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Staatsvertrag mit Deutschland: Schweiz will nicht nachverhandeln

Vertreter der Schweiz und Deutschlands haben sich heute in Basel bei einem Informationstreffen über verschiedene Punkte des Fluglärm-Staatsvertrages ausgetauscht. Die Schweiz bekräftigte dabei, dass es keine Nachverhandlungen des Vertrages geben werde, zeigte sich aber bereit, offene Fragen zur Anwendung des Vertrages zu klären.

Am Montag, 22. April 2013, haben sich in Basel Vertreter der Schweiz und Deutschlands bei einem Informationstreffen über die Auswirkungen des Fluglärm-Staatsvertrags ausgetauscht. Der Vertrag, der die Auswirkungen des Zürcher Flughafenbetriebes auf deutsches Hoheitsgebiet regelt, wurde im September 2012 von den Verkehrsministern beider Länder unterzeichnet.

Die schweizerische Seite machte klar, dass es keine Nachverhandlungen des Vertrages geben werde. Sie ist aber bereit, die von deutscher Seite aufgetauchten Fragen entgegenzunehmen und zu klären. Das kann gegebenenfalls mit einem Noten-Austausch erfolgen. Beim Staatsvertrag handelt es sich um einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss. Der Schweizer Ständerat hat ihm im März zugestimmt, der Nationalrat wird voraussichtlich in der Sommersession darüber abstimmen.

Die Schweizer Seite wurde am Informationstreffen von Peter Müller, Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), vertreten. Auf deutscher Seite nahmen Gerold Reichle, Leiter der Abteilung Luft- und Raumfahrt im deutschen Verkehrsministerium sowie Politiker und Vertreter von Bürgerorganisationen aus den betroffenen süddeutschen Gebieten an der Veranstaltung teil.

Dreamliner-Batterien: Boeing entsendet Umrüst-Teams

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Nachdem die US Federal Aviation Administration (FAA) für die Verbesserungen an den Batteriesystemen grünes Licht gegeben hat, können die 787 Dreamliner mit diesen Modifikationen auch wieder starten. "Die FAA-Zulassung macht den Weg für uns und die Fluggesellschaften frei, um den Prozess der Wiederindienststellung der 787 zu beginnen", sagte Boeing Chairman, President und CEO, Jim McNerney.

Die FAA erlaubt damit die Rückkehr des Dreamliners in den Dienst innerhalb der Vereinigten Staaten, sobald die Modifikationen umgesetzt sind. Für die entsprechenden Maschinen außerhalb der USA sind jedoch die lokalen Behörden für die endgültige Genehmigung zuständig.

Tests von Komponenten und Design der Dreamliner-Akkus

Die Zulassung der verbesserten 787-Batterie-Systeme wurde von der FAA erteilt, nachdem die Behörde eine umfassende Auswertung von Tests durchgeführt hatte. Die Tests wurden unter Aufsicht der FAA über einen Zeitraum von einem Monat durchgeführt und dienten zur Validierung der einzelnen Komponenten des Akkus, der Integration mit dem Ladesystem und einer neuen Ummantelung. Dabei habe die FAA die Messlatte für Boeing-Team und deren Lösung hoch angesetzt, sagte McNerney.

Boeing führte in Zusammenarbeit mit Lieferanten und mit Unterstützung des National Transportation Safety Board und dem Japan Transport Safety Board umfangreiche technische Analysen durch, um das Versagen der Dreamliner-Akkus bei zwei Störfällen in Folge von Überhitzung im vergangenen Januar zu verstehen. Das Team verbrachte mehr als 100.000 Stunden mit dem Entwickeln von Testplänen, Bauen von Prüfständen, der Durchführung der Tests und der Analyse der Ergebnisse.

Stahlgehäuse zur Eindämmung

Dabei sollen die Design-Änderungen nun sowohl Störungen verhindern als auch, sollte es dazu kommen, diese eindämmen. Darüber hinaus wurden verbesserte Betriebs-und Prüfprozesse für die Produktion umgesetzt. Das neu entwickelte Stahlgehäuse hält nun jeder Form von Überhitzung der Batterie stand, sodass das Flugzeug oder die Passagieren davon gänzlich unberührt bleiben.

"Dies ist eine umfassende und dauerhafte Lösung mit mehreren Sicherheits-Stufen", sagte Commercial Airplanes President und CEO, Ray Conner. "Die allumfassende Barriere ist das neue Gehäuse, das sicherstellt, dass auch dann, wenn eine Batterie ausfällt, es keine Auswirkungen auf das Flugzeug gibt oder eine Möglichkeit von Brand besteht. Wir haben die richtige Lösung in der Hand, und wir sind bereit zu starten."

Flugzeuge werden sukzessive umgerüstet – Kaum Lieferverzögerungen

Boeing hat Teams für die Installation des neuen Systems an Standorte auf der ganzen Welt geschickt. Kits mit den Teilen für die neuen Systeme werden für den Versand zusammengestellt und ebenso wie neue Batterien sofort per Schiff versandt. Die Flugzeuge bei den Kunden werden dann in etwa in der Reihenfolge, wie sie geliefert wurden, von den Teams umgerüstet.

Boeing setzt die Änderungen auch für die neuen Flugzeuge in den zwei 787 Montage-Werken um, deren Auslieferungen voraussichtlich in den kommenden Wochen wieder anlaufen. Trotz der Lieferunterbrechung ab Januar erwartet Boeing alle für 2013 geplanten Auslieferungen bis Ende des Jahres zu erfüllen. Wie das Unternehmen weiterhin mitteilte, erwartet es nicht, dass die 787 Akku-Probleme einen wesentlichen Einfluss auf das Boeing-Geschäftsjahr 2013 haben werden.

Flughafen Zürich setzt neues Lärmgebührenmodell vorläufig um

Das Bundesverwaltungsgericht hat der Beschwerde des Schutzverbands der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (SBFZ) und der Gemeinde Rümlang die aufschiebende Wirkung entzogen. Die Flughafen Zürich AG muss damit das revidierte Lärmgebührenmodell zum 01. Mai 2013 vorläufig umsetzen.

Mit dem neuen Lärmgebührenmodell soll wieder eine steuernde Wirkung erzielt werden. Das heißt, Fluggesellschaften sollen wenn immer möglich für ihre Flüge von und nach Zürich die lärmgünstigsten Maschinen einsetzen. Das Lärmgebührenmodell wurde letztmals im Jahr 2000 revidiert. Aufgrund der technischen Entwicklungen waren nur noch etwa zehn Prozent aller am Flughafen Zürich verkehrenden Flugzeuge gebührenpflichtig. Wie vom Bundesgericht empfohlen, führt das überarbeitete Modell dazu, dass ab 01. Mai 2013 rund 70 Prozent eine Gebühr entrichten müssen.

Auch Airbus A320 gebührenpflichtig

Neu fallen auch Flugzeuge des in Zürich häufig anzutreffenden Flugzeugtyps Airbus A320 in eine gebührenpflichtige Lärmklasse. Einzig die in der gebührenfreien Klasse fünf eingeteilten Flugzeuge, wie zum Beispiel jene des Typs Avro oder Canadair, müssen keine Gebühr entrichten.

Mit dem neuen Modell werden zudem die besonders sensiblen Nachtzeiten stärker belastet als bisher. Neu werden auch während den Tagesrandzeiten, also von 21:00 bis 22:00 Uhr sowie von 06:00 bis 07:00 Uhr, zusätzliche Gebühren verlangt. Dabei sind sowohl Starts wie auch Landungen kostenpflichtig und die entsprechenden Zuschläge fallen auch für die in der gebührenfreien Lärmklasse fünf eingeteilten Flugzeuge an.

Gebührenmodell tritt vorläufig in Kraft

Aufgrund der Beschwerde von SBFZ und Rümlang konnte das Modell nicht wie geplant und vom Bundesgericht vorgegeben bereits zum Anfang April 2013 eingeführt werden. Mit dem Entscheid hat das Bundesverwaltungsgericht der Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen. Es ermöglicht der Flughafen Zürich AG somit, das Modell in der jetzigen Form ab Anfang Mai vorläufig umzusetzen.

Lufthansa-Streik: Auch viele Interkontinentalstrecken betroffen

Aufgrund des Warnstreiks am Montag, 22. April, müssen nahezu alle Flüge von Lufthansa innerhalb Deutschlands und Europas gestrichen werden. Nur einzelne Kurzstreckenflüge werden am Montag starten können, beispielsweise ab Berlin, wo der Warnstreik bereits um 14.30 Uhr enden soll. Insgesamt können von den für Montag geplanten über 1.650 Kurzstreckenverbindungen von Lufthansa im Sonderflugplan nur rund 20 angeboten werden.

Über die Deutschland- und Europaflüge hinaus wird es durch den Warnstreik auch bei den Langstreckenflügen zu zahlreichen Ausfällen kommen. In Frankfurt werden von 50 geplanten Interkontinentalflügen voraussichtlich sechs starten, in München bleiben von 17 geplanten Verbindungen nur drei im Sonderflugplan erhalten. In Düsseldorf können dagegen alle drei geplanten Langstreckenflüge wie vorgesehen verkehren.

Lufthansa empfiehlt allen Fluggästen, sich frühzeitig vor Reiseantritt online aktuelle Fluginformationen und unter "Meine Buchungen" über den Status ihres Fluges zu informieren. Darüber hinaus hat Lufthansa für Anrufe aus Deutschland die kostenfreie Telefonnummer 0800-8506070 eingerichtet, unter der sich vom Streik betroffene Fluggäste informieren können.

Passagiere können für Montag gebuchte Flüge kostenfrei umbuchen, und Fluggäste gestrichener Flüge können ihre Buchung kostenfrei stornieren. Innerdeutsch reisende Fluggäste, deren Flüge aufgrund des Warnstreiks gestrichen wurden, können alternativ die Züge der Deutschen Bahn nutzen. Dafür können sie ihr elektronische Ticket (etix) entweder online unter "Meine Buchungen" oder an einem Lufthansa Check-in Automaten in eine Fahrkarte der Deutschen Bahn umwandeln.

Darüber hinaus werden die Fluggäste gebeten von dem Angebot des elektronischen Check-in (über die Online-Kanäle oder Automaten) Gebrauch zu machen. Zudem wird Fluggästen, die mit wenig Gepäck reisen können, empfohlen, sich im Zeitraum des Warnstreiks auf Handgepäck zu beschränken.

Lufthansa-Flugausfälle am Köln/Bonn Airport

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Der für den kommenden Montag, den 22. April, von der Gewerkschaft Verdi angekündigte Streik bei Lufthansa führt zu Flugausfällen am Köln Bonn Airport. Die Lufthansa hat insgesamt 36 Verbindungen von beziehungsweise nach Köln/Bonn gestrichen. Betroffen sind alle für Montag geplanten Flüge auf den Strecken nach München (zehn Abflüge und zehn Ankünfte) und Hamburg (acht Abflüge und acht Ankünfte).

Eine Übersicht über alle gestrichenen Flüge für Passagiere stellt Lufthansa selbst bereit. Außerdem hat Lufthansa für Anrufe aus Deutschland eine kostenfreie Notrufnummer eingerichtet. Die Fluggesellschaft empfiehlt allen Fluggästen, sich frühzeitig vor Reiseantritt über den Status ihres Fluges zu informieren. Die Lufthansa-Tochter Germanwings ist vom Streik am Montag nicht betroffen. Alle Flüge finden statt. Dasselbe gilt für die Flüge aller anderen Airlines.

Sojus-Rakete bringt Fische und Mini-Satelliten in den Weltraum

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Es ist eine von Wissenschaftlern und Technikern mit Spannung erwartete Premiere: Am 19. April 2013 hat eine Sojus-Rakete den ersten Nachfolger der langjährigen russischen Forschungssatellitenreihe BION erfolgreich ins All befördert. "BION-M1" ist um 12:00 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (16:00 Uhr Ortszeit) vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur gestartet und soll die Erde bis zum 19. Mai 2013 in einer Höhe von 575 Kilometern umrunden.

Wegen seiner Sonnensegel, die die internen Batterien wieder aufladen, kann der auf biologische Experimente in Schwerelosigkeit spezialisierte Satellit nun länger und in einer größeren Höhe im Orbit bleiben als seine BION-Vorgänger, die zwischen 1973 und 1996 als Forschungsplattformen im All dienten.

Aquarium im All: Algen, Buntbarsche und Krebse

Zu den wissenschaftlichen Nutzlasten auf BION-M1 gehören auch zwei vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt geförderte Vorhaben: Für das "Omegahab" haben Biologen und Zoologen der Universitäten Erlangen und Hohenheim ein aus zwei Kammern bestehendes Aquarium entwickelt; ein künstliches Mini-Ökosystem, das in der Schwerelosigkeit als bioregeneratives Lebenserhaltungssystem mit eigenem Nährstoff- und Gasaustausch funktionieren soll.

Nicht größer und schwerer als ein Getränkekasten ist der Experimentcontainer vier Wochen lang das Zuhause einer illustren Schicksalsgemeinschaft: der einzelligen Alge Euglena gracilis, auch Augentierchen genannt, der Wasserpflanze Hornblatt (Ceratophyllum demersum), von 40 Buntbarsch-Larven (Oreochromis mossambicus), mexikanischen Bachflohkrebsen (Hyalella azteca) und einigen Posthornschnecken (Biomphalaria glabrata). "Die Algen und das Hornblatt produzieren dabei den Sauerstoff für die Fische, Krebse und Schnecken", erklärt Markus Braun, Omegahab-Projektleiter im DLR Raumfahrtmanagement. Das von den Tieren freigesetzte Kohlendioxid wiederum verwerten die Pflanzen in ihrer Photosynthese.

Geschlossener Ökologischer Kreislauf – Schnecken putzen

Zwischen beiden Kammern haben die Wissenschaftler einen Filter eingebaut: Hier sind Bakterien aktiv, die die Ausscheidungen der Fische zersetzen und damit Dünger für das Hornblatt und die Algen produzieren. Die Schnecken sind darüber hinaus noch als "Saubermacher" aktiv: Sie sollen die Ausscheidungen entfernen und die Scheiben "putzen". So können die Bewegungen der Fischlarven in der Schwerelosigkeit von einer Spezialkamera besser gefilmt werden.

"Mit Omegahab schicken wir zum ersten Mal ein solch komplexes, in sich abgeschlossenes Ökosystem ins All, das vollkommen automatisch funktioniert", erläutert DLR-Projektleiter Markus Braun. Zugleich arbeiten die Wissenschaftler aus Deutschland mit Unterstützung des DLR eng mit russischen Forschern zusammen: So wurden die beiden Omegahab-Flugmodelle – eines ist auf BION-M1 im All, eines bleibt als Kontrollmodul am Boden – im Moskauer IBMP (Institut für Biomedizinische Probleme) der Russischen Akademie der Wissenschaften getestet, befüllt und von hier aus nach Baikonur geflogen.

Die Fischlarven stammen vom staatlichen russischen Fischerei-Institut "VNIRO". Vier Arbeitsgruppen aus Moskau und Sankt Petersburg werten nach dem Weltraumflug die Ergebnisse mit aus. In Deutschland erhalten zusätzlich die Universitäten in München, Konstanz und Magdeburg einen Teil der geflogenen Proben.

Was macht die Schwerelosigkeit mit Zellen und Organen?

Die Wissenschaftler wollen mit Omegahab herausfinden, wie genau Zellen, Organe und ganze Organismen auf Schwerelosigkeit reagieren. Bei den Fischen untersuchen sie Knochen, Muskulatur, Nervensystem, Milz und das Gleichgewichtsorgan. Dieses ähnelt dem Innenohr des Menschen. Bei den Algen werden Fortpflanzung, Photosynthese und die lichtorientierte Bewegung erforscht.

Besonders neugierig sind die Biologen darauf, zu erfahren, wie Schwerelosigkeit und Strahlung die komplexen Wechselwirkungen der Organismen in einem geschlossenen Ökosystem beeinflussen. "Die Ergebnisse sind wichtig für unser Verständnis von biologischen Systemen auf der Erde und helfen uns, ressourcenschonende bioregenerative Lebenserhaltungs- und Energiesysteme zu entwickeln", erläutert DLR-Projektleiter Markus Braun. Diese können beispielsweise in extremen Umwelten wie der Antarktis oder auch auf längerfristigen bemannten und unbemannten Weltraummissionen eingesetzt werden.

Studenten schicken Satelliten mit

Als weitere vom DLR Raumfahrtmanagement geförderte Nutzlasten fliegen auf BION-M1 drei an deutschen Hochschulen entwickelte Kleinsatelliten (Picosatelliten) mit. "Das ist für die beteiligten Studenten und Ingenieure eine sehr gute Möglichkeit, das Studium praxisnäher zu gestalten und neue Technologien unter realen Weltraumbedingungen zu testen", berichtet Christian Nitzschke, Leiter des universitären Kleinsatellitenprogramms im DLR Raumfahrtmanagement.

Die "Berlin Experimental and Educational Satellites" BeeSat-2 und BeeSat-3 stammen von Studenten der Technischen Universität Berlin, SOMP-1 (Student's Oxygen Measurement Project) ist ein Projekt der Technischen Universität Dresden. Die würfelförmigen Kleinsatelliten sind bei einer Kantenlänge von zehn Zentimetern rund ein Kilogramm schwer. Sie werden zwei Tage nach dem Start des Forschungssatelliten jeweils im Abstand von 16 Sekunden von BION-M1 getrennt. Alle drei Projekte umfassen Entwicklung, Bau, und nach dem Start den Missionsbetrieb der Kleinsatelliten.

Technologien für Kleinsatelliten erproben

SOMP 1 soll einen Sensor, der atomaren Sauerstoff messen kann, sowie Dünnschichtsolarzellen unter Weltraumbedingungen testen. Seine geplante Lebensdauer beträgt ein Jahr. BeeSat-3 soll ein Jahr lang auf einem kreisförmigen Orbit in 575 Kilometern Höhe den neu entwickelten, für Kleinsatelliten geeigneten S-Band-Transmitter HiSPiCO (Hoch Integrierter S-Band-Sender für PICO- und NANO-Satelliten) verifizieren.

Rund 50 Studenten haben den Kleinsatelliten entwickelt. BeeSat-2 ist eine wissenschaftlich-technische Mission zur Verifikation eines aktiven Lagereglungssystems unter Verwendung von Mikro-Drallrädern. "Wenn der Test erfolgreich verläuft, steht zum ersten Mal ein aktives Lageregelungssystem für Pico- und Nanosatelliten zur Verfügung", erklärt Christian Nitzschke.

Lufthansa: Streiks völlig überzogen – Ersatzflugplan in Arbeit

Betroffen von den 24-stündigen Streikmaßnahmen am 22. April sind außer den Drehkreuzen Frankfurt und München die Standorte Hamburg, Norderstedt, Nürnberg, Köln, Düsseldorf, Berlin, Stuttgart und Hannover. Lufthansa Verhandlungsführer Stefan Lauer zeigt keinerlei Verständnis für einen erneuten Warnstreik der ver.di.

"Trotz eines Lufthansa Angebotes in der letzten Tarifrunde diese Woche, trotz konstruktiver Gespräche und weiterer Terminvereinbarungen trägt ver.di die Tarifauseinandersetzung erneut auf dem Rücken unserer Kunden aus." sagte Lauer.

Es sei geradezu absurd, was sich hier abspiele, so Lauer. Dass sich inzwischen auch ver.di völlig überzogener und bisher unüblicher Erzwingungsmittel bediene, sei vor allem auch der heftigen Konkurrenz der Gewerkschaften untereinander geschuldet. Hier stünden schon seit geraumer Zeit die diversen Streikmaßnahmen in keinem Verhältnis mehr zu den verursachten Schäden für zigtausende von Passagieren und das Unternehmen.

Einschreiten der Politik gefordert

"Ein 24-stündiger Warnstreik ist faktisch von seiner Wirkung her ein Vollstreik und vor dem Hintergrund erster Verhandlungsfortschritte eine völlig überzogene Arbeitskampfmaßnahme, die sich definitiv nicht mit dem aktuellen Verhandlungsstand begründen lässt. Es ist mittlerweile ein geradezu unerträglicher Zustand, in welcher Häufigkeit und Härte die verschiedenen Gewerkschaften die Luftverkehrsbranche, und somit auch unser Unternehmen, in immer kürzeren Abständen massiv schädigen. Es wird höchste Zeit, dass sich endlich auch die Politik mit der Notwendigkeit neuer Spielregeln für Arbeitskämpfe in Bereichen der infrastrukturellen Daseinsvorsorge beschäftigt."

Langstrecken sollen stattfinden – Infos für Passagiere

Aufgrund des geplanten Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di an deutschen Standorten des Lufthansa Konzerns am Montag, den 22.04.2013 wird es zu erheblichen Einschränkungen im Lufthansa Flugbetrieb kommen. Streikbedingte Flugausfälle sind vor allem für Lufthansa Flüge zu deutschen und europäischen Zielen zu erwarten.

Flüge von Germanwings sind davon nicht betroffen. Langstreckenflüge sollen, wenn möglich, stattfinden. Alle Fluggäste werden gebeten sich vor Reiseantritt über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren. Lufthansa bedauert Unannehmlichkeiten, die Passagieren durch die Streikmaßnahmen der Gewerkschaft ver.di entstehen, und bemüht sich, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Lufthansa erarbeitet für den 22.04.2013 einen Sonderflugplan, um Fluggästen unter diesen Bedingungen größtmögliche Planungssicherheit zu gewährleisten. Im Verlauf des Samstages wird Lufthansa eine Liste der gestrichenen Füge veröffentlichen. Lufthansa hat eine kostenfreie Telefonnummer eingerichtet, unter der sich vom Streik betroffene Fluggäste informieren können.

Kostenfreie Umbuchung oder Stornierung

Passagiere können für Montag gebuchte Flüge kostenfrei umbuchen und Passagiere von gestrichenen Flügen können darüber hinaus auch kostenfrei Ihren Flug stornieren.

Innerdeutsch reisende Fluggäste, deren Flüge aufgrund des Warnstreiks gestrichen wurden, können alternativ die Züge der Deutschen Bahn nutzen. Dafür wandeln sie das etix entweder online unter "Meine Buchungen" oder an einem Lufthansa Check-in Automaten in einen Reise-Gutschein um.

Darüber hinaus werden die Fluggäste gebeten von dem Angebot eines elektronischen Check-in (über die Online-Kanäle oder Automaten) Gebrauch zu machen. Zudem wird Fluggästen, die mit wenig Gepäck reisen können, empfohlen, sich im Zeitraum des Warnstreiks auf Handgepäck zu beschränken.

Kindererlebnistag am Dresdner Flughafen

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Am Samstag, 01. Juni, öffnet der Flughafen Dresden International seine Türen speziell für die Kinder unter den Luftfahrtfreunden (ab 5 Jahren). Der "Erlebnistag für Kinder" besteht aus einer spannenden Flughafen-Tour sowie Sport, Spiel und Spaß bei der Flughafenfeuerwehr. Die Touren finden an zwei Terminen statt: die erste Kinderveranstaltung läuft von 09:00 bis 12:30 Uhr, die zweite von 14:00 bis 17:30 Uhr.

Der Preis beträgt für Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren 10 Euro, für Erwachsene 15 Euro. Eine Reservierung ist unbedingt erforderlich. Die Veranstaltung beginnt und endet jeweils an der Flughafen-Information im Terminal.

Der Erlebnistag beginnt mit einem Terminal-Rundgang und einer Sicherheitskontrolle. Danach beobachten die kleinen und großen Gäste aus dem Vorfeldbus heraus die Flugzeugabfertigung. Dabei besteht die Möglichkeit, je nach Verkehrslage Starts und Landungen zu fotografieren und zu filmen.

Vom Läschfahrzeug zum Hindernislauf

Höhepunkt des Erlebnistages ist der Besuch der Flughafenfeuerwehr, die ihre modernen Fahrzeuge vor der Feuerwache aufstellt und einen Löschvorgang demonstriert. Die Kinder können darin Platz nehmen und gern im "Panther" oder Universallöschfahrzeug "ULF" mitfahren. Auf Geschicklichkeit und Fitness kommt es auf dem Sportgelände der Feuerwehr beim Hindernislauf, Zielspritzen mit kleinen Feuerwehrschläuchen, Fußball und Tischtennis an. Die Besten erhalten kleine Präsente als Preise.

Es gibt auch eine Hüpfburg zum Austoben. Gästeführer und Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr sind zur Erklärung und Kinderbetreuung vor Ort. Der Flughafen-Gastronom "Flair" sorgt für ein reichhaltiges Imbiss- und Getränkeangebot. Die Kosten dafür sind im Preis jedoch nicht inbegriffen.

Festival mit Airshow und Kirmes am Airport Weeze

Am 01. Mai 2003 eröffnete ein Ryanair-Linienflug von Weeze nach London den zivilen Flugbetrieb auf der einstigen Royal Air Force Base. Zum zehnten Jahrestag lädt der Airport die deutsche und niederländische Region rund um den Flughafen am 25. und 26. Mai zu einer riesigen Party ein. Hauptattraktion auf dem Airport – Eventgelände ist die große "Airshow" mit rund 40 historischen Flugzeugen, modernen Militärjets und Flugvorführungen.

Zu den einzigartigen Events am Himmel gehören die "Wingwalker"-Artisten, die bei atemberaubenden Flugmanövern als Passagiere auf den Tragflächen großer Doppeldecker mitfliegen. Erstmals zum Airport-Festival wird auch ein riesiges Catalina-Flugboot in Weeze erwartet.

Airshow und Linienbetrieb

Angekündigt hat sich auch ein 25-köpfiges Fallschirmspringer – Team, das an den beiden Festivaltagen mit historischen Rundfallschirmen über dem Airport abspringen wird. Wer selber abheben will, kann mit einem der beiden viersitzigen Helikopter zu einem Rundflug starten. Auch der Linienflugbetrieb, der während des zweitägigen Airport-Festivals weitergeht, ist vom Eventgelände aus zu besichtigen: An den beiden Festivaltagen können die Veranstaltungsbesucher aus nächster Nähe rund 80 Passagierjets starten und landen sehen.

Rund um die ausgestellten Flugzeuge gibt es eine große Flughafen – Kirmes mit 40 Fahrgeschäften, Verkaufs- und Imbissständen. Erstmals dabei: ein 50 Meter hohes nostalgisches Riesenrad. Auch der original Breakdancer, eine 260 Quadratmeter große Geisterbahn, Autoscooter und Kettenkarussels lassen viel Spaß erwarten.

Ziele stellen sich auf Reisemarkt vor

Eine ganze Reihe von Ausstellern wird zum Flughafengeburtstag mit dem Jet anreisen. Auf einem internationalen Reisemarkt stellen sich Regionen wie Andalusien, Katalonien und Smaland ebenso vor wie die Destinationen Bergerac, Beziers, Valencia, Lanzarote und Zadar. Die Touristikexperten aus den Ryanair-Zielgebieten halten interessierten Festivalbesucher dabei Tipps und Infos für die nächste Städte- oder Urlaubsreise bereit.

Nur einen Katzensprung entfernt präsentieren sich niederrheinische Nachbarn des Flughafens. Als Aussteller begrüßt der Flughafen unter anderen das Team vom Kleve Marketing, die Vertreter der Stadt Geldern, die Wirtschaftsförderung des Kreis Kleve und die Touristiker aus Xanten und Kevelaer und Brüggen und das Wunderland Kalkar.

Bühnenshow, Biergarten und Quadbike

Harry Wijnvoord, bekannter Moderator des RTL – Klassikers "Der Preis ist heiß" eröffnet am Samstag die Nonstop-Show auf der Antenne – Niederrhein – Bühne. Hier wechseln sich Interviews, Live-Musik und Showtanzanlagen mit spannenden Verlosungen und Spielen ab. Die Festivalbesucher können die unterhaltsame Bühnenshow übrigens vom gemütlichen Biergarten aus genießen. Zu den weiteren Höhepunkten des Festivals zählt die Performance der "Acrobatic Wheel Sensation". Die beiden Artisten zeigen mehrmals täglich atemberaubende Artistik mit dem Rhönrad.

Exzellente Körperbeherrschung zeigen auch die Stunt-Experten von Zig-Zag. Die professionelle Stunt-Crew bewegt Autos fast ausschließlich auf zwei Rädern und präsentiert rasante Wheelies auf dem Motorrad. Kleine und große Besucher des Festivals können sich außerdem im Quadbikefahren ausprobieren oder auf einem Segway-Parcours fahren. Beeindruckende Beispiele aus Ihrem Übungsrepertoire zeigen die Rettungsprofis der Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany.

Airport Weeze begrüßt 15-millionsten Passagier

Flughafenchef Ludger van Bebber und Biagio Della Corte, Base Supervisor der Ryanair begrüßten den Jubiläumspassagier nach seiner Ankunft an der Boeing-737-800. Andrej Focht aus Münster war mit Ryanair – Flug 6414 um 11:25 Uhr pünktlich aus Zadar zurückgekehrt. Gemeinsam mit drei Freunden hatte er einen fünftägigen Urlaub an der kroatischen Küste verbracht.

Zurück in Weeze freute sich der überraschte Ehrenpassagier über Blumen, zwei Ryanair – Tickets und eine Einladung vom Airport – Restaurant.

"Wir haben uns vom Start weg gut entwickelt und seit der Eröffnung der Ryanair – Basis im Jahr 2007 überdurchschnittlich stark zugelegt. Heute sind wir die Nr. 3 in Nordrhein – Westfalen. Dass sich seit dem Erstflug im Mai 2003 bereits 15 Millionen Urlauber Familienbesucher und Geschäftsreisende für unseren Flughafen entschieden haben, ist eine fantastische Nachricht zum 10. Geburtstag unseres Flughafens." sagte Flughafenchef Ludger van Bebber.

Die Zahl 15 Millionen zeige aber auch die hohe Akzeptanz des Airport Weeze und seines attraktiven Flugangebots bei niederländischen, deutschen und europäischen Kunden, so van Bebber. Der Airport Weeze bietet in dieser Sommersaison 57 Flugziele in Europa und Nordafrika mit der LowCost – Airline Ryanair an.

Air Berlin, Transavia und Tailwind Airlines fliegen Mallorca, Antalya und Burgas für namhafte deutsche und niederländische Reiseveranstalter an. Nach der Eröffnung von acht neuen Routen und der Stationierung des neunten Ryanair – Jets im Frühjahr rechnet der Flughafen 2013 mit einem deutlichen Plus zum Vorjahr und insgesamt 2,4 Mio. Passagieren.

ver.di-Streik bei der Lufthansa steht an

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Lufthansa-Beschäftigte zu Warnstreiks an den deutschen Flughäfen aufgerufen, nachdem die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde am 17. April kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben. Verhandelt wird für rund 33.000 Beschäftigte am Boden sowie bei Lufthansa-Systems, der Lufthansa Service Group (LSG), der Lufthansa Technik, der Lufthansa Cargo und ver.di-Mitglieder in der Kabine.

Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber habe bei den Beschäftigten zu Verunsicherung und Unmut geführt. Daher rufe ver.di am Montag, dem 22. April, zu ganztägigen Warnstreiks auf, die mit Betriebsbeginn aufgenommen werden. Betroffen sind Frankfurt am Main, Hamburg, München, Stuttgart, Hannover, Düsseldorf, Köln und Norderstedt. In Berlin werde es bis voraussichtlich 14:30 Uhr Streiks geben, in Nürnberg werden die Streiks in den Morgenstunden stattfinden.

"Die Arbeitgeber haben in der dritten Runde trotz ihrer Zusage, kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt, sondern lediglich eine Entgelterhöhung auf den Tisch gebracht, die sich in den ersten 12 Monaten zwischen 0,4 und 0,6 Prozent bewegt. Das bedeutet für die Beschäftigten einen deutlichen Reallohnverlust und ist keinesfalls hinnehmbar", betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle.

"Auch eine konkrete Aussage zur Beschäftigungssicherung haben die Arbeitgeber weiter verweigert, so dass sie mit den Ängsten der Lufthanseaten um Zukunft und Arbeitsplätze spielen." Ebenso sei der Forderungskatalog zu Arbeitszeitverlängerung und Kürzung des Weihnachtsgeldes nicht zurückgenommen worden.

Behle warb um Verständnis bei den Fluggästen für die Notwendigkeit von Warnstreiks und betonte, dass die Ankündigung der Aktionen bereits am heutigen Freitagmorgen erfolge, damit sich jeder auf die Situation einstellen könne. Sie forderte die Arbeitgeber erneut auf, ein verhandlungsfähiges Angebot zu unterbreiten. "Die Arbeitgeber haben es in der Hand, den Tarifkonflikt zu entschärfen und die Weichen für eine Lösung zu stellen", so die Gewerkschafterin.

ver.di fordert für die Beschäftigten bei der Lufthansa 5,2 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem sollen Verbesserungen für die Auszubildenden im Konzern erreicht werden. Hohe Priorität hat die Forderung der Gewerkschaft nach Beschäftigungssicherung.

Netzwerk Logistik Leipzig-Halle präsentiert sich in Moskau

Das Netzwerk Logistik Leipzig-Halle präsentiert sich auf Russlands größter Transport- und Logistikmesse TransRussia in Moskau. Gemeinsam mit dem Unteraussteller Flughafen Leipzig/Halle wirbt das Netzwerk vom 23. bis 26. April für die "Leipzig/Halle Airport Region".

Die TransRussia ist die führende Messe für den Transport- und Logistiksektor in Russland. Hinsichtlich der Aufnahme und Vertiefung von Kontakten zu Geschäftspartnern in Russland, den GUS-Staaten und dem Baltikum ist die TransRussia der Dreh- und Angelpunkt. Allein im vergangenen Jahr waren über 520 Aussteller aus 29 Ländern vertreten. Mit mehr als 24.000 Besuchern erzielte die internationale Transport- und Logistikmesse einen neuen Rekord.

"Leipzig-Halle gehört zu den Top-Logistikstandorten in Europa. Genau das wollen wir dem Fachpublikum in Moskau zeigen und für unsere Mitglieder weitere Geschäftsbeziehungen in den potentialträchtigen russischen Markt anbahnen", erklärt Toralf Weiße, Vorstandsvorsitzender des Netzwerk Logistik Leipzig-Halle. Die Region Leipzig-Halle spielt vor allem als Standort der Automobilproduktion und des Maschinenbaus eine wichtige Rolle im Russlandgeschäft.

Besonders die Fabrikate der Marken BMW und Porsche sind in Russland sehr begehrt. Um die Entwicklungsmöglichkeiten der Mitglieder des Netzwerk Logistik Leipzig-Halle in Russland weiter zu verbessern, wurde im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit Kühne & Nagel Russland zudem eine eigene Repräsentanz in Moskau eröffnet.

Dierk Näther, Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH, ergänzt: "Der Leipzig/Halle Airport verbindet die Märkte in Mitteleuropa und Russland schnell und direkt. Am zweitgrößten Frachtflughafen Deutschlands verfügen wir über ideale Voraussetzungen, um die wachsenden Warenströme im Ost-West-Verkehr aufzunehmen und weiterzuleiten. Wir besitzen eine 24-Stunden-Betriebsgenehmigung für Luftfrachtverkehre sowie direkte und gut ausgebaute Anbindungen an das transeuropäische Autobahn- und Schienennetz."

Neugestaltetes Kinderland am Flughafen München mit Eltern-Lounge

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Das heute neu eröffnete Kinderland im München Airport Center präsentiert sich mit hellen, freundlichen Farben und Materialien, größeren Räumen, mehr Angebote für den Nachwuchs und eine eigene "Eltern-Lounge". Reisende und Besucher können hier an Werktagen ihre Sprösslinge unter professioneller, pädagogischer Aufsicht von 14:00 Uhr bis 20.00 Uhr betreuen lassen.

Die erste Stunde ist dabei kostenlos, jede weitere wird mit drei Euro berechnet. Am Wochenende und an Feiertagen ist das Kinderland bereits ab 11:00 Uhr geöffnet. Highlights des komplett neugestalteten Kinderlands sind ein großer "Abenteuerflieger" zum Klettern und Rutschen, ein Kinderkino sowie eine Bastel- und Spielecke. Eine Spielkonsole fehlt ebenso wenig wie eine große Auswahl an Kinderbüchern und Kuscheltieren.

Größer und schöner geworden als im bisherigen Kinderland ist der Geburtstagsraum: Hier können Kinder nach Voranmeldung ihren Geburtstag mit bis zu neun Freunden feiern. Für die Eltern der Sprösslinge wurde eine "Lounge" eingerichtet, in der man sich die Wartezeit mit Entspannung oder Arbeit vertreiben kann. Während der Ferienzeiten werden überdies attraktive Veranstaltungen für die kleinen Gäste geplant.

Daneben möchte der Münchner Flughafen seinem kinderfreundlichen Ruf weiterhin gerecht werden. Genügend Sitzgelegenheiten, kurze Wegstrecken, Wickeltische in den Waschräumen, aber auch Spielecken und Ruheräume für stillende Mütter sind nachgefragte Qualitäten besonders für Eltern mit kleinen Kindern.

Tiger HAD: Eurocopter beginnt mit Auslieferung

Heute wurde der erste in Serie gefertigte Tiger in HAD-Konfiguration an Frankreichs Wehrbeschaffungsbehörde DGA ausgeliefert. Der Hubschrauber wird bei den französischen Heeresfliegern zum Einsatz kommen. Eurocopter stellt mit dem Tiger HAD einen hochleistungsfähigen Unterstützungs- und Kampfhubschrauber für die weltweit steigenden Anforderungen im Gefechtsfeld bereit.

Mit diesem Meilenstein beginnt nach der Qualifizierung des Tiger HAD durch die DGA am 10. April der Auslieferungsstart für den Hubschrauber. Der Tiger in HAD-Konfiguration ist Eurocopters jüngstes Mitglied einer Produktfamilie, deren Vertreter bereits für Militärmissionen in Afghanistan, Libyen und aktuell in Mali eingesetzt wurden.

Mehr Einsatzmöglichkeiten für Tiger

"Mit dem Tiger HAD baut Eurocopter die Einsatzmöglichkeiten einer Kampfhubschrauberfamilie weiter aus, die ihre Missionseffizienz und Leistungsfähigkeit bereits bei anspruchsvollsten Militäroperationen unter Beweis gestellt hat", erklärte Dominique Maudet, Eurocopters Executive Officer für Frankreich und Vice President Global Business and Services.

Frankreich hat 40 Tiger in HAD-Konfiguration für seine Heeresflieger in Auftrag gegeben und auch Spanien bestellte für seine Streitkräfte 24 dieser Kampfhubschrauber, von denen sechs aus früheren Begleit- und Unterstützungsmaschinen (HAP-Version) umgerüstet wurden.

Aufrüstung und Leistungssteiguerung

Der Tiger HAD überzeugt durch zwei optimierte MTR390-Wellentriebwerke, die 14 Prozent mehr Leistung erbringen, eine verstärkte Panzerung, ein neues optronisches Visier, Start- und Zielvorrichtungen für Luft-Boden-Raketen vom Typ Hellfire, ein verbessertes elektronisches Selbstschutzsystem sowie ein IFF-System zur Freund-Feind-Erkennung.

Derzeit sind in den Ländern Deutschland, Frankreich, Spanien und Australien bereits 97 von insgesamt 206 bestellten Mehrzweckhubschraubern der Tiger-Familie in Betrieb.

Codeshare-Abkommen zwischen airberlin und JatAirways

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airberlin und JatAirways, die nationale Fluggesellschaft der Republik Serbien, planen ein Codeshare-Abkommen, welches noch im Laufe dieses Sommers implementiert werden soll. Das Abkommen strebt eine Zusammenarbeit der beiden Airlines im Nachbarschaftsverkehr sowie auf ausgewählten Strecken innerhalb Europas und in den USA an.

airberlin plant, ihren Code auf die Flüge von JatAirways zwischen Deutschland und Belgrad zu legen und bietet so ihren Gästen erstmals Nonstop-Verbindungen in die serbische Hauptstadt an. Ebenso plant JatAirways, Flüge im weitreichenden airberlin Streckennetz mit ihrem JU Code zu versehen.

Von zentraler Bedeutung sind dabei die airberlin Drehkreuze in Berlin und Düsseldorf, über die komfortable Anschluss-verbindungen nach Europa und die USA, zum Beispiel Chicago oder New York, dargestellt werden können.

Stephan Nagel, Senior Vice President Alliances & Cooperation airberlin: "Codeshare-Vereinbarungen ermöglichen Fluggesellschaften, gegenseitige Verbundsynergien zu schaffen und über ein kombiniertes Streckennetz ihre globale Reichweite zu erweitern. Unsere Fluggäste profitieren so von einem noch attraktiver gestalteten Streckennetz und einem komfortablen und nahtlosen Reisen."

airberlin pflegt aktuell eine Partnerschaft mit weltweit 14 Airlines. Das neue Codeshare-Abkommen mit JatAirways steht auch im Zeichen der strategischen Partnerschaft mit Etihad Airways. Die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate verbindet ab 15. Juni täglich nonstop Abu Dhabi und Belgrad.

Forschungs-Zeppelin macht Station in Lübeck

Riesen-Luftschiff zu Besuch – Der Zeppelin des Forschungszentrums Jülich war am Montag im Rahmen des Klimaforschungsprojekts "Pegasos" in Friedrichshafen am Bodensee gestartet. In Lübeck macht das große Luftschiff noch bis mindestens Freitag Station – je nach Wind- und Wetterlage.

Einen Klima-Querschnitt von Europa zu erstellen, das ist eine der Aufgaben, mit denen das Zeppelin-Forscherteam mit Wissenschaftler Dr. Thomas Mentel unterwegs vom Bodensee an den finnischen Polarkreis ist. "Der Zepplin übertrifft an Größe glatt einen Jumbo-Jet, die Fluggeschwindigkeit liegt bei gut 60 Stundenkilometern", berichtet Oliver Jäger, einer der beiden Piloten des Luftschiffes.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Fritz Günther wird er den Zeppelin am Wochenende zur nächsten Etappe nach Schweden fliegen – so kann der ein oder andere unserer Fluggäste ihn dann auch in Stockholm-Skavska wiedersehen. Das große Luftschiff wird auf seiner Rückreise im Juni aber erneut Gast am Lübeck Airport sein. Tipp für Schaulustige: Einen guten Blick kann man vom Urlauberparkplatz P3 des Flughafens auf den Zeppelin werfen.

Turkish Airlines erhöht Frequenz zwischen Hamburg und Istanbul

Star Alliance-Mitglied Turkish Airlines fliegt künftig täglich vier Mal von Hamburg nach Istanbul. Dazu wird der Sommerflugplan erweitert. Turkish Airlines gab am Donnerstag gemeinsam mit dem Flughafen Hamburg den Ausbau der Flugverbindungen auf der Strecke Hamburg-Istanbul bekannt.

Statt bisher drei täglichen Flügen stehen Passagieren ab sofort vier Direktverbindungen pro Tag zur Verfügung. Des Weiteren können Fluggäste ab Hamburg mit wöchentlichen Direktflügen nach Adana, Ankara, Antalya, Izmir, Kayseri und Sabiha Gökcen (Istanbul) reisen.

"Die Ausweitung unserer täglichen Frequenzen wäre nicht denkbar, wenn sich das Passagieraufkommen auf der Strecke Hamburg-Istanbul nicht entsprechend entwickelt hätte. Die Nachfrage bestimmt hier unser Angebot", so Cemil Tezgah, Turkish Airlines Direktor Hamburg.

Dr. Jörgen Kearsley, Leiter Aviation Marketing am Hamburg Airport, erklärte im Rahmen der Pressekonferenz: "Hamburg Airport und Turkish Airlines verbindet seit Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft. Zwischen 2008 und 2012 hat sich die Anzahl der Passagiere von Turkish Airlines in Hamburg mehr als verdoppelt. Wir gehen davon aus, dass sich dieser positive Trend auch 2013 fortsetzt."

Aufgrund der positiven Entwicklung am Standort Hamburg hat Turkish Airlines zudem weitere Ziele zu dem diesjährigen Sommerflugplan hinzuzufügen. Wie im vergangenen Jahr werden erneut Izmir, Ankara und Adana per Direktflug bedient. Hinzu kommen im Sommer 2013 direkte Flüge von Hamburg nach Antalya, Kayseri und zum zweiten Istanbuler Flughafen Sabiha Gökcen.

Turkish Airlines Flüge auf der Strecke Hamburg-Istanbul

Abflüge am Hamburg

TK 1668 ab HAM 07:05 Uhr, an IST 11:10 Uhr

TK 1662 ab HAM 11:30 Uhr, an IST 15:35 Uhr

TK 1666 ab HAM 15:25 Uhr, an IST 19:30 Uhr

TK 1664 ab HAM 18:20 Uhr, an IST 22:25 Uhr

Abflüge ab Istanbul

TK 1661 ab IST 08:25 Uhr, an HAM 10:40 Uhr

TK 1665 ab IST 12:10 Uhr, an HAM 14:30 Uhr

TK 1664 ab IST 15:10 Uhr, an HAM 17:30 Uhr

TK 1667 ab IST 19:10 Uhr, an HAM 21:25 Uhr

Turkish Airlines fliegt aktuell weltweit 222 Destinationen in 99 Ländern mit einer Flotte von 215 Flugzeugen an. In Deutschland fliegt Turkish Airlines bis zu 230 Mal wöchentlich ab Berlin, Bremen, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Köln, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und München in die Türkei.

Die Airline hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalgten, so als Beste Airline Europas (2011, 2012), Beste Airline Südeuropas (2009, 2010, 2011, 2012), Bester Sitz der Economy Class weltweit (2011), Bester Sitz der Premium Economy Class weltweit (2012).

Rekordergebnis dank Passagierwachstum am Flughafen Innsbruck

In den ersten 3 Monaten 2013 konnte der Flughafen Innsbruck sein bisher bestes Quartalsergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielen: mit über 470.000 Passagieren wurden mehr Passagiere in einem Quartal begrüßt als jemals zuvor.

Im ersten Quartal 2013 wurden am Flughafen Innsbruck exakt 471.799 Passagiere im Linien- und Charterverkehr abgefertigt. Das entspricht einem Passagierwachstum von 8,17 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und stellt somit das beste Quartalsergebnis in der Unternehmensgeschichte des Innsbrucker Flughafens dar.

Stabiler Flugverkehr auch im nächsten Winter

Mit 17 Linienflugverbindungen sowie 15 Incoming-Charter-Destinationen konnte der Flughafen in der vergangenen Wintersaison erneut ein sehr umfangreiches Flugprogramm bieten. Besonders die neuen Linienflugverbindungen, wie z.B. Berlin (neben airberlin neu auch mit Lufthansa), Manchester (mit Monarch Airlines), Stockholm (mit SAS und NIKI) und Kopenhagen (mit Austrian und NIKI), sowie die erstmalige KLM Code-Share Verbindung (mit Transavia via Amsterdam ins weltweite KLM-Netz) haben einen großen Anteil an dem Quartalsergebnis.

Positiv für den Flughafen ist dabei, dass der Großteil der Verbindungen aus den wichtigsten Herkunftsmärkten (Großbritannien, Niederlande, Deutschland und Skandinavien) bereits schon für die nächste Wintersaison 2013/14 erneut bestätigt wurde.

"Die exzellenten Verkehrsergebnisse haben sich natürlich auch sehr positiv auf die Umsätze ausgewirkt und somit zu einer äußerst erfreulichen Umsatzsteigerung geführt", zieht Flughafendirektor Mag. Reinhold Falch eine erste positive Zwischenbilanz.

Im Linienflugverkehr, auf den in den ersten drei Monaten rund 68  Prozent des Verkehrs entfielen, konnte mit rund 320.000 abgefertigten Passagieren ein Zuwachs von 11,7 Prozent erzielt werden. Bei den Passagieren im Charterflugverkehr (Anteil rund 32 Prozent) wurde ebenfalls ein leichtes Plus von 1,3 Prozent erzielt.

Einziger Flughafen Österreichs mit Wachstum

"Besonders erfreulich ist, dass wir sowohl im Linien- als auch im Charterflugsegment ein Wachstum erzielen konnten." so Falch. Auch das 1. Quartal des bisherigen Rekordjahres 2010, in dem erstmals die 1-Million-Passagiergrenze überschritten wurde, konnte um 2,9 Prozent übertroffen werden. Dabei war der Flughafen Innsbruck der einzige Flughafen Österreichs, der im 1. Quartal ein Passagierwachstum verzeichnen konnte.

Das Passagierwachstum ist umso bemerkenswerter, als die Flugbewegungen im Linien- und Charterverkehr in diesem Zeitraum konstant geblieben sind (-0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Im Linienverkehr konnte mit 0,4 Prozent sogar ein geringes Plus erzielt werden. Den März 2013 gilt es besonders hervorzuheben: mit über 170.000 abgefertigten Passagieren stellt dies das beste Monatsergebnis in der Geschichte des Flughafens dar. Der bisherige Rekordmonat (März 2012) konnte nochmals um rund 13.700 Passagiere übertroffen werden.

Trotz dieser exzellenten Verkehrsergebnisse im ersten Quartal ist man am Flughafen Innsbruck vorsichtig, da die Wachstumsaussichten im europäischen Luftverkehr, angesichts der anhaltenden Schuldenkrise und des schwierigen Marktumfeldes mit intensivem und zum Teil ruinösem Wettbewerb und steigenden Kerosinkosten, weiterhin ungewiss ist. "Das tolle Quartalsergebnis stellt aber bereits jetzt eine sehr gute und solide Basis für das Gesamtjahr 2013 dar", meint Flughafendirektor Reinhold Falch.

AMS-Detektor sucht nach Antimaterie im All

Die ersten Ergebnisse des Alpha-Magnet-Spektrometers (AMS) liegen jetzt vor. 20 Milliarden kosmische Teilchen hat die "Kamera" im Weltall in den ersten 18 Monaten aufgezeichnet – und doch ist das nur ein kleiner Schritt. "Bisher haben wir ja erst rund acht Prozent der Daten", erläutert Prof. Stefan Schael von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen.

Das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geförderte Projekt steht dabei noch ganz am Beginn seiner Betriebszeit. "Wir gehen von einer Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren aus." Klar ist bisher eines: AMS hat eine ungewöhnlich hohe Anzahl Positronen und somit von Antimaterie-Teilchen beobachtet.

Detektor für die Puzzleteile der Dunklen Materie

Das könnte ein Hinweis auf die Existenz Dunkler Materie sein. Als nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler den Protonen, dem Helium, Bor und Karbon auf die Spur kommen. Letztendlich wollen die Wissenschaftler eines wissen: Woraus besteht das Universum? "Das Puzzle ist erst dann gelöst, wenn wir alle Bausteine verstanden haben", sagt der deutsche Projektleiter.

Am 16. Mai 2011 startete das sieben Tonnen schwere Gerät mit dem letzten Flug des Shuttles "Endeavour" zur Internationalen Raumstation ISS. Starterschütterungen, ein Flug durchs Weltall und anschließend eine Montage an der Außenseite der Raumstation – das empfindliche Gerät hat die Reise dennoch unbeschadet überstanden. Für Projektleiter Schael schon die erste große technische Leistung, die die AMS-Kollaboration mit Unterstützung von NASA und DLR vollbracht hat.

Gemeinsam haben das Physikalische Institut der RWTH Aachen und das Institut für Experimentelle Kernphysik des Karlsruher Institut für Technologie unter anderem einen der Detektoren, den so genannten Übergangsstrahlungsdetektor, entwickelt und gebaut. "Das AMS ist ein komplexes Messgerät und funktionierte von der ersten Minute an wie am Schnürchen." Dieses komplexe Messgerät lenkt immerhin bis zu 2000 Teilchen pro Sekunde mit einem Magneten durch die Detektoren und erfasst Daten zur Energie, Masse und elektrischen Ladung für jedes dieser Teilchen. Dabei misst das Gerät in einem bisher nicht direkt zugänglichen Energiebereich von bis zu 2000 Giga-Elektronenvolt.

Annihilation als Ursprung der Antimaterie

Die ersten Ergebnisse, die in der Zeitschrift "Physical Review Letters" veröffentlicht wurden, geben bereits wichtige Hinweise: 400.000 Positronen flogen in den vergangenen anderthalb Jahren durch die Detektoren – eine Zahl, die den Forschern Hoffnung gibt, auf der richtigen Spur zu sein. Folgt man der Theorie, dass beim Urknall zu gleichen Teilen Materie und Antimaterie entstanden ist, müsste im Weltraum auch eine größere Menge an Antimaterie-Kernen zu finden sein. Doch so einfach lassen sich diese bisher nicht finden.

Die Messergebnisse des AMS zeigen hingegen, dass bestimmte Antimaterie-Teilchen in der kosmischen Strahlung in größerer Menge vorkommen als erwartet. Allerdings könnten diese Positronen beispielsweise auch von einem Supernova-Überrest in unserer Nachbarschaft stammen. "Wir konnten aber messen, dass die Positronen aus allen Richtungen gleichmäßig kommen – also stammen sie entweder von vielen Pulsaren oder sind tatsächlich bei der Annihilation von Dunkler Materie entstanden, die gleichmäßig verteilt sein sollte."

Viel Datenmaterial steht noch zur Auswertung

Die zukünftigen Daten des empfindlichen Instruments, die Schael und sein Team auswerten werden, könnten in den nächsten Jahren Aufschluss darüber geben. Die nächsten Ergebnisse erwartet Schael bereits für den Sommer. Die International Cosmic Ray Conference in Brasilien widmet dem AMS eine komplette wissenschaftliche Session, auf der neue Messergebnisse vorgestellt werden sollen.

"Die Positronen sind nur ein kleiner Teil in unserem Programm", erläutert Schael. Deshalb wollen die Wissenschaftler nicht nur einen höheren Energiebereich untersuchen, sondern auch in den bereits gewonnenen Daten den Anteil von Protonen und Helium analysieren sowie das Verhältnis von Bor zu Karbon untersuchen. Dabei wird die Datenmasse nicht weniger, die auf dem Supercomputer im Forschungszentrum Jülich verarbeitet werden muss: AMS ist im Weltraum kontinuierlich im Einsatz – jedes Jahr zeichnet es weitere 16 Milliarden Teilchen der kosmischen Strahlung auf.

Auf dem Luftweg zur Luftfahrtmesse AERO

Vorbereitungen auf die internationale Luftfahrtmesse AERO: Mit eigenem Fluggerät reisen neben Ausstellern auch zahlreiche Besucher und Piloten nach Friedrichshafen. Reger (Flug-)Betrieb während der AERO wird daher nicht nur auf dem Messegelände, sondern auch auf dem Flughafen erwartet.

„Wir weisen hier 180 bis 270 Maschinen pro Messetag ein“, erklärt Philipp Kramer, Dienststellenleiter des Towers. Von ihm und seinen Kollegen ist höchste Konzentration gefordert, um die große Anzahl an Flugzeugen sicher auf den Boden zu bringen. Bereits Ende der Woche werden die ersten Flugzeuge erwartet.

Damit zum Start der AERO am 24. April die ganze Palette modernster Ultraleicht- und Motorflugzeuge sowie Helikopter und Businessjets der Allgemeinen Luftfahrt für die Besucher bereit steht, muss noch einiges aufgebaut und angeflogen werden.

Neben einer Vielzahl an Fluggeräten bietet die Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt außerdem ein fachliches Vortragsprogramm sowie Sonderschauen wie die „Avionics Avenue“, die sich mit Flugkontrollsystemen und Navigationsgeräten beschäftigt oder die „Observe by Air“, die das Thema Forschungsflug in den Mittelpunkt stellt. Die AERO findet von Mittwoch, 24. April bis Samstag, 27. April statt. Sie hat von Mittwoch bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr und Samstag von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Stadt Wien überträgt Aktien der Flughafen Wien AG an Holding

Gemäß § 91 Börsegesetz wurde der Flughafen Wien AG am 18.04.2013 mitgeteilt, dass am 15.04.2013 die Stadt Wien auf dem Wege einer Sacheinlage 4.200.000 Stück Inhaberaktien an der FLUGHAFEN WIEN Aktiengesellschaft an die Wien Holding GmbH übertragen hat. Dies entspricht einer Beteiligung von 20,0 Prozent am Grundkapital der Gesellschaft.

Somit verfügt die Wien Holding GmbH über 4.200.000 Stück Inhaberaktien der FLUGHAFEN WIEN Aktiengesellschaft, was einer Beteiligung von 20,0 Prozent am Grundkapital der Gesellschaft entspricht. Die Stadt Wien verfügt nun über keine Inhaberaktien an der FLUGHAFEN WIEN Aktiengesellschaft mehr.

Flughafen Zürich AG: Generalversammlung bestätigt Verwaltungsräte

In der heutigen Generalversammlung der Flughafen Zürich AG wurden alle traktandierten Geschäfte gemäß den Anträgen des Verwaltungsrates genehmigt. Die Jahresrechnung weist einen Gewinn von 94,7 Millionen Franken aus. Die von der Generalversammlung beschlossene Dividende beträgt 9,50 Franken pro Aktie.

Der Geschäftsabschluss des Jahres 2012, die aktuelle Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr sowie die politischen Rahmenbedingungen für den Flughafen Zürich standen im Mittelpunkt der Generalversammlung der Flughafen Zürich AG.

Das Geschäftsergebnis 2012 wurde durch die Ersterfassung von Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer beeinflusst. Unter Ausklammerung dieses Sondereffektes läge der Gewinn bei 192,0 Millionen Franken. Die Dividende pro Aktie beträgt wie bereits im Vorjahr 9,50 Franken.

Bei den Erneuerungswahlen in den Verwaltungsrat sind alle bisherigen Mitglieder für eine weitere einjährige Amtsperiode wiedergewählt worden, diese sind Martin Candrian, Corine Mauch, Dr. Kaspar Schiller, Ulrik Svensson und Andreas Schmid (Präsident). Die Vertreter des Kantons Zürich im Verwaltungsrat – Regierungsrat Ernst Stocker (Volkswirtschaftsdirektor), Dr. Lukas Briner und Dr. Martin Wetter – werden nicht von der GV gewählt, sondern vom Regierungsrat des Kantons Zürich delegiert.

Über 1.000 bekannte Versender vom LBA zugelassen

Wie das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) nun mitteilte, hat es inzwieschen die 1.000ste behördliche Zulassung zum bekannten Versender erteilt. Von den derzeit noch vorliegenden 601 Anträgen sind 412 auditierfähig. Das heißt, in den kommenden Tagen und Wochen können weitere behördliche Zulassungen ausgesprochen werden.

Inzwischen sind (Stand vom 31. Januar 2013) insgesamt 1.014 behördliche Zulassungen erteilt worden. Der bekannte Versender gewährleistet eigenverantwortlich, dass die identifizierbare Luftfracht/Luftpost an seinem Betriebsstandort oder auf seinem Betriebsgelände ausreichend vor unbefugtem Zugriff und Manipulationen geschützt wird.

Somit muss die identifizierte Luftfracht des bekannten Versenders keiner erneuten Sicherheitskontrolle unterzogen werden, sondern kann an jedes Unternehmen, welches den Status als reglementierten Beauftragten besitzt, sofort "sicher" übergeben werden.

Weitere Informationen zur behördlichen Zulassung zum bekannten Versender und der "sicheren Lieferkette" werden vom LBA im Internet unter www.lba.de veröffentlicht.

Business Class Upgrade bei Austrian Airlines ersteigerbar

Das Austrian "Smart Upgrade" bietet ab sofort die Möglichkeit, einen Platz in der Austrian Business Class zu ersteigern. Passagiere geben ihr Gebot online ab und erfahren innerhalb von 72 Stunden vor Abflug, ob sie den Zuschlag auf den begehrten Business Platz mit Do&Co Service erhalten.

Um mitzubieten, braucht der Passagier nur ein Economy Class Ticket auf einem Austrian Airlines Langstreckenflug oder zu ausgewählten Austrian Destinationen.* Das Smart Upgrade Angebot kann bis 72 Stunden vor Abflug abgeben werden. Somit bietet Austrian, als eine der ersten europäischen Airlines, seinen Passagieren die Möglichkeit, sich bequem ein Upgrade zu ersteigern.

Karsten Benz, CCO der Austrian Airlines: "Wir bieten unseren Gästen, die sich ein Upgrade gönnen wollen, neue und innovative Möglichkeiten. Mit ein bisschen Glück genügt ein kleiner Aufpreis."

Smart Upgrade Überblick

  • Vorgang erfolgt online
  • Der Kunde entscheidet, wie viel ihm/ihr ein Upgrade wert ist
  • Innerhalb von 72h vor Abflug verbindliche Information, ob upgrade möglich
  • Preisgekröntes First-Class Service mit Köstlichkeiten von DO&CO
  • Zutritt in die weltweiten Business Lounges inklusive Speisen und Getränken
  • Einchecken am Business Class Schalter und Fastlane Service
  • Gepäcksbestimmungen der Business Class mit mehr Frei- und Handgepäck
  • Miles & More Business Class Meilen

Austrian Passagiere können auch weiterhin Miles & More Guthaben für Upgrades verwenden.

* Ausgewählte Destinationen in den Nahen Osten und nach Afrika: Amman, Astana, Bagdad, Baku, Erbil, Jerewan, Kairo, Tel Aviv und Tripolis.

Aktienkauf und Daimler-Platzierung: 600 Mio. Euro Beteiligung von EADS

Im Rahmen seines Aktienrückkaufprogramms und einer Ankündigung vom 15. April 2013 folgend, bestätigt EADS den Abschluss einer Vereinbarung mit Frankreich über den außerbörslichen Ankauf einer EADS-Beteiligung von 1,56 Prozent zu einem Preis von 482,7 Mio. Euro.

Zudem bestätigt EADS im Zusammenhang mit dem Rückkaufprogramm seine Beteiligung an der Platzierung der Daimler AG entsprechend der Pressemitteilung vom 16. April 2013. Im Rahmen dieser Platzierung hat EADS 1,95 Prozent seiner eigenen Aktien zu einem Preis von 600 Mio. Euro erworben.

EADS begrüßt die Struktur der Platzierung, mit der Daimler seine Zuversicht in die weitere positive Entwicklung des Unternehmens zeigt. EADS hat angekündigt, weitere Informationen über etwaige Maßnahmen im Rahmen seines Aktienrückkaufprogramms zeitnah bekanntzugeben.

Ryanair mit Sonderflug zur Champions League ab Dortmund

Ryanair, Europas führende Low Cost Airline, hat aufgrund der hohen Nachfrage zahlreicher Borussia Dortmund Fans Flüge von Dortmund nach Madrid zum Champions League Halbfinale am 30. April 2013 freigeschaltet. Die Strecke Dortmund Madrid wird nicht regulär im Sommerflugplan angeboten.

Start des Champions League-Sonderfluges der irischen Fluggesellschaft ist am Dienstag, den 30. April 2013 um 09:50 Uhr in Dortmund. Der Rückflug ab Madrid startet am Mittwoch, den 01. Mai 2013 um 08:30 Uhr.

Die Anzahl der Flugtickets ist begrenzt und die Nachfrage sehr hoch. Daher sollten sich Borussia Dortmund Fans beeilen wenn sie einen Platz auf dem Champions League-Sonderflug wollen.

Henrike Schmidt, Sales & Marketing Manager bei Ryanair, dazu: "Nachdem unsere Reservierungszentrale mit Anfragen von Borussia Dortmund Fans überflutet wurde, schaltet Ryanair anlässlich des Champions League Halbfinales gegen Real Madrid Flüge nach Madrid frei. Dank der Ryanair Champions League Flüge werden Borussia Dortmund Fans live dabei sein, wenn Jürgen Klopps Jungs sich gegen Real Madrid ihren Platz im Finale sichern."

Champions League Special Flugzeiten

Datum Richtung Abflug
30. April Dortmund – Madrid 09:50 Uhr
01. Mai Madrid – Dortmund 08:30 Uhr

Ryanair, Europas führende Low Cost Airline, bedient derzeit täglich über 1.500 Strecken (über 500.000 pro Jahr) in 28 Ländern und fliegt dabei mit mehr als 1.500 Flügen pro Tag 180 verschiedene Flughäfen an. Die Airline unterhält eine Flotte von 305 Boeing 737-800NG. Ryanair hat jüngst 175 neue Boeing Maschinen geordert, die zwischen 2014 und 2018 ausgeliefert werden. Ryanair wird im aktuellen Geschäftsjahr über 80 Millionen Passagiere befördern und kann einen Sicherheitsrekord von 28 Jahren vorweisen.

In Deutschland bietet Ryanair derzeit Routen ab den Flughäfen Frankfurt-Hahn (Basis mit derzeit neun stationierten Flugzeugen), Bremen (Basis mit drei stationierten Flugzeugen), Düsseldorf (Weeze), ca. 70 km von Düsseldorf an der A57 gelegen (Basis mit neun stationierten Maschinen) und Karlsruhe/Baden-Baden (Basis mit zwei stationierten Flugzeugen ab 2012) sowie ab Lübeck, Berlin-Schönefeld, dem Allgäu Airport Memmingen (München West), Magdeburg-Cochstedt, Leipzig/Halle, Köln/Bonn, Dortmund, Nürnberg und ab Juni Münster/Osnabrück an.

AN-2 Benefiz-Aktion: Rundflug auf dem größten Doppeldecker der Welt

Am 26. Mai 2013 veranstaltet die Hanseflug GmbH in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Hannover einen Benefiz-Rundflugtag am Hannover Airport. An Bord des größten einmotorigen Doppeldeckers der Welt, der AN-2, können interessierte Fluggäste ihre Hannover eine halbe Stunde lang aus der Luft neu entdecken.

Ein besonderes Erlebnis, nicht nur für Luftfahrtenthusiasten. Die Flugtickets sind ab einem Preis von 160,- Euro erhältlich. Der Erlös geht zu einem großen Teil an die Jugendhilfe des Stephansstift und Teen Spirit Island, die Therapiestation für suchtabhängige Kinder und Jugendliche am Kinderkrankenhaus auf der Bult.

Parkmöglichkeiten für Passagiere gibt es am Holiday Inn Hannover Airport Hotel. Bei Anreise per S-Bahn werden die Fluggäste vom Shuttle des Hotels abgeholt. Nach einem Aperitif geht es dann standesgemäß in einem Ferrari zum Karl-Jatho-Terminal. Auch die Flugwerft der Fluggesellschaft Aerowest, sowie der Hannover Airport unterstützen die Aktion.

EADS beauftragt Broker mit Aktienrückkauf

EADS hat mit einem Broker ("Investmentdienstleister") eine Vereinbarung über die unabhängige Abwicklung seines 18-monatigen Aktienrückkaufprogramms gemäß den "Safe Harbour"-Vorschriften der französischen Börsenaufsichtsbehörde Autorité des marchés financiers (AMF) abgeschlossen.

Im Rahmen dieser Vereinbarung hat EADS den Broker angewiesen, im Zeitraum vom 17. April 2013 bis zum 31. Juli 2013 für das Unternehmen bis zu 43 Mio. EADS-Aktien zu erwerben.

EADS beabsichtigt, während der Laufzeit des vom EADS Board of Directors am 02. April 2013 beschlossenen Aktienrückkaufprogramms (siehe EADSPressemitteilung vom 02. April 2013) vorbehaltlich der Bedingungen am Markt gegebenenfalls weitere Aufträge dieser Art zu erteilen.

Zu EADS mit einem Umsatz von € 56,5 Mrd. im Jahr 2012 und mehr als 140.000 Mitarbeitern gehören die Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter.

Airbus baut „Stealth“-Gebäude am Flughafen Toulouse-Blagnac

Mit Unterstützung von EADS Innovation Works hat Airbus das erste „Stealth“-Gebäude am Airbus-Standort auf dem Flughafen Toulouse-Blagnac eröffnet. Der Hangar C65 wurde von EADS und Airbus mit speziell geformten Aluminium-Paneelen verkleidet. Sie verhindern Signalstörungen des ILSSystems (Instrument Landing System), das am Flughafen auch bei eingeschränkten Sichtbedingungen sichere Landeanflüge ermöglicht.

Aus Sicherheitsgründen hätte Airbus ohne diese Paneeltechnologie keine Baugenehmigung erhalten. Große Gebäudefassaden stellen ein Problem für Flugzeuglandesysteme dar, da sie die einfallenden Funkwellen über die Landebahn hinweg wie ein Spiegel reflektieren. Solche Signalstörungen könnten Flugzeuge bei der Landung von der Mittellinie der Lande- und Startbahn abbringen. Deshalb ist die Errichtung von Gebäuden in der unmittelbaren Nähe von Lande- und Startbahnen verboten – es sei denn, sie verfügen über sogenannte „Stealth“-Eigenschaften, die sie für Funksignale „unsichtbar“ machen.

Günstiger als herkömmliche Stealth-Technik

Herkömmliche Stealth-Technologie ist jedoch aufgrund ihrer extrem hohen Kosten zur Absorption der einfallenden Wellen nicht geeignet. Die Lösung in Toulouse macht sich stattdessen das optische Prinzip der Wellenbeugung zunutze, um die Funkwellen von der Start- und Landebahn wegzuleiten. Derselbe Effekt ist für die schillernden Farben verantwortlich, die sichtbar werden, wenn man eine CD gegen das Licht hält.

Mit Hilfe des modernen ILSSimulationstools ELISE (Exact Landing Interference Simulation Environment) – einer Entwicklung von Airbus Engineering, EADS Innovation Works und der École Nationale de l’Aviation Civile (ENAC) – konnte nachgewiesen werden, dass nur die oberen zehn Meter des Gebäudes entsprechend ausgerüstet werden müssten, was eine weitere Kostenersparnis bedeutete.

Jean Botti, Chief Technical Officer von EADS, erklärte: „Die erfolgreiche Fertigstellung dieses Airbus-Gebäudes ist ein Beispiel für unser Engagement zur Entwicklung von einzigartigen technischen Lösungen für unsere Kunden ebenso wie für die Luft- und Raumfahrtindustrie.“

Mit der technischen Unterstützung von EADS Innovation Works wird Airbus ProSky diese Technologie nun vermarkten. Paul-Franck Bijou, CEO von Airbus ProSky, sagte: „Durch die Errichtung von reflexionsfreien Gebäuden könnten weltweit bis zu 100 Quadratkilometer an bisher nicht bebaubaren Flughafenflächen in bebaubares Gelände umgewandelt werden, wie beispielsweise für Abfertigungsgebäude, Wartungshallen oder sogar für außerhalb des Flughafenareals liegende Messezentren, Hotels sowie mehrstöckige Parkhäuser.“

Astrium investiert für Raketentechnik in den Standort Ottobrunn

Das Raumfahrtunternehmen Astrium investiert am Standort Ottobrunn 10 Millionen Euro aus Eigenmitteln in den Ausbau und die Modernisierung der Triebwerkfertigung für Trägerraketen. Speziell die Stufen der Ariane 5-Trägerraketen werden in Ottobrunn gebaut. Durch die vorgesehenen Erweiterungen der Brennkammergalvanik und der dazugehörigen Abwasseranlage erhöht sich die Produktionsfläche in diesem Bereich von derzeit 1.300 auf 2.200 qm.

Baubeginn für den Neu- und Anbau ist Mitte April 2013 und die Inbetriebnahme ist für Mitte 2015 vorgesehen. Die zurzeit in Betrieb befindliche Anlage deckt die aktuelle Produktion des Hauptantriebs und des Oberstufentriebwerks der Trägerrakete Ariane 5 ab. Die Entwicklung und Produktion des Oberstufentriebwerks für die neue Ariane 5ME sowie zukünftig mögliche weitere Triebwerksentwicklungen bringen die Anlage allerdings an ihre Grenzen und erfordern eine Erhöhung der Kapazität.

Einmalige Kompetenz in Galvanoformung

Der geplante Erweiterungsbau sieht vor, die momentan verfügbare Kapazität – zwei Standard-Nickel-Bäder und drei so genannte Pulse-Plating-Nickelbäder – um zwei Pulse-Plating-Nickelbäder zu erhöhen. Durch die Möglichkeit, bei Bedarf um nochmals zwei weitere Wirkbäder zu erweitern, kann die neue Anlage zukünftig flexibel an eine mögliche Produktionserhöhung angepasst werden.

Astrium in Ottobrunn zählt mit dem dort entwickelten Pulse-Plating-Verfahren zur galvanischen Beschichtung der Ariane 5-Brennkammern zu den Pionieren auf dem Gebiet der Galvanoformung. Die Aufbringung dicker, tragender Nickelschichten auf den Kupfermantel der Brennkammer wird mit diesem Verfahren weltweit nur hier beherrscht. Der Ausbau dieser Kernkompetenz sichert den deutschen Beitrag für die Triebwerksfertigung innerhalb des Ariane-Programms – auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen.

„Die Erweiterung der Triebwerkfertigung in Ottobrunn zeigt unser klares Bekenntnis zum Standort“, sagte Thomas Müller, Standortleiter von Astrium in Ottobrunn. „Wir sind hier in Ottobrunn immer größer geworden, werden auch in Zukunft wachsen und sind der größte Raumfahrtstandort in Bayern. Wir gehören heute gleichzeitig zu den Weltmarktführern im Bereich Raumfahrt-Ausrüstung und auch mit dem Ausbau der Brennkammerproduktion können wir unsere Position weiter stärken.“

Einhergehend mit dem Ausbau der Brennkammerfertigung muss auch die Abwasseranlage für die höheren Kapazitäten nachgerüstet werden. Hier ist ein Anbau an das bestehende Gebäude vorgesehen. Umweltschutz und Sicherheitsregularien werden im Sinne umweltschonender Abwasserbehandlungsprozesse nachhaltig verfolgt und umgesetzt.

Die Erhöhung des Automatisierungsgrades sowie die Ausstattung mit neuester Umwelttechnologie erlauben zukünftig einen ökologischen wie auch ökonomisch ausgerichteten Betrieb der Abwasseranlage. Die bisher schon geringe Schadstoff- und Lärmemission wird durch den Einsatz neuester Technologie noch weiter reduziert werden.

Raktetentriebwerke von Astrium

Astrium in Ottobrunn ist verantwortlich für das Herzstück des Haupttriebwerks der Ariane 5, die Schubkammer. Die technologische Herausforderung dabei sind die extremen Temperatur-Unterschiede. Die Schubkammer wird mit tiefkaltem flüssigen Wasserstoff (minus 237 Grad) und flüssigem Sauerstoff (minus 176 Grad) betrieben. Das in der Schubkammer entzündete Gasgemisch erreicht dann Temperaturen von bis zu plus 3.500 Grad Celsius.

Um ein Schmelzen der Schubkammer zu verhindern, sind in den Kupfermantel 486 Kühlkanäle eingefräst, die durch den Durchfluss von flüssigem Wasserstoff gekühlt werden. Damit kann die Innenwand auf einer konstanten Temperatur von 400 Grad Celsius gehalten werden. Die mit einem speziellen Galvanikprozess aufgebrachte Nickelschicht trägt die hohen auf die Schubkammer wirkenden mechanischen Lasten beim Start und während der Flugphase.

Standort Ottobrunn

Ottobrunn, südöstlich von München, steht für eine jahrzehntelange Raumfahrt aus Bayern, verbunden mit bekannten Namen wie Bölkow, Messerschmitt oder DaimlerChrysler Aerospace. Heute ist es die Astrium GmbH, die Raumfahrtsparte der EADS, die mit 1.050 hochqualifizierten Mitarbeitern vor Ort in Ottobrunn vor allem die neue Datenautobahn im Weltraum EDRS industriell führt und Raumfahrtantriebe sowie Satellitensubsysteme für Telekommunikation, Navigation und Erdbeobachtung baut.

Der Standort Ottobrunn ist führend bei den Solargeneratoren, die als ultraleichte „Kraftwerke“ moderne Satelliten mit Energie versorgen. Ein weiterer Schwerpunkt der Astrium-Raumfahrtaktivitäten aus Bayern sind Antriebe für Trägerraketen. So werden am Astrium-Standort Ottobrunn die Schubkammern – das Herz eines Raketentriebwerks – für die erste und zweite Stufe der europäischen Trägerrakete Ariane 5 gebaut. Die Ariane 5 zeigt sich dabei mit 54 erfolgreichen Starts in Folge als extrem zuverlässig.

Satellitendienste und Komponenten

Astrium betreibt über seine Tochtergesellschaft Milsat Services in Ottobrunn SatcomBW Stufe 2, das Satellitenkommunikationssystem für die Deutsche Bundeswehr und sichert so die permanate Kommunikation der deutschen Streitkräfte im Einsatz, egal wo auf der Erde. Astrium betreibt zudem private Telefonie- und Internetdienste für deutsche Truppen im Auslandseinsatz durch seinen Service „Connect-D“. Die Raumfahrt-Ingenieure am Standort konzipieren und setzen derzeit die zukünftigen europäische Datenautobahn im Weltraum um, das Projekt EDRS.

EDRS ermöglicht Europa eigenständig und bei Bedarf auf Echtzeit-Erdbeobachtungsdaten von erdnahen Satelliten zuzugreifen. Damit können Daten der Beobachtungssatelliten permanent empfangen werden und nicht nur, wenn der Satellit die Bodenstation überfliegt. Das ist bei Naturkatastrophen und anderen Krisen entscheidend für schnelle und zielgerichtete Hilfeleistungen.

Außerdem werden somit Erdbeobachtungs-Satelliten effizienter genutzt. Astrium trägt im Auftrag der ESA hat die Verantwortung für den europäischen Beitrag zum James Webb Space Telescope (JWST) der NASA. An Bord des JWST wird sich das zentrale optische Instrument aus Ottobrunn befinden – der Near Infrared Spectrograph (NIRSpec), der schwächste Strahlungen von den am weitesten entfernten Galaxien aufspüren soll.