Start Blog Seite 65

Lufthansa erstattet 2,3 Milliarden Euro an Tickets

Die Airlines der Lufthansa Group haben im laufenden Jahr bislang über 2,3 Milliarden Euro an insgesamt 5,4 Millionen Kunden rückerstattet (Stand: 16.08.2020). 92 Prozent aller Anträge von Lufthansa Passagieren aus dem ersten Halbjahr wurden bislang bearbeitet und ausbezahlt. Ziel ist es weiterhin, bis Ende August alle berechtigten Ansprüche, die bis Ende Juni eingegangen sind, zu begleichen.

Alle Tarife umbuchbar

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa Group haben in den vergangenen Wochen und Monaten hart daran gearbeitet, die Erstattungskapazitäten deutlich zu erhöhen. Zudem wurden die Auszahlungsprozesse der Ausnahmesituation angepasst, um Rückzahlungen deutlich beschleunigen zu können. Dafür wurden zum Beispiel zahlreiche Mitarbeiter aus anderen Fachbereichen aktiviert und von der Kurzarbeit befreit. 

Weiterhin gilt, dass Kunden ihre Reisepläne flexibel anpassen können. Sämtliche Tarife von Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines sind umbuchbar – beispielsweise auch der günstigste Light Tarif ohne aufgegebenes Gepäck. Dies gilt weltweit sowohl bei Kurz-, Mittel- als auch auf Langstrecken für Neubuchungen.

Erstattungen der Lufthansa Group

Betrag ausbezahlter Erstattungen Mio. EUR 2.300
Anzahl insgesamt noch offener Erstattungsanträge der Lufthansa Group (inkl. neuer Anfragen) in Mio. 1,4
Anteil der abgearbeiteten Anträge aus dem ersten Halbjahr (Lufthansa Airlines) 92

Delta Air Lines lässt Mittelsitze in Corona-Zeiten frei

Delta Air Lines hat eine Reihe von Maßnahmen eingeführt, um für Kunden mehr Platz in Zeiten der Corona-Pandemie zu schaffen – darunter auch, dass der Mittelsitz an Bord noch bis mindestens Anfang Januar 2021 frei bleibt. Diese Regelung ist Teil des Delta Care Standards. Mit diesem zeigt die Fluggesellschaft fortwährendes Engagement, um das komplette Flugumfeld sauber zu halten und Passagieren kontinuierlich einen sicheren Service zu bieten – von der Schlange am Check-in über die Sitzmöglichkeiten in den Delta Sky Clubs bis zum Service an Bord. Auch 64 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage geben an, dass genügend Abstand derzeit der wichtigste Faktor auf Reisen für sie ist.

Zum Engagement von Delta im Bereich Sicherheit und Sauberkeit gehören verschiedene Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen:

Maßnahmen an Bord

Die Mittelsitze bleiben bis mindestens 06. Januar 2021 frei. Dies gilt für Delta Premium Select, Delta Comfort+ und die Main Cabin bei Check-in über App oder online sowie für alle, die allein oder zu zweit reisen. Bei Gruppen von drei oder mehr Passagieren erscheinen die Plätze in der Mitte jedoch beim Auswahlprozess, damit sie wie gewohnt gemeinsam reisen können. Darüber hinaus setzt Delta bis mindestens 31. Oktober 2020 weitere Maßnahmen um. So begrenzt die Airline prinzipiell die Auslastung der Flüge und nur die Hälfte der Sitze in der First Class wird vergeben. Bei Flügen, die sich stark zu füllen beginnen, setzt Delta zudem wenn möglich einen anderen Flugzeugtyp ein.

Maßnahmen beim Check-In

Markierungen auf dem Boden zeigen Kunden, wo sie stehen und warten können. Zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden hat die Airline Plexiglas-Wände an den Schaltern installiert.

Maßnahmen in den Delta Sky Clubs

Ähnlich wie in den Check-in-Bereichen finden Gäste hier Bodenmarkierungen und Plexiglas-Wände vor. In den nächsten Wochen installiert das Unternehmen zudem Abgrenzungen – ebenfalls aus Plexiglas – zwischen den einzelnen Sitzbereichen und reduziert die Sitzmöglichkeiten.

Maßnahmen am Gate

Am Gate hat die Airline Bodenmarkierungen und Plexiglas-Wände angebracht. Weitere Markierungen installiert Delta in den kommenden Wochen, wie beispielsweise Aufkleber auf den Sitzen und Hinweisschilder zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Das Unternehmen hat zudem den Boarding-Prozess überarbeitet und dieser findet nun in kleinen Gruppen von je zehn Passagieren statt. Dabei steigen zunächst die Reisenden mit Sitzplätzen im hinteren Bereich des Flugzeuges ein und anschließend die Passagiere mit Plätzen im vorderen Teil.

„Die Sicherheit unserer Passagiere und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität“, kommentiert Thomas Brandt, Regional Manager Sales – Central and Eastern Europe bei Delta. „Die COVID-19-Pandemie hat die Branche nachhaltig verändert. Im Rahmen unseres Delta Care Standards bleibt der Fokus auf Sauberkeit auch künftig bestehen. Wir schaffen für unsere Kunden zudem noch mehr Platz und Abstand und halten nach wie vor alle Mittelsitze frei, sodass sie auch in Zukunft beruhigt mit uns unterwegs sind.”

Delta aktualisiert laufend ihre Abläufe und verbessert die neuen Hygienestandards auf der Grundlage von Empfehlungen medizinischer Experten und dem Feedback der Kunden. Mehr Informationen dazu sind hier erhältlich.

Air Dolomiti mit neuer Flugverbindung Forlì – München

Air Dolomiti, die italienische Fluggesellschaft des Lufthansa Konzerns, kündigt einen neuen Flug an, der Forlì mit München verbinden wird. Dank der italienischen Fluggesellschaft der deutschen Gruppe wird ein weiterer italienischer Flughafen mit Bayern und einem der wichtigsten Drehkreuze Europas verbunden.

Vom Herzen der Romagna, mit der zauberhaften Landschaft ihrer zum Meer hin abfallenden toskanisch-romagnolischen Hügel bis hin zu den goldenen Stränden, bis nach Bayern: Air Dolomiti wird die beiden Gebiete miteinander verbinden und den Passagieren eine große Auswahl an internationalen Flügen des Lufthansa-Netzes bieten.

Forlì nutzt Lufthansa Codeshare-Frequenzen

Ab dem 01. Dezember kann Forlì die mehrwöchigen Lufthansa Codeshare-Frequenzen, die von Montag bis Freitag durchgeführt werden, mit folgenden Flügen nutzen:

Montag, Mittwoch und Freitag:
München – Forli 08:00 – 09:10 Uhr
Forli – München 09:50 – 11:00
Dienstag und Donnerstag:
München – Forli 17:50 – 19:00
Forli – München 19:40 – 20:50

Für die oben genannten Flüge bietet das Unternehmen Tarife ab 129 € Hin- und Rückflug, einschließlich Steuern und Zuschläge.

Um eine schnellere Wiederaufnahme der Reise zu fördern, möchte Air Dolomiti es den Passagieren durch flexible Umbuchungsbedingungen erleichtern: Mit einem Zuschlag von 70 Euro wird es auch möglich sein, Änderungen an den Tarifen Economy Light und Business Saver vorzunehmen.

„Die vorgeschlagenen Flüge von Forlì zum Drehkreuz München sind eine Bestätigung unseres Willens, unser Angebot zu erweitern und den Reisenden ein immer umfassenderes und effizienteres Angebot an Alternativen zu garantieren – sagt Jörg Eberhart, President & CEO von Air Dolomiti – dank der Zusammenarbeit mit neuen Flughäfen wird es möglich sein, nicht nur Bayern, sondern auch alle Ziele zu erreichen, die von den zahlreichen Verbindungen der Lufthansa angeboten werden“.

„Die F.A. s.r.l. dankt Air Dolomiti für das Vertrauen, das sie unserem Flughafen entgegengebracht hat – erklärt Giuseppe Silvestrini, Präsident der F.A. srl, der es uns ermöglicht hat, die gesamte Romagna über das Drehkreuz München mit der Welt zu verbinden. Die Romagna und Bayern sind zwei Länder, die sich seit jeher nahe stehen, und mit dieser Verbindung werden sie die Möglichkeiten des wirtschaftlichen und kulturellen Austauschs weiter bereichern können“.

Ryanair fliegt ab Memmingen nonstop nach Lappeenranta

Der Flughafen Memmingen bekommt ein neues Reiseziel – und zwar im hohen Norden. Ab Ende Oktober steht die finnische Stadt Lappeenranta auf dem Flugplan. Ryanair wird sie zwei Mal pro Woche nonstop mit Memmingen verbinden.

Neues Flugziel in Finnland

„Das ist ein wichtiges Zeichen in dieser Zeit“, freut sich Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid. „Wir stemmen uns gegen den Trend und bekommen ein neues Flugziel.“ Das unterstreiche das Potential des Flughafen Memmingen, der selbst in der Corona-Krise weit geringere Einbußen als viele andere Airports hinnehmen muss. Die neue Verbindung biete zudem den Wintersportgebieten im Allgäu und in den angrenzenden Alpenregion die neue attraktive Zielgruppe finnischer Wintersportler.

Die rund 70.000 Einwohner zählende Stadt Lappeenranta liegt am Saimaa-See, dem größten See Finnlands und Teil der ostfinnischen Seenplatte, die viele Besucher sehr schätzen. Rund 200 Kilometer von Helsinki und Sankt Petersburg entfernt, gilt sie bei ausländischen Besuchern als das zweitbeliebteste Reiseziel Finnlands.

Reiseziel Lappeenranta

Als Sehenswürdigkeiten gelten die Festung von Lappeenranta, einer der meistbesuchten Orte Finnlands, sowie die größte Sandburg Skandinaviens, die jeden Sommer im Hafen stets nach mit einem neuen Thema entsteht. Per Schiff konnte man bisher am Saimaa-Kanal auch die russische Stadt Wyborg ohne Visum besuchen. Im Winter gibt es in den Skizentren Myllymäki und Konka die Möglichkeit zum Skilauf. Beliebt sind Motorschlittenfahrten und Eisfischen. Hartgesottene schätzen zudem als weitere typische Winteraktivität der Region das Eisbaden.

Tickets ab 28,99 Euro

Geflogen wird ab 26. Oktober jeden Montag und Freitag. Ryanair bietet ab sofort bis 22. August Tickets ab 28,99 Euro für Reisen bis Ende Januar 2021 an.

Austrian Airlines: Erbil, Amman, Köln, Tel Aviv im Programm

Austrian Airlines nimmt weitere Destinationen in den Flugplan auf. Ab heute fliegt Österreichs Heimatairline wieder nach Erbil. Eine Maschine aus der Airbus A320 Familie wird 3 Mal pro Woche zwischen Wien und der Stadt im Nordirak abheben. Auf dieser Strecke sind vor allem Transferpassagiere unterwegs, die in Wien umsteigen, zum Beispiel aus oder in Richtung USA.

Austrian Airlines fliegt auch nach Köln

Zum Ende des Monats nimmt Austrian Airlines zudem mit Köln eine weitere Destination in Deutschland ins Programm. Ab 31. August ist die Stadt am Rhein mit bis zu 2 täglichen Verbindungen wieder im Flugplan vertreten. Die Wiederaufnahme von Jordaniens Hauptstadt Amman ist für 03. September geplant, der Neustart nach Tel Aviv für 14. September.

„Jede weitere Destination verbessert unser Angebot und erhöht die Reisemöglichkeiten unserer Gäste“, sagt Austrian Airlines CCO Andreas Otto. „Wer nachweislich gesund ist, soll auch reisen dürfen. Daher setzen wir uns für international flächendeckende, kostengünstige COVID 19-Tests für alle Fluggäste aus Risikoländern ein.“

Dortmund Airport kritisiert Studie zu Regionalflughäfen

Die Studie „Regionalflughäfen – Ökonomisch und klimapolitisch unverantwortliche Subventionen“ vom Forum Ökologisch Soziale Marktwirtschaft (FÖS) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wurde vorgestellt. Sieben von 14 Regionalflughäfen wird in der Studie die „rote Karte“ gezeigt, da sie von staatlichen Subventionen abhängig seien, rückläufige Fluggastzahlen hätten und keinen Beitrag zur Konnektivität leisten. Der Dortmunder Flughafen bekam als einer von fünf Flughäfen „nur“ die orangefarbene Karte. Die Verfasser bemängeln auch hier die Subventionen und den vermeintlich mangelnden Beitrag zur Konnektivität der Region. Kein Flughafen konnte danach in allen drei Kategorien punkten.

Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager konstatiert in einer ersten Einschätzung, dass „die Ablehnung des dezentralen und polyzentrischen Flughafensystems die Arbeit und Argumentation der Verfasser bestimmt. Vor dem Hintergrund verwundern die Ergebnisse, besser gesagt die formulierten Meinungen der Studie nicht. Die Haltung des FÖS und des BUND ist bekannt und bereits im NGO-Luftverkehrskonzept aus dem Jahr 2015 – das von beiden Verfassern mitgetragen wurde – ähnlich beschrieben.“

„Allerdings müssten die Verfasser wegen verschiedener Mängel, Falschaussagen und der Ignoranz gegenüber bekannten Erkenntnissen die rote Karte erhalten“, so Mager weiter. Die verschiedenen Aussagen der Studie zur Konnektivität, Wirtschaftlichkeit und Klimawirkung – den drei Hauptkritikpunkten am Dortmunder Flughafen – werden deshalb nachfolgend genauer beleuchtet.

Konnektivität

Laut Aussage der Studie leistet der Dortmund Airport „keinen relevanten Beitrag zur Konnektivität“ der Region. Begründet wird dies zum einen mit der Nähe zum Flughafen Düsseldorf und zum anderen damit, dass „Regionalflughäfen wie (…) Dortmund fast nur von Urlaubs- und Freizeitflügen leben“ und diese Ziele sich mit den internationalen Verkehrsflughäfen decken.

Das letztgenannte Argument kann durch einen Blick auf den Flugplan schnell widerlegt werden. Der Dortmunder Flughafen hat mit einem Schwerpunkt auf Destinationen in Osteuropa ein Alleinstellungsmerkmal. Viele Ziele werden hauptsächlich von Reisenden genutzt, die Familien und Freunde besuchen oder geschäftlich unterwegs sind. Allein die Gruppe der familiär Reisenden machte 2019 einen Anteil von knapp 50 Prozent aus. Der Dortmund Airport hat sich mit seinen Destinationen als „Tor zum Osten“ etabliert. Laut EU-Kommission verfolgt der Flughafen damit ein anderes Geschäftsmodell als die Nachbarflughäfen. Sie bestätigt: „Keiner der benachbarten Flughäfen bietet diese Strecken so regelmäßig an wie der Flughafen Dortmund.“

Zur Konnektivität führt die EU-Kommission in zwei richtungsweisenden Entscheidungen aus den Jahren 2014 und 2019 explizit aus: „Die Betriebsbeihilfe [für den Dortmund Airport] leistet zudem einen Beitrag zur Anbindung der Region. Der Flughafen Dortmund liegt in der Metropolregion Rhein-Ruhr, die mit über 10 Millionen Einwohnern die größte Metropolregion Deutschlands ist und zu den dicht besiedeltsten Gebieten in Europa zählt.“ Und weiter: „Die Kommission stellt (…) fest, dass der Flughafen die Mobilität der EU-Bürger erhöht.“

Ferner wird in der Studie ausgeführt, dass nur in wenigen Fällen Regionalflughäfen als Ausweichgelegenheit zu benachbarten Großflughäfen gesehen werden können. Auch hier verkennen die Verfasser die Realität in Dortmund. Die EU-Kommission stellt fest: „Der Betrieb des Flughafens Dortmund [wirkt] der Überlastung des Flughafens Düsseldorf entgegen“. Darüber hinaus hat die Kommission die Beihilfen für den Dortmund Airport unter anderem genehmigt, weil dadurch „die Mobilität der Bürger der Union und die Anbindung des Gebiets erhöht, der Überlastung des Luftraums an einem großen Drehkreuz-Flughafen entgegenwirkt und die regionale Entwicklung erleichtert [werden].“

Die Zeitdauer zur Überwindung der Entfernungen vom Dortmund Airport zu benachbarten Flughäfen ist in der Studie ebenfalls nicht richtig dargestellt. Die EU-Kommission bestätigte bei der Genehmigung des Zukunftskonzeptes im vergangenen Jahr, dass die PKW-Reisezeit vom Dortmunder Flughafen zum Düsseldorfer Flughafen deutlich über einer Stunde liegt. In der Studie wird von 50 Minuten gesprochen, ohne eine genaue Berechnung zugrunde zu legen bzw. die vorhandenen und weiter absehbaren Verkehrsverhältnisse einzubeziehen. Das gilt im übrigen auch für die Erreichbarkeit der Flughäfen Münster/Osnabrück und Paderborn/Lippstadt und wird durch ein Gutachten der Bergischen Universität Wuppertal aus dem Jahr 2017 bestätigt.

Wirtschaftlichkeit

In der Studie werden nur die Jahresergebnisse der Flughäfen bis 2018 vorgestellt, obwohl gleichzeitig ganz aktuelle Aspekte wie die Corona-Pandemie einfließen und auch die Passagierzahlen bis 2019 betrachtet werden. „Dies ist bemerkenswert, denn von 2018 auf 2019 konnten wir unser Jahresergebnis um 3,8 Mio. Euro auf minus 10,36 Mio. Euro verbessern“, so Mager. Auch das wird ausgeblendet.

„Aber auch diese Zahl allein ist nicht aussagekräftig. Die regionalwirtschaftlichen Effekte des Flughafens übersteigen diesen Betrag um ein Vielfaches“, so Mager weiter. Eine neue Studie der Universität Münster zu den regionalwirtschaftlichen Effekten des Dortmund Airport wird dem Aufsichtsrat und danach der Öffentlichkeit am 04. September vorgestellt. Auch ver.di erkennt in ihrem Luftverkehrskonzept: „Mit ihrer infrastrukturellen Bedeutung in diesen Regionen können sie [die Regionalflughäfen] für Kommunen, Landkreise und Bundesländer jenseits ihrer konkreten betriebswirtschaftlichen Ergebnisse einen wichtigen volkswirtschaftlichen Mehrwert erzielen.“ Arbeitsplatzeffekte und die Interessen der Beschäftigten der Regionalflughäfen scheinen für die Verfasser der Studie aber nicht von Belang zu sein.

Im Rahmen von Subventionen spricht die Studie auch das Thema Übernahme der Flugsicherungskosten an. „Der Bundesregierung wird „fundamentale Unkenntnis“ vorgeworfen. Allerdings scheint dieser Befund eher auf die Verfasser der Studie zuzutreffen“, so Mager. „Es wird nämlich behauptet, dass die DFS den großen Flughäfen ihre Kosten in Rechnung stellt. Das ist schlichtweg falsch. Die DFS stellt den Airlines ihre Kosten in Rechnung. Lediglich sechs Flughäfen in Deutschland – darunter auch Dortmund, zahlen die Kosten für die Flugsicherung selbst. Im Falle des Dortmund Airport sind das Zusatzbelastungen von 1,6 Mio. Euro pro Jahr. Bei der Übernahme diese Kosten würde es sich deshalb nicht um Subventionen handeln. Im Gegenteil – Ein Wettbewerbsnachteil gegenüber den 16 anderen Flughäfen würde ausgeräumt.“

Klimawirkung

Und schließlich werden die Beiträge der Flughäfen zur CO2-Reduzierung ignoriert. Die gemeinsame Zielsetzung der Flughäfen in Deutschland ist es, die CO2-Emissionen bis 2050 auf null herunterzufahren. Der Dortmund Airport ist auf dem Weg dorthin bereits überdurchschnittlich weit: „Wir haben die in unserem Einfluss liegenden CO2-Emissionen bezogen auf 2010 bereits um 85 Prozent gesenkt“, stellt Mager fest.

An der Darstellung der Klimawirkung der Flughäfen in der Studie ist zu kritisieren, dass Grundlage für die Berechnungen in der Studie die Flugrouten waren und nicht die CO2-Emmissionen aufgeführt werden, die die Flughäfen selbst zu verantworten haben. Darüber hinaus werden keine Vergleichszahlen genannt, sodass der Luftverkehr als Klimasünder dargestellt wird, ohne zu erwähnen, dass der Anteil des globalen Luftverkehrs an der weltweiten energiebedingten CO2-Emission aktuell nur 2,8 Prozent beträgt. „Nichts desto trotz sind sich die Verkehrsflughäfen in Deutschland ihrer Verantwortung bewusst, die ambitionierten Klimaziele und die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Erreichung der Ziele zeigt dies“, so Udo Mager in seiner Funktion als Vorsitzender des Fachausschusses Umwelt der ADV.

Das abschließende Fazit von Udo Mager lautet: „Insgesamt wird deutlich, dass die Studie auf einfache Effekte abzielt und rein interessengeleitet ist. Sie lässt wichtige Aspekte, wie regionalwirtschaftliche Effekte, Arbeitsplätze und Anbindung von Regionen sowie die Bedeutung der Flughäfen zur Daseinsvorsorge außen vor und wartet dagegen mit zweifelhaften Behauptungen und Ungenauigkeiten auf. Der Eindruck dürfte nicht falsch sein, dass die schwierige wirtschaftliche Lage der von den Folgen der Pandemie besonders betroffenen Flughäfen genutzt werden soll, um deren Marktaustritt zu bewirken und im Vorfeld der Kommunalwahlen in Nordrhein Westfalen damit sympathisierende Kräfte zu unterstützen. In die gleiche Richtung zielt die Klage des BUND NRW gegen den Landesentwicklungsplan NRW. Dies alles auf dem Rücken der Beschäftigten, die um ihre Arbeitsplätze und Existenzgrundlage bangen. Das ist zynisch und entlarvend zugleich.“

Lufthansa Cargo Pharma-Hub für München und Chicago

Nach nur fünf Monaten Bauzeit ist das neue „Lufthansa Cargo Pharma Hub Munich“ am Flughafen München eröffnet worden. Auf fast 1000 Quadratmetern und mehreren Ebenen bietet es Platz für bis zu 96 Paletten sowie lose Fracht in zwei verschiedenen Temperaturbereichen (+2 bis +8 °C und +15 bis +25 °C) und einer Tiefkühlzelle (bis -18 °C).

„Mit dem neuen Pharma-Hub an unserem Drehkreuz in München haben wir eine hochmoderne Infrastruktur für temperatursensible Fracht geschaffen, die unseren Kunden zukünftig eine noch höhere Qualität beim Transport ihrer Pharma-Sendungen gewährleistet. Gerade im Kontext der Corona-Pandemie hat sich einmal mehr die Relevanz von stabilen Lieferketten und schnellen Transporten von Medikamenten oder Impfstoffen gezeigt“, erklärt Harald Gloy, Lufthansa Cargo Vorstand Operations. Neben ihm waren auch Ola Hansson, Lufthansa Hub CEO München, und Jost Lammers, Vorsitzender der Flughafen München GmbH, bei der Eröffnung vor Ort.

CEIV Pharma-Zertifizierung geplant

Für kommenden Herbst ist die CEIV Pharma-Zertifizierung des neuen Pharma-Hubs in München durch die International Air Transport Association geplant. Das ist zugleich auch die erste Pharma-Zertifizierung des Luftverkehrsverbands am Flughafen München. Die Zertifizierung weist als weltweiter Standard die Erfüllung strenger Kriterien des ordnungsgemäßen Handlings und der Lagerung von Pharma-Sendungen nach.

Neben den neuen Kapazitäten für temperatursensible Fracht am süddeutschen Fracht-Drehkreuz erweitert Lufthansa Cargo diese auch in den USA. Erst im Juni wurde dort das „Lufthansa Cargo Pharma Center Chicago“ am Flughafen O’Hare eröffnet. Auf rund 750 Quadratmetern Grundfläche finden dort auf mehreren Ebenen seit Mitte des Jahres bis zu 54 Paletten und 102 Kühlcontainer Platz in zwei unterschiedlichen Temperaturbereichen (+2 bis +8 °C und +15 bis 25 °C) sowie in einer Tiefkühlzelle (bis -18 °C).

Lufthansa Cargo Pharma Hub Frankfurt

Der Großteil der von Lufthansa Cargo beförderten Pharma-Sendungen wird am Drehkreuz Frankfurt umgeschlagen. Dort wurde das „Lufthansa Cargo Pharma Hub Frankfurt“ zuletzt 2018 um zwei Drittel auf 8.000 Quadratmeter erweitert. Es wurde als eines der weltweit ersten Pharma-Kühlzentren CEIV Pharma-zertifiziert. Das weltweite Netzwerk von Lufthansa Cargo wird damit bis Ende 2020 voraussichtlich 31 Pharma-Stationen umfassen, die CEIV Pharma-zertifiziert sind. Zudem wird dieses CEIV-Netzwerk laufend erweitert.

RFA will mit Berliner Start-up Exolaunch ins All starten

0

Rocket Factory Augsburg (RFA), hat eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) für die Bereitstellung von End-to-end Startdienstleitungen für Kleinsatelliten mit dem Berliner Start-up Exolaunch unterzeichnet. Die Rakete RFA One soll künftig Kleinsatelliten in den Orbit bringen.

Trägersystem für Kleinsatelliten bis max 300 Kilogramm

RFA ist das jüngste Mitglied der Satellitenbauer in der internationalen OHB-Familie. Die Rocket Factory entwickelt derzeit ein Trägersystem namens RFA One für Kleinsatelliten mit einer Nutzlastkapazität von bis zu 300 kg für niedrige Erdumlaufbahnen (LEO). Der erste Start ist für 2022 geplant.

Startsystem mit Separation aus Deutschland

„Die RFA freut sich auf den Start des ersten RFA One-Launcher unter Verwendung der von Exolaunch gelieferten Nutzlast-Adapter und Separationssystemen. Wir glauben, dass diese Kooperation eine Win-Win-Situation für alle beteiligten Parteien, insbesondere für unsere Kunden, schaffen wird“, sagte Dr. Stefan Brieschenk, Chief Operations Officer bei der RFA. „Die Vereinbarung erweitert nicht nur den Zugang zur kommerziellen Raumfahrt, sondern stärkt auch die führende Position Deutschlands in der Raumfahrtbranche Europas“, sagte Jeanne Medvedeva, Kaufmännische Leiterin bei Exolaunch.

Jörn Spurmann, Chief Commercial Officer bei RFA, fügte hinzu: „Ich freue mich auf künftige gemeinsame Missionen mit Exolaunch. Sie sind marktführend in unserem Zielsegment und teilen den gleichen Spirit: erstklassige Startdienste zu erschwinglichsten Preisen bei hervorragender Qualität.

Biogas-Bus mit Elektroantrieb fährt am Flughafen München

Am Flughafen München wurde ein CO2-neutraler Passagierbus von „CM Fluids“ mit einem innovativen Antriebskonzept in Betrieb genommen. Der Bus hat einen generator-elektrischen Antrieb, der von dem Rohrbacher Start-Up CM Fluids entwickelt wurde.

In Zusammenarbeit mit CM Fluids und weiteren Partnern wurde dafür ein Bus aus dem Bestand der Fahrzeugflotte des Flughafens so umgerüstet, dass er mit regenerativem Biomethan betankt werden kann. Das Projekt ist Bestandteil der Klimastrategie des Flughafens, die eine Vielzahl technologischer Maßnahmen umfasst, um spätestens bis zum Jahr 2030 einen CO2-neutralen Betrieb des Flughafens zu erreichen.

Verbrennungsmotor für Elektroantrieb

Das patentierte Antriebskonzept „CMF Drive“ von CM Fluids vereint die Vorteile eines Verbrennungsmotors mit den Vorzügen eines Elektroantriebs. Betankt wird der Passagierbus mit flüssigem Biomethan, das einen Motor antreibt. Die so erzeugte Energie wird in einer kleinen Pufferbatterie zwischengespeichert, die die elektrische Antriebsachse des Busses mit Strom versorgt. Gerade bei Passagierbussen mit langen Betriebszeiten oder häufigen Starts und Stopps machen sich die Vorteile des CMF Drive Systems bezahlt, da die Bremsenergie rückgewonnen und ebenfalls in der Pufferbatterie eingespeist werden kann.

Eine Tankfüllung reicht dabei im Gegensatz zu herkömmlichen Elektrobussen, die in ihrer Reichweite stärker limitiert sind, bis zu 800 Kilometer weit. Auch das Betanken geht zügig vonstatten – in fünf Minuten lassen sich über 500 Liter des Kraftstoffs tanken. Mit 90 Prozent weniger Feinstaub im Vergleich zu Diesel EURO VI Motoren und mehr als 60 Prozent weniger Stickoxiden sorgt das Konzept für eine deutlich verbesserte Luftqualität am Airport.

Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH: „Wir haben das ambitionierte Ziel, die CO2-Emissionen an unserem Flughafen weiterhin konsequent zu reduzieren und langfristig auf null zu fahren. Dafür führen wir eine Vielzahl von CO2-Einsparmaßnahmen durch. Dazu zählt auch, dass wir unsere Fahrzeugflotte auf erneuerbare Energien umstellen. Das innovative Antriebskonzept von CM Fluids passt hervorragend zu unserem Anspruch, auch neue technologische Wege im Dienste des Klimaschutzes zu beschreiten. Deshalb haben wir uns gerne bei diesem spannenden Pilotprojekt engagiert.“

Umrüstung auf CO2-neutralen Biogasmotor

Der Antrieb CMF Drive ist nicht nur CO2-neutral, sondern auch wirtschaftlich. Das Konzept erweist sich dabei als besonders nachhaltig: Da auch weitere Passagierbusse aus dem Bestand des Flughafens auf das CMF Drive System umgerüstet werden könnten, wären keine Neuanschaffungen erforderlich, um Klimaziele zu erreichen.

Für CM Fluids stellt die Bus-Übergabe einen Höhepunkt in der Unternehmensgeschichte dar: „Wir sind sehr stolz auf die Projektpartnerschaft mit dem Münchner Flughafen und freuen uns darauf, dass unser Antriebskonzept jetzt im Alltagsbetrieb am Airport auf Herz und Nieren getestet wird“, so CM Fluids-Gründer Dr. Hans Friedmann und ergänzt: „Gemeinsam kommen wir so unserer großen Vision eines klimaneutralen Nahverkehrs Schritt für Schritt näher.“

Auf dem Bild: Der neue Passagierbus mit dem vielversprechenden neuen Antriebskonzept am Flughafen München, vom Start-Up CM Fluids. Der Bus fährt CO2-neutral, wird mit Biogas betankt und ein Generator sorgt für einen umweltfreundlichen Elektroantrieb. Jost Lammers, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH sowie Helmut Ehrnstrasser von der AeroGround nahmen das komplett umgerüstete Fahrzeug auf dem Vorfeld des Münchner Flughafens in Empfang. Über den erfolgreichen Umbau und das neue Pilotprojekt am Flughafen freuten sich auch die beiden Geschäftsführer der CM Fluids Dr. Hans Friedmann und Franz Böhm.

Corona: Lufthansa und Piloten beschließen Sparmaßnahmen

Lufthansa hat mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eine Kurzfristvereinbarung für erste Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise geschlossen. Die Maßnahmen gelten für die Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Aviation Training sowie Teile der Germanwings Piloten.

Die Vereinbarung umfasst Maßnahmen zur Kostenreduktion, die bis Ende des Jahres gelten. So werden ab September u.a. die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes sowie Arbeitgeberbeiträge zur Dotierung der Altersversorgung reduziert. Für 2020 vereinbarte Tariferhöhungen werden auf Januar 2021 verschoben.

Betriebsbedingte Kündigungen frühestens 2021

Bis zum 31. März 2021 schließt Lufthansa betriebsbedingte Beendigungskündigungen für die Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Aviation Training sowie Teile der Germanwings Piloten aus. Die deutliche Überkapazität bei den Piloten wird jedoch erheblich länger als bis März 2021 bestehen. Betriebsbedingte Kündigungen können daher nur durch Abschluss einer langfristigen Krisenvereinbarung in ihrer Anzahl begrenzt werden. In einem langfristigen Krisenpaket könnten die Kosten des Personalüberhangs beispielsweise durch eine entsprechende Arbeitszeit- und Gehaltsabsenkung für den Zeitraum der Krise kompensiert werden.

Gleichzeitig hat Lufthansa angekündigt, auf konzernexterne Neueinstellungen von Piloten in allen deutschen Flugbetrieben zu verzichten, solange Personalüberhänge bestehen. Das gilt auch für die Bereederung des touristischen Flugbetriebs. In diesen können insbesondere die Piloten der Sun Express Deutschland und der deutschen Betriebsstätte von Brussels Airlines wechseln, die touristische Verkehre in den vergangenen Jahren geflogen sind.

Kapazitäten und Kosten zurückfahren

Die Verhandlungen über Interessenausgleiche und Sozialpläne werden mit den jeweiligen Personalvertretungen Cockpit fortgesetzt. Am weitesten fortgeschritten ist dieser Prozess bei Germanwings, deren Flugbetrieb angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht fortgeführt werden soll. Ein weitergehender Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen soll Gegenstand der bis zum Jahresende zu führenden Verhandlungen sein.

Die erzielte Einigung umfasst eine Reduzierung der Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, Vergütungsanpassungen sowie Absenkungen bei Versorgungsleistungen bis Ende des Jahres. Markus Wahl, Präsident der VC: „Wir weisen die Drohung von Lufthansa, betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen, klar zurück. Nach unserer Auffassung muss eine Sozialpartnerschaft gerade auch in schlechten Zeiten zeigen, wie belastbar sie ist. Die Pilotinnen und Piloten sind bereit, einen spürbaren Beitrag zu leisten, um das gesamte Cockpitpersonal an Bord zu halten. Der Erhalt der Arbeitsplätze hat weiterhin oberste Priorität. Die VC steht in diesen schwierigen Zeiten hinter der Lufthansa. Umgekehrt erwarten wir vom Konzernvorstand, dass er ebenso hinter allen Beschäftigten steht.“

Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der VC: „Wenn Lufthansa glaubt, mitten in der Krise die Leisure-Plattform Ocean ins Leben rufen zu müssen, ist das natürlich ihr gutes Recht. Genauso wie es das gute Recht des Cockpitpersonals ist, diese Plattform angemessen tarifieren zu wollen. Wir erwarten, dass der Konzern sich diesbezüglich gesprächsbereit zeigt.“ Das Maßnahmenpaket wurde vom Vorstand der Deutschen Lufthansa AG, dem Arbeitgeberverband Luftverkehr sowie den Gremien der VC angenommen und gilt ab sofort.

Air Cargo in Leipzig/Halle fliegt gegen den Trend

Per Juli erhöhte sich das Luftfrachtaufkommen am Flughafen Leipzig/Halle im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent und stieg auf 765.583 Tonnen, mit über 1.000 wöchentlichen Starts und Landungen im Frachtverkehr.

Entgegen dem bundesweiten Negativtrend beim Luftfracht-Aufkommen wächst Europas fünftgrößtes Cargo-Drehkreuz Leipzig/Halle somit überproportional. Im Juli stieg der Frachtumschlag im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,6 Prozent auf 122.727 Tonnen.

Expressfracht treibt Lufttransport

Getragen wird das Wachstum durch das Expressfrachtgeschäft von DHL und der positiven Entwicklung des Aufkommens anderer Luftfracht- und Logistikunternehmen. So wurden unter anderem dutzende Hilfsflüge abgefertigt, die medizinische Ausrüstung nach Deutschland und Europa beförderten. Insgesamt steuern rund 60 Fracht-Airlines den Airport an und bedienen ein Streckennetz, das über 200 Ziele weltweit umfasst.

Air Astana fliegt Frankfurt – Nur-Sultan (Kasachstan)

Air Astana hat die regulären Flüge zwischen Frankfurt und der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan nach der Corona-bedingten Pause wieder aufgenommen. Ab sofort bedient die nationale Fluggesellschaft Kasachstans die Strecke viermal pro Woche mit einem modernen Airbus A321LR, ab September sogar täglich. Die Maschine verfügt über 150 Plätze in Economy Class sowie 16 mit bequemen Flatbed-Sitzen ausgestattete Plätze in der Business Class.

Anlässlich des ersten Fluges am 18. August 2020 kamen von der Fraport AG Alexandra Ulm, Team Lead Traffic Development & Customer Management Airlines, und Achim Kümpel, Senior Manager Sales Vertrieb & Kundenbetreuung, eigens ins Flugzeug, wo sie Susith Hettihewa, Senior Regional Manager EU Central & East, Turkey bei Air Astana, und seine Kollegen Sven Gossow, Country Manager Germany, Austria & Switzerland, und Juliana Kionsek, Sales Manager Germany, zur Wiederaufnahme der Flüge beglückwünschten.

Über Air Astana

Air Astana, die nationale Fluggesellschaft Kasachstans, bedient inländische und internationale Routen von den Drehkreuzen Nur-Sultan und Almaty. Die Airline wurde 2001 gegründet und begann den Flugbetrieb am 15. Mai 2002. Die Air Astana Flotte besteht aus Flugzeugen der Muster Boeing 767/757, Airbus A320/A320neo, A321/A321neo/A321LR sowie Embraer E190/E190-E2.

Auszeichnungen für Air Astana

Air Astana wurde als erste Fluggesellschaft für die Region Russland, der GUS-Staaten und Osteuropa 2012 mit 4 Sternen bei den begehrten Skytrax World Airline Awards ausgezeichnet und auch als „The Best Airline in Central Asia and India“ gewürdigt. Beide Auszeichnungen konnten jährlich bis einschließlich 2019 errungen werden. Bei den letzten drei Travellers‘ Choice Awards von Trip Advisor wurde Air Astana in den Kategorien „Regional Carrier in Asia” und „Passenger Comfort“ ausgezeichnet. Bei den APEX 2019 Awards erhielt die Fluggesellschaft 5 Sterne in der Kategorie „Major Regional Airlines“.

Air Astana ist ein Joint Venture zwischen Kasachstans National Wealth Fund Samruk Kazyna und BAE Systems mit einem jeweiligen Anteil von 51 und 49 Prozent.

Eurowings-Angebot „Freier Mittelsitzplatz“ sehr gefragt

Auf eine veränderte Luftfahrt mit neuen Kundenbedürfnissen will Eurowings mit angepassten Produkten und Services reagieren: So bringt Eurowings als erste deutsche Airline einen im Vorfeld der Flugreise buchbaren freien Mittelsitz auf den Markt – mit positiver Resonanz.

Das neue Angebot ist in den vergangenen Wochen sehr erfolgreich in der Live-Umsetzung getestet worden und stieß vom Start weg auf außerordentlich hohes Interesse, wie Eurowings mitteilt. Innerhalb kurzer Zeit hat die Airline via Service-Center mehr als 5.000 Mittelsitze verkauft, obwohl die neue Lösung bisher noch nicht aktiv beworben wurde.

Corona ist das Ende von Ultra-Lowcost

„Das positive Feedback während der Testphase hat uns sehr deutlich gezeigt, dass sich unsere Gäste häufig mehr Komfort und Abstand an Bord wünschen. ‚Ultra-Lowcost‘ funktioniert seit Corona nicht mehr, zumindest nicht in unserem Heimatmarkt Deutschland. Wir gehen deshalb davon aus, dass der freie Mittelsitz ein sehr wichtiges Produkt beim Reisen der Zukunft wird“, sagt Eurowings CEO Jens Bischof.

Mit dieser Innovation macht Eurowings freie Mittelsitze, die bisher nur Bestandteil des BIZclass-Tarifs waren, im gesamten Flugzeug verfügbar. Das neue Angebot ist in allen Sitzreihen und auf allen Eurowings Strecken innerhalb Europas buchbar – eine Verfügbarkeit vorausgesetzt. Der freie Mittelsitz soll ab 18 Euro pro Strecke buchbar sein.

Zunächst telefonisch buchbar

Entscheidet sich ein Passagier für das neue Angebot, wird der freie Sitzplatz mit der Buchung geblockt und damit garantiert nicht anderweitig vergeben. Aktuell ist dieses Angebot telefonisch über die Eurowings Service-Center buchbar. Ab September 2020 steht Eurowings Kunden das neue Angebot auch digital über die Website zur Verfügung.

United Airlines erweitert den Kampf gegen COVID-19

Im Kampf gegen die Ausbreitung von COVID-19 hat United Airlines in Frankfurt und München ein neues Reinigungssystem der Flugzeugkabinen eingeführt. Ergänzend zu den intensiven und gründlichen Reinigungsroutinen der Innenkabinen vor jedem Start einer United-Maschine kommt jetzt auch ein elektrostatisches Sprühsystem zum Einsatz. Es entfernt zuverlässig Schmutzpartikel, Viren und Bakterien von Oberflächen wie Sitzen, Gepäckfächern und Fensterblenden, ist aber auch ideal für den Einsatz an schwer zugänglichen Stellen wie engen Spalten geeignet.

„Die Sicherheit für unsere Passagiere und Mitarbeiter genießt bei United Airlines allerhöchste Priorität“, sagte Thorsten Lettnin, Managing Director Sales, Continental Europe & India bei United Airlines. „Das elektrostatische Reinigungssystem setzen wir bereits seit einiger Zeit erfolgreich in den USA ein, weshalb ich mich sehr freue, dass jetzt auch unsere Gäste auf den Flügen ab Frankfurt und München davon profitieren.“

Das elektrostatische Reinigungssystem

United Airlines demonstriert die Funktionsweise des elektrostatischen Reinigungssystems

Das elektrostatische Reinigungssystem von United Airlines wurde im Rahmen des Programms United CleanPlus entwickelt, mit dem die Fluggesellschaft neue Standards bei Sauberkeit und Hygiene setzen will. Partner des Programms sind Experten des Chemiekonzerns Clorox und der renommierten Cleveland Clinic. Zu den zahlreichen neuen Maßnahmen, die mithilfe von United CleanPlus eingeführt wurden, zählen die Reinigung der Cockpits mit UV-C-Licht sowie die Maskenpflicht für Passagiere und United-Mitarbeiter in den Flugzeugen und an den Airports.

Flughafen Frankfurt: Verkehrszahlen erneut gesunken

  • * Vergleich zu KW 33/2019

Die Passagierzahlen am Flughafen Frankfurt sind in der Kalenderwoche 33 weiterhin gesunken. Der Flughafen zählte 353.289 Passagiere, ein Minus um 77,3 Prozent gegenüber der Kalenderwoche 33 des Vorjahres.

Die negative Entwicklung im Passagieraufkommen basierte weiterhin auf den Reisebeschränkungen und dem Nachfrageeinbruch infolge der COVID-19-Pandemie.

Das Cargo-Aufkommen ging mit 32.588 Tonnen um 13,7 Prozent zurück. Ausschlaggebend für den Rückgang waren weiterhin überwiegend die fehlenden Kapazitäten aus der Beiladefracht in Passagiermaschinen.

KW 33/2020WocheΔ %*
Passagiere353.289-77,3%
Cargo (Fracht & Post in t)32.588-13,7%
Flugbewegungen4.029-61,3%

Flughafen Wien mit Umsatzminus von 51,2% im 1. Halbjahr

„Ohne funktionierenden internationalen Flugbetrieb droht sich die Krise zu verlängern, das gilt nicht nur für Tourismus und Konferenzen, sondern für große Teile von Wirtschaft und Industrie. Wer in einer so vom Export abhängigen Wirtschaft wie der österreichischen, heute nicht auf den Märkten präsent ist, wird morgen keine Aufträge und damit keine Arbeit haben. Deshalb sind dringend europaweit und global einheitliche Reisebestimmungen sowie eine umfassende Teststrategie notwendig, damit internationaler Geschäfts- und Urlaubsreiseverkehr wieder flächendeckend möglich ist. Der Flughafen Wien hat zur Unterstützung des guten österreichischen Einreiseregimes  bereits erfolgreich PCR-Tests für Reisende etabliert, zuletzt wurden pro Tag mehr als 800 Tests durchgeführt“, stellt Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, fest. Und weiter: “Das Leben und auch die Entwicklung der Airport City gehen aber trotz Pandemie weiter, in diesen Tagen besiedeln die ersten Mieter den neuen Office Park 4, eines der modernsten und energieeffizientesten Bürogebäude Österreichs.“

„Das Passagieraufkommen legt seit Anfang Juli im Vergleich zu den Wochen davor zwar zu, liegt aber immer noch deutlich hinter dem Niveau der Vorjahre. In den ersten beiden Augustwochen ist die Zahl der Reisenden auf rund 25.000 Passagiere pro Tag gestiegen, es bleibt aber abzuwarten, wie sich der Flugverkehr angesichts der weltweiten Covid-19-Steigerungsraten in den kommenden Monaten weiter entwickelt. Die damit einhergehenden kurzfristigen Änderungen bei Reisebestimmungen werden sich jedenfalls stark hemmend auf das Passagieraufkommen auswirken. Covid-19 wird unseren Alltag aber noch einige Zeit begleiten. Daher sind international einheitliche Regelungen für Flugreisen in Corona-Zeiten und eine elektronische Erfassung von Reisedaten, vor allem für die Einreise in den Schengen-Raum, dringend notwendig“, erläutert Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Januar bis Juni 2020: Minus 65,3% Passagiere am Standort Wien

Die weltweite Covid-19-Pandemie hat anhaltend starke Auswirkungen auf den internationalen Reiseverkehr und damit auch auf den Flughafen Wien: Von Januar bis Juni 2020 verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice, einen Passagierrückgang von 66,0% auf insgesamt 6,2  Mio. Passagiere gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Am Standort Wien ging die Zahl der Passagiere um 65,3% auf 5.090.546 Reisende zurück.

Die Zahl der Flugbewegungen sank von Januar bis Juni 2020 um 58,5% auf 53.093 Starts und Landungen. Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) ging von 75,1% auf 63,9% zurück. Das Frachtaufkommen sank um 20,7% auf 107.860 Tonnen (Luftfracht und Trucking). Der Flughafen Malta verzeichnete im H1/2020 einen Passagierrückgang um 68,7% auf 1.017.850 Reisende. Der Flughafen Kosice verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Rückgang um 76,8% auf 50.508 Reisende.

H1/2020: Umsatz bei € 195,8 Mio. (-51,2%) und Nettoergebnisauf € -18,2 Mio. (-121,9%)

Im H1/2020 sanken die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe um 51,2% auf € 195,8 Mio. Das EBITDA verschlechterte sich um 73,3% auf € 48,9 Mio. und das EBIT um 113,8% auf € -16,2 Mio. Das Nettoergebnis vor Minderheiten ging im H1/2020 um 121,9% auf € -18,2 Mio. zurück. Die Nettoverschuldung erhöhte sich auf € 149,0 Mio. (31.12.2019: € 81,4 Mio.). Der Free-Cashflow lag bei € -69,0 Mio. (H1/2019: € 76,0 Mio.).

Umsatz und Ergebnisentwicklung in den Segmenten

Die Umsätze des Segments Airport gingen im H1/2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 56,3% auf € 83,4 Mio. zurück. Das Segment-EBIT lag bei € -14,7 Mio. (H1/2019: € 49,2 Mio.) Das Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen verzeichnete einen Rückgang der Umsatzerlöse um 39,3% auf € 48,2 Mio. Das Segment-EBIT verschlechterte sich auf € -14,0 Mio. (H1/2019: € 0,5 Mio.). Darin sind auch die Sicherheitsdienstleistungen der VIAS, die Abfertigungsdienstleistungen der Vienna Aircraft Handling (VAH) und der Vienna Passenger Handling Services (VPHS) sowie die Leistungen der GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. enthalten.

Im Segment Retail & Properties sanken die Umsätze in den ersten sechs Monaten 2020 um 45,9% auf € 42,2 Mio. Das Segment-EBIT lag bei € 11,5 Mio. (H1/2019: € 43,0 Mio.). Die Umsätze des Segments Malta gingen um 66,5% auf € 14,9 Mio. zurück. Das Segment-EBIT lag bei € -3,1 Mio. (H1/2019: € 21,8 Mio.). Die Umsätze der Sonstigen Segmente lagen im H1/2020 bei € 7,0 Mio. (H1/2019: € 8,4 Mio.). Das Segment-EBIT betrug € 4,1 Mio. (H1/2019: € 2,7 Mio.).

Investitionen

In den ersten sechs Monaten 2020 wurden in Summe € 39,2 Mio. investiert. Die größten Investitionen betreffen den Terminalumbau mit € 12,5 Mio., die Verbindungsbrücke zum Parkhaus 3 mit € 2,0 Mio., Grundstücke mit € 2,0 Mio., Flugzeugschlepper mit € 1,3 Mio., Passagierbusse mit € 1,2 Mio., den Office Park 4 mit 1,2 Mio. und neue Werbeflächen mit € 1,1 Mio. Am Flughafen Malta wurden im ersten Halbjahr 2020 € 5,5 Mio. investiert.

Flughafen-Wien-Gruppe mit 734.612 Passagieren (-81,9%) im Juli 2020

Trotz einer leichten Verbesserung durch die geänderten Reisebestimmungen und den aktuellen Urlaubsreiseverkehr setzt sich der starke Verkehrsrückgang am Flughafen Wien weiter fort: Im Juli 2020 verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) ein Minus von 81,9% auf 734.612 Reisende. Kumuliert von Januar bis Juli 2020 sank das Passagieraufkommen um 68,9% auf 6,9 Mio. Reisende. Am Standort Flughafen Wien entwickelte sich das Passagieraufkommen mit einem Minus von 68,2% auf 5,7 Mio. Reisende von Januar bis Juli 2020 weiter rückläufig.

Standort Wien: 81,8% weniger Passagiere im Juli 2020

Im Juli 2020 sank das Passagieraufkommen am Standort Flughafen Wien um 81,8% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 576.370 Reisende. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm um 79,4% ab, die Anzahl der Transferpassagiere um 88,7%. Die Flugbewegungen sanken um 69,6%. Beim Frachtaufkommen verzeichnete der Flughafen Wien einen Rückgang um 32,1% im Vergleich zum Juli des Vorjahres.

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im Juli 2020 um 76,1%, nach Osteuropa nahm das Passagieraufkommen um 86,1% ab. In den Fernen Osten ging das Passagieraufkommen im Juli 2020 um 98,2% zurück, jenes in den Nahen und Mittleren Osten sank um 97,3%. Nach Nordamerika entwickelte sich das Passagieraufkommen mit einem Minus von 97,6% ebenfalls rückläufig und nach Afrika nahm die Zahl der Passagiere um 91,4% ab. Der Flughafen Malta verzeichnete im Juli 2020 ein Passagierminus um 80,9%. In Kosice sank das Passagieraufkommen um 94,4%.

Periodenergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen

VERKEHRSENTWICKLUNG   JULI2020
     
Flughafen Wien (VIE)    
     
 07/2020Diff.%01-07/2020Diff.%
Passagiere an+ab+transit576.370-81,85.666.916-68,2
Lokalpassagiere an+ab486.402-79,44.591.025-66,6
Transferpassagiere an+ab89.412-88,71.069.290-73,1
Bewegungen an+ab7.648-69,660.741-60,3
Cargo an+ab in to15.847-32,1123.677-22,4
MTOW (in to)301.653-70,62.619.960-58,0
     
Malta Airport (MLA, vollkonsolidiert)   
     
 07/2020Diff.%01-07/2020Diff.%
Passagiere an+ab+transit152.818-80,91.170.668-71,1
Lokalpassagiere an+ab151.915-80,81.162.221-71,1
Transferpassagiere an+ab840-84,78.206-64,9
Bewegungen an+ab1.577-70,310.866-62,8
Cargo an+ab (in to)1.471+18,09.423+3,3
MTOW (in to)56.392-72,0419.594-62,1
     
Flughafen Kosice (KSC, at-Equity-Konsolidiert)  
     
 07/2020Diff.%01-07/2020Diff.%
Passagiere an+ab+transit5.424-94,455.932-82,2
Lokalpassagiere an+ab5.424-94,455.932-82,2
Transferpassagiere an+ab0n.a.0n.a.
Bewegungen an+ab114-85,9911-73,6
Cargo an+ab (in to)0-100,04-86,4
MTOW (in to)2.097-91,217.376-79,9
     
Flughafen Wien und Beteiligungen (VIE, MLA, KSC)  
     
 07/2020Diff.%01-07/2020Diff.%
Passagiere an+ab+transit734.612-81,96.893.516-68,9
Lokalpassagiere an+ab643.741-80,25.809.178-67,9
Transferpassagiere an+ab90.252-88,71.077.496-73,1
Bewegungen an+ab9.339-70,172.518-61,0
Cargo an+ab (in to)17.317-29,6133.104-21,0
MTOW (in to)360.142-71,23.056.930-58,9

Hinweis: Gesamtzahl der Passagiere enthält Lokal-, Transfer- und Transitpassagiere.
Aufrollung der Verkehrsdaten

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

IN € MIO.H1/2020H1/2019DIFF. IN %
Umsatzerlöse195,8401,4-51,2
Sonstige betriebliche Erträge3,37,9-57,8
Betriebsleistung199,1409,3-51,3
    
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen-14,0-20,3-30,9
Personalaufwand-109,4-153,8-28,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen-25,6-53,5-52,1
Wertminderungen/Wertaufholung auf Forderungen-0,50,2n.a.
Anteilige Periodenergebnisse at-Equity Unternehmen-0,71,3-157,1
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)48.9183,1-73,3
    
Planmäßige Abschreibungen-65,0-65,9-1,4
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)-16,2117,2-113,8
    
Beteiligungsergebnis ohne at-Equity-Unternehmen0,50,7-22,4
Zinsertrag0,40,4-14,9
Zinsaufwand-8,1-8,7-7,5
Sonstiges Finanzergebnis-0,61,5-144,2
Finanzergebnis-7,8-6,1-27,1
    
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)-24,0111,0-121,6
    
Ertragsteuern5,8-28,1-120,7
Periodenergebnis-18,282,9-121,9
    
Davon entfallend auf:   
Gesellschafter der Muttergesellschaft-16,775,8-122,0
Nicht beherrschende Anteile-1,57,1-120,9
    
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert)-0,200,90-122,0

Bilanzkennzahlen

AKTIVA:   
Langfristiges Vermögen2.025,81.999,6+1,3
Kurzfristiges Vermögen230,3301,1-23,5
    
PASSIVA:   
Eigenkapital1.359,31.380,9-1,6
Langfristige Schulden540,9572,5-5,5
Kurzfristige Schulden356,0347,2+2,5
    
Bilanzsumme2.256,12.300,6-1,9
    
Nettoverschuldung149,081,4+83,0
Gearing (in%)11,05,9n.a.

Cashflow Rechnung

IN MIO. €H1/2020H1/2019DIFF. IN %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit-6,8156,0-104,4
                aus Investitionstätigkeit-62,2-79,9-22,2
                aus Finanzierungstätigkeit72,0-72,2-199,6
    
Free-Cashflow-69,076,0-190,7
    
CAPEX139,263,5-38,2

1) ohne Finanzanlagen

Hamburg Airport: Sanierung Flughafenumgehung Fuhlsbüttel

0

Die Sanierungsarbeiten an der „Flughafenumgehung Fuhlsbüttel“ und den Zufahrtsstraßen zu den Terminals 1 und 2 am Hamburg Airport starten in den letzten Bauabschnitt. Die von der Autobahn GmbH Niederlassung Nord durchgeführten Maßnahmen an der B 433 in Fahrtrichtung Süden erfolgen vom 21. bis 24. August 2020. Wegen der damit verbundenen Straßensperrungen und Umleitungen für die Anfahrt zum Hamburg Airport sollten Passagiere und Besucher entsprechend mehr Zeit einplanen.

Von Freitag, 21. August (09:00 Uhr) bis Montag, 24. August 2020 (05:00 Uhr), werden die B 433 in Fahrtrichtung Süden zwischen dem Ring 3 und der „Einhausung der B 433“ sowie die entsprechende Zufahrtsstraße zu den Terminals 1 und 2 gesperrt.

Anreise über die A7

Passagiere und Besucher, die über die A7 zum Hamburg Airport anreisen, fahren an der A7-Abfahrt HH-Schnelsen ab und folgen der ausgeschilderten Umleitung über den Schleswiger Damm, die Friedrich-Ebert-Straße, die Kollaustraße, Nedderfeld, die Tarpenbekstraße und die Alsterkrugchaussee.

Anreise aus Norderstedt kommend

Verkehrsteilnehmer aus Norderstedt kommend mit dem Ziel Hamburg Airport nutzen die Umleitung über die Niendorfer Straße, den Krohnstieg, die Langenhorner Chaussee und die Flughafenstraße, um die Terminals 1 und 2 anzufahren.
Die Zufahrt zum Flughafen aus Richtung HH-Centrum ist uneingeschränkt möglich.

Witterungsbedingt kann es zu Verschiebungen des Termins kommen.

Lufthansa-Gruppe: Köln/Bonn, Wien und München ab MDF

Die Lufthansa-Gruppe nimmt weitere Strecken an den Mitteldeutschen Flughäfen auf. Nach der Corona-bedingten Zwangspause hebt Eurowings ab dem 31. August vom Flughafen Dresden nach Köln/Bonn ab. Am Flughafen Leipzig/Halle startet Austrian Airlines ab 02. September wieder nach Wien. Lufthansa fliegt ab dem 07. September von Leipzig/Halle nach München.

Eurowings: Ab Dresden nach Köln/Bonn

Eurowings startet ab Ende August bis zu fünfmal wöchentlich vom Flughafen Dresden nach Köln/Bonn. Auf der Strecke kommen Flugzeuge vom Typ Airbus A319 und A320 zum Einsatz. Außerdem verbindet Eurowings die sächsische Landeshauptstadt bereits mit Düsseldorf, Stuttgart und Palma de Mallorca. Innerdeutsch fliegt zudem Lufthansa zu den beiden größten deutschen Airports nach Frankfurt und München.

Austrian Airlines: Ab Leipzig/Halle nach Wien

Von Leipzig/Halle sind ab Anfang September wieder zwei wichtige internationale Drehkreuze nonstop erreichbar. So fliegt Austrian Airlines ab 02. September fünfmal wöchentlich nach Wien. Dort haben Fluggäste vielfältige Anschlussmöglichkeiten, unter anderem nach Chicago, Washington, Athen, Sarajevo, Sofia oder Graz. Durch die Wiederaufnahme der Flüge ist Leipzig/Halle auch für Passagiere aus unterschiedlichsten Destinationen, darunter Zagreb, Nizza oder Thessaloniki, über eine Umsteigeverbindung in Wien erreichbar.

Lufthansa: Ab Leipzig/Halle nach München

Zudem verbindet Lufthansa Leipzig/Halle wieder mit München. Die Strecke wird ab 07. September bis zu elfmal pro Woche geflogen. Hier haben Passagiere zahlreiche Weiterflugoptionen, beispielsweise nach London, Paris, Rom, San Francisco oder New York.

Eurowings: Ab Leipzig/Halle nach Düsseldorf

Die Strecke Leipzig/Halle – Düsseldorf von Eurowings ergänzt seit dem
02. August das innerdeutsche Flugangebot. Die Airline steuert im Sommerflugplan auch Palma de Mallorca und Varna an.

Vorkehrungen zum Gesundheitsschutz

Die Mitteldeutschen Flughäfen haben umfangreiche Vorkehrungen zum Gesundheitsschutz von Fluggästen, Besuchern, Partnern und Mitarbeitern getroffen. Das Maßnahmenpaket basiert auf den Vorgaben der zuständigen Behörden und orientiert sich an den Empfehlungen des Flughafenverbandes ADV.

Mund-Nasen-Schutz

In den Terminals muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Auch bei Airlines besteht in der Regel die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung. Über die geltenden Bestimmungen sollten sich Fluggäste im Voraus bei ihrer Fluggesellschaft informieren.

Trennscheiben an den Check-in-Schaltern

Zu den weiteren Vorkehrungen zählen Trennscheiben an den Check-in-Schaltern und bei der Bordkartenkontrolle und Desinfektionsmittelspender in den Terminals. Via Monitore, Hinweisschilder, Durchsagen und Markierungen sorgt die Flughafengesellschaft für die laufende Information der Fluggäste zu den Verhaltens- und Hygienevorschriften.

Corona-Testcenter für Reiserückkehrer an den Flughäfen

Der Freistaat Sachsen hat in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden Corona-Testcenter für Reiserückkehrer eingerichtet. Die Räumlichkeiten befinden sich an beiden Airports im öffentlichen Bereich – am Flughafen Leipzig/Halle im Obergeschoss des Ankunfts-/Abflugterminals, am Flughafen Dresden auf der Ankunftsebene des Fluggastgebäudes. Die Testcenter sind an beiden Flughäfen ausgeschildert.

Fluglärm am BER: Letzter Schallschutztag vor Eröffnung

0

Mehr als 150 Gäste nutzten die Gelegenheit und informierten sich am 13. August beim letzten Schallschutztag vor der Inbetriebnahme des BER über das Schallschutzprogramm BER. Bereits im fünften Jahr in Folge standen verschiedene Baufirmen und das Schallschutzteam der FBB im DIALOG-FORUM den gesamten Tag für individuelle Fragen und Gespräche zur Verfügung. Viele der Gäste ließen sich zum Einbau des Schallschutzes an ihren Häusern beraten. In individuellen und konstruktiven Gesprächen konnten zahlreiche Sachverhalte besprochen und offene Fragen geklärt werden.

Michael Halberstadt, Geschäftsführer Personal der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

„So kurz vor der Inbetriebnahme standen wir noch einmal als Ansprechpartner für alle Gäste zur Verfügung. Den Schallschutz an den Häusern umsetzen zu lassen ist keine einfache Sache und oft sehr aufwändig. Nun ist es aber so kurz vor der Inbetriebnahme des BER höchste Zeit, dass sich die Anwohnerinnen und Anwohner mit dem Thema befassen und den Schallschutz beauftragen“.

Gut besucht waren auch die Fachvorträge, bei denen Ralf Wagner, Leiter Schallschutz, über die Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen und den Hausbau am Flughafen informierte. Besonderen Wert legte Ralf Wagner hierbei darauf, dass Bauherren, die im Schallschutzgebiet neu bauen möchten, sich frühzeitig und noch vor Planungsbeginn bei der FBB melden sollten. „Wir haben dann die Möglichkeit, die erwarteten Fluglärmpegel mitzuteilen, so dass Gebäude frühzeitig so geplant werden können, dass der Schallschutz eingehalten wird. Wir bieten zudem individuelle Vereinbarungen an, in denen wir die Übernahme der zusätzlichen Kosten für Schallschutz zusagen“, so Ralf Wagner. Nicht empfehlenswert sei es, sich erst nach Fertigstellung des Neubaus bei der FBB zu melden. „Dann müssen wir den Bauherren eventuell mitteilen, dass der Schallschutz nicht ausreicht und die gerade erst fertiggestellten Häuser wieder umgebaut werden müssen.“

Mehr als 95 Prozent der Anträge abgearbeitet

Mehr als 22.000 Anträge auf Schallschutzmaßnahmen sind inzwischen bei der FBB eingegangen. Davon sind über 21.000 und somit mehr als 95 Prozent abgearbeitet. Die übrigen Anträge werden noch bearbeitet bzw. sind derzeit nicht bearbeitbar, da Anwohnerinnen und Anwohner nicht erreichbar sind oder um eine spätere Bearbeitung ihres Antrags gebeten haben.

An rund 13.000 Haushalte wurden Unterlagen zur Umsetzung von baulichem Schallschutz versendet, in knapp 3.700 Haushalten wurden bislang Schallschutzmaßnahmen verbaut. Die übrigen mehr als 9.000 Haushalte zögern noch mit der Umsetzung von Schallschutz, obwohl die dafür erforderlichen Unterlagen zum Teil seit Jahren vorliegen. Es ist daher davon auszugehen, dass tausende Objekte auch zur Inbetriebnahme des BER nicht über Schallschutz verfügen werden.

Zusätzlich zu den in rund 13.000 Fällen zugesagten Schallschutzmaßnahmen, haben mehr als 7.000 Haushalte von der FBB die Zusage über eine Entschädigungszahlung erhalten. Diese wird fällig, wenn die Kosten der Schallschutzmaßnahmen mehr als 30 Prozent des Verkehrswertes des Objektes betragen. Über die Verwendung der Entschädigungen können die Anwohnerinnen und Anwohner frei entscheiden. Mehr als 6.700 Entschädigungen in einer Höhe von über 270 Millionen Euro wurden bereits ausgezahlt. Die FBB wirbt dafür, das Geld für Schallschutzmaßnahmen zu verwenden und bietet dafür eine kostenfreie Beratung an.

Schallschutzteam für alle Anwohnerinnen und Anwohner erreichbar

Das Schallschutzteam der FBB bleibt auch nach dem Schallschutztag für alle Anwohnerinnen und Anwohner erreichbar. Fragen und Hinweise können gerne per Mail an schallschutz_kontakt@berlin-airport.de gerichtet werden.

ILS-Vermessung am Flughafen Frankfurt steht an

Vom 18. bis voraussichtlich 21. August 2020 wird das Instrumentenlandesystem der Nordwest-Landebahn in beide Richtungen des Frankfurter Flughafens vermessen. Ein speziell hierfür ausgerüstetes Messflugzeug überprüft dabei die Präzision der Signale, die für sichere Landungen erforderlich sind. Untersucht werden beide Betriebsrichtungen, also Anflüge sowohl aus dem Osten als auch aus dem Westen kommend.

Die Flugvermessungen beginnen an den genannten Tagen um 10:00 Uhr. Sollte es dabei zu technischen oder witterungsbedingten Verzögerungen kommen, müssen die Vermessungsflüge an einem späteren Ersatztermin fortgeführt werden. Dieser Zeitraum läge dann zwischen dem 11. und 13. September 2020.

Vermessungen während des laufenden Betriebes

Die Vermessungen sind während des laufenden Betriebes geplant, je nach Verkehrsaufkommen und Wetterlage. Normalerweise finden diese Flüge nachts statt, da das hohe Verkehrsaufkommen es tagsüber nicht zulässt. Angesichts der aktuellen Lage ist es jedoch möglich, diese Vermessungsflüge tagsüber durchzuführen. Zum Einsatz kommt dabei ein kleineres Turbo-Prop-Flugzeug vom Typ Beechcraft Super King Air 350. Die Maschine wird grundsätzlich und soweit es die vorgegebenen Flugprofile erlauben, Überflüge von Ortschaften vermeiden.

Anflugkurs und Gleitwinkel durch Signalgeber am Boden

Das Instrumentenlandesystem unterstützt den Luftfahrzeugführer bei der Navigation während des Anfluges. Dies geschieht im Wesentlichen durch die elektronische Definition von Anflugkurs und Gleitwinkel durch Signalgeber am Boden. Die Signale werden im Flugzeug empfangen und den Piloten im Cockpit angezeigt. Nur durch Vermessungsflüge mit speziell dafür ausgerüsteten Flugzeugen kann die Präzision dieser Signale überprüft werden. 

Die Vermessung des Instrumentenlandesystems wird von der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO in regelmäßigen Abständen vorgeschrieben. Sie sind wichtig für die sichere, geordnete und flüssige Verkehrsabwicklung an den Flughäfen.

Condor vertreibt Sundair-Flüge und vermehrt Abflughäfen

Condor, Deutschlands beliebtester Ferienflieger, vertreibt künftig Sundair-Flüge auf der Condor-Webseite und erweitert neben dem Destinationsportfolio auf der Kurz- und Mittelstrecke auch die Auswahl der deutschen Abflughäfen.

Zusätzliche Abflughäfen in Deutschland

Die Vertriebskooperation ergänzt die acht Condor-Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf, München und Hamburg, Leipzig/Halle, Hannover, Stuttgart und Berlin-Schönefeld um Abflüge ab den sieben weiteren Flughäfen Bremen, Dresden, Karlsruhe/Baden-Baden, Kassel, Nürnberg, Paderborn und Berlin-Tegel, von wo aus die aufstrebende Airline Sundair, in die Sonne abhebt.

Verkauf von Sundair-Flügen

Der Verkauf von Sundair-Flügen unter SR-Flugnummer über Condor Verkaufskanäle begann am 13. August 2020 mit dem ersten Abflug am 01. September 2020. Eine Buchung ist bis zu zwei Stunden vor Abflug möglich. Tickets sind im Standard Economy Classic-Tarif mit bis zu 20 kg Freigepäck sowie 6 kg Handgepäck buchbar.

ver.di mahnt TUI AG und Bund zu sozialer Verantwortung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert nach der
Erteilung weiterer Staatshilfen die TUI AG und den Bund auf, ihrer
sozialen Verantwortung für die Beschäftigten der TUI fly in
Deutschland gerecht zu werden.

„Wir erwarten, dass die TUI nun für
ihre Airline in Deutschland eine klare Zukunftsperspektive mit den
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erarbeitet“, sagte Marian Drews,
zuständiger Gewerkschaftssekretär für die Flugbegleiterinnen und
Flugbegleiter und das Bodenpersonal der TUI fly. Es könne nicht sein,
dass das Unternehmen die Hilfen in Höhe von drei Milliarden Euro dazu
verwende, mehr als 900 Stellen zu streichen, Stationen zu schließen
und wesentliche Bereiche der Technik und Verwaltung hierzulande
abzubauen und in Belgien und UK wiederaufzubauen. „Das passt nicht
zusammen.“

Sozialverträgliche Alternativszenarien

Jetzt gehe es darum, mit den Beschäftigten sozialverträgliche
Alternativszenarien zu entwickeln sowie Technik-, Verwaltungs- und
Crewstandorte zu erhalten, so Drews weiter. Dies sei auch der klare
Auftrag für die am morgigen Freitag (14. August 2020) in Hannover
beginnenden Tarifgespräche zwischen der TUI fly und ver.di.

Drei Milliarden Euro für TUI

Nun sei auch der Bund gefordert, seinen Einfluss geltend zu machen,
so Drews. „Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Land
unterstützen die TUI nun mit insgesamt drei Milliarden Euro. Daraus
erwächst eine besondere Verantwortung.“

Wizz Air eröffnet Base am Doncaster Sheffield Airport

0

Wizz Air, Europas grünste Fluggesellschaft kündigte heute die Eröffnung einer neuen Base am gemeinsamen Flughafen der britischen Städte Doncaster und Sheffield in der Grafschaft Yorkshire an. Nach London Luton ist dies bereits der zweite Standort im Vereinigten Königreich.

Sieben neue Flugstrecken

Durch die Stationierung eines Airbus A320 erweitert die Airline ihr Streckennetz am Doncaster Sheffield Airport um sieben neue Strecken auf dann insgesamt 17 Routen. Ab 22. Oktober stehen neue Ziele wie Alicante und Malaga in Spanien, das portugiesische Faro, Larnaca auf Zypern und Lublin in Polen auf dem Flugplan. Am Flugplatz in Yorkshire ist Wizz Air seit 14 Jahren vertreten und mittlerweile mit mehr als einer Million Passagiere pro Jahr der größte Carrier.

Elf Flugzeuge in Großbritannien stationiert

Insgesamt hat Wizz Air nun elf Flugzeuge in Großbritannien stationiert und kann ab Herbst rund 1,8 Millionen Plätze auf 107 Strecken von und nach UK für das restliche Jahr 2020 anbieten. Die neue Base folgt den bereits vermeldeten neuen Standorten in Dortmund, Bacău, Lviv, Larnaca, Mailand Malpensa, Tirana und St. Petersburg, die seit April 2020 für über 200 neue Strecken gesorgt haben.

Gesundheits-, Hygiene-Maßnahmen und strenge Regelungen an Bord

Dieses Wachstum geht einher mit einem neuen Zeitalter des sicheren Reisens mit dem Wizz Air seinen Re-Start unter dem Motto „Ja zum Fliegen“ eingeleitet hat. Dafür wurden strenge Gesundheits- und Hygiene-Maßnahmen zum Schutz von Passagieren und Crews umgesetzt. Obwohl die HEPA-Filter an Bord der Maschinen 99,7 Prozent aller Viren und Bakterien aus der Luft tilgen, wurden weitere strenge Regelungen an Bord eingeführt, so dass sich die Passagiere sicher fühlen können.

Über Wizz Air

Wizz Air fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin, Hannover, Frankfurt, Bremen und Leipzig.

Wizz Air ist die größte Low Cost Airline-Gruppe in Zentral- und Osteuropa und arbeitet mit einer modernen Flotte von 126 Airbus A320 und A321. Engagierte Mitarbeiter sorgten mit hervorragendem Service und sehr niedrigen Ticketpreisen dafür, dass sich in den letzten zwölf Monaten 40 Millionen Passagiere für Wizz Air entschieden haben. Wizz Air ist an der Londoner Börse notiert und verfügt laut CH-Aviation über eine der jüngsten Flotten der Welt. Die Rating-Agentur airlineratings.com kürte Wizz Air kürzlich zu einer der zehn sichersten Fluggesellschaften der Welt.

IDRF: Beihilferegelung für Flugplätze genehmigt

„Eile ist geboten!“ so kommentiert die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) die nun von der EU-Kommission genehmigte Beihilferegelung für die von der Corona-Krise arg in Mitleidenschaft gezogenen deutschen Flugplätze. „Jetzt müssen die politisch Verantwortlichen in den Parlamenten die Haushaltsbeschlüsse fristgerecht formulieren und umsetzen, aber auch die nächsten Schritte im Auge haben“, fordert IDRF-Vorsitzender Ralf Schmid.

Beihilferegelung für deutsche Flugplätze

„Mit Beginn der Krise haben die Flugplätze sichergestellt, dass sie im notwendigen Umfang weiter zur Verfügung stehen“, ergänzt IDRF-Geschäftsführer Thomas Mayer. Dazu hätten sie ihre Dienste in Rücksprache mit den Behörden reduziert und alles in ihrer Macht stehende getan, um unnötige Kosten einzudämmen. „Klar war aber auch,“ so Mayer, „dass die Flugplätze trotz hoher Fixkosten und erheblicher Einnahmeausfälle die Stellung halten müssen, um weiterhin den systemrelevanten Flugbetrieb für medizinische Hilfsflüge, Polizei- und Rettungsdienste sowie dringend erforderliche Personen- und Frachtflüge zu ermöglichen.“

Rahmenregelung für Flugplätze

Mit der nun vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, erarbeiteten Rahmenregelung schafften Bund und EU die rechtlichen Grundlagen, um den finanziellen Herausforderungen, vor denen die Flugplätze stehen, zu begegnen. Gleichwohl bleibe den jeweiligen Parlamenten auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene selbst die Aufgabe, nun ausreichend Mittel bereit zu stellen. Da die EU-Kommission die Maßnahme zeitlich eng befristet hat, müssten parallel zum Ausgleich des bisher durch Corona entstandenen Schadens die Verantwortlichen in den Bundesministerien, den Behörden und den Flugplätzen sowie der Flugsicherung Vorsorge für den weiteren Verlauf der Krise treffen. So sollten die erforderlichen Betriebsdienste an den Flugplätzen schnell einem angemessenen und hinreichend sicheren Maß angepasst werden dürfen. Es sollten Investitionen in Remote-, Digitalisierungs- und Automatisierungstechnologien beschleunigt werden, um resilientere Infrastrukturen zu schaffen. Und nicht zuletzt sollte frühzeitig eine Fortsetzung für die jetzt vereinbarte Rahmenregelung entwickelt werden. Ralf Schmid: „Die Flugplätze brauchen Planungssicherheit, sonst hängen sie in der Luft.“

Die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF e.V.) ist ein im Juli 2005 gegründeter Zusammenschluss von derzeit 74 regionalen Verkehrsflughäfen und Verkehrslandeplätzen und insgesamt 130 Mitgliedern. Als Interessengemeinschaft der Dezentralen Luftfahrt setzt sich die IDRF für die optimale Nutzung der vorhandenen Anlagen und Kapazitäten sowie den bedarfsgerechten Erhalt und Ausbau einer flächendeckenden Luftverkehrsinfrastruktur in Deutschland ein.

Flughafen Dortmund zieht Ferienbilanz

Während der sechswöchigen Sommerferien in NRW nutzten insgesamt 215.511 Fluggäste den Dortmund Airport für ihre Reise. Das sind über 50 Prozent mehr als ursprünglich gedacht, jedoch 44 Prozent weniger, als während der Ferienzeit 2019 (2019: 384.963 Fluggäste). Insgesamt wurden 53 Ziele in 27 Ländern angeflogen.

Base-Eröffnung der Wizz Air sorgt für Anstieg der Passagierzahlen

Mit der Base-Eröffnung der Wizz Air Anfang August und der Wiederaufnahme des Flugverkehrs von Ryanair und Eurowings ab Dortmund stieg das Angebot an touristischen Warmwasserzielen deutlich an. Fluggäste konnten in den Ferien von Dortmund direkt auf die griechischen Inseln fliegen, zahlreiche Urlaubsorte in Italien besuchen oder in Spanien entspannen.

„Die Nachfrage hat sich im Verlauf des Monats Juli extrem positiv entwickelt“, so Guido Miletic, Abteilungsleiter für Marketing und Sales am Dortmund Airport. Vor den Ferien habe der Flughafen noch damit gerechnet, dass die Passagierzahl im Juli bei 30 Prozent des Vorjahresniveau liegen werde. „Tatsächlich waren es aber gut 50 Prozent“, so Miletic. In den ersten beiden August-Wochen kam es durch die Base-Eröffnung der Wizz Air nochmal zu einem deutlichen Anstieg der Passagierzahlen: „Anfang August durften wir bereits zwei Drittel der Fluggäste aus dem Vorjahr wieder begrüßen. Viele davon auf unseren neuen Strecken.“

Kattowitz war beliebtestes Ziel

Trotzdem war Kattowitz auch während der Sommerferien das beliebteste Ziel vom Dortmund Airport aus. Allein 22.072 Passagiere nutzten die Verbindungen von Wizz Air und Ryanair. Auch Bukarest erfreute sich mit 15.976 Passagieren großer Beliebtheit. Erst auf Platz drei folgt mit 15.940 Passagieren die Ferieninsel Mallorca.

Emirates fliegt wieder nach Birmingham, Cebu, Houston

Emirates bietet demnächst wieder Flugverbindungen nach Birmingham (ab 01. September), Cebu auf den Philippinen (ab 20. August) und Houston (ab 23. August) an. Nach Ankündigung der Wiederaufnahme der Liniendienste nach Kuwait-Stadt (bereits seit 05. August) und Lissabon (ab 16. August), wächst das internationale Streckennetz der Fluggesellschaft so auf 74 Destinationen. Damit ermöglicht Emirates sukzessive wieder mehr bequeme Verbindungen zwischen dem Nahen und Mittleren Osten, Afrika, dem asiatisch-pazifischen Raum, Europa sowie den USA via seinem Drehkreuz Dubai.

Emirates verbindet Birmingham viermal wöchentlich mit Dubai, Flüge zwischen Cebu und der Metropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten werden zweimal pro Woche angeboten. Die Flüge werden mit Jets des Typs Boeing 777-300ER durchgeführt. Verbindungen zwischen Houston und dem Drehkreuz Dubai finden dreimal wöchentlich mit einer Maschine des Typs Boeing 777-200LR statt. Die Airline bietet damit Flugverbindungen zu sechs US-Destinationen mit insgesamt 27 wöchentlichen Flügen. Neben Houston (ab 23. August) werden auch New York JFK, Washington DC, Boston (ab 15. August), Chicago und Los Angeles bereits wieder angeflogen.

Die Einreise nach Dubai ist zudem sowohl für Urlauber als auch für Geschäftsreisende wieder möglich. COVID-19 PCR-Tests sind für alle in Dubai (und den Vereinigten Arabischen Emiraten) ankommenden Passagiere im Einreise- und Transitverkehr obligatorisch, einschließlich Bürger der VAE sowie Einwohner und Touristen, unabhängig davon, aus welchem Land diese einreisen.

Destination Dubai

Von weiten Stränden und kulturellen Attraktionen bis hin zu Gastfreundschaft und hochmodernen Freizeiteinrichtungen: Dubai ist eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Im Jahr 2019 begrüßte die Stadt 16,7 Millionen Besucher und war Gastgeber von mehreren hundert Konferenzen, Ausstellungen sowie Sport- und Kulturveranstaltungen. Die Metropole ist eine der ersten Städte weltweit, die vom World Travel and Tourism Council (WTTC) die Klassifizierung „Safe Travels“ erhalten hat. Dies spiegelt die umfassenden und effektiven Maßnahmen der Metropole zur Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit der Gäste wider. Die ab Herbst in Dubai geplante Weltausstellung Expo 2020 wurde um ein Jahr verschoben und findet nun vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 statt.

Deckung von Covid-19-bedingten medizinischen Kosten während der Reise

Fluggäste können wieder mit mehr Zuversicht reisen, weil Emirates sich als erste Airline der Welt dazu verpflichtet hat, durch Covid-19- bedingte medizinische Kosten während der Reise für diese zu übernehmen. Die Deckung für COVID-19-bezogene Kosten bietet Emirates seinen Kunden unabhängig von der Reiseklasse oder dem Reiseziel kostenfrei an. Sie gilt ab sofort für Fluggäste, die bis zum 31. Oktober 2020 mit Emirates fliegen (der erste Flug muss am oder vor dem 31. Oktober 2020 abgeschlossen werden). Die Gültigkeit beträgt 31 Tage ab dem Zeitpunkt, an dem Passagiere den ersten Abschnitt ihrer Reise zurücklegen. Das bedeutet, dass Kunden von Emirates weiterhin von der zusätzlichen Sicherheit durch die Kosten-Deckung profitieren können, auch wenn sie nach der Ankunft an ihrem Emirates-Zielort in eine andere Stadt weiterreisen. Die Nummer der Hotline und Einzelheiten darüber, welche Kosten im Zusammenhang mit COVID-19 gedeckt sind, sind unter www.emirates.com/COVID19assistance verfügbar.

Gesundheit und Sicherheit

Emirates hat ein umfassendes Maßnahmenpaket für jeden Reiseabschnitt eingeführt, um die Sicherheit seiner Passagiere und Mitarbeiter am Boden sowie in der Luft zu gewährleisten. Dazu gehören kostenlose Hygienekits mit Masken, Handschuhen, Handdesinfektionsmitteln und antibakteriellen Tüchern für alle Fluggäste. Nach der Landung in Dubai durchläuft jedes Flugzeug ein optimiertes Reinigungs- und Desinfektionsverfahren. Weitere Informationen dazu unter www.emirates.com/yoursafety.

Reisebeschränkungen

Fluggäste sollten beachten, dass Reisebeschränkungen weiterhin bestehen und Passagiere nur dann auf Flügen akzeptiert werden, wenn sie die Anforderungen und Einreisekriterien der jeweiligen Zielländer erfüllen. Weitere Informationen unter dem Link www.emirates.com/travelrestrictions. Die Reisebestimmungen für Einwohner Dubais sind unter www.emirates.com/returntoDubai veröffentlicht.

Emirates fliegt derzeit zu über 70 Zielen weltweit und bietet Reisenden zwischen den Regionen Europa, Naher und Mittlerer Osten, Afrika, Asien-Pazifik sowie Amerika sichere und bequeme Flüge über sein Drehkreuz Dubai. Von Deutschland aus verbindet Emirates mit aktuell 12 wöchentlichen Linienflügen ab Frankfurt (seit 1987 im Streckennetz) sowie vier wöchentlichen Liniendiensten ab München (seit 1999 im Streckennetz) Menschen und Orte auf der ganzen Welt. An Bord einer modernen Flotte bietet Emirates in allen Klassen seinen Gästen vielfach ausgezeichneten Komfort und Service, die Gastlichkeit seiner internationalen Kabinenbesatzung sowie ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm mit über 4.500 On-Demand-Kanälen.

Emirates SkyCargo, die Frachtdivision von Emirates, transportiert aktuell dringend benötigte medizinische Hilfsgüter und andere Waren auf Linien-, Ad-hoc und Charterflügen zu über 100 Destinationen auf der ganzen Welt.

Ryanair-Piloten warten auf Klarheit über Arbeitsplätze

Seit fast drei Wochen warten die in Deutschland stationierten Pilotinnen und Piloten der Ryanair Group darauf, dass der Arbeitgeber ihnen den Fortbestand ihrer beruflichen Perspektive bestätigt. So lange ist es her, dass sie sich mit dem Arbeitgeber geeinigt und im Wesentlichen geliefert haben, was die Ryanair-Tochter Malta Air sich für Deutschland vorgestellt hatte.

Piloten bangen um Zukuft

Der Arbeitgeber hatte zuvor Druck aufgebaut mit der Ankündigung, einzelne Stationen in Deutschland zu schließen und an allen anderen Stationen Mitarbeiter freizusetzen. Die Schuld dafür gab er allein der Vereinigung Cockpit: Man hatte sein Forderungspaket nicht akzeptiert. Obwohl dieser Grund durch die vor drei Wochen erfolgte verbindliche Einigung längst weggefallen ist, erhält Malta Air den Druck und die Belastung für die Pilotinnen und Piloten aufrecht: Um ihre Stationen und ihre Zukunft müssen sie weiter bangen. 

Auf zahlreiche Anfragen der Vereinigung Cockpit jedenfalls gibt es seit dem 25. Juli nur Schweigen.

Ryanair-Management gefordert

„Wir sehen beim Ryanair-Management weiterhin das altbekannte Muster aus hohem Druck gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Unverlässlichkeit bei der Umsetzung von Verhandlungsergebnissen,“ kommentiert Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit, das Verhalten der Arbeitgeberseite. „Wir fordern Ryanair daher auf, endlich Klarheit und Sicherheit für die Beschäftigten herzustellen. Das steht Ihnen zu.“

United Airlines reinigt Flugzeugcockpits mit UV-Licht

1

Für ein Höchstmaß an Sauberkeit und Hygiene an Bord der Flugzeuge setzt United Airlines ab sofort UV-C-Lampen zur Desinfektion der Cockpits ein. Das ultraviolette Licht der verwendeten Speziallampen der American Ultraviolet Company eignet sich sehr gut dafür, die Oberflächen im Cockpit, insbesondere die hochsensiblen Monitore, Schalter und Touchscreens, effizient von Bakterien und Viren zu reinigen, so dass für die Crew auch in diesem Bereich die Möglichkeit einer Übertragung auf ein Minimum reduziert wird.

United CleanPlus Programm

United hat das Verfahren im Rahmen des Programms United CleanPlus in enger Zusammenarbeit mit der Cleveland Clinic entwickelt sowie die Wirksamkeit verschiedener Lampen getestet. Das neue Verfahren kommt an den Drehkreuzen der Airline in den USA vor nahezu jedem Abflug einer United-Maschine zum Einsatz.

Zusätzliche Reinigung der Flugzeugkabinen

Für die zusätzliche Reinigung der Flugzeugkabinen an den United-Drehkreuzen arbeitet die Fluggesellschaft bereits seit einiger Zeit mit einem elektrostatischen Sprühsystem, das die Oberflächen an viel genutzten, aber auch an schwer zugänglichen Stellen schnell und gründlich desinfiziert.

Flughafen Frankfurt veröffentlicht niedrige Verkehrszahlen

Die Passagierzahlen am Flughafen Frankfurt sind in der Kalenderwoche 32 weiterhin gesunken. Der Flughafen zählte 353.438 Passagiere, ein Minus um 77,5 Prozent gegenüber der Kalenderwoche 32 des Vorjahres.

Die negative Entwicklung im Passagieraufkommen basierte weiterhin auf den Reisebeschränkungen und dem Nachfrageeinbruch infolge der COVID-19-Pandemie.

Das Cargo-Aufkommen ging mit 34.490 Tonnen um 11,0 Prozent zurück. Ausschlaggebend für den Rückgang waren weiterhin überwiegend die fehlenden Kapazitäten aus der Beiladefracht in Passagiermaschinen.

KW 32/2020WocheΔ %*
Passagiere353.438-77,5%
Cargo (Fracht & Post in t)34.490-11,0%
Flugbewegungen4.023-61,3%
  • * Vergleich zu KW 32/2019

Flughafen Basel-Mulhouse: Anflüge auf Piste 33 bei 9%

0

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und die französische Luftfahrtaufsicht (DGAC) haben ihre Analyse zur Nutzung des Instrumentenlandesystems (ILS) der Piste 33 des Flughafens Basel-Mulhouse für 2019 abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr verkleinerte sich der Anteil Landungen auf Piste 33 von 11 auf 9 Prozent und damit unter den festgelegten Grenzwert von 10 Prozent. Das BAZL und die französische Flugsicherung (DSNA) überprüfen weiterhin mögliche Massnahmen zur Einhaltung der Grenzwerte.

42.416 Instrumentenlandungen auf Piste 33

2019 erfolgten auf dem Euroairport insgesamt 42.416 Instrumentenlandungen, davon 3.827 aus Richtung Süden auf der Piste 33. Dies entspricht einem Anteil von 9 Prozent, einem Prozent weniger als die Pistennutzungsbedingungen für Instrumentenlandungen auf der Piste 33 vorsehen. Hauptgrund für die Landungen auf Piste 33 sind – wie in den Vorjahren – die Windverhältnisse mehrheitlich aus nördlicher Richtung. Denn es wird immer gegen den Wind gestartet und gelandet. Die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) hat für Flugzeuglandungen eine maximal zulässige Rückenwindkomponente von fünf Knoten (9km/h) festgelegt. Wird dieser beim Anflug auf die Hauptlandepiste 15 überschritten, muss aus Sicherheitsgründen in Gegenrichtung aus Süden auf Piste 33 gelandet werden.

Nutzungsbedingungen für die Piste 33 eingehalten

Das BAZL und die DSNA werden die 2019 aufgegriffenen Arbeiten zur Identifizierung von Massnahmen fortsetzen, sodass die Nutzungsbedingungen für die Piste 33 gemäss Übereinkommen vom 10. Februar 2006 langfristig eingehalten werden können. Nebst der Berücksichtigung meteorologischer Entwicklungen – es ist eine Zunahme der Bisenlagen in der Schweiz zu beobachten – ist in diesem Kontext ebenfalls eine Zunahme der Instrumentenflugbewegungen am Flughafen Basel-Mulhouse insgesamt zu berücksichtigen. Dieser hat seit 2007 um 22.8 Prozent zugenommen.

Der Bericht des BAZL und der DGAC zur Nutzung des Instrumentenlandesystems der Piste 33 kann weiter unten unter «Dokumente» oder in der Rubrik «Weiterführende Informationen» auf der BAZL-Website heruntergeladen werden.

Erläuterungen zu Instrumentenlandungen auf der Piste 33:

Das Übereinkommen vom 10. Februar 2006 zu den Pistennutzungsbedingungen für Instrumentenlandungen auf der Piste 33 des Flughafens Basel-Mulhouse sieht vor, dass die französischen und schweizerischen Luftfahrtbehörden jährlich einen Bericht über die Anzahl Landungen und die Nutzungsbedingungen erstellen.

Ausschlaggebend für die Pistenwahl sind die vom Flugwetterdienst am Flughafen gemessenen Windwerte und Prognosen. Wenn der Rückenwind bei einem auf der Hauptlandepiste 15 landenden Flugzeug den Wert von 5 Knoten übersteigt, muss gemäss den internationalen Empfehlungen der für die Zivilluftfahrt zuständigen Organisation ICAO von Süden her auf der Piste 33 gelandet werden.

Wenn der Anteil dieser Landungen innerhalb eines Jahres 8 Prozent aller Instrumentenlandungen übersteigt, analysieren die französische Direction des services de la navigation aérienne (DSNA) und das BAZL die Ursachen der Übertretung. Für den Fall, dass die Überschreitung während des Kalenderjahres 10 Prozent übersteigt, nehmen die beiden Luftfahrtbehörden Konsultationen auf mit dem Ziel, Massnahmen zu treffen, um die prozentuale Nutzung der Piste 33 wieder unter die 10-Prozent-Marke zu bringen.