Ruag MRO International hat das Avionik-Upgrade von zwei Sondereinsatzflugzeugen des Typs Dornier 228 auf ADS-B Out-Standards als deren Original-Hersteller (OEM) unterstützt. Ruag MRO International erfüllte die Engineering-Anforderungen für das Avionik-Upgrade, einschließlich notwendiger ADS-B Out Kit-Modifikationen und Zulassungen durch den Kundensupport, das Engineering und die Produktion in Oberpfaffenhofen im Juli 2019. Die OEM-Leistungen umfassten Konfigurationseinstellungen, abschließende Funktionstests, Verifizierung und die militärische ergänzende Musterzulassung, die das Luftfahrtamt der Bundeswehr (LuftABw) fordert.
Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hatte Ruag mit der Lieferung von ADS-B Out Transponder-Kits und Engineering-Dienstleistungen für die von der Bundeswehr betriebenen Flugzeuge Do 228 zur Überwachung von Meeresverschmutzungen beauftragt.
Meeresüberwachung über Deutschland
Das Spezialistenteam des Marinefliegergeschwaders 3 führte die Integration an beiden Mehrzweckflugzeugen während planmässiger Wartungsarbeiten durch. Das Flugzeug 57+04 wurde im Dezember 2019 erfolgreich umgerüstet, das Flugzeug 57+05 folgte im August 2020. Die deutsche Marine setzt die beiden Dornier 228 im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ein, um die Nord- und Ostsee im Hinblick auf Gewässerverschmutzungen zu überwachen.
Da die Mehrzweck-Flugzeuge über Landesgrenzen und Küstengewässer hinweg zur Unterstützung von Überwachungseinsätzen, Seenotfällen und Such- und Rettungseinsätzen (SAR) eingesetzt werden, ist operative Flexibilität unerlässlich. Die Flugzeuge sind beim deutschen Marinefliegergeschwader 3 in Nordholz stationiert.
Das AIS-Portal der Deutschen Flugsicherung DFS, das Piloten zur Online-Flugvorbereitung nutzen können, hat ein neues Layout und Design bekommen. Die Formulare zur Eingabe von Flugplänen sind nun aus Vorlagen zum Teil automatisch ausfüllbar. Luftfahrzeugdaten und andere Angaben können jetzt vorab gespeichert und mit anderen Nutzern geteilt werden. Auch gespeicherte Routen lassen sich mit einem Klick auswählen.
Mit rund 30.000 registrierten Kunden ist das AIS-Portal ein wichtiger Bestandteil der Dienstleistung des Aeronautical Information Service Centre (AIS-C). Durch die Neuerungen können die Formulare jetzt auch optimal mit mobilen Geräten abrufen. Nach einer kostenlosen Anmeldung unter www.dfs-ais.de können im AIS-Portal Flugpläne, Flugplanfolgemeldungen und Landemeldungen für Flüge nach Sicht- und Instrumentenflugregeln in Deutschland oder für Flüge ins Ausland online aufgegeben werden.
NOTAM-Briefing und Bulletin grafisch dargestellt
NOTAM-Briefings für alle Fluginformationsgebiete und Flugplätze können im AIS-Portal ebenfalls angezeigt und ausgedruckt werden. Das entsprechende Formular hat jetzt ebenfalls ein neues Layout, ist inhaltlich aber unverändert geblieben.
Über das VFReBulletin lassen sich wie bisher streckenbezogene, tagesaktuelle NOTAM-Informationen abrufen und auf Karten grafisch darstellen. Wer lieber bei der bisherigen Version bleiben möchte, kommt über einen Link auf der Startseite des neuen AIS-Portals zurück zur „Classic Version“. Auf dem Portal stehen auch zwei Kurzfilme bereit, die dabei helfen, sich mit den Neuerungen vertraut zu machen.
Trotz einer leichten Erholung im dritten Quartal bleiben die Verkehrszahlen des Münchner Flughafens aufgrund der weltweiten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie nach den ersten neun Monaten weit unter den Vergleichswerten des vergangenen Jahres. Das Passagieraufkommen sank von Januar bis September in München um rund 27 Millionen auf etwas mehr als zehn Millionen und lag damit um knapp 73 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Anzahl der Starts und Landungen sank im gleichen Zeitraum um knapp 200.000: Bisher wurden im laufenden Betriebsjahr rund 123.000 Flugbewegungen gezählt – ein Minus von 61 Prozent. Bei der geflogenen Luftfracht lag das Aufkommen bei rund 116.000 Tonnen und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreswert etwa halbiert.
Risikogebiete stoppen Aufwärtstrend
Wie drastisch sich die Reiserestriktionen auf die Verkehrsentwicklung des Münchner Flughafens auswirkten, macht ein Blick auf die Passagierzahlen der letzten sechs Monate deutlich: In den Monaten April und Mai, in denen der Flugverkehr in München fast zum Erliegen kam, wurden am Airport insgesamt lediglich 60.000 Fluggäste gezählt – weniger als ein Prozent des Vorjahresaufkommens. Mit der schrittweisen Lockerung der Reisebeschränkungen innerhalb der Europäischen Union zog der Verkehr in den Folgemonaten spürbar an und erreichte während der bayerischen Sommerferien knapp 20 Prozent des Vorjahresniveaus. So nutzten im August 2020 rund 880.000 Fluggäste die bayerische Luftverkehrsdrehscheibe. Durch die Ausweisung von immer mehr Risikogebieten und die damit verbundenen Einschränkungen wurde dieser Aufwärtstrend allerdings im September wieder gestoppt. Die Anzahl der Fluggäste ging infolgedessen im September auf 730.000 Passagiere zurück und lag damit nur noch bei 16 Prozent des Vorjahreswertes.
München Airport Verkehrszahlen per 3. Quartal
2020
2019
Veränderung
Passagieraufkommen (gewerblicher Verkehr)
10.040.373
36.593.196
– 72,6 %
Gesamte Flugbewegungen
122.792
317.231
– 61,3 %
Luftfrachtumschlag (in Tonnen)
Cargo
120.616
259.362
-53,5 %
Geflogene Luftfracht
116.157
246.057
– 52,8 %
Trendwende nicht in Sicht
Mit einer baldigen Trendwende ist nach Einschätzung der Experten in den kommenden Monaten nicht zu rechnen. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten zeichnet sich für das Gesamtjahr 2020 ein Passagieraufkommen ab, das bei lediglich rund zwölf Millionen liegen dürfte. Vor dem Hintergrund der sich weiter zuspitzenden Lage im Reiseverkehr sieht Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, dringenden politischen Handlungsbedarf: „International unterschiedliche Rahmenbedingungen bei Quarantäne und Einreisebestimmungen führen im Ergebnis zu immer weniger Mobilität. Die gesamte Luftverkehrsbranche braucht deshalb dringend ein einheitliches und transparentes internationales Regelwerk für ein sicheres Reisen. Das Vertrauen in den Luftverkehr muss wieder gestärkt werden.“
Die Flughafen München GmbH hat bereits im Frühjahr mit gezielten Gegenmaßnahmen auf die erheblichen Einbußen in sämtlichen Geschäftsfeldern reagiert. Außerdem wurde mit „Restart“ ein ganzheitliches Anpassungs- und Veränderungsprogramm aufgesetzt, um den Airport auf stabilem Kurs zu halten und die Zukunftsfähigkeit des Münchner Flughafens als 5-Star-Airport für die kommenden Jahre zu sichern.
Zwischen Montag, den 12. Oktober, und Samstag, den 24. Oktober, finden auf der großen Start- und Landebahn (Runway 14L/32R) wie angekündigt noch einmal Bauarbeiten statt. Die neue Asphaltdecke, die im Juli eingebracht wurde, erhält ihr finales Grooving. Dabei wird die Oberfläche auf einer Länge von 1.100 Metern mit Rillen versehen, um das Abfließen von Wasser und damit die Griffigkeit der Bahn zu verbessern.
Querwindbahn in Betrieb
Die große Start– und Landebahn ist deshalb von Montag, den 12. Oktober, bis Samstag, den 17. Oktober, sowie von Montag, den 19. bis Samstag, den 24. Oktober, jeweils von 8.00 bis 18.00 Uhr für den Flugbetrieb gesperrt. Der Verkehr findet in dieser Zeit über die Querwindbahn (Runway 06/24) statt.
Nachbesserung nach Generalsanierung
Die Arbeiten finden im Nachgang der Generalsanierung der großen Start- und Landebahn 2018 statt. Bei baulichen Qualitätsüberprüfungen war festgestellt worden, dass die Qualität der Asphaltdeckschicht in einem Teilbereich nicht den vom Flughafen vorgegebenen Kriterien entsprach und Nachbesserungen erforderlich waren, um die Langlebigkeit der Bahn zu gewährleisten. Die Nachbesserungsarbeiten wurden im Juli ausgeführt.
Sperrung der kleinen Startbahn und Querwindbahn
Von Montag, den 26. Oktober, bis Mittwoch, den 28. Oktober, finden dieselben Arbeiten dann im Kreuzungsbereich der kleinen Startbahn (Runway 14R/32L) und der Querwindbahn statt. Beide Bahnen sind dann jeweils von 8.00 bis 18.00 Uhr gesperrt, der Verkehr findet ausschließlich über die große Start- und Landebahn statt.
Condor startet ab 31. Oktober mit jeweils drei wöchentlichen Flügen von Frankfurt und Düsseldorf nach Varadero (Kuba), nachdem das Auswärtige Amt die Reisewarnung für Kuba aufgehoben hatte. Die Verbindungen werden pünktlich zum Start des Winterflugplans immer dienstags, freitags und samstags angeboten. Tickets sind ab 349,99 Euro pro Person und Strecke auf www.condor.com, im Reisebüro und telefonisch buchbar. Pauschalreisen nach Kuba können bei vielen deutschen Veranstaltern gebucht werden.
Urlaub trotz Corona
„Die Deutschen möchten in den Urlaub, sich während der Reise und am Zielort aber auch in Zeiten von Corona wohl fühlen. Kuba erfüllt mit karibischen Temperaturen, tollen Hotels und Traumstränden zum Baden und Entspannen alle Voraussetzungen – und Condor fliegt ihre Gäste seit 65 Jahren zuverlässig und sicher in den Urlaub, auch in besonderen Zeiten wie diesen“, so Ralf Teckentrup, CEO von Condor. „Vor Ort werden zudem umfassende Hygienekonzepte in den Hotels und am Flughafen Varadero umgesetzt.“
Auch an Bord wird eine Vielzahl an Schutzmaßnahmen umgesetzt, das Serviceerlebnis an Bord bleibt für alle Gäste aber unverändert: In der Business Class steht eine vielfältige Menü- und Weinauswahl zur Verfügung, die Premium Economy Class bietet mit zusätzlicher Beinfreiheit besonderen Komfort und in der Economy Class erwartet Gäste ebenfalls der gewohnte Service. Zudem bietet Condor mit dem reduzierten Flex-Tarif für 50 Euro (Hin- und Rückflug) bis zu drei gebührenfreie Umbuchungen pro Flug und ermöglicht so besondere Flexibilität.
Varadero: Einer der beliebtesten Badeorte Kubas
Varadero ist einer der beliebtesten Badeorte Kubas – mit Bilderbuch-Stränden und beeindruckenden Naturreservaten. Die Wintersaison von November bis April gilt als die beste Reisezeit, um die schönste Seite der Karibik zu genießen.
Die weltweit wieder steigenden COVID-19 Infektionszahlen führen bei Austrian Airlines zu einer Anpassung des Winterflugprogramms. Der Austrian Vorstand informierte heute in einer internen Veranstaltung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Airline über die aktuellen Entwicklungen und die Pläne für den Winter 2020/2021. Die Produktion im Winterflugplan wird nicht wie zuerst vorgesehen durchschnittlich 50 Prozent, sondern aufgrund der vielen Reisebeschränkungen durchschnittlich 30 Prozent des Vorjahresangebots betragen. Die Liquiditätssituation der rot-weiß-roten Airline ist gut und über Plan, dennoch heißt es von CEO Alexis von Hoensbroech: „Dass wir uns diesen Winter wärmer als gedacht anziehen müssen, hat sich in den letzten Wochen bereits abgezeichnet. Die neuen Einreisebeschränkungen aus Deutschland, Schweiz, Belgien und vielen anderen Ländern machen Anpassungen des Angebots notwendig. Darauf sind wir vorbereitet.“ Er vergleicht die aktuelle Lage der Austrian Airlines mit einem Schiff: „Unser Ziel ist es, unser Unternehmen mit vereinten Kräften durch diesen ‚Sturm‘ zu manövrieren. Wir wissen nicht, wie lange dieser Sturm dauern wird. Daher müssen wir uns wetterfest machen und den monatlichen Geldabfluss so weit wie möglich reduzieren“, ergänzt der Austrian CEO.
Austrian Airlines bietet Flüge zu rund 60 Destinationen
Im kommenden Winterflugplan, der von Ende Oktober 2020 bis Ende März 2021 läuft, wird Austrian Airlines Flüge zu rund 60 Destinationen anbieten. Das sind rund 20 Flugziele weniger als im Vorjahr, viele Destinationen werden mit stark reduzierter Frequenz bedient. Neben Langstreckenflügen nach Newark, Chicago, Washington und Bangkok hat Austrian erst letzte Woche die Flugverbindung nach Shanghai wieder aufgenommen. Ab Mitte Dezember sind dann Flüge zu klassischen Urlaubsdestinationen wie zum Beispiel Kapstadt, Mauritius und die Malediven geplant. Vorbehaltlich verlängerter Einreisebeschränkungen sollen diese Destinationen jeweils zwei Mal pro Woche angeflogen werden.
Trotz schwieriger Produktion, Liquidität weiter über Plan
So herausfordernd es produktionsseitig aktuell für Austrian Airlines sein mag, die Liquiditätssituation der rot-weiß-roten Airline ist durch die strenge Kostendisziplin über Plan. Die letzte Tranche des Kredites in Höhe von 100 Mio. Euro soll in Kürze überwiesen werden. Neben 300 Mio. Euro an Kredit hat die heimische Airline 150 Mio. Euro an Katastrophenhilfe vom Staat Österreich sowie 150 Mio. Euro als Eigenkapitalzuschuss vom Eigentümer Lufthansa erhalten. Durchschnittlich reduziert sich die Liquidität des Unternehmens um rund 40 Mio. Euro pro Monat. Bei Austrian hat man sich deshalb vorgenommen, die Kosten weiter zu senken. „Dazu gehört auch die Ausweitung der Kurzarbeit im Unternehmen, um diese an die reduzierte Produktion anzupassen“, erklärt Andreas Otto, der im September neben seiner CCO Position zusätzlich auch den CFO Posten bei Austrian übernommen hat. „Dank unserer guten Liquiditätssituation sind wir gewappnet für eine zweite Welle, aber der nächste Sommer wird entscheidend. Wenn wir das Virus bis dahin in den Griff bekommen, wird wieder Land in Sicht sein. Viele Fluggäste werden dann auch einen entsprechenden Nachholbedarf an Reisen haben“, prognostiziert Vorstandsmitglied Andreas Otto.
Um die Reisefreiheit bereits vor Einführung einer möglichen Impflösung wiederherzustellen, arbeitet Austrian Airlines intensiv an der Einführung von Antigen-Schnelltests für Fluggäste. „Die aktuellen Reisebeschränkungen sind eine Bürde für die gesamte Tourismusbranche. Wir brauchen flächendeckende Tests für Reisende und müssen Reisefreiheit und Infektionsschutz unter einen Hut bringen, um so Reisebeschränkungen und Quarantäneverpflichtungen abbauen zu können“, erklärt Austrian COO Jens Ritter. Für Mitte Oktober sind bereits erste Testflüge geplant.
Der Aufsichtsrat der Austrian Airlines AG hat Alexis von Hoensbroech (50) einstimmig als CEO und Vorstandsvorsitzenden der österreichischen Airline für eine Dauer von weiteren fünf Jahren bis 2026 wiederbestellt. Von Hoensbroech ist seit August 2018 Vorstandsvorsitzender der Airline, sein bisheriger Vertrag läuft noch bis Juli 2021. Neben Alexis von Hoensbroech gehören Andreas Otto und Jens Ritter dem erweiterten Vorstandsteam von Austrian Airlines an.
„Alexis von Hoensbroech hat Austrian Airlines gemeinsam mit seinem Management Team mit sicherer Hand durch die Corona Krise gesteuert, in der Politik und vor allem bei den Mitarbeitern viel Vertrauen aufbauen können und die Weichen für einen guten Neustart gelegt“, sagt Christina Foerster, Aufsichtsratsvorsitzende der Austrian Airlines AG zur Wiederbestellung.
Über Dr. Alexis von Hoensbroech
Dr. Alexis von Hoensbroech studierte Physik an der Universität Bonn und promovierte anschließend in einem Thema aus der Astrophysik am Max-Planck-Institut für Radioastronomie und der Universität Bonn. Seine Karriere startete der Rheinländer 1999 bei der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group in München und Tokio. Im Jahr 2005 wechselte der Manager zur Lufthansa Passage, wo er die Verantwortung für den Bereich „Strategie und Beteiligungen“ übernahm. 2009 wurde er zum „Projektleiter Integrationsmanagement Airlines“ ernannt und verantwortete in dieser Funktion unter anderem auch die Integration von Austrian Airlines in die Lufthansa Group. Zwischen 2010 und 2014 war von Hoensbroech als „Leiter Commercial Frankfurt“ für die Netzplanung und Buchungssteuerung des Lufthansa Drehkreuzes in Frankfurt zuständig. In dieser Funktion arbeitete er eng mit dem damaligen Passage-Vorstand Kay Kratky zusammen. Zwischen 2014 und 2018 ist er CCO und Vorstandsmitglied bei der Lufthansa Cargo AG gewesen. Seit 2018 ist er CEO der Austrian Airlines. Von Hoensbroech lebt mit seiner Familie in Wien.
Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER scheint nun endlich vor der Tür zu stehen. Zur letzten Phase der Vorbereitungen der Inbetriebnahme berichteten der Vorsitzende der Geschäftsführung und der Betriebsleiter Operations dem Aufsichtsrat von sehr guten Fortschritten. So hat am 01. Oktober die Luftfahrtbehörde dem BER die finale Betriebserlaubnis erteilt und der ORAT-Probetrieb mit insgesamt 9.000 Komparsen endet nach 47 erfolgreichen Testtagen am 15. Oktober planmäßig.
In seiner aktuellen Sitzung vor der Inbetriebnahme hat sich der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft FBB mit den abschließenden Vorbereitungen für die Eröffnung des BER am 31. Oktober 2020 beschäftigt. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat über die wirtschaftlichen Herausforderungen in den kommenden Jahren berichten und beschloss den Wirtschaftsplan für 2021.
Jetzt üben die Flugzeuge
Auch der Ausbau der Läden und gastronomischen Einrichtungen des BER steht kurz vor dem Abschluss. Fast alle Gewerbeflächen öffnen am 01. November, dem ersten Tag mit Abflügen am BER. Viele der Geschäfte und Restaurants im Marktplatz werden sich bereits am 31. Oktober zur offiziellen Eröffnung präsentieren. Im Terminal 1 befinden sich insgesamt 100 Mietflächen und 11 mobile Gastronomie-Einheiten. Weiterhin gibt es eine Lufthansa-Lounge und drei von der FBB betriebene Lounges: die Tempelhof-Lounge im Mainpier Süd, die Tegel-Lounge im Mainpier Nord und die VIP-Lounge mit direktem Zugang zum Parkhaus 1 im Pier Süd. Neben den letzten zwei Übungen in der kommenden Woche mit den Komparsen werden viele Stellproben mit Flugzeugen durchgeführt. Einer der letzten Schwerpunkte der Vorbereitungen liegt in dem finalen Testen der luftseitigen Prozesse bei der Abfertigung der Flugzeuge.
Die Geschäftsführung konnte dem Aufsichtsrat berichten, dass der Bund den Regierungsflugbetrieb am BER am 21. Oktober, und damit eineinhalb Wochen vor der Eröffnung des BER, aufnimmt. Ab dann werden Staatsgäste in Schönefeld neben dem Terminal 5 des BER empfangen. Auch die Flugbereitschaft für Regierungsmitglieder am BER auf der Ramp1 arbeitet. Die FBB hatte das Regierungsterminal und das Flugfeld der Ramp1 bereits im Herbst 2018 fertiggestellt.
Luftfahrt und Finanzierung in der Corona-Pandemie
Der von der Geschäftsführung vorgelegte Wirtschaftsplan für das Jahr 2021 weist coronabedingte Besonderheiten auf. Vor dem Hintergrund der weltweit eingebrochenen Luftverkehrsbranche ist die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der FBB mit Unsicherheiten verbunden. Um das mögliche Spektrum trotzdem abbilden zu können, stellte die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat neben dem Managementplan mit knapp 18 Mio. Fluggästen auch zwei weitere Szenarien mit unterschiedlichen Annahmen zur zukünftigen Verkehrsentwicklung vor. Die Mittelfristplanung soll, zusammen mit dem Businessplan 2021, im ersten Quartal des kommenden Jahres vorgestellt werden und wird ebenfalls auf den unterschiedlichen Entwicklungsszenarien beruhen.
Um die Liquidität der Flughafengesellschaft für das kommende Jahr zu sichern, ist das Unternehmen wegen Corona weiterhin auf Hilfen der Gesellschafter angewiesen. Nach eingehender Beratung stimmte der Aufsichtsrat neben dem Wirtschaftsplan 2021 auch der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen für das kommende Jahr in Höhe von bis zu 552 Mio. Euro zu. Für das laufende Jahr haben die Gesellschafter einen Zuschuss gemäß der Bundesrahmenrichtlinie zum Ausgleich der Verluste während des Lock-Downs vom 04.03. bis 30.06. in Höhe von 98,8 Mio. Euro gewährt. Für die zweite Jahreshälfte sollen bis zu 201 Mio. Euro Gesellschafterdarlehen aufgenommen werden, um die Ausfälle aus dem weiterhin schwachen Flugbetrieb auszugleichen. In diesem Jahr werden insgesamt nur zehn Mio. Passagiere erwartet, nach fast 36 Mio. im Jahr 2019.
BER ist fertig
Rainer Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Der BER ist betriebsbereit! Allen Unkenrufen zum Trotz, wir haben unser Ziel erreicht. Danke an die, die mitgekämpft und an uns geglaubt haben. Jetzt stellen wir uns der neuen Herausforderung, der Bewältigung der coronabedingten Finanzprobleme.“
Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „In drei Wochen haben wir endlich einen modernen Flughafen, der ganz Ostdeutschland wichtige wirtschaftliche Impulse geben wird. Jetzt kommt es darauf an, auch im internationalen Wettbewerb faire Chancen zu bekommen und dem Hauptstadtflughafen angemessene Flugrechte nach Asien einzuräumen. Um die deutsche Wirtschaft in allen Landesteilen wieder so erfolgreich wie vor der Pandemie zu machen, brauchen wir drei internationale Flughäfen in Deutschland, die interkontinental direkt angebunden sind. Zwei Flughäfen im Westen der Republik sind zu wenig.“
Drohne im Langstreckenflug: Eine Drohne in Österreich hat einen ersten Testflug unbemannt über 100 Kilometer absolviert. Damit wurde gezeigt, in welchen Bereichen der Wirtschaft Drohnen sinnvoll zum Einsatz kommen können. Beteiligt war die österreichische Flugsicherung.
Austrian Power Grid (APG), SmartDigital und Austro Control haben mit diesem Projekt Pionierarbeit geleistet. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase und einer umfassenden Risikobewertung hat Austro Control die Bewilligung für diesen ersten Drohnenlangstreckenflug ohne Sichtverbindung erteilt. Für Austro Control Geschäftsführer Axel Schwarz war insbesondere die gute Zusammenarbeit mit der APG ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Durchführung dieses Projekts. „Das Innovationspotential von Drohnen ist enorm, und es ist unser erklärtes Ziel, sowohl als Luftfahrtbehörde, als auch als Flugsicherung, innovative Anwendungen zu fördern und ein Partner für die österreichische Luftfahrtindustrie zu sein“, sagt Austro Control-Geschäftsführer Axel Schwarz.
Innovation für Infrastruktur
Gerhard Christiner, technischer Vorstand APG: „Dieses Pilotprojekt zeigt, wie wir Trassen künftig noch besser zum Beispiel in Störungssituationen inspizieren können. Damit werden Störstellen schneller gefunden und behoben. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit und spart Kosten.“ Besonders wenn Infrastruktur etwa durch Naturkatastrophen (Lawinen, Hochwasser, Unterspülungen, Stürme usw.) in Mittleidenschaft gezogen ist, können Drohnen und ihre Langstreckenflüge helfen.
Drohnen auf Langstreckenflug
Drohnen auf Langstreckenflug
Staatssekretär Magnus Brunner: „Drohnen ermöglichen viele Innovationen und erleichtern uns in vielen Bereichen das Leben. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig und vielversprechend und das Zukunftspotenzial sehr hoch. Gerade für ein Land wie Österreich, das stark durch eine mittelständische Luftfahrtzulieferindustrie geprägt ist, birgt dieses Potenzial eine große Chance.“
Hochspanungsleitung ins Burgenland beflogen
Beflogen wurde die 380-kV-Leitung, die vom Umspannwerk Süd-Ost in 1100 Wien ins Burgenland führt. Allerdings wurde nicht die gesamte Trasse, sondern ein Teilabschnitt von Wien nach Rotenturm an der Pinka bei diesem ersten Testflug inspiziert. SmartDigital führte im Auftrag der APG diesen ersten Testflug erfolgreich durch. Wie das funktioniert, erklärt Alexander Schuster, Geschäftsführer von SmartDigital: „Vordefinierte Flugstrecken werden gemäß den von der Austro Control vorgegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen von unseren Langstreckendrohnen voll automatisiert durchgeführt und transparent in einer Blockchain gespeichert. Diese dabei gesammelten Daten werden der APG sofort und nachhaltig zur Verfügung gestellt, damit der Zustand der Leitung von deren Experten beurteilt werden kann.“
„Auf Hoch- und Höchstspannungsleitungen kommt es immer wieder zu Ausfällen die wir nicht eindeutig zuordnen können. Eine kurzfristige Überprüfung mittels dem Drohnenflug würde uns hier sehr helfen, weil es oft nur darum geht zu prüfen, ob alles stimmt, nachdem es zu einer kurzen Stromunterbrechung einer Leitung gekommen ist“, sagt Thomas Karall, kaufmännischer Vorstand der APG. Bis diese Vision Realität wird, bedarf es – ähnlich wie beim autonomen Autofahren – aber noch vieler Testflüge und gesetzlicher Regelungen.
Notfallandeplätze und Redundanz
Für Austro Control als Luftfahrtbehörde sind derartige Projekte eine wertvolle und wichtige Erfahrung. In diesem Fall ist beispielsweise erstmalig SORA (Specific Operations Risk Assessment) zur Anwendung gekommen. Es handelt sich dabei um ein internationales mehrstufiges, standardisiertes Risikoanalyseverfahren für den Einsatz von zivilen Drohnen, das von Austro Control Expertinnen und Experten maßgeblich mitentwickelt wurde und die Bewilligung derartiger Projekte in Zukunft vereinfachen wird. Im Rahmen der Risikobewertung wurden umfangreiche Auflagen definiert, um die sichere Abwicklung dieses Fluges zu gewährleisten. Da geht es beispielsweise um die mehrfach redundante Auslegung des Gesamtsystems, um definierte Notlandezonen, die immer in Reichweite sind, um automatisierte Funktionen sollte es Probleme mit der Datenverbindung geben sowie um eine detaillierte Analyse des Flugweges und der Luftraumstruktur.
Flugreisen lassen zum Ferienende nach, und so flaut der Passagierverkehr an den Flughäfen von Berlin derzeit wieder ab. Nachdem die Passagierzahlen in den Sommermonaten stetig angestiegen sind, verzeichneten die Flughäfen in Tegel und Schönefeld im September wieder weniger Gäste.
Tegel und Schönefeld verzeichneten im September insgesamt 693.601 Passagiere. Das ist ein Minus von 16,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die wesentlichen Gründe waren das Ende der Sommerferien, die zunehmenden Reisewarnungen für die europäischen Nachbarländer und veränderte Quarantäneverordnungen für die Einreise. Insgesamt fertigte der Standort Schönefeld 213.412 Passagiere ab; in Tegel waren es 480.189 Passagiere. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war das ein Rückgang von 78,7 Prozent.
63 Prozent weniger Flüge als 2019
Für beide Flughäfen wurden 9.522 Flugbewegungen registriert, davon führte Schönefeld 3.747 und Tegel 5.775 Flüge durch. Verglichen zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von 63 Prozent. Im Zeitraum von Januar bis September wurden bisher insgesamt 8.038.590 Passagiere befördert. Davon rund 2.600.446 in Schönefeld und 5.438.144 in Tegel. Das sind 70,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Der Rückgang der Fluggastzahlen im September zeigt, wie unmittelbar das Infektionsgeschehen und die Quarantänepflicht sich auf die Fluggastzahlen auswirken. Um die Hauptstadtregion auch in der Pandemie verlässlich mit der Welt verbinden zu können, brauchen wir weniger pauschale Quarantäneregelungen und mehr Testmöglichkeiten an den Flughäfen. Außerdem sollten die tatsächlichen Infektions-Hotspots klarer eingegrenzt werden, um andere Gebiete weiterhin erreichen zu können.“
Airbus legt von der akquirierten Flugzugfamilie der Passagierjets A220 jetzt auch eine Corporate-Linie auf. Für die ACJ TwoTwenty Business Jets, die der Flugzeugbauer in einem ganz neuen Segment „The Xtra Large Bizjet“ sieht, hat er auch schon einige Aufträge verkündet.
Airliner als Business Jets haben durch eine geringere Zuladung eine deutlich höhere Reichweite. Zudem kann die Kabine nach Kundenwunsch individuell und luxuriös ausgestattet werden. Die Innenausstattung auf den 73 Quadratmetern der Kabine soll Comlux, in seinem Completion Center in Indianapolis, für VIP erledigen.
Die Flugzeuge Airbus A220 gehen aus der von Bombardier übernommenen Sparte der CS-Series hervor. Die Flugzeuge kommen mit modernsten Triebwerken und sind sparsamer sowie leiser. Airbus spricht von besserer Konnektivität in der Kabine als die Konkurrenz, sowie machen LED-Beleuchtung und elektrisch dimmbare Fensterscheiben das Fliegen angenehmer. Ein ACJ TwoTwenty soll bis zu 5.650 nm oder 10.500 km (in mehr als 12 Flugstunden) fliegen und somit Städte wie London mit Los Angeles, Moskau mit Jakarta, Tokio mit Dubai oder auch Beijing mit Melbourne direkt verbinden können.
Airbus Corporate Jets TwoTwenty
Airbus Corporate Jets verzeichnet gleich einen Auftrag für sechs Flugezuge zum Start des ACJ-A220. Comlux selbst hat zwei Maschinen bestellt. Hinzu kommen vier weitere Flugzeugbestellungen von nicht genannten Kunden. Comlux Aviation will ihren ersten ACJ TwoTwenty Anfang 2023 in den Flugbetrieb entlassen. Die Jets sollen auf Flughäfen wie ähnlich große Business Jets landen können, aber deutlich mehr Innenraum bieten. Comlux will nicht nur flach ausklappbare Sitze verbauen und im Schlafzimmer ganze Betten in US-King-Size samt Duschen installieren, sondern auch durch Luftfeuchtesysteme und Elektronik ein komfortables Fliegen anbieten.
Triebwerkshersteller MTU Aero Enginges aus Deutschland sieht gleich mehrere Möglichkeiten der Nutzung von Wasserstoff zum Antrieb für Flugzeuge: Umgewandelt in einen nachhaltigen, alternativen Kraftstoff (Sustainable Aviation Fuels, SAF) könnte Wasserstoff quasi sofort drop-in in bestehenden Flugzeugen und Triebwerken verwendet werden.
Das Ziel emissionsfreies Fliegen könnte aber auch mit weiteren Technologien mit Wasserstoff erreicht werden. Und so begrüßt die MTU Aero Engines die ZEROe-Konzepte des europäischen Flugzeugherstellers Airbus. „Auch für uns als Triebwerkshersteller ist Wasserstoff eine sehr attraktive Zukunftsoption“, unterstreicht MTU-Technik-Vorstand Lars Wagner und fordert: „Er sollte als Treibstoff sofort eingesetzt werden.“
Flüssigwasserstoff im Flugzug
Zwei weitere Technologien mit dem leichten Gas spielen womöglich ebenso eine Rolle für den Antrieb der Zukunft. „Auch eine direkte Verbrennung von flüssigem Wasserstoff in Gasturbinen ist technisch möglich“, beschreibt Dr. Stefan Weber, Leiter Technologie und Vorauslegung der MTU in München, die zweite Nutzungsmöglichkeit. Dazu müsste die Fluggasturbine – insbesondere die Brennkammer – angepasst werden. Das könnte in wenigen Jahren erreichbar sein, schätzt Weber. Wesentlich größere Anstrengungen kommen demgegenüber auf die Infrastruktur und die Flugzeughersteller zu, denn es gilt, den flüssigen Wasserstoff bereitzustellen, zu transportieren und in entsprechenden Tanks im Flugzeug mitzuführen.
Langfristig setzt die MTU auf eine dritte Nutzungsmöglichkeit von Wasserstoff: seine Wandlung in elektrische Energie mittels einer Brennstoffzelle. Auch diese Anwendung beschreiben die MTU-Experten in ihrer Technologie-Roadmap auf dem Weg zum emissionsfreien Fliegen. Diese Technologie verspricht nahezu komplette Emissionsfreiheit, steht aber als Flugzeugantrieb noch am Anfang der Entwicklung. „Wir nennen unser Brennstoffzellen-Konzept Flying Fuel Cell und haben dafür in München ein Expertenteam etabliert“, erklärt Weber. Im August hat die MTU zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zudem ein Kooperationsprojekt auf den Weg gebracht, um die neue Technologie mit einer Do228 zu demonstrieren.
Water-Enhanced Turbofan: Lösung der Probleme?
Die Entwicklungsarbeit der MTU beschäftigt sich auch mit der Weiterentwicklung der Gasturbine, um das komplette Potenzial zu nutzen. Weiter optimiert und kombiniert mit neuartigen Antriebskonzepten, die den Kreisprozess deutlich verbessern, können sämtliche Emissionen weitreichend reduziert werden. Die MTU konzentriert sich im Moment auf die sogenannte WET Engine (Water-Enhanced Turbofan). Dieses Konzept reduziert den Verbrauch unabhängig von der Art des Treibstoffs um mehr als 15 Prozent, senkt sämtliche Emissionen – insbesondere NOx – deutlich und verringert nach ersten Einschätzungen auch die Bildung von Kondensstreifen.
Lars Wagner ordnet ein: „Wir benötigen beide Antriebskonzepte – die optimierte Fluggasturbine kombiniert mit der WET-Technologie und die Brennstoffzelle – denn sie haben unterschiedliche Anwendungsbereiche.“ Die mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle eignet sich vor allem für Kurz- und Mittelstrecken-Flugzeuge, da hier weniger Tankvolumen benötigt wird als bei Langstreckenflugzeugen. Für die Langstreckenflieger mache auf absehbare Zeit die Fluggasturbine weiter Sinn. „Dann aber befeuert mit SAFs“, resümiert Dr. Stefan Weber. Und er ergänzt: „Die Realisierung der neuen Technologien und damit das Erreichen der Klimaziele steht und fällt mit einer entsprechenden finanziellen Förderung – auf nationaler wie europäischer Ebene.“
Die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines hat die Jahresergebnisse für das Vorjahr vorgelegt und konnte dabei ein Rekordjahr vermelden. Trotz des weltweiten Groundings der Boeing 737MAX und der Probleme mit den Rolls-Royce-Triebwerken bei der Boeing 787 beförderte LOT Polish Airlines erstmals mehr als 10 Millionen Passagiere. Der Umsatz erreichte im vergangenen Jahr 7,37 Milliarden Zloty (ca. 1,63 Milliarden Euro), ein deutliches Plus von gut 19 Prozent gegenüber 2018 (6,19 Milliarden Zloty, ca. 1,37 Milliarden Euro). Der operative Gewinn von LOT Polish Airlines allein aus der Beförderung der Passagiere belief sich 2019 auf 113,9 Millionen Zloty (ca. 25,1 Millionen Euro). Das EBITDA schlug mit 142,6 Millionen Zloty (ca. 31,5 Millionen Euro) zu Buche und das EBIT mit 91,9 Millionen Zloty (ca. 20,3 Millionen Euro).
Dazu Rafal Milczarski, CEO von LOT Polish Airlines: „Das vergangene Jahr war das vierte in Folge, das wir mit einem Gewinn abschließen konnten. Damit einhergehend haben wir unsere Aktivitäten ausgeweitet und erstmals sogar mehr als 10 Millionen Fluggäste an Bord unserer Flugzeuge begrüßt. Diese Ergebnisse zeigen, dass unsere Strategie des profitablen Wachstums, die wir 2016 ins Leben gerufen hatten, richtig war. Daher bedanke ich mich ausdrücklich bei unserem Team von LOT Polish Airlines für seine harte Arbeit sowie bei unseren Passagieren für ihr Vertrauen und ihre Treue.“
Ausbau des Angebots auf der Langstrecke sorgt für Zuwachs
Wesentlich für die hohen Zuwächse bei den Passagierzahlen im vergangenen Jahr war der Ausbau des Angebots auf der Langstrecke, wo die Zahl der Fluggäste um 30,4 Prozent gegenüber 2018 anstieg. Auf der Kurz- und Mittelstrecke gab es mit einem Plus von 11,4 Prozent ebenfalls ein sehr erfreuliches Wachstum, während das Passagiervolumen auf den innerpolnischen Flügen immerhin um 4,7 Prozent kletterte.
LOT Polish Airlines bietet 120 Verbindungen
Gleichzeitig baute LOT Polish Airlines 2019 das Streckennetz auf mehr als 120 Verbindungen aus. Zu den neuen Routen gehörten die Langstreckenflüge ab dem Drehkreuz Warschau nach Miami, Neu-Delhi und Colombo sowie die Flüge von Budapest nach Seoul.
Rafal Milczarski: „Das laufende Jahr ist natürlich nicht mit 2019 vergleichbar. 2020 ist das wohl schwierigste Jahr in der Geschichte der Luftfahrt, und wir fokussieren uns strikt auf Optimierungen in allen Bereichen, um auch diese Zeit zu meistern. Zum Glück haben die Ergebnisse der vergangenen Jahre unter Beweis gestellt, dass wir in der Lage sind, mit hohem Engagement fokussiert zu arbeiten und auf dieser Basis unsere Ziele zu erreichen.“
Emirates nimmt ab dem 01. November den Linienflugverkehr ab Düsseldorf sowie ab Hamburg wieder auf. Beide Städte werden zweimal wöchentlich, jeweils freitags und sonntags, bedient.
Volker Greiner, Emirates Vice President North & Central Europe: „Wir freuen uns sehr, Düsseldorf und Hamburg wieder anzufliegen, neben unseren bereits wiederaufgenommenen Verbindungen ab Frankfurt und München. Wir bedienen somit wieder alle unsere vier Abflughäfen in Deutschland und bieten Reisenden sichere und erweiterte globale Konnektivität mit einem effizienten Zwischenstopp in Dubai.“
Boeing 777-300ER im Einsatz
Alle Emirates-Flüge von Deutschland aus werden mit Jets des Typs Boeing 777-300ER durchgeführt, welche auf jedem Flug zudem eine robuste Frachtkapazität bieten.
Emirates erweitert sein internationales Streckennetz zudem mit der Wiederaufnahme von Flügen nach Budapest (ab 21. Oktober), Bologna (1. November) und Lyon (4. November). Die Fluggesellschaft bedient somit 99 Ziele weltweit und kommt schrittweise der Reisenachfrage nach. Die Gesundheit und Sicherheit seiner Kunden, Besatzungen und Gemeinden hat für Emirates jederzeit höchste Priorität.
Emirates bedient über 90 Ziele weltweit
Emirates fliegt derzeit zu über 90 Zielen weltweit und bietet Reisenden zwischen den Regionen Europa, Naher und Mittlerer Osten, Afrika, Asien-Pazifik sowie Amerika sichere und bequeme Flüge über sein Drehkreuz Dubai. Von Deutschland aus verbindet Emirates mit aktuell 12 wöchentlichen Linienflügen ab Frankfurt (seit 1987 im Streckennetz) sowie vier wöchentlichen Liniendiensten ab München (seit 1999 im Streckennetz) Menschen und Orte auf der ganzen Welt. An Bord einer modernen Flotte bietet Emirates in allen Klassen seinen Gästen vielfach ausgezeichneten Komfort und Service, die Gastlichkeit seiner internationalen Kabinenbesatzung sowie ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm mit über 4.500 On-Demand-Kanälen.
Emirates SkyCargo
Die Frachtdivision Emirates SkyCargo transportiert aktuell dringend benötigte medizinische Hilfsgüter und andere Waren auf Linien-, Ad-hoc und Charterflügen zu über 100 Destinationen auf der ganzen Welt.
Diesen Krisentarifvertrag hat die Geschäftsführung der CLH vorgestern, am letzten Tag einer vereinbarten Frist, einseitig widerrufen.
„Dieses Vorgehen lässt uns ratlos zurück. Die Kolleginnen und Kollegen verdienen teilweise unter 2.000 Euro brutto im Monat und haben dennoch signifikante Einschnitte bei Gehalt und Arbeitsbedingungen angeboten. Zur Sicherung der eigenen Zukunft sowie der des Unternehmens haben sie ihre Schmerzgrenze eigentlich überschritten. Aber das reicht dem Konzern offenbar nicht“, entrüstet sich Daniel Flohr, Vorstandsvorsitzender der UFO.
Knackpunkt ist der vereinbarte Kündigungsschutz
Trotz massiver Einschnitte ist die Lufthansa-Konzernführung nicht bereit, der Belegschaft einen verlässlichen Kündigungsschutz zuzusichern.
„Der Arbeitgeber will sich eine einseitige Option offenhalten und aus dem Vertrag wieder aussteigen können. Aber solch ein Hintertürchen ist in diesem Fall inakzeptabel: Lufthansa CityLine hat keinen Personalüberhang, bereits heute wieder eine gute Auslastung und überdurchschnittlich gute Zukunftsaussichten durch günstige Strukturen und vergleichsweise kleines Fluggerät. Entweder man will den sehr signifikanten Krisenbeitrag, oder eben nicht; so einfach ist das“, betont Rainer Bauer, UFO-Verhandlungsführer bei CLH.
Aufgrund der besonderen Umstände in diesem Jahr trifft sich die internationale Raumfahrt-Community beim 71. International Astronautical Congress (IAC) vom 12. bis 14. Oktober 2020 erstmals rein virtuell. Unter dem Motto „Connecting @ll Space People” wird die wichtigste Konferenz für den globalen Weltraumsektor in dieser Form – ebenfalls zum ersten Mal – kostenlos und auch für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich sein. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert in neuen „Cyberspace“-Formaten aktuelle sowie zukünftige Projekte und Ziele der deutschen Raumfahrt.
Begleitet wird der dreitägige Kongress von einer rund um die Uhr „geöffneten“ virtuellen Ausstellung, auf der das DLR mit einem virtuellen Messestand vertreten sein wird. Eine Online-Expertendiskussion zum Thema „Wissenschaft für die Zukunft – Erdbeobachtungstechnologien im Zeitalter des Klimawandels“ findet am 12. Oktober 2020 statt. Auf dem IAC 2020 – The CyberSpace Edition werden insgesamt folgende Themen aus den Bereichen Raumfahrtforschung und -technologie sowie dem Raumfahrtmanagement des DLR präsentiert:
CIMON – Mensch-Maschine-Interaktion im All
CIMON steht für Crew Interactive MObile companioN und ist der weltweit erste, in Schwerelosigkeit fliegende und dank künstlicher Intelligenz autonom agierende Astronauten-Assistent. Er kam bei der Horizons-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst im Jahr 2018 an Bord der internationalen Raumstation ISS zum Einsatz. Auch die Weiterentwicklung CIMON-2 stellte seine Funktionalität bereits unter Beweis. Er interagierte im Frühjahr 2020 erfolgreich mit dem italienischen Astronauten Luca Parmitano auf der ISS. CIMON ist ein vom DLR Raumfahrtmanagement in Kooperation mit Airbus und IBM entwickeltes Pionierprojekt für den Einsatz von KI für die astronautische Raumfahrt.
MERLIN – Die deutsch-französische Klimamission
In der Mythologie ist Merlin ein Zauberer der Artus-Sage rund um die Ritter der Tafelrunde und die Suche nach dem Heiligen Gral. Methan ist heute ein wesentliches Treibhausgas, auf dessen Spuren sich ein zeitgenössischer Nachfolger und Namensvetter des Zauberers begeben wird, der deutsch-französische Kleinsatellit MERLIN (Methane Remote Sensing LIDAR Mission). Ab 2024 soll er Methan in der Atmosphäre aus einer Höhe von rund 500 Kilometern aufspüren und überwachen. Ziel der dreijährigen Mission unter Leitung des DLR Raumfahrtmanagements und der französischen Raumfahrtagentur CNES ist unter anderem die Erstellung einer globalen Weltkarte der Methan-Konzentrationen. Außerdem soll durch MERLIN klarer werden, in welchen Regionen der Erde Methan in die Atmosphäre gebracht wird und in welchen Gebieten es ihr wieder entzogen wird.
MERLIN – Eine deutsch-französische Klimamission (Foto: CNES/illustration David DUCROS)
GESTRA-Überwachungs- und Steuerungseinrichtung (Foto: Fraunhofer FHR/Uwe Bellhäuser)
Einzigartiges Weltraumradar GESTRA ist dem Weltraumschrott auf der Spur
GESTRA (German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar) ist eines der modernsten Radarsysteme zur Ortung von Trümmern im Weltraum. Das weltweit einzigartige System kann Weltraumschrott und aktive Raumfahrtsysteme im erdnahen Orbit rund um die Uhr überwachen. GESTRA wurde im Auftrag des DLR Raumfahrtmanagements mit Mitteln des BMWi vom Fraunhofer Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) gebaut und startet in Kürze seinen operationellen Betrieb von seinem Standort bei Koblenz aus. GESTRA soll einen signifikanten Beitrag zur Sicherheit im Weltraum auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene liefern.
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Wiederverwendbare Raumtransportsysteme
Die Kosten im Raumtransport zu senken und zugleich die Umweltverträglichkeit der Raumfahrt zu steigern, ist ein entscheidender Faktor, mit dem Europa auf dem Markt dauerhaft konkurrenzfähig sein kann. Erreichbar ist dies jedoch nur durch eine grundlegende Änderung der Trägerarchitektur, bei der die Wiederverwendbarkeit die größte Rolle spielt. Insbesondere die Wiederverwendung der ersten Stufe, die den wesentlichen Anteil an den Kosten ausmacht, verspricht hier ein Einsparpotenzial in Höhe zweistelliger Prozentwerte. Das DLR untersucht und erprobt dazu zwei Konzepte: CALLISTO (Cooperative Action Leading to Launcher Innovation in Stage Toss back Operations) und ReFEx (Reusability Flight Experiment).
CFD-Berechnung zur Bewertung des Massenstroms um das Raumfahrzeug während des Retropropulsions-Boosts (Foto: DLR)
ReFEx nach der Abtrennung auf seiner suborbitalen Bahn im Weltraum (Foto: DLR)
CALLISTO ist ein wiederverwendbarer Demonstrator für eine sogenannte „Vertical takeoff, vertical landing“-Raketenstufe, kurz VTVL, also ein System, das senkrecht starten und wieder landen kann. Das Gemeinschaftsprojekt von DLR, der französischen Raumfahrtagentur CNES und der japanischen JAXA zielt darauf ab, die Kenntnis über VTVL-Raketenstufen zu verbessern und entsprechende Technologien zu entwickeln, zu testen und vermarkten zu können. Das CALLISTO-Raumfahrzeug besteht aus einer mit flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff betriebenen Raketenstufe. Der Antrieb kann gedrosselt werden, um präzise und weich zu landen.
Gleichzeitig verfolgt das DLR mit dem Projekt ReFEx einen weiteren, etwas anderen Ansatz für wiederverwendbare Trägerraketen und Wiedereintrittstechnologien: Anstelle einer vertikalen Landung wird die horizontale Landung einer Erststufenrakete mit autonomer Navigation und Flugführung in jeder Phase seiner Mission erprobt. Ein Demonstrationsflug ist für 2022 geplant.
Globaler Wandel: Thema Urbanisierung
Seit wenigen Jahren leben global erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Und der Trend der Urbanisierung setzt sich fort. Innerhalb weniger Jahre wuchsen und wachsen Megastädte heran, es bilden sich über weite Flächen ausdehnende Städtelandschaften und ganze Landstriche werden „zersiedelt“. Wie können aber auch Chancen der Urbanisierung aussehen? Wie lassen sich diese sinnvoll nutzen, wie die negativen Begleiterscheinungen des schnellen Wachstums mildern oder sogar vermeiden?
Das ist eine der großen gesellschaftlichen Aufgaben der kommenden Jahrzehnte. Das DLR liefert mit Hilfe der Erdbeobachtung Daten für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung: Siedlungsflächen werden detailliert aus dem All erfasst und über die Zeit. So hat zum Beispiel das Projekt „Global Urban Footprint“ (GUF) zum Ziel, weltweit besiedelte Flächen in einer bislang einzigartigen räumlichen Auflösung von 0,4 Bogensekunden – etwa zwölf Metern – zu kartieren.
Rover-Technologien für Mond und Mars
Das DLR setzt bei der Entwicklung von Rover-Technologien auf autonome, geländegängige Rover. In Zukunft sollen sie selbständig möglichst lange Strecken zurücklegen können. Ein Beispiel ist der deutsch-französische Rover auf der Mission Martian Moons eXploration (MMX) der japanischen Raumfahrtagentur JAXA, die 2024 starten soll. Die Landung des MMX-Rovers auf dem Marsmond Phobos ist als Teil der Mission für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant. Der mobile Landeroboter wird unter der gemeinsamen Leitung des DLR und der CNES entworfen und gebaut und soll die Oberfläche von Phobos für rund 100 Tage erkunden. Mit der Mission MMX setzen JAXA, CNES und DLR ihre bereits langjährige und erfolgreiche Kooperation fort.
Mit dem Safe Light Regional Vehicle (SLRV) hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein neuartiges Kleinfahrzeug entwickelt: Es ist sehr leicht und gleichzeitig besonders sicher. Dafür sorgt die nur rund 90 Kilogramm schwere Karosserie in Sandwichbauweise, die eine sehr hohe passive Sicherheit bietet. Dieser innovative Leichtbauansatz kombiniert mit einem hocheffizienten Brennstoffzellenantrieb ermöglicht eine ressourcenschonende sichere Mobilität. Am 01. Oktober 2020 hat das DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte einen ersten Prototyp dieses leichten Pendlerfahrzeugs vorgestellt.
„Als neuartige Mobilitätslösung in der Klasse der Leichtfahrzeuge zeigt das SLRV, wie sich Fahrzeugtechnik, Nutzungsbedingungen und Wirtschaftlichkeit vereinen lassen. Damit ist es ein greifbarer Baustein und eine Technologieplattform für lokal emissionsfreie, leise und individuelle Mobilität“, sagt Prof. Tjark Siefkes, stellvertretender Direktor des DLR-Instituts für Fahrzeugkonzepte.
Sandwichbauweise: leicht, günstig, sicher
Die Karosserie des zweisitzigen SLRV ist 3,8 Meter lang und niedrig gehalten, um einen möglichst geringen Luftwiderstand zu erreichen. Sie ist leicht und sicher – eine Kombination, die vorhandene Fahrzeuge in dieser leichten Fahrzeugklasse (L7e) oft nur eingeschränkt aufweisen. Möglich macht das die sogenannte metallische Sandwichbauweise: Das eingesetzte Material besteht aus einer metallenen Decklage und einem Kunststoffschaum im Inneren. Der Vorder- und Hinterwagen des SLRV sind aus Sandwichplatten zusammengesetzt und dienen als Crashzonen. Dort ist auch ein Großteil der Fahrzeugtechnik untergebracht. Die Fahrgastzelle besteht aus einer Wanne mit einer aufgesetzten Ringstruktur. Diese nimmt die Kräfte auf, die während der Fahrt auf das Auto wirken und schützt die Insassen bei einem Crash.
Bisher kommen Strukturen aus Sandwich-Materialien noch nicht in der Serienfertigung von Fahrzeugen vor. Das DLR hat ihr Potenzial aufgezeigt und erarbeitet im nächsten Schritt daran, die dazugehörigen Fertigungstechnologien zu optimieren.
Zero Emission: Brennstoffzellen-Batterie-Hybrid
Um möglichst ressourcenschonend unterwegs zu sein, verfügt das SLRV neben der sehr leichten Karosserie auch über einen hocheffizienten Hybridantrieb. Für den Antriebsstrang haben die DLR-Forschenden eine kleine Brennstoffzelle mit 8,5 Kilowatt Dauerleistung mit einer Batterie verbunden. Diese liefert zum Beschleunigen zusätzliche 25 Kilowatt Leistung. Diese Kombination wiegt weniger als herkömmliche Batteriesysteme, sorgt für eine Reichweite von rund 400 Kilometern und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde. Mit an Bord zwischen den beiden Sitzen ist ein 39 Liter fassender Drucktank, der 1,6 Kilogramm Wasserstoff bei 700 Bar speichern kann. Die Abwärme der Brennstoffzelle nutzt das SLRV zum Heizen des Innenraums. Zusätzlich wirkt sich die gute Wärmeisolierung der Sandwich-Karosserie im Winter positiv auf den Energieverbrauch der Klimaanlage des Fahrzeugs aus.
Mit seinem futuristischen, sportlichen Design ist der rund 450 Kilogramm schwere Zweisitzer ein vollwertiges Fahrzeug der L7e-Klasse. Das SLRV eignet sich zum Beispiel als Pendlerauto, als Zubringer im öffentlichen Nahverkehr oder als Car-Sharing-Fahrzeug – vor allem in urbanen Randgebieten oder im außerstädtischen Bereich. Es kann den öffentlichen Nahverkehr in einer Vorstadt- oder ländlichen Umgebungen ergänzen, als zweites Auto genutzt werden und ist durch die schnelle Wasserstoffbetankung gut für Carsharing-Dienste geeignet.
Hinsichtlich Anschaffungskosten rechnet das SLRV-Team zurzeit mit circa 15.000 Euro. Bei einer Laufleistung von 300.000 Kilometern ergibt sich so bei einer Nutzungsdauer von zehn Jahren ein Preis von circa 10 Cent pro Kilometer.
Das DLR-Metaprojekt Next Generation Car
Im Großprojekt Next Generation Car (NGC) entwickeln insgesamt 20 DLR-Institute gemeinsam Technologien für Straßenfahrzeuge der übernächsten Generation. Neben dem SLRV gibt es zwei weitere Fahrzeugkonzepte, die ebenfalls dem Megatrend der Urbanisierung Rechnung tragen: Das Urban Modular Vehicle (UMV) als modular aufgebautes Stadtauto für private wie kommerzielle Anwender sowie das für weitere Strecken zwischen Ballungsräumen entworfene Inter Urban Vehicle (IUV).
Boeing steuert in der andauernden Luftfahrtkrise um und konsolidiert die Produktionsrate des erfolgreichen Langstreckenjets 787 Dreamliner. Das Flugzeug wurde seit 2007 in den ersten Varianten 787-8 und 787-9 in Everett im US-Bundesstaat Washington gebaut. 2010 kam der Produktionsstandort in North Charleston, South Carolina, hinzu.
Boeing will dort nun die Produktion des Dreamliners zusammenlegen. Der US-Flugzeugbauer will somit seine Kosten besser in den Griff kriegen, und durchläuft zudem seit dem Grounding der neuen 737 MAX, die seit über eineinhalb Jahren nicht fliegen darf, seine größte Krise.
Fokus in Washington
Die frei werdenden Kapazitäten in Washington sollen für die anderen zivilen Programme, die Airliner der Reihen 737, 747, 767 und 777, eingesetzt werden. Zugleich betonte der Flugzeugbauer, werden an dem Standort die Auswirkungen auf Arbeitnehmer noch evaluiert und die Belegschaft hierüber direkt informiert.
Nach einem Gutachten ist eine Konsolidierung der 787-Produktion auf nur einen Standort insgesamt von Vorteil. Der größte Dreamliner, die 787-10, wurde nur in North Charleston produziert. Die Umstellung soll bis Mitte 2021 vollzogen sein. Bis dahin werden die kleineren Dreamliner noch in Everett gebaut. Im Dezember, also noch vor der Krise durch Corona, hat Boeing 21 Flugzeuge aus dem Programm 787 ausgeliefert. Die Produktionsrate lag Anfang des Jahres noch bei 14 Flugzeugen im Monat. Ab nächsem Jahr sollen die 787 Dreamliner dann mit einer Produktionsrate von sechs Maschinen pro Monat vom Band laufen.
Am Fraport fahren ab sofort zwei zusätzliche hochmoderne Kühlanhänger für den Transport temperaturempfindlicher Pharma-Fracht. Somit erweitert Fraport die Flotte für Transporte über das Vorfeld auf insgesamt 20 Thermotransporter.
Für den Umgang mit zeitkritischen und temperaturempfindlichen Gütern hat die International Air Transport Association (IATA) die Klassifizierung CEIV (Center of Excellence for Independent Validators in Pharmaceutical Logistics) als weltweiten Standart entwickelt. Hierfür existieren spezielle Behältnisse, um Kühlketten nicht zu unterbrechen.
Temperatur im Container stabil
„Die beiden neuen Kühltransporter ermöglichen uns höchste Flexibilität beim Handling von temperatursensiblen Waren. Wir haben auf diesem Gebiet ein detailliertes Know-how, von dem unsere Kunden profitieren. Gemeinsam mit den Partnern der Air Cargo Community in Frankfurt bieten wir so die idealen infrastrukturellen Voraussetzungen“, sagt Siegfried Pasler, Leiter Bodenverkehrsdienste der Fraport AG. Die neuen Dollies heißen „Cool Box“.
Thermotransporter für Pharmatransporte am Fraport
„Cool Box“ Kühltransporter am Fraport
Sie ermöglichen den Transport Kälte- oder Wärme-bedürftiger Produkte punktgenau in einem Bereich von minus 20 bis plus 30 Grad Celsius. Jeder Transporter besteht aus zwei Kabinen, die effizient von beiden Seiten angedient werden können. Jede Kabine ist zudem mit einem separat steuerbaren Kühlsystem ausgestattet. Selbst bei ausgeschaltetem Motor und einer Außentemperatur von 30 Grad Celsius hält eine Kabine die gewünschte Temperatur für mehr als 60 Minuten. Über ein elektronisches Temperaturüberwachungs- sowie ein Ortungssystem übermitteln die Transporter zudem kontinuierlich aktuelle Informationen zur Ladung.
Pharma-Drehkreuz Fraport für Coronaimpfstoff
„Im vergangenen Jahr haben wir 120.000 Tonnen Pharma-Produkte am Flughafen Frankfurt umgeschlagen. Das macht uns zum führenden PharmaHub Europas. Die Flottenerweiterung untermauert unsere Stellung noch einmal deutlich, gerade auch im Hinblick auf die anstehenden Corona-Impfstofftransporte“, ergänzt Max Philipp Conrady, Leiter Zentrale Frachtinfrastruktur bei Fraport.
Bereits seit über 20 Jahren hat Fraport moderne und leistungsfähige Thermotransporter im Einsatz. Damit blickt der Flughafenbetreiber auf langjährige Erfahrungswerte zurück. Aktuell stehen am Flughafen Frankfurt rund 12.000 Quadratmeter temperaturgeführte Umschlagekapazitäten für Pharma-Produkte zur Verfügung. 2.000 zusätzliche Quadratmeter stehen kurz vor der Inbetriebnahme. Mehr als 75 Prozent der Transportwege am Flughafen sind nach internationalen und europäischen Vorgaben nach CEIV1 zertifiziert.
Lufthansa baut ab Frankfurt die Reiseziele im Sommer kommenden Jahres aus. Darunter sind Destinationen in Afrika, Indischem Ozean und Nordamerika. So geht es erstmals ab dem 29. März ab Frankfurt dreimal wöchentlich nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik und zum ersten Mal ab dem 31. März vom Rhein-Main Airport zweimal wöchentlich nach Mombasa (Kenia) mit Weiterflug auf die Trauminsel Sansibar (Tansania). Ab 03. Juni bietet Lufthansa eine weitere Premiere: ab Frankfurt geht es dann dreimal wöchentlich mit einem Direktflug nach Anchorage in Alaska (USA).
Mauritius und Malé ab Frankfurt
Darüber hinaus werden die attraktiven Urlaubsziele Mauritius und Malé auf den Malediven nicht nur im Winter angeboten, sondern stehen ab nächstem Jahr auch zweimal wöchentlich auf dem Sommerflugplan.
Die Flüge von Frankfurt nach Punta Cana, Anchorage und Mauritius sind eine Kooperation mit Eurowings und werden von Brussels Airlines durchgeführt. Sie sind bei beiden online buchbar. Die Flüge von Frankfurt nach Malé sowie Mombasa und Sansibar werden von der Lufthansa Kernmarke angeboten. Die Flüge sind ab sofort buchbar, Lufthansa bietet dauerhaft flexible Umbuchungsmöglichkeiten für die Flüge an.
Der neue Hauptstadtflughafen BER in Berlin kann nun eröffnet werden. Die Betreiberin FBB erhielt von der Gemeinsamen Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (LuBB) die Genehmigung zur Betriebsaufnahme sowie das Flughafenbetreiberzeugnis für den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt BER.
Der BER braucht beide Dokumente zum Betrieb als Verkehrsflughafen in Deutschland und erfüllt damit jetzt endlich offiziell die Voraussetzungen für die Eröffnung des BER. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Ich freue mich über diese beiden für uns wichtigen Zeugnisse der Luftfahrtbehörde. Wir konnten nachweisen, dass die gesamte Flughafenanlage und die eingebaute Ausrüstung den Vorgaben entsprechen und ordnungsgemäß funktionieren. Nachdem uns das Bauordnungsamt Ende April die Nutzungsfreigabe für das Terminal 1 erteilt, haben wir jetzt die letzten erforderlichen Bescheide, dass wir einen nach allen Vorschriften und Regularien betriebsbereiten Flughafen haben. Nach menschlichem Ermessen steht einer Eröffnung des BER am 31. Oktober 2020 nichts mehr entgegen.“
Guido Beermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur des Landes Brandenburg: „Der Flughafen Willy Brandt ist eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte für Deutschland und wird entscheidend zur Entwicklung des Landes Brandenburg beitragen. Der BER wurde von der Gemeinsamen Oberen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg auf Herz und Nieren geprüft. Mit der heutigen Übergabe der Bescheide haben wir nun den letzten wichtigen Meilenstein für die Inbetriebnahme des BER gesetzt.“
Eröffnung des BER wohl wirklich am 31. Oktober
Bereits seit Juli 2020 hat die Flughafengesellschaft den BER im Rahmen des international eingeführten und bewährten ORAT-Programms gemeinsam mit 9.000 freiwilligen Testern erfolgreich getestet. Das Trainingsprogramm wird aber noch bis zum 15. Oktober 2020 mit dem Ziel der letzten Verfeinerung der Abläufe weitergeführt.
Die BER-Inbetriebnahme beginnt somit, nach einer Dekade Verzögerung, mit der Eröffnung des Terminals 1 des BER am 31. Oktober 2020. An diesem Tag werden parallel eine Maschine der easyJet sowie eine Maschine der Lufthansa ankommen und als Erste am Main Pier des neuen Terminals empfangen und abgefertigt werden. Am Morgen des 04. Novembers nimmt die Betreibergesellschaft FBB (Flughafen Berlin Brandenburg GmbH) die südliche Start- und Landebahn mit der Landung einer Maschine der Qatar Airways in Betrieb. Ab diesem Tag gelten dann auch die neuen Nachtflugbeschränkungen des BER. Enden wird der Umzug von Tegel zum BER mit dem letzten Flug einer Air France von Berlin-Tegel nach Paris am 08. November 2020.
Für SOFIA (Stratosphären Observatorium für Infrarot-Astronomie) steht ein erneuter „Boxenstopp“ an: Für einen Routinecheck bei Lufthansa Technik ist die fliegende Sternwarte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA am 30. September 2020 um 19:17 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit am Hamburg Airport gelandet. Bei diesem so genannten C-Check, der etwa alle drei Jahre stattfindet, wird die Boeing 747SP auf Herz und Nieren geprüft. „Wir freuen uns auf die erneute Zusammenarbeit mit Lufthansa Technik“, erklärt Heinz Hammes, SOFIA-Projektleiter im DLR Raumfahrtmanagement. „Die besonderen Umstände in diesem Jahr erfordern Kooperation und Flexibilität von allen Beteiligten. Wir sind davon überzeugt, für die anstehenden Aufgaben am richtigen Ort zu sein.“
Neue Klimatisierung für die Forschungsinstrumente
Beim diesjährigen C-Check werden Motoren und Kabine inklusive Verkleidung und Fußböden demontiert. Dies ist notwendig, um anschließend die Test- und Wartungsarbeiten durchführen und sämtliche Verkabelungen sowie die Treibstoffleitungen überprüfen zu können. Zusätzlich erhält die Klimaanlage ein Upgrade. „Hierdurch wird es uns in Zukunft möglich sein, die Temperatur in der Kabine sehr fein zu justieren“, erläutert Hammes. „Dies ist insbesondere in der Instrumentenzone wichtig, denn jedes Forschungsinstrument benötigt eine genau passende Umgebungstemperatur.“ Ab Mitte Dezember sind dann die finalen Checks bei Lufthansa Technik – etwa für die Triebwerke und den Innendruck der Kabine – vorgesehen. Anfang Februar sollen die Wartungsarbeiten abgeschlossen sein und SOFIA für neue Wissenschaftsflüge zur Verfügung stehen.
Wartungsarbeiten an Teleskop und Forschungsinstrument
Aber auch das Teleskop, der deutsche Beitrag und das Herzstück des Observatoriums, wird während des Aufenthalts in Hamburg gründlich gewartet. Durchgeführt werden diese Arbeiten vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart. Dabei werden vor allem komplexere Arbeiten vorgenommen, die nur alle drei bis sechs Jahre anstehen. Aber auch eine Vielzahl kleinerer Routinemaßnahmen stehen auf der ToDo-Liste, wie etwa die Inspektion des 2,7-Meter-Primärspiegels oder Software-Updates der elektronischen Steuerungssysteme.
Eine Besonderheit in diesem Jahr ist, dass eines der sechs wissenschaftlichen Instrumente von SOFIA mit nach Hamburg kommen wird. Das deutsche Instrument GREAT (German REceiver for Astronomy at Terahertz Frequencies) wird nach der Landung vom Teleskop abmontiert und zur separaten Wartung und Optimierung an das Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn gebracht.
Besondere Sicherheitsvorkehrungen in Corona-Zeiten
Alle Arbeiten am Flugzeug finden aufgrund der Corona-Epidemie unter strengen Sicherheitsauflagen statt. Sowohl Lufthansa Technik als auch die NASA haben dazu jeweils umfangreiche Prozeduren entwickelt und koordiniert, die für das Arbeiten im und am Flugzeug gelten. Dazu gehört etwa die Auflage, dass sich nicht mehr als 15 Personen gleichzeitig an Bord befinden dürfen, also nur das absolut notwendige Personal Zutritt haben wird. Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit aller Beteiligten sind die Arbeiten am Flugzeug selbst größtenteils Routine. „Wir haben 2014 und 2017 bereits eine außergewöhnlich gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen des DSI, des DLR und der NASA erlebt und freuen uns, diese nun fortsetzen zu können“, so Sven Hatje, verantwortlicher Projektleiter bei Lufthansa Technik für die C-Checks von SOFIA. „Schön, dass wir SOFIA nun wieder bei uns begrüßen dürfen.“
SOFIA ist ein weltweit einzigartiges, fliegendes Observatorium, das den Weltraum im Infrarotbereich untersucht. So erforscht die Sternwarte etwa, wie sich Milchstraßensysteme entwickeln oder wie Sterne und Planetensysteme aus interstellaren Molekül- und Staubwolken entstanden sind. Möglich wird dies durch ein 17 Tonnen schweres, in Deutschland entwickeltes und gefertigtes Teleskop mit einem Spiegeldurchmesser von 2,7 Metern. SOFIA verfügt über sechs verschiedene wissenschaftliche Instrumente, von denen zwei aus Deutschland stammen.
Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird vom DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Die Entwicklung der deutschen Instrumente ist finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des DLR. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA-Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert, auf amerikanischer Seite von der Universities Space Research Association (USRA).
Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH rechnet nicht mit einer schnellen Erholung des Luftverkehrs in Deutschland. In ihrer aktuellen Prognose erwartet sie, dass der Flugverkehr bis Dezember nur rund 45 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht. Eine Rückkehr zum Verkehrsaufkommen des Vorjahres wird voraussichtlich erst 2025 wieder erreicht.
Die Erholung des Luftverkehrs in der Corona-Krise ist ins Stocken geraten. Nachdem in den Monaten Juni bis August vor allem durch Tourismusverkehr innerhalb Europas noch ein Verkehrsanstieg zu verzeichnen war, ist durch die jüngsten Verlängerungen und Ausweitungen von Reisebeschränkungen mit einer deutlich geringeren Nachfrage nach Flügen zu rechnen. Zugleich sind für das vierte Quartal 2020 keine Impulse aus dem Interkontinentalverkehr zu erwarten, und eine Erholung des Geschäftsreiseverkehrs ist nach wie vor nicht abzusehen.
Die DFS hat vor diesem Hintergrund ihre Erwartung für die weitere Entwicklung des Luftverkehrs angepasst. In ihrer aktuellen Prognose geht sie davon aus, dass der Verkehr auf dem derzeitigen Niveau stagniert. Im August und September 2020 hat die DFS im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur 45 Prozent des Flugaufkommens kontrolliert. „Bei diesen Verkehrszahlen wird es vorerst bleiben, denn es gibt bislang keine Anzeichen für einen nennenswerten Aufschwung. Wir rechnen dafür damit, dass sich der Verkehr im Corona-Jahr 2020, verglichen mit dem Vorjahr, mehr als halbiert“, sagt CEO Prof. Klaus-Dieter Scheurle.
Luftverkehr sinkt unter 1990er-Jahre-Niveau
Zu Beginn der Krise war die DFS noch davon ausgegangen, dass der Verkehr zum Jahresende wieder langsam ansteigt – von 45 Prozent im September auf 75 Prozent im Dezember. „Die steigenden Infektionszahlen und die Test- und Quarantänebestimmungen für Rückkehrer dämpfen den Verkehrsanstieg, den wir seinerzeit erwartet haben“, sagt Prof. Scheurle. Bleibt es dabei, wird die DFS 2020 voraussichtlich rund 1,5 Millionen Flüge nach Instrumentenflugregeln kontrollieren. Das ist im deutschen Luftraum die niedrigste Zahl seit der Wiedervereinigung; 1991 wurden 1,65 Millionen Flüge gezählt.
Auch ihre Prognose für die langfristige Entwicklung hat die DFS vor diesem Hintergrund angepasst. „Die ersten Covid-19-Impfstoffe werden nach heutiger Einschätzung im Verlauf des Jahres 2021 zur Anwendung kommen. Wegen des langfristig geänderten Reiseverhaltens gehen wir außerdem davon aus, dass das Verkehrsaufkommen vor der Krise erst im Jahr 2025 wieder erreicht werden kann“, sagt der CEO. Allerdings startet die Erholung nun auf einem niedrigeren Niveau als noch im Frühjahr angenommen. Für 2021 rechnet die DFS damit, dass der Verkehr auf 60 Prozent des Vorkrisen-Niveaus ansteigt. In den folgenden Jahren geht die DFS von einem stetigen Wachstum um jeweils zehn Prozentpunkte aus.
„Abgestimmtes Vorgehen unabdingbar“
Die aktuellen Entwicklungen im Luftverkehr verfolge er mit großer Sorge, sagt Prof. Scheurle. „Derzeit gibt es ein Bündel an unterschiedlichen Reisebeschränkungen, Quarantäneregeln und Teststrategien, die den Airlines eine Wiederaufnahme des normalen Flugbetriebs unmöglich machen. Für eine Rückkehr zur Normalität ist ein internationales, mindestens aber europaweit abgestimmtes Vorgehen unabdingbar.“ Grundsätzlich sei er zuversichtlich, dass der Luftverkehr auch diese Krise meistern werde, sagt der CEO. „Airlines, Flughäfen und Flugsicherungen sind das Rückgrat einer vernetzten Welt. Allein die weltweite Verteilung von Impfstoffen gegen das Corona-Virus wird eine logistische Herausforderung sein. Hier wird das Flugzeug einen wesentlichen Beitrag leisten.“
SALSAT (Spectrum AnaLysis SATellite), eine Nanosatellitenmission von der TU Berlin, ist am 28. September 2020 um 13:20 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit mit einer Sojus 2.1b/Fregat-M Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Plesetsk gestartet. Am 29. September 2020 um 01:11 Uhr wurden die ersten Signale des Satelliten aus dem All erfolgreich nach Berlin übertragen.
Die Hauptnutzlast von SALSAT besteht dabei aus dem Spektrumanalysator SALSA, der im gleichnamigen Projekt entwickelt und qualifiziert wurde. Mit Salsa verbinden einige einen bisweilen engen Tanz. Doch das gleichnamige Instrument im Satelliten aus Berlin untersucht auf Basis eines sogenannten „Software Defined Radio“ (SDR) die weltweite Frequenznutzung in Amateurfunk- und wissenschaftlichen Bändern. Und auch hier wird es rasant enger.
Funk von Satellit und Endgerät
Funkfrequenzen haben einen großen Einfluss auf unser tägliches Leben. Vom neuen Mobilfunkstandard 5G über Breitbandinternet bis hin zur Live-Berichterstattung im Fernsehen – alles ist an ein bestimmtes Frequenzspektrum gebunden. Hinzu kommen sogenannte Megakonstellationen wie Starlink des Raumfahrtunternehmens SpaceX oder Project Kuiper des Onlineversandhandels Amazon, deren Netzwerke aus tausenden Satelliten untereinander kommunizieren müssen. Doch diese Funkfrequenzen sind endlich und die Bänder weitestgehend ausgelastet.
Um Wege zu finden, diese kostbare Ressource künftig nachhaltiger zu nutzen, ist am 28. September 2020 um 13:20 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit die Nanosatellitenmission SALSAT (Spectrum AnaLysis SATellite) mit einer Sojus 2.1b/Fregat-M Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Plesetsk in einen sogenannten sonnensynchronen Orbit in 575 Kilometer Höhe gestartet. Die Mission der Technischen Universität (TU) Berlin wird vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- Raumfahrt (DLR) in Bonn mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Höhe von 2,1 Millionen Euro aus dem Nationalen Raumfahrtprogramm gefördert. An SALSAT ist neben der TU Berlin auch das Deutsche Zentrum für Satellitenkommunikation (DeSK) zur Unterstützung beim Betrieb des Satelliten beteiligt.
Funkspektren direkt im Orbit ermitteln
Wie nutzen Satelliten während des Betriebes die Funkfrequenzen? Wie ausgelastet sind diese entsprechenden Spektren? Können Frequenzen an bestimmten Orten mehrfach belegt und damit bestimmte Bänder entlastet werden? Diesen Fragen will die SALSAT-Mission nachgehen und dabei wissenschaftliche Daten zur globalen Nutzung von Frequenzspektren erfassen und analysieren. So kann im Rahmen dieses Forschungsvorhabens deren tatsächliche Auslastung direkt im Orbit ermittelt werden. Außerdem werden „Störer“ in den Bändern gesucht und lokalisiert. Für deren Detektion und zur Missionsanalyse werden Algorithmen entwickelt.
Die während der Betriebsphase gesammelten Daten von SALSA werden frei zugänglich auf einer Internetplattform zur Verfügung gestellt. „SALSAT liefert somit einen wichtigen Beitrag zur effizienten und nachhaltigen Nutzung des Funkspektrums für die Zukunft der Satellitenkommunikation“, erklärt Dr. Siegfried Voigt, SALSAT-Projektleiter im DLR Raumfahrtmanagement. Der so genannte Satellitenbus stammt von der TU Berlin und baut auf dem Satellitenbus einer Vorgängermission auf.
SALSAT im Test
Bevor SALSAT zum Kosmodrom Plessezk verschifft werden konnte, wurde der Nanosatellit in Berlin ausführlich getestet. In den Akzeptanztests wurde das Gesamtsystem überprüft und Fertigungsfehler ausgeschlossen. Sie werden unter simulierten Umgebungsbedingungen im Zielorbit des Satelliten durchgeführt. Vorab und danach erfolgten diverse Betriebstests wie zum Beispiel Tests der Lageregelung und des Kommunikationssystems im Labor. Sie sollen überprüfen, dass SALSAT voll funktionstüchtig ist.
„Das Team an der TU Berlin hat in den vergangenen Monaten unter den deutlich erschwerten Randbedingungen der Covid-19-Pandemie hervorragende Arbeit geleistet“, betont Siegried Voigt. Das Flugmodell wurde rechtzeitig fertiggestellt und den entsprechenden Funktionstests unterzogen. In den ersten beiden Septemberwochen wurde der Satellit auf dem Adapterahmen für die Oberstufe montiert. Alle Subsysteme und Sekundärnutzlasten wurden ausgiebig getestet und verifiziert. Der Erstkontakt zum Satelliten fand noch kurz vor Mitternacht MESZ am 28. September 2020 statt. Beim nächsten Überflug über Berlin um 01:11 Uhr am 29. September 2020 konnten dann die ersten Telemetriedaten empfangen werden; die Bestätigung, dass der Satellit erfolgreich im Zielorbit ausgesetzt und nun der Betrieb aufgenommen werden kann.
Der anhaltend starke Passagierrückgang hat weiterhin starke Auswirkungen auf Airlines und Flughäfen: Nach einer schwachen Hauptreisezeit im Sommer für den Airport Wien, mit einem Passagieraufkommen von nur rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr, ist ein weiterer Rückgang in den kommenden Monaten zu erwarten.
Um das Unternehmen weiterhin stabil durch die Krise zu führen, verlängert die Flughafen Wien AG die Kurzarbeit von 01. Oktober 2020 bis 31. Januar 2021 für das gesamte Unternehmen. Eine entsprechende Vereinbarung haben der Vorstand und die Arbeitnehmervertretung gemeinsam beschlossen.
Flughafen Wien erwartet weiteren Rückgang bei der Passage
„Die zahlreichen unterschiedlichen Reisebestimmungen in vielen Ländern Europas bremsen die internationale Luftfahrt völlig aus. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien lag in der Hauptreisezeit bei rund einem Viertel des Vorjahres und wird in den nächsten Monaten weiter sinken. Aufgrund der anhaltend schlechten Passagierentwicklung ist es notwendig, die Kurzarbeit für das gesamte Unternehmen weiter zu verlängern. Wir bedanken uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren hohen Einsatz und ihre ungebrochene Loyalität in dieser für das Unternehmen schwierigen Phase.“, halten die Vorstände der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner sowie die Vorsitzenden des Betriebsrats Angestellte, Thomas Schäffer und des Betriebsrats Arbeiter, Thomas Faulhuber, gemeinsam fest.
Der Flughafen Wien-Vorstand fordert zudem: „Damit die Luftfahrt und der Tourismus wieder aus dieser Krise kommen, sind dringend EU-weit einheitliche Reisebestimmungen und ein digitales Reisedatenmanagement notwendig. Der derzeitige Wildwuchs an ständig neuen Reisebeschränkungen und die Zettelwirtschaft rund um passagierbezogene Reisedaten müssen ein Ende haben.“
RFA hat bekanntgegeben, zusammen mit dem norwegischen Unternehmen Andøya Space auch auf der Insel Andøya einen Startplatz für Microlauncher einzurichten, von dem aus ab 2022 Startdienste für Kleinsatelliten angeboten werden sollen.
Die RFA (Rocket Factory Augsburg AG), eine Beteiligung des deutschen Raumfahrtkonzerns OHB SE, hat zudem den größten Teil eines Projektes der Phase 0/A mit der französischen Raumfahrtbehörde CNES zur Realisierung eines Startplatzes für das RFA-ONE-Trägersystem auf dem historischen Diamant-Startkomplex in Kourou, Französisch-Guayana, abgeschlossen. Mit einer Fläche von 700 Quadratkilometern und drei aktiven Startkomplexen ist das Raumfahrtzentrum Guayana (CSG) in Kourou die Wiege der europäischen Trägerraketen. Seit 2011 ist es zudem auch eine Basis für russische Sojus-Raketen.
Ausbau der Startfähigkeiten
„Die Vereinbarung zwischen unseren Unternehmen erweitert nicht nur das Portfolio an Startdienstleistungen der RFA, sondern bietet unseren Kunden auch die Möglichkeit, Nutzlasten von europäischen Territorium aus in verschiedenen Umlaufbahnen zu platzieren. In dieser Hinsicht ist der Startplatz in Kourou einzigartig“, erklärt Jörn Spurmann, Chief Commercial Officer der RFA.
Die RFA wird vom Raumfahrtunternehmen OHB SE und der Münchner Risikokapitalgesellschaft Apollo Capital Partners als strategischer Investor unterstützt. Das Unternehmen entwickelt derzeit ein Trägersystem namens RFA ONE mit einer Nutzlastkapazität von 1,5 Tonnen. Mit diesem sollen Kleinsatelliten von Europa aus in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht werden. Der erste Start ist für 2022 geplant. Die RFA hat kürzlich das Tanksystem der Oberstufe des Trägersystems bei Tieftemperaturversuchen qualifiziert und bereitet derzeit in Esrange, Schweden, Heißbrandversuche des Haupttriebwerks vor.
ELA-4-Startkomplex in Vorbereitung auf europäische Trägerrakete Ariane 6
Die französische Raumfahrtbehörde CNES ist derzeit dabei, den ELA-4-Startkomplex in Vorbereitung auf die europäische Trägerrakete Ariane 6 neu aufzubauen und investiert dabei auch in die Unterbringung künftiger Trägerraketen, insbesondere wiederverwendbarer Systeme und Mikrolauncher. Die Gewährleistung eines unabhängigen Zugangs zum Weltraum ist eine strategische, politische und wirtschaftliche Entscheidung. Europa bereitet seine künftigen Trägerraketen darauf vor, auf dem hart umkämpften Markt für kommerzielle Startdienstleistungen Schritt zu halten. Der Ruf des CSG als am günstigsten gelegener Weltraumbahnhof der Welt ist in dieser Hinsicht ein entscheidender Vorteil.
Air France flog schon den ersten Linienflug nach Tegel, die französische Fluggesellschaft landete am 02. Januar 1960 mit einer Lockheed Super Constellation am dem neuen Flughafen. Am 08. November 2020 schließt der Flughafen Berlin-Tegel seine Türen – ebenfalls mit einer Maschine von Air France.
Mit der Schließung Tegels konzentriert sich der Flugbetrieb der Hauptstadtregion auf den BER. Die letzten regulären Linienflüge werden TXL bereits am 07. November 2020 verlassen. Am Folgetag, dem 08. November, endet der Flugbetrieb in Tegel. Vor und während des Fluges von Tegel nach Paris hat sich Air France einige Überraschungen für die Passagiere einfallen lassen.
Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Mit der Schließung des Flughafens Tegel geht ein großes Stück Stadtgeschichte zu Ende. Der Flugbetrieb wurde von einem perfekt eingespielten Team aus Flughafengesellschaft und den zahlreichen Partnern sehr effektiv organisiert. Auf dem eigentlich längst zu klein gewordenen Flughafen konnten deutlich mehr Passagiere abgefertigt, als man für möglich gehalten hat – zuletzt 24 Millionen Passagiere 2019. Tegel am Laufen zu halten war eine wichtige Bedingung, um den BER fertig bauen zu können. Tegel hat Berlin einen großen Dienst erwiesen. Es ist uns darum wichtig – trotz den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie – allen, die es möchten, die Möglichkeit zu geben, Danke zu sagen und Abschied zu nehmen.“
Besucherterrasse Tegel geöffnet
Ab dem 03. Oktober bis zum 07. November 2020 wird die Besucherterrasse des Flughafens Tegel wieder geöffnet. Kostenlose Zeittickets können ab dem 01. Oktober online gebucht werden. Interessierte bekommen noch einmal die Gelegenheit, Starts und Landungen hautnah mitzuerleben und das Geschehen auf dem Vorfeld zu beobachten. Zusätzlich gibt es Informationen zur Geschichte des Flughafens.
Aufgrund der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln ist jedoch jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Personen gleichzeitig auf der Terrasse zugelassen. In der Zeit von 11:00 Uhr bis 20:30 Uhr können täglich gut 900 Personen auf die Besucherterrasse. Um möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, den Flughafen Tegel noch einmal hautnah zu erleben und Abschied zu nehmen, beträgt die Besuchszeit pro Person eine Stunde.
Interessierte müssen daher vorab ein Ticket für sich und bis zu vier weitere Personen buchen. Pro Person sind insgesamt maximal zwei Besuche möglich. Die Registrierung erfolgt online hier unter www.danketegel.berlin.
Letzter Aufruf am Flughafen TXL
Nach mehr als sechzig Jahren wird sich der Kreis schließen, wenn um 15:00 Uhr eine Maschine der Air France am Flughafen Berlin-Tegel in Richtung Paris-Charles-de-Gaulle-Flughafen abhebt. Am Nachmittag des 8. November 2020 kann das historische Sechseck des Terminals A noch einmal besichtigt werden. Informationen über Anmeldemöglichkeiten werden rechtzeitig bekannt gegeben. 1960 rollte erstmals eine Air-France-Maschine über die Landebahn des Flughafens, der bis dato nur militärisch genutzt wurde. Am 08. November 2020, sagt AF1235 nach Paris-Charles de Gaulle Tegel als letzter Flug Adieu. Zum Einsatz auf der historischen Verbindung kommt ein Airbus A320.
Engelbert Lütke Daldrup zur französischen Fluggesellschaft: „…Die Airline hat im Januar 1960 die Ära der zivilen Luftfahrt in Tegel begonnen, war am 01. November 1974 bei der Eröffnung des berühmten Flughafens mit einem der damals größten Flugzeuge der Welt, einem Airbus A300-B2, vertreten und startet am 08. November zum allerletzten Flug von TXL. Ein angemessenerer Abschied als mit einem Flug der Air France ist für diesen Flughafen schwer vorstellbar. Ich danke der Airline, dass sie unser Angebot zum Letztflug sofort angenommen hat und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Air France /KLM am Terminal 1 des BER.“
Air France in Berlin-Tegel – Historie
02. Januar 1960: Erstmals landet ein ziviles Flugzeug der Air France in Berlin-Tegel. Damit eröffnet die französische Airline den Linienbetrieb des bislang militärisch genutzten Flugplatzes. Die Verbindung der Lockheed Super Constellation mit der Kennung F-BAZK führt von Berlin über Frankfurt nach Paris.
24. Februar 1960: Start des ersten offiziellen Linienflugs mit einer Caravelle zwischen Paris, Frankfurt und Berlin.
Ab 1961: Die Caravelle wird auf allen Flügen nach Berlin-Tegel eingesetzt: Auf den zwei täglichen Strecken Paris – Frankfurt – Berlin, Düsseldorf – Berlin und München – Berlin.
1976: Das Überschallflugzeug Concorde landet noch vor Aufnahme ihres Linienbetriebs in Tegel – 60.000 Besucher strömen zum Flughafen.
1977: Air France fliegt zweimal täglich Paris-Düsseldorf-Berlin mit einer Boeing B727-200 mit 154 Sitzplätzen. Sie ersetzt die kleinere Caravelle.
1980: Air France feiert ihr 30-jähriges Jubiläum des innerdeutschen Streckennetzes und den 5.000.000sten Passagier auf den Verbindungen von und nach Berlin.
18. April 1988: Der Airbus A320 von Air France feiert Weltpremiere auf der Strecke Paris-Berlin.
November 1988: Start der ersten von 100 wöchentlichen Flügen der neuen Airline „EuroBerlin France“ ab Tegel nach Frankfurt, Köln, München und Stuttgart. Sie gehört zu 51 Prozent Air France und zu 49 Prozent der Deutschen Lufthansa. Firmensitz ist Berlin-Tegel.
Ab 01. Dezember 2017: Die Air France-Tochter Joon verbindet Berlin-Tegel bis zu sechs Mal täglich mit Paris-Charles de Gaulle. Mit der Auflösung von Joon 2019 übernimmt Air France die Strecke wieder selbst.
Ab Oktober 2000: Bis zum Beginn der Corona-Pandemie verbindet Air France Berlin-Tegel bis zu sechsmal täglich mit Paris Charles-de-Gaulle.
08. November 2020: AF1235 nach Paris-Charles de Gaulle ist der letzte Flug von Tegel aus, bevor der Flughafen endgültig geschlossen wird. Air France startet künftig dreimal täglich vom neuen Berlin Brandenburg Airport (BER) nach Paris-Charles de Gaulle. Dort haben die Passagiere Anschluss an das Streckennetz von Air France mit rund 170 Destinationen weltweit.
Stefan Gumuseli, Deutschland-Direktor AIR FRANCE KLM: „Mit Flug AF1235 von Tegel nach Paris hat Air France die Ehre, sich als letzte Airline vom Flughafen Berlin-Tegel zu verabschieden und schließt damit ein wichtiges Kapitel in der deutsch-französischen Luftfreundschaft. 60 Jahre lang leistete Air France mit der Verbindung nach Tegel einen Beitrag bei der Annäherung von Deutschland und Frankreich. Mit den Flügen vom neuen Flughafen BER schlagen wir nun ein neues Kapitel auf und freuen uns, die traditionsreiche Verbindung von Paris nach Berlin weiterzuführen.“
Der öffentliche Verkehr verliert an Boden, die Bedeutung individueller Transportmittel, insbesondere des privaten PKW, steigt. Das sind die zentralen Erkenntnisse der zweiten Befragung des Instituts für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Anhand einer repräsentativen Befragung von 1.000 Personen im Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli 2020 hat das DLR untersucht, wie sich die Corona-Pandemie mit inzwischen gelockerten Maßnahmen auf das Mobilitätsverhalten auswirkt. Eine erste Befragung hatte während des Lockdowns im April 2020 stattgefunden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen mit der zweiten Erhebung den mittel- und langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise auf Einstellungen und Verhalten im Mobilitätsbereich untersuchen.
Chancen und Risiken für Verkehrswende
„Es zeichnet sich ab, dass es ein ‚Wie davor‘ nicht geben wird. Die Frage ist vielmehr, wie die neue mobile Normalität aussehen wird. Im Ausnahmezustand erprobte Verhaltensweisen haben sich eingeprägt und beeinflussen neue Routinen“, fasst Prof. Barbara Lenz, Direktorin des DLR-Instituts für Verkehrsforschung, zusammen. Diese Veränderungen sind mit Chancen und Risiken für das Gelingen der Verkehrswende verbunden. „Die Menschen probieren umweltfreundliche Alternativen aus, nutzen zum Beispiel das Fahrrad. In einigen Städten sind sogenannte Popup-Radwege entstanden, die das unterstützen. Durch das Arbeiten im Homeoffice entfällt der Weg zur Arbeit.“ Gleichzeitig fände, so Lenz weiter, eine Rückbesinnung auf individuelle, weniger nachhaltige Verkehrsmittel statt: „Das eigene Auto geht als deutlicher Gewinner aus der Corona-Krise hervor, der öffentliche Verkehr als Verlierer. Auch nachhaltige Mobilitätskonzepte wie das Carsharing sind geschwächt. Der Weg zur Verkehrswende ist dadurch weiter geworden. Denn für ihren Erfolg ist ein starker öffentlicher Verkehr notwendig. Hierauf sollte in Zukunft ein deutliches Augenmerk liegen“.
Trotz Normalisierung: Befragte nehmen Mobilität als eingeschränkt wahr
Die Analyse von Mobilfunkdaten legt nahe, dass das Verkehrsaufkommen zum Zeitpunkt der zweiten Erhebung weitgehend das Niveau vor der Corona-Krise erreicht hat. Die individuelle Wahrnehmung der Befragten ist eine andere: 43 Prozent geben an, in den letzten sieben Tagen weniger oder sehr viel weniger unterwegs gewesen zu sein als sonst üblich. Rund die Hälfte sagt, dass sich ihr Wegeaufkommen normalisiert hat.
Die Verkehrsmittel sind unterschiedlich stark betroffen: Rund zwei Drittel geben an, genauso häufig mit Fahrrad, Auto oder zu Fuß unterwegs zu sein. Rund die Hälfte erklärt jedoch, seltener und zum überwiegenden Teil viel seltener die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Dies deckt sich mit den deutlich gesunkenen Fahrgastzahlen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr.
Weiterhin: Auto mit Wohlfühlfaktor, ÖPNV als Verlierer
In der ersten und zweiten Befragung verbinden die Teilnehmenden sehr unterschiedliche Gefühle mit den Verkehrsmitteln: Großes Unbehagen äußern sie gegenüber Bahn, Flugzeug, Carsharing und dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Besonders unwohl fühlen sich die Befragten im Flugzeug (31 Prozent), gefolgt von Bahn und ÖPNV (25 Prozent). Allerdings ist bei Personen, die häufig den ÖPNV nutzen, das Unbehagen besonders stark ausgeprägt. Frauen sind dabei kritischer als Männer. Besonders unwohl fühlen sich auch junge Menschen und Städter. „Das ist eine bedenkliche Entwicklung. Denn das sind genau die Gruppen, die im Alltag den öffentlichen Nahverkehr häufig nutzen. Der ÖPNV gehört damit zu den großen Verlierern der Krise“, bilanziert DLR-Forscherin Barbara Lenz.
Das Auto ist weiterhin mit einem deutlichen Wohlfühlfaktor verknüpft. Dieser ist im Sommer weniger stark ausgeprägt als im Frühling, aber nach wie vor deutlich vorhanden. 80 Prozent geben keine Veränderung an, 16 Prozent fühlen sich deutlich wohler. Im Lockdown hat rund ein Drittel der Personen aus Haushalten ohne Auto den eigenen PKW vermisst. Dieser Wert ist auf ein Fünftel zurückgegangen. Fast 60 Prozent der Nutzerinnen und Nutzern von öffentlichen Verkehrsmitteln geben an, dass ihnen das eigene Fahrzeug fehlt. Von den Befragten, die im Alltag Fahrrad fahren, sind es nur 13 Prozent. Die Absicht von Personen aus Haushalten ohne Auto, ein solches zu kaufen, bleibt bei sechs Prozent. Bei knapp drei Viertel davon steht die Kaufabsicht in Zusammenhang mit Corona.
Bedeutung des Online-Handels steigt weiter
Bei der zweiten Befragung im Juni und Juli gaben die teilnehmenden Personen an, ähnlich häufig Geschäfte für den täglichen Bedarf aufzusuchen wie vor der Corona-Zeit. Allerdings fühlen sich viele dabei nach wie vor unwohl. Zwei von drei stimmten der Aussage zu, dass ein Einkaufsbummel aktuell weniger Spaß mache. Das umfangreiche Ausweichen auf Online-Einkäufe hält an: 82 Prozent hatten in den vier Wochen vor der Umfrage online eingekauft, vor der Pandemie waren dies nur knapp die Hälfte. Vor allem jüngere Erwachsene bis 35 Jahre kaufen sehr häufig online ein, fast die Hälfte davon mindestens vier Mal im letzten Monat. Ein Drittel aller Teilnehmenden geht davon aus, dass sie auch in einem Jahr noch häufiger online shoppen werden.
Freizeit im Corona-Sommer
Im Vergleich zu den Sommermonaten des Vorjahres gaben die Befragten an, Freizeitaktivitäten deutlich seltener durchgeführt zu haben. Diese Zurückhaltung bezieht sich auf Großveranstaltungen, aber auch auf den Besuch von Restaurants, kulturellen Veranstaltungen sowie sportliche Aktivitäten. Hingegen wurden Freizeitinhalte, bei denen es unwahrscheinlich ist, auf viele Menschen zu treffen, ähnlich oft ausgeübt. Rund die Hälfte gab an, sich besonders bei Aktivitäten in geschlossenen Räumen unwohler oder deutlich unwohler zu fühlen als vorher.
Arbeitsmobilität: Trend zum Homeoffice setzt sich fort
Nach wie vor arbeiten viele der Befragten von zu Hause. Fast vierzig Prozent der Berufstätigen unter den Teilnehmenden an der Studie berichten, dass sie teilweise oder immer von zu Hause arbeiten. Sie handhaben dies allerdings flexibler als bei der ersten Studie im April. 75 Prozent der Befragten mit der Möglichkeit zu Homeoffice bewerten dies als positiv. Gegenüber dem Frühling ist diese Zahl um 15 Prozent gestiegen. Der Anteil der Personen, die sich vorstellen können, langfristig vermehrt von zu Hause zu arbeiten hat im Vergleich zum April zugenommen: von 59 Prozent auf 70 Prozent.
Erste Messergebnisse des europäischen Weltraumteleskops CHEOPS zeigen, dass der Riesenplanet WASP-189b in 326 Lichtjahren Entfernung so heiß glüht wie ein kleiner Stern und sich im schnellen Umlauf um sein Zentralgestirn auf einer ungewöhnlichen Bahn über dessen Pole bewegt. Mit 3200 Grad Celsius ist er einer der heißesten Körper der über 4000 bekannten Exoplaneten. Die im vergangenen Jahr gestartete Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA zeigt höchste Präzision in der Charakterisierung extrasolarer Planeten. An CHEOPS beteiligte Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben an den Auswertungen mitgewirkt, die nun im Journal Astronomy & Astrophysics veröffentlicht wurden.
„Der Planet WASP-189b ist seit 2018 bekannt. Wegen seiner ungewöhnlichen Umlaufbahn nah am Zentralstern haben wir ihn mit CHEOPS sehr früh unter die Lupe genommen“, erklärt Szilárd Csizmadia vom DLR-Institut für Planetenforschung. „Die genauen Messungen mit CHEOPS offenbaren jetzt seinen außergewöhnlichen Charakter: Es handelt sich um einen ultra-heißen Planeten, der fast den 1,6-fachen Durchmesser Jupiters aufweist und dessen Bahn um seinen Stern seltsam gekippt ist.“
Das Weltraumteleskop CHEOPS (CHaracterising ExOPlanet Satellite) wurde am 18. Dezember 2019 in eine sonnensynchrone Umlaufbahn in 700 Kilometer Höhe über der Erde platziert. Seitdem beobachtet CHEOPS Sterne in unserer kosmischen Nachbarschaft, von denen man weiß, dass sie von Planeten umkreist werden. Es ist sozusagen der berühmte ‚zweite Blick‘ auf diese Exoplaneten: Durch die ultrapräzise Messung kann CHEOPS diese Planeten charakterisieren – und damit unser Verständnis von der Entstehung und Entwicklung planetarer Systeme extrem erweitern.
Die Planeten-Okkultation verriet die hohe Temperatur
CHEOPS misst Transitsignale mit höchster Genauigkeit, also den winzigen Lichtabfall, wenn ein Planet auf seiner Umlaufbahn vor seinem Stern vorüberzieht und dessen Licht minimal abschwächt. So war es möglich, nicht nur ein primäres Transitereignis von WASP-189b zu vermessen, nämlich dann, wenn der Planet in der Sichtlinie zwischen Beobachter und Stern vorbeizieht. CHEOPS konnte auch das sehr viel kleinere sekundäre Signal vermessen, wenn der Planet für den Beobachter hinter dem Stern verschwindet. Aus diesen extrem präzisen Messungen einer solchen Okkultation kann man die Temperatur des Planeten ableiten. Dabei stellte sich heraus, dass WASP-189b etwa 3200 Grad Celsius heiß ist, so heiß wie kaum ein anderer Exoplanet. Bei solchen Temperaturen schmelzen alle Gesteine und Metalle gehen in die Gasphase über. Zum Vergleich: Die Sonne hat an ihrer Oberfläche eine Temperatur von fast 6.000 Grad Celsius, kleine M-Zwergsterne jedoch zum Teil deutlich weniger als 3.000 Grad Celsius.
WASP-189b befindet sich mit etwa 7,5 Millionen Kilometern 20 Mal näher an seinem Stern als die Erde, die die Sonne in rund 150 Millionen Kilometern umkreist. Für einen Umlauf benötigt er nur 2,7 Tage. Der Stern, um den er sich bewegt, ist größer und mehr als 2000 Grad heißer als die Sonne und scheint daher blau zu leuchten. „Es ist nur eine Handvoll Planeten um so heiße Sterne herum bekannt, und dieses System ist bei weitem das hellste“, sagt Monika Lendl von der Universität Genf, Schweiz, die Erstautorin der neuen Studie. „WASP-189b ist auch der hellste ‚heiße Jupiter‘, den wir beobachten können, wenn er vor oder hinter seinem Stern vorbeizieht, was das ganze System wirklich faszinierend macht.“
Schnelle Stern-Rotation führt zu Abflachung
Transitmessungen erlauben es, den Planetenradius und die Bahnparameter zu bestimmen und etwas über die Planetenform sowie die Sternenform herauszufinden. WASP-189b ist mit einem Äquatordurchmesser von etwa 220.000 Kilometern fast 1,6-mal größer als Jupiter – größer als bisher angenommen. Zudem hielt der der Stern eine Überraschung bereit. Er ist nämlich keine perfekte Kugel, sondern rotiert so schnell, dass er sich verformt und der Äquatorradius größer als der Polradius ist. Das führt dazu, dass der Stern am Äquator kühler und an den Polen heißer ist und diese daher heller erscheinen. Zu dieser ungewöhnlichen Asymmetrie kommt noch hinzu, dass die Umlaufbahn des Planeten nicht in der Äquatorebene des Sterns liegt, wie man es erwarten würde, wenn sich Stern und Planet aus einer gemeinsamen Gas- und Staubscheibe entwickeln, die ihre Drehrichtung an seine Planeten „vererbt“, wie es auch im Sonnensystem der Fall ist. Die Bahn von WASP-189b indes verläuft über die Pole des Sterns.
Eine derart geneigte Umlaufbahn führt zu der ungelösten Frage, wie sich ‚heiße Jupiter‘ bilden. Man vermutet, dass eine derart geneigte Umlaufbahn möglich ist, wenn der Planet sich weiter außen gebildet hat und dann nach innen gedrückt worden ist. Das könnte entweder passieren, wenn sich mehrere Planeten innerhalb eines Systems an einer Position drängeln oder wenn ein externer Einfluss – zum Beispiel ein anderer Stern – das System stört und den Gasriesen auf seinen Stern zu und auf sehr stark geneigte Bahnen drängt. Die starke Neigung des Planetenorbits deutet darauf hin, dass auch WASP-189b eine solche starke Wechselwirkung in der Vergangenheit erfahren hat.
CHEOPS verspricht große Fortschritte in der Exoplanetenforschung
Mit den hochpräzisen Beobachtungen und optischen Fähigkeiten von CHEOPS ließen sich dieungewöhnlichen Eigenschaften des Planetensystems WASP-189b herausfinden. CHEOPS öffnete sein ‚Auge‘ im Januar diesen Jahres und begann im April mit dem wissenschaftlichen Routinebetrieb. Prof. Heike Rauer, Direktorin des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berlin-Adlershof, ist begeistert: „Die Genauigkeit, die mit CHEOPS erreicht wird, ist phantastisch.“ Als CHEOPS-Projektwissenschaftlerin blickt sie für den weiteren Missionsverlauf optimistisch in die Zukunft: „Bereits die ersten Messungen zeigen, dass das Instrument besser funktioniert, als es spezifiziert ist. Es erlaubt uns, mehr über diese weit entfernten Planeten zu erfahren.“ Tausende von Exoplaneten, von denen die überwiegende Mehrheit keine Entsprechungen in unserem Sonnensystem hat, wurden im letzten Vierteljahrhundert entdeckt, und viele weitere werden mit den aktuellen und zukünftigen bodengestützten Vermessungen und Weltraummissionen, wie PLATO, noch gefunden werden.
In den nächsten Jahren wird CHEOPS hunderte von bereits bekannten Planeten verfolgen, die helle Sterne umkreisen, und dabei auf dem bestehenden Wissen aufbauen und es erweitern, so wie es hier für WASP-189b getan wurde. Die Mission ist die erste in einer Reihe von drei ESA-Wissenschaftsmissionen, die sich auf den Nachweis und die Charakterisierung von Exoplaneten konzentrieren: Doch auch CHEOPS hat ein bedeutendes Entdeckungspotenzial – von der Identifizierung von lohnenden Beobachtungsobjekten für künftige Missionen über die Erforschung exoplanetarer Atmosphären bis hin zur Suche nach weiteren Planeten in den bekannten Planetensystemen.
Flüge von Graz in die Wirtschafts- bzw. Automobilmetropolen Düsseldorf und Stuttgart sind für die steirische Wirtschaft von besonderer Wichtigkeit. Nach je einer wöchentlichen Verbindung im September kehren nun beide Destinationen wieder als regelmäßige Flugverbindungen zurück. Geflogen werden die beiden Strecken von Austrian Airlines mit einer Dash 8-400.
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl: „Die Freude ist groß, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen mit Unternehmen aus dem Automotive Bereich am Grazer Standort Früchte getragen haben und die in diesem Zusammenhang wichtigen Anbindungen an Stuttgart und Düsseldorf wieder gestärkt werden konnten. Das sichert in diesen herausfordernden Zeiten Arbeitsplätze in Graz und erhält unsere Wettbewerbsfähigkeit mit anderen konkurrierenden Regionen aufrecht.“
CEO DI Wolfgang Malik, Vorstandsvorsitzender der Holding Graz: „Ich freue mich über den weiteren, positiven Impuls für die heimische Wirtschaft und Industrie, den die Austrian Airlines mit der Wiederaufnahme der Flugverbindungen zwischen Graz und Düsseldorf bzw. Stuttgart ab Oktober setzt. Die vielen Industriebetriebe und Unternehmensgruppen in und rund um Graz haben uns dringend um Unterstützung ersucht, dass die Destinationen nach Stuttgart und Düsseldorf wieder aufgenommen werden. Gemeinsam mit der Flughafengeschäftsführung haben wir daher alle Anstrengungen unternommen, auch in den aktuell schwierigen Zeiten, vor allem für die Aviation, diese wichtigen Verbindungen wieder zu öffnen. Unser Flughafen war leider in ‚Parkposition‘. Nun gehen wir hoffentlich wieder in den Steigflug über – mit unseren Partnern aus Wirtschaft und Industrie für den Standort Graz.“
Der Flughafen Graz kehrt mit dem Erstflug am 22. Juni nach der Corona-bedingten Pause langsam, aber stetig wieder zu einer gewissen Normalität zurück. Düsseldorf und Stuttgart sind nun zwei weitere wichtige Meilensteine auf diesem Weg.
„Nach der Wiederherstellung der Anbindungen an die großen Umsteigeflughäfen Wien, Frankfurt und Amsterdam, hatten Düsseldorf und Stuttgart aufgrund ihrer Bedeutung für die steirische Wirtschaft und Industrie, einen besonders hohen Stellenwert für uns“, erklärt Mag. Gerhard Widmann, Geschäftsführer des Flughafen Graz. „Ich bin sehr glücklich, dass wir nach den sehr intensiven Gesprächen mit der AUA sogar gleichzeitig an beide Destinationen wieder angebunden werden!“
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