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ILA-Berlin: Tagesbericht 14. September 2012

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Eurocopter hat auf der ILA einen weiteren Verkaufserfolg bekanntgegeben. Die Firma EagleMed, einer der ältesten und erfahrensten Anbieter von medizinischen Patienten-Transportflügen im amerikanischen Mittelwesten, hat bei American Eurocopter zwei AS350-Hubschrauber in unterschiedlichen Versionen bestellt.

„Wir haben die Modellreihe zur Basis unserer Flotte gemacht, weil sie eine extreme Zuverlässigkeit bewiesen haben“, so EagleMed-Präsident Larry Bugg.

Solena baut Bio-Keros in-Raffinerie in Brandenburg

Die amerikanische Solena Fuels Corporation will für rund 350 Millionen Euro ihre erste deutsche Raffinerie zur Herstellung von Kraftstoffen aus Biomasse im PCK Industriepark im brandenburgischen Schwedt errichten. Dort sollen spätestens ab 2016 jährlich 525. 000 Tonnen Bioabfälle aus Haushalten, Industriebetrieben und Landwirtschaft in Deutschland und Polen zu mehr als 150 Millionen Litern synthetischem Kerosin und Dieselkraftstoff verarbeitet werden. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um das erste derartige Projekt in Mitteleuropa. Mit der Lufthansa wurde auf der ILA eine Absichtserklärung über die Lieferung von Bio-Kerosin unter anderem zum künftigen Flughafen Berlin Brandenburg unterzeichnet. „Lufthansa freut sich, Solena bei der Einrichtung der ersten Fabrik in Deutschland zu unterstützen und arbeitet hin auf eine langfristige, bankfähige Abnahmevereinbarung“, sagte Joachim Buse, Leiter der Vorstandprojektes Aviation Biofuels bei Lufthansa.

13 Millionen Euro für Ordnung im Orbit

Wer von europäischer Raumfahrt spricht, meint immer auch Astrium. Denn ohne die 100-Prozent-Tochter von EADS geht so gut wie nichts im Weltraum: Astrium sorgt für den Transport ins All, für die Kommunikation zwischen All und Erde, und nicht zuletzt auch für Ordnung im Orbit. Auf der ILA stellt die Nummer drei der Spezialisten für Weltraumsysteme und -technik ihr Leistungsportfolio vor. Künftig wird sich Astrium auch darum kümmern, dass vom Schrott im Weltraum keine Gefahr für die Erde ausgeht. Mit „Deos“ (Deutsche Orbitale Servicing Mission) wird ein Projekt entwickelt, an dessen Ende ein Satellit stehen soll, der seine ausgedienten Brüder und Schwestern sowie Raketenreste und anderen Müll aus der Umlaufbahn entfernt. Astrium hat jetzt auf der ILA einen 13-Millionen-Euro-Auftrag erhalten, um „Deos“ zu entwickeln.

Rolls-Royce beendet Tests mit neuem Demonstrator-Kerntriebwerk

Der Antriebshersteller Rolls-Royce hat die Erprobung seines neuesten Demonstrator-Kerntriebwerks Core 3/2d erfolgreich abgeschlossen, teilte das Unternehmen während der ILA mit. „Diese insgesamt 40 Stunden an Tests sind ein weiterer bedeutender Schritt in unserem fortwährenden Streben, umweltfreundliche Technologien zu entwickeln“, sagte Dr. Karsten Mühlenfeld, Geschäftsführer Corporate and Engineering von Rolls-Royce Deutschland. Der Versuch gehörte zum E3E (Efficiency, Environment, Economy)-Forschungsprojekt des Konzerns, bei dem Technologien als Basis des Advance2-Programms für künftige Zweiwellentriebwerke entwickelt werden, die 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als derzeitige Modelle.

BDLI stellt auf der ILA neue Arbeitskräfte-Studie vor

Etwa 30 Prozent von 81 Unternehmen der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie wollen in nächster Zukunft zusätzliche Facharbeiter einstellen – ähnlich viele sehen jedoch zugleich Schwierigkeiten, diese auf dem Arbeitsmarkt zu finden. So lautet ein Ergebnis einer detaillierten Studie zur Arbeitskräfte-Entwicklung der Branche, die deren Bundesverband BDLI soeben auf der ILA veröffentlicht hat. Zudem werden jährlich rund 2.000 Ingenieure gesucht, und auch hierbei wird es schwierig sein, den Bedarf zielgenau zu decken.
Dies erklärt auch die verstärkten Bemühungen, junge Menschen frühzeitig für die verschiedenen Berufsbilder zu interessieren – dafür ist der Grundschulwettbewerb „Juri“ ein schönes Beispiel. Und das ILA CareerCenter ist ein heißer Tipp, um direkt mit einer Firma in Kontakt zu treten. Hier informieren am 14. Und 15. September über 70 Arbeitgeber aus der Luft- und Raumfahrt über Ausbildungs- und Berufschancen in der Branche.

Unbemannte Katastrophenhelfer

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt auf der ILA 2012 Bilder eines Katastropheneinsatzes auf Zypern. Bei diesem erkundeten DLR-Wissenschaftler mit einem unbemannten Octocopter ein stark beschädigtes Kraftwerk. Da insbesondere die Turbinenhallen als stark einsturzgefährdet galten, konnten Menschen die Lage nicht selbst untersuchen. Die kleinen Drehflügler helfen mit ihrer optischen Erfassung auch in anderen Situationen, wie beispielsweise bei der Rehkitzrettung. Ein Quadrocopter-Parcours der DLR_School_Labs lädt die Besucher der ILA ein, die unbemannten Luftfahrzeuge einmal selbst zu steuern.

US-Hubschrauberhersteller Sikorsky bereit für Zusammenarbeit mit Europa

Für das US Marine Corps hat der amerikanische Hersteller Sikorsky den Schwerlasthubschrauber CH-53K entwickelt, von dem 200 Exemplare bestellt wurden und der voraussichtlich 2014 zum Erstflug starten soll. Auf der ILA wurde anlässlich einer gemeinsamen Presseveranstaltung von Hersteller und Auftraggeber aus erster Hand vom aktuellen Stand des Programms berichtet. Bereits in wenigen Tagen soll das so genannte Ground Test Vehicle für erste Versuche am Boden zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wurde auf der Veranstaltung betont, dass die dynamischen Komponenten des Hubschraubers sich auch mit einem veränderten Rumpf kombinieren lassen, wodurch ein zukünftiger Transporthubschrauber speziell für europäische Belange maßgeschneidert werden könne. Unter anderem verhandle man auch mit der deutschen Bundesregierung, hieß es bei Sikorsky.

Flugsicherung auf der ILA 2012

Am heutigen Freitag hat die DFS Deutsche Flugsicherung als weiterer ILA-Aussteller auf dem „roger Airfield“ ihren Stand bezogen. Speziell zu den beiden Karriere-Tagen der ILA Berlin Air Show präsentiert sich die DFS mit einem Infocounter und informiert über das Berufsbild des Fluglotsen. Ein Controller des Towers am Flughafen Berlin-Tegel steht interessierten Besuchern am „roger Airfield“ für Gespräche zur Verfügung und gibt einen interessanten Einblick in den Job auf einer Towerkanzel, in die verantwortungsvolle Arbeit der Controller sowie in die Voraussetzungen für den Einstieg in den Beruf „Fluglotse“. Sie finden das „roger Airfield“ auf dem ILA-Freigelände, am Westende unter der Display-Nr. 605. Kontakt: Jens Rosenow, Telefon: 0172 3939 828, jr@rogerairfield.com, Ort: roger Airfield

Piloten des Eurocopter X3 sind begeistert

Ein Highlight der ILA 2012 ist der innovative Helicopter-Demonstrator X3 von Eurocopter, der durch seine einzigartigen Flugeigenschaften das interessierte Publikum bei den täglichen Vorführungen begeistert. Der neue Hubschraubertyp mit kombiniertem Rotor- und Propellerantrieb startet, landet und schwebt wie ein Hubschrauber, kann zugleich aber die Reisegeschwindigkeit eines Turbopropflugzeugs erreichen – bis zu 430 Stundenkilometer. Souverän vorgeflogen wird der X3 vom Testpiloten Hervé Jammayrac, 49, und dem Testingenieur Dominique Fournier, 52. Vor den ersten echten Flügen hatten die beiden zahlreiche Stunden im Simulator absolviert. „Es gab nur positive Überraschungen bei den bis heute 120 Testflugstunden“, sagt Fournier, der bislang mehr als 2.000 Stunden Flugerfahrung auf fast allen Typen der Eurocopter-Produktpalette hat. „Die Beschleunigung ist enorm, und das Startverhalten ist anders als beim Hubschrauber, der die Nase senkt, komplett waagerecht.“ Gefragt, welcher Hubschraubertyp sie in ihrer Laufbahn am meisten begeistert hat, antworten die beiden lächelnd: „Natürlich dieser hier“, und zeigen auf den silberglänzenden X3.

Peggy turnt in 300 Metern Flughöhe auf der Tragfläche

Auch in diesem Jahr wird Peggy Krainz den ILA-Besuchern wieder den Atem verschlagen. Sie ist die einzige Wing-Walkerin in Kontinentaleuropa, nur in Großbritannien gibt es ein weiteres Team sowie einige in den USA. Bereits zwei Jahre nach dem Erwerb der Fluglizenz wurde es der Pilotin 1999 zu langweilig, hinter dem Steuerknüppel zu sitzen. Seitdem turnt sie lieber – nur durch eine Leine gesichert – in 100 bis 300 Metern Flughöhe auf den Tragflächen eines Doppeldeckers herum. Die 1942 gebaute Boeing Stearman E75 mit ihrem 450 PS starken Neun-Zylinder-Sternmotor hat für die luftigen Klettereien der 41-jährigen Stuntfrau ein spezielles Gestell auf der oberen Tragfläche erhalten. Am Steuer der Maschine sitzt Friedrich „Friedel“ Walentin, der Lebensgefährte der Luftartistin, die sich mit ihm während des Fluges nur per Zeichensprache verständigen kann. 2006 gründete Peggy ihre eigene Firma, die Wing Walkers Aerobatics Show. Ihre Künste zeigte sie in mehr als 600 Shows selbst in Neuseeland, auf der ILA gibt es ein verkürztes, achtminütiges Programm. In ihrer Freizeit setzt sich Peggy dann gerne wieder selbst ins Cockpit und geht mit Tochter Julia in die Luft.

Entwicklungsarbeit an amphibischem Leichtflugzeug soll Standorte verbinden

Assystem heißt ein innovatives Engineering- und Consultingunternehmen mit verschiedenen Standorten in ganz Europa. Internationale Zusammenarbeit und Transfer von Know-how steht daher auch hinter der Idee der Standort-übergreifenden gemeinsamen Entwicklung eines amphibischen Ultraleichtflugzeugs, das leer nur 245 Kilogramm wiegen, aber immerhin 250 Kilogramm zuladen können soll. Vor allem junge Ingenieure aus Bristol, München und Toulouse teilen sich die anspruchsvollen Arbeiten, die von der französischen Regierung gefördert werden. Das Projekt umfasst dabei unter der Anleitung eines Projektmanagements alle Kompetenzen des Unternehmens Assystem: Konstruktion und Entwicklung von Flugzeugstrukturen, Systemintegration, Test und Validierung und Steuerung der Zulieferkette.

ELIAS‘ erste Schritte

ACENTISS, die Engineering-Tochter des Technologie-Unternehmens IABG aus Ottobrunn, stellt auf der ILA erstmals ihren Technologieträger ELIAS vor, ein einsitziges, elektrisch angetriebenes Ultraleichtflugzeug, das als erster Schritt in eine zukünftig elektrisch angetriebene Fliegerei zu verstehen ist. Damit sollen Funktionen und Anwendungen eines zukünftigen vollelektrischen Aufklärungssystems getestet werden. Das extrem leise und umweltfreundliche Flugzeug verfügt über schwenkbare elektronische Sensoren, ein GPS-gesteuertes Trägheits-Navigationssystem und ein Datenmanagement-System. Vom Boden aus erfolgt die Sensorsteuerung manuell oder nach programmierten Daten. Mit ELIAS werden in der auf der ILA gezeigten Konfiguration erste Ausrüstungsgeräte getestet.

Stemme präsentiert Condor II und Patroller

Die Strausberger Firma Stemme, die sich ursprünglich mit dem Bau revolutionärer Motorsegler einen Namen machte, baut den Bereich Überwachungsflugzeuge immer weiter aus. Auf der ILA zeigt man gleich drei in diese Richtung gehende Entwicklungen. Gezeigt wird unter anderem eine S15, die mit dem gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin entwickelten LAPAZ-System für automatische Landungen ausgestattet ist. Ebenfalls gezeigt wird die für OHB Systems als Sensorik-Plattform für Überwachung- und Aufklärung aus der S15 entwickelte Condor II. Gezeigt wird auch die mit der französischen Firma Sagem entwickelte, unbemannte, ferngesteuerte Aufklärungsmaschine Patroller.

Europas Verteidigungs-Agentur EDA will Kräfte bündeln

Claude-France Arnould, Geschäftsführerin der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA), hat auf einer Konferenz am Donnerstag zu verstärkten Anstrengungen der EU-Mitgliedsländer aufgerufen, gemeinsam den Luftverteidigungssektor zu stärken. „Europa hat bereits erfolgreich auf zwei Gebieten seine Kräfte gebündelt, die eng mit der Militärluftfahrt in Verbindung stehen: bei der Raumfahrt und der zivilen Luftfahrt“, sagte Arnould. „Wenn wir einen ähnlich starken und unabhängigen Luftverteidigungssektor haben wollen, müssen wir jetzt die Richtung bestimmen.“ Weil die Verteidigungsbudgets der Staaten schrumpfen und immer öfter gemeinsame Operationen durchgeführt werden, spielt immer öfter die EDA eine Schlüsselrolle bei der Aufteilung vitaler Verteidigungsressourcen in Europa. Als Beispiele für eine künftige Strategie nannte Arnould gemeinsame Luftbetankungsoperationen, den Einsatz von unbemannten Flugsystemen oder die Ausbildung von Hubschrauberpiloten.

200.000 Euro für die Flying Doctors

Einen Scheck über 200.000 Euro haben die „Flying Doctors“ der African Medical and Research Foundation (AMREF) erhalten. Günter Nooke, der Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin, übergab auf der ILA den Scheck an den Schauspieler Harald Krassnitzer („Tatort“ Wien). Das Geld stammt aus einer Spendenaktion des Bayerischen Rundfunks. Nooke ist zugleich AMREF-Kuratoriumsmitglied, Krassnitzer fungiert als AMREF-Botschafter. Auf der ILA wirbt die Hilfsorganisation um Unterstützung beim Kauf eines neuen Flugzeugs, einer Beachcraft King Air (Wert 1,5 Mio. Euro). Für eine Spende von fünf Euro können Besucher am Stand in Halle 1 Flugzeug-Puzzle-Teile auf einer Großleinwand einfügen und damit zur Anschaffung beitragen. Die AMREF und ihre „Flying Doctors“ engagieren sich seit 1957 für eine bessere medizinische Versorgung in Afrika. Mit ihren Flugzeugen werden jährlich auf mehr als 6.000 Flügen Ärzte in 120 Buschkrankenhäuser und unterversorgte Regionen des Kontinents transportiert oder medizinische Notfälle evakuiert. Auch Touristen, die AMREF-Mitglied sind, werden in Notfällen mit den Flugzeugen nach Hause geholt.

MBDA testet Hochleistungslaser

Vierzig Millimeter dicke Stahlplatten über eine Distanz von mehr als 2300 Metern in nur drei Sekunden chirurgisch präzise durchstoßen – das schaffen nur Hochleistungslaser, wie sie MBDA Deutschland testet. Auf der ILA hat das Unternehmen den Stand seiner Laser-Entwicklungen präsentiert und verdeutlicht, dass es eigentlich vor allem ein Energie-Problem ist, taktische Waffen dieser Qualität zur Serienreife zu bringen. „Was wir brauchen, ist Energie“, sagte Dr. Walter Stammler, Leiter Forschung und Entwicklung. Darum konzentriere sich sein Unternehmen zunächst auf die Konstruktion von Laser-Waffen für Marine und Heer. An Bord eines Kampfjets könnte wohl der Energiebedarf einer Laserwaffe zu leicht zum Elektronikausfall führen. Als nächstes werde MBDA Tests mit fliegenden Zielen durchführen. Die Finanzierung erfolge weitgehend aus eigenen Mitteln, in Teilen aber auch durch das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung.

LBAS spendet für Schönefelder Jugendfeuerwehr

Als Dank für die erfolgreiche Entwicklung am Standort Schönefeld hat Christoph Meyerrose, Geschäftsführer des Wartungsunternehmens Lufthansa Bombardier Aviation Services (LBAS) auf der ILA einen vierstelligen Spendenbetrag an die Jugendfeuerwehr der Gemeinde übergeben. ILA-Besucher konnten sich an der Spende durch Erwerb eines Posters mit den Abbildungen und Spezifikationen von Bombardier Business-Jets beteiligen. Die Übergabe des Schecks erfolgte in Anwesenheit von Schönefelds Bürgermeister Dr. Udo Haase und Stefan Grave, ILA-Projektdirektor der Messe Berlin.

Große Projekte von kleinen Piloten

Sie haben Raketenrucksäcke, Düsenantriebe und Flugsamen gebaut, die Gleiteigenschaften von Styroporflugzeugen erforscht, Gasluftballons steigen lassen, Lufthansa-Piloten interviewt, das Leben von Astronauten ergründet und mit Büchern, Filmen und Hörspielen Reisen ins All unternommen: Die Ideen der Schüler von dritten und vierten Grundschulklassen waren schier unerschöpflich, als es darum ging, sich am „juri“-Wettbewerb des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie zu beteiligen. Auf der ILA wurden jetzt die ersten drei Preise sowie ein Sonderpreis verliehen. Sie gingen an die Schüler von vierten Klassen der Grundschule Greiz-Pohlitz in Thüringen und der Bodelschwinghschule in Münster sowie an die 3 b der Gründerrode-Schule in Frankfurt am Main. Den Sonderpreis „Eigeninitiative“ erhielt die vierte Klasse der Propsteischule aus Westhausen in Baden-Württemberg. Unter www.skyfuture.de/juri werden die Preisträger und ihre Einsendungen vorgestellt. Dort finden sich auch die Teilnahmebedingungen für den „juri“ Wettbewerb 2012/13.

Meteor auf dem Weg ins Ziel

Raketen auch unter schwierigen Bedingungen ins Ziel zu bringen, ist für die Konstrukteure und Entwickler der Militärindustrie immer wieder eine Herausforderung. MBDA hat auf der ILA über den Status seines Meteor-Programms für Luft-Luft-Raketen (BVRAAM) informiert. Die Flugtests seien erfolgreich abgeschlossen, nun sei die Integration im Gange. An den Raketen gebe es inzwischen ein sehr großes Interesse von Staaten außerhalb der Sechs-Länder-Gemeinschaft, die Meteor auf den Weg gebracht haben (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und Spanien). Noch in diesem Jahr erwarte man eine Entscheidung über den Abschluss eines Produktionsvertrages mit Deutschland.

Paul hilft Lions helfen

Flugzeuge sind unentbehrlich, wenn es darum geht, Hilfsgüter in Katastrophengebiete zu transportieren. Das haben auch die Mitglieder vom Lions Club Berlin Airport erkannt und präsentieren Paul auf der ILA 2012. Paul ist ein Wasserfilter (Portable Aqua Unit for Lifesaving), der an der Uni Koblenz entwickelt wurde, und mit dem Trinkwasser aufbereitet werden kann. Er wird mit Hilfsflügen in Katastrophengebiete gebracht. Den Einsatz von Paul finanzieren die weltweit mehr als 1,4 Millionen Mitglieder der Lions Clubs durch Spenden. Und so werben auch die Berliner Lions bei den Besuchern auf der ILA um Unterstützung: Täglich zwischen 12.30 und 14.30 Uhr gibt es am Stand in Halle 3 Mineralwasser, Kaffee und Speisen. Mit dem Erlös werden Anschaffung und Einsatz vieler weiterer „Brüder“ von Paul finanziert. Auch wer nicht zu den Lions findet, kann helfen. Einfach während der ILA 2012 eine SMS mit dem Stichwort „Lions Wasser“ an die Mobilfunknummer 81190 schicken und fünf Euro werden als Spende für Paul und seine „Brüder“ verbucht.

Das ILA-Wetter für Samstag, den 15. September 2012

Langsam wieder zunehmender Hochdruckeinfluss. In der nachts zuvor eingeflossenen, feuchten Meeresluft überwiegen aber ganztags teils kompakte Wolkenfelder, die Sonne zeigt sich nur zeitweise. Es bleibt aber trocken. Die Höchstwerte erreichen bei einem schwachen bis mäßigen Westnordwestwind Werte um 18°C.

Vorschau: Highlights Fluggeräte und Flugprogramm 15. September 2012
(das komplette, tagesaktuelle Flugprogramm erscheint gegen 08:00 Uhr morgens)

10:00 h,
Ankunft der fliegenden Besucher

10:30 h
Beginn der Flugvorführungen mit kleineren Fluggeräten der Aussteller

11:10 h,
Fähigkeitsdemonstration der Luftwaffe „Willfire 2012“: Simulierter Truppeneinsatz der Bundeswehr

11:40 h,
Airbus A320: Mittelstreckenflugzeug mit markanten, nach oben gebogenen Enden der Tragflächen, die besonders energiesparendes Fliegen ermöglichen.

13:00 h,
Eurocopter Tiger: Gepanzerter Kampfhubschrauber; ausgestattet mit einem Filtersystem zum Schutz vor biologischen und chemischen Waffen

13:08 h,
Eurocopter X-3: Hybrides Fluggerät aus Hubschrauber und Propellerflugzeug, das sowohl senkrecht starten als auch landen kann und durch die kleineren Rotorblätter besonders schnell ist und wenig Treibstoff verbraucht.

14:10 h,
Sikorsky CH-53 G: Vielzweck-Hubschrauber der Bundeswehr für den Transport von Soldaten und Geräten.

Ab 14:30 h,
Eurofighter Typhoon: Zweistrahliges Kampfflugzeug, sehr manövrierfähig, das auch ohne Nachbrenner Überschallgeschwindigkeit erreicht.
Elektra One Solar und Elektra One Solar elias: ILA-Premiere eines Solarflugzeuges, das seine Antriebsenergie über Solarpanele auf Tragflächen und Rumpf bezieht und mit einem Solarstromakku zur Energieabsicherung bei nicht ausreichender Sonnenstrahlung ausgestattet ist.
S-70i Black Hawk: Transporthubschrauber vom polnischen Sikorsky-Tochterunternehmen PZL Milec; „Hauptdarsteller“ im Film „Black Hawk Down“.
Dornier 228 NG: Zweimotorige Fünf-Blatt-Propeller-Maschine, die auch auf kurzen Pisten starten und landen kann.
Carbon Cub SS: Sportflugzeug aus Carbonfaser mit geringem Abfluggewicht und Treibstoffverbrauch.
Gyrocopter Cavalon: Zweisitziger Tragschrauber mit großer Rundumsicht und bis zu fünf Flugstunden Tankkapazität.

Showgruppen mit historischen Flugzeugen, darunter u.a. zwei Messerschmitt Me 108 (einmotoriges Leichtflugzeug von 1934, für Schulungen und Kurierflüge eingesetzt), Me 109 (einsitziges Tiefdecker-Jagdflugzeug von 1937) und Me 262 (erstes serienmäßiges Düsenkampfflugzeug von 1944), eine North American T-6 Formation (einmotoriges Trainingsflugzeug für Jagdpiloten von 1939), De Havilland DH 84 (zweimotoriger Zivil- und Militärtransporter von 1933), PZL-106 Kruk (einsitziger Agrar-Tiefdecker von 1973).
Lady Wing Walker ist die 41jährige Deutsche Peggy Krainz, die als einzige Luftartistin in Kontinentaleuropa auf den Tragflächen eines Doppeldeckers turnt, einer Boeing Stearman E75, und sich dabei von ihrem Mann durch die Lüfte steuern lässt.
Extra 330 SC (Einmotoriges Kunstflugzeuge von 2010), Dassault Flamant (zweimotoriges Militär- und Schulungsflugzeug von 1948), Giles GB202 (einmotorige Kunstflugmaschine, die als Bausatz ausgeliefert wird), Fouga Magister C (zweistrahliges Schulungsflugzeug von 1952), F4U Corsair (einmotoriges Kampfflugzeug von 1942), Cessna 337 (zweimotoriger Propeller-Schulterdecker von 1963), Douglas DC-6B (viermotoriges Verkehrsflugzeug von 1947), T-28 Trojan (einmototiges Trainingsflugzeug von 1950), Saab Safir (einmotoriger Tiefdecker von 1945).
Kunstflugvorführungen mit Hubschrauber MBB BO 105 (leichter Hubschrauber für Polizei, Militär- und Rettungsdienste von 1970), Schlacro (zweisitziges Kunstflugzeug von 2000), Christen Egale II (kunstflugfähiges Leichtflugzeug von 1977), Microlight Texan (zweisitziges Ultraleichtflugzeug für Kunstflüge) und den Fallschirmspringern von der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS)

14:55 h,
Kunstflugvorführung der türkischen Luftwaffe mit der Nationalstaffel Turkish Stars. F-18: Zweisitziges Kampfflugzeug von Boeing, vorgeflogen von der finnischen Luftwaffe. MiG-29: Zweisitziges sowjetisches Kampfflugzeug, vorgeflogen von der polnischen Luftwaffe.
Kunstflugvorführungen der zivilen polnischen Grupa Zelazny: Die Piloten fliegen spezielle einmotorige Kunstflugmaschinen des tschechischen Typs Zlin Z-526AFS bzw. Zlin Z-50L.

17:30,
Abflug der fliegenden ILA-Besucher

ILA-Berlin: Tagesbericht 13. September 2012

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Am morgigen Freitag (14. September) beginnen die Publikumstage der ILA. Ab dann gelangen Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln zusätzlich zu den Bahnhöfen Rudow und Schönefeld auch über den S-Bahnhof Schichauweg mit kostenlosen Shuttlebussen zum ILA-Gelände. Die Shuttle-Busse können auch dann benutzt werde, wen man noch nicht im Besitz einer ILA-Eintrittskarte ist.

Bei der Anfahrt mit dem PKW steht der Besucherparkplatz P1 am ILA-Gelände mit 10.000 Stellplätzen, der P3 an der B 96a (Am Seegraben/Hans-Meißner-Straße) mit 6.000 Stellplätzen zur Verfügung. Von dort fahren Shuttle-Busse zum ILA-Gelände.

MedTrans bestellt zehn Eurocopter EC135

Die führende US-Luftrettungsorganisation MedTrans hat auf der ILA einenVertrag mit Eurocopter über den Kauf von zehn EC135-Hubschraubern unterzeichnet und sich Optionen auf sechs weitere Helikopter gesichert. Das im texanischen Dallas ansässige Unternehmen betreibt bereits 20 Maschinen dieses Typs. „Mit den neuen Hubschraubern können wir auch in Zukunft wirtschaftliche Lösungen zur Luftrettung anbieten, bei denen die bestmögliche Patientenbetreuung im Mittelpunkt steht“, so der Präsident & CEO von MedTrans, Fred B. Buttrell. Weltweit sind mehr als 1.000 EC135 im Einsatz, die Hälfte davon in der Luftrettung, Kontakt: Christoph Müller, Telefon: +49 (0) 151 17126318, E-Mail: christoph.mueller@eurocopter.com, Ort: EADS-Pressechalet

InterSky unterzeichnet Vertrag für zwei ATR 72-600

Die Fluggesellschaft InterSky, die ihre Heimatbasis in Friedrichshafen hat, unterzeichnete auf der ILA einen Auftrag für zwei Turboprop-Regionalverkehrsflugzeuge des Typs ATR 72-600. Sie ist der erste österreichische Kunde für das Joint-Venture von EADS und Alenia-Aermacchi, betonte ATR- Verkaufschef John Moore. Für den InterSky-Haupteigner Hans Rudolf Wöhrl ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln seines Geschäfts, vor 26 Jahren hatte der damalige Eigentümer des Eurowings-Vorgängers Nürnberger Flugdienst seine ersten ATRs gekauft. „Wir glauben, dass der Regionalverkehr ein ganz wichtiger Verkehrsträger ist, der von den großen Luftverkehrsgesellschaften vernachlässigt wird“, sagte Wöhrl. „Die Wirtschaft braucht diese Verbindungen“. Er kündigte mittelfristig den weiteren Ausbau der ATR-Flotte an. InterSky-Geschäftsführer Peter Oncken gab bekannt, dass InterSky im Rahmen eines Interline-Abkommens mit Air Berlin voraussichtlich ab Mitte Oktober von Friedrichshafen aus auch als Zubringer für deren Langstrecken ab Berlin und Düsseldorf fungieren wird. Mit der Lufthansa wird noch über eine Kooperation verhandelt. Kontakt: David Vargas (ATR), Telefon: +33 6 86342171, E-Mail: david.vargas@atr.fr, Victoria Moosbrugger (InterSky), Telefon: +43 5574 4880070, E-Mail: victoria.moosbrugger@intersky.biz, Ort: EADS-Pressechalet

 

Minister de Maizière besucht ILA 2012

Bundesminister der Verteidigung Thomas de Maizière besucht heute ab 15:30 Uhr die diesjährige Luft- und Raumfahrtausstellung auf dem Berlin ExpoCenter Airport. Sein Rundgang über das Messegelände beginnt am Bundeswehrdisplay. Minister de Maizière wird durch den Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner begleitet. In Gesprächen mit den auf der ILA eingesetzten Soldaten und zivilen Mitarbeitern wird sich der Minister einen Überblick über die verschiedene Bereiche verschaffen. Darüber hinaus ist der Besuch von ausgewählten Ausstellern vorgesehen. Kontakt: Oberstleutnant Kai Gudenoge, Telefon: +49 (0) 151 14626012, Pressezentrum Halle 5

 

PZL Mielec unterzeichnet Liefer-Abkommen mit Aero Vodochody für Sikorsky S-70

PZL Mielec, das polnische Tochterunternehmen des US-Herstellers Sikorsky, gab gestern auf der ILA bekannt, dass es einen langjährigen Vertrag mit dem tschechischen Flugzeugbauer Aero Vodochody zur Lieferung von Strukturkomponenten für den in Polen produzierten Hubschrauber Sikorsky S-70i BLACK HAWK abgeschlossen hat. Im Rahmen des Abkommens, das zunächst bis 2017 abgeschlossen wurde, ist der Bau von mindestens 50 Cockpitsektionen in der Tschechischen Republik vorgesehen. Seit Aufnahme der Produktion des S-70i vor drei Jahren sind 17 Hubschrauber in Polen gebaut worden. Der Vertrag dient der Erweiterung der europäischen Zulieferkette und soll zugleich die Kosteneffizienz der Produktion verbessern. Kontakt: Michal Tabisz, Telefon: +48 725 991 759, E-Mail: m_tabisz@pzlmielec.cpm.pl, Ort: Display S2

 

Ruag erhält neuen Auftrag für Dornier 228 Next Generation

Ruag Aviation zeigt auf der ILA im Static Display und im Flugprogramm das 19sitzige Kleinverkehrsflugzeug Dornier 228 Next Generation. Unmittelbar vor Beginn der Messe hat das Unternehmen mit einem nicht genannten, asiatischen Kunden einen Kaufvertrag für eine Maschine unterzeichnen können, die in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres ausgeliefert wird. Am 31. August war ein Flugzeug an die deutsche Marine übergeben worden, wo es nach 21 Jahren ein Exemplar des Originalmusters ablöst und zur Überwachung des Umweltschutzes auf Nord- und Ostsee eingesetzt wird. Kontakt: Pirmin Berger, Telefon: +41 79 2045561, E-Mail: primin.berger@ruag.com, Ort: Halle 3, Stand 3616

 

Boeing informiert über militärische Transportlösungen

Boeing nutzte die ILA, um unter anderem über die Leistungsfähigkeit seiner Mobility Aircraft zu informieren. Im Mittelpunkt des Briefings von Mark Ballew, Director, Business Development, Boeing Mobility, standen die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von drei komplett unterschiedlichen Modellen im militärischen ebenso wie im humanitären Bereich. Der vierstrahlige Transporter C-17 Globemaster III kann auch im Static Display der U.S. Air Force besichtigt werden. Der Transporthubschrauber H-47 ist seit 50 Jahren im Einsatz, doch haben die heute gefertigten Maschinen außer der Form kaum noch etwas mit dem Original zu tun. Der Tiltrotor V-22 Osprey kann die Tragflächen mit den Propellern schwenken, um wie ein Hubschrauber zu operieren. Kontakt: Beatrice Bracklo, Telefon: +49 (0) 30 773770, E-Mail: Beatrice.Bracklo@boeing.com, Ort: Halle 1, Stand 1201a

 

14 Partner vereinbarten auf der ILA Fortsetzung des CleanSky-Programms

Vertreter von 14 europäischen Unternehmen der Luftfahrtindustrie und Forschungseinrichtungen haben auf der ILA eine Absichtserklärung zur Fortsetzung des Forschungsprogramms CleanSky für den Zeitraum von 2014 bis 2020 unterzeichnet. Agusta Westland, Airbus, Alenia Aermacchi, Dassault, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, EADS Casa, Eurocopter, die Fraunhofer Gesellschaft, Liebherr, MTU, Rolls-Royce, Saab, Safran und Thales. Als Fortsetzung der gemeinsamen Technologieinitiative will die Industrie gemeinsam mit der Europäischen Union im Rahmen von CleanSky 2 innerhalb von sieben Jahren insgesamt 3,6 Milliarden Euro in die Forschung im Luftverkehr investieren, wobei der Schwerpunkt auf der Reduzierung der CO2-Emissionen um 75 Prozent bis zum Jahr 2050 liegt. Kontakt: Martin Fendt, Telefon: +33 561 932 434, E-Mail martin.fendt@airbus.com, EADS-Pressechalet

 

Die rot-weißen Funken nahmen Abschied von der ILA

Mit einem letzten Showflug haben sich die rot-weißen Funken am Donnerstag von der ILA verabschiedet. Für die sechs Piloten der polnischen Flugstaffel Balo-Czerwone Iskry war es der erste Auftritt in Deutschland, so der Teamleader und künftige Kommandant, Major Tomasz Czerwinski. Er absolvierte 1997 seinen ersten Flug auf einem Orlik-Trainer und ist heute mit über 2.000 Flugstunden ebenso wie seine Kameraden Fluglehrer an der „Adlernest“, der polnischen Luftwaffenakademie in Deblin. Für zwei Mitglieder des Teams war es zugleich der letzte Einsatz, Staffelkommandant Major Tomasz Lukuszczuk und Oberstleutnant Dariusz Karwowski treten in den verdienten Ruhestand. Kontakt: Major Tomasz Czerwinksi, E-Mail: team@bialoczerwoneiskry.eu

 

Die türkischen Sterne sind auf der ILA gelandet

Mit acht Northrop NF-5A-Strahltrainern und zwei begleitenden Transall-Transportern sind Türk Yildizlari auf der ILA gelandet. Bis zum Sonntag werden die türkischen Sterne, so die Übersetzung, erstmals in Deutschland ihr Können zeigen. Die sieben Piloten – der achte Jet ist eine Reservemaschine – unter dem Kommando von Oberstleutnant Ergin Dinc sind die in Konya stationierte, nationale Flugstaffel der türkischen Luftwaffe. Sie wurde 1992 gegründet und hatte 1994 ihren ersten öffentlichen Auftritt. Bewerber müssen über eine Erfahrung von mindestens 600 Flugstunden verfügen, was sechs bis sieben Jahren im Einsatz entspricht, so der Presseoffizier Major Bülent Savas. Seit dem vergangenen Jahr fliegt man in der heutigen Besetzung. Auf der ILA zeigen Türk Yildizlari ein 25minütiges Programm, das den strengen Sicherheitsbestimmungen für Showflüge in Deutschland angepasst wurde. Kontakt: Major Bülent Savas, Telefon: +90 532 3174240, E-Mail: turkyildizlari@hvkk.tsk.tr, Ort: Freigelände

 

Das kräftigste Leichtflugzeug der Welt auf dem roger Airfield zu Gast

Es ist zwar nur ein Zweisitzer, dafür aber ein echtes Kraftpaket. Die Carbon Cub SS ist ein High-Performance Flugzeug für den Einsatz in rauem Gelände. Mit seinen großen Ballonreifen kann die Maschine auch in unwegsamen Gelände manövriert werden. Besonders die Motorleistung ist erstaunlich: 180 PS bringen den ansonsten aus Karbon gebauten Flieger nach nur 50 Metern in die Luft. Für Landungen benötigt die Maschine unter günstigen Bedingungen nicht mehr als die Fläche eines Hubschrauberlandeplatzes. Es gibt kein anderes Leichtflugzeug dieser Größe, das ähnliche Fähigkeiten besitzt. Die Carbon Cub SS wird insbesondere in Alaska eingesetzt und kann nun täglich bei der ILA im Flugprogramm beobachtet werden. Der heutige Flug findet um 14.25 Uhr statt. Kontakt: Jens Rosenow, Telefon: 0172 3939 828, jr@rogerairfield.com, Ort: roger Airfield, Bildmaterial ab morgen unter www.rogerairfield.com

 

Indoor-Navigation an Flughäfen

Navigation innerhalb von Gebäuden ist über GPS meist nicht möglich oder schwierig umzusetzen. Schilderchaos oder fehlende Wegweiser sind immer wieder ein Erlebnis. Wissenschaftler des DLR-Instituts für Flughafenwesen und Luftverkehr haben eine Smartphone-App entwickelt, auf deren Basis die Positionsbestimmung durch im Raum verteilte QR-Codes erfolgt. Zusätzlich berücksichtigt die App aktuelle Informationen aus der mitlaufenden Passagiersimulation für eine eventuelle Wegeneuberechnung. Auf dem DLR-Stand wird demonstriert, wie eine speziell für den Einsatz an Großflughäfen optimierte Indoor-Navigation funktioniert. Kontakt: Sabrina Schmitz, Telefon: +49 (0) 172 6239014, E-Mail: Sabrina.Schmitz@dlr.de, Ort: Halle 4, Stand 4301, Exponat 32

 

ACARE weist Perspektiven für Europas Luftfahrt

Das Advisory Council for Aviation Research and Innovation in Europe (ACARE) hat anlässlich der ILA 2012 im Namen der europäischen Luftfahrt-Akteure unter dem Namen Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA) offiziell ein neues Programm gestartet, um die öffentlichen und privaten Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen zu bündeln. Dahinter steht das ambitionierte, 2011 präsentierte Konzept Flightpath 2050, das als wichtige Ziele bis zur Mitte des Jahrhunderts die Verringerung der Luftfahrt-bedingten CO2-Emmissionen um 75 Prozent und der Lärmemissionen um 65 Prozent vorsieht. Außerdem soll zu diesem Zeitpunkt innerhalb Europas für 90 Prozent aller Reisenden eine maximale Reisezeit von Haustür zu Haustür von lediglich vier Stunden ermöglicht werden. Forschung und Entwicklung in Europa sollen dadurch die Bedürfnisse der Gesellschaft und des Marktes berücksichtigen und Europas industrielle Führerschaft auf diesem Sektor erhalten. Kontakt: Thomas Belitz, Telefon: +49 (0) 30 206 140 40, E-Mail: belitz@bdli.de

 

Very Light Jet Eclipse startet durch – neuer Europahändler auf der ILA 2012

Ein Pionier bei den Very Light Jets (VLJ) war bei ihrem Erstflug im Jahr 2002 die sechssitzige Eclipse 500. Als der Hersteller trotz Bestellungen im vierstelligen Bereich 2009 Insolvenz anmelden musste, waren etwa 270 Flugzeuge gebaut worden. Das Nachfolgeunternehmen Eclipse Aerospace wird nun in Kooperation mit Sikorsky Aircraft die Eclipse in der überarbeiteten Version 550 ab kommendem Jahr neu anbieten. Die Zellen des dank seiner kompakten Antriebe besonders leisen, sparsamen und preiswerten Flugzeugs werden bei PZL Mielec, einem Tochterunternehmen des namhaften US-Herstellers Sikorsky, in Polen gebaut und in New Mexico endmontiert. Auf der ILA 2012 präsentierte sich erstmals der neue Europahändler Aeris Aviation aus Großbritannien, der von etwa 40 neu bestellten Eclipse 550 sprach – damit seien Lieferpositionen erst wieder 2014 erhältlich. Kontakt: David Hayman, Telefon: +44 7836 550377, E-Mail: david@aerisaviation.co.uk, Ort: Static Display S4

 

Russian Helicopters und CAE unterzeichnen auf der ILA Absichtserklärung

Russian Helicopters, weltweit aktiver Hersteller von Hubschraubern, und CAE Inc., Hersteller komplexer Simulationssysteme für die zivile und militärische Luftfahrt aus Kanada, haben gestern auf der ILA eine Absichtserklärung hinsichtlich ökonomischer Möglichkeiten der vertieften Zusammenarbeit bei einer Reihe wichtiger Tätigkeitsfelder unterzeichnet. So wollen die beiden Unternehmen untersuchen, ob künftig Hubschrauber-Simulatoren und Piloten-Schulungsprogramme gemeinsam entwickelt werden können. Auch die Einrichtung gemeinsamer Schulungszentren in Russland und weiteren Ländern ist im Rahmen des Abkommens möglich. Kontakt: Roman Kirillov, Telefon: +7 917 564 3346, E-Mail: press@rus-helicopters.com, Ort: Halle 1, Stand 1305

 

ILA lockt mit Fähigkeitsdarstellung „Willfire 2012“

Flugvorführungen sind von je her das Salz in der Suppe einer Luftfahrtmesse. Sie sind als Publikumsmagnet beliebt und locken viele Besucher auf das Messegelände, so auch an die neue Südbahn des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg bei der diesjährigen ILA 2012. Neben täglichen Solo-Displays des Kampflugzeuges EADS Eurofighter und des Militärhubschraubers Sikorsky CH-53 wird die Bundeswehr, beginnend ab heute, an drei Tagen in der gemeinsamen Fähigkeitsdarstellung „Willfire 2012“ das Zusammenspiel von militärischen Kräften demonstrieren. In der etwa 20-minütigen Vorführung wird die Anlandung und Aufnahme eines FAC (Forward Air Controller) sowie dessen Absicherung aus der Luft dargestellt. Beteiligt sind die Waffensysteme Eurofighter, Tornado, Phantom, CH-53, Transall und A310 MRTT (Multi Role Transport Tanker). Abgerundet wird die gemeinsame Fähigkeitsdarstellung durch eine simulierte Luftbetankung von Eurofighter und Tornado. Inhaltlich ergänzt wird die vorangestellte gemeinsame Fähigkeitsdarstellung in dem Bundeswehr-Symposium „Air-Surface-Integration“. Unter hochrangiger Beteiligung von Bundeswehr- und der NATO-Vertretern werden Vorträge zur taktischen Einbindung von Luftstreitkräften in eine Gesamtoperationsführung gehalten und in einer anschließenden Podiumsdiskussion vertieft. Kontakt: Oberstleutnant Kai Gudenoge, Telefon: +49 (0) 151 14626012, Pressezentrum Halle 5

 

Luftfahrtindustrie Indiens fühlt sich Europa verbunden

An der diesjährigen ILA beteiligen sich über 20 private Luft- und Raumfahrtunternehmen aus Indien – mehr als je zuvor. „Sie suchen verstärkt nach Zusammenarbeit mit Zulieferbetrieben der Branche aus Europa, sei es durch projektbezogene Partnerschaften, durch Joint Ventures, Firmenübernahmen oder Bindungen technischer Art“, sagt der Chefkoordinator des indischen Gemeinschaftsstandes auf der ILA 2012, George Cheriyan. Die Luft- und Raumfahrtindustrie in Indien ist stark, wächst rasch und verlangt nach fortschrittlichen und innovativen Zulieferbetrieben. Deutschland ist der wichtigste Wirtschaftspartner der indischen Industrie in Europa mit voraussichtlich 20 Milliarden Euro Handelsvolumen in diesem Jahr. Für deutsche Partner bieten sich zahlreiche Möglichkeiten in allen Sektoren der Branche: bei Projekten der zivilen und militärischen Luft- sowie der Raumfahrt. Kontakt: George Cheriyan, Telefon: +49 (0) 151 28 11 36 16, E-Mail: george@aviationspace.in, Ort: Halle 6/6305

 

ADAC HEMS Academy: Treffpunkt für Hubschrauber-Piloten auf der ILA

Zwischen 800 und 900 Hubschrauber-Piloten aus der ganzen Welt trainieren jedes Jahr auf den Flugsimulatoren der HEMS Academy des ADAC in Bonn-Hangelar. Insofern ist die ILA 2012 für die Academy nicht nur ein Schaufenster ihrer Schulungsangebote, sondern auch ein Treffpunkt für Trainer und Piloten, die pro Jahr etwa 2.500 Übungsstunden in den Full-Flight-Simulatoren für die Eurocopter EC 135 (mit EFIS-Cockpit) und dem weltweit ersten und einzigen EC 145 FFS absolvieren. Am Stand in Halle 3 können die Piloten zudem an einem PC-gestützten Systemtrainer für den EC 135 üben. Demnächst will die HEMS Academy auch Techniker schulen, die Triebwerke von Pratt & Whitney warten. Kontakt: Thomas Gassmann, Telefon: +49 (0)2241 932190, E-Mail thomas.gassmann@hems-academy.adac.de, Ort: Halle 3, Stand 3628

 

Die humanitären Seiten eines Militärtransporters

Die A400M von Airbus ist als geräumige Transportmaschine mit hoher Geschwindigkeit bekannt. Militärs vieler europäischer Staaten nutzen den viermotorigen Transporter. Auf der ILA stellt Airbus nun dessen Vorzüge für den Einsatz in Katastrophenfällen heraus. Mit 25 Tonnen Ladegewicht erreicht die A400M vier Mal so viel wie zum Beispiel die C-160 Transall, einer der Klassiker im Truppen- und Materialtransport. Auch in der Reichweite ist die A400M anderen Transportflugzeugen überlegen. Sie kann auf Grasbahnen oder Behelfspisten starten und landen, und für das Be- und Entladen werden keine Spezialgeräte benötigt. Das Beispiel der A400M ist für die Airbus Corporate Foundation auch Anlass, zu prüfen, welche weiteren Maschinen für Hilfsaktionen besonders geeignet sind und wie diese Flugzeuge schnell und effizient eingesetzt werden können. Das Unternehmen will sich zudem künftig mit Flugzeugen, Besatzungen, Logistik-Experten und Bodenpersonal aktiv an der Katastrophenhilfe beteiligen. Kontakt: Heiko Stolzke, Telefon: +49 (0)151 46150714, E-Mail heiko.stolzke@airbus.com; Ort: Chalets West 7-14 und 18-19, Halle 1, Stand 1202c, Displays S1/648 und /323-324

 

Eurocopter modernisiert Bundeswehr-Hubschrauber

Vierzig Transporthubschrauber vom Typ CH-53 G der Bundeswehr werden in den nächsten Jahren von Eurocopter umgerüstet. Aus den Maschinen entsteht so die neue Version CH-53GA. Damit die Hubschrauber auch künftig für nationale und internationale Einsätze tauglich sind, erhalten sie die aktuellen Avionik- und Kommunikationssysteme. Dadurch sind die Maschinen dann auch auf einen Verbundeinsatz mit dem Tiger von Eurocopter und dem Transporthubschrauber NH90 von Nato Helicopter Industries ausgelegt. Neben einer verbesserten Navigation und Instrumenten-Optimierung verfügen die CH-53GA Maschinen über einen Vier-Achsen-Autopiloten mit Schwebeflugautomatik und ein elektronisches Selbstschutz-System (EWS). Je nach Einsatzfall kann eine modulare Ausstattung mit Infrarot-Beobachtungssystem, Satellitenkommunikation und Innentanks (Reichweitensteigerung auf 1.200 km) individuell zugerüstet werden. Kontakt: Christoph Müller, Telefon: +49 (0)151 17126318, E-Mail christoph.mueller@eurocopter.com; Ort: Halle 3, Stand 3636 und 3703 sowie Display H4/328-30.337 und S1/331-333

 

MEADS needs feeds: Verteidigungssystem auf dem Prüfstand

Mehr als zehn Jahre Entwicklungsarbeit und Investitionen von mehr als vier Milliarden Euro stecken im Luftverteidigungssystem MEADS – einem amerikanisch-deutsch-italienischen Gemeinschaftsprojekt. Es steht auf der Kippe, seit bekannt wurde, dass die Regierung in den USA ab 2013 die Zuschüsse für die weitere Entwicklung kappen und die Bundeswehr kein Interesse an der Einführung des modularen Systems habe. Repräsentanten des Konsortiums verbreiteten nun auf der ILA verhaltenen Optimismus: Man setze weiterhin auf die Unterstützung in den Partnerländern. Ein Ausstieg sei wirtschaftlich keine Alternative, alle Tests würden planmäßig verlaufen und man wolle die Entwicklung weiter vorantreiben. Dr. Walter Stammler, Leiter Forschung und Entwicklung des Partners MBDA, verwies auf anstehende Entscheidungen im Bundestag und betonte, man hoffe auf eine Vertragsverlängerung über 2014 hinaus. Kontakt: Wolfram Lautner, Telefon: +49 (0)8252 992549, E-Mail wolfram.lautner@mbda-systems.de; Ort: Display G3/642

 

Pilotenvereinigung sieht Flugsicherheit nicht mehr gewährleistet

Mit den neuen Arbeitszeitregelungen, wie sie von der EASA vorgeschlagen werden, „können wir Piloten die Sicherheit unserer Fluggäste nicht mehr gewährleisten“. Mit diesen Worten hat Ilja Schulz von der Berufsvereinigung Cockpit auf die beabsichtigte Neuregelung der Flugdienstzeiten reagiert. Aktuell dürften Piloten nur bis zu 14 Stunden arbeiten, während im Alltag oftmals 16 bis 18 Stunden erreicht würden. Die EASA wolle nun eine Arbeitszeit von zwanzig bis 22 Stunden als zulässig festschreiben. Übermüdung der Piloten sei die Folge, was gerade bei Dienstende, wenn der letzte Flug sicher gelandet werden muss, ein hohes Risiko darstelle, so Cockpit. In einer Cockpit-Umfrage hätten 93 Prozent der Piloten angegeben, schon einmal wegen Übermüdung Fehler gemacht zu haben. 73 Prozent gaben zu, bereits am Steuerknüppel ihres Flugzeugs eingeschlafen zu sein. Inakzeptabel sei auch das Verhalten sogenannter Billig-Airlines (Cockpit nannte explizit Ryan Air), die „Piloten unter Druck setzen, weniger Treibstoff zu verbrauchen“. Kontakt: Jörg Handwerg, Telefon: +49 (0)176 16959000, E-Mail handwerg@vcockpit.de; Ort: Halle 2, Stand 2104

 

So kommt humanitäre Hilfe schnell ans Ziel

Jedes Jahr finden mehr als hundert Flüge aus humanitären Anlässen statt. Oft kommt es dabei auf Stunden an, um Retter und medizinische Versorgung rasch ans Ziel zu bringen. Warum manche Flüge schneller als andere ankommen, hat Frank Franke vom Verein Luftfahrt ohne Grenzen (LOG) auf der ILA erläutert. Als seine Organisation 41 Tonnen Hilfsgüter zu den mehr als 40.000 syrischen Flüchtlingen in die Türkei bringen wollte, nutzte der Verein einen Airbus A300 mit türkischer Registrierung. „Überflug- und Landerechte haben wir dadurch schneller erhalten, als wenn wir mit einer deutschen Maschine geflogen wären“, so Franke. Oft würden Frachtflugzeuge leer fliegen, etwa um Blumen aus Ecuador zu holen oder elektronische Geräte aus Japan. Franke: „Wir zahlen dann oft nur zwanzig Prozent der Frachtgebühren, um unsere Hilfsgüter kostengünstig und schnell ans Ziel zu bringen.“ Condor hat LOG zugesichert, jedes Medikament gratis zu transportieren. So konnten nach dem Erdbeben auf Haiti via der Dominikanischen Republik 120.000 Portionen eines Cholera-Medikaments ins Land gebracht werden. Das Resultat: Die Todesrate der Kinder wurde in kürzester Zeit von 18,8 auf 0,08 Prozent reduziert. Kontakt: Marie-Luise Thüne, Telefon: +49 (0)178 7599830, E-Mail info@luftfahrtohnegrenzen.de; Ort: Chalets West 7-14 und 18-19, Halle 3, Stand 3218

 

Polnisches Leichtflugzeug soll das Fliegen billiger machen

Auf den Namen J6 Fregata hört der fliegende Winzling aus Polen, den das Unternehmen J & AS Aero Design aus Lodz mit auf die ILA gebracht hat. Das Leichtflugzeug wird von einem modifizierten Honda-Bootsmotor mit 52 PS angetrieben und hat dank seiner fast 13 Meter Spannweite auch gute Segeleigenschaften. Durch die unkomplizierten Flugeigenschaften, den günstigen Anschaffungspreis und die geringen Unterhaltskosten von ca. 30 Euro je Flugstunde soll eine preiswerte Möglichkeit zum Sammeln von Flugstunden auch für Piloten angeboten werden, die ihre Fluglizenz erst seit kurzem besitzen. Neben einigen Exemplaren für private Halter hat J & AS Aero Design auch 18 Fluggeräte an BAE Systems aus Großbritannien geliefert, die dort als unbemannte Aufklärungsflugkörper zum Einsatz kommen. Kontakt: Ryszard Andryszczak, Telefon: +48 531 991 108, E-Mail: ra@motoszybowce.pl, Ort: Static Display S2

 

THW-Chef beklagt Katastrophen-Gewinner

„Nach jedem Desaster steigen die Rettungskosten Stunde um Stunde“, klagte Albrecht Broemme auf der ILA. Der Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) meint damit vor allem die Kosten für Hilfsflüge, wenn Maschinen gechartert und humanitäre Güter transportiert werden müssen. Das THW stehe dann zusammen mit anderen Hilfswerken bei Airlines und Dienstleistern in der Warteschlange. Selbst wenn er es sich wünsche, so würde das THW doch auf absehbare Zeit über kein eigenes Flugzeug verfügen können. Darum sei es umso dringlicher, dass in Krisenfällen der Einsatz von Flugzeugen und Transportkapazitäten international koordiniert werde. Das Thema Katastrophenhilfe gewinnt auf der ILA immer mehr a Bedeutung. Viele Hilfsorganisationen präsentieren sich und ihre Arbeit. Zudem nutzen sie ihre Präsenz für die Anbahnung von Kooperationen mit Luftfahrtunternehmen und der Industrie. Kontakt: Nicolas Hefner, Telefon: +49 (0)172 2882928, E-Mail presse@thw.de

 

Das ILA-Wetter für Freitag, den 14. September 2012

Weiterhin schwacher Zwischenhocheinfluss, die Kaltfront eines Tiefs über Skandinavien erreicht den Vorhersagebereich erst in der Nacht zu Samstag mit etwas Regen. Der Tag beginnt morgen auch wieder recht sonnig, im Tagesverlauf zieht allmählich etwas hohe und mittelhohe Bewölkung auf. Erst am Abend zieht es sich dann stärker von Nordwesten her zu, Regen soll es nach aktuellem Stand erst in Richtung Mitternacht geben. Die Temperaturen für morgen liegen bei 19 bis 20 Grad Celsius auch wieder etwas höher als heute. Der Wind kommt wieder aus Südwest, morgens noch schwach, im Tagesverlauf dann aber zum Teil auch böig auffrischend.

 

Vorschau: Highlights Fluggeräte und Flugprogramm 14. September 2012

10:30 Beginn der Flugvorführungen mit kleineren Fluggeräten der Aussteller und Airbus A320. Die A320 ist mit mehr als 8.500 Exemplaren eines der am meisten verkauften Mittelstreckenflugzeuge. Auffällig an den neuen Maschinen dieses Typs sind die nach oben gebogenen Enden der Tragflächen (Sharklets), die in Verbindung mit neuen Motoren ein energiesparenderes Fliegen ermöglichen. Außerdem am Himmel über der ILA: Kunstflugvorführungen von Showgruppen mit historischen Flugzeugen.

13:00

Eurocopter lässt den Tiger steigen. Als Kampfhubschrauber bei der Bundeswehr im Einsatz, passt er in den Militärtransporter Airbus A400M, der im Freigelände zu sehen ist. Der Helikopter ist gepanzert und mit einem Filtersystem zum Schutz vor biologischen und chemischen Waffen ausgestattet. Faszinierend in der Luft: Der Eurocopter X-3 ist ein Hybridfluggerät aus Hubschrauber und Propellerflugzeug. Als Hubschrauber kann er gleichermaßen senkrecht starten und landen. Als Fluggerät ist er bis zu 430 km/h schnell und verbraucht aufgrund der kleineren Rotorblätter weniger Treibstoff.

14:10

Der Sikorsky CH-53G ist ein bei der Bundeswehr erprobter Vielzweck-Hubschrauber. Er wird für den Transport von Soldaten und Geräten eingesetzt. Der über Jahrzehnte erfolgreich eingesetzte Hubschrauber soll noch bis 2030 geflogen werden.

14:30

Mit dem Eurofighter Typhoon erscheint ein zweistrahliges Kampfflugzeug am Himmel über Schöefeld. Es wurde von Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien entwickelt, ist extrem manövrierfähig und kann auch ohne Nachbrenner Überschallgeschwindigkeit erreichen.

Eine Premiere auf der ILA hat das Solarflugzeug Elektra One Solar, das seine Antriebsenergie über Solarpanele auf den Tragflächen und dem Rumpf bezieht. Ein Solarstromakku im Flugzeug dient zur Energieabsicherung bei nicht ausreichender Sonnenstrahlung.

Der S-70i Black Hawk ist ein Hubschrauber, der vom Sikorsky-Tochterunternehmen PZL Milec in Polen produziert wird. Als Transporthubschrauber des Militärs hat er sich in vielen Einsätzen bewährt. Große Bekanntheit bekam der Hubschrauber als „Hauptdarsteller“ im Film „Black Hawk Down“.

Dornier fliegt mir ihrer zweimotorigen 228 NG vor. Durch ihre Fünf-Blatt-Propeller kann die Maschine auch auf kurzen Pisten starten und landen. Zudem verfügt die neue Version des seit 1982 gebauten Typs über eine höhere Reichweite.

Flugzeuge wie die Carbon CubSS haben ein besonders geringes Abfluggewicht, weil ihr Körper aus Carbonfaser sehr leicht ist. Dadurch steigt die Maschine schneller und verbraucht weniger Treibstoff. Auch bei der Landung kann sie schneller zum Stillstand gebracht werden, als andere Leichtflugzeuge. Die Piloten der zivilen polnischen Kunstflugstaffel Grupa Zelazny kommen aus der Nähe von Zielona Goda, neunzig Kilometer von Görlitz und aus einem Club an der Ostsee, unweit von Gdansk. Sie fliegen spezielle einmotorige Kunstflugmaschinen des tschechischen Typs Zlin Z-526AFS bzw. Zlin Z-50L.

17:30

Kurz vor Ende des Messetages fliegen die Aussteller, die mit eigenen Maschinen zur ILA gekommen sind, wieder ab.

GBAS: Satellitengestütztes Landesystem erhält Zulassung

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Das satellitengestützte Präzisionsanflugsystem GBAS (Ground Based Augmentation System) hat die deutsche Musterzulassung als primäres Landesystem vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) erhalten und kann seit heute unabhängig von dem seit Jahrzehnten genutzten Instrumentenlandesystem (ILS) für Anflüge unter Instrumentenflugbedingungen genutzt werden.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH betreibt GBAS als erste Flugsicherung der Welt am Flughafen Bremen für CAT I Präzisionsanflüge für den regulären Liniendienst der Fluggesellschaften. GBAS bietet bei Präzisionsanflügen eine digitale Führung und arbeitet nach dem sogenannten Differential Global Positioning System (DGPS) Verfahren. Bei diesem Verfahren wird die Genauigkeit und Integrität von GPS für das Flugzeug durch die Ausstrahlung von Korrekturdaten erhöht.

Zurzeit wird GBAS zusätzlich zu den Instrumentenlandesystemen an Flughäfen aufgebaut. Wenn Flugzeuge in der Zukunft durchgängig mit den entsprechenden Bordempfängern ausgerüstet sind, kann GBAS das ILS ablösen. Es bietet gegenüber dem ILS etliche Vorteile. Zum einen ist es keinen Beeinträchtigungen durch Wetter oder Hindernisse ausgesetzt, zum anderen benötigt es keine Schutzbereiche, um es vor möglichen Störungen durch Rollverkehr auf dem Flughafen abzuschirmen. Darüber hinaus können bis zu 26 Anflüge auf verschiedene Pisten von nur einer GBAS Station unterstützt werden und das System muss weniger häufig als ein ILS durch Flugvermessung überprüft werden. Dadurch ist es sowohl in der Anschaffung als auch in der Wartung erheblich kostengünstiger als ein herkömmliches ILS.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH befasst sich bereits seit Mitte der 1990er Jahre mit Pilotvorhaben u.a. in München und Frankfurt mit der technischen Erprobung der GPS-Technologie. Die von der Firma Honeywell gebaute GBAS Station in Bremen ist bereits seit 2008 im Testbetrieb und konnte bisher von den Fluglinien TUIfly und Air Berlin bei Instrumentenflugwetterbedingungen nur bis zum Nichtpräzisionsminimum genutzt werden. Air Berlin besitzt inzwischen für seine Boeing 737 Next Generation Flotte die Zulassung für die uneingeschränkte Nutzung der GBAS Bodenstation nach CAT I. Eine Ausweitung des GBAS Betriebs für CAT II und CAT III Wetterbedingungen (Allwetterbetrieb) wird ab der Mitte des Jahrzehnts erwartet.

DFS präsentiert Flugrouten für BBI

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Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat heute der Fluglärmkommission (FLK) ihr Abwägungsergebnis der An- und Abflugrouten für den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg-International (BBI) vorgestellt. Zuvor hatte die DFS dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) als Entscheidungsinstanz das Ergebnis der Abwägung zugeleitet.

Die DFS war zu den Flugverfahren seit September 2010 durch die FLK beraten worden. In einer Pressekonferenz nach der FLK-Sitzung wurde auch die Öffentlichkeit heute über das Ergebnis informiert. Das BAF wird in den kommenden Monaten die Abwägungsunterlagen prüfen, um anschließend im Benehmen mit dem Umweltbundesamt eine Entscheidung zu den Routen zu treffen.

Der Leiter der Berliner Flugsicherung, Hans Niebergall, lobte die aus seiner Sicht intensive und konstruktive Zusammenarbeit und bedankte sich dafür bei der FLK. Die DFS habe den gesetzlichen Auftrag, den bestehenden und entstehenden Luftverkehr sicher, geordnet und flüssig abzuwickeln und zugleich die Menschen vor unzumutbarem Fluglärm zu schützen. „Wir haben uns bemüht, so wenig Menschen wie möglich zu belasten“, so Niebergall. „Zugleich müssen wir das im Planfeststellungsbeschluss genehmigte Verkehrsaufkommen durch entsprechende Routenführungen gewährleisten.“

Die DFS ist in ihrer Abwägung bei vielen Routen in vollem Umfang der Empfehlung der FLK gefolgt. In einigen Fällen war dies allerdings deshalb nicht möglich, weil einige Empfehlungen teilweise anderen Empfehlungen der FLK aufgrund unterschiedlicher Interessenlagen widersprachen. In anderen wenigen Fällen konnte den Wünschen der FLK aus Sicherheitsgründen und aus betrieblichen Gründen nicht gefolgt werden, da ansonsten die Flughafenkapazität, die sich aus dem Planfeststellungsbeschluss ergibt, nicht erreicht würde.

Vorgestellt wurden die An- und Abflugrouten für beide Betriebsrichtungen. Sowohl bei Betriebsrichtung 25 (Westwetterlage) als auch bei Betriebsrichtung 07 (Ostwetterlage) gibt es Abflugrouten für Flugzeuge, die relativ schnell an Höhe gewinnen und für solche, die langsamer steigen, wie zum Beispiel Langstreckenflugzeuge. Die dem BAF vorgeschlagenen Routen finden Sie hier (PDF). Auf den dargestellten Karten sind sowohl die durchschnittlichen Höhen angegeben als auch die Routenbelegung, also welche Route von wie vielen Flugzeugen genutzt wird.

Tannkosh 2011

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Während des Fliegerevents Tannkosh vom 26. bis 28. August in Tannheim verlost die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH an jeden hundertsten gelandeten Piloten eine neue elektronische Version des Luftfahrthandbuchs AIP VFR für den Sichtflieger in Deutschland, den „Visual Flight Guide“. Außerdem präsentiert die DFS ihre Luftfahrtpublikationen und den Fluginformationsdienst (FIS).

Nach der Landung erhält jeder hundertste Pilot im Registrierungszelt eine Gewinnerkarte, mit der er sich den Visual Flight Guide am DFS-Stand abholen kann. Der Visual Flight Guide umfasst neben dem Gesamtwerk des Luftfahrthandbuchs AIP VFR für den Sichtflug in Deutschland eine Vielzahl nützlicher Funktionen für die Flugvorbereitung: so lassen sich beispielsweise die monatlichen Nachträge mit nur einem Mausklick herunterladen, individuelle Flugrouten auf einer geografischen Karte abstecken sowie die dazugehörigen Sichtflug- und Flugplatzkarten in einem „TripKit“ zusammenstellen und ausdrucken.
Am Stand können sich die Besucher neben Luftfahrtkarten, Lehrbüchern oder Online-Produkten außerdem die Applikationen „VFRiCharts“ und „VFRiNOTAM“ für iPhone und iPad ansehen. Und auch in diesem Jahr steht der besondere Service für Besucher bereit: alle Luftfahrtpublikationen der DFS können am Stand versandkostenfrei bestellt werden.
Darüber hinaus ist am Stand eine Konsole des Fluginformationsdienstes aufgebaut. Piloten können hier den FIS-Lotsen über die Schulter schauen und sich über deren Arbeit informieren. Herwart Goldbach, Leiter FIS in Langen, gibt in zahlreichen Vorträgen Auskunft zur Prävention von Luftraumverletzungen, dem Umgang mit FIS sowie den Möglichkeiten von FIS zur Unterstützung von Piloten bei schlechtem Wetter.

Die Vortragstermine der DFS (im Tannkosh-Briefing-Zelt):

Freitag, 26. August
11:00 – 11:45 Do it like this
14:30 – 15:30 Sicher durch den Luftraum
17:30 – 17:55 Airprox

Samstag, 27. August
10:40 – 11:20 Do it like this
13:20 – 14:05 Sicher durch den Luftraum
16:15 – 17:00 FIS und Schlechtwetter

Sonntag, 28. August
11:00 – 12:00 FIS und Schlechtwetter 
 

Einschränkungen im deutschen Luftraum im Streikfall

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Aufgrund der Streikankündigung der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) kann es am Donnerstag, dem 4.8.2011, zwischen 6 und 12 Uhr (Ortszeit) zu folgenden Einschränkungen im deutschen Luftraum kommen: Im Zuständigkeitsbereich der DFS innerhalb der Fluginformationsgebiete (FIR) Bremen, Langen und München sowie der Rhein UIR werden keine Flugverkehrskontrollfreigaben erteilt.

Not- und Katastrophenflüge (einschließlich humanitärer Flüge), Flüge im Rahmen des Such- und Rettungsdienstes, Regierungsflüge und der Flugbetrieb der Streitkräfte sind hiervon ausgenommen.

Darüber hinaus ist folgendes zu erwarten:
 

  • Für VFR Flüge steht der Fluginformationsdienst nicht zur Verfügung.
  • Beim Flugberatungsdienst kann es zu Einschränkungen kommen.


Nähere Informationen sind den jeweils aktuellen NOTAM zu entnehmen.

Neuer Frankfurter Tower nimmt Betrieb auf

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In der Nacht vom 13. auf den 14. Juni 2011 und damit zwei Wochen früher als geplant wird der neue Kontrollturm am Flughafen Frankfurt in Betrieb genommen. Ursprünglich war die Inbetriebnahme für den 30. Juni geplant und wäre so mit dem Ferienbeginn in Hessen und Rheinland-Pfalz zusammengefallen. Da es wegen der Inbetriebnahme zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommen wird, hat die DFS alle Anstrengungen unternommen, um diesen Termin vorzuverlegen.

Der Bau eines neuen Towers war notwendig geworden, da die neue Landebahn Nordwest vom derzeitigen Tower auf der Südseite des Flughafens nicht ausreichend einsehbar gewesen wäre. Der 70 Meter hohe Tower steht nördlich der beiden Parallelbahnen neben einer Wartungshalle der Deutschen Lufthansa und ist mit neuester Technik ausgerüstet. Die Fluglotsen konnten sich in den vergangenen Monaten mit der neuen Technik vertraut machen, dennoch muss für eine mehrtägige Eingewöhnungsphase mit Verspätungen und Flugausfällen gerechnet werden. Passagiere, die in diesen Tagen in Frankfurt an- oder abfliegen möchten, sollten sich daher rechtzeitig mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung setzen bzw. sich im Internet über den Status ihres Fluges informieren.

Das Bauwerk, das sich einerseits am Corporate Design der DFS orientiert und sich andererseits in die Architektur des Flughafens einfügt, hat rund 34 Millionen Euro gekostet. Die Towerkanzel ist mit einer Größe von 100 Quadratmetern fast 40 Quadratmeter größer als die heutige Kanzel und bietet Platz für 12 Mitarbeiter.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.900 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr knapp drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.

Flugmotoren: Der neue ROTAX 912 iS

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BRP präsentierte heute den neuen Rotax 912 iS Motor. Er ist eine Weiterentwicklung des bewährten Rotax 912 Flugmotors und verbraucht um 38 bis 70 % weniger Treibstoff als vergleichbare Motoren von Mitbewerbern im Leicht- und Ultraleichtflugzeugsegment und in der allgemeinen Luftfahrt.

Die BRP-Ingenieure optimierten den Rotax 912 Motor durch mehrere technische Verbesserungen, wie einem modernen Einspritz-System und einer digitalen Steuereinheit (engine control unit, ECU). Dies gewährleistet ein optimales Kraftstoff-Luft-Gemisch in jeder Flughöhe und dadurch werden längere Flugweiten, niedrigere Betriebskosten und weniger CO2-Emissionen erzielt. Mit dem neuen Rotax Motor 912 iS sind – ebenso wie mit der gesamten Rotax 912 Familie – 2.000 Stunden Flugzeit bis zur Grundüberholung (Time Between Overhauls – TBO) möglich. Im Mai dieses Jahres startet die Serienproduktion des neuen Motors.

"Auch während der Wirtschaftskrise des vergangenen Jahres ist BRP seinem Streben nach Innovation, weiter leistungsstarke und effiziente Motoren zu entwickeln, treu geblieben ", so José Boisjoli, Präsident und CEO von BRP, ''Der Rotax 912 iS Motor ist das Ergebnis dieses Engagements und unser Beitrag, die Erwartungen unserer Kunden zu übertreffen."

Mit mehr als 170.000 verkauften Rotax-Flugmotoren in den vergangenen 40 Jahren dominiert das Unternehmen den Leicht- und Ultraleichtflugzeugmarkt. 20 autorisierte Vertriebspartner und ein Netzwerk von mehr als 200 Vertriebs- und Servicezentren bieten den Kunden weltweit bestes Service. 80 % aller Flugzeughersteller setzen auf Flugmotoren von BRP.

"Die Entwicklung eines 4-Takt, 4-Zylinder 100 PS Flugmotors mit einem redundanten elektronischen Einspritz-System ist ein absolutes Novum in der Branche. Der Motor ist ideal für alle Leichtflugzeuge und bietet uns die Möglichkeit die allgemeine Luftfahrt zu erobern", ist DI Gerd Ohrnberger, Vice-President und General Manager der Powertrain Division überzeugt.

Auch Tine Tomazic, Ingenieur und Pilot für Pipistrel, ist nach dem Testflug mit dem neuen Rotax 912 iS Motor begeistert: "Das Einspritzsystem sorgt in jeder Höhe für ein optimales Kraftstoff-Luft- Gemisch in jedem Zylinder, liefert die Leistung von 100 PS, wie der Rotax 912 ULS, produziert aber weniger Emissionen. Für mich ist der Rotax 912 iS Motor ein leistungsstarker, wirtschaftlicher und sparsamer Motor."

1000m Runway reichen dank Raisbeck EPIC-Modifikation

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Der Turboprop ist vor allem bei schwierigem Gelände der Spitzenreiter: bei unbefestigten Pisten und knapp bemessenen Start- und Landebahnlängen stellt er viele VLJs in den Schatten. Deshalb eignet er sich hervorragend für den Einsatz auf europäischen Regional- und City-Airports mit verhältnismäßig kurzen Bahnen. m gewerblichen Luftfahrtbetrieb unterliegen alle Flugzeuge den EU-OPS-Sicherheitsstandards, die Sicherheitszuschläge von 25 Prozent auf die Netto-Startstrecken und 43% auf die Landestrecken von Turboprop- Flugzeugen mit einem maximalen Abfluggewicht von 5,7 Tonnen vorgeben. Bei Jets liegt der Sicherheitszuschlag mit 67% auf die Landestrecke sogar noch höher. Dies bedeutet, dass auf Flugplätzen mit 1.000 Metern Rollbahn selbst kleine moderne Jets gewerblich nicht mehr wirtschaftlich einsetzbar sind.

Nur Turboprop-Flugzeuge wie die King Air B200 oder die kleinere King Air C90 schaffen diese kurzen Bahnen, wenn sie mit den Raisbeck Performance-Systemen ausgerüstet sind. Dies verschafft den Vorteil, dass sie mit maximaler Start- und Landemasse auf kleinen Start- und Landestrecken operieren können. Man ist also nicht auf die großen und teuren Flugplätze angewiesen, sondern kann direkt oder sehr nahe am gewünschten Zielort landen, und das wiederum kann die auch die Gesamtreisezeit reduziert. Zum Beispiel kann eine so modifizierte King Air C90 mit Raisbeck EPIC-Kit gewerblich bequem fünf bis sechs Passagiere von/zum Mannheim City Airport (1.066m Runway) transportieren.

Vmc kann kleiner sein

Beechcraft Augsburg ist autorisierter Fachbetrieb und hat sich auf die Installation der Raisbeck EPIC Kits spezialisiert. Dabei werden die King Air C90 und B200-Modelle mit Doppelfinnen (= Dual Aft Body Strakes) an der Unterseite des Hecks ausgerüstet. Sie verbessern die Minimum Control Speed (Vmc) und erlauben niedrigere Start- und Landegeschwindigkeiten. Dadurch verringert sich parallel die benötigte Start- und Landestrecke.

Bei King Air 200/B200-Mustern werden zusätzlich das Ram Air Recovery System zur Erhöhung der Triebwerksleistung und modifizierte Flügelvorderkanten (= Enhanced Performance Leading Edges) eingebaut. Diese bringen ca. 13 Knoten höhere Reisegeschwindigkeit und optimieren den Auftrieb. Sowohl King Air C90- als auch B200-Modelle können auf die wirtschaftlicheren Raisbeck Quiet Turbofan Propeller umgerüstet werden. Die Kombination der geräuscharmen Propeller mit anderen vorgenannten Komponenten ergibt eine verbesserte Steigrate. Beim C90-EPIC Kit sind die Turbofans serienmäßig enthalten, für die 200er Serie gibt es das EPIC Gold Kit ohne und das EPIC Platinum Kit mit den Propellern.

Abfluggewicht erhöhrt

Das EPIC-Paket der C90 enthält außerdem ein 181kg höheres Abfluggewicht (= Increased Gross Weight 400 lb). Dies bedeutet mehr Reichweite oder bis zu zwei Passagiere mehr auf Langstrecken. Wer seine Raisbeck-Modifikationen vervollständigen möchte, kann noch die praktischen Raisbeck Crown/Wing Lockers als externe Gepäckfächer ordern. Natürlich gehört zu allen Modifikationen ein EASA-zertifiziertes Flughandbuch (= Flight Manual Supplement), das die Optimierungen rechnerisch dokumentiert.

Qual der Wahl: King Air B200, B200GT oder 250?

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Die King Air B200 ist und bleibt das effizienteste Geschäftsreiseflugzeug für Europa. Zur Familie der leistungsstarken Flugzeuge gehören die sechssitzige King Air C90 mit den neuen Modellen GTi und GTx sowie die größere 200er Baureihe mit der legendären B200, der B200GT und der bald zugelassenen King Air 250.

Während die B200GT und die 250 ihre Qualitäten vor allem auf Flugplätzen mit großen Höhenlagen und hohen Temperaturen (Hot & High) unter Beweis stellen, ist die klassische B200 geradezu prädestiniert für den Geschäftreiseverkehr im vergleichsweise „kalten“ Europa. Bis auf wenige Ausnahmen liegen dort alle Flugplätze niedriger als 600m und auch die sommerlichen Temperaturen sind moderat.

B200 treibstoffsparsam

Die B200 überzeugt dabei mit dem niedrigsten Kraftstoffverbrauch pro Meile in der 200er Familie und ihrer unübertroffenen Reichweite. Zusammen mit ihrer kleinen Schwester C90GTi/GTx, die beim Verbrauch als absoluter Spitzenreiter gilt, ist die B200 das „grünste“ Flugzeug ihrer Klasse. Eine Standard-King Air ist für ihre Aufgabe bereits bestens ausgelegt. Wer auch noch die Leistungsreserven voll ausschöpfen will, gönnt sich das Nonplus-Ultra: Eine King Air mit Raisbeck-Upgrade. Dieser kann bei Beechcraft Augsburg jederzeit nachgerüstet werden.

Vor allem die beliebten Raisbeck EPIC Kits sind eine ideale Ergänzung, weil sich damit z.B. die B200 auch bei 1000m Runway gewerblich nutzen lässt und noch mehr: Das EPIC Kit reduziert den aerodynamischen Widerstand, erhöht die maximale Reisegeschwindigkeit und verbessert die Start- und Landeleistungen. Das i-Tüpfelchen sind die BLR-Winglets, die Ihre King Air auf den neuesten Look tunen und gleichzeitig Kraftstoff sparen helfen. Beechcraft Vertrieb und Service stellt auf der AERO 2011 am Static Display 12 eine King Air B200 und eine neue C90GTi/x aus. Mit den Worten von Verkaufsleiter Hans Doll: „Die effizientesten King Airs, die ein Kunde heute in Europa bekommen kann.“

Beechcraft Augsburg – Modifikation „5-Blatt Propeller“

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Die Beechcraft Vertrieb und Service GmbH bietet neuerdings im Rahmen ihrer umfangreichen Modifikationsleistungen für King Ai–Modelle der 200er Serie auch die Umrüstung auf 5-Blatt-Propeller an. Dabei werden die herkömmlichen 4-Blatt Propeller aus Metall durch die leichteren 5-Blatt Composit- Propeller des Herstellers MT-Propeller ersetzt, für die das Unternehmen erst vor kurzem die nötige EASA-Zulassung erhielt.

Die neuen 5-Blatt Propeller sind nicht nur äußerlich ein Blickfang, sondern sind auch besonders leise und effizient. Sie dämpfen Vibrationsgeräusche in der Kabine und erhöhen die Performance bei Steigleistung und Geschwindigkeit. Zudem besitzen die Propellerblätter aufgrund ihrer Blattkanten- Verblendung und Materialeigenschaften nahezu unbegrenzte Lebensdauer. Sie erfüllen außerdem die strengen Auflagen der Deutschen Landeplatz-Lärmschutzverordnung 2010.

Beechcraft Augsburg kann die neue Umrüstung für sämtliche King Air 200 Modelle mit Pratt & Whitney Turbinen PT6A-41, -42, -52 und -61 durchführen.

Flughafen Friedrichshafen GmbH mit neuer Geschäftsführung

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Gerold Tumulka wird neuer Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH (FFG). Der 46-jährige gebürtige Frankfurter wurde in der Aufsichtsratssitzung der FFG am 08. Mai gewählt. Gerold Tumulka tritt die Nachfolge von Hans Weiss an, der nach über 30 Jahren bei der FFG die Geschäftsführung Anfang Juni 2012 übergeben wird.

Luffahrtexperte mit Expertise

Herr Tumulka verfügt über eine große nationale und internationale Erfahrung als Führungskraft in den obersten Leitungsebenen im Luftverkehr. Zuletzt selbstständig als Unternehmensberater im Luftverkehr tätig, zählen zu seinen beruflichen Stationen u.a. die Fraport AG (Flughafen Frankfurt), Lufthansa Consulting sowie verantwortungsvolle Topmanagement-Funktionen bei Fluggesellschaften (Air Seychelles, Air Madagascar, MenaJet). Auf hohen Führungspositionen verantwortete Herr Tumulka auch Bereiche wie Bodenverkehrsdienste und Flugbetrieb.

Bei den Fluggesellschaften zeigte sich Herr Tumulka für bis zu 920 Mitarbeiter und ein Budget von bis zu 70 Millionen Euro verantwortlich. Auch als Gastredner für Airbus Industries und als Gastdozent für die City University in London und das Emirates Aviation Training College in Dubai machte sich Herr Tumulka einen Namen in der Luftverkehrsbranche.

30 Jahre im Dienst der Flughafen Friedrichshafen GmbH

Am 01.12.1981 übernahm Hans Weiss die erste Funktion am Flughafen Friedrichshafen. Zunächst als Betriebsleiter eingestellt, wurde er im November 1984 zum Geschäftsführer ernannt und prägte somit maßgeblich die Entwicklung des Bodensee Airport Friedrichshafen vom Flugplatz zum internationalen Verkehrsflughafen.

Wesentliche Meilensteine seiner Amtszeit waren der Ausbau des Linienverkehrsnetzes, der Beginn des Tourismusverkehrs und die Etablierung von Incoming-Verkehren (Touristik- und Skiverkehre). Parallel dazu betrieb Herr Weiss den konsequenten Ausbau zunächst der luftseitigen und später der landseitigen Infrastruktur.

Zitat Dieter Hornung, Erster Bürgermeister a.D. und Vorsitzender des Aufsichtsrates der FFG: „Unser Dank gilt Herrn Weiss für die vielen Jahre seiner Tätigkeit und den unermüdlichen Einsatz für die Flughafen Friedrichshafen GmbH. Mit Herrn Tumulka haben wir einen erfahrenen Luftverkehrsmanager als Nachfolger gewinnen können. Von der langjährigen Berufserfahrung am Frankfurter Flughafen und den verschiedenen Stationen bei Luftverkehrsgesellschaften im In- und Ausland wird der Bodensee Airport Friedrichshafen profitieren.“

Zitat Gerold Tumulka: „Der Bodensee Airport Friedrichshafen hat mit seinem starken Einzugsgebiet alle Zukunftschancen und die Grundlage für eine kontinuierliche und wirtschaftlich solide Entwicklung. Ich freue mich auf die spannende neue Aufgabe, die Zusammenarbeit mit dem Team des Flughafens und den Institutionen in einer der schönsten Regionen Deutschlands.“

Zitat Hans Weiss: „Meinem Nachfolger wünsche ich für seine Tätigkeit alles Gute und viel Erfolg. In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Branche immer wieder stark verändert. Die hervorragende Infrastruktur und das neue Terminal bieten dem Bodensee Airport auch in schwierigen Zeiten gute Chancen, am Markt zu bestehen. Mein Dank gilt den Mitarbeitern des Flughafens für die vielen Jahre der engagierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit.“

Über den Bodensee Airport Friedrichshafen:

Der Bodensee Airport ist der südlichste Verkehrsflughafen Deutschlands und liegt unweit von Österreich, Schweiz und Liechtenstein in Baden-Württemberg. Mit rund 600.000 Passagieren jährlich trägt der Bodensee Airport maßgeblich zur Stärke des Wirtschaftsstandortes bei. Im Sommer 2012 werden 24 Destinationen mit insgesamt 123 wöchentlichen Flügen direkt von Friedrichshafen bedient. Der Bodensee Airport bietet ein breites Spektrum an direkten Flugverbindungen etablierter Fluggesellschaften sowie zahlreiche Umsteigeverbindungen an. Über das Drehkreuz der Star Alliance in Frankfurt und das Drehkreuz der oneworld in Palma de Mallorca sind weltweite Destinationen angebunden.

ILA-Berlin: Tagesbericht 12. September 2012

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Der ADAC wird für seine Luftrettungsstaffel (HEMS) 17 neue Hubschrauber von Eurocopter anschaffen. Einen entsprechenden Vertrag haben der Automobilclub und der deutsch-französisch-spanische Konzern heute auf der ILA unterzeichnet. Das Auftragsvolumen beträgt 130 Millionen Euro. Der ADAC will seine Hubschrauberflotte schrittweise modernisieren. Dafür wurden bei Eurocopter 14 Maschinen der EC 145 T2 Typklasse und drei EC-135-Maschinen geordert. Die Auslieferung der vielseitig nutzbaren Hubschrauber soll bis 2017 abgeschlossen sein.

Zulieferer produzieren Hochtechnologie

Zulieferer produzieren Hochtechnologie Mittelständische Unternehmen wie der E2MS-Dienstleister Plath EFT aus Norderstedt bei Hamburg sind das Rückgrat der Luftfahrtindustrie. Sie produzieren als Zulieferer großer Unternehmen wie Zodiac hochtechnologische Bauteile wie zum Beispiel Leiterplatten, die sowohl im Airbus A-380 als auch im Eurofighter eingebaut werden. Ausschuss bei der Herstellung kann man sich nicht leisten, wenn allein der Materialwert eines der in kleinen Stückzahlen hergestellten Bauteile 10.000 Euro beträgt. Dies mag ein Grund dafür sein, dass der Kreis der Wettbewerber überschaubar ist. EFT-Geschäftsführer Matthias Holsten nennt weniger als ein halbes Dutzend Firmen, die auf gleichem Niveau produzieren. Sein Unternehmen ist als ein Management-Buy-out seit 2007 am Markt erfolgreich und wird 2012 etwa zehn Millionen Euro Umsatz machen.

Militärtransporter A400M fliegt auf der ILA

Einer der Prototypen des neuen Militärtransporters Airbus A400M ist auf der ILA im Flug zu sehen. Bisher wurden im Testprogramm 1.250 Flüge mit einer Gesamtdauer von 3.700 Stunden absolviert. Derzeit wartet man auf die Rücklieferung von TP400-Triebwerken durch den Hersteller Europrop International, sagte der CEO von Airbus-Military, Domingo Urena-Raso, auf einer Pressekonferenz. Dort müssen Abdeckplatten des Propellergetriebes ersetzt werden, nachdem in einem Fall Risse entdeckt worden waren. Der Erstflug der ersten Serienmaschine soll deshalb frühestens zum Jahresende erfolgen. Kürzlich hatte Airbus mitgeteilt, dass sich die Auslieferung des ersten A400M an die französische Luftwaffe auf das zweite Quartal 2013 verschieben wird. Ungeachtet dessen sollen im kommenden Jahr, wie geplant, vier Flugzeuge an Kunden übergeben werden.

Deutsch-Amerikanisches Regierungsabkommen über Bio-Kerosin

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und der Botschafter der Vereinigten Staaten, Philip D. Murphy, haben auf der ILA ein Regierungsabkommen über die zukünftige Zusammenarbeit bei der Entwicklung alternativer Flugkraftstoffe geschlossen. „Was wir heute unterzeichnen setzt Maßstäbe weltweit“ sagte Ramsauer. Die ILA sei der beste Ort, um eine solche Vereinbarung zu besiegeln. „Dies ist ein guter Tag für die Luftfahrtindustrie“, betonte Murphy. Im Hinblick auf Innovationen seien Deutschland und die USA weltweit in einer Führungsposition. Die Unterzeichnung erfolgte am Stand der Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany (aireg), die sich auf der ILA bereits gemeinsam mit ihrer amerikanischen Partnerorganisation Commercial Aviation Alternative Fuels Initiative (CAAFI) präsentiert. Deutschland werde einen Großteil der benötigten Rohstoffe für die Gewinnung von Biokerosin aus dem Ausland beziehen müssen, so der stellvertretende Vorsitzende von aireg, Joachim Buse. Bis das Kostenniveau wettbewerbsfähige Preise erreicht hat, benötige man eine zeitlich begrenzte, staatliche Förderung. Nur so lasse sich das Ziel erreichen, bis 2025 einen Beimischungsanteil von zehn Prozent zu erreichen.

Air Asia bekommt ersten A320 mit neuen Sharklets

Die Fluggesellschaft Air Asia aus Malaysia wird zum Jahresende erster Betreiber eines Airbus A320 mit den neuen, treibstoffsparenden Sharklets an den Tragflächenenden. Das gaben John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus, und Zaman Ahmad, Head of Customer Experience and Technology der Air Asia Group, auf der ILA vor dem Testflugzeug für die neue Technologie bekannt. Für den A320 liegen noch 3.398 Aufträge vor, davon 1.459 für die neo-Version mit neuen Triebwerken. Wegen der großen Nachfrage wird die Produktion bis zum Jahresende von 40 auf 42 Flugzeuge pro Monat hochgefahren, sagte Leahy. Bei dieser Zahl werde es vorerst bleiben, weil einige Zulieferer damit an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gelangen. Diesen versucht man zu helfen, um später auf eine Fertigungsrate von 44 Maschinen zu gelangen.

Die „Brandenburg“ fliegt ab Frankfurt

Mit Wasser aus der Havel taufte der Ministerpräsident von Brandenburg, Matthias Platzeck, eine Lufthansa-Boeing 747-830 auf den Namen seines Bundeslandes. Es war einer der Höhepunkte des ILA-Eröffnungsrundgangs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister von Polen, Waldemar Pawlak, BDLI-Präsident Thomas Enders sowie weiterer Minister beider Länder. Die „Brandenburg“ der Lufthansa ist eine von zwanzig Maschinen, die bis 2015 bei der Kranich-Airline in Dienst gestellt werden; fünf davon allein in diesem Jahr. Die Jumbos werden zwischen Frankfurt am Main und Bangalore, Chicago, Los Angeles, New Delhi und Washington verkehren.

Studenten der Universität Warschau entwickeln innovativen Elektrosegler

Ein innovatives Motor-Segelflugzeug mit Elektroantrieb und nebeneinander liegenden Sitzen haben Ingenieurstudenten des Polytechnikums Warschau entwickelt. AOS-71 heißt die schnittige Konstruktion, die erst vor wenigen Tagen ihren erfolgreichen Erstflug hatte und auf der ILA 2012 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wird. Der einklappbare Elektromotor leistet 30 kW und wird von Lithium-Polymer-Akkumulatoren gespeist. Durch die Sitzposition Side by Side können speziell Schulflüge besonders effektiv und entspannt durchgeführt werden.

Airbus-Minister für globale Lösung beim Emissionshandel

Die Mitglieder der Airbus-Ministerkonferenz der vier Airbus-Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien haben anlässlich ihres traditionellen Treffens während der ILA einmütig vor der Fortsetzung der einseitigen Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel durch die EU gewarnt. Im April 2013 soll die nächste Phase in Kraft treten, die Strafen für zahlungsunwillige Airlines erlaubt. China als größter Luftverkehrs-Zukunftsmarkt hat daraufhin bereits Airbus-Bestellungen chinesischer Airlines blockiert. „Es wäre ein schwerer Schlag, wenn wir hier zurückgedrängt werden“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze. Gemeinsam mit der Staatsminister im britischen Handelsministerium, Michael Fallon, dem französischen beigeordneten Minister für Verkehr und Umwelt, Frédéric Cuvillier, und dem Generalsekretär des spanischen Industrieministeriums, Luis Valero, plädierte er deshalb dafür, eine globale Regelung der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO abzuwarten, deren Hauptversammlung im Herbst 2013 tagt.

Biofilter für den Weltraumflug

Es ist ein Kampf von Bakterien, Pilzen und Einzellern um die besten Nährstoffe: In der Röhre des Biofiltersystems C.R.O.P. des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) rieselt verunreinigtes Wasser in einem Kreislaufsystem über Lavagestein – und die Bewohner dieser Steinchen nehmen die Schadstoffe als Nahrung auf, reinigen und entgiften dadurch das Wasser und bereiten es wieder für den Gebrauch auf. Aus Pflanzenabfällen entsteht so die wertvolle Nahrung für die nächste Pflanzengeneration. Einsatzorte für solch ein geschlossenes Lebenserhaltungssystem: in der Industrie, im Agrarsektor und auch an unwirtlichen Orten wie dem Weltall, wenn bei Langzeitmissionen biologischer Abfall anfällt und die Nährstoffe knapp werden.

Diehl Aerosystems für die Zukunft gerüstet

„Wir werden unsere Hausaufgaben machen, unseren Lieferverpflichtungen beim Hochlauf der Programme von Airbus und Boeing nachkommen und neue Programme absichern“, sagte der Sprecher des Bereichsvorstandes Diehl Aerosystems, Rainer von Borstel, bei der Pressekonferenz auf der ILA. Seit 2008 hat das Unternehmen Umsatz und Mitarbeiterzahl nahezu vervierfacht. Bis zu 500 Millionen Euro werden in die Erweiterung der Produktion investiert, künftig gelte es, „profitabel zu wachsen“ und die Bereiche Elektronik und Kabine stärker miteinander zu verknüpfen. Rund 1000 Ingenieure arbeiten allein für den neuen Airbus A350. Weniger rosig sieht es beim Militärbereich aus, wo die Umsätze aufgrund der gekürzten Verteidigungsbudgets „erwartungsgemäß rückläufig“ sind, so der Sprecher des Bereichsvorstands Diehl Defence, Claus Günther. Andauernde Haushaltskürzungen der Key Player würden den Erhalt europäischer Technologien bedrohen. Nationale und internationale Aufträge sowie kontinuierliche Investitionen in Forschung und Technologie seien für die Branche überlebenswichtig.

Bauhaus Luftfahrt stellt „CE-Liner“ für potentiell emissionsfreie Großflugzeuge vor

Ein Flugzeug mit Platz für 190 Passagiere, Strecken bis circa 1.600 Kilometer und elektrischem Antrieb, der völlig ohne CO2-Emissionen auskommen könnte – diese Vision könnte laut der Luftfahrt-Denkfabrik Bauhaus Luftfahrt aus München bereits im Jahr 2035 Realität sein. Besonders hervorzuheben ist dabei neben dem revolutionären Antrieb das spezielle Flügelkonzept, das den Verzicht auf ein konventionelles Leitwerk am Heck ermöglicht. Der technische Fortschritt im Bereich der Batterie-Technologie, der Elektroantriebe, der Aerodynamik und der Materialtechnik sollte das Erreichen der ehrgeizigen Konstruktionsziele im Rahmen des „CE-Liner“ genannten Konzepts innerhalb der nächsten 20 Jahre ermöglichen.

Modellflieger verbinden Hobby und Sport mit Bildung und Beruf

In vielen Fällen war und ist der Modellflugsport Wegbereiter für technische Neuerungen auch im Bereich der bemannten Luftfahrt – so stecken etwa im Solarflugzeug ELEKTRA ONE SOLAR eine ganze Menge Erkenntnisse aus dem Modellflug, der aber auch sonst viel mehr ist als „nur“ Hobby oder Sport. Soziale Kompetenz, technisches Verständnis für Antriebe und Werkstoffe, ergebnisorientiertes Handeln – als dies vermittelt der Modellflug und verbindet dabei Generationen. Viele erfolgreiche Techniker, Piloten und Manager haben über die einstige Freizeitbeschäftigung zum Beruf gefunden. Der Deutsche Modellflieger Verband ist ihnen allen kompetentes Auffangbecken und kooperiert darüber hinaus auch mit Unternehmen und Universitäten, um den Industriestandort Deutschland zu stärken und den technischen und naturwissenschaftlichen Bildungszweigen mehr Attraktivität zu verleihen.

Diamond Aircraft: Fernerkundung, Aufklärung, Videoaufnahmen

Vom einmotorigen Motorsegler HK36 MPP bis zur wahlweise autonom fliegenden zweimotorigen DA42 MPP deckt das österreichische Unternehmen Diamond Aircraft aus Wiener Neustadt viele Anforderungen privater und staatlicher Auftraggeber an fliegende Plattformen ab. Die Flugzeuge können mit einer großen Bandbreite optischer und sensorischer Geräte bestückt werden, um Daten aller Art aus der Luft einzufangen. Neu auf der ILA 2012 wird das auf der DA42 basierende Projekt Gemini vorgestellt, bei dem durch den unkomplizierten Tausch von Flügeln und Leitwerk ein Flugzeug schnell zu einem unbemannt fliegenden Aufklärer mit großer Zuladung umgerüstet werden kann. Wieder ins Fertigungsprogramm aufgenommen wurde die HK36, die besonders langsam und leise fliegen kann und besonders gern als preisgünstige fliegende Videoplattform von privaten Betreibern eingesetzt wird.

Drohnen, die sich lohnen

Unbemannte Flugobjekte, sogenannte Drohnen, scheinen für die Rüstungsindustrie Retter in der Rezession zu sein. Seit die Verteidigungsetats und damit die Beschaffungsaufträge schrumpfen, werden allerorten Drohnen entwickelt, mit denen man verlorene Umsätze zu kompensieren hofft. Auf der ILA sind viele Varianten zu besichtigen. Die Bundeswehr zeigt Kurzstrecken-Drohnen, die in Afghanistan im Einsatz sind (Display 6). Unternehmen wie die Partner Northrop Grumman und Cassidian präsentieren mit der Euro Hawk eine Langstrecken-Drohne – allerdings nur als Modell in Originalgröße. Das Original wird derzeit in Schleswig-Holstein auf dem Fliegerhorst Jagel getestet, wo das Aufklärungsgeschwader 51 der Bundeswehr beheimatet ist. Läuft alles planmäßig, könnte Anfang kommenden Jahres ein Vertrag über die Lieferung von vier weiteren Euro Hawks unterzeichnet werden, hoffen die Hersteller. Für sie ist daher die ILA der geeignete Platz, um die Beschaffer zu überzeugen.

Europäisches Satelliten-Navigationssystem Galileo auf gutem Weg

Beim ersten Start einer russischen Sojus-Rakete vom europäischen Raumfahrtzentrum Kourou sind im Oktober 2011 die beiden ersten Satelliten für das Navigationssystem Galileo ins All gebracht worden. Nun steht für den 10. Oktober dieses Jahres der Start zweier weiterer Satelliten an, was im Anschluss die ersten vollständigen Positionierungstests erlaubt. Damit ist das ehrgeizige europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo auf einem sehr guten Weg, wie Spezialisten der EU, der ESA, des DLR und beteiligter Unternehmen auf der ILA 2012 bestätigten. Bereits 2015 sollen dann 16 Satelliten im All sein, was das Angebot erster praktischer Dienste erlauben wird. Alle 30 bis 2020 gestarteten Satelliten werden übrigens eigene Namen tragen, die im Rahmen europaweiter Malwettbewerbe von Kindern vergeben werden.

Nordländer gemeinsam stark

Vorhandene Kompetenz bündeln und technologisches Potenzial gemeinsam nutzen – das ist das erklärte Ziel der Luft- und Raumfahrtindustrie in den nördlichen Bundesländern Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. So erklärte Bremens Wirtschaftssenator Martin Günther anlässlich der offiziellen Eröffnung des großen Gemeinschaftsstandes, dass die gemeinsame Präsentation auch den „engen Schulterschluss im Norden“ verdeutliche, der im internationalen Wettbewerb, aber auch gegenüber der Bundesregierung wichtig sei. Dies sagte auch Günthers Hamburger Amtskollege Frank Horch, der in seinem Grußwort den Sinn regionaler Netzwerke und Cluster besonders für das internationale Geschäft der Luft- und Raumfahrt hervorhob. Die bis auf Otto Lilienthal zurückgehende lange Tradition der Branche, in der heute in Mecklenburg-Vorpommern vor allem zahlreiche Zulieferbetriebe eng zusammen arbeiten, betonte wiederum Harry Glawe, der Wirtschaftsminister des Landes. Insgesamt präsentieren sich 23 Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand der nördlichen Bundesländer.

Unbekanntes Flugobjekt identifiziert

Viele der ILA-Besucher wunderten sich über ein bislang unbekanntes Flugobjekt, das auf dem Display S 2/733 ausgestellt ist: Es verfügt weder über ein Cockpit noch über eine sichtbare Fernsteuerung. Ein Mock-up, also ein maßstäbliches Modell, ist es aber auch nicht, wie dessen Eigner, Luis Carrillo, auf Nachfrage erklärte. Nach Angaben des Spaniers handelt es sich bei dem Fluggerät um das weltweit einzige fernsteuerbare amphibische Mehrzweckfluggerät. Mit ihm lassen sich Lasten von bis zu 3.500 Kilogramm transportieren, die per Funk abgeworfen werden können. Auch als unbemanntes Löschflugzeug ist es einsetzbar. Zwei Propeller werden über Zahnriemen angetrieben, die mit PKW-Motoren verbunden sind (2 x 334 PS). Getankt wird Super-Benzin. Kostenpunkt des ungewöhnlichen Flugobjekts: 300.000 Euro.

Ein Teddy für den Rosinenbomber

Ein Teddybär der Traditionsmarke Steiff soll dem legendären „Rosinenbomber“ helfen, sich wieder in den Himmel über Berlin zu erheben. Die DC 3 war am 19. Juni 2010 bei einer Notlandung schwer beschädigt worden, und nun hoffen die Freunde des Fördervereins um Pilot Frank Hellberg, dass mit dem Verkauf des Teddybären sowie einer Askania-Armbanduhr, von Herpa-Flugzeugmodellen und Lindner-Fliegerschokolade 180.000 Euro zusammenkommen, um eine Schwestermaschine aus dem britischen Coventry nach Berlin zu holen. Aus ihren Einzelteilen soll der „Rosinenbomber“ wieder aufgebaut werden. Vom „Rosinenbomber“-Teddy gibt es nur tausend Exemplare, die zum Preis von 179 Euro exklusiv im KaDeWe verkauft werden (zehn Euro davon gehen als Spende an den Verein). Die Uhr kostet 695 Euro, von denen 100 Euro auf das Spendenkonto gehen.

roger Airfield präsentiert die ILA aus der Luft

Das Eventluftfahrtunternehmen „Air Service Berlin“ bietet als Aussteller auf dem roger Airfield exklusiv die Möglichkeit an, Luftbildaufnahmen des ILA-Geländes zu machen. Für diesen täglichen Service, der ausschließlich Pressefotografen und Kamerateams von Fernsehsendern zur Verfügung steht, hat „Air Service Berlin“ einen der erfahrensten Hubschrauberpiloten Berlins im Einsatz. So sind eindrucksvolle Bildmotive beispielsweise des Airbus A380 oder des A400M aus der Vogelperspektive möglich. Sie erreichen das Team des roten Pressehubschraubers an jedem Messetag auf dem „roger Airfield“.

Traditionelle Formen, moderne Materialien: Carbon Cub debütiert auf der ILA

Light Sport Aircraft (LSA) heißt eine eigene Zulassungsklasse, die weltweit in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch erhält. Ein besonderer Vertreter ist die amerikanische Carbon Cub der Firma Cubcrafters, die die mittlerweile bereits über 80 Jahre bewährten Linien des Klassikers Piper Cub mit modernsten Karbonmaterialien verbindet. Das Ergebnis ist ein besonders robustes und dabei leichtes Flugzeug, das etwa 50 Prozent weniger Bauteile als sein berühmtes Vorbild aufweist und vor allem über 100 Kilogramm leichter ist. Auf der ILA 2012 wird das erste europäische Exemplar vom irischen Importeur Directsky präsentiert.

Historisch abheben

Die ILA aus der Luft betrachten können nicht nur die Piloten in ihren Maschinen bei den Flugvorführungen. Als Passagier des historischen Lufthansa-Flugzeugs Junkers Ju 52, liebevoll „Tante Ju“ genannt, können pro Flug auch 16 interessierte Messebesucher historisch abheben. Die Rundflüge über das ILA-Gelände dauern dreißig Minuten und kosten pro Passagier 199 Euro. Wer eine halbe Stunde länger in der Luft bleiben möchte, löst sein Flugticket für 372 Euro.

ILA-Berlin: Tagesbericht 11. September 2012

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Der erste Messetag der ILA Berlin Air Show begann für die Allgemeine Luftfahrt auf dem „roger Airfield“ mit einer Weltpremiere: Erstmals flog das Solarflugzeug „Elektra One Solar“ vor internationalem Publikum und bewies den vollständigen und 100 Prozent emissionsfreien Wirkungskreislauf von Sonnenenergie und Flugzeug. Mit der Ankunft auf der ILA 2012 hat das Entwicklungsunternehmen PC-Aero den ersten komplett solaren Flug demonstriert. Über Solarpanele auf den beiden Tragflächen und dem Rumpf wird die notwendige Energie zum Fliegen generiert. Gleichzeitig sorgt ein Solarstromakku im Flugzeug für die Energieredundanz und liefert den vorab am Boden gespeicherten Solarstrom bei Nicht-Sonnen-Wetterlagen zuverlässig an den Motor. Die „Elektra One Solar“ fliegt täglich im Vorführprogramm der ILA Berlin Air Show und kann auf dem „roger Airfield“ zwischen den Vorführungen besichtigt werden.

Smart fliegen mit Airbus

Wie die Luftfahrt künftig effizienter, kostengünstiger, umweltfreundlicher und nachhaltiger sein könnte, zeigt Airbus auf der ILA 2012. Unter dem Label „Smarter Skies“ werden Zukunftsstudien und –konzepte vorgestellt, die über das Jahr 2050 hinaus reichen. Die Themenpalette umfasst Treibstoffsparen (jährlich neun Millionen Tonnen) und die damit verbundene C02-Reduktion (28 Millionen Tonnen), Flugzeitreduzierungen (fünf Millionen Stunden), Fluglärmminderung durch steilere Steigflüge („Öko-Steigflug“) sowie eine leisere und schnellere Verkehrsabwicklung am Boden (z.B. durch früheres Abschalten von Flugzeugtriebwerken und den Einsatz von Schleppfahrzeugen, die mit erneuerbaren Energien angetrieben werden).

ILA-Debut für die weiß-roten Funken aus Polen

Die Flugstaffel Bialo-Czerwone Iskry (weiß-rote Funken) der Luftwaffe des diesjährigen Partnerlandes Polen ist erstmals auf der ILA zu Gast und geht mit in den Nationalfarben lackierten Raritäten an den Start. Die sechs Piloten aus Deblin unter dem Kommando von Major Tomasz Czerwinski fliegen einen ebenso bewährten, wie immer noch zuverlässigen Strahltrainer, dessen Prototyp bereits vor 52 Jahren seinen Jungfernflug absolvierte. Bis 1987 wurden über 400 Exemplare der zweisitzigen TS-11 Iskra (Funke) gebaut, neben Polen selbst war Indien der einzige Abnehmer. Ebenfalls ihr Debut im Flugprogramm gibt die im Jahr 2000 gegründete, erste zivile Flugstaffel Polens, Zelazny, die nach ihrem ersten Sponsor benannt ist. Die vier Piloten unter der Leitung von Krystof Salkowski fliegen vier einmotorige Maschinen, zwei tschechische Zlin 50, eine Zlin 526 sowie eine in Deutschland gebaute Extra 330LC. Ergänzt wird die Truppe von Jerzy Makula. Der hauptberufliche Flugkapitän der LOT ist siebenmaliger Segel-Kunstflugweltmeister und Trainer der polnischen Nationalmannschaft, er führt das Segelflugzeug MDM-1 Fox vor.

Premium Aerotec zeigt Flügelholm aus Kunstfaserverbundstoffen

Einen Flügelholm aus Kunstfaserverbundstoffen (CFK) mit sinusförmigem Steg, der in einem zweijährigen Technologieprojekt mit Boeing entstanden ist, präsentiert Premium Aerotec auf der ILA als Beispiel für die Anwendungsmöglichkeiten von CFK im Flügelbau. Neben der Reduzierung des Gewichts konnten auch die Anzahl der Bauteile sowie der Prozess- und Montageschritte deutlich reduziert werden. Auf diese Weise können die Herstellungs- und Wartungskosten erheblich gesenkt werden. Beim neuen Airbus A350 XWB ist das deutsche Unternehmen einer der größten Strukturlieferanten und fertigt die komplette vordere Rumpfsektion, die CFK-Seitenschalen, die Druckkalotte und die Fußbodenstruktur für die hintere Rumpfsektion.

Bundeswehr startet durch

Pünktlich zum Eröffnungstag der ILA 2012 präsentiert sich die Bundeswehr den Ausstellern und Besuchern „einsatzbereit“. Rund 300 Angehörige der Bundeswehr vor Ort und viele fleißige Helfer im Hintergrund an den Heimatstandorten haben in den vergangenen Tagen und Wochen vorbereitend auf die diesjährige Messe hingearbeitet. Wie der Leiter der Bundeswehr ILA 2012, Oberst Joachim Vergin, bei seiner Ansprache am Vortag deutlich machte, freut er sich zusammen mit den Soldaten und Soldatinnen auf eine interessante und kurzweilige Messe. Neben frisch aufbereiteten Luftfahrzeugen im Static Display werden die heutigen Höhepunkte des Bundeswehr-Auftritts durch das Flugprogramm von Sikorsky CH-53 (14:10 Uhr) und EADS Eurofighter (14:31 Uhr) ergänzt. Darüber hinaus wird sich ein Vertreter der Bundeswehr im Space Pavillon (10:30 Uhr) beim Symposium „Militärische Nutzung des Weltraums“ beteiligen.

Unbemannt in die Lüfte: Kleinhubschrauber superARTIS

Ganz ohne Piloten findet er sich in der Luft zurecht: Der vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik betriebene Kleinhubschrauber superARTIS wird für Missionen vorbereitet und erprobt, die für Menschen gefährlich oder „schmutzig“ sind. Beispielsweise kann er das Versprühen von Pestiziden auf einen Weinberg übernehmen. Im Fokus der Wissenschaftler stehen die selbstständige Umwelterkennung und Entscheidungsfindung. Taucht plötzlich ein Kran auf, muss der Kleinhubschrauber entscheiden, wie er diesem ausweicht. Auch die Verbesserung der Flugregelung steht hier unter einem besonderen Augenmerk.

MTU Aero Engines für die Zukunft gerüstet

MTU Aero Engines werden ihr ehrgeiziges Ziel, den Umsatz bis 2020 auf sechs Milliarden Euro zu verdoppeln, erreichen. Davon gab sich CEO Egon Behle auf der ILA überzeugt. Dabei wird der Anteil der militärischen Triebwerke angesichts des rasanten Wachstums im Luftverkehrsbereich von derzeit 14,6 auf acht Prozent zurückgehen. Beim klassischen A320-Triebwerk V2500 hat das Unternehmen seinen Anteil von elf auf 16 Prozent erhöht, beim neuen Getriebefan GTF hält man 18 Prozent. Auch für die Zukunft ist man bestens aufgestellt, sagte Behle. So geht man davon aus, dass die Boeing 777X realisiert wird und will dafür voraussichtlich gemeinsam mit General Electric ein neues Triebwerk anbieten. Wenn künftig unbemannte Fluggeräte für militärische Einsätze mit Höchstbeschleunigungen entwickelt werden, will MTU auch dafür Antriebe anbieten. Und mit den einstigen Mitbegründern des IAE-Konsortiums, Pratt & Whitney, Rolls-Royce und Japanese Aero Engines, hat man eine Vereinbarung getroffen, um bei der Entscheidung zum Bau von Nachfolgern für den Airbus A320 und die Boeing 737 nach 2020 ein passendes Triebwerk anbieten zu können.

Emirates bekräftigt auf der ILA den Wunsch auf Anflug Berlins

Die in Dubai beheimatete Luftverkehrsgesellschaft Emirates hat anlässlich der Präsentation eines Airbus A380 auf der ILA ihren Wunsch bekräftigt, so schnell wie möglich auch Berlin anzusteuern. Da das bisherige Luftverkehrsabkommen zwischen den beiden Staaten nur die Nutzung von vier deutschen Flughäfen vorsieht, müsste die Airline derzeit eines ihrer bestehenden Ziele Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München aufgeben. Emirates fordert stattdessen zusätzliche Verkehrsrechte nach Berlin und Stuttgart. „Die wirtschaftlichen Argumente für eine Aufnahme des Flugverkehrs in die deutsche Hauptstadt waren noch nie stärker“, sagte Thierry Antinori, Vice President Passenger Sales Worldwide. „Wir bitten die Bundesregierung, unseren Wunsch eingehend zu prüfen“, so Antinori. „Mit dem A380 betreiben wir ein Flugzeug, das in Deutschland teilweise montiert und weltweit als Botschafter europäischer Ingenieurleistung der Spitzenklasse eingesetzt wird. Gleichzeitig sind wir sehr stolz darauf, mit den von uns getätigten Investitionen in Höhe mehrerer Milliarden US-Dollar für bereits ausgelieferte und bestellte Airbus-Flugzeuge zur Schaffung neuer Arbeitsplätze bei Airbus und in der gesamtdeutschen Wirtschaft beizutragen.“

International Suppliers Center nimmt Arbeit auf

Pünktlich um 9.30 Uhr hat Dr. Stefan Berndes, Leiter des Bereichs Luftfahrt, Ausrüstung und Werkstoffe im Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), am ersten Tag der ILA 2012 das International Suppliers Center (ISC) in Halle 6 offiziell eröffnet. „Das ISC ist ein exklusiver und maßgeschneiderter Marktplatz für Businesskontakte und Networking“, sagte Berndes. Er dankte den 336 Ausstellern aus 29 Ländern für das entgegengebrachte Vertrauen in den Standort. Mit dieser Rekord-Teilnehmerzahl sei der Bereich Zulieferer das am stärksten gewachsene Segment der ILA; der Anteil ausländischer Aussteller sei zudem mit mehr als 60 Prozent so hoch wie nie vorher. Begleitende Konferenzen und die bereits über 800 vorab angekündigten Kontakte sprächen für eine exzellente Plattform für Kontakte Business to Business in den kommenden Tagen.
Am 12. und 13. September finden im ISC auch die International Buyers‘ Days statt. Ort: International Suppliers Center in Halle 6

Polnisches Mehrzweckflugzeug Orka erstmals auf der ILA

Die Zulassung durch die europäische Behörde EASA hat das zweimotorige Mehrzweckflugzeug Em-11C Orka des polnischen Herstellers Marganski & Myslowski Zaklady Lotnicze aus Bielsko Biala erst im vergangenen Jahr erhalten. Derzeit laufen verstärkte und durch erste Erfolge belohnte Bemühungen, Orka im In- und Ausland zu vermarkten. Einsatzmöglichkeiten sind Reise- und Lufttaxiflüge für bis zu vier Personen und vor allem Aufklärungs- und Beobachtungsflüge, für die sich spezielle Ausrüstungen montieren lassen. Zudem kann es auch im Rahmen der Pilotenausbildung eingesetzt werden. Zwei Motoren mit jeweils 160 PS in Verbindung mit der ausgefeilten Aerodynamik bringen die Orka auf bis zu 160 Stundenkilometer.

Aer Lingus: Irischer „Adler“ zu Besuch auf der ILA

Highlight unter den Oldtimern auf der ILA 2012 ist „Iolar“. Der Name ist gälisch und bedeutet „Adler“. Dabei handelt es sich eigentlich um einen Drachen. Eine de Havilland DH84 „Dragon“ war das erste Flugzeug der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus, mit dem 1936 die Flugverbindung zwischen Dublin und Bristol eröffnet wurde. Während die Originalmaschine im Zweiten Weltkrieg verloren ging, wurde 1967 eine andere, vor einem Dreivierteljahrhundert gebaute „Dragon“ erworben und 2011 zum 75. Geburtstag der Airline in flugfähigem Zustand restauriert. Jetzt macht sie ihren ersten Besuch auf dem europäischen Festland, dessen Höhepunkt das Gastspiel in Berlin ist. Der Doppeldecker besteht aus Holz, das mit Stoff bespannt und mit Spezialfarbe lackiert wurde. Zwei Gipsy Major-Triebwerke mit jeweils 130 PS sorgen für eine Reisegeschwindigkeit von maximal 210 Stundenkilometern. Die Kabine bietet Platz für sechs Passagiere, als Piloten im spartanisch ausgestatteten Cockpit fungieren abwechselnd vier erfahrene Aer Lingus-Flugkapitäne.

Cirrus Deutschland zeigt neueste Modelle des Reiseflugzeugs SR22

Auf der ILA 2012 zeigt die Deutschland-Vertretung des US-amerikanischen Herstellers Cirrus die neuesten Modelle des Dauersellers SR22. Dabei handelt es sich um ein einmotoriges Hochleistungs-Reiseflugzeug in Karbon-Bauweise. Zahlreiche Innovationen sind in die aktuelle Baureihe mit zwei verschiedenen Motorisierungs-Varianten eingeflossen. „Besonders hervorzuheben ist die neue Rückbank, die es erlaubt, das Flugzeug besonders flexibel einzusetzen“ sagt der Geschäftsführer von Cirrus Deutschland, Jan-Peter Fischer. „Sie ist 40:60 teilbar, um großvolumige oder lange Frachtstücke zu befördern, bietet aber wahlweise auch bis zu drei Personen Platz.“ Außerdem ist seit 2012 das Avionik-Paket Perspective Global Connect™ erhältlich, das etwa den Abruf aktueller Wetterdaten über das Satelliten-System Iridium im Flug erlaubt. 

Russische Hubschrauber: Auf der ILA gezeigt und weltweit gefragt

Auf der ILA 2012 stellt das russische Unternehmen Russian Helicopters, Teil der staatlichen Holding Oboronprom und weltweit aktiver Hersteller von Hubschraubern verschiedener Leistungsklassen, einen großen Teil seines Produktprogramms vor. So kann man sich am Messestand über den in Europa besonders als Feuerlöscher beliebten Kamov Ka-32A11BC informieren, der seit 2009 von der europäischen Behörde EASA zugelassen ist und in Spanien, Portugal und der Schweiz zum Einsatz kommt. Weitere auf der ILA gezeigte Modelle sind der neue Mi-38 für bis zu 30 Passagiere oder sieben Tonnen Last, der kleinere Mehrzweck-Hubschrauber Ka-62 sowie der weltweit eingesetzte Mi-171A2, das neueste Modell der Mi-8/Mi-17-Familie.

Mit Biokraftstoff umweltfreundlich abheben

Treibstoff aus Algen ist ein Weg, umweltfreundlicher zu fliegen. Die australische Firma Algae.Tecs demonstriert auf der ILA 2012 ihre neuen Technologien zur Herstellung von Biokraftstoffen für Flugzeuge. Das Unternehmen nutzt Kohlendioxid-Abfälle zur Aufzucht und Ernte von Algen, die anschließend zu Kerosin und Biodiesel verarbeitet werden. Auf diese Weise werden bereits in Australien, südlich von Sydney, ökologische Treibstoffe produziert. In Deutschland arbeitet Algae.Tecs mit Lufthansa zusammen.

Airbus: Deutsche Airlines benötigen bis 2031 rund 1000 neue Flugzeuge

Die Flugzeugflotte der deutschen Luftverkehrsgesellschaften wird sich in den kommenden 20 Jahren verdoppeln, von derzeit 670 auf mehr als 1300 Maschinen. So lauet eine Prognose von Airbus, die Chris Emerson, Senior Vice President Future Programmes and Market Strategy, am Vorabend der Eröffnung der ILA 2012 vorstellte. Der Hersteller geht von einem Neu- und Ersatzbeschaffungsbedarf von über 1000 Passagierflugzeugen ab 100 Sitzen sowie Frachtern mit mehr als zehn Tonnen Nutzlast aus. Den größten Anteil sieht man bei Schmalrumpfflugzeugen von circa 690 Exemplaren, dazu kommen etwa 230 Großraumjets sowie knapp 100 Megaliner wie der A380. Ungeachtet der drei größten Krisen in der Luftfahrtgeschichte hat der Luftverkehr in Deutschland seit dem Jahr 2000 um 45 Prozent zugelegt, der Verkehr zu Regionen außerhalb Europas stieg um 50 Prozent.

ILA-Berlin Tagesbericht – Airbus A380 und Boeing 747-8

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Der Eröffnungs-Rundgang der ILA findet am 11. September ab 15:00 Uhr statt. Während des Rundgangs finden Flugvorführungen statt, unter anderem von Airbus A-400M, Airbus A-380, Eurofighter, Eurocopter X-3, Elektra One Solar, der polnischen Nationalstaffel, der polnischen zivilen Staffel Grupa Zelazny und der Deutschen Luftwaffe. „Das neue Berlin ExpoCenter Airport gibt die Voraussetzung dafür, dass die ILA am neuen Standort unter verbesserten Bedingungen stattfinden kann“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit bei der Eröffnungspressekonferenz im Roten Rathaus.

Deshalb sei es „ganz wichtig“ gewesen, dass in den Messestandort investiert worden ist. Die ILA bringe einen Kaufkraftzuwachs von 190 Millionen Euro und schaffe 2.000 Arbeitsplätze. Über dieses Schaufenster hinaus würden Berlin und Brandenburg deutlich machen, dass sie eine starke Region im Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie sind, in der tagtäglich erfolgreiche Arbeit geleistet wird.

Drittgrößter Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie

„Ich freue mich, dass wir die ILA am neuen Standort eröffnen können. Es war ein harter Kampf, aber die ILA gehört in die Region“, so Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck bei der Eröffnungspressekonferenz. In Selchow werde die ILA nicht mehr zu Gast, sondern zu Hause sein. Quasi aus dem Nichts habe es die Region zum drittgrößten Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland gebracht und ganz besondere Kompetenz im Bereich der Turbinen entwickelt. Besonders freue er sich, dass mit dem Airbus A380 und der Boeing 747-8 die beiden größten Verkehrsflugzeuge der Welt zu Gast sein werden. „Es steht dem nichts entgegen, dass dies eine denkwürdige und sehr erfolgreiche ILA wird.“

Ilona Antoniszyn-Klik: Polens Wirtschaft und Qualität noch unterbewertet

„Wir freuen uns, das erste Partnerland am neuen Standort der ILA zu sein, die ILA kann hier nur noch an Ansehen gewinnen“, betonte die Unterstaatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft der Republik Polen, Ilona Antoniszyn-Klik, anlässlich der Eröffnungspressekonferenz. Ziel sei es, dem internationalen Fachpublikum die neue Qualität der polnischen Wirtschaft nahe zu bringen, die auf dem Weltmarkt bisher noch unterbewertet werde. Das Land biete sich an als Produktionsstandort „gleich um die Ecke“ und als Alternative zu Asien, Amerika oder Afrika. „Wir erwarten viel von der ILA“, so die Politikerin.

Thomas Enders: Neues Messegelände Vorteil für ILA

„Wir freuen uns auf die erste auf dem neuen Gelände und danken Berlin, Brandenburg und der Messe Berlin dafür, dass sie ihre Versprechen eingehalten haben“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, Dr. Thomas Enders, bei der Eröffnungspressekonferenz. Entstanden sei ein „kompaktes, attraktives Messegelände“, das die ILA in den kommenden Jahren im internationalen Wettbewerb weiter nach vorne bringen werde.

„Ich kenne weltweit keine Luftfahrtmesse, die so gut erreichbar ist“. Mit einer neuen Rekordbeteiligung von mehr als 1.240 Ausstellern – die Hälfte davon aus dem Ausland – sei die ILA eine wirklich zukunftsfähige, internationale Messe, auf der alle namhaften Firmen vertreten sind. Die Beteiligung Polens sei der bisher größte Auftritt eines Partnerlandes. Auch das Flugprogramm könne sich sehen lassen. „Wenn das Wetter so einigermaßen hält wird es eine tolle, erfolgreiche Airshow.“

Sicherheit und Lärmschutz: Mindestflughöhe für Jets, 19-mal am Tag darf es lauter werden

Sicherheit und Lärmschutz stehen auch am neuen Standort der ILA im Vordergrund. Dass es gelegentlich laut werden kann bei der ILA ist unvermeidlich. Dennoch wird auf die betroffenen Gemeinden, in denen es im Vorfeld Informationsveranstaltungen gab, so viel Rücksicht wie möglich genommen. Anders als in den Vorjahren können durch die Nutzung der neuen Südbahn des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg die Flugbereiche der Displays weitgehend in den dünner besiedelten Bereich südlich des Airports verlagert werden. Militärische Strahlflugzeuge müssen über dichter besiedelten Gebieten eine Mindestflughöhe von 450 Metern einhalten. Generell darf laut behördlicher Genehmigung 19-mal pro Tag ein Lärmwert von 94 Dezibel (dB) überschritten werden, der zulässige Höchstwert beträgt 111 dB.

Mit Ausnahme des Eröffnungstages finden zwischen 12:30 und 14:30 Uhr nur Flüge von Maschinen statt, bei denen sich die Geräuschentwicklung in Grenzen hält. Der Mindestabstand der Flugzeuge zum Publikum liegt je nach Flugzeugart zwischen 100 und 350 Metern. Die nationalen Flugstaffeln, die zu den Highlights des Flugprogramms gehören, müssen sich auf Flugmanöver beschränken, die zum normalen Ausbildungsprogramm von Militärpiloten gehören.

Bundeswehr-Spezialradar aufgestellt – Hotline für Beschwerden

Jeder Teilnehmer am Showflugprogramm muss seine Vorführung zunächst vor ILA-Flugdirektor Wolfram Cornelius präsentieren und genehmigen lassen. Die tatsächlichen Starts werden dann nicht nur von der Fluglärm-Messanlage sondern auch von der Bundeswehr mit einem Spezialradar überwacht. Wer sich nicht an die Regeln hält, den kann Cornelius verwarnen oder vom Flugprogramm ausschließen. Für Beschwerden wurde wieder eine Hotline eingerichtet: 30386006.

Airbus A380 und Boeing 747-8 zur Schau eingeflogen

Die beiden größten Verkehrsflugzeuge der Welt geben sich am Dienstag auf der ILA ein Stelldichein. Die Deutsche Lufthansa fliegt eine ihrer ersten Boeing 747-8 ein, die von Flottenchef Elmar Boje und Chefpilot Uwe Strohdeicher gesteuert wird. Der „Jumbo-Jet“ wird von Ministerpräsident Matthias Platzeck auf den Namen „Brandenburg“ getauft. Ebenfalls am Dienstag fliegt die in Dubai beheimatete Fluggesellschaft Emirates einen Airbus A380 ein, der für zwei Tage Gast auf der ILA sein wird. Das Kommando an Bord hat der aus Brandenburg stammende Flugkapitän Dirk Juchert.

Im Alleingang auf fremde Planeten erkunden: Mondrover Asimov

Unbekanntes Terrain ist für Rover Asimov kein Problem. Mit seinem Stereokamerablick scannt er die Umgebung ab und beurteilt, welcher Weg zum vorgegebenen Ziel der Beste ist. Dabei umgeht er autonom – ohne manuell gesteuert zu werden – Hindernisse. Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte Umgebungswahrnehmung soll bei Missionen auf weit entfernten Planeten oder Asteroiden eingesetzt werden, um die langen Laufzeiten der Signale zwischen Erde und Rover zu umgehen: Der Wissenschaftler am Boden gibt lediglich das Ziel des Rovers vor, den Weg sucht dieser sich zielstrebig selbst.

General Aviation: Elektrosegler mit Solarantrieb

Die General Aviation startet auf der diesjährigen ILA ganz neu durch: das Konzept „roger Airfield“ präsentiert die Allgemeine Luftfahrt vom Businessjet bis zum Sportfluggerät, vom Flächenflugzeug bis zum Tragschrauber. Allgemeine Luftfahrt bezeichnet jeden Luftverkehr, der nicht Linienverkehr ist. Dieses Luftverkehrssegment wird in der Zukunft immer höhere Bedeutung erlangen.

Denn aufgrund der weiter steigenden Konzentration des weltweiten Linienverkehrs auf wettbewerbsintensiven Strecken wird die Allgemeine Luftfahrt als flexibles Verkehrsangebot seine Stärken in den Nischen weiter ausspielen können. Gleichzeitig bringt die Allgemeine Luftfahrt die Innovation voran und auch hier präsentieren die Aussteller des „roger Airfield“ neue Ansätze. So beweist das Flugzeug Elektra One Solar erstmals den geschlossenen Null-Emissionskreislauf mit Hilfe der Solarenergie in der Luftfahrt.

ILA 2012 als Handelsplatz für US-Luftfahrtindustrie – Tanfkflugzeuge ausgestellt

Auf der Suche nach Vertriebs- und Verkaufspartnern werden namhafte amerikanische Unternehmen der Luftfahrtindustrie vom U.S. Commercial Service unterstützt. Die Abteilung des amerikanischen Handelsministeriums hilft auch auf der ILA 2012 bei der Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen. Man komme mit großen Erwartungen nach Berlin.

Boeing, das weltweit größte Unternehmen des zivilen und militärischen Fluggerätebaus, ist nach einer Auszeit wieder auf der ILA dabei. Mit dem KC-135 und KC-767A werden zwei Spezialflugzeuge gezeigt, mit denen andere Maschinen in der Luft aufgetankt werden können. Die KC-135 ist ein Stratotanker der US-Luftwaffe aus den fünfziger Jahren. Zum Vergleich mit der heute noch eingesetzten Maschine ist die Boeing KC-767A auf der ILA zu sehen. Dieses Tankflugzeug basiert auf der Basis des bekannten Passagierflugzeugs, der Boeing 767.

Mit sieben Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie ist die Torino Piemonte Aerospace auf der ILA 2012 vertreten. Die Initiative der Handelskammer Piemont nutzt ihre Präsenz, um die Kontakte insbesondere zum diesjährigen Partnerland Polen zu intensivieren. Ziel ist es, die norditalienische Region u.a. als Zentrum für Raumfahrttechnologien zu etablieren. Mit Polen arbeite man bereits an CARE (Clean Aerospace Regionen), einem von der Europäischen Union bis 2013 geförderten Projekt. Es dient u.a. zur Sicherung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Regionen im Bereich umweltfreundlicher Technologien in der Luftfahrtindustrie.

ILA-Wetter für Dienstag, 11. September 2012

Am Dienstag fließt zunächst noch warme Luft aus Südwesten ein, bevor am Nachmittag eine Kaltfront Berlin von Westen her erreicht und in der Nacht dann ostwärts überquert. Zunächst locker bewölkt, im Tagesverlauf von Westen her zunehmende Bewölkung, am Nachmittag von Südwesten her aufkommende Schauer und Gewitter, die zum Teil auch kräftig ausfallen können. In der Nacht zum Mittwoch dann noch längerandauernder Regen möglich.

Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 26 und 27 Grad Celsius. Der Wind kommt morgens schwach bis mäßig aus Süd bis Südwest, zum Nachmittag dreht er dann auf westliche Richtungen und frischt etwas auf. In Schauer und Gewitternähe sind am Abend Sturmböen möglich.

Vorschau aufs ILA-Flugprogramm vom Dienstag

Bis 12:00 Uhr Uhr Ankunft der fliegenden Besucher nach Zeitplan. Das Verfahren wird in den Nachrichten in den für Luftfahrer (NfL) bzw. im AIP SUP IFR Ende April 2012 veröffentlicht.

13:00-15:00 Uhr Aussteller mit ihren Fluggeräten; Showgruppen mit historischen Flugzeugen u.a. Messerschmitt Formation Me-108, Me-109, Me-262.

15:00-17:30 Uhr Eröffnungsprogramm mit ILA-Highlights, z.B. Airbus A-400M, Airbus A-380, Eurofighter, Eurocoper X-3, Elektra One Solar, Vorbereitungsflug, polnische Nationalstaffel, Formation der Luftwaffe, polnische zivile Staffel Grupa Zelazny. Ab 17:30 Uhr Abflug der fliegenden Besucher.

Erste Frau Verantwortliche Pilotin im ADAC-Helikopter

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Eine Frau verstärkt ab sofort die Luftrettungs-Staffel des ADAC. Melanie von Allwörden sitzt seit dieser Woche am Steuer eines Rettungshubschraubers und ist damit deutschlandweit die erste verantwortliche Pilotin in Diensten der Gelben Engel. Stationiert ist die 34-Jährige bei der Luftrettung im brandenburgischen Perleberg.

Ihre Feuertaufe hat sie in dieser Woche mit dem so genannten „Line-Check“ bestanden, einem letzten Prüfungsflug in Begleitung. Ab jetzt ist sie allein verantwortliche Luftfahrzeugführerin und fliegt Arzt und Rettungsassistent zum Einsatzort.

Erfahrung als Polizei-Pilotin

Mit ihrem neuen Arbeitsgerät, dem Rettungshubschrauber Christoph 39, hat sich die junge Frau nach eigenen Angaben schnell angefreundet. "Meine bisherige Arbeit bei der Polizei hat mir sehr gute Grundlagen vermittelt. Trotzdem ist die Arbeit bei der Luftrettung eine ganz neue Herausforderung. Die Einsätze sind immer völlig unvorhersehbar und auch die Suche nach einem geeigneten Landeplatz ist nicht immer einfach. Aber ich freue mich darauf, Menschen helfen zu können", sagt sie über ihre neuen Aufgaben.

Melanie von Allwörden lebt in der Nähe von Hamburg. In der Hansestadt absolvierte sie eine Ausbildung zur Polizeihauptkommissarin. Anschließend konnte sie ihre Leidenschaft fürs Fliegen zum Beruf machen. Die Polizei Hamburg ermöglichte ihr die zweijährige Ausbildung zur Hubschrauber-Pilotin, bevor sie in den Dienst des ADAC wechselte.

Insgesamt zwei Pilotinnen bei ADAC

Mit 51 Hubschraubern an 34 Stationen betreibt die ADAC-Luftrettung GmbH eine der modernsten Hubschrauberflotten in Europa. Die Crews flogen im vergangenen Jahr 47.315 Einsätze und versorgten 43.273 Patienten. Christoph 39 hob in Perleberg 1.021-mal ab. Rund 150 Piloten sind im Auftrag des ADAC im Einsatz. Sie hatten bislang nur eine Kollegin: Co-Pilotin Sandra Hohner, die in Ingolstadt Einsätze begleitet. Bei der DRF Luftrettung und der Bundespolizei sind jeweils zwei weitere Pilotinnen im Einsatz.

Rettungshubschrauber gefragt: ADAC mit 47.315 Einsätzen

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Niemals zuvor mussten die Hubschrauber der ADAC Luftrettung häufiger in die Luft als im Jahr 2011: Die Zahl der häufig lebensrettenden Einsätze stieg auf 47.315, das sind 3.232 Starts oder 7,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Bei rund 130 Rettungsflügen pro Tag versorgten die 34 Stationen der Gelben Engel insgesamt 43 273 Patienten. Einer der Hauptgründe für den starken Anstieg der Einsatzzahlen waren die langen Schönwetterperioden in Frühjahr und Herbst, die sowohl für einen Anstieg bei den Freizeit- und Verkehrsunfällen als auch bei den internistischen Notfällen sorgten. Ein weiterer Grund sind technische Innovationen bei den Rettungsleitstellen, die einen noch besser abgestimmten Einsatz der Rettungshubschrauber ermöglichen.

Ludwigshafen Spizte – Unfälle erst auf drittem Platz

Die meisten Einsätze absolvierte 2011 die Station „Christoph 5“ in Ludwigshafen mit 1.970 Missionen. Auf Rang zwei folgte „Christoph 10“ in Wittlich mit 1.961 Flügen vor „Christoph 31“ in Berlin (1.944). Am vierthäufigsten ging „Christoph Europa 1“ in Aachen mit 1.917 Einsätzen in die Luft. Auf Rang fünf folgt „Christoph 33“ in Senftenberg mit 1.819 Starts.

Bei rund der Hälfte aller ADAC Einsätze (48,8 Prozent) handelte es sich um internistische Notfälle wie akute Herzerkrankungen. Der zweithäufigste Anforderungsgrund für die ADAC Hubschrauber waren neurologische Notfälle wie zum Beispiel Schlaganfälle (12,5 Prozent). Bei 10,7 Prozent aller Einsätze wurden die Gelben Engel zu Verkehrsunfällen gerufen.

Die gemeinnützige ADAC-Luftrettung GmbH beschäftigt derzeit mehr als 180 Mitarbeiter auf den 34 Stationen und in der Verwaltung und arbeitet dabei mit 760 Ärzten und 280 Rettungsassistenten der verschiedenen Standortkliniken und Hilfsorganisationen zusammen. Bisher hat der ADAC als einer der Wegbereiter der Luftrettung in Deutschland und als größter ziviler Anbieter über 250 Millionen Euro in den Ausbau der Luftrettung in Deutschland investiert.

Warnung vor Betrug: Keine Mitgliedschaft nötig

Der ADAC warnt: Immer wieder versuchen dubiose Drückerkolonnen an den Haustüren unter dem Deckmantel der Hilfsbereitschaft unnötige Mitgliedschaften oder Spenden für Luftrettungsorganisationen zu erschleichen. Der Automobilclub betont, dass Rettungsdienst eine staatliche Verpflichtung ist und für die schnelle Hilfe durch den Rettungshubschrauber keine Mitgliedschaft notwendig ist. Für den Patienten entstehen keine zusätzlichen Kosten. Alle Einsätze werden über die Notrufzentralen unter der Nummer 112 abgewickelt, in einigen Bundesländern die Notrufnummer 19222.

Nachtischtgeräte Hubschrauber der für ADAC-Luftrettung

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Die ADAC-Luftrettung GmbH setzt seit Mai 2012 zur Erhöhung der Flugsicherheit bei Dunkelheit Nachtsichtgeräte (Night Vision Goggles) ein. Die auf Restlichtverstärkung basierenden Geräte bieten der Besatzung die Möglichkeit, auch bei vollständiger Dunkelheit Hindernisse wie Stromleitungen, Masten oder Windräder zu erkennen.

Der Einsatz der Night Vision Goggles (NVG) eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Luftrettung. Passieren bei Dunkelheit schwere Verkehrsunfälle oder erkranken Personen schwer, dann ist besondere Eile geboten. Denn um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten, sollte der Patient innerhalb von 60 Minuten (die sogenannte Goldene Stunde) in einer geeigneten Klinik versorgt werden. Wetteränderungen, wie aufziehender Nebel oder Schlechtwetterfronten, können nun frühzeitig erkannt und somit umflogen werden. Sogar bei einem Triebwerksausfall ist eine Landung ohne Risiken möglich.

Eingeschränktes Sichtfeld mit Goggles

Seit im September 2011das Luftfahrt-Bundesamt die Genehmigung zur theoretischen und praktischen Schulung erteilt hat, trainieren die ersten ADAC Piloten mit den NVGs. Denn der Umgang mit diesem modernen System erfordert eine intensive Ausbildung der gesamten Besatzung. So müssen sich die Piloten erst an das eingeschränkte Sichtfeld und das zweidimensionale Sehen gewöhnen. Die Ausbildung bei der ADAC-Luftrettung besteht aus drei Teilen. Im theoretischen Teil werden den Piloten Kenntnisse z.B. in Flugmedizin, Flugwetter für NVGs, technischer Aufbau der Nachtsichtgeräte und Notverfahren in Verbindung mit dem neuen Hilfsmittel vermittelt.

Die praktische Flugausbildung für den Nachtflug mit den Nachtsichtbrillen besteht aus zwei Teilen: Im sogenannten "Basic Flight Training" wird den Piloten, unabhängig von Einsatz spezifischen Belangen, der Umgang mit der Night Vision Goggles, gelehrt. In dem anschließenden "Advanced Flight Training" werden sie auf die Einsatzpraxis vorbereitet.

Premiere der Nachtsichtgeräte auf Christoph Brandenburg

Die ADAC-Luftrettung GmbH betreibt derzeit bundesweit 35 Luftrettungsstationen, darunter auch vier Stationen im 24-Stunden-Betrieb. Die 11 Piloten des Rettungshubschraubers "Christoph Brandenburg" sind die ersten, die die Ausbildung erhalten haben und seit Mai 2012 bei Nacht mit Night Vision Goggles fliegen. Der Hubschrauber startet am Tag und auch mehrere Male in der Nacht zu Rettungsflügen.

16 EC135 für US-Luftrettung Med-Trans Corporation

Eurocopter und die Med-Trans Corporation haben auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin bekanntgegeben, dass die führende Luftrettungsorganisation aus den USA einen Kaufvertrag über zehn EC135 sowie Optionen für sechs weitere Hubschrauber dieses Typs unterzeichnet hat. Die neuen EC135 werden das Unternehmen beim kontinuierlichen Ausbau seiner Einsatzbereiche unterstützen.

"Mit der Wahl der EC135 als tragendes Element ihrer Marktexpansion bekräftigt die Med-Trans Corporation ihr Vertrauen in unsere Hubschrauber und unser Unternehmen", erläuterte Marc Paganini, Präsident und CEO von American Eurocopter. "Med-Trans Corporation ist seit vielen Jahren ein geschätzter Kunde. Wir freuen uns sehr über die Fortführung unserer langen Zusammenarbeit und stehen dem Unternehmen bei seinem anhaltenden Wachstum gerne zur Seite."

EC135 ein führendes Hubschraubermodell im US-Markt

Die EC135 hat sich auf dem US-Markt für Luftrettung als eines der führenden Hubschraubermodelle durchgesetzt. Ein Meilenstein in dieser Entwicklung fand im Jahr 2007 statt, als Med-Trans mit dem Kauf von acht EC135 inklusive acht weiterer Optionen dieses Hubschraubermodell als Plattform für seine Luftrettungsprogramme auswählte. Aktuell zählen 20 EC135 zur Flotte von Med-Trans.

Weltweit sind über 1.000 EC135 im Einsatz, rund die Hälfte davon für die notärztliche Luftrettung. Mehr als 260 Hubschrauber dieses Typs versehen ihren Dienst in den USA. Im vergangenen Jahrzehnt machte dieses Modell über 80 Prozent aller leichten zweimotorigen Hubschrauber aus, die an die US-amerikanische Luftrettungsbranche ausgeliefert wurden.

"Damals haben wir die EC135 ausgewählt, da uns eine vielseitige und verlässliche Flotte mit einer flexiblen, anpassbaren Plattform vor Augen stand, die die gegenwärtigen Missionsanforderungen erfüllt und mit uns Schritt hält, sodass wir dem Bedarf unseres wachsenden Kundenstamms Rechnung tragen können", so Fred B. Buttrell, Präsident und CEO von Med-Trans Corporation. "Mit den neuen Hubschraubern können wir auch in Zukunft wirtschaftliche Lösungen zur Luftrettung anbieten, bei denen die bestmögliche Patientenbetreuung im Mittelpunkt steht. Damit stellen wir Kunden in all unseren Einsatzgebieten zufrieden."

Wendigkeit ist Vorteil für Luftrettungspiloten

Die EC135 ist auf die Anforderungen von Betreibern aus verschiedenen Einsatzgebieten ausgelegt und hat eine hohe Leistung sowie eine große Reichweite, Flexibilität und Zuverlässigkeit. "Wir wissen, dass die Betreiber von Rettungshubschraubern an der EC135 vor allem ihre enorme Wendigkeit und die Größe ihrer Kabine schätzen. Wir freuen uns, dass sich dieses zweimotorige Modell im Luftrettungssektor in seiner Kategorie als erste Wahl durchgesetzt hat – in den USA und in zahlreichen weiteren Ländern", sagte Dr. Wolfgang Schoder, Eurocopters Executive Vice President Programs.

Med-Trans Corporation mit Hauptsitz im texanischen Dallas ist ein führender Anbieter von landesweiten Luftrettungsdiensten und stellt als bewährtes Partnerunternehmen eine Vielzahl maßgeschneiderter Rettungsflugprogramme zur Verfügung, darunter kombinierte Programme sowie gemeindebasierte oder herkömmlich an Krankenhäusern stationierte Maschinen. Das Unternehmen bringt mit seiner umfangreichen Flotte die gut ausgebildeten Crews schnell an den Einsatzort und stellt stets seine Patienten in den Mittelpunkt.

American Eurocopter und Airbus Group

Das in den USA ansässige Unternehmen American Eurocopter ist Teil des weltgrößten Hubschrauberherstellers, mittlerweile Airbus Helicopters, und Tochtergesellschaft der EADS North America Holdings, über welche die jetzige Airbus Group, der zweitgrößte Konzern der internationalen Luft- und Raumfahrt- sowie der Verteidigungsindustrie, den nordamerikanischen Markt bedient. Als Hubschrauberhersteller gewährleistet American Eurocopter die Vermarktung, den Vertrieb und den Support der marktweit breitesten Palette ziviler und halbstaatlicher Hubschrauber und deckt mit seinen Produktlinien aus höchst kosteneffektiven und technisch ausgereiften Hubschraubern – von leichten einmotorigen bis hin zu schweren Maschinen mit zwei Triebwerken – sämtliche Märkte und Missionen ab. Stammsitz und Hauptwerk befinden sich im texanischen Grand Prairie; in Columbus, Mississippi, hingegen ist eine große Fertigungs- und Produktionsanlage angesiedelt.

Designphase für DEOS: Defekte Satelliten entsorgen

Ein Service-Satellit fängt einen unkontrollierbaren Satelliten im All ein, repariert oder betankt ihn und kümmert sich am Missionsende darum, dass der defekte Satellit kontrolliert entsorgt wird. Was sich nach Science Fiction anhört, ist der Wirklichkeit nun ein Stück näher.

Das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat die Astrium GmbH mit der Gesamtsystemführung für die missionsvorbereitende Phase einer „Deutschen Orbitalen Servicing Mission“ – kurz DEOS – beauftragt. Dr. Gerd Gruppe, DLR-Vorstandsmitglied für das Raumfahrtmanagement, und Eckard Settelmeyer, Standortleiter Astrium Friedrichshafen, haben am 13. September 2012 auf der ILA Berlin Air Show den DEOS-Vertrag unterzeichnet.

Startpunkt mit Designphase für DEOS

Das Raumfahrtunternehmen erhält damit den Zuschlag für die Systemverantwortung im Rahmen einer vorbereitenden Missions- und Produktdefinition (Designphase). DEOS wird vom DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ermöglicht. Die Laufzeit dieses Vertrages beträgt ein Jahr und ist mit einem Volumen von 15 Millionen Euro (brutto) verbunden. Hauptverantwortlich bei Astrium sind die Geschäftsbereiche „Satellites“ in Friedrichshafen und „Space Transportation“ in Bremen. Zu den insgesamt sieben Unterauftragnehmern zählen auch der DLR-Raumflugbetrieb und das DLR-Robotik- und Mechatronik-Zentrum in Oberpfaffenhofen. Die Designphase ist der letzte Schritt, bevor mit dem Bau der Satelliten selbst begonnen werden kann.

„Serviceleistungen im Weltraum werden erst durch die Raumfahrt-Robotik möglich. Die Leistungsfähigkeit moderner Roboter ist vergleichbar mit den Fähigkeiten eines Astronauten in seinem Raumanzug. Die DEOS-Mission soll dies erstmals unter Beweis stellen – als nationale Technologieverifikation zur Wartung und gezielten Rückführung ausgedienter Satelliten aus einer niedrigen Erdumlaufbahn“, sagte DLR-Vorstand Gerd Gruppe auf der ILA. „Darüber hinaus wollen wir mit DEOS auch die Einführung nachhaltiger orbitaler Infrastrukturen vorbereiten. Im Fokus stehen leistungsfähige Methoden, um Tele-Operationen und den Automatikbetrieb eines Satelliten zu steuern“, verdeutlichte Gruppe das Potenzial der DEOS-Mission.

On-Orbit-Servicing für immer mehr Satelliten im All

Hintergrund ist die ständig zunehmende Anzahl von Satelliten im All. Dadurch steigt auch die Gefahr von Kollisionen. Zusammenstöße von unkontrollierbaren Raumfahrzeugen lassen sich nicht mehr mit Sicherheit ausschließen. Systemlösungen, um havarierte Satelliten aus den überfüllten Umlaufbahnen zu bergen, fehlen aber bislang. DEOS soll diese Lücke schließen. Ziel ist ein operationelles, so genanntes On-Orbit-Servicing-System. Neben der Inspektion und Wartung dient ein derartiges System also insbesondere dazu, Weltraumschrott zu beseitigen und ihn erst gar nicht entstehen zu lassen, indem Satelliten am Ende ihrer Lebensdauer kontrolliert entsorgt werden.

DEOS soll die dafür erforderlichen Technologien und Fähigkeiten, vom Finden und Anfliegen eines Satelliten über das zerstörungsfreie Einfangen und Manipulieren bis hin zum kontrollierten Entsorgen unter realen Weltraumbedingungen erproben und qualifizieren. Dazu werden zwei Satelliten, ein sogenannter Servicer und ein Client, gemeinsam in einen niedrigen Erdorbit gestartet und dann voneinander separiert. Anschließend folgt ein umfangreiches Experimental- und Verifikationsprogramm, bevor der Satellitenverbund dann wieder in die Erdatmosphäre eintaucht und verglüht.

AERO Business-Kontakte: Geschäfte ziehen wieder an

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Bei der AERO am Bodensee traf sich die gesamte Flugzeugwelt, insgesamt 550 Aussteller aus der Allgemeinen Luftfahrt waren auf dem Messegelände mit dem kompletten Spektrum vertreten.

Vom Ultraleicht-Flugzeug bis zum Geschäftsreise-Jet reichte die Palette der Fluggeräte, die auf der Messe den Traum vom Fliegen verwirklichen. Insgesamt 30.800 Fachbesucher (2011: 33.400) aus aller Welt sorgten für einen Branchentreff auf hohem internationalem Niveau: „Wir haben ein hoch spezialisiertes Publikum auf der AERO begrüßen können“, zogen Messechef Klaus Wellmann und Projektleiter Roland Bosch ein ausgesprochen positives Fazit nach vier intensiven Messetagen und nach Gesprächen mit vielen Ausstellern, die allesamt sehr zufrieden mit dem Messeverlauf waren: „Gute internationale Geschäftskontakte und gut gefüllte Auftragsbücher“, lauteten die Kommentare.

Who is Who rund um die Allgemeine Luftfahrt

Alles was fliegt – außer Linienjets und Militärmaschinen – spielt auf der Luftfahrtmesse AERO die Hauptrolle. In Friedrichshafen war alles am Start, was abheben kann: Ultraleicht- und Very Light Aircraft (VLA) Ein- und Zweimotorige Flugzeuge, Turboprops und Tragschrauber (Gyrocopter), Drachen und Trikes sowie die ganze Welt der Zulieferer- und Servicebetriebe. Maintenance, Avionik sowie aktuelle Businessjets der Allgemeinen Luftfahrt gingen in Position. Auch Elektroflugzeuge und Helikopter ergänzten das Angebot. „Die neue Engine-Area stieß auf besonders große Resonanz“, berichtete Roland Bosch.

Das Business mit Flugzeugen, Fluggeräten und den vielen Zulieferbetrieben steht auf der AERO eindeutig im Mittelpunkt. Die Luftfahrtmesse ist in Europa die erste Adresse für alle Unternehmen, die in der Allgemeinen Luftfahrt operieren. Projektleiter Roland Bosch ist überzeugt, dass die Messe am Bodensee auch ein wichtiger Experten-Treffpunkt ist: „Hier kommen Ingenieure und Konstrukteure ins Gespräch, hier kommt es zum Hightech-Erfahrungsaustausch auf höchstem Niveau, hier werden neue Innovationen geboren und neue Ideen verwirklicht. Die AERO ist sozusagen der Motor für neue Entwicklungen und neue Antriebe und der Netzwerk-Partner für das Luftfahrt-Business.“

Hochkarätig besetzte Institutionen aus den USA und aus Europa, die sich mit der Regulierung des Flugverkehrs beschäftigen, haben sich zum ersten Mal in Friedrichshafen getroffen. Auch dies ist ein eindeutiges Zeichen, welche Rolle die AERO im internationalen Flugverkehr spielt.

AERO als Treffpunkt für Hersteller und Geschäftstreibende

Dass die Aussteller dies genauso sehen, zeigen einige „O-Töne“: Christian Dries, Geschäftsführer Diamond Aircraft Industries GmbH, sieht die Entwicklung der AERO in den letzten Jahren sehr positiv: „Die diesjährige Messe war aber die beste. Die AERO war die optimale Plattform, unsere beiden Weltpremieren zu präsentieren.“ Walter da Costa, Sales Manager Tecnam: „Wie jedes Jahr ist die AERO für uns der Treffpunkt, alle unsere internationalen Händler und Kunden zu treffen. Unsere neuen Flugzeuge haben wir erfolgreich präsentiert. Wir erwarten bis zum Messe-Ende circa 35 Vertragsabschlüsse. Wir sind sehr zufrieden.“

Für Dr. Nicolas von Mende, Vorstand Atlas Air Service und Anbieter von Geschäftsreiseflugzeugen bietet die AERO drei entscheidende Faktoren, die für das Geschäft außerordentlich wichtig sind: „Die Location ist perfekt, weil unser Stand auf dem Static Display direkt mit dem Flughafen und der Start- und Landebahn verbunden ist. Wir haben in Friedrichshafen hochwertige und konkrete neue Kontakte verzeichnet. Und ein weiterer Vorteil liegt darin, dass wir unsere ‚Ist-Kunden’ auf unserem neu gestalteten Stand gut betreuen können. Kunden aus Deutschland und aus den Nachbarländern sind zu uns gekommen. Wir sind mit dem Verlauf der AERO sehr zufrieden.“

Geschäfte ziehen wieder an – Nachfrage nach neuen Antrieben

Nach schwierigen Jahren verspüren die Hersteller der Allgemeinen Luftfahrt wieder Optimismus. Durch die anziehende Konjunktur in Deutschland und in weiteren europäischen Ländern sowie in den USA, steigt die Nachfrage in einigen Bereichen der Allgemeinen Luftfahrt wieder deutlich an. Ultraleichtflugzeuge liegen stark im Trend, sparsame Maschinen werden sehr stark nachgefragt.

Durch die Vorstellung neuer verbrauchsgünstiger Diesel- und Hybridmotoren sowie flüsterleiser Elektroantriebe wurden zusätzlich Kaufanreize für Interessenten geschaffen. Bei der vierten e-flight-expo drehte sich erneut alles um alternative Antriebe in der Luftfahrt, also moderne und sparsame Elektro- und Hybridtriebwerke. Im Helikopter Hangar kamen Hubschrauberfans auf ihre Kosten. Über 120 hochkarätige Vorträge auf der AERO Conference waren gut besucht. Und dass der Nachwuchs an Bord kommt und vom Beruf im Cockpit begeistert ist – darauf will das AERO-Flugteam auch künftig großen Wert legen.

Aussteller-Stimmen zur AERO 2012

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Die AERO ging zu Ende und viele zufriedene Besucher und Aussteller machen sich auf den Heimflug. Was die Aussteller für Eindrücke gewonnen haben, teilen sie in einer kurzen Zusammenfassung mit.

John Doman, Director Business Development, Global Sales & Marketing Flight Design GmbH: "Wie immer ist die AERO der beste Event des Jahres, um unsere potenziellen Kunden in Europa zu erreichen. Die Show ist sehr gut organisiert und sehr produktiv hinsichtlich der Möglichkeiten, persönliche Gespräche mit Kunden und Zulieferpartnern zu führen, neue Geschäfte abzuschließen und das Interesse an unseren Produkten auszuweiten. Das Messegelände hier in Friedrichshafen ist weltweit am besten für eine Flugzeugmesse geeignet. Mit hellen und einladenden Hallen, der direkt angebundenen Landebahn und natürlich dem Bodensee und den Alpen in unmittelbarer Nähe, ist der Standort hier perfekt für eine solche Veranstaltung. Zusammengefasst: wir lieben die AERO, die Messe an sich, aber ganz besonders wegen der vielen neuen Geschäftsbeziehungen, die wir hier generieren können. Die Freundlichkeit und der gute Service der Messemannschaft sind perfekt. Das ist eine großartige AERO 2012."

Christian Dries, Geschäftsführer Diamond Aircraft Industries GmbH: "Die Entwicklung der AERO der letzten Jahre sehe ich sehr positiv. Die diesjährige Messe war aber die beste. Die AERO war die optimale Plattform, unsere beiden Weltpremieren DA 52 und die VI erstmals zu präsentieren."

Igor Perkon, Marketing Department Pipistrel: "Es war für uns hier in Friedrichshafen eine große Gelegenheit, die neue Panthera erstmals zu präsentieren. Der Auftritt war perfekt. Wir haben für die Erstpräsentation bewusst die AERO gewählt, weil wir sie mit zu den wichtigsten Flugzeugmessen zählen."

Jeff Johnson, Global Event Manger Cirrus Aircraft: "Wir sind mit dem Messeverlauf sehr zufrieden. Unser neues Modell SR 22 GTS zog viele Besucher an. Auch unsere Pressekonferenz am Mittwoch, auf der wir unter anderem unser neues Projekt ‚Cirrus Vision’ vorstellten, war ein Erfolg. Wir haben bereits konkrete Verkaufsanfragen und erwarten auch ein gutes Nachmessegeschäft."

Peter Kaiblinger, Sales Director Europe, Embraer Europe: "Wir fühlen uns immer sehr gut betreut bei der Messe in Friedrichshafen. Wir erwarten auf der AERO qualitativ gute Kundengespräche und es bestätigte sich auch in diesem Jahr wieder: Die Kunden sind sehr interessiert an unserer Phenom 100 und 300."

Jim Alpiser, Director Aviation Aftermarket Sales, Garmin: "Wir kommen schon seit Jahren hier zur AERO und auch in diesem Jahr liefen die Geschäfte wirklich gut. Die AERO ist für uns ein sehr wichtiger Termin im Jahr. Wir sind sehr zufrieden mit dem Messeverlauf, die Fachbesucher sind sehr interessiert und wir haben hier gute Verkäufe getätigt."

Robert Hallam, Geschäftsführer / Managing Director FK-Lightplanes: "Für uns ist es so etwas wie eine Pflicht hier auf der AERO zu sein. Deshalb werden wir auch in den kommenden vier Jahren hier sein. Dennoch bin ich der Meinung, dass eine AERO, die nur alle zwei Jahre stattfindet, für uns und für die Branche im Hinblick auf die Kosten und die Innovationen, besser wäre."

Walter da Costa, Sales Manager Tecnam: "Wie jedes Jahr ist die AERO für uns der Treffpunkt, all unsere internationalen Händler und Kunden zu treffen. Unsere neuen Flugzeuge vom Typ P92 Tail Dragger und P92 Seasky sowie den Viersitzer P2010 haben wir erfolgreich präsentiert. Wir erwarten bis zum Messe-Ende circa 35 Vertragsabschlüsse. Wir sind sehr zufrieden."

Dr. Nicolas von Mende, Vorstand Atlas Air Service: "Die AERO Friedrichshafen bietet uns drei entscheidende Faktoren, die für unser Geschäft außerordentlich wichtig sind. Die Location ist perfekt, weil unser Stand auf dem Static Display direkt mit dem Flughafen und der Start- und Landebahn verbunden ist. Wir haben in Friedrichshafen hochwertige und konkrete neue Kundenkontakte verzeichnet. Und ein weiterer Vorteil liegt darin, dass wir unsere ‚Ist-Kunden’, also den bestehenden Kundenstamm, auf unserem neugestalteten Stand adäquat betreuen können. Kunden aus Deutschland und aus den Nachbarländern sind zu uns gekommen. Wir sind mit dem Verlauf der AERO sehr zufrieden."

Joachim Kreuzer, Internationaler Vertrieb Comco Ikarus: "Wir können auf einen guten Messeverlauf der AERO 2012 zurückblicken. Wir haben sehr viele hochwertige internationale Kundenkontakte knüpfen und auch einige konkrete Bestellungen verzeichnen können."

Andreas Hennig, Chief Ground Instructor (CGI), HeliAviation Augsburg: "Die Luftfahrtmesse Friedrichshafen ist für uns sehr wichtig, um neue Schüler zu gewinnen und auch um uns als Händler für den Cabri G2 weiter weltweit zu etablieren. Die AERO 2012 lief für beide Bereiche sehr gut, wir sind wirklich sehr zufrieden. Zu uns kommt viel internationales Publikum, die einen wegen des Cabri G2. Die anderen informieren sich ausgiebig über die Ausbildung an unserer Flugschule und unserer neuen Akademie, weil sie später als Hubschrauberpilot für Polizei oder Ambulanz arbeiten wollen."

Marc Förderer, Geschäftsführer Butterfly Avionics GmbH: "Wir fahren diesmal besonders zufrieden von der AERO nach Hause. Wir haben nicht nur ein enormes Interesse am PowerFLARM®-Kollisionswarnsystem am Stand registriert, sondern obendrein auch noch den Flieger Magazin Award 2012 für diese 'Innovation des Jahres' verliehen bekommen. Was will man mehr?"

AERO-Trends: nicht nur Business Jets wieder stark gefragt

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Der Markt für Business Jets zieht nach schwierigen Zeiten wieder an: Experten geben sich optimistisch. Die besten Wachstumsraten werden voraussichtlich Flugzeuge der "gehobenen Mittelklasse" erzielen. Die größten Märkte sind immer noch Nordamerika und Europa.

China sei allerdings mit einem jährlichen Zuwachs von mehr als voraussichtlich 20 Prozent stark am wachsen. Diese positive Nachricht verkündete Peter Pletschacher während des Branchengesprächs zum Auftakt der Internationalen Luftfahrtmesse AERO, die noch bis zum Samstag, 21. April 2012 in Friedrichshafen stattfindet.

Luftfahrt-Erholung trifft auch General Aviation – 23.000 Flugzeuge in Deutschland

Die Weltwirtschaft wächst weiter, deshalb wird laut Peter Pletschacher auch die Allgemeine Luftfahrt davon profitieren, hier besonders der Bereich Geschäftsreise Flugzeuge. Demnach wird in der Business Jet-Industrie ein jährliches Plus von circa sieben Prozent erwartet. Derzeit gibt es weltweit einen Bestand von 320.000 Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt, geflogen von 617.000 Piloten. "Die Zahlen entsprechen dem Aufkommmen einer Millionenstadt, am Himmel ist also noch viel Platz", versichert Pletschacher. In Deutschland gab es im vergangenen Jahr 23.000 Flugzeuge.

Insgesamt hat die Branche während der Wirtschaftkrise stark gelitten, "vergleichbar mit der Automobilbranche", erklärt der Präsident des Luftfahrt-Presse-Clubs. Wurden 1982 weltweit noch 17.000 Flugzeuge gebaut, waren es im vergangenen Jahr nur 1.865 Maschinen. Davon ausgenommen ist Deutschland, das sich vom Rest der Welt gänzlich abgekoppelt habe und demnach auch keine so gravierenden Einbußen zu verzeichnen hatte.

In Zukunft ist mit einer steigenden Nachfrage zu rechnen. Als Gründe nennt Dr. Nicolas von Mende, Vorstand der Firma Atlas Air Service AG die zunehmende wirtschaftliche Mobilität, die sich vor allem auf Geschäftsreiseflüge auswirke. "Europa wächst wirtschaftlich zusammen." Gerade große Reedereien und Vorstände von großen Unternehmen würden die Zeitersparnis und den Komfort von privaten Geschäftsflugzeugen für sich entdecken und den Markt damit ankurbeln.

Ultraleichtfliegerei: Markt und Angebot wachsen stark

Auch die Ultraleichtfliegerei befindet sich seit Jahren im stabilen Steigflug, weil die dafür notwendige Luftsportgeräteführer-Lizenz einfach zu erwerben ist und die Maschinen leise sowie sparsam im Unterhalt sind. Das merkt auch Horst Lieb, Geschäftsführer von Comco Ikarus aus Hohentengen, deren Mitarbeiterzahl sich auf mittlerweile 18 erhöht hat und die im vergangenen Jahr 30 Maschinen in Deutschland verkauft hat. Die Auftragslage sei gut, aber auch die Konkurrenz wachse, "es gibt viele Anbieter und jedes Jahr kommen neue dazu", verdeutlichte Horst Lieb im Branchengespräch.

Gyrocopter liegen ebenso im Trend. Die Firma AutoGyro aus Hildesheim ist für die auch als Tragschrauber bezeichneten Fluggeräte Weltmarktführer: "Ein Gerät, das man ausprobieren muss", so beschreibt Guido Platzer, Prokurist des Tragschrauberproduzenten, die Innovation. Das mittelständische Unternehmen veranlasste 2003 die erste Zulassung eines AutoGyros in Deutschland und hat inzwischen 1.400 Geräte weltweit im Einsatz. Im Jahr 2011 erwirtschaftete das 100 Mann starke Unternehmen rund elf Millionen Euro und produziert inzwischen 300 Tragschrauber pro Jahr. Die Einsatzgebiete seien vielseitig, vor allem zur Überwachung sei dieses Fluggerät geeignet, aber auch bei Agrarbesprühungen und Landvermessungen kommt der Tragschrauber zum Einsatz.

Die Internationale Luftfahrtmesse AERO startet dieses Jahr zu ihrem 20. Jubiläum. Sie ist der jährliche Treffpunkt der Allgemeinen Luftfahrt. Für 550 Aussteller und für Fachbesucher aus aller Welt, darunter Piloten, Luftfahrt-Experten und Medien ist die AERO am Bodensee ein Höhepunkt im Luftfahrtkalender.

Allgemeine Luftfahrt, das ist…

"Alles was fliegt." Zur Allgemeinen Luftfahrt zählen alle Bereiche der Luftfahrt, die nicht dem militärischen oder dem Linienluftverkehr zuzuordnen sind, wie unter anderem Hubschrauber, Kunstflugmaschinen oder ein- und mehrmotorige Reiseflugzeuge. Anwendungen der Allgemeinen Luftfahrt sind der private und berufliche Reiseverkehr, Ausbildungsflüge, Sprüh-, Foto- und Kranflüge, Rundflüge, Einsätze der Polizei und des Bundesgrenzschutzes, Luftrettungseinsätze und viele Luftsportarten vom Segel- bis zum Kunstflug.

Condor mit neuem Partner in Thailand

Der Ferienflieger Condor erweitert durch eine Partnerschaft mit der thailändischen Fluggesellschaft Bangkok Airways sein Streckennetz um sechs zusätzliche Ziele.

Ab sofort können Condor Gäste Flüge nach Bangkok oder Chiang Mai, auf die Trauminseln Koh Samui, Koh Chang sowie in die Küstenstadt Pattaya buchen. Auch Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas, ist durch die Kooperation bequem über Condor zu erreichen. Die Anbindung besteht sowohl über Phuket als auch über die neuen Condor-Ziele Rangun/Yangon in Myanmar und Siem Reap in Kambodscha.

Die Flüge können durch die Partnerschaft mit Bangkok Airways auch individuell für Rundreisen in Südostasien zusammengestellt werden. Bereits im Januar 2012 hatte Condor mit den neuen Zielen Rangun/Yangon und Siem Reap eine Ausweitung des Streckennetzes in Südostasien bekannt gegeben. Der Ferienflieger verdoppelt im Winter 2012/13 die Frequenzen nach Phuket auf vier wöchentliche Flüge und ist die einzige Airline, die direkt aus Frankfurt nach Phuket fliegt.

Koh Samui und Pattaya sind seit Jahren bekannt für ihre feinsandigen, von Palmen umrahmten Strände. Weniger im Fokus der Touristen steht die Insel Koh Chang. Die weißen Sandstrände, bunten Korallenriffe und abgelegenen Wasserfälle im grünen Innern der Insel ziehen jedoch immer mehr Besucher in ihren Bann. Phnom Penh ist durch seine Sehenswürdigkeiten ein beliebtes Touristenziel in Kambodscha und kann bequem mit dem Condor Flug nach Siem Reap kombiniert werden. So können in Phnom Penh Teile des bis heute bewohnten Königpalasts besucht werden, fünf originale Wats geben Einblicke in die faszinierende Welt des Buddhismus.

Große Kulturstätten findet man auch in Chiang Mai, der "Rose des Nordens" in Nordthailand. Hier stehen die schönsten und ältesten buddhistischen Tempelanlagen, die Nationalparks in den umliegenden Regionen kann man auf Trekking-Touren mit Elefantenritten oder via Bamboo-Rafting erkunden. Gäste, die die Anbindung über Bangkok Airways nutzen, erhalten Ihre Bordkarte jeweils am Umsteigeort direkt von Bangkok Airways. Das Gepäck wird dort ebenfalls in Empfang genommen und so durch den Zoll gebracht.

Erstflug von Condor nach Washington/Baltimore

Der Condor Erstflug zum Flughafen Baltimore/Washington (BWI) hob gestern Nachmittag pünktlich in Frankfurt ab. Mit der neuen Verbindung startet der Ferienflieger ab sofort zwei Mal wöchentlich, immer montags und donnerstags, mit einer Boeing 767-300 nonstop in die Region Washington/Baltimore. Die Region Washington/Baltimore hat mit Washington, D.C. und Baltimore einiges für ihre Besucher zu bieten: Die U.S.-Hauptstadt hält Sehenswürdigkeiten wie das Weiße Haus, das Kapitol sowie das Washington Monument bereit, während Baltimore als Wirkungsstätte des berühmten Schriftstellers Edgar Allan Poe vor allem literarisch geprägte Kultur und zahlreiche Museen vorzuweisen hat.

"Die Nachfrage nach Flügen nach Nordamerika steigt bei unseren Passagieren stetig und auch Amerikaner fliegen gerne nach Deutschland", so Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Geschäftsführung von Condor. "Aus diesem Grund bauen wir unser Flugprogramm neben dem zusätzlichen Ziel Toronto in Kanada mit dieser Nonstop-Verbindung in die Region Washington/Baltimore um ein weiteres attraktives Ziel aus und bieten unseren Passagieren noch mehr Vielfalt in unserem Flugplan."

Kostenlose Zugtickets zur Weiterreise auf Anfrage

Condor eröffnet ihren Passagieren damit eine direkte Anbindung an die US-Hauptstadt Washington, D.C. sowie Baltimore in Maryland. Reisende, die auch nach Washington, D.C. reisen möchten, erhalten im Flugzeug auf Anfrage kostenlose Zugtickets. Die Region zwischen Chesapeake Bay und den Appalachen lässt durch ihre beeindruckende Landschaft aber auch Naturbegeisterte voll auf ihre Kosten kommen.

Der Flughafen Baltimore/Washington International Airport (BWI) nahm die erste Condor Maschine traditionell mit einer Water Salute in Empfang. Die Cockpitcrew des Erstfluges schwenkte zur Begrüßung eine Deutschland- und eine USA-Flagge aus dem Cockpitfenster.

Alternavie Anreise zur National Capital Region

Auch Paul J. Wiedefield, Geschäftsführer des Baltimore Washington International Airport, zeigte sich sehr zufrieden über die neue Verbindung: "Baltimore ist das Tor zur National Capital Region und bietet den Passagieren eine schnelle und unkomplizierte Anreise in die US Hauptstadt Washington, D.C. Die neue Flugverbindung zwischen Deutschland und den USA bietet damit für Urlauber und Geschäftsleute eine angenehme Alternative der Anreise."

Für die Einreise in die USA benötigen Passagiere den ESTA-Antrag (Electronic System for Travel Authorization). Weitere Informationen hierzu können unter https://esta.cbp.dhs.gov/esta/ eingesehen werden.

Prof. Bert Rürup schlichtet Tarifverhandlungen bei Lufthansa

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Der ehemalige Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Prof. Bert Rürup, wird in der Tarifauseinandersetzung zwischen Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft UFO als Schlichter vermittelt. Beide Tarifparteien hatten sich zunächst in einem Schlichtungsabkommen über die Details der Schlichtung in einem Schlichtungsabkommen verständigt.

Der Normalbetrieb im Flugverkehr war aufgrund der Friedenspflicht wieder hergestellt, zuvor hatte die Lufthansa sich bereit erklärt, auf Fremdbereederung in Berlin zu verzichten. Der Vorschlag der Lufthansa, den renommierten Wissenschaftler zum Schlichter zu benennen, wurde von der Gewerkschaftsseite positiv aufgenommen. Prof. Rürup erklärte sich am Donnerstag bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.

Smart Droop Nose statt Vorflügel fliegt emissionsärmer

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Eine in ihrer Form variable Flügel-Vorderkante soll den Vorflügel einst ersetzen und als innovatives Hochauftriebssystem zum Einsatz kommen. Luftwiderstand und Lärm beim Landeanflug werden mit dieser Konstruktion erheblich reduziert.

Jedes Jahr nimmt der Luftverkehr um bis zu sechs Prozent zu. Um die Luftfahrt umweltfreundlicher und leiser zu gestalten, haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit den Partnern Airbus, EADS Innovation Works und CASSADIAN Air Systems daran geforscht, den Luftwiderstand von Flugzeugen zu verringern und eine Alternative zum herkömmlichen Vorflügel entwickelt.

Vom 27. August bis 07. September 2012 fanden Tests in einem der größten europäischen Windkanäle zusammen mit der russischen Luftfahrtforschungseinrichtung TsAGI (Zentrales Aerohydrodynamisches Institut Russland) auf dem Forschungsgelände Schukowski südlich von Moskau statt. Im Windkanal wurden Funktionsweise und Leistungsfähigkeit des Systems unter realistischen Bedingungen untersucht. „Die Messungen an der Droop Nose hier am TsAGI sind nur ein Beispiel für die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem DLR und dem TsAGI. Wir freuen uns auf weitere Kooperationen“, sagte Dr. Sergey L. Chernyshev, Executive Director des TsAGI.

Smart Droop Nose vermeidet Fluglärm-Entstehung

Normalerweise werden bei Start und Landung die Landeklappen und der Vorflügel, der sich am vorderen Rand der Tragfläche befindet, ausgefahren, um für den nötigen Auftrieb zu sorgen. Hierdurch entsteht ein Spalt zwischen Flügel und Vorflügel, durch den Luft von der Unterseite des Fügels an die Oberseite strömen kann – das verursacht Lärm. Mit der Entwicklung der Smart Droop Nose (formvariable Flügel-Vorderkante) haben die Wissenschaftler dieses Problem gelöst: „Die Smart Droop Nose verformt sich bei Start und Landung so, dass kein separater Vorflügel nötig ist. Bis zu 20 Grad kann die Vorderkante für die Anpassung des Flügelprofils abgesenkt werden“, erklärt Markus Kintscher vom DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Braunschweig.

Die Forscher wollen zudem vor allem den Luftwiderstand im Reiseflug verringern, um den Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Um eine laminare, also gleichmäßige, Strömung zu erreichen, wurde der Flügel möglichst glatt gestaltet. Der Luftwiderstand könnte sich so um bis zu zwölf Prozent verringern. „Die besondere Herausforderung in diesem Projekt war, die gegenläufigen Anforderungen zu vereinen“, erläutert der Projektleiter Dr. Hans Peter Monner.

GFK-Material für hohe Belastungen am besten geeignet

„Auf der einen Seite soll die Struktur sehr elastisch sein, um sich den verschiedenen Verformungen anpassen zu können, andererseits muss sie eine hohe Steifigkeit haben. Schließlich muss die Vorderkante bei der Landung rund ein Drittel des Flugzeuggewichts tragen. Ein ideales Material musste her, um die Flügelvorderkante nicht zu schwer zu machen. Die Forscher konzentrierten sich bei ihren Untersuchungen auf glasfaser- und kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (GFK, CFK), die typischerweise in der Luftfahrtindustrie verwendet werden. Für die Anforderungen am besten geeignet erwies sich ein Glasfaser-Material.

Bei dem Konzept der Droop Nose wird die Haut der Flügelvorderkante nur gebogen, aber nicht gedehnt. So wird das Material möglichst wenig beansprucht. Die Wissenschaftler legten einzelne Lagen übereinander, die so angeordnet sind, dass die Haut eine Struktur erzeugt, die über maßgeschneiderte Steifigkeitsverteilung verfügt: Die Vorderkante verformt sich über integrierte Antriebe und Stützelemente entlang der Spannweite in die gewünschte Form und erhält so eine sehr hohe Stabilität. Demnächst wird die neue Flügel-Vorderkante in Hinblick auf industrielle Anforderungen wie Blitzschutz, Enteisung und Vogelschlag untersucht und weiterentwickelt.

DRF-Luftrettung: Indienststellung des neuen RK-1

Am Samstag hat die ARA-Flugrettungs GmbH an ihrer Station in Fresach/Kärnten gemeinsam mit Vertretern aus Politik, von Polizei, Wasserrettung, Feuerwehr, Bergrettung sowie dem OEAMTC einen neuen Notarzthubschrauber in Dienst genommen. Die Maschine des Typs BK 117 C-1 ist noch moderner und leistungsfähiger als der bisher eingesetzte Hubschrauber und optimal für die alpine Flugrettung in Kärnten geeignet.

Steffen Lutz, Geschäftsführer der ARA-Flugrettungs GmbH, zur Indienststellung des Hubschraubers: „Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum der ARA Flugrettung und unserer Fresacher Station erfolgt heute ein Meilenstein in der Geschichte der österreichischen Luftrettung. Ab sofort kommt in Fresach die erste BK 117 C-1 in Österreich zum Einsatz, die wie das Vorgängermodell über eine Rettungswinde verfügt.

Der Hubschrauber kann dadurch seine Aufgabe noch besser erfüllen: Die schnelle Notfallrettung der Menschen in der Region sowie der zahlreichen Touristen im Urlaubsland Kärnten an 365 Tagen im Jahr. Nicht nur technisch, auch äußerlich überzeugt der Hubschrauber durch das veränderte Erscheinungsbild. Durch die Abbildung des Logos der ARA Flugrettung sowie das unseres Partners, des ÖRK Kärnten, wollen wir die erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen zehn Jahren hervorheben.“

BK 117 C-1: Neuer Hubschrauber mit verbesserte Leistung

Im Anschluss an Geschäftsführer Steffen Lutz würdigte der Präsident des ÖRK Landesverbandes Kärnten, Dr. Peter Ambrozy, das etablierte Flugrettungskonzept in Kärnten. Insbesondere dankte er der Besatzung des Fresacher Notarzthubschraubers für ihren zehnjährigen Einsatz für die Menschen in der Region. Der in Fresach stationierte Notarzthubschrauber wird ganzjährig zu Notfällen in Mittel- und Oberkärnten alarmiert, in ca. 15 Prozent der Fälle wird er im alpinen Gelände eingesetzt.

Der alte wie auch der neue „RK-1“ verfügt über eine fest installierte Rettungswinde, mit der auch Einsätze in unwegsamem Gelände möglich sind, z.B. um verunglückte Bergsteiger oder Skifahrer zu retten. Bisher war in Fresach ein Hubschrauber des Typs BK 117 B-2 im Dienst. In der neuen Konfiguration der BK 117 C-1, ebenso aus dem Hause Eurocopter, ist die Einmotoren-Leistung der Triebwerke verbessert. Dies stellt insbesondere bei Einsätzen in höheren Lagen, z.B. auf über 3.000 Metern einen Vorteil dar. Im Gegensatz zum bisherigen Hubschrauber des Typs BK 117 B-2 verfügt die BK 117 C-1 über einen Autopiloten. Dieser entlastet die Piloten im Streckenflug auf weiten Distanzen. Dieser Vorteil kommt insbesondere bei Patiententransporten, die über weite Entfernungen zwischen Kliniken durchgeführt werden, zum Tragen.

Neue Kommunikationssysteme und Cable Cutter

Im hochmodernen Cockpit sind außerdem die Kommunikationssysteme völlig neu gestaltet. Die Funkanlage bietet die Möglichkeit mit jeder Hilfsorganisation grenzüberschreitend zu funken. Neu ist auch ein sogenannter cable cutter, eine vorn am Hubschrauber installierte Sicherheitseinrichtung, die Leitungen und Drähte kappen kann.

DRF Luftrettung: So Verhalten bei Hubschrauberlandung

Ob Unfall, Herzinfarkt oder Schlaganfall – in der Notfallrettung zählt jede Minute. Während der Landung werden die Piloten jedoch häufig behindert: "Die Landefläche sollte mindestens 25 mal 25 Meter groß sein", erklärt Karl-Heinz Heitmüller, Sicherheitsmanager der DRF Luftrettung. "Stehen Fahrzeuge oder Schaulustige im Weg oder fahren Fahrzeuge unter dem landenden Hubschrauber hindurch, erschwert dies den Zugang zur Unfallstelle und gefährdet die sichere Landung des Hubschraubers." Auch nach der Landung wird ein sicherer Abstand zum Hubschrauber oft nicht eingehalten: "Interessierte laufen häufig an den Hubschrauber heran, während sich die Rotorblätter noch drehen", so Heitmüller. "Das kann zur Lebensgefahr führen."

Die DRF Luftrettung erklärt, wie man sich bei der Annäherung eines Hubschraubers richtig verhält:

  • Machen Sie sich am Boden bemerkbar: Wedeln Sie mit einem Handtuch oder einem hellen Kleidungsstück, so dass Sie gut wahrgenommen werden.
  • Legen Sie keine Markierungshilfen an der Landestelle aus.
  • Fahren Sie niemals unter einem landenden Hubschrauber hindurch.
  • Halten Sie mindestens 30 Meter Abstand zu einem landenden Hubschrauber, dies gilt auch für Fahrzeuge!
  • Warten Sie auf Weisung durch die Hubschrauberbesatzung. Nähern Sie sich dem Hubschrauber niemals, solange sich die Rotoren drehen.
  • Bei einer Landung am Strand, sollten Sie Ihre Augen vor Sandkörnern schützen. Auch an anderen Plätzen können Sand und Steine aufgewirbelt werden.
  • Bringen Sie lose liegende Gegenstände, wie Handtücher oder Kleidungsstücke, außer Reichweite oder halten Sie sie fest.

Luftrettung oft bester Hilfsweg

Notfälle erfordern oft eine Rettung aus der Luft. Die DRF Luftrettung setzt an 31 Stationen in Deutschland, Österreich und Dänemark über 50 Hubschrauber für die Notfallrettung und den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. Weltweite Patiententransporte werden auch mit eigenen Ambulanzflugzeugen durchgeführt.

Airbus und Virgin Australia: Treibstoff aus Eukalyptus

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Airbus ist einem Konsortium beigetreten, dem auch die Fluggesellschaft Virgin Australia angehört, um einen neuen Weg zur Herstellung nachhaltiger Kraftstoffe für die Luftfahrt zu untersuchen. Mallee-Eukalyptusbäume aus Kulturen im Weizengürtel Westaustraliens sollen nachhaltig geerntet und in einen Rohstoff umgewandelt werden, aus dem sich ein alternativer Flugkraftstoff raffinieren lässt. Ein Zwischenschritt dabei ist ein Prozess, der als Pyrolyse bezeichnet wird.

Die thermische Umwandlung per Pyrolyse muss von den Normungsorganisationen für Kraftstoffe noch anerkannt werden. Airbus unterstützt diesen Zulassungs- und Zertifizierungsprozess, damit Kraftstoffe auf Pyrolysebasis erstmals in der kommerziellen Luftfahrt eingesetzt werden können. Future Farm Industries CRC, ein weiteres Mitglied des Konsortiums, entwickelt nachhaltige landwirtschaftliche Systeme im Rahmen des CRC-Programms der australischen Regierung zum Aufbau von gemeinschaftlichen Forschungszentren (Cooperative Research Centres).

Pilotanlage schon nächstes Jahr

Ziel des Projekts ist es, bereits nächstes Jahr in Australien eine Pilotanlage zur Herstellung alternativer Kraftstoffe in Betrieb zu nehmen. Die Nachhaltigkeitsanalyse wird durch das CRC, Airbus und die Manchester Metropolitan University in Großbritannien durchgeführt. "Alternative Kraftstoffe sind ein entscheidendes Element unseres Maßnahmenplans für eine nachhaltige Luftfahrt, und sie tragen zur Erreichung unserer ehrgeizigen CO2-Reduktionsziele bei. Es ist für uns ein Privileg, neben unseren australischen Partnern an diesem faszinierenden Projekt zum Aufbau einer Wertschöpfungskette mitzuwirken", sagte Tom Enders, President und CEO von Airbus.

Sean Donohue, Executive of Operations der Virgin Australia Group, sagte: "Die Herstellung eines Biokraftstoffs, der sich für die nachhaltige Verwendung bei unseren heute eingesetzten Flugzeugen eignet, erfordert die Einbindung von Partnern aus jedem Abschnitt der Lieferkette. Airbus bringt sein enormes Know-how in der Flugzeugherstellung in das Konsortium ein, und wir freuen uns sehr darüber, dass sich ein Unternehmen dieses Kalibers in diesem vielversprechenden australischen Projekt engagiert." Die Partnerschaftsvereinbarung hat die Entwicklung vollständiger Produktionskapazitäten für nachhaltige Luftfahrtkraftstoffe in Australien zum Inhalt, wobei diese Kraftstoffe ausschließlich aus nachhaltigen biologischen Rohstoffen gewonnen werden sollen. Airbus will bis 2012 auf jedem Kontinent eine derartige Wertschöpfungskette aufbauen – nach Lateinamerika, Europa, und dem Nahen Osten mit diesem Projekt nun auch in Australien.

Mallee-Eukalyptus gedeiht auf versalztem Boden

Die in Australien heimischen Mallee-Eukalyptus-Arten sind ausgezeichnet an die dort herrschenden Umweltbedingungen angepasst. Sie können neben Ackerpflanzen auf Feldern angepflanzt werden, bietet eine Reihe von Vorteilen für die Umwelt und trägt zur langfristigen Nachhaltigkeit des allgemeinen landwirtschaftlichen Betriebs bei. Mallee-Eukalyptus eignen sich auch für die nachhaltige Kultivierung, weil mit ihrer Hilfe versalztes Land in einen produktiven Zustand zurückgeführt werden kann. Die Kultivierung dieser Bäume für die Herstellung von alternativen Kraftstoffen fördert zudem den Anbau im großen Stil, was sowohl ökologische als auch soziale Vorteile für Farmer und Gemeinden in ländlichen Gebieten bringt.