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Flughafen Wien schafft 2,2 Prozent Passagierplus

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Das Jahr 2014 ist trotz krisen- und streikbedingter Herausforderungen für den Flughafen Wien gut verlaufen. Drei neue Langstrecken, sechs neue Airlines und Erweiterungen bei Frequenzen und Destinationen brachten einen Passagierzuwachs von 2,2 Prozent auf 22,5 Mio. Reisende. Nach einem zu erwartenden Passagierminus im ersten Quartal des Jahres 2015 erwartet die Flughafen Wien AG für das Gesamtjahr bei einem anhaltend schwierigen Marktumfeld eine Passagierentwicklung von 0 Prozent bis plus 2 Prozent, sowie Steigerungen bei Umsatz, EBITDA und Nettoergebnis.

Plus trotz Schwierigkeiten 2014

"Neue Airlinekunden und Flugangebote für den Standort Wien zu gewinnen ist unser klares strategisches Ziel und hier konnten wir 2014 gemeinsam mit unseren Partnern vor allem auf der Langstrecke und bei neuen Destinationen gute Erfolge verzeichnen. Auch bei der Servicequalität wurde viel erreicht, über 120 Einzelmaßnahmen haben wir bereits umgesetzt und mit dem neu gestalteten Pier West wurde ein neuer Benchmark am Flughafen Wien geschaffen", erläutert Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Dennoch waren die Auswirkungen der Krisensituationen in Russland und der Ukraine sowie im Nahen und Mittleren Osten wie auch die Flugausfälle durch Streik und die allgemein verhaltene Konjunkturlage am Flughafen Wien spürbar. Daher werde im ersten Quartal 2015 mit einem Passagierrückgang gerechnet.

Flughafen Wien plädiert für Abschaffung der Ticketsteuer

"Die weltpolitischen und luftfahrtspezifischen Krisen spürt auch der Flughafen Wien. Dennoch war das Jahr 2014 für den Standort sehr erfolgreich. Durch konsequente Weiterverfolgung unserer Strategie zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung werden wir die Finanzziele für 2014 erreichen. Trotz vorsichtiger Passagierprognose für 2015 erwarten wir mit einem Nettoergebnis von mindestens 85 Mio. Euro und einem EBITDA von mehr als 250 Mio. Euro ein klares Plus. Die Nettoverschuldung soll auf unter 500 Mio. Euro reduziert werden." stellt Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG fest.

Entwicklung des Flughafens zur Airport City komme voran. Seit kurzem ist der Standort über Fernbahnzüge direkt erreichbar, das neue Hotelprojekt geht in die Planungsphase. Allerdings sollte die Wachstumsbremse Ticketsteuer im Zuge der Steuerreform beseitigt werden, das würde sehr rasch etwa 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, ohne dass der Staat unter dem Strich Steuereinnahmen verliere, ergänzte Ofner weiter.

Passagierzahlen am Flughafen Wien: 2014 22,5 Mio.

Nach einem leichten Passagierrückgang im Jahr 2013 war 2014 für den Flughafen Wien wieder ein erfolgreiches Verkehrsjahr: Mit 22.483.158 Passagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Jahr 2014 um 2,2 Prozent mehr Reisende als im Vorjahr. Positiv wirkten sich vor allem die neuen Langstrecken, neuen Flugverbindungen und Frequenzerweiterungen der Airlines aus. Negativen Einfluss hatten jedoch die Krisensituationen in Russland und der Ukraine, sowie im Nahen und Mittleren Osten, wie auch die ungünstigen Wechselkursschwankungen und streikbedingten Flugausfälle in Europa.

Wachstumstreiber bei der Verkehrsentwicklung war im Jahr 2014 daher vor allem der Lokalverkehr mit einem Anstieg um 4,6 Prozent, während der Transferverkehr um 3,9 Prozent zurückging. Während die Anzahl der Starts und Landungen mit minus 0,2 Prozent leicht stagnierte, nahm die Sitzplatzauslastung (Sitzladefaktor) um 0,2 Prozentpunkte auf 75,0 Prozent zu. Das Frachtaufkommen entwickelte sich erfreulich und stieg um 8,3 Prozent auf 277.532 Tonnen an.

Verkehrsplus nach Nordamerika, Wachstum nach Westeuropa

Der Passagierverkehr nach Nordamerika nahm mit 27,8 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr stark zu, was vor allem auf die sehr erfolgreiche neue Streckenaufnahme nach Newark und die Aufstockung nach Chicago durch Austrian Airlines zurückzuführen ist. Auch nach Westeuropa hat sich der Verkehr gut entwickelt, hier stiegen die Passagierzahlen im Jahr 2014 um 3,0 Prozent an. Auch in den Nahen und Mittleren Osten verzeichnete der Flughafen Wien ein Verkehrswachstum von 3,1 Prozent. Nach Osteuropa wirkte sich vor allem die Krisensituation in Russland und der Ukraine aus, hier ging das Verkehrsaufkommen um 6,5 Prozent zurück.

Top-Ziele 2014: Frankfurt, Moskau, Bangkok

Das höchste Passagieraufkommen verzeichnete die Destination Frankfurt mit 680.895 Passagieren, gefolgt von Zürich mit 476.290 Passagieren und London mit 461.630 Passagieren. In der Region Osteuropa war Moskau mit 329.513 Passagieren die Destination mit dem höchsten Passagieraufkommen vor Bukarest mit 201.929 und Sofia mit 162.265 Fluggästen. In der Region Naher und Mittlerer Osten liegt Dubai mit 232.128 Passagieren vor Tel Aviv mit 157.155 und Doha mit 48.069 Reisenden. Die meisten Passagiere auf der Langstrecke konnte Bangkok mit 115.726 Fluggästen verbuchen, gefolgt von New York mit 86.284 Fluggästen und Tokio mit 73.715 Fluggästen.

Austrian Airlines Group hat die meisten Passagiere

Im Ranking der Airlines gemessen am Passagieranteil führt die Austrian Airlines Group mit 47,7 Prozent, vor NIKI mit 11,0 Prozent, airberlin mit 6,2 Prozent und Lufthansa mit 4,8 Prozent. Unter den Top-Ten-Airlines am Flughafen Wien liegen außerdem germanwings mit einem Anteil von 3,2 Prozent am Gesamtpassagieraufkommen, sowie Turkish Airlines mit 2,2 Prozent, British Airways mit 1,8 Prozent, SWISS mit 1,7 Prozent, Emirates mit 1,6 Prozent und KLM mit 1,4 Prozent Passagieranteil.

In diesem Ranking verzeichneten die Fluglinien Vueling, TAP Portugal und Alitalia die stärksten Zuwächse beim Passagieraufkommen. Die durchschnittliche Auslastung der Flüge stieg von 74,8 Prozent im Jahr 2013 auf 75,0 Prozent. 2014 wurde der Flughafen Wien von 70 Fluglinien regelmäßig angeflogen, die 172 Destinationen in 71 Ländern bedienten.

Starkes Wachstum beim Frachtaufkommen

Im Cargo-Bereich konnte 2014 eine gute Entwicklung verzeichnet werden, das Frachtvolumen (inkl. Trucking) stieg um 8,3 Prozent auf insgesamt 277.532 Tonnen an. Die reine Luftfracht verzeichnete dabei mit 197.761 Tonnen einen Anstieg von 10,6 Prozent, das Trucking nahm um 3,1 Prozent auf 79.771 Tonnen zu.

Prognose bei Passagieren und Finanzausblick 2015

Für das Jahr 2015 rechnet die Flughafen Wien AG nach einem zu erwartenden Passagierrückgang im ersten Quartal für das Gesamtjahr eine leicht steigende Passagierentwicklung zwischen 0 Prozent und 2 Prozent sowie eine ebenfalls leicht positive Entwicklung bei den Bewegungen zwischen 0 Prozent und 1 Prozent. Erste Impulse dafür sind aus heutiger Sicht unter anderem durch neue Streckenaufnahmen nach Mauritius (MU) und Aufstockungen nach Newark (US) und Athen (GR) durch Austrian Airlines, nach Catania (IT), Alicante (ES), Athen (GR), Paphos (CY) sowie durch die Aufstockung nach Zürich (CH) durch NIKI wie auch durch Aufstockungen und neue Verbindungsaufnahmen von EasyJet, Vueling, TUIFly, Estonian Air, Aegean, SunExpress, Pegasus Airlines, Montenegro Airlines und Air Moldova zu erwarten.

Vor diesem Hintergrund bewertet der Vorstand des Flughafen Wien die Geschäftsaussichten für 2015 grundsätzlich optimistisch: So wird eine Steigerung beim Umsatz auf mehr als 645 Mio. Euro erwartet und eine Steigerung beim EBITDA auf über 250 Mio. Euro angepeilt. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht bei mindestens 85 Mio. Euro liegen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll weiter auf unter 500 Mio. Euro reduziert werden. Für Investitionen sind im Jahr 2015 rund  95 Mio. Euro vorgesehen.

Geschäftszahlen Flughafen Wien im Überblick

Position 2014 Δ zu 2013
Passagiere gesamt 22.483.158 + 2,2 %

Lokalpassagiere

15.873.386 + 4,6 %

Transferpassagiere

6.531.198 – 3,9 %
Bewegungen 230.781 – 0,2 %
MTOW in Tonnen 8.179.391 + 3,4 %
Luftfracht und Trucking in Tonnen 277.532 + 8,3 %

Luftfracht in Tonnen

197.761 + 10,6 %

Trucking in Tonnen

79.771 + 3,1 %

 

Regionen Passagiere* Δ zu 2013
Europa 9.786.991 + 0,9 %

Osteuropa

2.025.666 – 6,5 %

Westeuropa

7.761.325 + 3,0 %

Schengen

7.005.223 + 2,6 %

EU

7.369.070 + 3,0 %
Ferner Osten 408.707 + 12,5 %
Naher und Mittlerer Osten 538.923 + 3,1 %
Nordamerika 298.630 + 27,8 %
Afrika 167.341 + 6,4 %
Südamerika 12.024 + 9,5 %

 

Wichtigste Destination pro Region   Passagiere* Δ zu 2013
Osteuropa Moskau 329.513 – 10,9 %
Westeuropa Frankfurt 680.895 + 3,3 %
Naher und Mittlerer Osten Dubai 232.128 + 4,2 %
Langstrecke Bangkok 115.726 + 1,6 %

 

Verkehrsprognose Erwartung für 2015
Passagierentwicklung 0 % bis + 2 %
Flugbewegungen 0 % bis + 1 %

 

Finanzguidance Erwartung für 2015
Umsatz > € 645 Mio.
EBITDA > € 250 Mio.
Konzernergebnis ≥ € 85 Mio.
Nettoverschuldung ≤ € 500 Mio.
CAPEX ~ € 95 Mio.

 

*abgeflogene Passagiere

Gebirgslandeplätze in der Schweiz reduziert

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Vor einigen Monaten hat der Bundesrat beschlossen, ein Netz von höchstens 40 Gebirgslandeplätzen (GLP) zu definieren. Das BAZL schlägt zu diesem Zweck eine Änderung des Konzepts Gebirgslandeplätze und der VIL (Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt) sowie die Aufhebung der beiden Landeplätze Rosenegg-West und Gumm im Kanton Bern vor. Die Anhörung zu diesen Änderungen beginnt am heutigen 20. Januar 2015. GLP befinden sich auf über 1.100 Meter über Meer. Sie dienen zu Ausbildungs-, Übungs- und sportlichen Zwecken oder der Personenbeförderung zu touristischen Zwecken und verfügen über keinerlei Infrastruktur.

Die GLP bilden die Ausbildungs- und Übungsgrundlage für Piloten mit der Zulassung für Gebirgslandungen. Darüber hinaus sind sie unverzichtbar für Rettungs- und Transportflüge im Gebirge.

Im Mai 2014 hatte der Bundesrat beschlossen, die Höchstzahl der Gebirgslandeplätze von heute 48 auf deren 40 zu verringern. In der Schweiz werden gegenwärtig 42 GLP für Helikopter und Flächenflugzeuge betrieben. Zwei davon sollen aufgehoben werden, nämlich die Plätze Rosenegg-West und Gumm im Kanton Bern. Die verbleibenden GLP können weiterhin im bisherigen Umfang von der Helikopterindustrie genutzt werden.

Die Auswahl der aufzuhebenden Plätze erfolgte gemeinsam mit den übrigen betroffenen Bundesämtern. Sie ist das Ergebnis einer Interessensabwägung zwischen den Zielen des Natur-, Landschafts- und Wildtierschutzes auf der einen und den Anliegen der Flugausbildung und des Flugtrainings auf der anderen Seite. Die bereits früher festgelegten Grundsätze für das Heliskiing und für Wildruhezonen werden durch diese konzeptuellen Anpassungen des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) nicht in Frage gestellt.

Lufthansa-Verhandlungen mit UFO gescheitert – Neue Arbeitszeitmodelle

Lufthansa und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben sich am Freitag darauf geeinigt, gemeinsam einen Schlichter zur Alters- und Übergangsversorgung anzurufen. Über beide Tarifverträge ist in den vergangenen Wochen verhandelt worden. Allerdings konnten dabei die Positionen nicht bis zu einer Verhandlungslösung angenähert werden. Um eine unmittelbare Streikgefahr durch die Mitarbeiter des Kabinenpersonals abzuwenden, hat sich Lufthansa mit UFO auf die Anrufung eines Schlichters verständigt.

Lufthansa möchte mit einer nachhaltigen Neuregelung der Alters- und Übergangsversorgung die langfristige Finanzierbarkeit der Versorgungssysteme trotz niedriger Zinsen und gestiegener Bezugsdauer der Versorgungsleistungen sicherstellen. "Wir sind überzeugt, dass wir in konstruktiven Gesprächen gemeinsam mit UFO zukunftsfähige Tarifverträge gestalten können." sagte Dr. Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG. Da in den Verhandlungen der Versorgungstarifverträge in wesentlichen Punkten, etwa der Dotierung der Altersversorgung und der Frage der Eigenbeiträge der Mitarbeiter, bislang jedoch aufgrund der Komplexität der Fragestellung noch keine Einigung erzielt werden konnte, habe man sich gemeinsam für einen Schlichtungsversuch entschieden.

Mit der Unterstützung eines Schlichters sollen nun nachhaltige Lösungen erarbeiten werden. "Auch im Sinne künftiger Generationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen wir einen guten Kompromiss erzielen, der die langfristige Finanzierbarkeit der Versorgungssysteme sicherstellt und gleichzeitig auch in Zukunft eine attraktive Alters- und Übergangsversorgung für unsere Beschäftigten ermöglicht", so Volkens weiter.

Eckpunkte für neue Arbeitszeitmodelle

Darüber hinaus haben Lufthansa und UFO ein Eckpunktepapier zur Fortsetzung der Verhandlungen zu neuen Arbeitszeitmodellen unterzeichnet. Ziel ist es, einen neuen Tarifvertrag zu Arbeitszeitmodellen abzuschließen, die dem saisonal stark schwankenden Kapazitätsbedarf des Unternehmens Rechnung tragen. Weitere Themen aus der Agenda Kabine sollen ebenfalls parallel zur Schlichtung verhandelt werden.

Flug von DAWN zum Zwergplaneten Ceres nähert sich Ziel

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Eine dicke Eiskruste und darunter ein Ozean – das könnte die Planetenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt erwarten, wenn die amerikanische Dawn-Sonde im März 2015 am Zwergplaneten Ceres ankommt.

Bereits jetzt – aus 383.000 Kilometer Entfernung – sind erste Strukturen der Oberfläche zu erkennen: Auf der Aufnahme der deutschen Kamera an Bord vom 13. Januar 2015 sind deutlich hellere und dunklere Bereiche auf dem fast kugelförmigen Zwergplaneten zu erkennen.

"Ceres ist immer noch ein unbekannter Himmelskörper, aber diese ersten Bilder lassen erahnen, dass die Oberfläche Strukturen wie Einschlagskrater und Brüche aufweist", sagt Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Planetenforscher und Wissenschaftler im Team der Dawn-Mission. Bereits Ende Januar werden die Bilder der Kamera eine Auflösung erreichen, die besser als alle bisher mit dem Weltraumteleskop Hubble angefertigten Aufnahmen ist.

Zwergplanet aus der Nähe betrachten

Weit hinter der Frostgrenze im Asteroidengürtel, dort, wo die Sonne kaum noch Wirkung zeigt und das Wasser zu Eis wird, liegt das Ziel der Sonde Dawn, das sie im März 2015 erreichen wird. Während sie 2011 mit dem Asteroiden Vesta einen "trockenen", felsigen Asteroiden untersuchte, steht nun das komplette Gegenteil als Untersuchungsobjekt an: Ceres ist ein "nasser" Asteroid, hat vermutlich einen Wasseranteil von 15 bis 25 Prozent und wurde 2006 von der Internationalen Astronomnischen Vereinigung zum Zwergplaneten hochgestuft.

Der Durchmesser von Ceres von fast 1.000 Kilometern, und seine runde Form lassen vermuten, dass er es bei der Entstehung unserer Sonnensystems wohl nur knapp nicht zum regulären Planeten geschafft hat – und so bildet er ein Zwischenstadium ab, das für die Planetenforscher beim Blick in die Vergangenheit besonders interessant ist. "Wir untersuchen mit Dawn zum ersten Mal einen Zwergplaneten", betont DLR-Wissenschaftler Prof. Ralf Jaumann.

16 Monate wird Dawn aus unterschiedlichen Höhen auf die Oberfläche der eisigen Ceres blicken und mit der Kamera an Bord Aufnahmen erstellen. Aus diesen Daten wird am DLR-Institut für Planetenforschung dann ein dreidimensionales Höhenmodell berechnet, Ceres kartiert und die Topographie des Himmelskörpers untersucht. Mit der dreidimensionalen Vermessung können beispielsweise bei Kratern Rückschlüsse auf die Wucht des Einschlags gezogen werden. Unter der Eiskruste von Ceres vermuten die Wissenschaftler zudem eine hundert Meter dicke Schicht aus Wasser, in der es sogar Spuren einfachen Lebens geben könnte. "Die Dawn-Sonde wird in den nächsten Monaten diesen Eiskörper genauer untersuchen und wir werden die eine oder andere wissenschaftliche Überraschung erleben", ist sich Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann sicher.

DAWN-Mission der NASA mit Kamera aus Göttingen

Die Mission DAWN wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. JPL ist eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Teil der Mission verantwortlich. Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Das Kamera-Projekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und NASA/JPL unterstützt.

DRF Luftrettung: Eigenentwicklung Navigationstechnik

Die Besatzungen der DRF Luftrettung nutzen künftig an Bord der Hubschrauber ein neu entwickeltes Navigations- und Funksystem. Damit können an Bord der Hubschrauber der DRF-Luftrettung künftig dreimal so viele Funkkanäle genutzt werden wie bisher.

Weitere Vorteile für die Piloten sind ein einheitliches Cockpit-Layout sowie die Möglichkeit einer visuellen Flugplanung. Entwickelt wurde das innovative Gerätekonzept vom organisationseigenen Entwicklungsbetrieb.

Flotten-Umrüstung für 20 Hubschrauber – Mehr Möglichkeiten

Gemäß neuer EASA-Richtlinien müssen ab 2018 alle in den Luftfahrzeugen eingebauten Funk- und Navigationssysteme einen Kanalabstand von 8,33kHz vorweisen. Damit werden nicht wie bisher bei 25kHz "nur" 760 Sprechfunkkanäle verfügbar sein, sondern insgesamt 2.280. Es müssen ca. 20 bei der DRF Luftrettung eingesetzte Hubschrauber der Typen BK 117 B-2 / BK 117 C-1, EC 135 und EC 145 umgerüstet werden.

Der Entwicklungsbetrieb der DRF Luftrettung hat mit Unterstützung ihrer Avionik-Kollegen ein einheitliches Gerätekonzept, eine Kombination aus GTN 650 Garmin Touchscreen Navigator und einem konventionellen GNC 255B COM/NAV Gerät, entwickelt.  "Mit dem neuen Gerätekonzept gleichen wir das Cockpit-Layout für alle Hubschraubertypen an. Dies bringt unseren Piloten einen hohen Wiedererkennungswert und damit mehr Sicherheit durch gleiche Bedienabläufe", erläutert Michael Kunze, Leiter Musterprüfleitstelle bei der DRF Luftrettung.

Nach Erhalt der ergänzenden EASA-Musterzulassung wurde bereits der Einbau in die erste EC 145 vorgenommen. Hier wurden neun Geräte, die zum Teil im Cockpit und im Avionik-Deck verbaut waren, ersetzt. Die Vorteile: Gewichtseinsparungen und die Vorhaltung einer geringeren Anzahl von Ersatzgeräten. Derzeit wird die Gerätekombination für die BK 117 B-2, die BK 117 C1 und im Laufe dieses Jahres für die EC 135 eingebaut und zugelassen.

Das neue System bietet außerdem die Möglichkeit, Flugpläne einzugeben und diese direkt auf dem Geräte-Display anzuzeigen. Eine weitere technische Besonderheit ist die Möglichkeit, satellitengestützte Anflüge durchzuführen, beispielsweise bei schwierigen Wetterbedingungen. Die Voraussetzung wäre jedoch die Zulassung dieser Anflugverfahren für Krankenhauslandeplätze.

DRF Luftrettung mit Entwicklungsbetrieb

Die DRF Luftrettung setzt an 30 Stationen in Deutschland und Österreich Hubschrauber für die Notfallrettung und den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, an acht Standorten sogar rund um die Uhr. Die gemeinnützig tätige Organisation ist mit ihrem Operation-Center seit 1999 am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden beheimatet. Der dort angesiedelte Technische Betrieb besteht aus der CAMO (Continuing Airworthiness Management Organisation), dem EASA-Part-145-Werftbetrieb, dem EASA-Part-147-Schulungsbetrieb sowie dem EASA-Part-21J-Entwicklungsbetrieb, der Innovationen innerhalb der DRF Luftrettung voran bringt.

Über die Hubschrauberrettung hinaus führt die DRF Luftrettung Rückholungen mit eigenen Ambulanzflugzeugen für ihre im Ausland verletzten oder erkrankten Förderer durch, wenn diese aus medizinischen Gründen nach Deutschland transportiert werden müssen.

Flugzeugtaufe „Spirit of Alpbach“ einer Dash 8-Q400 in Innsbruck

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Austrian Airlines hat ihre Regionalflotte Ende 2014 um vier auf 18 Flugzeuge aufgestockt. Eine der vier neuen "Turboprops" der Bombardier Dash 8-Q400-Familie mit der Registrierung OE-LGP wurde heute Vormittag am Flughafen Innsbruck-Kranebitten auf den Namen ‚Spirit of Alpbach‘ getauft.

Die OE-LGP ‚Spirit of Alpbach‘ wird in der Star Alliance-Lackierung fliegen. Taufpate war der ehemalige EU-Kommissar und Landwirtschaftsminister Österreichs, Franz Fischler, in seiner Funktion als Präsident des Europäischen Forums Alpbach. "Alle vier Flugzeuge erhalten bewusst Tiroler Namen", ergänzt Jaan Albrecht, CEO von Austrian Airlines. Denn die Flottenerweiterung stärkt die Austrian Airlines Group nicht nur als Ganzes, sondern auch den Standort Innsbruck als Spezialist für Turboprop-Flugzeuge. Am Standort Innsbruck arbeiten insgesamt knapp 300 Mitarbeiter.

Die sogenannten "Festspiele des Wissens" feiern 2015 ihren 70. Geburtstag. "Ich freue mich über das Geburtstagsgeschenk unseres langjährigen Partners Austrian Airlines. Das Europäische Forum Alpbach hat nun einen fliegenden Botschafter. Mögen all seine Passagiere viele neue Ideen und Perspektiven von ihren Reisen mit nach Hause nehmen", sagt Fischler.

Die ‚Spirit of Alpbach‘ hatte im November ihren Erstflug im Auftrag der Konzernschwester SWISS. Die gesamte Flotte der Austrian Airlines Group hat sich durch den kleinen Expansionsschritt übrigens auf 80 Flugzeuge vergrößert. Der Neuwert eines Flugzeugs dieses Typs beträgt zwischen 25 und 30 Mio. US-Dollar. Über den tatsächlichen Kaufpreis der gebrauchten Maschinen wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Bombardier Q-Series ist aufgrund ihrer Bauart besonders zuverlässig und effizient, im Vergleich mit einem Passagierjet mit gleicher Sitzplatzkapazität um 40 Prozent sparsamer beim Kerosin. Das "Q" steht übrigens für "quiet". Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, die mit Propellern verbundenen Geräusche und Vibrationen zu unterdrücken. Flugzeuge dieser Bauart erreichen zudem Flughäfen, auf denen größere Maschinen nicht landen können oder dürfen.

Eckdaten zur neuen Bombardier Q400 bei Austrian Airlines

Dash 8-Q400 OE-LGP "Spirit of Alpbach"
Hersteller: Bombardier
Type: DH-8-402
Serien Nummer: MSN 4016
Baujahr: November 2001 (C-Check 2014)
Sitzplätze: 76
Flügelspannweite: 28,4 m
Länge/Höhe: 32,8 m / 8,3 m
Max. Reisefluggeschwindigkeit: 665 km/h
Max. Flughöhe: 7.600 m / 25.000 ft
Triebwerkstyp: Pratt & Whitney 2 PW 150A
Max. Reichweite mit Beladung: 1.500 bis 1.630 km
Max. Abfluggewicht 29.574 kg
Max. Landegewicht 28.123 kg

 

Grafik: Flughafen Innsbruck

A319 der Germanwings fliegt öfter zwischen Köln und Berlin

Mit Start des Sommerflugplans 2015 am 29. März schließt Germanwings eine Lücke auf der Strecke zwischen Köln und Berlin: Ab dann können die Gäste der Lufthansa-Tochter auch am Sonntagvormittag vom Rhein an die Spree reisen und so ihre Reise noch flexibler planen. Der zusätzliche Flug wird mit einem Airbus A319 angeboten.

Germanwings startet ab Köln/Bonn um 09:55 Uhr und erreicht Berlin/Tegel um 11:05 Uhr. Der Rückflug steht für 11:40 Uhr im Flugplan und endet mit der flugplanmäßigen Landung am Konrad-Adenauer-Flughafen um 12:50 Uhr. Die zusätzlichen Flüge sind bereits buchbar.

Ultraleichtflugzeug: Absturz neben Unwetter

Am Unfalltag traf sich der Pilot des Ultraleichtflugzeuges (UL) mit einem Fluglehrer am Flugplatz Gießen-Lützellinden. Geplant war ein gemeinsamer Überlandflug. Um 12:15 Uhr erfolgte der Abflug zum Flugplatz Pirmasens (EDRP).

Identifikation

Art des Ereignisses: Unfall

Datum: 11. September 2014

Ort: Schweighofen

Luftfahrzeug: Ultraleichtflugzeug

Hersteller / Muster: Comco Ikarus GmbH / C 42 C

Personenschaden: Pilot und Fluggast tödlich verletzt

Sachschaden: Luftfahrzeug zerstört

Drittschaden: Flurschaden

Ereignisse und weiterer Flugverlauf

Die Landung in Pirmasens war um 13:37 Uhr. Nach Angaben der Flugleitung wurde um 14:15 Uhr wieder gestartet mit dem Flugziel Gießen-Lützellinden. Laut Radardaten flog das UL aus der Platzrunde heraus in Richtung Nordosten und änderte um 14:17 Uhr den Kurs nach Osten und um 14:19 Uhr flog es in südöstliche Richtung. Laut Radaraufzeichnung lag die Flughöhe im Bereich zwischen 2.300 ft und 2.500 ft AMSL. Um 14:30 Uhr erfolgte etwa querab der Ortschaft Bobenthal ein Kurswechsel in östliche Flugrichtung.

Um 14:32 Uhr wurde auf Ostkurs die Flughöhe reduziert, wobei der Flugplatz Schweighofen nördlich passiert wurde. Querab des Flugplatzes betrug die Flughöhe 1.200 ft. Um 14:35 Uhr wurde eine Richtungsänderung nach Süden mit weiterem Sinken eingeleitet. Um 14:36:37 Uhr befand sich das UL im Endteil der Piste 26 des Flugplatzes Schweighofen. Die Radarerfassung endete um 14:36:47 Uhr.

Zur Unfallzeit sah ein Zeuge das UL in ca. 1.000 ft aus nordnordöstlicher Richtung kommend im Sinkflug auf den Endteil des Flugplatzes Schweighofen. Der Anflug und das Motorgeräusch seien unauffällig und normal gewesen. Der Unfall wurde nicht beobachtet. Vor dem Anflug befand sich eine dunkle Wolke aus Nordnordosten nach Südsüdwesten ziehend mit Starkregen und Windböen im Bereich von Schweighofen. Während des beobachteten Anfluges sei der Wind gering gewesen.

Eine Zeugin sah das UL nahezu senkrecht zu Boden fallen. An der linken Seite bemerkte sie ein Objekt, welches sie als einen sich öffnenden Fallschirm beschrieb. Kurze Zeit darauf verschwand das UL hinter Bäumen, gefolgt von einem Knall. Anschließend sah sie eine schwarze Rauchwolke aufsteigen. Ein im Auto aus Frankreich kommender Zeuge berichtete von starken Regenschauern. In der Nähe des Flugplatzes Schweighofen entdeckte er das brennende Wrack des Ultraleichtflugzeuges auf einem Acker liegend.

Das UL war auf ein abgeerntetes Feld geprallt und in Brand geraten. Die Insassen erlitten tödliche Verletzungen. Das Titelbild zeigt die Unfallstelle.

Angaben zu Personen

Der links sitzende 59-jährige Pilot des Ultraleichtflugzeuges war im Besitz eines bis zum 21.03.2016 gültigen Luftfahrerscheins für Luftsportgeräteführer, ausgestellt am 12.12.2005 vom Luftsportgeräte-Büro des Deutschen Aero Club e.V. (DAeC). Das Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 war bis zum 03.03.2015 gültig. Seine Gesamtflugerfahrung betrug 281 Stunden.

Der rechts sitzende 46-jährige Ultraleichtflugzeugführer war im Besitz eines bis zum 30.04.2015 gültigen Luftfahrerscheins für Luftsportgeräteführer, ausgestellt am 30.04.2005 vom Deutschen Ultraleichtflugverband e.V. (DULV) mit Lehrberechtigung für aerodynamisch gesteuerte UL, gültig bis 27.04.2016.

Angaben zum Luftfahrzeug

Das Muster C 42 C ist ein doppelsitziges, aerodynamisch gesteuertes Ultraleichtflugzeug mit festem Bugradfahrwerk. Der Schulterdecker verfügt über eine geschlossene Kabine und nebeneinander angeordnete Sitze.

  • Hersteller: Comco Ikarus GmbH
  • Muster: C 42 C
  • Werknummer: 1403-7288
  • Baujahr: 2014
  • MTOW: 472,5 kg
  • Gesamtflugzeit: 208 Stunden
  • Triebwerk: Rotax 912 UL
  • Werknummer: 6.782.544
  • Betriebszeit: 208 Stunden
  • Rettungssystem: Magnum HSSP 450 Speed

Bei der Stückprüfung des Ultraleichtflugzeuges am 24.02.2014 wurde die Leermasse mit 286,5 kg angegeben. Das UL war mit einem hinter den Sitzen eingebauten 65 Liter fassenden Kraftstofftank ausgestattet. Die 200-Stunden-Kontrolle wurde am 08.09.2014 durchgeführt. Danach wurden ca. neun Stunden mit dem UL geflogen. Die Wartung wurde durch den Werftbetrieb des Halters durchgeführt.

Meteorologische Informationen

Nach Zeugenaussagen herrschten zur Unfallzeit Starkregen und böiger Wind. Während des Anfluges wurde kein Niederschlag beobachtet. Zeugen berichteten von dunklen bis schwarzen Wolken nördlich des Unfallortes, die sich nach Süden hin ausbreiteten.

Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes (DWD) befanden sich zum Startzeitpunkt in Pirmasens auf der Flugstrecke nach Gießen heftige Regen und Schauergebiete, die sich weiter in Richtung Karlsruhe ausweiteten. Die von Zeugen beschriebenen dunklen Wolken decken sich mit den Meldungen des DWD.

Stationswettermeldungen

Rheinstetten 1200 UTC 12001KT 12 km –RA 4/8 022 6/8 060 17/11 QFF 1016=

Die Wetterstation Neustadt Weinstraße meldete um 12:00 UTC Wind aus 340 Grad mit 14 Knoten und Böen mit 21 Knoten mit starkem Regen. Die Sicht betrug neun km und die Bewölkung betrug 7/8 in 1.000 Fuß. Beide Stationen meldeten Regen (RA) oder Starkregen (XXRA) in deren Bereich. Zeugen sahen zur Unfallzeit dunkle, schwarze Wolken in das Unfallgebiet ziehen, aus denen erste Regentropfen fielen und Windböen setzten ein.

Bild 2 zeigt das Wetterradarbild zur Startzeit, Bild 3 zeigt das Wetterradarbild zur Unfallzeit (Quelle: beide DWD). Die Bilder des Regenradars zeigen die Ausbreitung von Regen und Starkregen zur Start- und Unfallzeit. Der Startflugplatz ist gelb und der Unfallort rot markiert.

Funkverkehr

Es bestand keine Sprechfunkverbindung zwischen der Flugleitung und dem Piloten.

Angaben zum Flugplatz

Der Sonderlandeplatz Schweighofen (EDRO) befindet sich 0,5 nautische Meilen (NM) südwestlich von Schweighofen an der Grenze zu Frankreich. Der Sonderlandplatz liegt in einer Höhe von 492 ft AMSL und verfügt über eine 620 m lange und 30 m breite Grasbahn mit der Ausrichtung 12/30.

Flugdatenaufzeichnung

Das Ultraleichtflugzeug war mit einem Navigationsgerät GPSMap Garmin 96 sowie mit einem Think Navi T7 GPS ausgestattet. Die Flugwegdaten wurden nicht gespeichert.

Der BFU standen Radardaten der Flugsicherungsorganisation zur Auswertung zur Verfügung.

Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug

Die Unfallstelle befand sich auf einem abgeernteten Acker westlich des Sonderplatzes Schweighofen. Das Wrack lag ca. 600 Meter westlich der Flugplatzgrenze. Spuren der ersten Bodenberührung befanden sich 25 Meter nördlich des Wracks. In diesem Bereich lagen das Bugrad, Teile der Motorverkleidung und Türverkleidungsteile auf dem Boden. Im Bereich der ersten Bodenberührung war der Boden auf einer ca. sechs mal vier Meter großen Fläche verbrannt. Die Brandspur verlief s-förmig zur Endlage des Wracks.

Bild 4 zeigt Unfallstelle (Quelle: Polizei). Das Ultraleichtflugzeug lag ausgebrannt auf dem Boden. Die Tragflächenbespannung war im Außenbereich bis zur Höhe der Querruder erhalten. Die Rumpfsektion hinter dem Tank bis zum Leitwerk war an den Seiten verformt und der Rumpfrücken war geschmolzen.

Die Steuerung war durch den Brand und Aufprall auf den Boden beschädigt. In ihrer Funktion war sie bis zu den Bruchstellen bzw. Brandeinwirkungsstellen nachvollziehbar.

Die Fallschirmkappe des Rettungssystems lag ca. 30 m südwestlich des Wracks. Die Tragegurte waren im Bereich der Zellenanbringung verbrannt. Der Deckel der Ausschussöffnung lag 64,5 m südlich der Fallschirmkappe.

Medizinische und pathologische Angaben

Beide Leichname wurden am Institut für Rechtsmedizin in Mainz obduziert. Hierbei wurde festgestellt, dass beide Insassen aufgrund der beim Aufprall erlittenen Verletzungen verstorben waren. Es wurden keine Hinweise auf bestehende Erkrankungen festgestellt, die zu einer Beeinträchtigung der Handlungsfähigkeit geführt hätten.

Brand

Nach dem Aufprall auf den Boden entstand ein Brand, der durch die Feuerwehr gelöscht wurde.

Die Unfall-Untersuchung durch die BFU wurde in Übereinstimmung mit dem Gesetz über die Untersuchung von Unfällen und Störungen beim Betrieb ziviler Luftfahrzeuge (Flugunfall-Untersuchungs-Gesetz – FlUUG) vom 26. August 1998 durchgeführt. Danach ist das alleinige Ziel der Untersuchung die Verhütung künftiger Unfälle und Störungen.

Die Untersuchung dient nicht der Feststellung des Verschuldens, der Haftung oder von Ansprüchen.

Alle angegebenen Zeiten, soweit nicht anders bezeichnet, in Ortszeit. Quelle und Bilder, sofern nicht anders angegeben, BFU.

Fluglärm: Weniger Menschen betroffen, Verkehr höher

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Die Anzahl der in Deutschland von Fluglärm betroffenen Menschen ist laut der neusten Lärmkartierung des Umweltbundesamtes (UBA) von 746.500 im Jahr 2007 auf 738.000 im Jahr 2012 gesunken.

Das ist ein besonders guter Wert, da diesmal mit den Flughäfen Berlin-Schönefeld und Leipzig/Halle zwei zusätzliche Großflughäfen in die Berechnung aufgenommen wurden.

Mit der Lärmkartierung erfasst das UBA den Verkehrslärm in Deutschland. Der Vergleich von Flug-, Straßen- und Schienenlärm, bei dem ein Schallpegel von 55 dB(A) überschritten wird, zeigt, dass Fluglärm mit 738.000 Betroffenen die mit Abstand kleinste Bevölkerungsgruppe trifft. Straßenlärm sind hingegen 10,2 Millionen und Schienenlärm 8,2 Millionen Menschen ausgesetzt. Während die Zahl der Betroffenen von Straßen- und Schienenlärm seit 2007 aufgrund des größeren Kartierungsumfangs stark gestiegen ist, sind von Fluglärm jetzt weniger Menschen betroffen.

BDL: Verkehrslärm übertrifft Fluglärm

„Die Lärmkartierung des UBA belegt, dass die deutsche Luftfahrt mit ihren Maßnahmen zum Lärmschutz auf dem richtigen Weg ist. Sie zeigt auch, dass wir in Deutschland weniger Probleme mit Fluglärm als mit Verkehrslärm allgemein haben!“ sagte der BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch heute in Berlin.

Noch größer fallen die Unterschiede in den Abend- und Nachtstunden aus, bei denen ein Schallpegel von 50 dB(A) zugrunde gelegt wird: Zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr werden zweiunddreißig Mal mehr Menschen von Schienenlärm (6.543.000) und neunundzwanzig Mal mehr von Straßenlärm (5.935.600) gestört als von Fluglärm (205.700). Das liegt vor allem daran, dass Zug und Autoverkehr nachts nicht beschränkt werden, während die Mehrheit der Flughäfen strenge Nachtflugbeschränkungen befolgen muss.

Motorsegler mit Brennstoffzellen-Antrieb als Aufklärer und Verfolger

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In der Verbrechensbekämpfung, bei Entführungsfällen oder der Beobachtung von Vorbereitungen terroristischer Aktivitäten sind hoch aufgelöste Echtzeit-Luftbilder und Live-Übertragung gefragt. Das DLR hat nun erstmals ein Motorsegler-System erprobt, das die Beobachtung von Verdächtigen und deren Fahrzeugen aus sicherem Abstand und über größere Strecken mit live-Aufnahmen erlaubt.

Konventionelle Hubschrauber sind sehr laut und auffällig bei der Täterverfolgung. Im Projekt CHICAGO (Echtzeitfähige verdeckte Fahrzeugverfolgung zur polizeilichen Observation) kam deshalb der DLR-Motorsegler Antares für Testflüge zum Einsatz. "Antares wurde mit spezieller Kameratechnik und einer eigens entwickelten Bildverarbeitungs-Software ausgestattet", sagt Projektleiter Hartmut Runge vom DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung. "Die Übertragung der Live-Luftbilder erfolgte per Mikrowellen-Datenlink."

Wendiger Motorsegler verfolgt Auto

Während des Versuchsflugs mit der Antares fuhr ein Testfahrzeug entlang einer Autobahn, legte ungeplante Stopps auf Rastplätzen ein und fuhr mit Geschwindigkeiten zwischen 70 und 210 Kilometer pro Stunde. Der Motorsegler war dabei immer in der Lage dem Fahrzeug zu folgen und hat sich als so wendig erwiesen, dass er sogar Fahrtrichtungswechsel über Anschlussstellen auf der Autobahn meisterte. Das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) führte das Projekt gemeinsam mit dem Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) durch, dessen Mitarbeit grundlegend für die Bedarfsorientierung der Forschungsarbeiten war.

Die Einsatzmöglichkeiten für das im Rahmen des Projekts entwickelten Systems gehen über die Verwendung zur Fahrzeugverfolgung hinaus. "Der elektrische Antrieb des Flugzeugs ist sehr leise, effizient und zuverlässig" erklärt Dr. Josef Kallo, verantwortlicher Teilprojektleiter für Antares am DLR-Institut für Technische Thermodynamik in Stuttgart. "Das System kann beispielsweise auch beim Management von Großveranstaltungen zur Erfassung großer Menschenmengen oder als Relaisstation für die Funkübertragung eingesetzt werden und dort die Sicherheit erhöhen".

Brennstoffzellen-Antrieb leise und zuverlässig

Diese Anwendung wurde bei einem Champions League Spiel in der Münchner Allianz Arena demonstriert. Zudem kann es als Beobachtungs- und Kommunikationsplattform in Krisen- und Katastrophengebieten oder zur Fernerkundung von Pipelines genutzt werden. DLR-Forscher Hartmut Runge: "Eine zusätzliche Anwendung der entwickelten Bildverarbeitungs-Algorithmen zum Fahrzeug-Tracking liegt bei der Überprüfung und Weiterentwicklung von Fahrer-Assistenzsystemen zur automatischen Spurhaltung."

DLR-Programmkoordinator Sicherheitsforschung Dr. Dennis Göge: "Der überaus leise, auf Brennstoffzellen-Basis fliegende Antares-Motorsegler stammt aus dem Forschungsbereich Energie, die Vorarbeiten zur Registrierung und Messung der Fahrzeuge aus dem Schwerpunkt Verkehr und das automatische Fahrzeugtracking sowie das neue Kamerasystem wurden direkt im Forschungsbereich Sicherheit entwickelt", so Göge weiter. Ein speziell für Motorsegler geschulter Test-Pilot der DLR-Einrichtung Flugexperimente saß bei den Tests im Cockpit. Zudem war der deutsche Flugzeughersteller Lange Aviation aus Zweibrücken in das Projekt eingebunden.

London jetzt Top-Destination ab Dortmund Airport

Die Passagierzahlen am Dortmund Airport steigen weiterhin. Auch 2014 sind im Vergleich zum Vorjahr mehr Fluggäste in Dortmund an- und abgeflogen. Insgesamt 1.965.802 Passagiere nutzen den Ruhrgebietsflughafen, damit stieg die Zahl der Fluggäste um 2,2 Prozent gegenüber 2013. Gleichzeitig steht damit fest: Dortmunder Passagiere fliegen auf London. Mit 235.636 Passagieren steht London (Gesamtzahl Luton und Stansted) erstmals vor Palma de Mallorca (217.949 Passagiere) und löst die Lieblingsinsel der Deutschen von ihrem Spitzenplatz ab. Die Verbindungen in die englische Hauptstadt nutzten 37,1 Prozent mehr Passagiere als noch 2013.

Dahinter liegen weiterhin Kattowitz (215.242 Passagiere), München (168.276 Passagiere) und Bukarest (112.171 Passagiere). Besonders stark nahmen die Passagierzahlen im ersten Quartal des Jahres zu und lagen acht Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Dabei schlugen vor allem der Januar und der Februar mit beeindruckendem Wachstum zu Buche. So wurden im Januar 18 Prozent und im Februar 20 Prozent mehr Passagiere als in den Vergleichsmonaten des Vorjahres verzeichnet.

"Bedingt durch Streckenstreichungen der Airlines easyJet und airberlin waren die Passagierzahlen im ersten Quartal 2013 rückläufig. Die ersten drei Monate 2014 haben dagegen gezeigt, wie deutlich wir in der Lage waren, diese Rückgänge auszugleichen", erklärte Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager. Auch im letzten Quartal konnte der Airport seine Passagierzahlen steigern. Um 4,9 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr flogen in den letzten drei Monaten des Jahres. Insgesamt betrachtet Mager das vergangene Jahr als ein Jahr der Weichenstellungen.

Neue Wege gegen Belastung der Gesellschafter

"Die EU Kommission hat nicht nur unser Finanzierungsmodell bestätigt, sondern auch die Bedeutung des Dortmund Airport für das Ruhrgebiet hervorgehoben. Gleichzeitig geben uns die neuen EU-Leitlinien zur Flughafenfinanzierung zehn Jahre Zeit, unser Betriebsergebnis auszugleichen. Der Dortmund Airport ist unverzichtbarer Bestandteil der Mobilitäts-Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen."

Dies ändere aber nichts an der Zielsetzung, die finanzielle Belastung für Gesellschafter und für die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger reduzieren. Dazu wurde das Zukunftskonzept 2023 entwickelt und der EU-Kommission zur Notifizierung vorgelegt. Neue Dienstleistungen und Vertriebswege, beispielsweise Online-Buchungsportal für Parkplätze, stellen erste Schritte dazu dar, resümierte Mager, und blickt dabei zuversichtlich in die Zukunft. Auch hinsichtlich der Passagierzahlen für das begonnene Jahr 2015 ist der Flughafen-Chef weiter optimistisch: "Wenn wir es schaffen, die für den Sommer gestrichenen airberlin-Flüge nach Mallorca zu kompensieren, werden wir bei anhaltendem Wachstum vielleicht schon 2015 die zwei Millionen Marke überschreiten."

Fernbus-Anbindung für den Allgäu Airport

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Der Allgäu Airport ist nun noch besser mit dem Fernbus zu erreichen. Denn neben dem Allgäu-Airport-Express steuern auch die grünen Busse von MeinFernbus FlixBus den Flughafen an. Die neue Linie 063 führt täglich dreimal (Abfahrt um 06:55, 10:30 und 15:00 Uhr) von Friedrichshafen über Wangen zum Allgäu Airport und dann weiter nach München. Einmal pro Tag (um 09:50 Uhr) beginnt diese Verbindung bereits in Überlingen. In der Gegenrichtung können Fluggäste aus der bayrischen Landeshauptstadt auf drei täglichen Verbindungen und ab dem 22. Januar 2015 sogar auf sieben täglichen Fahrten mit den grünen Bussen zum Allgäu Airport gelangen.

Bequeme Sitze, Klimaanlage, Bordtoiletten, Snacks und Getränke sowie kostenloses WLAN sorgen für Komfort an Bord. Pro Person können zwei Gepäckstücke und ein Handgepäckstück mitgenommen werden. Tickets von München und Überlingen zum Flughafen Memmingen sollen zwischen acht und 17 Euro kosten. Aus Friedrichshafen gelangen demnach Reisende schon ab sechs Euro und aus Wangen ab fünf Euro zum Flughafen.

MeinFernbus FlixBus schont nach eigenen Angaben nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt: Laut einer Studie des Umweltbundesamtes ist der Fernreisebus das mit Abstand umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Gegen einen geringen Aufpreis bietet MeinFernbus FlixBus die Möglichkeit, vollständig klimaneutral zu reisen. Mit den Ausgleichsbeträgen werden internationale Klimaschutzprojekte vornehmlich in Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützt, durch die der CO2-Ausstoß verringert wird. Buchbar ist die grüne Reise unter anderem an der Information im Airport-Terminal.

Leipzig/Halle Airport und Dresden International mit 2,3 Prozent Passagier-Plus

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Die beiden Verkehrsflughäfen unter dem Dach der Mitteldeutschen Flughafen AG, Leipzig/Halle Airport und Dresden International, zählten 2014 insgesamt 4.091.807 Fluggäste. Das Passagieraufkommen an beiden Airports lag damit 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Flugbewegungen an beiden Flughäfen stieg um 3,6 Prozent auf 93.926 Starts und Landungen. Der Flughafen Leipzig/Halle verzeichnete im Passagierverkehr einen Zuwachs von vier Prozent und zählte 2014 insgesamt 2.331.399 Fluggäste. Auch am Flughafen Dresden ist das Passagieraufkommen seit Jahresmitte kontinuierlich angestiegen.

Getragen wurden die Zuwächse in Leipzig/Halle insbesondere vom neuen beziehungsweise erweiterten Engagement der Fluggesellschaften Etihad Regional, Vueling Airlines, Condor, SunExpress Deutschland und Germania. Von Januar bis Dezember wurden 63.569 Flugbewegungen erfasst, was einem Plus von 3,1 entspricht. Im Dezember 2014 wurden 118.663 Fluggäste gezählt – 2,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Flugbewegungen stieg im selben Zeitraum um 9,2 Prozent auf 5.010.

Fracht zum zehnten Mal in Folge gestiegen

Das Frachtaufkommen erzielte 2014 zum zehnten Mal in Folge einen Höchstwert. Insgesamt wurden in Leipzig/Halle 910.708 Tonnen umgeschlagen, was einem Zuwachs von 2,7 Prozent entspricht. Im Dezember 2014 stieg das Frachtaufkommen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,2 Prozent auf 81.491 Tonnen. Damit lag der Frachtumschlag nur knapp unter dem bisherigen absoluten Rekordmonat, welcher im November 2014 mit 81.774,4 Tonnen verzeichnet wurde.

"Der Flughafen Leipzig/Halle, Deutschlands zweitgrößtes Frachtdrehkreuz, konnte auf Grund des steigenden Expressfrachtumschlags sowie neuer Verbindungen nach Russland und Asien seine Stellung als einer der bedeutendsten Luftfrachtumschlagplätze in Europa weiter festigen", betont Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Flughafen AG, und ergänzt: "Zuversichtlich stimmt uns zugleich die positive Entwicklung des Passagieraufkommens, das von Jahresbeginn an deutliche Zuwächse auswies und damit unter anderem Streckenreduzierungen im Low-Cost-Bereich mehr als kompensieren konnte."

Flughafen Dresden International mit starkem zweiten Halbjahr

Gegenüber dem Zeitraum Januar bis Juni, in dem das Passagieraufkommen 5,4 Prozent unter dem Vorjahrswert lag, konnte für die zweite und ohnehin passagierstärkere Jahreshälfte ein Wachstum von 4,9 Prozent zum Vergleichszeitraum 2013 ausgewiesen werden. Somit konnten 2014 insgesamt 1.760.408 Fluggäste gezählt werden. Damit lag das Passagieraufkommen insgesamt 0,1 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Positiv wirkten sich insbesondere die neuen Angebote der Etihad Regional, Germanwings, Aeroflot, Easyjet, Switzerland, Vueling Airlines und Germania aus. Die Zahl der Flugbewegungen stieg 2014 gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent auf 30.357.

Das zweite Halbjahr brachte für den Flughafen Dresden das bislang umfassendste Flugangebot zu europäischen Städten sowie neue touristische Ziele mit sich. Damit gelang es insbesondere dem Wunsch zahlreicher Wirtschaftsunternehmen der Region gerecht zu werden. Allein im Dezember 2014 wuchs das Dresdner Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 115.298. Die Zahl der Starts und Landungen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,1 Prozent auf 2.095.

Mit Blick auf beide Flughäfen resümiert Markus Kopp: "Insgesamt war die Entwicklung des Jahres 2014 geprägt von zahlreichen Streiks im Luftverkehr und anhaltenden Sparprogrammen großer Airlines. Umso erfreulicher ist es, dass das Jahr 2014 an beiden Standorten mit deutlichen Zuwächsen ausklang."

14 Boeing 787 Dreamliner für Air Europa aus Spanien

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Air Europa bestellt bei Boeing 14 Maschinen vom Typ 787-9 Dreamliner. Wie das Unternehmen bekannt gab, ist es die bisher größte Einzelbestellung für Großraumflugzeuge einer spanischen Airline, mit einem Wert von 3,6 Mrd US-Dollar nach Listenpreisen.

Air Europa beauftragt damit Boeing mit 22 Flugzeugen der 787-8 und 787-9 und treibt damit den Umbau der Langstreckenflotte zu einer reinen Boeing-Flotte voran. Die ersten 787-8 Dreamliner sollen 2016 an die Airline ausgeliefert werden, sowohl die Flüge als auch die Destinationen will die Fluggesellschaft damit um ca. 50 Prozent ausbauen. Die Bestellung war von Boeing bisher anonym vermeldet.

Mit der Basis am Palma de Mallorca Airport und dem Drehkreuz am Flughafen Adolfo Suarez-Madrid Barajas wurde Air Europa zu einer der größten Airlines in Spanien und bedient über 40 Ziele in Europa und Amerika. Die Fluggesellschaft gehörte schon zu Betreibern von Boeing 737, 757 und 767, und hat nun 30 Flugzeuge der Next-Generation 737-800 bzw. 787 Dreamliner bei Boeing in Auftrag.

City Airport Bremen mit stabilen Zahlen aus 2014

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Im Jahr 2014 hat der Flughafen Bremen ein Allzeithoch an Passagieren mit 2,77 Millionen Fluggästen verzeichnet. Das ist im Vergleich zu 2013 mit 2,61 Millionen Passagieren eine Steigerung von 6,13 Prozent. Mit diesem Ergebnis hält der Airport Bremen seinen elften Platz (2012 noch Platz zwölf) unter den 22 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Die Flugbewegungen sind mit 45.987 in 2014 im Vergleich zum Jahr 2013 mit 44.264 stabil (2012: 44.737). Das abgewickelte Frachtaufkommen belief sich auf 10.743 Tonnen (2013: 10.020 Tonnen). Im Jahr 2014 erzielte die Flughafen Bremen GmbH einen Umsatz von 42,4 Millionen Euro* und somit 2,1 Millionen Euro mehr als 2013 mit 40,3 Millionen Euro.

Das Jahresergebnis beläuft sich auf ein Plus von 0,9 Millionen Euro*. Geplant war für das vergangene Jahr ein Plus von 0,5 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich das Ergebnis um 2,4 Millionen Euro. Parallel zum positiven Ergebnis hat die Flughafen Bremen GmbH auch 2014 ihre Bankverbindlichkeiten um 5,3 Millionen Euro auf rund 14,2 Millionen Euro abgebaut. Im Jahr 2009 beliefen sich die Bankverbindlichkeiten noch auf 44,7 Millionen Euro. Darüber hinaus wurde erneut konsequent der finanzielle Konsolidierungskurs fortgesetzt und das Eigenkapital gestärkt.

Weniger Passagiere in Bremen für 2015 erwartet

"Das Jahr 2014 war für uns ein sehr erfolgreiches Jahr. Aber auch andere Flughäfen haben von dem Aufschwung profitiert und verzeichnen ein Passagierplus. Für 2015 rechnen wir mit einem Rückgang der Fluggastzahlen, da sich die Airline-Branche in einer Umbruchphase befindet. Darüber hinaus stehen uns im kommenden Jahr hohe Investitionen ins Haus, die beispielsweise die Optimierung der Terminals betreffen und eine Reinvestition in unsere Parkhäuser. Dazu wird die Feuerwehr-Flotte weiter modernisiert und es steht eine Teilerneuerung im Stromverteilernetz an", sagt Jürgen Bula, Geschäftsführer der Flughafen Bremen GmbH.

Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen und Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Bremen GmbH ist mit dem Ergebnis 2014 zufrieden: "Der Airport Bremen ist einer der wenigen deutschen Flughäfen, die ohne staatliche Zuwendung auskommen. Das Passagierplus von 6,13 Prozent zeigt deutlich, dass der Flughafen Bremen unabdingbar für Bremen, die Region und den gesamten Nordwesten ist." Besonders erfreulich seien neue Destinationen und die enge Zusammenarbeit des Flughafens mit der ansässigen Wirtschaft für notwendigen Businessverbindungen.

Eckpunkte des Flughafen Bremen aus dem Jahr 2014

  • Air France/KLM erhöht Kapazitäten ab Bremen mit einer Embraer 170 anstelle der Embrear 145 nach Paris. Und Amsterdam wird viermal anstatt dreimal täglich ab Bremen angeflogen.
  • Die Ausstellung zum Schallschutzprogramm CALMAR wird im Terminal eröffnet
  • Parkplätze in den Parkhäusern sind online buchbar
  • AIS Airlines nimmt die Strecke Bremen-Zürich auf
  • Germania stationiert einen A321 in Bremen
  • Ryanair fliegt neu nach: Beziers, Korfu, Madrid, Lissabon und Göteborg
  • Ryanair feiert 7-jähriges Jubiläum am Flughafen Bremen
  • Der Flughafen Bremen gewinnt auf der Routes Europe 2014 in Marseille den Routes Europe Marketing Award und den Overall Award.
  • Germania nimmt im Winterflugplan die Strecke Marsa Alam auf
  • Der Flughafen Bremen wird von der Vereinigung Cockpit e.V. als mängelfrei eingestuft.
  • SunExpress erhöht die Frequenz nach Antalya im Winterflugplan
  • Im Parkhaus 1 wird eine Comfort Parking-Zone geschaffen
  • Germania eröffnet einen Wartungshangar in Bremen

2014 am City Airport Bremen in Zahlen

  • Passagiere: 2,77 Millionen Flugbewegungen 45.987
  • Umsatz: 42,4 Millionen Euro*
  • Investitionen: 5,1 Millionen*
  • Gewinn: 0,9 Millionen Euro *
  • Beschäftigte: 270

*Genannte Bilanzwerte sind noch nicht testiert

Passagier-Rekord am Münchner Flughafen mit knapp 40 Mio. Reisenden

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Mit knapp 40 Millionen Reisenden verzeichnete der Münchner Flughafen im vergangenen Jahr abermals einen neuen Passagierrekord: Das Fluggastaufkommen stieg 2014 um knapp drei Prozent auf 39,7 Millionen, eine Million Reisende mehr als im Vorjahr. Das dynamische Verkehrswachstum geht insbesondere auf die starken Zuwächse im zweiten Halbjahr zurück. Hier legten die Passagierzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um vier Prozent zu. Mit der neuen Bestmarke feiert der Münchner Flughafen auch ein verkehrsstatistisches Jubiläum.

Es ist bereits der 20. Passagierrekord in der mittlerweile 22-jährigen Geschichte am neuen Standort: "Der Münchner Flughafen bleibt damit ein Erfolgsgarant für den Freistaat und wird auch in Zukunft wichtige Impulse für die bayerische Wirtschaft und den Tourismus liefern", betonte Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH (FMG) angesichts der erneuten Zuwächse.

Spitzenzahlen bei Auslastung und Luftfracht

Die positiven Fluggastzahlen führten zudem zu einer abermals verbesserten Auslastung der Flugzeuge, die mit 75,9 Prozent einen neuen Spitzenwert an Bayerns internationaler Luftverkehrsdrehscheibe erreichte. Insgesamt rund 377.000 Starts und Landungen wurden durchgeführt, 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Neue Rekordzahlen werden auch von der Luftfracht gemeldet: Das Aufkommen an Frachtgut nahm um acht Prozent zu und erreichte damit den Höchstwert von über 291.000 Tonnen. Inklusive der Luftpost liegt das Cargoaufkommen in München sogar bei über 309.000 Tonnen.

Angesichts der anhaltend positiven Verkehrsergebnisse an Bayerns Tor zur Welt blickt Flughafenchef Kerkloh optimistisch in die Zukunft: "2015 werden wir nicht nur die 40-Milllionen-Marke bei den Passagierzahlen überspringen, sondern auch wieder eine Zunahme der Starts und Landungen verzeichnen. Das Drehkreuz München wird also weiter wachsen, auch wenn dieses Wachstum aufgrund der Kapazitätsengpässe im Start- und Landebahnsystem limitiert ist."

Die Flottenumstellung verschiedener Airlines auf größere Flugzeuge machte sich 2014 auch am Münchner Flughafen bemerkbar: Das durchschnittliche Abfluggewicht der Jets erhöhte sich auf 82,5 Tonnen. Die Anzahl der im Jahr 2014 von und nach München angebotenen Sitzplätze stieg um rund zwei Prozent auf knapp 52,4 Millionen.

Wachstum kommt von Langstrecken-Verbindungen

Der in München erzielte Passagierzuwachs basiert ausschließlich auf Steigerungen im internationalen Verkehr: Mit 6,2 Millionen Fluggästen und einem Plus von sieben Prozent legte der Interkontinentalverkehr dabei prozentual am stärksten zu. Sehr erfolgreich entwickelten sich die neu aufgenommenen Langstreckenverbindungen nach Houston, Mexiko und Shanghai sowie die zusätzlichen Verbindungen nach Abu Dhabi.

Der Kontinentalverkehr bleibt weiterhin das mit Abstand größte Verkehrssegment am Münchner Flughafen: Die Anzahl der Reisenden innerhalb Europas nahm um knapp drei Prozent auf mehr als 24 Millionen zu. Hier wurden insbesondere Passagierzuwächse auf den Strecken nach Spanien, Italien und Griechenland registriert. Dagegen stagnierte der innerdeutsche Verkehr auf dem Vorjahrsniveau (9,3 Millionen Fluggäste).

Verkehrszahlen 2014 2013 Veränderung
Passagieraufkommen Gewerblicher Verkehr 39.700.515 38.672.644 2,7 %
Flugbewegungen gesamt 376.678 381.951 -1,4 %
Cargo (in Tonnen)
Luftfracht- und Luftpost 309.361 t 287.809 t 7,5 %
Davon Luftfrachtumschlag 291.475 t 269.980 t 8,0 %

 

James Bond-Crew landet in Innsbruck

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James Bond kommt nach Österreich: Über die in Tirol stattfindenden Dreharbeiten zum 24. Bond Streifen "Spectre" freuen sich nicht nur die Regionen Sölden und Obertilliach, sondern auch der Flughafen Innsbruck. Filmcrew und -equipment fliegen für den neuen James Bond-Film auf Innsbruck.

Nachdem bereits Mitte Dezember zwei Luftfahrzeuge vom Typen BN-2 Islander, unterwegs im Dienste Ihrer Majestät, in Innsbruck gelandet waren, kam nun ein Teil der umfassenden Filmcrew in Innsbruck an. Zudem wurde wichtiges Equipment am Flughafen verladen und wieder nach Großbritannien zurückgeflogen. Eine Boing 757 der Titan Airways übernahm beispielsweise einen dieser Transporte.

Paderborn-Lippstadt Airport im 2. Halbjahr wieder mit Passagierwachstum

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Am Paderborn-Lippstadt Airport wurden im zweiten Halbjahr 2014 nach Jahren der Konsolidierung erstmals wieder steigende Passagierzahlen gezählt. Während im ersten Halbjahr der Passagierrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch 9,5 Prozent betragen hatte, konnte dieser aufgrund der Trendumkehr im Juli im Gesamtjahr auf 3,9 Prozent reduziert werden. So wurden in 2014 mehr als 764.000 Passagiere befördert, im Vorjahr waren es rund 795.000. Die Zahl der Starts und Landungen blieb mit knapp 35.300 relativ konstant. Die Sitzplatzauslastung der Airlines lag im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei sehr guten 80 Prozent.

"Aufgrund der guten Passagierauslastung in 2014 haben die Fluggesellschaften ihre Flüge planmäßig und stabil durchgeführt. So konnten wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen und einer nach wie vor angespannten Marktlage im zweiten Halbjahr erstmalig nach Jahren sinkender Zahlen wieder einen Anstieg der Verkehrszahlen beobachten", so Flughafen-Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne zufrieden.

Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass sich die positive Entwicklung am Paderborn-Lippstadt Airport auch in 2015 fortsetzt und die Passagierzahlen gegenüber Vorjahr weiter steigen werden. Neben der Touristik soll dies insbesondere durch die deutlich ausgeweiteten Sitzplatzkapazitäten auf der München-Verbindung erreicht werden. Die Lufthansa hat angekündigt, 2015 aufgrund der sehr guten Entwicklung der Passagierzahlen auf dieser Strecke auf den bis zu vier täglichen Flügen nach München größeres Fluggerät einzusetzen. Bislang wurde die Strecke vor allem mit Jets vom Typ CRJ 700 mit 70 Sitzplätzen bedient. Diese werden nun durch Flugzeuge des Typs CRJ 900 mit 86 Plätzen sowie durch Embraer 195 mit 116 Plätzen ersetzt.

Die Kapazitätsausweitung wird auch dazu beitragen, dass die Anzahl der Passagiere, die in Paderborn-Lippstadt starten und von dem weltweiten Streckenangebot der Lufthansa am Drehkreuz München profitieren, noch weiter steigt. Betrug der Anteil dieser sogenannten Umsteiger vor 12 Monaten noch 13 Prozent, so sind es aktuell schon rund 40 Prozent.

Sicherheitsdienste am Flughafen Stuttgart im Warnstreik

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Im Tarifkonflikt des privaten Sicherheitsgewerbes hat die Gewerkschaft ver.di am Flughafen Stuttgart ihre Mitglieder heute früh um 03:00 Uhr zum Streik aufgerufen. Der Streik soll voraussichtlich bis 22:00 Uhr dauern. Es kommt deshalb zu Beeinträchtigungen bei der Abfertigung der Fluggäste. Am frühen Morgen starteten manche Maschinen mit bis zu 30 Minuten Verspätung, bislang haben die Airlines keine Flüge gestrichen. Passagieren wird empfohlen, mehr Zeit einzuplanen und sich bereits vor der Anreise zum Flughafen direkt über den aktuellen Stand ihres Fluges zu informieren.

Die Luftsicherheitsassistenten der Passagier- und Gepäckkontrolle in Baden-Württemberg haben einen Stundenlohn von 15,00 Euro, dazu kommen Zuschläge für Nachtarbeit, Sonntags- und Feiertagsarbeit. Seit 2011 wurde in den Tarifrunden eine Steigerung von über 25 Prozent erzielt. Mit den Warnstreiks möchte die Gewerkschaft ver.di ihrer Forderung nach einer Erhöhung um 19 Prozent für die Luftsicherheitsassistenten und die Bewacher kerntechnischer Anlagen Nachdruck verleihen.

Europäischer Gerichtshof nennt Pflicht zu Endpreis-Angabe für Flugtickets

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Der deutsche Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände beanstandet vor deutschen Gerichten die Art der Darstellung der Flugpreise im elektronischen Buchungssystem von airberlin, wie es im November 2008 gestaltet war. Dieses Buchungssystem stellt nach der Wahl des Datums und des Abflug- und Ankunftsflughafens die möglichen Flugverbindungen in einer Ta belle dar1. Der Endpreis2 pro Person wird nicht für jede aufgeführte Verbindung angegeben, sondern nur für die von airberlin vorausgewählte oder vom Kunden durch Anklicken ausgewählte Verbindung.

Nach Ansicht des Bundesverbandes genügt diese Praxis nicht den im Unionsrecht aufgestellten Anforderungen an die Transparenz der Preise von Luftverkehrsdiensten3.

Die vom Bundesverband erhobene Unterlassungsklage gegen airberlin hatte in den ersten beiden Rechtszügen Erfolg. airberlin hat daraufhin den Bundesgerichtshof angerufen. Dieser fragt den Gerichtshof nach der Auslegung der Unionsregelung4 zur Gestaltung der Preise für Flugdienste mit Abflug an einem Flughafen der Union5.

Mit seinem heutigen Urteil hat der Gerichtshof entschieden, dass der zu zahlende Endpreis im Rahmen eines elektronischen Buchungssystems wie des in Rede stehenden bei jeder Angabe von Preisen für Flugdienste, einschließlich bei ihrer erstmaligen Angabe, auszuweisen ist. Dies gilt nicht nur für den vom Kunden ausgewählten Flugdienst, sondern auch für jeden Flugdienst, dessen Preis angezeigt wird.

Diese Auslegung ergibt sich sowohl aus dem Wortlaut als auch aus der Systematik und dem Ziel der Unionsregelung, die insbesondere gewährleisten soll, dass die Kunden die Preise verschiedener Luftfahrtunternehmen für Flugdienste effektiv vergleichen können.

Im Wege eines Vorabentscheidungsersuchens können die Gerichte der Mitgliedstaaten in einem bei ihnen anhängigen Rechtsstreit dem Gerichtshof Fragen nach der Auslegung des Unionsrechts oder nach der Gültigkeit einer Handlung der Union vorlegen. Der Gerichtshof entscheidet nicht über den nationalen Rechtsstreit. Es ist Sache des nationalen Gerichts, über die Rechtssache im Einklang mit der Entscheidung des Gerichtshofs zu entscheiden. Diese Entscheidung des Gerichtshofs bindet in gleicher Weise andere nationale Gerichte, die mit einem ähnlichen Problem befasst werden.

Anmerkungen

  1. Sie enthält u. a. die Abflug- und Ankunftszeiten.
  2. Der Endpreis setzt sich zusammen aus dem Preis für den betreffenden Flug, den Steuern und Gebühren, dem Kerosinzuschlag sowie einer Bearbeitungsgebühr.
  3. Verordnung (EG) Nr. 1008/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. September 2008 über gemeinsame Vorschriften für die Durchführung von Luftverkehrsdiensten in der Gemeinschaft (ABl. L 293, S. 3 ).
  4. Insbesondere bestimmt Art. 2 3 Abs. 1 der Verordnung, dass der zu zahlende Endpreis stets auszuweisen ist und den anwendbaren Flugpreis bzw. die anwendbare Luftfrachtrate sowie alle anwendbaren Steuern und Gebühren, Zuschläge und Entgelte, die unvermeidbar und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vorhersehbar sind, einschließen muss.
  5. Genauer gesagt gilt die fragliche Regelung für Flughäfen im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats, auf das der Vertrag Anwendung findet. Die Verordnung legt den Luftfahrtunternehmen der Union jedoch nahe, auch den Endpreis für ihre Flugdienste aus Drittländern in die Union auszuweisen.

Airbus A350 XWB Nr. 1 kommt beim Erstflug nach Frankfurt

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Der Flughafen Frankfurt (FRA) begrüßte am heutigen Donnerstag den Erstflug von Qatar Airways mit dem neuen Airbus A350 XWB. Mit der Aufnahme der täglichen Verbindung zwischen Doha und Frankfurt beginnt der globale Einsatz einer neuen energieeffizienten und lärmreduzierten Flugzeuggeneration.

Ende Dezember hatte der Flugzeughersteller Airbus diesen ersten von insgesamt 80 A350 XWB an seinen ersten Kunden Qatar Airways ausgeliefert. Anke Giesen, Vorstand Operations der Fraport AG, betont anlässlich der Erstlandung: "Die Einführung des A350 ist ein neuer Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt und wir als Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt sind stolz darauf, an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt zu sein. An diesem besonderen Tag gratulieren wir Qatar Airways, dem Entwickler Airbus und dem Triebwerkshersteller Rolls Royce zu diesem außergewöhnlichen Flugzeug."

Flughafen für neue Flugzeuge rechtzeitig anpassen

Giesen begrüßt die nächste Flugzeuggeneration und erläutert den Anspruch des Flughafenbetreibers, sich immer schon früh auf neue Flugzeuggenerationen und damit einhergehende Herausforderungen einzustellen. So habe man Frankfurt bereits in den Siebzigerjahren mit dem Bau des heutigen Terminals 1 zum geeigneten Standort für die Boeing 747 ausgebaut.

Bei der Einführung des größten Passagierflugzeugs der Welt, des Airbus A380, war die Fraport AG ab dem Jahr 2005 in Form von Abfertigungstests und Erprobungsflügen aktiv involviert. Bereits im Sommer 2014 habe Fraport den Testflug der A350 XWB von Iqaluit am Nordpolarmeer nach Frankfurt empfangen. Darüber hinaus sei FRA ein verlässlicher und erfahrener Partner im Bereich der Bodenverkehrsdienste und auf die Anforderungen der neuen Flugzeuggeneration sehr gut vorbereitet.

Fokus der A350 XWB auf Effizienz

Es gebe viele weitere Aspekte, die für alle Beteiligten im Luftverkehr von großer Bedeutung sind: "Bei der A350 XWB liegt die Besonderheit nicht in der Größe, sondern vor allem in der gesteigerten Effizienz. Wir profitieren davon, dass an unserem Flughafen modernste Technologie zum Einsatz kommt. Im Vergleich zu zweistrahligen Langstrecken-Großraumflugzeugen der gegenwärtigen Generation verbraucht die A350 XWB bis zu 25 Prozent weniger Treibstoff und ist deutlich leiser", betont Anke Giesen.

Bereits seit den 1990er Jahren berücksichtigt Fraport den Fluglärm in den Flughafenentgelten. Airlines mit leiserem Fluggerät zahlen damit geringere Entgelte für die Starts und Landungen in Frankfurt. Fraport trägt so aktiv dazu bei, den Luftverkehr nachhaltig zu gestalten. Die weltweit erste Linienverbindung des A350 von Doha nach Frankfurt wird täglich unter der Flugnummer QR67 bedient und landet planmäßig um 12:30 Uhr. Der Rückflug hat die Flugnummer QR68 und verlässt FRA um 15:25 Uhr.

Lufthansa-Piloten drohen wieder mit Streik

Im vergangenen Dezember hatte die Vereinigung Cockpit (VC) das Lufthansa-Management zu einer Gesamtschlichtung aufgefordert, um eine nachhaltige Befriedung des Tarifkonfliktes herbeizuführen. Dieses Friedensangebot wurde vom Lufthansa-Konzernvorstand nicht nur rundweg abgelehnt, sondern umgehend mit der Ankündigung neuer, tiefgreifender Einschnitte für die Piloten und alle anderen Beschäftigten beantwortet. In einer Art "Sanierung" müsse nun der Kern der Lufthansa-Passage einer tiefgreifenden Neustrukturierung unterzogen werden, da Gewinne zwischen einer und zwei Milliarden Euro zukünftig nicht mehr ausreichten, um die Ziele des Managements zu erreichen.

Konkrete Forderungen konnten zwar keine benannt werden, diese würden jedoch in der ersten Jahreshälfte 2015 erarbeitet. Durch diese pauschale Forderung nach signifikanten Niveauabsenkungen, nicht nur im Bereich der Versorgungssysteme der Mitarbeiter, werde der von der VC angestrebte, konstruktive Weg nicht nur ausgeschlagen, sondern gleichsam provokant konterkariert, so die Piloten-Gewerkschaft VC.

VC: Lufthansa will keine friedliche Einigung

Jörg Handwerg, Sprecher der VC, stellt dazu fest: "Nun wird auch für jeden Kritiker unserer Arbeitskämpfe erkennbar, dass der Lufthansa-Vorstand in diesem Tarifkonflikt weder Lösungen, noch eine friedliche Einigung mit den Piloten anstrebt. Stattdessen will man sich von den Fesseln der Mitbestimmung befreien, indem die Arbeitnehmerschaft in kleine, möglichst untarifierte Einheiten zerschlagen werden soll."

Die VC-Tarifkommission wird in den kommenden Wochen in zahlreichen Versammlungen den engen Schulterschluss mit ihren Mitgliedern suchen, um gemeinsam die richtigen Antworten auf diese neuerlichen Provokationen des Lufthansa-Vorstandes zu beschließen.

Streiks auch während Verhandlungen

Vor diesem Hintergrund dürfte klar werden, dass auch kein Einigungswille seitens des Managements bei den Verhandlungen zur Übergangsversorgung vorhanden ist. Auch während der Dauer der kommenden Versammlungen ist die Fortsetzung der Arbeitskampfmaßnahmen jederzeit möglich und wahrscheinlich, das heißt Streiks stehen womöglich wieder bevor.

Boeing und Embraer wollen brasilianisches Biokerosin

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Boeing, der amerikanische Flugzeugbauer und Embraer, Hersteller für Regional-Jets aus Brasilien, haben ein gemeinsames Forschungszentrum für nachhaltige Biotreibstoffe eröffnet. Damit soll die Industrie für ökologisch hergestellte Flugkraftstoffe in Brasilien weiter ausgebaut werden. An diesem Boeing-Embraer Joint Research Center im São José dos Campos Technology Park wollen beide Unternehmen die Koordinierung und gemeinsame finanzielle Förderung an dieser Forschung mit brasilianischen Universitäten und anderen Institutionen vorantreiben.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen Technologien, welche die Lücke der industriellen Herstellung von nachhaltigen Bioflugkraftstoffen in dem Land schließen sollen. Dazu gehören die Produktion des Rohmaterials, techno-ökonomische Analysen und Verarbeitungsmethoden.

Die Biokraftstoff-Kooperation von Boeing mit Embraer wird geleitet von Boeing Research & Technology-Brazil (BR&T-Brazil), einer von sechs International Advanced Research Centers des Flugzeugbauers. Überdies laufen bei Boeing weitere Biotreibstoff-Entwicklungsrojekte in den USA, dem Mittleren Osten, Afrika, Europa, China, Japan, Südost-Asien und Australien. Dabei geht es nicht nur um Bio-Kerosin, sondern auch etwa um Grünen Diesel, der schon im Dreamliner eingesetzt wurde.

Schon 2011 führte Embraer gemeinsam mit Triebwerkshersteller GE Testflüge unter verschiedenen Bedingungen an einer Embraer 170 durch, bei denen hydro-prozessierte Ester und Fettsäuren (HEFA, Hydro-Processed Esters and Fatty Acids) getankt wurden. Im Jahr darauf flog eine Embraer 195 der Azul Airline zur Rio+20 United Nations Conference on Sustainable Development (UNCSD) mit dem Amyris-Biokerosin, dessen Gewinnung auf Zuckerrohr basiert. Studien zeigen laut Boeing, dass nachhaltig produzierte Flugkraftstoffe geeignet sind, in der Bilanz 50 bis 80 Prozent weniger CO2 auszustoßen als fossile Kraftstoffe.

airberlin baut Verbindungen nach Italien aus

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airberlin setzt die Optimierung ihres Streckennetzes weiter fort und ihr Flugangebot baut zu Beginn des Sommerflugplans für den wichtigen Fokusmarkt Italien aus. Ab 29. März 2015 fliegt airberlin neu mit einer täglichen Verbindung von Stuttgart nach Rom sowie ab Mai 2015 dreimal täglich von Stuttgart nach Mailand-Linate. Darüber hinaus erweitert airberlin ab Mai die Frequenzen auf der Strecke von Stuttgart nach Venedig um drei neue Flüge und bietet diese dann täglich an. Ergänzt wird auch das Flugangebot von Düsseldorf nach Rom: Ab 29. März bietet airberlin mit sechs neuen Frequenzen von montags bis freitags sowie sonntags zwei Flüge pro Tag an.

Zahlreiche Verbesserungen der Flugzeiten bestehender Verbindungen runden die Optimierung des Flugprogramms von Deutschland nach Italien ab. Mit bis zu zehn zusätzlichen Frequenzen pro Woche im Vergleich zum Vorjahr fliegt airberlin im Sommer 2015 insgesamt bis zu 260 Mal wöchentlich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Italien.

"Die neuen Flüge, Frequenzerhöhungen und die Optimierung vieler Flugzeiten sind ein starkes Signal für unser Flugangebot nach Italien. Damit sind wir im harten Wettbewerb um den wachsenden Markt Italien sehr gut aufgestellt und bieten unseren Gästen für den Sommer 2015 ein noch umfangreicheres Angebot mit hervorragenden Reise-möglichkeiten", so Götz Ahmelmann, Chief Commercial Officer airberlin.

Die neuen Flüge werden in das Codeshare-Abkommen mit der italienischen Fluggesellschaft Alitalia integriert und auch unter AZ-Flugnummer angeboten. Alle Nonstop-Flüge von airberlin und Alitalia zwischen Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz werden seit Beginn des Winterflugplans 2014/15 als Codeshare-Flüge durchgeführt.

A320 der Israir landet erstmals in Innsbruck

Am Flughafen Innsbruck landet erstmals ein Ski-Charter-Flugzeug, ein Airbus A320, der Israir aus Tel Aviv. Somit haben die israelischen Gäste in der laufenden Wintersaison bis 27. März 2015 die Möglichkeit, direkt ins Herz der Alpen zu fliegen, um ihren Skiurlaub in Tirol zu verbringen. Die Landung erfolgt am 16. Januar ausnahmsweise um 16:00 Uhr (ab 23. Januar dann immer um 10:10 Uhr) und der Abflug um 19:00 Uhr (sonst 11:10 Uhr). Auf Grund behördlicher Sicherheitsauflagen wird es im Vorfeld bzw. Rahmen der Landung und des Starts der Israir zu geringfügigen Einschränkungen am Flughafenareal kommen.

Einerseits wird die Besucherterrasse für diesen Zeitraum gesperrt. Andererseits wird der öffentliche Zu- und Abholerverkehr temporär über den Parkplatz vor dem Terminal bzw. durch das Parkhaus geführt (wie immer 30 Minuten gratis Parken). Ansonsten ist der Flughafen für alle Kunden und Besucher in gewohnter Art und Weise erreichbar und in Betrieb.

Lufthansa Technik erhält Wartungszulassung Part 145 für Airbus A350 XWB

Passend zur Aufnahme des Flugbetriebs des neuen Airbus A350 XWB nach Frankfurt hat die Lufthansa Technik AG eine Zulassung der europäischen Luftfahrtbehörde EASA (European Aviation Safety Agency) als Wartungsorganisation "Part 145" für das neue Großraumflugzeug erhalten. Der führende Anbieter von flugzeugtechnischen Dienstleistungen bietet ab sofort Routine Wartung-Services in Frankfurt an. Lufthansa Technik bereitet sich seit langem akribisch auf die technische Unterstützung des Airbus A350 XWB vor und steht neben Frankfurt auch in München bereit, um Airlines mit einem umfangreichen Paket an Instandhaltungsleistungen zu versorgen.

"Wir freuen uns sehr über den Beginn des Flugbetriebs dieses neuen Flugzeugtyps und seiner vielversprechenden Technologien", so Wolfgang Weynell, Senior Vice President Corporate Sales der Lufthansa Technik. "Wir sind bestens auf die Instandhaltung der A350 mit ihren Kohlefaserstrukturen, modernsten Triebwerken und Systemen vorbereitet."

Im Rahmen ihres globalen Netzwerkes ist Lufthansa Technik zurzeit dabei, eine weltweite Materialversorgung mit Poolstandorten in Asien und Europa für die A350 aufzubauen. Die ersten Reparaturen von A350-Komponenten in den eigenen Werkstätten sind für 2015 vorgesehen. Diese Kapazitäten werden mit dem weltweiten A350-Flottenwachstum weiter kontinuierlich ausgebaut.

Ersatzteile und Leistungen für die A350 XWB

Zu den Leistungen gehören neben der Durchführung von Routinechecks auch das Trouble Shooting und das Beheben von technischen Beanstandungen, das Software Management sowie der geplante und ungeplante Wechsel von Komponenten, Triebwerken und der Hilfsgasturbine (APU). Lufthansa Technik stellt bei Bedarf außerdem an beiden Drehkreuzen Ersatzteile bereit.

Darüber hinaus plant Lufthansa Technik die Lagerung beziehungsweise Bereitstellung von Reservetriebwerken des Typs Rolls-Royce Trent XWB sowie der Honeywell HGT1700 APU in beziehungsweise aus Frankfurt. So kann A350-Betreibern bei geplanten wie ungeplanten Motorwechseln schnell geholfen werden.

Die Deutsche Lufthansa wird ihre erste A350 in der zweiten Jahreshälfte 2016 in Dienst stellen und ihre gesamte A350-Flotte von der Lufthansa Technik in allen Aspekten der Flugzeuginstandhaltung betreuen lassen.

Geruchsentwicklung zwingt Condor-Boeing 767 zur Umkehr nach Frankfurt

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An Bord einer Boeing 767 mit der Flugnummer DE3184 haben am 14. Januar 2014 Mitglieder der Besatzung einen nicht identifizierbaren Geruch festgestellt. Die Maschine befand sich auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Havanna auf Kuba und war in Frankfurt um 15:45 Uhr (MEZ) gestartet. Rein vorsorglich und aus Sicherheitsgründen kehrte das Flugzeug nach Frankfurt zurück und landete dort sicher um 19:41 Uhr (MEZ). Vor Ort wurden die Passagiere von Mitarbeitern von Condor empfangen. Die Hotelkapazitäten im Großraum Frankfurt waren aufgrund einer Messe ausgeschöpft, so dass die Gäste mit einem Bustransfer in ein Hotel nahe Koblenz gebracht und dort mit einem Abendessen, kostenfreiem WLAN und Telefonmöglichkeiten versorgt wurden.

Die Passagiere wurden noch am Gate über die neue Abflugzeit des Fluges DE3184 am 15. Januar um 14:40 Uhr (MEZ) informiert. An Bord befanden sich 258 Passagiere und neun Crewmitglieder. Die technische Überprüfung der Maschine läuft. Bis Ausgang der Untersuchung können wir nichts über die Ursache aussagen.

Condor bittet die Passagiere um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten und will alles unternehmen, um diese so gering wie möglich zu halten. Condor hofft auf das Verständnis ihrer Kunden – die Sicherheit in der Luftfahrt hat jedoch immer höchste Priorität. Bereits früher war es in einer Boeing der Condor zu Geruchsentwicklungen gekommen, einmal wurden selbst Crew-Mitglieder bewusstlos.

Passagier-Rekord am Flughafen Frankfurt – Kapazität bis 2021

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Die Passagierzahl am Flughafen Frankfurt erreichte auch im Jahr 2014 einen neuen Höchstwert: Rund 59,57 Millionen Passagiere nutzten Deutschlands größten Airport und brachten einen Zuwachs von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Zuwachs wäre noch höher ausgefallen, wenn der Heimatflughafen der Fraport AG nicht durch die hohe Anzahl von hauptsächlich durch Streiks verursachte Flugannullierungen betroffen gewesen wäre – unter Berücksichtigung aller außerordentlichen Flugausfälle, also auch der witterungsbedingten, hätte das Passagierwachstum ansonsten etwa 3,9 Prozent betragen (auf ca. 60,3 Millionen Passagiere).

Auch das Cargo-Aufkommen in Frankfurt legte zu (plus 1,7 Prozent) und notierte am Jahresende bei rund 2,2 Millionen Tonnen. Den weiteren Trend zu größeren und besser ausgelasteten Flugzeugen bei steigender Passagier- und Frachtzahl verdeutlicht der Rückgang der Flugbewegungen um 0,8 Prozent auf rund 469,000 bei gleichzeitigem Anstieg der kumulierten Höchststartgewichte um 1,9 Prozent auf rund 29 Millionen Tonnen.

Widrigkeiten sorgen für Rückgang – Terminal 3 nötig

Im Dezember ging an Deutschlands größtem Luftverkehrsdrehkreuz die Passagierzahl wegen streik- und witterungsbedingten Flugausfällen um zwei Prozent auf rund vier Millionen Fluggäste zurück, ebenso verringerten sich die Zahl der Flugbewegungen auf 32,954 (minus 5,2 Prozent) und die Summe der Höchststartgewichte (minus 1,1 Prozent auf 2,1 Millionen Tonnen). Auch das Cargo-Aufkommen lag mit 176,241 Tonnen um 1,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte blickt insgesamt zufrieden auf das zurückliegende Jahr: "Wir freuen uns, dass wir trotz der Streiks deutlich in der erwarteten Wachstumsspanne für 2014 geblieben sind. Der Dank des Vorstands geht besonders an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die selbst bei großer Beanspruchung mit mehrfach über 200,000 Passagieren pro Tag eine klasse Teamleistung gezeigt und ihr Bestes für unsere Passagiere gegeben haben."

Die Entwicklung im zurückliegenden Jahr bestätigt Prognosen für die kommenden Jahre und belege den Bedarf für ein neues Terminal am Flughafen Frankfurt. Wenn sich dieser Trend mit Zuwächsen zwischen zwei und drei Prozent fortsetzt, würden spätestens im Jahr 2021 die Kapazitätsgrenze der bestehenden Terminals überschritten. "Wir brauchen das Terminal 3, um unseren Passagieren auch künftig einen guten Service in einem modernen und zukunftsgerichteten Ambiente bieten zu können." sagte Schulte.

Konzernflughäfen bringen weiteres Wachstum

Die Konzernflughäfen können ebenfalls auf eine positive Verkehrsentwicklung im Jahr 2014 zurückblicken: Der im September 2014 erworbene slowenische Flughafen Ljubljana begrüßte 1,3 Millionen Fluggäste, was einem Plus von 3,1 Prozent entspricht. Rund 15,7 Millionen Passagiere (plus 5,0 Prozent) verzeichnete der peruanische Airport in Lima. Die bulgarischen Twin Star-Flughäfen Burgas und Varna steigerten ihr Jahresergebnis um 3,1 Prozent auf 3,9 Millionen Fluggäste. Der türkische Flughafen Antalya verzeichnete einen Passagierzuwachs um 4,7 Prozent auf rund 28 Millionen.

Der Flughafen St. Petersburg in Russland erreichte einen Zuwachs an Fluggästen um 11,0 Prozent auf 14,3 Millionen. Mit knapp 5,3 Millionen Fluggästen erzielte der deutsche Flughafen Hannover ein Plus von 1,1 Prozent. Der chinesische Airport in Xi’an wuchs um 12 Prozent auf rund 29,2 Millionen Passagiere. Zu diesem positiven Jahresergebnis an den Fraport-Beteiligungsflughäfen trug auch eine durchweg gute Verkehrsaufkommen im Dezember 2014 bei.

Mit Blick auf die gute Entwicklung der Beteiligungsflughäfen sieht Schulte den Kurs seines Unternehmens bestätigt: "Wir haben ein starkes Portfolio, das sich nun schon seit mehreren Jahren erfolgreich entwickelt. Ljubljana in Slowenien und Airmall in den USA werden dies weiter bereichern."

Fraport Konzern-Flughäfen1
November 2014
Fraport Passagiere Cargo (Fracht + Post) Bewegeungen
Vollkonsolidierte Flughäfen Anteil in % Monat Δ% Monat Δ% Monat Δ%
FRA Frankfurt, Deutschland 100,00 59.566.132 2,6 2.132.132 1,8 469.026 -0,8
LJU Ljubljana, Slowenien 97,99 1.307.379 3,1 9.831 6,2 31.405 -5,2
LIM Lima, Peru2 70,01 15.659.066 5,0 302.406 2,0 155.093 1,3
BOJ Burgas, Bulgarien 60,00 2.530.368 2,0 5.354 >100,0 19.088 3,5
VAR Varna, Bulgarien 60,00 1.387.494 5,2 74 >100,0 12.063 4,7
AYT Antalya, Türkei 51,00 27.979.307 4,7 n.a. n.a. 176.191 4,0
LED St. Petersburg, Russland 35,00 14.264.732 11,0 n.a. n.a. 147.415 7,2
HAJ Hannover, Deutschland 30,00 5.291.981 1,1 15.184 3,5 76.031 0,0
XIY Xi'an, China 24,50 29.177.459 12,0 185.889 3,9 244.336 8,5

 

Flughafen Zürich mit über 25 Mio. Passagieren 2014

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Im Jahr 2014 haben rund 25,5 Millionen Passagiere den Flughafen Zürich benutzt, was einer Zunahme um 2,5 Prozent entspricht. Die Anzahl der Flugbewegungen stieg um 1,0 Prozent. Die Flugzeuge waren im Durchschnitt größer und besser ausgelastet. Die Zahl der Lokalpassagiere im Jahr 2014 nahm um 6,4 Prozent auf 17,7 Mio. zu. Gleichzeitig sank die Zahl der Umsteigepassagiere am Flughafen Zürich um 5,5 Prozent auf 7,7 Mio. und damit auch der Transferanteil am Passagiervolumen von 32,9 Prozent im Jahr 2013 auf 30,3 Prozent im Jahr 2014.

Insgesamt haben im Jahr 2014 25.477.622 Passagiere den Flughafen Zürich genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 2,5 Prozent.

Die durchschnittliche Anzahl der Passagiere pro Flug erhöhte sich von 109 auf 110. Auch die Sitzplatzauslastung steigerte sich im Jahr 2014 um 1,1 Prozent Prozent auf 75,9 Prozent. Das Sitzplatzangebot von und nach Zürich ist 2013 um 1,3 Prozent gestiegen. Insgesamt gab es im Jahr 2014 264.970 Flugbewegungen, was einer Zunahme von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Verkehrsanteil von Swiss International Air Lines betrug 55,4 Prozent, gefolgt von Air Berlin (5,6 Prozent), Edelweiss Air (4,0 Prozent), Lufthansa (2,8 Prozent) sowie British Airways (2,2 Prozent). Das Frachtvolumen stieg im Jahr 2014 um 3,5 Prozent gegenüber 2013 an. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 429.830 Tonnen Fracht transportiert.

Verkehrszahlen Flughafen Zürich für Dezember 2014

Im Dezember 2014 sind 1.875.500 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Wachstum von 4,5 Prozent. Die Anzahl Lokalpassagiere stieg im Dezember 2014 um 9,3 Prozent auf 1.292.905. Der Transferanteil in diesem Zeitraum lag bei 30,8 Prozent (-3,0 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr); die Zahl der Umsteigepassagiere sank um 4,7 Prozent auf 576.780.

Die Anzahl der Flugbewegungen stieg im Dezember 2014 um 2,3 Prozent auf 19.792. Die durchschnittliche Anzahl Passagiere pro Flug lag mit 108 Fluggästen 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Sitzplatzauslastung ist im November um 2,0 Prozentpunkte auf 74,5 Prozent gestiegen. Fracht wurden im Dezember 2014 35.559 Tonnen am Flughafen Zürich abgewickelt. Dies entspricht einem Plus von 5,8 Prozent gegenüber Dezember 2013.

Lokalpassagiere: Passagiere, deren Ausgang- oder Endpunkt ihrer Reise Zürich ist; Umsteigepassagiere: Auch Transferpassagiere genannt. Passagiere, die am Flughafen Zürich umsteigen; Transitpassagiere: Passagiere, die einen Zwischenstopp in Zürich einlegen, aber im selben Flugzeug weiterfliegen.

Austrian Airlines erweitert Nachtflüge Wien – Athen

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Austrian Airlines stockt ihr Flugangebot von und nach Athen auf und bietet ab 29. April 2015 Passagieren vier zusätzliche Nachtflüge pro Woche an, von Wien nach Athen als auch retour. Die neuen Flüge stärken durch zusätzliche Frequenzen auch die Hub-to-Hub-Verbindung Wien – Athen. Ausschlaggebend ist, dass zusätzliche Umsteigemöglichkeiten via Wien geschaffen werden. Zum Beispiel in der Richtung von Athen nach West Europa und vor allem nach Nord Amerika. Damit hebt die österreichische Fluglinie bis zu elf Mal wöchentlich von und nach Athen ab.

Bei einem Transferanteil von 75 Prozent auf dieser Strecke bietet Austrian Airlines ihren Passagieren somit zusätzliche Kapazität in das Austrian Airlines Streckennetz. Die neuen Flugzeiten bringen folgende vier Abendflüge zwischen Wien und Athen mit sich:

  • OS803 Wien – Athen 21:15 bis 00:30 Uhr (+1)
  • OS804 Athen – Wien 07:30 bis 08:45 Uhr