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IDP-Program der Flugsicherungsorganisationen erhält EU-Fördergelder

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Die Europäische Union wird das IDP-Umsetzungsvorhaben zur koordinierten Verbesserung der Leistungsfähigkeit des europäischen Luftverkehrsmanagementnetzes und Schaffung von Vorteilen für die Endnutzer mit mehr als 45 Mio. Euro aus dem Programm zur Förderung des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) fördern.

Das Vorhaben, an dem führende europäische Flugsicherungsorganisationen beteiligt sind, wird im Rahmen des 2012 TEN-T Multi-Annual Call unterstützt. Es beinhaltet vor allem eine länderübergreifende Umsetzung von Schlüsseltechnologien und -Verfahren in Übereinstimmung mit dem von der Interim Deployment Steering Group (IDSG) entwickelten und dem Ausschuss für den einheitlichen Luftraum genehmigten Interim Deployment Programme IDP (Überbrückungsprogramm für die Errichtung).

Experten für schnelle Umsetzung der Verbesserungen

Die IDSG ist eine von der Europäischen Kommission eingesetzte Expertengruppe, die mit der Steuerung der kurzfristigen Umsetzung von Tätigkeiten betraut ist, die im IDP zur Schaffung schneller Verbesserungen der Leistungsfähigkeit des Flugverkehrsmanagementnetzes identifiziert wurden, bis die Governance zur SESAR-Errichtung vollständig umgesetzt ist. Die Gruppe besteht aus Experten der am operativen Flugverkehrsmanagement beteiligten zivilen und militärischen Akteure (Militär, Flugsicherungsorganisationen, Luftraumnutzer, Flughäfen), des Netzmanagers (NM), der EASA und des Gemeinsamen Unternehmens SESAR (SJU).

Im IDP-Umsetzungsvorhaben engagieren sich die führenden europäischen Flugsicherungsorganisationen und Unternehmen aus dem Bereich der ATM-Technik: ENAV (Italien) als Koordinator, AENA (Spanien), DFS (Deutschland), DSNA (Frankreich), MATS (Malta), NATS (Großbritannien), NAV PORTUGAL, FINAVIA (Finnland), LGS (Lettland), DCAC (Zypern), EANS (Estland) und INECO sowie Vertreter von 5 funktionalen Luftraumblöcken (FAB): BLUEMED, SW FAB, FABEC, UK Ireland FAB und NEFAB.

Diese breite Repräsentanz der Flugsicherungsbranche gewährleistet, dass ein großes geographisches Gebiet abgedeckt und die IDP-Umsetzung in ganz Europa zeitnah gefördert werden kann. Die Tatsache, dass die Mehrzahl der Mitglieder auch an IDSG-Aktivitäten beteiligt ist, soll sich positiv auf die Arbeit der IDSG auswirken und eine effiziente Übergabe an das zukünftige Management für die SESAR-Errichtung gewährleisten.

A6-Allianz in Schlüsselrolle bei SESAR-Einrichtungen

Aufgrund der Koordinationsrolle der italienischen Flugsicherungsorganisation ENAV hat die A6-Allianz, die den Antrag für die TEN-T-Finanzierung gemeinsam mit MATS (Malta), NAV PORTUGAL, DCAC (Zypern) eingereicht hat, eine Schlüsselposition für die Erreichung dieses wichtigen Ziels inne. Dies festigt wiederum die Führungsrolle der A6 als an der Planung und Koordinierung der SESAR-Errichtung beteiligte Flugsicherungsorganisationen.

Die A6-Allianz besteht aus den sechs Flugsicherungsorganisationen, die zum SESAR JU gehören – Aena (Spanien), DFS (Deutschland), DSNA (Frankreich), ENAV (Italien), NATS (Großbritannien) und NORACON, ein Konsortium aus Austro Control (Österreich), AVINOR (Norwegen), EANS (Estland), Finavia (Finnland), IAA (Irland), LFV (Schweden) und Naviair (Dänemark). Zusammen kontrollieren ihre Mitglieder über 70 Prozent des europäischen Flugverkehrs und stehen für 72 Prozent der Investitionen in die künftige ATM-Infrastruktur.

Die Flugsicherungsorganisationen der A6 sind alle Vollmitglieder des SESAR JU. Ihre Rolle ist es, zum Nutzen der Kunden und Netzwerke Synergien zwischen den zum SESAR JU gehörenden Flugsicherungsorganisationen zu schaffen, um in entscheidenden technologischen und strategischen Bereichen eine Führungsrolle auf europäischer Ebene einzunehmen. In der A6-Allianz sind fünf der neun europäischen funktionalen Luftraumblöcke (FAB) vertreten, die die geographische Säule von SES bilden.

Während sich die FAB hauptsächlich auf die Verbesserung der operativen Leistungsfähigkeit konzentrieren, liegt der Fokus der A6-Allianz auf der Entwicklung und Errichtung von SESAR, seiner Ausführung (Planung, Leitung, Finanzierung) und den wichtigsten Strategiebereichen im gemeinsamen Interesse der A6 hinsichtlich der Verkehrs- und Luftfahrtgesetzgebung und den Interessengruppen der Branche.

Fluglotsenstreik am Donnerstag in Frankreich gegen SES

Am Donnerstag, 30.01.2014, haben zwei französische Gewerkschaften ihre Fluglotsen zum Streik aufgerufen. Möglicherweise kann es an diesem Tag bei Flügen von und nach Frankreich zu Flugverspätungen oder Ausfällen kommen. Betroffene Passagiere werden gebeten, sich gegebenenfalls bei ihrer Airline über den Status des Fluges Flugstatus zu informieren.

Der für Mittwoch angekündigte Unterstützungsstreik der Fluglotsen in Deutschland wurde mittlerweile abgesagt. Die Aktion der Fluglotsen richtet sich gegen den von der Europäischen Kommission geplanten Einheitlichen Europäischen Luftraum (SES – Single European Sky), der eine neue Struktur des Luftraums vorsieht.

Während man durch die Umstrukturierung der europäischen Luftraumüberwachung Arbeitsplätze gefährdet sieht, bietet der SES aber auch enormes Einsparpotenzial bei Kerosinverbrauch und CO2-Ausstoß durch kürzere Flugrouten für die Airliner.

Airbus baut Bodensegment für Satellitenaufklärungssystem in Frankreich

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Space Systems von Airbus Defence and Space, weltweit zweitgrößte Raumfahrtunternehmen, wurde von der DGA mit dem Bau des Nutzer-Bodensegments (User Ground Segment – UGS) für das multinationale weltraumgestützte Bildgebungssystem für Überwachung, Aufklärung- und Beobachtung (MUltinational Space-based Imaging System for surveillance, reconnaissance and observation – MUSIS) beauftragt.

Der neue Auftrag von der französischen Beschaffungsbehörde für das Militär, DGA (Direction Générale de l’Armement) sieht auch den Betrieb des Nutzer-Bodensegments während der zwölfjährigen Lebensdauer vor. 2010 hat Astrium bereits einen Vertrag der französischen Raumfahrtbehörde CNES für den Bau der Satelliten unterschrieben. Die Satelliten des MUSIS-Programms sollen schrittweise die Aufgaben der Satelliten des Helios-Programms übernehmen.

Steuerbarkeit der Satelliten vom Bodensegment

Das Bodensegment erlaubt auch Programmierbefehle an die MUSIS-Satelliten und es können Satellitenbilder empfangen, erstellt, verteilt und gespeichert werden. Das UGS ermöglicht den französischen Streitkräften zudem den Zugriff auf bestehende und zukünftige Satellitenaufklärungssysteme.

Das Bodensegment soll 2017 in Betrieb gehen, im selben Jahr, in dem der erste Satellit des MUSIS-Programms gestartet werden soll. "In einer Zeit des intensiven Wettbewerbs auf den großen institutionellen Märkten waren das herausragende technische Niveau und die Zuverlässigkeit von Space Systems im Bereich Weltraumsysteme für die Auftragserteilung erfolgsentscheidend", sagte François Auque, Leiter von Space Systems (ehemals Astrium).

Partner setzen Zusammenarbeit fort

Auque hat dabei auf die Erfahrung und erfolgreiche frühere Kooperation von Cassidian mit der DGA hingewiesen. Die neue Airbus Defence and Space ist die Division des Airbus-Konzerns (ehemals EADS), die aus der Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten von Cassidian, Astrium und Airbus Military hervorgegangen ist.

Airbus Defence and Space hat für den Bau des UGS ein Industrieteam aus führenden Verteidigungs- und Netzwerkinfrastrukturunternehmen wie Capgemini und CS sowie innovativen KMUs wie Magellium zusammengestellt.

Leiharbeit-Deckelung im Ground Handling am Flughafen München

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Die Flughafen München GmbH (FMG) hat mit dem Betriebsrat des Unternehmens eine Vereinbarung zur Reduzierung der Leiharbeit im Geschäftsfeld Ground Handling getroffen.

Der Anteil der Leiharbeitnehmer in der FMG-Tochtergesellschaft AeroGround, die derzeit ca. 1.800 festangestellte Mitarbeiter im Bereich der Flugzeugabfertigung einsetzt, soll demzufolge vom 01. Juli 2015 an auf eine Quote von maximal fünf Prozent begrenzt werden. Das entspricht nach heutigem Personalstand rund 90 Leiharbeitnehmern.

Begrenzung und Angebot befristeter Beschäftigung

Die Beschäftigungsdauer der über Personaldienstleister bereit gestellten Beschäftigten wird der Vereinbarung zufolge künftig auf maximal 18 Monate beschränkt, anschließend wird den Beschäftigten eine zunächst befristete Festanstellung angeboten. Damit ist ein dauerhafter Einsatz von Leiharbeitnehmern in diesem Bereich ausgeschlossen.

Um den Anteil der Leiharbeitnehmer auf den vereinbarten Wert zu senken, soll in den kommenden eineinhalb Jahren ein Großteil der heute rund 250 Leiharbeitnehmer bei der AeroGround in feste Beschäftigungsverhältnisse übernommen werden. Für die Reihenfolge dieser Übernahmen wird unter anderem die Dauer der bisherigen Beschäftigung maßgeblich sein.

Leiharbeit soll Durchgangsstation bleiben

"Wir haben mit dieser Vereinbarung einen Kompromiss erzielt, der den Interessen aller Beteiligten Rechnung trägt. Der AeroGround bleibt ein gesichertes Kontingent an Leiharbeitnehmern erhalten, um in dem volatilen Ground-Handling-Geschäft flexibel auf den erhöhten Bedarf in Spitzenzeiten reagieren zu können. Gleichzeitig wird durch die Begrenzung auf fünf Prozent und durch die Befristung der Leiharbeit gewährleistet, dass die Leiharbeit nicht zum Regelfall wird, sondern eine Durchgangsstation bleibt, die den Arbeitnehmer in der Regel in ein festes Beschäftigungsverhältnis führt", erklärte Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der Flughafen München GmbH.

Austrian Airlines flog 2013 zu 88,5 Prozent pünktlich

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Austrian hat im Jahr 2013 wieder einen Spitzenwert bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit erreicht. 88,5 Prozent aller abgehenden Flüge verließen den Flughafen pünktlich bis spätestens 15 Minuten nach der geplanten Abflugzeit, dem industrieweit gängigen Standard bei der Pünktlichkeitsmessung.

Die Pünktlichkeitswerte 2013 belegen auch im internationalen Vergleich eine Spitzenposition. Dies zeigen die Auswertungen der Association of European Airlines (AEA), die für Januar bis November letzten Jahres vorliegen. Austrian belegt hier trotz des starken Wintereinbruchs Anfang 2013 den dritten Platz.

Auch die Zuverlässigkeit des Hubs Wien bei Umsteigeverbindungen sowie die Qualität der Gepäckdienste entwickelten sich positiv. Der Anteil von umsteigenden Passagieren, die ihren Weiterflug in Wien nicht erreichten oder die ihr Gepäckstück nicht wie geplant am Zielort erhielten, lag im niedrigen Ein-Prozent-Bereich.

Karsten Benz, Chief Commercial Officer bei Austrian Airlines: "Unsere Pünktlichkeit ist gerade im Europaverkehr ein echter Wettbewerbsvorteil."

Flugbewegungen in Hamburg rückläufig – Modernere Flugzeuge

Der Einsatz von moderneren und größeren Flugzeugen, die dazu noch besser ausgelastet sind, ist ein seit Jahren anhaltender Trend auch am Hamburg Airport. Dies ist mit ein Grund, weshalb im Jahr 2013 die Zahl der Flugbewegungen deutlich zurückging. In den nächsten zehn Jahren rechnet der Hamburger Flughafen nur mit einem geringen jährlichen Anstieg der Flugbewegungen von im Durchschnitt etwas mehr als einem Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Flugbewegungen in Hamburg um 5,9 Prozent auf 143.802 gesunken. Die Gesamtzahl der Flugbewegungen lag 2013 auf dem Niveau von 1994, als mit 7,7 Millionen noch deutlich weniger Passagiere gezählt wurden. Die Zahl der Passagiere pro Flug ist aber im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent auf 104,9 gestiegen.

Nachtflüge in Hamburg 2013 deutlich rückläufig

Im Jahr 2013 verzeichnete Hamburg Airport einen deutlichen Rückgang der verspäteten Flüge zwischen 23:00 Uhr und 24:00 Uhr um knapp 20 Prozent. Waren es im Jahr 2012 noch 519, sank die Anzahl im Jahr 2013 auf 420 Flüge im Jahr. Auch bei den Flugbewegungen zwischen 00:00 Uhr und 06:00 Uhr wurde ein deutlicher Rückgang um 30 Prozent verzeichnet. Bei diesen 144 Flügen im Jahr 2013 handelte es sich bei lediglich 15 Flügen um solche mit Einzelausnahmegenehmigungen durch die Umweltbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, alle anderen waren medizinische Hilfsflüge wie Organtransporte und Notfälle.

Zum Schutz der Nachtruhe gelten in Hamburg strenge Nachtflugbeschränkungen. Am Hamburger Flughafen findet der reguläre Flugbetrieb zwischen 06:00 Uhr und 23:00 Uhr statt. Verspätete Flüge dürfen gemäß der Verspätungsregelung noch bis Mitternacht ohne Einzelausnahmegenehmigung starten und landen. Jedoch wird für alle Maschinen, die nach 22:00 Uhr am Hamburg Airport starten oder landen ein Aufschlag an Gebühren von 100 Prozent erhoben. In der Zeit von 23:00 bis 05:59 Uhr ist ein Aufschlag auf die regulären Start- und Landeentgelte von 200 Prozent fällig.

Fluglärmreduzierung durch Flottenmodernisierungen

Am Hamburg Airport setzen viele Airlines modernste Flotten ein: Die Airline easyJet wird ab März 2014 zwei neue, in Hamburg produzierte, Airbus A319 am Hamburg Airport stationieren. Germanwings hat ebenfalls ihre Flotte um eine Vielzahl moderner Airbus A319 aus Hamburg-Finkenwerder erneuert. Die skandinavische Airline Norwegian Air Shuttle hat bereits einhundert A320neo, die beim Überflug rund sechs dB(A) leiser sind, bestellt.

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport: "Wir arbeiten mit höchster Priorität daran, dass die Fluggesellschaften mit modernem Fluggerät nach Hamburg fliegen. Hierzu tragen unsere lärm- und emissionsabhängigen Landeentgelte bei. Als stadtnaher Flughafen tragen wir eine besondere Verantwortung für unsere Nachbarn und Umwelt. In den nächsten zehn Jahren gehen wir von einem jährlichen, durchschnittlichen Anstieg von etwas mehr als einem Prozent auf 159.000 Flugbewegungen aus. Diese Anzahl von An- und Abflügen im Jahr 2023 liegt dann auf dem Niveau des Jahres 2005, womit keine weitere Lärmsteigerung einhergehen wird."

Lufthansa-Piloten trainieren für XXII. Olympische Spiele

Pünktlich um 09:40 Uhr startete am Freitag am Frankfurter Flughafen ein Lufthansa-Airbus A321 mit der Flugnummer LH 1474 zum Erstflug nach Sotschi. Zu den XXII. Olympischen Winterspielen und Paralympics hat Lufthansa als „Official Carrier“ der Deutschen Olympiamannschaft und des Nationalen Paralympischen Komitees einen Sonderflugplan aufgelegt.

Damit kommen nicht nur die Athleten, Betreuer und Medienvertreter bequem ans Schwarze Meer, sondern auch alle Sportbegeisterten – und das ab Frankfurt Main auf direktem Wege ohne Umsteigen.

27 Flüge nach Sotchi – Österreicher mit Austrian

So können sich die Sportler optimal auf die Wettkämpfe vorbereiten und Fans sparen Energie zum Anfeuern im Stadion oder an der Piste. Insgesamt fliegt Lufthansa ab heute 27 Mal von Frankfurt und München zum Austragungsort.

Auch Österreichs Topathleten fliegen mit der Lufthansa Group nach Sotschi. Austrian Airlines ist wieder offizielle Fluglinie des österreichischen Teams und fliegt dreizehn Mal direkt von Wien ans Schwarze Meer.

Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Group: „Wir freuen uns, die deutschen Athleten, Partner und Fans zu den Olympischen Spielen und Paralympics nach Sotschi zu fliegen und drücken die Daumen für tolle sportliche Erfolge und viele Medaillen.“

Auch Piloten trainierten intensiv für Sotschi – Kategorie C

Auch der Flugbetrieb absolvierte eine lange Vorbereitungsphase. Denn die Lufthansa fliegt zum ersten Mal überhaupt nach Sotschi. Das Besondere dabei ist der Anflug: Der russische Flughafen zählt schwierigsten Kategorie, nämlich zur Kategorie C. Zehn ausgewählte Teams, aus Kapitän und Co-Pilot wurden für die Route und den Flughafen ausgewählt. Im Flugsimulator haben diese vor allem das Anflugverfahren geübt.

So sind auf allen Flügen nach Sotchi ein zusätzlicher Flugbegleiter mit sowie besonders geschulte Pilotinnen und Piloten wie auch Kabinenpersonal unterwegs.

Extra Olympia-Check-In eingerichtet

Um Olympia-Fans und Sportler bereits vor Abflug auf das bevorstehende Großereignis einzustimmen, gibt es in Frankfurt auch zwei spezielle Olympia-Schalter, die extra zum Check-in von Olympioniken und Fans genutzt werden können. Von den Countern 450 und 451 in der Abflughalle B im Terminal 1 aus werden unsere Gäste durch eigens gestaltete Wegweiser im Countdown-Format zum Flugsteig B24 geleitet, der sich ebenfalls in einem besonderen Gewand präsentiert – Your Gate to Sochi 2014!

Die offizielle Verabschiedung der Deutschen Olympiamannschaft findet am 04. Februar statt. Christoph Franz wird DOSB-Generaldirektor und Chef de Mission, Dr. Michael Vesper, sowie die Sportler und ihre Betreuer an diesem Tag auf die Reise verabschieden.

Segelflug im Himalaya: Spezialkamera erfasst Gletscher in 3D

Im Himalaya verlieren immer wieder dutzende Nepalesen ihr Leben bei Hangrutschungen und Spontanüberflutungen. Es wurden bereits ganze Dörfer und auch Infrastruktur wie Brücken und Straßen weggespült. Bisher liefern Satelliten die Bilder dieser entlegenen Regionen.

Im Rahmen einer mehrwöchigen Messkampagne des Mountain Wave Project (MWP) erproben nun Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein in ihrem Schwerpunkt Sicherheitsforschung entwickeltes neuartiges Kamerasystem, das detaillierte Luftbilder von einem Motorsegelflugzeug aus aufnimmt. Die Flüge in großer Höhe dienen zur Validierung des entwickelten optischen Sensorsystems.

Luftbildkamera-System: Bis zu 20 cm Auflösung

Mit den Aufnahmen wollen die Forscher exakte 3D-Modelle verschiedener nepalesischer Regionen erstellen, unter anderem um Gefahren für die Bevölkerung zukünftig deutlich besser vorherzusagen. Dabei arbeiten sie eng mit den nepalesischen Behörden und einem internationalen Team von Wissenschaftlern der Himalaya-Anrainerstaaten (ICIMOD) zusammen. Flüge sind im Annapurna-Gebiet und in der südlichen Everest-Region geplant. In einem Blog berichten die Wissenschaftler von den Ereignissen ihrer abenteuerlichen Forschungsreise.

„Am 23. Januar 2014 haben wir erfolgreich den ersten Himalaya-Flug mit unserer Kamera absolviert“, freut sich Projektleiter Jörg Brauchle vom DLR-Institut für Optische Sensorsysteme in Berlin. Er ist vor Ort in Nepal und leitet den DLR-Anteil der Expedition. „6.400 Meter über dem Khali Gandhaki Tal konnten wir erstklassige multispektrale Aufnahmen mit einer Auflösung von bis zu 20 Zentimetern gewinnen. Die Kamera liefert eine optimale Datengrundlage für die 3D-Modellierung von Gebirgsregionen.“ Erstmalig überhaupt fliegt in dieser anspruchsvollen Region solch ein digitales Luftbildkamerasystem.

Die Expedition hat ihr Basislager in Pokhara am Rand des Annapurna-Gebiets bezogen. Insgesamt zwei Motorsegelflugzeuge vom Typ Stemme S10, die vorab jeweils zwei Wochen lang in einem Flug über Europa, Ägypten, die arabische Halbinsel, Pakistan und Indien nach Nepal überführt wurden, stehen dem Team zur Verfügung. Mit der Expeditionsbeteiligung in Nepal und deren Ergebnissen demonstriert das DLR neben etwa Satelliten-Aufklärung bei Krisen und Naturkatastrophen eine weitere Anwendung im Bereich Katastrophenschutz.

Spezialkamera an Weltraum-Bedingungen angelehnt

Die im DLR entwickelte und gebaute Spezialkamera MACS (Modular Aerial Camera System) ist in einem druckfreien Instrumentenbehälter unter der Tragfläche eines Motorseglers Stemme S10VTX der FH Aachen montiert. Die Kamera wurde bereits im August 2013 während eines Fluges über dem Stubaier Gletscher in den Österreichischen Alpen erprobt.

Zuvor musste die Neuentwicklung einige Härteprüfungen bestehen, wie etwa Tests in der Unterdruckkammer und unter außergewöhnlichen Beleuchtungsbedingungen. Schließlich soll das Kamerasystem über dem Himalaya bis in Höhen von 8.000 Metern und bei Temperaturen unter minus 40 Grad Celsius insbesondere Gletscher und Hänge fotografieren. „Dafür haben wir auch auf Erfahrungen innerhalb des Instituts beim Bau von Weltraumkameras zurückgegriffen“, so Brauchle. „Im All herrschen schließlich noch extremere Bedingungen.“

Die Aufnahmetechnik des Kamerasystems ist speziell auf die Besonderheiten von Hochgebirgsregionen ausgelegt. Drei seitlich zueinander geneigte Kameraköpfe ergeben einen Sichtbereich von 120 Grad und ermöglichen es, steile Hangstrukturen hoch aufgelöst aufzunehmen.

Verarbeitung in Geo-Informationssystem erlaubt Analysen

Mit den Aufnahmen entstehen am Computer detaillierte farbige 3D-Modelle der überflogenen Gebirgsregion. Dabei kommt eine DLR-eigene Software zum Einsatz, welche ebenfalls zur Auswertung von satellitenbasierten Erdbeobachtungsdaten genutzt wird. Essentiell ist dabei die präzise Darstellung der steilen Hangabschnitte, denn die Forscher um Abteilungsleiter Frank Lehmann wollen den Gefahren steiler Bergflanken auf die Spur kommen: „Für das menschliche Auge sind sich anbahnende Hangrutschungen und Gerölllawinen kaum sichtbar“, erklärt Lehmann. „Das 3D-Modell erlaubt die Einbettung in ein Geografisches Informationssystem (GIS). Somit sind Analysen und Bewertungen unter Berücksichtigung von geologischen, hydrologischen sowie meteorologischen Daten über das Gefährdungspotenzial durchführbar.“

Die Wissenschaftler interessieren sich zudem für an die Täler grenzende Gletscher und Gletscherseen: Sie sind oftmals der Schlüssel zu einer besseren Vorhersage von Überschwemmungen, die sich tiefer unten im Tal abspielen. In den kommenden Tagen wollen die Forscher das Seti-Tal im Annapurna-Gebiet überfliegen, das in dieser Hinsicht für Geologen und Glaziologen besonders interessant ist. Der Fluss Seti ist bereits mehrfach spontan über die Ufer getreten, eine sogenannte Flashflood. Grund dafür war ein durch seine natürliche Sperre gebrochener Gletschersee.

Rekordflug der Segelflieger auf Leewellen (MWP)

„Die Grundidee des Projekts ist es, an verschiedenen Gebirgsregionen der Welt atmosphärische Schwerewellen (Mountain Waves bzw. Leewellen) als Aufwind zu nutzen, die Segelflugzeuge enorm hoch und weit tragen können“, sagt der leidenschaftliche Segelflieger, Meteorologe und Begründer des Mountain Wave Projects (MWP) René Heise. Ein viel beachteter Langstrecken-Weltrekord solch eines „Wellenfluges“ wurde durch das MWP am 23. November 2003 in den Anden mit einer Entfernung von 2.138 Kilometer in gerader Strecke aufgestellt.

2006 gelangen zudem die ersten wissenschaftlichen Turbulenzmessflüge über den Anden bis zur unteren Grenze der Stratosphäre mit einer Höhe von 12.500 Meter. Die Erkenntnisse dieser Kampagnen sind von großem Vorteil bei der Durchführung der fliegerisch anspruchsvollen MACS-Missionen.

Forschungsprojekt Mountain Wave Project

Für die Piloten sind die starken Höhenwinde sowie Fallwinde eine enorme Herausforderung. „Das Mountain Wave Project ist ursprünglich für die Erforschung von Wellensystemen in Hochgebirgsregionen und deren gefürchteter Wirbel mit horizontalen Rotationsachsen, den sogenannten Rotoren, gegründet worden“, erzählt Heise.

„Mittlerweile erforschen wir Transportvorgänge von der Troposphäre in die Stratosphäre und untersuchen atmosphärische Turbulenzen, um letztendlich Wettervorhersagemodelle und die Klimamodellierung zu verbessern.“ Durch die Partnerschaft mit dem DLR konnte das Mountain Wave Project den Bereich Umwelt-Monitoring deutlich ausbauen.

Dortmund Airport für beste Performance bei easyJet in der Auswahl

Am Dienstagabend wurde im englischen Brighton der easyJet Spirit Award verliehen. Nominiert in der Kategorie "Beste Performance" war dabei Dortmund Airport. Damit ehrt die Airline den Ruhrgebiets-Flughafen für herausragende On-Time-Performance und exzellente Turnaround-Prozesse.

Auch wenn der Preis am Ende an den einzigen Konkurrenten, den Aéroport de Bordeaux Mérignac, ging, freut sich Jan van Anrooy, Leiter Operations am Dortmunder Flughafen, über die Nominierung.

"EasyJet spricht damit dem Airport-Team ein ganz besonderes Lob aus. Wir können stolz darauf sein, allen Airlines und Fluggästen in Dortmund Service auf diesem hohen Niveau zu bieten", bedankte sich van Anrooy insbesondere bei seinen Kolleginnen und Kollegen.

EasyJet bedient das Ruhrgebiet und Westfalen über den Dortmunder Flughafen bereits seit Juli 2004. Die englische Airline fliegt mehrmals täglich ab Dortmund den Flughafen London-Luton an.

Raumfahrt-Jahr 2014: Missionen und Test-Technologien des DLR

Das Leben auf der Erde verbessern. Das ist der wichtigste Antrieb der Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Sie arbeiten unter anderem daran, dass Flugzeuge in Zukunft weniger Lärm verursachen, eines Tages mit Kerosin aus Sonnenergie fliegen und durch effizientere Turbinen weniger Schadstoffe ausstoßen. Raumfahrt-Missionen und Forschungsthemen des DLR im Überblick.

DLR-Forscher verbessern nicht nur die Mobilität in der Luft sondern auch am Boden, so dass die Gesellschaft zum Beispiel mit Elektrofahrzeugen schnell und umweltschonend ans Ziel kommen. Auch der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst, der im Mai 2014 für sechs Monate zur ISS aufbricht, wird mit zahlreichen Experimenten, dann aus der Biologie und Medizin, einen Beitrag für ein besseres Leben auf der Erde leisten.

Bemannte und unbemannte Raumfahrt, Luftfahrt und Energie-Technik

Dies drückt auch der Name der Mission von Alexander Gerst aus: "Blue Dot". Wie ein blauer verletzlicher Punkt sieht die Erde aus, wenn man sie aus großer Entfernung aus dem Weltall betrachtet. Ganz aus den Tiefen des Alls wird die ESA-Kometensonde Rosetta im Jahr 2014 neue Erkenntnisse zur Erde schicken. Die europäische Raumsonde erreicht nach einer Flugzeit von zehn Jahren ihr Ziel, den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Höhepunkt der Mission: Das unter der Leitung des DLR entwickelte Landemodul Philae wird im November auf dem Kometen landen.

"Die aktuellen und zukünftigen Projekte und Missionen des DLR zeigen, dass wir uns auch 2014 den wichtigen Fragen und Herausforderungen der Gesellschaft stellen und die Zukunft des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Deutschland weiter mitgestalten werden. Unsere Forschungsaktivitäten eröffnen neue, lösungsorientierte Handlungsspielräume für Mensch und Umwelt", sagt Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. "Die große Stärke des DLR ist dabei, dass wir in interdisziplinären Kooperationen Themen erfolgreich und schnell bearbeiten können."

So konnte das DLR seine Expertise aus der Luftfahrtforschung in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich in der Windenergieforschung zum Einsatz bringen. In der Luftfahrt wird seit vielen Jahren im DLR intensiv an Grundlagen und Anwendungen auf sehr hohem Niveau geforscht. Dies hat es den DLR-Wissenschaftlern ermöglicht, in der Windenergieforschung sehr schnell relevante Forschungsprojekte zu leistungsfähigeren Rotoren und Rotorblättern anzustoßen.

Ariane-Entwicklung zum Mehr-Orbit-System und bemannte Raumtransporter

Ein wichtiger Termin für das DLR und die Raumfahrt in Deutschland ist die Ministerratskonferenz der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA am 02. Dezember 2014 in Luxemburg. Dabei werden die ESA-Mitgliedsstaaten endgültige Entscheidungen über die Entwicklung der europäischen Trägerrakete Ariane 5ME sowie über den Zeitplan für die Entwicklung der Ariane 6 als Nachfolgesystem treffen. "Die Ariane 5 ist die kommerziell erfolgreichste Trägerrakete der Welt", so Wörner.

"In der immer größer werdenden Konkurrenz der Trägersysteme geht es darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Ariane zu erhalten und auszubauen. Deshalb setzen wir uns für die Entwicklung der Ariane 5ME (Midlife Evolution) ein." Die ESA investiere für diese Entwicklung rund 800 Millionen Euro, Deutschland deckt zirka 20 Prozent davon ab. Die Ariane 5ME kann im Unterschied zur bisherigen Ariane 5 zirka zwei Tonnen mehr Nutzlast transportieren, ist wiederzündbar und kann verschiedene Orbits anfliegen.

Ein weiteres Thema der Ministerratskonferenz sind die Betriebskosten der Internationalen Raumstation ISS und der Beitrag Europas für den Nachfolger des amerikanische Space Shuttles. Innerhalb der ESA trägt Deutschland knapp 42 Prozent des ISS-Betriebsprogramms (1,7 Mrd. von vier Mrd. Euro) und 52 Prozent des ESA-Wissenschaftsprogramms ELIPS (149 Mio. von 288 Mio. Euro). "Mit dem europäischen Service Modul für das neue NASA Crew Fahrzeug MPCV, das auf ATV-Technologien aufbaut, ist Europa erstmals unverzichtbarer Partner in amerikanischen Explorationsaktivitäten, die über den erdnahen Weltraum hinausgehen. Hier erwarten wir von der Ministerratskonferenz 2014 eine abschließende Bestätigung der Entwicklung des Service Moduls", betont Wörner.

Raumfahrt-Missionen

Rosetta – Erste Landung auf einem Kometen

Nach einer Flugzeit von zehn Jahren wird die Raumsonde Rosetta mit der Landesonde Philae an Bord ihr Ziel, den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, erreichen. Erstmals wird mit der internationalen Mission der europäischen Weltraumorganisation ESA eine Raumsonde einen Kometen begleiten, während dieser auf seinem Weg zur Sonne aktiv wird. Die weitere Premiere: Erstmals wird eine Sonde auf einer Kometenoberfläche aufsetzen und direkt vor Ort Messungen und Analysen durchführen. Erste Aufnahmen einer Kamera an Bord der Sonde Rosetta werden im Sommer 2014 die Entscheidung für den Landeplatz ermöglichen.

Im November 2014 soll Philae dann auf 67P/Churyumov-Gerasimenko landen. Der kühlschrankgroße Lander wurde unter der Projektleitung des DLR von einem internationalen Konsortium entwickelt und gebaut, gesteuert und betrieben wird er vom DLR-Kontrollzentrum in Köln. Die Mission soll den Planetenforschern Aufschluss über die Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren geben, da Kometen aus kaum verändertem, ursprünglichem Material bestehen.

Nächster deutscher Astronaut wartet auf seinen Flug zur ISS

"Blue Dot – Shaping the future": Unter diesem Missionsmotto soll Alexander Gerst (37) als nächster deutscher ESA-Astronaut am 28. Mai 2014 vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) zur Internationalen Raumstation ISS starten. Nach 166 Tagen im All wird der Geophysiker am 10. November 2014 auf der Erde zurückerwartet. Alexander Gerst wird mit rund 100 Experimenten aller ISS-Partner befasst sein. Bis zu 160 Stunden Crew-Zeit stehen für die "europäische Nutzung" der ISS zur Verfügung. In dieser Zeit wird Gerst an rund 40 ESA-Experimenten arbeiten, davon 25 unter Führung deutscher Projektwissenschaftler oder mit deutscher Industriebeteiligung.

Die Experimente stammen aus den Human- und Materialwissenschaften, der Biologie, Flüssigkeitsphysik, Strahlungsdosimetrie, sind Technologiedemonstrationen oder dienen der Bildung und Nachwuchsförderung. Alexander Gerst wird im Juni auch das letzte ATV, das ATV 5 "Georges Lemaître", in Empfang nehmen, das unter anderem die Experimentieranlage EML, ein DLR-ESA Kooperationsprojekt, zur ISS bringt. EML ist ein Schmelzofen, der mithilfe elektromagnetischer Felder unterschiedliche metallische Legierungsproben aufschmelzen kann, um sie im flüssigen Zustand zu untersuchen. Gerst soll EML installieren und erste Proben prozessieren. ATV-5 soll auch das vom DLR Raumfahrtmanagement im Auftrag des BMWi geförderte Experiment MFX/MagVector zur ISS befördern. Dies wird Alexander Gerst ebenfalls installieren und das Experiment starten und überwachen.

MASCOT-Asteroidenlander für 1999 JU 3 wird startklar gemacht

Im Dezember 2014 hebt die japanische Sonde Hayabusa 2 zu ihrer Mission ins All ab – mit an Bord: der Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout), der auf dem Asteroiden 1999 JU 3 aufsetzen und mit vier Instrumenten an mehreren Stellen Messungen vornehmen wird. Dabei richtet er sich selbstständig auf und bewegt sich mit Hilfe eines Schwungrads hüpfend fort. Bei der Mission kooperiert das DLR mit der japanischen Raumfahrtagentur JAXA und baut so seine Zusammenarbeit mit dem internationalen Partner aus.

Den Lander hat das DLR in Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES und der japanischen Raumfahrtagentur JAXA entwickelt, als Instrumente steuert das DLR eine Weitwinkelkamera und ein Radiometer bei. Um MASCOT für die Mission vorzubereiten, führten die Ingenieure zahlreiche Tests durch. Unter anderem wurde der Auslösemechanismus des Landers in der Schwerelosigkeit eines Fallturms erprobt und seine Struktur in Vibrations- und Thermaltests untersucht. Nach den letzten abschließenden Tests wird der Lander im Frühjahr 2014 an die japanische Raumfahrtagentur geliefert. Überwacht wird der Lander während der Mission aus dem DLR-Kontrollzentrum des Nutzerzentrums für Weltraumexperimente (MUSC).

Luftfahrt-Projekte

NASA und DLR vergleichen alternative Flugtreibstoffe

Für umweltfreundliche und nachhaltige Brennstoffe in der Luftfahrt arbeiten DLR- Forscher der Institute für Verbrennungstechnik, Physik der Atmosphäre und Antriebstechnik an synthetischen Alternativen zum herkömmlichen Luftfahrttreibstoff Kerosin. Im Rahmen des internationalen Netzwerks für Luftfahrtforschung IFAR (International Forum of Aviation Research) planen die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und das DLR erstmals gemeinsame Forschungsflüge zu alternativen Treibstoffen. In einer zweiwöchigen Flugkampagne von der Edwards Air Force Base in Kalifornien wollen die Wissenschaftler im Mai 2014 den Triebwerksbetrieb mit verschiedenen Biotreibstoff-Zusammensetzungen testen.

Alternative Treibstoffe können aus erneuerbaren Rohstoffen gewonnen werden und führen damit zu einem geringen Eintrag von CO2 in die Atmosphäre. Ihre Verbrennung setzt deutlich weniger Ruß- und Schwefelpartikel frei. Von Seiten des DLR wird das Forschungsflugzeug Falcon an dem deutsch-amerikanischen Vorhaben teilnehmen, um Veränderungen der Emissionen und Kondensstreifen-Eigenschaften bei Verwendung alternativer Treibstoffe im Flug zu vermessen. Die NASA modifiziert eine DC-8, so dass eines der vier Triebwerke alternative synthetische Treibstoffe im Flugversuch verbrennt. Für die kommenden Jahren sind in dem neuen DLR-Projekt ECLIF (Emissions and climate impact of atlernative fuels) weitere Kooperationen mit der NASA im Bereich alternative Treibstoffe geplant.

DLR-Fachausschuss zum Thema Fluglärm gestartet

Das DLR setzt sich als Deutschlands maßgebliche Luftfahrtforschungseinrichtung intensiv und vielschichtig mit der Problematik Fluglärm auseinander und ist dabei ein gefragter Ansprechpartner bei Industrie, Politik Verwaltung, Betroffenen und Umweltverbänden. Die Erforschung des Fluglärms ist ein ausgesprochen interdisziplinäres Feld, das Kompetenzen in den verschiedensten Bereichen wie Physik, Ingenieurswissenschaften, Medizin, Psychologie und Verkehrswissenschaften erfordert. Bereits heute ist das DLR federführend in der Fluglärmforschung, denn es forscht in allen relevanten Disziplinen und bringt diese interdisziplinär zusammen.

Zukünftig will das DLR seine Forschungsaktivitäten im Bereich Fluglärm, bwispielsweise Lärmverringerung durch Gegenschall, weiter intensivieren, stärker verzahnen und noch offene Fragestellungen angehen. Dafür hat das DLR nun den Fachausschuss Fluglärm ins Leben gerufen. "Es gilt Fragestellungen der Fluglärmberechnung, Fluglärmwirkung sowie der Quellen von Fluglärm, Flugzeugkonfigurationen und lärmoptimierter Flugverfahren über den Ausschuss in einem DLR-Forschungsprogramm Fluglärm noch näher und passend zusammenzubringen", sagt der Sprecher des Fachausschusses Dr. Ullrich Isermann. "Ein wichtiger Schritt im Hinblick auf eine effiziente und multidisziplinäre Behandlung des Fluglärmproblems."

Turbinen-Prüfstand mit reellen Bedingungen

Zur Erforschung und Entwicklung innovativer Triebwerkstechniken bedarf es erstklassiger Hochleistungsprüfstände: Die Luftfahrtindustrie hat einen dringenden Bedarf an geeigneten Versuchseinrichtungen. Am Standort Göttingen betreibt das DLR bereits einen Hochleistungs-Windkanal. Dort es derzeit auch einen Prüfstand für die Triebwerke der nächsten Generation: NG-Turb (Next Generation Turbine). An der weltweit einzigartigen Anlage werden Wissenschaftler unter anderem neuentwickelte Turbinenschaufeln, Kühlsysteme und Werkstoffe untersuchen.

Der Prüfstand wird in der Lage sein, Flugzeugturbinen in Originalgröße bei realistischen Lufteigenschaften und Machzahlen zu untersuchen – von den Antriebsmaschinen kleiner Geschäftsflieger bis hin zu Turbinen für ein A380-Großraumflugzeug. Gemeinsam mit der Industrie analysierte das DLR zukünftige Schwerpunkte in der Turbinenforschung für eine kundengerechte Auslegung der Anlage. Die Eröffnung des Turbinenprüfstands ist für das Frühjahr 2014 vorgesehen.

Energie

Aus Aerodynamik von Rotoren und Rotorblättern für Windenergie lernen

Windenergie wird zu einer immer wichtigeren Säule der Stromversorgung. Mit dem Know-How aus der Luftfahrt konnten DLR-Wissenschaftler seit 2012 bereits viele Forschungsprojekte im Bereich der Windenergie zum Thema Rotor und Rotorblätter anstoßen und Drittmittel von über 20 Millionen Euro einwerben. 2014 startet im DLR unter anderem das Projekt WindMUSE, in dem neuartige Windkraftanlagen und ihr Verhalten – zum Beispiel bei unterschiedlichen Wetterbedingungen – im Computer simuliert werden können.

Mit solchen Simulationsprogrammen können Forscher den Einfluss verschiedener Parameter in den Anlagen berechnen und vor allem am Beginn von Entwicklungsarbeiten den Aufbau von aufwändigen und teuren Testanlagen vermeiden. In der Windenergieforschung plant das DLR zudem den weiteren Ausbau der Testinfrastruktur. Auf diesem Gebiet kooperiert das DLR mit dem Fraunhofer IWES und ForWind im Forschungsverbund Windenergie.

Sonnenlicht, Wasser und CO2 als Ressource für Flugzeugtreibstoff

Im Projekt SOLAR-JET arbeitet derzeit eine Forschergruppe aus DLR, ETH Zürich, Bauhaus Luftfahrt, Shell Global Solutions sowie dem Beratungsunternehmen ARTTIC an der Herstellung von Flugzeugtreibstoff aus Sonnenlicht, Wasser und Kohlenstoffdioxid. Im Gegensatz zu herkömmlichem Kerosin, das aus Erdöl hergestellt wird, basiert der alternative Treibstoff auf fast unbegrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen und kann so in Zukunft einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit des Luftverkehrs leisten.

Um die komplexen Vorgänge innerhalb des Solarreaktors genauer zu verstehen, simulieren die Forscher des DLR-Instituts für Verbrennungstechnik die Kerosin-Herstellung im Computer und können dabei auf langjährige Erfahrungen im Bereich der Entwicklung sowie Analyse alternativer Brennstoffe für den Luftfahrtsektor zurückgreifen.

PEM-Elektrolyse zur flexiblen Wasserstoff-Speicherung Regenerativer Energie

An windreichen Tagen erzeugen Wind- und Solarkraftanlagen mehr Strom als im Netz verbraucht wird. Mit Power to Gas-Anlagen kann der überschüssige Strom in Form von Wasserstoff gespeichert werden. Diese Kopplung an Wind- und Solarkraftanlagen birgt neue Herausforderungen an Elektrolyse-Anlagen: Bei starkem Wind müssen sie schnell betriebsbereit sein, wird der Strom im Netz gebraucht, müssen die Betreiber schnell drosseln können. Das DLR forscht auf diesem Gebiet an Elektrolyseuren auf PEM (Protonen Austausch Membran)-Basis, die innerhalb von Minuten in den Volllastbetrieb hochfahren können. Zudem können die PEM-Anlagen mit demselben Energieeinsatz zirka 20 Prozent mehr Wasserstoff erzeugen als bisherige Elektrolyseure.

Der Vorteil des so erzeugten Wasserstoffs: Er kann im Verkehr als Treibstoff zum Beispiel im Brennstoffzellen-Auto eingesetzt werden und ermöglicht so ein klimaneutrales Autofahren. Hierzu wird in Stuttgart ein Elektrolyse-Teststand mit einer Leistung von 50 Kilowatt aufgebaut. Unter realistischen Bedingungen, das heißt bei dynamischem Hoch- und Herunterfahren, untersuchen die Wissenschaftler am DLR-Institut für Technische Thermodynamik die Degradation der Materialien und arbeiten an einer längeren Haltbarkeit. Die Forscher begleiten diese Untersuchungen durch computergestützte Modellsimulationen, wodurch sie ihre Ergebnisse für größere Anlagen und eine längere Betriebszeit hochrechnen können. Darüber hinaus wird 2014 das DLR mit seiner Forschung auch den Aufbau einer Power to Gas-Anlage in Hamburg weiter begleiten. Ende 2014 wird hier erstmals eine PEM-Anlage im Megawattbereich den Betrieb aufnehmen und Erdgas ins kommunale Gasnetz einspeisen.

Schifffahrtswege aus dem All überwachen

Im Frühjahr 2014 soll der am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen entwickelte und gebaute Forschungskleinsatellit "AISat" vom indischen Satish Dhawan Space Center ins All gestartet werden. AISat, dessen Start ins All ursprünglich schon für Ende 2013 geplant war, wird damit der erste nationale Satellit sein, der Beobachtungen der weltweiten Schiffsbewegungen mit Hilfe des in der Seeschifffahrt vorgeschriebenen Automatic Identification System (AIS) ermöglicht.

Durch den Einsatz einer sogenannten Hochgewinn-Helix Antenne soll es erstmals möglich sein, neben den Class-A und Class-B Signalen der kommerziellen bzw. nicht-kommerziellen Schiffe auch Signale der Seenotrettungsbaken (AIS-SART) zu empfangen. Ein Ziel dieser Forschungsarbeiten ist, zukünftig satellitengestützten AIS-Empfang auch für dichtbefahrene Wasserstraßen nutzen zu können und damit einen wichtigen Beitrag zur Schiffsroutenoptimierung und zur Sicherung der Schifffahrtswege zu leisten.

Forschungsstelle für Echtzeit-Satellitendienste und Navigationssysteme auf See

Nach dem Start der Forschungsarbeiten im Projekt "F&E für die maritime Sicherheit und entsprechende Echtzeitdienste" im Jahr 2012, wird im März 2014 bereits die zweite Forschungsstelle des DLR zu diesem Thema offiziell eingeweiht. Am Standort Neustrelitz forschen hierzu zirka 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums und des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation.

Schwerpunktmäßig sollen Schiffe, Eisberge und Ölteppiche auf Hoher See und in Küstengewässern anhand von Satellitendaten besser aufgespürt und an die Schiffe sowie Behörden, die die Sicherheit der Schifffahrtsrouten überwachen, weitergeleitet werden. Weil zwischen der Aufnahme der Satellitendaten, dem Auswerten und Weiterleiten nur wenige Minuten vergehen, sprechen Fachleute von satellitengestützten Echtzeitdiensten. Der zweite Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung von hochmodernen und extrem präzisen sowie ausfallsicheren Kommunikations- und Navigationssystemen für die internationale Schifffahrt.

wissenschaftlichen Höhepunkte des Jahres wird die Raumsonde Rosetta sein, die erste Mission, die – nach einem zehnjährigen Anflug – einen Kometen umkreisen und auf ihm landen wird. Im Laufe des Jahres wird Rosetta aus ihrem Winterschlaf erwachen, sich dem Kometen nähern, ein Landegerät auf seiner Oberfläche absetzen und ihn auf seiner Reise durch das Sonnensystem begleiten. Diese Mission stellt eine weitere bedeutende Premiere für Wissenschaft und Raumflugbetrieb Europas dar.

Weitere Höhepunkte für die deutsche Raumfahrt 2014

Für die Erdbeobachtung steht 2014 der erste Sentinel-Satellit zum Start bereit. Er ist der erste einer neuen Reihe von Satelliten des Copernicus-Programms – ein EU-Flaggschiffprogramm, zu dem die ESA-Mitgliedstaaten beitragen.

Auch für ein weiteres Gemeinschaftsvorhaben mit der Europäischen Kommission sind 2014 bedeutende Meilensteine geplant: Mit mehreren Satellitenstarts wird die vollständig betriebsbereite Galileo-Konstellation errichtet, so dass Ende 2014 erste Galileo-Dienste bereitstehen werden. Dass das Gallileo-System funktioniert, hat es bereits durch Positionsbestimmungen mit den ersten Satelliten unter Beweis gestellt.

Zwei ESA-Astronauten werden nächstes Jahr zur Internationalen Raumstation fliegen – neben dem Deutschen Alexander Gerst auch die Italienerin Samantha Cristoferetti.

Im Trägerbereich wird in der zweiten Jahreshälfte die Rakete Vega das Vorläufige Experimentelle Fahrzeug (IXV) starten, mit dem Erfahrungen für die Entwicklung künftiger Wiedereintrittsfahrzeuge gewonnen werden sollen.

Das Jahr wird außerdem den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der europäischen Zusammenarbeit in der Raumfahrt gewidmet sein. Mehrere Veranstaltungen sind geplant, um die Zukunft im Lichte von fünf Jahrzehnten einzigartiger Erfolge und Errungenschaften zu betrachten, die die ESA zu einer der weltweit führenden Weltraumorganisationen gemacht haben.

Im Dezember 2014 wird schließlich in Luxemburg eine Ratstagung auf Ministerebene stattfinden, bei der die Minister Beschlüsse über Raumfahrzeugträger, die Internationale Raumstation und die Zukunft der ESA einschließlich ihrer Beziehungen zur Europäischen Union fassen werden.

Flughafen Wien AG optimistisch bei Verkehrsentwicklung

In einem herausfordernden Jahr 2013, das von einem europaweit schwierigen Marktumfeld für die Luftfahrt, Kapazitätskürzungen bei Airlines, den Krisensituationen in Ägypten und dem Nahen und Mittleren Osten sowie von zahlreichen Flugausfällen durch einen harten Winter und durch Streiks in Deutschland geprägt war, konnte der Flughafen Wien ein leichtes Minus beim Passagieraufkommen von 0,7 Prozent mit insgesamt 21.999.926 Passagieren verzeichnen.

„Für 2014 rechnen wir mit einem Passagierwachstum zwischen plus ein Prozent und plus drei Prozent, und einer Entwicklung bei den Bewegungen zwischen minus einem Prozent und plus einem Prozent. Insgesamt zeigt der Trend am Flughafen Wien nach oben: In den letzten fünf Jahren ist die ab Wien eingesetzte durchschnittliche Flugzeuggröße um 17,3 Prozent und die durchschnittliche Auslastung um 6,1 Prozentpunkte gestiegen. Das zeigt, dass die Flugzeuge größer werden und trotzdem immer besser gefüllt sind.“, erläutert Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Verkehrsentwicklung zieht wieder an – Wachstumspläne

Und weiter: „Das schwierige Marktumfeld in der Luftfahrt war 2013 auch am Flughafen Wien spürbar. Dennoch zeigt sich eine Verbesserung in der Verkehrsentwicklung, Fracht und Passagieraufkommen legen seit Mitte des Vorjahres wieder zu.“

„Die finanzielle Guidance sieht für 2014 ein Nettoergebnis von mehr als 75 Mio. Euro, ein EBITDA von über 240 Mio. Euro sowie eine weitere Reduktion der Nettoverschuldung auf unter 600 Mio. Euro vor. Kostenreduktion, Wachstum und Ergebnisverbesserung sind auch im laufenden Jahr die Schwerpunkte. Im Zuge der Wachstumsstrategie will sich der Flughafen Wien zur Airport City weiterentwickeln.“ stellt Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG fest. „Im vergangenen Jahr wurde die Strategie zur Kostenreduktion und Steigerung der Produktivität konsequent und erfolgreich fortgesetzt: So konnten die Nettoverschuldung und Investitionen signifikant gesenkt werden. Der Aktienkurs hat in den letzten 24 Monaten um 109 Prozent und damit stärker als andere europäische börsenotierte Airports, zugelegt. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

2013 war ein herausforderndes Jahr, die fortschreitende Airline-Konsolidierung brachten bei einem erwarteten leichten Passagierrückgang von 0,7 Prozent eine steigende Sitzplatzauslastung in Wien. Mit neuen Destinationen und der Erweiterung bestehender Frequenzen blickt der Flughafen aber positiv in das Jahr 2014.

Während die Anzahl der Starts und Landungen um 5,5 Prozent zurückging, stieg die Sitzplatzauslastung (Sitzladefaktor) um 1,9 Prozentpunkte auf 74,8 Prozent im Jahr 2013 an. Das Frachtaufkommen ist nach anfänglichen Rückgängen im zweiten Halbjahr 2013 um zehn Prozent gestiegen und verzeichnet im Gesamtjahr ein Plus von 1,6 Prozent auf 256.194 Tonnen.

Nordamerika-Verbindungen entwickeln sich stark

Der Passagierverkehr nach Nordamerika nahm mit zehn Prozent Wachstum gegenüber dem Jahr 2012 stark zu, was vor allem auf die neue Streckenaufnahme nach Chicago durch Austrian Airlines zurückzuführen ist. Für 2014 ist mit der von Austrian Airlines bereits angekündigten Streckenaufnahme nach Newark (USA) mit weiteren Wachstumsimpulsen zu rechnen.

Der Verkehr nach Westeuropa stieg im Jahr 2013 ebenfalls leicht um 0,6 Prozent an. Das Verkehrsaufkommen nach Osteuropa ging um 2,7 Prozent zurück, was in erster Linie auf Reduktionen von Osteuropa-Frequenzen von airberlin/NIKI zurückzuführen ist. Der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten verzeichnete ein Minus von 3,5 Prozent.

Frankfurt, Moskau und Bangkok sind Top-Strecken

Das höchste Passagieraufkommen verzeichnete die Destination Frankfurt mit 659.393 Passagieren, gefolgt von Zürich mit 468.180 Passagieren und London mit 425.472 Passagieren. Die Reihenfolge für Osteuropa lautet: Moskau 369.692 Passagiere vor Bukarest mit 210.290 und Sofia mit 171.390 Fluggästen. Die meisten Passagiere auf der Langstrecke konnte Bangkok mit 113.864 Fluggästen verbuchen, gefolgt von New York mit 87.523 Fluggästen und Tokio mit 72.874 Fluggästen.

Austrian Airlines mit Löwenanteil bei Passagieren

Im Ranking der Airlines gemessen am Passagieranteil führt die Austrian Airlines Group mit 49,1 Prozent, vor NIKI mit 11,0 Prozent, airberlin mit 6,1 Prozent und Lufthansa mit 5,5 Prozent. Unter den Top-Ten-Airlines am Flughafen Wien liegen außerdem germanwings mit einem Anteil von 2,7 Prozent am Gesamtpassagieraufkommen, sowie Turkish Airlines mit 2,3 Prozent, British Airways mit 1,8 Prozent, SWISS mit 1,7 Prozent, Emirates mit 1,6 Prozent und KLM mit 1,3 Prozent Passagieranteil.

In diesem Ranking verzeichneten die Fluglinien Transaero, Tarom und Turkish Airlines die stärksten Zuwächse beim Passagieraufkommen. Die durchschnittliche Auslastung der Flüge stieg von 73,0 Prozent im Jahr 2012 auf 74,8 Prozent. 2013 wurde der Flughafen Wien von 71 Fluglinien regelmäßig angeflogen, die 177 Destinationen in 69 Ländern bedienten.

Wachstumstrend auch beim Frachtvolumen

Das Frachtvolumen (inkl. Trucking) zeigte ab Juni 2013 eine positive Tendenz und stieg insgesamt auf 256.194 Tonnen im Jahr 2013 (+1,6 Prozent) an. Die reine Luftfracht verzeichnete dabei mit 178.857 Tonnen einen Anstieg von 0,5 Prozent, das Trucking nahm um 4,2 Prozent auf 77.336 Tonnen zu.

Entwicklungen der Flughafen-Beteiligungen

Der Airport Malta verzeichnete im Jahr 2013 mit 4.031.376 Passagieren ein Plus von 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit ein neues Rekordergebnis. Der Flughafen Friedrichshafen fertigte im Jahr 2013 536.030 Passagiere (-1,7 Prozent) ab. Košice Airport verzeichnete mit 237.165 Passagieren einen leichten Zuwachs von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Erwartungen für 2014: Mehr Destinationen, mehr Passagiere

Anstieg bei Passagieren, EBITDA und Periodenergebnis Für das Jahr 2014 erwartet die Flughafen Wien AG ein Plus bei den Passagieren in der Bandbreite von einem Prozent bis drei Prozent und eine Entwicklung bei den Bewegungen von minus einem bis plus einem Prozent. Erste Impulse dafür sind aus heutiger Sicht unter anderem durch die bereits angekündigten neuen Streckenaufnahmen nach Newark (US) durch Austrian Airlines, Madrid (ES), Larnaca (CY) und Malta (MT) durch NIKI sowie nach Manchester (GB) durch Jet2, wie auch durch Frequenzerweiterungen nach Chicago (US), Frankfurt (D) und London (GB) durch Austrian Airlines, nach Rom (IT) und zu verschiedenen Griechenland-Destinationen durch NIKI, Lissabon (PT) durch TAP Portugal sowie durch weitere Aufstockungen anderer Fluglinien zu erwarten.

Vor diesem Hintergrund bewertet der Vorstand des Flughafen Wien die Geschäftsaussichten für 2014 grundsätzlich optimistisch: So wird eine Steigerung beim Umsatz auf mehr als 630 Mio. Euro erwartet und eine Steigerung beim EBITDA auf mindestens 240 Mio. Euro angepeilt. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht über 75 Mio. Euro betragen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll weiter sinken und unter 600 Mio. Euro liegen. Investiert werden im Jahr 2014 rund 110 Mio. Euro.

Position 2013: Veränderung in Prozent zu 2012
Passagiere gesamt 21.999.926 -0,7 Prozent
davon    
Transferpassagiere 6.794.632 – 3,7 Prozent
Lokalpassagiere 15.178.223 + 0,7 Prozent
Bewegungen 231.179 – 5,5 Prozent
MTOW in Tonnen 7.913.505 – 2,6 Prozent
Luftfracht und Trucking in Tonnen 256.194 + 1,6 Prozent
Luftfracht in Tonnen 178.857 + 0,5 Prozent
Trucking in Tonnen 77.336 + 4,2 Prozent

 

Regionen Passagiere* Veränderung in Prozent zu 2012
Europa 9.702.373 – 0,2 Prozent
davon    
Osteuropa 2.165.556 – 2,7 Prozent
Westeuropa 7.536.817 + 0,6 Prozent
Schengen 6.824.670 + 0,2 Prozent
EU 7.156.765 – 1,7 Prozent
Ferner Osten 363.163 – 5,6 Prozent
Naher und Mittlerer Osten 522.691 – 3,5 Prozent
Nordamerika 233.682 + 10,0 Prozent
Afrika 157.229 – 17,1 Prozent
Südamerika 10.977 + 36,7 Prozent

Wichtigste Destinationen nach Region

Region Destination Passagiere* Veränderung in Prozent zu 2012
Osteuropa Moskau 369.692 + 15,3 Prozent
Westeuropa Frankfurt 659.393 + 11,1 Prozent
Naher und Mittlerer Osten Dubai 222.722 – 1,4 Prozent
Langstrecke Bangkok 113.864 + 2,3 Prozent

 

Verkehrsprognose für 2014 Wert
Passagierentwicklung +1 Prozent bis +3 Prozent
Flugbewegungen -1 Prozent bis + 1 Prozent

 

Finanzguidance für 2014 Wert
Umsatz Größer € 630 Mio.
EBITDA Größer € 240 Mio.
Konzernergebnis Größer € 75 Mio.
Nettoverschuldung Unter € 600 Mio.
CAPEX Rund € 110 Mio.

 

*Abgeflogene Passagiere

Flybe verbindet Hannover mit Birmingham

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Pünktlich zum Sommerflugplan verdoppelt Flybe, Europas größte unabhängige Regionalfluggesellschaft, die Frequenz auf der Strecke von Hannover nach Birmingham und wird ab dem 30. März 2014 bis zu zweimal täglich fliegen. Zudem wird die Sitzplatzkapazität erhöht – statt wie bisher mit einer 78-sitzigen Dash 8Q-400 wird Flybe die Strecke nun mit einem modernen 88-sitzigen Jet, Embraer 175, bedienen.

Die Embraer bietet ausschließlich Fenster- und Gangplätze und hat daher besonders viel Komfort auf jedem Sitzplatz. Die zusätzlichen Verbindungen sind aufgrund ihrer Flugzeiten insbesondere für Geschäftsreisende attraktiv und ermöglichen somit die Wahrnehmung von Tagesterminen vor Ort.

Die Flugdaten nach Birmingham

Hannover – Birmingham
Montag – Sonntag 10:15 – 11:15 Uhr
Montag – Freitag 20:10 – 21:10 Uhr
Sonntag 16:00 – 16:55 Uhr
Birmingham – Hannover  
Montag – Sonntag 07:05 – 09:50 Uhr
Montag – Freitag 17:00 – 19:45 Uhr
Sonntag 12:50 – 15:35 Uhr

Paul Simmons, Chief Commercial Officer von Flybe: "Wir sind sehr erfreut, unseren Passagieren zusätzlichen Flügen von Birmingham nach Hannover anzubieten. Der Schritt unterstreicht unsere Verpflichtung, die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen.

Dr. Raoul Hille, Geschäftsführer des Flughafen Hannover: "Wir freuen uns sehr über die Erweiterung der Verbindung nach Birmingham. Somit können wir unseren Fluggästen mit Beginn des Sommerflugplans auch auf dieser Strecke eine höhere Flexibilität bieten".

Viel Kapazität rund um die Uhr in Hannover

Der aktuelle Flugplan in Hannover umfasst mehr als 80 Direktziele in alle attraktiven Urlaubsgebiete. Eine optimale Erreichbarkeit inklusive eigenem Autobahn- und S-Bahn-Anschluss und einer Parkplatzgarantie erleichtern das Abreisen. Die 24h-Betriebsgenehmigung und das Interkont-Parallelbahnsystem für 60 Flugbewegungen pro Stunde sind ideale Voraussetzungen für einen reibungslosen Flugverkehr.

Verkehrsführung zum Flughafen Hamburg geändert

Der Flughafen Hamburg baut auf der Fläche des Holiday-Parkplatzes P8 am Weg beim Jäger ein neues Luftfrachtzentrum. Dieses wird die alten Cargo-Gebäude in Terminalnähe ersetzen und durch eine Unterführung unter der Straße Weg beim Jäger direkt mit dem Vorfeldbereich des Flughafens verbunden sein.

Während der Bauphase des neuen Luftfrachtzentrums vom 27. Januar bis Anfang Oktober wird die Verkehrsführung am Weg beim Jäger angepasst:

  • Der Weg beim Jäger wird vom Flughafen kommend in Richtung Groß Borstel bis zur Zufahrt zum Geschäftsfliegerzentrum und Holiday Parkhaus P8-9 zu einer Einbahnstraße und ist somit für den Verkehr in dieser Richtung weiterhin nutzbar.
  • Die Anfahrt über die Straße Weg beim Jäger aus Richtung Groß Borstel zum Hamburg Airport wird ab der Zufahrt zum Geschäftsfliegerzentrum und Holiday Parkhaus P8-9 nicht mehr möglich sein. Die ausgeschilderte Umleitung wird über die Sportallee und Obenhauptstraße in Richtung Flughafen geführt. Für mehr Verkehrssicherheit wird an der Kreuzung Sportallee/Obenhauptstraße eigens eine Ampel errichtet.
  • Die Zufahrt zum Holiday Parkhaus P8-9 und zum Geschäftsfliegerzentrum ist für alle Autofahrer frei zugänglich.
  • Der öffentliche Personennahverkehr sowie der Shuttle vom Holiday Parkareal P8-9 zum Hamburg Airport und zurück verkehren nach Plan.
  • Die Bushaltestelle Röntgenstraße wird während der Bauzeit nicht angefahren.

Passagiere und Besucher von Hamburg Airport werden gebeten, die ausgeschilderte Umleitung zu nutzen und gegebenenfalls mehr Zeit für die Anreise zum Flughafen einzuplanen.

CNES-Vorsitzender Jean-Yves Le Gall zu Besuch beim ESTEC

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Der Vorsitzende der französischen Raumfahrtagentur CNES, Jean-Yves Le Gall, hat die größte ESA-Einrichtung, das Europäische Zentrum für Weltraumforschung und -technologie (ESTEC) im niederländischen Noordwijk, besucht. ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain hieß ihn dort mit anderen ESA-Direktoren und führenden ESA-Bediensteten zu Präsentationen und einem ausgedehnten Rundgang durch die Anlagen willkommen.

Die ESA ist auf Standorte in mehreren europäischen Ländern verteilt. Das ESTEC ist als größte ESA-Einrichtung ihr technisches Nervenzentrum und Inkubator für die europäische Raumfahrt, in dem die meisten ESA-Vorhaben konzipiert und während der verschiedenen Entwicklungsphasen begleitet werden.

ESTEC – Eine der größten Testanlangen für Weltraumtechnik

Das aus den 20 verschiedenen ESA-Mitgliedstaaten stammende ESA-Personal und das Auftragnehmerpersonal verteilen sich auf die Bereiche Wissenschaft, Exploration, Telekommunikation, bemannte Raumfahrt, Satellitennavigation und Erdbeobachtung. Das ESTEC verfügt über eine der weltweit größten Testanlagen für Raumfahrzeuge sowie hochspezialisierte Labors für Systemtechnik, Bauelemente und Werkstoffe, die mit weiteren Einrichtungen und Labors in ganz Europa vernetzt sind.

Der Besuch war Anlass für Beratungen über die laufende und künftige Zusammenarbeit zwischen der ESA und dem CNES. ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain erklärte: "Wir freuen uns, den Vorsitzenden des CNES hier in unserem technischen Herzen begrüßen zu können. Das CNES leistet nicht nur einen der größten Beiträge zur ESA, es ist auch Partner in zahlreichen ESA-Programmen, sei es in der Wissenschaft, der Telekommunikation, der Erdbeobachtung oder der bemannten Raumfahrt, und eine wertvolle Ressource für Management- und technisches Fachwissen, die den Kapazitäten der ESA zugutekommt."

Am Ende seines Besuchs traf Le Gall mit führenden französischen ESA-Bediensteten, die im ESTEC tätig sind, zusammen. Der CNES-Vorsitzende Jean-Yves Le Gall gab zu Wort: "Es hat mich sehr gefreut, dem ESTEC, einem der weltweit größten Zentren für Raumfahrttechnik, einen Besuch abstatten zu dürfen. Dieser Anlass war für uns auch eine Gelegenheit, die langjährige und konstruktive Verbundenheit zwischen der ESA und dem CNES sowie unsere gemeinsamen Programme in Erinnerung zu rufen und den Blick nach vorn, auf die großen Herausforderungen, zu richten, die uns insbesondere in diesem Jahr, das für die Zukunft der europäischen Raumfahrt entscheidend sein wird, bevorstehen."

 

Lufthansa testet flexible Bürolandschaft als Arbeitsplatz der Zukunft

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Der technologische Wandel und gesellschaftliche Trends wie Digitalisierung, Globalisierung, Diversifizierung von Lebensmodellen und die demographische Entwicklung verändern die Art wie, wann und wo wir arbeiten. Work-Life-Integration, Home-Office und flexible Arbeitsplatzmodelle sind daher Themen, mit denen sich ein zeitgemäßes Personalmanagement beschäftigt.

Unternehmen reagieren auf die Herausforderungen mit der Einführung innovativer Arbeitskonzepte und neuer Arbeitszeitmodelle. Im Gleichschritt verändern sich aber auch die Anforderungen an die Infrastruktur, etwa im Büro.

60 Arbeitsplätze für 90 Angestellte im "LH New Workspace"

Die Lufthansa Group testet seit Oktober 2013 im Rahmen des Pilotprojekts "LH New Workspace", wie der Arbeitsplatz der Zukunft in den administrativen Bereichen aussehen könnte. Zwei große Arbeitsbereiche im Lufthansa Aviation Center (LAC) am Flughafen Frankfurt wurden für einen Testlauf komplett neu gestaltet. Mitarbeiter aus den Bereichen Konzern-Controlling und HR-Management unterziehen das innovative Arbeitsplatz-Setup noch bis Mitte Februar einem Praxistest und prüfen es so auf Herz und Nieren.

"LH New Workspace" wandelt traditionelle Büroräume in flexible Bürolandschaften um und bietet eine Auswahl unterschiedlicher Arbeitsplatzangebote durch aktivitätsorientierte, sogenannte Funktionsmodule und Gemeinschaftsflächen: Ungestört telefonieren in der Telefonbox, in aller Ruhe nachdenken in der "Quiet Zone", sich mit anderen austauschen in geschützten Bereichen – dies sind nur einige der räumlichen Innovationen, die das neue Arbeitskonzept bietet.

Neben der Umgestaltung der Büros steht das Thema Flexibilisierung vor dem Hintergrund der zunehmend mobilen Arbeitswelten im Fokus: Für die 90 am Testlauf beteiligten Mitarbeiter stehen nur 60 Arbeitsplätze zur Verfügung, denn es soll auch geprüft werden, ob sich durch neue Arbeitskonzepte die Verbindung von Berufs- und Privatleben besser gestalten lässt.

Training und "Spielregeln" für das neue Miteinander

Flexible und innovative Arbeitsplätze fördern und fordern Mitarbeiter gleichermaßen. Daher gab es vor Beginn des Pilotprojekts Schulungsmaßnahmen und Briefings, um vom ersten Tag an mit dem neuen Arbeitsumfeld und den neuen Technologien vertraut zu sein. Um das Miteinander im unbekannten Setup zu erleichtern, wurden auch "Spielregeln", eine Art Etikette, definiert.

Im Anschluss an die aktive Projektphase sollen die Maßnahmen bewertet werden. Die Erfahrungen der Mitarbeiter werden zeigen, ob sich das Konzept des "LH New Workspace" als ein Modell der Zukunft bewährt.

Duty-Free im Handgepäck: Neue EU-Regeln auch in der Schweiz

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Zum 28. Januar 2014 ändern am Flughafen Zürich die Kontrollen für Flüssigkeiten im Handgepäck. Die Regelung bleibt jedoch gleich. Erlaubt sind weiterhin Flüssigkeiten bis 100 Milliliter, Spezialnahrung inklusive Babynahrung sowie Medikamente. Eine Erleichterung gibt es für Transferpassagiere mit Duty-Free-Artikeln.

Derzeit sind Flüssigkeiten bis zu einer maximalen Menge von 100 Millilitern in einem durchsichtigen und verschliessbaren 1-Liter-Plastikbeutel erlaubt. Pro Passagier darf genau ein solcher Beutel im Handgepäck mitgeführt werden. Außerdem dürfen Reisende Spezialnahrung (inkl. Babynahrung) und Medikamente sowie Duty-Free-Artikel in regelkonform versiegelten Beuteln im Handgepäck mitführen. Neu durchlaufen Spezialnahrung (inkl. Babynahrung), Medikamente und Duty-Free-Artikel eine zusätzliche, separate Kontrolle, welche die Flüssigkeiten auf Sprengstoff untersucht.

Die neue EU-Regelung ist vor allem für Transferpassagiere relevant. Transferreisende aus Drittländern ausserhalb der Europäischen Union (EU) mit Ausnahme von Reisenden aus den USA, Kanada, Kroatien, Malaysia und Singapur mussten bisher bei der Transfer-Sicherheitskontrolle ihre Duty-Free-Artikel abgeben.

Duty-Free-Artikel im Handgepäck für Nicht-EU-Reisende

Nun dürfen Passagiere, die aus Drittländern über den Flughafen Zürich fliegen, Duty-Free-Artikel ebenfalls im Handgepäck mitführen. Voraussetzung: Der Artikel ist in einem regelungskonformen, versiegelten und unversehrten ICAO-Beutel verpackt. Wie Medikamente und Spezialnahrung werden auch diese Flüssigkeiten zusätzlich kontrolliert.

Die neue Regelung der EU muss bis spätestens am 31. Januar 2014 in allen Mitgliedstaaten der EU umgesetzt werden. Die Schweiz ist aufgrund der bilateralen Verträge verpflichtet, diese Regelung ebenfalls umzusetzen.

SAS elf Mal pro Woche von Hamburg nach Stockholm

Scandinavian Airlines (SAS) legt ab 22. April 2014 eine neue Flugverbindung von Hamburg nach Stockholm mit elf wöchentlichen Abflügen auf. Damit vergrößert sich das Angebot auf insgesamt 42 wöchentliche Abflüge von der Hansestadt in Richtung Skandinavien. Derzeit bietet SAS bereits bis zu fünf tägliche Flüge von Hamburg nach Kopenhagen.

Die Flüge werden täglich (außer samstags) jeweils morgens und abends durchgeführt, sonntags einmal. Die Flugzeit beträgt 90 Minuten. Geflogen wird die Strecke mit Flugzeugen der Typen Boeing 737 und Boeing 717, die Platz für 120 beziehungsweise 115 Passagiere haben.

"Der Ausbau unserer Verbindungen ab Hamburg in Richtung Skandinavien ist von großer Bedeutung für uns. Wir sind dann nicht nur in der Lage, die wachsende Nachfrage mit derzeit etwa 100.000 Passagieren pro Jahr auf dieser Strecke zu bedienen, sondern bieten unseren norddeutschen Fluggästen über Stockholm hinaus auch den kürzesten Weg zu zahlreichen weiteren Destinationen in Schweden und Nordeuropa", so Stefan Eiche, Regional General Manager Central Europe.

Verbindung Stockholm(ARN) – Hamburg(HAM)

Flug Tag Abflughafen Ankunftshafen Abflug Ankunft Flugzeugtyp
SK 2646 123 HAM ARN 10:55 12:25 B-737
SK 2646 45 HAM ARN 11:10 12:40 B-717
SK 2648 1235 HAM ARN 19:00 20:30 B-737/B-717
SK 2468 4 HAM ARN 19:35 21:05 B-737
SK 2468 7 HAM ARN 16:10 17:40 B-737

Verbindung Stockholm(ARN) – Hamburg(HAM)

Flug Tag Abflughafen Ankunftshafen Abflug Ankunft Flugzeugtyp
SK 2645 123 ARN HAM 08:45 10:15 B-737
SK 2645 45 ARN HAM 09:00 10:30 B-717
SK 2647 1235 ARN HAM 16:50 18:20 B-737/B-717
SK 2467 4 ARN HAM 17:25 18:55 B-737
SK 2467 7 ARN HAM 14:00 15:30 B-737

 

Über die Drehkreuze Kopenhagen, Stockholm und Oslo bietet SAS ein umfassendes Streckennetz innerhalb Skandinaviens und Nordeuropas sowie Verbindungen nach Asien und in die USA an. Weitere SAS-Abflughäfen in Deutschland sind Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart.

Stromausfall am Flughafen Köln/Bonn – Schmorbrand in Trafostation

Teile des Köln Bonn Airport waren am Mittwochnachmittag kurzzeitig von einem Stromausfall betroffen. Für 8 Minuten waren kurz vor 15 Uhr verschiedene Verwaltungs- und Frachtgebäude ohne Strom. Im Terminal 2 dauerte der Stromausfall knapp eine Minute.

Terminal 1, der Bahnhof sowie alle für den Verkehrsbetrieb und die Sicherheit relevanten Anlagen wie der Tower, das Start- und Landebahnsystem oder die Sicherheitstüren waren vom Ausfall nicht betroffen, weil sie über eine verzögerungslose Notstromversorgung gesichert sind.

Flugbetrieb ohne Verzögerungen

Auf den Flugbetrieb hatte der Ausfall keine Auswirkungen. Alle Starts und Landungen konnten sicher und planmäßig stattfinden. Die Flughafenfeuerwehr musste wegen kleinerer Schmorbrände in zwei Trafostationen ausrücken. Diese waren innerhalb weniger Minuten gelöscht. Vermutlich wurde der Stromausfall durch die Inbetriebnahme einer neuen Trafostation ausgelöst. Die Tests waren zuvor problemlos verlaufen.

Reduktion von CO2-Emissionen am Fraport honoriert

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Die Fraport AG erhält internationale Anerkennung für ihre Klimaschutzaktivitäten: Der Flughafenbetreiber hat 2014 erneut die dritte von vier Zertifizierungsstufen der Airport Carbon Accreditation erreicht. Damit hat der Dachverband der europäischen Verkehrsflughäfen ACI Europe wiederholt das Management von Treibhausgasemissionen am Flughafen Frankfurt ausgezeichnet.

"Diese Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Bereits seit Jahren ermitteln und realisieren wir systematisch die Einsparpotenziale für CO2-Emissionen am Flughafen", so Wolfgang Scholze, Leiter des Umweltmanagements der Fraport AG. Der Fokus liegt dabei auf der Optimierung von Gebäuden & Infrastruktur sowie Logistik & Verkehr.

Fortschritt bei Flughafen-eigenem CO2-Ausstoß

So ermöglicht der 2012 eröffnete Flugsteig A-Plus eine Einsparung von jährlich 10.000 Tonnen CO2 im Vergleich mit konventionellen Gebäuden. Im Fraport-Fuhrpark wiederum steigt der Anteil an elektrisch betriebenen Fahrzeugen kontinuierlich: Etwa zehn Prozent der mehr als 3.000 Fahrzeuge werden mittlerweile an der Steckdose aufgetankt.

Das Zertifizierungsprogramm Airport Carbon Accreditation wurde 2009 eingeführt und beinhaltet vier aufeinander aufbauende Stufen der Akkreditierung: "Mapping", "Reduction", "Optimization" und "Neutrality". Erforderlich für das von Fraport erreichte "Optimization"-Level ist neben der Reduktion des eigenen CO2-Ausstoßes auch die Berücksichtigung von Emissionen, die zwar am Flughafen entstehen, auf die der Betreiber allerdings keinen direkten Einfluss besitzt, etwa beim Flugbetrieb. Der Flughafen Frankfurt war 2009 der erste, der im Zuge des Programms zertifiziert worden war.

Bereits Mehrheit des europäischen Passagierverkehrs

Inzwischen hat ACI Europe 78 europäische Standorte akkreditiert, darunter auch Antalya als Tochterflughafen der Fraport AG, der ebenfalls den Status "Optimization" erhalten hat. Insgesamt repräsentieren diese Flughäfen 60 Prozent des europäischen Passagierverkehrs. Überdies sind mittlerweile auch 14 internationale Flughäfen zertifiziert.

Rosetta bald mit Kamera OSIRIS – Stationen der Sonde und Herausforderungen an Technik

Im Januar 2014 blickt die Raumfahrtwelt nach Darmstadt und lauscht auf Signale der von Airbus Defence and Space (vormals Astrium) für die Europäische Weltraumorganisation ESA entwickelten und gebauten Kometensonde Rosetta. Nach rund 2,5 Jahren Winterschlaf (exakt 957 Tage) ohne Kontakt mit Rosetta, ist die Sonde in die "finale" Missionsphase eingetreten. Doch vorher stellte die Sonde mit ihrer speziellen Flugbahn und Mission die Ingenieure und Weltraumtechniker vor besondere Herausforderungen.

Vor immerhin zehn Jahren, am 02. März 2004, startete Rosetta mit einer Ariane-5-Trägerrakete von Kourou (Französisch- Guyana) aus ins All. Diese Woche vor genau neun Jahren kam die Sonde das erste von drei Malen wieder an der Erde vorbei, und vor acht Jahren auch am Planeten Mars, um sich durch sogenannte Swingby-Manöver Schwung für die Weiterreise zu holen. Später musste die Sonde in Schlafmodus versetzt werden, da die Energie der Sonnensegel so fern von der Sonne nicht ausreichte.

Obwohl der Wecker der Sonde dann auf den 20. Januar 2014, 11:00 (MEZ) Uhr gestellt war, kam die erste Rückantwort der Kometensonde ans Europäische Kontrollzentrum auf der Erde erst am Abend um 18:18 Uhr UTC (19:18 Uhr MEZ) an. Die Sonde durchlief zuvor einen ausgeklügelten Reaktivierungszyklus: Aufwärmen, dann Orientierung gewinnen und die richtige Lage im Weltraum einnehmen, und schließlich die zwei Meter große Antennenschüssel in Richtung Erde ausrichten, um das erste "Hallo" zur Erde zu schicken. Dieses Signal erreicht die Erde aufgrund der großen Entfernung erst nach 43 Minuten, trotz Lichtgeschwindigkeit. Nun beginnt die Forschung zu den Ursprüngen unseres Sonnensystems, indem sie den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko untersucht.

Vier Wecker klingelten Rosetta wach – Schlaf technisch anspruchsvoll

"Mindestens zwei dieser Wecker müssen klingeln, um das Risiko zu minimieren, dass die Sonde durch eine Fehlfunktion einer der vier Quarzuhren zu einem falschen Zeitpunkt aktiviert wird", erläutert Gunther Lautenschläger, Projektleiter bei Space Systems. Am Tag des Erwachens flog Rosetta rund 810 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und hat seit ihrem Start eine Strecke von mehr als 6,2 Milliarden Kilometern zurückgelegt. Von ihrem Zielobjekt, dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko war die Raumsonde dann schon "nur" noch rund neun Millionen Kilometer entfernt.

Die Entwicklung der Flug-Software erwies sich als eine der größten Aufgaben. Um wirklich jeden denkbaren Fehler-Fall abzudecken, wurde die Flug-Software vor dem Start zwei Jahre lang an zwei komplett ausgestatteten Modellen der Sonde intensiv getestet. Im Notfall muss Rosetta selbstständig auf die entsprechende redundante Komponente umschalten oder sogar zum Überleben in einen speziellen Safe Mode schalten. In der Phase von Juni 2011 bis Januar 2014, flog die Sonde in Bereiche weit weg von der Sonne – sie erreichte Entfernungen zur Sonne wie der Jupiter auf seiner Umlaufbahn – wo nur noch wenig (400 W) Sonnenenergie zur Verfügung steht. Darum musste Rosetta in Tiefschlaf versetzt werden. Alles wurde ausgeschaltet, um mit geringer Energie die Sonde zu heizen. Die Bordcomputer durften sich nur noch auf das Heizen konzentrieren.

Strom nur aus Solarenergie

Selbst für den Minimalbetrieb benötigt die Sonde etwa 390 Watt elektrische Leistung, was soviel ist wie etwa vier Zimmer-Glühbirnen, oder ein normaler PC. Bislang haben alle Raumfahrzeuge, die sich bis über die Marsbahn hinaus von der Sonne entfernt haben, ihren Strom aus "radioaktiven" Batterien bezogen. Hierin wird die Wärme von radioaktiv zerfallenden Substanzen direkt in Strom umgewandelt. "Rosetta ist eine ‚grüne‘ Sonde, denn Rosetta fliegt mit Solarenergie", so Lautenschläger. Für Rosetta wurden in einem groß angelegten Forschungsprogramm von 1990 bis 1996 Solarzellen entwickelt, die auf Bedingungen mit sehr geringer Lichtintensität und sehr niedrigen Temperaturen optimiert sind.

Rosetta verfügt über zwei jeweils 15 Meter lange Solarzellenflügel mit einer Gesamtfläche von 68 Quadratmetern. Sie erzeugten in 800 Millionen Kilometer Entfernung von der Sonne, wo die Lichtintensität auf etwa vier Prozent derjenigen in Erdnähe abgefallen ist, noch ca. 450 Watt – mehr als ursprünglich vorherberechnet. Wenn sich Rosetta im Sommer 2015 der Sonne bis auf etwa 195 Millionen Kilometer (ungefähr ein Drittel mehr als der Erdumlaufbahn-Radius) genähert hat, liefern die Solarzellen die volle elektrische Leistung von 8,7 Kilowatt.

Sonne heizt Äußeres auf 100 °C

Eine technische Herausforderung stellt auch die thermische Kontrolle der Sonde dar. Rosettas Abstand zur Sonne wird zwischen etwa 195 und 840 Millionen Kilometer schwanken, so dass die Sonnenstrahlung das Raumfahrzeug unterschiedlich stark erwärmt (-270°C/+100°C). Außerdem heizen die Instrumente und Computer das Innere der Sonde abhängig von ihrem Betriebszustand zusätzlich auf. Trotz dieser erheblich wechselnden Bedingungen darf die Temperatur im Inneren nur gering schwanken (5°C/45° C). Um dies zu gewährleisten wurden erstmals in Europa spezielle Jalousien entwickelt, die sich abhängig von der Temperatur selbständig öffnen und schließen.

Ein Problem könnte der vom Kometenkern abdampfende Staub sein. Rosetta orientiert sich während des Fluges und in der Umlaufbahn um den Kometen an den Sternen. Hierzu dient ein kleines Fernrohr, der so genannte Star Tracker. Wenn Rosetta ab August 2014 in nur einigen Kilometern Höhe den Kometen Churyumov-Gerasimenko umkreist, wird wahrscheinlich Staub die Sicht des Fernohres behindern. "Normale" Star Tracker Software könnte die feinen Partikel nicht mehr von Sternen unterscheiden und würde unweigerlich die Orientierung verlieren. Für Rosetta wurde dieses Problem durch die Entwicklung einer intelligenten Software gelöst, die selbst dann noch sämtliche Sternbilder erkennt, wenn bis zu tausend "falsche Sternchen" die Sicht verschleiern und den Computer irritieren.

Die Rosetta-Mission wird Wissenschaftlern helfen zu verstehen, wie unser Sonnensystem vor rund 4,6 Milliarden Jahren aus der so genannten Urmaterie entstanden ist. Während sich die Materie auf den Planeten unseres Sonnensystems durch den Einfluss der Sonnenstrahlung und durch geoloische Prozesse verändert hat, sind Kometen "kosmische Gefriertruhen", in denen die Materie in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben ist. Rosetta wird den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko kartieren, ihn auf dem Weg zur Sonne begleiten und den Lander Philae auf ihm absetzen.

Timing der Manöver in den Wochen bis zur Begegnung mit 67P/Tschurjumov-Gerasimenko

Momentan steuert die Sonde weiter auf den Kometen zu und befindet sich schon im "Normal mode", die Plattformsysteme sind aktiviert. Die Instrumente sind aber noch ausgeschaltet. Noch im März sollen das OSIRIS Imaging System, danach über Wochen alle anderen Systeme aktiviert werden, zur Zeit liefert allein die Navigationskamera der Sonde Bilder. Die wissenschaftlichen Instrumente benötigen einen langen Vorlauf, auch die Untersuchungen für nach 2014 werden laut ESA bereits jetzt vorbereitet.

Für den Mai ist dann eine Reihe von Manövern geplant, die Rosetta auf die genaue Flugbahn des Kometen einschwenken lassen. Sehen kann die Kamera ihn dann zwar immer noch nur als helle Pixel im Bild, denn er ist noch fünf Millionen Kilometer entfernt. Die relative Geschwindigkeit Rosettas zum Kometen wird dann von ca. 800 m/s über Monate auf 1 m/s abgebremst werden. Ab 06. August soll sie den Kometen dann in 100 Km Entfernung umkreisen und beobachten.

Kommunikation und Luftfahrt: Aviation Conference über mehr Mobilität

Die 17. Hamburg Aviation Conference vom 11. bis 13. Februar 2014, bringt wieder Führungskräfte aus Luftfahrt und Wissenschaft zusammen, um zukunftsweisende Strategien für die Luftfahrtbranche zu diskutieren.

Unter dem offiziellen Titel: "How to turn mobile developments and changing customer expectations into aviation business opportunities?" werden die Experten Konzepte vorstellen, mit denen sich Herausforderungen der heutigen Luftfahrtbranche in zukünftige Chancen wandeln lassen. Eine entscheidende Rolle nimmt dabei die wachsende Bedeutung mobiler Kommunikation für die Beziehung zum Passagier ein. Erstmalig werden am Vortag der Konferenz exklusive Workshops mit limitierter Teilnehmerzahl angeboten.

Zu den Rednern der Konferenz zählen in diesem Jahr Michael Eggenschwiler (CEO Ham-burg Airport), Thomas Winkelmann (CEO Germanwings), Stefan Pichler (CEO Fiji Airways, früher Air Pacific), Roland Keppler (CEO Europcar), Guy Stephenson (CCO Gatwick Airport) und viele weitere Führungskräfte aus Luftfahrt und Wissenschaft.

Konferenzthemen und Anmeldung

Folgende Themen werden auf der Hamburg Aviation Conference 2014 diskutiert:

  • Wird Fliegen in Zukunft nur noch "Low Cost"?
  • Attraktive Loyalty-Programme für Flughäfen und Airlines
  • Chancen von individualisierten Kundenservices über Smartphones und Tablets

Weitere Themen der Luftfahrt-Konferenz sind online aufgeführt. Hier können sich Interessierte auch für die Konferenz und die Workshops anmelden.

Veranstaltungsort in Hamburg

Die Hamburg Aviation Conference 2014 findet im Moevenpick Hotel (Sternschanze 6, 20357 Hamburg) statt. Die Veranstaltung wird von der XXL Solutions GmbH organisiert. Hauptsponsor ist Hamburg Airport.

Airbus trainiert erste Mitarbeiter für USA-Werk in Hamburg

Die ersten Mitarbeiter von Airbus für das US-amerikanische A320-Fertigungswerk in Mobile, Alabama, erzählen aus ihrer Trainingswoche, die sie nun in Hamburg verbrachten. Noch die nächsten Monate werden Ingenieure der Fertigung, Bereichsleiter und ein Qualitätsmanager bei ihren entsprechenden Kollegen in Deutschland arbeiten, um sich mit den Produktionswerkzeugen und Prozesse vertraut zu machen.

Nach dem Spatenstich für das Airbus-Werk in den USA, einem großen Schritt nach vorn für den europäischen Flugzeugbauer und Marktführer, laufen derzeit die Bauarbeiten nach Plan. Auch ein Engineering Center hat Airbus dort angesiedelt.

"Wir sind sehr glücklich, die neuen Kollegen aus Mobile in der Airbus-Familie zu begrüßen.", sagte Dr. Ulrich Weber, Head of Final Assembly Line USA. "Sie wurden in den letzten zwei Monaten in Mobile ausgebildet, jetzt kommen sie auch mit den Flugzeugen in Berührung und erfahren ganz real wie der Fertigungsprozess funktioniert."

Hamburg ist der deutsche Sitz von Airbus, hier ist auch das Management des kompletten A320-Programmes beheimatet. Der Zusammenbau der Flugzeugteile, die Ausstattung der Rumpf-Segmente und die Fertigstellung der A320-Familie, das sind A318, A319, A320 und A321, finden hier statt. In Mobile soll der Flugzeugbau 2015 beginnen, erste Maschinen sollen 2016 ausgeliefert werden.

Häufiger Flüge zwischen Frankfurt und Wien

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Ab 30. März 2014 führen Austrian Airlines und Lufthansa gemeinsam ein Shuttle-Flugverkehr zwischen Wien und Frankfurt ein. Sowohl aus Wien als auch aus Frankfurt startet tagsüber dann stündlich ein Flug. Darüber hinaus wird die österreichische Fluglinie Austrian öfter nach Frankfurt fliegen – und zwar statt bisher fünf, dann sechs Mal täglich. Lufthansa fliegt weiterhin sieben Mal pro Tag.

Insgesamt der Summe stehen Reisenden somit insgesamt 13 Flüge pro Tag zur Auswahl. Die regelmäßigen Abflugzeiten des neuen Shuttle-Services sind besonders angenehm: Die Flüge ab Wien starten jeweils zehn Minuten nach der vollen Stunde, die Flüge ab Frankfurt zehn Minuten vor Punkt. Der Stundentakt hat sich schon auf anderen Lufthansa-Verbindungen bewährt. Durch Anpassung der Flugpläne beider Airlines verbindet jetzt alle 60 Minuten ein Flug die beiden wichtigen Drehkreuze.

Neue Flugzeuge im Einsatz

Die Austrian-Flüge von und nach Frankfurt wurden bisher mit den Flugzeugtypen Fokker und Airbus durchgeführt. Ab dem Sommerflugplan 2014 werden auf dieser Strecke einheitlich bei beiden Fluglinien Flugzeuge der Airbus A320-Familie (A319, A320, A321) eingesetzt. "Mit dem neuen Shuttle Service zwischen Wien und Frankfurt wollen wir vor allem den Geschäftsreisenden die Reiseplanung erleichtern. Durch den zusätzlichen Flug erweitern wir die Auswahl an Flügen und die Sitzplatzkapazität. Frankfurt wird in Zukunft noch stärker an unseren Hub in Wien angebunden…", erklärt Karsten Benz, Chief Commercial Officer von Austrian Airlines.

Spitzenauslastung bei Flugzeugen und Passagierrekord in München

38,7 Millionen Reisende – rund ein Prozent mehr als im Vorjahr – haben im Jahr 2013 den Münchner Flughafen als Start- oder Landeplatz für ihre Flugreise genutzt und damit für einen neuen Passagierrekord gesorgt. Auch bei der Auslastung der Flugzeuge wurde 2013 ein neuer Höchstwert erzielt: Die Sitzplatzauslastung stieg im vergangenen Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 75,2 Prozent.

Damit waren im Jahr 2013 im Durchschnitt mehr als drei Viertel aller Flugzeugsitze am Münchner Flughafen belegt – die bisher höchste Auslastung seit der Inbetriebnahme des Airports im Jahre 1992.

Vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa und der Konsolidierungsmaßnahmen zahlreicher europäischer Airlines zeigte sich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH (FMG), Dr. Michael Kerkloh, mit den Verkehrszahlen zufrieden: "Ich finde es sehr beachtlich, dass wir wie im Vorjahr wieder einen Passagierrekord ausweisen können, obwohl die Wirtschaft innerhalb der Europäischen Union bzw. der Euro-Zone in den beiden letzten Jahren geschrumpft ist. Hier zeigt sich die besondere Stärke unseres Münchner Luftverkehrsdrehkreuzes: Dank der weltweiten Vernetzung und der Bandbreite unseres Verkehrsangebotes können wir Turbulenzen in einzelnen Zielmärkten immer wieder gut kompensieren."

Zahl der Flüge dennoch stark rückläufig

Insgesamt wurden 2013 am Münchner Flughafen über 380.000 Starts und Landungen durchgeführt, vier Prozent weniger als im Vorjahr. Wie aus der neuen Jahresstatistik hervorgeht, wurde die gestiegene Passagiernachfrage seitens der Airlines auch 2013 durch den Einsatz größerer Flugzeuge befriedigt. So ersetzten die Deutsche Lufthansa AG und ihre Partner zahlreiche Turbopropflugzeuge mit durchschnittlich 70 Sitzplätzen durch deutlich größere Flugzeugmuster wie zum Beispiel Canadair CRJ-900 und Embraer 195. Diese Flugzeugtypen verfügen über eine Kapazität von 90 bis zu maximal 120 Sitzplätzen.

Die Transportleistungen im Bereich der Luftfracht lagen 2013 am Münchner Flughafen annähernd auf Vorjahresniveau. Insgesamt wurden rund 270.000 Tonnen Luftfracht umgeschlagen. Zusammen mit dem Luftpostaufkommen summiert sich die geflogene Fracht auf ein Cargo-Ergebnis von rund 288.000 Tonnen.

Der 2013 in München erreichte Passagierzuwachs basiert auf der Steigerung im internationalen Verkehr: Innerhalb Europas wurde das Flugangebot von rund 23,4 Millionen Fluggästen genutzt, über zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Mit rund 5,8 Millionen Passagieren legte auch die Anzahl der Reisenden im Interkontinentalverkehr gegenüber dem Vorjahr um knapp zwei Prozent zu. Dagegen ist der innerdeutsche Verkehr am Münchner Airport um rund drei Prozent auf 9,4 Millionen Fluggäste gesunken.

Spanien- und Amerika-Reisende mit stärkstem Plus

Besonders starke Passagierzuwächse wurden im vergangenen Jahr im Reiseverkehr nach Spanien verbucht. Auf diesen Strecken wurden insgesamt 2,9 Millionen Fluggäste befördert, 180.000 mehr als im Vorjahr. Über 90.000 Fluggäste mehr als im Vorjahr wurden 2013 auf den Verbindungen von und nach Russland registriert.

Hier überschritt das Passagieraufkommen erstmals die Millionengrenze. Stark nachgefragt waren im vergangenen Jahr auch die Flüge zwischen München und dem amerikanischen Kontinent: Hier wurden insgesamt rund 2,7 Millionen Passagiere befördert, über 100.000 mehr als im Vorjahr.

Jahresergebnis Flughafen München

Verkehrszahlen 2013 2012 Veränderung
Passagieraufkommen
Gewerblicher Verkehr 38.672.600 38.360.604 + 0,8 Prozent
Flugbewegungen
Gesamt 381.950 398.039 – 4,0 Prozent
Cargo (in Tonnen)      
Luftfracht- und Luftpost 287.800 t 290.301 t – 0,9 Prozent
Nur Luftfrachtumschlag 270.000 t 272.202 t – 0,8 Prozent

 

Klaus-Peter Siegloch zu Besuch am Airport Weeze

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Das besondere Anliegen Sieglochs war es auch bei seinem Besuch am Niederrhein, die Öffentlichkeit auf die zentrale Rolle des Luftverkehrs in der deutschen Volkswirtschaft zu hinzuweisen. Die Grundlage der deutschen Luftverkehrswirtschaft im europäischen und weltweiten Wettbewerb seien faire Rahmenbedingungen, so Siegloch.

Die deutsche Flugsteuer stehe aber in einem eklatanten Widerspruch zu diesem Prinzip. Am Beispiel des grenznahen Flughafens Weeze sehe man die negativen Auswirkungen der Flugsteuer besonders deutlich. Nach Einführung der Luftverkehrsabgabe durch die Bundesregierung in 2011, ist der Flughafen von knapp drei Mio. Passagieren auf 2,2 Mio. in 2012 zurückgefallen.

Airlines hatten nach Einführung der Steuer Flüge gestrichen und stationierte Flugzeuge abgezogen. In den Niederlanden fliegen die Passagiere ohne diese Steuerbelastung. Die niederländische Regierung hatte die dortige Flugsteuer 2009 wegen des immensen volkswirtschaftlichen Schadens nach nur einem Jahr wieder zurückgenommen. Siegloch und Flughafenchef Ludger van Bebber forderten denn auch die ersatzlose Abschaffung der Steuer.

Auf dem Bild: Flughafenchef Ludger van Bebber (links) und Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundes der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL).

Siemens-Chef Joe Kaeser inspiziert Flughafen BER

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Flughafenchef Hartmut Mehdorn, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, haben sich heute bei einem gemeinsamem Besuch des Flughafens BER ein Bild über den Stand der Arbeiten gemacht.

Mehdorn sagte: "Siemens ist ein wichtiger Partner der Flughafengesellschaft bei der Realisierung des BER. Ich freue mich darüber, dass wir den aktuellen Status in konstruktiver Atmosphäre erörtern konnten."

Joe Kaeser sagte nach dem Besuch: "Siemens ist als erfahrener und bewährter Partner an diesem wichtigen Infrastrukturprojekt für die Bundeshauptstadt, für die gesamte Region und für Deutschland beteiligt. Auf Basis erforderlicher Vorarbeiten Dritter wollen wir unseren Beitrag so schnell wie möglich erbringen. Selbstverständlich stehen dabei Sicherheit und Zuverlässigkeit immer im Vordergrund."

Siemens hatte 2009 den Auftrag für die elektronische Steuerung der Heizungs-, Lüftungs- und Kälteanlagen für das Terminal und die angrenzenden Gebäude erhalten. Dazu gehörte auch die Ansteuerung für die rauchabführenden Teile der Entrauchungsanlage. Im Oktober 2013 wurde dieser Auftrag um die Steuerung für die Nachströmung von Frischluft im Brandfall erweitert. Voraussetzung für die Arbeiten von Siemens sind Vorarbeiten anderer Firmen sowie die finalen Unterlagen zur Entrauchungsmatrix.

Auf dem Bild Flughafenchef Hartmut Mehdorn, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG,beim gemeinsamem Besuch des Flughafens BER, um sich ein Bild über den Stand der Arbeiten zu machen.

A-AMAN der DFS unterstützt Lotsen in Amsterdam Schiphol

Ein neues Anflugmanagement-System am Flughafen Amsterdam Schiphol wird die Lotsen zukünftig bei der Organisation des eingehenden Flugverkehrs unterstützen. Das System kommt im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und der niederländischen Flugsicherung Luchtverkeersleiding Nederland (LVNL) zum Einsatz.

"Die Anflugkontrolle hier in Schiphol ist mit sechs Start- und Landebahnen sehr komplex, daher haben wir auch die Darstellung der Planungsinformationen erweitert", erläutert Jan Westland, Projektleiter bei LVNL. Falls zum Beispiel zwei neue Landebahnen geöffnet werden, sieht der Lotse auf seinem Bildschirm sowohl die errechnete Anflugreihenfolge für diese Bahnen als auch weiterhin einen Zeitstrahl für die vergangene Planung. "Der Lotse hat zu jeder Zeit eine übersichtliche Darstellung der gesamten Verkehrssituation und kann Flüge schnell zwischen den Bahnen umverteilen. Das reduziert die Arbeitslast enorm", so Westland.

System empfiehlt optimale Anfluggeschwindigkeit

Das an die Systemumgebung von LVNL angepasste Advanced Arrival Management System (A-AMAN) der DFS bestand im Dezember 2013 die funktionale Abnahme. Die DFS und LVNL haben das System um neue Funktionen ergänzt. Beispielsweise wird nicht nur einen Vorschlag für die effizienteste Anflugreihenfolge oder genaue Landezeiten generiert, sondern der Lotse erhält für ein ausgewähltes Luftfahrzeug auch eine Empfehlung zur optimalen Geschwindigkeit.

Die Planungsinformationen des Arrival Managers können außerdem die Koordination mit vorgelagerten Kontrollzentralen wie Maastricht unterstützen, um den Verkehrsfluss frühzeitig zu optimieren. Anfang des Jahres 2015 soll der neue Arrival Manager in Betrieb gehen.

Dresden drückt Ergebnis der Mitteldeutschen Airport Holding

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Die beiden Verkehrsflughäfen unter dem Dach der Mitteldeutschen Flughafen AG, Flughafen Leipzig/Halle GmbH und Flughafen Dresden GmbH, zählten im Jahr 2013 insgesamt 3.998.810 Fluggäste. Das Gesamtpassagieraufkommen an beiden Airports lag damit 4,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Frachtumschlag in Leipzig wächst weiter stark.

Beim Lokalaufkommen verzeichnete der Flughafen Leipzig/Halle 2013 ein Plus von 1,9 Prozent. Dieses bilden Passagiere, die ihre Flugreise am Airport beginnen oder beenden. Getragen wurde diese Entwicklung insbesondere vom neuen beziehungsweise erweiterten Engagement der Fluggesellschaften Darwin Airline, Germania, Ryanair, Sun Express und Turkish Airlines.

Fracht setzt Rekordserie fort

Das Transitaufkommen ging um 44,9 Prozent zurück. Dabei handelt es sich größtenteils um Passagiere ziviler US-amerikanischer Airlines, die Leipzig/Halle für technische Zwischenstopps anfliegen. Insgesamt zählte der Flughafen Leipzig/Halle 2.240.860 Passagiere und damit 2,0 Prozent weniger als 2012.

Das Frachtaufkommen erzielte zum neunten Mal in Folge einen Rekordwert. 2013 wurden 887.101 Tonnen in Leipzig/Halle umgeschlagen, was einem Zuwachs von 2,7 Prozent entspricht. "Der Flughafen Leipzig/Halle hat seine Position als zweitgrößtes Frachtdrehkreuz Deutschlands weiter ausgebaut und zugleich seine Stellung als einer der bedeutendsten Luftfrachtumschlagplätze in Europa gefestigt", so Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG. "Zuversichtlich stimmt uns auch die Entwicklung des lokalen Passagieraufkommens, das durch Erweiterung des Angebotes speziell zum Jahresende deutlich gewachsen ist."

Dresden mit starken Verlusten beim Streckenangebot

Am Flughafen Dresden ist das Passagieraufkommen im vergangenen Jahr um 7,0 Prozent zurückgegangen. Insgesamt wurden 1.757.950 Fluggäste gezählt. Markus Kopp: "Gründe für diese rückläufige Entwicklung sind vor allem die Insolvenz von OLT Express, die mehrere Strecken mit vielen Frequenzen ab Dresden bediente und Flugstreichungen durch die Unruhen in Ägypten.

Trotz der allgemein schwierigen Rahmenbedingungen ist es in Dresden gelungen, neue Direktverbindungen nach Barcelona, London-City und Krasnodar anzubieten. Von den mittlerweile drei Fluglinien zwischen Russland und Dresden und der zahlungskräftigen russischen Kundschaft profitieren Handel, Tourismus und Gastronomie der sächsischen Landeshauptstadt in hohem Maße."

Mit Blick auf die gesamte Luftverkehrsbranche stellt Markus Kopp fest: "Die Entwicklung war 2013 geprägt von den Sparprogrammen großer Airlines, den Belastungen durch die nationale Luftverkehrssteuer und einem hohen Kerosinpreis. Die Konsolidierungsphase in der Branche wird sich 2014 fortsetzen. Deshalb bleibt die Situation für alle kleineren und mittleren Airports in Europa herausfordernd."

ILS am Flughafen Stuttgart wird Ende Januar vermessen

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Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wird in der kommenden Woche das Instrumentenlandesystem am Flughafen Stuttgart neu vermessen. In der Nacht von Dienstag, 28. Januar 2014 auf Mittwoch, 29. Januar 2014 sind Anflüge von Westen her über die Weidacher Höhe kommend auf die Landebahn 07 geplant, in der Nacht von Mittwoch, 29. Januar auf Donnerstag, 30. Januar 2014 soll von Osten her die Landebahn 25 vermessen werden.

Falls es durch schlechtes Wetter zu Verschiebungen kommt, müssten Anflüge in der Nacht von Donnerstag, 30. Januar auf Freitag, 31. Januar 2014 noch nachgeholt werden. Alle Vermessungsflüge sind zwischen 22:00 und etwa 03:00 Uhr angesetzt.

Flugsicherung und Flughafen Stuttgart GmbH bitten Anwohner für eventuelle Ruhestörungen um Verständnis. Die Messflüge sind gesetzlich regelmäßig vorgeschrieben und notwendig, um die Funktion des Instrumentenlandesystems zu gewährleisten.

Der Stuttgarter Flughafen hat ein Instrumentenlandesystem der Kategorie III b. Damit sind Landungen bei Sichtweiten von nur 75 Metern und einer Entscheidungshöhe von 0 Metern möglich. Voraussetzung ist, dass das betreffende Flugzeug über die notwendigen Instrumente verfügt und die Piloten die entsprechende Ausbildung haben.

Rosetta ist aufgewacht – Erleichterer Start einer spannenden Mission

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Mit dem Eingang des ersten Funksignals der ESA-Kometensonde Rosetta nach 31 Monaten Winterschlafmodus in den Weiten des Weltraums wurde ein mit Spannung erwarteter Missionsmeilenstein erfolgreich gemeistert. Die zurzeit auf ihrem Flug zum fernen Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko befindliche Sonde Rosetta soll an ihrem Missionsziel gleich drei Premieren vollbringen.

Sie soll nämlich den Kometen aus nächster Nähe umkreisen, den Versuch unternehmen, auf diesem ein Landegerät aufzusetzen, und den Kometen auf seinem Vorbeiflug an der Sonne begleiten.

Seit ihrem Start vor zehn Jahren ist Rosetta dreimal an der Erde und einmal am Mars vorbeigeflogen, um sich den nötigen Schwung für ihr Reiseziel zu holen, und hat auf ihrem Flug auch die Asteroiden Steins und Lutetia näher unter die Lupe nehmen können.

Schwaches Sonnenlicht erforderte Schlummermodus

Da Rosetta nur mit Solarenergie betrieben wird, wurde die Sonde im Juni 2011 für den sonnenfernsten Teil ihrer Bahn, die mit einer Entfernung von beinahe 800 Mio. km von der Sonne sogar noch etwas weiter als die Jupiterumlaufbahn hinausreichte, in einen Schlummermodus versetzt.

Weil sich Rosetta nun auf ihrem Orbit der Sonne wieder auf 673 Mio. km "genähert" hat, kann die Sonde erneut genügend Sonnenlicht aufnehmen, um voll funktionsfähig zu sein.

Aus diesem Grund hat Rosettas vorprogrammierte innere Uhr die Sonde heute in einer Entfernung vom Kometen von immerhin noch neun Mio. km wieder aktiviert. Nach dem Warmlaufen der wichtigsten Navigationsinstrumente, dem Abschluss der Drallstabilisierungsphase und der Ausrichtung ihrer Hauptantenne Richtung Erde hat ein Signal von Rosetta nun bestätigt, dass die Sonde den erdfernsten Teil ihres langen Flugs wohlbehalten überstanden hat.

Das Signal wurde um 18:18 Uhr UTC von der NASA-Bodenstation Goldstone in Kalifornien während des ersten für einen Funkkontakt zwischen Sonde und Erde möglichen Fensters empfangen und vom Europäischen Raumflugkontrollzentrum der ESA in Darmstadt sogleich bestätigt, sodass der erfolgreiche Weckruf auch mit einem Tweet "Hallo, Welt!" verbreitet werden konnte.

"Unser Kometenjäger ist wieder da", verkündete Alvaro Giménez, ESA-Direktor für Wissenschaft und robotische Exploration. "Mit Rosetta werden wir in der Kometenforschung neue Maßstäbe setzen. Diese faszinierende Mission steht in einer Reihe mit unseren früheren Pionierleistungen auf diesem Gebiet. Sie baut auf den technologischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen unserer ersten interplanetaren Weltraummission Giotto auf, die 1986 bei ihrem Vorbeiflug am Halleyschen Kometen die ersten Nahaufnahmen eines Kometenkerns vornehmen konnte."

"Bei diesem Weckruf war keine Snooze-Funktion vorgesehen. Nach diesem spannenden Tag sind wir jetzt erleichtert, dass unsere Sonde planmäßig aufgeweckt und wieder erreichbar gemacht werden konnte", fügte Fred Jansen, ESA-Missionsleiter für Rosetta, hinzu.

Kometen bilden die ursprünglichsten Bausteine des Sonnensystems und haben wahrscheinlich dazu beigetragen, die Erde mit Wasser und vielleicht sogar den Grundbausteinen des Lebens zu versorgen. Diese rätselhaften Himmelskörper werfen jedoch noch viele grundlegende Fragen auf. Dank der umfassenden, am Objekt vorzunehmenden Studie des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko soll Rosetta diese Geheimnisse nun lüften.

Erstmals dauerhafte Kometen-Analyse aus der Nähe

"Bei allen bisherigen Kometenmissionen hatte es sich lediglich um Vorbeiflüge gehandelt, die eine Momentaufnahme im Leben dieser eisigen Schatzkisten darstellten", erklärte der Rosetta-Projektwissenschaftler der ESA, Matt Taylor. "Mit Rosetta können wir die Entwicklung eines Kometen täglich und über den Zeitraum von mehr als einem Jahr hin verfolgen, womit wir einzigartige Einblicke in die Vorgänge auf diesen Himmelskörpern und letztendlich auch neue Hinweise auf deren Rolle bei der Entstehung des Sonnensystems erhalten werden."

Zunächst müssen auf der Sonde allerdings wichtige Funktionsüberprüfungen vorgenommen werden. Hierfür werden die elf Instrumente des Orbiters und die zehn Instrumente des Landegeräts eingeschaltet und auf ihren wissenschaftlichen Betrieb vorbereitet.

"Uns bleiben noch wenige arbeitsintensive Monate, um die Sonde und ihre Instrumente auf ihre lange, anspruchsvolle Beobachtungstätigkeit in unmittelbarer Nähe eines Kometen vorzubereiten, über den wir bis zur tatsächlichen Begegnung mit ihm eigentlich kaum etwas wissen", so Andrea Accomazzo, ESA-Leiter für den Missionsbetrieb von Rosetta.

Rosettas erste Aufnahmen von 67P/Tschurjumow-Gerassimenko werden im Mai erwartet, zu einem Zeitpunkt, an dem die Sonde immerhin noch zwei Mio. km von ihrem Reiseziel entfernt sein wird. Ende Mai wird die Sonde dann ein größeres Manöver für die entscheidende Annäherung an den Kometen im August durchführen müssen.

Kartierung zum Aufsetzen des Landers Philae

Am Ziel angekommen, wird Rosetta in den beiden darauf folgenden Monaten erst einmal gründlich die Oberfläche ihres Studienobjekts kartografieren, wichtige Messungen von Schwerkraft, Masse und Form des Kometen vornehmen und seine Gas- und Staubatmosphäre, auch Koma genannt, analysieren. Der Orbiter wird außerdem die Plasmaumgebung und deren Interaktion mit dem äußeren Teil der Sonnenatmosphäre, dem Sonnenwind, untersuchen.

Anhand dieser Daten werden die Wissenschaftler dann einen geeigneten Landeplatz für das 100 kg schwere Landegerät Philae auswählen. Dieser bisher erste und einzige Landeversuch auf einem Kometen ist derzeit für den 11. November geplant.

Philae muss sich aufgrund der verschwindend geringen Schwerkraft des Kometen, dessen Kern einen Durchmesser von lediglich vier km hat, mit Eisschrauben und Harpunen festzurren, um nach Berührung der Oberfläche nicht wieder in den Weltraum zurückgestoßen zu werden.

Abtauen in Sonnennähe erlaubt einzigartige Einblicke

Philae wird bei seinen zahlreichen wissenschaftlichen Messungen auch eine Panorama-Aufnahme seiner Umgebung und hochauflösende Aufnahmen von der Kometenoberfläche machen. Darüber hinaus wird das Landegerät direkt vor Ort die Zusammensetzung des Eises und der organischen Stoffe untersuchen, indem es durch Bohrungen in bis zu 23 cm Tiefe Proben zur Analyse in seinem Bordlabor entnehmen wird.

Der Schwerpunkt der anschließenden Missionsphase wird auf dem gemeinsamen Flug in Richtung Sonne liegen, wobei Rosetta die infolge der steigenden Temperaturen und des verdampfenden Eises eintretenden Veränderungen auf der Kometenoberfläche im Auge behalten wird.

Am 13. August 2015 wird 67P/Tschurjumow-Gerassimenko zwischen den Umlaufbahnen von Erde und Mars in einer Entfernung von etwa 185 Mio. km seinen sonnennächsten Punkt erreichen. Rosetta wird den Kometen auch noch für den Rest des Jahres 2015 verfolgen, wenn er sich wieder von der Sonne entfernen und seine Aktivität entsprechend nachlassen wird.

"Uns stehen in diesem Jahr noch viele Herausforderungen bevor. Der Flug zu 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ist eine Reise ins Unbekannte, die sicherlich noch mit zahlreichen Überraschungen aufwarten wird. Doch heute sind wir erst einmal sehr glücklich darüber, dass wir den Funkkontakt zu unserer Sonde wieder hergestellt haben", erklärte erleichtert Matt Taylor.