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Dresdner Flughafen: Mit dem Vorfeldbus zur Feuerwache

Die Gästeführer des Dresdner Flughafens beantworten wieder Fragen bei den Führungen in den sächsischen Osterferien. Vom 02. bis 05. April finden täglich jeweils drei 90-minütige Maxi-Touren statt. Welches Ziel im Flugplan ist am weitesten von Dresden entfernt? Welche Aufgabe hat das gelb-schwarz karierte Fahrzeug auf dem Vorfeld? Starten die Flugzeuge immer in die gleiche Richtung?

Die Touren beginnen um 09:30 Uhr, 11:30 Uhr und 13:30 Uhr. Erwachsene zahlen dafür neun Euro, Kinder bis einschließlich 14 Jahre sechs Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Reservierung unbedingt erforderlich.

Treffpunkt für die Teilnehmer ist die Flughafen-Information auf der Ankunftsebene im Terminal. Nach einem Rundgang durch das Flughafengebäude und einer Personenkontrolle beobachten die Besucher aus dem Vorfeldbus heraus die Flugzeugabfertigung. Dabei besteht die Möglichkeit, je nach Verkehrslage Starts und Landungen zu fotografieren und zu filmen.Darüber hinaus machen die Gäste einen Abstecher zu den modernen Löschfahrzeugen der Flughafenfeuerwehr. Zum Beispiel kann dort das Fahrzeug "Panther" bestaunt werden.

Flughafen Zürich mit weniger Gewinn

Die Flughafen Zürich AG schliesst das Geschäftsjahr 2012 mit einem Gewinn von 94,7 Millionen Franken ab. Dies entspricht einem Gewinnrückgang von 44,2 Prozent (Vorjahr: 169,8 Millionen Franken). Grund dafür ist die Ersterfassung von Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer, insbesondere aus dem neuen Anschlussvertrag mit der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich.

Unter Ausklammerung dieser Ersterfassungen nach IAS 19 (revised) läge der Gewinn bei 192,0 Millionen Franken, was einer Zunahme von 13,1 Prozent entsprechen würde.

Die Flughafenbetreiberin verzeichnet für das Jahr 2012 ein Passagierwachstum von 1,9 Prozent sowie höhere Erträge im Fluggeschäft und insbesondere im Nicht-Fluggeschäft. Der erwartete, deutliche Anstieg der Betriebskosten ist weitestgehend auf den neuen Anschlussvertrag der Flughafen Zürich AG bei der Pensionskasse BVK und der damit zusammenhängenden Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer verbunden (siehe auch Medienmitteilung vom 30. November 2012). Dies führt dazu, dass der Gewinn der Gesellschaft signifikant geringer ausfällt als im Vorjahr.

Verkehrsaufkommen

Die Anzahl der Flugbewegungen war mit 270.027 um 3,2 Prozent rückläufig. Höhere Sitzplatzauslastungen kombiniert mit durchschnittlich größerem Fluggerät führten dazu, dass mit 24,8 Millionen Passagieren im vergangenen Jahr dennoch 1,9 Prozent mehr Passagiere als 2011 über den Flughafen Zürich gereist sind.

Hiervon entfielen 16,2 Millionen (plus 1,6 Prozent) auf Lokalpassagiere sowie 8,5 Millionen (plus 2,5 Prozent) auf Umsteigepassagiere. Der Anteil Umsteigepassagiere am gesamten Passagieraufkommen liegt bei 34,2 Prozent und entspricht damit in etwa dem Mittel der letzten sieben Jahre.

Besonders Nicht-Fluggeschäftsumsatz gestiegen

Vom Umsatz in Höhe von 948,8 Millionen Franken wurden 63 Prozent im Fluggeschäft und 37 Prozent im Nicht-Fluggeschäft erwirtschaftet. Die fast ausschliesslich vom Verkehrsaufkommen abhängigen Erträge aus dem Fluggeschäft erhöhten sich um 2,9 Prozent auf 596,4 Millionen Franken (Vorjahr: 579,6 Millionen Franken). Im Nicht-Fluggeschäft stiegen die Erträge deutlich überproportional um 8,2 Prozent auf 352,4 Millionen Franken an (Vorjahr: 325,8 Millionen Franken).

Mit der schrittweisen Aufwertung und Erweiterung der kommerziellen Flächen soll den Passagieren, Mitarbeitern und Besuchern ein hochwertiges Einkaufserlebnis geboten werden. Im Jahr 2012 setzten die Laden- und Restaurant-Betreiber am Flughafen Zürich erstmals über eine halbe Milliarde Franken um.

Betriebskosten

Die Betriebskosten verzeichneten im Berichtsjahr eine deutliche Zunahme um 32,4 Prozent auf 558,1 Millionen Franken (Vorjahr: 421,5 Millionen Franken). Der Grund für diesen Anstieg basiert hauptsächlich auf der erfolgswirksamen Erfassung des neuen Anschlussvertrages mit der Pensionskasse BVK. Bereinigt um die Ersterfassung von Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer nach IAS 19 (revised) lägen die Betriebskosten bei 436,2 Millionen Franken, was einer Zunahme von 3,5 Prozent entspräche.

Der neue Anschlussvertrag der Flughafen Zürich AG mit der Pensionskasse BVK trat zum 01. Januar 2013 in Kraft. Dieser Vorsorgeplan wird buchhalterisch nach IAS 19 (revised) als leistungsorientierter Plan klassifiziert – während der bisherige Vertrag als beitragsorientierter Plan behandelt wurde – und in den Büchern neu als Verbindlichkeit ausgewiesen.

Das Ende 2011 neu in Betrieb genommene Sicherheitskontrollgebäude bewährt sich hinsichtlich Wartezeiten und Effizienz. Trotz höherem Passagiervolumen gegenüber dem Vorjahr konnten die Wartezeiten und Kosten reduziert werden. Kürzlich wurde hierin der zehnmillionste Passagier abgefertigt.

EBITDA

Als Konsequenz der deutlich höheren Betriebskosten lag das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) mit 390,7 Millionen Franken um 19,3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 483,9 Millionen Franken.

Abschreibungen und Amortisationen

Überwiegend beeinflusst durch die Inbetriebnahme des Docks B und Sicherheitskontrollgebäudes stiegen die Abschreibungen und Amortisationen im Berichtsjahr um 17,5 Millionen Franken auf 218,7 Millionen Franken an.

EBIT

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 39,2 Prozent auf 171,9 Millionen Franken (Vorjahr: 282,7 Millionen Franken). Ohne Berücksichtigung der erfassten Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer würde der EBIT eine Zunahme von 3,9 Prozent verzeichnen.

Finanzergebnis

Die Abschwächung des japanischen Yen gegenüber dem Schweizer Franken führte zu einem Bewertungsgewinn auf dem japanischen Darlehen. Teils kompensiert durch höhere, jedoch nicht liquiditätswirksame Finanzaufwände aus Lärm-Rückstellungsbewertungen, führte der erwähnte Bewertungsgewinn zu einem Netto-Finanzaufwand, welcher mit 57,0 Millionen Franken um 22,4 Prozent geringer ausfällt als im Vorjahr.

Gewinn

Der Gewinn der Flughafen Zürich AG beträgt 94,7 Millionen Franken. Das sind 44,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der erfassten Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer läge der Gewinn bei 192,0 Millionen Franken, was einer Zunahme von 13,1 Prozent entsprechen würde.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 195,6 Millionen Franken getätigt. Damit liegt das Investitionsvolumen deutlich unter demjenigen des Vorjahres, als die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Docks B und des Sicherheitskontrollgebäudes dominierten.

Zu den wichtigsten Projekten im Jahr 2012 zählten nebst der Aufwertung des Terminals 2 die Sanierung der Piste 14/32, Investitionen im Bereich der Parkhäuser sowie verschiedene werterhaltende Unterhaltsinvestitionen. Seit der Privatisierung im Jahr 2000 hat die Flughafen Zürich AG ohne jegliche Subventionen mehr als 3,5 Milliarden Franken in die Flughafeninfrastrukturen investiert.

Bilanz

Das Eigenkapital konnte um 3,2 Prozent gesteigert werden und liegt per Jahresende bei 1,86 Milliarden Franken, die entsprechende Eigenkapitalquote bei 45,7 Prozent. Die Netto-Finanzverschuldung der Gesellschaft betrug im Berichtsjahr 826,2 Millionen Franken (Vorjahr: 1‘012,1 Millionen Franken).

Zukunft

Die Flughafen Zürich AG geht für das laufende Geschäftsjahr von einem stagnierenden, höchstens moderaten Wachstum beim Passagieraufkommen aus. Die Anzahl Flugbewegungen wird als leicht rückläufig erwartet. Die verschiedenen Infrastrukturprojekte werden weiter vorangetrieben. Wichtige Entscheide des Bundesrates zum SIL und die weitere Entwicklung bezüglich der Ratifizierung des Staatsvertrages mit Deutschland werden im Jahr 2013 erwartet. Für das finanzielle Geschäftsjahr 2013 prognostiziert die Flughafen Zürich AG unter Ausschluss der Sondereffekte im Vorjahr ein leicht höheres Ergebnis als im Jahr 2012.

Dividende

Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 18. April 2013 eine gleich hohe Dividende wie im Vorjahr, nämlich 9,50 Franken pro Aktie, beantragen. Dies entspricht – unter Ausklammerung der Ersterfassung von Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer – einer Ausschüttungsquote von 32,8 Prozent des Ergebnisses ohne Lärmkomponenten.

Ryanair bestellt 175 Next-Generation Boeing 737-Flugzeuge

Boeing kann eine Verpflichtung der irischen Low-Cost Airline Ryanair zur Bestellung von 175 Next-Generation 737-800 Flugzeugen für die Erweiterung ihrer Flotte verbuchen. Nach Abschluss der Details wird die Bestellung mit einem Wert von 15,6 Milliarden Dollar nach Listenpreisen bei Boeing Orders & Deliveries als feste Bestellung geführt.

"Diese Verpflichtung ist ein überwältigender Beleg für den Wert der Next-Generation 737 für Ryanair", sagte Boeing Commercial Airplanes President und CEO, Ray Conner. "Wir freuen uns, dass die Next-Generation 737 – das effizienteste und zuverlässigste Flugzeug im Segment der heutigen großen Flugzeuge mit einem Mittelgang – den Grundpfeiler der Flotte von Ryanair darstellt und weiterhin darstellen wird.

Unsere Partnerschaft mit dieser großen, europäischen Low-Cost Fluggesellschaft ist von besonderer Bedeutung für Boeing. Ich könnte nicht stolzer sein zu sehen, wie sich diese Partnerschaft auch in Zukunft weiter entwickelt." Ryanair CEO, Michael O'Leary, und Ray Conner werden zu der Vereinbarung im Waldorf Astoria Hotel (Starlight Roof), New York, noch weitere Informationen bekannt geben.

Dresdens Sommerflugplan: Direkt nach Barcelona und London-City

Der Flughafen Dresden International legt seinen Fluggästen zwei Ostereier ins Nest, denn am Ostersonntag, 31. März, wird auf den Sommerflugplan umgestellt, der bis 26. Oktober gültig ist. Aber schon ab Gründonnerstag, 28. März, gibt es neue Nonstopverbindungen von Dresden nach Barcelona und London. Vueling fliegt dreimal pro Woche in die spanische Metropole am Mittelmeer, die Air France-Tochter CityJet täglich außer samstags zum zentral gelegenen City Airport der britischen Hauptstadt.

In der Sommersaison fliegen ab Dresden 20 Airlines zu 37 Zielen in 14 Ländern. Neben Nonstopflügen in Metropolen im In- und Ausland gibt es tägliche Urlaubsverbindungen Richtung Mittelmeer, Atlantik, Rotes oder Schwarzes Meer. Die Urlaubsflüge nach Lamezia Terme im süditalienischen Kalabrien werden von NIKI übernommen.

Neu: Mit CityJet ins Zentrum von London

  • London City – Dresden: 13:30 – 16:30 Uhr (Mo-Fr*, So)
  • Dresden – London City: 17:15 – 18:15 Uhr (Mo-Fr*, So)

*Freitags von Mai bis September abweichende Zeiten; alle Angaben in Ortszeit.

CityJet fliegt mit einer Avro RJ85 (95 Sitze) nach London. Die Flüge sind ab 119 Euro für einen Hin- und Rückflug (inklusive Steuern und Gebühren) buchbar.

Der London City Airport punktet durch seine zentrale Lage. Reisende erreichen in nur 15 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln das Geschäfts- und Finanzzentrum Canary Wharf. In knapp 20 Minuten gelangen Passagiere zur Haltestelle Bank in der Londoner City. Auch der Flughafen selbst garantiert kurze Wege und eine schnelle Abfertigung. Die Meldeschlusszeit bei Reisen mit Handgepäck beträgt lediglich 15 Minuten, bei Reisen mit Gepäck 20 Minuten vor Abflug.

Neu ab 28. März: Mit Vueling nach Barcelona

  • Barcelona – Dresden: 11:55 – 14:25 Uhr (Di, Do)
  • Dresden – Barcelona: 15:05 – 17:20 Uhr (Di, Do)
  • Barcelona – Dresden: 10:00 – 12:30 Uhr (So)
  • Dresden – Barcelona: 13:10 – 15:25 Uhr (So)

 

Reizvolle Kultur-, Shopping- und Tourismusangebote machen Barcelona zum idealen Ziel für eine Kurzreise. Vueling fliegt mit einem Airbus A320 (180 Plätze) in die Lifestyle-Metropole. Tickets sind ab 54,99 Euro pro einfacher Strecke inklusive Steuern erhältlich.

Sommerflugplan: Alle Flugziele ab Dresden im Überblick

Metropolen in Deutschland:

Düsseldorf (Air Berlin und Lufthansa, bis zu sechsmal täglich), Frankfurt (Lufthansa, bis zu sechsmal täglich.), Köln/Bonn (Germanwings, bis zu dreimal täglich.), München (Lufthansa, bis zu sechsmal täglich), Stuttgart (Germanwings, bis zu zweimal täglich)

Metropolen im Ausland:

Barcelona (Vueling, dreimal pro Woche), Basel (Easyjet, viermal pro Woche), London (CityJet, 6mal pro Woche), Moskau (Aeroflot und Yakutia, siebenmal pro Woche), Palma de Mallorca (bis zu 14-mal pro Woche mit Air Berlin)

Urlaubsziele:

Ägypten (Hurghada), Bulgarien (Burgas, Varna), Griechenland (Korfu, Kos, Kreta, Rhodos), Italien (Lamezia Terme), Kroatien (Split), Spanien (Barcelona, Fuerteventura, Gran Canaria, Mallorca, Teneriffa), Türkei (Antalya), Tunesien (Enfidha) und Ungarn (Debrecen, Sarmellek/Balaton)

Anschlussverbindungen:

Fluggesellschaft – Umsteigeflughafen – Anschlüsse

  • Aeroflot – Moskau-Scheremetjewo – Russland, China
  • Air Berlin – Düsseldorf – weltweit
  • Air Berlin – Palma de Mallorca – spanisches Festland, Ibiza, Portugal
  • CityJet – London City Airport – Dublin, Dundee, Edinburgh
  • Germanwings – Köln/Bonn, Stuttgart – europaweit
  • Lufthansa – Düsseldorf, Frankfurt, München – weltweit
  • Vueling – Barcelona – Balearen, Kanaren, spanisches Festland
  • Yakutia – Moskau-Wnukowo – Russland

Einen garantierten Parkplatz direkt am Flughafen lässt sich online buchen. Im Tarif "Low Cost" kann das Auto sieben bis elf Tage lang schon ab 25 Euro im Parkhaus abgestellt werden. Auf dem Außenparkplatz P3 gilt die gleiche Parkdauer ab 15 Euro (Tarif "Super Low Cost"). Die Kapazitäten dieser beiden Tarife sind begrenzt.

Bald kostenloses Kurzzeitparken – XXL-Parken im Parkhaus

Auf dem Kurzzeitparkplatz PK2 kann ab 31. März 15 Minuten gratis geparkt werden. Damit entspricht der Flughafen einem häufig geäußerten Wunsch von Bringern, Abholern und Kunden der Geschäfte im Terminal.

Ebenfalls ab 31. März stellt der Flughafen in seinem Parkhaus besonders breite XXL-Parkplätze bereit. Sie eignen sich vor allem für Familien mit viel Gepäck. Die XXL-Plätze befinden sich auf der Ebene 2 am Übergang zum Terminal und werden nach dem regulären Parktarif "Classic" berechnet.

Lufthansas Flugzeuge verbessern Wetterprognosen mit AMDAR

Seit Ende 1999 sind Flugzeuge der Lufthansa mit einer Software ausgestattet, die während des Fluges aktuelle Wetterdaten erfasst. Die Lufthansa Group leistet so einen Beitrag zur Verbesserung der Wetterprognosen. Durch die Berücksichtigung der von Flugzeugen gemessenen Daten kann die Genauigkeit der Wettervorhersagen für die jeweils kommenden 24 Stunden um fünf bis sieben Prozent erhöht werden.

Der 23. März ist der Welttag der Meteorologie. Er findet seit 1950 jährlich an diesem Tag statt und soll an die damals in Kraft getretene Konvention der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), die ihren Sitz in Genf hat, erinnern.

Als Beitrag für eine bessere Wettervorhersage dienen auch die rund 350 Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns. Diese liefern täglich etwa 20.000 Daten an den Deutschen Wetterdienst. Die Einzelmessungen werden an Bord gebündelt und zusammen mit Datum, Uhrzeit, Flugphase, Flug-Nummer, Flugzeugkennung und geographischen Daten an das Bodenzentrum bei Lufthansa Systems geschickt. Hier werden die Daten anonymisiert, in das Format für die Wetterdienste übertragen und diesen zur Eingabe in ihre Vorhersagemodelle weitergeleitet.

"Aircraft Meteorological Data Relay", kurz AMDAR, nennt sich die Gewinnung der Wetterdaten während des Fluges. Für die Ermittlung von AMDAR-Daten sind keine zusätzlichen Wettersensoren oder Hardware an Bord erforderlich, da auch die Piloten im Cockpit Informationen wie barometrische Höhe, Lufttemperatur und Windgeschwindigkeit benötigen und die Flugzeuge deshalb bereits mit entsprechenden Messgeräten ausgestattet sind. Lediglich für die Übertragung der Wetterdaten per Datalink während des Fluges ist eine spezielle Software erforderlich, an deren Entwicklung Lufthansa Systems beteiligt war.

Pléiades Satellitenbild-Dienst geht in Regelbetrieb

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Die In-Orbit-Qualifizierung der Satelliten Pléiades 1B und SPOT 6 wurde erfolgreich abeschlossen. Damit hat das Raumfahrtunternehmen Astrium den Start des In-Orbit-Betriebs und die Aufnahme der kommerzielle Dienste der nunmehr kompletten Pléiades-SPOT-6-Satellitenkonstellation vollzogen.

"Astrium Services liefert nun Bilder der Zwillingssatelliten Pléiades 1A und 1B, die als vollständige Konstellation in Betrieb sind", sagte Evert Dudok, CEO von Astrium Services. "Diese weltweit einzigartige Konfiguration bietet Aufnahmen mit täglicher Wiederholrate und sehr hoher Auflösung. Sie garantiert die Bereitstellung von Aufnahmen von jedem beliebigen Punkt der Erde in weniger als 24 Stunden und die tägliche Beobachtung jedes beliebigen Ortes mit doppelter Abdeckung."

Satellitenbilder mit 50 Zentimeter Auflösung

Die ersten europäischen hochauflösenden Erdbeobachtungssatelliten Pléiades 1A und 1B sind um 180 Grad versetzt in einem polnahen, sonnensynchronen Orbit in einer Höhe von 695 Kilometern positioniert. Sie bieten hervorragende Leistungen für den zivilen Markt: Bildprodukte mit einer Auflösung von 50 Zentimetern bei einer Schwadbreite von 20 Kilometern und eine rasche Zielneuausrichtung („Rapid Pointing“), die unterschiedliche Aufnahmemodi (Stereo, Mosaik, Korridor, Ziel) ermöglicht. Durch ihre bislang unerreichte Bilderfassungskapazität von 900 Aufnahmen täglich bieten sie Nutzern weitere wichtige operationelle Vorteile.

Die zusammen mit den Pléiades-Satelliten betriebene Satellitenkonstellation SPOT 6 und SPOT 7 bietet Daten mit einer Auflösung von 1,5 Metern über größere Schwadbreiten (60 Kilometer) für die Kartierung sehr großer Gebiete. Die Satelliten-Konstellationen Pléiades 1A und 1B sowie SPOT 6 und 7 werden gleichmäßig verteilt auf derselben Erdumlaufbahn positioniert.

Damit bietet Astrium Services als weltweit erster Betreiber eine umfassende Palette an Erdbeobachtungsdaten mit mittlerer bis sehr hoher Auflösung. Das heißt, dass jeder beliebige Punkt der Erde nun täglich mit hoher oder sehr hoher Auflösung erfasst wird.

Räumlich und zeitlich performante Satellitenkonfiguration

Die tägliche Wiederholrate dieser Geo-Informationsdienste macht sie zu einem zuverlässigen Instrument für strategische und wirtschaftliche Entscheidungen. Sie bieten den Kunden von Astrium Services zahlreiche Vorteile: schnellerer Zugang zu Bildern (Konfliktzonen sowie Krisen- und Katastrophengebiete lassen sich an jedem beliebigen Ort der Erde binnen weniger Stunden erkennen), regelmäßige Bereitstellung von Aufnahmen, die beispielsweise die tägliche Beobachtung von Veränderungen an einem bestimmten Standort ermöglichen (Fortschritt von Bauprojekten, Kontrolle von Militär-, Industrie- und Bergbauanlagen usw.) sowie doppelte Bildkapazität (doppelt so schnelle Bilderfassung und doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit für wolkenfreie Aufnahme, ein Vorteil dieser Konfiguration zur Kartierung großer Gebiete).

Die Bilder vom Hafen im ägyptischen Sues wurden zwischen dem 15. und 21. Februar 2013 von der Pléiades-Satellitenkonstellation aufgenommen. Sie illustrieren die Vorzüge der Beobachtung mit täglicher Wiederholrate und zeigen den Schifffahrtsbetrieb, insbesondere das Ein- und Auslaufen von Fähr- und Handelsschiffen in den Kanal.

Véronique Creissels neue Kommunikationsleiterin bei Airbus

Véronique Creissels wird ab Anfang Juni die Leitung der Kommunikation bei Airbus übernehmen und in dieser Funktion direkt an den Airbus Vorstand Fabrice Brégier berichten. Sie wird u.a. die Markenstrategie, externe wie interne Kommunikation, Messen und Ausstellungen, Events und Hospitality sowie Web und Images verantworten.

Creissels verfügt über reiche Erfahrung im Luftfahrt- und Hi-Tech-Sektor. Aktuell ist sie als Leiterin der Konzernkommunikation für Vallourec tätig, einem weltweit führenden Lieferanten für hochwertige Röhrenlösungen insbesondere für die Energiemärkte.

Véronique Creissels ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Sie besitzt einen akademischen Grad in Recht und Geschichte, einen Master in Politikwissenschaften sowie einen Bachelor of Arts (BA) in Informationsmanagement.

"Ich freue mich sehr, Véronique bei Airbus willkommen zu heißen. Ihr Enthusiasmus, ihre enorme Erfahrung im Kommunikationsmanagement bei überaus innovativen, globalen Unternehmen und ihr starker internationaler Hintergrund machen sie zu einem großen Gewinn für Airbus", sagte Fabrice Brégier. "Ich wünsche ihr alles Gute in ihrer neuen Aufgabe!"

Véronique Creissels hat als Leiterin der Kommunikationsabteilung für die gesamte Vallourec-Gruppe seit 2011 die markt- und länderübergreifende strategische Ausrichtung erfolgreich ausgebaut und gleichzeitig die Reputationsbildung des Konzerns vorangetrieben.

Davor verantwortete Véronique Creissels den Kommunikationsbereich von Thales Aerospace und Thales Defense Mission Systems. Hier übernahm sie seit 2011 im Auftrag des Personal-Vorstands die Leitung des "Leadership and Engagement"-Programms für den Konzern.

Als stellvertretende Leiterin Kommunikation beim global operierenden Automobilzulieferer Faurecia errichtete sie ein internationales Kommunikationsnetzwerk und führte dieses von 2003 bis 2006.

Nach einigen Jahren bei einer Werbeagentur startete Véronique Creissels ihre Laufbahn im Kommunikationsbereich 1991 beim Energie- und Transportkonzern Alstom, wo sie wichtige Erfahrung in der Hi-Tech Branche sammelte – zunächst mit Verantwortung für die Markenstrategie, später dann als Leiterin der externen und internen Kommunikation.

TUI bleibt am Flughafen Zweibrücken

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Flughafen Zweibrücken und dem Reiseveranstalter TUI wird bis mindestens Ende 2015 weitergeführt. Dies haben Flughafen- Geschäftsführung und Vertreter der TUI am Rande der Internationalen Tourismusbörse in Berlin vereinbart. Damit sind Irritationen ausgeräumt, die nach Berichten über ein angeblich bevorstehendes Ende des Landes-Engagements am Flughafen entstanden sind.

Gerade der persönliche Einsatz von Infrastrukturminister Roger Lewentz in der Endphase der Verhandlungen habe bei TUI den Ausschlag gegeben, das bisherige Engagement am Flughafen fortzusetzen, so Geschäftsführer Werner Boßlet. Minister Lewentz habe TUI vermitteln können, dass das Land Rheinland-Pfalz auch weiterhin eine verlässliche Basis für die Zusammenarbeit mit TUI biete.

Andreas Heidelauf, Leiter Netzplanung / Veranstalterverkauf der TUI Deutschland GmbH, begrüßte, dass nun für die nächsten 3 Jahre Planungssicherheit für beide Seiten bestehe. Der Flughafen Zweibrücken biete operative Perspektiven und für die Kunden Vorteile mit kurzen Wegen, günstigen, teilweise sogar kostenlosen Parkplätzen.

Infrastrukturminister Lewentz wertete die Entscheidung von TUI als klares Bekenntnis zum Standort Zweibrücken. "Dies ist insbesondere für die 2800 Beschäftigten, die hier auf dem Konversionsgelände arbeiteten, ein gutes und wichtiges Signal", so der Minister. Entsprechend habe auch Staatssekretär Jürgen Häfner, Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft, gemeinsam mit der Geschäftsführung heute die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Betriebsversammlung informieren können. "Wir werden jetzt – auch vor dem Hintergrund der positiven Gespräche mit TUI – gestärkt in weitere Verhandlungen mit dem Saarland, aber auch mit privaten Investoren gehen", so der Minister.

Luxair will 25 Mio. Euro pro Jahr sparen

Um ihrem Geschäftsbereich Airline neue Impulse zu geben und ihre künftigen Ziele erreichen zu können, hatte LuxairGroup die Unternehmensberater von Roland Berger beauftragt, das Strategiemodell von Luxair Luxembourg Airlines sowie die Ertrags- und Kostenstruktur der Airline zu analysieren.

Ziel von LuxairGroup ist es, bis zum Jahr 2020 über einen modernen und wettbewerbsfähigen Geschäftsbereich Airline zu verfügen, der, ausgerüstet mit einer Flotte der neuesten Generation sowie einer beispielhaften Servicequalität, die maßgebliche regionale Fluggesellschaft in Europa sein soll.

Derzeit sind jedoch dafür notwendige Investitionen aufgrund struktureller Verluste von Luxair Luxembourg Airlines nicht möglich. Schlimmer noch, das Ausmaß der Verluste bedroht inzwischen die wirtschaftliche und finanzielle Lage der gesamten LuxairGroup. Der Erfolg dieses Projekts ist daher für das Überleben von Luxair Luxembourg Airlines und damit von LuxairGroup von grundlegender Bedeutung.

25 Mio. Euro pro Jahr einsparen

In seinen Schlussfolgerungen bestätigt Roland Berger zunächst das derzeitige Strategiemodell des Geschäftsbereichs Airline, empfiehlt jedoch, das Ergebnis von Luxair Luxembourg Airlines ab 2015 um 25 Millionen Euro pro Jahr zu verbessern.

Die empfohlenen Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, betreffen vorrangig die Kostenstruktur und werden als wesentlich bezeichnet, um das Überleben des Geschäftsbereichs und der Gruppe zu sichern.

Die Geschäftsleitung von LuxairGroup teilt die von Roland Berger vorgenommene Analyse und hat sich verpflichtet, dass die Maßnahmen gemäß des "Luxemburger Modells" im Rahmen der Neuverhandlung des Tarifvertrags erörtert werden.

Einigung ohne Kündigungen angestrebt

Die Geschäftsleitung von LuxairGroup ist darüber hinaus der Auffassung, dass alle bis 2015 vorgesehenen Anstrengungen ohne Kündigungen und Sozialplan unternommen werden können, vorausgesetzt, dass die Verhandlungen mit den Sozialpartnern zu einer Einigung führen werden, die für eine Verbesserung des Ergebnisses von Luxair Luxembourg Airlines um 25 Millionen Euro jährlich ab dem Jahr 2015 notwendig ist.

LuxairGroup ist sich über ihre Verantwortung als Arbeitgeber, aber auch als wichtiger Akteur der luxemburgischen Wirtschaft sowie der Wirtschaft der Großregion bewusst. Aus diesem Grund glaubt LuxairGroup an die Zukunft ihres Geschäftsbereichs Airline. Dank der Anteilnahme, der Professionalität und der Solidarität ihrer Mitarbeiter blickt LuxairGroup mit Zuversicht auf den Erfolg dieses Projekts.

TUI fliegt von Hamburg non-Stop in die Karibik

TUI wird ab der Wintersaison 2013/14 Hamburg mit der Dominikanischen Republik, Mexiko und Barbados nonstop verbinden. Jeweils zwei Mal pro Woche wird eine Boeing 767-300 von der Hansestadt aus nach Punta Cana in die Karibik und nach Cancun auf die mexikanische Halbinsel Yucatan fliegen. Zusätzlich wird der Reiseveranstalter im wöchentlichen Wechsel Nonstop-Flüge nach Barbados und La Romana (Dominikanische Republik) anbieten.

Mit dem Vollcharter ab Hamburg platziert TUI ab November 2013 über die gesamte Wintersaison eine zusätzliche Kapazität von 35.000 Flugsitzen im norddeutschen Markt.

Erste Langstreckenflüge von Hamburg in die Karibik

"Fernreisen gehört die Zukunft. Hier sehen wir großes Wachstumspotential und wollen unseren Marktanteil von derzeit rund 15 Prozent weiter ausbauen" sagt Christian Clemens, CEO TUI Deutschland GmbH. Und weiter: "Wir haben uns ganz bewusst für Hamburg als Abflughafen entschieden. Hier haben wir ein Alleinstellungsmerkmal, denn bisher gibt es keine Langstreckenflüge, die von Hamburg nonstop Richtung Karibik und Mexiko abheben."

"TUI trifft mit den neuen Langstreckenangeboten am Hamburg Airport auf eine große Nachfrage. Bereits jetzt reisen jährlich etwa 50.000 Passagiere von Hamburg aus über einen Umsteigeflughafen in die Karibik. Mit den neuen Direktflügen wird sich dieses Aufkommen sicherlich noch deutlich erhöhen. Wir freuen uns sehr über das Engagement von TUI und sind überzeugt davon, dass Passagiere aus ganz Norddeutschland dieses Angebot annehmen werden", sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport.

Durchgeführt werden die Flüge im Vollcharter von TUIfly. Da die Gesellschaft kein eigenes Langstreckenflugzeug hat, wird eine Boeing 767-300 vom niederländischen Schwesterunternehmen Arkefly eingesetzt. Für die deutschen Urlauber wird das Großraumflugzeug mit 265 Sitzen bestuhlt sein und neben der Economy auch eine Comfort Class haben. An Bord soll das deutsche Produkt- und Servicekonzept der TUIfly zum Einsatz kommen. Hierzu zählen zum Beispiel das Inflight Entertainment, das Catering und der Bordshop.

30 Prozent mehr Buchungen bei Fernreisen

Jeder vierte Deutsche möchte in die Ferne reisen. Das hat eine repräsentative Umfrage von TUI und TNS Emnid Ende Februar 2013 ergeben. Aktuell verzeichnet TUI im Wintergeschäft bei Fernreisen ein Buchungsplus von 30 Prozent. Niemals zuvor wurden beim Marktführer so viele Urlaubsreisen in die Ferne gebucht wie heute. Mit den neuen Langstreckenverbindungen setzt TUI ihre Wachstumsstrategie auf der Fernstrecke konsequent fort.

Die Dominikanische Republik mit Punta Cana und Mexiko mit der Riviera Maya zählen zu den wichtigsten Fernstreckenzielen der TUI. Mit einem Anteil von 16 Prozent am TUI Fernreisegeschäft liegt die Dominikanische Republik im abgelaufenen Touristikjahr 2011/12 deutlich an der Spitze. Mexiko folgt auf Rang Fünf. In beiden Destinationen ist TUI prominent mit Hotelpartner Riu vertreten. Die spanische Hotelkette hat hier in den letzten Jahren stark in die Modernisierung und Neueröffnung von Hotels investiert.

TUI treibt ihre Exklusivitätsstrategie auch auf der Fernstrecke voran. Die Nachfrage nach Zielgruppenhotels wächst nicht nur rund ums Mittelmeer, sondern zunehmend auch in fernen Ländern. In der Dominikanische Republik bietet TUI schon heute maßgeschneiderte Hotelkonzepte an. Dort hat das Sensimar Punta Cana Villas & Suites als erstes Haus der TUI Hotelmarke für Paare auf der Fernstrecke eröffnet. Weitere Zielgruppenhotels sind hier bereits in Planung.

Neben der Boeing 767-300, die ausschließlich Fernziele bedient, hat TUIfly im Winter 2013/14 in Hamburg auch eine Boeing 737-800 stationiert, die zu neun Mittelstreckenzielen Arrecife, Boa Vista, Sal, Fuerteventura, Las Palmas, Palma de Mallorca, Salzburg, Teneriffa und Jerez fliegt.

Infrastrukturplan Luftfahrt: Mitwirkung der Schweizer Öffentlichkeit

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) schickt die 9. Serie der Objektblätter zum Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) in die öffentliche Mitwirkung. Die Objektblätter betreffen die Flugplätze Locarno, Lodrino, Schänis und Winterthur, mit denen die allgemeinen Ziele und Vorgaben im Jahr 2000 vom Bundesrat verabschiedet wurden.

Der SIL bildet die Grundlage für die Entwicklung der Luftfahrt und definiert den künftigen Rahmen für die Bauten und den Betrieb von Flugplätzen. Für jeden Flugplatz werden in einem SIL-Objektblatt verbindliche Aussagen zu den betrieblichen Rahmenbedingungen, zum Flugplatzperimeter, zur Lärmbelastung und Hindernisbegrenzung sowie zu Natur- und Landschaftsschutz gemacht. Die Objektblätter werden vom Bundesrat verabschiedet.

Heute hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) die öffentliche Mitwirkung zu den SIL-Objektblättern für die Flugplätze Locarno, Lodrino, Schänis und Winterthur eröffnet. Die Bevölkerung kann sich bis zum 19. April 2013 zu den Objektblattentwürfen äußern, für die Anliegergemeinden und die Kantone Tessin, St. Gallen und Zürich läuft die Frist zur Stellungnahme bis zum 24. Mai 2013. Voraussichtlich gegen Ende des Jahres werden die Objektblätter in ihrer definitiven Form vom Bundesrat verabschiedet.

Flughafen Frankfurt und Bundespolizei veranstalten Servicetag

Der Frankfurter Flughafen startet am nächsten Samstag unter diesem Motto "mit einem Lächeln in die Ferien" gemeinsam mit der Bundespolizei einen Servicetag. Zum Beginn der hessischen Osterferien am 23. März  gibt es in der Abflughalle B des Terminals 1 von zwölf Uhr für junge Passagiere Schminkaktionen, Ostereier-Färben, Luftballonmodellage, auch wird Polizeimotorrad die Zeit bis zum Abflug in den Urlaub verkürzen.

Darüber hinaus informieren die Beamten an einem Präventionsstand über verbotene Gegenstände im Gepäck. Hinter der Sicherheitskontrolle sorgt der Flughafenbetreiber am 22. und 23. März ebenfalls für "Happy Moments" und bietet im Transitbereich für den Nachwuchs Bastel-, Mal- und Ostereieraktionen an. An den Osterfeiertagen selbst werden schließlich auf dem ganzen Flughafen Osterhasen unterwegs sein und Schokolade an Fluggäste und Besucher verteilen.

Um während der ersten großen Reisewelle des Jahres Stress und Hektik vor dem Abflug zu vermeiden, empfiehlt Fraport allen Fluggästen eine frühzeitige Anreise zum Airport. Spätestens zweieinhalb Stunden vor Abflug sollten sich Passagiere an ihrem Check-in-Schalter einfinden. Generell empfiehlt der Flughafenbetreiber, so wenig Handgepäck wie möglich mitzuführen, um Wartezeiten an der Luftsicherheitskontrolle zu vermeiden.

Rechtzeitig zum Start der Osterferien öffnet am 23. März auch die Besucherterrasse am Terminal 2 wieder ihre Pforten. Sie bietet am ersten Ferienwochenende jeweils von zehn bis 21:00 Uhr ein vielfältiges Eröffnungsprogramm und ist in der Folge täglich von zehn bis 18:00 Uhr geöffnet.

Ryanair fliegt vom Airport Weeze nach Vilnius

Am 15. März 2013 startete Ryanair erstmals vom Airport Weeze in die litauische Hauptstadt Vilnius. Die Crew trat am Freitag um 17:45 Uhr mit ca. 150 Passagieren vom Flughafen Weeze den Flug in die neue Destination an. "Wir begrüßen den Ausbau der direkten Flugverbindungen mit Ryanair in unsere Hauptstadt." so Dr. Raimonda Balnienè, Direktorin des litauischen Fremdenverkehrsamtes.

Neben Düsseldorf-Weeze bietet die Fluggesellschaft bereits Abflüge aus Bremen und Karlsruhe-Baden nach Vilnius an. Die Hauptstadt ist ein hervorragender Ausgangspunkt für die Erkundung Litauens mit seinen unberührten Naturlandschaften, der Bernsteinküste und zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten.

Ryanair fliegt in Zukunft dreimal wöchentlich von Weeze nach Vilnius, immer dienstags, donnerstags und samstags. "Wir sind stolz darauf, mit Vilnius nun auch die litauische Hauptstadt anzufliegen. Damit bietet der Airport Weeze Direktverbindungen in alle drei baltischen Hauptstädte an." betont Ludger van Bebber, Chef des Airport Weeze.

Die litauische Hauptstadt Vilnius bietet seinen Besuchern einen Mix aus historischen Sehenswürdigkeiten, Cafés und Kneipen sowie eine Vielzahl Veranstaltungen. Die historische Altstadt trägt seit 1994 den Titel des UNESCO Welterbes. In der Architektur finden sich neben dem vorherrschenden Barockstil auch Elemente von Gotik, Renaissance und Klassizismus wieder.

Bei einem Spaziergang durch die schmal geschwungenen Gassen der Altstadt, in der sich Kirchen, Musen, Galerien und kleine Läden aneinander reihen, laden gemütliche Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Auf dem Gediminas-Berg entstand ab dem 13. Jahrhundert die Oberburg von Vilnius, von der heute nur noch Mauerreste sowie der Gediminas-Turm, das Wahrzeichen der Stadt, erhalten sind. Das Künstlerviertel Užupis, die "unabhängige Republik" von Vilnius, wird bewacht von seinem Wahrzeichen, dem bronzenen Engel von Užupis. In zahlreichen Kunstgallerien, Workshops und Cafés stellen Künstler ihre Werke zur Schau.

Das ganze Jahr hindurch finden in Vilnius eine Vielzahl von Veranstaltungen statt: der historische Kaziukas-Jahrmarkt im März, die Operntage "Aktion neue Oper" Ende Mai, das Burg-Festival im Juli und der Bartholomäus-Jahrmarkt im August. Die Hauptstadttage und das Feuerwerksfestival läuten im September den Herbst ein, fortgeführt im Oktober vom Jazz-Festival und dem internationalen Festival der gesungen Poesie. Ein besonderes Ereignis ist der Tag der Straßenmusik Mitte Mai, bei dem sich Vilnius in eine große Konzertbühne verwandelt.

Litauen ist das südlichste der drei baltischen Staaten, grenzt im Norden an Lettland, im Osten an Weißrussland, im Süden an Polen und wird im Westen von der Ostsee begrenzt. Geographen berechneten, dass der geographische Mittelpunkt Europas nur unweit von Vilnius entfernt liegt. Als Ganzjahres-Reiseziel bietet das Land mit seiner tausendjährigen Geschichte, seinem beeindruckenden architektonischen Erbe, seinen vielfältigen Naturlandschaften und den schönen Ostseestränden einen abwechslungsreichen Mix für Reisende. In fünf Nationalparks werden die Naturlandschaften geschützt und für Besucher zugänglich gemacht. Das Land besitzt fünf UNESCO Weltkulturstätten, darunter die Altstadt der Hauptstadt Vilnius und die Kurische Nehrung.

Vueling fliegt von Hannover nach Málaga und Barcelona

Die "New Generation Airline" Vueling fliegt ab dem 16. März 2013 bis zu dreimal wöchentlich vom Hannover Airport nach Málaga und Barcelona. Sowohl die Flüge zwischen Hannover und Málaga als auch die zwischen Hannover und Barcelona werden unter anderem mit Flugzeugen aus der modernen A320-Flotte durchgeführt.

Die besonders für Touristen gedachten Direktflüge vom Hannover Airport an die Costa del Sol starten mittwochs um 11:55 Uhr und erreicht Málaga um 15:10 Uhr. Für Rückreisende hebt der Flug um 08:00 Uhr in Málaga ab, und landet um 11:15 Uhr in Hannover. Am Samstag geht der Flieger in Hannover um 19:30 Uhr und landet um 22:45 Uhr. In Málaga startet er um 15:30 Uhr und erreicht Hannover um 18:45 Uhr. Ab Juni wird die Vueling zusätzlich auch freitags ab Hannover nach Málaga starten.

Die Flüge nach Barcelona gehen jeweils dienstags und donnerstags um 15:00 Uhr ab Hannover und landen dort um 17:20 Uhr. Der Rückflug startet an denselben Tagen immer um 11:55 Uhr und erreicht die niedersächsische Landeshauptstadt um 14:20 Uhr. Sonntags erfolgt der Flug ab Hannover um 17:45 Uhr und erreicht El Prat-Barcelona um 20:00 Uhr. Rückreisende nehmen den Flug um 14:40 Uhr ab Barcelona und landen 17:05 Uhr wieder in Hannover.

Die Barcelona-Route ist für Touristen wie auch für Business-Reisende von großem Interesse. Denn nicht nur die Stadt für sich ist eine Reise wert, obendrein bietet Vueling über ihr Drehkreuz Barcelona Anschlüsse zu vielen anderen spanischen Destinationen, darunter die Balearen, die Kanarischen Inseln, oder Alicante im Norden des Landes. Zusätzlich sind attraktive Anschlussverbindungen nach Südeuropa, Nordafrika und in den Nahen Osten dabei.

Flughafen Zürich: 10-millionster Passagier im neuen Sicherheitskontrollgebäude

Heute hat der zehnmillionste Passagier das neue Sicherheitskontrollgebäude am Flughafen Zürich passiert. Flughafendirektor Thomas E. Kern gratulierte der Reisenden im Namen der Flughafen Zürich AG und überbrachte ein Geschenk.

Das vierstöckige zentralisierte Sicherheitskontrollgebäude mit 26 Kontrolllinien ist seit dem 01. Dezember 2011 in Betrieb. Es vereint die früher dezentralen Sicherheitskontrollen vor den Gates und ermöglicht dadurch kürzere Wartezeiten für die Passagiere und einen effizienteren Reiseprozess.

40 Jahre DRF Luftrettung: 700.000 Einsätze für Menschenleben

Eine Amerikanerin hat bei einem Verkehrsunfall nahe Böblingen so schwere Verletzungen erlitten, dass jede Minute zählt. Bereits innerhalb weniger Minuten traf die medizinische Versorgung per Hubschrauber am Unfallort ein. So wurde am 19. März 1973 erstmals ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung zu einem Notfall alarmiert. Die Besatzung des heutigen "Christoph 41" startete damals vom Verkehrsflughafen Stuttgart mit einem Hubschrauber des Typs Alouette III.

"Seit die DRF Luftrettung vor vier Jahrzehnten zu ihrem ersten Rettungseinsatz startete, sind ihre rot-weißen Hubschrauber zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Luftrettung in Deutschland geworden", erklärt Vorstand Dr. Hans Jörg Eyrich. "Unser erster Hubschrauber war in den Anfangsjahren u.a. in Ruit, Böblingen, Ludwigsburg und Marbach stationiert, bevor er bzw. seine moderneren Nachfolger 1986 schließlich dauerhaft in Leonberg eine Heimat fanden", fügt er hinzu.

Learjet für weltweite Rückholung von Patienten

Inzwischen setzt die DRF Luftrettung an 31 Stationen in Deutschland, Österreich und Dänemark Hubschrauber für die Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, an acht Stationen sogar rund um die Uhr. Ambulanzflugzeuge werden für die weltweite Rückholung von Patienten eingesetzt. Bisher leisten die Piloten, Notärzte und Rettungsassistenten der DRF Luftrettung rund 700.000 Einsätze.

Im Juni wird das 40-jährige Einsatzjubiläum der DRF Luftrettung mit einem offiziellen Festakt im neuen Operation-Center am Flughafen Karlsruhe/ Baden-Baden gewürdigt.

234 Airbus-Flugzeuge für indonesische Lion Air

Lion Air aus Indonesien hat bei Airbus 234 Flugzeuge der A320-Familie fest in Auftrag gegeben: 109 A320neo, 65 A321neo sowie 60 A320ceo. Die Fluggesellschaft wird damit zu einem neuen Airbus-Kunden. Der Vertrag wurde heute mit einer besonderen Zeremonie im Pariser Elysée-Palast im Beisein des französischen Staatspräsidenten François Hollande geschlossen.

Rusdi Kirana, Mitbegründer und CEO der Lion Air Group, und Fabrice Brégier, President und CEO von Airbus, unterzeichneten die Dokumente.

Die A320 bietet in einer Einklassenkabine bis zu 180 Passagieren Platz, während die A321 mit den neuesten Konfigurationsoptionen für bis zu 236 Fluggäste bestuhlt werden kann. Lion Air Group wird die Flugzeuge zur Bewältigung des Wachstums in ihrem schnell expandierenden Inlands- und Regionalnetz einsetzen. Die Fluggesellschaft gibt in Kürze bekannt, welche Triebwerke die Airbus-Jets erhalten sollen.

Lion Air mit Sitz in Jakarta hat im Jahr 2000 den Flugbetrieb aufgenommen und ist seitdem zu einer der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften Asiens geworden. Die Lion Air Group betreibt ein ausgedehntes Streckennetz mit mehr als 70 Zielen in Indonesien und Südostasien.

"Dank der Treibstoffeffizienz der A320-Familie werden wir die Betriebskosten so weit wie möglich reduzieren und nach wie vor die wettbewerbsfähigsten Ticketpreise in Asien bieten können", sagte Rusdi Kirana, Mitbegründer und CEO der Lion Air Group. "Dieser wegweisende Auftrag stellt sicher, dass die Lion Air Group ihre Expansion mit einer der modernsten und fortschrittlichsten Flotten der Welt fortsetzen wird."

"Dies ist unsere erste Bestellung von Lion Air, einer der am schnellsten wachsenden und erfolgreichsten Low-Cost-Fluggesellschaften Asiens", sagte Fabrice Brégier, President und CEO und Airbus. „Das Geschäft unterstreicht die marktführende Position der A320-Familie, die weiter neue Kunden für sich gewinnen kann – mit den Flugzeugen der neuen wie auch der gegenwärtigen Triebswerksoption. Wir freuen uns sehr darauf, Lion Air als einen wichtigen neuen Betreiber von Airbus-Flugzeugen zu begrüßen."

Die Airbus A320-Familie ist die weltweit erfolgreichste und modernste Palette von Single-Aisle-Flugzeugen mit den niedrigsten Betriebskosten in ihrer Klasse. Rund 9.400 Flugzeuge dieser Familie wurden bisher bestellt, über 5.400 an mehr als 380 Kunden und Betreiber auf der ganzen Welt ausgeliefert. Die A320neo weist gegenüber der A320ceo eine Kommunalität von über 95 Prozent auf, sodass sich die verschiedenen Modelle nahtlos innerhalb einer einzigen Flotte betreiben lassen.

Flughafen Düsseldorf veranstaltet 10. ReiseSuperMarkt

Düsseldorfer Flughafens veranstaltet am ersten April-Wochenende zum zehnten mal den ReiseSuperMarkt, in dessen Mittelpunkt Urlaub in all seinen Facetten steht. Am 06. und 07. April verwandelt sich jeweils zwischen 11:00 und 18:00 Uhr die Check-in-Halle des größten Airports NRWs in einen bunten Marktplatz mit zahlreichen Messeständen, Bühnen und Aktionen für Groß und Klein.

Das sportliche Highlight der diesjährigen Veranstaltung ist das Lufthansa-Beachvolleyball-Feld in Originalgröße auf der Abflugebene. 90 Tonnen Sand sind nötig, um die Spielfläche von 16 mal acht Metern zu füllen. Top-Spieler aus der Beachvolleyballszene zeigen hier ihr Können.

Alles ums Thema Reisen, Beachvolleyball und Kinderspaß

Wer Spaß am Beachvolleyball hat, kommt an diesem Wochenende also voll auf seine Kosten. 16 Topspieler aus NRW zeigen in acht Teams beim ersten Lufthansa-Beachvolleyball-Turnier am Airport, was sie drauf haben – die Damen am Samstag und am Sonntag die Herren. Die Siegerehrungen finden am Ende des Spieltages statt. Beim "Lufthansa Aufschlagen & Gewinnen" haben am Samstag durch den Moderator gewählte Zuschauer je einen Versuch, mit einem Aufschlag eine Zielscheibe auf der anderen Seite des Feldes zu treffen.

Zu gewinnen gibt es Lufthansa Holidays-Gutscheine. Jonas Reckermann, Olympiasieger 2012 im Beachvolleyball, wird am Sonntag für einen Talk und für eine Autogrammstunde vor Ort sein. Außerdem können Zuschauer versuchen, die Profi-Aufschläge von Jonas Reckermann anzunehmen. Pro Return können die Teilnehmer Gutscheine von Lufthansa Holidays gewinnen.

Neben dem sportlichen Highlight des ReiseSuperMarkt liefern namhafte Reiseveranstalter, Airlines und Destinationen, aber auch Behörden wie die Bundespolizei oder der Zoll, den Flughafenbesuchern nützliche Informationen rund um das Thema "Reisen und Erleben". Wer bei so viel Flughafenatmosphäre Lust auf Urlaub bekommt, kann das Fernweh dann direkt in "Deutschlands größtem Reisebüro", dem Reisemarkt auf den Ebenen 2 und 3, stillen, wo sich mehr als 40 Reisebüros befinden.

Flughafenrundfahrten inklusive und Kofferversteigerungen

Die großen und kleinen Gäste können sich während des zweitägigen Events über ein umfangreichen Bühnenprogramms freuen, bei einer Kofferversteigerung mitbieten und an zahlreichen Fun-Modulen selbst aktiv werden. Umrahmt wird das Programm von kostenlosen Flughafenrundfahrten, freiem Eintritt auf die Besucherterrassen des Airports, Gewinnspielen sowie einem Parkspecial.

Seit seiner Einführung im Jahr 2003 hat sich der ReiseSuperMarkt zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender von Düsseldorf International entwickelt. Rund 80.000 Gäste nehmen jährlich an der Reise- und Erlebnismesse im Düsseldorfer Flughafenterminal teil. Zu den Highlights gehörte bereits neben einer BMX-Rampe auf der Abflugebene und der Seilrutschbahn Flying Fox, eine Skisprungschanze mit echtem Schnee mitten im Terminal, von der der ehemalige Olympionike Michael "Eddy the Eagle" Edwards den Absprung schaffte.

Kometenlander „Philae“ trainiert für Landeprozedur

Das Original des Kometenlanders "Philae" fliegt bereits seit dem 02. März 2004 durchs Weltall und wartet im Schlafmodus auf seine Ankunft am Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Derweil müssen die "Philae"-Modelle am Boden gerade einiges aushalten: Sie werden noch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt bis zur Belastungsgrenze getestet und geprüft. Die Wissenschaftler und Ingenieure wollen sich so auf die erstmalige Landung auf einem Kometen im November 2014 vorbereitet.

In Bremen setzt ein originalgetreues Lander-Modell deshalb immer wieder auf dem Boden auf: mal in weichem Sand, mal auf hartem Grund, denn die Oberflächenbeschaffenheit des Kometen kennt noch niemand. In Köln wird eine "Philae"-Kopie mit Kommandos angefunkt und in Betrieb gesetzt. "Auf Probleme, die wir jetzt bei Landung und Betrieb mit den Modellen simulieren, sind wir bei der richtigen Landung dann gut vorbereitet", sagt Dr. Stephan Ulamec, DLR-Projektleiter für den Kometenlander, der an Bord der europäischen Raumsonde Rosetta unterwegs ist.

Es ist die Landung auf einem unbekannten Objekt: Über den genauen Landeplatz werden die Wissenschaftler und Ingenieure erst nach der Ankunft der Rosetta-Sonde mit Hilfe der ersten Kamerabilder entscheiden. Aber auch die exakte Anziehungskraft des Himmelskörpers kennen die Wissenschaftler neben der Beschaffenheit des Bodens nicht. "Der Komet könnte eine harte Eiskruste haben, es könnte aber auch lockerer, pulveriger Boden sein", betont Lars Witte, verantwortlich für die Tests mit einem der "Philae"-Modelle am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen.

Belastungsgrenzen des Landers erproben

Immer wieder hat das dreibeinige Modell in Originalgröße am Roboterarm der "Landing and Mobility Test Facility" (LAMA) die Landung auf dem Boden mit bis zu 1,10 Meter pro Sekunde überstehen müssen. Mal im senkrechten Anflug, mal mit geneigtem Aufsetzen. Mal in drei mit Sand gefüllten Töpfen, mal auf einer robusten Platte.

Selbst eine mit einem Ölfilm beschichtete Stahlplatte haben die Wissenschaftler eingesetzt, um zu testen, wie der Lander reagiert, wenn er nur geringe Bodenhaftung hat. Immer wieder haben sich während dieser Tests die Eisschrauben in den Füßen des Landers herausgedreht, die "Philae" Halt auf dem Kometen geben sollen. "Wir testen letztendlich auch die Grenzen des Landers aus", sagt Witte. Dessen filigrane Struktur sieht zerbrechlicher aus, als sie ist.

Harpunen zur Verankerung – Komet bereits aktiv?

Bei der Landung fängt ein Dämpfer die Kräfte ab, die auf "Philae" wirken. Sobald der kühlschrankgroße Lander mit zehn Instrumenten an Bord aufsetzt, schießen zwei Harpunen in den Kometenboden und verankern "Philae" auf dem Kometen. Statt der 100 Kilogramm Gewicht auf der Erde wird der Lander auf dem Kometen nur ein Gewicht entsprechend einem Blatt Papier haben.

Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass der Komet in Sonnennähe bereits aktiv ist und sich der charakteristische Schweif aus Eis- und Staubpartikeln bildet. Keine leichte Aufgabe für das "Philae"-Team, den Lander sicher auf den Himmelskörper zu bringen. "Die Landung wird automatisch geschehen, denn ein Steuerungskommando von der Erde zum Lander würde aufgrund der großen Entfernung etwa eine halbe Stunde benötigen", betont DLR-Projektleiter Stephan Ulamec. Wenn die entscheidende Phase beginnt, müssen die Wissenschaftler darauf vertrauen, dass die Software an Bord perfekt funktioniert.

Auf Probleme und Pannen vorbereitet

Im Kölner Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) muss deshalb ein weiteres "Philae"-Modell zeigen, dass es auch mit Problemen und Pannen zurechtkommt. Kabel, Verbindungen und Bauteile entsprechen originalgetreu dem Innenleben von "Philae", der bereits seit zehn Jahren durch das Weltall fliegt. Allerdings: Nicht immer sind die Bauteile dort, wo sie am eigentlichen Lander sitzen.

In einem Schubkasten liegen die Fußsohlen, neben der Außenhülle die Harpunen, die sich in den Boden bohren sollen. "Für uns ist wichtig, dass die Verbindungen der einzelnen Bauteile wie beim Original sind – der Aufbau ist für die Tests zweitrangig", erläutert Dr. Koen Geurts, technischer Projektleiter für "Philae". Wenn die Raumsonde Rosetta mit "Philae" an Bord am Kometen angelangt ist, wird der Betrieb des Landers von einem Team im Kontrollraum des MUSC gesteuert.

Landeprozedur wird erst am Kometen hochgeladen

Über mehrere Computer steuern zwei Ingenieure das Landermodell an. "Wir können alles simulieren, was dem Flugmodell geschehen könnte", sagt Geurts. "Und auch Dinge, die wir eher nicht erleben wollen." Wie soll "Philae" reagieren, wenn einzelne Subsysteme während des Abstiegs durch einen Kurzschluss ausfallen? Was sind die ersten Abläufe nach einer erfolgreichen Landung? Die Ingenieure proben die Widrigkeiten, die die Software dann autonom, also ohne Unterstützung von der Erde aus, lösen soll. Kurz vor der Ankunft am Ziel wird die endgültige Prozedur zu "Philae" ins All gesendet.

Einmal auf Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko gelandet, beginnt dann unverzüglich die Arbeit für "Philae". Bis zu mehrere Monate sollen die zehn Instrumente dann Daten für die Wissenschaftler liefern. Für drei Instrumente trägt das DLR die Hauptverantwortung: Die Kamera ROLIS wird bereits während der Landephase Aufnahmen von der Kometenoberfläche machen. Die Instrumente SESAME und MUPUS sollen den Kometenkern untersuchen, die Oberflächentemperatur messen und die Festigkeit des Kometen erforschen. "Die erste Landung überhaupt auf einem Kometen ist eine sehr schwierige Mission", sagt DLR-Projektleiter Stephan Ulamec. "Aber auch eine extrem spannende."

Ryanair startet Linienbetrieb ab Dortmund

Ryanair hat ihren Linien-Flugbetrieb ab Dortmund aufgenommen. Aus Porto kommend wurden 81 Fluggäste und die Crew von Henrike Schmidt und Jana Skornicka (beide Ryanair) sowie von Flughafen-Geschäftsführer Markus Bunk begrüßt. Mit 18 wöchentlichen Flügen zu sieben Zielen in Süd- und Osteuropa erwartet Ryanair in ihrem ersten Jahr in Dortmund bis zu 250.000 Passagiere.

Um 10:51 Uhr landete die erste Ryanair-Maschine am Dortmund Airport. Nach dem ent- und erneuten beladen der Boeing 737-800 hob dann erstmals ein Ryanair-Linienflug vom Dortmunder Flughafen ab und brachte 128 Passagiere nach Porto. Begrüßt wurde die fünfköpfige Crew des Fluges von Henrike Schmidt, Markus Bunk, Sebastian Scheske und Jana Skornicka (von links nach rechts).

Die Irische Fluggesellschaft ist Eu-ropas führende Low-Cost-Airline, bedient derzeit über 1.500 Strecken in 28 Ländern und fliegt dabei mit mehr als 1.500 Flügen pro Tag 171 verschiedene Flughäfen an. Ryanair beschäftigt zurzeit über 8.500 Angestellte und wird im aktuellen Geschäftsjahr 79 Millionen Passagiere transportieren.

Rekord-Auftrag von Turkish Airlines bei Airbus

Turkish Airlines, die größte Airline in der Türkei, hat einen Vertrag über bis zu 117 Flugzeuge der A320-Familie unterzeichnet (25 A321ceo, vier A320neo, 53 A321neo und Optionen auf 35 weitere A321neo-Flugzeuge). Dies ist der größte Auftrag, der je von einem türkischen Carrier erteilt wurde. Die Auswahl des Triebwerks wird noch bekanntgegeben.

"Wir erteilen Airbus unseren größten Auftrag aller Zeiten", sagte Faruk Cizmecioglu, Chief Marketing Officer von Turkish Airlines. "Bei Turkish Airlines erwarten die Kunden das Beste von uns. Die A320-Familie wird dank ihrer wirtschaftlichen Vorteile zusammen mit dem einmaligen Kabinenkomfort wesentlich dazu beitragen, dass wir unsere ehrgeizigen Wachstumsziele erreichen."

"Wir freuen uns über diesen neuen Auftrag von Turkish Airlines, mit dem wir innerhalb von kaum mehr als zwei Jahren seit der Einführung die Marke von über 2.000 bestellten NEO erreichen", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. "Dieser Auftrag bestätigt, dass die NEO die kosteneffizienteste und rentabelste Lösung für Airlines mit ehrgeizigen Wachstumszielen ist. Die Treibstoffeinsparungen von 15 Prozent und die breiteste Kabine in ihrer Klasse bieten Turkish Airlines einen großen Konkurrenzvorteil."

Turkish Airlines betreibt bereits 75 Flugzeuge der A320-Familie. Der neue Auftrag wird Turkish Airlines dabei unterstützen, ihre Kurz- und Mittelstreckenrouten ab ihrem Istanbul-Hub auszubauen. Zugleich wird die Kommunalität der Flugzeuge mit der vorhandenen Airbus-Flotte zusätzliche Kosteneinsparungen ermöglichen.

Mit neuen Triebwerken und großen, aerodynamisch optimierten "Sharklets" an den Flügelenden werden die Flugzeuge der A320neo-Familie 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen. Darüber hinaus bietet die A320neo-Familie eine zweistellige Reduzierung der Stickoxid-Emissionen und fliegt dank ihrer neuen Triebwerke wesentlich leiser. Die A320neo soll Ende 2015 in Dienst gestellt werden, gefolgt von der A319neo und der A321neo im Jahr 2016.

Von der A320-Familie wurden 9.150 Flugzeuge bisher bei Airbus bestellt und über 5.450 an 385 Kunden und Betreiber auf der ganzen Welt ausgeliefert. Die A320neo ist zu über 95 Prozent gleich aufgebaut wie die bisherigen Modelle der A320-Familie, so dass sich die neuen Modelle sehr einfach in vorhandene Flotten eingliedern lassen. Gleichzeitig bietet die A320neo bis zu 950 km/500 nm mehr Reichweite bzw. bis zu zwei Tonnen mehr Nutzlast bei vorgegebener Reichweite.

Von Air Pacific zu Fiji Airways: Neuer A330 als Aushängeschild

Air Pacific, die nationale Fluggesellschaft der Fidschi-Inseln, hat ihren neuen Markenauftritt als "Fiji Airways" bei der Auslieferung ihres ersten neuen Airbus A330-200 offiziell vorgestellt. Das Flugzeug wird den kommerziellen Flugbetrieb bereits am 02. April aufnehmen, während die Airline formell erst im Juni unter "Fiji Airways" firmieren wird. Das Flugzeug wurde von Nick Caine, dem CFO von Air Pacific, im Airbus-Auslieferungszentrum in Toulouse, offiziell in Empfang genommen.

Das Flugzeug ist das erste in der markanten neuen Bemalung von Fiji Airways mit den traditionellen fidschianischen Symbolen der Begrüßung, Begleitung und Verbundenheit der Bewohner mit ihren Inseln. Die Bemalung wurde von der berühmten fidschianischen Masi-Künstlerin Makereta Matemosi entworfen.

Neue Marke mit neuen Flugzeugen

Das ausgelieferte Flugzeug ist das erste von insgesamt drei neuen, treibstoffeffizienten A330-200, die im Jahr 2011 als Nachfolger für die B747 und B767 von Air Pacific bestellt wurden.

"Die A330 ist das treibstoffeffizienteste Flugzeug in dieser Klasse. Sie ermöglicht uns die Optimierung unseres Netzes, die Modernisierung unserer Flotte und die Sicherung zukünftiger Wachstumspotenziale", sagte Dave Pflieger, Managing Director und CEO von Air Pacific.

Die Airbus A330-Familie umfasst neben Passagierflugzeugen mit 250 bis 300 Sitzen auch Frachtermodelle, VIP- und militärische Varianten. Airbus hat bereits über 1.200 Bestellungen für die A330-Familie verbucht. Rund 900 Flugzeuge dieser Familie fliegen bei etwa 90 Betreibern weltweit. Die A330-Familie zeichnet sich seit der Indienststellung der ursprünglichen Version A330-300 durch ihre überaus hohe Wirtschaftlichkeit aus.

Wachstum im Südpazifischen Raum

"Wir sind entschlossen, uns als bevorzugte Airline im südpazifischen Raum zu positionieren. Die markante Bemalung der A330 bringt die Wärme und Gastfreundschaft unserer Heimat zum Ausdruck. Unsere Passagiere werden bei der Aufnahme des kommerziellen Flugdienstes der A330 im April überragenden Komfort in unseren modernen Kabinen erleben und von noch besseren Angeboten und Produkten profitieren, wenn wir im Juni unter "Fiji Airways" firmieren." so Pflieger.

"Wir freuen uns sehr, dass die Airline den Airbus A330 als "Leinwand" für ihren neuen Markenauftritt als "Fiji Airways" gewählt hat", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. "Die A330 bietet die höchste Wirtschaftlichkeit im Betrieb und die luxuriöseste Kabine unter allen Flugzeugen in dieser Kategorie und wird Fiji Airways gute Dienste bei der Verwirklichung ihrer ehrgeizigen Wachstumspläne leisten."

Dank der Einführung zahlreicher Produktverbesserungen ist sie auch weiterhin das wirtschaftlichste und leistungsfähigste Flugzeug in dieser Klasse und verzeichnet heute eine durchschnittliche Abflugzuverlässigkeit von mindestens 99 Prozent.

Entwicklungsplan für den Flughafen Genf

Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) gab den Startschuss für die Ausarbeitung des Objektblatts des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für den Flughafen Genf. Dabei geht es einerseits darum, den Rahmen für den Betrieb und für die Entwicklung der Infrastruktur des Flughafens Genf bis ins Jahr 2030 abzustecken und andererseits die Anpassung dieser Vorhaben mit dem kantonalen Richtplan zu gewährleisten.

Die Ausarbeitung des Objektblatts wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit findet zu Koordinationszwecken ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Bundesamt und den Genfer Behörden sowie den Verantwortlichen des Flughafens Genf statt.

Festlegung der Flughafen-Rahmenbedingungen

Der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) ist das Raumplanungsinstrument des Bundes für die zivile Luftfahrt. Bereits im Jahr 2000 definierte der Bundesrat die allgemeinen Ziele des SIL. Dabei wurden die strategische Ausrichtung festgelegt und die nationale Bedeutung des Flughafens Genf bekräftigt.

Konkret legt das SIL-Objektblatt für den Flughafen Genf namentlich folgende Parameter verbindlich fest: die betrieblichen Rahmenbedingungen, den Flugplatzperimeter, die baulichen Anlagen, den Lärmkataster, das Gebiet mit Hindernisbegrenzung sowie die Massnahmen zum Natur- und Landschaftsschutz. Das SIL-Objektblatt muss vom Bundesrat genehmigt werden.

Das BAZL leitete in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern des Kantons und des Flughafens Genf den Koordinationsprozess ein, der zur Ausarbeitung des SIL-Objektblatts für den Genfer Flughafen erforderlich ist. Die aus Vertretern des Bundes, des Kantons Genf und des Flughafens zusammengesetzte Arbeitsgruppe hat die Aufgabe, die Projekte für die bauliche und betriebliche Entwicklung des Flughafens Genf unter dem Aspekt der Auswirkungen auf die Umwelt unter die Lupe zu nehmen.

Kantonaler Handlungsspielraum und Intervention

Damit soll gewährleistet werden, dass der Flughafen seine Aufgabe im Dienst der nationalen Interessen ohne Abstriche bei der Sicherheit erfüllen kann. Das SIL-Objektblatt legt ferner den kantonalen Handlungsspielraum im Bereich der Raumplanung fest, und zwar namentlich im Zusammenhang mit dem Lärmschutz.

Die Ausarbeitung des Objektblatts erfordert eine laufende Koordination zwischen den zuständigen Bundesstellen, dem Kanton Genf und dem Flughafen. Da im Kanton Genf mehrere parlamentarische Interventionen zu diesem Thema eingereicht wurden, wird der Kanton die betroffenen Gemeinden regelmässig über die Fortschritte des Projekts informieren. Der Prozess wird sich über mehrere Jahre hinziehen.

Zehn Teams für DLR-„SpaceBot Cup“ qualifiziert

Roboter sind Werkzeuge des Menschen. Sie erleichtern den Arbeitsalltag und stoßen das Tor zu unzugänglichen Gegenden auf. Die Weltraumrobotik ist dabei auch für terrestrische Anwendungen wegweisend. Das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft – und Raumfahrt (DLR) hat mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) nun einen Wettbewerb ins Leben gerufen, um die Entwicklungen dieser Schlüsseltechnologie weiter zu fördern – den "DLR SpaceBot Cup".

Seit dem 15. März 2013 stehen die zehn Teilnehmer aus Forschungseinrichtungen und Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) fest, die mit ihren Robotik-Ideen gegeneinander antreten.

Welcher Roboter erledigt die ihm gestellten Aufgaben am besten und am zügigsten? Das werden die zehn robotischen Systeme der "DLR-SpaceBot Cup"-Teilnehmer im November 2013 unter Beweis stellen. Dann werden sie sich durch einen Parcours kämpfen, der einer Planetenlandschaft ähnelt. Sie müssen eigenständig in dem zerklüfteten Gelände navigieren, Hindernisse umfahren, überwinden oder aus dem Weg räumen, nach Gegenständen greifen sowie Proben nehmen und einsammeln – und das alles innerhalb einer Stunde.

Erfolg als soll Raumfahrt-Tauglichkeit beweisen

"Wir legen beim DLR SpaceBot Cup den Fokus auf Systemautonomie und Geschwindigkeit: Nur, wer den anspruchsvollen Parcours selbstständig in der kürzesten Zeit meistert, hat überhaupt die Klasse, sich später einmal für eine Raumfahrtmission zu qualifizieren. Die Aufgaben werden die Roboter vor große Herausforderungen stellen. Und desto besser ist auch die Chance, neue Technologie-Entwicklungen anzustoßen – das gilt gleichermaßen für die Erde und das All", betonte Dr. Gerd Gruppe, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement. "Dazu fördern wir jedes Team mit 50.000 Euro."

Den Startschuss zum Wettbewerb gab am 15. März 2013 der Parlamentarische Staatsekretär im BMWi und Koordinator für Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze: "Raumfahrt-Robotik ist Impulsgeber für neue Hochtechnologien und deshalb ein integraler Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Der DLR SpaceBot Cup ist ein ideales Testfeld für neue Entwicklungen, die auf der Erde und im Weltraum Anwendung finden können.

Der Wettbewerb hat einen besonderen Charme, weil er gerade die Kreativität junger Köpfe auf die Probe stellt. Nur wenn wir uns mehr Gedanken um Nachwuchsingenieure und -wissenschaftler machen, wird es uns gelingen, die Zukunft des Wissenschafts- und Technologiestandorts Deutschland nachhaltig zu sichern."

Die zehn für den DLR SpaceBot Cup qualifizierten Teams:

hochschule 21

Die private Fachhochschule "hochschule 21" in Buxtehude wird mit einem kleinen Roboterschwarm an den Start gehen. Das Konzept ist eine Neuentwicklung und sieht den Rover "space-bot 21" als Hauptroboter vor. Unterstützt durch eine Luft- und aller Voraussicht nach auch durch eine Landdrohne wird er sich durch das schwierige Gelände arbeiten. Alle Roboter werden zusammenspielen und zunächst die vorgegebene grobe Umgebungskarte vervollständigen, um das gesamte Gelände schnellstmöglich zu erkunden.

Jacobs Robotics Team

Das "Jacobs Robotics Team" aus Bremen setzt auf seine Erfahrung bei der Entwicklung von intelligenten autonomen Robotern, die sich in schwierigem Terrain bewegen können. Die Gruppe hat bereits an mehreren Wettbewerben zur Planetaren Robotik teilgenommen. Das Team möchte mit einem Rover, der mit einem Roboterarm ausgestattet ist, in den Wettbewerb starten. Eine Stereokamera auf dem Rover dient als Datenlieferant, um automatisch 3D-Karten zu erstellen und so die Umgebung "intelligent" zu erkunden.

LAUROPE

Die Wissenschaftler von LAUROPE des Karlsruher Forschungszentrums Informatik (FZI) treten mit einem sechsbeinigen Laufroboter an. Das Team greift hier auf 20 Jahre Erfahrung bei der Exploration und Inspektion in schwierigem Gelände zurück. Die aktuellste Generation des Roboters LAURON V soll nun für den "SpaceBot Cup" so erweitert werden, dass er auch Objekte aufheben und bearbeiten kann.

Locomotec Research Team

Das "LRT – Locomotec Research Team" aus Landsberg am Lech geht mit dem KUKA youBot an den Start. Bisher wurde dieser Rover fast nur in Innenräumen eingesetzt. Um sich in dem völlig neuen Szenario des "SpaceBot Cups" zu beweisen, wird der Roboter so angepasst, dass er auch für den Einsatz in schwierigem Terrain geeignet ist. So soll der robuste Rover die gestellten Aufgaben auch unter Zeitdruck autonom erledigen.

NimbRo Centauro

Die Roboter des Teams "NimbRo Centauro" der Arbeitsgruppe Autonome Intelligente Systeme am Institut für Informatik der Universität Bonn sind bislang vor allem in häuslichen Umgebungen und auf dem Fußballplatz unterwegs. Das RoboCup-Team NimbRo hat in den letzten beiden Jahren den Robocup-Wettbewerb in der Kategorie @Home und in den letzten vier Jahren die TeenSize-Klasse bei den humanoiden Fußballrobotern gewonnen. Für den "SpaceBot Cup" sollen die Erfahrungen beim zweibeinigen Gang und der mobilen Manipulation in einem neuen Roboter für mobile Manipulation in schwierigem Gelände zusammengeführt werden.

Berlin Rockets

Die "Berlin Rockets" der Freien Universität Berlin entwickeln für den Wettbewerb einen autonomen und extrem gelenkigen Weltraum-Roboter, der sich auf zwei Arten fortbewegen kann: Zum einen kann er auf sechs Beinen schreiten, um unwegsames Gelände zu überwinden. Zum anderen kann er sich auf Rädern fortbewegen, um auf ebenem Untergrund höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Weitere Fähigkeiten des Roboters liegen im Navigieren und Kartieren sowie in der Verhaltensplanung.

SEAR

Die Raumfahrtenthusiasten des "SEAR Teams" der TU Berlin sind Experten im Bau und Betrieb von Satelliten. Nun wollen die Berliner beweisen, dass sie auch autonome Roboter konstruieren und sich mit den Experten aus der Robotikforschung messen können. Dafür müssen sie ihre bisherigen Entwicklungen auf Roboter für planetare Exploration übertragen. Ihr Ansatz sieht daher den Bau eines einfachen, robusten Rovers vor, dessen Autonomiegrad gesteigert werden soll und später den harten Bedingungen im Weltraum trotzen kann.

SpaceLions

Das "SpaceLions Team" der TU Braunschweig wird sich den Herausforderungen mit einem Schwarm aus kleinen Robotern stellen – dem "Space Terrain Explorer". Dieser Schwarm widmet sich unter anderem der Bestimmung der eigenen Position. Zwei hochauflösende Kameras, ein eigens entwickeltes Stereo-Bildverarbeitungssystem sowie ein Laserscanner auf jedem Roboter liefern hierfür Daten in Echtzeit, die dann ein Computer per Algorithmus zur Positionsbestimmung umrechnet.

Artemis

Das "Artemis-Team" des Robotics Innovation Center im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Universität Bremen tritt mit zwei heterogenen Explorationsrobotern sowie darauf angepassten Softwarelösungen für Navigation, Planung, Manipulation und Laufzeitüberwachung an. Das Team will die Herausforderung des Wettbewerbs mit interdisziplinären Fähigkeiten meistern.

PERMANENCE

Die Forscher der TU Chemnitz arbeiten an Methoden für Rettungs- und Service-Roboter, die zum Beispiel Transportaufgaben in Krankenhäusern übernehmen. Auch mit Fahrerassistenzsystemen im Auto kennt sich das Chemnitzer Team aus. Für den DLR-"SpaceBot Cup" versuchen sie, ihr Know-how zu bündeln und entwickeln ein autonomes Roboterteam mit zwei Rovern und einem Quadrocopter. Eine besondere Herausforderung liegt in der Robustheit und Zuverlässigkeit, die durch eine fehlertolerante Steuerungsarchitektur erreicht werden soll.

"Im DLR SpaceBot Cup geht eine riesige Bandbreite robotischer Spitzentechnologie an den Start: Vom Rover über den Krabbler bis hin zur Sonde sind alle Technologien vertreten. Alle Teams haben mit ihren Konzepten bewiesen, dass sie das Potenzial haben, die Herausforderungen zu meistern. Die Teilnehmer haben gezeigt, dass Technologie-Transfer in und aus der Raumfahrt heraus funktioniert. Wenn sich junge Ingenieure aus ganz anderen Themenfeldern auf einmal Gedanken um die Erkundung ferner Planeten machen, dann zeigt das, wie viel Sinn der DLR SpaceBot Cup macht", betonte Dr. Gruppe beim Abschluss der Teamvorstellung.

Besucherterrasse Fraport: Buntes Programm zur Saisoneröffnung

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Am 23. und 24. März öffnet die Besucherterrasse des Frankfurter Flughafens am Terminal 2 nach einem langen Winter erstmals wieder ihre Pforten: Die ersten Gäste des Jahres erwartet an beiden Tagen von zehn bis 21 Uhr ein vielfältiges Eröffnungsprogramm mit Live-Musik, Kinderanimation sowie vielen weiteren Aktionen rund um den Aussichtspunkt des größten deutschen Luftverkehrsdrehkreuzes.

Experten kommentieren das Geschehen auf dem Vorfeld und erklären den Betrieb auf den Start- und Landebahnen. Ein Schminkteam unterhält die kleinen Gäste mit Gesichtsbemalungen und Luftballonmodellage. Zudem starten von elf Uhr an stündlich Flughafen-Rundfahrten für diejenigen, die den Flugbetrieb hautnah erleben möchten.

Und auch die Geschäfte, Bars und Restaurants am Flughafen laden mit neuen Frühjahrskollektionen und Gewinnspielen ein. Parken können alle Gäste der Besucherterrasse und der Rundfahrten am Eröffnungswochenende in der Zeit von zehn bis 23 Uhr in den Terminalparkhäusern für eine Pauschale von fünf Euro.

Vom 25. März an ist die Besucherterrasse täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Flughafen-Rundfahrten starten ebenfalls täglich zwischen 13:00 und 16 :00 Uhr, an Wochenenden ab elf Uhr, jeweils zu jeder vollen Stunde.

Flughafen Wien setzt Maßnahmen für Barrierefreiheit um

Gemeinsam mit Hilfsorganisationen und Verbänden für Menschen mit besonderen Bedürfnissen arbeitet der Flughafen Wien an der Verbesserung der Barrierefreiheit am Standort. So gibt es etwa für Menschen mit Behinderung oder auch Familien mit Kindern besondere Unterstützung. Einige Neuerungen sind bereits abgeschlossen.

So gibt es ab 01. April 2013 einen eigenen Schalter für "Mobilitäts- und Familienservice" im Check-in 3. Dorthin können sich Passagiere mit besonderen Bedürfnissen sowie Familien mit Kindern wenden, wenn sie Unterstützung beim Antritt ihrer Flugreise benötigen.

Der ständig mit einem Flughafen-Mitarbeiter besetzte Schalter auf der Abflugebene organisiert bei Bedarf kostenlos Rollstühle und Kinderwägen, sowie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen auf Wunsch persönliche Unterstützung auf dem Weg zum Gate mittels Elektrofahrzeug. Auch bietet dieser Schalter eine direkte Verbindung zu den Einsatzorganisationen am Flughafen, falls ein Passagier Hilfe benötigt.

Bereits erfolgreich im Einsatz sind die neuen Info-Monitore im Check-in 1. Merkmale, wie eine bessere Ausrichtung der Anzeige-Bildschirme für Ankünfte und Abflüge und stärkerem Kontrast zur besseren Lesbarkeit wurden dabei bereits in Zusammenarbeit mit den Betroffenen umgesetzt. Derartige Monitore werden sukzessive auch in den anderen Terminalbereichen errichtet.

Kooperation des Flughafen Wien mit Hilfsorganisationen

Diese Maßnahmen sind nur zwei von mehreren Ergebnissen einer intensiven Zusammenarbeit zwischen neun Hilfsorganisationen und Verbänden für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und dem Flughafen Wien.

Dr. Elmar Wilhelm M. Fürst, Assistenzprofessor am Institut für Transportwirtschaft und Logistik der WU Wien und Stellvertretender Vorsitzender der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs sieht diese Zusammenarbeit insgesamt positiv:

"Es hat sich gezeigt, dass Experten verschiedenster Organisationen sehr konstruktiv zusammenarbeiten können. Bei der Umgestaltung der Check-in-Halle des Terminals Check-in 1 etwa wurden Hinweise der Arbeitsgruppe erfolgreich umgesetzt. Auch in anderen Bereichen konnten Verbesserungen erreicht werden, an manchen Lösungen wird derzeit noch gearbeitet, wenngleich es natürlich nicht gelingen wird, alle Barrieren zu entfernen. Langfristig halte ich die in Aussicht gestellte Einbindung der Arbeitsgruppe bereits in der Planungsphase für den bedeutendsten Fortschritt."

Dadurch werde in Zukunft von Anfang an sichergestellt, dass umfassende Barrierefreiheit schon erreicht ist, anstatt erst nach Fertigstellung eines Bauwerks Barrieren zu entschärfen. Dies sei im Nachhinein aufgrund baulicher Gegebenheiten oder mangelnder Ressourcen für einen Komplettumbau teilweise auch gar nicht möglich und solche Lösungen daher insgesamt suboptimal. Dr. Fürst weiter: "Aufgrund der guten Kooperation hat sich die Arbeitsgruppe dazu entschlossen, sich als dauerhafte Einrichtung zu etablieren. Es ist sehr zu hoffen, dass Planer von Großprojekten bereits frühzeitig auf die Expertise der Arbeitsgruppe zurückgreifen. Dies liegt im Interesse aller Beteiligten – der Bauherren, aber vor allem der späteren Nutzer!"

"Die Verbesserung der Barrierefreiheit ist eine grundlegende Voraussetzung für die Optimierung der Terminalinfrastruktur für ein besseres Passagier-Erlebnis. Denn die Lösungen, die wir hier erzielen, steigern die Qualität für alle Reisenden. Die neuen Info-Monitore und das neue Mobilitäts- und Familienservice sind dafür die besten Beispiele. Der intensive Austausch mit den Betroffenen, den Hilfsorganisationen und Verbänden hat bereits viele neue und interessante Anregungen gebracht und wir schätzen diese konstruktive Zusammenarbeit sehr. Hier ist bereits viel wertvolles Fachwissen entstanden, auf das wir auch für künftige Projekte zurückgreifen werden" stellt Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG fest.

Austausch mit neun Hilfsorganisationen und Verbänden

Seit August 2012 arbeitet der Flughafen Wien gemeinsam mit neun Hilfsorganisationen, Verbänden und Institutionen intensiv an der Ausarbeitung von geeigneten Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit. In mehr als 15 Sitzungen und Begehungen zu den Themenbereichen Toiletten, Ausstattung, Leitsystem, Treppen und Parken wurden gemeinsam die Anforderungen definiert und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Über 150 Einzelmaßnahmen wurden gemeinsam beschlossen, an deren Planung und Umsetzung bereits intensiv gearbeitet wird.

So konnten neben dem neuen Mobilitäts- und Familienservice-Schalter sowie den neuen Info-Monitoren bereits weitere Maßnahmen abgeschlossen werden, wie eine bessere Kennzeichnung von Parkplätzen für Menschen mit Behinderung, das Versetzen von Ruftasten und Türöffnern in den Toilettenanlagen, die Einrichtung einer Vorfahrtsmöglichkeit für Abholer von Menschen mit Behinderung vor der Ankunftshalle sowie die Verbesserung der Beschilderung.

Zahlreiche weitere Maßnahmen sind bereits in Planung. Begleitet wird der gesamte Prozess von den einzelnen Arbeitsgruppen mit den Vertretern der Hilfsorganisationen. Auch bei künftigen Bauprojekten am Flughafen Wien sollen die eingerichteten Arbeitsgruppen intensiv eingebunden werden.

ESA und Roskosmos kooperieren bei Mars-Landesonden ExoMars

Die Europäische Weltraumorganisation und die russische föderale Raumfahrtagentur Roskosmos haben eine förmliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit beim Programm ExoMars unterzeichnet, für das zwei Missionen, die eine 2016, die andere 2018, gestartet werden sollen.

Die Antwort auf die Frage, ob auf dem Mars jemals Leben existiert hat, gehört zu den großen wissenschaftlichen Unterfangen unserer Zeit. Die wissenschaftlichen Zielsetzungen von ExoMars stehen ganz im Zeichen dieser Fragestellung. Beide Partner haben sich auf eine ausgeglichene Verteilung ihrer Verantwortlichkeiten für die verschiedenen Bestandteile der Missionen geeinigt.

Die ESA wird für die Mission 2016 den Spurengasorbiter (TGO) und das Eintritts-, Abstiegs- und Landedemonstrationsmodul (EDM) und für die Mission 2018 den Modulträger und den Rover bereitstellen, während Roskosmos bei der Mission 2018 für das Abstiegsmodul und die Oberflächenplattform verantwortlich sein wird und außerdem für beide Missionen die Trägerraketen zur Verfügung stellt. Darüber hinaus werden beide Partner wissenschaftliche Instrumente entwickeln und eng bei der wissenschaftlichen Auswertung der Missionen zusammenarbeiten.

Technologieerprobung für die Zukunft: Proben-Rückführung

Mit ExoMars werden auch wichtige, von europäischen Unternehmen entwickelte Technologien in der Praxis erprobt, wie etwa für die Landung, den Roverbetrieb, Bohrungen und die Entnahme von Proben, die einen wichtigen Schritt hin zur nächsten großen Etappe in der robotischen Exploration des Mars darstellen, nämlich der Rückführung von Bodenproben.

Die Mission 2016 setzt sich aus den zwei bereits erwähnten, von der ESA bereitzustellenden Komponenten, dem TGO und dem EDM, zusammen. Der TGO wird nach Spuren von Methan und anderen atmosphärischen Gasen suchen, die Rückschlüsse auf aktive biologische oder geologische Prozesse ermöglichen könnten. Der Orbiter wird außerdem als Datenrelais für die Mission 2018 eingesetzt. Das EDM soll auf dem Mars aufsetzen, um die Funktionsfähigkeit von Schlüsseltechnologien für die Mission 2018 unter Beweis zu stellen.

Der von der ESA zu liefernde ExoMars-Rover der Mission 2018 soll die Planetenoberfläche nach Spuren von gegenwärtigem oder früherem Leben abtasten. Er wird als erster Mars-Rover auf Bohrungen von bis zu zwei Metern Tiefe und die Entnahme von Proben ausgelegt sein, die von den extremen Bedingungen der Oberfläche abgeschirmt werden, deren Strahlung und oxidierende Substanzen organische Verbindungen leicht zerstören können.

Der Rover wird mit einem russischen Abstiegsmodul ausgesetzt, das auch eine Oberflächenplattform mit weiteren wissenschaftlichen Instrumenten umfasst.

Der ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain und der Leiter von Roskosmos, Wladimir Popowkin, sind heute in der ESA-Hauptverwaltung in Paris zusammengekommen, um mit ihrer Unterzeichnung der Vereinbarung die Partnerschaft zwischen ihren beiden Raumfahrtagenturen bei ExoMars zu besiegeln.

Meilenstein für ESA und Roskosmos – NASA steuert bei

"Für ExoMars ist dies ein bedeutsamer Tag. Nun werden europäische und russische Unternehmen und Wissenschaftler zusammenarbeiten, um diese beiden außergewöhnlichen Missionen auf den Weg zu bringen, die nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie vor Augen führen werden, sondern auch einen wichtigen Schritt zur Vorbereitung einer signifikanten Teilnahme der ESA an künftigen internationalen Explorationsmissionen darstellen, und um neue Antworten auf die zentrale Frage zu finden, ob es jemals Leben auf dem Mars gegeben hat", so ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain.

"Bis hierhin war es ein langer Weg und wir haben bereits viel gemeinsam geleistet. ExoMars wird vom Umfang her nach dem Programm für die Sojus-Startanlagen in Kourou an zweiter Stelle stehen. Es ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Vorhaben von so riesigem Ausmaß im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit bewerkstelligt werden müssen. Die wissenschaftlichen Daten, die wir von den geplanten Missionen erwarten, werden für die ganze Welt von Bedeutung sein“, erklärte Roskosmos-Leiter Popowkin.

Auch die NASA wird wichtige Beiträge zu ExoMars leisten, nämlich das Electra-UHF-Funkpaket für den TGO, Unterstützung bei der Telekommunikationsverbindung in der Nähe des Mars sowie technische Unterstützung beim EDM.

Multinationale Komponenten und Experimente

Finanziert wird ExoMars von 13 ESA-Mitgliedstaaten (Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich) sowie von Kanada. Dabei ist Italien größter und das Vereinigte Königreich zweitgrößter Beitragszahler. Die Mitgliedstaaten stellen ferner wissenschaftliche Instrumente für ExoMars zur Verfügung.

Für den TGO der Mission 2016 sind dies das Infrarot- und Ultraviolett-Spektrometerpaket NOMAD (unter der Leitung von Belgien) und die hochauflösende Farbstereokamera CaSSIS (unter der Leitung der Schweiz). Italien leitet die Entwicklung der DREAMS-Messstation für das EDM zur Untersuchung der Umgebungsbedingungen.

Der Rover der Mission 2018 wird über folgende Instrumente verfügen: PanCam, ein hochauflösendes Weitwinkelkamerasystem (unter der Leitung des Vereinigten Königreichs), CLUPI, eine Kamera für Nahaufnahmen (unter der Leitung der Schweiz), WISDOM, ein Radar für Bodensondierungen (unter der Leitung Frankreichs), Ma_MISS, ein in den Bohrer für Bodenuntersuchungen integriertes miniaturisiertes Infrarot-Spektrometer (unter der Leitung Italiens), MicrOmega, ein abbildendes Spektrometer für sichtbares und Infrarotlicht (unter der Leitung Frankreichs); RLS, ein Raman-Spektrometer (unter der Leitung Spaniens) und MOMA, ein neuartiger Detektor für organische Moleküle (unter der Leitung Deutschlands mit wichtigen Beiträgen aus den USA).

Die heutige Unterzeichnung zwischen der ESA und Roskosmos ist die Grundlage für den Beginn einer umfassenden Zusammenarbeit zwischen den an den Missionen beteiligten Unternehmen und wissenschaftlichen Instituten. Nun gilt es, einen ehrgeizigen Zeitplan zu erfüllen: Der erste Start soll im Januar 2016 erfolgen.

Non-Stop von Magdeburg/Cochstedt nach Dubai und Marokko

Ab Herbst 2013 heben erstmals Flieger vom Airport Magdeburg/Cochstedt international ohne Zwischenstopp in Richtung Marrakesch (Marokko) und Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) ab. Mit den beiden Zielen starten und landen Maschinen auch wieder in der Wintersaison auf dem Regionalflugplatz in Cochstedt.

Geplant ist, dass beide Ziele zunächst zweimal angeflogen werden. Die erste Maschine hebt Richtung Dubai am 22. Oktober ab, nach Marokko geht es am 06. November. Es handelt sich jeweils um mehrtägige Reisen mit Programm.

"Wir freuen uns darauf, dass wir mit unserem Flughafen wieder allen Reiselustigen kurz vor der jährlichen Urlaubsplanung solch tolle Urlaubsziele in zwei atemberaubende Länder anbieten können", teilte Uwe Hädicke, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Magdeburg/Cochstedt mbH mit.

Mit den Angeboten der Flüge von regionalen Reiseanbietern aus Sachsen-Anhalt wird somit auch die weitere Markenetablierung des Airports Magdeburg/Cochstedt international unterstützt.

Geplant hatte das Reisebüro Schubert Touristik GmbH in Aschersleben die Verbindung von Cochstedt aus in den Süden offenbar schon länger. Der Reiseanbieter hat zwei entsprechende Pauschalreisen im Angebot. "Mit diesen zwei exotischen Urlaubsdestinationen ab Magdeburg/Cochstedt wollen wir die Region für das Reisen begeistern und die regionale Zusammenarbeit im Tourismus intensivieren. Ich sehe hier noch Potenzial und freue mich auf die gute Zusammenarbeit", so Mike Schubert, Geschäftsführer der Schubert Touristik GmbH.

Ebenso bietet das Thomas Cook-Reisebüro von Siegfried Brink in Magdeburg den Trip nach Dubai an. Vorteile an diesen neuen Flugangeboten sind, dass alle Interessierten sich in den zwei Reisebüros aus der Nähe des Airports Magdeburg/Cochstedt über die direkten Flugverbindungen informieren können

Großauftrag für Airbus: Über 100 Flugzeuge für die Lufthansa

Der Lufthansa-Aufsichtsrat hat den Kauf von 100 Airbus-Flugzeugen der A320-Familie (35 A320neo, 35 A321neo, 30 A320ceo mit Sharklets) und zwei weiteren A380 im Wert von insgesamt rund 11,2 Mrd. US-Dollar gemäß aktuellen Listenpreisen genehmigt. Welche Triebwerke die neuen Airbus-Jets erhalten sollen wird die Airline noch bekannt geben.

Der Lufthansa-Konzern untermauert mit diesem Großauftrag neuerlich seinen Rang als größter Airline-Kunde von Airbus mit insgesamt 532 bestellten Flugzeugen. Lufthansa ist heute schon der weltweit größte Airbus-Betreiber. Die Flotte von gegenwärtig 385 Airbus-Flugzeugen besteht aus 271 Single-Aisle-Jets der A320-Familie, 41 Airbus A330, 63 Airbus A340 und zehn Airbus A380.

A380 beliebt bei Passagieren

"Die A380 erfüllt alle unsere Erwartungen. Das Flugzeug ist überaus zuverlässig, das Feedback unserer Fluggäste dazu ausgezeichnet", sagte Nico Buchholz, Executive Vice President, Lufthansa Group Fleet Management. "Wir freuen uns sehr darüber, unsere Flotte mit zwei weiteren A380 zu verstärken.

Die zusätzlichen Großraumjets und die 100 neuen Flugzeuge der A320-Familie werden zur Senkung unserer Betriebskosten beitragen, unsere Umweltbilanz verbessern und unseren Passagieren mit den breitesten Kabinen in ihrer jeweiligen Kategorie Reisekomfort der Referenzklasse bieten."

"Wir danken Lufthansa für das fortgesetzte starke Vertrauen in unsere marktführenden Flugzeuge", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. "Diese dritte A380-Bestellung verdeutlicht, welch hervorragende Dienste dieses Flugzeug für unseren renommierten Kunden Lufthansa leistet. Gleichzeitig freue ich mich sehr, dass wir mit diesem Auftrag in kaum mehr als zwei Jahren nun fast schon die Marke von 2.000 Bestellungen für unsere NEO erreicht haben – der beste Beweis dafür, dass dieses Flugzeug wirklich der Single-Aisle-Jet der Wahl ist."

Modernisierung der Lufthansa-Flotte

Der Lufthansa-Konzern wird die Flugzeuge der A320neo- und A320ceo-Familie für die weitere Entwicklung des Streckennetzes und die Modernisierung seiner Flotte einsetzen. Die CEO-Modelle mit Sharklets werden vier Prozent weniger Treibstoff verbrauchen, während die NEO-Modelle zu einer Reduzierung des Kerosinverbrauchs der Lufthansa um weitere 15 Prozent beitragen werden. Darüber hinaus fliegt auch die A380 im Vergleich zum Konkurrenzprodukt um zwölf Prozent sparsamer.

Über 36 Millionen Passagiere konnten bisher das einzigartige Flugerlebnis an Bord einer der mittlerweile 100 ausgelieferten A380 genießen. 140 A380-Flüge täglich finden gegenwärtig statt, und die gesamte A380-Flotte hat auf bisher rund 100.000 kommerziellen Flügen schon mehr als 850.000 Flugstunden absolviert.

Die Airbus A320-Familie ist die erfolgreichste und modernste Palette von Single-Aisle-Passagierjets: Mehr als 9.150 dieser Flugzeuge wurden bisher bestellt, über 5.450 davon an mehr als 385 Kunden und Betreiber auf der ganzen Welt ausgeliefert.

78 Flüge in Köln/Bonn annulliert

Am Köln Bonn Airport streiken seit heute Morgen 04:00 Uhr die privaten Sicherheitsdienste an den Passagier-Kontrollstellen. Aktuell sind lediglich zwei Passagier-Kontrollstellen in den Terminals geöffnet. Es muss im auch noch im weiteren Laufe des Tages mit erheblichen Beeinträchtigungen des Flugverkehrs gerechnet werden.

Di Fluggesellschaften haben bislang über den Tag verteilt insgesamt 78 Flüge von beziehungsweise nach Köln/Bonn annulliert. 55 Starts und 23 Landungen wurden gestrichen. Auf dem Flugplan des Köln Bonn Airport stehen am heutigen Freitag insgesamt 102 Abflüge und 108 Ankünfte. Passagiere werden gebeten, sich bei ihren Airlines über den Status ihres Fluges zu erkundigen und wenn möglich auf Handgepäck zu verzichten.

Zu dem erneuten Streik der Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aufgerufen. Laut Verdi sollen am heutigen Freitag die Fluggastkontrollstellen der beiden Terminals des Köln Bonn Airport ganztägig bestreikt werden. Es ist der siebten Streiktag in diesem Tarifkonflikt am Flughafen Köln/Bonn.

Der Flughafen bedauert etwaige Unannehmlichkeiten, die Passagieren durch den Streik entstehen, und bemüht sich in Zusammenarbeit mit den Airlines, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Planmäßig erwartet der Köln Bonn Airport heute etwa 22.000 Fluggäste.