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Mars-Roboter „Hammer“ rutscht ab

Der Maulwurf HP3 ist eine Art selbstschlagender Nagel, der bisher etwa 30 Zentimeter tief in den Marsboden vorgedrungen ist. Seit dem 28. Februar 2019 gelingt es aber nicht mehr, tiefer in den Boden zu gelangen. 

Es gibt einen neuen Plan, um den Marsmaulwurf des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der NASA-Mission InSight zu unterstützen. Tests mit dem Maulwurf auf dem Mars sowie Tests mit Nachbauten der Rammsonde beim DLR in Deutschland und am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien gaben Einblicke in die möglichen Ursachen der Situation.

Roboterarm soll Hammer auf dem Mars helfen

Wahrscheinlich ist der Halt des Maulwurfs im umgebenden Boden unter der geringeren Schwerkraft auf dem Mars nicht ausreichend, wobei sich auch kleine spaltförmige Hohlräume zwischen Maulwurf und Boden ausgebildet haben könnten. Nun planen die Wissenschaftler und Ingenieure der InSight-Mission, die auf dem Maulwurf sitzende Stützstruktur mit dem Roboterarm des Landers wegzuheben. Von dem Gehäuse befreit, kann die Situation genauer betrachtet werden und es wird möglich, die Rammsonde beim weiteren Hämmern direkt mit dem robotischen Arm zu unterstützen.

Der Hubvorgang wird im Juni schrittweise kommandiert. Zunächst wird die Stützstruktur gegriffen. Im Laufe einer Woche wird der Arm dann die Struktur in drei Schritten anheben und Bilder aufnehmen. Mit dem behutsamen Vorgehen wollen die Ingenieure sicherstellen, dass der Maulwurf, der bereits zu Dreivierteln im Boden ist, nicht herausgezogen wird.

„Wir wollen die Stützstruktur anheben, weil wir den Maulwurf unter der Hülle und im Boden bisher nicht sehen können und so auch nicht genau wissen in welcher Situation er sich befindet“, sagt der wissenschaftliche Leiter des HP3-Experiments Prof. Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung. „Ziemlich sicher sind wir uns mittlerweile, dass dem Maulwurf der mangelnde Halt im Boden zu schaffen macht, weil die Reibung des umgebenden Regoliths unter der geringeren Schwerkraft des Mars deutlich schwächer ausfällt als erwartet.“ Am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen durchgeführte Tests haben bestätigt, dass dies unter unglücklichen Umständen geschehen kann. Seitlicher Halt und Reibung sind wichtig für den Maulwurf, da der bei jedem Schlag erzeugte Rückstoß durch Reibung am Boden aufgefangen werden muss.

Zudem besteht weiter die Möglichkeit, dass der Marsmaulwurf einen Stein getroffen hat. Die Rammsonde wurde allerdings so konzipiert, dass sie kleinere Steine wegdrücken kann. Sie könnte aber aktuell zwischen einem Stein und der umgebenden Stützstruktur eingeklemmt sein. Wenn dies der Fall ist, kann eine Bewegung der Stützstruktur es ermöglichen, das Hindernis zu überwinden. Der Landeplatz wurde so gewählt, dass er flach ist und so wenige Steine wie möglich an der Oberfläche zeigt. Das bedeutet in der Regel, dass es im Boden ebenfalls weniger Steine gibt. „Wir gehen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit einen zu großen Stein zu treffen nur bei wenigen Prozent liegt“, so Spohn weiter.

Nach anheben des Gehäuses wollen die Forscher entscheiden, wie sie dem Maulwurf am besten helfen können. „Wir planen den Roboterarm zu nutzen, um nah am Maulwurf auf den Boden zu drücken. Durch die zusätzliche Last erhöht sich der Druck auf den Maulwurf und damit die Reibung an seiner Außenwand“, erklärt Spohn. „Unsere Berechnungen am DLR zeigen, dass wir nahe an das Gerät heranmüssen. Unmittelbar über dem Maulwurf, der ja etwas schräg im Boden sitzt, und nahe dran ist die Wirkung am größten. Ohne die Stützstruktur wegzunehmen, hätten wir zu viel Abstand und die Wirkung wäre zu gering.“

Heikle Mission auf dem Nachbarplaneten

Die Stützstruktur des HP3-Experiments wird schrittweise angehoben, da sich im Inneren des Gehäuses Federn befinden, die möglicherweise noch mit dem hinteren Ende des Marsmaulwurfs in Kontakt stehen. „Wenn das der Fall ist, sollten wir vorsichtig beim Anheben sein, damit wir nicht versehentlich die Rammsonde aus dem Boden ziehen“, sagt NASA-Ingenieur Troy Hudson.

„Falls das passiert, können wir sie nicht wieder zurück in ihr Loch setzen oder sie anderweitig direkt mit dem robotischem Arm anheben. Also heben wir die Stützstruktur nach und nach an und prüfen, dass der Maulwurf nicht mitkommt.“ Ein Umsetzen des Maulwurfs würde zudem nicht weiterhelfen, selbst wenn der Arm die Raumsonde greifen könnte. „Wir denken, dass die aktuellen Schwierigkeiten am wahrscheinlichsten einem Mangel an Reibung im Mars-Regolith geschuldet sind. Selbst wenn wir also den Marsmaulwurf umsetzen könnten, würde das vermutlich nicht helfen, denn wir hätten an einer anderen Stelle immer noch das gleiche Reibungsproblem“, ergänzt Hudson.

Hammer hängt schief: Lösung auf den Bildern

Anzeichen für die Verschiebung der Wärmesonde auf dem Mars: Die Trägerstruktur des HP3-Instruments (Heat Flow and Physical Properties Package) bewegte sich beim Hämmern leicht, wie die kreisförmigen „Fußabdrücke“ des Instruments zeigen.

Der selbsthämmernde Maulwurf, Teil des Heat Flow and Physical Properties Package (HP3) auf dem InSight-Lander der NASA, hat sich Anfang Juni 2019 nur teilweise in den Boden des Mars gegraben, wie in dieser Abbildung gezeigt.

Test des InSight-Arms beim Drücken auf den Boden im Labor: In einem JPL-Labor drückt eine Testmodell des InSight-Roboterarms mit seiner Schaufel auf den Boden in der Nähe des Testmodells des selbsthämmernden „Marsmaulwurfs“. DLR-Forscher haben berechnet, dass ein solches Drücken auf den Marsboden dem Maulwurf helfen kann, zu graben, da sich die Reibung des umgebenden Bodens erhöht.

DLR-Ingenieur Torben Wippermann am HP3-Versuchsaufbau: Über dem HP3-Experiment ist ein Ballon zu sehen, der das Experiment entlastet, um verringerte Schwerkraftverhältnisse, wie auf dem Mars zu simulieren.

Tests mit dem HP3-Experiment beim JPL in Kaliforniern: In einem der Situation auf dem Mars nachgestellten Testumgebung im Jet Propulsion Laboratory der NASA untersuchen die Wissenschaftler und Ingenieure mögliche Strategien zur Unterstützung des Heat Flow and Physical Properties Package (HP3) auf dem InSight-Lander

HP3-Ersatzmodell im DLR-Testlabor in Bremen: Das Ersatzmodell des Marsmaulwurfs wird im DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen in einer Box auf Sand getestet. Bei allen Versuchen lauscht ein Seismometer auf die Tätigkeit des irdischen Maulwurfs, das vor dem HP3-Experiment auf dem Sand zu sehen ist.

Testaufbau des HP3-Experiments am DLR in Bremen: Das HP3-Experiment steht auf einer mit Sand gefüllten Box. Oben am Gehäuse ist ein Stück des Maulwurfs zu erkennen, der sich mit einem Schlagmechanismus allein in den Untergrund hämmern kann.

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Kamov Ka-32 Heli live im Einsatz am Airport MUC

Besonderer Besuch am Flughafen München durch den Spezialhubschrauber Kamov Ka-32. Der besondere Lastenhubschrauber hat neue, teflonbeschichtete Membranfelder auf das Glasdach des München Airport Centers (MAC) gebracht.

Anreise aus der Schweiz

Der Ka-32 von Heli Swiss flog extra dazu aus der Schweiz ein und war am Nachmittag im Einsatz zu sehen. Er fliegt mithilfe zweier gegenläufiger Hauptrotoren und startete vom Cargo-Bereich des Flughafens mit dem aufgerollten Segel am langen Seil zum MAC. Bei bestem Wetter und in flirrender Luft konnte man den Flug vom Spotterhüghel am Flughafen aus gut beobachten.

Änderung im Flughafen

Die rautenförmigen Dachflächen sind jeweils 1.100 Quadratmeter groß und wiegen etwa zwei Tonnen. Spezialisten einer Firma aus Raubling werden nun für einige Wochen den aufwändigen Einbau der Segel 45 Meter über dem Boden vornehmen. In dieser Zeit muss aus Sicherheitsgründen die Wegeführung für Fluggäste und Mitarbeiter im MAC geändert werden. Ende Juli sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

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Boeing steigt bei Drohnen-Dienstleister Robotic Skies ein

Boeing steigt bei Robotic Skies ein, einem Serviceprovider zum Kontakt zwischen Herstellern und Betreibern von professionellen unbemannten Fluggeräten (UAS) sowie luftfahrtbehördlich zugelassenen Reparaturbetrieben.

Mobilität on-demand

Es gehe darum, das Ökosystem der Luftfahrt von Morgen strategisch mitzugestalten, so Brian Schettler, Managing Director bei Boeing HorizonX Ventures. Die Zukunft berge Mobilität on-demand inklusive Flugzeugen und anderen Luftfahrzeugen wie auch autonomen Fluggweräten.

Drohnen und Copter

Diese Fluggeräte wie Drohnen und Copter spiegeln zunehmend die klassischen Flugzeuge was den Bedarf an Qualität, Sicherheit und Instandhaltung angeht, wie Gründer von Robotic Skies Brad Hayden erklärt. Daher brauche es auch zugelassenes technisches Personal. Neben dem Branchenriesen Boeing mit Boeing HorizonX Ventures sind auch noch die Investoren von Thayer Ventures, Sun Mountain Capital und KickStart Seed Fund beteiligt.

ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 77“ mit Nachtsicht

Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat als Träger des luftgestützten Rettungsdienstes eine sogenannte Randzeitenausweitung für den am Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz stationierten Rettungshubschrauber beschlossen.

Diese ermöglicht der gemeinnützigen ADAC Luftrettung ab sofort auch Einsätze bis 22:00 Uhr. Bisher konnte „Christoph 77“, einer der modernsten Intensivtransport- und Rettungshubschrauber (ITH), frühestens ab 07:00 Uhr bis Sonnenuntergang alarmiert werden.

Bereitschaft für Rettungshubschrauber verlängert

„Unsere Helikopter haben die Technik und unsere Piloten das Know-how, um Menschen in Notfallsituationen auch in den Abendstunden mit lebensrettender Hilfe aus der Luft zu versorgen“, erklärt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH. Er begrüßt im Sinne der Patienten die Entscheidung des Innenministeriums sehr, die Betriebszeiten zu verlängern. „Damit verbessert sich, unabhängig von Wohnort und Uhrzeit, die notfallmedizinische Versorgung in der Region deutlich“, betont er. Bisher werden Rettungshubschrauber in den meisten Städten und Gemeinden nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eingesetzt. Wer davor oder danach in Lebensgefahr ist, dem kann aus der Luft nicht geholfen werden.

Die ADAC Luftrettung blickt bereits auf lange Erfahrung im Nachtflug zurück und fliegt in Sande, Senftenberg und Münster im 24-Stunden-Betrieb. Technisch möglich werden die Rettungsflüge in der Dämmerung auch durch spezielle Nachtsichtbrillen. Die rund 11.000 Euro teuren Brillen sind Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt. Es ermöglicht den Piloten auch bei minimalen Lichtverhältnissen zu starten und zu landen.

Spezialbesatzung im Hubschrauber

Für mehr Sicherheit für Crew und Patient bei Flügen in den Abendstunden geht die ADAC Luftrettung in Mainz mit einem bundesweit bisher einmaligen Besatzungskonzept an den Start. Im Gegensatz zu Einsätzen bei Tag besteht die Crew in Mainz in der Dämmerung aus vier statt drei Mitgliedern. Neben Pilot, Notarzt und Notfallsanitäter (TC HEMS) ist nach Sonnenuntergang zusätzlich ein auf Nachtflüge spezialisierter Notfallsanitäter (TC NVIS) mit an Bord.

Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Einsätze von „Christoph 77“ bei 1.336. Mit der Randzeitenausweitung kann unter anderem auf die deutlich gestiegene Zahl an sogenannten Sekundäreinsätzen reagiert werden. Als solche werden Verlegungsflüge von Klinik zu Klinik bezeichnet. Luftrettungseinsätze sind jetzt im Sommerhalbjahr (von April bis September) von 06:00 bis 22:00 Uhr möglich, im Winterhalbjahr von 07:00 bis 22:00 Uhr.

Die in Mainz stationierte H145 ist die leiseste ihrer Leistungsklasse und technisch bestens für Flüge in der Dämmerung geeignet. Mit zwei Turbinen ist sie auf lange Flugstrecken ausgelegt und kann so ideal für intensivmedizinische Verlegungsflüge genutzt werden. Die Maschine eignet sich so auch bestens für Inkubatortransporte schwer erkrankter Früh- und Neugeborener sowie für ECMO-Transporte schwer lungenkranker Patienten.

Eine Million Einsätze seit 1970

Kürzlich absolvierte die Station in Mainz den 25.000 Luftrettungseinsatz in der Region. Die Ärzte stellt die Universitätsmedizin. Koordiniert werden die Einsätze von der Regionalleitstelle Mainz und der Zentralen Koordinierungsstelle Rheinland-Pfalz. Die gemeinnützige ADAC Luftrettung mit Sitz in München ist Ende März den 1.000.000. Einsatz seit 1970 geflogen – eine im Rettungsdienst aus der Luft bisher unerreichte Zahl. Allein auf Rheinland-Pfalz entfielen rund 114.000 Einsätze. Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung, die ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung ist, mehr als 1.000 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 260 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 580 Notärzte. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Flughafen Leipzig/Halle billigt neue Cargo City

Der Flughafen Leipzig/Halle entwickelt sich immer mehr zu einem Wirtschaftsmotor für Mitteldeutschland. Angesichts der steigenden Nachfrage hat der Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Flughafen AG weitere strategische Weichenstellungen für den Ausbau des Flughafens vorgenommen.

Seit 2007 hat sich das Frachtaufkommen in Leipzig/Halle mehr als verzehnfacht, die Zahl der direkt am Airport Beschäftigten ist auf 9.500 in über 100 Unternehmen angestiegen. Wachstumstreiber in Leipzig/Halle ist vor allem das DHL-Drehkreuz. Aber auch das DHL-unabhängige Frachtgeschäft entwickelt sich positiv: Über 50 Frachtairlines steuern Leipzig/Halle mittlerweile an. Es zeichnet sich deutlich ab, dass sich der Wachstumstrend auch künftig fortsetzen wird.

Einstimmig haben die Gesellschafter jetzt den Weg für Investitionen in neue Vorfelder, Logistik- und Bürogebäude im Nord- und Südteil des Flughafens Leipzig/Halle freigemacht. Damit können künftig viele neue direkte und indirekte Arbeitsplätze in verschiedenen Tätigkeitsfeldern entstehen, wovon die gesamte Region nachhaltig profitieren wird.

Weitere Cargo City im Norden geplant

Die wichtigste Entscheidung: Der Flughafen Leipzig/Halle erhält eine zweite Cargo City im Norden des Flughafengeländes. Zusammen mit der im Herbst des vergangenen Jahres gemeinsam mit DHL angekündigten Erweiterung des DHL-Drehkreuzes summieren sich die in den nächsten Jahren geplanten Investitionen auf rund eine halbe Milliarde Euro – das größte Investitionspaket für die Mitteldeutschen Flughäfen seit dem Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle in den 1990er Jahren. Die Investitionen werden von der Flughafengesellschaft getragen.

Fünftgrößter Cargo-Hub Europas und zweitgrößter in Deutschland

„Der Flughafen Leipzig/Halle ist auf einem sehr guten Kurs. Mit seinem gesamten Umfeld ist er Jobmotor der Region. Wir investieren weiter in die Zukunft des Flughafens, um das Wachstum langfristig fortzusetzen“, so Sachsens Finanzminister Dr. Matthias Haß, der den Freistaat Sachsen als Hauptaktionär im Aufsichtsrat vertritt. Götz Ahmelmann, CEO der Mitteldeutschen Flughafen AG, sagte zu den jüngsten Weichenstellungen: „Ich freue mich, dass die Gesellschafter unseren Kurs so engagiert unterstützen. Wir können nun unsere hervorragende Marktposition in der Fracht weiter ausbauen: Schon heute ist Leipzig/Halle der fünftgrößte Cargo-Hub Europas und der zweitgrößte in Deutschland. Und das Wachstum hält an: Erst im März 2019 haben wir mit einem Frachtumschlag von 110.419 Tonnen einen neuen Rekord erzielen können.“

Umwelttag: 70.000 Plastikartikel an Bord sparen

SunExpress ersetzt anlässlich des diesjährigen, internationalen UN Umwelttages auf allen internationalen Flügen Plastikgläser, -Strohhalme, -Bestecke und -Rührstäbchen durch nachhaltige Alternativen aus Holz oder Papier.

Dadurch können alleine an diesem einem Tag fast 70.000 Einweg-Plastikartikel eingespart werden. Bei der Beschaffung des Equipments wurde die Fluggesellschaft tatkräftig von ihren Providern Spiriant, RIM und Gate Retail unterstützt. Den von den Vereinten Nationen im Jahr 1974 initiierten „World Environment Day“ begehen jährlich mehr als 100 Länder auf der ganzen Welt.

Leichtbau und Nachhaltigkeit

Auch außerhalb des Weltumwelttages hat SunExpress eine Reihe von Initiativen an Bord und am Boden eingeführt und beschreitet damit Schritt für Schritt ihren Weg hin zu einer „Green Cabin“ und nachhaltigeren Airline. Bereits seit 2018 hat die Fluggesellschaft sukzessive mit dem Einsatz von Leichtbau-Equipment an Bord begonnen: Mit modernen Trolleys werden auf einem Hin- und Rückflug zwischen Deutschland und der Türkei insgesamt 14 Kilogramm Gewicht eingespart, was auf alle durchgeführten Flüge gerechnet einer Gesamt-CO2-Ersparnis von 36,6 Tonnen seit dem Projektstart entspricht.

Darüber hinaus steht im Bordverkauf von SunExpress Deutschland eine umweltfreundliche, falt- und vielfältig einsetzbare Trinkflasche aus Silikon der Firma Bübi bereit. Der Clou: Jede gekaufte Flasche wird kostenfrei mit einem halben Liter Mineralwasser aufgefüllt. Die Flugbegleiter fragen zudem beim Service ab, ob die Fluggäste einen Plastikbecher zu ihrem Getränk wünschen oder nicht. Im Rahmen ihrer Kooperation mit dem Lieferservice-Startup Foodora hat das Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines bereits im Frühjahr den Einsatz von nachhaltigem Geschirr das aus Biomaterialien wie Milchsäure oder Zuckerrohr hergestellt wird, getestet.

Atmosfair fliegen mit vielen Parametern

Beim renommierten, weltweiten Airline Index 2018 der Klimaschutz-Organisation „atmosfair“ ist SunExpress mit ihrer jungen Flotte moderner und effizienter Flugzeuge auf einen respektablen sechsten Platz geflogen. Der Index vergleicht die 190 größten Fluggesellschaften der Welt nach deren Klimaeffizienz und lässt in die Berechnung Faktoren wie den Flugzeugtyp, die Triebwerke, aerodynamische Flügelspitzen und die Flugzeugauslastung einfließen.

Die Fluggesellschaft bietet ihren Passagieren zudem in Kooperation mit „atmosfair“ auf ihrer Homepage an, den CO2-Ausstoß des gebuchten Fluges gleich wieder mit einer Spende an ein Klimaschutzprojekt zu kompensieren. SunExpress versteht diese Aktivitäten als kleine Schritte auf einer kontinuierlichen Reise und wird auch in Zukunft weiter innovative Nachhaltigkeits-Konzepte entlang der gesamten Wertschöpfungskette testen und auf Basis von Kundenfeedback entsprechend weiterentwickeln und optimieren.

Flug-Buchung per Sprachsteuerung über Amazon Alexa

SunExpress betreibt in diesem Jahr mit 84 Flugzeugen die größte Flotte in ihrer Unternehmensgeschichte und blickt zudem auf eine lange Erfolgsgeschichte mit dem Umsetzen von Innovationen und der Zusammenarbeit mit Startups zurück: So ist SunExpress etwa die einzige Airline, die ihren Kunden die Buchung von Flügen per Sprachsteuerung über Amazon Alexa ermöglicht. Im Sommer bietet SunExpress darüber hinaus auch auf ausgewählten Flügen ab Antalya Virtual-Reality-Entertainment über VR-Brillen an.

Airbus H145 für Bad Berka: 24/7 Rettungshubschrauber

Der modernste Hubschrauber, der derzeit in der zivilen Luftrettung eingesetzt wird, fliegt jetzt auch in Bad Berka: Seit gestern startet eine H145 von Airbus Helicopters als neuer Rettungshubschrauber „Christoph Thüringen“. Der Intensivtransporthubschrauber ist der einzige in Thüringen, der rund um die Uhr alarmiert werden kann.

Die H145 stellt einen Generationswechsel in der Luftrettung dar. Alle Flugdaten – beispielsweise zu den Triebwerken oder zur Fluglage – werden den Piloten im hochmodernen Glascockpit auf großformatigen Displays angezeigt. Auf dem Wetterradar können sie schnellwechselnde Wetterlagen frühzeitig erkennen.

High-Tech in vier Achsen

Vorteile für den Piloten bringt der Vierachsen-Autopilot, denn er kann Steuerfunktionen automatisch übernehmen. Die oft lebensrettenden Einsätze von „Christoph Thüringen“ werden so noch sicherer. Ins Auge sticht zudem der ummantelte Heckrotor, der sogenannte Fenestron: Er ist leiser, besser vor Beschädigungen geschützt und bedeutet auch für die Rettungskräfte am Boden mehr Sicherheit.

„Optimale Patientenversorgung und Sicherheit stehen bei uns an erster Stelle“, unterstreicht Jérôme Gehri, Leiter des Flugbetriebs der DRF Luftrettung. „Daher erneuern wir seit einiger Zeit unsere Flotte. Mit der H145 steht den Besatzungen in Bad Berka jetzt ein hochmoderner Hubschrauber zur Verfügung, der in besonderer Weise für die nächtlichen Einsätze an der Station geeignet ist. Außer im Cockpit gibt es auch in der Kabine erhebliche Verbesserungen: Das von uns mitentwickelte neue Innenraumkonzept bietet unter anderem mehr Platz und drehbare Sitze für die Besatzung. Beides kommt unmittelbar unseren Patienten zugute.“

Leipzig/Halle Airport auf der Air Cargo Europe

Auf der „air cargo europe“ in München vom 04. bis 07. Juni präsentiert sich der Leipzig/Halle Airport als Europas fünftgrößtes Luftfrachtdrehkreuz nicht nur mit einem eigenen Stand, sondern ist auch noch an den Gemeinschaftsständen des Netzwerk Logistik Mitteldeutschland sowie der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt vertreten.

„Die „air cargo europe“ ist eine hervorragende Plattform, um einem breiten Fachpublikum die Vorzüge des Standortes Leipzig/Halle aufzuzeigen. Unsere Kunden profitieren sowohl vom umfangreichen Erfahrungsschatz unserer Beschäftigten, als auch von einer topmodernen, intermodalen Infrastruktur. Diese wird in den kommenden Jahren um weitere Vorfeldflächen sowie modernste Frachtumschlags- und Bürokapazitäten erweitert“, so Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden.

24/7 für Frachtflüge am Leipzig/Halle Airport

Mit einem Aufkommen von über 1,22 Millionen Tonnen im Jahr 2018 ist der Leipzig/Halle Airport das fünftgrößte Luftfrachtdrehkreuz Europas und die Nummer zwei in Deutschland. Der Frachtumschlag hat sich seit 2007 mehr als verzehnfacht und verzeichnet weiterhin ein deutliches Wachstum. Insgesamt steuern jährlich über 50 Frachtfluggesellschaften mehr als 200 Ziele weltweit an.

Der Airport verfügt über eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis für Frachtflüge sowie eine direkte Anbindung an das transeuropäische Autobahn- und Schienennetz in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. Damit bietet Leipzig/Halle ideale Voraussetzungen für den Warentransport auf Straße und Schiene. Das Start- und Landebahnsystem umfasst zwei parallele Runways mit einer Länge von je 3.600 Metern, die auch unter CAT-III-b-Bedingungen unabhängig voneinander genutzt werden können.

DHL betreibt seit 2008 am Standort ihr europäisches Drehkreuz. Das Unternehmenunterhält in Leipzig/Halle seit 2008 das größte Drehkreuz innerhalb seines globalen Netzwerks, in dessen Errichtung 655 Millionen Euro investiert worden sind. Darüber hinaus wird derzeit unter anderem die Erweiterung der Infrastrukturen im Bereich des von DHL genutzten Vorfeldes geplant, das aktuell bis zu 60 Flugzeugen Platz bietet. Das beabsichtigte Ausbauvorhaben ermöglicht, abhängig vom Flugzeugtyp, bis zu 36 weitere Parkpositionen.

Airport für AeroLogic von DHL Express und Lufthansa Cargo

Seit März 2006 sind zwei Antonow 124-100 im Rahmen des SALIS-Projektes (Strategic Airlift International Solution) permanent in Leipzig/Halle stationiert. Der Airport ist außerdem Sitz eines Tochterunternehmens der Volga-Dnepr-Gruppe, der Aircraft Maintenance and Engineering Service GmbH (AMTES GmbH), die eine Wartungsbasis für Antonow 124 sowie westliches Fluggerät am Standort unterhält. Zudem bestehen unter anderem regelmäßige Frachtcharterverkehre sowie eine Linienverbindung der Air Bridge Cargo nach Moskau. Der eigen Stand des Flughafens ist in Halle B1 am Messestand 526 zu finden.

Boeing 737 NG mit fehlerhaften Teilen im Vorflügel

Boeing meldet ein weiteres Problem mit der derzeit gefertigten Version der populären 737. Gemeinsam mit der amerikanischen Flugaufsicht hat sich der Hersteller an Betreiber gewandt, um eine Inspektion an den Vorflügeln durchzuführen.

Weitere 112 Flugzeuge der B737 für eine Prüfung vorgesehen

Es geht genauer um die Haltevorrichtung für die Vorflügel. Es sind noch keine Probleme oder Störungen dadurch bekannt. Die fraglichen Teile sind in einer überschaubaren Anzahl aus einer bestimmten Charge verbaut worden. Wahrscheinlich seien 21 Flugzeuge der B737 NG betroffen, sicherheitshalber werden weitere 112 für eine Prüfung vorgesehen.

Teilefehler der Boeing 737 MAX

Auch 20 Boeing 737 MAX, die derzeit wegen des ausstehenden Softwareupdates infolge zweier Abstürze noch gegroundet ist, haben höchstwahrscheinlich diesen Teilefehler. Auch hier werden 159 weitere Flugzeuge zusätzlich geprüft. Die Teile stammen von einem Zulieferer und sind möglicherweise fehlerhaft. Die Betreiber müssen die Teile aber umgehend austauschen, bevor die Flugzeuge wieder fliegend dürfen. Das dürfte aber pro Flugzeug ein bis zwei Tage dauern.

Flughäfen EDDL, EDDH, LHBP auf der Transport Logistic

„Connect differently“ – unter diesem Slogan präsentieren sich vom 04. bis 07. Juni 2019 die Flughäfen Budapest, Düsseldorf und Hamburg gemeinsam auf der Messe Air Cargo Europe im Rahmen der Transport Logistic in München.

Die drei „Schwesterflughäfen“ mit dem Anteilseigner AviAlliance stellen auf der Messe die Gemeinsamkeiten und Charakteristika ihrer Logistikstandorte und -infrastruktur vor – als Alternative zu den klassischen Cargo-Hubs. Der gemeinsame Messe-Auftritt trägt die Standnummer 441 in Halle B1.

Flughäfen mit Frachtspezialisierungen

Hintergrund ist die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Ziel der Kooperation ist es, die Vorzüge der drei Flughäfen dem Fachpublikum gebündelt vorzustellen. Zum ersten Mal kooperierten die Flughäfen Budapest, Düsseldorf und Hamburg im Jahr 2017 mit einem gemeinsamen Stand auf der Air Cargo Europe in München. Aufgrund der positiven Resonanz durch Partner und Messebesucher traten die drei Airports 2018 ebenfalls in Kooperation auf der Air Cargo China in Shanghai sowie dem TIACAs Air Cargo Forum in Toronto auf.

Als Alternative zu den klassischen Luftfracht-Drehkreuzen ergänzen sich die drei Flughäfen mit ihren jeweiligen Spezialisierungen. Bei der Abfertigung können Warenströme so konzentriert und in schlanken Prozessen geführt werden. Das spart Zeit, wenn Waren alternativ zu den Hubs abgefertigt werden. Möglichkeiten zur Bündelung der Warenströme unter den drei Flughäfen (Dreiecksverkehre) sind ebenfalls gegeben. Die drei Flughäfen verfügen zudem über modernste Infrastruktur im Bereich Luftfracht für alle Ansprüche und Bedürfnisse.

Air Cargo-Infrastruktur und Zukunftspotenzial

„Ich freue mich, dass wir unsere Kooperation mit den Flughäfen Budapest und Düsseldorf erfolgreich weiterführen und unsere Cargo-Standorte nun bereits zum vierten Mal auf einer Fachmesse vorstellen“, sagt Alexander Müller, Head of Cargo am Hamburg Airport. „Luftfracht kann nicht nur über große Drehkreuze abgewickelt werden, auch Non-Hub-Flughäfen bieten Vorteile – das möchten wir unseren Partnern, Kunden und den vielen Messebesuchern zeigen. Auch in unserem Hamburg Airport Cargo Center war die Luftfracht in 2018 weiter auf Wachstumskurs und ist um über 4 Prozent gestiegen. In Kooperation mit den Flughäfen Düsseldorf und Budapest sind wir optimal aufgestellt. Ich freue mich auf viele gemeinsame Gespräche auf der Messe in München.“

„Der Cargo-Verkehr findet immer den besten und effizientesten Weg. Wir am Budapest Airport sind der Ansicht, dass wir dieser „beste“ Distributionspunkt in Mittel- und Osteuropa sein können, und zusammen mit unseren Schwesterflughäfen Düsseldorf und Hamburg können wir den Luftfrachtabfertigern neue attraktive gemeinsame Lösungenanbieten“, sagt René Droese, Chief Property and Cargo Officer am Budapest Airport. „Die Luftfrachtindustrie boomt in unserer Region, inklusive des Fracht-Imports und -Exports von Automobilzubehör, Elektrozubehör, pharmazeutischen Produkten und des sehr wichtigen E-Commerce-Markts. Der Luftfrachtverkehr am Budapest Airport stieg in den letzten drei Jahren um 60 Prozent. Unser Plan ist es, noch mehr Fracht- und Belly Cargo-Verbindungen an unseren Flughafen anzuziehen, sowie im gegen Ende 2019 unsere brandneue BUD Cargo City in Betrieb zu nehmen, um die ideale Infrastruktur für weiteres Wachstum im Bereich Cargo zu bieten.“

„Als drittgrößter Flughafen in Deutschland“, so Gerton Hulsman, Geschäftsführer der Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH, „bieten wir unseren Kunden zahlreiche Dienstleistungen und ein maßgeschneidertes Cargo-Handling 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr an. Mit einem Einzugsgebiet von 18 Millionen Menschen in einem Radius von 100 Kilometern und zahlreichen Pharmaunternehmen in der Nähe, lag es auf der Hand, dass wir uns als erster deutscher Flughafen CEIV (Center of Excellence for Independent Validators) zertifizieren ließen, um sämtlichen Pharmakonzernen in NRW eine einwandfreie Kühlkette ihrer pharmazeutischen Produkte gewährleisten zu können. Diese Zertifizierung wurde im April 2019 erneuert. Wir freuen uns daher sehr auf die Messe in München, um gemeinsam mit den Flughäfen Budapest und Hamburg unser Netzwerk auszubauen, neue Kooperationen zu schließen und unsere CEIV-Zertifizierung zu präsentieren.“

MTU: Neue Triebwerksgeneration auf der Paris Air Show

Im Mittelpunkt des Auftritts der MTU Aero Engines steht das neue Technologieexponat: Ein 85-Zoll-Bildschirm wird entlang eines stilisierten Triebwerks bewegt und stellt interaktiv die MTU-Schlüsseltechnologien der nächsten Getriebefan-Generation im Detail dar.

Auf der diesjährigen International Paris Air Show vom 17. bis 23. Juni präsentiert Deutschlands führender Triebwerkshersteller so zukunftsweisende Antworten wie noch nie. Denn militärische Antriebe sollen noch leistungsfähiger und zivile noch sparsamer und umweltverträglicher werden. Dabei hat die MTU nicht nur die nächste zivile Antriebsgeneration im Visier, sondern richtet ihren Blick auch auf die Zeit nach 2050.

Neues interaktives Technologieexponat

Auf ihrem rund 300 Quadratmeter großen Stand (Nummer C254) in der Halle 2A präsentiert die MTU technologische Highlightsaus ihren drei Geschäftsbereichen – zivile und militärische Triebwerke und Instandhaltung. Hierbei konzentriert sich die MTU auf ihre beiden Komponenten Hochdruckverdichter und die schnelllaufende Niederdruckturbine.

Die neuen Technologien sollen in den 2030er-Jahren in der Luft sein. Thematisiert werden auch die aktuellen Dauerbrennerthemen der Branche: nachhaltige, regenerative Kraftstoffe (eFuels), die sofort eingesetzt werden können, Elektrisches bzw. Hybrid-Elektrisches Fliegen sowie Fliegen mit Wasserstoff, also den Einsatz von Brennstoffzellen. Auch daran arbeiten die MTU-Experten mit Hochdruck und stellen ihre Ideen und Konzepte vor.

Revolutionäre Triebwerkskonzept

Der Münchner Triebwerkshersteller zeigt auch revolutionäre Antriebsideen für die Luftfahrt ab dem Jahr 2050. Sie helfen dabei, die ambitionierten Flightpath-2050-Umweltziele bis hin zum emissionsfreien Fliegen zu erreichen. Die beiden innovativenMTU-Ansätze gehen über herkömmliche Technologien hinaus: Der Composite-Cycle-Ansatz kombiniert die bewährte Fluggasturbine mit einem Kolbenverdichter und -motor und beim STIG Cycle wird ein Dampfkraftprozess in den Gasturbinenprozess integriert, um die Wärme des Abgasstrahls dem Prozess innerhalb des Triebwerks wieder zuzuführen.

Welche Rolle die Digitalisierung für Deutschlands führenden Triebwerkshersteller spielt, erfahren die Messebesucher ebenfalls am MTU-Stand: Auf einem eigenen Screen wird deutlich, wo im Triebwerk mittels virtueller Entwicklung Prozesse schneller, effizienter und ökonomischer gestaltet werden können und wie wichtig Simulationen in Zukunft für die Bereiche Entwicklung, Produktion und Zulassung werden. Die Münchner haben auch aktuelle Hardware im Gepäck: Ein GEnx-Turbinenzwischengehäuse wird in Originalgröße präsentiert und in einer Glasvitrine sind neue Werkstoffe sowie innovative Bauteil-Designs, die mittels additiver Fertigung realisiert werden können, ausgestellt.

Militärtechnologien und Neues der Instandhaltung

Die MTU hat auch für den militärischen Bereich einiges zu bieten: Gezeigt werden das Eurofighter-Triebwerk EJ200 sowie das T408 von GE Aviation für den Transport-Hubschrauber CH53-K von Sikorsky. Zusammen mit Safran Aircraft Engines wird die MTU eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung eines neuen Triebwerks für ein zukünftiges europäisches Kampfflugzeug spielen. Mit einem interaktiven Exponat zeigt Deutschlands führender Triebwerkshersteller, wie entscheidend ein Next European Fighter Engine (NEFE) für die Leistungsfähigkeit der nächsten Kampfflugzeuggeneration ist.

Die MTU Maintenance stellt ihr neu definiertes Serviceportfolio, MTUPlus Intelligent Solutions, vor. Dieses Leistungsangebot ist auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten. Es richtet sich an Betreiber, die zur Kostenkontrolle und -optimierung zunehmend passgenaue Lösungen für den gesamten Lebenszyklus ihrer Triebwerke benötigen, sowie Eigentümer und Leasinggeber, für die Restwert und Betriebs- und Instandhaltungskosten von höchster Bedeutung sind. Das neue Portfolio umfasst die vier Pakete PERFORMPlus, SAVEPlus, VALUEPlus und MOVEPlus sowie zusätzliche Betreuungsleistungen im Rahmen des SERVICEPlus-Pakets für einmalige und Ad-hoc-Bedarfe.

Abgerundet wird der MTU-Messeauftritt von den Zukunftsforschern des Münchner Luftfahrt-Think-Tanks Bauhaus Luftfahrt. Sie präsentieren ihre Konzeptstudie Composite Cycle Engine und erläutern, wie Kolbenmaschinen den thermischen Wirkungsgrad erhöhen, indem sie höhere Spit-zendrücke und -temperaturen im Kerntriebwerk ermöglichen. Ihre Annahme: Für eine Inbetriebnahme im Jahr 2050 können Verbesserungen beim Kraftstoffverbrauch von elf Prozent gegenüber der erwarteten 2050er-GTF-Technologie erreicht werden. Das bedeutet inklusive technologischer Verbesserungen am Flugzeug bis zu 50 Prozent gegenüber der 2000er-Turbofan-Technologie.

Utair bietet Flug von Wien nach Ufa in Russland

Seit heute fliegt Utair von Wien nach Ufa in Russland. Die Hauptstadt der russischen Republik Baschkortostan wird zweimal wöchentlich bedient, neben Moskau sind damit zwei Destinationen mit der russischen Airline ab Wien erreichbar.

Russland ist ein wichtiger Markt für den Flughafen Wien und den gesamten Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich. Ufa ist Hauptstadt der Republik Baschkortostan im Südosten des europäischen Russlands. Eröffnet wurde die neue Verbindung heute von Flughafen-Vorstand Mag. Julian Jäger und Transportminister Timur Mukhametyanov aus Baschkortostan, sowie Tatiana Domentean, Airline-Representation in Österreich von Utair und Arthur Schainurov, CEO von Transterminal-Aero GmbH aus Ufa.

Drehkreuz von Utair Ufa

„Erstmals gibt es eine Direktverbindung zwischen Wien und Ufa in Baschkortostan im Südosten des europäischen Russlands. Utair verbindet damit zwei bedeutende Industriestandorte und stärkt die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder. Der Flughafen Wien eröffnet mit der neuen Verbindung die 46. Osteuropa-Destination und ist eines der führenden Drehkreuze in diese Region. Alleine in Russland werden im Sommer 2019 sechs verschiedene Flughäfen bedient“, freut sich Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG über die neue Flugverbindung.

„Ufa Inernational Airport ist das wichtigste regionale Drehkreuz von Utair. Erst in diesem Jahr haben Utair und die Regierung Baschkortostan beschlossen, die Zusammenarbeit zu vertiefen und ein Hightech-Flugzeugwartungszentrum am Flughafen Ufa zu eröffnen. In der Sommersaison verbindet Utair den Flughafen Ufa mit Anapa, Jaketerinburg, Kasan, Moskau, Nischni, Nowgorod, Samara, Churgut, Tjumen und Chanty-Mansijsk und als erste internationale Flugroute auch mit Wien. Wir sind uns sicher, dass die Strecke gut in der Region angenommen wird“, erklärt President von Utair Passenger Airlines, Pavel Permyakov.

Ufa – Geheimtipp für Urlauber

Die Metropole ist mit über einer Million Einwohnern das bedeutendste Wirtschaftszentrum der Region und ein wichtiger Industriestandort in Russland. Baschkortostan steht nicht nur für Öl und andere Ressourcen, sondern auch für Technologie wie zB. Helikopterantriebssysteme. Die noch eher unbekannte Urlaubsdestination hat großes touristisches Potential. Besonders Wanderlustige kommen bei weitreichenden Naturlandschaften auf ihre Kosten: 100 km entfernt liegt das Uralgebirge mit beeindruckender Berg- und Grünlandschaft.

Die ursprüngliche Route der Transsibirischen Eisenbahn führte direkt an Ufa vorbei, heute erreicht man in etwa sechs Autostunden die nächste Station der längsten Eisenbahnstrecke der Welt. Zur Steigerung der Bekanntheit Baschkortostans, dessen Teile ähnlich Österreichs UNESCO-Weltkulturerbe sind, findet am 25. Juni 2019 ein Kulturspektakel im Wiener Museumsquartier statt, zu dem über hundert Künstler und Musiker aus Baschkortostan erwartet werden.

Flugverbindung nach Ufa

Utair Aviation ist das Kernunternehmen der Utair Gruppe, die verschiedenste Unternehmen im Bereich Flugzeugbetrieb (Starr- und Drehflügler), Instandhaltungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von Flugzeugen, Personalausbildung sowie Bereitstellung und Verkauf von Flugleistungen beinhaltet. Im Jahr 2018 beförderte die Flotte von Utair Aviation 7.957.868 Passagiere. In der Hauptsaison fliegt Utair 170 Destinationen an, darunter 65 als exklusive Ziele.

Die russische Fluglinie bedient die Strecke zwischen Wien und Ufa an jedem Montag und Freitag. Aus Ufa startet ein Flugzeug um 09:45 Uhr und kommt um 11:05 Uhr wieder in Wien an. Der Rückflug hebt um 12:05 Uhr aus Wien ab und landet um 19:20 Uhr wieder in Ufa. Die Airline bedient seit Sommer 2017 auch eine tägliche Verbindung nach Moskau-Vnukovo. Die Flotte von Utair besteht aus über 60 modernen Flugzeugen, die den Flughafen Vnukovo International Airport in Moskau als Hauptdrehkreuz nutzen.

Airbus A220 jetzt von Airbus Canada Limited Partnership

Heute tritt die Umfirmierung der CSALP zu Airbus Canada Limited Partnership in Kraft. Zuvor trug die Partnerschaft noch die Namen Flugzeuge aus der C-Serie von Bombardier im Namen.

Airbus hatte das neue Airlinerprogramm, das mangels Nachfrage zunächst nicht recht in die Gänge gekommen war, mehrheitlich übernommen. Airbus gibt dem Programm nun auch visuell sein Logo. Bald soll es auf allen Dokumenten und Materialien mit Markenbezeichnung stehen. Auf den Gebäuden in Mirabel in Kanada erscheinen nun die Markennamen von Airbus und Bombardier nebeneinander.

A220 aus Mirabel und Mobile

Hier befinden sich die Werke der nun Airbus A220 genannten Flugzeugfamile und die von Bombardier und deren Regionalflugzeugen CRJ. Die Limited Partnership hat ihren Sitz in Mirabel, Québec. Deren Mehrheit ist im Besitz von Airbus SE, dazu kommen noch Bombardier Inc. selbst sowie die Investissement Québec (als Vertreter der Regierung von Québec). Noch dieses Jahr soll auch die Produktion von A220 in Mobile, Alabama, beginnen.

BER: TÜV Ok für Entrauchung und leiseres Fliegen

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH will das Einsetzen leiserer Flugverfahren am BER honorieren. Dazu soll die Entgeltordnung für Airlines angepasst werden. Bislang wurden die Entgelte ausschließlich anhand der Flugzeugtypen ermittelt, denen jeweils eine feste Lärmklasse zugeordnet wurde.

Zukünftig spielt es für die Entgelte eine wichtige Rolle, welches Flugverfahren gewählt wird. Reihenuntersuchungen der Flughafengesellschaft haben nämlich gezeigt, dass es pro Flugzeugtyp möglich ist, leiser oder lauter zu fliegen. Um die Belastung für die Anwohner zu reduzieren, wird deswegen künftig ein leises Fliegen durch niedrigere Entgelte belohnt. Die Abrechnung jedes Starts und jeder Landung erfolgt auf der Basis des tatsächlich gemessenen Lärms.

Flugverfahren und Tageszeit

Die Flughafengesellschaft wird dafür sechs zusätzliche Messstellen errichten und die Lärmentgelte feiner abstufen. Statt sieben wird es künftig elf Lärmklassen geben, die in Schritten von zwei Dezibel (dB) gestaffelt sind. Flüge an den Randzeiten vor 06:00 Uhr und nach 23:00 Uhr werden zusätzlich mit einem hohen Entgeltzuschlag belegt. Das bedeutet für die Airlines, dass ein Flug mit dem gleichen Flugzeugtyp je nach gewähltem Flugverfahren und Tageszeit um ein Vielfaches teurer werden kann. Flüge mit lauten Flugverfahren in den Randzeiten werden dadurch für die Airlines wirtschaftlich unattraktiver.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Leiser fliegen soll sich lohnen. Wir schaffen einen Anreiz für die Airlines, gleichzeitig auf die Menschen im Flughafenumfeld Rücksicht zu nehmen und Geld zu sparen. Wegen des hohen Kostendrucks der Branche werden die Airlines die lauten Flugverfahren und die teuren Randzeiten meiden. Wenn wir mit dem BER erfolgreich sein wollen, kommen wir ohne die Randzeiten trotzdem nicht aus. Insbesondere die für die gesamte Region wichtigen Langstreckenverbindungen nach Amerika und Asien müssen die Möglichkeit haben, die Randzeiten nutzen zu können.“

Meilensteine am BER: Entrauchung und Lüftungstechnik

Die finalen Prüfungen der brandschutztechnischen Anlage im Fluggastterminal kommen weiter voran. Die Prüfung durch den Übergeordneten Sachverständigen (ÜSV) der maschinellen Rauchabzugsanlagen wurde in dieser Woche abgeschlossen. Bei der Prüfung wurden keine Mängel festgestellt. Damit wurde die ordnungsgemäße Beschaffenheit, Wirksamkeit und Betriebssicherheit dieser Anlagen bestätigt. Bereits in der letzten Woche wurden die lüftungstechnischen Anlagen im Fluggastterminal und den beiden Pavillons Nord und Süd durch den Übergeordneten Sachverständigen (ÜSV) final geprüft. Die Betriebssicherheit und Wirksamkeit wurde vom ÜSV für alle im Objekt installierten Lüftungsanlagen bescheinigt und deren Betrieb als zulässig erklärt.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Mit den vom TÜV freigegebenen lüftungstechnischen Anlagen und der kompletten Entrauchungsanlage wurden weitere Meilensteine bei der Fertigstellung des BER Terminal 1 erreicht. Damit sind zur Wirkprinzipprüfung (WPP) nur noch drei Anlagengruppen offen, in denen bis zum Sommer grünes Licht für die WPP erwartet wird. Die Firma Caverion hat die umfangreichen Anlagen zur Entrauchung und Belüftung rechtzeitig fertiggestellt. Für die gute Zusammenarbeit mit der Firma bedanken wir uns. Ebenfalls danke ich der Projektleitung und den Kompetenzteams der Flughafengesellschaft, die mit unermüdlichen Einsatz diese sehr umfangreichen technischen Anlagen fertiggestellt haben.“

Emirates A380 fliegt Kurzstrecke zweimal pro Tag

Emirates bedient künftig mit dem Airbus A380 zweimal täglich Muskat in Oman. Es ist der kürzeste Linienflug mit dem der A380 für die Airline fliegt.

Die Fluggesellschaft wird ab 01. Juli die Frequenzverstärkung einführen und damit genau ein Jahr nach der Einführung des Riesenairbus auf der Strecke verdoppeln. Auf der kurzen Strecke legt die A380 mit der Flugnummer EK 862/863 und EK864/865 von Dubai zum Muscat International Airport (MCT) nur 340 Kilometer zurück.

Emirates A380 fliegt Kurzstrecke zweimal pro Tag
Emirates A380 fliegt Kurzstrecke zweimal pro Tag

Anschluss an internationales Netz

Reisende aus Oman werden so an die Langstrecken der Airline angebunden. Der Morgenflug verlässt Dubai um 08:25 Uhr Ortszeit und landet in Muskat um 09:40 Uhr. Der Rückflug EK 863 startet um 11:15 Uhr mit Landung um 12:25 Uhr in Dubai. Die spätere Verbindung staret um 16:10 bzw. 19:05 Uhr. Beide Flüge werden von einem Superjumbo mit 429 Economy-Sitzen, 76 Plätzen in der Business-Class und 14 First Class Suiten im Oberdeck geflogen. Emirates fliegt seit 1993 in den Oman. Zuvor war die Destination mit einer Boeing 777-300ER bedient worden.

Airbus: Geburtsstunde vor 50 Jahren

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Vor 50 Jahren, am 29. Mai 1969, wurde auf der Pariser Luftfahrtausstellung Le Bourget ein Vertrag unterzeichnet, der den ersten Meilenstein in der Geschichte des heute zweitgrößten Flugzeugherstellers der Welt legte – Airbus.

An diesem Tag unterschrieben Minister aus Deutschland und Frankreich die gemeinsame Entwicklung der A300. Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) gratuliert Airbus zu diesem Jubiläum und blickt auf 50 Jahre europäischeFlugzeugentwicklung zurück.

Gemeinschaftsprojekt ehemaliger Gegner

„Aus dem nach dem Zweiten Weltkrieg noch angeschlagenen Europa hat sich mit Airbus einer der stärksten internationalen Konzerne entwickelt. Das Unternehmen ist das beste Beispiel dafür, wie viel wir mit internationaler Zusammenarbeit schaffen und gewinnen können“, sagt Prof. Rolf Henke, Präsident der DGLR. „Die DGLR hat diese Entwicklung von Anfang an mit verfolgt und wissenschaftlich unterstützt. Noch vor der Gründung waren Airbus und die A300 eines der großen Themen bei unserer Jahrestagung von 1967. Wir gratulieren Airbus ganz herzlich zum Jubiläum und freuen uns darauf, noch viele weitere Projekte begleiten zu können.“

Schon bei der Paris Air Show im Juni 1965 fanden erste Gespräche über die Anforderungen eines gemeinsamen neuen „Airbus“ zwischen den großen europäischen Fluggesellschaften aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland statt. Auch bei dem ein paar Monate später von der WGLR (Wissenschaftliche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt), der Vorgängergesellschaft der DGLR, ausgerichteten sechsten Europäischen Luftfahrtkongress in München war die Kooperation Thema.

Der damalige technische Direktor von Sud Aviation, Pierre Satre, nahm den Kongress zum Anlass, noch einmal eindringlich zur Zusammenarbeit in der Luftfahrtindustrie aufzurufen. Die europäische Luftfahrtindustrie könne von dem steigenden Luftverkehrsbedarf nur in geringem Maße Nutze ziehen, sagte Satre bei der Veranstaltung, es sei denn, die europäischen Länder vereinigten ihre Anstrengungen, ein gemeinsames Programm aufzustellen, ihre verfügbaren Mittel zusammenzulegen und alle Vorteile einer Zusammenarbeit auszunutzen.

1966 beantragten die drei Länder die Förderungen bei ihren Regierungen. Aufgrund der Befürchtung, dass zu wenige Bestellungen für den A300-Entwurf eingehen würden, zogen sich die Briten am 10. April 1969 aus dem Projekt zurück. Westdeutschland sprang ein und übernahm die Anteile. So waren es nur noch der französische Verkehrsminister Jean Chamant und der deutsche Wirtschaftsminister Karl Schiller, die am 29. Mai 1969 den Start des A300-Programms unterschrieben und somit den Grundstein für ein gemeinsames europäisches Unternehmen legten. Am 18. Dezember 1970 wurde Airbus Industries als GIE (Groupement d’Intérêt Économique) auch formal eingerichtet.

Airbus baut erstes Flugzeug

In den ersten Monaten nach Beschluss der A300 gab es noch einige Zweifel an der Notwendigkeit eines Flugzeugs dieser Größe. Insbesondere da das Konzept kein drittes oder viertes Triebwerk vorsah und daher nicht für längere Distanzen geeignet gewesen wäre. So hätte erst ein neues stärkeres Triebwerk entwickelt werden müssen. Neue Passagierstudien ergaben schließlich, dass der Anstieg der Passagierzahlen doch geringer ausfiel, als ursprünglich gedacht. So wurde der Entwurf von einem 300-Sitzer zu 250 Sitzplätzen und einer Reichweite von 2.200 Kilometern runterskaliert und benötigte keine neuen Triebwerke mehr. Das neue Flugzeug erhielt den Namen A300B.

Frankreich war verantwortlich für das Cockpit, die Flugsteuerung und die untere Mittelsektion des Flugzeugrumpfes. Deutschland übernahm die Produktion des vorderen und hinteren Rumpfteils sowie die obere Mittelsektion. Die Briten waren zwar aus dem Projekt ausgeschieden, übernahmen aber die Produktionsverantwortung für die Flügel. In den Niederlanden sollten die Klappen und Spoiler produziert werden und Spanien übernahm ab 1971 das horizontale Leitwerk. 1970 kam die erste Bestellung für das neue Flugzeug: Air France bestellte sechs A300B2 – die größere Version der A300B mit 270 Sitzen. Der Jungfernflug des weltweit ersten kommerziellen „Twin-Aisle“-Großraumflugzeugs (zwei Kabinengänge) fand am 28. Oktober 1972 statt.

A320 die bedeutendste Flugzeugfamilie

Es folgte ein neues Flugzeugmuster, das neben der größeren Reichweite eine bessere Leistung und einen kürzeren Rumpf haben sollte. Der Erstflug der A310 fand am 03. April 1982 in Toulouse statt. Erstkunden wurden Lufthansa und Swissair. Der Prototyp aus dem Jungfernflug blieb danach noch lange im Einsatz. 2015 hatte er seinen letzten Flug.

Nach den Erfolgen der A300 und der A310 begann Airbus mit der Entwicklung eines kleineres Single-Aisle-Modells für 100 bis 200 Passagiere. Die Größe ist bis heute für alle Flugzeughersteller und Fluggesellschaften die bedeutendste Sparte, da sie auf den meisten Kurz- bis Mittelstrecken eingesetzt wird. Die A320 sollte eine 20 Prozent größere Ladekapazität haben als die 737-300 des US-amerikanischen Konkurrenten Boeing und 50 Prozent weniger Betriebskosten aufweisen als die Boeing 727. Als das erste Flugzeug rund drei Jahre später fertiggestellt wurde, lagen bereits 260 Bestellungen und über 150 Kaufoptionen auf den neuen Typ vor. Der Erstflug erfolgte am 22. Februar 1987.

Nur wenige Monate später, im Juni 1987, wurde auch das A330/340-Programm beschlossen, das Airbus den Weg in den Markt der Großraum-Langstreckenflugzeuge eröffnen sollte. Die A330 und die A340 wurden in der fast gleichen Konfiguration geplant. Der Unterschied lag lediglich in der Triebwerksanzahl – zwei für die A330, vier für die A340. Am 25. Oktober 1991 startete die A340 zu ihrem Erstflug, die A330 folgte am 02. November 1992. Mit der Zeit setzte sich die A330 durch ihren deutlich geringeren Kerosinverbrauch gegen die A340 durch. 2011 wurde das A340-Programm eingestellt.

Riesenairbus und neue Flugzeuggenerationen

Abgelöst wurde das Flugzeug durch die A350 XWB. Ursprünglich geplant als eine Modernisierung des A330-Modells wurde das A350-XWB-Projekt über die Zeit so stark abgewandelt, dass es sich schließlich in 90 Prozent der Bauteile von der A330 unterschied. Heute ist die A350 XWB das Verkehrsflugzeug mit dem höchsten Anteil an Kohlefaserverbundwerkstoffen. Der Erstflug fand am 14. Juni 2013 statt. Seit dem 15. Januar 2015 ist die A350 XWB im Dienst.

Parallel arbeitete Airbus schon seit Beginn der 1980er-Jahre an der Machbarkeit eines Großflugzeugs. Als im Jahr 2000 die ersten Kaufabsichten vorlagen, begann Airbus mit der Entwicklung der A380. Das bislang größte Passagierflugzeug fasst bis zu 555 Sitzplätze in drei Klassen. Am 27. April 2005 startete das vierstrahlige Flugzeug zum ersten Mal. Zwei Jahre später wurde es in Dienst gestellt. Aufgrund der zu geringen Absatzzahlen stellte Airbus das Projekt im Februar 2019 ein. In den letzten Jahren folgten Neuauflagen der A320- und A330-Modelle. Die mit NEO bezeichneten Flugzeuge sind mit neueren, leistungsfähigeren Triebwerken ausgestattet und modernisiert. Die A330neo weist außerdem eine größere Flügelspannweite auf. Die heutige Airbus S.A.S. ist eine Tochter der Unternehmensgesellschaft Airbus SE mit Sitz in Leiden in den Niederlanden, die von 2000 bis 2013 unter dem Namen EADS (European Aeronautic Defence and Space) firmierte. Zu ihr gehören auch die Geschäftsbereiche Airbus Defence and Space und Airbus Helicopters.

Beste Bewertung für Office Park am Flughafen Wien

Das REB-Institute honorierte in der diesjährigen Bewertung die kontinuierliche Weiterentwicklung der Marke „Airport City Vienna“ in der Kategorie Business Campus mit dem ersten Platz. Die Entwicklung des Immobilienstandortes Flughafen zu einer multifunktionalen Airport City ist ein wesentliches Element der Flughafen-Strategie.

Innovationskraft, ein breites Unterstützungsangebot für Mieter und eine hohe Weiterempfehlungsrate machen die Airport City Vienna als Business Campus in Österreich unschlagbar.

Businesslandschaft am Flughafen Wien

Das European Real Estate Brand Institute (REB-Institute) vergab nach 2018 auch in diesem Jahr den ersten Platz an den Flughafen Wien und verwies große Betriebsstandorte wie das „Quartier Belvedere Central“ oder „Viertel Zwei“ auf die Ränge zwei und drei. „Es bestätigt die erfolgreiche Strategie, dass sich die Airport City Vienna auch 2019 als stärkste Business Campus-Marke behauptet hat. Eine gute Verkehrsanbindung und ein breites Infrastrukturangebot machen die Airport City Vienna zum idealen Betriebsstandort.

Mit der Eröffnung des neuen Office Park 4 ab Mai 2020 gibt es zusätzliche 26.000 m² an Büros“, so Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG. „Innovation und höchste Qualität zeichnen unser Engagement für die Weiterentwicklung der Airport City Vienna aus. Wir freuen uns, dass wir erneut den ersten Platz als bester Business Campus Österreichs für uns entschieden haben“, sagt Mag. Wolfgang Scheibenpflug MRICS, Geschäftsbereichsleiter Immobilien- und Standortmanagement der Flughafen Wien AG.

Airport City Vienna Nummer eins in Österreich

Besonders punkten konnte der Betriebsstandort Flughafen Wien mit seiner Innovationskraft, der breiten Angebotspalette für Mieter sowie einer hohen Weiterempfehlungsrate. Mit einer Logistikfläche von rund 40.000 m², einem Office-Angebot von derzeit mehr als 100.000 m² Büro- und Eventflächen, verschiedenen Nahversorgungs- und Serviceeinrichtungen, wie Supermärkten, einer Apotheke, einem Fitnesscenter, einem 24/7-Post Partner, einer KFZ-Zulassungsstelle und zahlreichen weiteren Angeboten, ist der Flughafen Wien ein perfekter Betriebsstandort. Zusätzlich gewinnt die Airport City durch die leistungsfähige Verkehrsanbindung an Straße, Schiene und Luft besondere Attraktivität und bietet ideale Voraussetzungen für Betriebsstandorte.

Umfassende Studie des European Real Estate Brand Institutes Als führende Plattform zur Positionierungsbestimmung von Unternehmensmarken der europäischen Immobilienwirtschaft, erhebt das European Real Estate Brand Institute seit 2009 wissenschaftlich anerkannte Marken-Wert-Studien. Jährlich werden 1.600 Marken in 47 Ländern evaluiert. In Österreich haben mehr als 7.000 Branchenexperten über 150 Unternehmen und deren Markenwerte bewertet.

Flugsicherheit bei Drohnen durch Ortung über Mobilfunk

Die Telekom und die Deutsche Flugsicherung DFS haben am Mittwoch die Gründung ihres Gemeinschaftsunternehmens Droniq GmbH bekanntgegeben. Droniq stellt eine technische Plattform zur Ortung von Drohnen zur Verfügung, die künftig Drohnenflüge auch außerhalb der Sichtweite des Piloten ermöglicht.

Die Sicherheit von Drohnenflügen gewährleisten, ohne dass der Steuerer seine Drohne stets im Blick haben muss und ohne dass es zu Konflikten mit dem bemannten Flugverkehr kommt: Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und die Deutsche Telekom AG wollen für diese Aufgabe eine eine Lösunganbieten. Sie haben gemeinsam eine Technologie entwickelt, die die Ortung von unbemannten Luftfahrtsystemen (Unmanned Aircraft Systems – UAS) über das Mobilfunknetz ermöglicht.

Damit wurde die zentrale Voraussetzung geschaffen, um Drohnen nicht nur im Nahbereich, sondern auch über größere Distanzen sicher einsetzen zu können – Grundlage für den wirtschaftlichen Betrieb der unbemannten Fluggeräte. „Mit unserer Technik wird es endlich möglich, das volle Potential professionell genutzter Drohnen ausschöpfen zu können. Dazu vereinen wir in Droniq das Luftfahrt-Knowhow der DFS mit der Mobilfunk-Kompetenz der Telekom“, sagt Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.

„Luftfahrt-Knowhow und Mobilfunk-Kompetenz“

Kern des Produktangebots von Droniq ist ein UAS Traffic Management System (UTM), das die Positionsdaten der Drohnen verarbeitet und zusammen mit den Ortungsdaten der bemannten Luftfahrt darstellt. Auf diese Weise entsteht ein komplettes Luftlagebild. Daneben bietet das UTM weitere Funktionen zum sicheren Betrieb von Drohnen im deutschen Luftraum.

Dazu zählen die Möglichkeiten zur Registrierung, zur Missionsplanung oder für automatisierte Aufstiegsgenehmigungen. „Droniq bietet einen Einstieg in den kommerziellen Betrieb von unbemannten Fluggeräten, insbesondere für Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite des Steuerers. Dazu führen wir das deutschlandweit erste einsatzfähige UAS Traffic Management System in den Markt ein, um Drohnen sicher und effizient in den Luftraum zu integrieren“, sagt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, CEO der DFS.

„Erstes einsatzfähiges UTM-System“

Die heute notwendige Hardware besteht aus einem speziellen Modem mit einer integrierten SIM-Karte. Dieses sogenannte Hook-on-device übermittelt per Mobilfunk die Position der Drohne sowie dessen Kennung an das UTM. Über das Mobilfunknetz können außerdem nicht nur Basisdaten, sondern auch zusätzliche Informationen wie Bild- und Messdaten in Echtzeit übertragen werden. Ziel von Droniq ist es, ihr Produkt zu einer rein digitalen Lösung weiterzuentwickeln. Voraussetzung hierfür ist, dass die Drohnen herstellerseitig standardmäßig mit einem LTE-Modul ausgestattet sind. Dann müssten die Nutzer nur die SIM-Karte in der Drohne aktivieren, um das UTM-System nutzen zu können.

Zunächst Aufbau in Deutschland

Zunächst wird sich Droniq auf den deutschen Markt konzentrieren, den Heimatmarkt der DFS und Telekom. Eine schrittweise Expansion ins europäische Ausland ist geplant. Vorrangige Zielgruppen von Droniq sind vor allem gewerbliche Steuerer aus den Bereichen Infrastruktur, Vermessung oder Landwirtschaft, die Drohnen außerhalb der Sichtweite fliegen wollen. Daneben Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungswesens sowie Nutzer aus dem Umfeld der allgemeinen Luftfahrt. Trainings für Drohnensteuerer sowie individuelle Beratungsangebote gehören bereits heute zum Portfolio der Droniq.

Hybridantrieb von Raketen im Test erfolgreich

Im Frühjahr 2019 wurde auf dem Prüfstand „Viererblock“ in Trauen erfolgreich das neuartige Hybridraketentriebwerk „AHRES-B“ getestet. Für die Forscher ein besonderer Grund zur Freude, denn Hybridraketentriebwerke sind grundsätzlich günstiger und sicherer als herkömmliche Raketenantriebe. Und nicht nur das. 

Der Hybridantrieb AHRES-B ist zudem deutlich effektiver als alle seine Vorgänger. Der aktuelle Test beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat gezeigt: Die technologische Entwicklung von Hybridraketentriebwerken ist jetzt weit genug fortgeschritten, um eingesetzt zu werden, beispielsweise auf Höhenforschungsraketen.

Explosionsgefahr gebannt

Der Vorteil: Hybridraketentriebwerke sind Kombinationen aus Feststoff- und Flüssigtriebwerken und vereinen die besten Eigenschaften beider Triebwerkstypen. Der flüssige Sauerstoff-Träger – in diesem Fall hochkonzentriertes Wasserstoffperoxid – und der feste Brennstoff HTPB (Hydroxyl-terminiertes Polybutadien) sind in AHRES-B zunächst getrennt und treffen erst in der Brennkammer aufeinander. Dadurch besteht während der Lagerung und des Betriebs keine Explosionsgefahr. Darüber hinaus sind die verwendeten Stoffe ungiftig und nicht umweltgefährdend.

Hybridantrieb von Raketen im Test erfolgreich
Hybridantrieb von Raketen im Test erfolgreich

Beim Testlauf in Trauen gelangte das katalytisch zersetzte Wasserstoffperoxid mit etwa 650 °C in den Brennstoffblock. Die frei werdende Wärme wurde in Bewegungsenergie – in einen Schub von etwa 2.700 Newton – umgewandelt. Dabei nutzte AHRES-B den Brennstoff über eine Zeit von 21 Sekunden vollständig aus und erzielte im Vergleich zu Vorversuchen eine Verdopplung der Abbrandrate. Die hohe Abbrandrate ist wichtig für den Entwurf eines effizienten und kompakten Triebwerks. Möglich machte dies eine innovative, verwundene „Finnengeometrie“.

Die Versuchsergebnisse des Validierungstests zeigen ganz klar: Das in den DLR-Projekten AHRES und ATEK entstandene und nun im DLR-Querschnittsprojekt Simulation Based Certification (SimBaCon) getestete Triebwerk AHRES-B ist weit effizienter als die bisherigen Hybridraketentriebwerke.

Die Entwicklung und die Betreuung der Fertigung des AHRES-B-Triebwerks wurden am DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Braunschweig durchgeführt. Die Versuchsvorbereitungen und die Inbetriebnahme erfolgten durch ein Team der Abteilung Raumfahrzeuge am institutseigenen Prüfstand für Hybridraketentriebwerke im Standort Trauen. Dieser Prüfstand verfügt über zahlreiche moderne Mess- und Steuerungseinrichtungen und ermöglicht den sicheren Versuchsbetrieb von Hybridraketentriebwerken. Deutschlandweit einzigartig ist die Infrastruktur für den sicheren, umweltschonenden Umgang mit großen Mengen Wasserstoffperoxids.

Validierung für neuen Raketenantrieb

Die Versuche dienen der Validierung der Entwurfssoftware AHRES, die im Querschnittsprojekt SimBaCon weiterentwickelt und überprüft wird. AHRES soll in ihrer Endversion einen Entwurf von Hybrid- und Feststofftriebwerken in Großausführung innerhalb von 100 Tagen erlauben. Durch den beschriebenen Versuch wurde belegt, dass die Software ausgezeichnet funktioniert.

Da die zugrundeliegenden numerischen Ansätze für Großtriebwerke ausgerichtet sind, wird nun in einer nächsten Versuchsphase das bereits im Bau befindliche Triebwerk „VISERION“ getestet, das über 30 Sekunden einen Schub von bis zu 15000 Newton erlaubt. Der Bau von VISERION erfolgt mit Unterstützung der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen (NBank).

AHRES-B auf den Bildern

Aufnahme während des Versuchslaufs des AHRES-B-Hybridraketentriebwerks: Beim Testlauf in Trauen mit dem AHRES-B-Hybridraketentriebwerk gelangte das katalytisch zersetzte Wasserstoffperoxid mit etwa 650 °C in den Brennstoffblock. Die frei werdende Wärme wurde in Bewegungsenergie – in einen Schub von etwa 2700 Newton – umgewandelt; Der Brennstoffblock mit Finnengeometrie links im Originalzustand, rechts nach Abbrand: Die innovtive Finnengeometrie ermöglicht es den Brennstoff vollständig auszunutzen und so eine hohe Abbrandrate zu erreichen.

Fraport mit guten Zahlen zur Hauptversammlung

Auf der heutigen ordentlichen Hauptversammlung der Fraport AG zieht Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte eine positive Bilanz. Der Konzern-Umsatz legte um 18,5 Prozent auf knapp 3,5 Milliarden Euro zu. Bereinigt um Erlöse, die im Zusammenhang mit Ausbauinvestitionen in den internationalenKonzern-Gesellschaften standen (nach IFRIC 12), erhöhte sich der Umsatz um 7,8 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro.

Das EBITDA stieg um 12,5 Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro. Das Konzern-Ergebnis legte um 40,6 Prozent auf rund 506 Millionen Euro zu. Hierin enthalten ist ein Ergebnis-Beitrag aus dem Verkauf der Anteile an der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH in Höhe von 75,9 Millionen Euro.

„Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Gestützt vom starken Passagierwachstum in Frankfurt und an den internationalen Standorten haben wir neue Höchstwerte bei Umsatz und Ergebnis erreicht. Gleichzeitig schaffen wir mit umfassenden Investitionen vor allem in Frankfurt, Griechenland, Brasilien und Peru die Basis für weiteres, langfristiges Wachstum.“ so Stefan Schulte.

Angesichts der starken operativen und finanziellen Entwicklung schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende je Aktie in Höhe von 2,00 Euro vor. Das entspricht einer Erhöhung um 50 Cent beziehungsweise ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr.

Internationales Geschäft leistet wichtigen Ergebnis-Beitrag

Mit einem Anteil von 36 Prozent leistete das Segment „International Activities & Services“ erstmals den größten EBITDA-Beitrag unter den vier Geschäftsbereichen (bereinigt um Erlöse aus dem Anteilsverkauf an der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH). Das Passagieraufkommen hat an fast allen Beteiligungsflughäfen neue Rekordmarken erzielt. Schulte: „Unsere Strategie, das internationale Geschäft auszubauen, trägt Früchte. Diesen Weg gehen wir weiter. Wir nutzen Wachstums- und Ertragschancen weltweit und stellen unseren Konzern noch breiter und stabiler auf.“

Allein an den 14 griechischen Regionalflughäfen sind derzeit fünf neue Terminals im Bau. In Brasilien wird ein Großteil der Erweiterungsprojekte an den beiden Flughäfen noch in diesem Jahr abgeschlossen. In Peru soll der Bau der zweiten Start- und Landebahn in der zweiten Jahreshälfte beginnen. Im kommenden Jahr folgt dann der Baustart für das neue Terminal.

Meilenstein bei Terminal 3

Auch am Heimatstandort Frankfurt verläuft der Ausbau nach Plan. Mit der Grundsteinlegung von Terminal 3 hat Fraport einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dieser Ausbau ist dringend notwendig – im vergangenen Jahr wurden am Flughafen Frankfurt mit über 69,5 Millionen Passagieren so viele Fluggäste gezählt wie nie zuvor. Eine erste deutliche Entlastung der Terminalkapazitäten in Frankfurt wird der vorgezogene Flugsteig G bringen. Dieser soll im Jahr 2021 mit einer Kapazität von vier bis fünf Millionen Fluggästen fertiggestellt werden. Bei den an Spitzentagen stark ausgelasteten Sicherheitskontrollen wird der Anbau am Terminal 1, Bereich A, ab Mitte Juli eine deutliche Entlastung bringen. Dort schafft Fraport Platz für sieben zusätzliche Kontrollspuren in einer neuen, effizienteren Konfiguration. Zudem setzt das Unternehmen den Personalaufbau fort. So sind im laufenden Jahr rund 2.300 Neueinstellungen geplant, nachdem 2018 bereits rund 3.000 Beschäftigte neu eingestellt wurden.

Nach einem für die gesamte Luftfahrtbranche herausfordernden Jahr 2018 hat der Flughafen Frankfurt mit der Osterreisewelle die erste Belastungsprobe des laufenden Jahres gut gemeistert. Schulte: „Einige der Maßnahmen, mit denen die beteiligten Partner die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Luftverkehr wieder steigern möchten, greifen bereits. Notwendig bleibt jedoch die effizientere Organisation des stark ausgelasteten Luftraums.“

Ausblick für 2019 bestätigt

Für das Geschäftsjahr 2019 prognostiziert Fraport weiterhin Wachstum über das gesamte Portfolio. Für Frankfurt wird ein Anstieg des Passagieraufkommens zwischen etwa zwei und etwa drei Prozent erwartet, also ein deutlich moderateres Wachstum als noch in den beiden vergangenen Jahren. Mit Blick auf den Konzern-Umsatz erwartet Fraport einen Anstieg auf bis zu etwa 3,2 Milliarden Euro (bereinigt um Effekte aus IFRIC 12). Das Konzern-EBITDA wird trotz der wegfallenden Erlöse aus dem Verkauf der Hannover-Anteile auf einem Niveau zwischen etwa 1.160 Millionen und circa 1.195 Millionen Euro erwartet.

Die Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16, der die Bilanzierung von Leasingverhältnissen neu regelt, führt neben einem positiven Beitrag zum Konzern-EBITDA zu deutlich steigenden Abschreibungen im Geschäftsjahr 2019. Deshalb erwartet Fraport das Konzern-EBIT in der Bandbreite zwischen circa 685 Millionen und rund 725 Millionen Euro. Das Konzern-Ergebnis wird zwischen rund 420 Millionen und rund 460 Millionen Euro erwartet. Die Dividende je Aktie soll für das Geschäftsjahr 2019 auf dem angehobenen Niveau von zwei Euro stabil gehalten werden.

Kamov Ka-32 am Flughafen München

Spotter aufgepasst, denn Anfang Juni kommt ein besonderer Hubschrauber russischer Bauart an den Flughafen München – ein Kamov Ka-32!

Der Schwerlasthubschrauber Ka-32 wird für den Flughafen München im Einsatz sein, wenn es darum geht, für das Münchner Airport Center MAC neue Segel aufzuspannen. Der KA-32 ist ein Hubschrauber mit gegenläufigen Hauptrotoren, ohne Heckrotor zum Drehmomentausgleich. Die Arbeiten sind für den 05. Juni vorgesehen und sollen zur Mittagszeit durchgeführt werden.

Damit ist der Hubschrauber in Aktion gut vom Spotterhügel aus zu beobachten. Der Kamov Ka-32 wird von der schweizerischen FirmaSwissheli extra nach München beordert. Nach den Arbeiten wird er nochmal vollgetankt und reist danach wieder ab. Stationiert ist der Schwerlasthubschrauber in Bern. Das Bild zeigt einen Kamov Ka-32 des russischen Herstellers.

Air New Zealand bestellt Dreamliner 787-10

Air New Zealand hat bei Boeing die größte Version des 787 Dreamliner bestellt. Die Airline hat neben der 787-9 auch B777 in der Flotte.

Air New Zealand will nun acht Flugzeuge der 787-10 kaufen. Nach Listenpreisen kosten diese 2,7 Mrd. US-Dollar. Mit 15 Prozent mehr Platz für Passagiere und Fracht als bei der 787-9 will die Fluggesellschaft Wachstum generieren. Der größte aller Dreamliner ist 68 Meter lang und kann standardmäßig 330 Passagiere in zwei Klassen transportieren.

Dreamliner für B777

Dabei soll das Flugzeug bei Air New Zealand auf ähnlichen Strecken wie ihre 777-200 eingesetzt werden. Diese sollen nun sukzessive ersetzt werden. Die Airline aus Neuseeland hat 13 Dreamliner der 787-9 in der Flotte, insgesamt sollen es nun 22 Dreamliner werden. Dazu kommen sieben Boeing 777-300ER und derzeit noch acht 777-200ER.

NASA zeigt Außeneinsatz an der ISS live

Zwei russische Kosmonauten sollen am Mittwoch einen mehrstündigen Weltraumspaziergang unternehmen. Die NASA will den Außeneinsatz an der Raumstation ISS live übertragen.

Auf der Expedition 59 sollen Commander Oleg Kononenko und Flugingenieur Alexey Ovchinin die Luke der Druckschleuse um 17:44 Uhr unserer Zeit öffnen. Der Außeneinsatz der Kosmonauten soll nach Plan sechseinhalb Stunden dauern.

Kononenko ist dabei die Außeneinsatzperson 1: Extravehicular Crew Member 1 (EV1) im Raumanzug mit blauen Streifen, Ovchinin als EV2 mit roten Streifen. Sie sollen dabei ein Geländer zum Festhalten an dem russischen Teil montieren und Experimente hereinholen. Dazu kommen Wartungsarbeiten. Es ist der vierte Spacewalk in diesem Jahr, und der insgesamt 217. an der Raumstation ISS überhaupt. Für Kononenko ist es der fünfte Weltraumspaziergang, für Ovchinin ist es der erste.

Personalwechsel auf der Raumstation

Ovchonin wird nächsten Monat zum Stationskommandanten. Denn dann wird Kononenko als bisheriger Kommandant der ISS zur Erde zurückkehren. Seine Landung zusammen mit der NASA-Astronautin Anne McClain und David Saint-Jacques aus Kanada ist für den 24. Juni vorgesehen – nach sechseinhalb Monaten auf der Raumstation. Das Foto zeigt die Kosmonauten Oleg Kononenko (hier mit roten Streifen) und Sergey Prokopyev beim Außeneinsatz am 11. Dezember 2018. Den Channel für die Liveübertragung finden Sie hier.

MINI Cooper SE zieht Boeing 777F der Lufthansa Cargo

Lautlos, emissionsfrei, aber überaus kraftvoll: Der MINI Electric bereichert das Erlebnis lokal emissionsfreier Mobilität schon bald um unverwechselbaren Fahrspaß und die für die britische Premium-Marke typische Individualität. Auf ebenso unkonventionelle Weise wurde jetzt auch das „Erprobungsprogramm“ für den ersten rein elektrisch angetriebenen MINI erweitert. Bei einem Abstecher auf den Flughafen Frankfurt am Main zeigte ein seriennaher Prototyp des neuen Modells, was Elektromobilität im Stil von MINI bewegen kann. Der MINI Cooper SE übernahm kurzerhand die Rolle eines Flugzeugschleppers. Mit einer Frachtmaschine vom Typ Boeing 777F – Leergewicht rund 150 Tonnen – im Schlepptau machte er sich auf den Weg zur Beladeposition.

Festgehalten wurde der Auftritt des ungewöhnlichen Gespanns in einem Videoclip. Der 45-Sekunden-Spot, der in einer Kooperation der BMW Group mit Lufthansa Cargo entstand, zeigt den MINI Cooper SE als „The Muscle Car“, das die um ein Vielfaches größere und schwerere Transportmaschine über das Rollfeld zieht. Der Clip bildet den Auftakt einer Reihe von Social Media Videos, die auf spannende sowie unterhaltsame Weise den MINI Cooper SE bis zu seiner Markteinführung vorstellen und dabei mit verschiedenen Themen der BMW Group in Verbindung bringen.

MINI Cooper SE zieht Boeing 777F Frachtmaschine mit rund 150 Tonnen Leergewicht der Lufthansa Cargo
MINI Cooper SE zieht Boeing 777F Frachtmaschine mit rund 150 Tonnen Leergewicht der Lufthansa Cargo

Der MINI Cooper SE wird von November 2019 an im britischen Werk Oxford in Serie produziert. Er basiert auf dem MINI 3-Türer und kombiniert lokal emissionsfreies Fahren mit markentypischem Gokart-Feeling, Premium-Qualität und ausdrucksstarkem Design. Damit steht der MINI Electric sowohl für nachhaltige Mobilität in einer neuen, von Fahrspaß und Individualität geprägten Ausführung als auch für die konsequente Umsetzung der Elektrifizierungsstrategie der BMW Group. Nach dem BMW i3 ist er das zweite rein elektrisch angetriebene Modell im Premium-Automobil-Portfolio des Unternehmens.

MINI Cooper SE in der Rolle als „Muscle Car“

Die Marke MINI, die seit mittlerweile 60 Jahren Inbegriff für begeisternde Mobilität im urbanen Umfeld ist, verbindet künftig auch das lokal emissionsfreie Fahren im Stadtverkehr mit einem einzigartigen emotionalen Erlebnis. Der MINI Electric wird so zum Zugpferd für zukunftsweisende Antriebstechnologie. Spontane Kraftentfaltung mit einem hohen, unmittelbar aus dem Stand heraus verfügbaren Drehmoment kennzeichnet die Leistungscharakteristik des Elektromotors, der dem MINI Cooper SE zu seiner Rolle als „Muscle Car“ verhalf. Die kontinuierliche, marken- und segmentübergreifende Erweiterung des Angebots an Fahrzeugen mit elektrifiziertem Antrieb gehört zu den zentralen Aktionsfeldern.

MINI Cooper SE am Flughafen Frankfurt am Main

Bei seinem spektakulären Kraftakt auf dem Flughafen Frankfurt am Main nahm der Prototyp des MINI Cooper SE eine Maschine an den Haken. Diese Maschine spielte bereits vor einigen Monaten eine wichtige Rolle bei der Vorstellung innovativer Fahrzeug- und Technologiekonzepte der BMW Group. Im September vorigen Jahres war das Langstrecken-Transportflugzeug der Schauplatz für eine Fahrzeug-Präsentation der besonderen Art: den BMW Vision iNEXT World Flight.

Neues Technologie-Flaggschiff der BMW Group

Innerhalb von fünf Tagen konnten Medienvertreter an den Destinationen München, New York, San Francisco und Peking das jüngste Visionsfahrzeug der BMW Group kennenlernen. Zuvor hatten Messebau-Spezialisten von Lufthansa Cargo und der BMW Group das effizienteste Frachtflugzeug seiner Klasse zu einer exklusiven, flugtauglichen Präsentationsbühne für den BMW Vision iNEXT umgestaltet. Dieses Visionsfahrzeug steht sinnbildlich für den Zukunftsbaukasten der BMW Group, aus dem Technologien und Innovationen für alle Unternehmensmarken abgeleitet werden. Das auf dem Visionsmodell basierende Serienfahrzeug wird als neues Technologie-Flaggschiff der BMW Group mit zahlreichen Innovationen aus den Zukunftsfeldern D-ACES (Design – Automatisiertes Fahren, Connectivity, Elektrifizierung und Services) von 2021 an im BMW Group Werk Dingolfing produziert.

Schwungrad als Stromspeicher am Flughafen Wien

Wien Energie testet ab sofort in Kooperation mit dem Flughafen am Kurzparkplatz K3 auf der Ankunftsebene die weltweit erste E-Ladestation mit der Chakratec Schwungmassenspeicher-Technologie.
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Obwohl die Netzanschlussleistung hier nur 40 Kilowatt beträgt, kann ein E-Auto an dieser Ladestelle mit bis zu 100 Kilowatt Leistung und damit in nur 20 Minuten vollgeladen werden. Das ermöglicht der innovative Bewegungsspeicher. „Der Umstieg auf Elektromobilität ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Mobilitätswende. Sie verändert aber auch die Anforderungen an unser Energiesystem. Wir brauchen Innovationen wie diesen Turbospeicher. Damit können wir auch dort High-Speed-Ladestellen anbieten, wo nur eine niedrige Netzanschlussleistung vorhanden ist“, so DI Mag. Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie.

„Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind für den Flughafen Wien von höchster Bedeutung und daher ist es für uns selbstverständlich, als Raum für Innovationen zur Verfügung zu stehen. Mit der Inbetriebnahme des Chakratec Schwungmassenspeichers bieten wir unseren Passagieren und Besuchern den höchsten technologischen Stand für die Schnellladung von E-Fahrzeugen“, so Dr. Günther Ofner und Mag. Julian Jäger, Vorstände der Flughafen Wien AG. Seit 2012 hat der Airport seinen eigenen Gesamtenergiebedarf um 26,7 Prozent reduziert. Die CO2-Emissionen gingen sogar um knapp zwei Drittel zurück. Zu den energiesparenden Einzelmaßnahmen, die der Flughafen Wien in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzt hat, zählen etwa die Lichtumrüstung auf LED in sämtlichen Unternehmensbereichen, die schrittweise Umstellung der Fahrzeugflotte auf alternative Antriebssysteme, die Erneuerung von Kältemaschinen und Trafostationen sowie die Errichtung einer Mitfahrbörse für Mitarbeiter.

Wunderwerk funktioniert wie ein Kreisel

Für die Stromtankstelle kommt ein innovativer mechanischer Energiespeicher zum Einsatz. Strom wird zur Bewegung, Bewegung wieder zu Strom. Der High Speed-Speicher ermöglicht eine Leistungs-Pufferung durch ein patentiertes System. Zehn magnetisch im Vakuum gelagerte Schwungmassenspeicher arbeiten dabei ähnlich wie Kreisel. Jeder einzelne wiegt 250kg und wird auf bis zu 18.000 Umdrehungen pro Minute beschleunigt. Bei der Entladung wird die Schwungmasse abgebremst und mithilfe eines Generators die Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt. Mit diesem Strom wird das E-Auto geladen.

Der ganze Zyklus erfolgt zu 100 Prozent nachhaltig, es werden keine seltenen Rohstoffe zur Erzeugung des Speichers benötigt. Entwickelt wurde der Speicher vom israelischen Start-Up Chakratec in Kooperation mit Wien Energie. Die neue E-Tankstelle verfügt über drei unterschiedliche Ladepunkte, von denen zwei gleichzeitig verwendet werden können. Bei dem Projekt handelt es sich um einen Testbetrieb, der zunächst bis Ende dieses Jahres laufen wird. Eine Ausrollung der neuen Highspeed-Ladestellen auf weitere Standorte ist in Wien und Umgebung geplant.

Rechenpower für Fernerkundung und Social Media

Eines der größten europäischen Höchstleistungsrechenzentren hilft in Zukunft bei der Auswertung der enormen Datenmengen, die Erdbeobachtungssatelliten im Zusammenspiel mit weiteren globalen Datenquellen wie den sozialen Netzwerken täglich über den Zustand unseres Planeten erfassen.
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Die größte Raumfahrtforschungseinrichtung Europas – das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) kooperiert mit dem Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur Auswertung der Satelliendaten. „Die Zusammenarbeit ist ein Meilenstein für die Münchner Wissenschaftslandschaft und den Forschungsstandort Bayern“, betonte Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler anlässlich der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages der beteiligten Partnereinrichtungen am 27. Mai 2019 in Garching bei München.

Zwei Spitzeninstitute kooperieren

„Diese Kooperation verdeutlicht, wie groß die Potenziale unserer Forschungseinrichtungen in Garching und Oberpfaffenhofen sind! Beide Institute leisten herausragende, international beachtete Arbeit. Ihr gemeinsames Projekt eröffnet nun völlig neue Möglichkeiten, um den globalen Wandel und seine Auswirkungen auf unsere Region umfassend zu erforschen. Für Politik und Gesellschaft ist das eine bedeutende Grundlage, um geeignete Rahmenbedingungen für eine lebenswerte Zukunft auf unserer Erde zu schaffen. Luft- und Raumfahrt, Supercomputing und Künstliche Intelligenz greifen dabei ineinander. Hier wird die Technik von morgen entwickelt!“

Mit der Zusammenarbeit bündeln DLR und LRZ ihre große Expertise in den Bereichen satellitengestützte Erdbeobachtung und Supercomputing. „Wenn wir Prozesse des Globalen Wandels verstehen und seine Entwicklung nachvollziehen wollen, müssen wir in der Lage sein, die Daten unserer Satelliten im All bestmöglich auszuwerten“, sagte Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie. „Die Kooperation zwischen DLR und LRZ wird es uns künftig ermöglichen, riesige Datenmengen mit neuesten Methoden hocheffizient und unabhängig zum Verständnis globaler Trends und deren Folgen zu analysieren.

Beispiele dafür sind die international zunehmende Urbanisierung und Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzung zu Lasten naturbelassener Ökosysteme oder die rasanten Veränderungen in den polaren Gebieten der Erde und in der Atmosphäre, die ohne jede Frage nicht ohne Folgen auch für die Menschen sind. Für die Analyse bringen wir unsere Entwicklungen und Technologien der Raumfahrtforschung sowie eigene Sensordaten mit ein.“

Prof. Dieter Kranzlmüller, Leiter des LRZ, betonte: „Mit der Kooperation dieser beiden führenden Forschungseinrichtungen schließen sich zwei Partner zusammen, die sich in ihren Kompetenzen ideal ergänzen und entsprechende Expertisen, Mittel und Forschungsthemen gemeinsam einbringen. Das Leibniz-Rechenzentrum verfügt über eine ausgewiesene Erfahrung als innovativer IT-Dienstleister und Höchstleistungsrechenzentrum und ist zuverlässiger und leistungsstarker Partner für die Bayerischen Hochschulen und künftig auch für das DLR mit seinen Instituten in Oberpfaffenhofen.“

Datenmengen aus Erdbeobachtung enorm

Rechenpower für Fernerkundung und Social MediaTäglich liefern Erdbeobachtungssatelliten riesige Datenmengen in so hoher Auflösung, dass konventionelle Auswerteverfahren längst an ihre Grenzen gekommen sind. „Nur eine Kombination aus Online-Verfügbarkeit verschiedenster historischer und aktueller Datenbestände in Verbindung mit modernsten Höchstleistungsrechensystemen versetzt unsere Forscher in die Lage, globale Informationen in höchster Auflösung abzuleiten, die uns Aussagen über die Entwicklung des Planeten Erde ermöglichen. Bei der vollautomatischen Analyse spielen Verfahren der Künstlichen Intelligenz eine zunehmend entscheidende Rolle. Somit können wir Phänomene und Entwicklungen erkennen, wie es auf konventionellem Weg nur schwer möglich wäre.“ sagte Prof. Stefan Dech, Direktor des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) des DLR.

„Für die an der satellitengestützten Erdbeobachtung forschenden Institute des DLR in Oberpfaffenhofen besitzt diese Kooperation entscheidende Bedeutung. Wir können nun eine Vielfalt an methodischen und geowissenschaftlichen globalen Analysen durchführen, die bislang aufgrund der Datenmengen und limitierter Rechnerleistung nur exemplarisch möglich war. Besonders bedeutsam ist das gemeinsam zwischen DLR und LRZ entwickelte technologische Datenkonzept, das das LRZ mit dem Deutschen Satellitendatenarchiv des DLR in Oberpfaffenhofen verbinden wird und neben Online-Verfügbarkeit aktueller weltweiter Datenbestände auch historische Daten aus unserem Archiv sowie DLR-eigene Daten verbindet“, so Dech weiter.

Herausforderung für die Datenanalyse

Schon jetzt haben beispielsweise die Daten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus die Schwelle von 10 Petabytes überschritten. 1 Petabyte entspricht dem Inhalt von etwa 223.000 DVDs – einer Menge, die ca. 3,5 Tonnen wiegen würde. Bis 2024 werden die Sentinel-Satelliten des Copernicus-Programms schon mehr als 40 Petabytes an Daten erzeugt haben. Diese werden ergänzt durch weitere Petabytes der nationalen Erdbeobachtungsmissionen wie die DLR-Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X oder der amerikanischen Landsat-Daten. Doch nicht nur die großen Datenmengen der Satellitenmissionen stellen die Wissenschaftler derzeit vor Herausforderungen, auch Daten zum Globalen Wandel, die in den sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, sind wertvolle Quellen. Diese bringen allerdings neue Herausforderungen mit sich, da diese Daten sehr heterogen sind, ihr Wahrheitsgehalt nicht eindeutig ist und sie nicht in unbegrenzter Dauer zur Verfügung stehen.

Forscherinnen und Forscher des DLR setzen daher zunehmend Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens ein, um Trends des Globalen Wandels und Analysen von Naturkatastrophen und ökologischen Zusammenhängen in globalen und regionalen Zeitreihen zu finden, die sich über Dekaden hinweg erstrecken. Diese Methoden erfordern es jedoch, dass die dazu notwenigen Daten auf hoch performanten Datenanalyse-Plattformen (HPDA = High Performance Data Analytics)online zur Verfügung stehen. Das technische Ziel der Kooperation ist deshalb der Aufbau einer solchen Plattform, die über das Deutsche Satellitendatenarchiv (D-SDA) des DLR in Oberpfaffenhofen und Daten-Verteilpunkte verschiedener Anbieter frei verfügbarer Satellitendaten Zugriff auf alle für die Forschung notwendigen Erdbeobachtungsdaten hat.

Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum des DLR koordiniert die Aktivitäten der Kooperation für die beteiligten DLR-Institute: Neben dem DFD sind das Institut für Methodik der Fernerkundung, das Institut für Physik der Atmosphäre sowie das Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme in Oberpfaffenhofen beteiligt. Bei der Umsetzung der Technologie sind außerdem das Institut für Datenwissenschaften in Jena sowie die Einrichtung Simulations- und Softwaretechnik in Köln beteiligt.

Kooperation für den Globalen Wandel

In der Kooperation befasst sich das DLR mit Forschungsfragestellungen rund um das Thema Umweltveränderungen und Globaler Wandel, methodische und algorithmische Verfahrensentwicklungen im Bereich physikalische Modellierung und Künstliche Intelligenz (KI), dem Management von Langzeitarchiven und der Prozzessierung großer Datenbestände.

Das LRZ fokussiert in der Kooperation auf die Forschung und Umsetzung von operationellen, skalierbaren, sicheren und zuverlässigen IT-Diensten und Technologien, Optimierung von Prozessen und Verfahren, dem Supercomputing und Cloud Computing sowie der Nutzung von Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) und Big Data. Dabei kommen auch die vorhandenen IT-Systeme des LRZ (u.a. der Höchstleistungsrechner SuperMUC-NG) und die Erfahrungen im energieeffizienten Höchstleistungsrechnen zum Einsatz.

Geplant ist die Realisierung der Online-Verfügbarkeit von etwa 40 Petabytes für Tausende von Rechenkernen. Durch gemeinsame Investitionen des DLR und des LRZ ist geplant, die erste Stufe des Ausbaus bis Ende 2020 zu realisieren. Die neue HPDA-Plattform wird in die bestehende Infrastruktur des LRZ in Garching integriert. Auf die größtenteils freien und offenen Daten der Plattform werden aber auch die Wissenschaftler der Bayerischen Universitäten und Hochschulen Zugriff haben. Kooperationsvertrag „Terra_Byte“ bei der Unterzeichnung (v.l.n.r): Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller, Vorsitzender des Direktoriums des Leibniz-Rechenzentrums, Prof. Dr. Thomas O. Höllmann, Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand Raumfahrtforschung und –technologie und Prof. Dr. Stefan Dech, Direktor des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums des DLR.

Drehkreuz München: International und weiblicher

Ganz unabhängig von den Europawahlen spielt der Münchner Airport für den Austausch und die Begegnungen der Menschen innerhalb der EU tagtäglich eine wichtige Rolle. So flogen von Anfang Mai 2018 bis Ende April 2019 über 39 Millionen Passagiere über München von und zu Zielen innerhalb der europäischen Staatengemeinschaft.

Als subtilen Hinweis auf den bevorstehenden Wahltag haben möglicherweise Reisende am Münchner Flughafen diesen speziellen Airbus A320 der Deutschen Lufthansa wahrgenommen, der hier aus seiner Parkposition gepusht wird. Das entspricht 70 Prozent des gesamten Fluggastaufkommens. Rund zwölf Millionen dieser Fluggäste nutzten den zentral gelegenen Münchner Airport dabei als Zwischenstopp zum Umsteigen. Derzeit werden ab München von Aarhus (Dänemark) bis Zakynthos (Griechenland) regelmäßig 122 Ziele in insgesamt 26 EU-Staaten angeflogen. Auch in der Belegschaft der Flughafen München GmbH (FMG) ist die EU stark repräsentiert. Knapp 9.000 Mitarbeiter der FMG und ihrer Tochtergesellschaften kommen aus EU-Ländern. Darunter befinden sich rund 7.500 Beschäftigten aus Deutschland sowie über 1.200 Kolleginnen und Kollegen aus 24 weiteren Mitgliedsstaaten der EU.

Jüngere und mehr Frauen reisen

Nach der jüngsten Erhebung unter den Fluggästen am Flughafen München hat der Anteil weiblicher Passagiere vor allem im Geschäftsreiseverkehr signifikant zugelegt: Stellten die weiblichen Fluggäste im Jahr 2008 lediglich 34 Prozent, so wuchs dieser Anteil im Jahr 2018 bereits auf 47 Prozent. Der Anteil der Männer lag dementsprechend bei 53 Prozent, während es im Jahr 2008 noch 66 Prozent waren.

Auffallend ist, dass sich immer mehr jüngere Passagiere für das Flugzeug als Reisemittel entscheiden und damit einen gesellschaftlicher Trend bestätigen: Junge Leute fliegen häufig, nutzen insbesondere die Zeit nach dem Abschluss der Schul- und Berufsausbildung für Fernreisen, um die Welt zu entdecken. Internationale „Work and Travel“ Angebote sind beliebt, Berufspraktika im Ausland stark nachgefragt und Tausende junger Menschen beteiligen sich Jahr für Jahr an Austausch- und Begegnungsprojekten wie dem europäischen Erasmus-Programm.

Um jederzeit ein umfassendes Bild der aktuellen Verkehrsstruktur zu haben, führt die Flughafen München GmbH kontinuierlich Fluggastbefragungen durch. An der jüngsten Erhebung beteiligten sich insgesamt 30.000 ein- und umsteigende Fluggäste. Aus den Angaben der Passagiere zu Alter, Geschlecht, Nationalität, dem Abreiseort, dem gewählten Anreiseverkehrsmittel, aber auch zum Reiseziel sowie dem Anlass für die Flugreise ergeben sich aufschlussreiche Rückschlüsse auf die Zusammensetzung und das Reiseverhalten der Fluggäste.

Mehr Privatreisende

Demnach lässt sich feststellen, dass der Anteil der aus privaten Gründen reisenden Passagiere deutlich zugelegt hat: 61 Prozent aller Flugreisenden am Flughafen München traten 2018 eine private Flugreise an – 48 Prozent nannten dazu Urlaub und Erholung als Reisegrund, 13 Prozent besuchten Freunde oder Verwandte. Der Anteil der Geschäftsreisenden lag bei 39 Prozent. Damit nimmt der Flughafen München unter den großen deutschen Flughäfen einen Spitzenplatz ein, denn der Durchschnittswert liegt in Deutschland bei 31 Prozent.

Mittlerweile starten rund zehn Prozent aller Passagiere vom Flughafen München mit einer sogenannten „Low Cost Airline“ zu ihrem Reiseziel. Im Vergleich zu anderen großen Airports ist das Low-Cost-Segment in München damit verhältnismäßig klein: So weist z.B. der Flughafen Barcelona einen Low-Cost-Anteil von fast 70 Prozent auf, in London Gatwick sind es über 50 Prozent. Seitdem immer mehr Fluggesellschaften Gebühren für die Kofferaufgabe in Rechnung stellen, reisen Passagiere verstärkt nur noch mit Handgepäck. Waren es im Jahr 2008 nur 18 Prozent der Fluggäste, die nur mit Handgepäck unterwegs waren, ist der Anteil heute auf 40 Prozent angestiegen.

Das beliebteste Flugziel ab München ist London-Heathrow, gefolgt von Amsterdam und Paris Charles-de-Gaulle. Ganz oben auf der Hitliste der Fernreiseziele findet sich das Drehkreuz Dubai mit seinen Umsteigemöglichkeiten zu Zielen in Asien und Australien, danach folgen New York (JFK & EWR) und Peking. Das Einsteigeraufkommen im Einzugsgebiet legte im Vergleich zum Jahr 2008 um 32 Prozent zu – ein deutlicher Beleg dafür, wie stark das attraktive Flugangebot des Münchner Flughafens nachgefragt wird.

Passagiere besonders aus den USA

Im Rahmen der Erhebung wurden die in München einsteigenden Passagiere auch nach ihren jeweiligen Herkunftsländern gefragt: Bei den ausländischen Passagieren lagen Reisende mit einem Wohnort in den Vereinigten Staaten weit vorne – mit einem Aufkommen von 1,8 Millionen belegen sie den ersten Rang, gefolgt von Fluggästen aus Italien (900.000), Großbritannien (840.000) und Österreich (720.000).

Schließlich wurden die Fluggäste auch nach ihrem bevorzugten Anreiseverkehrsmittel befragt. Demnach wählten rund 50 Prozent der Passagiere für ihre Anreise zum Flughafen den Pkw, davon fuhren elf Prozent mit dem Taxi, weitere acht Prozent nutzten entweder einen Mietwagen oder ein Car-Sharing-Angebot. Mit der S-Bahn erreichten 34 Prozent der Fluggäste den Airport, etwa 15 Prozent kamen mit öffentlichen Bussen oder nutzten die Transferdienste von Hotels der Umgebung.

Awards zeigen Airline-Entwicklungen in Wien auf

2018 war ein absolutes Rekordjahr am Flughafen Wien. Erstmals konnte die 27-Millionen-Marke in Wien geknackt. Dazu kürt der Flughafen Wien Airlines mit herausragendem Wachstum an dem Standort in drei Kategorien.

Mit dem größten, absoluten Passagierwachstum im Jahr 2018 ist Austrian Airlines zum zweiten Mal in Folge „Best Performing Airline“ am Flughafen Wien. „Newcomer of the Year“ ist die ausgerechet die Low-Cost Airline Lauda und der Award für die „Best Performing Long Haul Airline“ geht an Thai Airways. Laudamotion attackiert mit Niedrigpreisen den Platzhierschen AUA aus dem Hause Lufthansa. Austrian Airlines reagierte ihrerseits mit Tiefpreisangeboten. Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, überreichte die Auszeichnungen gestern Abend, am Donnerstag den 23. Mai 2019, im Rahmen des „VIE Summer Event“ persönlich an die Fluglinien.

„…Besondere Wachstumstreiber sind drei Fluglinien: Austrian Airlines mit dem größten absoluten Passagierwachstum, Lauda als am schnellsten wachsender Newcomer in Wien und Thai Airways mit dem stärksten Wachstum auf der Langstrecke. Mit dem Airline Award wollen wir diese exzellente Performance würdigen“, bedankt sich Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG bei den Fluglinien.

Wachstum um eine Million Passagiere

„Wir freuen uns, dass Austrian Airlines an unserem Drehkreuz in Wien 2018 um eine Million Passagiere gewachsen ist. Das zeigt, dass wir für unsere Passagiere weiterhin die erste Wahl sind – und das werden wir auch bleiben. Das gesamte Austrian Team freut sich über diese Auszeichnung des Flughafen Wien“, sagt Dr. Alexis von Hoensbroech, CEO von Austrian Airlines.

„Seit Aufnahme des Flugbetriebs im Juni 2018 in Wien hat Lauda bereits über 8.750 Flüge erfolgreich durchgeführt und über 1,4 Millionen Passagiere befördert. Dieses signifikante Wachstum beruht unter anderem auf der guten Zusammenarbeit mit dem Flughafen Wien. Wir sind sehr stolz und freuen uns, mit diesem Preis an unserer größten Basis ausgezeichnet zu werden. Zudem planen wir unseren Wachstumskurs auch zukünftig weiter zu verfolgen um Lauda bereits in unserem zweiten Jahr als zweitgrößte Airline am Standort zu positionieren“, so Andreas Gruber, CEO von Laudamotion.

„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung als „Best Performing Long Haul Airline“ in 2018 und danken für die Unterstützung durch den Flughafen Wien. Der Erfolg von Thai Airways beruht auch auf unserem Fokus, die nonstop Verbindung Wien – Bangkok als Tor zu Osteuropa einerseits und unserem Netzwerk nicht nur in Thailand, sondern auch nach Asien, Australien und Neuseeland andrerseits zu nutzen. Mit dem Dreamliner B787 bieten wir unseren Kunden auch ein hervorragendes Produkt ab Wien“, erklärt Chonnakarn Akrapreedee, General Manager Austria and Eastern Europe von Thai Airways International.

Kennzeichnend in drei Kategorien

Austrian Airlines verzeichnet das meiste absolute Wachstum: Am Standort Wien ist der österreichische Home-Carrier mit einem Passagierwachstum von 8,3 Prozent auf 12.850.423 Passagiere am stärksten gewachsen. Wachstumstreiber waren vor allem Frequenzaufstockungen innerhalb Europas sowie der Ausbau der Langstrecke. Seit Mai 2018 fliegt Austrian Airlines bis zu fünf Mal wöchentlich direkt nach Tokio (JP) und seit Ende Oktober 2018 werden bis zu zwei Direktflüge pro Woche in die südafrikanische Millionenstadt Kapstadt (ZA) angeboten.

Mit Montreal (CA) hat der österreichische Carrier Ende April 2019 schon die nächste Langstreckendestination eröffnet. Lauda bedient nach einem rasanten Start im Sommer 2018 im aktuellen Flugplan bereits 31 verschiedene Ziele, die Airline hat damit das größte, absolute Passagierwachstum aller „Newcomer“ im Jahr 2018 in Wien verzeichnet. Thai Airways pusht mit ihrer Bangkok-Verbindung das Wachstum auf der Langstrecke.

Award für besondere Leistungen

Seit dem Jahr 2013 zeichnet der Flughafen Wien mit dem Airline Award jene Fluglinien aus, die mit herausragendem Passagierwachstum zur Entwicklung des Standortes beitragen. Die Übergabe erfolgt durch Flughafen Wien-Vorstand Mag. Julian Jäger, im Rahmen des jährlichen „VIE Summer Event“. Zu Gast bei der Veranstaltung in der METAStadt waren rund 150 Branchenvertreter aus Tourismus, Luftfahrt und Wirtschaft.

Feuerwehren für Flughäfen trainierten in Weeze

Die laufende Übungswoche ist Teil der für Flughafenfeuerwehren europaweit vorgeschriebenen ADV/EASA-Grundlehrgänge. Das Gelände der TBW bietet dafür ideale Bedingungen.

Fünf Tage lang trainieren Rettungseinheiten benachbarter Flughäfen gemeinsam mit den Feuerwehrkräften des niederrheinischen Airport Weeze auf dem Übungsareal der Training Base Weeze GmbH & Co. KG (TBW). Mit einem realistischen Trainingsprogramm bereiten die Experten der Training Base Weeze seit vergangenen Montag Rettungskräfte auf den Ernstfall vor. Im Rahmen eines für Flughafenfeuerwehren verpflichtenden sog. ADV/EASA-Grundlehrgangs üben Rettungskräfte der Flughäfen Emden, Bremen, Paderborn und Mönchengladbach unter Mitwirkung der Flughafenfeuerwehr des Airport Weeze die Brandbekämpfung und den Einsatz der Ausrüstung unter realistischen Bedingungen. Denn diese bietet die TBW, der mittlerweile europaweit bekannte Übungsplatz für Rettungs- und Spezialeinheiten, auf dem Gelände des Airport Weeze.

Brände am Flugzeug simulieren

Die EASA (European Aviation Safety Agency) schreibt Rettungsübungen mit realistischen Szenarien vor, welche die Teilnehmer des ADV-Lehrgangs (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) in Weeze vorfinden. Mit über 100 Fachkräften und Trainern sorgt die Training Base Weeze dafür, dass diese Übungen absolut realistisch wirken. So können Mitarbeiter von Flughafenfeuerwehren etwa an einem Nachbau, einem sogenannten Mock-up, einer Boeing 737-600 üben, wie sie ein brennendes Flugzeug löschen können. Das Modell wird dazu „in Brand gesetzt“ und verraucht, auch ein Turbinenbrand kann simuliert werden. Neben dem Boeing-Modell gibt es einen Hubschrauber-Nachbau für ähnliche Trainingseinheiten sowie ein echtes Flugzeug vom Typ ATR 42, das in einem Hangar für „saubere“ Übungen – also ohne Löschschaum und Feuer – genutzt werden kann. Auch Theoriestunden standen in der abgelaufenen Woche auf dem „Stundenplan“ der Rettungskräfte.

„Unsere Auslastung ist sehr hoch“, sagt Thomas Mock, Prokurist bei TBW. „In diesem Jahr werden rund 20.000 Teilnehmer aus 10 Nationen auf unserer Anlage üben. Das Gelände ist somit fast permanent in Betrieb.“ Teilnehmer solcher Übungen übernachten im benachbarten Flughafen-Hotel, wenn für größere Gruppen mehr Zimmer benötigt werden, in Hotels und Pensionen in der gesamten Region. Auf dem Foto: Einsatzkräfte benachbarter Flughäfen übten in der Training Base Weeze.

„Humanitäre Logistik“ vom Leipzig Halle Airport

An der Veranstaltung nahmen rund 60 Vertreter von Forschungseinrichtungen, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, Logistikunternehmen, Flughäfen sowie Airlines teil. Die Veranstaltung fand am Rande des Weltverkehrsforums der OECD in Leipzig statt.

Der Leipzig/Halle Airport richtete diese Woche gemeinsam mit der Volga-Dnepr-Gruppe und der Akkon Hochschule eine internationale Fachtagung zu Themen der „Humanitären Logistik“ aus. Im Rahmen der Tagung wurden am Leipzig/Halle Airport Workshops durchgeführt, die dem aktiven Wissens- und Erfahrungsaustausch dienten. Die Workshops beschäftigten sich unter anderem mit den spezifischen Anforderungen, die globale Katastropheneinsätze an alle Beteiligten der Logistikkette stellen. Dies schließt Hilfsorganisationen, Logistikunternehmen, Flughäfen und Airlines sowie die politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gleichermaßen mit ein. Darüber hinaus tauschten sich die internationalen Teilnehmer zu logistischen Prozessen und Herausforderungen im Kampf gegen Seuchen wie Ebola aus.

Drohnentechnologie für Hilfsflüge

Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war der deutsche Bevölkerungsschutz und die Frage, wie Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen bei inländischen Katastrophen sinnvoll eingesetzt werden können. So gibt es angesichts eines möglichen erneuten Dürresommers verschiedene Forderungen zur Anschaffung von Löschflugzeugen, um Waldbrände effizienter bekämpfen zu können. Diese Flugzeuge könnten zum Beispiel im Rahmen der Europäischen Union angeschafft werden.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Schauverladungen in Flugzeuge der Volga-Dnepr Gruppe vom Typ Antonow 124 sowie IL76-TD-90VD zu beobachten. Diese Flugzeugmuster sind auf Grund ihrer technischen Spezifika speziell für Hilfseinsätze in Katastrophengebieten geeignet. Sie können sehr große Ladungsmengen an Plätze ohne befestigte Start- und Landebahnen weltweit befördern und benötigen vor Ort keine externe Spezialtechnik zum Be- und Entladen.

Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden, sagte: „Der Leipzig/Halle Airport bietet exzellente Voraussetzungen für Hilfsflüge weltweit. Daher freuen uns, nach 2017 bereits zum zweiten Mal Austragungsort einer solchen internationalen Fachtagung gewesen zu sein. Gern haben wir hier unseren großen Erfahrungsschatz bei der Abfertigung von Frachtflügen für Krisen- und Hilfseinsätze eingebracht, um gemeinsam mit allen Beteiligten Prozesse weiterzuentwickeln, die es ermöglichen, im Ernstfall noch schneller und effizienter handeln zu können.“

Prof. Dr. med. Dr. PH Timo Ulrichs, Studiengangsleiter Internationale Not- und Katastrophenhilfe B.A. und Global Health M.Sc. „Die Ebola-Epidemie in Westafrika hat gezeigt, wie wichtig eine funktionierende zivilmilitärische Zusammenarbeit bei solchen Einsätzen ist. Ohne die von der Bundeswehr unterhaltene Luftbrücke wäre eine kontinuierliche Versorgung mit Verbrauchsmitteln sowie die Sicherheit für das Personal im Falle einer Ebolainfektion nicht gewährleistet gewesen. Alle beteiligten Seiten haben viele praktische Erfahrungen gemacht und sind dabei, ihre lessons learnt nunmehr umzusetzen. Im Zeitalter von newly und re-emerging infectious diseases ist eine entsprechende Vorbereitung auf den nächsten Einsatz essentiell.“

Deutsche Institutionen als Vorreiter

Stuart Smith, Director Global Humanitarian, Volga-Dnepr Group: „Mit großer Freude haben wir die Fachtagung Humanitäre Logistik mitgestaltet. Wenn sich die Tagung auch vornehmlich an deutsche Forschungseinrichtungen, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen richtete, so sind ein Teil der Ergebnisse und des Austauschs zu effektiveren logistischen Lieferketten gleichermaßen für weitere Player in der humanitären Hilfe anwendbar. Wir konnten die einzigartigen Ramp-Ladeeigenschaften unserer An-124-100 und Il-76TD-90VD-Flotte ebenso demonstrieren wie die Zugangsmöglichkeiten zu den Boeing 747- und 737-Frachtern unserer Gruppe.

Bei den Flugzeugbesichtigungen an unserer Leipzig-Basis wurden zudem die unterschiedlichen Lade- und Vorbereitungsmethoden für medizinische Güter und Katastrophenschutz-Fracht gezeigt. Mit unserem verstärkten Engagement im humanitären Sektor, das durch `proaktives Reagieren‘ gekennzeichnet ist, möchten wir den Zugang zu unseren Special Air Cargo Services erleichtern und effektiver gestalten. Oft sind wir bei Katastrophen als einer der ersten vor Ort, wie kürzlich beim Zyklon Idai, wo wir mit zehn Flügen mehr als 350 Tonnen eilige Fracht transportierten.“