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Krieg in der Ukraine: Eurofighter sichern Luftraum über Polen

Der Krieg in der Ukraine erhöht auch die Spannungen zwischen Russland und der NATO. Auch die Bundeswehr verstärkt nun ihre Aktivitäten an der Südost- und Ostflanke des NATO-Gebiets, etwa mit Luftpatrouillen.

So fliegen ein deutscher und ein italienischer Eurofighter während einer Luftpatrouille zur Sicherung des rumänischen Luftraums. Anders als bei den üblichen Quick Reaction Alerts (QRA) steigen bei einer Luftpatrouille die bewaffneten Eurofighter nicht erst bei einer Alarmierung auf, sondern kreisen jeweils mehrere Stunden in einem festgelegten Radius über dem Zielgebiet.

Diese Luftüberwachung ist ein defensiver Einsatz von Kampfflugzeugen. Diese Missionen dienen der Aufklärung und dem Abfangen gegnerischer Luftfahrzeuge, bevor sie auch nur in die Nähe ihrer Ziele kommen. Luftpatrouillen dienen weder dem Entdecken noch Zerstören von Bodenzielen. Es gibt verschiedene Formen dieser Einsätze, je nach Zielsetzung. So können sie beispielsweise Rettungseinsätze vor gegnerischen Angriffen decken oder den Luftraum über eignen Bodentruppen schützen.

Deutsche Eurofighter der Bundeswehr sichern Luftraum über Polen
Deutsche Eurofighter der Bundeswehr sichern Luftraum über Polen (© Bundesehr, PAO eAPS)

Eurofighter starten regelmäßig zu Luftpatrouillen auch über Polen. Derzeit patrouillieren deutsche Eurofighter gemeinsam mit italienischen bei der NATO-Mission enhanced Air Policing South (eAPS) über dem rumänischen Luftraum und seit dem 01. März sichern Eurofighter auch den polnischen Luftraum.

ILS am Flughafen Frankfurt bei Nacht neu vermessen

Das Instrumentenlandesystem (ILS) der Nordwest-Landebahn am Frankfurter Flughafen muss vermessen werden. Ein speziell hierfür ausgerüstetes Messflugzeug überprüft dabei die Präzision der Signale, die für sichere Landungen erforderlich sind.

Die Flugvermessungen, die eine sichere, geordnete und flüssige Verkehrsabwicklung gewährleisten, beginnen bei Nacht, vom 01. bis voraussichtlich 06. März 2022. Untersucht werden beide Betriebsrichtungen, also Anflüge sowohl aus dem Osten als auch aus dem Westen kommend.

Ersatztermin zwischen dem 17. und 19. März

Sollte es dabei zu technischen oder witterungsbedingten Verzögerungen und betrieblich nicht anders möglich sein, müssen die Vermessungsflüge an einem späteren Ersatztermin fortgeführt werden. Dieser Zeitraum läge dann in der Nacht zwischen dem 17. und 19. März 2022. Zum Einsatz kommt dabei ein kleineres Turbo-Prop-Flugzeug vom Typ Beechcraft Super King Air 350. Die Maschine wird grundsätzlich und soweit es die vorgegebenen Flugprofile erlauben, Überflüge von Ortschaften vermeiden.

Turbo-Prop-Flugzeug vom Typ Beechcraft Super King Air 350 im Einsatz

Das Instrumentenlandesystem unterstützt den Luftfahrzeugführer bei der Navigation während des Anfluges. Dies geschieht im Wesentlichen durch die elektronische Definition von Anflugkurs und Gleitwinkel durch Signalgeber am Boden. Die Signale werden im Flugzeug empfangen und den Piloten im Cockpit angezeigt. Nur durch Vermessungsflüge mit speziell dafür ausgerüsteten Flugzeugen kann die Präzision dieser Signale überprüft werden.

Condor fliegt wöchentlich nonstop von Frankfurt nach Jinan (China)

Condor fliegt ab sofort immer montags nonstop von Frankfurt nach Jinan in der chinesischen Provinz Shandong. Der erste Flug fand bereits diese Woche statt und wurde vor Ort herzlich begrüßt: Auf chinesisch heißt Condor „goldener Adler“. Die Verbindung wird bis Ende März immer montags, ab April immer dienstags angeboten.

Die Stadt ist das Industriezentrum der Provinz Shandong. Sie ist ein als wichtiger Verkehrsknotenpunkt auf halbem Weg zwischen Peking und Shanghai am Gelben Fluss. In und um Jinan habe sich viele deutsche und internationale Unternehmen angesiedelt. Aber auch kulturell hat die Gegend viel zu bieten: Der nahe Jinan gelegene Berg Tai Shan ist der heiligste Berg des Taoismus und Millionen Menschen besteigen ihn jährlich über eine Treppe mit 6.000 Stufen, und die Stadt Qufu, in der Konfuzius geboren und begraben wurde, und wo mit dem Konfuzius-Tempel die größte historische Tempelanlage in China besichtigt werden kann – nur die Verbotene Stadt in Peking ist größer..

Passagiere müssen vor dem Abflug neben ihrem Visum einen Gesundheits-Code bei der chinesischen Botschaft oder dem für ihre Wohnort zuständigen chinesischen Konsulat in Deutschland beantragen. Nach der Ankunft in Jinan müssen sie zudem eine zweiwöchige Quarantäne absolvieren.

ver.di ruft Luftsicherheitskräfte zum Streik am Flughafen Köln auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft Beschäftigte im Luftsicherheitsbereich, die in der Fluggastkontrolle tätig sind, am Flughafen Köln am Montag, dem 28. Februar zum Streik auf. Der Streik wird um 0:00 Uhr beginnen und um 24:00 Uhr wieder enden. 

ver.di verhandelt bundesweit für etwa 25.000 Branchenbeschäftigte

In zwei Verhandlungsrunden zur Erhöhung der Entgelte für Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen konnte bisher keine Einigung erzielt werden. ver.di verhandelt bundesweit für etwa 25.000 Branchenbeschäftigte mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Die Arbeitgeber haben zwar ein Angebot unterbreitet, das jedoch weit hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurückbleibt und Proteste der Beschäftigten provoziert.

„In Köln werden aktuell auch mindestens 100 Fachkräfte benötigt, um die Kontrolle der Fluggäste in einer angemessenen Zeit vornehmen zu können und um lange Warteschlangen zu vermeiden. Die Arbeit der Luftsicherheitskräfte muss finanziell attraktiv bleiben, um den dringenden Fachkräftebedarf zu decken. Das Arbeitgeberangebot ist dafür nicht ausreichend und gleicht noch nicht einmal die Preisentwicklung aus. Außerdem wollen die Arbeitgeber Nullmonate durchsetzen“, kritisiert ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. „Sonst wird der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, die bereit sind, rund um die Uhr, an Wochenenden und an Feiertagen äußerst flexibel zu arbeiten, noch größer werden.“

Luftsicherheitskräfte in ver.di fordern eine Lohnerhöhung

Die Luftsicherheitskräfte in ver.di fordern eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus soll in der Tarifrunde der Lohn für die Luftsicherheitskräfte Fracht und Personal-/Warenkontrolle mit behördlicher Prüfung auf die Lohnhöhe der Luftsicherheitsassistenten (Fluggastkontrolle) nach dem Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit angehoben werden.

Für die Luftsicherheitskräfte in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung u.a. mit Qualifizierung und bestandener Prüfung sowie in der Dokumentenkontrolle soll bundesweit das gleiche Stundenentgelt (Gleicher Lohn für gleiche Arbeit) gezahlt werden. Bisher werden diese Beschäftigten regional unterschiedlich bezahlt. Jetzt müsse das Stundenentgelt auf das höchste Entgeltniveau angeglichen werden. Auch die niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg von bis zu 24 Monaten solle abgeschafft werden. Eine solche Regelung sei angesichts des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften nicht mehr zeitgemäß.

Die Verhandlungen werden am 01. und 02. März 2022 in Berlin fortgesetzt.

Wizz Air stoppt Flüge in die Ukraine

Aufgrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine und der Schließung des dortigen Luftraums stoppt Wizz Air den gesamten Flugbetrieb im Land vorübergehend. Passagiere, gebucht auf ankommenden oder abfliegenden ukrainischen Flügen, erhalten weitere Informationen über wizzair.com oder alternativ über das Callcenter der Fluggesellschaft: 00380 893 202 532. „Die Sicherheit unserer Passagiere und Besatzungen bleibt“, so die Airline, „unsere oberste Priorität, und wir hoffen, dass die Normalität bald in die Ukraine zurückkehren wird.“

Wizz Air fliegt in Deutschland ab Köln, Dortmund, Frankfurt Hahn, Hamburg, Memmingen, Nürnberg, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden, Berlin, Hannover und Bremen.

Neuheiten der UL-Branche auf der AERO Friedrichshafen

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Der Countdown zur AERO in Friedrichshafen (27. – 30. April) läuft. Die Hersteller und Piloten von Ultraleichtflugzeugen freuen sich besonders auf die Messe, da sie die Branche in ihrer kompletten internationalen Bandbreite abbildet. In den letzten beiden Jahren hat sich bei den ULs sehr viel getan, so dass die Hersteller den Besuchern in diesem Jahr besonders viele Neuheiten präsentieren können. Mit der jüngst aktualisierten Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg, die starke Lockerungen beinhaltet, ist die Durchführung der AERO gesichert.

Ultraleichtflugzeuge (UL) spielen auf der AERO traditionell eine große Rolle

Die UL-Branche ist ein sehr innovatives Segment der Allgemeinen Luftfahrt, das durch die Zulassung der sogenannten 600-kg-Klasse zusätzlichen Auftrieb erhalten hat. Durch die Erhöhung des maximal zulässigen Gewichts können die UL-Hersteller ihre Flugzeuge noch leistungsfähiger und sicherer konstruieren. Die Zahl der Fluggeräte in dieser Klasse steigt stetig. In Bezug auf die Flugleistungen erreichen ULs nicht nur die Werte vieler traditioneller einmotoriger Reiseflugzeuge, sondern übertreffen sie sogar vielfach. Das Angebot an Ultraleichtflugzeugen ist enorm breit und vielseitig, wovon sich Besucher der AERO (27. – 30. April) selbst überzeugen können. Die AERO wird auch in diesem Jahr Schauplatz von vielen Neuheiten aus dem UL-Bereich sein, die erstmalig auf einer Messe zu sehen sein werden. 

Dirk Ketelsen, Geschäftsführer und Eigentümer des Herstellers Breezer Aircraft, sagt: „Nach zwei Jahren ohne größere Präsenzveranstaltungen sind wir sehr glücklich, unsere Breezer endlich wieder auf der AERO zeigen zu können und den einzigartigen Spirit zu genießen. Wir werden unseren Kunden in dem wunderbaren Rahmen in Friedrichshafen eine Innovation präsentieren, unseren UL-Schlepper Breezer B850, der auf 850kg Schlepplast ausgelegt ist und natürlich noch einiges mehr. Es wird ein toller Start in die Saison 2022, auf die wir uns alle sehr freuen!“

BREEZER,Breezer Sport auf der AERO 2019
BREEZER,Breezer Sport auf der AERO 2019 (Quelle: Messe Friedrichshafen GmbH)

Die AERO ist eine internationale Messe von globaler Bedeutung, die Hersteller und Besucher aus der ganzen Welt nach Friedrichshafen bringt. Der amerikanische Journalist Dan Johnson bestätigt: „Ich komme seit mehr als 25 Jahren nach Friedrichshafen zur AERO und freue mich sehr, dass die AERO auch 2022 stattfinden wird. Ich habe die AERO in den Jahren 2020 und 2021 vermisst und freue mich, wieder dabei zu sein. Für mein Publikum ist die AERO Friedrichshafen die wichtigste Luftfahrtveranstaltung in Europa. Sie bietet eine Fülle von gutem Material für die 35 000 Leser von ByDanJohnson.com. Ich hoffe, dass viele persönlich teilnehmen können und werden, aber für diejenigen, die das nicht können, werde ich gerne über all die interessanten Flugzeuge berichten, die ich auf der AERO 2022 zu sehen erwarte.“

Mit dem UL oder mit dem Motorsegler selbst zur AERO

Für Piloten, die mit ihrem UL oder mit ihrem Motorsegler selbst zur AERO fliegen wollen, bietet sich wieder das Segelfluggelände Markdorf nordwestlich von Friedrichshafen an. Von dort gibt es an allen Messetagen einen Shuttle direkt zum Messegelände und nach dem Messebesuch wieder zurück. 

Direkt von der Messe wird der bekannte Luftfahrt-Blogger und Youtuber Pilot_Frank auf seinen Kanälen berichten. Er wird seine Blogger Base in Halle B2 einrichten.

AERO Bereichsleiter Roland Bosch und Projektleiter Tobias Bretzel bekräftigen: „Wir haben eine sehr gute Buchungslage für die AERO 2022. Alle wichtigen Hersteller sind wieder vertreten. Die UL-Branche hat die Luftfahrt als innovatives Segment vorangebracht.“ Tobias Bretzel betont: „In den letzten beiden Jahren ohne Messe hatten die Hersteller es schwer, ihre Neuheiten vorzustellen. Die AERO 2022 ist nun die ideale Plattform, um den Interessenten und Kunden im persönlichen Kontakt zu zeigen, welche Fortschritte sie gemacht und welche neuen Produkte sie auf den Markt bringen.“ Mit der jüngst aktualisierten Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg, die starke Lockerungen beinhaltet, ist die Durchführung der AERO gesichert. Aufgrund der aktuellen Warnstufe wäre der Messezugang unter 3G-Bedingungen möglich. Bei weiterhin rückläufigen Zahlen könnte sogar die Basisstufe erreicht werden, in der Messeumsetzungen ohne Zugangsbeschränkungen erlaubt sind. Weitere Informationen unter: https://www.messe-friedrichshafen.de/veranstalter/corona-checkliste

Das Hygienekonzept der Messeveranstalter hat sich in den vergangenen Monaten bewährt und wird auch für die AERO 2022 gelten. Es wird keine Tageskassen geben, Besucher müssen ihre Tickets vorab online buchen unter: https://www.aero-expo.de/besucher/online-tickets.

Lufthansa fliegt deutsches Paralympics-Team nach Peking

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Am 25. Februar 2022 flog die Lufthansa als offizielle Airline von Team D Paralympics 18 deutsche Athleten und sechs Guides sowie 30 Betreuer zu den XIII. Paralympischen Winterspielen.

Planmäßig um 17:50 Uhr Ortszeit startete Flug LH 724 vom Flughafen Frankfurt. Kapitän Jörg Werner und seine Crew bringen die rund 60-köpfige Delegation in einer Boeing 747-8 mit der Kennung D-ABYA und dem Taufnamen „Brandenburg“ nach Peking. Planmäßig landet Jumbo heute um 10:10 Uhr Ortszeit auf dem Beijing Capital International Airport. Mit an Bord sind 18 Top-Athletinnen und Athleten, unter anderem die beiden Paralympicsgewinnerinnen Para-Skiläuferin Anna-Lena Forster und Andrea Rothfuss sowie Para-Ski nordisch Paralympicssieger Martin Fleig.

Aufgrund der gültigen Infektionsschutzregeln war zu der Verabschiedung von Team Deutschland Paralympics kein so großes Team an Berichterstattern vor Ort. Das Team wurde offiziell am Flughafen Frankfurt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (virtuell zugeschaltet), Christina Foerster, Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG und DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher verabschiedet.

Lufthansa Jumbo 747 holt Olympioniken heim

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Mit dem Lufthansa Flug LH725 kamen die letzten Athlet:innen des erfolgreichen Teams D (insgesamt 27 Medaillen) am Montag in Deutschland an. Um 15:45 Uhr landete die Boeing 747-8 mit der Kennung D-ABYA und dem Taufnamen „Brandenburg“ am Frankfurter Flughafen. Rund 50 Athlet:innen mit ihren Gold-, Silber- und Bronzemedaillen waren an Bord dieses Fluges aus Peking, darunter die erfolgreichen Bob-Pilot:innen um Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich sowie Katharina Hennig und Victoria Carl, die sensationell mit der Langlauf Damen Staffel Silber und im Staffel Sprint die Goldmedaille geholt haben.

Aufgrund der Corona-Regeln reisten die Sportler:innen, deren Wettbewerbe bereits in der ersten Woche beendet waren, jeweils nach ihren Wettkämpfen ab. Insgesamt beförderte Lufthansa 403 Athlet:innen und deren Betreuerteams zu den Olympischen Spielen und zurück.

Flugsicherung: Remote Tower Center statt Flughafentower

Flugsicherungsdienste für mehrere Flughäfen von einem Standort aus zentral zu steuern – das ermöglichen so genannte „Remote Tower Center“. Die heute an Flughäfen üblichen Tower könnten in Zukunft von Kontrollzentren ersetzt werden, an die mehrere Flughäfen zur Fernüberwachung angeschlossenen sind. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Frequentis haben Ende 2021 einen Remote-Tower-Center-Prototypen aufgebaut, von dem aus litauische und polnische Fluglotsen aus der Ferne insgesamt 15 simulierte Flughäfen überwacht haben. Der Testlauf zeigt: die breite Fernüberwachung von Flughäfen aus einem Kontrollzentrum funktioniert.

„In der Versuchskampagne haben wir neu entwickelte Planungstools für solche großen Remote Tower Center prototypisch getestet“, berichtet Jörn Jakobi vom DLR-Institut für Flugführung. „Diese Planungstools werden in diesen neuen Arbeitsumgebungen von zentraler Bedeutung sein, damit die vorhandenen Ressourcen optimal geplant und eingesetzt werden können.“

Das „Remote Tower Center“ ermöglicht eine zentrale Steuerung von Flugsicherungsdiensten für mehrere Flughäfen. (© DLR)

Ein vielversprechendes Konzept für kleinere als auch für größere Flughäfen

Anstatt einzelner weniger Fluglotsinnen und -lotsen in einem Tower, arbeitet in einem Remote Tower Center ein ganzer Pool, der je nach Bedarf flexibler eingesetzt wird. Insbesondere kleinere Flughäfen, bei denen die Nachfrage an Wochenenden und Feiertagen hoch, unter der Woche aber gering ist, können so effizienter betrieben werden. „Sinkt das Verkehrsaufkommen an mehreren Flughäfen stark ab, kann eine einzelne Fluglotsin auch mehrere Flughäfen gleichzeitig betreuen“, sagt Jakobi. Aber auch mittlere oder große Flughäfen würden von der Fernüberwachung durch ein Center profitieren. Wenn das Verkehrsaufkommen in den Stoßzeiten steigt, können Fluglotsen aus dem Pool kurzzeitig unterstützen. So ließe sich permanent eine ausgewogene Arbeitsbelastung realisieren.

Tool bewältigt die Komplexität einer effizienten Zuteilung

Die Herausforderung in einem großen Remote Tower Center besteht darin, die unterschiedlichen Flughäfen den Fluglotsinnen und-lotsen sowie den vorhandenen Arbeitsplätzen optimal zuzuweisen. „Für diese komplexe Aufgabe werden automatische Planungstools benötigt, die den Supervisor in einem Center dabei unterstützen, die passendste Arbeitsverteilung zu finden“, sagt Jakobi.

Im Rahmen des europäischen Projekts „Digital Technologies for Tower“ haben das DLR, Frequentis sowie die litauischen und polnischen Flugsicherungen „Oro Navigacija“ und „PANSA“ das Konzept und notwendige Planungstools für die Fernüberwachung mehrerer Flughäfen entwickelt, in Prototypen umgesetzt und getestet. Die Position des Supervisors spielt dabei eine zentrale Rolle. Diese Person überwacht und verteilt die Arbeitslast auf einzelne Lotsinnen und Lotsen und stellt sicher, dass diese nicht unter- oder überfordert sind. Das Planungstool führt verschiedene Daten zusammen, wie beispielsweise die Anzahl der ankommenden und abfliegenden Flugzeuge oder den zu erwartenden Verkehrsmix. Der Supervisor sieht die aufbereiteten Daten und hat somit einen umfassenden Überblick über die aktuelle und zukünftige Situation. Im Falle von schlecht balancierten Arbeitslasten schlägt das Werkzeug Lösungsmöglichkeiten vor. Wenn etwa bei einem Lotsen eine Überlastung droht, hilft das Planungstool dem Supervisor, eine geeignete Lotsin aus dem Pool zur Unterstützung zu finden.

Erste Rückmeldungen der teilnehmenden Lotsen zeigen die Tragfähigkeit des Konzepts. „Ich bin überzeugt, dass solche Remote Tower Center die Zukunft darstellen“, sagt Jakobi. „Sie sind die natürliche Weiterentwicklung traditioneller Tower an Flughäfen. Die Validierung hat die Machbarkeit des Konzepts gezeigt.“

Das Projekt wurde finanziert durch das SESAR Joint Undertaking im Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizont 2020“ der Europäischen Union im Rahmen der Zuschussvereinbarung Nr. 874470.

German Airways und Luxair gehen Wet-Lease-Partnerschaft ein

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Luxair, die nationale Fluggesellschaft Luxemburgs, und German Airways, zweitälteste deutsche Fluggesellschaft, werden in naher Zukunft zusammenarbeiten: Luxair wird eine Embraer 190 von German Airways auf ihrem europäischen Streckennetz einsetzen. Aufgrund der absehbaren Wiederaufnahme des Freizeitreiseverkehrs benötigt die Fluggesellschaft für die Sommersaison 2022 zusätzliche Kapazitäten auf längeren Strecken, um die erwartete hohe Nachfrage zu decken.

Ab Mitte Mai wird die Embraer190 die derzeitige Flotte von Luxair, bestehend aus acht Boeing 737 und elf De Havilland DHC-8-400, ergänzen. Mit einer Kapazität von 100 Sitzen ermöglicht das Flugzeug der German Airways eine größere Flexibilität und entspricht besser dem starken Reisewunsch der Luxair-Passagiere.

Buchungszahlen auf hohem Niveau

Die Buchungszahlen bewegen sich bereits seit einigen Wochen auf einem hohen Niveau. Dies zeigt, dass viele Kunden wieder reisen wollen. Die derzeitige Lockerung der Beschränkungen im Zusammenhang mit Covid-19 in vielen Ländern ermöglicht es den Kunden, zu planen. Die Buchungen für den Sommer nehmen zu. Deshalb erhöht Luxair ihre Kapazitäten. Die Embraer wird es Luxair ermöglichen, Kapazitäten auf der Boeing 737 freizumachen und die Angebote auf stark nachgefragten Urlaubszielen zu erhöhen, um die Nachfrage zu bedienen.

German Airways betreibt eine Flotte von fünf modernen und wirtschaftlichen Embraer E190, die das Unternehmen im Rahmen von Wet-Lease-Verträgen an andere Fluggesellschaften inklusive Crews vermietet. Die Airline hat angekündigt, die Flotte in den kommenden Monaten um vier weitere Embraer E190 zu erweitern.

Maren Wolters, Geschäftsführerin von German Airways: „Wir freuen uns sehr, dass Luxair mit uns zusammenarbeitet. Damit profitieren wir von unserem guten Ruf, den wir uns hart erarbeitet haben: Wir sind als sehr zuverlässiger Dienstleister mit großem Know-how in der Branche bekannt. Mit Luxair erweitern wir unseren Kundenstamm, zu dem bereits renommierte europäische Fluggesellschaften gehören, um eine weitere große europäische Fluggesellschaft.“

Gilles Feith, CEO von Luxair: „Wir müssen dringend unsere Kapazitäten auf längeren Strecken ausbauen, um die Wiederbelebung des Freizeitreiseverkehrs zu unterstützen. Die Embraer 190 von German Airways wird unsere Boeing 737-Flotte im Sommer entlasten, um Kapazitäten für die besonders beliebten Urlaubsziele zu schaffen, und das alles unter Beibehaltung unserer Qualität auf höchstem Niveau. Die E190 wird vermehrt Flüge auf Geschäftsreise-Strecken übernehmen. Die Zeichen stehen auf Wachstum, und diese Partnerschaft wird uns helfen, die Wartezeit zu überbrücken, bis Luxair ihre eigene Kapazität erhöhen kann. Luxair hat bereits in der Vergangenheit verschiedene Wet-Lease-Kapazitäten genutzt, um schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können.“

Austrian Airlines Buchungen 120% über Vorkrisenniveau

Mit der Ankündigung großflächiger Lockerungen in ganz Europa schießen die Buchungen bei Austrian Airlines in die Höhe. Vor allem die Nachfrage nach Flügen in den Osterferien ist groß, wobei es die Reisenden vor allem zu Warmwasserdestinationen wie die Malediven, Mauritius oder Cancún zieht. Seit den Lockerungsankündigungen in Thailand, werden auch Austrian-Flüge nach Bangkok wieder stark nachgefragt. Auch Mittelmeerdestinationen wie Málaga oder klassische Citytrip-Ziele wie Paris, Hamburg oder Berlin sind im Frühling beliebt und wurden teilweise bereits mit Zusatzfrequenzen aufgestockt. „Der gewaltige Buchungsanstieg und die Reiselust der Österreicher:innen überraschen uns nicht. Die Menschen wollen raus und Neues entdecken – Austrian ist dabei Reisebegleiter des Vertrauens!“, sagt Austrian Vertriebsvorstand Michael Trestl.

Passagiere sind bereit für einen Sommer der Reisefreiheit

Nach zwei langen Jahren voller Reisebeschränkungen startet Austrian Airlines mit einem touristischen Flugangebot über Vorkrisenniveau in die Sommersaison, um damit den großen anstehenden Nachholeffekt aufzufangen. Mit über 110 Destinationen und einer breiten Frequenzaufstockung bietet die Heimatairline diesen Sommer 120% des Angebots im Vorkrisenjahr 2019. Der Nachholbedarf der Reisenden zeichnet sich bereits jetzt in den Buchungszahlen für die Sommermonate ab. So wurden beliebte europäische Ziele wie Palma de Mallorca, Ibiza, Thessaloniki, Keflavik oder Larnaca alleine in den vergangenen Tagen tausendfach gebucht.

Aufgrund der hohen Nachfrage für Flüge auf die Balearen, bedient Austrian Airlines im Sommer die Inseln Mallorca mit bis zu drei Flügen täglich und Ibiza mit bis zu fünf Flügen wöchentlich. Auch Austrian-Flüge über den Atlantik werden stark gebucht. Mit der Wiederaufnahme von Los Angeles im Streckennetz bietet Austrian Airlines ab Mai bis zu 33 wöchentliche Direktverbindungen in die USA. Für den Sommerflugplan reaktiviert Austrian Airlines alle Flugzeuge ihrer Flotte, um damit hunderttausende Reisehungrige sicher in den Urlaub zu fliegen.

Annette Mann wird neue CEO bei Austrian Airlines

Nach der Nominierung durch den Lufthansa Group Vorstand Ende 2021 bestellte nun der Austrian Airlines Aufsichtsrat Annette Mann als neue CEO/CFO des österreichischen Heimatcarriers. Mit der Übernahme der CEO und CFO-Ressorts in Personalunion vervollständigt Annette Mann den dreiköpfigen Austrian Airlines Vorstand. Die bisherige Aufteilung der Agenden bleibt somit erhalten und legt auch den Bereich Finanzwesen in die Verantwortung der CEO.

Annette Mann vervollständigt Vorstand neben CCO Michael Trestl und COO Francesco Sciortino

Annette Mann, bisher Head of Corporate Responsibility der gesamten Lufthansa Group, wechselt mit 01. März zu Austrian Airlines. Sie komplettiert damit das Team mit den beiden amtierenden Vorständen CCO Michael Trestl und COO Francesco Sciortino. „Ich sehe meiner neuen Aufgabe in Wien mit großem Tatendrang entgegen und freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen beiden Kollegen, dem gesamten Team und auf den konzernweit bekannten Austrian Teamspirit“, so die zukünftige CEO Annette Mann.

Die sechs Mitglieder des Aufsichtsrates bedanken sich bei den beiden Vorständen Michael Trestl und Francesco Sciortino für die reibungslose Übergangsperiode. Aufsichtsratsvorsitzende Christina Foerster: „Michael Trestl und Francesco Sciortino haben das Unternehmen auch in dieser Phase, trotz anhaltender Pandemie, hervorragend gemanagt. Damit sind alle Voraussetzungen für einen guten Start von Annette Mann gegeben. Mit Annette Mann bekommt Austrian Airlines eine Top-Managerin mit breiter Expertise an ihrer Spitze. Wir sind uns sicher, dass gemeinsam mit dem Austrian Team und bald wieder mehr Fluggästen an Bord der Aufschwung gelingen wird und freuen uns auf die Zusammenarbeit!“

18 Jahre Managementerfahrung innerhalb der Lufthansa Group

Annette Mann (44) bringt ein breites Spektrum an Managementerfahrung mit, welche sie in den letzten 18 Jahren innerhalb der Lufthansa Group in diversen strategischen, konzeptionellen und operativen Rollen gesammelt hat. Die in Simbach, an der österreichischen Grenze, aufgewachsene Betriebswirtin verantwortete zuletzt den Bereich Corporate Responsibility und war in dieser Funktion für die Weiterentwicklung, die Steuerung und die Realisierung eines ganzheitlichen und konzernübergreifenden Nachhaltigkeitsprogrammes verantwortlich.

Annette Mann hatte zuvor unterschiedliche Managementpositionen in der Lufthansa Group inne. So leitete sie zum Beispiel in Zürich das Produktmanagement von SWISS. Parallel war sie verantwortlich für die Inflight & Customer Services der Network Airlines und Co-Verhandlerin des LSG Teil-Verkaufs. Darüber hinaus war Annette Mann bis Ende 2020 als Beiratsvorsitzende des Servicecenter-Verbundes Lufthansa InTouch tätig. Aktuell sitzt sie für die Lufthansa in der Schweizer Luftfahrtstiftung, im Aufsichtsrat der Lufthansa CityLine und ist Beiratsvorsitzende der Help Alliance gGmbH.

UFO kritisiert AOC-Verlegung der Lufthansa Tochter Eurowings Europe

Die Kabinengewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) kritisiert die Entscheidung des Lufthansa-Konzerns, die Eurowings Europe nach Malta zu verlegen.

„Wir vermuten, dass der Konzern versucht, die Steuervermeidungsstrategien der Ryanair zu kopieren. Eigentlich sollte man meinen, dass nach der Rettung durch das staatliche Krisenpaket der Lufthansa-Konzern zeigen sollte, dass er für fairen Wettbewerb und Arbeitsbedingungen steht“, so Anja Bronstert, stellvertretende UFO-Vorsitzende.

UFO vermutet Steuervermeidungsstrategien

Der Arbeitgeber Eurowings Europe teilte den Mitarbeitenden in einem internen Schreiben mit, dass dieser Schritt zur Verlegung des Betriebs ins Ausland lediglich der Vermeidung von Doppelbesteuerung diene und keine Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen habe.

„Für die in Deutschland beschäftigten Mitarbeitenden der Eurowings Europe, die seit mehr als zwei Jahren mit Schließungsplänen konfrontiert werden, sind solche Nachrichten ein Schlag ins Gesicht“, so Bronstert weiter.

Vieles deutet auf eine Betriebsschließung hin

In der letzten Woche hieß es in einem firmeninternen Rundschreiben, dass die Mitarbeitenden bis zum Ende des Sommerflugplans am aktuellen Stationierungsort München weiterarbeiten dürften. Die weitere Perspektive wurde aber offengelassen. „Vieles deutet auf eine Betriebsschließung hin. Die Mitarbeitenden befürchten, im hochproduktiven Sommer noch einmal alles geben und danach gehen zu müssen“ erläutert UFO-Tarifreferent Maximilian Kampka.

Die Eurowings Europe ist eine 100%ige Tochter der Deutschen Lufthansa AG und profitierte anfangs vor allem von fehlender Tarifierung. In regelmäßigen Abständen werden in Europa neue Basen eröffnet, die zu einem großen Teil deutsche Produktion übernehmen und deutsche Arbeitsplätze ersetzen.

Urlaubsreisen: Top 10 der Reiseziele – Preise gesunken

Die Nachfrage nach Urlaubsreisen für dieses Jahr steigt stetig an: Eine aktuelle Datenanalyse des Online-Reiseunternehmens Skyscanner zeigt, welche Destinationen und internationalen Routen im aktuellen Trend sogar über dem Buchungsniveau vom Vor-Pandemiejahr 2019 liegen. Die Ergebnisse basieren auf umfangreichen, globalen Flugdaten und verdeutlichen, dass besonders Lang- und Mittelstrecken-Ziele zu beliebten Sonnenzielen gebucht werden.

Die ersten Monate des Jahres sind traditionell mit die beliebteste Zeit für Reisebuchungen – auch in diesem Jahr. In den letzten Wochen verzeichnete Skyscanner eine deutlich höhere Anzahl an Suchanfragen aus Deutschland als in den Vormonaten. Die Suchen und Buchungen liegen derzeit näher am Niveau vor der Pandemie als je zuvor. Einige Reiseziele sind sogar beliebter als zur gleichen Zeit 2019.

Top 10 der „Travel winners“ bei deutschen Reisenden*

 DestinationAnstieg der Buchungen 2019 vs. 20222019 Durchschnittspreis (März)2022 Durchschnittspreis (März)Preisunterschied 2019 vs. 2022
1.Costa Rica+168 % €1053  €586 -45 %
2.Mexiko+130 % €1019 €446 -56 %
3.Dom. Rep.+114 % €1049 €403 -61 %
4.Tansania+114 % €710 €542 -23 %
5.VAE+55 % €872 €413-52 %
6.Ägypten+50 % €560 €265-52 %
7.Zypern+46 % €392 €111-71 %
8.Finnland+28 % €399 €249 -37 %
9.Türkei+27 % €411 €128 -68 %
10.Brasilien+16 % €1029 €563 -45 %

Naomi Hahn, VP of Strategy bei Skyscanner, kommentiert:

„Mit der Lockerung der Reisebeschränkungen sehen wir vermehrt Anzeichen dafür, dass internationale Reisen wieder auf der Agenda der Urlauber stehen. Die Buchungen nähern sich dem Volumen von 2019 an und in einigen Fällen wie bei Costa Rica, Mexiko und der Dominikanischen Republik übersteigen sie bereits das Niveau von vor der Pandemie.“

„Das Vertrauen der Buchenden kehrt zurück, was sich in einer Normalisierung und Verlängerung des Buchungszeitraums zeigt. Wir gehen davon aus, dass die Fluggesellschaften weiterhin attraktive Tarife anbieten werden. In Verbindung mit der Nachricht über eine weitere Lockerung der EU- Reisebedingungen für Urlauber erwarten wir, dass der innereuropäische Reiseverkehr im Sommer 2022 kurz vor einer Erholung steht und der internationale Reiseverkehr nicht weit dahinter. Es ist klar, dass die Menschen verreisen und ihre Zeit in der Sonne mit Freunden und Familie genießen wollen.“

Wie Reisende 2022 das beste Angebot finden, erklärt Skyscanner Reiseexpertin Friederike Burge. Sie verrät ihre drei besten Tipps, um das beste Flugangebot zu finden:

  1. Flexibilität beim Reisezeitraum: „Die Suche nach mehreren Terminen und Flughäfen gibt Reisenden die beste Chance auf ein Schnäppchen. Die Flugpreise richten sich nach Angebot und Nachfrage. Da einige Termine beliebter sind als andere variieren die Preise. Mit der Suchfunktion „Ganzer Monat“ sehen Buchende günstige Flüge auf einen Blick und finden so das für sie passende Angebot”, erklärt die Reiseexpertin. Flüge an weniger stark gebuchten Wochentagen sind immer günstiger.
  2. Mix & Match: Eine clevere Option ist, Flüge verschiedener Fluggesellschaften zu kombinieren. Wer Flüge nicht als Paket aus Hin- und Rückflug bucht, sondern mit einer Fluggesellschaft hin- und mit einer anderen zurückfliegt, kann so häufig sparen. Die günstigsten Preise finden Buchende ganz einfach mit der Skyscanner-Suchfunktion „günstigster Monat“.
  3. Preisbeobachtung: Wer nach verschiedenen Terminen und Abflughäfen sucht, hat die beste Chance auf ein Schnäppchen. Mit der Skyscanner Preismeldungs-Funktion erfahren Reisende zudem sofort, wenn die Preise fallen und weitere Rabatte und Angebote hinzukommen. Mithilfe der personalisierbaren Funktion markieren Interessenten potenzielle Flüge und erhalten eine E-Mail, sobald der Preis hierfür steigt oder fällt.

Auf den Ratgeberseiten von Skyscanner finden Reisende Hinweise und Tipps, wie sie das beste Angebot für ihre Reise erhalten. Urlauber, die sich mit den neuesten Vorschriften vertraut machen möchten, nutzen die interaktive Reisekarte von Skyscanner, die mit einfachen Grafiken die aktuellen Reisehinweise für das In- und Ausland anzeigt und je nach Impfstatus der Reisenden unterschiedliche Ansichten bietet. 

  • * Basierend auf einer Analyse der 100 wichtigsten internationalen Länder, die auf Skyscanner.de über dem Niveau von 2019 liegen, sortiert nach prozentualer Veränderung. Schwellenwert von >1000 Weiterleitungen und einer prozentualen Weiterleitungsdifferenz von >15% im Vergleich zum Vorjahr. Die Analyse des Buchungshorizonts basiert auf dem Anteil der Weiterleitungen bis zum Jahr 2022 im Vergleich zu 2019. Die Daten wurden am 13. Januar 2022 analysiert.

Green Airlines verbindet Berlin mit Sylt

Green Airlines stockt ihr Flugangebot zur beliebten Nordseeinsel Sylt weiter auf. Ab April haben nun auch Fluggäste aus Berlin die Gelegenheit, zweimal wöchentlich klimafair und schnell nach Sylt zu reisen. Die neue Strecke ergänzt die ebenfalls ab April startenden Flüge vom Airport Weeze und vom Paderborn-Lippstadt Airport zum Inselflughafen.

Green Airlines übernimmt ab 01. April die Flugverbindung zwischen Berlin und Sylt. Freitags starten die Flüge um 12:55 Uhr ab Berlin Richtung Westerland. Vom Inselflughafen geht es um 17:45 Uhr wieder zurück. Am Sonntag starten die Flüge um 12:05 Uhr vom BER zur beliebten Nordseeinsel Sylt. Um 17:05 Uhr haben Reisende die Gelegenheit, den Rückflug in die Hauptstadt anzutreten. Eine moderne Turboprop-Maschine des Typs ATR 72-500 bietet mit 74 Sitzplätzen eine schnelle und komfortable Anreise zu einem der attraktivsten Reiseziele im Norden Deutschlands.

Turboprop-Maschine des Typs ATR 72-500 im Einsatz

„Mit der Übernahme der Verbindung durch unseren vertrauten Airline-Partner ist die Anbindung von Berlin als wichtige Metropole für 2022 sichergestellt. Die Attraktivität von Sylt als Urlaubsdestination mit einer derart komfortablen und klimafairen Anreisemöglichkeit stellt eine Basis für die Aktivierung von weiteren Gästen aus Berlin und dem Umland dar“, so Peter Douven, Geschäftsführer des Flughafens Sylt.

„Sylt zählt zu den beliebtesten Reisezielen innerhalb Deutschlands. Wir freuen uns deshalb sehr, unser Flugprogramm zur Nordseeinsel durch die Verbindung ab Berlin zu erweitern und nun auch Reisenden aus der Hauptstadtregion eine schnelle und komfortable Anreise zu ermöglichen“, ergänzt ein Sprecher von Green Airlines.

Mit Beginn des Sommerflugplans ab April haben Reisende außerdem die Möglichkeit, mit Green Airlines vom Paderborn-Lippstadt Airport jeweils freitags und sonntags sowie vom Airport Weeze jeweils mittwochs und samstags an die Nordseeküste nach Sylt zu fliegen.

Ausbildung: Weiterbildung und Studium in Touristik und Luftverkehr

Die Erholung des internationalen Luftverkehrs schreitet langsam, aber beständig voran. Aufgrund des wieder höheren Passagieraufkommens, vor allem zu den Ferienzeiten, steigt auch der Personalbedarf der einzelnen Airports wieder an. Um die Wiederaufnahme des Betriebs zu unterstützen, werden zunehmend neue Mitarbeiter in der Luftfahrt- und Tourismusbranche gesucht. Vor diesem Hintergrund unterstützt das Board of Airline Representatives in Germany (BARIG), gemeinsam mit der Schule für Touristik als neuem Business Partner im Bereich Academic & Consulting, die professionelle Berufsausbildung zukünftiger Internationaler Luftverkehrsassistenten. Die Schule für Touristik zählt mit ihrer über 30-jährigen Erfahrung zu den wichtigen Bildungsträgern im Luft- und Reiseverkehr in Deutschland.

„Die Arbeit in den verschiedensten Bereichen des Luftverkehrs ist in diesen schwierigen Zeiten besonders herausfordernd, birgt aber auch viele Chancen für die nächste Generation mit ihren innovativen Ansätzen und kreativen Ideen“, so BARIG Generalsekretär Michael Hoppe. „Wir freuen uns, in Kooperation mit der Schule für Touristik, die Schüler, Studenten und angehenden Mitarbeiter der Luftverkehrsbranche mit praktischen Berufserfahrungen und Networking-Möglichkeiten innerhalb der Airline-Community zu unterstützen.“

Luftverkehrsindustrie sucht professionell ausgebildete Mitarbeiter

Die Luftverkehrsindustrie sucht nach professionell ausgebildeten Mitarbeitern, die auf Prozesse im Passagier-, Fracht- oder Flugabfertigungsbereich vorbereitet werden. An der Schule für Touristik werden junge Bewerber von anerkannten Dozenten geschult, die aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung Fragen mit praxisnahen Beispielen aus ihrem Arbeitsfeld beantworten können. Während der Ausbildung, Weiterbildung oder des Studiums können sich die Schüler für die Bereiche Luftverkehr oder Tourismus entscheiden. Zudem ist auch eine Auswahl der Bereiche Büroverwaltung sowie Gestaltungs- und Medientechnik möglich.

„In den letzten Jahren und auch gerade im Zuge der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass Digitalisierung in der Wirtschaft sowie im Tourismus eine zunehmend wichtige Rolle spielt“, berichtet Petra Weigand-Datz, Schulleiterin der Schule für Touristik. „Wir bei der Schule für Touristik haben uns deshalb nun auch auf digitale Fachkenntnisse fokussiert und bieten unseren Schülern ein umfangreiches Ausbildungsprogramm oder Studium mit Schwerpunkt Luftfahrt und Touristik sowie interessante Weiterbildungsangebote mit Bezug auf digitale Services und Dienstleistungen.“

Lufthansa Group stoppt Stellenabbau bei Cockpit-Besatzungen

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Die Lufthansa Group hat den Stellenabbau nach monatelangen Verhandlungen mit der Vereinigung Cockpit (VC) bei ihren Cockpit-Besatzungen gestoppt. Das Wiederhochfahren der Flugbetriebe auf das einstige Niveau erfordere die Einbindung aller Beteiligten ohne die Drohkulisse des Arbeitsplatzverlustes, so die Piloten. Eine sich weltweit erholende Nachfrage im Luftverkehr führt langfristig wieder zu deutlich besseren Perspektiven für Arbeitsplätze – nicht nur im Cockpit.

Laut Lufthansa muss die Airline-Familie nach zwei Jahren im „Krisenmodus“ im ersten Quartal 2022 noch immer das Ausbleiben von rund der Hälfte ihrer Passagiere im Vergleich zu 2019 verkraften. Lufthansa Cargo bietet Piloten ab einem Alter von 55 Jahren ein Freiwilligenprogramm an, um ein vorzeitiges Ausscheiden zu ermöglichen. Der danach noch verbleibende Pilotenüberhang soll zur Abwendung von betriebsbedingten Kündigungen durch ein Freiwilligenprogramm auch für rentenferne Jahrgänge oder mögliche Wechsel zu Lufthansa Airlines abgebaut werden. Für die Kapitäne konnte der krisenbedingte Personalüberhang bei Lufthansa Airlines mit einem Freiwilligenprogramm bereits sozialverträglich abgebaut werden.

Sommergeschäft für Airline im Blick

„Lufthansa vollzieht einen längst überfälligen Schritt“, sagt Stefan Herth, Präsident der Vereinigung Cockpit. „Die Buchungslage sieht gut aus und der Konzern braucht die volle Kraft aller Beschäftigten, um im anstehenden Sommer leistungsfähig zu sein. Wir setzen darauf, dass Lufthansa am Verhandlungstisch nun konstruktive Vorschläge und kreative Lösungen unsererseits ebenso ernsthaft diskutiert, wie wir ernstgemeinte Angebote des Arbeitgebers diskutieren möchten.“

Lufthansa will Copiloten die Gelegenheit zum freiwilligen Ausscheiden anbieten. Außerdem können auch kollektive Teilzeitvereinbarungen den bestehenden Personalüberhang lösen. In der Krise waren unter anderem der Passagierflugbetrieb der Germanwings dauerhaft eingestellt worden. Ein Teil der Pilotinnen und Piloten konnte, bzw. kann noch bis 31. März zur Eurowings wechseln, weitere 80 sollen eine neue Beschäftigung bei der Lufthansa Airlines in München finden.

Auf dem Höhepunkt der Krise hatte Lufthansa mit einer vierstelligen Anzahl von Kündigungen bei den Piloten gedroht. Dass diese Zahl nun auf null geschrumpft ist, sieht die Vereinigung Cockpit als großen Erfolg ihrer Verhandlungen. Die VC sieht das positive Signal der Lufthansa und geht fest davon aus, dass die noch offenen Fragen für das Cockpit-Personal bei Germanwings und Lufthansa Aviation Training zeitnah gelöst werden. So startet die Flugschule der Lufthansa Group unter dem Dach der Lufthansa Aviation Training im Sommer die Ausbildung junger Pilotinnen und Piloten.

Flughafen München kalibriert ILS

Vom 21. bis voraussichtlich 22. Februar wird das Instrumentenlandesystem der Südbahn (26L) des Münchner Flughafens vermessen. Dieses System wird von Piloten genutzt, die die Südbahn von Osten her anfliegen.

Die Flugvermessungen finden in der Nacht statt. Sollte es dabei zu technischen oder witterungsbedingten Verzögerungen kommen, müssen die Vermessungsflüge bis zum Vorliegen der entsprechenden Ergebnisse fortgeführt werden, wie die deutsche Flugsicherung mitteilt. Zum Einsatz kommt dabei ein kleineres Turbo-Prop-Flugzeug vom Typ Beechcraft Super King Air 350.

Entscheidend für den Landeanflug

Das Instrumentenlandesystem unterstützt den Piloten bei der Navigation während des Anfluges. Dies geschieht im Wesentlichen dadurch, dass Sendeanlagen am Boden den Anflugkurs und Gleitwinkel elektronisch definieren. Das Flugzeug weiß dadurch, wann und wie stark es in den Sinkflug gehen muss. Die abgestrahlten Signale werden im Flugzeug empfangen und den Piloten im Cockpit angezeigt.

Die aufwändigen Flugvermessungen sind in regelmäßigen Abständen vorgeschrieben. Damit soll garantiert werden, dass das Instrumentenlandesystem sowie weitere technische Anlagen die geforderte Genauigkeit aufweisen. Um die Flugzeuge bei Tage nicht zu stören, müssen die Vermessungsflüge in der Nacht durchgeführt werden.

Dritte Airbus Stationierung sorgt für weitere Arbeitsplätze in Salzburg

Unter dem Motto „Freundschaftstreffen“ stand der Besuch der beiden Eurowings Geschäftsführer in Salzburg. Neben Eurowings-CEO Jens Bischof kam auch Eurowings Europe Geschäftsführer Stefan Beveridge in die Mozartstadt. Netzwerken, Ideen diskutieren und Pläne für die Zukunft ansprechen stand neben einem Fußballmatch Besuch auf der Aktivitäten Liste von Flughafen und Airline Chefs.

„Salzburg ist unsere größte und wichtigste Basis in Österreich. Deshalb freue ich mich sehr, heute persönlich vor Ort sein und die Gelegenheit nutzen zu können, dass wir uns mit unserem Flughafenpartner über neue Wachstumsperspektiven austauschen. Die Sehnsucht zu verreisen ist nach dem langen Lockdown-Winter riesig – quer durch Europa. Wir sehen derzeit sprunghaft steigende Buchungseingänge und können für 2022 von einem starken Comeback der Touristik ausgehen, sobald weitere Reisebeschränkungen gelockert werden. Eurowings setzt dabei verstärkt auf Salzburg: Mit bald drei stationierten Airbus-Flugzeugen bauen wir unser Engagement in der Mozartstadt signifikant aus, sodass Eurowings Gäste im Sommer preiswert und ohne Umstieg zu 15 attraktiven Zielen fliegen können,“ so Eurowings CEO Jens Bischof.

Deutscher Markt ist der wichtigste für den Salzburg Airport

Die Eurowings Strecken in Salzburg sind gut gebucht, der deutsche Markt ist nach wie vor der wichtigste für den Salzburg Airport. Mehr als ein Drittel aller ankommenden und abfliegenden Passagiere nutzen Flugverbindungen von Salzburg nach Deutschland.

„Für Salzburg ist Eurowings genau der richtige Partner. Seit dem Start haben wir gemeinsam hart dran gearbeitet, für unsere Region rund um den Flughafen Salzburg das richtige Setup zu finden. Das ist super gelungen und Eurowings hat sich dadurch regelrecht zu unserem Homecarrier entwickelt, im Städteverkehr, für Geschäftsleute und alle Urlauber. Wie großartig das funktioniert, hat man jetzt in der Krise gesehen, in der uns Eurowings in beeindruckender Manier die Treue gehalten hat, bei jedem einzelnen Lockdown waren sie die ersten, die den Flugbetrieb wiederaufgenommen haben. Und für dieses Vertrauen und diesen Einsatz kann ich mich nur bedanken,“ so Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer bei dem Arbeitsmeeting der Führungskräfte. Nachdem die Nachfrage bei den Buchungen erfreulicher Weise deutlich steigt, gibt es auch starken Bedarf an Nachwuchskräften beim Personal.

Die deutsche Lufthansa Tochter hatte erst vor kurzem bekannt gegeben 750 neue FlugbegleiterInnen und Pilot:innen zu suchen. Auch bei den Geschäftsbereichen am Boden wird nach neuen Talenten gesucht, die gemeinsam mit Eurowings das Ferienfliegergeschäft international ausbauen wollen. „Die Eurowings Basis hier in Salzburg haben wir mit einem dritten stationierten Flieger aufgewertet, das bedeutet nicht nur mehr Flugzeuge, sondern auch mehr Arbeitsplätze in Salzburg! Wir haben im gesamten Unternehmen eine Offensive initiiert, um unsere Ausbildungskapazitäten zu erhöhen und die Ausbildung zahlreicher neuer Kolleg:innnen zu ermöglichen. Unsere Mitarbeiter:innen und deren Weiterbildung haben einen sehr hohen Stellenwert bei Eurowings,“ so Eurowings Europe CEO Stefan Beveridge.

Jens Bischof

Am 01. März 2020 übernahm der ehemalige CEO von SunExpress, Jens Bischof, den Vorsitz der Geschäftsführung von Eurowings. Bischof startete seine Karriere bei Lufthansa, im Mutterkonzern von Eurowings, im Jahr 1990 bei Lufthansa Cargo. Von 2006 bis 2011 war er für das Lufthansa Passagiergeschäft in Nord- und Südamerika verantwortlich, danach übernahm er als Passagevorstand und Chief Commercial Officer die weltweite Vertriebsorganisation von Lufthansa. In den drei Jahren als CEO von SunExpress wurde unter seiner Führung das Unternehmen erfolgreich neu ausgerichtet, deutlich vergrößert und wirtschaftlich erfolgreich positioniert. Bischof ist Vater von zwei Kindern, hat einen Master-Abschluss in Management der kanadischen McGill University und ist Mitglied in mehreren Aufsichtsräten.

Stefan Beveridge

Stefan Beveridge startete 2008 seine Karriere in der Lufthansa Group als Luftverkehrskaufmann und Absolvent des dualen Studiums Aviation Management der EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Von 2011 bis 2014 absolvierte er seine Ausbildung zum Piloten bei Lufthansa Flight Training in Bremen. Im Anschluss war Stefan Beveridge in verschiedenen Managementfunktionen bei Austrian Airlines tätig, bis er im Juni 2021 in die erweiterte Geschäftsführung die Eurowings Europe wechselte und in weiterer Folge die Position als CEO übernahm. Stefan Beveridge verfügt über einen Master of Science in Management der WU Wirtschaftsuniversität Wien und ist bei Eurowings zudem als Kapitän auf dem Airbus A320 im Einsatz.

Ausbildung zum Kampfpiloten: Im Turboprop in den USA

Nach sechs Monaten, mehr als 150 Starts und Landungen, 100 Flugstunden, fünf Soloflügen, vier Check-Rides und einem Cross-Country-Flug nach Denver haben Jetpilotenschüler Gabriel und seine Klassenkameraden die Ausbildung in Texas auf der T-6 erfolgreich beendet.

In der Beechcraft T-6 sagt sagt Leutnant Gabriel bei einem der vielen Übungsflüge: „Ein Traumjob, für den ich bezahlt werde.“ Doch es geht natürlich nicht nur ums Fliegen. „Hinter uns liegen viele Theoriestunden, Simulatorflüge und natürlich richtige Flüge“, erzählt der angehende Jetpilot Gabriel. Verglichen mit der fliegerischen Ausbildung in Goodyear auf der einmotorigen Grob G 120A sei das Grundprinzip auf der Sheppard Air Force Base in Wichita Falls in Texas das gleiche. Aber die Ausbildung auf der T-6 ist mit etwa sechs Monaten wesentlich länger und noch intensiver. Zusammen mit dem T-38-Training, das noch folgt, sind die Pilotenschüler insgesamt rund 15 Monate in Texas.

Vorfreude auf den Jet im Turboprop

Die Beechcraft T-6 ist ein leichtes Turboprop-Flugzeug des amerikanischen Herstellers Textron Aviation. „Verglichen mit der Grob spüren auch wir als noch unerfahrene junge Piloten schon den Unterschied und eine deutliche Steigerung“, sagt Gabriel. „Die T-6 ist wendiger, schneller und hat eine komplexere Technik.“ In der T-6 sitzen Pilotenschüler und Fluglehrer nicht mehr neben-, sondern hintereinander, geflogen wird mit höheren Belastungen, enger und aggressiver. „Das alles ist leistungstechnisch zwar noch Welten vom Eurofighter entfernt, aber die Vorfreude wächst mit jedem Flug.“

Die Beechcraft T-6 sind bis zu 585 Stundenkilometer schnell und für alle Übungsmanöver angehender Jetpiloten geeignet. Aber es macht dem jungen Leutnant Spaß. „Hochleistungsmanöver wie Loopings üben wir, um das Flugzeug an seine Leistungsgrenzen zu bringen und dort sicher zu bewegen. Flugmanöver, bei denen hohe g-Kräfte wirken, gegen die man arbeiten muss, sind toll, auch wenn es manchmal anstrengend ist.“

Pilotenschüler: Viel zu lernen und Prüfungen

Gefordert ist die Klasse 22-06 im Euro NATO Joint Jet Pilot Training (ENJJPT) auch außerhalb des Cockpits. „Wenn der ENJJPT-Zug einmal fährt, hält er nicht mehr an, heißt es bei uns“, sagt Gabriel. „Das bedeutet, wenn die Ausbildung einmal begonnen hat, sind wir montags bis freitags täglich zehn bis zwölf Stunden im Dienst, danach lernen wir noch daheim zwei bis vier Stunden. Und am Wochenende fangen wir ab Sonntagmittag damit an, uns auf den Montag vorzubereiten.“ Insgesamt sei das Lernpensum hier wesentlich größer als in Goodyear. „Gefühlt gibt es hier dreimal so viel zu lernen und dreimal so viele Prüfungen.“

Englisch wird fast zur Muttersprache

Im Moment sind insgesamt vier deutsche Pilotenanwärter in der Klasse 22-06 zur fliegerischen Ausbildung auf der Sheppard Air Force Base. Sie alle werden später Jets fliegen. „Ich war zu Beginn nicht sicher, ob ich alle Anweisungen auf Englisch richtig verstehen würde“, sagt der 25-Jährige. „Hier in Sheppard haben wir Fluglehrer aus vielen Ländern. Die meisten sind Amerikaner, aber es gibt auch Kanadier, Spanier, Italiener, Rumänen, Griechen, Türken, Briten, Belgier, Niederländer, Dänen, Norweger und Deutsche. Anfangs denkt man, dass man mit den Deutschen einfacher auf Deutsch sprechen könnte, aber tatsächlich ist es in diesem internationalen Umfeld leichter, bei Englisch zu bleiben.“ Und schon nach kurzer Zeit kommt man reibungslos klar, Englisch wird fast zur Muttersprache.

In Goodyear lief es für Gabriel sehr gut, er musste keinen Prüfungsflug wiederholen und kam gut durch das Programm. Dasselbe hatte er sich für Sheppard erhofft. „Doch das hat nicht immer geklappt“, gibt er zu. „Die Wahrscheinlichkeit, dass man den einen oder anderen Flug ‚verhaut‘, ist definitiv gegeben. Das ist natürlich nicht angenehm, aber aus Fehlern lernt man – auch, wie man mit Rückschlägen umgeht.“ Er lächelt. „Keiner ist perfekt. Wir in unserer Klasse versuchen aber trotzdem mit allen Mitteln und viel Ehrgeiz, möglichst perfekt zu sein.“

Formationsflug die Krönung – 1 m Abstand

Gabriels Begeisterung für sein Berufsziel hat nicht nachgelassen. „Ja, es ist manchmal anstrengend, aber Jetpilot ist immer noch mein Traumberuf und jeder Flug ist etwas Schönes.“ Zu Gabriels Highlights in der T-6-Ausbildung gehörten die fünf Soloflüge und ein Cross-Country-Flug nach Denver. Bei Cross-Country-Flügen üben die Schüler vor allem, außerhalb der gewohnten Umgebung zu fliegen und auf völlig unbekannten, teilweise internationalen Großflugplätzen zu landen. Doch die Krönung der bisherigen Ausbildung war für Gabriel der Formationsflug. Normalerweise halten Flugzeuge mehr Abstand voneinander. Beim Formationsflug müssen sich die angehenden Piloten an die größere Nähe erst gewöhnen.

„Jeder kennt Videos der Blue Angels oder anderer Kunstflugstaffeln. Natürlich fliegen diese Piloten auf einem ganz anderen Niveau und wir üben erst einmal nur mit zwei Maschinen, aber die Grundlagen sind dieselben.“ Anfangs fliegt vor allem der Fluglehrer. Der Schüler sitzt mit in der Maschine und versucht, ein Gefühl dafür zu bekommen. „Die ersten Male, als wir im Abstand von nur etwa drei Meter zur Maschine neben uns geflogen sind, habe ich mich gefühlt wie ein Beifahrer, der automatisch mitbremst, wenn es eng wird. Aber nach etwa sieben Formationsflügen durfte ich das erste Mal ohne Lehrer Formation fliegen. Und das ist einfach nur toll.“ Auf der T-38 wird es noch anspruchsvoller werden. Dann trainieren die Pilotenschüler den Formationsflug mit vier Flugzeugen und nur etwa einem Meter Abstand dazwischen.

Internationale Partnerschaften

Als echtes Privileg empfindet es Gabriel, hier gemeinsam mit Menschen aus vielen verschiedenen Ländern ausgebildet zu werden. „Das ist neben dem Fliegen eine der schönsten Sachen hier“, sagt er. „Wenn wir beispielsweise mit Amerikanern, Italiener und Rumänen im Garten um das Lagerfeuer sitzen und grillen und uns über die verschiedenen Kulturen, Länder und natürlich Klischees austauschen, werden aus solchen Kameradschaften oft auch Freundschaften.“ Inzwischen sind die USA für Gabriel fast so etwas wie eine zweite Heimat geworden und die Welt ist durch den intensiven Austausch mit den anderen näher zusammengerückt. „Es hat meine Sichtweise verändert und es ist schön, festzustellen, dass wir im Endeffekt alle gleich sind, trotz unterschiedlicher Kulturen.“

Grand Canyon, Miami, New York

Neben aller Arbeit blieb in diesen Monaten auch noch Zeit für ein paar private Ausflüge. Ein Roadtrip ging nach Phoenix über New Mexico, hoch zum Grand Canyon und über Monument Valley, Albuquerque zurück nach Sheppard. Zwei Wochenenden verbrachte Gabriel in Florida: Eins in Orlando am Cocoa Beach und im Kennedy Space Center der NASA und eins in Miami Beach. Im Dezember erlebte er dann auch noch das vorweihnachtlich New York. Das Empire State Building bei Nacht. „Die Ausbildung, die ich hier machen darf, ist anstrengend und verlangt Ausdauer, aber diese Zeit ist auch schön und einzigartig“, sagt Gabriel. „Ich sehe das so: Ich darf hier meinen Traumjob ausüben, lerne die Welt kennen und werde dafür auch noch bezahlt.“

Leutnant Gabriel kniet in Fliegerkombi mit dem Helm im Arm auf der Tragfläche einer T-6. Diesen Jet flog schon Neil Armstrong. Gabriel hat nach der Grob 120A nun auch die Beechcraft T-6 gemeistert. Demnächst wird er seine Checklisten nicht mehr an einer Turboprop-Maschine, sondern an einem Jet abarbeiten.

Fliegen im Düsenjet

Im nächsten Schritt beginnt für Gabriel in Sheppard die Jet-Phase. Die Northrop T-38C Talon ist ein Schulflugzeug für den Flug im Überschallbereich. Sie schafft bis zu 1.380 Stundenkilometer. „Ich freue mich darauf, das erste Mal einen Jet zu fliegen, noch dazu einen Jet mit sehr viel Geschichte. So flog beispielsweise Neil Armstrong zu seiner Schulung dasselbe Flugzeugmuster, auch wenn die T-38 natürlich inzwischen modernisiert wurde“, berichtet Gabriel. Und was erwartet er von den nächsten Monaten? „Es wird noch höher, schneller, weiter und komplexer.“

DAS A2 kooperiert mit TFASA für Personal der Luftfahrt

Expansion in Arika: Andreas Pötzsch, Geschäftsführer der DFS Aviation Services, und Jean Rossouw, Executive Chairman & President der Test Flying Academy of South Africa (TFASA), unterzeichneten hierzu eine Kooperationsvereinbarung. DFS Aviation Services steigt damit in Trainingsaktivitäten in Afrika und Fernost ein.

DAS und TFASA wollen sich auf Kunden aus verschiedenen Staaten in Afrika, der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) und dem Fernen Osten konzentrieren. Beide Unternehmen streben eine Zusammenarbeit in der Schulung im Bereich Air Traffic Management (ATM) an. Die DFS Aviation Services (DAS) ist ein von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zertifizierte Ausbildungsorganisation für Fluglotsen und bietet bereits innerhalb und außerhalb Europas eine Reihe von Schulungen an. Zu diesem Zweck gründete die DAS die DAS Aviation Academy (DAS A²).

Neben den regulatorischen Anforderungen der EU-Verordnung 2015/340 erfüllen die Kurse der DAS A² auch die Anforderungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO). Die Test Flying Academy of South Africa wurde im Jahr 2003 als südafrikanisches Unternehmen gegründet. TFASA will einer der führenden Trainingsanbieter in Afrika und darüber hinaus für die Ausbildung und Qualifizierung von Fluglotsen (Air Traffic Control Officer, ATCO) sowie für Management- und Systemschulungen werden.

Training in Südafrika und online

Trainings finden am TFASA-Standort in Südafrika statt, genutzt wird aber auch das Online-Lernmanagementsystem (LMS) der DAS. Ausgangspunkt in der Zusammenarbeit wird die Ausbildung im Bereich Fluginformationsdienst (AFIS) sowie Proficiency-Trainings für Fluglotsen sein. Weitere Trainingsprodukte werden folgen.

Andreas Pötzsch, Geschäftsführer der DAS, dazu: „Mit dieser Kooperationsvereinbarung bringen wir unsere Ausbildungskompetenz in den afrikanischen und fernöstlichen Markt. Wir sind überzeugt, dass TFASA ein äußerst qualifizierter Partner für das Angebot von Fluglotsen-, Management- und Systemschulungen in dieser Region ist.“ Jean Rossouw, Executive Chairman & President der TFASA, stimmt dem zu: „TFASA ist sehr stolz und glücklich darüber, dass wir nun unser Kerngeschäft – Testpiloten- und FTE-Ausbildung (Aircraft Maintenance Personnel), Ausbildung kommerzieller und operativer Piloten sowie Spezialschulungen – mit den erstklassigen Ausbildungsangeboten der DAS ergänzen können, DAS-Produkte werden unseren großen Kundenstamm sicherlich ansprechen und das Schulungsangebot erweitern.“

Die TFASA-Gruppe profitiert von ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit und politischen Neutralität, sodass wir dem Personal unserer Kunden maßgeschneiderte Lösungen für ihre Bedürfnisse bieten können. Zu unseren Fähigkeiten gehören umfassende Tests, Bewertungen und Zertifizierungen von Flugzeugen und Systemen sowie spezielle Consulting-Dienste, qualitativ hochwertige Schulungen, Support, Entwicklung und Betriebslösungen in einer Vielzahl an Luftfahrtdisziplinen.

Kurse für Testpiloten und Flugprüfingenieure

TFASA bietet ein breites Spektrum kundengerechter Schulungskurse an, das von Klasse-1-Absolventenkursen für Testpiloten und Flugprüfingenieure über die Verkehrspilotenausbildung für Fluggesellschaftskadetten bis hin zu komplexen operativen und taktischen Ausbildungen reicht. Als zugelassener Instandhaltungs- und Entwicklungsbetrieb bietet TFASA auch die Instandhaltung und Modifizierung von Luftfahrzeugen mit und ohne Musterzulassung (einschließlich ehemaliger militärischer Plattformen) an. TFASA ist auch Verkäufer und Vertreiber bestimmter Flugzeuge.

Als Anbieter spezialisierter Flugerprobungs- und Luftfahrtausbildungslösungen auf der ganzen Welt verfügt TFASA über ein Kernteam der Besten auf ihrem Gebiet – Flug- und Testpiloten, Ingenieure, Ausbilder, Strategen und Supportpersonal. Das unternehmen hat Zugang zu Starr- und Drehflüglern, Bodenausrüstungen, Ausbildern, Spezialisten und Supportoperationen, um ein möglichst breitgefächertes Spektrum an Dienstleistungen anzubieten.

Condor bietet neue Streaming-Plattform

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Deutschlands beliebtester Ferienflieger Condor bietet Gästen ein neues Unterhaltungsprogramm an. Neben zahlreichen Blockbustern, Klassikern, Kinderfilmen und Dokumentationen sowie einem umfangreichen Musik-Angebot, erwartet Gäste auf der Langstrecke zudem ein James Bond-Special.

Abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm

Auf der Langstrecke haben Gäste ab sofort die Möglichkeit aus einem neuen Filmsortiment auszuwählen. James Bond-Fans erwartet zudem ein besonderes Highlight: Neben „No Time To Die“, stehen auch „Casino Royale“, „Spectre“, „Skyfall“ und „Ein Quantum Trost“ zur Verfügung. Im Bond-Deal werden außerdem Snacks und Getränke vergünstigt angeboten. Für Business Class und Premium Economy Gäste steht das Premium Entertainment kostenfrei zur Verfügung. Gäste der Economy Class können den Zugang zum Premium Entertainment, inklusive James Bond-Special, für „007 Euro“ entweder online oder an Bord buchen.

Entertainmentsystem Flystream

Auch auf der Kurz- und Mittelstrecke erwartet Fluggäste bald wieder ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Ab April wird die gesamte Kurz-Mittelstreckenflotte sukzessive mit dem Entertainmentsystem Flystream ausgestattet, das es ermöglicht, Filme und Serien an Bord über das eigene Endgerät zu streamen. Zur Auswahl stehen über 20 Filme, mehr als 100 Serien sowie Spiele. Auch die Moving Map, die den aktuellen Flugstatus anzeigt, ist abrufbar. Ob das neue Entertainmentsystem auf dem gebuchten Flug bereits zur Verfügung steht, können Gäste 24 Stunden vor Abflug auf der Condor-Website einsehen.

German Airways erweitert Flotte um vier weitere Embraer E190 Jets

German Airways baut ihre Flotte weiter aus. Vier weitere Embraer E190 LR werden den Flugzeugpark verstärken. Die Flugzeuge ergänzen die bereits bestehende Flotte von fünf Maschinen diesen Typs, die die zweitälteste deutsche Fluggesellschaft bereits betreibt. Von den vier neuen Flugzeugen werden drei noch in diesem Jahr ausgeliefert, eine im kommenden Jahr 2023.

German Airways vermietet an Airlines im Wetlease

German Airways vermietet die Flugzeuge vor allem an andere Airlines im Wetlease samt Crews. Auch Sportclubs, Reiseveranstalter oder Unternehmen greifen gern auf die 100-sitzigen Flugzeuge für Aufträge im Chartergeschäft zurück.

Maren Wolters, Geschäftsführerin von German Airways, sagte am Freitag: „Wir erwarten den Aufschwung in unserer Branche und sehen einen großen Bedarf für unsere 100-sitzigen Jets. Wir können dabei im Markt von dem exzellenten Ruf profitieren, den wir uns auch in der Krise hart erarbeitet haben: Wir sind als sehr zuverlässiger und vor allem flexibler kundenorientierter Dienstleister mit großem Know-how in der Branche bekannt.“

Zweistrahlige E190

Die zweistrahlige E190 des brasilianischen Herstellers Embraer hatte ihren Erstflug im Februar 2004 und wurde im August 2005 zertifiziert. Die erste Auslieferung an den Erstkunden JetBlue war Mitte September 2005. In der als sehr treibstoffeffizient bekannten Embraer 190 haben – je nach Bestuhlung – zwischen 98 und 118 Passagiere Platz. Bis Ende 2020 wurden 565 von 568 bestellten Embraer 190 ausgeliefert. Lange Zeit waren die Embraer-Regional-Jets praktisch konkurrenzlos.

Fraport-Verkehrszahlen: Positive Passagierentwicklung trotz Pandemie

Im Januar zählte der Flughafen Frankfurt rund 2,2 Millionen Passagiere. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres, in dem die Nachfrage aufgrund verschärfter Reisebeschränkungen sehr schwach ausfiel, entsprach dies einem Plus von 150,4 Prozent.

Omikron-Variante verlangsamt Erholung der Nachfrage

Zwar verlangsamte sich die Erholung der Nachfrage durch die dynamische Ausbreitung der Omikron-Variante. Nichtsdestotrotz profitierte der Standort Frankfurt im Berichtsmonat von Rückreiseverkehren nach den Feiertagen sowie der positiven Entwicklung im interkontinentalen Verkehr, insbesondere nach Amerika. Im Vergleich zu Januar 2019 lag das Passagieraufkommen in Frankfurt knapp unter der Hälfte des damaligen Niveaus (minus 52,5 Prozent).1

Cargo-Aufkommen verzeichnete leichten Rückgang

Das Cargo-Aufkommen verzeichnete im Januar einen leichten Rückgang von 0,9 Prozent auf 174.753 Tonnen (plus 7,0 Prozent verglichen mit Januar 2019). Die Zahl der Flugbewegungen hingegen stieg um 86,7 Prozent auf 24.639 Starts und Landungen. Mit rund 1,7 Millionen Tonnen wuchs die Summe der Höchststartgewichte um 56,8 Prozent (jeweils gegenüber Januar 2021).

Positive Entwicklung an internationalen Standorten

An den internationalen Standorten setzte sich die positive Entwicklung der Passagierzahlen fort. Der Großteil der Konzern-Flughäfen erzielte deutliche Zuwächse von teils über hundert Prozent im Vergleich zum stark reduzierten Flugverkehr im Januar 2021. Eine Ausnahme stellt der Flughafen in Xi’an dar, das Fluggastaufkommen ging aufgrund des strikten Lockdowns in der chinesischen Stadt um 92,3 Prozent auf 173.139 Passagiere zurück.

Der Flughafen Ljubljana in Slowenien zählte im Januar 37.604 Fluggäste. An den brasilianischen Airports Fortaleza und Porto Alegre stieg das Fluggastaufkommen auf 1.127.867 Passagiere. Der peruanische Flughafen Lima verzeichnete im Berichtsmonat rund 1,3 Millionen Fluggäste. An den 14 griechischen Regionalflughäfen legte das Passagieraufkommen auf 371.090 Fluggäste zu. In Bulgarien verbuchten die Twin Star-Airports Burgas und Varna im Januar ein Plus auf 58.449 Passagiere. Der türkische Flughafen Antalya notierte 658.821 Passagiere. Das Passagieraufkommen am Airport im russischen St. Petersburg stieg auf gut 1,4 Millionen Fluggäste.

Gegenüber dem Vergleichsmonat 2019 verzeichneten die Flughäfen im internationalen Portfolio mit Ausnahme von St. Petersburg weiterhin Rückgänge. Der russische Airport verbuchte im Vergleich zum Januar 2019 einen Zuwachs von 10,5 Prozent.

1 Redaktioneller Hinweis: Zur besseren Vergleichbarkeit wird in der Berichterstattung zu den Verkehrszahlen bis auf Weiteres neben dem Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum zusätzlich die jeweiligen Veränderungen gegenüber dem Basisjahr 2019 dargestellt.

Air Serbia und Volotea fliegen ab Hannover Airport

Der Flugplan füllt sich und viele Airlines haben ihr Angebot ab Hannover Airport aufgestockt.

Die nationale Fluggesellschaft Serbiens Air Serbia nimmt im Sommerflugplan Flüge nach Belgrad auf. Ab dem 03. Juni geht es drei Mal in der Woche in die serbische Hauptstadt. Jeden Montag, Freitag und Sonntag verbindet Air Serbia Hannover mit Belgrad. Passagiere profitieren von sehr guten Anschlüssen innerhalb des Balkans und nach Osteuropa z. B. nach Skopje, Split, Dubrovnik, Tirana, Athen, Thessaloniki und Bukarest. Im Winterflugplan ist die Strecke dann zweimal wöchentlich geplant.

Volotea – Neue Airline am HAJ

Die Airline Volotea fliegt ab dem 28. Mai regemäßig die Hauptstadt Sardiniens an. Dann geht es jeden Samstag von Hannover nach Cagliari. Die Mittelmeerinsel ist bekannt für ihre Traumstrände, historischen Sehenswürdigkeiten und Berglandschaften. Ein Urlaubsziel für die ganze Familie.

Volotea
(Quelle: Volotea)

Projekt City-ATM: Drohnen, die bei Funkabriss weiterfliegen

Drohnen sollen einmal autonom in dichtem Verkehr fliegen können – wo nichts passiert, auch wenn die Funkverbindung zur Drohne unterbrochen wird. Das DLR forscht hierzu am Projekt City-ATM, das sich mittlerweile in der letzten Phase befindet.

Die Forscher konzentrierten sich darauf, Verkehrsszenarien zu untersuchen, in denen eine große Anzahl unterschiedlich ausgestatteter Drohnen gemeinsam und konfliktfrei in einem Luftraum betrieben werden. Das DLR (Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt) hat Ende 2021 am Nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme in Cochstedt abschließende Flugversuche mit mehreren Drohnen durchgeführt, bei denen die Forscher die entwickelten Funktionalitäten der Luftfahrzeuge demonstrierten.

Komplexe Szenarien kommen von der Station

„Üblicherweise werden Drohnen vom Boden aus gesteuert und kontrolliert. Das klappt beim Hobbypiloten mit einer Funkfernbedienung und bei ständigem Sichtkontakt zur Drohne“, sagt Dr. Alexander Kuenz vom DLR-Institut für Flugführung. „Bei komplexeren Aufgaben für Drohnen kommen Bodenkontrollstationen zum Einsatz, wie sie auch im Projekt City-ATM entwickelt werden.“ Aufgaben einer solchen Bodenkontrollstation sind die Planung, Steuerung und Überwachung der Flüge. So können die Forschenden komplexe Missionen zusammenstellen und planen.

Der daraus resultierende Flugweg wird dann zur jeweiligen Drohne geschickt. Der Pilot überwacht vom Boden aus die Durchführung der Mission. Dabei unterstützt ihn das System, indem es unter anderem Konfliktsituationen mit anderem Verkehr erkennt und vermeidet. Die betroffenen Drohnen erhalten dann modifizierte Flugwege. Was aber passiert bei Problemen mit der Bodenkontrollstation, zum Beispiel wenn die Funkverbindung zur Drohne abreißt?

Drohnen: im Notfall autonom fliegen

Die Forscher des Projekts City-ATM statteten für solche Fälle exemplarisch eine Drohne mit neuen Funktionen aus, die den bordautonomen Flug im dichten Verkehr ermöglichen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür: die Drohne muss ihre eigene Flugbahn selbständig berechnen und im Bedarfsfall umplanen können. Außerdem erhielt sie ein weltweit einzigartiges 4D-Führungssystem. Dieses erlaubt ihr, einer Flugbahn präzise in den drei räumlichen Dimensionen und zeitlich (vierte Dimension) zu folgen.

So „weiß“ die Drohne im Voraus, wann sie wo sein wird und kann zukünftige gefährliche Annäherungen mit umgebendem Flugverkehr frühzeitig erkennen und sicher und effizient vermeiden. Informationen über den gleichzeitig stattfindenden Flugverkehr, wie beispielsweise die zivile Luftfahrt, andere Drohnen oder Segelflieger, erhält die Drohne im City-ATM-System von einem Tracking-Server der Deutschen Flugsicherung DFS. Der Server sammelt den Verkehr entsprechend, wertet ihn aus und stellt ihn zur Verfügung. „Andere Hindernisse, wie zum Beispiel Bäume, Masten oder Hügel werden von der Drohne über Lidar-Sensoren detektiert, die stetig den Raum vor der Drohne mit 3D-Laser abtasten“, erklärt Kuenz. „Ein Softwaremodul zur Konflikterkennung und -vermeidung an Bord plant den Flugweg der Drohne bei Bedarf um Hindernisse herum.“

Verkehrsmix mit Drohnen in Cochstedt

Im Dezember 2021 führten die beteiligten Forscher am Nationalen Erprobungszentrum in Cochstedt Flugversuche mit mehreren Drohnen durch. Mit der Experimentaldrohne DexHawk konnten dabei neuartige 4D-Führungsfunktionen erfolgreich validiert werden, die Drohne folgte der vorgesehenen Flugbahn präzise. Mit der installierten Lidar-Sensorik tastete die Drohne einen Lichtmast als Beispiel für ein Hindernis ab, das Ergebnis visualisierten die Forschenden zu Kontrollzwecken auf der Bodenkontrollstation. Um das City-ATM-System in einem möglichst dichten Verkehrsszenario zu testen, ergänzten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die realen Drohnen vor Ort um virtuelle Drohnen.

Die Forschungsdrohne DexHawk sollte in diesem Szenario aus realem und virtuellem Drohnenverkehr selbstständig ihre Mission abfliegen und dabei Konflikte mit dem umgebenden Verkehr erkennen und selbständig vermeiden. Außerdem demonstrierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik mit einer weiteren Experimentaldrohne ein neues Betriebskonzept, um Flüge außerhalb der Sichtweite des Piloten unter den 2021 neu eingeführten rechtlichen Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Dies ist eine wichtige Grundlage für den zukünftigen Betrieb von Drohnen im urbanen Umfeld.

„Temperaturen um den Gefrierpunkt und eisige Winde waren bei den Flugversuchen eine Herausforderung, nicht nur für die Geräte, sondern auch die beteiligten Forscher“, berichtet Kuenz. „Insgesamt war die Kampagne ein erfolgreicher Schritt für die urbane Mobilität von morgen“.

„Dichter Verkehr“ – wo sind die Grenzen?

Um zu untersuchen, welche Menge an Drohnen mit dem entwickelten City-ATM-System realistisch möglich wäre, berechneten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Dezember in Laborversuchen ein besonders komplexes Szenario mit schwierigen Bedingungen, in dem jede Drohne in eine andere Richtung flog und ein Mindestabstand von 20 Metern zwischen den Drohnen gefordert war. Dabei kamen im Labor zur Konflikterkennung und -vermeidung die gleichen Softwaremodule wie auch in den Flugversuchen zum Einsatz. Es zeigte sich, dass mit den entwickelten Systemen aus City-ATM Flugszenarien möglich sind, bei denen in einem Quadratkilometer auf gleicher Höhe bis zu 85 Drohnen gleichzeitig sicher und effizient operieren können.

Abschluss fürs Projekt City-ATM

Um das Fundament für ein zukünftiges Luftraummanagement (Air Traffic Management – ATM) im urbanen Luftraum zu legen, arbeiteten in City-ATM die DLR-Institute für Flugführung, Flugsystemtechnik, Kommunikation und Navigation, Luft- und Raumfahrtmedizin, Optische Sensorsysteme und die DLR-Lufttransportsysteme mit mehreren externen Stakeholdern seit 2018 eng zusammen. Darunter sind die Firmen NXP, FlyNex, DFS, KopterKraft und Auterion sowie das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung. Das Projekt wurde nach ersten Demonstrationen an der Hamburger Köhlbrandbrücke 2019, Versuchen zu dynamischen Flugverbotszonen in 2020 und der sicheren und effizienten Führung von Drohnen in dichtem Verkehr Ende 2021 erfolgreich abgeschlossen.

Dürer Lounge für Passagiere der Turkish Airlines am Airport Nürnberg

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Passagiere von Turkish Airlines mit Miles&Smiles-Vielfliegerstatus ELIT bzw. ELIT PLUS und ELIT Card sowie Inhaber der Star Alliance Gold Card und Passagiere der Business Class der Airline genießen ab sofort den Komfort der neuen Dürer Lounge. Das ermöglicht am Airport Nürnberg einen noch entspannteren Reisestart.

Mit der Dürer Lounge kann der Flughafen Business- und Statuskunden ausgewählter Airlines einen besonders komfortablen Wartebereich bieten. Die zentral im Abflugbereich gelegene Lounge ist mit stilisierten Werken des weltbekannten Künstlers ausgestattet. Frische Snacks und eine reichliche Auswahl an warmen und kalten Getränken wird durch Catering von Mövenpick/Marché geboten. Speziell für türkische Gäste wurde die Speiseauswahl ergänzt, zum Beispiel mit Salaten, Couscous- und Glasnudelgerichten. Zur Lounge-Ausstattung gehören auch Arbeitsplätze mit Rückzugsmöglichkeit.

Turkish Airlines verbindet Nürnberg seit bald 50 Jahren mit der türkischen Metropole und Drehkreuz der globalen Luftfahrt Istanbul, im Sommer kommt Adana hinzu. Aktuell haben neben Business Class-Kunden von Turkish Airlines auch Reisende mit KLM, Air France sowie Mitglieder von Priority Pass Zutritt zur Dürer Lounge. Andere Fluggäste können die Dürer Lounge mit einen Zutritts-Voucher zum Preis von 24,99 Euro betreten. Die Öffnungszeiten richten sich nach dem Flugplan.

Erster Hyperspektralsatellit vor letzter Inspektion

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Noch steht der deutsche Umweltsatellit EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program), der erste in Deutschland entwickelte und gebaute Hyperspektralsatellit, in einer Reinraumhalle in Bremen. Letzte Arbeiten werden durchgeführt, aber man ist auf der Zielgeraden zum Abtransport für den Start.

Wenn alles planmäßig läuft, soll der neue deutsche Umweltsatellit Ende Februar 2022 mit einem Iljuschin Il-76 Transportflugzeug zum NASA-Raumflughafen nach Florida gebracht werden. Von dort soll EnMAP voraussichtlich Anfang April 2022 an Bord einer Falcon-9-Rakete des US-Raumfahrtkonzerns SpaceX zu seinem Zielorbit aufbrechen. Der Hyperspektralsatellit soll mindestens fünf Jahre lang Daten über den Zustand unseres Heimatplaneten erheben.

Deutschland bekommt „Satellitenfernsehen in Farbe“

Aus rund 650 Kilometern Höhe wird EnMAP unsere Erde fest im Blick behalten und mit einzigartigen Aufnahmen aus dem Weltraum unseren Planeten in „mehr als allen Farben“ aufnehmen. Dafür analysiert er die von der Erdoberfläche reflektierte Sonnenstrahlung. Seine spektral hochauflösenden Aufnahmen können eine wichtige Rolle bei Klimawandel und Umweltzerstörung spielen und wertvolle Hinweise für Gegenmaßnahmen liefern. Die Mission wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt.

„Deutschland ist bei der Erdbeobachtung weltweit führend – das beweist der heutige Tag einmal mehr. Dank der innovativen Hyperspektral-Sensorik von EnMAP lässt sich die Erde zukünftig in einer noch nie dagewesenen Detailtiefe beobachten“, erläutert Dr. Anna Christmann (MdB), Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, und ergänzt: „Mit Daten aus dem All können wir unseren Planeten schützen. EnMAP wird uns dabei helfen, die globale Landnutzung nachhaltig zu gestalten, die Folgen des Klimawandels aufzuzeigen und der fortschreitenden Umweltzerstörung entgegenzuwirken. Der Satellit ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie modernste Raumfahrttechnik zum Wohle der Menschheit und der Umwelt eingesetzt werden kann.“

Unsere Erde verändert sich ständig. Satelliten sind ein wichtiges Werkzeug, um den Klimawandel und andere Wechsel zu registrieren und zu dokumentieren. Beispiel „Precision Farming“: Hier kann EnMAP dazu beitragen, die Nährstoff- und Wasserversorgung der Pflanzen sowie Bodeneigenschaften präzise zu bestimmen. Das kann beim Thema globale Ernährungssicherheit helfen, aber auch bei Fragen von nachhaltigem Rohstoffabbau und -lagerung.

„Die Spektrometer von EnMAP basieren auf Technologien für die Erdbeobachtung, die seit Jahren in Deutschland erfolgreich entwickelt und eingesetzt werden. Diese lassen uns die Erde mit anderen Augen sehen“, betont Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, die Vorstandsvorsitzende des DLR. „Die Daten, die EnMAP liefern wird, eröffnen Wissenschaftlern neue Möglichkeiten. Insbesondere beziehen sich diese unter anderem auf das Überwachen des globalen Ökosystems, das Monitoring und die Suche nach Ressourcen, sowie eine Verbesserung der Reaktion auf humanitäre Krisen. Das Management solcher anspruchsvollen Missionen, der wissenschaftliche Umgang mit Daten, deren Bearbeitung und Auswertung, sowie in der Missionskontrolle, demonstrieren die vielfältigen und interdisziplinären Fähigkeiten des DLR als nationales Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt.“

EnMAP sieht mit 220 Farbkanälen

Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn, betont: „EnMAP hat für uns technologische, wissenschaftliche und industriepolitische Zielstellungen: Er ist unser Wegbereiter für die hyperspektrale Fernerkundung, eine Sensorik, die bisher nur vom Flugzeug aus eingesetzt wurde. Wir setzen diese Technologie nun erstmals für eine operationelle Satellitenmission ein. Wir ‘messen‘ zum Beispiel wirklich quantitativ die Zusammensetzung von Bestandteilen der Erdoberfläche – also die stoffliche Zusammensetzung, das funktioniert nur mit hyperspektraler Fernerkundung. EnMAP hat zudem mehr als 220 Farbkanäle, die aus 650 Kilometern Höhe eine Auflösung von 30 Metern am Boden erreichen können. Zum Vergleich: Ein handelsüblicher Fotoapparat hat eine dreikanalige Kamera.“ Die NASA bereite ebenfalls eine Hyperspektralmission vor und tausche sich mit den deutschen Experten aus, so Pelzer weiter. Auf europäischer Ebene werde diese in Deutschland entwickelte und gebaute Technologie in den künftigen Copernicus-Missionen Anwendung finden.

Mit der Entwicklung und dem Bau des Satelliten sowie des Hyperspektralinstrumentes wurde die OHB-System AG beauftragt. „Die Satellitenplattform aus Bremen und das hochkomplexe EnMAP-Instrument, das am OHB-Raumfahrtzentrum ‘Optik & Wissenschaft‘ im bayerischen Oberpfaffenhofen erdacht und gefertigt wurde, legen die Basis für eine ganz neuartige globale Erdbeobachtungsmission. Wir haben am Rande des technisch Machbaren gearbeitet und mit Sachverstand, Erfahrung und Leidenschaft ein leistungsfähiges Instrument erschaffen. Dabei haben wir Pionierarbeit geleistet und unsere Expertise enorm erweitert. Dieses Wissen bringen wir in andere Satellitenmissionen ein. EnMAP wird einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel und für mehr Umweltschutz leisten, denn seine Daten werden eindeutige Handlungsempfehlungen zur Bewältigung der drängenden Fragen unserer Zeit liefern“, ergänzt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE.

EnMAP wurde als wissenschaftliche Mission entwickelt und stellt daher primär Wissenschaftlern und Entwicklern aus Forschung und Unternehmen Daten zur Verfügung. Klassische Anwendungsgebiete sind hier Forst- und Landwirtschaft, Geologie und Böden, sowie Wassermanagement und Detektion von Umweltverschmutzung. Aber auch aus der Atmosphären- und Treibhausgasforschung gibt es ein klares Interesse an den EnMAP-Daten. Das Anwendungsspektrum der Daten ist sehr breit. „Der Start des Satelliten markiert einen Meilenstein in der GFZ-Geschichte“, sagt der Direktor des GFZ-Departments „Geodäsie“, Prof. Harald Schuh. „Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten seit vielen Jahren gemeinsam mit der internationalen EnMAP Science Advisory Group am Forschungsprogramm der Mission.“ Das Potsdamer Team koordiniert auch das umfangreiche EnMAP-PI-Projekt zur wissenschaftlichen Nutzungsvorbereitung und Unterstützung. Es wird gemeinsam mit den Partnerinstitutionen Humboldt-Universität Berlin, Universität Greifswald, AWI Bremerhaven und Ludwig-Maximilians-Universität München getragen.

Funktionsweise von EnMAP

Jedes Material auf der Erdoberfläche reflektiert das Sonnenlicht in einer für ihn charakteristischen Art und Weise, einer sogenannten Spektralsignatur. Diese Signatur kann EnMAP mit Hilfe seines Messinstruments „lesen“. Um es aber nicht mit anderen Elementen zu verwechseln, müssen diese Signaturen sehr genau abgetastet werden. Dies macht man mithilfe von vielkanaligen Bildern (sogenannte Hyperspektralbilder), mit speziellen Auswerteverfahren können dann die Materialien und Zusammensetzung verschiedener Landoberflächen, natürlichen wie städtischen, identifiziert und qualifiziert werden. Als ein Beispiel: man kann damit nicht nur erkennen, welche Fruchtart auf einem Acker angebaut wird, sondern auch, wie gut diese mit Nährstoffen versorgt ist. Auch können Mineralien in Böden erkannt und quantifiziert werden, oder Algen und Schwebstoffe in Gewässern. Die zukünftige Nutzung der EnMAP-Hyperspektraldaten durch Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen und die Entwicklung von speziellen Anwendungen werden durch BMWK-Förderprogramme unterstützt.

C-130J Super Hercules für Deutschland am Start

Deutschland bekommt die ersten neuen C-130. Die Beschaffung von sechs C-130J Super Hercules schließt eine sogenannte Fähigkeitslücke.

Mit Hilfe des sogenannten Foreign Military Sales-Verfahrens werden die neuen Flugzeuge für die Bundeswehr gekauft. Die erste Maschine benötigte vom Letter of Request an die US-Regierung bis zur Abnahme weniger als drei Jahre. Beim Jungfernflug der ersten deutschen C-130J beim Hersteller in den USA zeigt das Flugzeug Luftfahrzeugkennzeichen 55+01.

Mit der Außerdienststellung der in die Jahre gekommenen C-160 Transall und deren Ausmusterung Ende des Jahres 2021 ist eine Fähigkeitslücke im Bereich des geschützten, taktischen Lufttransportes entstanden. Das schließt Einsätze im Rahmen des Nationalen Risiko- und Krisenmanagements und das gesamte Spektrum von Spezial-Operationen, über Land oder im maritimen Umfeld, ein. Der A400M kann (Feld-)Flugplätze nicht anfliegen, wenn diese nicht über die notwendige Infrastruktur verfügen. Beginnend mit der Auslieferung der ersten C-130J Super Hercules im Februar 2022 wird diese Lücke geschlossen. Die C-130J-30 ist 34,37 Meter lang, 11,84 Meter hoch und hat eine Spannweite von 40,41 Metern. Sie erreicht eine Geschwindigkeit von 675 Stundenkilometern und hat eine Reichweite von 4.000 Kilometern.

Regierung kauft C130

Zur Beschaffung der sechs deutschen Luftfahrzeuge vom Typ C-130J hat die Bundesrepublik Deutschland – vertreten durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) – daher mit der US-Regierung – vertreten durch die US Air Force (USAF) – einen sogenannten Foreign Military Sales (FMS)-Vertrag geschlossen. Dieses Übereinkommen auf Regierungsebene zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika legitimierte die US Air Force dazu, einen Vertrag mit dem Flugzeughersteller Lockheed Martin abzuschließen. Der Hersteller ist demnach kein direkter Vertragspartner des BAAINBw.

Die Produktion der Flugzeuge wird durch die US Air Force und den US-Güteprüfdienst kontinuierlich überwacht und schließlich abgenommen. Das erste für die Bundeswehr vorgesehene Flugzeug wurde am 23. Dezember 2021 formell vom Hersteller an die US Air Force übergeben. Aus diesem Anlass fand am 01. Februar 2022 eine kleine Zeremonie in Marietta, Georgia (USA) statt, um die Fertigstellung des ersten Luftfahrzeuges an die Bestellnation Deutschland angemessen zu würdigen.

C130 für Deutschland im Bau

Anfang Januar 2021 ist von der künftigen ersten deutschen C-130J noch nicht so viel zu erkennen, wie bei der gewölbten Metallkonstruktion steht in einer Produktionshalle. Hier entsteht der obere Teil des späteren Cockpits. Ab März 2021: Die Rumpfteile der C-130J können bald verbunden werden. Kabel und Leitungen warten ebenfalls auf ihre Anschlüsse.

Der hintere Rumpfteil der C-130J mit Höhen- und Seitenleitwerk warten schon in einer Produktionshalle von Lockheed Martin. Ist das Heck der C-130J so weit fertig, kann der hintere Rumpfteil mit dem vorderen verbunden werden.

Fünf Mitarbeiter von Lockheed Martin sind nötig, eins der Triebwerke der C-130J einzuhängen. Im April werden die vier Triebwerke mit den sechsflügeligen Propellern jetzt eins nach dem anderen eingehängt und angeschlossen. Im Juni sind die Triebwerke an Ort und Stelle. Nun werden die Anströmkanten an die Tragflächen montiert. Gleichzeitig erfolgt die Installation der Antennen. Ende Juni ist die Produktion der ersten deutschen Super Hercules dann schon weit fortgeschritten. Jetzt bekommt der Flieger seine Nase, hinter der ein Wetterradar installiert ist. Die noch unlackierte C-130J mit der Seriennummer 5930 wird über das Produktionsgeländer in Marietta gezogen.

Fertig zusammengebaut. Jetzt fehlt noch das Luftwaffengrau. Mitte Juli 2021 rollt die Maschine zum ersten Mal, und zwar zur Lackierwerkstatt. Durch einen Spalt in den sich öffnenden Toren der Lackierhalle lugt die deutsche C-130J. Dann am 17. August 2021: Tore auf für die erste frisch lackierte deutsche C-130J mit der Kennung 55+01 und eine C-130J in luftwaffengrau mit deutscher Flagge wird aus einer Halle gezogen. Am 08. November 2021 hebt die C-130J in Georgia zum ersten Mal ab. Diesem Jungfernflug folgen weitere Tests und Flüge, bevor die C-130J im Februar 2022 der Bundeswehr übergeben wird.

Frankreich mit an Bord

Die deutschen Luftfahrzeuge werden künftig gemeinsam mit französischen Luftfahrzeugen betrieben. Diese Zusammenarbeit charakterisiert die Interoperabilität beider Streitkräfte und den wirtschaftlichen, binationalen Betrieb einer kleinen Flotte von Flugzeugen. Zum allerersten Mal werden hier französische und deutsche Piloten, Mechaniker, Avioniker und technische Ladungsmeister gemeinsam leben, trainieren und arbeiten. Binationale Crews fliegen die Einsätze und am Boden werden deutsche und französische Maschinen ebenfalls gemeinsam gewartet. Die Möglichkeit rein nationaler Einsätze bleibt dabei erhalten. Die deutsch-französische Flotte wird bestehen aus:

  • fünf Luftfahrzeugen vom Typ C-130J-30
  • fünf Luftfahrzeugen vom Typ KC-130J (zusätzliche Betankungsfähigkeit)

Der deutsche Anteil besteht aus je drei Flugzeugen vom Typ C-130J-30 und Typ KC-130J.

C-130J Technische Daten

Die Maschine für die Luftbetankung: Das Tankerflugzeug KC-130J von Lockheed Martin ist durch die zwei Zusatztanks und die zwei Betankungsbehälter unter den Tragflächen gut von der C-130J zu unterscheiden.

FlugzeugmusterC-130J-30 HerculesKC-130J Hercules
Länge:34,37 Meter29,79 Meter
Höhe:11,84 Meter11,84 Meter
Flügelspanne:40,41 Meter40,41 Meter
Maximales Startgewicht:74.389 kg74.389 kg
Maximale Geschwindigkeit:675 km/h675 km/h
Reichweite:4.000 Kilometer3.667 Kilometer

Seit 1956 wird das mit vier Turboprop-Triebwerken angetriebene militärische Transportflugzeug in Serie gebaut. Hersteller ist der US-amerikanischer Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed Martin. Mehr als 40 verschiedene Versionen der C-130J sind bis dato entwickelt worden, über 2.500 Maschinen werden von 69 Staaten genutzt. Damit ist die C-130J das am längsten produzierte Flugzeug der Welt, seit Ende der 1990er-Jahre in der modernisierten Version C-130J Super Hercules. Die verlängerte C-130J-30 ist dabei die am häufigste eingesetzte Frachtkonfiguration. Weitere Varianten gibt es unter anderem für die Luftbetankung, für Such- und Rettungseinsätze, zur Jet- und Helikopter-Luftbetankung, aber auch für die elektronische Aufklärung. Weiterhin ist eine Reichweitenverlängerung der C-130J aufgrund der Fähigkeit, selbst betankt zu werden, möglich.

Eurowings stockt das Programm auf 75 Flüge nach Mallorca auf

Deutlich früher als in Deutschland lockt der Frühling mit wärmeren Temperaturen auf der Sonneninsel Mallorca. Aufgrund der großen Nachfrage stockt Eurowings das Programm vom Flughafen Paderborn/Lippstadt im Winterflugplan bis Ende April von 50 auf 75 Verbindungen auf. Die Flüge können in allen Reisebüros und online gebucht werden.

Der erste Abflug im Rahmen dieses erweiterten Eurowings-Programms ist für Montag, 28. Februar am Heimathafen vorgesehen. In den Monaten März und April können sonnenhungrige Urlauber aus den Regionen Ostwestfalen, Lippe und Südwestfalen somit ein deutlich erweitertes Streckennetz in Anspruch nehmen.

„Wir freuen uns sehr, dass unser langjähriger Partner Eurowings auf die guten Buchungen der bisherigen 50 Verbindungen nach Palma de Mallorca reagiert und weitere Flüge in das Programm aufgenommen hat. So können noch mehr Urlauberinnen und Urlauber im Frühjahr 2022 von unserem Flughafen aus eine schöne Zeit bei angenehmen Temperaturen unter südlicher Sonne genießen“, kommentiert Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser die zusätzlichen Verbindungen.