Boeing 787-9 Dreamliner für ANA – Werk für 787-10

Boeing und All Nippon Airways (ANA) haben die Auslieferung des ersten 787-9 Dreamliner der Airline gefeiert. Wenn ANA im August den Betrieb der 787-9 auf Inlandsflügen in Japan aufnimmt, wird die Airline die weltweit erste Fluggesellschaft sein, die sowohl die 787-8- als auch die 787-9-Variante der Dreamliner-Familie betreibt. Unterdessen steht der Produktionsstandort für den Dreamliner 787-10 fest.

Mit dieser Auslieferung wird ANA über 29 Maschinen des Typs 787 in seiner Flotte verfügen – mehr als jeder andere Betreiber auf der Welt. Die 787-9 ergänzt und erweitert die Dreamliner-Familie. Mit einem gegenüber der 787-8 um sechs Meter verlängerten Rumpf kann die 787-9 bis zu 40 zusätzliche Passagiere 830 km weiter befördern, bei gleichbleibend einzigartiger Umweltleistung – 20 Prozent weniger Treibstoffverbrauch und 20 Prozent weniger Emissionen als Flugzeuge vergleichbarer Größe.

Die 787-9 baut auf dem visionären Design der 787-8 auf und bietet Passagieren besondere Eigenschaften wie größere Fenster, geräumigere Gepäckfächer, moderne LED-Beleuchtung, höhere Luftfeuchtigkeit, niedrigere Kabinendruckhöhe, reinere Luft und einen ruhigeren Flug. Boeing liegen 29 weitere Bestellungen von ANA für 787-9-Flugzeuge sowie Verpflichtungen für 14 zusätzliche Flugzeuge vor.

Dreamliner 787-10 aus dem Werk North Charleston

Unterdessen hat US-Flugzeugbauer Boeing die Entscheidung für den Produktionsstandort des größten Mitglieds der Dreamliner-Famile, die 787-10, bekannt gegeben. Die 787-10 soll im Werk North Charleston im US-Bundesstaat South Carolina planmäßig ab 2017 vom Band laufen. Die kleineren Versionen kommen aber weiterhin aus Everett. Die Produktion dort soll weiter optimiert werden. Der 787-10 Dreamliner wird nochmals 5,5 Meter länger sein als die 787-9, dabei ist die um drei Meter verlängerte Mittelsektion des Flugzeugrumpfes zu groß, um sie effizient nach North Charleston zur transportieren, wo die Systemintegtration stattfindet.

Derzeit baut Boeing den Dreamliner bei einer Rate von zehn Flugzeugen pro Monat. Bis 2016 sollen es 12 und danach 14 Flugzeuge pro Monat werden. Insgesamt haben sechzig Kunden auf der ganzen Welt mehr als 1.000 787-Flugzeuge bestellt. Davon sind mehr als 160 Flugzeuge bereits im Betrieb.