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ADAC-Hubschrauber fliegen über 200 Windenrettungen in 2012

Um die Rettung Verletzter auch in unwegsamem Gelände gewährleisten zu können, sind drei Hubschrauber der ADAC Luftrettung mit einer Winde ausgestattet. Insgesamt kamen die Winden bei "Christoph 1" in München, "Christoph Murnau" (Oberbayern) und "Christoph 26" in Sanderbusch (Niedersachsen) im letzten Jahr über 200 Mal zum Einsatz.

Die Winde ermöglicht es den Teams immer dann, wenn der Helikopter nicht landen kann, zum Beispiel im Gebirge, in großen Waldgebieten oder bei der Rettung aus fließenden und stehenden Gewässern, den Patienten schnell Hilfe zu leisten. Die Besatzung der Rettungshubschrauber, die zusätzlich mit einer Rettungswinde ausgerüstet sind, besteht aus einem Piloten, einem Notarzt, einem Rettungsassistenten und zusätzlich einem "Winschoperator". Seine Aufgabe besteht darin, die Winde zu bedienen und den Piloten zu dirigieren, da dieser den Verletzen unter sich nicht sehen kann.

Diese Zusammenarbeit – und die mit den Partnern der Station – wird immer wieder geübt. Um alle Besatzungsmitglieder für die schwierige und anspruchsvolle Arbeit mit und an der Winde fit zu machen, veranstaltet die ADAC Luftrettung zweimal im Jahr Trainings. Diese finden zur Aus- und Fortbildung für Berg- und Wasserrettung statt. Die ADAC Crews und deren Partner werden im Zuge dieser Trainings an der Winde eingewiesen und haben die Möglichkeit, Rettungssituationen im Windenbetrieb unter realen Bedingungen zu üben.

Die ADAC Luftrettung ist mit 49 Hubschraubern an 35 Stationen die größte zivile Luftrettungsorganisation in Deutschland. Im letzten Jahr absolvierte sie insgesamt 49.243 Einsätze.

Boeing 777 für Langstrecke bei Austrian Airlines

Der Aufsichtsrat der Lufthansa hat der Austrian Airlines Gruppe in seiner gestrigen Sitzung grünes Licht für die Anschaffung einer zusätzlichen Boeing 777-200 ER im Wert von rund 33 Millionen Euro gegeben. Die Austrian Airlines Gruppe wird das Flugzeug von einer international renommierten Leasing-Gesellschaft für den Zeitraum von acht Jahren anmieten. Die Übernahme soll ab Frühjahr 2014 erfolgen.

Das Flugzeug wird vor Inbetriebnahme einem ausführlichen Wartungs-Programm in Wien unterzogen und mit der neuen Langstrecken-Kabine inklusive den neuen, modernen Economy-Sitzen, dem neuen Bord-Entertainment-System und den neuen Sitzen in der Business Class ausgestattet. Die Boeing 777 soll dann im Sommer 2014 zum ersten Mal abheben.

"Der Ausbau des Langstrecken-Angebotes ist fester Bestandteil des in 2012 gestarteten Restrukturierungsprogrammes", erklärt Austrian Vorstandsvorsitzender Jaan Albrecht, "der Langstrecken-Markt hat Wachstumspotential – vor allem Richtung Asien und Nordamerika. Damit sichern wir uns langfristig die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Wien."

Die Langstrecken-Flotte der Austrian Airlines Gruppe besteht zurzeit aus zehn Großraumflugzeugen, den sogenannten Wide Bodies, davon vier Boeing 777 und sechs Boeing 767. Mit der zusätzlichen Boeing 777 wird diese im Jahr 2014 auf elf Flugzeuge erhöht. Zuletzt hat bei Austrian Airlines 2007 der Ausbau der Langstrecke durch die Einflottung einer Boeing 777 mit der Registrierung OE-LPD stattgefunden. Die Boeing 777 ist das größte zweistrahlige Verkehrsflugzeug der Welt. Es bietet über 300 Passagieren an Bord Platz.

Vega-Rakete bringt Nutzlasten in unterschiedliche Bahnen

Das jüngste Mitglied der Trägerfamilie der ESA hat seinen zweiten Flug von Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana aus erfolgreich durchgeführt. Dabei wurden zwei Erdbeobachtungssatelliten, der ESA-Satellit PROBA‑V und der vietnamesische Satellit VNREDSat‑1A, auf unterschiedlichen Bahnen ausgesetzt, womit die Vielseitigkeit des Trägers unter Beweis gestellt wurde. Ebenfalls ins All befördert wurde Estlands erster Satellit, der Technologiedemonstrator ESTCube‑1.

Die Vega hob am 07. Mai um 02.06 Uhr GMT (06. Mai, 23.06 Uhr Ortszeit in Französisch-Guayana und 07. Mai, 04.06 Uhr MESZ) zu einer komplexen Mission ab, die fünf Zündungen der Oberstufe erforderte und rund zweimal so lange dauert wie der Jungfernflug im Februar 2012.

Satelliten in Etappen ausgesetzt – Oberstufe mit Wiedereintritt

Die drei Feststoffantriebsstufen arbeiteten fehlerfrei, und nach zwei Zündungen der Flüssigtreibstoff-Oberstufe wurde etwa 55 Minuten nach dem Start PROBA‑V auf einer kreisförmigen Umlaufbahn in 820 km Höhe über der Westküste Australiens ausgesetzt. Der Satellit wird nun von der Bodenstation der ESA im belgischen Redu kontrolliert und zunächst auf seine Funktionsfähigkeit überprüft, bevor seine Betriebsphase einsetzt und PROBA‑V mit der Überwachung der Vegetationsdecke der Erde beginnt.

Nach dem Aussetzen von PROBA‑V wurde die Oberstufe ein drittes Mal gezündet und die obere Hälfte des eiförmigen Adapters der Vega für multiple Nutzlasten abgetrennt. Nach einer vierten Zündung zur Erreichung einer kreisförmigen Umlaufbahn in 704 km Höhe wurde 1 Stunde und 57 Minuten nach dem Start der Satellit VNREDSat‑1A ausgesetzt. Drei Minuten später öffnete sich die Aussetzvorrichtung von ESTCube‑1.

Mit einer fünften und letzten Zündung wird nun im Einklang mit den neuen Vorschriften zur Eindämmung von Raumfahrtschrott die ausgediente Oberstufe auf eine Flugbahn befördert, die ihren sicheren Wiedereintritt in die Erdatmosphäre gewährleistet.

"Dies ist erneut ein großer Tag für die ESA, für ihre Mitgliedstaaten und für Europa", kommentierte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain die erfolgreiche Mission. "Dank der von den Mitgliedstaaten gefassten Beschlüsse stellen die ESA und die europäische Industrie einmal mehr ihre Innovationsfähigkeit unter Beweis. Von den Mitgliedstaaten möchte ich insbesondere drei hervorheben, nämlich Italien, das das Vega-Programm leitet, Belgien, das federführend beim PROBA-Programm bei der ESA ist, und Frankreich, das für die Entwicklung und Instandhaltung von Europas Raumflughafen hier in Kourou verantwortlich ist. Wir sind außerdem stolz, den Start des ersten Satelliten Estlands möglich gemacht zu haben."

Vega mit multiplem Nutzlastadapter

Der Flug erfolgte im Rahmen des Begleitenden Forschungs- und Technologieprogramms für Vega (VERTA), dessen Ziel die Demonstration der Vielseitigkeit des Startsystems ist. Ferner steht er für den Beginn der Übergabe der Startdienstbetreiberrolle von der ESA an Arianespace, das die Analyse und Vorbereitung des Fluges durchgeführt und den Flugbetrieb wahrgenommen hat und ferner mit seiner Vermarktungstätigkeit den Satelliten VNREDSat‑1A als erste kommerzielle Nutzlast der Vega gewinnen konnte.

Im Verlauf dieser zweiten Mission wurden die Fähigkeit der Vega, mit Hilfe des neuen Adapters für multiple Nutzlasten (VESPA) mehrere Satelliten ins All zu bringen, sowie ihre allgemeine Flexibilität unter Beweis gestellt.

Auch wurden eine vom Auftragnehmer ELV entwickelte neue Flugsoftware sowie eine neue Bahnverfolgungsstation im Nordwesten Französisch-Guayanas eingeführt, die die Telemetrieverbindungen in bestimmten Flugphasen gewährleistet, in denen diese durch die Heißgase der Festtreibstoffe beeinträchtigt werden könnten.

"Die Vega hat gezeigt, dass sie bereit ist, einen hochwertigen Dienst für die Beförderung kleiner Nutzlasten in niedrige Erdumlaufbahnen zu erbringen", erklärte der ESA-Direktor für Raumfahrzeugträger, Antonio Fabrizi. "Europa ist nun in der Lage, in diesem wachsenden Segment sowohl den institutionellen als auch den kommerziellen Markt zu bedienen. Nach dem Qualifikationsflug vor einem Jahr hat der Markt die Ankunft der Vega begrüßt, und heute haben wir den ersten kommerziellen Satelliten gestartet." Die Hauptnutzlast dieses Fluges ist dabei PROBA‑V, ein von Qinetiq Space Belgium gebauter Minisatellit mit einer Masse von 138,2 kg.

Franco Ongaro, der ESA-Direktor für Technisches und Qualitätsmanagement: "Dieser Flug bestätigt die Fähigkeit der ESA, in kurzer Zeit Konzepte und flexible Missionsentwürfe für spezifische Bedürfnisse bereitzustellen. PROBA‑V wird unmittelbar nach seiner Einsatzerprobung seinen Betrieb aufnehmen und gespannt wartenden Kreisen erste Daten liefern. Darüber hinaus setzt er die Tradition fort, als Demonstrator für innovative Technologien zu dienen, die den europäischen Raumfahrtkreisen insgesamt für viele Jahre zugutekommen werden."

PROBA‑V zur Kartierung der globalen Vegetation

PROBA‑V beruht auf der Plattform, die bereits bei zwei früheren ESA-Missionen zum Einsatz kam. Er führt das abbildende Instrument "Vegetation" zur Kartierung der globalen Vegetationsdecke im 48-Stunden-Rhythmus mit und tritt damit in die Fußstapfen der französischen Satelliten Spot‑4 und Spot‑5 mit der ersten Generation von "Vegetation"-Instrumenten.

PROBA‑V fliegt auf derselben Umlaufbahn wie Spot‑5, um den alternden Satelliten bei dessen Außerdienststellung im kommenden Jahr ablösen zu können. Bei "Vegetation" handelt es sich um ein hochmodernes optisches Abbildungsgerät, das Bilder mit einer Auflösung von 350 m in vier Bereichen für sichtbares Licht und Infrarot erzeugen und mit einer beeindruckenden Abtastbreite von 2250 km die tägliche Erfassung aller Gebiete zwischen 35 und 75° nördlicher Breite und zwischen 35 und 56° südlicher Breite ermöglichen wird. Diese Daten werden anschließend verarbeitet und einem großen Kreis internationaler Nutzer zugänglich gemacht, unter anderem der Europäischen Kommission.

Zusätzlich zu seiner Hauptnutzlast führt PROBA‑V auch eine Reihe von Technologienutzlasten mit, darunter ein ADS-B-Empfänger zur radarunabhängigen weltweiten Erfassung von Flugzeugen im Flug, ein Kommunikationsverstärker auf der Grundlage der neuesten Galliumnitridtechnologie, zwei neuartige Strahlungsüberwachungsgeräte und ein Photonikexperiment zur Erprobung von Faseroptik im Weltraum.

VNREDSat‑1A (Vietnam Natural Resources, Environment, Disaster Satellite) ist ein kommerzieller hochauflösender Fernerkundungssatellit mit einer Masse von 115,3 kg, der im Auftrag der vietnamesischen Akademie für Wissenschaft und Technik von Astrium gebaut wurde. Den Startvertrag für diesen Satelliten hat Arianespace im Januar erhalten.

ESTCube‑1 schließlich ist Estlands erster Satellit. Dieser 1,3-kg-Satellit vom Typ CubeSat, zu dem das meteorologische Institut Finnlands einen Beitrag geleistet hat, wurde von Studenten der Universität Tartu entwickelt und gebaut. Er wird ein 10 m langes Seil freisetzen, um elektrostatisches Manövrieren durch Plasmaströmungen zu demonstrieren, was zur Entwicklung elektrostatischer Sonnensegel für treibstofffreie interplanetare Flüge führen könnte.

Vega als Startsystem für kleine Nuzlasten

Europa hat das Vega-Startsystem als erschwingliches Mittel zur Deckung seines institutionellen Bedarfs sowie mit Blick auf die Aufrechterhaltung seiner Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt für Startdienste entwickelt.

Die Vega kann Nutzlasten von bis zu 1,5 t in niedrige polare Umlaufbahnen zwischen 300 und 1500 km Höhe transportieren. Der 30 m lange Träger mit einem Durchmesser von 3 m verfügt über drei Feststoffantriebsstufen (P80, Zefiro‑23 und Zefiro‑9) und eine Flüssigstoffantriebsstufe (oberes Lageregelungs- und Vernier-Modul, AVUM). Anders als die meisten anderen Kleinträger kann die Vega mehrere Nutzlasten in den Weltraum befördern.

Das VERTA-Programm erstreckt sich auf insgesamt fünf Missionen zur Demonstration der Flexibilität des Systems, wodurch die reibungslose Einführung des Trägers für die kommerzielle Nutzung gefördert wird.

Am Vega-Programm sind sieben Mitgliedstaaten der ESA beteiligt (Italien, Frankreich, Spanien, Belgien, die Niederlande, die Schweiz und Schweden). Industrieller Hauptauftragnehmer ist das Unternehmen ELV SpA, das zu 70 Prozent Avio SpA und zu 30 Prozent Italiens Raumfahrtagentur ASI gehört.

Auf dem Flugplan der Vega stehen gegenwärtig Kasachstans Satellit DZZ‑HR für Fernerkundung in hoher Auflösung (2014), der Wiedereintrittsdemonstrator des Vorläufigen Experimentellen Fahrzeugs (2014), die Mission LISA Pathfinder zur Demonstration der Technologien für die künftige laserinterferometrische Weltraumantenne zur Aufspürung von Gravitationswellen (2015) und der Satellit Aeolus zur Kartierung der Windprofile der Erde (2015).

Lufthansa-Hauptversammlung: Positives Ergebnis nur dank SCORE

Ein solides wirtschaftliches Ergebnis für das Jahr 2012 und eine positive Zwischenbilanz beim Zukunftsprogramm SCORE präsentiert der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Christoph Franz, heute den Teilnehmern der Hauptversammlung des Unternehmens in Köln. Einen Umsatz von 30,1 Milliarden Euro, einen operativen Gewinn in Höhe von 524 Millionen Euro und über 103 Millionen Fluggäste machten die Lufthansa Group auch 2012 zum Luftfahrtkonzern Nummer Eins in Europa.

Das Konzernergebnis in Höhe von 990 Millionen Euro enthielt Einmaleffekte aus der Veräußerung von Anteilen an Amadeus IT Holding, S.A.. Trotzdem ist Franz mit dem Ergebnis nicht zufrieden. "Unser Unternehmen steht erheblichen Herausforderungen gegenüber. Die Weltluftfahrt hat sich verändert. Unsere Branche ist unter Druck. Besonders in Europa. Der Wettbewerb wird immer härter. Das lässt sich auch an unseren Unternehmenszahlen ablesen. Deshalb möchte ich gar nicht erst versuchen, unsere Ergebnisse zu beschönigen: Sie sind nicht ausreichend, um auch in Zukunft nachhaltig zu wirtschaften", sagt Franz auf der Hauptversammlung.

Steigende Kosten bedrohen Überleben

Nachhaltig profitabel wirtschaften, das will die Lufthansa Group jedoch spätestens ab 2015. Bis dahin will der Konzern sein operatives Ergebnis durch das Zukunftsprogramm SCORE auf 2,3 Milliarden Euro steigern. "Unsere Branche ist nicht nur krisenanfällig, sie ist auch kostenintensiv. Kerosin, Gebühren und Personalkosten, die Investitionen in Flotte, Bord- und Bodenprodukte, das sind große Kostenblöcke und feste Größen. Daran lässt sich wenig ändern. Deshalb müssen wir uns ändern, wenn wir auf Dauer überleben wollen", betont Franz. "Wir wollen gestalten, nicht gestaltet werden."

Mehr als 2.500 Ideen zur Ergebnissteigerung haben die Mitarbeiter des Konzerns seit dem Start von SCORE generiert, um dieses Ziel zu erreichen. Die Neuorganisation der administrativen Prozesse im Konzern, die Abschaffung von Doppelstrukturen, die Verbesserung der Treibstoffeffizienz oder die strategische Neuausrichtung im Europaverkehr mit der neuen Germanwings gehören dazu. Die für 2012 geplanten SCORE-Beiträge von 280 Millionen Euro hat die Lufthansa Group mit insgesamt 618 Millionen Euro deutlich übertroffen.

Eine Ergebnissteigerung hat die Lufthansa Group im vergangen Jahr trotzdem nicht verbucht: "Zahlreiche Gegenläufer – insbesondere der hohe Kerosinpreis, der mit 1,1 Milliarden Euro Mehraufwand zu Buche schlug – haben die SCORE-Erfolge aufgezehrt. Aber ohne SCORE hätten wir 2012 ein negatives Ergebnis erzielt", sagt Franz.

Dividendenstreichung und Gehaltsverzicht beim Vorstand

Auch deshalb wird den Aktionären des Unternehmens für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Aussetzen der Dividende vorgeschlagen: "Nachdem das operative Ergebnis Ihres Unternehmens in den Vergangen Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist, haben wir vorgeschlagen, keine Dividende zu zahlen, um die Bilanz zu stärken und die finanzielle Stabilität Ihres Unternehmens weiter zu erhöhen", erklärt Franz.

Er betont aber auch: "Sobald wir den Ergebnistrend nachhaltig umgekehrt haben, werden wir – wie gewohnt – auch wieder Ausschüttungen an unsere Aktionäre vornehmen. Das ist unser Ziel und das ist ein Versprechen." Laut Franz wird auch der Vorstand der Lufthansa Group selbst einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Konzerns leisten. Die Vorstände werden für die Laufzeit von SCORE auf fünf Prozent ihres Grundgehaltes verzichten.

Auch wenn 2013 und 2014 nach Aussage von Franz entscheidende Jahre für die erfolgreiche Umsetzung von SCORE-Maßnahmen sind und ein großer Teil der Ergebniswirkung erst nach 2013 sichtbar sein wird, zeichnet sich im ersten Quartal des laufenden Jahres eine positivere Geschäftsentwicklung ab. Franz sagt: "Die Nachfrageentwicklung im Passagiergeschäft ist zufriedenstellend. SCORE ist auf Kurs. Insgesamt ist das Ergebnis der Lufthansa Group – trotz Restrukturierungskosten – im ersten Quartal stabil. Das stimmt uns zuversichtlich."

Die Ziele für die Zukunft, so Franz, seien klar. Unter anderem will der Konzern seine führende Marktposition ausbauen, den Wert des Unternehmens nachhaltig steigern und die Kundenzufriedenheit weiter verbessern, um so zur besten Lufthansa aller Zeiten zu werden. "Wir sind ein gutes Team", sagt der Vorstandschef, "Wir haben tolle Mitarbeiter, die sich über die Maße engagieren. Sie haben mit ihren Ideen unser Zukunftsprogramm SCORE ein großes Stück voran gebracht. Das zeigt auch die Kreativität und den Willen, Veränderungen mitzutragen, mit voranzutreiben. Ihnen gebührt ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön für alles, was im vergangenen Jahr geleistet wurde."

Augsburg Airways-Piloten streiken für Sozialplan

Die Piloten der Augsburg Airways werden am Dienstag, 07.05.2013 von 06.00 bis 22.00 Uhr die Arbeit niederlegen. Augsburg Airways wird zum 31.10.2013 ihren Dienst einstellen, alle Piloten haben ihre Kündigungen bereits erhalten. Seit mehreren Monaten ringt daher die Vereinigung Cockpit mit der Geschäftsführung um einen tariflichen Sozialplan.

Dabei geht es um die Zahlung einer Abfindung als Ausgleich für den Verlust des Arbeitsplatzes und um die Kosten für Qualifizierungsmaßnahmen für die Piloten. Ende April waren die Verhandlungen gescheitert, die Parteien liegen noch immer weit auseinander; auch ein Spitzengespräch in der letzten Woche brachte keine signifikante Annäherung.

In einer Urabstimmung hatten sich 92,6 Prozent aller Mitglieder der Vereinigung Cockpit bei Augsburg Airways für die Durchführung von Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen.

Austrian Airlines schließt Umrüstung der Boeing 777-Flotte ab

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Nach erfolgreichem Testflug und der Genehmigung durch die Behörden hob am Samstag auch die letzte Boeing 777 unter der Kennung OE-LPB mit der neuen Kabine zum Erstflug nach Tokio ab. Die Umrüstung der Austrian Boeing 777 Flotte ist damit abgeschlossen.

Insgesamt wurden 1.232 neue Sitze in die vier Boeing 777 eingebaut, davon 192 in der Business und 1.040 in der Economy Class. Die neue Kabine auf der Boeing 777 bietet Platz für insgesamt 308 Passagiere. Eine ausgeklügelte Sitzaufteilung ermöglicht vier von fünf Business Class Fluggästen direkten Zugang zum Gang.

Die Fluggesellschaft hat somit ihre gesamte Boeing 777 Flotte und bereits zwei Flieger vom Typ Boeing 767 umgerüstet. Mit der Langstrecke von Austrian Airlines sind jedes Jahr rund 1,1 Millionen Kunden auf 5.500 Flügen unterwegs.

Ausstattungsmerkmale der neuen Business Class

  • Horizontale Liegefläche von annähernd zwei Meter Länge
  • Innovatives Luftkissensystem für Sitz- und Liegekomfort
  • Mehr Platz im Schulterbereich in der Liegeposition durch versenkbare Armlehnen
  • Großzügige Ablagen und zusätzliche Staufächer direkt am Sitz
  • Entertainment-System mit größeren Monitoren

    • Economy Class: 9 Zoll statt bisher 6,5 bis 9 Zoll (je nach Flugzeugtyp)
    • Business Class: 15 Zoll statt bisher 5 bis 10,4 Zoll (je nach Flugzeugtyp)

 

Eurocopter liefert 17 EC135 in EMS-Konfiguration in die Türkei

Die kommerzielle Sparte des türkischen Luftfahrtverbands THK Gökçen Aviation wird künftig 17 EC135 zu Luftrettungsmissionen (Emergency Medical Services, EMS) in der Türkei einsetzen. Dieser Auftrag stellt den jüngsten Erfolg der zweimotorigen Eurocopter-Maschine auf dem internationalen EMS-Markt dar.

Der Betrieb soll im August dieses Jahres mit zunächst fünf EC135 starten und die Flotte anschließend auf 17 Maschinen ausgeweitet werden. Das Team von THK Gökçen Aviation und Saran Holding, das vom türkischen Gesundheitsministerium den Zuschlag für einen Fünfjahresvertrag zur Bereitstellung von Luftrettungsdiensten erhalten hatte, entschied sich zur Erfüllung dieser lebenswichtigen Aufgabe für die EC135.

Olivier Lambert, Senior Vice-President für Vertrieb und Kundenbeziehungen bei Eurocopter, sagte: "Eurocopter ist bestrebt, die Türkei bei Luftrettungsmissionen zu unterstützen – eine der kritischsten Einsatzarten von Hubschraubern. Daher freuen wir uns sehr, im Rahmen der Zusammenarbeit mit THK Gökçen Aviation den unmittelbaren Nutzen unserer Maschinen für die türkische Bevölkerung unter Beweis stellen zu dürfen."

Von den heute insgesamt 1.095 weltweit in Dienst stehenden EC135 wurden rund 500 in EMS-Konfiguration bereitgestellt. Etwa 25 Prozent aller Hubschrauber für EMS sind eine EC135. Neben der leicht zugänglichen, geräumigen Kabine punktet die EC135 u.A. mit ihrer Reichweite und Nutzlastkapazität sowie dem geräuscharmen Betrieb. Für zusätzliche Sicherheit am Boden sorgt Eurocopters ummantelter Fenestron®-Heckrotor. Dank der großen seitlichen Schiebetüren und der Doppelklapptür am Heck können Patienten schnell an und von Bord gebracht werden.

90.000 Unterschriften für Petition gegen Luftverkehrsteuer

Der Präsident der Vereinigung Cockpit (VC) Ilja Schulz, Christoph Drescher, Geschäftsführer der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) und Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) überreichten heute eine Kiste mit Unterschriften an Stefanie Vogelsang (MdB, CDU/CSU) als Vertreterin des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages.

VC und UFO hatten die Petition zur Luftverkehrssteuer zusammen mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di beim Bundestag eingereicht. Die Unternehmen der Deutschen Luftfahrt haben die Petition mit eigenen Unterschriftensammlungen unterstützt.

"Die Luftverkehrssteuer vernichtet deutsche Arbeitsplätze. Die hohe Beteiligung an der Aktion zeigt, wie viele Menschen von der Schädlichkeit dieser Abgabe überzeugt sind.", sagte VC-Präsident Ilja Schulz. "Nun muss die Politik handeln und diese wettbewerbsverzerrende Steuer wieder abschaffen."

"Dies ist ein ganz klares Signal an die Politik! Mit dieser Petition fordern mehr als 90.000 Bürgerinnen und Bürger die Bundesregierung zum Handeln auf: Die Luftverkehrsteuer muss abgeschafft werden!", erklärte Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Montag in Berlin.

"Jetzt muss auch die Politik begreifen, was die Bürgerinnen und Bürger, die Arbeitnehmer und die Unternehmen in der Luftfahrt längst wissen: Die Luftverkehrsteuer schadet unserer Wirtschaft und unseren Jobs, weil sie die deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen in der harten internationalen Konkurrenz massiv benachteiligt", erklärte UFO-Geschäftsführer Christoph Drescher.

Die Bundestagspetition zur Abschaffung der Luftverkehrsteuer läuft noch bis zum 07.05.2013. Seine Unterschrift kann man bei dieser E-Petition online abgegen.

Volkens und Hohmeister in den Lufthansa-Vorstand berufen

Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat in seiner heutigen Sitzung in Köln zwei neue Mitglieder in den Vorstand des Konzerns berufen. Zum 01. Juli 2013 werden Dr. Bettina Volkens (49), als Arbeitsdirektorin des Konzerns und verantwortlich für das Ressort Personal und Recht, und Harry Hohmeister (49) als Vorstand Verbund-Airlines und Logistik in das Gremium aufgenommen.

Die beiden neuen Vorstände folgen auf Stefan H. Lauer, der sein Mandat nach 13 Jahren im Vorstand der Deutschen Lufthansa AG im Einvernehmen mit Vorstand und Aufsichtsrat mit Wirkung zum 30. Juni 2013 niederlegt.

Volkens und Hohmeister stammen aus den eigenen Reihen des Unternehmens. Dr. Bettina Volkens leitet aktuell den Personalbereich des Konzerns und Harry Hohmeister ist Vorstandsvorsitzender der Swiss International Air Lines. Beide werden ihre bisherige Funktion innerhalb des Konzerns in Personalunion weiter wahrnehmen.

Dipl.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Jürgen Weber, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Lufthansa AG, sagt: "Mit der Aufteilung des Vorstandsressorts – Verbund-Airlines und Konzern-Personalpolitik – schaffen wir auch führungsseitig Zukunftsfähigkeit. Dr. Bettina Volkens ist eine Managerin mit großer Erfahrung im Bereich Personal und Recht. Mit Harry Hohmeister kommt ein ausgewiesener Branchenexperte und profunder Kenner des Lufthansa Konzerns in den Vorstand."

Dr. Bettina Volkens kam 2012 als Leiterin "Führungskräfte Konzern" zur Lufthansa Group und leitet aktuell den Bereich "Personal Konzern". Die promovierte Juristin begann ihre berufliche Laufbahn 1994 als wissenschaftliche Assistentin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Berlin. Einer Tätigkeit als Rechtsanwältin folgten ab 1997 verschiedene Funktionen bei der Deutschen Bahn AG. 2006 wurde sie dort zum Vorstandsmitglied Personal, DB Regio AG berufen und übernahm 2011 die Leitung "Personalentwicklung Konzern und Konzernführungskräfte" der DB Mobility Logistics AG.

Harry Hohmeister ist seit Juli 2009 Vorstandsvorsitzender von Swiss International Air Lines. Den größten Teil seiner Karriere verbrachte der diplomierte Luftverkehrskaufmann Hohmeister bei der Deutschen Lufthansa AG. In mehr als 14 Jahren Betriebszugehörigkeit war er zunächst für die Planung und Entwicklung der Flotte und der Flugpläne in Europa zuständig, begleitete den Umbau der Vertriebs- und Marketingdivision und leitete den Bereich Netzwerkplanung, bevor er 2005 als Mitglied der Geschäftsleitung zur SWISS wechselte und dort das Netzwerk- und Allianzmanagement verantwortete.

A320 mit Sharklets an Air Astana übergeben

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Air Astana, die nationale Fluggesellschaft Kasachstans, hat ihren ersten Airbus A320 übernommen, der mit den treibstoffsparenden Sharklets an den Flügelspitzen ausgestattet ist. Die Fluggesellschaft profitiert damit als erste in der Region von den neuen Vorrichtungen an den Flügeln.

Die mit IAE V2500-Triebwerken ausgerüstete A320 von Air Astana bietet eine komfortable Zweiklassenkabine mit einer Sitzplatzkapazität für 148 Passagiere (16 in der Business Class und 132 in der Economy Class).

Sharklets sind neu entwickelte Flügelspitzen-Verlängerungen, die die Aerodynamik des Flugzeugs verbessern und den Treibstoffverbrauch und Emissionsausstoß auf längeren Strecken um bis zu vier Prozent reduzieren. Sie bestehen aus leichten Verbundwerkstoffen und sind 2,4 Meter groß. Sharklets sind als Option für Flugzeuge der A320-Familie erhältlich. Sie bieten den Betreibern der A320-Familie die Flexibilität, entweder 100 nautische Meilen weiter zu fliegen oder eine höhere Nutzlast von bis zu 450 kg mitzuführen.

"Wir freuen uns sehr über unseren ersten mit Sharklets ausgestatteten Airbus A320. Dieses Flugzeug wird unsere Betriebskosten erheblich optimieren und gleichzeitig die Umwelt entlasten", sagte Peter Foster, President und CEO von Air Astana "Mit der Auslieferung der ersten A320 mit Sharklets wird Air Astana von niedrigeren Betriebskosten und größerer Reichweite profitieren. Weitere Flugzeuge der A320-Familie stehen zur Auslieferung noch in diesem Jahr an und werden zur Expansion der Airline und zur Verwirklichung ihrer Wachstumspläne beitragen", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus.

Air Astana nahm den Liniendienst mit ihrem ersten Airbus-Flugzeug, einer A320, im Jahr 2006 auf und betreibt heute eine A319, sieben A320 und vier A321.

Wolfgang Mayrhuber zieht Kandidatur als Lufthansa-Aufsichtsrat zurück

Der vom Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG als Kandidat für den Aufsichtsrat vorgeschlagene ehemalige Vorstandsvorsitzende, Wolfgang Mayrhuber, hat wegen der Kritik aus Aktionärskreisen an diesem Wahlvorschlag erklärt, nicht für das Amt zur Verfügung zu stehen.

Mayrhuber sollte in der Hauptversammlung am 07. Mai 2013 zum Mitglied des Aufsichtsrats und anschließend im Aufsichtsrat zum Vorsitzenden gewählt werden. Der Aufsichtsrat wird in seiner Sitzung am 06. Mai 2013 über einen ergänzenden Wahlvorschlag an die Hauptversammlung beraten. Dieser Wahlvorschlag wird umgehend nach Abstimmung veröffentlicht und zur Wahl gestellt.

Hainan Airlines mit Auszeichnung zum 20. Geburtstag

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "20 Jahre Hainan Airlines – fast fünf Jahre Berlin-Peking. Ich gratuliere Hainan Airlines ganz herzlich zum Jubiläum. Die Verbindung der chinesischen mit der deutschen Hauptstadt ist für uns von immenser Bedeutung."

Die chinesische Hainan Airlines wurde zudem zum dritten Mal in Folge als Skytrax Fünf-Sterne-Airline ausgezeichnet. Während dieser Veranstaltung stellte Chen Ming, der Vorsitzende der Airline, ebenfalls den neuen Slogan der Fluggesellschaft "Cherished Experience" vor.

Dazu Herr Zhiwei Shi, General Manager Hainan Airlines Berlin: "Unser erklärtes Ziel ist es, Hainan Airlines zu einer international anerkannten Marke auszubauen. Daher freuen wir uns besonders, dass die renommierte Unternehmensberatung Skytrax unsere Anstrengungen bereits zum dritten Mal mit der bestmöglichen Bewertung von fünf Sternen ausgezeichnet hat."

Hainan Airlines, die viertgrößte Fluggesellschaft Chinas, wurde 1993 gegründet und befindet sich im Besitz der HNA Gruppe. Ab Berlin fliegt Hainan Airlines seit September 2008 bis zu fünf Mal pro Woche mit Flugzeugen des Typs Airbus A330-200 in ca. 9,5 Stunden nonstop nach Beijing. Die Flüge werden auch im Codeshare von airberlin vermarktet.

Im Gegenzug bietet airberlin dafür europäische Zubringerflüge nach Berlin unter der Flugnummer von Hainan Airlines an. Alternativ dazu bietet Hainan Airlines in den meisten Buchungsklassen eine kostenlose Anreise mit der Deutschen Bahn nach Berlin an.

Bilder: Jürgen Heinrich / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Pilot Oliver Lackmann airberlins Flugbetriebsleiter

Zum 01. Mai 2013 hat Oliver Lackmann (44) die Position des Postholder Flight Operations bei airberlin übernommen. In seiner Funktion verantwortet er den operationellen Flugbetrieb von airberlin und berichtet als Vice President an Helmut Himmelreich, Chief Operating Officer bei airberlin.

Oliver Lackmann folgt auf Ralf Nagel, der das Unternehmen verlässt, um sich neuen beruflichen Herausforderungen außerhalb der airberlin group zu stellen. Oliver Lackmann ist seit 2001 bei airberlin tätig, zuletzt als Deputy Postholder Flight Operations. Als Kapitän auf der Airbus Flotte war er zudem Stationskapitän in Düsseldorf.

Aer Arann erhält ihre erste ATR 72-600

Aer Arann hat ihr erstes ATR 72-600 Turboprop-Flugzeug entgegengenommen. ATR hat erst kürzlich die FAA-Zulassung für ihre neue ATR-600 Familie erhalten. Heute bekam eine europäische Fluggesellschaft ihre erste Maschine. Das Flugzeug ist eine von acht von der Fluggesellschaft bestellten ATR 72-600 mit einem Auftragswert von ca. 187 Mio. US-Dollar.

Die sieben weiteren Flugzeuge sollen 2013 und 2014 ausgeliefert werden. Diese acht neuen Flugzeuge ersetzen die älteren aus der bestehenden Flotte von ATR 72-200 und ATR 42-300. Zusammen mit den drei 72-500 die derzeit im Dienst sind, wird die ATR-Flotte bei Aer Arann somit auf elf Maschinen anwachsen.

Das erste Flugzeug wird noch diesen Monat seinen Dienst aufnehmen, und wird wegen einem Franchise-Abkommen zwischen Aer Arann und Aer Lingus in den Farben der Aer Lingus Regional abheben.

Neue Flugzeuge und Ziele – Manchester und Birmingham

Zusammen mit den bestehenden Strecken von den Basen der Airlines in Dublin, Cork, Shannon und Knock aus, wird die Fluggesellschaft zwei neue Strecken vom Flughafen Dublin nach Manchester und Birmingham bedienen, was die Gesamtzahl der Ziele im Streckennetz auf 24 erhöht. Im Zuge dessen sollen die Frequenzen etwa von Irland ins Vereinigte Königreich oder auch auf den Strecken Dublin – Edinburgh und Dublin – Glasgow erhöht werden.

Sean Brogan, Interims-Chief Executive Officer von Aer Arann sagte: "Wir freuen uns, die Partnerschaft mit ATR fortzuführen. Der Regionalverkehr verändert sich grundlegend und wir wollen mit unserer Flotte aus Regionalflugzeugen mit den neuen ATR-600 dabei Schritt halten." Die neuen Maschinen seien wirtschaftlich und im Komfort für die Passagiere ein Zugewinn. "Wir sind davon überzeugt, dass diese neuen Flugzeuge sehr interessante Geschäftsmöglichkeiten mit sich bringen und dabei auch den Luftverkehr in der Region vorantreiben." so Brogan.

Großer Markt für neue ATR-600

Filippo Bagnato, Chief Executive Officer von ATR kommentierte: "Wir freuen uns über die Wahl durch einen derart renommierten Betreiber, und sind gleichzeitig darauf gespannt, die Präsenz des neuen ATR-600 in Europa voranzutreiben, einem Markt mit starker Nachfrage nach der neuen Generation der ATR Turboprops." Diese Forderung resultiert auch aus gestiegenen Betriebskosten für Fluggesellschaften und der Tatsache, dass viele Flotten bald erneuert werden müssen.

Ryanair empfängt 200.000. Passagier in Leipzig/Halle

Am Leipzig/Halle Airport ist heute der 200.000. Ryanair-Passagier begrüßt worden. Aus Pisa kommend, empfingen Jana Skornicka und Evelyn Schuster von Ryanair Tobias Eckardt aus Halle (Saale) am Flughafen Leipzig/Halle, und überreichten ihm einen Fluggutschein für zwei Personen sowie einen Parkgutschein.

Jana Skornicka, Sales und Marketing Executive bei Ryanair, freut sich über den Passagierrekord: "Wir sind sehr stolz, bereits Passagier Nummer 200.000 am Flughafen Leipzig/Halle zählen zu können. Ein großer Dank gilt dem Flughafen-Betreiber für die ausgezeichnete Zusammenarbeit seit 2011." Skornicka führt das Wachstum dabei auch auf die Garantie zurück, keinen Kerosinzuschlag zu berechnen.

"Wir waren von Anfang an davon überzeugt, dass die besonders günstigen Flugangebote der Ryanair hier in Mitteldeutschland und darüber hinaus eine rege Nachfrage erfahren. Mit Blick auf die stetig steigende Zahl der Passagiere und das jetzt sechs Ziele umfassende Programm gehe ich fest davon aus, dass sich diese gemeinsame Erfolgsgeschichte weiter fortsetzen wird." resümiert Dierk Näther, Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH.

Ryanairs Destinationen ab Leipzig/Halle

Seit dem 01. April bietet Ryanair mit Pisa und Faro zwei neue Ziele ab Leipzig/Halle an, die jeweils montags und freitags angeflogen werden. Damit erweiterte die irische Airline ihr Angebot ab, das zudem fünf wöchentliche Flüge nach London-Stansted, drei Flüge pro Woche nach Rom-Ciampino, zwei wöchentliche Flüge nach Trapani auf Sizilien sowie nach Malaga umfasst. Insgesamt bietet Ryanair 16 wöchentliche Flüge vom Leipzig/Halle Airport an.

ClubLibelle überschlägt beim Start mit Anschleppseil

Der Luftfahrzeugführer startete auf dem Verkehrslandeplatz Roitzschjora auf der Startbahn 28 im Windenstart zu einem Lokalflug. Beim Anrollen bekam nach Aussage von Augenzeugen der linke Tragflügel Bodenberührung und verblieb bis zum Abheben des Segelflugzeuges am Boden.

Ereignisse und Flugverlauf

Beim Abheben um 12:08 Uhr bäumte sich das Segelflugzeug mit einer links am Boden hängenden Tragfläche auf. Anschließend drehte die Club-Libelle weiter nach links, gelangte dabei in eine Rückenlage, aus der sie aus einer Höhe von fünf bis zehn Meter mit der rechten Tragfläche und der Rumpfspitze zuerst auf dem Boden aufprallte. Der Luftfahrzeugführer wurde schwer verletzt und das Luftfahrzeug zerstört.

Identifikation

  • Art des Ereignisses: Unfall
  • Datum: 12. Mai 2012
  • Ort: Verkehrslandeplatz Roitzschjora
  • Luftfahrzeug: Segelflugzeug
  • Hersteller / Muster: Glasflügel Segelflugzeugbau Holighaus & Hillenbrand GmbH & Co/ Club-Libelle 205
  • Personenschaden: Luftfahrzeugführer schwer verletzt
  • Sachschaden: Luftfahrzeug zerstört
  • Drittschaden: keiner
  • Informationsquelle: Untersuchung durch Beauftragte der BFU
  • Aktenzeichen: BFU 3X034-12

Angaben zum Luftfahrzeugführer

Der 65-jährige Luftfahrzeugführer war seit 1990 im Besitz eines unbefristet gültigen Luftfahrerscheins für Segelflugzeugführer. In die Lizenz war die Startart Windenschleppstart eingetragen. Vor 1990 war er im Besitz einer Segelfluglizenz der ehemaligen DDR. Sein flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war bis zum 27.07.2012 gültig, verbunden mit der Auflage zum Tragen einer Brille inklusive des Mitführens einer Ersatzbrille.

Die Gesamtflugerfahrung betrug ca. 472 Stunden und 1.997 Starts, davon 56 Stunden mit 59 Starts mit der Club-Libelle. In den letzten 24 Monaten hatte er 27 Segelflüge absolviert, davon 25 Windenschleppstarts. In den letzten 90 Tagen führte er sieben Windenschleppstarts, vier davon mit der Club-Libelle durch.

Angaben zum Luftfahrzeug

Die Club-Libelle 205 ist ein einsitziges Segelflugzeug in Kunststoffbauweise. Der Schulterdecker verfügt über Hinterkanten-Drehbremsklappen, ein T-Leitwerk, ein gefedertes Fahrwerk und automatische Ruderanschlüsse. Das Segelflugzeug wurde 1975 mit der Werknummer 107 vom Hersteller Glasflügel Segelflugzeugbau Holighaus & Hillenbrand GmbH & Co gebaut.

Es befand sich in Halterschaft eines Luftsportvereins und war in Deutschland zum Verkehr zugelassen. Die letzte Prüfung der Lufttüchtigkeit wurde am 04.04.2012 durchgeführt. Die Gesamtbetriebszeit lag zu diesem Zeitpunkt bei 1.782 Stunden. Masse und Schwerpunkt des Luftfahrzeuges befanden sich im zulässigen Bereich.

Meteorologische Informationen

Die Bodensicht betrug über 10 Kilometer, der leicht böige Wind kam aus 280 bis 300 Grad mit bis zu ca. 13 Knoten. Die Lufttemperatur betrug 12 Grad und der Luftdruck (QNH) im benachbarten Leipzig 1.029 hPa. Die Bewölkung wurde mit einem Bedeckungsgrad von 3-4 Achtel in 4.000 ft angegeben.

Funkverkehr

Es bestand Funkverbindung mit der Flug- bzw. Startleitung. Der Funkverkehr wurde jedoch nicht aufgezeichnet.

Angaben zum Flugplatz

Der Verkehrslandeplatz Roitzschjora (EDAW) liegt ca. 25 km nordöstlich von Leipzig. Der Flugplatz befindet sich in einer Höhenlage von 88 m AMSL und verfügt über eine 1.200 m lange Grasbahn mit der Ausrichtung 100/280 Grad sowie über eine 1.000 m lange Grasbahn mit der Ausrichtung 010/190 Grad. Abb. 2 zeigt den Flugweg und die Unfallstelle.

Flugdatenaufzeichnung

Der BFU stand ein GPS-Gerät zum Auslesen der Flugdaten zur Verfügung. Es konnten jedoch keine Daten ausgelesen werden.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle befand sich auf dem Verkehrslandeplatz Roitzschjora. Vom Startplatz der Startrichtung 28 aus gesehen lag die Unfallstelle mit der Endlage des Rumpfes in einer Entfernung von etwa 100 m in südwestlicher Richtung. Das Kunststoffschleppseil mit Seilfallschirm, einem Zwischenseil mit blauer Sollbruchstelle und einem Ringpaar lagen unbeschädigt in einer Entfernung von ca. 28 m südwestlich vor dem Wrack der Club-Libelle.

Das Segelflugzeug wurde in Rückenlage vorgefunden. Die Längsachse des Rumpfes war in südwestliche Richtung (240 Grad) ausgerichtet. Der hintere Rumpfbereich war ca. 60 cm hinter den Tragflächen abgeknickt und lag abgewinkelt zum vorderen Rumpfsegment. Es bestand eine Verbindung der beiden Rumpfteile über das Rudergestänge. Die rechte Hälfte des Höhenleitwerks war ca. 80 Grad nach unten abgeknickt. Das Seitenleitwerk war optisch unbeschädigt. Abb. 1 zeigt das beschädigte Segelflugzeug.

Die Tragflächen waren komplett und miteinander verbunden. Über die gesamte Tragflächenstruktur waren Verformungen sichtbar. Die Ruderflächen waren vollständig vorhanden. Alle Rudergestänge waren trotz Deformierungen durchgängig mit den Rudern verbunden. Der Cockpitbereich war zerstört, die Rumpfspitze abgebrochen und das Instrumentenbrett herausgerissen. Nordöstlich der Club-Libelle fanden sich Splitter der Plexiglashaube, ein mobiles GPS, die Rumpfspitze sowie das Winglet der rechten Tragfläche. Abb. 3 zeigt die Aufschlagstelle.

Ferner wurde eine 28 m lange Schleifspur der linken Tragfläche im Gras festgestellt, welche nach 41 m von der Startgrundlinie aus gesehen begann. Die Untersuchung ergab keine Hinweise auf technische Mängel am Segelflugzeug. Die Höhe des Grasbewuchses an der Startstelle betrug ca. 15 cm, vereinzelte Grashalme wiesen eine Länge von bis zu 30 cm auf.

Abb. 4 zeigt den Blick von Westen auf die Start- und Unfallstelle.

Zusätzliche Informationen

Die Segelflugsport-Betriebs-Ordnung (S.B.O.) des deutschen Aeroclubs e.V. (DAeC) in der Fassung von 2009 regelt die fachliche Durchführung des sicheren Segelflugbetriebs. Punkt 2.1.6 der S.B.O. beschreibt den Zustand der Start- und Landebahnen:

"[…] Die Start- und Landebahnen müssen ständig kurz gemäht und eben sein. Bei höherem Grasbewuchs besteht die Gefahr, dass die Tragflügelenden hängen bleiben und das Segelflugzeug ausbricht. […]"

Ein weiteres maßgebliches Regelwerk sind die Startwindenfahrer-Bestimmungen des DAeC in der Fassung von 2010. Dort heißt es im Anhang 4 unter Punkt 2.3: "Die Startstelle und die Schleppstrecke werden vor dem Flugbetrieb entsprechend den örtlichen Gegebenheiten und den Wetterverhältnissen vom Flug- oder Startleiter zusammen mit dem Schleppfahrzeugführer festgelegt und die Startstelle wird gekennzeichnet. Damit kein Flügel im Gras hängenbleibt, muß die Startstelle großräumig kurzgemäht sein. […]"

Beurteilung

Der Segelflugzeugführer hatte die erforderliche Lizenz und die Berechtigungen zur Durchführung des Fluges. Er verfügte über eine ausreichende Erfahrung auf der Club-Libelle.

Das Segelflugzeug war ordnungsgemäß zum Verkehr zugelassen und nachgeprüft. Die vorliegenden Fakten sprechen für folgenden Ablauf des Unfallgeschehens: An der Startstelle war dichter Grasbewuchs mit einer Graslänge von mindestens 15 cm vorhanden. Nach der S.B.O. muss die Startstelle "ständig kurz gemäht … sein".

Beim Anschleppen gelangte die linke Tragfläche auf den Boden. Ein sofortiges Ausklinken durch den Segelflugzeugführer wäre eine folgerichtige Reaktion gewesen. Stattdessen wurde der Startvorgang fortgesetzt, wobei der hohe Grasbewuchs durch den erzeugten Widerstand ein Aufrichten der abgelegten Tragfläche erschwerte bzw. verhinderte.

Das Segelflugzeug hob kurz darauf ab, bäumte sich auf und gelangte gleichzeitig durch die abgelegte Tragfläche in eine Drehbewegung nach links. Nachdem die linke Tragfläche sich vom Boden gelöst hatte, drehte die Libelle sich fortlaufend weiter nach links und kam dabei in Rückenlage. Aus der Rückenlage prallte das Segelflugzeug auf den Boden.

Warum sich die linke Tragfläche beim Abschleppvorgang absenkte, konnte aufgrund der Zeugenaussagen und der Gegebenheiten am Start nicht festgestellt werden. Nach den vorliegenden Informationen kam der Wind mit rund 13 Knoten mit einer leichten Komponente von rechts nahezu von vorne, so dass die Strömung gleich zu Beginn des Schleppvorgangs angelegen haben muss und mit den Querrudern eine ausreichende Kontrolle der Querneigung hätte möglich sein müssen.

Als mögliche Faktoren, die ein Absenken der Tragfläche hervorgerufen bzw. begünstigt haben könnten, kommen in Betracht:

  • Eine Verzögerung oder eine Unterbrechung beim Anschleppen durch die Startwinde
  • Eine nicht musterkonform durchgeführte Ruderstellung bzw. Steuerung des Segelflugzeugführers beim Anschleppen
  • Eine unsachgemäße oder nicht ausreichende Steuerbewegung zum Ausgleich einer Böe
  • Eine Umlenkung des Windenseils beim Anschleppen durch den hohen Grasbewuchs, ggf. durch ein nicht geradlinig ausgelegtes Seil zwischen Startwinde und Segelflugzeug
  • Ein kurzzeitiges Nachlassen der Beschleunigung beim Geradeziehen des Schleppseils nach einer möglichen Umlenkung
  • Eine eingeschränkte Pufferung des Kunststoffseils im Vergleich zu einem Stahlseil beim Geradeziehen nach einer möglichen Umlenkung
  • Eine Kombination der genannten Faktoren

Schlussfolgerungen

Der Unfall ist darauf zurückzuführen, dass in der Anrollphase zum Windenstart eine Tragfläche den Boden berührt hatte, diese aufgrund des hohen Grasbewuchses nicht wieder aufgerichtet werden konnte und der Luftfahrzeugführer den Startvorgang nicht bzw. nicht rechtzeitig abbrach.

Alle Zeiten in Ortszeit, soweit nicht anders bezeichnet. Quelle: BFU

Köln Bonn Airport: Fluglärm kostet mehr

Seit dem 22. April gilt am Köln Bonn Airport eine neue Gebührenordnung: Laute Flugzeuge müssen nun deutlich mehr bezahlen als leisere, insbesondere wenn sie nachts fliegen. Dazu wurde mit der neuen Gebührenordnung der vom Lärm abhängige Teil der Landegebühren angehoben.

Gleichzeitig bietet der Flughafen massive finanzielle Anreize für Fluggesellschaften, die neue, lärmarme Flugzeuge einsetzen. Bis zu einer Million Euro können Airlines beim Einsatz der Typen Boeing 777, Boeing 747/800 oder Airbus A330 in drei Jahren dadurch einsparen.

Die Gebühren für die Nutzung eines Flughafens setzen sich aus vielen Komponenten zusammen. Bei den Landeentgelten sind das Gewicht des Flugzeugs und die Lärmemissionen maßgeblich. Hinzu kommt ein auf Schadstoffe bezogener emissionsabhängiger Teil und bei Passagierflügen ein Passagierentgelt.

Der lärmabhängige Teil steigt nach der neuen Regelung auf bis zu 33 Prozent. „Die neue Gebührenordnung und unser Rabattprogramm sollen eine Lenkungswirkung haben und Airlines dazu bringen, leiseres Fluggerät einzusetzen“, erläutert Flughafenchef Michael Garvens. „Die Anhebung der lärmabhängigen Gebühren ist eine wesentliche Verbesserung unseres Lärmminderungs-Konzepts.“

Die neue Gebührenordnung teilt die Flugzeuge in elf Lärmklassen ein, bisher waren es sieben. Dadurch ergibt sich ein größerer Abstand zwischen lauten und leiseren Maschinen. Bisher variierten die Lärmzuschläge in der Nacht zwischen 20 und 1.120 Euro.

Zukünftig werden zwischen 50 und 1.475 Euro fällig. Der Lärmzuschlag verteuert sich so beispielsweise für eine MD11 um mehr als das Dreifache von 280 auf 925 Euro. Für eine Boeing 747/400 erhöht sich der Zuschlag nachts von 280 auf 650 Euro. Im Durchschnitt sind die Lärmentgelte nachts ungefähr doppelt so hoch wie am Tag.

Für Airlines, die laute Flugzeuge durch leisere ersetzen, gewährt der Flughafen Köln/Bonn einen Gebührenrabatt. Bei sechs Landungen pro Woche beläuft sich die Einsparung bei einer Boeing 747/800 auf 985.000 Euro, bei einer Boeing 777 auf 875.000 Euro.

Die Gebührenordnung ist vom NRW-Verkehrsministerium genehmigt worden. Die Erhöhung beträgt insgesamt 3 Prozent. Die Landeentgelte wurden am Köln Bonn Airport zuletzt 2001 erhöht.

ADS-B-basierte Flugzeug-Ortung über Satellit

Wenn am 04. Mai 2013 um 04:06 Uhr morgens (Mitteleuropäische Sommerzeit) der europäische Satellit PROBA-V mit einer Vega-Rakete ins All startet, um die Vegetation zu beobachten, ist ein weiterer Passagier mit an Bord – der behält allerdings die Flugzeuge im Blick. Der Empfänger des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ortet die ADS-B-Signale (Automatic Dependance Surveillance-Broadcast) der Flugzeuge mit einer speziellen Antenne, während der Trägersatellit in 820 Kilometern Höhe um die Erde kreist.

Die Wissenschaftler wollen in den nächsten zwei Jahren so erstmals testen, ob eine lückenlose Beobachtung von Flugrouten möglich ist. Bisher ist das in nicht Radar überwachten Gebieten nicht möglich. Die Ortung aus dem Weltall soll diese Lücke schließen.

Leere Gebiete ohne Radarabdeckung – Testballon erfolgreich

Ozeane, großflächige Gebiete ohne Infrastruktur oder die Pole – befindet sich ein Flugzeug in diesen Regionen, ist es über Radarstationen am Boden nicht mehr zu erfassen. Dafür ist die Reichweite der Radarstationen nicht ausreichend. "Allerdings senden die Flieger kontinuierlich mit ihren ADS-B-Signalen Angaben wie Höhe und Geschwindigkeit – und das wollen wir nutzen", erläutert Jörg Behrens, Abteilungsleiter am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen.

In ersten Versuchen erwies sich das Projekt bereits als erfolgreich: Bei Ballonflügen 2009 in Nordschweden ortete der Empfänger aus einer Höhe von knapp 30 Kilometern Flugzeuge bereits aus einer Entfernung von 1100 Kilometern. "Wir konnten Flieger "sehen", die beispielsweise von Peking nach Amsterdam über das Nordmeer flogen." In einem weiteren Versuch 2012 ließen die Forscher ihren Empfänger an einem Ballon in 40 Kilometer Höhe steigen und untersuchten, welche Störsignale er in einem dichtbeflogenen und radarüberwachten Gebiet überstehen muss.

Erstmals ADS-B-Ortung aus dem All

Für die Wissenschaftler ist der Mitflug auf dem Satelliten Neuland. "Bisher wurde noch kein Satellit als Empfänger dieser ADS-B-Signale genutzt", erläutert Behrens. Wieweit können die Flugzeuge aus dem All nachverfolgt werden? Stimmen die bisherigen theoretischen Berechnungen über die Anzahl der Flugzeuge in der Luft? Immerhin sollen über Gebieten wie Zentraleuropa oder der Mitte der USA rund 4000 Flugzeuge zur selben Zeit unterwegs sein.

Mit dem ersten Test sollen auch die Charakteristika erfasst werden, mit denen die Flugzeuge das ADS-B-Signal abstrahlen. "Wir müssen Erfahrungen sammeln: Wo liegen die Grenzen unseres Empfängers und wo muss nachgebessert werden?" Entwickelt wurden Empfänger und Antenne in einer Kooperation mit dem DLR-Institut für Flugführung in Braunschweig.

Kontinuierliche Ortung weltweit – System für Schiffe folgt

Als Ergänzung zum bisherigen Radar-Ortungssystem könnte die Ortung aus dem Weltall dabei helfen, die Positionen der Flugzeuge kontinuierlicher zu erfassen. "Das würde es beispielsweise bei Flugzeugabstürzen erleichtern, die letzte Position zu kennen." Bisher melden sich die Piloten in regelmäßigen Abständen, erfolgt jedoch keine Meldung, bleibt der aktuelle Standort der Flieger unbekannt. Zudem würde eine kontinuierliche Ortung es möglich machen, den bisherigen Sicherheitsabstand von gut 90 Kilometern in den nicht Radar überwachten Gebieten zu verringern.

Ein ähnliches Projekt des DLR wird voraussichtlich Ende des Jahres mit einer indischen Rakete abheben: Der Satellit AISat soll dann aus dem Weltall mit einer vier Meter langen Helix-Antenne die Signale der Schiffe empfangen. "Mit beiden Systemen – sowohl der Flugzeugsignale als auch der Schiffssignale – wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass die Lücken in der Ortung geschlossen werden", betont DLR-Wissenschaftler Jörg Behrens.

Lufthansa erneuert Bord-Angebote im Premiumsegment

Lufthansa wertet ihre Bordservices auf Lang- und Kurzstreckenflügen auf. Seit dem 01. Mai gibt es für Reisende in der First und der Business Class neue Menüs, neue Getränke und neue Hygiene- und Pflegeprodukte an Bord.

Erst vor wenigen Monaten wurde die Lufthansa First Class im renommierten Skytrax Star Ranking mit der Bestnote honoriert. Für Gäste der Ersten Klasse auf Flügen ab Deutschland bietet Lufthansa mit den Culinary Delights nun ein neues Programm, das auf dem Star-Chefs-Konzept basiert.

Dabei stehen die Kochkunst und die Produkte eines erstklassigen Kochs im Mittelpunkt – dieser besitzt mindestens zwei Michelin-Sterne oder eine vergleichbare Auszeichnung. Der zweimonatliche Rhythmus im Wechsel der Menüs bleibt erhalten. Der exklusive Kaviarservice in der First Class wird Reisenden jetzt auf Tag- und Abendflügen als separater Gang angeboten.

Das gastronomische Konzept der Lufthansa Business Class zeigt sich auch durch mehr Frische und Vielfalt bei Gerichten, Backwaren und Getränken. Neue Teesorten, Frischmilch für Tee und Kaffee, eine größere Auswahl an Saft sowie Weiß- und Altbier stehen zur Auswahl. Das um weitere Teile ergänzte Porzellangeschirr sowie das neue Besteck gibt es auch in der Business Class. Auch auf innerdeutschen oder Europflügen erhalten Reisende in der Business-Class eine vollwertige Mahlzeit.

Auch die Erweiterung des Angebots hochwertiger Hygiene- und Pflegeprodukte in den Waschräumen der First und Business Class gehört zur Aufwertung des Bordservices.

Langer Winter für Bodendienste in Leipzig/Halle und Dresden

Die langanhaltende, harte Wintersaison 2012/2013 sorgte auch bei den Enteisungsfachleuten der PortGround für Hochbetrieb. Von Oktober vergangenen Jahres bis Ende dieses Monates wurden an den Flughäfen Leipzig/Halle Airport und Dresden International insgesamt 4.676 Enteisungen durchgeführt. Im Vergleich zur Vorjahressaison, in der 2.257 Enteisungen erfolgten, stieg die Nachfrage der Airlines somit auf mehr als das Doppelte.

Am Leipzig/Halle Airport wurden in der Saison 2012/2013 insgesamt 3.545 Flugzeuge enteist und damit 1.818 mehr als im Winterzeitraum 2011/20112. Am Standort Dresden International stieg die Anzahl der Enteisungen im Vergleich zur Saison 2011/2012 zum letzten Winter von 530 auf 1.131 Enteisungen.

"Die Flugzeugenteisung ist eine unserer Kernkompetenzen. Und unsere Schulungsangebote auf diesem Fachgebiet werden auch von Kollegen anderer Flughäfen gern in Anspruch genommen." erklärt Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin der PortGround GmbH und ergänzt:" Auch unter den extremen Bedingungen des vergangenen langanhaltenden Winters konnten sich unsere Airline-Kunden jederzeit darauf verlassen, dass ihre Maschinen pünktlich, gründlich und effektiv enteist werden." Dazu habe auch der Einsatz eines Enteisungssimulators und eines eigens produzierten Lehrfilmes beigetragen." Letztendlich muss man all unseren Mitarbeitern danken, die dieses Ergebnis mit ihrem engagierten Einsatz möglich machten." So Ganghofer.

Am Leipzig/Halle Airport waren in der vergangenen Wintersaison, die offiziell am 28. Oktober 2012 begann, 78 Enteiser der PortGround im Einsatz, denen 19 Fahrzeuge vom Typ Vestergaard BETA und vier BETA15, auch die Elefanten genannt, zur Verfügung standen. Am Flughafen Dresden International enteisten 18 Mitarbeiter mit drei Fahrzeugen die Flugzeuge.

Lufthansa Group mit stabilen Quartalszahlen

Die Deutsche Lufthansa AG hat im traditionell schwachen ersten Quartal mit minus 359 Millionen Euro ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt. In dem operativen Ergebnis enthalten sind Restrukturierungskosten in Höhe von 64 Millionen Euro aus dem Zukunftsprogramm SCORE. Die Mehrbelastung konnte der Konzern insbesondere durch Ergebnisverbesserungen in den Geschäftsfeldern ausgleichen.

Das Konzernergebnis ging aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen und einem Effekt aus Stichtagsbewertungen um 16,5 Prozent auf minus 459 Millionen Euro zurück. Der Umsatz der Lufthansa Group blieb im ersten Quartal mit 6,6 Milliarden Euro stabil.

"Unserem Ziel einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung sind wir im ersten Quartal wieder einen Schritt näher gekommen. Fast alle Konzerngesellschaften haben ihr Ergebnis verbessert", erklärt Simone Menne, Vorstand Finanzen und Aviation Services der Deutschen Lufthansa AG. "Mit unserem Zukunftsprogramm SCORE sind wir auf Kurs."

Passage mit größtem Plus

Operativ erzielte der Konzern in den Geschäftsfeldern Passage Airline Gruppe, Logistik, Technik, Catering und IT-Services insgesamt eine Ergebnisverbesserung von 95 Millionen Euro. Mit einem Plus von 77 Millionen Euro erzielte die Lufthansa Passage die größte Steigerung beim operativen Ergebnis. Durch eine deutliche Reduzierung von Flügen und eine optimierte Steuerung der Kapazitäten erhöhte die Gesellschaft die Auslastung ihrer Flugzeuge im ersten Quartal auf 75,5 Prozent und steigerte gleichzeitig auch die Durchschnittserlöse. Der Streik der Lufthansa Bodenmitarbeiter am 21. März belastete das operative Ergebnis der Lufthansa Passage ebenso wie hohe Treibstoffkosten und der lange Winter, unter denen auch die übrigen Airlines der Lufthansa Group zu leiden hatten.

Zum Ende des ersten Quartals wies die Lufthansa Passage einen operativen Verlust in Höhe von 292 Millionen Euro aus. SWISS erzielte im ersten Quartal ein operatives Ergebnis von minus 16 Millionen Euro, nach minus drei Millionen Euro im Vorjahresquartal. Und Austrian Airlines verbesserte das operative Ergebnis um elf Millionen Euro auf minus 56 Millionen Euro. Insgesamt verringerte sich der operative Verlust im Geschäftsfeld Passage Airline Gruppe auf minus 363 Millionen Euro.

Eine Verbesserung des operativen Ergebnisses erzielte die Lufthansa Group auch im Geschäftsfeld Logistik. Lufthansa Cargo steigerte unter anderem durch ein gezieltes Kapazitätsmanagement und geringere Abschreibungen den operativen Gewinn. Zum Ende des ersten Quartals betrug dieser für das Geschäftsfeld 27 Millionen Euro, ein Plus von sieben Millionen Euro. Im Geschäftsfeld Technik verbesserte sich der operative Gewinn um 16 Millionen Euro auf 81 Millionen Euro.

SCORE läuft weiter – Gewinnprognose bestätigt

Im Rahmen von SCORE hat Lufthansa Technik im ersten Quartal rund 200 Einzelmaßnahmen beschlossen, mit denen die Administration bis 2015 effizienter organisiert und besser auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden soll. LSG SkyChefs steigerte das operative Ergebnis um neun Millionen Euro und wies für den Zeitraum von Januar bis März einen operativen Gewinn in Höhe von drei Millionen Euro aus. Im Geschäftsfeld IT-Services erzielte Lufthansa Systems einen operativen Gewinn in Höhe von drei Millionen Euro, nach vier Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Angesichts der operativen Ergebnisverbesserung im ersten Quartal in den Konzerngesellschaften, der positiven SCORE-Beiträge und einer stabilen Nachfrageentwicklung im Passagiergeschäft bestätigte der Konzern seine Gewinnprognose für das Jahr 2013. Demnach soll der operative Gewinn der Lufthansa Group für 2013 das Ergebnis von 524 Millionen Euro aus dem vergangenen Jahr übertreffen. Die positiven Ergebnisbeiträge von SCORE dürften dennoch nicht über die Notwendigkeit weiterer Veränderungen hinweg täuschen, betonte Menne und sagte: "Im Wettbewerb mit kapitalkräftigen Konkurrenten, insbesondere aus dem Nahen und Fernen Osten und Billigfliegern in Europa, brauchen wir neue Strukturen, die es uns erlauben wieder profitabler zu wirtschaften. Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen bleibt anspruchsvoll."

Zahlen aus dem ersten Quartal 2013

Der Umsatz der Lufthansa Group im ersten Quartal 2013 betrug 6,6 Milliarden Euro, 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verkehrserlöse sanken um 0,2 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Insgesamt erhöhten sich die betrieblichen Erträge des Konzerns im Berichtszeitraum auf 7,2 Milliarden Euro, ein Plus von 0,3 Prozent.

Die betrieblichen Aufwendungen haben sich im ersten Quartal um 1,7 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro erhöht. Die Treibstoffkosten stiegen um 36 Millionen Euro auf 1,7 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 2,2 Prozent. In diesem Betrag enthalten ist ein negatives Preissicherungsergebnis in Höhe von 25 Millionen Euro. Die Gebühren lagen aufgrund einer geringeren Anzahl von Flügen um 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Lufthansa Group erzielte im ersten Quartal ein operatives Ergebnis auf Vorjahrsniveau von minus 359 Millionen Euro. Das operative Ergebnis des Vorjahresquartals wurde entsprechend der veränderten Bilanzierungsvorschriften aus IAS19 zur Vergleichbarkeit um 22 Millionen Euro angepasst. Das so errechnete Ergebnis für das erste Quartal 2012 lag ebenfalls bei minus 359 Millionen Euro.

Das Konzernergebnis lag bei minus 459 Millionen Euro, ein Rückgang um 16,5 Prozent. Neben den Kosten für Abfindungen und Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit dem Stellenabbau durch SCORE, waren es vor allem außerplanmäßige Abschreibungen und Bewertungseffekte, die das Ergebnis des Konzerns im ersten Quartal belasteten. Das Ergebnis pro Aktie ging auf minus einen Euro zurück.

Lufthansa investierte im Berichtszeitraum 718 Millionen Euro. Davon entfielen 657 Millionen Euro auf die Modernisierung und Instandhaltung der Flotte. Der operative Cashflow betrug 976 Millionen Euro, der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Nettoinvestitionen) 463 Millionen Euro. Der Konzern weist für das erste Quartal eine Nettokreditverschuldung von 1,7 Milliarden Euro aus. Die Eigenkapitalquote beträgt nach Anwendung neuer Bilanzierungsvorschriften (IAS 19) nun 15,4 Prozent.

Zahlen im Überblick

Lufthansa Konzern Januar-März Veränderung
    2013 2012** 2012(alt)  
Umsatzerlöse Mio. € 6.628 6.619 6.619 0,1%
davon Verkehrserlöse Mio. € 5.337 5.349 5.349 -0,2%
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit Mio. € -464 -358 -379 -29,6%
Operatives Ergebnis Mio. € -359 -359 -381 0,0%
Vergleichbare operative Marge*   -5,2% -5,2% -5,6% 0,0%
Konzernergebnis Mio. € -459 -394 -379 -16,5%
Investitionen Mio. € 718 592 592 21,3%
Operativer Cashflow Mio. € 976 833 833 17,2%
Mitarbeiter zum 31.03.   116.516 120.898 120.898 -4.382
Ergebnis pro Aktie -1,00 -0,86 -0,87 -0,14

*) Operatives Ergebnis zuzüglich Rückstellungsauflösungen dividiert durch den Umsatz

**) Vorjahreswerte aufgrund geänderter Bilanzierungsvorschriften aus IAS19 angepasst

Austrian Airlines reduziert Quartalsverlust

Auch im wintersaisonal schwierigen ersten Quartal lassen sich Fortschritte im Sanierungsprogramm der Austrian Airlines Group in den Finanzzahlen ablesen: trotz massiver Kostenbelastungen aus Ticketsteuer und Treibstoffpreiserhöhung von zusätzlichen sieben Millionen Euro, konnte die größte heimische Fluggesellschaft ihr operatives Ergebnis um elf Mio Euro oder 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbessen.

Austrian Airlines schloss das erste Quartal so mit einem operativen Verlust von 56 Millionen Euro ab (Q1 2012: 67 Mio Euro Verlust). CEO Jaan Albrecht: "Austrian Airlines hatte im ersten Quartal 2013 mit Väterchen Frost einen harten Gegenspieler. Winterbedingte Ausfälle und teure Enteisungen haben unseren Flug in die schwarzen Zahlen unnötig belastet. Wir sind deutlich besser als im Vorjahr unterwegs, wenn auch leicht unter unseren Erwartungen. Ich bleibe optimistisch, dass wir den Turnaround noch heuer erreichen werden."

Die operativen Gesamterlöse sind im ersten Quartal 2013 um 1,3 Prozent auf 458 Millionen Euro leicht gesunken (Q1 2012: 464 Millionen Euro). Die operativen Kosten sind ebenfalls von 531 auf 514 Millionen Euro um 3,2 Prozent gesunken, ein Zeichen dafür, dass die Kostenmaßnahmen zu greifen beginnen. Austrian Airlines hat somit ein operatives Quartalsergebnis von minus 56 Millionen Euro zu verbuchen. Einmaleffekte fallen im ersten Quartal nicht an.

Aussteuerung verbessert Auslastung

Die Passagierzahl der Austrian Airlines Group ist im Zeitraum Januar bis März 2013 gegenüber dem Vorjahr wegen der Reduktion der Flotte um 2,7 Prozent auf rund 2,3 Millionen zurückgegangen. Die Auslastung (Passagierfaktor) verbesserte sich aufgrund der besseren Aussteuerung aber um 3,3 Prozentpunkte auf 74 Prozent.

Der Personalstand der Austrian Airlines Group lag zum Stichtag 31. März 2013 bei 6.265 Mitarbeitern (31.12.2012: 6.236 Mitarbeiter). 2012/13 werden rund 150 Mitarbeiter in den Berufen Flugbegleiter, Stationsmitarbeiter und Pilot aufgenommen.

Flugbetrieb gebündelt

Austrian Airlines startete Anfang 2012 ein umfassendes Restrukturierungsprogramm mit Fokus auf Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität. Zentraler Punkt war der erfolgreiche Betriebsübergang des Flugbetriebs auf die Tochter Tyrolean Airways zum 01. Juli 2012.

Dadurch wurde auch der Flugbetrieb gebündelt, was den Abbau von Doppelgleisigkeiten in der Verwaltung des Flugbetriebs ermöglicht. Ein entsprechendes Programm befindet sich für 2013 in Umsetzung. Die Flottenharmonisierung im Europaverkehr konnte Ende März erfolgreich abgeschlossen werden. Elf Boeing 737 Maschinen wurden ausgeflottet, sieben Flugzeuge des Typs Airbus 320 eingeflottet.

Investition in Langstrecken-Komfort

Im Oktober 2012 startete Austrian Airlines eine Produktoffensive auf ihrer Langstreckenflotte. Alle Boeing 767 und 777 werden bis September 2013 mit einer neuen, modernen Kabine, neuen Economy Class Sitzen sowie neuen Business Class Sitzen mit einer horizontalen Liegefläche und einem neuen Bord-Entertainment-System ausgestattet.

Bereits fünf Flugzeuge wurden umgebaut. Die Investitionssumme für alle Flugzeuge beträgt über 90 Millionen Euro. Ab 17. Mai 2013 wird zudem mit der Neuaufnahme der Destination Chicago die Anzahl der Verbindungen nach Nordamerika auf 26 Flüge pro Woche erhöht. Die Buchungsprognose zeigt eine Auslastung von über 80 Prozent.

"Wir arbeiten unsere Hausaufgaben sukzessive ab. Auf der Kundenseite machen mich die Vorausbuchungen zuversichtlich, dass wir einen erfolgreichen Sommer vor uns haben werden", so Albrecht.

Die Zahlen für das erste Quartal

  Q1 2013 Q1 2012 Veränderung
Operative Gesamterlöse in Mio. € 458 464 -1,3%
Operative Aufwendungen in Mio. € 514 531 -3,2%
Operatives Ergebnis in Mio. € -56 -67 +16,4%
EBITDA in Mio. € -22 -27 +18,5%
Fluggäste Tsd. 2.291 2.354 -2,7%
Angebotene Sitzkilometer (ASK) 4.861 5.367 -9,4%
Auslastung (Passagierfaktor) 74,0 70,7 +3,3PP
Anzahl Flüge 30.816 32.428 -5,0%
Flottengröße (davon 3 Flugzeuge im wetlease) 77 81 -4
Regelmäßigkeit 97% 99,3% -2,3PP
Pünktlichkeit bei Abflug 81,7% 90.5% -8,8PP
Pünktlichkeit bei Ankunft 78,5% 88,6% -10,1PP
Mitarbeiter (Köpfe) 6.265 6.774 -7,5%

 

Flughafen BER: Projekmanagement im SPRINT-Programm gestartet

Am heutigen 01. Mai geht das BER-Beschleunigungsprojekt SPRINT in seine nächste Phase. Das Projektmanagement Office (PMO) nimmt seine Arbeit auf einem Campus im Terminal des Flughafens BER auf. Ab sofort werden alle Prozesse, die für eine zügige Eröffnung des Flughafens notwendig sind, im BER-Terminal gebündelt.

Geschäftsleitung und Führungskräfte der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH werden vor Ort gemeinsam mit externen Sachverständigen sowie einer größeren Zahl von Inbetriebnahme-Managern an der zügigen und sicheren Eröffnung des BER arbeiten.

Nach Angaben der Geschäftsleitung der Flughafengesellschaft soll SPRINT in den nächsten Monaten die bisher erarbeiteten Details der Bestandsaufnahme in Arbeitspakete umsetzen und vor Ort deren bauliche Umsetzung überwachen. Zeitgleich soll mit den Genehmigungsbehörden sowie den Sachverständigen (beispielsweise TÜV) die Gesamtinbetriebnahme des Flughafens BER geplant und umgesetzt werden. Die integrierte Prozessarbeit in einem Großraum-Campus soll schnelle Entscheidungen, hierarchiefreies Arbeiten, schnelle Überwachung und kurze Reaktionszeiten sowie Transparenz über die noch zu erledigenden Arbeiten schaffen.

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der FBB: "Ich baue auf den Teamgeist und den Sachverstand der Mannschaft, die wir im Beschleunigungsprogramm SPRINT zusammengezogen haben, und die die volle Unterstützung der Geschäftsleitung unseres Unternehmens hat."

Lohnerhöhungen bei Lufthansa-Tarifverhandlungen vereinbart

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat am Morgen des 01. Mai nach mehr als zwei Verhandlungstagen mit der Lufthansa ein Ergebnis für rund 33.000 Beschäftigte der AG Boden sowie der Lufthansa Systems, der Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo erzielt. Das Ergebnis steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der ver.di-Tarifkommission und einer Mitgliederbefragung bis zum 14. Mai 2013.

Danach erhalten die Beschäftigten bei Lufthansa Systems, der Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo 4,7 Prozent mehr Gehalt, die Beschäftigten der Lufthansa AG in Höhe von 3,0 Prozent. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 26 Monaten. Für alle Beschäftigten der Lufthansa wurde der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die Dauer des Tarifvertrages vereinbart.

Die Erhöhungen erfolgen in zwei Stufen ab 01. August 2013 um 2,4 Prozent für Lufthansa Systems, Technik und Cargo sowie um weitere 2,3 Prozent ab 01. August 2014. Beschäftigte der AG Boden erhalten ab 01. August 2013 1,5 Prozent Tabellenerhöhung und weitere 1,5 Prozent ab 01. August 2014. Die Ausbildungsvergütungen werden in der gleichen Zeit um insgesamt 5,2 Prozent erhöht.

Für Lufthansa-Beschäftigte, die in neu zu gründende Gesellschaften übergeleitet werden, konnte der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum 31. Oktober 2020 erreicht werden.

"Damit konnte ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Standorts Deutschland erzielt werden", betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Christine Behle. "Besonders positiv ist, dass wir für Tausende von Beschäftigten im Lufthansa-Konzern die Arbeitsplätze sichern und damit Planungssicherheit für die Lufthanseaten und ihre Familien schaffen konnten. Das war uns vor dem Hintergrund der umfangreichen Sparprogramme des Vorstands besonders wichtig."

Behle betonte, dass das Verhandlungsergebnis auch dem entschlossenen Widerstand der Beschäftigten und ihren eindrucksvollen Streiks zu verdanken sei. Neben der Entgelterhöhung und der langfristigen Beschäftigungssicherung sei erreicht worden, die Forderungen der Arbeitgeber nach Arbeitszeitverlängerung und der Kürzung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes abzuwehren.

Missions-Rekord im Weltall: Eurostar-Satellit über 22 Jahre im Dienst

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Der erste von Astrium entwickelte und gebaute Eurostar-Satellit, Inmarsat-2 F1, wurde diese Woche außer Betrieb genommen und sicher stillgelegt, nachdem er eine lange und fehlerfreie Mission in der geostationären Umlaufbahn erfüllt hatte. Er war 22,5 Jahre in Betrieb und hat seine erwartete Lebensdauer von 10 Jahren damit weit überschritten.

Satelliten können nicht ewig funktionieren, zumal sie im All nicht mehr repariert werden, oder mit Treibstoff wiederbefüllt werden können. Wie limitierend dabei bestimmte Faktoren sein können, zeigte sich soeben am Weltraumteleskop Herschel, dessen für die wissenschaftlichen Instrumente notwendige Kühlmittel Helium nun aufgebraucht ist, und das Telesokop nach drei Jahren seinen Zweck nicht mehr erfüllen kann. Dass es aber auch länger geht, zeigte Astrium mit einem Satelliten aus der Inmarsat-Familie, der gerade im Rekordalter in Ruhestand geschickt wurde.

Inmarsat-2 F1 wurde im Oktober 1990 ins All geschossen und war Astriums erster Eurostar-Satellit und der erste kommerzielle Satellit überhaupt, der vollkommen auf einem digitalen System basierte, das in der Umlaufbahn neu programmierbar war. Als Betreiber konnte man von einem neuen Konzept für den einfacheren Satellitenbetrieb profitieren, bei dem die Sonnensegel und Autonomie für ein deutlich verringertes Risiko für Betriebsfehler sorgen. Das wiederrum führte zu einer beeindruckenden Verfügbarkeitsstatistik für diese Satellitenklasse.

Langlebige Satellitenfamilie

Der Inmarsat-2 F1 war der erste einer Reihe von vier Eurostar-E1000-Satelliten, die für Inmarsat gebaut wurden. Alle vier Raumschiffe haben ihre Konstruktionsanforderungen weit übertroffen und die vorgesehene Nutzungsdauer von 10 Jahren in der Umlaufbahn überschritten: Inmarsat-2 F3 und F4 wurden nach mehr als 15 und 20 Jahren Betrieb sicher stillgelegt, und F2 ist nach mehr als 22 Jahren ab seinem Start im März 1991 noch immer in Betrieb.

"Der Eurostar-Plattform wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Die Leistung und Kapazität wurden deutlich verbessert und die Lebensdauer beträgt jetzt mehr als 15 Jahre. Doch mehr denn je basiert unser Schlüsselprodukt auf der starken Designfähigkeit, dem Qualitätsprozess und der Organisation, die eine zentrale Rolle bei der Gewährleistung der Zuverlässigkeit unserer Produkte spielen." sagte Eric Béranger, CEO von Astrium Satellites.

Der Eurostar ist das Aushängeschild von Astrium für geostationäre Kommunikationssatelliten, auf dessen Grundlage viele erfolgreiche Satelliten gebaut wurden, einschließlich der besonders hoch entwickelten Inmarsat-4-Konstellation, die Breitbanddienste in globalem Maßstab bereitstellt, hochleistungsfähige Rundfunk- und Breitbandsatelliten für führende Betreiber weltweit sowie die Skynet-5-Satelliten für die sichere Militärkommunikation.

12 Eurostar-Satelliten derzeit im Bau

Bis heute wurden insgesamt 54 Eurostar-Satelliten erfolgreich ins All befördert und haben sich in der Umlaufbahn als überaus zuverlässig erwiesen. Keiner der Satelliten ist je im Orbit verloren gegangen. 13 von ihnen wurden nach erfolgreicher Erfüllung ihrer Mission außer Betrieb genommen und haben ihre vorgesehene Nutzungsdauer um durchschnittlich 79 Prozent überschritten. 41 sind noch in Betrieb, und 10 davon haben ihre vorgesehene Nutzungsdauer um durchschnittlich 27 Prozent überschritten. Die Eurostar-Satelliten von Astrium kommen zusammen auf mehr als 470 Jahre erfolgreichen Betrieb in der Umlaufbahn, einschließlich 125 Jahren für das fortschrittlichste Modell Eurostar E3000, das 2004 in die Umlaufbahn gebracht wurde.

Astrium hat in den letzten fünf Jahren durchschnittlich mehr als vier Eurostar-E3000-Satelliten pro Jahr ausgeliefert und ins All transportiert und wird dies voraussichtlich auch in den nächsten Jahren fortsetzen: 12 Eurostar-E3000-Satelliten befinden sich aktuell in unterschiedlichen Produktionsstadien in den Astrium-Werken.

Aufsichtsratswahl beim Flughafen Wien bringt neue Mitglieder

In der heute stattgefundenen 25. ordentlichen Hauptversammlung der Flughafen Wien AG wurden sechs der bisherigen Kapitalvertreter für eine weitere Funktionsperiode bestätigt. Der im Syndikat vereinbarte zweijährige turnusmäßige Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz wurde in der konstituierenden Aufsichtsratssitzung vollzogen.

Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Mag. Robert Lasshofer, Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung AG, DI Herbert Paierl, Unternehmer, Dr. Karin Rest, Rechtsanwältin und Mag. Gerhard Starsich, Generaldirektor Münze Österreich. Der Vorsitzende Mag. Erwin Hameseder bedankte sich bei den vier ausgeschiedenen Aufsichtsräten für ihre langjährige wertvolle Unterstützung bei der Weiterentwicklung des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat der Flughafen Wien AG setzt sich daher wie folgt zusammen: Aufsichtsratsvorsitzender: Ing. Ewald Kirschner, Generaldirektor GESIBA Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft, 1. Vorsitzender-Stellvertreter Mag. Erwin Hameseder, Obmann Raiffeisen Holding NÖ-Wien, 2. Vorsitzender-Stellvertreter Mag. Dr. Wolfgang Ruttenstorfer, Generaldirektor a. D. OMV AG.

Weitere Mitglieder sind: Dr. Gabriele Domschitz, Vorstandsdirektorin Wiener Stadtwerke Holding AG, Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin Casinos Austria AG, Dr. Burkhard Hofer (Kleinaktionärsvertreter), Generaldirektor EVN AG, Mag. Robert Lasshofer (Kleinaktionärsvertreter), Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung AG, DI Herbert Paierl, Unternehmer, Dr. Karin Rest, Rechtsanwältin und Mag. Gerhard Starsich, Generaldirektor Münze Österreich. Weiters gehören dem Aufsichtsrat der Flughafen Wien AG unverändert als Arbeitnehmervertreter Ing. Manfred Biegler, Thomas Schäffer, Michael Straßegger, Heinz Strauby und Heinz Wessely an.

Start frei für Vietnams ersten Erdbeobachtungssatelliten

VNREDSat-1, der erste vietnamesische Erdbeobachtungssatellit, soll am 03. Mai vom guyanischen Raumfahrtzentrum in Kourou aus mit einer Vega-Trägerrakete in den Weltraum starten. Für den Satelliten sowie die Infrastruktur bis zur Schulung der Ingenieure war Astrium der Hauptauftragnehmer.

Astrium hat den Auftrag für das VNREDSat-1-Programm im Juli 2010 von der Vietnamesischen Akademie für Wissenschaft und Technologie (VAST) im Rahmen einer Vereinbarung erhalten, die im Jahr 2009 zwischen der französischen und der vietnamesischen Regierung getroffen wurde.

Gemäß des Vertrags ist Astrium für die Entwicklung, den Bau und den Start des optischen Satelliten VNREDSat-1 verantwortlich, der Bilder mit einer Auflösung von 2,5 Metern von der Erde aufnehmen kann. Darüber hinaus war Astrium in Vietnam Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und den Bau des Satelliten-Bodenkontrollsegments und der Satelliten-Bildempfangs- und Bildverarbeitungsstationen. 15 vietnamesischen Ingenieure, die den Satelliten bedienen werden, wurden bereits geschult.

Lufthansa spart Treibstoff durch leichtere LD3-Container

Wenn ein Flugzeug abhebt, macht sich jedes überflüssige Kilogramm beim Treibstoffverbrauch bemerkbar. Um den Verbrauch zu reduzieren und die Umweltbilanz zu verbessern, setzt Lufthansa Cargo auf Container aus leichten Verbundwerkstoffen zur Gewichtsreduktion.

Eingesetzt werden beispielsweise neue LD3-Standardcontainer, deren Seitenwände aus wabenverstärktem Polypropylen bestehen, und die bis zu 15 Prozent leichter sind als die Standard-Container aus Aluminium und obendrein weniger reparaturanfällig. Seit Herbst 2011 werden Aluminium-Container durch die Light-Variante ersetzt.

Im Februar 2013 waren bereits über 65 Prozent der LD3-Container, die in den Unterflur-Decks der Passagier- und Frachtflugzeuge der Lufthansa Group zum Einsatz kommen, Container der neuen Generation. Bei einem Unterschied von gut 13 Kilogramm pro Container fällt das buchstäblich ins Gewicht: Aktuell sind bei jedem Flug mehr als 80 Prozent der leichten Container an Bord – die CO2-Emissionen sinken so um über 5.000 Tonnen im Jahr.

Bereits bis Ende 2013 sollen alle etwa 5.600 LD3-Standardcontainer durch die leichtere Alternative ersetzt werden. So kann der jährliche Kerosinverbrauch um gut 2.160 Tonnen gesenkt werden, rund 6.800 Tonnen CO2 können eingespart werden. Die Lufthansa Group wird dann mit ihren Konzerngesellschaften eine der größten "Flotten" von ultra-leichten Containern weltweit betreiben. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu ehrgeizigen Umweltzielen: Bis 2020 will die Lufthansa Group die spezifischen Emissionen um ein Viertel gegenüber 2011 verringern.

Aegean Airlines startet Verbindung Berlin – Athen

Die griechische Fluggesellschaft Aegean Airlines fliegt ab heute dreimal pro Woche nonstop von Berlin nach Athen. Dienstags, donnerstags und samstags startet die Airline um 10:45 Uhr vom Flughafen Tegel und landet um 14:40 Uhr am "Athens International Airport".

Von dort nach Berlin geht es am jeweils nächsten Flugtag um 08:10 Uhr. Ankunft in Tegel ist um 10:05 Uhr. Aegean Airlines fliegt auf dieser Strecke mit einem Airbus A320. In Athen gibt es eine Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart. Trotz des hohen Alters der Stadt, steckt in Athens Straßen das pralle Leben.

Aegean Airlines ist Mitglied der Star Alliance. Am Athens International Airport bietet die Airline Anschlüsse zu zwölf weiteren Zielen in Griechenland, zum Beispiel nach Thessaloniki, Mykonos, Kreta, Rhodos und Kos sowie Larnaca auf Zypern.

Airport Nürnberg verbessert operatives Ergebnis für 2012

Im Jahr 2012 ging die Zahl der Fluggäste am Airport Nürnberg um 9,2 Prozent auf 3,602 Millionen Passagiere zurück (Vorjahr 3,967 Millionen). Rund 90 Prozent dieses Rückgangs war auf die Entwicklung des Hauptkunden airberlin und vor allem auf starke Reduzierungen im Drehkreuz zurückzuführen. "Wir steuern mit der Akquisition neuer Airlines und dem Erschließen neuer Wachstumspotenziale erfolgreich dagegen", so Geschäftsführer Karl-Heinz Krüger.

Aufgrund des sukzessiven Rückzugs von airberlin mit dem Abbau der Drehkreuzfunktion entwickelten sich die Fluggastzahlen unterproportional zum bundesweiten Vergleich. Von Januar bis Dezember 2012 wurden am Airport Nürnberg 3,602 Millionen Fluggäste und 64.391 Flugbewegungen (-4,9 Prozent) gezählt.

Mehr Low-Cost-Verkehr schwächt Drehkreuzfunktion

Das Winterdrehkreuz wurde 2012/2013 nach 17 Jahren zum letzten Mal durchgeführt. Seit den Anfängen 1996 nutzten mehr als 13,8 Millionen Passagiere das Drehkreuz, in den besten Zeiten waren es bis zu 1,5 Millionenen Fluggäste pro Jahr.

Die Gründe für die Aufgabe des Hubs liegen in der Veränderung der Marktsituation sowie in den wirtschaftlichen Problemen von airberlin. Nach dem Kostenvergleich zwischen Direktflügen mit immer stärker werdenden Low Cost-Einflüssen gegenüber dem Drehkreuzverkehr fiel die Entscheidung gegen das System Drehkreuz. Das bedeutet keine Verlagerung: airberlin führt auch an anderen Standorten keine Touristik-Drehkreuze mehr durch.

Überkapazitäten im Touristikverkehr

Im Linienverkehr wurden 2012 insgesamt 2,101 Millionen Fluggäste befördert, was einem Rückgang um 9,3 Prozent entspricht. airberlin kürzte das Angebot deutlich um 13 Prozent. Besonders stark betroffen waren die innerdeutschen Strecken. Lufthansa erhöhte die angebotenen Kapazitäten, zählte aber weniger Passagiere. Leichte Zuwächse meldeten SWISS, KLM und Air France. Vor allem Turkish Airlines steigerte das Angebot und erhöhte die Wochenfrequenzen auf täglich zwei Flüge.

Der Touristikverkehr litt 2012 unter Überkapazitäten am deutschen Markt, was zu einem Rückzug aus der Fläche führte. Dies war auch in Nürnberg deutlich zu spüren. Besonders stark machte sich die Angebotsreduktion im Drehkreuzverkehr der airberlin bemerkbar. Insgesamt verringerte sich die Zahl der touristischen Fluggäste um 14,8 Prozent auf 1,468 Millionen Passagiere.

Der Luftfrachtverkehr ging mit 99.355 Tonnen um 7,3 Prozent zurück. Dabei waren die geflogene Fracht um 4,8 Prozent und die getruckte Luftfracht um 7,5 Prozent rückläufig.

Konsolidierung verbessert operatives Ergebnis

Mit den Verkehrsleistungen sanken auch die Umsatzzahlen des Konzerns: Insgesamt wurden Umsatzerlöse von 90,8 Millionen Euro erzielt. Dies sind 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Durch konsequente Umsetzung des in 2011 erarbeiteten Konsolidierungskonzepts konnte der Umsatzrückgang nicht nur ausgeglichen, sondern erfreulicherweise das operative Ergebnis (EBITDA) um 24 Prozent auf 19,8 Millionen Euro verbessert werden.

Schwerpunkte der Gegensteuerungsmaßnahmen auf der Kostenseite waren die Reduzierung der Mitarbeiterkapazitäten um 55 Beschäftigte, eine Verringerung des Leiharbeitereinsatzes (-27 Prozent) sowie eine deutliche Kürzung der Unterhalts- und Verwaltungskosten. Die Reduzierung der Mitarbeiterzahl erfolgte ausschließlich durch Nutzung der Fluktuation und Nichtverlängerung von Befristungen. Das handelsrechtliche Jahresergebnis bleibt jedoch weiterhin stark belastet mit Abschreibungen und Zinsen aus den Investitionen der vergangenen Jahre.

"Mit der Verbesserung des operativen Ergebnisses konnte der Jahresfehlbetrag mit -2,47 Millionen Euro auf rund ein Viertel des Vorjahreswertes reduziert werden und ist somit drei Millionen Euro besser als geplant", so Geschäftsführer Harry Marx. 2012 beschäftigte der Konzern insgesamt 885 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am Standort Flughafen arbeiteten insgesamt rund 3.500 Beschäftigte.

Investitionen und Ausblick

Die Investitionen beschränkten sich im Berichtsjahr auf den Erhalt der Flughafeninfrastruktur. Größter Posten blieb die Generalsanierung der 2.700 Meter langen und 45 Meter breiten Start- und Landebahn: Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro, verteilt über fünf Jahre bis 2015.

Das Jahr 2013 wird geprägt vom weiteren Sparkurs der airberlin, dem Wegfall des Drehkreuzes und der Kapazitätsreduzierung des Lufthansa-Konzerns. Der damit verbundene Rückgang im Passagieraufkommen kann nicht kurzfristig aufgefangen werden, so dass von einem weiteren vorübergehenden Absinken der Fluggastzahlen auf ca. 3,1 Millionen auszugehen ist.

Der Airport Nürnberg richtet sich derzeit neu aus und will sich daher neue Marktsegmente erschließen: So leitet die Aufnahme der irischen Fluggesellschaft Ryanair den Einstieg in das Low Cost-Segment ein, was den Nürnberger Einsteigern ein wachsendes Zieleangebot zu günstigen Tarifen beschert und gleichzeitig den Incoming-Verkehr beflügelt. Ein weiteres Angebot im Low Cost-Bereich ist das Ziel Barcelona mit der Airline Vueling.

Low-Cost-Airlines kommen nach Nürnberg

Als neuer Partner im Linienverkehr konnte die Air France-Tochter CityJet gewonnen werden, die Nürnberg täglich mit London City verbindet und ein auf Business-Kunden maßgeschneidertes Produkt anbietet. Ebenfalls neu vertreten am Airport Nürnberg ist die Lufthansa-Tochter germanwings. Ab Juni fliegt die türkische Pegasus Airlines dreimal wöchentlich nonstop nach Istanbul-Sabiha Gökcen. Von dort bietet Pegasus durch ein großes Drehkreuz Anschlussverbindungen zu weiteren türkischen und internationalen Flughäfen. Dieses Angebot soll über den Sommer hinaus bestehen bleiben. Auch langjährige Partner werden sich stärker engagieren: So kündigte Turkish Airlines einen weiteren deutlichen Wachstumskurs an und strebt einen Zuwachs von ca. 15 Prozent an.

Einen wichtigen Impuls für den Touristikverkehr setzt TUIfly: Der Ferienflieger wird im Winter 2013/14 eine Boeing 737-800 fest in Nürnberg stationieren und als Teilersatz für das Drehkreuz sechs Ziele anfliegen. Je zweimal in der Woche geht es nonstop nach Fuerteventura, Teneriffa und Las Palmas, einmal in der Woche bietet TUIfly eine Anschlussverbindung über Las Palmas auf die Kapverden (Sal und Boa Vista) und nach Marokko (Agadir) an.

Bereits ab Mai hebt die griechische Aegean Airlines wöchentlich nach Thessaloniki ab. Aegean bedient von den Basen in Athen und Thessaloniki aus ein dichtes Netz an Verbindungen innerhalb Griechenlands. "Das sind positive Signale, die zeigen, welche Potenziale das Einzugsgebiet der Metriopolregion Nürnberg für Airlines und Reiseveranstalter bietet", so Geschäftsführer Karl-Heinz Krüger.