Nach knapp einjähriger Bauphase übergibt Fraport die Schlüssel für eine neue Frachtabfertigungshalle an die künftige Betreibergesellschaft Swissport Cargo Services Deutschland GmbH. Für die bedarfsgerechte Planung und Realisierung des Objekts zeichnete die Immobilienentwicklung der Fraport AG verantwortlich. Der Neubau verfügt über 17.000 Quadratmeter Hallenfläche, inklusive spezieller, temperaturkontrollierter Zonen für die Abfertigung von sensitiven, pharmazeutischen Produkten. Hinzu kommen weitere 2.400 Quadratmeter Büro- sowie Sozialflächen.
Photovoltaik-Anlage erzeugt 1,5 Millionen Kilowattstunden
Die Inbetriebnahme durch Swissport ist für den November vorgesehen. Auf dem Flachdach der Fracht-Immobilie geht dann auch die erste große Photovoltaik-Anlage des Airports ans Netz. Sie wird pro Jahr etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden klimaneutralen Stroms erzeugen. Damit ließen sich mehr als 450 Haushalte mit vier Personen ein Jahr lang mit Strom versorgen.
„Die Immobilie wird höchsten Anforderungen an ein modernes Luftfracht-Handling gerecht“, betont Felix Kreutel, Bereichsleiter Immobilien und Energie. „Die Halle verbindet Luft- und Landseite des Airports über separate Frachthöfe und setzt mit einem zukunftsweisenden Material-Handling System einen wichtigen Schritt zur weiteren Automatisierung der Frachtprozesse um. Die Ausstattung des neuen Frachtzentrums ist an den strengen Kriterien der International Air Transport Association (IATA) ausgerichtet und soll nach Inbetriebnahme auch durch deren Pharma-Zweig CEIV-zertifiziert werden“, führt er aus. Das hochkomplexe Projekt sei ein weiterer aussagekräftiger Beleg für das außergewöhnlich breite Portfolio und die ausgewiesene Expertise der Fraport-Immobilienentwicklung.
„Wir freuen uns, die Fracht unserer Kunden in Frankfurt ab November in einem der modernsten Luftfrachtzentren Europas abfertigen zu können. Unsere neue Frachthalle weist 50 Prozent mehr Handling-Kapazität auf und ist damit ein Bekenntnis zum Wachstum am Standort Frankfurt“, so Willy Ruf, Senior Vice President Central & Eastern Europe der Swissport International AG. „Mit dem integrierten Swissport Pharma Center, das über mehrere Kühlzonen verfügt, sind wir für die hohen Anforderungen bei den temperaturkontrollierten Medikamenten- und Impfstofftransporten gerüstet.“
Leuchtturmprojekt auf dem Weg zu Klimaneutralität
Mit Fertigstellung der Fracht-Immobilie geht am Flughafen Frankfurt auch erstmalig eine Photovoltaik-Anlage im großen Stil in Betrieb. Die Panel zur Erzeugung klimaneutralen Stroms werden eine jährliche Leistung von gut 1,5 Millionen Kilowattstunden zunächst in das Versorgungsnetz der CargoCity Süd einspeisen. Der Strom aus eigener Produktion fließt in verschiedene Liegenschaften am Flughafen und wird später auch im Terminal 3 zur Klimatisierung sowie für den Betrieb weiterer Gebäudetechnik wie Beleuchtung, Fahrstühle, Rolltreppen und ähnliche Einrichtungen genutzt werden.
Entscheidender Impuls für Logistikstandort
Mit rund 2,1 Millionen Tonnen umgeschlagener Fracht im Jahr 2019 ist der Flughafen Frankfurt eines der führenden Luftfrachtdrehkreuze Europas. Die hochmoderne Halle von Swissport wird diese Funktion mit einer Kapazität von über 200.000 Tonnen pro Jahr weiter stärken. Auch beim Handling von Pharmaprodukten steht der Flughafen Frankfurt europaweit an der Spitze. Die derzeit etwa 12.000 Quadratmeter temperaturgeführten Umschlageflächen werden mit Inbetriebnahme der Swissport-Halle noch einmal um circa 2.000 Quadratmeter erweitert.
Neue Swissport Frachthalle
Neue Swissport Frachthalle mit Lkw-Toren
„Der Flughafen Frankfurt gilt weltweit als beispielhaft für die Entwicklung eines erfolgreichen Logistik-Hubs. Die neue Halle ist ein weiterer Meilenstein innerhalb dieses Prozesses und wird den Logistikstandort Frankfurt Airport nachhaltig stärken. Mit der Übergabe der Immobilie an Swissport schreiben wir diese Erfolgsgeschichte fort und bieten eine hervorragende Ausgangslage für die weitere Entwicklung des Luftfrachtgeschäfts“, betont Max Philipp Conrady, Leiter Zentrale Frachtinfrastruktur des Flughafenbetreibers Fraport. „Denn auch in aktuell schwierigen Zeiten der Pandemie, in den der weltweite Luftverkehr sehr stark eingeschränkt ist, hat sich gezeigt, dass dem Flughafen Frankfurt als Logistikdrehscheibe eine besondere Systemrelevanz zukommt“, weiß er.
Alle Fakten im Überblick
Kapazität: über 200.000 Tonnen Fracht pro Jahr
Lagerfläche: 17.000 Quadratmeter
Büro- und Sozialfläche: 2.400 Quadratmeter
Außen-/Rangierflächen: 12.500 Quadratmeter
Temperaturzonen im Pharma-Center:
1.300 Quadratmeter (15 bis 25°C)
280 Quadratmeter (2 bis 8°C)
Modernes Material-Handling System zur Automatisierung des Frachtumschlags
31 Tore für Lkw/Transporter, davon fünf inkl. Truck-Docks für ULD-Handling
Vollflächige Dach-Photovoltaikanlage mit einer Anlagennennleistung von ca. 1.550 kWp
Wasserrechtliche Eignungsfeststellung der Umschlagflächen gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
Die Anzahl Lokalpassagiere sank im August 2020 um 72.3% auf 599.157. Der Anteil der Umsteigepassagiere lag bei 16.8% (-13.6 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr) und die Zahl der Umsteigepassagiere sank um 87.2% auf 121.464.
Flugbewegungen gesunken
Die Anzahl Flugbewegungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 57.0% auf 10.852 Starts oder Landungen. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit 94.4 Fluggästen -31.6% unter dem Vorjahresniveau. Die Sitzplatzauslastung ist im Berichtsmonat um 25.0 Prozentpunkte auf 58.5% gesunken.
Mit der Schlüsselübergabe haben die ersten Mieter ihre Büros bereits in der 26.000 m2 großen neuen Arbeitswelt in der Airport City Vienna bezogen, der Office Park 4 bietet Raum für rund 2.500 Beschäftigte – Flexible Arbeitsbereiche, vielfältige Co-Working Angebote und topmoderne Eventflächen – Bürogebäude besticht durch bahnbrechende Energieeffizienz – Energieverbrauch bei weniger als einem Drittel verglichen mit anderen Büroneubauten.
Office Park 4 öffnet seine Pforten
Der Office Park 4, einer der modernsten Bürokomplexe Österreichs, hat seit 14. September 2020 seine Pforten offiziell geöffnet. Damit wächst die Airport City Vienna am Flughafen Wien um weitere 26.000 m2 an Büro- und Konferenzfläche direkt neben dem Tower. Die markante Landmark an der Einfahrt zum Airport ist aber längst nicht nur Bürostandort, sondern Event-Location und flexibler Co-Working Space zugleich. Ein eigener Kindergarten mit bis zu 7 Gruppen und flexiblen Öffnungszeiten sowie Gastronomieeinrichtungen im Haus runden das vielfältige Angebot ab. Die neue Immobilie wurde heute offiziell von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wiens Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke, den Flughafen Wien-Vorständen Günther Ofner und Julian Jäger und dem Architekten Heinz Neumann eröffnet.
„Ich freue mich, dass wir in dieser herausfordernden Zeit mit dem Office Park 4 in der Airport City ein so wichtiges Signal für Wachstum, Wirtschaft und Arbeitsmarkt setzen. Der Office-Park 4 bietet Kapazitäten für weitere 2.500 Arbeitsplätze und schafft damit wichtige Impulse für die gesamte Region“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
„Der Office Park 4 ist ein beeindruckendes Zeichen dafür, dass der Flughafenbetrieb nie wirklich stillgestanden ist und hier Ideen für die Zukunft weitergeführt worden sind. Der Neubau setzt neue Maßstäbe in Hinblick auf Büroinfrastruktur und bringt Wachstumsimpulse für die Region rund um Wien. Der Flughafen Wien ist für Wien das Tor zur Welt, wichtiger Arbeitgeber und eine Lebensader für die Wiener Wirtschaft sowie für den Tourismus. Genau solche Initiativen braucht es jetzt, um die Region zu fördern und die Wertschöpfung weiter auszubauen“, sagt der Wiener Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.
„Mit dem Office Park 4 schaffen wir eine neue Arbeitswelt auf höchstem Qualitätsniveau inmitten der Airport City Vienna. Rund 2.500 Arbeitnehmer sollen hier arbeiten. Damit setzt der Flughafen Wien trotz Corona-Krise ein Zeichen für die Zukunft. Die Nachfrage nach den neuen Räumlichkeiten ist groß. Erste Mieter sind bereits eingezogen und genießen das überlegene Preis-Leistungs-Verhältnis der Airport City Vienna, viele weitere Betriebe stehen auf der Interessentenliste. Neue Maßstäbe setzten wir bei der Energieeffizienz, der Energieverbrauch liegt bei weniger als einem Drittel im Vergleich zu konventionellen Büros“, so Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.
„Der Ausbau der Airport City ist eine wertvolle Ergänzung für die Kernfunktionen des Flughafens und bietet durch die flexiblen Co-Working Angebote perfekte Arbeitsmöglichkeiten vor allem auch für Reisende. Mit dem großzügigen Conferencing-Angebot wird der Standort künftig noch attraktiver für Events jeder Art“, erklärt Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.
„Architektur ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wir freuen uns über die Eröffnung dieses flexibel nutzbaren Gebäudes, das den Anforderungen an neue Arbeitswelten bestmöglich gerecht wird. Der Office Park 4 ist aber nicht nur reines Designobjekt, sondern als Beitrag zu einem ressourcenschonenden Lebenswandel zu verstehen“, betonte Architekt Heinz Neumann.
Vom Speziallogistiker bis zur Start-up Schmiede
Die ersten Mieter sind bereits in den Office Park 4 eingezogen und kommen aus den unterschiedlichsten Branchen: Darunter finden sich unter anderem die BR International Consulting Services (Speziallogistiker für Schienentransport), die global größte Innovationsplattform Plug and Play aus Kalifornien, der internationale Luft- und Seefrachtspediteur C.H. Robinson und der bilinguale Kindergarten Luftikus. Das Interesse am neuen Bürogebäude ist groß. Das spiegelt sich auch im Auslastungsgrad der Vorvermietung wider, der mit 40 bis 50 Prozent trotz Krise besonders gut ist.
Neue Arbeitswelt mit vielfältigen Conferencing-Möglichkeiten
Der Office Park 4 erstreckt sich über zehn Ebenen. Charakteristisch sind seine lichtdurchfluteten Räumlichkeiten, die über modernste Technologieausstattung verfügen. Je nach Bedarf sind pro Etage flexible Arbeitsbereiche in den Größen zwischen 180m² und 2.700m² zu mieten. Ein besonderes Highlight sind die zweistöckigen Eventflächen und Showrooms mit 1.200 m2. Flexible Wände verleihen jeder Veranstaltung aufgrund der individuellen Gestaltungsmöglichkeiten besondere Exklusivität.
Eine High-Speed-Internetverbindung von bis zu 10 Gbps sorgt dafür, dass man in Echtzeit mit der ganzen Welt verbunden ist. Geräumige Begegnungszonen, ein Kindergarten sowie Gastronomieeinrichtungen lassen das Arbeitserlebnis und den Wohlfühlfaktor der Beschäftigten zusätzlich steigen. Außerdem stehen ausreichende Parkkapazitäten durch die hauseigene Tiefgarage sowie durch das Parkhaus 3 bereit. Die neue Fußgängerbrücke gleich bei der Einfahrt zum Flughafen verbindet das Areal des Office Park 4 direkt mit dem Parkhaus 3, dem Terminal 1 sowie den öffentlichen Verkehrsmitteln CAT und S-Bahn. Rund € 60 Mio. hat die Flughafen Wien AG in die neue Immobilie investiert.
Innovatives Design und ökologisches Meisterwerk
Für Design und Gestaltung zeichnet das renommierte Wiener Architektenbüro HNP architects ZT GmbH, unter der Führung von Heinz Neumann, Oliver Oszwald und Florian Rode, verantwortlich. Ein durch die Luftfahrt inspirierter Gebäudegrundriss und ein hoher Glasanteil verleihen der neuen Büroimmobilie im Herzen der Airport City ein zeitgemäßes Design. Die zu etwa 60 Prozent transparente Fassadenfläche lässt viel Tageslicht in die Räumlichkeiten des Office Park 4 fließen und berücksichtigt durch ihre spezielle Formung gleichzeitig den Windkomfort. Vorzeigecharakter hat der Office Park 4 in Hinblick auf seine nachhaltige Bauweise und Energieeffizienz. Eine große Rolle spielt Geothermie, das Kühlen und Heizen mit thermischer Energie. Außerdem befindet sich auf dem Dach eine Photovoltaikanlage für die optimale Nutzung von nachhaltigen Energiequellen. Dafür wurde der Office Park 4 noch vor seiner Fertigstellung von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) mit dem Platin-Vorzertifikat ausgezeichnet.
Technische Daten zum Office Park 4
Für das neue Bürogebäude wurde rund 60.000 Kubikmeter Erde ausgehoben. Das entspricht in etwa dem siebenfachen Volumen aller Schwimmbecken des Wiener Stadionbades. Mehr als 1.500 Quadratmeter an Wandschalungen kamen zum Einsatz. Da der Office Park 4 mit thermischer Energie beheizt bzw. gekühlt wird, wurden 450 Energiepfähle im Boden errichtet und rund 39 Kilometer an Geothermie-Leitungen verlegt.
Airport City Vienna: Perfekter Betriebsstandort
Die Entwicklung des Immobilienstandortes Flughafen zu einer multifunktionalen Airport City ist ein wesentliches Element der Flughafen-Strategie. Mit einer Logistikfläche von rund 40.000m², einem Office-Angebot von mehr als 100.000m² Büro- und Eventflächen, verschiedenen Nahversorgungs- und Serviceeinrichtungen, wie Supermärkten, Apotheke, Gesundheitszentrum, Fitnesscenter, 24/7-Post Partner, KFZ-Zulassungsstelle, Friseur und zahlreichen weiteren Angeboten, ist der Flughafen Wien ein perfektiver Betriebsstandort. Zusätzlich gewinnt die Airport City durch die leistungsfähige Verkehrsanbindung an Straße, Schiene und Luft besondere Attraktivität und bietet ideale Voraussetzungen für Betriebsstandorte. Für das umfassende Nachhaltigkeitsmanagement erhielt die Airport City Vienna das österreichweit erste Quartierszertifikat der österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI).
Ab sofort können sich Schülerinnen und Schüler für den diesjährigen Deutschen CanSat Explorer Wettbewerb bewerben, den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt. Gesucht werden technikbegeisterte Jugendliche ab 14 Jahren, die im Team einen eigenen Minisatelliten bauen wollen. Aufgabe des Satelliten in der Größe einer Getränkedose ist die Erkennung von Objekten am Boden. Dafür werden die fertigen Satelliten im Frühjahr 2021 mit einer Rakete in eine Höhe von etwa einem Kilometer gebracht.
Über den CanSat Explorer Wettbewerb:
In Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen der Luft- und Raumfahrtindustrie findet der CanSat Wettbewerb angesichts der Covid-19-Pandemie dieses Mal auf kontaktarme Weise statt, wobei das Können der Schülerinnen und Schüler mit einer besonderen Aufgabe herausgefordert wird.
Ein CanSat Explorer Team besteht aus mindestens vier Jugendlichen und einer betreuenden Person. Im Laufe des Wettbewerbes soll das Team einen Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose bauen, der mit Hilfe von Hardware wie z. B. Kameras unbekannte Objekte detektieren kann. Für den Bau ihres CanSats haben die Teams etwa sechs Monate Zeit. Im Laufe des Wettbewerbes werden die Teams ihre Umsetzung der Missionsaufgabe in mehreren Berichten und vor den anderen Teams online präsentieren. Dies dient als Bewertungsgrundlage für die Jury von Fachleuten aus der Luft- und Raumfahrt.
Dosensatelliten bereit für den Take-off (Foto: DLR)
Satelliten starten auf dem Flugplatz Rotenburg
Im Frühjahr 2021 werden die gebauten Satelliten nach Bremen gesendet und auf dem Flugplatz Rotenburg (Wümme) mit einer Rakete auf etwa einen Kilometer Höhe gebracht. Dabei wird getestet, wie gut die einzelnen CanSats etwa mithilfe von Kameras verschiedene Objekte auf dem Boden des Flugplatzes erkennen können.
Da die Minisatelliten nicht von den Teams selbst gestartet werden können, müssen die Schülerinnen und Schüler eine genaue Betriebsanleitung entwerfen. Auch die Auswertung der Aufzeichnungen und die Interpretation der Daten sind wichtige Aufgaben.
Die Bewerbungsphase endet am 18. Oktober 2020.
Alle Mitveranstalter, Förderer und Partner auf einen Blick:
ArianeGroup, Auf Distanz, Bremen Airport, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), DSI Aerospace Technologie GmbH (DSI), Europäische Union über den European Regional Development Fund, Europäische Weltraumorganisation (ESA), European Space Education Resource Office Germany (ESERO Germany), Flugplatz Rotenburg (Wümme), Gymnasium Vegesack, Institut für Aerospace-Technologie (IAT) der Hochschule Bremen, moskito 360° Markenagentur, OHB Bremen, Rocketronics, Ruhr-Universität Bochum, Senatorin für Kinder und Bildung, Silver Atena GmbH, Spacebenefit e.V., Technisches Bildungszentrum Mitte, VDI e.V. Bremer Bezirksverein, Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen.
Aktuell finden erstmals seit den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wieder Flüge der Forschungsflugzeuge Polar 5 und Polar 6 vom Flughafen Longyearbyen auf Spitzbergen in die zentrale Arktis statt. Beide Maschinen fliegen im Rahmen der MOSAiC-Expedition unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) zur Untersuchung von Atmosphäre und Meereis. Mit an Bord: die hochauflösende Luftbildkamera MACS (Modular Aerial Camera System) sowie Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Besonders interessiert die Forschenden, wie sich die Dicke des untersuchten Meereises entwickelt und wie die Veränderungen der Eisflächen besser sichtbar gemacht werden können. Die zudem beteiligten DLR-Atmosphärenforscher wollen herausfinden, auf welche Weise sich Wolken über dem Arktischen Ozean bilden.
Vom Mount Everest in die Arktis
Bereits eine frühere Version des Kamerasystems MACS hat am Mount Everest im Himalya Aufnahmen von Eis und Schnee unter extremen Umweltbedingungen in 3D und hoher Detailtiefe geliefert. „Diese Erfahrungen haben wir genutzt, um nun ein weiterentwickeltes Kamerainstrument zur Fernerkundung polarer Regionen zu entwickeln, das neben einem Kanal für sichtbares Licht auch über einen Kanal für das nah-infrarote Licht sowie für thermales Infrarot verfügt“, berichtet Jörg Brauchle vom Berliner DLR-Institut für Optische Sensorsysteme, der mit an Bord der Polar 6 fliegt. „Damit schließen wir eine Lücke zwischen der sehr aufwendigen detaillierten Erkundung am Boden und den großflächigen, aber geringer auflösenden Fernerkundungsdaten aus dem Weltall“, so Brauchle weiter.
Sensorik am Forschungsflugzeug Polar 5 (Foto: DLR)
Am Arbeitsplatz in der Polar 6 (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath)
Eis-Bedeckungsgrad auf dem Wasser sehr hochaufgelöst
Die MACS-Aufnahmen aus der Luft ermöglichen es, automatisch den Eis-Bedeckungsgrad auf dem Wasser sehr hochaufgelöst zu bestimmen. Zudem helfen die optischen Aufnahmen den Forschern Rauigkeiten von Eis und Schnee abzuleiten, um beides besser charakterisieren und klassifizieren zu können sowie Prozesse im Meereis besser zu verstehen. Die nah-infraroten Aufnahmen dienen zur automatischen Detektion von Wasser und Eisschollen, die thermalinfraroten Bilder lassen Temperaturunterschiede zwischen Eis und Umgebung sowie überfrierende Risse besser erkennen. Durch die hohe Aufnahmerate von vier Bildern pro Sekunde ist es möglich, auch bei tiefen Flügen von nur 100 Metern über Grund lückenlos alles aufzunehmen, was sich unter dem Flugzeug befindet. Es können Details von bis zu zwei Zentimetern Größe erkannt werden.
Seit den ersten Flügen Anfang September konnten mit MACS mehr als 300.000 Bilder aufgenommen werden. „Selbst bei den derzeit sehr geringen Temperaturunterschieden zwischen Wasser und Eis sind deutliche thermale Signaturen erkennbar“, unterstreicht Brauchle. „Wenn die Kamera auf einer der kommenden Winterexpeditionen eingesetzt wird, sind noch größere Temperaturunterschiede zu erwarten, die der leistungsfähige Thermalsensor dokumentieren wird.“ Insgesamt helfen die detaillierten Eis-Daten bei der Verbesserung von Klimamodellen und dienen als Trainingsgrundlage für neue KI-Methoden, mit deren Hilfe die große Anzahl an Bildern ausgewertet werden sollen. Neben der Dokumentation der Oberflächeneigenschaften des Meereises kommt für die Meereisdickenmessung an Bord der Polar 6 ein elektromagnetisches Messsystem (EM-Bird) des AWI zum Einsatz, welches vom Flugzeug in 15 Metern Höhe über die Eisoberfläche geschleppt wird.
Arktische Wolke (Foto: DLR)
Messung Treibeis (Foto: DLR)
Eisstrukturen und Eisbärenspuren auf einer arktischen Eisscholle (Foto: DLR)
Tropfengrößenverteilung und Analyse von Eiskristallformen für die Wolkenforschung
Während Polar 6 das Meereis des Arktischen Ozeans vermisst, konzentriert sich die Crew der Polar 5 auf die Untersuchung der Atmosphäre und der Wolken über dem Arktischen Ozean. Von vorhergehenden Untersuchungen weiß man, dass Wolken maßgeblich zur rasanten Erwärmung der Arktis beitragen. Moderne Atmosphärenmodelle aber unterschätzen bislang den Einfluss der Wolken und simulieren ihn noch zu unpräzise. Aus diesem Grund vermisst das Team aus Forschenden des AWI, des DLR sowie der Universitäten Leipzig, Bremen, Köln, Mainz und Clermont Auvergne die Luftmassen großräumig über dem Arktischen Ozean und untersucht im Detail alle für die Wolkenbildung relevanten Faktoren.
„An Bord von Polar 5 messen wir mikrophysikalische Wolkeneigenschaften wie Tropfengrößenverteilung, Phase, Eis- und Flüssigwassergehalt sowie die Eiskristallformen“, erklärt Valerian Hahn vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre. „Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf arktischen Mischphasenwolken“, ergänzt Manuel Moser desselben Instituts. Die Forschenden folgen bei ihren Messungen in der arktischen Luft unter anderem auch der Route, die zuvor der Forschungseisbrecher Polarstern im Rahmen der MOSAiC-Kampagne genommen hat.
Im August zählte der Flughafen Frankfurt gut 1,5 Millionen Passagiere, ein Minus von 78,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Rückgang betrug damit erstmals seit März weniger als 80 Prozent. Kumuliert über die ersten acht Monate des Jahres ging das Fluggastaufkommen um 68,4 Prozent zurück.
Der Rückgang in der Passage ist nach wie vor auf die geltenden Reisebeschränkungen und dem hieraus resultierenden Nachfrageeinbruch infolge der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Der leicht positive Trend auf der Nachfrageseite insbesondere durch Urlaubsreiseverkehre setzte sich im August fort. Im Juli betrug der Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat noch 80,9 Prozent. Im September zeigen sich hingegen bereits die ersten negativen Auswirkungen der pauschalen Quarantäne-Anordnung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten (minus 80,7 Prozent in Kalenderwoche 36).
Luftfracht: Auch ohne Belly deutlich stabiler
Die Zahl der Flugbewegungen war im Berichtszeitraum mit 17.695 Starts und Landungen um 61,9 Prozent rückläufig. Die Summe der Höchststartgewichte ging um 60,5 Prozent auf rund 1,1 Millionen Tonnen zurück. Trotz der weiterhin fehlenden Kapazitäten aus der Beiladefracht in Passagiermaschinen verringerte sich das Cargo-Aufkommen im August um lediglich 7,0 Prozent auf 160.937 Tonnen.
Auch die internationalen Konzern-Flughäfen waren im August weiterhin von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Dank der Ferienflugverkehre zeigte sich jedoch auch im internationalen Portfolio eine leicht positive Tendenz. Im slowenischen Ljubljana sank das Passagieraufkommen um 86,7 Prozent auf 28.024 Fluggäste. Die brasilianischen Airports in Fortaleza und Porto Alegre verbuchten 300.240 Passagiere, ein Minus von 77,1 Prozent. Das Fluggastaufkommen am Flughafen Lima in Peru ging aufgrund starker Reiserestriktionen deutlich um 95,4 Prozent auf 101.866 Passagiere zurück.
Griechische Regionalflughäfen verzeichnen Rückgang von 55,5%
Die 14 griechischen Regionalflughäfen verzeichneten einen Rückgang um 55,5 Prozent auf rund 2,4 Millionen Fluggäste. Das Passagieraufkommen an den bulgarischen Twin Star-Airports Burgas und Varna war mit 287.769 Fluggästen um 77,1 Prozent rückläufig. Der Flughafen Antalya in der Türkei verzeichnete rund 1,7 Millionen Passagiere, ein Rückgang von 68,8 Prozent. Das Fluggastaufkommen am Airport in St. Petersburg (Russland) ging um 31,4 Prozent auf etwa 1,5 Millionen Passagiere zurück. Am Flughafen Xi’an in China erholte sich das Passagieraufkommen weiter merklich auf rund 3,6 Millionen Fluggäste, ein Minus von 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
American Airlines versärkt den Frachtverkehr nach Deutschland. Im Gegensatz zum Passagierverkehr wurde der Frachtverkehr auch während der Coronakrise aufrechterhalten und oft ausgebaut.
Neue Fracht-Verbindung von München nach Charlotte
Während der Passagierverkehr in die USA durch Corona noch starken Restriktionen unterliegt, bietet American Airlines eine neue Fracht-Verbindung von München nach Charlotte an. Die anhaltend starke Nachfrage nach Gütertransporten zwischen Bayern und North-Carolina haben American Airlines dazu veranlasst, eine tägliche Verbindung zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und dem wichtigen US-Handelszentrum ins Leben zu rufen.
Den Premierenflug nach Charlotte verabschiedeten Gisela Schork (Regional Manager Cargo Sales Germany & Switzerland von American Airlines, auf dem Foto 3.v.l.) und Oliver Dersch, Leiter Verkehrsentwicklung und -strategie vom Flughafen München (2.v.r.) mit ihren Mitarbeitern.
Air Astana, die mehrfach ausgezeichnete nationale Fluggesellschaft Kasachstans, nimmt ab dem 02. Oktober erstmals Nonstopflüge von Frankfurt nach Almaty auf. Gestartet wird mit zwei Flügen pro Woche, ab dem 26. Oktober wird die Verbindung dann dreimal wöchentlich – immer montags, mittwochs und freitags – durchgeführt. Auf der Strecke wird ein neuer Airbus A321LR eingesetzt. Die frühe Ankunft in Frankfurt ermöglicht komfortable Umsteigeverbindungen zu anderen Zielen in Europa oder Nordamerika, die vom Codeshare-Partner Lufthansa ebenfalls von Terminal 1 angeboten werden.
Nonstopflüge zwischen Frankfurt und Nur-Sultan
Der neue Service nach Almaty folgt auf die Wiederaufnahme der Nonstopflüge zwischen Frankfurt und Nur-Sultan im August. Die Verbindung nach Nur-Sultan wird im Oktober fünfmal pro Woche und ab 25. Oktober viermal wöchentlich (dienstags, donnerstags, samstags und sonntags) durchgeführt. Immer mittwochs besteht außerdem weiterhin die Möglichkeit, von der Mainmetropole nach Uralsk zu fliegen. Insgesamt offeriert Air Astana damit acht Flüge pro Woche von Frankfurt nach Kasachstan.
„Ich freue mich, dass wir unsere Flugverbindungen zwischen Deutschland und Kasachstan weiter ausbauen können. Mit unseren Partnerfluggesellschaften gewähren wir damit optimale Anschlussmöglichkeiten in Europa und nach Nordamerika“, sagte Richard Ledger, Vice President bei Air Astana.
Komfort im Airbus A321LR
Der Airbus A321LR bietet Passagieren einen besonderen Komfort mit einer großzügigen Anordnung der 166 Sitzplätze – 150 in der Economy Class und 16 in der Business Class. Die Business Class im A321LR verfügt über Flatbed-Sitze von Thompson Vantage, die sich zu einem fast zwei Meter langen Bett umfunktionieren lassen, sowie einem individuellen 16-Zoll-Bildschirm für das Inflight-Entertainment. Die von Recaro entworfenen Economy-Sitze bieten einen großzügigen Sitzabstand von über 80 Zentimetern. Die Sitzbreite beträgt 45 Zentimeter und Passagiere können sich für die Unterhaltung an Bord auf einen 10-Zoll-Monitor freuen.
Die Integration neuartiger Luftfahrzeuge im Flugverkehr erfordert deutliche Veränderungen des Luftverkehrssystems. In den kommenden Jahren werden die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam erforschen, wie das Luftverkehrssystem so umgestaltet werden kann, dass es diesen neuen Herausforderungen gerecht wird. Zu diesem Zweck haben die beiden Institutionen 2020 eine Vereinbarung über eine enge Forschungskooperation unterzeichnet.
Ein Luftverkehrssystem für alle
In den letzten Jahrzehnten hat das Luftverkehrssystem das stetige Wachstum des konventionellen Luftverkehrs dank kontinuierlicher Weiterentwicklungen gut bewältigt. Künftig werden jedoch neue Nutzer wie Leichtflugzeuge, Lufttaxis (Urban Air Mobility), unbemannte Luftfahrzeuge (Unmanned Aircraft System, UAS) unterschiedlicher Größe und auch Überschallflugzeuge neue Transportmöglichkeiten schaffen sowie zusätzliche Anforderungen an unser gegenwärtiges Flugverkehrsmanagementsystem stellen. Das Luftverkehrssystem steht daher vor einer Vielzahl völlig neuer Herausforderungen, da neuartige Luftfahrzeuge zusätzliche Aufgaben, technische Fähigkeiten und Betriebsweisen mit sich bringen.
„Ein solcher Luftverkehrsmix wirft eine Reihe neuer Fragen über die Art und Weise auf, wie solche Flugzeuge in der Luft interagieren werden“, sagt Prof. Dr. Dirk Kügler, Leiter des DLR-Instituts für Flugführung. „Im Rahmen dieser Vereinbarung werden die NASA und das DLR gemeinsam die Rahmenbedingungen für ein zukünftiges Luftverkehrssystem gestalten, das die von den neuen Teilnehmern geforderte operationelle Vielseitigkeit bietet. Unser neues System soll skalierbar, flexibel und belastbar sein, ohne die Sicherheit heutiger oder zukünftiger Luftfahrzeuge zu beeinträchtigen.“
Agile Flugtaxis umfliegen Verkehrsstaus
So werden sich beispielsweise agile Flugtaxis aufgrund ihrer besonderen Charakteristika anders durch den Luftraum bewegen können als der heute übliche Luftverkehr. Ihre Größe und Flugeigenschaften versprechen in urbanen Umfeldern Vorteile bis hin zum „Umfliegen“ von Verkehrsstaus. Solche Luftverkehrsteilnehmer sicher und effizient zu betreiben, ohne den bisherigen Verkehr einzuschränken, ist allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der eine Vielzahl von Randbedingungen beachtet werden müssen.
Im Rahmen der Kooperation werden deutsche und amerikanische Forscher gemeinsam Werkzeuge entwickeln und Schnellzeitsimulationen für ein zukünftiges, umfassendes Luftraum- und Verkehrsmanagementsystem durchführen. Beides wird dazu beitragen, ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen eines Mischverkehrs zu erlangen und neu erarbeitete Konzepte für dieses System adäquat zu bewerten. Ziel der Kooperation und der gemeinsamen Arbeiten ist es, in Europa und den USA möglichst schnell zu innovativen Lösungen zu gelangen, die der prognostizierten Vielzahl von neuen Luftverkehrsteilnehmern gerecht werden und gleichzeitig das weitere Wachstum in der traditionellen Luftfahrt nicht beeinträchtigen.
Während die NASA im US-amerikanischen Raum seit 2015 ein flächendeckendes Verkehrsmanagement für Drohnen (UTM – Unmanned Traffic Management) entwickelt, integriert und validiert, befindet sich im europäischen Bereich ein ähnliches Konzept, genannt U-space, länderübergreifend im Aufbau. Beide Konzepte folgen der Zielsetzung, neue Luftverkehrsteilnehmer sicher und effizient in den bestehenden Luftraum zu integrieren. Ein gegenseitiger Austausch zu Erfahrungen, Strategien und Technologien ermöglicht es beiden Partnern, die Transformation des Luftverkehrssystems bestmöglich zu gestalten.
Drohnenflug im Zusammenspiel mit anderen Verkehrsteilnehmern.
Partner setzen auf erfolgreiche Vorarbeiten
Als Teil der Zusammenarbeit wird die NASA auf den Vorarbeiten des Projekts Air Traffic Management – eXploration (ATM-X) aufbauen. In dem Projekt arbeitete die NASA bereits erfolgreich an einer dienste-orientierten Architektur für ein UAS-Verkehrsmanagementsystem. Eine solche Architektur sieht vor, dass individuelle Dienste für unbemannte Luftfahrzeuge von Nutzern, Dienstanbietern und Behörden erbracht und nahtlos in einem Gesamtsystem integriert werden. In Zusammenarbeit mit dem DLR wird dieses Paradigma nun auch auf alle anderen Luftraumnutzer angewendet.
Das DLR stützt sich seinerseits vor allem auf Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem laufenden Projekt City-ATM. Im Rahmen dieses Projekts arbeitet das DLR seit 2018 an der Definition und Validierung von betrieblichen und technischen Konzepten, um Drohnen in urbanen Gebieten zu betreiben. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Informationsbereitstellung, die Verkehrsflusssteuerung sowie die Entwicklung der Infrastruktur für Kommunikation, Navigation und Monitoring.
Neue Kooperation, etablierte Zusammenarbeit
Die nun verabschiedete neue Kooperation zu Drohnen und anderen neuen Teilnehmern des Luftverkehrs setzt eine seit Jahren bestehende Zusammenarbeit zwischen DLR und NASA in diesem Bereich fort. Seit 2012 arbeiten die Forschungszentren Ames und Langley der NASA und das DLR-Institut für Flugführung in Braunschweig gemeinsam an der Integration von Systemen zum Anflug-, Abflug- und Rollverkehrsmanagement.
Sizilien, die größte Insel im Mittelmeer, bietet weit mehr als Sonne, Sand und Tempel. Jenen, die Italiens Süden bereisen möchten, bietet die Fluggesellschaft Wizz Air ab Ende Oktober zwei Mal wöchentlich einen Flug von Memmingen nach Catania an der Ostküste und erweitertet damit das bereits bestehende Sizilien-Angebot des Airports.
Ryanair fliegt in die Hauptstadt Palermo
Denn die über 25.000 Quadratkilometer große Insel steht bereits seit längerer Zeit auf dem Memminger Flugplan. Ryanair fliegt nämlich zwei Mal pro Woche in die Hauptstadt Palermo. „Die neue Strecke nach Catania ist somit die ideale Ergänzung zum bestehenden Programm“, erläutert Airport Vertriebsleiter Marcel Schütz. „So sind spannende Rundreisen zwischen Palermo im Nordwesten und Catania bequem möglich.“ Gerade der Südosten der Insel mit dem Highlight Syrakus fasziniert mit seiner atemberaubenden Landschaft und sehr schönen Städten.
Rundreisen zwischen Palermo und Catania möglich
Aufmerksam wird am Flughafen Memmingen auch registriert, dass die Fluggesellschaft Wizz Air, die bisher als größer Low Cost Anbieter Ost-Europas vornehmlich Ziele in dieser Region ansteuert, nun erstmals ab Memmingen eine Verbindung in West-Europa ins Streckennetz aufnimmt. „Das zeigt, welches Potential Wizz Air in Memmingen sieht und dass dies noch lange nicht ausgeschöpft ist“, verdeutlicht Marcel Schütz. Die neue Verbindung, die bereits vor Jahren von TUIfly angeboten wurde und seitdem immer wieder auf dem Wunschzettel vieler Memminger Fluggäste stand, erweitert auch das Angebot für jene, die Freunde und Verwandte in beiden Ländern besuchen wollen.
Ab 28. Oktober fliegt Wizz Air am Mittwoch und Sonntag von Memmingen nach Catania. Die Palermo-Flüge von Ryanair finden am Donnerstag und Sonntag statt. Tickets nach Catania sind bereits online buchbar.
Die neue deutsche Fluggesellschaft Green Airlines hat mit dem Verein Äpfel & Konsorten einen weiteren Partner gefunden, um das Fliegen ökologischer und nachhaltiger zu gestalten. Die Airline unterstützt ab sofort mit jedem Flugticket die Brandenburger Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Streuobstwiesen in Berlin und Brandenburg zu schützen und die regional typische Obstsortenvielfalt zu fördern. Aus diesen Früchten produziert die Firma Ostmost naturbelassene Säfte und Schorlen, die wiederrum an Bord ausgeschenkt werden.
Streuobstwiesen, als Teil der gewachsenen Kulturlandschaft, haben eine hohe ökologische Bedeutung. Sie bieten rund 6.000 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und zählen damit zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Dennoch sind Streuobstbestände in den letzten Jahrzehnten vor allem in Brandenburg stark zurückgegangen – deutschlandweit um rund 80 Prozent – und gehören damit zu den am stärksten gefährdeten Biotopen in Europa.
Wertvoller Lebensraum mit jedem verkauften Ticket
Green Airlines setzt sich deshalb ab sofort mit jedem verkauften Ticket für diesen wertvollen Lebensraum ein. Einen Teil der Ticketeinnahmen gibt die ökologische Fluggesellschaft an den Verein Äpfel und Konsorten – Streuobstwiesen und -äcker e.V., der in Brandenburg Streuobstwiesen pachtet sowie Bäume pflanzt und pflegt. Darüber hinaus sollen Baumpatenschaften zukünftig über das Meilenprogramm „Green Honors“ abgeschlossen werden können.
„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, durch die CO2-Überkompensation klimapositives Fliegen zu ermöglichen. Dafür setzen wir auf feste Partnerschaften für nachhaltige Projekte. Wir wollen nicht nur Regionen in Deutschland miteinander verbinden, sondern auch die Regionen fördern. Mit ‚Äpfel und Konsorten‘ haben wir genau den richtigen Partner gefunden, der sich für Biodiversität und Artenvielfalt in der Region einsetzt“, sagt Stefan Auwetter, CEO der Green Airlines.
Darüber hinaus arbeitet Green Airlines auch beim Catering mit regionalen Partnern zusammen, um Transportwege kurz zu halten und so möglichst wenig Emissionen freizusetzen. So kooperiert die Fluggesellschaft mit der Berliner Getränkefirma Ostmost, die ihre Äpfel für die Saftproduktion direkt von Streuobstwiesen aus dem deutschen Osten beziehen.
Über Green Airlines
Green Airlines ist eine 2020 gegründete deutsche Fluggesellschaft, die sich zum Ziel gemacht hat, den Flugverkehr in Deutschland und Europa nachhaltiger und grüner zu gestalten. Bei ihrem bisher einzigartigen Konzept setzt Green Airlines auf CO2-Kompensation, Vermeidung von Plastikabfall, Einsatz von Bio-Kerosin und Zusammenarbeit mit regionalen Cateringanbietern sowie schlanke Unternehmensprozesse durch den Einsatz der Digitalisierung.
Ab der Basis Karlsruhe/Baden-Baden bietet Green Airlines ab November Flüge nach Berlin an.
Im Rahmen der Covid-19-Pandemie hat die DRF Luftrettung spezielle Isoliertragen zum Transport von hochinfektiösen Patienten und Patientinnen angeschafft. Eine optimale Befestigung dieser so genannten EpiShuttles im Hubschrauber wird jetzt durch eine spezielle Bodenplatte erreicht, die der EASA Part 21-Entwicklungsbetrieb der DRF Luftrettung entwickelt hat.
Die neue Lösung überzeugt durch ihre einfache Handhabung und Sicherheit. Sie wird in der Fachsprache als „Multifunction EMS Ground Plate“ bezeichnet und ist mit einer Tragfähigkeit von bis zu 300 kg bislang einzigartig am Markt. Das entsprechende STC (Supplemental Type Certificate) wurde jüngst von der EASA zertifiziert. Damit ist das Produkt serienreif und kann auch externen Kunden zur Verfügung gestellt werden.
Die DRF Luftrettung wird die auf dem Hubschrauberboden zu montierende neue Platte in ihren zehn Hubschraubern einsetzen, die mit EpiShuttles ausgestattet sind. Der erste Einbau erfolgte kürzlich in dem am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden stationierten Hubschrauber „Christoph 111“, der während der Pandemie vorwiegend zum Transport von Covid-19-Patienten vorgesehen ist. Die weiteren Stationen der DRF Luftrettung werden sukzessive folgen. Ein großer Vorteil ist, dass die Hubschrauberbesatzungen die Platte in kürzester Zeit selbstständig ohne Werkzeug einbauen und das EpiShuttle darauf fixieren können. Damit kann schnell und flexibel auf die vielfältigen Einsatzanforderungen in der Luftrettung reagiert werden. Es ist zudem möglich, die Platte künftig auch für andere Transportsysteme, wie zum Beispiel Inkubatoren, zu verwenden.
Groundplate mit EpiShuttle (Quelle: DRF Luftrettung)
Groundplate mit EpiShuttle (Quelle: DRF Luftrettung)
EASA Part 21-Entwicklungsbetrieb als Innovationstreiber
Für die bislang eingesetzte alternative Befestigung der EpiShuttles gilt eine zeitlich befristete Ausnahmeregelung des LBA (Luftfahrt-Bundesamt). Daher musste eine neue Lösung entwickelt werden, die nicht nur auf die Anforderungen der eingesetzten Hubschraubermuster abgestimmt ist, sondern auch den Besatzungen eine schnellere und bessere Handhabung erlaubt. Der Part-21-Betrieb der DRF Luftrettung arbeitete in den vergangenen Monaten mit Hochdruck an der Entwicklung eines Prototyps der neuen Platte.
Damit das Produkt auch den Bauvorschriften des Hubschraubers und den gesetzlichen Vorgaben entspricht, wurden umfassende Funktionstests vorgenommen und final die entsprechenden Zulassungen erwirkt. Das Supplemental Type Certificate der EASA befähigt die DRF Luftrettung, die Platte in ihre eigene Flotte (BK 117 C2 und BK 117 D2) einzubauen Zusätzlich wurde mit einer Form 1 des Luftfahrtbundesamts die grundlegende Eignung der Platte für Luftfahrtgeräte bestätigt: Damit ist der Weg auch für den Vertrieb an externe Kunden frei.
Patienten und Patientinnen eine optimale notfallmedizinische Versorgung zu bringen und auf dem Luftweg schnell und sicher in die für sie geeigente Klinik zu transportieren, das ist die Hauptaufgabe der DRF Luftrettung: „Wir stehen für die Weiterentwicklung der Notfallmedizin. Das neue Produkt der DRF Luftrettung ist das beste Beispiel dafür, dass wir in der Lage sind, in kürzester Zeit innovative Lösungen inhouse zu entwickeln, die der Patientensicherheit zugute kommen. Wir sind stolz darauf, dass auch andere Luftfahrtunternehmen von der Kompetenz unseres Entwicklungsbetriebs profitieren können“, erläutert Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung.
Über die DRF Luftrettung
Die DRF-Gruppe mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Insgesamt leistete die Gruppe 40.738 Einsätze in 2019. An 14 der 35 Stationen in Deutschland, Österreich und Liechtenstein sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an sieben Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz.
Zur DRF-Gruppe gehört seit 2001 die österreichische ARA Flugrettung mit zwei Stationen sowie seit 2019 die Northern HeliCopter GmbH (NHC), die an drei Stationen Einsätze in der Luft- und Wasserrettung leistet. Außerdem ist die DRF Luftrettung im Netzwerk der AP³ Luftrettung an einer Station in Balzers/Liechtenstein beteiligt. Darüber hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen Patienten aus dem Ausland zurück.
Für den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden Aufgabe ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Weit über 400.000 Förderer weiß der DRF e.V. bereits an seiner Seite.
Korean Air belegt beim „Global Customer Satisfaction Index“ (GCSI) den ersten Platz in der Kategorie Passagierservice im Luftverkehr. Die koreanische Fluggesellschaft führt damit die Liste das sechzehnte Jahr in Folge an.
GCSI wurde von der Global Management Association (GMA), die beim koreanischen Ministerium für Handel, Industrie und Energie angesiedelt ist, entwickelt und ist ein Index zur Auswahl des besten Unternehmens in verschiedenen Kategorien. Es erstellt und bewertet die Kundenzufriedenheit, die globale Wettbewerbsfähigkeit und die Kundenbindung.
Verbesserung der „Customer Experience“
Die kontinuierlichen Bemühungen von Korean Air, ihre Dienstleistungen zu differenzieren und umweltfreundliche Flugzeuge einzuführen, werden seit 2005 von der Branche als die besten anerkannt. Die Fluggesellschaft hat sich nachdrücklich der Verbesserung der „Customer Experience“ verschrieben. Zu den jüngsten Maßnahmen gehören die Einführung eines Benachrichtigungs-Service für geladenes Gepäck, die Erweiterung der Möglichkeiten zum Self-Check-in und die verstärkte Desinfektion der Flugzeuge.
So sichert Korean Air ihren Passagieren auch bei anhaltender COVID-19- Pandemie eine sichere Umgebung während des Fluges zu. Die Fluggesellschaft desinfiziert alle Flugzeuge gründlich und führt häufiger Desinfektionen durch als gesetzlich vorgeschrieben. Inlandsflüge werden mehr als einmal pro Woche desinfiziert; zusätzliche Desinfektionsarbeiten werden auf allen internationalen Flügen durchgeführt, die am Incheon International Airport ankommen und von Incheon nach Amerika abfliegen.
Höchste Luftqualität
Zudem erreicht Korean Air in den Kabinen aller Flugzeuge die höchste Luftqualität. In den Flugzeugen installierte HEPA-Filter entfernen fast 100 Prozent aller Partikel, die in der Luft vorhanden sind. Darüber hinaus ist die die Strömung der Kabinenluft in allen Korean Air-Flugzeugen so eingestellt, dass die Luft von der Decke zum Boden und nicht von vorne nach hinten zieht, wodurch die Ausbreitung von Verunreinigungen minimiert wird. Im Juli hat die Fluggesellschaft zudem eine spezielle Inspektion der HEPA-Filter und Luftzirkulationssysteme in ihren Flugzeugen durchgeführt.
Informationsprogramm „CARE FIRST“
Ferner hat Korean Air kürzlich das Informationsprogramm „CARE FIRST“ eingeführt. Es informiert über die zahlreichen Schutzmaßnahmen und hat trägt damit zur Sicherheit während der Reise bei.
Die Fluggesellschaft informiert über spezifische Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit in allen Phasen des Flugverkehrs: Kabinendesinfektion, Möglichkeiten zum Self-Check-in, Temperaturkontrollen am Flugsteig, Social Distancing der Passagiere und verstärkte Hygieneregeln für die Bordverpflegung.
„Back-to-Front-Zonen-Boarding-System“
Darüber hinaus hat Korean Air ein „Back-to-Front-Zonen-Boarding-System“ eingeführt, um den Kontakt zwischen den Passagieren zu minimieren. Zudem verpflichtet sie die Mitarbeiter und Passagiere zum Tragen von Gesichtsmasken.
Bereits im Juli erreichte Korean Air bei den Travellers‘ Choice Awards 2020 von Tripadvisor den dritten Platz unter den „Top 10 Airlines der Welt“. Die Fluggesellschaft hatte in mehreren Bereichen hohe Bewertungen, darunter Kundenservice, Sauberkeit, Beinfreiheit, Essen und Trinken sowie Bordunterhaltung. Korean Air wurde zudem zur besten Fluggesellschaft in Korea und zur „Travellers‘ Choice Major Airline in Asia“ gekürt.
Über Korean Air
Korean Air wurde 1969 gegründet und gehört heute weltweit zu den Top-20- Fluggesellschaften. 2019 hat die Airline mehr als 27 Millionen Passagiere transportiert. Mit einer Flotte von 164 Flugzeugen betreibt Korean Air pro Tag über 460 Passagierflüge zu 123 Städten in 43 Ländern auf fünf Kontinenten.
Dank moderner Flugzeuge und mehr als 20.900 Mitarbeitern bietet Korean Air ihren Passagieren Sicherheit, Bequemlichkeit und Komfort. Das Kerngeschäft von Korean Air umfasst Passage, Fracht, Luftfahrttechnik, Catering und Bordverkauf. Das Hauptdrehkreuz der Fluggesellschaft befindet sich am 2018 eröffneten Terminal 2 des Incheon International Airports (ICN).
Korean Air ist Gründungsmitglied der Luftfahrtallianz SkyTeam, die mit insgesamt 19 Mitgliedern 676 Millionen Passagieren pro Jahr ein weltweites Netz von mehr als 15.445 täglichen Flügen zu 1.036 Destinationen in 170 Ländern offeriert. Die Fluggesellschaft hat im Mai 2018 eine transpazifische Joint-Venture-Partnerschaft mit Delta Air Lines geschlossen.
2019 hat Korean Air das 50-jährige Unternehmensjubiläum gefeiert. Mit ihrer Unternehmensvision setzt sich die koreanische Fluggesellschaft zum Ziel, ein anerkannter Marktführer in der Luftfahrtbranche zu werden. Der Slogan lautet „Excellence in Flight“.
Emirates hat bisher 1,4 Milliarden US-Dollar an Ticketerstattungen aufgrund der Corona-Pandemie an seine Kunden erstattet. Seit März wurden mehr als 1,4 Millionen Rückerstattungsanträge abgeschlossen. Dies entspricht 90 Prozent aller Anträge, die bis Ende Juni von Kunden aus aller Welt eingegangen sind, mit Ausnahme einiger weniger Fälle, die einer weiteren manuellen Bearbeitung bedürfen.
Seit Ausbruch der Pandemie setzt Emirates zusätzliche Ressourcen ein, um seine Bearbeitungskapazitäten zu erhöhen. Die Fluggesellschaft arbeitet zudem weiterhin mit Partnern aus der Industrie zusammen, um Rückerstattungen für diejenigen zu erleichtern, die ihre Emirates-Flüge über Reisebüros gebucht haben. Dazu gehört auch die Ermöglichung der direkten Bearbeitung von Rückerstattungen über globale Buchungssysteme (GDS).
„Wir wissen, dass für unsere Kunden jeder ausstehende Erstattungsantrag ein Antrag zu viel ist. Deshalb setzen wir hierauf einen besonderen Fokus und versuchen alles, um die hohen Rückstande, die durch die Pandemie entstanden sind, wieder aufzuholen“, erklärt Sir Tim Clark, Emirates Präsident. „Die meisten Fälle sind unkompliziert und wir können sie schnell bearbeiten. Aber es gibt auch Fälle, bei denen unsere Teams etwas mehr Zeit benötigen, um sie manuell zu prüfen und abzuschließen. Wir bedanken uns bei unseren Kunden für ihre Geduld und ihr Verständnis.“
Schrittweiser Passagierbetrieb bei Emirates
Die globalen Reisemärkte öffnen sich langsam wieder, Emirates nimmt schrittweise seinen weltweiten Passagierbetrieb wieder auf und fokussiert sich weiterhin auf ein sicheres und reibungsloses Reiseerlebnis für seine Kunden. Die Fluggesellschaft hat zahlreiche, branchenführende Maßnahmen eingeführt, um Passagieren zusätzliche Sicherheit und Zuversicht zu geben – von Gesundheits- und Hygienemaßnahmen für jeden Reiseabschnitt über die Deckung von Covid-19-bedingten medizinischen Kosten während der Reise bis hin zu flexiblen Buchungsrichtlinien.
Emirates fliegt derzeit zu über 80 Zielen weltweit. Die Einreise nach Dubai ist zudem sowohl für Urlauber als auch für Geschäftsreisende wieder möglich. Die Vorlage eines negativen COVID-19 PCR-Tests ist für alle in Dubai (und den Vereinigten Arabischen Emiraten) ankommenden Passagiere im Einreise- und Transitverkehr obligatorisch, einschließlich Bürger der VAE sowie Einwohner und Touristen, unabhängig davon, aus welchem Land diese einreisen. Das negative Testergebnis muss bereits beim Check-in am Abflugsort vorliegen und darf bei Ankunft oder Transfer in Dubai nicht älter als 96 Stunden sein.
Destination Dubai
Von weiten Stränden und kulturellen Attraktionen bis hin zu Gastfreundschaft und hochmodernen Freizeiteinrichtungen: Dubai ist eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Im Jahr 2019 begrüßte die Stadt 16,7 Millionen Besucher und war Gastgeber von mehreren hundert Konferenzen, Ausstellungen sowie Sport- und Kulturveranstaltungen. Die Metropole ist eine der ersten Städte weltweit, die vom World Travel and Tourism Council (WTTC) die Klassifizierung „Safe Travels“ erhalten hat. Dies spiegelt die umfassenden und effektiven Maßnahmen der Metropole zur Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit der Gäste wider. Die ab Herbst in Dubai geplante Weltausstellung Expo 2020 wurde um ein Jahr verschoben und findet nun vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 statt.
Flexibilität und Sicherheit
Die Buchungsrichtlinien von Emirates bieten Reisenden Flexibilität und Sicherheit bei der Planung ihrer Reise. Kunden, die bis zum 30. September 2020 ein Emirates-Ticket für Flüge am oder vor dem 30. November 2020 kaufen, genießen großzügige Umbuchungsbedingungen und -optionen, wenn sich ihre Reisepläne im Zusammenhang mit COVID-19 ändern oder sie einen Flex- oder Flex plus-Tarif buchen.
Deckung von Covid-19-bedingten medizinischen Kosten während der Reise
Fluggäste können wieder mit mehr Zuversicht reisen, weil Emirates sich als erste Airline der Welt dazu verpflichtet hat, durch COVID-19-bedingte medizinische Kosten während der Reise für diese zu übernehmen. Die Deckung bietet Emirates seinen Kunden unabhängig von der Reiseklasse oder dem Reiseziel kostenfrei an. Sie gilt ab sofort für Fluggäste, die bis zum 31. Oktober 2020 mit Emirates fliegen (der erste Flug muss am oder vor dem 31. Oktober 2020 abgeschlossen werden). Die Gültigkeit beträgt 31 Tage ab dem Zeitpunkt, an dem Passagiere den ersten Abschnitt ihrer Reise zurücklegen. Das bedeutet, dass Kunden von Emirates weiterhin von der zusätzlichen Sicherheit durch die Kosten-Deckung profitieren können, auch wenn sie nach der Ankunft an ihrem Emirates-Zielort in eine andere Stadt weiterreisen.
Gesundheit und Sicherheit
Emirates hat ein umfassendes Maßnahmenpaket für jeden Reiseabschnitt eingeführt, um die Sicherheit seiner Passagiere und Mitarbeiter am Boden sowie in der Luft zu gewährleisten. Dazu gehören kostenlose Hygienekits mit Masken, Handschuhen, Handdesinfektionsmitteln und antibakteriellen Tüchern für alle Fluggäste. Nach der Landung in Dubai durchläuft jedes Flugzeug ein optimiertes Reinigungs- und Desinfektionsverfahren.
Emirates fliegt derzeit zu über 80 Zielen weltweit und bietet Reisenden zwischen den Regionen Europa, Naher und Mittlerer Osten, Afrika, Asien-Pazifik sowie Amerika sichere und bequeme Flüge über sein Drehkreuz Dubai. Von Deutschland aus verbindet Emirates mit aktuell 12 wöchentlichen Linienflügen ab Frankfurt (seit 1987 im Streckennetz) sowie vier wöchentlichen Liniendiensten ab München (seit 1999 im Streckennetz) Menschen und Orte auf der ganzen Welt. An Bord einer modernen Flotte bietet Emirates in allen Klassen seinen Gästen vielfach ausgezeichneten Komfort und Service, die Gastlichkeit seiner internationalen Kabinenbesatzung sowie ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm mit über 4.500 On-Demand-Kanälen.
An den Flughäfen Tegel und Schönefeld stabilisieren sich die Passagierzahlen. Im August flogen von beiden Berliner Flughäfen 828.728 Passagiere. Ein Minus von 73,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. 535.058 Passagiere starteten und landeten von Tegel, 293.670 von Schönefeld. Zusammen fertigten beide Flughäfen im August rund 9.619 Flugbewegungen ab. In Schönefeld waren es 4.096 Starts und Landungen. Tegel lag mit 5.523 Bewegungen darüber. Damit liegen die Flugbewegungen an den Berliner Flughäfen mit einem Minus von 61,5 Prozent weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Berliner Flughäfen melden -69,4 Prozent weniger Passagiere per August
Von Januar bis einschließlich August flogen dieses Jahr insgesamt bereits 7.344.990 Passagiere (minus 69,4 Prozent) von den Berliner Flughäfen. Der Flughafen Schönefeld fertigte bis einschließlich August 2.387.034 Passagiere ab. In Tegel starteten und landeten im gleichen Zeitraum 4.957.956 Passagiere; jeweils ein Minus von 69,4 Prozent.
Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die Passagierzahlen zeigen deutlich, dass die Flughäfen weiterhin schwer unter den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie leiden. Die weiter stabilen Zahlen über die letzten Wochen zeigen aber auch, dass der Flugbetrieb auch unter Coronabedingungen verlässlich läuft. Allerdings beobachten wir mit Sorge, dass immer mehr Länder zu Risikogebieten erklärt werden oder dass andere Länder Deutschland zum Risikogebiet erklären. Bis es ausreichend Impfstoff gibt, ist das gezielte Testen an den Flughäfen der beste Weg, um weiterhin sicheres Reisen in der aktuellen Situation zu ermöglichen.“
Atlas Air Service ist als Approved Training Organisation (ATO) ein vom Luftfahrt-Bundesamt genehmigter Ausbildungsbetrieb, der die Ausbildung zum Privat- und Berufspiloten auf mehreren Flugzeugmustern erlaubt. Jetzt kann bei Atlas Air Service auch das Type Rating (Musterberechtigung) zum Fliegen der Embraer Executive Jets Phenom 100 und Phenom 300 erworben werden.
Alle weiteren erforderlichen Typspezifischen Kurse wie Differential Trainings (Unterschiedsschulungen) und Single Pilot zu Multipilot sowie Garmin 1000 zu Garmin 3000 Transitions gehören zum erweiterten Ausbildungsangebot der Bremer Luftfahrtexperten.
Embraer Phenom Jets im Portfolio
„Wir sind seit Jahrzehnten für die professionelle Ausbildung von Piloten und als enger Kooperationspartner von Lufthansa Aviation Training (LAT) in Bremen bekannt. Atlas Air Service selbst betreibt Cessna Citation, Embraer Legacy und Embraer Phenom Business Jets in seiner Charterflotte. Der Type Rating Training Course kann von erfahrenen Piloten in kürzester Zeit absolviert werden – entweder an ihrer Heimatbasis oder bei uns in Bremen.“, so Gregor Bremer, COO und Accountable Manager des Luftfahrtunternehmens. „Damit haben wir unser Angebot zum Rund-um-Service Anbieter von Phenom Geschäftsreiseflugzeugen komplettiert und können nun über Verkauf, Management, Vercharterung, Wartung und Instandhaltung auch Pilotenschulungen für die Phenom-Familie anbieten. Dies kann nur Atlas in Europa und eigentlich auch weltweit.“
KLM Royal Dutch Airlines feiert Jubiläum: Die KLM-Flugverbindung Europa-Nordwestflug über Bremen und Hamburg von Amsterdam wird 100 Jahre alt.
Die niederländische Fluggesellschaft war die erste internationale Airline, die regelmäßige Linienflüge zum Hamburg Airport angeboten hat – ihre erste Landung in der Hansestadt erfolgte am 01. September 1920. Standesgemäß wurde das Jubiläumsflugzeug heute in Hamburg mit einer Fontäne der Flughafenfeuerwehr begrüßt.
Hamburg – Amsterdam in 100 Jahren
Die erste KLM-Maschine, die in Hamburg landete, befand sich auf dem „Europa-Nordwestflug“, der ersten internationalen Linienverbindung in Europa. Dieser verband die Hansestadt mit Kopenhagen, Bremen, Amsterdam und Rotterdam. Wer heute an Urlaub, Sonne und Fliegen denkt, macht sich keine großen Gedanken über das eingesetzte Fluggerät. Die heutigen Maschinen sind groß, komfortabel, schnell und sicher. Es gibt Essen und Trinken und auch Toiletten an Bord und zahlreiche Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen kümmern sich um ihre Fluggäste. Das sah vor genau 100 Jahren allerdings noch ganz anders aus. Geflogen wurde mit einem Flugzeug vom Typ De Havilland DH-16, das samt Besatzung von der Deutschen Luftreederei geleast war.
Auf den Flügen wurde auch Fracht wie Blumen, Obst und Gemüse transportiert. Die Verbindung nach Hamburg war für KLM bedeutend, weil in der Hansestadt viele niederländische Schiffe mit Waren aus Kolonien des Landes in Südamerika und Asien ankamen. Nach einer erfolgreichen Anfangsphase wurden die Doppeldecker im April 1921 von den ersten KLM-eigenen Maschinen des Typs Fokker F2 und F3 abgelöst.
Heute fliegt KLM bis zu viermal täglich zwischen Hamburg und dem Drehkreuz Amsterdam-Schiphol. Der Amsterdamer Flughafen ist ab Hamburg Airport der fünftgrößte Umsteigeflughafen – von dort haben Passagiere aus Norddeutschland Anschluss zum gesamten Streckennetz von KLM, das fast 160 Ziele in der ganzen Welt umfasst.
Partner der Luftfahrt mit Tradition
„Ich freue mich, heute zusammen mit unserem langjährigen Partner KLM den 100sten Geburtstag der Flugverbindung zwischen Hamburg und Amsterdam zu feiern“, sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. „Mit seiner Gründung im Jahr 1911 ist Hamburg Airport der älteste Flughafen weltweit, der noch am selben Standort betrieben wird. KLM war die erste Fluggesellschaft, die unseren Passagieren internationale Flüge angeboten hat – ein Meilenstein in unserer fast 110-jährigen Geschichte. Auch heute ist die Strecke nach Amsterdam bei den Fluggästen weiterhin sehr beliebt, ob für Städtetrips oder zum Umsteigen zu Zielen auf der ganzen Welt.“
Stefan Gumuseli, Deutschland-Direktor Air France-KLM: „Wir freuen uns außerordentlich über das 100. Jubiläum von KLM in der Hansestadt. Hamburg ist eine der ersten weltweiten und deutschen Städte im Flugplan von KLM überhaupt und KLM ist die älteste internationale Fluggesellschaft, die den Hamburger Airport regelmäßig im Liniendienst anfliegt. Ebenso erfreulich ist, dass die Nachfrage nach KLM-Flügen dank aller Maßnahmen, die wir zur Sicherheit unserer Passagiere und Mitarbeiter ergriffen haben, wieder steigt…“
Und Elmar Kleinert, Geschäftsführer des Bremen Airport: „So ein Jubiläum in Bremen zu feiern ist etwas ganz Besonderes. Und natürlich auch, dass wir mit KLM einen starken und treuen Begleiter an unserer Seite haben und das seit nunmehr 100 Jahren. Die kommerzielle Fliegerei steckte beim damaligen Erstflug immer noch in den Kinderschuhen, aber Bremen war von Anfang an mit dabei und nach der KLM folgten in den zwanziger und dreißiger Jahren andere internationale Fluggesellschaften, die Bremen in ihr Streckennetz aufnahmen.“
Und so feiert KLM Royal Dutch Airlines nur ein Jahr nach ihrem 100. Geburtstag ein weiteres Jubiläum: 100 Jahre am Flughafen Bremen. Die Hansestadt war ab 01. September 1920 Station des „Europa-Nordwestflugs“ von KLM. Diese erste internationale Linienverbindung in Europa verband Bremen mit Kopenhagen, Hamburg, Amsterdam und Rotterdam.
Luftfahrt begann mit einem Traum
Es begann alles damit, dass der Niederländer Albert Plesman einen Traum hatte und diesen auch verwirklichte: er gründete im Oktober 1919 seine eigene Fluggesellschaft in Amsterdam. Allerdings kam dann schon der Winter, sodass es bis zum ersten Flug noch bis in den Mai 1920 dauerte. Der Name der Fluggesellschaft: Koniklijke Luchtvaart Maatschappig, kurz KLM, die wie von selbst den Beinamen „Fliegender Holländer“ bekam. Am 01. September 1920 wurde als zweite Verbindung der KLM überhaupt bereits die Strecke Bremen – Amsterdam aufgenommen und damit war die KLM eine der ersten internationalen Luftfahrtgesellschaften in Bremen. Die erste Strecke ging von Amsterdam nach London.
Als Vorbereitung für die neue Flugroute über Bremen gibt es die Geschichte, dass Direktor Albert Plesman Bremen Ende 1919 einen Besuch abstattete. Bei seiner Stippvisite an der Weser wollte er persönlich vor Ort die fliegerischen, verkehrstechnischen und auch organisatorischen Voraussetzungen klären. In Empfang genommen hat ihn damals Staatsrat Dr. Duckwitz, der für die Realisierung des Flughafens in Bremen verantwortlich war. Zu seinem Besuch am Neuenlander Feld brachte Plesman übrigens einen langen und dicken Stock mit – nicht, weil er nicht gut zu Fuß war, sondern als Test für den damaligen Bremer Flughafen. Dieser wurde seit 1913 als „Flugstützpunkt“ vom Bremer Verein für Luftschifffahrt auf dem Neuenlander Feld betrieben. Dort draußen – fernab der damaligen City – gab es eine Flugzeughalle und große Grünflächen. Und hier kam Plesmans Stock ins Spiel. Vor den Augen von Dr. Duckwitz stocherte er immer wieder an diversen Stellen im Boden herum. Denn das was er damals in Bremen sah, gefiel ihm nicht sonderlich: es gab Gräben, Sand, Wiesen und von Entwässerung des Marschlandes keine Spur. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich die gestocherten Löcher sofort mit Wasser füllten. Nachdenklich soll Plesman daraufhin gemurmelt haben „Und hier sollen wir landen?“. Und somit gab Duckwitz dem wichtigen Gast aus den Niederlanden das Versprechen, den Bremer Flughafen zu mit Drainagen auszustatten.
Fliegerei: Von Anfang an Abenteuer
Los ging es also 1920 mit dem Linienflug Bremen – Amsterdam. Nur, dass dieser ganz anders ablief, als wir das heute kennen. Es gab keine Buchungsseiten im Internet, keinen Online Check-in und mit zwei Passagieren waren die damaligen Maschinen auch schon ausgebucht. Den Erstflug machte die KLM mit geliehener Maschine und Crew der Deutschen Luft-Reederei. Leider ist nicht genau überliefert, mit welcher Maschine der aller erste Flug nun wirklich stattfand. Die Deutsche Luft-Reederei hatte damals umgebaute Kriegsflugzeuge in Diensten wie etwa der AEG J.II oder der LVG C VI. Diese waren nicht nur für den Piloten ohne Dach, sondern auch die Passagiere saßen „im Freien“.
Was bei einer Reisegeschwindigkeit von etwa 150 Stundenkilometer zwar nicht allzu schlimm war, aber eben auch nicht sehr angenehm. Aber natürlich kümmerte sich die KLM um ihre Fluggäste und so wurden als damalige Art des Bordservice warme Ledermäntel, Handschuhe, Schals, Schutzhelme und Staubbrillen verteilt. Damit sahen die Passagiere wie Polarforscher aus. Und wenn es besonders kalt war, gab es obendrauf noch eine Wärmflasche kurz vor dem Start und für den kleinen Snack zwischendurch einen Apfel. Glück hatten die damaligen Passagiere, wenn eine De Havilland DH-16 zum Einsatz kam: Hier saß nur noch der Pilot im Freien, die Passagiere aber konnten es sich im Inneren des Flugzeuges bequem machen.
Fliegen mit Komfort in der De Havilland
Damals war die De Havilland so ziemlich das komfortabelste Fluggerät auf dem Markt. Das weitgehend aus Holz bestehende, mit Stoff bespannte Flugzeug besaß ein offenes Cockpit für einen Piloten und eine geschlossene Kabine für vier weitere Personen. Da der Pilot im Freien saß, wurde in dieser Zeit auch nur im Frühling, Sommer und im Frühherbst geflogen. Es gab kein Catering an Bord, die Passagiere erhielten lediglich ein Glas Wasser. Nach einer erfolgreichen Anfangsphase wurden die Doppeldecker im April 1921 von den ersten KLM-eigenen Maschinen des Typs Fokker KLM Europa-Nordwestflug Bremen – Hamburg wird 100 JahreF2 und F3 abgelöst.
1920 hatte die KLM gerade mal 20 Mitarbeiter. Deshalb kümmerte sich der Pilot auch selbst um die Maschine und die Flugvorbereitungen. Und wenn das Gras in Schiphol – und wahrscheinlich auch in Bremen – sehr nass und sumpfig war, standen kräftige Männer bereit, um die Passagiere ans Flugzeug zu tragen. Und dann ging das Abenteuer „Flug“ von Amsterdam nach Bremen auch schon los. Navigation hatte die damaligen Flugzeuge natürlich noch nicht, sodass die Piloten auf Sicht flogen. Als Hilfe dienten ihnen nicht selten Eisenbahnschienen am Boden. Und nach einer überlieferten Anekdote hatte sich seinerzeit mal ein Passagier darüber beschwert, als das Wetter mit starkem Gegenwind aufwartete, dass die Eisenbahn unter ihnen schneller vorankam, als das Flugzeug. Als Reaktion darauf ordnete Plesman an, dass die Piloten ab sofort nur noch direkt über den Schienen fliegen sollten, sodass die Passagiere die Züge nicht mehr sehen konnten. Ein One-way-Ticket von Bremen nach Amsterdam kostete im Jahr 1921 übrigens ganze 100 Gulden (ca. 45 Euro) und das Return-Ticket 150 Gulden (67 Euro). Zum Vergleich: Der durchschnittliche Wochenlohn eines Arbeiters lag bei 15/20 Gulden (ca. sieben bis neun Euro).
Gut, dass die Luftfahrt in den vergangenen 100 Jahre so rasante Fortschritte gemacht hat und allen Passagieren heute Komfort in der Luft bietet. Heute verbindet KLM die Hansestadt zweimal täglich mit ihrem Drehkreuz Amsterdam-Schiphol. Passagiere aus der Region haben Anschluss zum Streckennetz von KLM, das fast 160 Ziele in der ganzen Welt umfasst.
Elektroflugzeug macht auf trans-Deutschland-Reise Station
Um 16:10 Uhr war es soweit für die Techniker am Flughafen FKB. Sie konnten das Elektroflugzeug auf seinem Weltrekordflug „von den Alpen bis an die Nordsee“ am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) begrüßen.
Pilot Marco Buholzer und Co-Pilot und Zukunftsforscher Morell Westermann luden mit einem Spezial-Ladegerät unter Unterstützung ihrer Bodencrew und der Luftaufsicht des FKB am Montag die elektrische Pipistrel Velis innerhalb von nur einer Stunde wieder für den Weiterflug auf.
Leises Fliegen mit Pipistrel Velis
Um 17:20 Uhr rollte das Elektroflugzeug fast lautlos und ohne Co2-Emissionen zur Startbahn, von wo es um 17:25 Uhr mit kaum hörbarem Fluggeräusch abhob. Das Ziel war Bad Dürkheim, wo dann der erste Nachtstopp eingelegt wurde. Manfred Jung, Geschäftsführer der Baden-Airpark GmbH, freute sich, dass der Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) Teil des Weltrekordfluges sein konnte und wünscht dem Projekt „viel Erfolg in der weiteren Entwicklung.“
Auf Bestellung vollautomatisch ein Päckchen quer durch die Stadt aus der Luft erhalten. Das ist die Vision, für die die NASA/DLR Design Challenge in diesem Jahr innovative Lösungen suchte. Sieben Studierendenteams zeigten Ende August beim finalen Symposium des deutschen Wettbewerbsteils mit Kreativität und vielfältigen Ideen, wie die Zukunft der Logistik in urbanen Räumen per unbemannter Luftfahrzeuge, Paketstationen und Landeplattformen aussehen kann. Mit dem ersten Platz prämierte die Jury des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Konzept Urban Ray der RWTH Aachen. Es folgten die Universität Stuttgart mit aERO auf Platz zwei und die TU-München mit Mercurius auf Platz drei. Gastgeber der Abschlussveranstaltung für die Teams in Deutschland war das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL) in Hamburg.
„Die NASA/DLR Design Challenge vereint viele wichtige Aspekte: Es geht um Nachwuchsarbeit, um Kooperation der Großforschung mit den Universitäten, um neue Entwürfe, Ideen, Inspiration und die für uns bedeutende transatlantische Kooperation“, betonte Prof. Rolf Henke, DLR-Vorstand für Luftfahrtforschung und Juryvorsitzender auf der Veranstaltung in Hamburg. „Gewinner sind dabei alle Teilnehmenden, die die Erfahrung mitnehmen, sich im Team einem Wettbewerb zu stellen und gemeinsam die persönliche Leistung abzurufen. Dabei hat es uns als Jury dieses Jahr besonders gefreut, wie die Studierenden trotz der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie sieben tolle Konzepte eingereicht haben.“ Gesamtkonzept mit Geschäftsmodell
Präsentation des Konzepts Urban Ray (Foto: DLR)
Gruppenbild aller Vortragenden mit der Jury (Foto: DLR)
Gewinnerteam der RWTH Aachen (Foto: DLR)
Die Herausforderung des Wettbewerbs in diesem Jahr war ein effizientes und stadttaugliches unbemanntes Fluggerät samt Bodenstationen, Bodenlogistik, Sicherheitskonzept und Geschäftsmodell zu entwickeln. Dabei mussten die Studierenden berücksichtigen, dass ihre Paketdrohne kleine Päckchen von bis zu 2,5 Kilogramm in eine Entfernung von bis zu 15 Kilometern direkt befördert und dabei auch bei Seitenwind sicher auf sehr beschränkten Plattformen starten und landen kann. Die Flughöhe wurde auf 120 Meter angesetzt, einem Teil des städtischen Luftraums, der bisher weitgehend ungenutzt ist und damit vielfältige Möglichkeiten für unbemannte Fluggeräte bei entsprechend zusätzlicher Regulierung ermöglicht.
NASA und DLR richten den Studierendenwettbewerb mittlerweile im vierten Jahr parallel in den USA und in Deutschland aus. Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiteten die Studierenden in diesem Jahr großteils digital in den Teams zusammen und absolvierten auch das Auftaktmeeting als Videokonferenz. Beim finalen Symposium in Hamburg konnten nun jeweils zwei Mitglieder pro Team vor Ort sein, um das gemeinsam erstellte Konzept zu präsentieren. Die restlichen Teammitglieder verfolgten die Veranstaltung online. Der Preis, eine Reise für das Gewinnerteam in die USA mit einem Besuch bei der NASA, wurde bedingt durch die Pandemie auf 2021 verschoben. Im Herbst sind die teilnehmenden Studierenden an den DLR-Standort Braunschweig eingeladen.
Für die NASA/DLR Design Challenge 2020 hatten sich auf deutscher Seite 37 Studierende verteilt auf sieben Teams aus sechs Hochschulen angemeldet. Die drei prämierten Beiträge im Einzelnen:
1. Platz: RWTH Aachen mit Urban Ray
Das Konzept Urban Ray der RWTH Aachen besteht aus einem vollautonomen, elektrischen UAS (unbemanntes Luftfahrtzeugsystem) in Blended-Wing-Body-Konfiguration, das über einen getrennten Antrieb (Rotoren) für den Schwebeflug und den Vorwärtsflug verfügt. Dies ermöglichte dem Team eine innovative, schubbasierte Lösung für die Flugsteuerung zu entwickeln, bei dem auf herkömmliche Steuerflächen verzichtet wird. Weiterhin kombiniert das Design ein Fallschirmsystem mit einer stoßabsorbierenden Struktur aus Schaumstoff, um die hohen Sicherheitsanforderungen für den Einsatz eines solchen Systems in innerstädtischen Gebieten zu erfüllen.
Die vertikale Start- und Landefähigkeit ermöglicht zudem den Einsatz von kleinen Plattformen bei gleichzeitig hoher Reisegeschwindigkeit. Für den Aufbau eines dichten und anpassungsfähigen Netzwerks wurde deshalb eine modulare Plattformfamilie entwickelt. Diese beinhaltet eine einfache, faltbare Plattform bis hin zu einem zentralen Hub, der über ein vollautomatisiertes System zur Paketbeladung, -lagerung samt Batteriewechsel verfügt. Urban Ray soll im Rahmen eines Pay-per-Use-Modells als Dienstleistung für Paketlogistikunternehmen und weitere Kunden, die beispielsweise Konsumgüter oder Gesundheitsprodukte verkaufen, angeboten werden.
2. Platz: Universität Stuttgart mit aIRO
Das Konzept aIRO des Teams der Universität Stuttgart ist ein unbemanntes Luftfahrzeugsystem (UAS), bestehend aus einer Paketdrohne mit vier Tragflächen, acht Rotoren und einem markanten roten Seitenleitwerk, wobei die Verbindung zum Bord- und Steuerungscomputer am Boden per Echtzeit-5G-Kommunikation aufrechterhalten wird, was deutliche Gewichtseinsparungen beim Fluggerät bringt. Ein Secondary Flight Control Computer an Bord sichert die Drohne im Falle eines Verbindungsproblems ab.
Die Kombination einer Tandem- und Multicopter-Konfiguration mit leisen, elektrisch angetriebenen Kipprotoren nutzt für eine optimale Energieversorgung ein hybrides Energiesystem, bestehend aus Lithium-Schwefel-Batterien (LiS) und Lithium-Ionen-Kondensatoren. Die redundanten Systeme der Vertikalen Start- und Landefähigkeiten (VTOL) sind das Herz von aIRO. Bodenstationen in der Größe zweier Standardparkplätze können flexibel im städtischen Bereich verteilt werden. Das Risiko für Personal und Anlagen am Boden wird durch ein umfassendes Sicherheitskonzept auf ein Minimum reduziert: Ein hochleistungsfähiges, bodengestütztes Passivradar-Erkennungs- und -Vermeidungssystem (DaA) liefert Input für die Flugwegkontrolle via 5G-Netz.
3. Platz: TU München mit Mercurius
Das Design der Mercurius-Drohne des Teams der TU München konzentriert sich auf maximale Effizienz bei minimalem Gewicht. Zwei feste vordere Propeller und sechs hintere schwenkbare Oberflügelpropeller vereinen die widersprüchlichen Anforderungen an Schwebeflug und Horizontalflug. Konstruktionsmerkmale wie abgesenkte Winglets oder Oberflügelstützen führen zu guten Strömungseigenschaften. Das hybride Antriebssystem aus einer Brennstoffzelle und einem Lithium-Ionen-Akku ermöglicht eine Einsatzperformance, die für batteriebetriebene Konzepte nicht erreicht wird.
Zusätzlich maximiert es die Flugsicherheit und Energieeffizienz, was zu einem Drittel reduzierter Kosten pro zugestelltes Paket führt. Die Bodenstationen vereinen einen leichten Aufbau mit fortgeschrittener Automatisierung, sodass sie eine schnelle Beladung der Drohnen samt Akkuladung gewährleisten.
TU Dresden mit BeeHive
Das Konzept BeeHive des Teams der Technischen Universität Dresden ist ein kostengünstiges autonomes System, das in der Lage ist, kleine und leichte Fracht bei hohen Geschwindigkeiten innerhalb einer städtischen Umgebung zu platzieren. Es besteht aus zwei Komponenten, der Trägerdrohne genannt Bee (Biene) und der Landeplattform genannt Hive (Bienenstock). Die Biene wird von vier Elektromotoren angetrieben die einen senkrechten Start und eine senkrechte Landung sowie die Abgabe einer Nutzlast von 2,5 Kilogramm ermöglichen über eine Entfernung von 15 Kilometern ermöglicht.
Die Stromversorgung der Motoren erfolgt über Lithium-Ionen-Akkus, die auf der Landeplattform vollautomatisch mit dem Beladen neuer Fracht getauscht werden. Das System erfüllt höchste Standards an Sicherheit, Lärmreduzierung und Effizienz. Es ist einfach skalierbar und kann leicht an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden.
Universität der Bundeswehr München mit eCiconia
Das Konzept eCiconia des Teams der Universität der Bundeswehr München kombiniert die Vertikalstart- und -landefähigkeit (VTOL) mit treibstoffsparender konventioneller Aerodynamik auf Basis von Tragflächen. Der Horizontalflug ermöglicht ein präzises Start- und Landeverfahren auf kleinstem Raum, wobei eine Katapulttechnik energiesparende Starts der Drohne ermöglicht. Eine zentrale Basisstation am Boden arbeitet mit Fließbandbetrieb für die Be- und Entladung der Päckchen sowie den Akkuwechsel.
Ein integriertes Kontrollzentrum ermöglicht einen effizienten und zuverlässigen Betrieb bei minimalem Platz- und Zeitaufwand. Ein attraktives Detail des Konzepts ist die Nutzung bereits bestehender. um eine Landeplattform erweiterter Paketstationen, was eine zuverlässige Paketzustellung ohne Risiken durch Bodenlandungen ermöglicht. Ein kombiniertes Sicherheitssystem, bestehend aus einem Fallschirm und Airbags, beugt Schäden im Falle eines Systemausfalls vor.
TU Hamburg mit HecTO-R
Das Konzept HecTO-R des einen Teams der TU Hamburg ist ein Hybrid zwischen einem Quadcopter und einem Blended-Wing-Heckstarter, der einen vertikalen Start- und Landevorgang (VTOL) mit einem schnellen Reiseflug kombiniert. Die Tragflächen sind optimiert, um stabile und sichere Flugeigenschaften zu gewährleisten und mögliche Unfallrisiken zu minimieren. Um die Luftqualität in Akkus von Licerion High Energy (HE) betrieben, die über eine ausreichende Speicherkapazität für zwei Einsätze verfügen.
Um Masse und Kosten zu reduzieren, werden fast alle Komponenten aus kohlefaserverstärkten Polymeren (CFK) hergestellt. HecTO-R kann sehr flexibel auf klappbaren Stelzen, die sich an der Rückseite des Rumpfes befinden, landen. Der leichte Lademechanismus aus Aluminium ist in den Rumpf integriert, sodass HecTO-R Päckchen fast überall selbständig platzieren kann.
TU Hamburg mit City-Del
Die Paketdrohne des Konzepts City-Del des anderen Teams der TU Hamburg ist vollständig aus kohlefaserverstärktem Polymer, um das Gewicht zu minimieren. Um auf engem Raum zu operieren, verfügt City-Del über einen vertikalen und einen horizontalen Modus. Der Vertikalmodus wird durch acht koaxial angeordnete Rotoren ermöglicht. Dies verleiht der Drohne Manövrierfähigkeit.
Der horizontale Modus wird durch zwei, an den Flügeln montierten Rotoren und einem umgekehrten V-Leitwerk ermöglicht. Während des Einsatzes versorgt ein Akkupaket, bestehend aus 60 Zellen, die Triebwerke und die Avionik mit ausreichend Energie. City-Del enthält einen Kondensator, der die Energieversorgung während des kombinierten Wechsels von Akkus und Ladeeinheit überbrückt.
Zum ersten Mal die MMF Multinational Multi Role Tanker Transport Fleet 01 mit der Tailnummer T-054 von Eindhoven ab. Und auch zum aller ersten Mal betankt ein A330 MRTT Multi Role Tanker Transport der MMU ein anderes Flugzeug in der Luft – den Eurofighter 2000 der Deutschen Luftwaffe.
Am frühen Morgen um 06:00 Uhr bereitete sich die Besatzung des A330 MRTT Multi Role Tanker Transport und die Mechaniker der MMU (Multinational MRTT Multi Role Tanker Transport Unit) auf den bevorstehenden Flug vor.
Die A330 T-054 der MMU auf dem Weg zur Startbahn für ihren ersten Take-Off aus Eindhoven. Dann hebt das neue Tankflugzeug zum ersten Mal für die MMU von Eindhoven aus ab.
Tankflugzeug A330 MRTT der Nato übt mit Eurofightern
Um 08:35 Uhr ist es dann soweit und das Team um Oberstleutnant Timo E., Flugzeugkommandant des A330 MRTT Multi Role Tanker Transport in Ausbildung und erfahrener Pilot des Team Luftwaffe, steigt auf und macht sich auf dem Weg in den Süden Deutschlands. Der Pilot an seiner Seite ist Major Stijn v. A. von der Belgischen Luftwaffe und der Ausbilder auf dem Flug ist Hauptmann Chris H. von der Niederländischen Luftwaffe. Die Betankung in der Luft aus dem A330 MRTT Multi Role Tanker Transport wird von so genannten Luftbetankungsoperateuren koordiniert. Die beiden niederländischen Luftbetankungsoperateure (eng. Air Refueling Operator, kurz ARO), Oberstabsfeldwebel Herman J. und René v. d. G., komplettieren das Team der MMU.
Luftbetankungsoperateur Oberstabsfeldwebel René v.d.G. vor einem Bildschirm im Cockpit des A330 MRTT
Luftbetankungsoperation im Detail
Nach etwa einer Stunde Flugzeit hat die multinationale Crew der MMU ihren vorläufigen Zielort erreicht – den Luftraum im Süden Deutschlands. Dann wurde es spannend: Während sich der A330 MRTT Multi Role Tanker Transport auf seine kreisförmige Flugbahn begibt, befinden sich die Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 in Neuburg an der Donau im Anflug. Der Flugzeugkommandant des A330 MRTT Multi Role Tanker Transport gibt das Signal zum ausfahren des „hose-and-drogue“-Betankungssystems – ein Betankungsschlauch mit Fangkorb am Ende. Dieser wird ausgefahren und der Luftbetankungsoperateur bereitet sich auf die Betankung des MMF Multinational Multi Role Tanker Transport Fleet-Partners vor.
Zwei Eurofighter fliegen in Formation und warten darauf bis sie vom A330 betankt werden. Damit beginnt die entscheidende Phase der Betankung. Die Eurofighter aus Neuburg nehmen Verbindung mit dem A330 MRTT auf und positionieren sich auf der linken Seite des Tankflugzeugs neuester Generation. Jetzt ist die volle Konzentration aller Beteiligten gefragt, denn die Betankung im vollen Flug bei 260 bis 310 Knoten auf 29.000 Fuß Höhe ist Maßarbeit. Der Kommandant des A330 MRTT übergibt den Funk an den Luftbetankungsoperateur, welcher die Eurofighter an den Luftbetankungsschlauch heranführt. Ein Eurofighter tankt, indem er seinen Tankstutzen in den Korb am Betankungsschlauch des A330 steckt.
Zwei Eurofighter fliegen in Formation und warten darauf bis sie vom A330 betankt werden
Geschafft – der Eurofighterpilot hat den Tankstutzen sicher in den Betankungskorb navigiert, und die Betankung beginnt. Maximal 1.250 kg pro Minute kann der A330 MRTT der MMU über den Luftbetankungsschlauch an seinen Empfänger abgeben. Nach fünf bis zehn Minuten ist der Tank des Eurofighters voll und der Luftbetankungsoperateur koordiniert seinen Abflug über den rechten Flügel des A330, um Platz für die nächsten Düsenjäger zu schaffen. Insgesamt wurden jetzt acht Eurofighter betankt, bevor es wieder zurück in Richtung Heimat nach Eindhoven ging.
Meilenstein für MMU: Erste Luftbetankung
Das MMF (Multinational Multi Role Tanker Transport Fleet-Programm) ist ein Beispiel für multinationale Zusammenarbeit von NATO North Atlantic Treaty Organization-Partnern an der sich Deutschland maßgeblich beteiligt. „Die Zusammenarbeit mit den Eurofightern des Team Luftwaffe ist überaus professionell und reibungslos verlaufen“, erzählt Oberstleutnant Timo E. nach der Landung, „Ich freue mich, dass der erste Flug unserer T-054 und gleichzeitig unsere erste Luftbetankung mit dem A330 MRTT so super geklappt hat.“
Deutschland leistet durch die maßgebliche Beteiligung an dem Projekt und durch enge Zusammenarbeit mit dem Team Luftwaffe, einen wichtigen Beitrag zum kontinuierlichen Fortschritt des zukunftsträchtigen Programms. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen beteiligten Soldatinnen und Soldaten der MMU und dem Team Luftwaffe, welche die heutige erste Luftbetankung mit dem A330 MRTT ermöglicht haben“, schließt sich Oberst Markus Bestgen, acting Commander MMU, an, „ich freue mich auf weitere gemeinsame Missionen mit unseren MMFMultinational Multi Role Tanker Transport Fleet Partnern“.
A330 MRTT der Nato betankt Eurofighter der Luftwaffe
Angela Titzrath und Michael Kerkloh sollen zeitnah gerichtlich zu neuen Mitgliedern des Lufthansa-Aufsichtsrats bestellt werden. Nach staatlicher Rettung der Lufthansa kann der Bund Mitglieder im Aufsichtstrat der Lufthansa benennen. Das Vorschlagsrecht für die neuen Mitglieder lag vereinbarungsgemäß beim Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Deutschen Lufthansa AG, Karl-Ludwig Kley.
Im Stabilisierungspaket des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesrepublik Deutschland für die Deutsche Lufthansa AG ist unter anderem vereinbart, dass der Bund in seiner Rolle als Anteilseigner zwei Mitglieder für den Aufsichtsrat der Gesellschaft benennen kann. Dieser Teil der Vereinbarung wurde mit der Benennung von Angela Titzrath und Michael Kerkloh nun vollzogen.
Lufthansa-Aufsichtsräte treten zurück
Der Bund hatte seine Vorschläge bestätigt. Um die Bestellung von zwei neuen Mitgliedern zu ermöglichen, legen die bisherigen Aufsichtsräte Monika Ribar und Martin Koehler ihre Mandate mit sofortiger Wirkung nieder. Seit 2014 ist Monika Ribar Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Lufthansa AG. Martin Koehler ist das dienstälteste Mitglied des Gremiums, dem er bereits seit 2010 angehört. Er hätte nach Ablauf seines Mandats 2023 nicht wiedergewählt werden dürfen.
Karl-Ludwig Kley sagt: „Wir erfüllen mit diesem Wechsel eine Kernbedingung des Stabilisierungspakets. Ich danke Monika Ribar und Martin Koehler für ihre langjährige und engagierte Mitarbeit im Aufsichtsrat. Mit ihnen verlieren wir zwei ausgewiesene Experten, die ihre große Managementerfahrung und ihre Airline-Kompetenz stets zum Wohle der Gesellschaft eingebracht haben. Gleichzeitig gewinnen wir mit Angela Titzrath eine erfahrene Managerin, die den Aufsichtsrat mit ihrer breiten Expertise aus verschiedenen Industrien und Unternehmen bereichern wird. Ihre Erfahrung in der Logistik sowie ihre Kenntnis personalpolitischer Themen werden für unser Gremium von großem Wert sein. Michael Kerkloh hat die Flughäfen in Hamburg und München über viele Jahre erfolgreich geführt. Er wird seine langjährige Erfahrung und sein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge im Luftverkehr in den Aufsichtsrat einbringen.“
Ruag International verzeichnete im ersten Halbjahr diesen Jahres insbesondere bedingt durch die COVID-19-Pandemie insgesamt einen negativen EBIT und rückläufigen Umsatz. Der Nettoumsatz ging um 10,9 Prozent auf CHF 570 Mio. (Vorjahresperiode CHF 640 Mio.) zurück. Der EBIT sank auf CHF -42 Mio. (CHF -11 Mio.).
Während die in der Luftfahrt tätigen Geschäftsbereiche der Schweizer Ruag besonders von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind, zeigt der Geschäftsbereich Ammotec wachsende Umsatz- und EBIT-Zahlen. Seit Anfang 2020 ist Ruag International ein eigenständiges Unternehmen. Die Entflechtung ist erfolgreich abgeschlossen.
Luftfahrt leidet: Einbruch in Flugzeugbau und -unterhalt
Der Rückgang beim Nettoumsatz um CHF 70 Mio. auf CHF 570 Mio. ist sowohl auf Fremdwährungseffekte, wegfallende Umsätze aufgrund von Devestitionen, wie auch auf organische Umsatzrückgänge zurückzuführen. Insbesondere die beiden in der Luftfahrt tätigen Geschäftsbereiche Aerostructures und MRO International (Unterhalt von Luftfahrzeugen) haben die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie deutlich gespürt. Die Auslieferungen von Flugzeugrumpfsektionen für den A320 reduzierten sich um rund 30 Prozent und die Auslastung im Unterhalt von Luftfahrzeugen ist ebenfalls deutlich gesunken.
Die Geschäftsbereiche Space und Ammotec waren von der Pandemie weniger betroffen und konnten ihre Umsätze im Vergleich zur Vorjahresperiode steigern. Erfreulich ist weiter, dass letztgenannte Geschäftsbereiche ihre Umsätze im zunehmend wichtigen amerikanischen Markt fast zu gleichen Teilen um gesamthaft CHF 23 Mio. auf CHF 83 Mio. (CHF 65 Mio.) steigern konnten.
Maßnahmen der Schweizer zur Kostensenkung
Mit CHF -42 Mio. ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zur Vorjahresperiode um CHF 31 Mio. gesunken. Bis auf Ammotec verzeichnen alle Bereiche einen tieferen EBIT gegenüber der Vorjahresperiode. Neben den negativen Effekten von COVID-19 haben auch die weiterlaufenden Transformationskosten für die Neuausrichtung das Betriebsergebnis belastet. Als Reaktion auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hat das Unternehmen im ersten Halbjahr diverse Maßnahmen umgesetzt: Neben der Implementierung empfindlicher Kostensenkungsmaßnahmen, der Einführung von Kurzarbeit für rund 1.700 Mitarbeitende primär in der Schweiz und Deutschland und einem Einstellungsstopp, hat das Unternehmen ein Programm lanciert, welches die Liquidität im Konzern verbessern und schützen soll.
Urs Kiener, CEO a.i. von Ruag International bemerkt zum Halbjahresabschluss: „Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie waren für uns insbesondere im Luftfahrtbereich deutlich spürbar – und werden uns noch längere Zeit begleiten. Die begonnene Transformation werden wir deshalb im zweiten Halbjahr beschleunigen müssen und umfassende Veränderungen anstossen, um die Zukunftsfähigkeit zu sichern.“
Seit Anfang 2020 operiert Ruag International als eigenständiges Unternehmen und soll in den nächsten Jahren weiterentwickelt und schrittweise privatisiert werden. Mit der Bilanzspaltung, die der Bundesrat am 22. April zur Kenntnis genommen hat, wurde die Entflechtung per Mitte 2020 materiell abgeschlossen. Der Umsatzanteil von Ruag International gegenüber dem VBS (Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) betrug im ersten Halbjahr noch 14 Prozent und umfasst insbesondere Leistungen aus den Geschäftsbereichen Ammotec und MRO International. Ruag International erzielte im ersten Halbjahr 83 Prozent aller Nettoumsätze im Ausland. Per Ende Juni 2020 beschäftigt das Unternehmen an weltweit 50 Standorten 6.451 Mitarbeitende (6.626).
Free Cash Flow gestiegen
Der Free Cash Flow stieg im ersten Halbjahr 2020 um 35,3 Prozent auf CHF -108 Mio. (Vorjahr CHF -167 Mio.). Diese Entwicklung spiegelt die jeweils zu Beginn des Jahres starke Kapitalbindung bei Ammotec aufgrund der Vorproduktion von Jagdmunition im ersten Semester mit anschließendem Abverkauf sowie generell höheren Auslieferungen an Armeen und Behörden gegen Ende des Jahres wieder. Die Nettofinanzposition erhöhte sich im Vergleich zum 30. Juni 2019 von CHF -104 Mio. auf CHF 50 Mio., was einer Zunahme von 148,1 Prozent entspricht.
Ruag International erwartet insbesondere aufgrund der negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in den Geschäftsbereichen Aerostructures und MRO International für das Geschäftsjahr 2020 einen tieferen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr und nach wie vor ein negatives Betriebsergebnis (EBIT). Für Ammotec rechnet das Unternehmen für das zweite Halbjahr mit einer weiterhin positiven Entwicklung.
Der Hauptstadtflughafen Berlin bereitet sich tatsächlich auf seine Eröffnung vor. Diese geschieht jedoch nicht an einem einzigen Tag. Die verschiedenen Schritte erstrecken sich von der Umbenennung des Flughafens Schönefeld in „BER Terminal 5“ am 25. Oktober bis zum letzten Flug von Tegel über zwei Wochen.
Neun Wochen vor dem offiziellen Datum der Eröffnung des BER am 31. Oktober hat sich der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft hauptsächlich mit dem Stand der Vorbereitungen der Inbetriebnahme beschäftigt. Dabei standen die bisherigen Ergebnisse des Probebetriebs mit Komparsen, die erfolgreiche Brandschutz- und Räumungsübung im Flughafenbahnhof sowie die Inbetriebnahmekommunikation im Mittelpunkt. Weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung der kommenden Jahre und die Auswirkungen auf die Finanzen der Flughafengesellschaft. Für den Gesellschafter Brandenburg nahm erstmals Henner Bunde an der Aufsichtsratssitzung teil.
Letzter Blick auf Flüge in Tegel
Innerhalb der Phase der Inbetriebnahme werden die wichtigsten Partner der Flughafengesellschaft eingebunden. Den Höhepunkt bildet der 31. Oktober, wenn das Terminal 1 seinen Dienst aufnimmt. Je ein Flugzeug von easyJet und Lufthansa wird zeitgleich landen. Am 08. November soll der Flughafen Tegel, den viele Stimmen gerne weiter in Betrieb sähen, würdig verabschiedet werden. Die Besucherterrasse in Tegel wird in den Wochen vor dem Ende des Flugbetriebs wieder geöffnet.
Der Aufsichtsrat erörterte erstmals Vorüberlegungen zum Wirtschaftsplan 2021. Wie bereits in diesem Jahr muss damit gerechnet werden, dass durch die Coronakrise und dem massiv ausbleibenden Flugverkehr zusätzlicher Finanzbedarf besteht. Der zu Beginn der Pandemie angenommene zusätzliche Finanzierungsbedarf von 300 Mio. Euro für 2020 konnte durch drastische Sparmaßnahmen wie Kurzarbeit, Einstellungsstopp und Budgetkürzung auf etwa 250 Mio. Euro reduziert werden.
Luftfahrtkrise durch COVID-19
Wegen der COVID-19-Pandemie ist auch die Entwicklung des Flugbetriebs im kommenden Jahr nur sehr schwer zu prognostizieren. Im Rahmen der kommenden Aufsichtsratssitzungen und insbesondere auf der Klausurtagung des Aufsichtsrates im Januar werden deshalb Finanzfragen ein zentrales Thema werden. Rainer Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die Inbetriebnahme des BER ist weiter auf einem guten Weg. Wir können unser Wort halten. Aber die finanziellen Herausforderungen durch Corona werden noch deutlicher im Fokus stehen.“
Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Leider lässt sich die Verkehrsentwicklung der kommenden Jahre nicht verlässlich prognostizieren. Wir werden weiterhin daran arbeiten, unsere Prozesse so effizient und kostengünstig wie möglich zu machen. Die Hilfe unserer Gesellschafter werden wir auf Jahre benötigen. Die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme laufen rund. Jetzt zahlt sich die akribische Arbeit der letzten Jahre aus.“
Emirates nimmt ab dem 01. September seine Linienflugverbindungen in die thailändische Hauptstadt Bangkok wieder auf. Das Streckennetz der Airline wächst damit im September auf 78 Destinationen und bietet Reisenden in Europa, dem Nahen und Mittleren Osten, Afrika und dem asiatisch-pazifischen Raum bequeme Umsteigeverbindungen via Dubai.
Die Flüge zwischen Dubai und Bangkok werden ab dem 01. September täglich mit einer Boeing 777-300ER in einer Drei-Klassen-Konfiguration durchgeführt: Flug EK384 startet um 01:50 Uhr vom Dubai International Airport (DXB) und landet um 11:30 Uhr in Bangkok (BKK). Der Rückflug, EK385, verlässt die Hauptstadt Thailands um 03:25 Uhr und landet um 06:35 Uhr in Dubai. Alle Zeiten sind Lokalzeiten.
First-Class- und Business-Class-Kunden können bei der Abreise in Bangkok und in Dubai den Emirates Chauffeur-Service nutzen und sich in der Emirates-Lounge am Dubai International Airport entspannen, für die zur Wiedereröffnung spezielle Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt wurden.
Einreisekriterien in Thailand
Reisende, die in Bangkok ankommen, unterliegen den von den thailändischen Behörden festgelegten Anforderungen und es gelten weiterhin Einschränkungen bei der Einreise. Reisende werden dringend gebeten, vor der Buchung die für ihr Land aktuell geltenden Regularien und Einreisekriterien zu prüfen.
Die Einreise nach Dubai ist zudem sowohl für Urlauber als auch für Geschäftsreisende wieder möglich. Die Vorlage eines negativen COVID-19 PCR-Tests ist für alle in Dubai (und den Vereinigten Arabischen Emiraten) ankommenden Passagiere im Einreise- und Transitverkehr obligatorisch, einschließlich Bürger der VAE sowie Einwohner und Touristen, unabhängig davon, aus welchem Land diese einreisen. Das negative Testergebnis muss bereits beim Check-in am Abflugsort vorliegen und darf bei Ankunft oder Transfer in Dubai nicht älter als 96 Stunden sein.
Deckung von Covid-19-bedingten medizinischen Kosten während der Reise
Fluggäste können wieder mit mehr Zuversicht reisen, weil Emirates sich als erste Airline der Welt dazu verpflichtet hat, durch COVID-19-bedingte medizinische Kosten während der Reise für diese zu übernehmen. Die Deckung bietet Emirates seinen Kunden unabhängig von der Reiseklasse oder dem Reiseziel kostenfrei an. Sie gilt ab sofort für Fluggäste, die bis zum 31. Oktober 2020 mit Emirates fliegen (der erste Flug muss am oder vor dem 31. Oktober 2020 abgeschlossen werden). Die Gültigkeit beträgt 31 Tage ab dem Zeitpunkt, an dem Passagiere den ersten Abschnitt ihrer Reise zurücklegen. Das bedeutet, dass Kunden von Emirates weiterhin von der zusätzlichen Sicherheit durch die Kosten-Deckung profitieren können, auch wenn sie nach der Ankunft an ihrem Emirates-Zielort in eine andere Stadt weiterreisen. Die Nummer der Hotline und Einzelheiten darüber, welche Kosten im Zusammenhang mit COVID-19 gedeckt sind, sind unter www.emirates.com/COVID19assistance verfügbar.
Gesundheit und Sicherheit
Emirates hat ein umfassendes Maßnahmenpaket für jeden Reiseabschnitt eingeführt, um die Sicherheit seiner Passagiere und Mitarbeiter am Boden sowie in der Luft zu gewährleisten. Dazu gehören kostenlose Hygienekits mit Masken, Handschuhen, Handdesinfektionsmitteln und antibakteriellen Tüchern für alle Fluggäste. Nach der Landung in Dubai durchläuft jedes Flugzeug ein optimiertes Reinigungs- und Desinfektionsverfahren.
Reisebeschränkungen
Fluggäste sollten beachten, dass Reisebeschränkungen weiterhin bestehen und Passagiere nur dann auf Flügen akzeptiert werden, wenn sie die Anforderungen und Einreisekriterien der jeweiligen Zielländer erfüllen. Weitere Informationen unter dem Link www.emirates.com/travelrestrictions. Die Reisebestimmungen für Einwohner Dubais sind unter www.emirates.com/returntoDubai veröffentlicht.
Emirates hat 70 Flugziele
Emirates fliegt derzeit zu über 70 Zielen weltweit und bietet Reisenden zwischen den Regionen Europa, Naher und Mittlerer Osten, Afrika, Asien-Pazifik sowie Amerika sichere und bequeme Flüge über sein Drehkreuz Dubai. Von Deutschland aus verbindet Emirates mit aktuell 12 wöchentlichen Linienflügen ab Frankfurt (seit 1987 im Streckennetz) sowie vier wöchentlichen Liniendiensten ab München (seit 1999 im Streckennetz) Menschen und Orte auf der ganzen Welt.
Nach dreimonatigen Verhandlungen zwischen der in Deutschland operierenden Ryanair-Tochter Malta Air und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) über eine Tarifvereinbarung zur Beschäftigungssicherung für bundesweit rund 900 Beschäftigte in der Kabine hat ver.di das Angebot der Arbeitgeber als nicht akzeptabel abgelehnt; die Verhandlungen wurden ergebnislos abgebrochen. „Die Beschäftigten in der Kabine waren bereit, auf Einkommen zu verzichten. Bedingung dafür ist jedoch eine Absicherung ihrer Arbeitsplätze. Das hat Malta Air strikt abgelehnt. Diese Ablehnung macht eine tarifliche Vereinbarung mit ver.di unmöglich“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Sven Bergelin.
Malta Air fordert Lohnverzicht von bis zu zehn Prozent
Malta Air hatte einen Lohnverzicht von bis zu zehn Prozent für das Kabinenpersonal über die nächsten fünf Jahren gefordert. Gleichzeitig sollte ver.di Teilzeitoptionen zustimmen, die das Einkommen der Beschäftigten um mehr als 50 Prozent reduzieren könnten. Eine Umsetzung dieser Forderung würde dazu führen, dass das zu erzielende Einkommen unter dem im Fall einer Kündigung zu beanspruchenden Arbeitslosengeld liegen könnte. „Das Kabinenpersonal versteht, dass sich die Luftfahrt in einer Krise befindet. Schwer zu akzeptieren ist aber, dass die Beschäftigten mit Löhnen unter dem Existenzminimum dafür bezahlen sollen, dass Malta Air mit neuen Dumpingpreisen den Wettbewerb anheizen will“, so Bergelin.
Schließungspläne für die Flughäfen Hahn, Niederrhein und Tegel
Zudem halte Malta Air an den Schließungsplänen für die Flughäfen Hahn, Niederrhein und Tegel fest, so Bergelin weiter. Dort sei bereits Personalabbau angekündigt. Andererseits gebe es an anderen Standorten wieder Neueinstellungen. „Damit werden wichtige Zielsetzungen und Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld missachtet.“
Malta Air ist über die Gewährung von Kurzarbeitergeld aktuell in einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Bundesagentur für Arbeit. Dabei geht es auch um die Frage, ob Malta Air in Deutschland Betriebe unterhält. Bergelin: „Bei Auseinandersetzungen um Betriebsratswahlen hat Malta Air stets darauf beharrt, keine Betriebe in Deutschland zu haben.“ Jetzt werde offenbar das Gegenteil behauptet. „Malta Air will das Kurzarbeitergeld dazu missbrauchen, die Neupositionierung im deutschen Markt zu finanzieren. Dem Unternehmen geht es weder um Beschäftigungs- noch Standortsicherung, den Zielsetzungen der Kurzarbeit.“
Eine Alouette III-Besatzung aus Aigen im Ennstal rettete vergangene Nacht einen schwer verletzten Bergsteiger aus unwegsamem Gelände.
Bundesheer rettet Bergsteiger
Nach Anforderung durch die Landeswarnzentrale startete die Besatzung vom Fliegerhorst Aigen in Richtung Dachsteinmassiv. Um 20:45 Uhr wurde der Verletzte im Bereich Scheichenspitze auf einer Höhe von 2.667 Metern geortet und die Rettung aus der Luft eingeleitet. Trotz Erschwernissen durch die angebrochene Dunkelheit und des unwegsamen Geländes gelang es, zusammen mit dem ÖAMTC, den Verletzten mit der Seilwinde des Bundesheer-Hubschraubers aus seiner misslichen Lage zu befreien. Nach der Windenbergung erfolgte der Transport zu einem Übernahmepunkt, an dem die Rettung den verunglückten Bergsteiger stabilisierte und die Verlegung in das Krankenhaus Schladming einleitete.
Luftwaffe mit Kompetenz Bergrettung
„Unsere Piloten haben heute Nacht wieder gezeigt, wie schnell sie in einem Notfall zur Stelle sind. Ich bedanke mich bei der Besatzung für diesen unglaublichen und für den Verunfallten lebensrettenden Einsatz. Unser Bundesheer handelt in schwierigen Situationen hoch professionell und ist immer dort im Einsatz, wo es dringend gebraucht wird – Danke!“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Über die Windenbergung durch das Bundesheer sagt Albert Prugger vom ÖAMTC: „Die Bergung war für den Abgestürzten definitiv lebensrettend“.
Das Österreichische Bundesheer verfügt mit seinen Hubschraubern und dem hohen Ausbildungsstand der Piloten und Flugretter über die Berechtigung, Windenbergungen auch bei Nacht durchzuführen. Die Hubschrauberstaffel in Aigen ist auf dieses Verfahren besonders spezialisiert. Die Hubschrauber vom Typ Alouette III stehen seit 1967 beim Österreichischen Bundesheer im Einsatz.
Am Flughafen Frankfurt stehen aktuell rund 12.000 Quadratmeter temperaturgeführte Umschlagekapazitäten mit direktem Vorfeldzugang zur Verfügung. Gut zwei Drittel davon befinden sich im hochmodernen Lufthansa Cargo Pharma Hub. Die Kapazitäten werden gebraucht.
2019 wurden am Flughafen Frankfurt (FRA) rund 120.000 Tonnen Impfstoffe, Arzneimittel und andere Pharmaprodukte umgeschlagen. Damit ist FRA europaweit führend. In dieser Position sehen sich Flughafenbetreiber Fraport und Lufthansa Cargo gemeinsam mit den weiteren Playern der Air Cargo Community am Standort auch schon für das Handling eines möglichen Corona-Impfstoffes vorbereitet.
Zuverlässige Industriestandards für Pharma
Auf dem weiteren Flughafen-Gelände stehen 2.000 zusätzliche Quadratmeter vor der Inbetriebnahme. Diese Flächen entsprechen den internationalen und europäischen Vorgaben. So erfüllen zusammen mit dem Fraport seit 2018 ein Dutzend Unternehmen die IATA-konformen Anforderungen des CEIV-Pharma-Zertifikats (Center of Excellence for Independent Validators in Pharmaceutical Logistics). Das bedeutet eine qualitätsgesicherte Umschlagung von zeitkritischen und temperaturempfindlichen Gütern, worunter Pharmaprodukte fallen. Hinzu kommen Speditionen und Luftverkehrsgesellschaften, die dem EU-GDP-Standard entsprechen. Somit sind mehr als 75 Prozent der Transportwege am Flughafen zertifiziert. Zudem nutzt Fraport aktuell 20 hochmoderne Thermotransporter, um auch beim Weg über das Vorfeld die notwendige Temperatur der Güter zu gewährleisten.
„Der Flughafen Frankfurt bietet die idealen infrastrukturellen Voraussetzungen für den Umschlag von Pharma-Gütern. Wir beobachten die aktuellen Forschungen für einen Corona-Impfstoff genau. Wenn es soweit ist, werden wir zusammen mit unseren Partnern bei der Verteilung von Impfstoff und Medikamenten bestmöglich unterstützen“, sagt Max Philipp Conrady, Leiter Zentrale Frachtinfrastruktur bei Fraport. „Bereits beim Umschlag von dringend benötigter Schutzausrüstung und teils lebensnotwendigen pharmazeutischen Gütern haben wir zu Beginn des Jahres gezeigt, dass wir als Fracht-Community einen essentiellen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung leisten.“
Impfstoffnetzwerk weltweiter Routen
Auch Lufthansa Cargo bereitet sich vor, um einen möglichen Corona-Impfstoff in die ganze Welt zu fliegen. Mit weitreichenden Destinationen und 31 Pharma-Stationen weltweit, die bis Ende 2021 alle CEIV Pharma-zertifiziert sein sollen, verfügt die Fracht-Airline über ein hervorragendes Netzwerk. So können temperatursensible Güter, wie Impfstoffe oder Medikamente schnellstmöglich an ihren Bestimmungsort gebracht werden. „Wie wichtig gut funktionierende Lieferketten vor allem in Krisenzeiten sind, haben uns die letzten Monate deutlich gezeigt. Auch wenn es darum gehen wird, einen Impfstoff gegen das Corona Virus zu transportieren, wird Lufthansa Cargo alles unternehmen, um eine schnelle Verteilung über den Luftweg zu ermöglichen“, so Jörg Bodenröder, Leiter Handling Specials bei Lufthansa Cargo.
Als einer der ersten Luftfrachtcarrier, der sich u.a. auf den Transport von temperatursensiblen Gütern fokussiert hat, greift Lufthansa Cargo auf eine langjährige Erfahrung im Bereich von Pharma-Transport zurück. Mit beinahe allen am Markt verfügbaren Transportmöglichkeiten steht Kunden zudem ein breitgefächertes Produktportfolio zur Verfügung, in dem nahezu alle Anforderungen berücksichtigt werden können.
Die Luftfahrt leidet weiterhin an den Reiseeinschränkungen und Nachfrageflaute bei Passagieren. Die von der Bundesregierung angekündigte Anordnung pauschaler Quarantäne für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ist aus Sicht der Flughäfen fatal falsch.
Auch der Fraport-Vorstandsvorsitzende, Dr. Stefan Schulte, hält diese Zwangsmaßnahme für einen Schritt in die völlig falsche Richtung: „Eine pauschal angeordnete Quarantäne bedeutet faktisch einen zweiten Lockdown für die Luftverkehrs- und Tourismusbranche und für alle Menschen, die über Ländergrenzen hinweg unterwegs sein müssen. Betroffen wären nicht nur Urlauber, sondern insbesondere auch Geschäftsreisende. Das wird der tatsächlichen Situation nicht gerecht, denn in einigen Ländern sind die Fallzahlen niedriger als in Teilen Deutschlands. Stattdessen wäre es gerade jetzt nötig, ausreichend Testkapazitäten zur Verfügung zu stellen und die vorhandenen Möglichkeiten zum Testen auszubauen.“
Tests auf Corona halte Betrieb am Laufen
„Hier am Flughafen Frankfurt haben wir gezeigt, dass dieses System funktioniert. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Politik und Wirtschaft haben wir innerhalb kürzester Zeit die benötigte Infrastruktur geschaffen. Nur weil in einigen Fällen die Test-Kapazitäten knapp werden, ist es völlig falsch die bereits aufgebaute Testinfrastruktur abzuschaffen. Statt diesen bewährten Weg jetzt zu verlassen, sollte der Fokus auf einzelnen, regional begrenzten Risikogebieten liegen“, so Schulte weiter in einer Stellungnahme zu den Plänen des Bundesgesundheitsministers, zukünftig auf eine Quarantäne-Anordnung anstatt Tests für Reiserückkehrer zu setzen.
Zum Bau des Flughafens Berlin Brandenburg als Standort mit mehreren Terminals, der BER heißen wird, wurden am Flughafen Schönefeld umfangreiche Um- und Ausbauten vorgenommen.
Am 25. Oktober – mit dem Wechsel vom Sommer- zum Winterflugplan – erhält SXF den IATA-Code BER. Der Flughafen Schönefeld wird mit der Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg als Terminal 5 ein Teil des BER. Zur Runderneuerung gehören neue Sicherheitskontrolltechnik, die Anpassung des Wegeleitsystems und die Errichtung von Flugbetriebsflächen.
Entzerrung der Passagiere zu Corona
Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Der Flughafen Schönefeld wird als Terminal 5 fester Bestandteil des BER. Durch die Baumaßnahmen können am T5 noch einige Jahre Fluggäste gut abgefertigt werden. So kann der Flugbetrieb unter Coronabedingungen verlässlich entzerrt werden.“
Bereits seit Ende März tragen die Terminalbereiche am Flughafen Schönfeld die neuen Bezeichnungen KLMQ. Damit werden Doppelbezeichnungen im Betrieb des BER vermieden. In dem Zuge wurde auch das Wegeleitsystem an die Farbwelt des BER angepasst. Mit der Umstellung des 3-Letter-Codes wird auch der große Schriftzug auf dem Dach ausgetauscht und wird künftig „BER Terminal 5“ lauten.
Die Abfertigung wurde durch den Umbau des Pier 3a des Terminalbereichs K verbessert, auch wurde der Sicherheitskontrollbereich im Terminalbereich K neu strukturiert. Dabei wurde die alte Fluggastkontrolltechnik erneuert und dem aktuellen Standard der Handgepäckkontrolltechnik angepasst und die Sicherheitsscanner für Fluggastkontrollen überholt.
Kontrollspuren wurden vermehrt
Die Anzahl der Kontrollspuren wurde von vier auf fünf erhöht. Hierfür musste auch der Gebäudezugang verlegt und der Übergang zum Terminalbereich L geschlossen werden. Bis Ende des Jahres werden noch weitere Räume der Bundespolizei errichtet. Darüber hinaus erfolgte ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei die Ertüchtigung der Gepäckprüfanlagen. In diesen werden die Koffer der Passagiere nach der Gepäckaufgabe kontrolliert.
Mit der Eröffnung des BER wird der Flugbetrieb im sogenannten Double-Roof-Betrieb erfolgen. Die Passagiere werden je nach Airline entweder im T5 im Norden oder im T1/T2 im Midfield einchecken und boarden. Die Flugzeuge, die am ehemaligen Flughafen Schönefeld zum Einstieg bereitstehen, werden wie bisher zur Nordbahn des BER rollen und von dort starten. Die südlich am T1 stehenden Flugzeuge starten von der Südbahn.
Maßnahmen für den Regierungsflughafen
Um den Betrieb im Norden parallel zum Betrieb des Regierungsflughafens vom Interimsstandorts sowie zum Neubau des Regierungsterminals zu ermöglichen, wurden die Flugbetriebsflächen am Flughafen Schönefeld ergänzt. Das Volumen der Gesamtbaumaßnahme über drei Jahre liegt bei 40 Millionen Euro. Insgesamt wurde 23.000 Quadratmeter Vorfeldfläche in Betonbauweise sowie 100.000 Quadratmeter Rollwege und Betriebsstraßen in Asphaltbauweise errichtet. Die neuen Rollwege K5 und K6 ermöglichen ein schnelles und paralleles Auf- und Abrollen, der Rollweg G stellt die Verbindung zur Ramp 1 und damit dem Regierungsstandort sicher. Zusätzlich wurden mit dem neuen Vorfeld 3b Stellplätze für weitere fünf Luftfahrzeuge geschaffen.
Am Airport Zürich finden noch bis 05. September 2020 sowohl am Nachmittag als auch in der Nacht bis spätestens 02:00 Uhr am Flughafen Zürich die regelmäßigen Messflüge für die Überprüfung der Navigationsanlagen statt.
ILS, GBAS und VOR Kloten werden überprüft
Die Instrumentenlandesysteme (ILS und GBAS) der verschiedenen Pisten des Flughafens Zürich sowie das Drehfunkfeuer Kloten (VOR KLO) werden vom 24. August 05. September mit einem Messflugzeug überprüft. Die Messflüge finden teilweise am Nachmittag und in der Nacht nach Beendigung des ordentlichen Flugbetriebes statt. Für die Messflüge wird ein zweimotoriges Propellerflugzeug vom Typ Beechcraft King Air 350 eingesetzt.
Serie an Kontrollflügen zur Route
Um die Genauigkeit der Navigationsanlagen zu gewährleisten, werden diese periodisch getestet. Für die Überprüfung sind Anflüge seitlich, oberhalb und unterhalb des publizierten Flugweges erforderlich. Deshalb erfolgen die Messflüge teilweise auch abseits der gewohnten Flugrouten.
Für eine Vermessung wird die jeweilige Piste mehrmals angeflogen. Die vom Flugzeug empfangenen Signale der entsprechenden Navigationsanlagen werden aufgezeichnet und ausgewertet. Das Flugzeug ist mit modernsten Navigationshilfsmitteln und einem hochpräzisen Flugvermessungsgerät ausgerüstet. Verantwortlich für die Planung und Durchführung der Flüge ist die Flugsicherung Skyguide.
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