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A350 XWB nach erfolgreichem Erstflug gelandet

Die erste A350 XWB, die sich in die Luft erhoben hat, landete heute nach einem erfolgreichen Jungfernflug von vier Stunden und fünf Minuten Dauer (245 Minuten) um 14:05 Uhr Ortszeit wieder auf dem Flughafen Toulouse-Blagnac in Frankreich. Die A350 wurde auf ihrem Erstflug von Peter Chandler, Chief Test Pilot von Airbus, und Guy Magrin, Project Pilot für die A350 XWB, geflogen.

Ebenfalls im Cockpit war Pascal Verneau, Test Flight Engineer des A350 XWB-Projekts. Der Flugverlauf und Fortschritt wurde von drei Flugversuchsingenieuren beobachtet: Fernando Alonso, Head of Airbus Flight & Integration Test Centre, Patrick du Ché, Head of Development Flight Tests, und Emanuele Costanzo, leitender Flugversuchsingenieur für das Trent XWB-Triebwerk.

Dank an das Team – Entwicklung in Rekordzeit

Airbus President und CEO Fabrice Brégier sagte: "Ich gratuliere dem gesamten A350 XWB-Entwicklungsteam, das die Vorbereitungen für den Erstflug in Rekordzeit abgeschlossen hat. Ich danke der ersten Besatzung, die dieses Flugzeug heute dorthin gebracht hat, wo es hingehört – in den Himmel. Mein besonderer Dank geht auch an all unsere Teams in den Konstruktionsbüros auf Programm- und Fertigungsebene sowie an die Teams am Boden.

Ein weiterer Dank gilt all unseren Kollegen bei den Fluggesellschaften, die an der Konstruktion des Flugzeugs mitgewirkt haben, sowie allen Zulieferern und vielen weiteren, die ebenfalls Beiträge zur Definition dieses von Grund auf neuen Flugzeugs geleistet haben." Die A350XWB ist mit modernsten Technologien ausgestattet und können nun in die letzte Phase ihrer Entwicklung eintreten.

Flugmanöver von Begleitflugzeug gefilmt

Für ihren Jungfernflug verließ die A350 mit dem Kennzeichen F-WXWB die Startbahn mit einem Gewicht von etwa 221 Tonnen. Während des Flugs, der das Flugzeug über Südwestfrankreich führte, deckte die Besatzung den zulässigen Flugbereich ab. Die A350 wurde von einem Beobachtungsflugzeug begleitet, das die verschiedenen Flugmanöver verfolgte und filmte. Außerdem wurde der Fortschritt von Experten am Boden in Echtzeit über eine direkte Telemetrieverbindung überwacht.

Der Jungfernflug der A350 markiert den Beginn eines intensiven Testflugprogramms mit fünf A350, das auf rund 2.500 Flugstunden angelegt ist. Das Ziel des Versuchsprogramms ist die Zulassung der A350 durch die Luftfahrtbehörden für den Liniendienst, damit das Flugzeug in der zweiten Jahreshälfte 2014 erstmals von Qatar Airways eingesetzt werden kann.

Airbus führt mit der Typenreihe A350 XWB (Xtra Wide Body) eine gänzlich neue Familie von Langstreckenflugzeugen mittlerer Passagierkapazität ein. Airbus liegen für die A350 XWB bereits 613 Festbestellungen von 33 Kunden aus aller Welt vor.

Fluggastbefragung am Dortmunder Flughafen

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Im April hat der Dortmund Airport erneut seine Fluggäste befragt. Demnach sind drei Viertel aller Reisenden sind schon einmal ab Dortmund geflogen und wollen auch weiter ab Dortmund fliegen. Dabei gibt die Mehrheit als Hauptgrund für einen Flug ab Dortmund die räumliche Nähe, günstige Preise und das Zielangebot an. Neukunden kommen vor allem über Ryanair.

Bei der Befragung Ende April wurde auch die Nachfrage nach den neuen Airlines Vueling und Ryanair untersucht. Dabei zeigte sich, dass 44,2 Prozent der angetroffenen Ryanair-Passagiere zum ersten Mal von Dortmund aus gestartet sind – der durchschnittliche Anteil von "Neukunden" aller Fluggesellschaften liegt bei 30 Prozent.

Die am meisten genutzte Airline ist nach wie vor Wizz Air. Auch 56,8 Prozent der Geschäftsreisenden fliegen mit der osteuropäischen Airline. Insgesamt sind für die Business-Gäste Kattowitz und München mit je 23,4 Prozent, dicht gefolgt von London, die beliebtesten Ziele.

Im Frühjahr lag der Anteil der Geschäftsreisenden mit 20,2 Prozent deutlich unter dem Wert der November Befragung (26,6 Prozent). "Gleichzeitig haben wir einen hohen Anteil holländischer Urlaubsreisender registriert, die ab Dortmund in die Maiferien gestartet sind", erklärt Flughafensprecher Sebastian Scheske den prozentualen Rückgang. "In absoluten Zahlen ist der Anteil der Geschäftsreisenden übers Jahr konstant hoch."

Auch Ältere buchen online

Privatreisende fliegen insgesamt zwischen zwei und fünf Mal im Jahr, am liebsten geht es für die größte Reisenden-Gruppe ab Dortmund nach Palma de Mallorca. Auffällig dabei: Fast die Hälfte aller Privatreisenden ist älter als 50. Die sogenannten Silver Ager buchen ihren Flug zu zwei Dritteln im Internet und fliegen bevorzugt nach Spanien, Polen und in die Türkei.

Auch insgesamt ist der Trend zur Online-Buchung ungebrochen. 77,5 Prozent Prozent der Selbstbucher buchen online. Davon erwerben rund 85 Prozent ihr Ticket direkt auf der Homepage der jeweiligen Airline.

Der Dortmund Airport führt regelmäßig Fluggastbefragungen durch. Dreimal jährlich werden die Fluggäste in einem festen Zeitraum anonym und freiwillig nach Reiseziel und Buchungsdetails befragt.

DRF Luftrettung feiert 40-jähriges Einsatzjubiläum

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Unter der Schirmherrschaft des Innenministers des Landes Baden-Württemberg, Reinhold Gall, hat die DRF Luftrettung heute ihr 40-jähriges Einsatzjubiläum mit einer Veranstaltung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden gewürdigt: Seit ihrem ersten Einsatz im Jahr 1973 hat die gemeinnützig tätige DRF Luftrettung bereits über 700.000 Rettungseinsätze geleistet.

Rund 400 geladene Gäste aus der Politik, von Krankenkassen, Kliniken und Hilfsorganisationen würdigten die erfolgreiche Entwicklung der DRF Luftrettung und konnten zusammen mit Mitarbeitern aus allen Bereichen die offizielle Einweihung des neu errichteten Operation-Centers am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden erleben.

Unter dem Motto "Menschen. Leben. Retten." eröffnete Helmut Nanz, Aufsichtsratsvorsitzender der DRF Luftrettung, die Jubiläumsveranstaltung: "Die DRF Luftrettung ist heute eine große, moderne und vielseitige Organisation, die Standards in der europäischen Luftrettung setzt. Täglich über 100 Einsätze unserer rot-weißen Hubschrauber sprechen eine deutliche Sprache."

Doch dies war nicht immer so: Dass die Luftrettung in den letzten 40 Jahren keineswegs selbstverständlich war, betonte anschließend Reinhold Gall, Innenminister des Landes Baden-Württemberg. Er hob die Bedeutung der Luftrettung für das Land hervor und prophezeite einen weiteren Anstieg des Notfallaufkommens in den kommenden Jahren, bedingt durch die demographische Entwicklung sowie einen zunehmenden Notärztemangel in strukturschwachen Regionen und Klinikspezialisierungen.

Im Anschluss wurden Dr. med. h.c. Siegfried Steiger und seine Frau Ute Steiger, auf deren Initiative die DRF Luftrettung gegründet wurde, vom Aufsichtsrat der DRF Luftrettung für ihre Verdienste geehrt. Anschließend stellten Mitarbeiter verschiedener Arbeitsbereiche ihre Aufgaben vor und ehemalige Patienten berichteten zusammen mit ihren Rettern von ihrem Notfall und dem Wettlauf gegen die Zeit.

Zur Finanzierung ihrer Arbeit ist die DRF Luftrettung von Beginn an auf die Unterstützung von Förderern angewiesen: 308 Förderer unterstützen die gemeinnützig tätige Organisation bereits seit 1973. Ihr Engagement wurde von Helmut Nanz besonders gewürdigt. Insgesamt unterstützen bundesweit rund 500.000 Förderer des DRF e.V. die oft lebensrettende Arbeit der DRF Luftrettung.

Drohnen mit live-Videofunktion von Cassidian

Cassidian auf der 50. internationalen Paris Air Show. Vom 17. bis 23. Juni auf dem Messegelände von Le Bourget zeigt das Unternehmen enorme Entwicklungs- und Innovationsleistungen und wird neue Programme und Projekte präsentieren. Darunter auch ein UAS mit live-Full-HD Viedosystem.

CATS – Pilotentraining mit der eigenen Schulungsflotte

CATS (Cassidian Aviation Training Services) betreibt eine Flotte von rund 150 Flugzeugen mit knapp 45.000 Flugstunden pro Jahr und ist seit 2006 Partner des Vertrauens der französischen Luftwaffenpilotenschule in Cognac. Das Tochterunternehmen von Cassidian France unterstützt praktisch das gesamte Pilotentraining der französischen Streitkräfte und bietet seinen Service an verschiedenen Luftwaffenstützpunkten an, z.B. in Cognac, (Südwestfrankreich) Avord (Zentralfrankreich, bei Bourges), Salon-de-Provence (Südostfrankreich), Lanvéoc-Poulmic und Lann-Bihoué (Bretagne).

  • In Salon-de-Provence ist CATS für die Bereitstellung und Instandhaltung von Flugzeugen für das Training angehender Offiziere und Waffensystemoffiziere verantwortlich.
  • In Lanvéoc-Poulmic umfasst der Vertrag auch Flugprüfungen zur Auswahl der Flugschüler durch die französischen Seeluft- und Seestreitkräfte. In Avord und Lann-Bihoué unterstützt CATS die Xingu-Flotte (41 Schulungsflugzeuge) der französischen Marine.
  • In Cognac stellt CATS Flugzeuge und Flugausbildungssysteme für den täglichen Gebrauch der Luftwaffenpilotenschule bereit und erbringt Wartungsleistungen.
  • Der Cassidian-Bereich Air Services zählt inzwischen zu den führenden Flugzeugbetreibern in Frankreich, mit der zweitgrößten Gesamtflotte nach Air France.

TANAN™ 300 – Senkrechtstarter mit live Full-HD-Video

Cassidian präsentiert sein kompaktes senkrecht startendes und landendes unbemanntes taktisches Flugsystem (Vertical Take-Off and Landing Tactical Unmanned Aerial System – VTOL Tactical UAS) der neuen Generation für Einsätze auf See und an Land. Das in enger Zusammenarbeit mit potenziellen Kunden entwickelte und daher optimal auf deren spezielle Bedürfnisse abgestimmte System ist – dank der Full-HD-Bildgebungskette und der modularen Hauptnutzlast, die den unkomplizierten Wechsel zwischen verschiedenen hochauflösenden Kameras (High Definition – HD) mit elektrooptischen/Infrarotsensoren (EO/IR) ermöglicht – ein echtes „Auge am Himmel“.

Das extrem vielseitige TANAN™-300-System ist auf Flexibilität ausgelegt. Es umfasst zusätzliche Nutzlasten mit anspruchsvollen Fähigkeiten wie AIS (Automatic Identification System), Freund-/Feind-Kennung (Identification Friend or Foe – IFF), Seeradar, elektronische Überwachung und Funkpeilgeräte, die allen Bedürfnissen gerecht werden.

Vorgesehen sind ISTAR-Einsätze (Intelligence, Surveillance, Target Acquisition, Reconnaissance – Nachrichtengewinnung, Überwachung, Zielerfassung und Aufklärung) für Heer und Marine sowie zivile Verwendungen. Das System verfügt über eine Flugausdauer von über acht Stunden und liefert selbst aus maximaler Entfernung live und in Echtzeit Full-HD-Farbvideobilder.

Das taktische Hochleistungs-UAS TANAN™ 300 wird den operativen Bedürfnissen zuverlässig und dauerhaft gerecht. Dazu trägt auch der reine Dieselantrieb bei, der sich durch Leistungsstärke, Sicherheit und hohe Zuverlässigkeit auszeichnet. Durch seine offene, modulare Architektur und bewährte Ausstattung der neuesten Generation ist TANAN™ 300 in der Lage, mit einer Nutzlast von 50 Kilogramm Einsätze mit einer Reichweite von bis zu 100 Seemeilen/180 Kilometern zu absolvieren.

Das TANAN™-300-Gesamtsystem kann in einem Shelter oder auf einem Schiff untergebracht und von einer Person bedient werden. Es ist für den Betrieb auf unbefestigtem Gelände beziehungsweise auf See ausgelegt. TANAN™ 300 ist speziell für den Betrieb bei Temperaturen zwischen -20°C und +50°C und unter schwierigen Wetterbedingungen konzipiert.

Die Bodenstation verfügt über eine benutzerfreundliche Mensch-Maschine-Schnittstelle. Alle notwendigen Informationen werden auf einem auf das Wesentliche reduzierten Doppelbildschirm anzeigt, was die Arbeitsbelastung des Bedieners auf ein Minimum verringert. Zusätzlich lassen sich Videodaten an eine Kontrollstation außerhalb des Einsatzgebiets übertragen.

MALE UAS: In den vergangenen zehn Jahren hat Cassidian massiv in den Aufbau von unabhängigen industriellen und technologischen Kapazitäten im Drohnenbereich investiert, um Europa gegenüber den führenden Ländern (USA und Israel) wettbewerbsfähig zu machen. Heute bietet Cassidian als europaweit führender UAS-Hersteller eine vollständige Palette an maßgeschneiderten Lösungen für sowohl militärische als auch zivile Kunden.

Damit erfüllt Cassidian die Einsatzanforderungen der kommenden Jahrzehnte und kann den europäischen Regierungen – konkret Deutschland und Frankreich – durch die Lieferung eines europäischen unbemannten Flugsystems der nächsten Generation mit mittlerer Flughöhe und großer Flugdauer (Medium Altitude Long Endurance Unmanned Aircraft System – MALE UAS) operative Unabhängigkeit verschaffen und darüber hinaus großen Spielraum für industrielle Zusammenarbeit innerhalb Europas bieten.

SAGITTA und Tarnkappendrohnenkonzepte

Cassidians führende Rolle bei der Entwicklung von Technologien für den unbemannten Flug zeigt sich auch am ebenfalls auf der Messe ausgestellten Demonstrator „SAGITTA“. SAGITTA zeigt ein innovatives Zellenkonzept, das Cassidian und seine Partnerunternehmen und universitäten zur Entwicklung von intelligenten Lösungen in Schlüsselbereichen wie Tarnkappendrohnen, autonome Fluglösungen und Datenübertragung einsetzen.

MVNO – Sichere Kommunikation auch über Satellit

Zusammen mit Astrium Services präsentiert Cassidian seine Lösung „Secure MVNO“ (Mobile Virtual Network Operator). Secure MVNO erhöht die Kapazität bestehender Funknetze für die öffentliche Sicherheit durch die Nutzung kommerzieller Breitbankfunknetze. Die Lösung Secure MVNO greift auf mehrere Netze zu und ist nicht lediglich auf ein Netz beschränkt. Damit gewährleistet sie die größtmögliche Abdeckung.

Durch Kombination von eigenen Systemen mit Lösungen von Astrium Services kann Cassidian robuste Satellitenverbindungen bereitstellen und durch den Zugang zu kommerziellen Netzen erweiterte Datendienste ermöglichen. Die Unabhängigkeit von einzelnen Netzen maximiert zudem die Netzverfügbarkeit. Der Trend zu Daten-Breitbanddiensten ist deutlich spürbar.

Während bisher jede Organisation einen gesonderten Vertrag mit einem Mobilfunknetzbetreiber abschließen musste, kann der PMR-Betreiber (Professional Mobile Radio) seine Dienste auf Secure MVNO ausweiten, einen Globalvertrag mit kommerziellen Betreibern abschließen und seinen Nutzern Breitbandfähigkeit bieten.

Präsentationen und Modelle

Im EADS-Pavillon und auf dem EADS-Stand in Halle 2A sind verschiedene Exponate, Vorführungen und statische Präsentationen geboten, unter anderem auch Modelle der Cassidian-Drohnen, z. B. TANANTM 300, die Minidrohne Tracker und ein maßstabsgetreues Modell der SAGITTA-Konzeptstudie.

Ein Copter4-VTOL-System von Survey Copter wird Demonstrationsflüge in Südostfrankreich durchführen, mit einer Live-Schaltung zum EADS-Pavillon auf der Messe, von wo das System gesteuert wird. Ebenso wird im EADS-Pavillon Eagle Vison, das kommerzielle Bodensystem von Cassidian zu sehen sein, das Echtzeit-Satellitenbilder empfängt.

Ein CATS-Trainingsflugzeug vom Typ Cirrus SR 20 wird im Static Display ausgestellt, ebenso wie ein MALE-Drohnensystem Harfang der französischen Luftwaffe. Darüber hinaus finden im EADS-Pavillon Vorführungen im Cassidian-TouchLab und Virtual-Reality-Präsentationen des Schulungssimulationssystems SimFac der französischen Luftwaffe statt.

Erstflug für den Langstrecken-Airbus A350 XWB

A350 XWB erfolgreich zum Erstflug abgehoben! Ein neues Kapitel in der Airbus-Geschichte öffnet sich: Das weltweit effizienteste, zweistrahlige Großraum-Passagierflugzeug hob an diesem Vormittag um 10:00 Uhr Ortszeit am Flughafen Blagnac im französischen Toulouse zu seinem Jungfernflug ab. Der Erstflug der mit Rolls-Royce Trent XWB Turbofan-Triebwerken ausgerüsteten A350 XWB findet über dem Südwesten Frankreichs statt.

An Bord des Flugzeugs befindet sich eine internationale sechsköpfige Besatzung mit zwei Testpiloten, einem Testflugingenieur und drei Flugversuchsingenieuren. Die A350 wird auf ihrem Erstflug von Peter Chandler, Chief Test Pilot von Airbus, und Guy Magrin, Project Pilot für die A350 XWB, geflogen. Ebenfalls im Cockpit sitzt Pascal Verneau, Test Flight Engineer des A350 XWB-Projekts.

An den Flugteststationen in der Hauptkabine wird der Flugverlauf und Fortschritt über zahlreiche Testinstrumente von drei Flugversuchsingenieuren beobachtet: Fernando Alonso, Head of Airbus Flight & Integration Test Centre, Patrick du Ché, Head of Development Flight Tests, und Emanuele Costanzo, leitender Flugversuchsingenieur für das Trent XWB-Triebwerk.

Dieser Erstflug markiert den Beginn eines Flugerprobungsprogramms, das insgesamt etwa 2.500 Flugstunden mit einer Flotte von fünf Testflugzeugen umfasst. Das intensive Erprobungsprogramm hat die Zulassung der A350-900-Variante durch die Luftfahrtbehörden Europas (EASA) und der USA (FAA) zum Ziel, damit das Flugzeug in der zweiten Jahreshälfte 2014 erstmals von Qatar Airways in Dienst gestellt werden kann.

Airbus führt mit der Typenreihe A350 XWB (Xtra Wide Body) eine völlig neue Familie von Langstreckenflugzeugen mittlerer Passagierkapazität ein. Die drei Basisversionen für 270 bis 350 Passagiere in Dreiklassenbestuhlung sollen einen Quantensprung bei der Effizienz ermöglichen, indem sie 25 Prozent weniger Verbrauch als die heutigen Flugzeuge dieser Klasse aufweisen.

Flughafen BER: Kerngeschäft erfolgreich, Passagierzahlen und Verlust gestiegen

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Die Flughafengesellschaft des BER kann in ihrem Kerngeschäft auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurückblicken: An den Flughäfen Schönefeld und Tegel sind insgesamt 25,3 Millionen Passagiere gestartet und gelandet. Damit ist der Flughafenstandort weiter auf Platz drei in Deutschland und ist mit 5,1 Prozent deutlich stärker als der Markt gewachsen. Bei den Passagieren, die direkt von und nach Berlin fliegen, hat Berlin sogar erstmals den Flughafen München überholt.

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Wir betreiben die Flughäfen Schönefeld und Tegel erfolgreich. Das zeigt sich in den wachsenden Passagierzahlen und Umsatzerlösen. Seit zehn Jahren wachsen wir deutlich stärker als der Durchschnitt der deutschen Verkehrsflughäfen. Ein Trend, der sich in den ersten Monaten 2013 weiter fortsetzt."

Mehr Langstreckenangebote ab Berlin

Ab Berlin sind zahlreiche Langstreckenziele direkt zu erreichen. Im Sommerflugplan 2013 starten pro Woche 47 Maschinen nach Abu Dhabi, Bejing, Chicago, Doha, Los Angeles, Miami, New York, Newark, Punta Cana, Ulan Bator und Varadero. Im letzten Sommerflugplan gab es nur 41 Abflüge pro Woche, vor zehn Jahren sogar nur neun Abflüge pro Woche.

Passagierwachstum geht weiter

Von Januar bis Mai 2013 wurden fast zehn Millionen Passagiere an den Flughäfen Schönefeld und Tegel begrüßt. Das sind 3,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit wächst Berlin entgegen dem Markttrend weiter. Im Durchschnitt verzeichneten die deutschen Flughäfen in den ersten fünf Monaten ein Minus bei den Passagierzahlen von 1,2 Prozent.

Jahresabschluss 2012 mit 185 Millionen Euro Minus

Die Umsatzerlöse konnten im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 270 Millionen Euro leicht gesteigert werden. Dies geht auf die verbesserten Umsätze im Bereich Aviation zurück (2012: 184 Mio. Euro, 2011: 178 Mio. Euro). Die Umsätze bei Non-Aviation sind dagegen von 47 Millionen Euro 2011 auf 45 Millionen Euro 2012 leicht gesunken. Der Geschäftsbereich Real Estate lag wie im Vorjahr bei Umsatzerlösen von 29 Millionen Euro. Hinzu kommen Erlöse bei Service und Sonstiges, die zusammen 12 Millionen Euro ausmachen.

Die gesamten laufenden Aufwendungen sind insbesondere aufgrund der Risikovorsorge und dem Start der Leasingzahlungen für Parkhäuser und weitere Drittinvest-Objekte am BER gestiegen und lagen 2012 bei -382 Millionen Euro (2011: -287 Mio. Euro). Hinzu kommt ein höherer Zinsaufwand, da weitere Kredite für den Bau des BER gezogen wurden. Im Ergebnis kommt es so zu einem Jahresfehlbetrag von 185 Millionen Euro. Das EBITDA lag mit 58 Millionen Euro um rund ein Drittel niedriger als im Vorjahr (86 Mio. Euro).

Heike Fölster, Finanzgeschäftsführerin der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Im Konzernabschluss spiegelt sich sehr deutlich, dass wir auf ein schwieriges Jahr 2012 zurück blicken. Das gestiegende Anlagevermögen zeigt, dass die ersten Monate bis zur Verschiebung der Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg durch eine hohe Bautätigkeit geprägt waren. Bei den Umsätzen liegen wir im Plus. Am BER hätten wir aber deutlich höhere Einnahmen erzielen können. Hinzu kommen höhere Aufwendungen und Zinszahlungen, die dann zum negativen Jahresergebnis führten."

SPRINT: Management-Büro direkt vor Ort

Nach der mehrfach abgesagten Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg im Jahr 2012 liegt der Fokus der Flughafengesellschaft darauf, den BER erfolgreich und möglichst zeitnah in Betrieb zu nehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das Beschleunigungsprojekt SPRINT ins Leben gerufen, das vom Vorsitzenden der Geschäftsführung geleitet wird. SPRINT bündelt sämtliche mit der Inbetriebnahme des BER zusammenhängenden Aufgaben, angefangen von den Restbauarbeiten über Genehmigungen, Probebetrieb bis zur Flughafeneröffnung selbst.

Zentrales Steuerungselement von SPRINT ist ein Project Management Office (PMO), das direkt auf dem BER angesiedelt ist. Geschäftsleitung und Führungskräfte der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH arbeiten vor Ort gemeinsam mit externen Sachverständigen sowie einer größeren Zahl von Modulmanagern an der zügigen und sicheren Eröffnung des BER.

Uwe Hörmann, Leiter Zentrale Planung und Strategie der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Uns geht es darum, schnell Entscheidungen zu treffen und der Inbetriebnahme des BER Stück für Stück näher zu kommen. Dafür haben wir die anstehenden Aufgaben in lösbare Pakete aufgeteilt. Die stufenweise Eröffnung des BER mit der Verlagerung der Fracht von SXF an den BER oder der vorgezogenen Inbetriebnahme des Nordpiers wird uns einen erheblichen Übungsseffekt bringen und gleichzeitig die operativen Risiken, die mit einer Inbetriebnahme auf einen Schlag einhergehen, minimieren."

Baustellenbereiche werden schon geschlossen

Ein erster Schritt auf dem Weg zur Eröffnung des BER ist die dringend nötige Bereinigung der Baustelle. Seit gestern ist die Zufahrt direkt bis zum Terminal möglich, alle unnötigen Bauzäune und Baucontainer werden entfernt.

Von aktuell 750 Containern werden höchstens 250 stehen bleiben, die 19 Flächen zur Baustelleneinrichtung werden auf zwei reduziert, von 180.000 Quadratmetern Baustelleneinrichtungen ist bereits die Hälfte geräumt, nur 30.000 Quadratmeter werden übrig bleiben. Zudem wird als nächstes die Basisinfrastruktur mit Parkhäusern, Bahnhof und Feuerwachen fertiggestellt. Die offizielle Eröffnung des Cargo Centers am BER ist für den 03. Juli terminiert, im August folgt dann der Umzug und die Aufnahme der Arbeiten.

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Bis September werden wir einen Fahrplan vorlegen, wann wir den Flughafen eröffnen, was das kostet und wie der Weg dahin aussieht."

„:envihab“ – Weltraum-Forschungsmodul auf dem Boden

Nur wer schon einmal die Erde aus der Erdumlaufbahn betrachten konnte, darf in diesem Kreis Mitglied werden: Zur Association of Space Explorers (ASE) gehören rund 400 Raumfahrer aus 35 Ländern. Mehr als 80 von ihnen werden vom 01. bis zum 05. Juli 2013 in Köln versammelt sein, um am 26. "Planetaren Kongress" teilzunehmen. Gleichzeitig wird mit :"envihab" eine neue Forschungsanlage eröffnet, die auf besondere Weltraummissionen vorbereiten will.

Den Kongress richtet dieses Jahr das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für die ASE aus. In derselben Woche dann – am 05. Juli 2013 – eröffnet mit dem ":envihab" des DLR eine weltweit einzigartige Forschungsanlage, in der die Wissenschaftler unter exakt kontrollierbaren Umweltbedingungen unter anderem die Isolationsbedingungen von Langzeitmissionen im Weltall simulieren können.

Im Anschluss daran organisiert das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin vom 07. bis 12. Juli 2013 den 19. "Humans in Space"-Kongress, der sich mit der Verbindung von Raumfahrtforschung und der irdischen Medizin beschäftigt.

ASE will Menschen für Raumfahrt begeistern

Der deutsche ESA-Astronaut Reinhold Ewald ist sich aus eigener Erfahrung sicher: "Der Mensch ist wie für den Weltraum geschaffen und kann dadurch den Weltraum auch für die Forschung nutzen." 1997 führte er Experimente an Bord der russischen Raumstation MIR durch. Um Faszination und Nutzen der Raumfahrt der Öffentlichkeit zu vermitteln, veranstaltet die ASE jedes Jahr in einem anderen Land ihren Kongress.

"Astronauten und Kosmonauten sind die besten Botschafter für die Forschung im Weltraum", betont Ewald, Vorstandsmitglied der ASE und in diesem Jahr der einladende Astronaut, der seine Kollegen nach Deutschland bringt. Zum Programm gehören dabei Fachsitzungen in Köln, Aachen und Bonn sowie deutschlandweit Vorträge an verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen, Treffen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft, Publikumsdiskussionen und vor allem Gespräche mit Schulklassen wie beispielsweise in den DLR-School_Labs in Bremen, Berlin oder Köln.

Schwester-Labor zur ISS

Um die aktuelle Forschung, bei der die Medizin im Weltall und auf der Erde im Mittelpunkt steht, geht es dann am 05. Juli 2013 mit der Eröffnung der ":envihab"-Forschungsanlage. ":envihab ist sozusagen das irdische Schwester-Labor zur Internationalen Raumstation ISS", sagt Prof. Rupert Gerzer, Leiter des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin. Das Gebäude vereint verschiedene Geräte und Anlagen, die Studien unter exakt kontrollierbaren Bedingungen ermöglichen.

Kernstück der Anlage ist eine Zentrifuge, die eine Beschleunigung bis zur sechsfachen Schwerkraft ermöglicht, und unter anderem auch während der Probandenfahrt Ultraschall-Bilder aufnehmen kann. Ein Schlaflabor bietet Raum für zwölf Probanden, um dort Isolationsstudien über einen längeren Zeitraum durchführen zu können. Ein Magnetresonanztomographie-Gerät gehört ebenso zur Ausstattung wie ein Physiologie-Labor und ein Druckbereich, in dem Höhen bis zu 5.500 Metern simuliert werden können.

"Die Einrichtung ist in dieser Ausstattung weltweit einzigartig", betont DLR-Institutsleiter Prof. Rupert Gerzer. Erste kleinere Studien sollen die neuen Anlagen erproben, die erste Großstudie ist für 2014 vorgesehen. An der Eröffnung des :envihab nehmen alle bereits geflogenen deutschen Astronauten teil sowie Alexander Gerst, der im Mai 2014 zur Internationalen Raumstation starten wird.

"Humans in Space"-Symposium

Die Verbindung von Forschung in solchen Einrichtungen auf der Erde und der Forschung im Weltraum ist Thema des 19. "Humans in Space"-Symposiums, das das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin vom 07. bis 12. Juli 2013 in Köln organisiert. "Unser Hauptziel ist es, in Zukunft das große Potential der Weltraumforschung dafür zu nutzen, grundlegende wissenschaftliche Fragen zu beantworten", betont Prof. Rupert Gerzer vom DLR.

Das Spektrum der wissenschaftlichen Veranstaltung reicht von Astrobiologie über Psychologie, von Weltraumtourismus bis hin zu den Erkenntnissen, die aus der Mars500-Mission gewonnen werden konnten. Zur Eröffnung werden die Gewinner des internationalen Jugend-Kunst-Wettbewerbs vorgestellt. Dazu hatten Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren Werke zum Thema "Wie wird der Mensch Wissenschaft und Technologie nutzen, um den Weltraum zu erkunden und welche Rätsel werden wir lösen?" eingereicht.

Heli Aviation auf der Helitech in London

Auf der Messe in ExCel London sind die Top-Unternehmen aus der Hubschrauber-Branche vertreten. Sie bietet jedes Jahr eine vollständige Palette an Innovationen und Fortschritten in der Hubschrauberindustrie sowie die neusten Hubschrauber. Um ihren internationalen Bekanntheitsgrad weiter auszubauen, präsentiert sich die Heli Aviation vom 24. bis 26. September auf der englischen Helitech International.

Auf der größten europäischen Fachmesse für Hubschrauber können Besucher sich eingehend und umfassend über neueste Entwicklungen, Trends, Dienstleistungen und Produkte aus den unterschiedlichsten Bereichen informieren. Die Helitech International dient aber auch als Kommunikations- und Informationsplattform der Hubschrauberbranche und bietet zudem den ausstellenden Firmen die Gelegenheit sich einem globalen Fachpublikum zu präsentieren.

Die Heli Aviation GmbH informiert die Messebesucher über den Schwerpunkt der Aus- und Weiterbildung von Hubschrauberpiloten (PPL, CPL, ATPL, FI, IR, MCC, Type Ratings, etc.), von Luftfahrtbesatzungen und Bodenpersonal in Deutschlands wohl größter und modernster Flugschule – der national und internationalen Heli Aviation TRAINING ACADEMY, ihren EASA Part-145 Hubschrauber-Wartungsbetrieb, die zahlreichen Hubschrauber-Dienstleistungen bis hin zum Kauf einer Guimbal Cabri G2.

Der Stand ist der Messestand N14, vom 24. bis 26. September, auf der Helitech International 2013 in ExCel London.

Reisetipps mit Low-Cost-Airlines vom Hamburg Airport

"Wer früh bucht, kommt günstiger weg." An diese Grundregel sollten sich Urlaubswillige normalerweise halten, wenn sie bei ihrer Reise Geld sparen wollen. Das heißt allerdings nicht, dass Kurzentschlossene automatisch auf günstige Preise verzichten müssen. Dank diverser Low-Cost-Anbieter sind auch kurzfristig noch günstige Flüge in europäische Top-Destinationen erhältlich.

Vueling bedient drittes Spanien-Ziel Málaga…

Pünktlich zu den Sommerferien nimmt Vueling ihre dritte Verbindung von Hamburg auf. Die spanische Airline fliegt ab dem 18. Juni gleich dreimal wöchentlich von Hamburg aus an die Costa del Sol nach Málaga. Direkt an der spanischen Sonnenküste gelegen, verbindet Málaga entspannte Strandatmosphäre mit kultureller Fülle.

Im historischen Zentrum können Kunstinteressierte auf den Spuren Pablo Picassos wandern, sich von der Pracht der Palastbauten verzaubern lassen oder zu den Kastagnetten-Klängen des andalusischen Flamencos tanzen. Neben Vueling wird diese Strecke auch täglich von airberlin bedient.

… und in Italien Florenz – Rom mit easyJet

Ebenfalls mit Vueling geht es bereits seit März dieses Jahres dreimal pro Woche von Hamburg in die europäische Kulturhauptstadt Florenz. Hier kommen Genießer, Weinkenner und Modefreaks auf ihre Kosten. Kaum woanders in Europa pulsiert eine Metropole, deren historische Innenstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, derartig gewaltig. One-way-Tickets sind auch in der Ferienzeit bereits ab 39,99 Euro erhältlich.

Alttraktives Ziel neben Florenz ist in Italien auch die Hauptstadt Rom ab Hamburg: Seit 29. März geht es mit easyJet täglich auf Entdeckungsreise in die ewige Stadt. Rom fasziniert mit eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten der Zeitgeschichte und elegantem, kosmopolitischem Flair. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft airberlin bietet dieses Ziel zusätzlich täglich an.

Vueling und Germanwings steuern täglich Barcelona an

Das quirlige Barcelona rund um das Wahrzeichen Sagrada Familia ist ein Highlight für alle, die im Urlaub die perfekte Kombination von Sonne und Großstadt-Feeling suchen. Von Hamburg aus bieten gleich zwei Günstig-Airlines diese Sommer-Verbindung an. Vueling bedient diese Strecke bereits seit Frühjahr 2012.

Mit Vueling ist die Heimatbasis der spanischen Airline seit kurzem sogar täglich erreichbar. Mit Germanwings fliegt auch eine deutsche Fluggesellschaft in die 1,6-Millionen-Metropole am Mittelmeer – mit fünf Verbindungen pro Woche.

Edinburgh mit easyJet

easyJet fliegt seit dem 21. März in die schottische Hauptstadt Edinburgh. Hier ist die schottische Geschichte nahezu greifbar und bildet einen aufregenden Kontrast zum modernen Großstadtleben. Als Festivalstadt bietet Edinburgh eine einmalige Auswahl an Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Musik, Literatur und Wissenschaft.

Starke Sonnenwinde reduzieren derzeit Strahlungsbelastung im Flugzeug

Derzeit brodelt die Sonne. Ihre Oberfläche ist von Sonnenflecken übersät, immer wieder kommt es zu Materie-Ausbrüchen und der Erde weht ein besonders starker Sonnenwind entgegen. Gleichzeitig jedoch nimmt die Strahlenexposition auf Reiseflughöhen ab. Dieses spannende Phänomen konnten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun an Bord des Forschungsflugzeugs Falcon bestätigen.

"Seit 2004 untersuchen wir im DLR die Strahlenexposition auf Reiseflughöhen", sagt Dr. Matthias Meier, Leiter der Arbeitsgruppe Strahlenschutz in der Luftfahrt, vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. "Schon vorangegangene Messungen gaben keinen Anlass zur Beunruhigung. Jetzt haben wir die bisher geringsten Strahlungswerte beobachten können."

Sonnenaktivität nahe am solaren Maximum

Die Sonne durchläuft einen natürlichen Zyklus, in dem sie wie jetzt 2013 etwa alle 11 Jahre besonders aktiv ist. Wie eine Schutzblase schirmt dabei das Magnetfeld des Partikelwindes unseres Zentralgestirns die von außen ins Sonnensystem dringende kosmische Strahlung ab. "Ist der Sonnenwind wie aktuell stärker, dringen weniger der energiereichen Teilchen aus den Tiefen des Weltraums bis ins Innere des Sonnensystems zur Erde vor", erklärt Meier.

Der Sonnenwind selbst leistet keinen Beitrag zum Strahlungsfeld auf Reiseflughöhen, da die Partikelstrahlung der Sonne im Allgemeinen zu energiearm ist, um tief genug in die Atmosphäre vorzudringen. Die energiereiche kosmische Strahlung dagegen trifft in oberen Schichten der Erdatmosphäre weit über den üblichen Flugkorridoren in rund zehn Kilometern Höhe auf die verschiedenen Moleküle der Luft. "Dabei entstehen Sekundärteilchen, deren Wechselwirkung mit Materie wir mit unseren Detektoren nachweisen können", so Meier weiter.

Messreihen in der Höhe über Bayern und Norwegen

Im Mai 2013 war die DLR-Falcon über Bayern und Südnorwegen unterwegs. Vom Heimatflughafen in Oberpfaffenhofen bei München flogen die Forscher zunächst über Bayern, dann nach Aalborg in Dänemark und von dort weiter nach Oslo. Im bayerischen und norwegischen Luftraum führten sie Messflüge in Höhen zwischen neun und zwölf Kilometern durch. "Nun liegen erste Ergebnisse vor", sagt Meier. "Die Messungen haben gezeigt, dass die Strahlenexposition auf Reiseflughöhen gegenüber den Vergleichsmessungen, die wir Ende 2007 nahe am solaren Minimum durchgeführt haben, durch die stärkere Sonnenaktivität um ungefähr zehn Prozent reduziert war."

Die natürliche Höhenstrahlung lässt sich besonders gut in den Polarregionen der Erde untersuchen. "Vom Äquator bis etwa zum 60. Breitengrad ist eine Abschirmung des Strahlungsfeldes der galaktischen kosmischen Strahlung auf Reiseflughöhen durch das Erdmagnetfeld beobachtbar", erklärt Meier. In Richtung der Pole, wo die Magnetfeldlinien auf die Erde treffen, gelangen energiereiche kosmische Teilchen davon weitgehend unbeeinflusst bis in die Atmosphäre.

Weltraumwetterbeobachtung zur Reduktion der Strahlendosis

Sonnenstürme, genauer gesagt Sonneneruptionen, die mit der Emission sehr energiereicher Teilchen verbunden sind, können grundsätzlich insbesondere im Polarbereich auch zu kurzzeitig signifikant erhöhten Expositionen führen. "Dies findet allerdings nur äußerst selten statt; die meisten dieser Weltraumwetterereignisse führen sogar aufgrund des durch diese Teilchen erzeugten Magnetfelds zu einer Reduktion der Strahlenexposition auf Reiseflughöhen. Eine genaue Aussage ist im Einzelfall nur aufgrund differenzierter Informationen möglich", erläutert Meier.

Die jüngsten Ergebnisse zeigen: Auch auf polaren Routen liegt die Strahlenexposition des fliegenden Personals weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Ungeachtet dessen arbeiten die Wissenschaftler an der Entwicklung zeitnaher Weltraumwetterwarnungen und operationeller Verfahren für Flugbetriebe, um die Strahlenexposition für Fliegendes Personal und Passagiere auch unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls so gering wie möglich zu halten.

Flughafen Wien: Rückgang im Mai besonders beim Ost-Verkehr

Die Passagierentwicklung verzeichnete im Mai 2013 im Vergleich zum Mai 2012 mit einem Minus von 0,8 Prozent einen geringen Rückgang auf insgesamt 1.969.800 Fluggäste. Die Flugbewegungen verzeichneten einen Rückgang von 5,1 Prozent und das Höchstabfluggewicht (Maximum Take Off Weight) sank um 3,8 Prozent und das Frachtaufkommen reduzierte sich um 7,5 Prozent.

Die Anzahl der Lokalpassagiere ist im selben Zeitraum um 1,1 Prozent gestiegen. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Mai 2013 einen Rückgang von 4,6 Prozent gegenüber dem Mai 2012.

Osteuropa verzeichnete bei den Passagierzahlen im Vergleich zum Mai 2012 ein Minus von 2,8 Prozent. Die Anzahl der Passagiere nach Westeuropa stieg um 1,8 Prozent. Der Nahe und Mittlere Osten verzeichnete im Mai 2013 einen Passagierrückgang von 10,7 Prozent.

Passagiere: Lokalpassagiere: Transferpassagiere:Maximum Take Off Weight (in Tonnen):Flugbewegungen (an + ab):Cargo in Tonnen (Luftfracht und Trucking):

  Mai 2013 Veränderung in % Januar bis Mai 2013 Veränderung in %
Passagiere: 1.969.800 -0,8 8.177.673 -2,2
Lokalpassagiere: 1.386.485 +1,1 5.707.499 0,0
Transferpassagiere: 581.270 -4,6 2.462.234 -6,4
Maximum Take Off Weight (in Tonnen): 705.386 -3,8 3.105.135 -5,5
Flugbewegungen (an + ab): 20.733 -5,1 92.244 -6,5
Cargo in Tonnen (Luftfracht und Trucking): 20.486 -7,5 101.899 -7,5

 

Flugzeuge erstmals über ADS-B von Satellit aus geortet

Ein A320 über Schottland war das erste Flugzeug, den das Empfangsgerät des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus dem Weltall "sehen konnte" – und somit belegte: Eine Ortung von Flugzeugen ist auch von Satelliten aus möglich. Seit dem 07. Mai 2013 kreist der ESA-Satellit PROBA-V um die Erde, mit an Bord ist ein Empfänger für die ADS-B-Signale (Automatic Dependance Surveillance – Broadcast) der Flugzeuge.

Am 23. Mai 2013 schließlich ging das Gerät erstmals in Betrieb und empfing innerhalb von zwei Stunden in 820 Kilometern Höhe mehr als 12.000 ADS-B-Signale. "Das war weltweit der erste Versuch dieser Art – und jetzt haben wir den Nachweis, dass diese Methode funktioniert", betont DLR-Projektleiter Toni Delovski.

Flugzeugortung in den Radar-Lücken der Ozeane

Über 100 Flugzeuge konnten die Wissenschaftler beim ersten Überflug über die Britischen Inseln, Ostasien und Australien mit eingeschaltetem Empfänger orten. "Von einigen haben wir auch mehrere Positionen feststellen können, so dass wir die Flugroute ableiten konnten." Ein Mal pro Sekunde senden die Flugzeuge Signale, die unter anderem Angaben zu Position oder Geschwindigkeit enthalten. Auch die Kennung der Flugzeuge, das "Nummernschild", wird übertragen. Doch sobald sie aus den Reichweiten des Bodenradars fliegen, endet die kontinuierliche Flugüberwachung.

"Flugzeuge, die zum Beispiel von Europa nach Brasilien fliegen, verschwinden über dem Atlantik vom Radar und werden erst wieder kurz vor Südamerika für die Bodenstation sichtbar." In den ozeanischen Lufträumen und über Regionen mit geringer Flugsicherungs-Infrastruktur ist eine kontinuierliche radarbasierte Überwachung des Luftverkehrs derzeit nicht gegeben. Die Ortung aus dem All könnte diese Lücke in Zukunft schließen. "ADS-B over Satellite" ist ein Gemeinschaftsprojekt des DLR-Instituts für Raumfahrtsysteme und des DLR-Instituts für Flugführung in Kooperation mit dem Luxemburger Partner SES TechCom. Das DLR entwickelte die Nutzlast für den Satelliten, SES TechCom das Datenzentrum.

Praxistest soll Leistungsfähigkeit zeigen

Bereits erste Versuche, bei denen der ADS-B-Empfänger mit einem Stratosphären-Ballon in die Höhe stieg, verliefen erfolgreich. Auch die bisherigen Modellrechnungen am Computer bestätigten die Wissenschaftler. "Aber Berechnungen sind nun mal Berechnungen", schränkt Toni Delovski ein. "Im Weltraum gibt es schließlich Einflussgrößen, die man nicht so gut kennt." Den Praxistest aus 820 Kilometern Höhe hat das System mit den ersten Daten bestanden. Nun kommt die umfangreiche Auswertung auf die DLR-Wissenschaftler zu. "Wir kontrollieren jetzt zum Beispiel, wie vollständig unser Empfänger im Weltall die Flugzeuge erfasst hat", sagt Projektleiter Delovski.

Auch wenn das System später in Regionen zum Einsatz kommen soll, in denen es keine Abdeckung mit Radarbodenstationen gibt, sind die Wissenschaftler für den Anfang auf genau diese angewiesen: Erst der Abgleich mit den vom Boden aus erfassten Flugzeugen wird zeigen, wie genau der DLR-Empfänger an Bord des Satelliten arbeitet. Welche Flugzeuge wurden geortet? Gibt es Regionen, in die der ADS-B-Empfänger im Weltraum nur schlechten Empfang hat? Welche Signalstärke empfängt er?

Ist die Qualität des Empfängers untersucht und ausgewertet, wissen die DLR-Wissenschaftler, wie erfolgreich der Empfänger in den nicht durch Bodenstationen abgedeckten Regionen arbeiten kann. "Da könnte dann unser System aus dem Weltraum zum Einsatz kommen", sagt Abteilungsleiter Jörg Behrens. Mit dieser Ortung von einem Satelliten aus könnten beispielsweise Flugrouten effektiver geplant und Flugzeuge in einem nicht radarüberwachten Bereich in einem geringeren Sicherheitsabstand fliegen.

Erster Airbus A330-300 für Cebu Pacific

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Cebu Pacific hat im Rahmen einer besonderen Zeremonie heute in Toulouse ihre erste A330-300 übernommen. Das Flugzeug ist das erste von vier A330, die Cebu Pacific vom US-Leasingunternehmen CIT geleast hat und das zur Einführung der neuen Low Cost-Langstreckenflüge der Fluggesellschaft eingesetzt werden soll.

Cebu Pacific hat für ihre A330-Flotte eine Einklassenkabine mit 436 Sitzen gewählt. Die Airline wird das erste Flugzeug zunächst auf regionalen Mittelstrecken einsetzen, bevor im Oktober die ersten Langstreckenflüge nach Dubai eingeführt werden.

Langstreckenflugzeug für Direktflug Manila – Dubai

"Die Auslieferung unseres ersten Großraumflugzeugs stellt einen Meilenstein für Cebu Pacific dar", sagte Lance Gokongwei, President und Chief Executive Officer von Cebu Pacific. "Mit der Aufnahme der hocheffizienten A330 in unsere Flotte werden wir unschlagbare Betriebkosten erzielen und unseren Fluggästen die günstigsten Flugpreise bieten können. Darüber hinaus werden wir die einzige philippinische Fluggesellschaft sein, welche Direktflüge zwischen Manila und Dubai anbietet, was mehrere Zwischenstopps oder Anschlussflüge vermeidet."

"Wir freuen uns, Cebu Pacific als einen neuen A330-Betreiber willkommen zu heißen", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. "In der von der Airline gewählten Konfiguration wird die A330 die niedrigstmöglichen Betriebskosten pro Sitz bieten. Dies wird es Cebu Pacific ermöglichen, ein extrem konkurrenzfähiges Produkt anzubieten und so seinen Service auch für Langstreckenrouten bereitzustellen."

47 Airbus A320 fest bestellt

Die A330 wird eine vorhandene Flotte von Single-Aisle-Flugzeugen der A320-Familie ergänzen, die Cebu Pacific in ihrem großen Inlands- und regionalen Netz einsetzt, das zurzeit 34 nationale und 22 internationale Destinationen in ganz Asien umfasst. Neben den geleasten A330 hat die Fluggesellschaft 47 Flugzeuge der A320-Familie bei Airbus fest in Auftrag gegeben, darunter 30 A321neo der neuesten Generation.

Die A330 ist das heute am weitesten verbreitete Großraumflugzeug. Airbus hat für die verschiedenen Varianten dieses Produkts bisher mehr als 1.200 Aufträge verbucht und mehr als 900 A330 fliegen bei rund 100 Betreibern weltweit.

Fundsachenversteigerung mit Sepp Mittermeier in München

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Rund 250 Fundsachen, die am Münchner Flughafen verloren oder vergessen wurden, kommen am kommenden Samstag, den 15. Juni 2013, ab 13:00 Uhr im Kanonenhof des Bayerischen Nationalmuseums in München unter den Hammer. Das Spektrum der Auktionsgüter reicht von Armbanduhren, über Sonnenbrillen, Taschen, Laptops, Spiegelreflexkameras und Handys bis hin zu Bekleidung und Schmuck.

Schnäppchenjäger können auch für ungeöffnete Koffer bieten, die als "Überraschungspakete" versteigert werden. Interessenten haben am Versteigerungstag von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr die Gelegenheit, die Fundsachen zu besichtigen.

Versteigert werden die Fundstücke wieder von Josef "Sepp" Mittermeier. Die ersteigerten Fundsachen müssen bar bezahlt werden. Bei der Versteigerung handelt es sich um eine Open Air Veranstaltung. Daher behält sich der Veranstalter vor, die Versteigerung bei schlechter Witterung abzusagen und gegebenenfalls an einem späteren Termin nachzuholen.

Frankfurter Flughafen mit Passagier-Rekord für Mai 2013

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Im Mai 2013 hat die Fraport AG an ihrem Heimatstandort Frankfurt mehr als 5,13 Millionen Fluggäste begrüßt. Nie zuvor sind in einem Monat Mai mehr Passagiere an Deutschlands größtem Luftverkehrsdrehkreuz angekommen oder abgeflogen. Der Wert entspricht einem Plus von 0,4 Prozent gegenüber der bisherigen Bestmarke aus dem vergangenen Jahr.

Diese Entwicklung ist umso erfreulicher, da die Airlines durch die außergewöhnliche Fülle von Feier- und Brückentagen im Mai mit einer Flugplanausdünnung reagierten, die insbesondere den Inlands- und Kontinentalverkehr betraf. Der bestimmende Wachstumstreiber in Frankfurt bleibt unverändert der Interkontinentalverkehr mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent.

Der Feiertagseffekt ließ auch die Zahl der Flugbewegungen um 2,6 Prozent auf rund 41.930 Starts und Landungen zurückgehen. Das wirkte sich ebenso leicht rückläufig auf das Cargo-Aufkommen aus, welches im Mai bei gut 173.600 Tonnen und damit 0,7 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Die Höchststartgewichte reduzierten sich entsprechend um 2,4 Prozent auf knapp 2,5 Millionen Tonnen.

Insgesamt fertigten die Flughäfen mit Fraport-Mehrheitsbeteiligung im vergangenen Mai fast 9,6 Millionen Fluggäste (plus 7,1 Prozent) ab. Vor allem die Flughäfen in Lima und Antalya trugen mit zweistelligen Zuwachsraten erneut zum positiven Ergebnis bei: Den Airport der peruanischen Hauptstadt nutzten rund 1,25 Millionen, die türkische Urlaubsdestination zählte gut drei Millionen Passagiere. Die Flughäfen Varna und Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste verzeichneten gemeinsam gut 183.000 Fluggäste.

Verkehrszahlen für den Flughafen Frankfurt

Gesamtverkehr Monat Veränderung in % Kum 2013
Passagiere1 5.130.301 0,4 21.734.107 1,5
Cargo (Fracht+Post in t)2 173.641 -0,7 49.739 0,5
Flugzeugbewegungen 41.932 2,6 87.162 -4,3
Höchststartgewichte (in t) 2.490.209 2,4 11.177.021 -4,2  
Pünktlichkeit 85,6   82,0  

1. Gewerblicher sowie nichtgewerblicher Verkehr

2. Cargo inklusive Transit

Airbus hält an Zeitplan für Erstflug von A350-XWB fest

Airbus bleibt nach dem derzeitigen Projektstatus und den laufenden Tests beim Zeitplan für den Erstflug des A350 XWB an diesem Freitag, den 14. Juni. Wenn die Wetterbedingungen es zulassen, wird der A350 XWB "MSN1" um 10:00 Uhr Ortszeit vom Flughafen in Toulouse-Blagnac abheben.

Die A350 XWB Testflug-Besatzung führt nun die letzten Checks an der MSN1 durch, bevor sie für den Erstflug am Freitag Grünes Licht geben. Die letzten Boden-Tests, einschließlich des Hochfahrens der Treibstoff-effizienten Rolls-Royce Trent XWB-Triebwerke am 02. Juni, wurden bereits erfolgreich abgeschlossen.

Der Airbus A350 XWB ist ein völlig neues Langstrecken-Flugzeug mittlerer Größe, das drei Versionen mit 270 bis 350 Sitplätzen umfasst. Es soll vergleichsweise bis zu 25 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und planmäßig Mitte 2014 in Dienst treten. Bisher sind bei Airbus schon 613 feste Bestellungen von 33 Kunden weltweit für das neue Flugzeug eingegangen.

Krisen-Kommunikation durch Télécoms Sans Frontières geht weiter

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Das europäische Raumfahrtunternehmen Astrium hat seinen Partnerschaftsvertrag mit Télécoms Sans Frontières (TSF) verlängert. Damit wird es zahlreiche Hilfsmissionen der Nichtregierungs­organisation in Katastrophen- und Krisengebieten auch weiterhin durch die Bereitstellung von Satellitenkommunikationsdiensten unterstützen.

In den vergangenen 14 Jahren wurde TSF von dem durch Astrium Services übernommenen Anbieter Vizada mit Telekommunikationsdiensten versorgt. TSF ist eine führende nichtstaatliche Organisation (NGO) und auf den Aufbau von Notfall-Kommunikationsinfrastrukturen spezialisiert. TSF ermöglicht Betroffenen und Rettungskräften die mobile Kommunikation in Krisengebieten bei Ausfall der terrestrischen Systeme.

Ersthilfe für Kommunikations-Dienste

Bei bewaffneten Konflikten oder Naturkatastrophen wird die lokale terrestrische Telekommunikationsinfrastruktur häufig zerstört oder überlastet; auch Mobilfunknetze werden oft beschädigt. Als "First Responder" ist TSF schnell vor Ort und unterstützt dort Hilfsmaßnahmen sowie humanitäre Organisationen bei der Planung und Koordination der Hilfsaktionen. Durch seine Kommunikationsdienste hat TSF vielen tausend Betroffenen die Kontaktaufnahme mit ihren Familien ermöglicht.

"Astrium Services stellt TSF ein komplettes Paket von Satellitenkommunikationslösungen zur Verfügung. So kann eine Hilfsorganisation binnen Minuten Notfallkommunikationszentralen einrichten, Notfallhilfsabläufe optimieren und damit die Effizienz ihrer humanitären Einsätze erhöhen.", sagte Erik Ceuppens, Business Communications Executive Director bei Astrium Services. "Astrium Services stellt Satellitenausrüstung, Übertragungszeiten, Mehrwertdienste sowie eine Vielzahl von Sprach-, VoIP-, Daten-Applikationen und einsatzkritischen Anwendungen bereit und ermöglicht TSF den Aufbau von Sprach- und Breitbandverbindungen zu Orten auf der ganzen Welt."

TSF-Präsident Jean-François Cazenave: "Stabile Satellitenverbindungen sind das A und O unserer Arbeit. Wir nutzen sie auf vielfältige Weise, um Opfern von Naturkatastrophen oder bewaffneten Konflikten zu helfen, etwa durch die Organisation von Nahrungsmitteln und medizinischen Versorgungsgütern, oder um den Kontakt zwischen den Helfern vor Ort und der Einsatzzentrale sowie zwischen Vertriebenen und ihren Familien herzustellen. Die Unterstützung von Astrium Services ist dabei unentbehrlich. Das Unternehmen hilft uns, Verbindungen aufrecht zu erhalten. Seine Dienste spielen eine überaus wichtige Rolle für die Unterstützung der betroffenen Bevölkerung und der humanitären Hilfsorganisationen."

Dienstleister in Krisensituationen

Im vergangenen Jahr halfen die von Astrium Services bereitgestellten Satellitenkommunikationsausrüstungen und Übertragungszeiten in der krisengebeutelten Sahelzone Afrikas mehr als 4.200 Flüchtlingen in Timbuktu dabei, ihre Angehörigen zu erreichen, und gewährleisteten regierungsunabhängigen Organisationen zuverlässige Sprach- und Internetverbindungen, um mit ihrer Zentrale sowie lokalen Behörden in Kontakt zu bleiben. In Mali ermöglichte TSF über seine 14 Satellitenstandleitungen Krisenopfern insgesamt 550 Anrufe – für viele die erste Kontaktmöglichkeit seit Monaten. Im Februar wurde das Mobilfunknetz des Landes zum Teil wiederhergestellt.

Für die Rückführung verwundeter Zivilisten aus Konfliktgebieten und die Versorgung belagerter Städte mit Medikamenten errichtete TSF in Syrien im Jahr 2012 einen logistischen Telekommunikationssupport. Ein Hilfsteam vor Ort kümmerte sich um die Auslieferung von Kommunikationsgeräten an diverse medizinische Einrichtungen und entsprechende Schulungen für das medizinische Personal.

Astrium Services liefert seine Kommunikationslösungen nicht nur an TSF, sondern auch an ein großes Netz weltweit tätiger humanitärer Hilfsorganisationen und unterstützt ihre Hilfsteams vor Ort bei der raschen und effizienten Koordination von Hilfseinsätzen.

Hamburg Airport zum „Best Airport Europe“ wiedergewählt

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Hamburg Airport darf sich weiterhin offiziell "Best Airport Europe" nennen. Der Flughafen Hamburg verteidigte seinen Titel und erhielt zum zweiten Mal den anerkannten ACI (Airport Council International Europe) Award in der Kategorie 10-25 Millionen Passagiere.

Hamburg Airport erhält den Award für exzellente Arbeit in fast allen bewerteten Kategorien, entschied die Jury. Insbesondere der starke Fokus des Hamburger Flughafens auf Umweltschutz, die aktive Social-Media-Arbeit sowie ein transparenter Dialog mit der Öffentlichkeit und den Nachbarn des Flughafens, wurden bei der Verleihung hervorgehoben. Olivier Jankovec, Director General ACI EUROPE, Angela Gittens, Director General ACI WORLD und Frank Brenner, Director General EUROCONTROL, überreichten die Awards an die Gewinner-Airports.

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport: "Dass wir in diesem Jahr zum zweiten Mal mit dem Titel "Best Airport Europe" ausgezeichnet wurden, ist eine große Ehre. Wir sind besonders stolz auf die Auszeichnung unseres Engagements für nachhaltige Umweltarbeit und transparente Kommunikation mit der Öffentlichkeit, denn als hochmoderner Stadtflughafen trägt Hamburg Airport eine besondere Verantwortung für den nachhaltigen Schutz der Umwelt und ein gutes Verhältnis mit seinen Nachbarn."

Eine renommierte Jury aus unabhängigen Experten, unter anderem die European Passengers´ Federation, EUROCONTROL sowie die Disabled People’s Organisation (Dänemark), wählte anhand einer aussagekräftigen Unternehmensbewerbung den besten Flughafen Europas in vier verschiedenen Kategorien (1- 5 Mio. Passagiere, 5-10 Mio. Passagiere, 10-25 Mio. Passagiere und über 25 Mio. Passagiere) aus.

Die Awards wurden im Zuge der 23. ACI Europe Generalversammlung des Gastgebers TAV Airports in Istanbul beim festlichen Gala Dinner vor 450 Führungspersönlichkeiten aus der Industrie- und Luftverkehrsbranche verliehen. Europaweit wurden Flughäfen in Kernbereichen wie Kundenservice, Umwelt oder einer transparenten Öffentlichkeits- und Nachbarschaftsarbeit bewertet.

ACI Europe vertritt die Interessen von rund 450 Airports in 46 europäischen Ländern. Die Mitglieder-Airports sorgen für die Abwicklung von rund 90 Prozent des kommerziellen Luftverkehrs in Europa und begrüßen jährlich über 1,5 Millionen Fluggäste. Die ACI Europe Best Airport Awards wurden 2013 bereits zum neunten Mal ausgelobt.

Mehr Flüge vom Leipzig/Halle Airport auf die Kanaren

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Leipzig/Halle Airport bietet in der Sommersaison zusätzliche Flüge nach Fuerteventura und Gran Canaria an. Für den Reiseveranstalter FTI Touristik starten jeweils sonntags Maschinen der Fluggesellschaft SunExpress Deutschland nach Fuerteventura und Gran Canaria. In der bis Ende Oktober andauernden Sommersaison hat FTI Touristik insgesamt 26 zusätzliche Flüge ab Leipzig/Halle ins Programm genommen.

Jeweils 13 Starts nach Gran Canaria beziehungsweise Fuerteventura ergänzen den Flugplan. Damit sind auch für den Zeitraum der Herbstferien zusätzliche Angebote auf die Kanarischen Inseln verfügbar.

In der kommenden Wintersaison, die von Ende Oktober bis Ende März 2014 gilt, bietet FTI Touristik vier Mal wöchentlich unter anderem Reisen zu den Urlaubszielen Fuerteventura, Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und La Palma ab Leipzig/Halle an.

"Die Kanaren zählen zu den beliebtesten Urlaubszielen und versprechen ihren Gästen ganzjährig sommerliche Temperaturen und Erholung." erklärt Dierk Näther, Geschäftsführer des Flughafens Leipzig/Halle, und ergänzt "Die zusätzlichen Angebote unterstreichen einmal mehr das Potential unseres Flughafens, der seinen Passagieren das umfangreichste Angebote an Urlaubszielen in Mitteldeutschland und darüber hinaus bietet."

Sommerflugplan 2013

Der Sommerflugplan, gültig bis 27. Oktober, umfasst 53 Destinationen in 16 Ländern, die von 22 Airlines angesteuert werden. In der diesjährigen Sommersaison werden allein rund 40 Sonnenziele am Mittelmeer, im Atlantik sowie Schwarzen und Roten Meer angeflogen.

Rekord-Geschwindigkeit im Eurocopter X3

Eurocopters Hybridhubschrauber X3 hat neue Horizonte eröffnet: Mit einer Geschwindigkeit von 255 Knoten (472 km/h) im stabilen Horizontalflug gelang der Maschine am 07. Juni eine neue Bestmarke. Wenige Tage zuvor erreichte der X3 im Sinkflug die Geschwindigkeit von 263 Knoten (487 km/h). Mit diesen beiden Erfolgen übertrifft der Hubschrauber seinen inoffiziellen Geschwindigkeitsrekord.

Der Eurocopter X3 erzielte diesen historischen Meilenstein von 255 Knoten während eines Testflugs von 40 Minuten in einer Höhe von 10.000 Fuß (ca. 3.000 Meter) über der südfranzösischen Stadt Istres. Diese Leistung reiht sich in eine große Anzahl eindrucksvoller Erfolge des X3 ein, der als Technologiedemonstrator für ein modernes und wirtschaftliches Senkrechtstart-Transportsystem (Vertical Takeoff and Landing, VTOL) konzipiert wurde. Der X3 kann die Geschwindigkeit eines turbopropgetriebenen Flächenflugzeugs erreichen und verfügt gleichzeitig über die uneingeschränkten Schwebeflugeigenschaften eines Hubschraubers.

Eurocopter-Testpilot Hervé Jammayrac: "Man kann ohne Übertreibung feststellen, dass der X3 gerade bei hohen Geschwindigkeiten in seinem Element ist. Er verhielt sich sowohl bei 255 Knoten als auch bei 263 Knoten genauso wie im übrigen Flugleistungsbereich. Er zeigte eine ausgezeichnete Stabilität und niedrige Vibrationsentwicklung auch ohne jegliche Schwingungsdämpfung."

Der X3 verfügt über zwei RTM 322 Triebwerke, die einen Fünfblatthauptrotor sowie zusätzlich zwei Propeller an den Stutzflügeln antreiben. Diese Triebwerke verfügen dank modernstem Design über eine hohe Antriebskraft und großes Wachstumspotential. Die RTM 322 Variante des X3 basiert auf dem RTM 322 Triebwerk des NH90. Es beinhaltet eine digitale Steuerung (FADEC), die den Anforderungen des X3 Demonstrators angepasst wurde.

Das X3-Konzept eignet sich hervorragend für Missionen, bei denen eine hohe Reichweite, große Geschwindigkeiten sowie Senkrechtstart- und Schwebeflugfähigkeiten zu erschwinglichen Preisen gefragt sind.

Von Shuttle- bis Militärmissionen

Eurocopter hat für das innovative Konzept ein breites Einsatzspektrum vorgesehen, das von Langstrecken-Such- und Rettungseinsätzen (SAR), Küstenüberwachungs- und Grenzschutzmissionen bis hin zu Passagier- und Shuttle-Flügen für Offshore-Missionen und Städteverbindungen alles abdeckt. Durch die Kombination von hohen Reisegeschwindigkeiten und hervorragenden Senkrechtstart- und -landefähigkeiten eignet sich der X3 auch für militärische Missionen wie Sondereinsatzkommandos, Truppentransporte, SAR-Einsätze im Gefechtsfeld und medizinische Rettungsflüge. "Eurocopter wird auf Grundlage der X3-Technologien weiterhin die Standards für die Hubschrauber der Zukunft setzen. Damit bieten wir unseren Kunden neue Leistungsmerkmale im Hinblick auf Geschwindigkeit, Reichweite und Einsatzspektrum – und das bei hoher Wirtschaftlichkeit", sagte Guillaume Faury, CEO von Eurocopter.

Der X3 wurde in einem sehr kurzen Zeitraum auf Grundlage der Dauphin-Familie von Eurocopter entwickelt. Für die aktuelle Höchstgeschwindigkeit war der Demonstrator mit einer strömungsgünstigen Rotorkopfverkleidung ausgestattet, die direkt auf Werksversuche mit einer Hochgeschwindigkeits-Testversion des Dauphin DGV aus den 1990er Jahren zurückging. Zudem war auch das Fahrwerk des X3 besonders verkleidet. Mit der Dauphin DGV konnte das Eurocopter-Vorgängerunternehmen Aerospatiale bereits 1991 mit 200 Knoten (ca. 370 km/h) einen wichtigen Geschwindigkeitsrekord aufstellen.

Über die eher symbolische Bedeutung der Rekorde hinaus liefern die derzeitigen Hochgeschwindigkeitstests vor allem auch belastbare Daten, sagte Dominique Fournier, der als Flugversuchsingenieur bei den beiden letzten Meilenstein-Flügen mit an Bord war.

Wichtige Daten über Aerodynamik und Manövrierbarkeit

"Diese Flüge helfen uns, das Verhalten des Hauptrotors bei hohen Geschwindigkeiten weiter zu untersuchen und die Effizienz der neuen Rotorkopfverkleidung zu ermitteln. Denn die neue strömungsgünstige Verkleidung wird allen Modellen der Eurocopter-Produktpalette zugutekommen", betonte Fournier.

Mit diesen beiden Geschwindigkeits-Meilensteinen hat der X3 seit seinem Jungfernflug im September 2010 nun 140 Flugstunden absolviert. Nachdem der Demonstrator problemlos sein ursprüngliches Geschwindigkeitsziel von 220 Knoten (ca. 407 km/h) erreicht hatte, waren die Vorgaben unter Beibehaltung der beeindruckenden Flug-, Beschleunigungs- und Bremseigenschaften sowie einer hervorragenden Manövrierbarkeit stetig erhöht worden. Die aktuellen Ergebnisse von 255 und 263 Knoten bestätigen einmal mehr das Potenzial dieses neuartigen Konzepts.

Die Reife des Hybridkonzepts bestätigten auch die 2012 in den USA durchgeführten Vorführungen für zivile Betreiber, militärische Interessenten und Strafverfolgungsbehörden. Bei einer USA-Tournee mit Schauflügen in vier Bundesstaaten, darunter Texas und Virginia, absolvierte der X3 55 Flugstunden und wurde dabei auch von insgesamt 47 "Gastpiloten" geflogen. Nach dem Besuch in den USA, während dessen sich die Zahl der absolvierten Flugstunden mehr als verdoppelte, führte Eurocopter eine eingehende Wartungsinspektion durch, bei der sich die dynamischen Ausrüstungen und Systeme des Hybridhubschraubers als voll einsatzbereit erwiesen.

airberlin erweitert Bordangebot an Sansibar Köstlichkeiten

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Mit dem Sommer bringt airberlin noch mehr Sansibar an Bord: Ab 15. Juni gibt es eine erweiterte Auswahl der beliebten Sansibar Speisen an Bord. Neben den Sansibar Gourmetmenüs können Gäste dann auch Snacks wie Tapas, Flammkuchen, ein warmes Panini und verschiedene kalte und warme Wraps genießen.

Diese sind ohne Vorbestellung an Bord aller Kurz- und Mittelstreckenflüge ab 90 Minuten Flugdauer erhältlich. Mit den für die Sansibar typischen Feinkostkonzepten hat Herbert Seckler, Gründer und Geschäftsführer der Sansibar, diese Rezepte speziell für airberlin entwickelt.

Warme Speisen ohne Vorbestellung

Thomas Ney, Senior Vice President Guest Experience airberlin: "airberlin bietet bereits seit 2007 Köstlichkeiten aus dem Hause Sansibar an Bord ihrer Flüge an. Mit dieser einzigartigen Kooperation haben wir gemeinsam mit der Sansibar weltweit neue Maßstäbe für die Bordverpflegung gesetzt. Nach wie vor sind wir zudem die einzige Airline in Deutschland, bei der man in der Economy Class warme Menüs ohne Vorbestellung kaufen kann."

Herbert Seckler, Inhaber der Sansibar: "Urlaub fängt für die meisten schon über den Wolken an – und zu einem tollen Urlaub gehört vor allem gutes Essen. Davon haben wir in der Sansibar mehr als genug, so dass es an der Zeit war, unseren langjährigen Partner airberlin mit weiteren warmen und kalten Spezialitäten aus unserer Strandküche zu versorgen."

Vorbestellzeit je nach Kategorie

Der Großteil der 2012 verkauften Gourmetmenüs wurde spontan an Bord verkauft. Rund 20 bis 25 Prozent wurden vorbestellt. Das beliebteste Menü ist und bleibt die Currywurst. Derzeit kann eine große Auswahl von Sansibar Gourmetmenüs für Kurz- und Mittelstreckenflüge ab 60 Minuten vorab online, im Service Center der Fluggesellschaft oder im Reisebüro bestellt werden. Die erweiterte Auswahl kann bis 48 Stunden vor Abflug vorbestellt werden. Die Snacks sowie eine reduzierte Auswahl der Gourmetmenüs ist direkt an Bord von Kurz- und Mittelstreckenflügen ab 90 Minuten erhältlich.

Ausgewählte Weine aus dem berühmten Weinkeller der Sansibar sowie eine Eiscreme, zu deren Herstellung ausschließlich frische Milch und keine wie sonst übliche Trockenmilch verwendet wird, dienen der Abrundung des Sansibar Feinschmeckererlebnisses über den Wolken ab.

Airport München-Chef Kerkloh ins ACI Europe Board gewählt

Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH (FMG), wurde in Istanbul für drei Jahre in das Board des Airports Council International (ACI) gewählt.

Er übernimmt damit den Platz des Vorstandsvorsitzenden der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, der die Spitze des europäischen Flughafendachverbandes nach zwei Amtsperioden mit jeweils drei Jahren verlässt. Der ACI Europe vertritt die Interessen von über 450 Flughäfen in 44 europäischen Ländern.

"Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen die europäischen Flughäfen zurzeit stehen, muss die grenzüberscheitende Zusammenarbeit der Airports weiter verbessert werden, damit wir unsere gemeinsamen Interessen noch erfolgreicher vertreten können", erklärte Kerkloh anlässlich seiner Wahl in Istanbul.

Kerkloh war in der Vergangenheit bereits zweimal in das europäische Führungsgremium des ACI gewählt worden. Er ist überdies amtierender Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) und gehört dem Board von ACI World an, der weltweiten Interessengemeinschaft der Flughäfen.

Austrian Airlines steigert Auslastung bei erneut weniger Kapazität

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Die Passagierzahl der Austrian Airlines Group ist im Zeitraum Januar bis Mai 2013 gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent auf rund 4,2 Millionen Passagiere zurückgegangen. Grund dafür ist, dass die Kapazität um 8,6 Prozent zurückgenommen wurde. Im Rahmen der Flottenharmonisierung wurde die Flotte um vier Mittelstreckenflugzeuge reduziert.

Zusätzlich wurden im Zeitraum Januar bis Mai 2013 bis zu zwei Langstreckenflugzeuge weniger eingesetzt und auf die neue Kabine umgerüstet. Die Passagierkilometer (RPK) sind um 6,2 Prozent zurückgegangen. Die Auslastung (Passagierfaktor) verbesserte sich gegenüber Vorjahr um 1,9 Prozentpunkte auf 74,8 Prozent.

In der isolierten Betrachtung des Monats Mai 2013 beförderte Austrian Airlines rund 998.900 Passagiere. Das entspricht einem Minus von 3,6 Prozent. Grund dafür ist, dass das Angebot gemessen in ASK um 4,1 Prozent reduziert wurde. Die Passagierkilometer (RPK) sind dabei nur um 3,6 Prozent zurückgegangen. Die Auslastung der Flüge ist daher um 0,4 Prozentpunkte auf 75,4 Prozent gestiegen.

Karsten Benz, Chief Commercial Officer von Austrian Airlines: "Wir hatten im Mai zwei Flugzeuge weniger im Einsatz als im Vorjahr und auch bei den Destinationen hat sich einiges geändert. Wir haben in den letzten Monaten unrentable Strecken gestrichen und heuer im Mai mit Chicago wieder eine neue Langstrecke aufgenommen. Die steigende Auslastung zeigt, dass wir dem Markt genau das bieten, was gefragt ist."

Europaverkehr

Im Mai 2013 sind 867.300 Passagiere in Europa mit Austrian Airlines geflogen. Das sind um 2,8 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr. Die Auslastung konnte um 1,5 Prozentpunkte auf 75,3 Prozent gesteigert werden.

Im Zeitraum Jänner bis Mai 2013 sind in Europa mehr als 3,6 Millionen Passagiere mit Austrian Airlines geflogen. Das entspricht einem Minus von 2,6 Prozent. Die Auslastung ist um 3,0 Prozentpunkte auf 73,1 Prozent gestiegen.

Interkontinentalverkehr

Im Mai 2013 sind 131.500 Passagiere auf Interkontinental-Flügen mit Austrian Airlines geflogen. Das sind ca. 8,8 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr. Die Auslastung ist um 0,6 Prozentpunkte auf 75,5 Prozent zurückgegangen.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2013 sind 613.100 Passagiere auf Interkontinental-Flügen mit Austrian Airlines geflogen. Das sind um 9,1 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr. Die Auslastung ist um 1,0 Prozentpunkt auf 76,5 Prozent gestiegen.

Austrian Airlines

Austrian Airlines ist Österreichs größte Fluggesellschaft und betreibt ein weltweites Streckennetz von rund 130 Destinationen. In Zentral- und Osteuropa ist das Streckennetz mit 43 Destinationen besonders dicht. Der Heimatflughafen Wien ist durch seine günstige geografische Lage im Herzen Europas eine ideale Drehscheibe zwischen Ost und West.

Verkehrsergebnisse aufgeschlüsselt

VERKEHRSLEISTUNG Mai 2013 +/- in % zum Vorjahr Januar bis Mai 2013 +/- in % zum Vorjahr
Ausgelastete Passagier-Km (RPK) in Mio. 1.502,5 -3,6 6.453,5 -6,2
Europa 754,9 -1,8 3.111,0 -2,1
Interkontinental 747,6 -5,2 3.342,5 -9,8
Angebotene Sitz-Km (ASK) in Mio. 1.993,1 -4,1 8.628,4 -8,6
Europa 1.002,7 -3,7 4.257,5 -6,1
Interkontinental 990,4 -4,5 4.370,9 -10,9
Passagierfaktor in % 75,4 0,4 P. 74,8 1,9 P.
Europa 75,3 1,5 P. 73,1 3,0 P.
Interkontinental 75,5 -0,6 P. 76,5 1,0 P.
Beförderte Passagiere in 1.000 998,9 -3,6 4.217,4 -3,6
Europa 867,3 -2,8 3.604,3 -2,6
Interkontinental 131,5 -8,8 613,1 -9,1
Ausgelastete Tonnen-Km (RTK) in Mio. 176,3 -3,9 759,4 -8,4
Europa 75,8 -1,9 312,1 -2,1
Interkontinental 100,5 -5,4 447,3 -12,4
Angebotene Tonnen-Km (ATK) in Mio. 252,6 -4,3 1.090,8 -8,7
Europa 105,4 -4,2 449,7 -5,3
Interkontinental 147,2 -4,3 641,1 -11,0
Gewichtsladefaktor in % 69,8 0,3 P. 69,6 0,3 P.
Europa 71,9 1,7 P. 69,4 2,3 P.
Interkontinental 68,3 -0,8 P. 69,8 -1,1 P.

 

Boeing sieht Bedarf für mehr als 35.000 Flugzeuge bis 2032

Boeing prognostiziert für die nächsten 20 Jahre eine Nachfrage nach mehr als 35.000 neuen Flugzeugen mit einem Wert von 4,8 Billionen US-Dollar. Das Unternehmen hat heute in Paris seinen jährlichen Marktausblick "Current Market Outlook (CMO)" vorgestellt, der eine Verdopplung der weltweiten Flotte innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte prognostiziert.

Sowohl der Passagier- als auch der Frachtverkehr werden voraussichtlich um fünf Prozent jährlich ansteigen. "Diese Prognose bestärkt uns, während wir unsere Produktionsraten steigern und in neue Produkte wie die 777X und die 787-10X investieren", sagte Randy Tinseth, Vice President of Marketing, Boeing Commercial Airplanes.

Großteil des Bedarfs bei Single-Aisle-Flugzeugen

Der Single-Aisle-Markt (Flugzeuge mit nur einem Gang), der von der Boeing Next-Generation 737 und der zukünftigen 737 MAX bedient wird, ist die wesentliche treibende Kraft der Prognose und weist weiterhin eine starke Nachfrage auf. Aufgrund des Wachstums von Low-Cost-Carriern und Airlines aus aufstrebenden Märkten werden 24.670 neue Flugzeuge in diesem Segment benötigt werden.

Großraumflugzeuge, wie die Boeing 747-8, 777 und der 787 Dreamliner, stellen ebenfalls einen großen Teil der Prognose. 8.590 neue Flugzeuge werden in diesem Segment erwartet. Ein Grund dafür ist auch, dass Fluggesellschaften ihre älteren Flotten durch neue, treibstoffeffizientere Flugzeuge ersetzen.

Erwartete Flugzeugauslieferungen für 2013-2032 nach Kategorie

Flugzeugtyp Sitze Gesamtauslieferungen Wert in US-Dollar
Regionaljets 90 und weniger 2.020 80 Mrd.
Single-Aisle 90 – 230 24.670 2.290 Mrd.
Small Wide-Body 200 – 300 4.530 1.100 Mrd.
Medium Wide-Body 300 – 400 3.300 1.090 Mrd.
Large Wide-Body 400 und mehr 760 280 Mrd.

Der Markt für neue Flugzeuge wird in den nächsten zwei Jahrzehnten weiterhin geographisch ausgeglichener werden. Der asiatisch-pazifische Raum, einschließlich China, wird dabei in Bezug auf die Gesamtflugzeugauslieferungen vorne liegen.

Erwartete Flugzeugauslieferungen für 2013-2032 nach Region

 

Region Flugzeugauslieferungen
Asiatisch-pazifischer Raum 12.820
Europa 7.460
Nordamerika 7.250
Lateinamerika 2.900
Naher Osten 2.610
GUS 1.170
Afrika 1.070
Welt insgesamt 35.280

Aufgrund hoher und volatiler Treibstoffpreise sowie einer intensiven Wettbewerbssituation sahen sich Fluggesellschaften gezwungen ihre Geschäfte anzupassen.

"Unsere Kunden konzentrieren sich darauf, ihr Netzwerk zu vergrößern, ihre Kapazität zu managen und in neue Flotten zu investieren", sagte Tinseth. "Diese Trends werden die Nachfrage nach Flugzeugen mit hoher Effizienz, niedrigen Betriebskosten, umweltfreundlichen Technologien und hohem Passagierkomfort bestimmen."

Current Market Outlook von Boeing

Boeing erstellt seit Beginn des Jet-Zeitalters einen langfristigen Marktausblick, der in den frühen 1960er Jahren zum ersten Mal veröffentlich wurde. Der CMO ist die am längsten bestehende weltweite Flugzeugprognose und gilt als angesehenste und umfassendste Analyse der Branche.

ESA vergibt Auftrag für Euclid-Nutzlastmodul an Astrium

Astrium hat von der Europäischen Weltraumorganisation ESA den Auftrag für das Nutzlastmodul für die kommende Astronomie-Mission Euclid erhalten, die 2020 starten soll. Geliefert werden wird ein vollständig integriertes Modul, in dem ein Silikonkarbid-Teleskop (SiC) mit 1,2 Meter Durchmesser und die wissenschaftlichen Instrumente für die Mission untergebracht sind.

Astrium ist weltweit führend in der Sic-Technologie – und war schon verantwortlich für das Nutzlastmodul bei der Herschel– und Gaia-Mission der ESA. Herschel lieferte seit 2009 einzigartige Wissenschaft und Gaia soll 2013 gestartet werden.

Kombination von Messverfahren für Dunkles Universum

Euclid ist das zweite "Medium Class"-Projekt im Cosmic Vision-Programm der ESA. Mit dem Ziel, den Ursprung der immer schnelleren Ausdehnung des Universums zu verstehen, bildet Euclid die Geometrie des dunklen Universums in beispielloser Genauigkeit ab. Euclid verbindet dabei innovativ zwei Verfahren zum Messen dieser Geometrie: schwache Gravitationslinseneffekte und Galaxienclustering.

Schwache Gravitationslinseneffekte werden durch sehr genaue Messungen jeder Verzerrung der Galaxienbilder aufgrund von unsichtbarer Materie zwischen den Galaxien und der Erde beobachtet. Dadurch und durch die Verteilung der Galaxien im Weltraum und deren Entwicklung im Laufe der kosmologischen Zeit kann Euclid Wissenschaftlern bei der Beantwortung von Fragen über die Art der dunklen Energie und der dunklen Materie helfen.

Euclid wird hochauflösende Aufnahmen der Tiefe des Weltraums machen, indem das Raumfahrzeug alle 80 Minuten einmal gedreht wird. Innerhalb von sechs Jahren beobachtet Euclid mehr als ein Drittel des Weltalls und misst dabei die Formen und Abstände von mehr als zwei Milliarden Galaxien.

Die wichtigsten Merkmale des Euclid-Nutzlastmoduls

  • Ein leichtes Silikonkarbid-Teleskop (SiC) mit hervorragender thermischer Stabilität, das bei 130K (-143° Celsius) arbeitet und für nahinfrarote Wellenlängen unsichtbar ist.
  • Ein Spiegel mit 1,2 Meter Durchmesser, mit dem die beugungsbegrenzte Beobachtung von lichtschwachen Galaxien bis zu einer Größe von 24,5 Magnituden möglich ist.
  • Eine Korsch-Teleskopkonstruktion mit drei Spiegeln, die die zwei wissenschaftlichen Instrumente, den Visible Imager (VIS) und das Nahinfrarot-Spektralphotometer (NISP) mit Licht versorgt.
  • Die VIS & NISP Instrumente befinden sich bei 135K (-138° Celsius) in einer sehr kalten Umgebung. Die VIS & NISP Instrumente werden vom Euclid Konsortium entwickelt und von der ESA an Astrium geliefert.

SALTRACE: DLR-Falcon startet zu Klima-Einflüssen von Wüstenstaub

Im Rahmen des Projekts SALTRACE führen Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Messungen mit dem Forschungsflugzeug Falcon auf den Kapverden und in der Karibik durch. Vom 10. Juni bis zum 14. Juli 2013 fliegt die Falcon für das Saharan Aerosol Long-range Transport and Aerosol-Cloud-Interaction Experiment (SALTRACE).

Welchen Effekt Wüstenstaub auf die Bewölkung und das Wetter hat, stellt noch eine der größten Unsicherheiten in Klimaprognosen dar. Die Wissenschaftler wollen die klimatischen Einflüsse der feinen Teilchen besser verstehen.

Sahara größte Quelle von Mineralstaub – Klimaeinflüsse unklar

Satellitenbilder zeigen, dass Mineralstaub aus den Wüsten der Erde über weite Strecken transportiert wird. Dieser Wüstenstaub bestehen aus winzigen flüssigen oder festen Teilchen der Größe von einem 100stel bis 1000stel der menschlichen Haardicke. Sie werden als Aerosolpartikel bezeichnet.

Wüstenstaub spielt auch eine wichtige Rolle im Klimasystem, weil er direkt die von der Sonne auf der Erde eingehende Strahlung beeinflusst. Darüber hinaus kann Mineralstaub die Eigenschaften von Wolken verändern. Auch das beeinflusst den Strahlungshaushalt der Erde und damit unser Klima.

Schätzungen zufolge gelangen jährlich fünf Milliarden Tonnen Aerosolpartikel durch natürliche oder vom Menschen verursachte Prozesse in die Atmosphäre. Der Wüstenstaub trägt hierzu etwa 1,5 Milliarden Tonnen bei. Mit neun Millionen Quadratkilometern – das entspricht etwa vier Fünftel der Fläche Europas – ist die Sahara die größte Quelle für Wüstenstaub und trägt 60 Prozent zur globalen Wüstenstaubemission bei.

Staub aus der Sahara wird regelmäßig aus Afrika nach Westen über den Atlantik in die Karibik transportiert. "Gerade unter dem Aspekt der globalen Klimaveränderung, ist es wichtig, genaue Kenntnis über die Eigenschaften der Wüstenaerosolpartikel in der Atmosphäre zu erhalten." hebt Professor Dr. Bernadett Weinzierl, Projektleiterin der SALTRACE Flugzeugmesskampagne hervor.

SALTRACE – Wie verändert sich der Staub bis zur Karibik?

"Trotz der großen Bedeutung der Wüsten als Partikelquelle sind viele klimawirksame Eigenschaften des Wüstenstaubes mit großen Unsicherheiten behaftet. So ist die Frage offen, wie sich die Größenverteilung der Staubpartikel während des Transportes über den Atlantik in die Karibik ändert und wie sich dadurch der Einfluss des Wüstenstaubes auf die Strahlungsbilanz der Erde verändert." erklärt Professor Weinzierl die Notwendigkeit des Projekts.

Wie viele große Staubpartikel verlieren wir während des Transportes über den Atlantik? Nimmt durch die Veränderung der Staubgröße die an der Meeresoberfläche verursachte Abkühlung zu oder ab? Wie interagiert der Wüstenstaub mit Wolken? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein von Saharastaub über dem Atlantik und der Entstehung von Hurrikanen? Wie gut können wir Saharastaub mit den vorhandenen Satelliten messen? Diesen Fragen geht die Wissenschaftlerin aus dem DLR-Institut für Physik der Atmosphäre mit SALTRACE auf den Grund.

Nachfolger von SAMUM

SALTRACE setzt auf den Ergebnissen des Projektes SAMUM (Saharan Mineral Dust Experiment) auf. Mit SAMUM beschäftigte sich eine Forschergruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die von 2004 bis 2011 die Eigenschaften von frischem Saharastaub untersucht hat. Im Rahmen von SAMUM fanden in den Jahren 2006 und 2008 zwei Feldexperimente statt. Ziel dieser Kampagne war es, die Strahlungseigenschaften von Saharastaub auf der Ostseite des Atlantiks, sowie die Mischung von Saharastaub mit Verbrennungsaerosol aus Zentralafrika zu untersuchen.

Synergien unterschiedlicher Messmethoden

"Je mehr unterschiedliche Messmethoden man zur Vermessung eines atmosphärischen Phänomens kombiniert desto besser" so Weinzierl. Im Experiment SALTRACE greift man deshalb sowohl auf bodengebundene als auch auf flugzeug- und satellitengestützte Messungen zurück. Diese Messungen erfolgen sowohl direkt in der Staubschicht, also in-situ, aber auch mittels Fernerkundung, insbesondere mit der Lasermesstechnik Lidar (Light Detection and Ranging).

Die so gewonnenen Daten ergänzen die Wissenschaftler mit Langzeitmessungen zum Beispiel aus der vorausgegangenen Kampagne SAMUM sowie Langzeitmessungen, die von verschiedenen Instituten auf Barbados stammen. "Dadurch kann man sich sowohl zeitlich also auch räumlich einen optimalen Überblick verschaffen. Wir schaffen hier die bestmöglichen Synergien", betont die junge Wissenschaftlerin.

Forschungsflüge der Falcon für SALTRACE

Am 10. Juni 2013 beginnen die Forschungsflüge: Mit dem Forschungsflugzeug Falcon der DLR-Einrichtung Flugexperimente geht es über Portugal und die Kanaren auf die Kapverden, wo von 10. bis 17. Juni die Eigenschaften des Saharastaubes auf der Ostseite des Atlantiks vermessen werden. Am 17. Juni geht es über Brasilien nach Barbados. Dort wird die Falcon für knapp vier Wochen die Eigenschaften des gealterten Saharastaubes in der Karibik untersuchen.

Während SALTRACE, wird das DLR-Forschungsflugzeug umfangreich mit Messinstrumenten ausgestattet sein: Aerosol-Messinstrumente können Partikelgrößen von vier Nanometern (10−9) bis 100 Mikrometern (10−6 m) direkt in der Staubschicht, also in-situ, messen. Außerdem kann die chemische Zusammensetzung, Form, Flüchtigkeit, die Absorptionseigenschaften der Partikel sowie die Anzahl der Wolkenkondensationskeime gemessen werden. Darüber hinaus wird ein 2-µm-Doppler Windlidar Messungen der vertikalen und horizontalen Windgeschwindigkeit liefern und einen Einblick in die Struktur und die vertikale Ausdehnung der Staub-Schichten geben. Durch die Standard-Instrumentierung der Falcon ist parallel eine kontinuierliche Messung von meteorologischen und allgemeinen Flugdaten möglich. Am 14. Juli 2013 kehren die DLR-Wissenschaftler wieder nach Oberpfaffenhofen zurück, um die gesammelten Daten auszuwerten.

Deutsche Initiative mit Internationalen Partnern

SALTRACE ist eine Initiative des DLR und des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (Tropos) in Leipzig, die zusätzlich Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München, der Technischen Universität Darmstadt (TU-D), des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) in Hamburg, der Universität von Valladolid in Spanien, des Caribbean Institute for Meteorology and Hydrology auf Barbados der Universität von Puerto Rico, des Laboratoire Interuniversitaire Atmosphériques (LISA) in Paris zusammenbringt. Aber auch die NASA ist als Kooperationspartner mit an Bord. Sie stellt innerhalb von drei Stunden nach dem Überflug des Erdbeobachtungssatelliten CALIPSO dessen Daten zur Verfügung und komplettiert dadurch die Messreihen des SALTRACE Experiments.

Finalisten beim Airbus-Wettbewerb „Fly Your Ideas“

Durch Körperwärme angetriebene Flugzeuge, auf Luftpolstern schwebendes Gepäck und Flugzeuge mit einer Energieversorgung aus dem Kuhstall (Methangas) – dies sind nur einige der revolutionären Ideen, die von Studenten von Universitäten auf der ganzen Welt entwickelt und eines Tages im Flugzeug der Zukunft Wirklichkeit werden könnten.

Diese beeindruckenden Luftfahrtkonzepte wurden für Fly Your Ideas ("Lass deine Ideen fliegen") erdacht, einen weltweiten Wettbewerb, der von Airbus durchgeführt und von der UNESCO unterstützt wurde, um Nachwuchswissenschaftler und Ingenieure zu begeistern und eine nachhaltige Zukunft für die Branche zu entwickeln.

Der Wettbewerb Fly Your Ideas

Der alle zwei Jahre stattfindende Wettbewerb umfasst drei zunehmend anspruchsvoller werdende Runden. Die Gewinner teilen sich den Hauptpreis von 30.000, die Zweitplatzierten einen Preis von 15.000 Euro. Fünf Teams kommen ins Finale. Das siegreiche Team wird von einer hochkarätigen Jury ausgewählt. Dies ist das dritte Mal, dass der Wettbewerb Fly Your Ideas durchgeführt wird.

An dem vorherigen Wettbewerb (2011) beteiligten sich mehr als 2.600 Studenten, von 287 Universitäten und aus 75 Ländern. Das "Team Wings of Phoenix'" von der chinesischen Universität für Luft- und Raumfahrt in Nanjing gewann damals mit seinen bodengestützten Windkraftanlagen, die den Luftsog von Flugzeugen bei Start und Landung ausnutzen.

Die Fly Your Ideas-Finalisten für 2013

  • Australien – Team CliMA vom Royal Melbourne Institute of Technology
  • Brasilien – Team Levar von der Universität von São Paulo
  • Indien – Team AVAS von der SRM Universität
  • Italien – Team Flybrid von der Technischen Universität Mailand
  • Malaysia – Team Embarker von der Universiti Putra Malaysia

Der weltweit tätige Flugzeughersteller forderte Studenten auf, radikale, umweltfreundliche Ideen für die Luftfahrt zu entwickeln. Airbus wählte unter den Teilnehmern fünf Finalisten-Teams aus einem weltweiten Pool von kreativen Bewerbern aus Ingenieurwissenschaften und der Technik aus. Jedes Team wird nun zum Hauptsitz von Airbus nach Toulouse reisen, um seine zukunftsweisenden Ideen einer Jury zu präsentieren. Für den Wettbewerb ist ein Preisgeld von 30.000 Euro ausgelobt.

Die Konzepte in der engeren Wahl

Auf Luft schwebendes Gepäck – eingereicht vom Team Levar aus Brasilien

  • Beruhend auf dem Prinzip des Lufthockeys wird der Frachtraum mit superleichten Gleitbereichen ausgestattet, die den Arbeitern schnelles, einfaches und sicheres Laden sowie Entladen des Gepäcks ermöglichen.
  • Passagiere könnten ihr Gepäck 30 Prozent schneller bekommen und ihren Urlaub früher beginnen.

Flugzeuge mit Kuh-Energieantrieb – eingereicht vom Team CLiMA aus Australien

  • Eine nachhaltige Kraftstofflösung setzt verflüssigtes Methan ein, das in speziell hergestellten, stark gekühlten Behältern zum Einsatz kommt, die neben den Motoren installiert werden.
  • Die Lösung könnte CO2-Emissionen um bemerkenswerte 97 Prozent reduzieren.

Formverändernde Materialien, die zur Lärmminderung beitragen – eingereicht vom Team AVAS aus Indien

  • Eine einfache Modifizierung im Motor unter Nutzung von besonderen formverändernden Materialien kann den Luftstrom durch den Motor verändern und die Lärmentstehung verringern.

Batteriebetriebene Hybridmotoren – eingereicht vom Team Flybrid aus Italien

  • Besonders geformte, wiederaufladbare Batterien werden in den Frachtraum geladen und tragen dazu bei, effiziente Hybridmotoren anzutreiben. Nur die jeweils für die Flugstrecke erforderliche Anzahl von Batterien wird geladen, um das Gewicht des Flugzeugs zu optimieren.
  • Bei einem Kurzstreckenflug könnte diese Lösung bis zu 60 Prozent des Kraftstoffs einsparen, was die CO2-Emissionen auf bis zu 40 Prozent reduzieren würde.

Menschliche Körperwärme kann Kabinen heizen – eingereicht vom Team Embarker aus Malaysia

  • Sogar ein sitzender menschlicher Körper kann effizient sein – speziell eingebettete, wärmeempfindliche Materialien in den Kabinensitzen nehmen die Körperwärme von Passagieren als Energie auf.
  • Diese Energie könnte für die Bordelektronik genutzt werden, was den Energiebedarf während des Fluges verringern würde.

Auch wenn die Idee, dass Kühe den Kraftstoff produzieren könnten, um Sie von London nach New York zu fliegen – oder dass durch formverändernde Motoren eine Lärmreduzierung erreicht werden könnte – weit hergeholt erscheinen mag, könnte die Verwirklichung dieser Konzepte in nicht allzu weiter Ferne liegen.

Charles Champion, Executive Vice President Engineering bei Airbus und Schirmherr des Wettbewerbs Fly Your Ideas, sagt: "Diese zukunftsorientierten und beeidnruckenden Konzepte beweisen, dass es in der Technik nicht nur um Fachwissen geht – es geht darum, eine innovative Denkweise und einen kreativen Ansatz zu haben. Wenn es unserer Branche gelingen soll, die Luftfahrt bis 2020 CO2-neutral zu machen, brauchen wir eine nie versiegende Quelle von frischen und innovativen Ideen. Unsere zukünftigen Lösungen existieren schon jetzt – und durch Projekte wie Fly Your Ideas verhelfen wir ihnen dazu, in Zukunft Wirklichkeit zu werden."

Innovationrn nötig für Luftfahrt – Werbung für Technik-Berufe

Solche Innovationen könnten durch eine Qualifikationslücke bedroht sein. Hightech-Unternehmen sehen ein Defizit von 40 Millionen Fachkräften auf sich zukommen, die bis 2020 und danach benötigt werden, worunter nicht nur die Luftfahrtindustrie, sondern auch die Branchen der Motorenhersteller und der Medizintechnik leiden werden.

Dr. Lidia Brito, Leiterin der Division of Science Policy and Capacity Building bei der UNESCO, sagt: "Wenn es uns nicht gelingt, Wege zu finden, um eine Generation von Ingenieuren mit mannigfaltigen Fertigkeiten zu inspirieren, wird dies ein grundlegendes Hindernis für das Wachstum unserer sich langsam erholenden Weltwirtschaft sein. Ein Ingenieurbericht der UNESCO zeigte kürzlich auf, dass es in vielen Ländern bereits einen Mangel an Ingenieuren gibt. Obwohl die Zahl der Studenten der Ingenieurwissenschaften weltweit steigt, ist der Prozentsatz derer, die sich für die Ingenieurwissenschaften entscheiden, im Vergleich zu den anderen Disziplinen besorgniserregend rückläufig. Wir brauchen praktische Herausforderungen wie Fly Your Ideas, um junge Menschen für das Potenzial der Technik zu begeistern, indem sie mithelfen, praktische Lösungen für Probleme zu finden, vor denen die Welt wahrscheinlich in naher Zukunft stehen wird."

Fly Your Ideas von Airbus will die Wachstumschancen für junge Wissenschaftler und Ingenieure erweitern, die dazu beitragen könnten, eine nachhaltigere Luftfahrtindustrie jetzt und in Zukunft zu entwickeln. Bei Fly Your Ideas 2013 steht Studenten nicht nur ein Airbus-Mentor zur Seite, der die allgemeine Richtung, in die ihr Projekt geht, unterstützt, sondern sie bekommen auch einen Airbus-Experten in ihrem jeweiligen Bereich genannt.

Dies bedeutet, dass sie wertvolle Einblicke in die Möglichkeiten einer Branche erhalten, die heute mehr als 56 Millionen Arbeitsplätze bietet, 35 Prozent des Welthandels abdeckt und weltweit einen Umsatz von 2,2 Billionen US-Dollar erwirtschaftet. Auch die internationale akademische Gemeinschaft kann profitieren, wenn sie darin potenzielle Gelegenheiten für Forschung und Entwicklung erkennt. Fly Your Ideas ist ein Ausdruck der Unternehmensvision von Airbus, der Vision von nachhaltigen Flugreisen im Jahr 2050. Das Siegerteam wird am 14. Juni bei einer Preisverleihung in Paris bekannt gegeben.

All-tägliche Experimente auf der ISS – DLR sucht Schülerideen

Die Dinge des täglichen Lebens auf der Erde werden im All mitunter zu richtigen Experiment in der Schwerelosigkeit. Senf, Taschenlampe, Zahnseide, Wattestäbchen machen das Leben spannend. Der Experimentator steht schon fest: Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst wird im Mai 2014 zur Internationalen Raumstation ISS fliegen und mit vielen Experimenten im Schwebezustand forschen.

Ab sofort wird nach der zündenden Idee gesucht, welches Experiment man aus solchen alltäglichen Dingen entwickeln könnte. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die europäische Weltraumorganisation ESA rufen gemeinsam mit der Stiftung Jugend forscht e.V. bundesweit Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren auf, sich mit ihrem Vorschlag am Ideenwettbewerb "Aktion 42" zu beteiligen.

Experimentideen mit All-täglichen Gegenständen

Dass das Schülerprojekt "Aktion 42" heißt, hat seinen Grund: Um die Experimente zu entwickeln, dürfen die Schüler nur aus einer Liste mit 42 Gegenständen auswählen. "Der Platz auf der Internationalen Raumstation ISS ist begrenzt – also müssen alle Experimente sorgfältig und effektiv zusammengestellt werden", erläutert DLR-Wissenschaftler Dr. Matthias Sperl, verantwortlich für das Schüler-Experiment. Alle Gegenstände auf der Liste sind zudem Objekte, die in dieser Form bereits schon einmal an Bord der ISS verwendet wurden und gelten somit als weltraumtauglich.

Dabei ist die Zahl der Dinge, die für den jeweiligen Versuch zum Einsatz kommen, freigestellt – es können beispielsweise fünf oder acht oder zwölf sein. Auch müssen sie nicht so wie üblich genutzt werden: Zahnseide lässt sich zu einem dünnen Ring formen, mit dem man einen schwebenden Wassertropfen einfängt, Stifte kann man mit Klebeband zu einem Stativ montieren und vielleicht ergeben ja mehrere Wattestäbchen zusammen mit einem Gummi einen aufziehbaren Propeller? Pünktlich zum Weltraumeinsatz von Astronaut Alexander Gerst wird dann ein Box mit allen benötigten Utensilien in der Internationalen Raumstation ISS bereitstehen.

Bis zum 10. August 2013 haben die Schülerinnen und Schüler Zeit, ihre Vorschläge einzureichen. Mitmachen darf, wer 15 Jahre alt ist oder es in diesem Jahr noch wird. Man kann sich einzeln oder mit maximal drei Schülern im Team bewerben. Das Ziel des Ideenwettbewerbs: "Wir wollen die Schüler dazu anspornen, selbst kreativ Experimente für einen Versuch in der Schwerelosigkeit zu entwickeln – und dadurch wecken wir hoffentlich eine Faszination für Forschung und Naturwissenschaften", sagt DLR-Projektleiter Sperl.

Gewinner bekommen Einladung zur Startveranstaltung

Unter allen Einsendungen wählt eine Jury die originellste Experiment-Idee aus und lässt sie von Alexander Gerst während seiner Weltraummission durchführen. Für die Gewinner steht dann zudem noch ein Treffen mit dem deutschen ESA-Astronauten nach seiner Rückkehr aus dem All an. Die fünf besten Teams werden im Mai 2014 außerdem zu einer Startveranstaltung der Alexander-Gerst-Mission in Deutschland eingeladen.

Die Liste mit allen 42 Gegenständen, die für die Experimente verwendet werden dürfen, sowie mit einigen weiteren Bordinstrumenten auf der ISS, die man ebenfalls nutzen darf, ist auf den Sonderseiten des DLR-Jugendportals "DLR_next" zu finden. Dort erfolgen auch die Anmeldung sowie die Abgabe der Experiment-Vorschläge. Ein Help-Desk antwortet per E-Mail auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Mit der "Aktion 42" kommt also ein weiteres kleines Arbeitspaket auf Astronaut Alexander Gerst zu. Wenn er ab Mai 2014 für sechs Monate auf der Internationalen Raumstation forscht und lebt, gehören viele Experimente aus den unterschiedlichsten Bereich zu seinem Arbeitsalltag: Neben Experimenten zu den materialphysikalischen Eigenschaften von Werkstoffen wird er auch medizinische Versuche durchführen oder auch biologische Untersuchungen betreuen. Alexander Gerst ist neugierig auf das zusätzliche Experiment der "Aktion 42": "Ich bin sehr gespannt, wie das Experiment der Schüler aussehen wird, das ich dann in der Schwerelosigkeit durchführe".

Start- und Landebahnsysteme deutscher Flughäfen – Beispiel Düsseldorf

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Der Betreiber eines Flughafens in Deutschland ist gesetzlich verpflichtet, diesen ordnungsgemäß zu betreiben und jederzeit in betriebssicherem Zustand zu halten – insbesondere das Start- und Landebahnsystem und die anderen Bewegungsflächen. Die von den deutschen Flughäfen angewandten Maßnahmen zur Kontrolle und Reinigung der Bewegungsflächen stützen sich dabei insbesondere auf Empfehlungen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO).

Der Düsseldorfer Flughafen gehört mit seiner leistungsfähigen Infrastruktur zu den modernsten Airports Europas. Er kann auf ein paralleles Start- und Landebahnsystem zurückgreifen. Dieses besteht aus einer Hauptbahn, der Südbahn (3.000 m x 45 m, 05R/23L), sowie einer Parallelbahn, der Nordbahn (2.700 m x 45 m, 05L/23R).

Starten und Landen gegen den Wind

Grundsätzlich wird im zivilen Luftverkehr entsprechend den internationalen Empfehlungen gegen den Wind gestartet und gelandet. Da der Wind in der Region hauptsächlich aus westlichen Richtungen kommt, werden etwa 80 Prozent aller Starts und Landungen in Richtung Westen, also Meerbusch-Büderich, durchgeführt. Somit finden rund 20 Prozent aller Starts und Landungen bei Ostwind in Richtung Ratingen statt.

Die Runways am Düsseldorfer Airport liegen in einem 500-Meter-Abstand auseinander. Die Aufsetzzonen befinden sich in der Regel aus jeder Landerichtung gesehen im ersten Drittel der Landebahn und variieren hierbei leicht nach dem jeweiligen Flugzeugtyp. Als Faustformel gilt: Die Aufsetzzone beginnt etwa 300 Meter hinter den Landebahnschwellen. Zusätzliche Sicherheitsstreifen befinden sich am Ende der Startbahnköpfe in einer Länge von je 287,50 Metern (Nordbahn) sowie 190 Metern beziehungsweise 218,80 Metern (Südbahn).

Mit dem am Düsseldorfer Flughafen vorhandenen Instrumentenlandesystem (ILS) können Luftfahrzeuge selbst bei sehr schlechten Sichtverhältnissen genau bis zur Landebahn geleitet werden. Es gibt drei ILS-Kategorien: CAT I, II und III. Die Hauptbahn des Düsseldorfer Airports hat die ILS-Kategorien CAT IIIb in beiden Anflugrichtungen.

Landebahnsicht nach ILS bis zu 75 Metern

Bei CAT IIIb ist ein Anflug bei einer Landebahnsicht bis zu 75 Metern möglich, bei CAT IIIa sind es 200 Meter, bei CAT II 300 Meter und bei CAT I 550 Meter. Der Gleitwinkel des Luftfahrzeugs sollte bei der Landung drei Grad nicht übersteigen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Maschinen im Endanflug jederzeit ihre Landung abbrechen und durchstarten können.

Die Bewegungsflächen des internationalen Verkehrsflughafens in Düsseldorf, zu denen die Start- und Landebahnen, die Rollbahnen und die Vorfelder zählen, müssen aus Sicherheitsgründen dabei frei von Beschädigungen sein, Hindernissen und losen Objekten, die Schaden anrichten können. Die durch Fremdeinwirkung verursachten Beschädigungen von Flugzeugen werden in der Fachsprache FOD (Foreign Object Damage) genannt. Da Triebwerke loses Material leicht ansaugen und dadurch Schaden nehmen können, werden die Bewegungsflächen ständig überwacht und gereinigt. Auch die Flugzeugreifen selbst könnten beschädigt werden.

Regelmäßige Kontrollfahrten gehören daher am Airport zum alltäglichen Betriebsablauf. Die sogenannten FOD-Kontrollen werden im Regelfall sechsmal täglich auf den Start- und Landebahnen und den Rollwegen sowie permanent auf den Vorfeldbereichen durchgeführt. Im ersten Tageslicht und vor Beginn der Abenddämmerung (Dawn & Dusk Control) wird besonders intensiv kontrolliert. Spezielle Kehrmaschinen kommen schließlich für die Reinigung des Start- und Landebahnsystems sowie von großen offenen Flächen, wie zum Beispiel den Außenseiten des Vorfelds, zum Einsatz.

Griffigkeit der Oberfläche muss gemessen werden

Regelmäßig misst der so genannte Friction Tester die Reibung auf den Bahnen, um eine objektive Aussage über deren Zustand machen zu können. Bei den Friction Testern handelt es sich um Fahrzeuge, bei denen sich im Kofferraum ein Messgerät befindet, um die Oberflächengriffigkeit zu überprüfen. In regelmäßigen Messfahrten lässt sich so der Reibungskoeffizient für die überfahrenen Flächen bestimmen und per Rechner erfassen, denn die Griffigkeit der Aufsetzzonen wird stets überprüft.

Dazu wird ein dünner Wasserfilm vor das Messrad gesprüht, der die Situation eines typischen Regenschauers simuliert (Aquaplaning). Bei entsprechenden Wetterlagen – wie beispielsweise starkem Niederschlag, Glätte oder Schnee – wird unmittelbar der Bremsweg ermittelt. Sollten die ermittelten Reibungswerte bei diesen Kontrollfahrten außerhalb der vorgeschriebenen Toleranzen liegen, wird sofort der Gummiabrieb auf den betroffenen Bahnen entfernt – oder im äußersten Fall die Bahn als Präventivmaßnahme geschlossen.

Ausbildungs- und Berufsmesse am Flughafen Stuttgart

Berufsstart am Flughafen: Am Freitag, 21. Juni 2013 starten am Stuttgarter Airport nicht nur die Airlines – an diesem Tag kann mit etwas Glück auch für den einen oder anderen Jugendlichen der Start in eine neue berufliche Zukunft beginnen: Beim Azubi- und Studententag mit Berufen rund um den Flughafen.

Ausbildungs- und Studienberufe

Beispielhaft genannt seien hier die Hotelfachleute mit Zusatzqualifikation Hotelmanagement, Servicekaufleute im Luftverkehr, Kaufleute für Speditions- und Lagerlogistikdienstleistungen oder auch Zollbeamte im mittleren und gehobenen Dienst. Sechs Studiengänge stellen die beteiligten Firmen ebenfalls vor – wie BA Aviation Management oder BA Messe-, Kongress- und Eventmanagement.

Zusätzlich informieren die Firmen über ihre Praktikumsangebote für Studierende, zum Beispiel in den Bereichen Verkehrsmanagement, International Business Development oder Marketing und Marktforschung. Veranstalter ist die Flughafen Stuttgart GmbH in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Leinfelden-Echterdingen.

"Die Informationen auf der Homepage der Ausbildungsmesse zu den teilnehmenden Firmen und allen Ausbildungen und Praktika ermöglichen eine gezielte Vorbereitung auf diese Veranstaltung. Neben Vorträgen, wie man die eigenen Chancen im Bewerbungsverfahren erhöhen kann, ist die Besichtigung des Ausbildungs- oder Praktikumsbetriebes vor Ort besonders wertvoll", sagt Friedemann John, Leiter Personalentwicklung & Ausbildung der Flughafen Stuttgart GmbH.

Interessierte für einen Arbeitsplatz am Flughafen sind herzlich eingeladen, die 22 teilnehmenden Unternehmen und ihre Angebote kennenzulernen. Die Besucher können sich von 14:00 bis 19:00 Uhr am Flughafen Stuttgart, Terminal 1 West über die verschiedenen Ausbildungen am Flughafen informieren.

Guter Leumund und Einsatzbereitschaft – Bewerbungstipps

"Der Flughafen ist speziell bei jungen Leuten ein sehr angesagter Arbeitsplatz. Man sollte sich aber darüber klar sein, ob die Besonderheiten dieser `Stadt in der Stadt´ zu einem passen", meint Wilfried Hüntelmann, Leiter der Göppinger Arbeitsagentur. Denn: Gutes Englisch wird von den meisten Unternehmen am Flughafen erwartet. Ebenso sollte ein Bewerber einen einwandfreien Leumund, die Bereitschaft zu ungewöhnlichen Arbeitszeiten im Schichtdienst – also auch abends, nachts und am Wochenende – und einen gültigen Aufenthaltsstatus mitbringen.

Neben der reinen Information über die Ausbildungs-, Studien- und Praktikumsmöglichkeiten bieten einige der teilnehmenden Firmen Führungen an die späteren Einsatzorte, zum Beispiel in den Sicherheitsbereich oder in die Ausbildungswerkstätten an. Parallel zur gesamten Veranstaltung finden regelmäßig Kurzvorträge zu den Themen "Darauf sollte ich bei meiner Bewerbung achten" und "Welche Arten von Auswahlverfahren gibt es, wie bereite ich mich vor?" statt.

Informationen zum Azubi- und Studententag am 21. Juni gibt es unter Drehkreuz-Stuttgart.de oder bei der Agentur für Arbeit Leinfelden-Echterdingen gebührenfrei unter der Nummer 0800-4555520.