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Turkish Airlines zieht in den Nürnberger Flughafen

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Turkish Airlines weihte im Beisein von Finanzminister Dr. Markus Söder und weiteren Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft neue Büroräume in der Abflughalle 2 des Nürnberger Airports ein. Ebenso war der Direktor der Turkish Airlines Dr. Osman Hasirci anwesend, und hatte schon die nächste Schwelle an Passagierzahlen im Blick.

Söder nannte Istanbul anlässlich der Eröffnungsfeier die zukünftige "Drehscheibe für Fernost". Geschäftsführer Karl-Heinz Krüger und Harry Marx freuen sich über das Engagement der TK in Nürnberg: Dies sei ein "Ein starkes Signal", so Krüger. Dazu passend sieht Turkish Airlines Direktor Hasirci dem nächsten Ziel entgegen, er visiert mit seiner Airline die Marke von 200.000 Passagieren an.

Flughafen Köln Bonn ändert Parkhauspreise

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Der Köln Bonn Airport ändert die Tarifstruktur in den Parkhäusern. Während der Wochentarif im Urlauberparkhaus P3 um 10 Euro steigt, wird er im Parkhaus 2 um 10 Euro gesenkt. Die Annäherung der Parkpreise soll zu einer gleichmäßigeren Auslastung der beiden Parkhäuser führen.

Der Preis für die erste Woche Parken im P3 erhöht sich von 39 auf 49 Euro und für die zweite Woche von 29 auf 39 Euro. Der Frühbuchertarif steigt von 25 auf 33 Euro. Gleichzeitig sinkt der Wochentarif im P2 und auf P-Nord von 99 auf 89 Euro. Frühbucher zahlen hier künftig 59 statt bisher 69 Euro pro Woche.

12.500 Parklätze am Köln Bonn Airport

Alle anderen Parktarife bleiben unverändert. Insgesamt stehen am Köln Bonn Airport 12.500 Parklätze zur Verfügung, davon 6.500 in P3 und 4.900 in P2. Die Änderungen gelten ab 01. März.

Fraport setzt auf Wertekultur für Arbeitnehmer und Lieferanten

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Die Fraport AG geht einen weiteren Schritt zur Etablierung einer konzernweiten Wertekultur: Der Vorstand des Flughafenbetreibers hat zwei Verhaltenskodizes verabschiedet, die für die Mitarbeiter und Lieferanten des Unternehmens Grundsätze für den Umgang mit den wirtschaftlichen, juristischen und moralischen Herausforderungen des Geschäftsalltags formulieren.

Beide Dokumente orientieren sich an international anerkannten Verhaltensstandards für Unternehmen – den Prinzipien des UN Global Compact, den Leitsätzen der OECD für multinationale Unternehmen sowie den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Eine ebenfalls neu entwickelte Fraport-Policy, die das grundlegende Wertegerüst des Unternehmens zusammenfasst, vereint beide Kodizes sowie die weiterhin gültige Umweltpolitik des Konzerns unter einem Dach.

Beide Verhaltenskodizes berücksichtigen die Aspekte Compliance, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte. Der Verhaltenskodex für Lieferanten umfasst darüber hinaus für alle Lieferanten und Dienstleister, die in direkter Geschäftsbeziehung zur Fraport AG stehen, den Umweltschutz. Beide Kodizes werden zunächst bei der Fraport-Muttergesellschaft und in einem weiteren Schritt bei allen wesentlichen Beteiligungen des Konzerns eingeführt.

"Mit der Einführung der Verhaltenskodizes bauen wir das Wertemanagement der Fraport AG, das schon seit zehn Jahren in vorbildlicher Weise Verhaltensregeln und Pflichten für alle Mitarbeiter definiert, konsequent weiter aus", sagte der Vorstandsvorsitzende des Flughafenbetreibers, Dr. Stefan Schulte. "Damit erfüllen wir die Ansprüche an eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, mit denen sich insbesondere international agierende Unternehmen heute konfrontiert sehen." So Schulte.

Berlin – Madrid nonstop: airberlin feiert Take-off mit Flamenco

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airberlin bedient ab sofort die Strecke Berlin-Tegel nach Madrid. Es war eine gelungene Premiere für den airberlin-Erstflug: Mehr als 130 Gäste des Fluges und geladene Medienvertreter feierten am 25. Februar auf Einladung von airberlin und der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH bei Flamenco und spanischen "Churros" den Jungfernflug nach Madrid.

airberlin wird die Strecke täglich mit einer Boeing 737-800 bedienen und stärkt mit diesem neuen Nonstop-Flug sowohl ihr Drehkreuz in der deutschen Hauptstadt als auch ihre Präsenz in einem der aufkommensstärksten spanischen Märkte.

Otto Gergye, Senior Vice President Scheduled Services airberlin, sagte anlässlich der Veranstaltung zum Erstflug: "airberlin ist die einzige Fluggesellschaft, die Madrid und Berlin-Tegel nonstop und täglich miteinander verbindet. Im vergangenen Jahr flogen rund neun Millionen Gäste mit airberlin aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Spanien und wir sind überzeugt, dass die neue Nonstop-Strecke zwischen den beiden Hauptstädten von Geschäfts- wie Urlaubsreisenden gleichermaßen angenommen wird.

Mit der neuen Strecke verfolgen wir auch unsere Netzwerkstrategie konsequent weiter. So bietet die nahtlose Einbettung der neuen Strecke in unsere Drehkreuzstruktur in Berlin internationalen Gästen hervorragende Anschlussmöglichkeiten in das airberlin Streckennetz in Nord- und Osteuropa.“

Juan Pablo García-Berdoy y Cerezo, Botschafter des Königreichs Spanien in Berlin: "Es ist für uns eine große Freude, dass airberlin die Hauptstädte von Deutschland und Spanien mit der neuen Strecke Berlin – Madrid – Berlin verbindet. Die Nachfrage nach Urlaubs- und Geschäftsreisen zwischen den beiden Hauptstädten ist in beiden Ländern außergewöhnlich hoch und wächst weiter. airberlin hat darauf mit dem neuen Flug die perfekte Antwort gegeben. Des Weiteren trägt die Airline dazu bei, die engen bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien noch weiter zu intensivieren."

Dr. Till Bunse, Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Wir freuen uns, dass airberlin seit heute die beiden Hubs Berlin und Madrid nonstop miteinander verbindet. Damit verfolgt airberlin konsequent den Ausbau ihres Drehkreuzes in Berlin. Für alle Berliner und Brandenburger bedeutet das: Kurz vor Beginn des Sommerflugplans sind die deutsche und die spanische Hauptstadt noch besser miteinander verbunden."

Der Nonstop-Flug startet täglich um 08:50 Uhr in Berlin-Tegel und landet um 12:00 Uhr in Madrid-Barajas. Rückflug aus Madrid ist um 13:15 Uhr mit Landung in Berlin um 16:15 Uhr. Durch die optimalen Start- und Landezeiten in Berlin und in Madrid verknüpft airberlin Madrid mit 16 Zielen in Europa, die via Berlin zu erreichen sind. So können Gäste beispielsweise sechs Mal wöchentlich von Madrid via Berlin nach Stockholm fliegen. Auch andere nordeuropäische Metropolen wie Kopenhagen, Göteborg oder Oslo sind mit optimalen Umsteigeverbindungen über das Berliner Drehkreuz mit Madrid verbunden.

Für Umsteigegäste aus Osteuropa beziehungsweise Gäste, die aus Madrid nach Osteuropa fliegen wollen, ist die neue Verbindung ebenfalls interessant: Die polnischen Metropolen Krakau und Warschau sind mit einer Anschlusszeit von 50 Minuten in Berlin beidseitig in das Drehkreuz eingebunden.

airberlin operiert am Flughafen Madrid im modernen oneworld® Terminal 4, das auch von den oneworld Partnerairlines Iberia und British Airways genutzt wird.

AERO: Historische Flugzeuge im Modellflugbereich

Viele Piloten fangen mal klein an, und zwar im wortwörtlichen Sinn. "Es ist kein Geheimnis, dass eine Vielzahl über den Modellflug zur Fliegerei kommt", erklärt Roland Bosch, Projektleiter der Aero in Friedrichshafen. So widmet sich denn auch die internationale Luftfahrtmesse vom 24. bis zum 27. April 2013 in der Rothaus Halle A1 der Luftfahrt im Kleinformat. Ergänzt wird die umfangreiche Präsentation der Modelle mit einem Indoor-Schaufliegen und dem Wettbewerb "175 Jahre Graf Zeppelin-Cup".

Mehr als 100 neue und historische Modelle werden bei der internationalen Luftfahrtmesse in der Rothaus Halle A1 gezeigt. "Das Schöne an der Aero ist, dass oftmals die Originale und die entsprechenden Modelle hier zu sehen sind", sagt Projektleiter Roland Bosch. Die Vereine Aero Modell Club Graf Zeppelin und MFC Friedrichshafen zeigen beispielsweise diverse vorbildgetreue Nachbildungen, sogenannte Scale-Modelle. Auch Hersteller und Händler aus dem Modellbaubereich präsentieren sich und ihre Produkte auf der Aero.

Mehrmals täglich werden in verschiedenen Flugvorführungen alle Bereiche des Modellsports vorgestellt. Die Piloten an der Fernsteuerung zeigen beim Pylonen- und Limbofliegen sowie beim Ballonstechen, was sie und ihre Flugzeuge oder Helikopter so alles können.

Ferdinand Graf von Zeppelin hat mit seinem lenkbaren Luftfahrzeug die Luftfahrt maßgeblich geprägt. Zu Ehren des großen Pioniers schreiben der Modellbau-Club Friedrichshafen und die Messe Friedrichshafen zur Aero 2013 den "175 Jahre Graf Zeppelin-Cup" aus. Teilnehmen können Indoor-Modelle bis 500 Gramm. Der Wettbewerb findet am Freitag, 24. und Samstag, 25. April statt. Die Messe Friedrichshafen und der Modellbau-Club Friedrichshafen loben Preise aus. Neben dem Wettbewerb sind diesmal Flugvorführungen wie beispielsweise ein Schüler-Lehrer-Fliegen geplant.

Auf einer Aktionsfläche bieten der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV), der Modellflugclub (MFC) Friedrichshafen und der Aero Modellclub Graf Zeppelin Raum für große und kleine Bastler und Tüftler. Innerhalb eines Tages können dort unter Anleitung flugfähige Segelflugmodelle gebaut werden.

Schon die kleinsten Besucher dürfen das Fliegen üben: Auf dem Kinderflugplatz können sie ihren Flugschein machen – mit Bodenhaftung in kleinen Tretflugzeugen.

Die internationale Luftfahrtmesse Aero hat von Mittwoch, 24. bis Samstag, 28. April 2013 von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Absturz Eurostar EV97: Kabinenhaube falsch geschlossen

Der Fluglehrer und sein Flugschüler hatten sich am Flugplatz zu einem Ausbildungsflug getroffen. Zeugen sahen, wie eine Vorflugkontrolle durchgeführt und das Ultraleichtflugzeug (UL) mit 30 l Kraftstoff nachbetankt wurde. Der Start erfolgte um 14:39 Uhr auf der Piste 23. Nach einer ausgedehnten Platzrunde wurde ein Anflug mit Aufsetzen und Durchstarten durchgeführt. Als Abschlusslandung wurde der Flugleitung eine Landung in Richtung 23 angekündigt.

Zeugen sahen den Eurostar im Bereich des Querabfluges der Piste 23 in ca. 150 Meter aus einem Horizontalflug in einen steilen Bahnneigungsflug übergehen. Ein Zeuge beschrieb die Flugbahn als nahezu senkrecht nach unten verlaufend. Das UL prallte auf den Boden. Bei dem Aufprall wurden beide Insassen tödlich verletzt und das Luftfahrzeug zerstört.

Angaben zu Personen

Der 41-jährige Fluglehrer des Eurostar war im Besitz eines Luftfahrerscheins für Luftsportgeräteführer, erstmalig ausgestellt am 25.04.2007 und bis zum 25.04.2012 gültig. Die Lehrberechtigung zur Ausbildung von Luftsportgeräteführern war bis 04.06.2013 gültig. Der Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer nach den Regelungen der ICAO deutsch war erstmalig am 08.10.1987 ausgestellt. Eingetragen waren die Startarten: Selbststart, Windenstart, Flugzeugschleppstart, Reisemotorsegler (TMG) und Lehrberechtigung (FI), gültig bis zum 14.07.2013. Das Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war bis zum 27.03.2013 gültig mit der Auflage, eine Sehhilfe zu tragen (VDL).

Die Flugerfahrung auf Ultraleichtflugzeugen betrug ca. 65 Stunden bei 300 Starts, davon ca. 35 Stunden als Fluglehrer auf Ultraleichtflugzeugen. Vor dem Flugunfall war er in den letzten 90 Tagen sechs Stunden und in den letzten 30 Tagen 1:37 Stunden mit dem betroffenen UL geflogen.

Der 47-jährige Flugschüler begann seine Ausbildung zum Luftsportgeräteführer Anfang 2011. Er hatte eine Gesamtflugerfahrung von 4:31 Stunden. In den letzten 90 Tagen hatte er 3:27 Stunden geflogen. In den letzten 30 Tagen wurden keine Flugstunden absolviert.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 20. Mai 2011
  • Ort: Kedingshagen
  • Luftfahrzeug: Ultraleichtflugzeug
  • Hersteller / Muster: Evektor Aerotechnik a.s./ Eurostar EV97
  • Personenschaden: zwei Personen tödlich verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug zerstört
  • Drittschaden: Flurschaden
  • Informationsquelle: Untersuchung durch Mitarbeiter der BFU
  • Aktenzeichen: BFU 3X056-11

Angaben zum Luftfahrzeug

Der EV97 Eurostar ist ein zweisitziges, aerodynamisch gesteuertes Ultraleichtflugzeug in Metallbauweise.

  • Hersteller: Evektor Aerotechnik a. s.
  • Muster: Eurostar EV97
  • Werknummer: 2007-2915
  • Baujahr: 2007
  • MTOM: 472,5 kg
  • Triebwerk: Rotax 912 ULS
  • Propeller: Woodcomp Varia
  • Gesamtflugzeit: 625 Stunden

Das Ultraleichtflugzeug war mit dem Rettungssystem BRS-5 UL ausgerüstet.

Das Ultraleichtflugzeug befand sich in Vereinsbesitz und war in Deutschland zum Verkehr zugelassen. Die letzte Jahresnachprüfung wurde am 22.10.2010 durchgeführt. Seitdem waren 64 Stunden geflogen worden.

Laut Wägebericht vom 15.10.2010 betrug das Leergewicht 312,2 kg. Die Nachwägung der Wrackteile bei der BFU ergab eine Leermasse von 297,5 kg, ohne das ausgebaute Rettungsgerät und ohne Betriebsstoffe. Laut Obduktionsgutachten vom 23.05.2011 betrug das Gewicht beider Insassen 187,8 kg.

Die vom Luftsportgeräte-Büro des Deutschen Aero Club e.V. am 18.12.2009 herausgegebene Lufttüchtigkeitsanweisung (LTA) LSG 09-004 (Mögliche Abweichung der geforderten Materialqualität) wurde am 15.05.2010 vom Hersteller durchgeführt. Die Konformität von Materialstärke und Güte wurde bescheinigt.

Meteorologische Informationen

Die Routinewettermeldung (METAR) des ca. 65 Kilometer südwestlich gelegenen Flugplatzes Rostock-Laage (ETNL) lautete:

13:20 UTC:

  • Wind: 080° mit 3 kt
  • Sicht: 10 km oder mehr
  • Wolken: 1/8 – 2/8 in 2 200 ft über Flugplatzniveau
  • 5/8 – 7/8 in 8.000 ft über Flugplatzniveau
  • Temperatur: 18 °C
  • Taupunkt: 12 °C
  • Luftdruck (QNH): 1.018 hPa
  •  

04:20 UTC:

  • Wind: umlaufend mit 2 kt
  • Sicht: 10 km oder mehr
  • Wolken: 1/8 – 2/8 in 2 400 ft über Flugplatzniveau
  • 3/8 – 4/8 in 8.000 ft über Flugplatzniveau
  • Temperatur: 19 °C
  • Taupunkt: 12 °C
  • Luftdruck (QNH): 1.017 hPa

Funkverkehr

Es bestand Sprechfunkverbindung zwischen der Luftaufsicht und dem Flugzeugführer. Der Sprechfunkverkehr wurde nicht aufgezeichnet.

Angaben zum Flugplatz

Der nordwestlich der Stadt Stralsund liegende Sonderlandeplatz Stralsund (EDBV) liegt 15 m über Normalnull (NN) und verfügt über eine 900 m lange und 40 m breite Graspiste mit der Ausrichtung 05/23.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle befand sich im Bereich des Querabfluges der Piste 23 des Flugplatzes Stralsund auf einem Feld südwestlich der Gemeinde Groß Kedingshagen.

Die abgetrennte rechte Tragfläche lag 1,5 m östlich der ersten Bodenberührung. Der Rumpf befand sich ca. 3,5 m nordöstlich der ersten Bodenberührung und war 90° nach rechts gedreht. Der Kabinenhaubenrahmen lag ca. 1,5 m östlich des Rumpfes. Die rechte Seite des Wracks war im Bereich der abgerissenen Tragfläche eingedrückt. Das rechte Fahrwerksbein war in den Rumpf gedrückt. Das unter dem Motorträger abgeknickte Bugrad lag unter dem Rumpf.

Die Propellerblätter waren an den Blattspitzen gebrochen. Das Seitenleitwerk war gestaucht. Das Höhenleitwerk war auf der rechten Seite wellenförmig verbogen. Die linke Tragfläche war mit dem vorderen Beschlag mit dem Rumpf verbunden. Der hintere Beschlag und die Holmbrücke waren ausgerissen. Die Flügelnase war im Bereich von ca. einem Meter von der Flügelspitze aus zum Rumpfbereich eingedrückt.

Bei der Untersuchung des Ultraleichtflugzeuges wurden keine technischen Mängel oder Einschränkungen in der Steuerung festgestellt. Das Rettungssystem war nicht ausgelöst.

Medizinische und pathologische Angaben

Die Leichen der Insassen wurden durch die Universitätsmedizin Greifswald obduziert. Es wurden keine organisch feststellbaren gesundheitlichen Vorerkrankungen festgestellt. Bei dem Flugschüler fielen markante Verletzungen an der linken Hand auf, die darauf schließen lassen, dass beim Absturz ein Gegenstand festgehalten wurde.

Bei beiden Insassen wurden als Todesursache absturzbedingte schwere Verletzungen festgestellt, die zum sofortigen Tod führten.

Brand

Es entstand kein Brand.

Überlebensaspekte

Beide Insassen waren angeschnallt. Das Gesamtrettungssystem war nicht aktiviert. Aufgrund der hohen Aufschlagkräfte beim Aufprall des Flugzeugs war der Unfall für die Insassen nicht überlebbar.

Versuche und Forschungsergebnisse

Der Hersteller führte im Jahr 2004 Versuchsflüge mit einer im Flug geöffneten Kabinenhaube durch (ZBEV97-07/2004). Bei diesen Flügen kam es zu Vibrationen am Heck des Luftfahrzeuges. Zudem schaukelte sich das Luftfahrzeug in einer amplitudenförmigen Flugbahn auf. Dabei wurden Beeinträchtigungen der Steuerfähigkeit durch die nach vorn geöffnete Kabinenhaube festgestellt. Die Kräfte zum Schließen der Kabinenhaube wurden im Bereich von 10-20 kg gemessen.

Nach Auffassung des Herstellers hielten sich die Kräfte zum erneuten Schließen der Kabinenhaube im Flug in einem annehmbaren Rahmen. Bei den Versuchen gelang es nicht, die Haube ordnungsgemäß im Flug zu schließen. Die seitlichen Führungsstifte konnten nicht eingeführt werden. Dadurch war eine seitliche Führung der Haube nicht gewährleistet. Um die Kabinenhaube dennoch zu schließen, war es nötig, gleichzeitig den Verschlusshebel zu drehen und nach hinten zu drücken. Der begleitende Flugversuchs-Ingenieur schlug abschließend vor, ein Verfahren zum Verhalten bei geöffneter Kabinenhaube in das Flug- und Betriebs-Handbuch, Section 3 – Notverfahren, aufzunehmen.

2006 gab der Hersteller das Bulletin "Mandatory Bulletin No. EV-97-009 a (ZBEV-97-009a) und SPORTSTAR-004 a (ZBSPORTSTAR-004a)" für den Eurostar und Sportstar heraus, das eine Anweisung zur Umrüstung des Haubenverschlusses beinhaltete. Bei dem Betrieb eines Sportstar war es zu einer Öffnung der Kabinenhaube im Flug gekommen. Dem Piloten war es gelungen, die Kabinenhaube zu schließen und sicher zu landen.

Zusätzliche Informationen

Haubenverschluss: Die Kabinenhaube wird nach vorne geöffnet und von zwei Dämpfern nach oben gehalten. Die Haube wird durch Ziehen des Haubenverschlusshebels nach unten vom Pilotensitz aus geschlossen. Dabei wird sie von zwei Metallführungsstiften im hinteren Bereich geführt. In der nicht verriegelten Position befindet sich der Verschlusshebel in Parallelstellung zum Haubenrahmen.

Durch Drehen des Hebels um 90° in Flugrichtung wird die Haube verriegelt. In dieser Stellung umschließt der Verschlusshaken einen Verschlusszapfen im Haubenrahmen. Der Haubenverschluss befindet sich dabei hinter dem Piloten im oberen Haubenrahmen. Der Pilot muss bei dem Schließvorgang deutlich hinter sich greifen. Der Hersteller hat bei der nachfolgenden Serie eine Kontrollleuchte im Instrumentenbrett eingebaut, damit das ordnungsgemäße Verschließen der Kabinenhaube leichter zu kontrollieren ist.

Nachuntersuchung durch die BFU: Bei der Nachuntersuchung wurden Spuren am Wrack im Bereich des Haubenverschlusses vorgefunden. Der Verschlusszapfen wies Abnutzungsspuren auf. Der Zapfenkopf war abgeschrägt. Am Verschlusshaken und Zapfenbeschlag befanden sich Schleifspuren. Der Haken war im Bereich der Spitze verformt. Im Bereich des Abdeckungsblechs der Kabinenhaube wurden Lackabtragungen und Kratzspuren festgestellt. (Die Bilder zeigen eine mögliche Fehlstellung des Vershlusshakens).

Pilotenbericht: Nach dem Flugunfall berichteten Vereinspiloten der BFU von Problemen beim Schließen der Flugzeughaube des Eurostar. In der Vergangenheit wäre die Kabinenhaube des Öfteren aufgegangen. Das Schließen und Verriegeln der Haube durch Greifen nach hinten wurde als problematisch beschrieben. Nach einem Flugunfall mit einem Eurostar im Mai 2011 (BFU 3X043-11) berichtete der Pilot ebenfalls über Probleme mit einer sich beim Start öffnenden Kabinenhaube, wobei es im Verlauf zu einer unkontrollierten Fluglage kam.

Beurteilung

Der Pilot hatte für den Flug die erforderliche Lizenz und die Berechtigungen. Seine Gesamtflugerfahrung war ausreichend. Die Flugerfahrung und der Trainingsstand auf Ultraleichtflugzeugen waren relativ gering. Der Flugschüler befand sich am Anfang seiner Ausbildung und besaß daher geringe Flugkenntnisse.

Die Spuren am gebrochenen Propeller zeigten, dass das UL mit laufendem Triebwerk auf den Boden prallte. Das Luftfahrzeug war in Deutschland zum Betrieb zugelassen. Die Abflugmasse befand sich außerhalb der zulässigen Grenzen. Die Flugsichten waren gut und schränkten den geplanten Schulungsflug nach Sicht nicht ein. Besondere Wettererscheinungen lagen nicht vor.

Die Tatsache, dass der komplette Haubenrahmen 1,5 m neben dem Wrack lag, zeigt, dass die Kabinenhaube zum Zeitpunkt des Aufpralls nicht verschlossen war. Aufgrund dieses Befundes geht die BFU davon aus, dass sich die Kabinenhaube während des Fluges geöffnet hat. Die Kontrolle des ordnungsgemäßen Schließens des Haubenverschlusses war von dem Pilotensitz aus nur mit Einschränkungen möglich. Der Haubenverschluss befand sich hinter dem Pilotensitz. Dadurch war die visuelle Kontrolle eines ordnungsgemäßen Verschließens der Haube erschwert. Der nicht sachgemäß betätigte Haubenverschluss der Kabinenhaube trug zum Öffnen der Haube bei.

Durch die im Flug geöffnete Kabinenhaube kam es zu einer verwirbelten Anströmung des Höhen- und Seitenleitwerkes und damit zur deutlichen Beeinträchtigung der Steuerführung des ULs. Die Einschränkungen in der Steuerung bei geöffneter Haube belegen die Flugversuche des Herstellers. Die Kabinenhaube im Flug zu schließen hätte Handkräfte von 10-20 kg erfordert, die die von einer Hand aufzubringen gewesen wären. Die Beschäftigung mit dem Festhalten bzw. Schließen der Haube kann den Piloten von der Steuerung des Luftfahrzeuges abgelenkt oder dessen Bedienung erschwert haben. Wegen der geringen Flughöhe blieb der Besatzung nur wenig Zeit, die Situation entsprechend zu erfassen und Maßnahmen zu ergreifen.

Die Verletzungen des Flugschülers an der Hand deuten darauf hin, dass die Flugführung in seinen Händen lag Aufgrund der geringen Flugerfahrung der Besatzung und der geringen Flughöhe geht die BFU davon aus, dass die Besatzung mit der Problemsituation überfordert war und keine geeignete Maßnahmen gefunden wurden, um den Flug sicher zu beenden.

Schlussfolgerungen

Der Flugunfall ist darauf zurückzuführen, dass sich während des Fluges eine nicht ordnungsgemäß geschlossene Kabinenhaube unbeabsichtigt öffnete und der nachfolgend eingetretene Flugzustand des ULs von der Besatzung nicht ausreichend beherrscht wurde. Die Beeinträchtigung der Steuerfähigkeit und die Ablenkung durch die geöffnete Haube trugen zum Flugunfall bei.

Die relativ unerfahrene Besatzung war mit der aufgetretenen Situation überfordert und konnte mit der verbleibenden, geringen Flughöhe nicht die erforderlichen Maßnahmen zum Schließen der Kabinenhaube vor dem Aufprall auf den Boden einleiten.

Sicherheitsempfehlungen

Die BFU hat folgende Sicherheitsempfehlungen herausgegeben:

Empfehlung Nr.: 01/2012: Das Luftsportgeräte-Büro des Deutschen Aero Club e.V. (DAeC) sollte das Bulletin des Herstellers, "Mandatory Bulletin EV-97-009 a (ZBEV-97-009a) SPORTSTAR-004 a (ZBSPORTSTAR-004a)", im Rahmen einer Lufttüchtigkeitsanweisung umsetzen.

Empfehlung Nr.: 02/2012: Das Luftsportgeräte-Büro des Deutschen Aero Club e.V. (DAeC) sollte den Musterbetreuer anweisen, in das Flug- und Betriebshandbuch, Section 3 – Notverfahren, einen Abschnitt für das Verhalten beim Fliegen mit geöffneter Kabinenhaube aufzunehmen.

Als Reaktion auf die Sicherheitsempfehlung 01/2012 hat das Luftsportgeräte-Büro des DAeC am 01.02.2012 die Lufttüchtigkeitsanweisung (LTA) Nr.: LSG 12-001 herausgegeben.

 

Alle Zeitangaben in Ortszeit, soweit nicht anders bezeichnet. Quelle: BFU

EASA unterstützt neue ICAO CO2- und Lärm-Standards

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat die Fortschritte der International Civil Aviation Organization (ICAO) begrüßt, die vom Committee on Aviation Environmental Protection (CAEP) bei ihrer neunten Sitzung in Montreal erreicht wurden. Im CAEP wurde Übereinkuft zu neuen CO2-Anforderungen für die Zulassung von Flugzeugen, sowie einem neuen globalen Lärmstandard erzielt, der zu einem leiseren Himmel und Flughäfen führen wird.

Der neue Lärmstandard liegt 7 dB unter dem derzeitigen ICAO-Standard und wird auf neue Flugzeugentwicklungen mit einer Indienststellung ab 2017 anwendabar sein. Der niedrigere Lärmstandard kommt den Interessen der Flughafengemeinde bezüglich des Fluglärms entgegen, indem er die neuesten Lärmreduzierungstechnologien als Bestandteil neuer Flugzeugentwicklungen gewährleistet.

Die vereinbarten Zulassungsanforderungen zum Kohlendioxydausstoß bilden desweiteren nun die Grundlage für eine künftige Ausarbeitung eines CO2-Standards für Flugzeuge. Sie werden Teil der Maßnahmen sein um den Anteil der Luftfahrt am Klimawandel zu verringern und zur Erreichung des Ziels der ICAO von einem Zugewinn an Kraftstoffeffizienz von jährlich zwei Prozent beitragen.

Patrick Goudou, EASA Executive Director, kommentierte die Vereinbarung folgendermaßen: „Die EASA spielte eine wichtige Rolle bei der Erreichung dieses Abkommens, das eine besonders hohe Priorität für Europa hat. Ein neuer CO2-Standard für Luftfahrzeuge und ein neuer globaler Lärmstandard bieten durch eine leisere und sauberere Luftfahrt echte Verbesserungen für die Bürger.“

Nach der für Anfang 2014 vorgesehen Annahme dieses CAEP-Abkommens durch den ICAO-Rat, wird die EASA einen Vorschlag mit Ergänzungen veröffentlichen, um diese Änerungen in die ordentlichen EASA-Regularien aufzunehmen. Dieser wird voraussichtlich zu einer bis Ende 2014 an den europäischen Gesetzgeber gesendeten EASA-Stellungnahme führen, diese dürfte dann wiederum bis etwa 2015 in EU-Recht aufgenommen werden.

 

Jetstar Japan nimmt ersten A320 mit Sharklets entgegen

Jetstar Japan, einer von Japans Low Cost Carriern (LCC), hat ihren ersten Airbus A320 mit Sharklets, den Kraftstoff sparenden Flügel-Aufbauten, erhalten, und ist damit die erste japanische Airline für diesen Flugzeugtyp.

Sharklets sind für die neue A320-Familie als Option erhältlich. Die neue Flügelspitzen messen 2,4 Meter in der Höhe und ersetzen die bisherigen Flügelspitzen. Sie bieten den A320-Betreibern die Flexibilität, entweder rund 100 nautische Meilen (ca. 180 km) mehr an Reichweite oder eine erhöhte Nutzlastkapazität von bis zu 450 kg zu erreichen.

"Wir sind sehr glücklich, der erste Betreiber der neuesten Version des kostengünstigen A320 in Japan zu sein" sagte Miyuki Suzuki, President von Jetstar Japan. "Die neue, mit Sharklets ausgestattete A320 wird uns helfen, Kraftstoff einzusparen und ermöglicht es uns, unseren Kunden weiterhin niedrige Preise zu bieten."

"Wir freuen uns, dass sich Jetstar Japan einer wachsenden Gruppe von Betreibern unserer mit neuen spritsparenden Sharklets ausgestatteten A320 angeschlossen hat", sagte John Leahy, Verkaufsleiter bei Airbus. "Mit vier Prozent weniger Kraftstoff-Verbrauch macht die A320 mit Sharklets Jetstar Japan zu einer der sparsamsten Fluggesellschaften und verleiht ihr gewaltige Wettbewerbsvorteile in einem der weltweit herausfordernsten Märkte."

Jetstar Japan begann ihren Betrieb im Juli 2012. Das Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen der Qantas Group, Japan Airlines (JAL), der Mitsubishi Corporation und Century Tokyo Leasing Corporation. Jetstar Japan betreibt eine reine Airbus-Flotte von sieben geleasten A320, welche bis Ende 2014 auf 24 Flugzeuge anwachsen wird.

Studienreise nach Jordanien: Fotoausstellung am Leipzig/Halle Airport

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Im Zentralterminal des Leipzig/Halle Airports wurde die Fotoausstellung "Durch die Wüste" des Fotografen und Pfarrers Matthias Möbius eröffnet. Gezeigt werden Aufnahmen von zwei ökumenischen Studienreisen der evangelisch-lutherischen Paulusgemeinde und der katholischen St.-Martinsgemeinde aus Leipzig nach Jordanien.

Auf den Spuren von Mose werden unter anderem die spektakulären Wüstenlandschaften des Wadi Rum sowie die Monumente der Nabatäer in der vor hundert Jahren wiederentdeckten und als Weltkulturerbe ausgezeichneten Felsenlandschaft von Petra, ausgestellt. Der Blick nach Westen vom Berg Nebo in das "Land, wo Milch und Honig fließt" wird in einer Großaufnahme gezeigt.

Initiiert wurde die Ausstellung durch Pfarrerin Ines Schmidt, die neben Ihrer Tätigkeit als Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Rückmarsdorf-Dölzig seit 2011 auch als Seelsorgerin am Leipzig/Halle Airport aktiv ist. Es ist bereits die dritte Ausstellung, die Frau Schmidt am Leipzig/Halle Airport organisiert hat. Zuletzt stellte der renommierte Leipziger Fotograf Armin Kühne im Terminal B einen Ausschnitt seines Schaffens vor.

Die Ausstellung ist vom 22. Februar bis 02. August 2013 täglich rund um die Uhr in der Mall des Zentralterminals (nahe am Übergang zum Terminal B) geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Ryanair mit 14. Ziel von Düsseldorf-Weeze nach Spanien

Ryanair, Europas führende Low Cost Airline, verbindet Urlauber ab dem 70 km von Düsseldorf enfernten Flughafen Weeze bisher mit 13 Destinationen im Sonnenland Spanien. Als 14. Destination kommt nun dreimal wöchentlich Santander, die Hauptstadt Kantabriens, hinzu.

Neben Alicante, Palma de Mallorca, Valencia, Malaga, Sevilla, Barcelona Reus, Ibiza, Almeria, Madrid, Gerona, Mahon, Bilbao und Jerez de la Frontera gelangen Sonnenliebhaber ab dem 11. Juni 2013 auch nach Santander. Dreimal wöchentlich fliegen die Ryanair-Maschinen in die Hauptstadt Kantabriens, immer dienstags, donnerstags und sonntags.

Sowohl Naturliebhaber als auch Kulturbegeisterte zieht die Hauptstadt Kantabriens in ihren Bann. Santander erstreckt sich entlang einer großzügigen Bucht mit Blick auf das Kantabrische Meer. Inmitten einer Landschaft mit Meer und Bergen – im Altstadtkern – findet sich eine Reihe herrschaftlicher Häuser.

Die neue Flugverbindung für den Flughafen Düsseldorf-Weeze startet ab dem 11. Juni 2013 und ist für einen Einführungspreis ab 37 Euro (inklusive der passagierbezogenen Steuern und Gebühren) buchbar.

Santander genießt eine Jahrhundert alte Berufung als Reiseziel, das in dem berühmten Strand El Sardinero, der Strandpromenade und der Halbinsel La Magdalena seine größten Anziehungspunkte hat. Auch für ihre Fischer- und Handelstradition ist die elegante Stadt bekannt. Die kulturellen Attraktionen werden durch den Jakobsweg und die nebenan gelegenen Höhlen von Altamira, die beide zum Weltkulturerbe zählen, ergänzt.

Henrike Schmidt, Sales und Marketing Manager bei Ryanair, sagte dazu: „Ryanair freut sich sehr, nun bereits die 14. spanische Verbindung ab/nach Düsseldorf-Weeze bekannt geben zu können. Die Flüge ab/nach Santander beginnen am 11. Juni 2013.“ Und weiter: „Damit garantieren wir Spanien-Fans ein noch größeres Angebot um ihr Lieblingsland zu bereisen, ohne teure Kerosinzuschläge zahlen zu müssen.“

Airline mit Sicherheitsrekord

Ryanair, Europas führende Low Cost Airline, bedient derzeit täglich über 1.500 Strecken (über 500.000 pro Jahr) in 28 Ländern und fliegt dabei mit mehr als 1.500 Flügen pro Tag 180 verschiedene Flughäfen an. Die Airline verfügt aktuell über 57 europäische Basen und unterhält eine Flotte von 305 Boeing 737-800NG.

Reguliert von der irischen Flugaufsichtsbehörde, beschäftigt Ryanair zur Zeit über 8.500 Angestellte und wird im aktuellen Geschäftsjahr (mit Ende am 31. März 2013) 79 Millionen Passagiere transportieren. Ryanair kann dabei einen makellosen Sicherheitsrekord von 28 Jahren vorweisen.

In Deutschland bietet Ryanair derzeit Routen ab den Flughäfen Frankfurt-Hahn (Basis mit derzeit neun stationierten Flugzeugen), Bremen (Basis mit drei stationierten Flugzeugen), Düsseldorf-Weeze, ca. 70 km von Düsseldorf an der A 57 gelegen (Basis mit neun stationierten Maschinen) und Karlsruhe Baden (Basis mit einem stationierten Flugzeugen ab 2012) sowie ab Lübeck, Berlin-Schönefeld, dem Allgäu Airport Memmingen (München West), Magdeburg-Cochstedt, Leipzig/Halle, Köln/Bonn, Dortmund, Nürnberg und ab Juni Münster/Osnabrück an.

ESA beschließt Experimente für nächste Jupitermission 2030

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat die Auswahl der wissenschaftlichen Experimente für die Mission JUICE (JUpiter ICy moons Explorer) bekanntgegeben. Dabei fiel die Entscheidung auch auf zwei Experimente, die vom DLR-Institut für Planetenforschung entwickelt werden. Als erste große Mission des ESA-Programms "Cosmic Vision 2015-2025" soll JUICE drei Jahre lang das Jupitersystem erforschen.

Der Start der Mission ist für 2022 geplant, 2030 soll die Raumsonde ihr Ziel erreichen und detaillierte Beobachtungen des größten Planeten im Sonnensystem und seiner Monde, Io, Ganymed, Kallisto und Europa machen. Im Fokus stehen hierbei die Wasserozeane unter den dicken vereisten Oberflächen einzelner Jupitermonde, die Vermessung der Himmelskörper ebenso wie deren Wechselwirkung mit dem gewaltigen Partikelbeschleuniger Jupiter und dessen Magnetfeld.

JANUS: Beobachtung geologischer Phänomene auf den Monden

Zur Nutzlast der Raumsonde JUICE gehören insgesamt elf Instrumente wie Kameras, Spektrometer, ein Laser-Höhenmesser und ein Eis-Bodenradar. In dem Projekt sind 15 Mitgliedsstaaten der ESA sowie die USA und Japan involviert. Das DLR ist an der Mission maßgeblich mit dem Kamerasystem JANUS (Jovis, Amorum ac Natorum Undique Scrutator, camera system) und dem Laser Altimeter GALA (GAnymede Laser Altimeter) beteiligt.

"Die Auswahl bezeugt die hohe technologische Leistungsfähigkeit und ist eine Bestätigung für das ausgezeichnete internationale wissenschaftliche Niveau des DLR", begrüßt Professor Tilman Spohn, Leiter des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berlin, die Entscheidung der ESA.

Das Kamerasystem JANUS wird in Kooperation mit italienischen Wissenschaftlern entwickelt. Die von Professor Ralf Jaumann, DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin, und Professor Pasquale Palumbo, Università degli Studi di Napoli "Parthenope" in Neapel, entwickelte Kamera wird die Oberfläche der Eismonde des Jupiter kartieren und bei Ganymed eine globale Abdeckung erzielen.

"Hiermit können wir lokale und vor Kurzem oder möglicherweise heute noch geologisch aktive Regionen auf den Monden mit Auflösungen von nur wenigen Metern untersuchen", konstatiert Professor Jaumann. Darüber hinaus können Veränderungen der Jupiteratmosphäre und mögliche Vulkanausbrüche auf dem Mond Io aufgezeichnet werden.

GALA: Hochgenaue Vermessung der Mond-Topographie

Das zweite Experiment, GALA, ist ein Laser Altimeter, mit dem die Topografie des Mondes Ganymed global mit einer Höhengenauigkeit von 15 Zentimetern vermessen wird. GALA wird federführend von den DLR Planetenforschern unter der Leitung von Dr. Hauke Hußmann mit japanischer Beteiligung entwickelt. Dieses Höhenmessinstrument ermittelt präzise die topografische Höhe aus der Laufzeit eines ausgesendeten und von der Mondoberfläche reflektierten Laserpulses.

Hunderte Millionen solcher Einzelmessungen ermöglichen bei Kenntnis der Flugbahn der Sonde ein sehr genaues topografisches Modell der Oberfläche des Mondes. "Damit können wir erstmals eine detaillierte Karte mit den zum Teil geringen Höhenunterschieden auf Europa, Ganymed und Callisto erstellen", erklärt Dr. Hauke Hußmann. "Darüber hinaus lassen sich aus den Daten Informationen zum inneren Aufbau und zur Rotation der Jupitermonde ableiten", so Hußmann weiter.

Die zwei Vorbeiflüge der Raumsonde an Europa und die zwölf an Kallisto erlauben zwar keine vollständigen globalen Abdeckungen, aber es lassen sich hierbei hochgenaue topografische Profile der Jupitertrabanten gewinnen. Das Laser Altimeter bildet zusammen mit der Kamera JANUS und dem Radiowellenexperiment 3GM ein geophysikalisch-geodätisches Paket, mit dessen Hilfe die Gestalt der Monde, ihre geologische Aktivität und ihr innerer Aufbau bestimmt werden können.

Jupiter als Archetyp der Gasriesen

Mit einem Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern ist Jupiter der größte Planet unseres Sonnensystems und gilt daher auch als Archetyp für die riesigen Gasplaneten. Mit seinen vier großen galileischen Monden bildet der Jupiter ei

Jupiterm

n eigenes kleines Planetensystem. Unter der Oberfläche von Ganymed, Europa und Kallisto vermuten die Wissenschaftler riesige Ozeane aus flüssigem Wasser, die möglicherweise Leben beherbergen könnten. Die Mission JUICE zielt auf ein umfassendes Verständnis des Jupiter-Systems und die Entschlüsselung seiner Geschichte und seines Ursprungs.

Neben den Bedingungen für die Planetenentstehung geht die Mission der grundlegenden Frage nach, wie das Sonnensystem funktioniert. Durch die Erforschung des Gasriesen, der rund 800 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist, und seiner Trabanten erhoffen sich die Wissenschaftler auch Rückschlüsse auf die Entstehung und Entwicklung von Leben. Diese Erkenntnisse können wiederum helfen, der Entstehung von Leben in Jupiter ähnlichen Systemen außerhalb unseres Sonnensystems auf die Spur zu kommen.

airberlin in 2012 erstmals wieder mit operativem Gewinn

airberlin, die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft, schreibt wieder schwarze Zahlen. Die Air Berlin PLC hat im vergangenen Jahr das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich auf EUR 70,2 Mio. und damit um EUR 317,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Mit dem Nettoergebnis von EUR 6,8 Mio. ist das Unternehmen erstmals seit dem Jahr 2007 wieder profitabel, nachdem im Geschäftsjahr 2011 ein Verlust von korrigiert -420,4 Mio. EUR (berichtet: EUR -271,8 Mio.) verbucht wurde. Den Konzernumsatz konnte airberlin leicht auf EUR 4,31 Mrd. erhöhen (Vorjahr EUR 4,23 Mrd.).

Turbine: Stellenabbau wesentlich für Kosteneffizienz

airberlin CEO Wolfgang Prock-Schauer sagt dazu: "Wir konnten das vergangene Geschäftsjahr mit einem operativen Gewinn abschließen. Es ist außerdem erfreulich, dass wir auch ein positives Nettoergebnis erzielt haben. Das ist uns unter verschärften Wettbewerbsbedingungen in einem weiterhin erheblich belastenden Umfeld gelungen. Aber wir sind noch nicht am Ziel und sind uns bewusst, dass zum Ergebnis in 2012 auch Einmaleffekte beigetragen haben.

Mit unserem jüngst gestarteten Turnaround Programm "Turbine" sind wir zuversichtlich, airberlin für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen und nachhaltig profitabel zu arbeiten. Ein wesentliches Element ist dabei der Fokus auf Kosteneffizienz und die dazu gehörende Umsetzung einer Reihe von Initiativen, zu denen auch ein Stellenabbau gehört."

Das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verbesserte sich von EUR -161,6 Mio. im Geschäftsjahr 2011 auf EUR 144,3 Mio. 2012. Das EBITDAR (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingkosten) verbesserte sich im selben Zeitraum von EUR 425,9 Mio. um 72,9 Prozent auf EUR 736,4 Mio. Das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2012 belief sich auf EUR -3,2 Mio. nach EUR -358,8 Mio. im Vorjahr.

Das Ergebnis je Aktie bezogen auf die jeweils jahresdurchschnittlich ausstehenden 114.552.461 Stück Aktien betrug damit EUR 0,06 (unverwässert und verwässert) nach EUR -4,94 im Geschäftsjahr 2011 (angepasst, berichtet EUR -3,12).

Das Finanzergebnis verbesserte sich von EUR -111,9 Mio. auf EUR -73,6 Mio. Die Verbesserung resultierte insbesondere aus einem niedrigen Fremdwährungsgewinn.

Mit Wertberichtigung wurde das Eigenkapital reduziert

Aufgrund einer rückwirkenden Wertberichtigung der aktiven latenten Steuern hat airberlin das Nettoergebnis im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von EUR -271,8 Mio. um EUR -148,6 Mio. auf nunmehr EUR -420,4 Mio. korrigiert. Mit der Wertberichtigung wurde das zum 31.12.2011 ausgewiesene Eigenkapital von EUR 253,7 Mio. auf EUR 105,2 Mio. reduziert.

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR e.V.) hat Informationen zur Bewertung von aktiven latenten Steuern angefordert. In diesem Zusammenhang hat die Air Berlin PLC beschlossen, die aktiven latenten Steuern zum 31.12.2011 rückwirkend neu zu bewerten. Diese Wertberichtigung ist nicht liquiditätswirksam, erfolgt unabhängig von der Einschätzung des Managements zur erwarteten Geschäftsentwicklung und trägt den strengen Anforderungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) zur Aktivierung latenter Steuern Rechnung.

Die Bilanzsumme der Air Berlin PLC zum 31. Dezember 2012 betrug EUR 2.217,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2.125,6 Mio.), das Eigenkapital EUR 130,2 Mio. (Vorjahr: nach Wertberichtigung EUR 105,2 Mio.), die Cash-Position EUR 327,9 Mio. (Vorjahr: 239,6 Mio.) und die Nettoverschuldung EUR 770,2 Mio. (Vorjahr: EUR 813,0 Mio.).

Flotte um 15 Flugzeuge reduziert – Auslastung erhöht

Während sich die Zahl der Fluggäste um 5,5 Prozent auf 33,3 Mio. (Vorjahr 35,3 Mio.) verringerte, ging damit eine Steigerung der Auslastung um 1,6 Prozentpunkte auf 79,80 Prozent (Vorjahr 78,21 Prozent) einher. Dies wurde durch eine weitere Reduktion der Flotte um 15 auf 155 Flugzeuge und einen optimierten Flugplan erreicht. Der Yield (Ertrag pro Passagier) verbesserte sich um 7,7 Prozent auf EUR 120,05 (Vorjahr: EUR 111,43).

Das Effizienzprogramm "Shape & Size" hat mit einem Ergebnisbeitrag in Höhe von EUR 250 Mio. zur positiven Entwicklung wesentlich beigetragen. Damit ist es airberlin gelungen, Belastungen aus einem Anstieg der Treibstoffpreise in Höhe von EUR 80 Mio. in erheblichem Umfang auszugleichen.

219.000 Fluggäste kamen über Etihat Airways zu airberlin

Die strategische Partnerschaft mit Etihad Airways hat zusätzlichen Umsatz für airberlin generiert. Durch die Verbindung der Streckennetze und Vielfliegerprogramme beider Airlines erweiterte sich das Flugangebot für die beiden Gesellschaften auf 239 Destinationen in 77 Ländern. Im vergangenen Geschäftsjahr hat Etihad Airways 219.000 Fluggäste in das Netz von airberlin eingebracht und damit einen Umsatz von ca. EUR 50 Mio. ermöglicht.

airberlins CEO Wolfgang Prock-Schauer sagte dazu: "Wir bilanzieren gerade einmal die ersten zwölf Monate einer Partnerschaft, die langfristig angelegt ist und uns starke wirtschaftliche und operative Vorteile bringen wird. Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit Etihad Airways im laufenden Jahr unseren Umsatz ausbauen und vor allem weitere Kostensynergien erreichen werden."

Auch die Mitgliedschaft in der globalen Luftfahrtallianz oneworld® bringt für airberlin Wachstumschancen durch attraktive Zugänge zu neuen Zielen und Gästen.

Flughafen Zürich: Nach Vorfall nun Maßnahmen für mehr Sicherheit

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Als Reaktion auf den schwerwiegenden Vorfall zwischen zwei startenden Verkehrsflugzeugen im März 2011 auf dem Flughafen Zürich hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt der Schweiz BAZL eine umfassende Analyse der Betriebsverfahren in Auftrag gegeben. Der Bericht zur Sicherheitsüberprüfung liegt nun vor. Er benennt Risiken des heutigen Betriebs und beschreibt eine Reihe von Maßnahmen, mit welchen die Sicherheit auf dem Flughafen verstärkt werden kann.

Nach dem schwerwiegenden Vorfall vom 15. März 2011 zwischen zwei startenden Verkehrsflugzeugen hat die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle SUST eine umfassende Analyse der Betriebsverfahren für den Flughafen Zürich empfohlen, um die komplexen Betriebsabläufe zu vereinfachen und systemische Risiken zu verringern.

Mehr Personal und Technik

Das BAZL hat als Reaktion auf den Vorfall erste Sofortmaßnahmen veranlasst. So werden nunmehr die meisten Navigationsmessflüge in der Nacht durchgeführt. Zudem wird in Spitzenzeiten ein zusätzlicher Flugverkehrslotse eingesetzt und das technische Kontrollsystem wurde aufgerüstet. Das BAZL klärt zusammen mit den beteiligten Akteuren die Umsetzung der Maßnahmen.

Der Flughafen Zürich hat zudem im Auftrag des BAZL in der Folge gemeinsam mit Skyguide, Swiss und der Luftwaffe eine eingehende Untersuchung der Sicherheitssituation auf dem Flughafen Zürich vorgenommen. Diese Sicherheitsüberprüfung liegt nun vor. Die für den Bericht verwendete Methode entspricht den internationalen Richtlinien und erlaubt eine zuverlässige Einschätzung des heutigen Betriebes.

Flughafen als sicher bewertet – Vorschläge für Verbesserungen

Der Flughafen ist zertifiziert und er wird heute ausreichend sicher betrieben. Bedingt durch die geographische Lage, die Pistenkonstellation und aus lärmtechnischen Gründen ist das System jedoch vergleichsweise komplex und stellt sowohl an die Flugsicherung wie an die Piloten hohe Anforderungen. Der Luftraum rund um den Flughafen wird zudem nicht nur vom Linien- und Charterverkehr, sondern auch von der Geschäfts- und Leichtaviatik sowie von der Luftwaffe beansprucht und wird deshalb sehr dicht beflogen.

Vor diesem Hintergrund finden sich im Bericht Vorschläge, wie die Sicherheitsmarge am Flughafen zusätzlich erhöht werden kann. Der Bericht listet acht Hauptrisiken auf und nennt 30 Maßnahmen zur Optimierung der Sicherheit. Er identifiziert jedoch keine neuen Gefahren. Die im Bericht erwähnten Maßnahmen sind zu einem wesentlichen Teil bereits im SIL-Objektblatt für den Flughafen Zürich aufgeführt.

Das BAZL prüft nun zusammen mit den involvierten Akteuren bis Mitte des Jahres, welche weiteren Maßnahmen getroffen werden sollen. Der Flughafen wird in der Folge entsprechende Gesuche einreichen.

Tschechischer Premierminister Nečas beim DLR in Oberpfaffenhofen

Die Agentur für das Europäische Globale Satellitennavigationssystem (GSA) hat ihren Sitz von Brüssel nach Prag verlegt. Aus diesem Anlass besuchte Petr Nečas, Premierminister der Tschechischen Republik, am 21. Februar 2013 das Deutsche Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen.

DLR-Vorstandsmitglied Professor Hansjörg Dittus empfing die Delegation, die durch den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und den bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie Martin Zeil vervollständigt wurde.

Nečas besichtigt Galialeo-Kontrollzentrum

Premierminister Nečas nutzte den Besuch beim DLR insbesondere, um sich über den neuesten Stand des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo zu informieren. Ein Programmschwerpunkt bildete das Galileo-Kontrollzentrum.

Das Kontrollzentrum ist für die Steuerung der Galileo-Satelliten zuständig und wird im Auftrag der europäischen Kommission von einem Tochterunternehmen des DLR betrieben, der DLR Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen (GfR) mbH. Seit Oktober 2012 befinden sich vier der zukünftig insgesamt 30 Navigationssatelliten in der Erdumlaufbahn. Autonome Ortsbestimmungen nur auf Basis von Galileo-Satellitensignalen können voraussichtlich noch in diesem Frühjahr erstmals durchgeführt werden.

Als Programmpunkt in Oberpfaffenhofen wurde im Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) das Thema Bevölkerungsschutz vertieft. Dort stellen Experten auf Abruf hochaktuelle Satellitenbildkarten bereit – bei Natur- und Umweltkatastrophen, für humanitäre Hilfsaktivitäten und die zivile Sicherheit weltweit. Die Service-Einrichtung des DLR bietet zudem einen besonderen Vorteil: Durch ihr Forschungsumfeld kann das ZKI neueste Entwicklungen direkt in die Anwendung bringen.

EGNOS für noch genauere Positionsbestimmung

Die GSA in Prag überwacht zudem ein weiteres Projekt zur satellitengestützten Navigation – EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service). Das Erweiterungssystem steigert die Positionsgenauigkeit der GPS-Satellitennavigation für europäische Regionen und liefert Integritätsinformationen für sicherheitskritische Anwendungen. Eine Verknüpfung von EGNOS mit Galileo würde Vorteile in den Bereichen Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit bringen.

Darüber hinaus zeigte sich die tschechische und bayerische Ministerdelegation auch an der aktuellen Atmosphären- und Klimaforschung des DLR interessiert. Die Forschungsflugabteilung präsentierte dazu das modernste Forschungsflugzeug Europas: HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft). Basierend auf einem Business Jet wurde es für wissenschaftliche Einsätze speziell umgebaut. HALO ermöglicht den Wissenschaftlern umfassende und einzigartige Messungen in der Atmosphäre. Aus diesen neuen Datensätzen gewinnen sie wertvolle Erkenntnisse für den Klima- und Umweltschutz.

Ausweichflughafen Lübeck für Sun Express und Intersky

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Intersky und SunExpress liessen Ihre Passagiere nicht warten, als in Hamburg das Sicherheitspersonal streikte. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die österreichische InterSky Lübeck Airport als Ausweichflughafen ausgewählt: Der heutige Flug am Morgen und am Abend nach Friedrichshafen startet von dem Kooperationsflughafen, der kleineren "Hanseschwester".

"Das wird doch noch ein schöner Valentinstag", freute sich eine Passagierin, dass ihr Flug wegen des Streiks des Sicherheitspersonals am Hamburg Airport über den Flughafen Lübeck abgewickelt wurde. So kam es gut einen Monat bevor planmäßig die Türkei-Saison am Flughafen eingeleitet wird, bei schönstem Ostsee-Sonnenschein schon zu einer gut gebuchten Nonstop-Verbindung nach Antalya.

Sommerflugplan ab Lübeck

Die bereits im Winter angebotenen Strecken mit Wizzair nach Danzig und Kiew bleiben Bestandteil des Sommerflugplans 2013, ebenso wie die Ryanair-Destinationen nach Mailand-Bergamo, Stockholm-Skavska sowie Palma de Mallorca.

Zusätzlich wird das Sommerziel Pisa wieder mit ins Programm genommen, Barcelona-Girona, Trapani und Porto kommen hinzu. Ab 22. März wird außerdem zweimal die Woche eine Charterverbindung Urlauber ins türkische Antalya bringen.

Flughafen Düsseldorf: Nach Streikende noch Verspätungen

Aufgrund des erneuten Streiks des Sicherheitspersonals ist es heute am Düsseldorfer Flughafen zu Beeinträchtigungen des Flug- und Abfertigungsbetriebs gekommen. Der Ausstand an den Fluggastkontrollstellen dauerte von 03:30 bis 10:00 Uhr. Die Airlines strichen in Düsseldorf insgesamt 73 Flüge, davon 51 Abflüge und 22 Ankünfte. Es kam zu Verspätungen von durchschnittlich 30 bis 90 Minuten. Ursprünglich waren im Streikzeitraum insgesamt 147 Verbindungen geplant.

Wartende Fluggäste wurden am Airport regelmäßig über die aktuelle Sachlage informiert sowie mit Trinkwasser und Snacks versorgt. Auch nach Streikende müssen die Fluggäste noch mit Verspätungen rechnen. Es wird jedoch mit Blick auf die Auswirkungen des Streiks davon ausgegangen, dass sich der Flugverkehr in Düsseldorf bis zum Abend wieder normalisiert.

Passagiere, die heute noch einen Flug ab Düsseldorf planen, werden weiterhin gebeten, sich vor ihrer Anreise zum Flughafen unbedingt bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand ihres Fluges zu informieren. Ursprünglich waren für heute am Flughafen Düsseldorf 580 Flugbewegungen geplant. Der Airport rechnete mit insgesamt 51.000 Passagieren.

Schweizer Flugplatz Les Eplatures erhält ICAO-Zertifizierung

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Der Flugplatz Les Eplatures erfüllt mit seinen Sicherheitsprozessen die Anforderungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO). Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat der Betreibergesellschaft ARESA (Aéroport Régional Les Eplatures SA – La Chaux-de-Fonds) das entsprechende Zertifikat ausgestellt. BAZL-Vizedirektor Daniel Hügli hat das Dokument heute dem ARESA-Direktor Simon Loichat übergeben.

Die ICAO hat in ihren Standards und Empfehlungen die Vorgaben für sicherheitsrelevante Prozesse auf den Flugplätzen festgelegt. Die in Anhang 14 enthaltenen Anforderungen definieren etwa, wie ein Flugplatz die Betankung der Flugzeuge, den Einsatz der Feuerwehr, die periodische Zustandskontrolle der Pisten und der Anflugbefeuerung sowie die Schneeräumung zu organisieren hat.

Mit den Vorgaben will die ICAO gewährleisten, dass die Infrastruktur auf einem Flugplatz jederzeit sicher und reibungslos funktioniert. Die sicherheitsrelevanten Prozesse müssen in einem Flugplatzhandbuch festgehalten sein, das gleichzeitig die Grundlage für ein Sicherheitsmanagement-System bildet. Ein solches System beschreibt, wie eine Organisation vorhandene Risiken identifiziert, bewertet und mit geeigneten Massnahmen reduziert.

Das BAZL überprüft in einem mehrtägigen Audit, ob die Flugplätze die Prozesse und Verfahren wie beschrieben anwenden. Nach erfolgreicher Erst-Zertifizierung führt das Amt alle drei bzw. fünf Jahre Wiederholungs-Audits durch, um festzustellen, ob die sicherheitsrelevanten Prozesse der Flughäfen den ICAO-Vorgaben noch entsprechen.

In einem weiteren Schritt ist die Zertifizierung der übrigen Schweizer Regionalflugplätze Grenchen, Birrfeld, Ecuvillens, Lausanne und Bressaucourt geplant. Der binationale Flughafen Basel-Mulhouse wird von den französischen Aufsichtsbehörden unter Beteiligung des BAZL zertifiziert.

Les Eplatures ist nach Genf, Zürich, St. Gallen-Altenrhein, Bern, Sion, Lugano-Agno und Samedan der achte Flugplatz in der Schweiz, den das BAZL gemäss den Anforderungen der ICAO zertifiziert hat. Damit verfügen alle Schweizer Flugplätze mit Linien- und Charterverkehr sowie die Flugplätze Samedan und Les Eplatures über dieses Zertifikat.

Marsexpedition in der Wüste Utahs

Der Mars liegt im amerikanischen Bundesstaat Utah, ganz in der Nähe von Hanksville. So soll es sich zumindest für Volker Maiwald anfühlen, wenn er am 23. Februar 2013 für zwei Wochen in die Mars Desert Research Station einzieht. Zur Station gehören auch ein Observatorium und ein Gewächshaus.

Normalerweise beschäftigt sich der Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen mit der Machbarkeit, den Kosten und Nutzen von Raumfahrt-Systemen und -Konzepten der Zukunft, berechnet Flugbahnen und plant Habitate für isolierte oder harsche Umgebungen. Als Mitglied der Crew 125 wird er nun selbst erfahren, wie ein Team aus sechs Mitgliedern auf dem Mars leben würde.

"Der Mars ist in Reichweite", wirbt die Mars Society. Der Zusammenschluss von Mars-Begeisterten betreibt die Forschungsstation in der Wüste von Utah und stellt den Betrieb für die wechselnden Besatzungen sicher. Die neue Heimat auf dem Mars ist denkbar klein: Gerade einmal zehn Meter Durchmesser hat die "Büchse", in der sich die sechs Astronauten aufhalten werden.

"Die Zimmer bestehen nur aus einem sehr schmalen Bett, einem kleinen Klapptisch und einem halben Meter Platz davor – alles also sehr spartanisch", sagt Volker Maiwald. Aber auch eine Station auf dem Mars würde den Bewohnern kaum mehr Platz bieten. In dem zweistöckigen Marshabitat ist die obere Etage dem Wohnen, Kochen und Essen vorbehalten, in der unteren Etage sind die Laborarbeitsplätze und die Schleuse für den Spaziergang auf dem Planeten.

Ein Gewächshaus für den Mars

Auch ein Gewächshaus gehört zur Station. Eben dieses hat es Volker Maiwald besonders angetan. "Für tatsächliche Missionen auf anderen Planeten oder Leben und Arbeiten in abgelegenen Gegenden wie der Antarktis ist ein Gewächshaus sehr wichtig." Der Wissenschaftler will sich deshalb unter anderem ein Bild davon machen, wie effektiv die Ernten im Mars-Greenhouse sind und ob die bisherigen Konzepte des DLR auch der Realität standhalten würden.

Zurzeit forscht Volker Maiwald gemeinsam mit Daniel Schubert und Dominik Quantius in der Abteilung Systemanalyse Raumsegment an verschiedenen Möglichkeiten von geschlossenen Lebenserhaltungssystemen, bei denen – isoliert von Einflüssen der Außenwelt – zum Beispiel Pflanzen wachsen und geerntet werden können. Wo könnte in dem künstlichen Mars-Habitat ein so genannter Micro-Harvester des DLR stehen, in dem Salat, Kräuter oder Tomaten möglichst schnell gezüchtet werden können? Wie wird das Gewächshaus der Mars Desert Research Station genutzt?

Der Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik hofft auf praktisches Wissen, das er von seinem Zwei-Wochen-Aufenthalt mitbringen wird. "Wir werden Wissen für zukünftige Marsmissionen sammeln, aber auch für Anwendungen auf der Erde", sagt er.

Ausflug im Raumanzug

Im Team selbst wird Volker Maiwald als stellvertretender Kommandant die Crew unterstützen und sich als Habitat-Ingenieur um die gesamte Technik der Mars-Station kümmern. So ist er zum Beispiel für die Überwachung der Energie- und der Wasserversorgung und auch für die Kommunikationswege zur Außenwelt verantwortlich. Täglich wird er ein Protokoll an die "Bodenkontrolle" schicken, um über den aktuellen Status zu berichten.

Zum wissenschaftlichen Programm der Crew 125, die die Europäische Raumfahrtorganisation ESA ins Habitat schickt, werden aber auch Ausflüge in einer Art Raumanzug auf das Außengelände gehören, bei denen biologische und geologische Experimente durchgeführt werden. Eine Webkamera im Inneren der Station wird rund um die Uhr mit Fotoaufnahmen dokumentieren, wie die internationalen Crewmitglieder aus Deutschland, Japan, den Niederlanden, Ungarn und Kanada im Team auf dem Roten Planeten leben und arbeiten.

Am 09. März 2013 wird der DLR-Wissenschaftler dann wieder vom "Mars" zur Erde zurückkehren und das Habitat in der Wüste verlassen. "Es gibt nicht viele Orte auf der Erde, an denen man so eine Erfahrungen machen kann", ist sich Maiwald sicher.

Streik am Köln Bonn Airport beendet

Wegen des Streiks der privaten Sicherheitsdienste am Köln Bonn Airport sind am Morgen Flüge gestrichen worden. Von den geplanten 26 Abflügen, die in der Streikzeit von 04:00 Uhr bis 10:00 Uhr geplant waren, sind 13 annulliert worden. Mittlerweile ist der Streik der privaten Sicherheitsdienste am Köln Bonn Airport wieder beendet.

Seit 10 Uhr sind wieder 15 Kontrollstellen geöffnet – während des Streiks waren es lediglich drei. Der Flughafen geht davon aus, dass sich der Flugbetrieb ab sofort wieder normalisiert.

Der Köln Bonn Airport erlebte damit bereits den fünften Streiktag in diesem Tarifkonflikt. "Wir fordern den Arbeitsgeberverband BDSW und die Gewerkschaft ver.di dringend auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Es ist für unsere Passagiere und für unsere Airlines, aber auch für unsere Restaurant- und Shopbetreiber sowie für uns schlicht unzumutbar, unter einem Tarifkonflikt zu leiden, an dem wir nicht beteiligt sind und zu dessen Lösung wir nichts beitragen können", sagt Flughafenchef Michael Garvens.

Der Flughafen bedauert etwaige Unannehmlichkeiten, die Passagieren durch den Streik entstehen, und bemüht sich in Zusammenarbeit mit den Airlines, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

„Jugend forscht“-Wettbewerb am Münchner Flughafen

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Der Münchner Flughafen ist auch in diesem Jahr wieder Schauplatz beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht – Schüler experimentieren“. Bei der 11. Ausgabe des Wettbewerbs am Münchner Airport gehen über 80 Jugendliche an den Start. Insgesamt 61 Arbeiten aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik werden am Flughafen München GmbH präsentiert.

Der Wettbewerb steht dieses Mal unter dem Motto "Deine Idee lässt dich nicht mehr los?". Die innovativen Ideen werden von insgesamt 25 Juroren begutachtet und prämiert. Für den Regionalwettbewerb ließen sich die jungen Forscher wieder pfiffige Ideen einfallen.

Besichtigen kann man die originellen Arbeiten der ambitionierten Tüftler am Mittwoch, den 27. Februar 2013, von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie am Donnerstag, den 28. Februar 2013, von 10.00 bis 17.00 Uhr in der Mehrzweckhalle unmittelbar neben dem Verwaltungsgebäude der Flughafen München GmbH (FMG) in der Nordallee 23. Per S-Bahn ist die Mehrzweckhalle über die Haltestelle Besucherpark bequem zu erreichen.

Der 13-jährige Schüler Natan Skibinski aus München konzipierte einen "computergesteuerten vollautomatischen Kleintierkäfig", der die Versorgung der Tiere deutlich erleichtert. Dank einer "C-Control Pro Mini-Station" und eines Förderbandes wird der Käfig nicht nur automatisch gereinigt, auch der Nachschub von frischem Stroh oder Futter erfolgt automatisch über diese raffinierte Konstruktion.

Einkaufen leicht gemacht – insbesondere auch für ältere und behinderte Menschen: Das war das Ziel der beiden zwölfjährigen Schüler Dan Lionis und Felix Stöcklhuber aus Steinhöring. Sie entwickelten ein Laden-Regal, das sich selbstständig ein- und ausräumt. Mit Hilfe eines speziell entwickelten Greifarms werden die Waren per Knopfdruck in den Einkaufskorb gelegt.

"Haben Fische ein Zeitgefühl?" Mit dieser biologischen Fragestellung setzen sich die Olchinger Schülerinnen Debora Küllsen und Katharina Scholz auseinander. Anhand unterschiedlicher Fütterungszeiten wird untersucht, ob sich die Fische die Zeit merken können. Wer sich für die Ergebnisse interessiert, sollte sich einen Besuch der Ausstellung nicht entgehen lassen.

Die besten Jungforscher des Wettbewerbs am Münchner Airport qualifizieren sich für das Landesfinale, das wiederum die Tür zum bundesweiten Entscheid öffnet. Die beiden Landeswettbewerbe finden in Straubing ("Jugend forscht") und Dingolfing ("Schüler experimentieren") statt, das Bundesfinale bei seiner mittlerweile 48. Ausgabe in Leverkusen. Insgesamt haben sich bundesweit über 11.000 Nachwuchsforscher angemeldet.

Hamburg Airport: Kein Streik am Donnerstag und Freitag

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Der von der Gewerkschaft ver.di ausgerufene Streik für die Luftsicherheitsassistenten führte auch am vierten Streiktag zu erheblichen Auswirkungen am Hamburg Airport: Am Mittwoch wurden 115 von ursprünglich 181 geplanten Abflügen bis 16:30 Uhr gestrichen. Auch 25 ankommende Flüge wurden aus dem Flugplan genommen.

18.000 abfliegende und 18.000 ankommende Passagiere waren gestern von dem Streik betroffen. Insbesondere in den frühen Morgenstunden mussten die Passagiere mit Wartezeiten von mehr als drei Stunden rechnen. Das Deutsche Rote Kreuz musste 25 Mal medizinisch eingreifen und wartende Fluggäste mit Kreislaufproblemen behandeln. Zwei Personen mussten für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Ersatzpersonal hilft aus

In der Zwischenzeit konnte der für die Sicherheitskontrollen beauftragte Dienstleister Ersatzpersonal beschaffen. Dadurch hat sich die Anzahl der geöffneten Kontrolllinien ab 08:45 Uhr auf 5 Kontrolllinien erhöht. Zu Beginn des Tages war lediglich eine von insgesamt 20 zur Verfügung stehenden Kontrolllinien geöffnet. Dadurch gab es zeitweilig keine Wartezeiten an den Kontrollstellen. Für Donnerstag, 21. Februar und Freitag, 22. Februar hat ver.di ein Aussetzen der Streiks angekündigt. Der Flughafen Hamburg rechnet Donerstag wieder mit regulärem Flugbetrieb.

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport: "Heute ist bereits der vierte Streiktag für die Passagiere, Mitarbeiter und Unternehmen am Hamburg Airport. Mit dem heutigen Tag sind weit über 150.000 Passagiere von der Unsicherheit betroffen, ob die eigene Reise stattfindet. Mehr als 100.000 Passagiere konnten an diesen vier Streiktagen ihren Flug nicht antreten. Die Tarifauseinandersetzung zwischen ver.di und den Arbeitgebern der Sicherheitswirtschaft wird am Flughafen auf dem Rücken unbeteiligter Dritter ausgetragen. Wir erwarten, dass sich die Tarifparteien an einen Tisch setzen und vernünftig miteinander reden."

Streik am Köln Bonn Airport

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Am Köln Bonn Airport ist am Donnerstag wegen des von Verdi angekündigten Streiks der privaten Sicherheitsdienste erneut mit Beeinträchtigungen des Flugbetriebs zu rechnen. In der Streikzeit von 04:00 Uhr bis 10:00 Uhr sind 26 Abflüge geplant, 11 davon wurden bereits annulliert. Passagiere werden gebeten, sich vor der Anreise zum Flughafen bei ihren Airlines über ihre Flugdaten zu erkundigen.

Fluggäste sollten, wenn möglich, auf Handgepäck verzichten. Der Köln Bonn Airport erlebt bereits den fünften Streiktag in diesem Tarifkonflikt. Der Flughafen bedauert etwaige Unannehmlichkeiten, die Passagieren durch den Streik entstehen, und bemüht sich in Zusammenarbeit mit den Airlines, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

"Wir fordern den Arbeitsgeberverband BDSW und die Gewerkschaft ver.di dringend auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Es ist für unsere Passagiere und für unsere Airlines, aber auch für unsere Restaurant- und Shopbetreiber sowie für uns schlicht unzumutbar, unter einem Tarifkonflikt zu leiden, an dem wir nicht beteiligt sind und zu dessen Lösung wir nichts beitragen können", sagt Flughafenchef Michael Garvens.

Platzeck zu Nachtflugbeschränkungen am BER

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Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck hat sich direkt an die Bürgerinnen und Bürger Brandenburgs gewandt, um die Position der Regierungskoalition zum Volksbegehren über das Nachtflugverbot am künftigen Flughafen zu erläutern. Platzeck begründete das Eingehen der Koalition auf die Intention des Volksbegehrens damit, dass die Debatte um den Flughafen von extrem entgegen gesetzten Positionen aus geführt werde.

"Den Hoffnungen auf Arbeit und wachsenden Wohlstand der einen stehen Sorgen um Lärmbelastung und sinkender Lebensqualität der anderen gegenüber. Ich bin mir sicher: Ein Volksentscheid mit einer vorangegangenen monatelangen Kampagne würde die erkennbare Spaltung des Landes vertiefen. Ich will diese Zuspitzung vermeiden und den Zielkonflikt entschärfen." sagte Platzeck.

Wörtlich betont der Ministerpräsident: "Das erfolgreiche Volksbegehren fordert die Landesregierung im ersten Punkt zu Verhandlungen mit dem Land Berlin auf. Ziel soll eine staatsvertragliche Änderung für mehr Nachtruhe sein. Diese Intention des Volksbegehrens wird die Landesregierung aufnehmen. Wir werden nach der Annahme des Volksbegehrens durch den Landtag mit Berlin über das Anliegen des Volksbegehrens sprechen.

Volksentscheid bringt nicht automatisch mehr Nachtruhe

Dabei ist es unser Ziel, für mehr Nachtruhe im Umfeld des BER zu sorgen. Dieses Ziel ist nicht im Alleingang zu realisieren! Wir werden tun, was wir tun können! Aber wir wissen auch, dass durch die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts der Planergänzungsbeschluss Bestandskraft hat. Aber es ist meine feste Überzeugung, auch Berlin und der Bund müssen sich zur unteilbaren Verantwortung der Politik für Wirtschaftlichkeit und Lärmschutz bekennen."

Platzeck macht deutlich, dass ein erfolgreicher Volksentscheid nicht automatisch mehr Nachtruhe bringen würde. "Er würde die Aufforderung des Volksbegehrens an die Landesregierung nur bekräftigen. Das kostet Zeit – und die möchte ich nutzen. Ich möchte noch vor Inbetriebnahme des neuen Flughafens einen Kompromiss verbindlich fixieren."

Der Ministerpräsident betont abschließend: "Ich bin mir sicher, der Landtag wird noch in diesem Monat den beschriebenen Weg freimachen. Und ich hoffe sehr, dass wir nach dem Wegfall des Konflikts um das Nachtflugverbot hier im Land wieder alle Kräfte mobilisieren können, um unser wichtigstes Zukunftsprojekt endlich zum Erfolg zu führen."

Lufthansa Group mit positivem Ergebnis

Die Lufthansa Group hat im vergangenen Geschäftsjahr gemäß vorläufigem Konzernabschluss einen Umsatz in Höhe von 30,1 Milliarden Euro (plus 4,9 Prozent) und einen operativen Gewinn in Höhe von 524 Millionen Euro (minus 36,1 Prozent) erwirtschaftet. Das Unternehmen hatte für das Jahr 2012 zuletzt einen operativen Gewinn in mittlerer, dreistelliger Millionen-Euro-Höhe prognostiziert.

Das operative Ergebnis beinhaltet Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit dem Zukunftsprogramm SCORE. Diese beliefen sich für 2012 auf vorläufig 160 Millionen Euro. Der Teilbetriebsübergang des Flugbetriebs der Austrian Airlines auf Tyrolean Airways wirkte sich einmalig mit 115 Millionen Euro positiv auf das operative Ergebnis aus.

Ergebnis ohne Sondereffekte rückläufig

Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG, sagte anlässlich der Feststellung des vorläufigen Konzernabschlusses: "Profitabilität ist für eine Fluggesellschaft im heutigen Branchenumfeld keine Selbstverständlichkeit, sondern eine gute Leistung. Aber um den Veränderungen in der Luftfahrtbranche erfolgreich begegnen zu können, brauchen wir deutlich bessere Ergebnisse. Nur so verschaffen wir uns den notwendigen. Handlungsspielraum, der es uns ermöglicht, die Zukunft der Lufthansa Group selbst zu gestalten. Und über den bestehenden Handlungsdruck darf ein durch Einmaleffekte bestimmtes Konzernergebnis nicht hinwegtäuschen."

Das Konzernergebnis stieg von minus 13 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 990 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2012. Ausschlaggebend für den Anstieg waren Sondereffekte, die aus Beteiligungsverkäufen resultierten.

Dividende soll einbehalten werden

Vor dem Hintergrund des erneuten Rückgangs des operativen Ergebnisses sowie des laufenden umfangreichen Restrukturierungsprozesses schlägt der Vorstand vor, die Dividendenzahlung auszusetzen. Franz sagte: "Unser Ziel ist es, unsere Aktionäre langfristig am Gewinn dieses Unternehmens beteiligen zu können. Auch zur Erreichung dieses Ziels wird unser Zukunftsprogramm SCORE positiv beitragen. Umso wichtiger ist es, jetzt alle verfügbaren Mittel in unser Unternehmen zu investieren und auch auf diese Weise zum Fortschritt unseres Zukunftsprogramms beizutragen."

Das Nettokonzernergebnis soll vollumfänglich thesauriert werden. Es dient damit der Stärkung des Eigenkapitals insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen des neu gefassten IAS 19-Bilanzierungsstandards "Leistungen an Arbeitnehmer", der ab 2013 erstmalig anzuwenden ist.

Das endgültige wirtschaftliche Ergebnis und weitere Details zum Jahresabschluss der Lufthansa Group für das Geschäftsjahr 2012 werden im März 2013 veröffentlicht.

Lufthansa-Vorstand will 108 Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge kaufen

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Der Vorstand der Lufthansa AG hat beschlossen, dem Aufsichtsrat den Kauf von insgesamt 108 neuen Flugzeugen für den Konzern zu empfehlen. Insgesamt sollen acht Langstreckenflugzeuge sowie 100 Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen von Airbus und Boeing für den Konzern angeschafft werden. Der Entscheid, um welche Flugzeugtypen es sich handeln wird, ist Gegenstand laufender Gespräche mit den jeweiligen Herstellern.

Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG, sagte anlässlich der Beschlussfassung: "Moderne Flugzeuge und state-of-the-art Bordprodukte sind eine Investition in das Kundenerlebnis und in die operationelle Effizienz der Flotte. Die höhere Treibstoffeffizienz und geringere Lärm- und Abgasemissionen moderner Flugzeuge leisten einen wichtigen Beitrag für die Umwelt."

Bestellvolumen von 23 Mrd. Euro bis 2025

Der Listenpreis der Bestellung beträgt rund 9 Milliarden Euro. Die Auslieferung erstreckt sich über den Zeitraum von 2015 bis 2025. Damit erwartet die Lufthansa Group bis Ende 2025 die Auslieferung von insgesamt 239 Flugzeugen mit einem Bestellvolumen von 23 Milliarden Euro nach Listenpreisen.

Die neuen Flugzeuge decken den künftigen Wachstums- und Ersatzbedarf im Bereich der Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge aller Verbundairlines in diesem Zeitraum ab. Der Erwerb der Flugzeuge versetzt die Lufthansa Group in die Lage, sich im wettbewerbsintensiven Passagiergeschäft erfolgreich zu positionieren. Die Finanzierung der Bestellungen soll aus den liquiden Mitteln oder über eine externe Finanzierung erfolgen. Der Kauf der Flugzeuge bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrates.

airberlin und NIKI bauen Anschlüsse in Russland aus

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airberlin und NIKI führen 2013 ihr Engagement in Russland im Rahmen der Osteuropastrategie fort. Seit 2009 bieten airberlin und NIKI Flüge im Codeshare mit dem oneworld® Partner S7 an. "Die Partnerschaft hat sich sehr gut entwickelt. airberlin bietet wöchentlich 109 Flüge mit S7 Flugnummer an. Fluggäste, die nach Russland reisen, haben die Möglichkeit, bei airberlin und NIKI bis zu 400 Anschlussflüge pro Woche mit S7 zu buchen, zum Beispiel via Moskau nach Novosibirsk oder Irkutsk “, so Paul Gregorowitsch.

"Russland ist ein wichtiger Kernmarkt für airberlin und NIKI und Teil unserer Osteuropa-Strategie. Wir sind sehr zufrieden mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer stabilen Marktposition in Russland und planen, diese weiter ausbauen. Die Anzahl unserer Fluggäste hat sich in den vergangenen Jahren mit der Erweiterung unseres Flugangebots stetig erhöht: Im letzten Jahr flogen rund 740.000 Gäste mit airberlin und NIKI auf den Strecken zwischen Deutschland, Österreich und Russland", sagte Paul Gregorowitsch, Chief Commercial Officer bei airberlin, auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Moskau und fügte hinzu. "Auch immer mehr Reisende aus Russland nutzen unser internationales Streckennetz und steigen in Berlin, Düsseldorf und Wien zu weiteren Destinationen um."

Seit 2006, beziehungsweise seit 2007 fliegen airberlin und NIKI, die österreichische Partnerfluggesellschaft, von Deutschland und Österreich aus nach Russland und haben seitdem ihr Streckennetz kontinuierlich ausgebaut. Waren es im Sommer 2006 noch 19 wöchentliche Frequenzen, starten im Sommer 2013 bis zu 70mal pro Woche airberlin und NIKI Flugzeuge nach Russland.

Seit 2009 bieten airberlin und NIKI Flüge im Codeshare mit dem oneworld® Partner S7 an. "Die Partnerschaft hat sich sehr gut entwickelt. airberlin bietet wöchentlich 109 Flüge mit S7 Flugnummer an. Fluggäste, die nach Russland reisen, haben die Möglichkeit, bei airberlin und NIKI bis zu 400 Anschlussflüge pro Woche mit S7 zu buchen, zum Beispiel via Moskau nach Novosibirsk oder Irkutsk", so Paul Gregorowitsch.

Zudem hat airberlin das Vertriebsteam in Russland neu aufgestellt. Julia Vorotnikova (42) verantwortet mit ihrem vierköpfigen Team die Vertriebsaktivitäten von Russland aus und berichtet an Mohammed Nasr, Area Manager Eastern Europe.

airberlin fliegt ab Berlin, Düsseldorf und München bis zu zweimal täglich nonstop nach Moskau und St. Petersburg sowie als einzige Airline aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in die russische Exklave Kaliningrad. Ab Wien ist eine zusätzliche tägliche Frequenz ab 27. April 2013 nach Moskau unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen bereits zur Buchung freigeschaltet. NIKI fliegt dann zweimal täglich in die russische Hauptstadt.

Minoan Airlines verbindet Wien mit Lugano

Minoan Airlines verbindet ab 29. März 2013 dreimal wöchentlich den Flughafen Wien mit Lugano in der Schweiz. Auf der Strecke wird die griechische Fluglinie eine Fokker 50 einsetzen. Lugano ist die größte Stadt im Schweizer Kanton Tessin und nach Zürich und Genf der drittgrößte Finanzplatz der Schweiz.

Mit den drei nahegelegenen Seen Luganer See, Comer See und Maggiore bietet die Region auch zahlreiche Ausflugsziele. Minoan Air hat ihren Hauptsitz auf dem griechischen Flughafen Heraklion und wurde im September 2011 gegründet. Derzeit besteht die Flotte aus vier Fokker 50, demnächst plant die Fluglinie die Aufstockung um eine weitere Maschine.

Abflug- und Landezeiten

  • Lugano – Wien: Mittwoch 07.45 Uhr (Ankunft Wien 09.40 Uhr)
  • Wien – Lugano: Mittwoch 10.50 Uhr (Ankunft Lugano 12.40 Uhr)
  • Lugano – Wien: Freitag 07.45 Uhr (Ankunft Wien 09.40 Uhr)
  • Wien – Lugano: Freitag 10.35 Uhr (Ankunft Lugano 12.25 Uhr)
  • Lugano – Wien: Sonntag 11.30 Uhr (Ankunft Wien 13.25 Uhr)
  • Wien – Lugano: Sonntag 14.10 Uhr (Ankunft Lugano 16.00 Uhr)

 

Bundespräsident Gauck beim DLR in Oberpfaffenhofen

Bundespräsident Joachim Gauck besuchte am 19. Februar 2013 anlässlich seines offiziellen Antrittsbesuchs in Bayern das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR). Nach dem Besuch der bayerischen Staatskanzlei und des Maximilianeums traf der Bundespräsident am Nachmittag beim DLR in Oberpfaffenhofen ein.

Begrüßt wurde er durch Professor Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR: "Es ist uns eine besondere Ehre, dass die offizielle Antrittsreise in Bayern den Bundespräsidenten auch zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen führt – nicht nur für den Standort Oberpfaffenhofen, sondern für das gesamte DLR." Begleitet wurde Gauck durch den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Um einen Einblick in die vielfältigen Forschungsthemen des DLR zu gewinnen, besichtigten Bundespräsident Gauck und Ministerpräsident Seehofer mit ihrer Begleitung das Galileo-Kontrollzentrum, das Zentrum für satellitengestütze Kriseninformation und das Forschungsflugzeug HALO. Sie stehen "exemplarisch für die Forschung des DLR. Diese habe zum Ziel, sich den gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen, auf den globalen Wandel zu reagieren und Lösungen für verschiedene Fragestellungen zu entwickeln", sagte Wörner.

Galileo – Europas Navigationssystem

So führte die erste Station zum Galileo-Kontrollzentrum. Der Bundespräsident erhielt exklusiven Zutritt in den Kontrollraum. Von dort aus werden die europäischen Navigationssatelliten gesteuert. Im Herz der Anlage konnte er sich mit der Arbeit vertraut machen, die den sicheren und zuverlässigen Betrieb der Galileo-Satelliten gewährleistet.

Erdbeobachtung im ZKI

Bei dem nächsten Programmpunkt ging es um den Forschungsbereich Erdbeobachtung im DLR und seine Anwendungsmöglichkeiten. Ein besonderes Bild davon konnte sich Bundespräsident Gauck im Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) machen, einer Service-Einrichtung des DLR. Zu den Aufgaben des ZKI gehört die Bereitstellung von hochaktuellen Satellitenbildkarten bei Natur- und Umweltkatastrophen, für humanitäre Hilfsaktivitäten und die zivile Sicherheit weltweit.

HALO – die Zukunft der Klimaforschung

Abschließend wurde die Delegation in den Flugzeughangar begleitet. Dort konnte der Bundespräsident die Zukunft der deutschen Atmosphärenforschung und Erdbeobachtung betreten: das neue Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft).

Wissenschaftler des DLR erläuterten die besonderen Möglichkeiten der flugzeuggetragenen Forschung, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Komplexität unserer Erde leistet. Aus den einzigartigen Daten von Messflügen mit HALO können neue Erkenntnisse insbesondere für den Umwelt- und Klimaschutz gewonnen werden.

Lufthansa SCORE-Programm: Standortschließungen und Neuorganisation

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Ein Jahr nach dem Start des Zukunftsprogramms nehmen immer mehr SCORE-Projekte bei der Lufthansa konkrete Formen an. Insgesamt besteht SCORE mittlerweile aus über 2.500 Einzelprojekten. Rund 800 dieser Projekte sind bereits umgesetzt. Das Ziel ist klar formuliert: SCORE soll bis zum Jahr 2015 eine nachhaltige operative Ergebnissteigerung um 1,5 Milliarden Euro erreichen.

"Das Zukunftsprogramm SCORE macht die Lufthansa Group stark", erklärt Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG. "Diese Stärke brauchen wir, um umfangreiche Investitionen für unsere Kunden zu tätigen und die Veränderungen in der Airline-Branche aktiv mitzugestalten."

Neue Flugzeuge, neue Kabinen, Strukturen am Boden prüfen

Die Lufthansa Passage will mit Hilfe von SCORE in über 500 Einzelprojekten eine dauerhafte Verbesserung ihrer Wirtschaftlichkeit erreichen. Beispielsweise soll die Profitabilität des Langstreckengeschäfts durch den Einsatz neuer moderner Flugzeuge gesteigert werden. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung geplant. Unter anderem sollen beim Kabinen-Layout, der Flugplanung, der Technik und den Bodenprozessen neue Wege gegangen werden.

Außerdem werden die Strukturen und Prozesse in allen Bereichen am Boden der Lufthansa Passage, etwa in der Verwaltung und im Bereich Abfertigung, auf den Prüfstand gestellt. Insgesamt soll mit Hilfe von SCORE bei der Lufthansa Passage bis 2015 eine Ergebnisverbesserung von 920 Millionen Euro erreicht werden. 150 Millionen Euro davon sollen durch Senkung der Personal- und arbeitsplatzbezogenen Kosten im In- und Ausland bis 2015 erreicht werden.

Verwaltung wird neu organisiert

"Mit kürzeren Entscheidungswegen und einer Reduzierung von Schnittstellen wird die Lufthansa Passage schlanker, schneller und flexibler werden", so Carsten Spohr, Mitglied des Vorstandes der Lufthansa AG. "Mit der Umsetzung der SCORE-Maßnahmen sorgen wir dafür, dass wir uns deutlich schneller auf sich ändernde Marktbedingungen und Kundenanforderungen einstellen können."

Ein SCORE-Projekt organisiert die Bündelung von administrativen Tätigkeiten in den Bereichen Finanzen, Einkauf und Personalwesen sowie die Einführung effizienterer Prozesse in der Verwaltung in der gesamten Lufthansa Group. Beispielsweise sollen Buchungs- und Abrechnungssysteme im Rechnungswesen und Bestellverfahren im Einkauf konzernweit vereinheitlicht werden. Von den Veränderungen im administrativen Bereich sind insbesondere die Standorte Köln, Norderstedt und Hamburg betroffen.

"SCORE ist auf Kurs und liefert bereits einen substanziellen Beitrag zu unserem Ergebnis", erklärt Christoph Franz. "Auf diesem Weg müssen wir auch schwierige Entscheidungen treffen, mit denen wir tief in die Lebenssituation von Mitarbeitern eingreifen. Wir handeln aber auch aus Verantwortung gegenüber rund 118.000 Mitarbeitern weltweit. Mit diesen Maßnahmen schaffen wir die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und langfristig sichere Arbeitsplätze."

Schließung von Norderstedt und Köln

Der Vorstand der Lufthansa AG plant in diesem Zusammenhang, die Kölner Hauptverwaltung mit ca. 365 Arbeitsplätzen bis Ende 2017 zu schließen. Im gleichen Zeitraum soll der Standort der Lufthansa Revenue Services GmbH in Norderstedt aufgelöst werden Davon sind ca. 350 Arbeitsplätze betroffen.

Von den rund 200 Arbeitsplätzen der Konzernverwaltung im Bereich Financial Services am Standort Hamburg sollen 80 Prozent in ein spezialisiertes Dienstleistungszentrum überführt werden. Diese Pläne werden in den nächsten Wochen mit den Arbeitnehmervertretern diskutiert und beraten. Insgesamt will die Lufthansa Group im Rahmen von SCORE die Personalkosten weltweit um 500 Millionen Euro senken.

Im Zuge der Restrukturierung des Regionalsegments der Lufthansa Passage prüft Lufthansa CityLine die Verlagerung ihrer Zentrale von Köln nach München. Hintergrund sind Überlegungen, den Sitz der Verwaltung mit dem operationellen Schwerpunkt der Lufthansa CityLine in München zusammenzuführen. Davon wären rund 300 Mitarbeiter betroffen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Streik in Hamburg: Am Flughafen Stuttgart 18 Flüge annuliert

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Der Flughafen Hamburg wird am heutigen Mittwoch, 20. Februar 2013, erneut bestreikt. Die Sicherheitskräfte wollen laut Gewerkschaft ver.di den gesamten Tag lang ihre Arbeit niederlegen. Dadurch können viele Passagiere nicht abefertigt werden, Airlines streichen Flüge.

Insgesamt wurden 18 Flüge über den ganzen Tag von und nach Stuttgart abgesagt. Passagiere, die heute einen Flug von und nach Hamburg geplant haben, werden gebeten, sich bei ihrer Airline über den Status ihres Fluges zu informieren.