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Air Lease Corporation kauft 100 Airbus Flugzeuge

Für Airbus zeichnet sich ein neuer Großauftrag ab. Die Air Lease Corporation (ALC) hat ein Letter of Intent (LoI) für 100 Flugzeuge unterzeichnet. Darunter sind 27 Flugzeuge des Musters A321XLR.

Daneben geht es um 50 Maschinen der akquirierten Familie A220-300 sowie zusätzlich bis zu 23 weitere Airbus A321neo. 2010 in Los Angeles gegründet hat ALC damit bis heute schon 387 Flugzeuge bei Airbus bestellt und ist damit der drittgrößte Kunde unter den Flugzeugverleasern bei Airbus. Die A220 sind ursprünglich von Bombardier zur Marktreife entwickelte Flugzeuge auf dem modernsten Stand. Sie erhalten die Triebwerke von Pratt & Whitney der neuesten Generation, die mit einem untersetzten Turbofan ausgestatteten PW1500G. Sie sind derzeit die einzigen Flugzeuge der Größe von 100 bis 150 Sitzen. 536 Flugzeuge der Familie hat Airbus nach eigenen Angaben schon als Bestellung.

Air Lease Corporation kauft 100 Airbus Flugzeuge
Air Lease Corporation kauft 100 Airbus Flugzeuge

Airbus entwickelt A321XLR

Ein spannendes neues Flugzeug ist auch die A321XLR. Airbus führt sie als Weiterentwicklung der unlängst eingeführten A321LR (long range) ein. Deren Reichweite soll noch einmal um 15 Prozent gesteigert werden. Damit ist das größte Flugzeug mit Einzelgang in der Lage, 4.700 NM (ca. 8.704 km) weit zu fliegen. Airbus spricht hier von 30 Prozent Treibstoffeinsparung pro Sitzplatz gegenüber dem Wettbewerber der vorigen Generation. Ein Airbus A321XLR bewältigt damit mittlere Langstrecken ab 2023, nicht nur von Europa nach New York, sondern auch nach Indien oder von China bis nach Australien. Die Flugzeugkabinen sollen dazu einen für Langstrecken entsprechenden Komfort bieten.

Air Lease Corporation kauft 100 Airbus Flugzeuge
Air Lease Corporation kauft 100 Airbus Flugzeuge
Air Lease Corporation kauft 100 Airbus Flugzeuge
Air Lease Corporation kauft 100 Airbus Flugzeuge

DLR sucht Studenten zur Raketen- und Ballon-Forschung

Das deutsch-schwedische REXUS/BEXUS-Programm ermöglicht es den Studententeams, Raumfahrtprojekte aus den Bereichen Ingenieurs- oder Naturwissenschaften durchzuführen und dabei alle Phasen vom Entwurf über den Bau bis hin zum finalen Testen der Technik zu durchlaufen.

Ab dem 17. Juni 2019 können sich Studenten deutscher Hochschulen mit eigenen Ideen für Experimente auf Höhenforschungsraketen oder Stratosphärenballons beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bewerben. Höhepunkt des Programms ist der Start vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden.

„Die Experimente stammen beispielsweise aus aus den Gebieten der Atmosphärenforschung, Weltraumstrahlung oder Biologie, aber es sind jedes Jahr immer wieder neue und kreative Experimente aus den verschiedensten Bereichen dabei“, so Dr. Michael Becker, DLR Programmleiter des REXUS/BEXUS-Programms. „So haben wir schon ein Gleitflugzeug mit Messsensorik oder Kleinstorganismen bis an den Rand des Weltraums geschickt, oder Mikrometeoriten während des Ballonflugs in der Stratosphäre eingefangen.“

Die Höhenforschungsballons starten jeweils im Herbst und erreichen bei ihrem mehrstündigen Flug eine Höhe von bis zu 30 Kilometern. Im darauf folgenden Frühjahr fliegen die beiden REXUS-Raketen bis in eine Höhe von 80 Kilometern. Je nach Anforderung können die Experimente für wenige Minuten der Schwerelosigkeit ausgesetzt werden, bevor die Nutzlast mit den Experimenten mit Hilfe eines Fallschirmsystems auf dem Boden landet. Auch der Auswurf von Messinstrumenten oder Forschungsgeräten während des Fluges ist möglich.

DLR sucht Studenten zur Raketen- und Ballon-Forschung
DLR sucht Studenten zur Raketen- und Ballon-Forschung

Anmeldefrist bis zum 14. Oktober

Bis zum 14. Oktober 2019 können sich Studenten um die Teilnahme am REXUS/BEXUS-Programm bewerben. Die ausgewählten Teams erhalten eine Einladung zur Trainingswoche auf Esrange und werden dort die anderen europäischen Teams, sowie das technische und organisatorische Umfeld für Raketen- und Ballonflüge kennenlernen. Während der Projektphase werden alle Teams von REXUS/BEXUS-Ingenieuren betreut und unterstützt. „Viele Studenten Nutzen die Teilnahme am REXUS/BEXUS Programm für ihre Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit“, so Dr. Becker.

„Außerdem sind die Teilnahme und die damit erworbenen Erfahrungen oftmals ein Sprungbrett für den späteren Berufsweg.“ Informationen zur Bewerbung sowie die Formulare für Anmeldung und Experimentvorschlag sind auf der REXUS/BEXUS-Webseite des DLR Raumfahrtmanagements und auf der REXUS/BEXUS-Projektwebseite zu finden. Studenten der übrigen ESA-Mitgliedsstaaten erhalten die Information zur Bewerbung direkt bei der Europäischen Weltraumorganisation.

REXUS und BEXUS

Das deutsch-schwedische Programm REXUS/BEXUS (Raketen-/Ballon-Experimente für Universitäts-Studenten) ermöglicht Studenten, eigene praktische Erfahrungen bei der Vorbereitung und Durchführung von Raumfahrtprojekten zu gewinnen. Jeweils die Hälfte der Raketen- und Ballon-Nutzlasten stehen Studenten deutscher Universitäten und Hochschulen zur Verfügung. Die schwedische Raumfahrtagentur SNSA hat den schwedischen Anteil für Studenten der übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation ESA geöffnet.

Auf deutscher Seite erfolgt die Projektleitung mit der Betreuung der Experimente durch das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) in Bremen. Die Flugkampagnen führt EuroLaunch durch, ein Joint Venture der Mobilen Raketenbasis des DLR (MORABA), die für die Bereitstellung der Raketensysteme zuständig ist, und des Esrange Space Centers des schwedischen Raumfahrtunternehmens SSC, das über die Startinfrastruktur verfügt. Die Programmleitung liegt beim DLR Raumfahrtmanagement in Bonn.

DLR sucht Studenten zur Raketen- und Ballon-Forschung
DLR sucht Studenten zur Raketen- und Ballon-Forschung

Raketen- und Ballonprojekt auf den Fotos

Benchtest der REXUS-Rakete: Beim Benchtest werden alle Raketenmodule mit den eingebauten Experimenten miteinander verbunden und das Zusammenspiel untereinander und mit der Raketentechnik überprüft.

Arbeit am Experiment GAME: Mit seinem Experiment GAME (Glider for Atmospheric Measurements and Experiments) hat das Team der Ernst-Abbe-Hochschule Jena einen weltraumtauglichen Gleiter entworfen. Das Experiment wurde unter der Raketenspitze montiert und während des Fluges ausgeworfen.

Studententeams der BEXUS-26/27-Kampagne: Sieben Studententeams aus verschiedenen europäischen Ländern haben an der BEXUS-26/27-Kampagne teilgenommen. Im Hintergrund ist das Transportfahrzeug Hercules zu erkennen, mit dem die Ballongondeln zum Startplatz gebracht werden.

Start des Höhenforschungsballons BEXUS 26: Am 17. Oktober 2018, um 07:44 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit startete der Stratosphärenballon BEXUS 26 vom schwedischen Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna.

DLR sucht Studenten zur Raketen- und Ballon-Forschung
DLR sucht Studenten zur Raketen- und Ballon-Forschung

OHB SE zeigt Projekte auf der Paris Air Show

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Bis 23. Juni findet die weltgrößte Luftfahrtmesse, die Paris Air Show, statt. Zu der Messe, die auf dem Le Bourget Gelände in Paris stattfindet, werden rund 150.000 internationale Besucherinnen und Besucher erwartet. OHB ist mit einem eigenen 260 Quadratmeter großen Stand beteiligt.

Insgesamt nehmen rund 2.200 Aussteller an der Luftfahrtmesse teil. Der Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB SE präsentiert sich mit seinen internationalen Tochterunternehmen mit seinem Messestand unter dem Motto Exploration und Science. An dem Stand C318 in Halle 2 C präsentiert die OHB-Unternehmensgruppe ihre Expertise in der Raumfahrt.

Zu den Ausstellungsstücken gehören unter anderem ein Exponat zur PLATO-Mission, die sich mit der Suche nach Exoplaneten befasst und diverse Satellitenmodelle aus dem Portfolio der OHB-Gruppe. Die OHB-Tochter MT Aerospace präsentiert ein Ariane 6 Modell, eine Übersicht aller Ariane-Modelle sowie ein Antennen-Modell. OHB Italia steuert unter anderem ihren Hyperspektral-Satelliten PRISMA bei. Der OHB-Stand besteht aus Bereichen zu den unterschiedlichen Anwendungen des Raumfahrtkonzerns sowie mehreren Konferenzräumen, die sich für ein ruhiges Gespräch abseits des Messegeschehens eignen.

Auf die Suche nach begeisterten Raumfahrtpionieren begibt sich das HR-Team von OHB und wird raumfahrtbegeisterten Interessenten vielleicht auch die Frage stellen: „Willst du dabei gewesen sein, wenn wir mit Weitsicht globale Gefahren verhindert haben?“ Wir freuen uns auf Ihren Besuch im BDLI-Pavillon in Halle 2 C am Stand C 318.

DRF- Fluglehrer für Heli-Piloten bei Lufthansa Aviation Training

Ab 2020 bildet die DRF Luftrettung gemeinsam mit Lufthansa Aviation Training (LAT) Hubschrauberpiloten aus. Die Fluglehrer der DRF Luftrettung werden die Piloten auf dem von LAT erworbenen, ersten eigenen Kombi-Hubschrauber-Simulator ausbilden.

Der Full Flight Simulator (FFS) ist mit einem austauschbaren Cockpit ausgestattet. Somit ist es möglich, sowohl auf das Hubschrauber-Muster H135 als auch H145 zu schulen – die Besonderheiten beider Modelle können abgebildet werden.

DRF Luftrettung als ATO, Technik bei LAT

Die Entscheidung, für die Trainings Fluglehrer der DRF Luftrettung einzusetzen, liegt unter anderem an der langjährigen Expertise der gemeinnützigen Organisation. Als erste Luftrettungsorganisation in Deutschland erhielt die DRF Luftrettung 2004 eine Zulassung für eine eigene Approved Training Organisation (ATO). Seither schulen ihre Fluglehrer interne wie externe Hubschrauberpiloten, um Musterberechtigungen für verschiedene Hubschraubermuster zu erwerben. Das qualifizierte Personal der DRF Luftrettung bestreitet rund 40.000 Einsätze pro Jahr.

Der für die Pilotentrainings genutzte Hubschraubersimulator soll zusätzlich zum Wechselcockpit mit einer sogenannten Third Crew Member Station ausgestattet werden: Dieses System kann per Virtual-Reality-Technologie das Abseilen der Besatzung aus dem Hubschrauber simulieren. Der Simulator kann außerdem grundlegende Flugsituationen bei Nacht in realistischer Atmosphäre darstellen. Die Piloten nutzen optional ihr eigenes Nachtsichtgerät und simulieren eine Mission damit während der Schulung überaus wirklichkeitsnah.

Denn auch im Bereich der Schulungen zum Einsatz von Nachtsichtbrillen oder für den Instrumentenflug hat die DRF Luftrettung langjährige Erfahrung. Europaweit verfügt die gemeinnützige Organisation über die größte Erfahrung bei nächtlichen Rettungseinsätzen, mit den meisten Flugstunden bei Dunkelheit. 2018 verzeichnete die DRF Luftrettung in diesem Bereich einen Zuwachs von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sie betreibt derzeit zehn Stationen im 24-Stunden-Betrieb. Der neue FFS-Hubschrauber H145 / H135 von Airbus Helicopters wird im kommenden Jahr am Trainingsstandort von LAT in Frankfurt in Betrieb genommen.

Airbus und Dassault: Angebot für FCAS Demonstrator

Dassault Aviation und Airbus SE haben den Regierungen Frankreichs und Deutschlands ein gemeinsames industrielles Angebot für die erste Demonstrator-Phase des Future Combat Air System (FCAS) vorgelegt.

Mit der von 2019 bis Mitte 2021 laufenden Demonstrator-Phase fällt der Startschuss für die Entwicklung von Demonstratoren und Technologien für den New Generation Fighter (NGF), die Remote Carrier (RC) und die Air Combat Cloud (ACC).

Wer macht was beim FCAS?

Dieser nächste wichtige Meilenstein im FCAS-Programm wurde mit der Präsentation von Modellen für den New Generation Fighter und die Remote Carrier am Eröffnungstag der Paris Air Show 2019 untermauert. Die Präsentationen durch Eric Trappier, Chairman und Chief Executive Officer (CEO) von Dassault Aviation, und Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space, fanden in Anwesenheit des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, der die Paris Air Show am Flughafen Le Bourget eröffnete, statt. Ebenso anwesend waren die französische Verteidigungsministerin Florence Parly und ihre deutschen und spanischen Amtskolleginnen Ursula von der Leyen und Margarita Robles.

Bis 2026 sollen die Demonstratoren einsatzfähig sein. In verschiedenen Kooperationsvereinbarungen, unter anderem mit MBDA Systems und Thales, sind genaue Planungsvorgaben und Arbeitsabläufe für diese Phase sowie geschäftliche Übereinkommen festgelegt. Ein weiterer Vertragsinhalt ist die transparente und faire Handhabung geistiger Eigentumsrechte. Parallel dazu wird unter Federführung von Safran und MTU ein neues Triebwerk (New Engine) entwickelt.

Vertrauen zwischen Airbus und Dassault

„Die gemeinsame Konzeptstudie, mit der Dassault Aviation und Airbus im Januar 2019 beauftragt wurden, war der Ausgangspunkt für eine fruchtbare Zusammenarbeit unserer beiden Unternehmen. Mit der ersten Demonstrator-Phase wird eine weitere, entscheidende Etappe auf dem Weg zu einem Waffensystem der nächsten Generation beginnen. Dassault und Airbus werden, mit Dassault Aviation als Hauptauftragnehmer, den New Generation Fighter bauen, der einen Eckpfeiler des Future Combat Air Systems darstellt. Airbus wird als Hauptauftragnehmer für die Remote Carrier und die Air Combat Cloud verantwortlich zeichnen“, sagte Eric Trappier, Chairman und Chief Executive Officer von Dassault Aviation. „Die Fortschritte, die wir in den vergangenen Monaten mit dem FCAS-Programm erzielt haben, sind bemerkenswert. Es wird das wichtigste europäische Kampfflugzeugsystem über Jahrzehnte prägen und sich als konsequenter Schritt zur Sicherung der Souveränität Europas erweisen.“

Dirk Hoke, Chief Executive Officer von Airbus Defence and Space, sagte: „Ich bin sehr angetan von dem Level an Vertrauen und Partnerschaft, das wir in der Zusammenarbeit mit Dassault erreicht haben, angefangen von der Realisierung der gemeinsamen Konzeptstudie und jetzt bei der Erarbeitung des industriellen Angebots an die Regierungen Frankreichs und Deutschlands. Unsere industrielle Kooperation basiert auf gemeinsamer Entscheidungs­findung, klaren Governance-Strukturen, transparenten Abläufen und der gemeinsamen Vorbereitung und Verhandlung dieser ersten Phase unserer Demonstrator-Aktivitäten.“ Mit dem vorgelegten Angebot gehen die Unternehmen in die Verhandlungsphase. Dassault Aviation und Airbus rechnen bis zum vierten Quartal 2019 mit der Auftragsvergabe für die erste Demonstrator-Phase.

Spanien am FCAS beteiligt

Am selben Tag haben die französische und die deutsche Regierung auf der Paris Air Show 2019 Spanien auch offiziell als dritte Partnernation in das Future Combat Air System (FCAS) der sechsten Generation aufgenommen. Durch die Vereinbarung, die die französische Verteidigungsministerin Florence Parly, die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles heute im Beisein des französischen Präsidenten Emmanuel Macron verkündet haben, bilden nun drei Airbus-Heimatländer den Kern des wichtigsten europäischen Luftkampfsystems.

Alberto Gutiérrez, Head of Military Aircraft bei Airbus Defence and Space, sagte: „FCAS auf bilateraler Basis zwischen Frankreich und Deutschland zu beginnen, war eine wichtige Initialzündung, um das Programm auf den richtigen Kurs zu bringen. Die nun beschlossene Integration Spaniens ist der nächste Schritt hin zu einer Europäisierung des FCAS-Programms. Spanien ist nicht nur eine der Gründungsnationen von Airbus, sondern nimmt im Unternehmen auch eine Schlüsselrolle für den Bau von Militärflugzeugen ein. Das Land leistet einen zentralen Beitrag zu Europas Verteidigungsfähigkeit und ist überdies ein erfahrener, vertrauensvoller Partner bei gemeinsamen Verteidigungsprogrammen. Wir freuen uns also nicht nur, dass Spanien am FCAS teilnimmt, sondern sind auch davon überzeugt, dass dieser Beitritt eine natürliche Weiterentwicklung des Programms darstellt.“

Erster Airbus A350 XWB für Japan Airlines

JAL hat insgesamt 31 A350 XWB (18 A350-900 und 13 A350-1000) bestellt. Die Airline wird die A350-900 zunächst auf Inlandsstrecken mit hoher Flugfrequenz einsetzen.

Japan Airlines (JAL) hat ihre erste A350 XWB am Airbus-Hauptsitz in Toulouse, Frankreich, übernommen. Die A350-900 ist das erste von Airbus für JAL gebaute Flugzeug. Yoshiharu Ueki, Representative Director und Chairman von JAL, und Christian Scherer, Chief Commercial Officer von Airbus, nahmen an der Feier dieses Meilensteins teil. Die A350-900 für JAL verfügt über eine Premium-Dreiklassenkabine mit 12 Sitzen in der First Class, 94 Sitzen in der Class J und 263 Comfort-Economy-Sitzen.

Synthetisches Kerosin beim Heimflug

Bei der Überführung ihrer ersten A350-900 wird die Airline das Flugzeug mit einem Gemisch aus konventionellen und synthetischen Kraftstoffen betanken und somit zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen. Die größere A350-1000 XWB wird Ziele im internationalen Langstreckennetz der Airline bedienen. Das erste Flugzeug wird Anfang September den Liniendienst auf der Strecke Haneda – Fukuoka aufnehmen.

Die A350 XWB ermöglicht betriebliche Flexibilität und Effizienz für alle Marktsegmente bis hin zu Ultralangstrecken (15.000 km). Sie zeichnet sich durch modernste aerodynamische Konstruktion mit Einsatz von Kohlefaserverbundwerkstoffen für Rumpf und Flügel sowie neue treibstoffeffiziente Triebwerke von Rolls-Royce aus. Diese fortschrittlichen Technologien führen zu einer überragenden Betriebseffizienz mit einer Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und der Emissionen um 25 Prozent. Die „Airspace by Airbus“-Kabine der A350 XWB, der leiseste Passagierraum unter allen Großraumjets, bietet den Fluggästen und der Besatzung modernste Produkte für komfortabelstes Fliegen. Airbus vermeldet für die A350 XWB-Familie bis Ende Mai 893 Festbestellungen von 51 Kunden.

Fraport-Konzern verzeichnet Passagierplus

Der Flughafen Frankfurt zählte im Mai 6,2 Millionen Passagiere, ein Anstieg von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Prozent zu.

Mit 46.181 Starts und Landungen stieg die Zahl der Flugbewegungen im Mai um 1,0 Prozent. Die Summe der Höchststartgewichte legte um 0,8 Prozent auf rund 2,8 Millionen Tonnen zu. Das Cargo-Volumen stieg leicht an um 0,6 Prozent auf 185.701 Tonnen. Auch an den meisten internationalenBeteiligungsflughäfen legte das Passagieraufkommen weiter zu. Der Airport Ljubljana in Slowenien zählte 170.307 Fluggäste, ein Plus von 1,8 Prozent. Das Passagieraufkommen an den beiden brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre stieg ebenfalls leicht mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent auf über 1,1 Millionen Passagiere. Der peruanische Flughafen Lima steigerte sein Fluggastaufkommen um 8,0 Prozent auf 2,0 Millionen Passagiere.

Die griechischen Regionalflughäfen zählten insgesamt rund 3,1 Millionen Passagiere, ein Rückgang von 1,9 Prozent. Der leichte Rückgang ist im Wesentlichen auf Insolvenzen einzelner Fluggesellschaften zurückzuführen, deren Passagieraufkommen temporär nicht vollständig aufgefangen werden konnte. Die aufkommensstärksten Standorte waren Thessaloniki (minus 0,4 Prozent auf 606.828 Fluggäste), Rhodos (minus 5,1 Prozent auf 599.993 Fluggäste) und Kerkyra auf Korfu (minus 2,0 Prozent auf 347.953 Fluggäste).

Die bulgarischen Airports in Varna und Burgas durchlaufen nach einem sehr starken Wachstum in den vergangenen drei Jahren aktuell eine Angebotskonsolidierung mit einem Rückgang von 18,3 Prozent auf 270.877 Fluggäste. Der Flughafen Antalya in der Türkei zählte circa 3,6 Millionen Passagiere, ein Plus von 3,3 Prozent. Das Aufkommen am russischen Flughafen Pulkovo in St. Petersburg wuchs um 8,4 Prozent auf rund 1,7 Millionen Passagiere. Xi’an in China zählte knapp 4,0 Millionen Fluggäste, ein Zuwachs von 5,1 Prozent.

A320 von Laudamotion: Erstflug nach Friedrichshafen

Mit vier wöchentlichen Direktverbindungen auf die schönste Baleareninsel positioniert sich die neue Airline nun auch in der Bodenseeregion.

Um 16:55 Uhr landete der erste Laudamotion Airbus A320 in Friedrichshafen und wurde feierlich mit Wasserfontäne der Flughafenfeuerwehr begrüßt. Um den Erstflug gebührend zu feiern bietet Lauda beim aktuellen SUPER Summer Sale Flüge ab 9,99 Euro one way nach Palma de Mallorca an.

Flug ausgebucht

Andreas Gruber, CEO Lauda: „Laudamotion setzt auf Wachstum und aus diesem Grund freut es uns umso mehr, nun auch ab dem Bodensee-Airport Friedrichshafen Flüge nach Palma de Mallorca anbieten zu können – und dies mit einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis. Mallorca ist nicht umsonst meine persönlicheLieblingsinsel.“ Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Bodensee-Airport Friedrichshafen: „Dass Lauda mit einem ausgebuchten Erstflug in die Saison startet, unterstreicht die Attraktivität des Angebotes auf die beliebteste Urlaubsdestination am Mittelmeer.“

A320 von Laudamotion: Erstflug nach Friedrichshafen
A320 von Laudamotion: Erstflug nach Friedrichshafen

Auch 2019 ist Palma de Mallorca das Trend-Reiseziel des Sommers und erfreut sich nach wie vor wachsender Beliebtheit bei Urlaubern. Die langen Sandstrände und das türkisblaue Meer laden zum Sonnenbaden ein, aber auch kulturell kann die mallorquinische Hauptstadt mit tollen Sehenswürdigkeiten wie der Kathedrale La Seu und der reizenden Altstadt punkten. Malerische Kulissen entlang der Küstenstraße, Obstplantagen und hügelige Landschaften zeigen die vielen Facetten der Insel. Diese Vielfalt in Kombination mit der kurzen Flugzeit von nur zwei Stunden macht die malerische Baleareninsel zum beliebtesten Reiseziel des Sommers.

Drohnen in der EU: Kein Spielzeug ab 250 g

Anfang Juli tritt eine EU-Verordnung in Kraft, mit der das Fliegen mit Drohnen in der EU einheitlich geregelt wird. Wie Luftfahrtmagazin.de berichtete wird nach einer einjährigen Übergangsfrist das neue Regulativ ab Juli nächsten Jahres für Österreich zur Anwendung kommen.

Bis dahin gelten noch die derzeitigen österreichischen Drohnen-Regeln. Das neue europäische Drohnen-Regulativ hat sich in vielen Punkten das derzeit in Österreich geltende Regelwerk zum Vorbild genommen. Es wird weiterhin eine Spielzeug-Kategorie geben: Wenn also die Drohne nicht schwerer als 250 Gramm ist, muss die Drohne weder registriert werden, noch ist eine behördliche Bewilligung erforderlich, man darf aber natürlich auch niemanden mit der Drohne gefährden.

Registrierung ab 250 Gramm Drohnengewicht

Drohnen zwischen 250 g und 25 kg müssen zukünftig registriert werden. Eine behördliche Bewilligung ist nicht mehr erforderlich, sofern das Gerät in Sichtverbindung betrieben wird, eine Flughöhe von 120 Metern nicht überschritten wird und ein sicherer (je nach Gewicht des Gerätes entsprechend großer) Sicherheitsabstand zu Menschen eingehalten wird („open“ Kategorie). Erforderlich ist auch die Absolvierung eines Online-Trainings inklusive Test zum Nachweis der erforderlichen Kenntnisse.

Behördliche Bewilligungen braucht man künftig dann nur mehr für das Fliegen mit Drohnen in der „Specific“ oder der „Certified“ Kategorie, also für Geräte die schwerer als 25 kg sind, die außerhalb einer Sichtverbindung betrieben werden oder die für spezielle Einsätze vorgesehen sind. Es wird für die Staaten auch die Möglichkeit geben, Zonen festzulegen, wo auf keinen Fall geflogen werden darf, zum Beispiel in der Nähe von Flughäfen.

Nach Ende der Übergangsfrist soll das neue Drohnenregulativ in ganz Europa und damit auch in Österreich in einem Jahr zur Anwendung kommen. Das bisherige österreichische Regulativ hat sich in den vergangenen Jahren jedenfalls sehr bewährt und der risikobasierte Ansatz daraus ist jetzt für ganz Europa übernommen worden: Je schwerer die Drohne und je mehr Menschen sich darunter befinden, umso strenger die Bestimmungen.

Airbus A400M-Programm mit OCCAR unterzeichnet

Airbus hat über die Tochtergesellschaft Airbus Military S.L. mit der internationalen Beschaffungsagentur OCCAR die Vertragsanpassung für das A400M-Programm unterzeichnet.

Der neue Militärtransporter hatte sich immer wieder verzögert, und die Verteidigungskräfte der Kundennationen erhielten das Flugzeug nicht mit den geforderten Fähigkeiten. Diese wurden erst nach und nach zertifiziert. Diese Beanstandungen führten zu Neuverhandlungen über die A400M-Bestellungen mit dem Hersteller Airbus.

Die in Bonn ansässige OCCAR managt das multinationale Programm im Auftrag der Erstkundennationen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Türkei, Belgien und Luxemburg. Die Unterschrift markiert den Abschluss der im März 2017 aufgenommenen Verhandlungen zwischen beiden Parteien über das „Global Rebaselining“ des A400M-Programms.

Zeitplan und Kompensation beim A400M

„Das übergeordnete Ziel des ‚Global Rebaselining‘ – sowohl für Airbus als auch für OCCAR und die Erstkundennationen – lautete, das Programm wieder auf eine nachhaltige Vertragsbasis zu stellen und eine solide Programmausführung zu gewährleisten“, sagte Dirk Hoke, Chief Executive Officer von Airbus Defence and Space. „Ich bedanke mich bei unseren Kunden für ihr Engagement und ihre Unterstützung während der zweijährigen Verhandlungsphase. Von der neuen Situation werden auch unsere A400M-Exportvorhaben profitieren.“ Mit dem „Global Rebaselining“ haben sich Airbus, OCCAR und die Erstkundennationen auf Folgendes geeinigt:

1. Fahrplan für den Fähigkeitsaufwuchs: Der neue Fahrplan liefert Airbus einen angepassten Zeitrahmen für die Bereitstellung aller vereinbarten Fähigkeiten. Gleichzeitig bietet er den Erstkundennationen dank der hohen Transparenz die Möglichkeit, Einsätze besser zu planen. Erste Elemente dieses Fahrplans wurden bereits umgesetzt. Die bereits zur Verfügung stehenden taktischen Fähigkeiten eröffnen den Erstkundennationen die Möglichkeit, unterschiedlichste Missionen weltweit durchzuführen.

2. Neuer Lieferplan für die Produktion: Die Beteiligten sind übereingekommen, den Zeitplan für die A400M-Produktion zu strecken, wobei der bis 2030 laufende vertragliche Zeitrahmen für das Programm bestehen bleibt. Der neue Produktionsplan trägt den Erwartungen der Erstkundennationen Rechnung und reduziert gleichzeitig das finanzielle Risiko deutlich. Darüber hinaus kann mit der neuen Planung die A400M-Produktionsrate angepasst werden, um in den kommenden Jahren auch Exportkunden bedienen zu können.

3. Neuer Lieferplan für die Nachrüstung: Im Rahmen der neuen Nachrüstungsvereinbarung mit den Erstkundennationen werden die im abschließenden Vertrag vereinbarten Standards und Fähigkeiten in allen ausgelieferten A400M-Maschinen nachgerüstet. Für den Kunden bedeutet die neue Vereinbarung kürzere Liegezeiten für die Nachrüstung, während Airbus den Nachrüstungsprozess industriell optimieren kann.

4. Neue finanzielle Bedingungen: Airbus, OCCAR und die Erstkundennationen haben sich auf einen geänderten Mechanismus für finanzielle Einbehalte geeinigt, der einerseits die bereits in Dienst gestellten A400M-Fähigkeiten berücksichtigt und andererseits weiterhin Anreize für die Erreichung des finalen Entwicklungsstandards setzt.

Zudem wurde beschlossen, die aufgrund verspäteter Auslieferungen angefallenen finanziellen Verpflichtungen mit Produkten und Dienstleistungen in erheblichem Umfang zu kompensieren. Dadurch haben Kunden und Industrie die Möglichkeit, die A400M-Plattform gemeinsam weiterzuentwickeln.

„Die Verhandlungen mit unseren Kunden über das ‚Global Rebaselining‘ des A400M-Programms haben bereits 2018 erste Früchte getragen. Auf Basis der unterzeichneten Vertragsanpassung verpflichtet sich Airbus, diesen erfolgversprechenden Weg weiterzugehen und den heutigen sowie künftigen A400M-Kunden das leistungsstärkste und technisch modernste militärische Transportflugzeug der Welt zu liefern“, so Hoke.

Airbus testet klappbare Flügelspitzen im Flug am A321

Airbus hat ein Flugzeugmodell entwickelt, mit dem sich Klappen an den Flügelspitzen, den Wingtips, testen lassen. Damit werden ganz neue Aerodynamiken umsetzbar.

Damit testen die Ingenieure bei Airbus als erstes solche Klappen an Flügelspitzen im Flug. Das Design hat das Potenzial, die Konstruktion der Flügel zu revolutionieren, so Airbus. Der Flugzeugbauer hat sich dabei das ‘semi-aeroelastische Gelenk’ von der Natur abgeguckt, um den Luftwiderstand und das Gewicht des Flügels zu reduzieren. Derweil werden die Auswirkungen von Turbulenzen und Windböen gemindert.

Das ferngesteuerte Modellflugzeug bei Airbus heißt AlbatrossOne und hat das Konzept im Flug erprobt. Die Entwickler wollen nun mit dem Demonstrator eine Reihe von Tests durchführen, bevor der Demonstrator, der auf dem Airliner A321 basiert, noch weiter vergrößert wird. Zunächst ging es um die Flugstabilität mit gesperrten und entsperrten Flügelspitzen. Als Nächstes folgen Kombinationen dieser beiden Modi, sowie die Erfassung ihrer Übergänge.

Airbus A321 Demonstrator: Klappbare Flügelspitzen im Test
Airbus A321 Demonstrator: Klappbare Flügelspitzen im Test

Vorbild Flugmeister Albatross

Ganz neu ist das Prinzip im Flugzeugbau nicht. Düsenjäger etwa können die Flügelspitzen umklappen, um auf Flugzeugträgern dichter stehen zu können. In der Natur ist der Küstenvogel Albatross das Vorbild. Dieser kann für den Gleitflug auf langen Strecken seine Flügel an der Schulter arretieren und bei Böen oder zum Manövrieren die Flügel wieder entsperren.

Das Flugmodell AlbatrossOne soll diese Vorteile von frei schwenkbaren Flügelspitzen für den Flug entschlüsseln helfen – und das bis zu einem Drittel der Flügellänge. Ein autonomes Anpassen an Turbulenzen an dieser Stelle könnte die Lasten an der Flügelbasis verringern. Und damit könnte auch der Flügelkasten insgesamt leichter ausfallen.

Diese ersten Flugtests von AlbatrossOne wurden im Februar einem 20-monatigen Programm abgeschlossen. AlbatrossOne wurde von Ingenieuren bei Airbus in Filton entwickelt. Bei Airbus sprachen sie deshalb vom ersten Filton-Flugzeug seit der Concorde. Das Modellflugzeug besteht aus Kohlefaser und Glasfaser-verstärktem Kunststoff mit Teilen aus dem 3D-Drucker.

Seeaufklärer Diamond DA62 MSA auf der Paris Air Show

Diamond Aircraft Industries zeigt das Spezialflugzeug DA62 MSA (Maritime Surveillance Aircraft) erstmals auf der Paris Air Show 2019. Das Flugzeug positioniert sich als preiswerter Aufklärer mit modernster Sensortechnik.

Diamond stattet das Muster DA62 dazu mit einem Gabbiano Ultra-Light TS Radar von Leonardo und zusätzlich einem weiteren Elektro-Optischen System (EO/IR) aus. Das zweimotorige Flugzeug DA62 wird als Seeaufklärer angepasst. Als MSA erhält das Kleinflugzeug ein komplettes Aufklärungs- und Überwachungspaket mit Nachrichtentechnik (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance, ISR). Das Paket basiert dabei auf dem System ATOS des Herstellers Leonardo. ATOS steht für Airborne Tactical Observation and Surveillance. Märkte für einen solchen Kurz- und Mittelstreckenaufklärer zu Land und über See sollen Süddamerika, Afrika und die Region Asien-Pazifik sein.

Seeaufklärer Diamond DA62 MSA
Seeaufklärer Diamond DA62 MSA

DA62 MSA mit Synthetic Aperture Radar

Das Gabbiano Ultra-Light TS Radar beherrscht dabei mehrere Modi, sodass die DA62 MSA sowohl hochseetaugliche weitläufige Gebiete erfassen kann, als auch mit einer synthetischen Apertur (SAR) hochaufgelöste Kartierungen des Untergrundes aufnehmen kann. Wettererfassung und Objektverfolgung am Boden (Ground Moving Target Indication, GMTI) sind ebenfalls möglich. Das hochauflösende elektro-optische Systemist vom Piloten ebenso über das ATOS-Display ansprechbar.

Seeaufklärer Diamond DA62 MSA
Seeaufklärer Diamond DA62 MSA

SUN-to-LIQUID-Reaktortechnologie: Kerosin aus CO2 und Solarthermie

Die Umstellung von fossilen auf erneuerbaren Kraftstoff ist eine der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft. Jetzt gelang Forschern erstmals die Herstellung von solarem Kerosin.

Das Projekt SUN-to-LIQUID hat als Ziel die Produktion von erneuerbarem Kerosin aus Wasser und CO2 durch konzentriertes Sonnenlicht. „Die SUN-to-LIQUID-Reaktortechnologie und die integrierte chemische Anlage wurden unter den typischen Bedingungen für eine industrielle Kraftstoffproduktion validiert“, sagte Prof. Aldo Steinfeld von der ETH Zürich, der die Entwicklung des solarthermochemischen Reaktors leitet.

Kerosin bleibt unersetzlich

„Die Demonstration dieser Technologie könnte große Auswirkung auf den Transportsektor haben, speziell für die Luftfahrt und die Schifffahrt, die auf langen Strecken weiterhin auf flüssige Kraftstoffe angewiesen bleiben“, ergänzte Projektkoordinator Dr. Andreas Sizmann von Bauhaus Luftfahrt. SUN-to-LIQUID ist ein Vier-Jahres-Projekt, das im Januar 2016 gestartet wurde. „Wir sind dem Ziel, von einem Energie-Einkommen nachhaltig zu leben, anstatt unser fossiles Energie-Erbe zu verbrennen, einen Schritt nähergekommen. Das ist ein notwendiger Schritt, um unsere Umwelt zu schützen.“ so Sizmann.

Im Vorgänger-Projekt SOLAR-JET entwickelten die Forscher die Technologie und produzierten erstmals solares Kerosin unter Laborbedingungen. SUN-to-LIQUID brachte diese Technologie auf die nächste Entwicklungsstufe und testete sie unter realen Bedingungen an einem Solarturm. Dafür wurde auf dem Gelände des IMDEA Energy Instituts in Móstoles, Spanien, eigens für das Projekt eine einzigartige Solaranlage errichtet.

„Ein der Sonne folgendes Heliostatenfeld konzentriert das Sonnenlicht um den Faktor 2.500, das entspricht der dreifachen Konzentration im Vergleich zu Solaranlagen, die derzeit zur Energiegewinnung eingesetzt werden“, erklärt Dr. Manuel Romero von IMDEA Energy. Die sehr hohe solare Strahlungsintensität, die durch Flussdichte-Messungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bestätigt wurde, ermöglicht es, in einem solaren Reaktor Temperaturen von über 1.500 Grad Celsius zu erreichen.

Redox-Reaktion macht aus CO2 Kerosin

Der vom Projektpartner ETH Zürich entwickelte Reaktor produziert aus Wasser und CO2 durch eine thermochemische Redoxreaktion ein sogenanntes Synthesegas – eine Mischung aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Eine spezielle Fischer-Tropsch-Anlage, die vom Projektpartner HyGear entwickelt wurde, wandelt dieses Synthesegas vor Ort in Kerosin um.

Das DLR verfügt über langjährige Erfahrungen in der Entwicklung solar-thermochemischer Prozesse und ihrer Komponenten. Im Projekt SUN-to-LIQUID war das DLR verantwortlich für die Vermessung des Solarfelds und der konzentrierten Solarstrahlung, für die Entwicklung von Konzepten zur optimierten Wärmerückgewinnung und – wie bereits im Vorgängerprojekt Solar-Jet – für die Simulation von Reaktor und Gesamtanlage am Computer.

Wissenschaftler der DLR-Institute für Solarforschung und für Verbrennungstechnik nutzten virtuelle Modelle um die solare Herstellung von Kerosin aus dem Labor auf den Megawatt-Maßstab hoch zu skalieren und um Design und Betrieb der Anlage zu optimieren. Für Sun-to-Liquid entwickelten Solarforscher des DLR ein Flussdichte-Messsystem, das es ermöglicht, die Intensität der hochkonzentrierten Sonnenstrahlung direkt vor dem Reaktor bei minimaler Unterbrechung des Betriebs zu vermessen. Diese Daten sind erforderlich, um die Anlage sicher zu betreiben und den Wirkungsgrad des Reaktors bestimmen zu können.

Versorgung mit Kraftstoffen ohne Ende

Im Vergleich zu fossilem Kraftstoff reduziert SUN-to-LIQUID die CO2-Emissionen um mehr als 90 Prozent. Da sich die solare Kraftstoffproduktion am besten für Wüstenstandorte eignet, besteht keine Konkurrenz um landwirtschaftliche Nutzfläche. Den Rohstoff CO2 soll die Anlage langfristig aus der Atmosphäre gewinnen. Damit würde das System der Erdatmosphäre das Treibhausgas entziehen und der Klimaerwärumung entgegenwirken. Die zukünftige globale Kerosinnachfrage kann somit durch regenerative solare Kraftstoffe gedeckt werden, die mit der bestehenden Kraftstoffinfrastruktur kompatibel sind.

SUN-to-LIQUID vereint führende europäische Forschungsinstitutionen und Firmen im Bereich thermochemische Solarforschung: ETH Zürich, IMDEA Energy, DLR, Abengoa Energía und HyGear Technology & Services B.V. Der Koordinator Bauhaus Luftfahrt e.V. ist verantwortlich für die Technologie- und Systemanalyse. ARTTIC unterstützt das Forschungskonsortium mit Projektmanagement und Kommunikation.

Solaranlage SUN-to-LIQUID zur Herstellung von Kerosin auf dem Foto: In der Solaranlage in Mósteles bei Madrid gelang es Wissenschaftlern erstmalig unter realen Bedingungen, Kerosin aus den Ausgangsprodukten Wasser, CO2, und gebündeltem Sonnenlicht herzustellen. Im Bild zu sehen sind Spiegelfeld und Solarturm mit dem solar-thermochemischem Reaktor, in dem Synthesegas entsteht – eine Mischung aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Eine angeschlossene Fischer-Tropsch-Anlage wandelt das Synthesegas in einem zweiten Schritt in flüssiges Kerosin um.

Airbus A310 MRTT mit High Throughput-Netzwerk

Der Test mit dem A310 MRTT erfolgte im Rahmen der Entwicklung des Airbus-Programms „Network for the Sky“ (NFTS). Im August vergangenen Jahres wurde in Kanada bereits die sichere Mobilkommunikation unter Einsatz eines Stratosphärenballons zur Simulation eines Pseudosatelliten für große Flughöhen (High Altitude Pseudo Satellite – HAPS) demonstriert.

Ein Beispiel hierfür war das unbemannte Fluggerät Zephyr (Unmanned Aerial Vehicle – UAV). Jetzt hat Airbus eine Flugdemonstration eines verbundenen luftgestützten Gefechtsszenarios auf einem MRTT-Flugzeug erfolgreich absolviert. Das NFTS kombiniert verschiedene Technologien – Satelliten- und Bodenkommunikation, taktische Luft-Boden-, Boden-Luft- und Luft-Luft-Verbindungen, 5G-Mobilfunkstandard sowie Laserverbindungen – in einem widerstandsfähigen, einheitlichen und äußerst interoperablen Mesh-Netz.

Meilenstein militärischer Kommunikation

Flugzeuge, UAVs und Hubschrauber nutzen derzeit Netze mit eingeschränkter Bandbreite und Interoperabilität sowie häufig geringer Widerstandsfähigkeit. Mit NFTS werden sie zum zentralen Bestandteil militärischer Hochgeschwindigkeitsnetze. „Diese einzigartige Demonstration ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung unserer Vision der sicheren Konnektivität, die die zukünftige Luft-Combat-Cloud ermöglicht und die Durchführung militärischer Missionen in Echtzeit verbessert,“ sagte Evert Dudok, Head of Communications, Intelligence & Security von Airbus Defence and Space.

Das Demonstrationsszenario simuliert den Aufbau von Multi-Mbit/s-, Breitband-Kommunikationsverbindungen zwischen Bodenstreitkräften, einem Kampfjet, einer MRTT und einem CAOC (Combined Air Operations Centre) am Boden. Sowohl die Bodenstreitkräfte als auch der Kampfjet mussten Videosignale in Echtzeit senden, um ein verbessertes Echtzeit-Lagebild bereitzustellen, und erhielten ihrerseits Anweisungen von dem CAOC.

Die Bodenstreitkräfte am Standort in Getafe (Spanien) waren mit einem Standard-Handfunkgerät für NATO-Kräfte (ROVER) ausgestattet. Der Kampfjet wurde eingesetzt, um das Zielgebiet zu beobachten und als Kommunikationsknoten zwischen den Bodenstreitkräften und einer A310 MRTT zu fungieren, die sich auf einer Höhe von 30.000 Fuß innerhalb eines Radius von 150 Kilometern im sicheren Luftraum befand. Der Datenaustausch erfolgte also zwischen dem Kampfjet und der MRTT über eine High-Speed-Datenverbindung, die zwischen zwei luftgestützten Tracking-Terminals errichtet wurde. Die MRTT leitete die Videosignale zusammen mit ihren eigenen Kommunikationsdaten über eine Breitband-Satellitenverbindung an einen Weltraumteleport von Airbus nahe Washington, D.C. Der Datenfluss wurde dann über einen terrestrischen Link zurück nach Europa zum CAOC geleitet.

Airbus A310 MRTT mit High Throughput-Netzwerk
Airbus A310 MRTT mit High Throughput-Netzwerk

Dynamische Netzwerk-Abwicklung

Dieses komplexe Szenario demonstriert den Echtzeitbetrieb einer sicheren Ende-zu-Ende-Kommunikation über verschiedene Netzwerke und Technologien: eine taktische Boden-Luft-Verbindung und eine Luft-Luft-Breitbandverbindung zwischen zwei Flugzeugen, Luft-Satellitenrelais- und terrestrischem Netzwerk. Diese Konfigurationsart, auch Hybridnetz genannt, stellt die militärische Kommunikation der Zukunft dar und erfüllt die Anforderung von Streitkräften, ein breites Spektrum von Netzen verwenden zu können, die sich dynamisch und transparent managen lassen. Die von Airbus entwickelten Lösungen ermöglichen so, eine sichere IP-Kommunikation (Internet Protocol) aufzubauen, Verbindungen in Echtzeit zu rekonfigurieren und den Datenverbindungen auf Basis operativer Prioritäten die verfügbare Bandbreite zuzuordnen.

Im Rahmen der Demonstration wurde das Flugzeug zudem mit Janus, der neuen Triband-Antenne von Airbus (Ku-Ka-MilKa), ausgestattet, die sich komplett in den Rumpf integrieren lässt, sowie mit der neuesten Version des Proteus-Satellitenmodems, das äußerst resistent gegen Interferenzen und Störsignale ist, und mit ALIM, dem Aircraft Links Integration Management System von Airbus.

Diese Demonstration wurde vorbereitend für die Entwicklung der Kernfähigkeit der SMART MRTT-Konnektivität, die es dem MRTT ermöglichen wird, als High-End-Kommunikationsknoten zu fungieren, durchgeführt. Network for the Sky (NFTS) bildet die Grundlage für ein verbundenes luftgestütztes Gefechtsfeld und soll bis 2020 voll einsatzfähig sein. Das NFTS-Programm ist Teil des Airbus-Projekts „Future Air Power“ und steht in vollem Einklang mit der Entwicklung von Europas zukünftigem Luftkampfsystem FCAS (Future Combat Air System).

Radarsatelliten erfassen Massenverluste an Gletschern

Massenverluste von Gletschern tragen global gesehen auch zum Anstieg des Meeresspiegels bei. Wie ein neues Analyseverfahren unter Verwendung von TanDEM-X-Daten zeigt, gilt das vor allem für Patagonien.

Um die Entwicklung eines Gletschers genau verstehen und vorhersagen zu können, muss man seine Masse genau kennen. Wie wichtig diese Daten sind, zeigt sich besonders in Südamerika: Auf lokaler Ebene, in den tropischen Regionen zwischen Bolivien und Venezuela, sichert das Schmelzwasser der Gletscher die Trinkwasserversorgung während der Trockenzeit. Die grundlegenden Daten über die Massenveränderung der Gletscher sind jedoch nicht einfach zu beschaffen.

Flächenhafte erfassung aus dem All

Üblicherweise müssen die Wissenschaftler die Gletschermassenänderungen vor Ort vermessen – problematisch bei großenund unzugänglichen Gebieten. Allein die patagonischen Eisfelder haben eine Gesamtfläche von fast 18.000 Quadratkilometer und liegen an der Grenze zwischen Chile und Argentinien in den Anden. Alternativ geben Schwerefeld-Messungen per Satellit Aufschluss über die Massenbilanz. Eine Methode, die sich jedoch nicht für Gletscher in tropischen Regionen mit geringer Eisbedeckung eignet.

TanDEM-X bietet nun die Möglichkeit die Massenbilanz von Gletschern per Radarfernerkundung zu bestimmen – mit einem einheitlichen Messverfahren und so genau wie nie zuvor. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben eine spezielle Verarbeitungsmethode entwickelt und konnten damit aus den Radardaten erstmals ein detailliertes Bild der Massenänderungen sämtlicher Gletscher Südamerikas gewinnen.

Gletscher sind verschwunden

Die FAU-Studie zeigt, dass die patagonischen Eisfelder die größten Verluste erlitten haben – Neben den Massenverlusten der großen Eisfelder sind bereits ganze Gletscher verschwunden. Zwischen 2000 und der Zeitspanne 2011-2015 schrumpfte das patagonische Inlandeis jährlich um rund 17,4 Gigatonnen. Das entspricht einem Rückgang von 19,3 Kubikkilometer pro Jahr und übertrifft selbst den Massenverlust von Gletschern, die in den Tropen liegen. Die Analyse der TanDEM-X-Daten bestätigt vorangegangene Untersuchungen und offenbart nun eine dramatische Entwicklung, wie sie bislang nur für Gebiete in Bolivien und Peru bekannt war.

Radarsatelliten erfassen Massenverluste an Gletschern
Radarsatelliten erfassen Massenverluste an Gletschern

Die TanDEM-X-Geländemodelle erfassen Höhenunterschiede mit einer Genauigkeit von einem Meter. So lassen sich selbst einzelne Gletscher präzise untersuchen. Die FAU-Geographen aus den Bereichen Fernerkundung und Geoinformation sowie physikalische Klimatologie um Prof. Dr. Matthias Braun und Dr. Tobias Sauter nutzen diese Daten aus dem Zeitraum 2011-2015 und verglichen sie mit Aufnahmen der Shuttle Radar Topographie-Mission aus dem Jahr 2000. Aus der Differenz berechneten sie, in einem komplexen Verfahren, zunächst die Höhenveränderungen der Gletscher und daraus die Veränderungen der Gletschermasse.

Dank der hochauflösenden TanDEM-X Daten und der neuen Verarbeitungsmethode war es den FAU-Forschern somit erstmals möglich, die großen patagonischen Inlandeisflächen getrennt von den umliegenden Gletschern zu analysieren. Die Ergebnisse der weitreichenden Studie wurden im Fachmagazin „Nature Climate Change“ veröffentlicht und finden möglicherweise Eingang in den nächsten Bericht des Weltklimarats.

Fortsetzung TanDEM-X und Tandem-L

Derzeit läuft eine Aktualisierung des globalen Geländemodells der TanDEM-X-Mission – die Erlanger Forscher hoffen daher, von diesen Daten in Zukunft noch mehr profitierenzu können. Sie möchten ihre Analysen auch auf andere Regionen ausdehnen und vor allem zeitlich fortschreiben. Eine weitere Hoffnung der Geographen ruht auf Tandem-L, der Nachfolgemission zu TanDEM-X. Ziel von Tandem-L ist es, die Landmasse der Erde im Wochenrhythmus abzubilden.

Im L-Band-Frequenzbereich von 23,6 Zentimeter könnten die Radarsignale der neuartigen Satelliten durch die Vegetation durch und in den Erdboden hineindringen. So sollen Radar-Tomographische-Aufnahmen ein Bestandteil der Tandem-L-Mission sein, um eine noch genauere Erfassung der Gletschermassen zu ermöglichen. Künftig könnten die FAU-Wissenschaftler die Gletschergebiete in Südamerika zeitlich und räumlich hochgenau beobachten und weitere wertvolle Erkenntnisse daraus erarbeiten.

Bilder der Gletschervermessung

TerraSAR-X zeigt Upsala-Gletscher in Patagonien: Künstlich eingefärbtes TerraSAR-X Bild (Stripmode) des Upsala-Gletschers in Argentinien vom 07. Januar 2008. Die Farben geben Auskunft über die Rauigkeit der Geländeoberfläche, Gebiete die vornehmlich glatt für das Radar erscheinen sind in dunkleren Grau- und Blautönen eingefärbt. Bereiche mit einer gröberen Oberflächenstruktur erscheinen dagegen in Gelbtönen.

Radarsatelliten erfassen Massenverluste an Gletschern
Radarsatelliten erfassen Massenverluste an Gletschern

Radar sieht Massenveränderung von Südpatagonisches Inlandeis: Ausschnitt aus der Karte der Hohenänderung des Südpatagonischen Inlandeises; die Namen in der Karte bezeichnen die wichtigsten Auslassgletscher. (a) pixel-basierte Abschätzung der Massenänderung im Zeitraum zwischen 2000-2015, (b) für den Bereich des Gletschereinzugsgebietes abgeschätzte mittlere Massenveränderung. Für die Analyse wurden Höhenmodelle der Shuttle Radar Topographie-Mission aus dem Jahr 2000 mit Höhenmodellen der TanDEM-X-Mission aus dem Zeitraum 2011-2015 herangezogen.

Gletschervermessung vor Ort: Glaziologische Bodenmessungen am Grey-Gletscher (Argentinien). Dazu werden Stangen in den Gletscher eingebohrt um die Abschmelzraten zu messen. Solche Messungen dienen als Referenz für die Analysen mittels Satellitendaten.

Flughafen Berlin Tegel: DFS-Nachtflüge überprüfen ILS

Die Deutsche Flugsicherung DFS überprüft das Instrumentenlandesystem (ILS). Dieses ILS ermöglicht es den Piloten, auch bei schlechten Witterungsverhältnissen und nahezu ohne Sicht sicher zu landen. Hierzu muss die Genauigkeit der gesendeten Signale regelmäßig vermessen und somit überprüft werden.

Vermessungsflüge am Flughafen Tegel sind in den Nächten vom 14. zum 15. Juni sowie vom 21. zum 22. Juni 2019 sind in der Zeit von 23:00 Uhr bis voraussichtlich 03:00 Uhr geplant.

ILS für Südpiste und Nordpiste von Tegel

Die anstehenden Messungen betreffen in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni die ILS-Anlage der Nordpiste („26 R“ – für Anflüge aus Richtung Osten). In der Nacht vom 20. zum 21. Juni wird die Anlage der Südpiste („26L“ – ebenfalls für Anflüge aus Richtung Osten) vermessen. Dabei kommt die zweimotorige Propellermaschine Beechcraft King Air 350 zum Einsatz. Sollten die Flüge wetterbedingt nicht in den genannten Nächten stattfinden können, verschieben sie sich jeweils um eine Woche nach hinten. Trotz der Nachtflugbeschränkungen dürfen technischeÜberprüfungsflüge, wie zum Beispiel Vermessungsflüge, auch während der Nacht stattfinden.

EASA: Neue Vorschriften für Drohnen in Europa

Europa soll zur ersten Region auf der Welt werden, in der es umfassende Regelungen für das sichere Fliegen von Drohnen und Koptern geben wird.

Das gelte für den kommerziellen, sowie für den privaten Gebrauch, so Patrick Ky, Executive Director der EASA. Am Mittwoch wurden dazu zwei Publikationen herausgegeben. Commission Delegated Regulation (EU) 2019/945 und die Commission Implementing Regulation (EU) 2019/947. Damit sollen Betreiber ein besseres Verständnis davon erhalten, was erlaubt ist und was nicht. Gleichzeitig können Drohnenpiloten grenzüberschreitend Einsätze steuern. Wenn man die Erlaubnis des Staates mit der Registrierung hat, dann kann man innerhalb der gesamten Europäischen Union verkehren.

Drohnen nachverfolgen könnnen

In den neuen Regularien sind technische und betriebliche Anforderungen für Drohnen und Kopter enthalten. Zur Sicherheitetwa müssen neue Drohnen eindeutig identifizierbar sein, sodass eine Behörde sie rückverfolgen kann. Damit sollen künftig Vorkommnisse wie an den Flughäfen Londen Gatwick und Heathrow verhindert werden. Dort waren unbekannte Fluggeräte in die Nähe von Flugzeugen geflogen und zwangen diese zum Ausweichen. Bei Airlinern eine besonders schwerwiegende Angelegenheit. Die neuen Regeln ersetzen bisherige Vorgaben der Mitgliedsländer.

Auch wenn die Regeln in den nächsten 19 Tagen in Kraft treten, werden sie erst in einem Jahr angewandt, um den Mitgliedsländern Zeit zur Umsetzung zu geben. Ab Juni 2020 brauchen Drohnenbetreiber demnach eine Registrierung in ihren Mitgliedsstaaten. Die EASA will bald noch Anleitungen veröffentlichen und verschiedene Szenarios zum Betrieb von Drohnen unterscheiden. Auf der nächsten High Level Conference zu Drohnen will die EASA die neuen Regeln diskutieren. Die Konferenz wird von der EASA organisiert und findet vom 05.-06. Dezember auf der Amsterdam Drone Week statt. Zu den beiden Regularien bei der EASA geht es hier: Commission Delegated Regulation (EU) 2019/945 und Commission Implementing Regulation (EU) 2019/947.

Dornier 228 von Bangladesch in Oberpfaffenhofen

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Eine Crew, die sich aus Werkspiloten von Ruag und Wartungstechnikern der Marine von Bangladesch zusammensetzte, überführte das erste Flugzeug und erreichte den Produktions-, Montage- und Ausrüstungs-Standort der Dornier 228 von Ruag am 26. Mai.

Das erste von zwei Flugzeugen Dornier 228 der Marine von Bangladesch ist bei Ruag MRO International in Oberpfaffenhofen bei München, Deutschland, zur 72-Monats-Inspektion eingetroffen. Anfang April hatten Ruag, der Originalhersteller der Dornier 228, und die Beschaffungsorganisation der Marine, das Directorate General of Purchase (DGDP) den Wartungsvertrag für die beiden Flugzeuge in Dhaka, Bangladesch, unterzeichnet.

Wartung und Schulung an Do 228

Der Vertrag zwischen Ruag MRO International und der Marine von Bangladesch beinhaltet die fachgerechte Wartung, Reparatur und Überholung der beiden Flugzeuge vom Typ Dornier 228-212. Ruag wird die 72-Monats-Inspektionen auch nutzen, um die solide Erfahrung der Wartungstechniker der Marine für Instandhaltungsarbeiten an den Flugzeugen weiter zu vertiefen. Kommodore Zahir, Director Purchase Bangladesh Navy, und Michael Franz, Director Customer Support Dornier 228, Ruag MRO International, waren bei der Vertragsunterzeichnung vor Ort.

Die Marine von Bangladesch nutzt die Dornier-228-Flugzeuge, um mit Patrouillenflügen die Küste des Landes zu überwachen und die ausschließliche Wirtschaftszone (200-Meilen-Zone) zu kontrollieren. Zudem werden sie auch für Such- und Rettungseinsätze (SAR) eingesetzt. „Die Überwachungsmaßnahmen unserer Marine und Küstenwache tragen dazu bei, die Sicherheit und Wirtschaftskraft unserer Nation zu gewährleisten. Unsere Missionen sind anspruchsvoll, und wir haben dichte Flugpläne. Die Verfügbarkeit der Flugzeuge muss deshalb rund um die Uhr gewährleistet sein“, erklärt Kommodore Zahir.

Support vom einschlägigen Spazialisten

„Wir sind in der einzigartigen Position, umfassende und integrierte Unterstützungsleistungen für die Marine von Bangladesch und für alle Betreiber der Dornier 228 anzubieten“, erklärt Volker Wallrodt, Senior Vice President Business Jets, Ruag MRO International. Ruag MRO International ist eine von der EASA zugelassene Part 21J Design-Organisation (DOA) und zugleich Inhaber des Typenzertifikats für die Dornier 228. „Unser Team aus Kundensupport, Engineering und spezialisierten Technikern setzt sein umfassendes Know-how der Dornier 228 ein, um missionsspezifische Lösungen, Upgrades und umfassenden Life-Cycle-Support anzubieten.“

OHB Satellitenfertigung für Galileo gestartet

Die Satellitenfertigung für das europäische Navigationssystem Galileo ist bei der OHB System AG, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, wieder in vollem Gange.

„Patrick“ macht den Start

Die Nutzlast wird in die Plattform des Satelliten Galileo FOC FM23 mit dem Namen „Patrick“ integriert. Patrick ist einer der UK-Gewinner eines Kinder-Malwettbewerbs der EuropäischenKommission, der die Ehre hat, einem der Galileo-Satelliten aus der Konstellation seinen Namen zu schenken. Nach der Integration der Nutzlast werden umfangreiche Tests folgen. „Patrick“ und ein weiterer Satellit aus dieser Serie sollen im Herbst 2020 startbereit sein.

OHB & SSTL feiern Hochzeit

Die Integration der Nutzlast ist sowohl für die gesamte Serienproduktion als auch für jeden einzelnen Satelliten von großer Bedeutung, denn die Nutzlast ist das „Herzstück“ eines Satelliten. Die erste Nutzlast von SSTL wird nun mit der von OHB produzierten Plattform vereint und so den ersten Batch-3 Satelliten bilden. „Wir freuen uns auf die Hochzeit von Batch-3-Nutzlast und Plattform und sind bereit, mit „Patrick“ in die Testphase zu starten“, sagt Lars Peters, Produktionsleiter Assembly Integration & Test bei der OHB System AG. An elf Produktionsinseln soll künftig alle fünf Wochen ein Satellit fertiggestellt werden.

„Insgesamt zwölf Navigationsnutzlasten werden von SSTL im Rahmen des Batch-3-Vertrags hergestellt, die nächste Lieferung ist für Juli geplant“, sagt Sophie Bywater, Galileo Programm-Managerin bei SSTL „SSTL ist verantwortlich für das Design und den Bau der Navigationsnutzlasten, die auf europäischen Atomuhren, Navigationssignalgeneratoren und Hochleistungs-Wanderfeldröhrenverstärkern basieren.“ Seit 2010 wurde die OHB-SSTL Kooperation mit drei Verträgen und damit mit der Lieferung von insgesamt 34 Satelliten für den europäischen Navigationsdienst betraut.

Galileo wird fortentwickelt

OHB arbeitet mit seinen Ingenieuren schon an nachhaltigen Satelliten der neuen Generation. Galileo, Europas Globales Navigations-Satelliten-System (GNSS), bietet in Echtzeit Positionierungs-, Navigations- und Zeitmessungsdienste mit einzigartigerGenauigkeit. Die Satelliten unterstützen einen globalen Such- und Rettungsdienst (COSPAS-SARSAT). „Galileo hat eine Vielzahl von Anwendungen zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger in Europa und weltweit hervorgebracht“, sagt Dr. Kristian Pauly, Direktor Navigation bei OHB, „wir alle sind sehr daran interessiert, unser Wissen und unsere Erfahrung in die neue Generation einzubringen.“

Galileo im Dienst

Galileo Satelliten haben eine Masse von etwa 720 Kilogramm. Ihre Navigationsdienste sind:

  • Der Open Service (OS) ist für jeden kostenlos zugänglich. Navigationssignale werden in zwei Frequenzbändern übertragen.
  • Der verschlüsselte kommerzielle Dienst (CS) ist verfügbar und bietet eine verbesserte Genauigkeit.
  • Der Public Regulated Service (PRS) bietet eine Genauigkeit, die mit dem Open Service vergleichbar ist und soll hauptsächlich Störungen verhindern. Der Dienst richtet sich z.B. an Sicherheitsbehörden (Polizei, Militär, etc.) und sicherheitskritische Verkehrstechnik.
  • Das vollständige Galileo-System wird aus 24 operativen Satelliten sowie Ersatzsatelliten im Orbit bestehen. Diese werden in einer Höhe von 23.222 Kilometern in drei kreisförmigen, mittleren Erdumlaufbahnen mit einer Neigung von 56 Grad zum Äquator positioniert.

Eurowings fliegt Köln/Bonn – Sylt bereits ab 39,99 Euro

Ab dem 19. Juli können Passagiere vom Köln Bonn Airport aus wieder nach Sylt fliegen. Eurowings nimmt die Insel in den Sommerflugplan ab Köln/Bonn auf. Immer freitags, samstags und sonntags wird die Strecke zum Inselflughafen Westerland auf Sylt künftig bedient.

Flugtickets nach Sylt soll es ab 39,99 Euro

Die größte nordfriesische Insel zieht jedes Jahr über 900.000 Touristen an. Auf 99 Quadratkilometern kommen Urlauber mit unterschiedlichsten Interessen auf ihre Kosten. Spektakuläre Dünenlandschaften und lange Sandstrände mit vielen Möglichkeiten für Outdooraktivitäten, kleine Friesendörfer und mondäne Inselorte voller Kultur und gastronomischer Highlights – das alles macht den Zauber der Insel aus. Tickets nach Sylt soll es ab 39,99 Euro geben. Die Flugzeit beträgt 01:15 Stunden.

Flugzeiten ab Köln/Bonn nach Sylt

  • Freitags: CGN nach GWT 12:10 Uhr; GWT nach CGN 14:00 Uhr
  • Samstags: CGN nach GWT 15:55 Uhr; GWT nach CGN 17:50 Uhr
  • Sonntags: CGN nach GWT 10:55 Uhr: GWT nach CGN 12:50 Uhr

Österreichs Bundesheer AirPower wird nicht gestrichen

Die Flugschau des Österreichischen Bundesheeres AirPower findet alle zwei Jahre am Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg statt. Verteidigungsminister Thomas Starlinger hat nach der Übernahme des Ministeriums, den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit folgend aufgrund der prekären Budgetsituation und Transparenz einen Kassasturz gemacht.

Dabei wurden ihm alle laufenden Projekte präsentiert. Bei einigen Projekten erkannte er einen vertiefenden Informationsbedarf; dazu gehörte auch die Airpower, die zusammen mit Red Bull und dem Land Steiermark veranstaltet wird. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass auf die Empfehlungen des Rechnungshofes ausreichend eingegangen worden ist. In Anbetracht der bereits weit fortgeschrittenen Planungen für die Flugshow von 06. bis 07. September diesen Jahres und der weitreichenden Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft und die internationale Reputation Österreichs, hat Bundesminister Starlinger entschieden, die Airpower durchzuführen.

Finanzierung mit Entgegenkommen?

Zur Finanzierung der Airpower werden Mittel aus dem Ausbildungsbudget herangezogen. Dieses Geld fehlt nun zur Einsatzvorbereitung der Soldaten. „Ich erwarte mir, dass diese Einschränkungen für die Herstellung der Einsatzbereitschaft und für die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung durch ein innovatives Entgegenkommen des Landes Steiermark und Red Bull kompensiert werden“, so Verteidigungsminister Thomas Starlinger.

Bulgarian Air Charter fliegt mit A320 vom Bodensee

Ein Airbus A320 der Bulgarian Air Charter landete zum ersten Mal am Bodensee-Airport. Die bulgarische Schwarzmeerküste wird damit mit einem wöchentlichen Flug nach Varna als sonnensicheres Ferienziel bequemerreichbar.

Damit bietet zwischen Juni und September die Fluggesellschaft Bulgarian Air Charter im Auftrag aller namhaften Reiseveranstalter Flüge zwischen Friedrichshafen und Varna an. Jeweils am Donnerstag wird ein moderner Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen auf der Strecke zum Einsatz kommen.

Die bulgarische Schwarzmeerküste mit dem bekannten Feriengebiet „Goldstrand“ nördlich von Varna lockt mit ihren langen Sandstränden, malerischen Badebuchten und dem warmen Klima.

Susanne Schaugg vom Flughafen Friedrichshafen begrüßt die Bulgarian Air Charter Crew.
Susanne Schaugg vom Flughafen Friedrichshafen begrüßt die Bulgarian Air Charter Crew.
Buchungen sind über alle namhaften deutschen Reiseveranstalter, in Reisebüros und über die Reiseportale möglich
Buchungen sind über alle namhaften deutschen Reiseveranstalter, in Reisebüros und über die Reiseportale möglich



Familienfestival am Airport zeigt historische Luftfahrt

Am 15. und 16. Juni erwartet die Besucher auf der Grünen Mitte am Flughafen Leipzig/Halle ein buntes Familienfestival mit der „My little Pony“-Regenbogentour, dem RB Leipzig Kids-Club „Bullis Bande“ sowie zahlreichen Mitmachaktionen und Gewinnspielen. Das Programm umfasst außerdem eine kleine Technikschau der Flughafenfeuerwehr, Rundflüge, Flughafen-Touren und Flugzeugbesichtigungen.

Zum Kids & Family Day können Besucher bei einer Flughafen-Tour das Geschehen auf dem Vorfeld des Flughafens beobachten und Flugzeuge hautnah starten und landen sehen. Die Veranstaltung findet an beiden Tagen von 10:00 bis 18:00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Die Tickets für die Touren sind vorab online buchbar und auch direkt vor Ort im Zelt des Besucherservices erhältlich.

Rundflug in der AN-2

Zu Rundflügen starten an beiden Tagen eine AN-2, der größte einmotorige Doppeldecker der Welt und eine Cessna. Die Rundflüge sind ebenfalls vor Ort buchbar. Exklusiv zum Kids & Family Day wird den Besuchern auf dem Vorfeld Ost Einblick in ein DHL-Frachtflugzeug vom Typ Airbus A300 gewährt, dabei können das Cockpit und der Frachtraum besichtigt werden. Außerdem ist die Besichtigung des historischen und restaurierten Flugzeugs vom Typ IL-18 möglich.

Zu den vielen Attraktionen des großen Outdoorspielplatzes gehören der Wasserspielplatz „Aqua Fun“, Hüpfburgen, Kletterwand, Bungee-Trampolin, Segways und eine Malstraße mit Fotoaktion. Ein Tiefflug im Jet oder eine rasante Motorradfahrt sind im Venture Simulator möglich. Wer sich gern im Wasser sportlich betätigt, kann sich im Stand-up-Paddling probieren. Für die kleinen Besucher wird Ponyreiten angeboten. Bei einer Fahrt mit dem 38 m hohen Riesenrad oder dem Besuch der Aussichtsterrasse kann das bunte Treiben von oben betrachtet werden.

Anfahrt und Parken

Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, gilt am Veranstaltungswochenende auf allen ausgewiesenen Sonderparkflächen ein Sonderparktarif von fünf Euro pro Tag. Besuchern, die aus Richtung Leipzig anreisen, wird das Parken auf dem Sonderparkplatz am Tower empfohlen. Gäste, die aus Richtung Schkeuditz über die S8a zum Flughafen kommen, werden ebenfalls auf die Sonderparkflächen geleitet.

Der Flughafen ist außerdem mit der Buslinie 207 aus Richtung Delitzsch bzw. Schkeuditz erreichbar. Des Weiteren wird der Flughafen von der S-Bahn S5 aus Richtung Halle, Leipzig, Altenburg und Zwickau angefahren. Zusätzlich ist der Flughafenbahnhof ein Haltepunkt für Intercity-Züge. Jeweils alle zwei Stunden halten Züge der IC-Linien 56 Emden-Bremen-Hannover-Magdeburg-Halle-Leipzig sowie der IC-Linie 55 Dresden-Leipzig-Magdeburg-Hannover-Bielefeld-Köln am Flughafenbahnhof.

DFS einigt sich mit Gewerkschaft der Flugsicherung

Die deutsche Flugsicherung will mit einem Maßnahmenpaket für den Tarifpartner Fluglotsen Anreize schaffen, freiwillige Zusatzschichten zu übernehmen und später aus dem operativen Dienst auszuscheiden.

Auch sicherte die DFS zu, ihre 2019 gestartete Ausbildungsinitiative auszuweiten. Mehr personelle Kapazitäten sollen so zu mehr Pünktlichkeit im Luftverkehr führen. Die DFS hat sich jetzt gemeinsam mit der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) auf Eckpunkte eines umfangreichen Maßnahmenpakets geeinigt. Vor allem drei Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Kapazität kurzfristig zu steigern und langfristig sicherzustellen: Die Möglichkeit für freiwillige Zusatzschichten von operativen Mitarbeitern, Anreize für eine längere Verweildauer im Lotsendienst sowie eine mehrjährige Ausbildungsinitiative. „Damit leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung der derzeitigen Situation im Luftverkehr, damit Passagiere pünktlich ans Ziel kommen“, sagt CEO der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Prof. Klaus-Dieter Scheurle.

Freiwillige Mehrarbeit nicht nur für Fluglotsen

Mitarbeiter im operativen Bereich haben bereits vom 01. Juni an die Möglichkeit, über ihre eigentliche Arbeitszeit hinaus freiwillige Zusatzschichten zu übernehmen, die zusätzlich vergütet werden. Dies gilt für Fluglotsen, aber auch für andere operativ Tätige wie Flugdatenbearbeiter oder Techniker. Um einen finanziellen Anreiz dafür zu schaffen, werden die tariflichen Überstundenzuschläge erhöht. DFS und GdF haben dazu Eckpunkte vereinbart, die in den folgenden Wochen in entsprechende Tarifverträge umgesetzt werden.

Zusätzlich haben die Tarifpartner Anreize für eine längere Verweildauer im operativen Dienst bis zum 57. Lebensjahr geschaffen. Bislang sind die meisten Fluglotsen maximal bis zum 55. Lebensjahr operativ tätig. Damit langfristig genug Fluglotsen zur Verfügung stehen, hat die DFS darüber hinaus eine Ausbildungsoffensive gestartet. 2019 werden insgesamt 122 junge Menschen eine Ausbildung zum Fluglotsen beginnen. 2020 wird diese Zahl noch einmal auf 146 erhöht. Die DFS hat sich mit der GdF darauf geeinigt, dieses Ausbildungsmaximum bis einschließlich 2023 festzuschreiben.

Engpass im Luftraum

Das unerwartet starke Wachstum des Luftverkehrs hat die gesamte Luftfahrtbranche im vergangenen Jahr vor Probleme gestellt: Besonders in der Hauptreisezeit im Sommer 2018 kam es europaweit zu Flugstreichungen und Verspätungen. Auch im deutschen Luftraum, mit 3,4 Millionen Flugbewegungen pro Jahr der verkehrsreichste in Europa, kam es deshalb zu Spitzenzeiten in einzelnen Bereichen zu Engpässen.

Maßnahmen der DFS

Bereits im Vorfeld hatte die DFS einige Maßnahmen umgesetzt, um die Pünktlichkeit zu verbessern. Dazu gehörte die Veränderung der Flugprofile. Gemeinsam mit den Kontrollzentralen der Nachbarländer wurden Flüge auf stark frequentierten Strecken abgesenkt, um den überlasteten oberen Luftraum zu entzerren. Der Anteil der Verspätungen, an denen die Flugsicherungen in Europa einen Anteil hatten, lag 2018 bei rund einem Viertel. Im April 2019 ist dieser Wert auf ein knappes Fünftel gesunken.

DRF-Rettungshubschrauber „Christoph 51“ wird 30. Jahre

Vor 30 Jahren nahm die DRF Luftrettung am Flughafen Stuttgart „Christoph 51“ in Dienst. Die modern ausgestatteten Hubschrauber leisteten seither über 24.300 Einsätze und ist ein unverzichtbarer Bestandteil der notfallmedizinischen Versorgung in Baden-Württemberg.

Seit 2009 ist der Hubschrauber am Flugplatz Pattonville stationiert. „‘Christoph 51‘ ist der Intensivtransporthubschrauber in Baden-Württemberg, der tagsüber am häufigsten alarmiert wird, wenn schwer erkrankte oder verletzte Patienten von einer Klinik in eine andere transportiert werden müssen“, unterstreicht Thomas Roth.Der Pilot und Stationsleiter der Station Stuttgart startet mit seinen Kollegen pro Jahr zu über 1.100 Einsätzen.

Die Station wurde am 09. Juni 1989 durch die DRF Luftrettung am Flughafen Stuttgart in Betrieb genommen. Der erste dort stationierte Hubschrauber war eine Bell 206-Long Ranger. Im Oktober 1989 wurde auf die Eurocopter BO 105 und im Dezember 1993 auf eine Eurocopter BK 117 umgestellt. „Christoph 51“ ist seit dem 01. Oktober 2009 am Flugplatz Pattonville stationiert. Seit dem 25. August 2017 kommt ein Hubschrauber des Typs EC145 zum Einsatz.

 

Hubschrauber als letzte Überlebenschance

 

Für viele ihrer Patienten ist dabei der Flug an Bord von „Christoph 51“ die letzte Überlebenschance. „Wir führen sehr viele medizinisch hoch anspruchsvolle Transporte durch, beispielsweise von frühgeborenen Kindern im Brutkasten, dem sogenannten Inkubator.“ so Roth. Aber auch die mobile Herz-Lungen-Maschine, die sogenannte ECMO (Extrakorporale Membranoxygenierung) kommt regelmäßig zum Einsatz. Mit ihr können Patienten, deren Herz oder Lunge versagen, unter Beibehaltung der intensivmedizinischen Therapie transportiert werden. Die Stuttgarter Station der DRF Luftrettung ist eine der wenigen Hubschrauberstationen in Deutschland, die das komplexe Verfahren durchführen.

 

Thomas Roth macht den Anspruch der Station deutlich: „Wir haben uns über die Jahre und in Kooperation mit dem Klinikum Ludwigsburg eine große Kompetenz und Erfahrung im Bereich der präklinischen Notfallmedizin und im Bereich Intensivtransport aufgebaut. Um dieses Wissen kontinuierlich zu erweitern und mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus Rettungsdiensten, Leitstellen und Kliniken zu teilen, finden in Kooperation mit der Station Leonberg regelmäßig unsere Christoph-Tage statt. Denn nur mit dem Anspruch, immer besser zu werden, und Hand in Hand mit unseren Partnern erreichen wir unser wichtigstes Ziel, unsere Patienten optimal zu versorgen.“

 

Rettungsflieger für Raum Stuttgart

 

Der Stuttgarter Hubschrauber der DRF Luftrettung ist täglich von 08:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. An Bord befinden sich Piloten, Notärzte und Notfallsanitäter. Neben schnellen Transporten von Intensivpatienten zwischen Kliniken wird der wie eine fliegende Intensivstation ausgestattete Hubschrauber bei Notfällen als schneller Notarztzubringer und für den Transport von Notfallpatienten in Kliniken eingesetzt. Für Notfalleinsätze wird er in die Landkreise Ludwigsburg, Rems-Murr, Heilbronn, Stuttgart, Schwäbisch Hall, Hohenlohe, Esslingen, Pforzheim, Ostalb, Calw, Göppingen, Reutlingen, Tübingen und Zollern-Alb alarmiert. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann er in maximal 15 Flugminuten erreichen.

Nürnberg stellt sich auf Viertelmillion Passagiere ein

Rund 243.000 Passagiere werden während der Ferien vom Airport Nürnberg starten und landen. Mit acht Verbindungen ist diesmal das Italienangebot besonders groß. Neu dabei sind der Balkan mit Kroatien und Serbien.

Wenn am Freitag, 07. Juni, gleich nach Schulschluss der Pfingstreiseverkehr beginnt, wird der Albrecht Dürer Airport Nürnberg zum Anlaufpunkt für Sonnenhungrige aus ganz Nordbayern. Zwar fällt das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahr etwas geringer aus. Dies liegt jedoch an den Nachwirkungen der Germania-Insolvenz im Frühjahr, deren Angebot kurzfristig nicht vollständig kompensiert werden konnte. Mit mehr als 1.000 Starts in über 60 Nonstop-Zielregionen ist der Pfingsturlaub aber auch in diesem Jahr gesichert. Verkehrsstärkster Tag wird voraussichtlich Freitag, der 21. Juni, mit fast 16.000 Passagieren sein. Als Top-Urlaubsziele gelten Antalya, Palma de Mallorca und Heraklion auf Kreta.

Ferienziele reizen Kapazitäten aus

Neu im Sommerflugplan sind Neapel und Pisa, das Tor zur Toskana, sowie Crotone in Kalabrien. Nach längerer Pause bereichert Kroatien wieder den Nürnberger Flugplan mit Flügen nach Split und Zadar. Auch neu im Sommer: Niš in Serbien. Ebenfalls zu den Neuzugängen gehören Marrakesch und ab August das rumänische Timișoara(Temeswar). Über 30 Mal täglich ist der Airport zudem flexibel an zehn europäische Drehkreuze angeschlossen. Mit guten Umsteigeverbindungen über FrankfurtMünchenDüsseldorfParisLyonAmsterdamIstanbulZürichBrüssel und Warschau können Fluggäste von Nürnberg aus die ganze Welt entdecken.

Um auf das erhöhte Passagieraufkommen vorbereitet zu sein, verstärken die operativen Bereiche ihr Personal, etwa beim Check-In oder der Gepäckabfertigung. Auch die Gastronomie stellt sich auf den Ansturm ein und bietet Fluggästen ein breites Sortiment vom Snack bis zum Gourmetmenü.

MTU Maintenance mit Logistikzentrum in Ludwigsfelde

Die MTU Maintenance hat jetzt am Standort Ludwigsfelde ihr neues Logistikzentrum feierlich eröffnet. Der MRO-Shop ist ebenfalls das Kompetenzzentrum für Industriegasturbinen.

In den Neubau mit 6.500 Quadratmetern Betriebsfläche auf zwei Ebenen und Arbeitsplätzen für 105 Mitarbeiter investierte die MTU Maintenance 11,5 Millionen Euro. Neben vielen Ehrengästen aus Politik und Industrie nahm auch der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke teil. Er würdigte vor allem das Engagement des Unternehmens zur Standortsicherung für die Luftfahrtindustrie in Deutschland.

Luftfahrttechnik auf Wachstumskurs

Die Flächenerweiterung des Standorts wurde notwendig, da das Unternehmen seit Jahren wächst. Dies betrifft sowohl die Mitarbeiterzahlen als auch das Geschäftsaufkommen und die Triebwerksmodelle im Portfolio des Standorts. Im Jahr 2017 hat die MTU Maintenance, der weltweit führende Anbieter von maßgeschneiderten Serviceleistungen für Luftfahrtantriebe, Berlin-Brandenburg 118 neue Mitarbeiter eingestellt, im Jahr 2018 150, insgesamt werden heute 838 Mitarbeiter beschäftigt. Somit ist die Mitarbeiterzahl in den vergangen drei Jahren um mehr als ein Viertel angestiegen. Die Auslieferung von Triebwerken hat sich von 2016 auf 2018 um 12 Prozent erhöht.

Die Eröffnung des neuen Logistikzentrums, nach nur einem Jahr Bauzeit, würdigte Geschäftsführer André Sinanian als Meilenstein für den Standort: „Dieses Logistikzentrum ist nicht nur ein weiteres Gebäude, sondern ermöglicht uns eine perfekt aufgestellte Logistikkette, die wesentlich ist für unseren Instandhaltungsbetrieb. Dies macht unsere innerbetrieblichen Prozesse noch effizienter, ermöglicht uns ein erweitertes Serviceangebot und verschafft uns damit im Markt Wettbewerbsvorteile.“

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MTU Maintenance mit Logistikzentrum in Ludwigsfelde

Investition in langfristige Kompetenz

Die MTU investierte seit 1991 über 250 Millionen Euro in den Standort – alleine in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 30 Millionen Euro in den Standortausbau, neue Maschinen, den Material- und Triebwerkspool sowie neue Triebwerksprogramme und Technologie. Ministerpräsident Dietmar Woidke betonte: „Die MTU lebt ihre Vision ‚Excellence made in Brandenburg‘ und ist damit bester Botschafter dafür, dass unser Land weit über seine Grenzen hinaus als starker Luftfahrt- und Wirtschaftsstandort wahrgenommen wird. Als einer der größten Arbeitgeber der Region trägt die MTU zudem durch gute, tarifgebundene Arbeits- und Ausbildungsplätze zu Wachstum und Wohlstand in Brandenburg bei. Die Stoßrichtung ist klar: Es soll hoch hinausgehen. Das unterstützen wir als Landesregierung sehr gerne. Seit 1990 haben wir die Entwicklung des Standortes bereits mit mehr als 30 Millionen Euro gefördert. Ich bin sicher, auch die 1,6 Millionen Euro für das neue Logistikzentrum sind jeden Cent wert.“

Seit 2018 hat die MTU Maintenance Berlin-Brandenburg für das Triebwerk PW800 ein Mobile Repair Team und Reparaturfähigkeiten für die Niederdruckturbine aufgebaut, sowie Bauteilreparaturen für das Triebwerk PW1100G-JM ins Portfolio aufgenommen. Die Einführung weiterer Triebwerksprogramme ist bereits in Vorbereitung. Im ersten Schritt ist für 2020 der Aufbau der Mobile Repair-Fähigkeiten für die PW307A/D vorgesehen. Die Triebwerke werden in Business Jets eingesetzt, der Dassault Falcon 7Xrespektive 8X.

Das Logistikzentrum bündelt alle Funktionsbereiche einer modernen Supply Chain: operative Logistik, Einkauf, Disposition, Materialwirtschaft, Logistikplanung, Zoll und Außenwirtschaft. Mit dem Errichten von sechs Ladepunkten für Elektrofahrzeuge, der Vorbereitung für 16 weitere und dem Einsatz von Solarthermie zur Warmwassergenerierung untermauert das Unternehmen sein Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit. Erste Funktionsbereiche haben die Arbeit im neuen Logistikzentrum bereits aufgenommen. Der Umzug aller Abteilungen in das neue Gebäude soll im September abgeschlossen sein.

 

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MTU Maintenance mit Logistikzentrum in Ludwigsfelde

Embraer Legacy 650 bekommt ADS-B Out im One-Stop-Shop

Bei einer 96-Monats-Inspektion an einer Embraer Legacy 650 integrierte Ruag MRO International während der Wartung zusätzlich das ADS-B Avionik-Upgrade und stellte die Aufarbeitung der Service Bulletins sicher.

Das autorisierte Embraer Service Center von Ruag in Oberpfaffenhofen bei München stellte das Projektmanagement und One-Stop-Shop-Lösungen zur Verfügung. Der One-Stop-Shop-Ansatz für die Flugzeugbetreuung ermöglicht es Flugzeughaltern, die Standzeiten zu optimieren, um Zeit und Kosten zu sparen. Die Eigentümer der Embraer Legacy konnten die Standzeit für die 96-monats-Inspektion nutzen, um ihr Flugzeug mit dem notwendigen ADS-B Out Upgrade auszustatten, damit es die Auflagen der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) erfüllt, die am 07. Juni 2020 in Kraft treten.

Gewachsene Expertise für Flugzeuggesundheit

„Unser Embraer-Team setzt alles daran, die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Flugzeuge zu gewährleisten. Wir raten unseren Legacy- und Lineage-Kunden, die Einhaltung des ab 2020 geltenden Standards jetzt sicherzustellen. So unterstützen wir das profitable Business unserer Kunden“, sagt Christian Karl, Head of Sales Business Jets, Ruag MRO International. Ruag ist seit mehr als 16 Jahren autorisiertes Service Center für Embraer-Flugzeuge. „Wir bestätigen unsere Leistungsfähigkeit für Embraer-Geschäftsflugzeuge wie diese Legacy 650 an unseren Standorten München und Genf täglich aufs Neue. Kurze Standzeiten, Kosteneinsparungen und zuverlässige Beratung sind das, was unsere Kunden erwarten“, sagt Volker Wallrodt, Senior Vice President Business Jets, Ruag MRO International.

Ruag MRO International ist spezialisiert auf optimierte Lösungen für Geschäftsflugzeuge. Alle erforderlichen Leistungen werden innerhalb einer einzigen Standzeit und nach individualisierten, den Kundenbedürfnissen angepassten Zeitplänen erbracht. Das Service-Portfolio umfasst die komplette Palette von Wartungschecks, Kabinenmodifikationen, Avionik- und System-Upgrades, MRO von Subsystem und Komponenten, Flugzeuglackierung, Modifikationen Inspektionen vor dem Kauf (PPI), AOG-Fälle, FBO sowie Support und Beratung. Ruag MRO International ist offizieller OEM-Partner und autorisiertes Servicezentrum für Flugzeuge der Typen Dassault Falcon, Embraer und Piaggio, ein autorisiertes Service-Zentrum für den Pilatus PC-12 sowie Service-Zentrum für Hawker Beechcraft, Gulfstream G550 und Bombardier.

Airport Leipzig: Flughafen-Vorstand Johannes Jähn geht

Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG) und Johannes Jähn, bislang COO und Geschäftsführer der Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle, trennen sich vor Ende des Vertrages.

Jähn hat seine Tätigkeit in der Geschäftsführung des Unternehmens im Oktober 2015 aufgenommen. Die MFAG hat sich in dieser Zeit positiv entwickelt. Zuvor war Jähn als Geschäftsführer unter anderem bei Obi Logistics, Emil Lux und Euromate tätig. Nun haben der Aufsichtsrat des Unternehmens und Jähn sich einvernehmlich darauf verständigt, die Bestellung Jähns zum Geschäftsführer vor Ende der Vertragslaufzeit (Ende September 2020) zu widerrufen.

Jähn: „Ich freue mich nach sehr interessanten und erfahrungsreichen Jahren auf eine neue berufliche Herausforderung.“ Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Mitteldeutsche Flughafen AG bedanken sich bei Johannes Jähn für seine engagierte und erfolgreiche Arbeit und wünschen ihm für seinen weiteren Berufsweg alles Gute und weiter viel Erfolg.

Lufthansa fliegt mit mobilem EKG auf Langstrecken

Herz-Kreislauf-Beschwerden sind der häufigste Grund für medizinische Zwischenfälle an Bord. Als weltweit erste Fluggesellschaft hat Lufthansa all ihre Langstreckenflugzeuge mit dem mobilenEKG-System CardioSecur ausgerüstet.

Sofern Ärzte an Bord sind, konnten sie bislang hilfsweise den Defibrillator nutzen, um eine bessere Einschätzung zu erlangen. Doch die so ermittelten Werte ersetzen kein EKG. Das kompakte, intuitive System ermöglicht es Flugbegleitern nun, bei medizinischen Notfällen ohne kardiologisches Fachwissen ein EKG aufzuzeichnen, das zur Diagnose direkt an eine medizinische Hotline am Boden gesendet wird. 2018 wurde das System zunächst auf der A380-Flotte getestet. Ab sofort ist es auf allen Langstreckenflugzeugen für medizinische Notfälle verfügbar.

„Die Gesundheit unserer Fluggäste liegt uns am Herzen. Und gerade wenn es ihnen an Bord nicht gut geht, sollen sie sich bei Lufthansa gut betreut wissen. Die Daten des Ruhe-EKGs direkt aus dem Flugzeug bieten bei medizinischen Notfällen an Bord eine viel bessere Entscheidungsgrundlage, ob eine Ausweichlandung zur ärztlichen Versorgung am Boden erforderlich ist“, erläutert Dr. med. Sven-Karsten Peters, Kardiologe vom Medizinischen Dienst Lufthansa, die Vorteile des Systems.

Telemedizin an Bord mit mobilem EKG-System

Das kompakte mobile EKG-System, das unter dem Namen CardioSecur von der Personal MedSystems GmbH entwickelt und vertrieben wird, nimmt mit 50 Gramm nur wenig Gewicht und Raum in Anspruch. Es besteht aus einer App auf dem Cabin Mobile Device (iPad mini) der Flugbegleiter sowie einer kleinen Tasche mit EKG-Kabel und vier Einweg-Elektroden.

Klagt ein Fluggast über Herzbeschwerden, zeichnet das System in wenigen Schritten ein EKG auf: Als erstes stellt der Flugbegleiter eine Internetverbindung per WLAN über das FlyNet Netzwerk mit dem Cabin Mobile Device her und startet dann die App. Anschließend verbindet die Crew das EKG-Kabel mit den vier Elektroden und platziert sie am Oberkörper des Erkrankten. Die App zeichnet ein Zwölf-Kanal-EKG auf. Manuell können weitere Parameter über den Patienten, wie Alter, Gewicht, Geschlecht, Blutdruck und Sauerstoffsättigung, erfasst werden.

Datenübertragung per FlyNet zum Arzt

Diese Daten werden über die App an die ärztliche Hotline von „International SOS“ (ISOS) übertragen. Der Lufthansa Vertragspartner kann rund um die Uhr von Piloten und Pursern bei medizinischen Fragen kontaktiert werden. ISOS wertet das EKG aus und berät beim telefonischen Austausch auf Basis der Daten die Cockpit-Crew, die letztendlich die Entscheidung treffen muss, ob eine Zwischenlandung erforderlich ist. Sollte unter den Passagieren ein Arzt an Bord sein, kann dieser mit dem Expertenmodus in der App außerdem die Herzaktivität überwachen.

Über das bestehende Programm „Arzt an Bord“ kann das Kabinenpersonal im Falle eines medizinischen Notfalls die an Bord befindlichen Ärzte inklusive ihrer Fachrichtung schnell identifizieren. An dem Programm von Austrian Airlines, Lufthansa und Swiss nehmen derzeit mehr als 11.000 Ärzte aller Fachgebiete teil, um bei medizinischen Zwischenfällen zu helfen. Dazu steht an Bord ein optimal und über die Vorschriften hinausgehend ausgerüsteter Notfallkoffer und weiteres Material zur Verfügung. Auch die Crew ist auf Notfälle gut vorbereitet und wird jährlich in Erster Hilfe geschult.

Medizinischer Begleitservice neu bei Lufthansa

Eine weitere Neuerung: Von sofort an bietet Lufthansa in Kooperation mit dem Dienstleister „Medical Travel Companion“ einen medizinischen Begleitservice an. Wahlweise können Fluggäste eine Krankenschwester, einen Sanitäter oder einen Arzt buchen, die Reisende auf dem gesamten Flug betreuen. Lufthansa ist damit die erste europäische Airline, die diesen Service anbietet. Dabei stehen verschiedene Pakete zur Wahl. Je nach Wunsch können Kunden beispielweise medizinische Überwachung oder Wundversorgung buchen.

Insgesamt ist Lufthansa mit einem breiten medizinischen Produktportfolio weltweit eine der führenden Fluglinien in dieser Disziplin. Seit mehr als 20 Jahren ist Lufthansa die einzige Linienfluggesellschaft, die interkontinentale Intensivtransporte anbietet: Für die Rückführung erkrankter Personen oder den Transport von Patienten, die eine intensivmedizinische Versorgung benötigen, steht das Lufthansa Patient Transport Compartment (PTC) bereit. Das Hightech-Produkt ist eine Art „fliegende Intensivstation“, die modernste Technik, Fachkräfte und effiziente Prozesse mit dem Komfort und der Sicherheit einer abgeschlossenen Intensivstation vereint.

Lufthansa bietet weitere medizinische Dienstleistungen an, wie beispielsweise eine Liege (Stretcher) für gebuchte, nicht intensivmedizinische Patiententransporte, Bereitstellung von medizinischem Sauerstoff, Seminare für entspanntes Fliegen oder ein eigenes Medical Operation Center (MOC). An 365 Tagen steuert das Lufthansa MOC medizinische Transporte oder klärt Fragen von Reisenden, zum Beispiel zu Flugreisetauglichkeit oder Mitnahme von Medikamenten.