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Beschränkungen am Frankfurter Flughafen ernten Kritik

Die in den hessischen Koalitionsverhandlungen von CDU und Grünen angedachten zusätzlichen Betriebsbeschränkungen am Frankfurter Flughafen stoßen bei der Vereinigung Cockpit (VC) auf heftige Kritik. Während sich die CDU auf Bundesebene zu einer Stärkung des deutschen Luftverkehrs bekennt, scheine Volker Bouffier diese Position zur Beschaffung von Mehrheiten in Hessen leichtfertig zur Disposition zu stellen, so die VC

"Der für ganz Deutschland wichtige Wirtschaftsmotor Flughafen Frankfurt stottert aufgrund der bestehenden Betriebsbeschränkungen schon jetzt. Weitere Einschränkungen belasten die deutschen Fluggesellschaften zusätzlich und bedrohen erneut auch Arbeitsplätze von deutschen Piloten", so Ilja Schulz, Präsident der Vereinigung Cockpit.

Damit riskiert Bouffier, dass das Herzstück der deutschen Luftfahrtinfrastruktur im harten internationalen Wettbewerb weiter an Boden verliert. Obwohl, wie kürzlich erst vom IFO Institut ermittelt, der Luftverkehr für 73 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland von erheblicher Relevanz ist.

"Ob er will oder nicht, mit Frankfurt liegt das bundesweit wichtigste Luftverkehrsdrehkreuz in Bouffiers politischem Einflussbereich. Damit trägt der hessische Ministerpräsident eine besondere Verantwortung für den deutschen Luftverkehr", so Ilja Schulz. Boufffier solle dieser Verantwortung im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit und der Arbeitsplätze gerecht werden, so die VC.

Brandbekämpfung bei der Flughafenfeuerwehr Zweibrücken

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Nach den Vorgaben des Bundesministeriums für Verkehr, Bauwesen und Städtebau (BMVBS) sowie der Internationalen zivilen Luftverkehrsbehörde ICAO sind die Flughäfen aufgefordert, einen angemessenen Trainingsstand ihrer Feuerwehren in der Brandbekämpfung nachzuweisen.

Mit dieser Maßnahme konnte das zuvor in Rotterdam, Die Flughafenfeuerwehr hatte zu diesem Zweck für drei Tage eine mobile Brandbekämpfungsanlage mit zwei Fachtrainern angemietet. Mit dieser Maßnahme konnte das zuvor in Rotterdam, Düsseldorf und Berlin erworbene Fachwissen in der Flugzeugbrandbekämpfung vertieft und aufgefrischt werden.

Simuliert wurden unter anderem Triebwerk-, Fahrwerk und Kabinenbrände, die mittels Gas erzeugt wurden. Der Vorteil einer solchen "Vor Ort-Übung" besteht darin, dass eigene Fahrzeuge und Materialien zum Einsatz kommen. Insgesamt wurden im Übungszeitraum 45 Feuerwehrleute in mehr als 400 Ausbildungsstunden geschult.

Flugzeugbedarf Brasiliens verdreifacht sich bis 2032

Airbus geht in seiner jüngsten globalen Marktprognose (Global Market Forecast, GMF) davon aus, dass auf dem brasilianischen Luftverkehrsmarkt im Zeitraum von 2013 bis 2032 1.324 Flugzeuge benötigt werden, um den landesweit steigenden Bedarf an Flugreisen im In- und Ausland zu decken.

Der prognostizierte Bedarf zur Deckung der steigenden Nachfrage inländischer und ausländischer Fluggesellschaften in Brasilien verteilt sich auf 896 Single-Aisle-Jets, 353 Twin-Aisle-Jets und 75 Supergroßraumflugzeuge. Diese Fluggesellschaften werden ihre im Einsatz befindliche Flotte von heute 480 voraussichtlich auf mehr als 1.320 Flugzeuge aufstocken und somit bis 2032 nahezu verdreifachen.

Nachholbedarf beim Luftfahrtmarkt Brasiliens

Die Wachstumsrate des BIP wird in dieser Region mit jährlich vier Prozent über dem weltweiten Durchschnitt von 3,1 Prozent liegen. Zudem deuten die sozioökonomischen Trends darauf hin, dass sich die Wirtschaftsleistung Brasiliens in den nächsten 20 Jahren mehr als verdoppeln wird. Damit dürfte auch der Luftverkehr in Brasilien bis 2032 um jährlich 6,8 Prozent wachsen, also deutlich stärker als der weltweite Durchschnitt von 4,7 Prozent.

Die wachsende Mittelschicht, höhere Verbraucherausgaben und der florierende Tourismus haben dazu geführt, dass auf Brasilien 35 Prozent des gesamten Luftverkehrs in Lateinamerika entfallen. Damit gehört die Region zu den größten und am schnellsten wachsenden Märkten mit einem Luftverkehrsaufkommen das sich seit 2000 mehr als verdoppelt hat. Seit der Jahrtausendwende ist das internationale Verkehrsaufkommen um beeindruckende 87 Prozent gestiegen. Von den wachsenden Märkten konnten Airlines aus Brasilien bisher jedoch nicht in gleichem Maße profitieren wie ausländische Airlines aus Europa und Nordamerika.

Mehr als 40 Prozent des Langstreckenverkehrs in Südamerika wird über drei brasilianische Flughäfen abgewickelt. Einer davon ist der Guarulhos International Airport in Sao Paulo, der Nummer 1 unter den internationalen Flughäfen für den Langstreckenverkehr in ganz Lateinamerika.

A380 als Chance für Drehscheiben der Region

Supergroßraumflugzeuge wie die A380 wären dabei ideale Flugzeuge für Städte wie Rio de Janeiro mit ihrem hohen Verkehrsaufkommen, sie können mehr Passagiere auf weniger Flügen befördern und entsprechen zugleich den internationalen Luftverkehrsanforderungen für Langstreckenflüge nach Europa und Nordamerika.

"Knapp die Hälfte des Langstreckenverkehrs in der Region läuft über Brasilien. Hier könnte die A380 zur Entlastung stark frequentierter Flughäfen wie Guarulhos beitragen, der 25 Prozent des gesamten internationalen Flugverkehrs in Lateinamerika abfertigt", sagte John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus. "Die A380 würde so zur Bewältigung des hohen Besucheraufkommens beitragen, das im Zuge der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft und der Olympischen Spiele erwartet wird."

Der Markt für den Inlandsflugverkehr in Brasilien ist seit 2000 um den Faktor 2,4 gewachsen. Damit dürfte Brasilien seine Position als weltweit viertgrößter Inlandsmarkt bis 2032 weiter festigen und nur von China, den Vereinigten Staaten und Indien überholt werden.

"Die ab der zweiten Jahreshälfte 2014 bzw. ab 2015 geplanten Auslieferungen der A350 XWB und A320neo kommen gerade zur rechten Zeit, da auf dem brasilianischen Markt vor allem Single-Aisle- und Twin-Aisle-Flugzeuge nachgefragt werden", so John Leahy weiter.

Airlines in Brasilien betreiben einige der weltweit jüngsten und effizientesten Flugzeuge. Mit einem Durchschnittsalter von sieben Jahren liegen die Flugzeuge um 34 Prozent unter dem weltweiten Durchschnitt und machen Brasilien zum Spitzenreiter in der Region. Das Durchschnittsalter bei der im Einsatz befindlichen Flotte in Lateinamerika liegt derzeit bei 9,5 Jahren und ist somit seit 2000 um 42 Prozent gesunken.

Flugzeuge für 292 Mrd. US-Dollar benötigt

In Lateinamerika erwartet Airbus im Zeitraum von 2013 bis 2032 einen Bedarf von mehr als 2.307 neuen Flugzeugen im Wert von rund 292 Milliarden US-Dollar. Von diesen neuen Flugzeugen entfallen 1.794 auf Flugzeuge mit nur einem Mittelgang (Single-Aisle-Jets), 475 auf Großraumflugzeuge (Twin-Aisle-Jets) und 38 auf Supergroßraumflugzeuge (Very Large Aircraft). Weltweit werden bis 2032 rund 29.230 neue Passagier- und Frachtflugzeuge im Wert von knapp 4,4 Billionen US-Dollar zur Deckung der anhaltend hohen Marktnachfrage benötigt.

Airbus hat in ganz Lateinamerika und der Karibik bisher über 800 Flugzeuge verkauft und verzeichnet noch knapp 400 auszuliefernde Maschinen für diese Region, in der gegenwärtig mehr als 500 Airbus-Flugzeuge fliegen. In den letzten zehn Jahren hat Airbus seine im Einsatz befindliche Flotte in der Region verdreifacht und über 60 Prozent aller dort betriebenen Flugzeuge ausgeliefert.

Jumbo-Flugzeugteile bekommen Zweites Leben

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Bei der Lufthansa bekommen hochwertige Komponenten ausgemusterter Flugzeuge die Chance auf ein zweites Leben. Erstmals wird jetzt sogar eine Boeing 747-400 auseinandergenommen, damit verschiedenste Elemente des Jumbos für eine Wiederverwertung aufbereitet werden können.

Bei Lufthansa Technik Component Services (LTCS), einer Tochter der Lufthansa Technik in Tulsa, Oklahoma/USA, ist das 25. Lufthansa-Flugzeug zur professionellen Zerlegung eingetroffen. Das Projekt mit dem Namen "2nd Life" ist durch die sinnvolle Weiterverwendung wertvoller Ressourcen ein fortschrittliches Beispiel für gelebte ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit.

Bereits seit Frühjahr 2012 führt das Unternehmen, das sich auf die Instandhaltung von Flugzeugkomponenten spezialisiert hat, Bauteile lang gedienter Flugzeuge der Lufthansa Flotte einer neuen Bestimmung zu. Bisher wurden vor allem Flugzeuge des kleineren Typs Boeing 737 zerlegt.

Bei dieser Dienstleistung geht es im wahrsten Sinn des Wortes ans Eingemachte: Nach der letzten Landung der Flugzeuge in Tulsa bauen die Mitarbeiter von LTCS innerhalb von rund zwei Wochen Verwertbares und Wertvolles aus den Maschinen aus, darunter Fahrwerke, Triebwerkskomponenten, Flugcomputer, Lichter, Cockpit-Instrumente und die komplette Elektronik. Die Teile werden nach ihrem Ausbau in den Lufthansa Technik Werkstätten in den USA und Deutschland genaustens auf ihre Funktionalität geprüft und nötigenfalls repariert. Im Anschluss werden sie rezertifiziert und dem Lufthansa Technik Pool zugeführt.

Der Vorteil für Lufthansa Technik Kunden: Komponenten, deren Beschaffung üblicherweise mehrere Monate dauert, können in kürzester Frist bereitgestellt werden und die Fluggesellschaften erhalten ihre Ersatzteile zu günstigen Konditionen. Der Vorteil für die Umwelt: Tonnen kostbaren Materials werden als Wertstoffe erhalten. Die "ausgehöhlten" Flugzeuge werden an einen Verwertungsbetrieb übergeben, der bei der Verschrottung noch wieder verwertbare Rohstoffe wie Aluminium herausfiltert und für eine Wiederverwertung aufbereitet.

Flugsimulatoren in der Flugschule: Infoveranstaltung am Airport DUS

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Die TFC-Flugschule aus Essen erläutert Interessierten die Pilotenausbildung mit Hilfe von Flugsimulatoren. Christian Käufer, Chef der Flugschule, informiert dabei über die zentrale Rolle und die wachsende Bedeutung von Flugsimulatoren im Training. Auch wird auf die Entwicklungsgeschichte von Flugsimulatoren und deren Anwendungsbereichen eingegangen.

Zu dem Abend lädt das Nachbarschaftsteam des Düsseldorfer Flughafens in den Kinosaal der Airportverwaltung ein. Das 1981 gegründete Unternehmen TFC (Technik, Flight, Consulting) bietet unter anderem Vollschulungen für angehende Piloten sowie Schulungen für die Erlangung sogenannter Multi Pilot- oder Multi Crew Pilot-Lizenzen (MPL) an. Eine zentrale Rolle in den TFC-Ausbildungskursen spielen die insgesamt fünf Flugsimulatoren des Unternehmens.

Die Simulatoren ermöglichen dabei realitätsnahe Trainings für das Durchspielen und Bewältigen des normalen Pilotenalltags sowie von meteorologischen oder technischen Krisensituationen mit den Bereichen "Crewführung und Kommunikation" oder "Entscheidungsfindung und Teamarbeit".

Die Infoveranstaltung beginnt um 18:00 Uhr direkt bei der Verwaltung im Kinosaal des Flughafens. Einlass ist ab 17:30 Uhr. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen. Der Eintritt ist kostenlos.

Markenzeichen M: FMG und Tochtergesellschaften vereinheitlicht

Unter dem übergreifenden Dach des neuen Markenauftritts sollen die verschiedenen Kompetenzen, Dienstleistungen und Wertschöpfungsbeiträge der FMG und ihrer insgesamt zwölf Tochterunternehmen stärker als bisher zusammengeführt und als gemeinsames Angebot des Münchner Flughafens präsentiert werden.

Die Flughafen München GmbH (FMG) hat ein neues Markenprofil erarbeitet, um die Stärken des Konzerns zu bündeln, Synergien zu erschließen und das umfangreiche Leistungsangebot gegenüber Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern noch transparenter darstellen zu können. "Verbindung leben" heißt nun die im Markenkern formulierte zentrale Botschaft, die für den Flughafen München in Zukunft wegweisend und identitätsstiftend sein soll.

Partnerschaft, Kompetenz, Verantwortung und Innovation Auftritt des Münchner Flughafens. Die Haltung, mit der das Unternehmen und seine Mitarbeiter diese Werte im täglichen Austausch mit Partnern und Kunden leben, wird mit den Markenattributen "leidenschaftlich", "weitsichtig" und "anziehend" präzisiert.

Markenzeichen M weiterentwickelt

Die Schärfung der Markenidentität des Münchner Airports wird auch im Erscheinungsbild des Flughafens sichtbar gemacht: Das M, das vor mehr als 20 Jahren im Zusammenhang mit der Eröffnung des Münchner Flughafens als Markenzeichen des neuen Airports eingeführt wurde, ist im Zuge der neuen Markenpositionierung weiterentwickelt worden: Beim neuen M wird ein Bestandteil des Buchstabens als sogenannter "Connector" farblich und graphisch herausgestellt – als subtiler und doch deutlich erkennbarer Verweis auf den Markenkern "Verbindung leben". In den kommenden Wochen und Monaten wird das neue M des Münchner Flughafens schrittweise in allen Bereichen, vom Briefpapier bis zur Fluggasttreppe, eingesetzt.

Der von der bei Markenberatungen führenden Agentur "Interbrand" begleitete Prozess der Markenentwicklung am Münchner Flughafen begann mit einer detaillierten Bestandsaufnahme. Die gravierenden Veränderungen im Verkehrsaufkommen und der Verkehrsstruktur des Münchner Flughafens wurden dabei ebenso berücksichtigt wie die signifikante Erweiterung des sogenannten Non-Aviation-Angebotes, also der nicht unmittelbar mit dem Luftverkehr verknüpften Dienstleistungen. Der enorme Bedeutungszuwachs, den der Flughafen München durch seinen Aufstieg in den Kreis der großen europäischen Luftverkehrsdrehscheiben erfahren hat, spiegelt sich auch in dem von Interbrand erhobenen Meinungsbild zum Flughafen München.

Stärkung auch für Tochterunternehmen der FMG

Wie die Befragungen von Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern der FMG ergaben, wird der Münchner Flughafen mehrheitlich als ein besonderes Unternehmen wahrgenommen und positiv bewertet. Allerdings ergaben die Befragungen auch, dass das aktuelle Bild der FMG und ihrer Beteiligungsunternehmen außerhalb des Airports teilweise sehr diffus ist und Töchter der FMG zuweilen gar nicht als solche erkannt werden.

Mit seinem neuen Markenauftritt knüpft der Münchner Flughafen bewusst an die Erfolge der vergangenen Jahre an und schafft zugleich die Voraussetzungen dafür, bestehende Schwächen im Unternehmensauftritt zu korrigieren. Nach innen soll die Vereinheitlichung des Konzerns nicht nur das Wir-Gefühl und die Motivation der Mitarbeiter stärken, sondern über verbesserte Teamarbeit und optimierte Betriebsabläufe auch die Effizienz steigern.

In der Außenkommunikation soll der gestärkte Markenauftritt den Wiedererkennungswert und die Reputation des Unternehmens erhöhen – und damit auch die Marktchancen, die sich etwa im Non-Aviation-Bereich für den FMG-Konzern ergeben.

Flughafenbetreiber aus Zürich gewinnt Konzession in Brasilien

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Die Flughafen Zürich AG gewinnt im Konsortium mit der brasilianischen CCR und der Flughafen München GmbH die Konzession für den Ausbau und Betrieb des internationalen Flughafens Confins in Belo Horizonte, Brasilien.

Das Konsortium, bestehend aus der Companhia de Concessões Rodoviárias (CCR), der Flughafen München GmbH und der Flughafen Zürich AG, an dem die Flughafen Zürich AG mit 24 Prozent beteiligt ist, hat in einem Auktionsverfahren die Konzession für den internationalen Flughafen Confins in Belo Horizonte, Brasilien, gewonnen.

Confins wichtiger Flughafen in Brasilien

Das private Konsortium wird 51 Prozent am lokalen Flughafenunternehmen halten, 49 Prozent verbleiben bei der staatlichen Infraero, die bis anhin für den Betrieb verantwortlich zeichnete. Der Flughafen Confins – Tancredo Neves International Airport – in Belo Horizonte wurde zusammen mit dem Flughafen Galeão in Rio de Janeiro Anfang dieses Jahres von der brasilianischen Zivilluftfahrtbehörde (ANAC) öffentlich ausgeschrieben. Mit elf Millionen Passagieren gehört er zu den wichtigsten Flughäfen in Brasilien und entwickelt sich zu einer zentralen Inlandverkehrsdrehscheibe.

Zusätzlich zur Kapitalbeteiligung von umgerechnet rund 65 Millionen Schweizer Franken, welche sich schwerpunktmäßig über die ersten zwölf Konzessionsjahre verteilt, wird die Flughafen Zürich AG Management-Dienstleistungen erbringen und einen Teil der Schlüsselpositionen besetzen können. Die Unterzeichnung der Konzessionsvereinbarung über 30 Jahre ist für März 2014 vorgesehen.

AG investiert in Wachstumsmärkten

Die Zürcher Flughafenbetreiberin ist derzeit ausserhalb der Schweiz am Betrieb von weiteren zehn Flughäfen in Indien und Lateinamerika beteiligt, darunter Bangalore in Indien; Antofagasta, Puerto Montt und Iquique in Chile, aber auch in Bogotá in Kolumbien sowie in Curaçao. Sie verfolgt die Strategie, gezielt in Wachstumsmärkten unter anderem in Lateinamerika, der Karibik, Osteuropa sowie Zentralasien oder Südostasien Managementverträge abzuschließen. Dabei wird immer mit starken lokalen Partnern zusammengearbeitet.

Air Algérie fliegt mit mehr Airbus A330 auf der Langstrecke

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Air Algérie hat zur Unterstützung ihrer Wachstumspläne drei A330-200-Passagierjets fest bei Airbus in Auftrag gegeben. Der Auftrag wurde noch auf der Dubai Airshow erteilt. Die neuen Flugzeuge sind für den Einsatz im Mittel- und Langstreckenverkehr ab der Air-Algérie-Drehscheibe in Algerien vorgesehen.

Air Algérie hatte schon früher fünf Airbus A330 bestellt, die inzwischen alle ausgeliefert sind. Mit diesem neuen Auftrag hat Air Algérie nun insgesamt acht Airbus-Flugzeuge bestellt.

"Wir erweitern unsere kommerzielle Strategie, um unsere Marktposition durch die Ausweitung des Streckennetzes von Air Algérie auf den Langstreckenverkehr zu stärken. Mit den Flugzeugen der A330-Familie können wir unsere Pläne nun umsetzen", sagte Boultif Mohamed Salah, CEO von Air Algérie.

Airbus-Flugzeuge zeichnen sich durch das einzigartige Kommunalitätskonzept mit weitgehend identisch aufgebautem Cockpit aus. So können Fluggesellschaften dafür den gleichen Pool von Piloten, Kabinenpersonal und Wartungstechnikern einsetzen, was ihnen große Einsatzflexibilität und erhebliche Kosteneinsparungen bringt.

Die Airbus A330-Familie umfasst Passagierflugzeuge mit 250 bis 300 Sitzen sowie Fracht-, VIP- und militärische Mehrzweckvarianten (Tanker und Transporter). Sie verzeichnet bis heute mehr als 1.200 Bestellungen. Über 1.000 Flugzeuge dieser Familie fliegen schon bei mehr als 100 Betreibern.

Dank zahlreicher aktueller Produktverbesserungen ist dieses Modell auch weiterhin das wirtschaftlichste und leistungsfähigste Flugzeug mit einer durchschnittlichen Abflugzuverlässigkeit von deutlich über 99 Prozent.

Dachschäden durch Wirbelschleppen „plausibel“

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Das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellte Gutachten über Wirbelschleppen im Zusammenhang mit Schadensmeldungen bei Anflügen auf den Flughafen Frankfurt bestätigt grundsätzlich die Dachsicherungsmaßnahmen der Fraport AG als geeignete Maßnahmen der Prävention.

Das DLR wurde im April 2013 von Fraport mit der Erstellung des Gutachtens beauftragt, um nach vermehrten Meldungen von Schäden an Dächern in Raunheim und Flörsheim, die die Betroffenen auf Wirbelschleppen zurückführten, mehr Klarheit und weitere Erkenntnisse zum Thema zu gewinnen.

Schadensaufnahme und Dachsicherung in Gang

Alle in der Untersuchung der Gutachter als plausibel eingestuften Schadensmeldungen liegen innerhalb des durch den Planergänzungsbeschluss des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) vom 10. Mai 2013 festgelegten Anspruchsgebiets.

"Wir haben nach dem Beschluss schnellstmöglich alle Vorbereitungen getroffen, um die geltend gemachten Ansprüche auf Sicherung der Dacheindeckungen zügig umzusetzen. Unser Ansatz war es, schnell und möglichst unbürokratisch vorzugehen und den Luftfahrtgrundsatz "Safety First" gelten zu lassen. Das Gutachten stützt unsere zügige, aber auch umsichtige Herangehensweise. Bereits seit Ende Juni sichern wir Dächer in Raunheim und Flörsheim und das Programm kommt planmäßig voran", erklärte Peter Schmitz, Vorstand Operations der Fraport AG.

Seit Erlass des Planergänzungsbeschlusses des HMWVL können Eigentümer von Gebäuden in definierten Gebieten Ansprüche auf Sicherung der Dacheindeckungen geltend machen. Bisher sind 569 Anträge gestellt worden. Rund 50 Prozent der Anträge sind davon vollständig, so dass eine Dachsicherung in Abstimmung mit den Antragsstellern zeitnah umgesetzt werden kann. Bei 201 Anträgen wurden bereits alle Vorarbeiten abgeschlossen und die Dachsicherungsmaßnahme als nächster Schritt anvisiert, bzw. bereits durchgeführt.

Einschätzung nach Plausibilität der Verursachung

Ein Untersuchungsgegenstand des Gutachtens waren etwaige Auswirkungen von Wirbelschleppen durch Flugzeuge im Anflug auf den Flughafen Frankfurt in einem bestimmten Zeitraum. Die Gutachter untersuchten, ob Wirbelschleppen zeitlich eingrenzbare, von Eigentümern gemeldete Schäden an Gebäuden grundsätzlich verursacht haben könnten und differenzierten hier nach den Kategorien "plausibel", "bedingt plausibel" und "unplausibel". Hierbei wurden z. B. meteorologische Bedingungen und Flugzeugparameter (wie Spannweite, Geschwindigkeit etc.) berücksichtigt.

Lediglich sieben der 20 untersuchten Ereignisse konnten als "plausibel" für Wirbelschleppen als mögliche Verursacher von Schäden eingestuft werden. Das Gutachten liefert allerdings keine Einschätzung, ob der gemeldete Schaden auch tatsächlich durch eine Wirbelschleppe verursacht wurde. Ob ein gemeldeter Schaden im Einzelfall auch tatsächlich einer Wirbelschleppe zugeordnet werden kann, kann aus Sicht der Gutachter des DLR anhand einer ergänzenden Begutachtung des konkreten Schadens durch Sachverständige des Dachdeckerhandwerks genauer beurteilt werden, so wie dies seit dem Frühjahr 2013 von Fraport praktiziert wird.

VC sieht Fortschritt in Sachen Ticketsteuer

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Aus Sicht der Vereinigung Cockpit sind insbesondere die deutschen Airlines durch wettbewerbsverzerrende Rahmenbedingungen wie Nachtflugverbote, einen unausgewogenen Emissionshandel und die Ticketsteuer (Luftverkehrsabgabe) gegenüber der weltweiten Konkurrenz benachteiligt. Dagegen hatte die VC eine starke Petition im Bundestag eingereicht. In den Koalitionsverhandlungen wird nun verhandelt.

"Die Deutsche Luftfahrt hat in der Wirtschaft eine Schlüsselposition. Nur durch faire Wettbewerbsbedingungen hat sie im internationalen Wettbewerb auch weiterhin eine Zukunft. Wenn die Koalition ihre verabredeten Ziele und Maßnahmen umsetzt, wird dies helfen zahlreiche Jobs in Deutschland zu sichern", so Ilja Schulz, Präsident der VC.

Experiment Luftverkehrsabgabe soll beendet werden

Gegen die Luftverkehrsabgabe hatte die Vereinigung Cockpit, unterstützt von anderen Gewerkschaften und Verbänden, eine Petition im Deutschen Bundestag eingereicht. Mit fast 160.000 Unterschriften und viel Zuspruch aus der Politik ist sie die zweiterfolgreichste Petition, die jemals eingereicht wurde.

Ilja Schulz sähe, sollte die Regierung mit ihren Vereinbarungen ernst machen, diese lang kritisierte Fehlentwicklung als beendet: "Die Ticketsteuer ist eine unnötige Belastung für alle Reisenden, gefährdet massiv deutsche Arbeitsplätze und führt dabei in der gesamtwirtschaftlichen Bilanz nicht einmal zu nennenswerten Einnahmen des Staates. Ich hoffe sehr, dass dieses erfolglose Experiment nun ein für alle Mal beendet wird."

Auch Emissionshandel muss international aufgestellt weden

Ebenso sieht die Vereinigung Cockpit die Stärkung der Rolle der zukünftigen Bundesregierung bei der Planung des deutschlandweiten Flughafennetzes als richtigen und wichtigen Schritt an.

Auch das Bestreben, den europäischen Emissionshandel im Luftverkehr in ein internationales Emissionshandelssystem auf ICAO-Basis (Internationale Zivile Luftfahrtorganisation) zu überführen, findet die Zustimmung des Verbandes. Einseitige und wettbewerbsverzerrende Belastungen nur für europäische Fluggesellschaften würden damit beendet, während das System zum Klimaschutz gleichzeitig weltweit auf alle Staaten ausgeweitet wird.

Umpolung des Erdmagnetfeldes: SWARM erforscht Erde, Meer und All

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Um 13:06 Uhr startete am Donnerstag das europäische Satellitentrio SWARM vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plesetsk mit einer Rockot-Rakete ins All. Die Satellitenmission soll das Erdmagnetfeld mit höchster Genauigkeit vermessen und unsere Kenntnisse über die Vorgänge im Erdinneren sowie im erdnahen Weltraum erweitern.

SWARM ist die vierte Erderkundungsmission im Rahmen des ‘Living Planet‘-Programms der europäischen Weltraumorganisation ESA und Deutschland ist mit rund 25 Prozent an daran führend beteiligt. Das vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) finanzierte SWARM-Projektbüro koordiniert auf deutscher Seite die Forscher und die Nutzung der Daten mit dem Ziel, den wissenschaftlichen Gewinn zu optimieren.

Erdmagnetfeld steht vor Umpolung

Unser Heimatplanet ist einem ständigen Beschuss durch energiereiche Teilchen von der Sonne und aus dem Weltall ausgesetzt. Glücklicherweise schützt uns das Erdmagnetfeld vor dieser gefährlichen Strahlung. Messungen der vergangenen Dekaden haben gezeigt, dass das Erdmagnetfeld schwächer wird und – wie häufiger in der Vergangenheit – vor einer Umpolung steht.

Mit hochempfindlichen Sensoren ausgestattet, werden drei baugleiche Satelliten mit einer einzigen Rakete in den Weltraum befördert. Zwei von ihnen werden auf einer gemeinsamen Umlaufbahn in 460 Kilometer ausgesetzt und einer auf eine Bahn in 530 Kilometer Höhe gebracht. Sie werden in Formationen wie ein Schwarm (daher engl. SWARM) die Erde umrunden und das Magnetfeld über vier Jahre hinweg mit bisher nicht gekannter Genauigkeit in drei Dimensionen kartieren.

Alles noch komplizierter als gedacht

Obwohl das Magnetfeld seit etwa 150 Jahren erforscht und vermessen wird, sind unsere Kenntnisse noch sehr lückenhaft. Der deutsche Vorgänger-Satellit CHAMP hat dabei bereits wichtige Ergebnisse geliefert und die Kenntnisse übers Erdmagnetfeld wesentlich erweitert, gleichzeitig aber auch neue Fragen aufgeworfen: Trotz des Schutzschildes dringen manchmal Teilchenschauer bis in die Atmosphäre vor. Die Folgen können vielfältig sein: Stromnetze brechen zusammen, Computer spielen verrückt, Navigationsnetze werden gestört.

Klar ist: Zwischen den äußeren Einflüssen und den irdischen Magnetfeldänderungen verbergen sich vielschichtige, schwer fassbare Prozesse. In jüngster Zeit setzte sich die Erkenntnis durch, dass alles noch wesentlich komplizierter ist, als man es je vermutet hätte. Weil alles mit allem zusammenhängt. Mit Hilfe der SWARM-Daten wollen die Geoforscher nun die genauen Zusammenhänge herausfinden.

Auch Meeresströmung erzeugt Magnetfeld

Dank der für SWARM weiterentwickelten Instrumente soll es möglich sein, großräumig Meeresströmungen zu verfolgen. Denn auch die Bewegung des elektrisch leitenden Salzwassers liefert einen Beitrag zum Magnetfeld der Erde. Er ist allerdings um fast fünf Größenordnungen kleiner als das statische Erdmagnetfeld. Auch hiermit soll SWARM einen wichtigen Beitrag zur Klimaforschung leisten, da die Dynamik von Strömungen und Gezeiten der Weltmeere das Klimageschehen wesentlich beeinflusst.

Durch ihre kontinuierlichen Beobachtungen unterstützen die drei baugleichen Satelliten zudem europäische Forschungsaktivitäten in den Bereichen System Erde, Klima und Umwelt und liefern dabei wichtige Referenzdaten in den Fachgebieten Erdmagnetfeld, Ionosphäre, Thermosphäre, Weltraumwetter, Geodäsie und Geowissenschaften.

DLR-Büro koordiniert die Nutzung der SWARM-Daten

Das vom DLR Raumfahrtmanagement mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) finanzierte SWARM-Projektbüro organisiert auf deutscher Seite die Nutzergemeinde, berät die Wissenschaftler und koordiniert Forschungsvorhaben. Es erarbeitet ein Nutzungskonzept und betreibt Öffentlichkeitsarbeit.

Mit seinen Aktivitäten arbeitet das Projektbüro daran, nationale und internationale Förderprogramme zur wissenschaftlichen Interpretation von SWARM-Daten einzurichten. Es soll weiteren Nutzern auch außerhalb des wissenschaftlichen Umfelds als Informations- und Kontaktstelle dienen. Damit trägt es wesentlich zum wissenschaftlichen Ertrag dieser Explorer Mission bei.

Gegenwärtig laufen Vorbereitungen zur Validierung der SWARM-Daten, ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung. Für diese Arbeiten hat die ESA ein internationales Wissenschaftsteam berufen, dem von deutscher Seite Institute in Potsdam (GFZ), Kühlungsborn (IAP), Bremen (JUB) und München (IAPG) unter der Führung des SWARM-Projektbüros angehören.

Erdforschungssatelliten des „Living Planet“-Programms

SWARM ist die vierte Mission des ESA Programms „Lebender Planet“, in dem ausgewählte Wissenschaftssatelliten gezielte Beiträge zu wichtigen Fragen der Erdsystemforschung leisten. Von diesen „Earth Explorer“ genannten Satelliten wurde Anfang 2009 die erste Mission (GOCE) erfolgreich gestartet. Die zweite Mission (SMOS) startete im November 2009, die dritte Mission (CryoSat) im April 2010.

Aus Deutschland ist die Firma Astrium mit dem Bau der Satelliten beauftragt, weitere beteiligte deutsche Firmen sind unter anderem IABG, ZARM, ALTRAN und Xperion. Betreibergesellschaft der Trägerrakete Rockot ist die Firma Eurokot GmbH. Die Rakete wird von Plesetsk, 800 Kilometer nördlich von Moskau gestartet. Start, Abkopplung von der Trägerrakete, Platzierung im Orbit sowie der weitere Flug werden vom European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt überwacht.

Germanwings nimmt Route Köln/Bonn – Warschau ins Visier

Zum Sommerflugplan 2014 ab dem 30. März fliegt die Kölner Fluggesellschaft Germanwings von ihren größten Standort Köln/Bonn Airport an sechs Tagen in der Woche nach Warschau. Montag bis Freitag ist jeweils um 14:35 Uhr Abflug, sonntags gibt es einen Flug abends um 18:35 Uhr.

Warschau garantiert seinen Besuchern mit seinen zahlreichen Restaurants, Cafés und Clubs ein äußerst abwechslungsreiches Nachtleben, Warschau ist aber auch die größte und bevölkerungsreichste Stadt Polens und seit 1596 Hauptstadt des deutschen Nachbarlandes.

Sie ist das wirtschaftliche Zentrum Polens, hier werden etwa 15 Prozent des gesamten polnischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Die Warschauer Börse ist die größte im östlichen Mitteleuropa, die Stadt ist zudem als Messe- und Kongressstandort von großer Bedeutung – zum Beispiel mit der Warschauer Buchmesse.

Airbus A380 für Emirates nimmt Hilfsgüter mit nach Dubai

Die Airbus Corporate Foundation, die Fluggesellschaft Emirates und die Hilfsorganisation "Aktion gegen den Hunger" (ACF) haben heute eine Partnerschaft angekündigt, um zukünftige A380-Überführungsflüge für die Lieferung von Hilfsgütern an das United Nations Humanitarian Response Depot (UNHRD) zu nutzen. Einzelheiten zu dieser Zusammenarbeit wurden anlässlich des Weltkindertags bekannt gemacht.

Am 29. Oktober landete der erste Hilfsflug mit einer Ladung von 31 Tonnen zur Unterstützung der ACF-Aktionen zum Kampf gegen den Hunger. Die Hilfsgüter werden dort verteilt, wo sie am dringendsten benötigt werden. Die Ladung legte mehr als 4.800 Kilometer von Hamburg in Deutschland zurück, um im United Nations Humanitarian Response Depot in Dubai gelagert zu werden. Die Nahrungsmittel werden verwendet, um unterernährte Kinder im Alter von bis zu fünf Jahren zu ernähren.

Langfrisitge Vereinbarung mit Airbus-Kunden

Dies ist die erste langfristige Vereinbarung, welche die Airbus Corporate Foundation mit einer Kundenfluggesellschaft über Hilfsflüge abgeschlossen hat. Die Airbus Corporate Foundation arbeitet seit 2009 mit ACF zusammen.

Tim Clark, President von Emirates Airline, sagte: "Die Beziehung zwischen Emirates und Airbus begann vor 26 Jahren und wird heute ausgebaut, um Menschen in der ganzen Welt zu helfen. Wir sind stolz darauf, mit der Airbus Corporate Foundation und ACF zusammenzuarbeiten, um den Transport von Hilfsgütern in die Regionen und zu den Menschen zu unterstützen, die diese am dringendsten benötigen. Mit dieser Partnerschaft werden die Erstflüge von bis zu vier A380 für Emirates pro Jahr zugleich zu Hilfsflügen, die mit Hilfsgütern für das UNHRD in Dubai ankommen."

Jean-Baptiste Lamarche, Logistics Director von ACF, erklärte: "Diese Partnerschaft ist sehr wertvoll für ACF. Als einer unserer wichtigsten Partner hilft uns die Airbus Foundation, bei Notfallsituationen schnell und effizient zu intervenieren, wie nach den Naturkatastrophen auf Haiti in 2010 und erst neulich auf den Philippinen. Diese logistische Unterstützung ermöglicht es uns, unsere Mission zu erfüllen, die darin besteht, Leben zu retten und den schutzbedürftigsten Menschen zu helfen."

Überführungsflüge zum Großkunden ermöglichen Hilfe

Fabrice Brégier, President und CEO von Airbus, sagte: "Der Zeitpunkt für diese Partnerschaft ist genau richtig, denn in den nächsten Jahren sind noch 101 A380 an Emirates auszuliefern. Dieser Zeitplan ermöglicht es uns, kontinuierlich Hilfsgüter an das UNHRD in Dubai zu transportieren. Wir möchten auch unserem Partner Kuehne + Nagel danken, der in der Zukunft ebenfalls Logistikkapazitäten bereitstellen wird und ohne den diese Partnerschaft nicht möglich gewesen wäre."

Airbus hat in den vergangenen Jahren ein globales Netzwerk von Fluggesellschaften und Hilfsorganisationen zur Unterstützung internationaler Hilfsmaßnahmen aufgebaut. Überführungsflüge neuer Flugzeuge werden regelmäßig für den weltweiten Transport von Hilfsgütern genutzt.

Die Airbus Corporate Foundation wurde im Dezember 2008 gegründet, um gemeinnützige Aktivitäten weltweit innerhalb eines internationalen Netzwerks von Mitarbeitern und Partnern zu unterstützen. Die Organisation ist dabei in drei Schwerpunktbereichen aktiv: Humanitäre und gemeinnützige Hilfe, Jugendarbeit und Umweltschutz. Die Airbus Corporate Foundation hat seit ihrer Gründung im Dezember 2008 bereits 35 Hilfsflüge zu Zielen auf der ganzen Welt durchgeführt.

Logistik-Center am Airport Magdeburg/Cochstedt eröffnet

50 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien kamen gestern zur Eröffnung des ersten Cargo- und Logistik-Centers am Airport Magdeburg/Cochstedt international. "Mit solch einem großen Zuspruch haben wir nicht gerechnet", freute sich Investor und Geschäftsführer Peter Sølbeck und begrüßte 13:00 Uhr mit dem zweiten Geschäftsführer Uwe Hädicke jeden einzelnen Gast mit Händedruck.

Innerhalb der darauffolgenden zwei Stunden erfuhren die Gäste alle interessanten Details zum Logistik-Komplex sowie zu den Zukunftsplänen des Flughafens. Auf eine kurze Begrüßungsrede von Uwe Hädicke (Geschäftsführer CSO), in der er auf die ersten Kontakte und Kooperationspartner hinwies, die von dem Flughafen als EU-reglementierter Beauftragter und bekannter Versender mit 24h-Betriebsgenehmigung profitieren werden, folgten Grußworte von Sachsen Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring und Staatssekretär Dr. Klaus Klang (Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt), die sowohl wirtschaftliche als auch verkehrsbezogene Aussagen tätigten.

Dänischer Invester mit langem Atem

"Mit der Airport Development A/S haben wir einen verlässlichen Käufer und Investor für den Airport Magdeburg/Cochstedt gefunden. Die dänischen Eigentümer haben bewiesen, dass sie den Flughafen nachhaltig entwickeln wollen und dafür auch den notwendigen langen Atem haben. Den Ausbau des Frachtgeschäfts als zweites wirtschaftliches Standbein des Airports kann ich nur begrüßen. Dies gilt umso mehr, als alle Investitionen ohne Landesförderung umgesetzt worden sind.", betonte Minister Möllring.

Im Anschluss an die Grußworte referierten Univ.-Prof. Dr.-Ing. Hartmut Zadek (Institut für Logistik und Materialflusstechnik, ILM) über die weltweiten Logistik-Möglichkeiten des Airport Magdeburg/Cochstedt international sowie Steve Riedel (German American Chamber of Commerce, GACC), der über die Deutsch-Amerikanischen Vernetzung informierte.

Neue Screening- und Sniffer-Technik

Während der nachfolgenden Rundgänge über das Airport- und Logistik-Gelände wurde sowohl die bereits fertiggestellte neue Cargo-Halle besichtigt als auch der Baufortschritt des zweiten und größeren Logistik-Centers, welches im zweiten Quartal 2014 eröffnet wird. Betriebsleiterin Silke Buschmann zeigte stolz die neue Screening- und Sniffer-Technik und stand für Fragen Rede und Antwort. "Dank der neuen Technik können wir nun vollumfänglich Fracht abwickeln, scannen und sichermachen."

"Wir sind sehr zufrieden, dass die Eröffnung Erfolg hatte. In den kompletten Logistik-Bereich fließt eine Gesamtinvestition von ca. acht Mio. Euro, da ist es gut, zu wissen, dass dieses Investment in unseren nächsten logischen Schritt positiv aufgenommen wird. Somit sind wir unserem Ziel, uns zum internationalen Frachtflughafen zu entwickeln, einen weiteren Schritt näher gekommen.", erklärte Peter Sølbeck abschließend.

Breites Fracht-Handling für internationale Kunden

Mit Fertigstellung des Logistik-Komplexes wird der Flughafen in der Lage sein, ein Full-Service-Angebot für reibungslose Abläufe bei Zollgestellung, Screening und Sichermachen der Fracht, Manifest-Erstellung, Gefahrgutabwicklung, Dokumentenabwicklung, AWB-Erstellung, Auf- und Abbau der ULDs, Be- und Entladung der Lkw, Palettieren und Entpalettieren, Lagerung von Sonderfrachten, Handling von Speditionsgut und Kommissionierung von Ladungen anzubieten. Das Dienstleistungsangebot bezieht sich sowohl auf Land-Luft- als auch Land-Land-Fracht.

Das große Logistik-Center mit spezielle Sektoren für unterschiedliche Temperaturzonen, Lagerflächen für Warehousing, einen Lebendtier-Bereich sowie Flächen für gefährliche Güter soll nach Fertigstellung des gesamten Gebiets für die unterschiedlichsten Anforderungen zur Verfügung stehen.

Boeing in Dubai: 777X, 101 Mrd. US-Dollar Aufträge und Partnerschaften

Die diesjährige Dubai Airshow stand für Boeing im Zeichen des Programmstarts der innovativen 777X – dem weltweit größten und effizientesten zweistrahligen Verkehrsflugzeug – sowie der Bekanntgabe herausragender Bestellungen und neuer strategischer Vereinbarungen mit wichtigen Partnern im Nahen Osten und auf der ganzen Welt.

Das 777X-Programm wurde von Boeing mit 259 Bestellungen und Verpflichtungen mit einem Wert von mehr als 95 Milliarden US-Dollar nach Listenpreisen von Emirates (150), Qatar Airways (50), Etihad Airways (25) und einer bereits zuvor angekündigten Bestellung von Lufthansa (34) gestartet.

1000. Bestellung für 787 Dreamliner

Zudem bestellte Etihad 30 787-10 Dreamliner. Damit hat die 787 die Marke von 1.000 Bestellungen schneller als jedes andere Twin-Aisle-Flugzeug in der Geschichte der Luftfahrt erreicht. Boeing und flydubai haben eine historische Vereinbarung über bis zu 100 737 MAX 8 und 11 Next-Generation 737-800 Flugzeuge bekannt gegeben – dies ist die größte Single-Aisle-Bestellung von Boeing Flugzeugen im Nahen Osten. Boeing liegen bereits heute mehr als 1.600 Bestellungen für die 737 MAX vor.

Insgesamt konnte Boeing auf der Dubai Airshow Bestellungen und Verpflichtungen (ohne Optionen und Kaufsrechte) für 342 Flugzeuge mit einem Wert von 101,5 Milliarden US-Dollar verzeichnen.

Regional stark vertreten – Ausbau der Kooperationen

Auf der Dubai Airshow wurden 787 Dreamliner von Qatar Airways und Royal Brunei Airlines sowie eine 737-800 mit Boeing Sky Interior von flydubai ausgestellt. Zu den Boeing Fluggeräten der United Arab Emirates Armed Forces, die ausgestellt wurden, gehörten ein AH-64D Apache Helikopter und ein C-17 Globemaster III Transportflugzeug. Außerdem im Defensebereich zu sehen waren V- MV-22 Osprey, P-8 Poseidon, AH-6i Helikopter, F-15 Eagle und F/A-18 Super Hornet sowie ein Integrator Unmanned Aerial System.

Boeing hat während der Airshow neue Partnerschaften und Vereinbarungen geschlossen, darunter mit Tawazun Precision Industries, mit der eine Anlage zur Oberflächenbehandlung von Flugzeugen in den Vereinigten Arabischen Emiraten gebaut werden soll. 2016 soll der der Vertrag in Abu Dhabi geschlossen werden. Weiter soll Mubadala zum Tier 1 Supplier für Boeing werden und gemeinsam Verbundwerkstoffe für den Flugzeugbauer herstellen sowie Preprege für die Kohlefaserproduktion in Abu Dhabi entwickeln. Mubadala wird so für 2,5 Mrd US-Dollar Verbundwerkstoffe und Metallteile an Boeing liefern, die auch im 787 Dreamliner sowie der 777X zum Einsatz kommen.

Mit Bombardier will Beoing für einen Seeaufklärer kooperieren. Dabei soll auf der Plattform des Bombardier Challenger 605 Business Jet Boeings erpropbte P-8A Mission System Technology zum Einsatz kommen. Mit Rostec hat Boeing eine Vereinbarung getroffen, das gemeinsame Joint Venture auszubauen und ein weiteres Boeing-Werk im Titanium Valley im Ural zu errichten, um.

Boeing-Aufträge in der Übersicht

Kunde Model Menge Wert in US-Dollar nach Listenpreis Art
Etihad Airways 787-10

30

18,2 Mrd. Order
  777-9X 17    
  777-8X 8    
  777 Frachter 1    
Emirates 777-9X 115 55,6 Mrd. Kaufabsicht
  777-8X 35    
flydubai 737 MAX 75 8,8 Mrd. Kaufabsicht
Qatar Airways 777-9X 50 18,9 Mrd. Kaufabsicht
Gesamt   342 Flugzeuge 101,5 Mrd.  

 

Top-Bewertung für Münchner Flughafen bei CO2-Einsparungen

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Die Flughafen München GmbH (FMG) hat ihre Vorreiterrolle im Bereich der Nachhaltigkeit erneut unter Beweis gestellt. Die FMG ist dem CDP (Carbon Disclosure Projekt) beigetreten, der weltweit größten Vereinigung von Investoren und Unternehmen, die sich im Kampf gegen den Klimawandel zusammengeschlossen haben.

Die Organisation mit Sitz in London analysiert jährlich weltweit über 5.000 Unternehmen, deren Gesamtwert mehr als 50 Prozent des globalen Marktwertes umfassen, hinsichtlich ihrer Klimastrategien und ihrer CO2-Berichterstattung.

Gleich bei der Premiere im CDP erzielte die FMG das beste Ergebnis aller nicht-börsengelisteten Unternehmen der deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bewertet wurden neben der Transparenz der Klimastrategie die Klimadaten sowie die Qualität und Effektivität der zur Reduktion von Klimagasen durchgeführten Maßnahmen.

Unter den weltweit teilnehmenden Flughäfen belegte München den Spitzenplatz. Darüber hinaus lag die bayerische Luftverkehrsdrehscheibe auch deutlich über dem Durchschnitt aller in Deutschland untersuchten Unternehmen. Für die FMG ist der Umwelt- und Klimaschutz schon länger fester Bestandteil der Unternehmenspolitik. Im Jahr 2008 hat die FMG gemeinsam mit der Fraport AG, der Deutschen Lufthansa AG und der Deutschen Flugsicherung ein Perspektivenpapier verabschiedet, in dem ambitionierte Ziele für den Umwelt- und Klimaschutz im Luftverkehr bis zum Jahr 2020 festgelegt wurden.

Bereits im Sommer dieses Jahres hat die FMG die proklamierte Senkung der passagierbezogenen spezifischen CO2-Emissionen des Münchner Airports um 30 Prozent im Vergleich zum Basisjahr erreicht. Für die Anstrengungen bei der CO2-Reduzierung ist der der Flughafen bereits ausgezeichnet worden. Zum Energiesparen werden zudem LED für die Vorfeldbeleuchtung eingesetzt.

Flugzeug-Aufträge für 44 Mrd. US-Dollar bei Airbus

Airbus verbuchte auf der 13. Dubai Airshow Bestellungen und Kaufabsichtserklärungen für insgesamt 160 Flugzeuge im Wert von rund 44 Milliarden US-Dollar. Dieser Erfolg unterstreicht zudem die Beliebtheit der Großraumflugzeuge von Airbus. Vor allem die A380 und A350 XWB lagen auf einer Linie mit den Kundenanforderungen.

Der Auftragseingang umfasst 142 Festbestellungen im Wert von 40,4 Milliarden US-Dollar, davon 50 A380, 40 A350-900, zehn A350-1000, 26 A321neo, zehn A320neo und sechs A330-200F, und 18 Grundsatzvereinbarungen (MoU) im Wert von 3,6 Milliarden US-Dollar.

Großeinkauf aus dem Mittleren Osten

Wertmäßig erteilte Emirates den größten Einzelauftrag über weitere 50 A380 im Wert von 20 Milliarden US-Dollar. Die Airline lobte die Effizienz und die hohe Attraktivität des Flugzeuges für die Passagiere und bestätigte den Rang der A380 als Flaggschiff in ihrer Flotte. Nach Stückzahlen erteilte Etihad Airways den größten Einzelauftrag auf der Dubai Airshow. Die Airline gab 87 Flugzeuge (40 A350-900, zehn A350-1000, 26 A321neo, zehn A320neo und eine A330-200F) im Wert von 19 Milliarden US-Dollar nach Listenpreis bei Airbus fest in Auftrag.

Auch die vielseitige A330-200F erzielte gute Verkaufserfolge. Die insgesamt 14 Bestellungen und Kaufabsichtserklärungen im Wert von drei Milliarden US-Dollar entfielen auf Qatar Airways Cargo (fünf Festbestellungen plus acht Kaufabsichtserklärungen) und Etihad Airways (eine Festbestellung). Air Algérie erteilte ebenfalls eine Kaufabsichtserklärung für drei A330-200-Passagierflugzeuge im Wert von 648 Millionen US-Dollar und setzt dabei auf die hohe Zuverlässigkeit dieses Modells.

Libyan Wings mit Sitz in Tripolis gab auf der Airshow die Aufnahme ihres Flugbetriebs bekannt. Die Airline wählte Airbus für den Aufbau ihrer Flotte und erteilte Kaufabsichtserklärungen für drei A350-900 und vier A320neo.

John Leahy, Chief Operating Officer Customers von Airbus, sagte: "Durch die zentrale geografische Lage, das starke Wirtschaftswachstum und die Nähe zu den Bevölkerungszentren, die nur einen Flug weit entfernt sind, werden Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten vom Verkehrswachstum besonders profitieren. Der Auftragseingang auf der Airshow – wertmäßig bisher der höchste für Airbus in Dubai – ist ein klarer Beleg, dass der Nahe Osten in die modernsten und effizientesten Flugzeuge investiert, um an diesem Wachstum teilzuhaben."

Trend zu größeren Maschinen

Im Zuge des Verkehrswachstums sind auch die Flugzeuge im Durchschnitt um 25 Prozent "gewachsen", da sich immer mehr Fluggesellschaften für größere Flugzeuge entscheiden oder bereits vorliegende Bestellungen in größere Varianten umwandeln. Größere Flugzeuge wie die A380 mit höheren Auslastungswerten können Flughäfen, auf denen nur begrenzte Slots verfügbar sind, besonders effizient nutzen. Sie können damit zu steigenden Passagierzahlen ohne zusätzliche Flüge beitragen, wie sich in London Heathrow gezeigt hat.

Durch Konzentration auf nachhaltiges Wachstum wurden der Treibstoffverbrauch und die Lärmbelastung in den letzten 40 Jahren um mindestens 70 Prozent reduziert. Dieser Trend setzt sich mit innovativen Produkten wie der A320neo, der A320 mit Sharklets, der A380 und der A350 XWB weiter fort.

15 Jahre Forschung bei 8 km/s: Im Weltraumlabor ISS

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Schwebende Wassertropfen, ein kanadischer Astronaut, der seine Version von David Bowies "Major Tom" singt, Weltraumspaziergänge durch die Schwerelosigkeit oder wunderschöne Ausblicke aus der Cupola auf die Erde – die Bilder, die von der Internationalen Raumstation ISS die Erde erreichen, sind immer ein Hingucker. Das sah vor 15 Jahren noch anders aus.

Damals, am 20. November 1998, startete das erste Bauteil für die ISS ins All. Die himmlische Baustelle nahm ihren Anfang mit dem russischen Modul Zarya, einem Fracht- und Kontrollmodul. Heute leben und arbeiten sechs Astronauten an 365 Tagen im Jahr in dem schwebenden Forschungslabor. Mit an Bord sind auch viele Experimente, die die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreuen oder Förderung vom DLR-Raumfahrtmanagement erhalten.

Mir-Nachfolger wurde erstes Puzzleteil der ISS

Das größte künstliche Objekt im Erdorbit, das mittlerweile den Abmessungen eines Fußballfeldes entspricht, hat klein angefangen: Gerade einmal 12,60 Meter lang, mit einen Durchmesser von 4,10 Meter und einem Gewicht von 19.323 Kilogramm war das Modul Zarya, das eigentlich für die Nachfolgestation der russischen MIR verwendet werden sollte.

Doch mit der Entscheidung für eine internationale Raumstation wurde aus Zarya das erste Puzzleteil für die ISS, die gemeinsam von USA, Russland, Japan, Kanada und der europäischen Weltraumorganisation ESA aufgebaut werden sollte. Bereits kurze Zeit später, am 04. Dezember 1998, folgte der Verbindungsknoten Unity – nunmehr bestand die ISS zumindest schon aus zwei Bauteilen.

Erstes Experiment auf der Raumstation kam aus Deutschland

"Damit war natürlich noch keine Bemannbarkeit gegeben", erinnert sich Dr. Peter Preu, Leiter der Abteilung "Forschung unter Weltraumbedingungen" im DLR-Raumfahrtmanagement. Die erste Wohngemeinschaft der ISS zog jedoch schon knapp zwei Jahre später, am 02. November 2000, in die Raumstation ein. Die Forschung in rund 400 Kilometern Höhe über dem Boden, bei ca. 28.000 km/h bzw. bei knapp 8 Kilometer pro Sekunde, in permanenter Schwerelosigkeit, konnte beginnen. "Und Deutschland war von Anfang an dabei", betont Preu. Prof.

Gregor Morfill vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik hatte bereits zuvor mit der Förderung des DLR-Raumfahrtmanagements seine Forschung zu flüssigen und kristallinen Plasmen durchgeführt – jetzt wurde sein Experiment zum ersten naturwissenschaftlichen auf der frisch in Betrieb genommenen internationalen Raumstation.

"Wir waren im Kontrollzentrum und hatten Videokontakt. Die Spannung war groß – ich hatte den Eindruck, dass der ganze Raum knisterte", sagt Morfill. Der Wissenschaftler erinnert sich noch ganz genau an den Moment, als sein Experiment zum ersten Mal durchgeführt wurde. "Als die ersten Daten auf dem Bildschirm erschienen und einigermaßen so aussahen, wie wir gedacht hatten, haben wir alle spontan gejubelt."

Forschung in Schwerelosigkeit zum Nutzen der Medizin

Statt Sekunden oder Minuten der Schwerelosigkeit ermöglichte es das Forschungslabor im All, dass das Verhalten der Plasmasysteme rund 90 Minuten ohne die störende Schwerkraft durchgeführt werden konnten. Das ist gleichzeitig auch die Zeit, in der die Raumstation einmal die Erde vollständig umkreist. Die Astronauten standen dabei kontinuierlich in Kontakt mit den Wissenschaftlern am Boden. "Wenn eine überraschende Entdeckung kommt – und das passiert praktisch bei jedem Experiment, weil alles Neuland ist – dann werden die Astronauten oft gebeten, die Experimente komplett per Hand, also ganz wie im Labor auf der Erde, durchzuführen."

Auf dem Boden folgen dann die Analyse und die wissenschaftliche Auswertung. Die Arbeit mit "kaltem Plasma" führte gleichzeitig dazu, dass auch die Anwendung in der Medizin beispielsweise zur Desinfektion erforscht wurde. "Die im Weltraum gelernte Technologie, wie man mit kalten Plasmen arbeitet, war die Grundlage für den Transfer in die Hygiene und Medizin."

Schrittweiser Aufbau bis zur vollen Experimentierfähigkeit

Seit Beginn wurden über 60 deutsche Experimente mit unterschiedlichen Laufzeiten durchgeführt. Dazu gehören biologische Experimente zur Strahlenbelastung, Experimente zur Entstehung des Lebens, aus der Medizin zum Herz-Kreislaufsystem, aber auch der Physik oder auch der Materialphysik. "Die Experimente benötigen vor allem eine entsprechende Vorbereitung am Boden oder auch erste Tests zum Beispiel auf Parabelflügen", betont Dr. Peter Preu vom DLR-Raumfahrtmanagement. "Der Sprung vom Erdlabor in die Raumstation ist sehr groß."

Mittlerweile ist die Raumstation vom einzelnen Modul zum verzweigten Forschungslabor angewachsen: Dem Frachtmodul Zarya und dem Verbindungsknoten Unity folgten Wohn- und Labormodule, Roboterarme wurden installiert, 2008 kam das europäische Forschungsmodul Columbus hinzu. Über 90 russische Raumfahrzeuge kamen zur Raumstation, 37 mal dockten amerikanische Space Shuttle an der ISS an, Transportraumfahrzeuge wie die "Dragon"-Raumkapsel des Privatunternehmens SpaceX und "Cygnus" von Orbital Sciences, aber auch das vollautomatische europäische ATV (Automated Transfer Vehicle) versorgen die Mannschaft in der ISS mit Lebensmitteln, Ausrüstung, Sauerstoff oder auch Treibstoff.

"Mit der internationalen Raumstation ISS haben tausende von Ingenieuren und Wissenschaftlern, Astronauten und Kosmonauten dem Streben der Menschheit nach Wissen, dem Drang die Neugier zu besiegen ein neues Denkmal gesetzt," betont Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. "Mit dem Andocken des europäischen Columbus-Moduls begann im Jahr 2008 der Prozess der intensiven wissenschaftlichen Nutzung der ISS. In den kommenden Jahren, mindestens bis 2020, werden wir eine der modernsten wissenschaftlichen Anlagen im Erdorbit betreiben und die Schwerelosigkeit als Arbeitsumgebung intensiv nutzen können", erklärt Wörner weiter.

Eislauf und Musik am Weihnachtsmarkt des Airport München

Als einer der Vorboten der Adventszeit im Freistaat Bayern startet ab Samstag, den 23. November 2013, wieder der Wintermarkt im MAC-Forum des Münchner Airports. Seit dem Startschuss im Jahre 1999 zieht die winterliche Zauberlandschaft mitten im Herzen des Flughafens zahlreiche Besucher nicht nur aus der unmittelbaren Flughafenregion an.

Der Markt lockt mit einem weihnachtlichen Shopping-Angebot an über 50 Ständen, einer großen Kunsteis- und Eisstockbahn sowie einem umfangreichen Bühnenprogramm.

Musikprogramm auf der Bühne

Über 40 Bands und Musiker aus der Region treten täglich ab 18:00 Uhr während des Wintermarktes auf. Die Bandbreite des täglich wechselnden Bühnenprogramms reicht von Blues über Jazz und Gospel bis hin zu Rock und Pop. Kulinarisch werden die Gäste mit bayerischen Schmankerln, asiatischen Köstlichkeiten und Glühwein verwöhnt.

Für die passende weihnachtliche Atmosphäre sorgen mehr als 400 im MAC-Forum aufgestellte Tannen und ein rund 15 Meter hoher Christbaum mit über 50.000 Lichtern und 3.000 Weihnachtskugeln. Für den Nachwuchs gibt es auf dem Wintermarkt und im Kinderland ein abwechslungsreiches Kinderprogramm mit Gestalten von Krippen, dem Verzieren von Lebkuchenhäusern oder dem Basteln von Adventsschmuck.

Kostenlos Eisbahn fahren und Parken

Für sportliche Besucher stehen die große Eisbahn und die Eisstockbahn wieder kostenlos zur Verfügung. Schlittschuhe können vor Ort gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden. Darüber hinaus zeigt ein überdimensionaler Adventskalender auf dem Meta Twist Tower den Besuchern täglich eine Rabattaktion in den Shops am Flughafen an.

Der Wintermarkt am Airport dauert bis zum 29. Dezember und ist täglich zwischen 11:00 Uhr und 21:00 Uhr geöffnet. An Heiligabend schließen der Markt und die Geschäfte am Flughafen bereits um 17:00 Uhr. Besucher, die mit dem Auto zum Wintermarkt kommen, können im Parkhaus P20 für fünf Stunden kostenlos parken. Die sogenannten "Parkgutzeitkarten" erhalten die Besucher an allen Ständen am Wintermarkt. Entwertet wird das Parkticket dann am Kassenautomat.

Änderungen bei Schweizer Kleinflughäfen beschlossen

Der Bundesrat hat die Objektblätter für die Flugplätze Winterthur, Schänis und Lodrino verabschiedet. In Lodrino wird der bestehende Heliport mit dem ehemaligen Militärflugplatz zusammengelegt. Die bestehenden Objektblätter für Zweisimmen und Fricktal-Schupfart werden leicht geändert.

Die allgemeinen Ziele und Vorgaben des Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) wurden im Jahr 2000 vom Bundesrat verabschiedet. Dieser SIL bildet die Grundlage für die Entwicklung der Luftfahrt und definiert den künftigen Rahmen für die Bauten und den Betrieb von Flugplätzen. Für jeden Flugplatz werden in einem SIL-Objektblatt verbindliche Aussagen zu den betrieblichen Rahmenbedingungen, zum Flugplatzperimeter, zur Lärmbelastung und Hindernisbegrenzung sowie zu Natur- und Landschaftsschutz gemacht.

Private Weiterführung des Militärflugplatzes Lodrino

Der Bundesrat in Bern hat heute die neuen Objektblätter für die Flugplätze Winterthur, Schänis und Lodrino verabschiedet. In Lodrino wird der frühere Militärflugplatz mit dem seit 1993 bestehenden Heliport zusammengelegt und als privates Flugfeld weitergeführt. Die Objektblätter für die Flugplätze Zweisimmen und Schupfart mussten im Bereich Flugplatzperimeter und Hindernisfreifläche leicht angepasst werden.

Die primär von Segelfliegern genutzten Flugplätze Winterthur und Schänis erhalten erstmals ein SIL-Objektblatt. In die Beratungen waren verschiedene Bundesämter, die Standortkantone und die betroffenen Gemeinden eingebunden. Sowohl mit den Kantonen wie mit den Amtsstellen gibt es bei den Objektblättern keine Differenzen.

Elektrofahrzeuge für den Flughafen Frankfurt

Der Anteil an elektrisch betriebenen Fahrzeugen am Flughafen Frankfurt steigt weiter an: Jetzt wurden elf neue Elektro-Fahrzeuge von der Fraport AG in Empfang genommen. Die Fahrzeuge werden vor allem im Bereich der Flugzeugabfertigung und in PKW-Pools eingesetzt.

"Fahrzeuge mit Elektroantrieb sind insbesondere für den Einsatz am Flughafen mit den dort vorherrschenden Kurzstreckenverkehren prädestiniert", erklärt Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

"Insbesondere für unsere Spezialfahrzeuge zur Flugzeugabfertigung, wie beispielsweise Schleppfahrzeuge, Förderbandwagen oder Palettenhubwagen ist diese Antriebstechnik eine hochinteressante Option, zumal diese Fahrzeuge einen großen Anteil an den CO2-Emissionen der Fraport-Fahrzeugflotte haben. Wir verfolgen weiter konsequent unser Ziel, den Anteil an Elektrospezialfahrzeugen in den kommenden Jahren zu steigern", so Schulte weiter.

Firmen erhalten Förderung für Elektromobilität

Im Rahmen des Programms Modellregionen Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) werden die Elektrofahrzeuge mit einem Gesamtvolumen von 1,2 Mio. Euro gefördert. Die Modellregion Rhein-Main wird seit 2009 durch das BMVBS im Rahmen der Modellregionen Elektromobilität gefördert. Koordiniert werden die Projekte in den Modellregionen Elektromobilität durch die NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Neben der energetischen Optimierung der Terminals und weiterer Airportgebäude ist die Reduktion der CO2-Emissionen im Fraport-Fuhrpark ein wichtiger Aspekt der Klimaschutzstrategie der Fraport AG. Da etwa 14 Prozent CO2-Emissionen der Fraport AG aus den Kraftstoffverbräuchen des Fuhrparks stammen, ist der Einsatz von Elektro-Fahrzeugen ein wesentlicher Ansatzpunkt im Klimaschutz. Die Antriebstechnik ist im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor aufgrund des vorherrschenden Kurzstreckenverkehrs am Flughafen besonders geeignet und bedeutet auch eine Veringerung der Luftschadstoffbelastung.

Seit langem setzt sich daher die Fraport AG mit den Einsatzmöglichkeiten alternativer Antriebe insbesondere im Bereich der Bodenabfertigung auseinander und hat bereits seit den 1990er Jahren Elektrifizierungsprogramme bei einzelnen Fahrzeuggattungen durchgeführt. Für ihr zukunftsweisendes Konzept hat Fraport im Jahr 2009 den e-Car-Tec Award der gleichnamigen Messe für Elektromobilität erhalten.

15 Ladestellen am Flughafen

Etwa zehn Prozent der mehr als 3.000 motorisierten Fahrzeuge des Frankfurter Flughafenbetreibers werden mittlerweile schon elektrisch betrieben. Elektro-PKW finden nicht nur bei den Bodenverkehrsdiensten Anwendung. Sie kommen auch im Bereich der Flughafensicherheit und in neugeschaffenen PKW-Pools für administrative Organisationseinheiten zum Einsatz. Dafür werden im Betriebsbereich bis zu 15 Ladestellen für E-Fahrzeuge entstehen.

Die Aktivitäten der Fraport sind eingebettet in das im Juni 2013 gestartete Elektromobilitätsprojekt "E-PORT AN" mit den Partnern Lufthansa Group, Fraport AG, der Modellregion Rhein-Main und dem Land Hessen.

Direktflüge ab Hannover nach Dublin

Aer Lingus erweitert ihr Flugangebot zwischen Irland und Deutschland und nimmt im kommenden Frühjahr erstmals die Direktverbindung Dublin – Hannover ins Streckennetz auf. Ab 30. März 2014 verbindet ein moderner Airbus A-320 viermal wöchentlich die Landeshauptstadt Niedersachsens mit Irland.

Geflogen wird die Strecke am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag, die Flugzeiten sind ab Hannover 16:30 Uhr, Ankunft Dublin 17:20 Uhr; ab Dublin 13:00 Uhr, Ankunft 15:50 Uhr. One-way Ticketpreise soll es ab 59,99 Euro pro Person und Strecke (inkl. Steuern und Gebühren) geben und sind schon buchbar.

Die irische Metropole hat für einen Wochenendtrip einiges zu bieten: Einen Besuch des modernen Guinness-Store House, das umtriebige Kulturviertel ‚Temple Bar‘ mit den legendären Singing Pubs, zahlreiche Galerien und Museen oder einfach nur Shoppen. Aber Dublin lässt sich auch als UNESCO-"City of Literature" erleben.

Mit rund 70 wöchentlichen Flügen ab dann sieben deutschen Airports nach Dublin bzw. Cork ist Aer Lingus eindeutiger Marktführer. Keine andere Airline bietet zwischen Deutschland und Irland ein so breites Flugangebot an. Auch die führenden Irland-Reiseveranstalter basieren ihre Package-Reisen meist den Aer Lingus-Verbindungen.

In den Tarifklassen "Plus" bzw. "Flex" sind zusätzlich unter anderem die Gepäckaufgabe (bis zu zwei Gepäckstücke), freie Sitzplatzwahl, Lounge-Zugang und Teilnahme am Aer Lingus-Vielfliegerprogramm inkludiert. Bereits bei der Buchung kann sich jeder Fluggast als "Pre-Order-Menue" sein Wunschmenü vorbestellen. So gibt es zum Beispiel das berühmte Full-Irish Breakfast bereits für 7,50 Euro pro Person.

Winterdientst am Dortmunder Flughafen beginnt

Der Dortmund Airport ist auf den Winter vorbereitet. Ab sofort stehen die Mitarbeiter des Bodenverkehrsdienstes in Bereitschaft. Bei Schneefall werden ab 02:00 Uhr in der Früh mit bis zu sechs Kehr-Blas-Geräten Vorfeld sowie Start- und Landebahn freigehalten um einen sicheren Flugbetrieb zu ermöglichen. Fast 330.000 qm Fläche werden dann vom Schnee befreit.

"Wir haben 2013 investiert und zwei dringend benötigte norwegische Kehr-Blas-Geräte neu angeschafft. Gut angelegtes Geld, um die Zuverlässigkeit des Airports und einen störungsfreien Betrieb im Winter zu gewährleisten", erklärt Flughafen-Chef Udo Mager.

Insgesamt stehen dem Winterdienst 14 Fahrzeuge zur Verfügung. Außerdem werden in 50.000-Liter-Tanks Spezial-Flüssigkeiten eingelagert. Damit werden bei Bedarf die Flächen enteist und die Flugzeuge von Schnee und Eis befreit. "Im vergangenen Winter hatten wir nur selten größere Verspätungen zu verzeichnen. Mit der entsprechenden Vorbereitung sehen wir auch diesem Winter gelassen entgegen", sagt dazu Marko Hartke, Leiter des Bodenverkehrsdienstes am Airport.

Auch die öffentlich zugänglichen Zufahrtswege und Straßen, insgesamt rund 65.000 qm, werden wenn nötig geräumt und enteist. Hier wird durch den Einsatz sogenannter Feuchtsalze besonders umweltschonend gearbeitet. Mit Salzlösung angefeuchtete Auftausalze machen die Verwendung geringerer Mengen möglich und erhöhen gleichzeitig die Wirksamkeit. So können der Salzverbrauch um bis zu 30 Prozent reduziert und bis zu 13 Tonnen Salz eingespart werden. Um dennoch auch auf einen harten Winter vorbereitet zu sein, hat der Dortmund Airport 10 Tonnen Salz auf Lager.

Biotreibstoff-Beimischung Farnesan für Flugzeuge im Test

Lufthansa setzt ihre Pionierarbeit bei der Erprobung alternativer Kraftstoffe fort. Jetzt führte das Unternehmen bei Lufthansa Technik in Hamburg einen Prüfstandtest durch, der Bestandteil des EU-Projekts "Blendingstudie" ist. Dabei wird untersucht, welchen Einfluss die Beimischung einer Biokerosinkomponente namens Farnesan auf das Emissionsverhalten und die Triebwerksleistung hat.

Die bisher zunächst labortechnisch erfolgten Untersuchungen einer Reihe von Gemischen aus dem neuen, aus zuckerhaltigen Materialien gewonnenen Farnesan und konventionellem Kerosin deuten darauf hin, dass durch die Beimischung eine Verbesserung der Emissionseigenschaften erzielt werden kann. Der Lufthansa Praxistest, der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt begleitet wurde, diente der Überprüfung dieses Sachverhalts.

Die Zulassung als Kraftstoffbestandteil mit einem maximalen Beimengungsanteil von 10 Prozent soll im ersten Halbjahr 2014 erfolgen. Er wird von der Firma Amyris hergestellt und derzeit in Zusammenarbeit mit der Mineralölgesellschaft Total als Blending- bzw. Beimischkomponente entwickelt.

Das Projekt "Blendingstudie" befasst sich mit dem Mischungsverhalten verschiedener Kombinationen aus konventionellem Kerosin und unterschiedlichen Biokerosinen. Diese Fragestellung ist beispielsweise im Hinblick auf die künftige Verwendung von Biokerosinbeimischungen im regulären Flugbetrieb sowie auch für die breitflächige Versorgung an Flughäfen mit Lagerung und Durchsatz von Biokerosin-Beimischungen von Bedeutung.

Mit der Beteiligung an dem Forschungsprojekt leistet die Lufthansa Group einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von alternativen Kraftstoffen bis hin zur Marktreife sowie zu deren Qualitätssicherung. Bereits 2011 erprobte Lufthansa erfolgreich als erste Fluggesellschaft weltweit den Einsatz von biosynthetischem Treibstoff im regulären Flugbetrieb.

Aber auch die Flugzeugbauer selbst starten Entwicklungsprojekte zu neuen und regenerativen Kerosin-Beimischungen. So kooperiert Airbus u.A. in Kanada und China an neuen Rohstoffen zur Treibstoffgewinnung, etwa auf Algenbasis. Boeing gab erst kürzlich eine Zusammenarbeit in Südafrika bekannt, bei der Versorgungsketten für Biotreibstoff entwickelt werden sollen.

Boeing 777X-Familie: Programmstart verkündet

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Das 777X-Programm ist von Boeing mit Rekordaufträgen auf der Dubai Airshow 2013 gestartet worden. Mit 259 Bestellungen und Verpflichtungen von vier Kunden aus Europa und dem Nahen Osten verfügt Boeing über eine starke Basis zur Unterstützung der Entwicklung und Produktion des Flugzeugs.

Zu den Kunden, die Bestellungen und Verpflichtungen für die 777X getätigt haben, gehören Lufthansa mit 34 Flugzeugen, Etihad Airways mit 25, Qatar Airways mit 50 und Emirates mit 150 Flugzeugen. Die Bestellungen haben einen Wert von 95 Mrd US-Dollar nach Listenpreisen.

Flügel der 777X aus Verbundwerkstoffen

Die 777X baut auf der bei Passagieren beliebten und marktführenden 777 auf, die bereits heute einen Marktanteil von 71 Prozent der weltweit im Betrieb befindlichen Flotte ihrer Klasse aufweist. Die 777-8X mit 350 Sitzen überwindet Distanzen von sagenhaften 9.300 Nautischen Meilen, etwa 17.220 km, und die 777-9X mit Platz für mehr als 400 Passagiere fliegt 8.200 Nautische Meilen, etwa 15.185 km. Dabei übertrifft das Flugzeug Startgewicht und mögliche Zuladung der Konkurrenz.

Die 777X verfügt über modernste Technologien, darunter fortschrittlichste GE9X-Triebwerke von GE Aviation und vollkommen neu konstruierte Tragflächen aus Verbundwerktstoffen, die die Flügel der bisherigen 777 übertreffen.

777-8X direkte A350-Konkurrenz

Zur 777X-Flugzeugfamilie gehören die 777-8X und die 777-9X, mit denen Boeing auf die Marktbedürfnisse und Kundenanforderungen reagiert. Sie bieten laut Boeing mehr Marktabdeckung und Verdienstpotenzial als die Konkurrenz. Während die 777-8X in direkter Konkurrenz um Airbus A350-1000 steht, bildet die 777-9X eine eigene Klasse.

So wie auch schon der Boeing 787 Dreamliner zunächst die Bezeichnung 7E7 hatte, wird die 777X zu einem späteren Zeitpunkt noch eine endgültige Benennung erhalten. Nach der Entwicklung ist der Produktionsstart der 777X für 2017 und die Erstauslieferung für das Jahr 2020 geplant.

 

Vereinigung Cockpit kritisiert Einschränkungen für Gewerkschaften

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Vor dem Hintergrund des heute bekannt gewordenen Vorhabens zu einer gesetzlichen Regelung, welches die Arbeitsgruppe unter Ursula von der Leyen und Andrea Nahles unter die Überschrift „Ein Betrieb, ein Tarifvertrag“ gestellt hat, fordert die Vereinigung Cockpit dazu auf, die Grundrechte nicht in Frage zu stellen.

Auch eventuelle Regelungen zum Arbeitskampfrecht oder gar der Versuch, die Tarifautonomie gesetzlich steuern zu wollen, seien mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Jeder denkbare Eingriff der Politik würde das empfindliche Gleichgewicht zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen erschüttern.

Einschränkungen kämen „Verbot gleich“

„Wir werden uns nicht als Gewerkschaft zweiter Klasse behandeln lassen“, erklärte Ilona Ritter, Vorsitzende Tarifpolitik bei der Vereinigung Cockpit. „Die Menschen in Deutschland sind mündig und dürfen selber entscheiden, wer ihre Interessen vertreten soll. Dazu gehören auch der Abschluss von Tarifverträgen und das Recht auf Arbeitskampf, um diese Ziele zu erreichen. Berufsgewerkschaften in ihrer Handlungsfreiheit einschränken zu wollen, käme einem Verbot gleich. Die Tarifpluralität ist seit Jahrzehnten erfolgreich gelebte Praxis in unserem Land“, so Ritter.

Die Vereinigung Cockpit erwarte somit von den Verantwortlichen in der Politik, jegliche gesetzliche Regelung zur Einschränkung der gewerkschaftlichen Tätigkeit zu unterlassen.

Betriebsbewilligung von SkyWork Airlines noch bis Ende 2013

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In Übereinstimmung mit SkyWork Airlines hat das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die Betriebsbewilligung von SkyWork Airlines aufs Ende des Jahres befristet. Das BAZL wird seine Aufsichtstätigkeit über die Gesellschaft bis Ende 2013 noch vollumfänglich ausüben.

Die Berner Regionalfluggesellschaft SkyWork Airlines beabsichtigt, ihren Flugbetrieb im Rahmen einer Reorganisation in die deutsche MHS Aviation GmbH zu integrieren. Daher die Befristung der Betriebsbewilligung auf Ende 2013 in Übereinstimmung mit SkyWork Airlines. Damit kann SkyWork Airlines den Flugbetrieb noch bis zum 31. Dezember 2013 fortsetzen.

Gemäß SkyWork Airlines wird das bisherige Streckennetz ab 2014 durch ihre deutsche Partnerin MHS Aviation weitergeführt. Das BAZL wird seine operationelle, technische und wirtschaftliche Aufsichtstätigkeit über SkyWork Airlines bis Ende Jahr vollumfänglich aufrechterhalten und gegebenenfalls weitere Aufsichtsmaßnahmen treffen.

GPS-Empfänger für SWARM-Satelliten aus Wien

Am 22. November werden an der Spitze einer russischen Rockot-Rakete die drei Satelliten der neuen ESA Mission SWARM von Plesetsk aus in den Weltraum starten. Sie sollen genaueste Vermessungen des Erdmagnetfeldes durchführen und damit auch weitere Erkenntnisse über den Aufbau des Erdinneren ermöglichen.

Zur hochgenauen Bestimmung ihrer Position im All nutzen die Satelliten GPS-Navigationsempfänger, die von RUAG Space speziell für den Einsatz an Bord von Satelliten entwickelt wurden. Auf Swarm kommen die ersten Geräte dieser neuen Sensoren zum Einsatz.

Dynamo im Erdinneren schützt die Erde

Für das Leben auf unserem Planeten ist das die Erde umgebende Magnetfeld von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit der Atmosphäre dient es als Schutzschild vor der gefährlichen solaren Strahlung, dem so genannten Sonnenwind. Im Zusammenwirken mit der Erdrotation wirkt der zwiebelartige Aufbau unserer Erde mit einer den festen inneren Kern umgebenden flüssigen Schicht aus Nickel-Eisen-Schmelze wie ein gigantischer Dynamo und erzeugt so das Erdmagnetfeld.

Daher ist neben der Erforschung des Weltraums und der Erdoberfläche auch das Erdinnere von grösstem Interesse für die Menschen. Die drei Satelliten der neuen ESA-Mission SWARM werden aus unterschiedlichen Höhen zwischen 400 und 550 km die bisher genaueste Vermessung des Erdmagnetfeldes und seiner Veränderung vornehmen.

Eine der Grundvoraussetzungen für diese präzise Vermessung ist die Kenntnis der jeweils aktuellen Satellitenposition und eine konstante Einhaltung der vorgesehenen Flugbahn. Die Satelliten benutzen daher für ihre Lageregelung die Signale des amerikanischen Satellitennavigationssystems GPS. Die von RUAG entwickelten innovativen, weltraumtauglichen GPS-Empfänger wurden bei RUAG Space in Wien speziell für die Erfordernisse einer hochgenauen Positionsbestimmung (Precise Orbit Determination, POD) entwickelt.

Zwei GPS-Signale für höchstgenaue Positionsbestimmung

Durch gleichzeitige Verarbeitung von Empfangssignalen auf zwei unterschiedlichen Frequenzen kann im Gegensatz zu den üblicherweise auf der Erde eingesetzten GPS-Empfängern, die nur eine Frequenz verarbeiten, die höchstmögliche Positionsgenauigkeit erzielt werden. Das auf hoch integrierten Chips (ASICs) basierende Design ist dabei auf möglichst geringes Gewicht bei gleichzeitiger Einhaltung aller für den Weltraum notwendigen Zuverlässigkeitskriterien und Strahlungsfestigkeitsanforderungen ausgelegt.

Die Empfänger wurden von einem internationalen Team unter der Leitung von RUAG Space in Österreich gebaut, getestet und an den Satellitenhauptauftragnehmer für SWARM, Astrium GmbH in Friedrichshafen, geliefert.

Mit Swarm fliegen die ersten Geräte dieser neuen Produktgeneration ins All. Eine große Zahl vergleichbarer Empfänger wurde nun gebaut und teilweise bereits ausgeliefert. Sie werden auf zukünftigen europäischen Erdbeobachtungssatelliten sowie der NASA-Mission ICESat-2 zum Einsatz kommen. RUAG Space hat damit einen Durchbruch auf diesem hart umkämpften Sektor des internationalen Weltraumtechnikmarktes erzielt.

SWARM-Magnetometer hängt an Kohlefaserstruktur

Neben Navigationsempfängern kommt auch die gesamte Thermalisolation der drei SWARM Satelliten vom Schweizer Unternehmen. In diesem Produktbereich ist die Firma seit längerer Zeit Marktführer in Europa. Die meisten ESA Satelliten und viele andere nationale Missionen werden mit Mehrlagenisolationen vor den im Weltraum auftretenden hohen Temperaturschwankungen von bis zu 400°C geschützt.

Ausserdem hat RUAG Space in der Schweiz die Kohlefaserstruktur für die ausfaltbaren Ausleger der Swarm-Satelliten gebaut. Diese Ausleger sind am Heck des Satelliten angebracht und tragen die Magnetometer, welche die Vermessung des Erdmagnetfeldes durchführen. Die rechteckigen, konisch zulaufenden Kohlefaserrohre sind so ausgelegt, dass sie sich auch bei den extremen Temperaturschwankungen, die im All auftreten, nur minimal verformen – eine notwendige Voraussetzung, um die gewünschte Messgenauigkeit der Instrumente zu erreichen.

Streitkräfte Vorreiter bei neuesten Radar-Identifikationssystemen

Die deutschen Streitkräfte lassen ihre Identifikationssysteme der auf den neuen NATO-Standard IFF Mode 5 umrüsten. Damit übernimmt Deutschland die Vorreiterrolle bei der Modernisierung der Identifikationssysteme in der NATO, die die Unterscheidung freundlicher von feindlichen Flugzeugen verbessern und so die Gefahr von Freundbeschuß verringern soll.

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat Cassidian damit beauftragt, die vorhandenen Sekundärradare vom Typ MSSR 2000 I (MSSR = Monopulse Secondary Surveillance Radar) auf den neuen Mode 5-Standard umzurüsten. In einem ersten Schritt sollen jeweils einer der Schiffstypen der Deutschen Marine, ein mobiles System des Heeres und zwei Bodenanlagen der militärischen Flugsicherung modernisiert werden. Weitere Schritte bis zur Ausstattung aller Sekundärradare in Boden- und Schiffsanlagen sowie die Umrüstung der zugehörigen Transponder an Bord von Flugzeugen sollen folgen. Die Modernisierung aller IFF-Systeme in der NATO soll bis 2020 abgeschlossen sein.

Hochverschlüsselte Signale bei Mode 5

Bei der militärischen Freund-Feind-Erkennung arbeitet das MSSR 2000 I nach standardisierten Abfrage-Antwort-Mustern, um anfliegende Flugzeuge verbündeter Truppen rasch zu erkennen und damit die Befehlshaber bei der Bekämpfungsentscheidung zu unterstützen. Zur Vermeidung einer Signalmanipulation durch Feindkräfte kommen beim Mode 5 im Unterschied zu bisherigen Mode 4 hochentwickelte Verschlüsselungsverfahren zum Einsatz, die das Identifizierungsverfahren absolut zuverlässig machen.

Bei der Übung „Bold Quest 2013“ der US-Armee hat Cassidian die teilnehmenden deutschen Einheiten mit Mode 5-fähiger IFF-Ausrüstung für die gesamte Wirkungskette unterstützt: MSSR-2000-I-Abfrager in Bodenstationen, LTR400-Transponder (LTR = Lightweight Transponder) an Bord einer C160 „Transall“ der deutschen Luftwaffe und neueste QRTK3/4NG-Kryptorechner.

Radarsysteme mit aktueller NATO-Interoperabilität

Diese Ausrüstung hat ihre Interoperabilität mit den verwendeten IFF-Systemen nach den Standards Mode 4 und Mode 5 der Bündnispartner unter Beweis gestellt. Damit konnte der reibungslose Einsatz des IFF-Standards Mode 5 der neuen Generation, der ab 2014 bei den NATO-Truppen eingeführt wird, demonstriert werden.

Cassidian hat bereits verschiedene NATO-Länder mit IFF-Systemen für see- und bodengestützte Anwendungen beliefert. So schützt das MSSR 2000 I unter anderem sämtliche Schiffe der Deutschen Marine sowie Schiffe der britischen Royal Navy und die Mistral-Führungsschiffe der französischen Seestreitkräfte. In Deutschland wurde das Flugverkehrskontrollnetzwerk der Deutschen Luftwaffe mit einer Abdeckung von 1.700 auf 1.500 Kilometern aufgebaut. Insgesamt sind bei Cassidian mehr als 370 solche Systeme für rund 30 verschiedene Länder unter Vertrag.

Emirates wird Airbus-Partner für AMI Beschaffungsmanagement

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Emirates hat ein Abkommen zur Implementierung einer strukturierten Testphase des so genannten AMI-Services unterzeichnet. Dieser soll aller Voraussicht nach weiter ausgebaut werden. Mit dem AMI-Service sollen den Flugzeug-Betreibern kundenspezifische Dienstleistungen auf Grundlage der aktuellsten industriellen Standards angeboten werden.

So wird die automatische Aufstockung von stark nachgefragten Ersatzteilen beim Kunden vor Ort kontinuierlich sichergestellt.

Supply-Chain und Logistig-Lösungen beim Kunden

Andrew Hoad, Senior Vice President, Engineering Support bei Emirates sagte: "Emirates ist weltweit als erstklassige Fluggesellschaft mit erstklassigen Produkten bekannt. Wir erwarten von der Implementierung des AMI-Services, dass wir den tadellosen Zustand unserer Flugzeuge erhalten und gleichzeitig die Kosten senken können."

Didier Lux, Executive Vice President, Customer Service bei Airbus erklärte: "Airbus stellt seinen Kunden in den Bereichen Wartung und Supply Chain bestmögliche Lösungen bereit. Eines der besten Beispiele hierfür ist Airbus Managed Inventory – eine maßgeschneiderte und extrem kostensparende Dienstleistung. In der Flugzeugindustrie ist in den Bereichen Logistik und Lagerbestände allergrößte Aufmerksamkeit und Detailgenauigkeit geboten. Mit dem AMI-Service wurde hier ein noch höheres Niveau erreicht."

Lagerbestände steuern Beschaffung in Echtzeit

Die automatische Lösung für Lagerbestandshaltung unterstützt Airbus-Kunden dabei, ihre Lagerhaltungskosten zu senken. Dank der Erfassung des Materialverbrauchs in Echtzeit und der automatischen Steuerung der Beschaffungsaufträge innerhalb der vereinbarten Lagerbestandsgrenzen garantiert der Service eine hohe Regalverfügbarkeit der Bauteile bei einer gleichzeitigen Senkung des Gesamtlagerbestands.