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Instrumentenlandesystem am Flughafen Genf wird nachts kalibriert

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Der Internationale Flughafen Genf (Aéroport international de Genève, AIG) darf im Jahr 2013 zwei Serien von Flügen zur Kalibrierung und Überprüfung der Radionavigationsanlagen des Instrumentenlandesystem (ILS) durchführen. Diese Flüge erfolgen ausserhalb der Betriebszeiten.

Gemäss internationalen Luftfahrtnormen müssen Navigationsanlagen auf Flughäfen regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit und Genauigkeit hin überprüft werden. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat ein entsprechendes Gesuch der Flughafenbetreiberin genehmigt. Die nächtlichen Kalibrierungsflüge sind für April und September 2013 vorgesehen. Dazu wird jeweils mit einem speziell ausgerüsteten Flugzeug eine Reihe von Anflügen durchgeführt. In der Schweiz ist die Flugsicherungsbehörde Skyguide für die Abwicklung solcher Kalibrierungsflüge zuständig.

Da Kalibrierungsflüge tagsüber den Flugbetrieb beeinträchtigen könnten, ersuchte die Flughafenbetreiberin das BAZL um eine Ausnahmebewilligung, um diese Flüge nachts nach Betriebsschluss durchführen zu können. Das BAZL bestätigte, dass Kalibrierungsflüge den Flugverkehr stören und den Flughafenbetrieb erschweren können, und hieß das Gesuch gut.

Der Flughafen kann nun für das Jahr 2013 zwei Serien von Kalibrierungsflügen ausserhalb der Betriebszeiten planen. Die erste Serie findet in den Nächten vom 22. auf den 23. und vom 23. auf den 24. April 2013 statt, die zweite in den Nächten vom 16. auf den 17. und vom 17. auf den 18. September 2013. Für den Fall, dass weitere Kalibrierungsflüge erforderlich werden oder die Witterungsbedingungen ungünstig sind, wurden vorsorglich auch die Nächte vom 24. auf den 25. und vom 25. auf den 26. April 2013 sowie vom 18. auf den 19. und vom 23. auf den 24. September 2013 reserviert.

airberlin beschließt Codesharing mit Air Seychelles

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft airberlin und Air Seychelles, die nationale Fluggesellschaft der Republik der Seychellen, haben heute eine Codeshare-Vereinbarung geschlossen, die Fluggästen beider Airlines eine nahtlose Verbindung zwischen Deutschland und den Seychellen ermöglicht.

Das Abkommen, das mit sofortiger Wirkung in Kraft tritt, sieht vor, dass airberlin ihren AB-Code zunächst auf vier wöchentliche Return-Verbindungen von Air Seychelles von Abu Dhabi auf die Hauptinsel der Seychellen Mahé legt. Die neuen Codeshare-Flüge ergänzen das bestehende Codeshare-Abkommen zwischen airberlin und Etihad Airways perfekt und geben Fluggästen von airberlin die Möglichkeit, täglich von Deutschland via Abu Dhabi auf die Seychellen zu fliegen.

Etihad Airways gemeinsamer Partner

Im Gegenzug bietet Air Seychelles vier wöchentliche Return-Verbindungen von airberlin zwischen Abu Dhabi und Berlin sowie Düsseldorf unter ihrem HM-Code an. Die neuen Verbindungen ergänzen das bereits bestehende Angebot der Fluggesellschaft von derzeit 26 wöchentlichen Codeshare-Verbindungen mit Etihad Airways nach Frankfurt, München und Düsseldorf.

airberlin und Air Seychelles gehören zur strategischen Allianz von Etihad Airways. Die in Abu Dhabi ansässige Fluggesellschaft hält 40 Prozent der Anteile an Air Seychelles und 29,21 Prozent der Anteile an Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft.

Ab 24. März 2013, mit dem Beginn des Sommerflugplans von Etihad Airways und Air Seychelles, erhöht sich die Anzahl der wöchentlichen Flüge zwischen Deutschland und den Seychellen dann auf 54 Flüge pro Woche.

Durch die neue Codeshare-Vereinbarung erhalten Reisende aus Europa direkten Zugang zu dem gemeinsamen Streckennetz von airberlin, Air Seychelles und Etihad Airways und damit zu insgesamt 38 Flügen pro Woche auf die Seychellen, die von den deutschen Drehkreuzen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München aus angeflogen werden.

Wolfgang Prock-Schauer, CEO von airberlin, sagte: "Der Codeshare mit Air Seychelles ist für airberlin in gleich mehrfacher Hinsicht bedeutend. Zum einen erhöhen wir durch die Verdopplung der Return-Verbindungen von Deutschland auf die Seychellen von bisher vier auf nun acht pro Woche die Attraktivität unseres Streckennetzes. Zum anderen zeigt das neue Abkommen abermals das große Potenzial der Partnerschaft mit Etihad Airways durch die gemeinsame Vermarktung des Streckennetzes und die gezielte Nutzung von Synergien in allen Bereichen."

Cramer Ball, CEO von Air Seychelles, sagte: "Im Jahr 2012 besuchten mehr als 28.000 deutsche Touristen die Seychellen. Das sind zwanzig Prozent mehr als im Vorjahr. Deutschland ist einer der am schnellsten wachsenden Zielmärkte der Seychellen. Daher sind die neuen Flugverbindungen für unseren Tourismus, dem bedeutendsten Wirtschaftszweig der Inselgruppe, so entscheidend."

Stärkere Zusammenarbeit und Erweiterung geplant

Zu den strukturellen Vorteilen äußerte sich Ball folgendermaßen: "Die Partnerschaft mit unserem Anteilseigner Etihad Airways, der 40 Prozent der Anteile an Air Seychelles hält, treibt das Unternehmenswachstum durch die Ausnutzung von Skaleneffekten und die Beziehungen zu anderen Fluggesellschaften voran. Gemeinsam mit Etihad Airways können wir Airline-Partner finden, die die Reichweite unserer Fluggesellschaft weltweit erweitern. airberlin ist hierfür ein hervorragendes Beispiel."

Abhängig von der Zustimmung der jeweiligen Behörden ist zudem geplant, dem gemeinsamen Netzwerk weitere Codeshare-Ziele hinzuzufügen und die Vielfliegerprogramme der Fluggesellschaften gegenseitig anzuerkennen.

Flugausfälle am Düsseldorfer Airport wegen Streiks

Auch am Düsseldorfer Airport ist heute wegen der Arbeitsniederlegung mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen. Die Gewerkschaft ver.di bestreikt die Sicherheitskontrollstellen von 04:00 bis 24:00 Uhr. Um 06:00 Uhr nimmt der Airport regulär seinen Flugbetrieb auf. Aktuell haben die Fluggesellschaften über den ganzen Tag 122 Abflüge und 61 Ankünfte annulliert.

Auf Grund des erneuten Streiks der Gewerkschaft ver.di im Bereich der Sicherheitskontrollstellen werden alle Passagiere, die heute einen Flug ab Düsseldorf geplant haben, gebeten, sich vor ihrer Anreise zum Airport unbedingt bei den Airlines und Reiseveranstaltern über ihren Flugstatus zu informieren.

Die Flughafen-Mitarbeiter haben sich gemeinsam mit den Airlines wieder bestmöglich auf den Streik vorbereitet. Dennoch müssen Passagiere mit langen Wartezeiten und Flugausfällen rechnen. Wartende Fluggäste werden am Airport regelmäßig über die aktuelle Sachlage informiert sowie mit Trinkwasser und Snacks versorgt.

Am Flughafen Düsseldorf waren für den heutigen Tag ursprünglich 550 Flugbewegungen geplant. Der Airport rechnete mit insgesamt 48.000 Passagieren, davon rund die Hälfte abfliegenden Fluggäste. Wie viele Flüge durchgeführt und wie viele abfliegende Passagiere in Folge des Warnstreiks abgefertigt werden können, ist derzeit noch nicht abzusehen.

Das Personal an den Passagierkontrollstellen, die so genannten Luftsicherheitsassistenten, sind Angestellte eines privaten Sicherheitsdienstleisters, die im Auftrag der Bundespolizei die Kontrollen der Flugpassagiere übernehmen.

Streik am Hamburg Airport: Streichung des Großteils der Flüge

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Die Gewerkschaft ver.di hat das Personal für die Passagier-Kontrolle erneut zum Streik aufgerufen. Deshalb wird es am Donnerstag, den 14.02.2013 von 03:45 Uhr bis voraussichtlich 23:00 Uhr zu deutlichen Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen kommen. Auch bevorzugte Sicherheitskontrollen (z. B. Fast Lane) sind mangels Kapazität nicht möglich.

Passagiere, die für heute, Donnerstag,14. Februar, einen Flug ab Hamburg Airport geplant haben, werden gebeten, sich vor der Anreise zum Flughafen bei ihrer Airline über den aktuellen Flugstatus zu informieren. Das gilt für Fragen zu Verspätungen, Umbuchungen etc. wofür die entsprechenden Fluggesellschaften Hotlines eingerichtet haben.

Hintergrund: Die Gewerkschaft ver.di hat das Personal für die Passagier-Kontrolle erneut zum Streik aufgerufen. Die Fluggesellschaften haben angekündigt, einen Großteil der für heute geplanten Flüge zu streichen. Es ist zu erwarten, dass es über den gesamten Tag zu deutlichen Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen kommt.

Derzeit sind 3 von 20 Kontrolllinien geöffnet. Bevorzugte Sicherheitskontrollen (z. B. Fast Lane) sind mangels Kapazität nicht möglich. Am heutigen Donnerstag, 14. Februar 2013 sind 179 Abflüge ab Hamburg Airport geplant. Etwa 17.200 abfliegende Passagiere sind von dem Streik betroffen.

Das Personal an den Passagierkontrollstellen am Hamburg Airport, die sogenannten Luftsicherheitsassistenten, sind Angestellte eines privaten Sicherheitsdienstleisters, die im Auftrag der Bundespolizei die Kontrolle der Flugpassagiere übernehmen.

Frankfurter Flughafen als Wirtschaftsfaktor und Job-Motor der Region

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Das Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Fraport AG, Michael Müller, wandte sich am Mittwoch gegen die Darstellung, es gebe kein Job-Wachstum am Flughafen. Das Gegenteil ist der Fall: Die Zahl der Jobs ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stetig angestiegen.

"Der Flughafen Frankfurt ist ein Wirtschaftsfaktor und Job-Motor erster Ordnung für die Region und darüber hinaus.", so Michael Müller. Mit mehr als 75.000 Beschäftigten ist der Flughafen unverändert die größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands. 1980 konnte man rund 32.000 Beschäftigte am Flughafen zählen, im Jahr 2000 waren es bereits 62.500 Arbeitsplätze und bis heute sind mehr als 10.000 weitere Jobs hinzu gekommen.

Luftverkehrs-Dienstleistungen "arbeitsintensiv"

„Das Job-Wachstum korreliert mit dem Verkehrswachstum, das zeigt die enorme Entwicklung der vergangen Jahre und wird auch zukünftig so sein“, stellte Müller klar. Luftverkehrs-Dienstleistungen seien arbeitsintensiv. Je mehr Menschen befördert und Güter transportiert würden, umso mehr Frauen und Männer seien am Flughafen, bei den Luftverkehrsgesellschaften und anderen auf den Luftverkehr bezogenen Betrieben nötig um diese Transportleistung zu ermöglichen. Dies gelte vor allem, weil das Rationalisierungspotenzial im Vergleich zur Industrie und sogar zu anderen Dienstleistungen gering sei.

"Auf der Basis der direkt am Flughafen Beschäftigten wurden die wissenschaftlichen Prognosen zur Arbeitsplatzentwicklung durch den Luftverkehr erstellt, die in den Genehmigungsverfahren zum Kapazitätsausbau vorgelegt werden mussten. Diese haben nach wie vor Bestand", erläuterte Müller weiter. Dabei werde davon ausgegangen, dass die Flughafen-Beschäftigten, weil sie Wohnungen mieteten, konsumierten, Bankkonten unterhielten etc., zur Schaffung weiterer Arbeitsplätze in der Region beitrügen.

Außerdem kauften die rund 500 am Flughafen tätigen Unternehmen bei Betrieben in der Region Waren und Dienstleistungen ein, was ebenfalls deren Beschäftigtenzahlen stütze oder verstärke. Und schließlich bewerte die Analyse der wirtschaftlichen Bedeutung des Luftverkehrs die sogenannten katalytischen Beschäftigungseffekte, worunter Arbeitsplätze in Unternehmen verstanden würden, deren wesentliches Kriterium für die Standortwahl die Nähe zum Flughafen darstelle, auch wenn sie nicht unmittelbar im Luftverkehr tätig seien. Die Deutschland- und Europa-Niederlassungen großer koreanischer Industriebetriebe in der Rhein-Main-Region seien dafür ein entsprechendes Beispiel.

Prognose: Nähe zum Flughafen wird immer wichtiger

"Mit dem weiter wachsenden Luftverkehr und nicht zuletzt mit der zunehmenden Bedeutung der internationalen Arbeitsteilung werden die Beschäftigtenzahlen am und um den Flughafen steigen", prognostizierte Müller. Es werde zunehmend von Vorteil, wenn nicht eine Notwendigkeit für Unternehmen sein, sich wegen des umfassenden Verkehrsangebots auf Straße, Schiene und vor allem in der Luft in Flughafennähe anzusiedeln, fasste Müller zusammen.

Wie sehr die Region vom Luftverkehr profitiere, lasse sich auf den ersten Blick an den Gewerbegebieten der umliegenden Gemeinden erkennen. Zusätzliche Flächen würden schnell vom Markt angenommen, überproportional von Unternehmen mit weiträumigem Mobilitätsbedarf. "Die Vermarktung der neuen Gewerbegebiete wie zum Beispiel ,Gateway Gardens‘ oder des Mönchhof-Geländes spricht eine deutliche Sprache", so der Fraport-Arbeitsdirektor.

Erneut Streikaufruf an den Flughäfen Düsseldorf und Hamburg

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Die Gewerkschaft ver.di hat für Donnerstag, den 14.02., erneut zum ganztägigen Streik des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Düsseldorf und Hamburg aufgerufen. Dies hat auch Auswirkungen auf den Flugverkehr an anderen Flughäfen.

So sind am Flughafen Stuttgart insgesamt für Donnerstag 18 Flugpaare geplant (12 von und nach Hamburg, 6 von und nach Düsseldorf). Inwieweit das Einfluss auf die Stuttgarter Flüge hat, kann noch nicht gesagt werdem. Flugreisende und Abholer werden gebeten, sich für Informationen direkt an ihre Fluggesellschaft zu wenden.

Investition in Tegel und Schönefeld bis zur BER-Eröffnung

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Die Flughafengesellschaft wird in den kommenden Monaten zehn bis 20 Millionen Euro in die Flughäfen Schönefeld und Tegel investieren. Das Gros der Investitionen fällt auf den besonders stark ausgelasteten Flughafen Tegel. Das hat der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH in seiner heutigen Sitzung einstimmig beschlossen.

"Angesichts der Verschiebung der BER-Eröffnung müssen wir etwas an den Flughäfen Schönefeld und Tegel tun. Vor allem in Tegel besteht Handlungsbedarf", sagte Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg und Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft nach der Aufsichtsratssitzung am Flughafen BER.

"Wir haben mit der heutigen Entscheidung den Weg frei gemacht, Schönefeld und Tegel fit für die Übergangszeit bis zur Eröffnung des neuen Flughafens BER zu machen." Weitere wichtige Themen in der Aufsichtsratssitzung waren neben der Ertüchtigung der bestehenden Flughäfen Personalfragen sowie die BER-Bestandsaufnahme.

Investitionen in Infrastruktur, Service und Personal

Platzeck sagte, die Flughafengesellschaft habe in den zurückliegenden Wochen den Handlungsbedarf auf den Airports Schönefeld und Tegel zusammengestellt und nun den Auftrag bekommen, für die Einzelmaßnahmen genaue Zeit- und Kostenpläne zu entwickeln.

Der Handlungsbedarf erstreckt sich dabei auf drei Bereiche:

  • Infrastruktur: Die Infrastruktur der bestehenden Flughäfen Schönefeld und Tegel ist in die Jahre gekommen. So stehen z. B. Investitionen in die Kälte- und Wärmeversorgung, die Gebäudeleittechnik, bei den Gepäckbändern und auf den Rollwegen an.
  • Service: Wichtigste Service-Maßnahmen sollen z. B. der Einbau weiterer Monitore zur Fluggastinformation, eine Grundreinigung des Flughafenterminals, die Sanierung bestehender und der Einbau weiterer sanitärer Anlagen werden.
  • Personal: Die Flughafengesellschaft wird in den nächsten Monaten ihr Personal in Tegel weiter verstärken, um etwa bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten schneller agieren zu können.

Die Arbeiten werden in den nächsten Wochen beginnen. Zudem prüft die Flughafengesellschaft, ob die Abfertigungsprozesse im Terminal C in Tegel auch durch bauliche Maßnahmen verbessert werden müssen.

Chefberater wird Bender, Aufsichtsrat ohne Troppmann

Zwei Personalien standen auf der Agenda der Aufsichtsratssitzung: Der frühere Fraport-Chef Wilhelm Bender wird Chefberater der Flughafengesellschaft. Mindestens zwei Tage pro Woche wird Bender ab sofort die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft unterstützen. Matthias Platzeck bedankte sich bei Günther Troppmann, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Kreditbank, der den Aufsichtsrat auf eigenen Wunsch verlässt.

Bestandsaufnahme am BER – Eröffnung steht noch offen

Unterdessen läuft auf der BER-Baustelle die Bestandsaufnahme. Flughafen-Technikchef Horst Amann sagte, es sei derzeit noch zu früh, einen neuen Eröffnungstermin zu benennen. Zentrales Problem sei weiterhin der Brandschutz, vor allem die noch nicht vollständig funktionierende Nachströmung von Frischluft im Brandfall.

"Unkritische Arbeiten in den Deckenhohlräumen und Restarbeiten an den Kabeltrassen finden zwar weiterhin statt. Aber Kern unserer Arbeit ist momentan die bauliche Bestandsaufnahme und der Abgleich mit der vorliegenden Planung. Dieser Arbeitsschritt wird noch einige Monate in Anspruch nehmen.", sagte Amann. Aber für einige Detailthemen beim Brandschutz seien Lösungen erarbeitet worden.

Die Flughafengesellschaft prüft laut Platzeck derzeit auch, ob die Startkapazität des BER noch vor der Inbetriebnahme erweitert und die Nordbahn saniert werden solle. Die Flughafengesellschaft hat hierzu eine neue Verkehrsprognose in Auftrag gegeben und prüft sämtliche genehmigungsrechtlichen, planerischen, technischen, finanziellen und betrieblichen Fragen rund um diese beiden Themen. Platzeck: "Die Flughafengesellschaft ist in beiden Fragen noch nicht zu einem abschließenden Urteil gekommen. Klar ist aber: Wir werden keine unnötigen Risiken im Hinblick auf die Eröffnung des BER eingehen."

Hamburg Aviation Conference zum Wandel im Luftverkehr

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„Neue Geschäftsmodelle braucht die etablierte Airline-Welt“, ist sich Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung des Hamburg Airport, sicher. Derzeit sehen die aktuellen Prognosen von Verbänden wie der IATA (Internationale Flug-Transport-Vereinigung) oder ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) insbesondere für den europäischen Luftverkehr stagnierende Fluggastzahlen voraus. Diesem aktuellen Thema hat sich die Hamburg Aviation Conference angenommen.

Die Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft gehen vom 14. bis 15. Februar auf der internationalen Tagung der Frage nach, inwieweit die Luftfahrtindustrie an ihre Grenzen stößt und wie sie mit Störfaktoren umgeht. Der offizielle Titel der Konferenz, die im Hotel Sofitel Alter Wall in Hamburg stattfindet, lautet: "Aviation industry at its limits? How to cope with disruptive elements".

Aufstieg von Low-Cost-Airlines

Viele Traditionsairlines, darunter Lufthansa und Air France, suchen bereits nach neuen Möglichkeiten, wirtschaftlich zu arbeiten und starten mit Low-Cost-Töchtern auf dem Kurz- und Mittelstreckenmarkt.

Eine umfangreiche Einschätzung der Lage wird der ehemalige Air-Canada-Chef Montie Brewer auf der Hamburg Aviation Conference geben. Heute ist er u.A. im Board of Directors der Fluggesellschaft Aer Lingus tätig. Außerdem ist er Mitglied im Konferenzbeirat der Luftfahrttagung. Die aktuelle Situation des Marktes schätzt er folgendermaßen ein: "Der Aufstieg der Low-Cost-Airlines hat enormen Druck auf traditionelle Fluggesellschaften ausgeübt, sich entweder anzupassen oder unterzugehen."

Große Bedeutung für die künftige Entwicklung der Fluggesellschaften misst er der Kundenkommunikation über Smartphones bei. „Wenn eine Airline nicht über Wege verfügt, ihre Online-Beziehung zum Kunden auch über mobile Geräte zu pflegen, dann wird sie mit größter Wahrscheinlichkeit diese Kunden nicht halten können“, sagt der Airline-Experte.

Flughafenchef Michael Eggenschwiler ergänzt diesen Gedanken: "Um Erfolg zu haben, müssen die Fluggesellschaften den Blickwinkel ihrer Kunden kennen und einnehmen. Das wird für bislang stark angebotsorientiert agierende Airlines sicher nicht einfach." Drei wichtige Prinzipien hätten die Passagiere heute verinnerlicht: Sie wüssten, dass Fliegen günstiger geworden ist. Sie erwarteten mehr Service fürs Geld und sie hätten Auswahl, verfügten also über die Einkaufsmacht. Markenstärke ist daher für die Fluggesellschaften zum Schlüsselmoment geworden, denn sie bewirkt Markentreue beim Passagier.

Druck der Passagiere auf Unternehmen

Soziale Netzwerke versetzen Fluggäste in eine Machtposition gegenüber Unternehmen. Denn durch das mobile Internet können Kunden Serviceleistungen heute sofort bewerten, sowohl positiv als auch negativ. "Kunden fordern Transparenz. Sie dulden heutzutage keine negativen Überraschungen, sondern bestrafen sie sofort mit ihrer sozialen Macht im Internet", erläutert Ursula Silling, Unternehmensberaterin in der Luftfahrtindustrie und außerdem Mitglied des Beirats der Hamburg Aviation Conference.

Der kritische Kunde erwartet von Fluggesellschaften die angebotene Leistung ohne versteckte negative Überraschungen zu erhalten sowie einen individualisierten Service. Dazu gehören der automatisierte Check-in und Informationen zum aktuellen Flugstatus in Echtzeit ebenso wie die Möglichkeit, das Menü im Flugzeug oder den (Duty-Free-) Einkauf vorzubestellen.

Veränderung, die der industriellen Revolution gleich kommt

Fluggesellschaften müssen, um künftig weiter erfolgreich zu sein, innovativer werden und ihren Kunden einen speziell auf die individuellen Wünsche und Ansprüche personalisierten Service anbieten. "E-Commerce und M-Commerce, also der Vertrieb über Internet und mobile Geräte, verändern die Merkmale der Angebote, aber vor allem auch die der Nachfrage und die Erwartungen der Konsumenten." Weiter bewertet die international tätige Branchenexpertin Ursula Silling den Einfluss moderner Kommunikationstechnologien auf Luftverkehrsunternehmen folgendermaßen: "Wir erleben derzeit eine Entwicklung, die der Industriellen Revolution gleichkommt".

Michael Eggenschwiler ist davon überzeugt, dass die neu entstehenden Geschäftsmodelle der Fluggesellschaften jeweils auf einer einzigen Säule aufbauen werden. So würden beispielsweise Emirates ein Langstrecken-Carrier mit einer Drehscheibe in Dubai, British Airways der Spezialist für weltweiten Flugverkehr von und nach London-Heathrow oder Condor der Spezialist für europäische und in Übersee liegende Sonnenziele sein.

Bedeutung von und für Flughäfen

Flughäfen nehmen eine zentrale Rolle bei der Betreuung der Passagiere ein. "Der Fluggast ist heute unser gemeinsamer Kunde. Er wird, in einem konstanten Fluss, innerhalb der Flughafen-Familie weitergereicht, um die einzeln gebuchten Elemente als zusammengefügte Kette seiner Reise zu erleben", sagt Michael Eggenschwiler. "Wir Flughäfen wirken dabei als Integrator und Moderator; können uns in die Prozesskette einbringen und damit den verschiedenen Bedürfnissen aller Beteiligten Rechnung tragen." An Bedeutung würden außerdem Airline-Allianzen gewinnen.

Auf die häufig sehr unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer einzelnen Mitglieder müssten die Flughäfen künftig flexibel reagieren. "Der Flughafen wird auch in Zukunft eine Plattform sein, auf der sich Fluggesellschaften im Wettbewerb positionieren und damit voneinander abheben können: Ein Flughafen macht die Angebotsvielfalt am Boden möglich und wirtschaftlich erfolgreich", meint der Airport-Chef.

Mit Hilfe von Luftfahrtexperten und branchenfremden Vordenkern analysieren die Teilnehmer der Hamburg Aviation Conference weitere Trends der Luftfahrtindustrie. Als Redner auf der Tagung werden dieses Jahr u.A. erwartet: Thomas Haagensen, Deutschlandchef bei easyJet, Dr. Mairead Brady, Dozentin an der School of Business, Trinity College Dublin, und Jonathan Norris, Executive Director bei Ink, einem der größten Verlage für Bordmagazine.

Ort der Veranstaltung und Sprachen

Für die Hamburg Aviation Conference zeichnet sich Hamburg Airport verantwortlich. Vom 14. bis 15. Februar findet die Konferenz im Hotel Sofitel Alter Wall in Hamburg statt. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch, Simultanübersetzung ist vorhanden.

Lufthansa und FC Bayern München verlängern Partnerschaft

Den Vertrag über die Verlängerung des Engagements der "Airline des Sports" unterschrieben in München Carsten Spohr, Mitglied des Vorstands und Dr. Reinhold Huber, Senior Vice President Produkt & Marketing, der Deutschen Lufthansa AG sowie Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender und Andreas Jung, Stellvertretender Vorstand der FC Bayern München AG.

Bis 2018 setzen Lufthansa und der FC Bayern München ihre bereits seit neun Jahren bestehende Partnerschaft fort. Als "Official Carrier" und "Platin Partner" fliegt Lufthansa in den kommenden Jahren die Mannschaft per Sonderflug zu vielen Begegnungen der Bundesliga, im DFB-Pokal und zu internationalen Spielen wie zum Beispiel für die Uefa Champions League.

Im Gegenzug gewährt der Verein Marketingleistungen wie Bandenwerbung bei Heimspielen, Banner Vereinsseite oder gemeinsame Aktionen mit Topspielern und dem Vorstand des FC Bayern München.

Flughafen Düsseldorf erreicht nächste ACA-Stufe zum Klimaschutz

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Nachdem NRWs größter Airport im Dezember 2011 für sein ökologisches Engagement zur Reduzierung der CO2-Emissionen aus dem Flughafenbetrieb mit der ersten Stufe des renommierten Gütesiegels "Airport-Carbon-Accreditation" (ACA) offiziell zertifiziert werden konnte, wurde ihm nun das zweite Level (Reduction) von insgesamt vier Stufen des Klimaschutzprogramms attestiert.

Umwelt- und Klimaschutz ist ein kontinuierlicher Prozess. Er erfordert große Beharrlichkeit und die Bereitschaft, sich aktiv neuen Herausforderungen zu stellen. Auch am Düsseldorfer Flughafen spielt das Thema eine zentrale Rolle und wird konsequent weiterverfolgt. "Wir freuen uns über diese Auszeichnung. Das ökologische Gütesiegel ist dem Flughafen Düsseldorf und seinen Tochterunternehmen ein Ansporn, weiterhin die Einwirkungen des Flughafenbetriebs auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten", betont Christoph Blume, Sprecher der Flughafengeschäftsführung. "Klimaschutz ist eine gemeinsame Verantwortung unserer Zeit. Wir werden diesen Weg daher als Konzern konsequent weiterverfolgen."

Konkretes Reduktionsziel gesteckt

Zur Erreichung der zweiten Stufe wurde am Flughafen ein konkretes Reduktionsziel festgelegt. Demnach soll der CO2-Ausstoß des Flughafens bis 2020 pro Verkehrseinheit um zehn Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus wurde ein sogenanntes CO2-Senior Board gebildet, das für sämtliche Fragen rund um das Thema "Klimaschutz" verantwortlich ist. Zur weiteren Einsparung der CO2-Emissionen werden derzeit unter anderem ein zweites Blockheizkraftwerk (BHKW) sowie eine Absorptionskälteanlage am Airport gebaut. Sämtliche CO2-Emissionen werden kontinuierlich nachgehalten, neue Investitionen noch stärker im Hinblick auf ihre Umwelt-Verträglichkeit geprüft und die gesamte Belegschaft für den Umweltschutz zum Beispiel mit regelmäßigen Energiespartipps sensibilisiert.

Zusätzlich wurden Mitarbeiter zu CO2-Scouts geschult, die Kleinverbraucher ermitteln und dabei Einsparpotenziale erfassen und umsetzen. Die vom Flughafen Düsseldorf direkt beeinflussbaren Emissionen liegen jährlich bei etwa 60.000 Tonnen. Um zukünftige Einsparungen transparent und nachvollziehbar zu machen, hat der Flughafen als ersten Schritt ein CO2-Inventar ("Footprint") erstellt, das Ende 2011 mit dem Level 1 zertifiziert wurde. Nun folgte in Ergänzung zur fortlaufenden Erfassung der Emissionen ein konkretes CO2-Reduktionsziel.

Flughafen-spezifisches Erfassungssystem

Bis 2020 soll der CO2-Ausstoß von 2,94 kg pro Verkehrseinheit auf 2,65 kg gesenkt werden. Diese Werte und die hierzu erforderlichen Abläufe, Verfahren und Ermittlungsmethoden wurden von einem unabhängigen und von der Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft anerkanntem Umweltgutachter der Müller-BBM GmbH verifiziert und validiert.

"Airport-Carbon-Accreditation" ist ein speziell für Flughäfen entwickeltes System zur Erfassung von Treibhausgasemissionen der Airports mit einer unabhängigen Überprüfung der errechneten CO2-Fußabdrücke sowie zur Festlegung von Reduktionszielen. Das regelmäßige Zertifizierungs-Programm genießt weltweit hohe Anerkennung. Es erfordert laufendes ökologisches Engagement und kontinuierliche Verbesserungen.

Ryanair startet früher von Cochstedt nach Mallorca

Der Start des Sommerflugplans 2013 auf dem Airport Magdeburg/ Cochstedt international findet eine Woche eher statt, somit können Reisende aus Mitteldeutschland nun schon zu Ostern mit Ryanair nach Palma de Mallorca reisen.

„Die irische Low-Coast-Airline fliegt bereits ab Dienstag, 26.03.2013, zweimal wöchentlich vom Flughafen Magdeburg/Cochstedt nach Palma de Mallorca (PMI)“, erklärt Uwe Hädicke, Geschäftsführer des Airports: „Die Urlaubsflieger nach Palma de Mallorca starten jeweils Dienstag und Samstag zu der balearischen Insel. Ab dem 03.04.2013 geht es dann zusätzlich jeweils Mittwoch und Samstag mit Ryanair nach Girona/Barcelona (GRO).“

Abflug- und Landezeiten

Palma de Mallorca (PMI) Girona/Barcelona (GRO)
Cochstedt – Palma de Mallorca (02h30) Cochstedt – Girona (Barcelona) (02h10)
FR6887 Dienstag 13:45-16:15 Uhr FR2976 Mittwoch 19:20-21:30 Uhr
FR6887 Samstag 21:25-23:55 Uhr FR2976 Samstag 14:45-16:55 Uhr
Palma de Mallorca – Cochstedt (02h40) Girona (Barcelona) – Cochstedt (02h20)
FR6886 Dienstag 10:40-13:20 Uhr FR2975 Mittwoch 16:35-18:55 Uhr
FR6886 Samstag 18:20-21:00 Uhr FR2975 Samstag 12:00-14:20 Uhr

Hinweis! Die Flugzeiten für die erste Woche von und nach Palma unterscheiden sich von den regulären Zeiten:

Cochstedt – Palma de Mallorca (02h30) Palma de Mallorca – Cochstedt (02h40)
26.03. FR 6887 12:45-15:15 Uhr 26.03. FR 6886 09:40-12:20 Uhr
30.03. FR 6887 20:25-22:55 Uhr 30.03. FR 6886 17:20-20:00 Uhr

 

Airport Zürich mit leichtem Rückgang im Januar 2013

Die Anzahl der Flugbewegungen am Flughafen Zürich lag im Januar 2013 mit 20.922 Bewegungen 3,1 Prozent unter Vorjahr. Die durchschnittliche Anzahl Passagiere pro Fluglag mit 95 Fluggästen 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau von 93 Fluggästen. Der durchschnittliche Sitzladefaktor (SLF) steht im Januar bei 67.1 Prozent und somit 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat.

Im Januar 2013 haben 1.703.400 Passagiere den Flughafen Zürich benutzt. Dies entspricht einem Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Anzahl Lokalpassagiere, das sind Passagiere, deren Ausgang- oder Endpunkt ihrer Reise Zürich ist, sank im Januar 2013 um 1,2 Prozent auf 1.068.162.

Im gleichen Zeitraum nahm die Anzahl Umsteigepassagiere im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,8 Prozent auf 627.734 zu, was einem Transferanteil von 37,0 Prozent entspricht (plus 0,5 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr). Im Januar 2013 wurden 31.195 Tonnen Fracht am Flughafen Zürich abgewickelt. Dies entspricht einem Plus von 1,3% gegenüber Januar 2012.

Serien-Eurofighter: Erstflug vor zehn Jahren

Vor zehn Jahren, am 13. Februar 2003, ist im militärischen Luftfahrtzentrum von Cassidian in Manching der weltweit erste Eurofighter aus der Serienproduktion zu seinem Erstflug gestartet. Die Maschine mit der Bezeichung GT001 (GT-German Trainer) wurde wenige Tage später an die Technische Schule 1 der Luftwaffe in Kaufbeuren überführt, wo sie seitdem zur Schulung des Bodenpersonals genutzt wird.

Der ehemalige Cassidian Testpilot Heinz Spoelgen und sein Berufskollege Oberstleutnant Robert Hierl von der in Manching ansässigen Wehrtechnischen Dienststelle 61 der Bundeswehr bezeichneten den Flug damals als einen Höhepunkt ihrer Flieger-Karriere.

„Nach reichlich Erfahrung in der Erprobung von Eurofighter-Prototypen und den mit Testinstrumentierung ausgestatteten Serienflugzeugen war es für uns eine große Herausforderung, nun die erste Maschine in die Hand zu bekommen, die für die Luftwaffe bestimmt ist“, betonte Spoelgen. „Der 41-minütige Flug in der zweisitzigen Maschine erfüllte unsere Erwartungen vollständig und verlief ohne jede Komplikation“, ergänzte Oberstleutnant Hierl.

Der erste britische und italienische Serien-Eurofighter bei BAE Systems in Warton und Alenia Aermacchi in Turin starteten einen Tag später, am 14. Februar 2003, zu ihren Erstflügen. Die spanische ST001 folgte am 17. Februar bei Cassidian in Getafe.

Lufthansa will mehr Papier sparen

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Ressourceneffizienz wird bei der Lufthansa Group groß geschrieben – sowohl in der Luft als auch am Boden. Beispiel Papiernutzung: Zahlreiche Prozesse erfolgen bereits papierlos – von elektronischen Bordkarten bis hin zum „papierlosen Cockpit“. Dort, wo Papier noch genutzt wird, soll die Recyclingpapierquote kontinuierlich weiter erhöht werden.

Die Recyclingpapierquote bei Druck und Kopierpapieren liegt in Deutschland aktuell bei 78 Prozent. Als Gründungsmitglied der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) nimmt die Lufthansa Group auch an der aktuellen Ressourcenschutz-Kampagne "CEOs pro Recyclingpapier" teil.

Gedruckt wird stets auf Recyclingpapier mit dem Prädikat Blauer Engel. Das spart jährlich 91 Tonnen CO2 und mehr als 16 Millionen Liter Wasser. Auch für das Lufthansa Bordmagazin sowie den Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht kommt Recyclingpapier zum Einsatz.

Winterwetter verstärkt Rückgang bei Fraports Passagieren

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Im Januar 2013 haben knapp 3,9 Millionen Passagiere den Frankfurter Flughafen genutzt, der Wert liegt um 4,9 Prozent unter den Fluggastzahlen des Vorjahresmonats. Dieser Rückgang war in erster Linie durch die Angebotsreduzierungen, die viele Fluggesellschaften im Winterflugplan vorgenommen haben, bedingt.

Darüber hinaus wirkten sich extreme Witterungsbedingungen – vor allem starker Eisregen zur Monatsmitte – auf das Fluggastaufkommen aus. Ohne die Witterungseinflüsse wäre das Monatsergebnis um gut zwei Prozentpunkte besser ausgefallen. Leicht positiv entwickelt hat sich dagegen das Cargo-Aufkommen: Es lag im Berichtsmonat bei rund 150.000 Tonnen und hat im Vergleich zum Januar des Vorjahres mit einem Plus von 1,3 Prozent abgeschlossen. Die Zahl der Flugbewegungen ging um 6,8 Prozent auf rund 35.100 zurück.

Insgesamt zählten die Flughäfen mit Fraport-Mehrheitsbeteiligung im vergangenen Januar rund 5,7 Millionen Fluggäste (minus 1,5 Prozent). Anhaltend positiv entwickelt sich der Flughafen Lima (Peru), der fast 1,2 Millionen Passagiere abgefertigt hat. Gut eine halbe Million Fluggäste verzeichnete der Flughafen im türkischen Antalya, während es an den Flughäfen Varna und Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste insgesamt rund 28.500 waren.

Aegean Airlines fliegt ab Mai von Hannover nach Thessaloniki

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Aegean Airlines, die größte Fluggesellschaft Griechenlands und Mitglied der Star Alliance, baut zum Sommer das Flugangebot zwischen Deutschland und Griechenland weiter aus. Ab dem 27. Mai 2013 fliegt die Airline einmal pro Woche am Montag nonstop von Hannover in die nordgriechische Metropole Thessaloniki.

Der Abflug in Hannover ist um 17:00 Uhr mit Ankunft in Griechenland um 20:40 Uhr. Richtung Hannover geht es jeweils um 14:30 Uhr, die Landung in der niedersächsischen Hauptstadt erfolgt um 16:15 Uhr. Die Flüge sind in den Reservierungssystemen bereits geladen und können ab sofort gebucht werden.

Fracht am Leipzig/Halle Airport wächst mit Rekord-Umschlag

Das Frachtaufkommen am Leipzig/Halle Airport weist auch zu Beginn des Jahres 2013 zweistellige Zuwachsraten auf und liegt damit deutlich über dem deutschlandweiten Trend. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Umschlag im Januar um 14,5 Prozent auf rund 71.677 Tonnen.

Im vergangenen Jahr erzielte der Leipzig/Halle Airport zum achten Mal in Folge einen Rekordwert beim Frachtumschlag. Im Gesamtjahr 2012 wurden 863.665 Tonnen umgeschlagen, was im Vergleich zu 2011 einer Zuwachsrate von 13,6 Prozent entspricht. Der Leipzig/Halle Airport baut damit seine Position als zweitgrößtes Frachtdrehkreuz Deutschlands weiter aus und festigt zugleich seine Stellung als einer der bedeutendsten Luftfrachtumschlagplätze in Europa.

Die Flughafen Leipzig/Halle GmbH ist ein Tochterunternehmen der Mitteldeutschen Airport Holding. 2012 wurden mehr als 2,28 Millionen Fluggäste und 863.665 Tonnen Luftfracht registriert. Leipzig/Halle Airport ist damit der zweitgrößte Frachtflughafen in Deutschland.

„Das anhaltende Wachstum zeigt auf, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern nachhaltig von den sehr guten Rahmenbedingungen, die Leipzig/Halle bietet, profitieren. Ein gutes Omen für das noch junge Jahr 2013!“, so Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Airport Holding.

24/7 für Frachtflüge am internationlen Verkehrsdrehkreuz

Der Leipzig/Halle Airport verfügt über eine 24-Stunden-Betriebs-erlaubnis für Frachtflüge und eine direkte Anbindung an das transeuropäische Autobahn- und Schienennetz. Das Start- und Landebahnsystem umfasst zwei parallele Runways mit einer Länge von je 3.600 Metern, die auch unter Cat III b-Bedingungen unabhängig voneinander genutzt werden können. Seit 2008 dient der Standort DHL als europäisches Drehkreuz. Aktuell werden im Frachtverkehr vom Leipzig/Halle Airport aus rund 60 Ziele in mehr als 30 Ländern auf vier Kontinenten angeflogen.

Seit 2012 besteht eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Mitteldeutschen Airport Holding – für den Leipzig/Halle Airport und der Shanghai Airport Authority – für den Shanghai Pudong International Airport. Das Abkommen beinhaltet die Entwicklung neuer und den Ausbau bestehender Luftfrachtverbindungen, eine gemeinsame Marktbearbeitung und Kundenakquise sowie einen Informations- und Personalaustausch.

Bereits seit Oktober 2010 unterhält die Mitteldeutsche Airport Holding eine Kooperation mit der Shenzhen Airport Group. Die Vereinbarung umfasst ebenfalls eine gezielte Zusammenarbeit auf den Gebieten der Marktbearbeitung und Kundenakquise sowie einen regelmäßigen Informations- und Personalaustausch.

bmi regional: Verbindung Hamburg – Bristol aufgenommen

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Hamburg Airport kann eine neue Airline begrüßen: Seit heute fliegt bmi regional fünf Mal die Woche von Hamburg nach Bristol. Von Montag bis Freitag starten die Maschinen vom Typ Embraer 135 um 10:05 Uhr in Richtung Süd-England. Ab dem 08. April werden die Kapazitäten auf 11 wöchentliche Flüge erweitert.

Großbritannien gehört für Hamburg Airport zu den stärksten internationalen Märkten. Bereits im vergangenen Jahr gab es zwischen der Hansestadt und den britischen Destinationen knapp 900.000 Passagiere. Mit einem Anteil von 40 Prozent nutzt vor allem ein großer Teil an Geschäftsreisenden diese Flugangebote.

Die erste Maschine aus Bristol landete heute um 09:35 Uhr in Hamburg. Mit an Board: Ian Woodley, Chairman von bmi regional. Hamburg Airport bereitete der Maschine und der Besatzung einen gebührenden Empfang.

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport:„Die neue Verbindung zwischen Hamburg und Bristol ist eine hervorragende Ergänzung unseres bestehenden Streckennetzes nach Großbritannien.“ Für Hamburg Airport ist Bristol neben Edinburgh, London, Manchester und Birmingham bereits das fünfte Ziel in das Vereinigte Königreich. „Unsere Fluggäste haben jetzt eine direkte Verbindung in die für Geschäftsreisende und Touristen beliebte Stadt. Wir sind sicher, dass die Verbindung gut angenommen wird“, so Eggenschwiler.

„Die Entscheidung über neue Destinationen machen wir von der Nachfrage unserer Kunden abhängig. Hamburg ist ein wichtiger Standort für große Unternehmen wie Airbus oder Imperial Tobacco und eine der wohlhabendsten Städte in ganz Europa. Darüber hinaus ist die Stadt ein wichtiges touristisches Ziel für inländische und ausländische Besucher“, begründet Woodley die Entscheidung für Hamburg.

Fraport erreicht neue Stufe bei CO2-Einsparung

Erfolg für die Klimaschutzaktivitäten der Fraport AG. Bei der so genannten Airport Carbon Accreditation – dem vom Dachverband der europäischen Verkehrsflughäfen ACI Europe initiierten Prüf- und Zertifizierungsstandard für das Management von Treibhausgasemissionen an Flughäfen – hat die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens erneut die dritte von vier Zertifizierungsstufen erreicht.

Damit findet die von Fraport seit mehreren Jahren systematisch betriebene Bilanzierung der CO2-Emissionen des Flughafens sowie die Ermittlung und Realisierung von Einsparpotenzialen offizielle Anerkennung.

Die Klimaschutzaktivitäten des Unternehmens konzentrieren sich in Frankfurt dabei auf drei Felder: Energieeinsparungen beim Altbestand von Gebäuden, eine effiziente Energienutzung bei Neubauten sowie die Reduktion des Energieverbrauchs beim unternehmenseigenen Fuhrpark. Allein der Flugsteig A-Plus, die im Oktober 2012 eröffnete Westerweiterung des Terminals 1, ermöglicht im Vergleich mit konventionellen Gebäuden eine Einsparung von 10.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Das Zertifizierungsprogramm wurde von ACI Europe 2009 eingeführt und kennt vier aufeinander aufbauende Stufen der Akkreditierung: „Mapping“, „Reduction“, „Optimization“ und „Neutrality“. Erforderlich für das von Fraport jetzt erreichte „Optimization“-Level ist neben der Erfassung des eigenen CO2-Ausstoßes und dessen Reduktion zusätzlich die Berücksichtigung von Emissionen, die zwar am Flughafen entstehen, auf die der Betreiber allerdings – etwa im Falle des Flugbetriebs – keinen direkten Einfluss besitzt.

Der Flughafen Frankfurt war 2009 der erste, der im Zuge des Programms zertifiziert worden war. Inzwischen hat ACI Europe 68 weitere europäische Standorte akkreditiert, darunter auch Antalya als Tochterflughafen der Fraport AG.

ver.di: Neue Streiks an Flughäfen NRWs und Hamburgs

In den Entgelt-Tarifverhandlungen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für die Sicherheitswirtschaft und die Beschäftigten der privaten Sicherheitsdienstleister an deutschen Flughäfen habend die Kofliktparteien keine Einigung erzielt. Laut der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben die Arbeitgeber in dieser Woche die Chance verstreichen lassen, mit neuen Lohn-Angeboten einer Lösung am Verhandlungstisch näher zu kommen.

„Es ist für ver.di völlig inakzeptabel, dass die Arbeitgeber die Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit dauerhaft mit Niedriglöhnen abspeisen wollen. Deshalb sind weitere Streiks, auch an den Flughäfen, ab Mitte kommender Woche nicht mehr ausgeschlossen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn am Freitag in Berlin.

Während es bei den Verhandlungen über einen Bundes-Manteltarifvertrag für die Luftsicherheitskräfte deutliche Fortschritte und wichtige Annäherungen in zentralen Punkten gegeben habe, hätten die Arbeitgeber bei den Entgelt-Tarifverhandlungen in Nordrhein-Westfalen und Hamburg neue Lohnangebote explizit verweigert. „Wir erwarten, dass die Arbeitgeber die von ver.di skizzierten Kompromisslinien wie bei den Manteltarifverhandlungen aufgreifen und mit abschlussorientierten Lohn-Angeboten den Weg zu einer Lösung am Verhandlungstisch beschreiten“, betonte Gerstenkorn.

ver.di sei entschlossen, mit weiteren flexiblen und koordinierten Streiks auch an den Flughäfen in NRW und Hamburg diesen „Lernprozess der Arbeitgeber“ zu beschleunigen. Mit Rücksicht auf die Fluggäste würden die anstehenden Streiks jeweils am Vortag von der örtlichen Streikleitung angekündigt.

Eine Schlichtung, wie sie von den Arbeitgebern in NRW bereits nach der zweiten Verhandlungsrunde am 18. Dezember 2012 gefordert worden war, kommt für ver.di derzeit nicht in Frage. „Die Arbeitgeber sind als Tarifvertragspartei selbst verantwortlich für gute Arbeits- und Entlohnungsbedingungen ihrer Beschäftigten. Vor dieser Verantwortung können sich die Arbeitgeber nicht drücken“, unterstrich Gerstenkorn. „Es muss unser gemeinsames Ziel sein, die Arbeitsplätze in der Sicherheitswirtschaft aus dem Niedriglohnbereich herauszuholen.“

Absturz einer Liberty XL-2 nach Durchstartmanöver

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Das Flugzeug startete am 11. Februar 2012 um 15:45 Uhr mit zwei Personen an Bord auf dem Flugplatz Marburg-Schönstadt zu einem erweiterten Platzflug. Nach einer Flugzeit von ca. einer Stunde befand sich das Luftfahrzeug im Anflug auf die Piste 22. Der Luftfahrzeugführer meldete nach Angaben des Flugleiters, dass die tief stehende Sonne ihn blende und er deshalb durchstarten werde, um auf der Piste 04 in Gegenrichtung zu landen.

Nach Angaben von mehreren Zeugen überflog das Luftfahrzeug anschließend die Piste 22 mit erhöhter Geschwindigkeit in niedriger Höhe. Im weiteren Verlauf sei es dann auf eine Höhe von rund 70 Meter gestiegen, abgekippt und auf den Boden geprallt. Bei dem Aufprall wurden beide Insassen tödlich verletzt. Das Luftfahrzeug wurde zerstört und geriet in Brand. Der Unfall ereignete sich gegen 16:45 Uhr.

Angaben zu Personen

Der auf dem linken Sitz befindliche Luftfahrzeugführer war 59 Jahre alt und im Besitz eines Luftfahrerscheins für Privatpiloten PPL (A). In die bis zum 26.05.2013 gültige JAR-FCL-Lizenz waren die Berechtigungen als verantwortlicher Pilot (PIC) für einmotorige Flugzeuge mit Kolbentriebwerk (SEP land) und Reisemotorsegler (TMG) eingetragen. Die beiden Klassenberechtigungen waren bis zum 14.05.2012 gültig.

Ferner verfügte er seit dem 01.05.2003 über eine Berechtigung als Lehrer für Klassenberechtigungen (CRI) für SEP und TMG mit Gültigkeit bis zum 14.05.2012. Das flugmedizinische Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war bis zum 14.05.2012 datiert, verbunden mit der Auflage eine Brille zu tragen und eine Ersatzbrille mit sich zu führen.

Das persönliche Flugbuch stand zur Ermittlung der Flugerfahrung nicht zur Verfügung. Nach Auskunft der zuständigen Luftfahrtbehörde betrug die Gesamtflugerfahrung zum Zeitpunkt der letzten Verlängerung des Luftfahrerscheins am 11.05.2009 ca. 898 Stunden auf Flugzeugen und Motorseglern. Durch Auswertung des vereinsinternen EDV-gestützten Abrechnungsprogramms konnten die Flugzeiten auf den Luftfahrzeugen des Clubs für die Jahre 2009 bis 2011 – ca. 400 Flugstunden auf Motorflugzeugen und Motorseglern – errechnet werden. Unterlagen oder Informationen zur Flugaktivität in 2012 standen nicht zur Verfügung.

In den letzten 90 Tagen hatte er mindestens sechs Landungen absolviert. Auf der Liberty XL-2 hatte er 2011 eine Flugerfahrung von 31 Stunden mit 73 Landungen.

Der auf dem rechten Sitz befindliche 63-jährige Fluggast verfügte über einen Luftfahrerschein für Privatpiloten PPL (A). In die bis zum 26.09.2013 gültige JAR-FCL-Lizenz war die Berechtigung als verantwortlicher Pilot (PIC) für einmotorige Flugzeuge mit Kolbentriebwerk (SEP land) einschließlich einer Nachtflugqualifikation eingetragen. Die Klassenberechtigung war bis zum 16.09.2013 gültig. Ferner verfügte er über eine Lizenz für Luftsportgeräteführer zum Führen von aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen. Die Lizenz wurde am 17.10.2001 ausgestellt und war bis zum 16.09.2015 gültig. Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war bis zum 16.09.2012 gültig. Es beinhaltete die Auflage zum Tragen einer Brille und zum Mitführen einer Ersatzbrille.

Angaben zur Gesamtflugerfahrung lagen nicht vor. In den Jahren 2008 bis 2011 hatte er nach den Unterlagen des Vereins rund 70 Stunden auf den Luftfahrzeugen des Clubs, überwiegend Cessna 172, absolviert. Nach Auskunft der örtlichen Luftfahrtbehörde betrug die Gesamtflugerfahrung am 10.09.2001 ca. 250 Flugstunden.

Angaben zum Luftfahrzeug

Das zweisitzige Flugzeug Liberty XL-2 ist eine Weiterentwicklung des Bausatz-Flugzeuges Europa und wurde 2008 mit der Werknummer 0088 des Herstellers Liberty Aerospace in den USA hergestellt.

Das Luftfahrzeug war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und befand sich in Halterschaft eines Luftsportvereins. Die letzte Prüfung der Lufttüchtigkeit wurde am 12.10.2011 durchgeführt. Der letzte Eintrag ins Bordbuch erfolgte am 15.10.2011 mit 192 Landungen und einer Flugzeit von 180 Stunden.

Meteorologische Informationen

Am 11.02.2012 befand sich nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Mitte Deutschlands an der Südflanke einer Hochdruckzone, die sich von den Britischen Inseln bis ins Baltikum erstreckte. Mit einer nordöstlichen Strömung wurde trockene Kaltluft in den Vorhersagebereich geführt.

Die Windstärke wurde im Bergland ganztägig mit 15-20 Knoten, in Böen 25-35 Knoten aus Richtung 040 Grad vorhergesagt. Nach Zeugenaussagen soll der Wind zum Unfallzeitpunkt 6 bis 8 Knoten stark gewesen sein. Die Windrichtung wurde mit 090 bis 130 Grad angegeben. Das GAFOR-Gebiet 43 (Nordhessisches Bergland mit Vogelsberg) hat eine Bezugshöhe von 2.000 Fuß AMSL und wurde in der GAFOR-Vorhersage von 12:00 Uhr UTC mit „Oscar“ eingestuft.

Nach den Satellitenbildern lag eine geringe Bewölkung im Raum Marburg vor. Die Sonne befand sich in einer Position von ca. 240 Grad und einem Winkel von etwa 4 Grad über dem Horizont.

Funkverkehr

Es bestand Funkverbindung mit der Flugleitung von Marburg-Schönstadt. Der Funkverkehr wurde nicht aufgezeichnet.

Angaben zum Flugplatz

Der Flugplatz Marburg-Schönstadt (EDFN) liegt ca. 10 km nordöstlich der Stadt Marburg. Er befindet sich in einer Höhenlage von 833 ft AMSL und verfügt über eine 750 m lange und 30 m breite Grasbahn mit der Ausrichtung 040/220 Grad.

Flugdatenaufzeichnung

Der BFU stand ein GPS-Gerät zum Auslesen der Flugdaten zur Verfügung. Es konnte kein Flugweg rekonstruiert werden. Mit Hilfe der Radaraufzeichnung des Flugsicherungsunternehmens ließ sich der Flugweg der Liberty XL-2 teilweise nachvollziehen.

Medizinische und pathologische Angaben

Die beiden Insassen der Liberty XL-2 wurden obduziert. Hierbei wurde festgestellt, dass sich beide Personen beim Aufprall tödliche Verletzungen zugezogen hatten.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die ca. elf Meter lange und sechs Meter breite Unfallstelle befand sich ca. 700 m südwestlich der Flugplatzgrenze von Marburg-Schönstadt auf einer Ackerfläche. Das Flugzeug war zerstört und zeigte mit seiner Längsachse nach Südosten (ca. 160°). Die rechte und linke Tragfläche waren im Verbund vorhanden und bis zum Holm gestaucht.

Der Rumpf mit Cockpit und Motorbereich war bis auf das Leitwerk ausgebrannt. Die Funktion der Steuerorgane sowie die Stellungen von Schaltern und Bedienhebeln konnten aufgrund des hohen, brandbedingten Zerstörungsgrades nicht geprüft bzw. nachvollzogen werden.

Nordwestlich des ausgebrannten Wracks wurden Splitter des Holzpropellers gefunden. Am südwestlichen Rand der Unfallstelle lagen weitere Holzsplitter des Propellers sowie Teile des Haubenrahmens und der Triebwerksverkleidung.

Brand

Das Luftfahrzeug fing nach dem Aufprall Feuer und brannte aus.

Zusätzliche Informationen

Art des Ereignisses: Unfall

Datum: 11. Februar 2012

Ort: Marburg

Luftfahrzeug: Flugzeug

Hersteller / Muster: Liberty Aerospace Incorporated/ Liberty XL-2

Personenschaden: Zwei Personen tödlich verletzt

Sachschaden: Luftfahrzeug zerstört

Drittschaden: Geringer Flurschaden

Informationsquelle: Untersuchung durch Beauftragte der BFU

Aktenzeichen: BFU 3X003-12

Der Halter hatte das Luftfahrzeug im letzten Quartal 2011 zusammen mit einer weiteren Liberty XL-2 erworben. Nach Angaben des für Deutschland zuständigen Vertriebspartners, der amerikanischen Herstellerfirma der Liberty XL-2, waren insgesamt zwei Exemplare dieses Musters in Deutschland zugelassen.

Der verantwortliche Luftfahrzeugführer war vom Halter mit der Einweisung der Piloten des Vereins auf die Liberty XL-2 betraut worden. Er hatte selbst keine praktische Einweisung durch den vormaligen Halter des Luftfahrzeuges in Anspruch genommen sondern sich selbst mit dem Luftfahrzeug vertraut gemacht. Im Gegensatz zu Europa wird das Muster Liberty XL-2 im außereuropäischen Ausland in größeren Stückzahlen geflogen. Es kommt dort vorwiegend in Flugschulen zum Einsatz.

Mit Ausnahme eines tödlichen Unfalls in Australien mit einem Flugschüler, der sich auf einem Soloüberlandflug befand, waren keine größeren Unfälle mit dem Muster bekannt geworden. Aufgrund des Pendelhöhenruders und des vergleichsweise kurzen Rumpfes erfordert die Steuerung um die Querachse nach Aussagen von Piloten, die das Muster geflogen haben, eine „gewisse Feinfühligkeit“, da das Flugzeug bereits auf geringe Steuerausschläge reagiert.

In den USA haben sich in der Vergangenheit mit der Liberty in der Ausbildung eine Reihe von Landeunfällen beim Abfangen ereignet. Die Sicherheitsmindesthöhe ist in Deutschland in § 6 der Luftverkehrsordnung (Luft-VO) geregelt:

(1) Die Sicherheitsmindesthöhe darf nur unterschritten werden, soweit es bei Start und Landung notwendig ist. Sicherheitsmindesthöhe ist die Höhe, bei der weder eine unnötige Lärmbelästigung im Sinne des § 1 Abs. 2 noch im Falle einer Notlandung eine unnötige Gefährdung von Personen und Sachen zu befürchten ist. Über Städten, anderen dicht besiedelten Gebieten, Industrieanlagen, Menschenansammlungen, Unglücksorten sowie Katastrophengebieten beträgt die Sicherheitsmindesthöhe mindestens 300 Meter (1.000 Fuß) über dem höchsten Hindernis in einem Umkreis von 600 Metern, in allen übrigen Fällen 150 Meter (500 Fuß) über Grund oder Wasser. (…)“

Beurteilung

Der verantwortliche Luftfahrzeugführer hatte alle vorgeschriebenen Erlaubnisse und Berechtigungen, um den Flug durchzuführen. Mit mindestens 1.300 Flugstunden auf Flugzeugen und Motorseglern galt er als erfahrener Pilot. Eine ausreichende Flugerfahrung auf der Liberty XL-2 war mit über 30 Stunden Flugzeit bzw. mit mehr als 70 Landungen ebenfalls gegeben. Das Luftfahrzeug war ordnungsgemäß zum Verkehr zugelassen und nachgeprüft.

Die vorliegenden Fakten sprechen für folgenden Ablauf des Unfallgeschehens: Nachdem das Luftfahrzeug nach einem ca. einstündigen Überlandflug sich im Endanflug auf die Piste 22 befand, entschied sich der Luftfahrzeugführer aufgrund der Blendung durch die tief stehende Sonne durchzustarten, um anschließend in Gegenrichtung zu landen.

Anstatt den Anflug frühzeitig abzubrechen und zeitgleich durchzustarten, um den weiteren Flugverlauf in geeigneter Weise fortzusetzen, wurde ein tiefer Überflug mit erhöhter Geschwindigkeit über die Piste 22 durchgeführt. Beim anschließenden Hochziehen des Luftfahrzeuges am Ende des Flugplatzes geriet die Liberty XL-2 in eine unkontrollierte Fluglage, kippte ab und prallte auf den Boden.

Folgende Faktoren haben mit zu der unkontrollierten Fluglage beigetragen:

  • Die eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit und Einschätzung der Fluglage des Piloten, infolge der Blendung durch die tief stehende Sonne beim Überflug.
  • Die Empfindlichkeit des Pendelhöhenruders der Liberty XL-2.
  • Der rasche Geschwindigkeitsabbau nach dem Hochziehen, evtl. begünstigt durch leichtes Schieben in Verbindung mit dem vergleichsweise voluminösen Rumpf des Luftfahrzeuges.

Schlussfolgerungen

Der Unfall ist darauf zurückzuführen, dass der Flugzeugführer nach Unterbrechung des Landeanfluges den Flug in ungeeigneter Weise fortsetzte, in einen überzogenen Flugzustand geriet und abkippte. Ein erfolgreiches Ausleiten war infolge der geringen Flughöhe nicht möglich.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit

Quelle: BFU

Lufthansa-Urlaubsangebote nun ab Paderborn-Lippstadt

Reisende können jetzt ab Paderborn-Lippstadt nicht nur Flüge, sondern über die Lufthansa einen ganzen Urlaub buchen, denn die Fluglinie erweitert die Auswahl ihrer Reiseziele am Paderborner Flughafen. Damit können nicht nur einfache Flüge, sondern auch individuelle Reisen vom Kurztrip bis Fernreisen zu Pauschalpreisen gebucht werden.

Lufthansa bietet Urlaubern an, Flug und Hotel gemeinsam als günstiges Komplettpaket individuell zu buchen. Bei der Zusammenstellung der Pakete werden jeweils die günstigsten verfügbaren Tarife für Flug und Hotel und etwaige andere anfallende Zusatzleistungen zu einem Komplettpreis zusammengerechnet. Zusätzliche Gebühren fallen für den Urlauber nicht mehr an, so dass ein fertiges Reiseveranstalter-Paket entsteht. Mit dem Vielfliegerprogramm Miles & More können Fluggäste zudem Meilen für den Flug und Mietwagenanmietung sammeln.

Hiervon profitieren jetzt auch Fluggäste am Paderborn-Lippstadt Airport: Lufthansa schaltet ihr touristisches Flugprogramm für die kommende Sommersaison 2013 ab sofort frei. Neben den europäischen und interkontinentalen Urlaubsmetropolen sind dann auch erstmalig bisher schwer erreichbare Sonnenziele erreichbar:

Italien: Bari (Apulien), Neapel, Venedig, Triest, Cagliari und Olbia (Sardinien), Catania und Palermo (Sizilien).

Frankreich: Montpellier, Marseille, Nizza, Bastia (Korsika) und in

Kroatien: Dubrovnik, Pula (Istrien), Split (Dalmatien) oder Zadar (Dalmatinische Inseln).

Diese Ziele sind via München ab Paderborn-Lippstadt erreichbar. Für die „Rundum-Sorglos-Pakete“, die komplett durchtarifiert sind, ist auch ein Preisvergleich möglich. Mit täglich vier Zubringerflügen sind Reisende damit in das weltweite Streckennetz der Lufthansa eingebunden.

Udo Mager neuer Geschäftsführer am Dortmund Airport

In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am Freitag wurde Udo Mager zum neuen Geschäftsführer des Dortmund Airport gewählt. Der bisherige Geschäftsführer, Markus Bunk, kündigte dem Aufsichtsrat bereits im Dezember 2012 an, das Angebot einer Vertragsverlängerung nicht anzunehmen. Er müsse sich aus persönlichen Gründen vom Dortmunder Flughafen und einem großartigen Job verabschieden, erklärte der 46-jährige Bunk in der Sitzung am Freitag.

Bunk und Mager werden ab 01. Juli die Geschäfte des Flughafens Dortmund zunächst gemeinsam führen um eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten. Markus Bunk war seit 2008 Geschäftsführer des Dortmund Airport. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur und MBA führte den Flughafen in diesen fünf Jahren durch die Wirtschaftskrise. Die Passagierzahlen stiegen in dieser Zeit kontinuierlich von 1,7 Millionen auf 1,9 Millionen Passagiere pro Jahr an.

Udo Mager ist seit 2005 Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund. Der 56-jährige Diplom-Verwaltungswirt war während seiner über 30-jährigen Berufslaufbahn in verschiedenen leitenden Funktionen mit wirtschafts- und technologiebezogenen Aufgaben für die Stadt Dortmund und ihre Beteiligungsunternehmen tätig. Mager gehört seit 7 Jahren dem Aufsichtsrat des Flughafens Dortmund an.

AERO 2013: Mehr als 600 Aussteller aus der Allgemeinen Luftfahrt

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Mit einem vielseitigen Programm, mehr Ausstellern und zahlreichen Sonderveranstaltungen startet die AERO wieder vom 24. bis 27. April 2013 in Friedrichshafen. Präsentiert wird die ganze Palette modernster Segel-, Ultraleicht- und Motorflugzeuge sowie Helikopter und Businessjets der Allgemeinen Luftfahrt, dazu die entsprechende Maintenance.

Hinzu kommen umfassende Sonderausstellungen wie die Engine Area und die in diesem Jahr als Premiere stattfindende Avionics Avenue. Ein umfangreiches Konferenzprogramm sowie die erstmals veranstaltete AEROCareer als Jobbörse für Luftfahrtberufe machen die internationale Luftfahrtmesse am Bodensee noch attraktiver. Mit mehr als 600 Ausstellern aus 30 Ländern wird die AERO laut Messechef Klaus Wellmann und Projektleiter Roland Bosch wieder auf sehr hohem Niveau stattfinden.

Vom Segelflugzeug bis zum Business-Jet alles vertreten

"Die AERO ist die führende Messe für die Allgemeine Luftfahrt in Europa", betont Roland Bosch angesichts der großen Zahl an Aussteller-Anmeldungen. Nach eher durchwachsenen Jahren spüren die Hersteller der Allgemeinen Luftfahrt – also die gesamte zivile Luftfahrt mit Ausnahme von Linien- und Charterverkehr – wieder Wind unter den Flügeln. So stieg in Deutschland im Jahr 2012 die Zahl der zugelassenen einmotorigen Flugzeuge in der Echo-Klasse bis zwei Tonnen leicht an. Auch die Nachfrage größerer Unternehmen nach Business-Flugzeugen – entweder als Turboprop oder Jet – erholt sich nach einer Durststrecke in jüngster Zeit.

Spritsparende Ultraleichtflugzeuge und Light Sport Aircraft sind seit Jahren gefragt, ebenso wie die boomenden Gyrocopter. Im Rahmen der fünften "e-flight-expo" werden unter dem Motto "electrical, ecological, evolutionary" wieder innovative Luftfahrzeuge mit alternativen Antrieben vorgestellt.

Die AERO hat sich weit über europäische Grenzen hinweg einen Namen gemacht. Ein Zeichen dafür ist die Vielzahl nordamerikanischer Flugzeug-, Triebwerks- oder Avionikhersteller, die am Bodensee ausstellen. US-Firmen sind 2013 wiederum mit der größten Zahl unter den internationalen AERO-Teilnehmern vertreten, darunter Branchenprimus Cessna mit mehreren Flugzeugen oder Avionik-Hersteller Garmin. Luftfahrt-Unternehmen aus Australien, Brasilien, Russland und China sind auf der AERO 2013 ebenfalls präsent.

Die AERO 2013 beginnt am Mittwoch, 24. April und dauert bis Samstag, 27. April 2013. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr und am Samstag von 09:00 bis 17:00 Uhr.

21. AERO: Mehr als 600 Aussteller aus 30 Nationen – Überblick

Ausstellungsangebot:

  • Halle A1 Segelflugzeuge, Modellflug
  • Halle A3 Allgemeine Luftfahrt, Geschäftsreiseluftfahrt
  • Halle A4 Allgemeine Luftfahrt, Geschäftsreiseluftfahrt
  • Halle A5 Allgemeine Luftfahrt, Geschäftsreiseluftfahrt, Engine Area, Maintenance
  • Halle A6 Avionics Avenue, Helikopter
  • Halle A7 Allgemeine Luftfahrt, Geschäftsreiseluftfahrt
  • Halle B1 Ultraleichtflugzeuge, VLA, LSA
  • Halle B2 Ultraleichtflugzeuge, VLA, LSA
  • Halle B3 Ultraleichtflugzeuge, VLA, LSA, e-flight expo, EAA
  • Halle B4 Tragschrauber, Ultraleichtflugzeuge
  • Static Display Allgemeine Luftfahrt, Geschäftsreiseluftfahrt

Rahmenprogramm:

  • Kundenflüge: Flughafen Friedrichshafen, Mi – Sa
  • AERO Conferences: Konferenzzentrum Ost + Vortragsforum im Foyer Ost, Mittwoch bis Samstag.
  • Modellflug-Show: Indoor-Flugbereich in Rothaushalle A1
  • Sonderschauen: Engine Area powered by fliegermagazin (Mittwoch bis Samstag) in Halle A5
  • AEROCareer (Mittwoch bis Samstag) in Foyer West
  • Avionics Test Area (Mittwoch bis Samstag) in Halle A6
  • Observe by Air (Mittwoch bis Samstag) in Halle A7
  • Events: AIRstudent, veranstaltet vom Cluster bodenseeAIRea, Mo – Mi
  • Segelflugzeuganhänger- Parcours: Freigelände West, Mittwoch bis Samstag
  • AERO Tent City: Halle A2, Mittwoch bis Samstag, Reservierung erforderlich! Ab Mitte Februar 2013)

Engine Area zeigt Sparsame Antriebe

In der zum zweiten Mal stattfindenden Engine Area dreht sich alles um moderne und sparsame Antriebe in der Luftfahrt: Spriteffiziente Kolbentriebwerke als Diesel oder Benziner, Elektromotoren und Turbinen sind hier ebenso zu finden wie Hybridantriebe und Motoren klassischer Flugzeuge.

Avionics Avenue mit Trends und neuen Funkgeräten

Eine Premiere feiert die Avionics Avenue: In Halle A6 zeigen führende Avionikhersteller ihre Neuheiten in den Bereichen Glascockpit, Kollisionswarner, Wetterradar, Navigations- und Funkgeräte. Gerade die Hersteller von Funkgeräten werden durch den europaweiten Zwang zur Einführung neuer Funkgeräte im 8,33 kHz-Raster für Neuflugzeuge ab Ende 2013 sowie für alle bestehenden Ultraleicht-, Segel- und Motorflugzeuge bis 2018 besonders dicht umlagert sein.

Motorflug – Nagelneue Viersitzer

Mit dem höchsten Anteil sowohl an Ausstellungsfläche als auch an präsentierten Maschinen auf der AERO warten die ein- und zweimotorigen Flugzeuge mit Kolbenmotor auf. Diese seit Jahrzehnten bewährten Flugzeuge erfordern zum Fliegen eine Privat- oder Berufspilotenlizenz, sie bilden den Großteil der Flotte der Allgemeinen Luftfahrt. Mit Spannung erwartet werden die neuen viersitzigen Einmotorigen von Pipistrel oder Flight Design, die womöglich bis zur AERO ihren Erstflug absolviert haben.

Die größte Anzahl ausgestellter Exponate in Friedrichshafen nehmen wieder die Ultraleichtflugzeuge ein. Diese Maschinen sind ein- oder zweisitzig und maximal 472 Kilogramm schwer. Die Ultraleichtfliegerei erlebt seit Jahren einen Boom, weil die dafür notwendige Pilotenlizenz einfach zu erwerben ist und die Maschinen ebenso leise wie sparsam im Unterhalt sind.

Mit dazu beigetragen haben auch ultraleichte Gyrokopter, die in den letzten Jahren viele Anhänger gefunden haben und durch eine Erhöhung ihres erlaubten Abfluggewichts seit Jahresbeginn von 450 auf 560 Kilogramm weiter auf großes Interesse stoßen. Am Bodensee werden Ultraleichte aber auch in Form von Segelflugzeugen oder Motorseglern gezeigt. Dazu sind innovative Leichtflugzeuge mit Elektroantrieb zu sehen.

Neue Fluglizenz LSA: Maximal 600 kg und maximal 120 Knoten

Nachdem in den USA eine schnell und unkompliziert zu erwerbende neue Fluglizenz für einmotorige Leichtflugzeuge eingeführt wurde, bei der auch die Gesundheitsanforderungen an den Piloten weniger streng sind, finden diese sogenannten Light-Sport-Aircraft-Maschinen (LSA) rasanten Zulauf. Sie haben zwei Sitze, sind bis maximal 600 Kilo schwer und dürfen nicht schneller als 120 Knoten, also rund 220 Stundenkilometer, fliegen. Zahlreiche Hersteller aus den USA und Europa zeigen ihre jüngsten LSA auf der AERO.

ELA-Modelle ohne Tempolimit

Etwas Vergleichbares wie die Light Sport Aircraft in den USA gibt es auch in Europa: Die European Light Aircraft (ELA). Anders als bei ihren US-Pendants gibt es in Europa aber keine konstruktiv festgelegte Höchstgeschwindigkeit für die ELA-Maschinen, auch Einziehfahrwerke oder Verstellpropeller sind deshalb möglich. Mit bis zu 600 Kilogramm Abfluggewicht liegen die ELA-1-Flugzeuge gewichtsmäßig zwischen den Ultraleichten (bis 472 kg) und Very Light Aircraft (VLA)-Maschinen bis 750 Kilogramm. Mehrere Unternehmen präsentieren auf der AERO neue ELA-Modelle.

Business Aviation mit Flugzeugen und Helikoptern

Business-Flugzeuge stehen ebenfalls im Focus der Luftfahrtbranche: Deren Palette reicht vom ein- und zweimotorigen Flugzeug mit Kolbenmotor etwa von Diamond Aircraft, Cirrus Aircraft, Piper oder Tecnam über ein- oder mehrmotorige Flugzeuge mit Propellerturbine bis zur Königsklasse, den mehrstrahligen Jets. So werden neben Turboprops von Pilatus und Beechcraft auch mehrere Jets zu sehen sein, wie die Citation-Modelle von Cessna oder Businessjets des brasilianischen Herstellers Embraer. Neben Flugzeugen gehören auch Helikopter in den Bereich der Business Aviation, vor allem Hubschrauber mit Turbinenantrieb.

Alle namhaften Segelflugzeug-Hersteller vertreten

Die AERO ist seit ihren Anfängen Heimat der Anhänger des lautlosen Fliegens. Alle namhaften Hersteller, darunter die Weltmarktführer aus Deutschland, werden ihre Ein- oder Zweisitzer vom Anfängersegler bis hin zum hochwertigen Wettbewerbsflugzeug, den sogenannten Superorchideen, auf der AERO präsentieren. Nach wie vor beliebt sind auch Motorsegler, um unabhängig von Schleppflugzeugen oder Seilwinden starten zu können. Diese Maschinen mit Klapptriebwerken, Faltpropellern oder in klassischer Bauweise und mit Verbrennungs- oder Elektromotorantrieb finden immer mehr Verbreitung.

Neues aus der Welt der Hubschrauber

Die AERO setzt 2013 erneut Akzente im Hubschrauberbereich. Sichtbares Zeichen dafür ist, dass mehrere aktuelle Hubschraubermuster, Neuentwicklungen und die Produkte der Zubehörindustrie präsentiert werden. Aber auch exotische Volocopter mit mehreren Rotoren sind ausgestellt. Zu sehen sind Klein- oder Schulhubschrauber mit Kolbenmotor ebenso wie turbinenangetriebene Großhelikopter.

Drohnen und unbemannte Flugtechnik

Einen eigenen Bereich werden auf der AERO in diesem Jahr erstmals Forschungs- sowie unbemannte Flugzeuge erhalten. In Halle A7 werden unbemannte Flugzeuge wie etwa eine mit Sensor- und Messtechnik ausgerüstete DA-42 von Diamond Airborne Sensing zu sehen sein. Zudem werden zivile Anwendungsbereiche von Drohnen sowie Projekte des bemannten und unbemannten Forschungsfluges – etwa des Zeppelin-Luftmessungsprojekts – vorgestellt.

Jobbörse AEROCareer

Diese Jobbörse auf der AERO informiert Schüler, Studenten und Berufstätige über Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen in der Luftfahrt. Arbeitgeber und Hochschulen stellen sich und ihre Berufs- oder Ausbildungsmöglichkeiten in Workshops, persönlichen Gesprächen sowie im Rahmen einer Stellenbörse vor. Ebenso gibt es für Studenten von luftfahrtaffinen Studiengängen die Möglichkeit, mit Hilfe des von der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis sowie zahlreichen Unternehmen unterstützten Programms "AIRstudent" die AERO zu besuchen und Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen.

AERO Conferences

Mehr als 100 Referate und Diskussionsveranstaltungen zu aktuellen Themen der Luftfahrt 2013 finden unter dem Dach der Aero Conferences statt. Zudem werden deutsche und internationale Piloten- und Luftfahrtverbände zahlreiche Vorträge und Workshops anbieten.

Übernachten auf der AERO

Nach dem Erfolg der letztjährigen Premiere mit der Übernachtungsmöglichkeit in Zelten direkt auf der AERO wird diese Aktion 2013 fortgesetzt: Auch in diesem Jahr können Besucher kurzfristig zu günstigen Konditionen in Halle A2 in der AERO Tent City übernachten. Die Zelte werden von der Messe gestellt, lediglich ein Schlafsack muss mitgebracht werden. Die Zelte und Liegematten in Ein- oder Zweierbelegung müssen zuvor gebucht werden.

Slotregelung für Piloten

Die Messe Friedrichshafen und der Flughafen Friedrichshafen setzen auch 2013 auf die in den vergangenen Jahren bewährte Slot-Regelung für den Anflug zur AERO. Slot-Anfragen sind ab Anfang April möglich.

Für Ultraleichtflugzeuge und Motorsegler ist auch das zehn Kilometer westlich vom Flughafen gelegene Segelfluggelände in Markdorf von Donnerstag bis Samstag anfliegbar. Von dort gibt es eine Shuttleverbindung zur AERO.

Der Zugang für Piloten und Passagiere der in Friedrichshafen landenden Besucherflugzeuge ist erneut über das Zeppelin-Abflugterminal (Restaurant Zeppelin Hangar) direkt an der Messe. Dies ermöglicht einen wesentlich einfacheren und zeitsparenden Zugang zur AERO.

Schwerwiegender Zwischenfall: Pilot schläft im Cockpit ein

Wie jetzt bekannt wurde, hat sich am 20. September 2012 in der Nähe von Kreta (Griechenland) ein schwerwiegender Zwischenfall ereignet: Nach zweieinhalb Stunden Flugzeit verließ der Kapitän einer in den Niederlanden registrierten Boeing 737-800 das Cockpit, um die Toilette aufzusuchen. Als er kurze Zeit später ins Cockpit zurückkehren wollte, reagierte der Copilot nicht auf seine Anrufe über das Bordtelefon, um ihn wieder ins Cockpit zu lassen.

Der Kapitän informierte daraufhin die Kabinenbesatzung. Als es ihm schließlich gelang, die Kabinentür zu öffnen, fand er den Copiloten schlafend im Cockpit vor. Das Flugzeug war in der Zwischenzeit minutenlang führerlos. Der Vorfall wird durch die niederländische Behörde für Flugunfalluntersuchung als schwere Störung eingestuft und untersucht.

"Eingeschlafene Piloten bedeuten eine Gefährdung für die Flugsicherheit. Die aktuellen Flugdienstregelungen, auf denen auch der neue Regelungsvorschlag der EASA basiert, schützen nicht ausreichend vor gefährlicher Übermüdung.", so Jörg Handwerg, Pressesprecher der Vereinigung Cockpit. "Nicht auszudenken was passiert, wenn in dieser Zeit eine Fehlfunktion des Autopiloten oder der automatischen Schubregelung auftritt. Wie schnell man in einen Zustand gelangen kann aus dem es keine Rettung mehr gibt, hat der Unfall der Air France im Südatlantik 2009 auf dramatische Weise gezeigt."

Die Vereinigung Cockpit bekräftigt ihre Forderung, dass die Sicherheit der Passagiere und Besatzungen Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen der Airlines haben muss. Jörg Handwerg: "Die vorliegenden wissenschaftlichen Studien zur Leistungsfähigkeit des Menschen müssen die Grundlage für die neuen Regelungen sein. Die EASA muss sie nicht nur lesen, sondern auch berücksichtigen."

Schon mehr als 100.000 Bürger haben diese Forderung durch ihren persönlichen Eintrag unterstützt. Am 13.02.2013 wird eine weitere Beratung der EASA über Aspekte der kommenden Regelungen stattfinden.

Nutzlastrekord: 54. erfolgreicher Ariane 5-Start in Folge

Die Trägerrakete Ariane 5, entwickelt und gebaut vom Raumfahrtunternehmen Astrium, ist vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana zum 54. Mal in Folge erfolgreich ins All gestartet. Damit stellte die europäische Trägerrakete erneut ihre außerordentliche Zuverlässigkeit unter Beweis.

Die Nutzlastkapazität der europäischen Trägerrakete für den Flug VA212 betrug 10,317 Tonnen in den geostationären Orbit, davon 9,503 Tonnen für die beiden transportierten Satelliten – ein neuer Rekord. Die übrige Kapazität wurde für die SYLDA-Doppelstartstruktur von Astrium und die Nutzlastadapter der beiden Satelliten benötigt.

Die für den Start verwendete Ariane-5-Version „ECA“ kann zwei Nutzlasten gleichzeitig in den Weltraum befördern und bietet damit eine höhere Betriebskosteneffizienz.

Weiterentwicklung – weitere Rekorde

Ein kontinuierliches Verbesserungsprogramm unter der Leitung von Astrium und der Europäischen Weltraumorganisaton ESA ermöglichte es, die Leistung der Trägerrakete weiter zu steigern und weitere Kosteneinsparungen zu erreichen. Dadurch kann die Ariane 5 immer wieder neue Rekorde bei der Kapazität und der in den geostationären Orbit gebrachten Nutzlast erzielen, die heute bei mehr als 10,3 Tonnen liegt.

Astrium ist seit 2003 Hauptauftragnehmer für die europäische Trägerrakete Ariane 5 und koordiniert mehr als 550 Unternehmen (davon über 20 Prozent kleine und mittelständische Unternehmen) in zwölf europäischen Ländern. Das Know-how und die Investitionen des Unternehmens in den letzten zehn Jahren haben die Ariane 5 zur weltweit zuverlässigsten Trägerrakete am Markt gemacht, die Nutzlastkapazität für einen geostationären Orbit konnte um fast eine Tonne gesteigert werden.

Astrium ist das führende europäische Unternehmen für Weltraumsystem und Technik und die Nummer drei weltweit. Das Kerngeschäft gliedert sich in drei Bereiche. Astrium Space Transportation für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen, Astrium Satellites für Satelliten und Bodensegmente sowie Astrium Services für umfassende stationäre und mobile End-to-End-Lösungen.

Astrium ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der EADS, ein weltweit führendes Unternehmen des Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von € 49,1Mrd.

Flotten-Reduktion und erhöhte Auslastung bei Austrian Airlines

Im Januar 2013 hat Austrian Airlines 723.200 Passagiere befördert. Dies sind um 2,3 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahreszeitraum. Die um fünf Flugzeuge verkleinerte Flotte ergibt sich aus der gezielten Reduktion von vier Mittelstreckenflugzeugen im Zuge der Flottenharmonisierung sowie aus der technischen Standzeit von einem Langstreckenflugzeug. Das Langstreckenflugzeug wurde im Rahmen der Umrüstung auf die neue Kabine aus dem operativen Betrieb genommen.

Ein zusätzlicher Grund für diesen leichten Passagierrückgang war die wetterbedingte Beeinträchtigung des europäischen Flugverkehrs Mitte Januar. Speziell am Flughafen Wien kam es zu etlichen Ausfällen und Verspätungen. Die Kapazität wurde dadurch um 9,7 Prozent reduziert, gemessen in Angebotenen Sitzkilometern (ASK). Die Passagierkilometer (RPK) sind dabei aber lediglich um 4,9 Prozent zurückgegangen. Die Auslastung der Flüge (Passagierfaktor) lag somit im Durchschnitt bei 71,8 Prozent und damit um 3,6 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Karsten Benz, Chief Commercial Officer von Austrian Airlines: „2013 hat für uns gut begonnen. Wir haben die Kapazität maßvoll auf die im Januar niedrigere Nachfrage ausgerichtet. Unser Absatz läuft gut, die Auslastung wird immer besser.“

Europa- und Interkontinental-Verkehr

Im Januar 2013 sind rund 591.400 Passagiere in Europa mit Austrian Airlines geflogen. Das sind um 1,5 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr. Die Auslastung ist um 2,5 Prozentpunkte auf 67,7 Prozent gestiegen.

Die Zahl der Passagiere auf Interkontinental-Flügen ist im Januar 2013 im Vergleich zu Januar 2012 um 7,1 Prozentpunkte auf 109.800 zurückgegangen. Die Auslastung lag mit 75,6 Prozent um 5,1 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres.

FAA genehmigt Boeing Dreamliner-Testflüge unter Auflagen

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Als Teil der ständigen Bemühungen, die Ursache der jüngsten Zwischenfälle bei den Lithium-Ionen-Akkus der Boeing 787 zu ermitteln, wird die FAA Boeing ermöglichen, um zusätzliche Daten zu gewinnen, Testflüge mit der 787 durchzuführen. Diese Testflüge sind ein wichtiger Teil der Bemühungen, die Sicherheit der Fluggäste zu gewährleisten und die Flugzeuge wieder in Dienst zu stellen.

Testflüge sind üblicherweise Bestandteil der Forschung und Entwicklung. In diesem Fall wird der primäre Zweck der Testflüge sein, Daten über die Batterien und die elektrische Systemleistung zu sammeln, während sich das Flugzeug in der Luft befindet.

Wie bei allen Testflügen, werden diese einer Reihe von Einschränkungen unterliegen, einschließlich umfangreicher Tests und Inspektionen vor dem Flug, aber auch einer In-Flight-Überwachung, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Die Flüge werden in definiertem Luftraum über unbewohnten Gebieten durchgeführt.

Die Testflüge werden unter einer besonderen Lufttüchtigkeits-Zulassung, speziell für die Forschung und Entwicklung, und unter den folgenden Voraussetzungen durchgeführt:

  • Vor dem Flug muss die Mannschaft eine Reihe von Inspektionen durchführen, um zu zeigen, dass die Batterien und Kabel keine Anzeichen von Schäden aufweisen.
  • Die Pre-Flight Checkliste wird eine obligatorische Prüfung bestimmter Statusmeldungen beinhalten, welche auf potentielle Batterie-Probleme hinweisen könnten.
  • In der Luft muss die Besatzung den Boardcomputer kontinuierlich auf Batterie-bezogene Statusmeldungen überwachen und sofort landen, wenn solche auftreten.
  • Vor dem ersten Testflug muss die Besatzung des Flugzeugs den Rauchschutz inspizieren und die Isolierung darauf überprüfen, ob sie die zugelassenen Anforderungen erfüllt.
  • Experimentelle Forschungs- und Entwicklungs-Flüge werden von Boeing-Besatzungen geflogen, die ausschließlich das für den Flug notwendige Personal umfassen.

Neben der Ursachenanalyse führt die FAA auch eine umfassende Überprüfung der 787-Systeme, einschließlich der Flugzeug-Konstruktion, Fertigung und Montage, durch.

Boeing zu neuen Erkenntnissen der FAA beim Dreamliner

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Boeing zeigt sich erfreut über die Fortschritte, die vom US National Transportation Safety Board (NTSB) bei den Untersuchungen des B787 Dreamliners gemacht werden, darunter auch, dass vom NTSB die Ursache der Vorkommnisse als von innerhalb der Batterien identifiziert werden konnte.

Die nun erörterten Erkenntnisse lenken den Fokus der Untersuchungen erkennbar auf einen Kurzschluss, der in der Batterie beobachtet werden konnte, und gibt auch der Öffentlichkeit ein besseres Verständnis der durchgeführten Untersuchung.

Boeing sieht sich weiterhin der Zusammenarbeit mit der NTSB, der US-Federal Aviation Administration (FAA) und den Kunden verpflichtet, sowie dem hohen Sicherheitsniveau, das die Flugreisenden erwarten und dass der Luftverkehr bietet. Boeing will weiterhin bei der Unterstützung der Ermittlungsgruppen helfen, die daran arbeiten die Ereignisse am Dreamliner besser zu verstehen und solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

Die 787 wurde nach einem strengen Testprogramm bei Boeing und einem umfangreichen Zertifizierungsprogramm, das von der FAA durchgeführt wurde, zertifiziert. Boeing stellte erforderliche Tests und Analysen zur Unterstützung der FAA mit ihren besonderen Bedingungen zur Verwendung von Lithium-Ionen-Akkus bereit. Es findet auch eine gemeinsame Ausarbeitung von Fragen zu den internen Prüfungen und der Einhaltung der Zertifizierungs-Normen statt, um wenn nötig, umgehend Änderungen für eine Verbesserung der Testverfahren und Produkte vorzunehmen.

Enteiserabwasser am Flughafen Zürich: Ausbau auch nachts

Seit Oktober 2012 werden am Flughafen Zürich die Behandlungsanlagen für Enteiserabwasser ausgebaut. Ab dem 11. Februar werden die Arbeiten auch innerhalb von Sicherheitszonen der Pisten und Rollwege stattfinden. Sie müssen deshalb bis Ende 2013 teilweise auch nachts, nach Ende des Flugbetriebs, durchgeführt werden.

Im Winter müssen Flugzeuge ab einer gewissen Temperatur mit Enteisermitteln besprüht werden. Die mit dem Regen abgeschwemmten Enteisermittel werden in sogenannten Stapelbecken aufgefangen und anschliessend durch Verregnung auf den Grünflächen zwischen Pisten und Rollwegen verteilt. Seit Oktober 2012 wird die im Jahr 2002 in Betrieb genommene Verregnungsanlage ausgebaut.

Dabei werden zusätzliche Stapelbecken, Pumpwerke und Unterstationen sowie Druckleitungen, welche die Pisten und Rollwege unterqueren, gebaut. Diese Arbeiten finden im Rahmen des 2009 genehmigten generellen Entwässerungsplans (GEP) des Flughafens Zürich statt. Mit Umsetzung dieses letzten Ausbauschrittes erfüllt der Flughafen Zürich die behördlichen Vorgaben aus dem GEP und stellt eine dem Gewässerschutz konforme Behandlung des Enteiserabwassers sicher.

Bauarbeiten und Lärm während der Nacht

Einzelne Bauwerke liegen innerhalb der Sperrzonen von Pisten und Rollwegen. Um die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten und den Flugbetrieb nicht zu beeinträchtigen, finden die rund sieben Monate währenden Arbeiten jeweils nach Betriebsschluss von ca. 23.30 Uhr bis 06.00 Uhr statt. Die lärmintensivsten Arbeiten sind ab 10. Februar bis Mitte April – mit Unterbrechungen von 08. bis 25. März – im Mai und Oktober und von Mitte November bis Dezember 2013 geplant. Abhängig von Wetter und baulichen Bedingungen können sich diese Zeitfenster verschieben.

Durch die Bauarbeiten lassen sich Beeinträchtigungen für die Bevölkerung rund um den Flughafen Zürich nicht vermeiden. Die Flughafen Zürich AG bemüht sich, die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten.