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Deutsche Fluggesellschaften verlieren Marktmehrheit

Die deutschen Fluggesellschaften verlieren weiter Marktanteile an ihrem Heimatmarkt Deutschland. Erstmals wird der Marktanteil ausländischer Airlines voraussichtlich gleich groß sein, wie der Anteil der deutschen Fluggesellschaften, teilen diese über ihren Bundesverband BDF mit.

Anhaltender Marktanteilsverlust

Als Gründe für den anhaltenden Marktanteilsverlust sieht  die weiter steigenden ordnungs- und fiskalpolitischen Belastungen. Dies führt bei anhaltendem Druck auf die Erlöse zu sinkenden Kostendeckungsbeiträgen und niedrigeren Ergebnissen. Somit können Verwerfungen im Betrieb schnell zu nicht mehr beherrschbaren Kosten für kleinere Airlines führen. Die beiden pleite gegangenen Airlines Air Berlin und Germania sind Beispiele dafür.

Auswirkungen auf Arbeitsplätze

Die Frage, ob Luftverkehre von ausländischen Airlines oder deutschen Fluggesellschaften durchgeführt werden, hat auch Auswirkungen auf die Zahl der stationierten Flugzeuge und der damit verbundenen Beschäftigungseffekte. Insgesamt sichert die Stationierung eines Flugzeugs einer deutschen Fluggesellschaft in Deutschland je nach Größe bis zu 400 Arbeitsplätze. Das entspricht der Beschäftigtenzahl eines mittelständischen Unternehmens.

Köln/Bonn Airport erwartet 726.000 Passagiere

Der Köln Bonn Airport erwartet zur letzten großen Reisewelle des Jahres rund 726.000 Passagiere. Damit starten oder landen in den kommenden Herbstferien vom 11. bis 27. Oktober in Köln/Bonn 7% weniger als im Vorjahr.

Die meisten Passagiere zieht es in der schulfreien Zeit noch einmal in die Sonne: Die türkische Küste sowie spanische Sonnenziele stehen hoch im Kurs. Die schulfreie Zeit beginnt direkt mit etwa 140.000 Passagieren, die am ersten Wochenende (Freitag bis Sonntag) erwartet werden. Mit dem Spitzentag der Ferien rechnet der Airport auch bereits zu Anfang: Etwa 49.000 Passagiere werden am 11. Oktober voraussichtlich in Köln/Bonn starten oder landen. Viel los ist auch am letzten Ferienwochenende (Freitag bis Sonntag): Ungefähr 124.500 Passagiere werden erwartet.

Lieblingsziele rund ums Mittelmeer ab Köln/Bonn

An der Spitze der Lieblingsziele stehen in diesem Jahr erneut die türkischen Städte Istanbul und Antalya, außerdem der klassische Urlaubsliebling Palma de Mallorca. Die Nase vorn unter den Reiseländern haben die Türkei, Spanien, Italien, Griechenland, Portugal, Kroatien und Ägypten.

Check-In und Kontrollen einplanen

Da durch die Ferien mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen ist und es in den Terminals voller werden kann, sollten Urlauber für einen entspannten Start in den Urlaub etwas mehr Zeit als gewöhnlich für die Anreise, den Check-In und die Sicherheitskontrollen einplanen. Fluggäste können sich hier online oder in der CGN-Airport-App über die aktuellen Wartezeiten an den Sicherheitskontrollstellen informieren.

Weitere Informationen zur Anreise erhalten Reisende bei ihrer Fluggesellschaft. Abholer und Bringer werden aufgefordert, die Parkhäuser zu nutzen – in Parkhaus 2 etwa gilt ein Stundentarif von drei Euro.

Boeing steigt bei Raumfahrtpionier Virgin Galactic ein

Boeing steigt mit einer Beteiligung beim privaten Raumfahrtpionier Virgin Galactic ein. Damit soll der Zugang zum Weltraum gemeinsam erweitert und entsprechende Reisetechnologie fortentwickelt werden.

Diese strategische Entscheidung von Boeing erleichtere das Bestreben, das Weltall zu kommerzialisieren und eröffne den Kunden mehr Möglichkeiten für einen sicheren, komfortablen und umweltverantwortlichen Transport, sagte Brian Schettler vom Kapitalgeber Boeing HorizonX Ventures. Neben der Reise in den Weltraum steht dabei auch das ultraschnelle Reisen auf dem Plan.

Investition von 1 Milliarde US-Dollar

Virgin Galactic hat bisher schon eine Milliarde US-Dollar an Kapital investiert, um wiederverwendbare Raumfahrtsysteme für den Menschen zu bauen. Virgin Galactic arbeitet bereits mit Social Capital Hedosophia Holdings Corp. zusammen. Boeing erhält für sein Investment von 20 Mio. US-Dollar Anteile an Virgin Galactic, das Kontingent der Transaktion soll noch dieses Quartal abgeschlossen werden. Das Galeriebild aus dem All zeigt den ersten Raumflug von Virgin Galactic vom Dezember letzten Jahres.

Ruag holt Business Jet Embraer Praetor in Brasilien ab

Ruag MRO International hat im Auftrag eines in Deutschland ansässigen Flugzeughalters die Abnahme eines fabrikneuen Embraer Praetor erfolgreich unterstützt. Das neue Flugzeug ist erst das zweite seiner Art in Europa.

Der Abnahmeprozess des Praetor, ein kleiner Business Jet, fand im Embraer-Werk in Brasilien statt. Der Kunde mit Sitz in München hatte das Team von Ruag MRO International mit der Bitte um Unterstützung vor Ort in Brasilien bei der Abnahme seines brandneuen Embraer-Praetor-Flugzeugs kontaktiert. Der Partner von Ruag MRO International, Executive Aviation Consulting, stellte den Abnahmeprozess vor Ort im Embraer-Werk am Flughafen São José dos Campos, Brasilien, sicher.

Business Jet Embraer Praetor
Business Jet Embraer Praetor

Startpunkt für das Flugzeugmanagement

„Die Abnahme eines Flugzeuges ist ein wichtiger und kritischer Schritt zu Beginn des Flugzeugmanagement-Prozesses. Deshalb sind Erfahrung und Zuverlässigkeit bei der Auswahl eines Partners entscheidend“, sagt Kundenbetreuer Günter Geldhauser. „Das Flugzeug wurde planmäßig ausgeliefert, und wir sind stolz darauf, mitteilen zu können, dass der neue Embraer Praetor in der Zwischenzeit im Einsatz ist“, ergänzt er.

„Wir haben den Anspruch, unsere Kunden in allen Phasen des Flugzeugmanagement-Prozesses zu unterstützen, wo immer und wann immer sie uns brauchen. Zusammen mit Schlüsselpartnern wie Executive Aviation Consulting ist unser erfahrenes Team von Embraer-Spezialisten bestrebt, die beste Lösung für jeden Kunden und seine individuellen Bedürfnisse zu finden“, bestätigt Volker Wallrodt, Senior Vice President Business Jets, Military & Dornier 228, Ruag MRO International.

Business Jet Embraer Praetor Innenkabine
Business Jet Embraer Praetor Innenkabine

Know-how für den Business Jet

Ruag MRO International ist spezialisiert auf optimierte Lösungen für Geschäftsflugzeuge. Alle erforderlichen Leistungen werden innerhalb einer einzigen Standzeit und nach individualisierten, den Kundenbedürfnissen angepassten Zeitplänen erbracht. Das Service-Portfolio umfasst die komplette Palette von Wartungschecks, Kabinenmodifikationen, Avionik- und System-Upgrades, MRO von Subsystem und Komponenten, Flugzeuglackierung, Modifikationen Inspektionen vor dem Kauf (PPI), AOG-Fälle, sowie Support und Beratung. Ruag MRO International ist offizieller OEM-Partner und autorisiertes Servicezentrum für Embraer sowie Service-Zentrum für Bombardier und zertifiziert für die Gulfstream G550.

Flughafen Düsseldorf: 4% mehr Flüge in den Herbstferien

Am Flughafen Düsseldorf rechnet man zu den anstehenden Herbstferien zwischen dem 11. und dem 27. Oktober mit rund 1,4 Millionen Passagieren. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von rund 2,5 Prozent.

In den zwei Ferienwochen werden rund 11.300 Starts und Landungen erwartet, etwa vier Prozent mehr als letztes Jahr. Allein am ersten Ferienwochenende, von Freitag bis Sonntag, 11. bis 13. Oktober, begrüßt der Airport der Landeshauptstadt von NRW etwa 269.000 Fluggäste bei 1.955 Flugbewegungen.

Reisespitze mit 715 Starts am letzten Schultag

Absoluter Spitzentag ist der letzte Schultag (Freitag, 11. Oktober) mit etwa 92.500 Passagieren und 715 Starts und Landungen. Zum Vergleich: Durchschnittlich starten und landen rund 66.600 Passagiere täglich am Rhein – bei 600 Flugbewegungen.

Der Düsseldorfer Airport empfiehlt den Fluggästen im Sinne eines reibungslosen und stressfreien Starts in den Urlaub, einen ausreichenden Zeitpuffer einzuplanen und sich an die jeweiligen Empfehlungen ihrer Fluggesellschaft zu halten.

Top-Flugziele in die Wärme und Städtereisen ab Düsseldorf

In Europa punkten auch in diesem Jahr vor allem wieder Warmwassergebiete wie die Balearen, die Kanaren, Griechenland oder die Türkei als Top-Flugziele. Doch auch Städtereisen nach LondonWienParis und Madrid stehen hoch im Kurs.

Auf der Fernstrecke zieht es die Urlauber von Düsseldorf aus besonders in die Vereinigten Arabischen Emirate nach Dubai und Abu Dhabi sowie in die USA.

SunExpress steigert Flüge nach Antalya ab Bremen

Im nächsten Sommer, schon ab den Osterferien, fliegt SunExpress neuerdings gleich zwei Mal pro Woche ins türkische Antalya und ab den Sommerferien sogar drei Mal wöchentlich.

Antalya als beliebte Urlaubsregion an der türkischen Rivera ist damit ab Bremen zukünftig noch besser zu erreichen. Dazu fliegt SunExpress, das Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, ab Bremen auch weiterhin wie gehabt zweimal wöchentlich die beliebte türkische Hafenstadt Izmir an.

Reiseland Türkei mit viel alter Kultur

Die türkische Rivera ist nicht nur ein Traumreiseziel für alle Sonnenhungrigen, sondern auch für jene, die gerne Land und Leute kennenlernen wollen. Beides lässt sich beispielsweise in Side, Alanya, Kemer, Belek und natürlich auch Antalya selbst, verwirklichen. All‘ diese Ferienorte bieten Sonne satt, Strandurlaub pur und laden zu Erkundungstouren ein. Wer also nicht nur auf einer Liege am Meer oder Pool die Seele baumeln lassen möchte, der sollte sich eine Liste mit Ausflugszielen zusammenstellen.

Wandern im Taurusgebirge

Ganz vorne steht eine Wanderung auf den gut organisierten Wanderwegen im berühmten Taurusgebirge, das man in vielen Urlaubsorten hinter sich aufragen sieht. Hier ist es, wenn es einem am Strand zu heiß wird, auch angenehm kühl.

Absturz einer F-16 der Air Force mitten in Deutschland

Eine F-16 der US-Air Force ist gestern in Deutschland abgestürzt. Der Kampfjet „Fighting Falcon“ verunglückte gegen 15:00 Uhr nahe Zemmer bei einem Routineflug.

Absturz-Ermittlungen der Air Force

Der Pilot der F-16 konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Er wurde mit leichten Verletzungen geborgen. Die F-16 gehörte zum 480. Kampfgeschwader im 52. Flügel der Air Base Spangdahlem. Zur Ursache wurde noch nichts mitgeteilt, die Ermittlungen der Air Force laufen. 2015 war eine F-16 in der Oberpfalz abgestürzt.

Rollout: Airbus C295 für die Royal Canadian Air Force

Airbus übergibt bald die erste C295 an die Royal Canadian Air Force (RCAF). Das Flugzeug zum Ersatz der Such- und Rettungsflotte ist jetzt nach dem Rollout in seiner Finalen Bemalung zu sehen.

Kanada schafft die C295 durch das Fixed Wing Search and Rescue Aircraft Replacement (FWSAR)-Programm an. Das Flugzeug wurde im Werk in Sevilla bemalt. Vor seiner Auslieferung Ende des Jahres sind noch abschließende Vorbereitungen nötig. In Kanada wird das Flugzeug als CC-295 bei der RCAF fliegen und seit den 1970er Jahren traditionell in gelb für die SAR-Flotte eingesetzt werden.

Airbus C295 bei ihrer Bemalung im Werk Sevilla.

Bestellt wurden die C295 2016, wobei für 16 Flugzeuge auch Support und Schulungen sowie ein neues Trainingscenter in Comox, British Columbia, vereinbart wurden. In Comox befinden sich neben Winnipeg, Trenton and Greenwood die Such- und Rettungsgeschwader. Sechs weitere Flugzeuge sind entweder in der Montage oder schon flugfähig. Flugsimulatoren für die Muster sind auch in der Einführung, erste Crews der RCAF werden derzeit in Sevilla geschult.

Radarmission SIR-C/X-SAR auf der Endeavour: Rückblick

Ein Meilenstein war das Multifrequenz-Radarsystem SIR-C/X-SAR, das vor 25 Jahren mit dem Space Shuttle Endeavour gleich zweimal um die Erde flog. Es war das bis dato fortschrittlichste zivile Radar im Erdorbit – und für die Erdbeobachtung ein so großer Schritt wie der Übergang vom Schwarz/Weiß- zum Farbfilm in der Fotografie.

SIR-C/X-SAR, die Radarmission mit dem sperrigen Namen, war im April und Oktober 1994 ein gemeinsames Raumfahrtprojekt der DARA – der Deutschen Agentur für Raumfahrtangelegenheiten, des heutigen DLR Raumfahrtmanagements –, der US-amerikanischen NASA sowie der italienischen Raumfahrtorganisation ASI (Agenzia Spaziale Italiana). Das X-SAR-Radarinstrument wurde unter der Leitung der DARA von Dornier/Daimler-Benz Aerospace (heute AIRBUS Defence and Space) und der italienischen Firma Alenia Spazio (heute TAS-I) entwickelt und gebaut. Das DLR, das damals noch Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt hieß, hatte die wissenschaftliche Leitung und führte die Kalibrierung der X-SAR-Daten, den Missionsbetrieb und die Datenprozessierung für X-SAR durch.

Radar: Wichtiger Beobachtungskanal auf die Erde

Das NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) baute das SIR-C-Instrument und leitete diesen Teil der Mission. Im Oktober 2019 jährt sich der zweite Flug des Instruments auf dem Space Shuttle Endeavour zum 25. Mal. Die Radardaten sind heute noch verfügbar und werden auch heute noch in der Wissenschaft genutzt. Das Earth Observation Center des DLR plant aktuell die Entwicklung eines neuen SIR-C/X-SAR-Datenprozessors.

L, C und X waren die drei Frequenzbänder, in denen das System parallel arbeitete. Dieses „multifrequente“ SAR – die Abkürzung steht für Synthetic Aperture Radar – stellte auf seinen beiden zehntägigen Raumflügen eine hohe technologische Leistungsfähigkeit unter Beweis. Die gesammelten Radardaten wurden in den Folgejahren die Grundlage für über 5.000 wissenschaftliche Publikationen.

Radar erlaubt eine hochgenaue Abbildung der Oberfläche und hat gegenüber optischen Kameras einen großen Vorteil: Aufnahmen gelingen nicht nur bei bester Sicht, sondern auch bei Bewölkung, Regen oder in der Nacht. Die Forschung an weltraumgestützten Radartechnologien blickt auf eine lange Historie zurück.

Experten im Gespräch über die Radarmission

Manfred Zink vom DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme und Rolf Werninghaus vom DLR-Raumfahrtmanagement waren beide in den Vorgängerorganisationen des DLR an der erfolgreichen Mission SIR-C/X-SAR beteiligt. Zink ist seit 2006 Abteilungsleiter und schon seit 1988 im Bereich der satellitengestützten Radartechnologien in Oberpfaffenhofen tätig. SIR-C/X-SAR war seine erste Mission.

Rolf Werninghaus ist seit 2016 Leiter der Abteilung Projektunterstützung im DLR Raumfahrtmanagement (ehemals DARA) und war ebenfalls seit 1988 an mehreren Radarmission beteiligt. Beim ersten SIR-C/X-SAR-Flug arbeitete er als Interface-Ingenieur, später – bei der zweiten SIR-C/X-SAR Mission sowie der Shuttle Radar Topography Mission (SRTM) sowie bei TerraSAR-X und TanDEM-X – war Werninghaus als Projekt- beziehungsweise Programmleiter tätig.

Herr Zink, wie waren Sie an der Radarmission SIR-C/X-SAR beteiligt?

Manfred Zink: Ich wurde 1988 für das X-SAR-Projekt eingestellt und war für die Kalibrierung verantwortlich. Das war damals weitgehend Neuland. Dafür haben wir im „Supersite“ Oberpfaffenhofen entlang einer mehr als 100 Kilometer langen Nord-Süd-Achse Reflektoren und Bodenempfänger aufgebaut. Mit diesen Messungen wurden die drei Radarinstrumente genau kalibriert und damit die Voraussetzung für die Nutzung in den verschiedenen Anwendungsfeldern geschaffen.

Herr Werninghaus, in welcher Rolle waren Sie während der Mission?

Rolf Werninghaus: Auch ich wurde im August 1988 für den X-SAR-Teil der Mission eingestellt und war dann bis zum ersten Flug im April 1994 als Schnittstellen-Ingenieur tätig. Das war für mich eine sehr spannende Zeit, da ich insbesondere für die technischen Schnittstellen unseres X-SAR zum SIR-C-Instrument unseres Partners JPL sowie natürlich zum Space Shuttle der NASA verantwortlich war. Für den zweiten Flug im September 1994 war ich dann als Projektleiter tätig.

Welche Einsatzgebiete für Radar in der Fernerkundung der Erdoberfläche gibt es?

Manfred Zink: Die Anwendungsfelder reichen von der Geologie über Ökologie und Hydrologie bis zur Ozeanographie und Gletscherforschung. Sie wurden in der SIR-C/X-SAR-Mission von einem internationalen Wissenschaftsteam untersucht. Darüber hinaus gab es auch erste sehr erfolgreiche Demonstrationen von Radar-Interferometrie. Dabei wird eine Region aus zwei leicht unterschiedlichen Positionen von den Radarsensoren aufgezeichnet, um 3-dimensionale Karten, die sogenannten digitalen Höhenmodelle abzuleiten.

Was waren die größten technischen Herausforderungen? Was die Innovation?

Rolf Werninghaus: SIR-C/X-SAR war die bislang einzige multifrequente SAR-Mission. X-SAR war das erste zivile X-Band-SAR im Orbit. SIR-C/X-SAR war ein Demonstrator für eine Vielzahl von Verfahren, die heutige Missionen ganz selbstverständlich nutzen, wie etwa den Betrieb im ScanSAR und Spotlight Mode oder die Interferometrie zur 3D-Kartierung, Erfassung von Deformationen der Erdoberfläche, Gletscherbewegungen und Meeresströmungen. Neben den vielfältigen technischen Neuerungen der drei Radarinstrumente war sicher die Integration zu einem multifrequenten System die größte technische Herausforderung.

Was heißt „multifrequentes Radar“ und wo liegen die Vorteile?

Manfred Zink: Ein multifrequentes Radar misst gleichzeitig in unterschiedlichen Frequenzbändern. Die Frequenz der Radarpulse ist einer der wesentlichen Parameter, der die Rückstreuung von Oberflächen oder die Eindringung in Volumenstreuer wie Vegetation, Eis, trockenen Boden und Sand bestimmt. So durchdringen langwellige L-Band-Signale beispielsweise einen Wald vollständig und erfassen auch den festen Boden. Kurzwellige X-Band-Messungen „sehen“ nur die Baumkronen . Eine wesentliche Erkenntnis aus der SIR-C/X-SAR-Mission war die Notwendigkeit von SAR-Systemen in den verschiedenen Frequenzbändern, um die unterschiedlichen Anwendungen optimal zu bedienen.

Die heutigen Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X fliegen im Duo und werfen gemeinsam einen „Stereo-Blick“ auf die Erde. Ihre Daten werden überlagert und zu dreidimensionalen Höhenmodellen verrechnet. Wie waren topographische Kartierungen 1994 möglich – mit nur einem „Radarauge“ auf dem Space Shuttle?

Manfred Zink: Grundsätzlich kann man die zwei Aufnahmen für den „Stereo-Blick“ auch zeitlich versetzt mit nur einem „Auge“ erfassen. Jegliche zwischenzeitliche Veränderung der Objekte am Boden vermindert aber die Genauigkeit der Kartierung. Die gleichzeitige Aufnahme von TerraSAR-X und TanDEM-X ist der Schlüssel für hochgenaue 3D-Vermessung aus dem Orbit.

Wie viel DLR steckte in SIR-C/X-SAR?

Rolf Werninghaus: Das X-SAR-Projekt wurde von der DARA in Kooperation mit ASI geleitet und über eine Kooperationsvereinbarung mit NASA in die zwei SIR-C/X-SAR-Missionen auf dem Space Shuttle eingebracht. Das Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme hat das X-SAR gemeinsam mit der Industrie konzipiert, die Mission auf deutscher Seite wissenschaftlich geleitet und war für die Kalibrierung und zusammen mit dem German Space Operation Center (GSOC) für den Missionsbetrieb verantwortlich. Der X-SAR-Prozessor und die Nutzerschnittstelle wurden vom heutigen Earth Observation Center (EOC) entwickelt und betrieben.

Und wie viel SIR-C/X-SAR steckt in der aktuellen Radarsatellitenmissionen TerraSAR-X und TanDEM-X?

Manfred Zink: X-SAR ist der technologische Vorläufer unserer TerraSAR-X- und TanDEM-X-Satelliten. Ohne die Shuttle-Missionen wären sie nur schwer zu realisieren gewesen. TanDEM-X hat natürlich auch sehr stark von der SRTM, der Shuttle Radar Topography Mission, profitiert. Die Mission war quasi die „dritte“ SIR-C/X-SAR-Mission im Jahr 2000, bei der durch zusätzliche Antennen an einem 60 Meter langen ausfahrbaren Mast ein C- und X-Band-Radarinterferometer zur 3D-Vermessung realisiert wurde.

Wie haben sich Forschung und Entwicklung von Radartechnologien in den letzten 25 Jahren verändert?

Rolf Werninghaus: Heutige Radarsysteme gehen über den anfänglich experimentellen Status hinaus und werden mittlerweile operationell für vielfältige Anwendungen und Dienste genutzt. Das beste Beispiel sind die Sentinel-1-Satelliten im Copernicus Programm. Die Abbildungsleistung zukünftiger Systeme kann durch neue Techniken wie die digitale Formung des Radarstrahls und neue Systemarchitekturen mit großen entfaltbaren Reflektoren oder zusätzliche Satelliten deutlich gesteigert werden. HRWS, ein X-Band-SAR der nächsten Generation mit hochauflösender Bildgebung bei gleichzeitig breiter Abdeckung am Boden, und Tandem-L sind die vom DLR vorgeschlagenen Nachfolgemissionen für TerraSAR-X/TanDEM-X. Sie sollen die Erde mit noch höherer Auflösung erfassen beziehungsweise im Wochenrhythmus interferometrisch abbilden. SAR-Systeme können auch auf mehreren in Formation fliegenden Plattformen verteilt werden und ermöglichen so ganz neue, auf NewSpace-Technologie basierende Ansätze.

An welche Erlebnisse aus der Zeit erinnern Sie sich nach 25 Jahren noch gut?

Rolf Werninghaus: Ich bin 1988 wegen der X-SAR-Missionen direkt von der Uni zum DLR gekommen und hatte dann plötzlich sofort und hautnah mit den aus dem Fernsehen bekannten NASA-Zentren in Florida und Houston zu tun. Das waren schon sehr intensive und aufregende Eindrücke für einen frischen Uni-Abgänger. Nach dem Start der ersten Mission hatte es im X-SAR-Instrument zunächst eine Fehlfunktion gegeben. Das Radar ließ sich anfangs einfach nicht einschalten! Das war natürlich nach den jahrelangen Vorbereitungen für alle Beteiligten zutiefst frustrierend. Zum Glück ist es uns dann nach einigen Stunden gelungen, den Fehler zu verstehen und X-SAR doch noch in Betrieb zu nehmen. Eine riesige Erleichterung.

Manfred Zink: Unsere Kalibriergeräte mussten wir vor jedem Überflug neu auf den Shuttle-Orbit ausrichten. Bei typischen Überflugzeiten zwischen fünf und sieben Uhr morgens und mindestens drei Stunden Vorlauf hieß das mitten in der Nacht raus. An einem Tag im April 1994 hatte es am späten Abend fast 20 Zentimeter geschneit: richtig nasser Neuschnee, für Bayern nicht ungewöhnlich, aber eine große Herausforderung für unsere Kampagnenteams. Wir haben es trotzdem geschafft, alle Messungen in den Kasten zu bekommen.

Kipproter-Flieger V-22 Osprey: 500.000 Flugstunden

Die weltweite Flotte der V-22 Osprey haben jetzt die Marke von 500.000 Flugstunden erreicht. Der Kipproter-Flieger von Boeing und Bell, einem Schwesterunternehmen von Cessna aus dem Hause Textron Inc., überschritt den Meilenstein mit ihren über 375 gebauten Einheiten.

Die Osprey kommt besonders bei der US-Air Force als CV-22 und dem US-Marine Corps als MV-22 zum Einsatz. Die Bedeutung der V-22 als Faktor für die Verteidigungsfähigkeiten der USA zeige sich durch ihren Anteil an weltweiten militärischen und humanitären Einsätzen, so Marine Corps Col. Matthew Kelly und V-22 Joint Program Manager. 2017 waren 400.000 Flugstunden erreicht worden, 2013 waren es 185.000 Flugstunden. Ausgeliefert wird die V-22 seit 2007 in den USA an die Marines, die Navy und die Air Force Special Operations.

Vielseitigkeit und Weiterentwicklung der V-22 Osprey

Die V-22 Osprey ist der weltweit einzige serienmäßig gebaute Kipprotor-Drehflügler. Die Fähigkeiten dieser Mischform aus Hubschrauber und Flugzeug in Sachen Fluggeschwindigkeit, Senkrechtstart und Transportkapazität haben sich unlängst auch bei Einsätzen nach dem Hurrikan Dorian auf den Bahamas als besonders nützlich erwiesen.

Air Force, Marines und Navy

Bei Bell und Boeing laufen die Daten der Flotte zusammen, da sie Wartung und Support mit Personal vor Ort bereitstellen. Derzeit läuft auch ein Vorhaben um die Flugbereitschaft und Einsatzfähigkeit der V-22 weiter zu verbessern. Bei den Marines gibt es dazu das Programm Common Configuration Readiness and Modernization (CC-RAM), bei der Air Force soll die Konfiguration vereinheitlicht werden und generell sollen die Triebwerkskondeln und Rumfstruktur weiterentwickelt werden. Eine dritte Variante, genannt CMV-22, soll ab 2020 in die Flotte der Navy kommen.

Lufthansa Aviation Training flottet neue Diamond DA42 ein

Lufthansa Aviation Training (LAT) nahm am Freitag, 27. September 2019 zwei weitere Flugzeuge des zweimotorigen Typs Diamond DA42-VI als neue Schulungsflugzeuge entgegen. Im April 2018 waren bereits fünf neue sparsame und hochmoderne DA42-VI eingeflottet worden, welche zehn Jahre alte Piper PA-44 ablösten.

Lufthansa Aviation Training betreibt die Flugzeuge der Flugschulen unter der Marke European Flight Academy. Am Standort Rostock-Laage ergänzen ab jetzt, nach der Schlüsselübergabe bei Diamond Aircraft in Wiener Neustadt (Österreich), zwei DA42 die Pilotenausbildung.

Überflug aus Wiener Neustadt nach Rostock-Laage

Lufthansa Aviation Training betreibt mit der Modernisierung der eigenen Trainingsflotte auch den Ausbau von Standorten, darunter fällt auch die Flugschule der European Flight Academy am Flughafen Rostock-Laage. Ein Expertenteam von LAT überführte nach der Flugzeugabnahme die zwei neuen Trainingsflugzeuge des Typs DA42-VI vom Werk des österreichischen Herstellers Diamond Aircraft Industries von Wiener Neustadt nach Rostock-Laage.

Damit wächst die Schulungsflotte vor Ort auf insgesamt sieben zweimotorige Diamond DA42-VI. Insgesamt trainieren EFA-Flugschüler an den Flugschulen in Bremen, Rostock-Lage, Grenchen (Schweiz) sowie in Goodyear (Arizona) auf 57 eigenen Schulungsflugzeugen der LAT. Darüber hinaus steht ihnen an der Partnerflugschule Flight Safety Academy in Vero Beach (Florida) ein Pool aus über 50 Trainingsflugzeugen zur Verfügung.

Die DA42-VI ist die neueste Version von Diamonds technologieführendem leichten zweimotorigen Kolbenmotorflugzeug, dem ersten zertifizierten seiner Klasse, mit modernster Flugzeugzelle, Avionik und Motoren. Beinahe 1.000 DA42 Flugzeuge wurden seit ihrer Markteinführung vor über 14 Jahren ausgeliefert, mehr als alle anderen zertifizierten zweimotorigen Kolbenmotorflugzeuge zusammen. Die komplett aus Karbonfaser gebauten Diamond DA42 sind mit effizienten und zuverlässigen Austro Engine AE300 Motoren, dem Garmin G1000 NXi mit 3-Achsen Autopilot und optionaler elektrisch betriebener Klimaanlage ausgestattet. Der Flugzeugtyp ist bei vielen namhaften Flugschulen, wie Lift Academy, Embry-Riddle Aeronautical University oder FTE Jerez, weltweit im Betrieb.

Lufthansa Aviation Training flottet neue Diamond DA42 ein
Lufthansa Aviation Training flottet neue Diamond DA42 ein

Diamond DA42 im Tiefflug am Flughafen Frankfurt

Die beiden Rostocker Neuzugänge tragen die Lackierung von Lufthansa, bzw. SWISS. Die Flugroute von Österreich nach Mecklenburg-Vorpommern beinhaltete mitunter auch einen Tiefflug am Frankfurter Flughafen, dem größten Lufthansa-Drehkreuz. Nach der Ankunft am Flughafen Rostock-Laage am Freitagabend begrüßte die Crew des Lufthansa CityLine-Fluges LH2761 die beiden Neuzugänge.

Matthias Lehmann, Geschäftsführer der Lufthansa Aviation Training Pilot Academy, zu der auch der Standort Rostock-Laage gehört, führte einen der Ferry-Flüge selbst durch und freut sich über die neuen Flugzeuge: „Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Flugschüler bestmöglich auf die Herausforderungen im Pilotenberuf vorzubereiten. Das Training auf modernen Schulungsflugzeugen spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Ausbau der Flotte in Rostock-Laage ist auch ein Bekenntnis zum dortigen Standort, an dem aufgrund einer gut ausgebauten Infrastruktur und einer hohen Dichte umgebener Flugplätze mit verschiedenen Anflugverfahren ideale Trainingsbedingungen herrschen.“ 

LAT DA42 mit iPad-Schnittstelle – bereit für Vereisung

Die Diamond DA42-VI ist komplett ausgestattet für die Instrumentenflugausbildung auf mehrmotorigen Flugzeugen. Neben einem Wetter-Radar und einer iPad-Schnittstelle zur Flugzeug-Avionik verfügt sie über ein Enteisungssystem und erlaubt somit Trainingsflüge in bekannte moderate Vereisungszonen. Zudem ist sie dank zweier hocheffizienter Austro Engine Jet-Fuel-Motoren AE300 mit je 168 PS ausgesprochen leise und verbraucht etwa ein Drittel weniger Treibstoff bei einer rund 50 Prozent höheren Steigleistung bei simuliertem Triebwerksausfall.

Amila Spiegel, Sales & Marketing Director bei Diamond Aircraft Industries GmbH, der Firmenzentrale in Wiener Neustadt, Österreich: „Wir sind stolz auf unsere langjähre Beziehung mit Lufthansa Aviation Training. Die DA42-VI ist zurzeit das modernste und sicherste Flugzeug für Multi-Engine-Training am Markt.“ Während Flugschüler und -lehrer die Leistung, Sicherheit, das moderne Design mit dem Glascockpit Garmin G1000 NXi schätzten, profitiere die Flugschule vom besonders sparsamen Betrieb und die korrosionsbeständige Flugzeugzelle aus Verbundwerkstoffen.

Lufthansa Aviation Training flottet neue Diamond DA42 ein
Lufthansa Aviation Training flottet neue Diamond DA42 ein

Köln/Bonn Airport: Porto Santo bleibt Charter-Ziel

Auch im nächsten Jahr hat der Reiseveranstalter OLIMAR Porto Santo ab Köln/Bonn im Angebot. Die kleine portugiesische Insel liegt direkt neben Madeira und gilt noch immer als Geheimtipp.

Nonstop-Flug mit Eurowings

In weniger als vier Stunden bringt Eurowings in der Sommersaison 2020 die Gäste nonstop in das Urlaubsparadies. Von Mai bis Oktober starten die Vollcharter-Flüge jeden Samstag nach Porto Santo. Köln/Bonn ist somit der einzige deutsche Flughafen mit einer Direktverbindung nach Porto Santo. „Wir freuen uns, dass OLIMAR im nächsten Jahr dieses touristische Juwel ab Köln/Bonn erneut auflegt. Unsere Passagiere buchen ihre Reise bei der Nummer 1 der Portugal-Spezialisten, mit der wir die ausgezeichnete Zusammenarbeit sehr gern fortsetzen“, sagt Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Sandstrand und Aktivurlaub

Porto Santo bietet alles für einen perfekten Strand- und Aktivurlaub. Mit ihrem kristallklaren Wasser, dem feinen und flach abfallenden neun Kilometer langen Sandstrand und milden Klima ist die Insel perfekt für Reisende, die einen Ort abseits des Massentourismus suchen. Strandgäste finden hier Entspannung pur, das Aktivangebot reicht von Wandern, Golfen, Fahrradtouren bis zu Wassersportmöglichkeiten und Delphin-Beobachtungen.

Porto-Santo-Portfolio

Das komplette Porto-Santo-Portfolio ist ab sofort verfügbar und buchbar. Für Frühbucher hat OLIMAR das Vier-Sterne Hotel Porto Santo & Spa inklusive Flug und Transfer bereits ab 539 Euro pro Person und einem Kinderfestpreis von 457 Euro als Special im Programm. OLIMAR Reisen ist seit 1972 mit Rund- und Themenreisen, Städtetrips oder Badeferien, Angeboten für Paare, Familien, Kulturinteressierte, Aktivurlauber in Portugal sowie den südeuropäischen Reiseziele Spanien, Italien und Kroatien und auf den Kapverdischen Inseln aktiv.

Lufthansa nennt ihren ersten Airbus A321neo „Aachen“

Der erste Airbus A321neo der Lufthansa trägt den Namen „Aachen“. Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und gebürtiger Aachener, und Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, unterzeichneten die Taufurkunde des Airbus A321neo am Flughafen Düsseldorf.

Die A321neo ist die topmoderne Nachfolgerin der A321 von Airbus, deutlich leiser, verbraucht bis zu 20 Prozent weniger Treibstoff und stößt wesentlich weniger CO2 aus als das Vorgängermodell. Bis zum Jahr 2025 werden 40 Flugzeuge des Typs A321neo an die Lufthansa Group ausgeliefert.

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und gebürtiger Aachener, und Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, bei der Unterzeichnung der Taufurkunde des Airbus A321neo am Flughafen Düsseldorf.
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und gebürtiger Aachener, und Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, bei der Unterzeichnung der Taufurkunde des Airbus A321neo am Flughafen Düsseldorf.

Alle zwei Wochen ein neues Flugzeug

Insgesamt erhält das Unternehmen in den nächsten zehn Jahren im Durchschnitt alle zwei Wochen ein neues Flugzeug. „Die Lufthansa Group investiert jedes Jahr fast drei Milliarden Euro in neue, treibstoffarme Flugzeuge. Das ist der größte Hebel, den wir derzeit haben, um möglichst klimaschonend zu fliegen“, so Carsten Spohr. Voraussetzung für diese enormen Investitionen sei, dass Luftfahrt in Deutschland international wettbewerbsfähig bleibe. „Von der Politik sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Investitionen in die Zukunft ermöglichen und damit den Luftverkehrsstandort stärken.“

Die „Aachen“ ist künftig fliegender Botschafter für Stadt und Bundesland. Nordrhein-Westfalen ist für Lufthansa ein wichtiger Standort. Über die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Paderborn-Lippstadt und Münster/Osnabrück verbinden die Airlines der Lufthansa Group das wirtschaftsstarke Bundesland mit der ganzen Welt. Der Konzern beschäftigt hier rund 5.000 Mitarbeiter. Düsseldorf ist mit seinem einwohnerreichen und wirtschaftsstarken Einzugsgebiet für die Lufthansa Group ein wichtiger Flughafen für die Kurz- und Langstrecke.

Verkehrslandeplatz Aachen-Merzbrück als Forschungsflughafen

„Dieses Flugzeug wird den Namen ,Aachen‘ in viele europäische Städte tragen. Damit ist die Maschine auch ein Botschafter für die gelebte europäische Idee in Aachen und in Nordrhein-Westfalen“, sagte Ministerpräsident Laschet. „Die Taufe auf den Namen ‚Aachen‘ ist gleichzeitig die Würdigung einer Stadt, die sich vor allem durch die RWTH, viele Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit großer Innovationsfreude und echtem Pioniergeist in allen Bereichen zukunftsweisender Mobilität auszeichnet. Diesen Pioniergeist wollen wir als Landesregierung auch für die Luftfahrtbranche nutzen und fördern daher den Ausbau des Flugplatzes in Aachen-Merzbrück zu einem Forschungsflughafen. Hier sollen die Möglichkeiten des geräuscharmen Fliegens und umweltfreundlicher Antriebstechnologien für die Zukunft getestet werden. Unser Ziel ist es, mit neuen Technologien das Fliegen nachhaltiger zu machen und auf diese Weise die Wettbewerbsfähigkeit der Luftverkehrswirtschaft in Nordrhein-Westfalen weiter zu stärken.“

Verkehrslandeplatz Aachen-Merzbrück (EDKA/AAH) soll ausgebaut werden

Der Verkehrslandeplatz Aachen-Merzbrück (ICAO: EDKA; IATA: AAH) soll ausgebaut werden, der Untergrund des Verkehrslandeplatzes ist ein besonders weicher Lösslehm, der bei Regen besonders stark aufweicht. Eine Bodenverbesserung soll erfolgen, die Entwässerung des Platzes erfolgt über Mulden-/Rigolenentwässerung. Die S/L-Bahn und der Taxiway werden in Asphalt ausgeführt. Die Piste 08/26 ist 520 mal 20 Meter langer Asphalt, 623 ft über NN. Zulassung für 3.000 kg MTOW, Helicopter bis 5.700 kg MTOW. Der Segelflugverkehr soll künftig wieder einen Rasen erhalten und kann zukünftig auch mit einem Windenschlepp betrieben werden. Durch eine längere Start- und Landebahn gibt es mehr Sicherheit bei Start und Landung. Zusätzlich soll es eine PAPI geben, die den Anflugwinkel dem landenden Piloten durch grünes oder rotes Licht anzeigt.

KLM wird 100 Jahre und Hamburg feiert 99 Jahre

KLM Royal Dutch Airlines wird 100 Jahre alt und auch am Hamburger Flughafen wird gefeiert. Standesgemäß wurde dem Stationsleiter von KLM sowie der Crew des Jubiläumsfluges heute eine Geburtstagstorte überreicht.

Die niederländische Fluggesellschaft KLM ist die älteste Fluggesellschaft, die regelmäßige Linienflüge zum Hamburg Airport anbietet – ihre erste Landung in der Hansestadt erfolgte am 01. September 1920, also vor über 99 Jahren. Die erste KLM-Maschine, die in Hamburg landete, befand sich auf dem „Europa-Nordwestflug“, der ersten internationalen Linienverbindung in Europa. Dieser verband die Hansestadt mit Kopenhagen, mit Bremen, Amsterdam und Rotterdam. Geflogen wurde damals mit Flugzeugen des Typs De Havilland DH-16.

KLM Royal Dutch Airlines wird 100 Jahre alt.
KLM Royal Dutch Airlines wird 100 Jahre alt.

Umstieg am Drehkreuz Amsterdam

Heute fliegt KLM fünfmal täglich zwischen Hamburg und Amsterdam. Der Amsterdamer Flughafen ist ab Hamburg Airport der fünftgrößte Umsteigeflughafen – mit ihrer Verbindung in die niederländische Hauptstadt bietet KLM Hamburger Passagieren also Umsteigemöglichkeiten in die ganze Welt. 70 Prozent aller KLM-Passagiere, die von der Hansestadt nach Amsterdam fliegen, steigen in Amsterdam um. Die meisten davon fliegen weiter in die USA, und auch viele nach Südamerika und Asien. Ein Viertel der KLM-Passagiere, die in Amsterdam aussteigen und nicht weiterfliegen, besuchen dort Freunde und Verwandte. In den letzten zehn Jahren beförderte KLM mehr als 3,2 Millionen Passagiere zwischen Hamburg und Amsterdam.

KLM Royal Dutch Airlines wird 100 Jahre alt.
KLM Royal Dutch Airlines wird 100 Jahre alt.

Airline am Airport seit 99 Jahren

„Ich gratuliere unserem langjährigsten Partner KLM sehr herzlich zum Geburtstag“, sagt Dr. Jörgen Kearsley, Leiter Aviation Marketing am Hamburg Airport. „100 Jahre ist ein stattliches Alter – und doch wirkt KLM mit ihrer hochmodernen Flotte und ihrem Engagement im Bereich Nachhaltigkeit heute jünger denn je. Ich freue mich auf viele weitere Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit.“

KLM Royal Dutch Airlines wird 100 Jahre alt.
KLM Royal Dutch Airlines wird 100 Jahre alt.

Jason OSTM erreichte sein Ende der letzten Umlaufbahn

Die Mission des Satelliten OSTM (Ocean Surface Topography Mission) Jason-2 wurde jetzt für erfolgreich beendet erklärt. Jason-2 war die dritte gemeinsame Satellitenmission von den USA und Europa zur Messung der Meeresspiegelhöhe.

11 Jahre im Dienst der NASA, NOAA, EUMETSAT, CNES

Jason-2/OSTM, war eine gemeinsame Mission der NASA, der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration), von EUMETSAT (European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites (EUMETSAT) und der CNES (Centre National d’Etudes Spatiales). Der Satellit zur Vermessung der Weltmeere wurde im Juni 2008 gestartet und sollte über eine lange Beobachtungsmission die einst von den Programmen NASA-CNES TOPEX/Poseidon und Jason-1 begonnene Erfassung der Pegelhöhe auf dem Globus fortführen. Jason-2/OSTM war war für eine Lebenszeit von drei Jahren konzipiert, aber schlussendlich elf Jahre im Dienst. Seine Forschungen werden von Jason-3, weitergeführt, der 2016 gestartet wurde.

Meeresspiegel steigt – und sinkt

Seit seinem Start hat Jason-2/OSTM einen globalen Meeresanstieg von knapp fünf Zentimetern angezeigt und mehr als eine Million Datenprodukte sowie über 2.100 wissenschaftliche Veröffentlichungen erzeugt. Der Satellit hat damit nicht nur wichtige Beiträge für das Verständnis der Meere und ihre differenzierten Höhenschwankungen geliefert, sondern auch für den Klimawandel, wie Thomas Zurbuchen von der wissenschaftlichen Leitung im NASA-Hauptquartier in Washington sagt. Aber zu Winden und Wellen sowie der Vorhersage zur Entwicklung und Schwere von Hurrikanen leistete der Satellit wertvolle Arbeit.

Jason OSTM: Veränderung der Meeresspiegelhöhe am Pazifischen Ozean in der ersten Januarwoche 2018. Erhöhte Meresstände sind rötlich, tiefer Pegel bläuich eingefärbt.
Jason OSTM: Veränderung der Meeresspiegelhöhe am Pazifischen Ozean in der ersten Januarwoche 2018. Erhöhte Meresstände sind rötlich, tiefer Pegel bläuich eingefärbt.

Dabei wäre die Mission von Jason-2/OSTM schon früher zu Ende gewesen, hätten die Teams zum Betrieb des Trabanten nicht schon Einfallsreichtum bewiesen. Denn schon im Juli 2017 waren wichtige Komponenten und Kontrollsysteme an Bord ausgefallen, sodass der Satellit von seinem eigentlichen Orbit auf eine tiefere Umlaufbahn manövriert wurde, um ihn von den funktionierenden Satelliten wegzubewegen. Das allein hat schon viel Treibstoff verbraucht. In enger Rücksprache mit dem Ocean Surface Topography Science Team wurde für Jason-2/OSTM noch eine Umlaufbahn gefunden, in der seine wissenschaftliche Arbeit fortgeführt werden konnte, anstatt ihn aufzugeben oder die Regeln zur Vermeidung von Weltraumschrott zu verletzen.

Wissenschaftlich wertvoll – bis zum finalen Fehler

Jedoch konnten vom neuen Orbit nur geringere Frequenzen zur Beobachtung einer Region auf der Erde erreicht werden, immerhin erhöhte sich dafür die Auflösung der Daten im Gegenzug. Davon profitierte wiederum ganz extrem die Forschung zum Schwerefeld in den Ozeanen, die über den Globus nicht überall gleich ist, weshalb auch der Meeresspiegel nicht überall gleich hoch ist. Neben der Fortführung der Forschungen durch TOPEX/Poseidon und Jason-1 sind aber gerade diese Daten des Übergangs von kleiner zu mittelgroßer Skala der Meeresbeobachtung der zweiten Jason-2/OSTM-Mission von unschätzbarem Wert, so CNES President Jean-Yves Le Gall. Auch auf dem Weg zu seinem Friedhofsorbit leistete der Satellit damit wertvolle Arbeit bis zum Ende.

Jason OSTM: Das Diagramm zeigt den Globalen WERBUNG Anstieg des Meeres seit Anfang der 1990er Jahre aus den Daten von Jason-2/OSTM, seinen Vorläufermissionen sowie Jason-3.
Jason OSTM: Das Diagramm zeigt den Globalen WERBUNG Anstieg des Meeres seit Anfang der 1990er Jahre aus den Daten von Jason-2/OSTM, seinen Vorläufermissionen sowie Jason-3.

Entscheidung der Abschaltung

Die Entscheidung, den Satelliten abzuschalten, trafen die Raumfahrtbehörden, nachdem nun noch eine Störung im Energiesystem des Satelliten festgestellt wurde. Um eine Gefahr für andere Satelliten, zukünftige Missionen und potenziellen Weltraumschrott zu vermeiden sowie um einem französischen Weltraumgesetz zu folgen, wird der Satellit daher jetzt aus dem Verkehr gezogen. Die Stilllegung soll bis zum 10. Oktober abgeschlossen sein. Die technologischen Fortschritte, wie sie sich auf den Jason-Satelliten 1 bis 3 bewährt haben, wirken aber auch noch in Jahrzehnten fort. Jason-3 wird dann vom europäischen Sentinel-6 und dem Jason-CS fortgeführt werden, deren Starts für 2020 und 2025 geplant sind.

Flughafen Berlin Tegel sorgt für Passagierplus

Großer Anstieg am Flughafen Berlin Tegel: Dort starteten und landeten bis September 18.466.875 Fluggäste und damit 16 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten des Jahres 2018. In Schönefeld wurden 8.794.218 Passagiere abgefertigt, 9,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Zahlen des Verkehrsberichts für Schönefeld und Tegel

Die Zahl der Fluggäste an den Berliner Flughäfen ist in den ersten neun Monaten dieses Jahres daher insgesamt angestiegen, was die vorläufigen Zahlen des Verkehrsberichts zeigen. In Schönefeld und Tegel wurden von Januar bis September 27.261.093 Passagiere abgefertigt und damit 6,4 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Monat September selbst ist die Zahl der Fluggäste leicht zurückgegangen. So fertigten Schönefeld und Tegel insgesamt 3.266.592 Passagiere ab, vier Prozent weniger als im September 2018. Der Flughafen Tegel zählte 2.282.074 Fluggäste, 0,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Schönefeld zählte 984.518 Passagiere und damit 13,4 Prozent weniger als im September 2018.

Deutlich weniger Starts und Landungen

Insgesamt starteten und landeten im September 2019 auf beiden Berliner Flughäfen 25.703 Maschinen. Das waren sieben Prozent weniger als im Vorjahresmonat. In Tegel gab es 17.440 Starts und Landungen (minus 2,8 Prozent). In Schönefeld waren es 8.263 Starts und Landungen (minus 14,6 Prozent). Insgesamt wurden im vergangenen Monat 3.017.579 Kilogramm Luftgüter transportiert, 21,9 Prozent weniger als im September 2018. Ab Tegel waren es 1.818.407 Kilogramm (minus 34,9 Prozent). Ab Schönefeld waren es 1.199.172 Kilogramm (plus 11,9 Prozent).

Flughafen Düsseldorf: Pünktlichkeit statt Nachtflüge

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Die Zahl der nächtlichen Starts und Landungen am Flughafen Düsseldorf geht trotz eines deutlich gestiegenen Verkehrsaufkommens weiter spürbar zurück – und das im September schon zum Mal in Folge.

Damit entfalten die Maßnahmen aller am Luftverkehr beteiligten Partner, die zur Verbesserung der Pünktlichkeit ergriffen wurden und daher zu weniger Nachtflügen und verspäteten Landungen führten, weiterhin ihre Wirkung. Am Düsseldorfer Flughafen gilt in den Nachtstunden eine Flugbeschränkung. Maschinen dürfen planmäßig bis 22:00 Uhr starten und bis 23:00 Uhr landen. Verspätete Maschinen dürfen noch bis 23:30 Uhr – beziehungsweise Homebase-Carrier mit Wartungsschwerpunkt in Düsseldorf bis 24:00 Uhr – landen, sofern sich die Verzögerung nicht aus der Flugplangestaltung ergibt.

Flüge in der Nachtzeit gehen stetig zurück

Während im September des Vorjahres noch 270 Starts nach 22:00 Uhr beziehungsweise Landungen zwischen 23:00 und 05:59 Uhr stattgefunden haben, ist die Zahl dieser Flugbewegungen im September 2019 um 21,1 Prozent auf 213 gesunken. Dieser positive Trend zeigt sich bereits seit November 2018. Während im Zeitraum 01. November 2017 bis 30. September 2018 noch 2.220 der späten Starts und Landungen von den Fluggesellschaften durchgeführt wurden, ist die Zahl der späten Flüge in diesem Jahr um 33,8 Prozent auf 1.470 gesunken. Gleichzeitig stieg im selben Zeitraum die Anzahl der Gesamtbewegungen im gewerblichen Verkehr in Düsseldorf auf 199.773 um rund 9,5 Prozent.

Die aktuellen Zahlen der Nachtflugbewegungen liegen damit nicht nur unter denen des Vorjahres, sondern auch unter den Werten von vor zwei Jahren. Im Zeitraum von November 2016 bis September 2017 wurden 1.886 späte Flüge gezählt. Zur Transparenz veröffentlicht der Flughafen Düsseldorf jeweils zur Monatsmitte online einen ausführlichen Pünktlichkeits- und Nachtflugreport des Vormonats.

TUI mit A320-Stationierung zurück in Leipzig/Halle

TUI kehrt zurück an den Leipzig/Halle Airport. Im Auftrag des weltweit führenden Reisekonzerns startet die Fluggesellschaft Freebird Airlines Europe ab Mai 2020 zu Urlaubszielen in Griechenland, Tunesien, Ägypten, Bulgarien, Spanien und der Türkei.

Zum Einsatz kommt ein Airbus A320, der fliegt bis zu 180 Passagiere ab LEJ und wird am FlughafenLeipzig/Halle stationiert. In der Sommersaison 2020 fliegt Freebird Airlines Europe für TUI nach HeraklionKosKorfuRhodosBurgasVarnaFuerteventuraGran CanariaAntalyaHurghada und Djerba. Insgesamt werden von Mai bis Oktober 2020 über 60.000 Sitze zur Verfügung stehen. TUI verdoppelt damit das Angebot vom Leipzig/Halle Airport, da zurzeit nur Sitzkontingente bei Fluggesellschaften abgenommen wurden. Die Angebote sind bereits buchbar.

Nachfrage nach Urlaubsflügen enorm

„Wir waren diesen Sommer mit unseren Verkäufen ab Leipzig/Halle mehr als zufrieden – die Nachfrage nach TUI-Reisen war enorm. Mit diesem Rückenwind und den jüngsten Veränderungen im deutschen Tourismusmarkt haben wir uns entschieden, für die Saison 2020 ein Flugzeug für die Region anzumieten. Alle Reisenden aus Mitteldeutschland werden mit unserem Partner Freebird direkt zu den Topdestinationen in Griechenland, der Türkei, Bulgarien oder auf den Kanarischen Inseln fliegen können“, sagt Stefan Baumert, Geschäftsführer Touristik der TUI Deutschland.

Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG, betont: „Wir freuen uns über die Rückkehr der TUI. Die neuen Angebote sind eine Bereicherung für den kommenden Sommerflugplan am Leipzig/Halle Airport. Dadurch gibt es wöchentlich bis zu 13 zusätzliche Starts zu beliebten Sonnenzielen. Erholungssuchende aus Mitteldeutschland können so aus einer noch größeren Auswahl wählen.“

Diamond DA62 MPP als Safran EuroFlir 410 Aufklärer

Diamond Aircraft hat das Sensorsystem EuroFlir 410 von Safran erstmals auf der DA62 MPP integriert und im Flug getestet. Der Testlauf ist das Ergebnis von einem Spitzentreffen beider Unternehmen auf der diesjährigen Paris Air Show, mit der Suche nach einer potenten europäischen Konfiguration.

Diamond DA62 MPP als Safran EuroFlir 410 Aufklärer
Diamond DA62 MPP als Safran EuroFlir 410 Aufklärer

Die Österreicher von Diamond haben schon Erfahrung mit anderen Aufklärungssystemen auf der Multifunktionsplattform (MPP) Diamond DA42, und so brauchten sie für die Integration des Opto-elektronischen Pakets von Safran in die DA62 nur wenige Wochen. Bei dem vierwöchen Programm soll das System nun seine Einsatzfähigkeit in großen Flughöhen und bei der Verfolgung stehender und sich langsam oder schnell bewegender Ziele beweisen. Auch Nachteinsätze und die Handhabung für das Bodenpersonal, wo die Daten anlaufen, werden evaluiert.

HD EO/IR-Sensor state-of-the-art auf der DA62

Diamond DA62 MPP als Safran EuroFlir 410 Aufklärer
Diamond DA62 MPP als Safran EuroFlir 410 Aufklärer

Sicherheits- und Militärtechnik

Safran ist ein großer Player für Sicherheits- und Militärtechnik. Euroflir™ 410 ist für kritische Missionen mit hoher Automation entwickelt worden. Verbesserte Erfassung und Identifizierung von Objekten auch aus sehr großer Entfernung sollen den Effizienz auf allen Einsätzen erhöhen. Die DA62 MPP erhält damit ein state-of-the-art Kamerasystem mit HD EO/IR-Sensor, ergänzte Stefan Haim, Sensor Engineer, Diamond Special Mission Aircraft.

Diamond DA62 MPP als Safran EuroFlir 410 Aufklärer
Diamond DA62 MPP als Safran EuroFlir 410 Aufklärer

Ryanair fliegt mit 67g CO2 pro Personenkilometer

Ryanair veröffentlichte die monatlichen CO₂-Emissionsstatistiken, die im September einen Durchschnitt von 67g CO₂ pro Personenkilometer aufweisen. Bis 2030 will sich die Low-Cost-Airline hier um weitere zehn Prozent auf unter 60 g pro Personenkilometer verbessern.

Für den August 2019 errechnet die Fluggesellschaft den Wert aus einer Gesamtzahl Kilometer von 18,025 Milliarden Kilometern, der Gesamtzahl der Passagiere mit 14,1 Mio. und einer CO2-Emission von 1,206 Mio. Tonnen. Daraus errechnet Ryanair die Menge von 67g CO2 pro Personenkilometer.

Ziel bei 60g CO2 pro Personenkilometer im Flugzeug

Kenny Jacobs, CMO von Ryanair, sind die Iren damit Europas grünste und sauberste Fluggesellschaft, wozu insbesondere eine hohe Auslastung maßgeblich beiträgt. Die CO2-Emissionen pro Personenkilometer sind die niedrigsten in der Branche, zudem von einer der jüngsten Flotten. Die Emissionen sind in den letzten zehn Jahren von 82g auf 67g zurückgegangen, während andere Airlines derzeit über 120g pro Passagierkilometer emittierten, so Jacobs.

Flughafen München lädt Schüler zur Berufsmesse

Die Berufsfit zählt zu den größten Veranstaltungen ihrer Art im Großraum München. Veranstalter ist der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Freising-Erding-Flughafen. Den Vorsitz des ehrenamtlichen Gremiums führt die Flughafen München GmbH (FMG), die zugleich Hauptsponsor der Berufsfit ist.

Die Berufsorientierungsmesse „Berufsfit“, die sich an Schüler und Eltern richtet, findet vom 10. bis 12. Oktober 2019 am Flughafen München bereits zum elften Mal statt. Alle zwei Jahre präsentiert diese Informations- und Kontaktbörse alles Wissenswerte zu den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Region. Schirmherr der Veranstaltung ist Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh. Für Besucher ist der Eintritt an allen drei Messetagen kostenlos.

500 Unternehmen arbeiten am Flughafen

Der Flughafen München, der mit seinen über 500 Unternehmen und rund 38.000 Arbeitsplätzen die größte Arbeits- und Ausbildungsstätte der Region darstellt, hat sich längst als attraktiver Standort dieser regionalen Berufsorientierungsmesse für die beiden Landkreise Erding und Freising etabliert.

In der rund 6.000 Quadratmeter großen Winterdiensthalle des Airports in der Nordallee 30 werden sich in diesem Jahr 74 Ausbildungsbetriebe, Innungen, Institutionen, aber auch allgemein- und berufsbildende Schulen sowie Hochschulen darstellen. Die Messe ist von Donnerstag bis Samstag jeweils von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr geöffnet und stellt ein breites Spektrum verschiedenster Berufe vor. Über 60 Studiengänge sowie mehr als 150 Ausbildungsmöglichkeiten werden in diesem Jahr präsentiert. Alle Besucher erhalten am Eingang einen informativen Messeguide, der die Orientierung beim Rundgang erleichtert. Darüber hinaus gibt die flughafeneigene Roboterdame „Josie Pepper“ ihr Debut auf der Berufsfit und beantwortet Fragen der Besucher.

Non-Aviation: verschiedenste Berufe zur Auswahl

Die „Berufsfit“ ist eine Messe zum Anfassen, die bei Schülerinnen und Schülern Interesse an möglichen Ausbildungswegen wecken und Orientierung zu Berufsperspektiven vermitteln soll. Wichtigste Zielgruppe der „Berufsfit“ sind Schulabgänger, die zwei Jahre vor ihrem Abschluss stehen. Vor Ort wird Jugendlichen die Möglichkeit geboten, direkt mit dem künftigen Arbeitgeber und auch Ausbildern in Kontakt zu treten. Zu den hier vertretenen Branchen gehören neben der Gastronomie, dem Handwerk, der Hotellerie und Betrieben aus dem Logistik- und Transportbereich auch Behörden wie die Polizei oder der Zoll.

Die Winterdiensthalle ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln am besten über die S-Bahn-Haltestelle Besucherpark erreichbar. Der Fußweg zur Messehalle ist beschildert. Für Autofahrer gibt es kostenlose Parkmöglichkeiten auf dem Parkplätzen P45 und P50. Ausfahrttickets sind am Informationsstand auf der Messe erhältlich. Alle wesentlichen Informationen zu den Ausstellern, dem Rahmenprogramm sowie den Bildungsangeboten zur Messe sind auch online zu finden. Die Berufsfit findet alle zwei Jahre am Flughafen München statt. Sie wird unter der Schirmherrschaft von Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh zusammen mit dem Arbeitskreis SchuleWirtschaft Freising-Erding-Flughafen veranstaltet.

DLRK diskutiert Wissenschaft für Mensch und Umwelt

Auf dem 68. Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK) diskutierten rund 680 Vertreter der deutschen Luft- und Raumfahrtbranche über aktuelle Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz oder auch den Klimawandel.

Am 02. Oktober 2019 ging der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) nach drei Tagen des intensiven Austauschs im Darmstädter Kongresszentrum „Darmstadtium“ erfolgreich zu Ende. „Wir sind in Deutschland zurecht stolz auf unser Netzwerk aus Wissenschaft, Forschung, Industrie und Politik und das bisher Erreichte in der Luft- und Raumfahrtbranche“, sagte Prof. Rolf Henke, Präsident der DGLR, bei der Eröffnungsveranstaltung. „Wir werden uns darauf aber nicht ausruhen, sondern mit aller Kraft unsere Welt der Luft- und Raumfahrt für eine offene Gesellschaft weiterentwickeln – als technologische Brücke in die Zukunft, dem diesjährigen Motto des DLRK.“

Deutschland braucht mehr Sachlichkeit in der Klimadebatte

In Bezug auf die Klimadebatte rief Henke zu mehr Sachlichkeit in der Diskussion auf: „Mit der aktuellen Form der Diskussion richten wir Schaden an – an unserer Diskussionskultur, am Vertrauen in unsere Politik, an unserer deutschen und europäischen Industrie und an unserem Wohlbefinden. Ein Weckruf ist immer richtig, aber mit unspezifischen und unrealistischen Forderungen unterdrücken wir das, was getan werden müsste. Wir müssen mit klaren Zielsetzungen und überlegt an Innovationen forschen, diese auch einmal verwerfen können, und dann die Projekte weiterentwickeln, die uns helfen auch die Umweltziele zu verwirklichen. Dazu müssen wir ganzheitlich denken.“

Elektrisches Fliegen

Beim elektrischen Fliegen bedeute das zum Beispiel, nicht nur die lokalen Emissionen zu betrachten, sondern den gesamten Lebenszyklus, auch im Bezug auf die Rohstoffe und die Infrastruktur. Das Resultat könne laut Henke sein, dass sich elektrisches Fliegen nur in bestimmten Umgebungen lohne und es dann immer noch mit Schadstoffen verbunden sei. All das müsse erforscht und dann eine Entscheidung auf Wissensbasis gefällt werden. Wichtig sei, die Dinge gemeinsam anzugehen. „Der DLRK ist eine gute Gelegenheit, die unterschiedlichen Akteure der Luft- und Raumfahrt zusammenzubringen und festzuhalten, wo die Branche steht und wie wir uns weiter verbessern können“, so Henke.

37.000 geplante Flüge pro Tag

Die Luftfahrt steht angesichts wachsender Passagierzahlen bei gleichzeitig steigenden Umweltanforderungen vor großen Herausforderungen. Ein funktionierendes Air Traffic Management ist daher essenziell. Klaus Froese, CEO Hub Frankfurt der Lufthansa, rief in seinem Vortrag beim DLRK dazu auf, Innovationen zu nutzen, um den jetzigen Zustand des Luftverkehrssystems zu verbessern: „Der technologische Fortschritt ist schon da. Die Herausforderung besteht jetzt darin, das was auf dem Tisch liegt auch umzusetzen“, so Froese beim DLRK.

In der anschließenden Podiumsdiskussion bekräftigten Vertreter des Luftfahrtsystems den Wunsch nach einer intensiveren Zusammenarbeit. Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Flugsicherung (DFS), sagte, Airlines, Flughäfen und Flugsicherung müssten einen gemeinsamen Weg finden, um Verspätungen und Ausfälle zukünftig zu mindern.

Raumfahrt in Europa mit Visionen

Auch in der Raumfahrt steht die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Vordergrund vieler anstehender Projekte. Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, sprach beim DLRK den Wunsch aus, international, aber insbesondere auf europäischer Ebene, noch intensiver zusammenzuarbeiten und dabei auch Risiken nicht zu sehr zu scheuen: „Wir müssen in Deutschland und Europa mutiger sein“. So könne auch die Vision eines Moon Village, einer geplanten Forschungsstation auf dem Mond, gelingen.

DGLR-Nachwuchsgruppen präsentierten aktuelle Projekte

Besonders für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Luft- und Raumfahrtbranche ist der DLRK ein wichtiges Event, da er hier seine potenziellen Arbeitgeber trifft. Auch einige der DGLR-Nachwuchsgruppen präsentierten sich und ihre aktuellen Projekte in einer Ausstellung beim Kongress. Zudem wurden wieder die Nachwuchspreise für hervorragende Bachelor-, Diplom- und Masterarbeiten, sowie je eine Dissertation auf dem Gebiet der Luftfahrt und der Raumfahrt vergeben. Der nächste Deutsche Luft- und Raumfahrtkongress findet vom 01. bis 03. September 2020 in der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen statt. 2020 ist für die RWTH Aachen zudem ein ganz besonderes Jahr: Am 10. Oktober feiert sie ihr 150-jähriges Bestehen.

Lufthansa, SWISS und AUA fliegen nach Ljubljana (LJU)

Von Mitte Oktober an verbinden Airlines der Lufthansa Group die Hubs Zürich, München und Frankfurt mit der slowenischen Hauptstadt Ljubljana.

Aus ihrem Heimathub Frankfurt startet Lufthansa mit Beginn des Winterflugplans am 27. Oktober zweimal am Tag mit insgesamt 14 wöchentlichen Verbindungen nach Ljubljana. Das Lufthansa Drehkreuz München folgt vom 01. November an mit sieben wöchentlichen Verbindungen.

Lufthansa, SWISS und AUA fliegen nach Ljubljana (LJU)
Lufthansa, SWISS und AUA fliegen nach Ljubljana (LJU)

SWISS und Austrian Airlines

SWISS startet vom 16. Oktober an ab Zürich zunächst mit fünf wöchentlichen Verbindungen nach Ljubljana. Vom 27. Oktober an erweitert die Airline die Frequenz für den Winterflugplan auf eine tägliche Verbindung. Austrian Airlines bietet nach der Einstellung des Flugbetriebs von Adria Airways nach Ljubljana alternativ bis zu drei tägliche Verbindungen von Wien nach Klagenfurt. Alle Verbindungen sind ab sofort buchbar.

DGLR eehrt Karl-Heinz Horstmann für Laminarforschung

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Jahrzehntelang untersuchte Prof. Dr. Karl-Heinz Horstmann die Nutzung laminarer Strömungen für Flugzeuge und trug entscheidend dazu bei, dass diese Technologie heute für den Einsatz in Verkehrsflugzeugen zur Verfügung steht.

Für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Laminarforschung wurde Prof. Dr. Karl-Heinz Horstmann von der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) mit der Otto-Lilienthal-Medaille ausgezeichnet. Mit einem Laminarprofil ist der Flügel so geformt, dass sich die umströmende Luft über eine möglichst lange Strecke gleichförmig und parallel zur Oberfläche bewegt. Dadurch soll der Reibungswiderstand am Flügel halbiert werden und der Treibstoffverbrauch sinken.

Ingenieur-wissenschaftliche Leistung geehrt

„Mit der Otto-Lilienthal-Medaille möchten wir die Lebensleistung von Prof. Karl-Heinz Horstmann würdigen. Seinem außergewöhnlichen Engagement ist es zu verdanken, dass die Laminartechnologie über Jahrzehnte weiterverfolgt und verbessert wurde“, sagte Prof. Rolf Henke, Präsident der DGLR, der die Auszeichnung am Gesellschaftsabend des jährlich stattfindenden Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses (DLRK) überreichte. Die DGLR verleiht die Otto-Lilienthal-Medaille für die Erbringung ingenieurorientierter Leistungen hohen Ranges wissenschaftlicher Art auf dem Gebiet der Luftfahrt.

„Prof. Horstmann ist nicht nur ein weltweit anerkannter Fachmann der Aerodynamik. Er hat es auch immer verstanden, auf seine Umwelt motivierend zu wirken und sein Wissen weiterzugeben. Seine vielfältigen Arbeiten haben dazu geführt, dass wir heute sehr viel mehr über die Bedingungen wissen, unter denen laminare Strömung möglich ist. Noch immer liegen seine Konzepte den aktuellen Arbeiten zugrunde. Er ist ein Wegweiser dieser Forschungsrichtung“, so Henke.

Horstmann befasste sich bereits als Student im Rahmen seiner Mitgliedschaft in der Akademischen Fliegergruppe Braunschweig mit der gesamten Auslegung von Flugzeugen und erkannte schon früh die große Bedeutung der Widerstandsreduzierung durch die Laminarhaltung. Zunächst entwickelte der Aerodynamiker Tragflügelprofile für Segelflugzeuge, die für Muster der Segelflugzeugindustrie eingesetzt wurden.

Testflügel in Theorie und Praxis

Während seiner Tätigkeit am Braunschweiger Institut für Entwurfsaerodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwarf er dann leistungsfähige Laminarprofile und brachte damit den aerodynamischen Tragflügelentwurf entscheidend voran. Seine Arbeit umfasste sowohl die Entwicklung theoretischer Verfahren als auch die Erprobung der Ergebnisse im Windkanal und im Flugversuch – oft mit ihm selbst als Piloten.

Airbus und das BLADE-Projekt

Die Laminarhaltung gilt als eine der besten Möglichkeiten zur weiteren Senkung des Treibstoffverbrauchs bei Verkehrsflugzeugen. So untersucht Airbus derzeit gemeinsam mit 20 Industriepartnern und Forschungseinrichtungen mit dem BLADE-Projekt (Breaktrough Laminar Aircraft Demonstrator in Europe), das im Rahmen des europäischen Clean-Sky-Forschungsprogramms gefördert wird, welches Potenzial Laminarprofile für Verkehrsflugzeuge haben.

Flughafen München: ILS-Messflüge für die Südbahn 08R

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Die Flugvermessungen für die Start- und Landebahn am Flughafen München beginnen gegen 22:00 Uhr und sind um zirka 03:00 Uhr des darauffolgenden Tages beendet. Sollte es dabei zu technischen oder witterungsbedingten Verzögerungen kommen, müssen die Vermessungsflüge bis zum Vorliegen der entsprechenden Ergebnisse fortgeführt werden.

Das Instrumentenlandesystem der Bahn 08R (Südbahn) des Münchner Flughafens wird vom 07. Oktober bis voraussichtlich 08. Oktober 2019 wird vermessen. Dieses System wird von Piloten genutzt, die die Südbahn von Westen her anfliegen. 

Vermessungsflüge nach Mitternacht werden auf das Mindestmaß beschränkt. Dabei sollen, soweit es die vorgegebenen Flugprofile erlauben, Überflüge von Ortschaften vermieden werden. Aufgrund des Verkehrsaufkommens am Münchner Flughafen wurde es notwendig, die geplanten Messflüge in die oben angegebene, verkehrsarme Zeit zu legen.

Gleitwinkel und Anflugkurs definieren

Das Instrumentenlandesystem unterstützt den Luftfahrzeugführer bei der Navigation während des Anfluges. Dies geschieht im Wesentlichen dadurch, dass Sendeanlagen am Boden den Anflugkurs und Gleitwinkel elektronisch definieren. Diese abgestrahlten Signale werden im Flugzeug empfangen und den Piloten im Cockpit angezeigt.

Flugvermessung mit Hilfe eine Beechcraft Super King Air 350

Nur durch eine aufwändige Flugvermessung, die in regelmäßigen Abständen vorgeschrieben ist, kann garantiert werden, dass das Instrumentenlandesystem die geforderte Genauigkeit aufweist. Bei der geplanten Überprüfung handelt es sich um eine Notwendigkeit für eine sichere, geordnete und flüssige Verkehrsabwicklung. Zum Einsatz kommt dabei ein kleineres Turbo-Prop-Flugzeug vom Typ Beechcraft Super King Air 350.

Flughafen Dortmund: 2.000.000 Fluggäste per 3. Quartal

Seit Anfang des Jahres nutzten den Dortmund Airport 2.037.146 Fluggäste. Das sind 19,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. 768.172 Passagiere flogen alleine im dritten Quartal ab oder nach Dortmund.

Flughafen Dortmund will 2,5 Millionen Marke knacken

Die Schwelle von zwei Millionen Passagieren, die vor zwei Jahren noch das erklärte Ziel des Dortmunder Flughafens war, konnte dieses Jahr bereits im dritten Quartal überschritten werden. „Wir sind mit der Passagierentwicklung sehr zufrieden“, so Flughafen-Chef Udo Mager. „Die Zeichen stehen gut, dass 2019 das passagierstärkste Jahr seit Bestehen des Flughafens wird.“ Im bisher stärksten Jahr 2008 nutzten knapp 2,33 Millionen Passagiere den Dortmund Airport. In 2019 plant der Flughafen die 2,5 Millionen Marke zu überschreiten.

Mallorca war beliebtestes Ziel ab DTM

Geprägt durch die Sommermonate war die Ferieninsel Mallorca im dritten Quartal das beliebteste Ziel ab Dortmund Airport. 74.582 Passagiere flogen zwischen Juli und September auf die Sonneninsel. Kattowitz erfreut sich das ganze Jahr über großer Beliebtheit. Im dritten Quartal 2019 nutzten 65.492 Passagiere die Verbindung nach Polen. Ebenfalls beliebt waren die Städte London (52.736 Fluggäste), Bukarest (44.566 Fluggäste) und München (43.229 Fluggäste).

München Airport: MUC-Exchange-Award für United Airlines

Mit WashingtonNewarkChicagoHouston und San Francisco steuert United Airlines von München aus gleich fünf attraktive Destinationen in den USA nonstop an.

Der Star-Alliance-Partner der Deutschen Lufthansa ist seit der Eröffnung des Münchner Flughafens am 17. Mai 1992 fester Bestandteil des täglichen Flugangebots und hat sein Streckennetz ab München seither kontinuierlich ausgebaut.

Flug nach San Francisco auch im Winter

Jetzt wurde das langjährige Engagement der amerikanischen Gesellschaft mit dem MUC-Exchange-Award des Münchner Airports honoriert, den Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh (rechts) im Rahmen einer Feierstunde an Thorsten Lettnin, (Managing Director Sales Europe & India bei United Airlines) überreichte. In diesem Jahr wird United Airlines die 2017 eingeführte Verbindung nach San Francisco erstmals auch in der Wintersaison anbieten.

MTU eehrt Student mit Wolfgang-Heilmann-Preis

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Die MTU Aero Engines hat den diesjährigen Wolfgang-Heilmann-Preis mit 1.500 Euro Dotierung an Sven Hoffmann vergeben. Hoffmann hat am Institut für Thermische Strömungsmaschinen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) studiert und wurde am Eröffnungstag des diesjährigen Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses (DLRK) in Darmstadt geehrt.

Der Wolfgang-Heilmann-Preis ist ein Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Sven Hoffmann erhielt die Auszeichnung für seine Masterarbeit zum Thema „Euler-Lagrange Simulationen des Kraftstoffsprays eines ebenen Filmlegers“.

Die Auszeichnung nahm Lars Wagner, Technik-Vorstand der MTU, am Montag, 30. September, vor. „Umfang und Güte der Arbeit gehen weit über die üblichen Anforderungen hinaus“, würdigte Wagner. „Sven Hoffmann erhält den Preis aufgrund der positiven Ergebnisse der Arbeit, seiner überdurchschnittlichen Leistungsfähigkeit und seines äußerst ausgeprägten Interesses an der Luftfahrt.“

1,0 für Arbeit zur Treibstoffeinspritzung

In seiner Arbeit hat sich der junge Mann mit einem neuentwickelten Modell zur Definition von Tropfenstartbedingungen beschäftigt, es erprobt und optimale Parameter für zugrunde liegende statistische Verteilungen ermittelt. Es geht um die Optimierung der Einspritzung von Kraftstoff in Triebwerksbrennkammern. Durch verbesserte Brennkammern kann die Menge an ausgestoßenem Ruß, NOx, CO und unverbrannten Kohlenwasserstoffen erheblich gemindert werden.

In den letzten Jahren haben sich zwei Brennkammerkonzepte etabliert, die eine deutliche Minderung der Schadstoffemissionen – einem Hauptziel der Luftfahrt auf dem Weg zum emissionsfreien Fliegen – ermöglichen: die Fett-Mager-Verbrennung und die magere Vormisch-Verbrennung. Bei beiden Konzepten ist die Einspritzung des Kraftstoffs aber noch nicht bis ins letzte Detail verstanden. Hierzu trägt Sven Hoffmanns Arbeit bei. Sie brachte ihm die Traumnote 1,0 ein.

Die MTU würdigt mit dem Wolfgang-Heilmann-Preis jährlich akademische Nachwuchskräfte, die im Bereich Luftfahrtantriebe des KIT forschen. Zwischen der Hochschule und der MTU besteht eine langjährige, sehr erfolgreiche Kooperation in der Technologie-Entwicklung, deren Ergebnisse in bedeutende MTU-Zukunftsprojekte einfließen. Der Preis erinnert an Prof. Dr. Wolfgang Heilmann, der bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1989 Geschäftsführer für den Bereich Entwicklung der beiden damaligen MTU-Gesellschaften war. Heilmann hat in Karlsruhe gelehrt und wurde 1986 von der Universität zum Honorar-Professor ernannt. 1990 lobte die MTU den nach ihm benannten Preis aus.

Ryanair bietet „Millions-In-The-Air-Sale“ für Flüge

Ryanair hat einen massiven Millions-In-The-Air-Sale mit Rabatt für Hin- und Rückflüge auf über eine Million Sitzplätze gestartet, um zu feiern, dass innerhalb von 12 Monaten 150 Millionen Ryanair-Kunden in ganz Europa befördert wurden – mehr als das 25-fache der Bevölkerung der Insel Irland.

Ryanair Billigflüge zwischen Oktober und Mai

Dieser Seat-Sale im europäischen Streckennetz ist für Reisen zwischen Oktober und Mai buchbar und kann nur online bei Ryanair bis Freitag, den 04. Oktober, bis Mitternacht gebucht werden. Die Ryanair Holdings PLC hat gleichzeitig ihre Verkehrsstatistik für September veröffentlicht. Demnach beförderte Ryanair mit 13,5 Mio. Passagieren 7% mehr als im Vorjahresmonat, und das bei einer Auslastung von 96 Prozent.

Ryanair Flüge im Sonderangebot

Kenny Jacobs von Ryanair sagte: „Wir freuen uns, dass wir in den letzten 12 Monaten 150 Millionen Kunden befördern konnten. Um diese 150 Millionen Kunden zu feiern, die sich in diesem Jahr für Ryanair entschieden haben, haben wir einen „Millions-In-The-Air“-Sitzplatzverkauf mit bis zu 30 Euro Rückflug auf über 1.000.000 Sitzen in unserem europäischen Netzwerk gestartet…“

DGLR eehrt Gerhard Waibel mit der Otto-Lilienthal-Medaille

Am 01. Oktober 2019 hat die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) den Konstrukteur Gerhard Waibel mit der Otto-Lilienthal-Medaille geehrt. Später trug er Waibel großen Anteil daran, dass die deutsche Segelflugindustrie seit den 1960er-Jahren weltweit führend ist. Die DGLR verleiht die Otto-Lilienthal-Medaille für die Erbringung ingenieurorientierter Leistungen hohen Ranges wissenschaftlicher Art auf dem Gebiet der Luftfahrt.

Gerhard Waibel erhält die Auszeichnung für seine herausragenden Leistungen in der Weiterentwicklung von Segelflugzeugen. Gemeinsam mit seinem Freund Wolf Lemke entwickelte Waibel das erste moderne Segelflugzeug, die D-36.

Segelflugkonstrukteur prägte Luftfahrtforschung

„Gerhard Waibel ist nicht nur ein herausragender Segelflugkonstrukteur, Flugwissenschaftler und Pilot. Durch seine bahnbrechenden Arbeiten in der Entwicklung von Segelflugzeugen hat er auch andere Bereiche der Luftfahrt wie die Laminarisierung entscheidend geprägt. Mit der Otto-Lilienthal-Medaille ehren wir heute seine Lebensleistung“, sagte Prof. Rolf Henke, Präsident der DGLR, der die Auszeichnung am Gesellschaftsabend des jährlich stattfindenden Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses (DLRK) überreichte.

Im Alter von 16 Jahren begann Waibel mit dem Segelfliegen. Bei seinen zahlreichen Teilnahmen an nationalen und internationalen Wettbewerben errang er beachtliche Erfolge und nutzte seine Erfahrungen als Pilot für die Weiterentwicklung seiner eigenen Segelflugzeuge. Als Student der Technischen Universität Darmstadt erlernte er in der dortigen Akademischen Fliegergruppe die Auslegung, den Entwurf und den Bau von Hochleistungssegelflugzeugen. Mit einem vierköpfigen Team entwarf und baute er die revolutionäre D-36, ein einsitziges Segelflugzeug in Kunststoffbauweise. Im Gegensatz zur damaligen Konkurrenz war der Rumpf der D-36 hinter der Pilotenkanzel eingeschnürt, um den Rumpfwiderstand niedrig zu halten. Diese Bauweise wurde prägend für moderne Segelflugzeugrümpfe.

Waibels Karriere bei Schleicher Segelflugzeuge

Den mit der D-36 beschrittenen Weg, fortschrittliche und leistungsfähige Segelflugzeuge zu entwickeln, setzte Waibel als Konstrukteur bei der Firma Alexander Schleicher Segelflugzeugbau fort, bei der er bis zu seinem Ruhestand 2003 tätig war. Es folgten eine Vielzahl von Segelflugzeugmustern, die ihm und seiner Firma weltweite Anerkennung brachten – von seinem ersten Entwurf, der ASW 12, über die ASW 20, von der über 900 Exemplare gebaut wurden, bis zu seinem letzten Entwurf, der ASW 28. Das „W“ in der Typenbezeichnung von Segelflugzeugen kennzeichnet Waibel als Konstrukteur.

Maßgeblich unterstützte er auch das US-amerikanische Projekt „Concordia“, aus dem das bis heute leistungsfähigste Segelflugzeug der Welt hervorging. Neben seiner Arbeit als Konstrukteur verstand Waibel es zudem, die Turbulenzforschung und die Profilentwicklung voranzutreiben und den Segelflugzeugbau durch die Integration konstruktiver Neuerungen wie der Aerodynamik und den konsequenten Einsatz der Faserverbundtechnik zu prägen. Erst nach Erfolgen im Segelflugzeugbau haben Laminarisierung und die Kunststoffbauweise Eingang in andere Bereiche der Luftfahrt gefunden.

Im Mittelpunkt der Entwicklung seiner Flugzeuge stand für Waibel immer die Sicherheit. Für die Entwicklung des Sicherheitscockpits für die ASW 24 erhielt er einen Preis der OSTIV (Organisation Scientifique et Technique du Vol à Voile), die den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit im Segelflug zwischen Experten und Piloten aller Nationen fördert. Bis heute gibt Waibel sein Wissen weiter und regt in seinen engagierten und humorvorvollen Vorträgen besonders den wissenschaftlichen Nachwuchs zu neuen Ideen an.