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Flüge der Lufthansa Group nach Erbil gestrichen

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Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Irak haben Lufthansa und Austrian Airlines ihre Flüge von und nach Erbil bis zunächst einschließlich Montag, den 11. August, gestrichen. Erbil wird von Austrian Airlines täglich ab Wien und von Lufthansa zweimal wöchentlich ab Frankfurt angeflogen. Lufthansa und Austrian Airlines bedauerten die kurzfristigen Flugannullierungen, aber Sicherheit geht im Flugbetrieb vor.

Die Airlines der Lufthansa Group umfliegen im Transitverkehr, etwa auf Flügen nach Asien und in den Nahen Osten, weiterhin den irakischen Luftraum. Der Konzern steht in Fragen der Luftraumsicherheit weltweit und auch im Irak im engen und regelmäßigen Austausch mit den zuständigen nationalen Sicherheitsbehörden.

Raumstation ISS und ATV-5: Andockmanöver mit bloßem Auge beobachtbar

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Das letzte Automatische Transfer Vehicle, ATV-5 "Georges Lemaitre", wird am 12. August an die Raumstation ISS andocken, Fracht abliefern, die ISS anheben und als Labor dienen. Dabei hat sich ATV-5 schon in Sichtweite an die ISS angenähert. Besonders spannend für Raumfahrt-Begeisterte: Man kann zur Zeit beide Objekte, ATV-5 und die ISS, mit bloßem Auge in der frühen Nacht vom Boden aus beobachten, sie ziehen über Deutschland ihre Bahn.

Momentan führt ATV-5 nämlich noch einige Manöver rund um die Raumstation durch, um neue Navigationstechnologien zu erproben. So sind die künstlichen Erdtrabanten bei knapp acht km pro Sekunde (ca. 28.000 km/h) in kurzen Abständen voneinander auf ihren Bahnen unterwegs um den Planeten. Mit bloßem Auge sind beide dabei als helle Punkte am Himmel zu sehen, die zwar im Falle der ISS deutlich heller leuchten können als Sterne, allerdings nicht blinken, wie es Flugzeuge tun.

Konturen sind im Teleskop erkennbar – ISS braucht 90 Minuten

Die ISS hat mit den Sonnensegeln die räumlichen Ausmaße eines Fußballfeldes. Sie kann im Sonnenlicht so hell strahlen, dass sie in der Nacht selbst Schatten werfen würde. Der kleinere Frachter nähert sich der ISS kontinuierlich an. Wer ein Teleskop besitzt, kann von der ISS in über 400 km Höhe sogar Konturen erkennen. Allerdings ist es nicht leicht, die schnellen Objekte mit der Hand nachzuführen. Wer sie am Abend verpasst, hat oft nochmals eine Chance, da sie nur etwa 90 Minuten für eine Erdumrundung benötigen. Da sich die Erde aber weitergedreht hat, fliegen sie danach weiter südwestlich vorbei.

Je nach Bahn und eigener Position ziehen sie relativ schnell meist von West nach Ost, oft auch von Nordwest nach Südost. Für den Abend des 10. Augusts erscheint die ISS gegen 21:40 Uhr über dem Westen Deutschlands, zieht über Frankfurt und weiter Richtung Coburg. Am 11. August führt die Bahn von Nordrhein-Westfalen bis Sachsen. Entsprechend muss man im Süden Deutschlands nach Norden oder von Norddeutschland nach Süden schauen. Nocheinmal hat mann gegen 23:20 Uhr die Möglichkeit, bis sie hinter dem Horizont, oder aber im Erdschatten verschwinden. Wolkenfreier Himmel natürlich immer vorausgesetzt.

Überflugdaten der ISS für die nächsten Tage

Datum Beginn (MESZ) Dauer (Minuten)
10.08.2014 21:40 Uhr 06:33
23:20 Uhr 03:56

11.08.2014

22:30 Uhr 05:34
12.08.2014 00:10 Uhr 01:38
21:42 Uhr 06:32
23:20 Uhr 03:16
13.08.2014 22:30 Uhr 04:54
14.08.2014 00:06 Uhr 00:50
21:40 Uhr 06:30
23:17 Uhr 02:30

ATV: Ende einer erfolgreichen, kleinen Raumfahrt-Ära

Wenn das ATV-5 nach einigen Monaten mit Müll von der Raumstation beladen, in der Atmosphäre verglühen wird, geht damit ein sehr erfolgreiches Kapitel in der europäischen Raumfahrt vorerst zu Ende. Beim ATV-5 soll das Verglühen des Gefährts zudem von onboard-Kameras aufgezeichnet werden, wurden beim ATV-4 die immerhin die Kopplungsmanöver in 3D gefilmt. Doch die ATV-Technologie wird weiterbestehen. Das als ATV-6 geplante Modul wurde für das amerikanische MPCV (Multi-Purpose-Crew-Vehikel), die bemannte Orion-Kapsel der NASA, umgewidmet.

Airbus A350: Letzte Tests und Promo-Tour in Südafrika, Australien und Neuseeland

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Das modernste, neueste und effizienteste Flugzeug, der Airbus A350 XWB, hat nun mit der Landung auf dem Kingsford Smith International Airport erstmals Australien erreicht. Zuvor hat er Stationen in Johannesburg in Südafrika gemacht.

Das Flugzeug wird von einer Airbus-Crew gesteuert, wobei zugleich für Airlines übliche Verfahren mit dem Flugzeug eingeplant und gezeigt wurden. So wurden Durchläufe wie für Airlines mit den Airport Handling Services für das neue Flugzeug durchgeführt. Auch für besondere Gäste wurde das Flugzeug gezeigt, am Nachmittag des 05. August flog die Maschine dann mit VIP-Passagieren weiter nach Auckland in Neuseeland. Am 07. August erreichte das neue Langstreckenflugzeug Santiago de Chile, mit den Anden als Panorama-Hintergrund.

Ausstattung und Material der A350 völlig neu

Die absolvierten Tests stellen die letzten Prüfungen für die Musterzulassung der neuen A350 XWB dar. Diese soll im dritten Quartal 2014 erfolgen. Die Maschine MSN5, eine A350-900 XWB, ist eines von fünf Testflugzeugen, und eines von zweien darunter, die mit einer vollwertigen Passagierkabine mit 265 Sitzen (42 Business Class und 223 Economy) ausgestattet wurden. Dabei legt Airbus auch ein neues Kabinen-Design und Komfort für die Passagiere auf, beispielsweise mit 18 Zoll (46 cm) breiten Sitzen in der Economy-Class.

Die World-Tour der A350 begann Ende Juli und beinhaltet Testläufe auf insgesamt vier Trips. Dabei wird die Maschine noch bis 13. August 14 Flughäfen auf der ganzen Welt besuchen. Das neueste Mitglied aus der Großraumflugzeugfamilie von Airbus umfasst drei Versionen von 276 bis 369 Sitzen. Mit dem Karbonfaser-Rumpf soll es bis zu 25 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen. Bis Ende Juni konnte Airbus 742 Bestellungen von 38 Kunden verbuchen.

Bilder: © Airbus S.A.S. 2014.

Business Class-Umrüstung bei Condor abgeschlossen – Mehr Komfort

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Condor hat die Umrüstung seiner Langstreckenflotte abgeschlossen. Mit der Split Fleet, also unterschiedlichen Kabinenkonfigurationen innerhalb der Flotte, reagiert Condor auf die erhöhten Business Class-Nachfrage auf bestimmten Strecken wie auf die Seychellen, nach Mauritius oder auf die Malediven.

Von zwölf Boeing B767-300 Flugzeugen verfügen nun drei über 30 Plätze in der Business Class, die übrigen neun Flugzeuge werden wie bisher mit 18 Business Class-Sitzen fliegen.

1,8 Meter Liegefläche und Fünf-Gänge-Menü

Die vollautomatischen, bequemen Liegesitze des Sitzmodells "Majesty" mit einer Neigung von 170 Grad und einer Liegefläche von über 1,80 Meter garantieren ein entspanntes Ankommen. Das reiche Entertainment-Programm bietet eine große Auswahl an Spielfilmen, über 50 TV-Serien und viele weitere Inhalten. Der Gast kann dabei sein Wunschprogramm auf persönlichen 15,4 Zoll Monitoren verfolgen und dieses via Touch Screen oder über eine Fernbedienung steuern. Für die Nutzung eigener Geräte wurden entsprechende Strom- und USB-Anschlüsse in den Sitz integriert.

Der erstklassige Service verwöhnt Fluggäste mit einem köstlichen Fünf-Gänge-Menü, das auf Porzellangeschirr serviert wird. Als Vorspeise wird zum Beispiel eine Variation von der Wachtelbrust an Melonen-Paprika-Salat sowie marinierte Flusskrebse an süßsaurem Gurkensalat und Crème fraîche gereicht. Als Hauptgang stehen drei Varianten zur Auswahl, zum Beispiel gebratene Lachsforelle mit Kokos-Zitronengras-Sauce, Broccoli und Safrangraupen. Ein separater Dessert- und Digestif-Wagen rundet das Angebot ab. Auch die unter Kennern besonders geschätzten von den Condor Catering-Spezialisten persönlich ausgewählten Weine sowie der Champagner erfüllen höchste Ansprüche.

Ein Glas Cavas Hill zur Begrüßung

Condor hat die Umrüstung seiner Langstreckenflotte abgeschlossen. Mit der Split Fleet, also unterschiedlichen Kabinenkonfigurationen innerhalb der Flotte, reagiert Condor auf die erhöhten Business Class-Nachfrage auf bestimmten Strecken wie auf die Seychellen, nach Mauritius oder auf die Malediven. Zum Service der Business Class gehören Annehmlichkeiten wie die kostenfreie Sitzplatzreservierung, separate Check-in Schalter an den Abflughäfen und Lounge-Zugang in Frankfurt sowie an vielen Flughäfen weltweit. Nachdem die Jacken und Mäntel entgegen genommen und verstaut wurden, werden alle Gäste zudem mit einem Glas Cavas Hill begrüßt.

Business Class Reisenden steht zudem eine erhöhte Freigepäckmenge von 30 Kilogramm und zwei Handgepäckstücke bis zu einem Gesamtgewicht von 12 Kilogramm zur Verfügung. Bei USA- oder Kanada-Flügen beträgt die Freigepäckmenge zwei Mal 32 Kilogramm. Des Weiteren ist die Beförderung eines Sportgepäckstücks kostenfrei. Miles & More Mitglieder können in der Condor Business Class 2.500 Prämienmeilen pro Flugstrecke sammeln.

Kinderfest am Flughafen Stuttgart mit Flug-Verlosung und Kran-Ausblick

Zum Jubiläum sind von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr für große und kleine Kinder viele tolle Gratis-Aktionen geboten. Der Flughafen rechnet wie in den Vorjahren mit über 20.000 Besuchern, die sich auf dem Festgelände auf den Parkplätzen P3 und P5, im Terminal 1 Anhang West und auf der Besucherterrasse tummeln werden.

Mit Hilfe eines Aussichtskrans geht es angeschnallt bis zu 40 Meter freifliegend in die Höhe. Von dort hat man einen prima Überblick über das gesamte Flughafenareal. Karten werden ab 11 Uhr an der Showbühne auf dem Parkplatz P3 verlost. Auch sonst gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich zu bewegen und sich auszuprobieren. Auf zwei Hüpfburgen in Form eines Flugzeugs und einer Geburtstagstorte lässt es sich ausgiebig herumtoben.

Flug-Verlosung und Polizeihunde in Vorführung

Miniflugzeuge mit Pedalantrieb wollen akkurat über eine vorgezeichnete Landebahn gesteuert werden. Alle kleinen Flugkapitäne erhalten danach einen Pilotenschein vom Kinderluftfahrtamt. Wer lieber zur See fahren möchte, wird in einem acht mal acht Meter großen Wasserbecken fündig, in dem kleine Tretboote zum Entern bereitstehen – bei heißem Wetter eine willkommene Abkühlung.

Nicht fehlen dürfen beim Jubiläum die Klassiker unter den Publikumslieblingen: Die Hundestaffeln des Zolls, der Bundespolizei und der Malteser zeigen in mehreren Vorführungen, wie Personen aufgespürt oder versteckte Dinge erschnüffelt werden. Auf der Showbühne auf dem Parkplatz P3 direkt neben dem Terminal ist den ganzen Tag über volles Programm, dazu sind mit etwas Los-Glück schöne Sachpreise zu gewinnen, darunter ein Flug für zwei Personen nach Abu Dhabi von Air Berlin, Gutscheine für das Frühstückbuffet im Mövenpick Hotel Stuttgart Airport & Messe oder Eintrittskarten für die Wilhelma und das Fildorado.

Nicht nur die Flughafenfeuerwehr, auch die Landespolizei und die Bundespolizei sind mit ihren Fahrzeugen da. Für Kinder, die einmal in einem echten Streifenwagen oder auf dem großen Polizeimotorrad sitzen wollen, gibt es einen Schnappschuss gleich zum Mitnehmen.

Besucherterasse ohne Eintritt – Sonerpreis beim Parken

Der Eintritt auf die Besucherterrasse ist während des Festes frei; von dort lässt sich das Geschehen auf dem Vorfeld und das Kommen und Gehen der Flugzeuge bestens beobachten. Für eine Verschnaufpause empfiehlt sich ein Besuch im Terminal 3, Ebene 5. Zu den Klängen eines Entspannungspianisten lässt es sich auf bereitliegenden Kissen und Decken ein wenig abhängen, um neue Kräfte für die Fortsetzung des Rundgangs zu sammeln.

Für die Anfahrt zum Flughafen empfehlen sich die öffentlichen Verkehrsmittel: Die S-Bahnlinien S2 und S3 halten direkt am Airport, für das Kinderfest werden Langzüge eingesetzt. Die Buslinien aus Esslingen, Reutlingen oder Tübingen fahren bis vor Terminal 1. Besucher des Kinderfests, die mit dem Auto kommen, können auf den Parkplätzen P25 und P26 für eine Sonderpauschale von 2,50 Euro parken, von dort gibt es einen gratis Shuttle zum Kinderfest. Dort muss dann das Parkticket in der APCOA-Leitzentrale auf der unteren Ebene bei P4 umgetauscht werden.

AeroGround und Adria Airways leisten Full-Handling für Adria Airways

AeroGround Flughafen München GmbH, die Abfertigungstochter der Flughafen München GmbH (FMG), konnte sich mit der slowenischen Fluggesellschaft Adria Airways auf einen langfristigen Full-Handling-Vertrag am Standort München einigen. In Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften aerogate und Cargogate ist die AeroGround einziger Anbieter am Standort München, der alle land- und luftseitigen Leistungen rund um die Flugzeug-, Passagier- und Frachtabfertigung übergreifend aus einer Hand anbietet.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzeptes ist der Zentralvertrieb der AeroGround, der seit 2013 alle Vertriebs- und Vermarktungsaktivitäten für die drei BVD-Gesellschaften AeroGround, aerogate und Cargogate übernimmt.

Der Zentralvertrieb verständigte sich mit der slowenischen Fluggesellschaft Adria Airways auf einen langfristigen Full-Handling-Vertrag am Flughafen München. Der Full-Handling-Vertrag umfasst sowohl die Flugzeug- und Gepäckabfertigung durch die AeroGround als auch die Frachtabfertigung durch Cargogate. Der Star Alliance-Carrier Adria Airways fliegt mehrmals pro Woche von München nach Ljubljana, Priština sowie seit Jahresbeginn nach Lodz. Für den flughafeneigenen Bodenabfertiger bedeutet dies ein zusätzliches Auftragsvolumen von bis zu 1.200 Abfertigungen pro Jahr beziehungsweise 2.400 Flugbewegungen.

Bereits im April dieses Jahres konnte die Fluggesellschaft Aegean Airlines als Full Handling-Kunde unter Vertrag genommen werden. Weitere Vertragsabschlüsse mit namhaften Carriern stehen unmittelbar bevor. "Das umfassende Vertrauen der Airlines in unsere Leistungen erfüllt uns mit Stolz. Für uns ist ein solcher Akquiseerfolg zugleich Ansporn, die Qualität und Effizienz kontinuierlich weiter zu entwickeln und zu verbessern", kommentiert Siegfried Pasler, Geschäftsführer der AeroGround und Cargogate, den Kundengewinn.

Interview zum letzten ATV für die ISS mit Programm-Manager Volker Schmid

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Nach dem Bilderbuchstart am 30. Juli 2014 ist das fünfte und letzte Versorgungsraumschiff der europäischen ATV-Reihe auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Die Rolle und Bedeutung dieses komplexesten jemals in Europa gebauten Raumtransporters erläutert Volker Schmid, ATV-Programm-Manager beim Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

ATV-5 ist ungefähr so groß ist wie ein Londoner Doppeldeckerbus und wiegt inklusive Gepäck mehr als 20 Tonnen, es soll für mindestens fünf Monate die ISS mit Treibstoff, Nahrung und neuen Experimenten versorgen. Der nach dem belgischen Begründer der Urknall-Theorie "Georges Lemaitre" benannte Frachter, soll am 12. August um 15:34 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit an der Raumstation andocken.

Deutschland war federführend am ATV-Programm der Europäischen Weltraumagentur ESA beteiligt und hat rund 48 Prozent der Beiträge des rund drei Milliarden schweren Programms finanziert.

Wo befindet sich das ATV momentan und was ist seit seinem Start am 30. Juli vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou passiert?

Alles läuft nominell. Nach seinem Start an Bord einer Ariane-5-Trägerrakete ist "Georges Lemaitre" auf etwa 260 Kilometern Höhe im Orbit ausgesetzt worden. Bis zum geplanten Docking am 12. August fliegt ATV-5 vollautomatisch verschiedene Manöver, um sich der Raumstation nach und nach anzunähern. Für den heutigen Freitag ist zudem die LIRIS-Kampagne vorgesehen. Das heißt, der Raumtransporter fliegt unter der ISS durch, steigt dann in die Höhe und lässt die Raumstation unter sich vorbeifliegen.

Im Gegensatz zu den bisherigen ATVs trägt ATV 5 "Georges Lemaitre" zusätzlich noch ein neues Sensorenpaket als Experiment an seiner Frontseite, das die ISS in besserer Qualität als bisher abbilden kann. Das ATV berechnet seine relative Lage und Orientierung aus einer optischen Information, die durch die Reflexion seiner Laser an der Außenseite des russischen Zvesda-Moduls entsteht. Wir erhoffen uns von LIRIS bessere Sensordaten. Diese sind Voraussetzung für die Bildauswertung, damit künftige Systeme "intelligenter" werden und ohne Reflektoren auskommen können. Solche neuen Systeme könnten auch bei verlorengegangenen Satelliten und deren Deorbiting-Verfahren eine Rolle spielen.

Das erste ATV brauchte drei Wochen bis zum Andocken an die ISS, das Sojus Raumschiff mit Alexander Gerst gerade mal sechs Stunden. Warum dauert das so unterschiedlich lange?

Theoretisch wäre ein Anflug mit Andocken innerhalb von drei bis vier Tagen möglich. Das hängt aber mit dem Zeitfenster zusammen, in dem optimale Bedingungen für das hochkomplexe Manöver herrschen. So bestimmt beispielsweise der Winkel der Sonneneinstrahlung zur Bahnebene der Raumstation die relative Orientierung der ISS bei ihrer Bahn um die Erde – das ist wichtig für die konstante Energieversorgung über die Solargeneratoren und auch die Temperaturkontrolle von ISS und somit auch von ATV.

Die Kamera, die das Andockmanöver dokumentiert, darf ebenfalls nicht geblendet werden. Vor jedem Besuch eines Transporters gibt es natürlich auch eine Menge an Vorbereitungen durch die Astronauten zu treffen, was eine gewisse Zeit braucht. Zudem kommt es darauf an, wie stark frequentiert der Andock-Knoten ist. Am russischen Zvesda-Modul am "Heck" der ISS legen auch die russischen Raumfrachter Progress und Sojus an, die jedoch beide kleiner sind als das ATV. Bei Jules Verne, dem erste ATV, das 2008 gestartet ist, wurden zum Beispiel während des Anflugs sämtliche Tests und Notfallprozeduren durchgespielt, deshalb hat es verhältnismäßig lange gedauert. Minimum sind meiner Ansicht nach drei Flugtage. Für das letzte ATV ist der 12. August als ideales Docking-Fenster festgelegt worden.

Wie verläuft das Docking von ATV-5 und welche Aufgabe hat der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst, der gerade auf der ISS ist?

Der erste imaginäre Haltepunkt für die finale Anflugphase beginnt etwa 40 Kilometer hinter und fünf Kilometer unterhalb der ISS, das ist zwischen drei und dreieinhalb Stunden vor Ankunft an der Raumstation. Das ist auch einer der kritischen Zeitpunkte, denn da wird die "Kommunikation" zwischen ATV und der ISS aufgenommen. An Bord der ISS werden dann entsprechend den Prozeduren etwa das KURS-Radar geschaltet und die Achse der großen Solargeneratoren wird arretiert.

Wenn das ATV ankommt, sollte der Stoß nicht zu hart sein, immerhin docken 20 Tonnen an. Das ist dann doch anders als zum Beispiel bei der Progress mit sieben Tonnen. Alexander Gerst wird das Manöver vom Kontrollpunkt im Zvesda-Modul überwachen. ATV muss innerhalb eines kegelförmigen Anflugkorridors von vier Grad auf die ISS zusteuern. Das kann Gerst auf dem Bildschirm anhand einer Schablone überprüfen. Mit dem Schaltpult kann er ATV stoppen, es auf den letzten Haltepunkt zurücksetzen, den Anflug wieder aufnehmen oder auch eine Not-Aus-Funktion auslösen. Bisher gab es beim Docking aber nie Probleme.

Was sind die wesentlichen Unterschiede der ATV zu den anderen ISS-Raumtransportern?

ATV ist das schwerste, größte, komplexeste und vielseitigste Raumfahrtzeug. Das heißt jetzt nicht, dass die anderen nicht vielseitig sind, alle Transporter sind sehr gut aufeinander abgestimmt, die Entwicklungen von ATV und HTV haben vor rund 20 Jahren begonnen. Das ATV ist zudem das einzige Vehikel, welches mit der Größe und Masse vollautomatisch an die ISS andocken kann. Das russische Progress kann zwar auch automatisch andocken, ist aber deutlich kleiner und hat somit weniger Nutzlast.

Das ATV hat aber beispielsweise das Radar und den Kopplungsadapter der Progress und Sojus, weil sich diese bewährt haben. Das ATV kann – wie Progress – die ISS auf ihrer Umlaufbahn anheben, und rund 860 Kilo Treibstoff per Knopfdruck in das russische Servicemodul Zvesda umpumpen. Der japanische Frachter HTV befördert maximal 16 Tonnen Fracht und fliegt den amerikanischen Teil am "Bug" der Raumstation an. Das HTV dockt nicht automatisch an, sondern "parkt" in rund zehn bis 15 Metern Entfernung vor der ISS und wird dann mit dem Manipulator-Arm von den Astronauten manuell an die Station herangeführt. Das HTV macht zudem keine Bahnanhebungen und keinen Treibstofftransfer.

Dafür hat sein Docking-Adapter eine lichte Weite von 1,20 Meter – das heißt, hier können Experiment-Vorrichtungen und Racks in einem Stück in die ISS transportiert werden. Die Öffnung am Zvesda-Modul ist kleiner, deshalb müssen die Racks in ihre einzelnen Einschübe zerlegt werden. Bei ATV-5 muss Alexander Gerst zum Beispiel das deutsche EML-Experiment an Bord der ISS wieder zusammenbauen. Auch die beiden kommerziellen amerikanischen Raumfrachter Cygnus und Dragon von SpaceX, die seit 2012 das Space Shuttle ersetzen, können nicht automatisch andocken.

Tests in Bremen, Betreuung vom DLR: Wie "deutsch" ist ATV5?

Zwischen 45 und 48 Prozent der ATV-Beiträge stammen aus Deutschland. Alle ATV sind bei Airbus Defense & Space (ADS) in Bremen zusammengebaut und getestet worden. Insgesamt sind mehr als 30 Firmen aus zehn europäischen Ländern im Boot, ADS als Hauptauftragnehmer im ESA-Auftrag, MT Aerospace und die OHB System AG für die Tanks und die Verkabelung der Antriebssektion. ADS integriert das Antriebssegment, baut ATV zusammen und testet es. Jena Optronik ist mit Sensoren beteiligt, Azur Space Solar Power mit den Solarzellen, um nur einen Einblick zu geben.

Das DLR Raumfahrtmanagement betreut das Projekt und nimmt die Delegiertenfunktion bei der ESA war, um die Programmatik zu steuern. Beim deutschen Raumfahrtkontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen wird die Kommunikation zwischen dem ISS- Kontrollzentrum in Moskau und dem ATV-Kontrollzentrum in Toulouse koordiniert. Das DLR in Göttingen war an der Entwicklung der Steuerdüsen beteiligt. Auch die die aktuelle Nutzlast hat ja einen sehr signifikanten deutschen beziehungsweise DLR-Anteil.

Speerspitzentechnologie ATV: Wie geht es nach der Mission von "Georges Lemaitre" im Raumtransport weiter?

Das Europäische Service Modul (ESM) für die neue amerikanische Orion-Kapsel (Multi-Purpose-Crew-Vehikel, MPCV) basiert wesentlich auf der europäischen ATV-Technologie. Erstmals begeben sich unsere amerikanischen Partner damit in eine gewisse Abhängigkeit und nehmen uns mit auf einen kritischen Pfad. Alle ATV-Missionen waren bislang erfolgreich, das hatte uns Europäern wohl kaum einer wirklich zugetraut. Bei 28.000 Stundenkilometern millimetergenau und "weich" anzudocken, das ist schon etwas Einzigartiges. Die ATVs stehen für Speerspitzentechnologie.

So wie die D1- und D2-Mission die Eintrittskarte waren für das Columbus-Labor und die bemannte Raumfahrt der Europäer auf Augenhöhe mit den Russen und den Amerikanern, so ist ATV jetzt auch ein Garant dafür, dass wir überhaupt bei dem amerikanischen MPCV mitmachen. Ohne ATV wären wir überhaupt nicht in der Lage, ein Orion-Service-Modul zu bestücken und zu bauen. Im März 2011 hat die ESA beschlossen, die ATVs einzustellen und ATV-6 umzuwidmen in eine Entwicklungsaktivität, nämlich das MPCV-Servicemodul.

Der Finanzwert von 452,3 Millionen Euro für das MPCV-ESM ist der Wert von ATV 6, den haben wir jetzt konvertiert. Dabei wandert die Technologie nicht ab in die USA. Es ist ein Tauschhandel: Wir bauen hier was auf – ATV – und bekommen dafür Nutzungszeit auf der ISS. Das MPCV wird – wie das ATV – federführend in Bremen entwickelt und gebaut.

Das Interview führte Elisabeth Mittelbach.

Auspowern und Spielen, bis der Flieger startet am Flughafen Stuttgart

Für Familien, die mit kleinen Kindern in den Urlaub fliegen, gibt es am Flughafen Stuttgart jetzt wieder eine Spielwiese für die Kleinen. Direkt hinter den Sicherheitskontrollen im Terminal 3 befindet sich der große Kinderland-Raum, der nun frisch renoviert seine Pforten wieder öffnete.

Hier können Kids vor dem Abflug ausgiebig herumtollen, bevor es später im Flugzeug dann Stillsitzen heißt. Mittendrin im Raum steht ein Flugzeugmodell, auf dem gekraxelt werden darf und in dessen Cockpit viele Instrumente aufgemalt sind, die der Pilot im echten Flugzeug auch hat. Ins Cockpit eingelassen ist ein Kinder-PC mit verschiedenen Spielemöglichkeiten.

Eine Memory-Wand mit Klapptäfelchen fordert das Gedächtnis von kleinen und großen Besuchern heraus, dazu gibt es viele verschiedene Spiele von Ravensburger zum Zeitvertreib. Heiß begehrt war gleich nach der Eröffnung das Bällebad, in dem sich die Kleinen so richtig auspowern dürfen, bevor ihr Flug zum Boarding aufgerufen wird.

Fraport mit mehr Passagieren trotz der Streiks – Ergebnis gesteigert

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Im zweiten Quartal 2014 steigerte die Fraport AG ihre Umsatzerlöse im Vergleich zum bereinigten zweiten Quartal des Vorjahres um ein Prozent auf 600,1 Millionen Euro. Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete die Flughafenbetreiber-Gesellschaft beim operativen Konzern-Ergebnis EBITDA (219,7 Millionen Euro, plus 9,6 Prozent) sowie beim Konzern-Ergebnis (85,7 Millionen Euro, plus 10,4 Prozent). Nach sechs Monaten bilanziert Fraport einen Anstieg des bereinigten Umsatzerlöses um 1 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich wurden beim EBITDA (354,2 Millionen Euro, plus 10 Prozent) sowie beim Konzern-Ergebnis (91,7 Millionen Euro, plus 11,7 Prozent) erzielt.

Der Free Cash Flow lag zur Jahreshälfte mit 82,4 Millionen Euro deutlich im positiven Bereich, wohingegen er zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr aufgrund des damals höheren Investitionsvolumens noch bei minus 25,2 Millionen Euro lag.

Verkehrswachstum trozt Streik – Weltweit noch Potential

Die gute finanzielle Entwicklung geht mit einem wachsenden Verkehrsaufkommen einher: Trotz mehrerer Streiktage in den Monaten Februar bis April erreichte der Flughafen Frankfurt mit 27,8 Millionen Fluggästen einen neuen Halbjahres-Höchstwert (plus 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Das Cargo-Aufkommen lag bei 1,1 Millionen Tonnen und damit 2,2 Prozent im Plus. Bei einer stabilen Anzahl an Flugbewegungen (229.039 Starts und Landungen, minus 0,1 Prozent) stieg die Summe der Höchststartgewichte durch den Einsatz größerer Flugzeugtypen um 1,9 Prozent auf 14 Millionen Tonnen. Konzernweit entwickelten sich auch die Passagierzahlen an den internationalen Beteiligungsflughäfen weiterhin positiv.

Die gute finanzielle Performance im ersten Halbjahr resultiert zum einen aus dem weiteren Passagierwachstum in Frankfurt wie auch bei internationalen Beteiligungsflughäfen, zum anderen aus einer guten Entwicklung der Aufwandspositionen, kommentiert Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte. "Die weltweit weiterhin wachsende Nachfrage im Luftverkehr eröffnet Fraport im In- und Ausland Entwicklungspotenzial, erfordert aber auch die rechtzeitige Schaffung der notwendigen Kapazitäten an den jeweiligen Flughäfen."

Die einzelnen Segmente im Überblick – Aviation

Der Umsatz im Segment Aviation stieg vor allem wegen des Passagierwachstums am Standort Frankfurt sowie der Anhebung der Flughafenentgelte in den ersten sechs Monaten um 3,9 Prozent auf 418,4 Millionen Euro. Infolge des milden Winters führten geringere Aufwendungen für Winterdienstleistungen zu rückläufigen Belastungen. Folglich wurde das EBITDA deutlich um 20,4 Prozent auf 104,4 Millionen Euro gesteigert. Leicht höhere Abschreibungen führten zu einem Segment-EBIT von 46,1 Millionen Euro. Verglichen mit dem Vorjahreswert entsprach dies einem spürbaren Anstieg um 16,1 Millionen Euro.

Retail and Real Estate

Der Umsatz in Höhe von 218,7 Millionen Euro lag 4,4 Prozent unter dem Sechs-Monats-Wert des Vorjahres. Ursächlich hierfür waren niedrigere Retail-Erlöse, geringere Erlöse aus Grundstücksverkäufen und geringere Energie- und Versorgungsleistungen aufgrund des milden Winters. Die Kennzahl "Netto-Retail-Erlös pro Passagier" sank von 3,56 Euro auf 3,42 Euro. Begründet liegt dies insbesondere in Passagier- und Fremdwährungsveränderungen in besonders retailwertigen Auslandsdestinationen.

Dennoch konnte das Segment-EBITDA im Berichtszeitraum wegen rückläufiger Aufwendungen für Energie- und Versorgungsleistungen sowie für Grundstücksverkäufe bei 172,3 Millionen Euro stabil gehalten werden (+0,1 Prozent). Geringfügig höhere Abschreibungen führten zu einem Rückgang des Segment-EBITs um 1,3 Millionen Euro auf 131,1 Millionen Euro.

Ground Handling

Das Segment verzeichnete durch die gestiegene Passagierzahl, die größeren Flugzeugtypen und die Anhebung der Infrastruktur-Entgelte im ersten Halbjahr einen leichten Umsatzanstieg um 1,1 Prozent auf 317,5 Millionen Euro. Während der Personalaufwand aufgrund von Tariferhöhungen leicht anstieg, sanken der Material- und sonstige betriebliche Aufwand aufgrund von Einmaleffekten im Vorjahr und des erfolgreichen Kostenmanagements.

Insgesamt verbesserte sich das Segment-EBITDA deutlich um 9,2 Millionen Euro auf 11,2 Millionen Euro. Bei konstanten Abschreibungen wurde das Segment-EBIT um 9,8 Millionen Euro verbessert, es liegt mit minus 7,3 Millionen Euro allerdings noch im negativen Bereich.

External Activities & Services

Das Segment wies im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang um 14,1 Prozent auf 167,8 Millionen Euro auf. Bereinigt um die Erfassung ergebnisneutraler kapazitativer Investitionen in den Konzern- Gesellschaften Twin Star und Lima (IFRIC 12), erhöhte sich der Segment-Umsatz von 160,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 162,8 Millionen Euro im Berichtszeitraum (plus 1,2 Prozent). Grund für die positive Umsatzentwicklung war im Wesentlichen das Passagierwachstum an den Fraport-Beteiligungsflughäfen.

Das Segment-EBITDA nahm aufgrund der positiven organischen Umsatzentwicklung und rückläufiger Aufwendungen um 8,3 Prozent auf 66,3 Millionen Euro zu. Gestiegene Abschreibungen, die sich unter anderem aus den Terminal-Inbetriebnahmen in Varna und Burgas im vergangenen Geschäftsjahr ergaben, führten zu einem Segment-EBIT von 35,8 Millionen Euro, ein Anstieg um 1,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

MTU: Neues Triebwerk als Klima-Strategie und Code of Conduct

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Die MTU Aero Engines, Deutschlands führender Triebwerkshersteller, hat ihren dritten Fortschrittsbericht nach UN Global Compact-Prinzipien zum Thema Nachhaltigkeit vorgelegt. Darin publiziert das Unternehmen nicht nur eine neue Klimastrategie, nach der eine Reduzierung bei Kohlenstoffdioxid-Emissionen um 40 Prozent erreicht werden soll. Seit diesem Jahr stellt die MTU zudem verbindliche Vorgaben an alle weltweiten Lieferanten: ein Verhaltenskodex wurde eingeführt.

"Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen, denen sich Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gegenüber sehen", sagt MTU-Vorstandsvorsitzender Reiner Winkler. "Die MTU hat sich dieser Herausforderung bereits in den vergangenen Jahren gestellt und fasst nun ihre Beiträge für einen ökoeffizienten Luftverkehr in einer neuen Klimastrategie zusammen."

Neues Pratt & Whitney-Triebwerk kommt 2015

Dieser Klimastrategie folgend wird die MTU in Zukunft Triebwerksteile entwickeln, die es der Luftfahrtindustrie ermöglichen, die CO2-Emissionen mittelfristig zu stabilisieren und langfristig zu senken. So will die MTU den Kohlendioxid-Ausstoß von Triebwerken dank moderner Technologien bis ins Jahr 2050 um 40 Prozent verringern (im Vergleich zum Jahr 2000). Der erste entscheidende Schritt hierzu ist ein neues Getriebefan-Triebwerk, entwickelt in Zusammenarbeit mit Pratt & Whitney, das 2015 in Serienproduktion gehen wird. Es verringert den Kraftstoffverbrauch von Flugzeugen – und damit die CO2-Emissionen – bereits um 15 Prozent.

Die MTU-Klimastrategie enthält zudem das Ziel, in Zukunft auch aus nachhaltigen Rohstoffen gewonnene Kraftstoffe in der Luftfahrt einzusetzen, wobei die Verfügbarkeit dieser Biokraftstoffe die größte Herausforderung darstellt. Auch umweltverträgliche Produktionsbedingungen spielen eine Rolle: Obwohl das Produktionsvolumen der MTU stetig zunimmt, steigt der Energieverbrauch bei Herstellung und Instandhaltung nicht oder nur in einem sehr geringen Maße – energiesparende Produktionsbedingungen haben bei der MTU hohe Priorität.

Code of Conduct für alle MTU-Lieferanten

Corporate Responsibility beschränkt sich allerdings nicht nur auf das Unternehmen selbst. Seit Anfang des Jahres hat die MTU einen Code of Conduct für alle 4.500 Lieferanten weltweit. Die Richtlinien sind nun Bestandteil eines jeden Vertrages mit den Zulieferern und beinhalten die Verpflichtungen, die Menschenrechte zu respektieren, ohne Kinder- und Zwangsarbeit zu produzieren, Korruption zu bekämpfen und die Umwelt zu schützen.

Die MTU veröffentlicht jährlich einen Fortschrittsbericht ihrer Corporate Responsibility-Aktivitäten. Dazu haben sich die Mitglieder der Nachhaltigkeitsinitiative UN Global Compact verpflichtet, die die Vereinten Nationen initiiert hat. Die MTU ist dem UN Global Compact 2011 beigetreten. Die inzwischen mehr als 12.000 Mitgliedsunternehmen bekennen sich dazu, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an universellen Prinzipien auszurichten.

Flughäfen Leipzig/Halle und New Kansai International bauen Kooperation aus

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Die strategische Partnerschaft zwischen der Mitteldeutschen Flughafen AG und der New Kansai International Airport Company Ltd. (Japan) nimmt konkrete Formen an: In einem mehrtägigen Workshop haben Vertreter beider Airports die Sicherheitsprozesse des Flughafens Leipzig/Halle begutachtet und intensive Gespräche über Sicherheitsanforderungen an beiden Standorten geführt. Ziel der Partnerschaft ist eine weitere Stärkung der Position beider Flughäfen im globalen Luftfrachtmarkt durch gemeinsame Marketing- und Verkaufsaktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Transportkette.

Im Vordergrund stehen dabei neben einem vertieften Informationsaustausch und gegenseitigen Arbeitsbesuchen die Kooperationen in der Kundenakquise und im Umweltmanagement. "Seit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung im Beisein von Ministerpräsident Stanislaw Tillich am 24. März 2014 in Osaka leben wir eine intensive Zusammenarbeit. Denn Japan ist ein strategischer Partner für die sächsische und deutsche Wirtschaft. Und Leipzig/Halle bietet sich als ideales Verteilzentrum für japanische Güter in Europa an", sagte Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG.

"Die Umsetzung der nationalen und internationalen Sicherheitsvorgaben spielt im globalen Warentransport eine große Rolle. Nur bei Einhaltung aller Standards können schnelle und reibungslose Transporte von Luftfrachtgütern gewährleistet werden", betonte Christoph Schilling, Senior Vice President Marketing & Sales der Mitteldeutschen Flughafen AG.

Kansai International Airport mit 24/7

Der japanische Kansai International Airport befindet sich auf einer künstlich erbauten Insel rund fünf Kilometer vor der Küste in der Bucht von Osaka. Der Flughafen verfügt über zwei Start- und Landebahnen mit einer Länge von jeweils 4.000 Metern und ist der erste Flughafen Japans mit einer 24-Stunden-Betriebserlaubnis. Das Drehkreuz Kansai hat sich damit als wichtiger Frachtflughafen im asiatisch-pazifischen Raum etabliert. 2013 wurden am Kansai International Airport knapp 700.000 Tonnen Fracht umgeschlagen.

Kooperationen mit Airports weltweit

Seit 2012 besteht bereits eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Mitteldeutschen Airport Holding – für den Leipzig/Halle Airport und der Shanghai Airport Authority – für den Shanghai Pudong International Airport. 2013 schloss der Leipzig/Halle Airport mit dem Memphis International Airport sowie dem Cincinnati/Northern Kentucky International Airport Kooperationsvereinbarungen zur engeren Zusammenarbeit im internationalen Luftfrachtmarkt ab. Seit März 2014 arbeitet der Leipzig/Halle Airport mit dem japanischen Kansai International Airport zusammen.

Auch die chinesische Henan Province Airport Group und die Mitteldeutsche Airport Holding verbindet seit 2014 eine strategische Flughafenkooperation. Sie hat das Ziel, gemeinsam Luftfrachtverkehrsverbindungen zwischen den Standorten Zhengzhou und Leipzig/Halle zu entwickeln und die Standorte als zentrale Drehscheiben für die Verteilung von Warenströmen in China und Europa zu stärken.

Rosetta und weitere Planetenmissionen von ESA und Airbus

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Der von Airbus Defence and Space für die europäische Weltraumorganisation ESA entwickelte und gebaute Kometenjäger Rosetta hat sein Ziel nach mehr als zehnjähriger Flugzeit und mehr als sechs Milliarden Reise-Kilometern erreicht. Sie schwenkt nunmehr in eine Bahn um den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ein. Die Sonde Rosetta und der "huckepack" mitgeführte Lander Philae sollen in den nächsten eineinhalb Jahren die etwa 4,6 Milliarden Jahre alte Urmaterie "aus der Kinderstube" des Sonnensystems untersuchen.

Um 11:30 Uhr (MESZ) erhielt das Satellitenkontrollzentrum der ESA in Darmstadt per Funksignal gestern die Meldung, dass die Raumsonde die Annäherung begonnen hat. Rosettas Rendezvous mit 67P fand in etwa 400 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde statt. Nach Erreichen des Kometen wird Rosetta ihn auf seinem Weg um die Sonne herum und auf seinem Weg zurück in die Tiefe unseres Sonnensystems begleiten. Der Lander Philae soll im November auf seiner Oberfläche aufsetzen und auf der Oberfläche Messungen des Kometen vornehmen.

Körper ohne Tektonik und Erosion

Seit ihrem Start vom Raumflughafen in Kourou in Französisch-Guayana am 02. März 2004 ist die Sonde Rosetta dabei dreimal an der Erde und einmal am Mars zum Schwung holen sowie an zwei Asteroiden (Steins 2008 und Lutetia 2010) vorbeigeflogen. Für den entferntesten Teil der Reise außerhalb der Umlaufbahn des Jupiter wurde Rosetta für 31 Monate in einen "Winterschlaf" versetzt, aus dem sie am 20. Januar dieses Jahres mehrere innere Wecker weckten, um den letzten Teil ihres außergewöhnlichen Flugs zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko zu absolvieren.

Für die Planetenforscher ist die Rosetta-Mission so etwas wie eine Reise in die Urzeit des Sonnensystems. Anders als bei Planeten, wo Tektonik und Erosion das Gestein ständig verändert haben, ist das Material im Innern der Kometen seit ihrer Entstehung vor etwa 4,6 Milliarden Jahren unverändert geblieben. Die Schweifsterne sind gewissermaßen tiefgefrorene Archive, welche die Wissenschaftler nun zu entschlüsseln suchen.

Extreme Bedingungen bei Planetenforschung

Im Bereich der Planetenforschung ist für die Weltraumorganisation ESA Airbus Defence and Space der Schlüsselpartner. So hatte das Unternehmen beispielweise nicht nur die industrielle Führung bei der Kometenmission Giotto, die 1986 einen Vorbeiflug am Halleyschen Kometen und 1992 mit Grigg-Skjellerup einen weiteren Kometen passierte, sondern Airbus DS war ebenfalls verantwortlich für die aktiven Sonden MarsExpress (seit 2003) und VenusExpress (seit 2005). Im Jahr 2004 segelte die Sonde Huygens durch die Atmosphäre des Saturnmondes Titan.

Während bei Rosetta die Hardware Kälte (-270 Grad Celsius) und "Dunkelheit" (im Verlgeich zur Erde nur vier Prozent Sonnenlicht in 800 Mio. km Entfernung von der Sonne, der größten Missionsentfernung) trotzen muss, bereiten die Ingenieure derzeit mit BepiColombo eine Mission mit umgekehrten Vorzeichen vor.

Die Mission führt ab 2016 zum innersten Planten unseres Sonnensystems, Merkur. Dort erwartet das Raumfahrzeug Temperaturen von +350 Grad Celsius und eine zehnfach intensivere Sonnenstrahlung als auf der Erde – neue Herausforderungen für Techniker und Wissenschaftler. Airbus DS wir auch eine zentrale Rolle bei den kommenden Missionen Exomars (2016 und 2018) einnehmen, so beispielsweise für den ESA-Rover der Mission 2018.

Iberia fliegt ab Herbst Hannover – Madrid

Die Iberia-Gruppe nimmt zum Winterflugplan eine neue Destination aus Deutschland in Spanien auf: Die Direktverbindung Madrid – Hannover kommt ins Streckennetz. Ab dem 25. Oktober 2014 verbindet ein Airbus A320 dreimal wöchentlich (Dienstag, Donnerstag und Samstag) die Landeshauptstadt Niedersachsens mit der spanischen Metropole. Durch den Anschluss an das Netzwerk der Iberia-Gruppe mit zahlreichen Zielen in Spanien und Lateinamerika ist die neue Verbindung sowohl für Business als auch für Städtetouristen und Strandurlauber interessant.

Die Flugdaten nach Wochentagen Hannover – Madrid

Madrid – Hannover Dienstag/Donnerstag 11:25 – 14:05 Uhr Samstag 15:50 – 18:30 Uhr  
Hannover – Madrid Dienstag/Donnerstag 14:45 – 17:30 Uhr Samstag 19:10 – 21:55 Uhr

Iberia ist die führende Fluggesellschaft auf den Strecken zwischen Europa und Lateinamerika. Gemeinsam mit ihrem Tochterunternehmen Iberia Express und dem Franchise-Unternehmen Iberia Regional/Air Nostrum bietet sie durchschnittlich 600 Flüge täglich zu 100 Zielen in 38 Ländern mit einer Flotte von 130 Flugzeugen an. Iberia ist laut Flightstats die viertpünktlichste Fluggesellschaft der Welt und Mitglied der oneworld Allianz. Die neuen Verbindungen sind ab sofort buchbar.

Lübeck Aiport bekommt neue Linienverbindung nach Riga

Wizz Air nimmt nächsten Sommer eine neue Strecke vom Lübecker Flughafen auf – nach Riga. Die Hauptstadt Lettlands ist nicht nur berühmt für ihre Jugendstilbauten, sondern hat als alte Hansestadt auch eine jahrhundertelange Beziehung zu Lübeck. "Diese Nachricht ist ein tolles Signal für den Lübeck Airport und wir freuen uns sehr über das uns von Wizz Air entgegengebrachte Vertrauen" sagt Markus Matthießen, Geschäftsführer der PuRen Germany GmbH.

Das ist eine gute Nachricht für den von Insolvenz und Rückzug der Ryanair bedrohten Flughafen. Die neuen Flüge sind ab sofort buchbar und werden zwei Mal die Woche stattfinden, jeweils mittwochs und sonntags. Die ungarische Airline Wizz Air bedient ab Lübeck bereits die Strecken nach Danzig und Kiew.

Foto-Ausstellung der Lufthansa 1955 und heute am Flughafen München

"Service ist unsere Tradition" heißt eine Ausstellung, die noch bis Ende August im Terminal 2 des Münchner Flughafens zu sehen ist. Auf sechs Ausstellungswänden zeigen bis zu 60 Fotomotive die Entwicklung der Lufthansa seit 1955 und heute.

Zu sehen sind historische Motive aus der Kabine, dem Cockpit, der Station und der Flugzeugabfertigung. Diesen wurden aktuelle Fotoaufnahmen von heute in der gleichen Situation und demselben Format gegenüber gestellt. Die Ausstellung gibt außerdem Informationen zur Flotten- und Passagierentwicklung sowie den Mitarbeiterzahlen der Lufthansa.

Mode und Maschinen der Lufthansa damals und heute

Die Ausstellung soll auf eine sehr persönliche Weise die Entwicklung der Lufthansa über die Jahrzehnte hinweg verdeutlichen. Die in gleicher Pose aufgenommen Motive von damals und heute verdeutlichen Werte wie Herzlichkeit, Kompetenz und Professionalität, aber auch Mode und Maschinen. Zu sehen sind seltene Motive der vergangenen 60 Jahre, beispielsweise die Betreuung von Babys und Kleinkindern an Bord 1958 im Vergleich zu heute sowie die Vorbereitung im Cockpit in den 60er und 80er Jahren. Außerdem die Beladung einer Boeing 707 im Jahr 1962, Check in Szenen aus drei Jahrzenten sowie die Loungeausstattung in den 70er Jahren. Sehenswert sind vor allem Stil und Schnitte der Lufthansa Uniformen der verschiedenen Jahrzehnte.

Spatenstich für neue Luftrettungsstation am Flugplatz Dinkelsbühl-Sinbronn

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Innenminister Joachim Herrmann hat am Spatenstich für die neue Luftrettungsstation am Flugplatz Dinkelsbühl-Sinbronn teilgenommen.

Der Faktor Zeit spielt eine entscheidende Rolle für das Überleben und die Genesung schwerkranker und schwerverletzter Patienten. Notfallmedizinische Erkenntnisse haben gezeigt, dass bei bestimmten Verletzungen und Erkrankungen spätestens 90 Minuten nach dem Notfallereignis mit der Behandlung im Krankenhaus begonnen werden muss.

Innenminister Joachim Herrmann hat am Spatenstich für die neue Luftrettungsstation am Flugplatz Dinkelsbühl-Sinbronn teilgenommen.

Der Faktor Zeit spielt eine entscheidende Rolle für das Überleben und die Genesung schwerkranker und schwerverletzter Patienten. Notfallmedizinische Erkenntnisse haben gezeigt, dass bei bestimmten Verletzungen und Erkrankungen spätestens 90 Minuten nach dem Notfallereignis mit der Behandlung im Krankenhaus begonnen werden muss. Für die gesamte vorklinische Versorgung des Patienten einschließlich des Transports bleiben damit höchstens 60 Minuten. „Das ist gerade in einem Flächenstaat wie Bayern eine große Herausforderung und kann oftmals nur durch den Einsatz von Luftrettungsmitteln bewältigt werden“, betonte Herrmann beim Spatenstich des neuen Luftrettungsstandorts am Flugplatz Dinkelsbühl-Sinbronn. „Durch die Einrichtung von drei neuen Luftrettungszentren in Weiden, Augsburg und Dinkelsbühl-Sinnbronn können wir der Zukunft aber zuversichtlich entgegensehen.“

Einsatzkonzepte anpassen

Die neue Luftrettungsstation in Dinkelsbühl wird die notfallmedizinische Versorgung im südwestlichen Mittelfranken und nördlichen Schwaben weiter verbessern. Der Freistaat Bayern unterstützt die Errichtung der Luftrettungsstation mit einer freiwilligen Beteiligung an den Investitionskosten. Um das Rettungswesen auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten, müssen auch die bisherigen Einsatzkonzepte überprüft werden. „Hierzu haben wir eine Expertengruppe aus Vertretern der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, der Integrierten Leitstellen und der Betreiber der Luftrettungsstationen beauftragt“, erläuterte der Minister. Ziel ist es, die Menschen im ländlichen Raum auch künftig schnell und bedarfsgerecht zu versorgen.

Kundenbefragung: Zufriedenheit mit Austro Control gestiegen

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Rund 750 Kunden der Austro Control haben im Jahr 2013 an einer Online-Befragung teilgenommen, die seit 2012 vom IFES, Institut für empirische Sozialforschung, durchgeführt wird.

Die durchschnittliche Teilnahmebereitschaft liegt damit bei 22 Prozent der eingeladenen Kunden: Die höchste Rücklaufquote konnte im Bereich der Wartungslizenzen und Ausbildungsorganisationen erzielt werden. Sehr gute Quoten gab es auch bei den Nutzern des Home- und Selfbriefings, der Pilotenlizenzierung und in der Luftfahrtagentur bei der Abteilung Flugbetrieb- und Flugtechnik.

Austro Control erreicht insgesamt auf einer Skala von 0 bis 100 gute 74 Punkte. Gegenüber 2012 bedeutet dies einen Zuwachs von zwei Punkten – damit setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort.

Im Bereich Air Navigation Services (Berufspiloten und Home-/Selfbriefing User) konnten durch die Umsetzung gezielter Maßnahmen eine Erhöhung der Zufriedenheitswerte um fast 2 Punkte auf sehr gute 79 Punkte erreicht werden.

Die Luftfahrtagentur (Flugbetrieb und -technik, Lizenzierung, Wartungslizenzen, Ausbildungsorganisationen) hat erstmals die 70 Punkte Barriere überschritten – mit einem Anstieg von knapp 3 auf 71 Punkte erzielt der Bereich somit ein gutes Ergebnis.

Russland und Tel Aviv lassen Passagierzahlen der airberlin schrumpfen

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Im Juli 2014 konnte airberlin 3.353.948 Fluggäste im weltweiten Streckennetz begrüßen. Die Passagierzahl lag im Juli, wie auch mit 85,2 Prozent die Auslastung, 1,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Einen Rückgang an Gästen verbuchte airberlin vor allem auf den Strecken von und nach Russland sowie bei den Verbindungen nach Tel Aviv in Israel. In einem schwierigen und kompetitiven Marktumfeld hatte airberlin die angebotenen Sitzplatzkilometer (ASK) um 1,1 Prozent auf 5,939 Milliarden reduziert.

Die zurückgelegten Passagierkilometer (RPK) sanken im Juli um 2,7 Prozent auf 5,060 Milliarden. In den ersten sieben Monaten blieb die Anzahl der Fluggäste mit insgesamt 17.987.745 auf dem Niveau des Vorjahres (-0,1 Prozent). Die zurückgelegten Passagierkilometer stiegen von Januar bis Juli auf 27,781 Milliarden (Vorjahr: 27,696 Milliarden), die angebotenen Sitzplatzkilometer stiegen auf 33,595 Milliarden (Vorjahr: 32,630 Milliarden).

Position Juli 2014 Juli 2014 kumuliert
Fluggäste 3.353.948 (-1,4 Prozent) 17.987.745 (-0,1 Prozent)
ASK in Mio. 5.939,3 (-1,1 Prozent) 33.595,9 (+3,0 Prozent)
RPK in Mio. 5.060,0 (-2,7 Prozent) 27.781,5 (+0,3 Prozent)
Auslastung in Prozent 85,2 (-1,4 PP) 82,7 (-2,2 PP)

 

Ferienangebot für 800 Kinder am Flughafen Frankfurt

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Vergangenen Freitag sind die ersten Ferienspiele am Flughafen Frankfurt zu Ende gegangen. 800 Kinder waren vom 28. Juli bis zum 01. August am Flughafen Frankfurt zu Gast und nahmen das neue Ferienangebot in Anspruch.

Der Spiel- und Erlebnisplatz bot für jede Altersgruppe das passende Entertainment und viele Möglichkeiten, sich auszutoben. Neben Spiele-Konsolen, Ballon-Modellagen, einem XXL-Tischkicker und einer Kinderhüpfburg gab es auch eine Rollenrutschbahn, einen Bobby-Car-Parcours und einen Zauberer. Wie immer sehr beliebt: das Kinderschmink-Team, das für kunstvolle, bunte Gesichter bei den Kleinen sorgte. Die Teilnahme an den Ferienspielen war für alle kostenlos.

Die Ferienspiele fanden im Rahmen der "Airlebnis-Tage" statt. Diese sind ein weiterer Baustein des Serviceprogramms "Great to have you here!", das der Flughafen Frankfurt ins Leben gerufen hat, um mit vielen Verbesserungen Passagieren und Besuchern den Aufenthalt an Deutschlands größtem Airport noch angenehmer zu machen. Der Flughafen Frankfurt begrüßte 2013 mehr als 58 Millionen Passagiere.

Rosetta und Lande-Sonde Philae erreichen Ziel Komet Churyumov-Gerasimenko

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Über 6,4 Milliarden Kilometer hat die ESA-Raumsonde Rosetta zurückgelegt, hat an Planeten Schwung geholt, zwei Asteroiden im Vorbeiflug angeschaut und von der zehnjährigen Flugzeit mehr als zweieinhalb Jahre im Sparmodus verschlafen. Am 11. November 2014 soll dann die erste Landung auf einem Kometen überhaupt erfolgen.

Am 06. August 2014 kam Rosetta mit Lander Philae an Bord um 11:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit an ihrem Zielkometen an und beginnt ihn zu umkreisen. Landegerät Philae wird später aus dem Lander Control Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gesteuert und betrieben werden. Doch nun startet erst einmal die Kartierung des Kometen, der nach ersten Bildern anscheinend aus zwei miteinander verbundenen Teilen besteht.

Komet mit Merkmalen von vor 4,5 Mrd. Jahren

404 Millionen Kilometer ist die Raumsonde nun von der Erde entfernt. Schon während des Anflugs hat Churyumov-Gerasimenko für Überraschungen gesorgt: Statt eines kartoffelförmigen Körpers blickten die Kometenforscher auf einen Körper, der ähnlich wie eine Ente aus Kopf und Körper bestand. Die erste Temperaturmessung zeigte dann, dass auf Lander Philae kein Komet mit viel Eis, sondern mit einer staubigen und wahrscheinlich sehr rauen Oberfläche wartet. "Mit der Ankunft am Kometen werden wir jetzt aus 100 Kilometern Höhe noch deutlich mehr über Churymov-Gerasimenko erfahren", sagt Kometenforscher Dr. Ekkehard Kührt vom DLR-Institut für Planetenforschung, "Spannend und einmalig sind vor allem die ausgiebigen Untersuchungen aus der nahen Distanz."

Elf Instrumente reisen auf der Raumsonde Rosetta mit, zehn Instrumente befinden sich an Bord von Lander Philae und werden die ersten Daten direkt von einer Kometenoberfläche aus liefern. Bodenbeschaffenheit, Temperatur, physikalische Zusammensetzung des Kometenkerns, organische Moleküle – alles ist für die Kometenforscher interessant, denn Churyumov-Gerasimenko, der aus Eis und Staub besteht, ist aus sehr wahrscheinlich aus besonders ursprünglichen Material gebildet, das sich bei seinem Flug durch die kalten Regionen des Sonnensystems weniger verändert hat als andere Himmelskörper.

"Wir begegnen einem Zeitzeugen aus der Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren", sagt DLR-Forscher Dr. Ekkehard Kührt. Kometen haben die Vergangenheit wie ein Kühlschrank in gefrorenem Zustand konserviert und weisen dadurch noch viele Merkmale aus den Anfängen des Sonnensystems auf. Allerdings kann man auf den ersten Bildern erkennen, dass auch am Kometen die Zeit nicht spurlos vorbei gegangen ist. "Zahlreiche exotische Strukturen auf der Oberfläche deuten auf eine gewisse Entwicklung hin, die es nun zu verstehen gilt.", so Kührt. Außerdem könnten Kometen selbst und ihre Einschläge dafür gesorgt haben, dass Wasser und Moleküle für die Entstehung von Leben zur Erde gelangten.

Landeplatz für Philae: In der Sonne, aber nicht zu heiß!

Nun beginnt die Landeplatzauswahl, bei der auf dem entenförmigen Körper für Landegerät Philae mit den Daten der Kameras und der anderen wissenschaftlichen Instrumente die rechte Stelle ausgesucht wird. Dabei müssen zahlreiche Kriterien berücksichtigt und manchmal auch der goldene Mittelweg gefunden werden. "Wir benötigen zum Beispiel einerseits Sonne, damit die Batterien mit den Solarzellen immer wieder aufgeladen werden können, andererseits darf der Komet an seiner Oberfläche nicht schon zu heiß sein und zu stark ausgasen", erläutert DLR-Wissenschaftler Dr. Stephan Ulamec, Leiter der Lander-Teams.

Rund 450 Millionen Kilometer Entfernung von der Sonne sind dafür günstig. Aber auch Rauigkeit der Oberfläche und die Beschaffenheit des Bodens sind entscheidend für eine sichere Landung. Nicht zuletzt ist eine gute "Sichtverbindung" zur Raumsonde Rosetta wichtig, um die gemessenen Daten der zehn Instrumente regelmäßig über diese Verbindung zur Erde zu funken und vom Lander-Kontrollzentrum des DLR in Köln Kommandos an den Lander zu senden.

Landung eher auf einem der großen Teile

Ende August wird eine erste Auswahl stattfinden, bei der Wissenschaftler und Ingenieure des DLR und weitere Partner des Lander-Konsortiums unter Leitung des DLR bis zu fünf mögliche Landestellen festlegen. "Günstige Gebiete für eine Landung befinden sich am Kopf sowie zum Teil auf dem größeren Kometenteil – der schmale Grat fällt eher heraus", sagt Lander-Projektleiter Stephan Ulamec. Mitte September werden dann aus diesen "Top Five" die beiden besten Landeplätze herausgefiltert. Mitte Oktober – ein Monat vor der Landung – fällt dann die Entscheidung, an welchem Ort auf Churyumov-Gerasimenko das Landegerät Philae aufsetzen soll.

Da die Laufzeit der Kommandos 30 Minuten von der Erde zu Sonde und Lander dauern, werden die Ingenieure beim Landevorgang selbst nicht mehr eingreifen können. Stattdessen wird wenige Stunden, bevor Philae von Rosetta aus wenigen Kilometern Höhe getrennt wird, von den DLR-Ingenieuren eine Computersequenz für den Abstieg und die Landung an die Raumsonde gesendet. Mit gerade einmal etwa mehr als drei Stundenkilometern sinkt Philae dann auf den Kometen hinunter.

Funk braucht 30 Minuten – Mit Harpune, Schrauben und Düsen

Damit er dort aufgrund der geringen Anziehungskraft von Churyumov-Gerasimenko nicht gleich wieder abprallt, werden unverzüglich zwei Harpunen in den Kometenboden gefeuert, die den Lander auf dem kleinen Himmelskörper verankern. Zusätzlich drehen sich Eisschrauben in den Füßen des Landegeräts in den Boden, und eine Kaltgasdüse an der Oberseite von Philae drücken den Lander sanft in Richtung Komet. "Ob alles gut verlaufen ist, erfahren wir erst 30 Minuten nach der Landung, wenn wir im Kontrollzentrum die Daten erhalten", sagt Dr. Stephan Ulamec. Auch die ROLIS-Kamera des DLR, die an der Unterseite des Landers sitzt, wird dann ihre ersten Bilder vom Abstieg des Landegeräts senden.

Gemeinsam werden Rosetta und Philae den Kometen dann auf seinem Weg in Richtung Sonne begleiten – und beobachten, wie Churyumov-Gerasimenko zunehmend aktiver wird, Gas verströmt und Staubpartikel ins All schleudert. "Die kontinuierliche Untersuchung aus einem Orbit und direkt von der Kometenoberfläche aus sind beides Premieren, die noch keine andere Mission erfüllt hat", sagt DLR-Kometenforscher Dr. Ekkehard Kührt. "Unser Wissen über diese noch immer geheimnisvollen Himmelskörper wird mit der Rosetta-Mission deutlich anwachsen."

Gepäckstück bremst Flugreisende: Anreise und S-Bahn in Düsseldorf gesperrt

Aufgrund eines Einsatzes der Polizei kam es heute Morgen gegen 08:00 Uhr vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen rund um den Düsseldorfer Airport. Grund für die Straßensperrungen war ein herrenloses Gepäckstück im öffentlichen Bereich vor dem Terminalgebäude. Der Flugverkehr und die Abfertigung liefen die ganze Zeit weiter. Es kam zu keinen Verspätungen. Als Sicherheitsmaßnahme ruhte der Betrieb des SkyTrains für etwa eine Stunde – die Passagiere wurden mit einem Busersatzverkehr befördert.

Außerdem war die Autobahn A44 in Richtung Ankunft/Abflug/Lichtenbroich sowie die S-Bahnhaltestelle "Flughafen Terminal" für diesen Zeitraum gesperrt. Nach Untersuchung des verdächtigen Gepäckstücks durch die Landes- und Bundespolizei konnten alle Maßnahmen um 09:00 Uhr wieder zurückgenommen werden.

Dortmund – Warschau: Wizz Air fliegt ab 2015 zum Chopin-Flughafen

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Ab März 2015 verbindet Wizz Air den Dortmund Airport mit dem Chopin-Flughafen Warschau. Viermal wöchentlich fliegt die Airline die polnische Hauptstadt an. Wizz Air nimmt damit, zehn Jahre nach ihrem ersten Flug ab Dortmund, Ziel Nummer 19 in den Flugplan auf. Jeweils Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag sollen die Flüge zwischen Polens größter und bevölkerungsreichster Stadt und dem Ruhrgebiets-Flughafen stattfinden.

"Am 01. Juli 2004 nahm Wizz Air in Dortmund ihren Betrieb auf. Genau zehn Jahre später hatte die Airline, im vergangenen Monat Juli, die passagierstärksten Wochen zu verzeichnen. Zum ersten Mal flogen in einem Monat mehr als 100.000 Passagiere in Dortmund mit Wizz Air. Dass nun das Engagement noch verstärkt wird, zeugt vom Potential dieser starken Zusammenarbeit", freute sich Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager über die neue Polen-Verbindung. Neben Warschau fliegt Wizz Air ab Dortmund bereits die polnischen Ziele Danzig, Kattowitz und Breslau an.

Wizz Air ist die größte Low Cost-Airline in Mittel- und Osteuropa und verbindet 100 Ziele in 36 Ländern mit einer Flotte von 53 Airbus A320. In Dortmund ist Wizz Air mit fast eine Million Passagieren die stärkste Airline. Knapp 80 Prozent ihrer Deutschen Flüge starten hier.

Aage Dünhaupt wechselt von Lufthansa zu Communications der airberlin

Aage Dünhaupt wird am 16. September 2014 neuer Senior Vice President Communications bei airberlin. Er berichtet direkt an CEO Wolfgang Prock-Schauer. Aage Dünhaupt war bei der Lufthansa bis zuletzt für die Kommunikation des Produkt-, Vertriebs- und Marketingbereichs des Passagevorstandes und zeitgleich für Kommunikation der Lufthansa Group in Südosteuropa, dem Nahen Osten und Afrika ex Frankfurt verantwortlich. Aage Dünhaupt folgt auf Uwe Berlinghoff, der airberlin nach mehrjähriger Tätigkeit verlässt, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden.

"Ich freue mich, dass wir mit Aage Dünhaupt einen Kommunikationsexperten mit ausgewiesener Erfahrung in der Luftfahrtbranche für airberlin gewinnen konnten. Er hat bereits viele Umstrukturierungen kommunikativ begleitet und wird dieses Know-how erfolgreich in die airberlin einbringen", sagt Wolfgang Prock-Schauer, CEO airberlin.

Von 2007 bis 2011 leitete Dünhaupt die Konzernkommunikation für Europa mit Sitz in London – in dieser Zeit fanden mehrere große Akquisitionen in Österreich, Belgien und Großbritannien statt. Aage Dünhaupt startete seine Karriere im Jahr 2001 als Referent und später Direktor für internationale Kommunikation bei der Lufthansa Technik in Hamburg.

Der Diplom-Kaufmann hat in Hamburg und Kiel BWL mit dem Schwerpunkt Internationales Marketing studiert.

 

20 Jahre Klimaforschung auf Reisehöhe in Lufthansa-Flugzeugen

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Schon seit 20 Jahren sind einige Lufthansa Passagierflugzeuge als "fliegende Labore" zur Analyse der mittleren Luftschichten unterwegs, ohne dabei selbst zusätzliche Emissionen zu erzeugen. Der Luftfahrtkonzern ist ein Pionier auf diesem Gebiet und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Wettervorhersagen und Klimamodellen.

Im August 1994 begann Lufthansa im Rahmen des Projekts MOZAIC (Measurement of ozone, water vapor, carbon monoxide and nitrogen oxides aboard Airbus in-service Aircraft) mit Atmosphärenmessungen an Bord zweier Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A340-300. Mehr als 24.000 Messflüge hat die Fluggesellschaft inzwischen absolviert.

Streckennetz der Lufthansa ermöglicht optimale Kartierung

Dabei wurden umfangreiche Daten über den Ozon-, Wasserdampf-, Kohlenmonoxid- und Stickstoffgehalt der Atmosphäre gesammelt. Auf Basis der Daten konnten Wissenschaftler bestehende Klimamodelle präzisieren und Wettervorhersagemodelle verbessern. Darüber hinaus konnte damit eine weltweit einzigartige Datenquelle zu Wasserdampf und Ozon aufgebaut werden. Den Messflügen ging eine rund einjährige Vorbereitungsphase voraus, während der die Messinstrumente von Lufthansa mitentwickelt wurden.

Zur Verbesserung der Klimamodelle ist ein steter Vergleich zwischen Modell und Wirklichkeit notwendig. Mit mehr als 300 Zielorten auf der ganzen Welt bietet das Lufthansa Streckennetz dazu optimale Möglichkeiten.

Auch am Nachfolgeprojekt IAGOS (In-service Aircraft for a Global Observing System) ist die Lufthansa Group beteiligt. Das erste IAGOS-System ist seit 2011 im Lufthansa Airbus A340-300 "Viersen" im Einsatz. Die dafür entwickelten Messgeräte sammeln seitdem an Bord routinemäßig atmosphärische Spurenstoffe weltweit und auf breiter Basis. Nach jeder Landung werden die Daten ausgelesen, verarbeitet und analysiert.

Daten für Wettervorhersage und Klimamodelle

Zwei weitere Klimaforschungsprojekte, die die Lufthansa Group unterstützt, sind CARIBIC (Civil Aircraft for the Regular Investigation of the atmosphere Based on an Instrument Container) und AMDAR (Aircraft Meteorological Data Relay).

Für CARIBIC wird der Lufthansa Airbus A340-600 "Leverkusen" einmal pro Monat mit einem Messcontainer ausgestattet. In Reiseflughöhe misst das "fliegende Klimaforschungslabor" 50 verschiedene Spurenstoffe und Treibhausgase sowie Aerosole, die anschließend der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden. Bei AMDAR sammeln mehr als 300 Lufthansa Flugzeuge während jedes Fluges Daten für die tägliche Wettervorhersage.

Die globale Klimaänderung stellt eine der größten Herausforderungen für die Menschheit dar. Verlässliche Prognosen über die Entwicklung des zukünftigen Klimas sind daher von zentraler Bedeutung.

DFS behält Berechnungsmethode für Störpotential durch Windkraftanlagen

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Die DFS Deutsche Flugsicherung wird bis auf Weiteres ihre Berechnungsmethode zur Bewertung des Störpotentials von Windkraftanlagen auf Funknavigationsanlagen beibehalten. Gegenteilige Untersuchungen, die von einer wesentlich schwächeren Störung ausgehen, hat die DFS von zwei auf diesem Gebiet sehr renommierten internationalen Instituten überprüfen lassen.

Beide Organisationen sind unabhängig voneinander zu dem Schluss gekommen, dass die am Funkfeuer Michaelsdorf durchgeführten Messungen nicht ausreichend belastbar sind, um auf dieser Grundlage die bestehende Berechnungsmethode der DFS zu ändern.

Experten der US-amerikanischen Ohio University und der französischen ENAC (Ecole Nationale de l’Aviation Civile) bestätigen zwar die grundsätzliche Gültigkeit der Messergebnisse, bezweifeln jedoch die aus diesen Ergebnissen gezogenen Schlussfolgerungen. Insbesondere ist die Allgemeingültigkeit der Studienergebnisse und damit die Übertragbarkeit auf andere Navigationsanlagen als das Funkfeuer Michaelsdorf nicht gegeben.

Störungs-Sicherheit über drei Kilometer nicht erwiesen

Dies bestätigt auch der Gutachter der Studie für das Funkfeuer Michaelsdorf. Beide Institute sehen es darüber hinaus als nicht nachgewiesen an, dass von Windenergieanlagen jenseits der Drei-Kilometer-Grenze um das Funkfeuer Michaelsdorf keine nennenswerten Störauswirkungen auf die Navigationssignale ausgehen.

Zusammenfassungen der Gutachten „Expertise on the interaction between wind turbines and DVOR facilities of the Air Navigation Services“ sind bei der Ohio University im Original einzusehen (PDF). Die vom ENAC vorgebrachte Stellungnahme ist online hier zu finden (PDF).

Die DFS unterstützt weiterhin den Dialog der internationalen Experten auf diesem Gebiet und steht einer Diskussion neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse offen gegenüber. Solange jedoch keine gesicherten neuen Erkenntnisse oder anderslautende Vorgaben der Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) vorliegen, befolgt die DFS die vorgegebenen internationalen Standards. Sie trägt damit ihrer Verantwortung für Sicherheit im Luftverkehr Rechnung.

Sushi-Set und Beamer bei Fundsachenversteigerung des Münchner Airports

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Über 200 Fundsachen, die am Münchner Airport verloren oder vergessen wurden, kommen am Samstag, den 09. August 2014, ab 13:00 Uhr auf dem Volksfestplatz an der Buchbacherstraße in Dorfen unter den Hammer. Die Bandbreite der Auktionsgüter reicht von Armbanduhren, über Spiegelreflexkameras, Laptops, Sonnenbrillen und Handys bis zu Bekleidung und Schmuck. Auch in diesem Jahr findet sich wieder Außergewöhnliches und Skurriles unter den Fundstücken wie etwa Rheumakissen, Bauchwegtrainer oder ein Autokindersitz.

Auch wer Taucherflossen, ein Sushi-Set oder einen Beamer sucht, wird in Dorfen fündig. Natürlich sind auch wieder die Kettensägen im Angebot und Schnäppchenjäger können auch für fünf ungeöffnete Koffer bieten, die als "Überraschungspakete" versteigert werden.

Interessenten haben am Versteigerungstag von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr die Gelegenheit, die Fundsachen zu besichtigen. Versteigert werden die Fundstücke wieder von Josef "Sepp" Mittermeier. Die ersteigerten Fundsachen müssen bar bezahlt werden. Ein Teil der Erlöse wird für karitative Zwecke in der Flughafenregion verwendet.

Flughafen Zürich erneut mit Spitzen-Auszeichnung in Europa

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Zum elften Mal in Folge erhält der Flughafen Zürich für seine Kundenfreundlichkeit und die Erfüllung genereller Qualitätsstandards den renommierten World Travel Award. Kriterien der Bewertung waren unter anderem die Kundenzufriedenheit sowie generelle Qualitätsstandards von Produkten und Dienstleistungen.

In seiner Kategorie setzte sich der Flughafen Zürich gegen sieben Mitbewerber durch: Amsterdam, Barcelona, Hamburg, London/Heathrow, Lissabon, München und Paris/Charles de Gaulle. Thomas E. Kern, CEO der Flughafen Zürich AG, betont die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Flughafenbetreiberin und deren Partnerfirmen: "Diese Auszeichnung gilt allen Unternehmen am Flughafen Zürich, denn sie alle tragen zum reibungslosen Betrieb und zur hohen Qualität unseres Flughafens bei."

Seit 1993 würdigt der Award hervorragende Leistungen in der Reise- und Tourismusbranche. Der Wettbewerb wird international ausgeschrieben und von dem in London ansässigen Medienhaus World Travel Awards Ltd. vergeben. Die Platzierungen resultieren aus den über das Internet erfassten Stimmabgaben von Reiseexperten und der breiten Öffentlichkeit.

Fraport Vermarkter von Retail-Flächen von US-Airports

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Der Fraport-Konzern erweitert sein internationales Portfolio und übernahm zum 01. August 100 Prozent der Anteile an der US-amerikanischen AMU Holdings Inc., die ihrerseits alleinige Eigentümerin der Airmall USA Holdings Inc. (Airmall-Gruppe) ist. Die Airmall-Gruppe vermarktet Flächen an den nordamerikanischen Luftverkehrsdrehkreuzen Baltimore, Pittsburgh, Cleveland und Boston mit einem jährlichen Gesamtpassagieraufkommen von knapp 70 Millionen.

Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, begrüßte den Vertragsabschluss: "Das Retail-Geschäft gilt an unserem Heimatstandort Frankfurt seit jeher als Wachstumsmotor. Diese Erfolgsgeschichte haben wir in den vergangenen Jahren auch an unseren Konzern-Flughäfen in aller Welt konsequent weiterschreiben können. Mit dem Erwerb der Airmall haben wir eine vielversprechende Plattform für die Entwicklung des US-Geschäfts begründet."

Dr. Matthias Zieschang, Vorstand Controlling und Finanzen der Fraport AG sowie für das Geschäftsfeld "Akquisitionen und Beteiligungen" zuständig, erklärte: "Zum einen bietet Airmall an den vier amerikanischen Airports ein solides Geschäft, in das es sich zu investieren lohnt." Darüber hinaus haben viele amerikanische Flughäfen im Vergleich zu asiatischen und europäischen Luftverkehrsdrehkreuzen enormen Nachholbedarf bei der Ausgestaltung ihrer Angebote für die Passagiere.

Zum anderen soll mit der Präsenz an den vier amerikanischen Airports das Renommée der Marke in den Vereinigten Staaten weiter ausgebaut werden und sei eine gute Voraussetzung für weiteres Wachstum auf dem Kontinent sowie in anderen Teilen der Welt, fügte Zieschang hinzu.

Boeing 787-9 Dreamliner für ANA – Werk für 787-10

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Boeing und All Nippon Airways (ANA) haben die Auslieferung des ersten 787-9 Dreamliner der Airline gefeiert. Wenn ANA im August den Betrieb der 787-9 auf Inlandsflügen in Japan aufnimmt, wird die Airline die weltweit erste Fluggesellschaft sein, die sowohl die 787-8- als auch die 787-9-Variante der Dreamliner-Familie betreibt. Unterdessen steht der Produktionsstandort für den Dreamliner 787-10 fest.

Mit dieser Auslieferung wird ANA über 29 Maschinen des Typs 787 in seiner Flotte verfügen – mehr als jeder andere Betreiber auf der Welt. Die 787-9 ergänzt und erweitert die Dreamliner-Familie. Mit einem gegenüber der 787-8 um sechs Meter verlängerten Rumpf kann die 787-9 bis zu 40 zusätzliche Passagiere 830 km weiter befördern, bei gleichbleibend einzigartiger Umweltleistung – 20 Prozent weniger Treibstoffverbrauch und 20 Prozent weniger Emissionen als Flugzeuge vergleichbarer Größe.

Die 787-9 baut auf dem visionären Design der 787-8 auf und bietet Passagieren besondere Eigenschaften wie größere Fenster, geräumigere Gepäckfächer, moderne LED-Beleuchtung, höhere Luftfeuchtigkeit, niedrigere Kabinendruckhöhe, reinere Luft und einen ruhigeren Flug. Boeing liegen 29 weitere Bestellungen von ANA für 787-9-Flugzeuge sowie Verpflichtungen für 14 zusätzliche Flugzeuge vor.

Dreamliner 787-10 aus dem Werk North Charleston

Unterdessen hat US-Flugzeugbauer Boeing die Entscheidung für den Produktionsstandort des größten Mitglieds der Dreamliner-Famile, die 787-10, bekannt gegeben. Die 787-10 soll im Werk North Charleston im US-Bundesstaat South Carolina planmäßig ab 2017 vom Band laufen. Die kleineren Versionen kommen aber weiterhin aus Everett. Die Produktion dort soll weiter optimiert werden. Der 787-10 Dreamliner wird nochmals 5,5 Meter länger sein als die 787-9, dabei ist die um drei Meter verlängerte Mittelsektion des Flugzeugrumpfes zu groß, um sie effizient nach North Charleston zur transportieren, wo die Systemintegtration stattfindet.

Derzeit baut Boeing den Dreamliner bei einer Rate von zehn Flugzeugen pro Monat. Bis 2016 sollen es 12 und danach 14 Flugzeuge pro Monat werden. Insgesamt haben sechzig Kunden auf der ganzen Welt mehr als 1.000 787-Flugzeuge bestellt. Davon sind mehr als 160 Flugzeuge bereits im Betrieb.

Lufthansa fliegt wieder nach Erbil in Nordirak – Routen geändert

Nach fortwährenden Beratungen mit den zuständigen Sicherheitsbehörden hat die Lufthansa Group entschieden, die Bedienung der im Nordirak liegenden Stadt Erbil ab morgen wieder aufzunehmen. Erbil liegt deutlich außerhalb der direkten Krisenzone im Irak und auch die An- und Abflüge werden so gestaltet, dass sie nicht über diese Zone fliegen. Lufthansa fliegt Erbil zweimal wöchentlich und Austrian Airlines täglich an. Im Transitverkehr, etwa nach Asien und in den Nahen Osten, soll der irakische Luftraum aber bis auf weiteres umflogen werden.

Der Konzern steht in Fragen der Luftraumsicherheit auch im Irak im engen und regelmäßigen Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden. Nach eigener aktueller Bewertung liegen gegenwärtig nach wie vor keine Erkenntnisse für eine Gefährdung von Überflügen über den Irak vor.

Kein Flug durch Luftraum über Isis

Unabhängig hiervon hat sich die Lufthansa Group entschieden, den irakischen Luftraum über dem von der Isis kontrollierten Gebiet bis auf weiteres zu umfliegen. Mit diesem Schritt trägt die Lufthansa Group der Verunsicherung von Kunden und auch der eigenen Besatzungen Rechnung. Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Passagiere ist stets höchste Priorität des Unternehmens.

Die Änderung der Flugrouten gilt für alle Fluggesellschaften des Konzerns. Konkret betroffen sind neben der Lufthansa, auch Lufthansa Cargo, Austrian Airlines und Swiss. Die Flugzeiten werden sich durch die neuen Flugrouten nur unwesentlich verlängern.