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Welche Rechte Flugreisende haben – Informationen vom LBA

Urlaubszeit ist Reisezeit. Leider kommt es dabei immer wieder zu kleineren oder größeren Unannehmlichkeiten, wenn das Flugzeug verspätet abfliegt, der Flug annulliert wird oder eine Überbuchung des Fluges vorliegt. Oder wenn Menschen mit eingeschränkter Mobilität ihre Recht auf Hilfe und Unterstützung nicht gewährt wird.

Das LBA ist die offizielle Beschwerde- und Durchsetzungsstelle für die EU-Fluggastrechte in Deutschland. Im Rahmen dieser Aufgabe nimmt das Luftfahrt-Bundesamt die Anzeigen der Fluggäste von vermeintlichen Verstößen gegen die Fluggastrechte entgegen und verfolgt nachgewiesene Verstöße ordnungsrechtlich gegenüber den Fluggesellschaften.

„Daher raten wir jedem Passagier, sich bereits vor Antritt der Reise mit dem Flugzeug über seine Rechte als Fluggast zu informieren. Zum Beispiel auf der Internetseite des Luftfahrt-Bundesamtes (LBA) unter www.lba.de“, empfiehlt Jörg Mendel, Präsident des LBA.

Lufthansa: Operativer Verlust von 381 Mio. Euro im Quartal

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Die Deutsche Lufthansa AG hat im abgelaufenen ersten Quartal 2012 einen Umsatz in Höhe von 6,6 Milliarden Euro erzielt, 5,6 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Anstieg resultierte vor allem aus höheren Verkehrserlösen. Diese konnten im Passagiergeschäft durch eine höhere Absatzmenge und Preissteigerungen erzielt werden. Gestiegene Treibstoffkosten, die Besteuerung des Luftverkehrs in Deutschland und Österreich sowie Kosten für den seit Januar 2012 in Deutschland geltenden Emissionshandel wirkten sich jedoch negativ auf das operative Ergebnis des Konzerns aus. Dieses beträgt zum Ende des ersten Quartals minus 381 Millionen Euro, ein Rückgang um 212 Millionen Euro gegenüber dem Ergebnis des Vorjahresquartals. Das Konzernergebnis liegt bei minus 397 Millionen Euro.

Die Verbesserung von 110 Millionen Euro ist vor allem auf die im Vorjahresquartal verbuchten negativen Zeitwertänderungen von Sicherungsoptionen zurückzuführen. Der operative Cashflow stieg auf 833 Mio. EUR und ermöglichte die Erzielung eines Free Cashflows in Höhe von 540 Millionen Euro. Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, sagt: „Höhere Steuern und Gebühren haben unser Quartalsergebnis massiv belastet. Dieses lag trotz eines Rekordwertes beim Umsatz deutlich unter Vorjahr. Wir können nicht warten, bis auch die Politik erkennt, wie sehr wettbewerbsverzerrende Steuern und Abgaben dem Luftverkehr und dem Wirtschaftsstandort Europa schaden. Mit unserem Zukunftsprogramm SCORE reagieren wir auch auf diese Zusatzbelastungen, um die Position von Lufthansa als Nummer Eins in Europa zu sichern und uns im globalen Wettbewerb langfristig behaupten zu können.“

SCORE sichert die Zukunft von Lufthansa

Mit dem Programm SCORE, das Anfang 2012 gestartet ist, will der Konzern das operative Ergebnis gegenüber dem Jahr 2011 bis Ende 2014 um mindestens 1,5 Milliarden Euro verbessern. Zu den Maßnahmen zählen die stärkere Zusammenarbeit von Lufthansa und Germanwings, die nach der Kombinierbarkeit von Meilenprogrammen und Buchungen nun auch eine gemeinsame Kapazitätsplanung für den dezentralen Verkehr ab Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Stuttgart und Köln betreiben. Und auch zwischen Austrian Airlines und Germanwings besteht seit März 2012 eine Codeshare-Vereinbarung.

Durch ein konzernweites Einkaufsprojekt will Lufthansa im Weiteren allein im laufenden Jahr 200 Millionen Euro nachhaltig einsparen. Und Einsparungen in Höhe eines zweistelligen Millionen-Euro Betrages sollen sich aus der Optimierung des Nachbarschaftsverkehrs im Airlineverbund ergeben. Außerdem ist eine 25-prozentige Kostensenkung in den administrativen Bereichen vorgesehen. Insgesamt ein Drittel des SCORE-Volumens will der Konzern durch die Senkung der Personalkosten realisieren. Erreicht werden soll das durch die Zusammenlegung von Doppelfunktionen und den Verzicht auf Tätigkeiten, die keinen Mehrwert für den Kunden schaffen, sowie durch die Ausgliederung von Tätigkeiten in Shared Services-Einheiten. Aufgrund dieser Maßnahmen werden in den administrativen Bereichen in den kommenden Jahren voraussichtlich 3.500 Vollzeitstellen weltweit wegfallen. Christoph Franz betont: „Nur wenn wir jetzt die administrativen Funktionen neu strukturieren und auch einen Stellenabbau in Kauf nehmen, können wir langfristig Arbeitsplätze erhalten und neue Arbeitsplätze schaffen.“ Das Ziel sei es, bei dem Stellenabbau vorrangig sozialverträgliche Maßnahmen anzuwenden.

Lufthansa Passage leistet mehr als 900 Millionen Euro SCORE-Beitrag

Mit Blick auf das Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe sagte Franz: „Wachstum im Passagiergeschäft war und ist für den Erhalt der Marktposition des Lufthansa Konzerns notwendig. Dass wir in einem nächsten Schritt die durch Wachstum entstandene Komplexität im Konzern reduzieren müssen, ist eine logische und vorhersehbare Konsequenz.“ Lufthansa Passage trägt als größte Einzelgesellschaft des Konzerns einen Anteil von mehr als 900 Millionen Euro zum Zukunftsprogramm bei, davon 600 Millionen auf der Kosten- und 300 Millionen Euro auf der Erlösseite. Erreicht werden soll dies unter anderem durch das Einstellen verlustbringender Strecken und durch ein restriktives Kapazitätswachstum, das für 2012 kein und für die Jahre 2013 und 2014 ein Wachstum von jeweils maximal vier Prozent vorsieht. Resultierend daraus wird die Flotte der Gesellschaft bis 2014 nicht vergrößert werden, und neue Flugzeuge sollen ältere ersetzen. Bis 2020 sollen bei der Lufthansa Passage so im Kontinentalverkehr nur noch vier verschiedene Flottenfamilien zum Einsatz kommen. „Wir werden dort Änderungen vornehmen, wo es für den Kunden keinen Unterschied macht oder gar eine Verbesserung bedeutet“, sagt Franz. Den Anteil der First- und Business Class Umsätze auf der Langstrecke steigerte die Gesellschaftvon 53,6 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 54,9 Prozent im ersten Quartal 2012. Lufthansa werde auch weiterhin die Fluglinie mit den mit Abstand meisten First-Class Sitzen in Europa sein. Nie zuvor in der Unternehmensgeschichte habe Lufthansa so viel in ihr Produkt investiert, sagt Franz. So würden aktuell alle Lufthansa Flugzeuge mit neuen Sitzen ausgestattet, auf Langstreckenflügen gebe es eine neue First-, Business- und Economy Class, nie hätte es mehr Lufthansa Lounges gegeben, und auch der neue Flughafen in Berlin sowie neue Flughafenterminals in Frankfurt und München brächten Vorteile für Lufthansa Kunden.

Für das erste Quartal 2012 wies die Lufthansa Passage, inklusive Germanwings, einen operativen Verlust in Höhe von 384 Millionen Euro aus. Das Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe insgesamt schrieb in diesem Zeitraum einen Verlust in Höhe von 445 Millionen Euro. SWISS trug mit einem operativen Verlust von 6 Millionen Euro zu diesem Ergebnis bei, Austrian Airlines verzeichnete einen operativen Verlust in Höhe von 67 Millionen Euro. Die Gesellschaft hat ein Arbeitsprogramm mit einem Einsparvolumen von mindestens 220 Millionen Euro beschlossen, das unter anderem die Senkung der Personalkosten vorsieht. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft vor wenigen Tagen den Betriebsübergang des Flugbetriebes von Austrian Airlines auf Tyrolean Airways mit Wirkung zum 1. Juli 2012 beschlossen, nachdem eine Verhandlungslösung zur Restrukturierung des Flugbetriebs nicht zum Erfolg geführt hatte.

Service-Geschäftsfelder wirken stabilisierend auf operatives Konzernergebnis

Lufthansa Cargo erzielte zum Ende des ersten Quartals 2012 einen operativen Gewinn in Höhe von 19 Millionen Euro. Der Rückgang um 45 Millionen Euro im Vergleich zum starken Vorjahresquartal ergibt sich aus dem starken Treibstoffpreisanstieg. Die Service-Gesellschaften erzielten im ersten Quartal 2012 zusammen ebenfalls einen operativen Gewinn, und zwar in Höhe von 60 Millionen Euro. Dieser setzt sich aus einem operativen Gewinn der Lufthansa Technik in Höhe von 62 Millionen Euro, einem operativen Gewinn der Lufthansa Systems von drei Millionen Euro und einem operativen Verlust der LSG SkyChefs von fünf Millionen Euro zusammen.

Konzern erwartet operativen Gewinn in mittlerer dreistelliger Millionen-Euro Höhe

Für das Gesamtjahr 2012 geht der Konzern unverändert von einem Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr aus. Der operative Gewinn wird im mittleren dreistelligen Millionen-Euro Bereich erwartet. Nach einem schwierigen Auftakt bestätigen sich aus heutiger Sicht für den weiteren Jahresverlauf die Erwartungen eines anhaltenden Kostendrucks, insbesondere beim Treibstoff. Die bestehenden konjunkturellen Unsicherheiten führen zu schwer prognostizierbaren Nachfrageentwicklungen. Das Stimmungsbild hat sich jedoch insgesamt verbessert und ermöglicht den Airlines zusammen mit der Kapazitätsdisziplin der Luftfahrtbranche ein aktives Preis- und Erlösmanagement. Deren Durchsetzung wird die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2012 ebenso prägen wie der Erfolg der Kostenmaßnahmen. Von den Servicegesellschaften des Konzerns wird abermals ein stabilisierender Einfluss auf die Ergebnisentwicklung erwartet. Etwaige Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit dem unter SCORE angestrebten Stellenabbau sind in dieser Ergebnisprognose nicht enthalten und können sich belastend auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres auswirken. Sie werden je nach Fortschritt des Maßnahmenpakets konkretisiert.

Quartal 1 2012 in Zahlen

Der Umsatz des Lufthansa Konzerns für das erste Quartal 2012 beträgt 6,6 Milliarden Euro, 5,6 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Verkehrserlöse stiegen um 5,6 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Insgesamt erhöhten sich die betrieblichen Erträge des Konzerns im Berichtszeitraum auf 7,2 Milliarden Euro, ein Plus von 2,5 Prozent. Die betrieblichen Aufwendungen haben sich im ersten Quartal um 6,1 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro erhöht. Ein wichtiger Grund dafür sind die um 304 Millionen Euro höheren Treibstoffkosten von insgesamt 1,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 23 Prozent. Ein positives Preissicherungsergebnis in Höhe von 114 Millionen Euro ist in diesem Betrag bereits enthalten. Die Gebühren liegen um 4,9 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der Lufthansa Konzern erzielte im ersten Quartal ein operatives Ergebnis von minus 381 Millionen Euro, im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 212 Millionen Euro. Das Konzernergebnis beträgt minus 397 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug dieses minus 507 Millionen Euro, im wesentlichen aufgrund eines negativen Bewertungseffektes, der sich aus geänderten Zeitwerten von Sicherungsgeschäften aus IAS 39 ergab. Das Konzernergebnis enthält außerdem das Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich bmi in Höhe von zwei Millionen Euro. Das Ergebnis pro Aktie beläuft sich entsprechend auf minus 0,87 Euro.

Lufthansa investierte im Berichtszeitraum 592 Millionen Euro. Davon entfielen 527 Millionen Euro auf die Erweiterung und Modernisierung der Flotte. Der operative Cashflow betrug 833 Millionen Euro, der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Nettoinvestitionen) 540 Millionen Euro. Der Konzern wies zum Ende des ersten Quartals eine Nettokreditverschuldung von 2,1 Milliarden Euro aus. Die Eigenkapitalquote betrug 26,3 Prozent.

Leipzig/Halle und Dresden: Passagierentwicklung divers

Die beiden Verkehrsflughäfen unter dem Dach der Mitteldeutschen Flughafen AG, Leipzig/Halle Airport und Dresden International, verzeichnen im ersten Halbjahr 2012 unterschiedlich ausgeprägte Zuwächse beim Verkehrsaufkommen. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten an beiden Flughäfen 1.886.262 Passagiere (gewerblich) gezählt, was einem Zuwachs von 0,6 Prozent entspricht.

Am Leipzig/Halle Airport weist speziell das Lokalaufkommen, die Zahl der Passagiere die am Airport ihre Flugreise beginnen bzw. beenden, ein deutliches Plus aus. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs das Aufkommen in diesem Bereich von Januar bis Juni um 14,8 Prozent auf 896.023 Fluggäste (gewerblich). Damit liegt Leipzig/Halle deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von rund zwei Prozent. Ursächlich hierfür sind insbesondere das erweiterte Angebot der Ryanair sowie die neue Linienverbindung der Turkish Airlines nach Istanbul. Das Gesamtpassagieraufkommen, inklusive Transitpassagiere, stieg im ersten Halbjahr gegenüber 2011 um ein Prozent auf 1.013.336 Fluggäste (gewerblich).

Auf Grund des überdurchschnittlichen Anstieges des Lokalaufkommens konnten die anhaltenden Rückgänge im Transitverkehr, die im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 Prozent sanken, ausgeglichen werden. Der Großteil der Transitfluggäste entfällt auf Passagiere ziviler US-amerikanischer Airlines. Diese fliegen Leipzig/Halle für technische Zwischenstopps an und befördern Militärangehörige.

Im Frachtverkehr setzt sich das zweistellige Wachstum am Leipzig/Halle Airport, Deutschlands zweitgrößtem Frachtdrehkreuz, weiter fort. Von Januar bis Juni wurden rund 422.315 Tonnen umgeschlagen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 15 Prozent. Auch diese Entwicklung hebt sich erneut deutlich vom gesamtdeutschen Trend ab, der für das Luftfrachtaufkommen bundesweit ein Minus von rund fünf Prozent ausweist.

Das Passagieraufkommen am Flughafen Dresden International stieg im ersten Halbjahr um 0,1 Prozent auf 872.926 Fluggäste (gewerblich). Ein weiteres Wachstum wurde insbesondere durch die zwischenzeitliche Einstellung der Linienverbindungen nach Zürich, Wien und Hamburg, in Folge der Insolvenz der Cirrus Airlines, beeinträchtigt. Die Verbindungen nach Zürich und Hamburg werden seit Februar beziehungsweise April neu von OLT Express mit einem erweiterten Flugplan angeboten.

„Trotz der für den Luftverkehr nach wie vor schwieriger Rahmenbedingungen verzeichnen unsere beiden Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden eine beachtliche Verkehrsentwicklung. Auf Grund des anhaltenden Wachstums im Frachtbereich, insbesondere getragen vom DHL-Engagement, baut Leipzig/Halle seine Position als zweitgrößter Frachtflughafen Deutschlands weiter aus. Gleichzeitig wächst dank der Low-Cost-Angebote das Passagieraufkommen deutlich über dem Bundesdurchschnitt und wird durch die ab Leipzig/Halle sehr erfolgreich neu aufgenommene Linienverbindung der Turkish Airlines weiter beflügelt.

Am Standort Dresden konnte für die in Folge der Insolvenz der Cirrus Airlines zwangsläufig eingestellte Linienverbindungen mit OLT Express innerhalb kurzer Zeit ein neuer Airline-Partner gefunden werden, der das bislang bestehende Angebot sogar erweiterte. Mit Blick auf die Situation an beiden Airports und die vor uns liegende Ferienreisezeit, schauen wir somit zuversichtlich auf das zweite Halbjahr“, so Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG.

Nachtflugverbot in Frankfurt: Chancen für Leipzig/Halle Airport

Nach dem heute durch das Bundesverwaltungsgericht bestätigten Nachtflugverbot für den Flughafen Frankfurt stellt sich der Leipzig/Halle Airport, Deutschlands zweitgrößtes Luftfrachtdrehkreuz, als sinnvolle Alternative für die internationale Transportbranche dar. Der Flughafen verfügt über eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis für Frachtflüge und über die modernste logistische Infrastruktur Europas. Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Airport Holding, sieht nun neue Chancen für Leipzig/Halle.

Aktuell werden im Frachtverkehr vom Leipzig/Halle Airport aus rund 60 Ziele auf vier Kontinenten angeflogen. Mit einem Gesamtumschlag von über 760.000 Tonnen Luftfracht im Jahr 2011 konnte der Flughafen das siebente Rekordjahr in Folge verbuchen, auch im März 2012 wurden zweistellige Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahr registriert. Der Airport weist die modernsten und leistungsfähigsten Infrastrukturen Europas auf – und er profitiert von seiner Nähe zu den wichtigen Wachstumsmärkten Osteuropas. In den vergangenen Jahren hat sich Leipzig/Halle zudem zu einem wichtigen Standort der transkontinentalen Warenströme zwischen Asien und Europa entwickelt. Mit DHL konnte bereits einer der weltweit bedeutendsten Logistiker und Expressdienstleister gewonnen werden, der sich langfristig an den Standort gebunden hat.

Vorteil am Leipzig/Halle Airport

Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Airport Holding: „Das heutige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist ein Schritt in die falsche Richtung, denn es ist ein Urteil gegen den Standort Deutschland und die Wirtschaftskraft unseres Landes. Das ist aber nicht das Ende des Logistikstandortes Deutschland. Gerade für den Leipzig/Halle Airport, der schon jetzt Deutschlands zweitgrößtes Luftfrachtdrehkreuz darstellt, ergeben sich hier neue Chancen. Die bundesdeutsche Verkehrspolitik muss nun verstärkt dieser strategischen Bedeutung unseres Standortes in gesamtdeutschem Interesse Rechnung tragen. Denn global agierende Logistikdienstleister brauchen Standorte, die sich durch Rechtssicherheit auszeichnen. Für den Leipzig/Halle Airport ging seit der Planungsphase eine breite politische Unterstützung mit der anhaltend hohen Akzeptanz des Flughafens in der Region einher. Verlässlichkeit, Planungssicherheit und die modernste Infrastruktur Europas – der Flughafen Leipzig/Halle ist nach dem Nachtflugverbot für den Airport Frankfurt die logische Alternative für internationale Logistikdienstleister.“

Rund um den mitteldeutschen Airport ist ein großes Logistikareal entstanden, das im SCI Logistikbarometer 2011 als dynamischste Logistikregion Deutschlands ausgezeichnet wurde. Der Flughafen selbst wurde im März 2012 im Rahmen des World Cargo Symposium der IATA in Kuala Lumpur (Malaysia) mit dem Air Cargo Excellence Award geehrt.

Jubiläum: Zehn Jahre Allgäu Airport, fünf Linienflug

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Rund 3,5 Millionen Passagiere und 82.000 Flugbewegungen verzeichnet der Allgäu Airport in seiner noch jungen Geschichte. Die Geburtsstunde des Linienflugsverkehrs am Memminger Flughafen jährt sich nun zum fünften Mal. Denn erstmals startete am 28. Juni 2007 eine Linienmaschine der TUIfly nach Berlin und eröffnete damit den regelmäßigen Passagierflugbetrieb.

Mittlerweile hat sich Bayerns dritter Verkehrsflughafen als feste Größe in Süddeutschland etabliert und genießt weit über die Grenzen des Freistaats hinaus großen Zuspruch. Aktuell verfügt der Airport über ein europaweites Streckennetz mit derzeit 32 Zielen, das soeben um zwei innerdeutsche Verbindungen bereichert wurde.

Wachstum nach schwierigem Start

Vulkanasche-Wolken und Schneestürme, Ryanair-Chef O’Leary als Ehrengast in Lederhose und Chelsea-Fans auf dem Weg zum Endspiel, Casting-Shows und Airline-Wechsel: Die Geschichte von Deutschlands höchst gelegenem Verkehrsflughafen ist bereits voller Aufsehen erregender Ereignisse. „Wir sind schnell und erfolgreich gestartet“, so bilanziert Ralf Schmid, Allgäu Airport Geschäftsführer der ersten Stunde und bis heute Chef im Cockpit, „und sind sicher als wichtiger Teil der Verkehrsinfrastruktur Süddeutschlands gelandet.“

Nach stürmischem Beginn gelang es, eine Phase des stetigen Wachstums einzuleiten, die bis heute anhält. In diesem Zusammenhang wurde bereits mehrfach das Terminal erweitert, kamen neue Parkplätze hinzu. Einen zusätzlichen Rückenwind verlieh das Engagement der irischen Fluggesellschaft Ryanair dem Airport der kurzen Wege, der insbesondere auch durch günstige Parkentgelte positiv auffällt. Am 29. April 2009 startete erstmals eine Maschine von Ryanair, deren Geschäftsführer Michael O’Leary zuvor dem Airport einen vielbeachteten Besuch abstattete. Im August desselben Jahres nahm auch Osteuropas führende Low Fare Airline Wizz Air ihren Flugbetrieb ab Memmingen auf und verbindet zur Zeit den Allgäu Airport mehrmals wöchentlich mit Kiew, Belgrad und Bukarest sowie neu ab Oktober mit Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens.

Regionalflughafen etablierte sich fürs Reisen

Parallel dazu entschieden sich immer mehr Reiseveranstalter, Memmingen als Ausgangspunkt für ihre Ferienflug-Angebote zu nehmen. So gelangt man während der Sommermonate nonstop nach Süditalien, in die Türkei, nach Korsika und Mallorca. Selbst fromme Pilger nach Lourdes wählen den Charterflug ab Memmingen. Der renommierte Veranstalter touropa erweiterte zu Beginn dieser Sommersaison das Angebot mit einem eigenen Katalog für Pauschalreisen ab Memmingen und bietet attraktive Reisepakete mit eigenem Charterflug nach Zypern, in die Türkei, nach Ägypten, La Palma und Gran Canaria.

„Es ist ein rundes Angebot, das wir mittlerweile ab Memmingen in ganz und für ganz Europa bieten können“, betont Geschäftsführer Ralf Schmid, der seit Sommer 2002 die Umwandlung des ehemaligen Militärflugplatzes der Bundeswehr in einen Verkehrsflughafen maßgeblich verantwortet. Die Initiative kam von mittelständischen Unternehmern der Region, die das weitläufige Gelände vor den Toren der Stadt einer zivilen Nutzung zuführen wollten. Sie gründeten am 13. Juni 2002 die damalige air+park allgäu GmbH & Co. KG, die in diesen Tagen – als Allgäu Airport GmbH & Co KG – ihr zehnjähriges Bestehen vermelden konnte.

Rückzug von Air Berlin – Abfedern des Rückschlags

Zu den Rückschlägen in der Entwicklung des jungen Flughafens zählt zweifelsohne der Rückzug von Air Berlin. Die Fluggesellschaft hatte im Sommer 2010 erklärt, sie werde mit Beginn des Winterflugplans 2010/11 auch ihren letzten innerdeutschen Flug ab Memmingen, die Verbindung nach Berlin, wie zuvor die Strecken nach Hamburg und Köln ersatzlos streichen. Air Berlin hatte ein Jahr zuvor von TUIfly die drei innerdeutschen Strecken übernommen. Mittlerweile verfügt Memmingen wieder über Linienflüge nach Berlin und Hamburg, die erst vor kurzem mit flytouropa erfolgreich gestartet wurden. „Damit sind wir national und international als Bayerns dritter Verkehrsflughafen hervorragend positioniert“, freut sich Geschäftsführer Schmid.

Die Zeichen stehen weiterhin auf Wachstum. Geplant sind in diesem Jahr 960.000 Fluggäste. Nicht zuletzt die soeben erfolgte Absage einer dritten Startbahn auf dem Münchner Airport könnte auch Memmingen weiteren Schub verleihen. „Schon heute sind wir für viele Münchner sehr attraktiv“, berichtet Ralf Schmid. Die direkte Anfahrt über die A 96 und das preisgünstige Parken seien ebenso schlagkräftige Argumente wie attraktive Flüge. Auch in Baden-Württemberg, der angrenzenden Schweiz und in den österreichischen Bundesländern Tirol und Vorarlberg werde das Angebot intensiv genutzt. „Und das in beiden Richtungen“, erläutert Ralf Schmid. Denn der Airport steigere auch die Attraktivität der heimischen Urlaubsdestinationen und wachse kontinuierlich im sogenannten Incoming-Bereich.

Um sich für die Zukunft weiter fit zu machen, wurde beim Luftamt Südbayern im Juni 2011 die Durchführung eines luftrechtlichen Planfeststellungsverfahrens beantragt, das noch läuft. Es sollen rund 15 Millionen Euro investiert werden. Konkrete Maßnahmen sind die Verbreiterung der Start- und Landebahn, die Optimierung des Instrumentenlandesystems und der Rollwege sowie die Erweiterung des Terminals und der Parkmöglichkeiten.

Neue Triebwerkskonfigution beim A320 – 15 Prozent weniger Verbrauch

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Die Airbus A320-Familie – weltweit die Referenzklasse für Single-Aisle-Flugzeuge – wird durch eine neue Triebwerksoption nun noch sparsamer und umweltfreundlicher im Betrieb. Dafür zeichnen zwei Veränderungen am Flugzeug verantwortlich.

Als A320neo bezeichnet, bietet diese Option maximalen Mehrwert durch minimale Veränderungen bei den A319, A320 und A321 Modellen. Dies wird erreicht durch die Verfügbarkeit von zwei neuen Triebwerken – das CFM International LEAP-X und das PW1100G PurePower von Pratt & Whitney – zusammen mit dem Einsatz von großen, Sharklets genannten Flügelspitzenkonstruktionen. Die Verbesserungen bei der A320neo bewirken eine 15-prozentige Verringerung des Kraftstoffverbrauchs, zwei Tonnen zusätzliche Nutzlast sowie bis zu 500 nautische Meilen mehr Reichweite. Zu den niedrigeren Betriebskosten kommen noch geringere Motorengeräusche und Emissionen hinzu.

Vom Zulieferer zur Produktion der EC725 für Brasiliens Militär

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Die Eurocopter-Tochter Helibras hat mit dem brasilianischen Luftfahrtzulieferer InbraAerospace einen Vertrag über die Bereitstellung einer Composite-Schutzpanzerung für die Mehrzweckhubschrauber vom Typ EC725 der brasilianischen Streitkräfte unterzeichnet. Diese Maschinen werden am neuen Produktionsstandort Itajubá im Bundesstaat Minas Gerais gefertigt, der gestern eingeweiht wurde.

Die neue Vereinbarung ist der nunmehr 15. Vertrag, der bis dato mit brasilianischen Zulieferern zur Beschaffung von Komponenten für die EC725 geschlossen wurde. Zum Einsatzspektrum dieses Modells zählen Such- und Rettungsmissionen, taktische Langstreckentransporte, Patiententransporte, Logistikunterstützungsflüge sowie Marinemissionen.

InbraAerospace erhielt nach einem strengen internationalen Ausschreibungsverfahren den Zuschlag für die Lieferung der EC725-Composite-Panzerung und konnte damit seine Position als Zulieferer von Eurocopter weiter festigen.

„Mit diesem neuen Auftrag festigen wir unsere Partnerschaft mit InbraAerospace, das bereits Panzerungen für Ecureuil-Maschinen liefert. Zudem eröffnen sich damit für Inbra weitere Chancen im Rahmen einer Kooperation mit Helibras und seiner Muttergesellschaft Eurocopter“, erklärte Eduardo Mauad, Vice President von Helibras und verantwortlich für die industrielle Zusammenarbeit.

InbraAerospace, eine Tochtergesellschaft der Grupo Inbrafiltro, wurde 2002 mit dem Ziel gegründet, in Brasilien sowie auf internationalen Märkten die Herstellung von Verbundwerkstoffen für die Luftfahrtindustrie voranzutreiben, und beschäftigt derzeit 120 Mitarbeiter.

Jairo Candido, Präsident von InbraAerospace, betonte: „Diese Partnerschaft bietet die hervorragende Möglichkeit, unsere Präsenz auf dem Luftfahrtmarkt weiter auszubauen. Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen zur Lieferung der EC725 an Brasiliens Streitkräfte umfasst die Zusammenarbeit auch einen Technologietransfer von Eurocopter zu InbraAerospace.“

Weitere brasilianische Zulieferer, mit denen Helibras Verträge über EC725-Komponenten abgeschlossen hat, sind: Toyo Matic Aerospace, das bereits die ersten in Brasilien gefertigten Rotorkopfmuffen bereitstellte; Aernnova do Brasil, Hersteller der Metall-Heckausleger; Triebwerksspezialist Turbomeca do Brasil; Sagem/TM für die Autopilotsysteme; Rohde & Schwarz do Brasil, das die Funkausstattung liefert; AEL Aeroeletrônica für die Cockpit- Instrumente; Microturbo/TM zur Bereitstellung der Bordaggregate; SDV Brasil zur logistischen Unterstützung; AKAER für Ingenieurleistungen sowie die Produktionswerkzeughersteller RCS, GNS, UNISTIL, MASTER, ITAKAR und IFAM. Entsprechend einem 2008 vom brasilianischen Verteidigungsministerium unterzeichneten Kaufvertrag wird Helibras 50 EC725 im Gesamtwert von 1,8 Mrd. Euro an die drei Teilstreitkräfte Brasiliens liefern. Die Vereinbarung besagt außerdem, dass nach und nach 50 Prozent der Hubschrauberkomponenten aus brasilianischer Fertigung stammen müssen.

Die EC725 werden von Helibras in seiner neuen hochmodernen Produktionsanlage in Itajubá montiert, ebenso wie zivile Maschinen vom Typ EC225 für den regionalen Markt.

Eröffnung neuer Produktionsstätte für Eurocopter EC725 und EC225 in Brasilien

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Mit der Einweihung ihres neuen Hubschrauber-Kompetenzzentrums haben Eurocopter und seine brasilianische Tochtergesellschaft Helibras heute einen großen Beitrag zur Weiterentwicklung der Luftfahrtindustrie des Landes geleistet. In Itajubá im Bundesstaat Minas Gerais werden künftig EC725 für die brasilianischen Streitkräfte gefertigt.

 

Der neue Helibras-Standort Itajubá wird für die Fertigung, Endmontage und Wartung der EC725 verantwortlich zeichnen, die von den drei Teilstreitkräften Brasiliens im für Südamerika bis dato umfangreichsten Vertrag dieser Art bestellt wurden. Damit wird den Streitkräften eine hochmoderne Flotte auf Basis der bewährten Eurocopter Super Puma/Cougar-Familie geliefert. In der neuen Produktionsstätte kann außerdem die zivile Version EC225 gefertigt werden. Dadurch kann Helibras seinen Kunden vor Ort produzierte Hubschrauber für Offshore-Einsätze in der Öl- und Gasindustrie sowie für andere Anwendungen anbieten.

Mit dem neuen Hubschrauber-Kompetenzzentrum wird darüber hinaus nicht nur eine hochmoderne Fertigungseinrichtung eröffnet, sondern auch der Grundstock für die potenzielle Entwicklung neuer Hubschraubermodelle sowie die Erweiterung der Zuliefererkette in Brasiliens Luftfahrtbranche gebildet.

„Die Werkseröffnung in Itajubá ist ein weiterer Meilenstein in unseren mehr als 30-jährigen Beziehungen zu Brasilien und verdeutlicht, dass Eurocopter die Nähe zu seinen Kunden sucht und hochwertige Geschäftsmöglichkeiten in Schlüsselmärkten schafft“, erläuterte Dr. Lutz Bertling, Präsident und CEO von Eurocopter. Die neuen Anlagen von Helibras beinhalten Investitionen in Höhe von insgesamt 160 Mio. EUR und umfassen den Bau des Werks, die Errichtung diverser für die Hubschrauberproduktion benötigter Einrichtungen sowie die Planung und Durchführung entsprechender Mitarbeiterschulungen. Die Einrichtung des Standorts erfolgte im Rahmen eines 2008 von Helibras und dem brasilianischen Verteidigungsministerium unterzeichneten Vertrags im Gesamtwert von 1,8 Mrd. EUR über die Bereitstellung von EC725 für die drei Teilstreitkräfte Brasiliens. Die Vereinbarung besagt, dass nach und nach 50 Prozent der Hubschrauber und ihrer Komponenten in Brasilien gefertigt werden müssen.

„Dieses Programm erfüllt die Zielsetzung der brasilianischen Regierung, einsatzbereite und maßgeschneiderte Hubschrauber für ihre Streitkräfte bereitzustellen und dabei wertvolles Know-how für die hiesige Luftfahrtindustrie sowie die Zuliefererkette zu erwerben”, führte Eduardo Marson Ferreira, Präsident von Helibras, aus.

Vier EC725, die am französischen Eurocopter-Standort gefertigt wurden, hat Helibras bereits an das brasilianische Militär ausgeliefert. Die nachfolgenden Maschinen stammen dann aus der Produktion in Itajubá. Die ersten sind bereits in der Endmontage, darunter auch eine EC725, die als Modell für die Entwicklung und Systemintegration der in Brasilien gefertigten Maschinen dienen wird. Die insgesamt 50 Hubschrauber werden bis 2017 ausgeliefert.

Helibras hat bereits mit 15 brasilianischen Unternehmen Verträge über die Bereitstellung von Baugruppen, Einzelteilen und Dienstleistungen für die EC725 unterzeichnet. Gemäß der im Kaufvertrag enthaltenen Vereinbarung über einen Technologietransfer wird das Unternehmen in Frankreich und Brasilien zudem Schulungen für Piloten, Mechaniker, Techniker und Ingenieure abhalten. Das neue Werk wurde unter Einsatz fortschrittlicher Technik sowie moderner Baumaterialien und Konzepte zur Sicherung der Nachhaltigkeit errichtet. So wurde beim Entwurf des Hauptgebäudes auf eine natürliche Beleuchtung der Innenräume geachtet, für die Energiegewinnung sorgt eine Solaranlage und Jalousien aus durchlässigem Material erleichtern die Belüftung. Der Dachbereich der Fabrik entspricht ebenfalls den aktuellsten Nachhaltigkeitskonzepten. Darüber hinaus wird Regenwasser gesammelt und in Fertigungsprozessen wiederverwendet. Durch diese Ausstattungen können monatlich 231 kWh Energie und 20 Kubikmeter Wasser gespart werden. Zusätzlich werden durch Recycling im Monat circa vier Tonnen Material gesammelt – ein wichtiger Antrieb für die Umweltschutzbestrebungen in Itajubá.

Die EC725, die in Itajubá gebaut wird, ist das jüngste Mitglied der Eurocopter Super-Puma/Cougar-Familie. Zum Einsatzspektrum des zweimotorigen Hochleistungshubschraubers der 11-Tonnen-Kategorie zählen Such- und Rettungsmissionen, taktische Langstreckentransporte, Luftrettung, Logistikunterstützungsflüge sowie Marinemissionen.

Die Flotte der zivilen Version EC225 zählt weltweit rund 110 Maschinen, die insgesamt circa 190.000 Flugstunden absolviert haben. Allein in Brasilien werden 14 EC225 für Transporte aus der Umgebung von Santos und Campos zu Offshore-Öl- und Gasbohrinseln genutzt.

Hamburg Airport 2. bei den „World Routes Awards 2012“

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Das Team des Aviation-Marketings am Hamburg Airport hat in der Kategorie „Europa“ einen 2. Platz bei den „World Routes Awards 2012“ belegt. Gesamtsieger der Kategorie „Europa“ ist der Flughafen Brüssel geworden. Dr. Jörgen Kearsley, Leiter Aviation Marketing am Hamburg Airport, und sein Team haben den Preis auf der 18. World Routes entgegen genommen, die vom 30. September bis zum 2. Oktober in Abu Dhabi stattfand. An der Konferenz nahmen rund 3.000 Vertreter von Airlines und Flughäfen aus mehr als 80 Ländern teil.

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, freut sich über die Auszeichnung: „Der World Routes Award ist deshalb so einzigartig, da er von unseren Kunden, den Fluggesellschaften, vergeben wird. Als Airport kann man sich also nicht aktiv bewerben, sondern wird von den Airlines vorgeschlagen. Daher ist schon die Nominierung für den World Routes Award eine große Ehre. Hier einen 2. Platz zu belegen bedeutet uns sehr viel und ist Auszeichnung und Ansporn für uns zugleich.“

Im Rahmen der Preisverleihung wurde u. a. das Engagement von Hamburg Airport bei der Entwicklung einer innovativen B2B-Website gewürdigt: Sie enthält eine Fülle von Informationen, die speziell auf die Kundengruppe Airline-Streckenplaner zugeschnitten sind und an vielen Stellen zu weiteren hilfreichen Quellen verlinkt. Der geschlossene Bereich ist den Vertretern der Airlines nur per Login zugänglich und bietet individuelle Streckenauswertungen und weitere auf die Fluggesellschaften bezogene Daten. Hamburg Airport konnte ebenfalls durch seine Messeauftritte im typisch hanseatischen Look punkten. Außerdem ist den Marketing-Fachleuten am Hamburg Airport die intensive und persönliche Betreuung neuer und bestehender Airline-Kunden besonders wichtig.

Erfolgreicher Missionsabschluss für das ATV „Edoardo Amaldi“

„Edoardo Amaldi“, das dritte automatische Transferfahrzeug (ATV) der ESA, schloss heute mit dem kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und dem Verglühen über einem unbewohnten Gebiet des Südpazifik den letzten Teil seiner äußerst gelungenen sechsmonatigen Mission zur Versorgung der Internationalen Raumstation (ISS) ab.

Die ATV sind die technisch anspruchsvollsten Raumfahrzeuge, die je in Europa entwickelt wurden, und zugleich die größten und leistungsfähigsten Frachttransporter, die an der ISS andocken. Mit einem Gesamtgewicht von mehr als 20 Tonnen beim Start sind sie darüber hinaus die schwersten Raumfahrzeuge der Welt.

Sie zeichnen sich durch eine unübertroffene Transportkapazität für Fracht und Treibstoff aus und können als Antriebsmodul zur Bahnanhebung der 400 Tonnen schweren ISS und für Manöver zum Ausweichen der Raumstation vor Weltraumtrümmern eingesetzt werden.

Während seiner Mission lieferte das ATV „Edoardo Amaldi“ den Astronauten in der Erdumlaufbahn fast sieben Tonnen Treibstoff, Sauerstoff, Luft und Wasser, sowie wissenschaftliches Gerät, Ersatzteile, Kleidung und Nahrung. Die Trockenfracht bestand aus über hundert Paketen in acht Nutzlastschränken – zwei Schränke mehr als bei der vorherigen ATV-Mission.

Das ATV-3 wurde am 23. März mit einer Ariane-5-Trägerrakete in den Orbit gebracht und dockte fünf Tage später an der Raumstation an.

Die automatischen Transferfahrzeuge führen alle Manöver einschließlich des automatischen Andockens unter der genauen Überwachung des gemeinsam von der ESA und dem CNES betriebenen ATV-Kontrollzentrums in Toulouse, Frankreich, durch.

Bisher sind die ATV und die russischen Progress und Sojus die einzigen Raumfahrzeuge, die mit integrierter Redundanz eigenständig an der Station andocken können. Während das ATV-3 mit der Raumstation gekoppelt war, zündete es neunmal seine Triebwerke, um dem atmosphärischen Widerstand entgegenzuwirken und die Raumstation in ihrer Bahn zu halten. Ohne die Bahnanhebungsmanöver mit den ATV oder den russischen Progress-Fahrzeugen würde die ISS mit der Zeit absinken und letztlich auf die Erde fallen.

Der achte Antriebsschub des ATV-3 am 22. August dauerte 40 Minuten (nahezu eine halbe Umkreisung des Erdballs) und hob die Station in eine Rekordhöhe von 405-427 km über der Erde.

Während der sechs Monate, die das ATV-3 an die Raumstation gekoppelt war, bot es den Astronauten 48 Kubikmeter zusätzlichen Raum. Vor seiner Abkopplung wurde das druckbeaufschlagte Modul mit ca. einer Tonne Abfall beladen.

Der europäische Raumschlepper trennte sich am 28. September von der ISS und begab sich nach kurzem freien Flug in seine sichere Rückflugbahn. Das mit Abfall beladene Raumfahrzeug verglühte um 03:30 MESZ gefahrlos in der oberen Schicht der Erdatmosphäre.

Sein Nachfolger, das ATV-4 mit Namen „Albert Einstein“, hält sich schon jetzt für die nächste Nachschubmission zur Internationalen Raumstation bereit. Es traf am 19. September per Schiff an Europas Raumflughafen in Kourou, Französisch-Guayana, ein und soll im April 2013 starten.

Das fünfte ATV, „Georges Lemaître“, wird bereits montiert. Sein Start ist für April 2014 vorgesehen.

Piloten: Flugdienstzeitregeln gefährden Sicherheit

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Der am heutigen Tage von der europäischen Flugsicherheitsagentur EASA vorgestellte endgültige Entwurf zur Neuregelung der Flugdienstzeiten stellt aus Sicht der Vereinigung Cockpit eine vorsätzliche Gefährdung der Passagiere dar.

Die Chance, die bisher nicht auf wissenschaftlicher Forschung beruhenden Regularien entsprechend gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse zu modernisieren, wurde nicht nur verpasst, sondern bewusst wirtschaftlichen Überlegungen untergeordnet. Nicht nur wurden wesentliche Erkenntnisse der eigens von der EASA in Auftrag gegebenen Studie (Moebus-Report, 2010) ignoriert, sondern auch gegen die Empfehlung der EU (EWG 3922/91), die Sicherheit im Luftverkehr auf das höchste in einem EU-Mitgliedsland vorherrschende Niveau anzuheben, bewusst verstoßen.

Während sich alle befragten Wissenschaftler mehrfach für nicht mehr als zehn Stunden Dienstzeit in der Nacht und dies als Kompromiss zwischen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit ausgesprochen haben, weigert sich die EASA, ihrem Auftrag, die Sicherheit im Luftverkehr zu gewährleisten, nachzukommen. Sie gesteht elf Stunden und mit Verlängerungsoption sogar bis zu 12 Stunden zu.

In Verbindung mit Bereitschaftsdiensten sollen Piloten ein Flugzeug landen können, nachdem sie bereits 22 Stunden und mehr wach sind. Dies ist, so sind sich die Wissenschaftler einig, nicht sicher. Die Reaktionsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und Denkfähigkeit ist bereits nach einer durchwachten Nacht mit einem Alkoholkonsum von 0,8 Promille Blutalkohol vergleichbar.

Unbeeindruckt von wissenschaftlich belegten Fakten missbraucht die EASA ihr Mandat und folgt den Wünschen der Fluggesellschaften nach maximaler Nutzbarkeit des Personals.

„Es ist ein Skandal, was in Europa geschieht. Statt der Sicherheit der Menschen oberste Priorität einzuräumen, setzt man sie bewusst vermeidbaren Risiken aus.“, so Jörg Handwerg, Pressesprecher der Vereinigung Cockpit. „Es kann doch nicht sein, dass man den Luftverkehr auf der einen Seite mit immer weiteren Abgaben belastet, andererseits den Fluggesellschaften mit dem Argument, man könne sie nicht belasten, Einsparungen bei der Flugsicherheit zugesteht. Ein Bruchteil der Luftverkehrssteuer würde ausreichen, um in allen deutschen Flugbetrieben sichere Flugdienstzeiten zu ermöglichen und somit gefährliche Übermüdung zu verhindern. Nun ist die Bundesregierung gefordert zu zeigen, wie viel ihr die Sicherheit der Bürger wert ist.“

„Sollte der Vorschlag der EASA unkorrigiert umgesetzt werden, können wir Piloten für die Sicherheit nicht mehr garantieren. Wir werden nicht akzeptieren, dass man die Sicherheit der Passagiere und Besatzungen verkauft.“, so Ilja Schulz, Präsident der Vereinigung Cockpit.

Flughafen Frankfurt eröffnet neuen Flugsteig A-Plus

Nach rund vier Jahren Bauzeit hat der Frankfurter Flughafen heute den Flugsteig A-Plus, die 800 Meter lange Westerweiterung des Terminals 1, planmäßig eröffnet. Mit seiner Inbetriebnahme kann das größte deutsche Luftverkehrsdrehkreuz nun sechs Millionen zusätzliche Passagiere und somit insgesamt rund 65 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen. Das 700 Millionen Euro teure Gebäude steht exklusiv der Deutschen Lufthansa AG sowie ihren Partnern des Luftfahrtbündnisses Star Alliance zur Verfügung und ist insbesondere auf die Abfertigung von Großraumflugzeugen wie dem Airbus 380 oder der Boeing 747 ausgelegt.

 

„Mit der pünktlichen Inbetriebnahme des neuen Flugsteigs A-Plus unternimmt die Fraport AG einen weiteren Schritt zur Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Frankfurter Flughafens“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Flughafenbetreibers, Dr. Stefan Schulte. „Die zusätzliche Kapazität von jährlich sechs Millionen Passagieren verschafft uns einen ausreichenden Puffer, um dem erwarteten Verkehrswachstum in den nächsten Jahren gerecht zu werden und unsere Position unter den Top-Flughäfen dieser Welt zu festigen. Gleichzeitig setzen wir mit der Terminalerweiterung einen neuen Qualitätsstandard im Terminalmanagement und zugleich Maßstäbe für die Reiseerlebnisse unserer Passagiere. Ihnen stehen künftig modernste Abfertigungseinrichtungen und vielfältigste Gastronomie- und Einzelhandelsangebote zur Verfügung. Auch ein einfacherer Umstieg von Kurzstreckenflügen auf Langstreckenverbindungen bedeutet für die Fluggäste eine Zunahme an Komfort.“

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa, Christoph Franz, sagte: „Ich bin überzeugt, dass unsere Fluggäste den neuen Flugsteig A-Plus sehr schätzen werden. Mit fünf neuen Lounges und modernster Technik setzt dieses Bauwerk Maßstäbe. Unser Heimatdrehkreuz Frankfurt ist damit wieder vorne mit dabei in der Spitzengruppe der europäischen Airports. Das ist eine gute Nachricht für den Luftverkehrsstandort Deutschland und für das Rhein-Main-Gebiet, das vom größten deutschen Flughafen insbesondere profitiert.“

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier erklärte: „Die Eröffnung des neuen Flugsteigs markiert einen weiteren Meilenstein für den Frankfurter Flughafen und sichert langfristig seine Entwicklungschancen auf einem umkämpften Wachstumsmarkt. Der Flughafen ist nicht nur unser Tor zur Welt, sondern auch ein international bekanntes Aushängeschild für die Stadt Frankfurt und das Land Hessen. Unser Airport ist die mit Abstand größte Arbeitsstätte der Bundesrepublik, Jobmotor für die gesamte Region und das Herzstück der Verkehrsdrehscheibe Rhein-Main“, so der Ministerpräsident.

Auch der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Florian Rentsch betonte: „Die Inbetriebnahme des neuen Flugsteiges A-Plus ist ein weiteres wichtiges Kapitel für das Drehkreuz Frankfurt Main und seine Nutzer. Ich bin zuversichtlich, dass die bestehende Systempartnerschaft von Fraport und Lufthansa auch weiterhin im Interesse des Standortes Rhein-Main Erfolgsgeschichte schreiben wird.“

Der Flugsteig A-Plus ist mit einer Gesamtnutzfläche von rund 185.000 Quadratmetern seit Inbetriebnahme des Terminals 2 im Jahr 1994 das größte Hochbauprojekt direkt am Flughafen Frankfurt. Er besitzt sieben Abfertigungspositionen für Langstreckenflugzeuge: Vier davon sind für die doppelstöckigen Maschinen vom Typ Airbus 380 ausgelegt, die über jeweils drei Fluggastbrücken angedient werden können; drei weitere Positionen mit je zwei Fluggastbrücken stehen für Maschinen vom Typ Boeing 747-8 und Airbus 340 zur Verfügung. Alternativ können für eine größtmögliche Flexibilität auch elf Kurzstreckenflugzeuge parallel abgefertigt werden.

Der neue Flugsteig vereinfacht und beschleunigt die Umsteigeprozesse am wichtigsten Drehkreuz der Lufthansa erheblich. Zukünftig werden alle Flüge in die und aus den USA im Bereich A abgefertigt. Dadurch kann die Mindestumsteigezeit bei vielen Anschlussverbindungen auf diesen Strecken von aktuell 60 auf 45 Minuten gesenkt werden. Zudem wird sich die so genannte Gebäudequote spürbar erhöhen: Mehr Flugzeuge können direkt an einer Position am Terminalgebäude parken und müssen nicht auf dem Vorfeld abgestellt werden. Das ist bequemer für die Reisenden, die nicht erst mit Bussen zum Terminal gebracht werden müssen, und reduziert darüber hinaus die Komplexität der Betriebsabläufe.

Zur Inbetriebnahme des Flugsteigs werden eine First Class, zwei Senator und zwei Business Lounges die Gäste zum Verweilen, Arbeiten und Erfrischen einladen. Damit vergrößert Lufthansa ihre Loungeflächen um fast fünfzig Prozent auf dann mehr als 14.000 Quadratmeter. Aber auch in vielen Details finden sich Vorzüge für die Passagiere. So sind die Laufbänder länger und breiter, um die Laufdistanzen zu verkürzen und das Überholen zu vereinfachen. Ferner verfügen die großzügigen Wartebereiche über Sitze mit integrierten Steckdosen und USB-Anschlüssen.

Einen neuen Standard setzt die Erweiterung des Terminals 1 auch mit ihrem Retailkonzept: Eine Fläche von rund 12.000 Quadratmetern bietet Platz für 60 Läden und gastronomische Einrichtungen, die sich schwerpunktmäßig auf zwei zentrale Marktplätze konzentrieren. Die Konzeption der Duty-Free- und Travel-Value-Shops folgt dabei erstmals in Frankfurt dem so genannten Walk-Through-Konzept, bei dem die Reisenden nach der Sicherheitskontrolle automatisch durch die Verkaufsflächen geführt werden.

Der erste Spatenstich für die Errichtung des Flugsteigs erfolgte im Dezember 2008. Eine große Herausforderung während der gesamten Bauzeit war der laufende Betrieb in den unmittelbar angrenzenden Terminal- und Vorfeldabschnitten. Viele Arbeiten konnten daher nur nachts ausgeführt werden.

Ein erster Abschnitt des Flugsteigs, die so genannte Wurzel A, die die Passagierströme auf den alten Flugsteig A und den neuen Flugsteig A-Plus verteilt, ist schon im vergangenen Juli in Betrieb gegangen.

Lufthansa fliegt erstmals von Düsseldorf nach Tel Aviv

Lufthansa baut das Flugangebot an ihrem Düsseldorfer Drehkreuz weiter aus und bietet künftig erstmals eine Direktverbindung nach Tel Aviv an. Ab dem 01. November 2012 können Reisende mit Lufthansa jeweils donnerstags und sonntags nonstop von Düsseldorf aus in vier Stunden nach Tel Aviv fliegen. Damit ist die wichtigste israelische Metropole jetzt auch direkt mit der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt verbunden.

 

Mit der neuen Verbindung von Düsseldorf nach Tel Aviv schreibt Lufthansa ihre über 40jährige Partnerschaft mit Israel fort. Bereits 1968 startete der erste planmäßige Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Tel Aviv. Das neue Angebot ab Düsseldorf ergänzt die bestehenden Verbindungen ab Frankfurt, München und Berlin nach Tel Aviv. Insgesamt können Reisende ab November dann mit Lufthansa unter 23 wöchentlichen Lufthansa-Verbindungen zwischen Deutschland und Israel wählen.

“Wir freuen uns über die neue Verbindung und sind überzeugt davon, dass wir damit die wirtschaftlichen, touristischen und kulturellen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern vertiefen werden”, so Bernhard Brauneder, Vertriebsdirekter Lufthansa Passage Düsseldorf. „Kunden aus Nordrhein-Westfalen erhalten erstmals ab Düsseldorf eine Lufthansa-Direktverbindung in die wichtigste Metropole Israels – Reisende aus Tel Aviv profitieren künftig von neuen attraktiven Umsteigerverbindungen zu den wichtigsten europäischen Metropolen über das Lufthansa/Star-Alliance Netzwerk am Flughafen Düsseldorf. So können Passagiere aus Israel nach Ankunft in Düsseldorf neben den innerdeutschen Lufthansa-Destinationen unter anderem bequem die Ziele London, Mailand, Paris und Zürich erreichen. Gleichzeitig steht Reisenden aus NRW dank der günstigen Flugzeiten der Tag in Tel Aviv bereits ab Mittag zur Verfügung.“

Der Großraum Tel Aviv ist mit seinen über drei Millionen Einwohnern nicht nur das größte Ballungsgebiet und wirtschaftliche Zentrum Israels, sondern auch ein beliebter Ausgangs-punkt für touristische Rundreisen – zum Beispiel nach Jerusalem. Darüber hinaus sind die NRW-Städte Köln, Bonn und Essen seit vielen Jahren über Städtepartnerschaften mit der neuen Lufthansa-Destination Tel Aviv verbunden. Düsseldorf unterhält seit 1988 eine Partnerschaft mit der Stadt Haifa, die 100 Kilometer nördlich von Tel Aviv liegt.

Zum Start der neuen Verbindung hat Lufthansa ein besonderes Preis-Special aufgelegt: Der Hin- und Rückflug von Düsseldorf nach Tel Aviv ist bis Ende Oktober 2012 ab 239 Euro buchbar. Der Reiseantritt liegt zwischen dem 01. November 2012 und dem 28. Februar 2013. Der Preis gilt für die Economy Class und beinhaltet alle Steuern, Gebühren sowie die Luftverkehrssteuer bei Buchung unter www.lufthansa.com. Miles & More-Teilnehmer erhalten für diese Flüge Meilen.

Dr. Christoph Kollatz ist jetzt neuer CIO der Lufthansa Group

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Dr. Christoph Kollatz ist seit dem 01. Mai 2012 „Chief Information and Process Officer“ (CIO/CPO) bei der Deutschen Lufthansa AG und verantwortet damit das Konzern-IT-Management.

Dr. Kollatz war zuletzt als Executive Vice President, SAP HANA, und Corporate Officer für die SAP AG tätig. Zuvor war der promovierte Finanzwissenschaftler und Diplom-Wirtschaftsingenieur Vorsitzender der Geschäftsführung Siemens Business Services und CEO der Siemens Sparte IT Solutions and Services (SIS).

MASCOT – Ein Asteroidenlander mit Orientierungssinn

Wenn die japanische Sonde Hayabusa-II 2014 zum Asteroiden 1999 JU 3 startet, um dort Bodenproben zu sammeln, wird sie Asteroidenlander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit an Bord führen: Dieser soll 2018 nach Ankunft beim Asteroiden aus der Sonde ausgeklinkt werden, auf dem Asteroiden landen, sich automatisch aufrichten und sich durch Hüpfen von einer Messung zur nächsten bewegen. Das Memorandum of Understanding – die Vereinbarung für die Zusammenarbeit – unterzeichnetem DLR und die japanische Raumfahrtagentur JAXA am 01. Oktober 2012 auf dem International Astronautical Congress IAC in Neapel.

Nach der Ankunft bei 1999 JU 3 wird die japanische Sonde Hayabusa II zunächst neben dem Asteroiden fliegen und von dort aus die Oberfläche des Himmelskörpers vermessen. Nach dieser ersten Kartographiephase kommt dann der Asteroidenlander MASCOT zum Einsatz, den das DLR in Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES und der japanischen Raumfahrtagentur JAXA entwickelt hat: Ein Mechanismus drückt den zehn Kilogramm schweren Lander mitsamt seiner vier Instrumente aus der Raumsonde. „MASCOT fällt im freien Fall aus etwa hundert Metern Höhe auf den Asteroiden „, erläutert Projektleiterin Dr. Tra-Mi Ho vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen. Sensoren sorgen dann dafür, dass MASCOT weiß, wo oben und unten ist – sich orientiert und gegebenenfalls aufrichtet.

„Mit dieser Kooperation festigen und vertiefen wir unsere bestehende Zusammenarbeit mit der japanischen Weltraumagentur JAXA“, betont DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Johann-Dietrich Wörner. „Zudem geschieht auf der Hayabusa II-Mission eine Premiere: Erstmals wird sich ein Lander auf der Oberfläche eines Asteroiden fortbewegen und somit an mehr als einem Ort wissenschaftliche Messungen durchführen.“

Messungen auf Ryugu

Während sich Hayabusa II noch über der Asteroidenoberfläche befindet, untersuchen die vier Instrumente auf MASCOT vor Ort die Beschaffenheit der Oberfläche. Das Radiometer des DLR misst die Temperatur, das Magnetometer der TU Braunschweig untersucht die Magnetisierung des Gesteins, das Spektrometer der französischen Raumfahrtagentur CNES analysiert die Minerale und Gesteine, aus denen der Asteroid besteht. Die Kamera des DLR, das vierte Instrument, nimmt die Feinstruktur der Oberfläche auf, um den Wissenschaftlern Aussagen über die Beschaffenheit, die Größe und Formen der Partikel im Asteroidenboden zu ermöglichen und die Umgebung der Landestelle zu kartographieren.

Asteroid 1999 JU 3 ist vor allem interessant für die Forscher, weil er aus wenig verändertem, 4,5 Milliarden Jahre altem Material besteht. „Außerdem zeigen Messungen von der Erde aus, dass das Gestein des Asteroiden eventuell einmal mit Wasser in Berührung gekommen ist“, erläutert Prof. Ralf Jaumann, DLR-Planetenforscher und wissenschaftlicher Sprecher zu den Experimenten auf dem Lander. „MASCOT soll mit seinen Messungen direkt auf dem Boden die Referenzdaten von der Oberfläche liefern, um später die von Hayabusa II zurückgebrachten Proben im richtigen Kontext interpretieren zu können.“ Da 1999 JU 3 zu einem Typ Asteroiden gezählt wird, der zu den häufigsten unter den erdnahen Asteroiden zählt, können Aussagen über dessen Beschaffenheit wichtig werden, falls einmal ein Asteroid auf Kollisionskurs in Richtung Erde fliegt.

Sternenstaub zur Erde bringen

Die Raumsonde Hayabusa II wird währenddessen über eine Art Saugrüssel durch Projektil-Geschosse aus dem Boden aufgewirbelte Proben aufnehmen und diese anschließend zur Erde bringen, wo sie in Labors untersucht werden. „MASCOT ist der Puzzlestein in der Mitte aller Messungen“, sagt Projektleiterin Tra-Mi Ho. „Sozusagen der Link zwischen den Daten, die die Sonde aus einiger Entfernung zum Asteroiden erfasst, und den Laboranalysen der Proben.“ Hat der DLR-Asteroidenlander an einer Position alle Messungen durchgeführt, springt er zur nächsten Stelle und beginnt dort mit neuen Messungen. Dieser Mechanismus wurde im DLR-Institut für Robotik und Mechatronik entwickelt. Insgesamt 16 Stunden – zwei komplette Asteroidentage – soll MASCOT auf dem Asteroiden arbeiten.

ATRA, das Flugzeug für die Forschung – DLR übernimmt Betrieb

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Der Airbus A320 „D-ATRA“ gehört seit 2006 zur DLR-Forschungsflotte und ist dort das größte Flugzeug. Seit September 2012 hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die volle Verantwortung für den Betrieb des ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) übernommen.

Zuvor hatte das DLR den Flugbetrieb für den ATRA übergangsweise von Airbus durchführen lassen. Der in Europa einmalige Flugversuchsträger wird weiter die akademische sowie die industrielle Forschung stärken. Wissenschaftler starten nun eine Messkampagne zur Erforschung der Innenraumakustik. „Wir freuen uns, den ATRA jetzt unter unserer vollen Verantwortung am Forschungsflughafen Braunschweig zu haben“, sagt DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke. „Der zum Forschungsflugzeug umgebaute Airliner ist eine wichtige Versuchsplattform für das DLR, denn ATRA ermöglicht es uns Fragestellungen aus nahezu dem gesamten Lufttransportsystem zu untersuchen.“

Dem Schall auf die Schliche kommen

Eine Frage für Personal und Passagiere im Flugzeug ist die Lärmminderung in der Kabine. Dazu startet am 01. Oktober 2012 in Braunschweig die nächste Messkampagne mit dem ATRA. Zuvor haben Ingenieure das DLR-Forschungsflugzeug mit den passenden Instrumenten ausgestattet. Im Flug werden die Forscher dann zu Detektiven: Sie wollen die akustischen Pfade aufspüren, entlang derer Triebwerksgeräusche durch den Rumpf in die Kabine gelangen. „Die Messkampagne soll eine verbesserte Datengrundlage zu Schallschlupflöchern in Passagiermaschinen liefern“, so Prof. Henke. „Ingenieure benötigen hier dringend genauere Angaben, um den akustischen Komfort zukünftiger Flugzeuge zu erhöhen.“

Zudem folgen im laufenden Jahr Versuchsflüge des ATRA zur automatisierten Flugplanung (Electronic Flight Bag). Dabei wird die Unterstützung von Piloten bei effizienten und lärmarmen Anflugverfahren untersucht. Ebenso ist eine Messkampagne zur gegenseitigen Verträglichkeit elektrischer Komponenten geplant. Die Forscher interessiert inwieweit elektromagnetische Strahlung einzelner Bauteile Antennen und andere Geräte an Bord beeinflussen. Dieses Experiment wird am Boden ohne Testflüge stattfinden. Jeder ATRA-Messkampagne geht eine mehrtägige bis mehrwöchige Umbauphase voraus.

Forschung für sparsameres Fliegen

Der DLR-Flugversuchsträger ATRA ist ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen und europäischen Luftfahrtforschung, denn der A320 hilft, die drängenden Forschungsaufgaben für einen umweltverträglichen und effizienten Luftverkehr von Morgen zu meistern: Ziel ist es, trotz steigender Anzahl an Flugbewegungen den Treibstoffverbrauch und die Lärm- und Schadstoffemissionen zu senken und gleichzeitig die Kapazität der Flughäfen und Luftstraßen und das Sicherheitsniveau zu erhöhen.

Die Luftfahrtvision „Flightpath 2050“ der Europäischen Kommission setzt eine klare Zielmarke für den zukünftigen Luftverkehr: Bis zur Mitte des Jahrhunderts soll der CO2-Außstoß um 75 Prozent und der Lärm um 65 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 sinken. Nationale und internationale industrielle Partner wie EADS, Airbus, Rolls-Royce, MTU, Liebherr und Diehl forschen an Bord des ATRA gemeinsam mit dem DLR für dieses Ziel.

10 Jahre Luftrettung ohne Grenzen

Es ist der erste Rettungshubschrauber, der von Organisationen aus zwei Staaten betrieben wird: der grenzüberschreitend eingesetzte "Christophorus Europa 3" des ADAC und seines österreichischen Schwesterclubs ÖAMTC. Mit seiner Indienststellung am 23. Juli 2002 begann eine neue Ära in der europäischen Luftrettung. Seit 10 Jahren sind die deutsch-österreichischen Crews täglich im Einsatz und leisteten seitdem exakt 12.000 Mal schnelle Hilfe aus der Luft.

"Der Standort Suben ist ein Musterbeispiel für erfolgreiche, grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Luftrettungsdienst. Mit der Station konnte die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung im Großraum Passau und dem angrenzenden Innviertel entscheidend verbessert werden", sagte ADAC Vizepräsident für Technik, Thomas Burkhardt, anlässlich einer Feierstunde im Beisein des Passauer Stadtrats und Staatssekretärs, Andreas Scheuer, sowie von Vertretern des ÖAMTC und der oberösterreichischen Landesregierung.

Lücke im Luftrettungsnetz geschlossen

Obwohl Deutschland und Österreich über das dichteste Netz an Luftrettungsstationen in Europa verfügen, gab es im Großraum Passau und dem angrenzenden Innviertel bis Mitte 2002 eine Lücke in der notfallmedizinischen Versorgung aus der Luft. Um die Jahrtausendwende erkannten der ADAC und der ÖAMTC die dringende Notwendigkeit, einen grenzüberschreitend öffentlich- rechtlichen Rettungshubschrauber-Standort aufzubauen. Nach breiter Zustimmung durch die zuständigen Behörden beider Länder konnte das Projekt im Juli 2002 zunächst auf 12 Monate befristet starten. Die Akzeptanz bei den Kliniken, Ärzten und in der Bevölkerung sowie 1.000 Einsätze im ersten Betriebsjahr ließen Christophorus Europa 3 schnell zu einer festen Institution werden und beide Automobilclubs erweiterten den provisorischen Hangar zu einem modernen Luftrettungszentrum nach aktuellen EU-Standards.

Halbjährlicher Wechsel

Die Helikopter wechseln nach einem festen Turnus ihre Nationalität. Von Anfang Mai bis Ende Oktober wird mit einer EC 135 der ÖAMTC Flugrettung geflogen, über die Wintermonate kommt eine Maschine gleichen Typs der ADAC-Luftrettung zum Einsatz. Die Rettungsassistenten und Notärzte kommen ganzjährig zur Hälfte aus Deutschland und Österreich. Alleine in diesem Jahr wurden die Crews bereits 1.018 Mal zu Hilfe gerufen. Der Jahresdurchschnitt liegt bei 1.200 Einsätzen, zwischen 55 und 60% davon gehen nach Bayern. 35% der Alarme erfolgen aufgrund internistischer Notfälle wie Herzinfarkte, 10% der Flüge sind Sekundärtransporte, bei denen ein Patient von einem Krankenhaus niedrigerer Versorgungsstufe in eine Fachklinik überführt wird. Bei jedem 7. Flug (15%) wird Christophorus Europa 3 wegen eines Verkehrsunfalls benötigt. Die Alarmierung und Koordination auf österreichischer Seite erfolgt über die Rotkreuz-Leitstelle Innviertel Ried im Innkreis, in Deutschland übernimmt die integrierte Rettungsleitstelle Passau die Einsatzabwicklung. Der Radius von Christophorus Europa 3 beträgt rund 70 Kilometer rund um Suben, bei Bedarf sogar darüber hinaus.

Einsatzzahlen Christophorus Europa 3

2002 (ab Juli) 418
2003 1.139
2004 1.093
2005 1.041
2006 1.144
2007 1.254
2008 1.188
2009 1.235
2010 1.205
2011 1.265
2012 (bis 28. September) 1.018

Quelle: ADAC

Lufthansa zweimal pro Tag ab München nach Rotterdam

Lufthansa fliegt seit heute erstmals nach Rotterdam. Die neue Verbindung wird ab München mit einem CRJ900 der Lufthansa CityLine angeboten und steht künftig zwei Mal täglich auf dem Flugplan.

„Mit dem neuen Ziel bieten wir unseren Kunden eine komfortable Anbindung an die Wirtschaftsregion Rotterdam/Den Haag. Über das Drehkreuz München werden die Städte zudem direkt mit Europa und der Welt verbunden“, sagt Thomas Klühr, Mitglied des Passagevorstandes München & Direct Services. Der Hin- und Rückflug von München nach Rotterdam ist ab 99 Euro buchbar (Endpreis, inklusive aller Steuern und Gebühren).

Taufe der Boeing 747-8 Intercontinental auf dem BER

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In der Luftfahrtbranche gilt sie aufgrund ihrer Größe und ihrer imposanten Erscheinung als „Neue Königin der Lüfte“. In dunkelblauer Schrift auf weißem Rumpf trägt das weltweit erste Passagierflugzeug des neuen Typs Boeing 747-8 Intercontinental ab sofort einen stolzen Namen in die Welt hinaus: „Brandenburg“. Das Flugzeug startete am Freitag mit der Flugnummer LH416 zu seinem ersten Linienflug in Diensten der Lufthansa nach Washington.

Das neue Flaggschiff der Lufthansa Boeing-Flotte wird neuer „fliegender Botschafter“ des Landes Brandenburg. Die offizielle Taufe der B747-8 „Brandenburg“ soll im nächsten Frühjahr in „heimischen Gefilden“ stattfinden – auf dem neuen Hauptstadt-flughafen Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“, dessen zweimal verschobene Eröffnung nunmehr Mitte März 2013 erfolgen soll. Der neueste Langstreckenjet der Lufthansa trägt die Luftfahrtkennung D-ABYA und heißt demzufolge in der Pilotensprache kurz „Yankee-Alpha“.

Boeing 747-400 „Tango-Bravo“

Er trägt den Namen Brandenburg „in zweiter Generation“ in der Lufthansa Flotte: Seit 1991 repräsentierte die Boeing 747-400 mit der Kennung D-ABTB („Tango-Bravo“) die Mark Brandenburg auf den interkontinentalen Luftstraßen. Sie war am 31. August 1991 von Sigrid Stolpe, der Gattin des damaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe, auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld getauft worden.

Die neue „Brandenburg“ kann mit wahrhaft beeindruckenden Meßwerten und Leistungs-daten aufwarten. Das Flugzeug bietet maximal 362 Fluggästen Platz, davon acht in der First Class, 92 in der Business Class und 262 in der Economy Class. Mit einer Länge von 76,3 Metern ist die B747-8i sechs Meter länger als das Vorgängermodell und damit das längste Passagierflugzeug der Welt. Bei einer Spannweite von 68,4 Metern erreicht die Boeing 747-8 eine Reisegeschwindigkeit von 853 km/h und und kann nonstop Entfernungen von mehr als 14.000 Kilometern überwinden.

Auch in Sachen Nachhaltigkeit setzt die Boeing 747-8 neue Maßstäbe. Unter anderem sorgen die neu entwickelten Tragflächen für eine stabilere Kurvenlage und in Kombination mit den neuen Motoren des Typs GEnx-2B67 für mehr Treibstoffeffizienz. Gleichzeitig kann der neue „Jumbo“ mit einem geringeren Emissionsausstoß sowie einer verminderten Geräuschentwicklung aufwarten.

Des Weiteren werden Lufthansa Passagiere an Bord der Boeing 747-8 in allen Klassen höchsten Komfort genießen können. Der neue Sitz der Business Class bietet herausragenden Liege- und Sitzkomfort, intuitive Bedienung, zusätzlichen Stauraum und ein individuelles Unterhaltungssystem mit deutlich vergrößerten 15-Zoll-Monitoren. Per Knopf-druck lässt sich der Sitz in ein bequemes Bett mit einer horizontalen Liegefläche von 1,98 Metern Länge verwandeln. Ebenfalls neu ist die Sitzanordnung in Form eines „V“, wodurch der Abstand zwischen zwei Sitzen im Schulterbereich nahezu verdoppelt werden konnte und die Fluggäste der Business Class künftig noch mehr Privatsphäre genießen.

Lufthansa bekommt 20 Boeing 747-8

Als Erstkunde für die B747-8 hat Lufthansa bei Boeing 20 Passagierflugzeuge dieses Typs fest bestellt. Für 20 weitere Jets besteht eine Kaufoption. Noch in diesem Jahr sollen weitere vier Flugzeuge an Lufthansa ausgeliefert werden und Strecken von Frankfurt nach Washington D.C., New Delhi, Bangalore, Chicago und Los Angeles bedienen. Die „Brandenburg-Flotte“ der Lufthansa umfaßt – neben dem neuen Flaggschiff für das Bundesland – weitere sieben Flugzeuge: Patenflugzeug der Landeshauptstadt Potsdam ist ein Langstreckenjet vom Typ Boeing 747-400. Kurz- und Mittelstreckenjets repräsentieren die Städte Cottbus (A320), Frankfurt/Oder (A319), Eberswalde (B737), Prenzlau (CRJ 900) und Bad Belzig (CRJ 700) sowie die Flughafengemeinde Schönefeld (A319) als „Fliegende Botschafter“ auf den europäischen Luftstraßen.

Die Tradition, Flugzeuge der Lufthansa mit den Namen deutscher Bundesländer und Städte zu versehen, geht auf den September 1960 zurück. Damals gab es in Frankfurt die erste Flugzeugtaufe, als die „Kranichlinie“ ihren allerersten Langstrecken-Jet vom Typ Boeing 707 in Dienst stellte. Der vierstrahlige Jet erhielt den Namen „Berlin“. Taufpate war der damalige Regierende Bürgermeister Willy Brandt. Sein Nach-Nachfolger Klaus Wowereit taufte vor zehn Tagen auf dem Flughafen Berlin-Tegel die neueste A380 der Lufthansa auf den Namen der deutschen Hauptstadt – nach gut fünf Jahrzehnten schon die insgesamt sechste „Berlin“ in der Lufthansa Flotte.

Germanwings und Lufthansa: volle Kombinierbarkeit

Germanwings und Lufthansa bieten ab sofort Durchgangstarife zwischen Germanwings- und Lufthansa-Flügen. Damit ist die volle Kombinierbarkeit der Angebote der größten deutschen Fluggesellschaft mit den Flügen ihrer Low-Cost-Tochter möglich. Fluggäste können die Kombinationsangebote ab sofort über ihr Reisebüro buchen.

Im neuen Flugplan der Germanwings sind zum Beispiel viele neue Verbindungen aus Dortmund über das Lufthansa-Drehkreuz München zu zahlreichen Europa- und weltweiten Langstreckenzielen der Lufthansa buchbar. Ebenso können Lufthansa-Passagiere künftig ab Hamburg beispielsweise über die beiden Germanwings-Standorte Köln/Bonn und Stuttgart nach Thessaloniki, Zagreb oder auf die Baleareninsel Ibiza.

Nur einmal durchchecken

In den Durchgangstarifen bekommen die Fluggäste nicht nur einen einzigen Flugpreis für Umsteige- und Returnverbindungen mit beiden Airlines, sie können nun auch problemlos am Ausgangspunkt für den gesamten Flug einchecken und auch ihr Gepäck durchchecken lassen. Damit verbessern sich für die Gäste beider Fluggesellschaften Verbindungsqualität Komfort und Angebotsvielfalt erheblich.

App für virtuelles „Einchecken“ bei Lufthansa

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Lufthansa bittet, getreu dem Motto „living on the badge“ zum virtuellen Check-In: Mit der neuen Lufthansa App „Blue Legends“ haben Fluggäste ab sofort die Möglichkeit, Informationen über den eigenen Reiseverlauf über soziale Netzwerke mit anderen zu teilen. So können Fluggäste mit „Blue Legends“ an Flughäfen, in Lounges und auf Lufthansa Flügen virtuell über foursquare „einchecken“. Der reale Check-In für einen Lufthansa Flug entfällt dabei nicht. Wer regelmäßig virtuell an Lufthansa Standorten eincheckt, wird mit Rängen und Abzeichen (Badges) belohnt. Nutzer werden somit zum „Expert Pilot“ auf der am häufigsten genutzten Flugstrecke. Frühaufsteher, die vor 06:00 Uhr einchecken, zeichnet die App mit dem „Early Bird -Badge“ aus. Und wer mehr als 388.000 km mit Lufthansa zurücklegt, erhält das „Bis zum Mond-Badge“. Vielflieger, die besonders häufig an Lufthansa Standorten einchecken, werden über „Blue Legends“ Badge für Badge zu wahren „Legenden der Lüfte“.

„Blue Legends“ basiert als eine der ersten zehn, sogenannten „foursquare connected apps“ auf dem ortsbasierten sozialen Netzwerk foursquare und ist ab sofort als Beta-Version in der „Gallery“, dem App Center von foursquare verfügbar. Foursquare wird primär über mobile Endgeräte genutzt. Dabei können Nutzer ihre aktuelle Position über soziale Netzwerke durch sogenannte „Check-ins“ mitteilen. Wer häufig eincheckt wird bei foursquare nicht zum „Expert Pilot“, sondern zum „Mayor“ ernannt.

Mit Hilfe der Funkortung oder über GPS wird die Position des Nutzers ermittelt, so dass die App in der Nähe liegende Orte zum Einchecken anzeigen kann (zum Beispiel öffentliche Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Restaurants). Bereits 2009 entwickelte Lufthansa mit MySkyStatus eine Applikation, mit der Nutzer ihre Freunde mit automatischen Statusupdates in sozialen Netzwerken über den Verlauf ihres Fluges auf dem Laufenden halten können. Seit 2010 können sich Miles & More Teilnehmer über die MemberScout-App Reisetipps geben.

Zweite Boeing 747-8 Intercontinental an Lufthansa ausgeliefert

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Seit Anfang Juni fliegt die erste Lufthansa Boeing 747-8 auf der Stecke von Frankfurt nach Washington. Vor wenigen Tagen wurde die zweite B747-8 an Lufthansa ausgeliefert, die ab dem 6. August täglich zwischen Frankfurt und Delhi verkehren wird. Bevor die neue „Königin der Lüfte“ mit der Registrierung D-ABYC zum Einsatz kommt, erhält sie auf ihrer Heimatbasis in Frankfurt den letzten Feinschliff.

An Bord kommen Lufthansa-Gäste in den Genuss der neuen Business Class, bei der sich der Sitz per Knopfdruck zu einem bequemen Bett mit einer horizontalen Liegefläche von 1,98 Metern Länge verwandeln lässt. Der neue Sitz bietet herausragenden Liege- und Sitzkomfort, intuitive Bedienung, zusätzlichen Stauraum und ein verbessertes Unterhaltungssystem.

Die Boeing 747-8 Intercontinental ist ein vollkommen neu entwickeltes Flugzeug, das auf den positiven Eigenschaften der bei Lufthansa über 40 Jahre bewährten Boeing 747 Reihe aufbaut. Die Flügel weisen eine deutlich verbesserte Aerodynamik auf und haben neu entwickelte Tragflächenenden. Darüber hinaus bietet das Flugzeug spürbare Verbesserungen bei der Ökoeffizienz: die GEnx-2B-Triebwerke verbrauchen weniger Kerosin und erreichen bei Treibstoffeffizienz und CO2-Emission pro Passagier eine Verbesserung um 15 Prozent. Zudem sind die Geräuschemissionen um 30 Prozent geringer.

Lufthansa erwartet 2012 noch zwei weitere Boeing 747-8 Intercontinental, mit denen unter anderem Bangalore als weiteres Ziel in Indien bedient werden soll. Insgesamt hat Lufthansa 20 Flugzeuge vom Typ Boeing 747-8 bestellt.

Lufthansa gibt SceneSpotter und Insider-Reisetipps

Mit SceneSpotter bietet Lufthansa eine neue Facebook-App, mit der Reisende Europa abseits der klassischen Touristenpfade erkunden können. Für 20 europäische Lufthansa Destinationen stellen Menschen vor Ort und Kenner über SceneSpotter ihre persönlichen Geheimtipps zur Verfügung. Damit erhalten Nutzer der App Informationen rund um Sehenswürdigkeiten, kulinarische Highlights und das Nachtleben, wie sie in keinem Reiseführer zu finden sind.

So wird jede Städtereise – ob eine Kunsttour durch Barcelona oder ein Reykjavik-Wochenende mit Freunden – zu einem einzigartigen Erlebnis. Nutzer der App können ihre Reise planen und die Reisepläne mit Freunden über Facebook teilen. Außerdem können sie ihre persönlichen Tipps schnell und unkompliziert ergänzen oder bestehende Tipps weiterempfehlen. Direkt über SceneSpotter können zudem Lufthansa Flüge und – über die Online-Plattform Airbnb – ausgewählte Privatunterkünfte gebucht werden. SceneSpotter startet zunächst mit den 20 europäischen Lufthansa Zielen Barcelona, Bergen, Berlin, Birmingham, Bologna, Budapest, Genf, Helsinki, Istanbul, London, Mailand, Manchester, Moskau, Paris, Reykjavik, Rom, Stockholm, Tel Aviv, Westerland (Sylt) und Wien.

Lufthansa Group: Engagement für Biokraftstoffe prämiert

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Lufthansa wurde von der renommierten britischen Fachzeitschrift Airline Business mit dem ersten Platz des Airline Strategy Awards in der Kategorie „Umwelt“ ausgezeichnet. Der Preis wurde dem Unternehmen im Rahmen einer Veranstaltung des Magazins am 08. Juli 2012 in der Honourable Society of Lincoln’s Inn in London verliehen.

Die unabhängige Jury, die aus anerkannten Experten der Branche besteht, begründete ihre Wahl vor allem mit der Pionierrolle der Lufthansa bei der Erprobung und Weiterentwicklung von synthetischen Kraftstoffen in der Luftfahrt.

Erster Einsatz von Biokerosin weltweit

Als weltweit erste Fluggesellschaft erprobte Lufthansa im Jahr 2011 den Langzeiteinsatz von Biokerosin im regulären Flugbetrieb. Im Rahmen des Projekts burnFAIR flog ein Airbus A321 des Unternehmens achtmal täglich zwischen Hamburg und Frankfurt, wobei eines seiner Triebwerke zu 50 Prozent mit Biokraftstoff betrieben wurde. Das Projekt verlief reibungslos – der Biokraftstoff hatte sich, wie erwartet, als alltagstauglich erwiesen.

Nach dem erfolgreichen Praxiseinsatz liegt nun der Fokus auf Eignung, Verfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Zertifizierung der Rohstoffe. Joachim Buse, Vice President Aviation Biofuel der Deutsche Lufthansa AG, nahm die Auszeichnung für das Unternehmen entgegen: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und werden den eingeschlagenen Weg konsequent weiter beschreiten. Biokerosin hat den 'Härtetest' erfolgreich bestanden und seine Alltagstauglichkeit bewiesen."

Engagement über den Flugalltag hinaus

Die Lufthansa Group engagiert sich in vielen unterschiedlichen Bereichen der Klima- und Umweltverantwortung. Dazu gehören beispielsweise die Anstrengungen des Konzerns für mehr Treibstoff-Effizienz, die unter anderem durch Investitionen in die Flottenmodernisierung und effektive Flugrouten-Planung erreicht wird, sowie die Unterstützung verschiedener Klimaschutzprojekte oder Machbarkeitsstudien im Bereich Elektromobilität.

Die Lufthansa Group engagiert sich auch in zahlreichen Corporate Citizenship Aktivitäten, die beispielsweise den Menschen in von Naturkatastrophen betroffenen Gebieten Hilfe leisten. Auch mit der Unterstützung von Projekten zur Rettung bedrohter Tierarten nimmt Lufthansa Verantwortung wahr. Für seine diversen Aktivitäten erhielt der Konzern am 21. Juni 2012 bereits den diesjährigen Eco Aviation Award der US-Fachzeitschrift Air Tranport World.

49 Mio. Passagiere beim Lufthansa-Konzern bisher

Die Fluggesellschaften des Lufthansa Konzerns haben im ersten Halbjahr 2012 insgesamt 3,9 Prozent mehr Passagiere befördert als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt entschieden sich 49,4 Millionen Fluggäste für einen Flug mit Lufthansa, SWISS oder Austrian Airlines. Dabei flogen mit allen Fluggesellschaften der Passage Airline Gruppe mehr Fluggäste als im Vorjahreszeitraum.

Außerdem konnten alle Fluggesellschaften im ersten Halbjahr mehr absetzen als zusätzliche Sitzkilometer angeboten wurden, so dass die durchschnittliche Auslastung der Flugzeuge für alle Airlines stieg. Konzernweit betrug die Auslastung 76,9 Prozent, ein Anstieg von einem Prozentpunkt. Das Angebot an Sitzplätzen wurde um 2,3 Prozent erhöht, der Absatz stieg um 3,8 Prozent.

Mit Lufthansa flogen in den ersten sechs Monaten 2012 insgesamt 35,8 Millionen Fluggäste – ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei erhöhte die Gesellschaft das Angebot um 1,8 Prozent, der Absatz stieg um 2,8 Prozent. Die Auslastung lag entsprechend mit 76,5 Prozent um 0,8 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. SWISS beförderte im ersten Halbjahr rund 8,1 Millionen Fluggäste, mit Austrian Airlines flogen knapp 5,4 Millionen Fluggäste.

Lufthansa Cargo verzeichnete nach einem starken ersten Halbjahr 2011 in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres einen Rückgang um 9,2 Prozent bei der transportierten Menge und beförderte insgesamt 864.000 Tonnen Fracht und Post. Das Angebot lag um 7,6 Prozent unter dem Vorjahreswert, die Auslastung sank um 0,7 Prozentpunkte auf 68,4 Prozent.

Singapur mit Lufthansa ab Frankfurt – kein Jakarta

Mit Beginn des kommenden Winterflugplans 2012/13 wird Lufthansa die Verbindung von München nach Singapur einstellen. Im Zuge dessen wird auch der Weiterflug von Singapur nach Jakarta/Indonesien nicht mehr durchgeführt. Derzeit werden beide asiatische Metropolen fünfmal in der Woche ab München mit einem Airbus A340-300 angeflogen. Lufthansa-Fluggäste können Singapur weiterhin mit einem täglichen Flug ab Frankfurt erreichen, wo Lufthansa eine A380 einsetzt. Jakarta wird dagegen nicht mehr angeflogen. Der letzte Flug von München nach Singapur und weiter nach Jakarta findet am 14. Oktober 2012 statt.

„Wir bedauern, dass Lufthansa zwei große asiatische Metropolen künftig nicht mehr mit München verbinden wird. Mit dem derzeitigen Zwei-Bahn-System wird die weitere Flugplanentwicklung am Standort an ihre Grenzen stoßen“, sagt Thomas Klühr, Mitglied des Lufthansa Passagevorstands, verantwortlich für München & Direct Services. Insgesamt gelte, dass Lufthansa das Verkehrswachstum künftig nur noch dort darstellen könne, wo noch ausreichend Infrastruktur verfügbar sei.

Fluggäste, die bereits auf der Verbindung München – Singapur gebucht sind, werden in den kommenden Tagen kostenfrei auf den Lufthansa Flug ab Frankfurt umgebucht und entsprechend informiert. Gäste nach Jakarta werden auf Weiterflüge der Star Alliance umgebucht.

Köln Bonn Airport: Gewinn in schwierigen Zeiten

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Der Köln Bonn Airport rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 3 Millionen Euro. "Angesichts schwieriger Rahmenbedingungen im deutschen Luftverkehrsmarkt sind wir mit diesem Ergebnis zufrieden", sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, Michael Garvens. "Angebotsreduzierungen in Folge der Luftverkehrssteuer dämpfen deutschlandweit das Wachstum im Passagierverkehr, im innerdeutschen Verkehr sind die Fluggastzahlen sogar rückläufig. Bei der Luftfracht ist Köln/Bonn einer der wenigen Flughäfen in Deutschland, die ein Plus verzeichnen."

Passagierverkehr

Die Passagierzahlen für das Gesamtjahr 2012 werden um 3 Prozent auf 9,3 Millionen Fluggäste sinken. Ursächlich dafür ist die Reduzierung des Sitzplatzangebotes der am Köln Bonn Airport operierenden Airlines. "Unsere Kunden leiden stark unter der wettbewerbsverzerrenden Luftverkehrssteuer", erläutert Garvens. Vor allem auf innerdeutschen Strecken seien die Passagierzahlen stark rückläufig, weil die Steuer bei Hin-und Rückflug gleich zweimal anfällt. Allein im zweiten Quartal 2012 beläuft sich das Minus im innerdeutschen Luftverkehr auf fast 3%.

Ohnehin führe der hohe Kerosinpreis zu eklatanten Kostensteigerungen, so Garvens. Kaum eine Airline schreibe noch Gewinne. Der Kostendruck führe dazu, dass Fluggesellschaften Strecken streichen oder Umstrukturierungen vornehmen. So werde beispielsweise bei der Lufthansa der Europa-Verkehr neu geordnet. Lufthansa und Germanwings wollen dezentrale Europaverbindungen nicht mehr parallel bedienen. So stellt Germanwings ab Herbst die Strecke von Köln/Bonn nach München ein. "Trotz der Ansiedlung von sechs neuen Airlines können wir einen Passagierrückgang in diesem Jahr nicht vermeiden", so Garvens.

Frachtverkehr

Der Frachtverkehr am Köln Bonn Airport entwickelt sich im Gesamtjahr 2012 mit einem moderaten Plus von 1 Prozent auf 750.000 Tonnen vergleichsweise erfreulich. Der Flughafen erreicht damit einen Rekordwert. Deutschlandweit sank das Aufkommen im ersten Halbjahr 2012 um 4,5%. In Europa ist Köln/Bonn einer der wenigen großen Frachtflughäfen, die sich über ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum freuen können. Stabilisierend wirkt dabei nach wie vor der hohe Anteil an Expressfracht. Die Allgemeine Luftfracht legt weiter kräftig zu und zwar um 27% in den ersten drei Quartalen.

Wirtschaftliche Entwicklung

Das Ergebnis hat sich in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr halbiert und liegt bei 4,3 Millionen Euro. Auch das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit, EBITDA, für die ersten drei Quartale beträgt mit 47,7 Millionen Euro 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. „Durch die Mindereinnahmen im Passagierverkehr müssen wir unser Planergebnis für das Gesamtjahr nach unten korrigieren“, sagt Garvens. Auch der hohe Tarifabschluss wirke sich mit einem Aufwand von 5,3 Millionen Euro auf das Ergebnis aus.

Stabil auf hohem Niveau liegen die Erlöse aus dem Non-Aviation-Geschäft, also Parken, Gastronomie und Shops. Sie haben sich seit 2002 verdoppelt und werden am Ende des Jahres auf 83,9 Millionen Euro steigen. Ihr Anteil am Gesamtumsatz liegt bei 32%. Die Flughafengesellschaft erwartet einen Gewinn von 3 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr nach 10 Millionen Euro im letzten Jahr.

"Direct4U" in Köln/Bonn

Germanwings bleibt in Köln/Bonn. Und nicht nur das: Die direkten Europaverkehre der Lufthansa, die alle innerdeutschen und europäischen Verbindungen außerhalb der Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München umfassen, werden zum 01. Januar 2013 kommerziell und organisatorisch mit Germanwings in einer Gesellschaft zusammengeführt. Die Gesellschaft wird ihren Sitz in Köln haben. Darüber hinaus werden die Flugzeuge der Eurowings GmbH im Auftrag der neuen Gesellschaft fliegen, sodass insgesamt rund 90 Flugzeuge die Direktverkehre in Deutschland und Europa abdecken.

"Die Entscheidung für den Standort Köln ist sowohl für den Flughafen als auch für die gesamte Region von großer Bedeutung", sagt Flughafenchef Michael Garvens. "Damit bleiben nicht nur die vorhandenen Arbeitsplätze erhalten, sondern viele neue werden hinzukommen. Wir freuen uns sehr, dass unser intensives Bemühen gemeinsam mit der Stadt Köln erfolgreich war und bedanken uns für das Vertrauen. Wir können nun die Planungen für ein neues, zusätzliches Verwaltungsgebäude forcieren. Es soll gegenüber der jetzigen Germanwings-Zentrale entstehen und eine Bürofläche von 6.000 Quadratmetern besitzen."

Schallschutz

Das Bundesverkehrsministerium hat kürzlich der Einführung eines Passagiernachtflugverbots seine Zustimmung verweigert und damit Klarheit für alle Beteiligten geschaffen. "Aber selbstverständlich werden wir uns weiterhin intensiv um den Lärmschutz in der Nachbarschaft des Flughafens kümmern", betont Michael Garvens. "Die größten Entlastungseffekte entstehen, wenn die lautesten Flugzeuge durch leisere ersetzt werden." Das wolle man unter anderem durch eine neue Gebührenordnung erreichen, die den Lärmschutz-Aspekt deutlich stärker als bisher berücksichtigt und noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werde.

Beim passiven Schallschutz bietet der Flughafen auch weiterhin Leistungen auf freiwilliger Basis an. Nach dem neuen Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm ist der Flughafen verpflichtet, in einem Gebiet mit rund 26.000 Wohneinheiten Maßnahmen zum passiven Schallschutz zu finanzieren. Der Flughafen bietet diese Leistung für zusätzliche 25.000 Wohneinheiten an. Beantragen Anwohner die Leistungen beim Flughafen, bietet sich ihnen ein weiterer Vorteil: Sie erhalten ihr Geld unmittelbar nach Abschluss der Bauarbeiten, während sie bei der Abwicklung über die Bezirksregierung erst ab 2017 mit der Erstattung der Kosten rechnen können.

Germanwings managt europäische Direktflüge ab Köln

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Germanwings bleibt am Standort Köln. Der Vorstand der Lufthansa hat entschieden, die europäischen Direktflüge der Lufthansa mit Germanwings am Köln Bonn Airport kommerziell und organisatorisch zusammenzulegen. Auf der Basis der bisherigen Germanwings GmbH wird die neue Gesellschaft ab dem 01. Januar 2013 alle deutschen und europäischen Direktverbindungen außerhalb der Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München steuern. Rund 90 Flugzeuge sollen dann die Direktverkehre in Deutschland und Europa abdecken und im ersten Jahr über 18 Millionen Passagiere befördern. Die Entscheidung über den künftigen Markennamen wird erst in den kommenden Monaten fallen.

"Die Entscheidung für den Standort Köln ist sowohl für den Flughafen als auch für die gesamte Region von großer Bedeutung", sagt Flughafenchef Michael Garvens. "Damit bleiben nicht nur die vorhandenen Arbeitsplätze erhalten, sondern viele neue Arbeitsplätze werden hinzukommen. Wir freuen uns sehr, dass unser intensives Bemühen gemeinsam mit der Stadt Köln erfolgreich war und bedanken uns für das Vertrauen."

Flugzeugenteiser bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor

Bereits seit Juni schult PortGround am Standort Leipzig/Halle Airport neue Kollegen für die Flugzeugenteisung und bereitet sich so auf die bevorstehende Wintersaison vor. Als ein Teil der theoretischen und praktischen Ausbildung am Leipzig/Halle Airport zählt das Training am Enteisungssimulator der PortGround. Jeweils fünf bis sechs Stunden Simulatortraining umfasst die Grundausbildung, die Neueinsteiger absolvieren. Zu den angehenden Flugzeugenteisern zählen auch externe Lehrgangsteilnehmer, die unter anderem auch für den Einsatz an anderen deutschen Flughäfen geschult werden.

Seit August dieses Jahres laufen am Leipzig/Halle Airport zudem die Auffrischungskurse für die Fachkräfte, die bereits als Flugzeugenteiser am Flughafen tätig sind. Insgesamt fünf zusätzliche Ausbildungslehrgänge sind von Mitarbeitern der PortGround für die Flughäfen Erfurt-Weimar, Magdeburg-Cochstedt, Baden-Baden sowie Düsseldorf durchgeführt worden.

Zum Einsatz kam hierbei, ebenso wie bei der Grundausbildung, neben dem Simulator der bundesweit erste Lehrfilm zur Flugzeugenteisung, den PortGround in Kooperation mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) erstellte.

„PortGround setzt im Bereich Flugzeugenteisung nicht nur höchste Standards in Bezug auf Leistungsfähigkeit und Flottengröße, sondern ebenso auf dem Gebiet der Ausbildung von Fachkräften“, betont Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin der PortGround, und ergänzt „Unsere Kompetenz, die Verfügbarkeit eines Enteisungssimulators, sowie die Anwendungen eines selbst produzierten Lehrfilms sind bundesweit einmalig und stoßen auf überregionales Interesse, das von Jahr zu Jahr wächst.“

Am Leipzig/Halle Airport werden in der kommenden Wintersaison, die offiziell am 28. Oktober beginnt, 78 Enteiser zum Einsatz kommen denen 19 Fahrzeuge vom Typ Vestergaard BETA und vier BETA15 zur Verfügung stehen. Allein im vergangenen Winter 2011/2012 sind am Standort Leipzig/Halle Airport 1.727 Enteisungen durchgeführt worden.

Am Flughafen Dresden International sind 18 Mitarbeiter mit drei Fahrzeugen im Einsatz, die im vergangenen Winter 530 Enteisungen vornahmen. Falls erforderlich, sind die Enteiser an beiden Flughäfen in der Lage, schon vor dem offiziellen Beginn der Kälteperiode Flugzeugenteisungen vorzunehmen.

PortGround ist ein Tochterunternehmen der Mitteldeutschen Airport Holding. Sie bietet an den Flughäfen Leipzig/Halle Airport und Dresden International Bodenabfertigungs- und Frachtdienstleistungen sowie weitere Serviceleistungen an. Mit derzeit ca. 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einer umfangreichen Flotte von modernsten Fahrzeugen und Geräten für die Flugzeug- und Luftfrachtabfertigung kann PortGround ihre Einsatzfähigkeit 365 Tage im Jahr rund um die Uhr garantieren. Sie arbeitet dabei an den beiden Standorten mit ansässigen Unternehmen partnerschaftlich und teilweise in Kooperationen zusammen.

PortGround ist in der Lage, alle Flugzeugtypen und Luftfrachten mit zeitgemäßen technologischen Verfahren und nach internationalen Standards abzufertigen. Das Leistungsspektrum des Unternehmens erstreckt sich von der Be- und Entladung der Flugzeuge inklusive aller Transporttätigkeiten auf dem Vorfeld bis hin zu Aufgaben des Flugzeugservices, zu denen unter anderem das Schleppen der Flugzeuge, die Anlasshilfe, die Innenreinigung sowie die Wasserver- und Entsorgung gehören. Während der Wintermonate ist PortGround auch für die Flugzeugenteisung verantwortlich. Im Bereich der Luftfracht bietet sie neben der physischen und dokumentarischen Abfertigung der Frachten auch Trucking Services an. Insbesondere im Rahmen der bestehenden Kooperationen zwischen der Mitteldeutschen Airport Holding und der Shenzhen Airport Group sowie dem Shanghai Pudong International Airport (PVG) kann das Unternehmen darüber hinaus auf ein internationales Netzwerk an Kontakten zurückgreifen.

Die Mitteldeutsche Airport Holding ist die Dachmarke der Mitteldeutschen Flughafen AG, eines Unternehmens der Öffentlichen Hand. Zum Konzern gehören die Tochtergesellschaften Leipzig/Halle Airport, Flughafen Dresden International und PortGround. Im Jahr 2011 bewältigte der Konzern 99.184 Flugzeugbewegungen und fertigte rund 4,2 Millionen Fluggäste sowie 760.737 Tonnen Fracht ab. Der Konzern beschäftigt direkt 1.027 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An den Standorten der Mitteldeutschen Flughafen AG sind insgesamt 8.802 Menschen in den verschiedenen Unternehmen und Behörden tätig.

Flughafen München: Für Schüler lohnt sich ein Airport-Besuch

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Flughafen bei Nacht, glitzernde Lichter, eine Shopping-Meile, Hotels, Bars und Restaurants: All das können Jugendliche am Freitag, den 05. Oktober 2012 zwischen 16.00 Uhr und 22.00 Uhr bei der "Nacht der Ausbildung" am Münchner Flughafen erleben. Insgesamt 26 Ausbildungsbetriebe aus der Flughafenregion präsentieren sich auf der Messe im München Airport Center (MAC), die bereits zum zweiten Mal am Airport durchgeführt wird. Ein Ausflug zum Münchner Flughafen kann an diesem Tag für viele Schüler zu einem Meilenstein in ihrer beruflichen Zukunft werden: Denn die Nacht der Ausbildung der Flughafen München GmbH (FMG) und weiterer Ausbildungsbetriebe am Airport bietet eine Orientierungshilfe für Jugendliche bei der Frage: "Welcher Beruf passt zu mir?"

Bei dieser Veranstaltung können Schüler, Eltern und Lehrer das ganze Spektrum an Ausbildungsberufen, Praktika und dualen Studiengängen im Freistaat Bayern und speziell auf dem Flughafen-Campus kennenlernen.

Mit seinen über 550 Unternehmen und mehr als 30.000 Arbeitsplätzen ist der Münchner Flughafen die größte Arbeits- und Ausbildungsstätte der Region. Bei der letzten Arbeitsplatzstudie aus dem Jahr 2009 wurden bereits 652 Auszubildende auf dem Flughafen-Campus gezählt. Allein bei der FMG und ihren Tochtergesellschaften erlernen gegenwärtig 87 Azubis einen Beruf.

Während der Nacht der Ausbildung können die Jugendlichen ihren potentiellen künftigen Arbeitgeber genau unter die Lupe nehmen. Die Palette der Unternehmen und Behörden reicht vom Kempinski Hotel Airport München über die Lufthansa-Technik bis zu den FMG-Terminaldiensten. Insgesamt kann man sich über 63 verschiedene Ausbildungsberufe informieren. Alleine die FMG bietet insgesamt 11 Ausbildungszweige in kaufmännischen und technischen Berufen an, darunter auch drei Bachelor-Studiengänge. Die Jugendlichen werden von der Flughafengesellschaft unter anderem in den folgenden drei neuen Berufen ausgebildet: Fachinformatiker/-in Ausrichtung Anwendungsentwicklung, Fachinformatiker/-in Ausrichtung Systemintegration, Duales Studium Bachelor of Science Fachrichtung Informatik. Weitere Ausbildungsberufe können bei den Tochtergesellschaften der FMG erlernt werden, die zum Beispiel Köche (Allresto) oder Einzelhandelskaufleute (Eurotrade) ausbilden.

Vom Busbahnhof im München Airport Center bzw. vom Terminal 1 und Terminal 2 werden verschiedene Bustouren zu den Ausbildungsstätten angeboten: Für die Teilnahme an den Lufthansa-Touren zum Cargo- und Technik-Bereich sowie dem Lufthansa Flight Training ist eine vorherige telefonische Anmeldung unter der Nummer 089/975-62231 notwendig. Für die Touren "Novotel München Airport", "FMG-Vorfeld" und "FMG-Terminaldienste" können unter der gleichen Nummer Plätze zum einen telefonisch reserviert werden. Zum anderen ist bei diesen Touren auch am Veranstaltungstag selbst eine Reservierung vor Ort an der zentralen Information im MAC möglich. Für die Bustouren ist generell ein gültiges Ausweisdokument mitzuführen.

Der Eintritt zur Ausbildungsmesse ist kostenlos. Besucher, die mit dem Auto anreisen, können ihren Wagen kostenlos im Parkhaus P20 abstellen. Entsprechende Gutzeitkarten sind am Informationsstand der Messe erhältlich. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.munich-airport.de/nachtderausbildung