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Leistungsfortschritt am Salzburg Airport Tower

Nachdem am 25. Mai 2012 einer der wichtigsten Meilensteine erreicht wurde und dem Tower am Salzburger Flughafen mit der 47 Tonnen schweren Stahlkanzel eine Krone aufgesetzt wurde ging es mit schnellen Schritten weiter. Bereits am 04. Juni 2012 war es soweit und der Rohbau des modernsten Flugsicherungstowers in Österreich wurde fertiggestellt. Man kann täglich die Baufortschritte des neuen Salzburger Wahrzeichens an der Innsbrucker Bundesstraße beobachten. Der Bau, der im Oktober 2011 begann, wird 14 Millionen Euro kosten und ersetzt den 40 Jahre alten Flugsicherungsturm. Ab dem Frühjahr 2014 wird Austro Control eine topmoderne Infrastruktur mit mehrfach redundanten Flugsicherungssystemen zur Verfügung stehen.

"Seit Oktober letzten Jahres ist bei der Tower-Baustelle am Salzburger Flughafen viel geschehen. Vor unseren Augen entstand in Gleitbauweise Meter für Meter der Rohbau unseres neuen Towers. Nach der technischen Meisterleistung der Kanzelhebung ging es mit schnellen Schritten weiter. Am 04. Juni 2012 konnten wir gemeinsam mit Austro Control und den Bauausführenden die Fertigstellung des Rohbaus feiern. Kurz danach wurde die Gebäudedichte hergestellt, das heißt, dass die Fenster, Dachabdichtung im Sockelgebäude, Verglasungen und die Dachabdichtung am Turmkopf als nächste bauliche Schritte verwirklicht werden konnten. Gleichzeitig wurde mit dem Innenausbau begonnen, der Aufzug eingebaut, Trennwände errichtet und die Arbeiten der Elektrotechnik und Haustechnik wurden begonnen. Die nächsten für die Salzburger Bevölkerung sichtbaren Schritte betreffen vor allem die Alu-Verkleidung der Fassade. Wichtig ist natürlich auch die bauliche Fertigstellung der landseitigen Rohr- und Kabeltrasse und des luftseitigen Kollektorbauwerkes. Auf die baulichen und technischen Leistungen bei Österreichs modernstem Flugsicherungstower können unsere Gesellschafter und unsere Partner von Austro Control stolz sein", so Flughafengeschäftsführer Roland Hermann.

Der neue Tower am Salzburg Airport stellt für die Zukunft sicher, dass die internationalen Sicherheitsstandards weiterhin auf höchstem technischen Niveau gehalten werden können. Die Bedeutung des internationalen Flughafens Salzburg in der gesamten Region und über die Grenzen hinaus wird damit weiter gestärkt. Mit der Implementierung innovativer technischer und baulicher Neuerungen sichert der Flughafen Salzburg auch für die Zukunft die Versorgung der heimischen Tourismusgebiete mit Urlaubern aus der ganzen Welt.

"Der Tower ist sichtbares Zeichen für Fortschritt und ein investives Bekenntnis zur Salzburger Region. Von Mitte August bis zum Jahresende werden die Fassaden des Turmkopfes sowie des Schaftes und des Sockelgebäudes fertiggestellt werden. Begleitend dazu wird das Leergerüst am Schaft des Towers entfernt und der Baukran abgebaut. Der Innenausbau wird parallel dazu vorangetrieben. Auch das Infrastrukturprojekt mit dem Einbau eines Notstromaggregates wird in diesem Zeitraum abgeschlossen. Mit der Errichtung der Außenanlagen (Zufahrt, Parkplatzwiederherstellung, Begrünung,…) rechnen wir ebenfalls bis Ende des Jahres", so Flughafengeschäftsführer Karl Heinz Bohl.

"Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Flugsicherung, Meteorologie, Technik und Luftfahrtagentur werden für ihre verantwortungsvollen Tätigkeiten im neuen Tower optimale Arbeitsbedingungen vorfinden", so Austro Control Vorstandsdirektor Heinz Sommerbauer.

"Die Austro Control Fluglotsinnen und Fluglotsen werden vom neuen Tower aus, unterstützt von modernster Flugsicherungstechnik, den Flugverkehr rund um Salzburg in bewährter Manier sicher und effizient abwickeln", sagt der für den operativen Bereich zuständige Austro Control Vorstand Mag. Johann Zemsky.

Der Tower wird im Frühjahr 2013 an Austro Control übergeben, danach folgt die Implementierung der Flugsicherungssysteme. Zu den technischen Highlights zählen unter anderem das DIFLIS System (Digital Flight Strip System) und neue Sprachvermittlungs- und Sprachaufzeichnungssysteme. Darüber hinaus sorgt eine redundant aufgebaute Energieversorgung dafür, dass sämtliche Systeme zur sicheren Abwicklung des Flugverkehrs ausfallsicher zur Verfügung stehen. Getrennte Brandabschnitte für Datenübertragungs- und –verarbeitungssysteme sind ebenfalls Teil des umfassenden Sicherheitskonzepts.

Der neue Tower Salzburg soll im 1. Quartal 2014 seinen Betrieb aufnehmen.

Erste Daten von MetOp B aus der polaren Umlaufbahn

Vier der Instrumente an Bord des Wettersatelliten MetOp B (AMSU A, ASCAT, MHS und GRAS) wurden diese Woche eingeschaltet und liefern erste Daten. Dies zeigt, dass der kürzlich gestartete MetOp B korrekt funktioniert und auf dem besten Weg ist, nach der sechsmonatigen Einsatzerprobung seinen alternden Vorgänger MetOp A als operationellen Satelliten in der polaren Umlaufbahn zu ersetzen.

 

Bei dem fortschrittlichen Scatterometer (ASCAT) und der Mikrowellen-Feuchtigkeitssonde (MHS) handelt es sich um europäische Innovationen. ASCAT liefert Informationen über oberflächennahe Windgeschwindigkeiten und Windrichtungen über den Ozeanen und Bodenfeuchtigkeit an Land, während MHS unabhängig von der Wetterlage Informationen über die Feuchtigkeit in der Atmosphäre bereitstellt.

Die fortschrittliche Mikrowellensonde (AMSU A) ist ein Instrument, das bereits auf den US-amerikanischen Satelliten der NOAA eingesetzt wurde und Temperatursondierungen in jeder Wetterlage vornimmt.

Feuchtigkeitsmessung aus der Krümmung der GPS-Signale

Darüber hinaus liefert der GNSS-Empfänger für die Sondierung der Atmosphäre (GRAS) Daten zur Erstellung von Atmosphärentemperatur- und feuchtigkeitsprofilen durch Messung der Krümmung von GPS-Signalen auf ihrem Weg durch die Atmosphäre. Gemeinsam mit herkömmlichen und Doppler-Entfernungsmessungen dienen die Daten von GRAS außerdem zur genauen Bestimmung der Umlaufbahn von MetOp B vor und nach dem Drift-Stop-Manöver.

Temperatur- und Feuchtigkeitssondierungen, Winde an der Meeresoberfläche und Bodenfeuchtigkeit sind wesentliche Größen für die numerische Wettervorhersage (NWP), die Grundlage der modernen Meteorologie. Die vom ASCAT vorgenommenen wetterunabhängigen Windmessungen werden weltweit zur Verfolgung von Stürmen in mittleren Breiten und von tropischen Wirbelstürmen eingesetzt.

Die Instrumente tragen außerdem zur Zusammenstellung langfristiger Datensätze bei, die für Klimastudien und Klimaüberwachung notwendig sind.

Die ersten von den europäischen Instrumenten gelieferten Daten sind ein gemeinsamer Erfolg für die ESA, EUMETSAT und die europäische Raumfahrtindustrie. Im Rahmen seiner obligatorischen Programme stützt sich EUMETSAT für die Entwicklung neuer Satelliten und die Beschaffung nachgebauter Satelliten wie MetOp B auf die ESA. Durch diese Form der Zusammenarbeit hat Europa es an die weltweite Spitze im Bereich der satellitengestützten Meteorologie geschafft, da es die Kompetenzen zweier Organisationen optimal nutzt.

MetOp-Satelliten verbesseren numerische Wettervorhersage

Die MetOp-Satelliten sind die ersten operationellen europäischen Wettersatelliten in polarer Umlaufbahn. Sie bilden das Weltraumsegment des polaren EUMETSAT-Systems (EPS) und liefern Daten für die numerische Wettervorhersage – Grundlage der modernen Meteorologie – sowie für die Klima- und Umweltüberwachung.

Die in einer Höhe von 817 km fliegenden MetOp-Satelliten sind jeweils mit denselben hochentwickelten Instrumenten ausgestattet. Sie stellen detaillierte, nur aus der niedrigen Erdumlaufbahn aus erfassbare globale Daten bereit, wie etwa für vertikale Profile der Temperaturen und der Feuchtigkeit in der Atmosphäre, Windgeschwindigkeiten und Windrichtungen über Meeresoberflächen und bestimmte Atmosphären- und Spurengase.

Dank der Beobachtungen von MetOp A sind 10-Tage-Wettervorhersagen deutlich zuverlässiger geworden. Diese Vorhersagen sind von entscheidender Bedeutung, wenn es um den Schutz von Leben und die Begrenzung von Sachschäden geht, und kommen außerdem wetterabhängigen Branchen der europäischen Wirtschaft, insbesondere dem Energie-, Verkehrs-, Bau-, Landwirtschafts- und Tourismussektor, zugute.

Die drei MetOp-Satelliten, deren Starts in größeren Abständen zueinander erfolgen, liefern kontinuierliche Daten bis 2020. Der erste Satellit, MetOp A, wurde 2006 gestartet, der Start des dritten und letzten Satelliten, MetOp C, ist für Ende 2017 geplant.

IJPS-Kooperation mit NOAA

Die ESA ist für die Entwicklung der drei MetOp-Satelliten verantwortlich, wobei sie von EUMETSAT festgelegte Nutzer- und Systemanforderungen erfüllt. Die ESA führt auch die Betriebstätigkeiten für die LEOP-Phase (Start und Einsatzerprobung) durch, während der die Satelliten in ihre polare Umlaufbahn gebracht werden, bevor sie sie zur Einsatzerprobung und weiteren Nutzung an EUMETSAT übergibt.

EUMETSAT entwickelt alle Bodensysteme, die erforderlich sind, um den Nutzern Produkte zu liefern und Dienstleistungen zu erbringen und auf deren sich weiterentwickelnde Bedürfnisse reagieren zu können, übernimmt die Beschaffung aller Startdienste für MetOp sowie den Betrieb des gesamten Systems im Dienste der Nutzer.

Das EPS-Programm ist der europäische Beitrag zum anfänglichen gemeinsamen polaren System (Initial Joint Polar System, IJPS), das gemeinsam mit der amerikanischen Behörde für Ozeane und Atmosphäre (NOAA) unterhalten wird.

Fotos: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

EU vs. Boeing: Antrag auf höchste Sanktion im WTO-Konflikt

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Boeing hat die durch das endgültige WTO-Urteil im März 2012 beanstandete Subventionspraxis nicht beendet und löst somit einen Antrag der EU auf die höchste Sanktion in der Geschichte der WTO aus: 12 Mrd. US-Dollar jährlich.

Die EU hat heute bei der WTO einen Antrag auf die Verhängung von jährlichen Sanktionen in Höhe von 12 Mrd. US-Dollar gestellt, nachdem Boeing die klaren Vorgaben des endgültigen WTO-Urteils vom März 2012 nicht eingehalten hat. Dies ist die höchste WTO-Sanktion, die je angefordert wurde und sie folgt dem schwersten Verlust, den eine Partei in der Geschichte der WTO erlebt hat.

Boeing hatte im März 2012 eine Frist von sechs Monaten zur Umsetzung der Vorgaben des Urteils erhalten. Die WTO hatte die staatlichen und kommunalen Subventionen, die Boeing für jedes seiner aktuellen Zivilflugzeugprogramme erhalten hat, beanstandet. In einem der WTO vorgelegten Antrag wurde aufgezeigt, dass Boeing die Vorgaben des Urteils nicht umgesetzt hat. Mit dieser Nichtumsetzung geht der Fall in die nächste Phase über: Sanktionen nach einer Bestätigung, dass Boeing den Markt weiterhin mit von Steuerzahlern finanzierten Subventionen verzerrt.

„Airbus ist der EU-Kommission dankbar, dass sie Folgemaßnahmen ergreift", sagte Airbus-Sprecherin Maggie Bergsma. „Dies ist jedoch nur der nächste Schritt in einem Handelskonflikt, der 2004 von Boeing begonnen wurde. Boeing hat die jahrzehntelang gewährte staatliche Unterstützung über Jahre bestritten, wurde jedoch schließlich im März mit einem herben Urteil konfrontiert. Wir bedauern, dass Boeing einen Rechtsstreit fortsetzt, der längst im Einvernehmen hätte gelöst werden sollen. Wir haben immer wieder Angebote gemacht, sind aber bereit, den Streit bis zum Ende zu führen, wenn die andere Seite dies so will." Mit dem endgültigen Urteil der WTO im März wurde folgendes gefordert:

Aufhebung von „mindestens 5,3 Mrd. US-Dollar" an Staatsbeihilfen, die Boeing bereits erhalten hat, Streichung weiterer 2 Mrd. US-Dollar an illegalen staatlichen und kommunalen Subventionen, die Boeing im Rahmen der derzeitigen rechtswidrigen Regelung noch erhalten soll, Beendigung aller Forschungszuschüsse des US-Verteidigungsministeriums und der NASA an Boeing, einschließlich Finanzierung, Nutzung staatlicher Einrichtungen durch Boeing und illegaler Übertragung von geistigen Eigentumsrechten an Boeing

Die von der EU geforderte jährliche Sanktion in Höhe von 12 Mrd. US-Dollar gründet sich auf die Bestätigung des WTO-Gremiums, dass die Wirkung der Subventionen angesichts ihres „besonders weitreichenden" Charakters deutlich über den Nennwert der Beihilfen hinausgeht. Beispielsweise wäre Boeing laut der WTO ohne rechtswidrige Subventionen nicht in der Lage gewesen, die B787 einzuführen. Die heutige Forderung widerlegt das Argument von Boeing, dass die WTO-Feststellungen keine relevanten Folgen für Boeing haben werden.

ATV-3 verlässt nach sechs Monaten Raumstation ISS

Fast auf den Tag genau sechs Monate nach seiner Ankunft an der Internationalen Raumstation ISS am 29. März 2012 hat Europas Raumtransporter ATV-3, benannt nach dem bekannten italienischen Physiker Edoardo Amaldi, den Außenposten im All am 28. September 2012 um 23.44 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ; 5.44 p.m. EDT) wieder verlassen.

Ursprünglich war das Abdocken von ATV-3 für vergangenen Dienstagabend vorgesehen. Nach Aussagen der amerikanischen Weltraumbehörde NASA gab es aber eine Fehlermeldung in der Kommunikation zwischen dem Raumtransporter und dem russichen Swesda-Modul der ISS. Hier hatte „Edoardo Amaldi“ seit Ende März angedockt. Bereits am Montag hatten die beiden Flugingenieure Yuri Malenchenko und Aki Hoshide – beide Mitglieder der aktuellen ISS-Expedition 33 – die Beladung von „Edoardo Amaldi“ beendet, die Luken geschlossen und mit den Vorbereitungen für das Abdocken begonnen. Der japanische Astronaut Aki Hoshide hat zudem den so genannten „Re-entry Breakup Recorder“ (REBR) in dem Raumtransporter installiert und aktiviert.

Kleiner Rekorder soll Daten vom Wiedereintritt sammeln

Vor dem Abkopplungsmanöver hat die ISS-Besatzung das ATV mit rund 1.300 Kilogramm trockenen und flüssigen Abfällen beladen, die beim geplanten Wiedereintritt des Transporters am Abend des 02. Oktober 2012 über dem Südpazifik zusammen mit dem ATV verglühen sollen. Mit zwei Bremsmanövern wird das Raumfahrzeug auf seine Wiedereintrittsbahn gebracht. Danach bringen die Steuerdüsen ATV ins Taumeln, damit der Transporter schneller fragmentiert. Um genauere Informationen über die Belastungen des Wiedereintritts zu erhalten, hat das Raumfahrzeug eine Art Flugschreiber an Bord: Der so genannte „Re-entry Breakup Recorder“ (REBR) soll während des Absturzes Daten aufzeichnen.

Der REBR war schon bei der ATV-2-Mission 2011 im Einsatz, konnte allerdings keine Daten übertragen. Für die ATV-3-Mission wurde der Rekorder weiter von den Antriebstanks entfernt platziert, um mögliche Beschädigungen vor dem Zerbrechen des Raumfahrzeugs zu verhindern. „Wenn Edoardo Amaldi am Dienstagabend in die Erdatmosphäre eintritt, aktiviert das System eine Reihe von Minisensoren, die etwa fünf Minuten lang Daten zu Temperatur, Druck und anderen Parametern sammeln“, erklärt Volker Schmid, ATV-Projektleiter beim Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Der REBR besitzt einen integrierten Sender, der die gesammelten Daten dann vor seinem Zerfall zu einem Iridium-Kommunikationssatelliten hochladen soll.“

Das schwerste und komplexeste Raumfahrzeug aus Europa

Das „Automated Transfer Vehicle“ (ATV) ist das schwerste, größte und komplexeste Raumfahrzeug, das bislang in Europa gebaut worden ist: Es wiegt mit Fracht über 20 Tonnen, hat einen Durchmesser von viereinhalb Metern und ist zehn Meter lang. Die entfalteten Solarpanele messen mehr als 22 Meter. 30 Unternehmen aus zehn europäischen Ländern sowie acht Firmen aus Russland und den USA liefern Bauteile und Komponenten für das Raumfahrzeug, das autonom zur ISS navigiert und dort vollautomatisch andockt. Das ATV ist das europäische Versorgungs- und Antriebsraumschiff für die ISS. Im Vergleich zu seinen Vorgängern „Jules Verne“ (2008) und „Johannes Kepler“ (2011) hat Edoardo Amaldi rund 600 Kilogramm zusätzliche Trockenfracht an Bord. Insgesamt hat das dritte ATV 6,8 Tonnen Fracht zur Raumstation gebracht.

Lieferant für Treibstoff, Nahrung, Kleidung und Experimente

Der Raumtransporter hat die Astronauten auf der ISS im vergangenen halben Jahr mit Lebensmitteln, Kleidung, Wasser und Luft, Experimenten und medizinischer Ausstattung versorgt. „Zudem hatte es zirka 3400 Kilogramm Treibstoff für neun ISS-Bahnkorrekturen an Bord. Dadurch konnte die ISS um insgesamt 26 Kilometer angehoben werden“, erklärt DLR-Projektleiter Schmid. Diese Manöver waren ein bis zweimal pro Monat notwendig, um das Abbremsen der ISS durch den Widerstand der Atmosphäre und den damit einhergehenden Höhenverlust auszugleichen.

ATV-3 Edoardo Amaldi ist am 23. März 2012 um 05.34 Mitteleuropäischer Zeit an Bord einer Ariane-5ES-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana zur ISS gestartet. Das ATV-4 – getauft auf den Namen „Albert Einstein“ – soll im April 2013 seine Reise zur Internationalen Raumstation antreten. Der letzte europäische Raumtransporter ATV-5 „Georges Lemaitre“ soll im Jahr 2014 folgen.

Als nächstes Versorgungsraumschiff soll die US-amerikanische Dragon-Kapsel des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX am 7. Oktober 2012 zur Internationalen Raumstation starten.

DLR und THW testen Tragschrauber im Katastrophenschutz

Um in Erdbebengebieten schnell helfen zu können, ist es für die Bergungsmannschaften vor Ort wichtig, sich ein Bild der Schadenslage zu machen. Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Einsatzmöglichkeiten von Tragschraubern für den Katstrophenschutz und Rettungseinsatz untersucht.

Live-Bilder durch Lufterkundung

Dazu unterstützten die Wissenschaftler des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik das THW bei einer Erdbebenübung in der Nähe von Wesel. Mit dem Tragschrauber, einem Drehflügelflugzeug dessen Rotor nur durch die anströmende Luft in Drehung versetzt wird (Autorotation), erkundeten sie die Schadenslage aus der Luft und übermittelten entsprechende Luftbilder an die THW-Einsatzleitung am Boden. Da Tragschrauber ohne Gefahr des Strömungsabrisses sehr langsam fliegen können, eignen sie sich besonders gut für die Lufterkundung.

Per Live-Übertragung wurden Videobilder an die Bodenstation gesendet und hochaufgelöste Fotos der Schadensgebiete direkt aus dem Tragschrauber ins Internet übertragen. So bekamen die „Retter“ des THW schnellstmöglich einen Überblick über die Situation im vermeintlichen Erdbebengebiet und die entsprechende Schadenslage. Die Koordination der Einsatzkräfte konnte angepasst und optimiert werden. „Die Luftbilder aus dem Tragschrauber waren ein sehr effektives Mittel, um einen schnellen Überblick über die Schadenslage zu bekommen und unsere Hilfe entsprechend anzupassen“, sagte Ulf Langemeier, Einsatzleiter der Erdbebenübung.

Zukunftsfähiges Konzept aus den Frühzeiten der Drehflügelflugzeuge

„Tragschrauber waren bereits vor Hubschraubern im Einsatz und weisen einige Eigenschaften auf, die ihren Einsatz heute wieder interessant machen“, erläuterte Prof. Dr. Stefan Levedag vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik. „Sie sind kostengünstig in Anschaffung und Betrieb. Zudem können sehr kurze Start- und Landestrecken bis hin zur Sprungstartfähigkeit realisiert werden“, sagte Levedag weiter. Die Potenziale dieser Technologie sind noch nicht vollständig erschlossen. Neue Ansätze aus Aerodynamik, Faserverbundbauweise und Antriebstechnik werden die Leistungsbandbreite zukünftiger Konfigurationen deutlich erhöhen.

Für das gemeinsame Projekt zwischen THW und DLR ist ab Februar 2013 ein neuer Tragschrauber vom Typ AutoGyro Cavalon für das DLR im Einsatz. Nach Auslieferung wird dieser mit spezieller Kameratechnik zur Lufterkundung ausgerüstet. Es folgen weitere Erprobungsflüge mit dem THW, bei denen die Tauglichkeit des Tragschraubers als Führungs- und Einsatzmittel im täglichen Gebrauch bewertet werden. In einer weiteren Projektphase bildet das DLR dann THW-Einsatzkräfte als Tragschrauberpiloten aus, so dass zukünftig Einsätze in realen Katastrophenszenarien geflogen werden können.

Satellitenkommunikation für Europäische Verteidigung

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Die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) hat mit Astrium einen dreijährigen Vertrag über die Bereitstellung von Satellitenkommunikationskapazität für das europäische Militär unterzeichnet. Dieser Vertrag wird vom neu gegründeten Beschaffungsbüro der EDA, dem ESCPC (europäisches Beschaffungsbüro Satellitenkommunikation), verwaltet.

Astrium Services versorgt die EDA damit weltweit mit Satellitenkommunikation in kommerziellen Frequenzbändern (C, Ku und Ka) für das europäische Militär und mit zugehörigen Mehrwertleistungen einschließlich Vermietung von Terminals, Anchoring- und Backhaul-Diensten weltweit. Das ESCPC ermöglicht den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, ihren Bedarf und ihre Beschaffungsaktivitäten zu koordinieren und zu bündeln und sogar Satellitenkommunikationskapazität untereinander weiterzugeben, wodurch der beste und kostengünstigste Zugang zu Satellitenkommunikationsdiensten gewährleistet ist.

Bis heute haben sich fünf beitragende Mitgliedsstaaten (Frankreich, Italien, Polen, Rumänien und Großbritannien) entschieden, dem ESCPC beizutreten, um Kosten bei der Beschaffung von Satellitenkommunikationsdiensten einzusparen. Astrium Services nutzt seine Expertise in der Bereitstellung von Rund-um-die-Uhr-Satellitenkommunikationsdiensten aus einer Hand, um alle Dienste künftiger Bestellungen der EDA im Namen der beitragenden Mitgliedsstaaten zu verwalten und zu erbringen.

„Als kommerzielles Unternehmen und Pionier bei der Bereitstellung von Militärsatellitenkommunikations-Diensten für Regierungen und Verteidigungsministerien sind wie sehr stolz, der erste Anbieter von kommerzieller Satellitenkommunikation für die Europäische Verteidigungsagentur durch ein derart innovatives Programm zu sein,“ sagte Eric Béranger, CEO von Astrium Services. „Da Astrium Services ein europäisches Unternehmen ist, setzen wir uns mit vollem Engagement dafür ein, einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Verteidigung zu leisten.“

Satellitenkommunikation ist ein wichtiger Faktor bei Einsätzen und verbindet Befehls- und Kontrollsysteme sowie Nachrichten-, Überwachungs-, Zielerfassungs- und Aufklärungssysteme miteinander. Die Nachfrage wächst deutlich, insbesondere durch die weit verbreitete Nutzung von bandbreitenintensiven Anwendungen wie Drohnen (ferngesteuerte Luftfahrtsysteme), die hohe Satellitenkommunikationskapazitäten zur Steuerung und Übertragung von Daten der Sensoren benötigen.

Astrium Services verfügt über eine einzigartige Erfahrung als Anbieter von End-to-End-Satelliten- und Mehrwertdiensten für die weltweite militärische Nutzung. Heute ist Astrium Services einer der innovativsten Anbieter von IP-basierten Satellitenkommunikations­technologien für Bodensegmentlösungen und Telekommunikationsdienste. Astrium Services bietet eine umfassende Auswahl von Frequenzbändern, einschließlich L, C, Ku, Ka, X und UHF, zur Bereitstellung von satellitenbasierten Militärkommunikationsdiensten für einige der anspruchsvollsten Streitkräfte weltweit, einschließlich der Armeen von Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Kanada, der Vereinigten Staaten und der NATO.

Erfolgreicher Probebetrieb an Fraports neuem Flugsteig A-Plus

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An insgesamt acht Tagen im September 2012 haben über 2.000 Testpassagiere den neuen Flugsteig A-Plus auf Herz und Nieren geprüft. Getestet wurden Wegeführung, Sicherheits- und Passkontrollen und Boarding. Die Testpassagiere kamen aus allen Altersklassen und hatten sich vorab per Internet für den Probebetrieb angemeldet.

„Wir konnten in den vergangenen Wochen alle Prozesse, die zur Eröffnung im Tagesgeschäft reibungslos funktionieren müssen, mit den Testpassagieren überprüfen“, sagte Martina Pfeffer, zuständige Leiterin für Kapazitätsmanagement der Terminalanlagen bei Fraport. Der neue Flugsteig wird pünktlich am 10. Oktober eröffnet und damit in den operativen Regelbetrieb übergehen. „Insbesondere die Rückmeldungen der Tester waren sehr wertvoll für den letzten Feinschliff, deshalb auch noch mal ein besonderer Dank an alle Teilnehmer. Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Probebetrieb steht einer Eröffnung des neuen Flugsteigs nun nichts mehr im Weg“, fuhr Pfeffer fort.

Mit der Inbetriebnahme des Flugsteigs A-Plus werden modernste Terminaleinrichtungen und vielfältige Einzelhandels- und Gastronomie-Angebote für bis zu sechs Millionen Passagiere pro Jahr zur Verfügung stehen. Der Erweiterungsbau ist eine von vielen Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Flughafens Frankfurt. Er erweitert das Terminal 1 insgesamt um circa 800 Meter nach Westen und umfasst eine Gesamtfläche von über 185.400 Quadratmetern. Der Flugsteig A-Plus wird über sieben Positionen für Großraumflugzeuge verfügen, davon vier für die A 380 und drei für die A 340-600.

Neubau für die Heli Aviation Training Academy

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Dank sorgfältiger Planung und vielen helfenden Händen ist der Neubau Deutschlands wohl modernster Hubschrauberflugschule planmäßig fertiggestellt. Ab dem 01. Oktober operiert das Heli Aviation Team aus dem neuen Firmenkomplex – der Heli Aviation TRAINING ACADEMY mit Schulungs- und Verwaltungsgebäude sowie einem eigenen Hubschrauberhangar.

Seit Monaten fiebert das Heli Aviation Team dem Umzug in das neue, eigene Firmengebäude entgegen – jetzt ist es soweit. Die TRAINING ACADEMY, mit ihren modernen und lichtdurchfluteten Schulungs- und Verwaltungsräumen, wird derzeit bezogen. Der Schulungs-, Wartungs- und Tagesgeschäftsablauf ist während des Umzugs aber nicht beeinträchtigt.

Ab dem 01. Oktober 2012 ändert sich lediglich die Anschrift der Heli Aviation GmbH, alle bekannten Kommunikationsmittel wie, Mailadressen, Telefonnummern etc. sind während und auch nach dem Umzug gleich bleibend.

Die neue Heli Aviation Anschrift lautet:

Heli Aviation GmbH

Augsburg Airport
Flughafenstraße 19
86169 Augsburg

In verkehrsgünstiger Lage und mit neuester Technologie ausgestattet, bietet Heli Aviation mit ihrer TRAINING ACADEMY beste Lern-, Schulungs- und Arbeitsbedingungen. Die hier geschaffenen räumlichen Voraussetzungen eröffnen unserem Unternehmen neue Perspektiven zum weiteren Ausbau der Geschäftsbereiche sowie Chancen zur Entwicklung neuer Tätigkeitsfelder.

Aussagen unserer Flugschüler, Mitarbeiter und derjenigen die den Firmenkomplex bereits besichtigen konnten sind sehr positiv und nahezu identisch: Eine zukunftsweisende, mit State of the Art Technik ausgestattete Flugschule die mit ihren lichtdurchfluteten Räumlichkeiten für eine freundliche, angenehme Lern- und Lehratmosphäre sorgt. Der Hubschrauberhangar beeindruckt mit seiner Größe, der Licht- und Heiztechnologie auf dem neuesten Stand der Technik und schafft Bedingungen der Extraklasse – für Mitarbeiter und Hubschrauber. Das firmeneigene Restaurant lädt mit der sehr hochwertig ausgestatten Küche und täglich frisch zubereiteten Gerichten jetzt schon zum Essen ein.

Das Heli Aviation Team würde sich freuen, auch Besucher im neuen Firmengebäude begrüßen zu dürfen.

Konkrete Fragen zur Hubschrauberpilotenausbildung in der Heli Aviation TRAINING ACADEMY sowie allgemeine Anfragen rund um das Thema Hubschrauber können gebührenfrei erfragt werden unter der Heli Aviation Hotline 0800 10 99 800 oder per E-Mail über das Kontaktformular.

 

Cessna eröffnet neues Citation Service Center in Valencia

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Die Cessna Aircraft Company feiert die Eröffnung ihres neuen regionalen Citation Service Center in Valencia, Spanien. Das 9.328 Quadratmeter große Gebäude ist am Valencia Airport (ICAO: LEVC) im Osten Spaniens angesiedelt und somit für Citation-Flieger aus West-Europa und Nord-Afrika gut zu erreichen. Das Service Center bietet dabei Kundendienst, umfassende Reparatur, Wartung sowie Ausführung und Abnahme für Ein-Stop Aufenthalte.

Cessna betreibt somit drei Hersteller-eigene Citation Service Center in Europa, neben Valencia auch in Paris, Frankreich und in Prag, Tschecische Republik.

Joe Hepburn, Cessnas Senior Vice President, dazu: „Cessna hat bereits seit langer Zeit umfassenden Support für die europäischen Kunden geleistet, und das schnelle Wachstum der Citation Flotte in der Region auf mehr als 1.000 Flugzeugen führt uns nun zum weiteren Ausbau unseres Support Netwerkes. Das neue Citation Service Center in Valencia wurde in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entworfen und zeigt beispielhaft die neuesten Standards in Sachen Service und Innovationen von Cessna.“

Das Valencia Service Center umfasst 5.800 Quadratmeter im Hangar und 3.500 Quadratmeter Bürofläche sowie gut komfortable Aufenthaltsräume für Crew-Mitglieder.

Cessna betreibt insgesamt 12 werkseigene Citation Service Center in ganz Europa, USA und Singapore. Zum weltweiten Netz gehört auch die ServiceDirect Initiative, in der das Unternehmen 22 mobile Service Units in den USA, Canada und Europa betreibt. Darüberhinaus werden vor-Ort-Hilfe durch Cessnas AOG Go Teams, Air Response Team, HomeService und befristete personelle Unterstützung, geleistet.

„Cessna hat sich weltweit dem umfassenden Endkundendienst verschrieben“, so Hepburn weiter. „Im Mai haben wir unser globales Netzwerk freier authisierter Citation Servicestellen mit der der neuen CFIC in Peking, China erweitert, und arbeiten nun mit Shanghai Hawker Pacific zusammen um sie als weiteres Mitglied dieses Netzwerkes aufzustellen. Im Juli haben wir in einer Partnerschaft mit Bell Helicopter ein Citation Service Center in Singapore eröffnet, und heute feiern wir die Eröffnung unseres dritten Citation Service Centers in Europa. Dabei investieren wir nicht nur in Anlagen, sondern auch in Training und Schulung unserer Teams aus Fachkräften, damit die Besitzer einer Citation dies auch weiterhin als etwas Unübertroffenes erleben.“

THAI bekommt ihren ersten A380

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Thai Airways International (THAI) hat ihren ersten Airbus A380 entgegen genommen und ist die neunte Fluggesellschaft, die das größte und öko-effizienteste Flugzeug der Welt in Dienst stellt. Die Maschine wurde heute von Kiran Rao, dem Executive Vice President Sales and Marketing bei Airbus, an Captain Montree Jumrieng, Executive Vice President Technical von THAI, in Toulouse mit besonderen Feierlichketen übergeben.

THAI hat Bestellungen für sechs A380 aufgegeben, bestückt mit Rolls-Royce Trent 900 Triebwerken. Dabei hat die Airline die Premiumlinie für die Drei-Klassen-Ausstattung, bei insgesamt 507 Sitzplätzen, geordert. Alle Klassen zeichnen sich nun durch ein neues Kabinendesign aus, mit 12 Einzelbereichen in der First Class, 60 vollausfahrbare Schlafsesseln in der Royal Silk Class sowie 435 Sitze in der Economy. Alle Sitze sind mit neuesten on-demand Bord-Entertainment Systemen ausgestattet und stellen Kommunikations- und unterschiedliche Stromanschlüsse bereit.

„Mit der A380 kommt der Royal Orchid Service von THAI auf ein neues Niveau“ so Montree Jumrieng. „In jeder Klasse bieten wir eine neue Dimension des Passagier-Komforts, von neu designten Sitzen bis zum neuesten Unterhaltungssystem. Und mit der leisen und geräumigen Kabine dieses Flugzeugs erhält man in der THAI A380 wahrlich das behaglichste Flugerlebnis.“ Das Flugzeug erhielt von der Airline dann auch den Namen „Si Rattana“, was soviel bedeuet wie Majestätisches Juwel.

„Wir sind außerordentlich stolz, THAI zu unseren neuesten Kunden für den A380 zu zählen“, sagte John Leahy, Verkaufschef bei Airbus. „THAI tritt heute in den Kreis von Welt-Airlines, die den on-board Komfort neu definieren und gleichzeitig noch wirtschaftlicher fliegen. Mit dem A380 ist THAI gut aufgestellt um dem starken Wachstum des Luftverkehrs in der Asien-Pazifik-Region auf kosteneffizienteste Weise zu begegnen.“

THAIs neuer A380 wird den kommerziellen Flugbetrieb Anfang Oktober auf der Route Bangkok – Hong Kong und Bangkok – Singapore aufnehmen. Mit den weiteren Flugzeugen folgen dann Ende des Jahres die Verbindungen nach Frankfurt, gefolgt von Tokyo und Paris Anfang 2013.

Seit seiner ersten In-Dienst-Stellung 2007 hat der A380 alle erwartungen übertroffen, in dem er mehr Passagiere zu geringeren Kosten und weniger Umweltbelastungen transportiert. Die große, leise Kabine und der ruhige Flugbetrieb machten ihn zu einem Liebling bei den Passagieren, die zu höherer Auslastung und Profitabilität auf allen eingesetzten Strecken führte. Der A380 hat eine non-stop Streckenleistung von 8.500 nautischen Meilen oder 15.700 Kilometern. Von Bangkok aus können somit bei voller Ladung alle Ziele in Europa oder den USA ohne Zwischenlandung erreicht werden.

Airbus liefert den 100. in China montierten A320 aus

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Der 100. Airbus der A320-Familie wurde heute von der Airbus A320 Final Assembly Line China (FALC) an Air China übergeben. Die Lieferung aus dem Airbus Tianjin Delivery Centre erfolgte rund drei Jahre nach der ersten Auslieferung am 22. Juni 2009.

 

Der neue A320, angetrieben von IAE V2500-Triebwerken, wird in einem typischen Zwei-Klassen-Layout mit acht Plätzen in der Business Class und 150 in der Economy Class geliefert. Das Flugzeug wird von Shanghai aus auf inländischen Routen in China eingesetzt. Air China betreibt mit nun 93 Maschinen vom Typ A320 eine der größten A320-Flotten in China.

"Wir freuen uns den 100. in Tianjin gebauten A320 an Air China zu übergeben. Die Fluggesellschaft betreibt bereits eine bedeutende Airbus-Flotte und ist einer unserer wertvollsten und langfristig strategischen Kunden", sagte John Leahy, Airbus Verkaufs-Chef. "Wir werden weiterhin für das Vertrauen unserer Kunden in unsere Flugzeuge die beste Qualität und Support bereitstellen, um die höchste Effizenz zu ermöglichen."

Beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao am 31. August auf einer großen Versammlung von rund 1.000 Menschen in Tianjin, wurde die Fertigstellung des 100. A320-Flugzeuges im Airbus Final Assembly Line China (FALC) gefeiert.

Bis heute sind mehr als 700 Maschinen aus der Airbus A320-Familie in China im Einsatz. Dabei wurden an 11 chinesische Kunden Maschinen aus dem Airbus Tianjin Delivery Centre geliefert.

Bis heute wurden mehr als 8.600 Maschinen der A320-Familie verkauft und mehr als 5.200 an über 370 Kunden und Betreiber weltweit ausgeliefert. Damit ist die A320-Familie das weltweit meistverkaufte Verkehrsflugzeug aller Zeiten.

 

BER für Besucher: Ausstieg auf der Start- und Landebahn

Bei den Flughafentouren am Flughafen Berlin Brandenburg erhalten die Teilnehmer künftig die Möglichkeit, an festgelegten Punkten aus dem Bus auszusteigen. Für den Monat Oktober wird bei allen gebuchten Touren ein Ausstieg auf der südlichen Start- und Landebahn mit Blick auf das Vorfeld, das Mainpier und den Tower der Deutschen Flugsicherung angeboten. Die Ausstiegspunkte wechseln monatlich und werden jeweils in der Mitte des Vormonats bekanntgegeben.

Die Flughafentouren führen über das Gelände des BER, über das Vorfeld vorbei am Terminal und dem Tower der Deutschen Flugsicherung. Die Tour „Erlebnis BER“ startet von der airportworld, dem ehemaligen Besucherzentrum des Flughafens Berlin Brandenburg, direkt gegenüber dem S-Bahnhof Flughafen Berlin-Schönefeld. Für Einzelpersonen werden die Touren dienstags, donnerstags, samstags und sonntags angeboten. Für Gruppen können Termine je nach Anfrage vereinbart werden. Die Flughafentour kostet für Einzelpersonen 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Preise für Gruppen werden auf Anfrage mitgeteilt.

Änderungen im Ablauf, z.B. aufgrund von Witterungsbedingungen, bleiben stets vorbehalten.

Die Touren sind beim Besucherdienst des Flughafens Berlin Brandenburg und im Internet buchbar.

Das Besucherzentrum am BER hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt zum Besucherzentrum selbst ist kostenfrei.

Foto: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg

Hamburg: Einschränkung im Betrieb der Start- und Landebahn 05/23 (Langenhorn/Niendorf)

Derzeit ist die Start- und Landebahn 05/23 (Langenhorn/Niendorf) nur eingeschränkt nutzbar, daher wird ein Großteil der Flugbewegungen über die Piste 15/33 (Alsterdorf/Norderstedt) abgewickelt.

Der Grund: Am Startbahnkopf 05 müssen Fugen zwischen den Betonplatten ausgebessert werden, die während der Sanierungsarbeiten im Mai neu gelegt wurden. Die Arbeiten werden schnellst möglichst durchgeführt. Ein Normalbetrieb der Start- und Landebahn 05/23 wird voraussichtlich wieder ab Freitag, den 28. September 2012, 6:00 Uhr möglich sein.

Flughafen Stuttgart lobt Aviation Award 2014 aus

Weniger Lärm, weniger Emissionen, weniger Energieverbrauch – an der Zukunft des Luftverkehrs arbeiten Ingenieure und Wissenschaftler angesichts drohender Ressourcenknappheit unter Hochdruck. Diese Forschungen unterstützt die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) jetzt mit 150.000 Euro, die die Flughafengesellschaft im Rahmen des weltweiten Wettbewerbs „Aviation Award 2014“ ausgeschrieben hat. Das gab Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, bei der heutigen Veranstaltung „Abheben in die Zukunft“ am Flughafen bekannt.

„Der Flughafen Stuttgart setzt mit der Auslobung des Preises ein Zeichen für die Entwicklung neuer umweltfreundlicher Ideen beim Fliegen. Ich wünsche der Flughafengesellschaft, dass sie ihre Bemühungen um einen klima- und umweltschonenderen Luftverkehr konsequent und mit langem Atem weiter verfolgt. Denn gerade der Luftverkehr hat in diesem Bereich noch großes Potenzial“, so der Ministerpräsident. Der „Aviation Award 2014“ richtet sich an Mitarbeiter/innen und Wissenschaftler/innen von Forschungsinstituten, Universitäten, Hochschulen und Industrieunternehmen. Mit dem im Branchenvergleich sehr hoch dotierten Preisgeld sollen Projekte ausgezeichnet werden, die die Erwartungen einer Fachjury an praxisbezogene Lösungen für umweltfreundliches Fliegen erfüllen.

„Wir wollen nicht nur über die Zukunft des Luftverkehrs reden, sondern sie auch aktiv mitgestalten“, sagte Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der FSG. Bei der Veranstaltung „Abheben in die Zukunft“ auf der Südseite des Airports präsentierten sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Stuttgart (DLR), die Universität Stuttgart und der Segelflughersteller Schempp-Hirth mit Flugzeugtypen, an denen zum Thema nachhaltiger Luftverkehr bereits heute geforscht wird. Als ein Höhepunkt des Abends landete Antares DLR-H2, Brennstoffzellenflugzeug des DLR, nahezu geräuschlos auf der Start- und Landebahn des Stuttgarter Airports.

Der Flughafen Stuttgart engagiert sich seit Jahren für Umwelt- und Klimaschutz. „Wir sind ein Unternehmen, dessen Betrieb die Umwelt belastet“, sagte Prof. Georg Fundel. „Gerade deshalb haben wir es uns zum Ziel gesetzt, kontinuierlich leiser, sauberer und effizienter zu werden.“ Als wichtigste Herausforderungen sieht der FSG-Geschäftsführer die Senkung von Lärm- und Schadstoffemissionen sowie den Schutz von Gewässern und Landschaft. Neben kontinuierlichem Umweltmanagement setzt der Flughafen auf innovative Projekte wie die Errichtung zweier insgesamt 10.000 m² großer Solaranlagen (2009 und 2011), den Bau der ersten Wasserstofftankstelle des Landes (2009) oder ein neues Blockheizkraftwerk (2013). Auf die Emissionen ihrer Kunden, der Airlines, hat die FSG jedoch kaum Einfluss. Auch aus diesem Grund fördert die Flughafengesellschaft daher innovative Konzepte, die künftig klimaneutrales Fliegen möglich machen.

Der Wettbewerb „Avation Award 2014“ beginnt am 21. September 2012 und endet im Januar 2014. Die Preisverleihung findet im September 2014 statt. Eine elfköpfige Fachjury, zu der neben Luftfahrtexperten auch Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann zählt, entscheidet über Arbeiten, die eine Verbindung zum Betrieb eines Flughafens, zur Verminderung von Umweltbeeinträchtigungen oder zur Senkung des Treibstoffverbrauchs von Flugzeugen haben. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Projekte praxisnah und gut umsetzbar sind.

Fraport: Abschied von Herbert Mai – Michael Müller neuer Arbeitsdirektor

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Die Fraport AG hat am gestrigen Abend, im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung mit geladenen Gästen, Arbeitsdirektor Herbert Mai nach elfjähriger Vorstandstätigkeit in den Ruhestand verabschiedet. Mai, der Anfang September seinen 65. Geburtstag feierte und dessen Vertrag aus Altersgründen am 30. September ausläuft, verantwortete beim Frankfurter Flughafenbetreiber den strategischen Geschäftsbereich „Handels- und Vermietungsmanagement“ sowie die Zentralbereiche „Nachhaltigkeitsmanagement und Corporate Compliance“ und „Personalserviceleistungen“.

 

Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte würdigte die Verdienste des scheidenden Arbeitsdirektors: „Mit Herbert Mai verliert die Fraport AG eine exzellent vernetzte und beliebte Führungspersönlichkeit, die in den vergangenen elf Jahren maßgeblich zur positiven Entwicklung unseres Unternehmens bei Wahrung der Mitarbeiterinteressen beigetragen hat. Insbesondere die Themen Mitarbeiterzufriedenheit, Berufsausbildung und Mitarbeitergesundheit waren ihm stets eine Herzensangelegenheit. Ich danke Herrn Mai für seine erfolgreiche Arbeit und die stets gute Zusammenarbeit, die vielen guten und abgewogenen Ratschläge, die ich sehr geschätzt habe, und wünsche ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.“

Die Nachfolge als Arbeitsdirektor im Fraport-Vorstand wird Michael Müller (55) antreten. Bereits 1984 trat Müller in die damalige Betreiber-Gesellschaft des Frankfurter Flughafens ein und begleitete verschiedene leitende Funktionen im Personalbereich. 1997 wurde der Diplom-Volkswirt zum Leiter des Bereichs Personalserviceleistungen ernannt, seit 2009 ist er Geschäftsbereichsleiter Bodenverkehrsdienste der Fraport AG.

„Michael Müller verfügt über fast 30 Jahre Flughafenerfahrung und eine breit gefächerte Expertise. Aufgrund seiner Führungskompetenz und seiner vielfältigen Kontakte sowohl in der Region als auch innerhalb des Konzerns sowie zu Betriebsräten und Gewerkschaften ist er die geeignete Besetzung für den Posten des Arbeitsdirektors. Ich wünsche ihm für seine zukünftigen Aufgaben im Vorstand der Fraport AG viel Erfolg“, sagte Mai an die Adresse seines Nachfolgers gerichtet.

Bevor Herbert Mai im April 2001 zum Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Fraport AG bestellt wurde, war er nach einer Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen zunächst Regierungsinspektor beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf. Anschließend folgte eine Tätigkeit für die Gewerkschaft ÖTV in Hessen. Dort war er für verschiedene Aufgaben, unter anderem Mitbestimmung und politische Kontakte, zuständig. Berufsbegleitend absolvierte er die Fachhochschule für Sozialarbeit in Frankfurt am Main. Seit 1982 Landesvorsitzender in Hessen, wurde Herbert Mai 1995 Vorsitzender der ÖTV.

 

DLR testet aktive Lärmminderung beim Fluglärm

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Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben ein neues Verfahren zur Minderung von Triebwerkstönen entwickelt. Es basiert auf dem gezielten Einblasen von Druckluft in das Flugzeugtriebwerk direkt hinter dem Hauptrotor. Das Konzept wurde jetzt erstmals erfolgreich getestet.

In den letzten 40 Jahren reduzierte sich der Fluglärm durch gezielte Anpassungen der Triebwerksbauweise stetig. Dies wurde durch immer größere Triebwerksdurchmesser erreicht, bei denen sich die durchströmende Luft immer weiter verlangsamt. Die physikalischen Grenzen dieses Prinzips, welches auch Treibstoff spart, sind allerdings nahezu erreicht. Jetzt sind innovative Technologien gefragt, um mittels alternativer Methoden die weitgehend ausgereizten Möglichkeiten bei der Lärmreduktion aktueller Triebwerksarchitekturen zu verbessern.

Gegenschall durch Druckluft

Eine viel versprechende Technologie ist die aktive Lärmminderung. „Bei der aktiven Lärmminderung werden Gegenschallquellen zum Unterdrücken der primären Lärmquellen eingesetzt. Bei diesem Prinzip nutzte man bislang Lautsprecher zum Erzeugen eines Gegenschallfelds. In einem Triebwerk – beispielsweise im Einlauf – müsste ein System aus vielen Lautsprechern allerdings extrem robust, langlebig und zuverlässig sein. Überdies bringt die Verwendung von leistungsfähigen Magneten und Verstärkern eine erhebliche Gewichtszunahme des Triebwerks mit entsprechend negativen Auswirkungen auf dessen Effizienz mit sich.“ erklärt der DLR-Triebwerksakustiker Prof. Lars Enghardt.

Die Akustiker des DLR-Instituts für Antriebstechnik entwickelten deshalb in den letzten Jahren ein neuartiges aktives Verfahren zur Minderung von Triebwerkstönen. Es basiert auf dem gezielten Einblasen von Druckluft direkt hinter dem Hauptrotor des Triebwerks, dem sogenannten Fan. Dadurch werden Wechselkräfte auf den nachfolgenden Leitschaufeln angeregt, die bei genau eingestellter Einblasung den aktiven Gegenschall erzeugen. Moderne Triebwerke besitzen bereits ein für viele Zwecke verwendetes Druckluftsystem, das auch hier – auf akustische Anwendungen hin erweitert und adaptiert – zum Einsatz kommen kann. Es würde dann schon die hohen Anforderungen der Luftfahrttechnik auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit erfüllen.

Realistische Testbedingungen

„Das DLR verfügt in Köln mit dem Versuchsverdichter UHBR (Ultra High Bypass Ratio)-Rig über einen leistungsfähigen Modellprüfstand, an dem wir das neue Verfahren an einem realistischen Modell eines Teiltriebwerks demonstriert haben. Die Untersuchungen wurden bei niedrigeren Drehzahlen unter realistischen Landeanflugbedingungen durchgeführt,“ sagt Dr. Eberhard Nicke. Erste Datenanalysen zeigen, dass der laute Ton, der im Fan durch die Interaktion von Rotoren und Statoren entsteht, deutlich leiser wurde. Dafür reichte bereits eine geringe Menge eingeblasener Druckluft aus.

Parallel zu den akustischen Demonstrationsversuchen wurden umfangreiche Detailmessungen zur Strömung im Triebwerksfan und dem Schwingungsverhalten der Fanschaufeln durchgeführt. Um innovative Ideen wie das System zur aktiven Lärmminderung in industrielle Anwendungen zu überführen, ist ein umfangreiches Wissen über die komplexen Strömungsvorgänge innerhalb des Triebwerks notwendig.

Umweltfreundliche, leise und leistungsfähige Triebwerke sind das Ziel der DLR-Antriebsforschung. Innovationen in der Triebwerkskonstruktion entlasten schon heute die Anwohner von Flughäfen. Insgesamt nimmt der Luftverkehr allerdings jedes Jahr zu. Ein weiteres Wachstum der Luftfahrtbranche braucht eine weitere kontinuierliche Verringerung des Fluglärms. Daran arbeitet das DLR-Institut für Antriebstechnik seit vielen Jahren gemeinsam mit seinen industriellen Partnern. Die akustischen und aerodynamischen Forschungsarbeiten im DLR-Institut für Antriebstechnik werden aktuell im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Luftfahrtforschungsprogramms IV weitergeführt.

Neue Kerosin-Pipeline am Frankfurter Flughafen

Eine neue Pipeline erhöht seit heute die Sicherheit der Kerosinversorgung des Frankfurter Flughafens. Die gut 22 Kilometer lange Leitung verläuft vom Tanklager des Mineralölkonzerns BP in Gustavsburg auf direktem Weg zum Tanklager des Flughafens und ist fast 60 Kilometer kürzer als die schon bestehende Verbindung an den Rhein. Neben einer höheren Zuverlässigkeit bedeutet dies auch wesentlich niedrigere Energieaufwendungen für den Kerosintransport.

„Eine zuverlässige Versorgung mit Kerosin ist für den Frankfurter Airport als eines der weltweit größten Luftverkehrsdrehkreuze mit bis zu 1.500 Starts und Landungen am Tag eine der wesentlichen Grundlagen für einen stabilen Flugbetrieb“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte. „Vor diesem Hintergrund bedeutet die neue Pipeline für uns als Flughafenbetreiber vor allem eine gesteigerte Versorgungssicherheit und garantiert auch bei einem künftig weiter zunehmenden Flugbetrieb eine zuverlässige Kraftstoffversorgung.“

Der Frankfurter Flughafen wird ausschließlich über Pipelines mit Kerosin versorgt. Neben den nun zwei Verbindungen zum Tanklager in Gustavsburg existieren außerdem noch eine Leitung zum Tanklager in Raunheim und zwei zum Hafen Kelsterbach. Betreiber der neuen Pipeline ist die zur Dettmer Group in Bremen gehörende Mainline Verwaltungs-GmbH. Sie war auch für den Bau der Leitung verantwortlich.

Akku aufladen und entspannen vor dem Start

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Gestresste Passagiere und Besucher können ihre Batterien bei einem Aufenthalt am Flughafen Stuttgart wieder aufladen: Für ein frisches und entspanntes Aussehen sorgt der Friseursalon Conkav, der nun auch eine Außenlounge mit bequemen Sitzgelegenheiten anbietet. Und auch im Inneren des Flughafens wird ab jetzt nicht nur sprichwörtlich Energie getankt – im öffentlichen Bereich stehen Steckdosen und Sitzgelegenheiten für stromdurstige Smartphone- oder Laptopbesitzer bereit.

Damit die Flughafengäste am Airport Stuttgart ganz und gar entspannen können, richtete der Friseursalon Conkav eine stilvolle und bequeme Außenlounge mit komfortablen Sitzgelegenheiten ein. So wird aus der Wartezeit ein Wellnesserlebnis: Neben einer perfekten Frisur, Make-up oder Maniküre, spenden auch erfrischende Handtücher oder ein kühler Drink neue Dynamik für das nächste Ziel.

Für neue Energie sorgen in Zukunft auch vier neue kostenlose Stromquellen am Flughafen: In Terminal 2, Ebene 3 gibt es im öffentlichen Bereich, neben der Apotheke, vier Steckdosen und Sitzgelegenheiten. Auch im Sicherheitsbereich in Terminal 1, auf der Ebene 3 bei der Raucherlounge und auf Ebene 2 im Ankunftsbereich sowie am Gate 312 auf Ebene 3, können Reisende elektronische Geräte wieder aufladen. So muss auch während einer längeren Reise nicht auf das Tablet, den eReader oder das Smartphone verzichtet werden.

(An-)Reisetipps zum Ferienbeginn am Hamburg Airport

Wenn am 29. September in Hamburg und am 4. Oktober in Schleswig-Holstein die Herbstferien beginnen, herrscht wieder Hochbetrieb am Hamburg Airport. In den ersten fünf Hamburger Ferientagen (inkl. 28. September bis 02. Oktober) starten 978 Flugzeuge mit ca. 111.492 Passagieren vom Hamburg Airport, im letzten Jahr waren es in den ersten fünf Ferientagen 960 Abflüge mit rd. 100.800 Passagieren. Hauptreisetag ist Freitag, der 28. September mit insgesamt 230 Abflügen. Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Urlaubsziele stehen Spanien, Türkei, Griechenland, Ägypten, Italien und Portugal. Aber auch Städtetrips stehen bei den Urlaubern hoch im Kurs, etwa nach Barcelona, Krakau, London, Marseille, Toulouse, Rom, Wien oder Zürich.

Zum Start der Herbstferien erwartet Hamburg Airport eine hohe Nachfrage an Parkplätzen. Zwar stellt der Flughafen zu den rund 12.000 bestehenden Parkplätzen bis zu 3.000 zusätzliche Stellflächen auf verschiedenen Ausweichparkplätzen in der Flughafenumgebung zur Verfügung. Dennoch rechnet der Flughafen damit, dass auch diese zusätzlichen Stellflächen gut ausgelastet sein werden.

Hamburg Airport empfiehlt, bereits im Vorwege einen Parkplatz zu reservieren und die Parkplatzsituation unter www.hamburg-airport.de, Rubrik „An- und Abreise“ während der nächsten Wochen aufmerksam zu verfolgen. Unser Tipp: Bei der Online-Parkplatzreservierung sparen Sie 5 Euro mit dem Onlinereservierungs-gutschein. Während der Herbstferien sollten die Passagiere mehr Zeit für die Parkplatzsuche einplanen. Zudem rät Hamburg Airport, nach Möglichkeit den öffentlichen Nahverkehr und die S-Bahn zu nutzen, um zum Flughafen zu kommen.

Online-Parkplatzreservierung entspannten Reisestart

Für einen entspannten Reisestart sorgt die Online-Parkplatzreservierung. Die Passagiere können ihren Stellplatz bis zu 48 Stunden vor Reisebeginn je nach Verfügbarkeit buchen. Die Buchungsmaske und weitere Informationen sind online unter www.hamburg-airport.de in der Rubrik „An- und Abreise“ zu finden.

Verkehrsinfo

In der Zeit vom 7.9.2012 bis 29.9.2012 um 4 Uhr und vom 7.10.2012 um 22 Uhr bis 19.10.2012 um 4 Uhr werden zudem im Krohnstiegtunnel Bauarbeiten durchgeführt. Dafür wird jeweils eine Tunnelröhre gesperrt, der Verkehr wird im Gegenverkehr durch die jeweils andere Tunnelröhre geführt.

Neu: Kostenloser WLAN- Zugang am Hamburg Airport

Schnell vor dem Abflug wichtige E-Mails auf dem Laptop, Tablet PC oder Smartphone checken, ein Hotel am Flugziel buchen oder die Wartezeit mit dem World Wide Web verkürzen – das ist am Hamburg Airport kostenlos möglich. Passagiere und Besucher können seit Anfang des Jahres vom Flughafen Hamburg eine Stunde lang den kostenlosen WLAN-Service von mobilcom-debitel, Deutschlands größten netzunabhängigen Telekommunikationsanbieter, nutzen. „SMS and fly”

Ein weiterer, bewährter Service ist der kostenlose SMS and Fly-Service, der sowohl für Passagiere als auch für Abholer gleichermaßen interessant ist. Sie erhalten die jeweils aktuellsten Informationen beispielsweise zu Abflug- und Ankunftszeiten für ihren registrierten Flug direkt per SMS auf ihr Handy. Mehr Informationen und Registrierung unter www.hamburg-airport.de.

Vorabend-Check-in verkürzt die Wartezeit am Flughafen

Schon einen Tag vorher das Reisegepäck aufgeben – mit dem beliebten Vorabend-Check-in wird der Ferienbeginn noch entspannter. Für alle Abflüge am darauffolgenden Tag bietet Air Berlin (Terminal 1) den Check-in von 18 bis 21 Uhr an, Condor (Terminal 2) und TUIfly (Terminal1) von 18 bis 20 Uhr. Bei TUIfly-, Condor- und Air Berlin-Flügen wird für den Vorabend-Check-in eine Gebühr von 5,- Euro pro Person (ab 12 Jahren) erhoben (Ausnahmen: Gäste der Air Berlin Business Class sowie Inhaber der topbonus Gold/Silver/Service/Counter Card plus eine Begleitperson sowie Gäste der Condor Comfort Class und Premium Economy Class). Sky Airlines und German Sky Airlines (Terminal 1) bieten den Vorabend-Check-in in der Zeit von 18 bis 21 Uhr für Abflüge bis 12 Uhr des Folgetages an. Lufthansa (Terminal 2) öffnet den Check-in von 19 bis 21 Uhr für die Gepäckaufgabe aller Flüge des nächsten Tages. Auch XL Airways (Terminal 1) bietet von 18 bis 20 Uhr den Check-in für Flüge des nächsten Tags von 6 bis 10 Uhr an. Die Passagiere der Hamburg Airways können den Abend-Check-in von 18 bis 21 (Terminal 1) am Vorabend für die Gebühr von 5,- Euro p. P. nutzen. TAP Portugal und Swiss stellt den Abend-Check-in im Terminal 2 für zwischen 19 und 21 Uhr kostenfrei zur Verfügung. Alle Aktualisierungen finden Sie auch auf der Homepage: www.airport.de/de/vorabend_check_in.html.

Wie packe ich meinen Koffer richtig?

Meist kommt die Urlaubsvorfreude schon beim Packen des Koffers auf. Badehose, Sonnenbrille und Handtuch sind ein Muss. Einige Gegenstände gehören aber nicht in Koffer und Handgepäck. Dazu zählen Butangasbehälter, Nassbatterien, Bleichmittel oder Feuerwerkskörper. Gasfeuerzeuge (nur 1 Stück pro Person) dürfen ausschließlich direkt am Körper transportiert werden (nicht im Hand- oder Reisegepäck). Die Mitnahme von Benzinfeuerzeugen (z.B. von Zippo) ist nicht zulässig. Einzige Ausnahme: Das Feuerzeug ist neu und noch originalverpackt. Auch Taucherlampen dürfen ausschließlich im Handgepäck transportiert werden, bei ihnen ist während des Fluges die Licht- oder Energiequelle zu entfernen. Damit Kameras unbeschädigt an den Urlaubsort gelangen, sind sie ebenfalls besser im Handgepäck aufgehoben. Alle spitzen und scharfen Gegenstände wie Messer, Schere oder auch Wanderstöcke sind an Bord des Flugzeuges nicht erlaubt, können aber im oder als Reisegepäck aufgegeben werden. Weitere Fragen zu diesem Thema beantwortet die jeweilige Fluggesellschaft.

Flüssigkeiten am besten im Koffer verstauen

Laut EU-Vorschrift dürfen Fluggäste Flüssigkeiten, wie Getränke, Gels, Cremes und Pasten, im Handgepäck nur noch in geringen Mengen mit sich führen. Deshalb packt man die Flüssigkeiten am besten in den aufzugebenden Koffer. Wer auf Flüssigkeiten im Handgepäck nicht verzichten kann, muss Folgendes beachten: Flüssigkeiten dürfen nur in Einzelbehältern mit einem maximalen Fassungsvermögen von jeweils 100 ml mitgeführt werden. Diese müssen in einem transparenten und wieder verschließbaren Plastikbeutel mit einem maximalen Fassungsvermögen von einem Liter verstaut werden. Jeder Passagier darf nur einen solchen Beutel im Handgepäck transportieren. Die Beutel – z.B. handelsübliche Gefrierbeutel mit Zippverschluss – sind von den Fluggästen selbst mitzubringen. Alternativ können sie an einem der sieben Flight-Bag-Automaten erworben werden, die im Bereich der zentralen Sicherheitskontrolle in der Airport Plaza stehen. Eine Packung mit zwei Beuteln kostet 1,00 Euro. Ausnahmen von der Beschränkung für Flüssigkeiten im Handgepäck gibt es für Medikamente und Babynahrung. Ausführliche Informationen hierzu sind im Internet unter www.hamburg-airport.de zu finden.

Keine Einschränkung bei Travel Value & Duty Free Einkäufen

Alle Travel Value & Duty Free Waren werden nur im Sicherheitsbereich des Flughafens verkauft und sind mehrfach sicherheitskontrolliert. Passagiere können sie in unbegrenzter Menge als Handgepäck mit in die Flugzeugkabine nehmen. Dies gilt auch für alle flüssigen Produkte wie Parfum, Kosmetik und Spirituosen. Um die Sicherheitskette bis ins Flugzeug zu verlängern, werden die Einkäufe an der Kasse der Travel Value & Duty Free Shops den Reisenden in versiegelten Tüten ausgehändigt.

Achtung: Beim Souvenirkauf auf den Artenschutz achten

Mit einem Souvenir aus fernen Ländern holt man sich die Urlaubsstimmung nach Hause – doch aufgepasst: Viele Tiere stehen unter Artenschutz, weshalb es verboten ist, Souvenirs von geschützten Tieren aus dem Urlaub mitzubringen. Hierzu zählen zum Beispiel Elfenbeinprodukte, Haifischzähne und Felle von Großkatzen. Eine Artenschutzvitrine am Hamburg Airport, die in der Fluggastpier steht, klärt Reisende schon vor dem Start in den Urlaub darüber auf, welche Souvenirs sie meiden sollten.

Spiel und Spaß für die Jüngsten

Um den kleinen Passagieren die Wartezeit zu verkürzen, stehen im Gastronomiebereich beider Terminals beliebte Kinderspielecken zur Verfügung. Aber auch hinter der Bordkartenkontrolle müssen die Kinder nicht auf ein buntes Abwechslungsprogramm verzichten: Mobile Animateure werden am ersten Ferien-Wochenende (28. bis 30. September) durch die Fluggast-Pier gehen und die aufgeregten Sprösslinge mit vielen Spielen und Aktionen begeistern.

Sicherheit auf Reisen

Zum Thema "Sicherheit auf Reisen" informieren wieder Bundespolizei und Polizei Hamburg Passagiere am Flughafen. Vom 5. bis 7.10.2012 jeweils von 7.00 bis 16.30 Uhr sind sie mit einem Informationsstand im öffentlichen Bereich des Terminal 1 auf der Abflugebene vertreten.

 

Lufthansa erzielt operativen Gewinn im zweiten Quartal 2012

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Die Deutsche Lufthansa AG verzeichnete im zweiten Quartal dieses Jahres einen Aufwärtstrend bei der Ergebnisentwicklung. Im Zeitraum von April bis Juni erwirtschaftete der Konzern einen operativen Gewinn in Höhe von 361 Millionen Euro und glich damit den Verlust aus dem ersten Quartal nahezu aus. Positiv wirkten sich das konsequente Kapazitäts- und Erlösmanagement im Passagier- und Frachtverkehr, deutliche Restrukturierungserfolge bei Austrian Airlines und gute Ergebnisbeiträge der Servicegesellschaften aus. Letztere steigerten in den ersten sechs Monaten des Jahres allesamt ihren operativen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

 

Den Gewinn des Konzerns schmälerten jedoch hohe Treibstoffkosten, der anhaltende Preisdruck, die in Deutschland und Österreich zu entrichtende Luftverkehrsteuer und die für Emissionshandelszertifikate anfallenden Entgelte. Zum Ende des ersten Halbjahres 2012 weist das Unternehmen ein operatives Ergebnis von minus 20 Millionen Euro aus, 134 Millionen Euro schlechter als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Umsatzerlöse steigerte der Lufthansa Konzern um sechs Prozent auf 14,5 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis liegt nach sechs Monaten bei minus 168 Millionen Euro, dies entspricht einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 38 Millionen Euro. Es beinhaltet ein Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 36 Millionen Euro, das den Abschluss des Verkaufs von British Midland Ltd. widerspiegelt.

Simone Menne, seit dem 01. Juli 2012 Vorstand Finanzen und Aviation Services der Deutschen Lufthansa AG, sagte anlässlich der Vorlage der Halbjahreszahlen: „Mit konsequentem Handeln wollen wir sicherstellen, dass wir auch in Zukunft für unsere Kunden investieren können, Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter erhalten und schaffen können und weiterhin profitabel wachsen. Auch unbequeme Maßnahmen sind dabei nicht zu vermeiden, aber: ohne Kompromisse bei der Qualität. Die positive Ergebnisentwicklung und gesunkene Stückkosten im zweiten Quartal machen uns zuversichtlich, dass sich die Mühe lohnt.“ Im Rahmen des Zukunftsprogramms SCORE will der Konzern das operative Ergebnis gegenüber dem Jahr 2011 bis Ende 2014 um mindestens 1,5 Milliarden Euro verbessern.

Die Airlines im Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe setzten im zweiten Quartal ihr striktes Kapazitäts- und Erlösmanagement fort und erzielten allesamt eine Steigerung von Auslastung und Verkehrserlösen. Vor allem die im Vorjahresvergleich hohen Treibstoffkosten waren ausschlaggebend dafür, dass das Geschäftsfeld dennoch einen operativen Verlust in Höhe von 179 Millionen Euro (VJ -100 Mio. EUR) verbuchte. Mit dem Ziel, die positive Absatz- und Ertragsentwicklung fortzuführen, passt das Geschäftsfeld das Kapazitätswachstum erneut an. So wird die Passage Airline Gruppe im Winterflugplan 2012/2013 die angebotenen Sitzkilometer im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent absenken. Für das Gesamtjahr 2012 bedeutet dies eine Reduzierung des Wachstums auf 0,5 Prozent.

Die Lufthansa Passage nutzt die Kapazitätskürzung zur vorzeitigen Ausmusterung von älteren Flugzeugen und zu saisonalen Anpassungen des Flugplans. Im Winterflugplan nimmt die Airline, zusätzlich zu den bereits früher beschlossenen Flugplanmaßnahmen, die Kontinentalverbindungen von Frankfurt nach Casablanca, London-Gatwick, Larnaka, Palma de Mallorca und Neapel aus dem Programm. Die bereits im ersten Halbjahr umgesetzten Kapazitätsmaßnahmen und gestiegene Verkehrserlöse wirkten sich zwar positiv auf die Ergebnislage der Gesellschaft aus, sie konnten die höheren Treibstoffkosten und belastenden Gebührensteigerungen jedoch nicht ausgleichen. Lufthansa Passage weist für die ersten sechs Monate einen operativen Verlust von 300 Millionen Euro (VJ -146 Mio. EUR) aus. SWISS ist weiterhin profitabel und erwirtschaftete einen operativen Gewinn in Höhe von 48 Millionen Euro. Bedingt durch hohe Treibstoffkosten und einen starken Schweizer Franken, liegt dieser jedoch deutlich unter dem guten Vorjahresergebnis von 104 Millionen Euro. Einen wichtigen Restrukturierungserfolg und damit einen Schritt zu mehr Wettbewerbsfähigkeit erzielte Austrian Airlines mit dem Übergang des Flugbetriebs auf die Tochtergesellschaft Tyrolean Airways. In diesem Zusammenhang entstanden positive Einmaleffekte, so dass die Gesellschaft im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn in Höhe von 26 Millionen Euro (VJ -64 Mio. EUR) ausweist. Ohne diesen Effekt hätte das operative Ergebnis minus 55 Millionen Euro betragen. Im Geschäftsfeld Logistik wirkte sich neben dem hohen Ölpreis und der rückläufigen Nachfrage nach Logistikdienstleistungen das strikte Nachtflugverbot am Drehkreuz Frankfurt negativ auf den Geschäftsverlauf aus. Das operative Halbjahresergebnis in Höhe von 47 Millionen Euro (VJ 133 Mio. EUR) ist positiv, aber deutlich niedriger als im Vorjahr.

Im herausfordernden ersten Halbjahr 2012 profitierte der Lufthansa Konzern besonders von seinem Geschäftsmodell: Alle Service-Geschäftsfelder steigerten ihren operativen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr. Für die Lufthansa Technik beträgt dieser nach den ersten sechs Monaten des Jahres 144 Millionen Euro (VJ 106 Mio. EUR), ein Plus von 35,8 Prozent. Das Geschäftsfeld Catering verbesserte das operative Ergebnis auf 23 Millionen Euro (VJ 21 Mio. EUR) und das Geschäftsfeld IT-Services weist einen operativen Gewinn in Höhe von acht Millionen Euro (VJ 6 Mio. EUR) aus.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern weiterhin eine positive Nachfrageentwicklung und plant, die restriktive Angebotssteuerung fortzusetzen. Gleichzeitig bleiben die Entwicklung des Treibstoffpreises und der Einfluss gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen nur schwer vorhersehbar. Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr unverändert mit einer Umsatzsteigerung und einem operativen Gewinn im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Restrukturierungskosten im Rahmen des Zukunftsprogramms SCORE und des damit zusammenhängenden geplanten Stellenabbaus sind in dieser Prognose noch nicht enthalten. Sie werden für das laufende Jahr aktuell auf einen Betrag zwischen 100 und 200 Millionen Euro geschätzt.

Das erste Halbjahr 2012 in Zahlen

Der Umsatz des Lufthansa Konzerns für das erste Halbjahr 2012 beträgt 14,5 Milliarden Euro, 6,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Verkehrserlöse stiegen um 5,4 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro. Insgesamt erhöhten sich die betrieblichen Erträge des Konzerns im Berichtszeitraum auf 15,6 Milliarden Euro, ein Plus von 3,5 Prozent.

Die betrieblichen Aufwendungen haben sich im ersten Halbjahr um 5,7 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro erhöht. Ein wichtiger Grund dafür sind die um 642 Millionen Euro höheren Treibstoffkosten von insgesamt 3,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 22 Prozent. In diesem Betrag enthalten ist ein positives Preissicherungsergebnis in Höhe von 154 Millionen Euro. Die Gebühren liegen um 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der Lufthansa Konzern erzielte im ersten Halbjahr ein operatives Ergebnis von minus 20 Millionen Euro, im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 134 Millionen Euro. Das Konzernergebnis beträgt minus 168 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug dieses minus 206 Millionen Euro. Das Ergebnis pro Aktie hat sich auf minus 0,37 Euro verbessert (VJ: -0,45 Euro).

Lufthansa investierte im Berichtszeitraum 1,4 Milliarden Euro. Davon entfallen 1,2 Milliarden Euro auf die Erweiterung und Modernisierung der Flotte. Der operative Cashflow beträgt 1,7 Milliarden Euro, der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Nettoinvestitionen) 584 Millionen Euro. Der Konzern weist zum Ende der ersten sechs Monate des Jahres eine Nettokreditverschuldung von 2,3 Milliarden Euro aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 26,8 Prozent.

Bangalore: Drittes Ziel der Lufthansa Boeing 747-8

Das nächste Ziel mit der Boeing 747-8 der Lufthansa ist nun buchbar: Ab sofort können Tickets für Flüge mit dem Flaggschiff für die Strecke Frankfurt-Bangalore gekauft werden. Vom 13. September an wird die „Königin der Lüfte“ täglich um 12.15 Uhr von Frankfurt aus mit der Flugnummer LH 754 nach Bangalore abheben. Die Ankunft in der indischen Metropole ist für 0.30 Uhr Ortszeit geplant. Zwei Stunden später startet der Flug LH 755 wieder zur Heimatbasis im Rhein-Main-Gebiet und landet dort um 08.25 Uhr morgens.

In Kürze wird die dritte Boeing 747-8 an Lufthansa ausgeliefert und erhält den letzten Feinschliff. Sobald das Flugzeug mit der Registrierung D-ABYD einsatzfähig ist, wird mit Bangalore das dritte Ziel mit dem neuen Lufthansa-Jumbo angeflogen. Aktuell fliegt er bereits nach Washington und Delhi.

An Bord kommen Lufthansa-Gäste in den Genuss der neuen Business Class, bei der sich der Sitz per Knopfdruck zu einem bequemen Bett mit einer horizontalen Liegefläche von 1,98 Metern Länge verwandeln lässt. Der neue Sitz bietet herausragenden Liege- und Sitzkomfort, intuitive Bedienung, zusätzlichen Stauraum und ein verbessertes Unterhaltungssystem.

Die Boeing 747-8 Intercontinental ist ein vollkommen neu entwickeltes Flugzeug, das auf den positiven Eigenschaften der bei Lufthansa über 40 Jahre bewährten Boeing 747 Reihe aufbaut. Die Flügel weisen eine deutlich verbesserte Aerodynamik auf und haben neu entwickelte Tragflächenenden. Darüber hinaus bietet das Flugzeug spürbare Verbesserungen bei der Ökoeffizienz: die GEnx-2B-Triebwerke verbrauchen weniger Kerosin und erreichen bei Treibstoffeffizienz und CO2-Emission pro Passagier eine Verbesserung um 15 Prozent. Zudem sind die Geräuschemissionen um 30 Prozent geringer.

Lufthansa erwartet 2012 noch eine weitere Boeing 747-8 Intercontinental, mit der in diesem Jahr noch Los Angeles angeflogen werden soll. Insgesamt hat Lufthansa 20 Flugzeuge vom Typ Boeing 747-8 bestellt.

Lufthansa CityLine verabschiedet AVRO-Flotte

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Nach 18 Jahren geht heute eine Ära zu Ende: Der letzte von ehemals 18 Regionaljets vom Typ AVRO RJ85 verlässt die Flotte der Lufthansa CityLine. Unter der Flugnummer LH 1985 tritt der vierstrahlige Jet mit der Kennung D-AVRR seinen letzten Linienflug an. Um 11.10 Uhr startet der Flug von Köln nach München, wo der „Jumbolino“, wie ihn viele Airliner liebevoll nennen, nach der Landung um 12.15 Uhr von Mitarbeitern und Gästen verabschiedet wird. Ersatz erfolgt durch Maschinen des Typs Embraer 190/195.

„Für das Lufthansa Drehkreuz München bedeutet die Ausflottung der AVRO-Jets eine Fortsetzung der Entwicklung hin zu größeren Flugzeugen“, sagt Thomas Klühr, Mitglied des Lufthansa Passagevorstands, verantwortlich für München & Direct Services. Lufthansa CityLine ersetzt den AVRO mit 93 Sitzplätzen durch die Embraer 190/195. Dieser hochmoderne zweistrahlige Regionaljet mit 120 Sitzen zeichnet sich durch hohe Treibstoffeffizienz, niedrigen Emissionswerte und geringere Lärmentwicklung aus. „Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Modernisierung unserer Flotte getan“, ergänzt Klaus Froese, Geschäftsführer der Lufthansa CityLine.

1994 flog der erste „Jumbolino“ für die Lufthansa CityLine mit der Kennung D-AVRO. Der Betrieb der vierstrahligen Flugzeuge stellte die Weichen für die Entwicklung der Lufthansa CityLine zu einem reinen Jet-Operator. In den vergangenen 18 Jahren hat die AVRO-Flotte mehr als 575.000 Flüge absolviert und mehr als 30 Millionen Fluggäste sicher an ihr Ziel gebracht. Neben der Embraer 190/195 betreibt CityLine an den Drehkreuzen Frankfurt und München heute Bombardier Jets vom Typ CRJ700 und CRJ900.

Die Lufthansa CityLine ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG und führt als Partner im Verbund Lufthansa Regional täglich rund 350 Flüge zu 75 Zielen in 24 europäischen Ländern durch. Dabei leistet Lufthansa CityLine insbesondere für die Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München wichtige Zubringerdienste.

50. erfolgreicher Ariane-5-Start in Serie

Astrium hat den 50. erfolgreichen Start einer Ariane 5 in Folge durchgeführt und damit seinen eigenen Weltrekord bei heute betriebenen Trägersystemen noch einmal übertroffen. Zwei neue Flugrechner wurden erstmals bei diesem Flug eingesetzt; diese haben mit einem viermal größerem Speicher und zehnfach gesteigerter Rechenleistung die Zuverlässigkeit und das Reaktionsvermögen der Trägerrakete weiter erhöht.

Ein weiterer Weltrekord bei diesem Start: Die in den Geotransferorbit (GTO) beförderte Nutzlast stieg auf fast 10,2 Tonnen. Die Kapazität liegt damit nun noch einmal 130 kg über der bisherigen Spitzenmarke. Die beiden Satelliten brachten 6.100 kg bzw. 3.300 kg auf die Waage.

Dazu kamen noch rund 780 kg – das Gewicht der Transponder und der SYLDADoppelstartvorrichtung. „Ohne die kontinuierlich gesteigerte Kapazität des Ariane-5-Trägers hätten wir diese beiden Satelliten nicht mit einem einzigen Start in den Orbit befördern können“, sagte Michel Freuchet, Director of Launchers bei Astrium Space Transportation. „Damit noch nicht genug: Sobald 2017 die Ariane 5 ME einsatzbereit ist, wird das europäische Trägersystem mehr als 12 Tonnen in einer geostationären Bahn aussetzen können.“

Astrium ist seit 2003 Hauptauftragnehmer für die Ariane 5. Seitdem hat sich durch die Investitionen des Unternehmens die ursprüngliche GTO-Nutzlastkapazität des Trägers von ursprünglich 9,4 Tonnen auf heute 10,2 Tonnen erhöht. Parallel dazu bringt die Ariane 5 auch weiterhin die schwersten Lasten aller Zeiten in erdnahe Umlaufbahnen, wie etwa das europäische Versorgungsfahrzeug ATV (Automated Transfer Vehicle) für die internationale Raumstation ISS, das allein mehr als 20 Tonnen wiegt. Die europäische Ariane 5 ist damit nicht nur der zuverlässigste kommerzielle Träger auf dem Weltmarkt, sondern auch das System mit der höchsten Nutzlastkapazität.

Wie bei jedem Start steuerte ein Team von 150 Mitarbeitern das Astrium-Kontrollzentrum bei Paris, das von Europa aus die Flugparameter analysierten. Die Aufgabe besteht darin, die drei in Kourou stationierten Astrium-Verantwortlichen in Echtzeit über die Risiken und Erfolgschancen der Mission zu beraten. Diese drei Verantwortlichen – der Ariane 5 Development Manager, der Production Manager und der Technical Director – haben das letzte Wort bei allen Entscheidungen, die den Flug betreffen.

„Dieser 50. erfolgreiche Ariane-5-Start in Folge wäre ohne das Engagement der Mitarbeiter von Astrium, unserer Partner und Zulieferer nicht möglich gewesen“, sagte Alain Charmeau, CEO von Astrium Space Transportation. „Jeder Start ist eine neue Herausforderung, für die wir über 600 Prüfungsphasen, mehr als 4.500 Mitarbeiter in zwölf europäischen Ländern sowie über eine Million Arbeitsstunden aufbringen müssen.“

Weitere Galileo-Satelliten an ESA geliefert

Das europäische Raumfahrtunternehmen Astrium hat nach erfolgreicher Qualitätsprüfung den dritten und vierten Galileo IOV-Satelliten (In-Orbit Validation) an die Europäische Weltraumorganisation (ESA) in Kourou übergeben. Mit der Ankunft der beiden Satelliten am 07. und 17. August 2012 in Kourou (Französisch-Guayana) ist dies ein wichtiger Schritt für das bedeutende europäische Navigationssystem. Vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou sollen die beiden Satelliten mit einer Sojus-Trägerrakete starten und ergänzen die beiden bereits im Weltall befindlich Astrium IOV-Satelliten der Galileo-Konstellation.

„Das wichtige und hochleistungsfähige Galileo-Navigationssystem nimmt konkret Form an. Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der ersten beiden Satelliten und der Übergabe der nächsten beiden Satelliten hat Astrium einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht,“ sagte Evert Dudok, CEO von Astrium Satellites. „Die Astrium-Satelliten dienen als Vorlage bei allen weiteren in Europa gebauten Galileo-Satelliten. Wenn die IOV-Satelliten 3 und 4 wie geplant starten, schafft Astrium die Basis zum kompletten Aufbau des hochleistungsfähigen Galileo-Systems. Astrium und unsere am Galileo-Programm beteiligten Tochtergesellschaften haben 50 Prozent Arbeitsanteil am Galileo-System, leiten die Entwicklung des Bodenkontrollsegments und sind an Systemaktivitäten beteiligt. “

Die beiden Galileo-Satelliten wurden von einem Team unter der Leitung von Astrium in Ottobrunn als Hauptauftragnehmer entwickelt und gebaut. Astrium in Portsmouth war für die Entwicklung und Integration der hochmodernen Navigationsnutzlast verantwortlich. Die Satelliten wurden in Rom von Thales Alenia Space Italia montiert und getestet und anschließend mit einer Antonow An-124 nach Französisch-Guayana geflogen. Die beiden Satelliten sind die Nummer 3 und 4 von insgesamt vier IOV-Satelliten, die Astrium für das Galileo-System liefert. Galileo ist Europas erstes globales Satellitennavigationssystem unter ziviler Kontrolle, das weltweit zuverlässige und hochpräzise Daten zur Positionsbestimmung bereitstellen wird.

Sobald auch diese beiden Satelliten im Orbit positioniert sind, wird die Vierer-Konstellation zur Validierung des Galileo-Systemaufbaus in Betrieb genommen. Vier Satelliten sind die benötigte Mindestzahl für eine hochpräzise dreidimensionale Positionsbestimmung.

Neben der Verantwortung für die Entwicklung der Galileo-IOV-Satelliten ist Astrium als größter industrieller Partner maßgeblich am Galileo-Bodensegment (Galileo Ground Segment) und Systemsupport beteiligt. Astrium hat von der ESA im Auftrag der EU einen Vertrag im Wert von 73,5 Millionen Euro als Hauptauftragnehmer für das FOC-Bodenkontrollsegment (Full Operational Capability Ground Control Segment) erhalten. Die Lieferung von Ground Control Segment-Einrichtungen für den Betrieb der Galileo-Konstellation sind Teil des Ground-Control-Segment-Vertrags und stehen unter der Leitung von Astrium in Großbritannien. Im Februar 2012 hat Astrium zudem von der ESA den Auftrag erhalten, die Ariane 5 für eine Galileo-Mission mit dem gleichzeitigen Start von vier Satelliten anzupassen.

Die Definitions- sowie Entwicklungs- und In-Orbit-Validierungsphase des Galileo-Programms wurden von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) durchgeführt und gemeinsam von ESA und der Europäischen Kommission finanziert.

Die Phase der vollen Einsatzkapazität des Galileo-Programms wird von der Europäischen Kommission komplett finanziert und geleitet. EU-Kommission und ESA haben eine Übertragungsvereinbarung unterzeichnet, gemäß der die ESA im Auftrag der Kommission als die für den Entwurf und die Beschaffung verantwortliche Stelle handelt.

Sinopec und Airbus entwickeln alternativen Treibstoff in China

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China Petroleum and Chemical Corporation (Sinopec), eines der größten chinesischen Energieunternehmen, und Airbus entwickeln und fördern die Produktion erneuerbarer Treibstoffe für reguläre kommerzielle Verwendung in China.

Sinopec ist Partner der Zentralregierung bei der Definition einer chinesischen Lufttüchtigkeitszertifizierung für alternative Treibstoffe aus vor Ort angebauten Rohstoffträgern.

Der als „1# bio-jetfuel“ bekannte zertifizierte Treibstoff wird von Sinopec nach ihrer Technologie in einer neu gebauten Raffinerie in Hangzhou (in der Nähe von Shanghai), hergestellt. Die Raffinerie ist eine der wenigen in der Welt, die die Kapazität hat, in großem Umfang Treibstoff aus Biomasse herzustellen.

Airbus unterstützt die Entwicklung des chinesischen Standards mit seiner technischen Kompetenz und Erfahrung bei vergangenen Zertifizierungsprozessen mit EU- und US-Normungsorganisationen für Treibstoff sowie bei der Auswahl von nachhaltigen Rohstoffen

“Bio-Jetfuel wird in der Flugzeugindustrie und auf dem Energiemarkt immer wichtiger. Es unterstützt das nachhaltige Wachstum der Flugindustrie und ist die Antwort auf die steigende Treibstoffnachfrage. Sinopec hat seine eigene Technologie für die Herstellung von Treibstoff aus Biomasse und Altöl entwickelt und hat bereits Treibstoff hergestellt, der internationalen Normen entspricht. Sinopec unterstützt die CAAC (Civil Aviation Administration of China) beim Lufttüchtigkeitszertifizierungsprozess und ist stolz darauf, mit Airbus und anderen Partnern in der Förderung alternativer Treibstoffe zusammenzuarbeiten“, sagte DAI Houliang, SVP von Sinopec.

Neben der Treibstoffzertifizierung bauen die Partner auch eine nachhaltige Wertschöpfungskette für alternativen Treibstoff in China auf, um seine Vermarktung zu beschleunigen. Dabei werden 100 Prozent einheimische Ressourcen und Raffineriekapazitäten genutzt.

“Biotreibstoffe sind ein kritisches Element der Roadmap zur Erreichung der ehrgeizigen CO2 Ziele der Flugzeugindustrie. Wir haben das Privileg, mit unseren chinesischen Partnern zusammenzuarbeiten, um eine inländische Wertschöpfungskette in China aufzubauen, die 100 Prozent chinesisch ist“, sagte Laurence Barron, President of Airbus China.

Airbus unterstützt zurzeit Wertschöpfungsketten für alternative Treibstoffe in Australien, Lateinamerika, Europa und dem Nahen Osten.

Ariane startet Kommunikationssatelliten ins All

Astrium verhilft mit der leistungsstarken Trägerrakete Ariane 5 bei dem jetzt geplanten Start zwei Kommunikationssatelliten ins All. Am 28. September wird die Trägerraketenversion 5 ECA der Ariane, die für die unterschiedlichsten Missionen entwickelt und gebaut wurde und die ihre Zuverlässigkeit mit 50 erfolgreich absolvierten Flügen gezeigt hat, vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) in den Weltraum befördern.

Dabei handelt es sich um den von Astrium gebauten Astra 2F-Satelliten sowie den indischen Kommunikationssatelliten GSTAR 10 von der Indian Space Research Organization (ISRO), mit einer Gesamtstartmasse von 10.179 kg (einschließlich der Satellitenandocksysteme und der Doppelstartstruktur SYLDA). Astrium zeichnet für den Bau und die Anpassung der Trägerrakete Ariane 5 an die jeweilige Missionen verantwortlich und managt eine äußerst professionelle Lieferkette in Europa für Equipment und Stufen sowie deren Montage in Französisch-Guayana. Zu den Hauptkomponenten gehören die EPC-Hauptstufe mit dem Triebwerk Vulcain 2, die beiden Feststoffbooster (EAP), die kryogene Oberstufe ESC-A mit dem Triebwerk HM7B und das Instrumentenmodul.

Eurostar E3000 bereitgemacht

Der Telekommunikationssatellit Astra 2F ist der 28. Satellit des Typs Eurostar E3000, den Astrium gebaut hat, und der erste von vier Satelliten, die SES Ende 2009 bei Astrium in Auftrag gegeben hat. Der nächste Satellit, Astra 2E, ist bereits integriert und durchläuft am Astrium-Standort in Toulouse die letzten Tests. Mit dem Bau der nächsten beiden Satelliten, Astra 5B und Astra 2G, wurde bereits begonnen, ebenso wie mit dem Bau eines fünften Satelliten, SES-6, den SES bei Astrium bestellt hat. Das Bild zeigt den Satelliten Astra 2F Mistral.

20 Jahre Luftrettung an der Station Nordhausen

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Ein verunfallter Wanderer im Harz, ein Schlaganfallpatient in Kyffhäuser oder ein Verkehrsunfall auf der Autobahn – seit 20 Jahren leistet der Nordhäuser Hubschrauber, eine EC 135, Patienten im Notfall schnelle Hilfe. Anlässlich seines Jubiläums hat die DRF Luftrettung gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz am Freitag zu einer Feierstunde geladen.

Ernst Peleikis, Fachbereichsleiter Luftrettung, eröffnete die Veranstaltung mit den Worten: „Dünn besiedelte Flächenländer sind besonders auf die schnelle medizinische Hilfe aus der Luft angewiesen. Dies verdeutlichen die Einsatzzahlen aus den letzten Jahren. ‘Christoph 37’ ist in den vergangenen 20 Jahren zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Rettungssystems geworden. Heute kommen wir allein in Thüringen jedes Jahr auf insgesamt über 3.400 Einsätze.“

Im Anschluss betonte Gerhard Weith, der Präsident des DRK-Kreisverbandes Nordhausen e.V. die hohe Akzeptanz des Nordhäuser Hubschraubers. Auch Thomas Hirsch, Referatsleiter Zivile Verteidigung, Katastrophenschutz und Rettungswesen des Thüringer Innenministeriums, Jutta Krauth, 1. Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, Dr. Klaus Zeh, Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, sowie Chefarzt Dr. med. Matthias Brucke, medizinischer Geschäftsführer der Südharzklinikum Nordhausen gGmbH, würdigten die erfolgreiche Entwicklung von „Christoph 37“.

Der Nordhäuser Hubschrauber der DRF Luftrettung mit dem Funkrufnamen „Christoph 37“ ist täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der rot-weiße Hubschrauber von der Station des Deutschen Roten Kreuzes aus in maximal 15 Minuten erreichen.

Airbus und China erforschen alternative Kraftstoffe

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Airbus und die Tsinghua-Universität, eine der weltweit führenden Hochschulen, sind eine Partnerschaft zur Erstellung einer gemeinsamen Nachhaltigkeitsanalyse chinesischer Rohstoffe eingegangen. Desweiteren soll beurteilt werden, wie der Aufbau einer Wertschöpfungskette zur schnelleren Vermarktung von alternativen Treibstoffen bestmöglich unterstützt werden kann. Diese Wertschöpfungskette zielt auf die Herstellung und die verstärkte Nutzung von alternativen Kraftstoffen in China, dem am schnellsten wachsenden Luftfahrtmarkt der Welt.

In der ersten Phase bewerten die Partner geeignete Rohstoffe, die den Anforderungen der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit gerecht werden. Die Nachhaltigkeitsanalyse wird von Airbus durchgeführt und umfasst eine enge Zusammenarbeit mit der Tsinghua-Universität sowie mit führenden europäischen Einrichtungen. In der zweiten Phase werden die aussichtsreichsten Lösungen für alternative Flugkraftstoffe weiter eingegrenzt. Im zweiten Halbjahr 2012 sollen die ersten Ergebnisse ausgewertet und eine Reihe geeigneter Rohstoffe ausgewählt werden, wie z.B. Algen und gebrauchte Speiseöle (die normalerweise entsorgt werden). Anfang 2013 soll die vollständige Nachhaltigkeitsanalyse abgeschlossen sein.

Ab 2013 werden sich die Partner mit der Suche nach Prozessen zur Herstellung alternativer Flugkraftstoffe in kommerziell ausreichenden Mengen befassen. „Es ist für uns ein Privileg, an der Seite unserer chinesischen Partner Lösungen für eine nachhaltige Luftfahrt in China zu erarbeiten“, sagte Frédéric Eychenne, New Energies Programme Manager bei Airbus. „Die Kommerzialisierung alternativer Kraftstoffe ist ein entscheidendes Element auf unserem Weg zur Verwirklichung unserer ehrgeizigen Umweltziele in der Luftfahrt.“ „Wir sind Airbus für die Unterstützung dieses Projekts sehr dankbar“, sagte Professor Zhang Xiliang, Director of Institute of Energy, Environment and Economy an der Tsinghua-Universität und Leiter des Projekts.

„Das Projekt wird uns dabei helfen, die Voraussetzungen für die Kommerzialisierung von alternativen Treibstoffen in China noch besser zu verstehen, die Chancen und Herausforderungen zu erkennen, und die Möglichkeiten des sozialen, wirtschaftlichen, markt- und technologiebezogenen Wandels und die damit verbundenen Kosten und Hindernisse auszuloten. Wir sind davon überzeugt, dass sich die Forschung positiv auf Aspekte wie Energieeinsparung, Emissionsminderung und Klimaveränderung in der chinesischen Luftfahrt auswirken wird.“ Die Partnerschaftsvereinbarung ist eine der Initiativen zur Entwicklung vollständiger Produktionskapazitäten für nachhaltige Flugkraftstoffe in China. Diese Kraftstoffe sollen ausschließlich aus nachhaltigen biologischen Rohstoffen gewonnen werden. Airbus verfolgt das Ziel, bis 2012 auf jedem Kontinent eine derartige Wertschöpfungskette aufzubauen – nach Lateinamerika, Australien, Europa und dem Nahen Osten folgt nun mit China der Aufbau Wertschöpfungskette in Asien.

Großauftrag für Airbus von Philippine Airlines

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Philippine Airlines (PAL) hat mit Airbus einen Festauftrag über 34 A321ceo-, zehn A321neo- und zehn A330-300-Flugzeuge unterzeichnet. Der Kauf dieser Flugzeuge erfolgt im Rahmen eines umfangreichen Flottenmodernisierungsprogramms der Airline. Die ersten Flugzeuge sollen im Jahr 2013 ausgeliefert werden.

 

Die A321-Flugzeuge mit einem Mittelgang sollen die Produktangebote der Fluggesellschaft auf nationalen und regionalen Routen erweitern sowie Allianzen mit Partner-Airlines unterstützen. Die A330-Großraumflugzeuge werden auf stärker ausgelasteten Routen und Langstreckenflügen in den Nahen Osten und nach Australien betrieben. PAL wird die Wahl der Triebwerke für alle bestellten Flugzeuge zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

„Die Bestellungen, die wir bei Airbus aufgeben, spielen eine Schlüsselrolle in der Flottenerneuerung von PAL. Zudem unterstützen die Bestellungen den zunehmenden Handel und Tourismus im Lande“, sagten Lucio Tan, Chairman von PAL, und Ramon S. Ang, President von PAL. „Mit diesen Flugzeugen können wir mehr Passagieren in unserem Asien-Pazifik-Netzwerk das Beste bieten, was auf dem Markt verfügbar ist. Zugleich profitieren wir von den niedrigen Betriebskosten und den geringeren Umweltbelastungen dieser Flugzeuge der neuen Generation."

„Wir freuen uns sehr, dass Philippine Airlines darauf vertraut, dass unsere Flugzeuge die zukünftigen Anforderungen erfüllen“, sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. „Diese Bestellung zeigt erneut, wie beliebt sowohl die A320-Familie als auch die A330-Familie ist, die in ihren Größenkategorien hinsichtlich Wirtschaftlichkeit im Betrieb, Zuverlässigkeit und Passagierkomfort führend sind.“

 

MNG Airlines nimmt erste A330-200F entgegen

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Die türkische Frachtfluggesellschaft MNG Airlines hat die erste ihrer vier bestellten A330-200F entgegengenommen. Die Fluggesellschaft betreibt bereits eine Flotte von sieben A300-Frachtflugzeugen und wird ihre Verbindungen mit den neuen A330-200-Frachtern weiter ausbauen.

Sedat Özkazanç, Managing Director von MNG Airlines, sagte: „MNG Airlines hat bereits einen bedeutenden Teil der Frachtkapazität in der Türkei übernommen. Wir freuen uns auf die Einführung der A330-200F in unsere Flotte.“ Er fügte hinzu: „Dieser neue Airbus-Frachter bietet eine überragende Treibstoffeffizienz, Kapazität und Reichweite für unsere Kunden auf Charter- und Linienflügen und wird uns zu weiterem Wachstum verhelfen.“

„Wir freuen uns sehr, MNG Airlines als den jüngsten Betreiber unserer A330-200F begrüßen zu dürfen“, sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. „Dieses Flugzeug zeichnet sich durch die niedrigsten Betriebskosten in der Kategorie der Frachtflugzeuge mittlerer Größe aus und ermöglicht in vielfältigen Betriebsszenarien die genauere Anpassung der Kapazität an die Nachfrage.“

Der Frachter basiert auf der sehr erfolgreichen und technologisch führenden A330-Passagierversion. Die A330-200F kann als das weltweit modernste Frachtflugzeug mittlerer Größe bis zu 70 Tonnen Nutzlast befördern und bietet eine Reichweite bis 7400 km (4000 nm). In der aktuellen Marktsituation, die von Nachfrageschwankungen und älteren, weniger sparsamen Großflugzeugen geprägt ist, bietet sich die A330-200F als ideales Frachtflugzeug mittlerer Größe zur nachhaltigen Ertragssicherung an.

Das Reichweiten- und Nutzlastpotenzial der A330-200F ermöglicht Betreibern den flexiblen Einsatz des Flugzeugs im regionalen wie auch im interkontinentalen Frachtverkehr. Gleichzeitig können die Kosten und Flugfrequenzen den Erwartungen des Marktes angepasst werden, um so das Geschäftsvolumen zu erweitern und durch die Eröffnung neuer Routen zu expandieren. Die A330-200F zielt auf die Kategorie der Frachtflugzeuge mittlerer Größe, in denen künftig die größte Nachfrage erwartet wird. Den Prognosen zufolge werden in den nächsten 20 Jahren mehr als 1320 Flugzeuge in diesem Segment benötigt.

Airbus hat bisher mehr als 1200 Aufträge für die verschiedenen Versionen der A330 verbucht, wobei fast 900 Flugzeuge dieses Typs derzeit bei über 120 Betreibern in aller Welt im Einsatz sind.