Start Blog Seite 492

Flughafen Stuttgart mit leichtem Plus zum zweitbesten Ergebnis

Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) hat sich 2012 trotz eines schwierigen Umfelds positiv entwickelt. Mit 9.735.087 Millionen Passagieren erzielte die Flughafengesellschaft ein Plus von 1,5 Prozent. Die Zahl der Flugbewegungen sank um 3,7 Prozent auf 131.524 Starts und Landungen. Die Umsätze wuchsen um 1,5 Prozent auf 230,5 Millionen Euro.

Mit 30,3 Millionen Euro nach Steuern wurde das zweitbeste Jahresergebnis in der Geschichte des Unternehmens erzielt. Der Flughafen Stuttgart hat sich damit erneut als einer der profitabelsten Airports in Deutschland erwiesen.

Der Ausblick auf 2013 fällt jedoch gedämpft aus. FSG-Geschäftsführer Prof. Georg Fundel erklärte heute: "Das vergangene Jahr verlief für uns sehr wechselhaft. Nach anfänglichen Zuwächsen über dem Durchschnitt der deutschen Flughäfen kehrte sich der Trend in der zweiten Jahreshälfte um. Dennoch haben wir am Ende ein Passagierplus verzeichnet und erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Der gesamtwirtschaftliche Rahmen für die Luftfahrtbranche bleibt schwierig."

Schwieriges Umfeld für Airlines und Flughäfen

Große Airlines wie die Lufthansa oder Air Berlin müssten weiter konsolidieren, und auch Flughafenbetreiber stehen unter immensem Kostendruck. Wegen der unsicheren Entwicklung rechnet die FSG für 2013 mit weniger Nachfrage und einem Rückgang der Fluggastzahlen um bis zu 5 Prozent. "Eine ausgefeilte Betriebssteuerung und die Bereitschaft der Mitarbeiter, flexibel zu sein, sichert den Erfolg der FSG. Deshalb werden wir auch zukünftig erfolgreich und rentabel wirtschaften können", so Fundel.

Flughafendirektor Walter Schoefer bilanzierte: "Die Umsätze im Bereich der Non-Aviation sind 2012 mit 3,1 Prozent stärker gestiegen als die Passagierzahlen. Dazu beigetragen hat die Umgestaltung der Handelsflächen in den Terminals", so Schoefer. "Auch die Entwicklung des Flughafens als Immobilienstandort verläuft erfreulich, hier werden nach den Vorplanungen in 2012 nun eine Reihe von Bauvorhaben an den Start gehen: die neue Deutschlandzentrale für Ernst & Young, in die wir rund 133 Mio. Euro investieren, der neue Fernbusbahnhof und ein neues Bürogebäude für die Flughafengesellschaft."

Für Nachhaltigkeit zertifiziert

Die DHL Express Deutschland werde zudem eine neue Servicestation auf dem Frachtgelände bis Jahresende in Betrieb nehmen und 300 Arbeitskräfte mitbringen. Ein neues Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung soll noch ab 2013 zusammen mit dem neuen Fernwärmenetz das Rückgrat der Energieversorgung auf dem Campus sein. "Als erster Flughafen weltweit werden wir die gesamte Airport City durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) als Gesamtquartier zertifizieren lassen." so Schoefer.

Geschäftszahlen des Flughafens

  2011 2012 Veränderungen
Operatives Ergebnis (EBIT) (in Mio. €) 40,8 38,5 -5,6 %
Geschäftsergebnis (in Mio. €) 30,5 30,3 -0,9 %
Umsatz FSG (in Mio. €) 227,1 230,5 1,5 %
Umsatz FSG-Konzern (in Mio. €) 254,5 260,2 2,2 %

Passagier- und Frachtzahlen des Flughfens

  2011 2012 Veränderungen
Fluggäste 9.591.461 9.735.087 1,5 %
Flugbewegungen 136.580 131.524 -3,7 %
Luftfracht in Tonnen 20.665 20.919 1,2 %
Luftpost in Tonnen 10.384 11.116 7,1 %

 

Wirbelschleppen an Landebahnen schneller abschwächen

Wirbelschleppen zwingen Piloten kleinerer und mittlerer Flugzeuge bisher einen Sicherheitsabstand von rund zehn Kilometern zu vorausfliegenden schwereren Maschinen einzuhalten. Bald könnten jedoch bei gutem Wetter bis zu doppelt so viele Verkehrsflugzeuge eine Landebahn anfliegen, ohne sich gegenseitig zu gefährden.

Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben am 29. und 30. April erstmals ein Verfahren unter realen Flugbedingungen erprobt, das die potentiell gefährlichen Wirbelschleppen beim Anflug auf die Landebahn deutlich schneller zerfallen lässt. Dafür verwendeten sie eine patentierte Konfiguration parallel angeordneter Bodenplatten sowie ein lasergestütztes Wirbelschleppenmesssystem.

"Der Bau neuer Start- und Landebahnen auf etablierten Flughäfen ist mit einem immensen Aufwand verbunden, auch schon in der Planungs- und Entscheidungsphase. Oft ist der Platz knapp und zudem sind Siedlungsgebiete von den Erweiterungen betroffen", sagt der DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Johann-Dietrich Wörner.

"Wenn es gelingt, unter voller Gewährleistung der Sicherheit, Flugzeuge zukünftig dichter hintereinander landen zu lassen und damit Bahnerweiterungen zu vermeiden sowie bestehende Systeme effektiver zu nutzen, ist das ein Gewinn für die Flughäfen und deren Anwohner. Die jetzt erfolgten Forschungsflüge des DLR sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung."

Wirbelnde Flügelspitzen

Wirbelschleppen sind langlebige Luftwirbel, die jedes Flugzeug hinter sich erzeugt. Sie rollen sich an den Flügelspitzen auf, wo der Unterdruck der Tragflächenoberseite und der Überdruck der Tragflächenunterseite zusammentreffen.

Die mächtigen Wirbel können dicht nachfolgende Maschinen empfindlich auf ihrer Flugbahn stören und auch am Boden an Gebäuden zu Schäden führen. Kleinere Maschinen sind dabei gegenüber Wirbelschleppen großer Jumbojets besonders sensibel und müssen einen erweiterten Sicherheitsabstand einhalten.

Platten lassen Wirbel zerfallen

Während die Wirbel in höheren Luftschichten meist schnell absinken, verdriften und sich schließlich auflösen, verharren sie gelegentlich einige Zeit kurz vor der Landebahn, knapp über dem Boden. Genau dort setzen nachfolgende Flugzeuge zur Landung an. Projektleiter Dr. Frank Holzäpfel vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre erklärt den Vorteil des neuen Verfahrens: "Um die zirkulierenden Wirbel vor einer Landebahn schneller abzuschwächen, haben wir ein System parallel hintereinander angeordneter Platten, die sogenannte Plate Line, entwickelt. An den etwa vier Meter langen Platten bilden sich Sekundärwirbel, die die eigentlichen Wirbelschleppen deutlich schneller zerfallen lassen."

Das DLR-Forschungsflugzeug HALO, eine modifizierte Gulfstream G550, überflog die Plattenreihen während der Messkampagne in nur 22 Meter Höhe. Die Forscher konnten durch Rauch über dem Versuchsfeld veranschaulichen, wie die eigentlich unsichtbaren Wirbelschleppen sich schneller über den Platten abschwächen.

Mit einem Lasermessgerät (Lidar) zeichneten sie das Verhalten der Wirbelschleppen detailliert für nachfolgende Auswertungen auf. "Auch bisher hat das bereits patentierte Verfahren ausgezeichnet im Labor und in der numerischen Simulation funktioniert", freut sich Holzäpfel über die gelungene Demonstration.

Wirbelschleppen-Vorhersage

Ein Wirbelschleppen-Warnsystem soll die Anwendung der neuen Bodenplatten zu einem Gesamtkonzept für mehr Wirbelschleppensicherheit vervollständigen. "Um dieser zusätzlichen Gefahr bei enger gestaffelten Anflügen zu begegnen, haben wir ein Wirbelschleppen-Vorhersage- und Beobachtungssystem entwickelt, das bereits erfolgreich an den Flughäfen in München und Frankfurt/Main erprobt wurde", fügt Holzäpfel hinzu.

Nach der ersten Demonstration sollen die Plattenreihen zukünftig an Verkehrsflughäfen getestet werden. Die Größe der Platten muss dann entsprechend der stärkeren Wirbelschleppen schwerer Verkehrsmaschinen angepasst werden. Ziel ist es, ein von den Luftfahrtbehörden zugelassenes System zu entwickeln, das schrittweise an Flughäfen installiert wird.

Hubschrauber auf der AERO stark nachgefragt

0

Auf der europäischen Leitmesse für Allgemeine Luftfahrt waren Drehflügler stark nachgefragt. Besonders das Interesse an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Privat- oder Berufshubschrauberpiloten (PPL(H) / CPL(H)) war auf die AERO Expo ungebrochen, wie die Hevi Aviation beobachtete.

Gegenüber der AERO 2012 ist in diesem Leistungssegment sogar eine steigende Tendenz zu beobachten. Dazu gehören die Ausbildung zum Hubschrauberpilot PPL(H), CPL(H) und ATPL(H), auch als reine Wochenendlehrgänge und je nach Anfragen in deutscher oder englischer Sprache. Heli Aviation ist weltweit das einzige Unternehmen mit nahezu 5000 Std. Flugerfahrung auf der Cabri G2 und schult mit derzeit sieben Maschinen, was von Ausbildungsexperten und -interessenten extrem positiv bewertet wurde und auch noch die Beachtung einiger anderer Flugschulen weckte.

Auch von Privatpersonen wurde der Wunsch nach einem eigenen Cabri G2 Hubschrauber geäußert, als offizieller Guimbal Vertriebspartner für Süddeutschland und Österreich konnte die Heli Aviation hierzu informieren. Dank ihres hervorragenden Autorotationsverhaltens, ihrer hohen Crashsicherheit und dem 3-Blatt-Rotorkonzept ist die Cabri G2 einer der sichersten Schulungshubschrauber der Welt.

Weltraumteleskop Herschel – Missionsende mangels Helium

Nach mehr als drei Jahren bahnbrechender Beobachtungen des kalten Universums hat das ESA-Weltraumteleskop Herschel nun wie erwartet seinen Kühlmittelvorrat aufgebraucht. Zu Missionsbeginn verfügte es über 2.300 Liter Flüssighelium, das sich seit der letzten Tankauffüllung einen Tag vor dem Missionsstart am 14. Mai 2009 langsam, aber unaufhaltsam verflüchtigt hat.

Die stetige Verdunstung des Flüssigheliums war die Voraussetzung für die Kühlung der Instrumente auf Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt, um diese so lichtempfindlich zu machen, dass sie auch das kalte Universum unter die Lupe nehmen können, wie es bis heute Abend noch der Fall war.

Temperaturen der Instrumente anstiegen

Die Bestätigung dafür, dass der Heliumvorrat nun endgültig aufgebraucht ist, kam heute, als beim täglichen Funkkontakt mit dem Raumfahrzeug in der zuständigen Bodenstation in Westaustralien bei allen Herschel-Instrumenten ein deutlicher Temperaturanstieg festgestellt wurde.

Herschel hat über 35.000 wissenschaftliche Beobachtungen machen können und dabei mehr als 25.000 Stunden an wissenschaftlichen Daten aus mehr als 600 Beobachtungsprogrammen zusammengestellt. Hinzu kommen noch weitere 2.000 Stunden für Kalibrierungsbeobachtungen. Verwaltet wird der riesige Datensatz im Europäischen Weltraumastronomiezentrum (ESAC) bei Madrid.

Datenarchiv für noch viele Forscher

"Herschel hat alle Erwartungen übertroffen und uns eine unglaubliche Fülle an Daten beschert, mit deren Auswertung die Astronomen noch mehrere Jahre lang beschäftigt sein werden", so Prof. Alvaro Giménez, ESA-Direktor für Wissenschaft und robotische Exploration. Das Datenarchiv bildet das eigentliche Vermächtnis der Mission. Von der Auswertung verspricht man sich noch wesentlich mehr Entdeckungen, als dies in dem Einsatzzeitraum von Herschel bisher möglich war.

"Herschels revolutionäre wissenschaftliche Ausbeute verdanken wir nicht zuletzt der hervorragenden Arbeit europäischer Unternehmen, Einrichtungen und Hochschulen bei Entwicklung, Bau und Betrieb dieses Weltraumobservatoriums und seiner Instrumente", erklärte Thomas Passvogel, ESA-Projektleiter für Herschel und Planck.

Entwicklungen helfen nächsten Missionen

Die Mission brachte auch eine Reihe technologischer Fortschritte mit sich, die künftigen Weltraummissionen und einer möglichen Nutzung von Raumfahrttechnologien in raumfahrtfremden Bereichen zugutekommen können. Genannt seien hier die Entwicklung fortschrittlicher kryotechnischer Systeme, der Bau des bisher größten Weltraumteleskopspiegels und der Einsatz der empfindlichsten direkten Sensoren für Licht im langwelligen Infrarot bis in den Millimeterbereich. Die Herstellungsmethoden für Herschel kommen bereits bei der nächsten Generation von Weltraummissionen der ESA zum Einsatz, u.a. bei der Mission GAIA.

"Herschel hat uns ein neues Bild des bisher verborgenen Teils des Universums präsentiert und bisher nicht beobachtbare Prozesse bei der Entstehung von Sternen und Galaxien aufgezeigt. Seine Daten ermöglichen uns auch die Untersuchung von Wasservorkommen im All, sei es in Molekülwolken oder neugeborenen Sternen und ihren protoplanetaren Scheiben und Kometengürteln", sagte Göran Pilbratt, ESA-Projektwissenschaftler für Herschel.

Kinderstube der Sterne beobachtet

Herschels atemberaubende Bilder ineinander verwobener Staub- und Gasfilamente in unserer Milchstraße sind eine Art illustrierte Geschichte der Sternenentstehung. Diese einzigartigen Beobachtungen im langwelligen Infrarot haben den Astronomen eine neue Vorstellung davon gegeben, wie Turbulenzen Gas im interstellaren Raum aufwirbeln und so filament- und netzartige Strukturen innerhalb kalter Molekülwolken entstehen lassen.

Bei entsprechenden Umgebungsbedingungen gewinnt dann die Schwerkraft die Überhand und zerteilt die Filamente in kompakte Kerne. Tief eingebettet darin befinden sich die Protosterne, Embryonen neuer Sonnen, die den sie umgebenden Staub auf gerade einmal ein paar Grad über dem absoluten Nullpunkt "aufwärmen" und somit Herschels äußerst empfindlichen Instrumenten ihre Existenz verraten haben.

Wasser im All entdeckt

In den ersten Jahrmillionen im Leben neugeborener Sterne kann in der sie umgebenden dichten Gas- und Staubscheibe die Entstehung von Planeten beobachtet werden. Herschel hat dabei insbesondere nach Wasser geforscht, das für Leben in der uns bekannten Form von entscheidender Bedeutung ist, und dessen Vorkommen sowohl in den die Sternenembryos umgebenden Wolken als auch in Sternen und protoplanetaren Scheiben erfasst.

In diesen Scheiben konnte Herschel Wasserdampfvorkommen in der Größenordnung Tausender Erdozeane feststellen, wobei die Eisvorkommen auf Staubkörnern und Kometen noch um einiges höher waren.

Etwas näher an unserem Heimatplaneten hat Herschel außerdem die Zusammensetzung des Wassereises im Kometen Hartley-2 analysiert, dessen Isotopenverteilung praktisch dieselbe wie in unseren Meeren ist.

Diese Ergebnisse sind neuer Stoff für die Debatte, wie viel Wasser durch Kometeneinschläge auf die Erde gelangt ist. Zusammen mit den Beobachtungen riesiger Kometengürtel anderer Sterne erhoffen sich die Astronomen nun eine Antwort auf die Frage, ob ein ähnlicher Prozess auch in anderen Planetensystemen stattfinden könnte.

Prozesse in entfernten Galaxien

Herschel hat auch unser Wissen über die Entstehung von Sternen erweitert, und zwar in tief in den kosmischen Raum hinein- und weit in die Zeit zurückreichenden Größenordnungen. Dank seiner Beobachtungen zur Entstehung von Sternen in fernen Galaxien wurden vielerorts hohe "Geburtenraten" festgestellt, selbst in der Frühzeit des Universums vor 13,8 Milliarden Jahren.

Diese Galaxien offenbaren uns eine Sternenproduktion auf Hochtouren: Beobachtet wurden jährlich Hunderte bis Tausende neuer Sterne von der Masse der Sonne. Im Vergleich dazu kommt unsere Milchstraße im Schnitt lediglich auf einen neuen sonnenähnlichen Stern pro Jahr.

Die Frage, wie Galaxien in den ersten Jahrmilliarden des Universums Sterne in solch riesigen Mengen hervorbringen konnten, ist für Forscher, die sich der Entstehung und Entwicklung von Galaxien verschrieben haben, weiterhin ein Rätsel. Die neuen Daten von Herschel lassen vermuten, dass den Galaxien in der Frühzeit des Universums größere Gasmengen zur Verfügung standen, was diese hohen Wachstumsraten selbst ohne Kollisionen zwischen Galaxien ermöglichte, die normalerweise Voraussetzung für die Auslösung solch explosionsartiger Vermehrungen sind.

"Auch wenn Herschel keine Messungen mehr vornehmen kann, ist dies noch lange nicht das Ende der Mission: Uns steht noch eine Fülle an Entdeckungen bevor", prophezeit Dr. Pilbratt. "Wir werden unsere Arbeit jetzt darauf konzentrieren, die Daten in Form möglichst perfekter Karten, Spektren und verschiedener Kataloge zugänglich zu machen, um so die Astronomen bei ihren laufenden und künftigen Arbeiten zu unterstützen. Natürlich sind wir betrübt darüber, dass die Beobachtungen nun ein Ende haben. Deshalb möchte ich an dieser Stelle abschließend sagen: Danke, Herschel!"

ATR 600-Serie erhält FAA-Zulassung

Der Turboprop-Flugzeughersteller ATR zeigt sich erfreut bei der Bekanntgabe, dass die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA der neuesten ATR "600-Serie" die Zulassung erteilt hat. Die Zulassung sowohl für die ATR 42-600 als auch die ATR 72-600 ermöglicht die Indienststellung dieser neuen Flugzeuge in Ländern, welche sich im Vergleich zur europäischen Behörde EASA mehr an FAA-Richtlinien orientieren.

Dank der Kooperation zwischen den beiden Behörden konnte sich die FAA jedoch auf Teile des EASA-Verfahrens stüzen, um den bei den Modellen der ATR 600 Serie die Zulassung zu erteilen.

Der Turboprop-Flugzeughersteller ATR zeigt sich erfreut bei der Bekanntgabe, dass die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA der neuesten ATR "600-Serie" die Zulassung erteilt hat.

FAA-Zulassung für viele Länder relevant

Die Zulassung sowohl für die ATR 42-600 als auch die ATR 72-600 ermöglicht die Indienststellung dieser neuen Flugzeuge in Ländern, welche sich im Vergleich zur europäischen Behörde EASA mehr an FAA-Richtlinien orientieren. Dank der Kooperation zwischen den beiden Behörden konnte sich die FAA jedoch auf Teile des EASA-Verfahrens stüzen, um den beiden Modellen der ATR 600 Serie die Zulassung zu erteilen.

Die Tests bei der EASA, die um von FAA-Testpiloten durchgeführte Flüge ergänzt wurden, sollten den ordnungsgemäßen Betrieb der neuen Instrumente und Systeme an Bord des Flugzeugs, insbesondere die neue Avionik-Suite validieren. Dazu zählen insbesondere das neue "Glas-Cockpit" mit 5 LCD-Bildschirmen, neue Kommunikations-, Navigations- und Überwachungssysteme, das Flight Management System (FMS), der Autopilot, das Alarm-System und der Multi-Purpose-Computer (MPC), der insbesondere Wartungs- und Schutzfunktionen integriert.

Potenzial in Flottenmodernisierungen

"Der Erhalt dieser Zulassung wird es uns erlauben, den kommerziellen und operativen Rahmen unserer Flugzeugfamilie zu erweitern", erklärte Filippo Bagnato, Chief Executive Officer von ATR. "Seit ihrer Markteinführung wurden die ATR-600 zu den meistverkauften Regionalflugzeugen bis 90 Sitzplätzen weltweit, ein Erfolg der sich auch durch ihre hohe Betriebssicherheit und ihre Beliebtheit bei den Passagieren widerspiegelt. Wir sind davon überzeugt, dass uns die FAA-Zulassung die Türen zu Märkten mit hohen Potenzialen öffnen wird, um Turboprop-Flugzeuge älterer Generation als auch Jets, die weniger kosteneffizient sind, zu ersetzen."

Seit das neue ATR 42-600 und ATR 72-600 Programm im Oktober 2007 gestartet wurde, hat ATR Aufträge für mehr als 300 Flugzeuge aus dieser neuen Serie erhalten. Derzeit sind fast zwei Drittel der weltweit bestellten Regionalflugzeuge ATRs aus der neuen 600-Serie. Seit seiner Gründung im Jahr 1981 hat das Unternehmen ATR über 1.200 Flugzeuge verkauft.

ATR 72-600 Technische Daten

  • Passagierkapazität: 68 bis 74 Sitze
  • Motoren: Pratt & Whitney Canada PW 127M
  • Maximale Startleistung: 2.750 PS pro Motor
  • Maximales Startgewicht: 23.000 kg
  • Maximale Nutzlast: 7.500 kg
  • Maximale Reichweite bei voller Beladung: 900 nautischen Meilen (1.665 km)

ATR 42-600 Technische Daten

  • Passagierkapazität: 46 bis 50 Sitze
  • Motoren: Pratt & Whitney 127M
  • Maximale Startleistung: 2.400 PS pro Motor
  • Maximales Startgewicht: 18.600 kg
  • Maximale Nutzlast: 5.500 kg
  • Reichweite bei voller Beladung: 800 nautischen Meilen (1.483 km)

Original Mondstein der NASA in Speyer zu sehen

0

Knapp fünf Jahre nach der Eröffnung von Europas größter Raumfahrtausstellung "Apollo and Beyond" kann das Technik Museum Speyer bereits auf außergewöhnliche sowie historisch hochkarätige Ausstellungsstücke, aber auch auf zahlreiche Besuche, Autogrammstunden und Vorträge von Astronauten und Kosmonauten zurückblicken. Dazu gehört bald auch ein original Monstein von den NASA-Mondlandungen.

Das größte Ereignis des 20. Jahrhunderts war zweifelsohne, als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat und somit einen Meilenstein in der Geschichte der Menschheit setzte. Nur 12 Menschen war es vergönnt, im Rahmen des Apollo Programms zwischen 1969 und 1972, bei sechs erfolgreichen Mondlandungen, den entfernten Erdtrabanten zu betreten.

Die sogenannten "Moonwalker" sind Helden einer ganzen Generation und zeigten, zu was die Menschheit fähig ist. In Anlehnung an diese herausragenden Ereignisse präsentiert das TECHNIK MUSEUM SPEYER, mit seinem Kooperationspartner Space Expo e.V., auf Initiative des 1. Vorsitzenden und Raumfahrtexperten Gerhard Daum, ab dem 03. Juni 2013 den neuen Ausstellungsbereich "Der Mond" mit einem ganz besonderen Highlight – einem 3,4 Milliarden Jahre alten Mondstein. Dieser Bereich widmet sich ausschließlich den Apollo Missionen.

Auf einer nachgebildeten Mondoberfläche wird die erste und die letzte Mondlandung dargestellt. Zu sehen sind unter anderem Mockups der Apollo 11 Mondfähre "EAGLE", das Mondauto "Lunar Roving Vehicle" (LRV) welches bei den Apollo 15 – 17 Mondlandungen zum Einsatz kam sowie Raumanzüge, wie sie von Eugene A. "Gene" Cernan, Apollo 17 Kommandant (CDR), und Harrison H. "Jack" Schmitt, Apollo 17 Pilot der Mondfähre (LMP) getragen wurden.

Der ausgestellte Mondstein wurde am 01. August 1971 von den Astronauten Dave Scott und Jim Irwin, an der Station 4 der zweiten Apollo 15 Exkursion, von einem Basalt-Felsblock im Hadley-Apenninen Landegebiet, abgeschlagen. Knapp 42 Jahre nachdem der Stein zur Erde kam und in einem Forschungslabor der NASA in Houston aufbewahrt wurde, findet er nun als Dauerleihgabe im Technik Museum Speyer die ein neues Zuhause.

Das Speyerer Museum ist deutschlandweit die einzige Einrichtung, die einen original Apollo-Mondstein in detailgetreuer Kulisse und mit fundierten Informationen ausstellt. Anhand eines Großpanoramas von etwa 9 Meter Höhe und 19 Meter Breite, welches aus 11 Bildern zusammengesetzt ist, wird die Stelle, an der die Apollo 15 Astronauten den Stein abgeschlagen haben genau dargestellt.

Des Weiteren wird auf einem Großbild der Mond mit einem Durchmesser von 4,50 Meter gezeigt. Dieser Mond wurde aus etwa 1.300 Original-Fotos der NASA Mondsonde Lunar Reconnaisance Orbiter (LRO) zusammengesetzt und zeigt die Landeplätze der sechs Mondlandungen. Jede einzelne Landestelle wird zusätzlich mit einem eigenen Panorama dargestellt. Ausführliche Informationen zu den Missionen des Apollo Programms sind auf Infotafeln historisch und wissenschaftlich mit außergewöhnlichen Aufnahmen der NASA Mondsonde LRO, welche die Landestellen im Jahr 2011 fotografiert hat, dargestellt.

Die wissenschaftlichen Inhalte wurden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgearbeitet. Der neue Ausstellungsbereich "Der Mond" samt originalem Mondstein der NASA ist ab dem Informationen 03. Juni 2013 im Technik Museum Speyer zu sehen.

Anfahrt zum Flughafen Hamburg eingeschränkt

0

Von Donnerstag, 02. Mai, bis voraussichtlich Samstag, 04. Mai, saniert Hamburg Airport den Fahrbahnbelag der oberen Vorfahrt. Der Asphalt wird an ausgewählten Stellen entfernt und durch einen neuen Belag ersetzt. Die Arbeiten finden auf der Abflugebene vor Terminal 2 statt.

Um die Auswirkungen für Autofahrer möglichst gering zu halten, finden die Arbeiten überwiegend nachts sowie außerhalb traditioneller Verkehrsspitzen statt. Nachts stehen den Autofahrern überwiegend zwei Fahrspuren statt der vorhanden drei zur Verfügung.

Darüber hinaus ist die Anzahl der Kurzzeitparkplätze vor dem Terminal 2 eingeschränkt, sowohl nachts als auch tagsüber. Der Hamburg Airport bittet Abholer und Bringer, gegebenenfalls statt der Kurzhalteplätze vor den Terminals die terminalnahen Parkflächen zum Kurzhaltetarif anzufahren. Taxifahrer sollten ihre Gäste bereits vor Terminal 1 oder der Airport Plaza absetzen.

airberlin verstärkt Corporate Sales für Business-Kunden

0

Unter der Leitung von Stefan Magiera, Vice President Corporate Sales, hat sich der Firmenkunden-Vertrieb bei airberlin neu strukturiert. Jochen Hinz, der zuletzt für American Airlines in Großbritannien tätig war, übernimmt ab sofort die Leitung des Bereichs Business Sales & TMC Relations. Sein Team ist künftig erster Ansprechpartner für Geschäftsreisebüros und Firmendienste.

"Die Anforderungen von Geschäftsreisebüros und Reisestellen werden vor dem Hintergrund von Kostenreduktion und Flexibilität immer komplexer. Der Geschäftsreisemarkt ist für airberlin von großer Bedeutung und wir möchten den Unternehmen sowohl durch unser verstärktes Team als auch durch unsere ausdifferenzierten Strukturen, maßgeschneiderte Lösungen für Ihre Geschäftsprozesse anbieten", begründet CCO Paul Gregorowitsch den Personalausbau.

Der neue Bereich Key Account Management wird von Kathrina Pfeifer geleitet, die in der Vergangenheit bei airberlin als Teamleiterin für den Außendienst verantwortlich war. Gemeinsam mit fünf Key Account Managern wird Pfeifer die großen Firmenkunden airberlins und deren Implants betreuen und den Service für Großkunden so weiter verstärken.

Die Verantwortlichkeit der Corporate Produkte business points und MICE sowie für die Marketingkommunikation an Firmen und Expedienten übernimmt Tino Dracker, der airberlin bereits seit 2008 zugehörig ist und zuletzt die Programmeinführung der business points begleitet hat. Ihm untersteht auch das Sales Support Team.

ILA 2014 in Berlin wieder am Frühjahrstermin

0

Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ILA Berlin Brandenburg rückt im kommenden Jahr wieder auf ihren traditionellen Frühjahrstermin. Vom 20. bis 25. Mai 2014 präsentiert die Berlin Air Show Spitzentechnologie aus allen Geschäftsfeldern der Aero-Space-Industrie. Neben Luftfahrt, Raumfahrt und Ausrüstung wird es auch wieder ein umfangreiches Konferenzprogramm geben.

Die drei ersten ILA-Tage (20.05.-22.05.) sind ausschließlich Fachbesuchern vorbehalten. Das Publikumswochenende (23.05.-25.05.) beinhaltet unter anderem ein mehrstündiges Flugprogramm mit Fluggeräten aller Größen, Kategorien und aus allen Epochen der Luftfahrtgeschichte.

Veranstaltungsort ist das Berlin ExpoCenter Airport, das im Jahr 2012 mit der ILA eingeweiht wurde. Es liegt direkt neben dem künftigen Hauptstadtflughafen BER und ist mit Taxiways zur neuen südlichen BER-Runway verbunden. Rund 50.000 Quadratmeter Hallen- und Chaletfläche, 100.000 Quadratmeter Freigeländefläche für die Präsentation der Fluggeräte sowie 100.000 Quadratmeter Zuschauer- und Logistikfläche stehen der ILA 2014 zur Verfügung.

Die ILA ist eine Messe der kurzen Wege durch die räumliche Konzentration der einzelnen Geschäftsfelder der Luft- und Raumfahrt. Dazu zählen unter anderem "Kommerzieller Luftverkehr", "Raumfahrt", "Verteidigung und Sicherheit", unter anderem mit der UAS-Plaza (Unmanned Aircraft Systems), "Ausrüstung, Triebwerke und Werkstoffe" mit dem angegliederten "International Suppliers Center ISC (20.05.-22.05.)", "Hubschrauber" und das "ILA CareerCenter" (23.05.-24.05.). Daneben findet ein umfangreiches Konferenzprogramm mit zahlreichen Leitkongressen für nahezu alle Geschäftsfelder der Luft- und Raumfahrt statt.

Für die ILA 2014 ist eine weltweite Marketing- und Akquisitionskampagne angelaufen. Das ILA-Team wird darüber hinaus in den nächsten Monaten mit eigenen Ständen auf zahlreichen Aerospacemessen im In- und Ausland präsent sein (Paris Air Show 17.06.-23.06., MAKS 2013 Moskau 27.08.-01.09.). Weltweit unterstützen die Auslandsvertretungen der Messe Berlin in rund 150 Ländern die ILA-Akquisition vor Ort. Aussteller erhalten bei Anmeldung bis zum 31. Oktober 2013 einen Frühbucherrabatt in Höhe von zehn Prozent auf die Standflächenmiete (kein Discount für Ausstellung von Fluggerät).

Airbus Zero G: Für Satelliten und Gleichgewichtssinn im Parabelflug

Es ist eine europaweit einzigartige Forschungsplattform – der umgebaute Airbus A300 Zero G der französischen Firma Novespace. Von seinem Heimatflughafen in Bordeaux aus ist das Flugzeug mit 35 Wissenschaftlern und elf Experimenten an Bord Richtung Atlantik gestartet. Nach drei Flugtagen mit insgesamt 93 Parabeln und 34 Minuten Schwerelosigkeit ist die 22. Parabelflugkampagne des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) 2013 zu Ende gegangen.

Ulrike Friedrich und Hans-Ulrich Hoffmann sind zufrieden: Die DLR-Projektleiterin für die Parabelflugkampagnen und ihr Stellvertreter sind zwar ein eingespieltes Team, doch ist Forschen in Schwerelosigkeit nie Routine. "Bei der 22. DLR-Kampagne hatten wir insgesamt elf Experimente von deutschen Hochschulen und aus der Industrie an Bord, darunter zwei biologische, drei humanphysiologische, drei physikalische, ein materialwissenschaftliches und zwei technologische

Jedes Experiment ist auf Herz und Nieren geprüft. Um keine wertvolle Parabel-Zeit zu verlieren, muss jeder Handgriff bei den Wissenschaftlern sitzen und natürlich auch die Technik funktionieren", erklärt Ulrike Friedrich. Dabei können die Wissenschaftler ihre Experimente bis zum Flug nur unter den Schwerkraftbedingungen der Erde machen – lediglich in Einzelfällen kann Schwerelosigkeit simuliert werden.

Blutanalysen für die Raumstation ISS

Till Eisenberg und sein Team von "Astrium Space Transportation" beispielsweise haben das Weltraumlabor Immunolab getestet, das 2016 zur Internationalen Raumstation ISS fliegen soll: "Immunolab ist ein Analysegerät, das die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf das Immunsystem sichtbar macht und mit dem die Proben – zum Beispiel Blut, Plasma, Urin, Speichel oder Blutzellen direkt nach ihrer Entnahme analysiert werden können", erklärt Eisenberg.

Bislang mussten derartige Proben zunächst eingefroren und dann bis zur nächsten Rücktransportmöglichkeit zur Erde auf der ISS aufbewahrt werden. Immunolab ist ein erster Schritt in Richtung in-situ-Kontrolle und Überwachung der Gesundheit im All. Während des Parabelflugs haben die Ingenieure kritische operationelle und technische Aspekte in Schwerelosigkeit getestet. "Wir haben zum Beispiel untersucht, wie sich verschiedene Flüssigkeiten kontrolliert austauschen oder mischen lassen und chemische Reaktionen durchgeführt werden können und wie dies manuell und automatisiert in der Schwerelosigkeit funktioniert."

Herzschlag in Schwerelosigkeit verändert

Der deutsche ESA-Astronaut Hans Schlegel erlebte die 22. DLR-Parabelflugkampagne als Proband eines medizinischen Experiments der Medizinischen Hochschule Hannover und des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin. Prof. Jens Tank und seine Kollegen wollten die Kraft eines Herzschlags ohne Einwirkung der Schwerkraft messen und herausfinden, wieviel Blut das Herz mit welcher Beschleunigung bei jedem Schlag transportiert und welche Kraft dazu notwendig ist (Ballistokardiographie). "Wir gehen davon aus, dass das Herz in Schwerelosigkeit mit weniger Kraftaufwand arbeitet", erläutert Tank.

Separationsmechanismus für Nano-Satelliten

In einem mit Netzen abgesperrten Teil des Flugzeugs hatten die Entwickler vom Aerospace Institut aus Berlin ihr Technologie-Experiment installiert: "Wir testen einen elektromechanischen Separationsmechanismus von Nano-Satelliten unter Schwerelosigkeitsbedingungen und haben dazu verschiedene Modelle aufgebaut", beschreibt Norbert Pilz die Situation.

In den Schwerelosigkeitsphasen wurde dazu ein etwa hutschachtelgroßer Dummy-Satellit mehrfach horizontal ausgestoßen und in dem Sicherungsnetz aufgefangen. Dabei haben die Ingenieure den Vorgang der Separation aus verschiedenen Perspektiven gefilmt, um herauszufinden, wie gut die Trennung mit Blick auf Geschwindigkeit und Rotationsrate des Dummy-Satelliten funktioniert hat.

Sportler testen Gleichgewichtsübungen

Wie sich der aufrechte Stand sowie die Kontrolle von Bewegungen und Gleichgewicht in Schwerelosigkeit verändern, haben Prof. Albert Gollhofer und seine Mitarbeiterinnen vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg untersucht. "Wir haben unsere Testpersonen auf eine bewegliche Platte gestellt und ihnen verschiedene Gleichgewichtsaufgaben gestellt, die sie auf einem Bein stehend erledigen mussten", beschreibt Ramona Ritzmann.

Dabei wurden Muskelaktivitäten und neuronale Reflexe getestet. Im All verlieren die Astronauten die Fähigkeit des aufrechten Stands (posturale Kontrolle) – beim Wiedereintritt in das Schwerefeld der Erde müssen sie teilweise das selbständige Gehen und das aufrechte Stehen erst wieder üben. "Unser Ziel ist, ein Gleichgewichtstraining als Gegenmaßnahme für den Abbau der posturalen Kontrolle zu entwickeln, das auch in der Rehabilitationsmedizin auf der Erde angewandt werden kann", sagt Sportwissenschaftlerin Ritzmann.

Parabelflug mit "Fall" nach oben

Für aussagekräftige Testergebnisse brauchten die Forscher zudem exakte Parabeln: "Pro Flugtag fliegen wir 31", berichtet Testpilot Stéphane Pichené. Jede Parabel beginnt mit 20 Sekunden doppelter Erdschwere, gefolgt von 22 Sekunden Schwerelosigkeit, wiederum 20 Sekunden doppelter Erdschwere und dann zwei Minuten Pause in normaler Schwerkraft. Der A300 Zero G steigt innerhalb dieser Zeit steil nach oben bis zu einem Winkel von 47 Grad und einer Höhe von 7.600 Metern, "fällt" dann antriebslos weiter bis auf 8.500 Meter und beginnt dann seinen "Sturzflug" bis auf die normale Flughöhe von 6.100 Metern. Hier herrscht wieder einfache Erdschwerkraft.

Militär-Luftfahrtzentrum in Manching empfängt Minister Rösler

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat den Cassidian-Standort Manching bei Ingolstadt besucht. Dabei forderte er: „Im Bereich der militärischen Luftfahrt decken wir in Deutschland von der Flugzeugentwicklung über die Produktion bis zur Wartung alle Fähigkeiten ab. Diese Expertise müssen wir auch in Zukunft erhalten.“

Für Rösler war es der erste Besuch in Europas größtem militärischen Luftfahrtzentrum. Der Minister war auf Einladung von Cassidian CEO Bernhard Gerwert nach Manching gekommen.

Unbemannte Flugsysteme in Entwicklung

In Begleitung von Staatssekretärin Katja Hessel, EADS CEO Tom Enders, Cassidian CEO Bernhard Gerwert und Arbeitnehmervertretern besichtigte der Wirtschaftsminister die Endmontagelinie des Eurofighter und informierte sich über den Entwicklungsstand bei unbemannten Flugsystemen. Cassidian ist in diesem Technologiebereich europaweit führend.

Zuvor hatte sich Rösler in einem Gespräch mit der Geschäftsleitung über Zukunftsperspektiven der militärischen Luftfahrt informiert. „Die Zukunft der Luftfahrt liegt in der Technologieentwicklung für unbemannte Flugsysteme“, sagte Cassidian CEO Bernhard Gerwert. „Das trifft sowohl für den militärischen Bereich also auch für die zivile Luftfahrt zu.“

Eurofighter-Endmontage und Wartung

Manching ist das Militärische Luftfahrtzentrum von Cassidian und der größte Standort des Unternehmens. Derzeit arbeiten 4.500 Beschäftigte am Standort. Die Bundeswehr ist der wichtigste Auftraggeber für Cassidian.

In Manching werden sämtliche militärischen Flugzeuge der Bundeswehr gewartet und betreut. Zudem werden hier alle Eurofighter Kampflugzeuge der Bundeswehr endmontiert. Ebenfalls befinden sich in Manching die Forschungs- und Entwicklungsbereiche für unbemannte Flugzeuge.

DRF Luftrettung vergibt Forschungspreis an Reanimationsregister

1

Bei der diesjährigen Medizinischen Jahrestagung der Leitenden Notärzte und Leitenden Rettungsassistenten der DRF Luftrettung verlieh die DRF Stiftung Luftrettung am vergangenen Freitag zum zweiten Mal ihren Forschungspreis. Den von der DRF Stiftung Luftrettung mit 5.000 Euro dotierten Preis erhielt Dr. Jan Wnent, der am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein tätig ist.

Der Preis hat zum Ziel, die Forschung und Strategieplanung in der präklinischen Notfallversorgung voranzutreiben, der Preisträger wird durch den medizinisch-wissenschaftlichen Beirat der DRF Luftrettung ausgewählt.

Dr. Jan Wnent hatte stellvertretend für das Deutsche Reanimationsregister eine Arbeit eingereicht zur Frage, wie sich die Wahl der Klinik auf das Überleben von Patienten auswirkt, die außerhalb einer Klinik einen Herzstillstand erlitten hatten.

Der medizinisch-wissenschaftliche Beirat der DRF Luftrettung war der Meinung, dass mit der Studie ein wichtiger Schritt in Richtung strukturierter und standardisierter Versorgung von Patienten nach einem präklinischen Herzkreislaufstillstand in Deutschland getan wurde. Die Versorgung dieser Patientengruppe stellt sowohl für den bodengebundenen, als auch für den luftgebundenen Rettungsdienst in Deutschland eine große Herausforderung dar.

Im vergangenen Jahr wurde der Forschungspreis zum zweiten Mal ausgeschrieben. Es konnten aktuelle Arbeiten zur Notfallmedizin mit Bezug zur Luftrettung eingereicht werden, die der medizinisch-wissenschaftliche Beirat der DRF Luftrettung bewertete. Im Jahr 2013 wird der Forschungspreis erneut ausgeschrieben, die Einreichungsfrist für die Arbeiten ist der 28.02.2014.

Betriebszeiten am Dortmund Airport – Anhörung mit Anwohnern

0

Die Anhörungswoche der Bezirksregierung Münster zur Betriebszeitenverlängerung am Dortmund Airport ist zu Ende. Dazu hatten die Behördenvertreter Gutachter, Betroffene, Befürworter sowie Flughafenvertreter eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Zum Wochenabschluss sagte Airport-Geschäftsführer Markus Bunk: "In der vergangenen Woche konnten wir erneut feststellen, dass eine schriftliche Auseinandersetzung niemals durch den persönlichen Dialog zu ersetzen ist. Wir hatten unter anderem Gelegenheit mit vielen Betroffenen zu sprechen, die uns an ihrer persönlichen Situation teilhaben ließen.

Wir wissen um die Belastung, der unsere Nachbarn ausgesetzt sind – umso bestärkter sind wir nun darin, dass wir unseren Antrag auf das absolut Notwendige beschränkt haben. Nur so lässt sich die zusätzliche Belastung durch eine Stunde mehr Betrieb am Abend mit der zwingend für die Zukunftssicherung des Standortes erforderlichen Anpassung unserer Betriebszeiten vereinbaren."

Neben vielen betroffenen Anwohnern meldeten sich am Donnerstag auch zahlreiche Vertreter der Dortmunder Wirtschaft wie IHK-Hauptgeschäftsführer Schulz zu Wort. Sie alle betonten ausdrücklich die Bedeutung des Dortmunder Flughafens für die Wirtschaft. Am Freitag unterstrich darüber hinaus ver.di-Geschäftsführer Uli Dettmann den Flughafen als wichtigen Arbeitgeber in der Region.

An den fünf Anhörungstagen konnten rund 300 Besucher gezählt werden die in zahlreichen Wortbeiträgen zu Themen wie Lärmschutz, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit diskutierten. "Auch wenn die meisten Argumente bereits aus den schriftlichen Eingaben bekannt waren, so hoffen wir dennoch, dass unsere Experten einige Sorgen der Anwohner nehmen und über das Vorhaben sowie seine zwingende Notwendigkeit ausführlich informieren konnten."

Bereits Ende 2010 hatten der Stadtrat der Stadt Dortmund und der Aufsichtsrat des Dortmund Airport den Flughafen aufgefordert, einen Antrag auf Betriebszeitenerweiterung für den Dortmund Airport zu stellen. Dabei umfasst der Antrag eine generelle Landeerlaubnis bis 22:30 Uhr und eine generelle Starterlaubnis bis 23:00 Uhr. Bisher sind Starts und Landungen nur zwischen 06:00 und 22:00 Uhr gestattet.

Flughafen-Winterdienst in Stuttgart endet mit Rekord bei Einsätzen

Für den Winterdienst am Flughafen Stuttgart endet mit dem April eine ungewöhnlich lange und harte Saison: An 45 Tagen seit Anfang November musste am Landesflughafen Schnee geschippt werden, das ist der bisherige Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen. Zusätzlich musste an 11 Tagen tückisches Glatteis bekämpft werden.

Mit 56 Einsatz-Tagen für die Mannschaft aus 180 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Flughafens belegt der Winter 2012/13 den dritten Platz in der Statistik.

Der Aufwand für die Räumfahrzeuge, die Bereitschaften und die erforderlichen Mittel ist erheblich, schließlich ist die komplette Fläche, die das Winterdienstteam bei Schneefall räumen muss, rund 1,3 Millionen m2 groß. "Unsere Mannschaft hat 6.837 Einsatzstunden bewältigt und war oftmals im Dauereinsatz, um den Flugbetrieb trotz Eis und Schnee pünktlich zu halten", sagt Rudolf Brunner, der Leiter des Winterdienstes. "Dazu kommen noch 1.624 Einsatzstunden von externen Helfern.", so Brunner.

Die Kosten für diesen Winter summieren sich auf circa fünf Millionen Euro, außergewöhnlich viel. Allein bei den Enteisungsmitteln hat die Flughafengesellschaft in der Saison 2012/13 mit über 2 Mio. Euro ein Mehrfaches als in den Vorjahren aufwenden müssen. Ein Liter Bodenenteisungsmittel kostet etwa so viel wie ein Liter Superbenzin, am Spitzentag wurden davon 162.950 Liter benötigt.

Auch die Flugzeugenteiser waren überdurchschnittlich oft gefragt. Die beiden Dienstleister, die Lufthansa Technik und die AGS Airport Ground Service GmbH, eine Tochter der Flughafengesellschaft, haben in dieser Saison an 118 Tagen 3.209 Maschinen startklar gemacht.

Am 30. April beendet der Flughafen-Winterdienst seine Bereitschaft und kommt am 01. November wieder.

Nepal Airlines will Airbus A320 kaufen

Nepal Airlines Corporation (NAC), die nationale Fluggesellschaft Nepals, hat eine Grundsatzvereinbarung über den Kauf von zwei Airbus A320-Flugzeugen unterzeichnet, die mit den treibstoffsparenden Sharklets an den Flügeln ausgestattet sind. Sharklets bringen Treibstoffeinsparungen von bis zu vier Prozent und machen das die A320 zu einem wichtigen Bestandteil der Flottenmodernisierung von NAC.

Wichtige Gründe für die Wahl der A320 waren ihre überragende Wirtschaftlichkeit, ihre besondere Eignung für hoch gelegene Flugplätze und ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten auf vielen verschiedenen Routen.

Flugzeug als Tor zur Welt

"Für einen Binnenstaat wie Nepal ist die Luftfahrt unser Tor zur Welt, und für die Welt das Tor zu unserem Land. Nepal bietet Forschern, Trekking-Touristen und Urlaubsreisenden vielfältige kulturelle Attraktionen, Naturerlebnisse und Outdoor-Aktivitäten. Mit der Aufnahme der A320 in unsere Flotte können wir vom wachsenden Fremdenverkehr profitieren und unser Streckennetz mit den sparsamsten Flugzeugen erweitern, die heute verfügbar sind," sagte Madan Kharel, Managing Director der Nepal Airlines Corporation.

"Die A320 ist das leistungsfähigste und wirtschaftlichste Flugzeug, das für anspruchsvolle Flughäfen wie Kathmandu sehr gut geeignet ist. Diese Flugzeuge mit Sharklets an den Flügelspitzen benötigen bis zu vier Prozent weniger Treibstoff, und für einen Binnenstaat wie Nepal sind sie eine Lebensader und ein Impulsgeber für die wirtschaftliche Prosperität des Landes. Wir freuen uns sehr, Nepal Airlines als unseren neuesten Kunden begrüßen zu können," sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus.

RNP für Navigation im Gebirge

Die A320 ist mit der RNP ("Required Navigation Performance") Navigationstechnik ausgerüstet, die präzise Flüge auf vorherbestimmten Routen mit Hilfe modernster, bordeigener Navigationssysteme ermöglicht. Diese Technik ist besonders nützlich für Flugzeuge, die von Bergen umschlossene Flugplätze in hoher Lage wie Kathmandu anfliegen.

Nepal Airlines Corporation (NAC) wurde am 01. Juli 1958 durch Verabschiedung des Nepal Airlines Corporation Act. 1962 gegründet. Die Fluggesellschaft fliegt gegenwärtig vier Städte im Ausland sowie 25 Inlandsziele im Herzen des Himalaya an.

Versuchsobjekt Astronaut: Mit Katheter in die Schwerelosigkeit

Während der zweiten deutschen Spacelab-Mission D2 im Jahr 1993 umkreiste Astronaut Hans Schlegel 160 Mal die Erde und führte dabei als Nutzlastspezialist die zahlreichen internationalen Experimente durch. Für Schlegel war es der erste Flug ins Weltall. Im Interview erinnert er sich 20 Jahre später daran, wie die Mission startete, welche Experimente ihm in besonderer Erinnerung geblieben sind und wie das Arbeiten im Weltraum-Labor ist.

Die D2-Mission fing sehr nervenaufreibend an: Drei Sekunden vor dem geplanten Abheben am 22. März 1993 wurde der Start abgebrochen. Wie lange dauert es, bis das Adrenalinpegel nach dem Aussteigen wieder normalisiert?

Wir hatten bei dieser Mission auch in den Tagen davor viele, viele Verschiebungen erlebt. Und jetzt passte anscheinend auf einmal alles zusammen. Das Wetter vor Ort wurde besser, alle anderen Parameter wie zum Beispiel das Wetter über dem Atlantik bei den Notlandestellen spielten mit. Unser Gefährt funktionierte. Die Mannschaft war auf den Punkt vorbereitet. Und im Laufe des zweieinhalbstündigen Countdowns, bei dem wir schon im Shuttle saßen, hieß es immer: Es funktioniert alles, wir gehen heute in den Orbit.

Wir waren schon in der Phase, wo die Triebwerke brannten, wo die Haupttriebwerke geschwenkt werden. Das führt dazu, dass das Shuttle ein wenig schwankte – man spürt die Bewegung. Und dann kam auf einmal drei Sekunden vor dem Abheben diese Warnsirene, die wir von Simulationen kannten. Aber wenn das wirklich passiert, geht das Adrenalin hoch – wenn das überhaupt noch möglich ist so kurz vorm Start. Der Bordcomputer hat sofort innerhalb von hundertstel Sekunden die Triebwerke abgeschaltet.

Für uns war das ein Ersterben der Geräuschkulisse. Und dann kommt die Spannung: Was ist passiert? Ist die Situation gefährlich oder nicht? Müssen wir jetzt innerhalb von Sekunden heraus, mit der Seilbahn zur Erde schweben und in den Bunker gehen? Auf der einen Seite war ich enttäuscht über den abgebrochenen Start, auf der anderen Seite erleichtert, dass die gefährliche Situation gemeistert wurde. Ich fand mich noch sehr neutral, aber auf den Fotos von uns während unseres Ausstiegs habe ich in meinem Gesicht 100 Prozent Enttäuschung gelesen. Eine sehr interessante Erfahrung, die ich aber nicht noch mal machen möchte.

Es dauerte dann noch einmal fast einen ganzen Monat, bis es wirklich losging. Sie hatten ja lange für Ihren ersten Flug trainiert, aber kann ein Training – sei es auch noch so umfassend – auf die ersten Momente in Schwerelosigkeit und den Flug im Shuttle vorbereiten?

Erst einen Fehlstart zu erleben und sich dann noch mal konzentriert auf den Start vorzubereiten, das ist wie beim Sport. Man muss sich fokussieren können, als wäre es der erste und einzige Start. Darauf wird man vorbereitet. Das Training ist auch darauf ausgelegt, uns auf die Schwerelosigkeit vorzubereiten, indem man zum Beispiel an Parabelflügen teilnimmt und da mehrmals 20 Sekunden Schwerelosigkeit erlebt.

Aber die andauernde Schwerelosigkeit, die Anpassung des Körpers an diesen Zustand – darauf kann man sich nur theoretisch vorbereiten. Davon hat man gehört, aber das physikalisch und psychologisch zu verarbeiten, das muss jeder für sich selbst machen. Das dauert so zwischen zwei und fünf Tagen, bis man wieder im Gleichgewicht ist, und man gelernt hat, mit der Schwerelosigkeit umzugehen.

Ihre Mission ging über zehn Tage, die vollgestopft waren mit Experimenten von der Robotik bis hin zur Biologie. Sie sind studierter Physiker – welche Experimente sind Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

In der Vorbereitung macht man keine Unterschiede. Und auch wenn man ein Experiment nach zehn Stunden Arbeit im Weltall durchführt, macht man es mit derselben Sorgfalt und Konzentration, wie das Experiment zu Beginn des Arbeitstages. Aber natürlich lernt man im Laufe der Ausbildung viel Neues, denn man muss die Experimente ja durchaus kritisch ausführen: Ist der Ablauf wie geplant oder ist die Abweichung ein Fehler des Geräts oder das Ergebnis?

Aber das hat mich ja genau zum Physiker gemacht – das kritische Experimentieren. Ganz ehrlich: Mir liegen besonders die medizinischen Experimente, bei denen der Astronaut nicht nur der Durchführende, sondern auch das Versuchskaninchen ist. Ich bin zum Beispiel mit einem zentralen Venenkatheter gestartet, der in der linken Armbeuge in meine Vene eingeführt wurde und dann über die Halsvene bis fünf Zentimeter vors Herz vorgeschoben wurde.

Während des Flugs kontrolliert man dann, ob alles aufgezeichnet wird. Das verlangt auch Abstraktion von den eigenen körperlichen Gefühlen und vielleicht auch von der psychologischen Seite, dass man gerade die Messwerte des eigenen Körpers beobachtet. Das fand ich ausgesprochen herausfordernd – aber irgendwann gewöhnt man sich daran.

Wenn man Fotos von Astronauten während der Experimente sieht, lächeln die oftmals oder sehen erstaunt aus – ist man tatsächlich so erfreut und verblüfft über die Ergebnisse, die man zu sehen bekommt?

Ganz nüchtern gesagt: Wir wissen ja, dass wir fotografiert werden, dann macht auch jeder ein freundliches Gesicht. Andererseits bringen die Mission und die erfolgreiche Durchführung der Experimente auch Zufriedenheit, Glücksgefühle und Erfolgserlebnisse mit sich.

Das erste Mal, als ich wirklich selbst gedacht habe, jetzt bin ich entspannt – das war nach vier, fünf Tagen, als ich beim Kontakt mit der Bodenstation ein Lachen im Hintergrund hörte. Dann weiß man nicht nur, dass man seine Experimente gut macht, sondern auch dass die Wissenschaftler am Boden in gelöster Stimmung über die erfolgreiche Mission sind. Diese Freude überträgt sich auf die Astronauten.

Bei der D2-Mission flogen Sie mit dem Spacelab durch das Weltall, 2008 sind Sie dann zur Internationalen Raumstation ISS für die Installation des europäischen Columbus-Moduls geflogen. Wie vergleichbar ist dieser Einsatz in den beiden Weltraumlaboren?

Das ist sehr unterschiedlich. Rein räumlich sind das Spacelab und das Columbus-Modul zwar sehr ähnlich – sechseinhalb Meter lang, fünf Meter Durchmesser, ausgestattet mit den Experimentierschränken und den Lebenserhaltungssystemen. Aber der Ablauf ist zu 100 Prozent unterschiedlich. Für die D2-Mission hatten wir Jahre vorher damit verbracht, die einzelnen Experimente zu verstehen und zu üben – und dann wird innerhalb von zehn Tagen ein Experiment nach dem anderen durchgeführt ohne Abweichung. Das ist alles sehr festgelegt.

Mit dem Columbus-Modul haben wir heute ein Labor, das über Jahre im Orbit ist und in dem rund um die Uhr das Experimentieren in Schwerelosigkeit durchgeführt wird. Es ist ein bisschen mehr wie in einem Labor auf der Erde, wo man verschiedene Experimentreihen mit verschiedenen Parametern hintereinander machen kann.

Sie waren damals mit der D2-Mission zehn Tage im All, für die Columbus-Mission dann 13 Tage. Hätte Sie damals auch eine Langzeitmission gereizt, wie sie heute üblich ist?

Oh ja! Das war der Grund, warum ich nach der D2-Mission als Ersatzkosmonaut für eine deutsch-russische Mission gearbeitet habe und mich danach als europäischer Astronaut beworben habe, um in den USA ausgebildet zu werden für einen Langzeitflug.

Das hat sich dann nicht ereignet. Stattdessen bin ich ausgewählt worden, um einen Shuttle-Flug durchzuführen und das Columbus-Labor zur Raumstation zu bringen. Damit musste ich zufrieden sein, und es war auch eine große Ehre für mich. Aber mein eigentlicher Traum wäre tatsächlich ein Langzeitaufenthalt im All gewesen. Ich bin noch heute Astronaut und auch noch einsatzfähig – aber mit meinem Alter von 61 Jahren wird man mich wohl nicht mehr dafür auswählen.

Wie wäre es mit Mond oder Mars?

Natürlich! Die Vision für mich ist, dass wir Menschen vielleicht zum Mond zurückkehren und lernen, wie wir auf einem anderen Planeten überleben können und dort vielleicht sogar eine Station aufbauen. Für mich ist das ultimative Ziel – und die Menschen werden das ohne Zweifel machen – zum Mars zu fliegen und dort zu siedeln. Die Frage ist nur: Werden wir es schaffen und wann? Ich hoffe, dass ich den Ansatz davon noch miterlebe.

Interview: Manuela Braun

Iain Ridgway ist Sieger des Halbmarathons am BER-Airport Run

Sieger beim Halbmarathon des 7. Airport Run am Flughafen Berlin Brandenburg ist der Brite Iain Ridgway mit einer Zeit von 01:15:09 Stunden. Bei den Frauen siegte auf der Distanz von 21,0975 Kilometern Dr. Britta Augsburg aus London mit 01:31:11 Stunden. Insgesamt nahmen 3.682 Läuferinnen und Läufer trotz Kälte und immer wieder aufkommenden Schauern an der Laufveranstaltung am Abend des 27. April 2013 teil.

Die Laufstrecke führte über die komplette südliche Start- und Landebahn des BER sowie am Tower der Deutschen Flugsicherung und dem Terminal des neuen Flughafens vorbei. Die angeschaltete Befeuerung auf der Südbahn und dem Vorfeld sorgte für eine besondere Atmosphäre.

Die Plätze beim Halbmarathon

Zweiter beim Halbmarathon wurde bei den Männern Samuel Zimmermann aus Berlin, der nach 01:17:57 Stunden ins Ziel einlief. Auf den dritten Platz kam der Vorjahressieger Dirk Kiwus aus Berlin (Zeit: 01:18:43 Stunden). Bei den Frauen lief Winnie Maria Lechtape aus Berlin mit einer Zeit von 01:33:37 Stunden als zweite ins Ziel. Auf den dritten Platz beim Halbmarathon kam die Vorjahressiegerin bei den Frauen Katja Czerr aus Berlin nach 01:34:21 Stunden.

Sieger des 10-Kilometer-Laufs

Beim 10-Kilometer-Lauf siegte bei den Männern mit 33:26 Minuten der Berliner Christian Krannich. Auf dem zweiten Platz lief Alessandro Santuz aus Berlin ein, der die 10 Kilometer in 34:38 Minuten lief. Ebenfalls aus Berlin stammt der Läufer auf dem dritten Platz, Carsten Foth, der die 10 Kilometer in 34:45 Minuten bewältigte. Bei den Frauen kam wie im Vorjahr Karsta Parsiegla aus Berlin mit 39:39 Minuten auf den ersten Platz. Die Britin Rachel Lund erreichte mit 40:56 Minuten den zweiten Platz. Dritte wurde Katrin Burow aus Motzen mit einer Zeit von 42:40 Minuten.Alle Ergebnisse können hier abgerufen werden:

FlyNonstop fliegt Route Berlin – Kristiansand

0

Die norwegische Airline FlyNonstop fliegt seit heute zweimal pro Woche nonstop von Berlin-Schönefeld nach Kristiansand. Damit startet die Airline erstmals ab Berlin. Flüge in die südnorwegische Stadt heben montags und freitags um 09:00 Uhr in Schönefeld ab, Ankunft in Kristiansand ist um 10:15 Uhr. Von dort geht es montags und freitags um 07:10 Uhr zurück nach Berlin mit Landung in Schönefeld um 08:25 Uhr.

Auf der neuen Strecke setzt FlyNonstop eine 100-sitzige Embraer E-190 ein. Als besonderer Komfort für Passagiere ist jeder Sitz mit einem iPad ausgestattet.

Kristiansand am äußersten Südzipfel Norwegens ist die fünftgrößte Stadt des Landes. Als Norwegische Riviera bekannt, ist die Region Sørlandet rund um Kristiansand in den Sommermonaten ein beliebtes Reiseziel. In den von engen Straßen und Fachwerkhäusern geprägten kleinen Orten in Sørlandet herrscht dann ein reges Treiben. Nicht zuletzt lädt die reizvolle norwegische Küstenlandschaft mit ihren unzähligen vorgelagerten Schären zum Entdecken ein.

Die neu gegründete Airline FlyNonstop bietet ab ihrem Heimatflughafen Kristiansand Kjevik Airport Strecken zu ausgewählten europäischen Destinationen an. Berlin-Schönefeld ist der einzige von FlyNonstop angeflogene Airport in Deutschland.

Flughafen Lübeck weltweit unter Top 10 der Low-Cost Airports

Lübeck Airport ergatterte Platz 9 der besten Low-Cost Airports weltweit bei den World Airport Awards 2013. "Das kam für uns recht überraschend", freut sich Pressesprecherin Stefanie Eggers, und konnte es zunächst gar nicht glauben.

Die Nachfrage nach günstigen Flugreisen gilt nach wie vor als ein Wachstumsmarkt, was die Zahl an Flughäfen belege, die sich speziell auf diesen Markt ausgerichtet haben. Für den Flughafen Lübeck sollen günstigste Flugverbindungen auch in Zukunft ein Standbein bleiben, allerdings will der Airport sich insgesamt breiter aufstellen und beispielsweise wieder mehr Chartergeschäft nach Lübeck holen. "Unser Hauptfokus liegt darauf, den Lübeck Airport in den nächsten Jahren schöner, Passagier-freundlicher und wirtschaftlicher zu gestalten." so Stefanie Eggers.

Jedes Jahr vergibt Skytrax aus London Auszeichnungen für die besten Airports, basierend auf über 12 Millionen Passagier Aussagen zu weltweit 395 Flughäfen. Zur Bewertung werden 39 Kriterien herangezogen vom Check-in Bereich, den Shoppingmöglichkeiten und der Sicherheit bis hin zu den Gates, zum Abflug und der Verkehrsanbindung. Die World Airport Awards gelten als unabhängig und innerhalb der Luftverkehrsbranche weltweit als besondere Auszeichnung. Angeführt wird die Liste der besten Low-Cost Airports 2013 von London Stansted Airport.

Flugzeug-Enteisungen durch langen Winter verdoppelt

Die langanhaltende, harte Wintersaison 2012/2013 sorgte für Hochbetrieb bei den Enteisungsfachleuten der PortGround. Von Oktober vergangenen Jahres bis Ende dieses Monates wurden an den Flughäfen Leipzig/Halle Airport und Dresden International insgesamt 4.676 Enteisungen durchgeführt.

Im Vergleich zur Vorjahressaison, in der 2.257 Enteisungen erfolgten, stieg die Nachfrage der Airlines somit auf mehr als das Doppelte. Am Leipzig/Halle Airport wurden in der Saison 2012/2013 insgesamt 3.545 Flugzeuge enteist und damit 1.818 mehr als im Winterzeitraum 2011/20112. Am Standort Dresden International stieg die Anzahl der Enteisungen im Vergleich zur Saison 2011/2012 zum letzten Winter von 530 auf 1.131 Enteisungen.

"Die Flugzeugenteisung ist eine unserer Kernkompetenzen. Und unsere Schulungsangebote auf diesem Fachgebiet werden auch von Kollegen anderer Flughäfen gern in Anspruch genommen." erklärt Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin der PortGround GmbH und ergänzt: "Auch unter den extremen Bedingungen des vergangenen langanhaltenden Winters konnten sich unsere Airline-Kunden jederzeit darauf verlassen, dass ihre Maschinen pünktlich, gründlich und effektiv enteist werden. Die hohen Ausbildungsstandards, zu denen auch der Einsatz eines Enteisungssimulators und eines eigens durch uns produzierten Lehrfilmes zählen, bilden hierfür die Grundlagen. Letztendlich muss man all unseren Mitarbeitern danken, die dieses Ergebnis mit ihrem engagierten Einsatz möglich machten."

Am Leipzig/Halle Airport waren in der vergangenen Wintersaison, die offiziell am 28. Oktober 2012 begann, 78 Enteiser der PortGround im Einsatz, denen 19 Fahrzeuge vom Typ Vestergaard BETA und vier BETA15, liebevoll auch Elefanten genannt, zur Verfügung standen. Am Flughafen Dresden International enteisten 18 Mitarbeiter mit drei Fahrzeugen die Flugzeuge.

Das Leistungsspektrum des Unternehmens erstreckt sich von der Be- und Entladung der Flugzeuge inklusive aller Transporttätigkeiten auf dem Vorfeld bis hin zu Aufgaben des Flugzeugservices, zu denen unter anderem das Schleppen der Flugzeuge, die Anlasshilfe, die Innenreinigung sowie die Wasserver- und -entsorgung gehören. Während der Wintermonate ist PortGround auch für die Flugzeugenteisung verantwortlich. Im Bereich der Luftfracht bietet PortGround neben der physischen und dokumentarischen Abfertigung der Frachten auch Trucking Services und Schulungen an.

AERO Friedrichshafen sorgte mit 32.600 Besuchern für Zufriedenheit

AERO-Projektleiter Roland Bosch und Messechef Klaus Wellmann zogen am Samstag zum Messeschluss ein äußerst positives Fazit zum Verlauf der Fachmesse: "Auf dem Qualitätsgipfel der Luftfahrt hat mit 630 Ausstellern aus 35 Nationen nicht nur das Angebot gestimmt, auch die Resonanz auf der Kundenseite sorgte für Zufriedenheit: 32.600 Besucher, darunter 70 Prozent hoch qualifiziertes internationales Fachpublikum – bekundeten großes Interesse an neuen Flugzeugen, technischen Innovationen und an den vielen Fachvorträgen."

Vom Elektroflieger bis zum Businessjet

Alles was fliegt – ausgenommen Linienjets und Militärmaschinen – spielt auf der Luftfahrtmesse AERO die Hauptrolle. Am Bodensee war alles vertreten: Ultraleicht- und Very Light Aircrafts (VLA), ein- und zweimotorige Flugzeuge, Turboprops und Tragschrauber (Gyrocopter), Drachen und Trikes sowie die ganze Welt der Zuliefer- und Servicebetriebe.

Maintenance, Avionik sowie aktuelle Businessjets der Allgemeinen Luftfahrt standen in der Parkposition. Auch Elektroflugzeuge und Helikopter ergänzten das Angebot. Den deutlichen Besucherzuwachs in diesem Jahr begründet die Messe unter anderem auch mit den Ausstellern aus der Segelflugzeugbranche, die im Jahr 2013 wieder dabei waren.

Die Luftfahrtmesse ist in Europa die Nummer eins für alle Firmen, die in der Allgemeinen Luftfahrt operieren. Projektleiter Roland Bosch: "Die Messe am Bodensee ist ein ausgesprochen wichtiger Experten-Treffpunkt." Hier treffen sich Ingenieure und Konstrukteure, hier kommt es zum Erfahrungsaustausch auf höchstem Niveau. Dies zeigte sich vor allem in Konferenzen und internationalen Meetings, auch in Sonderschauen, in denen es um verschiedene Antriebssysteme, um Forschungsflug ("Oberserve by Air"), oder um Flugkontroll- und Navigationsgeräte ging. Hier konnten die Experten die neuesten Geräte einem ersten Praxistest unterziehen.

Aussteller loben reges Interesse und Fachpublikum

Christian Dries, Geschäftsführer Diamond Aircraft Industries GmbH: "Die AERO Friedrichshafen ist einfach richtig gut. Im internationalen Vergleich – und das sage nicht nur ich – ist es die wichtigste und beste General Aviation Messe der Welt."

Otmar Birkner, Geschäftsführer AutoGyro GmbH: "Die diesjährige AERO verlief sehr gut und wir spüren ein deutliches Interesse eines fachkundigen Publikums für unser Produkt. Wir sehen den Schwerpunkt unseres Messeauftritts im Vermitteln der unterschiedlichen Anwendungsfälle und präsentieren unsere Konzepte. Die gute Infrastruktur und das Erreichen eines internationalen Publikums hier auf der Messe rechtfertigen den Aufwand. Unsere Messe-Mannschaft von 20 Personen hatte auf jeden Fall keine Langeweile."

Dr. Nicolas von Mende, Vorstand der Firma Atlas Air Service AG: "Wir sind dieses Jahr erstmals mit einem neuen Konzept aufgestellt, um all unsere Geschäftsbereiche zu vertreten. Auf dem Static Display präsentieren wir unsere Business-Jets und in der Halle unsere Service-Leistungen wie Schulung, Wartung etc. So können wir die komplette Palette von Atlas Air ablichten. Der Erfolg des neuen Konzepts war bisher gut. Der Auftritt auf der AERO ist für uns unverzichtbar, um den Kundenkontakt zu pflegen und gute Branchengespräche zu führen. Hier ist der absolute Branchentreffpunkt."

Andy Woodward, Manager External Communications Cessna Aircraft Company: "Wir sind sehr zufrieden mit der AERO. Alles war gut organisiert und einwandfrei. Die Besucher waren interessiert, so dass es alles in allem eine gute Messe war. Wir haben unseren Auftritt hier sehr genossen."

Roger Jollis, Vice President Marketing BendixKing by Honeywell: "Die AERO ist eine fantastische Messe. Wie genießen es jedes Jahr wieder wegen der tollen Atmosphäre hierher zu kommen. Die Messe Friedrichshafen ist aufgrund der Flughafennähe, den großen und hellen Hallen sowie der guten Organisation ein exzellenter Standort für solch eine Messe. Wir hatten außerdem viele fachlich versierte Kunden und konnten viele potenzielle Neukunden gewinnen. Mein Chef war ebenfalls beeindruckt von der Messe. Wir würden uns beide wünschen, dass es eine ähnliche Messe in den USA gäbe."

Jeff Johnson, Global Event Manager Cirrus: "Es gab keinerlei Probleme und wir waren sehr zufrieden. Wir konnten wichtige Kundenkontakte knüpfen und die Besucher waren an unserem Messeauftritt und dem Unternehmen interessiert. Alles in allem war die AERO ein großer Erfolg."

Nächstes Jahr mit Honda-Jet

Johannes Graf von Schaesberg, Vorstand und CEO Rheinland Air Services: "Die Stimmung war gut und das Interesse an unseren Produkten rege. Die AERO spielt für uns eine große Rolle bei der Vertretung von hochwertigen Produkten, man spürt eine deutliche Verlagerung zu professioneller, seriöser Luftfahrt hier in Friedrichshafen. Wir fühlen uns hier gut aufgehoben. In Zukunft wollen wir am Stand mit einem Vorführflugzeug des Honda-Jets vertreten sein."

Dr. Michael Erb, Geschäftsführer AOPA-Germany (Aircraft Owner and Pilot Associations): "Die AOPA-Germany ist auch in 2013 mit dem Messeverlauf wieder hoch zufrieden. Wir konnten zahlreiche neue Mitglieder auf unserem Messestand gewinnen, viele informative Gespräche mit Piloten und Branchenvertretern führen, mit Behördenvertretern diskutieren, neue Produkte anfassen und ausprobieren. Besonders erfreulich ist die allgemein positive Stimmung bei Besuchern und Ausstellern, die sicherlich von Friedrichshafen zurück zu den heimischen Flugplätzen mitgenommen wird."

AERO Conference gut besucht

Die hochkarätigen Vorträge auf der AERO Conference waren ebenfalls gut besucht. Und dass der Nachwuchs an Bord kommt und vom Beruf im Cockpit begeistert ist, darauf will das AERO-Flugteam auch künftig großen Wert legen. Die nächste AERO findet vom 09. bis 12. April 2014 auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt.

Wissenschaft hautnah beim DLR

Warum fliegt ein Flugzeug? Wie erzeugt man aus Sonnenlicht Strom? Und wie baut man eigentlich ein besonders leichtes Auto? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die mehr als 300 Schülerinnen, die zum Girls'Day 2013 in sieben Standorte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gekommen waren. Seit dem Start der bundesweiten Aktion im Jahr 2001 beteiligt sich das DLR am größten Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen.

Die Mädchen konnten in den Forschungsalltag hineinschnuppern und sich ein Bild vom Berufsleben der DLR-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler machen. Der Girls'Day beim DLR-Standort in Stuttgart stand ganz unter dem Motto: "Selbst ist die Frau". 50 Schülerinnen der Klassen fünf bis zehn konnten den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nacheifern und an jeder der acht Stationen selbst experimentieren. So hatten die Mädchen unter anderem die Möglichkeit, in der Lehrwerkstatt der Feinwerkmechaniker unterschiedliche Maschinen zur Metall- und Kunststoffverarbeitung kennen zu lernen. Anschließend konnten sie mit Unterstützung der Azubis ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen.

Im Institut für Technische Physik ging es für die Schülerinnen auf die Jagd nach Weltraumschrott. Um Zusammenstöße mit nützlichen Satelliten in der Umlaufbahn zu vermeiden, arbeiten DLR-Forscher daran, diese Müllteile mit Hilfe von Lasern zu orten. Die Mädchen erfuhren, wie dieses Verfahren funktioniert und testeten ihre eigenen Fähigkeiten beim "Laser-Tracking". "Unter Spannung" gerieten die Nachwuchsforscherinnen beim Basteln von einfachen Batterien aus 5-Cent-Münzen und Essig im Institut für Technische Thermodynamik.

Mit Lasern und Radar Weltall und Erde beobachten

Das DLR in Oberpfaffenhofen besuchten 25 Mädchen. Am Vormittag experimentierten die Schülerinnen im DLR_School_Lab unter anderem mit Laser, Umweltmesstechniken und Höhenforschungsmechanismen der mobilen Raketenbasis. Danach folgte ein Besuch im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum. Hier erklärte ihnen eine Luft- und Raumfahrttechnikerin, was die Augen des Radarsatellitenpaars TerraSAR-X und TanDEM-X alles sehen können. Verkehrssünder, die viel zu schnell fahren, können so ausfindig gemacht werden. Denn aus den Daten der beiden Satelliten kann die Geschwindigkeit der fahrenden Autos ausgerechnet werden. Auch durch Wolken schauen ist möglich: Den Krater des isländischen Vulkans Eyjafjalla konnte man mit Hilfe des Satelliten-Zwillingspaars sehen, auch als er aktiv war. Wie dann die Satellitendaten zu Karten verarbeitet werden, erfuhren die Mädchen im Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation ZKI von einer Geographin.

Frauen als Vorbilder im technischen Beruf

Im lockeren Gespräch, so von Frau zu Frau, berichteten Wissenschaftlerinnen aus den Instituten für Planetenforschung, Verkehrsforschung und Verkehrssystemtechnik des DLR in Berlin von ihrer Arbeit. 48 Mädchen lauschten gespannt und erfuhren mehr über die persönlichen Werdegänge, warum sich die Forscherinnen für einen naturwissenschaftlichen Beruf entschieden haben und was sie auch heute noch an ihrer Arbeit fasziniert. Mit kurzen anschaulichen Experimenten veranschaulichten die Wissenschaftlerinnen ihre Ausführungen.

Im Anschluss öffnete das Berliner DLR_School_Lab seine Türen für die Besucherinnen des Girls'Day, die dann selbst in die Welt der Wissenschaft eintauchten. Hier wurden ihnen phantastische 3D-Aufnahmen vom Nachbarplaneten Mars gezeigt, die das DLR in hoher Auflösung und in Farbe aufnimmt. Die Schülerinnen fertigten daraufhin eigene 3D-Bilder an. Auch im Forschungsbereich Energie konnte der Nachwuchs selbst Hand anlegen: Sie lernten beim Bau eines Wärmepads eine Methode der Wärmespeicherung kennen. Zur Erinnerung an den Girls'Day 2013 konnten sie die selbsterstellten Wärmepads mit nach Hause nehmen.

Experimente am Astronautenzentrum

Auf dem Programm des Girls'Day beim DLR in Köln standen Vorträge und Experimente im DLR_School_Lab, der Besuch des Europäischen Astronautenzentrums (EAC) sowie Führungen und Experimente in den DLR-Instituten für Luft- und Raumfahrtmedizin, Antriebstechnik, Materialphysik im Weltraum, Werkstoff-Forschung sowie in der Abteilung Über- und Hyperschalltechnologie. Die 80 Schülerinnen erfuhren unter anderem, wie Weltraumexperimente vorbereitet werden und warum ein Flugzeug fliegt. Hierzu konnten sie auch selbst experimentieren. Wissenschaftlerinnen des DLR beantworteten die Fragen der Mädchen zu ihren eigenen Arbeitsbereichen und Erfahrungen.

Flugzeuge selbst gebaut

"Wie fliegt ein Flugzeug?" und "Wie kann man dessen Flugbahn optimieren?" – das waren unter anderem die Aufgaben, die im DLR_School_Lab auf die Jungforscherinnen warteten. Die Teilnehmerinnen konnten nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen des Fliegens ihren eigenen Modellflieger entwickeln und zu einem Testflug starten lassen. Dabei war Geschick gefragt, den Flieger sauber auszubalancieren, denn der längste Gleitflug wurde mit einem Preis belohnt. Von der Theorie ging es anschließend über in die Realität: Im Flugbetrieb konnten die Schülerinnen Hubschrauber, Segelflugzeuge und umgebaute Passagiermaschinen der DLR-Forschungsflotte aus der Nähe sehen. Im Systemhaus Technik schnupperten die Mädchen Ausbildungsluft in der Lehrwerkstatt und erfuhren von den Lehrlingen mehr über die Ausbildung im DLR.

Satelliten und Roboter steuern

Nach einem Vortrag über Schwerelosigkeit warteten anspruchsvolle Experimente auf die 20 Nachwuchsforscherinnen im DLR_School_Lab des DLR in Bremen. Sie hatten die Aufgabe, eine Landefähre für ein rohes Ei zu bauen. Diese musste einen freien Fall über drei Stockwerke verkraften, und das Ei durfte dabei auch nicht kaputt gehen. Landefähren werden am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in der Lande- und Mobilitätsanlage (LAMA) getestet. Im DLR Bremen wird außerdem in einer aufwendigen Anlage die tatsächliche Lageregelung von Satelliten untersucht.

Am Girls'Day waren die jungen Frauen aufgefordert, einen kleinen Hightech-Satelliten im Schülerlabor selbst zu steuern. Keine Leichtigkeit war es, die gewünschte Position zu erreichen. Die dritte Aufgabe erforderte ihr Geschick beim Steuern von Robotern mit verschiedenen Antriebskonzepten (Rover mit Rädern, Kettenfahrzeuge und Krabbler mit Beinen). In einer künstlichen Marslandschaft konnten die Teilnehmerinnen selber steuern und ausprobieren, welche Methode die beste ist.

Fragen klären am Forschungsflugzeug

Warum fliegt ein Flugzeug, und was ist ein Windkanal? Mit solchen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler am DLR-Standort Göttingen. Auf dem Programm stand unter anderem die Besichtigung des Forschungsflugzeugs Dornier 728. An dem Flieger wird mitten in der Göttinger Innenstadt an einer Verbesserung des Klimas an Bord von Flugzeugen geforscht. Die Schülerinnen und Schüler besuchten auch eine weltweit einmalige Tunnelsimulationsanlage, in der Zugmodelle bis auf 400 Stundenkilometer katapultiert werden. Auch in Göttingen gab es die Möglichkeit, in den Ausbildungsbetrieb zu schnuppern und sich mit den Auszubilden auszutauschen. Zum Abschluss bastelten die Kinder selbst Flugzeugmodelle in der Schülerwerkstatt.

Mission Girls'Day erfüllt

Der Girls'Day fand 2013 zum dreizehnten Mal statt. Egal, ob Raumfahrt-, Luftfahrt-, Verkehrs- oder Energieforschung, die Neugier der jungen Besucherinnen beim DLR war groß. Nach einem abwechslungsreichen Tag stand auch in diesem Jahr für viele fest: Technische Berufe sind eben nicht nur was für Jungen, die Mission des Girls'Day, Mädchen für technische Berufe zu begeistern, wurde damit erfüllt.

20 Jahre D2-Mission: Meilenstein der Forschung in Schwerelosigkeit

0

26. April 1993, 18:51 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. "Go for Spacelab activities", verkündet das Mission Control Center der NASA. Fast zwei Monate hatten die deutschen Astronauten Hans Schlegel und Ulrich Walter und ihre amerikanischen Kollegen warten müssen, bis mit diesem Kommando endlich ihre D2-Mission im All beginnen konnte.

Undichte Feststoffraketen, Ladebuchttüren, die nicht schließen wollten, oder auch ein geplatzter Hydraulikschlauch hatten bereits mehrmals für Verschiebungen des jeweiligen Starttermins gesorgt. Am 22. März schließlich war es ein fehlerhaftes Ventil, das den Bordcomputer den Start noch abbrechen ließ, während die Haupttriebwerke bereits gezündet waren. Die D2-Mission, bei der im Spacelab 88 Experimente in der Schwerelosigkeit durchgeführt werden sollten, stellte alle Beteiligten auf eine harte Geduldsprobe.

Der erfolgreiche Start brachte schließlich die Wende: Bereits auf dem Weg ins Weltall führten Schlegel und Walter die ersten medizinischen Experimente durch. Im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hieß es in den nächsten zehn Tagen "Schichtdienst rund um die Uhr", denn alle Experimente wurden von dort überwacht und gesteuert.

Schichtdienst für straffes Programm

"Sehr geehrter Herr Schlegel, sehr geehrter Herr Walter, Sie sind sicherlich froh, nach vielen Jahren intensiver Vorbereitung und nach den eingetretenen Verzögerungen nun mit Ihrer Arbeit im Orbit beginnen zu können", ließ Bundeskanzler Helmut Kohl in einem Telex den Astronauten ausrichten. Er wünsche viel Erfolg, bei der Bewältigung des anspruchsvollen wissenschaftlichen Programms.

Die Besatzung der russischen Raumstation MIR funkte: "Wir beglückwünschen die amerikanisch-deutsche Crew der Columbia zu ihrem erfolgreichen Start. Viel Glück für euren Flug!" Missionsmanager Hauke Dodeck vom DLR macht es knapper, wenn er von der D2-Mission spricht: "Es war ein sehr aktive Zeit." Nicht nur das Team am Boden arbeitete rund um die Uhr, auch die Astronauten waren in zwei Schichten eingeteilt und wechselten sich bei den Experimenten ab. Jede Minute in der Schwerelosigkeit war kostbar – neun Tage sollte die Mission dauern.

DLR managte gesamten Nutzlastbetrieb der Mission

Eine Kamera an Bord blickte zur Milchstraße, eine fotografierte die Erdoberfläche. Im Biolabor tummelten sich Larven des Südafrikanischen Krallenfrosches und des Buntbarsches, um ihre Reaktion auf die Schwerelosigkeit zu beobachten. Auch Tabak, Sonnenblume und Fingerhut wurde auf die Reise in die Schwerelosigkeit geschickt – ihre Zellen sollten im All miteinander verschmelzen. Ulrich Walter strampelte auf dem Fahrrad-Ergometer und erfasste dabei die Zusammensetzung seiner Atemluft. Hans Schlegel züchtete in der MEDEA-Anlage Gallium-Arsenid-Kristalle.

Mit den insgesamt 88 europäischen, amerikanischen und japanischen Experimenten übertraf die D2-Mission ihre Vorgängermission D1, die 1985 um die Erde kreiste. Im Kontrollzentrum am DLR-Standort Oberpfaffenhofen erstellte Projektleiter Hauke Dodeck mit seinem Team jeden Abend einen Statusbericht und aktualisierte die Ablaufpläne – die Timelines – für die Mission. "Das Raumfahrtkontrollzentrum des DLR hatte ja die Verantwortung für den gesamten Nutzlastbetrieb."

Roboterarm mit Fernsteuerung

Für Furore sorgte ein kleiner Würfel, der in der Schwerelosigkeit schwebte: Am 02. Mai steuerte ein DLR-Wissenschaftler aus dem Team von Prof. Gerd Hirzinger in Oberpfaffenhofen vom Boden aus den Roboterarm ROTEX, der 300 Kilometer über der Erde ferngesteuert den Würfel einfing. Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt fing ein Roboter ferngesteuert einen Gegenstand im Weltall ein.

Heute, 20 Jahre später, arbeiten die Wissenschaftler des Robotik- und Mechatronikzentrums des DLR am Robotersystem MIROSURGE, dass Chirurgen über "Fernsteuerung" bei Operationen unterstützen soll. Roboter Justin lässt sich über Telepräsenz steuern und könnte in Zukunft Astronauten bei Wartungsarbeiten im Weltraum helfen. Und mit dem Projekt DEOS im All nach defekten Satelliten greifen und sie reparieren.

Energie reichte für zusätzlichen Missionstag

Am 07. Tag kam schließlich dann die gute Nachricht: Die Stromversorgung hatte genügend Reserven für einen zehnten Missionstag. "Das war wertvolle Zeit", erinnert sich Missionmanager Dodeck. Unter anderem gingen die materialphysikalischen Versuche weiter, das medizinische Labor Anthro-Rack blieb in Betrieb, ROTEX sollte für weitere Aufgaben eingesetzt werden.

Der Zusatztag verhalf auch einem weiteren Experiment zu seiner Erfindung: Ohne Eingriffe in den Körper maß Astronaut Hans Schlegel mit der Ballistokardiographie die Schwingungen, die der Herzschlag auf den Körper ausübt – ein Experiment, das Wissenschaftler des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin, der Universität Witten-Herdecke, der Medizinischen Hochschule Hannover, der belgischen Royal Military Academy und der University of California, auf der 22. Parabelflugkampagne des DLR gemeinsam mit Astronaut Hans Schlegel wiederholten.

Meilenstein der wissenschaftlichen Raumfahrt

"In den vergangenen 20 Jahren seit der D2-Mission ist viel geschehen: Die Space Shuttles fliegen nicht mehr, und eine Internationale Raumstation kreist als Forschungslabor rund um die Uhr um die Erde – aber die D2-Mission ist und bleibt im Rückblick ein wichtiger Meilenstein mit wichtigen Forschungserfolgen", sagt Missionsmanager Hauke Dodeck.

Am 06. Mai 1993 schließlich kehrten die Astronauten wieder zur Erde zurück. Dieses Mal war es dann das Wetter, das den sorgfältigen Planungen einen Strich durch die Rechnung machte: Statt in Florida zu landen, musste die D2-Crew auf die Edwards Air Force Base in Kalifornien ausweichen.

Startbahn des BER wird zur Laufstrecke für den Airport Run 2013

Am Samstag, 27. April um 19:00 Uhr, fällt der Startschuss: Dann werden Tausende Läuferinnen und Läufer die südliche Start- und Landebahn des Flughafens Berlin Brandenburg in Beschlag nehmen. Die vier Kilometer lange Betonpiste ist die erste Etappe beim Halbmarathon und 10-Kilometer-Lauf über das Flughafengelände. Aktuell haben sich schon über 3.000 Teilnehmer registriert.

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Wir wollen den BER schon vor der Eröffnung für die Menschen in der Region erlebbar machen. Beim 7. Airport Run bietet sich für die Teilnehmer ein exklusiver Blick auf die Südbahn, die Vorfelder, den Tower der Deutschen Flugsicherung sowie das Terminal von der Luftseite."

Wettlauf in den Sonnenuntergang

Der Airport Run findet bereits zum siebten Mal statt, erstmals wird der Lauf am Abend ausgerichtet. Die angeschaltete Beleuchtung der südlichen Start- und Landebahn verspricht in der Dämmerung eine besondere Atmosphäre. Auch das BER-Terminal wird erleuchtet sein.

Angeboten werden ein Halbmarathon mit einer Distanz von 21,0975 Kilometern, ein 10-Kilometer-Lauf sowie ein 10-Kilometer-Power-Walking. Neben den besten Läuferinnen und Läufern in den drei Disziplinien wird außerdem die Firma mit der besten Zeit sowie mit den meisten Teilnehmern ausgezeichnet.

Gegebenheiten vor Ort und Anreise

Das Veranstaltungsgelände befindet sich am Flughafen Berlin Brandenburg in der sogenanten Service Area South. Hier sind z.B. Gebäude der Bodenverkehrsdienste, die Feuerwache Ost und die Technikzentrale angesiedelt. Während des Laufs wird für Begleiter ein kleines Bühnenprogramm geboten, und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Für die Läufer stehen Umkleidemöglichkeiten und Duschen zur Verfügung.

Die Anreise ist mit dem eigenen Auto und über Shuttle-Busse möglich. Autofahrer verlassen die Autobahn A113 an der Ausfahrt Flughafen Berlin Brandenburg und folgen dann der Beschilderung zur "Service Area". Die Parkplätze, die für Besucher des Airport Runs zur Verfügung stehen, sind gekennzeichnet. Die Shuttle-Busse fahren zwischen 15:00 Uhr und 24:00 Uhr vom S-Bahnhof Flughafen Berlin-Schönefeld. Los geht es an der Haltestelle des Busses 734.

Der Airport Run wird von BERLIN LÄUFT organisiert. Die Teilnahme kostet 30 Euro für den Halbmarathon bzw. 18 Euro für die 10-Km-Strecke. Bei Anmeldungen aus dem Ausland erhöhen sich die Kosten um 5 Euro. Teilnehmer, die noch keinen ChampionChip für die elektronische Zeitmessung besitzen, können diesen für 6 Euro ausleihen. Eine Anmeldung ist nur noch direkt auf der Veranstaltung ab 16:00 Uhr möglich.

Luftfracht-Überprüfung durch eigene Spürhunde am Fraport

Als erstes Unternehmen in Deutschland besitzt die Fraport AG eine Hundestaffel, deren Sprengstoffspürhunde zur Kontrolle von Luftfracht eingesetzt werden dürfen. Eine entsprechende Lizenz hat das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens nach zahlreichen Testreihen und Überprüfungen unter Mitwirkung verschiedenster Sicherheitsbehörden und Fluggesellschaften erteilt.

Verantwortlich für die Kontrolle der Luftfracht sind die jeweiligen Fluggesellschaften und Frachtabfertiger. Zwar setzen diese am Flughafen auch Röntgengeräte ein, allerdings müssen Pakete ab einer bestimmten Größe manuell geöffnet und untersucht werden.

Statt Stichproben wird bald alles kontrolliert

Hintergrund der Lizensierung sind verschärfte Sicherheitsbestimmungen der Europäischen Union für Luftfracht, die am 29. April europaweit in Kraft treten: Fracht von Unternehmen, die beim Luftfahrt-Bundesamt nicht als "bekannter Versender" registriert sind – was derzeit auf einen Großteil des Cargo-Umschlags zutrifft – muss von diesem Zeitpunkt an zu 100 Prozent kontrolliert werden. Momentan sind lediglich Stichproben vorgeschrieben.

Wenn im Zuge der neuen Regelung von Mai an die zu überprüfenden Stückzahlen nun deutlich ansteigen, bietet die Fraport AG den Einsatz ihrer Hundestaffel an: Die Frachtabsuche mit Sprengstoffspürhunden ist gut in die Abfertigungsprozesse integrierbar, bei den verschiedensten Verpackungsarten möglich und gewährleistet auch bei einem künftig erhöhten Aufkommen zu überprüfender Luftfracht eine effiziente und zügige Kontrolle.

Hunde werden einmal pro Jahr geprüft

Die Diensthundestaffel der Fraport AG trägt mit ihren Sprengstoffspürhunden schon seit 1985 ihren Teil zum hohen Sicherheitsstandard des Frankfurter Flughafens bei und darf mit der nun erfolgten Lizensierung auch an der Frachtsicherheit mitwirken.

Zwischen dem Kauf eines geeigneten Tieres und dem Abschluss seiner Ausbildung zum geprüften Sprengstoffspürhund vergehen etwa neun Monate. Erst dann dürfen die Hunde, deren Fähigkeiten einmal im Jahr überprüft werden, zum Einsatz kommen. Dem neuen Einsatzgebiet der Frachtüberprüfung ging eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Luftfahrt-Bundesamt voraus: Die Behörde überzeugte sich vor Ort von der Ausbildung der Hunde und ihrer Qualifikationen, der Dokumentation der Einsätze sowie der Einhaltung aller Vorgaben und konnte den Zulassungsvorgang schnell abschließen.

Pistenverlängerung am Flughafen Zürich startet mit Planungen

Damit der Betrieb am Flughafen Zürich auch während den ausgedehnten Sperrzeiten gemäß Staatsvertrag mit Deutschland effizient abgewickelt werden kann, braucht es die Verlängerung der Pisten 28 und 32. Die Flughafen Zürich AG hat die Planungsarbeiten nun vergeben. Für das Einreichen eines späteren Baugesuchs beim UVEK braucht es jedoch zwingend die Zustimmung des Kantons Zürich.

Die Nutzung des Pistensystems am Flughafen Zürich unterliegt verschiedenen meteorologischen, topographischen und politischen Einschränkungen. Die Umsetzung des Staatsvertrags würde einschneidende zusätzliche Beeinträchtigungen mit sich bringen, weshalb der Flughafen auf eine vollwertige Alternative zum bewährten Nordanflugkonzept angewiesen wäre. Dies ist nur mit einer Verlängerung der Piste 28 nach Westen und der Piste 32 nach Norden möglich.

Pisten müssen verlängert werden

Die kürzeste Piste 28 muss verlängert werden, damit auch Langstreckenflugzeuge bei nasser Piste und ungünstigen Witterungsverhältnissen auf ihr landen können. Zudem muss die Piste 32 verlängert werden, damit sämtliche Flugzeugtypen mit maximaler Beladung auf ihr starten können. Zum Pistenausbau gehört ebenfalls der Bau eines Rollwegs rund um das östliche Ende der Piste 28.

Damit wird die Anzahl Flugzeuge verringert, welche diese Piste nach der Landung oder vor dem Start kreuzen. Mit diesen Anpassungen würde der Flughafen Zürich über eine vollwertige Alternative zum Nordanflugkonzept verfügen, was die heutigen Kapazitäten aufrecht erhalten und die Komplexität des Systems am Boden und in der Luft verringern würde.

Knapper Zeitplan für Großprojekt

Die in Auftrag gegebenen Planungsarbeiten, die am 30. November 2012 ausgeschrieben wurden, dienen als technische Grundlage für die Vorbereitung der politischen und wirtschaftlichen Entscheide. Ein entsprechendes Baugesuch kann gemäß Flughafengesetz jedoch nur beim UVEK eingereicht werden, falls der Kanton Zürich diesem Vorhaben zustimmt.

Da der Zeitplan für ein Projekt dieser Größenordnung bis 2020 sehr knapp bemessen ist, sollte das Baugesuch nach einer allfälligen Zustimmung des Kantons umgehend eingereicht werden können. Aus diesem Grund beginnt die Flughafenbetreiberin bereits jetzt mit den Planungsarbeiten.

Austrian Airlines auch im Privatreisesegment

Austrian Airlines erweitert ihre Angebotspalette im Privatreisesegment. Die größte österreichische Fluggesellschaft vermittelt in Zusammenarbeit mit Ecker Yachting und "eybl Reisen by ruefa" ab sofort unter anderem auch Segeltörns.

So können Segelbegeisterte den einfachen Badeurlaub am Schiff oder einen abenteuerlichen "Water & Bread Survival Törn" mit dem österreichischen Extremsportler Christian Schiester buchen.

Angelika Zierhut, Leiterin des Freizeitgeschäfts bei Austrian: "Wir orten einen Trend zu Themenreisen. Genau hier wollen wir unser Privatreisegeschäft ankurbeln, das doch 70 Prozent unserer Passagiere ausmacht. Unser Ziel ist es, laufend neue Freizeitpakete mit unterschiedlichen Partnern auf den Markt zu bringen und so noch heuer 150.000 neue Passagiere zu gewinnen."

Zu den neuen Paketen gehören Besuche von Fußball- oder Baseballspielen in Mailand und Chicago sowie Luxus-Golftrips nach Palma de Mallorca ins Fünf-Sterne-Golfresort. Auch für Incoming-Passagiere aus Japan und USA hat Austrian Airlines bereits Pakete im Online-Regal stehen: Ein romantisches Wochenende "myRomance" im Wiener Luxushotel oder lieber das Konzert oder den Opernbesuch inklusive. Weitere "AUA-Überraschungspackerln" seien bereits in Arbeit.

Rettungshubschrauber Christoph 18 erhielt Neubau

Um den gesetzlich erforderlichen Anforderungen an eine moderne Luftrettungsinfrastruktur Rechnung zu tragen, musste die Station aufwendig umgebaut werden. Heute wurde der Neubau von "Christoph 18" in Ochsenfurt eingeweiht.

Der Rettungshubschrauber "Christoph 18" in Ochsenfurt wurde 1980 in Dienst gestellt. Schon damals war die ADAC Luftrettung ganz eng mit der Station verknüpft und flog die ersten Einsätze. Nach einigen Betreiberwechseln fliegt der Hubschrauber seit 2011 wieder als "Gelber Engel". Seitdem wurde "Christoph 18" zu 3.482 Einsätzen gerufen, um Erkrankte oder Unfallopfer schnellstens mit ärztlicher Hilfe zu versorgen.

Um der Crew optimale Bedingungen an der Station zu ermöglichen, wurde ein neuer Sozial- und Bürobereich mit Ruheräumen und Schulungsmöglichkeiten gebaut. Im Hangar wurden ein Desinfektions- und Trockenraum sowie ein medizinisches Lager und Umkleideräume geschaffen. Hangartor, Hangarverkleidung, der Brandschutz im Hangar und die Landeplattform wurden generalüberholt und der Landeplatz neu gebaut, um allen neuen Richtlinien zu genügen. Die gemeinnützige ADAC Luftrettung investierte 1,7 Mio. Euro in den Umbau.

Hubschrauber als OPV – EC145 demonstriert Flug ohne Pilot

Mit einem Helikopter vom Typ EC145 wurde der erfolgreiche Nachweis erbracht, dass die Hubschrauber der Eurocopter-Familie bei Bedarf auch als sogenannte OPV (Optionally Piloted Vehicle), also unbemannt, betrieben werden können. Die Maschine flog dabei das Profil einer typischen Beobachtungs- und Aufklärungsmission, unter anderem mit Außenlast, ab.

Das Vorhaben wurde heute mit einem unbemannten Flug auf dem Luftwaffenstützpunkt im französischen Istres erstmals öffentlich vorgestellt. Ähnliche Flüge wurden bereits Anfang April erfolgreich durchgeführt.

Mit dem vollständigen Nachweis dieser OPV-Fähigkeit ist Eurocopter nunmehr in der Lage, seine leichten, mittelschweren und schweren Hubschrauber wahlweise durch Piloten, oder eben auch unbemannt, fliegen zu lassen.

Jean-Brice Dumont, Chief Technical Officer bei Eurocopter, erklärte: "Dank seiner Innovationsstärke erweitert Eurocopter erneut das Einsatzspektrum von Hubschraubern. Dabei werden wir mit der erprobten OPV-Fähigkeit den besonderen Anforderungen unserer Kunden noch besser gerecht. Diese neueste Errungenschaft ist das Ergebnis unserer umfassenden Expertise bei Flugsteuerungs- und Autopilotsystemen, Mensch-Maschine-Schnittstellen sowie in den Bereichen Systemarchitektur und Integration."

Automatisches Absetzen von Außenlast

Für den heutigen unbemannten Demo-Flug wurde – wie bereits bei den vorherigen Flügen Anfang April – ein vierdimensionaler Flugplan für die Flugroute im Bordsystem gespeichert, die auf Rollbahn 15/33 am Luftwaffenstützpunkt Istres begann und auch endete. Nach dem automatischen Start passierte die EC145 mehrere programmierte Wegpunkte und ging auf halber Strecke in den Schwebeflug über, um eine Außenlast abzuladen. Anschließend begab sich die Maschine auf den Rückweg, während dem sie eine typische Beobachtungsmission durchführte und schließlich automatisch landete.

Zum Absetzen der Außenlast absolvierte der Hubschrauber einen geplanten Schwebeflug und die Bodenstation gab die Flugsteuerungsdaten zur Ausrichtung der EC145 über dem Absetzpunkt ein. Nach korrekter Positionierung von Maschine und Außenlast übermittelte die Bodenkontrolle dann das Signal zum Absetzen.

Die Fähigkeit zum OPV-Einsatz wurde im Rahmen eines eigenfinanzierten Programms unter Leitung eines Teams am Eurocopterstandort Donauwörth entwickelt. Dort fanden auch die ersten Flugerprobungen statt, bei denen anfangs noch ein Pilot zur Beobachtung an Bord der EC145 war, gefolgt von weiteren bemannten sowie zwei unbemannten Testflügen in Istres.

"Plug-in" für den Datenlink

Das OPV-System von Eurocopter ist so ausgelegt, dass die vierdimensionalen Flugpläne von der Bodenstation über einen Datenlink in den Hubschrauber eingespeist werden können. Für den Fall größerer Beschädigungen ist das System zudem in der Lage, automatisch vom Schwebeflug zur Landung anzusetzen.

Der Demonstrator vom Typ EC145 ist ein zu Prüfzwecken eingesetzter Eurocopter-Hubschrauber mit einem verbessertem Vier-Achsen-Dual-Duplex-Autopiloten (AFCS, Automatic Flight Control System) sowie modernsten Navigationssystemen. Darüber hinaus befindet sich in der Kabine hinter den Pilotensitzen ein als "Plug-in" zuschaltbares OPV-Avionik-Rack, in dem die Subsysteme für den Datenlink enthalten sind.

Onboard-Kameras stellten der Bodenstation während der unbemannten EC145-Flüge zudem die erforderlichen Übersichtsbilder zur Verfügung. An der Hubschrauberaußenseite wurde zudem eine Kamera mit kardanischer Aufhängung für Wärmebild- und Tageslichtaufnahmen angebracht.

Mehdorn zum OVG-Urteil: Schallschutzmaßnahmen nicht realisierbar

0

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH reagiert mit Unverständnis auf das Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin Brandenburg zum Schallschutz. Die Richter entschieden heute, dass die Umsetzung des Schallschutzprogramms im Tagschutzgebiet nicht ausreichend sei.

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Ich bezweifle, dass das Urteil des OVG den Anwohnern wirklich hilft. Das Schallschutzprogramm der Flughafengesellschaft bietet ein sehr hohes Schutzniveau. Die Forderung des Gerichts ist in weiten Teilen aus lärmphysikalischer Sicht nicht umsetzbar. Es hat zur Folge, dass für viele Anwohner gar keine Schallschutzmaßnahmen realisiert werden können, sondern sie mit Entschädigungen vorlieb nehmen müssen."

Nach Auffassung der Flughafengesellschaft reflektiert das Urteil daher nicht die Ziele des Planfeststellungsbeschlusses, der für die Anwohner einen weitreichenden Schallschutz vorsieht. Die Flughafengesellschaft wird nun die schriftliche Urteilsbegründung abwarten.