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Passagierzahl in Paderborn-Lippstadt klettert auf 740.000

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Den Paderborn-Lippstadt Airport nutzten im Jahr 2017 mehr Fluggäste als im Jahr zuvor. Die Gesamtzahl stieg um 5,1 Prozent auf rund 740.000 Passagiere. Die Anzahl der Flugbewegungen legte um sechs Prozent auf 38.200 zu.

Trotz der Pleite von airberlin und der Insolvenz der Niki sowie einer 2017 weiterhin politisch schwierigen Situation in der Türkei konnte der Flughafen deutlich mehr Fluggäste und Flugbewegungen verzeichnen. Die Drehkreuzverbindungen der Lufthansa und eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Griechenland waren dabei die wichtigsten Wachstumsmotoren.

Ein sehr großes Wachstum gab es bei den Fluggastzahlen in Richtung griechischer Inseln, die sich 2017 zu einem Wachstumstreiber entwickelt haben. Auf den drei Strecken nach Kreta, Rhodos und Kos wurden 50 Prozent mehr Passagiere befördert als im Vorjahr.

Lufthansa Treiber der Fluggastzahlen

Die Lufthansa-Verbindungen am Paderborn-Lippstadt Airport stellen mit einem deutlichen Plus von 20 Prozent im Vergleich zur Fluggastzahl des Vorjahres das zweite Standbein des Aufschwungs dar. Hierbei hat sich zum einen die bestehende Drehkreuzanbindung in die bayerische Hauptstadt München sehr positiv entwickelt. Zum anderen hat die im März aufgenommene Frankfurt-Route für zusätzliches Wachstum gesorgt.

Die verkehrsreichste Destination Palma de Mallorca konnte trotz der Entwicklungen bei Air Berlin und NIKI mit einem leichten Plus stabil gehalten werden, während die zweitstärkste Strecke Antalya trotz eines deutlichen Aufwärtstrends im zweiten Halbjahr nicht zu einem Passagierwachstum im Gesamtjahr beigetragen hat.

A320 rammte Enteisungsfahrzeuge in München

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Beim Anrollen von der Enteisungsfläche (De-icing Area) DA14 vor der Piste 26L des Flughafens München kollidierte das Flugzeug mit zwei Enteisungsfahrzeugen. Personen wurden nicht verletzt.

Das Flugzeug wurde leicht beschädigt. An den Enteisungsfahrzeugen entstand Sachschaden. Das Titelbild zeigt die Position des Flugzeuges und der Enteisungsfahrzeuge nach der Kollision.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Schwere Störung
  • Datum: 20. Januar 2016
  • Ort: München
  • Luftfahrzeug: Flugzeug
  • Hersteller / Muster: Airbus / A320-216
  • Personenschaden: ohne Verletzte
  • Sachschaden: Luftfahrzeug leicht beschädigt
  • Drittschaden: keiner

Ereignisse und Flugverlauf

Das Flugzeug war mit 110 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord zum Abflug von München nach Madrid bereit. Nachdem das Flugzeug auf Anweisung der Vorfeldkontrolle zunächst von der Abstellposition zum Rollhaltepunkt S6 gerollt war, nahm die Besatzung um 07:41 Uhr Funkkontakt mit der Flugverkehrskontrollstelle München-Ground auf und erhielt die Anweisung, über den Rollweg S zur Enteisungsfläche DA14 zu rollen.

Laut den Daten des Flugdatenschreibers (FDR) rollte das Flugzeug auf dem Rollweg S mit einer Geschwindigkeit von ca. 20 kt. Aus der Aufzeichnung des Cockpit Voice Recorders (CVR) ging hervor, dass der Copilot während des Rollens die ATIS abhörte und den verantwortlichen Luftfahrzeugführer (PIC) anschließend über den Inhalt informierte, während das Luftfahrzeug um 07:45:32 Uhr mit etwa 20 kt an der Abzweigung zum Rollweg B14 vorbei weiter geradeaus rollte. Etwa 60 Meter östlich der Abzweigung begann sich die Geschwindigkeit des Flugzeuges zu verringern und erreichte um 07:45:50 Uhr einen Wert von ca. sechs Knoten. Abb. 2 zeigt die Rekonstruktion der Rollstrecke anhand von FDR Daten.

Löschsystem statt Ditching aktiviert

Nachdem er bemerkt hatte, dass das Flugzeug an dem vorgegebenen Rollweg vorbeigerollt war, wies der Rolllotse um 07:45:52 Uhr die Besatzung an: „Hold position […]“, und ergänzte etwa zwanzig Sekunden später: „[…] You missed de-icing area one four in bravo one four. Are you able to turn sharp right for bravo one four and de-icing area?“ Die Besatzung antwortete, dass sie dazu in der Lage sei. Das Flugzeug drehte anschließend und rollte zurück in Richtung Enteisungsfläche DA14.

Um 07:47:39 Uhr forderte der Rolllotse die Besatzung auf, auf die Enteisungsfrequenz zu wechseln. Die Besatzung bestätigte den Frequenzwechsel. Aus den Aufzeichnungen des CVR ging hervor, dass die Piloten um 07:48:08 Uhr Funkkontakt zu den Enteisungsfahrzeugen aufnahmen. Der Teamchef der Enteiser (Enteiser) antwortete: „[…] please stop on the deicing hold and confirm parking brake set and aircraft ready for deicing“. Die Besatzung bestätigte die Information mit den Worten: „We will do so. We will confirm.“ Die beiden Enteisungsfahrzeuge standen sich im Bereich der Enteisungsfläche an den jeweiligen Rollwegrandmarkierungen gegenüber.

Die Piloten begannen um 07:48:30 Uhr mit der Abarbeitung der Checkliste BEFORE DEICING. Nacheinander wurden der CAB PRESS MODE Selector auf „AUTO“ und ENG BLEED 1+2 sowie APU BLEED auf „OFF“ geschaltet. Um 07:48:49 Uhr forderte der verantwortliche Pilot (PIC) den Copiloten auf, den Schalter DITCHING auf Stellung „ON“ zu schalten und ergänzte „Confirma, ditching?“. Drei Sekunden später begannen die Piloten sich darüber zu unterhalten, dass sie soeben nicht den DITCHING-Schalter, sondern das Feuerlöschsystem des Cargo Compartments betätigt hatten.

Um 07:49:09 Uhr fragte der Enteiser: „[…] are you ready for de-icing?“. Die Besatzung antwortete: „Ah, hold on […]“. Der Enteiser sagte: „Okay, de-icing commences and ah we, make a two-step and ah anti-icing with type one fluid a hundred percent, I call you back.“

Um 07:49:43 Uhr sprach die Besatzung den Enteiser an: „So control, […], we need to go back to the parking“. Nachdem der Enteiser geantwortet hatte: „Please […] please say it again“, ergänzte die Besatzung um 07:49:52 Uhr: „We need to go back to the stand please. We have one problem.“ Daraufhin sagte der Enteiser um 07:49:55 Uhr: „You have technical problems, we will wait.“

Um 07:50:25 Uhr meldete sich die Besatzung wieder auf der Frequenz der Rollkontrolle und sagte dem Rolllotsen: „Yeah we have a technical problem. We need to go back to the parking area.“ Dieser bestätigte und teilte der Besatzung etwa zwei Minuten später nach einem Koordinationsgespräch mit dem Tower mit: „So we have to take you later then via the runway. So initially hold position here and monitor tower one two zero five. He will call you.“

Der BFU liegt ein Foto vor, welches ein Mitarbeiter der Enteisungsfirma von der benachbarten Enteisungsfläche DA13 aus aufgenommen hat. Es dokumentiert die Position des Flugzeuges und der Enteisungsfahrzeuge sowie die Wetterbedingungen um 07:52 Uhr, Abb. 3: Foto des Deicing Area 14 von 07:52 Uhr, Blick in östliche Richtung.

Um 07:53:51 Uhr nahm der Platzverkehrslotse Funkkontakt mit der Besatzung auf. Er erläuterte seinen Plan, dass das Flugzeug nach der Landung zweier anfliegender Luftfahrzeuge auf die Landebahn rollen und diese gleich darauf auf dem Rollweg B13 wieder verlassen sollte. Nachdem die Besatzung ihr Einverständnis erklärt hatte, sagte der Lotse um 07:54:16 Uhr: „Ok, prepare for that and I will give you a call as I said behind the second landing traffic“.

Um 07:56:54 Uhr sagte der Lotse: „[…] as we talked about line up runway two six left, make a one eighty and vacate the runway via bravo one three“. Die Besatzung bestätigte dies.

„Now we are crashed. You …“

Aus den Aufzeichnungen des FDR ging hervor, dass um 07:56:57 Uhr die Parkbremse gelöst und die Leistungshebel beider Triebwerke nach vorn geschoben wurden. Die Triebwerkdrehzahl N1 begann sich um 07:57:00 Uhr zu erhöhen und das Flugzeug setzte sich in Bewegung. Die Geschwindigkeit stieg auf ca. drei Knoten. Um 07:57:10 Uhr zeichnete der FDR eine Änderung der Längsbeschleunigung von 0,2 g auf -0,15 g auf. Zwei Sekunden später wurden die Radbremsen betätigt und um 07:57:16 Uhr war die Parkbremse wieder gesetzt.

Um 07:57:51 Uhr rief der Enteiser laut über Funk: „[…] what have you … what do you doing?“ Der PIC antwortete daraufhin: „Sorry, sorry, we were cleared to entering the runway and we leaving contact you. What has happened?“ Der Enteiser entgegnete: „What have you done. Now we are crashed. You … please stop now.“ Der PIC bestätigte mit den Worten „we have stopped.“ Um 07:58:23 Uhr informierte der PIC den Lotsen darüber, dass das Flugzeug mit den beiden Enteisungsfahrzeugen kollidiert war.

Nach Angaben des PIC wurde bei der Abarbeitung der Checkliste BEFORE DEICING versehentlich an Stelle des DITCHING-Schalters zum Schließen des Auslassventils (Outflow Valve) am Cabin Pressure Panel, der Schalter CARGO SMOKE FWD DISCH am Cargo Smoke Panel für das Feuerlöschsystem des Forward Cargo Compartment betätigt. Daraufhin habe sich die Besatzung entschlossen, zur Abstellposition zurückzukehren. Nachdem der Lotse die Rollfreigabe erteilt hatte, habe die Besatzung nach rechts und links geschaut und kein Hindernis bemerkt. Dann habe der PIC mit dem Rollen begonnen. Dabei habe er den Eindruck gehabt, die Parkbremse sei noch gesetzt gewesen. Daraufhin habe er die Radbremsen betätigt.

Der Enteiser gab an, dass das Flugzeug, anstelle in den Rollweg B14 einzudrehen, in Richtung des weiter östlich befindlichen Rollweges B15 gerollt war. Das Flugzeug habe dann umgedreht und sei zum vorgesehenen Rollweg B14 gerollt. Er gab an, dass die Piloten sich über Funk gemeldet hätten und er daraufhin eine Freigabe zum Einrollen in den Enteisungsbereich DA14 erteilt habe. Als das Flugzeug die Halteposition erreicht hatte, habe der Chef des Enteisungsteams die Piloten angesprochen. Die Besatzung habe erwidert: „parking brake set, aircraft ready for de-icing“. Die Fahrzeuge seien links und rechts des Flugzeuges in einem Abstand von vier bis fünf Metern vor den Tragflächen positioniert worden. Unmittelbar vor Sprühbeginn habe die Besatzung im Cockpit ein technisches Problem gemeldet. Der Chef des Enteisungsteams habe geantwortet: „… we will wait“. Bis zu diesem Zeitpunkt sei noch kein Enteisungsmittel ausgebracht worden.

Der Enteiser hörte dann die Triebwerke des Flugzeuges hochlaufen und beobachtete, wie die Stop-Bar-Befeuerung auf dem Rollweg vor dem Flugzeug ausgeschaltet wurde und sich das Luftfahrzeug in Bewegung setzte. Nach der Kollision rief er die Besatzung über Funk und diese bestätigte, dass das Flugzeug gestoppt sei.

Angaben zu Personen

Verantwortlicher Pilot

Der 42 Jahre alte verantwortliche Pilot war seit dem Jahr 1999 im Besitz einer Lizenz für Verkehrspiloten (ATPL(A)), ausgestellt durch die spanische Luftfahrtbehörde (AESA). In die Lizenz waren unter anderem die Berechtigungen für das Muster A320 und für Instrumentenflüge IR(A), gültig bis zum 30.06.2016, eingetragen. Der PIC hatte ein medizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 1, gültig bis zum 19.10.2016.

Der Pilot hatte eine Gesamtflugerfahrung von mehr als 15.000 Stunden, davon mehr als 1.000 Stunden auf dem Muster A320. Seit dem Jahr 2014 war er als PIC tätig.

Copilot

Der 35-jährige Copilot besaß eine Lizenz der Europäischen Union für Verkehrspiloten (ATPL(A)), ausgestellt am 09.09.2009 durch die spanische Luftfahrtbehörde (AESA). In die Lizenz waren unter anderem die Berechtigungen für das Muster A320 und für Instrumentenflüge IR(A), gültig bis zum 31.12.2016, eingetragen.

Der Copilot hatte ein medizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 1, gültig bis zum 31.08.2016. Seine Gesamtflugerfahrung betrug zum Ereigniszeitpunkt etwa 7.680 Stunden, davon mehr als 3.000 Stunden auf dem Muster A320.

Angaben zum Luftfahrzeug

Das Flugzeug Airbus A320-216 ist ein zweistrahliger Mitteldecker in Gemischtbauweise. Das Luftfahrzeug war in Spanien zum Verkehr zugelassen und wurde von einem spanischen Luftfahrtunternehmen betrieben.

  • Hersteller: Airbus Industries
  • Muster: A320-216
  • Werknummer: 5570
  • Baujahr: 2013
  • Triebwerke: CFM International, CFM56-5B6/3

Die Gesamtbetriebszeit des Flugzeuges betrug ca. 6.835 Stunden bei 4.682 Zyklen. Aus der Dokumentation des Flugzeugherstellers ging hervor, dass durch Einschalten des mit DITCHING beschrifteten Schalters am CABIN PRESS Panel vor einer Enteisung das Out Flow Valve (OFV) zu schließen war.

Bei einer Rauchentwicklung im vorderen oder hinteren Cargo Compartment war der jeweilige Feuerlöscher zu aktivieren, über einen mit der Beschriftung DISCH versehenen und mit einer roten Schutzklappe gesicherten Druckschalters am CARGO SMOKE Panel des Overhead Panel. Abb. 4 zeigt das CABIN PRESS Panel und CARGO SMOKE Panel.

Meteorologische Informationen

Laut der Routinewettermeldung (METAR) von 07:50 Uhr (06:50 UTC) herrschten folgende Wetterbedingungen:

  • Wind: 220° / 3kt
  • Bewölkung: ein bis zwei Achtel in 300 ft über Grund
  • Bodensicht: allgemein 2.500 Meter, im Südosten des Flughafens 550 Meter
  • Pistensichtweite (RVR): Piste 26L 500 m bis 2.000 Meter
  • Wettererscheinungen: einzelne Nebelschwaden
  • Temperatur: -13 °C
  • Taupunkt: -14 °C
  • Luftdruck (QNH): 1.016 hPa
  • Sonnenaufgang war um 07:55 Uhr.

Funkverkehr

Der Funkverkehr zwischen der Besatzung und München Apron, München Ground, sowie München Tower wurde aufgezeichnet und stand der BFU zur Auswertung zur Verfügung.

Angaben zum Flugplatz

Der Flughafen München verfügte über zwei parallel verlaufende je 4.000 m lange und 60 Meter breite Start- und Landebahnen in den Richtungen 083°/263°. Der Flughafen lag in einer Höhe von 1.487 ft AMSL. Zum Ereigniszeitpunkt war die Startrichtung 26 in Betrieb. Die Rollwege hatten eine Breite von 30 Metern.

Flugdatenaufzeichnung

Das Luftfahrzeug war mit einem Cockpit Voice Recorder (CVR) Honeywell SSCVR und einem Flugdatenschreiber (FDR) Honeywell SSFDR ausgerüstet. Beide Geräte wurden im Flugschreiberlabor der BFU ausgelesen.

Der FDR speicherte 845 Parameter bei einer Aufzeichnungsdauer von 26:34 Stunden. Der CVR zeichnete insgesamt fünf Kanäle auf, davon zwei mit 120 Minuten und drei mit 30 Minuten Dauer.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Schwere Störung ereignete sich auf der Enteisungsfläche DA14 ca. 160 m nördlich der Piste 26L. Das Luftfahrzeug stand mit dem Bugfahrwerk auf der Mittellinie des Rollweges, die Rumpfnase befand sich unmittelbar nördlich des CAT II/III Haltebalkens, etwa 7,5 Meter hinter der Markierung Deicing Hold.

Das Flugzeug war mit den Tragflächen im Bereich des Übergangs zu den Sharklets mit den Auslegern der beiden Enteisungsfahrzeuge kollidiert. Dabei wurde das Flugzeug an beiden Sharklets leicht beschädigt.

Die Fahrerhäuser der Enteisungsfahrzeuge befanden sich auf Höhe der jeweiligen Randmarkierung des Rollweges. Die Fahrzeuge waren seitlich um etwa 20° gekippt, sodass sie jeweils entweder auf den linken oder rechten Rädern standen. Abb. 5 zeigt die Position des Flugzeuges nach der Kollision. Abb. 6 zeigt einen Auszug aus der Datenaufzeichung des FDR.

Überlebensaspekte

Zur Zeit des Ereignisses waren die Fahrer der beiden Enteisungsfahrzeuge in der Arbeitskabine am Hydraulikarm ihres jeweiligen Fahrzeuges. Die Kabinen befanden sich in einer Höhe von ca. sechs Metern über Grund. Die Feuerwehr sicherte zunächst die Enteisungsfahrzeuge mit Stahltrossen ab. Anschließend wurden die beiden Fahrer aus den Kabinen geborgen.

Organisationen und deren Verfahren

Der Munich Airport Aircraft De-Icing Plan Winter Season 2015/2016 beinhaltete betriebliche Verfahren die zum Ziel hatten, sichere ordnungsgemäße und effiziente Enteisung von Luftfahrzeugen zu gewährleisten. Der De-Icing Plan war eine Ergänzung der im Luftfahrthandbuch (AIP) für den Flughafen München veröffentlichten Enteisungsverfahren.

Dieser Plan war zwischen der Flughafengesellschaft, der Flugsicherungsorganisation und dem Unternehmen, das die Flugzeugenteisung durchführte, abgestimmt.

In Kapitel 6 De-icing of jet-aircraft war unter anderem festgelegt:

When taxiing onto de-icing area assigned, pilot shall make sure, that the auxiliary power unit (APU) is switched off, flaps and slats are retracted and bleed air system is closed. The de-icing operation will commence after the pilot has confirmed, that parking brake is set and aircraft is ready for de-icing.

[…]

Es war zudem die Phraseologie festgelegt, die die Enteiser anzuwenden hatten.

Zusätzliche Informationen

Association of European Airlines

Die De-icing/Anti-icing Training Working Group der Association of European Airlines (AEA) arbeitet nach eigenen Angaben daran, sichere, ökonomische und allgemein gültige Standards und Verfahren für das Enteisen von Luftfahrzeugen zu entwickeln.

Die aktualisierten Empfehlungen wurden zuletzt in dem Papier AEA Training Recommendations and Background Information for De-Icing/Anti-Icing of Aeroplane on the Ground (12th Edition) im August 2015 veröffentlicht.

Das Dokument enthielt unter anderem Empfehlungen zur Kommunikation zwischen der Flugbesatzung und dem Enteisungspersonal. Es wurden Beispiele für die Kommunikation aufgeführt und darauf verwiesen, die ICAO-Standard-Phraseologie anzuwenden.

Die AEA hat zum 31.12.2016 sämtliche Aktivitäten eingestellt.

Society of Automotive Engineers

Die Society of Automotive Engineers (SAE International) entwickelt im Bereich der Luftfahrt Normen, die weltweit von Luftfahrzeugherstellern, Luftfahrtunternehmen und Behörden anerkannt und angewandt werden.

Bezüglich der Enteisung von Luftfahrzeugen wurde im Oktober 2016 das Document ARP6257TM veröffentlicht.

Das Dokument enthielt in Kapitel 3 Phraseology Empfehlungen zur Standardphraseologie für die Kommunikation zwischen Flugbesatzung und Enteisungspersonal. In dem Kapitel wurde zwischen Normal Operations und Abnormal Operations unterschieden. Der Abschnitt 3.2.2 Abnormal Operations führte Beispiele für Abnormal Occurrences auf und beschrieb zudem die Standardphraseologie für Interrupted Operations. Für den Fall eines Abbruchs der Enteisung durch die Flugbesatzung enthielt das Dokument keine Standardphraseologie.

Beurteilung

Allgemeines

Das Flugzeug wurde bei der Kollision leicht, die Enteisungsfahrzeuge schwer beschädigt. Aufgrund der nach dem Zusammenstoß entstandenen Schräglage der Enteisungsfahrzeuge war die Gefahr des Umkippens und daraus resultierend die Wahrscheinlichkeit einer schweren Verletzung der Bediener groß.

Die FDR-Daten zeigen, dass das Flugzeug sechs Sekunden nach dem Losrollen mit den Enteisungsfahrzeugen kollidiert war. Die Daten zeigen auch, dass das Luftfahrzeug mit geringer Geschwindigkeit rollte und dass unmittelbar nach der Kollision, die Radbremsen betätigt und dann die Parkbremse gesetzt wurden. Beide Piloten besaßen die für die Flugdurchführung vorgeschriebenen Lizenzen und Berechtigungen und waren mit jeweils über 1.000 Stunden auf dem Muster erfahren.

Handlungen von Personen

Die Besatzung war gerade damit beschäftigt, sich über die in der ATIS enthaltenen Informationen auszutauschen, als das Flugzeug an dem vorgegebenen Rollweg vorbeigerollte.

Aus den Datenaufzeichnungen des CVR ergibt sich, dass die Piloten bei der Vorbereitung des Flugzeuges zum Enteisen die Checkliste BEFORE DEICING schrittweise abarbeiteten. Trotz dieser schrittweisen Abarbeitung und der zusätzlichen Frage des PIC: „Confirma, ditching?“, betätigte der Copilot anstelle des DITCHING-Schalters, den Schalter des Feuerlöschsystems des Cargo Compartments.

Auf die Frage der Enteiser: „[…] are you ready for de-icing?“, hatte der PIC geantwortet: „Ah, hold on […]“. Obwohl der PIC nicht explizit bestätigt hatte: „ready for de-icing“, sondern zum Abwarten aufgefordert hatte, setzte der Enteiser die Kommunikation routinemäßig fort: „Okay, de-icing commences and ah we, make a two-step and ah anti-icing with type one fluid a hundred percent, I call you back.“ Mit den Worten: „So control, […], we need to go back to the parking.“, und: „We need to go back to the stand please. We have one problem“, wollte der PIC die Enteiser darüber informieren, dass eine Enteisung nicht mehr erforderlich sei, da das Flugzeug nicht abfliegen würde.

Die Antwort des Enteisers: „You have technical problems, we will wait“, zeigt nach Ansicht der BFU, dass dieser zwar die Information über das aufgetretene Problem verstanden hatte, jedoch nicht den bereits gefassten Entschluss des PIC zur Abstellfläche zurückzurollen. Er ging sehr wahrscheinlich davon aus, dass es lediglich eine Verzögerung des Beginns der Enteisung geben würde. Der PIC wiederum bemerkte nicht, dass die Worte des Enteisers: „we will wait“, anzeigten, dass seine Aufforderung nach Abbruch der Enteisung nicht vollständig verstanden wurde und dass die Fahrzeuge in ihren Positionen verbleiben würden.

Der PIC nahm dann wieder Funkkontakt mit dem Rolllotsen auf und teilte diesem seine Absicht mit, aufgrund des technischen Problems zurückzurollen. Der Rolllotse besprach daraufhin mit dem Platzverkehrslotsen das weitere Vorgehen. Nachdem die Besatzung auf die Frequenz von München Tower gewechselt hatte, erteilte der Platzverkehrslotse die Anweisung: „[…] as we talked about line up runway two six left, make a one eighty and vacate the runway via bravo one three“. Die Datenaufzeichnungen des FDR belegen, dass zunächst die Parkbremse gelöst und eine Sekunde danach die Leistungshebel beider Triebwerke nach vorn geschoben wurden. Bereits während die Besatzung die Anweisung des Losten noch über Funk bestätigte, setzte sich das Flugzeug in Bewegung. Die Geschwindigkeit erreichte innerhalb von etwa vier Sekunden einen Wert von ca. drei Knoten.

Die um 07:57:10 Uhr aufgezeichnete Änderung der Längsbeschleunigung von 0,2 g auf -0,15 g markiert die Kollision mit den Enteisungsfahrzeugen. Der PIC hatte dies nach seinen Angaben zunächst nicht einer Kollision zugeordnet, betätigte jedoch die Radbremsen und setzte die Parkbremse. Er erkannte später durch die Rufe des Enteisers die Situation.

Sicherheitsmechanismen

Im Rahmen dieser Untersuchung sollen unter dem Begriff „Sicherheitsmechanismen“ technische Systeme, Maßnahmen, Verfahren und Einrichtungen verstanden werden. Diese sollen die Auswirkungen auftretender technischer oder menschlicher Fehler im Sinne der Wahrung der Flugsicherheit minimieren.

Zur Vorbereitung des Flugzeuges für die Enteisung war ein Verfahren festgelegt, welches die Piloten mit der Abarbeitung der entsprechenden Checkliste umsetzen sollten. Als zusätzlicher Sicherheitsmechanismus gegen eine versehentliche Betätigung des DISCH-Schalters war dieser mit einer roten Schutzklappe (red guarded button) versehen. Die Zusammenarbeit der Piloten erfolgte routiniert. Die fehlerhafte Schaltung ist nach Ansicht der BFU auf Unkonzentriertheit sowohl bei dem ausführenden Copiloten als auch bei dem überwachenden PIC zurückzuführen. Möglicherweise hat auch die Ähnlichkeit der Beschriftung der Schalter DITCHING und DISCH eine Verwechselung begünstigt.

Fehlende ICAO-Standard-Phraseologie bei Enteisung

Auch wenn der am Flughafen München geltende Enteisungsplan Verfahrensbeschreibungen und Vorgaben für die durch die Enteiser bei der Kommunikation mit Piloten anzuwendende Phraseologie enthielt, hat der Enteiser die Bestätigung „ready for deicing“ von der Besatzung nicht konsequent eingefordert. Die Phraseologie des Enteisungsplans, wie auch die des AEA-Papiers, enthielten jedoch keine konkreten Vorgaben für die Kommunikation bei einem Abbruch der Enteisungsarbeiten. Der vorliegende Fall zeigt, dass weder Pilot noch Enteiser faktisch fehlerhafte Formulierungen verwendet haben.

Trotzdem haben beide Beteiligte die kommunizierten Informationen des jeweils anderen nicht in vollem Umfang verstanden, sondern stattdessen mit dem eigenen mentalen Bild der Situation in Übereinstimmung gebracht (Confirmation Bias). Auch wenn bei Enteisungsunternehmen, wie auch bei Luftfahrtunternehmen die Bedeutung standardisierter Kommunikation grundsätzlich erkannt und deren Anwendung akzeptiert war, gab es jedoch für den Bereich Enteisung keine gleichermaßen für Piloten und Enteiser geltende, umfassende ICAO-Standard-Phraseologie. Somit war die Wahrscheinlichkeit für kommunikative Missverständnisse erhöht.

Kontrollblick

Aus den Aufzeichnungen des CVR ergibt sich, dass keiner der beiden Piloten verbal die Hindernisfreiheit im Bereich der Tragflächen, beispielsweise mit den Worten: „left“, bzw „right side is clear“, bestätigt hat. Entgegen den Angaben des PIC, die Besatzung habe vor dem Anrollen nach rechts und links geschaut und dabei kein Hindernis bemerkt, ist die BFU davon überzeugt, dass keiner der beiden Piloten direkt in Richtung der Enteisungsfahrzeuge geblickt hat. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Piloten in dieser Phase ihre Aufmerksamkeit auf den vor ihnen liegenden Bereich der Start- und Landebahn konzentrierten, in den sie rollen würden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war das Thema Enteisung für die Piloten mental bereits erledigt, da das Flugzeug nicht mehr abfliegen sollte. Dies führte dazu, dass im vorliegenden Fall der Sicherheitsmechanismus des Kontrollblicks nicht effektiv war.

Schlussfolgerungen

Die Schwere Störung ist darauf zurückzuführen, dass:

  • es in der Kommunikation über den Abbruch des Enteisungsvorgangs zwischen dem PIC und den Enteisern zu Fehlinterpretationen kam und
  • keiner der beiden Piloten direkt vor dem Losrollen sich von der Hindernisfreiheit überzeugte.

Zu der Schweren Störung hat das Fehlen einer für Piloten und Enteiser gleichermaßen standardisierten Phraseologie beigetragen.

Sicherheitsempfehlungen

Maßnahmen der Enteisungsfirma

Nach Angaben der Enteisungsfirma hat diese nach dem Ereignis als Sofortmaßnahme festgelegt, dass die Enteisungsfahrzeuge parallel zur Flugzeuglängsachse positioniert werden sollen, um ein Kippen der Fahrzeuge bei einer Kollision zu vermeiden.

Sicherheitsempfehlungen der BFU

Die BFU hat folgende Sicherheitsempfehlung herausgegeben:

BFU SE Nr. 07/2017

Um das Risiko von Missverständnissen im Funksprechverkehr zu verringern, sollte die Society of Automotive Engineers (SAE International) das Papier Aircraft Ground De/Anti-Icing Communication Phraseology for Flight and Ground Crews (ARP6257TM) ergänzen.

Der Abschnitt 3.2.2 Abnormal Operations sollte um Empfehlungen zur Standardphraseologie für Piloten und Enteisungspersonal bezüglich einer eineindeutigen Kommunikation für den Fall eines Abbruchs einer Enteisung ergänzt werden.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, in Ortszeit. Quelle und Bilder, wenn nicht anders angegeben: BFU.

Anschlussflüge bei Ryanair über Porto in Betrieb

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Ryanair hat vermeldet, dass der Service für Anschlussflüge am Flughafen Porto in Betrieb genommen wurde. Ryanair-Kunden können somit aus einer größeren Auswahl an Verbindungen wählen und haben zudem die Möglichkeit, Anschlussflüge zu buchen und in diese direkt umzusteigen. Nach dem erfolgreichen Start der Umsteigeverbindungen in Rom Fiumicino und Mailand Bergamo ergeben sich somit Anschlussflüge für 20 ausgewählte neue Strecken via Porto. Man kann direkt zu Anschlussflügen umsteigen, ohne „an Land zu gehen“ und aufgegebenes Gepäck direkt zum Zielort transportieren lassen. Beide Flüge erhalten dann eine Buchungsnummer.

Die Auswahl von 20 neuen Verbindungen im Anschluss, ohne erneut einchecken zu müssen, soll dabei noch ausgebaut werden.

Von Via Ziele
Barcelona Porto Faro, Lissabon, Ponta Delgada, Terceira
Bologna Porto Faro
Brüssel Zavantem Porto Faro, Ponta Delgada
Dortmund Porto Lissabon
Düsseldorf Weeze Porto Lissabon, Ponta Delgada
Madrid Porto Lissabon
Mallorca Porto Lissabon
Mailand Malpensa Porto Lissabon
Mailand Bergamo Porto Faro, Ponta Delgada, Terceira
Memmingen Porto Lissabon
Nürnberg Porto Faro
Valencia Porto Faro, Lissabon

Airlebnis mit Ski-Simulator am DUS

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt und für viele Familien mit Kindern geht es in den Winterurlaub. Auch das erste „Familien Airlebnis“ am Düsseldorfer Flughafen in diesem Jahr steht unter diesem Motto. Am Sonntag, 07. Januar, gibt es von 11:00 bis 18:00 Uhr auf der Abflugebene allerhand zum Ausprobieren, Spielen und Entdecken. Der Eintritt ist frei. Ein letztes Mal in dieser Saison öffnet am ersten Januarwochenende die 300 Quadratmeter große Eisbahn ihre Pforten. Schlittschuhe und Helme können kostenfrei direkt vor Ort ausgeliehen werden. Wer seine eigenen Schlittschuhe mitbringt, kann sie vor Ort noch schleifen lassen, damit dem Gleiten durch das Terminal nichts im Weg steht. Die Laufzeiten sind Samstag und Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr, ab 16:00 Uhr steigt jeweils die große Eisdisco.

Für die jüngeren Kinder bietet der Flughafen ebenfalls viele Unterhaltungsmöglichkeiten, etwa eine Hüpfburg, Kinderschminken oder die Kleinkinder-Spielfläche.

Ski-Simulator zum Üben

Wer sich in anderen Wintersportarten üben will, ist am Ski-Simulator oder beim Snowboard-Rodeo am Sonntag richtig. Bei letzterem besteht die Kunst darin, auf dem sich drehenden Snowboard das Gleichgewicht zu halten und möglichst nicht auf die weich federnde Matte zu plumpsen. Dasselbe gilt beim Rentier-Rodeo. Nur sitzen die „Cowboys“ hierbei eben auf einem bockenden, mechanischen Rentier.

Etwas ruhiger, aber nicht weniger spannend, geht es am Ice-Cube-Shuffle zu. Bei diesem Spiel wählt jeder Spieler zu Beginn einen Rieseneiswürfel aus. Nun muss man, ähnlich wie beim Curling, die gegnerischen XXL-Eiswürfel von der Spielbahn schieben, oder die eigenen, gut Platzierten, schützen.

Großes Theater für die Kleinen

Das Kindertheater führt mehrfach am Tag das Stück „Watuschek macht Winterurlaub“ auf und in der Bastelecke entstehen selbstgestaltete Tassen. Auch der Kinderwagen-Verleih Mami Poppins ist wieder mit dabei und verleiht kostenlos – gegen ein Pfand und solange der Vorrat reicht – seine Wagen.

Auch in diesem Jahr können die Besucher wieder Stempel in ihrem Airlebnis Pass sammeln und am Jahresende mit ein wenig Glück gegen tolle Gewinne einlösen. Bei jedem Familien Airlebnis gibt es einen Stempel – und je mehr Stempel im Pass sind, desto höher fällt der Gewinn aus. Mitmachen lohnt sich in jedem Fall, denn bereits ab einem Stempel wird eine VIP-Betreuung für eine Reise für vier Personen durch den VIP-Service des Flughafens verlost. Wer mehr Stempel sammelt, kann Reisegutscheine im Wert von 2.000 und sogar 4.000 Euro gewinnen, mit denen ein Urlaub im Reisemarkt des Flughafens frei nach den eigenen Vorlieben zusammengestellt werden kann.

Prgramm am „Familien Airlebnis“

  • Freier Eintritt zur Flughafenterrasse. Aufgrund der gestiegenen Sicherheits-Anforderungen ist der Besuch der Flughafenterrasse nur noch nach Passieren einer Sicherheitskontrolle möglich. Hier kann es zu längeren Wartezeiten kommen
  • Airport Rallye: Den Flughafen erkunden und tolle Preise gewinnen
  • „Sie buchen. Wir zahlen“: Gewinnen Sie Ihre am Airlebnis im Reisemarkt gebuchte Reise
  • Kinderbetreuung: Die Kleinen (drei bis elf Jahre) vergnügen sich bei der kostenlosen Kinderbetreuung, die Großen genießen den Airport
  • Shoppen, Genießen und Verreisen auch sonntags in über 60 Shops, Bars und Restaurants und über 40 Reisebüros
  • Gastro-Specials für Kinder & Familien
  • Shopping-Parkspecial an allen Wochenenden und NRW-Feiertagen

Flughäfen stemmen die EASA-Zertifizierung

Im Flug­ha­fen­ver­band ADV sind die gro­ßen Flug­hä­fen aus Deutsch­land, Öster­reich, Ungarn und der Schweiz zusam­men­ge­schlos­sen. Nach vier Jah­ren inten­si­ver Arbeit haben alle Flug­hä­fen im ADV-Verbund frist­ge­recht zum Jah­res­ende 2017 die Zer­ti­fi­zie­rung nach dem höchs­ten euro­päi­schen Sicher­heits­stan­dard erhal­ten. Das Zer­ti­fi­kat der Euro­päi­schen Agen­tur für Flug­si­cher­heit (EASA) bestä­tigt, dass der Betrei­ber des Flug­ha­fens und die Flug­ha­fen­in­fra­struk­tur alle Anfor­de­run­gen an die Betriebs­si­cher­heit, die Betriebs­or­ga­ni­sa­tion und die Betriebs­füh­rung erfül­len. Mit der EASA-Zertifizierung wurde ein euro­päi­sches Mega-Projekt auf den Weg gebracht. Für die Flughäfen in Deutsch­and, Öster­reich, Ungarn und der Schweiz musste mit den Luft­fahrt­be­hör­den ein kom­plett neues euro­päi­sches Safety-Regime zu ent­wi­ckeltn und umgeset­zt werden.

Dies sei nun an allen Flug­hä­fen gelun­gen. Die inten­sive Zusam­men­ar­beit zwi­schen Flug­hä­fen und den zustän­di­gen Lan­des­luft­fahrt­be­hör­den war ent­schei­dend für die EASA-Zertifizierung. Flughafen- und Behör­den­ver­tre­ter haben sich regel­mä­ßig über Best-Practices bei der Umset­zung der EASA-Standards aus­ge­tauscht.

Sicher nach europaweiten Standards

Die EASA defi­niert ver­bind­li­che Vor­ga­ben, etwa die Abstände zwi­schen den Roll­we­gen und der Start- und Lan­de­bahn. Glei­ches gilt für die Stan­dar­di­sie­rung von orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­ga­ben und Pro­zes­sen. Erwähnt seien die Sicher­stel­lung von Mit­ar­bei­ter­qua­li­fi­ka­tio­nen sowie die Orga­ni­sa­tion bei Feu­er­wehr­ein­sät­zen oder einer Schnee­räu­mung. Sowohl die Orga­ni­sa­tion des Manage­ments als auch die Flug­ha­fen­in­fra­struk­tur und alle tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen stan­den in der Vor­be­rei­tungs­phase der EASA-Zertifizierung auf dem Prüf­stand.

Mit der Zer­ti­fi­zie­rung wird bescheinigt, dass Pro­zesse, tech­ni­sche Anla­gen und die betrieb­li­che Orga­ni­sa­tion an allen euro­päi­schen Air­ports einem euro­pa­weit ein­heit­li­chen Stan­dard genügen. In Deutsch­land wurde die­ser Erfolg insbesondere durch die Landes­luftfahrtbehörden abge­si­chert, die mit ihrem Sach­ver­stand unter der Beglei­tung des BMVI die bestehende Geneh­mi­gungs­lage mit den EASA-Vorgaben abge­gli­chen haben. Aus­drück­lich dankte der ADV allen Behör­den­ver­tre­tern für die geleis­tete Arbeit.

Fraport im Betrieb brasilianischer Flughäfen

Ab sofort übernimmt Fraport Brasil den Betrieb der beiden brasilianischen Flughäfen „Pinto Martins“ in Fortaleza und „Salgado Filho“ in Porto Alegre. Fraport Brasil ist eine Tochtergesellschaft der Fraport AG und befindet sich zu hundert Prozent im Besitz des Frankfurter Flughafenbetreibers. Der Betriebsübernahme durch Fraport Brasil war eine vertraglich vereinbarte Übergangsphase vorausgegangen, in der die beiden Flughäfen noch gemeinsam mit der bisherigen staatlichen Betreibergesellschaft Infraero geführt wurden. Im März 2017 hatte Fraport den Zuschlag für die Konzession der beiden Flughäfen bei einem öffentlichen Bieterverfahren erhalten, das im Rahmen der dritten Runde des Flughafen-Privatisierungsprogramms der brasilianischen Regierung für insgesamt vier Flughafenkonzessionen abgehalten worden war.

An den beiden Standorten Fortaleza und Porto Alegre sollen Investitionen von jeweils rund 600 Millionen Reais für Infrastruktur- und Ausbaumaßnahmen durch Fraport Brasil getätigt werden. Damit ist der Fraport allein in Südamerika an drei Standorten vertreten und weltweit an insgesamt 30 Flughäfen aktiv. In Fortaleza und Porto Alegre soll jeweils die Aufenthaltsqualität für Fluggäste zu verbessert und dabei auch die Bedeutung der beiden Flughäfen als Wirtschafts- und Standortfaktor für alle beteiligten Stakeholder sowie die jeweiligen Regionen gesteigert werden.

Flughafen: Ausbau als Schub für die Region

Auch die Geschäftsführerin (CEO) von Fraport Brasil, Andreea Pal, zeigte sich anlässlich der Betriebsübernahme zuversichtlich: „Wir sind überzeugt vom großen Potential der beiden Flughäfen in Fortaleza und Porto Alegre. Daher wollen wir unsere Bemühungen vor allem darauf richten, die Attraktivität der beiden Flughäfen weiter zu steigern. Dies werden wir durch eine kontinuierliche Verbesserung der Infrastruktur und der operativen Prozesse erreichen.“

Fraport Brasil hat für die beiden Flughäfen eigene Betreibergesellschaften gegründet: „Fraport Brasil Fortaleza“ verfügt über einen Konzessionsvertrag für den Flughafen Fortaleza im Bundesstaat Ceará mit einer Laufzeit von 30 Jahren; der Konzessionsvertrag für „Fraport Brasil Porto Alegre“ zum Betrieb des Flughafens Porto Alegre im Bundesstaat Rio Grande do Sul ist auf 25 Jahre ausgelegt. Beide Standorte trennen rund 3.200 km Luftlinie (oder 4.200 Straßenkilometer) entlang der brasilianischen Atlantikküste.

DFS 25 Jahre privat und Profi beim Wandel der Luftfahrt

1993 begann in der Geschichte der deutschen Flugsicherung ein neues Kapitel: Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, ein privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen in 100% Bundesbesitz, nahm ihre Arbeit auf. Sie war aus der „Bundesanstalt für Flugsicherung“ hervorgegangen, die 40 Jahre lang den Flugverkehr in Deutschland kontrolliert hatte.

Die Reform der Flugsicherung kann zu Recht als Erfolg gelten. „Es war die richtige Entscheidung, der DFS eine privatwirtschaftliche Struktur zu geben, um auf das sich damals abzeichnende große Wachstum im Luftverkehr flexibel reagieren zu können“, sagt der Vorsitzende der DFS-Geschäftsführung, Prof. Klaus-Dieter Scheurle. „Über die Grenzen Deutschlands hinaus ist die DFS in Bezug auf Sicherheit, Kompetenz, Leistungsfähigkeit und Effektivität weltweit anerkannt.“

5.000.000.000 Passagiere im Luftverkehr

Aufgabe der DFS ist es, für einen sicheren, flüssigen und pünktlichen Flugverlauf zu sorgen und dabei auch Umweltgesichtspunkte wie die Vermeidung von Fluglärm zu beachten. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Tower an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Die DFS finanziert sich hauptsächlich aus Flugsicherungsgebühren und erwirtschaftete 2016, zusammen mit ihrem Drittgeschäft, Umsatzerlöse in Höhe von 1,2 Milliarden Euro.

Seit der Gründung der DFS sind die Verkehrszahlen in Deutschland stark angestiegen. 1993 war das Unternehmen für 1,8 Millionen Flugbewegungen jährlich zuständig. Inzwischen hat sich deren Zahl nahezu verdoppelt: Im Jahr 2017 wurden über 3,2 Millionen Flüge im deutschen Luftraum gezählt – so viele wie nie zuvor. Zugleich hat die DFS über die 25 Jahre hinweg eine hervorragende Safety-Bilanz vorzuweisen. „Wir sind sehr stolz darauf, in einem der komplexesten Lufträume der Welt ein so konstant hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten“, sagt CEO Prof. Scheurle. „Das ist ein bedeutsamer Qualitätsnachweis für die Arbeit unserer Fluglotsen, für unsere hochwertige Ausbildung und für unsere fortschrittliche und zuverlässige Technik.“

Fluglotsen gesucht

In den 25 Jahren ihres Bestehens hat die DFS dazu beigetragen, dass mehr als fünf Milliarden Flugpassagiere sicher ans Ziel kamen. Das geht nur mit qualifiziertem Personal: Seit Gründung der DFS wurden rund 2300 Fluglotsen an ihrer Flugsicherungsakademie ausgebildet. Um geeignete Kandidaten für diesen anspruchsvollen Beruf zu finden, mussten die DFS-Experten in den vergangenen 25 Jahren rund 70.000 Bewerbungen bearbeiten. Der Bedarf an Lotsen-Nachwuchs ist unverändert hoch: Um das Verkehrswachstum der nächsten Jahre bewältigen zu können, werden im Jubiläumsjahr 120 Fluglotsen ihre Ausbildung beginnen. In den nächsten Jahren plant die DFS mit ähnlichen Ausbildungszahlen.

Die DFS investiert nicht nur in ihr Personal, sondern auch in modernste Flugsicherungssysteme und Flugsicherungsinfrastruktur. Erst Ende 2017 hat das Unternehmen in der Kontrollzentrale in Karlsruhe das neue Flugsicherungssystem iCAS in Betrieb genommen. Es ist schneller und leistungsfähiger als sein Vorgänger und wird nun Schritt für Schritt in allen DFS-Kontrollzentralen eingeführt. Außerdem erneuert und modernisiert die DFS derzeit ihre Radar- und Navigationsanlagen sowie die Flugfunk-Infrastruktur.

Vorreiter der zivil-militärischen Kooperation

Mit ihrer Gründung übernahm die DFS nicht nur die Kontrolle über die zivile Luftfahrt, sondern auch die überörtliche militärische Flugverkehrskontrolle. Die DFS ist in Friedenszeiten für den militärischen Flugbetrieb zuständig, die Luftwaffe der Bundeswehr selbst übernimmt nur noch die Kontrolle an den jeweiligen Fliegerhorsten sowie der taktischen Flugübungen. Ansonsten werden militärische wie zivile Flüge vom selben Lotsen kontrolliert.

Mit dieser Art der zivil-militärischen Integration war die DFS Vorreiter in Europa. In Zeiten, in denen die Luftwaffe militärische Übungsgebiete nicht benötigt, werden diese der zivilen Luftfahrt überlassen. Diese flexible Nutzung des Luftraums hat dazu beigetragen, den Platz für das enorme Verkehrswachstum der vergangenen 25 Jahre zu schaffen.

Herausforderung Europa

Die von der Europäischen Kommission 2004 ausgerufene Initiative „Single European Sky“ (SES) brachte für das Unternehmen viele Veränderungen. Insbesondere gibt es seit 2012 europaweit festgesetzte Leistungsziele für Sicherheit, Kapazität, Umwelt und Kosteneffizienz. Die Höhe der Flugsicherungsgebühren richtet sich also nicht mehr nach den tatsächlichen Kosten, sondern wird der DFS seither auf Basis von prognostizierten Verkehrszahlen für einen bestimmten Zeitabschnitt vorgegeben.

Auf diese veränderten Rahmenbedingungen hat die DFS reagiert. „Unter der Überschrift ‚Fünf-Punkte-Programm‘ haben wir eine breit angelegte Strategie erarbeitet. Eine zentrale Rolle spielen dabei Maßnahmen für eine exzellente Unternehmenskultur, denn die Motivation unserer Mitarbeiter ist für die DFS von höchster Bedeutung“, sagt Prof. Scheurle.

Technik und Geschäft – neu in London

Um ihre Produktivität und Kapazität zu steigern, setzt das Unternehmen in seiner Strategie auf fortschrittliche Technik. Dazu gehört nicht nur die Einführung des neuen Flugsicherungssystems iCAS: Unter anderem entwickelt die DFS derzeit im Projekt „Remote Tower Control“ ein System, um in Zukunft den Flugverkehr an den drei kleinsten Flughäfen – Saarbrücken, Erfurt und Dresden – künftig zentral von Leipzig aus kontrollieren zu können.

Außerdem hat sie die Zahl ihrer Mitarbeiter um 700 Beschäftigte auf 5.400 reduziert. „Da Flugverkehr ein internationales Geschäft ist, das auch durch EU-Organe stark beeinflusst wird, setzt die Strategie ferner auf eine optimale Einbindung des Unternehmens in rechtliche und technologische Entwicklungen Europas, die für die die Flugverkehrskontrolle relevant sind“, sagt Prof. Scheurle.

Ein weiterer Bestandteil des Fünf-Punkte-Programms ist der Ausbau des Drittgeschäfts. Anfang 2017 hat die DFS ihr preisfinanziertes Geschäft gebündelt und das Tochterunternehmen DFS Aviation Services GmbH (DAS) gegründet. Die DAS vermarktet weltweit die Produkte und das Know-how der DFS und ist darüber hinaus für die Flugverkehrskontrolle an neun deutschen Regionalflughäfen verantwortlich. Seit dem Frühjahr 2016 ist die britische DFS-Tochtergesellschaft Air Navigation Solutions Ltd. für die Flugsicherungsdienstleistung an Londons zweitgrößtem Flughafen Gatwick zuständig. Im April 2018 wird sie außerdem die Kontrolle des Flugverkehrs in Edinburgh übernehmen.

Kontinuität und Innovation bleiben Erfolgsfaktoren

Für den DFS-CEO bleiben Kontinuität und Innovationskraft die entscheidenden Erfolgsfaktoren: Sie sind der Orientierungsrahmen, an dem sich das Unternehmen auch künftig ausrichtet. „Die DFS-Gruppe ist gut positioniert. Viele Maßnahmen, die unsere Zukunftsfähigkeit sichern, sind auf den Weg gebracht. Auf der technischen Seite sehe ich uns gut vorbereitet für die Anforderungen der nächsten Jahre. Und ich bin zuversichtlich, dass wir in der DFS auf die fundamental neuen Anforderungen, beispielsweise die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung, die auf die Luftfahrt zukommen, hervorragend eingestellt sind. Wir sind und bleiben eine angesehene und technologisch führende Flugsicherungsorganisation, die allen nationalen und internationalen Anforderungen gerecht wird“, sagt Prof. Scheurle.

Einige Stationen der DFS Flugsicherung

  • Titelbild, rechts: Die Kontrollzentrale in Karlsruhe wird umgebaut und erweitert. Von dort aus kontrolliert die DFS den Flugverkehr im oberen Luftraum (1996). Links: Kontrollzentrale in Karlsruhe (2017). Flugsicherungssystem der Zukunft seit November 2017 in Betrieb: Hier wird der Verkehr im oberen Luftraum mit dem System iCAS kontrolliert. iCAS ist eine europäische Gemeinschaftsentwicklung, um Flugsicherungssysteme zu vereinheitlichen. Das gilt nicht nur in Europa, sondern auch für die DFS an sich: In den kommenden Jahren will die DFS iCAS Schritt für Schritt auch in allen Kontrollzentralen des unteren Luftraums einführen.
  • DFS-Geschäftsführer Dieter Kaden mit Technik-Geschäftsführer Peter Waldinger (vorne) in der Kontrollzentrale Berlin-Tempelhof, diese ging im November 1994 in Betrieb.
  • Fluglotsen bei der Ausbildung an der Flugsicherungsakademie in Langen (1995).
  • Die Radaranlage Auersberg startet mit erneuerter Technik. Im Rahmen eines 1995 begonnenen, groß angelegten Programms modernisiert die DFS ihre Radaranlagen im gesamten Bundesgebiet. Sie liefern den Fluglotsen die Daten, wo sich die Flugzeuge im deutschen Luftraum befinden (1997).
  • Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann (rechts) zu Besuch bei der DFS, links neben ihm der langjährige DFS-Sprecher Axel Raab (1998).
  • Der neue Tower am Flughafen Düsseldorf – er ist mit einer Höhe von 85 Metern der höchste Turm der DFS – geht in Betrieb (2002).
  • Im Betriebsbüro der Flugberatung (Aeronautical Information Service, AIS) in Frankfurt-Rödelheim. Das dortige AIS-Centre löste im Jahr 2003 die AIS-Stationen ab, wie es sie bis dahin an den internationalen Flughäfen gab.
  • Mit einem neu gegründeten Tochterunternehmen „The Tower Company“ bietet die DFS Flugsicherungsdienstleistungen für Regionalflughäfen an, seit der deutsche Gesetzgeber sich entschieden hat, an kleinen Flughäfen den Markt zu öffnen und Konkurrenz zuzulassen. Der Flughafen Dortmund wird erster Airport mit „The Tower Company“, die bald die verkehrsreichsten Regionalflughäfen zu ihren Kunden zählt. Mittlerweile hat die DFS ihr Drittgeschäft mit der 2017 gegründeten DFS Aviation Services GmbH neu geordnet. Sie ist auch für die Kontrolle des Flugverkehrs an neun Regionalflughäfen verantwortlich (2005).
  • Zur Fußball-WM 2006 landen zahlreiche Flugzeuge in Berlin: Auf dem Flughafen Tempelhof herrscht so viel Verkehr wie nie zuvor. Zwei Jahre später wird der traditionsreiche Airport geschlossen (2006).
  • Im Jahr 2007 kontrolliert die Deutsche Flugsicherung erstmals mehr als 3.000.000 Flüge im deutschen Luftraum. Die Grafik zeigt die Flugspuren von nur einem Tag: Sinkflüge sind grün, Steigflüge rot. Die blauen Linien zeigen Flugspuren in gleichbleibender Höhe.
  • Die DFS erhält den Zuschlag für die Kontrolle des Flugverkehrs am Londoner Flughafen Gatwick. Im Frühjahr 2016 löst sie dort mit ihrer Tochtergesellschaft „Air Navigation Solutions Ltd.“ die britische Flugsicherung NATS ab. London-Gatwick ist weltweit der verkehrsreichste Flughafen mit nur einer Piste. Zu Spitzenzeiten werden hier bis zu 950 Starts und Landungen an einem Tag gezählt. Zum 01. April 2018 wird die ANS außerdem den Flugverkehr am schottischen Flughafen Edinburgh kontrollieren (2014).

Neue Hubschrauber bei DRF Luftrettung im Dienst

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Über fünf Mal am Tag werden die beiden in Halle stationierten Hubschrauber der DRF Luftrettung im Schnitt alarmiert. Dies zeigt: „Christoph Sachsen-Anhalt“ und „Christoph Halle“ werden gebraucht in der Region.

Kürzlich hatte die DRF Luftrettung den Zuschlag erhalten, die Luftrettung in Halle auch in den kommenden sechs Jahren weiter zu führen. Jetzt fand der damit verbundene Hubschrauberwechsel statt und die H135 ersetzt die bisher als „Christoph Halle“ eingesetzte BK 117. Die H145 ist als „Christoph Sachsen-Anhalt“ in Dienst gegangen und hat das bisherige Hubschraubermuster EC 145 abgelöst.

Neue H135 in der Flotte

Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung, freut sich, in Halle bundesweit einen der ersten beiden Hubschrauber des Typs H135 in Betrieb nehmen zu können. Die hochmoderne Maschine ist mit einem Glascockpit ausgerüstet, dem werden Piloten alle wichtigen Flugdaten auf großen Bildschirmen angezeigt. Zusammen mit dem Vier-Achsen-Autopiloten und einem Anti-Kollisions-System bewirkt diese Modernisierung der Flotte auch noch mehr Sicherheit im Einsatz. 

DRF Station Halle

„Christoph Sachsen-Anhalt“ ist der einzige Intensivtransporthubschrauber in Sachsen-Anhalt, der rund um die Uhr einsatzbereit ist. Er ist tagsüber mit einem, nachts mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten/Notfallsanitäter besetzt. Zusätzlich ist an der Station mit „Christoph Halle“ ein weiterer Hubschrauber stationiert, der täglich von Sonnenaufgang (jedoch nicht vor 07:00 Uhr) bis Sonnenuntergang einsatzbereit ist.

Beide Hubschrauber sind mit allen medizintechnischen Geräten ausgestattet, die für eine optimale Patientenbetreuung notwendig sind. Bei Bedarf werden sie auch in der Notfallrettung als schneller Notarztzubringer und für den Transport von Notfallpatienten in Kliniken eingesetzt. Auf den Fotos: Die H 135 (Titelbild) ersetzt die bisher als „Christoph Halle“ eingesetzte BK 117. Die H145 ist als „Christoph Sachsen-Anhalt“ in Dienst gegangen und hat das bisherige Hubschraubermuster EC145 abgelöst.

Aktuell Flugausfälle am Fraport wegen IT-Problemen

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Flugausfälle am Fraport. Wie der Betreiber des Frankfurter Flughafens mitteilt, kommt es am heutigen Dienstag aufgrund einer IT-Störung FRA zu Verspätungen und vereinzelten Flugausfällen. Über Hintergründe, Ursachen oder welche Flüge / Gates betroffen sind, machte der größte Flughafen Deutschlands bisher keine Angaben. Stattdessen sollen Fluggäste den Flugstatus vorab über online-Infos der Fluggesellschaften oder telefonisch prüfen. Auch Fraport selbst hat eine Hotline eingerichtet.

Informationen rund um den Abflug erhalten Flugreisende dort unter 01806-FRAINFO (01806-3724636, Festnetzpreis 0,20 Euro pro Anruf).

CS300 für EgyptAir, Beechcraft für Flugschule in Ägypten

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EgyptAir hat beim kanadischen Hersteller Bombardier Commercial Aircraft 12 Flugzeuge der neuen Familie CS fest bestellt. Dem Dutzend CS300 kommen nochmals 12 Optionen für das größere Modell aus der C-Serie hinzu.

EgyptAir setzt mit dem Geschäft ein Letter of Intent (LOI) von der diesjährigen Dubai Air Show um. Die CS300 passe mit ihrem Profil genau in die Wachstumsstrategie der Airline. Nach Listenpreisen hat der Kauf der CS300 Airliner einen Wert von 1,1 Mrd. US-Dollar. Die C-Serie ist ein völlig neu entwickeltes Flugzeug im unteren Bereich der Flugzeuge mit Standardrumpf. Das Programm suchte allerdings dringend weitere Auftraggeber und steht mittlerweile unter der Ägide von Airbus.

Neue Flugzeuge für agyptische Piloten

Auch wurde kürzlich bekannt, dass die Pilotenschule in Agypten neue Trainingsflugzeuge beschafft. Die seit 1932 bestehene Egyptian Aviation Academy betreibt eine Flotte von Cessna Citation Mustang, Cessna Skyhawk 172 und Beechcraft Bonanza G36 sowie zweimotorige Baron G58 mit 600 PS. Jetzt wurden noch einmal zwei Beechcraft Baron G58 und zwei Beechcraft Bonanza G36 in Auftrag gegeben, wie der Mutterkonzern Textron Aviation Inc. bekannt gab.

Punktlandung auf die 2.000.000 am Flughafen Dortmund

Der Dortmunder Flughafen hat sein Ziel für das Jahr 2017, die Zwei-Millionen-Passagiergrenze zu überschreiten, erreicht. Passagierzahlen über zwei Millionen wurden am Dortmund Airport zuletzt vor zehn Jahren verbucht.

Pünktlich zum Jahreswechsel konnten Flughafengeschäftsführer Udo Mager und Guido Miletic, Leiter Marketing & Sales, Karina Grimm, die nach den Weihnachtsfeiertagen bei ihren Eltern in Arnsberg mit Eurowings zurück nach München flog, als zweimillionsten Passagier begrüßen und ihr mit einem Reisegutschein der Fluggesellschaft gratulieren.

Der Meilenstein am DTM knüpft an das Spitzenjahr vor der Krise 2008 an. An der Nummer Drei unter den NRW-Verkehrsflughäfen ist es trotz einiger Unwägbarkeiten und Herausforderungen, wie die Einstellung der Palma-Verbindung durch die Inselvonz der airberlin mit dem Winterflugplan 2014/2015 gelungen, mit 2.000.701 Passagieren auf den Wachstumspfad zurückzukehren.

Überraschend viele Reiseziele

Angeschoben wurde das Wachstum in 2017 insbesondere durch die Neuverkehre nach Varna, Thessaloniki, Hurghada und Wien in der zweiten Jahreshälfte. Gepaart mit dem erhöhten Fluggastaufkommen auf bestehenden Routen und einer erhöhten Frequenz auf einigen Strecken konnte der Dortmund Airport so ein Passagier-Plus zum Jahresende erzielen, das bei rund vier Prozent liegt.

Einen wichtigen Beitrag zu diesem Erfolg hat unter anderem die ungarische Airline Wizz Air geleistet. Der Airline-Partner bedient Top-Destinationen des Dortmunder Flughafens wie Kattowitz und Budapest, die sowohl von Geschäfts- als auch Privatreisenden häufig angeflogen werden. Vier weitere Ziele kommen zur Destinationskarte in 2018 hinzu: Ab Sommer werden die ukrainischen Städte Charkiw und Lemberg, Iasi in Rumänien sowie Posen in Polen die Liste der Wizz Air-Ziele ergänzen und damit den Wachstumstrend weiter verstärken. Und auch Eurowings hat erklärt, den Platz Zwei in Dortmund weiter ausbauen und wachsen zu wollen.

Auf dem Bild: Flughafengeschäftsführer Udo Mager (links) und Guido Miletic (rechts) begrüßen Karina Grimm (Mitte) als zweimillionsten Fluggast am Dortmund Airport.

Airbus erhält Betsellung über 605 Flugzeuge der A320-Familie

Airbus vermeldet zum Jahresende nochmal einen Sprint bei den Flugzeugbestellungen. Von mehreren Auftgraggebern, darunter Airlines wie auch Flugzeug-Leasinggebern, gab es Aufträge für hunderte Flugzeuge. Besonders heraus sticht dabei eine Einzelbestellung über 430 Flugzeuge der A320-Familie.

Zunächst wurde noch letzte Woche die Einigung mit Pegasus Airlines, dem führenden Low-Cost-Carrier (LCC) in der Türkei bekannt. Die Fluggesellschaft hat eine Bestellung über 25 Flugzeuge der A321neo in der Konfiguration ACF (Airbus Cabin Flex) aufgegeben, dazu stehen schon 18 A321neo und 57 A320neo auf der Liste. Somit bekommt allein Pegasus Airlines insgesamt 100 Airbusse der A320 Familie. Die erste Bestellung 2012 über 100 Flugzeuge war damals schon der größte Kauf in der türkischen Luftfahrt. Ende 2016 kam das erste Flugzeug und es wurden 25 Optionen in feste Bestellungen umgewandelt.

Die A321neo ACF führen Verbesserungen unter anderem auch am Rumpf ein, die es ermöglichen, den Platz in der Kabine besser zu nutzen und mehr Tankkapazität unter dem Gang zu realisieren. Damit erreicht die A321neo eine im Segment unübertroffene Reichweite von 4.000 Nautischen Meilen, tauglich für transatlantische Routen.

Viva Air Group modernisiert Flotte

Einem Memorandum Of Understanding (MOU) von der Le Bourget Paris Airshow im Juni hat die zur Irelandia Aviation gehörende Viva Air, eine LCC aus Lateinamerika, sich mit Airbus über den Kauf von 50 A320 geeinigt. Genauer sollen es 35 Flugzeuge der A320neo und 15 A320ceo sein. Die Flugzeuge werden unter dem Logo der VivaColombia und der Viva Air Peru fliegen und sollen das Netzwerk auf dem südamerikanischen Kontinent weiter ausbauen.

Airbus und VivaColombia kamen 2012 erstmals miteinander ins Geschäft, als die Airline den Flugbetrieb A320 startete. VivaColombia mit Sitz in Medellin, war seither ein reiner Airbus-Betreiber mit elf A320. Viva Air rief kürzlich die Schwester-Airline Viva Air Peru mit Sitz in Lima ins leben. Viva Air Peru fliegt derzeit mit drei A320. Viva Air hat ihren Sitz in Panama und gehört zur Irelandia Aviation. Irelandia hat sechs erfolgreiche LCC auf der ganzen Welt aufgebaut, diese sind Allegiant, Ryanair, Tigerair, VivaAerobus, VivaColombia und auch die Viva Air Peru. Diese betreiben insgesamt 420 Flugzeuge.

Nachschlag für A320neo

AerCap, der große Flugzeugverleaser hat sein Portfolion an Flugezuge der A320neo verstärkt, indem die Holding noch einmal 50 Flugzeuge bestellt hat. Damit wird AerCap insgesamt über 270 Flugzeuge der Familie A320neo verfügen, wenn sie einmal alle ausgeliefert sind.

Ein weiterer Nachschlag an A320 geht nach China. Die CALC (China Aircraft Leasing Group Holdings Limited), hat ebenso weitere 50 A320neo fest bestellt. CALC bietet Airlines weltweit komplette Lösungen für Flugzeuge an. Etwa 200 Flugzeuge mit Einzelgang hag CALC damit bei Airbus im Auftrag.

Marktmehrheit für Airbus A320

Vor zwei Tagen hat Airbus dann nochmal ein milliardenschweres Geschäft bekannt gegeben. An die vier Fluggesellschaften aus dem Hause Indigo Partners sollen wieder 430 neue Flugzeuge ausgeliefert werden. Die Muster der Familie A320neo gehen unter Anderem an die ultra-low-cost Airline Frontier Airlines (USA), JetSMART (Chile), Volaris (Mexico) und Wizz Air (Ungarn). Der Flugzeugkauf folgt dem MOU, das letzten Monat auf der Dubai Air Show abgemacht wurde.

Die 430 Flugzeuge setzen sich zusammen aus 274 A320neo sowie 156 A321neo mit einem Wert von 49,5 Mrd. US-Dollar nach Listenpreisen. Die Aufschlüsselung der Bestellung für die vier Airliens ist wie folgt:

  • Wizz – 72 A320neo, 74 A321neo
  • Frontier – 100 A320neo, 34 A321neo
  • JetSMART – 56 A320neo, 14 A321neo
  • Volaris – 46 A320neo, 34 A321neo

Die Luftfahrtunternehmen der Indigo Partners hatten zuvor schon insgesamt 427 Flugzeuge der Familie A320 bestellt. Die geringen Betriebskosten der Flugzegue A320neo machen dieses neue Flugzeug attraktiv für ultra-low-cost Airlines. Neben Flügelflossen und leichteren Materiealien spielen dabei auch moderne, sparsamere Triebwerke eine Rolle. Die Wahl der Triebwerke stehe allerdings noch nicht fest. Indigo Partners LLC hat seinen Sitz in Phoenix, Arizona, USA. Mit all diesen Bestellungen wächst das Auftragsbuch für A320neo-Flugzeuge laut Airbus auf über 5.800 Maschinen, bestellt seit 2010 von 98 Kunden. Das entspricht einem Marktanteil von 60 Prozent.

Halbierung der Flugabgabe spart 50. Mio Euro am VIE

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Ab 01. Januar 2018 tritt die im Frühjahr 2017 im Nationalrat von Österreich beschlossene Halbierung der Flugabgabe in Kraft. Das bedeutet eine jährliche Entlastung von über 50 Mio. Euro. Die Flughafen Wien AG begrüßt diese Reduktion und sieht darin auch eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich. Eine Halbierung der Flugabgabe bedeute ein starkes positives Signal für Passagiere und die Konkurrenzfähigkeit des Wirtschafts- und Tourismusstandortes Österreich, so die Vorstände der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner zu der Kostensenkung.

Ziel sollte es sein, diese Bagatellsteuer in den kommenden Jahren komplett abzuschaffen. Die Reduktion der Flugabgabe wurde vom österreichischen Nationalrat im März 2017 beschlossen und tritt zum 01. Januar 2018 in Kraft. Mit Jahresbeginn 2018 beträgt die Flugabgabe dann nur noch pro Passagier für die Kurzstrecke 3,50 Euro, auf der Mittelstrecke 7,50 Euro und auf der Langstrecke 17,50 Euro.

Korean Air Lines erhält erste CS300 Airliner

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Die erste CS300 von Bombardier Commercial Aircraft fliegt jetzt für die Koreanische Fluggesellschaft Korean Air Lines. Die in Seoul beheimatete Airline nahm letzte Woche das erste von zehn bestellten neuen Flugzeugen der CS300 entgegen. 2.870 kleine Flugzeuge mit Standardrumpf erwartet Bombardier in den nächsten 20 Jahren in dieser Region.

Als sich die Airline 2011 auf der International Air Show in Parins Le Bourget für das Flugzeug entschieden hatte, setzte man großes Vertrauen in den Mehrwert für die Flotte. Man habe das erste Jahr kommerzieller Flüge der C-Serie mitverfolgt und sei beeindruckt.

CSeries für Markt kleinerer Standardrümpfe

Die CS300 biete der Korean Air die Möglichkeit, die größeren Flugzeuge entsprechend ihres Bedarfes im Netzwerk einzusetzen. Die Bombardier CS300 dagegen können ihren Vorteil auf dünneren Routen ausspielen. Ebenfalls in diesen Tagen erhält Korean Air Lines ihre zweite CS300. Beide sind in zwei Klassen mit 127 Sitzen in Premium Economy und Economy bestuhlt. Korean Air Lines hat zehn Flugzeuge der C-Serie fest bestellt. Für weitere zehn CS300 hat sie sich Optionen gesichert.

Tiger HAD für Frankreich als Retrofit

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Airbus Helicopters hat den ersten Tiger, der in die HAD-Version erneuert wurde, an die französische Armee umgewandelt wurde, übergeben. Der Kampfhubschrauber wurde zuvor von der französischen Beschaffungsbehörde DGA (Direction Générale de l’Armement) bestätigt.

Die Umwandlung von der HAP in die HAD-Version des Tiger beinhaltent mehr als 100 Modifizierungen an der Hubschrauberkonstruktion sowie den Einbau von mehr als 1.500 neuen Teilen und 250 Kabeln. Der Tiger HAD hat im Vergleich zum Tiger HAP eine größere maximale Startmasse (MTOW), die von zwei neuen Triebwerken kommt: verbesserten MTR 390 E. Auch neu ist das Sicht- und Zielsuchsystem STRIX auf dem Dach, welches den Luft-Boden-Raketen Hellfire II dient.

Tiger: Kampfhubschrauber mit Vielfähigkeit

Der Tiger ist für bewaffnete Aufklärung, Boden- oder Lufttransportsicherung, aber auch Luftkampf und Panzerbekämpfung bei Tag und Nacht konzipiert. Insgesamt sollen 36 Tiger für Frankreich diesen Retrofit von HAP zu HAD erhalten. Für die Verjüngung hat der Hersteller extra ein Programm aus dem französichen Suppert-Team beim Militär und dem Montageteam gebildet. Die Kampferprobung der ersten Tiger HAD hat sich laut Hersteller 2014 ereignet, unter anderem kam es zum Kampf oder Konflikten in Afghanistan, Libyen und Mali.

4 Tonnen, 16 kW, rein elektrisch: SES-14 fertig für Kourou

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SES-14, der erste vollelektrisch angetriebene Satellit der Viertonnenklasse, hat kürzlich die Reinräume von Airbus Defence and Space in Toulouse verlassen. SES-14 ist einer von zwei vollelektrischen Satelliten, die der weltweit größte Telekommunikationssatellitenbetreiber SES bei Airbus bestellt hat.

Der Satellit reist nun zum Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana. Dort soll er schon im Januar 2018 an Bord einer Ariane 5 ins All starten. Er basiert auf der extrem zuverlässigen Eurostar-Plattform in der Version E3000e. Diese Version nutzt nach dem Aussetzen im All einen rein elektrischen Antrieb zur Positionierung im Orbit (Electric Orbit Raising – EOR). Gewichtseinsparungen durch diese Antriebstechnologie ermöglichen den Transport außergewöhnlich großer Nutzlasten, da Gewicht für konvetionellen Treibstoff gespart wird.

Breitbanddienste für Amerika

Der Satellit SES-14 wird eine Startmasse von 4.200 kg und eine elektrische Leistung von 16 kW haben. Er wird auf der nominalen Orbitalposition von 47,5° West betrieben und ist auf eine Betriebsdauer von mehr als 15 Jahren ausgelegt. Der Satellit soll Lateinamerika, die Karibik, Nordamerika und die Nordatlantikregion mit einem Widebeam-Signal im C- und Ku-Band abdecken und eine Spotbeam-Ausleuchtung im Ku-Band mit hohen Übertragungsraten gewährleisten.

Die HTS-Nutzlast (High Throughput Satellite) ist mit einem Digital Transparent Prozessor (DTP) ausgestattet, der die Flexibilität der Nutzlast erhöht und SES-Kunden damit maßgeschneiderte Bandbreitenlösungen zur Verfügung stellt. Die äußerst modernen und innovativen Technologien lassen SES zwei Missionen mit einem einzigen Satelliten realisieren, erklärt Nicolas Chamussy, Leiter von Space Systems.

Forschungsmissino der NASA mit an Bord

An Bord von SES-14 befindet sich nämlich zudem die erste Forschungsmission der US-Raumfahrtbehörde NASA, die als gehostete Nutzlast mit einem kommerziellen Telekommunikationssatelliten ins All geht. Das GOLD-Instrument (Global-scale Observations of the Limb and Disk) der NASA soll Dichte und Temperaturen der Ionosphäre und Thermosphäre der Erde messen.

SES-14 ist der zwölfte Satellit, den Airbus für SES gebaut hat, der 48. Satellit, der auf der äußerst zuverlässigen Plattform Eurostar E3000 von Airbus basiert, sowie der zweite Satellit der vollelektrischen E3000e-Version, die 2017 erstmals erfolgreich in den Orbit ging.

Rettungshubschrauber „Christoph Nürnberg“ seit 25 Jahren

Die 24-h-Station der DRF Luftrettung Nürnberg wird am kommenden Montag, 01. Januar, 25 Jahre alt. Die Frankenmetropole profitiert dabei sogar von zwei Hubschraubern, die flexibler fliegen können. Rund 15.000 Mal wurden die Piloten, Notärzte und Notfallsanitäter seit der Gründung zu einem Einsatz alarmiert. So auch für ein Baby, das zu früh auf die Welt kam und Blutungen im Kopf entwickelt – Lebensgefahr!

Das Frühchen musste noch in der Nacht so schnell und schonend wie möglich in eine Spezialklinik gebracht werden. Diesen Flug erledigte „Christoph Nürnberg“, der rund um die Uhr einsatzbereit ist. Seit 01. Januar 1993 ist am Nürnberger Flughafen „Christoph Nürnberg“ vorrangig für den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken stationiert.

Rettungstransporte durch ganz Deutschland

Seit Jahren steigende Einsatzzahlen belegen, dass die Luftrettung in der Region gebraucht wird und ‚Christoph Nürnberg‘ als wichtiger Baustein der notfallmedizinischen Versorgung nicht mehr wegzudenken ist. Stationsleiter und Pilot Wilhelm Pfitzinger: „Heute leisten wir jedes Jahr über 800 Einsätze. Rund zwei Drittel davon sind dringende Intensivtransporte, beispielsweise für eine lebensrettende Herzoperation. Auch Einsätze mit früh- und neugeborenen Kindern im Brutkasten, einem sogenannten Inkubator, leisten wir.“

„Christoph Nürnberg“ wird hauptsächlich in Bayern alarmiert. „Aber auch Flüge nach Berlin, Leipzig oder Rostock sind manchmal notwendig, da bestimmte medizinische Therapien oder Eingriffe nur an wenigen Spezialkliniken in Deutschland durchgeführt werden können“, erklärt die leitende Hubschraubernotärztin Dr. Nicole Zederer vom Klinikum Nürnberg. „Wir können Patienten in kurzer Zeit auch in weiter entfernte Kliniken transportieren – und das rund um die Uhr.“

Rettungshubschrauber im Doppelpack

Neben „Christoph Nürnberg“ hat die DRF Luftrettung mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 27“ einen zweiten Hubschrauber am Flughafen stationiert, der täglich von 07:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang vorrangig für die Notfallrettung bereit steht. Ist dieser gerade schon anderweitig unterwegs, kommt dieser zweite Hubschrauber tagsüber, aber auch nachts unterstützend in der Notfallrettung zum Einsatz. Etwa, um Verletzte nach einem Verkehrsunfall medizinisch zu versorgen und vom Unfallort schnell in eine geeignete Klinik der Maximalversorgung zu transportieren.

Zur Crew des Intensivtransporthubschraubers „Christoph Nürnberg“ gehören tagsüber ein, nachts zwei Piloten, ein Notarzt und ein Notfallsanitäter. Seit fast drei Jahren setzen die Luftretter für ihre lebensrettende Aufgabe in Nürnberg einen hochmodernen Hubschrauber des Typs H145 ein, der leistungsstark und für das Einsatzspektrum optimal geeignet ist. Die Piloten nutzen seitdem bei ihren nächtlichen Einsätzen auch leistungsstarke Nachtsichtgeräte. Die sogenannten Night Vision Goggles (NVG) verstärken das Restlicht und bieten ihnen damit eine bessere Orientierung bei Dunkelheit. Sie erlauben ihnen Landeplätze detailliert zu erkunden und unvorhergesehenen Wetterbedingungen, z. B. tiefen Wolken, frühzeitig auszuweichen. Durchschnittlich ein Drittel ihrer Einsätze leisten die Besatzungen in der Nacht.

Die DRF Luftrettung setzt an 29 Luftrettungsstationen in Deutschland und an zwei Stationen in Österreich Hubschrauber für die schnelle Notfallrettung und dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, an neun davon rund um die Uhr. Auf dem Foto freut sich das Leitungsteam von „Christoph Nürnberg“ über das 25-jährige Jubiläum (v.l.): Der leitende Notfallsanitäter Alexander Schuricht, die leitende Notärztin Dr. Nicole Zederer sowie Pilot und Stationsleiter Wilhelm Pfitzinger vor ihrem Intensivtransporthubschrauber des Typs H145.

Tankflugzeug KC-46 bekommt ATC und Ersten Kunden

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KC-46, das neue Tankflugzeug von US-Hersteller Boeing, hat von der dortigen Flugaufsichtsbehörde, der Federal Aviation Administration (FAA), die erweiterte Zulassung ATC (Amended Type Certificate) erhalten. Fast gleichzeitig kann Boeing den ersten Verkauf für den KC-46 an einen ausländischen Kunden verkünden.

Das ATC erkennt die Sicherheit und Zuverlässigkeit des grundlegenden Desings des KC-46 Pegasus, das auf der Modifikation Boeing 767-2C beruht, an. Die B767, die kommerzielle Zivilversion, liefert dazu die Flugzeugstruktur, Verkabelung und Vernietung. Entsprechend waren sowohl militärische als auch zivile Teams von Boeing mit der Zulassung beschäftigt, welche die grundlegenden Flugzeugeigenschaften am Boden und in der Luft testeten.

Der KC-46 hat mit der ATC die erste von zwei notwendigen Zertifikaten der FAA erhalten. Zusammen mit der Air Force will Boeing nun das Supplemental Type Certificate (STC) fertigstellen, welche die militärische Seite des Flugzeugs umfasst – all die Ausrüstung, die aus der B767-2C einen Tanker macht. Insgesamt sind sechs Flugzeuge des Musters für die Zertifikate ATC und STC unterwegs. Sie haben laut Boeing nun schon 2.200 Flugstunden absolviert und mehr als 1.600 „Kontakte“ zum Betanken von F-16, F/A-18, AV-8B, C-17, A-10, KC-10 und KC-46 selbst durchgeführt.

Japan Erstkunde für KC-46

Der KC-46 wird in Everett, Washington, gebaut. Boeing vereinbart zur Zeit den Vertrag für die Lieferung der ersten 34 Flugzeuge, an das US-Militär. 179 Tanker dürften es für die U.S. Air Force insgesamt werden. Zugleich wurde bekannt, dass Japan erster ausländischer Kunde für das Tankflugzeug wird. Zu dem Flugzeug für die Japan Air Self-Defense Force (JASDF) kommen Logistik und Unterstützungsleistungen für 279 Mio. US-Dollar. Die japanischen Streitkräfte betreiben schon jetzt vier Tanker des Typs KC-767J.

Der KC-46 Tanker mit Namen Pegasus wird seit 2012 entwickelt. Neben der Luftbetankung kann die Maschine auch für Patiententransporte und andere Fracht genutzt werden. Der KC-46 besitzt neben der Frachttür am Haputdeck ein verstärktes Cargodeck. 16 Prozent des Flugzeuges werden laut Boeing mit Japan hergestellt.

PAD: Kurz vor Schluss kommt das EASA-Zertifikat

Seit dem Winter 2014 hat eine interdisziplinäre Projektgruppe am Flughafen PAD, bestehend aus Mitarbeitern der Bereiche Technische Betriebsführung, Flugbetrieb, Flughafenfeuerwehr und Qualitätsmanagement erfolgreich daran gearbeitet, bestehende sicherheitsrelevante Strukturen auf Konformität an die neuen umfassenden EU-Anforderungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Jetzt hat die Bezirksregierung Münster als zuständige Behörde dem Paderborn-Lippstadt Airport die vollständige Zertifizierung auf Basis der Anforderungen der European Aviation Safety Agency (EASA) erteilt. Im Rahmen der bis zum Jahresende abzuschließenden Zertifizierung hat der Flughafen PAD den Nachweis erbracht, dass er die verbindlichen EU-Sicherheitsstandards erfüllt. Ziel der EASA-Zertifizierung ist es, an allen europäischen Flughäfen die Gestaltung der Prozesse, die betriebliche Organisation sowie die Ausprägung der technischen Ausrüstung zu standardisieren und somit die Sicherheit der Reisenden zu erhöhen.

Insgesamt 32 Mitgliedsstaaten sind in der in Köln ansässigen EASA organisiert. Hauptaufgabe der Institution ist es, in den Mitgliedsstaaten die Sicherheit der Luftfahrt zu gewährleisten. Als für den Paderborn-Lippstadt Airport zuständige Luftfahrtbehörde hat die Bezirksregierung Münster die Aufgabe, auch in Zukunft durch kontinuierliche Aufsicht inklusive Audits vor Ort dafür Sorge zu tragen, dass die Vorgaben der EASA eingehalten werden.

Meeresfarbe analysieren: GOCI-2 in Südkorea übergeben

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GOCI-II soll 2019 auf dem Satelliten GK2B von Kourou aus mit einer Ariane 5 ins All starten. Von seinem geostationären Orbit aus wird GOCI-II die Ozeanfärbung um die koreanische Halbinsel beobachten, um kurzfristige Veränderungen der Küstenregionen zu wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Zwecken aufzuzeichnen, zu beobachten, zu messen und vorherzusagen.

Nach vier Monaten intensiver Tests am südkoreanischen Institut für Luft- und Raumfahrtforschung (KARI) in Daejeon durch Team von KARI und Airbus wurde das Instrument GOCI-II zur Überwachung der Ozeanfärbung an den Kunden ausgeliefert. Damit wird nicht nur Umweltüberwachung geleistet, sondern auch ökonomische Daten wie zu Fischbestände erfasst.

Verbessertes Auge im Optischen und Nahen Infrarot

Verglichen mit seinem Vorgängerinstrument, das 2010 mit dem Satelliten COMS startete, verfügt GOCI-II über optimierte Bedien-, radio- und geometrische Funktionen. Der Satellit erfasst Bilder von der Erde auf zwölf Spektralkanälen zwischen 380 und 865 Nanometern mit einer Auflösung im Bereich von 250 Metern (Nadir). Zudem bildet es zu seiner Kalibrierung die gesamte Erde sowie den Mond und Sterne ab.

Airbus A400M als Tankflugzeug für F-18-Flotte

Lufttransporter Airbus A400M hat vier Kampfflugzeuge des Typs F-18 der Spanischen Luftwaffe in einem einzgigen Flug betankt. Bereits vor einigen Wochen wurden auch Szenarien durchgepspielt um die Luftbetankung (Air-to-Air Refueling, AAR) mit dem Faktor Mensch zu verifizieren.

Für das Zulassungsverfahren wurde so Umfeld gewechselt, die Reihenfolge und Anzahl der Empfänger. Die zum Tankflugzeug modifizierbare A400M betankte so mit sechs Düsenjets eine simulierte Flotte von acht Kampfflugzeugen in einem Mehrfachkontakt-Manöver. Die F-18 gehören zu den ersten von Spanien betriebenen Flugzeugen die vom Airbus A400M in der Luft betankt wurden und sind Teil der Spanish Air Force Test Centre (CLAEX) und zum 12. Einsatzgeschwader, das in Torrejón stationiert ist.

Insgesamt wurden 11,4 Tonnen Treibstroff über Schläuche abgegeben, und das sowohl über Stutzen unter dem Flügel wie auch aus einem zentralen Tankmechanismus am Rumpf. Das Manöver wurde von der Zulassungsbehörde an Bord mitverfolgt, die guten Ergebnissse registriert und so validierte der Flug die A400M in einer nur Zweier-Crew-Besetzung für Tankmissionen.

Tankerdrohne MQ-25 für Flugzeugträger bald startklar

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Boeing hat für das unbemannte Luftfahrzeug MQ-25 Tests an den Triebwerken abgeschlossen. Im neuen Jahr soll das Flugzeug damit zu Demonstrationsflügen starten können. Das Vehikel soll als Tankflugzeug für die US-Navy die Reichweite ihrer Kampfjets erhöhen.

Damit macht der Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Boeing deutlich, was er sich als beste Lösung für ein unbemanntes Tankflugzeug zum Einsatz auf Flugzeugträgern vorstellt. Die US-amerikanischen Seestreitkräfte haben ihren Aufruf zu Projektbewerbungen solcher Flugzeuge noch laufen, um die Reichweite von Boeing F/A-18 Super Hornet, Boeing EA-18G Growler und Lockheed Martin F-35C Fighter auf den Flugzeugträgern der Navy zu erhöhen. MQ-25 als UAS (unmanned aircraft system) soll dabei auch für ein Katapultsystem auf dem Träger befähigt werden.

Stromtankstelle am Flughafen Stuttgart

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Der Flughafen Stuttgart stellt ab sofort 33 neue Ladepunkte für E-Autos bereit. Sieben der Anschlüsse gehören zu modernen Schnellladestationen, an denen Stromer der jüngsten Generation in kürzester Zeit aufgeladen werden können. Die Energie stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen.

Zu finden sind die Elektrotankstellen auf dem Parkplatz P7 direkt vor dem Terminalgebäude, auf der Ebene 3 des Parkhauses P14 sowie im „Kiss & Ride“-Bereich des Stuttgart Airport Busterminals (SAB). Wer ein Parkticket löst, kann dort vorerst kostenlos auftanken. Die Stationen auf dem Parkplatz P7 sind auch für künftig vermehrt anrollende Elektrotaxen am Landesflughafen gedacht.

Klimaneutraler Flughafen bis 2050

An Gleichstromanschlüssen zum Schnellladen werden Fahrzeugbatterien, die diese Technologie unterstützen, mit einer Leistung von bis zu 150 Kilowatt schon während eines kurzen Stopps wieder befüllt. Das Elektrifizierungsprojekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

Im öffentlichen Bereich des Flughafens stehen Besuchern nun insgesamt 48 Ladepunkte zur Verfügung. Die Leitung will den Flughafen Stuttgart bis 2050 klimaneutral betreiben. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist ein wesentlicher Aspekt dazu. Der An- und Abreiseverkehr auf der Straße trägt derzeit über ein Drittel zum CO2-Fußabdruck des Flughafens bei. Mit dem Angebot will der Airport einen Anreiz schaffen, mit umweltschonenderen batteriebetriebenen Fahrzeugen anzureisen. Der Flughafen hat sich das Ziel gesetzt, langfristig und dauerhaft zu einem der leistungsstärksten und nachhaltigsten Flughäfen in Europa zu werden.

Flughäfen erwarten Anziehen des Luftverkehrs

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Der deutsche Flug­ha­fen­ver­band ADV hat heute in Ber­lin seine Jahresprognose 2018 für den Luft­ver­kehr in Deutsch­land ver­öf­fent­licht. Trotz der anhal­ten­den Kon­so­li­die­rung bei den Air­lines bli­cken die ADV-Experten opti­mis­tisch ins neue Jahr. Die ADV-Vorausschau geht von einem Wachs­tum der Pas­sa­gier­nach­frage von 4,2 Prozent und des Luftfrachtaufkom­mens von 5,1 Prozent aus. Das Wachs­tums­tempo in den Flug­be­we­gun­gen ver­ste­tigt sich mit einem Plus von 1,0 Prozent. Dabei kommen die Weltwirtschaftslage und besonders der Europaverkehr zum tragen.

Dass sich die Mehr­heit der deut­schen Flug­hä­fen auf Wachs­tums­kurs befänden sei aber keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Wie ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Bei­sel moniert, wirkten wei­ter­hin die Marktaus­tritte von wich­ti­gen Play­ern im Luft­ver­kehr und die hemmenden ord­nungs­po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen belas­tend. Die Impulse für das hohe Ver­kehrs­auf­kom­men an deut­schen Flug­hä­fen kämen aus der anhal­tend hohen Nach­frage – ins­be­son­dere aus Europa und dem inter­na­tio­na­len Lang­stre­cken­ver­kehr.

Europäische Luftfahrt als Zugpferd

Einen beson­ders star­ken Anstieg erwar­tet der Flug­ha­fen­ver­band für 2018 im Europa-Verkehr mit +5,5 Prozent auf dann über 150 Mio. Pas­sa­gie­ren. Mit einem pro­gnos­ti­zier­ten Anstieg von +4,6 Prozent bleibt der Inter­kon­ti­nen­tal­ver­kehr ein wich­ti­ger Wachs­tums­mo­tor. Hier könnte in 2018 ein Wert von 43 Mio. Pas­sa­gie­ren erreicht wer­den.

Zurück­hal­tend sind die ADV-Prognosen für den inner­deut­schen Ver­kehr und für die Zahl der Flug­be­we­gun­gen an den deut­schen Flug­hä­fen. Für beide Kenn­zah­len geht die ADV für 2018 von einem Null­wachs­tum aus. Zumeist wird neues Wachs­tum auf­grund einer ver­bes­ser­ten Aus­las­tung der Maschi­nen gene­riert. Der Bedarf an geziel­ten Kapazitätserweiterungen an den gro­ßen Flug­ha­fen­stand­or­ten nimmt zu. Neben zusätz­li­chen Slots an den Flug­hä­fen bedarf es im inter­na­tio­na­len Ver­kehr einer Bereit­stel­lung der erfor­der­li­chen Ver­kehrs­rechte.

Weltökonomie die Triebkraft – 235 Mio. Pas­sa­giere

Die guten Aus­sich­ten des Luft­fracht­ver­kehrs beru­hen auf der posi­ti­ven Ent­wick­lung der Welt­wirt­schaft. Auch die von füh­ren­den Wirt­schafts­in­sti­tu­ten nach oben kor­ri­gier­ten Kon­junk­tur­pro­gno­sen für 2018 tra­gen zu der opti­mis­ti­schen ADV-Einschätzung bei. Das hohe Export­auf­kom­men von +3,5 Prozent der deut­schen Unter­neh­men und die deut­lich wach­sen­den Importe auf dem Luft­weg von +4,2 Prozent sind wesent­li­che Trei­ber für die Luft­fracht. Ins­ge­samt erwar­tet die ADV einen Anstieg beim Cargo-Aufkommen von +5,1 Prozent.

Für das zu Ende gehende Jahr 2017 sieht der Flug­ha­fen­ver­band ADV seine Jah­res­pro­gnose bestä­tigt. Für 2017 erwar­tet die ADV ca. 235 Mio. Pas­sa­giere. Dies wäre ein Rekord­er­geb­nis für die deut­schen Flug­hä­fen und eine deut­li­che Stei­ge­rung gegen­über 224 Mio. Pas­sa­gie­ren in 2016. Auch das Cargo-Aufkommen sollte 2017 auf einen Rekord­wert zusteu­ern. Mit einem Anstieg von über +8,0 Prozent könnte erst­mals die 5 Mio. Ton­nen­grenze an den deut­schen Flug­hä­fen erreicht wer­den.

Gerettete überreichten Spendenscheck

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Besuch für die Regensburger Luftretter: Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Teublitz besuchten die Station und übergaben einen Spenden-scheck über 1.500 Euro. Anlass der Spende war ein schwerer Unfall bei einer Übung im Jahr 2016, bei dem drei Menschen verletzt wurden, zwei davon schwer.

Der achtjährige Finn wurde damals von der Besatzung versorgt und an Bord von „Christoph Regensburg“ in eine Spezialklinik geflogen. „Es war sehr bewegend, unseren jungen Patienten wieder zu sehen und zu hören, dass er sich gut erholt hat“, berichtet Christian Hackl, Pilot auf „Christoph Regensburg“.

Verletzte bei Unfall von Feuerwehrübung

„Bei den Vorbereitungen für eine Feuerwehrübung hatte es eine unvorhergesehene Verpuffung gegeben. Ein Feuerwehrmann und Finn waren dabei schwer im Gesicht verbrannt worden.“ Die Regensburger Luftretter hatten den Jungen versorgt und in eine Spezialklinik für Brandverletzte in Nürnberg geflogen.

Jetzt besuchte Finn, selbst begeisterter Kinderfeuerwehrmann, die Station und ließ sich von Christian Hackl und Rettungsassistentin Melanie Birkeneder, die beide damals bei dem Einsatz dabei waren, „Christoph Regensburg“ zeigen. Mit dabei hatte er einen Spendenscheck über 1.500 Euro. Christian Hackl nahm die Spende entgegen und dankte im Namen der gesamten DRF Luftrettung den Organisatoren und allen Spendern herzlich.

Vorteil eines Rettungshubschraubers

Als gemeinnützig tätige Organisation sind die Luftretter auf die Unterstützung durch Förderer und Spender angewiesen. „Christoph Regensburg“ wird für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken und als schneller Notarztzubringer bei Notfällen alarmiert. Er ist rund um die Uhr einsatzbereit. Nachts sind zwei Piloten im Einsatz. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern erreichen die Besatzungen in maximal 15 Flugminuten.

Michael Muck, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Teublitz, erklärt, warum die Feuerwehrleute die Luftretter unterstützen: „Der Unfall war ein großer Schock für uns. Umso mehr sind wir dankbar, dass die schnelle und professionelle Hilfe der Besatzung der DRF Luftrettung dazu beigetragen hat, dass Finn wieder ganz gesund geworden ist.“ Finns Vater hatte daraufhin die Idee, eine Spendenaktion für ‚Christoph Regensburg‘ zu starten.

Bis November Passagierplus an Berliner Flughäfen

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Seit Jahresbeginn liegen die kumulierten Passagierzahlen an den Flughäfen Berlins weiterhin im Plus und sind insgesamt um 2,8 Prozent gestiegen. Die Passagierzahlen im Monatsvergleich allerdings sind im ersten Monat nach dem Wegfall aller airberlin-Flüge um 13,7 Prozent zurückgegangen. Mit einem Minus von 21,1 Prozent bei den Fluggastzahlen im Vergleich zum November 2016 sind die Passagierzahlen am Flughafen Berlin-Tegel etwas stärker zurückgegangen als im Oktober. Auch Schönefeld verbuchte ein leichtes Minus von 0,9 Prozent. Im aktuellen Verkehrsbericht finden Sie die Zahlen für Passagiere, Flugbewegungen und Luftfracht für den Monat November 2017 sowie kumuliert seit Jahresbeginn, jeweils im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Verkehrszahlen Januar bis November 2017

  • Passagiere: Von Januar bis November flogen 31.167.410 Passagiere ab Schönefeld und Tegel. Das ist ein Plus von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld starteten und landeten 11.886.946 Passagiere, das sind 11,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016. Ab Tegel flogen 19.280.464 Fluggäste, 2,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
  • Flugbewegungen: Die Zahl der Flugbewegungen in Schönefeld und Tegel zusammen stieg von Januar bis November 2017 auf 257.798 Starts und Landungen, eine Abnahme von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld stieg die Zahl der Flugbewegungen auf 93.755. Das ist ein Anstieg um 6,0 Prozent. In Tegel gab es 164.043 Starts und Landungen, das sind 4,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
  • Luftfracht: Insgesamt wurden von Januar bis November 46.392 Tonnen Luftfracht registriert, das bedeutet einen Anstieg von 8,9 Prozent in Relation zum Vorjahreszeitraum. In Schönefeld wurden bis einschließlich November 8.465 Tonnen Luftfracht abgefertigt (+2,1 Prozent), in Tegel waren es 37.926 Tonnen (+10,5 Prozent).

Verkehrszahlen November 2017

  • Passagiere: Im November 2017 starteten und landeten 2.264.419 Passagiere an den Flughäfen Schönefeld und Tegel. Das ist ein Minus von 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ab Schönefeld flogen im November 950.756 Passagiere (-0,9 Prozent). In Tegel waren es aufgrund der airberlin-Insolvenz mit 1.313.663 Fluggästen insgesamt 21,1 Prozent weniger.
  • Flugbewegungen: Die Zahl der Flugbewegungen an den Flughäfen Schönefeld und Tegel sank im November 2017 auf 18.022 Starts und Landungen, ein Minus von 21,9 Prozent im Vergleich zum November 2016. In Schönefeld sank die Zahl der Flugbewegungen auf 7.868 (-5,0 Prozent). In Tegel sank die Zahl der Flugbewegungen im November auf 10.154 (-31,4 Prozent).
  • Luftfracht: Bei der Luftfracht wurden im November 2017 an den Flughäfen Schönefeld und Tegel 3.132 Tonnen registriert, ein Minus von 27,6 Prozent im Vergleich zum November 2016. Die Luftfracht in Schönefeld erreichte 902 Tonnen, das sind 2,8 Prozent weniger als im November 2016. Bei der Luftfracht in Tegel wurden 2.230 Tonnen registriert (-34,4 Prozent).

Weihnachtsmann kommt jetzt per Linienflug

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Jedes Jahr erwarten Menschen auf der ganzen Welt einen Besuch vom Weihnachtsmann. Statt wie üblich mit dem Rentierschlitten nahm der Weihnachtsmann in diesem Jahr das Flugzeug: den ersten Flug der Lufthansa überhaupt von Kuusamo nach Frankfurt.

Am größten Drehkreuz der Fluggesellschaft angekommen, hatte der Weihnachtsmann gleich mal weitere Verbindungen zu über 106 Ländern zur Auswahl, um seine Geschenke pünktlich zu Weihnachten ausliefern zu können. Vor der Abfahrt fotografierten sich Passagiere und Besatzungsmitglieder mit dem Weihnachtsmann auf dem verschneiten Asphalt, bevor er in den Airbus A320 einstieg.

Lufthansa bietet ab sofort jeden Samstag Flüge zwischen Frankfurt und Kuusamo an, einer kleinen Stadt im Nordosten Finnlands. Dieser Flughafen liegt in unmittelbarer Nähe des beliebten Skigebiets Ruka. Die neue Route ist eine perfekte Verbindung für Touristen, die alle Arten von Winteraktivitäten genießen möchten. Darüber hinaus ist die Region beliebt bei Reisenden, die Nordlichter beobachten möchten und die weite Winterlandschaft auf sich wirken lassen wollen. Lufthansa fliegt bereits zwei weitere Ziele ins finnische Lappland an: Ivalo und Kittilä.

Frankfurt (FRA) – Kuusamo (KAO)

  • Einmal wöchentlich (Samstag ab 23. Dezember 2017)
  • LH872: FRA 10:05 Uhr – 14:10 Uhr KAO
  • LH873: KAO 15:15 Uhr – 17:30 Uhr FRA
  • Entfernung: 2.134 km (1152 nautical miles)
  • Airbus A320

Jahr der Rekorde am Flughafen Wien: 24 Mio. Reisende

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Am 22. Dezember 2017 wurde der 24-millionste Passagier am Flughafen Wien begrüßt. Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner, Vorstände der Flughafen Wien AG, gratulierten dem Fluggast Simon Knabl und seiner Familie mittags kurz nach 12:00 Uhr, die mit Austrian Airlines auf dem Weg nach Innsbruck waren, und überreichten Shopping- und Gastronomie-Gutscheine im Gesamtwert von 550 Euro. Erstmals in der Geschichte des Flughafens Wien wurden damit 24 Millionen Passagiere im Jahr gezählt. Nach dem passagierstärksten Monat und dem passagierstärksten Tag ist das ein weiterer Rekord für 2017. Damit zeigte sich Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner, Vorstände der Flughafen Wien AG, erfreut.

Jahr 2017 ist geprägt von Rekorden

Das Jahr 2017 ist bereits von Rekorden geprägt: Mit 91.162 Passagieren war der 30. Juni 2017 der passagierstärkste Tag in der Flughafen-Geschichte und im Juli 2017 verzeichnete der Airport mit 2,5 Mio. Reisenden so viele Passagiere in einem Monat wie noch nie zuvor. Am diesem Tag verzeichnete der Flughafen Wien nun den 24-Millionsten Passagier. Auch wenn die Zahlen für das Gesamtjahr 2017 erst nach Jahresende bekanntgegeben werden, so steht damit schon heute fest: Mit über 24 Mio. Passagieren ist 2017 jedenfalls ein Rekordjahr in der Geschichte des Flughafen Wien.

Der Flughafen Wien, sowie die Airports Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg und der Flugplatz Bad Vöslau sind ab sofort EASA-zertifiziert. Die European Aviation Safety Agency (EASA) bescheinigt damit allen österreichischen Verkehrsflughäfen einen einheitlich hohen und ausgezeichneten Sicherheitsstandard bei der Organisation und dem Betrieb der Airside-Bereiche und der Infrastruktur des Vorfelds. Überreicht wurde das Zertifikat am 14. Dezember 2017 durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie.

Schwerpunkte dieser Zertifizierung sind die einheitliche Gestaltung der Flughafen-Prozesse sowie die Definition von international einheitlichen Standards für technische Anlagen und die betriebliche Organisation an den Flughäfen. Damit soll die Sicherheit für Passagiere auf allen europäischen Flughäfen erhöht werden.

Österreichs Flughäfen sind EU-Zertifiziert

In umfassenden Audits und detaillierten Inspektionen wurden die Flughäfen Wien, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg sowie der Flugplatz Bad Vöslau auf die Sicherheit ihres Flughafenbetriebes überprüft. Begutachtet wurden dabei die Organisation und der reibungslose Betrieb der Airside-Bereiche und die Infrastruktur des Flughafen-Vorfelds wie etwa Pisten, Rollwege und Luftfahrzeugabstellpositionen. Das nun verliehene Zertifikat bestätigt die hohe Qualität und Sicherheit im Flugplatzbetrieb an den österreichischen Verkehrsflughäfen.

Die zentrale Aufgabe der European Safety Agency ist es, die Sicherheit des Flugbetriebs auf den EU-Flughäfen sicherzustellen. Kernelemente dabei sind die Gewährleistung höchster Flugsicherheit und Umweltschutzes, sowie einheitliche Regulierungen und Zertifizierungsprozesse innerhalb Europas. Die Gewährleistung von Sicherheit und Umweltschutz soll etwa durch die Homogenisierung technischer Prozesse, sowie der Wahrnehmung von Sicherheitsaufsicht und Sicherheitsstandard an Zivilflughäfen erreicht werden. Gegründet wurde die Agentur, die heute 32 Mitgliedsstaaten umfasst, mit Hauptsitz in Köln im Jahr 2002.

Wolfgang Jani wird neuer CFO bei Austrian Airlines

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Austrian Airlines bekommt 2018 einen neuen Finanzchef. Nachdem Heinz Lachinger im September angekündigt hatte das Unternehmen verlassen zu wollen, hatte die rot-weiß-rote Fluglinie nach einem adäquaten Nachfolger gesucht – und nun mit Wolfgang Jani gefunden. Der 41jährige Österreicher wird per 16. April 2018 von Schindler Deutschland AG & Co. KG als CFO zu Austrian Airlines wechseln. Der Aufsichtsrat der Austrian Airlines hat ihn in seiner heutigen Sitzung zum Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer bestellt. Wolfgang Jani startete seine Karriere nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien 2000 als Controller bei Schindler Österreich, wo er sich bis 2007 zum CFO hocharbeitete.

Harry Hohmeister, Aufsichtsratsvorsitzender der Austrian Airlines, war es wichtig, einen etablierten Manager mit internationaler Erfahrung und österreichischen Wurzeln für die Aufgabe zu finden. Wolfgang Jani bringe zudem großes Know-how aus einer anderen Branche mit.

Jani versierter Finanzmanager

2011 wechselte er innerhalb des Konzerns als Vice President & CFO von Schindler USA nach Morristown in New Jersey. 2013 kehrte er als CFO nach Europa zurück und wurde zum Finanzchef von Schindler Deutschland ernannt. 2017 übernahm er zusätzlich die Aufgabe des Area Managers für das Baltikum. Der Burgenländer aus dem Bezirk Güssing ist passionierter Skifahrer und Radrennfahrer. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Jani wird im Vorstand für die Bereiche Controlling & Risikomanagement, Accounting & Taxation, Procurement und Infrastructure, Treasury und Aircraft Asset Management verantwortlich sein. Neben Wolfgang Jani sind Kay Kratky als CEO und Andreas Otto als CCO unverändert im Vorstand vertreten.

Flughäfen wollen mit Bahn Schadenersatz vom LKW-Kartell

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Rekord­geld­bu­ßen in Höhe von 3,8 Mrd. Euro hat die EU-Kommission in den Jah­ren 2016 und 2017 gegen Mit­glie­der des soge­nann­ten LKW-Kartells ver­hängt. Das betrifft die Unter­neh­mens­grup­pen DAF, Daim­ler, Iveco, MAN und Volvo/Renault. Die EU-Kommission hat dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Geschä­digte die­ses Kar­tells die Mög­lich­keit haben, Schadensersatzansprüche gegen die Kar­tel­lan­ten gel­tend zu machen. Flughä­fen sind durch die­ses Kar­tell mas­siv geschä­digt wor­den. Der Flugha­fen­ver­band ADV koope­riert seit etwa einem Jahr mit der Deut­schen Bahn zur Durch­set­zung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen der durch das LKW-Kartell geschä­dig­ten Flug­hä­fen.

Der deutsche Flug­ha­fen­ver­ban­d ADV, merkt nun an, dass sich die Flughäfen nach inten­si­ver Prü­fung für eine Zusam­men­ar­beit mit der Deutschen Bahn ent­schie­den hätten, die über eine hohe Fach­kom­pe­tenz in Kartellfragen ver­fügt. Der ADV ist über­zeugt, dass es den Flug­hä­fen so gelingt, im Ver­bund mit der Deut­schen Bahn und wei­te­ren Unter­neh­men erheb­li­che Scha­dens­er­satz­an­sprü­che durch­zu­set­zen.

Am 20.12.2017 hat die Deut­sche Bahn gegen die am LKW-Kartell beteiligten Unter­neh­men ein Gerichts­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Darin machen die ADV-Mitgliedsflughäfen in Deutsch­land und Öster­reich ihre Schadenser­satz­an­sprü­che gel­tend. Die Klage vor dem Land­ge­richt München rich­tet sich gegen die Unter­neh­mens­grup­pen DAF, Daim­ler, Iveco, MAN und Volvo/Renault. Diese Unter­neh­men haben min­des­tens in den Jah­ren 1997 bis 2011 ver­bo­tene Preis­ab­spra­chen, ins­be­son­dere zu denBruttolistenpreisen für Last­kraft­wa­gen, getrof­fen. Die Euro­päi­sche Kom­mis­sion hatte deshalb Rekord­geld­bu­ßen in Höhe von 3,8 Mrd. Euro gegen die Mit­glie­der des Kar­tells ver­hängt.