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EVA Air erweitert Star Alliance im Asien/Pazifik-Raum

EVA Air ist jetzt Mitglied von Star Alliance und stärkt damit die Präsenz der Allianz im asiatisch-pazifischen Raum. Auf der offiziellen Beitrittsfeier, die heute am Taiwan Taoyuan International Airport stattfand, erklärte Mark Schwab, CEO Star Alliance: "EVA Air hat alle Beitrittsvoraussetzungen erfüllt. Ich freue mich, hiermit zu bestätigen, dass unser Vorstandsgremium die Airline nun einstimmig als neues Mitglied in die Allianz aufgenommen hat."

Präsenz in Asien/Pazifik gestärkt

Seit der Gründung des Netzwerks vor über 16 Jahren hat Star Alliance die Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum kontinuierlich ausgebaut und verfügt inzwischen über acht Mitgliedsfluggesellschaften in der Region, die mit einer Wachstumsrate von 5,2 Prozent im Jahr 2012 eine steigende Nachfrage verzeichnet. Gegenwärtig bieten die 19 Mitglieder von Star Alliance mehr als 4.000 tägliche Flugverbindungen in die sowie aus und innerhalb der Region Asien/Pazifik an und bedienen 280 Flughäfen in 44 Ländern.

"Seit der Gründung verfügt Star Alliance über eine starke Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum. Mit EVA Air als Ergänzung zu unseren bestehenden Mitgliedern und Drehkreuzen festigen wir unsere Position als stärkstes internationales Netzwerk in dieser wachstumsstarken Region weiter. Wir freuen uns, neue Kunden in Taiwan und mehr Fluggäste am expandierenden taiwanesischen Markt begrüßen zu können", erklärte Schwab.

Austin Cheng, President von EVA Air, erläuterte: "Über die Star Alliance Mitgliedschaft können wir neue Kunden rund um den Globus erreichen und unseren Passagieren das für die Allianz typische nahtlose Reiseerlebnis in Verbindung mit einer Anerkennung des Vielfliegerstatus offerieren. Als Mitglied haben wir die Möglichkeit, Reisenden neue Flugkombinationen innerhalb Asiens über unser Drehkreuz in Taipei aufzuzeigen."

Wang Yingxiang, Vice Chairman der Air China Group, erklärte: "Im Namen von Air China gratuliere ich EVA Air zur Star Alliance Mitgliedschaft, über die es der Fluggesellschaft möglich sein wird, den Markenwert, die Reichweite und das operative Geschäft des Unternehmens weiter zu optimieren. EVA Air wird dem Star Alliance Netzwerk neue Stärke verleihen, das Streckennetz auf Taiwan ausweiten und so für eine breitere Auswahl und mehr Komfort für die Fluggäste sorgen."

Star Alliance wurde mit dem Ziel gegründet, dem anspruchsvollen internationalen Kunden ein nahtloses weltweites Flugreiseerlebnis anzubieten. Die Fluggäste von EVA Air haben von nun an Zugang zu einem globalen Netzwerk aus 28 Airlines, die mehr als 21.900 tägliche Flugverbindungen zu 1.328 Flugzielen in 195 Ländern anbieten.

Neue Drehkreuze kommen hizu

Neben der Einführung der neuen Zielflughäfen Kaohsiung in Taiwan und Surabaya in Indonesien erweitert EVA Air die Präsenz des Netzwerks am bedeutenden taiwanesischen Markt, der von einem jährlichen Passagiervolumen von gut drei Millionen im Jahr 2009 auf rund neun Millionen in 2012 gewachsen ist. Da Taiwan aufgrund seiner geografischen Lage die kürzeste durchschnittliche Entfernung zu allen wichtigen Städten der Region Asien/Pazifik aufweist, bildet der Taoyuan International Airport in Taiwan ein wichtiges regionales Drehkreuz. Insgesamt verfügt Star Alliance nun über 10 Drehkreuze im asiatisch-pazifischen Raum: Tokio – Narita und Haneda, Seoul – Incheon, Peking, Shanghai – Pudong, Taipei – Taoyuan, Shenzhen, Bangkok, Singapur und Auckland.

Fluggäste von EVA Air können bei Anschlussflügen mit anderen Star Alliance Mitgliedern nun bis zum Zielflughafen durchchecken, sodass ein nahtloses Reiseerlebnis gewährleistet ist. Damit müssen Passagiere ihre Bordkarten für Anschlussflüge nicht mehr am Transferflughafen abholen und auch das Gepäck wird vorbehaltlich lokaler Zolleinschränkungen direkt bis zum Zielflughafen gebucht.

Mitglieder des Vielfliegerprogramms Infinity MileageLands von EVA Air können ab sofort Meilen auf Flügen mit anderen Star Alliance Mitgliedsgesellschaften sammeln und einlösen. Inhaber der MileageLands Diamond und Gold Card erhalten automatisch den Star Alliance Gold Status. Dieser garantiert Vorteile wie den Zugang zu mehr als 1.000 Lounges weltweit, höhere Freigepäckmengen auf allen Star Alliance Flügen und Priority Baggage. Im Gegenzug können Vielflieger aller anderen Star Alliance Mitgliedsgesellschaften ihre Meilen nun für Flüge mit EVA Air nutzen.

Im Rahmen der Star Alliance Mitgliedschaft bietet EVA Air ab sofort auch mehrere Tarifprodukte der Allianz an. Im Geschäftsreisesektor kann EVA Air künftig in Star Alliance Corporate Plus Angebote eingebunden werden, die auf große multinationale Unternehmen ausgerichtet sind. Da in den vergangenen 40 Jahren der Außenhandel das Industriewachstum in Taiwan bestimmt hat, haben sich zahlreiche multinationale Unternehmen in dem Inselstaat angesiedelt. Für den Conventions & Meetings Markt bietet EVA Air künftig auch die Conventions Plus und Meetings Plus Programme von Star Alliance an. Diese Produkte sind speziell auf den Tagungs- und Konferenzsektor mit mehr als 200 Veranstaltungen jährlich in Taiwan abgestimmt.

Tariferweiterungen bei EVA Air

Darüber hinaus steigert EVA Air die Attraktivität des beliebtesten Tarifprodukts der Allianz, der Star Alliance Round the World Fare (RTW). Dieser in der First, Business und Economy Class verfügbare Tarif ermöglicht Kunden die Buchung von Round the World-Tickets innerhalb des 28 Mitgliedsgesellschaften umfassenden Netzwerks. Ab sofort können Kunden auch sämtliche EVA Air Flüge im RTW-Tarif buchen, egal ob über eine Airline, ein Reisebüro oder online über das Book & Fly Tool, welches im Juli um sämtliche EVA Air Flüge ergänzt wird.

Mit Taiwan als Teil des Pazifikraums bietet EVA Air künftig auch die Star Alliance Circle Pacific Fare an, einen Tarif, der Rundflüge in verschiedenen asiatischen Ländern im Pazifikraum, zu den wichtigsten internationalen Drehkreuzen an der Pazifikküste Kanadas und der USA sowie im Südpazifik ermöglicht.

Zudem wurde EVA Air neben allen anderen asiatischen Mitgliedsgesellschaften in den Asia Airpass von Star Alliance aufgenommen. Dieser spezielle Tarif auf der Grundlage von Flugcoupons und Flugmeilen steht allen ausländischen Fluggästen zur Verfügung, die mit einer Mitgliedsgesellschaft von Star Alliance im asiatischen Raum reisen möchten (Bangladesch, Kambodscha, China, Hongkong, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Mongolei, Myanmar, Nepal, Pakistan, Philippinen, Republik Korea, Singapur, Sri Lanka, Taiwan, Thailand und Vietnam).

Drohne Barracuda – Dekade der Entwicklung

Cassidian blickt mit dem unbemannten Technologie-Demonstrator UAS Barracuda (UAS – Unmanned Aerial System, unbemanntes Flugzeugsystem) auf eine nunmehr 10-jährige Testflugerfahrung zurück – eine einzigartige Fähigkeit. Barracuda ist Teil einer umfassenden UAS-Kompetenz, die Cassidian zum führenden europäischen Unternehmen in diesem Hochtechnologiebereich macht.

„Mit diesem in Europa einzigartigen unbemannten Versuchsträger ist Cassidian in der Lage, die weitere Technologieentwicklung unbemannter Flugsysteme voranzutreiben“, erklärt Rolf Wirtz, Leiter Mission Systems bei Cassidian und einer der Gründungsväter des Barracuda. „Die unternehmenseigene Testplattform hat viele Vorteile, nicht zuletzt den uneingeschränkten Zugang zu allen Hard- und Softwarekomponenten“, unterstreicht Wirtz.

Forschung und Tests, inklusive Kollisionsvermeidung TCAS

Barracuda ermöglicht Cassidian die Erforschung aller Kernfragen des unbemannten Fliegens. Dazu gehören auch die Entwicklung des UAS-Kollisionsschutzsystems TCAS oder Aspekte der Automatisierung. Die beiden Erpobungsschwerpunkte liegen derzeit in der vernetzten Operationsführung sowie der Integration von Unbemannten Flugsystemen in den kontrollierten Luftraum. Über 540 Bodentest und 13 Flugtests hat Barracuda seit Beginn der Entwicklungsaktivitäten des Erpobungsträgers im Jahr 2003 absolviert. Die Testergebnisse der Barracuda-Erprobung fliessen unmittelbar in die Entwicklung zukünftiger UAS bei Cassidian mit ein.

Der Erprobungsträger Barracuda weist bei einer Länge von über acht Metern eine Spannweite von mehr als sieben Metern und ein maximales Abfluggewicht von gut drei Tonnen auf. Der von einer Pratt & Whitney Canada-Strahlturbine mit 14 Kilo-Newton Schubleistung angetriebene und autonom operierende Versuchsträger wird während der Testflüge lediglich hinsichtlich seiner Flugsicherheit überwacht.

Die Struktur des unbemannten Fluggeräts besteht vollständig aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK). Mit Ausnahme des Fahrwerks handelt es sich um ein innovatives, „elektrisches Fluggerät“, das im Gegensatz zu herkommlichen Flugzeugen ohne Hydraulik-Komponenten auskommt und stattdessen über elektromechanische Stellantriebe verfügt.

Barracuda verfügt über einen Aktionsradius von bis zu 200 km, einer Flughöchstgeschwindigkeit von Mach 0,6 und seine Testinstrumentierung kann bis zu 300 kg wiegen. Alle Testdaten werden in nahezu Echtzeit an die Bodenkontrolle übertragen, wo sie den Flugtestingenieuren zur augenblicklichen Auswertung und Analyse zur Verfügung stehen.

Modularer Aufbau sorgt für vielseitige Teskonfigurationen

Barracuda ist modular aufgebaut und hinsichtlich seiner Konfiguration flexibel ausgelegt, um unterschiedlichste Systeme und Flugprofile erproben zu können. Damit bietet Barracuda die bestmögliche Testumgebung, um wesentliche Erkenntnisse für anwendungsreife UAS-Produkte der nächsten Generation zu sammeln. Die offene und modulare Struktur des Avionik-Systems erlaubt die Einbindung einer Vielzahl verschiedener Sensoren und Datenfunkverbindungslösungen in das Trägersystem. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sowohl elektro-optische und Infrarot-Sensoren, Laser-Zielmarkierer, Detektoren für radiomagnetische Strahler (Emitter Locator System – ELS) als auch fortschrittliche Synthetic Aperture Radare – SAR, nach dem Multi-Sensor-Prinzip in der Nutzlastbucht des Barracuda zu integrieren.

Im Mai 2006 startete Barracuda in Murcia, Spanien, zu seinem Erstflug. Seit 2009 erfolgen die Flugtests vom kanadischen Militärflugplatz Goose Bay aus. Barracuda absolvierte dabei nicht zuletzt im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms „Agile UAV in Network Centric Environment“ (Agiles unbemanntes Flugzeug in vernetzter Umgebung) des Bundesamtes für Ausrüstung und Informationstechnik der Bundeswehr (BAAInBw) Testflüge für die Verfahren unbemannten Fliegens für die Bundeswehr. Weitere Kampagnen sind in der Planung.

Frankreich stellt Beitrag für Asteroidenlander MASCOT

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Premiere in der Raumfahrt: Mit dem hüpfenden Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) der japanischen Hayabusa 2-Mission wird 2018 eine Landung auf einem Asteroiden durchgeführt, auch mit einem Instrument aus Frankreich.

Erstmals wird die Messung von Daten an verschiedenen Orten auf einem solchen Himmelskörper möglich sein.Vier Instrumente werden an Bord des Landers befinden – eines davon, das Spektrometer MicrOmega, steuert die französische Raumfahrtagentur CNES bei. Dies vereinbarten DLR und CNES jetzt auf der Paris Air Show mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding.

Mission erfordert Kooperation

"Große Raumfahrtmissionen und -projekte wie die Landung auf einem Asteroiden sowie die Untersuchung vor Ort können nur in internationalen Kooperationen durchgeführt werden", betont DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Johann-Dietrich Wörner. "Alle Partner beteiligen sich mit ihren jeweiligen wissenschaftlichen und technologischen Kompetenzen, das heißt die Zusammenarbeit ist die Grundlage für eine erfolgreiche Mission.

"Bereits im Oktober 2012 unterzeichnete das DLR mit der japanischen Raumfahrtagentur JAXA ein Memorandum of Understanding, um den deutschen Lander MASCOT auf der japanischen Sonde Hayabusa 2 zum Asteroiden 1999 JU 3 zu schicken.

Von Messpunkt zu Messpunkt hüpfen

2014 soll die Sonde starten und sich auf den Weg zu ihrem Ziel machen. Nach ihrer Ankunft im Jahr 2018 wird dann zunächst einmal das unbekannte Gebiet aus einer Umlaufbahn heraus erkundet. "Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu ermitteln, wann unser Lander aus der Sonde ausgeklinkt werden soll", erläutert Projektleiterin Dr. Tra-Mi Ho vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme.

Der schuhkartongroße Lander ist für den Fall auf den Asteroiden durch ein stabiles und dennoch sehr leichtes Gehäuse geschützt. Im Inneren des DLR-Landers sitzen die vier Instrumente, die vor Ort die Messungen auf einem Asteroiden durchführen: Das französische Infrarot-Spektrometer analysiert die Zusammensetzung der Asteroidenoberfläche; ein Magnetometer der TU Braunschweig untersucht das Magnetfeld.

Das Institut für Planetenforschung des DLR steuert zwei Instrumente bei: Mit einer Weitwinkelkamera werden Landeplatz und Feinstruktur des Bodens aufgenommen, ein Radiometer misst unter anderem die Temperatur an der Oberfläche.

Hüpfgestell wird vom DLR gebaut

Sind die ersten Messungen abgeschlossen, hüpft MASCOT mit einem am DLR-Institut für Robotik und Mechatronik entwickelten Mechanismus zur nächsten Stelle für erneute Messungen. So erhalten die Wissenschaftler über zwei Asteroidentage und -nächte Daten von verschiedenen Orten auf 1999 JU 3. Überwacht wird der Lander dabei aus dem DLR-Kontrollzentrum des Nutzerzentrums für Weltraumexperimente (MUSC).

Mit den Unterschriften von DLR-Vorstandsvorsitzendem Prof. Johann-Dietrich Wörner und dem Präsidenten der französischen Raumfahrtagentur CNES, Jean-Yves Le Gall, vereinbarten die Beteiligten die Zusammenarbeit für die Raumfahrtmission zum Asteroiden.

Mit der Landung und Messung auf dem Asteroiden und den von der Muttersonde Hayabusa 2 zur Erde gebrachten Bodenproben erhoffen sich die internationalen Planetenforscher vor allem eines: Aufschluss darüber, wie der seit 4,5 Milliarden Jahren fast unveränderte Himmelskörper beschaffen ist – und was uns das über die Entstehung und Entwicklung unserer Erde sagt.

SAGITTA – Drohnen als Zukunft der Luftfahrt

Auf der Luftfahrtmesse in Paris präsentiert Cassidian sein Forschungsprogramm zur Entwicklung zukünftiger UAS Technologien. Das unter dem Namen "Sagitta" laufende Projekt betreibt Grundlagenforschung für künftige unbemannte Flugsysteme.

Mit Sagitta setzt Cassidian, Europas führendes Unternehmen im Bereich UAS, auf den Open Innovation Ansatz. Dabei erfolgt die Forschungsarbeit in Zusammenarbeit mit deutschen Universitäten und Instituten.

Flugdemonstrator soll 2014 abheben

"Sagitta ist ein Musterbeispiel für die Zusammenarbeit von Industrie, Forschungseinrichtungen und Universitäten im Bereich der Hochtechnolgie und Zukunftsforschung", sagt Aimo Buelte, Leiter Forschung & Technologie bei Cassidian. "Unser Ziel ist es, mit Sagitta die Erkenntnisse im Bereich der unbemannten Flugsysteme auf das nächste Level zu heben, denn UAS sind die Zukunft der Luftfahrt.

Bestandteil des Sagitta-Projekts ist der Bau eines Flugdemonstrators. Dieser dient dazu die in der Theorie erarbeiteten Forschungsergebnisse auf Ihre Gültigkeit und Umsetzbarkeit zu prüfen. Die Nachweisflüge mit dem Sagitta Flugdemonstrator sind für 2014 vorgesehen.

Erstes Modell im Maßstab 1:4

Als Referenzkonfiguration der Forschungsarbeiten wurde ein leitwerkloser Nurflügler mit einer Spannweite von 12 Metern fesgelegt. Der Demonstrator wird zunächst im Massstab 1:4 gebaut. Erste Windkanaltests wurden bereits erfolgreich abgeschlossen.

Sagitta befasst sich mit insgesamt sieben Forschungsfeldern der UAS- Entwicklung: Flugzeugvorentwurf, Aerodynamik, Flugsteuerungssysteme, Kommunikation und Datenverarbeitung, sichtbasierte Flugführung und Luftbetankung, Werkstoffe und Struktur, Autonome Flug- und Missionsführung, Simulation und System-Integration.

Darwin Airline: ab Leipzig/Halle nach Paris und Amsterdam

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Ab dem 02. September verbindet die schweizerische Regionalfluggesellschaft Darwin Airline den Leipzig/Halle Airport täglich mit Paris und Amsterdam. Die hohe Nachfrage nach Flügen nach Amsterdam und Paris schon in diesem Sommer sei dabei ausschlaggebend gewesen, bereits jetzt die Buchungen für den kommenden Winter freizuschalten, so die Airline.

Gebucht werden können die Nonstopflüge damit schon für die Winterflugplansaison, die am 27.Oktober beginnt. Damit besteht die Möglichkeit, schon jetzt Flüge bis Ende März 2014 zu buchen. „Wir freuen uns daher sehr, die zahlreichen Kundenanfragen für Flüge bis Ende März 2014 nun erfüllen zu können. Mit unseren täglichen Diensten nach Paris und Amsterdam ab dem 02. September verbinden wir Leipzig/Halle mit zwei wichtigen europäischen Metropolen nicht nur für Geschäftsreisende, sondern auch Privatleute.“ erklärt Christian Schneider, Mitglied des Vorstands der Darwin Airline AG.

Zwei tägliche Direktverbindungen nach Paris und Amsterdam

Darwin Airline wird ab dem 02. September den Leipzig/Halle Airport täglich mit den Metropolen Paris und Amsterdam verbinden. Zum Einsatz kommt eine 50-sitzige Maschine vom Typ Saab 2000. Über die internationalen Drehkreuze Paris Charles de Gaulle und Amsterdam bestehen darüber hinaus zahlreiche Umsteigeverbindungen innerhalb des weltweiten Streckennetzes der Air France-KLM.

Die Verbindungen nach Paris und Amsterdam werden montags bis freitags jeweils zwei Mal täglich bedient. Sonnabends und sonntags wird jeweils eine Flugverbindung angeboten. Insgesamt startet Darwin Airline damit 24 Flüge pro Woche vom Leipzig/Halle Airport aus. Der Leipzig/Halle Airport ist damit der erste deutsche Flughafen, von dem aus Darwin Airline Linienflüge anbietet. Erhältlich sein soll der Hin- und Rückflug nach Paris und Amsterdam ab 199 Euro inklusive Steuern und Gebühren.

Studenten-Wettbewerb „Join the Spirit“

EADS Innovation Works hat auf der 50. Paris Air Show die Sieger ihres internationalen Wettbewerbs "Join the Spirit" für High-Performance Computing ausgezeichnet. Der Wettbewerb stellte Studenten höherer Semester aus der ganzen Welt vor die Aufgabe, mithilfe mehrerer Grafikprozessoren auf einem einzigen "Computing Node" den schnellsten Code für die Lösung eines Problems aus dem Luftfahrtbereich zu entwickeln.

Der erste Preis ging an das Team Kota der Studenten Thuy Diem Nguyen und Chau Khoa Pham von der Technischen Universität Nanyang in Singapur. Den zweiten Platz belegten die Vietnamesen Thai Son Nguyen und Thi Phuong Nhung Ngo, die an der Universität Bozen studieren.

Die Teilnehmer mussten allein oder in einem Team mit bis zu drei Personen Problemlösungscodes entwickeln, die live getestet wurden. Sie konnten ihre Codes übermitteln und ihre Leistung anhand eines Online-Rankings mit den Mitbewerbern vergleichen.

Kontakte zur Wissenschaft

Die Wettbewerbsinitiative "Join the Spirit" wird von EADS Innovation Works organisiert, dem Forschungsnetz des EADS-Konzerns. Bisher wurden drei Wettbewerbe zu verschiedenen Themen ausgeschrieben. Ziel ist es, die Entwicklung von Innovationen anzuregen und die Beziehungen von EADS zu Universitäten und Studenten zu fördern.

Die Preisverleihung fand in Le Bourget im Rahmen der Studenten-Workshops von EADS statt. Im Beisein von rund 25 Studenten, überreichten Head of EADS Innovation Works Sébastien Remy und Yann Barbaux, Chief Innovation Officer von Airbus, den beiden Teams ihre Auszeichnungen.

Preisgeld und Drohne als Gewinn

Sébastien Remy, Head of EADS Innovation Works, sagte: "Wir freuen uns über die starke Beteiligung an diesem Wettbewerb. Das zeigt, dass eine neue Generation von Computeringenieuren bereit ist, bei uns zu arbeiten. Sie sind uns herzlich willkommen."

Die Sieger erhielten ein Preisgeld in Höhe von 10.000 US-Dollar von EADS und einen Quadrocopter von Parrot, einem weltweit führenden Anbieter von Drahtlosgeräten für Mobiltelefone. Parrot ist auch Sponsor des aktuellen "Join the Spirit"- Wettbewerbs "Find me if you can".

easyJet verbindet direkt London-Southend mit Schönefeld

easyJet erweitert sein Streckenangebot ab Berlin-Schönefeld: Am 17. Juni 2013 fog easyJet das erste Mal von der deutschen Hauptstadt nach London-Southend. Geschäftsreisende und Urlauber können jetzt bis zu sechsmal pro Woche von Berlin-Schönefeld nach London-Southend fliegen.

"London ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern auch eine wichtige Destination für Geschäftsreisende", sagt Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. "Für Berlin-Schönefeld ist die neue Strecke von easyJet zudem die erste Direktverbindung nach London-Southend."

"Mit der neuen Destination bieten wir den Berlinern und Brandenburgern ein noch umfangreicheres Angebot", sagt Thomas Haagensen, Geschäftsführer easyJet Deutschland. "Damit stärkt die neue Verbindung Berlin als Standort für easyJet." Insgesamt fliegt die Fluggesellschaft jetzt bis zu siebenmal täglich nach London. Damit erweitert easyJet sein Angebot ab Berlin auf insgesamt 41 Direktverbindungen.

Der Ort Southend-on-Sea ist östlich von London gelegen. Eine direkte Zugverbindung zum Bahnhof Liverpool Street garantiert einen schnellen Transfer ins Stadtzentrum von London. Die Fahrt dauert etwa 50 Minuten. Mit Luton im Norden und Gatwick im Süden können easyJet Reisende ab Berlin nun zwischen drei Londoner Zielflughäfen wählen. Gebucht werden kann die neue Direktverbindung ab sofort.

Einzelheiten zur neuen Strecke

  • Berlin-Schönefeld – London-Southend gibt es ab 32,74 Euro*.
  • Ab 17. Juni 2013 bis zu sechsmal pro Woche: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonntag.

*One-way-Preis pro Person basierend auf zwei Passagieren, die mit der gleichen Buchung reisen, inklusive 12,50 Euro Bearbeitungsgebühr und Flughafensteuer, zuzüglich Kreditkartengebühr und variabler Kosten für Aufgabegepäck.  Jetzt buchbar: Für die Strecke Berlin-Schönefeld nach London Southend 401 Sitze zum Preis von 32,74 Euro oder günstiger, verfügbar für Reisen zwischen dem 17. August 2013 und 28. März 2014.

Elektroantrieb von EADS, Siemens und Diamond Aircraft

EADS und Siemens gehen eine langfristige Forschungspartnerschaft zur Einführung neuer Elektroantriebssysteme ein, mit denen die Fluggesellschaften Treibstoffkosten sparen und ihre Ökoeffizienz steigern könnten. Gemeinsam mit ihrem Partner, der österreichischen Firma Diamond Aircraft, stellen die Unternehmen auf der Paris Air Show in Le Bourget die zweite Generation eines Flugzeugs mit seriell-hybridem Elektroantrieb vor.

Tom Enders, Chief Executive Officer (CEO) von EADS, Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG, und Christian Dries, Inhaber von Diamond Aircraft, unterzeichneten in Le Bourget eine Absichtserklärung, die den Kurs für ihre künftige Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Elektroflugzeugen vorgibt.

Druck durch Kosten und Umweltstandards

"Heute elektrifizieren wir die Luftfahrt und begeben uns auf die Reise zu den Antrieben der Zukunft. Elektroflugzeuge sind ein zentrales Element unserer Forschung für die Zukunft der Luftfahrt", sagte EADS-CEO Tom Enders. "Erst in den nächsten Jahrzehnten werden wir erfahren, wohin der Weg uns führt, welche Gestalt und Form der Elektroantrieb annehmen wird. Aber wir wissen, dass wir bei der Erprobung von Alternativen zu fossilen Treibstoffen keine Zeit verlieren dürfen. Eines ist klar: Die Luftfahrt wird mit immer weniger Treibstoff bei immer geringeren Schadstoff- und Lärmemissionen fliegen müssen. Die gemeinsame Arbeit an künftigen Antriebssystemen ist der beste Beitrag, den unsere Branche zu einem ‚grüneren‘ Luftverkehr leisten kann."

Nach Angaben der International Air Transport Association (IATA) werden die Treibstoffkosten in diesem Jahr ein Drittel der Betriebsausgaben der Fluggesellschaften ausmachen. Nach Angaben des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) ist der Luftverkehr aktuell für zwei Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich, wobei sich dieser Anteil bis 2050 voraussichtlich auf drei Prozent erhöhen wird.

Elektroflieger zuerst für allgemeine Luftfahrt

"Wir stecken in einer Zwickmühle: immer mehr Menschen fliegen, die Passagierzahlen steigen. Gleichzeitig steigt der Kerosinpreis und wir müssen strengere Umweltauflagen erfüllen. Einen Ausweg bietet nur unser Erfindungsreichtum. Deswegen ist es so wichtig, dass EADS und Siemens jetzt diese Forschungspartnerschaft ins Leben rufen", sagte Peter Löscher, Vorstandschef von Siemens.

"In diesem Hybridflugzeug stecken bereits viele Ideen für den Verkehr von morgen, ob zu Wasser, zu Lande oder in der Luft." Ziel der Forschungspartnerschaft ist letztendlich die Einführung von hybriden Antriebssystemen sowohl für Hubschrauber also auch für Großflugzeuge, wobei die Musterzulassung für Luftfahrzeuge mit reinem Elektroantrieb und mit Hybridantrieb in der Kategorie Allgemeine Luftfahrt in den nächsten drei bis fünf Jahre erreicht werden soll. Bereits heute erzielt Siemens mit Industriesoftware, die den Flugzeugbauern eine schnellere und effizientere Entwicklung ihrer Produkte ermöglicht, aber auch mit modernsten Fertigungstechnologien und Infrastrukturlösungen für Flughäfen Umsätze im hohen dreistelligen Millionenbereich.

Technologieerprobung: Hybrid-Motorsegler Diamond DA36

Siemens hat für die zweite Generation der DA36 E-Star 2 einen integrierten Antriebsstrang entwickelt. Dieser besteht aus zwei Hauptkomponenten: dem Elektroantrieb und einem Generator, der von einem kleinen Wankelmotor angetrieben wird. Der Hybrid-Motorsegler absolvierte am 01. Juni 2013 auf dem Flugplatz Wiener Neustadt in Österreich erfolgreich einen einstündigen Erstflug.

"Der serielle Elektroantrieb erlaubt uns, Flugzeuge zu konstruieren, die völlig andere Eigenschaften haben als heutige Maschinen. Senkrechtstarts und hohe Reisegeschwindigkeiten können viel effizienter erreicht werden. Die DA36 EStar 2 war der nächste Schritt zur Erprobung dieser Technologie, und angesichts der positiven Ergebnisse kann die Entwicklung weitergehen", sagte Christian Dries, Inhaber von Diamond Aircraft, in Le Bourget.

Die neue Antriebstechnologie ermöglicht eine drastische Reduzierung der Lärmemissionen beim Start; Treibstoffverbrauch und Gesamtemissionen werden um rund 25 Prozent unter denen der effizientesten heutigen Antriebstechnologien liegen. Diese erste von den drei Unternehmen unterzeichnete Absichtserklärung ist eine Bestätigung der seit 2011 laufenden Zusammenarbeit bei diesem Projekt.

Air New Zealand bekommt ersten A320 mit Sharklets

Air New Zealand hat im Rahmen einer Zeremonie bei der 50. Luftfahrtmesse in Paris ihre erste A320 mit treibstoffsparenden Sharklets an den Flügelspitzen übernommen. Airbus führte die Sharklets bei der Dubai Airshow im November 2009 ein. Air New Zealand war die erste Fluggesellschaft, die die treibstoffsparende Innovation bestellte.

Das Flugzeug wurde offiziell an David Morgan, Chief Flight Operations & Safety Officer von Air New Zealand, übergeben. "Die A320 ist das Herz unserer Inlandsflotte. Air New Zealand wird seine Inlandsflüge komplett auf diesen Flugzeugtyp verlegen und so von der damit verbundenen Effizienzsteigerung profitieren", sagte David Morgan. Air New Zealand wird insgesamt zehn mit Sharklets ausgestattete A320 Flugzeuge übernehmen.

"Wir freuen uns, dass Air New Zealand, der Erstkunde für unsere Sharklets, seine erste A320 mit diesen treibstoffsparenden Vorrichtungen an den Flügelspitzen übernommen hat. Mit diesen Sharklets kann der Treibstoffverbrauch um bis zu vier Prozent gesenkt werden.", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus.

Sharklets sind als Option für neu gebaute Flugzeuge der A320-Familie erhältlich und gehören zur Standardausstattung bei allen Mitgliedern der A320neo-Familie. Diese neuen Vorrichtungen an den Flügelspitzen sind 2,4 Meter hoch und ersetzen die Winglets der aktuellen A320 Flugzeuge. Sie bieten Betreibern der A320-Familie die Flexibilität, entweder 100 nautische Meilen weiter zu fliegen oder eine höhere Nutzlast von bis zu 450 Kilogramm mitzuführen.

Bisher wurden 70 mit Sharklets ausgestattete Flugzeuge an 20 Kunden ausgeliefert. Insgesamt haben 44 Kunden Flugzeuge mit Sharklets bestellt.

Luftfahrtkonzepte und Technologien des DLR auf der Paris Air Show

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Entwicklungen für die Raumfahrt und den Luftverkehr von morgen stehen im Mittelpunkt der Präsenz des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der Paris Air Show in Le Bourget. Das DLR ist vom 17. bis 23. Juni 2013 auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) vertreten.

Auf dem Freigelände stellt das DLR nicht nur das größte Mitglied seiner Forschungsflotte, den Flugversuchsträger A320 D-ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) vor, sondern ist mit zwölf weiteren Exponaten präsent. Zum dritten Mal präsentiert sich damit das DLR auf dem internationalen Aerosalon in Paris.

Dreidimensionales Höhenmodell der Erde

Die TanDEM-X-Mission (TerraSAR-X add-on for Digital Elevation Measurement) basiert auf zwei nahezu identischen Erdbeobachtungssatelliten: TerraSAR-X und TanDEM-X. Beide sind mit einem modernen, leistungsfähigen Radarsystem, dem Synthetic Aperture Radar (SAR), ausgestattet. Mit diesem kann die Erde unabhängig von Tageslicht und Wolkenbedeckung beobachtet werden.

Terra-SAR-X wurde bereits 2007 gestartet, TanDEM-X folgte im Juni 2010. Seitdem fliegen die beiden Satelliten auf ihrer Umlaufbahn in 514 Kilometern Höhe für drei Jahre in Formation – in einem Abstand von wenigen hundert Metern. In dieser Zeit erstellen sie ein hochaufgelöstes 3D-Höhenmodell der gesamten Landoberfläche der Erde. Auf dem DLR-Stand werden Satellitenbilder auf ein dreidimensionales Bodenrelief projiziert.

"Unkooperative Satelliten" zum Verglühen einfangen

Ständig nimmt die Anzahl von Satelliten im All zu. Dadurch steigt die Gefahr von Kollisionen. Satelliten sollen zukünftig am Ende ihrer Lebensdauer kontrolliert entsorgt werden. Bei der "Deutschen Orbitalen Servicing Mission" – kurz DEOS – geht es um das zerstörungsfreie Einfangen eines taumelnden, "unkooperativen" Satelliten durch einen Service-Satelliten und die anschließende Entsorgung des gekoppelten Satellitenverbundes.

Dies erfolgt durch einen gezielten "Einschuss" in einen vorher bestimmten Wiedereintrittskorridor, wobei beide Satelliten verglühen. Neben der Inspektion und Wartung dient ein derartiges System insbesondere dazu, Weltraumschrott zu beseitigen bzw. ihn erst gar nicht entstehen zu lassen.

Chronologie deutscher Astronauten im All

Das DLR zeigt den Besuchern auf seinem Stand eine Präsentation, die einen Überblick über die bisherigen Deutschen Astronauten gibt. Mit beeindruckenden Bildern werden die einzelnen Missionen nochmals in Erinnerung gerufen. Am Ende der Präsentation liegt der Schwerpunkt auf Alexander Gerst.

Von Mai bis November 2014 wird Gerst zu einer Langzeitmission zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen. Er soll als Flugingenieur die Expeditionen 40 und 41 begleiten. Derzeit läuft seine Spezialausbildung für die Mission in Houston, Moskau, Köln, Montreal und Tokio. Im Weltraum wird er vorrangig im europäischen Forschungslabor Columbus Experimente durchführen.

Planet Mars in 3D, HD und Farbe

Seit 2003 erkundet die erste europäische Planetensonde Mars Express den Roten Planeten, über elftausend Mal hat sie den Erdnachbarn bereits umrundet. Mit an Bord die Hochleistungskamera HRSC (High Resolution Stereo Camera): Die in Deutschland gebaute und vom DLR betriebene Spezialkamera ist das erste Kamerasystem, das einen Planeten systematisch in hoher Auflösung, in Farbe und in 3D erfasst.

Bis 2014 wird mit den Aufnahmen der HRSC ein topographischer Bildatlas des Mars erstellt werden. HRSC und sechs weitere Experimente auf Mars Express ermöglichen fundamentale Erkenntnisse zu Fragen der geologischen Entwicklung und der Klimageschichte des Mars.

Kometen-Landesonde auf der Reise

Zu den faszinierendsten Projekten bei der Erforschung des Weltalls gehört die Kometen-Mission Rosetta der Europäischen Weltraumorganisation ESA, in deren Rahmen eine Forschungssonde zu einem Kometen fliegt, ihn auf seiner Bahn begleitet und dabei erkunden soll. Den Höhepunkt der Mission stellt die Landung der kleinen, autonomen Tochtersonde Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko dar.

Gestartet ist die Mission am 02. März 2004, die Landung der Sonde erfolgt voraussichtlich im November 2014. Philae wurde von einem internationalen Konsortium unter Leitung des DLR entwickelt und gebaut. Die Mission soll helfen, mehr über den Ursprung und die Entwicklung unseres Sonnensystems und damit auch über unsere eigene Entstehungsgeschichte herauszufinden.

Mobiler Asteroidenlander MASCOT

MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) ist ein Asteroiden-Lander, der am DLR unter der Leitung des Instituts für Raumfahrtsysteme in Bremen entwickelt wird. Dieser wird als Teil der japanischen Hayabusa-II-Sonde im Jahr 2014 starten und nach vierjähriger Reise im Jahr 2018 bei dem Asteroiden 1999JU3 ankommen.

Dort soll MASCOT die Eigenschaften dieses erdnahen Asteroiden vor Ort mittels mehrerer wissenschaftlicher Instrumente untersuchen. Um das zu ermöglichen, muss MASCOT eine bestimmte Lage auf dem Asteroiden einnehmen und Messungen an mehreren Orten durchführen können. Beide Aufgaben werden von einem Mobilitätssystem übernommen, das am DLR Robotik und Mechatronik Zentrum in Oberpfaffenhofen entwickelt wird.

MERLIN misst Klimagase

Unter Führung von DLR und CNES arbeiten Industrie und Wissenschaft an der Satellitenmission MERLIN (MEthane Remote sensing LIdar missioN) zur Untersuchung des Methangehaltes der Erdatmosphäre. Die Mission soll ab 2016 einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Klimawandels leisten.

Deutschland entwickelt und baut ein auf modernster Laser-Technologie basierendes Integrated Path Differential Absorption LIDAR (Light Dedection And Ranging). Durch das Senden von Impulsen zweier Wellenlängen bestimmt das Messgerät den Gehalt des Klimagases Methan auf der Strecke zwischen Satellit und Boden.

Weniger Verbrauch durch negative Flügel-Pfeilung

Bis 2020 sollen Flugzeuge 50 Prozent sparsamer werden. Im Projekt LamAiR (Laminar Aircraft Research) hat das DLR eine Passagierflugzeugkonfiguration mit vorwärts gepfeiltem Flügel entwickelt, welche zur Erreichung dieses Ziels beitragen kann.

Die Vorpfeilung ermöglicht eine größtenteils laminare, das heißt turbulenzarme, Umströmung der Tragflügel, was zu einer deutlichen Verringerung des Luftwiderstands führt. Zur Ermittlung des dynamischen Flugverhaltens einer solchen Flugzeugkonfiguration wurde im Rahmen des Projekts NumEx eine Windkanalmesskampagne mit einem skalierten Modell durchgeführt.

Seitenleitwerk saugt Luft aus der Grenzschicht ab

Ein Flugzeug muss gegen Luftwiderstand anfliegen. Die DLR-Institute für Aerodynamik und Strömungstechnik sowie für Bauweisen- und Konstruktionsforschung zeigen im Projekt LamAiR ebenfalls, wie dieser deutlich verringert werden kann: Durch eine Mikroperforation mit Löchern von maximal 50 Mikrometern Durchmesser in der Außenhaut eines Seitenleitwerks wird Luft abgesaugt – dies verringert Verwirbelungen.

Bei einer Ausweitung des Konzeptes auf das gesamte Flugzeug kann der Luft-Gesamtwiderstand um rund 15 Prozent reduziert werden. Die damit einhergehende Verringerung des Treibstoffverbrauchs resultiert in einer Verringerung der Betriebskosten und ermöglicht das Einhalten immer strenger werdender Emissionsvorschriften. Auf dem DLR-Stand wird die Funktionsweise anhand eines Modells demonstriert.

Landeautomatik fürs Fliegen der Zukunft

Das DLR hat in Flugversuchen erstmals ein System getestet, das satellitengestützte Präzisionsanflüge ermöglichen soll – bei automatischen Landungen ohne Sicht. Mit dem herkömmlichen Instrumentenlandesystem (ILS ) ist die Kapazität der Flughäfen bei Nebel und Schneetreiben bislang eingeschränkt. Es müssen dreimal mehr Flüge umgeleitet oder gestrichen werden als während des Betriebs bei guten Sichtbedingungen.

Ziel des neuen Verfahrens ist es daher, diese Einschränkungen weitgehend aufzuheben. Dazu hat das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation erstmals 2009 am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg eine Bodenstation in Betrieb genommen, der ein so genanntes "Ground Based Augmentation System" (GBAS) zugrunde liegt. Die experimentelle Anlage analysiert die von den Satelliten empfangenen Signale und stellt dem Flugzeug Korrekturwerte zur Verfügung.

Flugzeugdesign der Zukunft

Wie sieht das Flugzeug der Zukunft aus? Auch dieser Frage gehen Wissenschaftler des DLR nach. Eine mögliche Variante ist ein so genannter "Blended Wing Body" (BWB), also ein Flugzeug dessen Rumpf fließend in den Flügel übergeht. Diese Flugzeuge sollen mehr Platz für Passagiere bieten, leichter sein und weniger Treibstoff verbrauchen. DLR-Wissenschaftler haben erstmals den Rumpf sowie eine Kabinengestaltung am Computer zusammengeführt und eine theoretische Grundlage für den erweiterten integrierten Flugzeugentwurf geschaffen.

Alternative Flugtreibstoffe auf Erdgasbasis

Treibstoffe auf Basis von Erdgas (Gas-to-Liquid, GtL) oder Biomasse (Biomass-to-Liquid, BtL) werden in Zukunft zunehmend an Bedeutung gewinnen, aufgrund von knapperen Ressourcen und höheren Kosten herkömmlichen Kerosins. Außerdem bieten solche synthetischen Treibstoffe die Chance, durch gezielte Eingriffe in die Zusammensetzung ihre Verbrennungseigenschaften und Schadstoffbildung unabhängig vom Triebwerk zu optimieren.

In Le Bourget zeigt das DLR zwei Flammen, eine mit herkömmlichem Kerosin und eine mit einem Treibstoff auf GtL-Basis. Gut zu erkennen ist die unterschiedliche Rußneigung der beiden Treibstoffe: Durch die erheblich reduzierte Anzahl an aromatischen Kohlenwasserstoffen rußt der gezeigte GtL-Treibstoff sehr viel weniger.

DLR-Forschungsflugzeug ATRA

Auf dem Static Display der Paris Air Show stellt das DLR das Forschungsflugzeug A320 D-ATRA aus. ATRA ist das größte Flottenmitglied und seit Ende 2008 für das DLR im Dienst. Für den Einsatz als Forschungs- und Versuchsflugzeug wurde und wird das Flugzeug umfangreich modifiziert.

Die Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf Erprobungen von aeroelastischen Messverfahren, Untersuchungen zur Innenraumakustik, Messungen von Umströmungslärm, Messungen von Turbulenzen (Laminarisierung) am Flügel und am Leitwerk sowie Vermessung von Wirbelschleppen. Dies sind Luftverwirbelungen, die als Folge des an den Tragflächen erzeugten Auftriebs entstehen.

Vereinigung Cockpit beschließt Warnstreiks bei airberlin

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Die Air Berlin-Tarifkommission der Vereinigung Cockpit (VC) hat parallel zu den laufenden Verhandlungen über einen neuen Vergütungstarifvertrag Warnstreiks beschlossen. Nach monatelangen erfolglosen Verhandlungen sehen sich die Piloten zu diesem Schritt gezwungen, so die VC.

Aus diesem Grund ist ab Mitte dieser Woche mit Warnstreiks bei der Air Berlin zu rechnen. Gleichzeitig bittet die Gewerkschaft die Fluggäste um Entschuldigung für diese Arbeitskampfmaßnahmen, die auch für die Cockpitbesatzungen immer eine "Ultima Ratio" darstellten, und möchte durch die frühzeitig Ankündigung die Möglichkeit geben, sich darauf einzustellen.

Die Tarifkommission hat den Arbeitgeber bereits mehrfach dazu aufgefordert, ein substantielles Angebot zur Lösung des bestehenden Tarifkonfliktes vorzulegen. Die bisherigen Angebote dagegen seien unzureichend und nicht verhandlungsfähig. Das Cockpitpersonal fordert die mittelfristige Heranführung an branchenübliche Gehälter.

Air Berlin verweist dagegen auf die Notwendigkeit von nennenswerten Beiträgen der Belegschaft zur Konsolidierung des Unternehmens, das sich nach wie vor in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld befindet.

Dabei seien die Probleme bei Air Berlin hausgemacht, so die VC. Durch die zunehmende Verlagerung des eigenen Geschäfts auf Partnerairlines im Ausland ist die Produktivität der Kernmarke zwangsweise gesunken. Dieser selbst verschuldete Umstand könne aber nicht dem eigenen Personal zur Last gelegt werden.

Kauf-Verpflichtung für zehn 787-10X Dreamliner – Wenn es sie gibt

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Boeing und GE Capital Aviation Services (GECAS), die Flugzeug- Leasing- und Finanzierungssparte von General Electric, haben heute auf der Paris Air Show 2013 eine Verpflichtung zur Bestellung von 10 787-10X Dreamlinern, ausgestattet mit modernsten GEnx-Triebwerken, bekanntgegeben. Die Bestellung steht unter Vorbehalt des Starts des 787-10-Programms.

Boeing freut sich, mit GECAS die Details der Vereinbarung abzuschließen. Danach werden die Flugzeuge unter Orders & Deliveries bei Boeing als feste Bestellung bekanntgegeben werden.

Boeing hat bei der Definierung der wichtigsten Fähigkeiten und Merkmale der 787-10X eng mit Airline- und Leasing-Kunden zusammengearbeitet. Die 787-10X wäre das dritte und größte Mitglied der 787-Familie.

Nach Abschluss der Bestellung wird die Zahl der von GECAS seit 1995 bei Boeing bestellten Flugzeuge inklusive der neuesten 787-Bestellung auf 598 Flugzeuge ansteigen, darunter Modelle der Reihe 737, 747, 757, 767 und 777. Bis heute hat GECAS 444 Flugzeuge von Boeing entgegengenommen. Das Bild zeigt einen Dreamliner beim Erstflug mit den General Electric GEnx-Triebwerken.

Bienen leisten Umweltmonitoring am Hamburger Flughafen

Jetzt sind sie wieder fleißig: Zwischen 80.000 und 100.000 Bienen starteten Anfang Mai am Hamburger Flughafen, um bis zum Spätsommer aus Millionen von Blüten Nektar und Pollen zu sammeln. "Bio-Monitoring" nennen die Experten den Einsatz der Bienenvölker, denn in unabhängigen Laboruntersuchungen wird die Qualität von Honig, Bienenwachs und Pollen untersucht, um Rückschlüsse auf die Qualität der Luft am Flughafen zu ziehen zu.

Schon seit 1999 liefern die "Biodetektive" jährlich rund 150 Kilogramm einwandfreien Honig. "Auch diesmal sind wir wieder zuversichtlich, dass unsere Bienen nur beste Qualität nach Hause bringen", sagt Axel Schmidt, Leiter der Umweltabteilung am Hamburg Airport. "Natürlich sind für uns nicht die Bienen allein maßgebend für die Beurteilung der Luftqualität. Zusätzlich zu den ständigen behördlichen Luftgütemessungen und unseren Schadstoffberechnungen aber geben sie uns weiteren Aufschluss."

Bienenmonitoring von sieben Quadratkilometern

Inzwischen sind mehrere deutsche und europäische Flughäfen dem Beispiel gefolgt. Insgesamt decken die Bienen ein Gebiet von rund sieben Quadratkilometern ab. "Damit wird die gesamte Vegetation bei uns und in der Nachbarschaft mit ihren vielen Gärten erfasst", erläutert Axel Schmidt.

Betreut wird die Aktion von dem Lübecker Hobby-Imker Ingo Fehr, der vor 16 Jahren seine Diplomarbeit im Bereich Umwelt am Hamburg Airport schrieb. "Der Flughafen bietet mitten in der Großstadt beste Bedingungen", sagt er. "Es gibt auch in der Nachbarschaft viele Grünflächen und genug Wasser."

Regelmäßig werden die Bienen von Ingo Fehr überwacht. Dazu gehört vor allem auch die Gesundheit der Insekten. "Übermäßige Schadstoffe in der Luft würden die Bienen töten", erklärt der Imker. "Nach den Ergebnissen der Vorjahre sind wir zuversichtlich, dass wir auch diesmal keine Probleme haben werden."

Imkerei zunehmend auch in der Stadt

"Schon bei früheren Spurenanalysen zeigten die Proben keine höhere Luftbelastung als in anderen Gebieten am Hamburger Stadtrand", ergänzt Axel Schmidt. Übrigens macht eine Biene täglich rund 40 Ausflüge und besucht rund 4.000 Blüten. Für ein Kilo Honig sind etwa drei Kilo Nektar notwendig.

Nach Angaben des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) interessieren sich zunehmend Stadtbewohner für die Bienenzucht. "In den Städten gibt es einen großen Reichtum an blühenden Pflanzen, während der ländliche Raum leider häufig von Monokulturen geprägt ist", sagt D.I.B.-Geschäftsführerin Barbara Löwer. Nach groben Schätzungen des D.I.B. gibt es derzeit in Deutschland rund 30 Milliarden Bienen.

DLR und NLR: Gemeinsame Forschung bei Faserverbundleichtbau

Der Leichtbau von Flugzeugen mit faserverstärktem Kunststoff (CFK) ist ein sich dynamisch entwickelndes Forschungsfeld. Am 17. Juni 2013 haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Nationale Luft- und Raumfahrtlabor der Niederlande (NLR) auf der Paris Air Show in Le Bourget vereinbart, zukünftig in der CFK-Forschung zusammenzuarbeiten.

Produktionstechniken für Leichtbaukomponenten, die in der Luftfahrt sowie im Verkehrssektor zum Einsatz kommen, sollen gemeinsam weiterentwickelt werden. Beide Partner arbeiten bereits an neuen Methoden für zukünftige CFK-Bauweisen, die zu einem reduzierten Treibstoffverbrauch und damit zu geringeren CO2-Emissionen beitragen.

Gegenseitige Öffnung der Forschungsanlagen

"Die Ausweitung der Partnerschaft mit dem NLR auf den strategisch wichtigen Forschungsbereich der Leichtbauproduktionstechnologie ist ein großer Gewinn für das DLR", sagt DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke. "Schwerpunkte der Kooperation werden in den Bereichen automatisierte Faserablagetechnologie, robotergestützte Fertigungsmethoden, Autoklavtechnologie, Großserienbauteile sowie in der virtuellen Prozess-Planung und -Steuerung liegen."

Beide Partner betreiben Labore und Großforschungsanlagen zur Entwicklung von Leichtbauteilen und deren Fertigung. Im jetzigen Kooperationsabkommen wurde die gegenseitige Öffnung und Bereitstellung von Forschungsanlagen zur gemeinsamen Weiterentwicklung der CFK-Technologie vereinbart. Ein enger Austausch ist auch im Bereich Computersimulation der Produktionsprozesse von faserverstärktem Kunststoff vorgesehen.

Grundlagenforschung und Prototypen

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen DLR und NLR hat eine lange Tradition. Bewährt arbeiten beide Partner im Rahmen der Deutsch-Niederländischen-Windkanäle (DNW) zusammen. Insgesamt elf Windkanäle werden von DLR und NLR gemeinsam in Deutschland und den Niederlanden betrieben, darunter der Europäische Transsonische Windkanal (ETW) in Köln. Zudem haben DLR und NLR die Forschungsallianz AT-One etabliert, die sich Fragen des Luftverkehrsmanagements vor dem Hintergrund des weltweit wachsenden Flugverkehrs widmet.

Die CFK-Forschung des DLR ist im Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik beheimatet. Die Forschung an der wirtschaftlichen Herstellung von Leichtbaustrukturen ist am Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) gebündelt. Das ZLP ist eine nationale Einrichtung des DLR mit zwei Standorten – Augsburg und Stade. Die Forschungsschwerpunkte der Standorte ergänzen sich technologisch und bilden den Abschluss der Prozessketten von den Werkstoffen bis zur automatisierten Produktion. Grundlagenforschung und angewandte Forschung bis hin zu Prototypen gehen Hand in Hand.

NLR das DLR: Forschung an modernerer Luftfahrttechnik

Das NLR ist die unabhängige Forschungseinrichtung für Luft- und Raumfahrt in den Niederlanden mit dem globalen Ziel, den Luftverkehr und die Weltraumforschung sicherer, umweltverträglicher und leistungsfähiger zu gestalten. Das NLR verfolgt einen interdisziplinären Ansatz mit dem Schwerpunkt, neue und kostengünstige Technologien in Luft- und Raumfahrt zu entwickeln; vom Entwurf über Produktionstechnologien bis hin zu Wartung, Reparatur und Instandhaltung. Mit seiner herausragenden Expertise und modernsten Forschungsstätten bringt das NLR Grundlagenforschung und Anwendung zusammen.

Das DLR ist das nationale Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrt-Agentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem fungiert das DLR als Dachorganisation für den national größten Projektträger.

Lufthansa: Bestellung von 100 Airbus fest

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Der Lufthansa-Konzern hat seine frühere Entscheidung des Aufsichtsrats vom März dieses Jahres bestätigt und auf der internationalen Luftfahrtmesse in Paris-Le Bourget 100 Flugzeuge der A320-Familie (35 A320neo, 35 A321neo und 30 A320ceo mit Sharklets) bestellt.

Der Lufthansa-Konzern betreibt seit Oktober 1989 Flugzeuge der A320-Familie. Das Unternehmen war Erstkunde der A321 und gehörte zu den ersten Betreibern der A319 und A320. Mit diesem neuen Auftrag bestätigt Lufthansa seinen Rang als größter Airbus-Airline-Kunde und Betreiber in Europa. Mit dem heutigen Auftrag hat die Lufthansa nun insgesamt 299 Flugzeuge der A320-Familie in Auftrag gegeben, über 150 dieser Flugzeuge sind bereits ausgeliefert.

"Diese modernen und treibstoffsparenden Flugzeuge werden den künftigen Wachstums- und Flottenerneuerungsbedarf der zum Lufthansa-Konzern gehörenden Airlines decken. Mit dem Kauf dieser Flugzeuge sind wir langfristig in der Lage, unseren Kunden ein komfortables und modernes Produkt in einem äußerst wettbewerbsintensiven Umfeld zu bieten. Außerdem leisten diese Flugzeuge einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung der Geräusch- und Schadstoffemissionen, sowohl an den Flughäfen als auch über den gesamten Reiseflug", sagte Nico Buchholz, Executive Vice President, Lufthansa Group Fleet Management.

"Lufthansa ist ein loyaler Kunde und hat unsere Flugzeuge schon seit fast 40 Jahren in seiner Flotte. Wir freuen uns sehr über diese Nachbestellung und danken Lufthansa für das fortgesetzte starke Vertrauen in unsere ökoeffizienten Produkte. Die A320-Familie steht für höchste betriebliche Leistungsfähigkeit und bietet den Lufthansa-Passagieren zugleich Komfort und Service auf höchstem Niveau", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus.

Die A320neo-Familie hat seit ihrer Einführung vor gut zwei Jahren einen Marktanteil von rund 60 Prozent im Single-Aisle-Segment erobert und damit ihre marktführende Position klar behauptet. Die A320neo soll Ende 2015 in Dienst gestellt werden, gefolgt von der A319neo und der A321neo im Jahr 2016. Mit neuen Triebwerken und Sharklets an den Flügelenden werden diese neuen Flugzeuge 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen. Auch die Stickoxid-Emissionen werden zweistellig reduziert. Darüber hinaus werden die Flugzeuge der A320neo-Familie mit ihren neuen Triebwerken wesentlich leiser sein.

Alternative Antriebe beim Fraport Regionalpark-Festival

Das nächste Wochenende rückt Frankfurt am Main ins Zentrum der Mobilität der Zukunft: Gemeinsam mit dem Regionalpark RheinMain lädt die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens am 21. und 22. Juni ein zu den 2. Fraport Regionalpark Open – einem Festival für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben.

Sie bieten Passanten und Profis zwei Tage lang die Möglichkeit, innovative und spannende Ideen von heute bis ins Jahr 2100 kennenzulernen, sich über diese auszutauschen und sie selbst auszuprobieren.

"Die beeindruckende Vielfalt des Naherholungsgebiets RheinMain bekannter zu machen ist eines der Ziele, nicht nur der Fraport Regionalpark Open, sondern unseres langjährigen Engagements für den Regionalpark", so Dr. Wolfgang Scholze, Leiter des Fraport-Umweltmanagements. "Zusätzlich möchten wir über unser ambitioniertes Elektromobiliserungsprogramm am Frankfurter Flughafen hinaus konkrete Projekte und Visionen für eine umweltfreundlichen Mobilität in der Region greifbar machen."

Wie bei dem erfolgreichen Auftakt im September 2012 in Oberursel (Taunus) starten auch die diesjährigen Fraport Regionalpark Open mit einer öffentlichen Tagung. Am 21. Juni ab 15:00 Uhr entwerfen und diskutieren Experten aus Forschung und Wirtschaft Szenarien für die zukünftige Nahmobilität in der Region. Die Teilnahme an der Veranstaltung im Tagungsraum des Regionalverbands FrankfurtRheinMain ist kostenfrei; Interessierte werden gebeten, sich unter regionalpark-open@fraport.de anzumelden.

Pfiffige Lösungen zur Mobilität der Zukunft zu erleben gibt es am 22. Juni ab 10:00 Uhr am Frankfurter Roßmarkt: Mehrere Hochschulen und Unternehmen sind dem Aufruf der Fraport AG gefolgt und haben innovative Transporträder entwickelt. Auf einem urbanen Parcours müssen die Teams im Wettstreit schnell und gleichzeitig zuverlässig Frachten transportieren. Danach können auch Besucher im Parcours ihr Bestes geben, an anderen Stellen E-Scooter austesten oder Pedelecs genauer unter die Lupe nehmen. Selbstverständlich präsentieren sich auch der Regionalpark RheinMain und weitere touristische Highlights aus der Region vor Ort.

Die Fraport AG hat den Regionalpark RheinMain seit 1997 mit insgesamt 14,6 Millionen Euro unterstützt und fühlt sich dem Gesamtprojekt langfristig verpflichtet. Die Fraport Regionalpark Open finden im Rahmen des von der Regionalpark RheinMain GmbH veranstalteten Regionalpark Sommers 2013 und statt.

Alphasat auf dem Weg nach Kourou

Alphasat, der modernste jemals gebaute kommerzielle Kommunikationssatellit, hat heute das Astrium-Werk in Toulouse verlassen, nachdem seine endgültige Integrations- und Testkampagne abgeschlossen ist. Er ist jetzt auf dem Weg nach Kourou in Französisch-Guayana und wird dort auf seinen geplanten Start Ende Juli an Bord einer Ariane 5 vorbereitet.

Alphasat wurde von Astrium für den Inmarsat, dem führenden Betreiber von weltweiten mobilen Satellitenkommunikations-Dienstleistungen, und die Europäische Weltraumorganisation ESA entwickelt und gebaut und steht für drei außerordentliche Erfolge, die in einem einzigen Programm gebündelt sind.

Datendienste im L-Band werden verstärkt

An Bord von Alphasat befindet sich eine neue Generation der modernen, geomobilen Kommunikations-Nutzlast im L-Band zur Erweiterung der Inmarsat-Dienste im Breitband-Netzwerk in Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Mit dieser Nutzlast können neue Kapazitäten für die Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit von Ressourcen bereitgestellt werden. Zudem werden zusätzliche L-Band-Redundanzen im Weltraumsegment bereitgestellt und lebenswichtige Dienstleistungen im Luftfahrt-Bereich und im Marine-Sektor abgesichert.

Die Entwicklung und Herstellung der Nutzlast fand in Großbritannien statt. Zu dieser Nutzlast gehören acht Digitalsignal-Prozessoren der neuen Generation, die in der Lage sind, zahlreiche Kommunikationen mit maximaler Flexibilität bei der Zuordnung von Frequenzen und Strahlleistung effizient abzuwickeln, sowie einen Antennenreflektor mit einem Durchmesser von 11 Metern.

Technologiedemonstrator für Laserkommunikation an Bord

Alphasat hat auch vier technologische Demonstrationssysteme für die ESA an Bord, darunter ein Laser-Kommunikationsterminal, das im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt wurde. Das Terminal dient der Vorbereitung des europäischen Datenübertragungssystems EDRS und ermöglicht sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen LEO und GEO. Damit sollen Erdbeobachtungs-Anwendungen und -Dienstleistungen erheblich verbessern werden.

Darüber hinaus ist Alphasat das erste Flugmodell der neuen sehr leistungsfähigen europäischen Satellitenplattform Alphabus. Mit der Unterstützung durch die ESA und die französische Raumfahrtagentur CNES haben Astrium und Thales Alenia Space diese Lösung gemeinsam für das obere Segment des Markts für Kommunikationssatelliten entwickelt. Alphabus ist die leistungsfähigste Plattform auf dem Markt; sie kann Missionen mit einer Startmasse von bis zu 8.800 kg übernehmen und hat eine Nutzlastleistung von bis zu 22 kW und eine Nutzlastmasse von bis zu 2.000 kg.

Alphasat wurde für eine Lebensdauer von 15 Jahren im Weltall ausgelegt, wird eine Startmasse von 6.650 kg und nach Entfaltung seiner Solarzellen in der Umlaufbahn eine Spannweite von 40 m aufweisen. Der Start und die Arbeiten in der Orbit-Anfangsphase werden vom Astrium-Raumfahrtkontrollzentrum in Toulouse aus durchgeführt.

Anhörung im Europaparlament zur Neuregelung der Flugdienstzeiten

Am 18.06.2013, von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr, wird eine Anhörung zur Neuregelung der Flugdienstzeiten im Europäischen Parlament stattfinden. In der öffentlichen Anhörung können sich die Mitglieder des Europäischen Parlaments ein umfassendes Bild zur geplanten Neuregelung der Flugdienst- und Ruhezeiten machen, um im Herbst eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Dazu sind Vertreter aller Interessengruppen eingeladen, um ihre Perspektive darzulegen. Für die europäischen Pilotinnen und Piloten wird Jon Horne, Vorstandsmitglied der European Cockpit Association (ECA) vertreten sein, um auf die ernstzunehmenden Sicherheitslücken im EASA-Entwurf aufmerksam zu machen. Auch die EASA, Fluggesellschaften und Wissenschaftler werden teilnehmen.

DORIC Lease Corp vereinbart Lieferung von 20 Airbus A380

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Auf der 50. Paris Air Show in Le Bourget besiegelten heute die Doric Lease Corp und Airbus eine Grundsatzvereinbarung (MoU) über den Kauf von 20 Airbus A380. Mark Lapidus, CEO von Doric Lease Corp und John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus, unterzeichneten die Vereinbarung.

Mit dieser Investition wird Doric künftig maßgeschneiderte A380-Leasinglösungen anbieten. Sowohl neue als auch aktuelle A380-Betreiber weltweit, die einen flexiblen Operating-Lease-Vertrag bevorzugen, erhalten dadurch einen noch besseren Zugang zu diesem Flugzeug.

Aufstockung bestehender A380-Flotte

Als wertmäßig drittgrößtes Leasingunternehmen von Großraumjets und weltweit größter Asset-Manager von geleasten A380-Flugzeugen verfügt Doric bereits über umfassende Erfahrungen mit diesem Flugzeugmuster. Doric verwaltet ein Flugzeugportfolio im Wert von sechs Milliarden US-Dollar. Im Portfolio befinden sich schon 18 A380, die im Rahmen von Sale- & Leaseback-Vereinbarungen erworben wurden.

"Die A380 bietet uns eine einzigartige Gelegenheit, unsere Plattform in der Luftfahrtbranche weiter auszubauen, indem wir uns als Leasinggeber mit einem Portfolio an Terminaufträgen für 20 A380 etablieren, die wir bei aktuellen und neuen Kunden weltweit vermarkten", sagte Mark Lapidus, CEO von Doric Lease Corp.

"Wir werden den Airlines maßgeschneiderte Eigentumslösungen für die A380 anbieten können und es ihnen dadurch ermöglichen, vom Einsatz dieses fantastischen Flugzeugs zu profitieren. Die A380 ermöglicht den Airlines, ihren Passagieren ein überragendes Reiseerlebnis in einem hochwertigen Produkt zu bieten, und sie sichert ihnen zugleich höhere Erträge. Wir freuen uns sehr, am langfristigen Erfolg der A380 teilzuhaben." So Lapidus.

A380 als Trumpf für Wettbewerbsvorsprung

"Für die A380 beginnt damit ein neues Kapitel: Immer mehr Airlines weltweit können von den Vorteilen ihrer beispiellosen Attraktivität für die Passagiere und ihrem hohen Wachstums- und Ertragspotenzial profitieren. Den Airlines wird zunehmend klar, dass sie ihren Vorsprung nur sichern können, wenn sie die A380 in ihrer Flotte besitzen," sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. "Wir freuen uns sehr, dass Airlines auf der ganzen Welt mit Doric mehr Flexibilität bei der Aufnahme der A380 in ihre Flotten erhalten und zugleich dafür gerüstet werden, die Wachstumschancen im Zuge der sich erholenden Weltwirtschaft zu nutzen."

Neun weltweit führende Fluggesellschaften haben die A380 seit ihrer Indienststellung im Jahr 2007 in ihre Flotten aufgenommen. Das Flugzeug kann 15.700 km ohne Zwischenlandung zurücklegen und mehr Passagiere zu niedrigeren Kosten mit geringeren Umweltbelastungen befördern. Zudem hat sich das Flugzeug mit seiner geräumigen, leisen Kabine und seinem angenehm ruhigen Flug als fester Favorit bei den Fluggästen etabliert. Dies bedeutet höhere Auslastungswerte auf allen Strecken.

Die gesamte A380-Flotte hat auf knapp 110.000 kommerziellen Flügen bereits mehr als 920.000 Flugstunden absolviert. Rund 40 Millionen Passagiere konnten bisher das einzigartige Flugerlebnis an Bord einer A380 genießen. Alle sechs Minuten startet oder landet eine A380 auf einem der nun schon 30 angeflogenen Flughäfen weltweit, deren Zahl kontinuierlich steigt.

Bell-Boeing erhält Auftrag für 99 V-22 Osprey

Das Bell-Boeing V-22 Programm, eine strategische Allianz der Unternehmen Bell Helicopter Textron Inc. und Boeing, hat einen Fünfjahresvertrag von der US Naval Air Systems Command (NAVAIR) zur Produktion und Lieferung von 99 V-22 Osprey erhalten. 92 dieser Kipp-Drehflügler gehen ans US Marine Corp und sieben an das Special Operations Command der US Air Force.

Mit einem Vertragswert von ca. 6,5 Mrd. US-Dollar offeriert er der Regierung eine Ersparnis von fast einer Milliarde US-Dollar im Vergleich zu Einjahresverträgen. Ebenso erlaubt eine Klausel den Zuschlag von bis zu 23 weiteren Maschinen. Zur Zeit sind über 200 V-22 Osprey weltweit im Einsatz, mittlerweile mit 185.000 Flugstunden, die Hälfte davon wurde allein in den letzten drei Jahren absolviert.

Seit 2007 wurde das Muster laut Greg Masiello, V-22 Joint Program Office Program Manager, in zunehmend unterschiedlichen Szenarios eingesetzt, etwa bei humanitären und Spezial-Einsätzen. Aber auch für die Boden- und Spezialkräfte der Marine und Air Force werden Missionen möglich, die es mit konventionellen Luftfahrzeugen nicht wären, so Masiello.

Die V-22 Osprey ist ein Gemeinschaftsprojekt, das für den Mehrzweckeinsatz die Vorteile hohe Geschwindigkeit eines Flugzeuges und den Senkrechtstart eines Helikopters verbindet. Mit den Triebwerksgondeln kann es starten, schweben und landen wie ein Hubschrauber. Einmal in der Luft kann es durch das umklappen der Triebwerke wie ein Turboprop-Flugzeug in große Höhen und mit großen Geschwindigkeiten fliegen.

Energieversorger testet Drohnen zur Stromtrassen-Überwachung

Die Cassidian-Tochter Survey Copter und der französische Energieversorger ERDF für die Region Rhônegraben haben vor etwa einem Jahr gemeinsame Tests für Industriedrohnen gestartet. Ziel der Kampagne ist die Definition und Entwicklung einer Drohnenlösung zur Inspektion des Mittelspannungs-Überlandleitungsnetzes des Versorgungsunternehmens.

Die speziell entwickelten Drohnen liefern dem Netzbetreiber regelmäßigere, kostengünstigere und direkt verwertbare Daten zum Zustand seines Netzes (Stromleitungen, masten) sowie einen genauen Überblick über den Trassenbewuchs. Auf Basis dieser Daten lassen sich Wartungs- und Auslichtungspläne erstellen.

Bisher haben gemeinsame Tests in den Départements Drôme und Ardèche stattgefunden. Im Jahr 2014 soll eine Copter-4-Drohne von Survey Copter für Netzinspektionsflüge in Betrieb genommen werden. Die Reichweite des rund 30 Kilogramm schweren Copter 4 beträgt rund 50 Kilometer bei einer Flugdauer von etwa zwei Stunden.

Industriedrohnen für schnellere Schadensinspektion

Inspektionsdrohnen eignen sich vor allem auch für den Einsatz nach Unwetterereignissen, etwa für die Identifizierung heruntergefallener Stromleitungen. Eine schnelle Schadenserfassung ist ein wichtiger Faktor für die zügige Wiederherstellung der Stromversorgung. Mit dem unbemannten Flugzeug DVF 2000 von Survey Copter lassen sich Überlandnetze rasch kontrollieren und Leitungsschäden sowie der Zustand der Straßen, die zu den Schadstellen führen, erfassen.

Die Zusammenarbeit von Survey Copter und ERDF (Electricité Réseaux Distribution France, Sillon Rhodanien) zur Auswahl von Drohnen für diese Einsatzart dürfte darüber hinaus zu einer Zunahme von automatischen Inspektionseinsätzen und damit zu einer technisch sowie wirtschaftlich wesentlich günstigeren Lösung führen.

"Nach Unwetterkatastrophen benötigt ERDF zur zügigen Reparatur und Wiederinbetriebnahme der Netze schnellstmöglich genaues Bildmaterial der Schäden in oftmals unzugänglichen Regionen. Unsere Kooperation mit Survey Copter hat gezeigt, dass Drohnenlösungen in diesem Bereich einen wirklichen Bedarf erfüllen. In den laufenden Versuchen prüfen wir derzeit die technische Machbarkeit und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen", erklärt Claude Dubreuil, stellvertretender Direktor von ERDF Sillon Rhodanien.

Weiterentwicklung für mehr Einsatzfelder geplant

"Durch unsere Kooperation mit ERDF wollen wir echte Industrielösungen entwickeln, die sich nicht nur für die Inspektion von Überlandnetzen, sondern auch von anderen Elektrizitätsinfrastrukturen eignen: Staudämme, Kernkraftwerke, Windparks, Solarenergiefelder usw. Unser vielseitiges Drohnen- und Sensorportfolio ermöglicht uns die Zusammenstellung einer exakt auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Lösung. Gemäß der mit ERDF vereinbarten Roadmap können wir diese Lösungen schrittweise entwickeln und implementieren.

Durch die Einbindung weiterer Partner können wir ein Komplett-Servicepaket bieten, das nicht nur die Datenerfassung durch die Drohne, sondern auch die Verarbeitung und Verwaltung der Daten beinhaltet. Für die angestrebte integrierte Komplettlösung benötigt ERDF solide und langfristige Partner. Survey Copter und Cassidian haben die nötige Kompetenz und Tatkraft, um diese Partner zu werden", fügt Jean-Marc Masenelli, Generaldirektor von Survey Copter, hinzu.

50 weitere A320neo für Flugzeug-Leasingunternehmen ILFC

Das branchenführende Flugzeugleasingunternehmen ILFC hat mit Airbus einen Festauftrag über den Kauf von weiteren 50 Flugzeugen der A320neo-Familie unterzeichnet. Dies wurde heute auf der Paris Air Show von Henri Courpron, Chief Executive Officer von ILFC, und John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus, bekannt gegeben.

Mit einem Festauftrag von über 100 Flugzeuge hatte sich ILFC, eine hundertprozentige Tochter der American International Group, Inc., im Jahr 2011 als erstes Leasingunternehmen für die A320neo-Familie entschieden. Mit diesem neuen Auftrag erhöht sich die Zahl der von ILFC fest bestellten NEO-Flugzeuge auf 150.

"Die A320neo ist im ILFC-Portfolio moderner, treibstoffsparender Flugzeuge langfristig fest verankert. Mit der NEO kann ILFC seinen Kunden Single-Aisle-Jets anbieten, die wesentlich weniger Treibstoff verbrauchen und die breiteste und komfortabelste Kabine in ihrer Kategorie aufweisen," sagte Henri Courpron, Chief Executive Officer von ILFC. "Wir verzeichnen schon jetzt ein großes Interesse des Marktes an der NEO und haben uns deshalb für eine Nachbestellung entschieden. Wir müssen in der Lage sein, den Airlines das von ihnen bevorzugte Produkt anzubieten, mit dem sie vom signifikanten Wachstum des Luftverkehrs in den kommenden Jahren profitieren können."

Die Entscheidung über den Triebwerkstyp wird von ILFC noch bekannt gegeben. Einschließlich dieser jüngsten Order hat ILFC nun insgesamt 769 Single-Aisle-Jets und Großraumflugzeuge bei Airbus bestellt und bestätigt damit seine Position als größter Airbus-Kunde.

"Wir freuen uns sehr, dass sich unser hoch geschätzter und langjähriger Kunde ILFC für weitere A320neo-Flugzeuge entschieden hat. Dies ist ein klarer Beleg für die anhaltend hohe Nachfrage nach den modernsten und sparsamsten Airbus-Flugzeugen. Sie sichern ihren Eigentümern Tag für Tag eine hohe Wirtschaftlichkeit und bieten den Passagieren zugleich ein großartiges Reiseerlebnis," sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. "Ein Portfolio von 150 A320neo bei ILFC unterstreicht einmal mehr die marktführende Position unserer NEO Flugzeuggeneration."

Die A320neo wird als Option für die A320-Familie angeboten und umfasst neue effizientere Triebwerke und aerodynamisch optimierte Sharklets an den Flügelenden. Beides zusammen ermöglicht eine Treibstoffeinsparung von bis zu 15 Prozent. Bis Ende Mai 2013 hat Airbus für die NEO bereits 2125 Aufträge von 40 Kunden verzeichnet. Damit verkauft sich der neue Airbus-Jet so schnell wie kein anderes Verkehrsflugzeug zuvor und bestätigt mit einem Anteil von knapp 60 Prozent seine marktführende Position.

Initiativen zu Elektro- und Hybridantrieben für Flugzeuge

Wird der Elektroantrieb auch in der Luftfahrt zu einer Alternative für fossile Brennstoffe? EADS untersucht verschiedene Ansätze und zeigt auf der Paris Air Show 2013 mehrere Initiativen im Bereich Elektro- und Hybridantriebe, so auch einen Elektro-Zweisitzer. Diese Projekte sind Teil des EADS-Engagements für die Entwicklung von Technologien zur weiteren Senkung der Kohlendioxidemissionen in der Luftfahrt.

So hat der Konzern zusammen mit Aero Composites Saintonge (ACS) das elektrisch angetriebene Trainingsflugzeug "E-Fan" für die Allgemeine Luftfahrt entwickelt und gebaut. Zusätzlich hat EADS zusammen mit Diamond Aircraft und Siemens einen Motorsegler mit modernisiertem Hybridelektroantrieb produziert, die DA36 E-Star 2. Außerdem arbeitet EADS zusammen mit Rolls-Royce an einem intelligenteren Zukunftskonzept für einen verteilten Antrieb. Die drei Projekte laufen unter dem Namen "E-Aircraft".

Verbrauch, Stickoxide und Lärm deutlich reduzieren

Die Entwicklung innovativer Antriebskonzepte für künftige Luftfahrzeuge ist Teil der Forschungsarbeiten von EADS zur Unterstützung der Umweltschutzziele der Luftfahrtindustrie, die im Bericht "Flightpath 2050" der Europäischen Kommission dargelegt sind. Diese sogenannte "Roadmap" strebt eine Reduktion der CO2- Emmissionen von Flugzeugen um 75 Prozent, der Stickoxide um 90 Prozent und des Geräuschpegels um 65 Prozent an, verglichen mit den Werten des Jahres 2000.

EADS Innovation Works (IW), das Forschungs- und Technologienetzwerk von EADS, arbeitet an der Entwicklung und Erforschung von Innovationen im Bereich umweltfreundlicher Antriebe, um Technologiebausteine für die Divisionen des Konzerns zu liefern.

E-Fan: Elektro-Flieger mit Elektro-Roller

Zwei Jahre nach dem Erstflug der weltweit ersten vollelektrisch angetriebenen Kunstflugmaschine Cri-Cri, dem kleinsten bemannten Flugzeug mit vier Elektromotoren, sind die Teams von EADS IW und von ACS im französischen Royan (Département Charente-Maritime) mit dem Trainingsflugzeug E-Fan für die Allgemeine Luftfahrt noch einen Schritt weiter gegangen.

"Die Einführung des Elektroflugzeugs E-Fan ist für die Luftfahrtforschung von EADS ein weiterer strategischer Schritt nach vorn. Wir erforschen Spitzentechnologien, die unseren zivilen und militärischen Produkten in Zukunft Vorteile verschaffen", sagt Jean Botti, Chief Technical Officer (CTO) von EADS.

Der zweisitzige E-Fan hat eine sehr intensive Entwicklungsphase von gerade einmal acht Monaten durchlaufen. Das Flugzeug besitzt zwei Elektromotoren für den Antrieb der Mantelpropeller. Der Standschub der Triebwerke beträgt insgesamt ca. 1,5 kN, die Leistung dafür wird von den zwei in den Flügeln untergebrachten Akkupacks bereitgestellt. Das Flugzeug ist 6,7 Meter lang und hat eine Spannweite von 9,5 Metern. Es ist das erste Elektroflugzeug, das zur Senkung der Lärmentwicklung und Erhöhung der Sicherheit mit Mantelpropellern ausgerüstet wurde.

Eine weitere Innovation ist das Hauptfahrwerk. Es ermöglicht elektrisch angetriebenes Rollen am Boden ohne den Einsatz der Haupttriebwerke und übernimmt außerdem die Startbeschleunigung bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h. Zur einfachen Bedienung der elektrisch betriebenen Motoren und Systemen ist der E-Fan mit dem Energiemanagementsystem E-FADEC ausgestattet.

"Wir halten den E-Fan-Demonstrator für eine ideale Plattform, die sich nach Herstellung der Einsatzreife und Zertifizierung als Flugzeug für die Pilotenschulung vermarkten ließe", sagt Botti.

Kooperation verschiedener Firmen

EADS IW entwickelt dabei das elektrische Antriebssystem zusammen mit Partnern, darunter ACS, der die vollständig aus Verbundwerkstoff bestehende Struktur sowie die mechanischen Systeme herstellt und die Aerodynamikstudien erstellt hat. Die französischen Innovationsinstitute CRITT Matériaux Poitou-Charentes (CRITT MPC) und ISAE-ENSMA sowie das Unternehmen C3 Technologies waren für die Konstruktion und Produktion der Flügel verantwortlich. Das Engagement dieser Organisationen ist auch eine Investition in die Infrastruktur, den Stellenmarkt und das Know-how in Frankreich.

Elektrotechnikexperten von Astrium und Eurocopter steuerten ihr Fachwissen bei der Prüfung der Akkupacks bei, während Airbus das Außendesign entworfen hat. Das E-Fan-Projekt wird von der französischen Zivilluftfahrtbehörde (DGAC – Direction Générale de l’Aviation Civile), dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (FEDER), der französischen Regierung (Fonds FRED), der französischen Region Aquitanien und dem Departement Charente-Maritime gefördert.

DA36 E-Star 2 erstes Flugzeug mit seriellem Hybridelektroantrieb

Neben der Entwicklung des E-Fan-Konzepts zeigt EADS auch Hybridantriebe. Mit so einem Antrieb ist der Motorsegler DA36 E-Star 2 von Diamond Aircraft ausgerüstet, der erstmals auf der Paris Air Show 2011 vorgestellt wurde.

Eine Modernisierung des Zweisitzers, mit einem leichteren und kompakteren Elektromotor von Siemens, hat eine Gewichtseinsparung von insgesamt 100 Kilogramm ermöglicht. Die Leistung liefert ein kleiner Wankelmotor von Austro Engine mit nur einem für die Stromversorgung vorgesehenen Generator. EADS IW war für die Akkupacks in den Flügeln verantwortlich.

Gasturbine erzeugt Strom für Fan-Triebwerke

Seit 2012 arbeitet EADS IW zusammen mit Rolls-Royce am Projekt Distributed Electrical Aerospace Propulsion (DEAP), das vom britischen Technology Strategy Board unterstützt wird. Das Ziel besteht darin, innovative Schlüsseltechnologien zu erforschen, die eine Senkung des Treibstoffverbrauchs, des Abgasausstoßes und der Lärmemissionen durch eine verteilte Antriebsarchitektur ermöglichen. Bei dieser Architektur werden je drei elektrisch angetriebene Fans mit gemeinsamem Lufteinlauf an den beiden Flügeln gruppiert. Eine fortschrittliche Gasturbine wird die elektrische Energie für die Fan-Triebwerke und die Aufladung der Energiespeicher liefern.

"Das Konzept des verteilten Antriebs ermöglicht eine stärkere Optimierung individueller Komponenten wie der elektrizitätserzeugenden Gasturbine und den schuberzeugenden Elektro-Fantriebwerken. Damit wird das Zusammenspiel des gesamten Antriebssystems optimiert", erklärt Sébastien Remy, Leiter von EADS Innovation Works. "Von der verbesserten Integration erwarten wir außerdem weitere Multiplikator-Effekte wie eine Verringerung des Gewichts und des Luftwiderstands."

Die Exponate von EADS IW auf der Paris Air Show sind im EADS-Pavillon am Ende der Chalet-Reihe A zu sehen. EADS-CTO Jean Botti wird am Dienstag den 18. Juni um 13:30 Uhr bei einem Rundgang für Medienvertreter Exponate und Technologien des Konzerns vorstellen.

 

Queen Elizabeth II. als Namensgeberin für Star Alliance-Terminal

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Das neue Terminal 2 am Londoner Flughafen Heathrow, zukünftige Heimat von Star Alliance am wichtigsten Drehkreuz des Vereinigten Königreichs, wird den Namen "Terminal 2: the Queen’s Terminal" tragen. Der Name wurde zu Ehren von Königin Elizabeth II. gewählt, um ihrer langjährigen Verbindung mit dem Flughafen Ausdruck zu verleihen.

Die britische Königin, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Thronjubiläum begeht, eröffnete am selben Standort bereits das ehemalige Terminal 2-Gebäude. Das neue Terminal soll am 04. Juni 2014 seinen Betrieb aufnehmen. Die Einwilligung der Queen in eine Fortführung der engen Verbindung zu Heathrow und Terminal 2 wurde am Vorabend der öffentlichen Feierlichkeiten zu ihrem Geburtstag bekannt gegeben, die am 15. Juni stattfinden.

Mark Schwab, CEO Star Alliance, erklärte: "Wir freuen uns, dass unsere Airlines von einem Terminal aus tätig sein werden, das nach Queen Elizabeth II. benannt ist. Besonders geehrt fühlen wir uns, dass diese Ankündigung, die die Rolle und Bedeutung der Luftfahrt in der heutigen Welt unterstreicht, am Vorabend der offiziellen Geburtstagsfeier Ihrer Majestät erfolgt."

John Holland-Kaye, Development Director Heathrow, fügte hinzu: "Die Queen hat das ursprüngliche Terminal 2 vor mehr als einem halben Jahrhundert eröffnet. Wir sind sehr froh, dass das neue Terminal 2 den Namen Ihrer Majestät tragen darf. Wir alle in Heathrow sind sehr stolz auf die langjährige Verbindung zur Königin und überzeugt, dass diese Tradition mit dem neuen Terminal 2 ihre gebührende Fortsetzung finden wird."

Alle 23 Mitgliedsgesellschaften von Star Alliance, die den Flughafen Heathrow bedienen, werden von Terminal 2 abfliegen. Sie stellen mehr als 20 Prozent des gesamten Flugaufkommens. Erstmalig werden damit alle Star Alliance Mitglieder an einem Terminal in Heathrow vereint sein. Als Vorteile ergeben sich ein optimiertes Reiseerlebnis für die Fluggäste, neue Geschäftschancen für die Mitglieds-Airlines und ein verbessertes Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter.

Die folgenden Star Alliance Mitgliedsgesellschaften werden von Terminal 2 aus 136 tägliche Flugverbindungen zu mehr als 51 Zielen weltweit anbieten: Aegean Airlines, Air Canada, Air China, Air New Zealand, ANA, Asiana Airlines, Austrian, Brussels Airlines, Croatia Airlines, EGYPTAIR, Ethiopian Airlines, LOT Polish Airlines, Lufthansa, Scandinavian Airlines, Singapore Airlines, South African Airways, SWISS, TAM Airlines, TAP Portugal, Turkish Airlines, THAI, United und US Airways. Die zukünftige Mitgliedsfluggesellschaft EVA Air wird im Laufe des Jahres 2014 ebenfalls in das neue T2 einziehen.

Industrie: europäische Entwicklung von MALE-Drohnen

Mehrere Unternehmen aus der europäischen Sicherheits- und Luftfahrtindustrie fordern die Politik dazu auf, ein europäisches MALE-Programm für Drohnentechnologie aufzulegen. Dieses Gemeinschaftsvorhaben würde ein kritisches Fähigkeitsdefizit der europäischen Streitkräfte ausgleichen und die angespannten Budgets der Verteidigungsministerien durch ein Pooling von Forschungs- und Entwicklungsmitteln entlasten.

Cassidian, Dassault Aviation und Finmeccanica Alenia Aermacchi, haben sich dazu auf eine gemeinsame Position zur aktuellen Situation im Bereich der unbemannten Flugssysteme (Drohnen) mit mittlerer Flughöhe und großer Flugdauer (Medium Altitude Long Endurance Unmanned Aerial Systems – MALE UAS) geeinigt. Die Unternehmen fordern von den politischen Entscheidungsträgern den Start eines gemeinsamen solchen MALE-Programms.

Ein gemeinsames Entwicklungsprogramm berücksichtigt die sensiblen Zertifizierungsanforderungen unbemannter Flugsysteme für den sicheren Betrieb im europäischen Luftraum von Anfang an im Programm. Aufgrund solcher Zulassungsbestimmungen gibt es aktuell Probleme beim EuroHawk, das Programm wurde gestoppt.

Außerdem würde dieses Programm Europas Souveränität und Unabhängigkeit im Bereich Informations- und Aufklärungsmanagement gewährleisten und gleichzeitig ein robustes, gegen Cyber-Angriffe geschütztes System bieten. Das Programm würde Entwicklungen im Hightech-Bereich fördern und zur Erhaltung von Kernkompetenzen und Arbeitsplätzen in Europa beitragen.

Cassidian, Dassault Aviation und Finmeccanica Alenia Aermacchi erklären ihre Bereitschaft zur Kooperation für dieses UAV-Entwicklungsprogramm, das die Sicherheitsbedürfnisse der europäischen Regierungen und Streitkräfte erfüllt.

ATV-4 „Albert Einstein“ erfolgreich an ISS angedockt

Das auf den Namen "Albert Einstein" getaufte vierte Automatische Transferfahrzeug (ATV) der ESA hat nach einem reibungslosen Anflugmanöver am 15. Juni um 16:07 Uhr MESZ an der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt und ist nun mit der Station verbunden.

"Ein Hoch auf Europa, die ESA und das ATV!", freute sich ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain und richtete ein "Dankeschön an die Mitgliedstaaten, die Industrie, das CNES und den russischen Partner. Mit nunmehr dem vierten ATV zur Unterstützung der Raumstation und ihrer Versorgung mit wichtigem Nachschub und wissenschaftlichen Experimenten erweist sich die ESA einmal mehr als verlässlicher Partner bei dem internationalen Außenposten im All, der als Grundlage für die Entwicklung der Zukunft dienen kann."

Zuverlässige Technik, auch für NASAs Orion-Kapsel

Das mit einer Masse von 20 Tonnen bisher schwerste von Europa gestartete Raumfahrzeug hat nach autonomem Flug und zentimetergenauer Annäherung selbständig an dem 420 Tonnen schweren Orbitalkomplex angedockt, während beide mit 28.000 km/h um die Erde rasten.

"Ein so sanfter Kontakt zwischen einem Raumfahrzeug von der Größe eines Doppeldeckerbusses und einer 20-mal so großen Station ist eine außergewöhnliche Leistung, die die eindrucksvolle Steuerungskapazität dieses von unserer Industrie unter der Leitung der ESA entwickelten europäischen Weltraumsystems veranschaulicht", erklärte Thomas Reiter, der Direktor der ESA für bemannte Raumfahrt und Betrieb, und fügte hinzu: "Diese beeindruckenden technologischen Kapazitäten werden im Versorgungsmodul des künftigen Orion-Mannschaftsfahrzeugs der NASA fortbestehen."

Die Anflug- und Andockmanöver wurden unter aufmerksamer Beobachtung der Flugkontrolleure der ESA und der französischen Raumfahrtagentur CNES im ATV-Kontrollzentrum in Toulouse sowie von Luca Parmitano und seinen Mannschaftskameraden an Bord der ISS von den Bordrechnern des ATV autonom gesteuert.

Als Arbeitsplatz bei der ISS-Besatzung beliebt

Wie seine Vorgänger erfüllt auch das ATV‑4 verschiedenartige Aufgaben: Es dient als Weltraumantrieb, Tanker, Frachter und Wohnmodul. Als Weltraumantrieb ist es mit 2.580 kg Treibstoff beladen, um dem durch die Reibung der Atmosphäre bedingten natürlichen Absinken der Raumstation entgegenzuwirken und sie wieder auf eine höhere Bahn zu heben oder Manöver zum Ausweichen vor potenziell gefährlichen Weltraumtrümmern durchzuführen. Bei der Annäherung anderer Raumfahrzeuge übernimmt das ATV auch Lageregelungsfunktionen.

Als orbitaler Tanker führt das ATV‑4 weitere 860 kg Treibstoff, 100 kg Sauerstoff und Luft sowie 570 kg Trinkwasser mit sich, die in die verschiedenen Tanks der ISS gepumpt werden.

Darüber hinaus hat es als Weltraumfrachter mehr als 1.400 in 141 Behältern verstaute Gegenstände an Bord, darunter 2.480 kg Trockenfracht, etwa wissenschaftliches Gerät, Ersatzteile, Nahrung und Kleidung für die Astronauten.

Während der vier Monate, die das ATV an die Raumstation angedockt sein wird, bietet es mit seinem Volumen von 45 m3 der Mannschaft vorübergehend einen zusätzlichen Aufenthaltsraum. Bereits bei vorangegangenen Missionen wurde das ATV von den Astronauten als das ruhigste von allen Raumstationsmodulen gelobt und stellte somit einen bevorzugten Arbeitsplatz dar.

Am Ende seiner Mission, das zurzeit für den 28. Oktober geplant ist, wird das mit Müll beladene ATV‑4 wieder von der ISS abgetrennt und am darauffolgenden Tag in Richtung Erde gelenkt, um beim Wiedereintritt in die Atmosphäre über dem Südpazifik gefahrlos zu verglühen.

Flughafen Wien jetzt mit 20 Laien-Defibrillatoren in den Terminals

Ab sofort ist der Flughafen Wien in allen Passagierbereichen flächendeckend mit sogenannten Laien-Defibrillatoren ausgestattet. Mit diesen Geräten können im Ernstfall Leben gerettet werden: Die Defibrillatoren ("Defis") sind so gestaltet, dass sie von jeder Person auch ohne Erfahrung bedient werden können. So können im Notfall effizient die richtigen Erste Hilfe-Maßnahmen gesetzt werden, bis professionelle Hilfe eintrifft.

In Zusammenarbeit mit dem Verein Puls, der sich für die Bekämpfung des plötzlichen Herztodes einsetzt, hat der Flughafen Wien nun 20 Laien-Defibrillatoren in den Terminalbereichen installiert. Gemeinsam mit der im Terminal befindlichen Flughafen-Ambulanz, die rund um die Uhr mit Notarzt und Sanitäter besetzt ist, und einem Apotheken-Service bietet der Flughafen Wien ein weitreichendes und hochverfügbares medizinisches Servicenetz für seine Passagiere. Mit den bereits vorhandenen Geräten sind nun insgesamt 25 Defibrillatoren am Flughafen Wien verfügbar.

"Eine erstklassige und hochverfügbare medizinische Versorgung am Standort hat für uns höchste Priorität. Wir wollen unseren Passagieren Sicherheit bieten und eine gut ausgestattete Notarzt-Ambulanz und flächendeckende Einrichtung mit Defibrillatoren tragen dazu wesentlich bei. Durch die Zusammenarbeit mit dem Verein Puls können wir hier auf wertvolles Know how zurückgreifen", erläutert Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG (COO).

"Mit diesen 20 Defis am Flughafen Wien sind wir unserem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen: eine möglichst flächendeckende Erreichbarkeit von öffentlich zugänglichen Defis zu schaffen. Gerade an Orten, wo sich regelmäßig viele Menschen aufhalten, sind solche Geräte sinnvoll und wichtig", sagt der Wiener Landtagspräsident Prof. Harry Kopietz, Präsident von PULS-Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes.

25 Defis mit den Terminalbereichen

Zu finden sind die Laien-Defibrillatoren an Orten, die von vielen Passagieren frequentiert werden, wie beispielsweise in der Ankunftshalle und der Gepäcksausgabehalle, im Check-in 3 auf der Abflugebene, der Transferebene, in den Gate-Bereichen F und G und bei der Passkontrolle, sowie in den Piers Ost und West, wo sich auch die nahegelegene Flughafen-Ambulanz befindet.

Bedient werden können die Defibrillatoren von jedem Menschen auch ohne Vorkenntnisse. Zusätzlich wird das Terminalpersonal des Flughafen Wien auf die Geräte eingeschult, um im Ernstfall sofort kompetent Erste Hilfe leisten zu können. Weitere Defibrillatoren sind außerdem in der Flughafen-Ambulanz, bei der Feuerwache der Flughafen-Feuerwehr, im General Aviation Center und im Cargo Nord-Bauteil bei einer Spedition vorhanden.

Notfall-Ambulanz am Flughafen mit 14 Notärzten

Fachkundige medizinische Sofortmaßnahmen leistet im Ernstfall die Ambulanzstelle der Flughafen Wien AG. 14 Notärzte, 9 Sanitäter und 5 Schwestern, die im Schichtbetrieb vor Ort am Flughafen tätig sind, sorgen in einem 24-Stunden-Betrieb sieben Tage die Woche dafür, dass Passagiere und Mitarbeiter zu jeder Zeit medizinisch versorgt werden können. Auch spezielle Services für Reisende bietet die Flughafen-Ambulanz an: So können beispielsweise Impfungen gegen zahlreiche Tropenkrankheiten verabreicht werden. Zu finden ist die Flughafen-Ambulanz im Check-in 1 bei der Bordkarten-Kontrolle vor dem Eingang in den Shopping-Bereich.

Laien-Defibrillatoren können Leben retten

Der Verein Puls engagiert sich seit vielen Jahren für die Installation von Laien-Defibrillatoren an öffentlichen Plätzen, in Unternehmen und in Gastronomiebetrieben als wirksame Maßnahme zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes. Denn bei einem Herz-Kreislaufstillstand nimmt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um etwa zehn Prozent ab. Aber schon durch wenige Handgriffe können Zeugen von lebensbedrohlichen Zwischenfällen effizient Erste Hilfe leisten und so die Überlebenswahrscheinlichkeit von durchschnittlich fünf Prozent auf über 70 Prozent erhöhen.

Laien-Defibrillatoren – oder kurz "Defis" – sind dabei wichtige Hilfsmittel: sie sind einfach in der Handhabung und können durch einen kontrollierten Elektroimpuls das lebensgefährliche Kammerflimmern beenden, das bei 85 Prozent aller Fälle von plötzlichem Herztod beobachtet wird. Kammerflimmern führt sehr schnell zu einer Sauerstoff-Unterversorgung wichtiger Organe und so zu irreparablen Schäden.

Fraports Flughafenfeuerwehr hilft gegen Elbhochwasser

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Die Werkfeuerwehr der Fraport AG unterstützt seit Sonntag mit sechs Personen in Barby, Sachsen Anhalt, die örtlichen Einsatzkräfte beim Kampf gegen das Hochwasser. Der Einsatz erfolgte auf Anforderung des Hessischen Innenministeriums nach einem Hilfeersuchen durch das Land Sachsen-Anhalt.

Insgesamt ist die Flughafenfeuerwehr mit drei Einsatzfahrzeugen sowie einem Führungsfahrzeug vor Ort. Mit dabei sind eine Höchstleistungspumpe, die 8.000 Liter Wasser pro Minute bewegen kann, sowie zwei Schmutzwasserpumpen mit einem Leistungsvermögen von je 1.500 Litern pro Minute. In weniger als vier Stunden kann mit diesem Equipment das Volumen eines olympischen Schwimmbeckens (2,5 Millionen Liter) abgepumpt werden.

"Wir arbeiten hier im Schichtbetrieb, um zu verhindern, dass die Stadt Barby im Hochwasser versinkt", erzählt Harald Olbricht, Einsatzleiter der Flughafenfeuerwehr vor Ort. Gemeinsam mit seinen Kollegen pumpt er Tag und Nacht Wasser zurück in die Elbe und konnte so bereits zahlreiche Wohnflächen vor einer Überschwemmung schützen. "Die Atmosphäre ist von gegenseitiger Hilfsbereitschaft und Dankbarkeit geprägt, das motiviert uns natürlich", beschreibt Olbricht die Stimmung.

"In solchen Ausnahmesituationen sind wir alle aufgerufen zu helfen", erklärt Peter Schmitz, Vorstand Operations der Fraport AG, den ungewöhnlichen Einsatz der Flughafenfeuerwehr. "Besonders stolz bin ich, dass einige Kolleginnen und Kollegen spontan ihren Urlaub abgebrochen oder ihn gar nicht erst angetreten haben, um den Einsatz im Katastrophengebiet zu unterstützen." Am Donnerstag erfolgt die Ablöse der Feuerwehrleute durch sechs neue Einsatzkräfte. Die Gesamtdauer des Einsatzes wird sich nach der Lage vor Ort richten.

Barby ist aufgrund seiner geografischen Lage besonders stark vom Hochwasser betroffen. Unweit der Stadt im Salzlandkreis mündet die Saale in die Elbe. Trotz sinkendem Wasserspiegel kämpfen die Einsatzkräfte gegen zunehmende Deichdurchnässung sowie den ständig steigenden Grundwasserspiegel.

Studenten aus São Paulo gewinnen Airbus-Wettbewerb „Fly Your Ideas“

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Ein Team von Studenten der Universität São Paulo in Brasilien erhielt als Gewinner des Airbus-Wettbewerbs "Fly Your Ideas" 2013 den mit 30.000 Euro dotierten Hauptpreis. Das Team Levar wurde für sein Projekt ausgewählt, ein System aus Luftpolstern zur Gepäckverladung für die Frachträume von Flugzeugen zu verwenden.

Dieses System soll die Belastungen für das Ladepersonal verringern. Die Idee geht auf Tische zurück, die beim Air Hockey verwendet werden. Der von der UNESCO unterstützte und alle zwei Jahre ausgetragene Wettbewerb "Fly Your Ideas" ruft Studenten in aller Welt dazu auf, Ideen für eine umweltfreundlichere Luftfahrtindustrie der Zukunft zu entwickeln.

Die Mitglieder des Gewinnerteams sind Marcos Philipson, Leonardo Akamatsu, Adriano Furtado, Caio Reis und Henrique Corazza.

Der zweite Preis von 15.000 Euro ging an das Team CLiMA von der Royal Melbourne Institute of Technology in Australien. Das Team für sein Projekt ausgewählt, Flugzeuge zu entwickeln, die mit einer Mischung aus nachhaltig erzeugtem verflüssigtem Biomethan und verflüssigtem Erdgas (Bio-LNG) betankt werden.

600 Teams nahmen teil

Bei dieser dritten Ausgabe des Wettbewerbs reichten über 600 Teams aus der ganzen Welt einen Projektvorschlag ein, der sich auf eines der sechs Themen bezieht, die Airbus als zentrale Herausforderung der Luftfahrtindustrie des 21. Jahrhunderts ansieht. Über 60 sachkundige Vertreter von Airbus bewerteten die Vorschläge auf Qualität, Umweltvorteile und das vom Team demonstrierte Innovationsniveau.

Die letzte Runde des Wettbewerbs fand Anfang dieser Woche an der A380-Endmontagelinie in Toulouse statt, bei der die fünf Endrundenteams ihre bahnbrechenden Konzepte einer von Charles Champion, Airbus Executive Vice President Engineering, geleiteten hochkarätigen Jury präsentierten. Das Team Levar überzeugte die Jury mit einer brillanten Präsentation

Charles Champion sagte: "Das Team Levar hat mit seinem wirklich innovativen Vorschlag eines Luftpolstersystems ist, eine phantastische Lösung gefunden. Die Teammitglieder haben ein sehr umfassendes Konzept zur Verbesserung der Luftfahrtindustrie insgesamt entwickelt und ihre Ideen nicht auf Flugzeuge alleine beschränkt. Sie haben ihren Sieg wohlverdient. Nach Aussagen der Studenten könnten Passagiere ihr Gepäck 30 Prozent schneller entgegennehmen und so zum Beispiel ihren Urlaub früher beginnen. Außerdem wäre das Ladepersonal geringeren Belastungen ausgesetzt. Eine solche Idee ist ein wichtiger Baustein dafür, dass sich die Luftfahrtindustrie weiterhin in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft entwickelt."

Einladung nach Le Bourget

Irina Bokova, Director-General der UNESCO, sagte: "Die Vielfalt der von diesen jungen Menschen entwickelten Ideen ist eine riesige Inspirationsquelle. Ihr Talent erinnert uns auch daran, dass der Bedarf besteht, eine noch größere Zahl an Ingenieuren auszubilden, Kompetenzen und Techniken zu entwickeln, um diese Ideen Realität werden zu lassen und die Wissenschaft in die Praxis umzusetzen. Dies ist die Ambition der UNESCO und eines der Ziele dieser Partnerschaft mit Airbus, um die Ideen der Zukunft für alle hervorzubringen – im nachhaltigen Transport und darüber hinaus."

Neben dem Preisgeld freuen sich die Studenten nun auf den Besuch von Experten der Airbus Innovation Cell auf ihrem Campus, die dort noch in diesem Jahr eine Woche lang Workshops und Seminare abhalten werden.

Das Gewinner-Team wird auf der Luftfahrtmesse in Paris – Le Bourget am Montag 17. Juni um 15 Uhr im EADS Pavillon anzutreffen sein.

Müggelseeroute und Wannseeroute für BER sind rechtens

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Die Klagen von zwei Umweltverbänden und Anwohnern aus der Region Müggelsee gegen die Müggelseeroute und die Wannseeroute sind erfolglos. Es besteht keine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung im Flugroutenfestsetzungsverfahren. Diese Prüfung ist im Planfeststellungsverfahren für den Flughafen zu leisten.

Die dort vorzunehmende Umweltverträglichkeitsprüfung hat sich auf den gesamten Einwirkungsbereich des Flughafens zu erstrecken. Soweit die dort durchgeführte Umweltverträglichkeitsprüfung unzureichend sein sollte, hat der Senat die Bestandskraft des Planfeststellungsbeschlusses zu respektieren.

Konflikte im Planfeststellungsbeschluss zu lösen

Allerdings hat der Planfeststellungsbeschluss auch die Konflikte zu bewältigen, die durch eine von der Grobplanung abweichende Festsetzung von Flugrouten hervorgerufen werden können. Eine Flugroutenfestsetzung, die von der Grobplanung in der Planfeststellung deutlich abweicht, ist nach Auffassung des Senats rechtswidrig, wenn die sich durch die Routenführung auftuenden Konflikte im Planfeststellungsbeschluss erkennbar nicht gelöst worden sind.

Hiervon ist vorliegend aber nicht auszugehen. Der Planfeststellungsbeschluss bewältigt die durch die angegriffenen Flugrouten entstehenden Konflikte. Relevante Umweltauswirkungen sind lediglich im Nahbereich des Flughafens und in geringeren Flughöhen als hier zu erwarten. Soweit die Flugrouten über so genannte ruhige Gebiete führen, steht dies der Flugroutenfestsetzung nicht entgegen.

Die Ausweisung ruhiger Gebiete begründet kein absolutes Verschlechterungsverbot. Auch ist es rechtlich nicht zu beanstanden, dass dem Schutz stärker lärmbetroffener Siedlungsgebiete der Vorrang vor dem Schutz von Erholungsräumen eingeräumt wird. Unter Lärmgesichtspunkten hält die Müggelseeroute einer rechtlichen Überprüfung ebenfalls stand. Das Bundesaufsichtsamt hat bei der Abwägung alternativer Flugrouten seinen Gestaltungsspielraum nicht überschritten.