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A330-200 von Qatar Airways startet ab Berlin

Qatar Airways mit mehr Kapazität ab Berlin: Seit dem 01. Dezember 2013 setzt Qatar Airways täglich auf der Strecke Berlin – Doha ein größeres Flugzeug ein. Anstelle eines Airbus A320 hebt ab sofort ein Großraumflugzeug des Typs Airbus A330-200 von der deutschen Hauptstadt nach Katar ab.

Für die Economy Class bedeutet der Einsatz des Airbus A330-200 eine Sitzplatzerweiterung von 132 auf bis zu 248 Sitze. In der Business Class verdoppelt sich die Zahl von 12 auf 24 Sitze. Die Airline reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage und bietet Reisenden gleichzeitig verbesserten Service sowie mehr Komfort mit großzügigerem Sitzabstand. Die Verbindung nach Berlin wurde vor acht Jahren eingeführt, seit 2007 fliegt Qatar Airways die Strecke Berlin – Doha täglich.

Seit 15 Jahren in Deutschland

Gregory Epps, Country Manager Deutschland und Österreich von Qatar Airways, freut sich, die Ausweitung der Kapazität zusammen mit der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH feiern zu können: "Es ist ein Meilenstein für die Positionierung von Qatar Airways auf dem deutschen Markt. Nach 15 Jahren, die wir in Deutschland agieren, haben wir auch hier ein enormes Wachstum erzielt und sehen die Zukunft in Berlin weiterhin positiv."

"Wir freuen uns über die Entscheidung von Qatar Airways, die Strecke Berlin – Doha mit einem A330 zu bedienen. Qatar Airways wird damit nicht nur dem kontinuierlich wachsenden Markt der Hauptstadtregion gerecht – es zeigt auch das Vertrauen der Airline in den Standort Berlin", sagt Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

Persönliches Telefon in der Business Class

Geschäftsreisenden bietet Qatar Airways Flugkomfort auf hohem Niveau. In der Business Class stehen 24 Sitze mit einem Sitzabstand von bis zu 152 Zentimetern, einer Sitzbreite von bis zu 52 Zentimetern und einer möglichen Sitzneigung von bis zu 165 Grad zur Verfügung. Verschiedene Sitzpositionen sind auf Knopfdruck einstellbar. Laptop-Steckdose und persönliches Telefon am Sitz sowie der exklusive Zugang zum Premium-Terminal am Flughafen in Doha komplettieren das Angebot. Die bis zu 248 Sitze in der Economy Class bieten mit einem Sitzabstand von bis zu 86 Zentimetern ebenfalls viel Beinfreiheit. Passagiere aller Klassen haben über den individuellen Bildschirm Zugang zu einem interaktiven Entertainment-System, das über 900 verschiedene Audio- und Video-Optionen on-Demand bereithält.

Qatar Airways ist eine der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften weltweit. Die Airline mit Sitz in Doha bietet mit einer modernen Flotte von mehr als 125 Flugzeugen weltweite Verbindungen zu über 130 Urlaubs- und Geschäftsreisezielen in Europa, dem Nahen Osten, Afrika, auf dem Indischen Subkontinent, im Fernen Osten, Australien und Amerika. Bis zum Jahr 2015 soll die Flotte auf über 170 Flugzeuge aufgestockt und mehr als 170 Ziele sollen im weltweiten Streckennetz von Qatar Airways bedient werden.

Doppelte Meilen zum neuen Flieger

Um die Einführung des A330-200 zu feiern, bietet Qatar Airways Mitgliedern des Vielfliegerprogramms Privilege Club doppelte Meilen auf Hin- und Rückflügen ab Berlin. Passagiere, die in Deutschland wohnen und zwischen dem 27. November und 31. Dezember 2013 buchen, erhalten doppelte Qmiles auf allen Flügen zwischen dem 01. Dezember 2013 und 31. März 2014 von Berlin nach Doha und zurück. Mitglieder müssen sich lediglich spätestens 24 Stunden vor Abflug über ihren Account für das Angebot anmelden, um doppelte Meilen zu erhalten. Neumitglieder können sich ebenfalls zum Vielfliegerprogramm anmelden und sich danach über ihren Account für die Aktion registrieren.

Flugzeiten Tegel – Doha

Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag Dienstag, Donnerstag und Samstag
QR078 TXL-DOH 21:05-05:00+1 QR076 TXL-DOH 15:25-23:20
QR077   DOH-TXL   14:25-19:05   QR075   DOH-TXL   08:15-12:55  

Bei den Skytrax World Airline Awards 2013 wurde Qatar Airways mit den Awards Best Business Class in the World, Best Airline Staff Service in the Middle East und Best Business Class Lounge in the World ausgezeichnet.

Im Oktober 2013 ist Qatar Airways der oneworld Allianz beigetreten, in Deutschland bietet Qatar Airways zurzeit 35 wöchentliche Verbindungen nach Doha ab Frankfurt, München und Berlin an. In Österreich fliegt die Airline täglich ab Wien.

Sturm sorgt für Flugausfälle von und ab Norddeutschland

Aufgrund eines Sturmtiefs kann es derzeit zu Beeinträchtigungen von Flügen aus und nach Norddeutschland kommen. Die Fluggesellschaften Air Berlin und Germanwings haben für heute alle Flüge von und nach Bremen und Hamburg gestrichen.

Insgesamt sind das zehn Abflüge und zehn Ankünfte allein ab Stuttgart. Passagiere werden gebeten, sich für weitere Informationen an ihre Fluggesellschaft zu wenden.

SpaceX startet erstmals Satelliten in geostationären Orbit

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Cape Canaveral Air Force Station, Florida. Space Exploration Technologies (SpaceX), das private Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, hat gestern Abend die erste Mission zum Transport eines Satelliten in einen geostationären Orbit vollendet. Die Falcon 9-Rakete brachte den Satelliten SES-8 in seinen 295 mal 80.000 km Zielorbit. Bei dem Bilderbuchstart wurden alle Missionsziele hunderprozentig erfüllt, so das Unternehmen.

Die Falcon 9 war am 28. November vom Space Launch Complex 40 (SLC-40) um 17:41 Uhr Ortszeit (23:41 Uhr MEZ) gestartet. Ca. 185 Sekunden nach dem Abheben zündete die zweite Stufe, die Düse des Merlin-Raketenmotors, und lieferte für weitere fünf Minuten und 20 Sekunden Schub.

Start für kommerzielle Raumfahrtprogramme

Damit wurde SES-8 zunächst in einen Park-Orbit gebracht. Nach 18 Minuten "Parken" beschleunigte das Triebwerk der zweite Stufe nochmals knapp über eine Minute, um den Satelliten in seinen geostationären Transferorbit zu befördern.

Elon Musk, CEO und Chief Designer von SpaceX, zeigte sich zufrieden: "Mit dem erfolgreichen Absetzen von SES-8 zeigt die verbesserte Falcon 9, dass sie höchsten industriellen Leistungsstandards genügt." Man versuche die verlässlichsten, besten und sichersten Startvehikel für den heutigen Markt zu bauen. Musk würdigte auch das frühe Vertrauen von SES in die Dineste von SpaceX, und freut sich bereits auf die nächsten Satelliten des Betreibers in den kommenden Jahren.

Die heutige Mission markiert für SpaceX aber nicht nur den Start für ihr kommerzielles Raketenprogramm vom Florida-Startplatz aus und den des ersten kommerziellen Flug von der Cape Canaveral Air Force Station seit über vier Jahren.

Weitere Zulassungen laufen

Der Start ist auch der zweite von drei notwendigen Flügen, die die Falcon 9 zur Zulassung durch die U.S. Air Force als "Evolved Expendable Launch Vehicle (EELV)" braucht. Wenn die Rakete diese Zulassung erhält, gilt das Unternehmen als qualifiziert um an allen Ausschreibungen von sogenannten National Security Space (NSS)-Missionen teilzunehmen.

Rund 50 Starts hat das Unternehmen laut eigenen Angaben schon auf der Liste, von denen über 60 Prozent von kommerziellen Auftraggebern kommen.

Countdown läuft: Raumsonde Rosetta erwacht aus Winterschlaf

Am 20. Januar wird die Raumsonde Rosetta, der Kometenjäger der ESA, ihren 957-tägigen Winterschlaf in den Tiefen des Weltraums automatisch beenden und ihre vor knapp zehn Jahren begonnene Reise, zur Beobachtung eines Kometen auf dem Weg zur Sonne, in aktiviertem Zustand fortsetzen.

Im Hinblick auf den kritischen Schritt der Aktivierung und die vor Rosetta liegenden Herausforderungen wird die ESA am Dienstag, den 10. Dezember mit Wissenschafts- und Missionskontrollexperten der ESA sowie Partnern im Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) der ESA in Darmstadt informieren.

Neue Erkenntnisse über Entwicklung des Sonnensystems

Der Meilenstein des 20. Januar markiert den Beginn eines ereignisreichen Jahres. Rosetta wird sich dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko stetig nähern und ihn im August schließlich erreichen. Nach einer umfassenden Kartierung der Oberfläche des Kometen wird die Sonde im November das Landegerät Philae aussetzen, das seinen Kern genauer unter die Lupe nehmen soll.

Hauptziel von Rosetta ist die Gewinnung neuer Einblicke in den Ursprung und die Entwicklung des Sonnensystems und insbesondere die Erforschung der Rolle, die Kometen bei der Beförderung von Wasser zur Erde und möglicherweise sogar bei der Entstehung von Leben gespielt haben könnten.

Kometenlander Philae nur eine der Premieren

Im Rahmen der Rosetta-Mission sind auch eine Reihe von Premieren in der Weltraumexploration vorgesehen. So sorgen erstmals bei einer Mission jenseits des Asteroidenhauptgürtels ausschließlich Solarzellen für die Stromversorgung, was den Missionsbetrieb in 800 Millionen km Entfernung von der Sonne ermöglicht.

Nach Erreichen ihres Ziels wird Rosetta als erste Sonde einen Kometen umkreisen und ein Landegerät auf seinem Kern absetzen, was die Mission zu einer der bisher komplexesten und anspruchsvollsten überhaupt macht.

Einen Kometen anzufliegen, ihn zu umkreisen und auf ihm zu landen erfordert heikle Manöver, und da nur sehr wenig über die Oberfläche des Kometen bekannt ist, kann eine sichere Landung erst vor Ort geplant werden.

Philae wird die ersten je auf der Oberfläche eines Kometen aufgenommenen Bilder liefern und mit Bohrungen die ersten Analysen seiner Zusammensetzung vornehmen.

Rosetta-Sonde begleitet Komet zur Sonne

Mit Philae wird zum zweiten Mal ein menschengemachter Gegenstand auf einem Himmelskörper im fernen Weltraum landen – und beide kamen von der ESA. Der erste war die Sonde Huygens, die im Januar 2005 auf dem 1,3 Milliarden km von der Erde entfernten Saturnmond Titan aufsetzte.

Nach dem Aussetzen des Kometenlanders wird Rosetta den Kometen auf seiner Reise durch das innere Sonnensystem weiter begleiten und dabei seine Veränderungen beim Aufwärmen auf dem Weg zu seinem sonnennächsten Punkt beobachten, den er im August 2015 erreichen wird.

A321 für Thomas Cook: Neues Logo, neue Technik

Thomas Cook Airlines UK erhielt gestern ihren ersten neuen Airbus A321 in Hamburg-Fuhlsbüttel. Die A321 ist außerdem das erste Flugzeug der englischen Airline im neuen Design mit dem Sunny Heart im Leitwerk.

Die Thomas Cook Group Airlines bestehen aus insgesamt vier Airlines: der Condor Flugdienst GmbH, Thomas Cook Airlines Belgium, Thomas Cook Airlines Scandinavia und Thomas Cook Airlines UK. Das neue Flugzeug von Thomas Cook UK mit der Kennung G-TCDC ist dabei der zweite der 23 neuen Airbus A321, die die Thomas Cook Gruppe bestellt hat und die bis zum Jahr 2016 ausgeliefert werden. Die Gruppe wird damit fast ein Drittel ihrer Kurz- und Mittelstreckenflotte durch neue Flugzeuge ersetzen.

Dienststart für neuen Airbus – Stationierung in Belfast

Sechs Flugzeuge dieses Typs werden ab der Sommersaison 2014 in Großbritannien eingesetzt. Die Maschine mit der Kennung G-TCDC wird ihren Dienst in den nächsten Tagen antreten und innereuropäische Urlaubsflüge aus England bedienen.

Der endgültige Zusammenbau des Flugzeuges wurde in Hamburg von einem Team der Thomas Cook Group Airlines beaufsichtigt und dauerte knapp 30 Tage. Seine ersten Flüge wird der neue Airbus A321 kommende Woche antreten, nachdem er zur Basis der Airline in Manchester zurückgekehrt ist. Stationiert wird er anschließend auf dem Flughafen in Belfast.

Im Oktober hatte die Thomas Cook Gruppe die Vereinheitlichung des Markenauftritts all ihrer Marken unter dem Sunny Heart bekanntgegeben. "Mit dem heutigen Tag beginnt ein spannender Abschnitt für die UK Airline, denn durch das neue Flugzeug in unserer Flotte können wir unseren Kunden ein neues Erlebnis an Bord bieten.", sagte Christoph Debus, Vorsitzender der Thomas Cook Group Airlines und CEO von Thomas Cook Airlines UK in Hamburg. "Bis zum nächsten Sommer werden insgesamt sechs Airbus A321 unsere Urlauber an Ziele in ganz Europa und Nordafrika bringen. Dass die Maschine in UK gleich mit dem Sunny Heart lackiert wurde, steht auch für die neue Marke Thomas Cook und ihre Airlines."

Mit Sharklets und On Airport Navigation System (OANS)

Der neue Airbus A321 ist der erste Airbus in der Thomas Cook Gruppe – und eines von wenigen Flugzeugen weltweit – das mit Sharklets an den Flügelspitzen ausgestattet wird. Diese reduzieren den Kerosinverbrauch und verbessern damit die Spriteffizienz um bis zu sechs Prozent im Vergleich zu den existierenden Flugzeugen in der Flotte. Es ist außerdem das erste Narrowbody-Flugzeug, das mit einem OANS (On Airport Navigation System) ausgerüstet wird.

Die Maschine mit der Kennung G-TCDC ist der zweite von insgesamt 23 fabrikneuen Airbus A321 und folgt auf die werksneue A321, die bereits im Mai an die Thomas Cook Group Airlines ausgeliefert wurde und für die deutsche Schwesterfluggesellschaft Condor im Einsatz ist.

Die Airlines der Gruppe befördern zusammen 17 Millionen Passagiere pro Jahr. Die kombinierte Flotte besteht aus 86 Flugzeugen, die von der Group Maintenance Organisation (GMO) der Thomas Cook Airlines Group gewartet werden.

Infotower am BER im Dezember kostenlos

Wer dem BER zur Weihnachtszeit und vielleicht sogar im Schnee einen Besuch abstatten möchte, kann den Infotower im Dezember 2013 kostenlos besuchen. Für alle Besucher ist der Infotower in der Zeit vom 01. Dezember 2013 bis zum 28 Februar 2014, Feiertage ausgenommen, täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

Der Infotower befindet sich in unmittelbarer Nähe des Terminals. Der Aussichtsturm gewährt einen schönen Blick über das große Gelände des BER. Bei gutem Wetter reicht der Blick sogar bis weit nach Berlin – selbst der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz ist klar zu erkennen. Im Besucherpavillon direkt neben dem Infotower gibt es allgemeine Informationen über den Flughafen Berlin Brandenburg. In der Zeit vom 24. bis 26. Dezember 2013 sowie am 31. Dezember 2013 und 01. Januar 2014 bleibt der Infotower allerdings geschlossen.

Flughafentouren mit Ausstieg an der Startbahn

Flughafentouren werden regulär bis einschließlich 23. Dezember 2013 sowie wieder planmäßig ab dem 02. Januar 2014 angeboten. Zusätzlich kann am 28. Dezember 2013 zwischen den Weihnachtsfeiertagen der BER besichtigt werden. Bei den geführten Bustouren gewinnen die Besucher einen Überblick über das gesamte Flughafengelände.

Die Flughafentouren führen über das Vorfeld vorbei am Terminal, den Betriebsgebäuden, der neuen südlichen Start- und Landebahn und dem Tower der Deutschen Flugsicherung. Zu jeder Tour gibt es wechselnde Ausstiegspunkte. Für den Monat Dezember wird bei allen gebuchten Touren ein Ausstieg auf der neuen südlichen Start- und Landebahn des BER angeboten.

EC175 and EC145 T2 auf Promo-Tour in Asien

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Zwei der neuesten Mitglieder aus der Familie der zweistrahligen Hubschrauber von Eurocopter, die Next-Generation EC175 und die EC145 T2, starten zur einer dreiwöchigen Tour durch Asien um Unternehmern im Öl- und Gasgeschäft, VIP, Charter, Militär und Sicherheitskräften ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Neben Leistungsshows veranstaltet Eurocopter auch ein Symposium speziell für den Öl- und Gasbereich, in dem die Betreiber aus dieser Region mit Präsentationen und Workshops in die typischen Offshore-Helikoptermissionen zu Themen von Support und Service bis Sicherheit und Trainings eingewiesen werden.

Während der Tour, die bis zum 19. Dezember andauert, stehen für die EC175 und die EC145 T2 auch Malaysia und Thailand auf dem Plan, die EC145 wird auch Vietnam besuchen. Der Hubschrauber-Hersteller verfolgt damit das Ziel, weltweit nahe am Kunden zu sein, was gerade in der anspruchsvollen Rohstoffbranche von großer Wichtigkeit ist.

Einsetzbar von Offshore- bis VIP-Bereich

Das Symposium wird während des Aufenthaltes in Malaysia, in Kuala Lumpur, stattfinden. Das setzt eine zehnjährige Tradition Eurocopters fort, bei der es darum geht, internationale Betreiber, potentielle Kunden und Ölfirmen zusammen zu bringen und eine Gelegenheit des offenen Austausches aller Beteiligten zu schaffen.

Olivier Lambert, bei Eurocopter Senior Vice President für Sales und Customer Relations, sieht dies als Möglichkeit für die Betreiber, aus dem breiten Spektrum an Missionen Erfahrungen aus erster Hand über die EC175 und die EC145 T2 als passende Modelle für die Marktanforderungen an Hubschrauberdienste in Asien zu sammeln. "Zusätzlich ist das Öl- und Gas-Seminar ein exzellentes Forum zum Informations- und Erfahrungsaustausch in diesem herausfordernden Hubschrauber-Einsatzbereich."

Eurocopter hat die EC145 T2 in einer allgemeinen Konfiguration am Start, wie sie schon des Öfteren im Persischen Golf gezeigt wurde. Die EC175 ist die erste überhaupt produzierte EC175 der neuen Generation, mit spezieller Ausrüstung fürs Öl- und Gasgeschäft. Ein Fokus in Kuala Lumpur liegt auch aber auch auf der Anpassbarkeit dieses Musters. In der Executive Version für den Transport von Staatsbediensteten kann sie neun bis 12 Passagiere transportieren. Gezeigt wird auch ein 1:1 Modell mit einer Zehn-Platz-Konfiguration.

Die EC175 gilt heute als Maßstab für zweistrahlige, mittelgroße Hubschrauber mit voller operationeller Einsatzbreite, neben den industriellen Anwendung auch in der Sicherheit, Search and Rescue, Medizinische Hilfe, Öffentlicher Dienst, VIP und im Staatsdienst. Ihre Stärken liegen in der hohen Reisegeschwindigkeit, den Flug-Eigenschaften und -Sicherheit. So stellte Eurocopter kürzlich mit der EC175 neue Rekorde im Steigflug auf. Zum Sicherheitssystem trägt auch die neue Helionix Avionics Suite bei, die auch schon auf der EC225 erprobt ist und die die Übersicht des Piloten über die aktuelle Situation verbessert und assistiert.

Vorteile durch Fenestron-Heckrotor

Die EASA-Zulassung für die neue EC175 wird im Frühjahr 2014 erwartet, bevor sie dann an die ersten drei Kunden noch im selben Jahr ausgeliefert werden soll. Die EC145 T2, als Weiterentwicklung der populären EC145, die zwei neue Fadec Arriel 2E-Triebwerke und den Eurocopter-spezifischen Fenestron-Heckrotor mit Endabdeckung tragen wird, ist mit verbesserten Hauptrotor- und Heckrotorgetrieben sowie einem neuartigen digitalen Avioniksystem und Vier-Achsen-Autopilot ausgestattet.

Die Fenestron-Technologie bringt der EC145 T2 neben höherer Flug- und Bodensicherheit eine verbesserte Anti-Torsionskontrolle, weniger Energieverbrauch beim Vorwärtsflug sowie weniger Lärm und Vibration. Der Fenestron Heckrotor hat für den Einsatz in der EC145 T2 ein neues Getriebe bekommen, das auch weniger Wartungskosten erzeugt. Es beinhaltet einen doppelten Rotor-Aktuator und eine Zweikreishydraulik. Verbaut ist er in einem neuen schadentoleranten Ausleger komplett aus Verbundwerkstoffen. Zulassung und Auslieferungsstart für die EC145 werden für 2014 angepeilt.

Chef des Paderborn-Lippstadt Airport im Vorruhestand

Nach mehr als 24 Jahren am Paderborn-Lippstadt Airport wechselt Rolf Horstschäfer in den Vorruhestand. In verschiedenen Funktionenwirkte er an der erfolgreichen Entwicklung der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH mit, zuletzt ab Juni dieses Jahres als Geschäftsführer.

Nun wird Dr. Marc Cezanne als Geschäftsführer der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH fungieren. Rolf Horstschäfer (61) war seit 1989 am Paderborn-Lippstadt Airport tätig. Zu dieser Zeit wurde der Flughafen vom Geschäftsführer Dr. Heribert Wesche geführt und die Start- und Landebahn mit 1.760m Länge und 30m Breite gerade in Betrieb genommen.

Mitwirkung an Flughafenentwicklung

Damit war der offizielle Status eines Verkehrsflughafens erreicht und für größere Aufgaben in der Luftfahrt gewappnet. 1988 hoben die ersten Touristik-Charterflüge nach Mallorca und Gran Canaria vom Flughafen in Büren-Ahden ab. Zu dieser Zeit arbeitete Rolf Horstschäfer als Leiter des Finanzwesens und des kaufmännischen Bereiches und wirkte maßgeblich an der erfolgreichen Entwicklung der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH mit.

Am 31. Mai 1995 wurde er von der Gesellschafterversammlung zum Prokuristen bestellt. In dieser Zeit begleitete er nahezu alle großen Baumaßnahmen am Flughafen: Terminal A (1993), Terminal B (1998), Erweiterung durch Ankunft und Pier (2001), Airport Forum (2004), Sanierung der Verwaltung und Tower (1998), Runway-Sanierungen (letzte Komplettsanierung 04/2013). Im Januar 2008 wurde er in den Fachausschuss Wirtschaft der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) als Vertreter des Paderborn-Lippstadt Airport berufen, und nach dem Weggang von Geschäftsführer Elmar Kleinert, der den Chefposten am neuen Berliner Flughafen BER übernahm, wurde Horstschäfer zum 01.06.2013 als Geschäftsführer des Flughafens benannt.

Als ruhender Pol überzeugt

Rolf Horstschäfer erfreute sich am Flughafen allgemein hoher Wertschätzung. So nahmen an der offiziellen Verabschiedung in den Vorruhstand (bis auf den verstorbenen Dr. Heribert Wesche) alle bisherigen Geschäftsführer teil. Dr. Friedrich Siebecke (Geschäftsführer von 1990-1994), Fritz Henze (1995-2009) und Elmar Kleinert (2009-06/2013). Reinold Stücke, Aufsichtsratsvorsitzender am Paderborn-Lippstadt Airport umschrieb den scheidenden Geschäftsführer als soliden, fachlich hervorragenden Partner.

Rolf Horstschäfer habe in all den Jahren durch seine hohe Kompetenz und als ruhender Pol im Hintergrund überzeugt. Er habe die unterschiedlichen Phasen des Ausbaus am Paderborn-Lippstadt Airport erfolgreich begleitet und das Konzept des Flughafens maßgeblich mitgeprägt. Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat dankten ihm für seinen überzeugenden und erfolgreichen Einsatz zum Wohle des Flughafens Paderborn-Lippstadt und wünschten ihm viel Glück für die Zukunft.

Flughafen Stuttgart spendet Auktionserlös aus Kofferversteigerung

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Der Landesflughafen hat am heutigen Dienstag die Rekordsumme von 12.200 Euro an zwei gemeinnützige Vereine auf den Fildern übergeben. Der Betrag wurde beim jährlichen Airport-Festival mit Hilfe von spendierfreudigen Gästen erzielt, die bei der Versteigerung von 36 Gepäckstücken mitgeboten hatten.

Die Summe geht in gleichen Teilen an den Verein Frauen helfen Frauen Filder e.V und an das Jugendcafé Domino in Leinfelden-Echterdingen.

CVJM für Jugendliche und ein Verein im Hintergrund

Im Beisein von Alexander Ludwig, Bürgermeister von Leinfelden-Echterdingen, betonte die Vorsitzende des Vereins Frauen helfen Frauen, Claudia Moosmann, die Bedeutung solcher Spenden für die Vereinsarbeit: "Für unsere Arbeit sind wir dringend auf Spenden und Zuschüsse angewiesen. Unser Verein steht aus nachvollziehbaren Gründen nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit wie andere, weil wir die Frauen, die zu uns kommen, schützen müssen. Das macht es schwer, die nötige Aufmerksamkeit zu erreichen. Deshalb freuen wir uns sehr über diese Spende."

Für das Jugendcafé Domino sagte Mirjam Bächle: "Das christliche Jugendcafé ist eine wichtige Anlaufstelle für Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und Nationalitäten mit eher wenig erfolgversprechenden Zukunftsperspektiven. Ohne Unterstützung von außen wäre unsere Arbeit im Domino nicht möglich. Deshalb freuen wir uns sehr über das Engagement des Flughafens."

Flughafen engagiert sich vor Ort

Bürgermeister Alexander Ludwig: "Es ist positiv, dass sich ein für die Filderregion wichtiges Unternehmen wie der Flughafen hier sozial engagiert. Wir begleiten den Flughafen und seine Auswirkungen einerseits als Nachbarn natürlich kritisch, wissen aber sehr wohl, das wir von ihm als Anwohnergemeinde auch sehr profitieren."

Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH, sagte, er halte Kontinuität für wichtig: "Wir fördern diese beiden Projekte seit mehreren Jahren – was hier geleistet wird, ist sowohl für die Frauen, die Rat und Hilfe suchen, als auch für die Jugendlichen sehr wichtig. Und da sind wir froh, dass wir gerade in der Vorweihnachtszeit noch einmal helfen können."

Flugsicherheitsbestimmungen der EU von Schweiz akzeptiert

Der Gemischte Luftverkehrsausschuss Schweiz-EU hat in seiner Sitzung vom 02. Dezember 2013 die Übernahme verschiedener EU-Erlasse durch die Schweiz beschlossen. Die neuen Bestimmungen betreffen die Flug- und Luftsicherheit sowie die Flugsicherung und treten am 01. Februar 2014 in Kraft.

Die Schweiz hat heute zugestimmt, verschiedene Regelungen der Europäischen Union zur Flug- und Luftsicherheit in den Anhang des Luftverkehrsabkommens zu übernehmen. Die wichtigsten Punkte betreffen die Erteilung von Lufttüchtigkeits- und Umweltzeugnissen sowie die Arbeitsmethoden der EASA (Europäische Flugsicherheitsbehörde) bei den Inspektionen in den Mitgliedsstaaten. Eine weitere Änderung bezieht sich auf Sicherheitskontrollen für Personen und Luftfracht.

Zudem wurden neue Regelungen zur Flugsicherung eingeführt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um technische Normen sowie um Bestimmungen zum Leistungs- und Gebührensystem für Flugsicherungsdienste, das im europäischen Luftraum eingeführt wurde.

An der Sitzung vom 29. November 2013 hatte der Bundesrat das Mandat der Schweizer Delegation festgelegt. Letztere wurde vom Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), Peter Müller, geleitet. Die neuen Bestimmungen des Abkommens treten in der Schweiz am 01. Februar 2014 in Kraft.

A400M „Grizzly 1“ fliegt letzten Flug

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Knapp vier Jahre nach ihrem Erstflug hat sich der erste militätische Luftfrachter der neuen Generation, der Airbus A400M, zur öffentlichen Ausstellung in den Ruhestand verabschiedet. Das Entwicklungsflugzeug MSN1, auch als Grizzly 1 bekannt, absolvierte seinen letzten Flug von Toulouse aus mit der exakt gleichen Crew, die auch den ersten Abflug ab Sevilla am 11. Dezember 2009 durchführte.

Die Maschine MSN3 wird ebenfalls eingemottet. Das heißt, sie wird in einen flugtauglichen Langzeit-Lagerzustand versetzt und steht auf keinem Flugplan mehr, kann aber bei Bedarf wieder in Flugbereitschaft versetzt werden.

Weniger Testflugzeuge benötigt

Die ersten drei Maschinen der A400M wurden für das Zulassungsverfahren dieses Musters gebaut und absolvierten umfangreiche Mess- und Instrumententest-Programme, um die gesamte Performance des neuen Flugzeugs zu erfassen. Nach diesen Programmen, die sogar zur vollen zivilen Musterzulassung der A400M führten, wird nur noch eine Maschine, die MSN2, mit einem Optimum an Instrumentierung für die übrigen Aufgaben benötigt.

Mit den Testflugzeugen des Musters MSN4 und MSN6, entsprechend auch als Grizzly 4 und 5 bezeichnet, werden die weiteren Testprogramme durchgeführt, die sich mit weiteren militärischen Nutzungsszenarien befassen und Spezialausrüstungen erfordern. MSN1 flog insgesamt 1.448 Stunden und 25 Minuten in 475 Flügen. Die letzte Mission umfasste noch das Erproben von Landemanövern bei einem Versagen von Rampe und Luke. Momentan laufen noch Gespräche über den endgültigen Bestimmungsort der Maschine.

Ruhestand nach kurzem, hartem Flugzeugleben

Testpilot Ed Strongman, der den ersten und auch den letzten Flug des Transportflugzeugs verantwortete, sagte nach dem Flug: "MSN1 hatte ein kurzes, aber sehr hartes Leben, und hat uns in extreme Flugbereiche gebracht, in die, wie ich hoffe, die meisten anderen A400M nie kommen werden."

Auf dem Foto sind zu sehen (v.l.n.r.): Experimental Test Pilot Nacho Lombo, Chief Test Pilot Military Ed Strongman, Test Flight Engineer Gerard Leskerpit, Head of A400M Flight Test Eric Isorce, Senior Flight Test Engineer Didier Ronceray, und Senior Flight Test Engineer Jean-Philippe Cottet.

Vueling fliegt ab Dortmund wieder nach Barcelona

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Im Sommer 2014 verbindet die spanische Airline Vueling den Dortmund Airport wieder mit Barcelona. Damit sind zudem Drehkreuzverbindungen zu über 40 weiteren Destinationen in Europa, nach Nordafrika und in den Nahen Osten möglich, bei denen das Gepäck beim Abflug direkt bis zum Zielort aufgegeben werden kann.

Dreimal wöchentlich fliegt Vueling ab März 2014 von Barcelona ins Ruhrgebiet. Die im Jahr 2004 gegründete Airline hat ihren Sitz am Flughafen Barcelona El Prat und bedient mit 89 Airbus-Flugzeugen über 250 Routen zu 117 Zielen in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten. Die Flüge in die katalanische Metropole ab Dortmund sind ab sofort freigeschaltet.

Vueling zählt zu den wachstumsstarken Airlines auf dem europäischen Markt und gilt als eine der pünktlichsten Fluggesellschaften. Im November 2013 wurde die Fluggesellschaft als "Regional Airline of the Year" in Europa bei den CAPA Aviation Awards ausgezeichnet.

Junkers 52 mit 36 Stationen in Deutschland und Österreich 2014

Die Ju 52 ist mit ihren Nostalgie-Rundflüge diesmal noch früher bereit als sonst: Pünktlich zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts ist der gesamte Flugplan 2014 des Traditionsflugzeugs "Alten Tante Ju" der Lufthansa freigeschaltet. Von Ende April bis Ende Oktober kommenden Jahres wird die 1936 in den Junkers-Werken in Dessau gebaute "Grande Dame der Luftfahrt" unterwegs sein.

Insgesamt steigt die Ju 52 ganze 658 Mal in die Luft, und das an 32 Abflugsorten in ganz Deutschland, von Heringsdorf auf Usedom bis Friedrichshafen am Bodensee, von Saarbrücken bis Strausberg östlich von Berlin. Zu den Saison-Höhepunkten zählen Rundflüge beim Hamburger Hafengeburtstag im Mai und die Anwesenheit bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung 2014 (ILA) in Berlin ebenfalls im Mai. Erstmals nach vier Jahren wird die Ju 52 auch wieder Luftfahrt-Romantiker in Österreich besuchen: Ende August lädt das legendäre Oldtimer-Flugzeug in Graz, Salzburg, Wels und Wien zu Rundflügen ein.

Zwar bedeuten die 658 geplanten Starts und Landungen ein strammes Arbeitspensum für die 77 Jahre alte "Tante Ju"; doch weil in dem "Großraumflugzeug der 30er Jahre" mit der unverkennbaren, silberglänzenden Wellblechhaut nur bis zu 16 Fluggäste Platz finden, sind viele Rundflugtermine meist schon Monate im voraus voll. Die Ju 52-Flugscheine sind begehrt als originelle und unvergessliche Geschenke und Andenken.

Abflugorte der Saison 2014 der Lufthansa Ju 52

  • Bayreuth (21. – 22. September)
  • Braunschweig (11. Oktober)
  • Bremen (28. – 29. April, 20. – 24. Oktober)
  • Dortmund (05. – 06. Mai, 15. – 17. Oktober)
  • Dresden (29. – 30. Mai, 03. – 05. Juni, 23. September, 25. – 27. September)
  • Egelsbach bei Frankfurt (10. – 14. Juni, 18. – 21. Juli, 04. – 05. September, 18. – 19. September)
  • Erfurt (28. – 29. Juni)
  • Essen-Mülheim (07. Mai, 18. Oktober)
  • Friedrichshafen (05. August)
  • Hamburg (08. – 11. Mai, 14. – 15. Mai, 18. Mai, 17. September, 25. – 26. Oktober, 28. – 31. Oktober)
  • Hannover (30. April, 12. – 13. Oktober)
  • Heringsdorf (03. Juli, 04. Oktober)
  • Karlsruhe (06. August)
  • Kassel-Calden (27. Juni)
  • Kiel (16. Mai)
  • Köln-Bonn (19. – 22. Juni, 25. – 26. Juni, 09. – 10. Juli)
  • Leipzig (26. – 27. Mai, 30. Juni, 01. Juli, 28. September, 30. September)
  • Lübeck (17. Mai, 05. Juli, 09. – 10. Oktober)
  • Mainz-Finthen (23. – 26. Juli, 11. – 13. September, 15. September)
  • Memmingen (04. August)
  • München-Oberschleißheim (01. – 03. August, 27. – 29. August)
  • Münster-Osnabrück (02. Mai, 15. Juni, 19. Oktober)
  • Neubrandenburg (05. Oktober)
  • Nürnberg (09. – 10. Juni, 14. – 17. August, 02. – 03. September, 20. – 21. September)
  • Paderborn (01. Mai, 07. Juli, 14. Oktober)
  • Rostock-Laage (04. Juli)
  • Saarbrücken (07. August)
  • Strausberg bei Berlin (22. – 23. Mai, 02. Juli, 01. – 03. Oktober)
  • Siegerland (08. Juli)
  • Speyer (09. – 10. August, 14. September)
  • Straubing (30. – 31. August) Stuttgart (29. – 31. Juli).

Die Ju 52 mit dem amtlichen Kennzeichen D-AQUI ist ein Flugzeug mit sehr bewegter Geschichte. Schon bald nach ihrem Bau in den Dessauer Junkers-Werken und ihrer Auslieferung an die damalige Lufthansa 1936 begann für die zweimotorige Propellermaschine eine fünf Jahrzehnte währende, äußerst dramatische Flug-Odyssee. Anfang der achtziger Jahre von Lufthanseaten in arg ramponiertem Zustand auf einem Wüstenflugpatz im Südwesten der USA "entdeckt", wurde sie von der Lufthansa zurückgekauft und in 16-monatiger freiwilliger Handarbeit von Lufthansa Technikern in Hamburg liebevoll restauriert sowie mit leistungsstarken Motoren und moderner Elektronik im Cockpit ausgestattet.

Techniker überholen Tante Ju nach der Winterpause

Seit 1986 erfreut die "alte Tante Ju" unter dem Namen "Berlin-Tempelhof" wieder Luftfahrt-Begeisterte bei Strecken- und Rundflügen in ganz Deutschland und Europa. Geflogen wird sie von erfahrenen Lufthansa Piloten, die mit viel Hingabe und Begeisterung ab und an das moderne Cockpit eines Airbus oder eines Boeing-"Jumbos" mit der "altertümlichen" Pilotenkanzel der Ju 52 tauschen.

Zur Zeit genießt die "Alte Tante Ju" ihre verdiente Winterpause bei der Lufthansa Technik in Hamburg. Ab Februar durchläuft sie ein maßgeschneidertes Überholungsprogramm, mit dem der fliegende Oldtimer wieder topfit gemacht wird für die neue Flugsaison. Die jeweils 30-, 45- oder 60-minütigen Rundflüge mit der Ju52 kosten 199, 279, bzw. 372 Euro. Die Preise der Streckenflüge richten sich nach der Länge der jeweiligen Route. Auch Vollcharter ist möglich.

Solar Impulse Entwicklungsflugzeug darf länger fliegen

Am 17. Februar 2010 hatte der Bundesrat in der Schweiz eine spezielle Verordnung erlassen, die es erlaubt, nächtliche Testflüge mit dem ersten Prototypen von Solar Impulse außerhalb der Öffnungszeiten des Flugplatzes Payerne durchzuführen. Heute hat die Landesregierung die Geltungsdauer dieser Verordnung bis Ende 2016 verlängert. Damit kann auch der zweite Prototyp sowohl tags- als auch nachtsüber Testflüge durchgeführen.

Das in der Schweiz entwickelte Projekt Solar Impulse ist eine große technologische Herausforderung, deren Bedeutung weit über die Luftfahrt hinaus reicht. Im Rahmen des Projekts führen die Ingenieure von Solar Impulse nächtliche Testflüge ab dem Flugplatz Payerne durch.

Nachweis der Nachtflugfähigkeit

Diese Tests sollen belegen, dass das Flugzeug, das nur von Sonnenenergie angetrieben wird, auch in der Nacht flugfähig ist und sich ohne Treibstoff in der Luft halten kann. Die Testflüge finden frühmorgens oder spätabends statt und werden gelegentlich von einem Helikopter begleitet, welcher die technischen und wissenschaftlichen Kontrollinstrumente mitführt.

Die Testflüge unterstehen den allgemeinen Regeln der Zivilluftfahrt und den geltenden Bestimmungen für den Betrieb des Flugplatzes Payerne. Da die allgemeinen Regeln zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr keine Starts und Landungen von nicht kommerziellen Flügen zulassen, ist dafür eine Ausnahmeregelung erforderlich.

Weltumrundung mit Solar-Flugzeug 2015

Der Bundesrat hat deshalb die Geltungsdauer der speziell für das Projekt Solar Impulse erlassenen Verordnung bis 31. Dezember 2016 verlängert. Zwischen 2010 und 2013 fanden weniger als sechs nächtliche Testflüge zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr statt. Die Testflüge mit dem zweiten Prototyp sollen im Frühling 2014 beginnen. Die Weltumrundung ist zwischen April und Juli 2015 geplant.

Galileo schließt Lücke bei Empfangsstationen

Heute, am 29. November 2013, wurde die neue Anlage von der DLR GfR, einem Unternehmen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), in Betrieb genommen und damit die Leistungskapazität des Galileo Kontrollzentrums in vollem Umfang zur Verfügung gestellt. Weltweit sind insgesamt 21 Empfangsstationen für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo im Einsatz, aber erst jetzt sind diese vollständig miteinander verbunden.

Dies geschah durch den Anschluss einer neuen Antennenanlage des Galileo Kontrollzentrums in Oberpfaffenhofen. Die Anlage erreicht besonders entlegene Bodenstationen, die nicht über die üblichen Landleitungen an das weltweite Netzwerk angebunden sind. Die DLR GfR hat die Antennenanlage im Auftrag des Satellitenhersteller SES TechCom Services innerhalb kürzester Zeit entwickelt und nun aufgebaut. Nach der erfolgreichen ersten Positionsbestimmung durch Galileo-Satelliten steht damit auch die Infrastruktur auf dem Boden.

Geostationäre Satelliten verbinden Bodenstationen

Die Anlage besteht aus drei Parabolspiegel-Antennen, mit jeweils einem Durchmesser von 4,8 Meter. Installiert sind die Antennen auf dem Dach des Kontrollzentrums. Über geostationäre Kommunikationssatelliten stellen sie den Kontakt zu entlegenen Empfangsstationen des Galileosystems her: etwa in Äquatornähe, auf Tahiti in Französisch-Polynesien und La Réunion bei Madagaskar, oder in den Polbereichen, wie Troll in der Antarktis oder Svalbard nördlich von Norwegen.

Die weltweit verteilten Empfangs- bzw. Bodenstationen werden benötigt, um die Satelliten zu kontrollieren und das Galileo-Nutzsignal mit höchster Genauigkeit zu erzeugen. Einige Standorte sind abgeschieden, aber stets optimal für die Satellitennavigation gewählt: Die Signale der Satelliten können zu jedem Zeitpunkt bestmöglich empfangen werden, bei gleichzeitig optimalen Kontaktzeiten zwischen den Empfangsstationen am Boden und den Satelliten auf ihrer Umlaufbahn.

Die neue Anlage in Oberpfaffenhofen integriert diese letzten wichtigen aber abgelegenen Galileo-Bodenstationen in das Gesamtnetzwerk – für den völlig flexiblen Datenaustausch.

Doppelte Datenanbindung erhöht Verfügbarkeit

Bisher wurden – soweit möglich – Kabelanbindungen für den Datenaustausch zwischen den Bodenstationen genutzt. Jetzt steht eine zusätzliche, über Satelliten gehende Datenverbindung zur Verfügung. Um die sichere Verfügbarkeit des Galileosystems zu gewährleisten ist diese zweite Verbindung auch für bereits angebundene Stationen notwendig: Die neue Anlage erhöht dadurch die Gesamtverfügbarkeit der Galileo-Services.

Die Planung und der Aufbau der Antennenanlage erfolgte in nur sieben Monaten. Die DLR GfR konnte den knappen Zeitplan effektiv umsetzen – von der Beschaffung der Bauteile, Montage und Tests, bis hin zum operationellen Sendebetrieb. Nach den erfolgreichen Arbeiten in Oberpfaffenhofen konzentrieren sich die Infrastruktur-Experten jetzt auf den nächsten Aufbau: Das zweite Kontrollzentrum im italienischen Fucino erhält eine identische Anlage. Dies ist als Ersatz wichtig, um die Navigationsdienste von Galileo auch bei Störfällen zu gewährleisten. Der Betrieb der Anlage in Fucino ist Anfang 2014 geplant.

Rettungshubschrauber „Christoph 40“: Hangar auf Dach der Klinik

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Nach nur elfmonatiger Bauzeit ist ein Hubschrauberhangar auf dem Dach des Klinikums entstanden, der modernsten aktuellen sowie zukünftigen Anforderungen entspricht. "Christoph 40", so der Funkrufname des neuen Augsburger Rettungshubschraubers, wird mit Erteilen der letzten technischen Betriebserlaubnis zu Rettungsflügen im Umkreis von 60 Kilometern rund um die Fuggerstadt starten.

Der Rettungshubschrauber ist täglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Koordiniert wird er von der integrierten Rettungsleitstelle Augsburg (Notruf 112). Die Baukosten in Höhe von 5,9 Millionen Euro trug das Klinikum, für die Neuanschaffung des Hubschraubers investierte die ADAC Luftrettung 5,5 Millionen Euro.

Vom Hubschrauber dirket in die Notaufnahme

Mit 58 Metern über dem Boden ist der neue Hangar die höchste Luftrettungsstation Deutschlands. Die Konstruktion mit einer Gesamtfläche von rund 800 Quadratmetern besteht aus dem Hangar mit Hubschrauberhalle, Personal- und Hygieneräumen, einer beheizbaren Landeplattform mit Parkposition für einen zweiten Hubschrauber, der einen Patienten bringt, sowie einer Betankungsanlage, die über Steigleitungen gespeist wird.

Ein entscheidender Schritt nach vorne ist der direkte Zugang in die Notaufnahme oder den Schockraum über einen separaten Aufzug. Vorteil für die Patienten ist die enorme Zeitersparnis und der deutlich schonendere Transport. Am Bodenlandeplatz musste der Patient bisher zeitaufwändig in einen Rettungswagen umgelagert und anschließend in die Notaufnahme gebracht werden. Dieser Zwischenschritt entfällt.

Wie Schallgutachten immer wieder ergeben, entstehen die größten Lärmspitzen bei Start und Landung. Durch den Dachlandeplatz werden Lärmemissionen auf ein Minimum reduziert. Weil Christoph 40 in 58 Metern Höhe abhebt oder wieder aufsetzt, wird eine Schallansammlung am Boden vermieden. Optimierte An- und Abflugrouten gewährleisten zudem, dass ein Großteil der benachbarten Häuser nicht überflogen werden müssen.

Eurocopter EC 135 P2 deutlich leiser

Zum Einsatz kommt eine Maschine des Typs EC 135 P2 von Eurocopter. Dieser Hubschraubertyp ist leistungsstark, emissionsarm, kosteneffizient und durch den ummantelten Heckrotor besonders sicher und leise. Im Durchschnitt erreicht die Maschine einen Schalldruck von 86 Dezibel. Das entspricht der Geräuschkulisse eines Rasenmähers. Zum Vergleich: Hubschrauber älterer Modellgenerationen verursachen bis zu 120 Dezibel, vergleichbar mit dem Lärmpegel eines Presslufthammers. Die EC 135 wird deshalb auch als "Flüsterhubschrauber" bezeichnet.

In so genannten "Primär-Einsätzen" wird Christoph 40 als schneller Notarztzubringer insbesondere in entlegene Gebiete eingesetzt. Je nach Erkrankung oder Verletzungsmuster übernimmt die Crew den schnellen Transport des Patienten in eine geeignete Fachklinik. Ist dies nicht erforderlich, fährt ein Rettungswagen bodengebunden ins nächstgelegene Krankenhaus und die Besatzung ist wieder frei für Folgeeinsätze. Zur "fliegenden Intensivstation" wird der Helikopter bei so genannten "Sekundäreinsätzen". In dem Fall übernimmt Christoph 40 den Transport eines Patienten von einem Krankenhaus niedrigerer Versorgungsstufe in eine Fachklinik mit erweiterten Therapiemöglichkeiten.

Die Hubschrauberbesatzung setzt sich aus einem Piloten des ADAC, einem Rettungsassistenten des BRK Augsburg und einem Notarzt des Klinikums zusammen. Maximal zwei Minuten nach dem Alarm ist die Crew in der Luft. Bei einer durchschnittlichen Einsatzentfernung von 30 bis 35 Kilometern dauert es acht Minuten bis zur Landung am Notfallort.

easyJet benennt neue Flugziele ab Hamburg

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easyJet eröffnet im Frühjahr 2014 eine neue Basis in Hamburg und wird zwei Flugzeuge in der Hansestadt stationieren. Heute stellte die Airline ihr attraktives Flugprogramm für Geschäfts- und Freizeitreisende ab Hamburg vor. Zehn neue Ziele kommen im Flugplan dazu und ergänzen die bereits bestehenden sechs Strecken.

Ab 31. März 2014 können ab Hamburg sechs neue  Strecken ganzjährig angeflogen werden: Kopenhagen, Nizza, Mailand Malpensa, Neapel, Venedig und Palma. Darüber hinaus nimmt easyJet mit Catania, Athen, Ibiza und Split vier neue Ziele in den Sommerflugplan auf. Damit vergrößert sich das Hamburger easyJet-Netzwerk auf 16 Strecken und bis zu 170 Flüge pro Woche.

Jeder fünfte Passagier Businessreisender

Auch Geschäftsreisende profitieren von der Standorteröffnung. Bereits jetzt ist jeder fünfte easyJet Passagier ab Hamburg geschäftlich mit der Fluggesellschaft unterwegs. Neue Strecken wie Kopenhagen, Mailand und Nizza sind besonders beliebte Businessziele. Außerdem werden auf ausgewählten Strecken auch Flüge zu Tagesrandzeiten angeboten, so dass Geschäftsreisende morgens zu einem Termin hinfliegen und am Abend des gleichen Tages wieder nach Hause fliegen können.

Gleichzeitig werden die Frequenzen auf Schlüsselstrecken wie Hamburg-Basel von elf auf 16 wöchentliche Flüge erhöht. Darüber hinaus können Flexi Ticket Kunden in Hamburg ab sofort auch die Fast-Track-Sicherheitskontrolle nutzen und so Zeit auf Businessreisen einsparen.

60 neue Mitarbeiter für die Kabine gesucht

easyJet investiert kontinuierlich in den Standort Hamburg und baut mit der neuen Basis auf den bisherigen Erfolg auf. Mit Standorteröffnung im Frühjahr 2014 wird die Fluggesellschaft in Hamburg zunächst zwei Airbus A319 stationieren und damit ihr derzeitiges Angebot um 450.000 Sitzplätze erweitern. Für die neue Hamburger Basis sucht easyJet derzeit rund 60 neue Mitarbeiter für den Bereich Kabinenpersonal, die ab kommenden Frühling für die Fluggesellschaft arbeiten sollen. Interessierte können sich auf der Fluggesellschaft online bewerben.

"Die Standorteröffnung stärkt unser Engagement in der Metropolregion Hamburg", sagt Thomas Haagensen, Geschäftsführer easyJet Deutschland. "Die Stadt zählt momentan zu den attraktivsten europäischen Reisezielen und wir freuen uns, mit unseren zehn neuen Strecken dazu beitragen zu können. Wir sind sicher, dass wir Kunden in Hamburg das beste Angebot machen. Unser Ziel ist es, Hamburgs bevorzugte Fluggesellschaft zu werden."

"Die neue easyJet Basis ist für unseren Flughafen äußerst positiv", sagt Michael Eggenschwiler, CEO von Hamburg Airport. "Die Basis sichert Arbeitsplätze, schafft neue Jobs und trägt zum Passagierwachstum bei." Die easyJet-Basis soll am 24. März 2014 offiziell eröffnet werden.

Die neuen Destinationen ab Hamburg

  • Kopenhagen (Dänemark)
  • Mailand Malpensa (Italien)
  • Nizza (Frankreich)
  • Palma (Spanien)
  • Venedig (Italien)
  • Catania (Italien)
  • Athen (Griechenland)
  • Split (Kroatien)
  • Ibiza (Spanien)
  • Neapel (Italien)

Norwegian will Route Hamburg – Barcelona aufnehmen

Norwegian setzt seine Erweiterung des Streckennetzes zwischen Deutschland und Spanien fort: Ab April 2014 nimmt die skandinavische Airline eine neue Flugverbindung zwischen Hamburg und Barcelona auf. Die Hauptstadt Kataloniens wird dann viermal pro Woche vom Hamburg Airport aus angeflogen.

Mit Barcelona bietet Norwegian in Hamburg bereits ihr siebtes Ziel an. Schon seit 2005 fliegt die Airline von der Hansestadt nach Oslo. Im Oktober und November wurden zudem Flüge nach Alicante, Malaga, Teneriffa und Gran Canaria aufgenommen. Im Juni 2014 startet der Low-Cost-Carrier außerdem in die spanische Hauptstadt Madrid.

Im spanischen Markt stecke enormes Potenzial, Geschäftsreisende und Touristen könnten jetzt aus einem großen Angebot in die spanische Metropole wählen und man sei sich sicher, dass die Verbindung gut angenommen werde, sagte Michael Eggenschwiler vom Hamburg Airport.

Landung von ManU in Köln/Bonn: Keine Gefährdung der Maschine

Am Dienstag ist ein A321 der Monarch Airlines mit dem Fußballteam von Manchester United planmäßig und sicher um 17:30 Uhr am Köln/Bonn Airport gelandet. Weil die zuvor gelandete Maschine die Landebahn noch nicht verlassen hatte, ist der Pilot auf Anweisung der Deutschen Flugsicherung nochmal durchgestartet und eine Schleife geflogen.

Diese Anweisung hat der Pilot nach DFS-Angaben bereits in einer Entfernung von drei km zum Flughafen erhalten. Laut DFS hat es sich bei dem Anflug der Maschine um ein routinemäßiges, standardisiertes Verfahren gehandelt. Es lag zu keinem Zeitpunkt eine gefährliche Situation vor.

Ulf Merbold erinnert sich an Spacelab-Flug vor 30 Jahren

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Am 28. November 1983 flog der deutsche Astronaut Ulf Merbold mit dem Space Shuttle Columbia in den Erdorbit. Mit an Bord: Das europäische Forschungsmodul Spacelab, in dem Merbold als Nutzlast-Spezialist 72 Experimente durchführte. Eine Erfahrung fürs Leben, denn Merbold arbeitete anschließend bei der D1-Mission mit, flog 1992 mit der STS-42-Mission ins All und 1993 mit einer Sojus zur russischen Raumstation MIR.

Zehn Tage, sieben Stunden und 47 Minuten dauerte der erste Weltraumeinsatz von Ulf Merbold. Im Interview erzählt er über die Auswahl durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der europäischen Weltraumorganisation ESA, seine Arbeit als erster Nicht-Amerikaner auf einer NASA-Mission und der Gemütslage in den letzten Stunden vor dem Start.

Kein Wettrennen – zumindest für Merbold

Sie starteten als erster Westdeutscher mit der ersten Spacelab-Mission ins All. Fünf Jahre zuvor war Sigmund Jähn als erster DDR-Bürger zur Raumstation Saljut 6 geflogen. Immer wieder wird diese Zeit als Wettrennen bezeichnet. Nimmt man dies auch so wahr, wenn man Teil der Mission ist?

Ich teile diese Sicht überhaupt nicht. Nach dem Ende des Apollo-Programms der NASA hatten sich die Europäer entschlossen, die Einladung der Amerikaner anzunehmen und einen Beitrag zum STS, dem neuen "Space Transportation System", zu leisten. Die ESA entwickelte und baute Spacelab und wurde so Mitspieler auf dem Feld der bemannten Raumfahrt. Ich glaube aber nicht, dass sich der ESA-Rat für Spacelab entschieden hatte, um damit in östliche Richtung ein politisches Signal zu senden.

Da die Bundesrepublik nur eines von damals elf Mitgliedsländern war, ist zumindest sicher, dass es für die deutsche Regierung kein gangbarer Weg war, der DDR zu zeigen, was eine Harke ist. Und was mich angeht, so wurde ich nicht von der Politik ins Rennen geschickt, sondern ich wurde von den beteiligten Wissenschaftlern aus allen ESA-Mitgliedsländern, Japan, Canada und USA ausgewählt. Mein Kollege und heutiger Freund Sigmund Jähn wurde zumindest nach seinem Flug anders als ich eingesetzt.

Nach seinem Flug wurde er im Land herumgeschickt, Schulen, Straßen und Schiffe wurden nach ihm benannt. Er diente als lebender Beweis, dass der Sozialismus besser ist als alles andere. Sigmund kam aus dem Militär, ich aus der Wissenschaft. Das ist für mein Selbstverständnis eine ganz wichtige Differenzierung. Jemand aus dem Militär dient ja seinem Staat, aber jemand, der aus der Wissenschaft kommt, ist darauf getrimmt, erst mal nichts zu glauben und die Wahrheit herauszufinden. Ich bin völlig politikfremd in diese Mission gekommen.

Stellenanzeige in der Zeitung gesehen

Sie kommen als Wissenschaftler aus der Metallforschung. Was war für Sie denn der Reiz daran, sich als Astronaut zu bewerben und ins All zu fliegen?

Ich arbeitete am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Metallforschung und war einer der wenigen mit einer zeitlich unbefristeten Stelle. Somit hätte ich bis zum Ende meiner beruflichen Tätigkeit am Institut bleiben können. Aber als ich Mitte 30 war, dachte ich darüber nach, ob es nicht an der Zeit sei, mir zusätzlich zur Festkörperphysik ein neues Feld der Forschung zu erschließen.

Nur um einmal zu prüfen, welche Optionen es gibt, kaufte ich ein einziges Mal am Stuttgarter Hauptbahnhof die Wochenendausgabe der FAZ. Ich fand eine Anzeige, in der die DFVLR, die Vorläuferin des DLR, im Auftrag der ESA Wissenschaftsastronauten für die erste Spacelab-Mission suchte. Darauf hab ich mich beworben und bin am Ende aus 2.000 Bewerbern ausgewählt worden.

Wie lief dieses Auswahlverfahren ab? Es war ja klar, dass letztendlich nur ein einziger Kandidat fliegen würde…

Es ist richtig, dass wir zum Zeitpunkt der Auswahl von nur einem einzigen Flug ausgingen. Dieser war ein Teil der Gegenleistung dafür, dass Europa das Spacelab den Amerikanern zur uneingeschränkten Nutzung überlassen hatte. Das Risiko bei der Auswahl war allen bewusst. Sie erfolgte in zwei Stufen: Jedes Mitgliedsland durfte der ESA fünf Kandidaten präsentieren. Aus den in Deutschland vom DLR vorausgewählten Kandidaten, zu denen unter anderem Ernst Messerschmidt und Reinhard Furrer gehörten, wählte die ESA mich aus.

Psychologische Untersuchung als K.O.-Test

Hinzu kamen in einem zweiten Schritt der Schweizer Claude Nicollier und der Niederländer Wubbo Ockels. Insgesamt zog sich die Auswahl über ein Jahr hin. Sie erfolgte nach dem K.O.-Prinzip. Das DLR führte Sprachtests durch, wissenschaftliche Interviews, medizinische und psychologische Untersuchungen. Nebenbei bemerkt sind an der letztgenannten Hürde die meisten Mitbewerber hängen geblieben.

Im Sommer 1978 begann das Training für die erste Spacelab-Mission. Unser wissenschaftliches Programm war außergewöhnlich spannend. Um die vielseitige Verwendbarkeit des Spacelabs nachzuweisen, hatten ESA und NASA nämlich Experimente aus einer Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen für den Flug ausgewählt.

Wir beschäftigten uns mit Fragen der Atmosphärenphysik, der Astronomie, der Erdbeobachtung, der Biologie, der Materialforschung, der Medizin, der Plasmaphysik und der Technologie. Selbst wenn ich nicht geflogen wäre, hätte sich das Training für mich gelohnt. Für mich wurde es zu einer singulären Chance, meine Nase in verschiedene wissenschaftliche Arbeiten zu stecken. Bei einem guten Experiment stößt das Bekannte an das Unbekannte.

Weil die NASA den ersten Start des Shuttles immer wieder verschob, verzögerte sich auch unsere Mission. Claude Nicollier erhielt von der NASA die Möglichkeit, das Training als "Mission Specialist" zu absolvieren. Deshalb stieg er aus der Spacelab-Mission aus, Wubbo Ockels und ich blieben übrig. Zwischenzeitlich hatte die Bundesrepublik Deutschland beschlossen, eine nationale Mission, die D1-Mission, durchzuführen.

Noch heute bin ich froh, dass Wubbo und mir zugesichert wurde, dass derjenige von uns beiden, der Ersatzmann der Spacelab1-Mission sein werde, auf D1 mitfliegen würde. Zur endgültigen Auswahl, wer als erster zum Zuge käme, bildeten die Wissenschaftler der Spacelab-Mission eine Kommission und stimmten ab, wem sie ihre Experimente anvertrauen wollten. Sie entschieden sich für mich. Wubbo Ockels flog dann im Herbst 1985 auf der D1-Mission mit. Wir kamen also beide ins Weltall.

Wissenschaftler sorgten für Böses Blut bei Berufs-Astronauten

Mittlerweile ist es Normalität, dass Missionen mit einem internationalen Team durchgeführt werden. Sie waren der ersten Nicht-Amerikaner bei einer NASA-Mission. Wie verlief die Zusammenarbeit?

Als Europäer hatte man dort nicht nur Freunde. Manche der amerikanischen Astronauten mussten 20 Jahre warten, bis sie fliegen konnten, und wir kamen und hatten gleich einen Sitz auf einer Mission. Das hat schon böses Blut gegeben. Und auch das Management des Johnson Space Centers hat uns argwöhnisch betrachtet. Wir durften zum Beispiel auch nicht die Turnhalle der Astronauten betreten – die sei für die NASA-Astronauten.

Außer mir nahm die NASA erstmalig auch einen Wissenschaftler aus der amerikanischen Forschung mit. Wir wurden "Payload Specialist" genannt und lösten bei den Berufsastronauten in Wartestellung keine große Freude aus. Sie warteten seit Apollo darauf, mit dem Shuttle-Programm zum Zuge zu kommen. Mein amerikanischer Kollege Byron Lichtenberg und ich waren also in der Situation, dass wir skeptisch beobachtet wurden von denjenigen, die sich in Amerika für die "richtigen" Astronauten hielten. Das war nicht leicht. Unsere Aufgabe bestand darin, die Experimente optimal durchzuführen, dafür zu sorgen, dass jeder Wissenschaftler am Ende der Mission Daten in ausreichender Qualität und Quantität erhalten würde.

Aufregung beim Countdown, und dann Riesenspaß

Sie waren "nur" zehn Tage im Weltall und mussten in dieser Zeit 72 Experimente durchführen. Dafür wurde im Schichtbetrieb rund um die Uhr gearbeitet. Alles musste reibungslos in der für Sie aber ungewohnten Situation ablaufen. Wie geht man mit diesem Druck um?

Ich bin insgesamt drei Mal geflogen. Eine schwierige Phase für mich war jedes Mal der Countdown. Man wird in das Raumschiff gesetzt, wird verkabelt. Es schließt sich die Luke. Dann hat man zwei Stunden auszuharren, bis es am Ende losgeht. Das ist eine Zeit, in der mir auch immer Zweifel im Kopf saßen, ob ich den hochgesteckten Erwartungen der Wissenschaftler gerecht werden würde, die mir ihre Experimente anvertraut hatten. Das ist ja nicht nur ein Haufen Geld, sondern in jedem Experiment steckt die jahrelange Arbeit von Leuten. Zeitgleich ist man aber nach jahrelanger Vorbereitung auch froh, dass das Training hinter einem liegt und der Flug endlich bevorsteht.

Das ist eine interessante Gemütslage. Aber sobald Bewegung in die Kiste kommt, dann hat man alle Bedenken vergessen. Mit 3.000 Tonnen Schub unter dem Hintern geht die Reise los. Die Beschleunigung ist eine sinnliche Erfahrung vom allerfeinsten. Nach acht Minuten ist man 250 Kilometer nach oben vorangekommen und hat eine Geschwindigkeit von 27.000 Stundenkilometer erreicht.

Und dann findet man sich in der Schwerelosigkeit wieder, muss sich orientieren und stellt fest, dass man zu wenige Hände hat, um sich festzuhalten und gleichzeitig zu arbeiten. Aber es hat einen Riesenspaß gemacht. Wer im Schichtbetrieb frei hatte, sollte eigentlich acht Stunden schlafen, aber die dienstfreie Zeit haben wir immer genutzt, um aus dem Fenster herauszugucken.

Welches der 72 Experimente fanden Sie für sich selbst am faszinierendsten?

Ich will da gar keine Zensuren verteilen. Aber es gibt natürlich Experimente, da hatten wir Astronauten mehr eine Laborantenfunktion: Beispielsweise haben wir die Öfen mit materialwissenschaftlichen Proben bestückt und dann das jeweilige Computerprogramm gestartet, das den Schmelz- und Erstarrungsprozess steuerte. Das war es dann. Solche Experimente sind natürlich nicht so interessant wie andere, bei denen man den Ablauf selbst steuerte.

Feuer an Bord des Space Shuttles

Medizinische Experimente waren auch etwas Besonderes. Bei ihnen diente einer von uns als Versuchstier, der andere war der sogenannte Operator. Da hatte man natürlich mehr Verantwortung. Bei anderen Experimenten mussten wir auch improvisieren. Beispielsweise klemmte bei der sogenannten metrischen Kamera des DLR, die verzerrungsfreie Bilder von der Erde machen sollte, eines von mehreren Filmmagazinen. Auch bei der Rückkehr lief nicht alles reibungslos – es gab einen Computerausfall und beim Landeanflug im Inneren des Shuttles sogar auch ein Feuer.

In den vielen Simulationen wurden meine Mitflieger und ich vor dem Flug mit allen möglichen Notfällen konfrontiert. Es zeigte sich, dass wir immer eine Lösung finden konnten. Deshalb stieg ich mit Zuversicht und Vertrauen in die Fähigkeiten meiner Mitflieger in das Raumschiff ein, und wie sich herausstellte, wurden wir auch mit den Schwierigkeiten im realen Flug fertig.

Weiter hinaus ins Unbekannte

Welche Mission würden Sie sich denn für die Zukunft wünschen?

Ich komme ja aus der Wissenschaft: Deshalb möchte ich erleben, dass wir die Internationale Raumstation über die nächsten zehn, 15 Jahre als Labor richtig nutzen. Langfristig sehe ich uns heute Lebenden herausgefordert, das fortzuführen, was unsere Altvorderen mit ihren Schiffen vollbracht haben. Das kann nur heißen, dass irgendwann die Erkundung unseres Planetensystems gestartet wird und Menschen zum Mars fliegen werden.

Ich weiß, dass unser heutiges Weltbild nicht nur in Universitäten erarbeitet wurde, sondern vieles, was wir heute wissen, von Leuten stammt, die dorthin gingen, wo vorher noch niemand war. Columbus, Marco Polo, Livingstone, die Polarforscher. Warum sollten wir heute stehenbleiben und nicht fortsetzen, was sie begannen?

Das Interview führte Manuela Braun.

ISC auf der ILA 2014: Luftfahrt-Zulieferer zunehmend gefragt

Das International Suppliers Center (ISC) hat sich im Rahmen der ILA Berlin Air Show zu der zentralen Marketingplattform für die gesamte Zuliefererindustrie etabliert. Unternehmen aller Produktsparten des Aerospace-Marktes finden hier einen zugeschnittenen Marktplatz. Bereits 80 Prozent der ISC-Hallenfläche sind ein halbes Jahr vor Beginn der Messe belegt.

Die ILA 2014 findet vom 20. bis 25. Mai auf dem Berlin ExpoCenter Airport statt. Das ISC öffnet seine Tore ausschließlich an den drei Fachbesuchertagen vom 20. bis 22. Mai. Auf der ILA 2012 beteiligten sich im ISC 320 Aussteller aus 29 Ländern.

Drei Einkäufertage – Matchmaking hilft bei Suche

Das Konzept der im ISC 2010 eingeführten International Buyers‘ Days wird aufgrund des großen Erfolgs im kommenden Jahr auf alle drei ISC-Tage ausgeweitet. Exklusiv für die ISC-Aussteller werden im Vorfeld der Messe organisierte Kundengespräche mit Experten renommierter Hersteller und Zulieferfirmen der ersten Ebene stattfinden. Neben Vertretern des Einkaufs werden 2014 auch Experten aus den Entwicklungsbereichen eingeladen.

Mehr als 40 Vertreter internationaler Hersteller und Zulieferer der ersten Ebene haben bisher ihre Teilnahme an den International Buyers‘ Days zugesagt. Dies ermöglicht den Ausstellern, zielgerichtet neue Kunden und Kooperationspartner aus aller Welt zu finden. Besucher haben dabei die Möglichkeit neue internationale Zulieferer zu identifizieren. Ein Matchmaking System soll dabei die Anforderungen und Wünsche der Geschäftspartner bereits im Vorfeld der Messe kanalisieren.

Zulieferer mit Herausforderungen im Wachstum

Mit seinem Konzept deckt das ISC genau die Felder ab, die für die Zulieferindustrie zunehmend an Bedeutung gewinnen. Zulieferfirmen müssen sich verstärkt im internationalen Wettbewerb positionieren und sich zunehmend am wirtschaftlichen Risiko ihrer jeweiligen Kunden beteiligen – seien es Hersteller oder Zulieferer auf unterschiedlichen Ebenen.

Diese Aussagen sind vor dem Hintergrund des prognostizierten starken Wachstums des Luftfahrtmarktes umso bedeutender: In den nächsten zwanzig Jahren wird sich die weltweite Passagierflugzeugflotte bei einem jährlichen Wachstum von etwa fünf Prozent auf zirka 32.000 Flugzeuge verdoppeln (hier Markteinschätzungen von Airbus und Boeing). Um dieser Nachfrage zu entsprechen, benötigen Hersteller für das künftige Auftragsvolumen externe Zulieferer, die ihre Produktion dem Hochlauf entsprechend anpassen können und gemäß den bestehenden hohen Qualitätsstandards termingenau liefern.

Was sich in Zukunft für Zulieferer ändert

Bereits heute liegen bei der Produktion von Flugzeugen zirka 80 Prozent aller wertschöpfenden Leistungen in den Händen der Zulieferer. Künftig werden sich die Hersteller verstärkt auf ihre Rolle als Modul-Integrator konzentrieren. Im Automobilbau ist es beispielsweise heute schon üblich, dass Schlüsselaufgaben wie Lieferfähigkeit, Qualitätskontrolle, aber auch Forschungs- und Entwicklungsleistungen auf die externen Strategiepartner übergehen.

Das ISC stellt vor diesem Hintergrund eine wichtige Kontaktbörse und Business-Plattform dar, um die Zulieferer zielgerichtet und aktiv in ihrem Bestreben nach Wachstum zu begleiten und sie bei der Erschließung neuer Märkte sowie bei der Internationalisierung ihrer Firmenaufstellung zu unterstützen.

Flugzeuge, Flughafen und Airport-Management für 2030

Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie zahlreiche industrielle und universitäre Forschungspartner des Leuchtturmprojekts "Airport 2030" präsentieren am 27. und 28. November 2013 im Konferenzzentrum des Hamburger Flughafens ihre Ergebnisse zum Flughafen der Zukunft.

Es geht darum, wie der Flughafen von Morgen auf dem Vorfeld und im Terminal leistungsfähiger und effizienter wird, wie das umliegende Verkehrsnetz enger anzubinden ist und welche technologischen Neuheiten auch im Gesamtsystem Luftfahrt ihre Vorteile ausspielen. Immerhin entfallen bei Kurzstreckenflügen bis zu 70 Prozent der Reisezeit auf die Flughafenprozesse sowie den landseitigen Zu- und Abgang. Fliegen soll zukünftig noch ökonomischer, ökologischer und komfortabler werden unter Beibehaltung der gewohnt hohen Sicherheitsstandards in der Luftfahrt.

"Das Leuchtturmprojekt Airport 2030 hat vielfältige Ansätze und Konzepte erarbeitet, wie sich das Luftverkehrssystem an der entscheidenden Schnittstelle Flughafen verbessern lässt. Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen, die der intensive Austausch zwischen dem DLR und den Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft hervorgebracht hat", freut sich der DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner. "Es ist ein deutliches Beispiel für die Strategie des DLR, in vielfältigen Partnerschaften den Weg von der Grundlagenforschung hin zu praxisnahen Innovationen zu gehen", so Wörner weiter.

Spitzencluster "Neues Fliegen" am Standort Hamburg

Mit der Leitung des Projekts ist das DLR-Institut für Lufttransportsysteme maßgeblich am Spitzencluster "Neues Fliegen" beteiligt. Im September 2008 gewann der Luftfahrtstandort Hamburg den Clusterwettbewerb des Ministeriums mit einer Fördersumme von rund 40 Millionen Euro. Nach einer Periode von fünf Jahren läuft die Förderung, die im Rahmen der Spitzencluster Initiative des Bundesministeriums für Bildung- und Forschung (BMBF) gewährt wurde, nun aus.

In Hamburg ist das weltweit drittgrößte Netzwerk der zivilen Luftfahrtindustrie beheimatet. "Hamburg hat sich für das Projekt Airport 2030 als besonders geeigneter Standort herausgestellt", sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. "Als Stadtflughafen haben wir eine besondere Verantwortung gegenüber unserer Nachbarschaft. Diese Situation erfordert große Flexibilität und Innovationen, die wir im Rahmen des Betriebs zeigen müssen. Zu nennen sind hier die Lärmvorschriften oder die Ziele zur Verringerung von Emissionen und Energieverbrauch. Die Forschungsergebnisse werden sicherlich für viele andere Flughäfen hilfreich sein."

Das Verbundprojekt "Effizienter Flughafen 2030" vereinigt eine Vielzahl unterschiedlicher Forschungsvorhaben aus den Bereichen Flughafenmanagement und Flugführung. Die Forscher wollen die Bodenprozesse verbessern, um Qualität, Gesamtleistung und Umweltverträglichkeit des Lufttransportsystems insgesamt zu steigern. Der Hamburg Airport dient dabei als Beispiel, um Einzelmaßnahmen in der Prozesskette zu optimieren. Airport 2030 bündelt die am Standort Hamburg in der Großforschung, den Hochschulen und der Industrie vorhandenen Kompetenzen im Bereich Flugverkehrsmanagement, Logistik, Flugzeugbau, Systementwicklung und Systemsimulation.

Blended Wing Body: Riesenflieger für die Langstrecke

Das Ziel bei der zukünftigen Passagierabfertigung ist klar: Möglichst viele Reisende sollen in möglichst kurzer Zeit den Flughafen passieren und Richtung Flugziel starten. Für die interkontinentale Langstrecke stellt sich die Frage nach größeren Luftfahrzeugen, die Passagiere am Flughafen effizient bündeln. Gegenwärtig erfüllt der Airbus A380 als größtes Passagierflugzeug der Welt diese Aufgabe. Für die Zukunft hat das DLR-Institut für Lufttransportsysteme im Rahmen von Airport 2030 untersucht, wie sich ein gegenüber konventionellen Flugzeugen deutlich anders geformter Blended Wing Body (BWB) in die Abläufe am Flughafen einfügt.

Bei einem Blended Wing Body sind die Tragflächen fließend in einen breiten flügelartigen Rumpf integriert, der bis zu 750 Passagiere aufnehmen kann. Die Wissenschaftler interessieren sich dafür, inwieweit solch ein deutlich anderes Flugzeug weiter die Start- und Landebahnen, Rollwege und Parkplätze nutzen kann. Durch die höhere Lage der Tragflächen macht die Abfertigung eines BWB-Flugzeugs einige Änderungen beim Betanken, Enteisen, Triebwerkscheck und der Gepäckabfertigung nötig. Allerdings kann die jetzige Infrastruktur weitgehend genutzt werden.

Forschungs-Facility am Hamburger Flughafen

Ein zentrales Anliegen des Leuchtturmprojekts Airport 2030 ist es, die Steuerung der Bodenverkehrsdienste, des Vorfeldverkehrs und des gesamten Flughafenbetriebs effizienter und sicherer zu gestalten. Dafür nutzen die Forscher eine einmalige Testumgebung: die "Airport Research and Innovation Facility". Dabei handelt es sich um den Prototypen eines Flughafenleitstands, mit dem die Wissenschaftler in direkter Anbindung an den operativen Betrieb den Bereich Total Airport Management erforschen können.

Beim Total Airport Management wird die optimale Verzahnung zwischen Flughafenbetreiber, Fluggesellschaften und Flugsicherung untersucht. Die Deutsche Flugsicherung GmbH, der Flughafen Hamburg und das DLR-Institut für Flugführung arbeiten am Testleitstand Hand in Hand. Ergänzend hat das DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr für den Bereich Terminal eine Smartphone-App für Flug-Passagiere in einer Passagierflusssimulation bewertet, die vom Institut für Telematik der Technischen Universität Hamburg-Harburg entwickelt wurde.

Die digitale Bording-Assistenz erleichtert es den Fluggästen, sich auf ihrem Weg vom Check-In über die Sicherheitskontrolle bis zum Gate zurechtzufinden. In Feldtests erprobten die Forscher die digitale Navigation der Passagiere am Hamburger Flughafen ebenso wie Aspekte des Total Airport Managements, etwa eine engere Kopplung der Groundhandling- und Vorfeldarbeitsplätze.

Bewertungsmodell für die Flughafenprozesse

Weiterhin entwickelte das DLR in Zusammenarbeit mit Siemens ein Computermodell, um die Umwelteinflüsse operativer Entscheidungen im Flugbetrieb detaillierter abschätzen zu können. Gemeinsam mit dem Zentralbereich Umwelt des Hamburger Flughafens arbeiten die Forscher daran, die Abläufe hinsichtlich CO2-Emissionen und Lärmbelastung weiter zu optimieren. Ziel sind Planungssysteme, die die Umwelteinflüsse unmittelbar in die Entscheidungsfindung einbinden.

Über die Umweltwirkungen hinaus nahmen die DLR-Forscher für alle im Rahmen von Airport 2030 entwickelten Technologiebereiche eine weitreichende funktionale und monetäre Nutzenbewertung auf Basis von drei verschiedenen Zukunftsszenarien vor. Dabei galt die Vorraussetzung, dass alle Neuerungen am Flughafen dem gesamten System Luftverkehr dienen.

Partnerschaft aus Flughafen, Forschung und Industrie

Am Verbund Airport 2030 beteiligen sich neben dem DLR, das gleichzeitig die Projektleitung inne hat, die Institute für Telematik sowie Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Hamburg-Harburg, die Aircraft Design und Systems Group (AERO) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, das Institut für Technische Informatik Systeme der Universität Hamburg, die Flughafen Hamburg GmbH, die Airbus Operations GmbH, die Siemens AG und das Start-Up Unternehmen mb+Partner. Die effektive Vernetzung der Partner untereinander und mit dem Hamburger Clustermanagement war dabei neben den inhaltlichen Forschungsarbeiten ein wesentliches Ziel der Spitzencluster-Förderung.

EADS veranstaltet Kontakt-Messe für Expansion in Polen

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EADS und seine Divisionen Airbus, Astrium, Cassidian und Eurocopter planen den verstärkten Ausbau ihrer industriellen Präsenz in Polen, um die Chancen zu nutzen, die das Land aufgrund seiner aufstrebenden wirtschaftlichen Entwicklung, des BIP-Wachstums und des vorhandenen technischen Know-hows bietet.

Mit einer groß angelegten Geschäfts- und Investmentkampagne wendet sich EADS, Europas größter Konzern in der Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung, dazu an Polens aufstrebende Industrie in diesem Sektor: Vom 02. bis 05. Dezember 2013 veranstaltet der Konzern in Warschau und Lodz die "EADS Aerospace Meetings Poland", um eine Vielzahl unterschiedlicher polnischer Unternehmen kennen zu lernen. Mehr als 200 polnische Unternehmen sind zu Gesprächen mit EADS-Führungskräften und -Experten in so unterschiedlichen Bereichen wie Beschaffung, Industriekooperation, Forschung & Entwicklung (F&E) und Lieferkettenmanagement eingeladen.

Jean-Pierre Talamoni, Corporate Vice President for International bei EADS, erklärt: "Wir denken, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist für eine strategische Annäherung der polnischen Verteidigungsindustrie an Europa. Dies wird möglich durch eine engere Zusammenarbeit mit EADS, einem Unternehmen, das für den globalen Erfolg im Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsgeschäft (Aerospace and Defence – A&D) in Europa steht. Wir sind der Meinung, dass Polen heute eine viel wichtigere Rolle in der gesamten Verteidigungsindustrie Europas einnehmen kann. Unser Ziel ist es, polnischen Unternehmen alle EADS-Divisionen über strukturierte und langfristige Geschäftsbeziehungen zugänglich zu machen."

Der Schwerpunkt der Veranstaltung "EADS Aerospace Meetings Poland" liegt auf dem Wissensaustausch mit polnischen Unternehmen in der A&D-Lieferkette, von F&E bis zur Logistikunterstützung für Produkte wie Hubschrauber, Zivil- und Militärflugzeuge, Satelliten, unbemannte Flugsysteme, Verteidigungselektronik und Sicherheitssysteme.

Luftverkehrswirtschaft sieht weiter Belastung durch Extra-Steuer

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Die Luftverkehrssteuer als nationale Extra-Steuer belaste nicht nur die Fluggesellschaften und Flughäfen in Deutschland. Indirekt schade sie auch den wachstumsstärksten Industriebereichen, die stark vom Export abhängen, so der BDL. Das zeige auch die jüngste Umfrage des Münchener IFO-Instituts.

"Der von CDU/CSU und SPD vereinbarte Koalitionsvertrag sieht entgegen dem Votum der Verkehrs- und Wirtschaftsexperten der drei Parteien vor, die Luftverkehrsteuer in dieser Legislaturperiode nicht abzuschaffen. Damit verpasst die künftige Koalition eine Chance für mehr Wachstum", sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch heute in Berlin.

So geben in der Studie des IFO-Instituts 74 Prozent der Maschinenbau-Unternehmen sagen, Luftverkehr sei für sie sehr wichtig oder wichtig. "Diese 530 Millionen Euro, die Deutschlands Airlines jedes Jahr an den Fiskus zahlen müssen, bremsen nicht nur das Wachstum im Luftverkehr, sondern gefährden auch das Wachstum wichtiger Industriebereiche" so Siegloch. "Wir werden unsere Bemühungen, die Steuer abzuschaffen, unverändert fortführen."

Positiv hob Siegloch hervor, dass die Koalition im Dialog mit den Ländern und der interessierten Öffentlichkeit ein Luftverkehrskonzept erarbeiten will. Damit könnte für Flughäfen, Fluggesellschaften aber auch für die Bürger im Umkreis von Flughäfen langfristig Planungssicherheit geschaffen werden. Dazu gehörten auch faire Rahmenbedingungen für die deutsche Luftfahrt.

Marco Pernetta wird Direktor des Flughafen Innsbruck

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Der bisherige Prokurist DI Marco Pernetta (46) wird ab 01. April 2014 neuer Geschäftsführer der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft mbH. Er folgt damit auf Mag. Reinhold Falch, der nach 19-jähriger erfolgreicher Leitung Ende März 2014 in den Ruhestand geht. Pernetta ging aus einem Hearing mit vier Finalkandidaten als Sieger hervor, nachdem sich anfänglich mehr als 40 Personen – darunter auch eine Frau – beworben hatten.

Nach intensiven Beratungen und der einstimmig getroffenen Entscheidung zeigten sich die Eigentümervertreter – Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Innsbrucks Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer und DI Harald Schneider (Vorstandsvorsitzender der IKB AG) sowie die Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Mag. Paula Stecher – erfreut über die ausgezeichnete Lösung der Falch-Nachfolge.

Stecher ist überzeugt, dass mit dem designierten neuen Flughafendirektor der bisher so erfolgreiche Weg des Innsbrucker Flughafens auch in Zukunft fortgesetzt werden kann.

DI Marco Pernetta wurde 1967 in Berlin geboren und hat Luft- und Raumfahrttechnik studiert. Er ist seit 14 Jahren in leitender Funktion am Flughafen Innsbruck tätig und seit 2005 Mitglied der Geschäftsleitung. Pernetta hat sich schon bisher durch große Fach- und Sozialkompetenz ausgezeichnet. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Kleinsatellit der Uni Würzburg im All angekommen

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UWE-3, die mittlerweile dritte Generation des Universität-Würzburg-Experimentalsatelliten, ist planmäßig vom russischen Weltraumbahnhof in Yasny aus ins Weltall gestartet. Wenige Stunden nach dem Start hat UWE bereits erste Funksignale von seiner Umlaufbahn zur Erde geschickt.

Um 08:10 Uhr hatte eine russische Dnepr-Rakete im Weltraumbahnhof Yasny ihre Triebwerke gezündet und hob ab. Mit an Bord hatte sie insgesamt 32, vor Allem kleine Satelliten – darunter den Experimentalsatelliten der Universität Würzburg UWE-3. Ihr Ziel: eine Umlaufbahn um die Erde in Höhe von rund 600 Kilometern.

Bereits kurze Zeit nach dem Start erreichte die Rakete diese Höhe und setzte dort ihre Last aus. Und schon um 10:00 Uhr empfing die Bodenstation am Hubland-Campus der Universität die ersten Lebenszeichen von UWE-3. Danach war klar: Alle wichtigen Systeme sind funktionstüchtig, die Batterien laden sich auf, UWE kann seine Arbeit wie geplant aufnehmen.

UWE-3 – Lageregelung auf 10 x 10 x 10 Zentimetern

UWE-3, ein Würfel mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern und einer Masse von gut einem Kilogramm, ist eine Entwicklung Würzburger Studierender, die zum Großteil in dem internationalen Studiengang "Space Master" eingeschrieben sind. Unter der Leitung von Professor Klaus Schilling, Inhaber des Lehrstuhls "Informatik 7: Robotik und Telematik", haben sie den Kleinst-Satelliten entwickelt.

Vor allem zwei wissenschaftliche Ziele verfolgen die Konstrukteure von UWE-3 mit dessen Einsatz im Orbit: UWE-3 soll dort die Fähigkeiten einer effektiven Lage-Kontrolle für sogenannte Pico-Satelliten demonstrieren. "Wir wollen damit zeigen, dass es möglich ist, ein effizientes Lageregelungssystem auch für Kleinstsatelliten zu realisieren", sagt Klaus Schilling. UWE-3 beherrscht die Technik, einfache Lageregelungen durchzuführen: Er kann sich beispielsweise für Beobachtungszwecke in eine vorgegebene Richtung drehen. Möglich macht dies eine Wechselwirkung von Magnetfeldspulen an Bord mit dem Erdmagnetfeld, kombiniert mit einem Schwungrad, das eine Drehung in eine vorgegebene Richtung durchgeführt.

Darüber hinaus steht UWE-3 für ein flexibles, modulares Satellitensystem-Design, das einfache Änderungen und Anpassungen der einzelnen Komponenten und Untersysteme ermöglicht. "Dieses modulare Satellitendesign erlaubt es beispielsweise, einzelne Bausteinkomponenten zu den Subsystemen Datenverarbeitung, Stromversorgung oder Datenübertragung ganz nach Wunsch und Bedarf anzupassen", sagt Schilling.

Kleinstsatelliten: Miniaturisierung für die Raumfahrttechnik

UWE-3 steht damit für einen Paradigmenwechsel in der Raumfahrttechnik, wie er schon in der Informationsverarbeitung erfolgt ist: Weg von den Großrechnern der 1970er-Jahre, hin zu kleinen, über Internet untereinander vernetzten Laptops von heute. "Allgemein wird erwartet, dass die aktuell üblichen multifunktionalen Großsatelliten zunehmend durch Systeme von vielen, miteinander kooperierenden Kleinsatelliten ergänzt werden", beschreibt Schilling diesen Wandel.

Im Satellitenprogramm der Universität Würzburg werden Schritt für Schritt die kritischen Schlüsseltechnologien für Kleinsatelliten entwickelt, um eine derartige Zusammenarbeit von Kleinstsatelliten im Orbit realisieren zu können. Wie zukunftsweisend Schillings Forschungsarbeiten in diesem Gebiet sind, zeigt beispielsweise die Tatsache, dass der European Reseach Council (ERC) ihn mit einem der höchstdotierten europäischen Preise für die Grundlagenforschung, einem ERC Advanced Grant, in Höhe von 2,5 Millionen Euro unterstützt.

Verteilte Kleinstsatelliten für Echtzeit-Kommunikation

Kooperierende, verteilte Satelliten eröffnen durch einen geschlossenen Regelkreis im Orbit die Möglichkeit, auch nach Abweichungen und Störungen schnellstmöglich wieder optimale Bedingungen für Beobachtungen und Kommunikation herzustellen – und das ohne die Hilfe von Bodenstationen.

Mittels Kleinstsatelliten-Netzen in niedrigen Erdumlaufbahnen lassen sich auch kostengünstig Kommunikationsnetze mit geringer Bandbreite realisieren. Sie könnten Messdaten mit geringem Zeitversatz aus schwer erreichbaren Gebieten übertragen, wie etwa Umweltdaten von Mess-Stationen in Dschungelgebieten. Mit etwa 48 Kleinstsatelliten ließe sich auch bereits ein Netz im Echtzeitbereich, zum Beispiel zur Übertragung von Telefongesprächen aufbauen.

Im Bereich des Weltraumwetters könnten Vielfachmessungen aus verschiedenen Richtungen interessante 3D-Abläufe dokumentieren. Dies wäre beispielsweise bei hochdynamischen Magnetfeld-Irregularitäten in der Ionosphäre interessant und könnte so zur Aufklärung dieser Phänomene in der Erdatmosphäre mit beitragen.

Für Kleinstsatelliten bietet sich somit ein kommerziell sehr interessantes Umfeld, um kosteneffizient ein breites Spektrum von Anwendungen zu erschließen.

Launch Party zum Start des UWE-Satelliten

Mit UWE-1 haben Schilling und seine Mitarbeiter im Jahr 2005 zunächst Anpassungen von Internet-Protokollparametern im Orbit untersucht und in Experimenten optimiert. UWE-2, gestartet 2009, hatte als Zielsetzung, Hard- und Software zur Lage- und Positionsbestimmung zu testen. Und aktuell arbeiten die Forscher bereits an UWE-4, der mit Hilfe eines elektrischen Antriebs auch Positionsveränderungen gezielt durchführen kann.

Rund 100 Gäste hatten sich zur "Launch Party" in der Robotikhalle auf dem Universitätscampus eingefunden, um von dort aus die Live-Übertragung des Raketenstarts zu beobachten. Unter den Ehrengästen waren Unipräsident Alfred Forchel, Unikanzler Uwe Klug, der Landtagsabgeordnete Georg Rosenthal und Vertreter des Wissenschaftsministeriums.

"Heute Morgen war die Anspannung ziemlich groß, genauso groß ist jetzt die Erleichterung", sagte Klaus Schilling, nachdem aus Russland die Meldung eingetroffen war, dass die Rakete die Satelliten ordnungsgemäß im Orbit ausgesetzt hat. "Damit liegen die kritischen Phasen hinter uns", so Schilling.

Air Dolomiti als Zubringer für Langstrecken von Condor

Der Ferienflieger Condor fliegt mit Air Dolomiti als neuen Partner in Italien. Ab heute sind die Flüge der Air Dolomiti als Zu- und Abbringer der Condor Langstrecke über alle Kanäle buchbar. Air Dolomiti wird damit auf die Luftfahrtdrehkreuze in Frankfurt und München zubringen.

Condor stärkt durch die Kooperation neben Frankfurt auch München als neue Langstreckenbasis, indem das Langstreckenprogramm des Reisefliegers mit exklusiven Zielen zum Beispiel in Asien, der Karibik, Afrika und dem indischen Ozean optimal an den wichtigen Auslandsmarkt Italien angebunden wird.

Air Dolomiti fliegt von vielen, teilweise auch kleineren Städten Italiens nach Frankfurt und München. Dazu zählen Ancona, Bari, Bologna, Florenz, Genua, Mailand, Palermo, Pisa, Rom Fiumicino, Turin, Triest, Venedig und Verona.

Flughafen Stuttgart bekommt lärmabhängige Entgelte für Flugzeuge

Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur in Baden-Württemberg hat die neue Entgeltordnung des Flughafens Stuttgart genehmigt. Diese sieht erstmals eine Spreizung der lärmabhängigen Start- und Landeentgelte in 12 Lärmklassen in 1,5 dB(A)-Schritten vor. Flugzeuge der lautesten Kategorie müssen nach der neuen Einteilung jetzt das 56-fache pro Start und Landung zahlen, als Maschinen, die in die leiseste Kategorie fallen.

Die Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung Staatssekretärin Gisela Splett, MdL, begrüßte die Neufassung der Entgeltordnung: "Es ist ein wichtiges Anliegen der Landesregierung, die Menschen vor Fluglärm zu schützen. Die lärmabhängige Spreizung der Flughafenentgelte ist dabei ein ganz wesentliches Element, um wirtschaftliche Anreize für einen leiseren und nachhaltigeren Flugbetrieb zu setzen."

Erstmals werden nun auch Flugzeuge ab zehn Tonnen maximalem Startgewicht in das neue System mit einbezogen. Bisher wurden alle Maschinen bis 35 Tonnen maximalem Startgewicht automatisch der leisesten Kategorie zugeschlagen – unabhängig von dem tatsächlich ausgelösten Lärm.

Zudem führt der Flughafen Stuttgart erstmals ein Schadstoffentgelt ein, das sich auf den Ausstoß von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen der einzelnen Flugzeuge bezieht. Damit werden gezielt weitere Anreize für die Airlines geschaffen, möglichst geräusch- und schadstoffarme Flugzeuge einzusetzen. Die neue Entgeltordnung gilt ab dem 01. Januar 2014.

Schon seit 2002 berechnet der Flughafen Stuttgart die Entgelte nicht mehr anhand von Lärmzulassungswerten der Flugzeuge, sondern bildet Lärmklassen auf Basis am Flughafen selbst gemessener, durchschnittlicher Überflugpegel. Damit soll die Lärmbelastung der Bevölkerung bestmöglich in den zu entrichtenden Flughafengebühren abgebildet werden. Zuletzt wurde die Entgeltordnung im Jahr 2006 geändert. Bisher enthielt die Entgeltordnung lediglich sechs Lärmklassen.

Fraport-Besucherterrasse im Winter geöffnet

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Faszination Flughafen in der kalten Jahreszeit: Die Besucherterrasse am Terminal 2 des Frankfurter Flughafens wird erstmals auch im Winter geöffnet. An allen Adventsonntagen gibt es das beeindruckende Panorama mit Glühwein, Punsch und Waffel dazu.

Mit einer speziellen Winteraktion stimmt Fraport dabei am 01. Dezember, dem 1. Advent, auf die schönste Zeit des Jahres ein. Die Band "Niko und die Nussknacker" sorgt für Stimmung und jeder Gast erhält ein kostenloses Getränk oder eine kostenlose Waffel.

Zusätzlich kommentieren und erklären Experten das Geschehen auf dem Vorfeld. Ein Schminkteam unterhält die kleinen Gäste mit kostenlosen Gesichtsbemalungen und Luftballonmodellage.

Geöffnet ist die Terrasse von Dezember 2013 bis März 2014 jeden Samstag und Sonntag, in den hessischen Weihnachtsferien (23. Dezember bis 10. Januar) sogar täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr, am 01. Dezember von 10:00 bis 20:00 Uhr.

Im vergangenen Jahr besuchten fast 180.000 Menschen die Aussichtsplattform. Für Erwachsene kostet die Tageskarte fünf (ermäßigt drei) und für Familien 14 Euro. Kinder unter sechs Jahre sind frei.

Ryanair-Erstflug von London-Stansted zum Dortmund Airport

Seit Dienstag fliegt die irische Fluggesellschaft Ryanair täglich ab Dortmund den Flughafen London-Stansted an. Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager begrüßte gemeinsam mit Svenja Damzog von Ryanair die Crew der ersten Maschine aus Stansted gleich nach ihrer Landung.

Die Airline unterstreiche mit der im September angekündigten Verbindung die große Nachfrage nach London-Flügen ab Dortmund, die bisher nur nach London-Luton bedient wurde, sagte Mager. "Ich sehe darin eine Bestätigung des Potenzials, dass der Dortmund Airport bietet. Spätestens jetzt zum Dortmunder Weihnachtsmarkt sind wieder zahlreiche Touristen aus England zu erwarten, um nur ein Beispiel für die Vielfalt der Verbindung zu nennen", erklärte der Airport-Chef.

Ryanair startet seit März 2013 in Dortmund, wo die Fluggesellschaft mit neuen Passagieren nach dem Wegfall anderer Airlines sehr willkommen war. Im aktuellen Winterflugplan bedient die Airline neben London die Flughäfen in Porto, Palma de Mallorca, Malaga und Krakau.

Die Irische Fluggesellschaft ist Europas führende Low Cost Airline, bedient derzeit über 1.600 Strecken in 29 Ländern und fliegt dabei mit mehr als 1.600 Flügen pro Tag 180 verschiedene Flughäfen an. Ryanair verfügt aktuell über 57 europäische Basen und unterhält eine Flotte von 303 Boeing 737-800, und baut ihre Boeing-Flotte noch weiter aus.