie ist bereits heute schon verfügbar. Ein großer Vorteil dieser Kraftstoffe, ist die Tatsache, dass sie keine neue Infrastruktur erfordern, sondern innerhalb der existierenden drop-in genutzt werden können. Denkt man konsequent in Richtung emissionsfreies Fliegen weiter, kommt man zur Brennstoffzelle – also Fliegen mit Wasserstoff. Der Ausstoß von NOx wird komplett vermieden. Auch diese Technologie hat die MTU im Visier.

Elektrisches Fliegen

Ein Thema, das in letzter Zeit immer mehr in den Blick der Öffentlichkeit gerückt ist, beschäftigt natürlich auch die Münchner Triebwerksexperten – Fliegen mit Strom. Denn: Rein batterie-elektrisch betriebene Flugzeuge fliegen komplett emissionsfrei – sofern auch der Strom nachhaltig erzeugt wird – sieht man von der Lärmentwicklung ab, die beim Fliegen schlichtweg nicht komplett zu vermeiden ist.

Realistisch betrachtet gibt es aus heutiger Sicht allerdings große Hürden zu überwinden, um rein batterie-elektrisches Passagierfliegen zu realisieren. Weber ordnet ein: „Elektrische Antriebe und Batterien erreichen heute Leistungswerte, die einen Einsatz im Bereich von Motorseglern und kleinen Sportflugzeugen erlauben.“ Eine Übertragung auf Flugzeuge der Airbus-A320-Klasse ist bis auf Weiteres nicht möglich, da die Batteriekapazitäten dafür heute bei weitem nicht ausreichen. „Und für die Zukunft sehen wir auch noch keine erfolgsversprechenden technologischen Ansätze.“

Technisch realisierbar erscheinen hingegen aus heutiger Sicht turboelektrische oder hybrid-elektrische Systeme – also eine Integration von Turbomaschine und Generator im Flugzeugrumpf. Der Strom für die Elektroantriebe könnte von einer Gasturbine erzeugt werden; die E-Motoren wiederum würden verteilte Fans am Flügel antreiben. Ob damit tatsächlich ein Potenzial zu heben ist, so Weber, müsse noch nachgewiesen werden. Die Erfolge stehen und fallen mit dem technischen Fortschritt im Bereich der Batterien und Elektromotoren. Auch hier ist die MTU am Ball und beteiligt sich an verschiedenen Studien und Initiativen: So sollen mit Partnern hybrid-elektrische beziehungsweise elektrische Antriebsstränge für Flugtaxis oder sogar Flugzeuge der Größe eines 19-Sitzers untersucht werden.

Zukunftstaugliche Gasturbine

Eines steht für die MTU-Technologen fest: „Das Konzept der Fluggasturbine wird sich weiter behaupten. Es ist zukunftstauglich und kann weiter optimiert werden.“ Mit dem Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe bei bestehender Infrastruktur können mit ihnen die Schadstoffemissionen zeitnah deutlich reduziert werden. Zwei Anwendungen im Flugzeug wären für die Gasturbine denkbar: entweder als verbesserter umweltfreundlicherer Hauptantrieb oder aber als Voraussetzung für emissionsarme hybride Systeme, sofern sich deren Einführung in der Gesamtbilanz als vorteilhafterweisen.

Airbus A400M der Luftwaffe erhält DIRCM-Selbstschutz

Das DIRCM-System basiert auf einem System von Elbit Systems Ltd. und wird von Diehl Defence GmbH & Co. KG bereitgestellt.

Airbus Defence and Space wurde vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit der Integration und Zertifizierung des J-MUSIC™ DIRCM (Directed Infrared Counter Measure) Systems innerhalb des Selbstschutzsystems DASS (Defensive Aids Sub-Systems) für die von Airbus gebaute A400M der deutschen Luftwaffe beauftragt.

Performance der A400M verbessert

„Die Vertragsunterzeichnung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für das A400M-Programm und unterstreicht das enorme Wachstumspotenzial und das Vertrauen Deutschlands in dieses Flugzeug“, sagte Michael Menking, Head of A400M Programme. „Die Integration des DIRCM-Systems in die A400M wird den Selbstschutz dieses Flugzeugs weiter verbessern und es um zusätzliche Fähigkeiten für ihre Einsätze ergänzen.“ Der Vertrag hat eine Laufzeit von vier Jahren.

Air Race E und Airbus: Erste Teams der Flugrennserie

Air Race E und Airbus haben nun die ersten vier Teams für die neue Flugrennserie auf der Paris Air Show vorgestellt. 2020 soll der Wettbewerb mit elektrisch angetriebenen Kunstflugzeugen erstmals ausgetragen werden.

Teams aus den Niederlanden, den USA und UK haben ihren Willen zur Teilnahme bekundet. Sie sollen nun Flugzeugeentwerfen, welche die Spezifikationen für die Flugrennen erfüllen. Die Veranstalter von Air Race E wollen mindestens acht Flugzeuge bei dem Rennen dabei haben. Die Kunstflieger mit Elektromotor sollen dabei zehn Meter über dem Boden auf Runden von fünf Kilometern Länge fliegen.

Air Race E und Airbus: Erste Teams fürs Flugrennen
Air Race E und Airbus: Erste Teams fürs Flugrennen

Wertvoll für die Luftfahrt

Der Wettkampf ist der erste einer internationalen Serie von elektrischen Luftrennen, welche auch als technologische Testumgebung für sauberere, schnellere und modernere elektrische Luftfahrtantriebe dient. Jeff Zaltman wird als Promotor wie bei dem kerosingetriebenen Äquivalent Air Race Events dabei sein. Die Teams sind völlig verschieden – von Studenten bis zu erfahrenen Flugzeugdesignern – was den Erfolg ihrer Entwürfe besonders spannend macht. Dies sind die vier bekannten Teams:

  • Team „AllWays Air Racing“ aus Kalifornien, mit Captain und Pilot Casey Erickson, ehemaliger President der International Aerobatic Club Chapters 36 & 131.
  • Aus UK, Team „Condor“ unter der Führung von Martyn Wiseman, Managing Director von Condor Aviation International, einem Designbüro für Flugzeuge.
  • „Team NL“ aus den Niederlanden wird von Rick Boerma angeführt, der ein Designteam von Studenten beim Start vertritt.
  • Team „Blue-BETA Racing“ ist ein weiteres starkes Team aus den USA, das 2018 ein eVTOL fliegen hat lassen und damit das größte elektricsche Flugzeug der Welt entwickelt, gebaut und geflogen hat.
Air Race E und Airbus: Erste Teams fürs Flugrennen
Air Race E und Airbus: Erste Teams fürs Flugrennen

Raketen im Rückflug: Forschung sucht Mehrweg

Über drei Jahre untersucht ein Konsortium die Aerodynamik, die Aerothermodynamik, also die Oberflächentemperaturen während des Flugs, die gesamte Flugdynamik bei Flug und Rückflug, Navigation und Steuerung sowie Strukturteile, Materialien und Mechanismen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und fünf europäische Unternehmen haben sich im Projekt RETALT (RETro Propulsion Assisted Landing Technologies) zusammengeschlossen, um gemeinsam die Erforschung und Entwicklung von Schlüsseltechnologien für rückwärtslandende Raketen voranzutreiben. RETALT ist ein europäisches Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizont 2020 mit drei Millionen Euro gefördert wurde.

Mehrwegrakete: Noch nicht mal völlig verstanden

„In den USA sind wiederverwendbare Raumtransportsysteme mit Retro-Schub schon in der Praxis in Betrieb. Die Bilder und Videos von SpaceX sind um die Welt gegangen. Da verwundert es vielleicht, dass die physikalischen Phänomene hinter den Technologien noch gar nicht vollständig verstanden sind. Aber es ist so: Stand heute fehlen hochwertige, experimentelle Daten aus Windkanalversuchen und Bodendemonstratoren“, sagt Prof. Ali Gülhan, RETALT-Projektkoordinator und Leiter der Abteilung Über- und Hyperschalltechnologien am DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Köln.

„Wenn wir diese Daten mit numerischen Simulationen kombinieren, können wir die komplexe Physik besser verstehen und einen großen Schritt in Richtung Wiederverwendbarkeit von Raketen in Europa machen. Nur eine enge und intensive Zusammenarbeit von Forschung und Industrie kann das Know-How für eine schnellstmögliche Umsetzung der notwendigen Technologien liefern“, so Gülhan weiter.

Während des Projekts werden zwei Konzepte für senkrecht startende und landende Raketen getestet: Die Konfiguration RETALT1 hat zwei Stufen – ähnlich den konventionellen Raketen Falcon 9 oder Ariane 5. Die erste Stufe dieser Trägerrakete soll wieder landen. Der zweite Launcher (Konzept RETALT2) hat nur eine einzige Stufe. Er ist für kleinere Nutzlasten ausgelegt und bremst bei der Rückführung nicht nur mit dem Retro-Schub, sondern zusätzlich mit Hilfe einer großen aerodynamischen Grundfläche an der Unterseite.

Das RETALT-Team untersucht sämtliche Aspekte mit Referenzkonfigurationen, und Modellen im kleineren Maßstab. So werden bei den Aerodynamiktests in den Windkanälen des DLR Modelle in Maßstäben zwischen 1:30 und 1:100 eingesetzt. Konfigurationen zur Untersuchung von Strukturkomponenten wie den Landebeinen entstehen in Maßstäben von bis zu 1:3. Während des Projekts werden die Technologien in repräsentativen Umgebungen getestet. Davon ausgehend können in Folgeprojekten Prototypen gebaut und tatsächlich im Wellstall getestet werden.

RETALT bündelt Spitzenforschung aus Europa

Das DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik ist verantwortlich für die Koordination des Projekts, das Design der Referenzkonfigurationen sowie die Bewertung von Aerodynamik und aerothermodynamischem Verhalten durch Windkanaltests und Computational-Fluid-Dynamics-Simulationen (CFD). Beteiligt sind die Abteilungen Über- und Hyperschalltechnologien am DLR-Standort Köln und die Abteilung Raumfahrzeuge am Standort Göttingen. Partnerorganisationen sind das DLR, CFS Engineering (Schweiz), Elecnor Deimos (Spanien), MT Aerospace (Deutschland), Almatech (Schweiz) und Amorim Cork Composites (Portugal).

Auch CFS Engineering führt CFD-Simulationen durch und ist darüber hinaus für die Verbreitung und Verwertung der Projektergebnisse verantwortlich. Elecnor Deimos untersucht die Flugdynamik und entwickelt das Leit-, Navigations- und Steuerungskonzept für die Referenzkonfigurationen. MT Aerospace entwickelt Strukturkomponenten wie die Landebeine sowie aerodynamischen Steuerflächen und wird skalierte Demonstratoren der Strukturen herstellen. Almatech entwickelt Mechanismen für die Strukturbauteile und ist verantwortlich für die Konzeption einer Schubvektorsteuerung (TVC). Amorim Cork Composites entwickelt das Thermalschutzsystem (TPS) für kritische Bauteile, insbesondere die Grundfläche der Trägerraketen, die mit heißem Abgasstrahl im Windkanal getestet werden.

AirAsia bestellt hunderte Airbus A321neo

AirAsia stockt ihre Bestellung bei Airbus deutlich auf – nicht in Form von mehr Flugzeugen, sondern von größeren.

253 Bestellungen des neuen Musters A320neo will der Carrier nun als größere A321neo beziehen. Mit dem Ausbau der Kapazitäten wird AirAsia zum größten Kunden für die A321neo weltweit. Insgesamt hat AirAsia 592 Flugzeuge der Familie A320 bestellt. 224 Flugzeuge der Familie hat die Fluggesellschaft schon erhalten. Unter den Bestellungen sind nun 353 Mittelstreckenjets Airbus A321neo.

Flughafen Wien: Keine Parteistellung im UVP-Verfahren

Nachdem bereits mehrere Instanzen mit dieser, für Flughafen Wien offensichtlich abstrusen, Behauptung befasst wurden, hat nunmehr das Bundesverwaltungsgericht die Anträge auf Zuerkennung der Parteistellung bzw. Zustellung der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zum UVP-Verfahren mit Erkenntnis vom 13. Juni 2019 ab- bzw. zurückgewiesen.

Seit längerem beschäftigt die Gemeinde Parndorf, zuletzt gemeinsam mit den Gemeinden Neusiedl und Bruckneudorf, die österreichischen Behörden mit der Behauptung, die Gemeinden seien über das Projekt der dritten Piste am Flughafen Wien nicht informiert worden, es läge also ein Verfahrensmangel vor und sie hätten das Recht auf Zustellung des UVP-Bescheids, um entsprechende Rechtsmittel einbringen zu können.

Stellungnahmen selbst versäumt

Nachdem sich die Gemeinden Parndorf und Neusiedl am See seit Beginn des UVP-Verfahrens im Jahr 2007 weder an diesem beteiligt haben, noch jemals eine Stellungnahme abgegeben haben, kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass beide Gemeinden ihr Stellungnahmerecht endgültig verwirkt haben und daher Präklusion im Sinne § 44b des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz vorliegt.

Das Gericht geht außerdem davon aus, dass die Gemeinden auf Grund der medialen Berichterstattung bereits lange vor der Kundmachung durch die Behörde vom Verfahren erfahren haben. Die Möglichkeit eine Stellungnahme abzugeben, wurde allerdings nie wahrgenommen. Die Kundmachungen im UVP-Verfahren zur dritten Piste wurden in der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ausdrücklich als gesetzeskonform bestätigt.

Gemeinden nicht betroffen

Überdies stellt das Bundesverwaltungsgericht fest, dass die Gemeinden durch das UVP-Verfahren auf Grund ihrer Entfernung zum Flughafen auch nicht als „betroffen“ anzusehen sind, weil die Vorgaben der Luftverkehr-Lärmimmissionsschutzverordnung eingehalten werden. Das Bundesverwaltungsgericht hat weiters ausgesprochen, dass eine Revision an den VwGH unzulässig ist. Damit bleibt den Gemeinden nur die Möglichkeit einer außerordentlichen Revision, sie müssten dazu aber eine grundsätzliche Rechtsfrage vorbringen, um die Chance zu haben, dass sich der Verwaltungsgerichtshof auch mit der Revision befasst.

Einen schalen Nachgeschmack hinterlasse die Tatsache, dass, obwohl das Versäumnis ausschließlich bei den antragstellenden Gemeinden lag, und trotz juristischer Aussichtslosigkeit, wieder Steuergeld verschwendet und Behördenressourcen gebunden wurden, ohne dass die Urheber den verursachten Schaden auch ersetzen müssen, so der Flughafen Wien.

Korean Air kauft 30 Boeing Dreamliner

Auf der Paris Air Show haben Boeing und Korean Air eine Vereinbarung über 30 Dreamliner bekanntgegeben. Dabei werden zehn 787-10 Dreamliner und zehn weitere 787-9 Dreamliner gekauft und weitere zehn 787-10 Dreamliner von ALC geleast.

Nach Listenpreisen hat die Vereinbarung einen Wert von 6,3 Mrd. US-Dollar. Korean Air ist einer der größten transpazifischen Carrier in Asien und setzt auch B777 ein. Korean Air wird dann 40 Dreamliner betreiben. Die 787-10 ist 68 Meter lang und transportiert bis zu 330 Passagiere in zwei Klassen. Insgesamt hat Korean Air 96 Boeings in der Passagierflotte. Darunter auch Next-Generation 737 und die 747. Auch die Frachter stammen alle von Boeing, mit der 747-400, 747-8 und 777 Freighter.

Low Cost-Airline Cebu Pacific will A330neo und A321XLR

Low Cost-Airline Cebu Pacific (CEB) mit Sitz auf den Philippinen, verständigt sich mit Airbus über den Kauf von 31 Flugzeugen für die Mittel- und Langstrecke.

Airbus und CEB haben dazu in Le Bourget ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, wonach 16 Airbus A330neo, zehn A321XLR und fünf A320neo gekauft werden. Cebu Pacific will die A330neo dabei besonders dicht bestuhlen, sodass die Kabine der A330-900 in einer Klasse 460 Sitze fasst. Auch wird die Fluggesellschaft einer der Erstkunden des gestern vorgestellten, neuen A321XLR.

CEB will Airbus A330neo und A321XLR
CEB will Airbus A330neo und A321XLR

All-Airbus als Effizienz

Damit will CEB non-stop von den Philippinen zu Zielen in Indien und nach Australien fliegen. Die zu ordernden A320neo werden die ersten mit 194 Sitzen in einer Klasse sein. Mit dieser Flottenerneuerung will CEB nur noch Flugzeuge der neuesten Generation betreiben. Bis 2024 soll die reine Airbus-Flotte damit auch effizienter werden.

CEB will Airbus A330neo und A321XLR
CEB will Airbus A330neo und A321XLR
CEB will Airbus A330neo und A321XLR
CEB will Airbus A330neo und A321XLR

DLR zeigt Forschungsspektrum auf der Paris Air Show

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Gezeigt werden technische Innovationen für effizienteFlugzeuge mit geringeren CO2- und Lärmemissionen bis hin zum elektrischen Fliegen sowie die DLR-Falcon 20E, das fliegende Labor für Umwelt- und Klimaforschung und Raumfahrtprojekte.

Mit aktuellen Projekten und Forschungsergebnissen präsentiert sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis 23. Juni 2019 auf der diesjährigen Paris Air Show. Am deutschen Gemeinschaftsstand in Halle 2C widmet sich das DLR besonders den Schwerpunkten Digitalisierung, Klimawandel und Erhalt der Mobilität.

Das globale Monitoring des dynamischen Systems Erde aus dem All steht mit der deutsch-französischen Satellitenmission MERLIN zur Beobachtung des Treibhausgases Methan im Fokus. Der mobile Astronauten-Assistent CIMON®, der geplante Demonstrator einer wiederverwendbaren Raketenstufe sowie die beiden DLR-Instrumentenbeiträge zur europäischen Merkur-Mission Bepi-Colombo runden den Messeauftritt im Bereich Raumfahrt ab.

„Als die größte europäische Forschungseinrichtung für Luft- und Raumfahrt arbeitet das DLR an der wissenschaftlich-technologischen Basis für neue, innovative Produkte, die unter anderem dazu beitragen, unsere Mobilität auch in Zukunft zu erhalten“, erläutert Frau Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Moderne Technologien wie die aus der Luft- und Raumfahrt sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Es gilt, diese Technologien verantwortungsvoll im Interesse der Erhaltung der Umwelt zu gestalten und nachhaltig einzusetzen. Eine Aufgabe, der sich das DLR im Auftrag der Gesellschaft mit Nachdruck widmet.“

Der 53. Aerosalon Paris, als eine der größten Luftfahrtmessen der Welt, bietet auch die Plattform für neue Partnerschaften. Zuletzt waren Delegationen aus 98 Ländern vertreten. Begleitet wird die Messe zudem von einem B2B-Meeting-Programm, in dem der Wissens- und Erfahrungsaustausch in Kombination mit der Lösungssuche im Luft- und Raumfahrtsektor im Vordergrund steht. Im Rahmen der Paris Air Show 2019 sind verschiedene Kooperationsvereinbarungen des DLR mit ONERA, CNES, JAXA und NASA geplant. Das DLR präsentiert im Einzelnen auf dem diesjährigen Aerosalon in Paris insbesondere ausgewählte Themen aus der Luft- und Raumfahrt.

Regionalflugzeugkonzept mit Elektromotoren

Schadstofffrei, effizient, leise und sicher – in Anbetracht des steigenden Luftverkehrsaufkommens sind dies die primären Ziele der europäischen Luftfahrtforschung. Die Entwicklung elektrischer Antriebskonzepte spielt dabei eine entscheidende Rolle. Bei dem vorliegenden Konzept eines Regionalflugzeugs konnten durch die Anordnung vieler Antriebe entlang des Flügels eine Vergrößerung des Auftriebs sowie eine Erhöhung des Antriebswirkungsgrads erreicht werden.

Der vergrößerte Auftrieb lässt sich zur Verkleinerung der Tragflügelfläche und damit zur Reduktion von Gewicht und Luftwiderstand nutzen. Außerdem kann die Steuerung des Flugzeugs durch individuelle Ansteuerung der Antriebsmotoren teilweise übernommen werden, sodass die Leitwerke kleiner, damit ebenfalls leichter und widerstandsärmer entworfen werden können. Die elektrische Leistung kann durch Brennstoffzellen oder ein Hybridsystem mit Gasturbine bereitgestellt werden.

Multimodal Cockpit Simulator (MMCS)

Die Cockpit- und Umgebungsdarstellung des MMCS-Simulators basiert auf einer auf dem Kopf getragenen Virtual-Reality-Anzeige. Dadurch können die Forscher verschiedene existierende Helikoptertypen simulieren, aber auch eigens entwickelte Cockpitlayouts darstellen und neue Flugführungstechnologien testen.

Der Simulator ist mit einem virtuellen 3D-Audiosystem ausgestattet; dieses schafft eine realistische akustische Umgebung, um tiefer in die Simulation einzutauchen und zukünftige Audioassistenzsysteme für Piloten zu testen. Der Simulator wird – wie ein konventioneller Helikopter – mit Hilfe von drei Steuerelementen geflogen: Cyclic Stick, Kollektiv und Pedale. Es handelt sich dabei um aktive Steuerkraftkomponenten. Sie erzeugen durch eingebaute Motoren ein präzises Kraft-Feedback und vermitteln dem Piloten somit realistische Steuereindrücke.

Die zugrundeliegende Flugsimulation erfolgt entweder durch die kommerzielle Software X-Plane 11 oder durch DLR-eigene Helikopterflugmodelle inklusive neuartiger Flugregelungssysteme. Eine solche schnell konfigurierbare Testumgebung ist insbesondere in einer frühen Entwicklungsphase relevant, um verschiedene Konfigurationen ohne großen Zeitaufwand und trotzdem möglichst realitätsnah miteinander vergleichen zu können.

Flugzeuge dank Numerischer Simulation

Herausforderungen der Digitalisierung beschäftigen die Luftfahrtforscher schon seit vielen Jahren. Ihre Vision: Der gesamte Lebenszyklus eines Flugzeugs – vom ersten Entwurf, über Entwicklung, Zulassung und Wartung bis hin zur Außerbetriebnahme – soll digital im Rechner abgebildet werden. Dieses „virtuelle Produkt“ würde Kosten und Risiken enorm senken.

Doch ein Flugzeug und seine aerodynamischen Eigenschaften sind komplex. Um sich der Realität digital anzunähern, unterteilen Wissenschaftler bei ihren Berechnungen am Computer den Raum um ein Flugzeug herum in ein Netz aus sehr vielen Kontrollzellen. In jeder Zelle können dann physikalische Kräfte wie Druck, Dichte und Geschwindigkeit berechnet werden. Je kleiner die Zellgröße umso höher ist die Genauigkeit der Simulation. Daraus ergibt sich ein riesiges System von mathematischen Gleichungen für die zu berechnenden Strömungsgrößen.

Hochleistungsrechner ermöglichen es, Abermillionen von Rechenschritten pro Sekunde durchzuführen und ein solches Netz mit konsistenten Werten zu füllen. Aufwendige Simulationsrechnungen zu lösen und das Verhalten von Flugzeugen im Rechner zu simulieren, sind maßgebliche Schritte in der Luftfahrtforschung, um Treibstoffverbrauch sowie Schadstoff- und Lärmemissionen zu reduzieren und die Flugzeuge der Zukunft sicherer, umweltfreundlicher und wirtschaftlicher zu machen – bis hin zum Zero-Emission-Aircraft.

Falcon 20E: Fliegen für das Klima

Mit dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010 kam die Falcon 20E-5 des DLR zu ihrem bisher spektakulärsten Einsatz: Als „Volcano Ash Hunter“ flog sie in die Aschewolke über Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Island. Dort untersuchte sie die Zusammensetzung und Konzentration der Vulkanpartikel, die den Linienflugverkehr zum Erliegen brachten. Wissenschaftler nutzen die Falcon, um vielfältige Fragen der Atmosphären- und Klimaforschung zu untersuchen.

Direkt an Bord vermessen sie Spurengase und Aerosole und sammeln Luftproben für spätere Laboranalysen. In den letzten Jahren war die Falcon eines der wichtigsten Großforschungsgeräte des DLR, um die Auswirkungen von Flugzeug-Emissionen auf die Atmosphäre zu erforschen. Ihre einzigartige Modifikation und Ausstattung machen die Falcon zu einer echten Mehrzweckplattform für Forschungsanwendungen, die den individuellen Bedürfnissen entsprechend angepasst werden kann.

Unbemannter Hubschrauber superARTIS

Seit 2012 betreibt das DLR den unbemannten Hubschrauber mit über 80 Kilogramm Gesamtmasse unter dem Namen superARTIS (Autonomous Rotorcraft Testbed for Intelligent Systems). Im Jahr 2015 wurden zwei neue Hubschrauber vom Typ SDO 50V2 der Firma SwissDrones Operating AG in Betrieb genommen. Mit Hilfe dieser Systeme werden – unterstützt durch eine aufwändige Simulationsumgebung – anspruchsvolle automatische Flugmissionen entwickelt und erprobt.

Im Fokus der Forschung stehen dabei die selbstständige Umwelterkennung, die Pfadplanung, Flugregelung auch für agile Manöver sowie Navigationsmethoden unter Berücksichtigung der Störanfälligkeit von Satellitennavigation. Durch eine hohe Nutzlastkapazität, Reichweite und Fluggeschwindigkeit ist superARTIS zu realitätsnahen Forschungseinsätzen in der Lage – beispielsweise über dem Meer, im Verband mit anderen Luftfahrzeugen oder als Träger von Multisensor-Systemen.

Deutsch-französische Klimamission MERLIN

Methan (CH4) ist nach Kohlendioxid (CO2) der zweitgrößte Beitrag zur vom Menschen verursachten Klimaerwärmung. Ein von den Vereinten Nationen eingesetztes Wissenschaftlergremium bescheinigte Methan ein rund 25-fach höheres Potenzial zur globalen Erwärmung als CO2. Um effektiven Klimaschutz betreiben zu können, ist es dringend notwendig, den Zyklus des Treibhausgases Methan besser zu verstehen. Die hochpräzise globale Vermessung des Methangehaltes in der Erdatmosphäre kann nur vom Weltraum aus erfolgen.

Besonders Schlüsselregionen wie tropische Feuchtgebiete, Regenwälder und Permafrost-Regionen sind ohne Satelliten nur schwer zugänglich. Der deutsch-französische Kleinsatellit MERLIN (Methane Remote Sensing LIDAR Mission) soll mit Hilfe eines LIDAR-Instruments (Light Detecting and Ranging) ab 2024 aus einer Höhe von rund 500 Kilometern Methan aufspüren und überwachen. Ziel der dreijährigen Mission des DLR und der französischen Raumfahrtagentur CNES ist unter anderem die Erstellung einer globalen Weltkarte der Methankonzentrationen.

Astronauten-Assistenzsystem mit künstlicher Intelligenz

CIMON® ist ein innovatives, weltweit einzigartiges Astronauten-Assistenzsystem, das in Deutschland entwickelt und gebaut wurde. Das fliegende und autonom agierende System ist mit künstlicher Intelligenz (KI) von IBM ausgestattet und wurde erstmalig von ESA-Astronaut Alexander Gerst auf seiner Mission horizons eingesetzt. CIMON® soll zeigen, dass die Mensch-Maschine-Interaktion die Arbeit eines Astronauten unterstützen und seine Effizienz steigern kann. Der fliegende Begleiter kann vielfältige Informationen sowie Anleitungen zu wissenschaftlichen Experimenten und Reparaturen abbilden und erklären.

So hat der Astronaut durch CIMON® per Sprachsteuerung Zugriff auf Dokumente und Medien und kann dabei mit seinen Händen frei arbeiten – ein großer Vorteil. Der Astronaut kann CIMON® außerdem als mobile Kamera für operationelle und wissenschaftliche Zwecke nutzen. Der fliegende Assistent kann Routineaufgaben erledigen, wie etwa die Dokumentation von Experimenten, Suche nach Objekten und Inventarisierung. CIMON® kann sehen, hören, verstehen und sprechen. Kameras und Software zur Gesichtserkennung, zur Orientierung und zur Videodokumentation dienen ihm als „Augen“.

Ultraschallsensoren messen Abstände, um Kollisionen zu vermeiden. Seine „Ohren“ sind mehrere Mikrofone zur Richtungserkennung und ein Richtmikrofon für eine gute Spracherkennung. CIMON® wurde als Auftrag des DLR Raumfahrtmanagements mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) an Airbus vergeben und für den Einsatz im europäischen Columbus-Modul auf der ISS entwickelt.

Wiederverwendbarkeit von Trägersystemen

CALLISTO (Cooperative Action Leading to Launcher Innovation in Stage Toss back Operations) ist ein wiederverwendbarer Demonstrator für eine vertikal startende und vertikal landende Raketenstufe (VTVL). Wiederverwendbarkeit bei Trägersystemen kann zur Reduzierung von Startkosten und zur Erhöhung der Vielseitigkeit beitragen. Das deutsch-französisch-japanische Projekt von DLR, CNES und JAXA zielt darauf ab, die Kenntnis über VTVL-Raketenstufen zu verbessern sowie Fähigkeiten und Technologien zu demonstrieren, die notwendig sind, um eine wiederverwendbare, vertikal startende und landende Raketenstufe zu entwickeln und zu vermarkten.

Das CALLISTO-Raumfahrzeug wird aus einer mit flüssigem Sauerstoff (LOx) und Wasserstoff (LH2) betriebenen Raketenstufe bestehen. Der Antrieb kann gedrosselt werden, um präzise und weiche Landungen zu erzielen. Mindestens fünf unterschiedliche Missionen sollen zukünftig mit demselben Raumfahrzeug vom europäischen Raumfahrt-Startplatz in Französisch-Guayana aus durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Flugtests werden benutzt, um das Design eines zukünftigen wiederverwendbaren Raumtransportsystems zu optimieren.

Instrumente der Merkur-Mission BepiColombo

Das Laseraltimeter BELA und das abbildende thermische Infrarot-Spektrometer MERTIS sind am 20. Oktober 2018 an Bord der Mission BepiColombo zum Merkur gestartet. BepiColombo wird nach mehreren Vorbeiflügen an Erde, Venus und Mars 2025 die Umlaufbahn um Merkur erreichen. Die Mission ist ein Gemeinschaftsprojekt von ESA und JAXA und besteht aus einem Antriebsmodul und zwei Orbitern, dem Mercury Planetary Orbiter (MPO) und dem Mercury Magnetospheric Orbiter (MMO). Insgesamt werden 16 Experimente mitgeführt, darunter das Laseraltimeter und das Infrarotspektrometer aus Deutschland.

Nach der Ankunft des MPO wird BELA mittels eines Lasers die Oberfläche des Planeten aus einer Entfernung von bis zu 1000 Kilometern vermessen. Pro Sekunde werden zehn Laserpulse mit einer Energie von 50 Millijoule und mit einer Wellenlänge von 1064 Nanometern in Richtung Merkur ausgesandt und nach einer Laufzeit von wenigen Millisekunden am Empfänger des Instruments detektiert. Aus der Laufzeit der Laserpulse erhalten die Wissenschaftler genaue Informationen über Form und Oberfläche des Merkur. Auf Basis dieser Daten ermitteln die Forscher das Höhenmodell und die Topografie des Planeten.

Das Infrarotspektrometer MERTIS wird auf dem MPO in der Umlaufbahn um Merkur die Oberfläche und indirekt auch das Innere des Planeten genau untersuchen. MERTIS vermisst den Planeten global im mittleren Infrarot mit einer räumlichen Auflösung von 500 Metern und identifiziert gesteinsbildende Mineralien auf der Oberfläche. Die Kenntnis der mineralogischen Zusammensetzung ist für die Forscher entscheidend, um die Entwicklung des sonnennächsten Planeten zu verstehen. Das integrierte Radiometer von MERTIS misst die Oberflächentemperatur des Planeten über die gesamte Temperaturspanne von etwa -190 bis +430 Grad Celsius.

Jagd auf Dunkle Energie mit eROSITA

Seit dem Urknall dehnt sich das Universum aus. Eigentlich sollte diese Expansion durch die Schwerkraft der Materie verlangsamt werden. Doch angetrieben durch die Dunkle Energie beschleunigt sich die Ausdehnung sogar. Dunkle Energie ist unsichtbar und macht sich nur auf riesigen Entfernungen bemerkbar. Wie kann man sie mit einem Röntgenteleskop erforschen? Der Schlüssel dazu sind Galaxienhaufen, Ansammlungen von bis zu mehreren Tausend Einzelgalaxien. Sie ziehen das sie umgebende Wasserstoffgas an. Dieser Prozess wird als Akkretion bezeichnet. Er produziert sehr hohe Temperaturen, die das Gas dazu anregen, Röntgenstrahlung auszusenden. So werden Galaxienhaufen für eROSITA (extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array) sichtbar. eROSITA wird die räumliche Verteilung von etwa 100.000 Galaxienhaufen untersuchen.

Durch die Bestimmung der Verteilung von Galaxienhaufen im Raum können Astronomen Rückschlüsse auf die Struktur des Universums – heute und in der Vergangenheit – ziehen. Dies ist möglich, weil Licht, das aus großer Entfernung beim Betrachter ankommt, eine lange Zeit von der Quelle bis zur Erde unterwegs war. Fern der Erde soll das „siebenäugige“Teleskop als Hauptinstrument der deutsch-russischen Satellitenmission Spektrum-Röntgen-Gamma den Himmel ab Mitte 2019 systematisch nach Röntgenquellen abscannen. eROSITA wird unter der Federführung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching gebaut und durch das DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des BMWi gefördert.

Projekte beim DLR auf der Paris Air Show in Bildern

Elektrisches Fliegen – emissionsfrei, mit neuem Look und leiser: Elektrischs Fliegen vereint mehrere Vorteile: Es ist lokal emissionsfrei, leiser und ermöglicht völlig neue Mobilitätsangebote.

Die ESA-Raumsonde BepiColombo am Merkur

Zahlreiche Beiträge beim European Planetary Science Congress 2018 vom 16. bis 21. September 2018 beschäftigen sich mit der Durchführung von Experimenten und den wissenschaftlichen Zielen der Mission BepiColombo, die am Morgen des 20. Oktober 2018 auf ihre siebenjährige Reise zum innersten und kleinsten Planeten des Sonnensystems aufbrechen wird. An Bord von BepiColombo befinden sich mit dem Spektrometer MERTIS und dem Laser-Höhenmesser BELA auch zwei am DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof entwickelte Instrumente.

Fotomontage von CIMON auf der ISS

Fotomontage von CIMON schwebend im Columbus Public Relation Modul am ESA European Astronaut Centre (EAC) in Köln-Porz (30. Januar 2018). CIMON ist ein fliegender und autonom handelnder Astronauten-Assistent. Ausgestattet mit Künstlicher Intelligenz unterstützt diese weltweit einzigartige Technologie-Demonstration die Arbeit von Astronauten auf der ISS während der Horizons-Mission von ESA-Astronaut Alexander Gerst im Sommer 2018.

Pilotenassistenzsystem: Die vom Assistenzsystem berechnete Flugbahn wird dem Piloten direkt im Sichtfeld seines Helmvisiers eingeblendet.

CALLISTO

CALLISTO steht für Cooperative Action Leading to Launcher Innovation in Stage Toss back Operations und ist ein wiederverwendbarer Demonstrator für eine vertikal startende und vertikal landende Raketenstufe (VTVL). Das deutsch-französisch-japanische Projekt von DLR, CNES und JAXA zielt darauf ab, die Kenntnis über VTVL-Raketenstufen zu verbessern.

Der unbemannte superARTIS (Autonomous Research Testbed for Intelligent Systems): Der unbemannte Forschungshubschrauber superARTIS ist mit einer umfangreichen Instrumentierung ausgestattet. Außerdem verfügt er über einen DLR-eigenen Flugsteuerungsrechner der das Verhalten der Drohne z.B. im Formationsflug regelt.

Künstlerische Darstellung MERLIN

Der deutsch-französische Klimasatellit MERLIN soll ab 2021 die globale Methan-Konzentration in der Atmosphäre messen. MERLIN baut auf dem neuen Satellitenbus „Myriade Evolutions“ auf, der von CNES zusammen mit der französischen Raumfahrtindustrie entwickelt wurde. Die Nutzlast des Satelliten – ein sogenanntes LIDAR-Instrument (LIght Detection And Ranging), das auch bei Nacht und durch dünne Wolken hindurch messen kann – wird im Auftrag des DLR Raumfahrtmanagements mit Mitteln des BMWi in Deutschland entwickelt und gebaut. Zum Methan-LIDAR gehört ein Laser, der Licht in zwei unterschiedlichen Wellenlängen aussenden kann und dadurch in der Lage ist, unabhängig vom Sonnenlicht äußerst präzise Messungen der Methankonzentration auf allen Breitengraden durchzuführen.

Die Falcon 20E der DLR-Forschungsflotte: Bisher benötigen die Piloten für das letzte Stück, den Präzisionsanflug, das Instrumentenlandesystem ILS. Mit Hilfe des am DLR mitentwickelten Verfahrens ARAIM (Advanced RAIM) wird es nach der Einführung von Galileo erstmals möglich sein, Anflüge bis zu einer Entscheidungshöhe von knapp 70 Metern über der Landebahnschwelle durchzuführen – ohne zusätzliche Stützsysteme.

Spiegelmodule von eROSITA: Die sieben parallel ausgerichteten identischen Spiegelmodule des Weltraumteleskops eROSITA sammeln hochenergetische Photonen und leiten diese an Röntgenkameras weiter. Rund 100.000 Galaxienhaufen soll das Instrument während seiner Mission neu entdecken.

DLR-Stand auf dem Aerosalon in Paris: Am deutschen Gemeinschaftsstand in Halle 2C widmet sich das DLR besonders den Schwerpunkten Digitalisierung, Klimawandel und Erhalt der Mobilität.

Paris Air Show: Airbus & AirAsia zeigen ersten A330neo

Airbus und AirAsia haben auf der Paris Air Show in Le Bourget den ersten A330neo für die AirAsia Group vorgestellt. Das Flugzeug ist für den Langstreckencarrier AirAsia X Thailand bestimmt und wird über Avalon geleast.

Mit dem A330 kann AirAsia aus Südostasien Europa non-stop erreichen. Auch wurde bei dem Event die neue Kabine erstmals gezeigt. Thai AirAsia X betreibt ihre A330-900 mit 377 Sitzen in zwei Klassen, davon zwölf in der Business Class. Airbus zeigt das Flugzeuginnere auf dem Static Display in Le Bourget noch bis Mittwoch von 09:00 Uhr bis 10:00 Uhr.

Airbus & AirAsia zeigen ersten A330neo
Airbus & AirAsia zeigen ersten A330neo

AirAsia X betreibt derzeit 36 Flugzeuge der Vorgängergeneration A330-300. Die Airline ist der größte Kunde der A330neo mit 66 bestellten Flugzeugen. Und noch dieses Jahr kommen zwei Maschinen über Avolon dazu. Die Linienflüge der gezeigten Maschine starten in den nächsten Wochen. Die Enthüllung feierten AirAsia X Malaysia Chairman Tan Sri Rafidah Aziz, AirAsia X Group CEO Nadda Buranasiri, Airbus Chief Commercial Officer Christian Scherer, Avolon Chief Executive Officer Domhnal Slattery und Rolls-Royce President Civil Aerospace Chris Cholerton.

Airbus & AirAsia zeigen ersten A330neo
Airbus & AirAsia zeigen ersten A330neo

Lufthansa CityLine feiert 60. Jahrestag

Inselflugdienst, Regionalfluggesellschaft, Hub-Carrier: Lufthansa CityLine feiert den 60. Jahrestag ihres Erstfluges. Seit 1992 ist die Airline als Lufthansa CityLine ein vollwertiger Teil der Lufthansa Group.

Am 17. Juni 1959 startete die damalige „Ostfriesische Lufttaxi“, kurz OLT, vom neu errichteten Flugplatz in Emden den Flugbetrieb zu den Nordseeinseln Borkum, Norderney und Juist. Später expandierte das Unternehmen und verband als Regionalfluggesellschaft unter dem Namen DLT Ziele innerhalb Westdeutschlands, erste Europastrecken folgten.

Jets für den Regionalverkehr

Heute beschäftigt das Unternehmen mit Heimatbasis in München rund 2.500 Menschen. Darunter sind Piloten und Flugbegleiter ebenso wie Ingenieure, Fluggerätmechaniker, IT-Spezialisten, Projektmanager, Controller und Personalfachleute. Die beiden Gründer Jan Janssen und Martin Dekker brachten ihren Pioniergeist in das nach wie vor mittelständisch geprägte Unternehmen ein. So war Lufthansa CityLine 1992 als weltweiter Erstkunde beteiligt am Start der Bombardier CRJ-Serie, einem der inzwischen erfolgreichsten Regionaljets der Welt und leitete gegen zahlreiche Skeptiker in der Branche erfolgreich das Jet-Zeitalter im Regionalverkehr ein.

Eine weitere visionäre Entwicklung gelang um die Jahrtausendwende, als Lufthansa CityLine als weltweit erste Fluggesellschaft ein professionelles Umweltmanagement einführte und bis heute jährlich die anspruchsvolle europäische EMAS-Zertifizierung erhält. Auch die Passagiere fliegen auf ihre Airline: Neben dem herzlichen Service erwartet die Gäste Lufthansa Qualität an Bord. Auch bei der Ausbildung der Cockpit- und Kabinencrews sowie der Flugzeugtechniker folgt die Airline den strengen Standards der Lufthansa Group.

Mit 50 Flugzeugen Nischen bedienen

Die Grundwerte des Unternehmens sind bei allem Wandel heute ebenso relevant wie früher: „Qualität, Flexibilität und Schnelligkeit sind die Schlüsselaspekte unserer erfolgreichen Entwicklung“, sagt Geschäftsführer Steffen Harbarth. „Unser Unternehmen ist vor 60 Jahren auf einer guten Idee und mit viel Engagement gegründet worden.“ Geschäftsführer Carsten Wirths ergänzt: „Genau das trägt uns heute: Wir wollen stetig besser werden und sind dabei innovativ. Zum Beispiel setzen wir auf konsequente Umweltvorsorge, wir überprüfen ständig unsere Strukturen und nutzen Big-Data-Ansätze um unsere Prozesse zu verbessern.“

Heute verbindet Lufthansa CityLine mit über 50 modernen Airbus-, Embraer- und Bombardier-Jets von den Hubs München und Frankfurt aus rund 80 Ziele in Europa und bietet ausgewählte Langstreckenflüge an. Die Fluggesellschaft befördert mit rund 8.000.000 Passagieren pro Jahr einen beträchtlichen Teil der Lufthansa Fluggäste und spielt damit eine wichtige Rolle im Streckennetz. Für die Reisenden ist das ein Vorteil: Die Airline fliegt auf Strecken, die mit größeren Flugzeugen nicht wirtschaftlich oder aufgrund von technischen Beschränkungen gar nicht zu bedienen wären und bindet so viele europäische Regionen an das weltweite Lufthansa Netz an. Auf diese Weise ist Lufthansa CityLine täglich mit über 300 Flügen von Ancona bis Zagreb unterwegs.

Austrian Airlines beruft Karin Exner-Wöhrer in den Aufsichtsrat

Karin Exner-Wöhrer (47) wurde in der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat der Austrian Airlines AG gewählt. Die Österreicherin ist seit 2015 Vorstandsvorsitzende der Salzburger Aluminium AG (SAG).

Gleichzeitig verließen Ulrike Donath, Monika Kircher und Ulrik Svensson sowie die vom Betriebsrat entsendete Didem Strebinger das Gremium am 17.06.2019. Aufsichtsratsvorsitzender Harry Hohmeister dazu: „Ich möchte mich vor allem bei den beiden externen Aufsichtsratsmitgliedern Ulrike Donath und Monika Kircher für die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit in den letzten Jahren bedanken. Frau Donath hat Austrian Airlines seit 2009 im Gremium begleitet, Dr. Kircher seit 2013. Sie haben geholfen, Austrian Airlines nach der Sanierung wieder auf einen Erfolgspfad zu führen und haben dabei auch stets die Interessen des Standorts im Auge gehabt. Dafür gebührt ihnen großer Dank und Anerkennung. Gleichzeitig freue ich mich, mit Dr. Exner-Wöhrer eine anerkannte und international erfahrene Managerin im Aufsichtsrat begrüßen zu dürfen.“

Neben Exner-Wöhrer werden Harry Hohmeister (Vorsitzender), Michael Niggemann und Veit Schmid-Schmidsfelden als Kapitalvertreter im Aufsichtsrat vertreten sein. Von den beiden Betriebsratsgremien wurden Alfred Junghans und Rainer Stratberger als Arbeitnehmervertreter entsendet. Dr. Karin Exner-Wöhrer wurde am 08. September 1971 in Zürich geboren. In die Schule ging sie in Sierra Leone, Innsbruck und Salzburg. Die studierte Ökonomin (WU-Wien, Fontainbleau und Singapore) ist seit 2015 Vorstandsvorsitzende der Salzburger Aluminium AG. Aufsichtsratsmandate hält sie u.a. in der Telekom Austria AG. Exner-Wöhrer ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.

Erdbeobachtungssatellit SEOSAT/ Ingenio verlässt Madrid

SEOSAT / Ingenio, der erste von Airbus für die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und die spanische Regierung gebaute Erdbeobachtungssatellit, hat Madrid verlassen und ist bereit für seine abschließenden Tests.

Der Satellit wird nun eine dreimonatige Umwelttestkampagne absolvieren, zu dem neben Thermaltests auch mechanische Schwingungs- und Akustiktests und Untersuchungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit gehören. Die unterschiedlichen Tests werden von fünfzig Ingenieuren und Technikern von Airbus Spanien in Toulouse durchgeführt.

Mit `nem zweiten sieht Spanien besser

Mitte September wird der SEOSAT / Ingenio für die letzten Funktionstests nach Madrid-Barajas zurückgebracht. Dabei wird auch die Kompatibilität mit dem Bodensegment und der Trägerrakete geprüft. Nach Beendigung dieser letzten Tests findet als abschließender ESA-Meilenstein die Qualifizierungs- und Abnahmeprüfung statt, und dann ist der Satellit startbereit.

Er wird in der ersten Hälfte des Jahres 2020 von einer Vega-Trägerrakete von Kourou, Französisch-Guayana, aus in den Orbit gebracht. Sobald der SEOSAT/Ingenio seine Umlaufbahn erreicht hat, wird er das spanische Erdbeobachtungssystem vervollständigen, ergänzt durch den Erdbeobachtungssatelliten PAZ, der bereits seit Februar 2018 im Orbit ist. Gemeinsam werden sie kombinierte optische und Radarbilder liefern.

Virgin Atlantic erneuert ihre Flotte an Airbus A330neo

Virgin Atlantic erneuert ihre Flotte an Airbus A330 mit 14 neuen Flugzeugen der Nachfolgegeneration, den A330neo. Die Langstreckenjets sollen ab 2021 geliefert werden, wobei die Flotte noch anwachsen könnte.

Virgin Atlantic hat acht Airbus A330-900 direkt bestellt und will sechs weitere über ALC leasen. Der Deal wurde auf der Paris Air Show von Shai Weiss, Virgin Atlantic CEO sowie von Guillaume Faury, CEO von Airbus, unterzeichnet. Virgin Atlantic betreibt derzeit eine Flotte von 40 Großraumflugzeugen und bekommt bald auch ihren ersten von 12 Airbus A350-1000 XWB.

Virgin Atlantic erneuert Flotte an Airbus A330neo
Virgin Atlantic erneuert Flotte an Airbus A330neo
Virgin Atlantic erneuert Flotte an Airbus A330neo
Virgin Atlantic erneuert Flotte an Airbus A330neo

Air Taxi von e.SAT: 5-Personen-Flugtaxi mit MTU-Antrieb

Mit dem neuen, innovativen Kleinflugzeug Silent Air Taxi will die e.SAT GmbH aus Aachen ein neues leises Flugtaxi für fünf Personen auf den Markt bringen.

Die e.SAT GmbH hat am ersten Tag der internationalen Luftfahrtmesse in Paris mit der MTU Aero Engines einen Letter of Intent (LoI) unterschrieben – Inhalt: Deutschlands führender Triebwerkshersteller wird sich an Entwicklung und Bau des einzigartigen elektro-hybriden Antriebsstrang des neuen Fluggeräts beteiligen und übernimmt für zehn Millionen Euro Unternehmensanteile.

MTU sieht gute Chancen für e.Sat

„Wir sehen in dem Silent Air Taxi ein mutiges und überzeugendes Zukunftskonzept, das sehr hohe Realisierungschancen hat“, würdigte Technik-Vorstand Lars Wagner für die MTU. „Es passt ideal in unsere Technologie-Initiative zu alternativen Antrieben. Deshalb beteiligen wir uns nicht nur mit unserer ExpertiseWERBUNG

 sondern auch finanziell an der Gesellschaft.“ Für die Entwicklung des elektro-hybriden Antriebs zeichnet die e.SAT Powertrain GmbH verantwortlich, ein Tochterunternehmen der e.SAT GmbH.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die MTU Aero Engines mit ihrem einzigartigen Know-how im Bereich Luftfahrtantriebe gewinnen konnten“, betonte Prof. Dr. Peter Jeschke. Er und Prof. Dr. Frank Janser sind die CEOs der e.SAT GmbH und unterschrieben das LoI für ihre Gesellschaft. Janser über das neue Fluggerät: „Unser Verständnis von innovativer Luftmobilität orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen des Kunden. Das sind kürzere Reisezeiten, Pünktlichkeit und Flexibilität gegenüber den individuellenBedürfnissen.“

Ebenfalls unterschrieb der CFO der Gesellschaft, Prof. Dr. Günther Schuh. Er ist sich sicher: „Durch seinen einzigartigen elektro-hybriden Antrieb und das strömungsmechanisch optimale Boxwing-Konzept kann dieses Flugtaxi kostengünstig die klassischen Hauptverkehrsträger entlasten und individuelle Reisezeiten signifikant reduzieren.“ Fliegen im Verkehr soll das Flugtaxi nach Plan 2024, zwei Jahre vorher ist der Erstflug des Silent Air Taxis angesetzt.

MTU entwickelt Antriebsstrang – und hat Pläne

Neben dem Technik-Vorstand Lars Wagner leistete Dr. Stefan Weber, Leiter Technologie und Vorauslegung, die zweite Unterschrift für die MTU. Er umreißt das Engagement der MTU: „Als luftfahrtzugelassenes Unternehmen beteiligen wir uns an Auslegung, Design und Bau des Antriebsstrangs sowie an der Zulassung. Zudem können wir unsere Erfahrungen im Bereich der Entwicklung der Antriebsregelung einbringen.“ Seine Überlegungen gehen bereits weit darüber hinaus: „Dieses innovative Kleinflugzeug könnte sich in Zukunft auch hervorragend als Demonstrator für die Entwicklung weiterer Zukunftstechnologien eignen.“

So wäre unter anderem der Betrieb mit synthetischen Kraftstoffen (eFuels) und Brennstoffzellen denkbar, um weitere Optimierungspotenziale auf dem Weg hin zum emissionsfreien Fliegens zu heben. Bis Ende Oktober wollen die Partner die Details des Beteiligungs- und Kooperationsvertrags ausarbeiten. Ziel ist es, ihn Ende des Jahres zu ratifizieren.

GECAS kauft weitere Boeing 737-800BCF Frachter

GE Capital Aviation Services (GECAS) hat mit Boeing auf der Paris Air Show Lieferoptionen für zehn umgewandelte Passagierflugzeuge in Frachter in feste Bestellungen umgewandelt, und 15 neue Optionen vereinbart. Dabei werden nun Flugzeuge der B737-800 zu Boeing Converted Freighter (BCF) umgebaut.

Die 737-800BCF wird auf der Paris Air Show in Le Bourget diese Woche erstmals gezeigt. Das neueste Frachterprodukt der Amerikaner geht aus den Passagierflugzeugen Next-Generation 737 hervor und kann bis zu 23,9 Tonnen (52,800 lbs) transportieren. Die Strecken sind dabei bis zu 2.000 Nautische Meilen (3.750 km). Damit zielt das Flugzeug insbesondere auf Expressfracht über Kurzstrecken ab.

GECAS beschafft damit zum dritten Mal diesen Frachttyp, seitdem das Programm 2016 verkündet wurde. GECAS ist ein Leasing- und Finanzierungsunternehmen von General Electric und hat nun 65 Bestellungen der 737-800BCF aufgegeben. Boeing hat 14 Flugzeuge der 737-800BCF ausgeliefert, die erste Maschine ging letztes Jahr an den GECAS-Kunden West Atlantic AB.

Oerlikon AM und MT Aerospace kooperieren bei 3D-Druck

Beide Unternehmen Oerlikon AM und MT Aerospace sind bereits wichtige Player in der Luft- und Raumfahrt. Durch Bündelung ihrer Erfahrung und ihres technologischen Know-howa versprechen sie sich Effizienzsteigerungen und mehr Sicherheit bei gleichzeitiger Kostenersparnis.

Oerlikon AM und MT Aerospace gründen dazu eine Partnerschaft, um den Einsatz von additiv gefertigten Komponenten in der Luftfahrt sowie im Verteidigungssektor auszubauen. Ziel der Partnerschaft ist es, durch End-to-End-Lösungen Effizienzsteigerungen und Kostenersparnisse für Kunden in diesen Industrien zu realisieren.

Komplettierung der Spezialisten von 3D-Teilen

Mittels additiver Fertigung hergestellte Komponenten sind hochpräzise Erzeugnisse, deren Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsverfahren bei einem geringeren Gewicht und einem optimierten Design liegen. Der Einzug der Digitalisierung ist ein großer Schritt in der Entwicklung der Luft- und Raumfahrt.

Durch die Kooperation entsteht ein Schulterschluss zwischen dem Know-how von MT Aerospace in der Entwicklung von metallischen Leichtbaustrukturen mit höchster Performance und geringstem Gewicht sowie der Expertise von Oerlikon in den Bereichen Werkstoffe, Entwicklung, 3D-Druck und Oberflächenbehandlung. Kunden aus der Luft- und Raumfahrt sollen so von Synergien zwischen Konstruktion/Design, Fertigung, Teileinspektion und deren Qualifizierung profitieren.

„Die beiden Partnerunternehmen bilden mit ihren gebündelten Kompetenzen die gesamte Wertschöpfungskette ab, vom Komponentendesign und der Fertigung bis hin zum Testen und Qualifizieren. Somit können wir dem Kunden direkt aus einer Hand sämtliche Leistungen von der Produktspezifikation bis zum fertigen, qualifizierten Bauteil anbieten“, so Hans J. Steininger, Chief Executive Officer bei MT Aerospace AG, einer Tochtergesellschaft des in Bremen ansässigen Luft- und Raumfahrtunternehmens OHB SE.

Oerlikon AM und MT Aerospace kooperieren bei 3D-Druck
Oerlikon AM und MT Aerospace kooperieren bei 3D-Druck

Schlüsseltechnologie für festen Stand im Markt

Die Additive Fertigung ist der Motor der nächsten industriellen Revolution. An die Stelle von klassischen Fertigungsmethoden wie Gießen, Zerspanen, Fügen und Montieren tritt die additive Fertigung mit ihren grenzenlosen Möglichkeiten, Komponenten komplexester Form und optimiert im Hinblick auf Funktion, Leistung und Kosten herzustellen.

„Diese Partnerschaft versetzt uns in die Lage, unsere führende Rolle hinsichtlich Innovation und Digitalisierung in der Luft- und Raumfahrt zu unterstreichen und die Prozesse von der Konzeptionierung bis zur operativen Bereitstellung zu beschleunigen und zu skalieren“, sagt Prof. Dr. Michael Suess, Präsident des Verwaltungsrats von Oerlikon. „Die Zusammenarbeit mit wichtigen Playern wie MT Aerospace ist eine essentielle Maßnahme, um den Einsatz der additiven Fertigung weiter auszubauen. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um den Anteil additiv gefertigter Komponenten in der Luft- und Raumfahrt zu erhöhen.“

Standort auf der Paris Air Show

Durch ihre gebündelte Kompetenz bereiten Oerlikon AM und MT Aerospace ihren Kunden den Weg, das Potenzial der additiven Fertigung in vollem Umfang nutzen zu können. Entwicklung und Produktion profitieren ganz erheblich von der Möglichkeit, bestimmte Bauteile oder Komponenten optimiert für den jeweiligen Einsatzzweck fertigen zu können. MT Aerospace aus der Luft- und Raumfahrt beschäftigt rund 700 Mitarbeiter an den Standorten Augsburg, Mainz (Deutschland), Cagliari (Italien), Santiago de Chile und Kourou, Französisch-Guayana. Oerlikon ist ein weltweit führender Schweizer Technologiekonzern, der sein Geschäft in zwei Segmenten (Surface Solutions und Manmade Fibers) betreibt und weltweit rund 10.500 Mitarbeitende an 175 Standorten in 37 Ländern beschäftigt.

Oerlikon und MT Aerospace werden auf der Paris Airshow vertreten sein. Die Fachmesse findet vom 17. bis 20. Juni 2019 in Paris statt. Oerlikon stellt seine Lösungen rund um additive Fertigung, Beschichtungen und Turbinenkomponenten an Stand G79 in Halle 2B aus. Die 3D-Lösungen von MT Aerospace finden Messebesucher an Stand C 318 in Halle 2C. Die Bilder zeigen ein additiv hergestelltes, formschlüssiges Fitting zur Lasteinleitung in eine Hybridantriebswelle und eine bionisch optimierte Halterung für mögliche Raumanwendungen.

EASA-Piloten schließen MC-21-Tests im Grenzbereich ab

In Russland haben Flugspezialisten der EASA die nächste Runde im Zulassungsverfahren für den neuen Airliner abgeschlossen.

Vertreter der Flugaufsichtsbehörde EASA (European Union Aviation Safety Agency) hatten das Flugverhalten des neuen MC-21-300 weiter untersucht. Die Schulung und Fluglizenz für das Muster hatten die ersten EASA-Piloten im letzten September erhalten. Nachdem die erste Reihe an Tests im Januar begonnen hatte, waren nun Flugmodi in Reisehöhen bis 12.000 Meter dran.

Fliegen im Grenzbereich des Steuerbaren

Die Testflüge wurden mit niedrigem und hohem Startgewicht durchgeführt, sowohl bei hoher Frontverteilung als auch schwerpunktnah im Flugzeug. Das Flugzeugkontrollsystem und der Betrieb an sich wurden so validiert. Dabei wurde der MC-21 in Start und Landung bei der zur Steuerbarkeit geringst möglichen Geschwindigkeit getestet. Auch wurde ein Triebwerksausfall imitiert.

Der MC-21-300 durchläuft somit weiter die Verfahren zur Musterzulasssung für Russland und Europa. Unterdessen kommt in den Irkutsker Flugzeugwerken des Konsortiums UAC die Produktion des ersten MC-21-300 Airliners für einen Kunden voran. Der Airliner ist eine russische Neuentwicklung und besteht sowohl in Flügeln als auch Rumpf aus Kohlefaser-verstärkten Kunststoffen, was ihn besonders leicht macht.