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Flugprofile sollen durch Software fürs EFB ökonomischer werden

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Eine neue Software zur Optimierung von Flugprofil und Geschwindigkeit im Flugbetrieb soll der Lufthansa zukünftig helfen, Sprit zu sparen. Die Devise: "Jeder Tropfen zählt", denn Energieeffizienz im Flugbetrieb ist auch für die Lufthansa Group ein zentraler Erfolgsfaktor und zugleich ein wichtiger Pfeiler des aktiven Umweltmanagements des Konzerns.

Das Programm verarbeitet während des Fluges aktuelle Flugzeug- und Wetter-Daten, um daraus in Echtzeit die ökonomischste Flugkurve für die restliche Flugzeit zu berechnen. Ein erster Prototyp soll noch 2013 bei der Lufthansa in den Probebetrieb gehen und zunächst auf der  Langstrecken-Flotte getestet werden.

Software soll ins Electronic Flight Bag (EFB)

Die Applikation, die der Software-Hersteller PACE mit Sitz in Berlin entwickelt, wird, wenn die Praxistauglichkeit erwiesen ist, die Software des sogenannten Electronic Flight Bags (EFB) der Cockpitcrews ergänzen.

Das EFB erhielt seinen Namen vom traditionellen Pilotenkoffer, einer bis zu 18 Kilogramm schweren Dokumententasche, die die Piloten früher mit ins Cockpit nahmen. Der "elektronische Pilotenkoffer" ist der Ersatz im Digitalformat. Er reduziert den Papierbedarf an Bord und spart Gewicht. Gleichzeitig werden Druck- und Logistikkosten reduziert.

Papierloses Cockpit: Mehr Komfort und weniger Gewicht

Lufthansa nutzt seit 2009 das EFB von Lufthansa Systems mit elektronischen Navigationskarten Lido/eRouteManual, einer Dokumentenverwaltung und Tools zur Berechnung der Startleistung. Darüber hinaus verfügt das EFB über ein Modul zur Ansicht eines elektronischen Briefingpakets, das neben Flugplanungsdaten aus Lido/Flight alle weiteren für die Flugdurchführung relevanten Dokumente enthält. Das nahezu papierlose Cockpit ist ein wesentlicher Schritt hin zu einem effizienten und umweltschonenden Flugbetrieb.

Airbus A330-Leichtversion für Regional- und Inlandsverkehr

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Airbus hat eine neue Variante seines vielseitigen Großraumflugzeugs A330-300 angekündigt. Mit reduziertem Betriebsgewicht ist das Modell für den Einsatz auf Inlands- und Regionalrouten in bevölkerungsreichen Wachstumsmärkten mit konzentrierten Verkehrsströmen optimiert. China wird einer der wichtigsten Märkte für diese neue Version des heute effizientesten und zuverlässigsten Großraumflugzeugs sein.

Fabrice Brégier, President und CEO von Airbus, gab dies auf der Aviation Expo China (Beijing Airshow) 2013 in Peking bekannt. "Die neue, leichtere Variante der A330-300 speziell für den Regional- und Inlandsverkehr ist die Airbus-Lösung für bevölkerungsreiche Märkte mit schnell wachsenden, konzentrierten Luftverkehrsströmen. Betreiber der neuen A330-300-Variante werden von einem bewährten, ausgereiften und zuverlässigen Flugzeug profitieren, das Abhilfe für Probleme wie begrenzten Luftraum, überlastete Flughäfen und fehlende Piloten schafft".

Inlandsversion der A330 auf 5.400 km optimiert

"Wir kündigen diese neue Variante der A330-300 mit reduziertem Betriebsgewicht heute in China an, weil wir hier einen starken Nachholbedarf an effizienten und zuverlässigen Großraumflugzeugen für die Verbindung von Megastädten wie Peking, Shanghai, Chengdu und Guangzhou sehen." so Fabrice Brégier.

Im Vergleich zu aktuellen Varianten der A330-300, die für längere Routen bis zu 6.100 Nautischen Meilen konzipiert sind, wird die neue Regional- und Inlandsversion für die Beförderung von rund 400 Passagieren über bis zu 3.000 Nautische Meilen (ca. 5.400 km) optimiert. Die Fluggäste können den Komfort der 18 Zoll breiten Economy-Sitze genießen, mit denen Airbus in der Branche führend ist.

Günstiger im Betrieb und hochmodern in der Kabine

Die Reduzierung des Betriebsgewichts auf rund 200 Tonnen ermöglicht beträchtliche Kosteneinsparungen. Der geringere Treibstoffverbrauch pro Sitz und die niedrigeren Wartungskosten dank dieser Innovationen werden die Gesamtkosten gegenüber den aktuellen Langstreckenvarianten der A330-300 um bis zu 15 Prozent sinken lassen.

Darüber hinaus wird die neue Variante der A330-300 von den modernsten Technologien der A350 XWB und A380 profitieren. Hierzu gehören Cockpitfunktionen wie beidseitige Head-Up Displays und fortschrittlichste Navigationssysteme. Weitere Innovationen finden auch Einzug in die Kabine: moderne und leichte Slimline-Sitze, Breitband-Wi-Fi überall an Bord, In-Flight-Entertainment auf dem neuesten Stand mit HD-TV-Unterstützung, LED-Lichttechnik und vielfarbige Stimmungsbeleuchtung.

Medical Transport Service von airberlin seit fünf Jahren

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Mit airberlin bestens versorgt ans Ziel: Reisende, die plötzlich im Urlaub krank werden oder einen Unfall haben, benötigen für den Rücktransport häufig spezielle Transportbedingungen. Bereits seit 2008 bietet airberlin Patienten mit gesundheitlichen Einschränkungen deshalb einen Medical Transport Service an.

In der Regel kann der medizinische Transport, der spezielle Sitz- und Liegebedingungen sowie eine medizinische Versorgung an Bord des Flugzeugs ermöglicht, innerhalb von nur 24 Stunden im gesamten Streckennetze der Airline organisiert werden.

Medizinische Transporte als wachsendes Geschäftsfeld

Die Zahl der Medical Transports hat sich seit 2008 mehr als verdreifacht und ist ein wachsendes Geschäftsfeld von airberlin. Im Jahr 2012 haben rund 1.500 Gäste den Service in Anspruch genommen. Etwa die Hälfte dieser Gäste war über den ADAC versichert. Als einer der ersten Auftraggeber ist der ADAC damit auch heute noch der wichtigste Kooperationspartner von airberlin im Bereich Medical Transports.

Besonders häufig wird der Medical Transport Service auf Flügen vom Spanischen Festland, den Balearen und Kanaren nach Deutschland angefragt. Auf der Langstrecke sind es die US-Ziele Miami und New York JFK.

Kooperation mit Ärzten und Versicherungen

"Seit nun mehr fünf Jahren bieten wir einen umfassenden und flexiblen Service für Krankenrücktransporte in unseren Passagierflugzeugen an. Der ADAC ist unser wichtigster Partner und gemeinsam haben wir bereits mehreren tausend Passagieren einen optimalen Rücktransport ermöglicht", sagt Ibrahim Gülcan, Head of Operations Control airberlin.

Den Medical Transport Service bietet airberlin in Kooperation mit dem ADAC, Versicherungen, behandelnden Ärzten, unabhängigen Prüfstellen und Gutachtern sowie Apotheken an. Die Anfrage für einen Medical Transport bearbeitet die Abteilung Pax Control im Network Operations Center (NOC) von airberlin.

BOC Aviation mit weiterer Bestellung von 25 Airbus A320

BOC Aviation, die Flugzeug-Leasing-Tochter der Bank of China mit Sitz in Singapur, hat einen neuen Festauftrag über den Kauf von 25 weiteren Flugzeugen der Airbus A320-Familie bekannt gegeben, 13 A320ceo und 12 A320neo. Die Bestellung umfasst die Varianten A320 und A321.

Der heutige Auftrag von BOC Aviation über weitere 25 Flugzeuge der A320-Familie knapp ein Jahr nach dem letzten BOC-Auftrag über 50 A320-Flugzeuge zeigt, wie schnell die im Treibstoffverbrauch besonders sparsamen Single-Aisle-Jets von Airbus am Markt Abnehmer finden. Die Entscheidung über den Triebwerkstyp wird von BOC Aviation noch bekannt gegeben.

Hoher Wiederverkaufswert: Interessant für Investoren

Robert Martin, Managing Director und Chief Executive Officer von BOC Aviation, sagte: „In weniger als einem Jahr haben wir 75 Flugzeuge dieser Familie bestellt. Dies unterstreicht unsere Strategie, unseren Kunden als bevorzugtes Leasingunternehmen moderne, sparsame Flugzeuge zur Verfügung zu stellen, die ihnen Vorteile bringen und ihren Kunden besten Komfort bieten.“

„Die große Zahl an Betreibern dieser Flugzeuge, ihre erwiesene Wirtschaftlichkeit und hohen Wiederverkaufswerte machen sie für die Finanzbranche zu einer ausgezeichneten Investition…“, so Fabrice Brégier, President und Chief Executive Officer von Airbus.

Einschließlich dieser jüngsten Order hat BOC Aviation bisher insgesamt 212 neue Airbus-Flugzeuge bestellt (206 Flugzeuge der A320-Familie und sechs der A330-Familie).

A320neo mit Marktanteil von fast 60 Prozent

Die A320neo wird als Option für die A320-Familie angeboten und umfasst neue effizientere Triebwerke und aerodynamisch optimierte „Sharklets“ an den Flügelenden. Beides zusammen ermöglicht Treibstoffeinsparungen von bis zu 15 Prozent. Bis Ende August 2013 hatte Airbus 2.348 Festbestellungen von 42 Kunden für die A320neo-Familie verbucht. Der neue Airbus-Jet verkauft sich damit so schnell wie kein anderes Verkehrsflugzeug zuvor und hat bereits jetzt einen führenden Marktanteil von fast 60 Prozent erreicht.

Die Jets der Airbus A320-Familie sind die weltweit erfolgreichsten und modernsten Single-Aisle-Passagierflugzeuge. Mehr als 9.800 A320-Flugzeuge wurden bisher bestellt und über 5.700 an mehr als 380 Kunden und Betreiber ausgeliefert.

Eurocopter baut US-Werk für AS350-Produktion aus

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Hubschrauberhersteller Eurocopter will 2014 mit den erforderlichen Erweiterungen seiner Kapazitäten beginnen, um das amerikanische Eurocopter-Werk in Columbus, Mississippi, zum Endmontagewerk und zur Testanlage für das AS350 Modell zu machen, dem meistverkauften Zivilhubschrauber am amerikanischen Markt.

"Nordamerika ist der wichtigste Markt für Eurocopter, und die neue Fertigungslinie ist ein weiterer Schritt in unserer industriellen Strategie, wenn wir die beliebte AS350 "Made in the USA" in nächster Nähe unserer Kunden bauen.", sagte Joseph Saporito, Executive Vice President of the Global Supply Chain bei Eurocopter.

Ausgleich für Zurückfahren der UH-72A-Produktion

Diese Vorgehensweise entwickelte sich aus zwei Hauptbeweggründen heraus: Erstens sollen die Auswirkungen der Reduzierung der UH-72A Lakota-Hubschrauberproduktion kompensiert werden, und zweitens soll es helfen, den Verkauf auf dem US-Markt zu beschleunigen, besonders bei Regierungs- und Sicherheitsbehörden.

Der Plan sieht vor, das Werk in Columbus zu einem Endmontawerk und einer Testanlage für die AS350 auszubauen, bei der Teile sowohl von Eurocopter, als auch von Zulieferern einfließen. Derart werden bereits in der erweiterten Produktion und Aufrüstung die UH-72A Lakota für die US-Army und weitere Bundesbehörden sowie Militär-Kunden aus anderen Ländern gebaut.

Das Columbus-Werk, American Eurocopters zweiter Standort neben dem Hauptsitz in Grand Prairie, Texas, ist derzeit sowohl für den Bau wie auch die Tests der sehr erfolgreichen UH-72 Lakota-Modelle verantwortlich, von denen schon mehr als 280 Maschinen pünktlich oder sogar vorzeitig ausgeliefert werden konnten. Die Teams am Standort betreuen den partiellen Zusammenbau für die AS350 aus den Einzelteile-Kits bis zu den Flugtests für die Zulassung, bevor die Maschinen in so genannten Completion Centers vollständig mit der Instrumentierung und Spezialausrüstung ausgestattet und den Kundenbedürfnissen angepasst werden.

Expertise im Zivilmarkt nutzen – 60 Hubschrauber pro Jahr

American Eurocopters President und CEO, Marc Paganini, sagte: "Unsere Teams in Mississippi haben bei der Produktion der Lakota für die Army beste Arbeit geleistet, und wir wollen diese Expertise beim Bau von Hubschraubern für den Zivilmarkt der USA nutzen." Die Vorbereitungen dazu werden bald beginnen, und die Montagelinie ist soll im vierten Quartal 2014 die Produktion aufnehmen. 2015 sollen die Arbeiten ausgeweitet werden und 2016 sollen dann 60 weitere Hubschrauber pro Jahr in dem Werk produziert werden.

Eurocopters international aufgestellte Entwicklung erlaubt es dem Unternehmen, überall auf der Welt aus nächster Nähe besser auf die Kunden vor Ort einzugehen. Das erschließt dem Unternehmen auch Möglichkeiten, mit gut entwickelten Geschäftsstrukturen in Schlüsselmärkten zu wachsen; auch stellt sich die Unternehmensgruppe den Anspruch, starke industrielle Plattformen in aufstrebenden und etablierten Märkten zu schaffen.

Die AS350 von Eurocopter hat einen Anteil von knapp 40 Prozent an Eurocopters weltweiter Flotte, ca. 3.549 AS350 sind derzeit im Dienst – annähernd ein Viertel davon allein in den USA. 2012 lieferte American Eurocopter 42 neue AS350 aus. Dieser Eurocopter schlägt alle anderen einmotorigen Hubrschrauber an Performance, Vielseitigkeit, Sicherheit, wettbewerbsfähigen Anschaffungs- und Unterhaltskosten. Er wurde zur ersten Wahl im US-Markt bei Sicherheitskräften und Hubschrauber-Notdienstleistern.

Gepäckstück sorgt für Sperrung am Düsseldorf Airport

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Gestern kam es zu einem Polizeieinsatz am Düsseldorfer Airport. Ein herrenloses Gepäckstück wurde um 19:30 Uhr durch Spezialisten geöffnet. Um 20:30 Uhr wurde das Terminal dann nach rund dreistündiger Sperrung von den Behörden wieder für die Passagiere freigegeben.

Kurz darauf wurden auch die Anschlussstellen zur A44 für den Verkehr geöffnet und der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Insgesamt waren rund 1.200 abfliegende und rund 1.000 ankommende Passagiere von der Terminalräumung betroffen. Rund 20 Flüge wurden zu benachbarten Flughäfen umgeleitet. Insgesamt fielen rund 70 Flüge aus.

Landungen bis 00:30 Uhr – Verspätungen bis Mittwoch

Die Luftaufsicht genehmigte auf Grund der Situation Ausnahmegenehmigungen für Starts bis 23:00 Uhr und Landungen bis 00:30 Uhr. Am Dienstagabend ist mit weiteren Beeinträchtigungen des Flugverkehrs zu rechnen. Eine vollständige Normalisierung des Flugverkehrs wird im Laufe des Mittwochs erwartet. Daher werden Passagiere auch am heutigen Mittwoch dringend gebeten, sich vor Anreise zum Flughafen mit ihrer Airline in Verbindung zu setzen.

Barbara Fischler leitet Tele Sales der Austrian Airlines

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Barbara Fischler (40) hat die Geschäftsführung der Austrian Airlines Tele Sales & Service GmbH ("ATS") in Innsbruck übernommen. In der ATS sind die Service Center Aktivitäten der Austrian Airlines gebündelt. Fischler folgt in dieser Funktion Richard Kempf, der die Leitung der Abteilung Corporate Security übernommen hat.

Barbara Fischler startete ihre Karriere 1994 bei Tyrolean Airways in der Reservierungsabteilung, die sie ab 2000 geleitet hat. 2001 übernahm sie die Leitung des Reservation Competence Center. 2010 wurde dieser Betriebsteil in die ATS übergeführt und Barbara Fischler zur Prokuristin der Gesellschaft bestellt. Die Tirolerin aus Absam widmet sich in ihrer Freizeit gerne der Gartenarbeit.

Die ATS ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Austrian Airlines AG am Standort Innsbruck. Sie beschäftigt mehr als 70 Mitarbeiter in den Bereichen Call Center Services, Inter@ctive HelpDesk, Direct Customer & Agency Support, Ticketing & Fulfillment sowie den Special Cases Desk für medizinische und spezielle Transportfragen.

Die Mitarbeiter der ATS stellen monatlich über 60.000 Tickets aus, nehmen über 35.000 Anrufe entgegen, wickeln über 1.000 Flugplanänderungen ab und schreiben über 6.000 Kundenmails. Die gemessene Kundenzufriedenheit der ATS liegt bei rund 96 Prozent.

Eröffnung der Star Alliance Lounge in Los Angeles (LAX)

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Die neue Star Alliance Lounge am Los Angeles International Airport (LAX) öffnet am 25. September erstmals offiziell ihre Pforten und begrüßt alle Passagiere der First und Business Class sowie Inhaber der Star Alliance Gold Card, die mit Star Alliance Mitgliedsgesellschaften ab dem Tom Bradley International Terminal (TBIT) fliegen.

Der neue Premium-Bereich für Fluggäste von Star Alliance bietet Raum für rund 400 Passagiere der Business Class oder mit Star Alliance Gold Status und umfasst einen exklusiven separaten Bereich für Reisende der First Class.

Die Lounge, ein Entwurf der globalen Architekturfirma Gensler, erstreckt sich über eine Fläche von 1.675 Quadratmetern. Zu ihren Besonderheiten gehört eine einzigartige Dachterrasse mit Panoramablick auf die nördliche Start- und Landebahn in Richtung Hollywood Hills. Die Gestaltung der Außenterrasse mit Feuerschalen und Wasserwand bietet den Flugreisenden ein unvergleichliches Ambiente.

Mit der Entwicklung und dem Management der neuen Star Alliance Lounge am Los Angeles International Airport, die im Zuge der Erweiterung des TBIT entstand, wurde die Mitgliedsgesellschaft Air New Zealand betraut.

Lounge mit Leseecke, Bar, Duschen und Leih-Tablets

Die Lounge will dabei für jeden etwas bieten, für den einen Geselligkeit, für den anderen die Gelegenheit, sich unterwegs einen stillen Moment der Entspannung zu gönnen. Neben der Außenterrasse gibt es in der Lounge einen Barbereich für gesellige Zusammenkünfte, eine Leseecke mit Büchern, einen gemütlichen Aufenthaltsraum, einen Arbeitsbereich und einen Medienraum. Wer möchte, kann sich vor dem Abflug in einem der acht Duschräume frisch machen.

Die Lounge ist darüber hinaus mit Highspeed-WLAN ausgestattet und bietet auf Anfrage Druck-, Fax- und Kopierdienste. Gästen, die arbeiten möchten, stehen somit verschiedene Bereiche in der ganzen Lounge zur Verfügung. Neben herkömmlichen Steckdosen stehen zum Aufladen von Mobilgeräten auch USB-Stromports bereit. Alle, die mit "leichtem Gepäck" reisen, können sich ein Tablet in der Lounge ausleihen.

Das Design der Lounge wurde inspiriert von einer zeitgenössischen Interpretation der modernistischen Architektur L.A.'s in den 1950er und 1960er Jahren. Dieses Konzept entspricht den neuen Richtlinien für Star Alliance Lounges, die sich den Anforderungen der Reisenden von heute flexibler anpassen und zugleich landestypisches Flair vermitteln sollen. Von L.A. inspirierte Schwarz-Weiß-Fotografien des renommierten Fotografen Peter Lik runden das in den Farben der Star Alliance gehaltene Innendesign ab. Star Alliance hat zudem weitere neuartige Marken-Elemente in die Lounge integriert.

Star Alliance Lounge-Design soll Regionalität widerspiegeln

Neben der lokalen architektonischen Inspiration wählte Star Alliance wo immer möglich einheimische Produkte und ortstypisches Mobiliar. So wurden die Themenwände aus glasierten Keramikfliesen von Kunsthandwerkern aus der Region hergestellt.

Um die Nachhaltigkeit sämtlicher verwendeten Materialien und Möbel zu gewährleisten, arbeitete Star Alliance eng mit dem U.S. Green Building Council (USGBC) zusammen. Das für die Lounge-Gestaltung verantwortliche Projektteam hofft nun auf die LEED Gold-Zertifizierung. LEED ("Leadership in Energy & Environmental Design") ist ein Zertifizierungstool des USGBC für grüne Gebäude, das den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes berücksichtigt und die Verifizierung seiner Nachhaltigkeit durch eine externe Stelle ermöglicht.

Früher in diesem Jahr hat Star Alliance bereits die erste Lounge der neuen Generation am Ezeiza International Airport in Buenos Aires eröffnet. Das bisherige Feedback lässt auf ein äußerst hohes Niveau an Kundenzufriedenheit schließen. Die Gäste äußerten sich positiv zu der komfortablen Umgebung im landestypischen Flair mit modernen Einrichtungen und zuvorkommendem Personal und bezeichneten die Lounge als ein einzigartiges und erinnerungswürdiges Flughafenerlebnis.

Insgesamt starten acht Star Alliance Mitgliedsfluggesellschaften vom Tom Bradley International Terminal – ANA, Asiana Airlines, EVA Air, Lufthansa, Singapore Airlines, SWISS, THAI und Turkish Airlines. Weitere Airlines des Verbundes betreiben eigene Lounges in anderen Terminals des Flughafens. Air New Zealand zieht Mitte 2014 in das Terminal um und schließt im Gegenzug seine Koru Lounge in Terminal 2.

Gemeinsam stellen diese acht Fluggesellschaften mehr als 30 Prozent der internationalen Star Alliance Flüge von und nach LAX. Da alle Mitgliedsfluggesellschaften Großraumflugzeuge ab dem TBIT einsetzen, sind das mehr als 50 Prozent der internationalen Sitzplätze im Angebot von Star Alliance von und nach LAX.

LAX ist eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze von Star Alliance in den USA und wird von 15 Mitglied-Airlines bedient (zusätzlich zu den Airlines, die ab TBIT fliegen – Air Canada, Air China, Avianca, Copa Airlines, United und US Airways). Insgesamt bieten sie täglich rund 485 Flüge von und nach LAX und bedienen damit 85 Ziele in 18 Ländern.

Bedarf von mehr als 29.000 neuen Flugzeugen bis 2032

Flugzeugbauer Airbus geht in seiner jüngsten globalen Marktprognose (Global Market Forecast, GMF) davon aus, dass der Luftverkehr in den nächsten 20 Jahren (2013-2032) um 4,7 Prozent jährlich wächst. Dafür werden mehr als 29.220 neue Passagier- und Frachtflugzeuge im Wert von knapp 4,4 Billionen US-Dollar benötigt, wovon rund 28.350 Passagierversionen im Wert von 4,1 Billionen US-Dollar sein werden. In diesem Zeitraum werden etwa 10.400 ältere Flugzeuge durch effizientere Modelle ersetzt.

Ausgehend von rund 17.740 Flugzeugen heute, wird sich die weltweite Flotte bis 2032 auf knapp 36.560 Flugzeuge verdoppeln. Im Zuge des Verkehrswachstums sind auch die Flugzeuge im Durchschnitt um 25 Prozent in der Kapazität "gewachsen", da sich immer mehr Fluggesellschaften für größere Flugzeuge entscheiden oder bereits vorliegende Bestellungen in größere Varianten umwandeln.

Gesellschaftliche Ursachen des Wachstums

Wirtschaftswachstum, wachsende Mittelschichten, Erschwinglichkeit, Reisekomfort, Urbanisierung, Tourismus und Migration sind einige Gründe, welche mehr Verbindungen zwischen Menschen und Regionen schaffen und Einfluss auf das Reiseaufkommen haben. Mit weiter voranschreitender Urbanisierung wird sich die Zahl der Megastädte von heute 42 bis 2032 auf 89 verdoppeln. Rund 99 Prozent des weltweiten Langstreckenverkehrs wird sich zwischen oder unter Einbindung dieser Städte abspielen.

Größere Flugzeuge wie die A380 mit höheren Auslastungswerten tragen zu steigenden Passagierzahlen ohne zusätzliche Flüge auf Slot-beschränkten Flughäfen wie London-Heathrow oder Frankfurt bei. Durch Konzentration auf nachhaltiges Wachstum wurden der Treibstoffverbrauch und die Lärmbelastung in den letzten 40 Jahren um mindestens 70 Prozent reduziert. Dieser Trend setzt sich mit Innovationen wie der A320neo, der A320 mit Sharklets, der A380 und der A350 XWB weiter fort.

6,7 Mrd. Reisende bis 2032 – Asien-Pazifik führend

"Bis 2032 wird der asiatisch-pazifische Raum Europa und Nordamerika überholen und beim Luftverkehr weltweit die Führung übernehmen. Heute fliegt im Durchschnitt ein Fünftel der Bevölkerung in den Wachstumsmärkten einmal jährlich – bis 2032 wird diese Zahl auf zwei Drittel anwachsen. Mit der steigenden Attraktivität von Flugreisen werden sich die Passagierzahlen von heute 2,9 Milliarden bis 2032 auf 6,7 Milliarden mehr als verdoppeln. Dies zeigt deutlich, dass Luftverkehr für Wirtschaftswachstum unerlässlich ist", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus.

Verkehrsströme auf Inlandsstrecken wachsen ebenfalls stark. Indien wird im Inlandsverkehr mit 9,8 Prozent die höchsten Wachstumsraten verzeichnen, gefolgt von China und Brasilien mit jeweils sieben Prozent. Der asiatisch-pazifische Raum, dessen jährliche Wachstumsrate im Luftverkehr mit 5,5 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt liegt, wird mit 36 Prozent insgesamt den größten Markt für neue Passagierflugzeuge stellen. Auf Europa entfallen 20 Prozent und auf Nordamerika 19 Prozent.

In dem von der A380 beherrschten Segment der Supergroßraumflugzeuge erwartet Airbus einen Bedarf an 1.334 Passagierflugzeugen im Wert von 519 Milliarden US-Dollar. Spitzenreiter bei der Nachfrage nach diesen Flugzeugen wird auch hier der asiatisch-pazifische Raum mit 47 Prozent sein, gefolgt vom Nahen Osten mit 26 Prozent und Europa mit 16 Prozent.

Wachstum von Mittelschichten stärkt A380-Bedarf

Die hohe Nachfrage nach der A380 im asiatisch-pazifischen Raum resultiert aus dem Wachstum der Mittelschicht, das sich in den nächsten 20 Jahren in der Region vervierfachen wird.

Im Großraumsegment (Flugzeuge mit zwei Mittelgängen), das unter anderem A350 XWB und A330 abgedecken, prognostiziert Airbus einen Bedarf von 6.779 Flugzeugen im Wert von 1,82 Billionen US-Dollar. Stark nachgefragt werden auch diese Flugzeuge besonders im asiatisch-pazifischen Raum mit 48 Prozent, in Europa mit 15 Prozent und im Nahen Osten mit 13 Prozent.

Auf das Segment der Flugzeuge mit Standardrumpf und einem Mittelgang (Single-Aisle-Flugzeuge) entfallen 71 Prozent der Auslieferungen nach Stückzahlen. In diesem Segment erwartet Airbus einen Bedarf von 20.242 Flugzeugen im Wert von 1,80 Billionen US-Dollar. Der asiatisch-pazifische Raum wird 34 Prozent aller ausgelieferten Single-Aisle-Flugzeuge benötigen. An zweiter Stelle stehen Nordamerika und Europa mit jeweils 23 Prozent.

Der weltweite Erfolg von Niedrigpreisfluggesellschaften trägt vor allem in Europa, aber auch zunehmend in Asien, im Nahen Osten und in Afrika dazu bei, neue Märkte zu öffnen und Menschen aus diesen Regionen erstmals das Reisen mit dem Flugzeug zu ermöglichen. Airbus geht davon aus, dass der Marktanteil der Niedrigpreisfluggesellschaften am Flugverkehr von heute 17 Prozent bis 2032 auf 21 Prozent steigen wird.

Mit der Marktprognose (Global Market Forecast) analysiert Airbus detailliert weltweite Entwicklungen im Luftverkehr. 208 gesonderte Passagier- und Frachtverkehrsströme werden dabei berücksichtigt. Ein weiterer Analyseschwerpunkt ist die jährliche Flottenentwicklung bei den weltweit größten Flugzeugbetreibern. Dabei wird untersucht, wie sich die Flotten von fast 750 Passagier-Airlines und 190 Frachtbetreibern in den nächsten 20 Jahren verändern werden.

Dortmund Airports Umfrage zeigt Bedeutung für Passagiere

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Mehr als 80 Prozent der Sommer-Fluggäste am Dortmund Airport kommen aus einem Umkreis von 100 km. Das zeigte eine Befragung des Flughafens vom Juli 2013. "Dieses Ergebnis bestätigt die überregionale Anziehungskraft des Dortmunder Flughafens", so Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager zu der Umfrage.

Die Befragung, die in den ersten Wochen der Sommerferien durchgeführt wurde, zeigte auch, dass in der Urlaubszeit fast 90 Prozent der Reisenden privat unterwegs sind. Dagegen gibt außerhalb der Ferien meist etwa jeder Fünfte Fluggast an, geschäftlich unterwegs zu sein, während 80 Prozent privat ab Dortmund fliegen.

Die am häufigsten genutzte Airline der Privatreisenden ist demnach Wizz Air. Drei von vier Privatreisenden nutzen Osteuropas größte Airline ab Dortmund. Gleich dahinter folgen Germanwings und Air Berlin (beide 14 Prozent). Die Umfrage des Dortmunder Flughafens zeigt auch, dass mit 12,6 Tagen die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Privatreisenden in den Ferien tendenziell höher liegt als üblicherweise im Jahr (9,8 Tage im November 2012, 11,3 Tage im April 2013).

Der Dortmund Airport führt regelmäßig Fluggastbefragungen durch. Dreimal jährlich werden die Reisenden in einem festen Zeitraum nach Reiseziel und Buchungsdetails befragt. Die Angaben sind dabei anonym und freiwillig.

8.888 Einsätze des Nordhäuser DRF-Rettungshubschraubers

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Der Nordhäuser Hubschrauber der DRF Luftrettung leistete gestern Nachmittag seinen 8.888. Einsatz. Die Leitstelle Schmalkalden-Meiningen hatte die Besatzung nach Südthüringen alarmiert. Aber nicht nur die Einsatzzahl, auch der Einsatz an sich war eine Besonderheit für die Besatzung des Nordhäuser Rettungshubschraubers.

"Um 13:29 Uhr wurden wir zu einem dringenden Notfalltransport nach Schmalkalden angefordert. Eigentlich gehört dieser Ort zum Einsatzgebiet der in Suhl und Bad Berka stationierten Hubschrauber der DRF Luftrettung. Da ‘Christoph 60’ und ‘Christoph Thüringen’ aber beide im Einsatz waren, wurden wir alarmiert", berichtet Kay Wode, Pilot an Bord von "Christoph 37".

Abgetrennter Finger musste in Spezialklinik

In Viernau hatte sich ein 63-jähriger Mann bei Holzarbeiten in seinem Garten schwere Verletzungen an der rechten Hand zugezogen. Zur medizinischen Versorgung wurde er bodengebunden zunächst in das nahe gelegene Krankenhaus in Schmalkalden transportiert. Dort stellten die Ärzte fest, dass er sofort in eine Spezialklinik geflogen werden musste, um einen abgetrennten Finger zu retten. Nach 26 Flugminuten landete die Nordhäuser Hubschrauberbesatzung am 90 Kilometer entfernten Einsatzort.

"Gerade bei Amputationsverletzungen ist ein schneller Transport in eine Spezialklinik äußerst wichtig. Der Hubschrauber kann hier seinen Zeitvorteil zur Überbrückung größerer Distanzen ausspielen", berichtet Rettungsassistentin Silvia Große. An Bord von "Christoph 37" wurde der Patient an den Überwachungsmonitor angeschlossen, um seine Vitalparameter zu messen. Anschließend wurde er zur Operation in die Universitätsklinik nach Jena geflogen.

Der Nordhäuser Rettungshubschrauber kehrte um 15:18 Uhr an die Station zurück und wurde nur kurze Zeit später zu einem Notfall in Bleicherode angefordert. Insgesamt leistete der rot-weiße Hubschrauber gestern fünf Patienten schnelle Hilfe.

Mit bereichsübergreifenden Einsatzgebieten

Der Nordhäuser Hubschrauber der DRF Luftrettung ist täglich von 07:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der rot-weiße Hubschrauber von der Station des Deutschen Roten Kreuzes aus in maximal 15 Minuten erreichen. Sein Einsatzgebiet umfasst vor allem die Landkreise Nordhausen, Kyffhäuser, Unstrut Hainich, Eichsfeld, Mansfeld-Südharz, Erfurt, Goslar und Osterode.

Zum Einsatzgebiet zählt auch der gesamte Harz mit dem höchsten Berg, dem Brocken. Darüber hinaus ist die Besatzung des Nordhäuser Rettungshubschraubers bereichsübergreifend in den Landkreisen Werra Meißner, Wartburg, Göttingen und Northeim im Einsatz.

Mit Laser und Mikrofonen dem Triebwerkslärm auf der Spur

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Flugzeugtriebwerke erzeugen besonders beim Start großen Lärm. Damit die Antriebsmaschinen des Luftverkehrs zukünftig leiser konstruiert werden können, vermessen Lärmforscher weltweit erstmals mit Lasertechnik und Mikrofonen die Lärmquellen im Triebwerksstrahl und am Hauptrotor.

In der aufwendigen Messkampagne nutzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Forschungsflugzeug A320-ATRA für eine Reihe von Triebwerksstandläufen. Die Testläufe werden vom 23. bis 28. September 2013 in der Lärmschutzhalle der Lufthansa Technik auf dem Gelände des Hamburger Flughafens durchgeführt. Beide Partner unterstützen das DLR-Forschungsprojekt.

Lärmzonen mit Laserlicht identifiziert

"In Hamburg haben wir weltweit einmaliges vor", sagt Dr. Andreas Schröder vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik. "Noch nie wurden die montierten Triebwerke eines Verkehrsflugzeugs im Betrieb zeitgleich mit einem Array von Mikrophonen und laseroptischen Feldmessverfahren untersucht."

Die Forscher sind mittels Laserlicht den schallverursachenden turbulenten Strömungen im Ansaug- und Abstrahlbereich auf der Spur: "Wir wollen herausfinden, an welchen Stellen der Triebwerksströmung der Lärm durch große turbulente Geschwindigkeits- und Dichteschwankungen verursacht wird", erklärt Schröder. Die umliegend aufgebauten Mikrofone liefern den Wissenschaftlern dabei den Lautstärkepegel zu den im Laserlicht sichtbar werdenden Strömungsphänomenen.

Triebwerke sollen deutlich weniger Lärm erzeugen

Im DLR-Projekt SAMURAI (Synergy of advances measurement techniques for unsteady and high Reynolds number aerodynamic investigations) arbeitet das Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik Hand in Hand mit dem DLR-Institut für Antriebstechnik. Darüber hinaus sind das DLR-Institut für Aeroelastik und das DLR-Institut für Bauweisen und Konstruktionsforschung an diesem multidisziplinären Vorhaben beteiligt.

Dr. Andreas Schröder ist Leiter des Projekts mit einem klaren Ziel vor Augen: "Wenn wir durch unsere Messungen genauer wissen, wo am Triebwerk der Lärm entsteht, lässt sich der Triebwerkslärm besser am Computer simulieren. Langfristig können dann deutlich leisere Triebwerke am digitalen Reißbrett entstehen." Bis zum Projektende im Sommer 2014 wollen die Forscher verbesserte Simulationen des Treibwerksfreistrahls und seiner schallerzeugenden Strömungsstrukturen vorlegen.

Das DLR-Forschungsflugzeug ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) ist ein ausgewachsener Airliner vom Typ Airbus A320, der im DLR für vielfältige Projekte der Luftfahrtforschung eingesetzt wird. "Der zum Flugversuchsträger umgebaute Mittelstrecken-Passagierjet ist ein ideales repräsentatives Forschungsobjekt für die Wissenschaftler mit seinen weltweit tausendfach eingesetzten Triebwerken der Baureihe V2500, die in einer Kooperation von MTU, Pratt & Whitney, Rolls Royce und Japanese Aero Engines Corporation entwickelt wurden", sagt Oliver Brieger, Leiter des DLR-Flugbetriebs in der DLR-Einrichtung Flugexperimente, die für den Betrieb des ATRA verantwortlich ist.

Europas größte Lärmschutzhalle bei Lufthansa Technik

Seit Anfang 2002 steht für Triebwerksprobeläufe aller Flugzeugtypen, die die Lufthansa Technik in Hamburg wartet, eine geschlossene Lärmschutzhalle zur Verfügung. Für die DLR-Wissenschaftler ist die Bereitstellung dieser Halle durch die Tochter der Lufthansa ein Glücksfall. Denn die filigranen Messaufbauten sind in dem Gebäude, das mit einer Größe von 95 mal 92 Metern und einer Höhe von 23 Metern sogar Jumbojets aufnehmen kann, bestens geschützt, Anwohner werden durch die Versuchsläufe nicht gestört.

Technische Neuerungen insbesondere an den Triebwerken haben in den vergangenen Jahren zu einer erheblichen Lärmreduktion geführt. Lufthansa arbeitet seit Jahren eng mit dem DLR an der Erforschung von Lärmquellen am Flugzeug zusammen. In zahlreichen gemeinsamen Forschungsprojekten konnten so schon Erkenntnisse gewonnen werden, die später in die Produktion neuer Flugzeuge oder Umrüstlösungen für bestehende Modelle eingeflossen sind.

300 Tonnen schwere Tore riegeln Schall nach außen ab

Die Hamburger Lärmschutzhalle, die Vorbild für solche Einrichtungen an den Flughäfen in Leipzig, Zürich und Genf war, wurde auf Initiative der Flughafen Hamburg GmbH gebaut, die sich nun auch für die Durchführung der DLR-Messkampagne engagierte. Parallel zu den DLR-Versuchen führt die Flughafen-Gesellschaft eigene Mikrofon-Messungen außerhalb der Halle durch, um weitere Daten über die Lärmschutzwirkung des Baus zu sammeln. Das DLR-Forschungsflugzeug ATRA wird für die Standläufe rückwärts in die Einrichtung geschoben, bevor zwei 56 Meter breite und 300 Tonnen schwere Tore die Halle für die Lärmmessungen schließen.

Entgelte am Flughafen Hannover nach Lärm- und Abgaswerten

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Der Flughafen Hannover hat mit seiner vom niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr genehmigten "Anpassung der Entgelte zum 01.01.2014" eine stärkere Differenzierung der Entgelte nach Lärmgesichtspunkten und Schadstoffemissionen der Flugzeuge vorgenommen.

Es wird auf der Basis bereits bestehender Entgeltmodelle wie zum Beispiel in Frankfurt ein emissionsabhängiges Entgelt eingeführt. Statt eines Anteils von fünf Prozent im Jahr wird die Umweltkomponente (ganztägiger Lärmzuschlag/Nachtzuschlag sowie Emissionsentgelt) damit künftig einen Anteil von rund 21 Prozent an den Gesamtentgelten haben.

Landeentgelt nach Lärm- und Nachtzeitkomponente

Bei der neuen Kategorisierung der Flugzeugtypen werden diese basierend nach tatsächlich vor Ort gemessenem Lärm ab dem Jahr 2014 dann auch in zehn Klassen eingeteilt. Die Bestandteile sind:

  • Gewichtsabhängiges Entgelt
  • Einführung eines ganztägigen Lärmzuschlags pro Bewegung basierend auf tatsächlich gemessenem Lärm (00:00 Uhr bis 24:00 Uhr) berechnet auf der Basis einer differenzierteren Lärmkategorisierung (zehn statt bisher sieben Klassen)
  • Einführung eines Nachtzuschlages auf der Basis von drei Nachtzeiten (22:00 Uhr – 23.59 Uhr/00:00 Uhr bis 04:59 Uhr/05:00 Uhr bis 05:59 Uhr) und tatsächlich gemessenem Lärm, sowie die
  • Einführung eines emissionsabhängigen Entgelts

Hierbei steigen die Zuschläge progressiv an, ausgehend von lärmärmeren Flugzeugen hin zu lauten Flugzeugtypen. Die Differenzierung erfolgt nach Flugzeugtyp, Tages- und Nachtzeit. Das bedeutet: Grundsätzlich wird das Entgeltniveau für Flüge in den Nachtzeiten künftig teurer. Die emissionsabhängigen Entgelte sind der zweite Baustein der neuen Entgeltordnung.

Von 640 bis 27.622 Euro – Steuernde Wirkung

Nach dem neuen Entgeltmodell muss beispielsweise ein A320 am Tag 640 Euro, eine MD11 in der Kernnacht zum Vergleich 3.070 Euro und eine Antonov 124 sogar 27.622 Euro entrichten.

Daniela Behrens, Staatssekretärin im niedersächsischen Wirtschaftsministerium und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Flughafens Hannover-Langenhagen, betont: "Mit der Neuregelung hat der Flughafen Hannover ein wichtiges Ziel aus der Koalitionsvereinbarung der neuen Landesregierung aufgegriffen."

Die Regierungsfraktionen hatten sich auf eine stärker nach Lärm und Abgas gestaffelte Entgeltordnung verständigt. Die Kurzformel lautet: Das Entgelt für ein lautes Flugzeug in der Nacht ist für eine Airline spürbar höher als für ein leises Flugzeug am Tag.

Man erwarte sich denn auch von den neuen Entgelten eine steuernde Wirkung auf den Flugbetrieb in Hannover-Langenhagen.

Wolfgang Pollety neuer Geschäftsführer am Flughafen Hamburg

Wechsel an der Spitze des Hamburg Airport: Wolfgang Pollety übernimmt die Position des Geschäftsführers der Flughafen Hamburg GmbH und wird an der Seite von Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung, ab November 2013 die Geschicke des Flughafens Hamburg lenken. Er übernimmt diese Aufgabe von Claus-Dieter Wehr.

Wehr hat bereits im vergangenen Jahr seine Absicht geäußert, das Unternehmen zum Ende dieses Jahres zu verlassen, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. "Während der acht Jahre in der Geschäftsführung am Hamburg Airport hat Claus-Dieter Wehr Beeindruckendes geleistet. Er war an vielen bedeutenden Entwicklungen wesentlich beteiligt, wie zum Beispiel der Eröffnung der Airport Plaza und der Flughafen-S-Bahn, um nur zwei Meilensteine zu nennen", resümiert Dr. Klaus-Jürgen Juhnke, Vorsitzender des Aufsichtsrat von Hamburg Airport. "Ich danke Herrn Wehr für sein großes Engagement und seinen Einsatz den Flughafen Hamburg zu einem der modernsten in Europa zu machen."

Wolfgang Pollety war die letzten vier Jahre kaufmännischer Geschäftsführer am Flughafen Frankfurt/Hahn. Vorher hatte er mehrere leitende Positionen bei der Deutschen Bahn inne. Wolfgang Pollety studierte Betriebswirtschaft in Deutschland und an internationalen Universitäten und ist Absolvent der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) in Vallendar bei Koblenz. Er ist verheiratet und hat drei Söhne.

ILS am Flughafen Stuttgart wird neu vermessen

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Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wird voraussichtlich in der Nacht von Dienstag, 24. September 2013 auf Mittwoch, 25. September, und eventuell von Mittwoch auf Donnerstag mehrere Vermessungsflüge am Flughafen Stuttgart durchführen. Das Messflugzeug wird dazu während der Nacht wiederholt von der Weidacher Höhe auf den Flughafen zusteuern.

Das Flugzeug wird so die Start- und Landebahn des Flughafens anfliegen, um das Instrumentenlandesystem zu vermessen. Die Flugsicherung und der Flughafen Stuttgart bitten für eventuelle Ruhestörungen um Verständnis. Die Messflüge sind gesetzlich regelmäßig vorgeschrieben und notwendig, um die Funktion des Instrumentenlandesystems zu gewährleisten.

Der Stuttgarter Flughafen hat ein Instrumentenlandesystem der Kategorie III b. Damit sind Landungen bei Sichtweiten von nur 75 Metern und einer Entscheidungshöhe von 0 Metern möglich. Voraussetzung ist, dass das betreffende Flugzeug über die notwendigen Instrumente verfügt und die Piloten die entsprechende Lizenzen besitzen.

„The Blue Dot“: ISS-Mission mit ESA-Astronaut Alexander Gerst

Alexander Gerst ist seinem lange verfolgten Ziel einen wichtigen Schritt näher: Am Tag der Luft- und Raumfahrt von DLR und ESA am 22. September 2013 in Köln hat der parlamentarische Staatssekretär und Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze, das Logo für die ISS-Mission des nächsten deutschen ESA-Astronauten enthüllt und zugleich den Missionsnamen "The Blue Dot" bekanntgegeben.

Das Missions-Logo ist angelehnt an das einprägsame Bild, das einst die NASA-Raumsonde Voyager beim Verlassen des Sonnensystems von der Erde, unserem blauen Planeten, zurückschickte. Der weltbekannte US-Astronom Carl Sagan beschrieb die Erde damals als Pale Blue Dot, als blassen blauen Punkt, der sich vom tiefen Schwarz des Alls als Oase des Lebens abhebt und gleichermaßen fragil und schützenswert ist.

Unter dem Motto "Shaping the future – Zukunft gestalten" soll der promovierte Geophysiker und ausgebildete ESA-Astronaut Alexander Gerst am 28. Mai 2014 vom Weltraumbahnhof in Baikonur in Kasachstan zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Im November 2014 soll der 37-jährige Künzelsauer dann wieder zur Erde zurückkehren. Gerst wird zusammen mit dem russischen Kosmonauten Maxim Wiktorowitsch Surajew und NASA-Astronaut Gregory Reid Wiseman an Bord des russischen Sojus-Raumschiffes zur ISS fliegen.

Vulkanologe schaut vom Weltall ins Innere der Erde

"Mit seiner Mission 'The Blue Dot' tritt Alexander Gerst in die Fußstapfen der zuletzt vor ihm zur ISS geflogenen deutschen ESA-Astronauten Thomas Reiter und Hans Schlegel. Als promovierter Vulkanologe richtet er seinen Blick vom Innern der Erde nun aus deren äußere Umgebung – vom All aus. Das Motto der Mission "Shaping the Future" verkörpert in besonderer Weise die wissenschaftliche Aufgabe, die Alexander für ein halbes Jahr an Bord der Internationalen Raumstation, wahrnimmt", erklärte DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Johann-Dietrich Wörner.

"Zugleich aber auch die Verantwortung, die wir mit der Raumfahrt für die Erde übernehmen. Das DLR hat Alexander bei seiner Ausbildung begleitet und wird – gemeinsam mit der ESA – seine Mission tatkräftig unterstützen. Zum Beispiel über das beim DLR angesiedelte Columbus-Kontrollzentrum der ESA", betonte Prof. Wörner im Beisein von Thomas Reiter, Direktor für bemannte Raumfahrt der ESA.

40 Experimente in 166 Tagen, auch von Nachwuchs-Forschern

Während seiner für 166 Tage angesetzten Mission wartet auf den nächsten deutschen ESA-Astronauten ein umfangreiches wissenschaftliches Programm: Etwa 40 Experimente aus der Materialphysik, Humanphysiologie, Strahlenbiologie, Sonnenforschung, Biologie und Biotechnologie, Fluidphysik, Astrophysik und Technologiedemonstrationen gehören zu seinem Arbeitspensum.

Darüber hinaus sind zahlreiche Experimente und Vorhaben zur Bildung und Nachwuchsförderung geplant, darunter zum Beispiel das COLUMBUS-Eye, ein Erdbeobachtungsexperiment mit ferngesteuerten Kameras an Bord der ISS, welches das DLR-Raumfahrtmanagement und die Universität Bonn in Zusammenarbeit mit der NASA durchführen soll. Beim Wettbewerb "Aktion 42", der gemeinsam von ESA und DLR mit "Jugend forscht" ausgeschrieben wurde, entwickeln Jugendliche Experimente mit ISS-Bordmitteln.

Berührungsloses Verschmelzen von Materialproben

Die Vielzahl der Experimente und der beteiligten Wissenschaftler des so genannten ISS Inkrements 40/41 stammt dabei aus Deutschland. Darunter auch der EML, der elektromagnetische Levitator. Das ist ein Schmelzofen, der berührungslos die unterschiedlichsten Materialproben aufschmelzen kann. Ziel der Forschung ist es, auf der Erde nicht erreichbare Präzisionsmessungen bestimmter thermophysikalischer Eigenschaften (Viskosität und Oberflächenspannung, spezifische Wärmekapazität, thermische Ausdehnung, elektrische Leitfähigkeit) von chemisch aggressiven Metallschmelzen vorzunehmen.

Dabei können die frühen Phasen der Entstehung des Werkstoffgefüges (Keimbildung) analysiert und maßgeschneiderte Gefüge zu erzeugt werden. Die Ergebnisse versprechen ein großes Anwendungspotenzial; etwa zur Optimierung von Produktionsprozessen mithilfe von Computermodellen, die möglichst genaue Eingabedaten der thermophysikalischen Parameter verlangen. Dies trifft besonders auf filigrane und komplizierte Gussteile zu, zum Beispiel leichtere Turbinenschaufeln mit besserer Kühlung.

Hochaufgelöste Magnetfeldvermessung und Altern im All

Außerdem soll Alexander Gerst das Magnetfeldexperiment MFX/MagVector installieren und in Betrieb nehmen. Das Experiment wird vom DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert. "MFX" soll die Stärke und Qualität des schützenden Erdmagnetfelds innerhalb der ISS vermessen. Darüber hinaus soll mit dem Experiment weltweit erstmals die Wechselwirkung des Erdmagnetfeldes und einem elektrischen Leiter untersucht und mit hoher Auflösung gemessen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der "Blue Dot"-Mission ist die Humanphysiologie. Dazu sind eine Reihe anspruchsvoller Experimente zu den Themen Hautalterung und Hautschutz, Ernährung und Stoffwechsel sowie Strahlenschutz vorgesehen.

Alle Experimente dienen dazu, das Leben auf der Erde zu verbessern und dazu, weitere Explorationsvorhaben vorzubereiten. Das umfangreiche Programm für die Mission von Alexander Gerst wird von der ESA gemeinsam mit dem DLR Raumfahrtmanagement in Bonn vorbereitet.

Brand- und Verletzten-Szenario am Flughafen Münster/Osnabrück

Bei der Landung eines 50-sitzigen Turboprop-Passagierflugzeuges mit 25 Personen an Bord verliert das Flugzeug durch zu niedrige Geschwindigkeit zu schnell an Höhe und erreicht nicht mehr die Start- und Landebahn. Ein Crash zwischen Dortmund-Ems-Kanal und dem Beginn der Landebahn ist die Folge. Dies war das Szenario einer Notfallübung am Flughafen Münster/Osnabrück.

Sicherheit hat im Luftverkehr oberste Priorität. Daher werden am Flughafen Münster/Osnabrück, wie in den ICAO-Regeln vorgesehen, alle zwei Jahre Großübungen abgehalten, um die Zusammenarbeit der internen und externen Rettungskräfte und sonstigen beteiligten Organisationen zu trainieren. Am Samstag wurde daher um 10:00 Uhr am Flughafen Münster/Osnabrück eine Notfallübung unter Einbeziehung externer Feuerwehr- und Rettungskräfte aus dem Kreis Steinfurt durchgeführt.

Szenario mit Brand und Schwerverletzten

Dabei geriet das Flugzeug in Brand, die Fluggäste wurden zum Teil schwer verletzt. Todesopfer sind im Szenario nicht vorgesehen. Die zuerst eintreffende Flughafenfeuerwehr wird von den externen Feuerwehren, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen aus dem Kreis Steinfurt bei der Brandbekämpfung und der Rettung der Passagiere unterstützt. Zum nahe gelegenen Kanal wird eine Wasserversorgung für den Nachschub der Löscharbeiten aufgebaut.

Neben der Flughafenfeuerwehr und dem Krisenmanagement des Flughafens haben rund 350 weitere Personen des Feuerwehr- und Rettungsdienstes sowie der Hilfsorganisationen mit circa 70 Fahrzeugen aus dem gesamten Kreis Steinfurt an der Übung teilgenommen. Um ein möglichst realistisches Bild der Unfallsituation zu bieten, haben Unfalldarsteller entsprechend der Szenariovorgaben wirklichkeitsgetreu agiert.

Krisenstab koordiniert Hilfe – Mittlere Schadenskategorie

Das vorgegebene Szenario entsprach einer mittleren Schadenskategorie. Feuerwehren und Rettungsdienste aus Münster und Osnabrück wurden dabei nicht angefordert. Am FMO wurde ein Krisenstab eingerichtet. In enger Abstimmung mit der Einsatzleitung von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden hier alle Maßnahmen koordiniert. Zu Beeinträchtigungen im regulären Flugverkehr am FMO kam es durch die Übung nicht.

Der Übungsschwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Organisation und Durchführung der Brandbekämpfung des Flugzeuges und der Rettung der verletzten Passagiere. Als erstes Resümee kurz nach der Übung äußerten sich alle Beteiligten sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzkräften habe sehr gut und reibungslos funktioniert. Auch die Versorgung der Verletzten sei professionell und zügig erfolgt. In den nächsten Tagen und Wochen wird die gesamte Übung von allen Beteiligten aber noch im Detail aufgearbeitet werden.

Produktion für 18 weitere Trägerraketen Ariane 5 ECA vereinbart

Mit dieser Vereinbarung beauftragte Arianespace Astrium mit dem Start der Produktionsaktivitäten für 18 weitere Trägerraketen und der Bestellung von so genannten "Long Lead Items", also der Materialien, die eine lange Beschaffungs- und Produktionsvorlaufzeit benötigen. Der Wert dieser Materialien und dieser ersten Produktionsaktivitäten beläuft sich auf über 400 Millionen Euro.

Die Unterzeichnung erfolgte im Beisein von Alain Charmeau, CEO von Astrium Space Transportation, und Stéphane Israël, Chairman und CEO vomStartdienstleister Arianespace.

Beide Unternehmen planen den Abschluss des Hauptvertrages über die Produktion der zusätzlichen Trägerraketen noch vor Ende 2013. Die 18 Ariane 5-Trägerrakten, die zu den bereits 35 im Jahr 2009 bestellten Ariane 5 ECA-Raketen des PB-Produktionsloses hinzukommen, sollen ab dem Jahr 2017 starten.

"Diese Vereinbarung ermöglicht es Astrium, seit 2003 Hauptauftragnehmer für die Ariane 5, die Kontinuität der Produktion über das Jahr 2017 hinaus zu sichern", sagte Alain Charmeau, CEO von Astrium Space Transportation. "Zudem ist damit auch die Kontinuität der gesamten industriellen Wertschöpfungskette der Produktion garantiert. Insgesamt sind 550 Unternehmen, davon 20 Prozent KMUs, mit 6.000 Mitarbeitern aus zwölf europäischen Ländern an der Produktion der Ariane 5 beteiligt."

Mit diesem Auftrag wächst die Zahl der Träger in der laufenden Ariane-5-Produktion auf 38 und garantiert den Kunden des europäischen Startdienstleisters Arianespace bis zum Ende dieses Jahrzehnts die Fortführung der Startdienste im europäischen Raumfahrtzentrum Kourou (Französisch-Guyana).

Stéphane Israël sagte: "Ariane 5 ist die zuverlässigste Trägerrakete der Welt. Wir müssen die zukünftige Produktion für unsere Kunden über die 20 Trägerraketen, die momentan gebaut werden, absichern. Daher bestellen wir nun die so genannten "Long Lead Items" für ein weiteres Los von 18 Trägerraketen. Mein Dank für eine solch herausragende Trägerrakete geht an Astrium und die europäische Raumfahrtindustrie. Zudem danke ich auch den Shareholder von Arianespace und natürlich auch der französischen Raumfahrtagentur CNES für das Vertrauen in die Zukunft."

Astrium, das führende europäische Unternehmen für Weltraumsysteme und -technik und die Nummer zwei weltweit, liefert komplett integrierte und getestete Ariane-5-Trägerraketen an Arianespace in Kourou. Zudem ist Astrium als alleiniger Hauptauftragnehmer der Ariane 5 für das Management aller produktionsrelevanter Verträge der zwölf Partnernationen des Ariane-Programms verantwortlich.

Arianespace ist die Nummer eins im weltweiten kommerziellen Startdienst-Geschäft; der aktuelle Auftragsbestand des Unternehmens mit einem Wert von vier Milliarden Euro entspricht einer Produktionsauslastung von mehr als drei Jahren.

Großraum Flugzeug Familien Ausflug: A330 und A380 mit A350 XWB

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Airbus` Testflotte aus der Großraumflugzeug-Familie, eine A330 und A380, begrüßte nun ihr neues Mitglied, die nagelneue A350 XWB. Zusammen unternahmen sie einen Ausflug der besonderen Art; dabei starteten die drei Maschinen gemeinsam vom Firmengelände in Toulouse, bevor es für jede in separate Flugtest-Kampagnen geht.

Das ganze Produktspektrum der modernen wide-body-Flugzeuge des Herstellers, vom vielseitigen Airbus A330, dem supereffizienten A350 XWB und dem Flagschiff A380, entspricht nicht nur den Bedürfnissen der Fluggesellschaften auf der Welt bezüglich Reichweite und Kapazität, sondern steckt bei bestem Komfort für die Passagiere auch neue Ziele in Sachen Wirtschaftlichkeit und Umweltbelastung.

Über sämtliche Flugzeugfamilien hinweg gewährleiset Airbus durch einheitliches Design, sowohl bei wide-body- als auch bei Einzelgang-Flugzeugen, gemeinsame Merkmale beim Flugzeugrumpf, bei Onboard-Systemen, im Cockpit und der Steuerbarkeit. Das senkt die Kosten für die Betreiber deutlich, weil Schulungszeiten für Piloten, Crews und Instandhaltung verkürzt werden. Auch können Piloten und Crew flexibler von einem Airbus-Flugzeug aufs andere umdisponiert werden.

30.000 Besucher am DLR-Tag der Luft- und Raumfahrt in Köln

Bei mildem Spätsommerwetter besichtigten die Besucher die DLR-Forschungsflieger, bestaunten das neue europäische Transportflugzeug Airbus A400M im Überflug und ließen sich von Wissenschaftlern Windkanäle, einen Brennkammerprüfstand sowie das Schwesterlabor der ISS „:envihab“ erklären.

Luft- und Raumfahrt stellt sich den Besuchermassen

Gut 30.000 Besucher strömten am 22. September 2013 zum „Tag der Luft- und Raumfahrt“ auf das Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Porz. An diesem Tag präsentierten das DLR und die Europäische Weltraumorganisation ESA gemeinsam mit ihren Partnern Forschungsprojekte aus Luft- und Raumfahrt, Energie und Verkehr sowie Sicherheit.

Bei den Besuchern stießen dabei auch intelligente Wärmespeicheranlagen und neu entwickelte Hightech-Werkstoffe für Flug- und Raumfahrzeuge auf reges Interesse. Astronauten wie der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst, der im Europäischen Astronautenzentrum der ESA für die Mission „The Blue Dot“ zur ISS ausgebildet wird, berichteten über ihre Arbeit und das Leben im Weltraum. Ein Höhepunkt war der Klebstoff-Weltrekord eines an zwei verklebten Stahlbolzen hängenden LKWs.

Erfreut zeigte sich der Vorstandsvorsitzende des DLR Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner: „Es ist immer wieder beeindruckend in die unzähligen begeisterten Gesichter zu blicken, die mit Neugier durch unsere offenen Türen strömen“. Und ergänzt: „Das bestätigt auf eindrucksvolle Weise, welchen hohen Stellenwert und Anerkennung die Forschung des DLR in Deutschland genießt. Der Tag der Luft- und Raumfahrt 2013 war ein voller Erfolg.“

Forsche Kinder lernen tüfteln im DLR_School_Lab

Kinder wurden selbst zu Forschern und blickten bei Führungen des Kinderprogramms VIP-Kids hinter die DLR-Kulissen; im Kinderzelt erlebten sie Forschung zum Anfassen. Neben den DLR-Forschungsfliegern übte sich der Nachwuchs im Modellfliegerweitwurf oder bastelte unter den Augen von Astronauten Raketenmodelle.

Auf der Kinderbühne erlebten die jungen Besucher mit ihren Eltern den Elefanten aus der Sendung mit der Maus. Die Ritter Rost Band sorgte für gute Stimmung bei klein und groß. Sehr beliebt waren auch die zahlreichen Experimente des DLR_School_Lab.

„Fit fürs Weltall?“ im irdischen Schwesterlabor der ISS

Der Lander Philae, der an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta unterwegs zum Kometen P67/Churyumov-Gerasimenko ist, und ein Blick hinter die Kulissen der Kontrollräume standen ebenfalls auf dem Programm der Besucher des Tags der Luft- und Raumfahrt. Großer Andrang herrschte im „:envihab“, das zum ersten Mal seine Türen für die Öffentlichkeit öffnete. Das irdische Schwesterlabor der ISS ist in verschiedene Module unterteilt, in denen unter anderem eine Human-Zentrifuge, eine Druckkammer und ein Schlaflabor zu finden ist.

Bei den Luft- und Raumfahrtmedizinern des DLR konnten die Besucher sogar ihren eigenen Körper testen, etwa wie es sich liegt, wenn man über mehrere Wochen an einer sechs Grad Kopftieflage-Studie teilnimmt, oder ob man überhaupt fit genug für einen Flug in den Weltraum ist. Bei der Simulations- und Softwaretechnik unternahmen die Besucher eine virtuelle Weltraumreise und „flogen“ selbst via Joystick über den Mars in 3D.

Das Kometenlander-Projekt Philae, an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta derzeit unterwegs zum Kometen P67/Churyumov-Gerasimenko, stand bei Besuchern des Tags der Luft- und Raumfahrt ebenso auf dem Programm wie ein Blick hinter die Kulissen der Kontrollräume.

Funktionsweise von Turbinen und Windkanälen

Forschung für die Luftfahrt erleben konnten große und kleine Besucher im DLR-Institut für Antriebstechnik: In einem Hochdruckbrennkammerprüfstand erklärten die Ingenieure, wie sie das Herz einer Turbine, die sogenannte Brennkammer, bis ins kleinste Detail auch mit alternativen Brennstoffen, zum Beispiel Wasserstoff, testen.

In den Windkanälen der Über- und Hyperschalltechnologie erklärten die Aerodynamiker die Forschung an den Überschalljets von morgen und wie Raumfahrzeuge den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre überstehen; das Institut für Flughafenwesen zeigte den Luftverkehr im Umfeld des Flughafens Köln/Bonn. Wie kalt es für ein Modell im Windkanal werden kann, erklärten Wissenschaftler am kältesten Windkanal Europas, dem Kryo-Kanal-Köln.

Kalk als potenter Wärmespeicher

Erstmalig konnten die Besucher des Tags der Luft- und Raumfahrt das Kompetenzzentrum für Keramische Werkstoffe und thermische Speichertechnologien „CeraStorE“ besichtigen. Zu sehen gab es beispielsweise einen thermochemischen Speicher der Extraklasse, der mit Hilfe von Kalk große Mengen Wärmeenergie in chemische Energie umwandeln kann.

Wie viel Kraft auch in der Sonne steckt, konnten die Besucher des DLR-Instituts für Solarforschung selbst testen und 5- und 10-Cent-Münzen zum Schmelzen bringen. Spannende Ideen zum „Fahren ohne Stau“ oder „Wie kommt der Strom aus der Wüste zu uns?“ trugen DLR-Referenten vor. Am Stand des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik konnten Besucher selbst ausprobieren, wie komplex schon die Steuerung einer Ampel an einer einzigen Kreuzung ist.

Weltrekord geglückt: LKW klebt in der Luft

Einen atemberaubenden Moment trugen die DLR-Werkstoffforscher zum diesjährigen Tag der Luft- und Raumfahrt bei und stellten zugleich einen neuen Weltrekord auf. Für eine Stunde ließen sie einen 16,1 Tonnen schweren LKW an einem Mobilkran in der Luft schweben. Der LKW wurde nur von zwei etwa kreditkartengroßen Stahlbolzen (sieben Zentimeter Durchmesser) gehalten. Einzig ein Spezialkleber hielt dabei die Bolzen zusammen.

A400M, A300 Zero-G und die DLR-Forschungsflotte

Auf dem Gelände des Kölner Flughafens besichtigte das Publikum die einzigartigen Maschinen der Forschungsflotte des DLR: darunter der größte DLR-Flugversuchsträger Airbus A320-ATRA (Advanced Technology and Research Aircraft), der „Vulcano Ash Hunter“ Falcon 20E, der „Fliegende Hörsaal“ Cessna 208B Gran Caravan sowie der leichte Mehrzweckhubschrauber BO-105. Ebenfalls konnten die Besucher einen Blick in den Parabelflieger A300 Zero-G werfen, mit dem die Forscher in steilen Flugmanövern Experimente in Schwerelosigkeit durchführen.

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr zeigte die Regierungsflugzeuge Airbus A319 CJ und Bombardier Global 5000. Ebenso waren eine C-160 Transall, ein Airbus A310 MRTT MedEvac (Medical Evacuation) sowie ein Eurofighter, ein Tornado und ein Transporthubschrauber vom Typ Sikorsky CH-53 GS zu sehen. UPS und FedEx präsentierten ihre Frachtflugzeuge Boeing 777F und Boeing 767-300. Der fliegerische Höhepunkt war die Visite des Airbus A400M, der mit zwei Überflügen das Publikum begeisterte.

Mitveranstalter des Großereignisses Tag der Luft- und Raumfahrt waren u.a. auch in diesem Jahr der Flughafen Köln/Bonn, die Luftwaffe sowie die Europäische Weltraumorganisation ESA mit dem Europäischen Astronautenzentrum (EAC).

Schwarm-Satelliten auf dem Weg zum russischen Startplatz

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Der erste von Astrium gebaute Swarm-Forschungssatellit ist auf dem Weg zum Startplatz Plesetsk. Vom Münchner Flughafen startete eine Iljuschin-76 in Richtung Russland. In Zwei-Tages-Abständen werden die beiden anderen Satelliten und weitere Test- und Montageausrüstung, insgesamt 63 Tonnen Fracht, folgen.

Das Satellitentrio soll im November 2013 von Plesetsk aus (ca. 800 km nordöstlich von Moskau) mit nur einer einzigen Rockot-Trägerrakete gestartet werden.

Das Raumfahrtunternehmen Astrium ist Hauptauftragnehmer für die Swarm-Weltraummission der europäischen Weltraumorganisation ESA. Die Swarm-Mission (englisch für Schwarm) soll das Erdmagnetfeld und seine Entwicklung mit bisher unerreichter Genauigkeit untersuchen. Die Erkenntnisse werden unser Verständnis des Erdinnern und seiner Wechselwirkung mit dem Weltraum verbessern. Die drei identischen Swarm-Satelliten sollen in eine polare Umlaufbahn in 490 Kilometern Höhe gestartet werden und von dort aus die bislang genaueste Vermessung des Erdmagnetfeldes und seiner Veränderungen vornehmen.

Magnetfeld, Schwerefeld und elektrische Feldstärke

Die Swarm-Mission wird dabei indirekt Jules Vernes` Reise zum Mittelpunkt der Erde nachvollziehen. Um neue Einblicke in die Zusammensetzung und die Prozesse im Erdinneren zu erhalten, braucht man heute jedoch nicht immer zu graben oder zu bohren. Man muss vielmehr in eine Erdumlaufbahn fliegen. Das Zauberwort heißt Satellitenfernerkundung. Direkte Einblicke in das Erdinnere vermitteln das Schwere- und Magnetfeld der Erde, deren orts- und zeitabhängige Variationen mit dynamischen Vorgängen im Erdkern in Verbindung gebracht werden.

Sehr präzise und hochauflösende Messungen von Stärke, Ausrichtung und Schwankungen des Erdmagnetfelds, ergänzt durch präzise Navigation, Beschleunigungsmessungen und Messungen der elektrischen Feldstärke, liefern die notwendigen Beobachtungsdaten, um verschiedene Quellen des Erdmagnetfelds unterscheiden und in Modellen erklären zu können.

Erfahrung bei Technik – Bessere Navigationssysteme

Die Beobachtung aus dem Weltraum liefert einen einzigartigen Einblick in die Zusammensetzung und die Prozesse im Inneren der Erde. Außerdem ermöglicht die Mission Analysen des Einflusses der Sonne auf das System Erde. Die immer bessere Kenntnis des Magnetfelds hat aber auch einen ganz praktischen Nutzen. Erwartet werden vor allem eine zukünftig sehr viel genauere Navigation von Schiffen und Flugzeugen, Entdeckung und Zugang neuer Ressourcen im Erdinneren, eine bessere Vorhersage des Weltraumwetters und eine rechtzeitige Warnung vor Strahlengefahren.

Bereits Ende der Siebziger Jahre entwickelte Astrium mit ISEE-B einen Satelliten zur Magnetfeldforschung im erdfernen Raum. Fortsetzung fand dies in der aus vier Satelliten bestehenden Cluster-Formation, die seit 2000 im Weltall arbeitet. Im erdnahen Bereich wurde der deutsche Satellit Champ (Start: 2000-2010) nach einem Design von Astrium realisiert. Diese Mission erfährt jetzt mit der Swarm-Konstellation eine logische Fortsetzung.

Auch technisch gesehen hat Swarm mit Champ wie auch mit dem Eisforschungssatelliten Cryosat – ebenfalls unter Astriums Verantwortung realisiert – direkte Vorgänger. So können die Satellitenbauer der Astrium beispielsweise bei der Systemauslegung, bei bestimmten Subsystemen sowie bei Testanlagen und -verfahren auf Erfahrungen aus diesen beiden Projekten zurückgreifen.

Satelliten fürs ESA-Erdbeobachtungsprogramm "Living Planet"

Swarm ist die "Drei-Satelliten-Mission" im ESA-Programm "Living Planet". Die Mission wird das Magnetfeld der Erde erforschen. Swarm wurde unter der industriellen Führung von Astrium in Friedrichshafen entwickelt und gebaut. Astrium ist auch an der Entwicklung anderer Satelliten der so genannten Earth Explorer-Reihe beteiligt. Astrium ist der Hauptauftragnehmer für den gerade im Bau befindlichen EarthCARE und für die "Wind"-Mission ADM-Aeolus mit ihrem Aladin Instrument.

Weiterhin baute Astrium den Eisforschungssatelliten Cryosat-2, der am 08. April 2010 erfolgreich gestartet wurde. Astrium lieferte auch die Plattform für GOCE, der seit dem 17. März 2009 erfolgreich durch das Schwerefeld der Erde "surft" und Messungen vornimmt. Für die "Wasser"-Mission SMOS entwickelte und baute Astrium die Nutzlast Miras. Smos wurde am 02. November 2009 gestartet.

Eröffnung der neuen KiTa am Flughafen München

Gelungener Umzug der "Airport-Hopser" am Münchner Flughafen, nun kann der Neubau der Kindertagesstätte im Besucherpark des Flughafens feierlich werden. Mit der neuen KiTa für die Kinder der Beschäftigten der FMG sowie anderer am Airport ansässigen Unternehmen sein werden soll, kann die Anzahl der Plätze für die Kinder von derzeit 30 auf 48 erhöht werden.

Die Airport-Hopser, die bisher im Flight Operation Center der Deutschen Lufthansa untergebracht waren, haben im Besucherpark des Flughafens jetzt ihr eigenes Domizil. Träger der neuen KiTa ist der Freisinger Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Für Mitarbeiter der Flughafen München GmbH und anderer am Airport ansässigen Unternehmen bietet die neue KiTa mit insgesamt 48 Plätzen und einer Öffnungszeit von 06:00 bis 21:00 Uhr ein sehr attraktives Angebot zur Kinderbetreuung. Betreut werden die die sogenannten "Airport-Hopser" im Neubau im Besucherpark von der qualifizierten KiTa-Crew des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Freising.

München mit erster Krippe auf Flughafen-Betriebsgelände

Bereits 2006 hatte München als erster deutscher Flughafen eine Kinderkrippe auf dem eigenen Betriebsgelände eröffnet. Über die Jahre stieg die Nachfrage der Eltern nach Betreuungsplätzen für ihre Kinder stetig an – deshalb hatte sich die Flughafen München GmbH (FMG) zu dem Neubau entschlossen. Das Gebäude, das in modularer Bauweise vom Freisinger Architekturbüro Deppisch entworfen wurde, kann bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt unkompliziert erweitert werden.

"Wir haben bei der KiTa die Gelegenheit des Neubaus dafür genutzt, um neben der Quantität auch die Qualität unseres Angebotes zu verbessern. Wir wollen es den Flughafenbeschäftigten mit diesem Betreuungsangebot leichter machen, Berufstätigkeit und Familie miteinander zu verbinden", sagte Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH (FMG), bei der Feierstunde. Besonderen Dank sprach Flughafenchef Kerkloh der Stadt Freising aus, die den Bedarf für die KiTa anerkannt und den Weg zu staatlichen Fördermitteln geebnet hat.

Betreuungsdauer für Schichtarbeiter attraktiv

In dem neuen Bauwerk verteilen sich die Airport-Hopser auf vier Gruppenräume, sogenannte Nester, für vier Gruppen von bis zu zwölf Kindern. Zu jedem Gruppenraum gehören ein Schlaf- und ein Wickelraum. Anders als am bisherigen Standort gelangen die Kinder von der neuen KiTa aus direkt in den dazugehörigen Garten und können sich überdies auf dem großen Spielplatz des Besucherparks austoben.

Das Besondere an der Airport-KiTa ist die Betreuungsdauer: Auch im neuen Domizil wird die Einrichtung lange Öffnungszeiten von 06:00 bis 21:00 Uhr bieten und damit den besonderen Anforderungen des häufig im Schichtdienst eingesetzten Flughafenpersonals entsprechen.

Dr. Michael Kerkloh (auf dem Bild links) überreichte zur offiziellen Einweihung der neuen KiTa einen symbolischen Schlüssel an die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Christa Prinzessin von Thurn und Taxis (3. von links), den Freisinger BRK-Kreisvorsitzenden Anton Neumaier (4. von links) und die Leiterin der neuen KiTa, Kathrin Seibert (2. von links). Über die Ausweitung des Betreuungsangebotes am Münchner Flughafen freuten sich auch der Freisinger Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher (5. von links) und der für das attraktive Gebäude zuständige Architekt Michael Deppisch (rechts).

Satellit PAZ: Integration bei Astrium in Spanien abgeschlossen

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Astrium und der staatliche spanische Satellitenbetreiber Hisdesat, haben die Produktion und Integration des Satelliten PAZ in Madrid abgeschlossen. Dieser Meilenstein wurde mit einem Festakt im Beisein von Pedro Argüelles, Staatssekretär des Verteidigungsministeriums, am Astrium-Standort Barajas in Spanien begangen.

PAZ ist für eine Einsatzdauer von fünfeinhalb Jahren ausgelegt und wird pro Tag eine Fläche von über 300.000 Quadratmetern abtasten. Dabei umkreist er die Erde in einer Entfernung von 514 Kilometern und mit einer Geschwindigkeit von sieben Kilometern pro Sekunde (25.200 km/h) täglich fünfzehn Mal. Auf seiner leicht geneigten, nahezu polaren Umlaufbahn erfasst PAZ die gesamte Erdoberfläche in durchschnittlich 24 Stunden.

Tag- und Nachtaufnahmen mit einem Meter Auflösung

PAZ soll nicht nur für Sicherheits- und Verteidigungsaufgaben, sondern auch für zivile Anwendungen zur Verfügung stehen. Er kann täglich bei jedem Wetter mehr als 100 Bilder als Tag- und Nachtaufnahmen mit einer Auflösung von bis zu einem Meter bereitstellen.

Die Gesamtmasse des Satelliten mit einem Durchmesser von 2,4 Metern und einer Höhe von fünf Metern beträgt 1.400 Kilogramm. Das hochflexible Radarinstrument kann für unterschiedliche Bildfunktionalitäten konfiguriert werden und verfügt über einen Bildspeicher von 256 GB und überträgt Aufnahmen mit 300 Mbit pro Sekunde im X-Band.

Hisdesat ist Eigentümer, Betreiber und Nutzer von PAZ, der aus seiner polaren Umlaufbahn präzise Informationen für eine Vielzahl von Anwendungen bereitstellt. Geplanter Starttermin ist 2014; der Start erfolgt im Rahmen eines Vertrags mit dem russischen Unternehmen KOSMOTRAS an Bord der russischen Trägerrakete Dnjepr.

Impulse für Spanien als Raumfahrttechniknation

Für die spanische Raumfahrtindustrie, die mit insgesamt 18 Zuliefer-Unternehmen an dem Projekt beteiligt war, ist das PAZ-Programm dank neuer, qualifizierter Arbeitsplätze, ein wichtiger Impulse für Forschung, Entwicklung und Innovation und der öffentlich-privaten Partnerschaft mit der spanischen Regierung eine echte Erfolgsgeschichte.

"In einem derart komplexen, investitionsintensiven Sektor hängt der Erfolg innovativer, technisch anspruchsvoller Projekte von sorgfältiger Planung ab", erklärt Miguel Ángel Panduro, CEO von Hisdesat. "PAZ ist ein herausragendes Beispiel für diese Art gründlicher Vorbereitung."

"Die erfolgreiche, termin- und budgetgerechte Integration des Satelliten PAZ setzt einen neuen Meilenstein für die europäische Raumfahrtindustrie. Mit PAZ und dem Folgeprojekt Ingenio stellt Spanien unter Beweis, dass es zu den fünf führenden Raumfahrttechniknationen Europas zählt", sagte Antonio Cuadrado, Leiter von Astrium in Spanien. "PAZ wird auf derselben Umlaufbahn positioniert wie TerraSAR-X, so dass wir über eine Satellitenkonstellation verfügen, die eine ganze Reihe von Vorteilen bietet: kürzere Wiederholraten, bessere Objekterfassung, identische Bildeigenschaften und Erfassungsarten (unter anderem die speziell für IMINT- und Seebeobachtungszwecke entwickelten Betriebsarten Staring SpotLight und Wide ScanSAR), einfache Beauftragung und Direktzugriff-Services."

Antenne aus mehrlagigen gedruckten Strahlergruppen

Astrium führte als Hauptauftragnehmer ein Konsortium aus zahlreichen Unternehmen der Raumfahrt, das den Satelliten am Astrium-Standort Madrid integrierte, und entwickelte darüber hinaus die Frontsektion des Radars mit einer der wichtigsten und innovativsten Komponenten des Satelliten: der Antenne mit mehrlagigen gedruckten Strahlergruppen.

Seit Baubeginn hat sich PAZ für die beteiligten spanischen Unternehmen auch dadurch ausgezahlt, dass das Kompetenzspektrum erweitert und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Raumfahrtmarkt verbessert werden konnte. Darüber hinaus stärkt der neue Satellit die Position Spaniens im europäischen Erdbeobachtungs-Programm Copernicus/GMES, einer gemeinsamen Initiative der Europäischen Union und der Europäischen Weltraumorganisation ESA zur globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung.

Autofachwerker starten Ausbildung am Flughafen Stuttgart

Sechs junge Leute aus dem Anna Haag Mehrgenerationenhaus in Stuttgart starten erstmals ihre Ausbildung zum Autofachwerker am Flughafen. Die Kooperation des Landesflughafens mit der Bildungsstätte ermöglicht es den Bewerbern, sich in einer dreijährigen Ausbildung den Abschluss als Autofachwerker zu erarbeiten.

Der Flughafen, der ganz verschiedene Fahrzeuge wie Passagierbusse, Fluggasttreppen oder Gepäckwagen im Einsatz hat, bietet ein interessantes Spektrum für diese Ausbildung. Die Auszubildenden lernen, Autos zu warten, zu pflegen und zu reparieren.

Optimales Ausbildungsumfeld

Friedemann John, Leiter der Personalentwicklung und Ausbildung der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), begrüßt den Start der neuen Zusammenarbeit: "Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit dem Anna-Haag-Haus dieses Projekt anpacken können. Wir möchten diesen jungen Leuten die Chance geben, sich zu qualifizieren und sich mit dieser Ausbildung eine solide Grundlage für ihr späteres Berufsleben zu schaffen."

Jörg Schnatterer, Vorstand des Anna Haag Mehrgenerationenhaus e.V., zeigt sich ausgesprochen zufrieden mit der Kooperation: "Mit dem Flughafen Stuttgart haben wir einen hochangesehenen Partner mit einem optimalen Ausbildungsumfeld gewonnen. Gemeinsam können wir diesen Jugendlichen eine attraktive Ausbildung mit guten Berufsperspektiven bieten."

Eigene Kfz-Werkstatt am Flughafen

Die praktische Ausbildung findet in der Kfz-Ausbildungswerkstatt des Stuttgarter Flughafens statt. Betreut werden die Auszubildenden in der Werkstatt am Flughafen und im Unterricht in der Bildungsstätte durch einen erfahrenen Kfz-Meister des Anna Haag Hauses.

Die Bildungsstätte des Anna Haag Mehrgenerationenhaus e.V. ist anerkannter Bildungsträger für verschiedene haushaltnahe, handwerklich-technische und pflegerische Dienstleistungen. Die Bildungsangebote richten sich an junge Menschen mit Behinderung, an Schüler aus Sonder- und Förderschulen und an Erwachsene mit Vermittlungshemmnissen am Arbeitsmarkt.

Derzeit betreut die Bildungsstätte des Anna-Haag-Hauses rund 180 Menschen in verschiedenen Ausbildungs-, Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie in der Berufsvorbereitung.

787-9 Dreamliner mit erfolgreichem Erstflug

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Der 787-9 Dreamliner von Boeing ist zu seinem Erstflug abgehoben. Damit beginnt ein umfangreiches Flugtest-Programm, das zur Zulassung und Mitte 2014 zur Auslieferung führ. Das neueste Mitglied der hocheffizienten 787-Familie startete um 11:02 Uhr Ortszeit mit seiner neuen markanten Boeing Bemalung von Paine Field in Everett im US-Bundesstaat Washington, und landete um 16:18 Uhr auf dem Boeing Field in Seattle.

Der Rollout der Maschine war Ende August. "Der heutige Erstflug ist ein bedeutender Meilenstein für unser Team und unsere Partner", sagte Ray Conner, President und CEO von Boeing Commercial Airplanes. "Wir sind sehr stolz, dass unsere Kunden die 787-9 fliegen werden und freuen uns auf die Auslieferung des ersten Flugzeugs an Air New Zealand nächstes Jahr."

463 km/h im Erstflug erreicht

Während des heutigen Flugs sind 787-9 Engineering Project Pilot Mike Bryan und 787 Chief Pilot Randy Neville in Richtung Norden gestartet, wobei sie eine Höhe von 20.400 Fuß (6.218 Meter) und eine Fluggeschwindigkeit von 250 Knoten oder etwa 288 Meilen (463 Kilometer) pro Stunde erreicht haben, die für einen Erstflug üblich sind. Während die Kapitäne Bryan und Neville die Systeme und Strukturen des Flugzeugs getestet haben, wurden Daten in Echtzeit von Geräten an Bord an ein Flugtest-Team am Boden in Seattle übertragen.

Dieser Meilenstein des 787 Dreamliner Programms ist auch ein Meilenstein in der Partnerschaft zwischen Boeing und der produzierenden Luftfahrtindustrie in Deutschland sowie der gemeinsamen Verpflichtung, Flugzeuge mit unübertroffener Treibstoffeffizienz und beispielloser Umweltleistung zu entwickeln und herzustellen.

Deutsche Zulieferer beim 787-Programm

Deutsche Zulieferer und Partner tragen unter anderem mit innovativen Beleuchtungssystemen für Kabine, Cockpit und Außenbeleuchtung, Rohr- und Leitungssystemen, der hinteren Druckkalotte, Passagiersitzen und High-Tech-Bodenbelägen maßgeblich zu den innovativen Eigenschaften des Flugzeugs bei. "Ein großes Netzwerk an Zulieferern in ganz Deutschland entwickelt und produziert technologisch fortschrittliche Systeme und Bauteile für unsere Flugzeugprogramme. Gemeinsam unterstützen wir viele tausend hochqualifizierter Arbeitsplätze in der Luft- und Raumfahrt in Deutschland", sagte Dr. Matthew Ganz, President Boeing Germany & Northern Europe und Vice President European Technology Strategy. "Auch am Boeing 787 Dreamliner Programm haben deutsche Zulieferer einen wichtigen Anteil".

Zu den Unternehmen in Deutschland, die an der 787-9 beteiligt sind, gehören unter anderen Diehl Aerospace, Goodrich Lighting Systems (ein Unternehmen der UTC Aerospace Systems Company), PFW Aerospace, Premium AEROTEC, Recaro Aircraft Seating und METZELER Technical Rubber Systems.

Die erste 787-9 wird von zwei Rolls-Royce Trent 1000 Triebwerken angetrieben und wird durch das zweite und dritte Flugzeug, von denen eines mit General Electric GEnx Triebwerken ausgestattet sein wird, bei den Flugtests ergänzt werden. Diese Flugzeuge befinden sich in der Endmontage in der Produktionsstätte von Boeing in Everett. In den kommenden Monaten wird die Flotte einer Vielzahl von Tests und Bedingungen ausgesetzt werden, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Konstruktion des Flugzeugs zu demonstrieren.

787-9 fliegt 555 km weiter – Programm im Zeitplan

Die 787-9 wird die 787-Familie ergänzen und erweitern und Airlines die Möglichkeit bieten, Strecken auszubauen, die mit der 787-8 eingeführt wurden. Mit dem gegenüber der 787-8 um 20 Fuß (sechs Meter) gestreckten Rumpf wird die 787-9 40 zusätzliche Passagiere befördern und 300 nautische Meilen (555 Kilometer) bei der gleichen außergewöhnlichen Umweltleistung weiter fliegen – 20 Prozent geringere Emissionen als Flugzeuge vergleichbarer Größe.

Die 787-9 verfügt über das visionäre Design der 787-8 und bietet die von Passagieren bevorzugten Eigenschaften, wie große, dimmbare Fenster, geräumige Gepäckfächer, moderne LED-Beleuchtung, höhere Luftfeuchtigkeit, eine niedrigere Kabinendruckhöhe, sauberere Luft sowie einen ruhigeren Flug.

Boeing ist im Zeitplan, um die 787-9 Mitte 2014 an den Erstkunden Air New Zealand auszuliefern. Fünfundzwanzig Kunden aus der ganzen Welt haben 388 787-9 Flugzeuge bestellt – das entspricht 40 Prozent aller Bestellungen für die 787.

Diamond DA40 NG: Erstbestellung aus Südkorea

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Diamond Aircraft Industries und die Cheongju Universität aus Südkorea unterschreiben einen Vertrag über die Lieferung von vier einmotorigen DA40 NGs und einem D-SIM-40 Flugsimulator, die noch 2013 ausgeliefert werden. Dies sind die ersten Flugzeuge dieser Typen von Diamond Aircraft in Korea. Darüberhinaus ist man in Verhandlungen für weitere Flugzeuge 2014.

Die Universität von Cheongju, die größte Privatuniversität in Südkorea, benötigt die Diamond Flugzeuge und den Simulator für eine neue Studienrichtung, in welcher Studenten für die Verkehrsflugzeuglizenz (ATPL – Airline Transport Pilot Licence) vorbereitet werden, die sie zum Linienpiloten befähigt. Der Abschluss erfolgt mit dem akademischen Grad Bachelor. Alle Flugzeuge sind mit Garmin G1000 Avioniksystemen ausgestattet und werden vom zuverlässigen und umweltfreundlichen Austro Engine Dieselmotor AE300 angetrieben.

"Wir sind glücklich darüber, dass wir unser Zentrum für Flugtraining an der Cheongju Universität mit kosteneffizienten Flugzeugen auf Weltklasseniveau wie der DA40 NG und einem D-SIM-40 Flugsimulator ausstatten werden. Wir sind die Ersten, die in Korea die DA40 NG von Diamond Aircraft in Betrieb nehmen werden und freuen uns schon auf zukünftige gemeinsame Kooperationen. Die Universität plant noch weitere DA40 NGs sowie eine DA42 NG zu kaufen, da wir überzeugt sind, dass mit diesen Flugzeugen das bestmöglichste Training für unsere zukünftigen Studenten gewährleistet ist", sagt Yoon-Bae Kim, Ph.D., Präsident der Cheongju Universität.

Christian Dries, CEO Diamond Aircraft, fügt hinzu: "Wir freuen uns, dass wir nun auch unsere koreanischen Partner mit den hochentwickeltsten Flugtrainingssystemen der Welt überzeugen konnten. Dies zeigt uns, dass das Konzept von Flugzeugzellen und Antriebssystem auf dem höchsten technologischen Standard, besonders von östlichen Ländern, in denen AVGas nicht erhältlich ist, sehr geschätzt wird. Mit Korea, Russland und China liegt der Auftragsbestand der DA40 Trainingsflugzeuge bei über 200 Stück, welche bis Mitte 2014 ausgeliefert werden."

„Berufsfit 2013“: Ausbildungsmesse am Flughafen München

Gleich 80 Ausbildungsbetriebe, Handwerkerinnungen, Schulen sowie Berufs- und Hochschulen aus der Flughafenregion präsentieren sich auf der "Berufsfit 2013" vom 26. bis zum 28. September. Bereits zum achten Mal ist der Münchner Airport Schauplatz der Berufsorientierungsmesse, die im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindet. Vorgestellt werden auf der Berufsfit insgesamt rund 250 Ausbildungsberufe und Studiengänge.

Seit dem Startschuss der Messe im Jahr 1998 hat sich die Anzahl der Aussteller fast verdreifacht. Unter den 80 Ausstellern befinden sich allein über 70 Firmen – das zeigt, dass die Berufsfit für Unternehmen immer wichtiger wird. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird es für Unternehmen zunehmend schwieriger, geeignete Bewerber für Ausbildungsplätze zu finden. Die Messe eignet sich hier ideal als erste Kontaktbörse. Auch der Besucherzuspruch ist kontinuierlich gewachsen. Zu der "Berufsfit 2013" werden rund 11.000 Schüler, Lehrer und Eltern erwartet.

Veranstalter der Messe ist der Arbeitskreis "SchuleWirtschaft Freising-Erding-Flughafen". Er setzt sich aus Vertretern von Wirtschafts- und Handwerksbetrieben, Direktoren von Schulen aus den Landkreisen Freising und Erding sowie Vertretern der Agentur für Arbeit und der Industrie- und Handelskammer zusammen. Mit seinen 552 Unternehmen und über 32.000 Arbeitsplätzen ist der Flughafen München die größte Arbeits- und Ausbildungsstätte der Region und bietet sich als Standort einer regionalen Berufsorientierungsmesse für die beiden Landkreise geradezu an.

Berufe-Infos für noch Untenschlossene

Die Messe ist eine ideale Plattform zur Berufsorientierung, da sie Schüler und Eltern auf der einen Seite sowie Lehrer und Unternehmensvertreter auf der anderen Seite zu einem gezielten Informationsaustausch zusammenführt. Ein Messebesuch lohnt sich insbesondere für Schüler, die zwei Jahre oder unmittelbar vor ihrem Schulabschluss stehen und noch keine konkreten Berufsvorstellungen haben. Präsentiert wird ein umfassendes Angebot an Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten.

Dazu gehören Ausbildungsberufe von A wie dem Altenpfleger bis Z wie Zollbeamter. Darüber hinaus werden Studienwege an Hochschulen sowie Bildungsangebote von allgemein- und berufsbildenden Schulen vorgestellt. Abgerundet wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit interessanten Fachvorträgen.

Die "Berufsfit 2013" findet in der Winterdiensthalle in der Nordallee 30 am Münchner Flughafen statt. Die Ausstellungsfläche umfasst knapp 6.000 Quadratmeter. Schirmherr der Messe ist Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH (FMG). Die FMG ist auch Hauptsponsor der Berufsfit. Darüber hinaus gibt es noch weitere zwölf Sponsoren aus der Flughafenregion.

Besuch am Nachmittag empfohlen

Die Messe ist täglich von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Erfahrungsgemäß herrscht insbesondere an den ersten beiden Vormittagen starker Besucherandrang. Daher empfiehlt der Veranstalter Einzelbesuchern einen Messebesuch am Nachmittag oder am Samstag. Der Eintritt zur Messe ist kostenlos.

Die Winterdiensthalle ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln am besten über die S-Bahn-Haltestelle Besucherpark erreichbar. Für Autofahrer gibt es kostenlose Parkmöglichkeiten auf den Parkplätzen P41 oder P52. Tickets gibt es hierfür am Informationsstand auf der Messe.

Astrium und OHB bauen Radar-Aufklärer für die Bundeswehr

Das Raumfahrtunternehmen Astrium und die OHB System AG (Bremen) haben heute in Friedrichshafen einen Vertrag über die Entwicklung und den Bau des kompletten Teilsystems „Phased Array“ für das satellitengestützte Radar-Aufklärungssystem „SARah“ unterzeichnet. Das Vertragsvolumen liegt bei 344 Millionen Euro.

Das Teilsystem „Phased Array“ umfasst die Entwicklung, den Bau und den Start eines Hochleistungs-Radarsatelliten modernster Technologie. Darüber hinaus gehört die Bereitstellung aller notwendigen Elemente des Bodensegments, die den Prozess von der Bildanforderung bis zur Bildablieferung im operationellen Vollbetrieb (ab Ende 2019) sicherstellen, zum Auftragsumfang.

Weiterentwicklung bewährter Radar-Technologien

Das SARah-Gesamtsystem besteht aus drei Satelliten und zwei Bodenstationen. Das System basiert mit zwei Satelliten auf bekannter und bewährter Reflektortechnologie von OHB, das SARah-Raumsegment wird durch einen dritten Satelliten komplettiert. Dieser stellt eine Weiterentwicklung der ebenfalls bereits im All bewährten Phased-Array-Technologie von Astrium dar. Sie ist derzeit schon auf dem zivilen Satelliten-Duo TerraSAR-X/Tandem-X im Einsatz.

„Astrium ist erstmals beteiligt an der strategischen Aufklärung der Bundeswehr und das mit modernster Technologie, nämlich der zukunftsweisenden aktiven „Phased Array“-Radarsatelliten. Die Bundeswehr verfügt damit über einen enormen Fähigkeitszuwachs. Zudem ist Deutschland industriell auch an dieser Stelle optimal aufgestellt für die Zukunft“, erläuterte Evert Dudok, Vorsitzender der Geschäftsführung der Astrium GmbH bei der Vertragsunterzeichnung.

„Phased Array“ bei einzigartiger Radarkompetenz

Unter „Phased Array“ versteht man phasengesteuerte Antennen, die aus vielen einzelnen Sende-/Empfangsmodulen zusammengesetzt sind, die miteinander verschaltet, gebündelt und unterschiedlich angesteuert werden können. Dies erlaubt dem Nutzer Aufnahmen mit schnellen Bildfolgen bei variablen Bildgrößen, ohne mechanisches Bewegen der Antenne.

„Für Astrium Friedrichshafen ist dieser Auftrag unter zwei Gesichtspunkten von großer Bedeutung“, so Standortleiter Eckard Settelmeyer: „Er erlaubt es uns, zum einen unsere – auch im Hause Astrium – einzigartige Radarkompetenz von der zivilen auf die militärische Linie auszuweiten. Zum anderen ermöglicht er es uns, durch die Lieferung des Satelliten und des zugehörigen Bodensegments, unsere Gesamtsystem-Fähigkeit weiter auszubauen – inklusive der Fähigkeit, den Satelliten temporär von Friedrichshafen aus zu steuern.“

Flugzeuge am Allgäu Airport mit Top-Auslastung

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Weniger Flüge und doch zufriedene Gesichter am Allgäu Airport: Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch aussieht, erklärt sich durch Zahlen: Denn in den ersten acht Monaten dieses Jahres konnte die Auslastung der Flugzeuge erheblich gesteigert werden. Pro Flug liegt sie nun bei rund 80 Prozent, während sie im Vorjahr noch 69 Prozent betrug.

Damit saßen in jedem Linien- oder Charterflugzeug 149 Passagiere pro Flug, im Vorjahr waren es 123. Im Mai gab es dann schließlich einen Passagier-Rekord am Memminger Flughafen. "Diese erfreulichen Zahlen belegen nicht nur die große Nachfrage nach unserem Flughafen", betont Airport Geschäftsführer Ralf Schmid, "sie sind auch ein Indiz für eine erhebliche Entlastung der Umwelt." Denn der CO2-Verbrauch pro Passagier verringere sich auf diese Weise deutlich.

Ryanair erweitert Angebot und Frequenzen

Die überdurchschnittliche Auslastung der Maschinen bewog mittlerweile die Fluggesellschaft Ryanair, eine Reihe von Zusatzflügen aufzulegen. So wurde die Zahl der wöchentlichen Flüge im Zeitraum August bis Oktober auf den Strecken von und nach London, Alicante, Malaga, Porto, Faro und Stockholm um jeweils einen Flug erweitert.

Die Flüge nach Mallorca wurden von bisher vier auf sechs pro Woche erhöht. Neue Strecken lassen sich zurzeit nur schwer realisieren, so Schmid, da bei den in Memmingen engagierten Airlines augenblicklich Flugzeuge Mangelware seien.

So habe Ryanair erst vor kurzem 175 neue Maschinen bestellt, deren Auslieferung im übernächsten Jahr beginnen soll. "Wir sind uns aber sicher", so Schmid, "dass die überaus erfreuliche Auslastung der Maschinen über kurz oder lang auch zu einem größeren Angebot führen wird."

Kleinere Flugzeuge fielen weg

Die vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung publizierten Zahlen, die am Allgäu Airport im ersten Halbjahr 2013 einen Rückgang der Starts und Landungen von insgesamt 22,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum belegen, erklärt Schmid auch mit dem Wegfall der innerdeutschen Verbindungen Ende des letzten Jahres. "Statistisch gesehen schlugen die Starts und Landungen der kleineren Maschinen mit geringer Auslastung auf den Strecken nach Hamburg und Berlin erheblich zu Buche." Bei den Passagieren wird allerdings lediglich ein Rückgang von 4,3 Prozent bilanziert – bei einer gleichzeitigen Steigerung der Auslastung um mehr als zehn Prozent.

Boeing zu Lufthansas Kaufentscheidung der 777X

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Tragfläche aus Verbundwerkstoffen, neue Triebwerke und herausragende Aerodynamik, das sind die fortschrittlichen Technologien, welche die neue 777X-Familie auszeichnen und zu ihrer außergewöhnlichen Treibstoffeffizienz beitragen sollen. Die 777-9X mit rund 400 Sitzen werde das größte und effizienteste zweistrahlige Verkehrsflugzeug der Welt sein, so Beoing.

„Wir konzentrieren uns darauf, ein großartiges Flugzeug zu entwickeln und herzustellen, das sicherstellt, dass die 777 der unangefochtene Marktführer im Bereich der Langstrecke bleibt“, sagte John Wojick, Senior Vice President of Global Sales von Boeing Commercial Airplanes. Boeing strebe den offiziellen Start des 777X-Programms für später in diesem Jahr an, die Indienststellung für etwa Ende des Jahrzehnts.

20 Prozent weniger Treibstoffverbrauch als B777

„Mit ihren neuen Triebwerken und ihrem neuen Tragflächendesign aus Verbundwerkstoffen wird die 777X das größte und effizienteste zweistrahlige Verkehrsflugzeug der Welt sein. Sie wird 20 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und 15 Prozent geringere Betriebskosten aufweisen als die heutige 777. Boeing freut sich, dass Lufthansa die langjährige Partnerschaft mit Boeing mit der Wahl der 777X für ihre zukünftige Flottenentwicklung fortführt.“ Die Flugzeuge sollen die niedrigsten Betriebskosten pro Sitz aller kommerziellen Flugzeuge und wie bei sonst keinem Wettbewerber in ihrem Marktsegment aufweisen.

„Boeing und Lufthansa verbindet eine mehr als 50-jährige Partnerschaft, die sich durch Innovation auszeichnet sowie durch die Tradition, gemeinsam neue Flugzeugmodelle einzuführen – angefangen bei der ursprünglichen 737 bis hin zur effizienten 747-8 Intercontinental„, sagte Nico Buchholz, Executive Vice President und Head of Fleet von Lufthansa.

Boeings 777X für Lufthansas Marktführerschaft

„Mit der Wahl der 777X setzt Lufthansa seine Ausrichtung auf Innovations- und Marktführerschaft weiter fort. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre der Partnerschaft mit Boeing und darauf, gemeinsam das Fliegen zunehmend effizienter, komfortabler und nachhaltiger zu gestalten.“ Die Lufthansa Group hat dieses Jahr bereits sechs 777-300ER Flugzeuge für die Flotte der Swiss International Airlines bestellt. Boeing wird den ersten der fünf neuen 777-Frachter von Lufthansa Cargo bald ausliefern. Insgesamt betreibt die Lufthansa Group heute 93 Boeing Flugzeuge in ihren Flotten.