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ATV-4 nun auf dem Weg nach Kourou

Im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist Astrium für die Entwicklung wie auch die Produktion der ATV (Automated Transfer Vehicle) verantwortlich. „Albert Einstein“, der vierte von Astrium gebaute europäische Raumtransporter, ist nun auf dem Weg zum europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guayana).

Neben der Produktion der ATV-Versorgungstransporter führt Astrium im Rahmen des so genannten Exploitation-Vertrages die gesamten Dienstleistungen zum Betrieb der europäischen Anteile der Raumstation in verschiedenen Arbeitspaketen. Dazu zählen die Missionsvorbereitung und -durchführung, das Astronautentraining, die Weiterentwicklung von Experimenten und Forschungseinrichtungen, die Wartung und Logistik aller europäischen ISS-Elemente und der Bodenstationen sowie das Kommunikationssystem und der Datentransfer.

„Nach der Einstellung des amerikanischen Space-Shuttle-Programms ist das ATV der größte Versorgungstransporter für die ISS und damit unverzichtbarer Bestandteil für die Versorgung der Internationalen Raumstation. ATV ist Europas modernster Raumfrachter, der mit innovativen Systemen für vollautomatische und autonome Annäherungs- und Andockmanöver ausgerüstet ist“, sagte Alain Charmeau, CEO von Astrium Space Transportation, anlässlich der Verschiffung von ATV “Albert Einstein”.

„Die Technologie und die Erfahrung, die Astrium bei der ATV-Entwicklung gesammelt hat, stellen ein einzigartiges Gut für Europa dar und stärken seine industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Darüber hinaus bilden sie eine herausragende Basis für weitere Entwicklungen, um die führende Position von Europa im Bereich Exploitation und Exploration zu erhalten“, ergänzt Michael Menking, Direktor Bemannte Raumfahrt und Weltraumerforschung bei Astrium. „Wir werden hier unsere Erfahrungen aus der Entwicklung und Produktion der ATV und des Weltraumlabors Columbus nutzen, um die vorhandenen Technologien für zukünftige Missionen unterschiedlichster Art weiterzuentwickeln“, Astrium hat im Juni 2012 zwei Studienaufträge von der ESA mit einem Volumen von insgesamt 13 Millionen Euro bekommen, die sich mit der Entwicklung neuer Raumfahrzeuge beschäftigen.

Wie schon seine Vorgänger wird auch ATV-4 “Albert Einstein” in drei Spezialcontainern per Schiff von Bremen zum europäischen Weltraumbahnhof in Kourou gebracht. Gleichzeitig gehen rund 35 Seecontainer mit Testausrüstung auf die Reise. Am Weltraumbahnhof Kourou werden schließlich das Raumfahrzeug, das Frachtmodul ICC, die Sonnenkollektoren und das SDM (Distanzmodul zwischen ATV und Ariane) endmontiert. Danach wird das ATV vor Ort nochmals umfangreichen Tests unterzogen, bevor es als Nutzlast in die Nutzlastverkleidung einer Ariane 5 integriert, aufgetankt und angeschlossen wird. Der Start von „Albert Einstein“ ist für das Frühjahr 2013 vorgesehen.

“Wir liegen mit unseren Arbeiten für ATV-4 wie auch mit der Integration des ATV-Transporters Nr. 5 “George Lemaître” im Zeitplan”, sagte Michael Menking abschließend.

Bei einer typischen Mission wird das ATV Wasser, Treibstoff, Lebensmittel sowie wissenschaftliche Ausrüstung zur ISS bringen. Zum Abschluss seiner Mission wird das ATV mit Abfällen beladen und von der Station abgetrennt, anschließend verglüht es beim kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Außerdem ist das ATV auch zuständig für die regelmäßige Bahnanhebung der ISS auf ihren Betriebsorbit in rund 400 Kilometern Höhe und für Manöver zur Vermeidung von Kollisionen mit Weltraummüll.

Die maximale Nutzlastkapazität des 20 Tonnen schweren ATV liegt bei bis zu sieben Tonnen Nettofracht. Diese Ladung kann je nach Mission unterschiedlich aufgeteilt sein: 1,5 bis 5,5 Tonnen Fracht und Vorräte (Lebensmittel, Forschungsinstrumente, Werkzeug usw.), bis zu 840 Kilogramm Trinkwasser, bis zu 100 Kilogramm Gase (Luft, Sauerstoff und Stickstoff), bis zu vier Tonnen Kraftstoff für die Bahnhöhenkorrektur und bis zu 860 Kilogramm Treibstoff zum Auftanken der Station.

Das ATV muss die Sicherheitsanforderungen für die bemannte Raumfahrt erfüllen. So sind die digitale und elektronische Architektur des ATV doppelt redundant ausgelegt. Ein fehlertoleranter Zentralrechner – bestehend aus drei Rechnermodulen – sorgt für einen parallelen, sicheren und reibungslosen Ablauf der ATV-Mission.

ESA übergibt Wettersatelliten MetOp-B an EUMETSAT

Nach der dreitägigen, vom Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) durchgeführten LEOP-Phase (Start und Einsatzerprobung) hat EUMETSAT gestern um 18.30 Uhr Ortszeit die Kontrolle über den Betrieb des Satelliten MetOp-B übernommen, der am 17. September gestartet worden war.

Seit Montagabend waren die Teams im ESOC in Darmstadt während der LEOP-Phase Tag und Nacht im Einsatz. Wie geplant überprüften sie alle Systeme von MetOp-B und stellten sicher, dass dessen Solarpaneel ausgefahren und auf die Sonne ausgerichtet wurde, um den für den Betrieb des Satelliten und seiner 11 wissenschaftlichen Instrumente notwendigen Strom zu erzeugen.

Am ersten Tag überprüften die Flugbetriebsteams der ESA die Stromversorgung, Temperaturen, Software und Funkverbindungen und aktivierten mehrere Systeme. Am zweiten Tag wurden fünf Antennen der Nutzlastinstrumente ausgefahren. Nachdem der Satellit am dritten Tag eine nahezu kreisförmige Umlaufbahn in ca. 800 km Höhe mit einer Neigung von 99 Grad erreicht hatte, führten die Teams zur genauen Ausrichtung von MetOp-B und Abstimmung mit der Umlaufbahn von MetOp-A eine Triebwerkszündung durch und bereiteten somit die für Donnerstag vorgesehene Übergabe des Satelliten an EUMETSAT vor.

Unmittelbar nach der Übergabe direkt mit der sechswöchigen orbitalen Überprüfung von MetOp-B begonnen, während der nacheinander alle 11 Instrumente an Bord des Satelliten in Betrieb genommen werden. Die europäischen Instrumente an Bord von MetOp-B werden in nachstehender Reihenfolge eingeschaltet:

– das UV-Spektrometer GOME-2 zur Ozonüberwachung fünf Tage nach dem Start;
– das fortschrittliche Scatterometer ASCAT eine Woche nach dem Start;
– der Empfänger GRAS zur Erstellung von Atmosphärenprofilen aufgrund der Okkultation der Funksignale des Globalen Navigationssatellitensystems (GNSS), eine Woche nach dem Start;
– die Mikrowellen-Feuchtigkeitssonde MHS dreieinhalb Wochen nach dem Start;
– der Interferometer zur Atmosphärensondierung im Infrarot IASI sechs Wochen nach dem Start.

Diese Instrumente werden Messungen vertikaler Temperatur-, Feuchtigkeits- und Spurengasprofile in der Atmosphäre, des Windfelds an der Meeresoberfläche und der Bodenfeuchtigkeit bereitstellen. Bei der orbitalen Erprobung von MetOp-B, die vom EUMETSAT-Kontrollzentrum im EUMETSAT-Hauptsitz in Darmstadt aus koordiniert wird, kommt das Bodensegment des umfassenden polaren EUMETSAT-Systems (EPS) zum Einsatz. Unterstützt wird EUMETSAT bei den Erprobungstätigkeiten von der ESA, der französischen Raumfahrtagentur CNES, der amerikanischen Behörde für Ozeane und Atmosphäre (NOAA) und der Industrie.

Die MetOp-Satelliten sind die ersten operationellen europäischen Wettersatelliten in polarer Umlaufbahn. Sie bilden das Weltraumsegment des polaren EUMETSAT-Systems (EPS) und liefern Daten für die numerische Wettervorhersage – Grundlage der modernen Meteorologie – sowie für die Klima- und Umweltüberwachung.

Die in einer Höhe von 817 km fliegenden MetOp-Satelliten sind jeweils mit denselben hochentwickelten Instrumenten ausgestattet. Sie stellen detaillierte, nur aus der niedrigen Erdumlaufbahn aus erfassbare globale Daten bereit, wie etwa für vertikale Profile der Temperaturen und der Feuchtigkeit in der Atmosphäre, Windgeschwindigkeiten und Windrichtungen über Meeresoberflächen und bestimmte Atmosphären- und Spurengase.

Dank der Beobachtungen von MetOp-A sind 10-Tage-Wettervorhersagen deutlich zuverlässiger geworden. Diese Vorhersagen sind von entscheidender Bedeutung, wenn es um den Schutz von Leben und die Begrenzung von Sachschäden geht, und kommen außerdem wetterabhängigen Branchen der europäischen Wirtschaft, insbesondere dem Energie-, Verkehrs-, Bau-, Landwirtschafts- und Tourismussektor, zugute. Die drei MetOp-Satelliten, deren Starts in größeren Abständen zueinander erfolgen, liefern kontinuierliche Daten bis 2020. Der erste Satellit, MetOp-A, wurde 2006 gestartet, der Start des dritten und letzten Satelliten, MetOp-C, ist für Ende 2017 geplant.

Die ESA ist für die Entwicklung der drei MetOp-Satelliten verantwortlich, wobei sie von EUMETSAT festgelegte Nutzer- und Systemanforderungen erfüllt.

Die ESA führt auch die Betriebstätigkeiten für die LEOP-Phase (Start und Einsatzerprobung) durch, während der die Satelliten in ihre polare Umlaufbahn gebracht werden, bevor sie sie zur Einsatzerprobung und weiteren Nutzung an EUMETSAT übergibt. EUMETSAT entwickelt alle Bodensysteme, die erforderlich sind, um den Nutzern Produkte zu liefern und Dienstleistungen zu erbringen und auf deren sich weiterentwickelnde Bedürfnisse reagieren zu können, übernimmt die Beschaffung aller Startdienste für MetOp sowie den Betrieb des gesamten Systems im Dienste der Nutzer.

Das EPS-Programm ist der europäische Beitrag zum anfänglichen gemeinsamen polaren System (Initial Joint Polar System, IJPS), das gemeinsam mit der amerikanischen Behörde für Ozeane und Atmosphäre (NOAA) unterhalten wird. EUMETSAT als europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Darmstadt, Deutschland, mit derzeit 26 europäischen Mitgliedsstaaten und fünf Kooperationsstaaten. EUMETSAT betreibt gegenwärtig die geostationären Satelliten Meteosat-8 und -9 über Europa und Afrika sowie Meteosat-7 über dem Indischen Ozean.

MetOp-A, Europas erster polarumlaufender Wettersatellit, wurde im Oktober 2006 gestartet und liefert seit dem 15. Mai 2007 operationelle Daten. Der Meeresbeobachtungssatellit Jason-2, der am 20. Juni 2008 an den Start ging, erweitert die bisherige Palette von EUMETSAT um Daten zum Seegang, zu den Meeresströmungen und den Veränderungen des Meeresspiegels. Die Daten und Produkte der EUMETSAT-Satelliten leisten einen bedeutenden Beitrag zur Wettervorhersage und Überwachung der Umwelt und des globalen Klimas.

ICAO-Sicherheitsübung: Flugzeugentführung Frankfurt

In der Nacht von Donnerstag, den 20. September auf Freitag, den 21. September 2012 fand am Flughafen Frankfurt eine Sicherheitsübung statt. Die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO (International Civil Aviation Organization) schreibt die Durchführung einer solchen Übung turnusmäßig alle zwei Jahre vor. Diese ist Voraussetzung für den Erhalt der Betriebsgenehmigung eines Flughafens. Die Fraport AG, die Deutsche Lufthansa AG, die Polizei und die Feuerwehr der Stadt Frankfurt probten dabei ihre Zusammenarbeit.

Die Übung, die den Namen „BlackJack 2012“ trug, fand vor dem Hintergrund einer fiktiven Flugzeugentführung statt. Szenario war ein in Libyen gestarteter Flug, bei dem ein Passagier während des Fluges eine mitreisende Person in seine Gewalt brachte und die Umleitung der Maschine verlangte. Geübt wurden unter anderem die Verfahrensabläufe zwischen den beteiligten Institutionen vor und nach Landung der Maschine in Frankfurt am Main. Wesentliche Aspekte der Übung waren die Kommunikation mit dem Geiselnehmer, die Befreiung der Geiseln aus der Maschine sowie die Betreuung der Abholer und der zwischenzeitlich freigelassenen Geiseln.

Die Übung fand in der Zeit von 21.15 bis 06.00 Uhr statt. Um die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten, waren die Einsatzkräfte vorab nicht über das Szenario informiert und mussten sich schnell in die fiktive Lage hineinversetzen. Die Einsatzleitung der Polizei zeigte sich sehr zufrieden über die professionelle und souveräne Art der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Ergebnisse der Übung werden evaluiert und dienen der weiteren Aus- und Fortbildung. Der laufende Betrieb am Flughafen Frankfurt wurde nicht beeinträchtigt.

Nächtliche Vermessungsflüge am Frankfurter Flughafen

In der Zeit vom 24. bis zum 29. September 2012 finden am Flughafen Frankfurt Vermessungsflüge statt. Mit Lärmbelästigungen muss auch in der Nacht gerechnet werden.

 

Vermessen wird das Instrumentenlandesystem für den 3,2° Gleitwinkel der Nordwestlandebahn. Untersucht werden die Betriebsrichtungen 07 (Ostwetterlage) und 25 (Westwetterlage). Hierbei kommt ein Vermessungsflugzeug vom Typ Beechcraft Super King Air 350, eine zweimotorige Propellermaschine, zum Einsatz. In dieser Zeit ist auch in der Nacht mit Lärmbelästigungen zu rechnen. Trotz des Nachtflugverbots am Flughafen Frankfurt dürfen technische Überprüfungsflüge, wie zum Beispiel Vermessungsflüge, auch während der Nacht stattfinden. Die Vermessung technischer Einrichtungen ist für die Sicherheit im Luftverkehr unverzichtbar. Daher bittet die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH die Bevölkerung um Verständnis.

Bauarbeiten Flughafen Hamburg – Sperrung Krohnstiegtunnel

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Hamburg Airport bittet seine Passagiere für die Anfahrt zum Flughafen folgenden Hinweis zu beachten: In der Zeit vom 07.09.2012 um 21 Uhr bis 29.09.2012 um 04 Uhr und vom 07.10.2012 um 22 Uhr bis 19.10.2012 um 04 Uhr werden im Krohnstiegtunnel Bauarbeiten durchgeführt. Dafür wird jeweils eine Tunnelröhre gesperrt, der Verkehr wird im Gegenverkehr durch die andere Tunnelröhre geführt. Es besteht dann aus Sicherheitsgründen ein LKW-Durchfahrtsverbot (über 3,5 t), die zugelassene Geschwindigkeit wird auf 30 km/h herabgesetzt. LKW werden umgeleitet.

Die Nordröhre (Fahrtrichtung Langenhorn > Schnelsen / A7) erhält bis Ende September den geltenden Sicherheitsvorschriften entsprechend zusätzliche Notruf-Nischen, eine Videoüberwachung, Hinweisleuchten für die Fluchtwegkennung, Lautsprecher und zusätzliche Detektoren für die Raucherkennung. Parallel dazu wird vom 7.9. bis 13.9.2012 im westlichen Trogbereich vor dem Tunnel auf einer Länge von etwa 200 Metern im Rahmen eines Forschungsprojektes der Bundesanstalt für Straßenwesen ein neuer Fahrbahnbelag aufgebracht, der Stickoxide absorbieren und umweltfreundlich ableiten soll.

Für Anreisende zu beachten:
Vollsperrung des Krohnstiegtunnels am Freitag, 21.09.2012 ab 21:00 Uhr
Freigabe beider Röhren für den Verkehr: Ab Samstag, 22.09.2012 4:00 Uhr

Im Oktober werden das Siel und die Fahrbahn der Südröhre (Fahrtrichtung Niendorf > Flughafen) erneuert. Die sicherheitstechnische Nachrüstung erfolgt hier bereits seit August 2012.

Die Arbeiten sind u.a. mit der Polizei, den Verkehrsunternehmen und der Koordinierungsstelle bei der Behörde für Wirtsschaft, Verkehr und Innovation abgestimmt.

Turnusgemäße Sicherheitsübung am Flughafen Frankfurt

In der Nacht von Donnerstag, den 20. September auf Freitag, den 21. September findet am Flughafen Frankfurt eine Sicherheitsübung statt. Die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO (International Civil Aviation Organization) schreibt die Durchführung einer solchen Übung turnusmäßig alle zwei Jahre vor. Diese ist Voraussetzung für den Erhalt der Betriebsgenehmigung eines Flughafens.

Die Fraport AG, die Deutsche Lufthansa AG, die Polizei und die Feuerwehr der Stadt Frankfurt sind heute Abend beteiligt und proben ihre Zusammenarbeit. Die Inhalte der Übung werden nicht öffentlich gemacht, um einen möglichst realistischen Charakter zu erhalten. Die Okrifteler Straße wird zwischen Flughafen (Airportring) und Kelsterbach (Bundesstraße 43) in der Zeit von 23 Uhr bis voraussichtlich 4:30 Uhr beidseitig gesperrt. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Auf den laufenden Betrieb am Flughafen wird die Übung keinen Einfluss haben.

Lufthansa baut neues Logistikzentrum in Frankfurt

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Lufthansa wird am Frankfurter Flughafen ein modernes Logistikzentrum errichten. Der Aufsichtsrat des Konzerns beschloss eine entsprechende Infrastruktur-Investition für das Frachtgeschäft der Lufthansa in seiner heutigen Sitzung. Der Nachfolge-Bau des über 30 Jahre alten Lufthansa Cargo Centers soll im Jahr 2018 in Betrieb genommen werden.

„Wir investieren in die Zukunft und in den Standort Frankfurt“, betonte Lufthansa Vorstandschef Dr. Christoph Franz. Frankfurt bleibe das zentrale Drehkreuz für das Frachtgeschäft im Lufthansa Konzern – trotz des Nachtflugverbotes. Dieses hat zu einer deutlichen Anpassung des ursprünglichen Planungsumfangs geführt. Angesichts der dadurch entstandenen Nachteile im Wettbewerb gegenüber anderen Standorten sei es umso wichtiger über eine leistungsfähige Infrastruktur zu verfügen.

Das neue Logistikzentrum wird überwiegend auf dem bisherigen Gelände der Lufthansa Cargo AG im Norden des Frankfurter Flughafens errichtet. Modernste technologische Infrastruktur wird einen deutlich schnelleren Umschlag der Sendungen garantieren und die Servicequalität für alle Kunden von Lufthansa Cargo einschneidend verbessern.

„Der Neubau des Logistikzentrums ist ein tragendes Element unserer Zukunftsstrategie Lufthansa Cargo 2020“, unterstrich der Vorstandsvorsitzende der Frachtairline, Karl Ulrich Garnadt. „Mit diesem Gebäude werden wir im logistischen Prozess Quantensprünge erzielen und das Unternehmen fit machen für die Herausforderungen der Zukunft.

Der Baubeginn des Hauptgebäudes ist für 2014 geplant. Da das Luftfrachtterminal auf heutigen Bestandsflächen gebaut wird, muss in den kommenden Monaten zunächst das Baufeld geräumt und vorbereitet werden. Dazu werden Prozesse zum Teil auf andere Flächen verlagert. Der Neubau erfolgt dann parallel zum laufenden Betrieb. Die Investitionssumme liegt im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Lufthansa: Direct Services mit Germanwings

Die direkten Europaverkehre der Lufthansa, die alle innerdeutschen und europäischen Verbindungen außerhalb der Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München umfassen, werden zum 01. Januar 2013 kommerziell und organisatorisch mit Germanwings in einer Gesellschaft auf Basis der Germanwings GmbH zusammengeführt. Die Gesellschaft wird ihren Sitz in Köln haben.

Ab 2013 soll die neue Gesellschaft die Flugzeuge von Germanwings und die Flotte der Direct Services betreiben. Darüber hinaus werden die Flugzeuge der Eurowings GmbH im Auftrag der neuen Gesellschaft fliegen, sodass insgesamt rund 90 Flugzeuge die Direktverkehre in Deutschland und Europa abdecken. Im ersten Jahr sollen über 18 Millionen Passagiere befördert werden.

Christoph Franz, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG, sagt: „Die neue Gesellschaft wird als Teil des Lufthansa Airline Verbundes mit entsprechendem Qualitätsanspruch unterwegs sein“. Die Entscheidung über den künftigen Markennamen wird erst in den kommenden Monaten fallen.

„Die Bündelung unserer innerdeutschen und europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehre birgt erhebliche Effizienzpotenziale. Unser Ziel ist, diese Verkehre unter dem Dach einer Gesellschaft wieder profitabel zu fliegen. Damit bieten wir unseren Gästen weiterhin ein dichtes und hochwertiges Streckennetz auch außerhalb unserer Drehkreuze Frankfurt und München. Und unsere Mitarbeiter in diesen Bereichen haben die Perspektive auf sichere Arbeitsplätze in einem Unternehmen der Lufthansa Gruppe“, betonte Christoph Franz.

DFS-Aufsichtsratsvorsitzender legt Amt nieder

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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Prof. Klaus-Dieter Scheurle, hat am 18. September 2012 sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Michael Schäfer, dankte heute in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung Prof. Scheurle für sein strategisch vorausschauendes Wirken im Interesse des Unternehmens und seiner Mitarbeiter in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen der Flugsicherungen in Europa.

Der Aufsichtsrat hat den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragt, Verhandlungen über die Bestellung von Prof. Scheurle zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung der DFS aufzunehmen. Die Berufung eines neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung ist notwendig geworden, da der gegenwärtige Vorsitzende, Dieter Kaden, nach 20 Jahren im Amt altersbedingt zum Ende des Jahres in den Ruhestand tritt. Der Aufsichtsrat der DFS wird in seiner Sitzung am 09. Oktober 2012 einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wählen und einen neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung bestellen.

Bodensee Airport Friedrichshafen: Auszeichnung für Marketing

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Im Vorfeld der jährlich stattfindenden weltweiten Airline/Airport-Konferenz „World Routes“ nominieren die 262 teilnehmenden Fluggesellschaften die Flughäfen mit dem besten Airline-Marketing. Aus 421 vertretenen Flughäfen ist der Bodensee Airport Friedrichshafen unter die weltweiten TOP 5 seiner Kategorie „unter 4 Millionen Passagiere“ gewählt worden. Das Marketing- und Vertriebsteam wird sich nunmehr einer hochrangigen Branchenjury stellen, um die begehrte Auszeichnung zu erhalten. Die Jury bewertet dabei die Marketingaktivitäten der letzten zwölf Monate auf Professionalität, Innovation und Wirkung.

Nach der Auszeichnung „besonders empfehlenswert“ auf der „Routes Europe“ Konferenz in Tallinn 2012 erreicht der Bodensee Airport Friedrichshafen bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Short List. Konkurrenz in der Kategorie unter 4 Millionen In der Kategorie unter 4 Millionen Passagiere ebenfalls nominiert sind:

• Darwin International, Australien
• Queen Beatrix International Airport, Aruba (Karibik)
• London City Airport, Großbritannien
• Princess Juliana International Airport, St Maarten (Karibik)

Somit ist der Bodensee Airport Friedrichshafen als einziger deutscher Flughafen in dieser Kategorie vertreten. Zitat Christian Wulf, Bereichsleiter Marketing und Vertrieb Flughafen Friedrichshafen GmbH: „Ich freue mich über die bereits zweite Nominierung in die Endauswahl, die unsere Arbeit der letzten Monate bestätigt und unser Engagement bekräftigt.“

Höchste Auszeichnung für Flughäfen

Die Verleihung der Marketing Awards zählt zu den bedeutendsten Preisen, die ein Flughafen für Marketingaktivitäten erhalten kann und wird am 1. Oktober in Abu Dhabi verliehen. Zitat Gerold Tumulka, Geschäftsführer Flughafen Friedrichshafen GmbH: „Über die Nominierung der Fluggesellschaften sind wir sehr stolz. Die Platzierung in der Short List ist eine ausgezeichnete Anerkennung unseres Flughafenteams.“

Flugvermessung am Flughafen Frankfurt: Stufe 2 der DFS

Ab dem 20. September werden auch die drei- und vierstrahligen Luftfahrzeuge der Kategorien Heavy und Super, wie zum Beispiel die Boeing 747 oder der Airbus A380, die Südumfliegung nutzen. In den Tagesrandzeiten nutzen diese Luftfahrzeuge die Nachtabflugstrecke. Alle zweimotorigen Luftfahrzeuge der Kategorie Heavy, wie zum Beispiel Airbus 330 und Boeing 777 sollen weiterhin die herkömmlichen Nordwestabflugstrecken (BIBTI und TABUM) nutzen.

Im Oktober 2011 wurden in der ersten Stufe zunächst nur die kleineren und mittelgroßen Flugzeuge mit hohen Steigleistungen auf die Südumfliegung verlagert. Dadurch wurde die Bevölkerung im Main-Taunus-Kreis bereits unmittelbar nach der Inbetriebnahme der neuen Landebahn in einer ersten Stufe bei den Abflügen entlastet.

Die zweite Stufe kann jetzt umgesetzt werden, da inzwischen eine Navigationsanlage (UKW-Drehfunkfeuer) im Bereich der A67 errichtet wurde. Dadurch wurde eine Unabhängigkeit der Abflüge auf der Startbahn West (Piste 18) und dem Parallelbahnsystem (Pisten 25C/25L) im Rahmen der Südumfliegung erreicht. Mit Zunahme der Anflüge auf die neue Landebahn wird es notwendig, dass die Abflüge in den kommenden Jahren weitestgehend auf die neue Route verlagert werden. Die dritte Stufe der Verlagerung ist für das Jahr 2016 geplant. Mit Hilfe einer neuen Technologie wird es dann möglich sein, dass nahezu alle Luftfahrzeuge die Südumfliegung nutzen. Nur die zweimotorigen Luftfahrzeuge der Kategorie Heavy verbleiben dann noch auf der Nordwestabflugrichtung, allerdings nur auf der TABUM-Route.

Fraport AG: Anke Giesen ab 01. Januar 2013 im Vorstand

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Anke Giesen wird ab 01. Januar 2013 das Fraport-Vorstandsteam verstärken. Die 49-Jährige wird die beiden Geschäftsbereiche Retail und Immobilien sowie Bodenverkehrsdienste verantworten. Weiter wird sie für die Betreuung und Entwicklung der Konzern-Führungskräfte verantwortlich zeichnen.

„Ich freue mich, dass Anke Giesen nun schon zum Jahreswechsel das Vorstandsteam der Fraport AG verstärken wird. Frau Giesen hat sich in ihren verschiedenen Berufsstationen über die wichtigen Personalthemen hinaus auch stets stark geschäftspolitisch engagiert, so bei Pfleiderer als Mitglied des Managementteams bei der Neuausrichtung des westeuropäischen Geschäftsfelds sowie der Integration neuer Werke in Kanada und den USA oder jetzt als Mitglied des Vorstands der Douglas Holding im Retailgeschäft“, sagte Fraport-Aufsichtsratsvorsitzender Karlheinz Weimar.

Anke Giesen verfügt über langjährige und umfangreiche Führungserfahrungen. Nach ihrem Jura-Studium startete sie ihre Karriere bei der Mannesmann Dematic AG als Referentin für Personal und Führungskräfte. Im Jahr 2001 wechselte Giesen zur Pfleiderer AG, wo sie diverse leitende Funktionen bekleidete, ab 2004 als Leiterin Personal Konzern und Mitglied der Geschäftsleitung des Business Centers Westeuropa. 2009 wurde sie Mitglied des Vorstands bei der Douglas Holding AG.

Bereits zum 01. Oktober 2012 wird Michael Müller (54) zum Personalvorstand und Arbeitsdirektor des Unternehmens bestellt. Müller tritt die Nachfolge von Herbert Mai an, dessen Vertrag aus Altersgründen zum 30. September 2012 ausläuft. Er übernimmt die Verantwortung für die Personalabteilung, den Geschäftsbereich Airport Security und den Zentralbereich Einkauf. Michael Müller trat bereits 1984 in die damalige Betreiber-Gesellschaft des Frankfurter Flughafens ein und verantwortete verschiedene leitende Funktionen im Personalbereich. 1997 wurde der Diplom-Volkswirt zum Leiter des Bereichs Personalserviceleistungen ernannt, seit 2009 ist er Geschäftsbereichsleiter Bodenverkehrsdienste der Fraport AG. Der Aufsichtsrat der Fraport AG hat die Bestellung von Anke Giesen und Michael Müller bereits am 19. Juni dieses Jahres entschieden.

Metop-B erfolgreich in der Erdumlaufbahn

Heute um 18:28 Uhr MESZ (22:28 UhrOrtszeit) startete der von Astrium gebaute Wettersatellit Metop-B mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof in Baikonur, Kasachstan, erfolgreich ins All. Knapp eine Stunde und neun Minuten nach dem Start entließ die obere Stufe der Trägerrakete den Satelliten erfolgreich in seine vorgesehene Umlaufbahn in einer Höhe von ungefähr 800 Kilometern.

Mit Metop-B hat Europa nunmehr einen neuen Wettersatelliten in erdnaher, polarer Umlaufbahn als Ersatz für den älteren Metop-A. Die von ihm gesammelten Daten werden Meteorologen weiterhin genaue und verlässliche mittel- und kurzfristige Vorhersagen ermöglichen. Der neue Satellit wird außerdem wertvolle Daten für Klimaforscher liefern. Metop-B ist für eine Lebensdauer von fünf Jahren ausgelegt.

Metop-B ist der zweite von drei Satelliten einer Serie, die von Astrium, Europas führendem Raumfahrtunternehmen, für die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT – European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites) in Darmstadt entwickelt und gebaut wurden. Der erste Satellit, Metop-A, ist seit Oktober 2006 in Betrieb und liefert seither einen wichtigen Beitrag zur Genauigkeit von Wettervorhersagen. Er steuert rund 25 Prozent aller meteorologischen Echtzeit-Daten (gesammelt von Satelliten, Flugzeugen, land- und meeresgestützten Sensoren) für die rechnergestützten Wetter-Prognosen bei. Legt man nur die Beobachtungen von Satelliten zugrunde, hat Metop-A einen Anteil von 40 Prozent an den 24-Stunden-Wettervorhersagen. Der Start des dritten Satelliten, Metop-C, ist für 2017/2018 vorgesehen.

Zahlreiche von Metop-B eingesetzte Instrumente und Komponenten wurden von Astrium geliefert und größtenteils an Astrium-Standorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Spanien gebaut.

Zu den Instrumenten zählen das ASCAT, (Advanced Scatterometer), ein Radarsystem, das die Windgeschwindigkeit und -richtung über der Meeresoberfläche misst, MHS (Microwave Humidity Sounder), der die Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre misst sowie GRAS (Global Navigation Satellite System Receiver for Atmospheric Sounding), ein GPS-Empfänger, der atmosphärische Sondierungsdaten liefert.

Im Gegensatz zu der Meteosat-Reihe der europäischen Wettersatelliten, die in einer geostationären Umlaufbahn in einer Höhe von 36.000 Kilometern über dem Äquator positioniert sind, umlaufen die Metop-Satelliten die Erde in einer viel niedrigeren, polaren Umlaufbahn von 817 Kilometern Höhe. Für einen Erdumlauf benötigen die Metop-Satelliten ungefähr 100 Minuten. Metop und die geostationären Meteosat-Satelliten ergänzen sich unverzichtbar: während Meteosat ständig Bilder zur Unterstützung der kurzfristigen Wetterprognosen sendet, liefert Metop global Daten (inklusive der Polregionen) von zusätzlichen Parametern, die für Vorhersagen von bis zu zehn Tagen benötigt werden. Die Hauptmission von Metop ist die Erfassung wichtiger atmosphärischer Eigenschaften, wie Temperatur und Feuchtigkeit. Andere von Metop-B überwachte Aspekte der Atmosphäre sind u. a. die Spurengase, die Wolkenhöhe und -dichte, die Windgeschwindigkeit und -richtung über den Meeresoberflächen und die Ozonwerte. Metop-Satelliten dienen darüber hinaus auch als Kommunikationsknoten: Mit ihrer Ausrüstung können sie Daten von land- und meeresgestützten Wetterstation sammeln und Notrufe an Such- und Rettungsterminals am Boden weiterleiten.

Das „EUMETSAT Polar System“, zu dem die drei Metop-Satelliten gehören, stellt den europäischen Teil einer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten dar, die Daten zur Überwachung des Klimas und zur Verbesserung von Wettervorhersagen bereitstellt. Jeder Metop-Satellit trägt einen ‚herkömmlichen‘ US-amerikanischer Instrumentensatz sowie eine neue Generation europäischer Instrumente, die verbesserte Fernerkundungsfunktionen für Meteorologen und Klimatologen bieten. Im Gegenzug fliegen in NOAA-Satelliten europäische Instrumente mit, beispielsweise der von Astrium gebaute Microwave Humidity Sounder (MHS). Metop-Satelliten kreisen in einer polaren Umlaufbahn, die jeweils dem lokalen ‚Morgen‘ entspricht, die US-amerikanischen Satelliten decken den ‚Nachmittag‘ ab.

ADAC Luftrettung mit Wiking Helikopter Service offshore

Seit einigen Wochen ist der ADAC an Rettungseinsätzen in den Offshore-Windparks in der Nordsee beteiligt. Die Firma Wiking Helikopter Service und die ADAC-Luftrettung GmbH haben hierfür eine Kooperation vereinbart, um für dieses sehr spezielle und anspruchsvolle Einsatzprofil ein professionelles, effektives und sicheres Konzept zu entwickeln. Seit Juni betreiben die beiden Partner einen sogenannten „Werksrettungsdienst“ im Auftrag mehrerer Windparkerrichter und -betreiber.

Der Aufbau und Betrieb von Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee stellt auch im Hinblick auf die Rettung und notfallmedizinische Versorgung des Personals eine große Herausforderung dar. In den kommenden Jahren werden Tausende von Arbeitern unter schwierigen Umgebungsbedingungen einer gefahrenträchtigen Tätigkeit nachgehen. Um für den Ernstfall vorbereitet zu sein, mussten im Vorfeld Pläne und Maßnahmen entwickelt werden, um verletzte oder erkrankte Arbeiter mit professioneller notfallmedizinischer Hilfe zu versorgen.

Erfahrung im Hubschrauberflug offshore

Wiking Helikopter stellt mit ihrer Erfahrung im Offshore-Bereich und mit Windenoperationen über See einen für diese Anforderungen geeigneten Hubschrauber, die fliegerische Crew und den Windenoperator. Die ADAC Luftrettung sorgt für die medizinische Crew und Ausrüstung und bringt dabei ihre umfassende rettungsdienstliche Kompetenz, insbesondere im Bereich der Windenrettung und der Notfallversorgung unter schwierigen Bedingungen, ein. Es kommen ausschließlich Notärzte und Rettungsassistenten zum Einsatz, die über eine weitreichende Erfahrung durch ihren Dienst auf ADAC Luftrettungsstationen mit Windenbetrieb verfügen.

Die gemeinnützige ADAC-Luftrettung GmbH betreibt derzeit 35 Luftrettungsstationen und arbeitet dabei mit rund 550 Ärzten und 250 Rettungsassistenten der verschiedenen Standortkliniken und Hilfsorganisationen zusammen. Bisher hat der ADAC als einer der Wegbereiter der Luftrettung in Deutschland und als größter ziviler Anbieter über 250 Millionen Euro in den Ausbau der Luftrettung in Deutschland investiert. Wiking Helicopter Service hat in den vergangenen 37 Jahren mehr als 90 000 Flugstunden unfallfrei geleistet und 43 000 Windenmanöver durchgeführt.

Condor und mexikanische Volaris schließen Partnerschaft

Condor schließt eine Kooperation mit der mexikanischen Fluggesellschaft Volaris zur bequemen Anreise zu neuen Flugzielen in Mexiko. Ab 01. Oktober 2012 können Fluggäste über das Condor Ziel Cancun nach Mexiko City und bald auch nach Guadelajara, Puebla und Toluca fliegen. Die Flüge können ab sofort auf der Condor Website gebucht werden.

„Das Streckennetz von Condor vergrößert sich durch diese Kooperationen mit unseren Partnerairlines auf rund 140 Ziele weltweit“, so Jens Boyd, Leiter Revenue Management & Distribution bei Condor. „Condor bietet ihren Gästen mit Volaris ein wesentlich entspannteres und vor allem Zeit sparendes Reisen nach Mexiko.“

Auf dem Hinflug muss das Gepäck in Cancun entgegengenommen und von den Gästen selbst durch den Zoll gebracht werden. Danach kann das Gepäck am nächsten Schalter der Volaris abgegeben werden, wo die Gäste auch ihre Bordkarte für den Weiterflug erhalten. Auf dem Rückflug wird das Gepäck durchgecheckt, Gäste erhalten ihre Bordkarte am Condor Check-in in Cancun nach der Angabe der Flight-Secure-Daten.

Mexiko City, eines der Ziele, das durch die Kooperation mit Volaris bequemer zu erreichen ist, ist die Hauptstadt Mexikos und von großer kulturerblicher Bedeutung. Im historischen Zentrum findet sich neben der größten und ältesten Kathedrale Amerikas eine Ausgrabungsstätte des früheren Tempelbezirkes von Tenochtitlan, der Hauptstadt des Aztekenreiches. Die „schwimmenden Gärten“ im Stadtteil Xochimilco, bunt bepflanzte Flöße in einem künstlich angelegten Kanalsystem, gehören seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Unweit von Mexiko City liegt die Ruinenstadt Teotihuacán deren berühmtestes Bauwerk, die Sonnenpyramide, 200 v. Chr. entstand und ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Entsprechend ist auch das kulturelle Angebot in Mexiko City mit vielen Museen und einer ausgeprägten Theaterszene.

Neben Flügen in viele Ziele der Karibik bietet Condor mit ihren Partnern Volaris, Copa Airlines und Gol Transportes Aéreos auch eine Vielzahl an Urlaubsdestinationen in Lateinamerika. Zudem umfasst das Condor Angebot durch die Partnerschaft mit Air North und Alaska Airlines/Horizon zahlreiche zusätzliche Ziele in Nordamerika und Hawaii sowie durch den Partner Bangkok Airways viele weitere Ziele in Südostasien.

Die Condor Flugdienst GmbH fliegt ihre Gäste seit 1956 an Ferienziele in der Welt. Sie ist eine 100prozentige Tochter von Thomas Cook, einem der weltweit führenden Reiseveranstalter. Jährlich fliegen über sechs Millionen Passagiere mit Condor in rund 75 Destinationen in Europa, Asien, Afrika und Amerika. Die Flotte der Ferienfluggesellschaft besteht aus 37 modernen und umweltfreundlichen Flugzeugen: Zwölf Airbus A320, ein Airbus A321, dreizehn Boeing 757-300 und elf Boeing 767-300. Alle Boeing-Flugzeuge werden von der Condor Technik GmbH gewartet, die Wartung der Airbus-Flotte führt die Condor Berlin GmbH durch. Beide sind 100-prozentige Töchter der Condor Flugdienst GmbH.

Die Fluggesellschaft Volaris startete 2003 als gemeinsames Projekt von Discovery Americas I und Columbia Equity Partners, die mit TACA Airlines ihre Kompetenzen bündelten, um eine neue Low-Cost-Airline für den mexikanischen Markt aufzubauen, mit dem Ziel, noch mehr Mexikanern Flugreisen zu ermöglichen. Volaris feierte am 13. März 2006 ihren Erstflug von Toluca nach Tijuana. Die Vision sieht vor, "durch das Erschaffen und Leben bester Reiseerfahrungen über sich hinauszuwachsen", wobei Volaris mit den besten Mitarbeitern und niedrigen Kosten mehr Menschen das Reisen ermöglichen will.

Astrium startet Internetportal für Satellitenaufnahmen

GeoStore ist das erste Internetportal, mit dem Bilder der Satelliten Pléiades und SPOT gesucht und bestellt werden können – Astrium Services ist der weltweit einzige Anbieter eines breiten Angebots von Erdbeobachtungsdaten einschließlich Aufnahmen von Pléiades, Europas erstem hochauflösenden zivilen Erdbeobachtungssatelliten.

 

Europas führendes Raumfahrtunternehmen, öffnet das Internetportal GeoStore (www.geostore.com) mit einzigartigen Satellitenaufnahmen. Kunden von Astrium Services können auf dieser Plattform Bilder von Pléiades 1A, Europas erstem hochauflösenden zivilen Erdbeobachtungssatelliten, bestellen und folgen. Es besteht auch die Möglichkeit, aus einem Online-Katalog Pléiades- und SPOT-Aufnahmen der verschiedensten Orte der Welt zu erwerben.

Mit GeoStore gewährt Astrium Services seinen Kunden somit nahezu sofortigen Zugriff auf sehr hochaufgelöste Aufnahmen, die zur Erstellung detaillierter Karten und zur Photointerpretation genutzt werden können. Noch vor dem Start des Satelliten Pléiades 1A im Dezember 2011 hat Astrium Services Direktabnahmeverträge mit drei bedeutenden Geoinformations­dienstleistern – PASCO Corporation in Japan, Beijing Eastdawn Information Technology in China und MacDonaldDeltwitler and Associates (MDA) in Kanada – geschlossen.

Pléiades 1A ist der erste Satellit einer Konstellation aus zwei Erdbeobachtungssatelliten; sein Pléiades 1B wird in den kommenden Monaten ins All starten. Die beiden äußerst leistungsstarken und außergewöhnlich beweglichen zivilen Satelliten liefern Aufnahmen mit einer Auflösung von 50 cm nach Skalierung, decken eine Schwadbreite von 20 km ab und sind in der Lage, im Radius von 1.500 km jeden beliebigen Punkt der Erde anzuvisieren. Pléiades 1A und 1B werden in gleichmäßigem Abstand zueinander denselben Orbit einnehmen, um jeden Tag ein neues Satellitenbild von jedem Ort der Erde aufnehmen zu können.

Pléiades ergänzt das Satellitensystem SPOT; der neueste Satellit dieser Konstellation, SPOT 6, im Spätsommer 2012 im Orbit ausgesetzt werden soll. SPOT 6 und 7 werden bei einer Schwadbreite von 60 km Bilddaten mit einer Auflösung von 1,5 m für die Kartierung sehr großer Bereiche der Erdoberfläche liefern. Pléiades 1A und 1B sowie Spot 6 und 7 verteilen sich nach Operationsbeginn aller Komponenten der Konstellation gleichmäßig um die Erde, so dass Astrium Services ab 2014 international einzigartig aktuellste Satellitenbilder zur zivilen Nutzung bereitstellen kann. Das Unternehmen bietet somit als weltweit erster Betreiber eine umfassende Palette an Erdbeobachtungsdaten von mittlerer bis sehr hoher Auflösung, die von optischen Instrumenten oder durch Radartechnik an Bord seiner Satelliten erfasst wurden.

 

Neuer CEO und neuer COO von Airbus berufen

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Der Aktionärsausschuss von Airbus (Airbus Shareholder Committee) hat Fabrice Brégier zum Vorstandsvorsitzenden (Chief Executive Officer, CEO) von Airbus ernannt. Die Ernennung beruht auf der heute vorangegangenen Bestellung durch den neuen Verwaltungsrat von EADS (Board of Directors).

 

Brégier übernimmt diesen Posten von Tom Enders, jetzt Vorstandsvorsitzender von EADS. Auf Vorschlag von Fabrice Brégier, der vom EADS-Verwaltungsrat gebilligt wurde, hat der Aktionärsausschuss von Airbus zudem Günter Butschek zum Chief Operating Officer (COO) von Airbus ernannt.

Airbus in Farnborough: Deals für 16,9 Mrd. US-Dollar

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Auf der Farnborough International Airshow 2012 verbuchte Airbus Kaufabsichtserklärungen im Wert von rund 16,9 Milliarden US-Dollar für insgesamt 115 Flugzeuge. Die Kaufabsichtserklärungen umfassen Grundsatzvereinbarungen (MoU) für 61 Flugzeuge im Wert von 5,8 Milliarden US-Dollar und Festbestellungen für 54 Flugzeuge im Wert von ca. 11,1 Milliarden US-Dollar.

Die A350-1000 war der große Star der Airshow und erhielt starke Rückendeckung von Cathay Pacific Airways, die zu den weltweit bedeutendsten Airlines gehört. Die Airline erteilte nicht nur eine neue Bestellung über zehn A350-1000, sondern wandelte auch 16 bisherige Bestellungen für die A350-900 in Aufträge für die größere Variante um. Dies entspricht einem Volumen von knapp 4,2 Milliarden US-Dollar. Die von Cathay Pacific bestellten A350-1000 erhalten die optimierten Rolls-Royce Trent XWB-Turbofan-Triebwerke mit 97.000 lbs Schub.

Ein weiterer Star in Farnborough war die A330-Familie, die 10 Festbestellungen im Wert von 2,3 Milliarden US-Dollar der CIT Group auf sich zog. Der Auftrag ist von besonderer Bedeutung, da es der erste für die neu eingeführte A330-Version mit 240 Tonnen Startgewicht ist. Diese Ausführung ermöglicht die Eröffnung neuer Routen und bietet bis zu 400 nm/740 km mehr Reichweite und knapp fünf Tonnen mehr Nutzlast als die heute ausgelieferten A330-Modelle. Darüber hinaus bestellte Synergy Aerospace sechs A330-200-Flugzeuge und drei A330-Frachter. Dadurch erhöhten sich die Kaufabsichtserklärungen für die A330-Familie in Farnborough auf insgesamt 19 Flugzeuge.

Auch die A320-Familie erzielte in Farnborough gute Verkaufserfolge. Airbus nahm für die A320-Familie 86 Kaufabsichtserklärungen im Wert von mehr als 8,4 Milliarden US-Dollar entgegen. Insgesamt wurden 57 Kaufabsichtserklärungen für Flugzeuge der A320-Familie mit der gegenwärtigen Triebswerksoption („CEO“) erteilt. Dies belegt, dass sie weiterhin die Referenzklasse für Flugzeuge mit Standardrumpf ist. So unterzeichnete die China Aircraft Leasing Company (CALC) eine Grundsatzvereinbarung (MoU) für 36 neue Single-Aisle-Flugzeuge der aktuellen A320-Familie, die mit den neuen, treibstoffsparenden Sharklets an den Flügelspitzen ausgerüstet werden können. Ein weiteres „CEO“-Highlight war die Festbestellung von UTair über 20 A321-Flugzeuge im Wert von mehr als 2 Milliarden US-Dollar. Auch die künftige A320neo, für die vor kurzem die Produktion angelaufen ist, bestätigte mit 29 neuen Kaufabsichtserklärungen von Avolon, Middle East Airlines und Arkia Israel Airlines ihre marktführende Stellung in Farnborough.

Fabrice Brégier, Chief Operating Officer von Airbus erklärte: „Wir haben in Farnborough Aufträge von hoher Qualität verbucht und starke Rückendeckung von führenden Kunden für unsere Strategie der kontinuierlichen Innovation und Optimierung unserer Produkte erhalten.“ Er fügte hinzu: „Mit der Ankündigung zum Bau eines A320-Montagewerks in Amerika und in Verbindung mit dem Produktionsbeginn für die A320neo in Toulouse baut Airbus seine weltweit führende Stellung weiter aus.“

Zusätzlich zu den angekündigten Flugzeugbestellungen erweiterte Airbus Customer Services seine weltweite Präsenz durch die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit GMF AeroAsia, der Tochtergesellschaft für Wartung und Instandsetzung von Garuda Indonesia. Im Rahmen dieser zehnjährigen strategischen Partnerschaft wird ein lokales Wartungstrainingszentrum für Airbus-Kunden in der Region aufgebaut. Airbus stellt auch als erster Flugzeughersteller ein innovatives Angebot an iPad „Electronic-Flight-Bag”-Applikationen bereit, mit denen Piloten Flugleistungsdaten auf dem beliebten, leichten Handheld-Gerät verwalten können. Außerdem hat Airbus eine neue Kabineninnovation – das SpaceFlex-Waschraumkonzept – eingeführt. Diese neue Option ist jetzt für die A320-Familie verfügbar und schafft mehr Passagierkomfort und Ertragsfläche in der Kabine.

Weiterhin trat Airbus als Topsponsor der Farnborough Innovation Zone und des „Tag der Zukunft“ (Future’s Day) auf. Die Innovation Zone zeigte inspirierende Forschungs- und Technologieprojekte mit Zukunftsvisionen davon, wie die nachhaltige Luftfahrt im Jahr 2050 und später aussehen könnte. Airbus-Experten sprachen über alternative Energien, Zukunftslösungen und künftige Karriereperspektiven.

EADS plant Einstellung von 1.000 Mitarbeiterinnen

Zur Erhöhung des Frauenanteils in der Belegschaft und auf allen Führungsebenen strebt der Konzern EADS die Einstellung von 1.000 Frauen im Jahr 2012 an. EADS hat sich bereits zu einer Strategie für mehr Vielfalt innerhalb der Belegschaft verpflichtet: Der Konzern möchte bis 2020 den Frauenanteil bei Neueinstellungen auf 25 Prozent und die Anzahl von weiblichen Führungskräften auf 20 Prozent erhöhen. Damit stellt der Konzern sein Engagement in Sachen berufliche Chancengleichheit und Vielfalt unter Beweis.

Anlässlich der Farnborough Airshow unterzeichneten der EADS-Konzern und seine Divisionen – Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter ? die CEO-Charta des UK Resource Centre (UKRC) zur Förderung von Frauen in den Bereichen Naturwissenschaften, Engineering und Technologie. Das UKRC ist eine führende Organisation, die Unternehmen dabei unterstützt, Chancengleichheit und Diversität innerhalb ihrer Strukturen auszubauen. Erreicht werden sollen diese Ziele durch verschiedene Initiativen, beispielsweise spezielle Führungskräfteprogramme wie GROW (Growing Opportunities for Women).

Das UKRC hat bereits mehr als 650 Arbeitgeber und Organisationen zu Themen wie Gleichheitspolitik und -praxis informiert und beraten. Insgesamt beschäftigt und betreut das UKRC mehr als eine Million Menschen in Großbritannien. Die CEO-Charta des UKRC zählt mittlerweile nahezu 200 Unterschriften – darunter von Vertretern neu gegründeter Unternehmen, kleiner und mittelständischer Betriebe sowie Großunternehmen und Trägerorganisationen.

Mit der CEO-Charta des UKRC können Unternehmen das Engagement ihres Top- Managements für mehr Chancengleichheit sichtbar machen. Durch die Unterzeichnung dieser Charta verpflichtet sich EADS, die Erhöhung des Frauenanteils in den Bereichen Naturwissenschaften, Engineering und Technologie zu unterstützen, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern und zu propagieren sowie „Best Practices“ voranzutreiben.

Bereits seit Jahren unterstützt EADS die britische Initiative zur Verbesserung der Wahrnehmung sogenannter MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Ziel ist es, mehr Studenten und insbesondere Studentinnen für diese Fächer zu begeistern und das Personalangebot in diesen Bereichen zu erhöhen.

Airbus und Astrium verfügen beispielsweise über ein Netzwerk von MINT-Botschaftern und -Botschafterinnen. Diese besuchen Schulen und ermutigen Jungen und Mädchen, einen naturwissenschaftlichen oder technischen Beruf zu erlernen. Gleichermaßen ist das Mentoring-Programm des Konzerns stark auf die divisionsübergreifende Förderung weiblicher Nachwuchskräfte ausgerichtet. Der Konzern hat zudem in allen EADS-Heimatländern Netzwerke aufgebaut, in denen 50 bis 200 Frauen gemeinsam mit dem Unternehmen Themen wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Karrierechancen und Wahrnehmung von Frauen am Arbeitsplatz behandeln.

Darüber hinaus wurde 2011 das EADS Diversity Board unter dem Vorsitz von Thierry Baril, Personalvorstand EADS & Airbus zur Förderung der Vielfalt innerhalb der Belegschaft eingerichtet mit dem Ziel, über die bereits bestehenden Diversity-Initiativen hinaus, weitere Wege zur konzernweiten Förderung der Vielfalt zu finden. Der Schwerpunkt der EADS-Diversitätsstrategie liegt unter anderem auf Geschlechter-, Generationen- und sozialer/kultureller Vielfalt.

Neue Möglichkeiten für CFK-Anwendung im Flügel

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Ein Flügelholm mit sinusförmigem Steg aus Kohlenstofffaserverbundstoffen (CFK) wurde von Premium AEROTEC entwickelt und gefertigt und damit eine Anwendungsmöglichkeit für CFK-Materialien im Flügelbau aufgezeigt. Das Bauteil entstand in einem zweijährigen Technologieprojekt in Zusammenarbeit mit Boeing. Einen entsprechenden Demonstrator präsentiert Premium AEROTEC auf der ILA in Berlin (Halle 2, Stand 2405).

Premium AEROTEC war in diesem Projekt für die Analyse, die Konstruktion und die Fertigung des gesamten Demonstrators verantwortlich („Design & Build“). Der Demonstrator im Maßstab 1:1 stellt einen 2,5 Meter langen Abschnitt eines hoch belasteten Flügelholms dar. Die sinuswellenförmige Ausprägung des Stegs erlaubt eine deutliche Reduktion des Bauteilgewichts verglichen mit heute üblichen Holmen mit monolithischen oder diskret versteiften ebenen Stegen.

Die Fertigung des Sinusholms als monolithisches Bauteil im patentierten VAP®-Verfahren in nur einem einzigen Infusionszyklus (One-Shot) erlaubt es, den Übergang vom Flansch zum Steg mit endlosen CFK-Fasern zu verstärken. Da keine diskreten Verbindungselemente wie Bolzen, Doppler oder Klebungen verwendet werden, ermöglicht die von Premium AEROTEC vorgeschlagene Bauweise weitere Gewichtseinsparungen (nach Einschätzung von Premium AERORTEC rund zehn Prozent) verglichen mit anderen Fertigungskonzepten für Sinusholme.

Neben der Gewichtsreduktion an einem solch massiven Strukturbauteil konnte auch die Anzahl der Bauteile sowie der Prozess- und Montageschritte erheblich reduziert werden. Dies bietet erhebliche Vorteile hinsichtlich Fertigungs- und Wartungskosten.
Der Demonstrator zeigt, dass die für den Einsatz in Verkehrsflugzeugen entscheidenden geometrischen und festigkeitsrelevanten Merkmale mit dem VAP®-Verfahren bei hoher Reproduzierbarkeit erfüllt werden können.

Eurocopter startet neue Entwicklungszentren

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Eurocopter, weltweite Nummer Eins am zivilen und halbstaatlichen Hubschraubermarkt, stellt seinen Entwicklungsmitarbeitern modernste Infrastrukturen zur Verfügung. Mit diesem Innovationsprogramm unterstützt das Unternehmen ein Kernelement seiner Gruppen-Vision 2020. Nach dem Start des voraussichtlich Ende 2012 abgeschlossenen Systemhaus-Projekts in Donauwörth läutete Eurocopter heute zudem eine neue Initiative zur Modernisierung und Erweiterung seiner Entwicklungstätigkeit im französischen Marignane offiziell ein. Mithilfe der in diesem Rahmen getätigten Investitionen wird das Unternehmen seine Stellung als Technologieführer weiter festigen.

 

Eurocopter-CEO Dr. Lutz Bertling erklärte: „Unsere Innovationsstrategie war schon immer ausgesprochen ehrgeizig und wird dies auch in den kommenden Jahren bleiben. Damit sichern wir unseren technischen Vorsprung auf unsere Mitbewerber und stärken unsere Marktführerschaft im zivilen und halbstaatlichen Segment spürbar. Unser Ziel ist es, weiterhin in Innovationen und insbesondere in Infrastrukturen zu investieren und unseren Mitarbeitern im Entwicklungsbereich modernste und bedarfsgerechte Anlagen bereitzustellen, mit deren Hilfe sie die Anforderungen an den Hubschrauber von morgen erfolgreich meistern können.“ Am vergangenen Freitag fand in Donauwörth das Richtfest des neuen Entwicklungszentrums statt, das Ende 2012 fertiggestellt werden soll.

Das neue Gebäude für rund 900 Ingenieure mit einer Gesamtfläche von 30.000 m² wird im Rahmen des Systemhaus-Projekts errichtet. Es dient zur Zusammenführung der zur Hubschrauberentwicklung, -produktion, -zulassung und -wartung erforderlichen Ressourcen, Kompetenzen und Anlagen. In diesem Zusammenhang werden außerdem Mitarbeiter, die derzeit am Eurocopter-Standort Ottobrunn bei München beschäftigt sind, im Frühling 2013 nach Donauwörth umziehen. Parallel zum Richtfest in Donauwörth wurde am 13. Juli der Bau eines neuen Entwicklungszentrums in Marignane bestätigt. Das Projekt startete mit der Modernisierung des heute wiedereröffneten Gebäudes „Labogir“ (laboratoire giravion: Mechanikprüfstand für Drehflügler) und dem Bau des neuen Gebäudes „Hélicoptère zéro“ (Prüfstand zur Erprobung von Hubschraubersystemen). Die Fertigstellung ist für April 2013 geplant ist.

Aushängeschild des künftigen Entwicklungszentrums in Marignane wird ein neues Gebäude für 1.000 Personen sein, das ab 2015 insbesondere die neuen Entwicklungsprogramme beherbergen soll. Die Grundsteinlegung erfolgt voraussichtlich im Juli 2013. Zudem wird das Gebäude, in dem sich derzeit das Konstruktionsbüro befindet, modernisiert und ein neuer Bau für Avionikprüfstände errichtet.

Barracuda: Testflüge von unbemanntem Technologieträger

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Cassidian hat mit dem unbemannten Technologie-Demonstrator UAS Barracuda (UAS – Unmanned Aerial System, unbemanntes Flugzeugsystem) auf dem kanadischen Militärflugplatz Goose Bay erfolgreich eine Testflug-Kampagne durchgeführt.

Das autonom fliegende Erprobungssystem absolvierte fünf Testflüge im Juni und Juli 2012 im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms „Agile UAV in Network Centric Environment“ (Agiles unbemanntes Flugzeug in vernetzter Umgebung). Dabei flog der Technologie-Demonstrator Barracuda im Verbund mit einem weiteren unbemannten Flugzeug. Dieses wurde von einem umgerüsteten Learjet simuliert.

„Wingman“ für Learjet

„Mit diesen neuerlichen, erfolgreich durchgeführten Flügen unseres Technologie-Demonstrators für unbemannte Flugsysteme gelang uns, die Entwicklungen für die weltweit erfolgversprechendsten Zukunftsmärkte unserer Branche wieder einen großen Schritt weiter voran zu treiben“, sagte Dr. Stefan Zoller, Cassidian-CEO, nach der sicheren Landung des Erprobungsträgers auf der kanadischen Militärbasis Goose Bay. Die Demonstrationsziel des Tests waren:

  • Ein fortschrittliches, autonom fliegendes unbemanntes Technologie-Demonstratorsystem mit erweiterten Fähigkeiten und mit netzwerkfähigem Datenlink
  • Erster koordinierter Flug zweier unbemannter Jetflugzeuge (Barracuda/ LearJet – simuliert unbemanntes Flugzeug) mit unterschiedlicher Rollenaufteilung zur Verfolgung bewegter Ziele
  • Umfangreiche Flugweg- und Missionsanpassungen im Flug

Die Testflüge, durchgeführt vom Cassidian Barracuda Projektteam, lieferten hierbei wichtige Erkenntnisse über das Fliegen mit mehreren vernetzten UAS und die Rollenaufteilung zwischen den unbemannten Flugzeugen in komplexen Missionsszenarien. Die Rollenaufteilung war jeweils vorgegeben. Die Koordination der beiden UAS erfolgte weitgehend automatisiert. Die Missionen konnten im Missionsgebiet jedoch durch Hochladen von neuen Missionsdaten abgeändert werden. Dazu diente der neue netzwerk-basierte Datenlink. Die Flugversuchsingenieure sendeten sowohl einzelne neue Wegpunkte als auch komplette Missionssegmente von der Bodenstation aus während des Fluges an das UAS, welches diese sofort abflog.

Barracuda: Plattform voller Sensoren

Während der Testkampagne 2012 über der Region Goose Bay in der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador absolvierte der strahlgetriebene unbemannte Erprobungsträger Barracuda wiederum völlig autonome Flüge entlang vorprogrammierter Flugprofile einschließlich automatischer Rollmanöver am Boden. Von der Bodenstation aus wurden die Flugzeuge Barracuda und der, das zweite UAS simulierende Learjet dabei lediglich hinsichtlich der Flugsicherheit überwacht.

Als Technologie-Plattform ist der Demonstrator Barracuda modular aufgebaut und hinsichtlich seiner Konfiguration flexibel ausgelegt, um unterschiedlichste Systeme und Flugprofile erproben und verschiedene Missionsanforderungen darstellen zu können. Das Avionik-System wurde als offene und modulare Struktur entwickelt, was die Einbindung einer Vielzahl von Sensoren und Datenfunkverbindungslösungen in das Trägersystem erleichtert. Es besteht die Möglichkeit, sowohl elektro-optische und Infrarot-Sensoren, Laser-Zielmarkierer, Detektoren für radiomagnetische Strahler (Emitter Locator System – ELS) als auch fortschrittliche Synthetic Aperture Radare – SAR, nach dem Multi-Sensor-Prinzip in der Nutzlastbucht des Barracuda unter zu bringen.

EADS prämiert Zukunftsideen

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Jury gibt diesjährige Gewinner des Schülerwettbewerbs „Ideenflug“ bekannt Zukunftsprojekte zur Luft- und Raumfahrt von Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland eingereicht / Projekt „Properatus 1000“ der Geschwister Lyssia Mavoungou (15) und Lyane-Antonin Mavoungou (17) aus Stuttgart wird von Jury mit 3.000 Euro prämiert / Auszeichnung auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA Berlin Air Show

Um die Luft- und Raumfahrt umweltfreundlicher, effizienter, komfortabler, sicherer und schneller zu machen, braucht es kreative Ideen. Zukunftsideen.

Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern EADS kürte im Rahmen des Schülerwettbewerbs „Ideenflug“ bereits zum dritten Mal hochfliegende Projekte von Jugendlichen im Alter von 12 bis 18. Teams aus ganz Deutschland stellten sich der Entscheidung einer Jury aus Luft- und Raumfahrtexperten, Medienmachern und Lehrern – mit Texten, Fotos, Videos, Präsentationen, Bildern, Grafiken und Modellen.

Dazu Dr. Detlef Müller-Wiesner aus dem Leitungskreis der Forschungs- und Technologieabteilung bei EADS: „Ich bin beeindruckt, wie die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Frage beantworten, wie wir heute und in Zukunft fliegen, sondern sich zunehmend mit gesellschaftlichen Problemen wie dem Lärm und Luftverschmutzung auseinandersetzen. Es ist spannend zu sehen, wie junge Menschen auf andere Lösungen kommen als die Ingenieure in der Industrie.“ Das Team Lyssia Mavoungou und Lyane-Antonin Mavoungou des Wagenburg Gymnasiums Stuttgart ist Gewinner des Ideenflugs 2012.

Jurymitglied Klaus-Peter Willsch, Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzender der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt des Bundestages über den Gewinnerbeitrag: “Das Konzept ‚Properatus 1000‘ ist für mich klarer Gewinner des EADS-Ideenflugs. Die Geschwister Mavoungou haben ein Konzept erarbeitet, das verschiedene aktuelle Themen und Probleme aufgreift. Gerade bei den Ideen zum emissionsarmen Vakuumantrieb habe ich gestaunt, welche Ideen in den Köpfen unserer jungen Wissenschaftler stecken!”

Sonderpreise gehen an: Team Matthias Scheer und Andreas Maier (beide 10. Klasse) des Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham ( Visualisierung/Präsentation). Team Valmire Radi (16), Margarita Marker (14) und Anna Hopster (14) aus Haselünne (Originalität). Einen zusätzlichen Sonderpreis vergab die Jury an das jüngste Team im Wettbewerb: Philipp Bock, Lukas Christl und Janik Duratavic (alle 6. Klasse) vom Apian-Gymnasium in Ingolstadt erforschten ein elektronisches Frühwarnsystem bei Waldbränden.

Die Gesamtsieger aus Stuttgart erhalten für ihre Idee 3.000 Euro Gewinnerprämie. Die Sonderpreise sind mit je 1.000 Euro dotiert. Alle Gewinnerteams werden am 14. September zur ILA Berlin Air Show 2012 nach Berlin eingeladen. Während der ILA wird die offizielle Ehrung der Preisträger stattfinden – als Highlight gibt es für alle Gewinner einen Hubschrauber- Rundflug. Ideenflug ist ein bundesweiter Schülerwettbewerb, der vor drei Jahren von Europas größtem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS initiiert wurde. Das Unternehmen möchte bei Schülern das Interesse an Technik, Informatik und Naturwissenschaften wecken sowie die Faszination der Luft- und Raumfahrt vermitteln – in aktiver Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen in diesem Bereich.

Dr. Ronald Mertz, Leiter der Abteilung Innovation, Forschung, Technologie im Bayrischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie: „Es ist wichtig, die Fantasie anzuregen, und dass sich junge Leute mit der Luft- und Raumfahrt beschäftigen. Wenn Jugendliche durch den Ideenflug für Ingenieurstudiengänge und die Luft- und Raumfahrt gewonnen werden können, hat der Wettbewerb sein wichtigstes Ziel erreicht.“

In der Jury saßen Experten aus der Luft- und Raumfahrt, Politiker, Lehrer, Medienvertreter und eine ehemalige Preisträgerin: Dr. Detlef Müller-Wiesner (Senior Vice President Corporate Technical Office), Klaus-Peter Willsch, MdB (Vorsitzender der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt des deutschen Bundestages), Dr. Ronald Mertz (Leiter der Abteilung Innovation, Forschung, Technologie im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie), Kerstin Schreyer-Stäblein, MdL Bayern (Mitglied des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport des bayerischen Landtages), Stefan Stückl (Ingenieur bei EADS Innovation Works), Jürgen Böhm (Vorsitzender des Realschullehrerverbands), Florian Ehrig (Europäische Studenteninitiative EUROAVIA), Gunter Leinhoss (Verlagsleiter vom Verlag für Kinder- und Jugendkommunikation jungvornweg) und Louisa Seidensticker (Gewinnerin des Sonderpreis Präsentation beim Ideenflug 2011).

Münchner Flughafen feiert seinen 500millionsten Passagier

20 Jahre, zwei Monate und eine Woche nach seiner Inbetriebnahme am 17. Mai 1992 konnte der Flughafen München heute bereits seinen 500millionsten Passagier empfangen. Der Jubiläumsgast traf am Dienstagnachmittag mit einem Airbus A 320 der Deutschen Lufthansa aus Moskau am Münchner Flughafen ein und wurde auf dem Rollfeld mit Blasmusik, Blumen und Präsenten empfangen. Bei der glücklichen Empfängerin dieser Willkommensgrüße handelte es sich um die 43jährige Cathleen Holsman aus München, die mit ihren beiden Kindern Maximilian und Vivienne gerade von einer Urlaubsreise aus Russland zurückkehrte.

Sowohl der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen München GmbH (FMG), Dr. Markus Söder, als auch Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh sowie der Leiter Station und Infrastruktur der Deutschen Lufthansa in München, Burkhard Feuge, hießen den Jubiläumsgast nach seiner Landung willkommen. Von der FMG und Lufthansa erhielt die Münchnerin ein Freiticket für zwei Personen für einen Flug in der Business Class nach New York. Die FMG und ihre Tochtergesellschaften eurotrade und Allresto, die eine Vielzahl von Geschäften und Restaurants am Flughafen München betreiben, spendierten außerdem einen Gutschein über insgesamt 500 Euro zum Shoppen und Schlemmen am Münchner Airport. "Dass unser Flughafen schon zwei Jahrzehnte nach seiner Eröffnung auf ein so eindrucksvolles Passagieraufkommen zurückblicken kann, hätte im Vorfeld der Flughafeneröffnung sicher niemand für möglich gehalten", erklärte Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh. Nach der Inbetriebnahme habe es seinerzeit noch sechseinhalb Jahre gedauert, bis die ersten 100 Millionen Fluggäste in München gestartet oder gelandet seien – mittlerweile würde der Flughafen dafür nur noch zweieinhalb Jahre benötigen. Kerkloh: "Wir werden also nicht bis zum Jahr 2032 warten müssen, bevor die erste Milliarde vollendet wird." Staatsminister Dr. Markus Söder machte darauf aufmerksam, dass mit einem Passagieraufkommen von einer halben Milliarde jetzt schon die Größenordnung der Einwohner sämtlicher EU-Staaten erreicht worden sei. Die heutige Feier, so Söder weiter, sei auch ein Ausdruck des wirtschaftlichen Erfolgs des Münchner Flughafens.

Vier Hubschrauber Tiger für den Einsatz in Afghanistan

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Mit der Übergabe der ersten vier für den Afghanistan-Einsatz optimierten Unterstützungshubschrauber Tiger hat Eurocopter einen bedeutenden Meilenstein in diesem Programm erreicht. Damit ist die Bundeswehr jetzt im Besitz einer kompletten ASGARD-Tranche – eine entscheidende Voraussetzung für eine potentielle Verlegung der Tiger bis Ende des Jahres in das Einsatzgebiet.

 

Die Ende 2011 von Eurocopter und dem Verteidigungsministerium vereinbarten Anpassungen des Unterstützungshubschraubers Tiger im Rahmen des Programms Afghanistan Stabilization German Army Rapid Deployment (ASGARD) enthalten unter anderem Sandfilter, zusätzlichen ballistischen Schutz, Missionsdatenrekorder und erweiterte Kommunikationslösungen für multinationale Einsätze. „Mit dem Tiger steht der Bundeswehr ein ausgesprochen modernes Einsatzsystem zur Verfügung, das in der ASGARD-Konfiguration für Operationen in Afghanistan optimiert ist. Dieser Hubschrauber wird aber auch langfristig die Antworten auf eine Vielzahl möglicher Einsatzszenarien geben“, erklärt Eurocopter-Präsident und CEO Dr. Lutz Bertling.

Seit Juli dieses Jahres wurden insgesamt vier der für Afghanistan neu konfigurierten Maschinen an das Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar übergeben, so dass die Vorbereitungen für einen Einsatz ab Ende 2012 zeitgerecht starten konnten. Die zweite Tranche von erneut vier Hubschraubern wird wie mit der Bundeswehr vereinbart ab Dezember geliefert. Insgesamt hat Eurocopter bisher 93 Tiger ausgeliefert, davon 27 UHT an die Bundeswehr. Die Maschinen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Australien haben insgesamt mehr als 38.350 Flugstunden absolviert. In Afghanistan und Libyen waren die Tiger der französischen Streitkräfte mehr als 3.750 bzw. 250 Stunden im Einsatz.

Eurocopter übergibt leistungsgesteigerte CH53-GA

Bei einem Festakt auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin haben Eurocopter und Bundeswehr heute die Übergabe der ersten Serienmaschine des modernisierten Transporthubschraubers CH-53GA gefeiert. Das Eurocopter-Betreuungszentrum für Bundeswehrhubschrauber ist derzeit beauftragt, 40 CH-53G Transporthubschrauber der Bundeswehr umfassend umzurüsten und sie in der Version CH-53GA für nationale und internationale Einsätze auszustatten. Dadurch erhält die Bundeswehr einen Hubschrauber, der für die Nutzungsdauer bis über das Jahr 2030 hinaus gerüstet ist.

„Die Produktverbesserung der CH-53GA ist ein beeindruckendes Beispiel für die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. Die Anforderungen an die Hubschrauber in zukünftigen Missionen haben wir gemeinsam in die erforderlichen Verbesserungen umgesetzt“, erklärte Ralf Barnscheidt, Mitglied der Geschäftsführung von Eurocopter Deutschland und Leiter des Betreuungszentrums Bundeswehrhubschrauber.

Avionik wie bei Tiger und NH90

„Ich danke allen beteiligten Bereichen, vom Bundesamt für Wehrverwaltung und den Verantwortlichen für die Zulassung bei der Wehrtechnischen Dienststelle 61 über das Waffensystemkommando der Luftwaffe bis hin zu der Heeresfliegerwaffenschule“, so Barnscheidt weiter. Die CH-53GA wurde insbesondere mit modernsten Avionik- und Kommunikationssystemen ausgestattet, die auch auf Einsätze im Verbund mit dem Unterstützungshubschrauber Tiger und dem Transporthubschrauber NH90 abgestimmt sind. Weiterhin können Piloten in Zukunft auf einen Vier-Achsen-Autopiloten einschließlich Schwebeflugautomatik (AFCS/Automatic Flight Control System) zugreifen als auch auf ein modernes Electronic Warfare System (EWS) zum elektronischen Selbstschutz und zur Erkennung von Bedrohungen. Zusätzlich wurde die Navigationsgenauigkeit nach internationalen Instrumentenflugbedingungen sowie die Anzeige- und Bedienelemente (Glas-Cockpit mit 5 MFD) auf den neusten Stand gebracht.

Eurocopter liefert darüber hinaus eine modulare Missionsausstattung, die je nach Mission eingerüstet werden kann. Dazu gehören ein Infrarot-Beobachtungssystem (FLIR – Forward Looking Infrared System), die Satellitenkommunikation (SatCom), sowie zusätzliche Innentanks, die die Reichweite auf bis zu 1.200km erhöhen. Im Zuge der Modifikation werden gleichzeitig die durch Nutzung und Alterung aufgetretenen Schwachstellen der Hubschrauberzelle beseitigt sowie die elektrische Verkabelung erneuert. Durch die moderne Avionikstruktur ist die CH-53GA auch für zukünftige Missionserweiterungen bestens vorbereitet. Insgesamt wird Eurocopter in den kommenden drei Jahren 40 CH-53G in die neue Version CH-53GA umrüsten. Die erste Serienmaschine wurde jetzt vom Bundesamt für Wehrverwaltung, vertreten durch Helmut Richter, an den General der Heeresflieger, Brigadegeneral Reinhard Wolski, zur Einsatzprüfung übergeben. Zudem nahm der General Luftwaffenrüstung, Brigadegeneral Herrmann Muntz, an der Zeremonie teil.

CH-53G noch auf absehbare Zeit elementar

Seit Juli 2012 werden zudem drei Hubschrauber mit vorläufiger Ausrüstung für Schulungseinsätze genutzt. Die CH-53G im Einsatz – nationale und internationale Missionen Der Hubschrauber CH-53G ist seit mehr als 35 Jahren und auf absehbare Zeit das Rückgrat vieler Bundeswehr-Missionen im Ausland und somit extremer Beanspruchung ausgesetzt. Seit seiner Einführung stellt er nicht nur den flexiblen Truppen- und Materialtransport innerhalb des deutschen NATO-Verteidigungsauftrags sicher.

Er fungiert auch seit Beginn der Neunzigerjahre als zentrale Stütze vieler Out-of-Area-Einsätze der Bundeswehr und vieler Einsatzkräfte anderer NATO-Staaten in Krisenregionen vom Kosovo bis Kabul. Auch der Einsatz bei nationalen und internationalen Katastrophen, wie beispielsweise Erdbeben oder Hochwasser stellt ein wesentliches Aufgabenspektrum dar. Mit der CH-53GA wird zeitnah der Bedarf der Bundeswehr an der operativen Erweiterung der Einsatzfähigkeit ihrer Transporthubschrauber für nationale und internationale Missionen sichergestellt.

Betreuungszentrum für fast alle Hubschrauber der Bundeswehr

Das Betreuungszentrum Bundeswehrhubschrauber bei Eurocopter gewährleistet Unterstützungs- und Serviceleistungen für fast alle Hubschraubermuster der deutschen Streitkräfte. Neben technisch-logistischer Unterstützung gehören auch Wartung, Instandsetzung und Überholung, Logistik- und Ersatzteilservice, Ausbildung und Einweisung sowie die Integration von neuen Systemen und Upgrades zum Portfolio. Hauptsitz des Betreuungszentrums ist der Eurocopter-Standort in Donauwörth. Die Mitarbeiter sind aber auch an zahlreichen Bundeswehrstandorten eingesetzt, um den Hubschrauberbetrieb direkt vor Ort zu unterstützen. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Mitarbeiter von 26 auf rund 800 erhöht. Die Teams arbeiten eng mit der Bundeswehr zusammen und sichern den weltweiten Service rund um die Uhr.

ILA 2012 in Berlin: 230.000 Fach- und Privatbesucher

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Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ILA hat bei der Premierenveranstaltung auf dem neuen Messegelände Berlin ExpoCenter Airport eine Punktlandung hingelegt. Mit der größten Beteiligung in der über 100-jährigen Geschichte der ILA zeigten 1.243 Aussteller aus 46 Ländern (2010: 1.153 / 47) eine eindrucksvolle Leistungsschau an High Tech-Produkten aus allen Bereichen der Aerospace-Industrie. Wie bei der letzten ILA informierten sich rund 230.000 Fach- und Privatbesucher, denen im Verlauf der Messe insgesamt 36 Stunden Flugprogramm geboten wurden.

Die Anzahl der Fachbesucher blieb mit 125.000 auf hohem Niveau stabil. 3.600 Medienvertreter aus 65 Ländern berichteten in Wort, Bild und Ton von den Ereignissen der Berlin Air Show und sorgten mit ihrer Berichterstattung für weltweite Publizität.

Die konzeptionelle Erweiterung der ILA um neue Segmente und Themen wie UAS (Unmanned Aircraft Systems) oder „Ökoeffizientes Fliegen“ stießen auf großes Interesse. Im Bereich UAS wurde eine umfassende Produktbandbreite von kleinen unbemannten Systemen bis hin zum unbemannten Großfluggerät für die zivile und militärische Nutzung präsentiert. Industrielle Innovationen und Forschungsprojekte, von Flugzeugsitzen und künftigen Kabinenkonzepten über immer umweltfreundlichere Triebwerke bis hin zu neuen Werkstoffen und alternativen Flugkraftstoffen, stellten die Fähigkeit der Branche bei der Entwicklung umwelt- und klimafreundlicher Luftfahrzeugtechnik dar.

Nutzen und Innovationskraft der Raumfahrt standen im Mittelpunkt des Space Pavilions unter dem Motto „Space for Earth“. Starke Zuwächse verzeichneten das International Suppliers Center (ISC), europäischer Markt-platz für die Zulieferindustrie, und das ILA CareerCenter, die größte Aero-space-Jobbörse Europas. Auch das ILA HeliCenter sowie das „roger Airfield“ für die Allgemeine Luftfahrt boten den Branchenvertretern eine aktuelle Übersicht an Fluggeräten und branchenspezifischen Produkten.

Rund 282 Fluggeräte wurden im Verlauf der Messe am Boden und in der Luft präsentiert, darunter die beiden weltgrößten Verkehrsflugzeuge Airbus A-380 und Boeing 747-8 sowie die Beluga von Airbus, das Transportflugzeug mit dem weltgrößten Ladevolumen. Der weltweit modernste Militärtransporter A-400M wurde im Flugprogramm präsentiert. Als Weltpremieren auf Messen wurden der Eurocopter Hybrid-Demonstrator X3 oder das Solarflugzeug Elektra One Solar gezeigt. Beeindruckende Vorführungen boten erstmals auf der ILA die Nationalstaffeln aus der Türkei und dem Partnerland Polen. Die Bandbreite des Flugprogramms reichte von Traditionsflugzeugen wie einer De Havilland von 1936 bis zu Kampfjets wie Eurofighter, MiG-29 und F-18.

Eröffnet wurde die ILA 2012 von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sowie dem Stellvertretenden Ministerpräsident und Wirtschaftsminister der Republik Polen, Waldemar Pawlak. Veranstaltet wurde die ILA 2010 vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) sowie der Messe Berlin GmbH.

Dietmar Schrick, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI): „Die Rekordbeteiligung und Internationalität unserer diesjährigen Aussteller zeigt, dass wir mit unseren diesjährigen Schwerpunktthemen und neuen Segmenten im Wettbewerb internationaler Luft- und Raumfahrtmessen sehr gut aufgestellt sind. Wir haben während der vergangenen Tage unsere wichtigen Gesprächs- und Geschäftspartner aus Wirtschaft, Politik, Militär, Wissenschaft und Forschung zu Gast gehabt. Unsere Aussteller waren mit der Qualität der Fachbesucher äußerst zufrieden. Der Verlauf der ILA 2012 ist eine gute Basis dafür, die Messe flexibel und den Marktbedürfnissen entsprechend weiterzuentwickeln.“

Raimund Hosch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH: „Für die künftige Vermarktung unseres neues Veranstaltungsgelände war die ILA 2012 ein Auftakt nach Maß. Die kompakte Hallenstruktur mit kurzen Wegen zwischen den Ausstellungssegmenten, die schnelle Erreichbarkeit aus der Innenstadt sowie die Tauglichkeit des Geländes gerade für luftfahrt-affine Veranstaltungen sind sehr gut bei den Ausstel-lern und Besuchern aus aller Welt angekommen. Dies gilt auch für potentielle Veranstalter, die sich das Messegelände im Live-Betrieb der ILA angeschaut haben. Die direkte Anbindung an den Flughafen stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar und macht das ExpoCenter Airport auch für andere Messen und Events aller Branchen hochinteressant.“

ILA 2012 brachte Hauptstadtregion starke wirtschaftliche Impulse

Durch die Ausgaben der auswärtigen Besucher und Aussteller generierte die ILA 2012 nach Berechnungen eines unabhängigen Marktforschungs-institutes einen Kaufkraftzufluss von etwa 190 Millionen Euro für die Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg. Umgerechnet auf die Beschäftigungssituation ergibt sich durch die ILA für die Dauer von zwei Jahren ein Effekt von 2.000 Arbeitsplätzen, die erhalten oder geschaffen werden.

Aussteller erreichten Messeziele in hohem Maße

Die Beteiligungsmotive der Aussteller waren die Darstellung des Unternehmens, die Information des Fachpublikums, das Gewinnen neuer Kunden sowie die Pflege bestehender Kundenbeziehungen. Diese Ziele wurden in hohem Maße erreicht. Weit über die Hälfte der Aussteller sind mit dem geschäftlichen Erfolg ihrer Messebeteiligung zufrieden, mehr als 70 Prozent erwarten darüber hinaus ein sehr gutes bis zufriedenstellendes Nachmessegeschäft. Mit der Teilnahme an der ILA Berlin Air Show insgesamt zeigten sich 87 Prozent der Aussteller zufrieden. Bereits zum Zeitpunkt der Befragung äußerten 86 Prozent der Unternehmensvertreter die Absicht, sich auch an der nächsten ILA Berlin Air Show beteiligen zu wollen.

94 Prozent der Fachbesucher äußerten sich zufrieden

Die meisten Fachbesucher stammten aus den Bereichen „Zivile Luftfahrt“, „Sicherheit und Verteidigung“, „Raumfahrt“, „Dienstleistungen“ sowie „Forschung und Entwicklung“. Die Fachbesucher wollten in erster Linie das Flugprogramm sehen, neue Kontakte knüpfen und sich einen Marktüberblick über das Angebot der Luft- und Raumfahrtindustrie verschaffen. Der überwiegende Teil der ausländischen Fachbesucher stammte aus Europa, vor allem aus Polen, Österreich, Großbritannien und Frankreich, sowie aus Nordamerika und Süd-/Ost- und Zentralasien.

Das geschäftliche Ergebnis ihres Messebesuches insgesamt beurteilten 85 Prozent der Fachbesucher positiv. Darüber hinaus erwartet knapp jeder zweite Fachbesucher ein Nachmessegeschäft aufgrund seiner Messekon-takte. Den Besuch der ILA Berlin Air Show würden vier von fünf Fachbesuchern ihren Kollegen beziehungsweise Geschäftspartnern weiterempfehlen. 88 Prozent planen, auch die nächste Veranstaltung zu besuchen. 94 Prozent der Fachbesucher sind mit ihrem Besuch insgesamt zufrieden.

Privatpublikum begeistert

Das traditionell technik-affine Publikum der ILA äußerte sich mit über-durchschnittlich hohen Zuspruchswerten begeistert über das Angebotsspektrum der Luftfahrzeuge am Boden und in der Luft. Neben der Air Show interessierten sich die Privatbesucher vor allem für einzelne Messeschwerpunkte wie die Raumfahrt, die Bundeswehrbeteiligung sowie den Hubschrauberbereich. Mit entsprechend hohen Werten fallen bei den Privatbesuchern die Empfehlungsbereitschaft sowie die Wiederbesuchsabsicht der ILA aus.

Nächster Termin: 20. Bis 25. Mai 2014

Die ILA 2014 findet vom 20. Bis 25. Mai 2014 auf dem Berlin ExpoCenter Airport statt.

Fraport Energy Award für Energiesparprojekte verliehen

Mit der erstmaligen Verleihung des so genannten Fraport Energy Awards hat die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens am Standort ansässige Unternehmen für erfolgreiche und überzeugende Energiesparprojekte ausgezeichnet: Für die neuartige und hocheffiziente LED-Beleuchtung des im Februar eröffneten Parkhauses der Büro-, Hotel- und Einzelhandelsimmobilie „THE SQUAIRE“ erhielt dessen Errichter und Betreiber – die IVG THE SQUAIRE Parking GmbH & Co. KG – in der Kategorie „Innovation“ den mit 5.000 Euro dotierten Preis.

Sieger in der Kategorie „Highest Savings“ war das Catering-Unternehmen LSG Sky Chefs Frankfurt International GmbH, das mit einem softwarebasierten Energiemanagementsystem seinen Energieverbrauch in der Produktion in einem Jahr um mehr als 500.000 Kilowattstunden senken konnte.
Die Fraport AG hatte gemeinsam mit der Energy Air GmbH – die Fraport-Tochter ist für die Energieversorgung von rund 400 Unternehmen am Airport verantwortlich – erstmals ihre externen Energiekunden dazu aufgerufen, im Rahmen des Energy Awards Energieeffizienzprojekte einzureichen. Der Flughafenbetreiber setzt damit gegenüber seinen externen Partnern bewusst Anreize für Energieeinsparungen und unterstützt damit das in seinem Nachhaltigkeitsprogramm formulierte Ziel, nicht nur den CO2-Ausstoß des eigenen Unternehmens, sondern auch jenen von Dritten am Flughafen zu reduzieren.

Frankfurter OB Peter Feldmann im Fraport-Aufsichtsrat

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Das zuständige Registergericht der Stadt Frankfurt am Main hat mit dem heutigen Tag den Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Peter Feldmann, in den Aufsichtsrat der Fraport AG bestellt. Feldmann übernimmt das Mandat von Jutta Ebeling, das die ehemalige Bürgermeisterin der Stadt zum 31. August dieses Jahres niedergelegt hatte. Das Mandat gilt zunächst bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2013.

Die Bestellung Feldmanns wurde nach Zustimmung der beiden Mehrheitseigentümer der Fraport AG, des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt, von der Flughafenbetreiber-Gesellschaft beantragt. Deren Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte heißt das neue Mitglied im Kontrollgremium willkommen: „Wir danken Frau Ebeling für ihr Engagement und freuen uns auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt im Aufsichtsrat der Fraport AG."

ILA-Berlin: Tagesbericht 15. September 2012

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Bis zu 9 g – das Neunfache des eigenen Körpergewichts – beträgt die Belastung, der Major Pjotr Iwaszko ausgesetzt ist, wenn er den ILA-Besuchern die polnische MiG-29 vorführt. Zwischen 260 und 833 Kilometern pro Stunde variiert die Geschwindigkeit des zweistrahligen Kampfjets während der rund siebenminütigen Show, die bei gutem Wetter in einer Höhe zwischen 180 und 1.500 Metern geflogen wird. Iwaszko, der auf eine Erfahrung von rund 1.100 Flugstunden zurückblicken kann, ist einer der wenigen Kampfpiloten seiner Einheit, die eine Zusatzausbildung für Displayflüge absolviert haben.

Er demonstriert seit drei Jahren die Leistungsfähigkeit der in Russland gebauten MiG-29 auf nationalen und internationalen Air Shows. Seine Einheit ist die 23. Taktische Luftwaffenbasis der polnischen Luftwaffe, die sich in Minsk Mazowiecki östlich von Warschau befindet. Alle Flugzeuge der Truppe sind nach polnischen Militärpiloten benannt, die sich im Zweiten Weltkrieg besonders verdient gemacht haben, und tragen deren Portraits am Leitwerk.

Space Liner: In 90 Minuten von Europa nach Australien

Ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben ein revolutionäres Flugkonzept entwickelt: Passagiere sollen in einigen Jahrzenten auf Langstrecken mit einem Hyperschallgleiter an der Grenze zum Weltraum fliegen. Im SpaceLiner wäre die Reise von Europa nach Australien nur noch ein Kurztrip von 90 Minuten. Das Konzept des SpaceLiner basiert auf einem umweltfreundlichen CO2-freien Raketentriebwerk, angetrieben mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff. Das Triebwerk beschleunigt den Jet in unter zehn Minuten auf das etwa 25-fache der Schallgeschwindigkeit in 80 Kilometern Höhe. Nach Brennschluss wird der Raketenbooster abgetrennt und der SpaceLiner geht bis zu seinem Ziel in den Gleitflug über. Ein Modell sowie eine Video-Animation des SpaceLiner erlauben einen Blick auf das Fliegen von Übermorgen am Messestand des DLR. Kontakt: Falk Dambowsky,
Telefon: +49 (0) 173 5372666, E-Mail: Falk.Dambowsky@dlr.de, Ort: Halle 4, Stand 4301, Exponat 02

Thementag: Fliegen lernen auf dem roger Airfield

Selber Fliegen, einmal Pilot sein oder sogar beruflich ins Cockpit steigen – nur drei Facetten des heutigen Thementages auf dem „roger Airfield„. Egal ob das Ziel eine Fluglizenz für das schönste Hobby der Welt ist oder am Ende eine Berufspilotenlizenz für den Jumbo-Jet stehen soll: Jeder Pilot fängt klein an und lernt auf einem Privatflugzeug. Heute stehen explizit zwei Ausbildungsunternehmen für die Privat- und Berufspilotenlizenz auf dem „roger Airfield“ für Gespräche zur Verfügung. Die beiden Firmen „Flugschule Ardex“ aus Brandenburg und „Verkehrspilotenschule VPS“ vom Flughafen Schönefeld präsentieren sich mit jeweils einem Ausbildungsflugzeug, das auch hautnah im Cockpit besichtigt werden kann. Beide Flugschulen freuen sich auf spannende Gespräche auf dem „roger Airfield“. Kontakt: Jens Rosenow, Telefon: 0172 3939 828, jr@rogerairfield.com, Bildmaterial ab morgen unter www.rogerairfield.com

Liebherr zeigt Modell des A350-Bugfahrwerks

Ein Modell des Bugfahrwerks für den neuen Airbus A350 XWB in Originalgröße beherrscht den Messestand des Flugzeugausrüsters Liebherr-Aerospace. Es ist das größte Fahrwerk, das die Firma jemals entwickelt und gebaut hat. Gezeigt werden ferner Komponenten für das Landeklappen-Vorflügelsystem des A350 und für das Triebwerk-Abzapfluftsystem der Boeing 747-8. Als Innovation präsentiert Liebherr einen motorgetriebenen Turbokompressor, der bei der Entwicklung künftiger Flugzeuge die Verwendung von Zapfluft aus den Triebwerken überflüssig macht. Kontakt: Ute Braam, Telefon: +49 (0) 8381 464403, E-Mail: ute.braam@Liebherr.com, Ort: Halle 2, Stand 2201

„Willfire 2012“ geht in die nächste Runde

Nach der erfolgreichen Premiere am vergangenen Donnerstag bereitet sich die Bundeswehr auf weitere, eindrucksvolle Flugvorführungen vor. So werden die Streitkräfte am Sonntag, neben täglichen Solo-Displays des Kampflugzeuges EADS Eurofighter und des Militärhubschraubers Sikorsky CH-53, in der gemeinsamen Fähigkeitsdarstellung „Willfire 2012“ das Zusammenspiel von militärischen Kräften demonstrieren. In der etwa 20-minütigen Vorführung wird die Anlandung und Aufnahme eines FAC (Forward Air Controller) sowie dessen Absicherung aus der Luft dargestellt. Beteiligt sind die Waffensysteme Eurofighter, Tornado, Phantom, CH-53, Transall und A310 MRTT (Multi Role Transport Tanker). Abgerundet wird die gemeinsame Fähigkeitsdarstellung durch eine simulierte Luftbetankung von Eurofighter und Tornado. Das Static Display der Bundeswehr wird ab heute durch einen Airbus A319 CJ der Flugbereitschaft BMVg ergänzt. Dieses Regierungsflugzeug nutzt die Luftwaffe zur Transportunterstützung im politisch-parlamentarischen Bereich. Kontakt: Oberstleutnant Kai Gudenoge, Telefon: +49 (0) 151 14626012, Pressezentrum Halle 5

IABG: streitkräfteübergreifendes Training mit Partnerland Polen

IABG, führendes europäisches Technologieunternehmen aus Ottobrunn, zeigt auf der ILA die Live-Vernetzung von Simulationen, die gemeinsames Training von verschiedenen Orten der Welt aus ermöglicht. Da weltweit immer häufiger multinationale Einsatzszenarien zum Tragen kommen, ist auch das gemeinsame Üben von Verfahren nötig. IABG zeigt seine Kompetenz live auf der ILA bei einer vernetzten Kampfflug-Simulation. Gemeinsam mit dem Air Force Institute of Technology (AFIT) aus Warschau wird dabei ein kompakter Simulator am Stand der IABG mit einem polnischen F-16-Simulator gekoppelt. Neben der möglichen Vernetzung zeigt die IABG auch Einsatzmöglichkeiten der präsentierten Systeme zum Beispiel zum Training von Piloten unbemannter Flugkörper. Kontakt: Monika Peters, Telefon: +49 (0) 171 735 95 65, E-Mail: peters@iabg.de, Ort: Halle 2, Stand 2403

SPACE hilft, die Lieferkette zu stärken

Der gewaltige Auftragsbestand zwingt die Hersteller Airbus und Boeing dazu, immer mehr Flugzeuge im Monat zu produzieren. Für die gesamte Lieferkette bedeutet das in den kommenden Jahren eine Erhöhung der Fertigungsraten um rund 40 Prozent. Gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen im zweiten und dritten Glied kommen da bisweilen an ihre Grenzen. Die großen Hersteller haben daher die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung der Wertschöpfungskette erkannt und die europäische Organisation SPACE (Supply Chain Progress towards Aeronautical Community Excellence) gegründet, die den Firmen mit internen und externer Experten zur Seite steht. Nachdem in Frankreich mit solchen Performance Projekten die Effizienz von mehr als 50 kleinen und mittleren Unternehmen bereits um bis zu 30 Prozent gesteigert werden konnte, hat man jetzt damit begonnen, mit Unterstützung des BDLI sowie der regionalen Luftfahrtverbände und -cluster auch in Deutschland eine SPACE Community aufzubauen, berichtete Norbert Schröder, SPACE-Repräsentant für die Bundesrepublik, auf der ILA. Kontakt: Norbert Schröder, Telefon: +49 (0) 176 56287688, E-Mail: norbert.schroeder@space-aero.org, Ort: Chalet West 18/19

Elektra One: Minimaler Energieeinsatz auch bei starkem Wind

Besondere ILA-Attraktionen im Bereich Ökoeffizienz sind die beiden elektrischen Leichtflugzeuge Elektra One Solar und Elias der Firma von PC-Aero und ihrer Kooperationspartner. Bei nur wenig über 100 Kilogramm Leermasse und maximal 16 kW Leistung des kleinen Elektroantriebs ist Anfälligkeit für starken Wind und bei Turbulenzen zu vermuten. Und doch flog Testpilot Norbert Lorenzen das Flugzeug am Freitag auch bei bis zu mehr als 50 Stundenkilometer starkem Wind. „Es ist faszinierend, wie wenig Leistung für sehr gute Flugleistungen erforderlich ist“, sagte Lorenzen, hauptberuflich Fluglehrer mit über 10.000 Flugstunden und Inhaber einer Flugschule im bayerischen Landshut. „Vor allem begeistert mich aber die große Laufruhe – es ist ähnlich wie bei einem Turbinenantrieb.“ Kontakt: Calin Gologan, Telefon: +49 (0) 176 234 114 91, E-Mail: calin.gologan@pc-aero.de, Ort: Display S 4

30 Millionen Euro locken 50 Deutsche auf den Mond

„Fly me to the moon“ können jene fünfzig Deutsche singen, wenn ihr Traum wahr wird: Die Reise zum Mond, mit der sie dreißig Millionen Euro gewinnen. So viel Geld hat Suchmaschinenbetreiber Google im Wettbewerb „Lunar X Prize“ für jenen All-Amateur ausgelobt, dem es gelingt, Bilder vom Mond zur Erde zu funken. Also haben sich vom Baumarktverkäufer bis zum Cern-Wissenschaftler Mondsüchtige zur Gruppe der „Part-Time-Scientists“ zusammengefunden, der noch weitere fünfzig Teilnehmer aus anderen Ländern angehören. Via Internet stimmen sie den Bau von Landefähre und Roboterfahrzeug ab, das die Bilder vom Mond zur Erde funken soll. Mit der russischen Raumfahrtagentur werde bereits über den Transport in einer Dnepr-Rakete verhandelt. Kosten der Mission: Mehr als zwanzig Millionen Euro, finanziert von bereits interessierten Unternehmen, die als Gegenleistung Werbung auf dem Mond machen dürfen. Angst vorm Scheitern haben die Teilzeit-Wissenschaftler nicht. Sie halten es mit Charles Lindbergh, der vor seinem Transatlantikflug gesagt haben soll: Unmögliches gibt es für mich nicht. Kontakt: Karsten Becker, Telefon: +49 (0)177 8453268, E-Mail kb@ptscientists.com; Ort: Halle 4, Stand 4407

Drohnen für den Hausgebrauch

Während auf dem Freigelände der ILA Drohnen gezeigt werden, die Millionen kosten, fliegt in Halle 3 die nur 800 Euro günstige Alternative: Eine metallbedampfte Plastikhülle, die an einen Kinderballon erinnert, gefüllt mit 100 Litern Helium und gesteuert von vier ferngelenkten Mini-Motoren, je zwei zum Heben und Senken sowie Fahren. Am Gestänge ist eine Kamera befestigt, die Bilder auf den Computerbildschirm überträgt. Ihre Erbauer, Studenten vom Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig, haben damit bei einem Wettbewerb für Fluggerätebau in den USA den ersten Preis gewonnen. Mit viertausend Euro immer noch ein Schnäppchen ist ihre Drohne mit Autopilot. Die Flugstrecke wird via Google-Maps und einer Open-Source-Software programmiert. Erste Kaufinteressenten gibt es bereits: Ein Forstwirt plant, mit der Drohne den Borkenkäfer zu jagen, ein Bauer möchte damit seine Felder abfliegen, um zu sehen, wo er wässern muss, und ein Viehzüchter aus Afrika will seine Herden mit der Drohne statt aus der Cessna überwachen. Kontakt: Lukas Riedel, Telefon: +49 (0)176 21854073, E-Mail info@akamav.de; Ort: Halle 3, Stand 3505e

DLR zeigt, wie Fliegen sparsamer wird

Sprit sparen im Luftverkehr ist das große Thema der Zukunft. Auf der ILA zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), wohin die Reise geht. So wurde in einem Versuch auf dem Frankfurter Flughafen nachgewiesen, dass durch ein computergestütztes Vorfeld-Management die Flugzeug-Rollzeiten um fünf Minuten verkürzt werden können, was zu einer Kerosin-Einsparung von jährlich 30.000 Tonnen führt! Würden Brennstoffzellen in Flugzeugen eingebaut, könnten deren Sprit fressende und laute Turbinen zur Versorgung der Bordelektronik oder Klimaanlage am Boden abgeschaltet werden. Die Piloten würden erst kurz vor der Startbahn die Turbinen anschalten, was ebenfalls zu weniger Lärmbelastung rund um den Airport führen würde. Sogar in der Luft könnten Brennstoffzellen das Notstromaggregat des Flugzeugs ersetzen. Auch Lärm kann deutlich reduziert werden. Das DLR zeigt auf der ILA sogenannte Hochauftriebshilfen für Tragflächen, die Flugzeuge schneller abheben lassen und damit weniger Lärm erzeugen. Auch der Anflug könnte leiser werden. Durch eine Staffelung ähnlich dem Reißverschlussverfahren im Straßenverkehr, könnte das Landeverfahren optimiert und der Lärm für Anwohner reduziert werden. Wäre zudem der Anflugwinkel nur 0,5 Grad steiler als bisher, was kein Passagier merken würde, könnte ebenfalls Sprit gespart und weniger Lärm erzeugt werden, weil die Flugzeuge auf kürzeren Wegen ans Ziel gelangen. Kontakt: Andreas Schütz, Telefon: +49 (0)171 3126466, E-Mail andreas.schuetz@dlr.de; Ort: Halle 4, Stand 4000

Fraunhofer-Flugzeugsitz sorgt für individuelles Klima an Bord

Ein Flugzeug, in dem jeder Passagier Temperatur und Luftzufuhr an seinem Platz selbst bestimmt, ist keine Utopie mehr. Auf der ILA präsentieren die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Valley einen Flugzeugsitz, der das ermöglicht. Gemeinsam mit neun Partnern aus Hochschule und Luftfahrtindustrie arbeiten sie derzeit im Rahmen des EU-finanzierten Forschungsprojektes iSPACE an den entsprechenden Technologien. Dazu gehören in Arm- und Rückenlehnen integrierte Lufteinlässe, Befeuchtereinheiten sowie Sitzheizung und -ventilation. Halle 3, Stand 3221, Kontakt: Janis Eitner, Telefon: 49 (0) 8024 643203, E-Mail: janis.eitne@ibp.fraunhofer.de

Recaro und Air Berlin beschließen langfristige Partnerschaft

Recaro Aircraft Seating und Air Berlin haben eine langfristige Partnerschaft beschlossen. Danach wird der Hersteller Kurz- und Mittelstreckenflotte der Typen Airbus A320 und Boeing 737 bis Ende 2014 mit ergonomischen Leichtbau-Economy-Sitzen des Modells BL3510 ausstatten. Der Abschluss eines entsprechenden Vertrages wurde auf der ILA bekanntgegeben. „Mit Recaro Aircraft Seating haben wir einen Partner an unserer Seite, der sich durch seine innovativen und komfortablen Sitze auszeichnet“, sagte Thomas Ney, Executive Vice President Guest Experience der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft. „Eine Ausdehnung der Partnerschaft ist auch im Zusammenhang mit den folgenden Flugzeugmodellen Airbus A320 neo und Boeing 737-900 angedacht“, so Recaro-Geschäftsführer Andreas Lindemann. Kontakt: Tanja Cukalac, Telefon: +49 (0) 7071 15652, E-Mail: cukalac@wortwerkstatt.de, Halle 2, Stand 2323

Bundespolizei: Spende für Christiane Herzog-Stiftung

Einen Spendenscheck in Höhe von 2.500 Euro überreichte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Dr. Ole Schröder, am Stand der Bundespolizei-Fliegergruppe im Heli-Center der ILA an Anne von Fallois vom Vorstand der Christiane Herzog-Stiftung, die sich um die Belange an Mukoviszidose erkrankter Kinder und Jugendlicher kümmert. Es handelt sich um den Erlös einer Holzskulptur von Tobias Koch, die von Eurocopter erworben wurde. Seit zehn Jahren stellt der Nieheimer Objektkünstler der Bundespolizei zu jeder ILA ein Kunstwerk für deren Aktion zur Unterstützung der Stiftung zur Verfügung. Darüber hinaus sammeln die Bundespolizei-Flieger an ihrem Stand für die Stiftung und verkaufen Souvenirs zugunsten des guten Zweckes. Kontakt: Markus Beyer-Pollok, Telefon: +49 (0) 30 18681 1072, E-Mail: Markus.BeyerPollok@bmi.bund.de, Ort: Halle 3

Raus auf die Nordsee, rauf in die Schwerelosigkeit

Die ILA erweitert ihr Messegelände – zumindest für kurze Zeit. Dann fliegt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hinaus auf die Nordsee, um ILA-Besuchern dort das Gefühl der Schwerelosigkeit zu vermitteln. In einem umgebauten Airbus A300-ZERO G fliegt der Pilot bis zu einem Winkel von fünfzig Grad eine zur Erdoberfläche geöffnete Parabel. Wird dann die Schubkraft reduziert, herrscht im Flugzeuginneren für 22 Sekunden nahezu Schwerelosigkeit – und die Passagiere schweben wie Astronauten durch die Kabine. Beim Abfangen der Maschine wird die Erdanziehungskraft fast verdoppelt. – Das DLR nutzt diese Parabelflüge für biologische, medizinische und technische Versuche, etwa um zu ergründen, wie unser Gehirn in der Schwerelosigkeit reagiert. Wer keinen der raren vierzig Plätze an Bord des Airbus ergattert, kann den A300-ZERO G am Nachmittag auf dem ILA-Gelände besichtigen. Kontakt: Elisabeth Mittelbach, Telefon: +49 (0)172 2003338, E-Mail elisabeth.mittelbach@dlr.de; Ort: Display S 1

„Studierende müssen ihre Nische entwickeln“

Gut besucht waren die Foren im CareerCenter auf der ILA. So verfolgten zahlreiche interessierte junge Menschen am Freitag eine Podiumsveranstaltung zu den Unterschieden der Studiengänge für Luft- und Raumfahrttechnik an deutschen Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen. Während etwa an den Fachhochschulen stärker praxisbezogen und anwendungsorientiert gelehrt wird, finden Absolventen der eher theoretischen Studiengänge an Universitäten oft Anstellungen in der Grundlagenforschung und Entwicklung. „Wichtig ist es vor allem, dass die Studierenden ihre Nische entwickeln, Erfahrung sammeln und sich spezialisieren“, betonte Testpilot Haakon Schrader, der an der Hochschule Osnabrück als Lehrkraft für besondere Aufgaben tätig ist. Prof. Dr. Richard Degenhardt von der PFH Göttingen verwies darauf, dass es immer besser sei, sich dabei von den eigenen Interessen leiten zu lassen und sich nicht primär an Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren. Der Bedarf an qualifizierten Ingenieuren für Luft- und Raumfahrttechnik, darin waren sich die Vortragenden allesamt einig, ist langfristig groß und die Berufsaussichten sind für junge Menschen mit entsprechenden Abschlüssen sehr gut. Ort: ILA CareerCenter, Halle 7

Interaktives WC-Terminal

Wer schon einmal Langstrecke geflogen ist, kennt diese unangenehme Situation: Schon nach wenigen Stunden nutzt man nur noch ungern die Waschräume. Der BDLI stellt nun auf der ILA eine Studie vor, in der unter anderem dargestellt wird, wie die Sanitärräume der Zukunft aussehen könnten: Ohne Kanten, in denen sich Schmutz festsetzen könnte, mit selbstreinigenden Oberflächen und einem WC-Terminal, das sich automatisch auf die Größe des Nutzers einstellt, weil es erkennt, ob ein Mann oder eine Frau, ein Europäer oder Asiate zum Austreten eintreten. In der Studie über die Zukunft von Fluggastkabinen geht es außerdem um innovative Konzepte für die Bestuhlung, das Gepäck-Management und Kommunikationssysteme. Die am Netzwerk Cabin/Cargo beteiligten Zuliefererfirmen wollen damit ihre Kompetenzen herausstellen und zugleich für Deutschland als Innovationsstandort der Luftfahrtindustrie werben. Kontakt: Christopher Bach, Telefon: +49 (0)30 20614014, E-Mail bach@bdli.de; Ort: Halle 5 Pressezentrum

Mayday steht Flugzeugbesatzungen zur Seite

Hilfe für traumatisierte Flugzeugbesatzungen und deren Angehörige bietet die Stiftung Mayday. Gerade nach Unfällen und kritischen Erlebnissen sind Spezialisten gefragt, die Betroffenen rasche und fachlich hochwertige Unterstützung bieten, wie zum Beispiel psychischen Beistand. Diese Aufgaben werden von der gemeinnützigen Stiftung finanziert. Darum sucht Mayday auch auf der ILA 2012 den Kontakt zu Förderern und Multiplikatoren. „Friend-Raising“ nennt das die Stiftung. Anlass für deren Gründung war der Absturz des sowjetischen Testpiloten Alexander Wjatkin bei einem Abnahmeflug vor der Eröffnung der ILA 1994. Spontan hatten damals Piloten weltweit Spenden für die Hinterbliebenen gesammelt. Kontakt: Hans Rahmann, Telefon: +49 (0)700 77007701, E-Mail info@stiftung-mayday.de, Ort: Halle 3, Stand 3101

Krassnitzer: „AMREF weiß, wie es geht!“

Harald Krassnitzer, österreichischer Schauspieler und bekannt als Wiener Tatort-Kommissar, ist seit Jahren ehrenamtlicher Botschafter der African Medical and Research Foundation (AMREF) und konnte in dieser Funktion auf der ILA am Freitag vom Afrikabeauftragten der Bundeskanzlerin, Günther Nooke, einen 200.000 Euro-Scheck entgegen nehmen. Das Geld stammt aus einer Spendenaktion des Bayerischen Rundfunks. „Ich bin von Afrika infiziert“, bekannte Krassnitzer. Besonders die große Gastfreundschaft der Menschen begeistere ihn bei jedem Besuch. Viel Hilfsarbeit sei hier jedoch noch zu tun, die sich lohne. „Bei AMREF weiß man, wie es geht“, betonte Krassnitzer auf der Veranstaltung. Geholfen werden müsse nicht nur wegen der historischen Verantwortung, sondern auch wegen der Bedeutung des Kontinents für die Zukunft. Dies unterstrich auch Günther Nooke und sagte: „Das Interesse der deutschen Wirtschaft an Afrika könnte noch größer sein, aber die Tendenz ist gut, das Wachstum groß, wenn auch auf niedrigem Niveau.“ Die „Flying Doctors“ von AMREF engagieren sich seit 1957 für eine bessere medizinische Versorgung in Afrika. Dabei arbeitet die Organisation besonders nachhaltig: Weit über 90 Prozent der rund 800 Mitarbeiter sind Einheimische. Kontakt: Barbara Hohl, Telefon: +49 (0)178 6325566, E-Mail b.hohl@amrefgermany.de; Ort: Halle 1, Stand 1201

Insektenjäger säubern Luftraum jetzt auch tagsüber

Speziell für die ILA 2012 legen die Insektenjäger vom Fledermausgeschwader jetzt offensichtlich auch Tagschichten ein, um den Luftraum der stark frequentierten Messehalle 2 insektenfrei zu halten. So wurde am Freitag eine der sonst nur nachtaktiven Fledermäuse mal hoch unter dem Hallendach, mal im halsbrecherisch tiefen Überflug über die Messestände gesichtet. Ob es sich dabei nur um eine Promotion-Aktion oder eine künftig regelmäßig angebotene Dienstleistung handelt, konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden. Ungewöhnlich gut informierte Greise zerstreuten jedoch umgehend das Gerücht, dass ein originell getarnter ferngelenkter Flugkörper (Drohne) zur Aufklärung in geschlossenen Räumen sein Unwesen treibt.
Ort: Halle 2, ganzer Luftraum

Das ILA-Wetter für Sonntag, den 16. September 2012

Es herrscht Hochdruckeinfluss. Nach Auflösung örtlicher, zumeist flacher Bodennebelfelder freundlicher Wechsel zwischen Sonnenschein und lockerer Quellbewölkung. Es bleibt trocken. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest. Es werden 22 bis 23°C erreicht.
Vorschau: Highlights Fluggeräte und Flugprogramm 16. September 2012
(das komplette, tagesaktuelle Flugprogramm erscheint gegen 8.00 Uhr morgens)

10.30 h
Beginn der Flugvorführungen mit kleineren Fluggeräten der Aussteller

11.10 h
Fähigkeitsdemonstration der Luftwaffe „Willfire 2012“: Zwanzigminütige Einsatzvorführung der Bundeswehr mit Eurofighter, Tornado, Phantom, CH-53, Transall und A310 MRTT (Multi Role Transport Tanker), mit dem eine Luftbetankung von Eurofighter und Tornado simuliert wird.

Ab 11.40 h
Airbus A320: Mittelstreckenflugzeug mit markanten, nach oben gebogenen Enden der Tragflächen, die besonders energiesparendes Fliegen ermöglichen.

Eurocopter Tiger: Gepanzerter Kampfhubschrauber; ausgestattet mit einem Filtersystem zum Schutz vor biologischen und chemischen Waffen
Eurocopter X-3: Hybrides Fluggerät aus Hubschrauber und Propellerflugzeug, das sowohl senkrecht starten als auch landen kann und durch die kleineren Rotorblätter besonders schnell ist und wenig Treibstoff verbraucht.
Sikorsky CH-53 G: Vielzweck-Hubschrauber der Bundeswehr für den Transport von Soldaten und Geräten.
Eurofighter Typhoon: Zweistrahliges Kampfflugzeug, sehr manövrierfähig, das auch ohne Nachbrenner Überschallgeschwindigkeit erreicht.
Elektra One Solar und Elektra One Solar elias: ILA-Premiere eines Solarflugzeuges, das seine Antriebsenergie über Solarpanele auf Tragflächen und Rumpf bezieht und mit einem Solarstromakku zur Energieabsicherung bei nicht ausreichender Sonnenstrahlung ausgestattet ist.
S-70i Black Hawk: Transporthubschrauber vom polnischen Sikorsky-Tochterunternehmen PZL Milec; „Hauptdarsteller“ im Film „Black Hawk Down“.
Dornier 228 NG: Zweimotorige Fünf-Blatt-Propeller-Maschine, die auch auf kurzen Pisten starten und landen kann.
Carbon Cub SS: Sportflugzeug aus Carbonfaser mit geringem Abfluggewicht und Treibstoffverbrauch.
Gyrocopter Cavalon: Zweisitziger Tragschrauber mit großer Rundumsicht und bis zu fünf Flugstunden Tankkapazität.

Showgruppen mit historischen Flugzeugen, darunter u.a. zwei Messerschmitt Me 108 (einmotoriges Leichtflugzeug von 1934, für Schulungen und Kurierflüge eingesetzt), Me 109 (einsitziges Tiefdecker-Jagdflugzeug von 1937) und Me 262 (erstes serienmäßiges Düsenkampfflugzeug von 1944), eine North American T-6 Formation (einmotoriges Trainingsflugzeug für Jagdpiloten von 1939), De Havilland DH 84 (zweimotoriger Zivil- und Militärtransporter von 1933), PZL-106 Kruk (einsitziger Agrar-Tiefdecker von 1973), Extra 330 SC (Einmotoriges Kunstflugzeuge von 2010), Dassault Flamant (zweimotoriges Militär- und Schulungsflugzeug von 1948), Giles GB202 (einmotorige Kunstflugmaschine, die als Bausatz ausgeliefert wird), Fouga Magister C (zweistrahliges Schulungsflugzeug von 1952), F4U Corsair (einmotoriges Kampfflugzeug von 1942), Cessna 337 (zweimotoriger Propeller-Schulterdecker von 1963), Douglas DC-6B (viermotoriges Verkehrsflugzeug von 1947),T-28 Trojan (einmototiges Trainingsflugzeug von 1950), Saab Safir (einmotoriger Tiefdecker von 1945).
Kunstflugvorführungen mit Hubschrauber MBB BO 105 (leichter Hubschrauber für Polizei, Militär- und Rettungsdienste von 1970), Christen Egale II (kunstflugfähiges Leichtflugzeug von 1977), Microlight Texan (zweisitziges Ultraleichtflugzeug für Kunstflüge) und den Fallschirmspringern von der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) sowie mit Lady Wing Walker, der 41jährigen deutschen Stuntfrau Peggy Krainz, die als einzige Luftartistin in Kontinentaleuropa auf den Tragflächen eines Doppeldeckers turnt, einer Boeing Stearman E75, die von ihrem Mann gesteuert wird.

15.00 h
Kunstflugvorführung der türkischen Luftwaffe mit der Nationalstaffel Turkish Stars.
F-18: Zweisitziges Kampfflugzeug von Boeing, vorgeflogen von der finnischen Luftwaffe.
MiG-29: Zweisitziges sowjetisches Kampfflugzeug, vorgeflogen von der polnischen Luftwaffe.
Kunstflugvorführungen der zivilen polnischen Grupa Zelazny: Die Piloten fliegen spezielle einmotorige Kunstflugmaschinen des tschechischen Typs Zlin Z-526AFS bzw. Zlin Z-50L.

17.30
Abflug der fliegenden ILA-Besucher