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Nachtsichtbrillen für ADAC Rettungshubschrauber-Piloten

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„Christoph 22“, der am Ulmer Bundeswehrkrankenhaus stationierte Rettungshubschrauber der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, kann ab sofort auch im Winterhalbjahr bis 20:00 Uhr starten. So sind auch in der Dämmerung und bei Dunkelheit Notfalleinsätze und Patientenverlegungen möglich, wenn Patienten mit Schlaganfall, Herzinfarkt oder schweren Verletzungen in der nächstgelegenen Klinik aus Kapazitätsgründen keine Aufnahme finden.

Das von der ADAC Luftrettung entwickelte Konzept wird in Mainz bereits bis 22:00 Uhr erfolgreich umgesetzt und soll grundsätzlich auf weitere Stationen ausgeweitet werden. Für die fliegenden Gelben Engel in Ulm bedeutet die Alarmierung bis 20:00 Uhr eine deutliche Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung in der Region.

Rettungszeit mit Nachtflügen ausgeweitet

„Wir sind froh, dass das Innenministerium Baden-Württemberg als Träger der Luftrettung dieses Projekt insbesondere auch in der derzeit angespannten Coronalage unterstützt,“ lobte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung. Die für das Winterhalbjahr 2021/2022 genehmigten Flüge nach Sonnenuntergang sind Teil einer bundesweiten Initiative der ADAC Luftrettung, die das Ziel hat, den Rettungsdienst aus der Luft mit einer Erweiterung der Einsatzzeiten in die Dämmerung und Dunkelheit hinein deutlich zu verbessern: Und zwar ressourcen- und kostenschonender als ein 24-Stunden-Betrieb, für den es flächendeckend in vielen Regionen in Deutschland – vor allem in den Nachtstunden – keinen Bedarf gibt.

Die Testphase mit „Christoph 22“, die vom Ulmer Bundeswehrkrankenhaus im Rahmen eines zivil-militärischen Projekts mit der ADAC Luftrettung wissenschaftlich begleitet wird, soll die Chancen der sogenannten bedarfsgerechten Randzeitenerweiterung im Rettungsdienst aufzeigen.

NVIS ermöglichen Landung im Dunkeln

Bisher werden Rettungshubschrauber in den meisten Regionen nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang eingesetzt. Technisch möglich werden die Rettungsflüge bei Dunkelheit durch spezielle Nachtsichtbrillen. Sie sind Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“ (NVIS). Es ermöglicht den Piloten auch bei minimalen Lichtverhältnissen an unbekanntem und unbeleuchteten Einsatzorten sicher zu starten und zu landen.

Für die NVIS-Einsätze wurde die Ulmer Crew in den vergangenen Wochen intensiv geschult. Der ADAC Rettungshubschrauber, der zu den modernsten Maschinen gehört, wurde zeitgleich mit einem zusätzlichen Scheinwerfer zur besseren Ausleuchtung von Einsatzorten ausgerüstet. Die ADAC Luftrettung hat langjährige Erfahrung im Nachtflug: Seit 2011 fliegen die Crews bei nächtlichen Verlegungstransporten mit Nachtsichtbrillen. 2020 starteten die ADAC Rettungshubschrauber fast 3.000-mal in der Dämmerung und bei Nacht. Nach Sanderbusch (Niedersachsen), Senftenberg (Brandenburg), Mainz (Rheinland-Pfalz) und Greven (Westfalen) ist Ulm die fünfte Station, die die hochmoderne NVIS-Technologie nutzt.

„Christoph 22“ ist mit einer Einsatzgeschwindigkeit von rund 230 Stundenkilometern unterwegs und deckt einen Einsatzradius von 70 Kilometern rund um Ulm ab. Er wird schwerpunktmäßig im Raum Ulm/Neu-Ulm, Schwäbischer Alb sowie Teilen von Oberschwaben und Bayerisch-Schwaben eingesetzt. Alarmiert wird der Helikopter vor allem wegen Verletzungen nach Unfällen, bei internistischen Notfällen des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen sowie neurologischen Notfällen. Hier kann er seine Vorteile besonders ausspielen.

Der ADAC Rettungshubschrauber ist tagsüber in rund zwei Minuten startklar, bei NVIS-Alarmierungen werden vor dem Start aus Sicherheitsgründen ein bis zwei weitere Minuten benötigt, um die nötigen Wetterdaten einzuholen. Anschließend bringt der Hubschrauber Notarzt und Notfallsanitäter auf schnellstem Wege zum Patienten. Auch die Landung erfolgt vorsichtiger als am Tag und benötigt etwas mehr Zeit. Ziel der wissenschaftlichen Begleitung ist es zu überprüfen, in welchen Situationen der Einsatz des Rettungshubschraubers auch nach Einbruch der Dunkelheit und trotz des etwas erhöhten Zeitbedarfs sinnvoll möglich ist.

Drei Piloten für Rettungshubschrauber

Für „Christoph 22“ sind an der Station in Ulm insgesamt 28 Teammitglieder im wechselnden Einsatz: drei Piloten der ADAC Luftrettung sowie 18 Notärzte und sieben Notfallsanitäter (TC HEMS) der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Bundeswehrkrankenhauses Ulm. 2020 hob „Christoph 22“ zu fast 1.500 Einsätzen ab.

Ulm ist der zweite Standort der Luftrettung in Deutschland. Am 01. November 2021 feierte die Station 50-jähriges Bestehen. Bis 2003 wurde sie mit Piloten und Hubschraubern der Luftwaffe betrieben – mit dem Rufnamen „SAR Ulm 75“. Danach wurde der Hubschrauber gelb und fliegt seitdem unter dem zivilen Rufnamen „Christoph 22“. Aktuell ist die Maschine bei Einsätzen mit der „50 Jahre Christoph“-Sonderbeklebung der ADAC Luftrettung unterwegs.

Condor bestätigt Ralf Teckentrup und Christian Schmitt

Der Condor-Aufsichtsrat hat Ralf Teckentrup für weitere zwei Jahre als Chief Executive Officer (CEO) von Condor bestellt. Auch Christian Schmitt bleibt als Chief Operating Officer (COO) und Accountable Manager im Amt.

Christoph Debus, Chief Financial Officer (CFO), wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch zu Ende Februar 2022 verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Seine Nachfolge als CFO wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Friedrich Andreae, Vorsitzender des Condor-Aufsichtsrats: „Mit Ralf Teckentrup und Christian Schmitt hat das Unternehmen auch weiterhin eine starke Spitze für die langfristige Weiterentwicklung von Condor zum führenden europäischen Ferienflieger. Condor ist mit neuem Mehrheitseigentümer, der Modernisierung der Flotte und der Expertise und Erfahrung dieser Geschäftsführung gut gerüstet für einen erfolgreichen Take-Off.“

Debus sprang in Vakanz

Ralf Teckentrup ist bereits seit 2004 Vorsitzender der Geschäftsführung von Condor. Er wird die Geschicke des Ferienfliegers auch weiterhin als CEO lenken und für alle kommerziellen Bereiche verantwortlich sein. Christian Schmitt ist seit 2017 COO von Condor und verantwortet als Accountable Manager die gesamte Operations von Condor. „Wir bedauern sehr, dass Christoph Debus Condor verlassen wird und möchten uns im Namen des Aufsichtsrats und der Mitarbeiterschaft von Condor ausdrücklich bei ihm bedanken. Nach der Insolvenz von Thomas Cook war Christoph Debus ein integraler Bestandteil, Condor zu restrukturieren und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir wünschen ihm beruflich und privat alles Gute“, so Friedrich Andreae weiter.

Christoph Debus war CEO der Thomas Cook Group Airlines und sprang nach der Insolvenz von Thomas Cook als CFO ein, weil krankheitsbedingt eine Vakanz bestand. So trieb er voran, Condor zügig neu aufzustellen, zu refinanzieren und einen neuen Eigentümer zu finden. Seit Juli 2021 hat Condor einen neuen Mehrheitseigner und bestellte noch am selben Tag 16 Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A330neo. Christoph Debus wird sich nun auf eigenen Wunsch neuen Herausforderungen außerhalb Condors widmen.

James-Webb-Weltraumteleskop startet mit Technik von RUAG

Die Spitze der Ariane-5-Rakete besteht aus einer Nutzlastverkleidung von RUAG International, die am Unternehmensstandort in Emmen, Schweiz, hergestellt wird. Für das neue Riesen-Weltraumteleskop ist dabei eine Besonderheit notwendig, um es schonend aus der Rakete zu entlassen.

Das James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) – oder kurz „Webb“ – ist das größte und leistungsfähigste Weltraumteleskop, das je gebaut wurde. Der Satellit wurde unter der Leitung der NASA in Zusammenarbeit mit den europäischen und kanadischen Raumfahrtagenturen entwickelt. Er soll am 22. Dezember 2021 vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, mit einer Ariane-5-Rakete gestartet werden.

Beim für den 22. Dezember 2021 geplanten Start des James Webb Space Teleskops (JWST) RUAG International mit seinen Engineering- und Produktionskapazitäten eine zentrale Rolle. Neben der in Emmen (Schweiz) gefertigten Nutzlastverkleidung, dem Trennsystem, dem Nutzlastadapter und dem Bordcomputer für die Trägerrakete Ariane 5 lieferte das Unternehmen die Antennen für die Datenübertragung, die Bodenausrüstung sowie Mechanismen für wissenschaftliche Instrumente.

Verkleidung Made in Switzerland

Die 17 Meter hohe Struktur schützt das JWST während des Starts und seiner Reise durch die Atmosphäre. Das Webb-Sonnenschutzschild – so groß wie ein Tennisplatz – wurde speziell so konstruiert, dass es sich zusammenfalten lässt und in die Nutzlastverkleidung mit einem Durchmesser von 5,4 Metern passt. „Unsere Nutzlastverkleidung wurde eigens für diese wertvolle Ladung angefertigt“, sagt André Wall, CEO von RUAG International. Neue Beschläge sorgen dafür, dass die Entlüftungsöffnungen an der Basis der Verkleidung vollständig geöffnet bleiben. Dadurch wird der Schock des Druckabfalls beim Abwurf der Verkleidung von der Trägerrakete minimiert.

Darüber hinaus hat RUAG International mit Schlüsseltechnologien aus seinen weltweiten Standorten zur Mission beigetragen. „Wie keine andere Mission zeigt Webb, wozu die internationale Raumfahrtgemeinschaft fähig ist. Wir sind stolz, Teil dieser globalen Zusammenarbeit zu sein. Sie wird uns helfen, uns selbst, unser Sonnensystem und die Geschichte unseres Universums besser als je zuvor zu verstehen“, betont André Wall, CEO von RUAG International. Neben der Nutzlastverkleidung, dem Trennsystem und dem Nutzlastadapter für die Ariane 5-Trägerrakete liefert RUAG International die Antenne für die Datenübertragung zur Erde, die Bodenausrüstung und drei Mechanismen für zwei der vier wissenschaftlichen Instrumente des Teleskops.

JWST erspäht Anfänge von Galaxien, Sternen und des Lebens

JWST wird einen nie zuvor gesehenen Teil von Raum und Zeit direkt beobachten. Webb wird in die Epoche blicken, in der sich die allerersten Sterne und Galaxien bildeten, vor über 13,5 Milliarden Jahren. Das von den allerersten leuchtenden Objekten ausgesandte ultraviolette und sichtbare Licht wurde durch die kontinuierliche Expansion des Universums gestreckt oder „rotverschoben“ und kommt heute als Infrarotlicht an. Webb wurde entwickelt, um dieses Infrarotlicht mit einer noch nie dagewesenen Auflösung und Empfindlichkeit zu „sehen“.

Das Webb-Teleskop hat vier wissenschaftliche Missionen: die Suche nach den frühesten Sternen und Galaxien, die Erforschung der Entwicklung von Galaxien, die Beobachtung der Entstehung neuer Sterne und Sonnensysteme und die Untersuchung der Nachbarplaneten der Erde auf ihre chemischen Eigenschaften und auf Anzeichen von Leben. Das Hauptinstrument des JWST ist ein Infrarotteleskop mit einem Hauptreflektor von 6,5 Metern Durchmesser. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Hubble, der das Universum aus einer Höhe von einigen hundert Kilometern über der Erde beobachtet, wird das JWST einen Punkt umkreisen, der 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist.

SECSI Free Route Luftraum jetzt noch größer

Free Route bedeutet, Flugzeuge können Lufträume auf direktem Weg, ohne Umwege, auf der kürzesten Strecke durchfliegen. Das spart Treibstoff und reduziert Emissionen. Je größer diese Lufträume sind, desto größer die Wirkung. Jetzt sind auch Albanien und Nord-Mazedonien dabei.

Mit 02. Dezember wurden die Lufträume von Albanien und Nord-Mazedonien in den „Southeast Europe Common Sky Initiative“-Free Route Airspace (SECSI FRA) integriert. Noch direktere Routenführungen verkürzen Flugstrecken nach Südost-Europa um 1,3 Mio. Kilometer jährlich und reduzieren signifikant CO2-Emissionen. Einer der größten gemeinsamen Free Route-Lufträume in Europa ist somit wieder um ein Stück gewachsen. Mit der aktuellen Erweiterung können Flugzeuge jetzt im „SECSI“-Free Route-Luftraum auf den kürzest möglichen Flugstrecken von Österreich bis nach Albanien geführt werden.

SECSI Free Route von Österreich bis Albanien

Mit der aktuellen Erweiterung um Albanien und Nord-Mazedonien, die in enger Abstimmung mit dem europäischen Netzwerk-Manager erfolgt ist, entsteht gemeinsam mit den Lufträumen von Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegovina und Serbien-Montenegro einer der größten grenzüberschreitenden Free Route Lufträume in Europa.

„Austro Control steht für möglichst klimaschonenden Flugverkehr, und unser Zugang ist dabei ganz einfach: Wir achten darauf, dass man beim Fliegen so wenig wie möglich in der Luft ist. Mit der Umsetzung eines grenzüberschreitenden Free Route Luftraumes bis Südost-Europa hat Austro Control Pionierarbeit geleistet und wir freuen uns, dass wir mit Albanien und Nord-Mazedonien zwei weitere Teilnehmer willkommen heißen dürfen“, sagt Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl.

Die Vorteile, die durch den erweiterten SECSI Free Route Luftraum erzielt werden, sind signifikant. Airlines ersparen sich durch direktere Routenführungen acht Tonnen an Treibstoff pro Tag, dadurch verringern sich die CO2-Emissionen täglich um 25 Tonnen. Die geflogenen Flugstrecken werden pro Jahr um insgesamt 1,3 Mio. Kilometer kürzer. Darüber hinaus ermöglicht ein grenzüberschreitender Free Route Luftraum den Airlines, die Windbedingungen optimal auszunützen und flexibel auf mögliche Überlastungen im Luftraum zu reagieren. Durch eine verbesserte Flugplanung kann Komplexität reduziert werden, Fluglotsinnen und Fluglotsen werden in ihrer Arbeit entlastet.

Mit der SECSI FRA Initiative leistet Austro Control gemeinsam mit anderen europäischen Partnerflugsicherungen einen wesentlichen Beitrag für einen klimaschonenden Flugverkehr in Europa. Auch darüber hinaus setzt Austro Control eine Vielzahl von Maßnahmen um, die das Fliegen umweltfreundlicher und nachhaltiger machen – von kontinuierlichen Sink- und Steigflügen bis hin zu optimierten Anflugsequenzen.

Flughafen Berlin erörtert operative Schwierigkeiten

Die letzte Aufsichtsratssitzung des Hauptstadtflughafens BER in diesem Jahr stand im Zeichen der aktuellen operativen und finanziellen Themen der Flughafengesellschaft. So hat sich der Aufsichtsrat ausgiebig mit den Schwierigkeiten beim Check-in und der Gepäckausgabe während der Herbstferien sowie den operativen Vorbereitungen für den erwarteten Weihnachtsreiseverkehr befasst.

Außerdem stellte die Geschäftsführung im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2022 die aktuelle finanzielle Situation der FBB sowie die für das kommende Jahr zu erwartende Geschäftsentwicklung vor.

Personalengpässe mitverantwortlich

Die Geschäftsführung berichtete dem Aufsichtsrat, dass ein wesentlicher Grund für die langen Wartezeiten insbesondere am ersten Wochenende der Herbstferien die pandemiebedingten Personalengpässe bei den Dienstleistern und Prozesspartnern waren. Die FBB hat daraufhin an den kritischen Punkten Verstärkung organisiert. Auch in Vorbereitung auf den Weihnachtsverkehr sind weitere Maßnahmen getroffen worden, wie z.B. die Erweiterung der Bestuhlung in den Wartebereichen, Reinigungsintervalle, Orientierung im Terminal, eine noch enger getaktete Abstimmung mit allen Prozesspartnern im Terminal sowie – in Vorbereitung auf den Winter – die Wiederinbetriebnahme der 2. Start- und Landebahn.

Mit Blick auf den Sommerflugplan 2022 berichtete die Geschäftsführung über die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme des Terminal 2. Der Zeitplan bis Ende März sieht Schulungsprogramme für die Mitarbeitenden der FBB, der Behörden, Airlines und Dienstleister sowie Probebetrieb vor. Die Geschäftsführung berichtete dem Aufsichtsrat auch über den Stand bei der Reparatur der Fahrsteige im Terminal 1. Beginnend mit der Instandsetzung der Anlagen im Mainpier werden die Fahrsteige ab Sommer 2022 sukzessive wieder in Betrieb genommen.

Im Rahmen des vom Aufsichtsrat beschlossenen Wirtschaftsplans 2022 skizzierte die Geschäftsführung die auch für das kommende Jahr bestehenden hohen Prognoseunsicherheiten im Hinblick auf die Pandemie- und damit auch die Verkehrsentwicklung. Die FBB geht nach den erwarteten knapp zehn Millionen Passagieren in diesem Jahr von 17 Millionen Passagiere am BER im kommenden Jahr aus.

Schwierigkeiten bleiben bis 2022

Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die Geschäftsführung hat dem Aufsichtsrat einen detaillierten Bericht über die Schwierigkeiten in den Herbstferien gegeben und die Maßnahmen vorgestellt, mit denen die FBB für reibungslosere Abläufe am BER in den Weihnachtsferien und darüber hinaus sorgen wird. Wir haben auch deutlich gemacht, dass der strukturelle Personalmangel bei Partnern am Flughafen und der hohe zusätzliche Aufwand für die pandemiebedingten Reisebestimmungen der unterschiedlichen Zielländer die Passagierprozesse am BER bis weit in das kommende Jahr hinein vor große Herausforderungen stellen wird. Das alles wird uns aber nicht davon abhalten können, die Passagierprozesse gemeinsam mit unseren Partnern am BER weiter zu verbessern. Im Wirtschaftsplan für 2022 haben wir dargelegt, dass wir für das kommende Jahr steigende Passagierzahlen und damit steigende Umsatzerlöse erwarten. Ich freue mich, dass der Aufsichtsrat unseren vorsichtigen Optimismus für 2022 teilt und den Wirtschaftsplan beschlossen hat.“

Jörg Simon, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Heute haben wir uns sehr intensiv mit den Problemen beschäftigt, die in den Herbstferien am BER entstanden sind. Die Bilder von langen Passagierschlangen in der Check-in-Halle und wartender Fluggäste an den Gepäckbändern haben gezeigt, dass die Zusammenarbeit aller Partner am Flughafen noch nicht stabil läuft und der BER die Erwartungen insbesondere zu Spitzenstunden nicht verlässlich erfüllen kann. Deshalb hat sich der Aufsichtsrat während der kritischen Zeit in den Herbstferien laufend über den Stand der ergriffenen Maßnahmen und deren Wirksamkeit informiert. Solche Störungen in den gemeinsamen Abläufen durch intensiven Austausch mit allen Beteiligten zu verhindern, muss die FBB in ihrer Verantwortung für den Gesamtprozess noch stärker als ihren Auftrag annehmen. Für mehr operative Stabilität am BER zu sorgen, muss auch 2022 eine der Hauptaufgaben der FBB sein.“

Austrian Airlines fliegt wieder drei Mal wöchentlich nach Cancún

Schon nach kurzer Zeit im Austrian Streckennetz wird die Direktverbindung ins mexikanische Cancún mit einem zusätzlichen wöchentlichen Flug aufgestockt. Ab 25. Januar fliegt der Homecarrier neben den bisherigen Verbindungen am Donnerstag und Sonntag im Rahmen des Winterflugplans auch dienstags ins sonnige Mexiko.

Bereits zuvor wurde das Cancún-Angebot aufgrund der hohen Nachfrage während der Weihnachtsferien zwischen 19. Dezember und 09. Januar auf zehn statt sieben Roundtrips aufgestockt.

Boeing 777 im Einsatz

Die neueste Destination im Austrian-Streckennetz wird mit einer Boeing 777 bedient und fliegt bis zu 306 Passagiere direkt ab Wien an die Karibikküste Mexikos. Als zweitgrößter Flughafen des Landes kann Cancún auch als idealer Ausgangspunkt für die Weiterreise mit unseren Partnerairlines genutzt werden.

Austrian Airlines Kund:innen können bei ihrer Reise nach Cancún zwischen den Buchungsklassen Economy, Premium Economy und Business Class wählen. Tickets sind ab 570 Euro erhältlich.

Corona: Wizz Air-Besatzung zu 90 Prozent geimpft

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Ob im Cockpit oder in der Kabine:  Seit dem 01. Dezember ist für alle Besatzungsmitglieder eine Impfung obligatorisch. Nachdem die Fluggesellschaft dies im September angekündigt hatte, kann sie nun eine Impfquote von durchschnittlich 90 Prozent vermelden. Nicht geimpfte und nicht genesene Crewmitglieder werden nun auf deren Kosten regelmäßig Antigen- oder PCR-Tests unterzogen.

„Wir sind uns der Verantwortung für den Schutz unserer Passagiere und Besatzungen bewusst“, betont Johan Eidhagen, Chief People Officer der Wizz Air Group. „Dabei spielt das Impfen die entscheidende Rolle.“ Im Vorfeld hatte Wizz Air regelmäßig Webinare und Einzelberatungen durch Virologen durchgeführt, um alle Fragen der Mitarbeiter zu beantworten.

Wizz Air fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin, Hannover und Bremen.

Flughafen Nur-Sultan: Air Astana absolviert ersten C-Check an einem Airbus

Im November 2021 führten Ingenieure von Air Astana zum ersten Mal eine C-Check-Wartung im modernen Technikzentrum der Fluggesellschaft am Nursultan Nazarbayev International Airport durch. Der C-Check erfolgte an einem Airbus A321 aus der Air-Astana-Flotte.

Erst vor Kurzem hatte die European Union Aviation Safety Agency (EASA) Air Astana das entsprechende Zertifikat erteilt, diese umfänglichen Wartungsarbeiten zu übernehmen. Bislang hatte Air Astana diese bedeutsame C-Check-Inspektion in Europa, Russland und China durchführen lassen.

C-Checks umfassen sehr komplexe und intensive Wartungsarbeiten, die mindestens alle drei Jahre erfolgen müssen – entweder bevor eine Maschine 12.000 Flugstunden oder 8.000 Flüge absolviert hat.

Robert Dando, Senior Manager of Maintenance bei Air Astana, dazu: „Während des C-Checks führen wir Inspektionen durch, um den unversehrten Zustand und die andauernde Sicherheit des Flugzeugs zu gewährleisten. Außerdem nehmen wir den routinemäßigen Ersatz von Teilen vor, deren Lebensdauer abläuft. Der komplexeste Austausch bei diesem Check betrifft das Fahrwerkslager. Zusätzlich führen wir Anpassungen für die Sicherheit des Flugzeugs aus. Die Arbeiten werden von unseren eigenen Mechanikern und Ingenieuren übernommen. Insgesamt gab es über 450 Aufgaben, darunter die Modernisierung der Passagierkabine, der Austausch von Lagern und Elementen der Klimaanlage, Modifizierungen an der Avionik und die Überprüfung der Triebwerke sowie anderer Systeme.“

Nach Abschluss des C-Checks und der Unterzeichnung der Freigabezertifikats wird das Flugzeug einen Überprüfungsflug absolvieren und dann direkt wieder in den Liniendienst zurückkehren. Der nächste C-Check in Nur-Sultan wird im Dezember 2021 erfolgen – sechs weitere sind bereits für das Jahr 2022 angesetzt.

USA-Flüge: Flugbetrieb am Terminal 2 München

Airport München und die Lufthansa, die das dortige Terminal 2 und das zugehörige Satellitengebäude gemeinsam betreiben, gewinnen ab sofort wieder fünf zusätzliche Flugzeug-Abstellpositionen direkt am Gebäude und fünf zusätzliche Gates für das Boarding der Passagiere hinzu.

Nach 20 Monaten Stillstand wegen der Flaute in der Coronapandemie wurde heute der Satellit des Terminals 2 am Münchner Flughafen erstmals wieder für die Abfertigung von Flügen zwischen München und den USA genutzt. Damit die Fluggäste ihre Gates im Satellitengebäude bequem erreichen können, wurde auch das unterirdische Personentransportsystem, mit dem das Terminal 2 und der Satellit verbunden sind, wieder in Betrieb genommen. Das Bild zeigt das erste Boarding im Satellitengebäude nach Monaten des Stillstands – Passagiere des Lufthansa-Flugs LH 460 kurz vor ihrem Abflug nach Florida.

DLR: Institut Softwaremethoden zur Virtualisierung

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Dresden widmet sich der Virtualisierung im Bereich Flugzeugbau, damit Entwicklungsarbeiten schneller, sicherer und günstiger ablaufen. Mit dem Spatenstich am 30. November 2021 begannen die Bauarbeiten für ein neues Gebäude, in dem das Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung zukünftig forschen wird.

Digitalisierung wird auch in der Luftfahrt immer wichtiger. „Digitale Zwillinge werden in der Wissenschaft und Industrie zukünftig eine immer größere Rolle spielen,“ erklärt Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorsitzende des DLR-Vorstands. „Daher freue ich mich, dass unser Dresdner Institut für seine Forschungsarbeiten eigene Räumlichkeiten im Wissenschaftszentrum der sächsischen Landeshauptstadt bekommen wird.“

Sachsen: Florierende Softwareindustrie

„Sachsen verfügt über eine potenzialträchtige Luft- und Raumfahrtindustrie. Das noch junge DLR-Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung (DLR-SP) in Dresden gibt der gesamten Branche zusätzlichen Schub“, erläutert Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig. „Es trägt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovationskraft der rund 160 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit mehr als 7.000 Mitarbeitern in Sachsen bei. Darüber hinaus führen die simulationsbasierten und softwaremethodischen Kompetenzen des DLR-SP zu einer emissionsärmeren Luftfahrt. Auch andere Branchen werden im interdisziplinären Austausch davon profitieren, allen voran die florierende Softwareindustrie in Sachsen.

Das DLR-SP bereichert den Hightech-Standort Dresden in jeder Hinsicht. Deshalb unterstützen die EU und der Freistaat Sachsen das DLR mit einem Institutsneubau inmitten des Wissenschaftscampus der Technischen Universität Dresden. Der heutige Spatenstich für das künftige Institutsgebäude ist ein handfestes Bekenntnis von DLR und Freistaat, die digitale und ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft von Sachsen aus voranzutreiben.“

Rechencluster CARA nebenan

Das neue Institutsgebäude entsteht zwischen der Fakultät Informatik der TU Dresden und dem Lehmann Zentrum Rechnen (LZR). Die wissenschaftliche Anbindung und der Zugang zum DLR Hochleistungsrechencluster CARA können somit optimal ablaufen. In einer virtuellen Veranstaltung gaben Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla und Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für den Bau des neuen Gebäudes.

Das Baugelände, dessen Eigentümer der Freistaat Sachsen ist, hat leichte Hanglage und steigt nach Süden hin an. Das Gebäude selbst wird – je nach Lage am Hang – vier beziehungsweise fünf oberirdische Geschosse umfassen und liegt als ost-/west-ausgerichteter Riegel am Grünzug in zweiter Reihe an der Nöthnitzer Straße. Mit einer Nutzfläche von 1.568 Quadratmetern wird das Gebäude für rund 90 Wissenschaftler und Mitarbeiter aus dem administrativen Bereich Büros, Besprechungsräume und Labore bieten.

Das Gebäude soll bis Ende 2023 fertiggestellt sein. Diese Baumaßnahme wird im Rahmen des EFRE-Programms mit EU-Mitteln gefördert und durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes mitfinanziert.

Condor erhöht Anzahl der Mallorca-Flüge

Condor erhöht mit über 125 wöchentlichen Frequenzen nach Palma de Mallorca die Anzahl der Flüge zum liebsten Ziel der Deutschen und baut seine Spitzenposition für Mallorca-Flüge im Sommer 2022 deutlich aus. Ganz neu im Portfolio sind Mallorca-Flüge ab den Flughäfen Nürnberg und Friedrichshafen sowie ab Wien. Condor steuert Mallorca bis zu fünf Mal täglich ab Frankfurt, Düsseldorf, München, Hamburg, Leipzig/Halle, Stuttgart, Nürnberg, Friedrichshafen, Zürich und Wien an.

„Der Nachholbedarf nach Urlaubsreisen wird im kommenden Sommer riesig sein. Mit der deutlich erhöhten Flugfrequenz reagieren wir auf die starke Nachfrage von Reiseveranstaltern, Reisebüros sowie Individualreisenden und bieten mehr Verbindungen nach Mallorca an als je zuvor“, so Ralf Teckentrup, CEO von Condor. „Wir freuen uns, zu unseren bereits bestehenden Abflügen ab Deutschland, nun auch Nürnberg und Friedrichshafen ergänzen zu können und unseren Gästen von dort ideale Verbindungen zum Lieblingsziel der Deutschen anbieten zu können.“

Durch die neuen Abflughäfen Nürnberg und Friedrichshafen können Gäste aus Deutschland flächendeckend nach Mallorca fliegen. Zürich und Wien als Abflughäfen komplettieren das Angebot von Condor in der Schweiz und Österreich.

„Der Flughafen ist von einer hohen Nachfrage der Vierländerregion am Bodensee nach Mallorca im Jahr 2022 überzeugt. Wir sind sehr froh mit Condor einen ausgezeichneten Ferienflieger für dieses Angebot dreimal pro Woche gewinnen zu können. Sowohl die Reiseveranstalter, die Reisebüros und die Individualreisenden erhalten so aus Friedrichshafen eine qualitativ optimale Verbindung auf die beliebteste Ferieninsel in Spanien“, so Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Flughafens Friedrichshafen.

Abflüge nach Mallorca im Sommer 2022

  • Frankfurt: Vier Mal täglich
  • Düsseldorf: Fünf Mal täglich
  • München: Zwei Mal täglich
  • Hamburg: Zwei Mal täglich
  • Stuttgart: Täglich
  • Leipzig/Halle: Täglich
  • Nürnberg: Täglich
  • Friedrichshafen: Dienstag, Donnerstag, Samstag
  • Zürich: Täglich
  • Wien: Montag, Mittwoch, Freitag, Sonntag

Air Astana fliegt wieder nach Neu-Delhi

Air Astana, die mehrfach ausgezeichnete nationale Airline Kasachstans, setzt weiter auf Expansion und nimmt die indische Hauptstadt Neu-Delhi wieder in ihren Flugplan auf. Ab 16. Dezember 2021 startet Air Astana dreimal pro Woche mit einem Airbus A320 von der kasachischen Wirtschaftsmetropole Almaty nach Neu-Delhi.

Dreimal pro Woche nach Neu-Delhi

Die Flüge finden jeweils dienstags, donnerstags und samstags statt. Nach Abflug in Almaty morgens um 07:50 Uhr erreicht die Maschine die indische Millionenmetropole um 11:10 Uhr Ortszeit. Der Rückflug startet um 12:20 Uhr und landet in Almaty um 16:40 Uhr. Die Flugzeit beträgt jeweils 03:50 Stunden.

Flughafen BER aktiviert im Winter beide Runways

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Nach acht Monaten rollierender Nutzung der beiden Start- und Landebahnen am BER werden ab dem 01. Dezember wieder beide Bahnen gleichzeitig genutzt. Damit soll insbesondere in der Winterzeit und den entsprechenden Witterungsverhältnissen ein stabile Flugbetrieb gewährleistet werden.

Bei Schnee oder Eis kann immer eine Bahn geräumt und eine Bahn genutzt werden. In den Wintermonaten Dezember 2020 bis März 2021 wurden zwischen 3.000 und 4.600 monatliche Flugbewegungen verzeichnet. Die FBB rechnet in diesem Winter (Dezember bis März) mit mindestens doppelt so vielen Starts und Landungen.

Nutzung beider Start- und Landebahnen

Der Betrieb auf der südlichen Start- und Landebahn war im Dezember 2020 eingestellt worden. Angesichts der pandemiebedingten geringen Verkehrszahlen mussten Kosten und Aufwendungen reduziert werden. Ab April 2020 nutzte die FBB ihre beiden Start- und Landebahnen im monatlichen Wechsel. Mit der parallelen Nutzung beider Start- und Landebahnen kehrt der BER zum Regelbetrieb zurück. Die Nachtflugregelungen gelten unverändert. Das Fluglärmmessprogramm der FBB wird wieder auf die parallele Nutzung beider Start- und Landebahnen eingestellt.

Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die Nutzung von nur einer Start- und Landebahn in den zurückliegenden Monaten war unternehmerisch geboten und operativ gut zu vertreten. Wir haben unsere Ausgaben reduzieren können und trotzdem die seit Sommer steigende Zahl an Flugbewegungen gut bewältigt. Mit Blick auf die Wintermonate, aber vor allem mit Blick auf den Passagieranstieg, der für das kommende Jahr prognostiziert wird, brauchen wir jetzt wieder beide Bahnen. Zwei Bahnen gleichzeitig zu nutzen sorgt außerdem auch für einen stabileren Winterflugbetrieb, routiniertere Prozesse bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und damit auch für ein Stück zurückgewonnene Flughafennormalität.“

GTL Treibstoff für Flotte am Flughafen Nürnberg

Der Flughafen Nürnberg rüstet seine Fahrzeugflotte für mehr CO2-Neutralität auf emissionsarme Antriebe um. Zudem wird neuerdings in der Betriebstankstelle kein handelsüblicher Diesel mehr ausgegeben, sondern ausschließlich der synthetische Kraftstoff GTL.

Rund 400 Fahrzeuge – vom Follow Me bis zum Passagierbus – verrichten am Flughafen ihren Dienst. Nach Nutzfahrzeugen mit Hybrid- oder Elektromotor ersetzte der Flughafen die eigene Schlepperflotte für den Gepäck- und Frachttransport sowie sogenannte Pushback-Fahrzeuge zum Manövrieren von Flugzeugen durch Modelle mit reinem E-Antrieb. Bei jeder Neuanschaffung oder Austausch wird nach alternativen Antriebsarten gesucht. Die bisherigen Erfahrungen sind gut: So hat sich gezeigt, dass die moderne E-Schlepper-Flotte die in sie gesetzten Erwartungen dank hohem Drehmoment und ihrer Wendigkeit sogar übertreffen.

GTL für alte Diesel

Um auch die bestehenden Altfahrzeuge möglichst umweltschonend zu betreiben, fließt aus den Zapfsäulen des Airports nur noch der synthetische Dieselkraftstoff GTL. Dieser alternative Treibstoff wird aus Erdgas gewonnen, ist ungiftig, geruchlos, leicht biologisch abbaubar und verbessert in Dieselmotoren die Luftqualität durch Reduzierung der lokalen Emissionen. Der Airport Nürnberg kauft den Kraftstoff CO2-neutral zertifiziert ein. Auch die Flughäfen in Hamburg, Stuttgart oder Kopenhagen setzten dieses Produkt bereits erfolgreich ein.

„Ein nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist uns gerade als Flughafen sehr wichtig“, so Geschäftsführer Dr. Michael Hupe. Die Weichen für eine nachhaltige Energieversorgung hatte der Airport daher bereits in den Vorjahren gestellt: So wurden Hangar-Dachflächen mit Solarmodulen bestückt. Zudem wurden die großen Parkhäuser und weite Bereiche des Terminals auf LED-Beleuchtung umgestellt, was zu einer erheblichen Stromeinsparung führt. Außerdem bezieht der Flughafen schon seit Jahren Wärme aus dem Hackschnitzelheizkraftwerk eines benachbarten Landwirtschaftsbetriebs. Im Rahmen seines Energiemanagements wird der Airport Nürnberg mit 100 Prozent Ökostrom versorgt. Das Galeriebild zeigt den Flughafen-Fuhrpark in den 1960er Jahren.

USA ab Flughafen MUC: Satellit am Terminal 2 offen

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Lufthansa und Flughafen München, die das Terminal 2 und das dazugehörende Satellitengebäude gemeinsam betreiben, wollen den südlichen Bereich der Non-Schengen-Ebene bald wieder für die Abfertigung von Flügen in die USA nutzen.

Nach 20 Monaten pandemiebedingten Stillstands wird der Satellit des Terminal 2 am Münchner Flughafen am kommenden Mittwoch, 01. Dezember 2021, teilweise wieder in Betrieb genommen: Mit diesem Schritt gewinnen der Flughafen und die Airline fünf zusätzliche Flugzeug-Abstellpositionen direkt am Gebäude, Kapazität für die bei USA-Flügen vorgesehene Sonderkontrolle und fünf zusätzliche Gates für das Boarding der Passagiere.

Der Airport und Lufthansa erhöhen damit die Kapazität, um den wachsenden Verkehr Richtung USA reibungslos abfertigen zu können. Nach der Aufhebung der coronabedingten Beschränkungen vor gut zwei Wochen dürfen Passagiere, die vollständig geimpft sind und einen negativen Test vorweisen können, wieder in die Vereinigten Staaten einreisen. Daraufhin stieg bei Lufthansa die Nachfrage nach Flügen ab München in die USA um fast 30 Prozent. Die Buchungen für Chicago und Newark liegen bereits über dem Niveau von 2019, weitere stark nachgefragte Ziele sind Los Angeles, Boston und New York.

Auswahl an Zielen in die USA

Mittlerweile haben Passagiere ab München wieder eine Auswahl an Flugzielen in die USA. Die Fluggesellschaften bedienen ab Mitte Dezember elf US-Ziele mit knapp 90 wöchentlichen Verbindungen. Zehn dieser Ziele hat Lufthansa im Angebot. Unter Hinzunahme der Ziele in Kanada bieten die Airlines am Flughafen München in diesem Winter mit insgesamt 14 Zielen in Nordamerika genauso viele Destinationen an wie vor der Corona-Krise.

Damit die Passagiere, deren USA-Flüge am Satellitengebäude beginnen, ihre Gates mühelos erreichen können, wird auch das unterirdische Personentransportsystem, mit dem das Terminal 2 und der Satellit verbunden sind, wieder in Betrieb genommen. Für Passagiere, deren Reise in München beginnt oder endet, findet die Ein- und Ausreisekontrolle im Terminal 2 statt.

DLR testet Elektro-Airliner im Flugsimulator AVES

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Testpiloten des DLR bewerteten beim virtuellen Erstflug im DLR-Flugsimulator AVES (Air Vehicle Simulator) die Flugeigenschaften eines hybrid-elektrischen Kurzstreckenflugzeugs. Im Fokus der Forschung stehen dabei unter anderem neue Flugzeugkonfigurationen, die mit deutlich geringerer Emissions- und Lärmbelastung kommerziell betrieben werden können.

Elektrische oder hybrid-elektrische Antriebe haben das Potenzial für Flugzeugkonfigurationen, die diese Anforderungen erfüllen. Im Verbundprojekt SynergIE haben die Wissenschaftler des DLR in Hamburg, Braunschweig und Göttingen gemeinsam mit den Partnern Airbus, Rolls-Royce und Bauhaus Luftfahrt e.V. das Gesamtsystem eines hybrid-elektrischen Kurzstreckenflugzeugs für bis zu 100 Passagiere mit verteilten Antrieben am Flügel untersucht. Bei dieser Technologie sind die Antriebe über die Spannweite des gesamten Flügels verteilt und führen damit zu einer effizienteren Umströmung. Das Projekt wird vom Bund gefördert.

Elektroantrieb: Vorteile für Aerodynamik

„Bei klassischen Regionalflugzeugen sind die Flügel oft überdimensioniert, um gute Start- und Landeleistungen zu erreichen“, erklärt Dr. Martin Hepperle vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik. „Diese Flugzeuge fliegen dann im Reiseflug mit zu hohem Energieverbrauch.“ In hochgenauen Strömungssimulationen zeigte sich, dass elektrische Antriebe eine Verteilung des Schubs auf viele kleinere Propeller ermöglichen. Überströmen diese dann den Tragflügel, sorgen sie für einen erhöhten Auftrieb und eine effizientere Aerodynamik. Durch diesen Effekt konnten die Projektpartner die Flügelfläche und die Flügelmasse reduzieren und den Widerstand durch die Interaktion der Propellerstrahlen mit den Randwirbeln des Flügels verringern.

Als finalen Entwurf für ein Flugzeug mit verteilten hybrid-elektrischen Antrieben haben die Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Anordnungen ein Konzept mit Turbogeneratoren im Rumpf und zehn Elektromotoren entlang der Flügelvorderkante als beste Lösung gewählt und bewertet. Durch die optimale Auslegung und Installation der Propeller ist eine Verringerung der Flügeltiefe und der Seitenleitwerksgröße und damit eine Senkung des Energieverbrauchs um etwa zehn Prozent möglich.

„Durch die spezielle Anordnung der Propeller konnten wir die Gewichtsnachteile des hybrid-elektrischen Antriebssystems kompensieren“, sagt Hepperle. „Auch das Seitenleitwerk konnten wir bei unserem mehrmotorigen Konzept kleiner und damit leichter und widerstandsärmer auslegen“, so Hepperle weiter. „Dieses Konzept kann sogar den Ausfall von zwei Elektromotoren kompensieren, bietet also auch eine höhere Betriebssicherheit.“ Flugeigenschaften auf dem Prüfstand

Giersteuerung mit Regler

Insbesondere im Landeanflug zeigte sich, dass die aerodynamische Interaktion von Propellernachlauf und Flügel die Flugeigenschaften des Flugzeugs stark beeinflusst. Um die geringere Wirksamkeit des kleineren Seitenleitwerks und -ruders auszugleichen, entwickelte ein Forschungsteam des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik einen Flugsteuerungsregler, der die Giersteuerung – die Steuerung um die Vertikalachse – mittels Seitenruder und differentiellem Schub ermöglicht.

In SynergIE haben die Projektbeteiligen eine durchgängige „Software-Simulations-Tool-Kette“ für zukünftige Flugzeugentwürfe mit verteilten hybrid-elektrischen Antrieben im DLR entwickelt und etabliert, um die Gesamtbewertungsfähigkeit der deutschen Forschung und Industrie auszubauen. Die disziplinübergreifenden Arbeitsinhalte umfassen die integrierte Aerodynamik von Flügel und Propeller in enger Wechselwirkung mit flugmechanischen Fragestellungen zur Steuerung sowie Randbedingungen der Struktur und der Aeroelastik. In Zukunft sollen noch offene Fragen zur Aeroakustik der verteilten Propeller und zu optimalen Klappensystemen im Landeanflug geklärt werden.

Flughafen Stuttgart überprüft Instrumentenlandesystem ILS

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Am Flughafen Stuttgart wird derzeit das Instrumentenlandesystem (ILS) überprüft. Die Flüge finden ausschließlich tagsüber statt.

Mehrere Anflüge des Messflugzeugs von Westen und Osten

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wird mit einem speziell ausgerüsteten Flugzeug kommende Woche das Instrumentenlandesystem am Flughafen neu vermessen. Am Montag, 22. November und Dienstag, 23. November 2021 sind mehrere Anflüge des Messflugzeugs von Westen und Osten her auf die Landebahn geplant. Bei schlechtem Wetter wäre eventuell auch noch der Mittwoch, 24. November für die Messungen nötig.

Flugsicherung und Flughafen Stuttgart weisen auf die Notwendigkeit für diese Checks hin. Die regelmäßigen Messflüge sind gesetzlich vorgeschrieben, um die korrekte Funktion des Instrumentenlandesystems zu gewährleisten.

Airbus A350F unter 111 Flugzeugen von Airbus für ALC

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Airbus hat vom großen Flugzeug-Leasinggeber Air Lease Corporation (ALC) eine Absichtserklärung für Käufe durch die gesamte Palette der neuen Flugzeugmodelle erhalten. Dazu wurde ein Letter of Intent (LoI) unterzeichnet.

Air Lease Corporation Los Angeles bereitet eine Großbestellung bei Airbus vor. Es geht dabei um die neuesten Modelle, inklusive des erste Flugzeugs der Frachtversion des A350. Insgesamt geht es um 111 Flugzeuge, die sich aus 25 Airbus A220-300, 55 A321neo, 20 A321XLR, vier A330neo und erstmals sieben A350F zusammensetzen. ALC wird damit Erstkunde für die Frachtversion des A350, wie es auch schon Erstkunde für die kleinen Langstreckenflieger A321LR und XLR war. Insgesamt hat ALC damit 496 Flugzeuge bei Airbus bestellt.

Airbus A350F: Modernster Frachter für ALC

Airbus und ALC wollen den Kauf in den nächsten Monaten finalisieren. Die A220, die aus Bombardier hervorgegangen ist, zielt auf den Markt für 100 bis 150 Sitzplätze ab. ALC wird der mit Abstand größte Kunde um Leasingbereich für dieses Flugzeug. Die neue Generation der A321neo XLR ist zwar auch noch klein (Standardrumpf), bietet aber eine Reichweite von bis zu 4.700 Nautischen Meilen. Die A350 als Frachtflugzeug bewirbt Airbus mit einem Vorteil von 20 Prozent weniger Treibstoffverbrauch als die Konkurrenz, zudem ist die A350F das einzige moderne Frachtflugzeug, das bereits die neuen Emissionsvorgaben für CO2 der ICAO erfüllen kann, welche ab 2027 gelten sollen.

Lufthansa zahlt Milliarde an Corona-Hilfsgelder an Bund zurück

Die Deutsche Lufthansa AG hat am Freitag alle verbliebenen Stillen Einlagen der Bundesrepublik Deutschland zurückgeführt oder gekündigt. Die deutsche Airline-Gruppe hat die Rückzahlung der Gelder damit deutlich früher als ursprünglich geplant geleistet.

Im Juni 2020 hatten die Aktionäre der Deutschen Lufthansa infolge der Coronakrise und dem Zusammenbrechen des Luftverkehrs den Weg freigemacht für die Stabilisierungsmaßnahmen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik Deutschland. Jetzt profitiert Lufthansa von den wieder ansteigenden Flugreisen. Kürzlich konnte der Konzern wieder einen Gewinn vermelden. Vor allem der steigende Passagierverkehr ermöglichte es ihr, die schnelle Restrukturierung und Transformation der Lufthansa Group und das Vertrauen der Kapitalmärkte in das Unternehmen zurückzugewinnen.

Finanzierung der LH AG wieder aus Privatwirtschaft

Am Freitagvormittag wurde die Stille Einlage II des Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik Deutschland (WSF) in Höhe von 1.000.000.000 Euro vollständig abgelöst. Nachdem das Unternehmen bereits im Oktober die Stille Einlage I, von der nur 1,5 Milliarden Euro abgerufen worden waren, zurückgeführt hatte, wurde nun auch der nicht in Anspruch genommene und verbleibende Teil gekündigt. Bereits im Februar hatte das Unternehmen einen KfW Kredit in Höhe von einer Milliarde Euro frühzeitig getilgt. Damit sind nunmehr alle deutschen staatlichen Kredite und Stillen Einlagen inkl. Zinsen zurückgezahlt bzw. gekündigt. Unter dieser Voraussetzung hat sich der WSF verpflichtet, seine Beteiligung an der Deutschen Lufthansa AG in Höhe von rund 14 Prozent des Grundkapitals bis spätestens Oktober 2023 zu veräußern.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, sagt: „Im Namen aller Lufthanseatinnen und Lufthanseaten bedanke ich mich bei der deutschen Bundesregierung und den deutschen Steuerzahlern. In der schwersten finanziellen Krise unserer Unternehmensgeschichte haben sie uns eine Zukunftsperspektive gegeben. Dadurch konnten wir mehr als 100.000 Arbeitsplätze erhalten. Wir sind stolz, dass wir unser Versprechen nun früher als erwartet einlösen konnten und die deutschen Finanzhilfen zurückgezahlt haben. Ich danke unseren Mitarbeitenden für ihr großes Engagement und ganz besonders unseren Kundinnen und Kunden, die uns in dieser herausfordernden Zeit die Treue gehalten haben. Lufthansa konnte sich auf Deutschland verlassen und Deutschland kann sich auf Lufthansa verlassen. Viele Herausforderungen bleiben. Unser Anspruch ist es, unsere Position unter den führenden Airline-Gruppen der Welt zu stärken. Dafür werden wir die Restrukturierung und Transformation des Unternehmens konsequent fortsetzen.“

Investoren aus der Privatwirtschaft

Remco Steenbergen, Finanzvorstand der Deutschen Lufthansa AG, sagt: „Ich möchte mich vor allem bei unseren Investorinnen und Investoren für das Vertrauen in unser Unternehmen bedanken. Ohne sie wäre ein solch schneller Ausstieg aus den Stillen Einlagen nicht möglich gewesen. Dieses Vertrauen ist für uns Verpflichtung, den eingeschlagenen Weg zur Restrukturierung und Transformation des Konzerns konsequent weiterzugehen. Wir sind entschlossen, unsere Bilanz weiter zu stärken, unsere Profitabilität zu steigern und attraktive Kapitalrenditen zu erwirtschaften. Unsere im Juni veröffentlichen Finanzziele zeigen das sehr deutlich. Wir sind überzeugt, dass wir damit nachhaltig Wert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre schaffen werden.“

Finanzhilfe nicht komplett in Anspruch genommen

Das Hilfspaket der deutschen Bundesregierung sah ursprünglich Maßnahmen und Kredite im Rahmen von bis zu neun Milliarden Euro vor, von denen das Unternehmen insgesamt rund 3,8 Milliarden Euro in Anspruch genommen hat. Darin enthalten sind rund 306 Millionen Euro, mit denen der WSF seine Aktienbeteiligung an der Deutschen Lufthansa AG aufbaute. Zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten und der staatlichen Stabilisierungspakete hat das Unternehmen seit Herbst 2020 verschiedene Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungsmaßnahmen platziert. Es profitierte dabei von dem stetig wachsenden Vertrauen der Finanzmärkte in die Zukunftsperspektiven der Lufthansa Group.

Im November 2020 gelang das „Comeback“ auf den Kapitalmärkten mit einer Wandelanleihe im Gesamtvolumen von 600 Millionen Euro und einer Unternehmensanleihe in Höhe von einer Milliarde Euro. Im Februar 2021 begab die Deutsche Lufthansa AG erneut erfolgreich eine Anleihe über 1,6 Milliarden Euro. Eine weitere Anleiheplatzierung folgte im Juli 2021 in Höhe von einer Milliarde Euro. Im Oktober 2021 schloss das Unternehmen erfolgreich eine Kapitalerhöhung ab. Der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung belief sich auf 2,2 Milliarden Euro. Am 09. November 2021 war die Lufthansa Group schließlich erneut erfolgreich am Finanzmarkt aktiv und begab eine Anleihe in Höhe von 1,5 Milliarden Euro.

Flughafen Frankfurt meldet weiter steigende Passagierzahlen

Die Reisenden im Oktober bescherten dem Flughafen Frankfurt eine Passagierzahl von rund 3,4 Millionen. Deutschlands größter Flughafen verbuchte damit den höchsten Monatswert seit Beginn der Corona-Pandemie.

Gegenüber dem sehr schwachen Vergleichsmonat des Vorjahres entsprach dies einem Plus von 218,5 Prozent. Ausschlaggebend für die Erholung waren weiterhin vor allem touristische Verkehre zu europäischen Zielen.

Wachstum auch bei Cargo: Zehn Prozent

Im Vergleich zu Oktober 2019 erreichte das Passagieraufkommen in Frankfurt mehr als die Hälfte des damaligen Niveaus (minus 47,2 Prozent). Vergleiche machen hier mit dem Vor-Coronajahr 2019 Sinn. Kumuliert über die ersten zehn Monate des laufenden Jahres lag das Fluggastaufkommen bei rund 19,2 Millionen Passagieren. Dies entspricht einem Zuwachs von 11,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 bzw. einem Rückgang von 68,3 Prozent gegenüber 2019.

Das Cargo-Aufkommen verzeichnete im Oktober erneut ein deutliches Plus von 10,0 Prozent auf 200.187 Tonnen (plus 11,7 Prozent im Vergleich zu Oktober 2019). Die Anzahl der Flugbewegungen wuchs um 75,4 Prozent auf 30.004 Starts und Landungen. Die Summe der Höchststartgewichte stieg um 63,1 Prozent auf knapp 1,9 Millionen Tonnen (jeweils gegenüber Oktober 2020).

Beteiligungen

Auch an den ausländischen Flughäfen mit Fraport-Beteiligung setzte sich die positive Entwicklung der Passagierzahlen fort. Der Großteil der Konzern-Flughäfen erzielte deutliche Zuwächse von teils über hundert Prozent im Vergleich zum stark reduzierten Flugverkehr im Oktober 2020. Gegenüber dem Vergleichsmonat 2019 verzeichneten die Flughäfen im internationalen Portfolio zwar überwiegend Rückgänge, allerdings erreichten wichtige Urlaubsziele wie die griechischen Flughäfen sowie Antalya in der Türkei bereits wieder über 90 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019. Der Flughafen St. Petersburg in Russland verbuchte im Vergleich zum Berichtsmonat 2019 sogar einen leichten Zuwachs um 5,7 Prozent.

Der Flughafen Ljubljana in Slowenien zählte im Oktober 57.338 Fluggäste. An den brasilianischen Airports Fortaleza und Porto Alegre stieg das Fluggastaufkommen auf 908.553 Passagiere. Der peruanische Flughafen Lima verzeichnete im Berichtsmonat rund 1,2 Millionen Fluggäste. An den 14 griechischen Regionalflughäfen legte das Passagieraufkommen auf etwa 2,4 Millionen Fluggäste zu. In Bulgarien verbuchten die Twin Star-Airports Burgas und Varna im Oktober ein Plus auf 111.922 Passagiere. Der türkische Flughafen Antalya notierte rund 3,8 Millionen Passagiere. Das Passagieraufkommen am Airport im russischen St. Petersburg stieg auf gut 1,8 Millionen Fluggäste. Der Flughafen Xi’an in China notierte im Berichtsmonat rund 1,9 Millionen Passagiere.

Lufttransportschule startet auf neuer Piste in Altenstadt

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15 Monate dauerte es, nun konnte die Luftlande- und Lufttransportschule die neu asphaltierte Start- und Landebahn für Flugzeuge und Hubschrauber einweihen. Der Heeresflugplatz Altenstadt ist damit ertüchtigt und einsatzbereit.

Oberstleutnant Martin Holle übernahm sodann das Kommando über die Schule. Oberstleutnant Udo Francke, Noch-Leiter der Luftlande- und Lufttransportschule, ist am Tag der Einweihung begeistert: „15 Monate von der Bedarfsträgerforderung bis zur Fertigstellung und Übernahme durch uns als Nutzer – meines Wissens gibt es kein anderes Bauvorhaben innerhalb der Bundeswehr, das mit dieser Investitionssumme, dieser Größe und in dieser Zeit absolut reibungslos umgesetzt wurde.“

Diese Leistung schreibt sich Francke nicht sich selbst zu. Er bedankt sich bei allen daran beteiligten Stellen, die „richtig Power gegeben haben“. Einen besonderen Dank sprach er der Baufirma aus. Denn es sei nicht selbstverständlich, sogar nachts bei Flutlicht zu arbeiten, um termingerecht fertig zu werden.

Erster Test: Flugzeuglandung auf neu asphaltierter Bahn

Der neue Heeresflugplatz ist mit neuen Taxiways, also Verbindungswegen zwischen der Start-/Landebahn und Abstellflächen, den größten freischwingenden Toren Europas und einer neuen, 700 Meter langen Piste ausgestattet. Hier könnten nun bis zu fünf Flugzeuge gleichzeitig bedient werden, erläutert Francke stolz. Der Hauptnutzer der Start- und Landebahn, das Kurzstrecken-Transportflugzeug M28 Skytruck, machte den Test der ersten Landung auf der neu asphaltierten Bahn. „Hubschrauber jeglichen Typs können hier landen und Flugzeuge bis zur Größe einer Transall. Das ist wirklich Wahnsinn.“

Christian Kahn ist Pilot der M28 Skytruck, das Transportflugzeug wird vorrangig für die Ausbildung der Fallschirmjäger genutzt. Zur „Standardnutzerin“ der Rollbahn erzählt er: „Da ich früher als Soldat Transall C-160 geflogen bin und hier unzählige Soldaten abgesetzt habe, bin ich mit dem Ort verbunden. Umso mehr freut es mich, jetzt bei der Eröffnung als Erster hier gelandet zu sein.“

CH-53 erster Hubschrauber auf der neuen Bahn

Ein mittelschwerer Transporthubschrauber vom Typ CH-53 vom Hubschraubergeschwader 64 aus Laupheim gesellte sich kurz darauf hinzu. Auch die Crew des CH-53 war begeistert und zeigte sich dankbar: „Der Standort unterstützt uns immer wieder bei der Ausbildung mit Außen- und Innenlasten und ist immer sehr flexibel, wenn wir etwas benötigen. Es war für uns selbstverständlich, zur Eröffnung hierherzukommen.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzt der Pilot, „außerdem wollten wir die Nummer eins sein“.

Die 24 Meter breite asphaltierte Start- und Landebahn war laut Christian Kemmetter, dem Polier der verantwortlichen Baufirma „nichts, was nicht machbar gewesen wäre.“ Das Projekt habe knapp 14 Millionen Euro gekostet und es seien einige „spannende Phasen“ zu überwinden gewesen, so Francke. Dazu hat ein Projektteam, bestehend aus dem staatlichen Bauamt Weilheim, der Landesbaudirektion Bayern, dem Kompetenzzentrum Baumanagement München, dem Bundeswehrdienstleistungszentrum und dem Luftfahrtamt zusammengearbeitet.

Die Übergabe der Piste erfolgte noch vor der Kommandoübergabe der Luftlande- und Lufttransportschule an einen neuen Leiter am Tag darauf. „Ich bin froh und stolz, dass dieses Projekt in meiner Amtszeit als Leiter der Schule begonnen und abgeschlossen werden konnte. Es ist mir eine riesige Freude“, ergänzt Francke abschließend. Und doch ist Wehmut dabei Drei Soldaten reichen sich auf einer Wiese die Hände. Hinter ihnen stehen eine Fahnenabordnung und Soldaten in Formation.

Oberstleutnant Martin Holle folgt auf Francke

Der Tag darauf war nicht weniger bedeutend für die Luftlande- und Lufttransportschule. Nach 1.135 Tagen räumte Oberstleutnant Francke seinen Dienstposten als Leiter der Schule. Hochrangige Gäste aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung, Polizei, Wirtschaft und des Militärs waren gekommen, um ihm die Ehre zu erweisen. Oberst Stefan Leonhard, der Leiter des Bereichs Lehre und Ausbildung der Infanterieschule in Hammelburg, sein direkter Vorgesetzter, verdeutlichte eindrucksvoll, welch große Fußstapfen nun zu füllen sind.

Er hob drei Beispiele hervor: „Es galt, zum europäischen Kompetenzzentrum für Lufttransport- und Luftverladeausbildung aufzusteigen.“ Hierfür verfüge der Standort jetzt über einzigartige Bedingungen. Weiter wurde das Air Movement Training Center als erstes Trainingszentrum seiner Art auf europäischer Ebene zertifiziert. Zudem sollte der Heeresflugplatz den zukünftigen Anforderungen infrastrukturell angepasst werden. Francke habe somit die Grundlagen gelegt, die Schule auch in Zukunft zu einer der führenden Ausbildungseinrichtungen für das militärische Fallschirmspringen zu etablieren. Oberstleutnant Martin Holle wurde bei dem feierlichen Appell als neuer Leiter der Altenstädter Schule eingesetzt.

MFAG wählt Hiltrud Dorothea Werner zum Vorsitz im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Flughafen AG (MFAG) ist wieder vollzählig besetzt. Seine 15 Mitglieder sind am Montag, 08. November, in Leipzig zu ihrer ersten gemeinsamen Sitzung zusammengekommen.

Vorher hatten der Aktionär Sachsen-​Anhalt seine beiden Vertreter entsandt und die Hauptversammlung der MFAG Hiltrud Dorothea Werner in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat hat anschließend aus seiner Mitte Frau Werner, Mitglied des VW-​Konzernvorstands für Integrität und Recht, zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie löst damit den Sächsischen Staatsminister der Finanzen, Hartmut Vorjohann, ab. Er hatte das Amt Ende August vorübergehend übernommen. Vorjohann bleibt Mitglied des Aufsichtsrates und wurde zu einem der drei stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Weitere stellvertretende Vorsitzende sind Michael Richter, Finanzminister von Sachsen-​Anhalt, sowie Gerd Doepelheuer, Arbeitnehmervertreter.

Hiltrud Dorothea Werner aus der Konzernrevision

Hiltrud Dorothea Werner ist seit 2016 bei Volkswagen und war zunächst Leiterin der Konzernrevision. Ein Jahr später wurde sie zur Vorständin für Integrität und Recht der Volkswagen AG berufen und leitet unter anderem die Compliance-​ und Integritätsteams, das Risikomanagement sowie die Rechtsabteilung. Werner ist Mitglied des Aufsichtsrats der Audi AG, der Porsche AG und der CARIAD SE, der Software-​Tochter des Konzerns.

Die Managerin hat im Lauf ihrer Karriere unterschiedliche Führungspositionen und Aufsichtsfunktionen in der Automobilindustrie ausgefüllt und dort als langjährige Leiterin von Revisionsbereichen Erfahrungen in sämtlichen Geschäftsabläufen von Unternehmen gesammelt. Sie wurde 1966 in Bad Doberan geboren und studierte an der Martin-​Luther-Universität Halle-​Wittenberg, wo sie 1989 einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften erhielt.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Werner will ihre Erfahrungen in den Aufsichtsrat einbringen und gemeinsam mit Aufsichtsrat und Management die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Mitteldeutschen Flughafen AG als wichtigem Treiber der Wirtschaftsentwicklung in der Region Mitteldeutschland stellen. „Gerade in der heutigen Zeit fordern Klimaschutz und die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit neue und frische Ideen. Der Osten Deutschlands lag und liegt mir sehr am Herzen und diese Aufgabe übernehmen zu können ist für mich ein großer Vertrauensbeweis.“

Sachsens Staatsminister Hartmut Vorjohann: „Die MFAG ist entscheidend für die erfolgreiche Positionierung unserer Region im europäischen Standort-​ und Logistikwettbewerb. Mit Hiltrud Dorothea Werner haben wir eine ausgesprochen versierte Aufsichtsratsvorsitzende gewonnen, die für diese Funktionen viele Erfahrungen aus einem internationalen Umfeld mitbringt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. In den Aktionären hat sie immer verlässliche Partner.“

Götz Ahmelmann, CEO der Mitteldeutschen Flughafen AG: „Die Unternehmensgruppe der mitteldeutschen Flughäfen hat sich ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Unsere unternehmerischen Chancen wollen wir entschieden nutzen – zum Wohl unserer Kunden, unserer Mitarbeiter und der Menschen in der gesamten Region. Deshalb sind wir dankbar für die verlässliche Unterstützung unserer Eigentümer. Der konstruktive Dialog auch mit allen neu gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats wird uns gemeinsam zum Erfolg führen.“

Kampfflugzeug Tornado: Ende der Flug-Lebenszeit naht

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40 Jahre sind für ein Kampfflugzeug eine sehr lange Zeit. Kampfjets sind Hochtechnologieträger. Nur wenn man dem Gegner technisch überlegen ist, hat man im Ernstfall die besseren Karten. Aber noch fliegt er, der Tornado.

Stilllegung bis 2030

Der Tornado war der technologische Spitzenreiter seiner Zeit. Ursprünglich war die Lebensdauer der neuen Jets auf 20 Jahre und 4.000 Flugstunden ausgelegt und begrenzt. Noch in den 1990er Jahren haben die europäischen Nutzernationen ein Entwicklungsprogramm gestartet, um die Zulassung auf 8.000 Flugstunden zu erweitern. Da sich aber nunmehr auch die doppelte Anzahl an Stunden dem Ende zu neigen, werden alle europäischen Tornados bis 2030 stillgelegt.

Tornado zuerst bei Marine

Der Erstflug des Tornados fand am 14. August 1974 in Manching statt. Sechs Jahre später wurde der erste dieser Kampfjets an das Tri-National Tornado Training Establishment (TTTE) in Cottesmore, Großbritannien, für die Ausbildung der Luftfahrzeugbesatzungen ausgeliefert. Die ersten deutschen Tornados bekam 1981 zunächst die Marine. 1992 endete die Beschaffung mit der Auslieferung der letzten Electronic Combat and Reconnaissance-Version (ECR Electronic Combat Reconnaissance) an die Luftwaffe. Immer wieder wurde er in der Rolle des Elektronischen Kampfes, der Aufklärung sowie im Kampf gegen bodengebundene Flugabwehrsysteme im Auslandseinsatz geflogen. Sechs Tornados stehen in einer Reihe und werden auf den Start vorbereitet.

Tornado kommt im Alter an die Grenzen – ohne Ersatzteile

Der letzte Einsatz des Tornados bei Counter DAESH hat außerdem deutlich werden lassen, dass der Tornado trotz seiner in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellten Leistungsfähigkeit, auf der Zielgeraden seiner Lebensdauer angekommen ist. Absehbar stößt das Flugzeug hinsichtlich der Auftragserfüllung, Einsatzfähigkeit, Einsatzbereitschaft und Wirtschaftlichkeit an Grenzen.

Trotz einzelner Modernisierungen handelt es sich im Kern um Luftfahrzeuge eines vergangenen Technikzeitalters. Dies betrifft insbesondere den Bereich der Bordcomputer und der Elektronik, für die einige Teile schlichtweg nicht mehr verfügbar sind. Fast 30 Jahre nach Abschluss der Auslieferungen haben sich viele der ursprünglichen Herstellerfirmen längst aus dem Tornado-Programm zurückgezogen und stellen demnach auch keine Ersatzteile mehr her.

Die Welt befindet sich in stetem Wandel. Sich ändernde sicherheitspolitische Lagen sorgen dafür, dass sich Streitkräfte weiterentwickeln und an die geänderten politischen Anforderungen anpassen müssen – das betrifft nicht nur Einsatzverfahren und Personal, sondern ganz besonders die Ausrüstung.

Deutschland hat als NATO-Mitglied Verpflichtungen und Fähigkeiten vertraglich zugesichert, die auch die Tornados betreffen. Dabei geht es im Kern um die nukleare Teilhabe Deutschlands. Eben diese Fähigkeiten aufrechtzuerhalten, gestaltet sich Jahr für Jahr schwieriger, wenn zusätzlich die Ressourcen zur Instandsetzung schwinden.

Materialermüdung nach 30 Jahren

Ungeachtet der festgelegten Aussonderung des Tornados in etwa neun Jahren sind bereits jetzt zahlreiche Maßnahmen an den Flugzeugen fällig. Die Störanfälligkeit und der Instandhaltungsaufwand steigen mit zunehmendem Alter enorm. So treten nach einer so langen Nutzungszeit und den hohen Belastungen inzwischen Materialermüdungen auf. Es entstehen beispielsweise Risse im Rumpf des Jets, die nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand behoben werden könnten. Hier geht es um die Sicherheit und die lässt keine Kompromisse zu. Bis 2030 werden alle derzeit noch fliegenden Tornados in Europa ausgesondert – auf einige von ihnen wartet ein neues Leben als Exponat.

Flughafen BER erzielt Passagierrekord in den Herbstferien

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Wegen der Herbstferien hat die Zahl der Fluggäste am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt im vergangenen Monat deutlich zugenommen. Während der zweiwöchigen Ferien in Berlin und Brandenburg starteten und landeten 960.000 Passagiere am BER.

Insgesamt nutzten im Oktober 1,67 Millionen Passagiere den BER. Das waren rund 210.000 Fluggäste mehr als im Vormonat September 2021. Im Oktober des Vor-Corona-Jahres 2019 registrierten die damaligen Flughäfen Schönefeld und Tegel 3,2 Millionen Passagiere. Allein 2,2 Millionen Fluggäste bewältigte damals der Flughafen Tegel, der nur ein Drittel so groß war wie der BER. Rekord war Freitag, der 08. Oktober, mit knapp 68.000 Reisenden. Insgesamt nutzten bisher in diesem Jahr 7,7 Millionen Fluggäste den BER.

Langstreckenziele ab Berlin

Im vergangenen Monat wurden zudem 14.700 Flugbewegungen registriert. Inzwischen gibt es vom BER aus wieder drei Langstreckenverbindungen. Qatar Airways bot während der Corona-Pandemie durchgängig Verbindungen nach Doha an. SmartLynx Airlines fliegt für den Reiseveranstalter FTI neu seit dem 04. Oktober nach Dubai. Scoot, die Tochter von Singapore Airlines, nahm am 20. Oktober ihren Nonstopflug nach Singapur wieder auf.

Im vergangenen Jahr starteten und landeten im Oktober rund 9.000 Flugzeuge in Schönefeld oder Tegel; im Oktober 2019 waren es fast 26.000 Maschinen. Bei der Luftfracht wurden im Oktober 2021 rund 2.571 Tonnen Güter umgeschlagen, ein Anstieg von 788 Tonnen im Vergleich zum Oktober 2020 und 560 Tonnen weniger als im Vorkrisenmonat Oktober 2019.

Startbahnen im Wechselbetrieb

Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Das gestiegene Passagieraufkommen im vergangenen Oktober zeigt, dass die Reiselust wieder zunimmt. Das betrifft nicht nur europäische Ferienziele. Mehr als 4.000 Passagiere nutzten im vergangenen Monat die Langstreckenverbindungen vom BER nonstop nach Doha, Dubai und Singapur. Das ist ein erfreuliches Zeichen und spricht für eine anhaltende Belebung des Flugverkehrs.“

Seit April 2021 nutzt die Flughafengesellschaft ihre beiden Start- und Landebahnen im monatlichen Wechsel. Im Oktober wurde die südliche Start- und Landebahn genutzt. Die beigefügte Grafik zeigt die Flugbewegungen auf den einzelnen Flugrouten zum Flughafen BER im Oktober 2021.

Aegean wird ab Flughafen Nürnberg wieder nach Athen fliegen

Neues Hauptstadtziel ab Nürnberg: Ab Juli wird Aegean Airlines auch die griechische Hauptstadt Athen wieder zweimal wöchentlich anfliegen.

Inzwischen sind die wichtigsten europäischen Metropolen, Wirtschaftszentren und internationalen Drehkreuze wieder nonstop ab Nürnberg erreichbar. Die Nonstop-Verbindung nach Athen ist nicht nur für Touristen interessant, sie richtet sich auch an über 20.000 in der Metropolregion lebende Menschen mit griechischem Hintergrund, für die es nun leichter wird, Verwandte und Freunde zu besuchen oder Besuch aus Athen zu bekommen. „Das sind tolle Neuigkeiten für Griechenlandfreunde!“, freut sich Xognos A. Sotirios, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Philos e.V., der seine Mitglieder sofort per Rundmail über die neue Verbindung informierte.

Anschlüsse auf griechische Inseln

Die Flüge sind ab dem 06. Juli jeden Mittwoch und Sonntag geplant. Durch die Abflugzeit am frühen Morgen bestehen via Athen als wichtigstes Drehkreuz von Aegean Anschlüsse zu nahezu allen Zielen der Airline in Griechenland inklusive der Inseln. Aegean bietet im kommenden Sommer außerdem Direktflüge von Nürnberg nach Thessaloniki an. Diese starten bereits ab 04. Juni immer dienstags und samstags. Aegean Airlines ist die größte Fluggesellschaft Griechenlands und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance. Tickets sind schon jetzt buchbar, noch bis 08. November läuft bei Aegean zudem eine Frühbucher-Aktion.

DFS verzeichnet Wachstum des Luftverkehrs

Die Luftfahrt im deutschen Luftraum hat erholt sich weiter. Mit 208.414 Flügen lag der Flugverkehr im Oktober 2021 über dem Niveau des Vormonats – und damit bei mehr als zwei Dritteln des Verkehrsaufkommens von 2019.

Nach dem deutlichen Aufwärtstrend in den Sommermonaten setzt sich das Wachstum des Luftverkehrs in Deutschland im Herbst fort. Nachdem der Verkehr im September mit 199.401 Flügen nahezu auf dem Niveau des Vormonats gelegen hatte, ließen die in den meisten Bundesländern im Oktober liegenden Herbstferien die Nachfrage nach Flugreisen deutlich ansteigen. Insgesamt zählte die Deutsche Flugsicherung DFS im Oktober 208.414 Flüge unter ihrer Kontrolle.

Herbstaufschwung untypisch

Damit war der Oktober der bislang verkehrsstärkste Monat des Jahres 2021. Diese Entwicklung ist ungewöhnlich: Normalerweise steigt das Verkehrsaufkommen im Jahresverlauf an und erreicht in den Sommermonaten seinen Höhepunkt, um dann von Oktober an wieder zu sinken. Dieser jahrestypische Verkehrsverlauf zeigte sich selbst im Krisenjahr 2020, wenn auch auf niedrigem Niveau.

Insgesamt lag das Verkehrsaufkommen im Oktober 2021 um 31,5 Prozent unter dem des Vorkrisenmonats (September 2021/2019: -35,7 Prozent). Anders ist es, wenn man das gesamte Jahr betrachtet: Zwischen Januar und Oktober 2021 zählte die deutsche Flugsicherung insgesamt 1,32 Millionen Flüge. Das ist noch immer weniger als die Hälfte der Flüge, die im gleichen Zeitraum vor der Krise den deutschen Luftraum frequentierten (Januar bis Oktober 2019: 2,85 Mio. Flüge).

Frachtflughäfen profitieren in der Krise

Auch an den Flughäfen zeigten sich im Oktober ein weiterer Aufwärtstrend. Insgesamt zählte die DFS an den 15 internationalen Flughäfen 122.304 Starts und Landungen (Oktober 2019: 196.142). Der Flughafen Frankfurt war dabei mit 29.981 Flügen der bewegungsstärkste Airport. Auf dem zweiten Platz folgt München mit 20.713 Starts und Landungen. Damit haben erstmals alle 15 Flughäfen mehr als die Hälfte des Verkehrsniveaus vor der Krise erreicht. Insgesamt lag die Zahl der Starts und Landungen im Oktober um 37,6 Prozent unter dem des Vorkrisenmonats Oktober 2019.

Erneut nahezu unbeeindruckt von der Krise zeigt sich der Flughafen Leipzig. Er verzeichnete im Oktober insgesamt 7.073 Starts und Landungen (Oktober 2019: 7075), im September lagen die Verkehrszahlen sogar um 2,4 Prozent über denen des Vergleichsmonats 2019. Damit zeigt sich eindrücklich, welche Rolle der Frachtverkehr in der Luftfahrt spielt. Dieser Effekt wird auch am Flughafen in Köln/Bonn sichtbar, der mit 10.429 Flügen einen Rückgang von nur 24,4 Prozent zu 2019 erlebt.

Beruf Fluglotse: Austro Control lädt Bewerber zum Infotag

Fluglotsen dirigieren Flugzeuge an die Flughäfen und steuern Flugbewegungen, also Starts und Landungen. Sie gewährleisten das sichere Operieren der Maschinen und einen flüssigen Flugbetrieb an den Airports.

Wer gerne verantwortungsvoll und hochkonzentriert arbeitet, der kann sich für eine Ausbildung zum Fluglotsen bewerben. Interesse an Luftfahrt, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und Teamfähigkeit vorausgesetzt.

Infotage rund um Beruf und Bewerbung

Am 09. und 15. November finden online Workshops für den Beruf des Fluglotsen bei Austro Control statt. Da gibt es Infos zu allen Themen rund um den Job Fluglotsin/Fluglotse – vom Auswahlverfahren über die Ausbildung bis hin zum Berufsalltag.

Vueling Erstflug nach Paris stärkt Reisenetz ab Leipzig/Halle

Vueling, die spanische Airline, nimmt mit dem Winterflugplan die Verbindung in die französische Hauptstadt Paris auf. Die französische Hauptstadt wird zweimal pro Woche angeflogen.

Ab Leipzig/Halle wird mit diesem November die neue Frankreich-Verbindung aufgenommen. Vueling fliegt ab Flughafen Leipzig/Halle in die französische Hauptstadt Paris. Die Linienflüge nach Paris Orly werden zweimal wöchentlich, jeden Dienstag und Samstag, angeboten.

Erholung am Reisemarkt

Götz Ahmelmann, CEO der Mitteldeutschen Flughafen AG: „Der Erstflug von Vueling aus Paris nach Leipzig/Halle ist ein ermutigendes Signal für die Erholung im Passagierverkehr. Was sich im Tourismus schon länger zeigt, darauf zählen wir nun auch im Linienverkehr: eine deutliche Belebung. Die neue Verbindung zwischen Paris und Leipzig/Halle zeigt, dass Vueling wie wir an das Potenzial der Region glaubt. Wir sind optimistisch. Jetzt kommt es darauf an, dass die Unternehmen und die Menschen dieses attraktive Angebot auch nutzen.“

Testmöglichkeiten am Airport

Um möglichst entspannt ihren Flug antreten zu können, sollten Passagiere mindestens 2,5 Stunden vor Abflug am Flughafen sein und den Online-​Check-in nutzen. Die Pandemie macht zusätzliche Formalitäten am Check-​in notwendig, daher sind längere Wartezeiten als üblich einzuplanen. Fluggäste haben die Möglichkeit, sich am Flughafen Leipzig/Halle in einem Covid19-​Testcenter der Medicorum TAM GmbH kostenpflichtig testen zu lassen. Die Termine können direkt beim Anbieter z.B. telefonisch unter +49 (0)30-120070686 vereinbart werden.

In den Terminals muss eine medizinische Mund-​Nasen-Bedeckung getragen werden. Vor den Gebäuden stehen Automaten zur Verfügung, an denen FFP2-​Masken erhältlich sind. An den Check-​in-Schaltern und bei der Bordkartenkontrolle wurden schützende Kunststoffscheiben installiert. Monitore, Schilder und Durchsagen erinnern die Fluggäste und Besucher an die Einhaltung der Verhaltens-​ und Hygienevorschriften. Außerdem sind Markierungen am Boden angebracht, um beispielsweise am Check-​in und der Sicherheitskontrolle an die geltenden Abstandsregeln zu erinnern. Sitzmöglichkeiten in den Terminals sind ebenfalls mit Abstandsmarkierungen versehen.

Hygiene im Flugzeug und Rückkehr

Auch während des Fluges ist es Pflicht, an Bord einen Mund-​Nasen-Schutz zu tragen. Über die jeweils geltenden Bestimmungen sollten sich Fluggäste im Voraus bei ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter informieren. Gleiches trifft für die Einreisebestimmungen des Ziellandes sowie die dort gültigen Hygieneregeln zu. An Bord ist maximal 1 Handgepäckstück erlaubt.

Seit dem 30. März 2021 gilt eine Testpflicht für alle Reiserückkehrer aus dem Ausland. Alle Personen, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen möchten, müssen der Fluggesellschaft vor dem Abflug einen negativen Corona-​Test vorlegen. Ohne das negative Testergebnis dürfen sie nicht befördert werden. Fluggäste werden daher gebeten, sich direkt bei ihrer Airline beziehungsweise ihrem Reiseveranstalter zu informieren, wie die erforderlichen Corona-​Tests vor dem Rückflug durchgeführt werden.

Fallschirmsprungwoche: Regiment 31 bleibt einsatzbereit

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Das Regiment 31 hat im Bereich Celle Scheuen seine taktische Fallschirmsprungwoche zum Erhalt der Einsatzbereitschaft durchgeführt. Alle teilnehmenden Fallschirmjäger kommen am Ende zusammen auf insgesamt 1.309 Absprünge.

Grundvoraussetzung, um aus einem Flugzeug zu springen, ist der erfolgreich absolvierte Fallschirmspringerlehrgang Automatik an der Luftlande-/ Lufttransportschule im bayerischen Altenstadt. Jeder Fallschirmjäger muss jährlich mindestens vier Fallschirmsprünge mit automatischer Auslösung absolvieren.

Kein Sprung ohne Absetzer

„Hopptausend, Zwotausend, Dreitausend, Viertausend, überprüfe Kappe, halte Umschau“, schallt es durch die Halle. Die Soldaten üben die Abläufe und Handgriffe nach dem Absprung immer wieder, so auch vor jedem Sprung, damit diese absolut routiniert ablaufen. Dieses Sicherheitstraining führt der Absetzleiter durch. Das Absetzer-Team ist dabei für die Sicherheit und den Ablauf der Fallschirmspringer bis zum Absprung verantwortlich. In der Regel besteht das Absetzer-Team aus drei Soldaten. Das Team begleitet die Fallschirmspringer vom Sicherheitstraining bis zum Absetzen, dem Absprung aus dem Flugzeug. Den Absetzern muss jeder Springer ausnahmslos Folge leisten, vom Gefreiten bis hin zum General.

Der Schwerpunkt der Sprungwoche Nord liegt im taktischen Sprungeinsatz. Die Soldaten springen in einem bestimmten Verfahren aus der Transall ab, landen und finden sich in einem bestimmten Bereich am Boden wieder. Die Waffe und der Rucksack sind am Mann oder an der Frau während des Fallschirmsprungs dabei.

Türlast voran

Was zu schwer ist, kommt in einen extra Behälter, Türlast genannt, und verlässt als Erstes das Luftfahrzeug. In den Türlasten befindet sich einsatzwichtiges Material, das nicht im Sprunggepäckbehälter, dem Rucksack der Fallschirmjäger, mitgeführt werden kann. Nach der Landung müssen sich die Soldaten schnell orientieren, die Türlasten aufnehmen und zum Sammelpunkt marschieren.

Das Trainieren des Sammelpunktverfahrens ist für die Soldaten wichtig, denn gerade im Einsatz müssen die Abläufe und Verfahren beherrscht werden, um den Auftrag zu erfüllen. So muss bereits im Vorfeld geklärt werden, wo und wie gesammelt wird und wer sich um die Türlasten kümmert. Alles muss koordiniert und durchgeplant sein. So weiß jeder am Ende, was zu tun ist, um das vorgegebene Ziel zu erreichen.

Keine leichte Aufgabe: Das mitgeführte Material ist oftmals sehr schwer und es muss schnellstmöglich einsatzbereit gemacht werden. Oberstabsgefreiter Stefan Heidmann, als Erster bei der Türlast: „Ich hatte sie schon nach meinem Absprung im Auge und konnte sie deshalb schnell erreichen.“ Kurz darauf folgen ihm einige Kameraden, um ihm beim Zerlegen der schweren Türlast zu unterstützen.

Oberst Eiko Zuckschwerdt ist seit Mai 2021 der Kommandeur des Fallschirmjägerregiments 31. Daher ist es Zuckschwerdts erste Sprungwoche im Regiment. Als gutes Vorbild und Maschinenältester springt der Kommandeur als Erster aus dem Flugzeug. Der Maschinenälteste ist der Dienstgradhöchste. Vor dem Absprung nutzt der Oberst die Zeit, einen seiner Soldaten nach dem Abheben der Maschine zu befördern. Der beförderte Soldat ist auch der Absetzer in der Maschine. Der frisch gebackene Stabsfeldwebel ist überrascht und freut sich über seine stilvolle Fallschirmjägerbeförderung.

Im Anschluss bereitet er die Springer zum Sprung vor und gibt dem Oberst als Erstem das Zeichen zum Absprung.

OHB beruft von der Recke und Schulze in den Vorstand

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Der Aufsichtsrat der OHB System AG hat Frau Sabine von der Recke und Herrn Dirk Schulze mit Wirkung zum 01. November 2021 in den Vorstand berufen. Von der Recke und Schulze sind zwei langjährige Mitarbeiter der OHB System AG mit großer Erfahrung aus ihren bisherigen Funktionen, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Marco Fuchs anlässlich der Berufung.

Sabine von der Recke (39) soll sich vor allem den Beziehungen zu den Partnern und Kunden in der Politik und in den raumfahrtrelevanten Institutionen widmen. Dirk Schulze (45) soll sich als Vorstand primär um die Steigerung der operativen Performance des Unternehmens kümmern.

Aus dem Bundestag zur Raumfahrt

Sabine von der Recke wird die Kommunikation innerhalb und außerhalb der OHB System AG gestalten. Sie war seit 2014 als Vorstandsbeauftragte im OHB-Hauptstadtbüro in Berlin für Politik- und Außenbeziehungen zuständig. Zuvor hat sie im Deutschen Bundestag gearbeitet, wo sie ihre Begeisterung für die Raumfahrt entdeckt hat. In den vergangenen Jahren hat sie bei OHB verschiedene Sonderaufgaben übernommen. „Ich freue mich sehr über das in mich gesetzte Vertrauen, die Zukunft der OHB System AG direkt mitgestalten zu können.“

Dirk Schulze ist seit 2008 im Unternehmen. In verschiedenen Funktionen, etwa bei Risk Management, Projektcontrolling oder der Gestaltung von Prozessen, hat er große Vielseitigkeit und tiefes Wissen unter Beweis gestellt. „Ich danke Familie Fuchs, dem Aufsichtsrat und dem derzeitigen Vorstand für das in mich bzw. uns gesetzte Vertrauen. Ich freue mich auf die Verbesserungen, die wir anstoßen und mit der Belegschaft umsetzen und erreichen können!“