Start Blog Seite 495

Airbus Military startet Marte Lenkflugkörper von C295

Airbus Military und MBDA haben das erfolgreiche Abfeuern einer mit Instrumenten versehenen und unter den Flügeln des C295 Seefernaufklärers installierten Marte MK2 / S Anti-Schiffs-Rakete demonstriert. Dieser Flug war der letzte in einer Reihe von Studien aus einer Airbus Military-MBDA-Zusammenarbeit, um die aerodynamische Integration der Marte auf C295, ihre Handhabbarkeit und Performance-Tests zu validieren.

Die Installation von Waffen unter den Flügeln erschließt der C295 MPA neue operationelle Fähigkeiten, die es dem Flugzeug ermöglichen, neue und von Kunden nachgefragte Missionen. In der U-Boot-Kriegsführung (anti-submarine-warfare, ASW) versieht die C295 bereits mit MK46 Torpedo-Bestückung Dienst.

Integration an Eurofighter in Vorbereitung

Die erfolgreiche Studie dient als weiterer Beleg für die operationelle Vielseitigkeit der Marte, welche somit klar als Maßstab bei Anti-Schiffs-Raketen im mittleren Gewichtsbereich gilt.

Die Marte MK2/S ist bereits auf dem AW-101 und den NFH (Naval NH90) Hubschrauber im Dienst der italienischen Marine, Aktivitäten zu Integration der Marte ER auf dem Eurofighter Typhoon sind derzeit im Gange.

Die MBDA Marte MK2/S Rakete ist ein fire-and-forget Anti-Schiff-Waffensystem für den Allwettereinsatz auf Mittelstrecken. Es ist mit Inertialnavigation sowie Radar basierter Zielsuchführung ausgestattet. Das System kann können kleine Fahrzeuge zerstören und große erheblich beschädigen. Die Rakete hat ein Gewicht von 310 kg und ist 3,85 m lang.

MBDA und Airbus Military

Mit einen Umsatz im Jahr 2012 von 3 Mrd. Euro und einem Auftragsbestand von € 9,8 Mrd. Euro ist MBDA ein weltweit führendes Unternehmen für Raketen und Raketensysteme, die das gesamte Spektrum der aktuellen Anforderungen der drei Streitkräfte (Land, See und Luft) abdecken. Insgesamt bietet die Gruppe eine Reihe von 45 Raketen und Produkte für Gegenmaßnahmen bereits im operationellen Einsatz. MBDA wird gemeinsam von BAE SYSTEMS (37,5%), EADS (37,5%) und Finmeccanica (25%) gehalten.

Airbus Military ist Dienstleister und Hersteller militärischer und ziviler Transportflugzeuge mit einer Nutzlast von drei bis 45 Tonnen. Als Airbus-Tochter ist Airbus Military verantwortlich für das A400M-Programm, das A330 Multi Role Tanker Transport (MRTT) und weitere militärische Versionen ziviler Airbus-Flugzeuge.

Dies und die Programme der kleineren "Light & Medium" C295, CN235 und C212, machen Airbus Military zum weltweit führenden Unternehmen auf dem Markt für militärische Transportflugzeuge, Tanker- und Aufklärungsflugzeuge.

Absturz eines Motorseglers beim Landeanflug in Bad Arolsen

0

Der Motorsegler startete um 11:19 Uhr1 im Eigenstart auf dem Segelfluggelände Mönchsheide zu einem Überlandflug. Der Flugplatz liegt etwa 3 km westlich des linken Rheinufers nahe der Stadt Bad Breisig. Die Wendepunkte des Fluges lagen nordöstlich Eschweiler und bei dem Segelfluggelände Bad Arolsen. Beim Landeanflug kurz vor Erreichen der Waldkante berührte der Motorsegler Bäume und stürzte in den Wald.

Ereignisse und Flugverlauf

Aus den Aufzeichnungen des mitgeführten Loggers ergab sich eine Strecke von 478 km inkl. Umwegen. Die größte aufgezeichnete Höhe betrug ca. 1.600 m über Grund (AGL), die niedrigste etwa 450 m AGL. Der Endanflug auf den Flugplatz Mönchsheide wurde in ca. 34 km Entfernung in einer Höhe von etwa 1.470 m AMSL begonnen. Die Auswertung der aufgezeichneten Flugstrecke zeigt einen Höhenverlust von ca. 1.250 m in den letzten acht Minuten des Fluges.

Vor der notwendigen Rheinüberquerung stand noch eine Höhe von ca. 285 m über der Geländehöhe des Zielflugplatzes zur Verfügung (siehe Anlage Pos. 1 der Flugwegdarstellung). Der Kurs des Endanfluges führte zunächst in Richtung Nordplatzrunde. In ca. 200 m über der Flugplatzhöhe wurde die linke Rheinseite erreicht (siehe Anlage Pos. 2). Dann wurde in einer Höhe von ca. 145 m AGL in den Queranflug zur Piste 29 eingeflogen (siehe Anlage Pos. 3). Gegen 17:10 Uhr flog das Luftfahrzeug nach Zeugenaussagen bei leichtem Regen und auffrischendem Wind sehr tief aus nordöstlicher Richtung über ein Waldgebiet das Segelfluggelände an.

Die Kurve zum Endteil des Landeanfluges wurde in einer Höhe von ca. 95 m AGL eingeleitet (siehe Anlage Pos. 4) und in einer Höhe von ca. 60 m AGL, etwa 1.100 m vom Beginn der Landebahn 29 entfernt, beendet (siehe Anlage Pos. 5). In dieser Flugphase wurden bis zum Unfall (siehe Anlage Pos. 6) Geschwindigkeiten von 95-112 km/h aufgezeichnet. Kurz vor Erreichen der Waldkante berührte der Motorsegler Bäume und stürzte in den Wald. Der Pilot erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 11. Juni 2011
  • Ort: nahe Segelfluggelände Mönchsheide
  • Luftfahrzeug: Segelflugzeug mit Hilfsantrieb
  • Hersteller / Muster: Schleicher/ASH 26 E
  • Personenschaden: Pilot tödlich verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug schwer beschädigt
  • Drittschaden: Geringer Flurschaden
  • Informationsquelle: Untersuchung durch Mitarbeiter der BFU
  • Aktenzeichen: BFU 3X082-11

Angaben zu Personen

Der 53-jährige Luftfahrzeugführer war seit 1976 im Besitz einer Segelfluglizenz (GPL). Er hatte eine Gesamtflugerfahrung von 1.169 Stunden, davon 48 Starts mit ca. 110 Stunden auf dem verunfallten Flugzeug. In den letzten 90 Tagen hatte er sieben Flüge auf dem betroffenen Muster mit 33:39 Stunden Flugzeit absolviert. In den letzten Jahren führte er regelmäßig längere Streckenflüge durch. Er war im Besitz eines fliegerärztlichen Tauglichkeitszeugnisses Klasse 2, gültig bis 19.03.2013. Neben der Lizenz für Segelflugzeuge besaß er einen Luftsportgeräteführerschein.

Angaben zum Luftfahrzeug

Die ASH 26 E ist ein eigenstartfähiger, freitragender Mitteldecker in Faserverbundbauweise. Die einsitzige Konstruktion mit T-Leitwerk ist mit einem Einscheibenkreiskolbenmotor, Typ Midwest AE50R, mit 37 KW (50 PS) ausgerüstet. Die Tragfläche mit 18 m Spannweite verfügt über Stör- und Wölbklappen. Das Flugzeug, Baujahr 2003, war in Deutschland zum Verkehr zugelassen und wurde in einer privaten Haltergemeinschaft betrieben. Die letzte Prüfung der Lufttüchtigkeit fand am 08. Februar 2011 statt. Seitdem wurde 42 Stunden mit dem Motorsegler geflogen. Die Gesamtbetriebszeit des Luftfahrzeugs betrug 361 Stunden, die des Motors 69 Stunden.

Der Hersteller gibt für dieses Muster bei Wölbklappenstellung 1 und eingefahrenem Fahrwerk die Abkippgeschwindigkeit mit ca. 85 km/h an. Die Abkippgeschwindigkeit in der vorgefundenen Konfiguration (Wölbklappenstellung "L", Flugmasse 489 kg) beträgt ca. 67 km/h. Das beste Gleitverhältnis bei ruhiger Luft wird mit ca. 1:50 angegeben. Das Bild zeigt die entsprechende Grafik aus dem Betriebshandbuch.

Meteorologische Informationen

Zum Unfallzeitpunkt herrschten laut Zeugenaussagen am Flugplatz Mönchsheide Sichtflugbedingungen bei 6/8 Bewölkung in mehr als 3.000 ft über Grund und leichtem Regen. Der Wind kam mit Annäherung von Schauern aus unterschiedlichen Richtungen und frischte auf, wie Zeugen berichteten.

Die der Unfallstelle nächstgelegene Station des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Flughafen Köln-Bonn meldete zum Unfallzeitpunkt Wind um West mit drei bis neun Knoten und einen Luftdruck (QNH) von 1.017 hPa. Der Logger zeichnete zum Unfallzeitpunkt Wind aus 360° mit 28 km/h auf.

Funkverkehr

Auf der Platzfrequenz 122,00 MHz setzte der Pilot laut Zeugenaussagen eine Landemeldung ab.

Angaben zum Flugplatz

Das Segelfluggelände Mönchsheide liegt am Ostrand der Eifel nahe der Ortschaft Bad Breisig etwa 20 km südlich von Bonn auf einem Hochplateau. Die Graslandebahn mit der Ausrichtung 11/29 ist ca. 700 m lang. Der Flugplatz liegt 205 m über dem Meeresspiegel. Er ist für Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge und Gleitschirme zugelassen.

Flugdatenaufzeichnung

Das Luftfahrzeug war mit einem Flugrechner Zander Z1 SDI ausgerüstet. Dieser war mit einem Daten-Logger GP941 / SN 5NA verbunden. Die Daten wurden bei der BFU ausgelesen. Grundlage der Höhen- und Geschwindigkeitsangaben sind die Daten des B-Records der Aufzeichnungen. Hier werden die Daten der Drucksonden im Flugrechner gespeichert. Bezugshöhe ist die Druckfläche 1.013,2 hPa der ICAO-Standardatmosphäre. Die Höhenangaben wurden mit einer barometrischen Höhenstufe von 30 ft/hPa auf den QNH-Wert von 1.017 hPa gerechnet. Der Flugweg in den letzten drei Minuten ist in der Anlage dargestellt.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle lag im Nordosten des Segelfluggeländes Mönchsheide, ca. 580 m von der Schwelle der Landebahn 29 entfernt am Rand eines Waldgebiets. Die Bäume im Randbereich des Waldes waren etwa 10 m höher als der Restbestand. Das Bild zeigt die Unfallstelle und das Segelfluggelände Mönchsheide. Etwa 15 m von der Waldkante entfernt wurde der Motorsegler in Rückenlage vorgefunden.

Erste Wrackteile fanden sich ebenso wie die Spuren der ersten Baumberührung etwa 15 m vor der Aufschlagstelle. Das Cockpit war zerstört. Die Tragflächen wiesen diverse Beschädigungen auf. Das rechte Winglet lag abgetrennt in unmittelbarer Nähe des Flugzeugs. Alle Verbindungen der Steuerelemente waren intakt, es wurden keine Hinweise auf eine eingeschränkte Steuerbarkeit festgestellt. Die Wölbklappen wurden in der Landestellung +38° vorgefunden. Das Fahrwerk und der Motor waren eingefahren.

Zusätzliche Informationen Am Segelfluggelände Mönchsheide fand am Unfalltag ein Segelflugwettbewerb statt, an dem der Pilot jedoch nicht teilnahm. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich mehrere Wettbewerbsteilnehmer im Endanflug auf den Flugplatz. Die Startliste des Wettbewerbs enthielt Aufzeichnungen über sechs Landungen zwischen 17:00 Uhr und 17:10 Uhr Ortszeit.

Beurteilung

Der Pilot war mit 1.169 Stunden Gesamtflugzeit als erfahren zu bezeichnen. Auf dem verunfallten Motorsegler hatte er eine Gesamtflugzeit von ca. 110 Stunden bei 48 Starts. Den größten Teil der Flugzeit auf dem betroffenen Luftfahrzeug hatte er bei längeren Überlandflügen erflogen. Sein Trainingsstand auf dem Muster mit 33:39 Stunden Flugzeit und sieben Flügen während der letzten 90 Tage war ebenfalls ausreichend. Die Gesamtmasse des Luftfahrzeugs lag bei 489 kg und der Schwerpunkt befand sich im zulässigen Bereich. Der Streckenflug am Unfalltag führte größtenteils in einem Höhenband von 600 m bis 1.200 m AGL über eine Strecke von 478 km. Die größte Höhe betrug ca. 1.600 m, die niedrigste etwa 450 m über Grund laut Loggerdaten.

Der sechsstündige Flug in diesen Höhen beanspruchte den Piloten und könnte seine Leistungsfähigkeit in der letzten Phase des Fluges beeinträchtigt haben. Auf dem größten Teil des Fluges herrschte Wind aus westlichen Richtungen. Erst ca. 30 km vor Erreichen des Segelfluggeländes drehte der Wind laut Loggeraufzeichnung auf Nord. Die Bestimmung der Windrichtung war damit für den Piloten erschwert, zumal kein diesbezüglicher Funkverkehr mit dem Segelfluggelände stattfand.

Grund für den reduzierten Funkverkehr und die Entscheidung, nach Norden auszuholen, kann der anfliegende Verkehr von Wettbewerbsteilnehmern gewesen sein. Zwischen 17:00 Uhr und 17:10 Uhr Ortszeit landeten sechs Segelflugzeuge. Die Aufzeichnung des Flugweges zeigt, dass der Pilot sich entschlossen hatte, über die Nordplatzrunde anzufliegen. Die Option eines Direktanfluges wurde nicht gewählt, obwohl der Pilot sich auf der gegenüberliegenden rechten Rheinseite in einer Höhe von ca. 285 m über dem Zielflugplatz befunden hatte (siehe Anlage Pos. 1 der Flugwegdarstellung). Hier gab der Pilot die noch vorhandenen Sicherheitsreserven auf; ein Direktanflug von der rechten Rheinseite aus wäre geeignet gewesen, bei den herrschenden Bedingungen das Segelfluggelände sicher zu erreichen.

Die linke Rheinseite wurde in einer Höhe von ca. 200 m AGL erreicht (siehe Anlage Pos. 2). In einer Höhe von ca. 145 m (siehe Anlage Pos. 3) wurde in einen weit vom Flugplatz angelegten Queranflug zur Piste 29 eingeflogen. Die Kurve zum Endteil des Landeanfluges wurde in etwa 95 m AGL bei einer aufgezeichneten Geschwindigkeit von ca. 110 km/h eingeleitet (siehe Anlage Pos. 4) und in ca. 60 m AGL beendet (siehe Anlage Pos. 5). Die Schwelle der angeflogenen Piste 29 war zu diesem Zeitpunkt noch etwa 1.100 m entfernt. Die Geschwindigkeiten, die der Logger in dieser Flugphase aufzeichnete lagen zwischen 95 und 112 km/h und damit über den im Flug- und Betriebshandbuch angegebenen Mindestgeschwindigkeiten.

Die Bäume, die der Motorsegler laut Zeugenaussagen zuerst berührte, befanden sich etwa 580 m von der Schwelle entfernt und waren 15-20 m hoch (siehe Anlage Pos. 6). Die Wetterbedingungen mit auffrischendem Wind und einsetzendem Regen können die Flugleistungen des Luftfahrzeuges beeinflusst haben. Es ist wahrscheinlich, dass der Pilot kurz vor der Baumberührung die Wölbklappen in Landestellung (+38°) gebracht hat, um mit möglichst geringer Fahrt in den Bäumen aufzusetzen.

Schlussfolgerungen

Der Unfall ist darauf zurückzuführen, dass im Endteil des Landeanfluges Bäume eines im Anflug befindlichen Waldstücks berührt wurden. Dazu beigetragen haben:

  • Der Verzicht auf einen Direktanflug von der rechten Rheinseite aus
  • Der Höhenverlust im Endanflug auf das Segelfluggelände
  • Sich verschlechternde Wetterbedingungen beim Landeanflug

Der Flugweg in den letzten drei Minuten ist im Bild eingezeichnet.

1. Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, entsprechen Ortszeit

Lufthansa Group erneut im FTSE4Good-Nachhaltigkeitsindex

0

Zum wiederholten Male wurde die Lufthansa Group jetzt in den weltweit bedeutenden Nachhaltigkeitsindex FTSE4Good aufgenommen. Damit wurde das nachhaltige und verantwortungsbewusste unternehmerische Handeln in den strategischen Leitlinien des Konzerns anerkannt.

Der Index wurde im Jahr 2001 von FTSE, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Londoner Börse, eingeführt. Er listet lediglich jene Unternehmen, die den international anerkannten Standards unternehmerischer Verantwortung in folgenden Dimensionen gerecht werden: Umweltmanagement, Klimawandel, Menschen- und Arbeitsrechte entlang der Lieferkette, Corporate Governance und Korruptionsbekämpfung.

Seit geraumer Zeit legen Ratingagenturen, Analysten und institutionelle Anleger einen zunehmend stärkeren Fokus auf den Aspekt der nachhaltigen Unternehmensführung. Neben dem FTSE4Good ist Lufthansa in drei weiteren namhaften, auf Nachhaltigkeit spezialisierten Indizes vertreten: Ethibel Sustainability Index, ECPI Euro Ethical Equity und ECPI EMU Ethical Equity.

Austrian Airlines: Beinfreiheit gegen Aufpreis in Notausstiegsreihe

0

Austrian Airlines bietet Passagieren auf Mittelstreckenflügen gegen Aufpreis mehr Beinfreiheit in der Economy Class an. Beim Web Check-in ab 36 Stunden vor Abflug können sich Kunden die begehrten Plätze in der Notausstiegsreihe um 40 Euro pro Sitzplatz sichern.

Für Kurzentschlossene kann das Service auch noch an Bord je nach Verfügbarkeit hinzugebucht werden. Somit bietet Austrian Airlines zusätzlich, zu dem bereits vorhandenen Angebot auf Langstreckenflügen, mehr Komfort auf Mittelstreckenflügen.

Voraussetzung ist, dass der Passagier den Richtlinien zur Vergabe von Sitzen in der Notausgangsreihe entspricht. Aus Sicherheitsgründen vergibt Austrian Airlines diese Sitze nur an Reisende, die mindestens 15 Jahre alt sind, uneingeschränkt körperlich mobil sind, nicht mit Babys unter zwei Jahren und ohne Tiere in der Kabine reisen.

DLR übernimmt Vorsitz der internationalen Katastrophenhilfe-Charta

Im Notfall unbürokratisch helfen: Darum geht es den 15 Raumfahrtagenturen, die sich in der "International Charter Space and Major Disasters" zusammengeschlossen haben. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist seit Oktober 2010 Mitglied des weltweiten Verbundes und übernimmt am 16. April 2013 für sechs Monate den Vorsitz der "Charta".

"Universal Access" für alle Staaten offen

"Mit seinen Kompetenzen in der Erdbeobachtung leistet Deutschland wichtige Beiträge auf internationaler Ebene im Katastrophenmanagement. So in der im Herbst 2012 durch die Charta gestarteten Universal-Access-Initiative. Das war ein Meilenstein: Denn bisher konnten nur autorisierte Nutzer aus rund 40 Ländern sowie Organisationen der Vereinten Nationen die Hilfe der Charta anfragen." sagte Prof. Johann-Dietrich Wörner, DLR-Vorstandsvorsitzender und oberster deutscher Repräsentant im Charta-Board.

Durch Universal Access werde dies nun grundsätzlich jeder nationalen Katastrophenschutzbehörde weltweit ermöglicht, dadurch sollen insbesondere die großen weißen Flecken in Afrika und in Teilen von Asien und Süd- und Mittelamerika verschwinden, betonte Wörner weiter.

Nach verheerenden Naturkatastrophen oder technischen Großunfällen – wie beispielsweise dem Erdbeben auf Haiti im Januar 2010 oder dem Tsunami in Japan im März 2011 – unterstützen die Charta-Mitglieder die Einsatzkräfte im Krisengebiet so schnell wie möglich. Sie nutzen dazu Technologie aus dem Weltraum – denn Aufnahmen von Erdbeobachtungssatelliten vermitteln einen detailgenauen Eindruck vom Ausmaß der Schäden.

Ausmaß von Katastrophen sofort einschätzbar

"Mit diesen Informationen können die Helfer vor Ort ihren Einsatz besser koordinieren. Sie erfahren anhand der Satellitenkarten beispielsweise, welche Straßen oder Brücken nach einem Erdbeben oder einer Überschwemmung noch passierbar und welche Häuser oder auch ganze Siedlungen beschädigt sind", erklärt Jens Danzeglocke. Der Geograf arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im DLR Raumfahrtmanagement und koordiniert als Charta-Sekretär die deutschen Aktivitäten in dem internationalen Verbund der Raumfahrtorganisationen zur Katastrophenhilfe.

Dazu gehörte auch die Vorbereitung der viertägigen Konferenz, die zum Auftakt des deutschen Charter-Vorsitzes vom 16. bis 19. April 2013 in Berlin stattfindet. Hier treffen sich alle Board-Mitglieder – also die höchsten Repräsentanten der Mitgliedsagenturen, sowie die jeweiligen Sekretäre, um die Charta-Aktivitäten weiterzuentwickeln. Das DLR stellt für die Charta Erdbeobachtungsdaten der beiden deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X und TanDEM-X zur Verfügung. Diese Satelliten können in kurzer Zeit sehr detaillierte Bilder aufnehmen, unabhängig von Wolken oder Tageslicht. "Da in den Radaraufnahmen Wasser- und Landflächen sehr gut voneinander zu unterscheiden sind, eignen sie sich bestens für die Kartierung nach Flutkatastrophen.

DLR-Beitrag mit neuem ZKI

Auch bei anderen Katastrophen wie beispielsweise Erdbeben können Informationen von TerraSAR-X hilfreich sein", berichtet Jens Danzeglocke. In einigen Fällen unterstützt das DLR auch mit optischen Daten der RapidEye-Satelliten, zum Beispiel bei Waldbrandkatastrophen oder nach besonders großflächigen Ereignissen wie dem Tsunami in Japan 2011.

Das DLR trägt schon seit 2002 über die deutsche ESA-Mitgliedschaft zur Charta bei. Im Oktober 2010 wurde es elftes Vollmitglied. Das DLR Raumfahrtmanagement arbeitet dabei eng mit dem Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des DLR in Oberpfaffenhofen zusammen. Das ZKI stellt die Satellitendaten bereit und erfüllt im Wechsel mit anderen Charta-Partnern die wichtige "Ersthelfer"-Funktion. Das bedeutet, dass ein Einsatzkoordinator rund um die Uhr verfügbar ist, falls etwas passiert.

Luftrettung: Christoph 6 und Christoph Weser jetzt mit Digitalfunk

0

Nach der Inbetriebnahme des Digitalfunks in Berlin zum Jahreswechsel wird ab sofort auch in Bremen mit der neuen Technik gearbeitet. Damit wird der bisherige Analogfunk abgelöst. Bislang basierte der Funk zwischen den Hubschrauberbesatzungen von "Christoph 6" der ADAC Luftrettung und "Christoph Weser" der DRF Luftrettung mit den Rettungsleitstellen, Rettungsorganisationen, der Polizei und Feuerwehr auf dem Analogfunk, der zwar zweckmäßig funktioniert, aber auch Nachteile hat.

Denn der Analogfunk ist nicht abhörsicher, die Übertragungsqualität teilweise sehr schlecht. Seitdem der Bundestag am 28. August 2006 das "Gesetz über die Errichtung einer Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" verabschiedet hat, wird am Aufbau eines bundesweiten digitalen Funknetzes gearbeitet.

Bessere Qualität und Abhörsicherheit

Zukünftig soll damit bundesweit ein einheitliches Funknetz für Rettungs- und Sicherheitskräfte flächendeckend zur Verfügung stehen. Die ADAC Luftrettung und die DRF Luftrettung werden ihre Hubschrauber nach und nach mit der neuen Technologie ausstatten.

"Die gemeinnützige DRF Luftrettung investiert mit der Umrüstung ihrer Hubschrauber auf Digitalfunk in die Technik der Zukunft. Denn der neue Digitalfunk bietet der Luftrettung zahlreiche Vorteile: Er ist verschlüsselt und damit auch abhörsicher. Zudem ist die Sprachqualität verbessert, da Umgebungsgeräusche unterdrückt werden", erläutert Christian Schulze, Projektleiter Digitalfunk bei der DRF Luftrettung.

"Die ADAC Luftrettung sieht in der Einführung des Digitalfunks einen wichtigen und richtigen Schritt und ist bei der Umstellung ganz vorne mit dabei", sagt Bernd Birner, Pilot und Verantwortlicher für das Thema Digitalfunk bei der ADAC Luftrettung. "Der ADAC investiert eine nicht unerhebliche Summe in diese neue Funktechnik, um sie flächendeckend nutzbar zu machen. Die Besatzungen der Rettungshubschrauber sind dann in der Lage, mit allen Rettungskräften wichtige Informationen störungsfrei auszutauschen."

Flächendeckendes Netz von Rettungshubschraubern

Die Bundesrepublik Deutschland verfügt heute über ein flächendeckendes Netz von Rettungs- und Intensivtransporthubschraubern. Die gemeinnützige ADAC-Luftrettung GmbH betreibt hiervon aktuell 35 Hubschrauberstationen im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Luftrettungsdienstes mit insgesamt 49 Rettungs- oder Intensivtransporthubschraubern, davon drei im 24 Stunden Betrieb. Dadurch leistet die ADAC-Luftrettung GmbH einen bedeutsamen Beitrag für das Rettungssystem. Allein im Jahr 2012 wurden bei über 49 000 Einsätzen rund 44.500 Patienten versorgt.

Die DRF Luftrettung setzt an 31 Stationen in Deutschland, Österreich und Dänemark Hubschrauber für die Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, bundesweit dabei an acht Stationen im 24-Stunden-Bertrieb. Rund 660 Notärzte, 320 Rettungsassistenten und 160 Piloten sind im Einsatz und leisteten im Jahr 2012 insgesamt 38.748 Einsätze. Mit eigenen Ambulanzflugzeugen führt die DRF Luftrettung weltweite Patiententransporte durch. Insgesamt leistete die gemeinnützig tätige DRF Luftrettung, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Einsatzjubiläum feiert, bereits über 700.000 Rettungseinsätze.

EADS und Frankreich verhandeln über Aktienkauf

0

EADS hat im Rahmen des 18-monatigen Aktienrückkaufprogramms, das am 02. April 2013 angekündigt wurde, Verhandlungen mit Frankreich aufgenommen. Thema der Verhandlungen ist – entsprechend eines Vorschlags Frankreichs – der mögliche außerbörsliche Ankauf einer EADS-Beteiligung von 1,56 Prozent zu einem Preis pro Aktie von 37,35 Euro (d.h. entsprechend dem im Rahmen des beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens von Lagardère für EADS-Aktien ermittelten Preises).

Zudem beabsichtigt EADS, mit einem Investmentdienstleister eine Vereinbarung über das Management seines Aktienrückkaufprogramms im Rahmen der französischen Autorités des marchés financiers (AMF) "Safe Harbour"-Vorschriften abzuschließen. Der Konzern hat angekündigt, das Ergebnis dieser Verhandlungen, Einzelheiten bezüglich dieser Beauftragung und etwaige weitere Maßnahmen im Rahmen seines Aktienrückkaufprogramms zeitnah bekannt zu geben.

Elmar Kleinert wird Chef des Flughafen BER

Paderborn-Lippstadt Airport Geschäftsführer Elmar Kleinert wird neuer Chef der Berliner Flughafenbetriebe Tegel, Schönefeld und später BER. Das beschloss heute offiziell der Aufsichtsrat in Berlin Damit wird Elmar Kleinert das Team um BER-Flughafengeschäftsführer Hartmut Mehdorn verstärken und zum Chef für die Bereiche Verkehr, Sicherheit und Feuerwehr ernannt.

Der bisherige Paderborner Flughafenchef soll ab 01.06.2013 das operative Geschäft der Altflughäfen Tegel und Schönefeld sowie des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg BER leiten.

Damit kehrt der 52-jährige zu seinem ehemaligen Arbeitgeber zurück. Bevor Kleinert 2009 zum Paderborn-Lippstadt Airport kam, war er sieben Jahre lang als Geschäftsfeldleiter bei den Berliner Flughäfen Tempelhof und Tegel tätig. Dort hatte er unter anderem dafür gesorgt, dass der ständig wachsende Flugverkehr an dem innerstädtischen Flughafen störungsfrei abgewickelt werden konnte.

Der Aufsichtsrat am Paderborn-Lippstadt Airport wird den Wechsel akzeptieren. Der Aufsichtsratsvorsitzende Reinold Stücke bedauert den Weggang Kleinerts: "Mit Elmar Kleinert geht ein erfolgreicher Flughafenchef nach Berlin. Er hat die Wettbewerbsfähigkeit am Paderborn-Lippstadt Airport angesichts der stetig wachsenden Konkurrenz durch andere Flughäfen immens gestärkt und dafür gesorgt, die Kosten zu optimieren. Wir sind schlanker aufgestellt, und konnten durch diverse und zwingend notwendige Modernisierungsmaßnahmen in vielen Bereichen wie unter anderem im Non-Aviation Bereich auch die Ertragskraft stärken."

Aufsichtsrat und Gesellschafter werden sich unverzüglich um eine qualifizierte Nachfolge bemühen. Dies hat der Aufsichtsrat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig beschlossen. "Die von Elmar Kleinert geschaffene Führungsstruktur sichert zudem die Leitung unseres Flughafens auch für die Zeit, die eventuell nach seinem Weggang bis zum Dienstbeginn des neuen Flughafenchefs ausgefüllt werden muss. Es wird keine Zeit ohne Geschäftsführer geben. Der Flughafen ist gut aufgestellt", sagte Stücke.

Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter des Paderborner Flughafens danken Elmar Kleinert für seinen großen Einsatz und seine gute Arbeit in den vergangenen viereinhalb Jahren.

Fraport beginnt Dachinspektionen in Flörsheim und Raunheim

Bei dem Treffen am vergangenen Freitag haben Fraport-Vertreter gemeinsam mit den beiden Bürgermeistern der Städte Raunheim und Flörsheim, Thomas Jühe und Michael Antenbrink, das weitere Vorgehen einvernehmlich abgestimmt. Um sich schnellstmöglich den Sorgen der Bürgerinnen und Bürger in den beiden Städten anzunehmen, wurde vereinbart, dass bereits ab dem morgigen Dienstag, 16. April 2013, jedes Haus in einem definierten Gebiet überprüft wird.

Von Fraport beauftragte Dachdeckermeister, die auch öffentlich bestellte und vereidigte Gutachter sind, werden sich umgehend von außen einen Überblick über die jeweilige Gebäude- und Dachstruktur verschaffen.

Eine Kontaktaufnahme mit den Eigentümern ist in der Regel nicht notwendig, da eine qualifizierte Überprüfung auch ohne eine direkte Dachbegehung erfolgen kann. Sollte sich aus der Analyse allerdings ein Bedarf für eine vertiefte Prüfung bei einem Objekt abzeichnen, wird kurzfristig der Kontakt mit dem Besitzer aufgenommen, um die Situation im Detail vor Ort aufzunehmen. Gemeinsam mit den Eigentümern sowie den Dachdeckermeistern werden geeignete Lösungen besprochen und gegebenenfalls individuelle Präventionsmaßnahmen eingeleitet.

"Unser Ziel ist, schnellstmöglich einen Überblick über die aktuelle Lage zu gewinnen und die Inspektionen in den nächsten vier bis sechs Wochen abzuschließen. Wir haben die Gutachter gebeten, alle Ergebnisse zu dokumentieren, damit wir uns bereits in vier Wochen wieder mit den Verantwortlichen aus Raunheim und Flörsheim zusammensetzen können, um auf der Grundlage eines ersten Zwischenberichts das weitere Vorgehen zu erörtern. Natürlich werden wir die Inspektionsergebnisse auch den Hausbesitzern einzeln im Nachgang zur Verfügung stellen", bekräftigte heute Peter Schmitz, Vorstand Operations der Fraport AG.

Das Inspektionsgebiet wurde gemeinsam mit den Bürgermeistern auf Grundlage der in der Vergangenheit in Flörsheim und Raunheim gemeldeten Ereignisse vereinbart. Darüber hinaus bietet Fraport besorgten Eigentümern aus Raunheim und Flörsheim, deren Haus außerhalb der definierten Gebiete liegt, an, ihre Immobilie ebenfalls unbürokratisch in das Dachinspektionsprogramm aufzunehmen. Dazu können sich die Hausbesitzer an eine kostenfreie Infohotline des Flughafenbetreibers wenden und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Die beauftragten Gutachter werden dann die benannten Objekte in ihre Dachüberprüfungen aufnehmen.

"Um mehr Klarheit und weitere Erkenntnisse zu gewinnen, haben wir darüber hinaus das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beauftragt, die Situation in Raunheim und Flörsheim eingehend zu analysieren. Wir erwarten, dass noch vor der Sommerpause die Ergebnisse vorliegen. Anschließend werden wir uns mit allen Beteiligten aus Flörsheim und Raunheim sowie dem Land Hessen zusammensetzen, um die Erkenntnisse zu erörtern und gegebenenfalls weitere Schritte zu besprechen", sagte Peter Schmitz. Die angefügten Grafiken beschreiben das Gebiet des Dachinspektionsprogramms in Flörsheim und Raunheim.

Flughafen Wien mit leichtem Passagierplus im März

Wie der Flughafen Wien heute mitteilte, konnten im März etwas mehr Passagiere als im Vorjahr begrüßt werden. Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im im Vergleich zum März 2012 um 0,3 Prozent auf insgesamt 1.705.447 Fluggäste an. Die Flugbewegungen verzeichneten einen Rückgang von 6,6 Prozent, das Höchstabfluggewicht (Maximum Take Off Weight) sank um 5,2 Prozent und das Frachtaufkommen reduzierte sich um 4,2 Prozent.

Die Anzahl der Lokalpassagiere ist im selben Zeitraum um 2,9 Prozent gestiegen. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im März 2013 einen Rückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem März 2012. Osteuropa verzeichnete bei den Passagierzahlen im Vergleich zum März 2012 ein Plus von 0,5 Prozent. Die Anzahl der Passagiere nach Westeuropa sank um 0,6 Prozent. Der Nahe und Mittlere Osten verzeichnete im März 2013 einen Passagierzuwachs von 5,1 Prozent.

 

  März 2013 Veränderung in % Januar bis März 2013 Veränderung in %
Passagiere: 1.705.447 +0,3 4.411.228 -1,7
Lokalpassagiere: 1.189.263 +2,9 3.048.835 +0,5
Transferpassagiere 514.630 -4,5 1.358.404 -5,6
Maximum Take Off Weight (in Tonnen): 637.850 -5,2 1.750.592 -6,0
Flugbewegungen (an + ab) 18.856 -6,6 52.226 -7,1
Cargo in Tonnen (Luftfracht und Trucking) 23.810 -4,2 60.036 -8,0

 

50. TEXUS-Forschungsrakete erfolgreich ins All gestartet

Es ist das weltweit längste Raketenprogramm für Forschung in Schwerelosigkeit und feiert nun Jubiläum: 35 Jahre nach der ersten TEXUS-Mission im Dezember 1977 ist die 50. TEXUS-Rakete am 12. April 2013 um 06:25 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Nordschweden erfolgreich in den Weltraum gestartet.

15 Minuten dauerte der Flug, davon herrschten 6 Minuten und 20 Sekunden Schwerelosigkeit. Ein Fallschirm brachte die wissenschaftlichen Nutzlasten nach dem Flug wieder zurück zum Boden. Die Forschungsrakete des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) trug vier deutsche Experimente aus Biologie und Materialforschung in eine Höhe von 261 Kilometern. Die Rakete des Typs "VSB-30" wurde dabei nur direkt nach dem Start beschleunigt und flog dann antriebslos weiter.

Metallegierungen

"Hauptnutzlast der TEXUS-50-Mission ist die in Deutschland entwickelte Elektromagnetische Levitationsanlage EML", berichtet Otfried Joop, TEXUS-Projektleiter beim DLR-Raumfahrtmanagement, und ergänzt: "Mit ihr erforschen Wissenschaftler des DLR-Instituts für Materialphysik im Weltraum in zwei Experimenten thermophysikalische Eigenschaften und das Erstarrungsverhalten von Metall-Legierungen, die von industriellem Interesse sind. Die Forscher untersuchen dazu eine Aluminium-Nickel-Verbindung, die in der Luftfahrt und anderen Verkehrssystemen verwendet wird, sowie eine Nickel-Zirconium-Legierung."

Modellprozess für Erstarrungsprozesse

Im materialwissenschaftlichen Experiment TRACE-3 vom Forschungszentrum ACCESS in Aachen werden schließlich Vorgänge und Strukturen analysiert, die bei der Erstarrung metallischer Legierungen eine Rolle spielen. Dies überprüfen die Wissenschaftler beispielhaft an einem Gemisch organischer Substanzen, das ähnlich wie flüssiges Metall erstarrt. Der Erstarrungsprozess kann dabei direkt beobachtet werden, da die Legierung durchsichtig ist. Die Daten sollen industrielle Gießprozesse verbessern.

Pilzreaktionen und Pflanzengene für Schwerkraft

Anhand von Sporenträgern eines Pilzes möchten Forscher der Universität Marburg die allerersten Reaktionen eines Organismus auf Schwerkraftänderungen untersuchen: Wie werden diese wahrgenommen und wie schnell reagiert der Pilz auf den Wechsel von Schwerkraft und Schwerelosigkeit? "Die relativ lange Schwerelosigkeit der Rakete und eine eingebaute Präzisionszentrifuge sollen es den Wissenschaftlern erlauben, zum ersten Mal die Kinetik und den Grenzwert, also die Mindeststärke der Schwerkraft, die der Pilz braucht, um zu reagieren, zu messen", erklärt DLR-Projektleiter Otfried Joop.

Im zweiten biologischen Experiment auf TEXUS 50 wollen Wissenschaftler der Universität Freiburg Gene und Genprodukte ("Boten-RNA") identifizieren, die bei der Wahrnehmung und der Verarbeitung des Schwerkraftreizes in Pflanzen eine Rolle spielen. Dazu fliegen Keimlinge der "Acker-Schmalwand" mit, einer Pflanze, die aufgrund ihrer relativ einfachen genetischen Struktur seit den 1940er Jahren von Forschern als "Modellorganismus" benutzt wird. "Die TEXUS-Keimlinge werden im Anschluss an den Flug mit den am Boden gebliebenen Pflanzen verglichen", fasst Otfried Joop zusammen. Die Forscher suchen unter anderem Antworten auf die Frage, welche Klassen von Genen bei der Schwerkraftänderung aktiviert oder inaktiviert werden.

Zwei Raketenstarts in einer Woche

"Seit 1981 ist TEXUS 50/51 zudem die erste deutsche Doppelkampagne", schildert Otfried Joop. Eine Woche nach der Jubiläumsmission soll TEXUS 51 am 19. April 2013 mit vier weiteren Experimenten deutscher Wissenschaftler startbereit sein: Mit dem Partikeleinbau bei der Züchtung von Siliziumkristallen für die Photovoltaik beschäftigen sich Forscher vom Fraunhofer IISB in Erlangen, der Universität Freiburg und der Universität Bayreuth bei ParSiWal.

Das Experiment soll klären, durch welche Mechanismen für die Materialeigenschaften nachteilige Siliziumkarbid-Partikel bei der Kristallisation in den Siliziumkristall eingebaut werden. Denn bei der industriellen Produktion von Silizium-Solarzellen für die Photovoltaik behindern Siliziumcarbid (SiC)-Partikel die mechanische Bearbeitung des Produktes und verschlechtern den Wirkungsgrad der Solarzellen. Der Einbau der SiC-Partikel in den Siliziumkristall muss deshalb vermieden werden.

Verunreinigungen in der Siliziumschmelze

Die Partikel entstehen während der Kristallisation in einer mit Kohlenstoff verunreinigten Siliziumschmelze. Die Schwerkraft beeinflusst maßgeblich die Strömung in der Schmelze und lässt die SiC-Partikel absinken, da sie eine höhere Dichte besitzen als Silizium.

Im Weltall sind diese schwerkraftgetriebenen Effekte ausgeschaltet. Das verringert die Komplexität der Vorgänge erheblich und erleichtert damit auch deren physikalische Beschreibung. Die Erkenntnisse sollen schließlich zu einer Verbesserung von Qualität und Wirkungsgrad der Solarzellen beitragen.

Präzisionsspekrtoskopie in Schwerelosigkeit

Das Experiment FOKUS vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in München soll nachweisen, dass die Technologie eines so genannten "Frequenzkammes" für Anwendungen in der Raumfahrt ausgereift ist. Herzstück eines Frequenzkammes ist ein gepulster Laser, der optische Frequenzen misst.

Künftig soll diese Technologie in der Präzisions-Spektroskopie, etwa bei der Untersuchung von Spurengasen in der Atmosphäre, in der Astrophysik oder bei neuartigen, extrem genauen Atomuhren für Forschungsmissionen oder für die Navigation eingesetzt werden. Der Frequenzkamm ist ein Laser, der 1999 am Max-Planck-Institut für Quantenoptik entwickelt wurde und für dessen Entwicklung Prof. Theodor W. Hänsch 2005 den Nobelpreis für Physik erhalten hat.

Zellkultur für Immunprozesse

Das medizinisch-biologische Experiment SITI-2 einer Wissenschaftlergruppe der Universität Magdeburg möchte Mechanismen aufklären, die zu Störungen des menschlichen Immunsystems in der Schwerelosigkeit führen. So leiden einige Astronauten bei längeren Aufenthalten im All verstärkt unter Infektionen.

Auf dem TEXUS-51-Flug werden dazu Zellkulturen eingesetzt, in denen die Aktivität von Genen des Immunsystems mithilfe moderner DNA-Chip-Technologie untersucht werden soll. Sollte sich die Vermutung der Wissenschaftler bestätigen, dass bestimmte Moleküle der Zellmembran für die durch Schwerelosigkeit hervorgerufenen Störungen verantwortlich sind, könnten diese Erkenntnisse langfristig zu neuen Ansätzen bei der Bekämpfung von Krankheiten führen.

300 Experimente im TEXUS-Programm

Im gesamten TEXUS-Programm wurden seit 1977 etwa 300 wissenschaftliche Experimente durchgeführt, 70 Prozent davon im Auftrag des DLR und etwa 30 Prozent im Rahmen einer Beteiligung durch die europäische Raumfahrtagentur ESA. "Zusammen mit anderen Fluggelegenheiten des DLR ist TEXUS damit ein essenzieller Baustein für die Grundlagenforschung in Schwerelosigkeit und damit auch für die Vorbereitung von längerfristigen Weltraumexperimenten, etwa auf der Internationalen Raumstation ISS", resümiert DLR-Projektleiter Joop.

Mit den Startvorbereitungen und der Durchführung der TEXUS 50/51-Doppelkampagne hat das DLR erneut die Firma Astrium Space Transportation in Bremen beauftragt. Weiterhin beteiligt sind die Firma Kayser-Threde in München und die mobile Raketenbasis (Moraba) des DLR in Oberpfaffenhofen. Die zweistufige Trägerrakete VSB-30 wurde gemeinsam von den brasilianischen Raumfahrtorganisationen CTA (Centro Técnico Aerospacial) und IAE (Instituto de Aeronáutica e Espaço), der Mobilen Raketenbasis des DLR (MORABA), sowie der schwedischen Raumfahrtorganisation SSC entwickelt.

Flughafen Hannover lädt zum 6. Airportrun

Am 20. April 2013 startet zum sechsten Mal der PUMA airportrun rund um den Flughafen Hannover. In den letzten Jahren hat sich der Lauf zu einer festen Größe in allen Laufkalendern der Region und darüber hinaus entwickelt. Vorbei an startenden und landenden Flugzeugen, durch Wälder und Grünflächen einmal um den ganzen Flughafen lernen die Läufer den Airport während des Laufes von einer anderen Seite kennen und erleben die faszinierende Kombination aus Natur und Technik.

Neben dem elektronisch gemessenen Halbmarathon Around the Airport, dem 5 km langen Condor-Fliegen Sprint, dem MTU Walk und dem 10,2 km PUMA Run wird es auch in diesem Jahr wieder einen Kinderlauf über 1200 Meter und einen Staffellauf geben. Für Spaß und Unterhaltung sorgen ebenfalls wieder der High-Heels-Lauf und der Bobby-Car-Fun-Run.

Die Eventfläche mit vielen Attraktionen wie ein 7,5 m hoher Kletterturm, Kinderschminken oder einem originalen Triebwerk von MTU ist für alle Fans, Besucher und Zuschauer ab 09:50 Uhr geöffnet. Anmeldungend sind noch möglich, mit der Anmeldegebühr erhält man auch ein PUMA-Funktionsshirt.

Für anreisende Besucher stehen die offiziellen Parkflächen zur Verfügung, alle Läufer können das Parkhaus P Nord kostenlos nutzen. Ein Shuttle von Parkhaus Nord zur Veranstaltungsfläche ist eingerichtet. Die S-Bahn Linie 5 verkehrt ebenfalls regelmäßig zwischen Hauptbahnhof und Flughafen Hannover.

Erste Low-Cost Verbindung nach Dubai

Ab Oktober 2013 wird Wizz Air den Dortmund Airport mit Dubai verbinden. Das kündigte Dortmunds Flughafensprecher Sebastian Scheske am Mittwoch an. Die Anschlussverbindungen über die Flughäfen Budapest, Bukarest, Sofia und Kiew seien ab dem Herbst möglich. Dann eröffnen die neuen Routen und verbinden die vier osteuropäischen Metropolen mit dem bis dahin fertiggestellten Dubai World Central Terminal.

Alle vier Städte werden schon heute bis zu sieben Mal in der Woche ab Dortmund angeflogen. Wizz Air ist damit die erste Low-Cost-Airline, die Europa mit Dubai verbindet. Das Dubai World Central Terminal soll mit fünf Startbahnen und einer Kapazität von bis zu 160 Millionen Passagieren bis 2025 der Hauptflughafen des Emirates und der größte Flughafen der Welt sein.

Wizz Air ist die größte Low Cost-Airline in Mittel- und Osteuropa und verbindet mit einer Flotte von 40 Airbus A320 84 Ziele in über 30 Ländern. In Dortmund bietet Wizz Air 17 Flugziele und ist mit mehr als 900.000 Passagieren die stärkste Airline. Knapp 80 Prozent ihrer Deutschen Flüge starten hier.

Flughafen Stuttgart: Infoabende zu Schallschutz für Anrainer

In den kommenden Wochen informieren die zuständigen Gemeinden und Behörden an mehreren Abenden über die Details des neuen Schallschutzprogramms. Eigentümer von Gebäuden haben u.U. Anspruch auf Schallschutz. Nach dem novellierten Fluglärmgesetz von 2010 werden im Umfeld des Flughafens dazu zwei Tagschutzzonen und eine Nachtschutzzone unterschieden.

Nach den Vorgaben des Gesetzes haben Eigentümer von Gebäuden in diesen Zonen unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf baulichen Schallschutz, der dann vom Flughafen Stuttgart bezahlt wird. Ansprechpartner für die Erstattung der Kosten ist die jeweilige untere Verwaltungsbehörde, die die Anträge prüft und darüber entscheidet.

Termine für die Informationsabende zum Schallschutz

Stadt Filderstadt, für Filderstadt, Leinfelden, Echterdingen und Stetten:

  • Dienstag, 16. April 2013, 19:00 Uhr, Bürgerzentrum Bernhausen, Bernhäuser Hauptstraße 2, 70794 Filderstadt

Stadt Ostfildern, für die Gemeinden Nellingen, Scharnhausen und Plieningen:

  • Donnerstag, 18. April 2013, 18:00 Uhr, Kleiner Saal an der Halle, Esslinger Straße 26, 73760 Ostfildern/Nellingen

Landratsamt Böblingen, für Steinenbronn und Schönaich:

  • Freitag, 19. April 2013, 19:00 Uhr, Bürgerhaus Steinenbronn, Stuttgarter Straße 7, 71144 Steinenbronn

Stadt Esslingen, für Berkheim, Denkendorf und Neuhausen:

  • Dienstag, 23. April 2013, 18:00 Uhr, Osterfeldhalle Berkheim, Köngener Str. 51, 73734 Esslingen

Flughafen Wien: Auflagen für Umweltverträglichkeit eingehalten

Zur Entschließung des EU-Parlaments bezüglich einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für Infrastrukturerweiterungen am Flughafen Wien stellt die Flughafen Wien AG (FWAG) fest, dass der in der Mitteilung von Rechtsanwältin Susanne Heger erweckte Eindruck, Ausbauten am Flughafen Wien seien ohne entsprechende behördliche Genehmigung erfolgt, absolut unzutreffend ist.

Die FWAG hat alle zum damaligen Zeitpunkt von der Behörde geforderten Genehmigungen und Auflagen eingeholt beziehungsweise erfüllt. Nach Vorliegen der Interpretation der EU-Kommission, wonach für bestimmte Teile der Vorhaben eine UVP notwendig sei, wurde über Veranlassung der österreichischen Behörden unmittelbar ein Ex-post-Umweltverträglichkseitsbericht vorgelegt, der auch der EU-Kommission übermittelt wurde.

Die EU-Kommission sah darauf basierend keinen Anlass für weitere Maßnahmen. Konsequenz des Ex-post-Umweltverträglichkeitsberichts war die Forderung nach diversen Ausgleichsmaßnahmen. Diese wurden von der FWAG auch entsprechend erfüllt, so der Flughafen.

Überdies wurden im Zuge des laufenden UVP-Verfahrens zum Vorhaben einer dritten Piste alle bisherigen Ausbauten ins Verfahren miteinbezogen, sodass auch für alle Parteien die Möglichkeit bestand, entsprechende Einwendungen vorzubringen.

Flughafen Zürich: Bauarbeiten an der Rollbahn

Die alljährlichen Bau- und Unterhaltsarbeiten an den Rollwegflächen und Pisten auf dem Flughafen Zürich haben begonnen. Die Arbeiten sollen bis im Oktober dauern. Aus flugbetrieblichen Gründen werden diese Arbeiten nachts nach Betriebsschluss durchgeführt.

Die Pisten und Rollwege am Flughafen Zürich sind einer konstant hohen Belastung ausgesetzt. Dies führt zu Abnützung und Schäden an den Oberflächen. Die Pisten, Rollwege und Vorfeldflächen müssen deshalb mit regelmässigen Sanierungsarbeiten instand gehalten werden. Die Unterhaltsarbeiten werden wetterbedingt hauptsächlich in den Frühlings- und Sommermonaten durchgeführt. Sie beginnen dieses Jahr am 15. April und dauern bis Oktober.

Bauarbeiten finden nachts statt

Die Bauarbeiten im Sicherheitsbereich der Pisten und Rollwege finden jeweils nach Flugbetriebsschluss, von ca. 23:30 Uhr bis 06:00 Uhr in den Nächten von Sonntagabend bis Freitagmorgen statt. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag wird in der Regel nicht gearbeitet. Durch die Bauarbeiten lassen sich gewisse Beeinträchtigungen für die Bevölkerung um den Flughafen Zürich nicht vermeiden, wofur die Flughafen Zürich AG um Verständnis bittet.

Lufthansa Group optimiert Auslastung der Flugzeuge

Alle Fluggesellschaften der Lufthansa Group haben im ersten Quartal des laufenden Jahres von einer verbesserten Kapazitätssteuerung profitiert und die Auslastung ihrer Flugzeuge im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Im Passagierverkehr erhöhte die Lufthansa Group den Sitzladefaktor auf 76,1 Prozent, ein Plus von 1,9 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Im Frachtverkehr erzielte der Konzern eine Steigerung des Fracht-Nutzladefaktors um 0,6 Prozentpunkte auf 70,5 Prozent.

Aufgrund des konzernweit um 2,7 Prozent reduzierten Angebots (in Sitzkilometern) ging die Zahl der von Lufthansa Passage, SWISS und Austrian Airlines beförderten Fluggäste im Zeitraum von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 21,6 Millionen zurück. Der Absatz (in verkauften Sitzkilometern) blieb in diesem Zeitraum mit einem Rückgang von 0,1 Prozent nahezu stabil. Dies führte wegen eines geringeren Angebots zu einer höheren Auslastung.

Die Lufthansa Passage steigerte den Sitzladefaktor im ersten Quartal um 1,7 Prozentpunkte auf 75,5 Prozent. Das Angebot reduzierte die Gesellschaft für den Zeitraum Januar bis März um drei Prozent. Der Rückgang beim Absatz konnte gleichzeitig auf 0,8 Prozent begrenzt werden. Die Zahl der von Lufthansa beförderten Fluggäste ging um 1,9 Prozent auf 15,5 Millionen zurück. SWISS verbesserte den Sitzladefaktor im ersten Quartal um 2,4 auf 79,8 Prozent. Die Gesellschaft steigerte ihr Angebot in den ersten drei Monaten um 1,9 Prozent, der Absatz erhöhte sich sogar überproportional um 4,9 Prozent. Die Zahl der im ersten Quartal von SWISS beförderten Fluggäste lag bei 3,8 Millionen.

Das Minus von 3,4 Prozent war vor allem das Resultat einer geringeren Anzahl an Flügen. Austrian Airlines reduzierte das Angebot um 9,4 Prozent. Der Rückgang beim Absatz konnte hier auf unterproportionale 5,2 Prozent begrenzt werden. Als Ergebnis der Kapazitätssteuerung verbesserte die Gesellschaft in den ersten drei Monaten des Jahres den Sitzladefaktor um 3,3 Prozentpunkte auf 74,0 Prozent. Mit Austrian Airlines flogen in den ersten Monaten 2,3 Millionen Fluggäste, 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Auch bei Lufthansa Cargo war der um 1,1 Prozentpunkte verbesserte Fracht-Nutzladefaktor von 71,4 Prozent das Resultat der erfolgreichen Kapazitätssteuerung. Die Gesellschaft reduzierte das Angebot in den ersten drei Monaten des Jahres um 7,4 Prozent, der Absatz ging, weniger stark, um 5,9 Prozent zurück. Insgesamt transportierte Lufthansa Cargo im ersten Quartal 399.000 Tonnen Fracht und Post, ein Minus von 7,2 Prozent.

  Jan – März 2013 Jan – März 2012 Veränderung zum Vorjahr in Prozent
Lufthansa Passage 1 / Lufthansa Cargo
Fluggäste in 1.000 15.541 15.848 -1,9
Angebotene Sitzkilometer in Mio. 42.325 43.620 -3,0
Verkaufte Sitzkilometer in Mio. 31.935 32.180 -0,8
Sitzladefaktor in Prozent 75,5 73,8 1,7 P.
Fracht/Post in 1.000 t 399 431 -7,2
Fracht-Nutzladefaktor in Prozent 71,4 70,3 1,1 P.
SWISS
Fluggäste in 1.000 3.799 3.933 -3,4
Sitzladefaktor in Prozent 79,8 77,4 2,4 P.
Austrian Airlines
Fluggäste in 1.000 2.291 2.354 -2,7
Sitzladefaktor in Prozent 74,0 70,7 3,3 P.
Lufthansa Konzern 2
Fluggäste in 1.000 21.631 22.135 -2,3
Zahl der Flüge 234.286 249.884 -6,2

1. Inkl. Lufthansa Regional und Germanwings
2. Lufthansa Passage (inkl. Germanwings), SWISS (inkl. Edelweiss), Austrian Airlines

CityJet verbindet Dresden mit Londons City

Air France verbindet Dresden erstmals mit dem London City Airport. Eine Avro RJ85 der Air France-Tochter CityJet mit 95 Sitzen startet sechs Mal pro Woche von Sachsen in die britische Hauptstadt. Tickets sind ab 119 Euro (Hin- und Rückflug) inklusive Steuern und Gebühren buchbar.

Der London City Flughafen punktet vor allem durch seine Nähe zur Innenstadt. Durch die zentrale Lage im Osten des Zentrums erreichen Reisende in nur 15 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln das neueste Geschäfts- und Finanzzentrum Canary Wharf.

In knapp über 20 Minuten gelangt man zur zentral gelegenen Haltestelle Bank in der Londoner City. Auch der Flughafen selbst garantiert kurze Wege und eine schnelle Abfertigung. Die Meldeschlusszeit bei Reisen mit Handgepäck beträgt lediglich 15 Minuten, bei Reisen mit Gepäck 20 Minuten vor Abflug.

Der Flughafen Dresden International liegt nur neun Kilometer von der Stadtmitte Dresdens entfernt und zählt rund 1,9 Millionen Passagiere pro Jahr. Sein Einzugsgebiet umfasst Sachsen, Südbrandenburg, Nordböhmen in der Tschechischen Republik und Niederschlesien in Polen. Mit Dresden und Chemnitz-Zwickau gehören zwei der bedeutendsten ostdeutschen Ballungsräume zum Einzugsgebiet des Airports.

Die Flugzeiten (alle Zeitangaben in Ortszeit)

Montags bis donnerstags und sonntags:

Dresden – London City

17.15 – 18.15 Uhr

London City – Dresden

13.30 – 16.30 Uhr.

 

Bis 17. Mai freitags:

Dresden – London City

17.15 – 18.15 Uhr

London City – Dresden

13.30 – 16.30 Uhr

 

24. Mai bis 27. September freitags.

Dresden – London City

15.20 – 16.20 Uhr

London City – Dresden

11.35 – 14.35 Uhr

 

Ab 04. Oktober freitags.

Dresden – London City

17.15. – 18.15 Uhr

London City – Dresden

13.30 – 16.30 Uhr

Düsseldorfs Airport als bester Regional-Airport Europas

Besondere Ehre für Nordrhein-Westfalens größten Flughafen: Düsseldorf Airport wurde als "Best Regional Airport Europe" ausgezeichnet. Damit ist Düsseldorf Airport in diesem Jahr aus Sicht der Reisenden der beste europäische Flughafen abseits der großen interkontinentalen Drehkreuze.

Der erste Platz in dieser Kategorie wurde bei der Verleihung der Skytrax World Airport Awards übergeben. Auch kam der Düsseldorf Airport unter die fünf besten Flughäfen weltweit in der Kategorie "20 bis 30 Millionen Passagiere" sowie erstmals unter den Top-30 aller bewerteten Flughäfen weltweit. "Die Auszeichnung ist für die gesamte Mannschaft von Düsseldorf Airport eine besondere Ehre.", freute sich Christoph Blume, Sprecher der Flughafen-Geschäftsführung über die Auszeichnung.

"Jeden Tag arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern mit großem Einsatz daran, unseren Flughafen immer besser zu machen. Dass unsere Passagiere diese Entwicklung in einer empirischen Befragung bestätigen, zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind." Für Düsseldorf Airport nahm Lutz Honerla, Vice President Marketing & Strategie, den Award in Genf entgegen.

"Es war ein sehr gutes Jahr für Düsseldorf Airport, der im Gesamtranking erstmals unter den Top-30 aller Flughäfen weltweit rangiert. Neben zahlreichen anderen Vorteilen schätzen die Passagiere vor allem die Nähe zum Stadtzentrum sowie die verkehrsgünstige Lage des Airports", erklärte Edward Plaisted, Vorsitzender von Skytrax.

Schönefeld und Tegel leisteten durchgehenden Winter-Flugebetrieb

"Wenn in Tegel und Schönefeld eine Flocke Schnee fällt, dann geht nichts mehr!" Solche und ähnliche Stimmen gab es im Vorfeld des vergangenen Winters reichlich. Geunkt wurde, dass Schnee und Eis den Flugbetrieb zusammenbrechen lassen würden, Starts und Landungen nicht mehr möglich wären. Diese Szenarien haben sich nicht bewahrheitet. Beide Flughäfen, Schönefeld und Tegel waren während des Winters durchgehend am Netz.

Wurden die Mitarbeiter im Winter 2011/2012 noch zu 40 Einsätzen gerufen, waren es in diesem Winter weit über 100 Einsatztage. Bis zu 200 Mitarbeiter der Flughafengesellschaft waren in den vergangenen Monaten im Zweischicht-System und in der Nachtbereitschaft damit beschäftigt, beispielsweise Start- und Landebahnen, Rollwege sowie Vorfeldflächen zu räumen und so den Flugbetrieb zu gewährleisten.

Großräumgeräte und zusätzlich 500.000 Enteisungsmittel

Insgesamt kamen in Schönefeld und Tegel rund 80 Spezialfahrzeuge zum Einsatz, darunter 45 flughafenspezifische Großräumgeräte (z.B. Großflächenstreuer mit 24 Metern Streubreite und Kehrblasgeräte mit einer Räumbreite von 3,50 Metern). Um sicherzustellen, dass jederzeit ausreichend Enteisungsflüssigkeit (ADF) vorhanden war, wurden zusätzlich 500.000 Liter in einem Notfalllager bereitgehalten.

Insgesamt wurde in den ersten drei Monaten 2013 rund 2.000 Tonnen Gemisch aus flüssigen und festen Enteisungsmitteln verbraucht – dreimal mehr, als im gesamten Jahr 2011. Fünf neue Enteisungsfahrzeuge hatte die GlobeGround Berlin GmbH angeschafft. Bereits im Juni 2012 wurde mit den Wintervorbereitungen begonnen.

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Dem großartigen Einsatz und der langjährigen Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass die Passagiere sicher durch den Winter gekommen sind. Natürlich muss man zu dieser Jahreszeit immer wieder auch mit Einschränkungen rechnen. Dass sich Reisende ärgern, wenn gerade ihr Flug Verspätung hat oder gar ausfällt, ist natürlich nachvollziehbar. Die allermeisten aber haben Verständnis dafür gezeigt, dass Sicherheit immer vorgeht. Dafür möchten wir uns bedanken. Unterm Strich zählt, dass das wir gut durch den Winter gekommen sind. Eine Teamleistung, auf die unsere Mitarbeiter auch ein bisschen stolz sein dürfen."

Lob für Beschäftigte nach langer Saison

Thomas Kropp, Bevollmächtigter des Lufthansa Vorstands für Berlin und Brandenburg: "Den Mitarbeitern in Tegel gebührt ein großes Kompliment. Dieses eingespielte Team hat in diesen langen, harten Wintermonaten einen tollen Job gemacht. Zu begrüßen sind auch die Ertüchtigungs-maßnahmen an diesem beliebten Airport. Bleibt zu hoffen, dass es auf der BER-Baustelle in diesem Jahr wieder voran geht und der Baufortschritt nicht von Spekulationen über zusätzliche Betriebsbeschränkungen beeinträchtigt wird."

Mit Beginn des ersten Enteisungstages am 12. Oktober 2012 wurde bei der GlobeGround Berlin GmbH die offizielle Wintersaison gestartet. Es folgten 139 weitere Enteisungstage. Im Vergleich dazu wurde in der Wintersaison 2011/2012 nur an insgesamt 114 Tagen an den Flughäfen Tegel und Schönefeld enteist. "Diese Wintersaison ist für alle Beteiligten besonders lang gewesen. Aufgrund der besonderen Umstände sowie Belastungen haben unsere Mitarbeiter hervorragende Arbeit geleistet und die gemeinsamen Wintervorbereitungen aller Partner sind damit aufgegangen", sagte Bernhard Alvensleben, Geschäftsführer der GlobeGround Berlin GmbH & Co. KG.

DLR mit Zukunftstechnologien in Hannover

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigte auf der diesjährigen Hannover Messe wieder zahlreiche marktnahe Technologien aus seinen verschiedenen Forschungsbereichen. Dabei waren das DLR-Institut für Technische Thermodynamik, das Technologiemarketing und das DLR-Institut für Robotik und Mechatronik. Vorgestellt wurden Forschungsarbeiten und Markterfolge aus Entwicklungspartnerschaften mit der Industrie.

Alleskönner für die Brennkammer: Whipox®

Der faserverstärkte keramische Werkstoff WHIPOX® hält wie jede Keramik hohe Temperaturen aus und ist dabei korrosionsbeständig. Gleichzeitig ist er durch eingearbeitete Aluminiumoxid-Fasern extrem bruchfest. Damit hat das Material ideale Eigenschaften, um die Brennkammer einer Gasturbine auszukleiden. In einer Gasturbine mit einer solchen Keramikauskleidung kann die Verbrennung bei höheren Temperaturen ablaufen. So lässt sich Kühlluft einsparen und der Wirkungsgrad der Turbine steigt.

Zudem wird die Verbrennung effizienter und schadstoffärmer. Der Werkstoff kann sowohl in Flugzeugturbinen als auch in stationären Gasturbinen zum Einsatz kommen. Die Vermarktung von im DLR entwickelten Prototypen übernimmt seit 2007 die Firma WPX-Faserkeramik GmbH. Das Portfolio der Ausgründung umfasst Produktentwicklung, Serienfertigung, Vertrieb und Service.

Faserkeramik für Bremsen von Flugzeugpropellern

Bei Wartungsarbeiten am Triebwerk eines Propellerflugzeugs müssen die Propeller stillstehen, auch nach der Landung sollen sie schnell abbremsen. Die Faserkeramik – ein Werkstoff, der ursprünglich für Thermalschutzsysteme in der Raumfahrt entwickelt wurde – hilft dabei. Beim A400M können Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 120 Millimetern 5,3 Meter große Propeller innerhalb weniger Sekunden abbremsen.

Der Luftfahrtzulieferer UMBRA Cuscinetti S.p.A. hat dafür ein Bremssystem entwickelt. Die entsprechende Hochleistungsfaserkeramik steuerte das DLR bei und konnte auf Erfahrungen aus Anwendungen in der Raumfahrt, im Automobilbereich und in der Energietechnik zurückgreifen.

CO2-freies Fliegen mit Wasserstoff im Tank: Antares DLR-H2

Der Motorsegler Antares DLR-H2 ist weltweit das einzige Flugzeug, das mit einer Brennstoffzelle starten kann. Das DLR-Institut für Technische Thermodynamik stellte den Wasserstofftank aus, der als Außenlastbehälter unter der rechten Tragfläche der Antares angebracht ist. In dem Wasserstofftank können unter einem maximalen Druck von 350 bar mehr als 200 Liter gasförmigen Wasserstoffs mitgeführt werden. Mit dem Wasserstoff wird über eine Brennstoffzelle an Bord der Antares DLR-H2 Strom erzeugt, der den Motorsegler antreibt.

Schnelldiagnose für die Brennstoffzelle

Passend dazu zeigte das DLR-Institut für Technische Thermodynamik Diagnosemöglichkeiten für Brennstoffzellen. Ein solches Diagnose-Tool hilft die Effizienz von Brennstoffzellen zu steigern. Langfristig erwarten die Forscher, dass durch die genaue Diagnosemöglichkeit das Design einer Brennstoffzelle vereinfacht und so Kosten gespart werden können.

Die Diagnose erfolgt über eine in die Brennstoffzelle eingebaute Messplatte, Sie kann Leistung, Temperatur, Feuchte und Vergiftungsgrad an unterschiedlichen Stellen in der Brennstoffzelle erfassen. Auch für Redox-Flow-Batterien haben die Forscher ein Messverfahren entwickelt, mit dem sie ein genaues Bild erhalten, welche Bereiche in der Batterie aktiv sind. Das Verfahren kann zur Fehlerfrüherkennung und Steuerung solcher Batterien eingesetzt werden.

CFK-Rahmen für Brennstoffzellen-Stack

Kohlefaserverstärkter Kunststoff (CFK) wird durch sein geringes Gewicht bislang vor allem in der Luftfahrt eingesetzt. Das DLR stellte einen Brennstoffzellen-Stack (Brennstoffzellen-Stapel) aus, dessen Anfangs- und Endplatte aus dem ultraleichten Kunststoff besteht. Solche Leichtbau-Stacks sind vor allem für mobile Anwendungen der Brennstoffzelle interessant.

Neben dem geringen Gewicht hat das CFK-Material auch Vorteile für die Funktion der Brennstoffzelle: Das Material isoliert besser als das bislang verwendete Metall, wodurch die Temperatur innerhalb der Brennstoffzelle konstanter ist. Dies wiederum bedeutet eine längere Lebensdauer einer Brennstoffzelle.

Run auf dem Flughafen Berlin Brandenburg

0

Am Samstag, 27. April um 19 Uhr, fällt der Startschuss für rund 4.000 Läuferinnen und Läufer an der südlichen Start- und Landebahn des Flughafens Berlin Brandenburg. Die vier Kilometer lange Betonpiste ist die erste Etappe beim Halbmarathon und 10-Kilometer-Lauf über das Flughafengelände.

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Wir wollen den BER schon vor der Eröffnung für die Menschen in der Region erlebbar machen. Beim 7. AirportRun bietet sich für die Teilnehmer ein exklusiver Blick auf die Südbahn, die Vorfelder, den Tower der Deutschen Flugsicherung sowie das Terminal von der Luftseite."

Laufen im Sonnenuntergang

Der AirportRun findet bereits zum siebten Mal statt, erstmals wird der Lauf am Abend ausgerichtet. Die angeschaltete Beleuchtung der südlichen Start- und Landebahn verspricht in der Dämmerung eine ganz besondere Atmosphäre. Auch das BER-Terminal wird erleuchtet sein. Angeboten werden ein Halbmarathon mit einer Distanz von 21,0975 Kilometern, ein 10-Kilometer-Lauf sowie ein 10-Kilometer-Power-Walking. Neben den besten Läuferinnen und Läufern in den drei Disziplinen wird außerdem die Firma mit der besten Zeit sowie mit den meisten Teilnehmern ausgezeichnet.

Anreise zum Veranstaltungsgelände

Das Veranstaltungsgelände befindet sich am Flughafen Berlin Brandenburg in der sogenanten Service Area South. Hier sind etwa die Gebäude der Bodenverkehrsdienste, die Feuerwache Ost und die Technikzentrale angesiedelt. Während des Laufs wird für Besucher und Begleiter ein kleines Bühnenprogramm geboten, und auch für das leibliche Wohl wird natürlich gesorgt. Für die Läufer stehen Umkleidemöglichkeiten und Duschen zur Verfügung. Die Anreise ist mit dem eigenen Auto und über Shuttle-Busse möglich. Direkt am BER stehen Parkplätze zur Verfügung. Zwischen 15:00 und 24:00 Uhr fahren Shuttle-Busse ab dem S-Bahnhof Flughafen Berlin-Schönefeld

Anmeldung zum AirportRun

Der AirportRun wird von BERLIN LÄUFT organisiert. Bislang haben sich schon über 2000 Teilnehmer registriert. Es wird damit gerechnet, dass wie im Vorjahr wieder rund 4000 Läuferinnen und Läufer beim AirportRun dabei sein werden. Bei Anmeldung bis zum 21. April beträgt die Startgebühr für den Halbmarathon 25 Euro und für die 10-Kilometer-Strecke 15 Euro. Danach betragen die Kosten 30 Euro bzw. 18 Euro. Bei Anmeldungen aus dem Ausland erhöhen sich die Kosten um 5 Euro. Teilnehmer, die noch keinen ChampionChip für die elektronische Zeitmessung besitzen, können diesen für 6 Euro ausleihen. Die Anmeldung ist bis zum 24. April möglich, eine Nachmeldung kann noch direkt auf der Veranstaltung erfolgen.

Beschleunigungsprogramm SPRINT für Flughafen BER

Flughafenchef Hartmut Mehdorn stellte auf der Aufsichtsratssitzung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH sein Beschleunigungsprogramm SPRINT vor. Danach sagte er: "Wir machen jetzt einen Neuanfang an vielen Stellen des Unternehmens. Dies schließt personelle und prozessuale Veränderungen ein, die alle dem Ziel dienen, die Inbetriebnahme des BER zu beschleunigen."

Weitere Entscheidungen des Tages waren die Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2013 durch den Aufsichtsrat. Elmar Kleinert wird neuer Chef des Flughafenbetriebs in Schönefeld, Tegel und später auf dem BER.

Programm SPRINT zur Beschleunigung

In dem von Mehdorn selbst geleiteten Beschleunigungsprogramm SPRINT werden sämtliche mit der Inbetriebnahme des BER zusammenhängenden Prozesse gebündelt, angefangen von den Restbauarbeiten über Genehmigungen, Probebetrieb bis zur Flughafeneröffnung selbst. Zentrales Steuerungselement von Sprint wird ein sogenanntes Project Management Office (PMO) sein, das auf dem BER angesiedelt wird.

SPRINT wird über ein technisches Kompetenzcenter verfügen, in dem sämtliche technischen Fragestellungen wie Bestandsaufnahme, Firmenbetreuung und Dokumentation gebündelt sein werden. Auch die für die Inbetriebnahme notwendigen Schulungen, das Herstellen der Betriebsbereitschaft sowie der Flughafenumzug werden Bestandteil von SPRINT.

Mehdorn weiter: "Wir werden die anstehenden Arbeiten für den BER in 20 bis 30 Module aufteilen. Die Modulmanager werden wir in den kommenden Wochen benennen. Wir werden in dem technischen Kompetenzcenter externe wie interne Know-how-Träger nutzen und mit allen reden, die einen konstruktiven Beitrag für eine rasche BER-Eröffnung leisten können."

Wirtschaftsplan 2013 verabschiedet

Der Aufsichtsrat verabschiedete zudem den angepassten Wirtschaftsplan 2013. Nach der aktuellen Berechnung werden die Gesellschafter in diesem Jahr 650 Mio. Euro an Gesellschaftermitteln für die BER-Realisierung bereitstellen (bislang auf Basis Eröffnungstermin 27.10.2013 geplant: 900 Mio. Euro). Eine erste Tranche in Höhe von 192 Mio. Euro haben die Gesellschafter bereits im Januar 2013 an die FBB ausgezahlt (71 Mio. Euro Berlin, 71 Mio. Euro Brandenburg, 50 Mio. Euro Bundesrepublik Deutschland). Kleinert verstärkt operativen Bereich der Flughafengesellschaft

Als neuer Leiter des Flughafenbetriebs konnte die Flughafengesellschaft Elmar Kleinert gewinnen. Kleinert ist 52 Jahre alt. Er arbeitete zuletzt als Geschäftsführer des Flughafens Paderborn/Lippstadt. Zuvor war er unter anderem bei Lufthansa und für die Berliner Flughafengesellschaft als Verkehrsleiter des Flughafens Tegel tätig.

Intersky verbindet Hamburg mit Karlsruhe / Baden-Baden

Die Regional-Fluggesellschaft InterSky bediente ihren ersten Flug zwischen Karlsruhe / Baden-Baden und Hamburg. Angeboten werden ab sofort drei tägliche Flüge, die von einer fest stationierten Maschine in Karlsruhe / Baden-Baden übernommen werden.

InterSky vollzieht mit dem Erstflug zwischen Karlsruhe / Baden-Baden und Hamburg die bereits dritte Streckeneröffnung in diesem Jahr. Die Flugzeit zwischen den beiden Städten beträgt rund 100 Minuten. Geflogen wird mit einer ATR72 mit 68 Sitzplätzen des deutschen Leasing-Spezialisten Avanti Air aus Siegerland.

Leasing-Maschine wegen langer Lieferzeiten

„Das geleaste Flugzeug wird voraussichtlich die ersten zwölf Monate auf der Strecke im Einsatz sein. Wir gehen davon aus, dass wir mittelfristig mit eigenem Fluggerät auf der Strecke operieren werden. Dies war aufgrund des umfangreichen Wachstums notwendig, da derzeit keine passenden anderen Fluggeräte am Markt sind und neue Maschinen lange Lieferzeiten haben.“, so Peter Oncken, Geschäftsführer der InterSky.

Mit der Eröffnung dieser neuen Strecke verstärkt sich nicht nur das Engagement von InterSky in Karlsruhe / Baden-Baden, sondern vor allem in der Hansestadt Hamburg. Abgeflogen wird dort neuerdings nicht nur drei mal täglich nach Karlsruhe / Baden – Baden, sondern seit Jahren drei mal täglich nach Friedrichshafen am Bodensee. „Das ergibt eine erfreuliche Verdoppelung der Flüge von drei auf sechs tägliche Abflüge ab Hamburg“, so Renate Moser, Geschäftsführerin der InterSky.

Mit der Streckeneröffnung zwischen Karlsruhe / Baden – Baden und Hamburg erhöht InterSky das Angebot um weitere 1.600 Flüge oder anders ausgedrückt um 34 Prozent. Die Gesamtproduktion gegenüber Vorjahr wächst sogar um starke 85 Prozent. Möglich macht dies die Flottenverdoppelung von drei auf sechs Maschinen, die im Auftrag von InterSky unterwegs sind. Bei der Fluggesellschaft ist man zuversichtlich, dass diese hochfrequente Verbindung Geschäfts- und Privatreisende gleichermaßen anspricht.

Die Flugpreise beginnen bei 99 EUR one-way inkl. Steuern, Gebühren und Abgaben. Snacks und Getränke gibt es kostenlos an Bord, wie Roger Hohl, Leiter Verkauf und Marketing der InterSky, mitteilte.

Sommerflugplan 2013 (09.04.2013 – 26.10.2013)

Flüge ab Karlsruhe / Baden-Baden

  • Mo – Fr, Sa Karlsruhe / Baden-Baden – Hamburg, 3L350, 06:10 – 07:50 Uhr
  • Mo – Fr, So Karlsruhe / Baden-Baden – Hamburg, 3L354, 13:40 – 15:20 Uhr
  • Mo – Fr, So Karlsruhe / Baden-Baden – Hamburg, 3L356, 18:05 – 19:45 Uhr

Flüge ab Hamburg

  • Mo – Fr, Sa Hamburg – Karlsruhe / Baden-Baden, 3L351, 08:20 – 10:00 Uhr
  • Mo – Fr, So Hamburg – Karlsruhe / Baden-Baden, 3L355, 15:50 – 17:30 Uhr
  • Mo – Fr, So Hamburg – Karlsruhe / Baden-Baden, 3L357, 20:15 – 21:55 Uhr

Alle Zeitangaben sind Ortszeiten!

Condors Langstreckenkabine wird runderneuert

Neue Kabinen für die Langstreckenflotte von Condor. Die Flugzeugsitze sämtlicher Klassen werden gegen moderne Sitze ausgetauscht. Zukünftig wird in allen Klassen Entertainment on demand angeboten, mit dem jeder Gast auf seinem eigenen Bildschirm sein Unterhaltungsprogramm frei wählen kann. Aber auch Flugzeugtoiletten und Beleuchtungssysteme werden erneuert.

Im Zuge der Kabinenerneuerung wird die Condor Comfort Class in Business Class umbenannt und so an die im Markt übliche und bei den Kunden bekannte Bezeichnung angepasst. Die neue Condor Business Class bietet den Gästen zukünftig vollautomatische, komfortable Liegesitze, die mit einer Neigung von 170 Grad und 1,80 m Bettlänge viel Raum für entspanntes Fliegen bieten. Wer anstatt des umfangreichen In-Seat Entertainment-Systems lieber eigene Geräte nutzt, findet hierfür entsprechende Strom- und USB-Anschlüsse in den Sitz integriert.

Daneben wird auch die Flottenstrategie optimiert: Condor wird mit zwei unterschiedlichen Kabinenkonfigurationen operieren. Von zwölf Boeing B767-300 Flugzeugen verfügen zukünftig drei über 30 Business Class-Sitze. Diese Flugzeuge werden verstärkt auf Strecken mit hoher Business Class-Nachfrage, wie den Malediven, den Seychellen und Mauritius, eingesetzt. Die übrigen neun Flugzeuge werden wie bisher mit 18 Business Class-Sitzen ausgestattet.

Die Umrüstung erfolgt sukzessive innerhalb der Wintersaison 2013/14, das erste Flugzeug mit neuer Kabine soll im Herbst 2013 den Flugbetrieb aufnehmen. Zum Sommer 2014 ist die Umrüstung der gesamten Flotte abgeschlossen. Die gesamte Flotte aus derzeit zwölf Boeing 767-300ER wird gemeinsam mit mehreren Partnern mit neuem Interieur versehen.

Technische Integration

Die AMES Gruppe unterstützt die umfassende Kabinenerneuerung der Condor B767-300 Flotte sowohl im Engineering als auch im Bereich der Produktion und Beschaffung von Bauteilen. Neben der technischen Integration und luftfahrtbehördlichen Zulassung von diversen Systemen und Komponenten unterstützt AMES auch bei der Entwicklung neuer Kabinenbauteile und im technischen Projektmanagement.

Die AMES Gruppe bietet Leistungen in der gesamten "Supply Chain" für Airline-Leasing-und Privatkunden, insbesondere in den Kernbereichen Bauteildesign (EASA Part 21J Certified) und Produktion (EASA Part 21G Certified), sowie CAMO Services (EASA Part M Certified).

Beleuchtungssysteme

EMTEQ rüstet die vollständige Kabine, die Bordküchen und Waschräume mit neuen Leuchtmitteln sowie dem neu eingesetzten Moodlight aus. Dieses ermöglicht eine dimmbare weiße Beleuchtung und ein breites Spektrum an benutzerdefinierten Farbszenarien, um das Wohlempfinden der Gäste an Bord zu verbessern.

Das System wird über EMTEQ’s eConnect™ gesteuert, ein vielseitiges Kabinensystem, das als Regler für die Beleuchtungssysteme und bei Condor ebenfalls als Steuerungseinheit des Inflight Entertainment dient.

EMTEQ ist sowohl auf dem kommerziellen Markt sowie im Luftfahrtfachgeschäft mit erprobten Installationen auf vielen OEM Plattformen und mehreren Airline Flotten Branchenführer in der LED-Beleuchtungstechnik und bietet ein vollständiges Angebot für Beleuchtungsprodukte und Applikationen im gesamten Flugzeug.

Flugzeugtoiletten: MacCarthy Aviation Holdings Ltd

MacCarthy ist mit der Komplettüberholung der 72 Flugzeugtoiletten der Condor Langstreckenflotte beauftragt. Die Arbeiten umfassen eine neue Waschtisch-Oberfläche, rostfreie Stahlwaschbecken, Wasserhähne, Spiegel, Unterschränke, Toilettensitze mit Absenk-Automatik, LED-Beleuchtung sowie eine revolutionäre neue Toilettenbodenkonstruktion, die von MacCarthy selbst designt wurde und über einen PAN GUARD-Boden der Firma Schneller verfügt. Der PAN GUARD-Bodenbelag ist besonders hygenisch und robust, einfach zu verlegen und spart pro Waschraum bis zu zwei Kilogramm Gewicht.

Design: müller/romca industrial design

Die Designer von müller/romca geben der Kabine der Condor 767-Flotte einen durchweg neuen und frischen Look. Die fabrikneuen Sitze aller drei Klassen erhalten einen ergonomischen Polsterschnitt mit einer eigenständigen und innovativen Linienführung sowie mit neuen Stoffen und Farben.

Die Spezialisten für Cabin Interior Design haben moderne Dekore für Class Divider und Monuments entwickelt, dazu das Trim und Finish der Waschräume und Küchen.

Business Class

Zodiac Seats France liefert mit dem Business Class-Sitz "Majesty" eines seiner innovativen Spitzenprodukte für die Ausstattung der neuen Condor Business Class. Mit separaten und individuellen Einstellungsmöglichkeiten von Rückenlehne, Sitzfläche sowie dem Fuß- und Kopfteil und dem hohen Komfort ermöglicht er dem Gast ein hochmodernes Sitzerlebnis. Diese Funktionen verhindern auch ein mögliches Herabrutschen, wenn der Sitz in eine flache Position übergeht.

Der "Majesty"-Sitz bietet den Gästen in jeder Position maximale Privatsphäre. Alle Eigenschaften des Sitzes sind durch die Verwendung von den stets gleichen Mechanismen auch bei einer Anpassung der Flugzeugkonfiguration und des Sitzabstand weiterhin gegeben.

Seit über 50 Jahren entwirft Zodiac Seats France innovative Designs und produziert hochwertige Sitze für internationale Airlines. Condor arbeitet bereits seit über zehn Jahren partnerschaftlich mit Zodiac Seats France zusammen.

In-Flight Entertainment Systeme

Im Bereich In-Flight Entertainment setzt Condor auf die Rave™ Technologie der Firma Zodiac In-flight Entertainment. So können Gäste zukünftig in allen Klassen aus einem umfangreichen Angebot von Kino-Highlights, Serien, Spielen und Audioangeboten auswählen.

"Wir sind stolz, Condor als Teil einer wachsenden Nummer von Airlines zählen können, die sich der RAVE-OLUTION angeschlossen haben", sagt Rod Farley, CEO von Zodiac In-flight Entertainment. Die Vision von RAVE™ ist es, dass IFE Systeme erschwinglich sein sollen. Einsparungen ergeben sich nicht nur bei den Kosten und dem Gewicht, sondern auch bei der Ausfallsicherheit: Da jede Sitzeinheit autark als Einzelrechner arbeitet, kann es nicht mehr zum Ausfall ganzer Kabinensektionen kommen.

Die kürzlich durch Zodiac Aerospace aufgekaufte IMS Company stellt seit 1996 innovative technische Lösungen bereit. Das nun als Zodiac In-Flight Entertainment operierende Unternehmen wird auch zukünftig seine Aushängemerkmale Innovation und Kreativität weiter ausbauen und Premium In-Flight Entertainment ohne Leistungsaufschläge bereitstellen.

Cabin Interior: Zodiac Airline Cabine Interiors (ZACI) NuLook®

In Zusammenarbeit mit der der Firma Zodiac Airline Cabine Interiors (ZACI) werden weitere Flieger der Langstreckenflotte mit der NuLook® Innenausstattung versehen. Hier werden wichtige Komponenten wie neue Gepäckfächer und neue Deckenverkleidungen verbaut, die für ein edleres und moderneres Design sorgen und zu einer Vereinheitlichung der gesamten Flotte beitragen.

Zodiac Airline Kabinenausstattung ist Marktführer bei der Gestaltung, Herstellung und Zertifizierung von hochtechnischen Flugzeugen und deren Innenausstattung. Die Abteilung ist zuständig für integrale Dienstleistungen in der Luftfahrtindustrie und gehört wie Zodiac Seats France zu Zodiac Aerospace, einem der weltweit führenden Anbietern für Luftfahrtausrüstung, kommerzielle Gestaltung von Systemen, Regional- und Geschäftsflugzeugen sowie Hubschraubern und Raumfahrzeugen.

Economy und Premium Economy Class

Für die Economy und Premium Economy Class hat Condor sich für Sitze "Made in Germany" von ZIM FLUGSITZ entschieden.

Gerade bei den beiden Hauptargumenten, Gewicht und Realisierung von Kundenanforderungen konnte ZIM überzeugen: Ergonomisch geformte Sitze sowie zusätzliche Komfortelemente wie bewegliche Kopf- und Fußstützen in der Premium Economy Class sind ideal auf das Bedürfnis von Langstreckenpassagieren ausgerichtet.

Neben dem Gewicht gilt die Kundenanpassung als Schlüssel zum Erfolg: "Der Wohlfühlfaktor ist überaus entscheidend. Jede Fluggesellschaft hat ihre eigenen Vorstellungen, welche Sitze zu ihnen und zu ihren Kunden passen", sagt Angelika Zimmermann, Vorsitzende von ZIM FLUGSITZ.

Seit der Gründung der ZIM FLUGSITZ im Jahre 2008 legt das Unternehmen seinen Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige, mechanische Economy Class und Business Class Sitze. In den letzten Jahren konnte ZIM mehrere namhafte Airlines davon überzeugen, dass Gewichtsersparnis nicht automatisch mit Komforteinbußen und Qualitätsverlust einhergeht. Seit 2012 bietet ZIM Sitze für die Premium Economy Class an.

Alles muss raus: Gewicht sparen bei Austrian Airlines

Austrian Airlines räumt derzeit einen gesamten Airbus aus um herauszufinden, wo noch Gewicht eingespart werden kann. Denn der Treibstoffpreis ist für Fluglinien einer der größten Kostenblöcke, bei Austrian Airlines macht er rund ein Viertel der Gesamtkosten aus.

Projektleiter und Technischer Pilot, Oliver Cantele: "Es kommt darauf an, jedes überflüssige Gramm zu vermeiden, denn jedes unnötige Kilo frisst unsere Profite weg." Nach der Wiegung und Erfassung der Gegenstände an Bord wurde schon vor Ort hohes Einsparungspotential identifiziert.

Das angestrebte Ziel von 40 Kilo konnte dabei deutlich überschritten werden: Eine erste Hochrechnung zeigt eine Ersparnis von 120t Kerosin innerhalb der Austrian Airbus 320 Familie, das entspricht über 100.000 Euro. Zusätzlich können 375t Co²-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Das Projekt soll langfristig auf die gesamte Austrian Airlines Flotte umgesetzt werden.

Dortmund Airport mit Passagierwachstum im März

Trotz schwächerer Passagierzahlen zum Jahresanfang konnte der Dortmund Airport bereits im März wieder Wachstum verzeichnen. "Wir mussten nach dem Wegfall der meisten Air Berlin und easyJet Strecken mit sinkenden Passagierzahlen im Winterhalbjahr rechnen", erklärte Flughafensprecher Sebastian Scheske, "umso erleichterter sind wir, dass bereits die März-Zahlen um ein Prozent besser sind als im Vorjahr."

Der Weggang beider Airlines sei unter anderem mit den kurzen Betriebszeiten am Flughafen Dortmund begründet worden. "Ein Handicap, dass uns in Verhandlungen mit potentiellen Partnern immer wieder zum Nachteil gereicht", so Scheske.

Von Januar bis März wurden am Dortmund Airport etwa 8,5 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahreszeitraum verzeichnet. Trotzdem seien, besonders durch die positiv angenommenen Verbindungen mit Ryanair und Vueling, im März bereits 50 Prozent mehr Passagiere ab Dortmund geflogen, als in den extrem schwachen Vormonaten. Bereits im Oktober letzten Jahres hatte Air Berlin den Betrieb ab Dortmund eingestellt und bedient seit Ende März wieder die Verbindung ins Drehkreuz Palma de Mallorca.

Zudem fliegt easyJet, ebenfalls seit Oktober, von vormals sechs Verbindungen nur noch London an. Zwar erwarte der Dortmunder Flughafen durch die sieben neuen Ryanair-Strecken und die Barcelona-Verbindung der spanischen Airline Vueling für 2013 leicht wachsende Passagierzahlen. Die katalanische Metropole wird viermal wöchentlich von Vueling angeflogen. Damit sind für Reisende zudem Drehkreuzverbindungen zu über 40 weiteren Zielen wie Alicante, Sevilla, Ibiza, Mahon/Menorca, Teneriffa, Las Palmas/Gran Canaria oder Bilbao möglich, bei denen das Gepäck beim Abflug direkt bis zum Zielort aufgegeben werden kann. Ein nachhaltiger Betrieb sei jedoch nur mit einer zusätzlichen Betriebsstunde am Abend möglich.

Monarch Airlines: Keine Flüge zum Bodensee-Airport bis Oktober

Nach Auskunft der Fluggesellschaft werden von Mai bis Oktober 2013 die Flüge nach London-Gatwick ausgesetzt. Die bereits gebuchten Monarch-Passagiere werden von der Fluggesellschaft zeitnah kontaktiert.

Die Passagiere können sich auch direkt an die Fluggesellschaft wenden. Ab kommenden Winter wird Monarch mit fünf wöchentlichen Flügen von/nach London-Gatwick und zwei wöchentlichen Flügen von/nach Manchester die Vier-Länder-Region weiter bedienen.

Flughäfen Schönefeld und Tegel: Mehr Passagiere, weniger Flüge

0

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wächst der Luftverkehr in Berlin und Brandenburg weiter. Im ersten Quartal nutzten insgesamt 5.405.955 Passagiere die Flughäfen Tegel und Schönefeld. Das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Unterschiede gibt es weiterhin bei der Entwicklung der Verkehrszahlen an den beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld.

In Tegel konnten im ersten Quartal 3.990.001 Passagiere gezählt werden, das sind 5,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden am Flughafen Schönefeld in den ersten drei Monaten des Jahres 1.415.954 Passagiere abgefertigt, 7,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Flugbewegungen insgesamt sank hingegen im ersten Quartal auf 52.620 Starts und Landungen, ein Rückgang um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld sank die Zahl der Flugbewegungen im Vorjahresvergleich auf 14.565. Das entspricht einem Rückgang von 11,9 Prozent. In Tegel gab es im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg um 1,1 Prozent. Insgesamt wurden in Tegel in den ersten drei Monaten des Jahres 38.055 Flugbewegungen registriert.

Bei der Luftfracht konnten im ersten Quartal 2013 an den Flughäfen Schönefeld und Tegel 7.330 Tonnen registriert werden, ein Minus von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Millioneninvestitionen bis zur BER-Inbetriebnahme

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Insgesamt konnten wir an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel im ersten Quartal rund fünfeinhalb Millionen Passagiere begrüßen – das entspricht einem Wachstum von gut zwei Prozent. Auf diese Zahlen können wir – gerade angesichts der beschränkten Kapazitäten in Tegel – stolz sein. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir 20 Millionen Euro in Schönefeld und Tegel investieren, um die Funktionalität und das Erscheinungsbild zu verbessern und so einen reibungslosen Betrieb bis zur Inbetriebnahme des BER zu gewährleisten."

Verkehrszahlen im März: Wachstum in Tegel

Im Monat März 2013 nutzten insgesamt 2.082.927 Passagiere die Flughäfen Schönefeld und Tegel – ein Plus von 4,2 Prozent zum Vergleichsmonat des Vorjahres. Dabei findet das Wachstum weiterhin in Tegel statt: In Tegel konnten im Monat März 1.540.093 Passagiere registriert werden, 7,6 Prozent mehr als im März 2012. Auf dem Flughafen Schönefeld wurden im vergangenen Monat 542.834 Fluggäste gezählt. Das sind 4,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Gesamtzahl der Flugbewegungen belief sich im März auf 19.070 Starts und Landungen, ein Rückgang um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die beförderte Luftfracht verzeichnete im März ein Wachstum von 3,4 Prozent auf 2.864 Tonnen.

Karlsruher Rettungshubschrauber leistet 43.000. Einsatz

Die Karlsruher Station der DRF Luftrettung leistete nun ihren 43.000. Einsatz seit Gründung der Station im September 1975. Die Rettungsleitstelle Karlsruhe alarmierte um 10:50 Uhr die Besatzung zu einem dringendem Kindernotfall nach Malsch. Ein zweijähriges Kind hatte zuhause einen schweren Fieberkrampf erlitten und musste dringend notärztlich behandelt werden.

Nur sechs Minuten nach der Alarmierung landete der Karlsruher Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung auf einer Wiese neben dem Wohnort der kleinen Patientin. "Das Mädchen hatte hohes Fieber und krampfte nach Angaben der Mutter bereits seit 15 Minuten. Wir gaben dem Kleinkind Medikamente, die den Anfall jedoch nicht stoppen konnten. Daraufhin legten wir sie in Narkose und konnten so ihren Zustand stabilisieren", berichtet Rettungsassistent Marcus Sandrock.

Anschließend wurde sie in den Hubschrauber gebracht und zur weiteren Behandlung in nur sechs Minuten in die Kinderklinik des Städtischen Klinikums Karlsruhe geflogen. "Fieberkrämpfe sind bei Kleinkindern stets kritisch, da diese im Gegensatz zu Erwachsenen ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren können. Daher waren eine schnelle Behandlung und der Transport in eine Klinik sehr wichtig", fügt der erfahrene Rettungsassistent hinzu.

Die DRF Luftrettung feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum: Im März 1973 erfolgte in Stuttgart der erste Einsatz eines rot-weißen Rettungshubschraubers. Vier Jahrzehnte und rund 700.000. Einsätze später kommen an 31 Stationen in Deutschland, Österreich und Dänemark Hubschrauber der DRF Luftrettung zum Einsatz; acht davon rund um die Uhr. Die Karlsruher Luftrettungsstation wurde als dritte Station der DRF Luftrettung 1975 gegründet. Allein im letzten Jahr war "Christoph 43" 1.435-mal im Einsatz. Er wird von den Leitstellen Karlsruhe, Südpfalz, Rhein-Neckar, Heilbronn, Pforzheim und Mittelbaden alarmiert. In Einzelfällen fordern ihn auch die Leitstellen Ortenau, Ludwigshafen und Ludwigsburg an.