50. erfolgreicher Ariane-5-Start in Serie

Astrium hat den 50. erfolgreichen Start einer Ariane 5 in Folge durchgeführt und damit seinen eigenen Weltrekord bei heute betriebenen Trägersystemen noch einmal übertroffen. Zwei neue Flugrechner wurden erstmals bei diesem Flug eingesetzt; diese haben mit einem viermal größerem Speicher und zehnfach gesteigerter Rechenleistung die Zuverlässigkeit und das Reaktionsvermögen der Trägerrakete weiter erhöht.

Ein weiterer Weltrekord bei diesem Start: Die in den Geotransferorbit (GTO) beförderte Nutzlast stieg auf fast 10,2 Tonnen. Die Kapazität liegt damit nun noch einmal 130 kg über der bisherigen Spitzenmarke. Die beiden Satelliten brachten 6.100 kg bzw. 3.300 kg auf die Waage.

Dazu kamen noch rund 780 kg – das Gewicht der Transponder und der SYLDADoppelstartvorrichtung. „Ohne die kontinuierlich gesteigerte Kapazität des Ariane-5-Trägers hätten wir diese beiden Satelliten nicht mit einem einzigen Start in den Orbit befördern können“, sagte Michel Freuchet, Director of Launchers bei Astrium Space Transportation. „Damit noch nicht genug: Sobald 2017 die Ariane 5 ME einsatzbereit ist, wird das europäische Trägersystem mehr als 12 Tonnen in einer geostationären Bahn aussetzen können.“

Astrium ist seit 2003 Hauptauftragnehmer für die Ariane 5. Seitdem hat sich durch die Investitionen des Unternehmens die ursprüngliche GTO-Nutzlastkapazität des Trägers von ursprünglich 9,4 Tonnen auf heute 10,2 Tonnen erhöht. Parallel dazu bringt die Ariane 5 auch weiterhin die schwersten Lasten aller Zeiten in erdnahe Umlaufbahnen, wie etwa das europäische Versorgungsfahrzeug ATV (Automated Transfer Vehicle) für die internationale Raumstation ISS, das allein mehr als 20 Tonnen wiegt. Die europäische Ariane 5 ist damit nicht nur der zuverlässigste kommerzielle Träger auf dem Weltmarkt, sondern auch das System mit der höchsten Nutzlastkapazität.

Wie bei jedem Start steuerte ein Team von 150 Mitarbeitern das Astrium-Kontrollzentrum bei Paris, das von Europa aus die Flugparameter analysierten. Die Aufgabe besteht darin, die drei in Kourou stationierten Astrium-Verantwortlichen in Echtzeit über die Risiken und Erfolgschancen der Mission zu beraten. Diese drei Verantwortlichen – der Ariane 5 Development Manager, der Production Manager und der Technical Director – haben das letzte Wort bei allen Entscheidungen, die den Flug betreffen.

„Dieser 50. erfolgreiche Ariane-5-Start in Folge wäre ohne das Engagement der Mitarbeiter von Astrium, unserer Partner und Zulieferer nicht möglich gewesen“, sagte Alain Charmeau, CEO von Astrium Space Transportation. „Jeder Start ist eine neue Herausforderung, für die wir über 600 Prüfungsphasen, mehr als 4.500 Mitarbeiter in zwölf europäischen Ländern sowie über eine Million Arbeitsstunden aufbringen müssen.“